HINTER DEN KULISSEN

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HINTER DEN KULISSEN

CD beim traditionellenSchwammerlessenMagazinFotos mit freundlicher Genehmigung von ART-Messe, SalzburgerFestspiele/Andreas Kolarik, Industriellenvereinigung Salzburg, Galerie Budja,Eva von Schilgen, ISA, Köchert, Wild, Galerie Mauroner, Hotel SacherDkfm. Elisabeth Gürtler, Küchenchef Manfred StüflerIN DEN NISCHENBei diesen gesellschaftlichen Highlights bleibtaber immer noch Platz, um kleine Projekte demnationalen und internationalen Publikum vorzustellen.„Grüß Gott, Herr Kammersänger“, istder Titel der Biographieeines musikalischen BotschaftersSalzburgs, dem1903 geborenen KammersängerHeinrich Pflanzl. Esist ein bewegendes Zeitdokumentaus Tagebuchblättern,Briefen und Manuskripten,liebevoll zusammengestelltdurch seinen Sohn, dembekannten Regisseur Robert.H. Pflanzl.Bekannte Festspielkünstler geben kleineren Projektenwirtschaftliche Schützenhilfe. So ist es derin Salzburg lebenden klassischen Pianistin FrancescaCardone gelungen, Isabel Karajan, Tochterdes in Salzburg immer noch innig verehrten DirigentenHerbert von Karajan,und Peter Simonischek, den amlängsten „dienenden“ Jedermann,zur Mitarbeit an ihrermusikalisch-literarischen CD"MOZART UND ZEITGENOS-SEN" zu gewinnen. Das reizvollekünstlerische Konzept verbindetGedichte aus der Zeitvon und um Mozart mit einemmusikalischen Potpourri vonIsabelle Karajan, Ing. Dr. EdwinPfanzagl, M.A., VorstandTontechnik/Akustik Festspiele Salzburg,Pianistin Francesca CardoneMusikstücken des 18. Jahrhundertsaus Italien und Österreich.Princess Michael of Kent, Galeriest Thaddaeus Ropac,Dkfm. Elisabeth GürtlerMARKETING PLUS MINUSDass viele Firmen die Festspiele zu Werbezweckennutzen, ist legitim, kann manchmal aberauch unangenehme Nebeneffekte haben. So wirdauf das heftigste über ein sogenanntes „Anfütterungsverbot“diskutiert. Da wird zukünftigmancher Beamte sich den exklusiven Premierensitzwohl selber leisten müssen. Auch Werbungdurch die großen Sponsoren kann eineNegativwirkung haben. So erregt die vor denFestspielhäusern geparkte Flotte der silbergrauenoder schwarzen Luxuslimousinen für denAbtransport der „Promis“ nach den Aufführungenregelmäßig nicht nur den Unmut derSalzburger, sondern auch heftigste Kritik des„gemeinen Festspielfußvolkes“, welches sichdurch diese durchzwängen muss. Trotz erheblicherkultureller und finanzieller Anstrengungengelingt es auch einer Nobelmarkefür Schreibwaren, nur bedingt zu den Massenvorzustoßen. Ein unglaublicher Erfolgjedoch sind die Open-Air Siemens-Festspielnächte,präsentiert werden sie von den SalzburgerFestspielen, Siemens und dem ORFSalzburg. Vor elf Jahren eingeführt, haben bishermehr eine halbe Million Besucher bei freiemEintritt die auf einer Großbildleinwand amromantischen Kapitelplatz gezeigten aktuellenoder historischen Aufführungen miterlebt.FREUNDE - HEUTE UND MORGENZum großen Kultur- und Wirtschaftsnetzwerkträgt auch der seit 1962 bestehende Verein„Freunde der Festspiele“ bei. Er ist der größteSponsor der Festspiele und vernetzt die mehrals 5000 Mitglieder durch zahlreiche Veranstaltungen.Für zukünftige Vernetzungen sorgt derenTeilorganisation „The next Generation“ (NXG),die das Interesse für Kunst und Kultur bei Menschenbis 45 Jahren wecken soll. Dass sich nebenbeiauch sehr handfeste wirtschaftliche Kontakteergeben, ist durchaus gewollt.Die Sommer-Festspiele sind einer der bedeutendstenWirtschaftsfaktoren von Stadt und LandSalzburg. Das wissen auch die Salzburger selbst,die mit dem Ansturm der Gäste nicht immerganz glücklich sind. So bezeichnen mehr als 93%sie als touristischen Motor für den Fremdenverkehrund 96% halten sie für die Belebung derWirtschaft und des Handels für bedeutend.Dem Erfolgsteam der Saison 2012, der PräsidentinHelga Rabl-Stadler, dem Intendanten AlexanderMag. art. Eva–Maria von SchilgenPereira, dem Leiter Schauspiel Sven-Eric Bechtolfund Mathias Schulz, Leiter Konzert, ist es gelungen,nicht nur das veranschlagte Budget um mehrals 1.5 Millionen zu übertreffen, sondern auch diehöchste Besucherzahl seit der Gründung der Festspielevor 92 Jahren zu erreichen.So wird den Salzburgern und ihren Gästenanlässlich der Festspielzeiten ein großes gesellschaftlichesWirtschafts-Parkett geboten. Dakann es passieren, dass die Antwort eines sehrumtriebigen Networkers auf die Frage nach derZahl seiner besuchten Opern, Konzerte undTheatervorstellungen lautete: „Sorry, dafür fehltemir einfach die Zeit“.Eva von SchilgenFestspielrandnotiz 2012 in Zahlen:44 Opernaufführungen (7 Produktionen)4 konzertante Opernaufführungen(2 Opern)95 Konzerte (82 verschiedene Programme)76 Schauspielaufführungen(12 Produktionen)5 Lesungen31 Kinderprogrammaufführungen(7 Produktionen)1 Ball278.978 Besucher90% Platzauslastung78 Nationalitäten der Besucher41 außereuropäische Nationen614 akkreditierte Journalisten aus37 Ländern, darunter Ägypten, Argentinien,Australien, Brasilien, China, Israel, Japan, Kanada,Lettland, Litauen, Libanon, Russland, Südafrikaund den USA.Weitere Highlights des SalzburgerVeranstaltungskarussels:23.10. - 4.11.2012 Salzburger Jazzherbst28.11. - 2.12.2012 Dialoge30.11. - 16.12.2012 Adventsingen24.2. - 4.2.2013 MozartwocheCercle Diplomatique 33

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