Michael Poliza bringt Reisende an die entlegensten Orte Afrikas ...

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Michael Poliza bringt Reisende an die entlegensten Orte Afrikas ...

Luftlinie: Helikopteranflugauf den Mount Poiim wilden Norden KeniasMichael Poliza bringt Reisende an die entlegensten Orte Afrikas – Über raschunginklusive. Kai Schächtele lässt sich entführen. Fotos: Michael PolizaDas ungewisseExtraGanz langsam kommt Lynn näher, senktden Kopf und drückt dem Besucher einenKnutsch auf den Mund. Als wolle sieeinen alten Freund zärtlich begrüßen.Eben noch ging ein Lachen durch dieRunde, jetzt schweigen die Gäste. Lynn, die Giraffe,hat sie verzaubert. Dabei sind sie alle noch sehrmüde an diesem Morgen am Rande von Nairobi.Gerade erst geht die Sonne auf und taucht das HotelGiraffe Manor in sanftes Orange. Die Gruppe hat aufdem Anwesen aus den 30er Jahren die erste Nachtihrer Reise verbracht. Hinter Sprossenfenstern und28how to spend it


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Routenplaner: Michael Poliza beim Frühstückim Hotel Giraffe Manor in Nairobi;Breitmaulnashorn im WildschutzgebietSolio; ungewöhnlich große Elefantenherdeim Amboseli-Nationalpark; Heißluftballonkurz vor dem Start in die Masai Mara;Nabiyotum-Krater südlich des Turkana-Sees – der nördlichste Punkt der Safaribraunen, von Efeu überwuchertenKlinkermauern.Das frühe Aufstehen würdesich lohnen, hatte MichaelPoliza versprochen. Und erhat recht behalten. Der Geruchdes Kaminfeuers vomVorabend mischt sich mitdem von frisch gebrühtemKaffee, als alle aus den Zimmern schleichen. Doch esist weniger das Ambiente des Hauses, das PolizasGästen den Atem verschlägt. Es sind die Rothschild-Giraffen, die jetzt eine nach der anderen aus demWald hervor staksen, während Warzenschweine zwischenihren Beinen wuseln.Tief greifen die Besucher in große Futter schüsseln.Schüchtern wie Kinder strecken sie den Giraffen dievollen Hände entgegen. Sie sind gewarnt. „EineGiraffe kann mit einem Kick einen Löwen töten“,stand auf dem Zettel, der zur Begrüßung auf demKopfkissen lag. Doch für derlei Sorge gibt es an diesemMorgen keinen Grund. Gemächlich schleckendie Tiere mit ihren langen, rauen Zungen die Bröckchenaus den Händen. Poliza fordert die Gäste heraus:„Nehmt auch ein Stück Futter zwischen dieLippen.“ Und dann kommt Lynn und küsst.In diesem Moment wird allen klar: Jetzt sind wirangekommen in der Welt von Michael Poliza. Füreine Woche sind die Kenia-Besucher hier, um mitdem Fotografen durch das Land zu reisen, Tiere undLandschaften mit seinen Augen zu sehen. Giraffenund Zebras, die aufgereiht Spalier stehen in der Savanne.Ein Schwarm Flamingos, derwie ein rosa Tuch über einem Wüstenseeschwebt. Gigantische Vulkankrater,deren Lava sich kilometerweitüber die Ränder ergossen hat.Bewaldete Täler, die sich bis zumHorizont erstrecken. Ein herzhaftgähnender Löwe vor dramatischerWolkenkulisse.Es sind Szenen wie diese, die Poliza selbst immerwieder sprachlos machen. Er fotografiert sie seitJahren, bannt sie in riesige Bücher und bringt sie soden Menschen näher. Jetzt will er auch seineErlebnisse mit anderen teilen, deshalb führt er seineGäste an die Orte, an denen seine Fotos entstehen.Aus Urlaubern werden wieder Reisendeund aus einer Reise ein Abenteuer„Michael Poliza Experiences“ heißen die Touren, dieder 54-Jährige mit dem Reiseveranstalter TUI organisiert.Expeditionen an entlegene, fast unzugänglichePlätze, wo bisher kaum jemand war. Damit ausUrlaubern wieder Reisende werden und aus einerReise wieder ein Abenteuer.Nie weiß man, was als Nächstes kommt. Wer sichauf Poliza einlässt, der fährt ins Ungewisse, verratenwerden vorher nur Regionen. Die Dramaturgie vonÜberraschungen und besonderen Momenten ist jedochsorgsam geplant. Masai Mara ist das Ziel amdritten Tag. In dem Naturschutzgebiet an der südli-chen Grenze zu Tansania liegt das Governors’ PrivateCamp, direkt an der Böschung des Mara-Flusses.Flusspferde schieben sich im Zeit lupentempodurchs braune Wasser, Vögel ziehen gemächlich ihreKreise. Das Land gehört den Tieren, der Mensch istnur zu Gast – und doch lebt er hier fast im Einklangmit der Natur.Man schläft in komfortablen Zelten. Wer ins Bettgehen möchte, wird von einem Sicherheitsmannmit Taschenlampe begleitet. Vielleicht hat sich imSchutz der Dunkelheit ein Löwe hergetraut. Gaslampenlichterhellt das Zelt wie 50 Kerzen. Das Wasserzum Duschen wurde erst auf dem Feuer vorgewärmtund regnet nun aus Plastik säcken herab, dieinnen vom Dach hängen. Mit dem Zirpen aus demDschungel im Ohrschläft man zufriedenein. Und mit Polizaserneuter Bitte imKopf: „Treffen ist morgenfrüh um 6 Uhr. Wir machen eine Safari.“Noch in der Dunkelheit treten die Gäste aus ihrenZelten. Kaum jemand spricht. Nach einer schnellenTasse Kaffee steigen sie in olivgrüne Safariwagen.Doch nach zwei Kurven ist die Fahrt schon zu Ende.„Alle mir nach“, ruft Poliza. Sie steigen durchs Gebüsch,runter zum Fluss, wo ein Boot wartet, das dieGruppe übers Wasser setzt. Auf der anderen Seitegeht es weiter auf einem Trampelpfad.In der Ferne hört man bald darauf das Dröhneneines Motors. Erst nur sehr leise, dann wird es mitjedem Schritt lauter. Nach ein paar Gehminuten of-30how to spend it


fenbart sich endlich die Quelle des Geräuschs: einDieselgenerator. Mit dessen Hilfe bläst ein riesigerVentilator heiße Luft in einen gelb-orange-rot-blaugestreiften Ballon. Dies ist keine gewöhnliche Safari!Polizas Gäste machen große Augen. Sie werden imBallon über die erwachende Savanne fliegen. Angekündigtim Reiseprospekt, wäre das schon ein Höhepunkt,auf den man sich wochenlang freut. So alsÜberraschung wirkt es wie Magie.Beinahe geräuschlos schwebt der Ballon überWiesen und Wälder den Fluss entlang. Durchs Grasstreunen Zebras und Giraffen. Auch die Nilpferdewerden munter und tauchen wie U-Boote aus demWasser auf. Am Horizont verwandelt die aufgehendeSonne den Himmel in ein Gemälde, in dem das nebligeMorgenblau mit allen Schattierungen von Gelbund Rot verschwimmt. Nur ab und an faucht derGasbrenner des Ballons in der Stille, wenn der Pilotden Kurs korrigiert. Ein solcher Sonnenaufgang, soeine Landschaft – das ist ein Geschenk, das man nurselten im Leben bekommt. Und eines, das lang nachwirkt.„Ich bin fest überzeugt, dass solche EindrückeMenschen tief berühren und eine Wirkung haben,die über den Tag hinausgeht“, sagt Poliza. Er trägtSafarihemd und Outdoorhose, am rechten Handgelenkzehn Freundschaftsbänder, am linken eineRolex. „Während einer solchen Reise beobachtetman einen Teil der Entstehungsgeschichte der Erde.Wo hat man das heute noch, in dieser KonzentrationNatur erleben zu können, bei der der Mensch nochnicht die Finger im Spiel gehabt hat?“ Es ist Polizaswichtigstes Ziel, seine Gäste tief zu beeindrucken.Das Geschäft kommt für ihn erst an zweiter Stelle.Wer die Geschichte des gebürtigen Hamburgerskennt, glaubt ihm das auch. Poliza war schon vielesin seinem Leben: als Teenager Schauspieler, mit Anfang20 IT-Unternehmer, mit Ende 20 Millionär.Aber egal, was er tat, er tat es nur, weil es ihm gefiel.Und wenn er sich für etwas entschieden hatte, zog eres durch, leidenschaftlich und profes sionell. Anerkennungund Geld kamen früher oder später – aberimmer – von allein. Und manchmal gingen sie auchwieder, wie in der Dotcom-Krise Ende der 90er-Jahre.Zur Fotografie fand Poliza durch eine Lebenskrise,die ihn mit Mitte 30 packte. „Da blieb kein Steinmehr auf dem anderen“, erzählt er. Ihn bewegten dieganz großen Fragen: Was mache ich eigentlich – undwarum? Ist es richtig, was ich tue? Jahre vergingen,in denen es ihn um die ganze Welt trieb, eine Odysseeim eigenen Expeditionsboot. Dann schließlichfand er in Kapstadt eine Heimat und begann zu fotografieren.Ein Händchen hatte er immer dafür, dochhaperte es am Handwerkszeug, und so lernte er auchnoch die Technik. Je bekannter seine Bildbändewurden, desto mehr Freunde sprachen ihn an: „Duweißt doch, wo es schön ist. Kannst du uns nicht eineReise zusammenstellen?“Die perfekte Reise – nach Polizas Maßstäben –stand vor zwei Jahren. Er wählte Unterkünfte, dieallesamt etwas Besonderes hatten. Er ging auchsicher, dass die Betreiber seine Auffassung vomReisen teilten. Er engagierte Helikopterpiloten, mitdenen er seine Fotoexpeditionen unternahm. DerenChopper, wie sie sie nennen, haben Schiebetüren,die sich während des Fluges öffnen lassen, und diePiloten werden nicht nervös, wenn Poliza aus derLuft eine Stelle entdeckt, auf der er plötzlich landenmöchte – selbst wenn niemand weiß, ob das Terraindazu taugt. Poliza stellte sicher, ständig für allesgerüstet zu sein. Mit Satellitentelefonen dreierunterschiedlicher Systeme im Gepäck, dazu dieTelefonnummern und E-Mail-Adressen seinerGäste. So gründlich, wie er sie überraschen wollte,so gut war er selbst vorbereitet. Binnen zwei Wochenwar diese Tour ausgebucht.Dass daraus ein Geschäftsmodell wurde, liegt anTUI. Bei dem Reiseveranstalter suchten die Verantwortlichenzur gleichen Zeit nach einem Partner,um neue Ideen zu entwickeln. Für Kunden, die vorlauter Beruf und Karriere kaum noch zu sich selbstfinden, für Menschen, die echte Erlebnisse suchen.So wuchs Ende 2010 zusammen, was eigent lichnicht zusammenpasst: der größte Touristikkonzernder Welt auf der einen Seite und auf der anderen derMann, der allen zeigen will, wie kostbar unberührteNatur ist. Der Zwiespalt steckt schon im Ansatz. Jemehr Menschen sich auf eine Michael Poliza Experienceeinlassen, desto weniger unberührte Naturbleibt übrig.Poliza, der auch als WWF-Botschafter um die Weltreist, weiß sehr wohl, dass er Verantwortung übernehmenmuss. Die Touren tragen nicht nur seinenNamen, er entscheidet auch selbst über das Reiseprogramm.Dafür hat TUI zum ersten Mal die Hoheitan eine einzelne Person abgegeben. In Verträgen isthow to spend it31


geregelt, dass nichts ohnePolizas Zustimmung geschieht.„Wir werden unserProdukt schon aus eigenemInteresse nicht kaputt machen“,sagt er. „Diese Reisefunktioniert nur so lang, wie diese Erlebnisse ehrlichund authentisch sind.“Der Gast darf deshalb keine Spuren hinterlassen.Penibel achtet Poliza darauf, als die Helikopter sichwieder aus dem Suguta Valley erheben. „Wir wollen,dass nach unserem Abflug nichts zurückbleibt als dieAbdrücke unserer Schuhe, die die Rotorblätter derHelikopter verwehen.“ Das Tal ist für ihn Pflichtprogramm,die einzige Alternative zum Flug aberwäre eine tagelange Kamelwanderung. An diesemOrt offenbart sich, was Poliza meint, wenn er dieNatur zum „größten Designer überhaupt“ erklärt.Über Jahrmillionen hat sie einen Skulpturenpark geschaffen,als hätte ein einsamer Bildhauer ein Lebenlang daran gearbeitet. Felssäulen recken sich in denHimmel, auf manchen ruht ein einzelner Stein, alshätte der Künstler ihn vorsichtig darauf platziert.Die Szenerie wirkt derart steinzeitlich, dass manhinter dem nächsten Felsen einen grasenden Dinosauriererwartet.Poliza setzt darauf, dass die Ehrfurcht seiner Gästevor dem Zauber groß genug sein wird. Groß genug,als dass sie auch dann behutsam mit der Naturum gehen, wenn er selbst nicht dazu mahnt. Dochso sehr er darauf achtet, mit seinen Reisen nichts zuzerstören: Sind die Erlebnisse, die er nun anderenNaturnähe: Flug durch das Rift Valley;Gepardenfamilie und das Governors’ PrivateCamp in der Masai Mara; Besuch beiden Samburus, die sich von Kuhmilch ernährenund nur ganz selten Fleisch essenermöglicht, es überhaupt wert, dafürdie Unversehrtheit aufs Spiel zusetzen?Hoch oben im Norden Kenias, inden Ausläufern des Mount Nyiru, lebteine Frau, die auf diese Frage ihre eigeneAntwort gefunden hat. Ihr Name: Emma Hedges.Sie hat die Öko-Lodge Desert Rose gegründet. FünfHütten, gebaut aus dem, was die Umgebung an Materialhergibt. In allen Details steckt so viel Hingabeund Liebe, dass man nicht weiß, wo man mit demErzählen anfangen soll. Vielleicht bei der Toilettenspülung,einem geschnitzten Vogel aus Edelholz, andem man zieht, um sie in Gang zu setzen. Oder beidem kleinen, in den Stein geschlagenen Pool. Werdarin seine Bahnen zieht, schaut auf den heiligenBerg. Oder auch bei dem großen Tisch, den EmmaHedges’ Mitarbeiter zum Lunch unter Bäumen aufeinem nahen Felsvorsprung aufbauen. Dort führenEinheimische nach dem Essen einen traditionellenTanz auf.Hedges ist in Nairobi groß geworden. Sie sprachSuaheli, die Sprache der traditionellen Völker, bevorsie Englisch beherrschte. Ihr Vater betrieb eineSafari firma, die die beiden immer wieder zumMount Nyiru führte. Vor 20 Jahren beschloss sie mitihrem inzwischen verstorbenen Mann, die Lodge andiesen Ort zu setzen. Hedges ist mit der Gegend verwachsen.Sie will ihr etwas zurückgeben.Die Frau mit der sanften Stimme, dem strahlendenLächeln und dem langen braunen Haar lebt inenger Verbindung mit den Clans der Umgebung.Deren Leben hat sich seit Jahrhunderten kaumgewandelt. Viele ziehen als Nomaden mit Ziegenund Rindern durch die Gegend. Sie kleiden sich inTücher und Decken, leben in traditionellen Hüttenund müssen in den glutheißen Sommermonaten dasWasser für sich und ihre Tiere metertief aus der Erdeholen. Einen Teil des Geldes, das ihre Besucher hierlassen,gibt Hedges an die umliegenden Gemeindenab, für die Schulbildung der Kinder. Die Mitarbeiterihrer Lodge stammen aus benachbarten Dörfern. Einervon ihnen ist„Nach unserem Abflug soll nichts zurückbleibenals die Abdrücke unserer Schuhe“, sagt Polizaihr Adoptivsohn.Ihn hielt sie beiseiner Beschneidungim Arm.Dass Menschen mit Helikoptern zu ihr kommen,die „den schlechtesten CO ²-Fußabdruck haben, denman sich vorstellen kann“, wie sie sagt, dafür hat siewenig Sympathie. Einerseits. „Wenn das aber dieeinzige Brücke ist für Menschen, um diese Art vonErfahrung zu machen, wenn sie sonst nicht den Weghierher finden, ist das besser als gar keine Brücke.“Hedges will, dass ihre Gäste nicht nur kommen,um die Schönheit der Natur in sich aufzunehmen.Sie sollen auch ein Gefühl dafür entwickeln, inwelch privilegierter Situation sie leben. „Die Menschenhier müssen mit zehn Litern Wasser am Tag32how to spend it


auskommen. Wenn die Besuchersehen, wie dankbar die alleinfür diese zehn Liter sind,verändert das etwas“, sagt sie.„Die Besucher werden miteiner ganz neuen Realität konfrontiert.Auf unserem Planetenhaben vielleicht 20 Prozent der Menschheit Zugangzu Wasser. 80 Prozent müssen allein um einGlas Wasser zum Trinken kämpfen.“Mit erhobenem Zeigefinger läuft Hedges dennochnicht durch ihre Lodge. Sie zwingt ihre Überzeugungenniemandem auf. Man kann bei ihr auch einfachzu Gast sein, sich an der Umgebung berauschen undden Einheimischen bei ihren Tänzen zusehen. Dasaber hieße, eine große Chance zu verpassen. Dennerst der Besuch am Mount Nyiru vollendet PolizasProgramm. Klick soll es machen bei denen, die seineReisen buchen. Die Einsicht, wie schützenswert dieErde ist, soll tief in den Menschen verankert werden.Dafür wolle er sie „aus ihrer Komfortzone holen“,sagt er. Eine Lodge wie die Desert Rose ist dafür derideale Ort. Wer abends Strom will, muss den Generatoranwerfen, von Luxus keine Spur, doch geradedarin liegt der Reiz.So offenbart sich am Ende der Reise, was mantatsächlich gelernt hat. In der Sirikoi Lodge, einerSafari-Luxusanlage im Kolonialstil, sind die Besucherder Komfortzone wieder ein gutes Stücknäher. Eine Giraffe spaziert am Pool vorbei, Pavianehocken in den Ästen der um stehenden Akazien,in Sichtweite grasen Büffel auf den sattgrünenWegbegleiter: Polizas Reisegruppe – mitAutor Kai Schächtele vorn rechts; gedeckteTafel nach dem Ballonflug über die MasaiMara; Himmelstheater über den vulkanischenChyulu Hills in Ostkenia; ein Baum,der alle Kraft in seine Blüten stecktWiesen. Abends, wenn man aufsZimmer kommt, heizt eine Wärmflaschedas Kingsize-Bett vor.Die Sirikoi Lodge liegt mittenim Lewa-Wild reservat, einemSchutzgebiet in Kenias zentralemHochland. Spektakuläre Landschaftendrängen sich hier dicht aneinander. Überfliegtman es mit dem Helikopter, sieht man binneneiner halben Stunde sechs Klimazonen: vom Gletscherseedurch grasbewachsene Täler über grüneWälder bis hin zur Sandwüste. Auch Polizas GästenDie Höhenluft verschluckt jedes Wort. Esist ein Moment von vollendeter Ruhesteht ein Flug bevor. Die letzte Expedition führt zumMount Kenia, mit knapp 5000 Metern der höchsteBerg des Landes. Schon wieder heißt es aufstehenam frühen Morgen. Eine Poliza-Reise ist beileibenichts für Langschläfer.Auf dem Weg zum Gipfel taucht bald die Sonnehinter den umliegenden Bergketten auf. Höher undhöher steigen die Helikopter, bis zu einer Felsspalte.Sie wirkt wie eine Eingangspforte zu einem anderenPlaneten. Filmreif fliegen die Hubschrauber hindurch,so nah am Fels vorbei, dass man meint, ihnmit der Hand berühren zu können. Dann öffnet sichder Stein und gibt den Blick frei auf den Gletschersee,in dem sich die Morgensonne spiegelt. Nach derLandung verteilen die Piloten Kaffee aus denmit gebrachten Thermoskannen, mit ihrer Tasse inder Hand strömen die Gäste aus einander. DieHöhenluft verschluckt jedes Wort. Für jeden Einzelnenist dies ein Moment von vollendeter Ruhe.Innen wie außen.Zurück im Zimmer der Luxuslodge lockt einendie Badewanne mit Silberarmaturen. Man könntehineinsteigen, ins warme Wasser eintauchen unddurchs Fenster die Elefanten und Büffel draußenbetrachten. Man könnte. Doch wenn man all diesunbenutzt lässt, die duftenden Zusätze auf demBeckenrand nicht anrührt, weil man merkt, dass esunangemessen wäre, dieeigenen Gewohnheiten ineiner Welt auszuleben, indie sie einfach nicht passenmögen – dann spürt man,dass man sich verändert hat. Michael Poliza hat esgeschafft. Es hat Klick gemacht. FEXPEDITION INS TIERREICHKai Schächtele nahm an der Ultimate Kenya Safari auf Einladungvon TUI teil. Die neue TUI-Premiummarke Michael Poliza Experiencesbietet elf- bis zwölftägige, von Poliza konzipierte Individualreisenan. Ziele: Kenia, Botswana, Namibia, Tansania, Südafrika,Antarktis, Preise: 12 000 bis 20 000 Euro ohne Langstreckenflug,Termine: nach Wunsch, Buchung: ab zwei Personen über www.mp-experiences.de. Wer nicht nur auf Polizas Route, sondern mitihm zusammen reisen will, kann das ab 2013 in Gruppen von achtbis zehn Personen tun. Ziele: Botswana/Namibia und Kanada,Preise/Reisedauer: auf Anfrage, Termine: festgelegt, Anfragenunter Tel. 040/307 01 89 80 oder info@mp-experiences.de34how to spend it

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