Anatomie des Auges als pdf

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Anatomie des Auges als pdf

Vertrieb durch: MedMedia Medizin und Naturheilkunde Vertriebsgesellschaft mbHmuskulatur• M levator palpebrae (Lidheber) innerviert vom N oculomotorius(III) öffnet das Auge• M orbicularis oculi innerviert vom N facialis (VII) schließt das AugebindehautdefinitiOnfunktiOnGliederunG©MedMedia• Die Augenbindehaut (Tunica conjunctiva) bedeckt die Innenseiteder Augenlider und die Oberfläche der Lederhaut (Sklera)Sie spart dabei die Hornhaut aus, bildet jedoch mit demHornhautepithel eine funktionelle Einheit• Schutz und antiinfektiöse Wirkung• conjunctiva bulbi: lose dem Augapfel aufliegender Teil• Fornix conjunctivae: Übergangsfalte (Bindehaut schlägt um undbedeckt die Innenseiten der Lider)• conjunctiva tarsi: fest mit der Innenseite des Tarsus verwachsen– 192 –Das Auge© 2012 www.medmedia.de


Vertrieb durch: MedMedia Medizin und Naturheilkunde Vertriebsgesellschaft mbHauGenhöhle (Orbita)definitiOn• Das schützende knöcherne Gehäuse des Auges mit der Formeines nach hinten zulaufenden TrichtersGrösseund inhaltknöcherneWände(7 Knochen)• die nach außen und unten weisende Trichterspitze istUrsprungsort der 6 Augenmuskeln, deren um den Sehnervverteilte Ursprünge am Augapfel (Bulbus oculi) ansetzen unddiesen in der Orbita wie in einer Gelenkhöhle bewegen©MedMedia• Volumen von etwa 30 ml, von dem der Augapfel nur 1/5 ausmacht• Um und hinter dem Augapfel (retrobulbärer Bindegewebsraum)liegen bzw verlaufen: Sehnerv, 6 Augenmuskeln, M levatorpalpaebrae, Nerven (N oculomotorius, N trochlearis, Nabducens, N ophthalmicus, Ganglion ciliare), Gefäße, Teileder Tränendrüse und der M orbitalis Diese Strukturensind in orbitales Fettgewebe eingebettet und werden vonbindegewebigen Blättern und Bändern gehaltenWand Knochen NachbarräumeDachBodenMedialeWandLateraleWand• Stirnbein• Keilbein• Oberkiefer knochen• Jochbein• Siebbein• Tränenbein• Stirnbein• Gaumenbein• Jochbein• Keilbein• Stirnbein− Stirnhöhle− Vordere Schädelgrube− Kieferhöhle− Klinik: Boden nur 0,5 mmdünn, Gefahr bei Trauma(zerbrechlich!)− Keilbeinhöhle− Siebbeinzellen− Klinik: Innenwand nur 0,3mm dünnÜbergreifenvon Entzündungen derSiebbeinzellen möglich− Mittlere Schädelgrube– 194 –Das Auge© 2012 www.medmedia.de


Vertrieb durch: MedMedia Medizin und Naturheilkunde Vertriebsgesellschaft mbHäussere auGenmuskelnäussereauGenmuskelnDer Augapfel kann von folgenden äußeren Augenmuskeln sehrrasch in jede Richtung hin und herbewegt werden:• Vier gerade augenmuskeln:− M rectus superior (innerviert vom N oculomotorius)− M rectus inferior (innerviert vom N oculomotorius)− M rectus medialis (innerviert vom N oculomotorius)− M rectus lateralis (innerviert vom N abducens)• Zwei schräge augenmuskeln:− M obliquus superior (innverviert vom N trochlearis)− M obliquus inferior (innerviert vom N oculomotorius)©MedMedia– 196 –Das Auge© 2012 www.medmedia.de


Vertrieb durch: MedMedia Medizin und Naturheilkunde Vertriebsgesellschaft mbHauGaPhel (bubus Oculi)allGemeinesdefinitiOnlaGeGrösse undGeWichtanteilePOleachsen• Eine Art Kugel, in die vorne ein gewölbtes Fenster (Hornhaut)eingepasst ist©MedMedia• Bulbuskern wird durch 3 hintereinander geschaltete Räume mitlichtdurchlässigen Medien (Kammerwasser, Linse, Glaskörper)gebildet und von 3 Hüllen umgeben• in der Augenhöhle (Orbita), deren Wände sich aus verschiedenenAnteilen des knöchernen Schädels zusammensetzen (Fortsätzevon Stirnbein, Keilbein, Jochbein, Oberkieferbein, Gaumenbein,Siebbein, Tränenbein• im Durchschnitt 24 mm lang• 7,5 g schwer• 3 häute:− Äußere Augenhaut mit Sklera und Kornea− Mittlere Augenhaut mit Aderhaut, Ziliarkörper und Iris− Innere Augenhaut: Netzhaut• 3 räume:− Vordere Augenkammer mit Kammerwasser gefüllt− Hintere Augenkammer mit Kammerwasser gefüllt− Glaskörperraum vom Glaskörper ausgefüllt• linse: zwischen hinterer Augenkammer und Glaskörperraumaufgespannt• Kugelgestalt des Bulbus weist Analogie zum Erdball mit polarerGliederung auf:− Vorderer Pol (Polus anterior): hier befindet sich die Kornea− Hinterer Pol (Polus posterior): lateral der Sehnervaustrittsstelle− Äquator (Equator bulbi): senkrecht zur Sehachse• axis bulbi externus: verbindet vorderen und hinteren „Pol“ desAugapfels, im Durchschnitt 24 mm• axis bulbi internus: verbindet Innenseite der Kornea und Retina,im Durchschnitt 21 mm• axis opticus: verbindet Krümmungsmittelpunkte von Kornea undLinse, weicht 3-4° von der Hauptsehachse (durch Makula) ab– 197 –Das Auge© 2012 www.medmedia.de


Vertrieb durch: MedMedia Medizin und Naturheilkunde Vertriebsgesellschaft mbHäussere auGenhaut (tunica fibrOsa bulbi)lederhaut(Sclera)• Hintere 5/6 der bindegewebigen Wand des Augapfels• derb („bindegewebiges Skelett“) und etwa 1mm dick: keinewesentlichen Verfomungen, weder durch hohen Innendruck, nochdurch Muskelzug (konstante Abbildungsbedingungen)©MedMedia• überwiegend aus unregelmäßig angeordneten Kollagenfasernaufgebaut mit einem Wassergehalt von 65 %, deshalb weiß (das„Weiße im Auge“) und undurchsichtig (ein höherer Wassergehaltwürde die Sclera durchsichtig machen)• sulcus sclerae: kreisförmige Rinne am Übergang zur Hornhaut• siebplatte (Lamina cribrosa): zum Durchtritt von Nervenfasernsiebartig durchlöcherter Skleraanteil am Austritt des N opticus• trabekelwerk (Trabeculum corneosclerale): Fasernetzwerk imKammerwinkel der vorderen Augenkammer, durch welches dasKammerwasser abfließt• schlemm-Kanal (ringförmig und venenähnlich aufgebaut): nimmtdas Kammerwasser auf und speist es in die Vv ciliares• 3 schichten:− Episclera: lockeres, blutgefäßreiches Bindegewebe− Substantia propria: kollagenes Bindegewebe, nahezu gefäßfrei− Lamina fusca sclerae: kollagenes und elastischesBindegewebe mit reichlich Melanozyten• Geringe Stoffwechselrate (bradytrophes Gewebe)– 198 –Das Auge© 2012 www.medmedia.de


Vertrieb durch: MedMedia Medizin und Naturheilkunde Vertriebsgesellschaft mbHhOrnhaut(Cornea)• Transparentes, gleichmäßig gewölbtes Fenster des Auges, dasaus 5 Schichten aufgebaut ist− Epithelium anterius (vorderes Hornhautepithel)− Lamina limitans anterior (BOWMAN-Membran)− Substantia propria (Stroma)− Lamina limitans posterior (DESCEMET-Membran)− Epithelium posterius (Hornhautendothel)©MedMediaKlinik: Epithel zeigt sehr gute Regenerationsfähigkeit(Erneuerungsrate 7-10 Tage, Stammzellen liegen im Limbusbereich),Endothel dagegen nicht, bei Schädigung → verstärkter Wassereinstrom→ Quellung und Verlust der Transparenz• wie ein Uhrglas mit Randfurche (Limbus corneae) in die Scleraeingefügt (Durchmesser 11,5 mm, Dicke 0,6 [zentral] bis 0,8 mm)• Durchsichtigkeit beruht auf:− Gefäßfreiheit− regelmäßige Anordnung der Kollagenlamellen− konstanter Wassergehalt von 70% (Endothel reguliert undkontrolliert den Wassereinstrom)• Tränenfilm sichert die glatte Oberfläche und dient wie dasKammerwasser der Ernährung (bradytrophes Gewebe)• ausgeprägte sensible Innervation (N trigeminus, V1)Klinik: Hornhautverletzung führt zu:− krampfhaftem Lidschluss (Blepharospasmus)− reflektorischem Tränenfluss (Epiphora)− Schmerz• 2/3 der Gesamtbrechkraft des Auges entfallen auf die Cornea (43 dpt)– 199 –Das Auge© 2012 www.medmedia.de


Vertrieb durch: MedMedia Medizin und Naturheilkunde Vertriebsgesellschaft mbHmittlere auGenhaut (uvea, tunica vasculOsa bulbi)aderhaut(Choroidea)ziliarkörPer(Corpus Ciliare)• Hinterer Teil der gefäßreichen mittleren Augenhaut (Uvea)• sehr großes Blutflussvolumen (Gefäßdruck stabilisiert Augenwand)• Ernährung der äußeren Netzhautschichten und Gewährleistungeines gleich bleibenden Milieus (O 2, pH, Temperatur) für dieNetzhaut©MedMedia• brUch-membran: Grenzschicht zur retinalen Pigmentschicht,bildet mit dieser die Blut-Retina-SchrankeKlinik: Ablagerungen in der BRUCH-Membran spielen einewichtige Rolle bei altersabhängiger Makuladegeneration• Grenzschicht zur Sklera ist reich an Melanozyten (Lichtabschirmung)Klinik: Bildung maligner Melanome möglich• Gefäßversorgung der Uvea allgemein:− Blutzustrom aus A ophthalmicaà Aa ciliares posteriores longae et brevesà Aa ciliares anteriores− Blutabfluss über Vv vorticosae zu V ophthalmica sup und inf• Mittlerer Abschnitt der Uvea; erstreckt sich von der Iriswurzel biszum wellenförmigen Übergang (Ora serrata) in die Aderhaut• 3 anteile− M. ciliaris: aus glatten in 3 Richtungen ziehenden Muskelfasern,parasympathisch innerviert (über N oculomotorius)− Gefäßschicht: Fortsetzung des Gefäßgeflechtes der Choroidea− Epithelschicht: zweischichtig, wobei der äußere, pigmentierteTeil eine Fortsetzung des Pigmentepithels der Netzhautdarstellt• Ziliarfortsätze: etwa 70 gefäßreiche Falten (in ihrer Gesamtheitden Strahlenkranz bildend), die in die hintere Augenkammerragen; von ihren Tälern spannt sich der Aufhängeapparat derLinse (Zonulafasern) zur Linsenkapsel• aufgaben:− Akkomodation (Scharfeinstellung): Anspannung desZiliarmuskels → Vorschieben des Muskels in Richtung Linse→ Entspannung der Zonulafasern → Eigenelastizität der Linseführt zur kugeligen Gestalt → Zunahme der Linsenbrechkraft− Bildung von Kammerwasser: durch das Epithel der Ziliarfortsätzemittels aktiven Transports (Funktion: Ernährung von Linse undKornea sowie Aufrechterhaltung des intraokularen Druckes)– 200 –Das Auge© 2012 www.medmedia.de


Vertrieb durch: MedMedia Medizin und Naturheilkunde Vertriebsgesellschaft mbH− Beeinflussung des Kammerwasserabflusses:Longitudinale Muskelfasern begünstigen bei Kontraktion denKammerwasserabflussreGenbO-Genhaut(Iris)• Vorderer Anteil (Ausstülpung) der Uvea in Form einer Scheibe,die eine kreisförmige, bewegliche Öffnung (Pupille) umschließt©MedMedia• entspringt mit ihrer Wurzel an der vorderen Basis des Ziliar körpers,ihr freier Rand liegt der Vorderfläche der Linse auf• hauptschichten:− Bindegewebsschicht (Stroma iridis): mit zahlreichenBlutgefäßen− Pigmentblatt: zweischichtiges, lichtundurchlässiges Pigmentepithelbildet die hintere Oberfläche der Iris („blinder Teil“ derRetina)• Farbe: Abhängig vom Melaningehalt der Pigmentzellen in Stromaund Pigmentblatt:− grau-blau: wenig Pigment (alle Neugeborenen)− braun: viel Pigment• aufgabe: zentrale kreisrunde Öffnung (Pupille) wirkt als Blendeund steuert den Lichteinfall in das Auge (zwischen 1 und 8 mmWeite; einfallende Lichtmenge kann um das 16fache geändertwerden)− Miosis: Verengung der Pupille durch den M sphincter pupillae(innerviert vom Parasympathikus)− Mydriasis: Erweiterung der Pupille durch den M dilatatorpupillae (innerviert vom Sympathikus)• besonderheiten:− Schmerzhaftigkeit durch zahlreiche sensible (V) Fasern− Entzündungsneigung durch Gefäßreichtum− Blut-Kammerwasserschranke durch ungefenstertes Endothel• Pupillenreflexe und –phänomene:− Direkte Lichtreaktion: Lichteinfall → N opticus → Trennungder afferenten Pupillenreflexbahn von der Sehbahn →prätektaler Kern → Edinger-Westphal-Kerne (parasympathisch)→ N oculomotorius → M sphincter pupillae → Miosis− Konsensuelle Lichtreaktion: Lichteinfall in ein Auge führt auchzur Verengung der Pupille des anderen Auges (prätektalerKern schaltet immer auf beide Edinger-Westphal-Kerne um)– 201 –Das Auge© 2012 www.medmedia.de


Vertrieb durch: MedMedia Medizin und Naturheilkunde Vertriebsgesellschaft mbH− Sympathische Innervation: Hypothalamus → Seitenhorn desRückenmarks → sympathischer Grenzstrang → Ganglioncervicale superius → Nervengeflecht → M dilatator pupillae→ Mydriasis− Naheinstellungsreaktion: Miosis bei Konvergenz der Augen− Weite lichtstarre Pupille: bei Hypoxie, Hirndruck, Tod− Anisokorie: ungleich weite Pupillen, zB bei einseitigerNervenschädigung©MedMedia– 202 –Das Auge© 2012 www.medmedia.de

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