Folder (PDF, 2.1mb) - ORF musikprotokoll im steirischen herbst

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Folder (PDF, 2.1mb) - ORF musikprotokoll im steirischen herbst

musikprotokoll.ORF.atim steirischen herbst3. – 6. und 12. Oktober 2013,Graz


InhaltVorwortÖ1 Radio sehen, Radio hörenEncoressonic bluemetamusicEx Machina DeiRSO WienThe Silbadores / Part 3Bent SpokeTrio ZebraKlangforum WieninnodeEnvironmental AuditorsKlangwege 2013ensemble rechercheNo Business for DogsI share, therefore I amKreditPersonal SoundscapesAsteroid 62TerminübersichtLocations34567891011121314151617181920212224–2526–27musikprotokoll.ORF.atim steirischen herbst3. – 6. und 12. Oktober 2013,GrazUnterwegs in die unendlichen Weiten denkmöglicher Klangweltenerkundet das ORF musikprotokoll noch zu erforschende akustischeTerritorien und Lebensformen. Papageien zum Beispiel. Siesind die Rezipienten der Sounds des Künstlerkollektivs alien productions,in dessen Projekt „metamusic“ die Beziehung zwischenKunst und Natur radikal gedacht wird: Tiere – nicht Menschen –haben die Kontrolle über eine Soundskulptur beim heurigen ORFmusikprotokoll. Natur und Artefakt. Mensch und Objekt. Kunstund Körper. Materie und Virtual Reality. Kosmos und Ephemera.Himmel und Erde. Das musikprotokoll als 45-jährige Geschichteder liaisons dangereuses. Und auch 2013 wurden gewagte Erstbegegnungeneingefädelt, u.a. die des Elektronikmusikers und ProduzentenPatrick Pulsinger mit dem RSO Wien.Bespielt werden Radio Ö1, das Netz und die Stadt Graz: Innenund außen, oben und unten. Wir bewandern den Schloßberg, erforschendie Stollen darunter, besuchen die Murinsel, lassen dieSt. Andrä-Kirche von Maschinen bespielen. Ubiquität von Musik.Multikontextualität von Musik. Ein Motiv, das die Mitglieder deseuropäischen Festivalnetzwerks ECAS und somit auch das musikprotokoll2013 abstecken. Was allerdings wirklich alles geschehenwird im Raumschiff der musikalischen Beziehungen ist offen.Weil zeitgenössische Kunst beim musikprotokoll in riskanten Beziehungenlebt.Kuratiert von Elke Tschaikner,Susanna Niedermayr, Christian Scheib3


Radio sehen, Radio hören:musikprotokoll in Ö1 mit FestivalpublikumNicht nur werden alle Konzerte des musikprotokolls live übertragenoder aufgezeichnet, mehrmals haben BesucherInnen des Festivalsdie Gelegenheit, live dabei zu sein, wenn Ö1 aus Graz sendet. AmEröffnungstag verlegen das Ö1-Kulturjournal und die Spielräumeihr Studio ins Graz Museum und machen ihre Radioarbeit öffentlich.Am Samstagvormittag lädt der Ö1-Klassiktreffpunkt auf die Murinsel.Diese Sendung bietet die charmante Gelegenheit, KünstlerInnendes Festivals abseits der Bühne kennenzulernen, Hintergründigesund Backstage Geschichten erzählt zu bekommen. So wird u.a. dersteirische Geiger Ernst Kovacic zu Gast im Klassiktreffpunkt sein undneue Stücke von Friedrich Cerha live on air uraufführen.Mo 23/09, 20.00 | KlangTheater Wien, Eintritt freiÖ1 Hörbild im Zauberberg / Ö1 mit Publikum, Susanna Niedermayrsonic blue. Die Entstehung einer KompositionDo 03/10, 17.10 | GrazMuseum, Eintritt freiÖ1-Kulturjournal & Spielräume / Ö1 mit Publikum, live in Ö1Sa 05/10, 10.05 | Murinsel, Eintritt freiÖ1-Klassiktreffpunkt / Ö1 mit Publikum, live in Ö1Ernst Kovacic, Katharina Klement, Patrick Hahn, Friedrich CerhaSo 06/10, 23.03 | Space04, Eintritt freiPersonal Soundscapes UA / Konzert, live in ORF KunstradioSoundscaperinnen, Soundscaper, Volkmar KlienEncoresWenn Städte Schriftsteller einladen, damit sich diese für eine bestimmteZeit als Stadtschreiber niederlassen und im literarischenLeben der Stadt aufgehen, warum sollten dann nicht auch Festivalseigene Festivalkolumnisten beschäftigen? Patrick Hahn, Opern- undKonzert-Dramaturg an den Staatstheatern Stuttgart, Musikpublizistund Co-Blogger des „Bad Blog of Musick“, wird im Rahmen des diesjährigenFestivals sein eigenes, ganz persönliches musikprotokollführen. Mit ästhetischen Essays und Würstelstandgeplauder, Garderobengeflüsterund Instant-Reaktionen wirft sich Hahn, der vergangenesJahr mit dem Reinhard-Schulz-Preis für zeitgenössischeMusikpublizistik ausgezeichnet wurde, ins Buchstabengemengeund liefert täglich – live on stage sowie online – Präludien, Intermezziund Encores zum Gehörten.Do 03/10, 19.30 | Dom im BergEncore 1, Patrick HahnFr 04/10, 21.00 | AK KammersaalEncore 2, Patrick HahnSa 05/10, 19.30 | AK KammersaalEncore 3, Patrick HahnSo 06/10, 22.30 | Space 04Encore 4, Patrick HahnBlog: http://musikprotokoll.orf.at/encores/blogAuftragsarbeit musikprotokoll.4 5


Ö1 Hörbild im Zauberberg sonic blue.Es ist in zweierlei Hinsicht eine Auseinandersetzung mit dem Tiefgründigen,wenn Angélica Castelló das Publikum mit auf die Reise inihre imaginäre Unterwasserwelt „sonic blue“ nimmt. Das Meer übtauf die Komponistin und Musikerin seit jeher eine große Faszinationaus. Und es symbolisiert für sie das Unterbewusste. Die klanglicheBasis von „sonic blue“ bilden Field Recordings, Tonaufnahmen vonNatur- und Umweltgeräuschen, die Castelló gemeinsam mit der BiologinHeike Vester im Sommer in den norwegischen Lofoten aufgenommenhat. Vester leitet dort die von ihr gegründete OrganisationOcean Sounds, die sich der Erforschung von Meeressäugern unddem Schutz der marinen Umwelt widmet. Die Absteckung der Allgegenwärtigkeitvon Musik und Kunst im Alltag ist auch eine Untersuchungder Beziehung zwischen Kultur und Natur.Mo 23/09, 20.00 | KlangTheater Wien, Eintritt freiÖ1 Hörbild im Zauberberg sonic blue. Die Entstehung einer Komposition/Ö1 mit Publikum, Susanna Niedermayr03-06/10, 10.00-18.00 | Murinsel, Eintritt freisonic blue / Installation UA, Angélica Castelló, mit Sounds vonAngélica Castelló, Heike Vester, Urkuma u.a.Fr 04/10, 18.00 | Murinsel, Eintritt freiKunst im Anthropozoikum / Diskussion, Mit alien productions, OliverBaurhenn, Angélica Castelló, Daniel Lercher, Winfried RitschSo 06/10, 21.00 | Murinsel, Eintritt freisonic blue / Reisebericht, Susanna NiedermayrSo 06/10, 21.30 | Space04sonic blue / Konzert UA, Angélica CastellómetamusicIn Ö1-Zeit-Ton und im metamusic Blog auf der musikprotokoll Websitekonnte man es Schritt für Schritt mitverfolgen: In den vergangenenMonaten haben alien productions interaktive Klanginstallationenentwickelt, mit denen jedoch nicht Menschen, sondern Papageieninteragieren, wie man im GrazMuseum nun selber miterleben kann.alien productions stellen das anthropozentrische Weltbild in Frage.Sich stets als Teil eines Systems begreifend, spannen sie Räume auf,in denen verschiedene Intelligenzen zusammenwirken: Menschen,Maschinen, Programme und seit einiger Zeit auch Tiere. Dabei schlagensie nicht nur eine Brücke in künstlerisch bislang weitgehendunerforschtes Territorium, sondern begeben sich ebenfalls auf eineGratwanderung zwischen Kultur und Natur.Do 03/10, 18.00 | GrazMuseum, Eintritt freimetamusic / Opening UA, alien productions03/10 - 06/10 jeweils 10.00-18.00 | GrazMuseum, Eintritt freimetamusic / Installation UA, alien productionsFr 04/10, 18.00 | Murinsel, Eintritt freiKunst im Anthropozoikum / Diskussion, alien productions, OliverBaurhenn, Angélica Castelló, Daniel Lercher, Heike Vester, Winfried RitschSa 05/10, 18.00 | GrazMuseum, Eintritt freimetamusic / Konzert UA, alien productionsBlog: http://musikprotokoll.orf.at/metamusic/blogAuftragswerk musikprotokoll. Im Rahmen von ECAS – Networking Tomorrow‘s Art for AnUnknown Future, working period 3 „Ubiquitous Art and Music. Art, Sound and the Everyday.“Auftragswerk musikprotokoll. Gewinnerprojekt ECAS Artist inResidence 2012 working period 2 „Bridging“. In Kooperation mitARGE Papageienschutz.6 7


Ex Machina DeiIm Rahmen seines Projektes „poSTepeno“ knüpfte Robert Lepenikan den Nachhall digitalisierter Klaviertöne kontinuierlich ihre Frequenzverändernde Sinustöne. Ganz wie von selber ergaben sich soneue harmonische Strukturen, die sich fortlaufend veränderten undder Wahrnehmung dabei ständig zu entfliehen schienen. Ein rundsechsjähriges Klangforschungsprojekt kam mit der Veröffentlichungder Doppel-LP poSTepeno 2012 zu einem Ende, das schließlich einneuer Anfang wurde. In enger Zusammenarbeit mit Winfried Ritschstartete Lepenik eine neue poSTepeno-Versuchsreihe. Klavier,mechanische Orgel, Sinustöne und Roboter sind Bestandteile einerübergeordneten Maschine, die durch ständige Selbstanalyse einkomplexes harmonisches und rhythmisches System aufrecht erhält.03/10 - 05/10, 15.00 - 15.00 durchgehend | St. Andrä-Kirche,Eintritt freiEx Machina Dei UA / Konzert, Installation, Robert Lepenik,Winfried RitschAuftragswerk musikprotokoll.RSO WienMit Uraufführungen der Komponistin, Performerin und Radio-KünstlerinElisabeth Schimana sowie des Musikproduzenten, Remixersund DJs Patrick Pulsinger stellt das RSO Wien zwei experimentelleAusnahmeprojekte vor. Elisabeth Schimana verfolgt mit ihrer„Virus“-Serie eine fürs Erste paradox klingende Konzeption: DiePartitur, nach der die Musikerinnen und Musiker spielen, ist nichtsicht-, sondern hörbar. Ein Flirren der produktiven Ungenauigkeitdes Zusammenspiels versetzt die Zuhörenden in ein akustischesSpiegelkabinett. Auch Pulsinger setzt den Orchesterkörper in Beziehungzu einem externen Anderen. Das Orchester und die Elektronikverwandeln die von einem Rhodes-Piano vorgegebenen „Voicings“in ein nachhörendes und mitspielendes Ausloten von Klangmöglichkeitenund gewinnen aus der Differenz die Kraft der musikalischenErzählung.Do 03/10, 19.30 | Dom im BergVirus #3 für Orchester UA / RSO Wien, Elisabeth SchimanaDo 03/10, 21.30 | Dom im BergEJECTER 1-3 UA / RSO Wien, Patrick PulsingerDie Komposition von Elisabeth Schimana ist ein Auftragswerk desRSO Wien. Die Komposition von Patrick Pulsinger ist ein Auftragswerk vonÖ1 und musikprotokoll. In Kooperation mit dem IEM - Institut fürElektronische Musik und Akustik. Mit der musikprotokoll EinzelkarteRSO Wien: 18 € / ermäßigt 12 € können Sie beide Kompositionen(Pulsinger und Schimana) hören. -> Shuttle-Service nach dem zweitenKonzert zum Ex-Zollamt / Explosiv.8


The Silbadores / Part 3Vor dem Hintergrund einer Beschäftigung mit den mythologischen,phänomenologischen, ästhetischen und politischen Konnotationender Stimme bereiste der Künstler Heimo Lattner gemeinsam mit derKultur- und Politikwissenschaftlerin Judith Laub die Insel La Gomera,um die Pfeifsprache Silbo Gomero zu erkunden. Bei der Übermittlungvon Botschaften in schwer passierbarem Raum nutzen diePfeifer La Gomeras die Eigenschaften des zu Überwindenden: DasEcho trägt ihren Pfiff über weite Distanzen. Metaphorisch betrachtet,schiebt sich das Echo – die „Stimme“ des Raums und der Zeit – alsKorrektiv zwischen die beiden Figuren Pfiff und Stimme. Ihr Zusammenspielbildet die Grundlage der gemeinsam mit Werner Dafeldeckererarbeiteten Komposition.Do 03/10, 20.30 | Schloßbergliftstollen, Eintritt freiIn The End It Is All About Me UA, Heimo Lattner, Werner Dafeldecker,Judith Laub, Angelika Sautter, Kico CorreaBlog: http://musikprotokoll.orf.at/silbadores/blogBent SpokeEine Konzertreihe von Interpenetration.„Bent Spoke“ ist der Name einer wundersamen Konzertreihe, dievon marufura fufunjiru, Labelbetreiber und Musikkurator, und demMusiker Peter Plessas betreut wird und frische Livemusik einesbreiten Spektrums zwischen freier Improvisation, experimentellerElektronik und Rock zu Gehör bringen wird. An drei Donnerstagenwerden Autodidakten, selbsternannte Experten und hochschulferneMusik-Individualisten im Explosiv aufeinandertreffen, um dabeiauch regelmäßig über sich selbst hinauszuwachsen. Den Anfangmachen die All-Stars von Broken Heart Collector, die geradezuparadigmatisch für die verheißene stilistische Interpenetrationstehen. Wenn am zweiten Donnerstag Didi Bruckmayr und BernhardLoibner auf den vielseitigen Klangschöpfer Opcion stoßen undzum ersten Mal in diesem Trio auftreten, ist ein Abend brachialerHausmusik garantiert. Danach versuchen sich Mecanation im improvisiertenWechselspiel von lebendiger Elektronik und unbearbeitetenKlangskulpturen. Den Abschluss machen The Striggles, derenavanciert monumentaler Lärmrock Mark, Bein, Hirn und Herz auf dasWohligste zu durchdringen vermag.Auftragswerk musikprotokoll. Gewinnerprojekt ECAS Call 2012, working period 2 „Bridging“.Part 1 musikprotokoll 2012. Part 2 CTM Festival 2013.Do 26/09, 23.00 | Ex-Zollamt/Explosiv, 8 €Broken Heart CollectorDo 03/10, 23.00 | Ex-Zollamt/Explosiv, 8 €Opcion aka Ab Hinc, Bernhard Loibner, Didi BruckmayrDo 10/10, 23.00 | Ex-Zollamt/Explosiv, 8 €Mecanation & The StrigglesKuratiert von marufura fufunjiru (AT) & Peter Plessas (AT). - DJs im Anschluss an die Konzerte.10 11


Trio ZebraVioline, Viola, Violoncello. Ernst Kovacic, Steven Dann und AnssiKarttunen. Trio Zebra: „Trotz der Tatsache, dass kein Zebra dem anderengleicht, da jedes ihrer Streifenmuster einmalig ist, vermittelteine Ansammlung von Zebras den Eindruck eines einzigen Organismus.Diese Verschmelzung ihrer Eigenheiten ermöglicht es ihnen,einen starken kollektiven Eindruck auf Löwen, Leoparden, Hyänenund das Publikum zu machen. Allerdings ist die wohl wichtigste Eigenschaftder Zebras ihre Weigerung, sich von der öffentlichen Meinunglenken zu lassen. Zebras sind die einzigen Pferde, die nicht domestiziertwurden. Sie sind einfach zu stur. Könnten wir diese ganzeneue Musik in die Welt tragen, ohne auch ein bisschen in diese Richtungzu tendieren?“ Eindruck auf Löwen, Leoparden, Hyänen unddas Publikum zu machen, versucht das Trio Zebra mit einem feingewobenenProgramm, dessen durchlaufende Konzertdramaturgieunterschiedlichste, individuelle Klangsprachen heutiger Komponierendermit filigranen Triominiaturen von Anton Webern verflechtet.Fr 04/10, 19.30 | AK KammersaalTrio Zebra, live in Ö1Zebra – Trio, Friedrich CerhaStreichtrio op.20, 3.Satz (Fragment), Anton Webern, Friedrich CerhaThe Tree of Heaven, Miroslav SrnkaSatz für Streichtrio op. post., Anton WebernCloud Trio, Kaija SaariahoKlangforum WienUnirsi al cieloEin Himmelfahrtskommando in 66 Minuten. Zugleich eine ernsthafte,künstlerische Auseinandersetzung mit christlicher Philosophie undchinesischer Kosmologie. Mit den fünf Elementen als Fundamentder Unternehmung und dem Menschen, den die Sehnsucht nach Elysischembewegt, als konstituierendem sechstem Element. Das jesuitischeCentro Culturale San Fedele in Mailand hat sechs Komponierendeaus Italien, Frankreich, Zypern und Slowenien ausgewählt, diediese Himmelseroberung gemeinsam mit dem Klangforum Wien unddem Publikum wagen sollen. „Unirsi al cielo“: Vielleicht keine Vereinigungmit Himmlischem, aber eine Annäherung an den Himmel.Fr 04/10, 21.00 | AK KammersaalKlangforum Wien, live in Ö1Aquaeductio ÖE, Antonin ServièreXylographies für großes Ensemble ÖE, Evis SammoutisFired-up für Ensemble ÖE, Vito ZurajMetallomorfosi ÖE, Franco VenturiniGrain ÖE, Pasquale CorradoAbîme apogée ÖE, Aurélien DumontIm Rahmen von San Fedele Prize for youg artists – Musik 2010-2013. In Kooperation mit IRCAM,Klangforum Wien, Festival MITO & musikprotokoll. Mit Unterstützung durch Cariplo Foundation,European Community & Ulysses Network. Shuttle-Service nach dem Konzert zurgeneralmusikdirektion. Mit der musikprotokoll Einzelkarte Trio Zebra + Klangforum Wien(18 € / ermäßigt 12 €) können Sie alle Konzerte vom Trio Zebra und vom Klangforum hören.Mit der musikprotokoll Einzelkarte Trio Zebra + Klangforum Wien (18 € / ermäßigt 12 €)können Sie alle Konzerte vom Trio Zebra und vom Klangforum hören.12 13


innodeAsketisch und offensiv. In seinem neuen Projekt innode verknüpftStefan Németh mehrere musikalische Entwicklungsstränge. innodeerzählt von Némeths langjähriger Liebe zu seinen analogen Synthesizern;von dem wachsenden Wunsch vermehrt mit Rhythmus zuarbeiten; von der Vorliebe für harte Brüche und scharfe Kanten; vonder Faszination für das Rauschen, das alles und gleichzeitig auchnichts sein kann und von der Suche nach Klarheit, in einer Zeit, in deres jede erdenkliche Klangästethik bereits zu geben scheint. Erstmalsbringt Stefan Németh die ursprünglich auf dem Reißbrett entstandenenStücke nun gemeinsam mit den beiden Schlagzeugern StevenHess und Bernhard Breuer auf die Bühne, im Rahmen dieser Präsentationdes Debut-Albums „Gridshifter“ von innode.Environmental AuditorsWenn der Alltag in die Musik eindringt: Acht Musikerinnen undMusiker, acht Environmental Auditors aus Österreich und Norwegenladen ein, ganz genau hinzuhören, wenn sie in das Orchester der sieumgebenden Umweltgeräusche mit ihren Instrumenten einstimmen,frei improvisierend, die momentane Hörerfahrung in den Mittelpunktrückend. Diese bildet den Ausgangspunkt für eine Reihe von kurzenKonzerten am Schloßberg, an unterschiedlich klingenden Orten.Aus dem Kontext der gängigen Aufführungspraxis im Konzertraumherausgelöst, wird Musik dabei neu erlebbar. Im Anschluss an dasProjekt ÖNCZkekvist entwickelte sich zwischen der österreichischenund der norwegischen Improvisationsszene ein reger Austausch, dernun gemeinsam mit dem ECAS Partnerfestival Insomnia in Tromsøgestärkt und fortgesponnen wird.Fr 04/10, 23.00 | generalmusikdirektion, 8 €innode, Bernhard Breuer, Steven Hess, Stefan Németh, Kassian TroyerTontechnik: Alfred ReiterKonzert & CD-Präsentation.Sa 05/10, 15.00 | Schloßberg, Eintritt freiEnvironmental Auditors UA, Agnes Hvizdalek, Daniel Lercher,Danielle Dahl, Rosi Rehformen, Rudolf Terland Bjørnerem, Vinzenz Schwab,Simon Daniel Tegnander, Nasra Ali OmarAuftragswerk musikprotokoll & Insomnia (Tromsø) ECAS working period 3 „Ubiquitous Artand Music“. Susanna Niedermayr & Christian Hollingsæter, Idee und Konzept. Daniel Lercher,Künstlerische Leitung. Mit freundlicher Unterstützung der norwegischen Botschaft.Treffpunkt: Schloßbergbahn Talstation -> Eintritt frei (inklusive Bahnfahrt).14 15


Klangwege 2013Wenn Herausforderung darin liegt, sich zu beschränken, sind die jungenKomponierenden der Klangwege 2013 herausgefordert: Rein garnichts Instrumentales steht ihnen zur Verfügung. Gleichzeitig aberschenkt ihnen das Vokalensemble Schola Heidelberg das Faszinierendsteüberhaupt, um damit und daraus neue Stücke zu formen:die Stimme. Acht Stimmen sogar, acht Körper, die bereit sind, nachallem zu forschen, was an Klang aus dem Instrument Mensch herauszuholenist. Clemens Gadenstätter hat die Studierenden der KunstuniversitätGraz bei ihren rein vokalen Kompositionserkundungenbetreut, beim musikprotokoll präsentiert das VokalensembleSchola Heidelberg unter der Leitung von Walter Nußbaum, zuwelchen neuen Musiken das humane Instrument heute zu inspirierenvermag.ensemble rechercheVielleicht hat es mit der langjährig treuen Beziehung der neunMusikerinnen und Musiker des Ensembles zum musikprotokoll zutun, dass das Knüpfen ganz besonderer Beziehungen auch zentralesThema einiger der Werke ist, die heuer auf dem Programm stehen.Die Auftragskomposition von Katharina Klement etwa, die in ihrenArbeiten immer wieder Querverbindungen zu den Bereichen Text,Video und Performance nachspürt, konfrontiert das ensemblerecherche mit der Videokünstlerin Doris Schmid. Eine Konfrontationganz anderer Art stand am Beginn der Komposition der BritinAlwynne Pritchard, die mit den ausführenden Musikern sehr persönlicheGespräche anhand von mit privaten Erinnerungen aufgeladenenObjekten führte. Ergänzt wird das Programm um die intimanmutende, filigrane Musik der Schwedin Malin Bång sowie einenübermütigen Blumengruß aus dem Norden, die Uraufführung der„Flowersongs“ des Dänen Hans Abrahamsen.Sa 5.10.2013, 19.30 | AK KammersaalSCHOLA HeidelbergItching, Sanja LasicTowards o, Sukju NaPalindrom III, Frederik Neyrinck QuasiSchwelle, Javier QuislantBlutige Erinnerungen, Karen SabaghiÉchantillons, Nimrod Saharwho, Suha Sungotobako, Yukiko Watanabea lia nolia, Yulan YuBetreuung: Clemens Gadenstätter, Beat FurrerSa 05/10, 19.30 | AK Kammersaalensemble rechercheErika married the Eiffel Tower ÖE, Alwynne PritchardBlanks UA, Katharina Klement, Doris SchmidFlowersongs UA (Version 2012), Hans Abrahamsenepic abrasion, Malin BångDie Komposition von Katharina Klement und die Videoarbeit von Doris Schmid sind Auftragswerkevon Ö1 & musikprotokoll. Mit der musikprotokoll Einzelkarte ensemble recherche +Klangwege: 18 € / ermäßigt 12 € können Sie alle Konzerte dieser beiden Projekte hören.In Kooperation mit der Kunstuniversität Graz, Institut 1 für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichteund Dirigieren. Mit der musikprotokoll Einzelkarte ensemble recherche + Klangwege:18 € / ermäßigt 12 € können Sie alle Konzerte dieser beiden Projekte hören. -> Shuttle-Servicenach dem Konzert zur generalmusikdirektion.16 17


No Business for DogsDie beiden Schlagzeuger Steven Hess und Bernhard Breuer, die tagszuvor mit Stefan Németh auftreten, sind auch das dynamische Rückgratder Formation No Business for Dogs. Zu ihnen stoßen auf derBühne Tonmeister Alfred Reiter und die Pianistin Juun. Wobei Pianistinvielleicht ein falsches Bild erzeugt. Denn Juun, die auch Mitglieddes London Improvisers Orchestra ist, hat eine Liaison dangereusemit ihrem Instrument – spielt sie doch vornehmlich auf von ihr selbstmit Kettensäge und Flex zerlegten Pianinos und mit deren Innereien.Mit Metallrahmen, Saiten und Resonanzboden. „Pianoguts“ nenntJuun diese Klavierskelette. Solch Instrumentarium gibt ihr dieMöglichkeit, ohne Rücksicht auf Schäden mitunter auch mit lustvollerBrutalität Sounds zu produzieren. Irgendwann zerfallen ihre„Pianoguts“, dann zerlegt Juun eben ein neues Pianino.I share, therefore I amDie einflussreiche Soziologin Sherry Turkle, die erforscht, wie sichdigitale Technologien auf zwischenmenschliche Beziehungen undKommunikationen auswirken, stellt in ihrem jüngsten Buch „Alonetogether“ eine harte Diagnose: Smartphones, soziale Netzwerke,Roboterhaustiere und dergleichen erfüllten zwar unser Verlangennach Verbundenheit und Gesellschaft mit anderen – allerdings völligunter Aussparung von Risiko, echter Nähe und ernster Auseinandersetzung.ESC im LABOR legt diese Analyse nun auf die aktuelleKunstproduktion um und schafft eine Versuchsanordnung, die dieseEntwicklung zugleich unterläuft: Die teilnehmenden Künstler wähleneines oder mehrere Werkzeuge ihrer eigenen Produktion aus, einTonbandgerät, einen Geigerzähler oder eine Software, und machenes – in intensivem Austausch mit einem Techniker oder einem Kunsttheoretiker– selbst zum Gegenstand der Auseinandersetzung.Sa 05/10, 23.00 | generalmusikdirektion, 8 €No Business for Dogs, live in Ö1, Bernhard Breuer, Steven Hess, Juun,Alfred ReiterSo 06/10, 18.00 | ESC im Labor, Eintritt freiInevitably, Here. UA, Pei-Wen LiuI share, therefore I am ist eine Koproduktion steirischer herbst & ESC im LABOR. In Kooperationmit dem musikprotokoll. Kuratiert von Reni Hofmüller.18 19


Asteroid 62Raupe wird Puppe wird Schmetterling. Die Idee der Metamorphosein drei Stadien als drei Szenen einer theatralen Komposition vonDimitri Kourliandski. Mit „Asteroid 62“ betitelt der russische Komponistseine Kammeroper und verweist damit auf einen 1860 entdeckten,nach der Muse der Liebeslyrik Erato benannten Himmelskörper.Als eines der beiden Preisträgerwerke des 5. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerbs, ausgeschrieben vonder Kunstuniversität Graz und gewidmet vom Land Steiermark, wird„Asteroid 62“ beim musikprotokoll uraufgeführt.12/10, 20.00 | MUMUTH, 18 € / erm. 12 €Asteroid 62 UA, Dmitri KourliandskiEine Produktion der Kunstuniversität Graz. In Kooperation mit dem musikprotokoll. Folgeaufführungen:14.10.2013 19:45 Uhr, 16.10.2013 19:45 Uhr, 18.10.2013 19:45 Uhr.Impressum:Veranstalter:ORF Radio Österreich 1ORF Landesstudio SteiermarkKoproduktion:steirischer herbstKooperationen:ECAS / ICAS – Networking Tomorrow’s ArtFor An Unknown Future, ORF Kunstradio,Europäische Union – Programm Kultur2007-2013, Insomnia (Tromsø),Kunstuniversität Graz, ESC im LABOR,ARGE Papageienschutz, Norwegische Botschaft,IEM – Institut für elektronische Musik undAkustik, Fondazione Culturale San Fedele,Landesschulrat für Steiermark, siacus,Auphonic.The Silbadores/Part 3 © The SilbadoresBent Spoke: Loibner/Bruckmayr_opcion© Michael Rosenkranz, Nikolaos ZachariadisKlangforum Wien / Unirsi al cielo:Aurelien Dumont © Philippe Stirnweissinnode © Julie CEnvironmental Auditors: Chinesischer Pavillon,Schlossberg Graz © Daniel Lercherensemble recherche:Malin Bång © Annika FalkugglaKlangwege 2013© Javier Quislant / Klangwege 2013Kredit © Daniel Kötter, Hannes SeidlNo business for dogs © Wolf LeebI share, therefore I am © Pei-Wen LiuPersonal Soundscapes © ORF musikprotokollAsteroid 62 Dmitri KourliandskiProgramm:Elke Tschaikner, Susanna Niedermayr,Christian ScheibFotos:sonic blue: minke whale Vestfjord © HeikeVestermetamusic: kasi © alien productionsSkizze Ex Machina Dei © Winfried RitschÖ1 Radio sehen, Radio hören © ORFRSO Wien: Patrick Pulsinger © Lukas GangstererEncores: © ORF musikprotokollProducer:Fränk ZimmerDesign:OMC-Creation | Karl Markus Maier,Jasmin MondscheinDruck:ORF-Hausdruckereimusikprotokoll.ORF.at© ORF 201322 23


Do 3.10. Fr 4.10. Sa 5.10. So 6.10.10:00 – 18:00 metamusic (Installation)alien productionsGrazMuseumsonic blue (Installation)Angélica CastellóMurinselmetamusic (Installation)alien productionsGrazMuseumsonic blue (Installation)Angélica CastellóMurinselmetamusic (Installation)alien productionsGrazMuseumsonic blue (Installation)Angélica CastellóMurinsel10:00 Ö1 Klassiktreffpunkt live (Radiosendung)Kovacic/Klement/Hahn/CerhaMurinsel15:00 – 17:00 Ex Machina Dei 48h (durchgehend)Lepenik/RitschSt.Andrä Kirche17:10 Ö1 Kulturjournal & Spielräume 55‘So: liveGraz Museum18:00 metamusic (Opening) 30‘GrazMuseum19:30 Encore 1 (Lecture) 10‘Patrick HahnRSO Wien / Elisabeth SchimanaDom im BergKunst im Anthropozoikum(Diskussion) 60‘Sodomka/Castelló/Ritsch/Lercher/Baurhenn/u.a.MurinselTrio Zebra 60‘Saariaho/Srnka/Webern/CerhaEnvironmental auditors 120‘Hvizdalek/Lercher/Dahl/Rehformen/Bjørnerem/Schwab/Tegnander/NasraSchloßbergmetamusic (Konzert) 50‘alien productionsGrazMuseumensemble recherche 60‘Pritchard/Klement-Schmid/Abrahamsen/BångEncore 3 (Lecture) 10‘Patrick Hahnmetamusic (Installation)alien productionsGrazMuseumsonic blue (Installation)Angélica CastellóMurinselI share, therefore I am 50‘Pei Wen LiuESC im LaborKredit (Musiktheater) 70‘Kötter/ SeidlOrpheum20:30 The Silbadores 40‘Heimo Lattner / Werner DafeldeckerKlangwege 2013 60‘21:00 Encore 2 (Lecture) 10‘SCHOLA Heidelbergsonic blue (Reise-SchloßbergliftstollenPatrick HahnMit Kompositionen von Sanja Lasic/Sukju Na, bericht) 20‘Frederik Neyrinck/Javier Quislant/Karen Sabaghi, Susanna NiedermayrKlangforum Wien 66‘Nimrod Sahar/Suha Sung/Yukiko Watanabe/ Murinsel21:30 RSO Wien / Patrick Pulsinger 30‘ Servière/Sammoutis/Zuraj/ Yulan Yu.sonic blue (Konzert) 50‘Dom im BergVenturini/Corrado/Dumont Betreuer: Gadenstätter/FurrerAngélica Castelló22:30AK KammersaalAK KammersaalEncore 2 (Lecture) 10‘Space04/Kunsthaus Bar23:00 Bent Spoke 60‘Opcion/Loibner/BruckmayrExplosivExtra: 12.10.2013 | 20:00 | MUMUTH | Asteroid62 Dmitri Kourliandskiinnode 60‘generalmusikdirektionNo Busines for Dogs 60‘generalmusikdirektionPersonal Soundscapes 60‘ORF Kunstradio liveSpace04(c) ORF, Timetable musikprotkoll im steirischen herbst 2013 Stand: 29.07.2013musikprotokoll.ORF.at3. – 6. und 12. Oktober 2013, Graz


Locations3749111862125101 AK Kammersaal2 Info- und Kartenbüro3 Ex-Zollamt4 Murinsel5 St. Andrä-Kirche6 Schloßbergstollen7 Schloßbergbahn Tal8 Kunsthaus /Space049 GrazMuseum10 generalmusikdirektion11 Orpheum12 ESC im Labor


ORF musikprotokoll im steirischen herbst 2013 in Ö1:26/09/2013, 23:03 | Zeit-Ton, The Making of metamusic29/09/2013, 14:05 | Menschenbilder, Portrait des musikprotokoll-GründersEmil Breisach02/10/2013, 23:05 | Zeit-Ton Magazin, Vorschau auf das Programm desheurigen musikprotokolls03/10/2013, 17:10 | Kulturjournal, live aus dem GrazMuseum03/10/2013, 17:30 | Spielräume, live aus dem GrazMuseum04/10/2013, 19:30 | Aus dem Konzertsaal, live mit Trio Zebra undKlangforum Wien04/10/2013, 23:03 | Zeit-Ton extended, live mit KünstlerInnen desORF musikprotokoll 201305/10/2013, 10:05 | Ö1 Klassiktreffpunkt, live von der Murinsel mitErnst Kovacic,Katharina Klement, Patrick Hahn und Renate Burtscher05/10/2013, 23:03 | Ö1 Jazznacht, live mit No Business For Dogs06/10/2013, 23:03 | Ö1 Kunstradio, Personal Soundscapes live ausdem Space0407/10/2013, 23:03 | Zeit-Ton, Elisabeth Schimana und das RSO Wien08/10/2013, 23:03 | Zeit-Ton, Patrick Pulsinger und das RSO Wien10/10/2013, 23:03 | Zeit-Ton, metamusic, das Konzert14/10/2013, 23:03 | Zeit-Ton, ensemble recherche & Klangwege15/10/2013, 23:03 | Zeit-Ton, ensemble recherche & Klangwege17/10/2013, 23:03 | Zeit-Ton, The Silbadores24/10/2013, 23:03 | Zeit-Ton, Environmental Auditors in Graz25/10/2013, 23:03 | Zeit-Ton extended, Environmental Auditors in Tromsø31/10/2013, 23:03 | Zeit-Ton, sonic blue01/11/2013, 10:05 | Hörbilder, sonic blue. Angélica Castellóund die Entstehung einer Komposition07/11/2013, 23:03 | Zeit-Ton, Ex Machina Dei14/11/2013, 23:05 | Zeit-Ton, I share, therefore I am20/11/2013, 23:05 | Zeit-Ton, Asteroid 6228/11/2013, 23:03 | Zeit-Ton, innode