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Die Marketingpublikation der Bank Vontobel Europe AG für Anlage- und HebelprodukteJanuar 2013 – Ausgabe DeutschlandPerspektiven 2013 –Impulse für dasneue JahrMarkt im Fokus, Seite 6Was bringt das Jahr 2013für den DAX ® ?Know-how, Seite 12Comeback dereuropäischen Banken?Investmentidee, Seite 14


2mehrwert Januar 2013Inhaltsverzeichnis3 Editorial4 MarktberichtAktuelle Entwicklungen aufdem Weltmarkt6 Markt im FokusPerspektiven 2013 –Impulse für das neue Jahr8 InterviewMit Christophe Bernard undPanagiotis Spiliopoulos10 Charts des MonatsDAX ® und Apple im Fokus11 Hebel-KolumneTiefe Volatilitäten mit Optionsscheinstrategiennutzen – Wie funktionierenStrangle und Straddle?12 Know-howWas bringt das Jahr 2013 für den DAX ® ?14 InvestmentideeComeback der europäischen Banken?16 Rohstoff-KolumneRohstoffe: Wenig Bewegungim Dezember17 Antworten auf Ihre FragenSie fragen, unsere Experten antworten18 Wussten Sie, dass …19 News und Tipps»Die Konjunktur dürfte 2013 weltweitleicht anziehen, vor allem dankder Schwellenländer.«Christophe Bernard, Chefstratege der Vontobel-Gruppe


3mehrwert Januar 2013EditorialLiebe mehrwert-Leserinnen und -Leser,Heiko GeigerHead of Public DistributionDeutschland und Österreichzum Jahresauftakt geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Marktentwicklungenund zeigen mögliche Impulse für das neue Jahr auf. Dazu habenwir unsere Experten befragt: Vontobel-Chefstratege Christophe Bernard gibt unseinen Ausblick zur Weltwirtschaft und seinen Inflationserwartungen, zu Zinsenund Wechsel kursen. Chefanalyst Panagiotis Spiliopoulos beantwortet Fragen zumSchweizer Aktienmarkt.Für Europa und damit auch für Deutschland war die drohende Schuldenlast vielerEU-Länder das Thema des Jahres. Sie dürfte auch in den kommenden Jahren dieAnleger im Euroraum beschäftigen. Dennoch könnte sich bezüglich der Eurokrise2013 eine graduelle Entspannung abzeichnen. Im Jahresausblick sehen unsereÖkonomen europäische Aktien, insbesondere Banken aus dem Euroraum, alsattraktiv bewertet. Interessante Investitionsmöglichkeiten in europäische Finanz -werte finden Sie in der Rubrik »Investmentidee«.In der Rubrik »Know-how« analysiert Stefan Böhm, Experte für Aktien und Zertifikatesowie Chefredakteur des Börsenbriefs DaxVestor, den DAX-Index und zeigt auf,wie es 2013 mit dem deutschen Aktienmarkt weitergehen könnte. Zudem erfahrenSie in dieser Rubrik, wie Sie attraktive Zinsen generieren und Bonitätsrisiken streuenkönnen. Die Antwort könnte Floored Floater mit Referenzschuldner lauten.Lesen Sie mehr dazu auf Seite 13.Wir wünschen Ihnen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr undeine aufschlussreiche Lektüre.Mit freundlichen GrüßenHeiko GeigerFinancial Products/Public Distribution,Vontobel Frankfurt am MainWir freuen uns auf IhreKommentare und Ihr Feedback zu»mehrwert«. Senden Sie uns eineE-Mail an zertifikate@vontobel.de.In der Rubrik »Antworten auf IhreFragen« werden unsere SpezialistenStellung nehmen.


4mehrwert Januar 2013MarktberichtAktuelle Entwicklungen auf dem WeltmarktAktienmärkteDAX ®EURO STOXX 50 ®MSCI Emerging Markets Index8.0001.300Indexpunkte7.0006.0005.0004.000IndexpunkteIndexpunkte1.1009007005003.000DAX ® 2008 2009 2010 2011201220134.5004.0003.5003.0002.5002.0001.5002008 2009 2010 2011EURO STOXX 50 ®201220133002008 2009 2010 2011MSCI Emerging Markets Index20122013Quelle: Bloomberg, Stand am 09.01.2013Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ aufdie Rendite aus.USA 2Nachdem die US-Konjunktur trotz Anzeichen einer Besserung auchim Dezember noch nicht recht vom Fleck kommen wollte, hat dieUS-Notenbank zu drastischen Maßnahmen gegriffen. Beibehalten wirddie faktische Nullzinspolitik, bis die Arbeitslosigkeit unter 6,5% sinkt.Hinzu kommt die Strategie, monatlich 45 Milliarden US-Dollar inStaatsanleihen zu investieren – so lange, bis sich der US-Arbeitsmarktnachhaltig erholt hat. Trotz dieser geldpolitischen Geschenke vorWeihnachten blieben die Anleger jedoch vorsichtig: Der Nasdaq 100bewegte sich volatil seitwärts. Der S&P fuhr im Monatsverlauf einmoderates Plus ein. Nennenswerte Zugewinne von rund 300 Punktenverbuchte der Dow Jones. Hintergrund für das Abwarten der Anlegerwar die drohende Fiskalklippe – sie sieht Etatkürzungen und Steuererhöhungenim Umfang von 600 Milliarden US-Dollar vor. US-PräsidentBarack Obama zeigte sich optimistisch bezüglich des Zustandekommenseines möglichen Kompromisses mit John Boehner, dem republikanischenSprecher des Repräsentantenhauses. Angesichts der Hoffnungen aufein Ende des Haushaltsstreits konnten selbst überraschend schwacheUS-Konjunkturdaten die Anleger nicht schrecken.Deutschland 2Noch zu Beginn des Monats Dezember schwankten DAX-Investorenzwischen Hoffen und Bangen. Die Grundstimmung wirkte auf vieleBeobachter allerdings optimistisch; seit Mitte November ging es im DAX ®aufwärts. Allmählich begannen auch Investoren, die der Rally der vergangenenWochen noch abwartend gegenüber gestanden hatten, jedeGelegenheit zu nutzen, um in den Markt zu kommen. So schwang sich imLauf des Dezembers der DAX ® kontinuierlich zu neuen Rekorden auf undlegte damit eine beeindruckende Jahresendrally hin. Am 19. Dezemberkletterte der deutsche Leitindex auf mehr als 7.680 Punkte. Beflügeltwurde der Index von Hoffnungen auf eine Umschiffung der Fiskalklippe inden USA, guten Vorgaben aus Asien, leicht verbesserten Aussichten für diedeutsche Konjunktur sowie von der Erwartung, dass die Schuldenkrise inEuropa ihren Höhepunkt überschritten habe. Nicht zuletzt floss aus Mangelan Anlagealternativen viel Geld in die Aktienmärkte. Auf Jahressicht hat derDAX ® inzwischen 30 % zugelegt. Für 2013 rechnen Analysten mit einemSprung auf 8.000 Punkte.Wichtiger Hinweis2Dieser Beitrag wurde von GodmodeTrader (www.godmode-trader.de)erstellt und unverändert von der Bank Vontobel Europe AG (Vontobel)weiter gegeben. Für den Inhalt ist ausschließlich die angegebene Drittquelleverantwortlich. Weitere Informationen sowie die Offenlegung möglicherInteressenkonflikte sind der aufgeführten Website der Drittquelle zu entnehmen.Vontobel übernimmt für den Inhalt, die Richtigkeit, Vollständigkeit undAktualität der Informationen keine Gewähr. Vontobel wird von der Bundesanstaltfür Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht. Die in diesem Dokumententhaltenen Informationen dienen nur Informationszwecken und sind keinAngebot und keine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots oder zur Zeichnung,zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Sie werden außerhalb eineretwaigen Vertragsbeziehung mitgeteilt, begründen zu keinem Zeitpunktein vertragliches Beratungs- oder Auskunftsverhältnis und beinhalten keineAnlage-, Steuer- oder sonstige Beratung. Die in diesem Dokument enthaltenenInformationen sind keine »Finanzanalysen« im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes,genügen nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistungder Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse und unterliegen keinem Verbotdes Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Sie können von denvon Vontobel bzw. von Unternehmen der Vontobel-Gruppe veröffentlichtenAnalysen abweichen.


5mehrwert Januar 2013MarktberichtRohstoffmärkteJPMCCI AggregateZinsenEuro-Bund-FutureWährungenEUR/USD – EUR/CHFWertentwicklung (in %)1401201008060402008 2009 2010 201120122013Absoluter Wert (in EUR)1451401351301251201151102008 2009 2010 201120122013Absoluter Wert (in EUR/USD)1,701,601,501,401,301,201,102008 2009 2010 201120121,701,601,501,401,301,201,102013Absoluter Wert (in EUR/CHF)JPMCCI AggregateEuro-Bund-FutureEUR/USDEUR/CHFQuelle: Bloomberg, Stand am 09.01.2013Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und etwaige Gebühren wirken sich negativ aufdie Rendite aus.Europa 2Die Angst der Investoren vor der europäischen Schuldenkrise und dem Zerfall des Euro ist vorbei. Seit EZB-Präsident Mario Draghi im Sommerdie Sorgen mit gezielten Maßnahmen beiseite wischte, legten die Kurse europäischer Aktienwerte kräftig zu. Etwa der EURO STOXX 50 ® : Ergewann seit Jahresbeginn 13 % und stieg zuletzt auf ein 18-Monats-Hoch. Auch der französische CAC 40 (14 %), der österreichische ATX (25 %)und sogar der griechische ASE (26 %) konnten sehr ansehnliche Gewinne verbuchen. Angeführt wird die Leistungsschau der Indizes vom DAX ® :Mit einem Zuwachs von rund 30 % ist er unangefochtener Europameister. Fortschritte in der politischen Auseinandersetzung um die drohendeFiskalklippe in den USA haben kurz vor Weihnachten weiteren Schwung in die Jahresendrally an Europas Börsen gebracht. Durchschnittlich verbuchteneuropäische Aktien auf Jahressicht ein Plus von 10 %. Nach Meinung vieler Analysten sind die meisten Wertpapiere in Europa aber nochimmer unterbewertet, was weiterhin attraktive Kaufchancen und Potenzial für weiter steigende Kurse bieten könnte.Emerging Markets 1Obwohl die Wirtschaftserholung in vielen Schwellenländernin der zweiten Jahreshälfte 2012 eher enttäuschendausfiel, bleiben die Vontobel-Experten für 2013optimistisch. Insbesondere aus Ländern wie Brasilien undChina werden positive Wirtschaftssignale gesendet.Chinesische Wachstumsraten um 8 % in den Jahren2013/14 könnten andere asiatische Volkswirtschaften,aber auch Aktienmärkte und Währungen in der Regionstützen. Außerhalb Asiens bleiben die Ökonomen – nichtnur aufgrund der robusten US-Konjunktur – insbesonderefür Mexiko optimistisch. Auch die neue reformorientierteRegierung sorgt für leichte Euphorie. Eine graduell weiterabnehmende Eurozonenkrise sowie eine leichte globaleWirtschaftserholung sollten im Laufe des Jahres übereinen höheren Ölpreis auch die russische Volkswirtschaftbeflügeln. Auf Währungsseite bevorzugt Vontobel derzeitfolgende Währungen: Mexikanischer Peso (MXN), ThailändischerBaht (THB), Südkoreanischer Won (KRW) undMalaysischer Ringgit (MYR). Anleihen in lokaler Währungsowie Aktien von Emerging Markets, insbesondere Chinas,bleiben ebenfalls attraktive Themen für 2013.Währungsentwicklung CHF/EUR/USD 1Die Schweizerische Nationalbank (SNB) lässt ihren geldpolitischen Kursunverändert: Auf der letzten geldpolitischen Sitzung der Währungshüterder Schweiz vor dem Jahreswechsel hat die SNB das Zielband für denDreimonats-Franken-LIBOR erwartungsgemäß bei 0,00 bis 0,25 % belassen.Der Euro/Franken-Mindestkurs von 1,2000 soll nach wie vor verteidigtwerden. Starken Abwertungsdruck sehen die Vontobel-Ökonomen inAnbetracht der niedrigen Zinsen außerhalb der Schweiz und der lediglichmoderaten Frankenüberbewertung jedoch nicht. Am 19. Dezember stiegder Euro gegenüber dem US-Dollar auf den höchsten Stand seit Mai 2012.Sollte die fiskalpolitische Klippe in den USA im Januar tatsächlich umschifftwerden, prognostizieren die Experten von Vontobel weiteres Potenzial fürden Euro. Um Niveaus von 1,40 sollte die Luft für den Euro jedochzunehmend dünner werden. Rückschläge im Zusammenhang mit derEurozonenkrise sehen die Ökonomen als größten Risikofaktor für dieEUR/USD-Prognose von 1,34 für Ende 2013.1Beitrag von Vontobel Research2Beitrag von GodmodeTrader (www.godmode-trader.de)


6mehrwert Januar 2013Markt im FokusPerspektiven 2013 – Impulse für das neue JahrIm Januar werden die Anlagemöglichkeiten mit Zertifikaten, Aktienanleihen und Hebelprodukten fürdas neue Börsenjahr evaluiert. Die mehrwert-Redaktion zieht Bilanz, gibt Ihnen einen Überblick überdie wichtigsten Ereignisse 2012 und zeigt Impulse für das neue Jahr auf.Von der Staatsschuldenkrise im Euroraum überdie Wahlen in den USA bis hin zu den tiefgreifendenVeränderungen im Nahen Osten –überall auf der Welt geht mit 2012 ein ereignisreichesJahr zu Ende. Doch nicht nur aufpolitischer Ebene, sondern auch auf Unternehmensseitegab es einige einschneidendeEreignisse: So verpatzte bei spiels weise Facebookseinen Börsengang wegen technischerProbleme, der weltgrößte Rohstoff händlerGlencore fusionierte mit dem Berg bau konzernXstrata und die beiden Smartphone-RiesenApple und Samsung lieferten sich einenum fang reichen Patent krieg. In der Rubrik»Wussten Sie, dass ...« haben wir für Sie eineReihe von weiteren wichtigen Ereig nissen desJahres 2012 zusammen gestellt.Weltwirtschaft, Eurozone und die SchweizNach der Wiederwahl von Barack Obamawartet die Welt gespannt darauf, welcheFolgen diese »four more years« für die VereinigtenStaaten und den Rest der Welthaben werden. Für Europa und damit auchfür Deutschland war die horrende Schuldenlastin vielen EU-Ländern das Themades Jahres. Auch in den kommenden Jahrendürften die Vereinigten Staaten und die Eurozonedie Welt prägen – ökonomisch, politischwie auch gesellschaftlich. Die Stabilisierungder südlichen Peripherie fordert von derEuropäischen Union einen finanziellen undpolitischen Kraftakt, wie er in der Geschichteder EU einmalig ist.»Wir erwarten 2013 ein verhaltenesglobales Wachstum von rund 3 %,aber keine Rezession.«Christophe Bernard, Chefstratege Bank Vontobel AGDie faktische »Vergemeinschaftung« derSchulden Griechenlands, Spaniens, Portugalsund möglicherweise bald auch Italiens odergar Frankreichs ruft nach entsprechendenSouveränitätstransfers durch die einzelnenMitgliedstaaten. Wird die Rettung gelingenoder gerät der Kontinent weiter ins Schleu-Wertentwicklung der wichtigstenLeitindizes 2007 bis 2012*Wertentwicklung (in %)140 %130 %120 %110 %100 %90 %80 %70 %60 %50 %40 %2007 2008 2009 2010 2011SMI ®DAX® Dow JonesS&P 500 ®EURO STOXX 50 ®Quelle: Bloomberg, Stand am 28.12.2012Japanischer Yen 43,50dern? In der Rubrik »Investmentidee« auf Schweizer Franken 37,22Seite 14 gehen wir näher auf dieses spannendeAustralischer Dollar 30,56Investmentthema ein. In der Schweiz Singapur-Dollar 29,68stehen ebenfalls wichtige Entscheidungen an. Neuer Taiwan-Dollar 23,24Sei es zu den Reformen der Sozialwerke, zur Neuseeland-Dollar 18,12Zukunft des Finanzplatzes oder zum Verhältnis US-Dollar 10,34mit den Nachbarn. Fest steht, es bleibt auch Kanadischer Dollar 9,69im neuen Jahr spannend.Schwedische Krone 9,58Norwegische Krone 7,50Dänische Krone – 0,06Südkoreanischer Won – 3,52Brasilianischer Real – 4,13Mexikanischer Peso – 7,50Britisches Pfund – 10,10Südafrikanischer Rand – 10,71– 1020122012: Kräftige Gewinne auf breiter FrontEin Blick auf die Finanzmärkte zeigt, dass dieseauf breiter Front kräftige Gewinne verzeichnethaben. So haben die globalen Aktienmärkteum 10 % bis 20 % zu gelegt (vgl. Grafik 1),Schwellenländer anleihen durften ein Plus von15 % verbuchen. Die Emerging Markets wiesenim vergangenen Jahr ein ver gleichs weisehohes Zinsniveau auf und besaßen gegenüberdem Euro Auf wer tungs potenzial (vgl. Grafik2). Auch Unternehmensanleihen legten jenach Rating um 10 % bis 20 % zu. ObwohlRohstoffe im vergangenen Jahr nur knapp impositiven Bereich notierten, bescherte nebenden wichtigsten Industriemetal len insbesondereGold Freude im Depot der Anleger.Grund für die Zugewinne an den Märktendürfte primär die Geldpolitik der Zentralbankensein. Denn weder bessere Wirtschaftsprognosennoch hohe Unternehmensgewinneführten 2012 zu Marktzuwächsen. In diesemturbulenten Jahr wurden die Erwartungenwährend des ganzen Jahres nach untenrevidiert. Einerseits versprach das Fed (FederalReserve System), so lange unbegrenzt Liquiditätzur Verfügung zu stellen, bis sich der US-Arbeitsmarkt erholt habe. Andererseits gelanges der Europäischen Zentralbank (EZB), dasRisiko eines Zusammenbruchs der Eurozonedeutlich zu mindern. Entsprechend sind dieRisiko prämien allgemein gesunken, ohne dassfür diese außerordentlichen Maßnahmen einerkennbarer Preis zu zahlen gewesen wäre.Wichtigste Devisenpaare zum Euroim 5-Jahresverlauf*0 10 20 30 40 50Quelle: Bloomberg, Stand am 28.12.2012*Frühere Wertentwicklungen und Simulationensind kein verlässlicher Indikator für die künftigeWertentwicklung. Steuern und allfällige Gebührenwirken sich negativ auf die Rendite aus.Ausblick 2013Die Ökonomen des Vontobel Asset Managementserwarten 2013 ein verhaltenes globalesWachstum von rund 3 %, aber keine Rezession.Auch kann man davon ausgehen, dass dieZentralbanken ihre Maßnahmen aufrechterhaltenwerden. Die Konjunktur könnte 2013


7mehrwert Januar 2013Markt im Fokusweltweit leicht anziehen, vor allem dankder Schwellenländer. Denn diese Volkswirtschaftenzeichnen sich zumeist durch gesundeStaatsfinanzen und eine konsumfreudigeBevölkerung aus. In Bezug auf das Bruttoinlandsproduktgehen die Vontobel-Expertenfür China und Indien von einem Anstieg um7,9 % bzw. um 6,1 % aus. Die Zuwachsratenfür die Eurozone hingegen werden bei 0,5 %,für die USA bei 1,8 % prognostiziert. Lesen Siemehr zu den Perspektiven für das neue Jahrim »Interview« mit Chefstratege ChristopheBernard auf Seite 8 und mit ChefanalystPanagiotis Spiliopoulos auf Seite 9.Fokus für die Januar-OffensiveZum Jahresauftakt könnte der Fokus beistrukturierten Produkten auf den folgendenThemen liegen:Europäische Peripheriestaatenkönnten großes Aufholpotenzialbesitzen. Peripherie-Anleihen aus Italien undSpanien bieten derzeit einen attraktivenKupon. Zudem sind europäische Aktien,insbe sondere Banken aus dem Euroraum,günstig bewertet.Schwellenländer als Lichtblick:Schwellen länderanleihen besitzennach wie vor ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Investoren partizipieren an: 1) einemwesentlich höheren Zinsniveau, 2) einer positiven Rating-Dynamik und 3) einer möglichenAufwertung der Schwellenländerwährungen.Positive Wirtschaftssignale kommen insbesondereaus China und Brasilien, was auchdie Währungen dieser Länder stützen sollte.Eine robuste US-Konjunktur ist zudem positivfür den mexikanischen Peso. Eine weiter graduellabnehmende Eurozonenkrise sowie eineleichte Wirtschaftserholung könnten über einenhöheren Ölpreis auch die russische Volkswirtschaftbeflügeln. Darüber hinaus werdenThailand, Südkorea und Malaysia auf derWährungsseite bevorzugt. Lokale Währungendieser Schwellenländer könnten 2013 besondersgute Chancen haben (vgl. Marktbericht).Für die großen Aktienmärkte wirdauch für das Jahr 2013 weiterhin eineSeitwärtsbewegung erwartet. Attraktive Bewertungender Aktien sehen die Ökono meninsbesondere im Bereich US-Hausbau undUS-Banken. Die Risikoprämien bleiben weiterhinhoch. Renditeoptimierungsprodukte sowieParti zipationszertifikate könnten in einemsolchen Markts zenario eine attraktive Produkt -struktur darstellen.Strukturierte Produkte können dabei helfen,je nach Marktsituation, Markterwartungenund Zeithorizont des Anlegers die Renditenund das Risiko einer Anlage zu optimieren.In der folgenden Tabelle finden Sie konkreteProduktideen für das neue Jahr mit passendenZertifikaten und Aktienanleihen zu den ausgewähltenThemen im Fokus.Die Produkte sind nicht Kpital geschützt, imungünstigsten Fall ist ein Totalverlust deseingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeitder Emittentin bzw. der Garantindroht dem Anleger ein Geldverlust.Weitere Informationen erhalten Sieselbst verständlich über unsere kostenlose Hotline00800 93 00 93 00 oder auf unserer Websitewww.vontobel-zertifikate.de.US-Hausbau: Geht der Boom weiter?US-Immobilien sind im aktuellenUmfeld so erschwinglich wie noch nie. DasÜberangebot an Häusern ist abgebaut unddie Nachfrage nach Wohneigentum undRenovierungen nimmt stetig zu. Darüberhinaus befindet sich das Stimmungsbarometerder Baubranche auf dem höchstem Stand seitJahren.Anleihen aus den westlichen Industrienationensind aufgrund des tiefenZinsniveaus unattraktiv. Zudem ist mittelfristigmit einem Zinsanstieg und damit mit Kursverlustenzu rechnen. Anleger, die im aktuellenUmfeld mehr Rendite erwirtschaften wollen,müssen entsprechend höhere Risiken in Kaufnehmen. Das kann durch die Übernahme eineszusätz lichen Kredit-, Aktien- oder Edelmetallrisikoserreicht werden. »Strukturierte Produktemit Referenzschuldner« könnten eine interessanteAlternative sein. Historisch gesehenwerden die Kreditrisiken von Referenzschuldnerntrotz der gesunkenen CreditSpreads 2012 immer noch mit einer attraktivenRisikoprämie ausgeglichen.Thema Produkttyp Produktname WKN / ISINEU-PeripheriestaatenProtect-Multi-AktienanleiheProtect-Multi-Aktienanleihe auf Banco BilbaoVizcaya Argentaria, Banco Santander, UniCredit(Kupon p. a. 11,13)US-Wohnbau Partizipations-Zertifikat Basket-Zertifikat auf einenUS-Housing-BasketAnleihen Strukturierte Anleihe Floored Floater mit US-ReferenzschuldnerGeneral Electric in USDVT7G2K /DE000VT7G2K2VT5C7S /DE000VT5C7S0VT48DP /DE000VT48DP2Schwellenländer Strukturierte Anleihe Emerging Markets Währungsanleihe 2015 VT6A8K /DE000VT6A8K6Strategie-Zertifikat Strategie-Zertifikat auf Vontobel BestEmerging Market Bond Funds IndexAktienmärkte Discount-Zertifikat DAX ® (Höchstbetrag 7.700 Punkte,Bewertungstag 20.12.2013)EURO STOXX 50 ® Index (Höchstbetrag2.700 Punkte, Bewertungstag 20.12.2013)Discount-Zertifikat auf S&P 500 ® Index(Höchstbetrag 1.500,00 USD,Bewertungstag 20.12.2013)VFP9UT /DE000VFP9UT8VT1ATQ /DE000VT1ATQ5VT3WY5 /DE000VT3WY51VT5VFW /DE000VT5VFW9Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitalsmöglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin droht dem Anleger ein Geldverlust.KompaktIm Januar werden die Anlagemöglichkeiten mit strukturierten Produkten für das neueBörsenjahr evaluiert. Die mehrwert-Redaktion zieht Bilanz, gibt Ihnen einen Überblick über diewichtigsten Ereignisse 2012 und zeigt Impulse für das neue Jahr auf.


8mehrwert Januar 2013Interview»Die Konjunktur dürfte 2013 weltweit leicht anziehen,vor allem dank der Schwellenmärkte.«Interview zur Entwicklung der Weltwirtschaft und Inflation, der Zinsen, Wechselkurse undRohstoffpreise mit Christophe Bernard, Chefstratege der Vontobel-Gruppemehrwert: Mit 2012 war ein weiteres Jahrfest im Griff der Euro-Schuldenkrise. Zuletztzeichnete sich eine Entspannung ab. Ist dasSchlimmste nun überstanden?Wir gehen von einer weiteren Beruhigungaus. Die Volkswirtschaften und Märktewerden weiterhin am Rockzipfel derWährungshüter hängen, die auch künftig zuaußerordentlichen Maßnahmen bereit sind.Die Zusicherung des Präsidenten der EuropäischenZentralbank (EZB) Mario DraghiMitte letzten Jahres, alles für die Rettung desEuros zu unternehmen, hatte eine gewaltigepositive Wirkung.mehrwert: Wie sehen Sie die globalenKonjunkturprognosen für 2013? Vonwelchem Szenario gehen Sie aus?Die Konjunktur dürfte 2013 weltweit leichtanziehen, vor allem dank der Schwellenmärkte.Diese Länder zeichnen sich zumeistdurch gesunde Staatsfinanzen und einekonsumfreudige Bevölkerung aus. Das chinesischeund das indische BIP dürften um 7,9 %beziehungsweise um 6,1 % ansteigen. DieZuwachsraten für die Eurozone sehen wir bei0,5 %, für die USA bei 1,8 %.mehrwert: Welches sind die größten Herausforderungen,denen sich die Politik stellenmuss?In Europa könnten soziale Spannungen wichtigeReformen verhindern. Kurzfristig gehendie größten Risiken aber von der sogenannten»fiskalischen Klippe« in den USA aus. Findendie beiden großen US-Parteien keinenKompromiss, werden verschiedene Steuersenkungenund andere Maßnahmen zurAnkurbelung der Wirtschaft auslaufen. Dieswürde in den USA in eine Rezession münden.Wir glauben aber an eine politische Einigung,möglicherweise um die Jahreswende.mehrwert: Wie bewerten Sie die Verschuldungssituationder USA und Europas?Die absolute Höhe der Schulden ist in derTat beängstigend. Allerdings wird vergessen,dass zum Beispiel einige »gefährdete« Länderder Eurozone bereits Maßnahmen ergriffenhaben, um Haushalts- und Leistungsbilanzdefizitein den Griff zu kriegen. Wir sehenin Europa einen allmählich abnehmendenSpardruck.mehrwert: Wie beurteilen Sie die Entwicklungenam Währungsmarkt rund um denstarken Franken, aber auch hinsichtlich desEuro und des US-Dollar?Es kommt wiederum auf die Zentralbankenan. In der Schweiz wird die SNB-Untergrenzevon 1,20 Schweizer Franken pro Euro weiterBestand haben. Der US-Dollar dürfte wegender bevorstehenden Käufe von US-Staatsanleihendurch die Fed unter Druck geraten.Wir haben unsere Euro-Prognose unteranderem aus diesem Grund jüngst von1,32 Dollar auf 1,34 Dollar über zwölfMonate heraufgesetzt. Langfristig könnte esaber zu einer Trendwende kommen.mehrwert: Die Leitzinsen vieler Industrieländerbefinden sich auf Tiefstniveaus. Istin absehbarer Zukunft wieder mit einemAnstieg zu rechnen? Wie beurteilen Siein diesem Zusammenhang die Inflationsentwicklung?Die Zinsen in den Industrieländern dürftennoch längere Zeit extrem niedrig bleiben.Mögliche Inflationsrisiken sollten nach denjüngsten Aussagen der US-Notenbank – dieFed orientiert sich bei ihrem Zinsausblick neuan konkreten Konjunkturdaten – aber besserunter Kontrolle sein. Wir haben unsere Einjahresprognosefür die Rendite zehnjährigerUS-Staatsanleihen unlängst von 2,2 % auf1,9 % nach unten korrigiert.mehrwert: Was dürfen Anleger 2013 erwarten?Zu welchen Investments würden Sieunseren Lesern im neuen Jahr raten?Wir raten Anlegern, möglichst robustePortfolios zu zimmern. Dies klingt banal, istes aber nicht. Es geht darum, in Abhängigkeitvom »Risikobudget« des Kunden Verlustemöglichst zu vermeiden. Bei den Obligationenhält die Aufwärtstendenz mittlerweile30 Jahre an, und irgendwann wird dieHausse zu Ende sein. Für Aktien und andererisikoreiche Anlagen sind die Aussichtenmittel- und langfristig nach wie vor intakt.Christophe BernardChefstratege der Vontobel-Gruppe,Vontobel Asset ManagementChristophe Bernard ist seit Februar 2012bei Vontobel als Leiter der Balanced/Multi Asset Class Boutique (MAC)tätig. Ferner ist er Vorsitzender desAnlageausschusses. Von 1991 bis 2005arbeitete Christophe Bernard für dieDeutsche Asset Management (DeAM),wo er zwischen 1997 und 1999 Leiterdes Equity Portfolio Managements war.Im Jahr 2000 wurde er CIO der Filialein Frankfurt und 2005 CIO für Europa.Von 2005 bis 2012 war er bei derUnion Bancaire Privée tätig, wo erChief Investment Officer sowie Mitglieddes Geschäftsleitungsausschusses derBank war.


9mehrwert Januar 2013Interview»Wir empfehlen Unternehmen mit einemstarken Management.«Interview zum Schweizer Aktienmarkt mit Panagiotis Spiliopoulos,Chefanalyst Vontobel Investment Bankingmehrwert: Die Euro-Staatsschuldenkriseund die globale Konjunktur-Abschwächungführten in den letzten zwei Jahren zu einemKurseinbruch des Schweizer Leitindizes(SMI ® ). Wie sehen Ihre Prognosen für2013 aus?2012 legten viele Schweizer Aktientitel wiederkräftig zu. Die üppig fließende Liquiditätaus den QE-Programmen der Zentralbankenhat die Risikoprämien sinken und die Anlegerneuen Mut fassen lassen. Die Gewinnschätzungenimplizieren immer noch ein gewissesAufwärtspotenzial, zumal ab dem zweitenQuartal 2013 die aktuelle Wachstumsschwächeüberwunden sein sollte. Eine weitereAbnahme der Risikoaversion und die Suchenach Rendite dürften jedoch die Haupttreiberfür die Schweizer Leitindizes sein.mehrwert: Die Interessenlage der Anlegerhat sich in der zweiten Jahreshälfte vonden defensiven Sektoren zu Finanztitelnund Unternehmen aus konjunktursensitivenBranchen verschoben. Wie ist dieseVerschiebung zu interpretieren?Angesichts der vorherrschenden Unsicherheitwaren die Anleger defensiv positioniert.Die Maßnahmen der EZB und des Fed habendie Abschreibungsrisiken in den Bankbilanzendeutlich reduziert. Zudem haben die Bankenrasch neues Kapital beschafft, um den strengerenAnforderungen der Regulatoren zugenügen. Die zyklischeren Werte haben imHinblick auf eine Überwindung der Schwächein China und der Rezession in der Eurozonedeutlich zugelegt.mehrwert: Die Volatilitäten sind nach demSommer hoch geblieben. Werden wir diesenTrend ins neue Jahr mitnehmen?Die geringe Visibilität der Unternehmen sowiedie makro- und politikgetriebene Entwicklungder Börsen ließen viele Anleger auf derSeitenlinie verharren, wodurch die Volumengering und der Einfluss einzelner Neuigkeitenüberdurchschnittlich blieben. Wir rechnen miteiner Fortsetzung des Trends zumindest fürdas erste Halbjahr 2013.mehrwert: Welche Risiken sehen Sie für denSchweizer Aktienmarkt im Jahr 2013?Die Hauptrisiken sehen wir in einem erneutenAufflammen der Schuldenkrise (Wahlen inItalien und Deutschland), einem längerenVerharren der Eurozone in der Rezession,enttäuschenden Wachstumsprognosen ausden aufstrebenden Märkten (insbesondereChina), einem unvorteilhaften Ausgang derDiskussionen zur »Fiskalklippe« in den USAsowie einer Eskalation der Situation im NahenOsten.mehrwert: Denken Sie, dass die SNB auch2013 am Euro-Mindestkurs von1,20 Franken festhalten wird?Wir gehen davon aus, dass die SNB trotzder erwähnten Risiken und der unveränderthohen Nachfrage nach Schweizer Frankenauch 2013 den Euro-Mindestkurs von CHF 1,20verteidigen wird, obwohl aufgrund der Kaufkraftparitätendie Überbewertung des Frankensweiter abgenommen hat. Angesichts des eherunsicheren Wirtschaftsausblicks wäre allesandere ein Desaster für die Schweiz.mehrwert: Jede Krise beinhaltet auchChancen. Welchen Titeln und Anlagestrategientrauen Sie im kommenden Jahrdas größte Potenzial zu?Unter Berücksichtigung der zahlreichen Un -sicher heiten empfehlen wir Unternehmen, indenen ein starkes Management die Kostenkontrolle,Portfolioanpassungen oder gareine Transformation erfolgreich initiiert hat.Beispie le dafür sind ABB, Clariant, OC Oerlikon,Swatch Group und UBS. Zusätzlich empfehlenwir Roche und SGS als eher defensiveQualitäts werte mit attraktiver Rendite.Panagiotis SpiliopoulosLeiter Research desVontobel Investment BankingsPanagiotis Spiliopoulos leitet seit 2008das Research der Bank Vontobel. Er warbis dahin seit 2001 für die Analyse vonTechnologie-, Industrie- und Bankwertenzuständig. Davor war er für dieBank Julius Bär tätig und bei einerInvestment-Gesellschaft als Leiter für dieAuswahl der Investments verantwortlich.Seine Karriere begann er 1995 alsConsultant bei einer weltweit führendenUnternehmensberatung.


10mehrwert Januar 2013Charts des MonatsDAX ® und Apple im FokusKursverlauf vom 19.10.2007 bis 07.01.2013Indexpunkte8.0007.0006.0005.0004.0003.0007.719,927.019,606.483,1507 08 09 10 11 12DAX ® gleitender Durchschnitt (50 Tage)gleitender Durchschnitt (200 Tage)Kursstand: 7.719,92 Punkte, Stand am 07.01.2013 1Mini-Future auf DAX ®WKN Basiswert Typ Basispreis* Stop-Loss* Hebel*(in EUR) (in EUR)VT5JTA DAX ® Long 6.121,00 6.240,00 4,80VT66YS DAX ® Long 6.882,00 7.015,00 9,09VT7DKW DAX ® Short 8.250,00 8.090,00 14,90VT7ETE DAX ® Short 8.404,00 8.240,00 11,47* Stand am 07.01.2013DAX ® – Jahresendrally und keinEnde in Sicht*Ausgehend von der wichtigen Unterstützungbei 6.000 Punkten, konnte der DAX ® in denletzten Monaten eine steile Rally vollziehen,die ihn bis September 2012 auf 7.194 Punktenansteigen ließ. Im Anschluss konsolidierte sichder Wert in einer bullischen Flagge, die miteiner bei 6.950 Punkten begonnenen KaufwelleEnde November durchbrochen wurde.In Folge dieses Kaufsignals zog der Index imDezember weiter an und überschritt die Barrierebei 7.600 Punkten. Damit hat der DAX ®wesentliche Hürden aus dem Weg geräumtund könnte zunächst weiter bis 7.850 Punkteansteigen. Nach einer leichten Zwischenkorrekturkönnte sich der übergeordnete Aufwärtstrendmittelfristig bereits bis 8.050 und8.151 Punkte fortsetzen. In der aktuell massivbullischen Situation wäre erst ein nachhaltigerBruch der Unterstützung bei 7.230Punkten ein erstes Anzeichen für eine Korrektur.In diesem Fall wäre jedoch bereits an derUnterstützung bei 6.950 Punkten mit einemneuerlichen Anstieg zu rechnen. Sollte dieseHaltemarke dagegen durchbrochen werden,könnte ein mittelfristiger Abverkauf bis 6.350Punkte einsetzen.1 Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicherIndikator für die künftige Wertentwicklung. Steuernund etwaige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.Kursverlauf vom 16.11.2007 bis 07.01.2013USD700600500400300200100007 08 09 10 11 12Apple Inc.Mini-Future auf Apple Inc.* Stand am 07.01.2013552,85517,50389,30gleitender Durchschnitt (50 Tage)gleitender Durchschnitt (200 Tage)Kursstand: USD 517,50, Stand am 07.01.2013 1WKN Basiswert Typ Basispreis* Stop-Loss* Hebel*(in USD) (in USD)VT3RUG Apple Inc. Long 370,894 389,159 3,51VT34LR Apple Inc. Long 431,114 452,344 5,92VT7A6A Apple Inc. Short 593,810 564,250 6,78VT6YH7 Apple Inc. Short 651,050 618,790 3,87Apple – Gelingt den Bullen dieBodenbildung?*Die Aktien von Apple befanden sich seit Jahresbeginn2009 in einem imposanten Aufwärtstrendund stiegen bis September 2012 auf einneues Allzeithoch bei USD 705,97 an. Aufdiesem Niveau schwanden den Bullen jedochdie Kräfte und der Wert kam mit dem Rückfallunter das frühere Jahreshoch bei USD 644,00massiv unter Druck. In der geradlinigen Ausverkaufsbewegungdurchbrachen die Aktienim Oktober auch die langfristige Aufwärtstrendlinieund fielen zuletzt bis zur Haltemarkebei USD 500,00. Gelingt es den Käufern,diese Unterstützung zu verteidigen, könnteeine Erholung zurück bis USD 644,00 einsetzen.Doch erst oberhalb dieser Marke wäremit einem weiteren Angriff auf USD 705,97zu rechnen. Ein Anstieg über das Allzeithochkönnte allerdings bereits zu einer Kaufwellebis USD 820,00 führen. Unterhalbdes Widerstands bei USD 644,00 könnte esjedoch zum Bruch der 500,00 USD-Markeund damit zu weiteren Verlusten bis in denBereich um USD 426,70 kommen. Auf diesemNiveau wäre mit einer mittelfristigenBodenbildung und einer Fortsetzung des langfristigenAufwärtstrends zu rechnen.Beitrag von BörseGo AG (www.boerse-go.de)Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapital geschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetztenKapitals möglich. Auszahlungen sind abhängig von der Zahlungs fähigkeit der Emittentin bzw. Garantin. Darüber hinaus ist der Anleger bei Nicht-Quanto-Produkten einem Währungsrisiko ausgesetzt.Anleger sollten zudem beachten, dass es sich bei Hebelprodukten um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögens anlage handelt.*Wichtiger HinweisDie hierin enthaltene Analyse wurde von BörseGo AG (www.boerse-go.de) erstellt und unverändert von der Bank Vontobel Europe AG (Vontobel) weitergegeben. Für den Inhalt ist ausschließlich die angegebeneDrittquelle verantwortlich. Weitere Informationen sowie die Offenlegung möglicher Interessenkonflikte sind der aufgeführten Website der Drittquelle zu entnehmen. Vontobel übernimmt für denInhalt, die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen keine Gewähr. Vontobel wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht. 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11mehrwert Januar 2013Hebel-KolumneTiefe Volatilitäten mit Optionsscheinstrategien nutzen –Wie funktionieren Strangle und Straddle?Die Volatilität im DAX ® liegt derzeit aufeinem sehr niedrigen Niveau. Anleger könnendurch den Einsatz von Optionsscheinenbis zu einem gewissen Maß an der Entwicklungder Volatilität partizipieren. Während derEinfluss der Volatilität bei Turbo-Optionsscheinenund Mini-Futures nur minimal ist,wirkt sie sich beträchtlich auf die Preisbildungvon Options scheinen aus. Dabei ist der Effektbei Call- und Put-Optionsscheinen identisch:Eine steigende Volatilität sorgt für tendenziellsteigende Kurse.Anleger könnten mit gängigen Optionsscheinstrategiendie aktuell niedrige Schwankungsintensitätder Aktien nutzen und auf eine steigendeVolatilität setzen.Eine dieser Optionsscheinstrategien ist derLong Straddle. Hierbei kauft der Anleger dieselbeMenge an Call-Optionsscheinen undPut-Optionsscheinen auf denselben Basiswertmit identischem Basispreis und gleichemVerfallsdatum. Er setzt damit folglich aufeinen großen Kursgewinn bzw. großen Kursrückgang.Durch den gleichzeitigen Erwerbder Call- und Put-Optionsscheine wird dieAbhängigkeit vom Aktienkurs insoweit relativiert,als ein Kursanstieg bzw. -verfall ansich keinen direkten Einfluss auf den Wertder Position hat. Dies wird am Beispiel einessteigenden Aktienkurses deutlich. Ein Kursanstiegwürde sich zwar positiv auf den Wertdes Call-Optionsscheins auswirken, dieserEffekt würde jedoch durch einen sinkendenWert des Put-Optionsscheins kompensiert.Eine Veränderung der Volatilitätskennzahlinfolge der starken Kursveränderung wirktsich hingegen auf den Wert des Straddles aus.Würde es nun zu einem Anstieg der Volatilitätkommen, so hätte dies grundsätzlich einenpositiven Effekt auf den Preis der Call- wieauch der Put-Optionsscheine. Dies könnte zueinem höheren Wert der gesamten Straddle-Position führen. Hingegen wäre eine sinkendeVolatilität ein negatives Ereignis für den Straddle.Das Chance-Risiko-Profil erscheint interessant.Der mögliche Gewinn eines Straddlesist in der Theorie unbegrenzt. Je höherdie Volatilität steigt, desto höher könnte derErtrag aus dieser Position ausfallen. Der maximalmögliche Verlust ist jedoch auf den jeweiligenKapitaleinsatz beschränkt.Eine weitere Optionsscheinstrategie zur Ausnutzungmöglicher Volatilitätsveränderungenist der Long Strangle. Hierbei erwirbt derAnleger analog zum Long Straddle ebenfallsCall- und Put-Optionsscheine auf denselbenBasiswert mit derselben Fälligkeit. Aber derentscheidende Unterschied dieser beidenStrategien ist, dass bei einem Strangle dieCall- und Put-Optionsscheine verschiedeneBasispreise haben. Die Auswahl der Optionsscheinesollte so erfolgen, dass Calls und Putsaus dem Geld notieren. Der Basispreis des Call-Optionsscheins ist folglich deutlich höher alsder Ausübungspreis des Put-Options scheins.Da beide Optionsscheine tief aus dem Geldnotieren, liegt deren Delta bei null. Steigt derAktienkurs nun beispielsweise stark an, bautder Call eine zusätzliche Hebelwirkung auf,während der Put in Relation weniger Wertverlustaufweist. Bei einem Kursrückgangwirkt dieser Effekt umgekehrt.Das Gewinnpotenzial ist wie beim Straddleunbegrenzt, während der mögliche Verlustebenso auf das eingesetzte Kapital limitiert ist.Bei ausbleibenden starken Kursbe wegungendes Basiswertes kann die Long-Straddle- undLong-Strangle-Strategie zu einem Nullsummenspielwerden.Anleger sollten beachten, dass die praktischeUmsetzung solcher Strategien sehr anspruchsvollist. Die Preisbildung von Optionsscheinenhängt von einer Vielzahl von Funktionen abund kann sich anders entwickeln als von Anlegererwartet.In jedem Fall sollten Anleger beachten, dasses sich bei sämtlichen hier beschriebenenHebelprodukten (Optionsscheine und Turbo-Optionsscheine) um besonders risikoreicheInstrumente der Vermögensanlage handeltund dass überproportionalen Gewinnmöglichkeitenimmer auch überproportionale Verlustrisikengegenüberstehen.Weitere Informationen erhalten Sieselbstverständlich über unsere kostenlose Hotline00800 93 00 93 00 oder auf unserer Websitewww.vontobel-zertifikate.de.Sollten Sie Fragen oder Anregungen zu unsererHebel-Kolumne haben, freuen wir uns auf IhreRückmeldung an zertifikate@vontobel.de odertelefonisch unter 00800 93 00 93 00.Handelspartner


12mehrwert Januar 2013Know-howWas bringt das Jahr 2013 für den DAX ® ?Mehr als 25 % Kursgewinn – das haben dem DAX ® zu Jahresbeginn 2012 wohl nur wenige zugetraut.Eurokrise, drohende Griechenlandpleite, steigende Staatsverschuldung und weltweite Konjunkturschwäche– das alles konnte den DAX ® nur bremsen, aber nicht aufhalten.Der Hauptgrund für die gute Performance istdas wieder gestiegene Vertrauen der Anleger.Im Herbst 2011 hatte die Furcht vor einemAuseinanderbrechen der Eurozone die Börsennoch einbrechen lassen. Dieser Kursrückgangwurde bis Mitte Dezember 2012 wieder wettgemacht.Zur Erholung an den Börsen habendie Notenbanken, allen voran die EuropäischeZentralbank, erheblich beigetragen. Es wurdenUnmengen von Liquidität bereitgestelltund man griff zu umstrittenen Maßnahmenwie dem direkten Kauf von Anleihen. DieAntwort der europäischen Finanzpolitikerauf die Eurokrise ließ länger auf sich warten,aber inzwischen konnten die eingeleitetenMaßnahmen Sicherheit an die Finanzmärktezurückbringen. Das drückende Problem derimmensen Verschuldung der Industrieländerbleibt zwar bestehen auch eine neue Eskalationder Eurokrise ist nicht ausgeschlossen,vorerst jedoch konnte die Lage stabilisiertwerden. Das genügte, um die Anleger an dieAktienmärkte zurück zulocken, zumal es unterdem Gesichtspunkt der Rendite kaum sinnvolleAlternativen zur Aktienanlage gibt.Die Weltkonjunktur könnte sich2013 stabilisierenDas wieder gestiegene Vertrauen der Anlegerist auch auf die Hoffnung zurückzuführen,dass die Weltkonjunktur nicht weiter abrutscht,sondern sich 2013 stabilisiert. Für den DAX ®könnte daher 2013 erneut ein gutes Jahrwerden, dafür sprechen auch die starke Kursentwicklungim Dezember und der Bruchwichtiger charttechnischer Widerstände. Auchsind die Aktienbewertungen insgesamt historischgesehen und im Vergleich zu Anleihenimmer noch niedrig. Dabei darf man abernicht vergessen: Die Weltwirtschaft ist weiterhinlabil, viele Probleme sind ungelöst undes könnten neue, unerwartete Krisenherdedazu kommen. Eine volatile Kursentwicklungist daher auch 2013 zu erwarten. Unter demStrich führt für renditesuchende Anleger aberkaum ein Weg am Aktienmarkt vorbei. Derdeutsche Aktienmarkt könnte dabei 2013weltweit erneut zu den Outperformern zählen,denn die deutschen Unternehmen haben inden letzten Jahren ihre herausragende Wettbewerbsfähigkeitund Effizienz unter Beweisgestellt. Viele deutsche Industriekonzerneund auch Unternehmen aus der zweitenReihe waren zudem sehr erfolgreich darin, inden wachstumsstarken Schwellenländern zuexpandieren.Elf DAX-Aktien 2012 mit AllzeithochsEin Blick auf die Kursentwicklung der 30 DAX-Werte im Jahr 2012 zeigt, dass die Anlegeroffenbar auf eine Erholung der Weltkonjunktursetzen. Besonders stark waren die Aktien derweltweit ausgerichteten Industriekonzernegefragt. Gerade in den letzten Wochen habendie Aktien der Autokonzerne BMW und VWsowie der Zulieferer Continental, Lanxess undBASF besonders stark zugelegt. Insgesamtstiegen elf DAX-Aktien 2012 auf ein neuesAllzeithoch, nämlich Adidas, BASF, Bayer,Beiers dorf, BMW, FMC, Fresenius, Henkel,Lanxess, Linde und Volkswagen. Die Aktienvon Merck, SAP, Continental, MünchenerRück und der Deutschen Post erreichtenzumindest mehrjährige Höchststände. Eindeutigauf der Verliererstraße blieben 2012die Aktien der Commerzbank, von E.ON,RWE, der Deutschen Telekom, ThyssenKruppund K+S. Diese Unternehmen haben mit starkenstrukturellen Problemen zu kämpfen, wiedie beiden Versorger und die Telekom, oderleiden unter unternehmerischen Fehlentscheidungenwie ThyssenKrupp.FazitAuch 2013 könnten Industrieaktien, z. B.aus den Branchen Automobil und Chemie,besonders stark gefragt sein. Die betreffendenUnternehmen spüren zwar die Konjunkturschwäche,können aber ihr Gewinnniveauzumindest halten, und die Titel sind historischgesehen immer noch günstig bewertet.Aktien wie BASF, BMW und die DeutschePost besitzen zudem noch attraktive Dividendenrenditenvon rund 4 %. Für Dividendenjägerbieten sich darüber hinaus Aktien wieAllianz, Münchener Rück und Deutsche Postan. Dagegen haben die Deutsche Telekom,E.ON und RWE zwar die höchsten Dividendenrenditenim DAX ® , die drei Aktien besitzenaber ein erhebliches Kursrisiko.Stefan BöhmExperte für Aktien und Zertifikateund Chefredakteur des BörsenbriefsDaxVestorStefan Böhm (46) ist langjähriger Expertefür Aktien und Zertifikate und Chefredakteurdes Börsenbriefs DaxVestor.Der erfolgreiche Trader nimmt bereitsseit den 1980er-Jahren aktiv am Handelsgeschehenteil. Als Journalist undspäterer Chefredakteur des renommiertenOptionsschein-Magazins verfolgte erseit Ende der 1980er-Jahre die Entwicklungdes deutschen Optionsschein-undZertifikatemarktes. Mehrwert-Leserkönnen unter www.dax-vestor.de einkostenloses Probeexemplar anfordern.Unbenannt-1 1 02.01.2013 13:48:35


13mehrwert Januar 2013Know-howZinsen sammeln und Bonitätsrisiken streuenWozu dienen Referenzschuldner in strukturierten Produkten? Referenzschuldner ermöglichen dieaktive Diversifikation der Schuldnerrisiken im Portfolio bei gleichzeitiger Optimierung derRenditeeigenschaften des strukturierten Produkts.Im aktuell unsicheren und von tiefen Zinsengeprägten Anlageumfeld könnten Floored-Floater-Anleihen eine interessante Investitionsmög lich keit sein, um eine attrak tiveVerzinsung zu generieren. Durch die Hin zunahmeeines Referenz schuldners in das strukturiertePro dukt kann der Anleger einerseitsdas Schuld ner risiko in seinem Gesamtportfoliodiversi fi zieren und andererseits attraktiveAnlage kondi tionen realisie ren. In Deutschlandwerden Produkte mit Referenzschuldner seitMai 2012 angeboten.A) Traditionellesstrukturiertes ProduktAuszahlungsdiagrammBasiswertStrikeEmittent VontobelB) Strukturiertes Produkt mit COSI ® C) Strukturiertes Produkt mit COSI ®und ReferenzschuldnerAuszahlungsdiagrammAuszahlungsdiagrammBasiswertStrikeBasiswertStrikeCOSI ®COSI ®Emittent VontobelEmittent VontobelFunktionsweise von FlooredFloater AnleihenFloored Floater zeichnen sich durch eine volleRückzahlung des investierten Kapitals amEnde der Laufzeit aus, sofern es nicht zumEintritt eines Kreditereignisses in Bezug aufden Referenzschuldner kommt. Zusätzlicherhält der Anleger eine periodische, variableVerzinsung. Diese ist durch eine Mindestverzinsung(Floor) gekennzeichnet. Zusätzlich zuden üblichen Risiken wie Markt-, WährungsundEmittentenrisiko (letzteres wird durch dieCOSI ® -Pfandbesicherung nahezu eliminiert)trägt der Anleger das Insolvenzrisiko desjeweiligen Referenzschuldners.Zusätzliche Renditechancen wahrnehmenEin Referenzschuldner im Produkt bedeuteteine Veränderung des Schuldnerprofils, welcheseinen Einfluss auf die Renditechancen hat.Dieser Einfluss ist vor allem abhängig vonder Bonität des Referenzschuldners. Grundsätzlichgilt: Je besser die Bonität eines Referenzschuldnersvom Markt eingeschätzt wird,desto geringer ist der Renditebeitrag, den derReferenzschuldner in einer Floored-Floater-Anleihe leistet. Im Gegenzug gilt: Je tieferdie Bonität des Referenzschuldners eingestuftwird, desto mehr Renditebeitrag wird imstrukturierten Produkt geleistet, desto höherist aber auch das Risiko des Eintritts einesKreditereignisses.Entscheidend für die Rückzahlung der Floored-Floater-Anleihe mit Referenzschuldner istalso nicht mehr nur der Emittent (Vontobel),sondern insbesondere auch die Zahlungs-ReferenzschuldnerEmittentenrisiko Vontobel Emittentenrisiko durch COSI ® minimiert Emittentenrisiko durch COSI ® minimiertStrukturiertes ProduktStrukturiertes Produktmit COSI ®Ausfallrisiko des ReferenzschuldnersRendite Risiko Moderat Tief Erhöht*Sowohl die Rendite als auch das Risiko sind abhängig von der Bonität des Referenzschuldners.fähigkeit des Referenz schuldners. Damit derAnleger aber nicht zwei Schuldnerrisiken tragenmuss (Emittent und Referenz schuldner),wird das Emittenten risiko von Vontobelmittels der COSI ® -Pfandbesicherung nahezueliminiert. Diese Konstruktion ist bisher einmaligim deutschen Markt.Solange der Referenzschuldner keine Insolvenzangemeldet hat oder kein anderes Kreditereigniseintritt, spielt eine Veränderung derBonität des Referenzschuldners für die Rückzahlungdes Produkts keine Rolle.Ausfallrisiko des ReferenzschuldnersStellt Vontobel während der Laufzeit aber einentsprechendes Kreditereignis fest, kommtes zu einer vorzeiti gen Rückzahlung. In diesemFall entfällt der Anspruch auf Zahlungdes Nennbetrags und der Verzinsung undder Anleger erleidet einen bedeutenden Verlust.Wie hoch der Verlust in einem solchenFall sein kann, hängt vom Restwert desReferenzschuldners und dem Marktwert derStrukturiertes Produkt mit COSI ®und Referenzschuldner*Floored-Floater-Anleihe ab. Wichtig ist, dassder Anleger von der Kredit würdigkeit desReferenz schuldners überzeugt ist.Möchten Sie sich ein solches Produkt genaueranschauen? Auf www.vontobel-zertifikate.definden Sie alle Informationen zum FlooredFloater auf den EUR-3-Monats-EURIBOR-Zinssatz mit Referenzschuldner ArcelorMittalS. A. (WKN: VT44XW). Das Produkt, das hierals Beispiel dienen soll, hat eine Laufzeit vonrund vier Jahren und bietet eine attraktiveMindestverzinsung von 4,6250 % per annum.Als Referenzschuldner dient eine Unternehmensanleihevon ArcelorMittal. Somit tragenAnleger nicht das Emittentenrisiko Vontobel,sondern das Emittentenrisiko ArcelorMittal.Strukturierte Produkte mit Referenzschuldnersind komplexe Finanzprodukte. Zusätzlich zuden üblichen Risiken wie Markt-, WährungsundEmittentenrisiko trägt der Anleger dasInsolvenzrisiko des Referenzschuldners.


14mehrwert Januar 2013InvestmentideeComeback der europäischen Banken?Mit den jüngsten Anstrengungen der Europäischen Zentralbank und der nationalen Regierungenkonnten die Risiken der Eurozone vorerst reduziert werden. Dabei scheint auch das Vertrauen indie europäischen Banken wieder zurückzukehren.Wie geht es mit der Eurozone weiter?Diese Frage war 2012 allgegenwärtig undbeschäftigte Politik und Wirtschaft. Für2013 sind die Aussichten aktuell nicht mehrso dunkel. Eine »leichte Entspannung« willMario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank(EZB), jüngst ausgemacht haben.Seiner Einschätzung zufolge sei allmählichwieder mit zurückkehrendem Vertrauen indie Eurozone zu rechnen. Dabei bekräftigteer die Bereitschaft der EZB, notfalls unbegrenztAnleihen von Krisenstaaten wie Spanien,Portugal und Italien zu kaufen, um dieLage weiter zu stabilisieren. In der jüngerenWirtschaftsgeschichte gibt es keine vergleichbarenFälle von unbegrenzten Liquiditätsspritzen,weshalb man die langfristigenFolgen dieser Interventionen nur schwerabschätzen kann. Die fiskalpolitischen Maßnahmender Zentralbanken trugen zwar zueiner Erholung der Finanzmärkte seit derheftigen Krise des Jahres 2008 bei, manist sich jedoch bewusst, dass es sich dabeigrößtenteils um Symptombekämpfung handelt.Um nachhaltige Lösungen zu finden, soappellierte auch Draghi, seien die Regierungengefordert, Reformen weiter voranzutreiben(Quelle: Handelszeitung)Als Teilerfolg solcher Reformen kann sicherlichdie jüngste Einigung auf eine europäischeBankenaufsicht betrachtet werden.Darauf konnten sich die EU-Finanzministerin einem nächtlichen Verhandlungsmarathoneinigen. Mit dem Ergebnis, dass die EZBvon 2014 an mindestens 150 der größtenKreditinstitute in der Eurozone überwachensoll. Bei ersten Anzeichen von Problemensoll sie auch bei kleineren Finanzinstituteneingreifen können. Es ist beabsichtigt, dassdie EZB schrittweise mit den nationalen Aufsehernzusammenarbeitet. BundeskanzlerinAngela Merkel ergänzte, dass die Einigungnicht »hoch genug« einzuschätzen sei. Ingemeinsamer Aufsicht könnten nun Gefahrenauf nationaler Ebene erkannt werden,bevor sie die gesamte Eurozone ins Wankenbringen könnten (Quelle: NZZ).Griechenland-Einigung als positives ZeichenFür eine Entspannung und ein erstes Greifender Reformen sprechen sicherlich die gesunkenenRisikoprämien der Staatsanleiheneuropäischer Peripherieländer wie Spanienoder Italien. Diese konnten in den letztenMonaten eine Rally hinlegen, nachdem sichGriechenlands Gläubiger auf die Reduktionder Schulden einigen konnten (siehe Grafik»Renditen 10-jähriger europäischer Staatsanleihen«).Wie fragil die Lage allerdings ist,zeigte sich jüngst in Italien, wo die Rücktrittsankündigungdes derzeitigen RegierungschefsMario Monti die italienischenStaatsanleihen sogleich unter Druck geratenließ.Renditen 10-jähriger europäischerStaatsanleihen* 10040 %35 %30 %25 %20 %15 %10 %5 %02008 2009 2010 2011 2012DeutschlandGriechenlandSpanienPortugalItalienQuelle: Bloomberg, Stand am 27.12.2012*Hinweis: Frühere Entwicklungen und Simulationensind kein verlässlicher Indikator für die künftigeWertentwicklung. Steuern und etwaige Gebührenwirken sich negativ auf die Rendite aus.Kommt das Vertrauen in Banken zurück?Als positiv sind auch die deutlich reduziertenRisikoprämien für den europäischen Finanzsektorzu werten, welcher in der Vergangenheitüberdurchschnittlich stark gelittenhat. Die eingeleiteten Hilfsmaßnahmen undRegulierungsfortschritte lassen die Wahrscheinlichkeitvon Extremszenarien sinkenund europäische Finanztitel zunehmend inden Fokus der Anleger geraten. Das Interesseder Anleger ist durchaus begründet.Noch immer sind viele europäische Banken,welche im großen Umfang Staatsanleihender Krisenstaaten halten, niedrig bewertetund könnten von einer weiteren positivenEntwicklung der Eurozone, insbesonderederen Peripherie, profitieren.STOXX Europe 600 Banks Index*Indexpunkte400350300250200150502008 2009 2010 2011STOXX Europe 600 Banks IndexQuelle: Bloomberg, Stand am 27.12.20122012Fest steht, dass die Europäer allmählich wiederVertrauen in ihre Bankensysteme fassen.Herrschte im Sommer noch große Unsicherheitund Kapitalflucht, steigen die Einlagender betroffenen Bankensysteme nun wieder(Quelle: FAZ). Vor allem im spanischen Bankensektormehren sich die Anzeichen, dasssich die Lage wieder zum Positiven wendetund die Kapitalisierung und Restrukturierungder spanischen Banken wieder zugrößerem Vertrauen der spanischen Bankkundenführt. Auch in Griechenland scheintder Kapitalflucht fürs Erste Einhalt geboten.Im Oktober legten die Einlagen auf155,25 Milliarden Euro zu und lagen damitnoch ca. 12 % unter dem Vorjahreswert.Im Sommer betrug diese Kennzahl nochgut 20 %. Ein Zeichen, dass die griechischeKapitalflucht möglicherweise ausgestandensein könnte. In Irland stabilisierte sich die Lageim Laufe des Sommers ebenfalls. Im Gegensatzzu Portugal, wo in den letzten Monatenkonti nuierlich Einlagen abflossen: Erst imOktober konnten wieder leichte Zuflüsse


15mehrwert Januar 2013Investmentideevon 0,9 Milliarden Euro verzeichnet werden.In Deutschland hingegen sind stark abnehmendeKapitalzuflüsse zu konstatieren, wasein Indiz für eine nachlassende Kapitalfluchtvom Süden in den Norden innerhalb derWährungsunion ist (Quelle: FAZ).Grundsätzlich kann man davon ausgehen,dass eine Rückkehr der Kundeneinlagen dieFinanzkraft der europäischen Banken, insbesonderein den Peripheriestaaten, stärkenkann. Mit zunehmender Entspannung derLage könnte auch die Risikobereitschaftder Anleger europäischen Titeln gegenüberzunehmen und damit den Geldstrom wiederRichtung Europa fließen lassen. So zeigt sichin einer Befragung der Bank of America von250 Fondsmanagern, wie diese ihr verwalte tesGeld anlegen, dass bei institutionellen AnlegernEuropa wieder an Bedeutung gewinntund erste Umschichtungen stattfinden. Vorallem den Peripheriestaaten der Eurozone wirddabei aufgrund der sehr niedrigen Bewertunghohes Potenzial zugesprochen (Quelle: Euroam Sonntag).In angeschlagenen europäischer Staaten, wie Griechenland oder Spanien, konnte die Kapitalfluchtgestoppt werden.Anlegern, die sich für ein Investment in europäischeFinanzwerte interessieren und dabeimit leicht steigenden oder seitwärts tendierendenBasiswerten rechnen, leichte Kursrückschlägeaber nicht ausschließen, bietetVontobel aktuell zwei neue Protect-Multi-Aktienanleihen auf europäische Banken an.Zum einen eine Protect-Multi-Aktienanleiheauf die größten Banken Europas: Das Produkthat seine Barriere bei 60 % des Aktienkursesbei Fixierung und einen Kupon von10,42 % p. a. Zum andern eine zweite Protect-Multi-Aktienanleihe auf drei Banken aus densüdlichen Peripheriestaaten: Sie bietet dieMöglichkeit, auf eine Erholung des Bankensektorsin Südeuropa zu setzen. Das Produkthat die Barriere ebenfalls bei 60 % des Aktienkursesam Festlegungstag und einen Kuponvon 11,13 %.Produkteckdaten Protect-Multi-Aktienanleihe Protect-Multi-AktienanleiheBasiswerteBanco Santander SA, BNP Paribas,Deutsche Bank AGBanco Bilbao Vicaya Argentaria SA,Banco Santander SA, UniCredit SpAKupon p. a. 10,42% 11,13%WKN / ISIN VT7G2L / DE000VT7G2L0 VT7G2K / DE000VT7G2K2Nennbetrag EUR 1.000,00 EUR 1.000,00Basispreis100,00 % des Schlusskurses desBasiswertes am Festlegungstag100,00 % des Schlusskurses desBasiswertes am FestlegungstagBarriere 1 60% 60 %Bewertungstag 17.01.2014 17.01.2014Ausgabepreis 100 % des Nennbetrags 100 % des NennbetragsZeichnungsfrist bis 18.01.2013 (16.00 Uhr MEZ) bis 18.01.2013 (16.00 Uhr MEZ)Stand am 04.01.20131Der endgültige Wert wird am Festlegungstag nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung der Marktentwicklungam 18.01.2013 festgelegt.Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitalsmöglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin droht dem Anleger ein Geldverlust.Bitte beachten Sie, dass im Vergleich zu Aktien anleihen mit nur einem Basiswert des Risiko eines Kapitalverlustswegen der Abhängigkeit der Rückzahlung des Nennbetrags von der Wertentwicklung mehrerer Aktien deutlichhöher ausfällt.Weitere Informationen: Die Emittentin dieserProdukte ist die Vontobel Financial Products GmbH,Frankfurt am Main, Garantin ist Vontobel HoldingAG, Zürich (Standard & Poor’s A; Moody’s A2).Listing im Freiverkehr der Börsen SCOACH ® PREMIUM(Frankfurt) und EUWAX ® (Stuttgart).Weitere Informationen sowie den allein maßgeblichenWertpapierprospekt zum Produkt finden Sie unterwww.vontobel-zertifikate.de.KompaktIn Griechenland ist die Kapitalflucht gestoppt und in Spanien zeigt das Programm zur KapitalisierungWirkung. Das könnte die Finanzkraft der europäischen Banken stärken, die wiederzunehmend in den Fokus der Anleger geraten. Anlegern, die sich für ein Investment in europäischeFinanzwerte interessieren und dabei mit leicht steigenden oder seitwärts tendierendenBasiswerten rechnen, leichte Kursrückschläge aber nicht ausschließen, bietet Vontobel aktuellzwei neue Protect-Multi-Aktienanleihen auf europäische Banken an.


16mehrwert Januar 2013Rohstoff-KolumneRohstoffe: Wenig Bewegung im DezemberEdelmetalleEine lockere Geldpolitik der weltweiten Zentralbankensowie niedrige Realzinsen könntenim neuen Jahr zu festen Notierungen beimGold führen. Dies, obwohl der vergangeneVierwochenzeitraum vorerst eine Seitwärtsbewegungim Preis des gelben Edelmetallsmit sich brachte, das sich zuvor seit demSommer um rund 20 % verteuert hatte. AuchSilber bewegte sich seitwärts. Der Silbermarktkönnte sich auch im neuen Jahr eng an denPreisbewegungen des Goldes orientieren. Erreagiert zusätzlich empfindlich auf Veränderungender Risikobereitschaft der Anleger.Gehen Anleger ins Risiko, beginnt Silber oftschneller zu steigen als Gold. Eine zunehmendeVerknappung des auf dem Weltmarktverfügbaren Angebots half dem Palladiumpreisauf die Sprünge. Der britische ChemiekonzernJohnson Matthey befürchtet, dasses im Gesamtjahr 2012 so wenig Palladiumgegeben hat wie seit zehn Jahren nicht mehr.Das lockt auch Käufer an, die mit physischbesicherten ETFs auf steigende Palladiumpreisesetzen, was das Angebot zusätzlichverknappt.IndustriemetalleKupfer verteuerte sich auf Monatsfrist deutlich.Das Industriemetall reagierte positiv auf dieStabilisierung chinesischer Einkaufsmanagerindizes– immerhin stammen 40 % der weltweitenNachfrage nach Kupfer von dort. Aberauch die allgemeine Stimmungsaufhellungim Zuge einer weiteren Lockerung der Geldpolitikdurch die US-Notenbank sowie einefreundliche Tendenz an den Aktienmärktenbeflügelten den Kupferpreis.EnergierohstoffeDer Preis für ein Barrel Brent-Öl schwanktezwischen USD 111 auf der Oberseite undUSD 106 auf der Unterseite, blieb aber aufMonatsfrist unverändert bei USD 108. BeiUSD 100 pro Barrel gilt der Preis für Crude-Rohöl als gut abgesichert, da die OPECwiederholt betonte, bei größeren Preiskorrekturenunter dieses Niveau mit einer Senkungder Fördermengen reagieren zu wollen.AgrarrohstoffeDa auch der Winter keine nennenswertenNiederschläge in das Getreideanbaugebietder Great Plains in den Vereinigten Staatenbrachte, sorgen sich erste Landwirte schonum die Ernte im nächsten Jahr. Sie muss gutausfallen, denn in den Silos lagern weitausweniger Mais und Soja als in den vergangenenJahren. Das macht den Markt anfälligfür unvermittelt neue Preisspitzen, sollte sichirgendwo auf der Welt eine schlechte Ernteabzeichnen.Die Preise für Arabica-Kaffee sind gesunken.Eine überraschend gute brasilianische Kaffeeerntewird laut dem internationalen KaffeeverbandICO in der im Oktober gestartetenSaison 2012/13 für einen Anstieg des Arabica-Angebotsauf dem Weltmarkt um 9 %gegenüber dem Vorjahr sorgen. Damit wäreein neuer Rekordwert erreicht, was erklärt,warum die Preise für Kaffee sich auch nacheiner deutlichen Korrektur nicht von ihrenVerlusten erholen können und auf niedrigemNiveau seitwärts laufen.Am Kakaomarkt sind Angebot und Nachfragederzeit ausgeglichen, aber die Hoffnungenauf eine Rekordernte in der Elfenbeinküste,dem weltgrößten Kakaoanbauland, wurdenim Jahr 2012 enttäuscht. Damit wurden neueJahrestiefs vermieden und Kakao verteuertesich seit Jahresbeginn um ein Fünftel. Wegeneiner schwächeren Schokoladennachfragein den Hauptabnehmerregionen Europa undNordamerika konnte der Kakao seine Jahreshochs,die im September erreicht wurden,jedoch nicht halten.Wie beim Kaffee konnte Brasilien im Jahr 2012auch beim Zucker eine sehr gute Ernte einfahren,was zu fallenden Preisen des süßen Rohstoffsführte. Der Preis fiel im Dezember aufdas niedrigste Niveau seit neun Quartalen.Die durchschnittlichen weltweiten Produktionskostenbei Zucker liegen bei 19 US-Cent proPfund und damit auf dem aktuellen Preisniveau.Ein Überangebot an raffiniertem Zuckerauf dem Weltmarkt im ersten Quartal, wie esvon verschiedenen Marktbeobachtern angesichtsder guten brasilianischen Zuckerrohrernteerwartet wird, könnte dazu führen, dasseinige Produzenten mit Verlust verkaufenmüssen, um ihre Ware am Markt loszuschlagen.Dies könnte zu weiter fallenden Zuckerpreisenim neuen Jahr führen.Bestellen Sie kostenlos unsere regelmäßigeVontobel-Rohstoff-Kolumne unterwww.vontobel-zertifikate.de/services.Weitere Informationen zu Chancen und Risiken derProdukte finden Sie unter www.vontobel-zertifikate.deProduktdetailsBasiswert JPMCCI – Brent Crude TRI JPMCCI – Corn TRI JPMCCI – Gold TRI JPMCCI – Agriculture TRI JPMCCI – IndustrialMetals TRIWährung des Basiswertes USD USD USD USD USDWKN / ISIN VT10MV / DE000VT10MV1 VT1FCH / DE000VT1FCH9 VT1FCF / DE000VT1FCF3 VT044H / DE000VT044H6 VT044J / DE000VT044J2Ausgabetag / Laufzeit 26.05.2011 / Open End 07.03.2011 / Open End 07.03.2011 / Open End 26.05.2011 / Open End 24.01.2011 / Open EndHandelswährung EUR EUR EUR EUR EURManagementgebühr p. a. 1,0000 % p. a. 1,0000 % p. a. 1,0000 % p. a. 1,0000 % p. a. 1,0000 % p. a.Quanto Ja Nein Nein Nein NeinAktueller Kurs* EUR 97,60 EUR 120,90 EUR 121,70 EUR 93,60 EUR 85,80* Stand am 09.01.2013Bitte beachten Sie, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen. Die Produkte sind nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall ist ein Totalverlustdes eingesetzten Kapitals möglich. Bei nicht währungsgesicherten Produkten trägt der Anleger zusätzlich das entsprechende Währungsrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit desEmittenten bzw. der Garantin droht dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass vergangene Wertentwicklungen und/oder Analystenmeinungenkein hinreichender Indikator für künftige Wertentwicklungen sind. Rohstoffpreise hängen von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren ab, die bei der Bildungeiner Markterwartung berücksichtigt werden sollten.


17mehrwert Januar 2013Antworten auf Ihre FragenWelchen Einfluss hat die Korrelation zwischen denBasiswerten auf den Kupon?Welchen Einfluss hat die Korrelationzwischen den Basiswerten auf den Kuponeiner Protect-Multi-Aktienanleihe?Die Korrelationen zwischen den Basiswertenhaben einen wichtigen Einfluss auf die Höhedes Kupons bei Protect-Multi-Aktienanleihen.Je höher die Korrelationen, desto geringerist die Wahrscheinlichkeit, dass nur ein Basiswertdie Barriere berührt. Aufgrund desgeringeren Risikos fällt folglich auch derKupon niedriger aus.Was passiert, wenn sich die impliziteVolatilität des Basiswertes während derLaufzeit ändert?Die implizite (erwartete) Volatilität des Basiswerteskann während der Laufzeit einesAnlage produkts sowohl steigen als auch fallen.Eine steigende implizite Volatilität des Basiswertes(unter sonst konstanten Einflussfaktoren)bewirkt tendenziell einen sinkenden Wertdes strukturierten Produkts. Für den Erwerbereines Anlageprodukts ergibt sich folglich eingünstigerer Einstiegspreis. Inhaber des Zertifikatsmüssen dagegen einen niedrigeren Wertihres Zertifikats hinnehmen. Eine sinkendeimplizite Volatilität des Basiswertes hat einetendenziell gegensätzliche Wirkung auf denKurs eines Anlageprodukts. Somit ergibt sichunter sonst konstanten Einflussfaktoren häufigein höherer Kurs des Produkts. Für den Erwerberfolgt daraus ein höherer Einstiegspreis, wo hingegenZertifikatsinhaber bei sinkender impliziterVolatilität des Basiswertes eher einensteigenden Kurs verzeichnen können.Wie wird der Auszahlungsbetrag bei einemMini-Future bestimmt?Der Auszahlungsbetrag eines Mini-Futureswird grundsätzlich von vier wichtigen Merkmalenbestimmt: dem Basiswertkurs, demFinanzierungslevel, dem Stop-Loss-Level unddem Bezugsverhältnis. Bei einem Mini-FutureLong (Sie gehen von einem steigenden Basiswertaus) berechnet sich der Auszahlungsbetragdes Mini-Futures wie folgt: Solangeder Basiswert das Stop-Loss-Level nichterreicht oder unterschritten hat, entsprichtder Auszahlungsbetrag des Mini-Futures derDifferenz zwischen dem Bewertungskursdes Basiswertes und dem Basispreis multipliziertmit dem Bezugsverhältnis. Berührtoder durchbricht der Basiswert während derLaufzeit jedoch das Stop-Loss-Level, endetdie Laufzeit des Mini-Futures vorzeitig.In der Regel erhält der Anleger in diesem Falleinen Restbetrag ausbezahlt, da das Stop-Loss-Level über dem Basispreis liegt. Dochunter Umständen kann der Anleger dasgesamte eingesetzte Kapital verlieren. Insbesonderedann, wenn der Kurs des Basiswertesnach Erreichen des Stop-Loss-Levels weiterfällt, kann es für den Anleger zum Totalverlustdes eingesetzten Kapitals kommen. Spätestenshier zeigt sich, dass Mini-Futures besondersrisikoreiche Investments sind. Sie bieteneine überproportionale Partizipation an derWertentwicklung eines Basiswertes. Somit istes möglich, mit einem geringen Kapitaleinsatzschon bei kleinen Kursbewegungen attraktiveGewinne zu erzielen. Doch der Hebeleffektwirkt in beide Richtungen. Auch wenn derBasiswert nur leicht fällt, trägt der Investoreinen überproportionalen Wertverlust.Was bedeutet Spread?Mit der Geld-/Briefspanne, auch Spreadgenannt, ist die Differenz zwischen demvom Emittenten gestellten Ankaufs- undVerkaufspreis eines strukturierten Produktsgemeint. Somit erfolgt der Kauf eines strukturiertenProdukts zum höheren Briefkurs, derdem Angebot im Markt entspricht, und derVerkauf zum niedrigeren Geldkurs. Ein hoherSpread ist ein Indikator für fehlende Liquiditätauf einem Markt. Bei strukturiertenProduk ten besteht in der Regel kein Marktwie bei Aktien. Hier stellt der Market-Maker(bei Vontobel-Produkten ist dies die BankVontobel AG, Zürich) An- bzw. Verkaufskurse.Ein geringer Spread gilt grundsätzlich alszusätzliches Qualitätsmerkmal bei strukturiertenProdukten.Wir freuen uns auf Ihre Fragen rund um dasThema Zertifikate. Senden Sie uns eine E-Mail anzertifikate@vontobel.de oder rufen Sie uns an.Unsere Derivate-Spezialisten des Financial-Products-Teams stehen Ihnen beiFragen rund um Hebelprodukte und Zertifikate zur Verfügung. Sie erreichenunsere Spezialisten täglich über Telefon von 8.00 bis 18.00 Uhr oder per E-Mailunter zertifikate@vontobel.de.Ihr Vontobel Zertifikate-TeamBockenheimer Landstraße 24, D-60323 Frankfurt am MainHotline 00800 93 00 93 00, Telefax +49 (0)69 69 59 96-290E-Mail zertifikate@vontobel.de


18mehrwert Januar 2013WissenswertesWussten Sie, dass …Oft sind es nur wenige Ereignisse, die von einem Jahr in Erinnerung bleiben. Nicht selten sind esnegative. Dabei gibt es jeweils viele erstaunliche Fakten und kleine wie große Geschehnisse, die einJahr prägen. Ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2012.Wussten Sie beispielsweise, dass …... im November in Moskau das höchsteGebäude Europas eingeweiht wurde?Der 338 Meter hohe Wolkenkratzer»Mercury City Tower« übertrifft damitden bisherigen Rekordhalter »The Shard«in London um knapp 29 Meter.… im vergangenen Jahr 1.200 MilliardenSuchanfragen in 146 Sprachen beiGoogle eingegangen sind?Gleich in drei Kategorien belegteWhitney Houston Rang 1.… im vergangenen Jahr erstmals 1 MilliardeMenschen weltweit verreist sind?Urlaub im Ausland können sich immermehr Menschen leisten. Gemäß demWorld Travel and Tourism Council ist ihreZahl 2012 um 3,5 % bis 4 % gestiegen.… die prunkvolle Bootsparade in Londonim Juni mit 30.000 Personen und 1.000Booten 15 Millionen Euro gekostet hat?Sie war der Höhepunkt der viertägigenFeierlichkeiten zum 60-jährigenThron jubiläum (Diamond Jubilee) derenglischen Königin.… eine solche Flussparty auf der Themsezuletzt 1662 stattfand?Damals stellte König Charles II. demVolk seine neue Frau Katharina vonBraganza vor.… das bisher längste Grand-Slam-Finale5 Stunden und 53 Minuten dauerte?So lange benötigte Novak Djokovic, umam 29. Januar 2012 im epischen Tennisduellder Australian Open Rafael Nadalzu besiegen.… die Entwicklung des Logos für die30. Olympischen Spiele 400.000 Pfundgekostet hat?Die abstrakte Darstellung der Zahl 2012zierte unter anderem die Rückseiteder Medaillen.… die Weltbevölkerung am 11. Juli, demWeltbevölkerungstag, 7.057.608.000Menschen zählte?Gemäß der Stiftung Weltbevölkerung inHannover kommen jeden Tag 227.000Erdenbürger hinzu – das sind etwa80 Millionen Menschen im Jahr.… bei den Olympischen Spielen und denParalympics 2012 insgesamt rund4.700 Medaillen überreicht wurden?Die Goldmedaillen enthalten übrigens92,5 % Silber, 6 % Kupfer und nur 1,5 %Gold. Zum ersten Mal war ihr Silberwertgrößer als ihr Goldwert.… erstmals ein Mensch im freien Fall dieSchallmauer durchbrach und damit eineMach-Zahl von 1,24 erreichte?Bei seinem Sprung aus 39 km Höheerreichte der österreichische ExtremsportlerFelix Baumgartner im freien Fall eineHöchstgeschwindigkeit von 1.341,9 km/h.… Paul Cézanne den Amerikaner JacksonPollock als teuersten Künstler der Weltabgelöst hat?Cézannes »Kartenspieler« wurde imFebruar für rund 250 Millionen Dollarverkauft und entthronte damit JacksonPollocks Gemälde »No. 5, 1948«, das2006 140 Millionen Dollar erzielt hatte.… der Februar 2012 in der Schweiz zu denzehn kältesten Februarmonaten seitBeginn der Messungen vor rund150 Jahren zählte?Die Kältewelle war gemäß Messungenvon MeteoSchweiz die intensivste seit27 Jahren.… es Hochenergiephysikern am CaliforniaInstitute of Technology gelang, denbisherigen Datentransfer-Rekord mit 339Gigabits pro Sekunde fast zu verdoppeln?Dies entspricht vier Millionen Gigabytespro Tag. Für das nächste Jahr hoffen dieForscher, die Datenübertragung auf1 Terabit pro Sekunde zu steigern.Auch 2012 begeisterten Sportereignisse wie dasAustralian Open (Bild oben) und Großevents inLondon (Bild unten ) mit neuen Superlativen.

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