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Lorin MaazelAnna Samuil | Toby Spence | Hanno Müller-BrachmannPhilharmonischer Chor München,Einstudierung: Andreas HerrmannTölzer Knabenchor, Einstudierung: Ralf LudewigDonnerstag, 17. Oktober 2013, 20 UhrSamstag, 19. Oktober 2013, 19 UhrSonntag, 20. Oktober 2013, 19 Uhrmphil.de


Großer Applausfür ein feines Brillanten-Trio!Feine Ringe in 750/– Weiß-, bzw. Roségold:...mit 82 Brillanten, weiß-si, zus. 0,94 ct., 3.390,–...mit 82 Brillanten, naturbraun-si, zus. 1,00 ct., 2.590,–...mit 82 schwarzen Brillanten, zus. 1,00 ct., 2.390,–


Benjamin Britten„War Requiem“ op. 661. Requiem aeternam2. Dies irae3. Offertorium4. Sanctus5. Agnus Dei6. Libera meLorin Maazel, DirigentAnna Samuil, SopranToby Spence, TenorHanno Müller-Brachmann, BassbaritonPhilharmonischer Chor MünchenEinstudierung: Andreas HerrmannTölzer KnabenchorEinstudierung: Ralf LudewigDonnerstag, 17. Oktober 2013, 20 Uhr2. Abonnementkonzert fSamstag, 19. Oktober 2013, 19 Uhr2. Abonnementkonzert dSonntag, 20. Oktober 2013, 19 Uhr2. Abonnementkonzert g5Spielzeit 2013/2014116. Spielzeit seit der Gründung 1893Lorin Maazel, ChefdirigentPaul Müller, Intendant


2 Benjamin Britten: „War Requiem“Der Jüngste Tag des KriegesWolfgang StährBenjamin Britten(1913–1976)„War Requiem“ op. 661. Requiem aeternam2. Dies irae3. Offertorium4. Sanctus5. Agnus Dei6. Libera meEntstehungIm Oktober 1958 erhielt Britten den Auftrag des„Coventry arts committee“, ein abend füllendesChorwerk für die Einweihung der neuen Kathedralezu schreiben – der Vor gängerbau war zuBeginn des Zweiten Weltkriegs (am 14./15. November1940) Opfer des zerstörerischen Bombenkriegsder Nazis geworden. Da Brittens Gedankenschon seit längerem den Plan einespolitischen Oratoriums oder einer zeitgemäßenTotenmesse für das 20. Jahrhundert umkreisten,konnte er schon bald mit der Konzeption seines„War Requiem“ beginnen, in das er außer derlateinischen Missa pro defunctis Texte des englischenDichters Wilfred Owen (1893–1918)einbezog; für die Komposition selbst benötigteer nur wenige Monate: vom Sommer 1961 bisAnfang 1962.Widmung„In loving memory of Roger Burney (Sub-Lieutenant, Royal Naval Volunteer Reserve),Piers Dunkerley (Captain, Royal Marines), DavidGill (Ordinary Seaman, Royal Navy), MichaelHalliday (Lieutenant, Royal New Zealand VolunteerReserve).“Lebensdaten des KomponistenGeboren am 22. November 1913 in Lowestoft/ East Suffolk; gestorben am 4. Dezem ber1976 in Aldeburgh (Großbritannien).UraufführungAm 30. Mai 1962 in der Cathedral Churchof Saint Michael in Coventry / England (TheCoventry Festival Chorus sowie Knabenchöreaus Leamington und Stratford; The City of BirminghamSymphony Orchestra; Dirigenten: MeredithDavies und Benjamin Britten; Gesangssolisten:Heather Harper, Sopran, Peter Pears,Tenor, und Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton).


3Mphil_19_Conlon_Z0.indd 5Benjamin Britten im November 1940, nach der Bombardierung Coventrys13.03.2008 12:34:20 Uhr


4Benjamin Britten: „War Requiem“Die VerweigerungAls bekennender Pazifist wurde Benjamin Brittenim Mai 1942 vor ein Tribunal für Kriegsdienstverweigererzitiert. „Da ich davon überzeugtbin, dass jeder Mensch vom Geist Gotteserfüllt ist, bin ich außerstande, menschlichesLeben zu vernichten.“ Mit diesen Worten begründeteBritten seinen Entschluss, sich demDienst an der Waffe zu entziehen. „Mein ganzesDasein ist schöpferischer Arbeit gewidmet,da ich den Beruf eines Komponisten ausübe, undich vermag mich nicht an zerstörerischen Handlungenzu beteiligen.“ Britten betonte gegenüberdem Ausschuss, dem er Rede und Antwort zustehen hatte, dass er seinen Mitmenschen ambesten dienen könne, wenn er auch weiterhinMusik schaffe und Musik verbreite. Tatsächlichwurde Britten nach dieser Anhörung nicht alsSoldat eingezogen; allerdings wollte man ihnfür einen nicht-militärischen Dienst, etwa beimRoyal Army Medical Corps, einberufen. Dochauch dies lehnte Britten ab, „da ich ansonstennicht weniger aktiv ins Kriegsgeschehen verwickeltwäre, als wenn ich an einem Kampfeinsatzteilnähme“. Diese erneute Verweigerungwar nicht ohne Risiko: Michael Tippett beispielsweisemusste deshalb für drei Monate ins Gefängnis.Aber Britten hatte Glück. Seine Tourneen,die er gemeinsam mit dem Tenor PeterPears quer durch England unternahm und die ihnim Auftrag des „Council for the Encouragementof Music and the Arts“ (dem Vorläufer des heutigen„Arts Council of Great Britain“) in die entlegenstenWinkel und vor die ungeschultestenHörer führten, wurden ihm als gemeinnütziger„Ersatzdienst“ anerkannt. Britten war frei, unddoch nicht wirklich erleichtert, denn es bedrückteihn ein belastendes Schuldgefühl: Er selbstkonnte seinem Schaffen, seiner Arbeit nachgehen,während andere, nahe Freunde, unzähligeGleichaltrige, auf den SchlachtfeldernEuropas ihr Leben ließen.„Mea Culpa“Am 14. November 1940 war die alte englischeStadt Coventry bei deutschen Luftangriffenbombardiert und fast vollständig verwüstetworden. Aber die berühmte gotische Kathedrale,die an jenem Schreckenstag in Flammen aufging,sie wurde – noch mitten im Krieg ! – zueinem symbolkräftigen Ort der Versöhnung. AusTrümmergestein fügten die Menschen der Gemeindeeinen Altar zu sammen, in dessen Rückseitesie die Worte „Father forgive“ meißelten.Bis heute steht der Name Coventry für den Geistder Friedfertigkeit, den auch die entsetzlichsteKriegsrealität nicht auszulöschen vermochte.1954 wurde in Coventry mit dem Bau einer neuenKathedrale (nach dem Entwurf des schottischenArchitekten Basil Spence) begonnen. ImOktober 1958 trat das „Coventry arts committee“an Benjamin Britten heran: mit dem Wunschund der Hoffnung, er werde für die Einweihungsfeierlichkeitenein großes, abendfüllendes Chorwerkkomponieren. Diese Anfrage traf Brittenin gewisser Weise nicht unvorbereitet. Bereits1945 hatte er über ein Oratorium mit dem Titel„Mea Culpa“ nachgedacht, eine Art Totenmesse,die den Opfern von Hiroshima gewidmet seinsollte. Und im Februar 1948 wollte Britten, zutiefstverstört von der Nachricht der ErmordungMahatma Gandhis – dessen pazifistischen Weger naturgemäß sehr bewunderte – , ebenfallsmit einer bedeutenden Komposition auf dieses


Benjamin Britten: „War Requiem“5Ereignis reagieren: „Der Tod Gandhis ist für einenMenschen meiner Gesinnung ein schrecklicherSchock“, erklärte Britten damals, „und ich binentschlossen, zum Gedenken an dieses Unglückein Requiem zu schreiben – zu seinen Ehren.Wann ich dieses Stück vollenden werde, kannich nicht sagen.“ Beide Projekte kamen nie überdas Stadium von Idee und Vorsatz hinaus, undso war Benjamin Britten dankbar und glücklich,als ihm der Auftrag aus Coventry doch noch dieMöglichkeit eröffnete, jenes monumentale Werkzu schaffen, ein Requiem, das die Trauer um dieToten des Zweiten Weltkriegs mit einer eindrucksvollenVerurteilung und Ächtung militärischerGewalt verbinden konnte – und das obendreinan einem so denkwürdigen Ort uraufgeführtwerden sollte.„Warnen – das ist alles“1960 nahm Britten die Planungen für das Werkin Angriff; die Komposition selbst beschäftigteihn vom Sommer 1961 bis zum Beginn desdarauffolgenden Jahres. Britten wagte sich,wie vor ihm Mozart, Ber lioz, Verdi oder Fauré,an eine Vertonung der Missa pro defunctis, derlateinischen Totenmesse. Die Texte der Liturgieund der Bibel, so bekannte er einmal, böten „demKompo nisten für seine Musik die großartigsteQuelle der Inspiration“. Aber Britten wollte einRequiem komponieren, das dem Anlass – demGedenken an die Opfer des Krieges – und demOrt – der leidgeprüften Stadt Co ventry – in besonderer,einzigartiger Weise angemessen wäre:ein „War Requiem“. Deshalb verschränkteer die Worte der Liturgie mit Gedichten desenglischen Lyrikers Wilfred Owen, der, im Altervon gerade mal 25 Jahren, in den letztenTagen des Ersten Weltkriegs in Frankreich gefallenwar. In Owens literarischen Zeugnissenfand Britten die Klage und die Verzweiflung,die bittere Ironie, aber auch die unstillbareFriedenssehnsucht eines Menschen, der durchdie Hölle des Krieges gegangen war – ohne jeseine humane Orientierung zu verlieren. In demerschütternden Gedicht „Strange Meeting“beschwört Owen die beklemmende Szenerieeiner namenlosen Unterwelt her auf, in derzwei Soldaten, zwei Gefallene, sich begegnen…und sich wiedererkennen: „Ich bin der Feind,den du getötet hast, mein Freund. / Ich erkanntedich in dieser Dunkelheit, denn mit diesemfinsteren Blick / Durchbohrtest du mich auchgestern, als du zustießt und tötetest.“ Liest mandas Geleitwort, das Wilfred Owen zu seinenGedichten verfasst hat, so begreift man dieGeistes- und Seelenverwandtschaft, die Brittenmit diesem Schriftsteller verbunden habenmuss: „Ich befasse mich nicht mit Dichtung“,schreibt Owen. „Mein Thema ist der Krieg unddas Mitleid, das er verlangt. Im Mitleid liegtdie Poesie. Dennoch sind diese Klagelieder fürunsere Generation in keiner Weise tröstlich.Vielleicht für die nächste. Warnen – das ist alles,was ein Dichter heute zu leisten vermag.“Zwei Textebenen – zwei OrchesterBritten entschied sich, die Owen-Vertonungenaus dem Kontext der großbesetzten Requiem-Komposition für Chor und Orchester herauszuheben,indem er ihren Vortrag zwei Solisten,einem Tenor und einem Bariton, anvertrauteund diese beiden Sänger von einem Kammerensemblebegleiten ließ. Für den Tenorpartwar natürlich Brittens Lebensgefährte Peter


6Benjamin Britten: „War Requiem“Pears ausersehen. Für die zweite Partie bat erDietrich Fischer-Dieskau um seine Mitwirkung– in einem Brief, den Britten am 16. Februar 1961niederschrieb: „Ich arbeite gegenwärtig an einemWerk, das, wie ich glaube, zu meinen wichtigstenzählen wird. Es handelt sich um einevollständige Totenmesse für Chor und Orchester(zum Gedenken an die Menschen aller Nationen,die im letzten Krieg gefallen sind), und ich kombinieredabei den lateinischen Text mit einerReihe von Gedichten des großen englischenDichters Wilfred Owen, der im Ersten Weltkriegumgekommen ist. Diese großartigen Gedichte,erfüllt vom Hass gegen jede Zerstörung, bildeneine Art Kommentar zur Messe; sie sind natürlichin Englisch. Diese Gedichte sind konzipiertfür Tenor und Bariton, mit der Begleitung einesKammerorchesters, das im Zentrum der anderenKräfte plaziert wird. Sie müssen mit äußersterSchönheit, Intensität und Wahrhaftigkeit gesungenwerden. Peter Pears hat sich einverstandenerklärt, den Tenorpart zu singen, undich bin so kühn und wage Sie zu fragen, ob Siedie Baritonpartie singen wollen.“ Der ZusageFischer-Dieskaus konnte Benjamin Britten gewisssein.„Mein wunderbarer russischerSopran“Von einer solistischen Sopranpartie war zu diesemZeitpunkt noch keine Rede. Erst der fulminanteAuftritt der Galina Wischnewskaja beimAldeburgh Festival 1961 gab Britten spon tandie Idee ein, in seinem „War Requiem“ auch einenSolopart für die russische Sängerin einzuarbeiten.Er hörte sie damals zum ersten Mal:Am Klavier begleitet von ihrem Mann MstislawRostropowitsch, brillierte die Wischnewskajain einem überaus langen und anspruchsvollenLiederabend. Werke von Prokofjew, Tschaikowsky,Strauss und Schumann, Arien aus „Norma“,„Manon Lescaut“, „La forza del destino“,„Lady Macbeth von Mzensk“ und schließlichMussorgskijs „Lieder und Tänze des Todes“umfasste das ungewöhnliche Programm.Britten, der gerade mit der Kompositiondes „War Re quiem“ begonnen hatte, sprach dieSängerin unmittelbar nach Ende des Konzertsan und bat sie, in seinem neuen Werk speziellfür sie eine Sopranpartie vorsehen zu dürfen. Erfragte sie, ob sie jemals in englischer Sprachegesungen habe, und als sie dies verneinte, entgegneteer: „Dann werde ich Ihren Part in Lateinischschreiben.“ Galina Wischnewskajavermutet, dass ihr Liederabend in Aldeburgh,besser gesagt, dessen Programm, nicht ohneEinfluss auf Brittens Komposition gebliebensei: „Meiner Ansicht nach hat dieses Konzert,was meinen Part anbetrifft, eine entscheidendeRolle ge spielt bei der stimmlichen Gestaltungdes ‚War Requiem‘. Ich persönlich erkennein diesem Requiem Passagen wieder, die sogroße Intervalle aufweisen, dass Mussorgskijsie geschrieben haben könnte; an anderen Stellenerinnert mich Brittens Tonsatz wiederum anden italienischen Stil. Dies alles verrät Eindrücke,die er bei dem Konzert in Aldeburgh gewonnenhat.“Für die Opfer dreier NationenBritten verfolgte mit der Besetzung der nunmehrdrei Solopartien auch symbolische Ab -sichten. Die Uraufführung des „War Re quiem“sollte Angehörige jener drei Nationen zusam-


Der englische Lyriker Wilfred Owen – seine Gedichte ergänzen die lateinischen Requiemverse7


8Benjamin Britten: „War Requiem“menführen, die unter dem Krieg am meistengelitten hätten: einen Engländer, einen Deutschenund eine Russin. (Dass Britten bei dieserÜberlegung das jüdische Volk außer Acht ließ,ist durchaus kritisch angemerkt worden.) Aberder Starrsinn der sowjetischen Kulturbehördenvereitelte diesen schönen Plan: Galina Wischnewskajaerhielt keine Reise erlaubnis. „DieSow jets haben mir meinen wunderbaren russischenSopran vorenthalten“, klagte Britten ineinem Brief. „Die Verbindung von Kathedraleund Aussöhnung mit Westdeutschland war zuviel für sie.“ Galina Wischnewskaja erzählt, dieKultur ministerin Jekaterina Furzewa habe sievorwurfs voll gefragt: „Wie können Sie, als sowjetischeFrau, neben einem Deutschen undeinem Engländer stehen und ein politischesWerk aufführen ?“ Heather Harper, die irischeSopranistin, besaß den Mut und das Können,kurzfristig für die Wischnewskaja einzuspringen:Nur zehn Tage blieben ihr, die schwierigePartie einzustudieren.Der Himmel über HiobDie Komposition des „War Requiem“ wechseltzwischen drei Ebenen. Die lateinischen Worteder Totenmesse sind dem Solosopran, dem gemischtenChor und dem vollen Or chester zugeordnet:Monumentalität und Dramatik, aber auchdie Unmittelbarkeit menschlicher Klage undSelbstanklage zeichnet ihre Vertonung aus. DieMusik zeugt von der Fähigkeit zu trauern ebensowie vom Bekenntnis der eigenen Schuld. Bereitsdas hochexpressive, trauermarsch artige„Requiem aeternam“ lenkt den Blick von derBitte um ewige Ruhe auf den Bittenden selbst,den schuldbeladenen Menschen. Die GedichteWilfred Owens werden von Te nor und Baritonmit einem Kammer en semble ausgewählter Instrumentalistenvorgetragen. Sie verleihen denanonymen Op fern des Krieges Stimme undStatur, leise und verzweifelt, dann wieder mitdem Ausdruck der Verbitterung und Em pörung –bis hin zu jener quälenden Frage, die der frühe,sinnlose Tod eines jungen Soldaten erzwingtund die unweigerlich an den Aufschrei desschmerzgebeugten Hiob denken lässt: Wozu derMensch erschaffen sei, wenn solche Leiden ihnerwarteten, wenn er so grausam zugrunde gehenmuss. „Oh, was trieb die törichten Sonnenstrahlensich abzumühen, / Den Schlaf der Erdeüberhaupt zu stören ?“ Die Knabenstimmenschließlich, von der Orgel begleitet, intoniereneinen entrück ten, überirdischen Gesang – sierepräsen tieren den himmlischen Raum, den„Chorus Ange lorum“, den Chor der Engel amThrone Gottes: Ihre Botschaft ist Fürbitte, Trostund Verheißung.„Wird das Leben diese Leichenerwecken ?“Diese drei Ebenen oder drei „Gruppen“ werdenerst am Ende des „War Requiem“ vereint. Zuvorbleiben sie klar voneinander getrennt – und andererseitsdoch durch musikalisch-motivischeVerbindungen auf einander bezogen. Vor allemaber stehen sie in einem spannungsvollen Verhältniswechselseitiger Kommentierung: Brittenlässt sie teilweise in bitterem Kontrast aufeinanderprallen.Dem Jubel des „Sanctus“ etwafolgt die zweifelnde Frage des Dichters: „Wirddas Leben diese Leichen erwecken ? Wird eswirklich / Den Tod aufheben, alle Tränen stillen ?“Im „Offertorium“ verschränkt Britten das „Quam


Benjamin Britten mit seinem Lebensgefährten, dem Tenor Peter Pears9


10Benjamin Britten: „War Requiem“olim Abrahae promisisti“ mit Owens Schilderungeines Abraham, den auch der Einspruchdes Engels nicht abzuhalten vermag, den eigenenSohn zu töten – „und die halbe Saat Europas,einen nach dem anderen“. Diese Schlusszeile,von Tenor und Bariton wiederholt, unterbrichtdann noch mehrmals das anschließende„Hostias“ des Knabenchors, doch verliert sie,im Wechsel mit dem himmlischen Bittgesang,zunehmend an Kraft und Gewalt. Aufs engsteverwoben sind Tenorsolo und Chor im „AgnusDei“: „Und nun leiden die Soldaten mit Ihm“,heißt es bei Owen, mit „Ihm“, der am Kreuz gestorbenist. Der Chor singt: „Lamm Gottes, Dunimmst hinweg die Sünden der Welt…“ – undder Tenor fährt fort: „…Doch die, welche mitgrößerer Liebe lieben, / Lassen ihr Le ben; siehassen nicht.“ Erst durch die Vertonung der GedichteWilfred Owens, dies lässt sich grundsätzlichfeststellen, ist aus diesem Requiem ein„War Requiem“ geworden. Doch beschwört auchBrittens Musik, sie ganz allein, das Grauen desKrieges herauf: am krassesten im Schlachtenlärmdes „Dies irae“, im martialischen Widerhall derSignale und Fanfaren. Das Jüngste Gericht – aufden Schauplätzen des Krieges, in den bombardiertenund verwüsteten Städten, im unentrinnbarenFeuer der Heckenschützen, im blindwütigenTerror der Selbstmordattentäter scheint esbereits angebrochen zu sein: „Dies irae, diesilla, / Solvet saeclum in favilla.“Orchester, die Chöre und die Sopranistin HeatherHarper; Britten selbst dirigierte das Kammerensembleund die Solisten Peter Pears undDietrich Fischer-Dieskau. Von Anbeginn an wardem Werk ein durchschlagender Erfolg beschieden,sofern „Erfolg“ überhaupt das richtigeWort ist für die Erschütterung, welche die Mitwirkendenund Hörer der ersten Stunde überwältigte.Das „War Requiem“ nimmt, als „daseinzige musikalische Meisterwerk von offenerpazifistischer Gesinnung“ (Michael Tippett), inder Musikgeschichte einen Ausnahmerang ein.„Ich bin der Feind, den du getötet hast, meinFreund“: Brittens Requiem besitzt die Kraft,Menschen aus allen Nationen zur gemeinsamenTotenklage zu vereinen, sie zu warnen vor demAbgrund des Krieges und sie zu trösten mit derunzerstörbaren Hoffnung auf Frieden.Hoffnung auf FriedenAm 30. Mai 1962 wurde das „War Requiem“ inder neuen Kathedrale von Coventry uraufgeführt– aus räumlichen und praktischen Gründen mitzwei Dirigenten: Meredith Davies leitete das


Die Gesangstexte11„War Requiem“Benjamin BrittenI. Requiem aeternamCHORUSRequiem aeternam dona eis, Domine;et lux perpetua luceat eis.BOYS’ CHOIRTe decet hymnus, Deus in Sion:et tibi reddetur votum in Jerusalem;exaudi orationem meam,ad te omnis caro veniet.CHORUSRequiem aeternam dona eis, Domine;et lux perpetua luceat eis.TENORWhat passing-bells for these who die as cattle ?Only the monstrous anger of the guns.Only the stuttering rifles’ rapid rattleCan patter out their hasty orisons.No mockeries for them from prayers or bells,Nor any voice of mourning save the choirs, –The shrill, demented choirs of wailing shells;And bugles calling for them from sad shires.What candles may be held to speed them all ?Not in the hands of boys, but in their eyesShall shine the holy glimmers of good-byes.I. Requiem aeternamCHOREwige Ruhe schenke ihnen, o Herr,es leuchte ihnen das ewige Licht !KNABENCHORDir, o Gott, gebühret Lobpreis in Sion;dir löst man ein die Gelübde.Der du erhörest die Bitten,schuldbeladen kommt zu dir alles Fleisch.CHOREwige Ruhe schenke ihnen, o Herr,es leuchte ihnen das ewige Licht !TENORWas für Totenglocken gebühren denen, die wieVieh sterben ?Nur die ungeheure Wut der Geschütze.Nur das schnelle Knattern der ratternden Rohrekann die hastigen Gebete für sie dahersagen.Kein Hohn für sie in Sprüchen oder Glocken,und keine Stimme der Trauer, bis auf die Chöre –die gellenden, wahnsinnigen Chöre der heulendenGranaten,und Hörner, die aus traurigen Gauen nach ihnenrufen.Was für Kerzen soll man halten auf ihrem Weg ?Nicht in den Händen der Knaben, sondern in ihrenAugensollen die heiligen Lichter des Abschieds leuchten.


12Die GesangstexteThe pallor of girls’ brows shall be their pall;Their flowers the tenderness of silent minds,And each slow dusk a drawing-down of blinds.CHORUSKyrie eleison.Christe eleison.Kyrie eleison.Die Blässe wie von jungen Mädchen sei ihrLeichentuch,ihre Blumen die Zärtlichkeit der Schweigenden,und jede langsame Dämmerung ein Schließen derVorhänge.CHORHerr, erbarme dich.Christe, erbarme dich.Herr, erbarme dich.II. Dies iraeCHORUSDies irae, dies illa,Solvet saeclum in favilla:Teste David cum Sibylla.Quantus tremor est futurus,Quando Judex est venturus,Cuncta stricte discussurus !Tuba mirum spargens sonumPer sepulchra regionumCoget omnes ante thronum.Mors stupebit et natura,Cum resurget creatura,Judicanti responsura.BARITONEBugles sang, saddening the evening air;And bugles answered, sorrowful to hear.Voices of boys were by the river-side.Sleep mothered them; and left the twilight sad.II. Dies iraeCHORTag des Zornes, Tag der Zähren,wird die Welt in Asche kehren,wie Sibyll’ und David lehren.Welch ein Graus wird sein und Zagen,wenn der Richter kommt, mit Fragenstreng zu prüfen alle Klagen !Laut wird die Posaune klingen,mächtig in die Gräber dringen,hin zum Throne alle zwingen.Schaudernd sehen Tod und Lebensich die Kreatur erheben,Rechenschaft dem Herrn zu geben.BARITONHörner sangen, stimmten die Abendluft traurig,und Hörner antworteten, jammervoll zu hören.Die Stimmen der Knaben klangen am Flussufer.Der Schlaf hegte sie wie eine Mutter und ließ dasZwielicht traurig zurück.


Die Gesangstexte13The shadow of the morrow weighed on men.Voices of old despondency resigned,Bowed by the shadow of the morrow, slept.SOPRANOLiber scriptus proferetur,In quo totum continetur,Unde mundus judicetur.Judex ergo cum sedebitQuidquid latet, apparebit:Nil inultum remanebit.CHORUSQuid sum miser tunc dicturus ?Quem patronum rogaturus,Cum vix justus sit securus ?SOPRANO AND CHORUSRex tremendae majestatis,Qui salvandos salvas gratis,Salva me, fons pietatis.TENOR AND BARITONEOut there, we’ve walked quite friendly up to Death:Sat down and eaten with him, cool and bland, –ardoned his spilling mess-tins in our hand.We’ve sniffed the green thick odour of his breath, –Der Schatten des Morgens lag schwer auf denMännern.Stimmen alter Mutlosigkeit verstummten,gebeugt vom Schatten des Morgens, schliefenein.SOPRANUnd ein Buch wird aufgeschlagen,treu ist darin eingetragenjede Schuld aus Erdentagen.Sitzt der Richter dann zu richten,wird sich das Verborg’ne lichten:Nichts kann vor der Strafe fl üchten.CHORWeh ! Was werd’ ich Armer sagen,welchen Anwalt mir erfragen,wenn Gerechte selbst verzagen ?SOPRAN UND CHORKönig schrecklicher Gewalten,frei ist deiner Güte Schalten,Gnadenquell’, lass Gnade walten !TENOR UND BARITONDa draußen gingen wir ganz freundlich auf denTod zu,setzten uns hin und aßen mit ihm, kühl undnüchtern,vergaben ihm, wenn er die Feldfl aschen inunseren Händen verschüttete.Wir haben den grünen, dicken Geruch seinesAtems eingesogen –


14 Die GesangstexteOur eyes wept, but our courage didn’t writhe.He’s spat at us with bullets and he’s coughedShrapnel. We chorused when he sang aloft;We whistled while he shaved us with his scythe.Oh, Death was never enemy of ours !We laughed at him, we leagued with him, oldchum.No soldier’s paid to kick against his powers.We laughed, knowing that better men would come,And greater wars; when each proud fighter bragsHe wars on Death – for Life; not men – for flags.CHORUSRecordare Jesu pie,Quod sum causa tuae viae:Ne me perdas illa die.Quaerens me, sedisti lassus:Redemisti crucem passus:Tantus labor non sit cassus:Ingemisco, tamquam reus:Culpa rubet vultus meus:Supplicanti parce Deus.Qui Mariam absolvisti,Et latronem exaudisti,Mihi quoque spem dedisti.unsere Augen weinten, aber unser Mut wanktenicht.Er spie uns an mit Kugeln, und er husteteSchrapnell. Wir machten den Chor, wenn er obensang;wir pfi ffen, während er mit seiner Sichel über unshinwegfuhr.Nein, der Tod war niemals unser Feind !Wir lachten ihn aus, wir schlossen Freundschaftmit dem alten Kumpan.Soldaten werden nicht bezahlt, um gegen seineMacht zu fechten.Wir lachten, wussten, dass bessere Männerkommen würdenund größere Kriege: wenn jeder stolze Kämpfersich rühmt,dass er den Tod bekriegt – für das Leben; nichtMänner – für Fahnen.CHORDenk, o Jesus, der Beschwerden,die du trugst für mich auf Erden,lass mich nicht zuschanden werden.Hast gesucht mich unverdrossen,hast am Kreuz dein Blut vergossen;sei es nicht umsonst gefl ossen !Seufzend steh’ ich schuldbefangen,schamrot glühen meine Wangen,lass mein Bitten Gnad’ erlangen.Hast der Sünderin verziehenund dem Schächer Gnad’ verliehen,sieh auch mich vertrauend knien.


Die Gesangstexte159Außenansicht der Kathedrale mit den Ruinen des VorgängerbausInter oves locum praesta,Et ab haedis me sequestra,Statuens in parte dextra.Confutatis maledictis,Flammis acribus addictis,Voca me cum benedictis.Oro supplex et acclinisCor contritum quasi cinisGere curam mei finis.Bei den Schafen gib mir Weide,von der Böcke Schar mich scheide,stell mich auf die rechte Weide.Wenn verdammt zur Hölle fahren,die im Leben böse waren,ruf mich mit den sel’gen Scharen.Mit zerknirschtem Herzen wendefl ehend ich zu dir die Hände:Steh mir bei an meinem Ende !Mphil_19_Conlon_Z0.indd 913.03.2008 12:34:28 Uhr


16Die GesangstexteBARITONEBe slowly lifted up, thou long black arm,Great gun towering toward Heaven, about to curse;Reach at that arrogance which needs thy harm,And beat it down before its sins grow worse;But when thy spell be cast complete and whole,May God curse thee, and cut thee from our soul !CHORUSDies irae, dies illa,Solvet saeclum in favilla:Teste David cum Sibylla.Quantus tremor est futurus,Quando Judex est venturus,Cuncta stricte discussurus !SOPRANO AND CHORUSLacrimosa dies illa,Qua resurget ex favilla,Judicandus homo reus:Huic ergo parce Deus.TENORMove him into the sun –Gently its touch awoke him once,At home, whispering of fields unsown.Always it woke him, even in France,Until this morning and this snow.If anything might rouse him nowThe kind old sun will know.BARITONErheb dich langsam, du langer schwarzer Arm,du großes Geschütz, gen Himmel aufgereckt,bereit zum Fluch;reich hinauf an den Hochmut, der deinenSchaden braucht,und wirf ihn nieder, ehe seine Sünden größerwerden;doch wenn dein Zauberbann geworfen ist,soll Gott dich verfl uchen und aus unseremHerzen schneiden !CHORTag des Zornes, Tag der Zähren,wird die Welt in Asche kehren,wie Sibyll’ und David lehren.Welch ein Graus wird sein und Zagen,wenn der Richter kommt, mit Fragenstreng zu prüfen alle Klagen !SOPRAN UND CHORTag der Tränen, Tag der Wehen,da vom Grabe wird erstehenzum Gericht der Mensch voll Sünden:Lass ihn, Gott, Erbarmen fi nden !TENORTragt ihn in die Sonne –sanft weckte ihn einst ihre Berührung,zu Hause, fl üsterte von noch unbesäten Feldern.Immer hat sie ihn geweckt, selbst in Frankreich,bis zu diesem Morgen und diesem Schnee.Wenn ihn noch irgend etwas aufrufen kann,die gute alte Sonne wird es wissen.


Die Gesangstexte17SOPRANO AND CHORUSLacrimosa dies illa…TENORThink how it wakes the seeds –Woke, once, the clays of a cold star.Are limbs, so dear-achieved, are sides,Full-nerved – still warm – too hard to stir ?Was it for this the clay grew tall ?SOPRAN UND CHORTag der Tränen, Tag der Wehen…TENORDenkt daran, wie sie die Saaten weckt –wie sie einst den Staub eines kalten Sternserweckte.Sind Glieder, so teuer erkauft, sind Flanken,vollnervig – noch warm – , zu schwer aufzurütteln ?Ist dafür der Staub herangewachsen ?SOPRANO AND CHORUS…Qua resurget ex favilla…TENORWas it for this the clay grew tall ?SOPRANO AND CHORUS…Judicandus homo reus.TENOR– O what made fatuous sunbeams toilTo break earth’s sleep at all ?CHORUSPie Jesu Domine, dona eis requiem.Amen.SOPRAN UND CHOR…da vom Grabe wird erstehen…TENORIst dafür der Staub herangewachsen ?SOPRAN UND CHOR…zum Gericht der Mensch voll Sünden.TENOROh, was trieb die törichten Sonnenstrahlen, sichabzumühen,den Schlaf der Erde überhaupt zu stören ?CHORMilder Jesus, Heiland du, schenke ihnen ewigeRuh’ !Amen.


18Die GesangstexteIII. OffertoriumBOYS’ CHOIRDomine Jesu Christe, Rex gloriae,libera animas omnium fideliumdefunctorum de poenis inferni,et de profundo lacu:libera eas de ore leonis,ne absorbeat eas tartarus,ne cadant in obscurum.III. OffertoriumKNABENCHORHerr Jesus Christus, König der Herrlichkeit !Erlöse die Seelen aller, die hingeschieden imGlauben,aus den Qualen der Unterweltund aus dem Dunkel der Tiefe !Bewahre sie vor dem Rachen des Löwen,dass sie nicht der Hölle verfallen,dass sie nicht hinabstürzen zum Abgrund !CHORUSSed signifer sanctus Michael repraesentet eas inlucem sanctam:Quam olim Abrahae promisisti, et semini ejus.TENOR AND BARITONESo Abram rose, and clave the wood, and went,And took the fire with him, and a knife.And as they sojourned both of them together,Isaac the first-born spake and said: „My Father,Behold the preparations, fire and iron,But where the lamb for this burnt-offering ?“Then Abram bound the youth with belts and straps,And builded parapets and trenches there,And stretched forth the knife to slay his son.When lo ! an angel called him out of heaven,Saying: „Lay not thy hand upon the lad,Neither do anything to him. Behold,A ram, caught in a thicket by its horns;CHORSankt Michael, der Bannerträger, geleite sie indas heilige Licht,das du dem Abraham und seinen Kindernverhießen.TENOR UND BARITONUnd Abraham erhob sich, spaltete das Holz undging,und nahm das Feuer mit sich und ein Messer.Und als sie beide miteinander gingen,sprach Isaak, der Erstgeborene, und sagte:„Mein Vater,siehe die Vorkehrungen, Feuer und Eisen,wo aber ist das Lamm zum Brandopfer ?“Da band Abraham den Jüngling mit Gürtelnund Riemen,und baute daselbst Wälle und Schützengräben,und hob das Messer, dass er seinen Sohnschlachtete.Doch siehe, ein Engel rief ihn vom Himmel,und sprach: „Lege deine Hand nicht an denKnaben,und tu ihm nichts. Siehe,ein Widder mit seinen Hörnern in einer Heckehängend;


Die Gesangstexte19Offer the Ram of Pride instead of him.“But the old man would not so, but slew his son, –And half the seed of Europe, one by one.BOYS’ CHOIRHostias et preces tibi Domine laudis offerimus;tu suscipe pro animabus illis,quarum hodie memoriam facimus:fac eas, Domine, de morte transire ad vitam.Quam olim Abrahae promisisti, et semini ejus.CHORUSQuam olim Abrahae promisisti, et semini ejus.opfere den Widder des Stolzes an seiner Statt.“Doch der alte Mann wollte nicht, sondernschlachtete seinen Sohn,und die halbe Saat Europas, einen nach demanderen.KNABENCHORDir, o Herr, bringen wir Gebete dar und Opferdes Lobes;nimm sie an für die Seelen,derer wir heute gedenken.Herr, lass sie vom Tode hinübergehn in dasLeben,das du dem Abraham und seinen Kindern verhießen.CHOR…das du dem Abraham und seinen Kindernverhießen.IV. SanctusSOPRANO AND CHORUSSanctus, sanctus, sanctusDominus Deus Sabaoth.Pleni sunt coeli et terra gloria tua,Hosanna in excelsis.Benedictus qui venit in nomine Domini.Hosanna in excelsis.BARITONEAfter the blast of lightning from the East,The flourish of loud clouds, the Chariot Throne;IV. SanctusSOPRAN UND CHORHeilig, heilig, heiligHerr, Gott der Heerscharen.Himmel und Erde sind erfüllt von deinerHerrlichkeit.Hosanna in der Höhe.Hochgelobt sei, der da kommt im Namen desHerrn.Hosanna in der Höhe.BARITONNach dem Sturm der Blitze aus dem Osten,dem Schall tönender Wolken, der Herrschaftdes Streitwagens,


20 Die GesangstexteAfter the drums of time have rolled and ceased,And by the bronze west long retreat is blown,Shall life renew these bodies ? Of a truthAll death will He annul, all tears assuage ? –Fill the void veins of Life again with youth,And wash, with an immortal water, Age ?When I do ask white Age he saith not so:„My head hangs weighed with snow.“And when I hearken to the Earth, she saith:„My fiery heart shrinks, aching. It is death.Mine ancient scars shalls not be glorified,Nor my titanic tears, the sea, be dried.“wenn die Trommeln der Zeit gesprochen undgeendet haben,und wenn vom bronzenen Westen zum langenRückzug geblasen wird:Wird dann das Leben diese Leichen erwecken ?Wird es wirklichden Tod aufheben, alle Tränen stillen ? –Die leeren Lebensadern wieder mit Jugendfüllenund mit unsterblichem Wasser das Alterwaschen ?Wenn ich das weiße Alter frage, sagt esvielmehr:„Mein Haupt hängt schwer mit Schneebeladen.“Und wenn ich der Erde lausche, sagt sie:„Mein feuriges Herz zagt vor Schmerz. Es istder Tod.Meine alten Narben sollen nicht verherrlicht,meine titanischen Tränen, das Meer, nichtgetrocknet werden.“V. Agnus DeiTENOROne ever hangs where shelled roads part.In this war He too lost a limb,But His disciples hide apart;And now the Soldiers bear with Him.CHORUSAgnus Dei, qui tollis peccata mundi,dona eis requiem.V. Agnus DeiTENORImmer hängt einer, wo sich zerbombte Straßenscheiden.In diesem Krieg hat auch Er ein Glied verloren,doch seine Jünger halten sich versteckt;und nun leiden die Soldaten mit ihm.CHORLamm Gottes, du nimmst hinweg die Sündender Welt:gib ihnen die Ruhe.


21Das Innere der neu erbauten Kathedrale von Coventry, in der Brittens „War Requiem“ uraufgeführt wurdeMphil_19_Conlon_Z0.indd 713.03.2008 12:34:24 Uhr


22 Die GesangstexteTENORNear Golgotha strolls many a priest,And in their faces there is prideThat they were flesh-marked by the BeastBy whom the gentle Christ’s denied.CHORUSAgnus Dei, qui tollis peccata mundi,dona eis requiem.TENORThe scribes on all the people shoveAnd bawl allegiance to the state,CHORUSAgnus Dei, qui tollis peccata mundi…TENORBut they who love the greater loveLay down their life; they do not hate.CHORUS…Dona eis requiem sempiternam.TENORDona nobis pacem.TENORBei Golgotha streifen viele Priester umher,und in ihren Gesichtern ist Stolz,dass sie das Malzeichen des Tieres tragen,das den sanften Christus leugnet.CHORLamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden derWelt:gib ihnen die Ruhe.TENORDie Schriftgelehrten drängen alle Völkerund schreien den Gehorsam vor dem Staat aus…CHORLamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden derWelt…TENOR…doch die, welche mit größerer Liebe lieben,lassen ihr Leben; sie hassen nicht.CHOR…gib ihnen die ewige Ruhe.TENORGib uns den Frieden.VI. Libera meCHORUSLibera me, Domine, de morte aeterna,in die illa tremenda:Quando coeli movendi sunt et terra:Dum veneris judicare saeculum per ignem.VI. Libera meCHORErlöse mich, Herr, vom ewigen Todan jenem Tage der Schrecken,wenn erschüttert werden Himmel und Erde,denn du wirst kommen, die Welt zu richten imFeuer.


Die Gesangstexte23SOPRANO AND CHORUSTremens factus sum ego, et timeodum discussio venerit, atque ventura ira.Libera me, Domine, de morte aeterna.Quando coeli movendi sunt et terra.Dies illa, dies irae, calamitatis et miseriae,dies magna et amara valde.Libera me, Domine.TENORIt seemed that out of battle I escapedDown some profound dull tunnel, long sincescoopedThrough granites which titanic wars had groined.Yet also there encumbered sleepers groaned,Too fast in thought or death to be bestirred.Then, as I probed them, one sprang up, andstaredWith piteous recognition in fixed eyes,Lifting distressful hands as if to bless.And no guns thumped, or down the flues mademoan.„Strange friend“, I said, „here is no cause tomourn.“BARITONE„None“, said the other, „save the undone years,The hopelessness. Whatever hope is yours,Was my life also; I went hunting wildAfter the wildest beauty in the world.SOPRAN UND CHORZitternd muss ich stehn und in Ängsten,denn die Rechenschaft naht und der drohendeZorn.Erlöse mich, Herr, vom ewigen Tod,wenn erschüttert werden Himmel und Erde.Jener Tag, Tag des Zornes; Tag voll Weh undJammer;großer Tag, so bitter ohne Maßen !Erlöse mich, Herr.TENORMir war, als sei ich aus der Schlacht entkommenin einen tiefen, dunklen Tunnel, vor langer Zeitgegrabendurch Granite, von titanischen Kriegen gefurcht.Dort aber stöhnten beschwerte Schläfer,zu tief versunken in Gedanken oder im Tod, alsdass sie sich stören ließen.Als ich sie näher besah, sprang einer auf undstarrtemit jammervollem Erkennen in stiere Augenund hob seine sorgenschweren Hände wie zumSegen.Und keine Gewehre knallten oder heulten durchdie Luftlöcher.„Fremder Freund“, sprach ich, „hier ist keinGrund zum Trauern.“BARITON„Keiner“, sprach er, „als die verlorenen Jahre,die Hoffnungslosigkeit. Die Hoffnung, die du hast,war auch mein Leben: Ich war ein wilder Jägernach der wildesten Schönheit der Welt.


24 Die GesangstexteFor by my glee might many men have laughed,And of my weeping something had been left,Which must die now. I mean the truth untold,The pity of war, the pity war distilled.Now men will go content with what we spoiled.Or, discontent, boil bloody, and be spilled.They will be swift with swiftness of the tigress,None will break ranks, though nations trek fromprogress.Miss we the march of this retreating worldInto vain citadels that are not walled.Then, when much blood had clogged theirchariot-wheelsI would go up and wash them from sweet wells,Even from wells we sunk too deep for war,Even the sweetest wells that ever were.I am the enemy you killed, my friend.I knew you in this dark; for so you frownedYesterday through me as you jabbed and killed.I parried; but my hands were loath and cold.“TENOR AND BARITONELet us sleep now.Denn durch meine Fröhlichkeit hätte manchergelacht,und von meinem Weinen wäre etwas geblieben,das nun sterben muss. Ich meine die ungesagteWahrheit,das Elend des Krieges, das Elend, das der Krieggebiert.Nun werden die Menschen sich begnügen mitdem, was wir verdarben,oder, wenn nicht, blutig aufbrausen undverspritzen.Sie werden schnell sein mit der Schnelligkeit desTigers,keiner wird sich ausschließen, wenn auch dieVölker dem Fortschritt entsagen.Entziehen wir uns dem Rückwärtsmarsch dieserWeltin eitle Zitadellen ohne Mauern.Dann, wenn viel Blut die Räder ihrer Streitwagenhemmt,dann möchte ich hinauf und sie an süßen Brunnenwaschen,an Brunnen, die wir zu tief für den Krieg gruben,an den süßesten Brunnen, die es je gab.Ich bin der Feind, den du getötet hast, meinFreund.Ich erkannte dich in dieser Dunkelheit, denn mitdiesem fi nsteren Blickdurchbohrtest du mich auch gestern, als duzustießt und tötetest.Ich parierte, aber meine Hände waren unwilligund kalt.“TENOR UND BARITONLass uns nun schlafen.


25BOYS’ CHOIR, THEN CHORUS, THEN SOPRANOIn paradisum deducant te Angeli;in tuo adventu suscipiant te Martyres,et perducant te in civitatem sanctam Jerusalem.Chorus Angelorum te suscipiat,et cum Lazaro quondam paupereaeternam habeas requiem.BOYS’ CHOIRRequiem aeternam dona eis, Domine:et lux perpetua luceat eis.CHORUSRequiescant in pace. Amen.KNABENCHOR, DANN CHOR, DANN SOPRANDie Engel mögen dich in das Paradies führen:Bei deiner Ankunft sollen die Märtyrer dichempfangenund dich in die heilige Stadt Jerusalem führen.Der Chor der Engel möge dich empfangen,und mit dem ehemals armen Lazaruswerde dir ewige Ruhe.KNABENCHOREwige Ruhe schenke ihnen, o Herr,es leuchte ihnen das ewige Licht.CHORMögen sie in Frieden ruhen. Amen.Englische Texte: Wilfred Owen (1893 – 1918)Übersetzung: Gerd Uekermann


26 Die KünstlerLorin MaazelDirigent


Die Künstler27Anna SamuilSopranToby SpenceTenorDie aus Perm / RusslandstammendeSopranistin AnnaSamuil studierte sowohlVioline als auchGesang am MoskauerTschaikowsky-Konservatorium. Ihrerstes Engagementführte sie ans Stanislawski-Operntheater in Moskau,wo sie von 2001 bis 2004 u. a. als Adina(„L’elisir d’amore“), Adele („Die Fledermaus“)und Gilda („Rigoletto“) zu erleben war. Im September2003 debütierte sie unter Daniel Barenboimals Violetta an der Deutschen StaatsoperBerlin und ist dort seit Beginn der Spielzeit2004/05 als Solistin fest engagiert. Anna Samuilgastierte an bedeutenden Häusern, darunterdie Metropolitan Opera New York, das Teatroalla Scala in Mailand, das New NationalTheatre Tokyo und die Bayerische Staatsopersowie bei den Festspielen von Edinburgh, Aixen-Provence,Salzburg und Glyndebourne. Zu denDirigenten, mit denen sie regelmäßig zusammenarbeitet,zählen neben Daniel Barenboim, SirNeville Marriner, Zubin Mehta, Antonio Pappano,Vladimir Jurowski, Gustavo Dudamel, PlacidoDomingo and Philippe Jordan.Toby Spence erhieltseine musikalischeAusbildung zunächstam New College inOxford und setztesie an der GuildhallSchool of Music andDrama seiner HeimatstadtLondon fort.Sein breitgefächertes Repertoire umfasst Partienwie etwa Mitridate („Mitridate Rè di Ponto“),Tamino („Die Zauberflöte“), Graf Almaviva („Ilbarbiere di Siviglia“) bis hin zur Madwoman inBrittens „Curlew River“, Tom Rakewell in IgorStrawinskys „The Rake‘s Progress“ und Ferdinandin Thomas Adès „The Tempest“. Am RoyalOpera House Covent Garden, an der English NationalOpera und an der Opéra National de Parissteht Toby Spence regelmäßig auf der Bühne;er ist aber auch gern gesehener Gast bei denSalzburger Festspielen, beim Edinburgh Festival,am Teatro Real in Madrid, dem Théâtre dela Monnaie in Brüssel, an der Bayerischen Staatsoperund beim Glyndeborne Festival. 2011 ernannteihn die Royal Philharmonic Society zumSänger des Jahres. Höhepunkte der aktuellenSaison sind Engagements als Tom Rakewell undTito in Wien sowie als Tamino und Tito inMünchen.


EMPFIEHLTAKTUELLEKLASSIK-HIGHLIGHTSBRUCKNER 3Diese Neuaufnahme der 3. SinfonieBruckners mit den MünchnerPhilharmonikern unter der Leitungvon Lorin Maazel ist einfach großartig.MITREISSENDEBAROCKKONZERTECellistin Sol Gabetta spielt auf ihrer neuenCD wunderschöne barocke Cellokonzerte vonVivaldi, aber auch von anderen italienischenKomponisten wie Platti, Chelleri und Zani.Die Noten für diese musikalischen Schätzehat sie in Schloss Wiesentheid bei Würzburgentdeckt. Limitierte Deluxe-Edition.EIN HÖHEPUNKTDES VERDI-JAHRESStar-Tenor Jonas Kaufmann („Sängerdes Jahres“, ECHO-Klassik) begeistert aufdieser CD mit einer gelungenen Auswahlvon Arien aus Il trovatore, Aida, Rigoletto,Don Carlo u.a. Ein Muss für jeden Opern-Fan.Limitierte Deluxe-Edition mit Bonus-Track.LUDWIG BECK • MARIENPLATZ • MÜNCHEN


Die Künstler29HannoMüller-BrachmannBassbaritonAndreas HerrmannChordirektorIn Südbaden aufgewachsen,begannHanno Müller-Brachmann seinemusikalische Ausbildungals Kind beider KnabenkantoreiBasel. Sein Gesangsstudiumabsolvierteer in Freiburg i. B., besuchte anschließend dieLiedklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlinund legte sein Konzertdiplom nach Studienbei Rudolf Piernay in Mannheim ab. Entdecktvon Daniel Barenboim debütierte er als jungerSänger an der Deutschen Staatsoper Berlin undgehörte von 1998–2011 dem Ensemble desHauses an. Hier entwickelte er die großen Mozartpartienzu seinen Paraderollen, so dass erals Guglielmo in „Così fan tutte“, als Don GiovannisDiener Leporello, als Figaro und als Papagenoauch an die Staatsopern in Wien undMünchen sowie an die New Yorker MetropolitanOpera eingeladen wurde. Als Konzertsänger trater u. a. mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern,dem Chicago Symphony Orchestra,dem New York Philharmonic Orchestra, dem LondonPhilharmonic Orchestra, der Academy of St.Martin in the Fields, dem Orchestre Nationalde France und dem Concertgebouw Orkest Amsterdamauf.Der 1963 in Münchengeborene Dirigentund Chorleiterschloss sein Studiuman der MünchnerMusikhochschulemit dem Meisterklassen-Diplomab.Seine Ausbildungergänzte er durch zahlreiche internationaleChorleitungsseminare und Meisterkurse beirenommierten Chordirigenten wie Eric Ericsonund Fritz Schieri. Als Professor an der Hochschulefür Musik und Theater in München unterrichtetAndreas Herrmann seit 1996 vorwiegendim Hauptfach Chordirigieren. Zehn Jahre,von 1996 bis 2006, leitete er den Hochschulchor,daneben zeitweise auch den Madrigalchorder Hochschule, und betreute in dieser ZeitOratorienkonzerte, Opernaufführungen unda-cappella-Programme aller musikalischen Stilrichtungen.Pädagogische Erfolge erzielt Herrmannweiterhin mit der Ausbildung professionellerjunger Chordirigenten aus ganz Europa,wie etwa in einem Spezialworkshop über neuea-cappella-Musik. 1996 übernahm AndreasHerrmann die Leitung des PhilharmonischenChores München.


30Die ChörePhilharmonischer Chor MünchenDer Philharmonische Chor München ist einer derführenden großen Konzertchöre Deutschlands undPartnerchor der Münchner Philharmoniker. Sein Repertoireerstreckt sich von der frühen Mehrstimmigkeitbis hin zur Musik der Gegenwart und umfasstzahlreiche bekannte und weniger bekannteWerke: Anspruchsvolle a-cappella-Literatur allerEpochen und konzertante Opern von Mozart, Verdi,Puccini, Wagner und Strauss bis hin zu Schönbergs„Moses und Aron“ und Henzes „Bassariden“. DerPhilharmonische Chor pflegt diese Literatur genausowie die Chorwerke von Bach, Händel, Mozart,Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Bruckner,Reger, Strawinsky, Orff oder Penderecki. Ersang unter der Leitung so bedeutender Komponistenund Dirigenten wie Gustav Mahler, HansPfitzner, Krzysztof Penderecki, Rudolf Kempe, Herbertvon Karajan, Sergiu Celibidache, Seiji Ozawa,Zubin Mehta, Lorin Maazel, Mariss Jansons, JamesLevine und Christian Thielemann.Um in dieser Bandbreite dem Publikum Stilsicherheitbieten zu können, tritt der PhilharmonischeChor außer in der gängigen Konzertchor-Formationvon etwa 100 Sängerinnen und Sängern auch inkleineren oder größeren Besetzungen auf. Die zusätzlicheArbeit in wechselnden Kammerchor- undVokalensemble-Besetzungen versetzt ihn in dieLage, sowohl barocke als auch moderne Chorliteraturin jeweils geeigneter Formation auf höchstemNiveau zu singen. Im Bereich Alte Musik folgteauf die erfolgreiche Aufführung der „Johannes-Passion“ Johann Sebastian Bachs unter FransBrüggen eine Einladung zu den Dresdner Musikfestspielen.Neue Musik gewinnt ebenfalls anStellenwert: So wirkte der Chor an der Uraufführungder 2. Symphonie von Peter Michael Hamelim Rahmen der „XI. Münchener Biennale“mit. In zahlreichen Programmen des PhilharmonischenChors und seiner Ensembles waren undsind immer wieder Ur- und Erstaufführungen zuhören.Mittlerweile ist der Philharmonische Chor auchein gefragter Interpret von konzertanten Opernchören.Diese von James Levine mit Aufführungenvon „Fidelio“, „Idomeneo“, „Otello“, „Parsifal“und „Moses und Aron“ begründete Tradition wurdeinzwischen erfolgreich fortgesetzt, so u. a. miteinem großen Verdi-Chorabend und mit Auszügenaus Richard Wagners „Meistersingern“ unter ChristianThielemann. Darüber hinaus rundet der PhilharmonischeChor sein Profil mit eigenen Konzertenund Aufnahmen ab, die sich regen Zuspruchsdurch das Publikum erfreuen. Er ist gern gesehenerGast bei Konzertereignissen und Festivals inDeutschland sowie im europäischen und außereuropäischenAusland.


Die Chöre31Tölzer KnabenchorDer Tölzer Knabenchor wurde 1956 durch denDirigenten und Gesangspädagogen GerhardSchmidt-Gaden gegründet und feierte im Jahr2006 sein 50-jähriges Bestehen. Seit 1971 probtder Chor auch in München. Mehr als 200 Knabenwerden in vier Ausbildungsstufen vomGründer und Chordirektor Gerhard Schmidt-Gaden, vom Künstlerischen Leiter Ralf Ludewigsowie von sieben weiteren Gesangspädagogenunterrichtet und später im Männerchor weiterbetreut. Basis der Arbeit ist die Freude am Singen,gepaart mit Kreativität, Spontaneität undSelbstdisziplin. Nach Abschluss der Ausbildungsingen Mitglieder des Tölzer Knabenchors weltweitjährlich bis zu 250 Konzerte oder Opernaufführungen.Das Repertoire umfasst dabeiWerke der verschiedensten Stilrichtungen undEpochen von der Renaissance bis zur Gegenwart.Berühmtheit erlangten die Solisten desTölzer Knabenchors mit den Partien der „DreiKnaben“ in Mozarts „Zauberflöte“ – allein inzwölf CD-Einspielungen dieses Werks wirktenTölzer Knaben mit. Der Chor gastiert in Japan,China, Israel, USA und fast allen Ländern Europas.Namhafte Dirigenten wie Claudio Abbado,Daniel Barenboim, Leonard Bernstein, SergiuCelibidache, John Eliot Gardiner, Mariss Jansons,Herbert von Karajan, James Levine, LorinMaazel, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Kent Naganound Georg Solti haben mit dem TölzerKnabenchor gearbeitet. Der Chor erhielt zahlreicheSchallplattenpreise, so z. B. mehrereSonderpreise für das „Orff-Schulwerk“, denDeutschen Schallplattenpreis für Bachs „Weihnachtsoratorium“,den französischen Schallplattenpreisfür Mozarts „Apollo et Hyacinthus“sowie den Diapason d’Or und den Echo-Klassikder Deutschen Phono-Akademie für die „BußpsalmenDavids“ von Orlando di Lasso (2003).Der Tölzer Knabenchor wird durch den FreistaatBayern, den Bezirk Oberbayern, die Stadt BadTölz und die Bayerische Volksstiftung gefördert.


32PhilharmonischeBlätterAuftaktVor OrtDie Kolumne von Elke HeidenreichDass dieses Orchesterinternational unterwegsist, wissen wir ja. Aberganz besonders liebevollfinde ich, dass die MünchnerPhilharmoniker in ihrereigenen Stadt nichtnur am angestammten Ort – in der Philharmonie -spielen, sondern in den Postgaragen und im Hofbräuhaus(da natürlich die Bläser!), im Festsaal desKünstlerhauses und im Prinzregententheater, inClubs und Kulturzentren und sogar auf der Alm,(Oim!) im Chiemgau gibt es Kammerkonzerte.Was für eine Anstrengung muss das sein, dauerndirgendwo mit den Instrumenten und Noten und inKonzertklamotten unterwegs zu sein, das ist keineruhige Kugel, die die da schieben – und warum? Umuns, den Zuhörern, Freude zu machen, um zu uns zukommen und auf diesem Wege dann andererseitsuns an den Hauptspielort, in die Philharmonie zu locken.Ich bin sicher, diese Rechnung geht auf, dennallmählich frisst sich die Musik eine Spur durch dieStadt und wer will, kann ihr folgen.Im Sommer war ich auf Festspielen unterwegs, auchdieses Phänomen beobachte ich jedes Jahr wiedererstaunt: Salzburg und Bayreuth, die beiden Säulenheiligender Festspielkultur sind ohnehin restlosausverkauft. Aber überall landauf, landab sind bestensbesuchte Festspiele, vom Beethovenfest inBonn zu Guttenbergs Herrenchiemsee-Festspielen,vom Rheingau Musikfestival zu den MusikfestspielenPotsdam, es gibt Gluck-, Händel-, Bachfestspiele,in Torre del Lago feiert man Puccini, in PesaroRossini, in Weimar Liszt, jedes Schloss, das aufsich hält, bietet Festspiele oder Festkonzerte an,von Sanssouci über Brühl bis Elmau und Schwerin,in Stuttgart gibt’s Barock, in Schwetzingen und imRuhrgebiet Moderne, es gibt Mannheimer Mozart,Klang im Kloster, Schostakowitsch-Tage, und wassagt uns all das letztlich? Dass ein Bedarf da ist.Dass die Menschen Musik hören wollen, egal wo,dass die Sommer nicht nur ausgefüllt werden mitdem Belegen der Strandliege durchs Badetuch morgensum acht, sondern dass man sich schön anzieht,eine Karte kauft und unter freiem Himmel oder inungewöhnlichem Ambiente klassischer Musiklauscht. Das Bedürfnis ist da, und zwar sehr groß,allein das entzückende kleine Rossini-Festival inPesaro an der Adria verkauft in 14 Tagen 18.000Karten.Wenn man über all das nachdenkt – über die Anstrengungender Orchester, an verschiedenste Ortezu reisen und über die Bereitschaft des Publikums,diesen Orchestern wirklich überall hin zufolgen – dann fragt man sich schon, warum eigentlichin Krisenzeiten an der Kultur immer zuerst gespartwird, als brauchten wir die nicht. Diese Besucherzahlen,diese Anstrengungen und diese Ergebnissesprechen eine andere Sprache als offenbardie Politiker, die mit den kulturellen Kürzungen immerso schnell bei der Hand sind: unsere überfordertenSeelen brauchen die Musik geradezu wiedas rettende Geländer – in den Postgaragen, aufder Alm und überall sonst. Danke dafür.


PhilharmonischeBlätter5 Fragen an …33Stephan HaackInstrument: VioloncelloBei den Münchner Philharmonikernseit 1988Ulrich HaiderInstrument: HornBei den Münchner Philharmonikernseit 19931 Was müssen Sietun, um sich für IhrenJob fit zu halten?Auf die Programme vorbereiten,unbekannteWerke anhören. Aberauch Sport machen,Gartenarbeit und auch mal nix tun!2 Warum haben Sie eigentlich damals IhrInstrument ausgesucht?Mein Vater war selber Cellist. Da hatte ich die Wahlzwischen Fußball und Cello…3 Bei welchem Ereignis in der Geschichteder Münchner Philharmoniker wären Siegerne dabei gewesen?Bei der Uraufführung der Mahler Symphonien.4 Gab es einen Auftritt, der Sie besondersbewegt hat?Ja, körperlich hat mich bei einem Quartettkonzertin Tokio ein kurzes Erdbeben sehr bewegt. Seelischmein erstes Konzert mit Celibidache 1988.5 Haben Sie neben der Musik eine weiteregroße Leidenschaft?Fußball. Früher spielen, jetzt schauen!6 Welcher Komponist wären Sie gerne füreinen Tag?Mozart! Einmal spüren, wie es in diesem genialverrückten Hirn zugegangen ist.1 Was würden Siedem Münchner Publikumgerne malsagen?Einfach nur Danke undbleiben Sie uns treu, wirhaben viel vor und eswird Ihnen gefallen.2 Gab es einen Auftritt, der Sie besondersbewegt hat?Bruckners 8. Symphonie in Wien unter Celibidache.Das war Musik in einer anderen Dimension.3 Welches Buch lesen Sie gerade?Ich kann eines empfehlen, das ich gerade fertig gelesenhabe, „Der Mann mit dem Fagott“ von UdoJürgens. Ein wirklich hervorragendes Buch deutscherZeitgeschichte.4 Haben Sie neben der Musik eine weiteregroße Leidenschaft?Meine Familie. Ich sehe es als Privileg meines Berufes,dass ich mir auch tagsüber oft Zeit für meine Kindernehmen kann. Darüber hinaus noch meine Projektefür Spielfeld Klassik.5 Spielt man als Profi in der Freizeit auchnoch einfach so zum Spaß?Ja, aber dann meistens Flügelhorn. Zum Beispielbeim Martinsumzug des Kindergartens meines Sohnes.6 Welcher Komponist wären Sie gerne füreinen Tag?Ich will niemand anderes sein, als der Mensch derich bin.


34PhilharmonischeBlätterÜber die Schulter geschautMünchner Philharmoniker vor OrtMehr als 200.000 Besucher kommen Jahr für Jahr zu denKonzerten der Münchner Philharmoniker in die Philharmonie imGasteig und in das Künstlerhaus am Lenbachplatz, wo die Kammerkonzerteunter eigenständiger Planung der Orchestermusiker stattfinden.Eine stattliche Zahl und doch kein Grund, sich darauf auszuruhen.Unter dem Motto „MünchnerPhilharmoniker vor Ort“ habensich die Münchner Philharmonikerzum Ziel gesetzt, ein lebendigerund auch über den Gasteighinaus präsenter Bestandteil deskulturellen Lebens in Münchenund der Region zu sein. An ungewöhnlichenOrten, an denendie Hochkultur nicht sofort erwartetwird. Um Menschen zuerreichen, die sich bislang nichtoder nur wenig mit KlassischerMusik beschäftigt haben. Interessezu wecken für die alltäglicheArbeit eines Orchestersund einzuladen zu den Konzertenin der Philharmonie im Gasteig.


PhilharmonischeBlätterÜber die Schulter geschaut35Alois Schlemer, Initiator der Almkonzerte„Auf da Oim“ im Chiemgau, dasKulturzentrum 2411, die Postgaragen,das Hofbräuhaus. Das warendie ersten Ziele in den Jahren2012 und 2013. Gemeinsam mitholleschek+schlick werden dieMünchner Philharmoniker noch indiesem Jahr einen weiteren Abendgestalten. Hier wie bei allen anderenIdeen für „Münchner Philharmonikervor Ort“ gilt: LassenSie sich einfach überraschen...


36PhilharmonischeBlätterPhilharmonische NotizenPhil harmonischeZahl:412Höhenmeter, die zurückgelegtwerden müssen,um alle vier Konzerte„Auf da Oim“zu hören.CD 1Am 20. September ist eine neue CD der MünchnerPhilharmoniker im Handel: Anton Bruckners SymphonieNr. 3, unter der Leitung von Lorin Maazel.OrchestervorstandDie Münchner Philharmoniker haben einen neuenOrchestervorstand gewählt. Matthias Ambrosius,Stephan Haack und Konstantin Sellheim vertretenin Zukunft die Interessen des Orchesters.CD 2Die CD „Ehrensache“ der Bläser der Münchner Philharmonikerist da. Lorin Maazel und Zubin Mehtadirigieren Märsche. Ein Projekt zugunsten der Orchesterakademie.Erhältlich unter www.mom-music.de.AbschiedUnser stellvertretender Orchesterinspizient, BerndRose, wird Orchesterdirektor bei den MünchnerSymphonikern. Das Orchester hat die Zusammenarbeitmit ihm sehr geschätzt und wird ihn vermissen.Wir wünschen ihm für seine neue Aufgabealles Gute!BerlinHelena Madoka Berg aus den 1. Violinen wechseltnach erfolgreichem Probespiel zu den Berliner Philharmonikern.Solo-FlöteDer Niederländer Herman van Kogelenberg beginntim September seine Probezeit als Solo-Flötist derMünchner Philharmoniker.Solo-BratscheJano Lisboa aus Portugal tritt mit dem Beginn dieserSpielzeit seine Probezeit als Solo-Bratschist an.BestandenValentin Eichler, Bratsche, und Ulrich Zeller, Kontrabasshaben ihre Probejahre bestanden und sindfeste Mitglieder des Orchesters.OrchesterakademieSoohyun Ahn war zwei Jahre lang Stipendiatin derOrchesterakademie der Münchner Philharmoniker.Vor der Sommerpause hat sie das Probespiel umdie Solo-Stelle bei den Dresdner Philharmonikerngewonnen.


PhilharmonischeBlätterOrchestergeschichte37Franz Beidler dirigiert Szenen ausRichard Wagners „Parsifal“Gabriele E. Meyer1913 galt es den einhundertsten Geburtstagvon Richard Wagner zu feiern. Zufall oder nicht?Im selben Jahr gaben mit Siegfried Wagner undFranz Beidler zwei Dirigenten ihr Debüt bei denMünchner Philharmonikern (damals noch Konzertvereinsorchester),die mit der Familie Wagnereng verknüpft waren.Nur wenige Tage nach Ferdinand Löwes vorgezogenemGeburtstagskonzert für den BayreutherMeister stellte sich am 10. März Sohn Siegfriedmit Ausschnitten aus seinem eigenen Schaffenund dem seines Vaters vor. Im Herbst dirigierte„Hofkapellmeister“ Franz Beidler den zweitenund dritten Akt des „Parsifal“. Beidler hatteIsolde von Bülow, in Wahrheit aber RichardWagners erstes Kind mit Cosima (damals nochmit Hans von Bülow verheiratet), im Jahre 1900geehelicht; somit war er, wenn auch indirekt,denn Wagner verstarb 1883, dessen Schwiegersohn.Cosima jedoch stritt, wohl aus dynastischenGründen, Wagners Vaterschaft bis zu ihremTode (1930) vehement ab. Der 1913 eingeleiteteProzess führte schließlich zu einem völligenBruch. Tochter und Sohn Franz WilhelmBeidler waren von der Erbfolge ausgeschlossen.Das Konzert am 24. Oktober hatte Franz Beidlermit großer Sorgfalt vorbereitet. Die Mitwirkendengalten allesamt als bedeutende Wagner-Sänger, nicht nur in Bayreuth. Zwar war HeinrichKnote (Parsifal), einer der besten Heldentenöreseiner Zeit durch eine Indisposition verhindert,konnte aber durch Johannes Sembach adäquatersetzt werden. Felix von Kraus sang den Gurnemanz,Berta Morena die Kundry und Anton vanRooy den Amfortas. Der holländische Bassbaritonhatte mit dieser Partie schon 1903 in der illegalenamerikanischen Erstaufführung des „Parsifal“in New York Aufsehen erregt. Danachdurfte er auf Cosima Wagners Weisung nichtmehr in Bayreuth auftreten, war doch das dreißigjährigeVerbot jeglicher szenischen Aufführungdes Bühnenweihfestspiels in einem anderenOrt als Bayreuth (Uraufführung daselbst am26. Juli 1882) noch gültig.So musste man sich bis zum 31. Dezember 1913auf vereinzelte szenische Versuche „unter derHand“ sowie konzertante Wiedergaben beschränken.Die aber waren, anders als heutzutage,reichlich verpönt. Vor allem der Rezensentder „Münchner Post“ bemängelte, dass die vonBeidler arrangierte Konzertfassung in der bis aufden letzten Winkel mit „Wagnerverehrern“ gefülltenTonhalle keinem künstlerischen Zweckedienen konnte. „Der Parsifal ist jetzt frei undwird wohl im nächsten Jahre auch in Münchenin Szene gehen – wozu also jetzt noch die Geschmackswidrigkeiteiner willkürlich zusammengestückelten,mit ungleichen Kräften ausgeführtenKonzertfassung?“


38PhilharmonischeBlätterOrchestergeschichteDie „Münchner Neuesten Nachrichten“ wie die„Münchener Zeitung“ folgten dieser harschenAblehnung nur bedingt, empfanden sie doch dieDarbietung aller Beteiligten, Chor und Orchestereingeschlossen, als in großen Teilen durchausbedeutsam. „Einzelne wohlbekannte TempospezialitätenNeubayreuther Herkunft“ wurdendurchaus benannt, letztlich aber mit demHinweis beiseite geschoben, dass Beidlers Interpretation„trotz gelegentlicher Uebertreibungender langsamen Zeitmaße eine wesentlicheEigentümlichkeit des Wagnerschen Spätstilsglücklich traf: das große, wuchtige Pathos.“Die erste offizielle Aufführung des „Parsifal“ inMünchen ging übrigens am 22. Mai 1914, RichardWagners 101. Geburtstag, über die Bühne.Isolde, geb. von Bülow (recte: Wagner), und Franz Beidler mit Sohn Franz Wilhelm Beidler (1904/05)


PhilharmonischeBlätterDas letzte Wort hat …39Otger HolleschekBeim ersten Treffen mit den MünchnerPhilharmonikern vor gut eineinhalbJahren kamen zwei Seiten unabhängigvoneinander auf die Idee, dass manmiteinander etwas machen könnte:beide hatten ein Ziel, das zu erreichender jeweils andere helfen konnte. DiePhilharmoniker wollten raus, an neueSpielstätten, mal nur anders, mal industriell,mal abgefahren, wollten neue Gäste fürihre Musik gewinnen. Wir von holleschek+schlickwaren davon überzeugt, dass auch unser Publikum– im Schnitt zwischen 25 und 40 Jahre altund nicht zwangsläufi g im Konzertsaal daheim– mit dem, was die Philharmoniker machen, begeistertmitgerissen werden wird. Bislang habenwir große, aufwändige Feste gemacht, Kurzgeschichtenwettbewerbe,Konzerte, Kurzfi lmabendeund literarische Entdeckungsreisen durch spezielleStadtviertel. Veranstaltungen also, die irgendwozwischen Spaß und Subkultur und Kulturzum urbanen Lifestyle einer städtischen Zielgruppegehören. Dabei war unser Credo immer, authentisch,eigen und so gut wie möglich zu sein;jenseits von kurzsichtigen Image- und SzenedünkelnMomente zu kreieren, die das Publikum andie Hand nehmen, weil man ihnen anmerkt, dasssie eine eigene Idee haben, von Visionen leben.So durften wir bei dem Off-Location-Konzert derPhilharmoniker in den Postgaragen im März diesenJahres unseren Gästen die emotionale Reichweitevon klassischer Musik vorführen– keineswegs mit auf jeden Fallallgemeinverständlichen Stücken.Der Begeisterungssturm nach Schostakowitschs9. Symphonie war berauschend.Auch der Überraschungsauftrittein paar Stunden später – daskomplette Orchester mit Grieg undBrahms hinter fallendem Vorhangquasi auf der Tanzfl äche vor 2.000 Tanzenden – hatgezeigt, dass Klassik überall funktioniert, auch voreiner durchschwitzten Tanzmeute, wenn man diesegroßartige Musik richtig inszeniert.Wenn jetzt in weiteren Gesprächen und darauffolgendenTerminen E und U immer wieder aufeinandertreffen,dann rücken zwei unterschiedlicheSeinsarten von Kultur zusammen. Hier das oftmalsimprovisierte, schnelllebige, bei der die Vorausschauüber mehr als ein halbes Jahr schwer ist,dort die zur Perfektion getriebene Geräuschkultur,in der man sich heute über Konzerte, die in fünfJahren passieren, Gedanken macht. Doch beidenist eines gemeinsam. Jenseits des profanen Alltagsmit seiner Zukunftsorientierung schaffen diesebeiden Kulturformen Inseln, die im Jetzt sind:schöne Konzerte, tolle Feste,bei denen es keinDrumherum gibt, bei dem man dem Genuss, demGlück, der Ausgelassenheit, eben dem Schönenim Leben ins Auge schaut. Und weil zweimal schöndoppelt schön ist, gehören beide zusammen. Undsind im Doppelpack unschlagbar.


40 VorschauMi. 23.10.2013, 20:00 1. Abo aDo. 24.10.2013, 20:00 Sonderkonzertder Freunde und Förderer(im freien Verkauf)Fr. 25.10.2013, 20:00 2. Abo cGustav MahlerSymphonie Nr. 7 e-MollGustavo Dudamel, DirigentDo. 31.10.2013, 20:00 2. Abo bSa. 02.11.2013, 19:00 3. Abo dSo. 03.11.2013, 11:00 3. Abo mLudwig van BeethovenKonzert für Klavier und OrchesterNr. 3 c-Moll op. 37Anton BrucknerSymphonie Nr. 4 Es-Dur„Romantische“Alan Gilbert, DirigentYefi m Bronfman, KlavierSo. 10.11.2013, 11:00 2. KaKo„Für Kenner“Paul HindemithSonate für Viola undKlavier op. 11 Nr. 4Carl ReineckeTrio für Klarinette, Viola undKlavier A-Dur op. 264Paul HindemithSonate für Klarinette und KlavierWolfgang Amadeus MozartTrio für Klarinette, Viola undKlavier Es-Dur KV 498„Kegelstatt-Trio“Alexandra Gruber, KlarinetteBurkhard Sigl, ViolaLukas Maria Kuen, KlavierImpressumHerausgeberDirektion der MünchnerPhilharmonikerLorin Maazel, ChefdirigentPaul Müller, IntendantKellerstraße 4,81667 MünchenLektorat: Christine MöllerCorporate Design:Graphik: dm druckmediengmbh, MünchenDruck: Color Offset GmbH,Geretsrieder Str. 10,81379 MünchenGedruckt auf holzfreiem und FSC-Mixzertifiziertem Papier der SorteLuxoArt Samt.TextnachweiseWolfgang Stähr, Elke Heidenreich,Gabriele E. Meyer und OtgerHolleschek schrieben ihre Texte alsOriginalbeiträge für dieProgrammhefte der MünchnerPhilharmoniker. Die Wiedergabe derGesangstexte ist textgleich mit derFassung der verwendetenAufführungspartitur; Übersetzungins Deutsche: Gerd Uekermann(Decca Music Group Limited,London). Lexikalische Angaben undKurzkommentare: Stephan Kohler.Künstlerbiographien: ChristineMöller. Alle Rechte bei denAutorinnen und Autoren; jederNachdruck ist seitens der Urhebergenehmigungs- und kostenpfl ichtig.BildnachweiseAbbildungen zu Benjamin Brittenund seinem „War Requiem“: MusikverlageBoosey & Hawkes / Bote& Bock, Berlin; Siegfried Sassoon(Hg.), Poems by Wilfred Owen,London 1920. Abbildung zu FamilieBeidler: Franz Wilhelm Beidler,Cosima Wagner – Ein Porträt,Würzburg 2011. Künstlerphotographien:wildundleise.de (LorinMaazel), Agenturmaterial (AnnaSamuil), Mitch Jenkins (TobySpence), Monika Rittershaus(Hanno Müller-Brachmann),Andreas Herrmann (AndreasHerrmann), wildundleise.de(Stephan Haack, Ulrich Haider),Leonie von Kleist (Elke Heidenreich),Otger Holleschek (OtgerHolleschek), Archiv der MünchnerPhilharmoniker.


SonderkonzertDirigent: Gustavo DudamelDonnerstag, 24.10.2013, 20:00 | Philharmonie im GasteigGustav MahlerSymphonie Nr. 7 e-MollKarten über München Ticket089 / 54 81 81 400€ 61,00 / 51,50 / 45,00 /36,90 / 31,20 / 18,10 / 12,30mphil.de


mphil.de116. Spielzeit seit der Gründung 1893Lorin Maazel, ChefdirigentPaul Müller, Intendant

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