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InhaltAbhandlungenKlaus G o ld m a n nZw ei M e th o d e n ch ro n o lo g isch er G ru p p ie ru n gE lisabeth C . L. D u rin g C aspersA S h o rt S u rv e y o f a S till T o p ic a l P ro b le m :T he T h ird M illen iu m A ra b ia n G u lf T ra d eM echanism Seen in th e L ig h t o f th e R e c e n tD iscoveries in S o u th e rn Ira nW o lfram N ag e lM ittelassyrischer Schm uck aus d e r G ru ft 45in A ssurJu raj B artaD ie m ittle re S tein z eit in d e r S low akeiJoachim H a h nDas A u rig n acien in M itte l- u n d O s te u ro p aG ü n te r R a uK ö rp e rg rä b e r m it G lasb eig ab en des 4. n ach ­christlichen J a h rh u n d e rts im O d er-W eich sel-R aumB uchbesprechungenW olfgang P u tsch k e : S ach ty p o lo g ie d e r L a n d ­fahrzeuge - E in B eitrag zu ih re r E n tste h u n g ,E n tw ick lu n g u n d V e rb re itu n g(W o lfra m N ag el)Jacques-C laude C o u rto is (E d.) : U g a ritic a V I(D ietric h S ü re n h ag e n )Joseph H e n n in g e r : Ü b e r L e b e n sra u m u n dL ebensform en d er F rü h se m ite n(D ietric h S ü ren h ag en )W alth er H in z - R y k le B o rg er - G e rd G ro p p :A ltiranische F u n d e u n d F o rsch u n g en(W o lfra m N agel)W in fried O rth m a n n : D as G rä b e rfe ld bei Ilica(P e te r S panos)W ilhelm A lb e rt v o n B ru n n : M itte ld e u tsc h eH o rtfu n d e d er jü n g e re n B ro n z e z e it( G e rn o t Ja co b -F rie sen )H a rtw ig Z ü rn : H a llsta ttfo rsc h u n g e n in N o r d ­w ü rtte m b e rg - D ie G ra b h ü g el v o n A sp erg(K r. L udw igsburg), H irsc h la n d e n (K r. L eo n b e rg )u n d M ühlacker (K r. V aihingen)(K o n ra d S p in d er)


ActaPraehistorica etArchaeologicaHerausgegeben fürdie Berliner Gesellschaft für AnthropologieEthnologie und Urgeschichtedas Iberoamerikanische InstitutPreußischer Kulturbesitz Berlindie Staatlichen MuseenPreußischer Kulturbesitz BerlinvonAdriaan von MüllerG erdt KutscherStephan W aetzoldtBruno Hessling Verlag Berlin3 ■1972


G ünter RauKörpergräber m it Glasbeigaben des 4. nachchristlichen Jahrhundertsim Oder-Weichsel-RaumEinleitungI. Thematische Abgrenzungen1U n ter dem sachlich, zeitlich und räum lich abgegrenztenThem a w erden G rabfunde aus dem östlichen M itteleuropazusam m engestellt und besprochen, die in ihremInventar Glasgefäße als Beigabe führen. Glasgefäße zählenam Ende des 3. Jahrhunderts und besonders im4. Ja h rh u n d ert zum ■wichtigsten archäologischen F ormengut; ihre Bedeutung für die Einschätzung der G rabfundeist bisher nicht genügend berücksichtigt worden.Wo einzelne Gläser zur D atierung oder qualitativenBeurteilung eines G rabfundes herangezogen wurden,sind erhebliche W idersprüche aufgetreten, die dazu gefüh rt haben, daß im Um gang m it diesem M aterial eineallgemeine U nsicherheit besteht. U m bessere chronologischeA nhaltspunkte zu gewinnen, w ird daher dasQ uellenm aterial neu gesammelt und durchgesehen. E r­gebnisse der bisherigen Forschung sollen kritisch überprüft und neue Erkenntnisse in den überregionalen Z u­sam m enhang gestellt und abgesichert werden.Als repräsentatives Q uellenm aterial w erden für dieU ntersuchung Inventare von K örpergräbern m it Glasbeigabenherangezogen. Da der Erhaltungszustand derGlasgefäße insbesondere von der Bestattungssitte abhängigist, sind die Funde aus K örpergräbern eine bessereArbeitsbasis als die im Feuer verschmolzenen Beigabenüberresteaus Brandgräbern. In Gebieten, für die B randgräberfelderauch noch im 4. Jah rh u n d ert typisch sind,w erden die Funde m it bestim m baren G lastypen m iterfaßt,um im Gesamtvergleich die Aussagemöglichkeitenzu erw eitern.Die Gläser erscheinen als Gegenstände des Fernhandelsfür den überregionalen Vergleich gut geeignet. Durchdie Fundkom bination des einheimischen Form engutesm it einzelnen G lastypen ist die M öglichkeit des A nalogieschlussesgegeben, m it dessen H ilfe Arbeitsergebnisseform uliert werden können.Die Einstufung des ausgewählten M aterials in das4. Jahrh u n d ert kann zunächst nur hypothetisch erfolgen.Die weitere U ntersuchung zielt darauf ab, charakteristischesForm engut des 4. Jahrhunderts zu erkennenund von dem vorangehenden und folgenden Jah rh u n ­dert in F undhorizonten abzugrenzen.Die U ntersuchung ist räumlich begrenzt auf das östlicheM itteleuropa m it einem Ausblick in die benachbartenGebiete. N atürliche G renzen des Arbeitsgebietes1 Vorliegende A rbeit stellt die erweiterte Fassung der imW intersemester 1970/71 von der Abteilung für Geschichtswissenschaftder R uhr-U niversität Bochum angenommenen Dissertationdar. Wichtige Neuerscheinungen konnten bis zur Drucklegungm iteingearbeitet werden, auch wenn sich ihr M aterialteilbilden im O sten und Westen die Flußtäler der Weichselund O der, im N orden die Ostseeküste, im Süden dieGebirgszüge der Sudeten und W estbeskiden. In denFlußgebieten von O der und Weichsel w erden G rabfundeauch aus dem Einzugsbereich der Nebenflüsse m itberücksichtigt.II. Stand der ForschungD urch planmäßige Bodendenkmalpflege hatte bis 1945das kaiserzeitliche Fundm aterial in den Tätigkeitsbereichender ehemaligen Provinzm useen S tettin und Breslaueinen guten Bearbeitungsstand erreicht. Pionierarbeitleistete die 1824 gegründete „Gesellschaft fürpommersche Geschichte und A ltertum skunde“, die inden von ihr herausgegebenen „Baltischen Studien“ sehrfrüh über vorgeschichtliche D enkm äler berichtete undseit 1897 im A nhang der neuen Serie einen Bericht überDenkmalpflege in Pom m ern herausgab, dazu parallel dieseit 1887 erscheinenden „M onatsblätter“ m it wichtigenN eufunden. Seit 1934 gab das Pommersche Landesmuseum Stettin seine „Erwerbs- und Forschungsberichte“selbständig resp. im A nhang der „BaltischenStudien“ heraus.Eine ähnliche Förderung hatten die schlesischen V eröffentlichungendurch den „Schlesischen A ltertum sverein“m it Sitz und Museum in Breslau erfahren. N ebenden „Altschlesischen B lättern“ (1926-44) w urde einevorbildliche B erichterstattung in der Zeitschrift „A ltschlesien“(1922-41) durch ihren H erausgeber H . Segergeleistet. Dieser A rbeit verdanken w ir die K enntnis vielerim zw eiten W eltkrieg vernichteter Ausgrabungenund Funde.Bei der A ufarbeitung der kaiserzeitlichen Funde inP om m ern tr itt der N am e H . J. Eggers in den V ordergrund.Die D arstellung des römischen Einfuhrgutes inPom m ern (1940) ist Bestandteil des um fassenden K atalogwerkesvon Eggers über den römischen Im p o rt imfreien G erm anien (1951) geworden. Die A ufzählungvieler G rabinventare hat im östlichen M itteleuropa besondereBedeutung, weil ein großer Teil der M useumsbeständebei Kriegsende 1945 unpubliziert vernichtetw urde. Eggers entwickelte für die Gegenstände desrömischen Im ports eine sehr detaillierte Typologie undChronologie, die Grundlage wurden für die G esam tdarstellungder absoluten Chronologie im freien G erm a­nien (1955).nicht voll ausschöpfen ließ (K ropotkin 1970, W ielowiejski 1970).Reisebeihilfen der Deutschen Forschungsgemeinschaft erm öglichtendie Ü berprüfung der Funde in den skandinavischenMuseen, in Polen und in der D D R . Vielen hilfreichen H ä n ­den sei auf diesem Wege nochmals gedankt.


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Eine gute Zusam m enfassung und A usw ertung des kaiserzeitlichenFundstoffes des nördlichen Oder-W eichsel-Raumes unter Einschluß von Funden des frühen 4. Ja h r­hunderts hat E. Blume (1912/1915) gegeben. Das F undmaterial des 4.-5. Jahrhunderts ist ergänzend dazu fürden gesamten Oder-W eichsel-Raum von E. Petersen(1936) in einem A ufsatz zusam m engestellt w orden; h in ­sichtlich der zeitlichen E inordnung sind jedoch zahlreicheEinwände erforderlich.F ür Schlesien liegen regionale A rbeiten von M. Jahn(1918/1922), K. Tackenberg (1925) und C hr. Pescheck(1939) vor, die das 4. Jah rh u n d ert nicht m ehr erfassen.Eine hervorragende E inzelarbeit ist die Veröffentlichungder reichen G rabfunde von Sakrau durch W. G rem pler(1887/1888). Auf besten Steindruck-Tafeln ist das F undmaterial m it einer A kkuratesse vorgelegt, daß der dieM ehrheit der Fundstücke treffende V erlust 1945 beinaheverschm erzt w erden kann, zum al Fundkatalog undF undinterpretation sich durch gleiche Sorgfalt und Sachverstandauszeichnen.Z ur Erforschung der Kaiserzeit im W arthe-W eichsel-R aum sind von deutscher und polnischer Seite seit Endedes vorigen Jahrhunderts zahlreiche Beiträge geleistetw orden. Die schon 1857 gegründete „Posener Gesellschaftder Freunde der W issenschaften“ richtete eineigenes M useum der prähistorischen D enkm äler ein undbegann m it der H erausgabe der „Posener A rchäologischenM itteilungen" (1887-89) und dem „A lbum p rähistorischerD enkm äler“ (1887-1915) das reiche F undmaterial des Posener Landes vorzulegen. N ach dem1. W eltkrieg w urde von J. K ostrzewski die Fachzeitschrift„Przegl^d A rcheologiczny“ (ArchäologischeRundschau) in Posen herausgegeben. Als überregionalepolnische Zeitschrift erscheint seit 1899 „Sw iatow it“2und seit dem 1. W eltkrieg „W iadomosci A rcheologiczne“(Bulletin Archéologique Polonaise)3.Nach 1945 hat sich die polnische Forschung v erstärk t umdie A ufarbeitung des kaiserzeitlichen Fundm aterials bemüht und m it zahlreichen neuen Zeitschriftenreiheneine breitgefächerte Publikationsbasis geschaffen4. W ichtigeEinzelarbeiten sind die zusammenfassende D arstellungdes römischen Im ports im G ebiet Polenseinschließlich einer N euvorlage der zum größten Teilverlorengegangenen G rabfunde von Sakrau von K. Ma-jewski (1960), eine regionale A rbeit zum Im p o rt imU nterweichselgebiet von W. te g a (1958), U ntersuchungenzur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Südpolens inrömischer Zeit von K. Godlowski (1960) und J. Wielowiejski(1960), sowie überregionale N euarbeiten derselbenA utoren: zur C hronologie der spätröm ischenKaiserzeit und frühen V ölkerw anderungszeit vonK. Godlowski (1970), über die Handelsbeziehungen mitN oricum und Pannonien von J. W ielowiejski (1970).Zu den bem erkensw erten archäologischen N eu entdeckungenzählen die T öpferw erkstätten fü r spätrömischeD rehscheibenkeram ik im G ebiet nordöstlich vonK rakau5 und die Eisenschm elzstätten in der Lysa G ora“.Die Erforschung der spätkaiserzeitlichen G räberfelderhat wesentliche F ortschritte gemacht. D urch m ehreregroße Plangrabungen sind einzelne G räberfelder vollständigaufgedeckt w orden7. Zusam m en m it der E rfo r­schung der Siedlungsplätze8 kann ihre A usw ertung wichtigeN euerkenntnisse liefern.W enig progressiv ist die vergleichende M aterialanalysedes Fundstoffs benachbarter Gebiete. Einige U n te r­suchungen erstrecken sich auf die Randgebiete des östlichenWeichselraumes, in denen bereits Einflüsse andererK ulturgruppen erkennbar sind9.Als Ursache dieser Forschungslücken ist die unterschiedlicheAuffassung vom U rsprung der in der römischenKaiserzeit im Oder-W eichsel-Gebiet herrschenden K ulturenzu verm uten. Im Gegensatz zu der deutschenForschung (bis 1945), die den O der-W eichsel-Raum inder römischen Kaiserzeit als geschlossenes ostgerm anischesSiedlungsgebiet ansah, stand die polnische A uffassungvon einer urslawischen K ultur, die als „VenedischeK u ltu r“ bezeichnet w ird und ihre W urzeln in der spätbronzezeitlich-früheisenzeitlichenLausitzer K ulturhaben soll10. Die germanischen Elem ente und Einflüssew erden ebenso wie die römischen als A ußeneinw irkungenerklärt. Das heutige polnische Staatsgebiet decktsich ziemlich genau m it dem V erbreitungsgebiet der„Venedischen K u ltu r“. Sie w ird in zwei H auptgruppenu n terteilt: die nördliche O ksyw ie-G ruppe im Gebietzwischen O der und Passarge resp. M ittelw arthe undOstsee, und die südliche Przew orsk-G ruppe im Gebietzwischen N eiße und W eichsel-Ostufer resp. M ittelw artheund dem Gebirgszug der Sudeten und Beskiden11.2 Jahrbuch des Archäologischen Museums W arschau, herausgegebenvon E. M ajewski ; nach 1945 O rgan des PraehistorischenInstituts der U niversität Warschau.O rgan der Polnischen Archäologischen Gesellschaft, herausgegebenvon W. A ntoniew icz ; seit 1954 O rgan des A rchäologischenMuseums in W arschau, herausgegeben von einemRedaktionskollegium .4 Archeelogia Polski (W arszaw a-W roclaw ), seit 1957 ;Archaeologia Polona (W arszawa), seit 1958 ;A cta Archaeologica C arpathica (K rakow ), seit 1958 ;A cta Archaeologica to d zen sia (Lodz) ;A cta B altico-Slavica (Bialystok), seit 1964 ;Fontes Archaeologici Posnanienses (Poznan), seit 1950 ;M aterialy Starozytne (Panstw ow e Muzeum W arszaw a), seit1956;Prace Archeologiczne (K rakow ), seit 1960 ;Prace i M aterialy (M uzeum Arch. Lodz), seit 1956 ;Silesia A ntiqua (W roclaw ), seit 1959 ;Spraw ozdania P. M. Archeologiczne (Panstw ow e M uzeumArch. W arszaw a), seit 1948.5 Gajewski 1963.8 Bielenin 1962.7 K em pisty 1966 ; Kem pisty 1968 ; G odlowski 1969 - II und1969 - III.8 D ^brow ski (K.) 1958 ; id. 1962.0 Kleem ann 1942 ; Pi^tka-D ^brow ska 1961-62 ; A ntoniew icz1961 ; Kmiecinski 1962 ; Jaskanis 1966.10 Kostrzew ski 1965.11 Smiszko 1936 ; G odlowski 1968 ; id. 1969 - I ; id. 1970,Pag. 10 ss.110


Günter RauKörpergräber mit GlasbeigabenAls neue, noch nicht klar abgegrenzte K ulturgruppe desspäten 4. Jahrhunderts ist in Oberschlesien die „G uttentag/Dobrodzien-K ultur“ dazugekom m en. Sie w urde vondeutscher Seite im Zusammenhang mit einem gotischpontischenK ulturstrom gesehen12. Jüngste polnischeAusgrabungen haben das Phänom en großflächiger Massenbrandgräbernoch nicht klären können. Als ethnischeTräger werden Frühslaw en verm utet, das G esam tphänomen als lokale V ariante der Endphase der Przew orsk-K ultur gedeutet13.Den spätkaiserzeitlichen G rabfunden m it Glasbeigabenist n u r in Pom m ern durch Eggers (1959) besondere Beachtunggeschenkt w orden. Von ihm w erden die Gläserund zugehörigen Inventare in dieser A rbeit allerdingsals völkerw anderungszeitlich (5. bis A nfang 6. Jh.) bezeichnet,was nicht unw idersprochen bleiben soll; dieüberzogene Spätdatierung spätkaiserzeitlich-frühvölkerwanderungszeitlicherFunde im O der-W eichsel-Raumerinnert an eine frühere Veröffentlichung von Petersen(1939-1), die auf starke K ritik und A blehnung gestoßenist. Es m uß zugegeben werden, daß die spezielle F orschungüber antikes Glas in den A nfängen steht.Als Beispiele fü r die A ufarbeitung der G lasfunde in anderenGebieten können typologisch-chronologische A r­beiten in Skandinavien14 und in der U kraine15 gelten.Wie wichtig der überregionale Vergleich gerade für dieE inordnung des frem den Form engutes ist, hat O. M onteliusschon Ende des vorigen Jahrhunderts überzeugenddem onstrieren können16.Hinsichtlich der M aterialaufarbeitung sind andere großräumigeU ntersuchungen unentbehrlich für die B eurteilungdes kaiserzeitlichen Fundstoffes allgemein17. In speziellenA rbeiten erscheint die Typologie manchm al zuweit getrieben und nahezu als Selbstzweck. Selten findetsich die Zielsetzung, Leitform en zu entwickeln, diegegenseitigen K ontrollm öglichkeiten durch gute geschlosseneG rabfunde auszunutzen und das Ergebnis aufbreiter Basis abzusichern18. Von M ontelius sind bereitsEnde des vorigen Jahrhunderts chronologische Aussagenüber die spätröm ischen Gläser gemacht w orden, dieheute noch besser erscheinen als die in Eggers K atalogwerk (1951 )1B. Die jüngste chronologische Studie zurSpätkaiserzeit und frühen V ölkerw anderungszeit in12 Pfützenreiter 1937 ; id. 1940, Pag. 82 (K ulturm erkm ale) ;id. 1941.13 Szydlowski 1962 ; Godlowski 1968, Pag. 270.14 Ekholm 1956 - I ; id. 1958 ; id. 1965.15 Symonovic 1957 ; K ropotkin 1970, Pag. 98 ss.10 Montelius 1896.17 Almgren 1923 ; M adieprang 1943 ; Jahn 1916 ; id. 1921 ;W erner 1936 ; Ekholm 1961.18 Uslar 1952, Pag. 2, N o ta 4 ; Sangmeister 1967, Pag. 199 ss. ;Kirchner 1969, Pag. 9 ; Svoboda 1965, Pag. 320 : Eine Bearbeitungvon Bodenfunden, die fast unsere einzige E rkenntnisquellebilden, kann natürlich einer eingehenden Stilanalysenicht entbehren. - Ekholm 1965 : unzweckmäßige Typologieohne Chronologie.18 M ontelius 1896 über Facettschliffgläser : Pag. 251 Sackrau II„omkring är 300“, Pag. 252 V allstena „frän tiden om kring är300“, Pag. 253 Halleim , Yen „4 : e ärhundradet“ . -M itteleuropa veranschaulicht die relative Unsicherheit,die in der Beurteilung des Fundstoffs des 4. Jah rh u n ­derts liegt20.III. R ückblick (1 .-3 . Jahrhundert n. Chr.)Der archäologische Fundstoff der ersten drei nachchristlichenJahrhunderte stam m t fast ausschließlich aus G rabfunden.Die M ehrzahl von ihnen sind Brandgräber, diein der Form von U rnen-, Brandschüttungs- und Brandgrubengräbernauftreten. Sie bilden oft große Flachgräberfelder.K onzentrationsgebiete sind der U n te r­weichselraum, das Posener Land, der Raum um Kalischsowie Schlesien; teilweise ist die F undkonzentrationforschungsbedingt. Das bisher größte publizierte G räberfeldvon Rondsen/R ^dz Kr. G raudenz/G rudzi^dzm it 828 festgestellten Brandgräbern beginnt bereits inder Spätlatenezeit21. Zu den größten kaiserzeitlichenB randgräberfeldern zählen O patöw Kr. Klobuck (bisher680 G räber)22, Rum ia Kr. W ejherowo (342 G räber)23,M lodzikow K r. Sroda (264 G räber)24, T arnau/Tarnöw Kr.O ppeln/O pole (über 200 Gräber) und S teinfurt/C horulaKr. K rappitz/K rapkow ice (bisher 183 G räber)25.Eine Eigentüm lichkeit des Unterweichselraum es ist dieAnlage von gemischt-belegten G räberfeldern m it BrandundK örperbestattungen. Auch Pom m ern besitzt anseiner N ordostgrenze in Luggewiese/Lubiwidz Kr.Lauenburg/L^bork ein G räberfeld dieser A rt: m it300 Brand- und K örpergräbern (Stand 1939) ist es dasbisher größte pommersche G räberfeld der Kaiserzeit26.Einige G räberfelder auf dem östlichen Weichseluferhaben riesige Ausmaße und sind deshalb nicht vollständigausgegraben: W illenberg/Gosciszewo Kr. Stuhm /Sztum m it bisher über 1200 G räbern, Kleszewo pow.Pultusk im derzeitigen Ausgrabungsstadium ca. 1000 G räber,Praust/Pruszcz Kr. Danzig/G dansk mit G räbergruppenin H undertzahlen, die vermutlich zu einemgroßen Komplex von Tausenden zusammenwachsen w erden.Dies bedeutet gleichzeitig eine längere Belegungsdauer,so daß die großen Gräberfelder auch Funde des4. Jahrhunderts mit einschließen.Einzelne K örpergräber und kleine G ruppen sind bereitsseit dem 1. Jahrh u n d ert n. C hr. im O d er-u n d Weichsel-Eggers 1951 über dieselben Gläser Pag. 1G0 „Stufe C I - C 2- D “, Typ 229 Sackrau C 2, Typ 230 V allstenarum C I ,Typ 230 Ven Stufe D. -Almgren 1908 datiert diese Gläsergruppe „4. Jah rh u n d ert“ .20 Godlowski 1970, Pag. 58 placiert den Eggers-G lastyp 230weiterhin in die Stufe C 1 bis D, obwohl N eufunde bereitsdas Schwergewicht in Stufe C 3 andeuten. - W ielowiejski1970, Pag. 338-339: Typ 230 nur Stufe C 3.21 Anger 1890 ; Hachm ann 1951 ; K ietlinska - M iklaszewska1963 über ein neues latenezeitliches B randgräberfeld vonTransbör in M azowlen.- - Godlowski 1967 - II ; id. 1969 - III.23 U npubliziert, wie auch andere große G räberfelder im ehemaligenW estpreußen, cf. Godlowski 1970.24 Dym aczewski 1957.25 Pfützenreiter 1941 - II ; Szydlowski 1964.26 Agde 1939 ; Kunkel 1940.111


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)M ündungsgebiet bekannt27. Ein Teil dieser G räber, diedurch reiche G rabausstattung m it Edelmetallschmuck undrömischen Im portgegenständen eine Sonderstellung einnehmen,werden einer im freien Germanien weit verbreitetenSondergruppe von K örpergräbern zugerechnet.Ih r bedeutendster Fundort Lübsow/Lubieszewo K r. Greifenberg/Gryfice28in Pommern w urde namengebend fürdie als Fürstengräber gedeutete und von Eggers zusammengestellte„Lübsow -G ruppe“29. Im 3. Jahrhundertnim m t der prozentuale Anteil der K örperbestattungen imOder-W eichsel-Raum langsam zu. Neben den weiterhindominierenden Brandgräberfeldern werden kleinere K örpergräberfelderneu angelegt. Sie reichen zum Teil in das4. Jahrhundert hinein30 und führen manchmal im InventarGlasgefäße. Das 27 K örpergräber umfassende G räberfeldvon Pollw itten/Polow ite Kr. M ohrungen/M or^ghat m it insgesamt 15 Glasgefäßen die höchste Ausstattungsquote31.Schlesien bildet darin eine Ausnahm e, daß die B randgräberfelderbis in das 4. Ja h rh u n d e rt hinein absolutdom inieren und G ruppen von K örpergräbern erst imV erlauf des 4. Jahrhunderts hervortreten.Reiche K örpergräber des 3. Jahrhunderts sind im Oder-W eichsel-Raum selten. Die G rabfunde von D orotheenhof/D orotow o Kr. F latow /Z lotöw o32 und von Dam m eKr. Prenzlau33 gehören etwa in die M itte resp. 2. H älftedes 3. Jahrhunderts. D en Ü bergang zum 4. Ja h rh u n d ertrepräsentieren die reichen K örpergräber von B alenthin/Bial^cino Kr. Schlawe/Slawno [1], Kom m erau/Kom orowK r. Schwetz/Swiecie34 und besonders Sakrau/Zakrzowbei Breslau/W roclaw [16]. Ih r Kennzeichen ist die reicheA usstattung m it Edelmetallschmuck und Im portw aren,auch Glasgefäßen, wom it sie in weiträumigen Vergleichm it Adelsgräbern in M itteldeutschland, Mecklenburg,Skandinavien und in der Slowakei gesetzt werden können.HauptteilIV. Die Grabanlagen1. Einzelgräber und Gräberfelder.K örpergräber m it Glasbeigaben des 4. Jahrhunderts sindals Einzelgräber oder zusammengeschlossen als kleinereG räbergruppen, aber auch auf großen G räberfeldernaufgefunden w orden. Die K ennzeichnung als Einzelgrabist in einigen Fällen zweifelhaft, da keine N achuntersuchungenstattgefunden haben, die eine isolierte Lagebestätigen könnten. Auffällige G rabinventare lenken dieA ufm erksam keit auf eine Fundstelle. Es ist anzunehmen,daß reiche G räber nicht unbem erkt verlorengehen. Ein Beispiel dafür, wie zunächst ein einzelnerG rabfund in einer Kiesgrube seine E rw eiterung zu einerG räbergruppe erfahren kann, sind die Funde vonSchwolow [21]. Eine N achprüfung der Fundstelle hatjedoch auch hier nicht stattgefunden. Die Fundstückesind Restbeigaben einer zerstörten G räbergruppe.Bei der Veröffentlichung der pom m erschen G rabfundeist negativ festzustellen, daß die Fundum stände resp.eine Beschreibung der Fundstelle im Gegensatz zurH ervorhebung der Fundgegenstände wenig beachtetw orden sind. So ist das zufällig von Schulkindern ineiner Kiesgrube entdeckte K örpergrab von G anzkow[17] wegen seiner interessanten G rabbeigaben m ehrfachpubliziert w orden, ohne daß eine der Bedeutung desFundes entsprechende N achforschung an der Fundstellestattgefunden hat. Es ist möglich, daß früher oder späterandere weniger auffällige G räber zerstö rt w urden.Im Fall Sakrau [16] hatte die außerordentlich reicheA usstattung des ersten G rabfundes von 1886 dazu angeregt,die Fundstelle, eine Sandgrube, sorgfältig zubeobachten. D er Erfolg w ar die Sicherstellung von zweiw eiteren sehr reich ausgestatteten K örpergräbern; das3. G rab fand sich m it H ilfe eines Suchgrabens undkonnte u n ter A nfertigung einer Skizze der Beigabenverteilungausgegraben werden.Die großen G räberfelder im W eichsel-Ostufer-Gebietzeigen, daß G räber m it Glasbeigaben sporadisch eingemischtin die Gesam tbelegung Vorkommen. Die Bindungvon Glasbeigaben an K örpergräber besteht n u r scheinbar:in G rodzisk [7] fü h rt das einzige K örpergrab unterden übrigen B randgräbern des G räberfeldes eine Glasbeigabe;in Krossen [4], W illenberg [6] und Kleszewo [24]verteilen sich die Glasfunde bei hoher G räberzahl zw arauf die K örpergräber, jedoch w ürde eine N achprüfungder B randgräber-Inventare sicher ebenfalls Glasbeigabenerweisen. Die Brandgräberfelder von W arengen [26],G roß Krebs [35], Klein Koslau [39], N iedenau [40]zeigen deutlich die G efahr der Ü berschätzung des Z u­sammenhanges K örpergrab - reiche G rabausstattung.Auch in anderen Gebieten sind B randgräberfelder m itGlasbeigaben beobachtet w orden: Zabieniec [37], Opatow[38]35.A ndere K örpergräberfelder des 4. Jahrhunderts wieD örsenthin/D zierzecin Kr. Schlawe/Slawno (25 G räber)36oder G roß-Sürding/Zerniki W ielki Kr. Breslau/W roclaw(über 50 G räber)37 haben keine B estattungen m it Glas-27 M üller (A.) 1957, Pag. 5 : K örpergräber w ährend der älterenK aiserzeit auch in einem schmalen K üstenstreifen Mecklenburgsund Vorpommerns, einschließlich Insel Rügen und Usedom.- H erkunft der G rabart um stritten, cf. O xenstierna1945, Pag. 151 : für das Eindringen der K örper-B estattungssittevon See her spricht die V erbreitung im O der- undW eichsel-M ündungsgebiet.- Leube - Ohnesorge 1968, Pag. 136 :K örpergräber auch im m ittleren O dergebiet; cf. Leube 1969:frühkaiserzeitliche K örpergräber Mecklenburgs.28 Pernice 1912.29 Eggers 1949 ; H achm ann 1956.30 Eggers 1937 (Denzin).31 Eggers 1964. Pollw itten gehört noch in das 3. Jahrhundert.32 La Baume (W.) 1934, Pag. 133, als K örpergrab nicht gesichert.33 Schumann 1902.34 G ünther 1922.35 M itteilung von Godlowski.30 K leist 1940.37 Z otz 1935 ; die als Seuchenbestattungen gedeuteten G räbersind verm utlich nur durch Beraubung gestört, Glasbeigabenkönnen dabei verloren gegangen sein.


Günter RauKörpergräber mit Glasbeigabenbeigaben. Diese Beobachtungen konnten auch beineueren polnischen A usgrabungen w iederholt w erden33.2. Topographie und G rabform .Die kleineren G räbergruppen m it K örperbestattungenund Gläsern des 4. Jahrhunderts finden sich vor allemauf sandigen Geländestreifen und Erhebungen, ebensodie Einzelgräber30. In den Angaben zu den F undum ständender G räber sind daher ähnlich lautende Form ulierungenwie „beim Kiesgraben gefunden“ (Kowalk),„beim A btragen eines Kiesberges“ (Borkenhagen) oder„beim Ausschachten von Sand“ (Sakrau I) häufig zulesen. Die Bevorzugung des erhöhten Terrains und sandigerG eländekuppen läßt sich m it Beobachtungen vergleichen,die allgemein bei G rabanlagen der römischenKaiserzeit gemacht w urden. Die topographisch exponierteLage einiger B estattungsplätze scheint von größererBedeutung fü r die Auswahl gewesen zu sein als andereG ründe wie leichtes Eingraben in Sand oder dieBenutzung ertragsarm er Böden und Ö dlands an Stellekultivierter Niederungsböden. Häufig liegen die G räberin N ähe von W asserläufen und Gewässern über demsteilsten A bhang oder auch am R ande von M ooren,was der Lage vieler G räberfelder im freien Germ anienentspricht40.Die G rabform en H ügelgrab und/oder Flachgrab sindregional verschieden verbreitet. In P om m ern und Schlesientreten im 4. Jahrh u n d ert keine H ügelgräber auf.Das Posener Land und das W arthe-N etze-G ebiet kenntHügelgräber m it Brandbestattungen und Glasbeigabendes 3. Jahrhunderts, die bis um 300 zu datieren sind41,östlich der Weichsel, besonders in Masowien und M a­suren, finden sich H ügelgräber neben Flachgräbern m itGlasbeigaben sowohl im 3. wie im 4. Ja h rh u n d e rt42. DasA uftreten der H ügelgräber w ird im Zusam m enhang m itden H ügelgräberfeldern im nordöstlich angrenzendenSudauen43, aber auch m it B ornholm , G otland undSchweden zu sehen sein, wo diese G rabform m it BrandundK örpergräbern zur jüngeren Kaiserzeit allgemeinüblich ist.N eben den sich bestim m ten Regeln einfügenden G rabfundensoll erw ähnt werden, daß einige G räber in ganzunscheinbarer U m gebung im Flachland liegen und des­halb nur zufällig beim Wegebau aufgefunden w urden;dies trifft nicht n u r zu für das einzelne frühvölkerw anderungszeitlicheR eitergrab von Königsbruch [25], sondernauch für kaiserzeitliche K örpergräber wie Geiglitz[23] oder R udka [42].3. Grabbau.Die B auart der G räber (Größe, H olzkam m ern, Steinsetzung)steht häufig in direkter Beziehung zu demReichtum der Bestatteten. Da die Gläser als Luxusartikelden höheren Sozialstatus andeuten können, istdie V erbindung von G rabgröße und reicher G rabausstattungkaum zufälliger A rt, oft wegen der Q uantitätder Gegenstände sogar erforderlich. Die sehr reichenG räber von Sakrau verfügen über G rabkam m ern m itentsprechend sehr großen Ausmaßen: Sakrau I [16] hatG rabgrubenm aße von 6,25 X 4,9 m, ist m it einer G rabsohlentiefevon 2,1 m jedoch verhältnism äßig flach angelegt;die Grabw ände sind m it Trockensteinm auernvon 1 m M ächtigkeit verkleidet, so daß sich ein Grabinnenraumvon ca. 4 X 3 m ergibt; das Inventar - m it5 Glasgefäßen - zählt zu den reichsten G rabfunden imfreien Germ anien. Sakrau II und III stellen sich m itM aßen von 3 X 1,75 m resp. 2,5 X 2,25 m in eine Reihem it vergleichbaren A delsgräbern auf Seeland44, in M itteldeutschland45,M ecklenburg46 und in der Slowakei47.Die G rabgröße ist eindrucksvoll auch bei den H ügelgräbernm it glasführenden K örperbestattungen: Pilgramsdorf 1 [2] m it einer K am m ergröße von 4,5 X 4 m,K itki 2 [14] von 3,7 X 2,8 m. Die größten Grabanlagenweisen im allgemeinen einen breiten, sich dem Q uadratannähernden G rundriß auf.Die Beobachtungen zum G rabbau sind in den meistenFällen vernachlässigt w orden. Dies trifft besonders aufdie glasführenden K örpergräber in P om m ern zu, vondenen keine einzige Grabskizze vorliegt. M anchmal isterw ähnt w orden, daß die Skelette „frei in der E rde“ohne jeglichen Steinschutz in ca. 2 m Tiefe lagen: Arnswalde[9], Borkenhagen [22]; allein in V ietkow [20]sollen die beiden dicht nebeneinander gefundenen G räberm it einer tiefen Steinsetzung und schweren Steinpackungversehen gewesen sein.38 K em pisty 1966 : B rulino-K oski K r. O ströw (M azowien),gemischtbelegtes G räberfeld m it 20 B randgruben und 13 K örpergräbern.30 In Borkenhagen [22] mehrere K örpergräber zerstört, späterein einzelner Glasbecher gefunden. - K ow alk [19] als Beispielfür einen einzelnen G rabfund.40 Gute Beispiele dafür sind das auf sandiger Erhebung imW eichsel-Nogat-Delta liegende gemischt-belegte G räberfeldvon K unzendorf/K onczew ice Kr. D anzig/G dansk (La Baume[W.] 1939), die auf dem linken H ochufer des Weichseldeltasliegenden G räberfelder von Praust/Pruszcz K r. D anzig/Gdansk (Glombowski 1926 ; Schindler 1939 ; id. 1941), auchdie schon genannten G räberfelder von Luggewiese und D örsenthin.Für bekannte Beispiele aus dem freien G erm anien cf. H ostmann 1874 (Darzau) ; K örner 1939 (Rebenstorf) ; Schmidt (B.)1963 (Butzow).41 Cf. K arpinska 1926 : Sadowie [30], Siedlemin [31],Bogoryja G orna [33] Buszkowo [34]. Ein H ügel des 4. Jahrh.(?) bei £odz cf. Jazdzew ski (K.) 1965, Tab. 62.42 Jazdzew ski (K.) 1939 : R ostolty pow. B ialystok ; Okulicz1970 : K itki pow. Przasnysz.43 Jaskanis 1961.44 V arpelev A [113] mit 6 m langer Steinsetzung und sechsGlasgefäßen (E ngelhardt 1877).45 H aßleben 8 [90] : Grabgrube 3 X 3 m, zur Grabsohle getreppt,eigentlicher Bestattungsraum 3 X 1,9 m (Schulz 1933),m it sieben Gläsern (Möller 1913). - Emersleben 1 und 2 :M aße 2,8 X 2 m (Schulz 1952).40 H även 1/1967 : M aße 2,5 X 1,6 m ; H även 2/1967 : Maße3 X 2,5 m (H ollnagel 1968).47 Straze I und II [87] : Kam m erlänge ca. 4 m, Tiefe 3,6resp. 4,5 m ; Straze I m it sieben Gläsern, Straze II „mehrereG läser“.


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Ü ber hölzerne G rabbauten besteht in den m eisten FällenU nklarheit. In Sakrau I hat m an eine hölzerne A b­deckung des rechteckigen Trockenm auerw erks vermutet, was nicht nachgewiesen ist. Die bisher einzigesubstantiell nachgewiesene H olzkam m er fand sich inPilgram sdorf H ügel 1 [2]. U n ter Luftabschluß durchO rtsteinbildung im H ügelm antel und durch G rundw asserkonservierungh atten sich Reste der im H ügelzentrum noch 1,7 m in den gewachsenen Boden eingetieftenH olzeinbauten erhalten. Sie bestehen aus Bodenplankenund einem R undholzrahm en m it M aßen von 2,8 X 2 m,in dessen N uten senkrecht eingesteckte W andbohlen erhaltengeblieben sind, die eine K am m erhöhe von m indestens45 cm anzeigen. Die ganze G rabgrube ist aufder H öhe des ehemaligen Bodenniveaus von einemringförm igen Steinwall um geben; darüber w urde einErdhügel von 26 m Durchmesser aufgeschüttet (erhalteneH öhe 2 m ; heute abgetragen).A ndere H ügel m it glasführenden K örpergräbern habenim Z entrum rechteckige steingesetzte G rabeinfassungen:G ozdzik [15], K itki [14]. In K itki fand sich in H ügel 2innerhalb der Steinsetzung ein Baumsarg.Die O rientierung der Bestattungen ist selten festgestelltw orden: N ord-S üd orientiert fanden sich die B estattetenin Praust [10] und Kleszewo [24]; in A rnswalde [9]w ird die Skelettlage N ordw est-Südost angegeben, inStuchow [3] Ost-W est. Meist sind die Skeletteile nichterhalten geblieben (Sakrau n u r Zahnreste), oder beiälteren Funden nicht beachtet w orden. In Sakrau III[16] und K itki [14] ist nachträglich eine Süd-N ord-O rientierung nach der Lage der Beigaben rekonstruiertw orden.Bei anderen G räbern w ird nur die Ausrichtung derG rabgrube angegeben: N ord-S üd in W erbkowice [13]und Pilgram sdorf [2], N ordw est-Südost in G ozdzik [15].V. V e rh ä ltn is v o n B ra n d - z u K ö rp e rg rä b e rnEs ist in Kapitel III hervorgehoben w orden, daß sich im4. Jah rh u n d ert im O der-W eichsel-Raum der prozentualeA nteil der K örperbestattungen w eiter erhöht und einenördliche Zone m it K örpergräbern und eine südlicheZone m it Brand- und K örpergräbern entsteht48. D am iterk lärt sich zugleich die größere V erbreitungsdichte derK örpergräber m it Glasbeigaben im O stseeküstenraum48 Godlow ski 1968, Pag. 269 ss.4!> Ein solches Beispiel ist die Bodenrippenschale von W arengen[26].50 Laser 1965, Pag. 158 Num . 21, Pag. 159 Num . 27. - M ildenberger1970, Pag. 65 s. : Aus den G räbern E hringsdorf 1und E rfu rt 1 stamm en die Reste zerschmolzener Glasgefäße,vermutlich auch in Freyburg II G rab 2. Die Form des Glasesist bei allen drei Exem plaren nicht m ehr bestim m bar. Es istmöglich, daß sich unter zerschmolzenen Glasresten Reste vonGefäßen befinden - ein Teil dieses Glases mag allerdings vonGlasperlen stammen. A uf jeden Fall beweisen aber die Funde,daß die M einung, Glasgefäße kämen in spätkaiserzeitlichenB randgräbern M itteldeutschlands nicht vor (Schulz 1953,Pag. 35) revidiert w erden muß. - Zem an 1961, Pag. 112 s.,Fig. 54 : A, a, Pag. 169 Fig. 81 : A.Zunehm ende Bedeutung in der V ölkerw anderungszeit cf.N erm an 1935, Pag. 20.gegenüber ihrem m ehr sporadischen A uftreten in M ittelundSüdpolen. Eine d ritte G ruppe bilden die gem ischtbelegtenG räberfelder im Gebiet östlich der U n te r­weichsel, die zahlreiche Glasfunde in K örper- undB randgräbern enthalten.Die Frage ist, welche Bedeutung die B randgräber besitzen.Die B randgräber führen nicht n u r einheimischesF orm engut; die Ü berprüfung älterer Fundberichte undneuer polnischer Grabungsergebnisse zeigt, daß einerelativ hohe Zahl von Glasbeigaben in Form von Glasfragmenten oder im Feuer zerschmolzenen Gläsernvorhanden ist, die bisher nicht genügend berücksichtigtw orden sind. Aus Pilgram sdorf H ügel 2 [2], G roßKrebs [35], B ornitz [36], Zabieniec [37], O patow [38],Klein Koslau [39], N iedenau [40] und K itki [14] sindüber 30 Glasfragm ente zusam m enzustellen, die alle derFacettschliffbechergruppe des 4. Jahrhunderts, teilweiseauch der G ruppe starkw andiger konischer Facettschliffbecherum 400 zugerechnet w erden können. Dieses neueUntersuchungsergebnis m uß als W arnung davor aufgefaßtwerden, voreilige Schlußfolgerungen auf die Bedeutungder Glasfunde in den K örpergräbern zu fo r­m ulieren. Es ist in der Regel nicht zu erw arten, daß einGlasgefäß vollständig erhalten in einem Brandgrab v o r­k o m m t49; daß aber grundsätzlich m it zerschm olzenenGlasgefäßen in Brandgräbern gerechnet w erden kann,zeigen neuere Beobachtungen auch in anderen Gebieten50.Schwierig ist in manchen Fällen die Bestim m ungkleiner am orpher Glasschmelzstückchen, die in B randgräbernhäufiger Vorkommen. Sie müssen auf die M öglichkeithin überprüft werden, daß sie n u r Schmelzrestevon Glasperlen darstellen51. In Z ukunft sollte nebenden B randgrab-Inventaren auch Siedlungen m ehr Beachtunggeschenkt w erden52.D en über 30 Funden von Glasbeigaben in B randgräbern53steht im Oder-W eichsel-Raum etwa die gleicheZahl aus K örpergräbern gegenüber. Die quantitativeGleichheit stim m t jedoch nicht, w enn die G esam tzahlder Brand- und K örpergräber m itberücksichtigt wird.Die qualitative Analyse erweist ein Ü bergew icht zugunstender K örpergräber, die häufig reich ausgestattetsind und für den w eiteren U ntersuchungsgang einebessere A rbeitsgrundlage bilden.51 Schach-Dörges 1969, Pag. 80 s. zählt unter den 100 B randgräbernvon W ilhelmsaue Kr. Fürstenw alde 13 Funde vonGlasgefäßen. Die Autopsie der nachprüfbaren Funde imMuseum für V or- und Frühgeschichte Berlin zeigte dagegen,d aß die m eisten Glasflußstücke nicht Ü berreste von Gläserndarstellen. Die A bleitung eines Friedhofs der sozial gehobenenGesellschaftsschicht und die Gleichsetzung m it anderen reichenK örpergräbern (Schach-Dörges, Pag. 102 s.) w ird dadurch anzuzweifeln sein.52 Siedlungsfunde im Oder-W eichsel-Raum : Igoiom ia-Zofipole[27] ; R ybna [28] ; Pusta [29] ; Kliestow [32] ; T uraw a[41] ; cf. Behm 1938, Pag. 332 : Glasscherben vom B ärhorstbei N auen.53 Die Zählung ist unvollständig. Zahlreiche G lasreste sindunbestim m bar, andere im Fundzusam m enhang 3. Jahrhundert,cf. Jankow ska 1962 (W arszaw a-K aw ^czyn).


G ünter RauKörpergräber mit GlasbeigabenVI. Typologisch-chronologische Untersuchung undVerbreitung der Leitformenu: -''V-S\\ :\ i \ Mi ' \ V"> Eggers 1951, K arte 57. - N achtragungen : B alenthin [1],Pilgram sdorf [2], Stuchow [3], Kerc [60], Tanai's [61],O lbia [62], T irgjor [80], G rabow [100], Westick [171],C astrop-R auxel [172] ; w eiterhin Funde im römischen R heinland: Saalburg, Zugmantel, K öln (Frem ersdorf 1939 - II ; id.1967).56 Nicht Ekholm 1965, Pag. 13 m it Hinweis auf vergleichbareFunde in K aranis (Fayum) ; cf. H arden 1936, Tab. 14, Num .516-317. H ard en weist auf die Bedeutung der G lasw erkstättenin A lexandria hin, auch wie Kisa 1908 und M orin1913 auf die E inw anderung östlicher Glasmacher in gallischeund rheinische Gebiete.57 Frem ersdorf 1967, Tab. 75.58 Frem ersdorf 1939 - II, Pag. 6 ss.115f


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Es sollte in der w eiteren Diskussion beachtet w erden,daß die Facettschliffschalen aus dem reichen G rabfundvon H im lingeje 1/1949 [112] in Form und Schliffmusteridentisch sind m it Schalen in Tana'is80.D er vereinzelte Fund einer Facettschliffschale im u n ­teren D onauraum von Tirg§or, Brandgrab 67 [80],könnte dazu anregen, weitere G lasw erkstätten auch imD onauraum zu suchen. Das unreine, nicht entfärbteGlas m it sehr flüchtigem Schliffmuster könnte sogar einebarbarische N achahm ung aus spätröm ischer Zeit sein81.*Die Zeitstellung der Facettschliffschalen ist durch ihrV orkom m en in m ünzdatierten reichen K örpergräbernausreichend gesichert. D er G rabfund von O strovany II/1865 in der Ostslowakei enthielt zwei Glasschalen undgibt m it einem Aureus der H erennia Etruscilla (248-251)einen guten term inus post quem. Bei gleichem Zierschlifflassen sich die Gläser von Straze 1/1933 in derSüdwest-Slowakei bestens anschließen; das G rabinventarist durch silberne Zweirollenfibeln m it H aßleben 8 inT hüringen in V erbindung zu bringen. D er sich darausFig. 3 Tana'is [61]. — Nach Sorokina 1965, Fig. 5.Die bisherigen Ansichten müssen jedoch eingeschränktwerden, seitdem an der nordöstlichen Peripherie desrömischen Im perium s in den antiken Städten Pantikapeum(Kerc [60]), O lbia [62] und Tana'is an der Donmündung [61] eine große Menge Glasm aterial, besondersauch dünnw andige Gläser m it feinem Schliffdekoraufgefunden w urden (Fig. 3). Diese Gläser sind denK ölner P rodukten im Reichtum der Schliffmuster ebenbürtigund zeigen durch die R einheit des M aterials, daßentfärbte Gläser auch anderswo als in K öln hergestelltw orden sind. D urch den archäologischen Nachweis vonG lashütten des 3. Jarhunderts auf der K rim und inTana'is w urde diese V erm utung inzwischen bestätigt(Fig. 4)50. Tana'is, das seine H andelsartikel über denBosporus Cim m erius bezog und dabei P antikapeum alsM ittler benötigte, ist bis zum Beginn des 4. Ja h rh u n ­derts m it Glaswaren versorgt w orden, hat aber offensichtlichselbst eine exportfähige G lasindustrie besessen.Fig. 4 Tana'is Г 6 1 ].— Nach Alekseeva — Arseneva 1966.Fig. 1 : 1 . “ '■’n N eufund einer T onform für Facettschliffschalen (cf. A lekseeva- Arseneva 1966, Fig. 1) m uß als Beleg für eigeneG lasproduktion gelten, cf. O tcet Arch. Kommissii 1913-15(1918), Fig. 171 : T onform älterer Facettbecher aus Kerc. -Visotska 1964 ; Sorokina 1967, Pag. 78.60 N orling-C hristensen 1951, Fig. 6 ; Alekseeva - Arseneva1966, Fig. 3 : 4.61 Diaconu 1965, Tab. 42, 167 : 2. - Ähnlich sind Scherbeneiner Schale m it spitzovalem Schliffdekor von A ltenw alde Kr.Land H adeln (Niedersachsen), B randgrab 27, cf. W aller 1957,Tab. 4 ; La Baume (P.) 1971, Tab. 10 : 3 (unter G rabbezeichnung„2“ ; die A bbildung zeigt im wesentlichen nur die nachgebildetenTeile der Glasschale).Die gelbgrüne Farbe ist durch Eisenverbindungen bedingt, diem it dem Rohstoff Sand zur Schmelze gelangen. Eine beabsichtigteG lasentfärbung beruht auf der K om plem entärw irkungeines besonderen Zuschlags, im A ltertum violettfärbenderBraunstein ; geringe Zuschläge heben nur teilweise die Eisenfarbeauf, größere Mengen können in die Eigenfarbe Umschlagenund das Glas violett färben, cf. Sackrau II. Diegelbgrüne Farbe und Verunreinigungen im Glas sind charakteristischfür das sogenannte W aldglas. W erner 1960 gebrauchtdiese Bezeichnung für die glockenförmigen Glasbecher des5. Jahrhunderts, cf. Kubitschek 1911, Fig. 26 ; W erner I960,Tab. 17 ; Barköczi — Salam on 1968. Die Schale von T irg;orund andere Facettschliffbecher der C ernjachov-G ruppe sindälter. Wegen des hohen H olzbedarfes beim Glasschmelzenw erden die H ü ttenplätze in waldreichen Gebieten zu suchensein.116


G ünter RauKörpergräber mit Glasbeigabenfür die 2. H älfte des 3. Jahrhunderts ergebende Fundhorizontder reichen K örpergräber h at seinen D atierungsschwerpunkt Ende des 3. Jahrhunderts resp. um300. Die Gläser von Balenthin, Pilgram sdorf undStuchow fügen sich gut in diese D atierung ein.Im Oder-W eichsel-Raum können dem F undhorizontder entfärbten Facettschliffschalen weitere Gläser angeschlossenw erden, die eine schalenförmige G rundformhaben:W edderwill [5] - steilwandige Glasschale, entfärbt,transparent, gering gelb-grünlich, unverziert (Fig. 5,Fig.54)62;W illenberg 1180 [6] - unverzierte Glasschale (Fig. 55);Grodzisk-Kal^czyn [7] - entfärbte Glasschale ohne Verzierung(Fig. 6, 56);Polchlep [8] - steilwandige Glasschale, schräg gewellt,klar, blau-grünlich (Fig. 7, Fig. 54)63;Arnswalde [9] - steilwandige Glasschale m it N etzfadenauflage,grünlich (Fig. 57);G rabow [12] - w eitm ündige Schale m it Fußring undfeinen vertikalen Außenrippen, entfärbt (Fig. 8).Die Gefäße von W edderwill, W illenberg 1180 undGrodzisk-Kal^czyn sind entfärbte dünnw andige Glas-schalen m it schwach eingedellter Standfläche. ÄhnlicheForm en, teilweise verziert, finden sich in den K üstenstädtenam Schwarzen M eer bis nach Tana'fs6'1.Fig. 5 W edderwill / Mezne [5].62 Kunkel 1927, Pag. 125 : grünliches Glasschälchen m it oberflächlicheingeschliffenen um laufenden Bändern und m it denüblichen spiraligen Form ungsriefeln. - Eggers 1951, Pag. 180,Beilage 97 : dünnw andige farblose Glasschalen m it Schliffde k o r; Typ 213: m it eingeschliffener R andlinie (= V arianteW edderwill). - Die Autopsie im Museum Stralsund ergab abweichendetechnische Einzelheiten : Die Schale von W edderwillist formgeblasen ; kein A briß auf dem Boden ; schrägumlaufende Form ungsfäden an der Oberfläche, auch am Boden,auf der Schulter h o riz o n ta l; keine Schliff Verzierungen; dasGlas ist entfärbt, transparent, schwach gelbgrünlich. — DieZersplitterung von Form engruppen der Gläser in Typen undV arianten mittels nicht vorhandener oder unwesentlicherM erkmale schränkt die A nw endbarkeit des Eggers-Katalogsvon 1951 weitgehend ein.63 Das Glas von Polchlep konnte ebenfalls im K ulturhistorischenMuseum Stralsund auf seine technischen Eigenheiten hinüberprüfl w erden : durchsichtig klar, kräftig grün m it bläulichemSchimmer ; Boden aufgedellt und mit A briß, geringeA bnutzungsspuren; R and verdickt und rundgeschmolzen ;W andung schräg gewellt, m it spitzoval verzogenen Luftbläschen.-Die Technik der H erstellung geriefelter Gläser, sogenanntesoptisch geblasenes Glas, erfordert eine gerillte H o lz- oder T onform; aus spätrömischer Zeit bekannt von K om arov (Ukraine),cf. Smisko 1964, Tab. 1 : 12, 13 ; B ezborodov - A bdurazkov1964, Pag. 64 : „three clay m oulds w ith relief p a tte rn “ . DieW andung der Gläser kann senkrecht geriefelt sein, cf. Perejaslav-Chmelnickij [52], H aßleben 8 [90], oder durch D rehungschräg gewellt (Polchlep). Eine Gleichsetzung m it N etzglasschalen(Eggers 1951, Beilage 89) ist aus technischen G ründenunzweckmäßig : Fadenauflagen sind ein zusätzlicher A rbeitsvorgangnach der Fertigstellung des Gefäßes, die optischeRiefelung erfolgt bereits im ersten Arbeitsgang an der heißenGlasblase, die dann zu einem beliebigen G efäß ausgeform twird. -84 Sorokina 1962, Fig. 10 : 3, 4 ; Fig. 11 : 4 ; Babencikov1963, Fig. 4 : 1.


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Fig. 8 G ra b o w / G rabow o [12]. — Nach Eggers 1934, Pag. 15.Die schräggewellte Schale von Polchlep (Farbtafel Pag.121, Fig. a) ist ein singuläres Stück; vergleichbar ist nurdie Riefelung auf verschiedenen Gläsern im ganzen röm i­schen Im perium , m eist K annen und Kugelbauchflaschen,auch in ukrainischen Funden. Es w ird im m er schwersein, die Anfänge bestim m ter Techniken festzulegen;im 4. und besonders im 5. Ja h rh u n d e rt w erden dieschräggeriefelten konischen Glasbecher modischerH auptartikel, vor allem im fränkischen Bereich85.Parallelen fü r die N etzfadenauflage des Glasbechers vonArnswalde sind von Igolomia [27] bekannt (Fig. 66).Fadenauflagen gleicher Glasfarbe wie das Gefäß sind inder Kaiserzeit selten; im Oder-W eichsel-Bereich kanndie Scherbe eines solchen Glases aus dem K örpergrab 211von P raust [10] hinzugezählt w erden, auch w enn dieD atierung in das 3. Ja h rh u n d ert zu rü ck fü h rt66. M ehrfarbigeFadenauflage ist dagegen häufiger verw endetw orden67; die nach Z eitsteU un^ und H erk u n ft u m ­strittenen Schlangenfadenkelche m it blau-w eißer Fadenauflagelenken die A ufm erksam keit besonders wiederauf östliche Gebiete68.Die Glasschale von G rabow m it feinen V ertikalrippenist von Eggers 1951 zusam m engefaßt w orden m it R ippengläsernaus m itteldeutschen G rabfunden09. DieseG ruppe kann nach neuem Forschungsstand m odifiziertwerden. Die Glasschale von G rabow gehört nach derForm noch in den H o rizo n t der dünnw andigen Facettschliffschalen,n im m t aber m it der feinen R ippenverzierungein charakteristisches Elem ent voraus, das sichbei den flachbodigen Glasschalen m it Bodenrippenw eiterverfolgen läßt. Die m itteldeutschen Funde habendabei eine zeitliche Zwischenstellung um 300 und gehörenvielleicht schon in den Beginn des 4. Ja h rh u n ­derts. G rabow dagegen ist sicher noch 3. Jahrhundert.Die Besprechung ist in diesem R ahm en trotzdem m öglich,weil auch die Ausbildung des Fußringes Bedeutung65 Ausgehend von ostm editerraner Glastechnik, cf. H arden1936, Tab. 7 : 59, Tab. 8 : 612 (Karanis) ; Burger 1966, Tab.125 : 22-23 (Sagvar [Pannonien]) ; K ropotkin 1970, Fig. 72 :15, 75 : 4, 76 : 6 ; auch in K öln zu römischer Zeit und imR heinland Leitform der frühfränkischen Spitzbecher, cf. R ademacher1942, Pag. 296 ss.86 Die Zugehörigkeit zu der Gläsergruppe konischer Fußkelchem it Fadenauflage, wie in dem B randgrab von Linowicepow. Starogard, ist aus chronologischen G ründen kaum möglich; dieser G lastyp datiert in das 2. Jahrh u n d ert n. C hr. -Bessere Vergleichsmöglichkeiten m it donauländischen Fundenvon G undrem m ingen Kr. D illingen (Bersu 1964, Tab. 8 : 6),Salzburg-H ellbrunn und V indobona (Klose 1907, Pag. 117,Fig. 43 : 2), Sebastovce-Barca (Slowakei) (Lamiova-Schmiedlova1969, Fig. 29 : 4) ; außer Köln (Frem ersdorf 1958) auchöstliche Funde (Sorokina 1962, Fig. 7 : 4 ; id. 1971, Fig. 5:1-Flaschen m it Fadenauflage, 4.-5. Jahrh.).67 Frem ersdorf 1959, Tab. 65 - Glasnachbildungen vonH em m oorer Eimern.68 Ekholm 1958, Pag. 23 ss. - Neue V erbreitungskarte derSchlangenfadengläser bei Eggers 1964, Pag. 161, Fig. 1, ohneBerücksichtigung des russischen M aterials, cf. K ropotkin 1970. -Poll w itten/Polo wite Kr. M ohrungen/M or^g hat allein 12Schlangenfadenkelche ; andere Kelche m it blau-w eißer Fadenauflage,cf. R ostoky K r. B ialystok (Jazdzew ski [K.] 1939,Fig. 15), H orodnica R ayon H orodenka (Dnestr) (Äberg 1936,Fig. 2), Tanai's (Sorokina 1965, Tab. 4 : 2) ; Zeitstellung2. H älfte 3. Jahrhundert.Schlangenfadengläser in Skandinavien zeigen unterschiedlicheZeitstellung :N o rd ru p (Seeland) (K örpergrab von 1873) m it gewelltemB ronzeeim er M itte 3. Ja h rh u n d e rt; H im lingoje (Seeland)(K örpergrab von 1873) mit einem P aar vergoldeter Silberpokalewie N o rd ru p ; H im lingoje 2/1949 m it H em m oorerEimer und einer bem alten Glasschale —eine einzigartige F undkombination des 3. Jahrhunderts ; T una (V ästm anland) [169]m it zwei H em m oorer Eim ern und Goldringschmuck nachStenberger 1956 A nfang 4. Ja h rh u n d e rt; Soukainen (Finnland)[168] m it H em m oorer Eimer und G lastrinkhorn, nach K ivikoski1954 M itte 4. Jahrhundert.Es h at den Anschein, daß die Schlangenfadengläser in M itteleuropadem 3. Jahrh u n d ert angehören, in den skandinavischenFunden verspätet bis in das 4. Jahrh u n d ert Vorkommen. Fürdie U ntersuchung der Gläser des 4. Jahrhunderts sind dieSchlangenfadenkelche daher ausgeschieden w orden.69 Eggers 1951, Beilage 91 : Freienbessingen K r. Sondershausen(Grim m 1940, Tab. 62 : 5), Leuna Kr. M erseburg G rab2/1917 (Schulz 1953, Tab. 5 : 2), B urgsdorf K r. Eisleben (Schulz1953, Tab. 36 : 2). Eggers Pag. 61 für westliche Provenienz,Stufe C 2.118


G ünter RauKörpergräber m it GlasbeigabenFig. 9 G roß Lesewitz /L asow ice W ielki [11]. -kandza 1942, Tab. 22 : a.■Nach Gothis-Fig. 10 Lundergaard [107].für eine weitere Gläsergruppe hat. In diesem Zusam ­m enhang soll der wichtige G rabfund von Köln-Braunsfelderw ähnt werden, der m ehrere bedeutende Glastypenenthält und um 300 datiert w erden kann70. EineGlasschale von Cernjachov in der U kraine (Fig. 74: a)m it schwachen Seitenrippen und Fußring wie Grabowm ahnt zur Vorsicht bei der Frage nach der möglichenProvenienz.Von Krossen 34 [4] und Groß-Lesewitz [11] stam m t jeeine Glasschale m it radial gestellten Bodenrippen(Fig. 9). Die Besonderheit dieser Gläser liegt in der Ausformung kräftiger plastischer R ippen auf dem Gefäßunterteil,w om it eine gute Standfestigkeit erzielt wird.Das m it dem Zwackeisen in die R ippen geprägte Riefelmuster („Fischflossenmuster“) ist ein fabrikationstechnischesDetail, welches weniger deutlich schon bei denerwähnten Vergleichsfunden von Cernjachov 88, Leuna2/1917 und Burgsdorf auftritt. Die Gläser im O der-W eichsel-Raum sind relativ dickwandig und von grünlicherFarbe und zeigen die üblichen spiralig um laufendenForm spuren.Vergleichsfunde der Bodenrippenschalen sind nur vonFundplätzen in O stpreußen - Brandgrab W arengen [26]- und Südskandinavien71 bekannt (Fig. 10). Eggers benenntdiesen Glastyp nach dem nordjütischen F undortLundergaard [107]72 und verm utet südöstliche P ro ­venienz; er steht m it dieser M einung allein gegen dieAuffassungen von einer westlichen H erkunft73. Da keinedirekten Vergleichsfunde im westlichen und südöstlichenBodenrippenschalen und Fußschalen.Fig. 11 W erbkowice-K otoröw 1 [13].7,1 D oppelfeld 1961, Tab. 8 : 2. K örpergrab 5/1960 in Sarkophagm it männlichem S k e lett; in der G rabgrube neben demSarkophag zw ölf Gläser, drei Tonkrüge, Messer, W ürfel. DieGlasbeigaben umfassen drei Glasschalen m it kleinen Rippen-Knubben an der A ußenw and, einen konischen Nuppenbechermit blauen und grünen N uppen, einen großen Glasteller, dreikleinere Glasteller, drei Z ylinderkannen m it Bandhenkeln(zwei davon mit feinem Zonen-Schliffmuster). - ÄhnlicheGlasschalen mit seitlichen Rippen von K refeld-G ellep K örpergrab65, 350, 556, 1206 (Pirling 1966, Pag. 100 : „R ippenbecherim ganzen 4. Jahrhundert im Gebrauch“).71 Eggers 1951, Beilage 90 ; Ekholm 1965, Beifügung 2.72 Eggers 1951, K atalog-N um . 47, Typ 203, Pag. 61 s. DerTyp 204 (Sondre K jarstad) ist identisch m it Typ 203 außereiner zusätzlichen Fadenauflage und sollte nicht abgetrenntwerden.73 Ekholm 1965, Pag. 12 diesmal unerw artet gegen östiicheH erkunft.119


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)E uropa vorhanden sind, m uß die K lärung dieser Fragedurch N eufunde abgew artet w erden74.Ein anderer G lastyp - Schalen m it aufgeschmolzenem1 F ußring (Fußschalen) - ist im O der-W eichsel-Raumebenfalls nur vereinzelt anzutreffen:W erbkow ice-K otoröw [13] - kleine steilwandige Glasschalem it Fußring und anderthalbfacher Fadenspirale(Fig. H )75.U n ter V orbehalt sind weitere Scherbenfunde anzuschließen:K itki 2 [14] - Scherben m it um laufendem Faden, grünlich-transparent(Fig. 60);G ozdzik [15] - unverzierte Glasscherben;aus dem B randgrab Siedlemin [31] - Bodenstück einerFußschale.Die großen ukrainischen G räberfelder Cernjachov [47]und Kosanovo [50] haben ähnliche Fußschalen ergeben(Fig. 75). Es ist bereits bei den dünnw andigen Glasschalendarauf hingewiesen w orden, daß G lashütten impontischen Raum bestanden haben. Die jüngsten E n t­deckungen von G lasw erkstätten in der K arpatenukrainebei K om arov [72] und O kno [73] setzen neue A kzentefür die Diskussion um die Provenienz der bisher mitwestlicher H erkunft bezeichneten Gläser.Die Fußschalen können als eigentliche Leitform füreinen östlichen F undhorizont gelten76, dem die Bodenrippenschalenvorerst n u r u n ter V orbehalt angeschlossenw erden dürfen. Die westliche H erkunft einzelnerGläser ist noch im m er als M öglichkeit einzuschließen,im östlichen M itteleuropa aber fragw ürdig und in denpontischen Gebieten auszuschließen.Die Bodenrippenschalen und Fußschalen östlicher P ro ­venienz datieren m it H ilfe der Begleitfunde in einenZ eithorizont um 300 resp. A nfang des 4. Jah rh u n d erts77.In W erbkow ice findet sich die Fußschale in Fundgesellschaftm it einer A rm brustfibel m it rhom bischer F ußplatteund zurückgeschlagenem F uß78'u n d D rehscheibenkeramik vom Igolom ia-Typ (Fig. 12)79. In K itki könnendie Tongefäßbeigaben und ein Kam m m it gew ölbterG riffplatte einen genauen Z eitpunkt nicht geben(Fig. 60); sie passen sich aber gut der D atierung um 300ein. Besser zu datieren ist die Fußschale von K osanovo38 m it einem T onkrug des Cernjachov-Typs80, der sichm it einem sehr ähnlichen von R udka81 vergleichen läßt.R udka fü h rt im Inventar eine Fußschale m it Fadenauflage(Fig. 73 und Farbtafel Pag. 121, Fig. b) und einenH em m oorer Eim er; der T onkrug hat G lättm usterverzierungwie die Cernjachov- und Igolom ia-K eram ik(W erbkowice). A uf der G rundlage des Vergleichs vonFunden m it H em m oorer Eim ern (cf. Fig. 51) lassen sichdie Bodenrippenschalen dem Z eithorizont der Fußschalengleichstellen; soweit bisher zu übersehen ist, stellensie einen kurzlebigen Glastyp dar. Die B odenrippenschalenvon L undergaard (Jütland) [107] und Alsted(Seeland) [119] stam m en aus K örpergräbern m it H em ­m oorer E im ern und geben für die Vergleichsfunde imOder-W eichsel-Raum eine weitere D atierungshilfe.A nders als die geblasenen Glasschalen m it aufgesetztemFußring sind die 2 Millefiori-Schalen von Sakrau Iund III [16] form gepreßte Erzeugnisse. Die M illefiori-Schale von Sakrau III ist ein einzigartiges Fundstück imfreien Germ anien (Fig. 13). Ihre D atierung ist nur durchdas übrige G rabinventar möglich, da die spezielle Technikder H erstellung von M illefiori-Glas schon seit augusteischerZeit bekannt ist82, und unter U m ständen wie indiesem reichen G rabfund ein länger aufbewahrtes Exem ­plar vorliegt. Die von Fremersdorf vertretene A uffassung,daß derart künstlerisch hochwertige Erzeugnisse aus74 Gläser m it Bodenrippen sind nicht vergleichbar m it denfrühfränkischen G läsern vom Typ H elle (W erner 1958,Fig. 13 - V erbreitung des Glastyps Helle) ; diese um einJahrh u n d ert jüngeren Gläser mit R ippen und Fadenauflagenkönnen als W eiterentw icklung der Glasschalen m it seitlichenRippen wie in K öln-B raunsfeld 6 resp. K refeld-G ellep gesehenwerden.75 Bei der Ü berprüfung des Fundes im Museum Lublin sindtechnische D etails beobachtet w orden, die nur teilweise m it derbisherigen Publikationszeichnung übereinstimm en : in derBodenm itte A brißnarbe des H efteisens; Fußring aus einemG lasfaden a u fg esetzt; die G rundform ist form geblasen undzeigt im oberen Teil schräg verzogene Luftbläsdhen und spiraligeForm spuren ; R and nach außen umgelegt und verschmolzen,eine K apillare teilweise e rh a lte n ; Schulter m it an d erthalbfacherSpiralfadenauflage ; Glasmasse klar, entfärbt, mitleichtem gelblichen Schimmer.76 Die A bgrenzung „östliche Provenienz“ geschieht gegenüberder G ruppe zylindrischer Becher m it geform tem Fußring,häufig bemalte Gläser, die dem 3. Jahrh u n d ert angehören undwestliche V erbreitung haben, cf. Frem ersdorf 1970. Dem gegenüberöstliche Fußschalen m it oder ohne Fadenauflage vonW erbkowice [13], R udka [42], Cernjachov [47], K osanovo[50], w eitere Gläser von K am enka (M oldau SSR) (Symonovic1957, Fig. 4 : 7), Inkerm an (Krim ) [58], K erc [60],Tanai's [61].77 Rohde 1957, Pag. 49 : D er Standring ist eine spätkaiserzeitlicheBodenform , die aus der K eram ik entlehnt w urde. DieBeobachtungen an antiken Gläsern stimmen überein m it demVergleich D rehscheibenkeram ik Fußschalen ; beide Form enentwickeln sich im 3. Jahrh u n d ert und erreichen um 300 einenzeitlichen H öhepunkt.78 Cf. A m broz 1966, Tab. 16, datiert um 300.78 G ajewski 1959, Tab. 10.80 K ravcenko 1967, Pag. 116, Tab. 1 : 3.si Petersen 1941, Fig. 6.82 Z ur Technik des M illefiori-Glases cf. Kisa 1908, Pag.501 ss. ; über die A nfänge cf. Haevernick 1968 ; Beispiele vonBerger 1960, Pag. 9 ss.; Frem ersdorf 1958 ; U lbert 1965, Pag.48, Tab. 25 : 1.F arbtafel Pag. 121a. links : W edderw ill [5] M aßstab 1 : 3rechts : Polchlep [8] M. 1 : 3b. R udka [42] M. 1 : 3c. links : Borkenhagen [22] M. 1 : 4M itte: R edlin [18] M. 1 : 4rechts : Vietkow [20] M. 1 : 4d. Kleszewo [24] M. 1 : 3e— f. Sakrau I [16] M. 3 : 5g. Königsbruch [25] M. 2 : 3G lasfunde aus dem O der-W eichsel-Raum120


G ünter RauKörpergräber m it Glasbeigaben121


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)G lasfunde aus Skandinaviena. Alsted, Seeland [119]b. Borrby, Schonen [129]c. H aland, R ogaland [154]d. Dybeck, Schonen [128]e. Lund, Schonen [131]M aßstab bei allen 2 : 3122


EOG 2004-05 E&R REPORT No. 05.15Table 8Percentage of Students at/above Level III and Number of Students Tested in Mathematicsby Grade and Subgroup, 2003-04 and 2004-05Category Grades 3-8 Grade 3 Grade 4 Grade 5 Grade 6 Grade 7 Grade 82004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005 2004 2005All Students92.1 91.4 92.1 90.3 96.4 94.5 95.7 94.4 92.3 93.1 88.5 89.0 88.0 88.350,831 52,499 8,379 8,716 8,479 8,686 8,405 8,812 8,449 8,755 8,628 8,737 8,491 8,793Male91.3 90.9 91.7 90.4 95.6 94.4 95.2 94.0 91.0 91.8 87.4 87.2 86.8 87.125,943 26,728 4,369 4,447 4,371 4,518 4,271 4,521 4,236 4,464 4,381 4,358 4,315 4,420Female93.0 92.5 92.4 90.2 97.2 94.6 96.2 94.8 93.6 94.5 89.6 90.8 89.3 89.524,888 25,771 4,010 4,269 4,108 4,168 4,134 4,291 4,213 4,291 4,247 4,379 4,176 4,373White97.5 97.5 97.9 96.7 99.0 98.6 98.4 98.5 97.9 97.8 96.3 96.9 95.7 96.329,496 29,580 4,786 4,744 4,804 4,916 4,914 4,933 4,888 4,958 5,042 4,935 5,062 5,094Black81.5 80.7 80.4 77.0 91.2 88.2 90.5 86.6 82.0 84.6 73.9 75.5 72.2 73.014,268 14,596 2,202 2,266 2,324 2,275 2,324 2,432 2,455 2,535 2,505 2,564 2,458 2,524Asian98.3 97.7 98.3 97.6 99.5 99.2 98.1 99.0 98.8 96.9 97.1 96.5 98.2 96.72,097 2,341 359 461 371 381 360 386 337 383 339 368 331 362Hispanic/Latino85.4 85.0 85.3 85.1 92.9 89.7 90.3 89.3 84.6 86.4 76.8 79.5 79.3 77.53,352 4,083 687 838 663 766 535 727 533 582 504 615 430 555American Indian89.9 92.4 92.6 81.8 96.4 96.3 100.0 100.0 85.7 100.0 85.2 85.7 80.8 88.0149 144 27 22 28 27 20 28 21 21 27 21 26 25Multiracial93.9 92.4 93.4 91.9 97.6 94.4 96.8 95.8 92.1 94.6 88.6 85.0 93.5 90.61,469 1,755 318 385 289 321 252 306 215 276 211 234 184 233FRL81.1 80.4 80.8 78.9 90.7 87.5 88.8 86.3 81.2 82.9 72.4 74.3 69.8 71.413,558 15,129 2,407 2,705 2,448 2,606 2,282 2,621 2,275 2,463 2,202 2,460 1,944 2,274SWD73.8 73.6 78.1 72.0 85.6 83.6 82.2 81.9 72.8 75.1 64.1 65.3 61.8 63.98,365 8,320 1,343 1,236 1,320 1,443 1,416 1,362 1,367 1,427 1,472 1,415 1,447 1,437LEP79.7 77.8 80.6 80.2 90.5 84.1 87.4 84.6 75.1 79.3 64.0 68.1 65.6 62.92,012 2,135 474 494 465 422 342 377 277 285 242 285 212 27218


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Facettschliffbecher.Die auffälligste und interessanteste G läsergruppe des4. Jahrhunderts um faßt die m eist dickwandigen Glasbecherhalbkugeliger, zylindrischer oder konischerG rundform m it eingeschliffenen R und-, O val- undSpitzovalfacetten. Im Oder-W eichsel-Raum sind 11 Gläserdieser A rt aus K örpergräbern bekannt; viele Glasfragmente m ehr stam m en aus B randgräbern. U nterAusschluß der Glasscherben in den B randgräbern undSiedlungen sind alle Facettgläser auf G rund ihrer W andstärkeunversehrt erhalten oder n u r geringfügig beschädigt.Die Färbung ist bei der hohen Becherformeinheitlich gelb-grünlich (Farbtafel Pag. 121, Fig. c, d, g),transparent; die niedrigen Form en sind m eist entfärbtund klar (Ganzkow, Redlin), im A usnahm efall Sakrau IIv io le ttro t87. Es handelt sich um Trinkgefäße ohne echteStandfläche88.Die Facettschliffbecher des Oder-W eichsel-Raum eskönnen in drei Typengruppen aufgeteilt werden, fürdie im folgenden die Bezeichnung m it dem N am en einesrepräsentativen Fundortes eingeführt w ird.(1) N iedrige Facettbecher, annähernd halbkugeligerForm , m it R und- und O valfacetten (Leittyp Sakrau IIund G anzkow ):Sakrau II (Fig. 15) - H öhe angeblich 12 cm;R edlin (Fig. 20) - H öhe 7 cm;G anzkow (Fig. 21, 61) - H öhe 8,5 cm ; zusätzlichRautenschliff.Fig. 14 Sakrau / Zakrzöw I [16].(2) H ohe Facettbecher, annähernd zylindrischer G ru n d ­form m it gerundetem Boden, m it m ehreren ReihenO val- und R undfacetten (Leittyp Kowalk):Kowalk (Fig. 22, 62) - V ietkow (Fig. 23, 16: b, 63) -Schwolow - B orkenhagen (Fig. 16: a, 24) - Geiglitz -W illenberg - Kleszewo (Fig. 25, 64).Die H öhe schwankt zwischen 9,6 cm (Vietkow) und12,4 cm (Kleszewo).(3) Konische Facettbecher m it Spitzovalen und W abenfacetten(Leittyp Königsbruch/Lugi):Einziger F und aus einem K örpergrab ist das Glas vonKönigsbruch/Lugi (Fig. 65); die H öhe beträgt 15 cm.Alle 3 G lastypen sind im Oder-W eichsel-Raum auch ausB randgräbern bekannt:zu (1)G roß Krebs [35] - starkw andige grünliche Scherbe m itR und- und O valfacetten, Typ Sakrau II (Fig. 67);zu (2)B ornitz [36] - Scherben eines Facettbechers TypKowalk;Fig. 15 Sakrau / Z akrzow II [16]. — Nach Schmidt1938, Pag. 289.(E.)87 Bei Eggers 1951 Farbbezeichnungen „ru b in ro t“ (Sakrau II)und „olivgrün“ (Typ 230) entsprechen nicht dem M ischfarbencharakter.83 Eine R undfacette am Boden kann nicht als Standfläche bezeichnetw erden ; bei A uffüllung des Gefäßes w ird dieSchwerpunktslage noch ungünstiger. Alle Facettschliffbecher sindgrundsätzlich Sturzbecher.124


Günter RauKörpergräber m it GlasbeigabenFig. 16 Links : Borkenhagen / Borkowice [22] R echts: Vietkow / W itkowo [20].125


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Zabieniec 39 [37] - Fragm ent eines FacettschlifTbechersm it oberflächlich eingerissenen Facetten und R andlinien(Fig. 68);O patow [38] - Scherben von Facettgläsern, verm utlichdes Typs Kowalk;Klein Koslau 21 und 22 [39] - Scherben von Facettbecherndes Typs K ow alk (Fig. 69);N iedenau 128 [40] - zusammengeschmolzene Scherbenvon Facettgläsern des Typs Kowalk;zu (3)Pilgram sdorf H ügel 2 [2] - starkw andige Facettglasscherben;K itki [14] - Scherbe m it dichtgestellten kleinen O valen;2abieniec 18 [37] - Splitter eines starkw andigen Facettglases,verm utlich konischer Form ;Klein Koslau 6 [39] - Scherben eines konischen Facettbechersm it dichtgestellten kleinen O valen (Fig. 35), cf.K itki;N iedenau [40] - zahlreiche G lassplitter und Scherbenstarkw andiger Facettbecher m it W abenfacetten (Fig. 70).Von Siedlungen sind ebenfalls Scherben facettierterGläser bekannt, m eist jedoch nicht näher bestim m tw orden; in Igolom ia [27] handelt es sich verm utlich umFacettbecher vom Typ Kowalk, in T uraw a [41] umdas Bruchstück eines konischen Facettschliffbechers(Fig. 71).Die V erbreitungskarte der Facettschliffbecher (Fig. 50)zeigt im Oder-W eichsel-Raum ein deutliches K onzentrationsgebietin H interpom m ern und auf dem östlichenU nterw eichselufer, weniger Fundstellen in Südpolen(Schlesien). M ittelpolen (W arthe-N etze-Land) undO stpolen (O stufer der m ittleren Weichsel) w aren bisvor wenigen Jahren fundleer.Eggers glaubte das Fehlen der Gläser in Südostpolen aufden Forschungsstand zurückführen zu können89, was8D Eggers 1951, Pag. 62.90 G orodok N ikolajevka, cf. E bert 1913, Fig. 96.91 Eggers 1951, K arte 58.92 Ekholm 1956 - I, Fig. 12 ; id. 1963, K arte 1 ; id. 1965,K arte 1 m it neuen Signaturen.93 Ekholm 1936 - I, Pag. 68 ; id. 1937.94 Ekholm 1965, Pag. 11.95 Alm gren - N erm an 1923, Pag. 81, N o ta 7 ; W erner 1950,Pag. 175, N o ta 20. Für die neueste Zusammenstellung südrussischerFunde cf. K ropotkin 1970, Fig. 16 : V erbreitungskarteder Gläser, unglücklicherweise m it vertauschten Signaturen :Num . 1 bedeutet G lashütten, N um . 2 Fundorte von Glasgefäßen.Bei den Gläsern ist zu berücksichtigen, daß Funde seitdem l.J a h rh . kartiert sind. Für Facettschliffbecher cf. Fig. 21,eine M iniaturkarte, die nicht ganz vollständig i s t ; N um . 977K olodruka muß ausgeschieden w erden : bei der Ü berprüfungim Museum K rakau zeigte sich, daß die Schale optisch geformt, nicht geschliffen i s t ; die angeblich zugehörige K annehat kleine spitze Facetten, wie dünnw andige Facettschliffschalen; die Fundum stände sind unbekannt, eingeliefert MuseumK rakau 1936, Inv.-N um . 10 188, 10 268, Fundum stände nichtgesichert.96 G rundsätzlich in der älteren L iteratur, cf. Jungklaus 1924,Pag. 87 s. „Die H eim at dieser Glasbecher ist, wie ja allgemeinsich inzwischen durch neue Ausgrabungsergebnisse nachweisenläßt (N eufunde K itki, Kleszewo). E r suchte dieV erbindung zu den G lasfunden am D nepr-U fer90, dieer als Stütze fü r seine Theorie von der östlichen H e r­kunft der Facettschliffbecher einsetzte.Die von Eggers vorgelegte V erbreitungskarte der Facettgläser91w ar bisher die einzige überregionale G esam t­karte, ohne jedoch die für die Fragestellung wichtigensüdosteuropäischen Gebiete zu berücksichtigen. Einevon E kholm fü r Skandinavien angefertigte G lastypenkarte kann als Ergänzung für die skandinavischenFunde gelten, ist aber durch die A ufnahm e aller „orientalischen“Gläser der Kaiserzeit und durch die V erw endungvon 26 C ode-Signaturen unübersichtlich92.Eggers und E kholm sind unterschiedlicher Auffassunghinsichtlich der H erk u n ft der Facettschliffgläser ausdem Südosten: Eggers k o n k ret aus den nördlichenK üstengebieten des Schwarzen Meeres, E kholm anfangsebenso93, später für H erkunft aus orientalischen L ändern,wobei die pontischen Gebiete nur eine M ittlerstellungbesitzen94. Die interessante Diskussion w urde ohneBerücksichtigung der inzwischen stark zunehm endenF undkonzentration in der U kraine, der M oldau und inM untenien geführt. Die südrussischen Parallelen fü rskandinavische Facettglas-Funde sind bereits von A lm ­gren und N erm an erw ähnt w orden, gleichfalls vonW erner93.Im krassen Gegensatz zu den Auffassungen eines östlichenU rsprungs steht die A nnahm e einer westlichenH erkunft der Facettschliffbecher, insbesondere aus Köln,die von Frem ersdorf v ertreten w ird96. Ein einzigerhoher Glasbecher m it vergleichbarem O val- und R undfacettenschliffaus Köln w ird als Beweisstück fü r dieThese benutzt, die Facettbecher in Skandinavien undspeziell der rotviolette Becher von Sakrau II seienK ölner Erzeugnisse97. D em K ölner Einzelstück w erdenweitere, aber halbkugelige entfärbte Becher m it R u n d ­bekannt, in den Rheinlanden, nicht auf italischem Boden, zusuchen“.97 Frem ersdorf 1967 (Die Gläser m it Schliff . . . aus Köln),Tab. 51 ohne sicheren Fundnachweis aus der Privatsam m lungdes K ölner Stadtbaum eisters Gerlach ; Pag. 79 : „ .. . von großerW ichtigkeit, weil er die Brücke schlägt zu einer Reihe ähnlicherFunde im N ationalm useum Kopenhagen, denen m an bisheröstlidie H erkunft zuschrieb.“ Dies ist die Begründung, daßskandinavische und m itteleuropäische Facettschliffbecher „ausK ö ln “ stammen.Eine ähnliche A uffassung v e rtritt H aberey 1961 bei dem V ergleichdes D iatretglases von Niederem m el an der Mosel m itdem großen Facettschliffbecher aus V arpelev A ; die Ähnlichkeitim Profil w ird zu einer „engen W erkstattbeziehung“ ausgedeutet.Die Autopsie im N ationalm useum Kopenhagen bekräftig t dagegen den Eindruck, daß auch dieses Glas südöstlicherProvenienz ist : das schwere dicke Glas ist völlig vonSpannungsrissen durchzogen und zeigt dam it einen au ß erordentlichcharakteristischen technischen Fehler vieler Gläserin N ord- und Südosteuropa, cf. Glasbecher von H allem(N ord-T rendelag) [165]. Die technischen Fehler gehen häufigzusammen m it reinen M aterialfehlern, so daß nicht selten dieGläser bei der Freilegung an der Luft ganz zerfallen ; bestbekanntesBeispiel ist der zw ar zeitlich spätere, aber durch126


Günter RauKörpergräber mit GlasbeigabenFlg. 17 K om arov [72]. — Links : G lasfragm ente. — Rechts :Tonware. — N ach Smisko 1964, Fig. 1, 3.facetten und tiefgeschliffenen R andrillen angeschlossen,die meist keine sicheren Fundortangaben haben undteilweise aus Privatsam m lungen übernom m en w urden03.Besser geeignet für die Diskussion ist ein gelbgrünerFacettschliffbecher von Krefeld-Gellep [98], der einzigebisher sichere G rabfund eines Facettbechers Typ Kowalkwestlich des Rheins (Fig. 79)°°.Von der Fülle der M öglichkeiten, die die A usw ertungrussischer und rum änischer Publikationen nach demletzten Kriege bietet, ist in der westlichen Forschungwenig Gebrauch gemacht w orden. Die Einbeziehung desin jüngster Zeit sich schnell verm ehrenden Fundstoffsder östlichen Gebiete läßt überregionale Zusam m enhängeerkennen. Die V erbreitung der Glasfunde vonN ordskandinavien bis Südrußland m acht die Berücksichtigungsüdöstlicher Gebiete unbedingt erforderlich.Die großen G räberfelder in der U kraine (Cernjachov,Kosanovo, Zurovka, G avrilovka, Ranzevoe), M oldau(Malaesty, Lunca, Budesty) und in M untenien (Alexandra Odobescu, Span^ov, T irgjor, Mogo§ani) sowie andereFundstellen (Siedlungen) haben ein umfangreichesM aterial an Gläsern des 4. Jahrhunderts m it teilweisegesicherten Fundum ständen ergeben.Von besonderer Bedeutung ist die A usgrabung einerSiedlung des 3.-4. Jahrhunderts in K om arov Bez.seine Form sich sicher als östliches Glas ausweisende Fußbechermit griechischer Inschrift von Piwonice K r. Kalisz, dessenKonservierung zu einem technischen Forschungsproblem wurde(Dqbrowski [K.] - K arw ow ska 1954).1)8 Frem ersdorf 1967, Tab. 33, 35.99 K refeld-G ellep kann in der M itte des 4. Jahrhunderts nichtmehr als rein spätrömisches G räberfeld bezeichnet werden.Die sehr große Z ahl der Gläser aus den G räbern von Krefeldläßt verm uten, daß in der N ähe eine bedeutende G lashüttegestanden hat, die nicht unbedingt Köln heißen muß. AusKöln ist keine spätrömische G lashütte bekannt. N eufunde vonGlasscherben m it Facettschliff aus den germanischen Siedlungender spätrömischen K aiserzeit und Y ölkerw anderungszeit vonWestick [172] und C astrop-R auxel [171] können hier nichtmehr ausführlich besprochen w erden (Frem ersdorf 1970 - IIund 1970 - III) ; ihre Provenienzbezeichnung „K öln“ solltebesser nachgewiesen werden als durch einfache Gegenüberstellungm it A bbildungen von Gläsern aus dem Römisch-Germanischen Museum Köln. Wie Frem ersdorf bem erkt, p aßtunter den H underten Glasscherben keine einzige m it eineranderen zusammen ; falls die Siedlungen soviel ganze G efäßeals Gebrauchsgerät besessen haben, w äre dies eine sehr erstaunlicheZahl, wenn man nicht unter V orbehalt auch handwerklicheBetätigung annehm en will.Zur Frage der Provenienz ist auch ein Fund südlich der D onauzu erw ähnen : ein zylindrischer Becher m it Figurenschliff vonAugusta Vindelicum, cf. Schleiermacher 1960, Tab. 16 : 2. Einganz erhaltener Facettschliffbecher Typ K ow alk befindet sichauch im Musée des A ntiquités in Rouen, eingeliefert Ende des19. Jahrhunderts, zusammen m it Grabbeigaben von Etaples,Dép. Pas-de-C alais (Collection de G irancourt) ; H . 12,4 cm,gelbgrün.127


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)C ernovcy [72]100, wo 1956-58 eine barbarische Glashü tte und verm utlich auch Schleifwerkstätte für Facettschliffbecherarchäologisch nachgewiesen w erden konnte(Fig. 17). Für die zahlreichen Glasfragm ente bietet sichFig. 18 Kerc [60]. — Nach Sorokina 1962 — I, Fig. 16 : 5.Fig. 19Tecuci [76]. — Foto B. H änsel.die Möglichkeit einer Gegenüberstellung m it Facettgläserndes gesamten Verbreitungsgebietes von Skandinavienbis Südrußland. Die G lasfunde im O der-W eichsel-Raum rücken dam it in den M ittelpunkt desüberregionalen Vergleichs.F ür die Facettschliffbecher aus G rabfunden im O der-W eichsel-Raum ist eine A ufgliederung in drei T ypengruppenvorgenom m en w orden. Im Folgenden solluntersucht werden, welchem Z eithorizont die einzelnenG lastypen angehören und welche Stellung sie im überregionalenVergleich haben. Dabei geht es weniger umdie Feinbestim m ung eines Fundes, als um die sichereE inordnung der G lastypen in Fundhorizonte.Zu (1):N iedrige Facettbecher m it R und- und O valfacetten =L eittyp Sakrau II und G anzkow.Die D atierung des starkw andigen Facettschliffbechersvon Sakrau II ist unabhängig von seiner typologischenH erleitung auf G rund des m ünzdatierten Vergleichsfundesvon Varpelev A auf Seeland [113] möglich101.Eine direkte Vergleichbarkeit der G räber Varpelev A- Sakrau II besteht, weil in beiden reich ausgestattetenG räbern die einzig bekannten rotvioletten Facettbecherdieses Typs V orkom m en102. D er Facettschliffbecher vonSakrau II (Fig. 15) ist lediglich höher als der Becher von100 Smisko 1964; Sorokina 1967, Pag. 78-79 ; K ropotkin1970, Pag. 110, Num . 1003; R ikm an 1972, Pag. 72. - Dienoch nicht nachgeprüften Funde und Beobachtungen lassensich vorerst nicht voll auswerten, haben aber überzeugendetechnische Fakten geliefert, cf. Smisko 1964, Fig. 1 : 12, 13 ;die kleinen optischen T onform en dienen der H erstellunggeriefelter Gläser (Polchlep-Typ) und sind als H o lz- oderT onform wichtiges Requisit aller G lashütten bis in dieN euzeit.101 Cf. W erner 1950, Pag. 175.102 W eitere rotviolette Gläser anderen Typs : Spam;ov (M untenien)[78] Facettschliffbecher Typ K o w a lk ; Szabadszallasauf dem O stufer der D onau gegenüber Intercisa in einemgestörten K örpergrab konischer Becher m it griechischem Inschriftfriesund Reiterm edaillons, 5. Jahrh. (Töth 1971, Fig. 6) ;K om arov, cf. N o ta 116.Varpelev und h at deshalb eine Reihe R undfacettenm ehr103. D ie absolute Zeitbestim m ung ist durch einenin Varpelev aufgefundenen Aureus des Probus (276-282)gegeben (cf. Cap. X. 2). Die m it Tragöse verseheneFig. 20 R edlin / Redlino [18].юз j}er Facettschliffbecher von Sakrau II soll nach G rem pler1888 eine H öhe von 12 cm besitzen und eine lichte W eite von9,2 cm. Die W andstärke ist nicht verm erkt, der R anddurchmesserkann ca. 10 cm betragen haben ; eine Zeichnung liegtnicht vor, alle A utoren beziehen sich au f G rem pler. D em ­gegenüber m uß festgestellt werden, daß die Proportion nichtstim m t und vermutlich die H öhe nicht richtig gemessen w ordenist. Der G rößenm aßstab nach Grem pler 1888, Tab. 1 :1 zeigtdies deutlich, der Becher ist nicht höher als b re ite r; 12 cmsind absolut zu hoch, vermutlich ist die H öhe nur ca. 8 cm.D er Fehler ist unerklärlich und trü b t etw as die sonst so v o r­bildliche Publikation Grem plers. Der Glasbecher ging 1945verloren, ohne je seiner Bedeutung entsprechend exakt p ubliziertw orden zu sein. - D er ähnliche Facettschliffbecher vonV arpelev ist 6 cm hoch, cf. E ngelhardt 1877, Pag. 355,Fig. 12.128


G ünter RauKörpergräber m it GlasbeigabenM ünze erlaubt für Glasbecher vom Typ Sakrau II eineZeitstellung A nfang bis M itte des 4. Jahrhunderts anzunehmen104.W eitere Gläser, die sich typologisch m it dem SakrauerGlas vergleichen lassen, sind sowohl im Oder-W eichsel-Raum als auch in anderen Gebieten (Farbtafel Pag. 122,Fig. b) gefunden w orden. Eine gute Anschlußmöglichkeitist nach A rt des sehr dicken Glases und des Schliffdekorsfür das Glasfragm ent aus dem Brandgrab 5 vonG roß Krebs [35] gegeben. Eine D atierung in die 1. H älftedes__4. Jahrhunderts w ürde den übrigen Beigaben angemessensein.Vergleichsstücke aus ferneren Gebieten stam m en ausKerc auf der Krim halbinsel (Fig. 18), ein unversehrtFig. 21 G anzkow / G^skowo [17]. — Nach D ibbelt 1936-1,Fig. 11.104 M ontelius 1896, Pag. 251 : Sackrau om kring är 300.Eggers 1955, Pag. 229, Fig. 11 : Stufe C 2 = 3. Jahrhundert.105 Form und Schliffmuster gut vergleichbar m it M aterial vonD ura-Europos am E u phrat (C lairm ont 1963, Pag. 68, Fig. 4),wom it ein Hinweis gegeben ist auf den gemeinsamen U rsprungost- und westprovinzialröm ischer G lasproduktion. D er Vergleichm it dem ostm editerranen Raum ist bisher nur sporadischerfolgt und bedeutet nicht, daß Vergleichsstücke vondort herstam m en müssen (Ekholm 1965) ; andere Parallelenverstehen sich besser in diesem Zusammenhang, cf. Frem ersdorf1967, Tab. 33.108 Die Beigaben eines kleinen Tongefäßes und Eisenmesserskönnen der chronologischen Bestimmung nicht helfen. DieBeschreibung des Glasbechers „m it 2 Reihen O valen“ (Ekholm1965, Pag. 18) stört dagegen die typologische Beurteilung :gemeint ist die für niedrige Facettbecher charakteristische Verteilungvon 1 Reihe R undfacetten am U nterteil und 1 ReiheO valfacetten auf der G efäß w an d u n g ; die Zahl der oberenFacettreihen richtet sich nach der H öhe der Becher ; Kobbeaahat nur 1 O valfacettenreihe, ist also ein niedriger Becher.erhaltenes Glasgefäß aus Tecuci in der M oldau (Fig. 19),ein geschliffenes G lasfragm ent von K om arov in derW estukraine (Fig. 17)10ä.Dem massigen Glastyp Sakrau II können auf G rund derForm und Facettschliffmuster im Oder-W eichsel-Raumzwei weitere Gläser nahegestellt w erden, die sich nurdurch dünnere und entfärbte G efäßw andung unterscheiden.D er Glasbecher von Redlin [18] ist die einzigeerhaltene Beigabe aus dem K örpergrab und besitztgroße O val- und R undfacetten (Fig. 20). Das Glas istin seiner einfachen Form m it dem Becher von Varpelevvergleichbar. Ein anderer sehr ähnlicher Glasbecher vonKobbeaa auf B ornholm [123] kann ebenso wie Redlinn u r durch Analogieschluß in den H o rizo n t Sakrau IIgesejtztrwerden108.“ "Das Glas von G anzkow [17] stam m t aus einem K örpergrabm it Beigaben, die nicht zu spät in die 1. H älfte des4. Jahrhunderts gesetzt w erden können: scheibengedrehteTonschale, Silberfibel m it umgeschlagenem Fuß,Kamm m it gew ölbter G riffplatte. Die V erzierung desGlases besteht aus runden und ovalen Facetten sowierautenförmigem Linearschliff (Fig. 21)107.Beide Gläser, Redlin und Ganzkow, haben nahezu identischeVergleichsstücke in einem einzigen G rabfund vonSigersted auf Seeland [120]108. Die übrigen Beigaben desKörpergrabes (Holzeim er m it Bronzebeschlägen, 5 G oldfingerringe,Glasspielsteine) sind charakteristische F ormender Spätgruppe reicher seeländischer K örpergräber,die in die 1. H älfte des 4. Jahrhunderts datiert werden.Die von Broholm ausgesprochene Zeitstellung in die1. H älfte des 5. Jahrhunderts ist für das G rab von Sigerstedum ein Jahrhundert zu spät109.Zu (2):H ohe Facettbecher m it m ehreren Reihen Oval- undR undfacetten - Leittyp Kowalk.Im Oder-W eichsel-Raum sind 7 Gläser dieser A rt bekannt.Ein einziges Exem plar (Kowalk) stammt auseinem publizierten G rabfund mit erhaltenen Beigaben.Das K örpergrab von K ow alk [19] enthielt neben demGlasbecher eine weitmündige Tonschale, einen Dreilagen-107 Für den überregionalen Vergleich cf. Sorokina 1962 - II,Pag. 105, Fig. 40 : 7 (K erc/Pantikapeum ) ; Eibern 1966,Pag. 67, Fig. 4 : ein geschliffener Becher in Form und nachRautenm uster wie Ganzkow , zusätzlich Schliffdekor andererA rt, Provenienz wahrscheinlich Syrien (The C orning Museumof Glass).108 Als P arallelfund genannt von K ropotkin 1970, Num . 937Facettschale von Perejaslav-Chm elnickij [52].109 Cf. R ad d atz 1962 (K örpergräber von H eiligenhafen). -Eggers 1959 übernim m t die D atierung Broholms für die Z eitstellungvon G anzkow und Redlin und schließt w eitere G lasfundean ; der W iderspruch zu den eigenen A rbeiten 1951 und1955 w ird nicht erklärt.Als typologisches und zeitliches Bindeglied zu den Facett-'schliffschalen cf. einen N eufund von H även Kr. Sternberg(Schuldt 1972) ; es handelt sich um einen niedrigen Glasbecherm it R undfacetten und einem dichten N etz kleiner O valfacetten,die an die flachen Facettschalen erinnern ; die zugehörigenBeigaben - H olzeim er m it Bronzebeschlägen, K nopfhenkelgefäß,Sw ebentopf usw. - können vor 300 d atiert werden.129


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Fig. 22 K ow alk / K ow alki [19]. — Nach Pommersche H e i­matpflege 2, 1931, Tab. 2.kamm mit verzierter gewölbter G riffplatte und einenBronzekapsel-Anhänger (Fig. 22, 62); danach ist eineZeitstellung gegen M itte des 4. Jahrhunderts möglich, die2. H älfte des 4. Jahrhunderts scheint bereits zu spät110.B orkenhagen [22], Geiglitz [23] und Schwolow [21] sindzerstörte K örpergräber, aus denen n u r der Glasbechererhalten ist. W illenberg 1190 [6] ist nicht nachprüfbar.V ietkow [20] hat Beigaben verm ischt aus zwei K örpergräbern.D er N eufund von Kleszewo [24] ist unpubli-ziert; ihm gehören D rehscheiben-Tongefäße, eine Fibelm it umgeschlagenem Fuß, eine Gürtelschnalle undca. 100 Glasperlen und Bernsteinberlocks an; der geeigneteD atierungsvorschlag entspricht dem Fund vonKowalk.D er Facettschliffbecher von V ietkow (Fig. 23, FarbtafelPag. 121, Fig. c) ist klein, aber starkw andig. Die beidenR andlinien sind ungleichm äßig eingeritzt, die Facettenrauh geschliffen. Die grobe A rbeit w irk t sehr gelungenhinsichtlich robuster Q ualität; das Glas ist in seinemM aterial und in der V erarbeitung fehlerfrei, zeigt keineSpannungsrisse tro tz der Massigkeit und ist dam it p rak ­tisch unzerbrechlich. Die letzte Eigenschaft ist für dieG ruppe Facettschliffbecher des 4. Jahrhunderts allgemein hervorzuheben; sie erk lärt die m erkw ürdige T atsache,daß Glasbecher ohne zu zerbrechen Kiesgrubenwändehin u n terstü rzten oder sogar ausgeflügt w urden111.U nversehrt erhalten und dem G lastyp K ow alk m it eingeschliffenenR andrillen und m ehreren Reihen O valundR undfacetten entsprechend ist das Facettglas vonBorkenhagen (Fig. 24, Farbtafel Pag. 121, Fig. c). DieF acettreihen teilen sich auf in 2 Reihen Ovale und2 Reihen R undfacetten. D er Becher von K ow alk besitztFig. 23 Vietkow / W itkowo [20].Fig. 24 Borkenhagen / Borkowice [22].110 Eggers 1959, Pag. 21 m it einer D atierung in das 5.-6. Ja h r­hundert m uß abgelehnt werden.111 D er G ruppe technisch einw andfreier Gläser stehen dieBrüchlinge und Fragm ente anderer Gläser, besonders in Skandinavien,gegenüber. Es scheint, als ob allein bestim m te G lashüttenin der Lage w aren, einw andfreie Gläser herzustellen ;V oraussetzung ist die sorgfältige Behandlung der Fertigprodukteim K ühlofen, w orin nur der gelernte Glasbläser erfahrengenug ist ; m inderw ertige Produkte könnten aus barbarischenW aldhütten stamm en, die noch im E xperim entierstadiumstehen.130


Günter RauKörpergräber mit Glasbeigaben3 O valreihen und 1 Reihe R undfacetten. Die A bweichungender d ritten Facettenreihe scheinen ohne Belangzu sein; bei anderen Exem plaren, wie zum BeispielKleszewo (Fig. 25, Farbtafel Pag. 121, Fig. d), zeigt sichdeutlich, daß die F acettenform abhängig ist von derForm des jeweiligen W andungsteiles: die obere Regionzylindrischer Form erlaubt die A nbringung von O valfacetten,die untere halbrunde G efäßregion ermöglichtn ur R undfacetten. Alle Facettschliffgläser des TypsKowalk haben in Bodennähe m indestens eine ReiheR undfacetten; zusätzlich ist auf der B odenm itte einezentrale -Rundfacette eingeschliffen, auf die der Becherzu stellen ist, wobei er aber keine Stabilität erlangt.Im überregionalen Vergleich können gute Parallelfundezur U nterstützung der Zeitbestim m ung herangezogenwerden. D ie pontischen Gebiete haben eine ganze Reihevon Gläsern des Typs K ow alk ergeben. Aus dem G räberfeldvon Cernjachov Bez. Kiev [47] stammen2 Facettbecher. Leider sind bei den A usgrabungen von1900-1901 die G rabinventare zum überw iegenden Teilnicht zusam m engehalten w orden; bekannt sind aber dieG rabnum m ern und die Bestattungssitte. Aus K örpergrab225 ist ein hoher zylindrischer Glasbecher m itFig. 26 N ikolajevka [57]. — Nach E bert 1913, Fig. 96.Fig. 25 Kleszewo 884 [24].Facettenreihen erhalten (Fig. 74: c); die 5 zugehörigenTongefäße lassen sich nicht m ehr feststellen. Aus demGesam t-Fundm aterial von Cernjachov gewinnt mannur den allgemeinen Eindruck „4. Ja h rh u n d e rt“. D a dasG räberfeld keine G läsertypen konischer Form ergebenhat, die bereits in die V ölkerw anderungszeit datieren,läßt sich fü r die Gläser der K ow alk-Reihe annehm en,daß sie typologisch ältere Exem plare darstellen. DerFacettbecher aus K örpergrab 160 (Fig. 74: b) ist fo rm ­verw andt m it der Reihe Sakrau II - G anzkow, hat insgesamtnur 3 Facettenreihen und w ird begleitet von einerSilberfibel „römischer Prägung“ sowie 2 M ünzen (Denariusder Faustina junior, G oldm ünze unbestim m t)112.Das K örpergrab 37 von Kosanovo [50] im ukrainischenBezirk Vinnica enthielt einen hohen FacettschliffbecherTyp K ow alk113 und kann auf G rund seiner Beigaben -3 silberne Fibeln m it umgeschlagenem Fuß, kubooktaedrischeGlasperlen, T onkrug - in die 1. H älfte oderM itte des 4. Jahrhunderts datiert werden.Auf die M itte des 4. Jahrhunderts läßt sich der G rabfundvon N ikolajevka [57] im Bezirk C herson amD nepr beziehen. In dem Nischengrab fanden sich nebeneinem zylindrischen Facettschliffbecher m it identischemH öhenm aß von 11 cm und gleichartigem Schliffdekorwie der Kowalk-Becher 3 Tongefäße, 1 P aar bronzeneA rm brustfibeln m it rhom bischer F ußplatte und zurückgeschlagenerFußspitze, 1 Kamm m it hochgewölbterG riffplatte (Fig. 26)114.Zahlreiche neue Glasfunde in der M oldau und in M untenienhaben die zeitliche Stellung der hohen Facett-Petr0y 1964, Pag. 80.113 K ravcenko 1967, Tab. 17 : 5.114 Ebert 1913, Fig. 96 (G orodok N ikolajevka) ist der erstebedeutende Fund dieser A rt in Südrußland, der der westlichenForschung nach Reinecke 1906 (Gläser von Cernjachov ohneFundzusam menhang) bekannt gemacht w ird. E bert datiertem ittels Ruinen der nahegelegenen antiken Siedlung den Fundnoch in das 1. Jahrh. n. Chr., es w ar eine Pionierarbeit.131


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)schliffbecher in das 4. Jah rh u n d ert bestätigt113. Analogzu den verm uteten F rühform en in Cernjachov ist einunverzierter zylindrischer Glasbecher vom G räberfeldA lexandru Odobescu [77] in M untenien zu nennen; dasGlas ist 11 cm hoch, gelbgrün transparent, stark v erwittert (Fig. 27 rechts); ein zweiter Glasbecher mit Facettreihenentspricht den Gläsern von N ikolajevka undK ow alk (Fig. 27 links). Beide Gläser stammen aus zerstörtenK örpergräbern. Die nicht getrennt gehaltenen G rabbeigabenzeigen wie N ikolajevka in der U kraine A rm ­brustfibeln m it rhom bischem Fuß, ältere Form en m itumgeschlagenem Fuß und jüngere m it halbrunder K opfplatteund rhom bischer Fußplatte, w eiterhin KämmeGrabbeigaben - sechs Tongefäße, Glasperle, bronzenesT oilettengerät - ist keine engere Zeitbestim m ung m öglich(„4. Ja h rh u n d e rt“); der Vergleich m it Sakrau IIkönnte bedeuten, daß der G rabfund von Span^ov m öglicherweisevor die M itte des 4. Jahrhunderts zu setzenist.D er westlichste F u n d o rt der D onauländer m it demFragm ent eines Facettschliffbechers vom K ow alk-Typist das B randgräberfeld Kostolec na H ane [88] im oberenM archtal. Das B randgrab 250 enthielt ein großesFig. 27 A lexandru Odobescu [77]. — Links : aus G rab 11. —Rechts : ohne G rab-N um m er. — Foto B. Hansel.m it hochgew ölbter G riffplatte, ovale Schnallen - insgesamteinen Fundstoff, der sich analog zur Cernjachov-G ruppe in das 4. Jah rh u n d ert datieren läßt.H ervorzuheben ist der F undort Lunca [75] in derM oldau, der allein 4 Facettschliffbecher des Typs K o­w alk ergeben hat. V on S p a n p v [78] in M untenien istein 13 cm hoher Glasbecher rotvioletter Färbung bekannt(Fig. 28); die -seltene Farbe erinnert an die Glasbechervon Sakrau II und Varpelev A lls. M it H ilfe derns Eggers 1940, Pag. 16 datierte die chronologisch schwer zubestimmende pommersche Facettbechergruppe „kaum vorM itte des 4. Jahrhunderts, reichen weit in das 5. Jahrh u n d erthinein“, was ein sehr guter A nsatz w ar, zum al das Fehlender dickw andigen Gläser im W esten m it ihrer H erkunft ausdem Südosten erklärt w urde. Die andersartigen späterenDatierungsversuche berücksichtigen leider nicht mehr die eigenenälteren Forschungsergebnisse.116 Auch ein rotviolettes G lasfragm ent von K om arov, cf.Glasbruchstück m it O valfacetten sowie Tonscherbenm it W ellenbandverzierung. Diese M erkm ale - B randgrabm it Facettglas und w ellenverzierter K eram ik -lassen sich vergleichen m it Parallelfunden nördlich derM ährischen P forte in 2abieniec [37], wo die Glasfragmente m it H ilfe der Tongefäße ungefähr in die 1. H älftedes 4. Jahrhunderts datiert w erden können117.D er reiche F undhorizont des pontischen Raum es undM unteniens h at die Bedeutung der skandinavischenBezborodov - A bdurazkov 1964, m it quantitativer AnalyseTabelle 1, N um . 5 : SiO -2 67,52 - A I 2 O 3 2,32 - Fe2C>3 1,30 -C aO 6,28 - MgO 2,22 - MnaOs 1,69 - C oO 0,00 - NaaO17,75.117 Godlow ski 1970, Pag. 58 : Eggers 230 glass beakers aremost frequent in phases C 3 and D. Their recent discovery atZabieniec pow. Czestochowa, at Kostolec in M oravia, andin the Czerniachow culture area in R oum ania all point to thelatter dating.132


Günter RauKörpergräber m it Glasbeigabenschlag, einem Kamm m it verzierter gew ölbter Griffplattesowie verzierten Tongefäßscherben. D er gesamteFund w ird am besten in die M itte des 4. Jahrhundertszu datieren sein118. Der Glasbecher (Fig. 84) ist demFacettglas von K ow alk ähnlich, jedoch relativ dünnwandigund verw ittert, was an die genannten Gläservon Alexandru Odobescu in M untenien (Fig. 27) erinnert.M it 13 cm H öhe entspricht das Glas dem großenFacettschliffbecher von Kleszewo (Fig. 64), auch in derFarbe, die gelbgrün m it stärkerem A nteil Gelb ist.Ebenfalls in einem H ügel m it Steinkiste und K örperbestattungw ürde der Glasbecher von Vestly [155]_in-R ogaland/N orw egen gefunden. D er G rabfüncf ist sehrreich. Das Glas hat gelbgrüne Farbe, ist ca. 10 cm hochund weist neben 3 Facettenreihen in Bodennähe einehorizontale Reihe kleiner Spitzovalfacetten auf (Fig. 31);es ist altzerbrochen und m it Goldblechbeschlägen überden Bruchkanten repariert w orden; zusätzlich w urdeauf dem M ündungsrand ein figürlich verziertes G oldblechaufgesetzt. Die Zeitstellung des .Gesamtfundes istm it H ilfe von 8 silbervergoldeten K nöpfen m it Kerbschnittverzierungsowie einem Bronzekessel vom Vestlandtypin das 5. Ja h rh u n d ert (nach 400) anzusetzen110.Fig. 2819— 20.Spam ov [78]. -— Nach M itrea — Preda 1966, Fig.Glasfunde eingeschränkt. Die relativ hohe Zahl vonGläsern des Typs K ow alk ist nur über wenige sichereGrabfunde auswertbar. Davon sollen 2 wichtige Beispieleherausgegriffen werden.In V allstenarum [139] auf G otland w urde zu Anfangdes Jahrhunderts in H ügel 19 eine Steinkiste m it einerreichen K örperbestattung ausgegraben. Das G rabinventar(Fig. 30) besteht aus einem gelbgrünen Facettschliffbecher(Fig. 29), drei H olzeim ern mit Bronzebeschlägen,einem H olzkästchen m it Beschlägen, einer silbernenA rm brustfibel m it spitzem Fuß, einer kleinen silbernenA rm brustfibel m it festem N adelhalter, einem Goldundeinem Silberfingerring, einer ovalen Bronzeschnallem it rechteckigem Beschlag, einem bronzenen Riem enbe­Fig. 29 Vallstenarum [139].118 Montelius 1896, Pag. 252, Fig. 98 : V allstena frän tidenom kring ar 300. - Eggers 1951, K at.-N um . 554 mit abweichenderFundaufzählung, Beilage 98 m it D atierung C 1.119 Salin 1904 : Kerbschnitt ab 4. Jahrhundert. — Ekholm1956 — III, Pag. 71 ss. Bronskärlen av V estlandtyp : Vestlyum 400.133


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Fig. 30 V allstenarum [139]. — N ach G ustafson 1905, Fig.28— 36.D er Glasbecher w ar längere Zeit in Gebrauch; sein verspätetesA uftreten in diesem G rabfund weist auf dieG efahr hin, skandinavische Funde isoliert oder n u r aufG rund typologischer Vergleiche zu datieren. Das R eparierenvon Gläsern ist in den skandinavischen Ländernnicht selten120. Das Vestly-Glas ist starkw andig undkann durch seine Spannungsrisse frühzeitig zerbrochensein. Die kleinen Spitzovale über dem Boden sindeigentlich ein V erzierungselem ent der konischen Facettschliffbecher,die zeitlich nach den zylindrischen Gläserneinzustufen sind. Es mag sein, daß hier eine Ü bergangsformvorliegt, die in ih rer A rt besser in die 2. H älftedes 4. Jahrhunderts zu stellen ist. Ein ähnliches Glasvon Foyna [157], ebenfalls R ogaland (Fig. 32), erinnertan das auffallend schwere u n d starkw andige kleineFacettglas von V ietkow , für das nach den verm ischtenBeigaben aus zwei K örpergräbern eine D atierung eherin die 2. H älfte des 4. Jahrhunderts als schon v or 350möglich erscheint.Als Ergebnis der U ntersuchung kann festgestellt w erden,daß die hohen Facettschliffbecher vom K ow alktypin ihrer M ehrzahl der M itte des 4. Jahrhunderts angehören.Einzelne Gläser treten verm utlich schon frü h inder 1. H älfte des 4. Jahrhunderts auf, andere verspätetbis um 400.Fig. 31 Vestly [155].120 Cf. Facettschliffbecher von S0 tvet, Telem ark [148] : a ltzerbrochen,R ep aratu r m it Silberblech, in Fundgemeinschaftm it C -B rakteaten, großer Relieffibel, Perlrandbecken ; D atierungEnde 5. Jahrhundert.134


G ünter RauKörpergräber mit Glasbeigabenspricht eher für als gegen diese D enkrichtung. DieD atierung um 400 oder Anfang des 5. Jahrhundertsläßt sich durch überregionale Vergleichsfunde absichern.Die bereits erw ähnten Funde ähnlicher Gläser vonK itki, Zabieniec, Klein Koslau, N iedenau und Turaw aim Oder-W eichsel-Raum geben keinen sicheren Z eitansatz.Das Brandgrab 6 von Klein Koslau [39] enthieltFragm ente eines Glasbechers konischer Form , der dichtgestellteO valfacettreihen und je eine Reihe kleiner,horizontal um laufender Ovale unterhalb der R andschliffrilleund oberhalb der Bodenfacette träg t (Fig. 35);das Tongefäß und eine rote kubooktaedrische Glasperlesind nur in einem größeren Zusam m enhang von F undender Frühvölkerw anderungszeit auswertbar.Im M ittelpunkt chronologischer Ü berlegungen stehtdas reichausgestattete K örpergrab 5 von G avrilovkaBezirk C herson [56] in der U kraine. Die große H olzkamm er enthielt einen konischen Glasbecher m itW abenfacetten, 10 Tongefäße, eine bronzene A rm brust-Fig. 32 Foyna [157].Z u (3 ):Konische Facettbecher m it Spitzovalen und W abenfacetten= Leittyp Königsbruch/Lugi.Ein facettierter Glasbecher konischer Form aus demR eitergrab von Königsbruch [25] ist der bedeutendsteFund seiner A rt im Oder-W eichsel-Raum . Das Glas istgelblich-klar m it n ur leichtem Grünschim m er, 15 cmhoch und m it 2 kräftigen R andrillen sowie 4 Reihensich überschneidender Spitzovalfacetten verziert (Fig. 33,Farbtafel Pag. 121, Fig. g). Zur G rabausstattung zählen5 Tongefäße, ein H olzeim er m it eisernen Beschlägen,Spatha, Sax, Lanzenspitze, Sporn, eine große Eisenfibelm it umgeschlagenem Fuß, m ehrere rundovale Schnallensowie eine zweiteilige Ringtrense (Fig. 34). Die Zeitstellungist im Fundbericht von Petersen 1934 m it„4. Ja h rh u n d e rt“ angegeben w orden; Zeiß 1937 datiert„1. H älfte des 5. Jahrh u n d erts“. Petersen stü tzt sich aufdas einheimische Form engut der G rabausstattung, besondersdie Keram ik, die er für wandalisch hält. Da dieW andalen um 400 ihre Siedlungsplätze in Schlesien verlassenhaben und 406 die Ü berquerung des Rheinshistorisch überliefert ist, datiert Petersen das Grab nochvor 400. Andere historische N achrichten gestatten esaber auch, noch nach 400 eine R estbevölkerung anzunehmen. D er einzelne G rabfund von Königsbruch


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Fig. 34 Königsbruch / Lugi [25]. — N ach Petersen 1934,Fig. 12— 14.fibel m it zurückgeschlagenem Fuß, einen Kam m m itglockenförm iger G riffplatte und m ehrere ovale B ronzeschnallen(Fig. 36); unter den Tongefäßen ist von besonderemInteresse ein hochhalsiger K rug m it facettiertemU m bruch und ein Drehscheibengefäß m it eingeglättetemG itterm uster. Tonw are, Fibel und K am m erlaubenden Fundkom plex um 400 zu datieren, m itFig. 35 Klein Koslau / Kozlow ko 6 [39]. — Nach Heydeck1892, Tab. 17.bTendenz 5. Jah rh u n d ert. Das G rab fällt durch seineisolierte Lage am Rande eines großen Gräberfeldesauf121.D er Glasbecher von G avrilovka kann m it dem Glasfragment von Klein Koslau 6 gut verglichen w erdenund hilft dam it, den Zeitansatz zu präzisieren. DieGleichzeitigkeit m it Königsbruch ist eine wichtigeBrücke für den w eiteren überregionalen Vergleich andererFunde von Gläsern dieses Typs.Das A uftreten der sogenannten W abenfacetten darftypologisch nicht überbewertet werden, weil sie gegenüberder Anbringung von freistehenden O valen arbeitstechnischnur einen M ehraufw and bedeuten. Die Ü berschneidungder O valfacetten - die das W abenm ustererzeugt - ist gut zu studieren auf einem Glasbechervon Tirg§or 179 in M untenien [80]; zu den G rabbeigabengehören^ äußer dem Facettschliffbecher m ehrerescheibengedrehte Tongefäße, ein K am m m it gew ölbterG riffplatte, eine bronzene A rm brustfibel m it um geschlagenemFuß, zwei Bronzeschnallen, usw. (Fig. 37);u n ter den Tongefäßen ist bem erkensw ert eine D reihenkelschalem it gekehltem R and und ein T onkrug m itStem pelverzierung. Nach diesen Beigaben ist die ZeitstellungEnde 4. Jah rh u n d ert am wahrscheinlichsten.Ein wesentlicher zeitlicher U nterschied zu den G rabfundenvon G avrilovka und Königsbruch scheint nichtzu bestehen. Wichtig ist festzuhalten, wie ein F undhorizon t vom Ende des 4. bis A nfang des 5. Ja h rh u n ­derts für die G läsergruppe Königsbruch - G avrilovka -Tirg§or erarbeitet w erden kann, ohne die Typologie zuvernachlässigen oder überzubewerten.Im überregionalen Vergleich sollten die starkw andigenGlasscherben m it Spitzovalfacetten von K om arov (Fig.17) für die Frage nach der Provenienz konischer FacettbecherBerücksichtigung finden. G ut vergleichbar sind die, engfacetcierten Glasscherben aus dem H ügelgrab vonj Jaszalsoszentgyörgy [84]; das Grab ist altberaubt undkann nur allgemein in das 4. Jahrhundert gesetzt werden,ähnlich Kom arov, das nach K eram ik und Fibeln vom3. bis 4. Jahrhundert datiert (cf. Fig. 17). Es zeigt sich,daß durch Analogieschluß neue Möglichkeiten für dieD atierung mancher Fundkomplexe m it H ilfe der Gläsergegeben sind.In diesem R ahm en kann nicht ausführlich auf andereK ontrollm öglichkeiten des reichen Funstoffs in derU kraine, in M untenien und Siebenbürgen eingegangenwerden. Beachtung verdient eine andere G lasleitform ,die auf denselben Fundplätzen wie die konischen Facettschliffgläserund in gleichen Fundzusam m enhängen auftritt:es sind dies die spitzkonischen dünnw andigenGlasbecher ohne Verzierung oder m it feinem horizontallinearenSchliffmuster, wie in G avrilovka (Fig. 76: c)Bez. C herson122, Z urovka [48] Bez. Kiev-Cerkassy123,121 Symonovic 1955 - I, Kg- 4. 97 G räber auf einer Flußcerrasse,ausgegraben 1952-56, darunter 53 K örpergräber.122 Symonovic 1960, Tab. 9 : 14 aus K örpergrab 35.123 Sym onovic 1964 - I, Tab. 1 : 2 aus K örpergrab 5, m itblauer N etzfadenauflage ; Tab. 1 : 3 aus K örpergrab 19, unverziert.136


G ünter RauKörpergräber mit GlasbeigabenFig. 37 Tîrgçor 179 [80]. — Nach D iaconu 1965, Tab. 109und 110.137


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Ranzevoe [63] Bez. Odessa124, M alaesty [71] M oldau-SSR125, M itreni [79] und Ti'rg$or [80] in M untenien126,Sm tana de Mure? [81] in Siebenbürgen127. Die Bedeutungdieser Gläser liegt vor allem darin, daß sie alstypologisch verw andte und gleichzeitige G lasform denarchäologischen Vergleich für die starkw andigen Facettschliffbecherunterstützen und kontrollieren128.Die M öglichkeit des Vergleichs m it skandinavischenFunden hat Zeiß 1937 dazu geführt, das Facettglas vonFig. 38 N y ru p [121].124 Sym onovic 1967 - II, Fig. 16 : 2 aus K örpergrab 18,unverziert.125 Fedorov 1960 - I, Fig. 12 aus K örpergrab 33, unverziert.12li M itrea - Preda 1966, Fig. 216 aus zerstörten K örpergräbern,m it horizontalen Schliffrillen. - D iaconu 1965, Tab.116 : 8, aus K örpergrab 195, unverziert.127 W eitere Funde bei K ropotkin 1970, auch 5. Ja h rh u n d e rt;cf. Sym onovic 1952, Fig. 20 : 1, Spitzbecher m it zwei Schliffrillenvon D anilova Balka. - Zahlreiche Funde konischerGläser aus Pannonien cf. Burger 1966, spätröm isch-frühvölkerwanderungszeitlichesK örpergräberfeld von Sägvär Kom.Somogy.128 Ähnliche Form entw icklung auch bei den W abenbechern,die um 400 der Mode folgend konische G rundform zeigen ;Königsbruch in das 5. Jah rh u n d ert zu datieren. E r beziehtsich auf den m ünzdatierten G rabfund von N y ru p[121] auf Seeland, in dem ein konischer Glasbecher m iteinzelnen Spitzovalen vorkom m t (Fig. 38). A uf G rundder m itgefundenen Silberblechfibel m it rechteckigerK opfplatte hält Zeiß eine Zeitstellung erst um 400oder nach 400 für möglich. Die A rgum entation scheintbegründet, ist aber im Ergebnis auf einen zu spätenZeitansatz geführt, w orauf besonders die M ünzbeigabehindeutet. Einzuschränken ist der H inw eis auf daserste A uftreten der Fibelform m it rechteckiger K opfplatte,die m it K astenkonstruktion oder Blechplatteschon seit dem frühen 4. Jah rh u n d ert bekannt ist129.D er Glasbecher ist kein geeignetes Vergleichsstück fürKönigsbruch oder G avrilovka; phänotypisch kann erzwischen die zylindrischen hohen Facettbecher TypKowalk und die konischen Facettschliffbecher gestelltwerden. Es erscheint besser, für Königsbruch eine Z eitstellungum 400 zu belassen und N y ru p zeitlich vorherin den fortgeschrittenen Teil der 2. H älfte des 4. Ja h r­hunderts zu datieren.Über das N yrup-G las ist eine ganze Reihe weitererGläser-Funde zusammenzustellen, die sich durch langausgezogeneSpitzovalfacetten und teilweise linearenSchliffdekor auszeichnen: Glam sland [150], Bringsjord[153], Foldvik [146] und H ove [160] in N orw egen,Dybeck [128] in Südschweden, W ansleben [94] in M itteldeutschland,Frunzovka [64] in der U kraine (Fig. 39).Auch der nördlichste Fund eines Facettschliffbechersm it Spitzovalen von Före [167] auf den Lofoten-Inselnist dieser G ruppe zuzurechnen (Fig. 88).Zusam m enfassend läßt sich aus der typologisch-chronologischenU ntersuchung der drei Facettbecher-G ruppenfeststellen, daß die Einbeziehung südosteuropäischerFunde eine sichere D atierungsgrundlage ergeben hat.Die Schw erpunkte liegen bei den niedrigen Facettbechern(Sakrau II, G anzkow) in der M itte der 1. H älftedes 4. Jahrhunderts, bei den hohen zylindrischen Facettschliffbechern(Kowalk) in der Jah rh u n d ertm itte undbei den konischen Facettgläsern um 400. Die G läsergruppenüberschneiden sich zeitlich; bei den skandinavischenGläsern müssen Verspätungserscheinungen berücksichtigtwerden.Im folgenden soll versucht werden, die Abweichungender Zeitansätze von E kholm und Eggers zu ergründen.Ekholm entwickelt in seinen A rbeiten ein evolutiobemerkenswert die H erleitung aus Syrien, cf. Barkoczi 1971. -Für die Diskussion der Spitzbecher des 5. Jahrhunderts cf.T oth 1971, Pag. 123 s. anhand des N eufundes von Szabadszälläsin der N ähe von Intercisa : violettroter Glasbecher mitgeschliffenen R andrillen, griechischer Inschrift und dreiFigurenem blem en ; dazu ein Vergleichsfund von Mosdos Kom.Somogy m it W abenfacetten-Im itation.129 Cf. D auber 1958 : Gerlachsheim K r. Tauberbischofsheim,Fibelpaar m it rechteckiger K opfplatte in K astenkonstruktionm it Bügel- und Fußschild ; Schach-Dörges 1969, Tab. 41 : ausB randgrab 82 von W ilhelmsaue K r. Fürstenw alde, Fibel mitrechteckiger B lech-K opfplatte und dreieckiger Fußplatte, zugehörigkubooktaedrische Glasperlen. - Cf. Cap. X , 2.


G ünter RauKörpergräber mit Glasbeigabennistisches Typologieschema. Die Facettschliffgläser des4. Jahrhunderts w erden zurückgeführt auf älterkaiserzeitlicheForm en, wie sie sich im H o rizo n t der reichenLübsow -G räber (Juellinge M arwedel - ö rem ö lla -Stenlille) finden130. Als U rsprungsform sehen Ekholmwie auch N orling-C hristensen einen hohen „Facettbecher“aus Pom peji an131. Dieser Fußkelch besitzt inW irklichkeit keine geschliffene Facettierung, sondernist form gestaltet; die Entw icklungsreihe verliert dam itbereits m it dem ersten Glied ihre Ü berzeugungskraft.D azu kom m t, daß die künstlerisch-technische Blüte desGlasschleifens, wie sie sich auf einer ganz anderen Glasform- den dünnw andigen Facettschalen - dokum entiert,unberücksichtigt bleibt. D er Entwicklungsgedankew ird von E kholm neben der F orm der Glasbecher auchFig. 39 F runzovka [64]. — Nach K ravcenko 1967, Fig. 2.für die A rt der Facetten eingeführt. O valfacetten sollensich zu Spitzovalen und schließlich zu gefäßbedeckendenR innenfacetten um gew andelt haben. Für den typologischenE ndpunkt seiner Entwicklungsreihe - den Spitzbecherm it R innenfacetten132 - w ird eine Zeitstellungschon „im fortgeschrittenen Teil des 4. Jahrh u n d erts“genannt133; danach m üßten die konischen Glasbecheralle vor 400 zu datieren sein - eine Zeitstellung, dienicht akzeptiert w erden kann. Die Facettentheorie istals Faustregel brauchbar, in der strengen Auslegungaber bedenklich. Diese M ahnung dokum entiert derFacettschliffbecher von Dybeck aus Schonen (Fig. 40,Farbtafel Pag. 122, Fig. d), der mehrere A rten von Facet-130 Ekholm 1956 - I, Pag. 48 s . ; id. 1956 - III, Pag. 89,Fig. 6.131 Ekholm 1936 - I ; id. 1936 - II, Fig. 7 ; N orling-Christensen 1968, Fig. 1. - Bessere Vergleichsmöglichkeitenbieten sich für m ittelkaiserzeitliche Facettschliffgläser, cf.C lairm ont 1963 (D ura-Europos).132 Dieser G lastyp bekannt von A ltendorf Ldkr. Bamberg[96], Frankfurt-E bel [97], K östitz [95], Äros [147] undN ordgärden [149]. Die Gläser sind 20-24 cm hoch und stellenFig. 40 Dybeck [128].eine Sonderform dar, die zeitlich neben Spitzbechern des5. Jahrhunderts auftritt.133 Frankfurt-E bel könnte um 400 datiert werden, N o rd ­gärden aber sicher erst 5. Jahrhundert. Dagegen Ekholm 1956- I, Pag. 56 : „Diese G ruppe muß deshalb um 400 n. C hr. einEnde gehabt haben.“


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)ten trägt, die offensichtlich aus einem technischen V ersehenzusam m en auf einem Glas aufgetragen w urden.Eggers A rbeiten enthalten m it den Jahren ih rer V eröffentlichungwechselnde D atierungen der Facettschliffbecher.F ür den Typ Kowalk w ird als ältester Z eitansatzdie „Stufe C I “ angegeben, und zw ar fü r denGlasbecher von Sem inariet [159] in N orw egen134 aufG rund einer m itgefundenen älterkaiserzeitlichen B ronzefibel.Die N achprüfung des O rginalberichts erweisteine falsche Z uordnung der G rabbeigaben133: der H ügelin Sem inariet enthielt zwei B randgräber; Fibel undGlasbecher (Fig. 41) stam m en aus verschiedenen G räbern.D er ebenfalls für die „Stufe C 1“ genannte F undvon V allstenarum [139] auf G otland ist fehldatiert,ohne daß sich dafür eine E rklärung finden läßt (cf.Fig. 30)136.In der Typentafel der „Stufe C 2“ fü h rt Eggers dieGlasbecher des Typs Sakrau II - G anzkow - K ow alkals L eitform en dieser Stufe auf137. A n anderer Stellew urde dagegen das Glas von K ow alk der Stufe D(Völkerw anderungszeit) zugerechnet138. In Eggers letztemBeitrag zu dieser Frage w ird der repräsentative G rabfundKowalk schließlich in das 5. bis 6. Ja h rh u n d e rtgesetzt139. Gegen diese E instufung ist von der russischen,rumänischen, polnischen und skandinavischen Forschunggenügend M aterial zusam m engetragen w orden, um dienotw endige K o rrek tu r auf das 4. Ja h rh u n d e rt nun auchvon deutscher Seite zu vollziehen.2. M etallgefäße.Eimer vom Hem m oorer Typ.H em m oorer Eim er ist die G ruppenbezeichnung fü r eineder wichtigsten provinzialröm ischen M etallgefäßform en.Die G rundform ist ein im G ußverfahren hergestellteseierbecherförmiges oder halbkugeliges Gefäß m it Standfußringund beweglichem, massivem H enkel, der inmitgegossenen A ttaschen eingesetzt wird. A uf demnam engebenden B randgräberfeld H em m oor Kr. LandH adeln in Niedersachsen w urden 1892-93 allein 20 Ge-Fig. 41 Sem inariet [159]. — Nach Shetelig 1912, Fig. 106.fäße dieser A rt ausgegraben140. Das M aterial ist grundsätzlichMessing, selten Bronze oder sogar Silber.Im Oder-W eichsel-Raum liegen n u r drei F undorte vonH em m oorer Eim ern. Zwei davon, Pawlowo pow.Chojnice und W arszawa-Kaweczyk, sind ältere Einzelfundem it unklaren Fundum ständen141. D er einzigegeschlossene F und ist Sakrau I; u n ter den reichenG rabbeigaben findet sich ein Silbereim er des H em ­m oorer Typs m it tordiertem H enkel142. Silberne H em ­m oorer Eim er sind äußerst selten. Die wenigen V ergleichsstückestam m en aus römischen Provinzen: vierSilbereimer aus Frankreich143, ein Exem plar ohne F undortangabebefindet sich im K unsthistorischen M useumW ien144. Die halbkugelige G efäßform des Eim ers vonSakrau erinnert an ältere donauländische Vergleichsstücke.Von R adnoti ist eine pannonische V ariante derH em m oorer Eim er herausgearbeitet w orden, die durchhalbkugelige Form , runde H enkelösen, m ehrkantigeH enkel und angelöteten F ußring gekennzeichnet ist145.Im U nterschied zu den M essingeimern im westlichen134 Eggers 1951, Beilage 98, N um . 396.133 Shetelig 1912, Pag. 46, Fig. 105-106 : Flügel m it B randlagerauf Steinen, dabei Knochen und B ronzefibel; östlichdavon „en andet brandlag med braendte benstum per, 9 smaablaa glasperler, skaar av to lerkar og ett litt ufuldstaendigglasbaeger.“iss Eggers 1951, Beilage 98, K atalog-N um . 554 ; die Angabender Grabbeigaben stimmen nur teilweise überein m it G ustafson1905. D er D atierungsfehler ist von anderen A utoren übernommenworden, am weitesten bei M eyer 1960, Pag. 236 inA nw endung auf das N yrup-G las.137 Eggers 1955, Pag. 203, Fig. 4.138 Eggers 1951, Beilage 98, Num . 683.139 Eggers 1959, Pag. 21.W illers 1901 ; W aller 1959.141 Eggers 1951, Num . 2069 (Kaw^czyn) und 2133 (Paw lowo); cf. Jankow ska 1962, Tab. 71 : 1, Fragm ente des Eimersvon Kaw^czyn, E inzelfund 1931-32 auf dem B randgräberfeld.142 G rem pler 1887, Tab. 5 : 1 ; M ajewski 1960; der Eim erist im Museum Breslau noch vorhanden.143 W illers 1901, Pag. 178-180, Fig. 66-68 : Vienne (R honetal),M ontcornet Dep. Aisne 2 Eimer, Büdingen bei M axstadt(Lothringen) M iniaturform , cf. W estdeutsche Zeitschr. 16,1897, Pag. 316. - Z ahn 1933, Tab. 32 : 2 (Chaource = M ontcornet),Pag. 66-68 : D er Schatz von C haource ist nach derjüngsten der m itgefundenen B ronzem ünzen (Postumus, 253-268) in der 2. Fiälfte des 3. Jahrhunderts in den Boden gekommen.144 Kubitschek 1911, Fig. 44 ; cf. R adnoti 1966, Pag. 204,N o ta 16.143 R adnoti 1938, Pag. 187 ss. : Typ Val, nicht gegossen,sondern aus zwei Blechplatten gefertigt, m it zwei halbrundausgeschnittenen ösenattaschen und gezackten seitlichen N u p -pen, schwere vier- bis achtkantige Flenkel m it V ogelkopfenden,in Pannonien allein 16 Stück und 3 M iniatureim erchen,cf. 2 Exem plare aus Schw arzm eer-K üstenstädten (Kerc; Odessos,Mus. W arna) ; R adnoti 1957, Tab. 37 : 4, 38 (Intercisa) ;Zeitstellung Ende 2./A nfang 3. Jahrh.140


Günter RauKörpergräber mit GlasbeigabenV erbreitungsgebiet bestehen die donauländischen Exem ­plare aus Bronze146. D urch M etallanalysen ist das vereinzelteV orkom m en von B ronzeeim ern auch außerhalbdes D onauraum es nachgewiesen w orden147.V erbreitungskarten der H em m oorer Eim er w urden fürdas Gesam tgebiet von W erner148 und Eggers140, für Skandinavienvon E kholm 153 vorgelegt. Eggers unterscheidetFunde aus Brand- und K örpergräbern sowie SiedlungsundD epotfunde, w odurch sich m it einem Blick dieK onzentrationsgebiete der reichen K örpergräber in M itteldeutschlandund auf Seeland, der Brandgräber inNiedersachsen und der sonstigen Funde im röm i­schen G renzgebiet erkennen lassen.* In M itteleuropa datieren fast alle H em m oorer Eim er(Messingeimer) in das 3. Jah rh u n d ert, zum eist in dieM itte oder 2_. H älfte des 3. Jahrhunderts. D er Standort der F abrikationsstätten ist in N iedergerm anien vermu tet w orden151. D er Fall des Limes um 260 hat nachW erner das Ende der P roduktion bedeutet; der Reichtum der m itteldeutschen K örpergräbergruppe an p ro ­vinzialröm ischen Gegenständen w ird als B eutegut erklä rt152.Diese A nnahm en geben fü r die skandinavischenK örpergräber der Spätkaiserzeit keine befriedigende E r­klärung. Typologische U ntersuchungen und In ventarvergleicheder G räber in Skandinavien durch Ekholm ,K ivikoski und Olsen haben das fü r M itteleuropa erstellteBild n u r teilweise bestätigt. E kholm w idersprichtder M einung von W erner, daß alle Typen gleichzeitigsind153.Andere A utoren haben die zeitliche Einengung in das3. Ja h rh u n d ert verteidigt134. G rundsätzlich w urde dieDiskussion jedoch ohne A ufarbeitung des überregionalenBegleitmaterials geführt. Die verschiedenen Ergebnissekönnten A nregung zu gem einsamer Forschungsarbeitsein, die berücksichtigt, daß die skandinavischenG rabfunde nicht an der C hronologie der „Limes-K atastrophe“ gemessen w erden müssen und nicht durchdie Gleichung H em m oorer Eim er = 3. Ja h rh u n d ertdatiert zu w erden brauchen, weil sie in ihrem reichenBeigabenbestand genügend eigene K ontrollm öglichkeitenbesitzen.Es scheint bei dem derzeitigen Forschungsstand ambesten zu sein, für die H em m oorer Eim er auf G runddes weit nach O sten gestreuten V orkom m ens und derspäten Zeitstellung einiger G rabfunde (Fig. 42) einebeschränkte W eiterproduktion nach 260 sowie das V orhandenseinm ehrerer P roduktionsstätten anzunehm en155.Die Spätdatierung des Sakrauer Silbereimers, denW erner den übrigen H em m oorer Eim ern zeitlichgleichstellt150, kann durch einen speziellen Vergleich m iteinem skandinavischen G rabfund u n te rstü tzt werden.Im Inventar von Sakrau I findet sich eine goldeneZweirollenfibel m it halbrunder K opfplatte und reichemFiligran- und Granulationsschmuck, die ihr Gegenstückin dem K örpergrab von Sanderum gaard auf Fünen137hat. Das Inventar von Sanderum gaard enthält aucheinen Flem m oorer Eim er sowie eine silberne H akenkreuz-Scheibenfibel.Die H akenkreuzfibel w ird in diesemFall, wie in Sakrau das übrige Inventar, nicht durchden H em m oorer Eim er d atiert138, sondern erm öglichteher selbst eine Zeitstellung um 300. Eine typologischähnliche, aber spätere Fibel von N y ru p auf Seeland istdurch M ünzbeigaben m it Sicherheit bereits in die146 U lbert 1961, Pag. 51-52 nennt für den Eimer von Barbingeine stark bleihaltige K upfer-Zink-Legierung, Fuß eingelötet.147 Boesterd 1956, Tab. 15 : 149 (Nijmegen) ; U lbert 1961,Pag. 51-52 : Eim er vom Typ A ltenw alde m it angelötetenAttaschen, nur form ale Ähnlichkeit m it H em m oorer Eimernniedergermanischer Provenienz.148 W erner 1936 ; Zusätze : Asmus 1939, Pag. 172, N o ta 9 ;W erner 1953.149 Eggers 1951, K arte 23-24.150 Ekholm 1935, Pag. 93, Fig. 33 ; id. 1961, Fig. 1.151 W illers 1907 ; H ahne 1910. Die Zinkgew innung in Gressenichbei Aachen ist in röm isdier Zeit b e k a n n t; daraus abgeleitetwurden die M essingw erkstätten für H em m oorer Eimer ;der industrie-archäologische Nachweis fehlt.153 W erner 1936 ; id. 1938 ; W iderspruch durch Kuchenbuch1954. Der konstruierte Zusam m enhang von Beutemachen,m ateriellem Besitz und dessen N iederlegung in G räbern desAdels im freien G erm anien ist nicht überzeugend in seinerabsoluten Auslegung wie bei Godlow ski 1970, Pag. 107, oderSchach-Dörges 1970, Pag. 138. Im Fürstengrab von H aßlebenfanden sich allein 7 Gläser (M öller 1913, Pag. 574), die anzeigen,daß ein H andel um 300 für „Kölner P ro d u k te“ nochmöglich w a r ; bisher sind die Gläser nicht als Beutegut erklärtworden, die rheinische Glasindustrie erreicht um 300einen H öhepunkt ihrer Prosperität. Die K atastrophentheorieschien glaubhaft für einen A rtikel wie den H em m oorer Eimer,dessen Erzeugungsblüte in die M itte des 3. Jahrhunderts fällt,analog zu anderen Bronzegeschirr-Gegenständen.153 Ekholm 1941 ; id. 1961. - K ivikoski 1954.-O ls e n 1 9 5 9 .-Allgemein neigt die skandinavische Forschung einer fast zuspäten D atierung ihres M aterials zu. Das G rab von Avaldsnes(Norwegen) m it H em m oorer Eimer w urde an das Ende des4. Jahrhunderts oder den Beginn des 5. Jahrhunderts g e se tz t;richtig w ird eine Zeitstellung kurz nach 300 sein.154 P o tratz 1942, Pag. 105 ss. ; R adnoti 1957, Pag. 185 : DieProduktion im Rheinland hört nach dem alam annischen E inbruch258/260 a u f ; für die pannonischen Eimer werden rheinischeW erkstätten angenommen. Vermutlich w ird die Ü berprüfungdes „Im ports aus dem R heinland“ ein ähnlichesErgebnis haben, wie es sich für den G lasim port „aus K ö ln “zeigte.135 Kuchenbuch 1954, Pag. 44 ; M ildenberger 1970, Pag. 82.138 W erner 1936, Pag. 399, N ota 3 ; cf. Drexel 1909, erdatiert silberne Eimer des H em m oor-Typs M itte 2. Jahrh. -1. H älfte 3. Jahrh. - Vermutlich ist der Silbereimer von Sakrauälter als das übrige Inventar.157 E ngelhardt 1877, Pag. 347 ss.158 Thomas 1967, Pag. 48 datiert in der chronologischenUntersuchung über die Scheibenfibel m it H ilfe des „Bronzeeimers“,einer Schöpfkelle und der goldenen Zweirollenfibel„Eggers C 2“, also m ittels eines provinzialröm ischen Im p o rtgegenstandeseinheimisches Form engut. Die Schöpfkelle ist ausEisen und als germanische Nachbildung römischer Bronzekellenaufgefaßt w orden (Eggers 1951, Pag. 171). Die Z w eirollenfibelmit halbrunder K opfplatte ist vermutlich ein spätes E r­zeugnis im 3. Jahrhundert. Die D atierung „Eggers C 2“ kannm odifiziert w erden „Ende C 2 “, allerdings nur durch die Fibel.141


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)2. H älfte des 4. Jahrhunderts zu setzen159. Sakrau I undSanderum gaard gehören noch in den F undhorizont derH em m oorer Eim er, in dem keine Facettschliffbecherauftreten. N y ru p steht durch den starkw andigen konischenFacettbecher m it A bstand außerhalb dieser F undgruppe.Die G röße dieses Abstandes zu ergründen,scheint der Schlüssel zu sein, der die A n tw o rt auf dieFrage nach den zeitlich letzten H em m oorer E im ern erschließt.Wie bei den Glasgefäßen zu erkennen gewesenist, müssen die spätkaiserzeitlichen L eitform en in ihremrelativen V erhältnis neu geordnet werden.Bronzenes Tafelgeschirr.K örpergräber m it einer Fundgesellschaft von Gläsernund bronzenem Tafelgeschirr sind im Oder-W eichsel-R aum n u r von drei F undorten bekannt: Sakrau [16],B alenthin [1], G rabow [12]. Alle G räber gehören einerZeitspanne vom Ende des 3. Jahrhunderts bis zu einemfrühen A bschnitt des 4. Jahrhunderts an.In Sakrau führen die drei reichen G räber m ehrereA rten Tafelgeschirr:G rab I - steilwandiges Bronzebecken m it drei Weinblatt-Attaschen, bronzenes V ierfuß-G estell, Bronzekelleund Sieb m it ruderförm igem Griff;G rab II - Bronzeschüssel, Fragm ente eines Bronzebeckens;G rab III - steilwandiges Bronzebecken m it drei W einblatt-Attaschen, F ußfragm ent eines Bronzegefäßes;B alenthin - Bronzeteller;G rabow - steilwandiges Bronzebecken m it zwei beweglichenGriffen, Bronzekelle und Sieb m it ru d erfö r­migem Griff.Eggers h at in seiner Zusam m enstellung des römischenIm ports im freien G erm anien 1951 w eitgespannte typologischeU ntersuchungen der einzelnen Form en desBronzegeschirrs vorgenom m en. Seine Ergebnisse sind inV erbreitungskarten der H au p tty p en veranschaulichtund in einem Chronologieschem a zusam m engefaßt. Fürdie Funde im Oder-W eichsel-Raum sind einige ergänzendeBem erkungen notw endig.Die steilwandigen Bronzebecken m it W einblatt-159 Engelhardt 1877, Pag. 370 ss. - Eggers 1951, Beilage 98,Num . 197 : „Stufe D “ ( = ältere V ölkerw anderungszeit); dagegenEggers 1955, Pag. 225 : relative Einstufung „C 3“ ( =300-350) ; Thomas 1967, Pag. 48 nennt für den Facettschliffbechernoch die Möglichkeit „C 2“ ; M eyer 1960, Pag. 236d atiert die Bügelknopffibel von N y ru p um 400, „obwohl derGlasbecher ab Stufe Eggers C 1 a u ftritt“ . Die V erw irrung gehtvermutlich au f die unkontrollierte Ü bernahm e der Eggers-D atierung von V allstenarum zurück.160 Albrectsen 1968, Tab. 33-34 ; W illers 1901, Pag. 58.161 Ondrouch 1957, Tab. 38-40.162 Eggers 1951, Beilage 31 tren n t diese Typen schematisch(Typ 83, 84, 86).163 Ekholm 1934. Als Beispiele auch die Bronzeeimer vomFlem m oor-Typ m it V ogelkopf-A ttaschen von Intercisa undKerc (O tcet Im peratorskoj Arch. Kommissii 1913-15, Fig.145) ; Löwenmasken-Goldbleche von A arslev auf Fünen(Albrectsen 1968, Tab. 40), cf. G radina (D alm atien) (Wiss.M itt. aus Bosnien und der H erzegow ina 12, 1912, Fig. 92).Attaschen und T ierkopf-P rotom en in den G rabinventarenSakrau I und III finden in den reichen K örpergräbernauf Fünen (Eskiistrup)160 und in der Slowakei(Straze II)161 ihre besten Vergleichsstücke162. Die Bronzebeckenvon Sakrau I und Eskiistrup haben gleicheW einblatt-A ttaschen m it Löw enprotom en, die Beckenvon Sakrau III und Straze II solche m it V ogelkopf-Protom en. Diese Einzelheiten passen am besten in einenpontisch-donauländischen W erkstättenkreis, dessen E r­zeugnisse seit dem 3. Ja h rh u n d e rt im östlichen M itteleuropafestgestellt w erden können163.Von Eggers sind die Bronzebecken m it W einblatt-Attaschen und T ierkopf-P rotom en der Stufe C 2 (200-300) zugewiesen und die G räber von Sakrau als Leitfundedieser Stufe bezeichnet w orden164. Sehr viel w ah r­scheinlicher ist für die G räbergruppe Sakrau I/III,Straze II und Eskiistrup eine Z eitstellung um 300 resp.Anfang 4. Ja h rh u n d e rt (Sakrau I)165. Es w äre besser, ausder großen Fundgruppe der „späten steilwandigenBronzebecken m it autgehöhtem B oden“ (Eggers Typ78-87) den G renzhorizont Sakrau - Straze - Eskiistruptypenm äßig herauszunehm en und die L eitform en zueiner Spätphase zusam m enzustellen, die übrigen Form enaber der Stufe C 2 zu belassen166. D er G rabfund vonG rabow enthält ein Bronzebecken m it beweglichenGriffen (Eggers Typ 78), dessen Zeitstellung n u r allgemeinm it 3. Ja h rh u n d e rt angegeben w erden kann. Dadas übrige G rabinventar in die 2. H älfte des 3. Ja h r­hunderts bis um 300 datiert, w äre fü r das G rabow erBecken m it einer etwas längeren U m laufzeit zurechnen167.Die W einblatt-A ttaschen des Bronzebeckens vonSakrau I dienen als H alterungen für drei beweglicheRinge, m it denen das Becken in ein D reifußgestell eingehängtw erden konnte. Bronzene Fußgestelle findensich im freien G erm anien kom plett n u r in Sakrau I undStraze II. In Sakrau I handelt es sich um ein m it vierPaaren verstellbarer Kreuzschienen versehenes V ierfußgestell168,das nicht zu dem Bronzebecken m it dreiRingen p a ß t169. Das Gestell ist m it seinen B üstenaufsätzen,Pantherfiguren an den T ragarm en und Löw enfüßenstilistisch m it Straze II vergleichbar170, noch164 Eggers 1951, Beilage 31 und Pag. 71.165 Sakrau III - das vermutlich älteste der 3 G räber - istm ünzdatiert (Aureus des C laudius II G othicus, 268-270) undneben Leuna 2/1917 das jüngste m ünzdatierte G rab der reichenspätkaiserzeitlichen G räbergruppe um 300 überhaupt.186 Unterschiede auch in der V erbreitung : die steilwandigenBronzebecken ohne Attaschen finden sich vor allem in B randgräberndes Rhein-W eser-Gebietes, auch in mitteldeutschenund mecklenburgischen K örpergräbern.167 Cf. das Vorkom m en in H aßleben G rab 8.168 G rem pler 1887, Tab. 3; M ajewski 1960, Tab. 13-18.189 G rem pler 1887, Tab. 4:1; M ajewski 1960, Tab. 24 : c.170 Ondrouch 1957, Tab. 38 - D reifuß und zugehöriges B ronzebecken.Fig. 42 V erbreitung der H em m oorer Eim er in den nichtrömischenGebieten Europas.142


S ouk&tnenv is k ris Тим.0.ШікегilbrbaUuimоКШмог- Ufâhde ç\1>исґС Н щ м о о г - U t s k r s o j ttyrisMi-Q çOsM iolt^CЗг^f*ч’xf E^eCüjt! ©2ürnibrf jjU e ^ M fVО 1 Cjrè&mі.чЬЄч-ім ^ с ^ с Іш а г м іШ г '6D И м ен.^AhnHsdorj!^ÇnxbowЪыЬыоТкиїл.iu M n ùAWподSikftiuCD KörpergrabО Brandgrab□ »Grab«O B um 300€ D 3. Jahrh.


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)besser aber m it einem Vierfußgestell aus W ehringenLdkr. Schwabmünchen (Grab 3)m .Die Bronzekellen und Siebe m it ruderförm igem Griff(Eggers Typ 161) in den G rabfunden Sakrau I undG rabow gehören einer im freien G erm anien w eit verbreitetenund langlebigen Im portgruppe an. Im allgemeinen der Stufe Eggers C zugeteilt, läßt sich fü r denflachbodigen Typ m it R osettenm uster eine V erw endungbis in das frühe 4. Ja h rh u n d ert besonders in östlichenFunden vorweisen (Sakrau I)172.Aus dem G rabfund von B alenthin stam m t ein B ronzeteller,den Eggers als L eittyp fü r eine kleinere A nzahlvon Vergleichsfunden herausgestellt hat (Eggers T yp 117Balenthin). Die Parallelstücke gehören alle m itteld eu t­schen K örper- und B randgräbern an, die von Schmidtzusam m engestellt w urden173. Die U nterscheidung w eitererdrei T ypen (Eggers 116, 118, 119) b eru h t auf u n te r­schiedlicher Fuß- oder R andausform ung und könnteverschiedene W erkstätten andeuten174.Aus Sakrau I stam m t das Fragm ent eines Bronzetellersoder Bronzegefäßes, das m it einem R undfries von zweiT ierpaaren eine Sonderstellung einnim m t. A lföldi hatnachgewiesen, daß das M otiv G reif - H irsch/P anther -H indin nicht pontisch - spätgriechische A rbeit seinm uß, sondern provinzialröm ischen U rsprungs seink ann173.Sonderform en sind auch die in Sakrau II gefundene einfacheBronzeschüssel und ein unbestim m bares Bronzegefäß(Fragm ent), die sich nicht m it spätkaiserzeitlichemM aterial vergleichen lassen. Das G rabinventar ist aufG rund des starkw andigen Facettschliffglases bereits derM itte des 4. Jahrhunderts näher als dem reichen Körpergräber-Horizont um 300.3. Holzeim er.Im Gegensatz zu Gläsern und M etallgefäßen repräsentierenH olzeim er einheimisches Form engut. E rhaltensind fast im m er n u r die H enkel oder Metallbeschläge,im Oder-W eichsel-Raum bekannt aus den K örpergräbernSakrau II (Bronze), Sakrau III (Silber, nurRandbeschlag), Polchlep (Bronze)17“ und Königsbruch(Eisen, n u r Bruchstücke)177.Für den typologischen Vergleich ist wegen seines besserenErhaltungszustandes nur das Exem plar vonSakrau II geeignet. D er Eim er besitzt vier Beschlagreifenund einen bandförm igen H enkel, der in ö sen-Attaschen m it aufgebogenen Enden eingesetzt ist.Zwischen den Beschlagreifen sind einzelne rhombischeund halbm ondförm ige Beschläge sowie ein zickzackförmigesBeschlagband zusätzlich angebracht178. H o lzeimer m it ähnlichen halbm ondförm igen Beschlägen sindvon zwei anderen reichen K örpergräbern bekannt:Straze II179 und V allstenarum 19 (G otland)180. BeideG räber führen Glasbeigaben: Straze II einen einfachendickwandigen Glasbecher (neben anderen nicht erhaltenenGläsern), V allstenarum einen zylindrischen Facettschliffbechervom K ow alk-Typ (Fig. 30). Es fällt auf,daß einzelne Ü bereinstim m ungen im F orm engut reicherK örpergräber w iederholt im Raum zwischen m ittlererD onau und Südskandinavien anzutreffen sind.Ü berregionale U ntersuchungen zu den H olzeim ern imfreien G erm anien stam m en von Zem an 1956, H eiligendorff1957 und R addatz 1962. Zem an stellt eine E n t­wicklungsreihe der H olzeim er losgelöst von ihrem Begleitmaterial auf, ohne zu erkennen, daß regionaleSonderform en bestehen, die typologisch anderen nichtgleichzustellen sind. H eiligendorff beschäftigt sich zunächstm it den älterkaiserzeitlichen H olzeim ern und darananschließend besonders m it den Kleinform en m it Aufhängeringen.R addatz handelt die spätkaiserzeitlichenH olzeim er m aterialfundiert ab; V erbreitungskarten dertrapezförm igen A ttaschenform en norddeutscher, inseldänischerund südskandinavischer H olzeim er lassen dieK örpergräbergruppe der 1. H älfte des 4. Jahrhundertsgut erkennen, M itteldeutschland und das östliche M itteleuropafallen aus181. D afür ließe sich der H olzeim ertypm it H albm ondbeschlägen Straze - Sakrau II - Vallstenarumals östliche Form einsetzen, für M itteleuropaallgemein n u r die spätkaiserzeitliche A ttaschenformm it aufgebogenen Enden (H aßleben - Thiem endorf)171 N uber - R adnoti 1969, Fig. 6. - W eitere Fußgestelle cf.Erdelyi 1931 ; M otykova-Sneidrova 1959 - Trebusice, m it N ennungw eiterer Funde von E in zelteilen ; cf. audi bronzenerKlapptisch von O strovany 1/1790 (W iener A nnalen 1931,183 ss.).172 W eitere Funde in spätkaiserzeitlichen K örpergräbern der2. H älfte des 3. Jahrhunderts bis um 300 im Oder-W eichsel-Raum : Praust-Z uckerfabrik, G rab 3 und 5/1935 (m it unbestimm baren Glasresten, cf. Schindler 1939, Pag. 39 und 41) ;R ostoity pow. Bialystok, H ügel 1 (mit Fragm ent eines Schlangenfadenkelches),cf. Jazdzew ski 1939, Pag. 15 ; Kom m erauKr. Schwetz, K örpergrab von 1915, cf. G ünther 1922, Tab. 2 : c.173 Schmidt 1958, Pag. 476 ss. - Inzwischen N eufunde vonW eim ar-E hringsdorf (Barthel 1964, Tab. 73), Güsten K r. S taßfurt(Laser 1965, Tab. 48 :4), Kleinpaschleben K r. K öthen(Laser 1965, Tab. 48 :6), Großpaschleben (Laser 1965, Tab.48 : 2).174 Die Besprechung der Typenm erkm ale „Eggers 116 = mitangelötetem F u ß “, „Eggers 117 = m it mitgegossenem Fuß“,„Eggers 118 = m it angelötetem Fußring“, „Eggers 119 =m it waagerechtem R and“ erscheint unwesentlich, solange nichtgeklärt ist, was die Splittergruppen bedeuten.175 A lföldi 1934.176 Eim er nicht erhalten, cf. Bericht von P astor K rüger in BaltischeStudien 28, 1878, 237 s. : „. . . ein sehr schön gearbeiteterEimer von C edernholz m it 3 Bronzebändern und einem Gehenkvon Bronze, dessen Enden m it H aken versehen sind undzu beiden Seiten in ein m it einem Loche versehenes, kunstvollgearbeitetes K reuz fassen.“177 Ein w eiterer gutbekannter Fund aus K örpergrab ohneGlasbeigaben von T hiem endorf/Tym ow a Kr. Steinau/Scinawa,cf. Jahn 1922 - II, Pag. 89.178 G rem pler 1888, Tab. 1:2; cf. Dexel 1943, Pag. 26 ss.,Fig. 88.179 Ondrouch 1957, Tab. 44 - Eim erpaar.180 Gustafson 1905, Fig. 29.181 R ad d atz 1962, Fig. 18.144


Günter RauKörpergräber mit Glasbeigabenoder Gabelenden aus vielen Brandgrab-Funden (auchim Oder-W eichsel-Raum )182.Die H olzeim er m it H albm ondbeschlägen sind m it Hilfeder Glasbeigaben ab 300 (Straze II) in die 1. H älfte des4. Jahrhunderts (Sakrau II) bis M itte 4. Jahrh u n d ert(Vallstenarum ) zu datieren.4. Tongefäße.Z ur norm alen A usstattung eines Grabes gehört in derRegel Keram ik. In den Fällen, wo keine Tonw arebekannt ist, kann verm utet werden, daß sie nicht beachtetw orden ist. In älteren Fundberichten werdenmanchmal Tonscherben erw ähnt, so in A rnswalde [9].Bei anderen Zufallsfunden sind nur die auffälligenFundstücke beachtet w orden: in Schwolow [21], Redlin[18] und Groß-Lesewitz [11] sind allein die Glasgefäßeerhalten, Geiglitz [23] ist unvollständig ausgegraben. InStuchow [3], B alenthin [1] und Polchlep [8] lassen dierelativ reichen Beigaben verm uten, daß zerbrocheneTonw are nicht geborgen w urde. In anderen Fällen, wom ehrere K örpergräber gleichzeitig aüfgefunden undzerstört w urden, sind u n ter den bekanntgew ordenenFundgegenständen manchmal Tongefäße und Scherben,die nicht m ehr in einen Fundzusam m enhang m it denGläsern gebracht w erden können: W edderwill [5],Borkenhagen [22], V ietkow [20]. U npublizierte G rabungenund Teilpublikationen von Krossen [4], W illenberg[6], Kleszewo [24] und Praust [10] können ebenfallsnicht ausgew ertet werden.Aus den K örpergräbern von Pilgram sdorf I [2], W illenberg1180 [6], G rabow [12], Kowalk [19] und G anzkow[17] ist je ein Tongefäß geborgen w orden. In Pilgram s­dorf handelt es sich um eine flache handgemachte Schalem it 23 cm Randdurchm esser. Aus W illenberg 1180stam m t ein doppelkonisches Schalengefäß m it Sparrenbandverzierungauf der Schulter. Von G rabow sindScherben eines kleinen handgem achten Henkelgefäßesm it kanneliierter Schulter erhalten. Kowalk und G anzkowhaben je ein kleines weitmündiges Schalengefäßm it rillenverzierter Schulter ergeben, die sich in einemwesentlichen D etail unterscheiden: das Gefäß von K o­walk ist handgem acht, die Schale von G anzkow scheibengedrehteTonw are. Beide Gefäße gehören dem imGebiet westlich der O der allgemein bekannten Typ der182 Spätkaiserzeitliche B randgräber m it H olzeim erresten :Zabieniec Kr. K atow ice G rab 17 (Inventaria Arch., PL 112) ;K orzen Kr. G ostynin G rab 39 (Inventaria Arch., PL 9 1 );Litten Kr. Bautzen (Frenzel 1929, cf. Meyer 1971) ; cf.Schach-Dörges 1969, W ilhelmsaue G rab 9, 62, 88, Tab. 68,K arte 14 m it w eiteren Fundorten westlich der Oder.188 Schmidt (B.) 1963, Tab. 18.184 Eggers 1937.185 Schindler 1940, Pag. 52 s., Tab. 20 : 7.186 Aus K örpergräbern m it G lasfunden : W edderwill, Schwolow; cf. mecklenburgische B randgräber von Wischuer Kr. BadD oberan (Bez. Rostock) (Schuldt 1963, Fig. 120 : a).187 Praust-Dreieck (Schindler 1941, Tab. 4).188 Baunegärd (K lindt-Jensen 1957, Pag. 73 und 62).189 Simris (Stjernqvist 1955).190 Cf. M ackeprang 1943, Tab. 25.spätröm ischen Schalengefäße an; Vergleichsstücke lassensich im M aterial des großen U rnenfriedhofs ButzowKr. Brandenburg finden, wo w eitm ündige Schalen m itweichem U m bruch und kannellierter oder rillenverzierterSchulter auch vertreten sind183. G ute Parallelenaus Pom m ern liegen vom K örpergräberfeld D enzin Kr.Belgrad vor; die d o rt gefundenen Gefäße sind durchreiches Fibelm aterial in das 4. Ja h rh u n d ert datiert184.D er Schalentyp m it weichem U m bruch ist im O der-Weichsel-Raum im 3.-4. Jahrh u n d ert relativ selten.D afür tr itt eine andere, die doppelkonische G efäßformdeutlich herv o r185. Beide G efäßtypen tragen eine sehrcharakteristische V erzierung, das Sparrenm uster. Es istim Ostseeküstengebiet180, im U nterw eichselraum 137, aufB ornholm 188, in Schonen189 und auf Seeland190 verbreitet.Dieser archäologische H o rizo n t auf G rund von T ongefäßenist interessant, weil er einen Teil des V erbreitungsgebietesder Glasgefäße m it Facettschliff überdeckt.Bei der D atierung der Gefäße m it Sparrenm uster istVorsicht geboten, da auch aus dem 5. Ja h rh u n d ertsparrenverzierte Gefäße bekannt sind191. Das gleichegilt für die Schalenform m it weichem U m bruch: inPraust (K örpergrab 7/1929)192 w ird eine Schale m itSparren- und R osettenm uster durch die Beigaben (Fibelm it quergeripptem Bügel und Fuß, Ovalschnalle, Kammm it flachgewölbtem Griff) in die 2. H älfte des 4. Jah r­hunderts zu datieren sein; in V oigtsdorf Kr. G rim m endatiert eine gegossene Bügelfibel m it rechteckiger K opfplatteund Seitenknöpfen sowie rhombischem Fuß dieGefäße in das späte 5. Jah rh u n d ert193.Das Drehscheibengefäß von G anzkow h at im O der-W eichsel-Raum keine genauen Parallelen194. Die D reh ­scheibenware in den K örpergräbern von Kleszewo,W erbkowice und Sakrau ist anderen Typs und dokumentiert einen südöstlichen Form enkreis, der zahlenmäßigviel stärker h erv o rtritt. Es kann in dieser Arbeitauf der G rundlage des Vergleichs weniger Tongefäßekeine Aussage über die größeren Zusam m enhänge gemachtwerden. Die Autopsie einzelner Funde (W erbkowice)genügt nicht; die K eram ik von Sakrau ist verloren,ebenso der F und von G anzkow; Kleszewo istnoch unpubliziert. Eine spezielle U ntersuchung derspätkaiserzeitlichen D rehscheibenkeram ik ist dringenderforderlich195.191 Glowitz Kr. Stolp (La Baume [W.] 1934, Fig. 71).192 Schindler 1939, Fig. 4.193 Gau 1940, zusammen m it engmündigen G efäßen, die auchin H interpom m ern auftreten (T reptow an der Rega) ; cf.Eggers 1959, Pag. 19.184 Cf. Rochna 1942, Tab. 7 : a (Praust) ; Schindler 1940,Pag. 64 s. nennt weitere 12 Gefäße im Weichselmündungsgebiet.- Im überregionalen Vergleich können mitteldeutsche undukrainische Gefäße gegenübergestellt werden, cf. Schulz 1933,Tab. 13 : 5 (H aßleben) ; Schulz 1953 (Leuna) ; K ravcenko1967, Tab. 5 : 4 (Kosanovo), cf. Machno 1949, Tab. 3 (D rehscheibenwarem it Schulterleiste).195 Die südöstlichen Beziehungen sind von Preidel 1930, Pag.135, und Schulz 1930 sowie 1933 genannt worden. Schulzdatiert die Drehscheibenware M itteldeutschlands um 300 zeitlichspäter als östliches Vergleichsmaterial. - W ielowiejski 1960145


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)Die in Südostpolen im 4. Jah rh u n d ert m assiert auftretendeDrehscheibenware w urde von einheimischenT öpferw erkstätten im Gebiet nordöstlich von K rakauhergestellt190. Verschiedene Elem ente dieser K eram ik(Tonart, Form en, Verzierungen) deuten auf einen engenZusam m enhang m it dem südöstlich anschließendenCernjachov-Form enkreis h in 197. G rundsätzlich sind imBereich der keramischen P roduktion engere F orm enkreisemöglich, weil es sich um ein standortgebundenesGewerbe handelt198.Die Größe der Töpferei-Anlagen (in Igolomia über50 D oppelkam m er-B rennöfen) läßt auf M assenfertigungschließen, die ein größeres A bsatzgebiet erforderte unddas starke Ü bergew icht der D rehscheibenkeram ik inSüdostpolen erk lä rt199. Im G rabinventar von W erbkowicesind von 10 Gefäßen 7 scheibengedrehte T onware vom Igolom ia-Typ: flache und steilwandige Schalen,hohe T errinen, Schalen m it doppelkonischem Profil,Krüge, fast alle Gefäße m it plastischen Leisten, m itflacher oder abgesetzter Standfläche oder auch Fußring.Die V erzierung besteht aus eingeglätteten Zickzack- undW ellenlinien, K reuzreihen, G itterfriesen, vertikalenTannenzw eigm ustern, Sparren, und sie entspricht dam itdem M usterschatz der K eram ik von Igolom ia und derU kraine200. In W erbkowice kann die Tonw are m it H ilfeder A rm brustfibel A nfang 4. Jah rh u n d ert datiertwerden.Im G ebiet des W arthe-O berlaufs und in Schlesien sinddie Ergebnisse der keramischen Studien des südöstlichenRaumes nicht ohne weiteres übertragbar. DieV erbreitungskarte der Igolom ia-K eram ik von Gajewskispiegelt eine Ü berschätzung des neuentdeckten F undmaterials w ider201. V on D ^brow ski sind lokale U n te r­schiede der Drehscheibenkeramik im Gebiet um Kalisznennt zwei M öglichkeiten der Ableitung : L atenetradition undgotischen Einfluß. - Regionale Übersicht für die Gebiete w estlichder O der : Schulz 1929 und 1933, Pag. 39 für südöstlicheund provinzialröm ische Anregungen, aber selbständige einheimischeProduktion ; U slar 1935, Pag. 255 keine endgültigeEntscheidung, eher örtliche Ausbildungen, im W esten durchprovinzialröm ische Form en a n g eregt; Marschalleck 1940, Pag.289-290 für eigene W erkstätten im oberen und m ittlerenO d erg eb iet; M üller (A.) 1957, Pag. 26 rechnet für die brandenburgischenFunde m it Im port aus dem Saalegebiet, nichtprovinzialröm isch, Fig. 2 V erbreitungskarte und Liste brandenburgischerFunde von Drehscheibenware ; Schach-Dörges1970, Pag. 110 folgt von M üllers A rgum entation für Mecklenburg,Fig. 19 V erbreitungskarte der m itteldeutschen D rehscheibengefäße.190 Gajewski 1959.107 Rikm an 1960, gleichartige Töpfereien von Budesty.108 W eitentfernte Parallelen müssen nicht H andelsw are sein,cf. „terra nigra“ Fußschale m it eingeglättetem W ellenband vonB asel-G otterbarm w eg (Vogt 1930, Fig. 3), 5. Jahrh.109 pj(jtka-D ^brow ska 1961, Anteil der Drehscheibenware inW olhynien ca. 80 % .200 Cf. Symonovic 1964 - II.201 Gajewski 1959, Pag. 289.202 D^brow ski (K.) 1958 ; cf. Kaszew ska 1966 (SiedlungsfundeToporow).203 Cf. K örpergrab m it W ellenbandverziertem FaltenbecherFig. 43 G uttentag / D obrodzien pow. Lublinecz : Tonbecher.— N ach P fützenreiter 1938, Tab. 5 : 3.herausgestellt w orden202. In Zabieniec [37] Kr. Katowicefinden sich in den B randgräbern m it Glasbeigaben überwiegendhandgem achte w eitm ündige T errinen m it w ellenförmiger R itzverzierung und Fußgefäße, die alledem 4. Jah rh u n d ert zugehören. Auch Sakrau [16] veranschaulichteine hohe Blüte des einheimischen T öpferhandwerks neben den schlichten G efäßform en derDrehscheibentechnik: reichverzierte große Fußgefäßem it dreifachen H enkeln oder Ösen, Fußschalen, T errinen,Faltenbecher, H enkeltöpfe. Die H andarbeit einesFaltenbechers in G rab I überrascht: sie kann n u r alsKopie provinzialröm ischer V orbilder oder der ausgleicher Quelle schöpfenden Igolom ia-D rehscheibenware verstanden w erden203; in dem zeitlich nachfolgendenG rab II m it Facettschliffbecher finden sich 2 F altenbecherin Drehscheibentechnik. Beide Techniken, H an d ­arbeit und Drehscheibe, müssen nebeneinander ausgeübtw orden sein204. Im itationen sind sogar nach Glasgefäßenangefertigt w orden (Fig. 43).von Graduschw itz/G rodzieszow ice K r. O hlau/O law a (Jahn1922 - III, Fig. 7), vergleichbar dem Fragm ent von Sakrau I. -Die handgem achten K annen sind in ähnlichem Wechselspielder Anregungen aus dem ukrainischen Gebiet erklärt worden,cf. Sdiindler 1940, Pag. 72 ss. ; Petersen 1941 weist auf dieeingeglätteten Zierm uster hin, die zu einem w eitverbreitetenmodischen D ekor im 4. und 5. Jahrh u n d ert w erden, cf. N o ta198 ; zu mitteldeutschen Parallelen cf. Schulz 1929.204 Der Standring ist eine allgemein spätkaiserzeitliche E r­scheinung, sicher im Zusam m enhang m it der Drehschreibentechnikzu sehen. Daneben stehen hohe Fußgefäße in einheimischerT radition, cf. Kersten 1944 (Biala) ; Jazdzew ski 1951, Tab. 24 ;Inventaria Arch. PL 31 (Biafa K r. Brzeziny, B randgrab 30) ;Petersen 1939 - II, Fig. 5 (Buchenhang/Bukwica Kr. G logau/Glogow) ; R einerth 1940 - III, Tab. 464 (Schertendorf Kr.Grünberg). -N eben Drehscheibentechnik sind möglicherweise einzelne V erzierungselemente (Stempelmuster) aus dem D onauraum übernommenw orden, cf. Salam on 1969 ; Kolm'k 1971 nim m t an,daß Impulse zur V erbreitung der Stem pelkeram ik aus demnördlichen Siebenbürgen und oberen Theißgebiet in die Cernjachov-Kultur übernommen w urden und auch A nregungen fürdie germanische Stem pelkeram ik der V ölkerw anderungszeitgegeben w orden sind. P fützenreiter 1939, Tab. 10 weist aufeinheimische A rbeit am Beispiel des kleinen Fußgefäßes vonC horula Kr. K rapkow ice, B randgrab 182, hin, das RosettenundFiederblatt-Stem pelverzierung trägt.146


Günter RauKörpergräber m it GlasbeigabenDie einheimische T radition weist auch die handgearbeiteteK eram ik des Reitergrabes von Königsbruch [25]noch um 400 auf (Fig. 34): eine Terrine m it wellenbandverierterSchulter, eine Schüssel m it Zickzackverzierung,drei einfache unverzierte Töpfchen, die bereitsdie kärgliche, in dieser Form aber typische Tonw are des5. Jahrhunderts vorausnehm en.5. Halsringe.Ringe m it schlüssellochförmiger Öse.In Stuchow Kr. P yritz [3] w urde 1836 ein Körpergrabgefunden, aus dem ein Silberhalsring, eine Silbernadelm it Filigrankopf, eine Ösennadel, eine Fibel und eineAmulettkapsel, eine Glasscherbe, eine Bronze- und eineBernsteinperle geborgen w urden (Fig. 44). O bw ohl vermutet w erden darf, daß der F und nicht vollständig ist,haben die bekanntgew ordenen Fundgegenstände einebesondere Bedeutung2"5.Fig. 4417.Stuchow / Stuchowo [3]. — Nach Eggers 1938, Pag.Der Silberhalsring von Stuchow ist glatt und rundstabig,die W eite beträgt 13 cm; die Enden bilden einenaufgebogenen verdickten K nopf und eine schlüsellochförmige Öse, so daß der Verschluß durch einfaches Einhakenleicht zu handhaben ist. Zusätzlich ist an beidenEndteilen vor dem Verschluß ein Stück dünner Silberdrahtumw icklung angebracht.Aus dem Oder-W eichsel-Gebiet sind weitere Beispiele203 Erstveröffentlichung in : Baltische Studien 7, 1840, Pag.271.206 Der Ring von Glogau ist ein E inzelfund und vermutlichein D epot, cf. G oldring im D epotfund von Cottbus.207 In der L iteratur bisher keine Gesam tkarte.208 Phänotypisch und zeitlich unterschiedlich ; cf. H alsring vonFig. 45 Zw ilipp / Swielubie K r. K olberg-K örlin / Kolobrzeg.— Nach D ibbelt 1936-11, Fig. 7.von H alsringen m it dieser charakteristischen Verschlußformbekannt (Fig. 45). Die Ringe treten in rundstabigerForm (Pyritz, G örlsdorf, Glogau) oder to rd iert(Zwilipp, W edderwill, Klein Küssow, Garnseedorf,G roß Bestendorf), einmal teils glatt - teils to rd iert(Röpersdorf) auf. In den m eisten Fällen handelt es sichum silberne massive Ringe, bei den R ingen im östlichenUnterweichselgebiet und von Glogau um G old206. DieFundum stände sind unklar in Glogau, Klein Küssowund Garnseedorf, alle anderen Funde stam m en ausK örpergräbern. Eine Glasbeigabe w urde n u r in Stuchowbeobachtet. Aus den zerstörten K örpergräbern vonW edderwill [5] ist eine Glasschale erhalten, ohne daßbekannt ist, ob sie zu dem an gleicher Stelle gefundenenSilberhalsring gehört.Im überregionalen Vergleich stellen die H alsringe mitschlüssellochförmiger Öse einen sehr w eit verbreitetenR ingtyp dar (Fig. 46)207. Auffällig im V erbreitungsbildist die Südw est-N ordost gerichtete Achse sowie dieD onau-T heiß-G ruppe; Seeland ist m it keinem einzigenF und vertreten, obw ohl auf dieser Insel am Ende des3. Jahrhunderts sich ein Fundschw erpunkt der reichausgestatteten K örpergräber bildet.In den Besprechungen w erden meist Ringe m it anderenV erschlußarten dazugezogen, so daß ein verzerrtes Bildentsteht208. Die erste A rbeit stam m t von Kossinna 1905,der fü r die H alsringe zwei H au p tty p en unterscheidet:Typ I - „Ringe m it Schlinge und H ak e n “ (Haken-Ösen-Verschluß),Typ II - „Ringe m it birnenförm iger Öse und K nopf“(schlüssellochförmige Öse).Kossinna sieht in den H aken-Ö sen-R ingen die U rformund hält sie auf G rund ihrer östlichen V erbreitung füreine ostgermanische Erfindung. Da auch die tordiertenRinge m it schlüssellochförmiger Öse im ostgerm anischenGebiet Vorkommen, w urde für sie ebenfalls eineE ntstehung im „ostgermanischen G ebiet“ angenommen.Kossinna kannte die späteren m itteldeutschen Fundenoch nicht.A ndere A utoren haben die M einung Kossinnas w iederho lt (Äberg, W erner)209, einige aber nicht (Behrens,Stjernqvist)210. Es ist besonders Behrens, der nachweisenReichelsheim in der W etterau : mitgegossene runde Verschlußöse(Behrens 1931, Fig. 1).209 Äberg 1929, Pag. 38 ; W erner 1938 - II.210 Behrens 1921 ; Stjernqvist 1955, Pag. 133 ss. m it A ufzählungder festländischen Funde Pag. 135, N o ta 65 ; die Ringevon Lindow, Lieben, Smichow, D iergardt-Sam m lung sollten147


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)kann, daß H alsringe aus einzelnen m ittelrheinischenFunden und im D onau-Theiß-G ebiet relativ frü h auftreten,so daß eine H erleitung von den „O stgerm anen“fraglich w ird. In der ausgezeichneten A rbeit m it einerÜ bersicht des dam aligen Forschungsstandes grenztBehrens auch die jüngeren Funde der V ölkerw anderungszeitim westlichen V erbreitungsgebiet ab. DieRinge des 5. Jahrhunderts w erden von W erner 1938zusam m engestellt.Stjernqvist gibt 1955 den Überblick über das verm ehrteF undm aterial und unterzieht es einer kritischen U n te r­suchung. Die Einw endungen richten sich vor allemgegen das Fortleben der Ansichten von Kossinna. Ausgangspunktder Ü berlegungen sind die N eufunde ausK örpergräbern von Simris in Schonen211, die in Fundgesellschaftm it silbernen Fibeln m it hohem N adelhaltereine relativ frühe D atierung Ende des 3. Jahrhundertsgestatten. Die A bhängigkeit der H alsringe m it schlüssellochförmiger Öse von den R ingen m it H aken-Ö sen-Verschluß hat dam it ihre Ü berzeugungskraft verloren,weil die H aken-Ö sen-R inge erst in G räbern um 300auftreten (Sakrau).Die alte Typologie w ird anhand zahlreicher donauländischerund m ittelrheinischer Exem plare fragwürdig,noch m ehr aber durch ein chronologisches A rgum ent.Behrens glaubte in den Funden von M ariam ünster inW orm s212 die im 4. Jah rh u n d ert m ainabw ärts gew andertenB urgunden archäologisch gefaßt zu haben. Einesolch späte Zeitstellung trifft für L am pertheim auf derrechten Rheinseite zu213, nicht jedoch für das spätrömischeG räberfeld W orms. In den m ittelrheinischenMuseen finden sich außerdem weitere unpubliziertebronzene H alsringe m it Schlüssellochöse aus römischenG räbern oder als Einzelfunde, die ein anderes technischesA rgum ent liefern. Die donauländischen undrheinischen Exem plare sind ausnahmslos aus Bronze,massiv, rundstabig, und haben mitgegossene V erzierungen.Die Ringe im freien G erm anien sind oft to rd iertund überw iegend aus Edelm etallen in H andarbeit h ergestellt,wobei Silber als leicht zu bearbeitender W erkstoffbevorzugt w orden ist. Allem Anschein nach sinddie germanischen Ringe K opien der römischen. Imspätkaiserzeitlichen G räberhorizont stellen sie eine guteL eitform dar. Die Sonderform en in den reichstenG räbern (Haßleben 8, D ienstedt, H även 6) bedürfenkeiner typologischen Eklärung214, da einem blühendenK unsthandw erk auch schöpferische Ideen zugetrautw erden können.Die G rabfunde m it H alsringen und Glasbeigaben bildenzusam m en einen F undhorizont vom Ende des 3. Ja h r­hunderts bis zum A nfang des 4. Jahrhunderts (Schwerpu n k t um 300). Die Ringe aus G räbern ohne Glasfügen sich m it ihrem Inventar in diese Zeitspanne ein.ausgeschieden werden : der F undort „Lindow “ existiert nurbei Kossinna : Vorgeschichte von D eutschland (1936), Fig. 349 ;Lieben und Smichow sind H aken-Ö sen-R inge ; der Ring ausder Sam mlung D iergardt ist verm utlich M itte 5. Jahrh. zudatieren, cf. Pouan.Liste zu Fig. 461. U jverbasz-K endergyar, Backa : K örpergrab 1 ; glatter B ronzering.- Parducz 1950, Tab. 109 : 7.2. Ada-M erzies, Backa : Einzelfund ; glatter Bronzering. -Parducz 1950, Tab. 105 : 9.3. Kishegyes, Kom . Bacs-Bodrog : Einzelfund ; glatter B ronzering.- Parducz 1950, Tab. 108 : 5.4. T örök-K anizsa, Kom. T orontäl : Einzelfund (1900) ; glatterBronzering. - Parducz 1950, Tab. 75 : 7.5. Szeged-Zäkany, Kom. C songräd : E inzelfund (1928) ; glatterBronzering. - Parducz 1950, Tab. 81 : 8.6. Szentes-Sargapart, Kom. C songräd : K örpergrab 35 ; glatterBronzering. - Parducz 1950, Tab. 23 : 7.7. Szarvas, Kom. B ekes: Einzelfund ; glatter B ronzering. -Parducz 1950, Tab. 50 : 5.8. Göbölyjaräs, Kom. Bacs-Bodrog : E inzelfund (1895) ; glatterBronzering. - P arducz 1950, Tab. 76 : 5.9. Batm onostor, A lföld : Einzelfund ; glatter Bronzering. -Parducz 1950, Tab. 114 : 5.10. M atetelke, Kom. B acs-B odrog: K örpergrab 2 ; glatterB ronzering. - P arducz 1950, Tab. 104 : 6.11. Zsambok, Kom. P e st: K ö rp erg rab ; glatter Silberring. -Parducz 1950, Tab. 72 : 6.12. Brigetio : E inzelfund ; glatter B ronzering. - Reinerth1940 - II, Tab. 300 : 5.13. C arn u n tu m : E in zelfu n d ; Bruchstück, glatt, verziert, mitInschrift, Gold. - Beninger 1930, Tab. 15:1; R einerth 1940- II, Tab. 300 : 6.14. W orm s-M ariam ünster : von dem spätrömischen G räberfeld3 glatte Bronzeringe. - Behrens 1921, Fig. 1.15. Lam pertheim , Kr. Bergstraße : K örpergrab 8 ; glatterBronzering. Ein w eiterer Ring als Einzelfund. - Behn 1935,Fig. 10.16. M ainz-F orsterstraße : K örpergrab ; glatter B ronzering. -Behrens 1921, Fig. 1 : 2 .17. Z ugm antel-K astell : E inzelfund ; glatter B ronzering. -Saalburg-Jahrb. 7, 1930, Tab. 11 : 49.18. A ltendorf, Ldkr. Bamberg : B randgrab 38 ; tordierterB ronzering. - Pescheck 1969, Fig. 6 : 1.19. D ienstedt, K r. A rnstadt : K örpergrab (1837) ; glatterSilberring m it Filigranblechauflage. - Eichhorn 1908, Fig. 1.20. Flurstedt, K r. W eim ar : K örpergrab (1774) ; glatter G oldring.- K örner 1951, Tab. 30.21. K ölleda, K r. Söm m erda : K örpergrab ; glatter Silberring. -M ildenberger 1959 - I, Fig. 111.22. H aßleben, K r. W eim ar : K örpergrab 8 (1912) ; glatterGoldring, eine H älfte flachgehämmert und verziert. - Schulz1933, Tab. 1.23. E rfurt-H ungerbachsiedlung : K örpergrab 3 (1938) ; to r­dierter Silberring. - Schnellenkamp 1940, Fig. 3.24. Wechmar, K r. G o th a : B randgrab 15a; Bruchstück, to r­diert. - M ildenberger 1970, Tab. 19 : 5.25. Freienbessingen, K r. Sondershausen : K örpergrab (1940) ;tordierter Silberring. - Grim m 1940, Tab. 62 : 3.26. Voigtsted, K r. A rtern : K örpergrab (1878) ; glatter G oldring.- G ötze 1909, Tab. 20 : 298.27. Holleben, Saalkreis : K örpergrab (1955) ; glatter Silberring.- Schmidt (B.) 1956, Fig. 2.211 Stjernqvist 1955, Tab. 20 (K örpergrab 47), Tab. 26 (K örpergrab100).2:2 Behrens 1921, Fig. 1.213 Behn (F.) 1935.214 Bei Kossinna 1905, Pag. 401 als M ischform en zu Typ IIIzusammengestellt.148


G ünter RauKörpergräber m it GlasbeigabenFig. 46V erbreitung der H alsringe m it Schlüsselloch-Öse.


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)28. W ansleben, K r. Eisleben : K örpergrab 2 (1888) ; glatterSilberring, Enden m it Drahtum w icklung. - Schmidt (B). 1962,Fig. 3.29. Schackstedt, K r. B ernburg: G rabfund (1836); glatter Silberring.- H inze-K önig 1925, Fig. 1.30. N achterstedt, K r. Aschersleben : K örpergrab ; glatter Silberring,Enden m it D rahtum w icklung. - Schmidt (B.) 1964 -II, Fig. 5.31. N ienburg, K r. B ernburg: K örpergrab (1937); 2 glatteSilberringe m it D rahtum w icklung. - Schmidt (B.) 1958, Fig. 2.32. Görzig, Kr. K öthen : B randgrab (1913) ; Bruchstücke voneinem glatten Silberring m it D rahtum w icklung. - Stroedicke1936, Fig. 6.33. R ebenstorf, K r. L üchow -D annenberg: U rnengrab (1890);Bruchstücke eines glatten Silberringes m it D rahtum w icklung. -K örner 1939, Tab. 4.34. H även, K r. Sternberg : K örpergrab 6 (1889) ; glatter Silberringm it Folien und Filigranrosetten. - Lisch 1870, Tab. 2 :21 ; Schach-Dörges 1970, Tab. 88 : 6 („G rabzugehörigkeit unkla r“).35. M erkendorf, K r. O ldenburg (H olstein) : B randgrab 23(1928) ; glatter Silberring m it D rahtum w icklung. - R addatz1962 - II, Fig. 4 : d.36. K annikegaard, Bornholm : K örpergrab 183 ; tordierterSilberring, zerbrochen. - Vedel 1886, Fig. 283.37. G redeby, Bornholm : K örpergrab D 9 und E 34 m it jeeinem tordierten Silberring. - Vedel 1886, Pag. 128 ; Vedel1897, Fig. 45 (E 34).38. Stensh0j, Bornholm : K örpergrab 14 ; tordierter Silberring.- Vedel 1886, Pag. 128.39. Simris, Järrestad hd., Skane : K örpergrab 47 m it glattemS ilb errin g ; K örpergrab 100 m it tordiertem Silberring. -Stjernqvist 1955, Tab. 20 : 14 (Grab 47), Tab. 26 : 18 (Grab100).40. Ö land : Einzelfund ; glatter Bronzering. - Stjernqvist 1955,Tab. 45 : 22.41. G roß Bestendorf, K r. M ohrungen : K örpergrab ; tordierterG oldring. - G erm anenerbe 1937, Fig. 10.42. G arnseedorf, K r. M arienw erder : G rabfund ; tordierterG oldring. - Blume 1912, Fig. 106; La Baume (W.) 1934,Fig. 68 : d.43. Stuchow, Kr. K am m in : K örpergrab (1836) ; glatter Silberringm it D rahtum w icklung. - Eggers 1938, Pag. 17.44. Z w ilipp, Kr. K olberg-K örlin : K örpergrab (1928) ; to r­dierter Silberring. —D ibbelt 1936 - II, Fig. 7.Ringe m it H aken-Ö sen-Verschluß.In Sakrau I und III [16] gehören dem G rabinventar jeein goldener H alsring an. In Sakrau I ist der R ing glatt,in Sakrau III to rd iert. Bei beiden Ringen sind dieEnden zu einer hakenförm igen Schlinge und einer Öseumgebogen und um den R ingstab zurückgewickelt.Parallelen sind nicht so zahlreich wie für die v o rher besprocheneForm m it Schlüssellochöse. A uffallend ist, wieKossinna schon festgestellt hat, die östliche V erbreitung215.Für die glatte R ingform (Sakrau I) gibt es eine Parallelein dem reichen G rabfund von O strovany II [86] in der215 Kossinna 1905, Pag. 400 ; das abgebildete Beispiel Fig. 25stam m t aus Glogau, ist allerdings ein A rm ring ; das BeispielPietrossa ist ungeeignet, weil es eine Sonderform darstellt(Runenring) und wegen seiner Zeitstellung um 400 nichtKossinnas These, daß die H aken-Ö sen-R inge die ursprüng-45. W edderw ill, Kr. Regenw alde : K örpergrab (1927) ; to r­dierter Silberring. - K unkel 1927, Tab. 17.46. Klein Küssow, K r. P y ritz : K ö rp e rg rab ; to rd ierter Silberring.- D orka 1939, Tab. 49.47. P yritz : K örpergrab (1929) ; glatter Silberring. - D orka1939, Tab. 49.48. R öpersdorf, K r. Prenzlau : D oppel-K örpergrab (1934) ;Silberring, halb tordiert. - R addatz 1953, Fig. 1 ; Schach-Dörges 1970, Tab. 8 : 3.49. G örlsdorf, K r. Lebus : K örpergrab ; glatter Silberring m itFolien und Filigranrosetten. - R einerth 1940 - III, Tab. 459.50. C ottbus, N iederlausitz : D epotfund (1934) ; glatter G oldring.- R einerth 1940 - III, Tab. 458.51. Glogau, Niederschlesien: E in zelfu n d ; glatter G oldring. -Tackenberg 1925, Fig. 25 : 5.52. Prosmi'k, Kr. L eitm eritz (Böhmen) : K örpergrab ; glatterB ronzering m it D rahtum w icklung. - Preidel 1926, Tab. 7 ;Preidel 1930, Fig. 348.A nhang : M itkartierte Funde, die bereits der V ölkerw anderungszeitangehören oder deren Zeitstellung unklar ist.53. V alkerby, Söderm anland : E in z elfu n d ; to rd ierter G oldring.- H olm qvist 1959.54. Källunge, G otland : E inzelfund ; to rd ierter G oldring,zusam m engerollt aufgefunden. - Alm gren - N erm an 1923,Fig. 116, Tab. 2 5 :3 7 6 .55. Lolland : Einzelfund ; tordierter G oldring. - M üller (S.)1888-95, Tab. 14 : 199.56. Pasesuvys, L itauen : K örpergrab ; glatter Silberring. -Kulikauskiene 1958, Tab. 282.57. Rekete, Litauen : K örpergrab 23 (1940) ; glatter Silberring.- Kulikauskiene 1958, Tab. 285.58. Issendorf, K r. Stade : B ra n d g rab ; glatter B ronzering. -M üller (J.) - Reimers 1893, Tab. 23 : 226.59. Körbecke, K r. W arburg : D epotfund ; glatter G oldring. -Schulz 1913, Tab. 5.Nachtrag :Zeithain, K r. Riesa : B randgrab ; glatter Bronzering. - M eyer1971, Fig. 123 : 3.Nicht berücksichtigt w urden ganz unklare Funde wie L indow(angeblich Pom m ern) und Eberbach, K r. H eidelberg. U nberücksichtigtblieben auch die sicher in das 5. Jahrh u n d ertdatierten G oldringe m it facettiertem und verziertem M ittelteil(D ortm und, Beilen, Velp, östrich, Pouan, Sam mlung D iergardt).Slowakei216. Ein A ureus der H erennia Etruscilla (248-251) kann als term inus post quem dienen; die übrigenBeigaben (Facettschliff-Glasschalen, Fibeln) ermöglicheneine Zeitstellung um 300.Ein glatter Silberring m it H aken-Ö sen-V erschluß undverdicktem M ittelteil stam m t aus dem K örpergrab 3; von Kosanovo Bez. Vinnica in der U kraine217. Das; G rab enthält fünf Tongefäße - einfache Drehscheibenlschalen, Terrinen, Zw eihenkeltopf -, ein Paar B ronzefibelnm it festem N adelhalter, eine bronzene R u n d ­schnalle mit dreieckigem Beschläg, eine ovale Eisenschnalle,eine G lasperlenkette, einen bronzenen.Fingerring und einen Kam m m it gew ölbter unverzierlicheForm der H alsringe sind, beweisen kann. Streuung bisSkandinavien, cf. N orling-C hristensen 1956, Fig. 32 (Askeby).216 Pulszky 1897, Tab. 100.217 K ravcenko 1967, Fig. 6; Cernych - Barceva 1972, Fig.18 : 31.150


G ünter RauKörpergräber mit Glasbeigabenter G riffplatte. D er Fund kann um die M itte des 4. Ja h r­hunderts datiert w erden und' schließt dam it an denH o rizo n t der G räber von Sakrau an218.Zahlreiche Ringe m it H aken-Ö sen-V erschluß der baltischenFundprovinzen sind nicht vergleichbar. Die dortbesonders im 5. Jah rh u n d ert in Mode kom m endenH alsringe weisen teilweise andersartige Ö senform enund Verschlußkapseln auf. Die Funde streuen von O stpreußen219über L ettland320 bis in das O ka-G ebiet221.Schwierig ist die Beurteilung silberner Ringfragm enteaus spätkaiserzeitlichen Brandgräbern des elbgerm anischenGebietes, die fast im m er ohne Öse aufgefundenw erden222. Weil die dünnen D rahtösen leichter verbran n t sein können als die massiven Schlüssellochösen,ist m it H aken-Ö sen-R ingen zu rechnen; dagegen kanneingewendet w erden, daß es auch Bruchstücke ohneBrandspuren gibt und auch das zahlenm äßige Ü bergewichtder übrigen Funde bei den Ringen m it Schlüssellochöseliegt223.Für die tordierte R ingform m it Haken-Ö sen-V erschluß(Sakrau III) läßt sich kaum ein Vergleichsstück heranziehen.Das G rab von Ihringen Kr. Freiburg in Badenm it einem bronzenen tordierten H alsring h at als weitereBeigabe eine lange angoartige Lanzenspitze224. DieD atierung in das 4. Ja h rh u n d ert ist nicht abzusichern.Die Waffe w urde als N achahm ung des römischenPilums in terp retiert - sie hat aber auch ältere V ergleichsstückein Schlesien225. O b ein Zusam m enhang besteht,kann nicht m it Sicherheit festgestellt w erden.6. Armringe.In den G räbern Sakrau I und III [16] sind neben dengoldenen H alsringen je ein goldener A rm ring gefundenw orden. Es handelt sich um massive offene Ringe, derenEnden verdickt sind (Kolbenenden). D er R ing Sakrau Ihat eine größte W eite von 7,3 cm. Er entspricht dam itgenau einem d ritten Fund im Oder-W eichsel-Raum ,dem goldenen K olbenarm ring von Pilgram sdorf I [2].D er R ing von Pilgram sdorf lag unter den Ü berrestender hölzernen T otenbahre und scheint bei der G rabberaubungübersehen w orden zu sein; er h at ein G oldgewichtvon 235 G ram m und ist 24karätig.218 Ringe m it verdicktem M ittelteil sonst völkerw anderungszeitlich: Bronzering Prag-Liben (Svoboda 1965, Tab. 62) ; SilberringHeilbronn-Böckingen (Fundber. aus Schwaben, Nov.Ser. 12, Fase. 2, 1938-51, Tab. 22) datiert durch kerbschnittverzierteD reiknopf-Bügelfibeln Ende 5. Jahrh.219 Tischler 1902, Tab. 15 ; G aerte 1929, Pag. 237 ; La Baume(W.) 1934, Fig. 68 : i (Silberring von Pr. Stargard).220 M oora 1938, Pag. 308 ss. Halsringe m it umwickeltenE nden und H aken- und Ösen- oder Kapselverschluß.221 Cf. Sov. Arch. 1966, Fase. 4, Pag. 86 ss.222 Liste bei Schulz 1933, Pag. 48.223 Sichere Funde von Ringen m it Schlüssellochöse sind Rebenstorf,Görzig, Wechmar.224 Gießler 1939 ; Garscha 1970, Tab. 2 : A, cf. Ango vonMeßkirch Tab. 2 : C ; Roeren 1960, Pag. 271.225 Tackenberg 1925, Tab. 24 : 20 (N oßw itz Kr. Glogau, ausB randgrab 80).Diese seltenen Funde haben Parallelen n ur in derG ruppe der sehr reich ausgestatteten G räber im freienG erm anien. Die nächstliegenden Vergleichsstücke sindaus O strovany II [86]ä2e und Cejkov [85]227 in derSlowakei bekannt. Auch das K örpergrab von GrabowKr. Ludwigslust [100] in Mecklenburg hat ursprünglicheinen G oldarm ring besessen; der vor 1839 in einerSandgrube gefundene und kurz darauf eingeschmolzeneRing konnte nur im Abguß publiziert w erden228.Die sechs genannten Beispiele gehören einem einheitlichenF undhorizont an. Alle G räber enthalten Glasbeigaben:Grabow , Pilgram sdorf und O strovany II führenim Inventar dünnw andige Facettschliffschalen, Sakrau Iund III M illefiorigläser und einen Glasteller, Cejkov einD iatretglas und einen Glasteller. D am it gelingt einebedeutsame D reieckskom bination, die w eiträum ig überdie Eckpunkte G rabow (Mecklenburg), Pilgram sdorf(Unterweichsel) und O strovany (Ostslowakei) fü h rt undderen M ittelpunkt Sakrau zugleich der reichste F undort ist. Die D atierung dieses Fundhorizontes um 300oder A nfang 4. Ja h rh u n d ert findet eine gegenseitige Bestätigung.Die goldenen K olbenarm ringe sind in der L iteraturm ehrfach behandelt w orden. Kleemann hat 1951 eineZusam m enstellung aus den verschiedensten Z eitabschnittengegeben und die H erleitung dieser R ingformaus dem südrussischen R aum angedeutet. F ür die G oldringeder Spätkaiserzeit muß die Gleichstellung m it qualitativandersartigen oder zeitlich verschiedenen Ringenabgelehnt werden. Die A usführungen von Kleemannw urden von R addatz 1957 kritisch untersucht; eine neuvorgelegteV erbreitungskarte der spätkaiserzeitlichenRinge schließt die D epot- und M oorfunde ein220. ZurD eutung der goldenen K olbenringe referiert R addatzdie verschiedenen Interpretationsm öglichkeiten alsSchmuck, W ürdezeichen, Auszeichnung oder Zahlungsmittel. Für die Ringe im Oder-W eichsel-Raum ist durchden Reichtum der G rabausstattung die D eutung alsW ürdezeichen naheliegend230.Die spätkaiserzeitlichen K olbenenden-A rm ringe bildendie V orstufe fü r gleiche G oldringe aus A delsgräbern derfrühen V ölkerw anderungszeit in A pahida, M ezöbereny,Blucina, Fürst, W olfsheim, G roßörner231. Ih r V orkom -228 Pulszky 1897, Tab. 100.227 Beninger 1937, cf. R einerth 1940 - III, Tab. 412.228 Lisch 1870, Tab. 2 :2 6 .229 R addatz 1957, Pag. 117 ss., K arte 13; die Zusam m enführungdes facettierten Ringfragm ents von Thorsberg m it denSakrauer Ringen ist nicht überzeugend - eine bessere Parallelew äre der in das 5. Jahrh. m ünzdatierte Fund von LengerichKr. Lingen ; dasselbe gilt für die skandinavischen D epotfunde,deren zeitliche Stellung unsicher ist, cf. Alm gren - N erm an1923, Pag. 74 und 88. Das m itkartierte reiche K örpergrabHim lingöje 1894 datiert A nfang 3. Jahrh., cf. Aarb. N ord.O ldk. 1897, Pag. 214-221 ; Eggers 1951, Num . 176. O strovanyII (O stropataka) ist versehentlich an die Stelle der G räber vonStraze/Slow akei kartiert.230 Nicht eingeschlossen die drei goldenen K olbenenden-A rm -ringe des D epotfundes von C ottbus ; cf. Svoboda 1953.231 W erner 1960.151


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)m en im Fürstengrab des späten 5. Jahrhunderts vonPouan Dep. A ube232 und im Childerichgrab unterstreichtdie Sonderstellung dieser Ringe und die langlebigeT radition des Form engutes der Adelsgräber.7. Fibeln.Z ur norm alen A usstattung der K örpergräber des 4. Ja h r­hunderts zählen die Fibeln. Sie finden sich in M ännerwiein Frauengräbern. Die Zahl der Exem plare in einemG rabfund steht häufig in Beziehung zum Geschlecht undzu dem Reichtum der G esam tausstattung. In den G räbernm it Glasbeigaben handelt es sich meist um Edelmetallfibeln:Sakrau I m it 1 Goldfibel und 3 silbervergoldeten Fibeln;Sakrau II m it 3 silbervergoldeten Fibeln und 1 Silberfibel;Sakrau III m it 2 Goldfibeln, 2 silbervergoldeten und2 silbernen Fibeln;Arnswalde m it 2 silbervergoldeten und 2 silberbronzenenFibeln;Polchlep m it 2 silbervergoldeten Fibeln;Grodzisk-K al^czyn m it 2 Silberfibeln.Pilgram sdorf I, W erbkowice, Balenthin, Stuchow undG anzkow haben je eine Silberfibel im Inventar; Pilgramsdorf ist aber ein beraubtes H ügelgrab; gestört istauch der G rabfund W erbkowice; Balenthin und Stuchowsind verm utlich unvollständig. Die G räber m it Facettschliffbecherndes Typs Kowalk haben auffallend wenigeFibelfunde; Kleszewo n u r eine Fibel, die übrigen G räbersind nicht fachgerecht ausgegraben w orden, so daß derV erlust der K leinfunde angenom m en w erden kann. ImInventar des Reitergrabes von Königsbruch fand sicheine eiserne Fibel.Nach der Einteilung der kaiserzeitlichen Fibeln vonA lm gren 19 2 3 233 gehören die Fibeln der glasführendenK örpergräber fast ausschließlich der G ruppe VI = Fibelnm it umgeschlagenem Fuß an. Allein in Stuchow kom m teine Fibel der G ruppe A lm gren VII vor (zweigliedrigeA rm brustfibel m it hohem N adelhalter)234.Die Fibeln m it umgeschlagenem Fuß sind M ittelpunktzahlreicher Diskussionen bezüglich ihrer H erleitung,Entw icklung und Zeitbestim m ung gewesen. Es erscheintin diesem R ahm en unmöglich, die einzelnen A rgum entedurchzusprechen, besonders auf die m annigfachen V ersucheder Serieneinteilung einzugehen. Die U n terg ru p ­penbezeichnung A. VI, 1 = Fibeln m it umgeschlagenemFuß und A. VI, 2 = Fibeln m it festem N adelhalter istunbefriedigend, weil die 2. U ntergruppe nicht unbedingtals A bleitung aus der ersten aufgefaßt w erdenm uß. Die Gegenüberstellung m it dem ukrainischenFundstoff zeigt, daß neue Zusam m enhänge aufzudeckensind, die nicht m it der Typologie westlicher Fibelserienkorrespondieren, w ohl aber eine Bedeutung fü r denRaum östlich der Weichsel haben. Aus diesem G rundeist die westlich des Oder-W eichsel-Gebietes üblicheSerienbezeichnung fallengelassen w orden. W ichtiger sindbisher unbesprochene M erkm ale. So soll im folgendenauf den U nterschied der Fibel m it echt umgeschlagenemFuß (Fußumwicklung) zu der Fibelform m it verb reitertemFußblech und zurückgeschlagener Fußspitze aufmerksam gemacht w erden, weil diese M erkm alveränderungchronologische Bedeutung hat.Die Fibel m it zurückgeschlagener Fußspitze tr itt nachA m broz235 um 300 in der Cernjachov-G ruppe auf. Sieist in W erbkowice [13] und Grodzisk-Kal^czyn [7 ] mitGläsern östlichen Typs vergesellschaftet: in W erbkowiceeine Fußschale, dazu D rehscheibenkeram ik vom Igolomia-Cernjachov-Typ,in Grodzisk m it einem einfachenGlasbecher, dazu eine kubooktaedrische Glasperle undTongefäße des östlichen Form enkreises. Diese Fibelformist nicht langlebig wie andere Fibeln m it umgeschlagenemF uß; in der M itte des 4. Jahrhunderts verschwindetdie charakteristische Aussparung der Fußblechspitze. Dieweitere typologische Entw icklung ist hypothetisch:rhombische V erbreiterung der Fußplatte m it untersetzterkleiner N adelrast oder A usbildung von gleichbreitemBügel und Fuß, der dann insgesam t zurückgeschlagenals typologisches R udim ent erscheint. Die Fibel von-32 Salin - France-Lanord 1956, Fig. 22 ; im G rab von Pouanauch ein goldener H alsring m it Schlüssellochöse und verziertemR in g k ö rp er; die späte Zeitstellung ist gesichert durch eineG oldgriffspatha des reichen G räberhorizonts der Chlodw igzeit.233 Ergänzende regionale Untersuchungen von M atthes 1931- I (Fibelform en des 3.-4. Jahrh. in der Prignitz und imnördlichen Elbegebiet), Kuchenbuch 1930 (A ltm ark), K örner1938 (H annover), R oeder : Typologisch-chronologische Studienzu Metallsachen der V ölkerw anderungszeit (Jahrb. d. Provinzial-Mus. H annover, N ov. Ser. 5, 1930, 5-128), Schuldt1955 (Mecklenburg).234 Das Fibelfragm ent von Stuchow gehört der G ruppe A.V II, Ser. 4 (Fibeln m it hohem N adelhalter, entwickelte Formen)an. Für das östliche M itteleuropa scheint es solange ambesten, die Alm gren-Serien beizubehalten, wie keine regionaleA ufarbeitung stattgefunden hat, cf. vier ähnliche Serien beiM atthes 1931 und Kuchenbuch 1938. Es m uß die Schwierigkeitbetont werden, Serienm erkm ale aus undetaillierten Publikationsvorlagenzu erk en n en ; N achprüfungen sind wegen derKriegsverluste nicht möglich.Die zeitliche Stellung der Stuchow-Fibel ergibt sich aus demübrigen G rabinventar, das wichtige Leitform en des spätkaiserzeitlichenK örpergräberhorizontes enthält (dünnw andigeFacettschale, Silberhalsring m it Schlüssellochöse, Silbernadelm it Filigrankopf). Die V erbreitung der Fibeln m it hohemN adelhalter erfaß t N orddeutschland und Südskandinavien, cf.M ontelius 1896, Pag. 218 ; M atthes 1931 - I, Pag. 44 ss. ; neuepontische Funde cf. Symonovi£ 1955 - II, Fig. 9. A uf demreichen spätkaiserzeitlichen K örpergräberfeld von Simris(Schonen) finden sich nahezu identische G rabinventare m it silbernenH alsringen und Fibeln wie in Stuchow, cf. Stjernqvist1955, Tab. 20 (G rab 47), Tab. 26 (Grab 100) ; beide G räberauch m it H aarnadeln.Zur Problem atik der zeitlichen E inordnung cf. Schmidt (B.)1960, Pag. 292 s., m it A nlehnung an die D atierung durch Z erstörungshorizontein Limeskastellen ; dagegen wendete Kuchenbuch1954, Pag. 49 ein, daß nachweislich Kastelle auch w eiterbenutztw urden, die D atierung also nicht absolut M itte 3. Ja h r­hundert ante quem erfolgen muß.235 Am broz 1966, cf. Tab. 16.152


Günter RauKörpergräber mit GlasbeigabenG avrilovka 5 (Fig. 36) ist dafür ein gutes Beispiel; dieFundgemeinschaft m it einem konischen Facettschliffbecherund D rehscheibenkeram ik m it facettiertem U m ­bruch deutet eine Zeitstellung um 400 oder Anfang des5. Jahrhunderts an.Die D atierung der östlichen Form en der Fibel m it um ­geschlagenem Fuß in die 1. H älfte des 4. Jahrhundertsist nach A m broz n u r ein ungefährer A nhaltspunkt; besondersdie Fibeln m it rhom bischer Fußplatte erfahrenW eiterentw icklungen im späten 4. Ja h rh u n d ert undgehen w eiter im 5. Jahrhundert. Das M erkm al der Fußverbreiterungzu einer rhom bischen F ußplatte istcharakteristisch für ukrainisches Fibelm aterial. V on dengroßen Flachgräberfeldern, die auch die besten Parallelfundefür die Gläser ergeben haben, liegen zahlreichegute Vergleichsfunde vor (Cernjachov, Kosanovo, G avrilovka).Im Oder-W eichsel-Raum finden sich Fibeln m itrhom bischen Fuß- und runden oder halbrunden K opfplattenin allen drei G räbern von Sakrau, w eiterhinm it rhombisch verbreitertem Fuß in Pilgram sdorf I. Diedoppelte Spiralkonstruktion der zweiteiligen Sakrau-Fibeln ist seit dem 3. Ja h rh u n d ert bekannt238; sie findetsich besonders zahlreich in der Cernjachov-Gruppe wieder.Die K onstruktionsm erkm ale Zweigliedrigkeit undSpiralabdeckung m ittels K opfplatte können schon beiprovinzialröm ischen Fibeln im D onauraum beobachtetw erden237. Abgewandelte germanische Kopien sind diegoldenen Fibeln m it halbrunder Kopf- und Fußplattevon Straze II, die im G rabverband m it perldrahtverziertenSilberfibeln m it A rm brustkonstruktion undhohem N adelhalter und m it umgeschlagenem Fuß Vorkomm en238. D adurch ist auch für die Fibeln von Sakraueine bessere relativchronologische Stellung erkennbar239.Sakrau III könnte durch die einfachen eingliedrigenFibeln m it umgeschlagenem Fuß zeitlich nicht näherbestim m t werden, weil diese Fibelform n u r allgemeindem 3.-4. Ja h rh u n d ert zugerechnet w erden darf240. DieZwei- und D reirollenfibeln treten schon in der 2. H älftedes 3. Jahrhunderts auf und datieren schärfer in dieÜbergangszeit zum 4. Jah rh u n d ert241. Eine gute Parallelefür die Zweirollenfibel m it rhom bischem Fuß vonSakrau I liegt aus dem reichen K örpergrab von Sanderumgaard auf Fünen v o r242. Beide G räber führen im238 Zur typologischen Entwicklung cf. Kuchenbuch 1954,Pag. 19 : Die Entstehung der halbrunden K opfplatte. - Imsüdöstlichen Gebiet mehrfach spätkaiserzeitliche Fibeln mitälteren Konstruktionselem enten, cf. Äberg 1936, Fig. 2 : Fibelvon H orodnica m it Z w eirollenkonstruktion und hohem trapezförmigenN adelhalter.237 K ovrig 1937. - Bügelknopf und D oppelspirale sind d a­gegen germanische K onstruktionselem ente.238 Ondrouch 1957, Tab. 29, 30.■>3» K olnik 1964. - Das E xperim entierstadium kennzeidinetdie Goldfibel von Strafe I: sie ist einachsig, hat aber 3 D urchbohrungenam Bügelkopf für eine D reirollenkonstruktion(Ondrouch 1957, Tab. 18).240 Kuchenbuch 1954, Pag. 50 : N ahezu unverändert hält sichdie Fibel m it umgeschlagenem Fuß und m it oberer Sehne imGebiet der W andalen bis zu deren Auswanderung ; cf. AmbrozInventar einen H em m oorer Eim er und können in dieZeit um 300 datiert werden. Für die D reirollenfibel m itstum pfem Fußende von Sakrau II gibt es ein Gegenstückaus dem Brandgrab von Litten Kr. B autzen213.Für die übrigen Fibeln m it umgeschlagenem Fuß ist einenähere Besprechung wegen der unzureichenden Kontrollmöglichkeitnicht angestrebt worden. Die A bbildungender verlorenen Fundstücke lassen keine genauetypologische Beurteilung zu. Lediglich fü r die Fibel vonG anzkow m it A rm brustkonstruktion und facettiertemschmalen Fuß lassen sich viele Gegenstücke im V erbreitungsgebietdieser Fibelform im südöstlichen Europaanführen (Cernjachov, Rom aski, Kosanovo, G avrilovka)244.Dasselbe trifft zu für die große eiserne Fibelvon Königsbruch, die eine Spätform der Fibel m it um ­geschlagenem Fuß darstellt und Parallelen in derU kraine, der M oldau und in M untenien h at245. Die Z eitstellungentspricht dem F undhorizont der Facettschliffbecher:in G anzkow 1. H älfte und M itte des 4. Jah rh u n ­derts, in Königsbruch Ende 4. und A nfang 5. Jah r­hundert.Eine westlich gerichtete Vergleichsmöglichkeit ergibtsich für die Schildfibeln m it vergoldeten Silberplattenund roten oder blauen Glasflußauflagen von Polchlepund Arnswalde248. Zeitstellung und V erbreitung diesesFibeltyps ist durch M atthes und A. von M üller u n te r­sucht w orden247. Danach gehören die Fibeln in A n­lehnung an Funde in M ecklenburg und M itteldeutschlandin die Zeit um 300248.8. Perlen.Perlen aus Glas und Bernstein sind bekannt von Balenthin,Stuchow, Arnswalde, Praust, W illenberg 1180,Grodzisk-Kal^czyn, Gozdzisk, Kleszewo, G anzkow undSakrau. Bei den meisten Funden sind die erhaltenenBeigaben n u r Reste der ursprünglich reicheren Ausstattung;in V ietkow sind die verm ischten Inventarenicht m ehr aufteilbar. Gesicherte G rabinventare liegendeshalb nur von neueren Ausgrabungen vor (Kleszewo).Die Glas- und Bernsteinperlen sind im allgemeinen zeitlichnicht genau zu fixieren. Zwei Sonderform en verdienendagegen erhöhtes Interesse.1966.241 Cf. Kossinna 1922, Tab. 3 : 2 (Kom m erau), Kmiecinski1951 (L6dz-R etkinia), Jahn 1922 - III, Fig. 6 (Nährschütz),Jankow ska 1962, Tab. 71 : 7 (W arszaw a-K aw ^czyn).242 Albrectsen 1968, Tab. 36 : c.243 Frenzel 1929, Fig. 1-4.244 Petrov 1964, Fig. 11; Symonovic 1955 - I, Tab. 13 ; id.1955 - II, Fig. 8. - Zu elbgermanischen Parallelen cf. Schmidt(B.) 1960 (Großbadegast), M ildenberger 1970, Schach-Dörges1970, M atthes 1931 - I, Pag. 28 ss.245 Fedorov 1960 —I, Fig. 19 ; D iaconu 1965, Tab. 163, 164.248 Nach Alm gren G ruppe VI, 1 Ser. 4.247 M atthes 1931 - I, Pag. 36 ss. ; M üller (A.) 1957, K arte 1.248 K örpergräbergruppe Grabow - H även cf. Schach-Dörges1970, Pag. 62. - H aßleben 8 : Zweirollenfibel m it Bügel- undFußplatte und Steinauflagen, cf. Schulz 1933, Tab. 4:1.153


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)(1) Bernsteinberlocks.Bernsteinperlen von länglicher T ropfenform , durch1-2 Einschnürungen gegliedert in ein kleineres O berteil,das meist durchlocht ist, und ein größeres gerundetesU nterteil (sog. „achterförm ige P erlen“); in den K örpergräbernm it Glasbeigaben in Arnswalde, G rodzisk-Kal^czyn und Kleszewo ; im Oder-W eichsel-Raum auchaus anderen K örpergräbern der Spätkaiserzeit bekan n t249, vereinzelt noch aus frühvölkerw anderungszeitlichenG rabfunden250.Die Zeitstellung der Bernsteinberlocks ist gegenüber derMasse sonstiger F orm en relativ eng begrenzt und läßtsich durch den überregionalen Vergleich absichern. U m300 sind Berlocks in der m itteldeutschen K örpergräbergruppeanzutreffen251, ebenso in M ecklenburg252; in der1. H älfte des 4. Jahrhunderts auf Seeland253, B ornholm 254,in B öhm en255 und S üdrußland239. H istorisch bedeutsamist das A uftreten der Berlocks in germanischen G rabfundenab 300 in Südwestdeutschland237.D er G rabfund von Kleszewo en th ält neben einemzylindrischen Facettschliffbecher die meisten und größtenBernsteinberlocks. Die D atierung M itte 4. Ja h rh u n ­dert deutet den H ö h ep u n k t dieser Sonderform an.Die Berlocks aus Bernstein haben N achahm ungen inblauem Glas gefunden, die wie in Grodzisk-Kal^czynab 300 datiert w erden können. In diesem Zusam m enhangtr itt die Frage auf, ob w irklich alle Glasperlenprovinzialröm isches H andelsgut sind. Bei einer Ü berprüfungdieser A nnahm e m uß berücksichtigt werden,daß germanische Silberschmiede um 300 auch eigeneGlasflußauflagen für Fibeln herstellen; die Farben sindtransparent blau und rot. Viele G lasperlentypen schei­249 In G ozdzik stammen Berlocks aus einem Flachgrab nebendem H ügel-K örpergrab m it Glasbeigabe. W eitere Beispiele :D enzin Kr. Belgrad (Eggers 1937, G rab 5, 8, 11) ; K unzendorfK r. Gr. W erder (La Baume [W.] 1939, Tab. 1) ; Brulino-K oskiK r. O ströw Maz. (Kem pisty 1967, Fig. 58, G rab 32) ; G raduschwitzKr. O hlau (Jahn 1922 - III, Fig. 4) ; B attin Kr.Prenzlau (H agen 1916) ; L odz-R etkinia (Kmiecinski 1951,Fig. 12) ; W illenberg K r. Stuhm (Schindler 1940 - I, Fig. 28K örpergrab 245, Fig. 31 K örpergrab 164, Fig. 36 K örpergrab10, Fig. 45 K örpergrab 525, Fig. 56 K örpergrab 554, Fig. 61K örpergrab 1245 ; in Fundgemeinschaft m it halbrund gewölbtenKäm men), W arm hof K r. M arienw erder (Schindler 1940- I, Fig. 63 K örpergrab 3, zusammen m it pyram idenstum pfförmigemKam m). Vorkom m en auch in B randgräbern cf.Godlowski 1965, Fig. 1 : e (O patow ).250 Gohren K r. Stolp (Zak 1962, Pag. 47) ; G roß-Sürding(Zotz 1935, Fig. 22 G rab 22, Fig. 14 G rab 25).251 H aßleben 8 (Schulz 1933, Tab. 8) ; N ienburg K r. Bernburg(Schmidt 1958, Fig. 4) ; W ildschütz Kr. Hohenm ölsen (Schmidt1956, Fig. 3) ; Guthm annshausen Kr. Söm m erda (Tim pel 1964,Tab. 36 : b) ; D ienstedt Kr. A rnstadt (Eichhorn 1908).252 H även 6/1869 (Schach-Dörges 1970, Tab. 87 : 3) ; H även9/1875 (Schach-Dörges 1970, Tab. 94 : 3).233 Cf. N orling-C hristensen 1956, Fig. 25 (Lundby), auchJütland.234 Cf. K lindt-Jensen 1957, Fig. 50 (K annikegaard 187).255 Cf. Svoboda 1948, Tab. 16 (P rag-D olm C habry).256 Cf. Kucharenko 1955, Fig. 50 (Privolnoje 10) ; K ropotkin1970, Fig. 4 ; V erbreitung in Osteuropa.nen überdies lokale Z entren zu besitzen. W enn in derV ölkerw anderungszeit m it eigener H erstellung gerechnetw ird, m uß auch die schwierige Frage der Anfängedieses H andw erks ernstlich w eiterverfolgt w erden.(2) K ubooktaedrische Glasperlen.Blaue oder rote Glasperlen in W ürfel- u n d Q uaderformm it abgeschliffenen Ecken oder Schliffim itation; ausK örpergräbern m it Glasbeigaben bekannt von G rodzisk-Kal^czyn [7], Praust [10], G ozdzik [15], ohne gesichertenZusam m enhang m it einem Facettschliffbecher inB orkenhagen258; auch in anderen K örpergräbern (Fig. 47)des 4. Jahrhunderts im Oder-W eichsel-Raum gut bekan n t259.Das w iederholte V orkom m en zusam m en m it B ernsteinberlocks280ist von Bedeutung für die relative Stellungder Glasperlen, einschließlich der übrigen Form en.D er V erbreitungsschw erpunkt der kubooktaedrischenGlasperlen liegt in Südrußland und M untenien261. DasK örpergrab 37 von Kosanovo [50] in der U kraine enthielteinen Facettschliffbecher vom Typ Kowalk, einekleine K ette m it kubooktaedrischen Glasperlen und dreiFibeln m it umgeschlagenem Fuß. Die Zeitstellung diesesG rabfundes in die M itte des 4. Jahrhunderts ist aufG rund des Inventars gesichert. D er F undkom plex istgeeignet, die aus dem Zusam m enhang gerissenen Fundevon B orkenhagen auf eine datierbare G rundlage zurückzuführen.Das V ordringen der spezifischen P erlenart nach M ittelundN o rd eu ro p a262 kann im Zusam m enhang m it anderenBeobachtungen über die Beziehungen m it demSüdosten gesehen werden.257 R oeren 1960 : Gundelsheim K r. H e ilb ro n n ; Salem Kr.U b erlin g en; Gerlachsheim K r. Tauberbischofsheim. DieseG räber enthalten auch blaue Glasberlocks, die als K opien derB ernsteinvorbilder gelten können.258 Schumann 1893/94, Pag. (597) ; cf. Eggers 1959, Tab. 3 :E, 6.259 P raust (Schindler 1939, Fig. 3) ; D enzin (Eggers 1937) ;Redel (Kunkel 1931, Tab. 86) ; Brulino-K oski (Kem pisty 1967,Fig. 57) ; G roß-Sürding (Zotz 1935, Fig. 22) ; A lttram m Kr.Kolberg (D ibbelt 1936 - III, Fig. 17 ; cf. Eggers 1959, Tab.1 : B) ; W illenberg (Schindler 1940 - I, Fig. 77 B randgrube 222,Fig. 25 U rnengrab 406, Fig. 33 B randgrube 33, Fig. 41 K örpergrab208, Fig. 50 K örpergrab 1077) ; Krossen (Schindler 1940- I, Fig. 39 G rab 144) ; W arszaw a-K aw ^czyn (Jankow ska 1962,Tab. 72 : 25-29).28° D enzin G rab 8 und 11 (Eggers 1937, Pag. 35) ; P ra g -D olm C habry (Svoboda 1948, Tab. 48); H aßleben 8 (Schulz1933, Tab. 6).261 Blumenfeld an der W olga : K urgan A 5, violettrote G lasperlen(Rau 1926, Pag. 23, Fig. 22 : C) ; Torgun an der W olga :K urgan B 4, entfärbte transparente Glasperlen (Rau 1926,Pag. 36, Fig. 50 : M) ; Bangert an der W olga : K urgan C, roteGlasperlen (Rau 1926, Fig. 74 : B) ; Privolnoje am D nepr.(K ucharenko 1955, Tab. 1:4); G avrilovka am D nepr (Symonovic1960, Tab. 15) ; K osanovo (U kraine) (K ravcenko1967, Tab. 14) ; T irgjor (M untenien) (Diaconu 1965, Tab. 99G rab 140) ; Sintana de Mure? (Kovacs 1912, Fig. 19 G rab 19,Fig. 52 G rab 40, Fig. 83 G rab 72).262 N orling-C hristensen 1956, Fig. 41.154


Günter RauKörpergräber mit Glasbeigaben9. Kämme.Aus glasführenden K örpergräbern im Oder-W eichsel-R aum sind sechs Kämme bekannt, und zw ar vonSakrau III, Grabow, Praust, K itki, G anzkow undKowalk. Verm utlich sind Kämme auch in anderenG räbern vorhanden gewesen, wegen schlechter E rhaltungsbedingungenaber nicht beobachtet w orden.Die genannten Funde sind Dreilagenkäm m e aus H irschho rn m it flach-halbrund-gewölbter G riffplatte undB ronzenieten283. Sie zeigen beiderseits V erzierungsmuster in Form eingestochener Punktlinien, häufig alsDreiecke oder Kreissegmente: in G rabow und G anzkowsehr ähnlich aneinandergereihte Bögen (Fig. 8, 61), inKowalk ein zentrales D reieckm uster m it seitlichen Bögen(Fig. 62), in K itki Linienm uster in D reieckform(Fig. 60). Von den Kämmen in Praust und Sakrau IIIist nur die M ittellage erhalten, so daß über eine Verzierungnichts ausgesagt werden kann.Ü ber die kaiserzeitlichen Kämme liegt eine typologischchronologischeU ntersuchung von Thom as264 vor, in derauch die Funde im Oder-W eichsel-Raum behandelt w erden.Als Z eitraum der Kämme m it gew ölbter G riffplatte(Thomas Typ I, V ariante 1) w ird die 2. H älftedes 3. Jahrhunderts bis 1. H älfte des 4. Jahrhundertsgenannt. Die Kämme von Grabow, Sakrau III, K itkiund G anzkow lassen sich m it diesem Zeitansatz verbinden,wobei die 1. H älfte des 4. Jahrhunderts zutrifft;in Kowalk ist der Kamm durch einen hohen Facettschliffbechergenauer in die M itte des 4. Jahrhundertszu setzen.Die V erbreitungskarte von Thom as (Karte 5) zeigt imD onaugebiet und in Südrußland nur vereinzelte Funde,die sich wesentlich verm ehren lassen265. D am it kann einw eit südöstlich reichender F undhorizont aufgeschlossenwerden, wie er im Zusam m enhang m it anderem F o r­m engut zu beobachten gewesen ist.Kämme m it hochgewölbter, pyram idenstum pf- oderglockenförm iger G riffplatte kom m en im Oder-W eichsel-R aum selten vor und nicht in V erbindung m it Facettschliffgläsern.Die K am m form m it hochgew ölbtem oderpyram idenstum pfförm igem Griff tr itt erst im 4. Ja h r­h undert auf; sie ist räumlich auf die südöstlichen Gebietebeschränkt und kann als Übergangserscheinungvon gewölbten zu glockenförmigen Käm m en angesehenw erden268. Für die zeitliche Überschneidung lassen sichBeispiele in V erbindung m it Facettschliffgläsern finden:Kowalk sowie N ikolajevka (Ukraine) führen je einenFig. 47 A lttram m / Stram nica Kr. K olberg-K örlin/K olobrzeg.— Nach Dibbelt, 1936-III, Fig. 16— 19.283 Schmidt (B.) 1967, Tab. 7 K am m acher-W erkstatt vonGroßjena.284 Thomas 1960.265 N ik itin a 1969.283 Kämme m it pyram idenstum pfförm iger G riffplatte : Brulino-KoskiKr. O strow Maz. (Kem pisty 1967, Fig. 41 G rab 24) ;älteste D atierung um 300 durch Zweirollenfibeln in G rab 26(Inventaria Arch. PL 93) ; W arm hof Kr. M arienw erder, K ö r­pergrab 3 (Schindler 1940 - I, Fig. 63) zusammen m it einteiligerFibel m it umgeschlagenem Fuß und Bernsteinberlocks. -Alle K am m typen aus Siedlung Lepesovka/Podolien (Tichanova1963, Fig. 7).155


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)hohen Facettschliffbecher m it fast identischem Schliffmuster im In ventar; der Becher in Kowalk w ird begleitetvon einem Kam m m it gew ölbter G riffplatte,der in N ikolajevka von einem Kam m m it hochgewölbtemGriff (Fig. 26). G anzkow und Kosanovo 9(U kraine)287 haben je einen niedrigen Facettbecher m itR auten- oder W abenm uster, zu dem in G anzkow eingew ölbter Kamm, in. Kosanovo ein pyram idenstum pfförmiger Kam m gehört.Kämme m it glockenförm igem Griff treten erstm als imH o rizo n t der konischen Facettschliffbecher auf2“8. Alsrepräsentativer Fund kann erneut das reiche K örpergrab5 von G avrilovka Bez. C herson (Fig. 36) gelten.Besonders , zahlreich sind Glockenkäm m e in K örpergräberndes nördlichen U nterdonau-G ebietes, d o rt begleitetvon Spätform en der Fibel m it umgeschlagenemFuß (cf. G avrilovka, Königsbruch), D rehscheibenkeramik m it horizontalfacettiertem U m bruch und kubooktaedrischenG lasperlen299. Aus der D atierung diesesFundstoffs ergibt sich, daß die Kämme m it glockenförmiger G riffplatte bereits der V ölkerw anderungszeit angehören270.VII. Zur Frage der Männer- und FrauengräberGeschlechtsbestim mungen w erden meist an H and desInventars der G räber vorgenom m en. Es ist klar, daßWaffen ein M ännergrab andeuten, Perlenketten einFrauengrab. D am it sind die sicheren Hinweise allerdingsmeist schon erschöpft. A ndere Fundgegenständewie Im portw aren, Keram ik, Fibeln, Kämme, T rachtbestandteilesind sowohl in M änner- als auch in Frauengräbernvertreten. Ihre Z uordnung ließe sich wenigstenszum Teil n u r in einem größeren Vergleichsrahm enstatistisch lösen271.Ein M ännergrab ist m it Sicherheit auf G rund derWaffen und des Reitzeuges K önigsbruch272. In G anzkoww urde durch anthropologische M erkm ale eineM ännerbestattung v erm u tet; dem Inventar gehörenGlasbecher, Tongefäß, Fibel, Ösennadel, Kamm, Eisenschnallezu, was als mögliche A usstattung eines M ännergrabesgelten kann. Zwei runde Bernsteinperlen reichenallein fü r die E instufung als Frauengrab nicht aus.Wahrscheinlich M ännergräber sind auch W erbkowiceund K itki, die keine typisch weiblichen Schmuck- oderTrachtbestandteile aufweisen.M it Sicherheit als Frauengräber dürfen auf G rund m ehrererFibeln, Perlenketten und sonstigem SchmuckBalenthin, Stuchow, Arnswalde, Praust, G rodzisk-Kalcjczyn und Kleszewo angesprochen werden. DieA m ulettkapsel von Stuchow erlaubt vielleicht, denähnlichen Fund von Kowalk den F rauengräbern anzuschließen.Schwierig ist die Beurteilung der reichausgestattetenG räber von Sakrau. G rem pler benannte G rab I alsFrauengrab, G rab II als M ännergrab, G rab III als Grabeines jungen Mädchens. Wegen der reichen Schmuckbeigabenkönnte auch Sakrau II ein Frauengrab sein. DasInventar I en th ält m ehrere Fibeln und einen T onw irtel,was für eine Frau als Beigabe denkbar ist; das übrigeInventar w iderspricht aber keineswegs der M öglichkeiteines M ännergrabes. Die Glasspielsteine aus G rab I undIII sind im übrigen G erm anien typische Beigaben fürM ännergräber (Kom m erau, Leuna). U n ter den Beigabenvon G rab III befindet sich Bernsteinschmuck ähnlichdem von H aßleben 8, einem sicheren Frauengrab273.Die Stellung des Ringschmucks ist problem atisch. H alsringesind nicht ausschließlich von Frauen getragen w o r­den, ebenso nicht A rm - und Fingerringe. Die A bweichungenvom N orm alen können im Bedeutungswandelbegründet sein (W ürdezeichen). Die Ansicht von Kleemann 1951, daß die K olbenarm ringe ausschließlichFrauen anzeigen, ist durch die bekanntesten Beispieleder Frühgeschichte zu widerlegen (Childerichgrab,Blucina, Pouan). D am it w ird es noch schwieriger, dieG rabfunde von Sakrau I und III auf G rund des V orkomm ens von goldenen H alsringen und K olbenarm ­ringen geschlechtlich zu bestimmen.U nklarheit über das Geschlecht der Bestatteten bestehtbei einer Reihe anderer G rabfunde wie G rabow (unvollständigesInventar), V ietkow (vermischtes Inventar),W edderwill, Borkenhagen, Geiglitz, Schwolow, R edlin(zerstörte Gräber). Das H ügelgrab von Pilgram sdorf Iist altberaubt, verm utlich auch G ozdzik. Die R estbeigabengestatten keine Festlegung.Da Glasbeigaben in M änner- wie in F rauengräbern Vorkomm en, können sie nicht als M ittel der Geschlechtsdifferenzierungbenutzt werden. D er Reichtum , derdurch die Gläser angezeigt w ird, gestattet Rückschlüsseauf eine angesehene Stellung der Frau, zum indest in dersozial gehobenen Schicht.267 K ravcenko 1967, Tab. 1 1 :2 .268 G roß-Sürding Kr. Breslau (Zotz 1935, Fig. 13 G rab 9, m itschnabelförmiger Riemenzunge wie A lttram K r. Kolberg, Fig.14 G rab 25) ; Z ernikow K r. Seelow (D oppelfeld 1931, Pag.171 ; M üller [A.] 1962, Pag. 138-139) ; Skipcze K r. Kam ieniecPodolski (Pi^tka-D qbrow ska 1961, Tab. 44) ; Piwonice Kr.Kalisz (D ^browski [K.] 1956, Tab. 84 : 6) ; Praust, K athol.Friedhof, G rab von 1926 (Glom bowski 1926, Tab. 7), mitfadenbelegtem Glasbecher, Perlrandschüssel, Sternfußfibel schonEnde 5. Jahrh.269 Koväcs 1912 ; D iaconu 1965 ; M itrea - Preda 1966.270 Übereinstim m end m it m itteldeutschen Funden der N iem ­berger Gruppe (Schmidt [B.] 1964, Tab. 35) und in zeit-gleichen südwestdeutschen Funden (Behn [F.] 1938, Tab. 32Trebur) sowie in der G ruppe U ntersiebenbrunn (Kubitschek1911, Fig. 36 K indergrab) und in frühalam annischen K örpergräbernvon W iesbaden (Reinecke 1911, Tab. 72), M ingolsheimKr. Bruchsal (W ahle 1925), H eilbronn-C luß (Veeck 1931,Tab. 10) sowie in frühfränkischen G räbern des Kerbschnitthorizonts(Polch-Ruitsch K r. M ayen : H aberey 1948, Fig. 52).271 Geschlechtsbestimmungen auf G rund m athem atischer Auswertungsm ethoden (Konvergenzanalysen) sind für die kleinenG ruppen glasführender K örpergräber nicht anw endbar, cf.K ietlinska 1963.272 Cf. R ad d atz 1967.273 Schulz 1933, Tab. 8.156


Günter RauKörpergräber mit GlasbeigabenVIII. Fundkombinationen im Oder-Weichsel-RaumDie bisherigen U ntersuchungen haben zeigen können,daß die Gläser im 4. Ja h rh u n d e rt die wichtigste Leitformdarstellen. Im überregionalen Vergleich steigertsich ihr Aussagewert. Für die lokale Forschung imOder-W eichsel-Raum ist eine gute K ontrollm öglichkeitneu entstanden.Die A usw ertung des Fundstoffs der K örpergräber läßtdrei regionale Fundgruppen erkennen (Fig. 53), in denenchronologisch bedeutsam e F undkom binationen vonGläsern und anderen wichtigen Leitform en auftreten:Fundregion H interpom m ern - Fundregion U nterw eichsel-Bug- Fundregion Flußdreieck obere O der, W artheund Weichsel. Im V erlauf des 4. Jahrhunderts machtsich eine zunehm ende V erringerung des Fundm aterialsbem erkbar, so daß zur Kennzeichnung der Z eithorizontedie Ergebnisse des überregionalen Vergleichs zurH ilfe genom m en w erden müssen.(1) F undhorizont Ende 3. bis A nfang 4. Jahrh u n d ert= um 300.• Fundregion H interpom m ern: Südabgrenzung durch dieN etze. G las-Leitform bilden die dünnw andigen Facettschliffschalen;als ausgezeichnete H ilfsleitform tretendie H alsringe m it Schlüssellochöse in Fundkom binationm it Facettschliffschalen auf (Stuchow), ebenso Bronzeteller(Balenthin). Polchlep ist ein K om binationsfallGlasschale - H olzeim er274. ••F undregion Unterweichsel-Bug275 : K onzentrationsgebietöstlich der Unterweichsel und Bugregion. Glasleitform ensind die Facettschliffschalen, Bodenrippenschalen und^ Fußschalen. F undkom binationen nur m it östlichenH ilfsleitform en (Drehscheibenkeram ik, Fibel m it verbreitertemFußblech und zurückgeschlagener Fußspitze).Auf der Landbrücke zur C ernjachov-G ruppe ein Kom ­binationsfall Fußschale - H em m oorer Eimer.Fundregion Flußdreieck obere O der - W arthe - Weichsel:Regionalgruppierung erkennbar n u r unter H inzuziehungvon B randgräbern (der H auptbestattungssitte)und Siedlungsfunden. K om binationsfall Millefiori-Glasschalenm it H em m oorer Eim er (Sakrau I) und H olzeimer(Sakrau III) sowie H ilfsleitform en goldener H alsringem it Haken-Ö sen-V erschluß und goldener A rm ­ringe m it Kolbenenden.Sakrau verbindet sich in seiner Sonderstellung m it demreichen G rab von Pilgram sdorf I der Unterweichsel-Region (Facettschliffschale - goldener Kolbenenden-A rm ring), über dieses w eiträum ig m it Straze, O strovanyund Cejkov in der Slowakei: Straze I m it F acettschliffschalenund H em m oorer Eim er; Straze II m it einfachemGlasbecher und zwei H olzeim ern (ein goldenerH alsring bei der Auffindung entw endet); O strovany IIm it Facettschliffschalen und H olzeim er; Cejkov m itGlasteller (wie Sakrau I), D iatretglas und Holzeim er.(2) F undhorizont M itte 4. Ja h rh u n d ert = 2.-3. Vierteldes 4. Jahrhunderts.•Fundregion H interpom m ern27“: G lasleitform niedrigeFacettschliffbecher Typ G anzkow und hohe zylindrischeFacettbecher Typ Kowalk. Kein K om binationsfall bekanntaußer H ilfsleitform en wie verzierte Kämme m itgewölbter_Griffplatte und kubooktaedrische Glasperlen.* Fundregion Unterweichsel - Bug: G lasleitform hoheFacettschliffbecher Typ Kowalk_ohne_Kombinationsfall,außer H ilfsleitform en D rehscheibenkeram ik und Bernsteinberlocks(Kleszewo).« Fundregion Flußdreieck obere O der - W arthe - Weichsel:R egionalgruppierung n ur m it H ilfe der Brandgräbererkennbar. Sonderstellung Sakrau II m it starkw andigemFacettschliffbecher in K om bination m it H olzeim er,Drehscheibenkeram ik, Bernsteinberlocke.(3) F undhorizont Ende 4. bis A nfang 5. Jahrh u n d ert= um 400.‘ Fundregion H interpom m ern: keine Funde m it Glasbeigaben.• Fundregion Unterweichsel - Bug: Funde nur ausBrandgräbern.? Fundregion Flußdreieck obere O der - W arthe - Weichsel:an der westlichen Peripherie einzige Fundkom binationkonischer Facettschliffbecher m it H olzeim er und Spätformder Fibel m it umgeschlagenem Fuß (Königsbruch).IX. Fundkombinationen in angrenzenden Formenkreisen1. Die C ernjachov-G ruppe (U kraine, M oldau, Mutitenien).Die C ernjachovgruppe ist ein w eitgespannter F orm enkreisim R aum zwischen Donez und U nterdonau.N am engebend ist das große Flachgräberfeld CernjachovBez. Kiev, wo seit 1900/01 über 250 Brand- undK örpergräber (überwiegend K örpergräber) ausgegrabenw urden. N achgrabungen zeigen, daß dieses G räberfeldnoch nicht erschöpft ist277. Die N eufunde sind von besondererBedeutung, weil sie erstmals gesicherte G rabzusamm enhänge erbringen.Die russische Forschung hat seit dem letzten Krieg erheblicheA nstrengungen unternom m en, durch großflächigeAusgrabungen das Bild der Cernjachov-Kulturaufzuhellen. Zahlreiche Publikationen werten das neueM aterial für die D atierung aus278 oder behandeln dieV erbreitung279 und V erbindung zu den archäologischähnlichen Erscheinungen in der M oldau280 und in M un-274 Zur Bedeutung der H olzeim er-K om bination cf. Cap. X -l.275 In der polnischen L iteratur w ird der Weichsel-Bug-Raumder masowischen K ulturgruppe zugerechnet, cf. Kem pisty1966 ; Godlowski 1970, Pag. 31 ss. „The East Pom eranian-M azovian-C ulture“.276 Godlowski 1970, Pag. 56 ss. „West Pom erania“, FundkarteFig. 1 ohne Berücksichtigung der Gläser."277 Symonovic 1967 - I. Der größte Teil des reichen F undmaterials aus den älteren Grabungen kann nicht mehr deneinzelnen G räbern zugeordnet werden, cf. Petrov 1964.278 Berezovec 1963.279 Symonovic 1964 - III.280 Fedorov 1960 - II, Fundkarte Pag. 317.157


Acta praehistorica et archaeologica 3 (1972)tenien281. D er ethnischen Frage w urde eine V orrangstellungeingeräum t282.Kennzeichnendes F orm engut der Cernjachov-G ruppesind: Gläser, D rehscheibenkeram ik, Fibeln m it um geschlagenemFuß, Glasperlen kubooktaedrischer Form,Kämme m it gewölbter, pyram idenstum pf- oder glockenförmiger Griffplatte.Die Fundkom binationen von Gläsern m it einheim i­schem Form engut sind die Ausgangsbasis für den F ormenvergleichin M ittel- und N ordeuropa. Die Schwierigkeitdes Vergleichs ergibt sich aus der U nterschiedlichkeitdes Fundm kterials. In der C ernjachov-G ruppefallen einige F undkom binationen aus, die in M ittel- undN ordeuropa eine wichtige Rolle spielen: die G räberenthalten keine Waffen, keine H olzeim er, fast keineM ünzen. Allgemein stellen sie einen relativ eintönigenarchäologischen F undhorizont dar, in dem Keram ik,Fibeln, Trachtzubehör und Glasperlenschmuck reichvertreten sind, sich jedoch endlos w iederholen.'D ü n n w andig e Facettschliffschalen kom m en in den Cernjachov-Gräbern nicht vor. D a sie aber auf der Krimund von Tanai's zahlreich bekannt sind, kann hier einchronologisches Indiz für das Einsetzen der meistenG räberfelder oder K örpergräber-B estattungssitte gesehenwerden.'»»Fußschalen sind dem gegenüber über das ganze Gebietbis an die Weichsel verbreitet. M ittelpunkt w eitreichenderVergleiche ist das noch in der Ausgrabungstehende G räberfeld Kosanovo Bez. Vinnica [50] mitFußschalen, Facettschliffbechern sowie einem silbernenH alsring m it H aken-Ö se283. Ähnlich reiche Funde liefertdas G räberfeld von Zurovka Bez. Kiev-Cerkassy (Fig.48)284. D er Reichtum der Gläser ermöglicht es, allein durchdie K artierung der Glasfunde das Verbreitungsgebietder C ernjachov-G ruppe abzustecken (Fig. 72).f Leitform en des 4. Jahrhunderts sind: Glasbecher m itO valfacetten, T onkrüge und A m phoren, D rehscheibenschalenm it horizontalen Leisten und Fußring, Kämmem it aufgewölbter G riffplatte, Fibeln m it umgeschlagenemFuß, Bernsteinberlocks, kubooktaedrische Glasperlen,massive Rundschnallen m it verdicktem Bügel.Im F undhorizont um 400 kom binieren sich: konischeFacettschliffbecher, hochhalsige T onkrüge und D reh ­scheibengefäße m it facettiertem U m bruch und eingeglätteterG itterverzierung, T ontöpfe m it H alseinziehung(Typ G avrilovka), A rm brustfibeln m it bandförm igzurückgeschlagenem Fuß, Kämme m it glockenförm igerFig. 48 Z urovka [48]. ■— Nach Symonovic 1964, Fig. 1.G riffplatte, kubooktaedrische Glasperlen, Ovalschnallenm it rechteckigem Beschlag.2. Der skandinavische Formenkreis.281 M itrea 1948 : Siebenbürgen galt bis dahin als H auptfu n d -region ; M itrea - Preda 1966 Forschungsschwerpunkt M untenien.282 Mehrere Bände der Akadem ie-Reihe M at. Issled. Arch.sind der Cernjachov-K ultur gewidmet, e. g. Band 116, 1964m it dem Titel „D revnosti epochi slozenija vostocnogoSlavjanstva“ (A ltertüm er der Entstehungsperioden des östlichenSlawentums). Die G otenfrage w ird nicht m ehr behandelt,cf. Ebert 1921, Pag. 359 ; Tackenberg 1930 ; Sturms 1953.283 Fußschalen cf. W erbkowice, auch fußlose Schalen ; niedrigeFacettschliffbecher Typ G anzkow m it W aben-SchliffmusterFür den überregionalen Vergleich der K örpergräberm it Glasbeigaben sind die skandinavischen Länder vongroßer Bedeutung. Die G räber führen im 4. Ja h rh u n ­dert im Gegensatz zu der rückläufigen Beigabenausstattungauf dem Festland ein reichhaltiges Inventarm it Bronzegeschirr, Gläsern, H olzeim ern, Keram ik,goldenem und silbernem Ringschmuck (Schlangenkopfspiralen,Fingerringe), Fibeln, Perlenketten, Kämmen,T rachtzubehör, Waffen, G eräten und Spielsteinen28’.Die K onzentration der reichausgestatteten K örperwie'donauländische Funde (Thaller 1950, M autern) ; hoheFacettschliffbecher Typ K ow alk ; konische Glasbecher.284 Sym onovic 1964 - I ; id. 1963. Siedlung und G räberfeldm it allen G lastypen, auch eine grünliche Glasschale m it blauenN uppen (datiert um 300), konische Glasbecher m it blauerN etzfadenauflage wie Kosanovo, Ende 4. Jahrh.285 Shetelig 1912; Grieg 1943, Pag. 38 sieht die reichen K ör-' pergräber Vestfolds besonders charakterisiert durch die G lasbeigaben.- Zum Phänom en der ab 4. Jah rh u n d ert zunehm endenFundanhäufung entlang der norwegischen A tlantikküste(von 300-600 deutlich von Stavanger n ordw ärts bis über denPolarkreis) cf. M yhre 1972, Pag. 58 Fig. 4.158


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabengräber auf Seeland steht seit langem im M ittelpunkt derForschung286. Einzelne m ünzdatierte G räber (VarpelevA, N yrup) w urden zur A bgrenzung archäologischerH orizonte'herangezogen287.Die verschiedenen G las-Leitform en treten m it H em -m oorer Eim ern oder H olzeim ern in Skandinavien infolgenden K om binationen auf (Fig. 51):a) D ünnw andige Facettschliffschalen m it H em m oorerEim er (Him lingoje 1/1949) oder H olzeim er (H aagerup);b) Bodenrippenschalen m it H em m oorer Eim er (Alsted)oder H olzeim er (Greve, Västra Alstad, Slädene, SendreK jorstad, Tvei-tane 20), in einem Fall (Lundergaard)Bodenrippenschale, H em m oorer Eim er und H olzeim er;c) Gläser m it Fadenauflage (T rinkhorn und Kelch), dien u r zeitlich dem G läserhorizont um 300 angeschlossenw erden können, m it H em m oorer Eim er (Tuna [Västmanland], Soukainen [Finnland])288;d) Facettschliffbecher Typ Sakrau II, G anzkow undKowalk nur in K om bination m it H olzeim ern (Sigersted,Varpelev A, M erlösegaard, Vallstenarum , Tveitane22, H unstad);e) konische starkw andige Facettschliffbecher n u r m itH olzeim ern (N yrup, Foldvik); zeitlich anzuschließen(5. Jahrh.) die spitzkonischen Glasbecher m it R innenfacettenkom biniert m it H olzeim ern (Äros, N o rd g arden)und die Funde reparierter Facettschliffbecher inK om bination m it Vestlandkesseln (Vestly, H ögom )288.Die Facettschliffbecher des 4. Jahrhunderts finden sichzusam m en m it lokalen H ilfsleitform en, für die in diesemR ahm en keine spezielle typologisch-chronologischeU ntersuchung durchgeführt w erden kann.3. Der elbgermanische Formenkreis.Die m itteldeutsche K örpergräbergruppe200 nim m t durchdie reichen G räber des L euna-H aßleben-H orizontes einehervorragende Stellung in allen überregionalen M aterialvergleichenein. Es fällt jedoch auf, daß die Ausstattungm it Gläsern im 4. Ja h rh u n d ert verhältnismäßigspärlich ist. Die F undkarte der H alsringe m itSchlüssellochöse (Fig. 46) zeigt noch eine wesentlichstärkere K onzentration und spiegelt den qualitativenund zeitlichen Schw erpunkt Ende 3. Jahrh u n d ert (um300) wieder281. Diese Beobachtung steht im Gegensatzzu den Verhältnissen in Seeland, wo kein einzigerF undort m it H alsringen nachgewiesen w erden konnte.Eine K om binationsuntersuchung der beiden besten Leitformengruppen Gläser - Halsringe zwischen M itteldeutschlandund Seeland ist deswegen nicht möglich.Für die m itteldeutschen K örpergräber charakteristischsind w eiterhin N ietsporen und silberne oder bronzeneTüllenblatt-Pfeilspitzen.Dem elbgermanischen Form enkreis zuzurechnen sinddie reichen K örpergräber in W est-M ecklenburg, die allewesentlichen M erkm ale der m itteldeutschen K örpergräberbesitzen, m it Ausnahm e der Drehscheibenkeramik292.Für dünnw andige Facettschliffschalen gibt es m ehrereKom binationsfälle m it H em m oorer Eim er (Häven,Grabow) oder H olzeim er (Leuna), einen Fall m ehrererA rten Facettschliffschalen und -becher m it H em m oorerEim er und H olzeim er (Haßleben 8).Glasschalen m it Seitenrippen sind n u r in K om binationm it silbernem Halsring (Freienbessingen) und Silberschalem it F acetten-Im itation (Leuna 2/1917) gefundenworden.Zylindrische Facettschliffbecher Typ Kowalk tretennicht auf. D er konische Facettbecher von Wanslebenist eine Sonderform 293, die den Vergleich m it dem n o r­wegischen Fund von Foldvik erlaubt, d o rt in K om ­bination m it einem H olzeim er.280 U ndset 1882, Pag. 445 : „Die reichsten und hervorragendstenFunde aus der römischen älteren Eisenzeit in D änemark stammen aus Skelettgräbern in Kiesbänken und anderennatürlichen Bodenerhöhungen, die namentlich im südöstlichenSeeland äußerst zahlreich sind . . . Die Reichen sind involler Kleidung, oftmals m it kostbarem Schmuck b e sta tte t;neben dem Skelett liegen einzelne G eräthe, aber zahlreicheGefässe : römische und barbarisch-römische Bronzegefässe,Glasgefässe, H olzeim er und andere D in g e ; bisweilen auchrömische M ünzen.“ Viel mehr kann dieser anschaulichen Beschreibungnicht hinzugefügt werden.Cf. Reinecke 1906, Pag. 48, N o ta 14 : „N atürlich wären nebenunseren deutschen G erm anengräbern dabei auch unbedingt dieprachtvollen skandinavischen G räberm aterialien der K aiserzeitzu berücksichtigen.“287 N orling-C hristensen 1949 ; Eggers 1955.288 Evison 1955, m it Spezialstudien zu den gläsernen T rinkhörnern; Soukainen ist nachzutragen.289 R eparaturen an Gläsern meist als Zeichen der W ertschätzungg ed eu tet; demgegenüber soll der häufig bei starkw an-digen Gläsern auftretende technische Fehler hoher Spannungsempfindlichkeitnicht außer Acht gelassen werden, da nichtjedes reparierte Glas alt sein muß. Die W ertschätzung istandererseits durch Nachahm ung der Facettschliffmuster aufTongefäßen angezeigt, cf. Nicolaysen 1882, Tab. 1 : 7.290 H erausgearbeitet von Schulz 1922.291 H alsringe „m it birnenförm iger Öse“ schon von M atthes1931 - I, Pag. 54 zum charakteristischen Form engut des E lbgebieteserklärt.282 Andere M einung v ertritt Schach-Dörges 1970, Pag. 137 :für Zuw anderung der Bevölkerung aus Seeland. N eufunde inH även 1967, 1968 und 1971 lassen diesen G edanken überholterscheinen, cf. Schuldt 1969, id. 1972, H ollnagel 1968 ; dasForm engut zeigt außerdem mitteldeutsche Beziehungen (N ietsporen,bronzene T üllenblatt-Pfeilspitzen) oder südöstliche an(Kolbenenden-Arm ringe).293 Schlüter 1970 erkennt den östlichen E xportstrom an ;nachweisbar im Oder-W eichsel-Raum und in Skandinavien,nicht in M itteldeutschland m it Ausnahme des W ansleben-Fundes.159


A cta p raeh isto rica et archaeologica 3 (1972)X . Z u r C hronologie des 4. Jah rh u n d e rts (ü b erregional)1. Relativ-chronologischer Vergleich.Der Fundhorizont der dünnwandigen Facettschliffschalenund Hem m oorer Eimer.H em m oorer Eim er galten in M itteleuropa als einM usterbeispiel für die G robdatierung „3. Ja h rh u n d e rt“.Auf G rund der A nnahm e, daß sie nach den germ anischenLimesüberfällen 260 n. Chr. nicht mehr hergestelltw urden, konnte die oberste Zeitgrenze an dasEnde des 3. Jahrhunderts gesetzt werden. H iergegenhaben skandinavische Funde erhebliche Einw ände geliefert.Ih r M aterial ist überw iegend um 300 und eherA nfang 4. als Ende 3. Jah rh u n d ert zu datieren. Durchtypologische U ntersuchung w urde versucht, eine oderm ehrere jüngere V arianten des H em m oorer Eim ertypsauszusondern, um die Spätdatierung auch von dieserSeite zu stützen. Die ehemals als hom ogen angeseheneL eitform bekam zeitlich unterschiedlich beurteilteV arianten.Die Frage des zeitlich letzten A uftretens der H em m oorerEim er m acht es notw endig, den G renzhorizont klarherauszuarbeiten. Z ur A bgrenzung kann die M ethodedes negativen Beweises dienen, wobei festgestellt w erdenm uß, in welcher F undkom bination und wannH em m oorer Eim er nicht m ehr auftreten. W enn imRückblick K om binationen gefunden w erden, in denenN euform en des übrigen Fundm aterials vielleicht erstmals,H em m oorer Eim er dagegen letztm als V orkom ­men, ließen sich in diesen Funden H em m oorer Eim erzu einem Späthorizont zusam m enstellen und könntenzur K ontrolle des Typologieschemas benutzt werden.Für den Versuch, die zeitlich letzten H em m oorerEim er zu erfassen, bieten sich die Glasgefäße an, undzw ar zwei Typen:ein langlebiger Typ = dünnw andige Facettschliffschalen,undein kurzlebiger Typ = Bodenrippenschalen (Fig. 49).M it H ilfe der Facettschliffschalen ließe sich nicht mehrherausfinden, als daß sie die H em m oorer Eim er zeitlichim Endabschnitt des 3. Jahrhunderts bis um 300begleiten. F ür die Bodenrippenschalen ist jedoch einZ eitansatz erst um 300 und A nfang 4. Jah rh u n d ertgefunden w orden, was bedeutet, daß sie m it Eim erndes Typs H em m oor eigentlich zusam m en nicht Vorkomm en dürften. Sie kom m en aber in 2 Funden zusammenvor: in L undergaard (N ordjütland) und Alsted(Seeland). Häufiger finden sie sich - im V erbreitungsgebietder H em m oorer Eim er - in K om bination m itH olzeim ern: in Greve (Seeland), V ästra A lstad (Schonen),Slädene (Västergötland), Tveitane (Vestfold) undSondre K jorstad (Opland). Das zahlenm äßige Ü b ergewichtder H olzeim er-K om binationen kann so in te r­p retiert werden, daß die B odenrippengläser schonetwas m ehr dem 4. Jah rh u n d ert angehören als dieH em m oorer Eim er. Sie stellen eine K ontroll-L eitformdar, m it deren H ilfe es möglich ist, das Ende einer anderenStufen-Leitform , der H em m oorer Eim er, zu erfassen.Wichtig ist die Fundgemeinschaft von H em m oorerEim er, Bodenrippenglas und H olzeim er in L undergaard.Wo in anderen K om binationsfällen m it B odenrippenschalenH olzeim er auftreten, fehlt der H em m oorerEim er. D er Gedanke, daß der H olzeim er, obw ohl erschon längere Zeit im Gebrauch ist, zum Substitut desH em m oorer Eimers w ird, nämlich dann, w enn es ihnnicht m ehr gibt, h at vieles für sich: er ist um 300 dereinheimische „H em m oorer H olzeim er“, der später, alses keine Blecheimer m ehr gab, zur typischen Beigabein reichen G räbern w ird. Dabei stö rt es nicht, daßH olzeim er schon am Ende des 3. Jahrhunderts in G räbernm it dünnw andigen Facettschliffschalen (H aagerup,Leuna, O strovany) oder anderen zeitgleichen Gläsern(Polchlep, Sakrau III) liegen. Sie bedeuten auch dasicher dasselbe: ein fü r irgendetw as benötigtes B ehältnis,das nicht im m er in Form der bis dahin so beliebtenM etalleim er vorhanden war.Fig. 49 Alsted [119].Zu den zwei Funden von Tuna (Västm anland) undSoukainen (Finnland) ist zu sagen, daß die H em m oorerEim er hier m it Gläsern auftreten, deren Zeitstellungnicht sicher ist. Die m it gefärbten Glasfäden v erziertenGläser könnten jedoch höchstens bis zumBeginn des 4. Jahrhunderts geführt w erden und w ü r­den som it das Ergebnis über den G renzhorizont derH em m oorer Eim er noch unterstreichen.Der Fundhorizont der niedrigen und hohen Facettschliffbecher(Typ Sakrau II —G anzkow —K ow alk).Die K arte der Facettschliffbecher (Fig. 50) zeigt eineganz anders gerichtete V erbreitung als die der H em -• m oorer Eim er (Fig. 42). Die beiden L eitform en schließensich in M itteleuropa im wesentlichen gegenseitig aus,m it einer A usnahm e: D änem ark. Besonders Seelandw irk t wie ein Filter, in dem ein G roßteil des Glasimports aus dem Südosten aufgefangen w urde und von160


G ü n te r R auK ö rp erg räber m it G lasbeigabendem n u r ein Teil weitergegeben w orden ist. Für dieH em m oorer Eim er ist Seeland nahezu eine Endstation.O bw ohl die H em m oorer Eim er und Facettschliffbecherin D änem ark sehr zahlreich Vorkom men, ist keineF undkom bination der beiden Leitform en bekannt. Diesmuß heißen, daß sie sich auch zeitlich ausschließen. Fürdie relative C hronologie ist dam it eine wesentliche E r­kenntnis gewonnen (Fig. 51).Im F undhorizont der Facettschliffbecher treten nurK om binationen m it H olzeim ern auf: Sakrau II, VarpelevA, Sigersted, M erlasegaard, V allstenarum , Tveitane22, H unstad, Skeime. Die G räber repräsentiereneinen eigenen reichen Fundhorizont, in dem. keineH em m oorer Eim er und andere spätkaiserzeitliche B ronzegeschirrtypensowie H alsringe auftreten. O bw ohlSakrau II der einzige m itteleuropäische K om binationspu n k t (außer D änem ark) ist, zeigen zahlreiche andereG rabfunde m it Facettschliffbechern des 4. Jahrhundertsdasselbe Bild.Die herausragende F undkonzentration der Facettschliffbechervom Typ Kowalk im nördlichen Oder-W eichsel-R aum ändert nichts an dem G esam teindruck, daß derskandinavische Form enkreis im 4. Ja h rh u n d ert einedom inierende Stellung eingenom m en hat. M an w irddie Fundregion H interpom m ern dazuzählen können.Der Fundhorizont der konischen Facettschliffbecher (TypKönigsbruch).Im Einklang m it den Beobachtungen über die F acettschliffbecherdes Typs Kowalk ist der H o rizo n t derGlasbecher des Typs Königsbruch lediglich eine Erw eiterung,die den folgenden Zeitabschnitt abgrenzt.Eine einzige Fundkom bination m it H olzeim er (Königsbruch)ist im Oder-W eichsel-Raum nachzuweisen. Indieser Phase sind auch die skandinavischen Funde seltengeworden: ein K om binationsfall m it H olzeim er istvon Seeland (N yrup) bekannt, ein w eiterer von Südnorwegen(Foldvik).Der archäologische H intergrund, die Cernjachov-G ruppe, weist wie bei den Gläsern Typ Kowalk einzelnegut ausgestattete G rabverbände auf: G avrilovka5 m it reicher K eram ik, Ranzevoe 12 ist altberaubt,ebenso Jäszals6szentgyörgy (Schildbuckel m it silbervergoldeterAuflage).Der reiche G räberhorizont, der zu Beginn des 4. Ja h r­hunderts archäologisch so eindrucksvoll zu verfolgenwar, tr itt allmählich zurück. Die zunehm enden G rabplünderungenin den südlichen Gebieten deuten aufV eränderungen im historischen Geschehen hin und294 Bolin 1926, Beilage Pag. 85 ; K napke 1941 ; id. 1943. -Anders Kuchenbuch 1954, Pag. 44, der den Aurei keinenverläßlichen term inus post quem für die D atierung der reichenG räber zuspricht und betont, daß sie den Z eitpunkt der Vergrabungnicht bestimmen können ; die D atierung der G räbervon Sakrau noch in das 3. Jahrh u n d ert w ird auf G rund derFibeln m it halbrunder K opfplatte als völlig unglaubhaft bezeichnet.- D azu läß t sich bemerken, daß die allein auf germanischesForm engut gestützte D atierung nicht zufriedenmachenes schwer, gerade die reichen G räber als Stützeder C hronologie w eiter zu verfolgen.2. Absolute C hronologie auf G rund m ünzdatierterGrabfunde.Vier K örpergräber m it Glasbeigaben im Oder-W eichsel-Raum haben römische M ünzbeigaben:Pilgram sdorf - 3 B ronzem ünzen, davon n u r eine bestimm bar: H adrian (117-138);Balenthin - 4 Denare: Antoninus Pius (138-161), FaustinaI (138-141), Faustina II (161-180), SeptimiusSeverus (193-211);A rnswalde - A ureus: A ntoninus Pius (138-161);Sakrau III - A ureus: Claudius II G othicus (268-270).D er W ert für die absolute Zeitbestim m ung des zugehörigenG rabinventars ist unterschiedlich. Die M ünzenin Pilgram sdorf sind so schlecht erhalten und abgegriffen,daß sie ausgeschieden w erden können. DieD enare von Balenthin sind gelocht als A nhänger getragenw orden; die Schlußmünze Septimius Severus istschlecht erhalten, so daß auch für sie eine längere A ufbewahrung angenom m en w erden kann. D er Aureusvon Arnswalde ist gelocht; es handelt sich um einefehlerhafte N achprägung unbestim m ter Zeit. Die einzigeM ünze m it chronologischem Aussagewert ist derAureus von Sakrau III. Wegen des guten E rhaltungszustandeskann angenom m en werden, daß sie nicht sehrviel später als ih r Prägedatum (270) in das G rab gelangtist. Entsprechend den E rfahrungen bei M ünzfundenin anderen Gebieten dürfte der Sakrauer Funddem Ende des 3. oder dem Beginn des 4. Jahrhundertsangehören294.Die D atierung um 300 ist eine gute A rbeitsgrundlagefür den spätkaiserzeitlichen reichen G räberhorizont, indem weitere m ünzdatierte G rabfunde v ertreten sind.In M itteldeutschland sind folgende M ünzfunde von Bedeutung:H aßleben 8 - A ureus: Gallienus (253-268);Emersleben 2 - A ureus: Postum us (259-268);Leuna 2/1917 - A ureus: Tetricus (270-273).Von O strovany II (Slowakei) ist ein Aureus der H erenniaEtruscilla (249-251) (G attin des Decius Trajanus)bekannt. Eine D atierung dieser G räber gegen Ende des3. Jahrhunderts resp. um 300 kann danach angenom ­men werden.Die Glasbeigaben in den m ünzdatierten G räbern um300 umfassen folgende Typen:stellend ist. Besser und sicherer erscheint die Zeitstellung, dieauf der G rundlage kom prom ißbereiter Analyse von germ a­nischem und römischem Form engut aufbaut und die kom ­plexen Fundsituationen als Absicherung gegen die Ü berschätzungeinzelner M aterialien auswertet. Es versteht sich dabeivon selbst, daß das Ergebnis von einer Reihe logisch geordneterFaktoren abhängig ist und auch bei einem D etailirrtumnicht insgesamt hinfällig wird.161


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G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenÄros 147A lexandru Odobescu 77Alsted 119A ltendorf 96A ltenw alde 99A pahida 82Arnswalde 9Balenthin 1Barup 114Baunegaard 125Bogoryja G orna 33Borkenhagen 22Bornitz 36Bornstein 170B orrby 129Bremsnes 162Bringsjord 153Budesty 69Burgsdorf 92Buszkowo 34C astrop-R auxel 171Cejkov 85Cernjachov 47Cervonyj 53D ankirke 102Delakeu 67Derevjannoe 46Dybeck 128Ehringsdorf 93Eide 161Före 167Foldvik 146Forestad 133Foyna 157Frankfurt-E bel 97Freienbessingen 91Frunzovka 64G anzkow 17G avrilovka 56Geiglitz 23Gimsan 164G lam sland 150G ozdzik 15G rabow /Pom m ern 12Grabow/M ecklenburg 100Greve 117G rodzisk-K al^czyn 7G roß Krebs 35G roß Lesewitz 11G natki 45H aagerup 109H äland 154H även 101H allem 165H aßleben 90H avor 138H erredsbjerget 103Him lingoje 112H odm ezöväsarhely 83Högom 141H orup 116H ove 160H unstad 144H vornum 106Igolom ia 27Inkerm an 58Jäszalsoszentgyörgy 84Kerc 60K illerup 108K itki 14Klein Koslau 39Kleszewo 24Kliestow 32Kobbeaa 123Königsbruch 25K östitz 95K om arov 72Kom panijcy 55K om rat 68K osanovo 50Kostolec na H ane 88K ow alk 19K refeld-G ellep 98Krossen 4K ungsgärden 140Lepesovka 44Leski 49Leuna 89Lilla Gerum 135Luka-Vrubleveckaja 74Lunca 75Lund 131Lunde 151L undergaard 107M alaesty 71M erlosegaard 122M itreni 79M ellegärdsm ark 110M ogojani 174N iedenau 40N ikolajevka 57N ordgarden 149N yrup 1210 fsth u s 1580 rsle v 118O kno 73O lbia 62O patow 38O strovany 86Perejaslav-Chm elnickij 52Pilgram sdorf 2Polchlep 8Popenki 65Fig. 50 Spätkaiserzeitlich-frühvölkerw anderungszeitliche Glasfundein den nichtrömischen Gebieten M ittel- und N o rd ­europas (Num erierung nach dem G laskatalog; die Fundorte imOder-W eichsel-Raum sind auf Fig. 53, diejenigen in Südosteuropaauf Fig. 72 eingetragen).P raust 10Pusta 29Radved 104Ranzevoe 63R edlin 18R ipnev 43Roeshög 130R udka 42R ybna 28R yzevka 51Sadowie 30Saetrang 143Sakrau 16Schwolow 21§eitin 175Sem inariet 159Siedlemin 31Sigersted 120Sintana de Mure? 81Skeime 152Skorringen 115Slädene 136Slamrebjerg 126Slusegard 124Södra K vinneby 137S0ndre K jorstad 142Sotvet 148Soukainen 168Span^ov 78Straze 87Stroby 173Stuchow 3Tanai's 61Tecuci 76TJrgsor 80Tofte 111Tuna 169T uraw a 41T veitane 145U ppakra 132V ästra A lstad 127V allstenarum 139V alstad 166V arpelev 113Vatshus 156Ven 163Vestly 155Vietkow 20Vily Jarugskie 66V rangstrup 105W ansleben 94W arengen 26W edderwill 5W erbkow ice-K otorow 13Westick 172W illenberg 6Y tter Restad 134Zabieniec 37Zagajkany 70Zavetnoe 59Z ovnino 54Z urovka 48


A cta p raeh isto rica et archaeologica 3 (1972)H aßleben 8 - dünnw andige Schale m it Schliffdekor,Schale m it senkrechten W andungsriefeln, weitere Gläsernicht erhalten;Emersleben 2 - keine Glasbeigaben;Leuna 2/1917 - Schale m it Seitenrippen (und eine Silberschalem it Facetten-Im itation);O strovany II - zwei dünnw andige Facettschliffschalen.Die M öglichkeit der absoluten D atierung kann in Einzelfällenbei vergleichbaren Gläsern auf andere G rabfundeübertragen werden. Im Oder-Weichsel-P^aum gibtes dafür m ehrere Beispiele:Pilgram sdorf I - dünnw andige Facettschliffschale, cf.O strovany;B alenthin - Facettschliffschalen, cf. O strovany;Stuchow - Facettschliffschale, cf. O strovany;• W edderwill - Glasschale ohne V erzierung, aber fo rm ­gleich m it H aßleben 8; ein nicht nachweislich zugehörigerSilberhalsring m it Schlüssellochöse u n te rstü tzt dieZeitstellung Ende 3. Jahrhundert, cf. H aßleben;• tolchlep 5 - Schale m it schräg geriefelter W andung,technisch der optisch geriefelten Schale von H aßleben 8vergleichbar;Sakrau I - Achatmillefiori-Fußschälchen u n d Glasteller,cf. Sakrau III m it Millefiori-Schälchen; im indirektenVergleich über den Glasteller von C ejkov (Slowakei),wo ein D iatretglas die unterste Zeitgrenze Ende 3. Ja h r­hundert m arkiert.Ein w eiterer indirekter Vergleich ist über den inSakrau I vorkom m enden H em m oorer Eim er zu führen.Durch die U ntersuchung der Fundkom binationen dänischerK örpergräber ließ sich im relativen Vergleich fürdie H em m oorer Eim er der G renzhorizont feststellen,bis zu dem auch der Sakrauer Fund n u r datiert w erdenkann. N icht festzustellen w ar das absolute D atum . DasV orkom m en eines H em m oorer Eimers im m ünzdatiertenG rab 8 von H aßleben gibt noch nicht den Zeitpu n k t für das Verschwinden der H em m oorer Eim er an.Die Endphase der spätrömischen Kaiserzeit (325-375).Die für die spätröm ische Kaiserzeit wichtige Frage derD auer des H orizontes der H em m oorer Eim er kann m itH ilfe der Facettschliffbecher beantw ortet w erden. DasGrab von Sakrau II fü h rt kein Bronzegeschirr spätrömischerPrägung295, dafür aber einen Facettschliffbecher,der die beste Vergleichsmöglichkeit in seiner G egenüberstellungm it einem fast identischen Glas im G rabfundvon Varpelev A auf Seeland findet. Dieses G rab istm ünzdatiert durch einen Aureus des Probus (276-282),der ein gutes Gepräge, aber auch eine Tragöse aufweist.Es ist im relativchronologischen Vergleich dargelegtworden, daß die Stellung der starkw andigen F acettschliffbecherallgemein in den fortgeschrittenen Teil des4. Jahrhunderts möglich ist. Die F undkonzentration der295 Zwei Bronzebecken einfacher Form.29« Eggers relative Stufen C 2 und C 3.197 Eggers 1955, Pag. 230.298 Auch in die Chronologie Godlowski 1970, Pag. 58 übernommen.H em m oorer Eim er und Facettschliffbecher ist auf Seelandso hoch wie nirgends sonst, ohne daß ein K om ­binationsfall auftritt. K om binationen der Facettbecherallein m it H olzeim ern zeigen an, daß die Sitte derGrabbeigabe von Behältnissen w eiterbestanden hat.Bei der A nnahm e, daß V arpelev auf G rund der M ünzbeigabenicht zu w eit in das 4. Jah rh u n d ert d atiert ist,ergibt sich daraus eine absolute D atierung fü r das E insetzender starkw andigen Facettschliffbecher und - dadie Facettbecher nicht m it H em m oorer E im ern zusam ­m en Vorkommen - auch für das Ende des H orizontesder H em m oorer Eimer. M it anderen W orten: die H em ­m oorer Eim er erreichen nicht m ehr den H o rizo n t derFacettschliffbecher. Ih r endgültiges Verschwinden in ­nerhalb des 1. Viertels des 4. Jahrhunderts kann alsgesichert angesehen werden. Da sich beide H orizonte,H em m oorer Eim er und Facettschliffbecher, in einerZeit des Übergangs vom 1. zum 2. V iertel des 4. Ja h r­hunderts ausschließen, m uß hier die archäologischbedeutsam e G renze zwischen der H aupt- und Endphaseder spätröm ischen K aiserzeit296 liegen.F ür die Gläser aus Sakrau I, in Fundgesellschaft m iteinem H em m oorer Eim er, kann daher m it großerW ahrscheinlichkeit eine Zeitstellung um 300 angenom ­m en w erden. Sie gehören noch der H auptphase derspätröm ischen Kaiserzeit an, die durch die Leitform enH em m oorer Eim er, dünnw andige Facettschliffschalenund H alsringe m it Schlüssellochöse abgegrenzt w erdenkann. D en G renzhorizont vertreten die B odenrippenschalen.F ür die Endphase der römischen Kaiserzeit sind alleinGläser die wichtigsten Leitform en: niedrige F acettbecherTyp Sakrau II und G anzkow = 2. V iertel des4. Jahrhunderts; hohe Facettschliffbecher Typ Kowalk= 2.-3. V iertel des 4. Jahrhunderts. Ih r Ende w irddurch die konischen Facettschliffbecher angedeutet; siesind die G las-Leitform der frühen V ölkerw anderungszeit(Fig. 52).Die neudefinierte Endphase der ausgehenden Kaiserzeitentspricht nicht dem Chronologieschem a von Eggers297.Seine Stufe C 2 ist absolut fixiert auf den Zeitraum200-300, die Stufe C 3 von 300-350. F ür C 3 hältEggers die M öglichkeit der V erlängerung offen. W enndiese Stufen je um ein V ierteljahrhundert auf die D aten325 resp. 375 verschoben w erden, w äre der zeitlicheU nterschied aufgehoben. Es handelt sich jedoch nicht sosehr um die N otw endigkeit der Zeitverschiebung - alsoum ein Problem der absoluten C hronologie, sondernvielm ehr um die N euform ulierung spätkaiserzeitlicherLeitform en, resp. der relativen C hronologie. VonEggers sind die Gläser des Typs Sakrau II, G anzkowund Kowalk als Leitform en der Stufe C 2 verw endetw orden. Das früheste A uftreten des Kow alk-Typsw urde sogar schon fü r die Stufe C 1 v erm erk t298. BeideFeststellungen sind zu revidieren. Hinsichtlich der Belegefür C 1 konnte ein Irrtu m aufgedeckt w erdenFig. 51 Fundkom binationen von H em m oorer Eim ern undH olzeim ern m it Gläsern (N um erierung nach dem Glaskatalog).


Hügel9 mit Hemmoorer EimerI 1 Flachgrab @ mit Holzeimermit Glasschalen (um 300)H H mit Facettschliffbechern (4.Jahrh.)■ mit konischen Facettgläsern (um 400)


A cta p raeh isto rica et archaeologica 3 (1972)— .— -ö-------------------------------------------------------------------------------(Sem inariet)299; Vallstenarum , ein Schlüsselfund des4. Jahrhunderts, ist fehldatiert und kann m it Sakrau IIresp. Kowalk gleichgesetzt werden. Für die Stufe C 2fehlt jeder Kombinationsnachweis. Sakrau II und VarpelevA sind verm utlich in die Tabelle Stufe C 2 aufgenomm en w orden,, weil Eggers als V ertreter der K urzchronologiem it den Prägedaten der M ünzen datiert(Varpelev: 276-282)300.Eggers benutzte für die Zeitstellung der Gläser einG utachten über die Glasfunde im freien G erm anienvon Frem ersdorf, das aus der Sicht der K ölner Glassamm lung angefertigt w urde301. Da die östlichen Beispielevon Facettschliffbechern nicht berücksichtigt w u r­den, sind die viel zu frühen D atierungen einiger KölnerGläser als M aßstab verw endet w orden302.Durch die H inüberziehung von F undm aterial des4. Jahrhunderts in das 3. Jah rh u n d ert ist das Phänom enzu erklären, daß Eggers bei dem Versuch, die Stufe C 3zu definieren, keinen einzigen Fund zu nennen v ermochte.Das gelegentlich genannte Beispiel N y ru p gehö rt bereits in die Anfangsphase der V ölkerw anderungszeit303.Die frühe Völkerwanderungszeit (Anfangsphase - 375bis 425).Für die A bgrenzung der spätröm ischen Kaiserzeit zurV ölkerw anderungszeit bietet sich der m ünzdatierteG rabfund von N y ru p auf Seeland an. N y ru p fü h rt inseinem Inventar einen konischen starkw andigen Facettschliffbecherm it spitzovalen Facetten sowie zweiD enare des C onstantinus M agnus (307-337) und einenSolidus des Flavius Julius Constans (337-350). F ür dieabsolute Zeitbestim m ung kom m t nur die Schlußmünzedes Constans in Betracht. Diese M ünze ist jedoch m iteiner Tragöse versehen, was darauf hindeutet, daß dasG rab m it einigem A bstand zum D atum von 350 datiertw erden m uß. Das übrige G rabinventar bestätigt diesenEindruck. Es ist vor allem der Glasbecher, dessenrelativchronologische Stellung im fortgeschrittenen Teilder 2. H älfte des 4. Jahrhunderts sehr wahrscheinlichist. Im überregionalen Vergleich m it reichen G räbern,die konische Facettschliffbecher führen (G avrilovka 5,Königsbruch), ist die Stellung von N y ru p zeitlich v o rdiesen am wahrscheinlichsten. Die G rabinventare vonG avrilovka 5 und Königsbruch enthalten frühvölkerwanderungszeitlichesM aterial sowie typologische W eiterentwicklungen des Nyrup-Glasbechers.D er Fund von N yrup diente in Eggers C hronologieschemaals Beispiel der Stufe C 3. Selbst wenn dieseStufe etwas verlängert w ird, bleibt der Eindruck bestehen,daß die Auswahl von N y ru p unglücklich ist.Das G rab steht frühestens an der G renze der Endphaseder Kaiserzeit zur V ölkerw anderungszeit, m it größererW ahrscheinlichkeit schon im Beginn der frühen V ölkerwanderungszeit.Als Leitfunde sollten allgemein repräsentative Fundeausgewählt werden, deren Stellung unzweifelhaft inmitten der definierten Zeitstufen liegen. Das G rab vonN yrup verhält sich ähnlich wie Varpelev A in der1. H älfte des 4. Jahrhunderts. Beide G räber stehen amAnfang eines neuen archäologischen Fundhorizontesund grenzen durch ih r neues F orm engut den v orangehendenH orizo n t ab.G ute Leitfunde für die Anfangsphase der V ölkerw anderungszeitsind die K örpergräber von Königsbruchund G avrilovka 5. M it dem Auslaufen der konischenFacettschliffbecher im 5. Jah rh u n d ert kann dieser F undhorizontabgegrenzt werden. Ih r Fehlen im attilazeitlichenFundstoff deutet an, daß die erste archäologischeStufe der G läser-C hronologie um die Wende vom 1.zum 2. V iertel des 5. Jahrhunderts abgeschlossen ist.Endgültige Aussagen können darüber in dieser A rbeitnicht gemacht werden, weil dazu die A ufarbeitung desM aterials des 5. Jahrhunderts notw endig wäre. Wiesüdrussische und skandinavische Funde anzeigen, gibt• es eine weitere Gruppe von starkwandigen Facettschliff-* bechern m it abgesetztem Fuß304, die sich zeitlich m itdem A ttila-H orizont überschneidet, begleitet von spitzkonischenGläsern, konischen Gläsern m it griechischerInschrift und ihren Kopien m it Fadenauflage.299 Cf. C ap. V I-1.»oo Eggers 1955, Pag. 223 s.301 Frem ersdorf 1955, ohne Belege.302 Eggers 1955, Pag. 229, Fig. 11: Absolute Chronologierömischer Glasgefäße.303 Eggers (1955, Pag. 230) erklärte sich bereit, diese absolutenZahlen zugunsten späterer D aten zu revidieren, wennihm absolute Fixpunkte nachgewiesen w ürden, die ein späteresEnde seiner relativen Stufen beweisen könnten. - Obw ohldie Funde von Varpelev A und N y ru p lange bekannt sind, istihre typologische Beurteilung m ehr beachtet w orden als ihreBedeutung für eine chronologische und kulturhistorische Auswertung.Für die Gläser des 4. Jahrhunderts hat eine Begründungder Zeitansätze auf Funde in westlichen Limeskastellenkeine Bedeutung ; wegen überwiegend östlicher Provenienzist die Berücksichtigung der Forschungsergebnisse in östlichenGebieten m aßgebend. Varpelev und N yrup sind Fixpunkte des4. Jahrhunderts, die anderen ardiäologischen H orizonten angehören,als den von Eggers zusammengestellten relativenStufen.v Ü Ranzevoe Bez. Odessa, K örpergrab 14 (Symonovic 1967- II, Fig. 16) ; Snartem o (Vest Agder), K örpergrab 11/1933(Hougen 1935, Tab. 5), m ünzdatiert durch einen Solidus desTheodosius (379-395), Glasbecher zerbrochen und m it Silberblechenrepariert ; Hibnes (Rogaland) und H am re (Sogn ogFjordäne) (Ekholm 1956 - III, Fig. 4) ; Piwonice Kr. Kalisz,Siedlungsfund (D^browski [K.] - K arw ow ska 1954, Fig. 1 ;Inventaria Arch. PL 13; Jazdzew ski 1959, Fig. 9 :1 ) . A nzuschließenw ären ähnliche Gläser m it Facettim itation durchFadenauflage oder Formpressung, e. g. M alaesty (M oldauSSR) K örpergrab B (Fedorov 1960 - I, Fig. 11) ; Independen^a(M untenien), K örpergrab 20 (M itrea - Preda 1966, Fig. 134).Tabelle für die Zeitstellung der wichtigsten G las­Fig. 52funde.166


5. Jahrh.Gavrilovka 35Gavrilovka 5375Tirg^or 179300000poooo\ooood\ o O O J f4. Jahrh.VallstenarumKowalkZurovka 10NikolajevkaVarpelev A325SigerstedSakrau IILundergaardPolchlep 5WarengenSakrau I3. Jahrh.X D /GrabowH im ling0 je 1 (1949)Sakrau IIIW edderwillTanais167


A cta p raeh isto rica et archaeologica 3 (1972)X I. W irtschaftsgeschichtliche A usw ertungI. Das Ende des römischen Imports.D er Begriff des Im ports um faßt allgemein die F undgegenständeaus nicht heimischer Erzeugung. F ür dieK örpergräber m it Glasbeigaben im Oder-W eichsel-Raumgilt danach, daß sie alle im portführende G rabfunde d arstellen.In der spätröm ischen Kaiserzeit gibt es eine Reihe vonreichen G räbern, die außer Glas auch Bronzegeschirr,P erlenketten und M ünzen enthalten. Alle Gegenständew urden bisher zweifelsfrei für provinzialröm ische E r­zeugnisse gehalten. Solange m an in ihnen P roduktewestlicher Provenienz sah und diese überw iegend dem3. Jah rh u n d ert zuwies, w aren sie als römischer Im p o rtzu bezeichnen. Die Ü berprüfung der Provenienz derGläser und bestim m ter G lasperlentypen läßt ernsteZweifel an einer berechtigten V erw endung des Begriffes„Römischer Im p o rt im freien G erm anien“ aufkom m en.Die G lasw erkstätten an der Schw arzm eerküste305 k ö n ­nen als römisch gelten, die der K arpaten-U kraine abernicht m ehr.Bei den starkw andigen Facettschliffbechern ist die w estlicheH erkunft wegen der M assierung der F undorte imsüdöstlichen E uropa ganz auszuschließen306. Die Glashü ttenplätze der U kraine zeigen eine barbarische P ro ­duktion an. Die M aterialeigenschaften der Gläser des4 . Jahrhunderts sind ganz unvergleichlich anders als die des3. Jahrhunderts; m it ihrer gelbgrünen Färbung nehm endie Facettschliffbecher im O sten C harakteristika derspäteren fränkischen Gläser im W esten voraus. SerienmäßigeSpektralanalysen fü r das ukrainische Glasmaterial haben begonnen307. Ihre A usw ertung w ird anBedeutung gewinnen, wenn ihnen Ergebnisse aus an­305 Z u Tanai's, K erc und Alm a Kerm en (Zavetnoe) ist hinzuzuzählenChersones, cf. Belov 1965 (datiert 3.-4. Jahrh.) ;Glasfunde von O lbia und T ira lassen verm uten, daß G laswerkstätten möglicherweise auch dort vorhanden w aren, cf.Fig. 72.306 Isings 1957, Pag. 126 „The fourth Century“ nennt keineFacettschliffbecher. Westlicher Provenienz sind verm utlich dieG lasfragm ente aus den germanischen Siedlungen Westickund C astrop-R auxel im R uhrgebiet, cf. Frem ersdorf 1970 -II, Tab. 15-16, id. 1970 — III, Tab. 26—27 ; die Bezeichnung„römisches G las“ ist jedoch schon aus chronologischen G ründenunzweckmäßig, die H erkunft aus Köln zweifelhaft.3117 Bezborodov 1964; B ezborodov - A bdurazkov 1964,Tabelle 1 Num . 5 quantitative Analyse von 18 Scherben ausK om arov : SiC>2 67,51 - A I 2 O 3 1,69 - Fe2Ü3 1,14 - C aO 7,16- M gO 1,29 - M n 2O 3 1,27 - N a20 18,31 ; gegenübergestelltdem quantitativen Querschnitt deutscher G lasanalysen vonK öln, Bonn, M ainz, Saalburg etc. : 68,10 - 2,52 - 0,81 -6,98 - 1,03 - 0,50 - 18,63, wobei auffällt, daß die H a u p t­bestandteile SiOz - C aO - N a 2Ü etw a gleich sind. Cf. Scapova1962 (Pantikapeum ), id. 1964 (K om arov), id. 1965 (Tanai's).308 Henrich 1910, m it E rklärung der G lasfarben : grüneFarbe abhängig von der Q u an tität kieselsauren EisenoxydulsFe203, M anganoxyde in farblosen G läsern als E ntfärbungsmittel nachgewiesen. - A nkner 1965 stellt fest, daß die bisherigenAnalysenergebnisse von römischen Gläsern untereinderenGebieten, die sichere römische Glaswaren führen,gegenübergestellt w erden können308.Für den „römischen Im p o rt“ im 4. Ja h rh u n d e rt sindEinschränkungen zu machen: w enn bestim m te Gläsernicht-röm ischen U rsprungs sind, ist der Begriff desrömischen Im ports fü r sie nicht m ehr zutreffend.Diese Feststellung steht im Einklang m it dem allgemeinen Rückgang des römischen H andels im Verlaufedes 4. Jahrhunderts. D er Reichtum der G räber Sakrau Iund III m it Bronzegeschirr, Gläsern, P erlenketten undM ünzen w iederholt sich bereits nicht m ehr in demetwas jüngeren G rab II. A uffallend ist w eiterhin, daßtypische G lasform en des Westens und des m ittlerenDonaugebietes im Oder-W eichsel-Raum überhauptnicht auftreten309.E rstaunen m uß die hohe Zahl der Facettschliffbecher inH interpom m ern. Sie w ürde auf eine W iederbelebungdes römischen H andels hindeuten, w enn die Gläserwirklich römischen U rsprungs wären. In der wichtigstenA rbeit über den römischen Im p o rt im freien G erm anien(Eggers 1951) finden sich alle G läsertypen des 4. Ja h r­hunderts als römische Erzeugnisse eingegliedert. Eggersdeutet bereits darauf hin, daß die Facettschliffbecheraus dem Südosten stam m en. Die K artierung diesesGlastyps (Fig. 50) erweist sich als massive Bestätigung,auch über die ehemalige Forschungslücke Südost-Polenhinweg.E kholm hat die H erkunft der Facettschliffbecher Skandinaviensals „orientalisch“ bezeichnet; er denkt dabeian Syrien und erk lärt das V orkom m en einiger Gläserin Südrußland als Niederschlag der H andelsverbindungen,die über die H andelsstraßen entlang der FlußtälerD nestr - San - Bug - Weichsel nach Skandinavienreichten310. Diese Ansicht kann m odifiziert w erden:ander nicht vergleichbar sind. Problem atisch ist bereits dieProbenentnahm e bei G läsern m it v erw itterter Oberfläche. Einhäufig zu beobachtender M angel der Publikationen von A n a­lysenergebnissen ist die U nklarheit über die Untersuchungsmethode, das Vermischen quantitativer und qualitativerErgebnisse sowie die Überschätzung der Ergebnisse ohne Beachtungihrer statistischen R epräsentanz; insofern sind allebisherigen Ergebnisse ohne wesentlichen E rkenntnisw ert geblieben.Colem an - W ood 1968 diskutieren m oderne atom physikalischeM ethoden wie die Em issionsspektralanalyse, Massenspektrometrie und A ktivierungsanalyse anhand der U n tersuchungvon G lasproben gesicherter H erkunft aus bestim m tenenglischen und belgischen G lashütten der 1. H älfte des20. Jahrhunderts ; die A ktivierungsanalyse ergab die au f­schlußreichsten Resultate.309 V anderhoeven 1958 ; Burger 1966 ; B arköczi 1968 ;Barköczi —Salam on 1968.310 Die östlichen H andelsw ege an die N ordküste des SchwarzenMeeres sind hypothetisch mehrfach besprochen, cf. K orduba1932 ; Ekholm 1934, id. 1956 - II ; Äberg 1936 ; K napke1941 ; Broholm 1960. Dagegen kartiert Ekholm 1963, Pag. 31,K arte 2 ohne Einschränkung noch den alten H andelsw egAquileia - C arnuntum m it A ufteilung Elbe - O der - Landw egSüdpolen zur Weichsel ; östlicher Bug nur als Nebenweg.


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenSyrien ist in spätröm ischer Zeit das G laszentrum desrömischen Imperiums; seine Ausstrahlungen verm ittelntechnische F ortschritte auch in andere Gebiete. GelbgrüneFacettschliffbecher vom K ow alk-Typ sind dagegennie in Syrien p roduziert w orden; bisher deutet keinAnzeichen auf einen möglichen R ückstrom von der aufblühendenbarbarischen Glasindustrie in die pontischenGebiete. Das Rätsel ist verm utlich technischer A rt: diebarbarischen G lashütten sind W aldhütten m it andererRohstoffbasis, die G efäßausform ung geschieht auf einfachsteA rt m ittels H olz- und T onform en (Kom arov).Ü ber 100 Jahre zurück liegt die erstmals von Engelhardtvorgetragene Ansicht, daß die dänischen Glasfunde derKaiserzeit zu unterteilen sind in römische, halbröm ischeund barbarische Erzeugnisse311. Es scheint, daß nacheinem Jahrh u n d ert der Nachweis geführt w erden kann.2. Einheimische H andw erkszentren.Für die wirtschaftliche Entw icklung von besondererBedeutung ist im 3./4. Ja h rh u n d ert die Ü berm ittlungspezieller römischer Fertigungstechniken an barbarischeH andw erker. Ähnlich wie die T öpferw erkstätten fürD rehscheibenkeram ik von Igolom ia zeigen die Glaswerkstätten von K om arov und O kno, daß außerhalbdes römischen Im perium s hochwertige Erzeugnisse hergestelltw urden, deren Q ualität den römischen P roduktengleichgestellt w erden kann. Die Lage der barbarischenM anufakturen in nicht zu großer E ntfernungzum provinzialröm ischen G ebiet weist auf die u r­sprünglich direkten Beziehungen hin.Bei den Gläsern ist das Stadium der Ü bernahm e derSchleiftechnik durch das N ebeneinander von flüchtigund exakt ausgeführtem Facettschliff zu erkennen. DieGläser von M ogojani (M untenien) (Fig. 89) und Ven(Norwegen) (Fig. 87) deuten auf den Mangel geeigneterSchleifvorrichtungen hin. Die Glastechnik des 4. Ja h r­hunderts kennt im wesentlichen n u r die einfache G rundformdes zylindrischen oder konischen Bechers; fast alleGläser weisen die D rehspuren der H olzform auf.Konische Tonbecher m it „Facettschliff-Im itation“(Fig. 43) können als Beleg bekannter W echselwirkungKeram ik - Glasform gesehen w erden312.Für die H andelspartner im Oder-W eichsel-Raum undim noch ferneren Skandinavien liefern die ersten nichtrömischenG lashütten des D nestr-G ebietes Im portersatzanstelle der ausbleibenden römischen H andelsw are. Diegelbgrünen Facettbecher können als barbarischer Im ­p o rt bezeichnet werden, dessen Provenienz südosteuropäischist.Abschließend läßt sich sagen, daß tro tz des beginnendenWüstungsprozesses im östlichen M itteleuropa im 4. Ja h r­311 Engelhardt 1871, Pag. 445.312 Cf. Nicolaysen 1882, Tab. 1 : 7 (Norw egen) ; Pfützenreiter1937, Tab. 5 : 3 (Südpolen).Wechselwirkungen sind denkbar auch auf dem Sektor der einheimischenG lasperlen-Produktion, die in vorrömischer Zeitbeginnt, cf. Haevernick 1960, Pag. 20 ss., id. 1968, Pag. 67.Die Glaserzeugung w ar bekannt, Glasperlen sind in einfachemSchmelzprozeß h erzustellen; die H erstellung von Gefäßenh undert qualitative K ulturentw icklungen festzustellensind, die die Basis bilden für den nachfolgenden A ufschwungeinheimischer H andw erks- und H andelszentrenin anderen Gebieten313. Es versteht sich aus derN atu r der Sache, daß wirtschaftsgeschichtliche Ü bergangsphasenschwierig zu belegen sind, zum al die A uflösungdes riesigen römischen Im perium s im 4. Ja h r­hundert eine Vermischung nicht n ur seiner m ateriellen,sondern auch der geistigen Substanz bedeutet habenmuß.SchlußX II. Zusam m enfassung u n d SchlußfolgerungenKaum ein Fundstoff der Frühgeschichte ist zeitlich sounterschiedlich beurteilt w orden wie die Gläser m itFacettschliff. W enn ein und derselbe G lastyp vomEnde des 2. bis zum Anfang des 6. Jahrhunderts datiertw ird (Eggers G lastyp 230), scheint es unmöglich, ihn ineinem relativchronologischen Vergleich benutzen zukönnen. Die unsichere Zeitstellung der Gläser stand imGegensatz zu den übrigen Grabbeigaben, die einenF undhorizont erkennen ließen, der im wesentlichen das4. Jahrh u n d ert um faßt. Es ist in der Einleitung dieV erm utung ausgesprochen w orden, daß auch die Gläsern ur dieser Zeit angehören.Die typologisch-chronologischen U ntersuchungen habenim Oder-W eichsel-Raum die Zusam m enstellung einerG ruppe von glasführenden K örpergräbern des 4. Ja h r­hunderts ermöglicht. Wichtigste L eitform sind dieFacettschliffgläser. Die Einengung ihrer Zeitstellungkonnte durch den überregionalen Vergleich erreicht undabgesichert werden. Sie bedeutet im Ergebnis, daß dieGläser nicht länger allein durch anderen Fundstoffdatiert w erden müssen, sondern eigenständige chronologischeAussagekraft besitzen. Für die C hronologie derSpätkaiserzeit ergeben sich weitreichende Konsequenzen.Folgende Arbeitsergebnisse und Schlußfolgerungenlassen sich form ulieren:(1) D er Oder-W eichsel-Raum beherbergt im 4. Ja h r­hundert eine größere A nzahl von G rabfunden m itGlasbeigaben, die zum wichtigsten Fundstoff gezähltwerden müssen; die Bedeutung liegt im chronologischenAussagewert und in den überregionalen K ulturverbindungen.(2) Den einzelnen Abschnitten des 4. Jahrhunderts k ö n ­nen bestim m te Leitform en der Gläser zugeordnet w erden:erfordert eine neue wirtschaftliche O rganisationsform , denM anufakturbetrieb, ähnlich wie die Töpfereien der D rehscheibenware; der technische Vorsprung heißt m it anderenW orten Massenware.313 Umfangreiche H andw erkszentren der V ölkerw anderungszeitsind bekannt in Skandinavien, e. g. Helgö (H olm qvist 1961 ;id. 1970). Die G ründe für den W üstungsvorgang im östlichenM itteleuropa sind in der U m strukturierung von W irtschaft undGesellschaft zu suchen, cf. Jankuhn 1969, Pag. 159.169


A cta p raehisto rica et archaeologica 3 (1972)D ünnw andige Facettschliffschalen, Bodenrippenschalenund Fußschalen kennzeichnen zusammen das Ende derspätkaiserzeitlichen H auptphase = Ende 3. bis A nfang4. Jahrhundert (um 300).Facettschliffbecher Typ Sakrau II - G anzkow - Kowalkrepräsentieren die Endphase der Kaiserzeit = 2.-3. V ierteldes 4. Jahrhunderts (325-375).Konische Facettschliffbecher Typ Königsbruch grenzendie frühe V ölkerw anderungszeit (Anfangsphase) ab =Ende 4. bis Anfang 5. Jahrh u n d ert (375-425).(3) Das spätkaiserzeitliche Chronologieschem a vonEggers läßt sich für den Oder-W eichsel-Raum nicht verwenden und ist in seiner A nw endung für das freieG erm anien zu revidieren.(4) Die Facettschliffbecher haben ein V erbreitungsgebietvon der Schwarzm eerküste bis z u . den Lofoten-Inseln; die w eiträum igen H andelsverbindungen lassenVerspätungserscheinungen in Skandinavien erkennen.(5) Die starkw andigen Facettschliffbecher sind südöstlicherH erkunft (U kraine, M oldau, M untenien). Diebarbarische P roduktion setzt in der 1. H älfte des4. Jahrhunderts ein; die ersten P rodukte stellen Kopienrömischer Gläser (Fußschalen) dar.(6) Die Gläser des Oder-W eichsel-Raum es und Skandinavienskönnen im 4. Ja h rh u n d e rt nicht m ehr als„römischer Im p o rt“ bezeichnet werden, sondern sindüberw iegend Erzeugnisse barbarischer G lashütten derC ernjachov-K ulturgruppe.□ Körpergrabo Brandgrab□Grab, Fundumstände unbekanntSiedlungsfundZeitstellungE Ende 3. - Anfang 4. Jahrh.(275-325= um 300)■ I 4.Jahrh.(325 - 375)Schwerpunkt Mitte 4. Jahrh.Q i Ende 4 . - Anfang 5. Jahrh.(375 -4 2 5 = um 400)Fig. 53Glasfunde im Oder-Weichfel-Raum (N um erierung nach dem G laskatalog).170


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenAnhangK atalo g d er sp ä tk a ise rz e itlic h -frü h v ö lk e rw a n d e ­ru n g szeitlich e n G lasfu n d e in n ic h trö m isc h en G e­b ie te n M itte l-, O st- u n d N o rd e u ro p a s .I. Oder-Weichsel-RaumK örpergräber m it Glasbeigaben vom Ende des 3. bisA nfang des 5. Jahrhunderts (N um . 1-25), angeschlossenGlasfunde aus B randgräbern und Siedlungen (N um . 26bis 41).1. Balenthin/Bialecino, Kr. Schlawe/SlawnoK örpergrab (1934), Fundum stände unbekannt. — Scherbeneiner dünnw andigen Glasschale m it kleinen Spitzovalfacetten(Fig. 1) ; im Fundbericht sind „Scherben von 2 Glasbechern“erw ähnt. — Beigaben : Bronzeteller ; Silberlöffel m it Inschrift ;• vergoldete Silberfibel m it umgeschlagenem F u ß ; 3 silberneFingerringe, davon 2 m it G em m e; A rm ring aus G a g a t;8 B ronzeringe; Fragm ent eines bronzenen E im eranhängers;gelochtes Knochenstück ; 20 G lasperlen ; 4 gelochte Denare :A ntoninus Pius (138-161) und. Faustina I, Faustina II (161—180), Septimius Severus (193-211). - Mus. Rügenwalde. -Fundbericht von O. Kunkel in Erw erbs- und Forschungsber.Mus. Stettin 1934, 9-10, Tab. 4 ; Eggers 1940, Num . 51,Tab. 6 ; Eggers 1951, Num . 657 ; rKleist 1955, Tab. 27.~ 2. Pilgram sdorf/Pielgrzym ow o, Kr. N eidenburg/N idzicaH ügel 1 m it K örpergrab (1937) ; H ügeldm . 26 m ; H . 2 m ; innererSteinring ; H olzkam m er 2,8 X 2 m N -S ; altberaubt. -Scherben einer dünnw andigen Glasschale m it Facettschliff(Fig. 2). - Beigabenreste : goldener K olbenenden-A rm ring ; Silberfibelm it verbreitertem Fuß und umgeschlagener Fußspitze ;2 Silberschnallen m it rechteckigem Beschläg ; Bronzeschnalle ;kleine runde Ejsenscbnalle ; Riem enzunge und Beschläg ausS ilb er; 3 N ietkappen aus Silber ; flache Tonschale, handgemacht; „Holzdeckel“ m it R andbeschlag; H olzrahm en einesSpielbrettes ; 1 schwarzer Glasspielstein ; Gewebereste ; 3 Bronzemünzen : H ad rian (117-138), 2 M ünzen stark korrodiert. -Mus. Königsberg, Verlust 1945. - Bohnsack .1937 ;*Bohnsaqk1938, Fig. 21 ; Eggers 1951, N um . 606.H ügel 2 und 3 enthielten B randgräber, einige in H ügel 2 zerschmolzeneGlasreste : B randgrab I (1939) Brandschüttung mitBronze-, Eisen- und Glasresten ; „mehrere Stücke eines imFeuer zerspellten starkw andigen Glases mit Facettschliff“ ;B randgrube III und IV m it Glasscherben. - H ü lle ^ W O ,Pag. 160 m it einer Glasexpertise von L. F. Fuchs.3. Stuchow/Stuchowo, K r. K am m in/K am ienK örpergrab (1836) ; Fundum stände u n b e k a n n t; angeblich O-Worientiert, Gesicht von einer Brozeschale bedeckt, die mit demSkelett zerstört wurde. - Glasscherbe m it O valfacette, entfärbt(Fig. 44). - Beigaben : Silberhalsring | m it Schlüsselloch-• Öse ; JjHberfibel mit hohem N adelhalter ; Silbernadel m it Filigrankopf; tordierte Silbernadel ; zweiteilige Silberkapsel ;Achatperle mit Silberdrahtöse ; profilierte Bronzeperle ; Bernsteinperlen.- Mus. Stralsund. - E ggers,J.jO g; Eggers 1940,Num . 27 ; Eggers 1951, Num . 718.4. Krossen/Krosno, K r. Preuß.-H olland/PaslekG rab 27, vermutlich K örperbestattung. —D ünnw andige FacettschliffschaleTyp Balenthin. - Beigaben : Br.onzeschnall e ;2 jiy tm sp o _ reji ; Bleigefäß et alia. - Mus. Königsberg^V erlust1945. — Ebert 1926, Pag. 72, N um . 2 d ; Eggers 1951, Num .586 ; Lega 1958, Pag. 27.A b k ü rz u n g e n —H. - HöheDm.—DurchmesserRdm. —RanddurchmesserGrab 34, vermutlich K örperbestattung. - Glasschale m it 9vertikalen Bodenrippen ; H . 5,2 cm. - Beigaben : 1 silberneArmbrustfibel m it umgeschlagenem Fuß ; 2 Schnallen, 2 R iemenzungenaus B ro n ze; K am m fragm ent; 2 Tongefäße. -Mus. Königsberg, Verlust 1945. - Ebert 1926, Pag. 27, Num .2 b ; Eggers 1951, N um . 587.5. W edderwill/M ezne, Kr. Regenwalde/ReskoAus K örpergrab (1927) ; bei Feldarbeiten mehrere K örpergräberz e rstö rt; erhaltene Grabbeigaben ohne gesichertenZusammenhang. - D ünnw andige Glasschale ohne Verzierung ;entfärbt, durchsichtig m it gelb-grünem Schimmer ; H . 6,4 cm ;Rdm. 9,4 cm ; Bodendelle ohne A briß (Fig. 5, 54, FarbtafelPag. 121, Fig. a). —U nter den übrigen Funden 1 tordierterSilber;ring m it Schlüssellochöse, mehrere Tongefäße. - Mus.Stralsund, Num . 1964 : 346 (bis 1945 Stettin, Num . 91). -Kunkel 1927, Tab. 1 7 : 3 ; Eggers 1940, N um . 35 ; Eggers 1951,Num . 725 ; Lega 1958, Fig. 24.Fig. 54 L inks: W ed d erw ill/M ezn e [5]. — R echts: Polchlep/ Polchleb [8].• 6. W illenberg (Braunswalde)/Gosciszewo, K r.Stuhm /SztumK örpergrab N um . 1180. - Glasschale, unverziert (Fig. 55). -Beigaben : Tongefäß m it Sparrenfries ; Bernsteinperle. — Mus.M arienburg, Verlust 1945. — Schindler 1940, Fig. 7 ; Eggers1951. Num . 653.K örpergrab N um . 1190. - Facettschliffbecher Typ K ow alk. -Beigaben : Tongefäß. - Mus. M arienburg, Verlust 1945. -Eggers 1951, Num . 654.Fig. 55 W illenberg / Gosciszewo 1180 [6]. — Nach Schindler1940, Fig. 7.171


A cta p raeh isto rica e t archaeologica 3 (1972)7. G rodzisk-K aleczyn, pow. G rodzisk M azowiecki, woj. W arszawaK örpergrab 1 (1927) in einer Sandgrube m it w eiteren 35B randgruben- und U rnengräbern. - Glasschale ohne V erzierung; Form schief, annähernd halbkugelig ; dünnw andig, m itverdicktem R and ; e n tfä rb t; Glasmasse m it vielen kleinenBläschen ; Boden aufgew ölbt m it A briß ; H . 7 cm ; Rdm.8,5-9 cm ; G efäß zerbrochen, einige Fehlstellen (Fig. 6, 56). -Beigaben : 1 P aar silberner A rm brustfibeln m it verbreitertemFuß und umgescHlagener F u ßspitze; B ronzenadel m it Ö h r;2 Silberdrahtringe, d a v o r ein Ring m it eingehängten Glasperlen; über 20 Glasperlen, teilweise m it farbiger Glaspastev e rz ie rt; 1 blau-transparente Glasberlocke ; 5 B ernsteinperlen ;1 B ernsteinberlocke; 1 dunkelblaue kubooktaedrische G lasperle; Eisengegenstand ; 6 größere und 2 kleine Tongefäße. -Mus. W arschau N um . 556. - Barankiew icz 1959, Tab. 2 : 6.versehrt erhalten (Fig. 57). - Beigaben : 1 P aar silberbronzeneSchildfibeln m it silbervergoldeten Bügel- und Fußplatten, rotert Steinauflage und F ilig ra n ; 1 P aar silbervergoldete kleinereSchildfibeln m it blauer G lasauflage ; 3 Silberblechringe ; 4 großeM illefiori-G lasperlen ; 1 polygonale Bernsteinperle und 3 Bernsteinberlocks;Scherben eines größeren Tongefäßes und einerTonschale ; gelochter Aureus : A ntoninus Pius (138-161). -Mus. Berlin I f 3807-18. - Krause 1893, Fig. 7 ; Eggers 1951,Num . 801.Fig. 56 G rodzisk-K aleczyn [7].8. Polchlep/Pölchleb, K r. B elgard/BialogardK örpergrab 5 (1877), aufgefunden in einer Sandgrube neben4 w eiteren K örpergräbern in einer G räberreihe ; Flachgrabohne Steinschutz. - Glasschale m it schräggewellter W andung ;G rundform zylindrisch; R and verdickt und etwas vorspringend; Bodenm itte aufgew ölbt m it A briß ; H . 7,5-8 cm ; Rdm.9,2 cm ; Glasmasse durchsichtig klar, grünlich m it leicht bläulichemSchimmer ; eingeschlossene Luftbläschen schräg spitzovalverzogen (Fig. 7, 54, Farbtafel Pag. 121, Fig. a). - Beigaben :H olzeim er m it B ronzebeschlägen; 2 silbervergoldete Schildfibelnm it blauer G lasauflage ; Bernsteinberlocke ; viereckigerBronzebeschlag; JCammfragment. - Mus. Stralsund Num . 1964 :272 (bis 1945 Stettin Num75Ö2'fe). - K rüger 1878, Pag. 237 ;Jungklaus 1924, Pag. 27 ; Eggers 1940, Num . 38 ; Eggers 1951,Num . 699.9. Arnsw alde/C hoszcznoK örpergrab 1 (1893), aufgefunden beim Sandabtragen aufeiner G eländekuppe neben zwei w eiteren K örpergräbern ;Skelett in 1,3 m Tiefe N W -SO ; die Glasschale stand etwaneben der rechten Schulter, dabei lag die G oldm ünze und einzerbrochenes Tongefäß sowie eine Tonschale. - Glasschale,grünlich, m it gleichfarbiger N etzfadenauflage und Fadenspiraleunterhalb des Randes ; H . 8 cm ; Rdm . 9,5 cm ; un­Fig. 57 Arnsw alde / Choszczno [9]. — Nach Krause 1893,Fig. 1 - 7 .10. Praust/Pruszcz, K r. D anzig/G danskK örpergrab 211, Fundstelle 10 m it bisher über 500 G räbern,davon 2/:i B ranSgräber und lA) K örpergräber vom 1.-3. Jahrh.n. C hr. ; Frauengrab, 1,05 m tief, Skelett in Rückenlage N -S ;links neben dem U nterkiefer Glasscherbe. - Scherbe einesN etzfadenglases, grünlich-klar, dickw andig (Fig. 58). - Beigaben: l_J?aat-Silberfibeln m it hohem N adelhalter und G oldblechauflage; 1 P aar bronzener Kniefibeln ; tordierte Bronzenadelm it gewinkeltem K o p f ; Bronzeschnalle ; Bronzenadelm it Ö hr ; verzierte Knochennadel ; A m ulettkapsel, zylindrisch,aus Bronze, Dm. 3 c m ; zahlreiche Glasperlen, darunter kubooktaedrischeblau-transparente Perlen ; 1 facettierte B ernsteinperle; Kam m mit gewölbter G riffplatte. - Mus. Danzig. -U npubliziert.


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenFig. 58 Praust / Pruszcz [10].14. K itki, pow . Przasnysz, woj. W arszaw aH ügel 2 m it K örpergrab (1961) ; H ügel bereits weitgehendzerstört, im Zentrum rechteckige Steinsetzung m it BaumsargN - S ; Skelett nicht erhalten. - D ünnw andige Glasscherbenmit gleichfarbiger Fadenauflage, grünlich-transparent (Fig. 60).- Beigaben : 2 Tongefäße, eines scheibengedreht, eines handgemacht; verzierter Kam m m it gewölbter G riffplatte ; Bronzeschnalle; Bronzemesser ; 10 Bronzeniete ; zahlreiche Bronzebeschlägeund Blechfragmente. - Mus. W arschau. - Okulicz1965, Fig. 2-3 ; Okulicz 1970, Tab. 4 : 2 (unter gleicher G rabbezeichnungein Facettschliffglas-Fragm ent und 2 A rm brustfibelnm it umgeschlagenem Fuß).11. G roß Lesewitz/Lasowice W ielki, K r. M arienburg/M albork(Gdansk)Fundum stände unbekannt. - Glasschale m it 8 geriffeltenB odenrippen ; grünlich ; H . 6,7 cm ; Rdm . 9,3 cm (Fig. 9). -Mus. D anzig, später Königsberg, V erlust 1945. - Lissauer1887, Pag. 152 ; E bert 1926, Pag. 73, N um . 4 ; G othiskandza 4,1942, Tab. 22 : a ; Eggers 1951, N um . 630 ; Lega 1958, Fig. 25.12. G rabow /G rabow o, Kr. Regenw alde/ReskoK örpergrab ; Fundum stände unbekannt. —D ünnw andige Glasschalem it Fußring und feinen S eitenrip p en ; e n tfä rb t; H .7,8 c m ; Rdm . 12,5 cm ; R and nach außen um gelegt; 18 vertikaleR ippen ; O berteil m it horizontalen Form linien (Fig. 8).- Beigaben : Bronzebecken m it beweglichen Griffen und au f­gehöhtem B o d en; Bronzekelle und Sieb m it ruderförm igemGriff ; Kam m m it^ew ölbter G riffplatte ; Tongefäß m it H enkelund plastisch geriefter Schulter. - Privatbesitz. - Jungklaus1924, Pag. 27-28 ; Eggers__1^3.4i Pag. 15 ; Eggers 1940, Num .34 ; Eggers 1951, Num . 668.13. W erbkow ice-K otorow , pow. H rubieszow , woj. LublinK örpergrab 1 (1959), g e stö rt; H olzkam m er 1,4 X 1,4 m inTiefe 2,7 m ; Skeletteile durcheinander. - Scherben einerkleinen Glasschale m it Fußring ; R and nach außen umgelegtund teilweise verschm olzen; O berteil m it anderthalbfacherFadenspirale ; Boden m it Abriß ; H . etw a 5 cm ; Rdm . etwa6,5 cm ; Glasmasse entfärbt, im Bruch m it gelblichem Schimmer ;zahlreiche kleine Luftbläschen ; G efäß unvollständig (Fig 11-12,59). - Beigaben : silberne Arm brustfibel m it rhombischer Fußplatteund umgeschlagener Fußspitze ; 7 Drehscheibengefäßem it horizontalen Leisten und eingeglätteten Verzierungen,2 handgemachte Tongefäße ohne V erzierung, 1 T onklapper. -Mus. Lublin. - Pi^tka-D ^brow ska 1961, Fig. 2 ; Liana -Pi^tka-D ^brow ska 1962, Tab. 34 : 2.Fig. 59 W erbkowice-K otorow [13].Fig. 60 K itki [14]. — N ach O kulicz 1965.15. G ozdzik, pow. Garw olin, woj. W arszawaH ügel m it K örpergrab, g e stö rt; H ügel m it D oppelsteinkranz,im Zentrum Steinsetzung 3,2 X 1,4 m ; Spuren einer H o lzkamm er ; keine Skeletteile erhalten ; G raborientierung NW -SO .- Scherben einer unverzierten Glasschale. - Beigabenreste :Tongefäß m it eingeritzter Verzierung ; »trapezförm iger Silberbeschlag; 2 Glasperlen, davon eine rote kubooktaedrische, eineM illefioriperle, fanden sich zwischen den Steinen des H ügelkranzes.- Mus. Warschau. - Niew^glowski ^1965._16. Sakrau/Z akrzöw (W roclaw -Zakrzow )K örpergrab I (1886); Grabgrube 6,25 x 5 m m it mächtigerSteinm auerung ; G rabkam m er 3 x 2 m N -S ; keine Skelettreste; Lage der Beigaben nicht beachtet; eine Goldm ünzew urde bei der Auffindung durch A rbeiter entw endet. - KleineAchatmosaik-Fußschale m it breit umgelegtem R and, form gepreßt ohne H eftnarbe, außen uneben, innen p o lie rt; auf demR and 2 dünne Schleifringe, 2 weitere im Bodenzentrum ; H .4,7 cm ; Rdm . 10,8 cm ; G rundfarbe am eth y st-v io lett; q u adratischegelbtransparente M osaikplättchen von mehrfach weiß-173


A cta p raeh isto rica e t archaeologica 3 (1972)violett wechselnden Ü berfangbändern eingefaßt, zum R andhin durch die A usform ung stark rhombisch verzogen ; 2 kleineRandbeschädigungen, sonst ganz erhalten (Fig. 14, FarbtafelPag. 121, Fig. e, f). Scherben von 4 w eiteren Glasgefäßen, d a r­unter ein großer G lasteller aus gelb-blauem Ü berfang in M illefioritechnikm it grüner Farbw irkung, eine ähnliche M illefiorischaleoder ein T ablett, ein dickwandiges blau-w eißes O berfangglasm it L inear- und Ovalfacettschliff, eine blau-transparenteFußschale. - Beigaben : Silbereimer des H em m oorerTyps ; steilwandiges Bronzebecken m it 3 W einblattattaschen ;Bronzekelle und Sieb m it ruderförm igem G riff; bronzenesV ierfußgestell m it B üstenaufsätzen; 2 silberne kantige N ie t­ringe von einem H o lz g e fä ß ; über 20 Tongefäße, davon11 Drehscheibenware, 1 handgem achter Faltenbecher; goldenerH alsring m it H aken-Ö sen-V erschluß ; goldener K olbenenden-A rm rin g ; goldener Spiralfingerring; 1 massiv-goldene Zweirollenfibel;Fragm ent einer silbervergoldeten Zweirollenfibel ;2 silbervergoldete Dreirollenfibeln ; gravierter Silberlöffel ;Silberschere ; Silbermesser ; Silberschnalle ; kleine Silberschnallem it rundem Goldblechbeschläg ; 2 kleine Silberschnallen m itdreieckigem Goldblechbeschläg ; 4 rautenförm ige Goldblechbeschläge; 4 Silberplatten m it Goldblechbeschlägen ; goldenesOhrlöffelchen ; Pinzette aus Goldblech ; kleine G oldspirale ;1 hellblaue Glasperle ; 1 facettierte Bernsteinperle ; Tonw irtel ;18 w eiß- und 19 schwarzopake Glasspielsteine. - Mus. BreslauNum . 5416. - G rem pler 1887, Tab. 6 : 1 ; M ajewski 1960,Tab. 24 ; Eggers 1951, N um . 768.K örpergrab II (1886) in 3 m A bstand östlich G rab I, m it ähnlicherSteinm auerung; G rabkam m er 3 X 1,75 m N -S ; außereinem Backenzahn m it kräftiger A bnützung keine Skelettreste.- N iedriger Facettschliffbecher m it starker W andung, vio lettrot ; 3 Facettreihen in O valen und R unden ; unter dem R andzwei eingeschliffene feine R ille n ; runde B odenfacette ; H . angeblich12 cm ; Rdm . ca. 10 cm ; unversehrt erhalten (Fig. 15).- Beigaben : 2 niedrige Bronzeschalen ; H olzeim er m it Bronzebeschlägenund Zierblechen ; kleines H olzdaubengefäß m it2 H olzreifen ; ca. 10 Tongefäße, davon 3 Drehscheibenware(2 Faltenbecher) ; H olzkiste m it eisernen Beschlägen und bronzenemT rag b ü g el; Bronzeschlüssel; Schloßfedern aus Silberund B ro n z e ; 1 P aar silbervergoldete Dreirollenfibeln m itstum pfem Fußende ; 1 silbervergoldete D reirollenfibel m it verbreitertemFußabschluß; 1 Silberfibel m it zurückgeschlagenemFuß ; Silberschnalle m it quadratischem Beschlag und Gegenbeschläg,beide Beschläge m it vergoldetem Silberblech, Filigranund K arneol ; verzierte silberne Riemenzunge ; 8 peltaförm igeG oldanhänger ; 4 Silberdrahtringe m it kreuzweise um wickeltenE n d e n ; Silberblechring; 2 halbm ondförm ige Silberbleche ;facettierte K ristallperle ; 1 ungefaßter K arneol ; Bernsteinberlockem it Silberdrahtring ; B ernsteinperle; eine größere ovaleBernsteinscheibe, verziert, m it Silberöse; Gewebereste. -Museum Breslau, V erlust 1945. - Grem pler 1888, Tab. 1 : 1 ;M ajewski I960, Tab. 28 : a ; Eggers 1951, N um . 769 ; W ielowiejski1960, Fig. 70.K örpergrab III (1886) in 3 m A bstand östlich von G rab II ;steinum m auerte G rabkam m er 2,5 X 2,25 m N -S ; außer einemgering abgenutzten Backenzahn keine Skeletteile erhalten ;Gefäßbeigaben an der östlichen G rabw and. - Kleine M illefiori-Fußschale ; H . 4 cm ; Rdm . 9,7 cm ; unversehrt erhalten(Fig. 13). —Beigaben : Bronzebecken m it 3 W einblatt-A ttaschenund einem Fußring-Fragm ent ; silberner Randbeschlag für einH olzgefäß ; 2 gedrechselte H olzgefäße ; 9 Tongefäße und zahl- ■reiche Scherben w eiterer G efäße, dabei 3 scheibengedrehte G e­fäße m it 1 Faltenbecher ; 1 massiv goldene Zweirollenfibel m itrhombischer Fußplatte ; 2 silbervergoldete Dreirollenfibeln ;1 P aar eingliedriger Silberfibeln m it umgeschlagenem Fuß ;1 kleine eingliedrige Goldfibel m it umgeschlagenem Fuß ;tordierter goldener H alsring m it H aken-Ö sen-V erschluß ; goldenerK olbenenden-A rm ring ; 3 G oldfingerringe, 2 davon S piraldraht ; 2 Goldberlocks ; Silberstäbchen m it granuliertem G oldblech; H olzkistchen m it 5 römischen Münzbeschlägen (Aureus-Plaque : Septimius Severus [193-211], geschlagen 207, und4 D enare, davon nur 3 erhalten) und silberner Fußplatte,quadratische Silberplatte ; 4 kleine Goldschnallen m it zungenförmigen Gegenbeschlägen ; 2 kleine Silberschnallen m it langgestrecktenZungenbeschlägen ; 2 bandförm ige Silberbeschläge ;kleine Silberschnalle m it rechteckigem Beschläg und Gegenbeschläg;2 rechteckige Silberbeschläge m it figuraler V erzierungund eingehäm m ertem Goldblech ; silberner Zierbeschlagm it Scharniergelenk und N iello-E inlagen ; 1 silberner, doppeltdurchbrochener Gürtelschieber und 3 gleiche silberne Beschlagplatten m it rechteckigem A usschnitt; Silberlöffel ; Silbermessermit massivem G riff; Silberschere ; Silberring m it N i e t ; silbernerD rahtrin g m it aufgewickelten Enden ; 3 Bernsteinperlen ;1 B ernsteinstück; Kam m m it gewölbter G riffplatte ; 14 grünlicheund 15 schwarze Glasspielsteine ; Gewebereste ; Aureus :Claudius Goticus (268-270). - Mus. Breslau, Verlust 1945. -G rem pler 1888, Tab. 4 : 1 ; M ajewski 1960, Tab. 3 1 : a ;Eggers 1951, N um . 770 ; W ielowiejski 1960, Fig. 71.* 17. G anzkow /G ^skow o, K r. K olberg/K olobrzegK örpergrab (1930), am R ande einer Kiesgrube geborgen, keinenäheren Fundangaben. - N iedriger Facettschliffbecher m itschraffierten R auten ; H . ca. 8,5 cm ; Glasmasse entfärb t, imBruch m it gelbgrünem Schim m er; zahlreiche feine Luftbläschen; aus Scherben zusammengesetzt (Fig. 21, 61). - Beigaben: scheibengedrehtes Tongefäß ; silberne Arm brustfibelm it umgeschlagenem Fuß ; runde Eisenschnalle ; B ronzenadel ;K am m m it gewölbter G riffplatte ; 2 Bernsteinperlen. - Mus.Kolberg, Verlust 1945. - E)ibbelt__1936 - I, Pag. 47, Fig. 11 ;Eggers 1940, N um . 43 ; Eggers 1951, N um . 666 ; Eggers 1959,Pag. 22-23, Tab. 1 : C.Fig. 61 G anzkow / G^skowo [17].Tab. 1 : C.18. R edlin/R edlino, K r. Belgard/B iaiogardNach Eggers 1959,K örpergrab, älterer Fund, Fundum stände unbekannt. - N iedrigerFacettschliffbecher; unterhalb des R andes eine feineSchleifrille; 1 Reihe O valfacetten, 1 Reihe R undfacetten ;runde Bodenfacette ; H . 7 cm ; Rdm . 8,6 cm ; Glasmasse entfärbt,transparent, m it leicht gelbgrünem Schimmer, einzelneLuftbläschen und kleine Spannungsrisse (Fig. 20, FarbtafelPag. 121, Fig. c). - Keine Beigaben bekannt. - Mus. Stralsund,1968 A nkauf aus Privatbesitz. - Eggers 1940, N um . 48 ;Eggers 1951, Num . 702 ; Eggers 1959, Pag. 23, Tab. 1 : D.174


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigaben19. K ow alk/K ow alki, K r. B elgard/BialogardK örpergrab (1929), beim Sandgraben entdeckt, keine näherenAngaben. —H oher Facettschliffbecher, G rundform zylindrisch;unterhalb des Randes 2 Schleifrillen ; 3 Reihen O valfacetten,über dem Boden 1 Reihe R undfacetten, Boden m it R undfacette; H . 1 1 c m ; Glas gelb-grünlich (Fig. 22, 62). - Beigaben: kleines T ongefäß m it horizontalen R illen über demUmbruch ; Kam m m it gewölbter Griff platte ; bronzene RingundBlechfragmente. - Mus. Stettin, Verlust 1945. - Kunk_el_1930, Tab. 39 : B ; K unkel 1931, Tab. 90 ; Eggers 1940,N um . 4 7 ; Eggers 1951, N um . 683 ; Eggers 1959, Pag. 21,Tab. 3 : B. ' ~ ~Fig. 63 V ietk o w /W itk o w o [20]. — Nach W itt 1934, Fig. 40.Fig. 6239 : B.K o w a lk /K o w a lk i [19]. — N ach Kunkel 1930, Tab.• 20. Vietkow /W itkow o, K r. Stolp/SlupskK örpergrab (1904), zusammen m it einem weiteren G rab au f­gefunden ; Steinsetzung 4 X 4m und Steinpackung ; keine Fundzusammenhängebeachtet, Inventare vermischt. - H oher Facettschliffbecher,sehr schwer und dickwandig ; gerader R and ; m attgeschliffene unregelmäßige Doppellinie, 2 Reihen O valfacetten,2 Reihen R undfacetten, B oden-R undfacette ; H . 9,6 cm ; Rdm.6,7 c m ; Glasmasse gelbgrün transparent, m it schräg v erlaufendenBläschenstreifen ; unversehrt erhalten (Fig. 23, 16, 63,Farbtafel Pag. 121, Fig. c). - Beigaben aus 2 G räbern ; ^ r m -brustfibel, Bro.nzeschnall^ m it geripptem Bügel, Glas- undBernsteinperlen ; zahlreiche W affen, stammen vermutlich ausden an gleicher Fundstelle auftretenden Brandgräbern. - Mus.Stralsund Num . 1964 : 308, bis 1945 Stettin Num . 5920. -Jungkjaus 1924, Pag. 27 ; W itt 1934, Fig. 40 ; Eggers 1940,Num . 56 ; Eggers 1951, Num . 722 ; Eggers 1959, Pag. 17-18,Tab. 2 : B.* 21. Schwolow/Swoiowo, Kr. Stolp/SlupskK örpergrab (1936), G rabanlage zerstört, keine näheren A n­gaben. - H oher Facettschliffbecher m it 1 Schleifrille unterhalbdes Randes, 3 O valfacettreihen, 1 Reihe R undfacetten undB odenfacette; H . 1 0 ,5 cm ; gelbgrün-transparent; G efäß gesprungen,aber vollständig. - Keine Beigaben b eobachtet; ausderselben Sandgrube stammen aus anderen K örpergräbernTongefäße, eine Bronzeschale, et al. - Mus. Stolp, Verlust1945. - J ig g e r s ^ l? ^ Num . 55, Tab. 21 ; Eggers 1951, Num .715 ; Eggers.1959, Pag. 12, Tab. 3 : A.. 22. Borkenhagen/Borkowice, Kr. K öslin/KoszalinK örpergrab (1894), m it weiteren G räbern in einer Sandgrubezerstört. - H oher Facettschliffbecher m it 2 mattgeschliffenenRiefen unter dem R and, 2 Reihen O valfacetten, 2 ReihenR undfacetten, 1 R undfacette am Boden ; Facetten m att, rauheR änder ; H . 10,2 cm ; Rdm . 7,8 cm ; Glasmasse gelbgrüntransparent,schwer, m it schräg verlaufenden L uftbläschen;unversehrt erhalten (Fig. 16, 24, Farbtafel Pag. 121, Fig. c). -Keine Beigaben bekannt. - Mus. Stralsund N um . 1964 : 300,bis 1945 Stettin Num . 4048. - Schumann 1893 und 1894;Jungklaus 1924, Pag. 27 ; Eggers 1940, N um . 45 ; Eggers 1951,Num . 662 ; Eggers 1959, Pag. 20-21, Tab. 3 : D.— 23. G eiglitz/Iglice, Kr. Regenwalde/ReskoK örpergrab (1941), unvollständig untersucht. - H oher F acettschliffbecherm it 2 Schleifrillen, 2 Reihen O valfacetten,2 Reihen R undfacetten und 1 Bodenfacette, gelbgrün-transparent ; H . ca. 10 cm ; unversehrt erhalten. - Beigaben nichtbekannt. - Mus. Regenwalde, Verlust 1945. - Eggers 1951,Num . 667 ; Eggers 1959, Pag. 21-22, Tab. 3 : C.24. Kleszewo, pow. Pultusk, woj. W arszaw aK örpergrab 884; N -S orientiert. - H oher Facettschliffbecher,G rundform zylindrisch ; unterhalb des Randes 2 seichte Riefen ;2 Reihen O valfacetten, 2 Reihen R undfacetten, 1 schiefeB odenfacette; H . 1 2 ,4 c m ; Rdm. 9 ,2 c m ; Glasmasse dunkelgelbm it leichtem grünlichem Schimmer, schräg verlaufendeBläschenreihen ; außer geringer Randbeschädigung m it einemum laufenden Sprung ganz erhalten (Fig. 25, 64, FarbtafelPag. 121, Fig. d). - Beigaben : Drehscheiben-Tongefäß (d arin d er« Glasbecher) ; Fibel mit_umgeschlagenem F u ß j Gürtelschnalle.;ca. 100 Glasperlen und Bernsteinberlocks. - Mus. W arschau.-jU n p u b liziert; M itteilung von S. W oyda.- • 25. Königsbruch/Lugi, Kr. G uhrau/G ora Sl^skaK örpergrab (1926), sogenanntes „R eitergrab“ m it Pferdebestattung.G rabanlage beim Chausseebau zerstört. - KonischerFacettschliffbecher m it abgeflachtem Boden ; mattgeschliffenerR and, darunter 2 kräftige Riefen ; 3 Reihen Spitzovalfacetten,dichtgestellt und sich überschneidend ; 1 Reihe großer tro p fen ­förm iger Facetten am Boden ; Boden mit R undfacette ; H . 14,8175


A cta p raeh isto rica et archaeologica 3 (1972)bis 15 cm ; Rdm. 8,5 cm ; klar-gelblich m it m atter Oberfläche,Facetten p o lie rt; W andung gleichmäßig 3-4 mm stark, aucham Boden ; unvollständiges O berteil (Fig. 33-34, 65, FarbtafelPag. 121, Fig. g). - Beigaben : eiserne Holzeimerbeschläge ;5 Tongefäße, davon eines m it eingeglättetem W ellenband ;Spatha ; Sax ; Lanzenspitze und Lanzenschuh ; Eisensporn ;große Eisenfibel m it umgeschlagenem Fuß ; ovale Eisenschnalle ;zahlreiche kleine Schnallen und Beschläge ; zweiteilige R ingtrense.- Mus. Breslau. - Petersen 1934, Fig. 12 : 16 ; Zeiß1937, Fig. 1 : 16 ; Eggers 1951, N um . 751 ; M ajewski 1960,Tab. 50 : b ; W ielowiejski 1960, Fig. 72.n 26. W arengen, Kr. Fischhausen (Samland)B randgrab 31 ; ältere G rabungen seit 1877 ; in der großenU rne um gestülpt die Glasschale und andere Beigaben. -Bodenrippen-Glasschale, grünlich, m it 6 vertikalen R ippen ;H. 6,4 cm ; Rdm. 1 0 c m ; zersprungen. - Beigaben: 1_großesilberne ArmJäJjJStfibel m it umgeschlagenem Fuß ; Fragm entemer^aSnTichen ^Fitel aus Eisen ; 2 Schildbuckel; 2 Lanzenspitzen; 1 Sporn und 1 Spornfragm ent m it Bronzenieten ;1 M esser; B andeisen; dreiteilige E isenschnallen-G arnitur;1 A x t ; 1 Schere ; eiserne Riem enzunge und Pinzette ; Bronzeblechfragmenteund N iete ; K am m fragm ent m it Bronzenieten ;1 flachrunde Bernsteinperle ; 1 G oldbarren ; 1 Stück Silberdr a h t; B ronzem ünze: C aracalla (19J-217), stark abgenutzt. -Mus. Königsberg, Verlust 1945. - Hejrcfeck 1900,_ Fig. 151 ;Ebert 1926, Pag. 74, Num . 14 ; G aerte 1929, Fig. 159 : f ;Eggers 1951, Num . 621.27. Igolomia-Zofipole, pow. Proszowice, woj. K rakowSiedlungsfunde. - Scherben einer N etzfaden-G lasschale, grün-lieh (Fig. 66) ; w eiterhin Scherben m it FacettschlifF. - Mus.K rakau. - Gajewski 1955, Fig. 4 : 3 ; G ajewski 1958, Fig. 1-2.28. R ybna (Friedrichshütte), K r. T arnow itz/T arnow skie G örySiedlungsgrabung 1934. - Bodenstück eines Glasgefäßes. - Begleitfunde: w ellenbandverzierte Tongefäße und Faltenbecher.- P fützenreiter 1941 - I, Pag. 130.29. Pusta/Lesnica, Kr. LubliniecSiedlungsgrabung 1936. - H ellgrüne Glasscherbe. - P fü tzen ­reiter 1940, Pag. 68 und 80.30. Sadowie, K r. O strow W ielkopolskaH ügel m it B randgrab, darin 2 Glasscherben. - K arpinska 1926,Pag. 83.31. Siedlemin, Kr. Jarocin, Bez. PosenH ügel 8 m it B randgrab. - Bodenstück einer Fußschale. -K arpinska 1926, Fig. 59.32. Kliestow, Kr. F rankfu rt-O d erSiedlungsgrabung 1934 ; in H aus 7 fanden sich 2 grünlicheGlasscherben m it Fadenauflage. - Marschalleck 1940, Pag. 294,Fig. 32 : c, d.Fig. 64 Kleszewo [24].Fig. 65 Königsbruch / Lugi [25].176


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenFig. 664 : 3.Igolomia-Zofipole [27]. — Nach Gajewski 1955, Fig.33. Bogoryja G crna, Kr. Lowicz, Bez. LodzSteinhügel mit B randgrab. - Glasscherben. - K arpinska 1926,Pag. 85 ; Eggers 1951, Num . 2000.34. Buszkowo, K r. Bydgoszcz (Bromberg)H ügel m it B randgrab. - Glasscherben. - K arpinska 1926,Pag. 83.* 35. G roß Krebs/Rakowiec, Kr. M arienw erder/K w idzynB randgrab 5 ; B randgrube m it Scherben von 11 Tongefäßenund 1 Facettglasbecher. - Sehr dickwandige Glasscherbe mitO val- und R undfacetten, grünlich (Fig. 67). - Begleitfunde :Goldblechstück ; bronzene Riem enzunge ; Kam m reste ; graueund rötliche Tonw are. - Mus. M arienburg, Verlust 1945. -H eym 1939, Pag. 9, Fig. 5.Fig. 68 Zabieniec 39 [37].Fig. 67 Groß Krebs /' Rakowiec K r. M arienw erder / K w idzyn135]. — Nach H eym 1939, Fig. 5.36. Bornitz/Bornice, Kr. Rosenberg/SuszB randgrab 6. — Scherben eines hohen Facettschliffbechers TypK ow alk. - Mus. K w idzyn N um . 2083. - Lega 1958, Pag. 70,Num . 46.37. Zabieniec, pow. Cz^stochowaB randgrab J.8 , (1963). - Viele kleine Bruchstücke eines starkwandigen dunkelgelblichen Glases, vermutlich Facettbecherkonischer Form. - Begleitfunde : 5 scheibengedrehte Tongefäße,eines davon m it W ellenbandverzierung ; 1 handgem achterN a ß f ; Lanzenspitze ; SchildfesseJ ; Eisenpfriem . - Mus.Czestochowa. - Godlow ski 1965 - f ; Godlow ski 1967 - I.177


A cta p raeh isto rica et archaeologica 3 (1972)•B randgrab 39_ (1967). - H oher Facettschliffbecher m it 2 O v alreihen,2 Reihen R undfacetten und 1 B odenfacette, rauh eingerissenund wie auch die 2 Schliffrillen unter dem R and ohneSorgfalt g e fertig t; H . 9,7 cm ; Rdm. 7 cm ; Glasmasse gelbgrün-transparent,m it schrägen F orm sp u ren; G efäß zerbrochenund unvollständig (Fig. 68). — Mus. K rakau Num .588/67 und 590/67. - G odlowski 1967 - II, Fig. 1 ; Godlowski1969 - II, Fig. 2.. 38. O patow , pow. KlobuckB randgrab 322 und 953 m it Scherben von Facettgläsern. -Samml. d. Arch. Inst. d. Jagellonischen U niv. K rakau, Num .47/58 (G rab 322) und Num . 2297-2303, 2307-2308/70 (Grab953). W eitere Fragm ente anderer Gläser. - G odlow ski 1965 -I und 1969 - II.• 39. Klein Koslau/K ozlow ko, K r. N eidenburg/N idzicaB randgrab 6 (1890). - Scherben eines konischen Facettschliffbechersm it dichtgestellten O valen ; kräftige Schleifrille unterdem R and ; U nterteil erhalten, andere Teile geschm olzen;grünliches Glas (Fig. 35). - Begleitfunde : Scherben von größerenund kleineren Tongefäßen, vermutlich auch Drehscheibenware; 1 Tongefäß e rh a lte n ; K am m fragm ent m it Bronzenieten; Bronzering m it angeschmolzenen Glasperlen ; 4 Glas­perlen, eine davon kubooktaedrischer Form und d u n k e lro t;Tonw irtel. - Mus. Königsberg. - Heydeck__1892, Tab. 17;Ebert 1926, Pag. 73, N um . 7 ; G aerte 1929, Fig. 159 : b ; Eggers1951, N um . 575.B randgrab 21. - 2 dickwandige Scherben m it Facetten, hellgrün(Fig. 69' oben). - Begleitfunde : großes T ongefäß (U rne) ;4 weitere Beigefäße ; ovale Bronzeschnalle ; bronzenes Fibelfragment. - Mus. Königsberg. - Heydeck_18_92, Tab. 18 : i, k.Fig. 70 N iedenau / N iedanow o [40]. — Oben : G rab 1 1 7 .—U nten : G rab 119.Fig. 69 Klein K o slau /K o zlo w k o [39]. — O b e n : G rab 21.— U nten : G rab 22. — Nach Heydeck 1892, Tab. 17— 19.Fig. 71T u raw a [41]. — M aterial von R. Koslowska.178


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenB randgrab 22. - Scherben eines grünlichen Facettschliffbechers(Fig. 69 unten). - Begleitfunde : bronzene Arm brustfibel m it umgeschlagenemFuß ; 2 bronzene Eim eranhänger ; Scherben von6 Tongefäßen. - Mus. Königsberg. - Heydeck 1892, Tab. 19 :b, c, f ; Eggers 1951, N um . 576.Insgesamt finden sich unter den 40 G rabinventaren 17 mitGlasbeigaben (Heydeck 1892, Pag. 173).40. N iedenau/N iedanow o, K r. N eidenburg/N idzicaA uf dem B randgräberfeld zahlreiche Bestattungen m it G lasbeigaben: N um . 117 Bruchstücke und angeschmolzene starkwandigeGlasscherben, klar, leicht gelbgrün, verm utlich konischesFacettglas (Fig. 70 oben). - N um . 119 facettierte Scherbeeines dickw andigen konischen Bechers, leicht gelbgrün (Fig.70 unten). - N um . 128 zusammengeschmolzene Scherben einesdickwandigen Facettschliffbechers. - Mus. O lsztyn. - U n-publiziert.41. T uraw a, K r. O ppeln/O poleSiedlungsfund (1937). - Randstück eines konischen Facettschliffbechersm it geschliffener R andlinie und dichtgestelltenO valen (Fig. 71). - Begleitfunde : w ellenbandverzierte K eramik,sogenannte K rausengefäße. - Mus. Beuthen/Bytom ,Verlust 1945. - Raschke 1938, Pag. 187; Raschke 1941,Pag. 27.II. Südrußland42. Rudka, R ayon Kremenec, Bez. Ternopol, U kraineK örpergrab (1936); Grabgrube 2,5 X 1,1m , Tiefe 2 ,1 m ;reiche Geschirrbeigaben und Tierknochen zu Füßen des Bestatteten; die Glasschale im H em m oorer Eimer. - Glasschalem it Fadenauflage und Fußring ; R and ausbiegend rundgeschmolzen; Schulter m it anderthalbfacher dünner F adenauflage; U nterteil m it 3 stärkeren G lasfäden in K ettengliedform ;Boden m it aufgeschmolzenem Fußring und A briß ; H . 7,6 cm ;Rdm . 10,6 cm ; m eergrünes Glas, klar, m it schräglaufendenForm spuren und Bläschen ; unversehrt erhalten (Fig. 73 undFarbtafel Pag. 121, Fig. b). - Beigaben : H em m oorer Messingeimer; steilwandiges Bronzebecken ; 8 Tongefäße, Drehscheibenware;1 Tonkrug, handgem acht, v e rziert; Silberfibel m itumgeschlagenem Fuß ; 1 P aar Silbersporen ; Silbermesser ;2 Glasspielsteine. - Mus. W arschau Num . 278. - Petersen 1941,Fig. 4 ; Eggers 1951, N um . 2150 ; K ropotkin 1970, N um . 978.43. Ripnev, R ayon Kam enka-Bugskaja, Bez. Lvov, U kraineSiedlungsfunde. - Scherben von 5 Facettschliffgläsern. - Baran1964, Pag. 234 ; K ropotkin 1970, Num . 957.W erkstätten-).179


A cta p raeh isto rica et archaeologica 3 (1972)44. Lepesovka, R ayon Belogore, Bez. K am enec-Podolskij,U kraineSiedlungsfunde. - Scherben von 19 Gläsern. - Tichanova 1963,Pag. 187 ; K ropotkin 1970, N um . 990.45. G natki, R ayon Starokonstantinov, Bez. Kam enec-Podolskij, U kraineK örpergrab (1962). - H oher gelbgrüner Facettschliffbecher m it2 geschliffenen R andlinien und 3 O valreihen ; H . 12,3 cm ;Rdm . 9,4 cm. - K ropotkin 1970, N um . 989, Fig. 77 : 5.46. Derevjannoe, Bez. Kiev, U kraineK örpergrab 3, gestört. - G lasfragm ent m it wabenförm igenFacetten, vermutlich konischer Facettbecher, grünlich-transparent.- Keine w eiteren Beigaben. - Symonovic 1963, Fig. 25 :4 ; K ropotkin 1970, N um . 932.47. Cernjachov, Bez. Kiev, U kraineGroßes K örpergräberfeld m it zahlreichen G lasfunden ; Inventarenicht zusammengehalten.K örpergrab 88 : Fußschale m it gekniffenen Seitenrippen undFadenauflage unter dem R and ; H . 9 cm ; Rdm . 9,2 cm ; k largrünesGlas (Fig. 74 : a).Fig. 73 R udka [42].Fig. 74 Cernjachov [47]. — Nach Reinecke 1906, Fig. 4 ;P etrov 1964, Fig. 9 : 3.K örpergrab 160 : Dickwandiger Facettschliffbecher m it eingeschliffenerR andlinie, 2 Reihen O valen, 1 Reihe R undfacettenund 1 B odenfacette; H . 1 1 c m ; Rdm . 10 cm ; entfärb t (Fig.74 : b). B egleitfunde: Silberfibel; D e n a r: Faustina II (145—175) ; barbarische Goldm ünze, unbestim m t, 2.-3. Jahrhundert.K örpergrab 225 : H oher Facettschliffbecher m it eingeschliffenerR andlinie und O valreihen ; H . 10,5 cm ; Rdm . 6,4 cm ; entfärbt (Fig. 74 : c). Begleitfunde : 5 Tongefäße.W eitere Gläser (Fig. 74 : d) und Glasscherben. —Mus. Kiev. —Reinecke 1906, Fig. 4 ; Petrov 1964 - I, Fig. 9 ; K ropotkin1970, N um . 940.48. 2uro v k a, Bez. Kiev-Cerkassy, U kraineK örpergräberfeld m it zahlreichen G lasfunden (Fig. 48).K örpergrab 5 : spitzkonischer Glasbecher m it blauer N etzfadenauflage; H . 16 cm.K örpergrab 10 : gelbgrüner Facettschliffbecher m it 2 O v alreihen,1 Reihe R undfacetten ; H . 10,5 cm.K örpergrab 19 : spitzkonischer Glasbecher, unverziert.;H . 11 cm.K örpergrab 60 : konischer Facettschliffbecher m it eingeschliffenerR andlinie und 3 Reihen dichtgestellter Spitzovale.Sym onovic 1964 - I, Tab. 1, Fig. 2 ; K ropotkin 1970, N um .993.49. Leski, Bez. K iev-Cerkassy, U kraineSiedlungsfund. - Scherbe eines Facettschliffbechers. - Smilenko- Brajcevskij 1967, Fig. 16 : 10 ; K ropotkin 1970, N um . 994.50. Kosanovo, Bez. Vinnica, U kraineK örpergräberfeld m it zahlreichen G lasfunden (Fig. 75).K örpergrab 9 : N iedriger Facettbecher m it Linearschliffdekor ;entfärbt, k la r; H . 1 0 ,8 cm ; Rdm. 11,5cm . — B egleitfunde:Arm brustfibel m it verbreiterter K opf- und Fußplatte ; ovaleGürtelschnalle ; K am m m it pyram idenstum pfförm iger G riffplatte.K örpergrab 13_ : spitzkonischer Glasbecher, grünlich m it blauerN etzfadenauflage ; H . 14,8 cm ; Rdm. 9,8 cm. - B egleitfunde :5 Tongefäße, davon eines w ellenbandverziert, ein Krug.K örpergrab 15 : Glasschale, unverziert, en tfärb t ; H . 4,3 cm ;Rdm. 6 cm.


G ü n ter R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenK örpergrab 37 : Fragm ent eines Facettschliffbechers m it O v a­len ; H . ca. 1 2 c m ; Rdm. 1 0 c m ; gelbgrün-transparent. -Beigaben : 3 silberne Fibeln m it umgeschlagenem Fuß ; Glasperlen,einige von kubooktaedrischer Form ; Tonkrug.KörpergraiL38 : hellgrüne Fußschale ; H . 5,5 cm ; Rdm. 7,3 cm.W eitere Glasscherben in G rab 36 (Facettglas) und anderenG räbern (grünliche dünnw andige Gläser).K ravcenko (N.) 1967, Tab. 17 ; K ropotkin 1970, N um . 912.K örpergrab 35 : konischer Glasbecher mit 2 Schliffrillen ; H .1 7 ,4 cm ; Rdm. 9,2 cm ; klar, hellgrün (Fig. 76 : c). - Restbeigabendes gestörten Grabes : Tongefäße und weitere Glasscherben.G rab 82 : N iedriger Facettschliffbecher m it O valen undLinearschliff, klar, e n tfä rb t; H . 9 cm ; Rdm . 11 cm (Fig. 76 : a).- Das Glas fand sich in der Einfüllung von K örpergrab 82,das ein älteres B randgrab überschneidet und zerstört.Ähnliche Gefäße wie in G rab 82 und andere Glasscherben ausweiteren G räbern.Symonovic 1955 - 1 , Fig. 11 : 5 ; Symonovic 1957, Fig. 4 : 8-10,Fig. 5 : 1, 3 ; Symonovic 1960, Tab. 9 : 12, 14 ; K ropotkin1970, Num . 983.Fig. 75 K osanovo [50]- — Nach K ravcenko 1967, Tab. 17.51. Ryzevka, R ayon U m an, Bez. Cerkassy, U kraineM ehrere G rabfunde m it Facettschliffgläsern (1967). - U n-publiziert, cf. K ropotkin 1970, Num . 999.52. Perejaslav-Chm elnickij, Bez. Kiev, U kraineK örpergrab 2 : Fußschale m it geriefelter W andung.K örpergrab 5 : Facettschliffbecher.G oncarov 1955, Pag. 39 ; K ropotkin 1970, Fig. 75 : 5 (Facettglas),Fig. 76 : 6 (Fußschale).53. Cervonyj, R ayon K onctop, Bez. Sumy, U kraineSiedlungsfund (1961). - Facettierte Glasscherbe. - K ropotkin1970, Num . 972, Fig. 7 7 :3 .54. Zovnino, Bez. CerkassyK örpergrab 1 (1962). - H oher Facettschliffbecher m it 2 R andlinienund 3 O valreihen ; H . 9,4 cm ; Rdm . 6,2 cm ; gelbgrün.- U npubliziert, cf. K ropotkin 1970, Num . 992.55. Kom panijcy, Bez. Poltava, U kraineM ehrere G rabfunde m it Facettschliffgläsern. — U npubliziert,cf. K ropotkin 1970, N um . 968.56. G avrilovka, Bez. Cherson, U kraineB rand- und K örpergräberfeld m it m ehreren Glasfunden.K örpergrab 5 : H olzkam m er in großer Grabgrube m it gestuftenSeitenwänden ; Skelett in Rückenlage N -S ; Glasbecherin einem T ongefäß neben dem linken O berarm . -Konischer Facettschliffbecher m it 4 Reihen W abenfacetten ;unter dem R and eine geschliffene Rille und eine Reihe kleinerspitzovaler Facetten ; Boden gerundet m it Schliffrille ; H .14,8 cm ; Rdm. 10,5 cm ; durchscheinend grünlich (Fig. 36,76 : b). - Beigaben : 10 Tongefäße, davon ein hochhalsigerK rug m it facettiertem Umbruch, eine Terrine m it eingeglättetemG itterm uster und breitem gekehltem R and ; bronzeneArmbrustfibel m it zurückgeschlagenem Fuß ; Kam m mitglockenförmiger G riffplatte ; 4 Bronzeschnallen ; Eisenmesser ;bronzener Blechbeschlag ; Bronzeröhrchen.Fig. 76 G avrilovka [56]. — a. G rab 82. — b. G rab 5. —c. G rab 35 — Nach Symonovic 1957, Fig. 4 : 8 ; id. I960,Tab. 9 : 12, 14.57. N ikolajevka, Bez. Cherson, U kraineK örpergrab 8 (1909), N ischengrab; Tiefe 2 ,1 5 m ; Glasbecheram K opf. - H oher Facettschliffbecher m it eingeschliffenerRandlinie, 3 O valreihen, 1 Reihe R undfacetten und Bodenfacette; H . 11,2 cm ; grünlich (Fig. 26). - B eigaben: 1 Paarbronzener Arm brustfibeln ' m it rhombischer Fußplatte undzurückgeschlagener Fußspitze ; Kam m m it hochgewölbterG riffplatte ; G lasp erlen; B ronzeröhrchen; Muschel ; G lasscherbe.- E bert 1913, Fig. 96 : d ; K ropotkin 1970, N um . 985,Fig. 78 : 2.58. Inkerm an, Bez. Sevastopol, KrimK örpergrab 2 (1948), K atakom bengrab. - Fußschale und weitereGläser. - Beigaben : Schwert, ovale Bronzeschnalle, Bronzering,Glasanhänger, Spitzam phore, 3 Tongefäße. - Vejmarn1963, Fig. 5 : 3 ; K ropotkin 1970, N um . 949.59. Zavetnoe, Bez. Sevastopol, KrimSpätrömische Siedlung Alm a Kerm en m it Glasöfen und G lasscherben.- Visotska 1964, Fig. 1 ,9 ; K ropotkin 1970,N um . 947.60. Kerc, KrimSpätrömische Siedlung Pantikapeum m it G lashütte undreichen Glasfunden des 3.-4. Jahrhunderts (Fig. 18). — Sorokina1962 - I, Fig. 11, 13, 16 ; K ropotkin 1970, Fig. 79 : 8.61. Tana'is, Bez. R ostov/D onSpätrömische Siedlung bis um 300 m it G lashütte und reichenG lasfunden, besonders dünnw andige Facettschliffschalen (Fig.3, 77), Fußschalen (Fig. 78), Gläser m it farbigen F adenauflagen.U nter den G eräten der G lasfabrikation findet sich aucheine Tonform zur H erstellung der dünnw andigen Facettschliffschalen(Fig. 4). - Sorokina 1965, Fig. 4-6, 8 ; Alekseeva -A rseneva 1966, Fig. 1 ; Sorokina 1971.


A cta p raeh isto rica et archaeologica 3 (1972)Fig. 78 Tanai's [61]. — Nach Sorokina 1965, Fig. 8 : 4.Fig. 3.62. O lbia (Parutino), Bez. N ikolajev, U kraineSpätrömische Siedlung m it dünnw andigen FacettschliffschalenTyp Tanaïs. - Sorokina 1965, Fig. 6 : 5 ; Sorokina 1967.63. Ranzevoe, R ayon K om internovskoe, Bez. Odessa, U kraineG räberfeld des 3.-5. Jahrhunderts m it 3 G lasfunden der frühenYölkerw anderungszeit.K örpergrab 12 (1964), gestört ; spitzkonischer Facettschliffbecherm it dichtgestellten W abenfacetten ; dickwandig ; H .19 cm.K örpergrab 14 ; Skelett in Rückenlage ; Glasbecher am K opf. -Stumpfkonischer Facettschliffbecher m it eingeschliffener griechischerInschrift, 3 Reihen W abenfacetten und 2 horizontalenSpitzovalreihen ; abgesetzter Fuß ; starkw andig ; grünlich. -Beigaben : 1 P aar silberner Bügelfibeln m it 2 R ollen undhalbrunder K opfplatte ; Silberschnalle m it kleinem rechteckigemBeschläg und Gegenbeschläg ; Gewebereste.K örpergrab 18 m it spitzkonischem Glasbecher, verziert mit3 horizontalen Schliffrillen.Die späte Zeitstellung w ird durch die übrigen G räber bestätigt,in denen Käm me m it glockenförmiger G riffplatteVorkommen.Symonovic 1967 - II, Fig. 16 : 1-3 ; K ropotkin 1970,N um . 963.64. Frunzovka, Bez. Odessa, U kraineAus zerstörten K örpergräbern (1959) Scherben eines starkwandigen Facettschliffbechers m it O valen und Linearschliff,grünlich (Fig. 39). - K ravcenko (A.) 1967, Fig. 2 : 6 ; K ropotkin1970, N um . 964.65. Popenki, R ayon R ybnica, M oldau SSRSiedlungsfund (1952). - Facettglasscherbe. - Tichanova 1955,Fig. 35 ; K ropotkin 1970, N um . 1020 ; R ikm an 1972, Fig. 5 : 2.66. Vily Jarugskie, Bez. Vinnica, U kraineK örpergrab 3 (1953). - H oher Facettschliffbecher m it 2 R andlinien,3 O valreihen, 1 Reihe R undfacetten und B odenfacette ;H . 11 cm ; Rdm . 6,9 cm. - Beigaben : 2 Bronzefibeln, 7 T ongefäße; Geweihkam m ; Tonw irtel. - K ropotkin 1970, Num .911, Fig. 4 : 8 und 75 : 6.67. Delakeu, R ayon N ovo-A nenskij, M oldau SSRAus der Siedlungsgrabung (1958-59) Scherben m ehrererFacettschliffgläser. - R ikm an 1967, Fig. 5 : 4, 8 und 15 : 3, 8 ;K ropotkin 1970, Num . 1008.68. K om rat, M oldau SSRSiedlungsgrabung (1960-61). - Grünliche Facettglasscherbe. -U npubliziert, cf. K ropotkin 1970, Num . 1011.69. Budesty, R ayon D ubossary, M oldau SSRSiedlung und G räberfeld m it zahlreichen G lasfunden, vorallem Facettschliffgläsern. - R ikm an 1960 ; K ropotkin 1970,N um . 1007.70. Z agajkany, R ayon Dubossary, M oldau SSRSiedlungsgrabung (1957). - Fragm ent eines konischen Facettschliffbechersm it W abenfacetten. - K ropotkin 1970, N um .1010.71. M alaesty, R ayon R yskanskij, M oldau SSRG räberfeld m it frühvölkerw anderungszeitlichen G lasfunden.K örpergrab B (1954) m it konischem Fußbecher ; starkw andig ;gelblich-transparent; m it griechischer Inschrift und großenplastischen O valen ; H . 10,7 cm ; Rdm . 8,9 cm ; zugehörig3 Tongefäße.K örpergrab 33 (1955) m it spitzkonischem Glasbecher ohneVerzierung ; klar ; H . 21 cm ; zugehörig 4 Tongefäße.Aus anderen G räbern w eitere Glasfunde des 4. Jahrhunderts.Fedorov 1960 - I, Fig. 1 1 -1 2 ; Fedorov 1960 - II, Fig. 49 :I, 3 ; K ropotkin 1970, N um . 1015.72. K om arov, R ayon Kelmency, Bez. C ernovcy, U kraineSiedlungsgrabung (1956-58) m it zahlreichen G lasfunden undG eräten der G lasherstellung. - U nter den G lasfunden F u ß ­becher m it Fadenauflage (3. Jahrh.), Schalen und Facettschliffbecher(4. Jahrh.), Facettschliffgläser konischer Form (Ende4. bis A nfang 5. Jahrh.) (Fig. 17 links). - Begleitfunde : D rehscheibenschalenund Tonkrüge des Przew orsk-C ernjachov-182


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenT y p s; Fibeln m it umgeschlagenem Fuß ; Tonform en für optischgeblasene Glasgefäße (Fig. 17 rechts): - Smisko 1964, Tab. 1-3 ;K ropotkin 1970, Num . 1003, Fig. 72 : 1-13.73. O kno, Bez. Cernovcy, U kraineSiedlung m it G lashütte des 3.-4. Jahrh. - U n p u b lizie rt; M itteilungvon B. Hänsel.74. Luka-Vrubleveckaja, Bez. K am enec-Podolskij, U kraineSiedlungsfunde m it Facettschliff-Glasscherben. - Symonovic1955 - I I ; K ropotkin 1970, Num . 991./III. D onauländer75. Lunca, Jud. G alati, M oldauK örpergräberfeld m it bisher 80 G rabfunden. - 4 hohe FacettschliffbecherTyp K ow alk. - Mus. G alati. - U n p u b lizie rt; M itteilungvon B. Hänsel.76. Tecuci, Jud. G alati, M oldauAus zerstörten K örpergräbern (1970). - N iedriger FacettschliffbecherTyp Sakrau II; grünlich-transparent, m it 2 eingeschliffenenR andlinien ; 1 Reihe großer O valfacetten, 1 ReiheR undfacetten, große Bodenfacette ; H . 8 cm (Fig. 19). - Begleitfunde: graue Drehscheiben-Tongefäße. - Mus. Tecuci. -U n p u b lizie rt; M itteilung von B. Hänsel.» 77. A lexandru Odobescu, Jud. Ialom ija, M untenienAus zerstörten K örpergräbern (1963-65). - 2 hohe gelbgrüneFacettschliffbecher m it flüchtig angebrachten R andlinien undO v alfacettreih en ; H . 11-12 cm (Fig. 27). - B egleitfunde:Drehscheibenkeramik ; unverzierte T ontöpfe ; Kämme m it au f­gewölbter G riffp la tte ; Arm brustfibeln m it umgeschlagenemFuß. - Mus. Cälära§i. - M itrea - Preda 1966, Fig. 238 ; 7 ;M itteilung von Foto von B. Hänsel.• 78. Span;ov, Jud. Ilfov, M untenienK örpergrab 10 ; Skelett N-S. - H oher Facettschliffbecher mit2 Randlinien, 2 O valfacettreihen, 2 R undfacettreihen, Bodenfacette; v io lettfarb ig ; H . 12,8 cm (Fig. 28). - Beigaben:6 Tongefäße, Drehscheibenware und handgem acht; 1 kleinesBronzeskalpell ; 1 G lasperle.- M itrea - Preda 1966, Fig. 20.' 79. M itreni, Jud. Ilfov, M untenienAus zerstörten K örpergräbern ein dünnw andiger, spitzkonischerGlasbecher m it eingeschliffenen horizontalen Rillen. -Begleitfunde : Drehscheibenschalen und Tonkrüge ; Fibel mitrhombischer Fußplatte und zurückgeschlagener Fußspitze. -M itrea - Preda 1966, Fig. 216.\ 80. T irgjor, Jud. Prahova, M untenienVon dem großen G räberfeld m it B rand- und K örperbestattungenstammen mehrere Glasfunde.B randgrab 67 ; Leichenbrand in einer dünnw andigen Glasschalem it Facettschliff ; zugehörig Tongefäß m it 3 H enkeln und gekehltemR and. - D iaconu 1965, Tab. 42 : 1, 167 : 2.K örpergrab 179 ; Skelett in Rückenlage N N O -SS W ; auf derrechten K opfseite zahlreiche Geschirrbeigaben und Glasbecher.- Konischer Facettschliffbecher m it R andlinie und 4 ReihenW abenfacetten; H . 11,3 cm (Fig. 37). - B eigaben: 5 Tongefäße,darunter eine Dreihenkelschale m it gekehltem R andund ein Tonkrug ; Kam m m it gew ölbter G riffplatte ; Bronzefibelm it umgeschlagenem Fuß ; 2 Bronzeschnallen ; B ronzeanhänger; Eisenmesser. - Diaconu 1965, Tab. 109-110, 1 6 7 :1 .K örpergrab 195 ; Glasbecher in einem D reihenkel-Tongefäß. -Spitzkonischer, unverzierter dünnw andiger Glasbecher. - Beigaben: 6 Tongefäße ; Kam m m it hochgewölbter G riffplatte ;Fibelpaar m it umgeschlagenem Fuß ; Bronzeschnalle ; verzierterPyram idenanhänger ; Anhängerberlocke ; Glasperlenkette miteinigen kubooktaedrischen Perlen ; 3 Spinnw irtel ; Eisenmesser.- Diaconu 1965, Tab. 116-117.• 81. Sintana de Mure? (M arosszentanna), SiebenbürgenVom K örpergräberfeld ein Einzelfund eines dünnw andigenSpitzbechers m it 3 horizontalen Schliff rillen. - Brenner 1912,Fig. 4.• 82. A pahida, Jud. Cluj, SiebenbürgenK örpergrab I I (1968) ; zerstörtes reichausgestattetes GrabW -O ; unvollständig erhaltenes In v e n ta r; Glasbecher nebendem rechten Oberschenkel außerhalb des Sarges. - Facettschliffbecherm it G oldblechreparatur ; reich verziert m it O valfacetten,Zwischenfeld- und Linearschliff; H . 1 6 c m ; Rdm .12 cm. - Beigaben : Spatha ; alm andinverzierte Goldbeschlägevom W ehrgehänge, Pferdegeschirr und von einer Tasche sowieG ürtelteilen ; Sattelbeschläge ; 3 Trensen ; Eisenbeschläge einerH olztruhe ; G oldfolien, Niete, R inge.- H o re d t - Protase1972, Fig. 6, Tab. 41. - Zeitstellung des G rabfundes M itte5. Jahrh., Glasbecher A nfang 5. Jahrh.83. H ödm ezövasärhely, Kom. Csongräd, U ngarnStreufund unter K örpergräbern des 3.-4. Jahrhunderts. -H oher Facettschliffbecher Typ K ow alk m it 3 O valreihen,1 Reihe R undfacetten, Bodenfacette und 2 flüchtig eingeritztenR andlin ien ; gelbgrün; H . 1 0 ,8 cm ; Rdm . 7,9cm . - Parducz1937, Tab. 8 : 6.84. Jaszals6szentgyörgy, Kom. Szolnok, U ngarnH ügel m it D oppel-K örpergrab ; G rabkam m er 6,4 X 3 m in2,6 m Tiefe unter dem N iveau der Hügelsohle ; B estattung vonM ann und F r a u ; altberaubt. - Fragm ent eines konischenFacettschliffbechers m it doppelter RandschlifTrille und dichtgestelltenkleinen Spitzovalfacetten. - Restbeigaben : Schildbuckelm it vergoldetem Silberblechbeschlag; 468 G oldkappenund G oldfäden eines gestickten Gewandes oder Schleiers;2 runde Eisenschnallen; Bronzemünze. - H ild 1901, Fig. 7 ;Parducz 1950, Pag. 204-205, Tab. 96 : 4 ; Ekholm 1956 - III,Fig. 7 : e.• 85. Cejkov, O stslow akeiK örpergrab (1855) m it reicher A usstattung. - D iatretglasund G lasteller. - Beigaben : Bronze-Fußschale ; B ronzekanne ;B ronzesieb; H olzeim er m it Bronzebeschlägen ; römische T onschale,K anne und Bronzeschüssel; Tongefäß, handgem acht;2 Silberfibeln; goldener H alsring m it K astenöse; goldenerK olbenenden-A rm ring; goldener Spiralfingerring; silbernerFingerring m it Gemme ; 4 goldene, 1 silberner Eim eranhänger ;5 rautenförm ige G oldanhänger ; 5 Goldröhrchen ; Glasperlen ;B ernsteinanhänger; G lasknöpfe ; B esatzgarnitur m it 69 G oldpreßblechen; E berzahn ; M ünze : A ntoninus Pius (1 3 8 -1 6 1 ).-N aturhist. Mus. W ien. - W iener A nnalen 45, 1931, 183 ss. ;Beninger 1937, Pag. 143-148 ; Eggers 1951, N um . 1944.• 86. O strovany (O sztropataka), O stslow akeiK örpergrab II (1865). - 3 dünnw andige Facettschliffschalen. -Beigaben : H olzeim er m it Bronzebeschlägen ; Holzbecher m itBronze-Randbeschlag; goldener H alsring m it H aken-Ö sen-Verschluß ; goldener K olbenenden-A rm ring ; 2 Goldfingerringe,facettiert ; 1 silberner Fingerring m it Gemme ; 1 Goldfibel,2 Silberfibeln ; bronzene Schnalle und Beschläge aus silbervergoldetenBlechen ; G oldperlen ; bronzene Schere ; Kam m m it gewölbter G riffp latte; A ureus: H erennia Etruscilla (2 4 9-251).-Mus. Budapest. - Pulszky 1897, Tab. 102 : 2-3 ; Beninger 1937,Pag. 152-153 ; Eggers 1951, Num . 1967.• 87. Straze, K r. Piestany, SlowakeiK örpergrab I (1933) ; zerstörte G rabanlage in 3,6 m Tiefe ;Schädelreste. - 5 dünnwandige Facettschliffschalen ; e n tfä rb t;183


A cta p raehisto rica et archaeologica 3 (1972)in abgestuften G rößen, H . 9,2 — 7,8 — 7 — 6,4 — 5,5 cm ;w eiterhin 2 schlanke G lasam phoren. - Beigaben unvollständig :H em m oorer Eimer ; Bronzekelle und Sieb m it ruderförm igemG riff; bronzene Fußschale ; T ongefäß m it schrägkannellierterSchulter ; 1 Goldfibel, 5 Silberfibeln ; 3 Silbersporen ; Kam mm it gewölbter G riffplatte ; Bronzemesser und -schere ; Bronzeschnalle; silberne M iniaturschere; silbernes Seihlöffelchen;römischer Silberlöffel. - Zotz 1934 und 1940 ; Beninger 1937,Tab. 21 ; Eggers 1951, N um . 1978 ; O ndrouch 1957, Tab. 25-26.K örpergrab II (1939) ; zerstörtes reichausgestattetes G rab, wieG rab I ca. 4 m lang ; Tiefe 4,5 cm ; In v entar unvollständig. -Dickw andiger halbkugelförm iger Glasbecher, leicht grü n lich;Reste w eiterer Gläser. - Beigaben : Silberbecken ; ovale Silberschale; große verzierte Silberschale ; großer verzierter Silberteller; Silberschale m it getriebenen Blechauflagen ; 1 PaarH enkel für Silberbecher ; bronzener D reifuß m it Büstenaufsätzen; Bronzebecken m it 3 W einblatt-A ttaschen und eingehängtenR in g e n ; Bronzekelle und Sieb m it ruderförm igemGriff ; silberner Siebeinsatz ; Silberschälchen; B ronzepfannem it W idderkopfgriff ; Bronzekanne m it P ro to m h en k el; bronzeneD eckelkanne; om egaförmiger S ilberhenkel; silbernerR eliefg riff; 2 H olzeim er m it Bronzebeschlägen ; mehrere T ongefäße; T erra sigillata-Teller ; 2 S ilberlöffel; 13 silbervergoldeteFibeln, einige m it D oppelspirale und halbrunder K opfundF u ß p la tte ; 4 silberne S p o re n ; 2 silberne P feilsp itzen ;2 eiserne Pfeilspitzen m it W iderhaken ; zahlreiche Riem enzungen,kleine Schnallen und Beschläge ; P in z e tte n ; figuralverzierte Goldblechbeschläge ; Kam m m it Silbernieten ; Spielbrett und Glasspielsteine, 8 schwarze, 19 w eiße ; B ronzeringe ;Gewebereste. - Zotz 1940; Eggers 1951, N um . 1979; O n ­drouch 1957, Tab. 52 : 14 ; Svoboda 1972.• 88. Kostolec na H ane, Kr. Prossnitz, M ährenB randgrab 250 m it Fragm ent eines Facettschliffbechers TypK ow alk ; zugehörig : Fibel m it umgeschlagenem Fuß, Tonscherbenm it W ellenbandverzierung, Bronzebeschläge, T onw irtel. -Zem an 1961, Fig. 54 : a.IV. D eutschland 1• 89. Leuna, K r. M erseburg, Bez. H alleK örpergrab (1834). - 2 entfärbte Glasschalen m it Facettschliffresp. figürlichem Schliffmuster. - Beigaben : H olzeim er mitBronzebeschlägen; Bronzekelle und Sieb m it ruderförm igemGriff ; T erra sigillata-Schale ; silberne N ietsporen ; 3 Bronzefibeln; 3 Tongefäße, davon 2 Drehscheibenware. - Schulz1953, Tab. 34 : 1 ; H ard en 1933, Tab. 3 ; Frem ersdorf 1967,Tab. 77 ; Eggers 1951, N um . 1535.K örpergrab 2 (1917) ; Skelett N -S in H olzsarg 2,5 X 0,45 m ;Tiefe 1,5 m ; m ehrere große Steine als Abdeckung. - Scherbeneiner Glasschale m it geriffelten Seitenrippen. - Beigaben : Silberbecherm it in M etall getriebener N achahm ung von G lasfacetten; B ronzeteller ; Bronzekelle und Sieb ; 4 Tongefäße;Silberfibel; G oldfingerring m it Gemme ; Silberschnalle ; 1 Paarsilberner N ietsporen ; 3 silberne Pfeilspitzen ; B ronzenadel ;Kam m m it gewölbter G riffplatte ; G lask u g el; Aureus :Tetricus (270-273). - Schulz 1953, Tab. 5 : 2 ; Eggers 1951,N um . 1536.K örpergrab 1 (1926) ; M aße 2,8 X 2 m N -S. - Scherben einesentfärbten Glasbechers m it O valfacetten und R andrillen, niedrigeForm . - Beigaben : T erra sigillata-Schale ; 3 TongelalTe,davon eine Fußschale m it eingeglätteten W ellen und W inkelornament, scheibengedreht ebenso wie eine Fußschale, handgemachtein T o p f ; silberne Zweirollenfibel ; Silbersporenpaar ;2 silberne Pfeilspitzen ; Bronzeschnalle ; K am m m it hochgewölbterG riffplatte. - Schulz 1953, Tab. 1 1 :2 , Fig. 27 ; Eggers1951, N um . 1537.K örpergrab 3 (1926) ; H olzkam m er 2,6 X 2,4 m ; SkelettresteN N W -SSO . — 3 Glasbecher ; nur ein Becher erhalten, entfärbtesGlas, reicher Schliffdekor m it Facetten und Zwischenfeldmustern, H . 10,5 cm. - Beigaben : Silberbecher m it getriebenerFacettierung ; Bronzeteller ; Bronzeschüssel ; verzinnterB ronzegußteller ; Bronzekelle und Sieb ; 7 Tongefäße, davon6 D rehscheibenarbeit einschließlich 1 Faltenbecher, 1 handgemachterK u m p f; H olztablett ; Beinkästchen ; Silberlöffel;Silbersporenpaar ; Schnallen und Riem enzungen ; 2 silbernePfeilspitzen ; Bronzering ; Bronzenadel ; hölzernes Spielbrettm it 59 Glasspielsteinen, davon 27 schwarz, 30 weiß. - Schulz1953, Tab. 25 : 2 ; Eggers 1951, Num . 1539 ; Frem ersdorf 1967,Tab. 60.. 90. H aßleben, Kr. W eim ar, Bez. E rfu rt•K örpergrab 8 (1912), das sogenannte F ü rstengrab; gestufteG rabanlage 3 X 3 m in 3 m Tiefe, eigentlicher B estattungsraum3 X 1,9 m ; Skelett in Rückenlage N -S, etw a 30jährigeFrau m it künstlich deform iertem Schädel. - „7 Gläser, vondenen aber nur 2 hohe Schalen gerettet w erden konnten, einGlas völlig zu Streusand zerfallen“ (M öller 1913, Pag. 574) ;beide erhaltenen Gläser sind d ü n n w a n d ig ; eine Schale istgeriffelt, die andere facettiert m it O valen und zusätzlich verziertm it eingeschliffenen A rkadenbögen. - Beigaben : H em ­m oorer Eim er ; Bronzebecken ; bronzene Fußschale ; B ronzekelleund Sieb m it ruderförm igem Griff ; römische K ragen­Ausgußschüssel ; 2 H olzeim er m it Bronzebeschlägen ; 7 T ongefäße,teilweise scheibengedreht incl. 1 Faltenbecher ; goldenerH alsring m it Schlüssellochöse ; G oldfingerring m it A lm andin ;1 P aar silbervergoldeter Scheibenfibeln m it B ernsteinauflage ;goldene Zw eirollenfibeln ; 3 goldene granulierte K orbanhänger; 5 goldene und 4 silberne axtförm ige A nhänger ; 4 silberneEim eranhänger ; 2 große goldene Filigrankopfnadeln ; großerplastisch verzierter Bernsteinanhänger m it silberner T rag v o r­richtung ; B ernsteinperlen und -berlocks ; Glasperlen, darunterkubooktaedrisch geform te ; Silberlöffel ; silberne Schnallen,Riem enzungen, G eräte (Messer), N adeln und K leinschm uck;K nochennadeln; * K am m m it hochgewölbter G riffplatte ;3 gelochte A urei : H adrian (117-138) und 2 A ntoninus Pius(138-161) ; als Obolus 1 Aureus : Gallienus (253-268). - M öller1913 ; Schulz 1933, Tab. 20 : 1-2 ; Eggers 1951, N um . 1635(nur 3 Glasschalen genannt) ; Frem ersdorf 1967, Tab. 54.•K ö rp erg rab 18 (1912) ; G rab eines Säuglings; sehr tiefe G rabanlage; G oldplättchen im M unde. - N iedriger Glasbecher mitLinearschliff und B odenfacetten ; e n tfä rb t; dünnw andig. -Beigaben : 6 Tongefäße incl. Drehscheibenware ; 3 goldeneE im eran h änger; 1 Glasperle. - Schulz 1933, Tab. 20 : 3 ;Eggers 1951, N um . 1636.• K örpergrab (1931); M aße 3,85 X 2,4 m N -S. — 2 Glasbecherm it Linear- und Facettschliff. - Beigaben : 5 Tongefäße, davon3 gedreht, 1 Faltenbecher, 1 N a p f ; B ronzefibel; B ronzeschnalle; 2 goldene Eim eranhänger ; 1 G oldröhrchen mitKapsel ; als Obolus 1 Aureus : C ornelius Laelianus (268) ;Kam m m it gewölbter G riffplatte. - Schulz 1933, Pag. 51(N achtrag) ; Frem ersdorf 1967, Tab. 58 (unter G rabbezeichnung21).91. Freienbessineen, K r. Sondershausen, Bez. E rfu rtK örpergrab (1940) unter einer großen S te in p la tte ; N -S. -Fragm ent einer Glasschale mit schwachen Seitenrippen. - Beigaben: tordierter silberner ng m it Schlüssellochöse;I P aar silbervergoldeter Schsibenfib&ln,; ^ Silberfibel ; 2 Silbernadeln; 12 kleine blaue G lasperlen. - Grim m 19"l0, Tab. 62 :5 ; Eggers 1951, N um . 1498.92. Burgsdorf, K r. Eisleben, Bez. H alleÄ lterer Fund, vermutlich aus zerstörtem K örpergrab. - G las­184


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenschale m it geriffelten Bodenrippen. —Schulz 1953, Tab. 36 : 2 ;Eggers 1951, N um . 14S5 (nennt ein zweites Glas dazu).93. Ehringsdorf, K r. W eim ar, Bez. E rfu rtB randgrab m it Scherben einer farblosen Rippenschale. -B arthel 1964, Tab. 75 : 4."• 94. W ansleben, K r. Eisleben, Bez. H alleK örpergrab 3 (1897), zerstörte G räber in einer Tongrube,Inventare nicht wirklich gesichert. - Konischer Facettschliffbecherm it Spitzovalen und L inearschliff; starkw andig ; hellgrün; H . 15 cm. - Begleitfunde : 7 Tongefäße, davon 4 D rehscheibenware; bronzene Bügelknopffibel. - M ötefindt 1911,Tab. 9 : 9 ; Schmidt 1962, Fig. 5 : 5, Tab. 43 : 6 ; Eggers 1951,Num . 1586 (m it vermischtem Inventar, als ein G rabfund bezeichnet).• 95. Kostitz, Kr. Pößneck, Bez. Gera..................... 1K örpergrab (1903) m it K a lE teu fp latten abgedeckt. - SpitzkonischerFacettschliffbecher m it 2 R andrillen und 2 Spitzfacettenreihenm it Zw ischenschliffdekor; d u n k elg rü n ; H .21 cm ; Rdm. 7 cm. - Beigaben : 3 G oldnadeln ; Solidus :H onorius (395-423). - M ötefindt 1911, Tab. 9 : 8 ; Schmidt1961, F ig v i : A.• 96. A ltendorf, Ldkr. Bamberg, O berfrankenB randgrab 37 m it Bruchstücken eines spitzkonischen Facettschliffbechers,starkw andig, olivgrün ; zugehörig : kleine T onscherbe.- U npubliziert ; M itteilung von C hr. Pescheck.• 97. Frankfurt-E bel, HessenK örpergrab. - H oher spitzkonischer Facettschliffbecher m itR andlinien und m ehreren Reihen spitzovaler F a c etten ; grünlich.3 weitere Glasgefäße, darunter eine zylindrische Glasamphore.- Beigaben : Spatha ; Schildbuckel; Lanzenspitze ;P feilsp itze; M esser; B ügelknopffibel; kerbschnittverzierteBronzebeschläge ; silberner F in g errin g ; K am m rest; 9 T ongefäße,darunter glatte und rädchenverzierte T erra sigillata,T erra nigra-Schüsseln, 1 w eißbem alter Rotfirniskrug, 1 K rugmit K leeblattm ündung, handgem achte Tonware. - Schleiermacher1951, Tab. 6 : 16.98. K refeld-G ellep, N ordrhein-W estfalenK örpergrab 3042. - H oher Facettschliffbecher Typ K ow alkm it 3 O valfacettreihen, 1 Reihe R undfacetten und Bodenfacette; 2 eingeschliffene Rillen unterhalb des R a n d es; gelbgrün(Fig. 79). W eiterhin eine grünliche Glasschale m it vertikalgeriffeltem U nterteil. - Beigaben : 11 Tongefäße ; Eisenmesser.- Mus. Krefeld. - Pirling 1967, Fig. 4 : 2, Tab. 8 : 3.• 99. A ltenw alde, Kr. Land H adeln, NiedersachsenBrandgrab 2 7 ; U rnengrab. - Scherben einer w eitm ündigenstarkw andigen Glasschale m it Spitzovalfacetten ; 2 R andlinien; H . 6 cm ; Rdm . 14 cm ; gelb-grünliches Glas m it eingeschlossenenL uftbläschen; am Boden Kreuzschliff. - Mus.H annover Num . 8024. — W aller 1957, Tab. 4 ; La Baume1971, Tab. 1 0 :3 .• 100. G rabow, Kr. Ludwigslust, Bez. SchwerinK örpergrab (1839). — D ünnw andige Facettschliffschale, entfärbt.- Beigaben : H em m oorer Eimer ; Bronzekelle und Siebm it ruderförm igem Griff ; goldener K olbenenden-A rm ring;1 P aar silberner N ietsporen ; 1 Schildfibel aus Silber. Fundzusammenhangnicht wirklich gesichert. - Mus. Schwerin. - Lisch1870, Pag. 99 ; Eggers 1951, N um . 866 ; Schach-Dörges 1970,Pag. 176.. 101. H även (Langen Jarchow ), K r. Sternberg, Bez. SchwerinK örpergrab 1 (1868) ; Bestattung N -S, 1,7 m tief, m it schwerenSteinen bedeckt. - D ünnw andige Facettschliffschale ; e n tfä rb t;LFig. 79 K refeld-G ellep 3042 [98]. — Nach Pirling 1967,Fig. 4.H . 5 ,7 c m ; Rdm . 11cm . - Beigaben: 2 H em m oorer E im er;steilwandiges Bronzebecken ; Bronzekelle und Sieb m it ru d erförmigemGriff ; Bronzemesser ; Bronzeschere ; silberne A rm ­brustfibel. - Mus. Schwerin. - Lisch 1870, Tab. 2 : 20 ; Eggers1951, N um . 876 ; Inventaria Arch. D 47, 1958 (E. Schuldt) ;Schach-Dörges 1970, Tab. 82 : 2.K örpergrab 7 (1872) ; Skelett in Rückenlage N -S, m it Steinpackung.- D ünnw andige Facettschliffschale ; entfärbt. - Beigaben: H em m oorer Eim er ; Bronzekelle und Sieb m it ruderförmigemGriff ; Bronzekessel m it dreieckigen H enkelattaschen; silbervergoldete H akenkreuz-Scheibenfibel; silberneScheibenfibel m it Goldpreßblech ; Silberring ; Silberbeschlag ;B ronzem esser; B ronzeschere; Kam m m it gewölbter G riffplatte; 8 Bernsteinberlocks und 2 Bernsteinperlen ; einigeGlasperlen, darunter 1 kubooktaedrische blaue Perle. - Mus.Schwerin. - Lisch 1872, Pag. 211 Num . 5 ; Eggers 1951, Num .880 ; Schach-Dörges 1970, Tab. 90 : 3.K örpergrab 12 (1968); H olzkam m er 2,3 X 1,4 m in 2,1mTiefe ; Skelett in Rückenlage N -S im W estteil, Beigaben imOstteil. - Grünlicher Glasbecher, glockenförmig ; um laufendedoppelte Zierrillen ; Bodendelle ; H . 10,2 cm. - Beigaben :3 Tongefäße, davon 1 Schale Drehscheibenware ; 1 Paar bronzenerN ietsp o ren ; 3 bronzene Pfeilspitzen ; 1 Bronzefibelm it verbreitertem Fuß ; 2 B ronzeschnallen; Kam m m it gewölbter G riffplatte ; H olzteller ; Holzkästchen m it bronzenerK ram pe. - Mus. Schwerin. - Schuldt 1969, Tab. 28 : a.K örpergrab (1971) ; H olzkam m er m it K inderbestattung. -Glasbecher m it R und- und Spitzovalfacetten ; entfärbt. - Beigaben: H o lzeim er; 2 Tongefäße (Knopfhenkelschale undKum pf) ; Silberfibel m it festem N adelhalter ; 2 Bronzeschnal-185


A cta p raeh isto rica e t archaeologica 3 (1972)le n ; 2 bronzene Pfeilspitzen. - Mus. Schwerin. - Schuldt1972, Pag. 170, Tab. 32 : a.V. D änem ark102. D ankirke, Vester Vedsted sn., Ribe am t, Jü tlan dSiedlungsgrabung (1964). - Scherben dickw andiger Facettschliffgläser,gelbgrün, m it O valen. W eiterhin konische Becherm it Fadenauflage (5. Jahrh.), darunter ein blaues Glas. -Mus. Esbjerg und Kopenhagen. - Thom sen 1965, Pag. 15 ;Thorvildsen 1972.103. H erredsbjerget, Vilslev sn., Ribe amt, Jü tlan dSiedlungsgrabung (1958). - Randscherbe eines dickw andigenFacettschliffglases. - Mus. Esbjerg. - Thomsen 1965, Pag. 15.* 104. R ädved, H ansted sn., Voer hd., Skanderborg am t, Jü tlan dK örpergrab (1926) ; G rabgrube 3,4 m lang, 1,55 m tief, O-W ,Abdeckung m it großen Steinen. - N iedrige Facettschale, starkwa n d ig ; breite R andlinie, 1 Reihe O vale, 1 Reihe R undfacetten,Bodenfacette ; klar, gelbgrünlich ; H . 4,3 cm ; Rdm .8,2 cm. - Beigaben : Spatha m it H olzresten der Scheide;Schildbuckel; M esser; K am m reste; 2 Tongefäße, davon1 H enkelgefäß ; H olzreste einer "Riste. - Mus. K openhagenC 19 673. - Broholm 1960, Fig. 126 ; Eggers 1951, N um . 45 ;Ekholm 1956 - I, Fig. 2 : g ; Ekholm 1965, N um . 21.105. V rangstrup, G ranslev sn., H oulbjerg hd., V iborg am t, J ü t­landK örpergrab 5 (1938); W -O, 2,7 X 1,6 m. - H albkugelförm i­ger Glasbecher m it O valfacetten zwischen L inearnetzschliff;unter dem R and eine Schliffrille; entfärbt, klar, Bruchkantenm it gelblichem Farbschimmer ; H . ca. 10 cm ; Rdm . ca. 11,5 cm ;aus vielen Scherben zusammengesetzt und ergänzt. Ein 2. Glasvöllig zerfallen. - Beigaben : H olzeim er m it Bronzebeschlägen; 3 T o n g efäße; silbervergolJete Preßblechbeschläge;2 G oldfingerringe; G oldnadel ; Eisenm esser; G lasperlen. -Mus. Kopenhagen C 23 603. - Broholm 1953, Pag. 66 ; Eggers1951, N um . 82 ; E kholm 1965, N um . 22.— 106. H vornum , O nsild hd., R anders am t, Jütlan dG rabfund (1897) in einem H ü g e l; als zugehörig genannt nurnoch ein Eisengegenstand. - Braungelber Facettschliffbecherm it 2 R andriefen, 2 O valreihen, 2 Reihen R undfacetten,Bodenfacette ; H . 10,2 cm ; Rdm . 7,2 cm ; außer Randbeschädigungund Sprung ganz erhalten. - Mus. K openhagen C 8986.- Eggers 1951, N um . 35 ; Ekholm 1956 - III, Fig. 5-: a ; Ekholm1965, Num . 44.* 107. L undergaard, Jetsm ark sn., H vetbo hd., H jörring amt,N ordjütlandK örpergrab (1882) ; keine näheren Fundangaben. - Bodenrippen-Glasschale; sta rk w an d ig ; R andlippe ; 7 geriffelteB odenrippen ; Bodenm itte aufgew ölbt, m it A briß ; H . 7,4 cm ;Rdm . 10,3 cm ; klar, grünlich; schräg verlaufende Form spurenm it Luftbläschen-Einschlüssen ; außer einem Sprung ganz erhalten(Fig. 10). - B eigaben: H erpm porer E im er; kleinerH glzeiipw m it Bronzebeschlägen ; 2 Tongefäße m it H e n k e l;4 bronzene Stegbeschläge ; 2 bronzene Blechzwingen m it eingehängtenRingen ; 1 B ronzering. - Mus. A alborg N um . 4105 c.- Eggers 1951, N um . 47 ; Ekholm 1965, Pag. 26, N um . 1.108. K illerup, Frue sn., Odense amt, FünenG rabfund (1810) in einem H ügel. - Starkw andiger F acett-'schliffbecher m it 2 tiefen R illen unterhalb des Randes,2 Reihen zu je 6 großen O valfacetten m it Zwischenfeld-Facettschliff ; geschliffene Standfläche; H . 13,6 cm ; Rdm.1 1 ,6 cm ; Glasmasse klar, gelbgrün; großer Spannungsriß,sonst ganz erhalten (Fig. 80). - Mus. K openhagen N um . 727.- A ntiqv. A nnaler 2, 1815, 347, N um . 426 ; A nnaler forN ordisk O ldkyndighed 1844-45, Tab. 12 : 110 ; E ngelhardt1871, Pag. 447, N um . 26 ; Ekholm 1936 - II, Fig. 1 ; Eggers1951, N um . 109 ; B roholm 1960, Fig. 127 ; Frem ersdorf 1967,Tab. 53 ; Albrectsen 1968, Tab. 72 : c.* 109. H aagerup, B rahetrolleborg sn., Sallinge hd., Svendborgamt, FünenK örpergrab (1932) ; G rabgrube 2,5 m lang, Tiefe 2 m ; B estattungS-N , m it 6 großen Steinen um setzt und großem Decksteinim S ü d te il; Reste einer H olzkam m er ; G efäßbeigaben amFußende. - Zylindrische Facettschliffschale, e n tfä rb t; H . 7 cm ;Rdm . 10,5 c m ; Glas m it leicht gelbgrünem G lanz ; ganz erhalten.- Beigaben : Silberschale m it getriebener Facetten-Fig. 80 K illerup [108].186


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenim itation ; 2 Bronzekessel ; H olzeim er m it Bronzebeschlägen ;2 Tongefäße ; Bronzekelle und Sieb m it ruderförm igem Griff ;Silberlöffel ; Goldfingerring m it Gemme ; G oldspirale ; kleinerSilberring ; silberne Pinzette und O hrlöff eichen ; 2 silberneRiem enzungen ; 1 bronzene Riem enzunge ; Kam m m it gg,~w ölbter G riffplatte ; eiserne N ägel ; als Obolus D enar :Aelius (136-138). - Mus. Kopenhagen C 23 252. -^E ggers1951, Num . 102 ; Broholm 1952,_ Fig; 7 ; Brojjolm .I960, »Fig.129; Ekholm 1965, Pag. 18, N um . 23 ; Frem ersdorf 1967,Tab. 79 ; Albrecwen 1968^ Tab. 24 : b.«110. M ollegardsm ark, Svendborg amt, FünenK örpergrab 788 ; in 0,9 m Tiefe ; SSW -N N O . - GlasschaleFig. 81 H im lingoje IV [112].m it aufgetriebenem Rand, gleichfarbiger Spiralfadenauflageund eingedelltem Boden m it A briß ; grünlich-klar ; H . 7,4 cm ;Rdm. 9,2 cm. - Beigaben : 4 Tongefäße ; 2 Silberfibeln ; goldenerSpiralfingerring ; ovale Eisenschnalle ; 'M esser. - Mus.Odense Num . 10 418. —Albrect


A cta p raeh isto rica et archaeologica 3 (1972)S ydvestFig. 822— 15.V arpelev A [113]. — Nach Engelhardt 1877, Fig.und 6 R eihen W aben- und R undfacetten ; H . 20 cm ; Rdm .12,7 c m ; gelbgrünlich-transparent. Als drittes Glas eine H o h l­spindel. W eiterhin dickwandige Glascherben. - Beigaben : blaueGlasschale m it Silberm ontur, Ringgriffen und griechischemBuchstabenfries ; H olzeim er m it Bronzebeschlägen ; Silberbeschlägefür H olzgefäße oder T rinkhörner ; goldener A rm reifm it übergreifenden verzierten Enden ; G oldnadel m it D oppelspiralkopf; 2 Goldfingerringe ; 3, silberne Schnallen, Gegenbeschlägund Riem enzunge ; Kamm m it gewölbter G riffplatte ;Spielsteine, aus Knochen geschnitzt; ^Aureus : Probus (276-278),m it Tragöse. - Mus. K openhagen C 3069 (kleiner Facettbecher)und C 3070 (großer Facettbecher). -.E n g e lh a rd t 1877,Pag. 355, Fig. 11-12 ; M üller [ $ . ) 1888-95, Tab. 21 : 330-331 ;Eggers 1951, N um . 241 ; Ekholm 1956 - I, Fig. 2 : h ; Broholm1960, Farbtafel 4 ; Ekholm 1965, N um . 27 und 49 ; Frem ersdorf1967, Tab. 36 : 1 und 50.114. B arup, H eilested sn., Stevns hd., P raesta amt, SeelandK örpergrab 1 (1955). - Bodenrippenschale m it 7 geriffeltenR ippen ; H . 7,5 cm ; Rdm . 8,5-9 cm ; grünlich-transparent. -Mus. Kopenhagen. - U npubliziert.115. Skerringen, Store H eddinge sn., Stevns hd., Praesto amt,SeelandK örpergrab (1859) ; m ehrere G räber beim Sandgraben aufeinem natürlichen H ügel zerstört. - E n tfärb ter halbkugelförm i­ger Facettschliffbecher m it O val- und R undfacetten undLinearschliff ; H . 9,5 cm ; Rdm . 11,8 cm. - Beigaben : 3 B ronzefibeln; Glasperlen ; Tongefäß. - Mus. K openhagen N um .18 365. - E ngelhardt 1871, Pag. 447, N um . 21 ; Eggers 1951,Num . 211 ; Ekholm 1965, N um . 24.* 116. H o jrup, Stevns hd., Praesto amt, SeelandK örpergrab (um 1840) ; beim Sandgraben au f einem n a tü r­lichen H ügel m ehrere K örpergräber z e rs tö rt; dabei fandensich 3 gleichartige Facettschliffbecher, von denen nur einererhalten ist. - H oher Facettschliffbecher m it 1 Randschliffrille,3 O valreihen, 1 Reihe R undfacetten und B o d enfacette; H .11 cm ; g elbgrün-transparent; bis auf eine kleine R andscharteunversehrt (Fig. 83 links). - Zugehörige Restbeigaben : G oldfingerring; Silbernadel m it dreikantigem profilierten K opf ;Glas- und Bernsteinperlen. - Mus. K openhagen N um . 8906. -A ntiqv. Tidskr. 1843-45, Pag. 237 ; jin g e lh ard t 1871, Pag. 447,Num . 22-24 ; Eggers 1951, Num . 180; Ekholm 1965, Num .46-48.Ein zw eiter Facettschliffbecher des gleichen Typs ist nur frag ­mentarisch erhalten (Fig. 83 rechts). - Zugehörig : Goldfingerring,Glas- und B ernstein-Perlenketten, Tonscherben. - Mus.Kopenhagen N um . 11 024.*117. Greve, K ebenhavns amt, SeelandK örpergrab. - Scherben einer Bodenrippenschale m it geriffelten


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenRippen. - Beigaben : H olzeim er m it Bronzebeschlägen ; Tongefäßscherben; 2 Goldfingerringe ; Kam m reste ; Goldblechbeschlag.- Mus. K openhagen C 9494. - Eggers 1951, Num .166 ; Ekholm 1965, Pag. 27, Num . 4.118. 0 rslev, B ringstrup sn., Ringsted hd., Sorö amt, SeelandG rabfund (1889) beim Sandgraben. - H oher Facettschliffbecherm it breiter R andrille, 3 O valreihen, 1 Reihe R undfacetten undBodenfacette ; zusätzlich um die Bodenfacette laufend kleineS pitzovalfacetten; H . 1 3 ,7 cm ; Rdm . 1 1 ,8 cm ; gelbgrünlichtransparent; unversehrt. - Keine Beigaben bekannt. - Mus.K openhagen C 17 997. - Eggers 1951, Num . 198 ; Ekholm1956 - I, Fig. 6 : g ; Broholm 1960, Fig. 121 ; Ekholm 1965,Num . 51 ; Frem ersdorf 1967, Tab. 37 : 2 (unter Bezeichnung„Gislev").• 119. Alsted, Sorö am t, SeelandH ügel m it K örpergrab (vor 1820). - Bodenrippenschale mit6 geriffelten Rippen ; Bodendelle m it A briß ; schief aufgetriebenerR and ; H . 7 cm ; Rdm . 9 cm ; grünlich, m it schräglaufendenFormschlieren (Fig. 49, Farbtafel Pag. 122, Fig. a). -Beigaben : ygm m oorer Eimer ; weitere Glasscherben. - Mus.K openhagen N um . C C L X X X IV . - C. J. Thomsen in : A ntiqv.A nnaler 3, 1820, Pag. 407; ^ n n a ler for N ordisk O ldkyndighed1844-45, Tab. 1 2 :1 1 2 ; Engelhardt 1871, Pag. 446,Num . 7-8 ; Eggers 1951, N um . 153 ; Broholm I960, Fig. 141(unter Bezeichnung „„V edsted“) ; Ekholm 1965, Pag. 26,Num . 2 (unter Bezeichnung „Velsted M olle").• 120. Sigersted, Ringsted hd., Sorö amt, SeelandKörpergrab (1932). - 2 halbkugelförm ige Facettschliffbecher ;e n tfä rb t; m it gelbgrünlichem Schimmer ; ein Glas m it 3 ReihenO val- und R undfacetten, H . 11 cm ; Rdm . 13 cm ; das zweiteGlas m it Rautenschliffmuster, abwechselnd m it einer O v alfacetteoder Kreuzschraffur gefüllt, Schliff rillen und Spitzovaleauf dem U nterteil, H . 10,6 cm, Rdm . 1 1 c m ; beideGläser relativ dünnw andig, zerbrochen und wieder zusam m engefügt.- Beigaben : H olzeim er m it Bronzebeschlägen ; 5 G oldfingerringe; 1 B ro n zerin g ; Goldblechbeschlag ; bronzener A n­hänger ; 46 Glasspielsteine, je 23 schwarze und weiße. —Mus.K openhagen Num . 22 218-19. - Broholm 1944, Fig. 5-6 ;Eggers 1951, N um . 205 ; Broholm 1960, Fig. 123-124 ; Ekholm1965, Num . 32-33.* 121. N yrup, H ajb y sn., Ods hd., H olbaek amt, SeelandK örpergrab (1875) m it Steinsetzung; N - S ; westlich nebendem K opf Glasbecher. - Konischer Facettschliffbecher m it2 kräftigen R andrillen, 2 Reihen lose gestellter Spitzovalfacetten,1 Reihe T ropfenfacetten in Bodennähe, runde Bodenfacette; H . 14,8 cm ; Rdm . 9 cm ; starkw andig ; hell gelbgrünlich,klare Glasmasse ; oberflächliche Stauchfäden der A usformung ; unversehrt (Fig. 38). - Beigaben : ^ o lz e im e r m itB ronzebeschlägen; Tongefäßscherben; ^Sjjberblechfibel m itrechteckiger K opfplatte und rhombisch verbreitertem F u ß ;bronzene H akenkreuz-Scheibenfibel; ^l_Paar Bronzefibeln mitVerbindungskette ; ^1 Bronzefibel m it spitz zulaufendem Fuß ;große Silbernadel m it G oldblech-Hängeschm uck; 2 G oldspiralen; 738 G lasp erlen; 484 B ernsteinperlen; 2 D enare :C onstantinus Magnus (307-337) ; Solidus : Flavius Julius Constans(337-350) m it Ringeinfassung und Tragöse. - Mus. K openhagenC 1990. - Engelhardt 1877 ; Ekholm 1936 - I, Fig. 8 ;Fig. 83 H ajru p [1161.189


A cta p raeh isto rica et archaeologica 3 (1972)Eggers 1951, Num . 197 ; N orling-C hristensen 1956, Fig. 26 bis27 ; Broholm 1960, Fig. 122 ; Ekholm 1965, N um . 53.122. M erlosegaard, T ostrup sn., Merlose hd., H olbaek amt,SeelandK örpergrab (1846). - H oher Facettschliffbecher m it 4 ReihenO val- und R undfacetten, ungleichmäßig gestellt ; M ündungsfurchespiralig, nicht geschlossen ; H . 10,5 cm ; starkw andig ;gelbgrün-transparent. - Z u g eh ö rig : 1 goldener Spiralfingerring.- Mus. K openhagen N um . 9414. - W orsaae 1859, Fig.318 ; Eggers 1951, N um . 190 ; Ekholm 1965, N um . 52.123. Kobbeaa (N orre Sandegaard), 0 s te r hd., BornholmK örpergrab 31 (1888) ; Steinkreissetzung m it 2 übereinanderliegendenK örperbestattungen N -S in 0,6 m Tiefe. - N iedrigerFacettschliffbecher m it 2 R andlinien, 1 O valreihe, 1 ReiheR undfacetten und Bodenfacette ; H . 7,5 cm ; R dm . 8,5 cm ;entfärbt, m it gelbgrünem G la n z ; aus Scherben w ieder z u ­sammengesetzt. - Beigaben : kleines T ongefäß m it A usgußhenkel; Eisenmesser. - Mus. K openhagen C 6339. - Vedel1897, Pag. 142, Fig. 46 ; Eggers 1951, N um . 292 ; Broholm1960, Fig. 125 ; Ekholm 1965, N um . 34.* 124. Slusegärd, Pedersker sn., Bornholms S0nder-hd., BornholmK örpergrab (1958) ; Steinkreissetzung m it zentraler G rabanlage; H olzkam m er m it rechteckiger Steinsetzung 3,5 X I mund schwerem Deckstein in 0,8 m Tiefe ; Skelettreste N N O -S S W ; Schild über den Beinen ; Geschirrbeigaben im N ordteil.- 2 Fußschalen m it verdicktem R and und schräg verlaufendeneingeschmolzenen weißen F a rb b ä n d ern ; Glas grünlich-transparent.- Beigaben : Schwert m it rundem Scheidenendbeschlag,zugehörig Lederriem en m it bronzener Ö senscheibe; H o lz ­schild m it Bronzerandbeschlägen und E isenbuckel; 2 langeSpeerspitzen, davon eine m it W iderhaken ; Bronzekelle undSieb m it ruderförm igem G riff; 1 großes Tongefäß und 3 kleineG efäße ; Bronzeschnalle m it rechteckigem Beschläg ; goldenerSpiralfingerring. - Mus. Kopenhagen, Journal 960/58. -K lindt-Jensen 1959, Farbtafel.125. B aunegaard, Pedersker sn., Sonder hd., BornholmH ügel 11 m it 2 K örpergräbern (1884) ; das untere K örpergrab12 m it Glasbecher. - Bodenrippenschale m it R andlippe, 8 glatteRippen, Bodendelle m it A briß ; H . 6,5 cm ; Rdm . 9,1 cm ;grünlich. - Beigaben : T ongefäß m it H enkel, verziert m itS p arren fries; Bronzeschnalle m it rechteckigem Beschläg ; bronzene.Riem enzunge. - Mus. K openhagen C 5263. - Vedel1886, Pag. 355, Fig. 298 ; Eggers 1951, N um . 267 b ; Ekholm1956 - I, Fig. 3 : c ; K lindt-Jensen 1957, Fig. 59 ; Ekholm1965, Pag. 27, N um . 5 .* ^126. Slamrebjerg, Bodilsker sn., Sonder hd., BornholmB randgrab 46 (um 1880) ; Brandgrube. - Fragm ent einerBodenrippenschale ; geriffelte Rippen. - Beigaben : B ronzebecken,g e w ellt; Scherben von 4 Tongefäßen ; S ilb ern adel;6 G oldperlen, 1 Bronzeperle. - Mus. Kopenhagen C 4650.- V e ­del 1886, Pag. 349 ; Eggers 1951, N um . 301 ; E kholm 1965,Pag. 27, N um . 6.VI. Schweden ~c■127. V ästra Alstad, Skytts hd., SkäneK örpergrab (1876). - Fragm ent einer Bodenrippenschale ;7 glatte schwache R ippen ; Bodendelle m it A briß ; H . 6,5 cm ;Rdm . 9,4 cm ; schwach grünlich-transparent m it V erunreinigungen; unterhalb des Randes ein um laufender Faden ;Gefäß stellenweise ergänzt. - Beigaben : H olzeim er m it B ronzebeschlägenund E isenhenkel; Scherben eines verzierten T ongefäßes; goldener Spiralfingerring. - Mus. Lund 10 330 b. -Stjernqvist 1955, Tab. 4 2 :1 1 ; Ekholm 1965, Pag. 27,Num . 7.• 128. Dybeck, ö s tr a Vemmenhög hd., SkäneK örpergrab (1904) ; aufgefunden beim Sandgraben in einemnatürlichen H ügel (Tofthög). - H oher starkw andiger F acettschliffbecher; 2 kräftige R andrillen ; die eine H älfte des konischenGefäßes m it langen Spitzovalfacetten, die andere Seitem it kürzeren Spitzovalen in 2 Reihen, die in die Langfacetteneinschneiden; in Bodennähe 1 Reihe tropfenförm iger O v alfac e tte n ; geschliffener B oden; H . 1 6 ,1 cm ; Rdm . 9 ,8 c m ;Glas klar m it m atter Oberfläche, leicht gelbgrünlich ; Facettenp o lie rt; die geschliffenen R andlinien rauh ; unversehrt erh alten(Fig. 40, F arbtafel Pag. 122, Fig. d). - Beigaben : mehrereTongefäße, daru n ter ein K rug m it Ausgußhenkel. - Mus.Stockholm 12 088. - L indqvist 1936, Fig. 146 ; Eggers 1951,N um . 443 („B randgrab“) ; Ekholm 1956 - I, Fig. 6 : f ;Ekholm 1965, N um . 74.129. Borrby, Ingeklads hd., SkaneE inzelfund (1941) ; verm utlich ausgepflügtes K örpergrab. -N iedriger starkw andiger Facettschliffbecher m it 2 R andrillen,1 Reihe großer O vale, 1 Reihe R undfacetten und Bodenfacette; H . 8,8 cm ; Rdm . 8 cm ; dunkel-gelbgrün, tra n s p a re n t;m att-poröse O berfläche; Facetten m it vertikalen Schleifspuren; schräglaufende Form ungsspuren und Schlieren ; außerkleiner R andbeschädigung ganz erhalten (Farbtafel Pag. 122,Fig. b). - Keine zugehörigen Beigaben bekannt. - Mus.Lund 28 690. - Eggers 1951, N um . 441 a ; A lthin 1953, Fig. 1 ;Ekholm 1965, N um . 54.130. Roeshög, H am m enhög sn., SkäneE inzelfund (1860). - Fußschale m it fünffacher Spiralfaden-Auflage unterhalb des R a n d es; H . ca. 9 cm ; Rdm . 10,3 cm ;blau-grünlich, unreines Glas, viele Bläschen ; unvollständig. -Mus. Stockholm 2791 : 325. - Ekholm 1958, Fig. 7 : a.131. Lund, SkäneK örpergrab (1882), aufgefunden in einer Kiesgrube. - Spitzkonischerstarkw andiger Facettschliffbecher; 1 breite R andrille; 4 Facettreihen : oben O vale, daru n ter dichtgestellteO vale, die durch Überschneidung zu W abenfacetten w erden ;zusätzlich parallel zur R andlinie eine horizontale Reihe kleinerS p itzo valfacetten; geschliffener B oden; H . 1 1 ,5 cm ; leichtgrünlich m it gelblichem Schimmer, tra n s p a re n t; zahlreichekleine Spannungsrisse ; G efäß zerbrochen und neu zusam m engefügt(Farbtafel Pag. 122, Fig. e). - Mus. Lund 10 926. -Ekholm 1936 - I, Fig. 5 ; Ekholm 1965, N um . 12.132. U p p äkra, T orna hd., SkäneSiedlungsfund (1968). - Scherben eines starkw andigen Facettschliffbechersm it geschliffener R andrille und A nsatz einerO valfacette, leicht grünlich. - Mus. Lund. - U npubliziert.133. Forestad M oor, Riseberga hd., SkäneM oorfund (1884). - H oher Facettschliffbecher m it geschliffenerdoppelter R andrille, 2 O valfacettreihen, 1 R undfacettreihe ;H . 9,8 cm ; gelbgrün. - Privatsam m lung Schloß K nutstorp,durch Feuer vernichtet. - A lthin 1953, Fig. 2 ; E kholm 1965,N um . 55.134. Y tter Restad, H ä lta sn., BohuslänK örpergrab. - H albkugelige Facettschliffschale m it 2 ReihenR undfacetten und 2 geschliffenen D oppellinien ; gelbgrün. -Beigaben : 2 Tongefäße und weitere Scherben ; Goldfingerring; S ilb errin g ; Bronzeschnalle. - Mus. G öteborg 7070. -Eggers 1951, N um . 494 ; Ekholm 1956 - I, Fig. 4 : b ; Ekholm1965, N um . 35.190


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigaben135. Lilla Gerum , Tanum sn., BohuslänÄ lterer G rabfund (A nkauf 1846). - G roße Randscherbe einesstarkw andigen Facettschliffbechers m it langgezogenen Spitzovalfacettenund Linearschliffmuster in den Zwischenfeldernund unterhalb des R a n d es; entfärbt, im Bruch leicht gelblich.- Mus. Stockholm 1270:509. - Eggers 1951, N um . 471(„B randgrab“)..136. Slädene, K ällands hd., V ästergötlandK örpergrab (1884). - Bodenrippenschale m it R andlippe und9 geriffelten R ippen ; Bodendelle m it A briß ; H . 7 cm ; Rdm.9,8 cm ; klar, grün-gelblich ; unversehrt erhalten. - Beigabennicht gesichert, als eine Fundeinlieferung aber wahrscheinlich :H olzeim er m it Bronzebeschlägen ; Tongefäß. - Mus. Stockholm7578 : 46. - M ontelius 1896, Pag. 248, Fig. 94 ; Alm gren 1908,Fig. 375 ; Eggers 1951, N um . 485 ; Ekholm 1956 - I, Fig. 3 : a ;Ekholm 1965, Pag. 27, N um . 8..137. Södra K vinneby, Stenäsa sn., Ö landK örpergrab (1826) unter runder Steinsetzung. - Fußschalem it Spiralfadenauflage ; von den 5 W indungen sind die unteren3 netzartig zusam m engekniffen; R and aufg etrieben;Boden m it aufgelegtem Fußring und A briß ; H . 9,7 cm ; Rdm.10,7 c m ; klar, grünlich, m it vielen B läschen; unversehrt. -Beigaben : Sphw ert; K leinfunde verloren. - Mus. Stockholm463 : 11. - Alm gren 1908, Fig. 384 ; Stenberger 1933, Fig. 38 ;Eggers 1951, N um . 510 ; Ekholm 1958, Fig. 7 : b.»138. H avor, H ablingbo sn., G otlandB randgrab ; Steinpflaster von 2 m Dm . über Steinplatte m itBrandschüttung von 0,6 m Dm. - Scherben eines starkw andigenFacettschliffbechers m it R andrille und W ab enfacetten ;zusätzlich unter dem R and ein horizontales Band kleinerS pitzo v alfacetten ; grünlich. - B eigaben: Tongefäß, unverzie r t; bronzenes gibelfragm ent m it spitzem Fuß ; 2 G oldfingerringe; jie n k e l, £d^üssel und Schloßfeder von H o lz ­kästchen ; K am m fragm ent; N adel m it profiliertem K o p f ;kubooktaedrische Glasperle. — Mus. Stockholm 8064 : 169. —^ e rm a n 1935, Tab. 5 7 :6 1 4 ; Ekholm 1956 - III, Fig. 5 : i ;Ekholm 1965, Num . 13.139. V allstenarum , V allstena sn., G otlandRöse 19 m it K örpergrab (1880) ; Dm. des Steinhügels 6-7 m ;im Zentrum Steinkiste 2,6 X 0,85 m ; Skelett in RückenlageN-S. - H oher zylindrischer Facettschliffbecher m it eingeschliffenerRille unterhalb des Randes, 3 Reihen O valfacetten und1 Reihe R undfacetten ; rundlicher Boden m it kleiner Facette ;W andung relativ dünn, gleichmäßige Stärke 2-3 mm ; Facettensehr flach geschliffen resp. eingerissen, durch teilweiseV erw itterung kaum erk en n b ar; H . 1 3 c m ; Rdm. 9 ,5 c m ;kräftig gelblich-grün, transparent ; an den Facetträndern kleineSpannungsrisse; schräg verlaufende Form schlieren; bis aufeine Randausbrechung ganz erhalten (Fig. 29-30, 84). -Beigaben : 1 größerer H olzeim er m it Bronzebeschlägen, dabeihalbm ondförm ige ; 2 kleinere H olzeim er m it Bronzebeschlägen; Holzkästchen m it Bronzebeschlägen, Schlüssel und Schloßblech; Silberfibel m it spitz zulaufendem Fuß und Goldfiligranbelägen; kleine silberne Arm brustfibel m it festem N adelhalter; 1 goldener und 1 silberner Fingerring ; 2 kleine Silberdrahtspiralen; ovale Bronzeschnalle m it rechteckigem Beschläg;bronzener Riem enbeschlag; verzierter Kam m m itgewölbter G riffplatte und Bronzenieten ; verzierte Tongefäßscherben.- Mus. Stockholm 6606 : 1. - ^lonteliu s 1896, Fig. 98 ;Gustafson 1905, Fig. 28 ; Alm gren 1908, Fig. 378 ; Alm grenFig. 84 V allstenarum [139].191


A cta p raehisto rica et archaeologica 3 (1972)- N erm an 1923, Tab. 30 : 452, Pag. 94-95, N um . 277 ; Eggers1951, N um . 554 ; Ekholm 1965, N um . 56.140. Kungsgärden, H ög sn., H älsinglandH ügel II m it B randgrab (1954). - Viele kleine und größereBruch- und Schmelzstücke eines dickw andigen Facettschliffbechers;1 Scherbe m it dichtgestellten O valfacetten ; Bodenstückeines spitzkonischen Glasbechers ; klar, m it gelblichemSchimmer. - Mus. Stockholm. - U npubliziert.*141. Högom , Selanger sn., M edelpadG roßhügel m it K örpergrab (1950) ; au f dem H ügelfeld inN ähe des Königshofes Högom m it 4 großen und 8 kleinenH ügeln ; Ausgrabung des N ordhügels 1949-51 ; H ügel-D m .ca. 40 m, H . 4-5 m ; alter Raubschacht bis in 2,5 m Tiefe ;in 3 m Tiefe unter der H ügelkuppe Flachröse m it 19 m Dm.,1,5 m hoch, im Zentrum ein Bautastein, darunter rechteckigeSteinsetzung auf dem N iveau der H ügelso h le; unter demH ügel und der Steinröse Kammerschacht 5 X 2 m, m it R undhölzernum stellt, H olzabdeckung in 1,5 m Tiefe ; die gesamteG rabkam m er w urde von einer Baufirm a eingegipst unden bloc nach Stockholm transportiert (Gewicht 9 Tonnen) ;100 photogram m etrische R öntgenaufnahm en in O riginalgrößeergaben zusammengesetzt ein vollständiges Bild des G rabinventarsvor seiner U ntersuchung; keine Skelettspuren. -2 konische Facettschliffbecher m it gerundetem Facettboden ;Schliffrillen unter dem R and und in Bodennähe ; unter derR andrille ein horizontales Band kleiner Spitzovalfacetten ; einBecher m it 5 Reihen dichtgestellter O valfacetten, der anderem it 4 Reihen sich zu W abenfacetten überschneidender O vale ;grünliches Glas, tra n s p a re n t; beide Becher altrep ariert m itM etallstiften und inneren M etallbeschlägen. - • B eigaben:Schwert m it lederverkleideter Holzscheide, Schwertscheidenmundblechaus Gold m it 3 plangeschliffenen A lm andinen undFiligran, Beschläge silbervergoldet m it N iello -E in lag en; Saxin Holzscüeide ; Schild ; S p e e r; Lanze ; Köcher m it Pfeilspitzen; A x t; Sattel und Pferdegeschirr ; 2 Rindenschachteln,darin die 2 G lasbecher; V estland-K essel; Bronzeschale m itwaagrechtem R and ; H olzeim er m it Eisenbeschlägen; einigeH o lz te lle r; 2 T o n g efäße; Gürtelbeschläge m it eingefaßtemSchleifstein und K am m futteral (Rückenseite) ; Feuerstein ;Silberpinzette ; Eisenmesser ; 12 silbervergoldete R eliefknöpfem it Kerbschnitt (2 Reihen zu je 3 K nöpfen an beidenU nterarm en) ; 12 ähnliche K nöpfe m it einfacher Verzierung(an den Füßen) ; K orbgeflecht; Beutel m it Haselnüssen (amG ürtel) ; 2 Goldfingerringe (an der linken H and). Zeitstellungum 500 ; die Glasbecher sind ältere Stücke. - Mus. Sundsvall.1 - Janson - Selling 1953 ; Ekholm 1956 - I, Fig. 7 : a - b ;Ekholm 1965, N um . 14 und 57, Tab. 4 : 14, 57.VII. N orw egen• 142. Sondre K jorstad, Sor-Fron pgd., G udbrandsdalen, O p-landH ügel m it K örpergrab (1867) ; Steinkiste, Skelettreste N-S. -Fragm ent einer B odenrippenschale; verdickter R and, d arunter1 aufgelegter Faden ; Bodendelle m it A briß ; entfärbtesklares Glas mit hellgrünem Schimmer. - Beigaben : 1 Sylberund1 Bronzefibel m it hohem N adelhalter, 1 Bronzeblechfibelm it rechteckiger K opf- und dreieckiger Fußplatte m itGoldblechauflage ; 3 Goldfingerringe, davon einer m it blauemStein ; 3 kleine Holzeim erchen m it Bronzebeschlägen ; B ronzepinzettem it Ring ; Silbernadel m it vierkantigem O berteil ;Bronze-Nadelbüchse ; Bronzering m it Riemenöse ; B ronzekugel,verziert und d urchbohrt; B ronze-Fußschale; 2 W ebschwerter; Eisenschere; gelochtes Bandeisen ; reichverzierteszylindrisches Tongefäß. - Mus. Oslo C 4161. - A arsberetning1867, Tab. 1 : 9 ; JRygh 1885, Fig. 336, K atalog-N um . 165 ;Boe 1926, N um . 26 ; H ougen 1929, Pag. 120 ; Eggers 1951,N um . 401 ; Ekholm 1965, Pag. 27, N um . 9.• 143. Saetrang, N ordenhov pgd., Ringerike, BuskerudH ügel m it D oppel-K örpergrab (1834); H ügel-D m . 20 m, 4 mhoch ; unter einem E rdm antel sternförm ige Steinpackung mitzentraler G rabkam m er ; in einer kleineren N ebenkam m er Geschirrbeigaben.- 2 Facettschliffbecher aus gelbgrünem Glas,davon nur einer e rh a lte n ; hoher zylindrischer Becher m itR andrille, 4 Reihen kleiner, flüchtig angebrachter O val- undR u n d facetten; Boden gerundet m it F acette; H . 11 c m ; Rdm.6,7 cm. - Beigaben : 4 J^einere H olzeim er zu 2 Paaren, m itB ronzebeschlägen; 1 großer Eibenholzeim er ohne M etallbeschläge; 4 Tongefäße ; S chw ert; 2 Schildbuckel; Lanze ;3 Speerspitzen, davon 2 m it W iderhaken ; bronzener T rinkhorn-Endbeschlag; 2 Bronzefibeln_undiSpiralrest einer 3. Fibe l ;ovale Bronzeschnalle m it scharnierverbundenem rechteckigemBeschläg ; silberblechverkleidetes Beschläg m it blauen Glaseinlagen; versilberte B ronze-A nhänger in Silberringen verbundenm it der G ürtelgarnitur ; 2 Goldfingerringe (verm utlich für denM ann) ; 3 kleinere Goldringe und 2 Silberringe (für die Frau) ;2 Scheren und 4 Messer m it Griffbeschlägen ; über 900 Perlenaus Glas, Mosaikglas und B ern stein ; kleiner Silberanhängerund B ro n zek n o p f; Glasspielsteine, 12 schwarze, 4 w e iß e ;Spinnw irtel. - Mus. Oslo C 625. - A nnaler for N ordiskO ldkyndighed 1836-37, Tab. 4:18; Slom ann 1959, Tab. 9:1;Eggers 1951, N um . 391 ; Ekholm 1965, N um . 60-61.•144. H unstad, H ole sn., Ringerike, BuskerudH ügel m it K örpergrab (1892). - N iedriger Facettschliffbecherm it R andrille und 3 Reihen O val- und R undfacetten ; gerundeterBoden m it kleiner Facette ; H . 8,8 cm ; Rdm . 8,5 cm ;relativ dünnw andig, gelbgrünlich-transparent; unpolierteFacetten ; kleine Verwitterungsrisse. - Beigaben : H olzeim erm it Bronzebeschlägen ; mehrere Tongefäße (nur 1 H enkelgefäßerhalten) ; SiQ^erfibel m it hohem N adelhalter ; B ronzefibel; 1 G old- und 1 Silberfingerring; bronzene Nadelbüchse ;34 Glas-, 7 Bernstein- und 2 bronzene Spiralperlen. — Mus.Oslo C 16 690. - A arsberetning 1892, Pag. 69-71, N um . 49 ;Boe 1926, N um . 35 ; H o u g y j 1929, Fig. 11: a ; B rogger^1929, Fig. 11: a ; Eggers 1951, N um . 361 ; Ekholm 1965,Num . 59.• 145. Tveitane, Tanum sn., Brunlanes pgd., VestfoldH ügel 20 m it K örpergrab (1886); H ügel-D m . 14 m, H .1,6 m ; im Zentrum H olzkiste 3,1 X 0,9 m N O -SW . - Bodenrippenschalem it 7 geriffelten R ip p e n ; verdickter R and ;Bodendelle m it A briß ; H . 9,8 cm ; klar, leicht grünlich, mitm atter Oberfläche ; schräge Form spuren und kleine Spannungsrisse,sonst unversehrt. - Beigaben : H olzeim er m it B ronzebeschlägen; Tongefäß ; H olzgefäß ; S chw ert; Lanze ; Speerspitzem it W iderhaken ; Schildbuckel ; Messer ; bronzeneSchnalle, Beschläge und Riemenzunge. — Mus. Oslo 13 037. -^ arsb eretn in g 1886, Pag. 25-26 ; tip u g en 1924, Fig. 26 (falscheB ild u n terschrift: „G rab 13“) ; Grieg 1943, Pag. 570 ; Eggers1951, N um . 418 ; Ekholm 1965, Pag. 27, N um . 10.H ügel 22 m it K örpergrab (1886) ; O valhügel 12 X 7 m, 1,4 mhoch ; H olzkiste auf Steinsetzung 3 X I m m it SkelettrestenW -O. - H oher Facettschliffbecher m it 2 rauhen R andschlifflinien,4 Reihen unpolierter O val- und R undfacetten,1 schiefe Bodenfacette ; H . 12,2 cm ; W andung relativ dünnm it zunehm ender Stärke im unteren Teil ; klar gelbgrünlich. -Beigaben : ^io lzeim er m it H olzreifen und H arzdichtung ; 3Tongefäße ; Bronzefibel m it dreieckiger K opf- und Fußplatte ;kleiner B ro n zerin g ; Eisenmesser und W ebschw ert; 37 Glasund83 Bernsteinperlen. - Mus. Oslo 13 046. - A arsberetning192


A cta p raehisto rica et archaeologica 3 (1972)migen O v alfacetten ; B odenfacette; H . ca. 18cm; klar, leichtg elb g rü n ; sta rk w an d ig ; unvollständig. - Mus. Oslo 892. -N orske Bygder 2, 1925-27, Pag. 56, Fig. 46 ; Eggers 1951,N um . 323 a ; Ekholm 1965, N um . 83.154. H älan d , N aerbo sn., H aa pgd., R ogalandH ügel m it 2 K örpergräbern (1918-19) in Steinkisten ; G rab II(1919) m it Facettschliffbecher. „H estehaugen“ ist einer vonm ehreren Großhügeln au f erhöhtem Gelände ; Z entralgrab I(1918), m it Schwert, ist älter als das an der H ügel-Südkantegebaute G rab II ; Steinkiste m it 5 D eckplatten, 2,5 X 0,8 mN N O -SS W ; Skelett S-N ; Glasbecher am Fußende in einemTongefäß. - Starkw andiger zylindrischer Facettschliffbecherm it 2 geschliffenen R andriefen, 4 Reihen O val- und R u n d ­facetten, gerundetem Boden m it Facette ; H . 10,5 cm ; Rdm .7,8 cm ; klar, gelbgrün, m it schräglaufenden Form spuren undBläschen ; unversehrt (Fig. 85, Farbtafel Pag. 122, Fig. c). -Beigaben : S ch w ert; Schildbuckel m it eiserner F essel; 2 T ongefäße; Bronzeschnalle ; bronzener R iem enbeschlag; Bleikugel,durchlocht und m it H olzrest. — Mus. Stavanger 4069 : b. —Stavanger Mus. A rbok 1920-21, Pag. 28, Fig. 13 ; O ldtiden 9,1922, Pag. 88-90, N um . 2 ; Ekholm 1936 - I, Fig. 7 ; Eggers1951, N um . 348 ; Ekholm 1965, N um . 66 ; M ollerop 1965,Pag. 131.'1 5 5 . Vestly, Time pgd., R ogalandH ügel 22 m it K örpergrab (1960) ; H ügel-D m . 21 m, H öhe3 m ; seitlich große Steinkam m er m it 5 schweren Decksteinen,M aße 4 X I m , hoch 1 m ; Skelettreste W N W -O SO ; sehrreiche G rabausstattung. - Starkw andiger Facettschliffbecherzylindrischer G rundform m it 2 R andrillen und 3 O valreihen ;in Bodennähe horizontal um laufende kleine Spitzovalfacetten ;B odenfacette; H . 9,5-10 cm ; Rdm . 6 ,7 c m ; transparent gelbgrünlich; m ehrere alte Bruchstellen m it 4 D oppelnietungen,Goldblech-Randbeschlag (Fig. 31). - Beigaben : Bronzekesselvom V estlandtyp ; 2 T o n g efäße; Holzschale ; S ch w ert;Schildbuckel; 2 Speerspitzen ; Köcher und Pfeilspitzen ; Sax ;2 Messer ; Schere ; Schmiedewerkzeug : H am m er, Am boß,Z an g e ; 8 silbervergoldete K erbschnitt-K nöpfe auf Lederresten; G oldfingerring; Bronzepinzette ; Feuerschlagstein. -Zeitstellung Ende 5. Jahrh. (M ollerop : M itte 6. Jahrh.) ; derGlasbecher ist älter und m it Goldblechen repariert, vermutlichsogar vom Besitzer, siehe das Goldschm iedewerkzeug. - Mus.Stavanger 8635 : m. - MoUerop 1960,^Fig. 7.156. Vatshus, Bore sn., K lepp pgd., Jaeren, R ogalandH ügel m it K örpergrab (1863) ; 2 G rabinventare bei der E inlieferungvermischt. - Spitzbecher m it 2 R andrillen, 1 ReiheLangfacetten und 1 Reihe tropfenförm iger O valfacetten überdem Boden ; H . ca. 23 cm ; klar, leicht gelbgrün ; altzerbrochenund durch aufgenietete Beschläge repariert ; unvollständig(Fig. 86). - Mus. Oslo C 3301. - Boe 1926, N um . 170 ; Fett1939, N um . 138-139 ; Ekholm 1965, N um . 86.157. Foyna, T orvastad sn., R ogalandH ügel m it K örpergrab (1929). - Starkw andiger Facettschliffbecherm it geschliffener D oppelrille unter dem R and, 2 ReihenO valfacetten, 1 Reihe R undfacetten in Bodennähe, 1 R u n d ­facette in der Bodenm itte ; H . 9,3 cm ; W andstärke 3-5 mm ;gelbgrün tra n sp a re n t; schrägverlaufende Form spuren ; unvollständig(Fig. 32). - Mus. Stavanger 5123 : a. - Stavanger Mus.Ä rbok 1930-32, Pag. 20 Num . 55 ; Ekholm 1965, N um . 67(andere Inv.-N um ., vermutlich aber dieser G lasfund gemeint).* 158. Ofsthus, Insel Borgundöy, Fjelberg pgd., S0 nder-H ordalandH ügel m it D oppel-K örpergrab (1881) in Steinkiste ; Beigabeeiner Aussteuer von M ann und Frau. - Konischer Facettschliff-Fig. 86 Vatshus [156].becher m it Schliffrillen unterhalb des Randes und in Bodennähe; 3 Reihen enggestellter kleiner O valfacetten ; H . 12 cm ;gelbgrün ; altzerbrochen und zusam m engenietet. - Beigaben :Schildbuckel ; 3 Speerspitzen ; Goldfingerring ; Bronzefibel ;Silberpinzette ; Eisenschnalle ; 2 Silberknöpfe ; Eisennadel ;W ebschwert ; 1 Tierkopf-Silberbeschlag ; 2 Spinnw irtel ; 2 T ongefäße,eines m it H enkel, das andere zylindrisch und reichverziert. - Mus. Bergen 3731. - Shetelig 1912, Fig. 366 ; Björn1929, N um . 148 ; Fett 1939, N um . 215 ; Ekholm 1965,N um . 68.• 159. Sem inariet, Insel Stord, H ord alan dH ügel m it 2 B randgräbern (1870) : B randgrab 1 m it B ronzefibel,B randgrab 2 m it Fragm ent eines Facettschliffbechers(Fig. 41) m it O valfacetten T yp K ow alk, Scherben von 2 T ongefäßenund 9 blauen Glasperlen. - Mus. Bergen 2621. -Lorange 1875, Pag. 76 ; _Shetelig 1912, Pag. 47, Fig. 106 ;Eggers 1951, N um . 396 („H ügel-B randgrab“) ; Ekholm 1965,Num . 69.• 160. H ove, 0 v r e M oer sn., Vik pgd., Sogn og FjordaneH ügel m it K örpergrab in Steinkam m er (um 1845). - K onischerFacettschliffbecher m it 2 R andrillen, 1 Reihe Langfacettenund Linearschliff in den Zwischenfeldern, 1 Reihetropfenförm iger O valfacetten über dem Boden ; geschliffenerBoden ; H . ca. 13,5 cm ; klar, leicht gelbgrünlich ; polierteFacetten, rauhes Linearm uster ; Glas m it vielen Spannungs­194


G ü n te r R auK ö rp erg räb er m it G lasbeigabenrissen, zerbrochen. - Zugehörig : 3 Speer- und Lanzenspitzen,eine m it W iderhaken. - Mus. Bergen 98 ; Fund konnte nichtnachgeprüft werden. - Lorange 1875, Pag. 100, Num . 98 ;Ekholm 1936 - II, Fig. 3 ; Fett 1939, N um . 272 ; Eggers 1951,Num . 384 ; Ekholm 1956 - II, Fig. 6 : g ; Ekholm 1965,N um . 94.161. Eide, H ove sn., Selje pgd., Sogn og FjordaneH ügel m it K örpergrab (1866). - Facettschliffbecher zylindrischerG rundform T yp K ow alk m it 2 R andrillen, 4 ReihenO val- und R undfacetten und 1 Bodenfacette ; H . ca. 10 cm ;klar, gelbgrün ; Facetten flach und rauh, unsorgfältig aufgereiht; schräge Form spuren und B läschen; ganz erhalten. -Beigaben : Schwertknauf. - Mus. Bergen 1840 ; Fundkom plexkonnte nicht nachgeprüft werden. - Lorange 1875, Pag. 104;Eggers 1951, N um . 327 a ; Ekholm 1956 - II, Fig. 6 : h ;Ekholm 1965, N um . 70.162. Bremsnes, Kvernes pgd., Insel A veröya, Moere ogRom sdalSteinhügel m it B randgrab (1673). - H oher konischer Facettschliffbecherm it 4 durch Schliffrillen -getrennten Facettenreihen: oben kleine Spitzovale, darunter O valfacetten, folgendwieder Spitzovalfacetten und R undfacetten über dem Boden ;H . 16,5 cm ; transparent gelbgrünlich. - Beigaben verschollen,zugehörig w aren ein Bronzegefäß und ein goldener Spiralarm ­ring. - Mus. K openhagen 8297. - A ntiqv. Tidskr. 1843-45,Pag. 114, 131 ; A nnaler for N ordisk O ldkyndighed 1844-45,Tab. 12 : 108 ; A arsberetning 1857, Tab. 2:10; R ygh 1885,Fig. 335 ; G ustafson 1906, Fig. 382 ; Alm gren 1908, Fig. 379 ;Ekholm 1936 - II, Fig. 4 ; Eggers 1951, Num . 323 ; Ekholm1956 - I, Fig. 6 : k ; Ekholm 1965, N um . 90 ; Frem ersdorf1967, Tab. 52.Fig. 87 Ven [163].163. Ven, H olonda sn., Melhus pgd., Sor-TrondelagHügel mit K örpergrab (vor 1860) in Steinkiste. - D ü n n ­w andiger Facettschliffbecher mit 2 R andlinien und 4 ReihenO val- und R undfacetten, flach und rauh eingerissen; H .12.3 cm ; Rdm. 8,8 cm ; klar, gelbbräunlich, leicht gelbgrünerSchimmer ; unvollständig (Fig. 87). - Beigaben : Schwert m itB ronzeknauf und Scheidenbeschlägen ; Lanze ; Speerspitze ;Schildbuckel; Bronzering m it Beschlagblech ; Bronzeröhrchen ;Tongefäß. - Mus. Trondheim 363. - Nicolaysen 1862-66,Pag. 830 ; Björn 1919, Pag. 28 ; Eggers 1951, N um . 424 ;M arstrander 1954, Fig. 6 7 ; Ekholm 1965, Num . 71.*164. Gimsan, Melhus pgd., Sor-TrondelagH ügel m it K örpergrab (1944); Flachhügel m it 20 m D m .;Steinsetzung 50 cm unter der Oberfläche. - Scherben einesFacettschliffbechers m it O valfacetten ; W andstärke 3-4 mm ;transparent grünlich. - Beigaben : 3 Goldfingerringe ; jfironzeschnalle;Jjronzene B ügelknopffibel; Silbernadel m it profiliertemK opf ; 3 Bronzenadeln ; bronzene Nadelbüchse ; 1 Silberfingerring; Eisenmesser ; kleines Tongefäß und ein H enkeltopf.- Mus. Trondheim 16 351. - M arstrander 1954, Pag. 88 ;Ekholm 1965, N um . 72.165. Hallern, Stiklestad sn., V erdal pgd., N ord-T rondelagH ügel 6 m it K örpergrab (1870). - Fragm ente eines hohenstarkw andigen Facettschliffbechers m it 2 kräftigen R andrillenund 4-5 Reihen O val- und R u n d fa ce tte n ; G rundformzylindrisch ; Boden geschliffen ; H . ca. 14 cm ; Rdm . ca.8.3 cm ; W andstärke oben 4 mm, unten 8 m m ; völlig vonSpannungsrissen durchzogen; Glasfarbe graugelblich. - Beigaben: Schildbuckel; Lanze ; Speerspitze ;_j}ronzefibel ; bronzeneuncT silberne Beschläge ; Feuerschlagstein ; Messer ; T ongefäß.- Mus. Trondheim 592. - A arsberetning 1870, Pag.16-18 ; £ ett 1939, N um . 371 ; Eggers"f§51, N um . 350 ; Ekholm1956 - I, Fig. 8 ; Ekholm 1965, N um . 73.166. Valstad, Vinne sn., V erdal pgd., N ord-T rondelagHügel m it K örpergrab (1879) in Steinkiste 2 X 0,5 m O -W .-Starkw andige Glasschale m it halbkugeligem G efäßkörper ohneVerzierung ; H . 6 cm ; Rdm . 8,5 cm ; klar, leicht gelblich-grün ;scharf abgesprengter R and ; Boden ohne A briß ; schräge Form ­spuren, kaum B läschen; viele kleine Spannungsrisse, sonstganz erhalten. - Beigaben : 1 Goldfingerring, 2 vergoldeteSilberfingerringe ; Silberperle, 67 Glasperlen, B ernsteinperlen ;2 B ro n zenadeln; B leikugel; Fragm ent einer vierkantigenEisenschnalle und eines Schlüssels. - Mus. Trondheim 2175. -Aarsberetning 1879, Pag. 209, N um . 19 ; Björn 1919, Pag. 28 ;Eggers 1951, Num . 422 ; Ekholm 1956 - I, Fig. 2 : c ; Ekholm1965, Num . 135.» 167. Före, Bö sn., Lofoten - VesterälenH ügel 2 mit K örpergrab (1955) ; Steinsetzung m it Skelett inRückenlage S-N. - Zylindrischer Facettschliffbecher m it2 R andriefen, 1 Reihe großer Spitzovalfacetten und einerReihe R undfacetten in Bodennähe ; H . ca. 8,5 cm ; gelbgrüntran sp arent; ganz erhalten (Fig. 88). - Beigaben : Spanrindenschachtel(darin der Glasbecher) ; Tongefäß m it Flechtbandverzierung; 2 Bronzenadeln ; gleicharmige B ronzefibel; Eisenring; 2 Messer ; K ajpn^ m it flachgewölbter G riffp la tte ;2 flache Beinpfriem e ; E isennadel; 2 Spinnw irtel aus Schieferund Bein ; 7 B ärenklauen in den Grabecken ; Grabsohle mitFellresten (Bär?). - Mus. Tromso 5338. - _Sjövold 1962,Tab. 16 : a ; Ekholm 1965, Beifügung 1.VIII.Finnland»168. Soukainen bei T urkuH ügel m it K örpergrab (1953) ; bei A btragung des Hügels zerstörteG raban lage; Inventar unvollständig. - G lastrinkhorn195


A cta p raehisto rica et archaeologica 3 (1972)Facettschliff ; einzelne dickwandig, gelbgrün m it L inear-Facettschliff; w eiterhin Scherben konischer Spitzbecher m it optischerRiefelung und Fadenauflage. - Mus. H erne und M ünster. -Frem ersdorf 1970 - III, Tab. 26-27.172. Westick, Kr. U nna, W estfalenSiedlung des 3.-5. Jahrhunderts (Ausgrabung 1930-35). -Zahlreiche Glasscherben von dünnw andigen Schalen m it undohne Facettschliff, meist e n tfä rb t; w eiterhin konische Gläserm it optischer Riefelung und Fadenauflage. - Mus. H am m . -Frem ersdorf 1970 - II, Tab. 15-16.173. Stroby, Stevns hd., P raest0 amt, SeelandÄ lterer Fund in einer Kiesgrube. — Fragm ent eines hohenFacettschliffbechers m it O valreihen. —Mus. K openhagen 646. -E ngelhardt 1871, Pag. 447, N um . 20 ; M ackeprang 1943, Pag.121, N um . 4 0 4 ; Eggers 1951, N um . 2 2 7 ; Broholm 1960,Pag. 241 ; Ekholm 1965, N um . 50.• 174. M ogojani, jud. Arge?, M untenienK örpergräberfeld. - Facettschliffbecher zylindrischer G ru n d ­form m it 2 R andlinien, 2 Reihen O valfacetten, 2 ReihenR undfacetten und Bodenfacette ; schleiftechnisch unbeholfenund grob, schiefe Linien, unpolierte F a c etten ; W andungrelativ dünn ; H . ca. 12 cm ; gelbgrün tra n sp a re n t; unvollständig(Fig. 89). - Mus. Pite$ti. - U n p u b lizie rt; M itteilungvon B. Hänsel.Fig. 88 Före [167].175. §eitin, jud. A rad, Banat (nicht kartiert)Aus zerstörten K örpergräbern : Facettschliffbecher, D rehscheibentonwarem it eingeglättetem W ellenband, Silberfibel.Glasbecher zylindrisch m it 2 R andlinien, 3 O valfacettreihen,1 Reihe R undfacetten, 1 Bodenfacette (Typ K ow alk). —D örner 1970, Fig. 14:3.m it blauer und weißer Fadenauflage. - Beigaben : H em m oorerEimer, a ltre p a rie rt; Schwert m it Holzscheide und silbernemMundblech ; Schildbuckel; 2 L an zen sp itzen ; silberne Riem enzunge; eiserne Pinzette m it Tragring. - Mus. H elsinki. -Kivikoski 1954, Fig. 13.IX. N achträge• 169. Tuna, Badelunda sn., V ästm anlandH ügel m it K örpergrab (1952) ; beim Ausschachten eines H ausfundaments zerstörte G rabanlage m it doppeltem Steinkreis. -2 Glasbecher ; einer farblos (unbestim m ter Typ), der anderegrünlich m it blauer und w eißer Fadenauflage (G lastyp derfadenbelegten Fußbecher des 3. Jahrh.). - Beigaben : 2 H em ­m oorer Eimer ; 1 goldener H alsring und 2 goldene Arm ringem it übergreifenden verzierten E n d e n ; 2 G oldfingerringe;2 goldene N adeln m it geripptem O berteil ; 2 S ilberlöffel;blaue konische Glasperlen. - D er gesamte Fund ist um 300d atiert worden. - Mus. Stockholm. - Stenberger 1956, Fig. 10.•170. Bornstein, Kr. Eckernförde, Schleswig-HolsteinK örpergrab 2 (1968) ; in 3 m Tiefe H olzkam m er 3X 3 m mitSteinabdeckung. - Grünlicher Glasbecher m it eingeschliffenenFacetten, in kleinen Scherben. - Beigaben : G o ld h alsrin g ;2 H olzeim er ; Bronzebecken ; 3 Tongefäße ; hölzernes Spielbrettm it Bronzegriffen und Beschlägen; Glasspielsteine. -Mus. Schleswig. - U npubliziert.171. C astrop-R auxel (Zeche Erin), W estfalenSiedlung des 3.-5. Jahrhunderts (Ausgrabung 1955-56). -Zahlreiche Glasscherben dünnw andiger Schalen m it und ohneFig. 89Mogo$ani [174]. — Foto B. Hänsel.196


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A cta p raeh isto rica e t archaeologica 3 (1972)R ikm an 1972 -E. A. R ikm an : V opros datirovki im portnych vescej v pam jatnikachplem en cernjachovskoj kultu ry D nestrovsko-Prutskogom ezdurecja (Z ur Frage der D atierung der Im portsachen in derD enkm algruppe der C ernjachov-K ultur im D nepr-P ru t-Z w i-schenstromland) (Sov. Arch. 1972, Fase. 4, 84-101).R itterling 1901 —E. R itte rlin g : Die Fundstücke der römischen N iederlassungbei H altern (M itt. d. A lterthum s-K om m . W estfalen 2, 1901,107-174).Rochna 1942 -O. Rochna : Ein G rab der jüngeren K aiserzeit aus Praust, K r.D anzig-L and (G othiskandza 4, 1942, 29-32).R oeren 1960 -R. R o e re n : Z ur Archäologie und Geschichte Südw est-Deutschlands im 3. bis 5 .Jah rh . n. C hr. (Jahrb. Röm .-G erm .Zentralm us. 7, 1960, 214-294).1 R ohde 1957 -E. Rohde : A ntike Schmuckarbeiten aus G old und Glas(Forsch, u. Ber. d. Staatl. Mus. Berlin 1, 1957, 40-51).R oller 1957 -O. 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