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12_22_Pacmans Enkel - WDR 5

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Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleMusik mit Spielgeräuschen immer wieder hoch1 O-Ton SchenkGames sind das Leitmedium der digitalen Kultur. Die Bedeutung kann überhauptnicht überschätzt werden. Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das auch inden nächsten Jahren sich gesellschaftlich widerspiegeln wird.2 O-Ton Finn 14 warum spiel spannendMan ist nicht alleine, wenn man zusammen spielt. Auch wenn man alleine spielt, wirdes nicht langweilig. Es gibt so viel zu entdecken und man freut sich jedes mal wieder,wenn man etwas Neues geschafft hat.3 O-Ton Quandt Widerspruch AbstumpfungEinerseits wird unterstellt, die Spiele machen aggressiv, die wühlen auf. Andererseitswird genau das Gegenteil unterstellt, dass sie nämlich abstumpfen. (…) Ich hab soein bisschen den Eindruck, es geht vor allem darum nachzuweisen, dass Spieleetwas Schlimmes sind und dann nimmt man halt das Argument, das gerade passt.4 O-Ton mag abtauchen fordernHerausforderungen, die man im realen Leben eher wahrscheinlich nicht bewältigenkann. (…) Das mag ich am liebsten, wenn man Sachen ausprobieren kann, für dieman sonst anderweitig qualifiziert sein müsste. Da kann man mal in ne andere Weltabtauchen.5 O-Ton Gundolf FreyermuthSpiele spielen ein Vielfaches dessen ein inzwischen, was an der Kinokasseeingenommen wird. Sie sind sind also ein Wirtschaftsfaktor. (…) Diese grossePopularität, die sich in Einnahmen Ausdrückt, in Umsätzen ausdrückt, zeigt natürlichauch ihre grosse kulturelle Relevanz an.Musik hochErzählerinPacmans EnkelBoombranche ComputerspielerEin Feature von Andreas Braun und Linda StaudeAtmo Trailer FiFaErzählerinMit grossem Pathos kündigt Spielehersteller Electronic Arts den Fans seine neuesteAusgabe des Fussballklassikers „FiFa“ an. In einem aufwendig gemachtenWerbetrailer wie für einen Kinofilm. Folge 14 ist mittlerweile erreicht.Atmo Trailer FiFaDas Spiel, das wir so lieben. Das Spiel, für das wir leben. Jede Stunde, jede Minute,jede Sekunde das perfekte Spiel. Unser Spiel. Wir sind Fussball. We are FiFa 14.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.1


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleNarratorDer heimische Bildschirm wird zum Spielfeld. Das sieht genau so aus wie bei einerFussball-Übertragung im Fernsehen. Der einzige Unterschied: Der Spieler kann dieHelden seiner Lieblingsmannschaft selbst über das Spielfeld steuern. Mit einfachenBefehlen stürmt Robert Lewandowski auf das Bayern-Tor zu - und scheitert amcomputergesteuerten Torwart Manuel Neuer. Fouls, Eckbälle, Freistösse - alles wieim richtigen Spiel.Atmo Trailer FifaDa kann man nur verzweifeln mit so einem Torwart. Überragend!ErzählerLangweilig wird es den Fans auch mit der 14. Ausgabe nicht, sagt Martin Lorber. Erist Deutschland-Sprecher von Electronic Arts oder kurz EA. Einer der grösstenSpielehersteller der Welt und Macher von „Fifa“.Atmo Trailer Fifa6 O-Ton Martin LorberJedes Jahr kommen natürlich in diesem Spiel Neuerungen rein. Das verändert sichjedes Mal. Und wir müssen natürlich auch Argumente den Kunden liefern, jedes Malaufs Neue diese 60 Euro auf den Tisch zu legen, um sich das Spiel zu kaufen.Atmo/Musik ComputerspielErzählerinUnd das tun sie. Massenweise. Rund eine Million Fans kaufen jedes Jahr „Fifa“. Unddas ist nur eines von zahllosen Spielen, die um das Geld der Gamer konkurrieren.Neben elektronischem Sport gibt es Denk- und Geschicklichkeitsspiele.Strategiespiele, bei denen der Spieler zum Besipiel Welten besiedelt undZivilisationen aufbaut. Er kann in so genannten Shootern zum Soldaten werden oderin Phantasiewelten als Held zum Schwert greifen. Maximilian Schenk, derGeschäftsführer des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware BIU,rechnet vor.Musik Ende7 O-Ton SchenkDer Markt ist in Deutschland knapp zwei Milliarden gross, damit ist er zum Beispieldoppelt so gross wie die Umsätze, die wir an der Kinokasse erlösen mit Film. Er istdeutlich grösser, ca. 30 Prozent grösser als die Umsätze, die wir in Deutschland mit© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.2


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleNarratorSony setzt in seinem Werbespot für die Playstation 4 einen „perfekten Tag“ dagegen.Zu getragenen Klängen verbringen ihn zwei Freunde ausgerechnet damit, sichgegenseitig umzubringen: Im Autorennen, im Schwertkampf, auf dem Schlachtfeld.Hier ist der Spieler schon einen Schritt weiter – nämlich mitten im Geschehen. ImKampf, im Autorennen, in einer Science-Fiction-Schlacht.Atmo/Musik Werbespot hochÜbersetzerGreatness awaits - Euch erwartet GrossesAtmo/Musik Werbespot hochErzählerDie aufwendig produzierte Werbekampagne hat sich bereits ausgezahlt. Microsofthat schon am ersten Tagnach dem Verkaufsstart in 13 Ländern über eine MillionKonsolen abgesetzt.Sony hat die Millionen-Grenze in der gleichen Zeit alleine inNordamerika geknackt.Musik EndeErzählerinDen Erfolg haben beide Hersteller dringend nötig. Die Umsätze mit Konsolen sinddrastisch zurückgegangen. Haben 2010 noch 44 Millionen Menschen weltweit einelektronisches Spielgerät gekauft, waren es zwei Jahre später nur noch 28 Millionen.Zwar wollen sich jetzt einer aktuellen Umfrage zufolge vier von zehnKonsolenspielern die neue Geräte-Generation zulegen. Aber generell leidet derMarkt nach wie vor unter der scharfen Konkurrenz von hochgerüsteten PCs undmobilen Geräten wie Tablets und Smartphones.ErzählerDie Unternehmen setzen mit der neuen Konsolengeneration auf neue Technik.Detailliertere Graphik und hohe Rechenleistung bei der Playstation 4 von Sony.Verbesserte Sprach- und Bewegungssteuerung bei der XBox One von Microsoft.Nintendo ist mit seiner Wii U schon ein Jahr früher auf den Markt gekommen undsetzt auf ein separates Gamepad. Das ist ein kleiner, zweiter Bildschirm, mit dem dieSpieler sich auch mal vom Fernseher wegbewegen können.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.4


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleAtmo MesseErzählerinDie Schlacht um die Spieler ist längst im Gange. Auf der Gamescom in Köln, dergrössten Spielemesse Europas, konnten im Sommer 350.000 Besucher die Konsolender nächsten Generation schon einmal ausprobieren und sich ihren Favoritenaussuchen.8 O-Ton Voxpop pro XboxDie Xbox. Wegen der Steuerung, diese Multimediageschichte, wo man alles so mitder Gestik kontrollieren kann und Multimedia, Fernsehen, alles mögliche. Da gibt’smehr Spielerei.9 O-Ton Voxpop Mädel nicht XboxFanIch persönlich bin eigentlich nicht son Xbox-Fan, muss aber sagen, dass es schon neharte Konkurrenz für Playstation ist.10 O-Ton PS4 männlichJa, PS4 auf jeden Fall. Ich hab schon die Playstation drei vorher gehabt. Ich weissnicht, bei der Xbox mit den ganzen Sachen wie mit online-Zwang und Verbot vonGebrauchtspielen verkaufen und so. Da find ich haben die schon ziemlich vieleKunden, glaube ich, abgeschreckt. Mich auf jeden FallErzählerinMicrosoft hatte Schlagzeilen gemacht, weil seine Konsole nur funktionieren sollte,wenn sie einmal am Tag Kontakt mit dem Server des Unternehmens aufnimmt -automatisch, ohne dass der Spieler darauf einen Einfluss hat. Nachdem die dagegenSturm gelaufen sind, hat das Unternehmen einen Rückzieher gemacht und dieumstrittenen Feature kassiert: Kein „Spion im Wohnzimmer“ mehr.Atmo/ Musik Trailer Watchdogs außer KontrolleÜbersetzer:„An alle Einheiten! Achtung! Aiden Pearce wurde in Mad Mile gesichtet.“„Wir suchen jetzt den Verdächtigen.“„Wer ist dieser Typ – hat ihn jemand gesehen?“Trailer hoch© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.5


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleNarratorChicago wird von einem korrupten System total überwacht. Sicherheitskameras,Verkehrsüberwachung, persönliche Daten der Einwohner - alles ist vernetzt. DerSpieler schlüpft in die Rolle von Aiden Pearce, einem Gesetzlosen auf einemRachefeldzug. Mit seinem Mobiltelefon hackt er sich in das System und eliminiertseine Feinde.ErzählerinSpätestens seit dem NSA-Skandal redet jeder über Datenschutz. Über die Gefahr,einem Hackerangriff zum Opfer zu fallen. Und genau das hat das Team von ColinGraham in seinem Spiel „watchdogs“ zum Thema gemacht. Viereinhalb Jahre habendie Entwickler daran gearbeitet – und sind nun topaktuell.11 O-Ton Colin GrahamIn four and a half years the world changed a lot….ÜbersetzerIn den letzten viereinhalb Jahren hat sich die Welt ganz schön verändert. EineMenge der Ideen über Hacking, mit denen wir gestartet sind, waren damals totalhypothetisch. Heute sind es echte Probleme, die jeder kennt.…everybody knows about today.ErzählerDie offene Welt, die vielen Wahlmöglichkeiten für die Spieler, das aktuelle Thema –all das begeistert die potentielle Kundschaft auf der Gamescom.12 O-Ton watchdogs wie im LebenDie Tatsache, dass es um einen Hacker geht und er halt dadurch, also durch seineSkills wirklich Informationen bekommt. Man weiss ja, dass alle Daten gesammeltwerden und irgendwo halt herumschwirren, aber niemand hat effektive Kontrolledarüber.13 O-Ton watchdogs neue Technik hackenDas ist ja eigentlich so das erste Spiel, was so diese Technik benutzt mit den ganzenSachen hacken.Musik/Atmo Computerspiel WatchdogsErzählerinDie Fans müssen auf das Spiel allerdings noch eine ganze Weile länger warten alsgeplant. Hersteller Ubisoft, ein französischer Konzern und einer der vier Grossen der© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.6


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleBranche, musste die Veröffentlichung verschieben. Die Entwicklung der interaktivenSpieleumgebung hat sich verzögert. Statt pünktlich zum Weihnachtsgeschäfterscheint „watchdogs“ erst im Juni 2014. Voraussichtlich.ErzählerDie paar Monate Verspätung kosten: Der Aktienkurs von Ubisoft ist nach derAnkündigung prompt um ein gutes Viertel seines Werts eingebrochen. Die Bilanz für2013 wird wohl ins Minus rutschen: 75 Millionen Euro Verlust statt der erwarteten 125Millionen Gewinn.ErzählerinDie Spielemacher stehen unter immensem Druck, immer neue Blockbusterherauszubringen. Die Produktion dauert Jahre, muss vorfinanziert werden - und kannviele Millionen verschlingen. Genauso viel wie ein Kinofilm. Und die Entwicklungeines Spiels für Computer oder Konsole ist genau so komplex.Trenner PacmanMusik Mission ImpossibleNarratorGuten Morgen, Teamleader. Die Spieler in der ganzen Welt warten auf einen neuenKick. Ihre Mission, falls Sie sie annehmen, ist es, ein Spiel zu entwickeln, das dieGamer uns aus den Händen reissen. Sollten Sie oder ein Mitglied Ihres Teams dabeiFehler machen oder einen langweiligen Totalausfall produzieren, kostet uns dasMillionen und eine Menge Leute ihren Job. Diese Aufzeichnung wird sich in fünfSekunden selbst zerstören.Musik Mision Impossible hochErzählerZuerst braucht das Entwicklerteam eine Spielidee und ein Konzept. Erst wenn diestehen, können sich die Programmierer ans Werk machen. Odile Limpach istGeschäftsführerin bei Blue Byte. Der deutsche Spieleentwickler aus Düsseldorf isteine Tochter des französischen Konzerns Ubisoft, eines der vier Grossen derBranche.Musik Ende© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.7


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspiele14 O-Ton Odile LimbachWir versuchen, durch Prototypen, zu beweisen, dass unsere Idee auch richtig gut ist,grob gesagt. Und das heisst dann wirklich entwickeln, ein Stück vom Spiel machen,auf verschiedenen Ebenen, um zu sagen, das hat was, ja wir schaffen‘s.ErzählerinTesten, ob die Idee gut ist und beim Publikum ankommt, kann man auch mit diesenschnell geschriebenen Programmen, erklärt Timo Dries, Produktmanager bei derBerliner Softwareschmiede Wooga.15 O-Ton TimoEin Grossteil der Prototypen sieht wirklich furchtbar aus. Das Interessante dabei istaber, wenn man ein Spiel hat, das Spass macht, wenn‘s furchtbar aussieht, dannkann es ja nur besser werden, wenn es schön aussieht.Musik PacmanErzählerSind die ersten Tests erfolgreich, kann die eigentliche Arbeit anfangen:Programmieren, schöne Figuren und Hintergründe schaffen, das Spiel ans Laufenbringen. Für ein aufwendiges Spiel braucht man da ganz schnell hunderte Leute.Und damit alle ihren Teil rechtzeitig fertig kriegen, gibt es einen detailliertenProduktionsplan: die Pipeline.16 O-Ton Odile LimpachDas muss man sich fast ein bisschen wie ein Autolaufband vorstellen. Da sindunheimlich viele Abteilungen, die arbeiten. Und das muss alles zusammen kommen.Die sogenannten Pipeline ist einfach diese Arbeitsabläufe beschreiben, so dass manweiss, was der Graphiker macht, kommt tatsächlich im Spiel rüber, und dass alleszusammenspielt, letztendlich.ErzählerBei den grossen Titeln läuft gleichzeitig auch schon die Marketing-Maschinerie an:Werbespots, Anzeigen, erste Videos aus dem Spiel. Ausserdem müssen dieGeräusche aufgenommen werden, die Texte und die Musik. Da kann selbst für einekleine App für das Smartphone schon mal ein Symphonie-Orchester engagiertwerden.Musik Ende17 O-Ton TimoViele Sounds nerven tierisch. (…) Oft wird halt Sound noch vor allem bei MobileSpielen oder auch Facebookspielen als son Randprodukt gemacht. Und dann wird© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.8


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspieleschnell gesagt, die Leute spielen eh ohne Sound. Meiner Meinung spielen die Leuteohne Sound, weil der meistens gruselig ist. Und wenn der Sound gut ist, dann nervter auch nicht.Musik Mission ImpossibleErzählerinDie Figuren in den aufwendig gemachten so genannten AAA-Spielen sollen sichmittlerweile naturgetreu bewegen. Das machen die Entwickler längst nicht mehr mitComputeranimation, sondern mit modernster Filmtechnik. Auch Wellen oderGrashalme im Wind sollen aussehen wie im wirklichen Leben.Musik Ende18 O-Ton LimpachGucken Sie sich Autos an. Das muss auch nur quadratisch, vier Räder haben und istgut. Mir ist es egal, ob es grau oder grün ist. Es gibt Leute, denen ist es nicht egal.Und beim Spiel ist ganuso: Wir könnten auch denken, uff, Hauptsache, es läuft. Nee,wir haben alle diese Liebe zu Details und auch diese ganz kleine Details und dieseschönen Sachen machen, dass das Gesamtbild dann stimmig ist.Musik Mission Impossible SchlussErzählerDas Team feilt, ändert und verbessert bis zur letzten Minute. Wennn es nicht passt,dann lassen die Käufer das Spiel im Geschäft liegen. Das Ergebnis muss deshalbmöglichst perfekt sein.19 O-Ton OdileAm Ende ist es immer ein kleines Wunder, wenn das Spiel steht.Musik Mission Impossible Schluss hochTrenner PacmanAtmo Pong unterlegenErzählerin1972. In den Spiele-Arkaden taucht neben Flipper-Automaten und Billardtischen, daserste erfolgreiche Computerspielauf. Damals ein kleines Wunder. „Pong“: Dasvirtuelle Tischtennisspiel20 O-Ton Andreas LangeSo, jetzt haben wir hier Geld eingeworfen. Und wir steuern jetzt hier einen kleinenBalken, jeder auf seiner Seite, rechts und links. Und es geht jetzt darum, dass hier© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.9


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspieleman den Ball trifft und wieder zurückschlägt. Weil, wenn das nicht gelingt, dann kriegtder andere einen Punkt.ErzählerinAndreas Lange leitet in Berlin das einzige Computerspiele-Museum der Welt. DerPong-Automat ist eines seiner ältesten Ausstellungsstücke. Einfache Graphik,schwarz-weiss-Bilder - und ein Hit. Hersteller Atari konnte 8.000 der gelben,kastenförmigen Münzautomaten verkaufen.Sound PacmanErzählerDas war erst der Anfang: Acht Jahre nach „Pong“ erobert „Pacman“ die Spielhallender USA. Mit dem kleinen, gelben, runden Punktefresser und den bunten Monstern,die ihn verfolgen, können die Fans allein dort auf fast 100.000 Automaten spielen.Erzählerin„Pacman“ ist Kult: Die Figur kommt in Filmen vor, es gibt Songs über sie, sogar eineSternenformation ist nach ihr benannt. Im Computerspielemuseum ziert Pacman dasWerbeplakat und dient Besuchern als Wegweiser.21 O-Ton LangeWir hatten ihn hier in der Ausstellung, aber eben auch noch in nem sehr originalenZustand. Und da ist es dann oft so, dass die Geräte nicht mehr so lange das dannaushalten. Die haben ja auch mittlerweile über 30 Jahre auf dem Buckel und insofernhaben wir es da auch mit nem hohen Reparaturaufwand zu tun.Sound PacmanErzählerAn 20 Stationen können die Besucher Original-Spiele ausprobieren und inErinnerungen schwelgen. Super-Mario steht in der Hall of Fame des Museums.Zelda, die Namensgeberin der bisher erfolgreichsten Action-und Adventure-Spiele-Reihe, hat ihren Platz und Lara Croft aus „Tomb Raider“. Den Klassiker kennen auchNicht-Gamer aus dem gleichnamigen Kinofilm mit Angelina Jolie.22 O-Ton Andreas Lange Qual der Wahl (0‘18)Das ist sicherlich so, dass wir da die Qual der Wahl hatten. (…) Denn es istunglaublich vielfältig, Computerspielekultur und -geschichte. Wir haben allein inunserer Sammlung über 23.000 Spiele hier im Keller und wir haben über 2.300Hardware-Stücke inventarisiert. Da können wir immer nur einen Bruchteil davonzeigen.Trenner Pacman© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.10


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleAtmo/Musik GTA5ErzählerDas Spiel, über das derzeit jeder Gamer spricht, hat es noch nicht ins Museumgeschafft. Zwar gibt es die Vorgängerversion, aber „Grand Theft Auto V“ – oder wiedie Fans sagen: „GTA5“– ist erst Mitte September erschienen und war sofort einVolltreffer. Maximilian Schenk vom Branchenverband BIU:23 O-Ton Maximilian SchenkDer erfolgreichste Unterhaltungslaunch aller Zeiten. Innerhalb von drei Tagen 800Millionen Umsatz. Innerhalb von einer Woche eine Milliarde Umsatz. Mehr Menscheninnerhalb kürzester Zeit erreicht als jemals zuvor. Sieben Guiness-Buch-Einträgehabe ich jetzt heute morgen gelesen nach kürzester Zeit.Musik GTA5 TrailerErzählerinDagegen sehen selbst die grössten Filme aus Hollywood blass aus. Das gilt auch fürden finanziellen Aufwand. Spielehersteller sind ziemlich zugeknöpft, wenn sie überdie Kosten für die Entwicklung eines einzelnen Spieles reden sollen. Aber nachExpertenschätzung hat „GTA5“ bis zu 260 Millionen Dollar verschlungen. Einer derGründe, warum viele Verlage auf die x-te Fortsetzung von erfolgreichen Titelnsetzen.ErzählerGTA5 ist das bis jetzt erfolgreichste Spiel aller Zeiten. Kommerziell sowieso, aber eswurde auch mit Preisen überhäuft. Trotzdem sind die teuren AAA-Spiele langfristignur noch ein Standbein der Industrie. Der Markt verändert sich, so Martin Lorber vonElectronic Arts. Die Bandbreite ist grösser geworden.Musik Ende24 O-Ton LorbeDie reicht eben von dem Vollpreisspiel auf der einen Seite für vielleicht 60 Euro imHandel bis hin zu Spielen, die erstmal überhaupt ganz kostenlos sind. Wo ich ebenals Free-to-play-Spiel, das natürlich dann online ist. Da gehe ich erstmal kostenlosrein und kann mich mit dem Spiel auch kostenlos beschäftigen.ErzählerinDer Gamer muss also nicht mehr in den Laden und das Spiel kaufen. Stattdessenregistriert er sich einfach im Internet und kann sofort loslegen. Die Idee dahinter: Werwill, kann ein Free-to-play-Spiel tatsächlich auch kostenlos bis zum Ende spielen.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.11


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleErzählerWer aber zum Beispiel als Krieger in einem Fantasy-Spiel unterwegs ist, der möchtenicht unbedingt mit einem Holzschwert auf einen Drachen losgehen. Dafür braucht erschon bessere Ausrüstung. Die kann er sich entweder zeitaufwendig erspielen – oderer kann sie kaufen. Mit echtem Geld.25 O-Ton Christian FunkViele Gegenstände sind einfach nur 50 Cent oder einen Euro wert. Es ist aber auchdurchaus so, dass eben die allerbesten Gegenstände durchaus mehrere hunderteEuro oder bis zu eineinhalbtausend Euro wert sind. Das heisst, auch dieseGeldbeträge fliessen da.ErzählerSo Christian Funk von der Computersicherheitsfirma Kaspersky. Für die Hersteller istFree-to-Play ein Balanceakt, sagt der Branchenverbandschef:26 O-Ton SchenkDie Entwickler haben die Aufgabe, das so smart und vom feeling her für den Spielerangenehm zu machen, dass die Spieler eben nicht das Gefühl haben, boa, wenn ichin diesem Spiel Spass haben will, dann muss ich ja in jedem Fall zahlen.Trenner PacmanAtmo Trailer deutsch anno onlineDie Pest, Hungersnöte und grausame Kriege der herrschsüchtigen Königshäuser.Verflucht war der alte Kontinent, der in Chaos und Elend versinkt. Doch es gabGerüchte: Jenseits des grossen Ozeans sollte es unberührte Länder vollerReichtümer und fruchtbaren Bodens geben. (….) Anno online Entdecke die neueWelt.Atmo Computerspiel AnnoNarratorIn der neuen Welt besiedelt der Spieler eine eigene Insel und baut sich einemittelalterliche Stadt - mit Wohnhäusern, Marktplatz und Kirchen. Um sie zuversorgen, braucht er Betriebe, die Rohstoffe fördern und Kleider, Werkzeuge undNahrungsmittel produzieren. Was er auf der eigenen Insel nicht findet, kauft er - vonanderen Online-Spielern, mit denen er sogar grosse und mächtige Gilden gründenkann.ErzählerinDie „Anno“-Reihe kennen die meisten Gamer als Kaufspiel aus dem Laden. DieNetz-Version des Strategiespiels ist in diesem Jahr online gegangen. Für die Macher© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.12


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspielebei Spielehersteller Blue Byte hat sich damit einiges verändert. GeschäftsführerinOdile LimpachAtmo Ende27 O-TonDiese Online-spiele sind was Besonderes, weil vorher war es einmal fertig, ganzesTeam in Urlaub und dann machen wir was Neues. Jetzt mittlerweile ist alles fertig,online gestellt - und weitermachen.28 O-Ton CarstenAlso es ist ja tatsächlich so, dass noch ein komplettes Entwicklungsteam sich imGrunde genommen um das Spiel kümmert, um kontinuierlich neue Feature, neueInhalte ins Spiel zu bringen. Da brauchen wir natürlich auch alle: VomGamedesigner, der sich die neuen Regeln ausdenkt für die Spielerweiterung, neueGraphiken müssen erstellt werden, die müssen programmiert werden.Atmo Computerspiel AnnoErzählerKarsten Lehmann ist bei Blue Byte für die PR zuständig. Damit das Spiel nicht immergleich aussieht und vielleicht langweilig wird, lässt sich das „Anno“-Team ein paarmal im Jahr eine Spezialaktion einfallen. Zu Weihnachten sind die „Anno“-Städte mitPulverschnee bedeckt und die Spieler können als besondere Aufgabe einenvirtuellen Weihnachtsbaum bauen.ErzählerinGeld verdienen die Anbieter von Free-to-play-Spielen natürlich nur, wenn die Gamerim Spiel auch irgendwann zahlen. Dazu sind derzeit allerdings nur rund zehn Prozentbereit. Aber ihre Zahl wächst. Allein im vergangenen Jahr immerhin um 27 Prozentauf rund fünf Millionen Deutsche. Dennoch: Die überwiegende Mehrheit der Spielerinvestiert immer noch lieber ihre Zeit statt Geld.Trenner PacmanAtmo/Musik Trailer WoWÜrbesetzer (Original immer wieder hoch)Vor den Toren der mächtigen Königreiche liegt eine riesige unentdeckte WeltEine Welt der EhreEine Welt voller GeheimnisseEine Welt voller GefahrenTrailer hoch© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.13


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleAtmo/Musik WoWNarratorDie Welt in World of Warcraft heisst Azeroth - eine Fantasywelt mit Orcs undDrachen, Elfen und Zwergen, Menschen und Untoten, die in zwei gegnerischeFraktionen gespalten sind. Der Spieler schliesst sich mit seinem Charakter einerdieser Allianzen an und kämpft auf ihrer Seite. Wie seine Spielfigur aussieht, wie sieheisst, welcher Rasse sie angehört und welche Fähigkeiten sie besitzt, kann er sichaussuchen. Mit ihr erforscht er eine riesige und weiter wachsende Welt, bekämpftMonster und löst mehr als 9.000 Aufgaben, die mit steigender Erfahrung immerschwieriger werden. Für erfolgreiche Missionen bekommt er Belohnungen: GrössereFähigkeiten, bessere Waffen und virtuelles Gold.Atmo/Musik EndeErzählerin„World of Warcraft“, oder in Deutschland kurz „WoW“ genannt, ist knapp zehn Jahrealt und das bisher beliebteste Mehrspieler-Rollenspiel im Netz. Zu seinen bestenZeiten im Jahr 2010 waren weltweit über zwölf Millionen Spieler registriert.Atmo/Musik WoWErzählerWer mitspielen will, muss ein Abonnement kaufen, das knapp 13 Euro pro Monatkostet. Die Macher beim Spieleentwickler Blizzard haben mit „WoW“ im Sputzenjahrüber eine Milliarde Dollar umgesetzt. Ein Kuchen, von dem sich auch andere gerneein Stück abschneiden wollen.Atmo Strasse ChinaErzählerinEine Strasse in Shanghai. In dem chinesischen Wirtschaftszentrum haben sichunzählige Unternehmen niedergelassen. Auch Computerfirmen. Darunter die vonShang Zhongming. In seinem Büro sitzen sieben Angestellte an teuren PCs undspielen. Den ganzen Tag. Vor allem „World of Warcraft“, aber auch andere Online-Rollenspiele.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.14


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleErzählerDie sieben Profi-Zocker töten Monster – so viele wie es geht und so mächtige wiemöglich. Je schwieriger die Gegner, desto bessere Belohnungen gibt es. Und auf diekommt es an. Shang Zhongmins Mitarbeiter spielen nämlich für andere. Die virtuellenWaffen, Rüstungen und Goldstücke, die sie erspielen, sind in der echten Welt baresGeld wert.30 O-Ton 2 Rimmele ShangÜbersetzerWir verkaufen diese Produkte an Zwischenhändler in China, und die bezahlen uns.Oder wir finden Kunden auf ausländischen Onlineforen und machen mit ihnen direkteGeschäfte. Dann läuft die Bezahlung über Paypal, durch das wir direkt Geld vonausländischen Banken empfangen können.ErzählerinDaneben bietet seine Firma noch einen weiteren Service an: Die Kunden könnenden chinesischen Profis auch ihre „WoW“-Charaktere für eine Weile ganz überlassenund aus schwachen Anfänger-Figuren erfahrene Kämpfer machen lassen. Dieses„hochleveln“ kostet eine Menge Zeit, Geduld und Können, wenn der Spieler es selbermachen will. Mit Hilfe der Profis geht es sehr viel schneller.31 O-Ton 1 Rimmele ShangÜbersetzerIch glaube, unsere Kunden haben alle viel Geld. Das sind Leute mit anstrengendenJobs, die kaum Zeit zum Spielen haben. Dadurch ist unsere Branche entstanden. Fürdiese Leute ist das doch sehr praktisch. Manche wollen einfach nur das Gefühl derEroberung haben und kaufen es sich.ErzählerEiner Studie der Weltbank zufolge nutzt jeder vierte Online-Gamer diese Abkürzungzum Spielerfolg gegen Cash. 370 Dollar sollen sie im Schnitt dafür pro Jahrausgeben, so eine Schätzung aus dem Jahr 2009. Es geht also um viel Geld - unddas ruft auch eine ganz andere Gruppe auf den Plan:Trenner PacmanErzählerCyberkriminelle.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.15


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspiele32 O-Ton Christian FunkDie Kriminellen haben es direkt auf die Gegenstände abgesehen, auf diese virtuellenGegenstände. D.h. dementsprechend werden auch die Spieleaccounts geklaut unddann auch, sag ich mal, die virtuellen Helden auch ausgezogen. Das heisst, dieseGegenstände werden auf einen anderen Account transferiert und von dort aus ebendann zu viel Geld eben dann verkauft.ErzählerinViren-Analyst Christian Funk beschäftigt sich bei der ComputersicherheitsfirmaKaspersky speziell mit Angriffen auf Computerspieler. Allein im ersten Halbjahr 2013hat es davon weltweit über zwei Millionen gegeben, 11.500 am Tag.Musik: „Criminal Minds“ (Down to Bizzness)ErzählerDas Opfer loggt sich also eines Tages in sein Lieblingsspiel ein und findet seinenHelden nackt und bloss wie am ersten Spieltag. All die mühsam erspielten Schwerterund Rüstungen sind weg. Gestohlen. Das Kaspersky Lab hat mittlerweile fastviereinhalb Millionen Schadprogramme gezählt, die es nur auf Online-Gamerabgesehen haben. Das Risiko für die Cyberkriminellen ist gering, ihreGewinnchancen glänzend.Musik EndeErzählerinÄhnlich lukrativ und nicht kriminell – wenn auch umstritten – ist das Geschäft für dieFirmen, die virtuelle Waren erspielen. Weltweit verdienen mittlerweile rund 100.000Menschen vor allem aus Niedriglohnländern auf diese Weise ihren Lebensunterhalt.80 Prozent von ihnen kommen aus China. Wang Hui ist Mitarbeiter derIndustriebehörde in der Stadt Shijiazhuang.34 O-Ton 4 Rimmele WangÜbersetzerDiese Spielfirmen heuern junge Leute an, setzen die in einen Raum und produzierenquasi Waffen und Spielpunkte. Das ist eine ganz neue Form der Produktion. Einetraditionelle Fabrik stellt echte Dinge her. Diese Spielfirmen stellen Online-Produkteher.ErzählerDrei Milliarden Dollar Umsatz sollen diese Firmen mit ihrem Service allein 2009gemacht haben, so die Schätzung der Weltbank. Das ist ein Viertel dessen, was die© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.16


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleSpielehersteller im selben Zeitraum umsetzen konnten. Die sind von solchenAngeboten denn auch wenig begeistert und versuchen zumindest, sie zu verbieten.Christian Funk.35 O-Ton Christian FunkEs ist durchaus so, dass die Spielehersteller eben ihre AGBs haben, ihreGeschäftsbedingungen. Diese nickt man vor dem Spiel auch ab. Aber letztlich ist dasnatürlich auch kein zuverlässiger Schutz. Das heisst, dementsprechend kann auchjedermann immer noch diese virtuellen Gegenstände anbieten auf onlineAuktionsplattformen, in Foren oder auch Webseiten.ErzählerinWer sich dabei erwischen lässt, seine Figur von Profis hochleveln zu lassen, wird füreine Weile gesperrt. Fliegt ein Händler auf, dann wird er gleich ganz aus derCommunity gekickt: Sein Account wird kurzerhand gelöscht.Musik: „Criminal Minds“ (Down to Bizzness)ErzählerAbschrecken kann das offenbar nicht. Die Übergabe der virtuellen Waffen undGoldstücke wird eben hoch konspirativ und im Geheimen abgewickelt - in irgendeiner abgelegenen Ecke der Spielwelt, wo sich sonst niemand herumtreibt. Wie beimAustausch von Hehlerware in der Realität – und genau so lohnend.ErzählerinDamit das auf Dauer so bleibt, müssen sich diese Händler allerdings immer wiederneue Spiele suchen, für die sie ihren Service anbieten. „Wolrd of Warcraft“ hat seinebesten Zeiten bereits hinter sich. Zwar lassen sich die Macher immer wieder etwasNeues einfallen: Eine erweiterte Welt, schönere Graphik, neue Levels, andereFähigkeiten für die Charaktere, härtere Herausforderungen. Trotzdem sind in denvergangenen drei Jahren rund viereinhalb Millionen Abonnenten abgesprungen:Musik Ende36 O-Ton FinnIrgendwann hatte ich keine Lust mehr. (…) Das finde ich eben blöd an WoW. Wennman son hohes Level hat, dann ist man fertig damit. Man hat doch schon alleserreicht. Man hat das hoechste level, man kann nicht mehr steigen.37 O-Ton adventure nicht zu bunt(…)Das ist irgendwie zu bunt geworden und zu hektisch und zu schnell. Und dassman sich keine Zeit mehr lassen kann für irgend was. (…)© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.17


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleTrenner PacmanErzählerImmer häufiger, immer länger. Dass die Gamer Stunden oder gar Tage vor demComputer verbringen, genau darauf haben die Macher ihre Spiele auch angelegt. Bei„World of Warcraft“ funktioniert das vielleicht nicht mehr so gut, bei anderen Spielenaber schon. Die Fanatasywelten faszinieren - manchmal zu sehr.39 O-Ton Bertte WildtDie häufigste Art der Internetabhängigkeit ist die Abhängigkeit von Online-Computerspielen, insbesondere von Online-Rollenspielen. Strategiespiele oderShooterspiele, die auch online gespielt werden, spielen da auch eine Rolle, aberdiese Online-Rollenspiele sind da am häufigsten, muss man sagen, die Spiele, dieabhängig machen.Atmo MedienambulanzErzählerinDr. Bert te Wildt leitet die Medienambulanz an der Uniklinik Bochum. Im Schnittnimmt er drei neue Patienten pro Woche auf. Diagnose: Internetsucht. Einerrepräsentativen Studie zufolge sind in Deutschland bis zu 1,5 Prozent derBevölkerung davon betroffen. Etwa 550.000 Menschen zwischen 14 und 64 Jahren.Das sind mehr als vom Glücksspiel abhängig sind. Der grösste Teil von ihnen sindjunge Männer, die am Computer spielen. So wie Fabian. Seinen vollen Namen will ernicht sagen.40 O-Ton FabianBei mir war es so, dass letztes Weihnachten ich von meiner Lebensgefährtin undmeinem Vater angesprochen wurde, dass die sozusagen die Situation nicht mehrmittragen können. Dass sie eindeutig sehen, dass ich süchtig bin unddementsprechend im Studium nicht mehr vorangekommen bin. Das ist so der grossePunkt gewesen. Und ich musste dann leider eingestehen, dass das auch wirklich soist.Geräusche ComputerspielErzählerAcht Stunden am Tag hat der 29-jährige oft gespielt, am Wochenende auch sehr viellänger. Fantasyspiele, Science Fiction und jede Menge andere. Angefangen hat erschon sehr früh. Den ersten PC hat er sich mit acht gekauft, nach der Kommunionund seitdem immer gespielt.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.18


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspiele42 O-Ton Bert te WildtDie reine Stundenzahl ist nicht das Entscheidene. Sondern vielmer eigentlich, washaben diese Stunden im Internet verdrängt. Also sprich: Meine Freundin verlässtmich. Meine Freunde interessieren sich nicht mehr für mich oder die haben dasGefühl, ich interessiere mich nicht mehr für sie. Wenn ich müde in der Schuleeinschlafe oder nicht mehr zur Arbeit gehe, also wenn es wirklich soFolgeerscheinungen gibt, dann ist es doch sehr wahrscheinlich, dass neAbhängigkeit vorliegt. Und dann ist es sinnvoll, sich auch in soner Ambulanz wieunserer vorzustellen.Geräusche ComputerspielErzählerDerzeit sind neun junge Männer in Behandlung. Rund ein halbes Jahr lang kommensie einmal in der Woche zu einer Gruppentherapie, in der sie lernen sollen, denUmgang mit dem Computer zu kontrollieren.43 O-Ton Bert te WildtWenn wir Computerspielabhängigen sagen, Du darfst nie wieder Computerspielespielen, dann verlieren wir die als Patienten, weil die meisten sich das erst einmal garnicht vorstellen können. Das kann man also nicht so machen wie beiAlkoholabhängigen, die man in der Regel nach Hause schickt, wenn die sagen: Ach,eigentlich will ich gar nicht richtig aufhören, nur kontrolliert trinken.Atmo MedienambulanzErzählerinIn der Verhaltenstherapie geht es vor allem darum, die Zeit am Computereinzuschränken und die gewonnene Zeit im wirklichen Leben sinnvoll zu nutzen:zurück in Ausbildung oder Beruf, neue Freunde gewinnen, Sport treiben. Dafür hatsich Fabian entschieden.44 O-Ton Fabian LangschwertIch bin da, vielleicht was meiner Affinität zu Fantasy und Mittelalter mehr entspricht,in einen Verein eingetreten, der sich mit mittelalterlichen, europäischenKampfkünsten beschäftigt. Also, um genau zu sein, deutsches Langschwert. Daslerne ich jetzt.Geräusche ComputerspielErzählerTrotzdem ist es nach wie vor schwer, das Spielen einfach sein zu lassen. Immerhinhat Fabian mehr als 300 Titel im Regal stehen und online zur Verfügung. Eineständige Versuchung.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.19


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspiele45 O-Ton Fabian Wunsch kontrolliert spielenIch würde mir eigentlich schon erhoffen, dass ich irgendwann, wenn ich mit derTherapie gut durch bin (…), dass ich dann auch mal am Tag ne Stunde spielen kannund dann auch wirklich sagen kann, jetzt ist gut und ausmachen, fertig. Das erhoffeich mir. Aber ich bin da ganz realistisch: Ich weiss, das kann sein, dass das niepassieren wird. Es kann sein, dass ich wie n Alkoholiker trocken bleiben muss.Trenner PacmanMusik/Geräusch Jelly Splash46 O-Ton Fabian HeuserJelly Splash ist vor ein paar Wochen veröffentlicht worden. Das haben wir direkt amAnfang in 20 verschiedene Sprachen übersetzt. Also dass man es dann auch direktauf arabisch spielen kann oder japanisch.Musik/Geräusch Jelly Splash drunterlegenNarratorJellies sind knallbunt und sehen aus, als wären sie aus Wackelpudding gemacht. Siesind fast rund, haben grosse Augen, einen Mund und fast so etwas wie eine Frisur.Und sie sind in Gefahr. Gefährlich dunkelblauer Schleim droht, ihre Welt zuüberfluten. Der Spieler muss ihnen helfen, sich aus dem Schmodder zu befreien.Hinter dieser simplen, kleinen Geschichte verbirgt sich ein Denkspiel. Die Jellies sindauf einem einfachen rechteckigen Raster angeordnet. Der Spieler muss so viele wiemöglich verbinden, alle von der gleichen Farbe und mindestens drei. Dafür gibt esPunkte, die man braucht, um einen Level abzuschließen und zum nächstenaufzusteigen.Musik Geräusch Jelly Splash hoch47 O-Ton FabianMan ist dann irgendwann so angefixt. Dann werden die Level aber immer kniffliger.Und das ist dann wirklich so, dass man sich denkt - grrrrr! Einfach zu lernen, aberschwer zu meistern, sagen wir immer.ErzählerinFabian Heuser ist der Sprecher der Berliner Spieleschmiede Wooga. Der Name isteine Abkürzung für den englischen Ausdruck „world of gaming“. Die Firma ist Anfang2009 an den Start gegangen und hat sich auf so genannte Casual Gamesspezialisiert – kleine, einfach programmierte Spiele für Zwischendurch. StephanieKaiser, Projektmanagerin bei Wooga, betont:© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.20


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspiele48 O-Ton Stephanie Kaiserdass wir uns Zielgruppen erarbeiten wollen, die sich nicht per se als Spielerverstehen. Z.B. meine Mutter. Was, glaube ich, für diese Nichtspieler wichtig ist,(…)dass es eher leichte Spiele sind und vielleicht nicht unbedingt diese ganzklassischen Spielethemen sind wie kämpfen. Und dass natürlich auch die Graphikenentsprechend (…), die Welten müssen freundlich sein.ErzählerNach der aktuellen Verbandsstatistik geben mittlerweile 25 Millionen Menschen an,dass sie regelmässig in die virtuelle Welt abtauchen und spielen. Das Vorurteil, dassnur junge Männer zwischen 15 und 25 nächtelang verbissen vor irgendwelchenBallerspielen sitzen, ist längst total überholt, so Maximilian Schenk vomBranchenverband BIU.49 O-Ton SchenkEs ist ganz elementar zu sehen, dass in praktisch allen gesellschaftlichen Schichten,gesellschaftlichen Gruppen, sozialen Schichten immer mehr gespielt wird. In allenAltersgruppen wird immer mehr gespielt. Ein Beispiel: Bei den Über-50-Jährigenhaben wir im Jahr 2012 plus 6,5 Prozent Menschen für das Medium Computer- undVideospiele begeistern können.ErzählerinVor allem mit Casual Games.Musik Angry BirdsErzählerinDie meisten dieser Spiele sind heute free-to-play. Die Apps für das Smartphone oderder Zugang über soziale Netzwerke wie Facebook ist kostenlos. Nur wer will, bezahlt.Produktmanager Timo Dries.Musik Ende50 O-Ton Timo 30Die bezahlen, um schnelleren Fortschritt zu haben. Also zum Beispiel ganz vieleSpiele haben diese Zeitmechaniken. Du machst irgendwas und dann musst Du zehnbis unendlich Minuten warten, bis das eintritt. Also Du pflanzt irgendwas oder Dubaust in irgend nem Städtebauspiel ein Haus (….) dafür bezahlen Leute, um das zubeschleunigen (…)ErzählerSie bezahlen für andere Graphiken: Neue Kleider für Spielfiguren. NeueDekorationen. Neue Level. Und auch für Denk- und Geschicklichkeitsspiele gibt esOptionen, die Geld kosten. Fabian Heuser:© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.21


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspiele51 O-Ton Fabian HeuserBei Jelly Splash ist es so, wenn man noch einen Zug bräuchte, also man kann dannam nie des Levels noch mal drei zusätzliche Züge kaufen. Das kostet, glaube ich so50 Cent oder so (….) Das sind halt nicht so die Riesenbeträge, aber halt wenn manson Spiel hat, das von Millionen Menschen jeden Tag gespielt wird, dann rechnetsich das am Schluss.Trenner PacmanMusik/Geräusche Doodle Jump52 O-Ton Tom Doodle (Jump 0‘15)(…) Da ist man so ein kleines Alien, man kann schiessen und hüpft von Plattform zuPlattform . Das wird immer schwerer, weil es immer weniger Plattformen gibt, woman draufspringen kann. Und irgendwann verschwinden auch die Plattformen.ErzählerinTom ist elf. Seinen Ipod bedient er wie ein Profi. Kleine Bewegungen aus demHandgelenk und sein Alien springt ein bisschen nach links, erwischt die nächstePlattform und katapultiert sich immer weiter nach oben. Bis ihm ein Feind in dieQuere kommt.Musik Ende53 O-Ton TomAch, das war ein Monster. Der tötet mich. Da kann man immer wieder von Neuemanfangen.ErzählerWenn ihm der kleine grüne Alien mit dem Rüssel auf die Dauer zu langweilig wird,kann er sich auch andere Spielfiguren aussuchen.54 O-Ton TomMan kann jetzt zum Beispiel das Normale spielen, Osterhase, Halloween, Astronaut,Fussball. (…) Da gibt es andere Monster, die man bekämpfen muss und einenanderen Hintergrund.Musik Doodle JumpErzählerinFussball mag Tom am liebsten. Gemacht hat er das noch nie, aber in der App könnteer auch noch andere Kostüme für seinen Alien kaufen. Ein Feature, mit demVerbraucherschützer bei Spielen für Kinder ein Problem haben. Auch wenn dieeinzelnen Käufe vielleicht nur ein paar Cent kosten. Carola Elbrecht vomVerbraucherzentrale Bundesverband.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.22


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleMusik Ende55 O-Ton ElbrechtDas Problem ist natürlich jetzt, dass wir nicht nur über den einzelnen In-App-Kaufsprechen, sondern sie häufen sich ja. (…) Ein Klick und ich hab das neue Schwertund wupp sind 2,99 wieder abgebucht. Das ist es ja: Die Summe macht es auch. Dasist auch schwierig für Eltern und Kinder zu händeln.ErzählerRechtlich ist die Sache schwierig: Kinder bekommen für gewöhnlich Taschengeld,das sie ausgeben können, wofür sie wollen. Solche Käufe sind erlaubt, auch wenndie Kinder eigentlich noch nicht alt genug sind, alleine Verträge abzuschließen. Wennes um grössere Summen geht, sieht das aber anders aus.56 O-Ton Caroline ElbrechtWir haben Spiele-Apps und Kinderspielseiten gesehen, da werden In-App-Kaufangebote gemacht von bis zu 100 Euro. Da fragt man sich: Da wir doch bewusstdie Zielgruppe Kinder angesprochen. Das muss doch auch den Anbietern klar sein,dass also kein Kind über solch ein Taschengeldbudget verfügt. Das steht schon sonbisschen im Raum, alss ob Anbieter den Kindern an der Stelle natürlich auch dasGeld aus der Tasche ziehen wollen.Musik Doodle JumpErzählerinAuch wenn Kinder solche Verträge vielleicht nicht abschliessen durften: Das Geld istbezahlt, es zurück zu bekommen zumindest schwierig für die Eltern.ErzählerTom hat inzwischen genug von seinem springenden Alien. Er sucht unter seinenknapp 15 Apps ein neues Spiel. Er tippt auf das Symbol von „Vier Bilder ein Wort“ -ein Denkspiel, bei dem man einen Begriff suchen muss, der vier gezeigte Fotosverbindet.Musik Ende57 O-Ton TomDa kommt immer Werbung, ziemlich doof. Für andere Spiele. Ich klick‘s nur weg undbin genervt.ErzählerinDer Spot, den er sich ansehen muss, bevor das Spiel losgeht, ist harmlos: Beworbenwird ein anderes Kinderspiel. Aber das ist bei weitem nicht immer so unbedenklich,sagt Verbraucherschützerin Carola Elbrecht.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.23


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspiele58 O-Ton ElbrechtGanz beliebt waren jetzt so Werbung für Kriegsspiele. (…) Das hatten wir schon daseine oder andere Mal. Oder auch so für Flirtchats in Richtung Erotikangebote oderCasino-Werbung. Das hat natürlich alles nichts auf Spieleseiten zu tun.ErzählerJugendschutz, Datenschutz, Informationspflichten - was Spielehersteller dürfen undwie sie ihre Nutzer aufklären müssen, das ist bei diesen noch relativ jungenAngeboten für Smarthpones oder im Internet oft noch eine rechtliche Grauzone.Trenner PacmanMusik Computerspiel SiedlerErzählerinDie Branche entwickelt sich unterdessen rasant weiter. Allein für das Smartphonewerden jeden Monat geschätzte 4.000 neue Spiele-Apps veröffentlicht. Und dieEntwickler stoßen in ganz neue Bereiche vor: Sie bieten Unternehmen Spiele an, mitdenen sie neue Mitarbeiter schulen oder ideale Bewerber für eine freie Stelleauswählen können. Sie programmieren Lernspiele, mit denen Schulkinder zumBeispiel Mathematik pauken oder Jugendliche etwas über Safer Sex und AIDSerfahren können. Und sie bieten Wissenschaftlern Möglichkeiten, mit Spielen derDemenz bei älterne Menschen vorzubeugen. Serious Games heisst dieseKombination von spielen und lernen – ernsthafte Spiele.Musik YMCAAtmo tanzen 1 StereoErzählerEin Raum in einer alten Villa in Ulm. Auf einer Spielekonsole läuft einTanzprogramm. Liselotte Schwind steht vor dem grossen Bildschirm und lernt dieSchritte.Atmo hoch59 O-Ton Liselotte SchwindOh tanzen, ich habe schon lange nicht mehr getanzt. Ich tanz so gern. Jetzt dachteich, da wird richtig getanzt, wie so in einer Seniorengruppe oder so was. Und wie ichhier runter kam: Das ist ja ein Gymnastikprogramm© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.24


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleErzählerinTanzen ist nicht das einzige Gymnastikprogramm, das die 85-jährige heuteabsolviert. Gleich neben der Tanzfläche steht ein so genanntes Balance Board. Einviereckiges Podest mit eingebauten Drucksensoren. Liselotte Schwind steigt draufund versucht, auf dem Bildschirm mit einem Netz fallende Fische zu fangen - nurdurch Verlagerung ihres Körpergewichts von einem Bein auf das andere.60 O-Ton SchwindDas fand ich toll. Diese Gleichgewichtsübung. Die habe ich alle erwischt. Ich glaub,einer ist durchgegangen.ErzählerLiselotte Schwind ist eine von rund 20 Senioren, die an diesem NachmittagComputerspiele ausprobieren. Eingeladen von einer Gruppe Wissenschaftler, diewissen wollen, wie sie mit den Spielen umgehen können. Das Ziel: Vor allemDemenzerkrankungen vorzubeugen - durch spielen.Atmo Ende61 O-Ton Franka ThurmTanzen ist natürlich etwas, was man so aus dem Volksmund weiss, das kombinierteinfach alles. Körperliche Bewegung. Der Geist ist ganz stark beteiligt: Ich muss mirSchritte und Kombinationen merken. Dadurch haben wir so eine Art multimodalesTraining, was sich jetzt auch in ersten Studien gezeigt hat als wirklich wirkungsvollAtmo TanzenErzählerinFranka Thurm ist Neurowissenschaftlerin und erforscht, wie sich das Gehirn im Laufedes Lebens verändert. Ihre und andere Studien haben ergeben, dass körperlicheAktivität das Demenzrisiko um bis zu 30 Prozent senken kann. Besser als reinesGerhirntraining allein.Atmo Ende62 O-Ton Winfried SchleeDas Schöne bei Computerspiele ist, dass ich die Schwierigkeit (…) immer schnell anden Benutzer (…) anpassen kann. Wenn ich besonders gut bin, dann werde ich indem Computerspiel schnell aufsteigen und in höhere Levels kommen und kommedann schnell an (…) meine persönliche Leistungsschwelle heran. Und da genau dabin ich dann richtig, um meine kognitive Leistun weiter zu trainieren. Das könnenComputerspiele super leisten.© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.25


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleAtmo TanzenErzählerSo der Psychologe Winfried Schlee. Ausserdem haben sie noch einen ganz anderenpositiven Effekt, erklärt Panagiotis Bamidis. Er ist Mediziner an der Universität vonThessaloniki und hat ein EU-Projekt geleitet, das sich mit dem langfristigen Erhalt derGedächtnisleistung auch im Alter beschäftigt. Computerspiele machen Spass.Atmo Ende63 O-Ton Panagiotis fun vital (0‘19)It is vital. Because it first maintains their interest…ÜbersetzerDas ist ganz entscheidend. Weil es die Senioren bei der Stange hält. Sie bleibendabei und sie sind glücklich damit. Wenn ihnen etwas Spass macht, dann machensie immer weiter und bringt das auch bessere Resultate...the Effekt will be better as well.ErzählerinDie Forschung in diesem Bereich geht weiter - sehr intensiv und von derÖffentlichkeit weitgehend unbemerkt. In den Medien dreht sich die Debatte umComputerspiele meist um ganz andere Effekte: Computerspiele sollen aggressivmachen und dumm.Trenner PacmanErzählerSolche Pauschalurteile findet Thorsten Quandt nachgerade lächerlich . Er istKommunikationswissenschaftler an der Universität Münster und führt in seinemCyberlabor eines der weltweit grössten Forschungsprojekte zum Thema Wirkung vonComputerspielen durch.Trenner Pacman64 O-Ton QuandtComputer machen nicht dumm. Die machen aber auch nicht prinzipiell schlau,sondern es ist immer die Frage, wie ich damit umgehe. (…) Im Alltag werde ich janicht einfach dem Computer ausgesetzt. Das heisst, ob ich was lerne vom Computeroder wie der wirkt, hängt auch davon ab, (…) wie ich den einsetze (…)© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.26


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleAtmo/Musik Trailer Spec OpsÖffnen Sie die Augen! Sie sollen sehen, was Sie getan haben. Dubai geht die Zeitaus, Gentlemen. Los geht‘s!NarratorEin Sandsturm hat Dubai zerstört. Die Stadt liegt in Trümmern, die Ruinen sind untermeterhohen Sandmassen begraben. Alle Menschen sind geflohen. Fast alle.Zurückgeblieben sind John Konrad, ein Colonel der US-Armee, und sein Team: dieVerdammten der 33. Infanterie, wie die Überlebenden sich selbst nennen. DerSpieler schlüpft in die Rolle von Captain Martin Walker. Er führt ein dreiköpfigesDelta-Force-Team in die Wüste, um Konrad und seine Männer aufzuspüren. Aber derist mittlerweile völlig durchgedreht. Die Mission wird zu einer blutigen Schlacht - undendet tödlich oder im Wahnsinn.ErzählerinDie Geschichte erinnert stark an Francis Ford Coppolas Kinofilm „Apocalypse Now“:Das Spiel mit dem Titel „Spec Ops - On the Line“ ist ein Shooter, ein Kriegsspiel, dassich allerdings als Anti-Kriegsspiel entpuppt. Timo Ullmann ist Geschäftsführer desBerliner Herstellers Yager, der das preisgekrönte Game entwickelt hat.Atmo/Musik Ende65 O-Ton UllmannWir haben uns überlegt, es gibt jede Menge Shooter beim Spiel und wir wollten imPrinzip noch zwei, drei Ebenen, wenn man so will, für den Spieler hinzufügen. Undhaben dann gesagt: Warum machen wir das nicht, in dem wir die Konsequenzen desHandelns reflektieren und auch ne Geschichte erzählen, die davon handelt, was derKrieg mit den Soldaten macht. (…)Atmo/Musik ComputerspielErzählerDer Spieler steuert die Hauptfigur zwar wie in einem traditionellen Shooter auf seinerRettungsmission durch die Ruinen von Dubai und metzelt zahllose Menschen nieder.Aber damit hört es eben nicht auf. Zum Beispiel wenn Captain Walker einenbesonders brutalen Angriff auf einem Schlachtfeld befiehlt.Atmo/Musik Ende66 O-Ton Arno GörgenDieses Schlachtfeld torpediert der Spieler relativ abstrakt mit Phosphorbomben. DieSoldaten auf diesem Schlachtfeld verbrennen alle elendig. Und dann wird der Spieler© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.27


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche Computerspielegezwungen, relativ langsam durch dieses Schlachtfeld zu wandeln und sichtatsächlich die Konsequenzen dieses brutalen Akts anzuschaün.Atmo/Musik SpielErzählerinDie verkohlten Leichen der Opfer, erhängte Gegner, ermordete Zivilisten - solchedrastischen Bilder sind in einem regulären Shooter normalerweise nicht zu sehen,sagt Medizinethiker Arno Görgen. Dort sind Gewalt und Krieg selbstverständlich odersogar glorifziertes Heldentum. Ein Grund dafür, dass diese Spiele häufig in der Kritikstehen - als Vorbilder für Gewalt im wirklichen Leben.Atmo Spiel/Musik Ende67 O-Ton QuandtWir können hier ein typisches Muster einer moral panic beobachten. So was gab esschon bei anderen Medienformen. Also beispielsweise in der Vergangenheit beiComics, bei Musikvideaos, bei Heavy Metal Musik. Das gabs sogar mal beim Lesen.Also es gab mal sone Lesepanik, wo man überlegt hatte, dass das Lesen diemoralische Basisder Gesellschaft untergraben könnte. Speziell damals hat mangedacht, wenn Frauen anfangen zu lesen, dann würden die auf dumme Gedankenkommen.ErzählerKommunikationswissenschaftler Thorsten Quandt hat in seinen eigenen Studienpraktisch überhaupt keine Langzeitauswirkungen auf Computerspieler feststellenkönnen. Die Gamer reagieren, solange sie spielen, aber danach leben sie ihr Lebenweitgehend weiter wie zuvor. Ob Computerspiele auf Dauer die Persönlichkeitverändern, darüber sind die Wissenschaftler sich nicht einig. Eine klare Aussagescheitert oft schon daran, wie man herausfinden soll, ob ein Gamer nach dem Spielaggressiver ist.68 O-Ton QuandtDas ist ein echtes Problem. Aggressivität kann man ethisch korrekt unter inAnführungszeichen echten Bedingungen nicht gut messen. Sie können ja jetzt nichtim Labor sagen, so, jetzt wird mal aggressiv oder verklopft euch. (…)Musik Pacman Dubstep RemixErzählerinTrotzdem flammt die Gewaltdebatte immer wieder auf - zum Beispiel, wenn egal woauf der Welt ein Mensch durchdreht, bei einem Amoklauf ein Blutbad anrichtet undseine Freizeit vorher mit einem Ballerspiel verbracht hat. Zusammen mit der© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.28


Dok 5 – Das Feature, 22.12.2013Pacmans Enkel –Boombranche ComputerspieleSpielesucht eine der Gründe dafür, dass das Image von Computerspielen inDeutschland noch immer nicht das Beste ist. Zumindest den Älteren ist es immernoch ein bisschen peinlich, wenn sie zugeben sollen, dass sie am Computer oder aufdem Smartphone zocken.ErzählerÜber kurz oder lang wird sich das allerdings ändern. Die junge Generation wächst mitSpielen auf. Und die Zahlen sprechen für sich: 25 Millionen Spieler in Deutschland.Zwei Milliarden Euro Umsatz mit Spielen - mehr als an der Kinokasse oder in derMusikindustrie. Und eine ständig steigende Tendenz. Spiele werden zum Lerneneingesetzt, sie unterstützen die Therapie bei Demenz. Sie locken sogar MillionenZuschauer ins Internet, wenn die besten Profi-Gamer der Welt sich messen. Und siemachen vor allem Spaß. Kurz: Sie sind – weitgehend unbemerkt – zum führendenUnterhaltungsmedium des 21. Jahrhunderts geworden.AbsagePacmans Enkel – Boombranche ComputerspieleEin Feature von Andreas Braun und Linda StaudeEs sprachen:Maya Bothe,Orlando Klaus,Robert Steudtnerund Andreas Laurenz MeyerTechnische Realisation: Benedikt Bitzenhofer und Daniel DietmannRegieassistenz: Silvia PetrovaRegie: Thom KubliRedaktion: Frank Christian StarkeMusik EndeEine Produktion des Westdeutschen Rundfunks 2013© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engenGrenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript wedervervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht ) werden.29

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