GLÜCKAUF

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GLÜCKAUFBerg- und Hüttenmännische ZeitschriftNr. 38 21. Septem ber 1935 71. Jahrg.Von mehr als sechzig Vorschlägen für nachgiebigestählerne Grubenstempel, die in deutschen Patentschriftenvorliegen, haben nur wenige Eingang in denBetrieb gefunden. Der Grund für die sehr beschränkteZahl der in nennenswertem Umfang benutzten Ausführungenliegt darin, daß einerseits die an einenStahlstempel zu stellenden Anforderungen sehrmannigfaltig sind und daß anderseits die Schwierigkeitenbei der Einführung von Neuerungen erheblichzu sein pflegen. Eine erfolgreiche Bauart ist der nachstehendbehandelte Toussaint-Heintzmann-Stempel,der seit einigen Jahren in verschiedenen Steinkohlenbezirkeneine beträchtliche Verbreitung gefunden hat.Der Stempel ist von H.Toussaint in Berlin-Lankwitzentworfen und später von E. Heintzmann in Bochumgemeinsam mit der Herstellerfirma, der EisenwerkWanheim G .m .b.H . in Duisburg-Wanheim, weiterentwickelt worden. Nach Vorversuchen, die bis in dasJahr 1930 zurückreichen, hat die Schachtanlage Lohbergder Gelsenkirchener Bergwerks-AG. die erstenBetriebsversuche im Oktober 1931 mit 38 Stempelnvon 1,80 m Länge angestellt, die in einem mit Stahlstempelnanderer Bauart ausgerüsteten Streb desGasflammkohlenflözes E eingesetzt wurden. Voneinigen unwesentlichen Änderungen abgesehen erwiessich der Stempel in seinem Grundgedanken als[T A T ]Abb. 1. Vorder- und Seitenansicht des Toussaint-Heintzmann-Stempels mit Universalkopf und Normalfuß.D er T ou ssain t-H ein tzm ann-Stem pel.Von Bergassessor Dr. W. Hoffmann, Dinslaken.brauchbar. Für den Ein- und Ausbau wurden die Setzvorrichtungund die Raubstange eingeführt. Daranschloß sich von März bis Juni 1932 ein größerer Versuchmit 300 Stempeln von 1,40 m Länge in einemStreb in Flöz 1 derselben Schachtanlage. Die hierbeierzielten sehr günstigen Ergebnisse veranlaßten baldweitere Bestellungen, so daß die Fertigung ingrößerm Maßstabe aufgenommen werden konnte.Später wurde der Stempel neben einigen wenigerwichtigen Einzelheiten vor allem durch Aufteilung desursprünglich zu einem einzigen Keil vereinigten TreibundRutschkeils in einen besondern Treibkeil undeine keilförmige Rutschplatte verbessert.Abb. 2. Ansicht desToussaint-H eintzmann-Stempels.A ufbau.Von einem nachgiebigenGrubenstempel wird verlangt,daß er sich unterDruckaufnahme in bestimmter,stets gleichmäßigerWeise zusammenschiebt, wobeies möglich sein muß, dieArbeitsweise verschiedenenBedingungen anzupassen,ferner, daß er sich einfach,schnell und sicher setzen undrauben läßt und daß seineLänge in genügendem Umfangverstellbar ist. DieseAufgaben werden sehr leichtmit Hilfe der Keilpaarunggelöst, auf der auch die W irkungsweisedes Toussaint-Heintzmann-Stempels beruht.ln seinen Hauptteilen bestehtder Stempel (Abb. 1und 2) aus dem Oberstempela mit dem Kopf b, demUnterstempel c mit dem Fußd und der an den Unterstempelfest angeschweißtenKeiltasche e, die zur Aufnahmedes Keiles / sowieder Rutschplatte g und desHolzbrettchens h dient. DerOberstempel (Abb. 1, SchnittC -D ) hat quadratischen Querschnitt und bestehtaus zwei derart verschweißten Winkeleisen(Abb. 3 c), daß die der Keiltasche zugewandte Seitenflächeeine Steigung erhält, die je nach der gewünschtenStempellänge und Druckaufnahme zwischen1 : 60 und 1 : 150, meist bei 1 : 80 liegt. Ein amuntern Ende angebrachter Winkel (neuerdings eineNiete) verhindert das völlige Herausziehen aus


Glückauf Nr. 38dem Unterstempel. Der Unterstempel (Abb. 1 , SchnittC -D ) besteht aus einem U-förmigen Sonderwalzprofil,das an den Flanschenden verstärkt ist.< S c /in /'ft 4 - ßrc “ )c JAbb.3. Treibkeil (a), Rutschplatte (b) und Oberstempel (c).Luc:förmigen Fortsätzen versehen, die das Herausziehenbegrenzen. Sämtliche Teile des Stempels mit Ausnahmedes Brettchens sind so miteinander verbunden,daß sie nicht voneinander gelöst werden unddaher nicht verlorengehen können.Um den Stempel zu setzen, zieht man den Oberstempelauf die passende Länge aus und stellt dieRutschplatte mit dem Brettchen auf die erforderlicheArbeitshöhe ein. Durch einen leichten Schlag auf denKeil wird der Oberstempel festgehalten und dann dieSetzvorrichtung (Abb. 4a) auf den obern Rand desUnterstempels aufgesetzt. Sie besteht aus zweiKlauen, von denen die untere auf dem Unterstempelaufsitzt, während die infolge der Abrundung desSpindelkopfes bewegliche obere den Oberstempel umfaßt.Beim Anziehen der beide Klauen verbindendenSpindel mit Hilfe des Knebels nimmt sie den Oberstempelinfolge der Schrägstellung klemmend mit undpreßt ihn gegen das Hangende, wodurch der Stempeleine Vorspannung von etwa 1 -2 t erhält. Hieraufwird der Eisenkeil fest angetrieben und die Setzspindelgelöst. Das Setzen erfolgt ohne Erschütterungdes Hangenden, was als ein besonderer Vorzug desStempels gilt. Die hohe Vorspannung ist für die pfleglicheBehandlung des Hangenden von großem Vorteil.Das Rauben des Stempels geschieht von sicherm Standaus mit Hilfe einer als Hebel wirkenden etwa 1,5 mlangen Raubstange (Abb. 4b), deren mit verschiedenenStufen versehene Enden in die Aussparung des Treibkeilesin der Weise gesteckt werden, daß dieser durchHerunterdrücken der Stange gelüftet wird, worauf derOberstempel nach unten rutscht. Je nachdem, wie weitman den Keil lüftet, erzielt man ein mehr oder wenigergroßes Einsinken des Oberteils.Abb. 5 zeigt verschiedene Ausführungsformen desStempelkopfes. Der Universalkopf (Abb. 5 a) gestattetdie Auflage von Holzkappen und i-Eisen, undzwar sowohl rechtwinklig als auch parallel zur Keiltasche.Selbstverständlich lassen sich beim Vorpfändenauch Spitzen einwandfrei auflegen. DieserKopf besteht aus einer quadratischen Platte mit vieran den Ecken angeschmiedeten Nocken. Bei Verwendungvon I-Eisen werden bei diesen an den fürc3i K J I iI CDie aus Universaleisen gepreßte Keiltasche e(Abb. 1) ist oben und unten offen und trägt anbeiden Seiten die Nieten i, die zur Führung undSicherung des Treibkeiles dienen, in dessen Aussparungensie eingreifen. Die Keiltasche ist seitlichdurch angeschweißte Flacheisen, die Oberkante desUnterstempels durch einen herumgelegten Bügel verstärkt.Der Treibkeil (Abb. 3a) liegt mit seiner abgeschrägtenFläche der Außenseite der Keiltasche auf,während an seiner geraden Seite die Rutschplatte anliegt;er trägt den Ansatz k, der seine Einführungin die Tasche begrenzt. Die keilförmige Rutschplatte(Abb. 3 b) ist bei gewöhnlicher Ausführung oben12 und unten 8 mm stark; in besondern Fällen kannsie mit größerer oder geringerer Steigung geliefertwerden. Am obern und untern Ende dienen Erhöhungenzum Halten des Brettchens, während in derAusnehmung Rippen vorgesehen sind, die bei derDruckaufnahme das Rutschen des Brettchens mit demOberstempel durch die Keiltasche verhindern. DieRutschplatte ist 40 mm vom obern Endemit seitlichen Ansätzen, die auf der Keiltascheaufsitzen und das Durchgleiten verhindern,und am untern Ende mit hakensSLAbb. 4. Setzvorrichtung (a) und Raubstange (b).Sa Universalkopf, b — d Köpfe für Holzauflage, e geschmiedeterSchlitzkopf, f Schlitzkopf mit Verstärkung, g Schlitzkopf,h Sonderkopf.Abb. 5. Stempelköpfe in verschiedener Ausführung.


21. September 1935 Glückauf 899die Auflage auf den Stempel bestimmten Stellenzwischen den Flanschen Halteplättchen angeschweißtoder angeschraubt, die zwischen die Nocken desStempelkopfes greifen (Abb. 11). Wegen seiner vielseitigenVerwendbarkeit hat der Universalkopf dieweiteste Verbreitung gefunden. Die Abb. 5 b -dzeigen Köpfe für den Anschluß des Stempels anHolzkappen oder Schalhölzer, während die Abb. 5 eund f verschiedene Arten von Schlitzköpfen darstellen,die in Verbindung mit Grubenschienen, derenKopf man ausfräst, oder T-Eisen benutzt werden.Ihr Vorteil liegt in der erhöhten Sicherheit gegenSchubwirkungen. Der Kopf nach Abb. 5g findet beiSchienen mit nicht ausgefrästem Kopf, der Kopf nachAbb. 5 h bei I-Eisen Verwendung. Beispiele für denEinbau des Stempels im Betriebe geben die Abb. 1 1bis 14. Der Fuß (Abb. 6 ) besteht entweder aus einerabgerundeten Platte in den Abmessungen des Unterstempelsoder aus einer 15 mm starken Fußplatte,die bei weichem Liegenden angewandt wird und jenach dessen Beschaffenheit die Abmessungen 130x l2 0 mm oder 150x130 mm erhält.Abb. 6. Stempelfüße (a Normalfuß, b Fußplatte).S tatisch e E ig en sch aften .Die für die Herstellung der Oberstempel undUnterstempel benutzten Profile gibt Abb. 7 wieder.Vorgesehen sind ein leichtes Unterstempelprofil 1mit den zugehörigen Oberstempelprofilen I a und I b,Oöer^fempe/Unfersfempe/ OAbb. 7. Stempelprofile.ein schweres Profil II mit dem Oberstempel IIa undein seltener hergestelltes schwerstes Profil III mitdem zugehörigen Oberstempel IIIa. Für die Unterstempelwerden bei allen drei AusführungsartenU-förmige Sonderprofile verwendet, während dieOberstempel für die leichte und schwere Bauart gewöhnlichaus zusammengeschweißten Winkeleisen bestehen.Als Oberstempelprofil für gering beanspruchteStempel, wie sie etwa beim Blindortausbau in Betrachtkommen, wird außerdem das U-Profil I b, das billigerist, und für die schwerste Ausführung ein schweresU-Profil geliefert. Als Werkstoff für die Oberstempeldient St 50.11, für die Unterstempel St 37.11.Z ah len tafel 1 . Statische Werte der Stempelprofile.Ausführung . . . . Leichte Schwere SchwersteStempelteil . . . . Unter Ober Ober U nler Ober Unter OberProfil (Abb. 7) . . I I a ib 11 II a in lilaQuerschnitt F . cm2 17,2 11,9 15,9 19,5 15 1 26 4 26 9Gewicht G . kg/m 13,5 9,3 12,5 15,3 11,9 20,7 21,1T rägheitsmomentJx . cm4 94,1 54,0 94,0 113,4 58,0 255,5 142,0TrägheitsmomentJy . cm4 217,0 54,0 138,0 227,7 58.0 483,4 210,0WiderstandsmomentWx . cm3 25,4 19,6 27,8 26,4 21,0 56,8 34,1WiderstandsmomentW y. cm3 40,6 19,3 49,0 42,6 20,7 74,4 58,3Trägheitsradiusix = imin cm 2,339 2,129|2,431 2,410 1,959 3,111 2,297ln der Zahlentafel 1 sind von den in Abb. 7wiedergegebenen verschiedenen Profilen die zur Beurteilungdes Stempels wichtigen statischen Werte zusammengestellt,und zwar bei den Oberstempeln fürden gefährlichen Querschnitt an der Einspannstelle250 mm vom untern Ende, d. h. für den Fall, daßder Stempel ganz ausgezogen ist. Abbaustempel unterliegenin der Hauptsache Beanspruchungen auf Druckund Knickung. Gelegentlich können allerdings auchBiegungsbeanspruchungen hinzukommen, z. B. wenndie Stempel am Versatzstoß oder am Kohlenstoß, etwabei langem Betriebsunterbrechungen, dem Stoßdruckausgesetzt sind. Jedoch treten sie gegenüber Beanspruchungendurch Knickung im Abbau weit zurück.Die Biegungsfestigkeit ist abhängig vom WiderstandsmomentW, das zur Kennzeichnung des Verhaltensbei Biegungsbeanspruchungen dient. Die Widerstandsmomenteder y-Achse sind bei allen Profilen durchweggrößer als die der x-Achse, jedoch fällt der Unterschiedder Widerstandsmomente Wx und Wy sowohlbei den Ober- als auch bei den Unterstempelprofilennicht sehr ins Gewicht; er ist weitaus kleiner als beigewöhnlichen U-Profilen, so daß sich der Stempel beiBeanspruchungen nach jeder Achse verhältnismäßiggleichartig verhalten wird. Eine erhöhte Beanspruchungdes Stempels auf Druck oder Knickungkann dann eintreten, wenn er völlig zusammengeschobenist oder wenn der Widerstand gegen dasZusammenschieben größer wird als die Belastungdurch den Gebirgsdruck, d. h. wenn der Stempel starrgeworden ist. Man muß wissen, wie hoch die Druckaufnahmedes Stempels gehen darf, ohne daß dieKnicksicherheit überschritten wird. Diese ist abhängigvon dem Schlankheitsgrad, der den Quotienten aus derStempellänge und dem aus dem Trägheitsmoment Jzu errechnenden, in der Zahlentafel 1 verzeichnetenkleinsten Trägheitsradius imin darstellt. Für die Berechnungder Knicksicherheit sind wegen ihrer geringemstatischen Werte die Oberstempelprofile zugrundezu legen.In der Zahlentafel 2 sind die zulässigen Belastungender vier verschiedenen Oberstempelprofilefür die einzelnen Stempellängen angegeben, berechnetbei mittigem Kraftangriff nach den amtlichen preußischenVorschriften. Wie daraus hervorgeht, ist fürStempellängen bis 1,60 m das aus geschweißten


900 GlückaufZ ah len tafel 2. Rechnerische Tragfähigkeitbei verschiedenen Stempellängen.StempellängemZulässige KnickbelastungProfil i Profil 1 Profil ! ProfilIa Ib 11 a III at t t t1,0 40,0 53,4 50,7 90,41,2 40,0 53,4 50,1 90,41,4 37,8 53,4 45,1 89,51,6 34,2 50,5 40,2 82,01,8 30,6 46,2 35,2 74,52,0 27,0 42,0 30,8 66,92,2 23,1 37,8 24,8 59,42,4 19,4 33,6 20,8 51,22,6 16,5 28,8 17,8 43,62,8 14,3 24,8 15,3 37,63,0 12,4 21,6 13,4 32,8Z ah len tafel 3. Längen und Gewichte der einzelnenStempelgrößen für die Ausführung mit i-Eisen.GewichtausgezogenenStempelsmmmmLäng e desmmUnterstempelsOberstempelseingeschobenenStempelsmmmmWinkeleisen bestehende Profil I a oder das SonderprofilIb ausreichend, während für mittlere Längendas Profil II a genügt und für schwerste Beanspruchungenund Längen über 2,6 m das Profillila hinreichende Knicksicherheit bietet. Im übrigensind die zulässigen Belastungen jeweils nur alsuntere Grenzwerte bei ausgezogenem Stempel an-NachgiebigkeitL eichte Au sf ührun y, Profile 1 u n d 1a600 330 420 445 155 14,58700 380 470 495 205 15,65800 430 520 545 255 16,72900 480 570 595 305 17,791000 530 620 645 355 18,861100 580 670 695 405 19,931200 630 720 745 455 21,001300 680 770 795 505 22,071400 730 820 845 555 23,141500 780 870 895 605 24,21Sch were Au sführung, Profile Hund II a1200 630 755 780 420 28,831300 680 805 830 470 30,091400 730 855 880 520 31,451500 780 905 930 570 32,811600 830 955 980 620 34,171700 880 1005 1030 670 35,531800 930 1055 1080 720 36,891900 980 1105 1130 770 38,252000 1030 1155 1180 820 39,512100 1080 1205 1230 870 40,972200 1130 1255 1280 920 42,332300 1180 1305 1330 970 43,692400 1230 1355 1380 1020 45,052500 1280 1405 1430 1070 46,412600 1330 1455 1480 1120 47,772700 1380 1505 1530 1170 49,732800 1430 1555 1580 1220 50,492900 1480 1605 1630 1270 51,853000 1530 1655 1680 1320 53,213100 1580 1705 1730 1370 54,573200 1630 1755 1780 1420 55,933300 1680 1805 1830 1470 57,293400 1730 1855 1880 1520 58,643500 1780 1905 1930 1570 60,013600 1830 1955 1980 1620 61,373700 1880 2005 2030 1670 62,733800 1930 2055 2080 1720 64,093900 1980 2105 2130 1770 65,454000 2030 2155 2180 1820 66,81kgzusehen, da die Knicksicherheit bei der Zusammenschiebungmit der Verkürzung der Länge des Oberstempelswächst. Erwähnt sei noch, daß sich infolgeder annähernd quadratischen Profilquerschnitte undder Art der Anordnung der Keilpaarung Stützlinieund Schwerachse beim Auszug des Stempels nurwenig voneinander entfernen und daher keine schädlichenBiegungsmomente auftreten.A bm essungen.Die Zahlentafel 3 gibt Auskunft über die größtenund kleinsten Längen, die Gewichte der einzelnen inAbständen von 100 mm hergestellten Stempelgrößenund die vorhandene Nachgiebigkeit. Die Längengelten für den Fall der Verwendung des Universalkopfesmit i-Eisen als Kappe. Bei Benutzung desSchlitzkopfes mit T-Eisen oder Schienen ergeben sichbei fast gleichen Gewichten etwas andere Längen, undzwar wird der Unterstempel um 35 mm kürzer, derOberstempel um 35 mm länger, während sich um dengleichen Betrag die eingeschobene Länge erhöht unddie Nachgiebigkeit verringert. Für Stempel mit denausgezogenen Längen von 600—1200 mm reicht imallgemeinen die leichte Ausführung 1 aus; von 1500bis 3400 mm ist die schwere Ausführung II zweckmäßig.Bei Längen zwischen 1200 und 1500 mm hängtdie Wahl des Profils von den zu erwartenden Belastungenab. Für Stempel von mehr als 2500 mmLänge kommt bei außergewöhnlichen Belastungenaußerdem das Profil III in Frage. Die Oberstempelsind bei der leichten Ausführung 90 mm, bei derschweren 125 mm länger als die Unterstempel.Die Köpfe und Füße haben nachstehende Gewichte,die zu den Gewichten in der Zahlentafel 3hinzuzurechnen sind:kgU niversalkopf................... 1,55S chlitzkopf........................1,30Verstärkter Schlitzkopf . 2,00Geschmied. Schlitzkopf . 2,40Normalfuß . . . .Leichte Fußplatte.Schwere Fußplattekg. 0,96. 1,90. 2,35Aus der Zahlentafel 4 sind die Längen undGewichte der schwersten Ausführung mit denProfilen III und IIIa ersichtlich. Die Gewichte geltenhier einschließlich Universalkopf und Fußplatte.Z a h len tafel 4. Längen und Gewichteder schwersten Ausführung.Länge desausge- eingezogenen! schobenenStempels StempelsmmmmGewichtkg2000 1220 67,52100 1270 70,02200 1320 72,02300 1370 74,02400 1420 76,52500 1470 78,52600 1520 80,52700 1570 82,52800 1620 85,02900 1670 87,03000 1720 89,03100 1770 91,53200 1820 93,53300 1870 95,53400 1920 98,03500 1970 100,03600 2020 102,0


21. September 1935 Glückauf 901W irk u n g sw eise.Der Toussaint-Heintzmann-Stempel ist ein Reibungsstempelmit zusätzlicher Formänderungsarbeit,dessen Arbeitsweise auf einer doppelten Keilwirkungberuht. Feststellung und Lösung des Stempels werdenebenfalls durch Keilwirkung bewerkstelligt. DieDruckaufnahme erfolgt in zwei Abschnitten, und zwarzunächst in der Weise, daß sich der Oberstempel unterMitnahme des Holzbrettchens und der Rutschplatte inden Unterstempel hineinschiebt. Dies wird dadurchermöglicht, daß entsprechend den Werkstoffeigenschaftender Reibungswiderstand zwischen Rutschplatteund Treibkeil kleiner ist als der zwischen Oberstempelund Brettchen und als derjenige zwischen demBrettchen und der Rutschplatte, den noch die Rippender Rutschplatte erhöhen. Der Treibkeil nimmt an derBewegung nicht teil. Während des ersten Abschnittesfindet neben der gleichgerichteten Keilwirkung desOberstempels infolge der keilförmigen Ausbildung derRutschplatte eine weitere Zusammenpressung desBrettchens um etwa 1 mm und dadurch eine Erhöhungdes Reibungsdruckes statt. Es handelt sich also um einedoppelte Keilwirkung. Die Mitnahme der Rutschplatteerfolgt auf einem Wege von etwa 40 mm, bis die seitlichenAnsätze der Platte auf der Keiltasche aufsitzen.In den Belastungskurven zeigt diese erste Wegstreckeeinen steilem Anstieg als der folgende zweite Abschnitt,in dem sich bei weiterer Druckaufnahmelediglich der Oberstempel unter Überwindung desReibungswiderstandes an dem Brettchen vorbeischiebt.Hierbei bewirkt der Oberstempel wegen seiner Keilformweiterhin eine Zusammenpressung des Brettchens,und zwar von 1 auf 80 mm Weg, und dadurcheinen stetigen Anstieg des Reibungsdruckes. Die keilförmigeRutschplatte ist, wie erwähnt, erst bei denspätem Lieferungen hinzugekommen und hat die Aufgabe,die verschiedenen Stärken der Brettchen dadurchauszugleichen, daß sie die Reglung des Anfangsdruckesübernimmt, während der Treibkeil zur Anpressungvon Rutschplatte und Brettchen dient, indemer je nach der Stärke des Brettchens und dem Auszugdes Stempels in die Keiltasche eingetrieben wird undwährend der Druckaufnahme in dieser Stellung verbleibt.Beim Rauben wirkt der Treibkeil als Lösevorrichtung.Auf diese Weise braucht man die Stärkedes Brettchens nicht genau einzuhalten und kann esmehrmals, meist sechs- bis zehnmal verwenden, wasaus Ersparnisgründen erwünscht ist. Ohne die getrennteÜbertragung der ursprünglich einem Keil überlassenenAufgaben an den Treibkeil und die keilförmigeRutschplatte ist die Wiederverwendung desBrettchens nicht möglich, weil es infolge seiner verringertenStärke von dem Treibkeil nicht mehr genügendangepreßt wird. Kennzeichnend für denStempel ist, daß der Anteil der Formänderungsarbeitan der Gesamtarbeit im Verhältnis zur Reibungsarbeitsehr gering ist, obwohl sie die Arbeitsweise bestimmendbeeinflußt. Dies ist wichtig, weil Formänderungsarbeitim allgemeinen ungleichmäßiger vonstattengeht als Reibungsarbeit, bei der sich dieSchwankungen in dem Feuchtigkeitsgehalt, der Härteund dem Faserverlauf des Holzes bemerkbar machen.Eingeschränkt wird außerdem ein ungleichmäßigerVerlauf der Formänderungsarbeit beim Toussaint-Heintzmann-Stempel noch dadurch, daß die Formänderungnicht durch Zerquetschung, sondern durchgleichmäßige Zusammenpressung erfolgt, weil dasHolz nicht ausweichen kann. Der geringere Anteil unddie Art der Formänderungsarbeit bewirken die kennzeichnendegleichmäßige Druckaufnahme.Eine Vorstellung von der Wirkungsweise desStempels geben die in den Abb. 8 10 wiedergegebenenBelastungskurven, bei denen auf der senkrechtenAchse der Druck, auf der waagrechten der Zusammenschubaufgetragen ist. Nach der bisherigen Erkenntnisdes Gebirgsverhaltens ist mit einer allmählichen Absenkungdes Hangenden im Abbauraum ein stetigwachsender Gebirgsdruck verknüpft. Dieser Erfahrungssatzgilt für den Abbau mit solchen Versatzverfahren,bei denen der Versatz die Aufgabe erfüllt,den Abbaudruck tragend aufzunehmen, dagegen nichtbei Anwendung des Teil Versatzes, d. h. dann, wenn dasHangende in regelmäßigen kleinen Abständen abreißt.Anders verhält sich ferner der Gebirgsdruck in denFällen, in denen sich die Dachschichten über dem Abbauraumvon dem Gebirgskörper ablösen. Im allgemeinenaber gilt für die Abbaubetriebe ohne regelmäßigesAbreißen des Hangenden, daß mit der Absenkungdes Hangenden und ebenso mit dem Abstandvom Kohlenstoß ein stetig wachsender Gebirgsdruckauftritt1. Der Ausbau solcher Streben muß daher nachgiebigsein und mit dem Zusammenschub einenwachsenden Druck aufnehmen. Die Belastungskurvesoll mithin einen stetig ansteigenden, sich einer Geradennähernden Verlauf nehmen. Die Absenkung desHangenden und die Wirkungsweise des Ausbausunterliegen hierbei einem Wechselspiel gegenseitigerBeeinflussung. In den letzten Jahren sind auf Grundder betrieblichen Entwicklung und der neuen Erkenntnisseder Gebirgsdruckforschung die Anforderungenhinsichtlich der Höhe der Druckaufnahme immergrößer geworden, d. h. es werden steiler ansteigendeKurven verlangt als früher und Druckaufnahmen biszu mehr als 30 t, die man früher nicht in Betrachtgezogen hat. Der Anstieg der Linien darf naturgemäßnicht weiter gehen, als bis der Bereich der zulässigenKnickbeanspruchung erreicht ist, so daß dann eine,weitere Druckaufnahme nicht mehr erfolgt und dieKurven flach umbiegen.Die Kurven der Abb. 8-10 sind auf dem Prüfstandunter Anwendung einer schnellaufenden hydraulischenPresse und jeweils während eines Zeitraumesvon weniger als einer Stunde ermittelt worden, entsprechenalso hinsichtlich der Zeitdauer der Druckaufnahmenicht dem Vorgang im Streb. Ein Unterschiedin dem zeitlichen Verlauf der Druckaufnahme wird inder Hauptsache die Lage der Kurven im Achsenkreuzbeeinflussen und bei langsamer Drucksteigerung einehöhere Druckaufnahme im Verhältnis zur Nachgiebigkeitergeben, nicht jedoch die Form der Kurvenändern, so daß diese genügenden Aufschluß über dieallein von der Bauart abhängige Arbeitsweise geben.Abb. 8 veranschaulicht die verschiedenen Arbeitsweisendes Stempels, je nachdem ob eine keilförmigeoder eine flache Rutschplatte vorhanden ist oder fehlt.Die Kurve mit dem geringsten Ansteigen (d ) erhältman bei Anwendung einer flachen Rutschplatte, wobeinur eine einfache Keilwirkung stattfindet. Hier schiebtsich die Rutschplatte in die Keiltasche hinein, ohnewegen der fehlenden Keilwirkung einen erhöhten Anfangsdruckhervorzurufen, wie er bei einer keilförmi-1 H. Hoff mann: D ruckversuche an eisernen Stem peln der BauartSchwarz, G lückauf 67 (1931) S. 1081; D er A usgleich der G ebirgsspannungenin einem streichenden Strebbau, D issertation, Aachen 1931, S. 100.


902 Glückauf Nr. 38gen Platte erzielt wird. Die verhältnismäßig großeStärke des Brettchens von 24 mm hat eine besondersgeringe Druckaufnahme zur Folge. Ähnlich verläuftdie Belastungskurve, wenn man die Wirkung der keilförmigenRutschplatte ausschaltet, indem man siebeim Setzen des Stempels nicht herauszieht, sondernaufsitzen läßt. Die erörterte Wirkung der keilförmigenRutschplatte zeigt sich bei den nächstfolgenden Kurvenc und b darin, daß sich im Anfang der Zusammenschubdes Stempels unter starker Druckaufnahme vollzieht,so daß zunächst ein steiler Anstieg der Kurven stattfindet,dem ein flacher Verlauf folgt. Bei Anwendungeines auf 18 mm vorgepreßten Brettchens, die nochzu erörtern ist, erhält man eine sehr steile Kurve (b).Läßt man die Rutschplatte fehlen (Kurve a in Abb. 8 ),t3632262¥$26127/t3 / //1¥ /// b/ ////t_C../ 6 „ */ r,. --///O O 90 SO 920 160 200 290 /TimNac/jg/eb/glre/9a Stem pel m it m itgehendem Keil, b m it vorgepreßtemR otbuchebrettchen (18 m m ) und keilförm iger R utschplatte,c desgl., B rettchen 24 m m stark, d Brettchen 24 m m starkund flache R utschplatte.Abb. 8. Belastungskurven verschiedenerStempelausführungen.so wird die Zusammenpressung des Brettchens außerdurch den Oberstempel anfänglich durch den mitgehendenTreibkeil, also unter doppelter Keilwirkungherbeigeführt, was einen zunächst sehr steilen Verlaufder Kurve ergibt, die flach umbiegt, sobald der Keilnicht mehr mitrutscht. Der besonders starke Anstiegdieser Kurve ist durch ein ebenfalls nur 18 mm starkesBrettchen hervorgerufen worden. Abb. 8 soll vor allemden Einfluß der heute durchweg benutzten keilförmigenRutschplatte verdeutlichen, deren Einführungeinen bemerkenswerten Fortschritt in derWeiterentwicklung des Stempels darstellt.Als Werkstoff für das Brettchen kommen nur harteHölzer in Betracht. Im allgemeinen hat sich Rotbucheam besten bewährt. Ahorn-, Eschen- und Ulmenholzist zu selten. Eichenholz spaltet zu leicht und läßtsich daher nicht verwenden. Weißbuche ist zwar härterals Rotbuche, in Deutschland aber nicht in genügenderMenge zu beschaffen; ihr Holz wird nur in den böhmischenBergbaubezirken benutzt. Mittelharte undweiche Hölzer, wie Kiefer und Tanne, ergeben eine zugeringe Druckaufnahme (Kiefer bis 9 t, Tanne 4 -5 t).Aus den in Abb. 9 wiedergegebenen Belastungskurveneines Stempels mit keilförmiger Rutschplatte bei Verwendungvon Weißbuche sowie von nasser undtrockner Rotbuche ist der Einfluß der Holzart und -beschaffenheitauf die Arbeitsweise des Stempels ersichtlich.Weißbuche ruft eine höhere Druckaufnahme als•£>t262¥206¥0 O ¥0 60 120 960 200 mmA/acbgieb/g/re/la W eißbuche, b R otbuche trocken, c R otbuche naß.Abb. 9. Belastungskurven bei Verwendungverschiedenartiger Brettchen von 22 mm Stärke.Rotbuche, trocknes Holz eine höhere als feuchtes hervor.Die Kurven in Abb. 10 lassen die Abhängigkeitder Arbeitsweise des Stempels von der Stärke desBrettchens erkennen. Je geringer die Stärke ist, destoweniger kann das Brettchen ausweichen und Raum fürden niedergehenden Oberstempel freigeben und destogroßem Widerstand gegen Zusammenpressung setztes entgegen, wodurch die Druckaufnahme erhöhtwird. Eine stärkere Druckaufnahme kann man ferner,wie aus den Kurven a und b in Abb. 10 hervorgeht,durch Vorpressung des Brettchens erzielen. Der Einflußder Holzstärke und der Vorpressung ist darin begründet,daß das Maß der Zusammenpressung und/¡>// bS/ / r1 i / c/ // r// t/ tI / 6/ / /h/ii--/ —1 /1' L L_ IO ¥0 60 120 mmA/acbg/eb/gbe/ra vorgepreßt von 20 a u f 16 m m , b vorgepreßt von 20auf 18 m m , c 20 m m , d 24 mm.Abb. 10. Belastungskurven bei Verwendungverschieden starker Brettchen aus Rotbuche.


21. September 1935 Glückauf 903damit der Druckaufnahme dem für die Zusammenpressungverfügbaren Porenvolumen entspricht.Dieses wiederum hängt ab von der Art, von der Stärkeund von dem Feuchtigkeitsgehalt des Holzes. Es bestehtalso die Möglichkeit, außer durch die Wahl derHolzart durch die Bemessung der Stärke und durchden geeigneten Trockenzustand des Holzes die Druckaufnahmezu beeinflussen.Aus allen Schaubildern ersieht man, daß der Formänderungsarbeitein entscheidender Einfluß auf dieArbeitsweise des Stempels zukommt, obwohl ihrAnteil an der Gesamtarbeit gering ist; durch ihre Beeinflussungkann der Verlauf der Druckaufnahmen inweiten Grenzen verändert werden. Die Reibungsarbeitläßt sich durch eine wechselnde Breite des Brettchensbeeinflussen, wovon gelegentlich Gebrauch gemachtwird.Die besprochenen Belastungskurven zeigen, daßder Verlauf der Kurven sehr gleichmäßig und stetigist, woraus man auf eine Arbeitsweise schließen kann,die dem geforderten Ziel einer stetig wachsendenDruckaufnahme nahe kommt. Weiterhin geht aus denKurven hervor, daß sich die Arbeitsweise des Stempelssehr verschiedenen Verhältnissen anpassen läßt. DurchÄnderung der Form und des Weges der Rutschplatte,durch zweckmäßige Wahl der Holzart sowie der Stärkeund Breite des Brettchens vermag man die Art undHöhe der Druckaufnahme in weitem Umfange zu verändern.Läßt man beim Stellen des Stempels die keilförmigeRutschplatte aufsitzen, statt sie herauszuziehen,so erhöht sich die Nachgiebigkeit desStempels, was im Betriebe zuweilen angebracht seinkann. Die weiterhin vorliegende Möglichkeit, durcheinen ändern Steigungswinkel für den Oberstempel dieDruckaufnahme zu beeinflussen, ist aus baulichenGründen beschränkt.A nw endung.Die Erörterung des Einflusses des Stahlausbausauf das Gebirgsverhalten und den Betriebsverlauf imallgemeinen sowie seiner Wirtschaftlichkeit liegtaußerhalb des Rahmens dieser Ausführungen. Es seinur kurz auf die Bedingungen hingewiesen, unterdenen sich der Toussaint-Heintzmann-Stempel bewährthat.Der Gebirgsdruck und die Absenkung der Dachschichtenhängen in ihren Ausmaßen einerseits vonden Gebirgsverhältnissen und anderseits von der Abbauweiseab. Die Wirkungsweise eines wiedergewinnbarenAusbaus muß sich diesen wechselnden Bedingungenanpassen können, wenn der Anwendungsbereichnicht beschränkt bleiben soll. Demnach ist eserforderlich, daß sich ein Stahlstempel sowohl beischwachem als auch bei starkem Abbaudruck und nichtnur bei festem und gutartigem, sondern auch bei nachgiebigemund gebrächem Hangenden und Liegendenbewährt. Er muß den Anforderungen der verschiedenenFlözmächtigkeiten, Abbauverfahren, Verhiebgeschwindigkeitenund Versatzarten genügen. DerStahlausbau ist bisher überwiegend auf die flacheLagerung beschränkt geblieben. Während bei Vollversatzund Blindortversatz meist eine Absenkungder Hangendschichten bestimmten Ausmaßes eintrittund gewünscht wird, ist bei Teilversatz ein starrerAusbau geboten. Die Nachgiebigkeit des Ausbausspielt für die Kohlengewinnung eine große Rolle, dasie den Gang der Kohle beeinflußt; auch in dieserHinsicht ist die Anpassungsfähigkeit eine Grundbedingungfür die Brauchbarkeit eines Stahlstempels.In Schrämbetrieben hat sich beispielsweise vielfacheine verringerte Nachgiebigkeit als zweckmäßig erwiesen.Abb. 11. Vollversatz von Hand, schwebender Ausbaumit I-Eisen.Da die Bauart des Toussaint-Heintzmann-Stempels gestattet, die Nachgiebigkeit in weitemUmfang zu verändern, genügt er den genanntenAnforderungen in hohem Maße. Er hat sichunter sehr verschiedenen Flözverhältnissen undebenso bei Vollversatz von Hand (Abb. 11) wiebei Blasversatz (Abb. 12), Blindortversatz (Abb. 13)Abb. 12. Blasversatz, ältere Stempelbauart,streichender Ausbau mit Holzkappen.Abb. 13. Blindortversatz, streichender Ausbaumit Schienen.und Teilversatz (Abb. 14) bewährt. Bei den Stempelnfür den Teilversatz im holländischen und PilsenerSteinkohlenbergbau (Abb. 14) wurde das Mindestmaßan Nachgiebigkeit durch Anwendung von nur 17 mm


904 Glückauf Nr. 38starken Brettchen erzielt. Die Abb. 11-14 geben gleichzeitigeinige Beispiele für die verschiedenen Anwendungsformendes Ausbaus mit diesem Stempel.Abb. 11 zeigt schwebenden Ausbau mit i-Eisen,Abb. 12 streichenden Ausbau mit Holzkappen,Abb. 13 streichenden Ausbau mit Schienen, Abb. 14schwebenden Ausbau mit Holzkappen. Außer Abb. 13,die den Schlitzkopf erkennen läßt, sind auf allen Abbildungendie Stempel mit dem Universalkopf versehen.Vielfache Anwendung hat der Stempel auchfür den Ausbau der Blindörter gefunden. Den Beanspruchungendes Betriebes hat er sich infolgeseiner kräftigen Bauart überall als gewachsen erwiesen.Ausbesserungen, soweit sie überhaupt erforderlichwerden, halten sich in bescheidenenGrenzen.Aj


21. September 1935 Glückauf 905großem Maße auch von der Beschaffenheit der Rohkohlemit ihren naturgegebenen Eigenschaften abhängig.Die aufbereitungstechnische Untersuchungeiner Wäsche hat daher mit der Ermittlung derWaschkohlencharakteristik, also von der stofflichenSeite aus, zu beginnen.Da sich die Rohkohlenbeschaffenheit und derAbsatz im Laufe der Zeit stets in gewissem Umfange,aber in meist nicht genau voraussehbarem Sinneändern, ist in jedem Falle grundsätzlich eine möglichstgroße aufbereitungstechnische Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeitder Wäsche erwünscht, und zwardurch Schaffung von Umstellungsmöglichkeiten aufdie jeweilige Kohlenart und die voraussichtliche Entwicklungder Güteanforderungen. Die Auswahl derWäscheeinrichtungen ist den absatz- und aufbereitungstechnischenÜberlegungen unterzuordnen.Bei der R ohkohlensorten-V erladung kommt esauf die gute Mischung von Flözkohlen mit nicht zugroßen Güteunterschieden sowie auf schonende Behandlung,erforderlichenfalls mit Hilfe von Verladesenkernan. Wichtig sind ferner das einwandfreie Ausklaubender Reinberge, durchwachsenen Stücke undSchwefelkiesknollen, ein gutes Aussehen der Kohle,genügende Festigkeit der Stücke, geringer Grusgehaltsowie die Überwachung der sonstigen von dem Verwendungszweckabhängigen Güteeigenschaften, wieGehalt an flüchtigen Bestandteilen, Aschen- undSchwefelgehalt, Heizwert, Aschenschmelzverhalten,Verkokbarkeit usw. Zur Schonung der hochwertigenStückkohlen und der groben Nüsse dürfte sich fürweite Frachtwege an Stelle der offenen Eisenbahnwagendie Verwendung besonderer Behälter- oderKübelwagen, zumal wegen des hierbei möglichenschonendem Umschlags in Schleppkähne oder Überseedampferempfehlen.Das in den letzten Jahren zu beobachtende Bestreben,die Förderkohle teilweise trocken aufzubereiten,hat weniger eine Verringerung des durchschnittlichenAschengehaltes als den Absatz unreinerer,stückärmerer Flözkohlen nach Aufbereitungder nicht klaubefähigen mittlern Körnung zum Ziel.Durch diese Maßnahme kann in geeigneten Fällen dieKohlengrundlage erheblich verbreitert und eine Beeinträchtigungder Güte bei den übrigen Kohlensortenvermieden werden.Grobkornaufbereitung.rechnet, die nach ihrem spezifischen Gewicht eigentlichnicht zu diesem Gut gehören. Die große wirtschaftlicheBedeutung der Setzmaschine fordert einegenaue ständige Überwachung ihrer Arbeitsweise,hauptsächlich hinsichtlich der Ober- und Unterwassermengesowie der Hubzahl und Hubhöhe mit dem Zielder Verbesserung ihrer Trennschärfe.Durch die Grobkornaufbereitung sollen verkaufsfähigeNüsse bei möglichst großem mengenmäßigemAusbringen hergestellt werden, indem man lediglichdie reinen Berge und Verwachsungen aus der Rohkohleabstößt und dadurch auch die übrigen Güteeigenschaftender gewaschenen Nüsse bis zu einemgewissen Grade verbessert.Die Betriebsergebnisse einer mit einem selbsttätigenBergeaustrag ausgerüsteten Grobkornsetz-jWr10 .A u fb e re itu n g ste c h n isc h e B eu rteilu n g .Als Aufbereitungsverfahren kommen für dasGrobkorn die Setzmaschinenarbeit, die Aufbereitungin Rheorinnen, die Trockenaufbereitung und dasSchwerflüssigkeitsverfahren in Betracht. Die Setzmaschineherrscht in der Kohlenaufbereitung desRuhrbezirks vor, und zwar werden Strom- und gelegentlichauch Batteriesetzmaschinen, ihrer Arbeitsweisenach meist Kolben-, seltener Luftsetzmaschinen,angewandt.Die S e tz m a sc h in e ist das Herz der Naßwäsche,da von ihrer Bauart, Arbeitsweise und Belastung inerster Linie der aufbereitungstechnische Erfolg, d. h.bei einer bestimmten Rohkohle das Ausbringen undder Aschengehalt sowie Art und Umfang der Fehlausträgeund damit die Reinheit der Erzeugnisse abhängen.Zu den Fehlausträgen werden die Erzeugnissein der Kohle, dem Mittelgut und den Bergen geo..5^7-.


906 Glückauf Nr. 38maschine seien an Hand der Abb. 16-24 und derZahlentafel 4 besprochen. Die Beschaffenheit desWaschgutes, also der Setzmaschinenaufgabe, geht ausden SS-Kurven in den Abb. 16 und 17 hervor, wobeiim Rohgrobkorn 30-80 mm ein größerer Anteil anVerwachsungen und reinen Bergen als im Mittelkorn6-30 mm festzustellen ist. Das theoretisch erreichbareAusbringen an Kohle mit 5 o/o mittlerm Aschengehaltbeträgt beim Grobkorn nur 65 o/0 und steigtim Mittelkorn auf 83 °/o an. Hierbei würde in Nuß Iund II die aschenreichste Schicht 15 o/o, in Nuß III,IV und V aber 30 o/o Asche enthalten und dementsprechendbei der Trennung eine unterschiedlichem ittle r e Gewichtsgrenze von 1,44 bzw. 1,59 angewandtwerden müssen. Die SS-Kurven der gewaschenenNußkohlen I und IV (Abb. 18 und 19)o10k “ %30&901I4.VS O1ii1 \i\—it9 ,9 % /\ c~cht '3 * -ge,lüöer ~,75% Asche,-\ '59; \30%1\ \\ \ \V \1§\100 IW 'sus/r lit tt5%A VA VA>sr?7.59//% *// 77, 77, • // ‘7 / ' / / /. .Aschengeha/f1,2 1.0 1,0 IS 1,6 1 / 16 1,9 2,06pez. Qe/v/cMAbb. 19. SS-Kurve des Mittelgutes,Kornklasse 10-20 mm.10 20 00 OO 50 60 70 SO 90 % 100Ascheageha/f1,2 1,3 1,9 15 1,6 1,7 1,3 19 2,0


21. September 1935 Glückauf 907Wendung der SA- und SS-Analyse, sondern nur durchgleichzeitige mengenmäßige Feststellung der einzelnenErzeugnisse.Aus der Zahlentafel können alle wissenswertenAngaben ohne weiteres abgelesen werden. Das Ausbringenan gewaschenen Nüssen beträgt 72,37 o/o derSetzmaschinenaufgabe, ihr mittlerer Aschengehalt beläuftsich auf 5,43 o/o. Im Durchschnitt ist in den 5Nußkohlensorten eine Fehlaustragmenge von 4,87 o/o,bezogen auf die Nußkohlenmenge, oder 3,51 o/0, bezogenauf die Setzmaschinenaufgabe, enthalten, die beidem verhältnismäßig hohen mittlern Aschengehalt von32,4 o/o sehr unrein ist und den durchschnittlichenAschengehalt der reinen Nüsse von 4,02 auf 5,43 o/0,also um 1 , 4 o/o erhöht hat.Das Mittelgut, das seiner Zusammensetzung nachimmer ein Mischprodukt aus Kohle, echtem Mittelgutund Bergen darstellt, enthält, auf die Setzmaschinenaufgabebezogen, 1,79 o/o Kohle, 2,97 o,/0 echtes Mittelgutund 1,81 o/o Berge. In den Waschbergen schließlichsind neben 0,28 o/o Kohle noch 1,31 o/o echtesMittelgut, zusammen also 1,59 °o Fehlausträge vorhanden,so daß als Kennziffer für die Trennschärfedieser Setzmaschine bei der vorliegenden Rohkohledie Überdeckung der Trennschichten zwischen Kohleund Mittelprodukt einerseits sowie Mittelprodukt undBergen anderseits mit etwa 1,6 —1,8 o/o der Setzmaschinenaufgabeangegeben werden kann, ein Ergebnis,das unter Berücksichtigung der schwierigemKohlenart und der recht weiten Kornklasse 6-80 mm40 SO 60 70 60 SO % 700Aschengeha/f7,2 7,3 7,4 7,5 7,6 7,7 7,6 7,S 2,0öpez. (feTO/cMAbb. 22. SS-Kurve des im Walzenbrecher auf 30 mmKorngröße zerkleinerten Mittelgutes, Kornklasse 10-30 mm.4 0 S O 6 0 7 0 6 0 S O % 7 0 0Aschengefja/f7,2 7,3 7,4 7,5 7,6 7,7 7,6 7,S 2,0tSpez. Qe/v/MAbb. 23. SS-Kurve der auf 10 mm Korngrößezerkleinerten Dichtestufe 1,5—1,8 des Qrobmittelgutes,Kornklasse 0,3-10 mm.Z a h le n ta fel 4. Betriebsergebnisse einer Grobkornsetzmaschine.4>B e t r i e b s e r g e b n i s s e d e r S e t z m a s c h i n eS e t z m a s c h i n e n -a u s t r ä g eK o r n ­g r ö ß eV o nd e rR o h ­f ö r d e ­r u n g.ü 3>O u-< 71 3rt>- EV V" ° .S7O7 i/,> MsE *“O» 4-11=13 bf>o ~ £J- 5v J VT i s : b ß° Cz= ■*-% nJ=< M.Jj b ir t_ : = 2= tu Eo > >-"tu £ W •^ . s - S- d - g Ü ?—


908 Glückauf Nr. 38als zufriedenstellend bezeichnet werden darf. DerAnfall an Mittelgut in Höhe von 6,57 o/o der Setzmaschinenaufgabeerscheint im Vergleich zur Rohkohlencharakteristik(Abb. 16 und 17) zu niedrig,wogegen die Waschbergemenge mit 14,58o/0 den aufGrund der SS-Kurven zu erwartenden Umfang übersteigt.Diese Unstimmigkeit findet in der Tatsacheihre Erklärung, daß bei der Rohkohle der Trennungsschnittzwischen Mittelgut und Bergen durch dieSchicht mit 60 o/0 Asche gelegt worden ist, währendim praktischen Wäschebetrieb mit Rücksicht auf dasKesselhaus ein Brennstoff mitgeringerm Aschengehalthergestellt und daher Mittelgut und Berge bei demniedrigem spezifischen Gewicht 1,8 getrennt werdenmußten. Die Nußabrieb- und Schlammenge von 6,48 " oder Setzmaschinenaufgabe kann man als verhältnismäßiggering bezeichnen. Allerdings ist der mit demMittelgut und den Waschbergen ausgetragene Abriebnicht erfaßt und ferner nur die Beanspruchung derKohle von der Vorklassierung, bei der das abgesiebteGrobkorn bereits eine gewisse Unterkornmenge enthält,bis zur Verladung festgestellt worden, ln derHauptsache wird der aschenarme Abrieb bei der Nußnachklassierungund in den Nußtaschen entstehen.■ m tfoM e [m il /i/ffe/proc/u/rf/Vufs/roMeni-y= 72,v %, 5 .0 % + ;ofrne Fefj/austräge qo %/4.feh/aos/räae m.// 32.0 % Asc/re■ 3 ,5 % ( / e r t S e / z m a s c / r m e n a u / g a ö e~09% * /Vu/s/iob/enmenne \, 1 l f T T .Abr/eb oSc/r/amm^ 6,5%. 6.5 %A',2Z2%k\ I , I , T" I l\« 5 ,2 % » . \ n / / e /0 r o ( /( y /( /= 6 .6 % . 3 5 % A f50 60Asc/jengefyg/ff %/>.%ß.EZ3 A ör/eö / 6cMamm XZZÄ B ergeAbb. 24. Zusammensetzung der einzelnen Erzeugnisseeiner Grobkornsetzmaschine.Das Ausbringen an verkaufsfähigen Nüssen wirdbei diesem Waschverfahren durch die im Mittelgutund in den Bergen enthaltenen Kohlen nur um1 ,79 +0,28 = rd. 2 o/0 der Setzmaschinenaufgabe, alsoin viel geringerm Umfange als durch die Abriebbildungbeeinträchtigt. Dieses günstige Ergebniskonnte jedoch nur dadurch erzielt werden, daßweniger scharf gewaschen und eine immerhin beträchtlicheBrandschiefermenge mit den reinen Kohlenausgetragen wurde.Müssen die Fehlaustragmengen wegen der nichtdurchgeführten gewichtsmäßigen Feststellung dereinzelnen Erzeugnisse auf die Kohlen-, Mittelgut- undBergemenge bezogen werden, dann ergeben sich, inHundertteilen ausgedrückt, für das mengenmäßigkleine Mittelgut die ungünstigsten Werte: 27,2«,,Kohle, 45,2 o/o echtes Mittelgut und 27,6 o/0 Berge.Diese Zahlen würden bei einer Rohkohle mit höhermVerwachsungsgrad, d. h. Mittelproduktanteil, entsprechendgünstiger ausfallen, was auch aus der anteilmäßigenZusammensetzung der im vorliegendenFalle in größerer Menge anfallenden Waschberge zuentnehmen ist: 2 o/o Kohle, 9 o/0 Mittelgut, 8 9 o/o reineBerge.Die schaubildliche Darstellung der Setzmaschinen-Betriebsergebnisse in Abb. 24 läßt Menge und mittlernAschengehalt der hinsichtlich ihrer Zusammensetzungunterteilten Erzeugnisse erkennen, wobei vor allemder recht hohe Aschengehalt der Fehlausträge in dengewaschenen Nußkohlen und der sehr niedrigeAschengehalt der fehlaustragfreien reinen Kohlenauffallen.Die Trennungsgüte des Setzverfahrens ist von derAufbereitungsfähigkeit der Rohkohle sowie von derBauart, Betriebsweise und Belastung der Setzmaschineabhängig und bedingt ihrerseits das Ausbringen anKohle sowie den Umfang der Fehlausträge.In dem unzweifelhaft mit größerer Trennschärfearbeitenden S c h w e rflü ssig k e itsv e rfa h re n , dasin Deutschland vor etwa 2 Jahren zuerst auf derGrube Sophia-Jacoba unter Anwendung einer neuartigenSchwerspat-Tontrübe Eingang gefunden hat,ist der Setzarbeit ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbererstanden, wobei die Rohkohle ganz strengnur nach dem spezifischen Gewicht getrennt wird,Dagegen\iVojc/i6erçe^/(;5%\69,o%A. j90 % fOOerfolgt die Schichtung der Rohkohle aufdem Setzbett nach dem Gesetz derGleichfälligkeit unvollkommen, da hierbei3 Faktoren — das spezifische Gewicht,die Korngröße und die Kornform— eine Rolle spielen und sichgegenseitig beeinflussen. Wie durchzahlreiche Probenahmen vom Setzbetteiner Feinkornsetzmaschine nachgewiesenwerden konnte, tritt im obern Teilder Schichthöhe bei den nur geringenUnterschieden im spezifischen Gewichtder reinen Kohlenteilchen keine eigentlicheSchichtung ein. Diese wird erst inder Nähe des Scheitelpunktes der Schichtenkurvefestgestellt, und zwar in derRegel so deutlich, daß sie mit einemStab von Hand abgetastet und mit Hilfeeines Schwimmers für die Betätigung derselbsttätigen Bergeaustragvorrichtungenausgenutzt werden kann. Hiermit istschon die Grenze des Setzverfahrens angedeutet, dasdemnach versagen muß, wenn die Trennung zwischenKohle und Mittelgut in einem Punkt des steilen obernAbschnittes der Schichtenkurve, also nicht unwesentlichoberhalb ihres Scheitelpunktes, erfolgen soll. DieWäsche arbeitet dann nicht mehr stetig, und dieAschengehalte der Kohle weisen große Schwankungenauf.Das Ziel der Wäscheuntersuchung und laufendenSchürfern Überwachung der Setzmaschinenausträgemuß darauf gerichtet sein, die günstigsten Arbeitsbedingungenzu erforschen und nach Möglichkeit einzustellen,damit auf diese Weise Ausbringen undTrennungsgüte verbessert werden.Eine möglichst gleichmäßige Aufgabe hinsichtlichMenge, Kornzusammensetzung und Güte erleichtertdie Setzarbeit erheblich, wobei außerdem ein gewisserBergeanteil in der Rohkohle zur Bildung des Bergebetteserwünscht ist. Wenn daher mit Rücksicht aufdie Schonung des Grobkorns der Rohkohlenturmgrundsätzlich ausgeschaltet werden soll, so muß manden Ausgleich der Förderschwankungen dadurch zu


21. September 1935 Glückauf 909erzielen suchen, daß man die Speicherung — inübrigens schonendster Weise — gewissermaßen in dieFörderwagen verlegt, wobei der Umfang des Förderwagenbestandesund der Aufstellungsmöglichkeitenausschlaggebend sind. Die Gleichmäßigkeit der Rohkohlengütesetzt die schon aus absatztechnischenGründen mehrfach geforderte Mischung der Flözkohlenvoraus.Die selbsttätige B e rg e a u s tra g v o rric h tu n g ,die neuste und wichtigste Verbesserung beim Setzverfahren,schafft durch die Einhaltung einerk o n stan ten Bergebetthöhe günstigere Betriebsbedingungenfür die Setzmaschine, ohne daß jedochdie eigentliche Aufbereitungsfähigkeit der Rohkohlehiervon berührt wird. Der Bergeaustrag kann und sollnur den Zweck haben, auch bei mengen- und gütemäßigenSchwankungen in der Aufgabe eine bestimmteTrennschicht einzuhalten und dadurch eine gleichmäßigereaufbereitungstechnische Güte der Austrägezu gewährleisten, die in der durch Stichproben zuüberwachenden Fehlaustragmenge zum Ausdruckkommt, aber bei den oft erheblichen Unterschiedenim ursprünglichen Aschengehalt der einzelnen Flözkohlennicht ohne weiteres gleichbedeutend mit demrnittlern Aschengehalt der Nüsse ist. Der Einbaudieses neuen Hilfsgerätes ist besonders bei Schwankungenin der Aufgabemenge unbedingt am Platze.Zur Verbesserung der Trennschärfe empfiehlt sichnamentlich bei einer schwer aufzubereitenden undbrandschieferreichen Rohkohle die Unterteilung desGrobkorns in zwei oder mehrere Kornklassen, weilsich dadurch für die einzelnen Setzmaschinen bessereEinstellungsmöglichkeiten der für die jew eiligeKornklasse günstigsten Arbeitsbedingungen ergebenund ferner der Einfluß der Korngröße und Kornformbei der Setzarbeit vermindert wird. Weiterhin wirdman hinsichtlich des Aschengehaltes in den einzelnenNußkohlensorten, die bei der Aufbereitung des gesamtenGrobkorns auf einer Stromsetzmaschinezwangsläufig einen meist vom groben zum feinenKorn ansteigenden Aschengehalt aufweisen, viel unabhängigerund daher in verkaufstechnischer Hinsichtbeweglicher.Die Aufbereitung des U n te rk o rn s, d. h. desFehlkornes der Vorklassierung, ist auf der Grobkornsetzmaschinewegen der andersartigen Arbeitsbedingungen,hauptsächlich der Hubhöhe und Hubzahl, inder Regel beträchtlich schlechter als auf der Feinkornsetzmaschine.Der in den Bergen und im Mittelgutauftretende Kohlenverlust stellt sich, wie Untersuchungenbei derselben Rohkohlenbeschaffenheit ergebenhaben, bei Kolbensetzmaschinen wegen dergroßem Saugwirkung im allgemeinen höher als beiLuftsetzmaschinen. Dieser Nachteil läßt sich durcheinen stärkern Unterwasserstrom zum Teil wiederausschalten. Grundsätzlich sollte jedoch auf Grundsolcher Feststellungen besonders bei der Anwendungvon Kolbensetzmaschinen ein möglichst hoher Siebgütegradder Vorklassierung gefordert werden, derdann gleichzeitig den Nachteil, daß sich diese Fehlkornmengenicht entstauben läßt, vermeiden würde.Die flache K o rn fo rm bereitet bei der Setzarbeitebenfalls Schwierigkeiten, die wegen des Zusammenhangesmit der verkaufstechnisch so wichtigen Brandschieferfragebesondere Aufmerksamkeit verlangen.Die flachen Brandschiefer oder verwachsenen Stückelassen sich nur bei sehr scharfem Waschen und einemdadurch bedingten geringen Ausbringen an Kohle indas Mittelprodukt drücken, ein Verfahren, das aberunwirtschaftlich ist, weil gleichzeitig zahlreiche nochverkaufsfähige Kohlenstücke verlorengehen. Manwäscht zweckmäßig weniger scharf bei höhermKohlenausbringen und entfernt den Brandschiefer,die Matt- und Pseudokennelkohle sowie sonstige unansehnlicheStücke nachträglich aus den gewaschenenNüssen durch Schieferausscheider oder Ausklaubenvon Hand.Man kann die flach geformten Stücke auch bereitsaus dem Grobkorn vor der Setzmaschine auf trocknemWege entfernen, indem man die vorklassierteRohkohle über einen Scheibenrost leitet, wobei sichdie flachen Kohlen- und Bergestücke hochkant stellenund durch den Rost mit einstellbarer Spaltweisehindurchfallen.Durch die Unterteilung der Kornklasse 1 0 - SO mmin wenigstens zwei Korngrößen und die getrennteAufbereitung des Grob- und Mittelkorns wird die Ausscheidungdes flachen Korns auf der Setzmaschineerleichtert. Neuerdings verwendet man auch einen sogenanntenSetzbettregler, der aus dreieckigen, in dasSetzbett eintauchenden Hohlkörpern besteht undneben der bessern Reglung des Setzbettes die auf demBett flach liegenden Brandschieferstücke hochkantaufrichten soll, als Hilfsmittel für eine bessere Brandschieferausscheidung.Treten in den feinen Nüssenzahlreiche den rnittlern Aschengehalt über das zulässigeMaß erhöhende Brandschieferplättchen auf,dann ist zur Vorklassierung vielleicht ein Scheibenrostangebracht, der die flachen Schieferstückchen alsÜberkorn auf die Feinkornsetzmaschine gelangen läßt,wo sie nach dem Gesetz der Gleichfälligkeit mitgrößerer Wahrscheinlichkeit im Mittelprodukt odersogar mit den Bergen ausgetragen werden.Am besten wird der Brandschiefer mit Hilfe deshinsichtlich der Korngröße und Kornform unempfindlichenSchwerfälligkeitsverfahrens entfernt, wobeiaußerdem eine bessere Trennung von Kohle undMittelgut als bei der Setzarbeit erzielt wird. In denSchwimm- und Sinkprodukten treten nicht nurweniger Fehlausträge auf, sondern es läßt sich aucheine Verbesserung der Beschaffenheit dieser Fehlausträgefeststellen, da ihr Aschengehalt dem derTrennschicht sehr nahe kommt und daher den rnittlernAschengehalt der Kohle nicht mehr in so erheblichemMaße wie bei dem oben angeführten Beispiel zu beeinträchtigenvermag.O 10 20 30 90 50 60 70 SO 90 % 700Aschenpeha/f1,2 1,3 1,9 1,5 1,6 1,7 1,3 7,9 2,0Spez. (jem/c/j/Abb. 25. SS-Kurve der Waschberge einer Grobkornsetzmaschine(Fettkohle), Kornklasse 10-80 mm


910 Glückauf Nr. 38Die M itte lp ro d u k tfra g e ist natürlich für starkverwachsene Kohlen besonders wichtig, und zwar istdie Art der Weiterbehandlung in erster Linie von derAufschluß- und Verwendungsmöglichkeit des Grobmittelproduktsabhängig. Im allgemeinen wird durchdas Brechen des Mittelgutes kein Aufschluß erzielt,wie dies die bereits besprochenen SS-Kurven in denAbb. 20, 22 und 23 sowie die SS-Kurven des Mittelguteseiner Fettkohlenwäsche (Abb. 26-28) vor undhinter dem Brecher bestätigen.Die SS-Kurve in Abb. 25 läßt die ungewöhnlichgute Charakteristik der Grobberge, Kornklasse 10 bis80 mm, mit lediglich 4 o/0 Mittelgut erkennen, wobeifür die Trennung zwischen Mittelgut und Bergen diespezifische Gewichtsgrenze 1,8 zugrunde gelegtworden ist. Diese Reinheit der Berge war aber nurdurch einen höhern Bergeanteil im Mittelgut von 35 o/azu erkaufen (Abb. 26). Der Anteil an echten Verwachsungenim ungebrochenen Grobmittelprodukt mit56,5 o/o ist bei dem geringen Verwachsungsgrad derRohkohle von etwa 5 o/0 zufriedenstellend. DerMittelgutcharakter hat durch das Brechen auf etwa30 mm Korngröße keine Änderung erfahren, da diebeiden SS-Kurven in den Abb. 27 und 28 von denKornklassen 20-30 und 10-20 mm des gebrochenenMittelgutes denselben Verlauf wie die Kurve des ungebrochenenMittelproduktes zeigen; ein eigentlicherAufschluß der Verwachsungen in reine Kohle undreine Berge ist also nicht eingetreten, sondern lediglicheine Zerkleinerung des Mittelgutes.Diese an sich unerfreuliche Tatsache ist bei ändernähnlichen Untersuchungen, auch beim Brechen vondurchwachsenen Stücken, immer wieder beobachtetworden und läßt sich durch die Flözausbildung erklären.Die Aufschlußmöglichkeit der Verwachsungenhängt nämlich von der Mächtigkeit der Bergestreifensowie von der Beschaffenheit der Grenzfläche zwischender Kohle und den Bergen ab. Ist die Kohle anden Bergestreifen nicht angebrannt, dann werdensich diese Schichten bereits bei der Kohlengewinnungvoneinander lösen; der natürliche Aufschluß wird vondem Kohlenhauer selbst herbeigeführt, worauf bei derBesprechung der SS-Kurve in Abb. 1 2 schon hingewiesenworden ist. Die feinen Bergestreifen dagegensind mit der Kohle meist so innig verwachsen, daßsie sich beim Brechen nicht voneinander lösen undein gewisser Aufschluß daher erst bei einer Zerkleinerungauf die der Mächtigkeit dieser Einlagerungenentsprechende Korngröße, d. h. meist aufFeinkohlenkörnung, erwartet werden darf.ln allen Fällen machen sich aber beim Brechender echten Verwachsungen folgende Nachteile geltend:1. Neubildung von meist sehr aschenreichem Schlamm,besonders bei starkem Lettengehalt der Rohkohle undgrößerm Bergeanteil im Mittelgut, 2. Verunreinigungdes Waschwassers, 3. Erhöhung des Aschen- undFeuchtigkeitsgehalts der gewaschenen Feinkohle. Überden Umfang der Schlammneubildung durch dasBrechen des Grobmittelproduktes unterrichten die/!sc/jenffe/ia/1


21. September 1935 Glückauf 911Körnungskurven in Abb. 29, worin die obere Kurvedie Kornzusammensetzung des ungebrochenen, dieuntere die Körnung des gebrochenen Atittelguteswiedergibt, bei der noch 45 Gew.-o/o eine Korngrößevon mehr als 10 mm aufweisen. Der Kornanteil unter0,5 mm, d. h. die Schlammenge, ist von 1 , 6 auf 1 1 ,5 ob,also auf das Siebenfache angestiegen und hat densehr hohen Aschengehalt von 40 o/o. Zur Vermeidungdes entsprechend großen nachteiligen Einflusses derNachwäsche auf die Feinkohlengüte wurde von vornhereinein getrennter Waschwasserkreislauf vorgesehenund später mit Rücksicht auf den Aschengehaltsogar auf den Austrag von Feinkohle bei derNachsetzmaschine verzichtet.Wegen dieser erheblichen Nachteile sollte maneigentlich, solange noch Kesselkohlenbedarf besteht,ein n icht aufschließbares Mittelgut ebenso wie feindurchwachsene Stücke mit Rücksicht auf die Güteeigenschaftender Nüsse und der Feinkohle nichtbrechen und nachwaschen. Letzten Endes fällt nämlichbei der Nachaufbereitung der gebrochenen Verwachsungender größte Teil doch wieder als Kesselkohlean, jedoch feinkörniger und deshalb auch erheblichfeuchter als bei sofortiger Ausscheidung.Das Nachwaschen des gebrochenen Mittelgutes istwahrscheinlich von der Erzaufbereitung, bei der esmit Rücksicht auf die Verwachsungen der Erze unddas angestrebte höchste Metallausbringen am Platzeist, übernommen worden, ohne daß man meines Erachtensdie grundsätzlich verschiedenartigen Ziele derErz- und Steinkohlenaufbereitung genügend beachtethat. Ein verwachsenes Erz kann für die Verhüttungwertlos sein und m uß daher unter allen Umständendurch weitere Zerkleinerung, die nicht wie bei derKohle zwangsläufig mit einer Wertverminderungverbunden zu sein braucht, aufgeschlossen werden;dies gilt besonders für wertvolle Erze zur Erzielungeines möglichst hohen Metallausbringens. Die Verwachsungender Kohle dagegen können als nicht verkäuflicheminderwertige Brennstoffe mit wirtschaftlichemNutzen in den Feuerungen der Zeche selbstverwertet werden. Bei der Steinkohlenwäsche kommtes nicht, wie bei der Erzaufbereitung, auf den»Wirkungsgrad« des Kohlenausbringens an, sondernauf die Herstellung v erk äu flich er Kohlensorten.Solange daher durch das Brechen und Nachwaschenverwachsener Stücke und Nüsse die Beschaffenheitder Erzeugnisse nicht wesentlich beeinträchtigt wird,ist vom Absatzstandpunkt aus die Anwendung diesesVerfahrens an sich zulässig.Die Nachwäsche, die in vielen AufbereitungenEingang gefunden hat, soll, besonders bei wenigeraufbereitungsfähiger Rohkohle, auch zur Überwachungder Hauptsetzmaschine und zur Verbesserungdes Kohlenausbringens dienen. Dieses Zielläßt sich durch das am besten stufenweise vorgenommeneBrechen eines Mittelgutes selbst beischlechter Aufschlußmöglichkeit deswegen bis zueinem gewissen Grade erreichen, weil in den kleinernNüssen und in der Feinkohle im allgemeinen aschenreichereSchichten als in den groben Sorten enthaltensind. Für die Hintereinanderschaltung bieten sich verschiedeneWege. Unvorteilhaft ist die Wiederaufgabeder gröbern Kornklasse des gebrochenen Mittelproduktesauf die Grobkornsetzmaschine, namentlichbei großem Brandschiefergehalt, weil diese Stückewährend ihres ständigen Kreislaufes entweder zuSchlamm zerrieben oder mit den Kohlen ausgetragenwerden. Man sollte zum mindesten versuchen, durchScheibenroste, Spaltsiebe oder ähnliche Einrichtungenvorher die f lach sch ieferig en Berge aus dem Mittelgutauszuscheiden. In einem Sonderfall reicherten sichbei diesem Kreislauf des gröbern Korns im Setzbettsehr feste, gegen Abrieb unempfindliche Mattkohlenstückein derartiger Menge an, daß ihre Wiederaufgabeauf die Setzmaschine unterbleiben und eine sofortigeAusscheidung mit anschließender Verwendung imKesselhaus erfolgen mußte. Zur Wäscheuntersuchunggehört auch die Ermittlung des Umfanges der A b­rieb b ild u n g , die nicht nur vom aufbereitungstechnischenStandpunkt aus wegen der Verschiebungdes Verhältnisses zwischen Grob- und Feinkorn, dererforderlichen Entfernung des Abriebs aus den gewaschenenNußkohlen sowie der unerwünschtenStaub- und Schlammneubildung von größter Bedeutungist. Die Schonung des Grobkorns in derWäsche muß vielmehr mit Rücksicht auf die Sortehfragewegen der Zertrümmerung der wertvollengroben Nüsse und der entsprechenden Feinkohlenvermehrungum etwa 10-25 o/o der ganzen Förderungauch aus absatztechnisch-wirtschaftlichen Gründenunbedingt gefordert werden. Der Abriebbildung wirdam wirksamsten durch die Vermeidung des freienFalles der Kohle in Becherwerksgruben, Rohkohlenbehälternusw. begegnet, indem man z. B. den Durchgangdes Schwingsiebes, also das Waschgut, inschonendster Weise auf Bändern auffängt und ebenfallsmit Bändern an Stelle von Becherwerken unterUmgehung des Rohkohlenturms in die Wäsche befördert.Das sehr große Ausmaß der Kohlenzertriimmerungin einem alten, mehr als 1 0 0 0 t fassendenRohkohlenbehälter geht aus den Körnungskurvenin Abb. 30 hervor, wobei zunächst auf die ungewöhnlichstarke Verringerung der gröbsten Nußkohlensorteauf die Hälfte hingewiesen sei. Die Erhöhung derRohfeinkornmenge durch Zertrümmerung der Nüssebeträgt 6 o/o, bezogen auf die Wäscheaufgabe, oder15,4, bezogen auf die Grobkornmenge. Außerdem tritteine für die Aufbereitung besonders nachteilige Staubneubildungvon 3,3 o/o der Rohfeinkornmenge ein. DieZertrümmerung der Kohle hat eine Erlösverminderung100v soI3 soI c, 70\% 60'S“\20%2010ö l3 L /b n e u ö //c/u r7 ff.2 %des h&sc/jgir/es3,3% c/er/to/fem-’/ 'f o r n m e o g eFe/nfrornneub/'/c/v/iff6 % t / e s t t f e s c O g i / l e s I0100 50 5 2>S/eööf/7i/m/0,5 0,3 0,2/77/77 0,7Abb. 30. Körnungskurven des Waschgutes vor und hinterdem Rohkohlenbehälter einer Fettkohlenzeche.


von etwa 30 Pf. je t Waschgut zur Folge. Anderseitsbedingt eine weitgehende Schonung der Kohlezwangsläufig eine etwas größere Abriebsempfindlichkeitder gewaschenen Nüsse und die Bildung einerentsprechend großem Grus- und Fehlkornmenge inden Nußtaschen, die aber bei der Verladung ausgesiebtwird.Nach den dargelegten aufbereitungstechnischenGesichtspunkten müssen auch die übrigen Verfahrender Grobkornbehandlung, nämlich das Rheorinnen-,Trockenaufbereitungs- und Schwerflüssigkeitsverfahren,untersucht werden. Bei der Gegenüberstellungder Vor- und Nachteile der einzelnen Arbeitsweisensowie für die Auswahl der geeignetsten Einrichtungensind jedoch die absatztechnisch-wirtschaftlichen Gesichtspunktevon ausschlaggebender Bedeutung unddaher gebührend zu berücksichtigen.A bsatz te c h n isc h -w irtsc h aftlic h e B eurteilung.Das absatztechnische Ziel der Grobkornaufbereitungbesteht in der Herstellung verkäuflicher Nüssemit handelsüblichem mittlern Aschengehalt und fürden Verwendungszweck geeigneten sonstigen Güteeigenschaften.Die Wäscheerzeugnisse sollten regelmäßiguntersucht werden auf Feuchtigkeits-, Aschen-,Gas- und Schwefelgehalt, Heizwert, Aschenschmelzverhalten,Backfähigkeit und Festigkeit, da von diesenGrundeigenschaften die Verwendungs- und Absatzfähigkeitder Nüsse in hohem Maße abhängt. Diegröbern Nüsse, namentlich die wertvollen NußkohlenI und II, werden außerdem weitgehend nach ihremA ussehen beurteilt, wobei die Frage der noch zulässigenaschenreichsten Schicht in der Kohle, dieFehlausträge sowie das Fehlkorn, also die AbriebundGrusbildung, eine sehr wichtige Rolle spielen.Da die Setzmaschine die Rohkohle nach demGesetz der Gleichfälligkeit aufbereitet, werden vonihr in einer für den Verkauf vorteilhaften Weise diegröbern Kornklassen stets schärfer gewaschen, so daßder mittlere Aschengehalt der Nüsse von der grobenzur feinen Sorte hin ansteigt, obwohl der ursprünglicheAschengehalt in den großem Kohlenstückenmeist höher liegt als im feinen, besser aufgeschlossenenKorn.Das Setzverfahren trennt aber Kohle und Mittelgutnicht nach dem Aussehen, sondern nach demspezifischen Gewicht und der dazugehörigen aschenreichstenSchicht. Da dieselben aschenreichstenSchichten verschiedener Flöze ein stark unterschiedlichesAussehen, z. B. durch Mattkohlen- oder Pseudokennelkohlenstücke,aufweisen können, empfiehlt sichals Ergänzung der Setzmaschinenarbeit unter Umständen,wenigstens für die groben, vielfach schwerabzusetzenden Nüsse, ein nachträgliches Ausklaubensolcher unansehnlichen Stücke. Die meisten Beanstandungender Nüsse sind jedoch auf die Fehlausausträgemit in der Regel flacher Kornform zurückzuführen.In dieser Hinsicht würde das Schwerflüssigkeitsverfahrenmit seiner großem Trennungsgüteund Unempfindlichkeit gegenüber der Kornform Abhilfeschaffen und außerdem bei demselben mittlernAschengehalt der Nüsse ein höheres mengenmäßigesAusbringen erreichen. Bei der Aufbereitung brandschiefer-und verwachsungsreicherer Rohkohlen aufder Setzmaschine sind grundsätzlich die Unterteilungdes Grobkorns in wenigsten? zwei Kornklassen unddie Anwendung selbsttätiger Bergeaustragvorrichtungenzu fordern.Die verkaufstechnische Beurteilung der einzelnenNußkohlensorten muß von ihrem Verwendungszweckausgehen. Da der größte Teil der Nüsse verfeuertwird, haben der Gehalt an flüchtigen Bestandteilen,der Heizwert (abhängig von dem Aschen- und Feuchtigkeitsgehalt),das Aschenschmelzverhalten, dieFestigkeit sowie Grus- und Fehlkornfreiheit der Nüsseund schließlich die Gleichmäßigkeit der Güteeigenschaftenbesondere Bedeutung. Häufig ist eine zu weitgehendeAschenverringerung der aufbereiteten Kohlefür das Schlackenverhalten, eine der feuerungstechnischbesonders wichtigen Güteeigenschaften, nichtvorteilhaft, sondern sogar nachteilig.Sollen Fettnüsse gemahlen und der Kokskohle zugesetztoder Gaskohlennüsse für Gasanstalten geliefertwerden, dann treten die verkokungstechnischenGüteeigenschaften, nämlich die Backfähigkeit, derTreibdruck, die Koksfestigkeit, Gas- und Nebenproduktenausbeuteusw., die am zuverlässigsten durchVerkokungsversuche unter Berücksichtigung der Kornfeinheitermittelt werden, in den Vordergrund. Hierbeikann die petrographische Analyse der Kohle wertvolleAufschlüsse und Anregungen geben.Aus w irtsc h a ftlic h e n Gründen müssen bei derGrobkornaufbereitung ein möglichst hohes Ausbringenan verkaufsfähiger Kohle in handelsüblicher Beschaffenheit,die Vermeidung größerer Verluste annoch absetzbarer Kohle im Mittelgut sowie grundsätzlichdie restlose Ausnutzung der brennbaren Kohlensubstanzin der Rohkohle durch Abziehen eines Mittelproduktsmit einer wärmewirtschaftlich noch geradezulässigen aschenreichsten Schicht mit 60 o/o Asche beider üblichen Feuchtigkeit von 10—15 o/o angestrebtwerden. Wenn die Trennung von Mittelgut und Bergenbei dieser aschenreichsten Schicht erfolgt, die einemspezifischen Gewicht von etwa 2 entspricht, dannenthalten auch die Waschberge den höchsten erreichbarenAschengehalt.Voraussetzung für die Verwertbarkeit eines nachdiesen Grundsätzen hergestellten Mittelprodukts istaber das Vorhandensein geeigneter Kessel, die einenaschenreichern Brennstoff mit etwa 35 o/o Asche und10 15 o/o Wasser zu verfeuern vermögen. Trifft dieseVoraussetzung nicht zu, können also z. B. nur Kesselkohlenmit etwa 20% Asche verwertet werden, somuß man die Grenze des spezifischen Gewichts für dieTrennung zwischen Mittelgut und Bergen nach oben,beispielsweise von 2 auf 1,8 verschieben. Diesen Fallveranschaulichen die Abb. 25 und 26, wobei wirtschaftlichnoch nutzbare Kohlensubstanz, und zwar13 Gew.-o/o, in die Grobberge gedrückt werden unddamit endgültig verlorengehen. Dieselbe Gefahr drohtbei einem Ansteigen des Verwachsungsgrades derRohkohle und bei Verringerung des mittlern Aschengehaltesder Nüsse, wenn keine ausreichende Verwendungsmöglichkeitfür die dann anfallende größereMittelproduktmenge besteht.Die Menge der anfallenden minderwertigen Brennstoffekann und sollte daher, wie auch der Waschibergeanteil, von der Rohkohlengrundlage aus möglichstausgeglichen werden. Solange mit Rücksicht aufden beschränkten Bedarf an Kesselkohle auf einzelnenSchachtanlagen mit verwachsungsärmerer Rohkohledas Abziehen eines Mittelgutes oder der Abbau un­


21. September 1935 Glückauf 913reinerer Flöze unterlassen wird, sollte der Kesselkohlenverbrauchgrundsätzlich nicht durch die Anwendungvon Kapital erfordernden Maßnahmen verringertund anderseits auch die Anfallmenge anminderwertigen Brennstoffen nicht durch schärferesWaschen des Grobkorns noch weiter erhöht werden.Die im allgemeinen wegen ihrer hohen Preise wenigbegehrten Nußkohlensorten können und sollen auchbei dem heute handelsüblichen mittlern Aschengehaltdurch richtige Flöz- und Kohlenauswahl, also von derstofflichen Seite her, in ihren feuerungstechnischenGüteeigenschaften erheblich verbessert werden. EineVerringerung des Aschengehaltes der Nüsse würde invielen Fällen den Abbau unreinerer Flöze unmöglichmachen und ferner aus wirtschaftlichen Gründen infolgedes geringem Kohlenausbringens einen höhernKohlenpreis zur Folge haben.Bei der Auswahl des geeignetsten Grobkornaufbereitungsverfahrensmuß von den besondem Verhältnissenund Zielen der einzelnen Anlage aus-gegangen werden. Es ist daher verständlich, daß manbei dem Neu- oder Umbau einer Wäsche nicht seltenvon dem alten Setzverfahren ganz oder teilweise abgeht.Für die Aufbereitung der festen, gegen Abriebunempfindlichen Kohlenarten eröffnen sich dem einwandfreiarbeitenden Schwerflüssigkeitsverfahren, besondersfür die Herstellung aschenärmerer Kohlensorten,immer mehr Aussichten. In ändern Fällen kannaus absatztechnischen Gründen die Anwendung derTrockenaufbereitung am vorteilhaftesten erscheinen.Zur Verbesserung des Kohlenausbringens muß dasMittelprodukt der Trockenaufbereitung, wenn seineMenge den Bedarf an Kesselkohle erheblich überschreitet,auf einer Setzmaschine oder besser nach demSchwerflüssigkeitsverfahren, das infolge seiner großenTrennschärfe gerade für ein solches verwachsungsundbrandschieferreiches Zwischengut am geeignetstenseih dürfte, nachaufbereitet werden. In diesemFalle tritt an die Stelle des meist vorherrschenden einfachendas Verbund-Aufbereitungsverfahren.(Schluß f.)U M S CDer Einfluß des Werkstoffes auf die Lebensdauerund Wirtschaftlichkeit von Blasversatzrohren.Von Bergassessor Dr.-Ing. K. Bax, Oberhausen (Rhld.).Über die Verbreitung der verschiedenen Versatzverfahrenim Ruhrbergbau (Vollversatz, Blindortversatz undTeilversatz) hat vor kurzem Wedding1 berichtet. DerAnteil des Vollversatzes an der Oesamtkohlenförderungaus Abbaubetriebspunkten betrug im Jahre 1934 60,51%.Hiervon wurden rd. % von Hand und nur Ü6 durch mechanischeVerfahren eingebracht. Die unter Zuhilfenahmemechanischer Vorrichtungen eingebrachten Versatzgutmengensind also verhältnismäßig sehr gering, was beider Förderung des technischen Fortschritts im Ruhrbergbaunur dadurch zu erklären ist, daß der allgemeinenEinführung der mechanisch betriebenen Versatzverfahrenerhebliche Schwierigkeiten entgegenstehen.Von den mechanischen Versatzverfahren steht derBlasversatz mengenmäßig bei weitem an der Spitze. Erscheint daher bei Anwendung des Vollversatzes für dieVerhältnisse des Ruhrbergbaus in erster Linie geeignetund zweckmäßig zu sein, so daß seiner weitern Entwicklungerhebliche Bedeutung zukommt. Der Haupthinderungsgrundgegen eine verstärkte Einführung des Blasversatzesberuht nach Wedding anscheinend darauf, daß der starkeRohrverschleiß die Betriebskosten zu ungünstig beeinflußt.Über den Verschleiß von Blasversatzrohren habenLudwig2 und Pan de3 in zwei Abhandlungen berichtet,die beide zu dem Ergebnis kommen, daß normale nahtloseRohre mit einer Festigkeit von 55 — 65 kg/mm2 für den Blasversatzam geeignetsten und wirtschaftlichsten sind, daß dagegenalle ändern Rohrarten, besonders die gehärteten, denBlasversatz übermäßig verteuern. Dieses Ergebnis stehtim Widerspruch zu der Auffassung, die im allgemeinenin Verschleißfragen besteht. Bekanntlich sucht man denVerschleiß von Maschinenteilen, soweit er auf Reibungberuht, durch Härtung des Werkstoffes auf ein möglichstgeringes Maß herabzudrücken. Nicht nur bei Beanspruchungenvon beispielsweise Stahl auf Stahl (Abb. I 4) wird1 W edding: Die technische E ntw icklung im Betriebe des Ruhrbergbausuntertage, Glückauf 71 (1935) S. 521.2 Ludwig: N eue Erfahrungen beim Blasversatz, Kali, Erz und Kohle30 (1933) S. 117.3 Pande: Beitrag zur R ohrverschleißfrage bei Blasversatzanlagen,D issertation, Berlin 1934.1 Eilender, Oertel und Schmalz: G rundsätzliche Untersuchungendes V erschleißes auf der Spindel-M aschine, Arch. Eisenhüttenw es. 8(1934/35) S. 61.H A U .von der Verwendung gehärteter Werkstoffe weitgehendGebrauch gemacht, sondern auch bei Einwirkungen vonErdreich oder Gestein auf Stahl, wie es u. a. bei Brecherbacken,Reißzähnen von Baggerlöffeln, Schneidkanten vonBaggereimern, Gesteinbohrern und Pflugscharen1 der Fallist. Wie auch die Technik unter schwierigen Verhältnissenden Verschleiß durch die Verwendung gehärteterWerkstoffe herabzumindern versucht, sei kurz dargelegt.Abb. 1. Verschleiß bei gleitender Reibung in Abhängigkeitvon der Härte. Versuchsergebnisse von 12 unlegiertenStählen mit 0,13-1,75 o/o C.Große Schwierigkeiten bereitete lange Zeit der Verschleißvon Maschinenteilen, die bei ihrer reibenden Beanspruchunggleichzeitig starker Erwärmung ausgesetztsind. Solche Beanspruchungen liegen beispielsweise vorbei Walzwerksteilen, Walzwerkshilfsmaschinen, Werkzeugmaschinen,Pressen, Stanzen und Warmblechscheren. Dergewöhnlich verwendete Stahl verlor bei den auftretendenTemperaturen seine Härte, und die Lebensdauer derartiger1 Kloth: V erschleiß, Schriften d es Reichskuratorium s f. Techn. i. d.Landwirtsch. 1934, H. 56, S. 21.


Maschinenteile war daher sehr beschränkt. Aus diesemGrunde hat man nach Werkstoffen gesucht, die auch beihohen Oberflächentemperaturen große Härte aufweisen.Dabei haben sich hochlegierte Stähle, Wolframkarbide undrotharte Nichteisenlegierungen von Kobalt, Chrom undWolfram sehr gut bewährt, die man teils auf die beanspruchtenMaschinenteile aufschweißt, teils beim Guß mitihnen verbindet. Die Verschleißfestigkeit dieser Legierungenmit großer Rothärte beträgt bis zum 25 fachen derVerschleißfestigkeit des gewöhnlichen Stahles1.Ein Vorteil harter Werkstoffe ist außer der hohenVerschleißfestigkeit der meist geringe Reibungswert inBerührung mit ändern auf ihnen gleitenden Stoffen.Dieser Vorteil wirkt sich einerseits in einer Verminderungdes erforderlichen Leistungsbedarfes aus, anderseits verringerter die Beanspruchung des Werkstoffes, d. h. diezur gleitenden Fortbewegung eines Gutes aufzuwendendeKraft sowie die eintretende Abnutzung der Gleitbahn sindbei gleichbleibender Geschwindigkeit und Menge des Gleitgutesauf gehärteten Werkstoffen am geringsten.Man sieht aus den angeführten Beispielen, daß sich inder Technik die Anwendung gehärteter Werkstoffe zurHerabsetzung des Verschleißes allgemein durchgesetzt hat.Auch P an de bestätigt durch Versuche auf einem Prüfstanddie Erkenntnis, daß gehärtete Blasversatzrohre einenerheblich höhern Verschleißwiderstand als ungehärteteRohre haben. Um so unerwarteter ist sein oben angeführtesUrteil, das mir bei der Bedeutung der Blasversatzrohrefür den Zechenbetrieb einer Nachprüfung zu bedürfenscheint.Der behandelte Betriebsversuch, der auch den AusführungenLudwigs zugrunde gelegen hat, wurde auf derZeche Westende an der 129 m langen Streckenleitung einerBlasversatzanlage durchgeführt. Die Rohrleitung war geradeund waagrecht in einer markscheiderisch ausgerichtetenStrecke verlegt. 11 verschiedene Rohrarten zu je 3 Rohrenund 2 zu je 5 Rohren waren in die Leitung eingebaut. Diejeweils gleichartigen Rohre lagen unmittelbar hintereinander.Sämtliche Rohre hatten eine Länge von 3 m undeine lichte Weite von 150 mm. Sie waren durch Flanschenoder Schnellkupplungen miteinander verbunden. Das Blasgutbestand aus Waschbergen, Hüttenschlacke und Aschesowie aus gebrochenen und abgesiebten Grubenbergen;seine Zusammensetzung war in den einzelnen Versuchsabschnittenverschieden.Als Lebensdauer der Blasrohre bezeichnete man dieMenge des durchgeblasenen Versatzgutes bis zum Auftretender ersten durchgeschlissenen Stelle. Die Bergemengewurde aus der Zahl der gekippten Förderwagenbestimmt. Aus der Lebensdauer und dem Kaufpreis derRohre ergaben sich die Rohrverschleißkosten je m3 Versatzgutund 100 m Rohrlänge. Die Kosten für die Beförderungder Rohre in die Grube und für ihren Einbaublieben unberücksichtigt, weil sie für alle Rohre gleichgroß waren.Der Versuch wurde nach einem Gesamtdurchsatz von49122 m3 Blasgut abgebrochen. Bei Erreichung dieserMenge war bei 37 von den 43 Rohren nach und nach jeeine durchgeschlissene Stelle aufgetreten. Auf Grund derentsprechenden Durchsatzmengen berechneten Pande undLudwig die Verschleißkosten der Rohre, wie sie aus derZahlentafel 2 zu ersehen sind. Die Verschleißkosten dernoch verwendungfähigen 6 Rohre — es handelte sich um4 gehärtete und 2 ungehärtete Rohre — wurden von Pandenochmals besonders ermittelt, und zwar unter der Annahme,daß sie nach einem Durchsatz von 65000 m3 Versatzgutebenfalls eine durchgeschlissene Stelle aufweisen würden.Als Ergebnis des Betriebsversuches stellte Pande fest,daß, wie eingangs bereits erwähnt, normale nahtlose Rohremit 55 — 65 kg Festigkeit je mm2 für den Blasversatz amwirtschaftlichsten sind, die gehärteten Rohre dagegen denBlasversatz verteuern.1 L e Van: Application of wear-resistant alloys to Steel mill equipmentIron A ge 135 (1935) S. 30.Abgesehen von diesem Versuch unter betriebsmäßigenBedingungen ermittelte Pande auch den Verschleißwiderstandder Rohre auf einem Prüfstand. Zu diesem Zweckwurde von mehreren verschiedenartigen Rohren je ein10 mm breiter Ring abgestochen und durch einen hinundhergehenden Schleifstein radial von innen nach außendurchgeschliffen. Die Ergebnisse der Schleifversuche sindin Abb. 2 schaubildlich dargestellt. Die Ordinate gibt denjeweiligen Verschleiß in Gramm und die Abszisse die entsprechendeZahl der Hübe oder Doppelhübe des Schleifsteinsan, die Pande anscheinend mit der Umlaufzahl derSchleifmaschine gleichgesetzt hat.l/m/au/zaMAbb. 2. Verschleißkurven ungehärteter und gehärteterBlasversatzrohre.ln dem Schaubild treten 2 Hauptgruppen von Kurvenhervor, die Kennlinien der ungehärteten und der gehärtetenBlasrohre. Während die ungehärteten Rohre bereits nach2000 —2500 Umläufen des Schleifsteins durchgeschliffenwaren, hielten die gehärteten Rohre einer vielfach großemUmlaufzahl stand. Am besten verhielt sich das Stahlpanzerrohr(Rohrart N) mit gehärtetem Innen- und weichemAußenmantel; es war am verschleißfestesten. Der 4 mmstarke Innenpanzer war nach 67000 Umläufen des Schleifsteins,der 2 mm starke Außenmantel nach 2000 Umläufendurchgeschliffen.Unter Zugrundelegung der Gütezahl 1 für das amwenigsten haltbare Rohr aus ungehärtetem normalem Werkstoffergab sich für das verschleißfesteste gehärtete Stahlpanzerrohrdie Gütezahl 45. Die angestellten Schleifversucheließen deutlich erkennen, daß nicht das nahtlose ungehärteteNormalrohr, sondern das Stahlpanzerrohr am widerstandsfähigstengegen Verschleiß war. Wenn man sich auch derAnsicht Pandes anschließen kann, daß die betriebliche Beanspruchungder einzelnen Rohre verschieden von der aufdem Prüfstande ist, so bietet doch dieser außerordentlichgroße Unterschied in der Verscjileißfestigkeit von 1 :45ein so klares Ergebnis, daß es bei einer Beurteilung dervorliegenden Frage nicht übergangen werden darf.Ein Vergleich der vorstehend beschriebenen Untersuchungenzeigt eindeutig, daß sich die Ergebnisse, dieeinmal durch einen betriebsmäßigen Großversuch untertageund zum ändern durch Schleifversuche auf einemPrüfstand gewonnen worden sind, genau gegensätzlichverhalten. Während sich die Auswertung der Schleifversuchemit der allgemeinen Anschauung über Verschleiß


21. September 1935 Glückauf 915dahingehend deckt, daß dieser durch Härtung der Blasversatzrohreauf ein Mindestmaß herabgesetzt werden kann,läßt der Betriebsversuch die Verwendung gehärteter Rohreunwirtschaftlich erscheinen. Er hat zwar gezeigt, daß diegehärteten Rohre die ungehärteten an Lebensdauer übertreffen,zumindest ihnen aber gleichwertig sind, jedochkönnen nach Pandes Ansicht die hohem Anschaffungskostendadurch nicht ausgeglichen werden.Der großen Schwierigkeiten, die einer einwandfreienUntersuchung der Frage, welcher Werkstoff der geeignetstefür Blastfersatzrohre ist, entgegenstehen, bin ich mir durchausbewußt, denn die Einflüsse, die den Verschleiß bewirken,sind bei jeder Wiederholung des Versuches verschieden,und ein fehlerloser Versuch wird sehr zeitraubend undnur mit großen Kosten durchzuführen sein. Wenn daherim folgenden auf einzelne Fehlerquellen in den Untersuchungenvon Pande und Ludwig eingegangen wird, sosoll damit nicht der Wert dieser Arbeiten herabgesetzt,sondern nur gezeigt werden, daß die aus dem Betriebsversuchegezogenen Schlußfolgerungen einer Berichtigungbedürfen.Will man durch Versuche die Frage entscheiden,welche Rohrart für den Blasversatz am geeignetsten undwirtschaftlichsten ist, so genügt es nicht, aus den Ergebnissenvon 3 und in zwei Fällen auch von 5 einzelnenRohren einen Mittelwert zu bilden. Allgemein bekannt ist,daß die Lebensdauer gleichartiger Blasversatzrohre starkenSchwankungen unterliegt, weil das Auftreten der erstendurchgeschlissenen Stelle von vielen Zufälligkeiten abhängt.So hat z. B. Pande selbst festgestellt, daß durch 3 gleichartigeBlasversatzrohre aus Normalwerkstoff jeweils 3921,30173 und 38498 m 3 Versatzgut bis zum Auftreten der erstendurchgeschlissenen Stelle Verblasen werden konnten. DieLebensdauer der Rohre stand also in einem Verhältnis wie1 : 7,7:9,8. Trotz dieser großen Unterschiede wurde derMittelwert gebildet und daraus die Höhe der Verschleißkostendieser Rohrart errechnet. Für eine einwandfreieMittelwertbildung reichen jedoch 3 oder 5 Rohre nicht aus.Infolge der starken Schwankungen in den Durchsatzzahlenläßt sich vielmehr ein zuverlässiges Häufigkeitsergebniserst aus der Untersuchung einer sehr viel großem Zahlvon Rohren ableiten.Die untersuchten Rohre zeigten zudem nicht nur Unterschiedein der Härte des Werkstoffes, sondern wichen auchin ihrer Bauart erheblich voneinander ab. Es wurden Rohremit Wandstärken von 5 —8 mm, Rohre mit und ohne Endenverstärkung,Rohre mit und ohne Kalibrierung sowie Rohremit zwangsläufiger Rohrendenzentrierung und ohne dieseverwandt. Soll die Frage geklärt werden, ob sich gehärteteoder ungehärtete Rohre für den Blasversatz besser eignen,so muß man davon ausgehen, daß nur Rohre von gleicherBauart einwandfreie Vergleiche über die Wirtschaftlichkeitder verschiedenen Werkstoffe ermöglichen.Bei dem Versuch stand ferner kein gleichartiges Versatzgutzur Verfügung. So schwankte z. B. der Anteil desBlasgutes an scharfkantiger, den Verschleiß steigernderHüttenschlacke zwischen 1,7 und 24,1%. Dadurch war dieauf 1 m3 verblasenen Versatzgutes bezogene Beanspruchungder Rohre in den verschiedenen Zeitabschnitten nicht gleich.Nach den bisherigen Erfahrungen soll der Rohrverschleißmit der Entfernung von der Aufgabevorrichtungzunehmen. Deshalb wurden in gewissen Zeitabständen diejeweils gleichartigen Rohre vom Anfang an das Ende derRohrleitung verlegt und um 90° gedreht. Wahrscheinlichkonnten die Rohre aus betrieblichen Gründen nicht jedesmalnach dem Durchsatz gleich großer Versatzmengen umgelegtwerden, denn die Durchsatzmengen zwischen deneinzelnen Rohrumlegungen schwankten zwischen 1235 und18958 m3 Versatzgut. Rohre, die von der Aufgabevorrichtungam weitesten entfernt lagen, wurden daher bei einem geringemDurchsatz zu wenig, bei einem großem Durchsatzzu viel auf Verschleiß beansprucht.Ludwig kommt in seinem Aufsatz, soweit er den Verschleißvon Blasversatzrohren betrifft, zu den gleichen Ergebnissenwie Pande. Für seine Arbeit gelten auch diegleichen Bedenken. Ferner berichtet er über Versuche mitverschiedenen Zubehörteilen für den Blasversatz. Unteranderm untersuchte er konische Rohre, die den Übergangvon der Blasversatzmaschine zur Streckenleitung bildenund besonders hoch auf Verschleiß beansprucht werden.Wie es nahe liegt, hat diese Untersuchung ein ziemlicheinwandfreies Ergebnis gebracht, weil die konischen Rohrewohl im Werkstoff und in ihrer Wandstärke voneinander abweichen,jedoch ohne Veränderung ihrer örtlichen Lageauf Verschleiß beansprucht werden. Die Versuche wurdenmit einem Versatzgut von 30% Waschbergen, 30% gebrochenenGrubenbergen sowie 40% Kesselasche undHüttenschlacke vorgenommen und führten zu folgendemErgebnis.Zahlentafel 1. Prüfung konischer Übergangsrohre.WerkstoffWandstärkemmLeistungm3Flußeisen.................................. 5 6 000Flußeisen.................................. 8 8 000 'S ta h lg u ß .................................. 30 18 000Stahlguß mit Stahleinlagen . 30 60 000Die Rohre aus Stahlguß mit Stahleinlagen waren amEnde der Versuche noch nicht durchgeschlissen. Ludwigstellte daher fest, daß diese Rohrart bei dem Versuch ambesten abgeschnitten hatte, zumal da nur die leicht auswechselbarenStahleinlagen auf Verschleiß beanspruchtwurden. Dieses Ergebnis ist insofern bemerkenswert, alses in besonderm Maße die Anschauung verstärkt, daß derVerschleiß von Blasversatzrohren mit steigender Härte derRohre oder durch einen innern Stahlpanzer, erheblich vermindertwerden kann.Bei dem Vergleich der Wirtschaftlichkeitsberechnungenin den Arbeiten von Pande und Ludwig fällt auf, daß denselbenRohrarfen verschiedene Preise zugrunde gelegtworden sind. Die Unterschiede gehen aus der Zahlentafel 2hervor und betragen z. B. bis zu 8,47 J t je m Rohr (RohrartNr. 3). Diese Unterschiede in den Rohrpreisen sind umso unerklärlicher, als beiden Abhandlungen derselbe Versuchmit denselben Rohren zugrunde lag. Ferner unterliefenbei der Ermittlung der Rohrverschleißkosten mehrereRechenfehler, wie die berichtigten Werte in der letztenSpalte der Zahlentafel 2 erkennen lassen.Fehler entstanden außerdem bei der Aufstellung derRohrverschleißkosten derjenigen 6 Rohre, die nach einemDurchsatz von 49122 m3 noch nicht durchgeschlissen waren.Die Verschleißkosten dieser Rohre sind gesondert unter derAnnahme einer durchgesetzten Versatzmenge von 65000 m3ermittelt worden. Dieser Berechnung liegen geänderte Rohrpreisezugrunde, die das Endergebnis nicht unerheblich beeinträchtigen.Während nämlich Pande beispielsweise aufSeite 20 seiner Arbeit für die Stahlpanzerrohre zunächst dengleichen Preis wie Ludwig von 31,50 J i /m angibt, setzt erbei Ermittlung der Verschleißkosten auf Seite 21 einen erhöhtenPreis von 38 J i/m ein. Dagegen ermäßigt er diePreise für nahtlose Normalrohre von 27,58 auf 24,55 J(/m(S. 19 und 21). Die berechneten Verschleißkosten betrageninfolgedessen für die erstgenannten Rohre 5,9 Pf., für dieletztgenannten 3,8 Pf. Hätte Pande die Rohrpreise nichtabgeändert, so würden sich Verschleißkosten von 4,8 und4,2 Pf. ergeben haben.Bei Fällung eines Urteils über die Brauchbarkeit verschiedenerWerkstoffe für Blasversatzrohre im Bergbau istnicht nur eine Berechnung der Verschleißkosten erforderlich,wie sie Pande und Ludwig durchgeführt haben, sondernes muß auch berücksichtigt werden, welche Rohrart zuden geringsten Störungen im Blasversatzbetriebe Anlaßgibt. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, sind naturgemäßvon vornherein Rohre mit langer Lebensdauer denenmit kürzerer selbst dann unbedingt vorzuziehen, wenn sich


916 Glückauf Nr. 38Nr. Rohrart V erarbeitungZahlentafel 2. Verschleißkosten von Blasversatzrohren.innenFestigkeit1 außenkg/m m 2 kg/m m 2W andstärkemmP eisje laufe ndes mna cliPandeM¡LudwigMBerechnete Rohrverschleißkostenje m3 Versatzund 100 m R ohrleitungnachPande 1Ludw igPf. | Pf.Berichtigung derR ohrverschleißkostenje ms V ersatzund 100 mR ohrleitung nachPande 1LudwigPf. Pf.1 Schwarzes nahtloses Rohr — 55/65 55/65 7,5 12,60 15,29 4,2 4,49 — 5,132 y yy yy - 55/65 55/65 7,5 15,50 15,29 4,0 4,49 — 3,983 y yy y Kalibrierte Ein- und Austrittsöffnung,55/65 55/65 7,5 27,58 19,11 4,8 unter 5,7,14 mm3,96Endenverstärkung auf400 mm Länge4 yy yy y Kalibrierte Ein- und Austrittsöffnung,55/65 55/65 5,0 21,63 16,03 4,3 5,34 7,216 mmEndenverstärkung auf400 mm Länge5 yy yy y Wie Nr. 3, aber innen ge­200/250 55/65 7,5 36,15 34,11 7,7 unter 7,9 —härtet und vergütet6 y yy y Wie Nr. 5, aber andersinnen gehärtet und vergütet7,48200/250 55/65 7,5 36,15 34,11 9,1 unter8,587 y yy y Innen gehärtet und vergütet200/250 35 '40 7,5 30,40 30,40 9,6 9,81 9,1 9,128 yy yy y Innen gehärtet und vergütet150/200 37/42 7,5 25,60 25,60 7,6 10,75 10,6 10,589 yy yy y Innen gehärtet und vergütet200/250 35/40 5,0 22,15 22,15 25,0 25,57 25,1 25,0910 Patentrohr: 4 mm starkes Enden auf 400 mm Länge 210/230 35/40 6,0 31,50 31,50 8,5 unter 8,8 8,83Stahlpanzerinnenrohr, verstärkt (Verschleißstulpen)8,752 mm starker Weichaußenmantel11 Innen schwarzes nahtlosesRohr, 5 mm Wandstärke,außen weicher, geschweißt.3-mm-MantelInnen gehärtet und vergütet,außen 10,5 mmEndenverstärkung auf400 mm Länge170/200 35/40 8,0 30,70 28,70 9,4 8,89 8,8312 Schwarzes nahtloses Rohr VT-Stahl 80/95 80/95 7,5 17,40 17,40 7,5 5,84 5,8 __13 >» » „ Armco-Eisen 30/40 30/40 7,5 17,40 17,40 34,0 34,15 — 34,02bei der Berechnung der Verschleißkosten eine geringe Erhöhungergeben sollte. Die häufigere Beschaffung derRohre, ihr Ein- und Ausbau untertage sowie die Überwachungdieser Arbeiten haben nämlich zusätzliche Kostenim Gefolge, die bei einer vergleichenden Wirtschaftlichkeitsberechnungberücksichtigt werden müssen. So entstehenbeispielsweise für die Beförderung und die Auswechslungder Rohre bei doppelter Lebensdauer einer bestimmtenRohrart gegenüber einer ändern nur halb so hohe Kostenwie bei jener, bezogen auf die gleiche Menge durchgeblasenenVersatzgutes. Auch die Betriebsstörungen durchAuswechslung der Rohre verringern sich in gleichem Maße.Zu welchen Schwierigkeiten im Versatz- und Förderbetriebeeiner Zeche solche Störungen führen können, ist zur Genügebekannt.Wie die in letzter Zeit auf mehreren Zechen des Ruhrgebietsdurchgeführten Versuche an Stahlpanzerrohren gezeigthaben, sind diese Betriebsstörungen bei Verwendunggehärteter Rohre am geringsten. Danach ist die Verwendunggehärteter Rohre wegen der langem Lebensdauertrotz höhern Kaufpreises am wirtschaftlichsten. So lassensich z. B. nach Feststellungen des SteinkohlenbergwerksRheinpreußen durch die Stahlpanzerrohre im Mittel 92000 m3eines Versatzgutes bestehend aus 40°/o Hochofenschlacke,40% Waschbergen und 20% ausgebrannten HaldenbergenVerblasen. Bei einem Kaufpreis der Rohre von 31,50 ./¿/mund Ausbesserungskosten für eine zweimalige Instandsetzungin Höhe von 2 ' | ’8° = 6,53 J(/m , wie sie Rande inseiner Arbeit angibt, betragen die Rohrverschleißkosten4,1 Pf./m3 Versatzgut und 100 m Rohrlänge. Es hat sichgezeigt, daß bei den Stahlpanzerrohren im Gegensatz zuden ungehärteten Normalrohren durchgeschlissene Stellennicht weiter aufreißen und ohne Unterbrechung des Blasbetriebesin einfacher Weise durch Auflegen eines Blechstückesabgedichtet werden können. Auch das Aufschweißenvon Blechstücken über den beschädigten Stellen bereitetkeine Schwierigkeiten. Die dabei auftretende Enthärtungist örtlich so begrenzt, daß keine bemerkenswerte Verringerungder Verschleißfestigkeit des ausgebesserten Blasversatzrohreseintritt.Sollte es zu einer Normung der Werkstoffe für Blasversatzrohrekommen, wie sie für viele der im Bergbaugebräuchlichen Bauteile bereits besteht, so ist die Forderungeiner möglichst langen Lebensdauer weitgehend zuberücksichtigen, damit ein möglichst ungestörter Betriebgewährleistet wird. Bei den großen wirtschaftlichen Vorteilen,die eine Beschränkung der heute noch in großerZahl auf dem Markt befindlichen Rohrarten auf einigewenige sowohl für den Verbraucher als auch für den Herstellerbringen würde, erscheint eine Normung zweckmäßig.Die hierfür zwecks Ermittlung einwandfreier Betriebsergebnissedurchzuführenden Großversuche müssen dieFragen entscheiden, welcher Werkstoff am geeignetsten istund welche Bauart am besten angewandt wird. DieWirtschaftlichkeit der einzelnen Rohrarten läßt sich dannaus ihrem Kaufpreis und ihrer Haltbarkeit unter Berücksichtigungder Betriebssicherheit ermitteln. Da der Blasversatzim Bergbau unter den verschiedensten Betriebsbedingungenin Anwendung steht, sind richtungweisendeUnterlagen für den Versuch zweifellos zu beschaffen. DieAngaben der einzelnen Zechen erfordern nur jeweils eineBewertung nach einheitlichem Maßstab, der sich aus derArt des verwandten Werkstoffes, aus der Bauart der Rohreund aus ihrer Verlegung sowie aus der Beschaffenheit desverblasenen Versatzgutes ergibt.Zusammenfassend ist zu sagen, daß die Ergebnisse,die Rande und Ludwig in ihren Arbeiten mitgeteilt haben,kein abschließendes Urteil über die Wirtschaftlichkeit der


21. September 1935 Glückauf 917verschiedenen Werkstoffe für Blasversatzrohre erlauben.Es empfiehlt sich daher, im Hinblick auf die auf mehrerenZechen mit Stahlpanzerrohren gemachten günstigen Erfahrungen,die Wirtschaftlichkeit der gehärteten und ungehärtetenRohre für den Bergbau einer eingehenden grundsätzlichenPrüfung durch Großversuche zu unterziehen undnicht, wie Ludwig anrät, weitere Versuche mit gehärtetenRohren als unzweckmäßig einzustellen.WIRTSCMADer niederschlesische Steinkohlenbergbau im Jahre 1934».An der Aufwärtsentwicklung des deutschen Bergbausin den letzten zwei Jahren hat der niederschlesische Steinkohlenbergbauin nur geringem Maße teilgenommen; sosteht einer Erhöhung der SteinkohlenförderungDeutschlands 1933 gegen 1932 um 4,9% und 1934 gegendas Vorjahr um 13,7% eine Steigerung im niederschlesischenBezirk um 0,9 bzw. 0,3% gegenüber. Die Förderung desBerichtsjahres hat mit 4,28 Mill.t die des Jahres 1932 nur umrd. 50000 t überschritten. In dieser Entwicklung zeigt sichdie geographisch ungünstige Lage des niederschlesischenBergbaus, der durch das Fehlen eines industriellen Hinterlandesgezwungen ist, länger in einer jeweils gegebenenAbsatzlage zu beharren. Durch den Mangel an industriellenGroßverbrauchern vermag ein allgemeiner konjunkturellerAnstieg nur langsam durchzudringen. Etwas erfreulicherist die Steigerung der Kokserzeugung von 788 000 t1932 auf 825000 t 1933 und 859000 t im Berichtsjahr. DiePreßkohlenherstellung hatte 1933 mit 44 600 t dentiefsten Stand zu verzeichnen; im Berichtsjahr ist sie wiederauf 67300 t oder um 50,7 % angewachsen. Die Entwicklungvon Förderung, Kokserzeugung und Preßkohlenherstellungim niederschlesischen Steinkohlenbergbau seit 1926 ist ausZahlentafel 1 zu ersehen.Zahlentafel 1. Förderung, Kokserzeugung undPreßkohlenherstellung im niederschlesischen Steinkohlenbergbau11926—1934.JahrFörderungtKokserzeugungtPreßkohlenherstellungt1926 5 587 810 895 024 184 4801927 5 844 278 920 187 177 9841928 5 720 758 965 914 153 8641929 6 091 517 1 055 525 137 5001930 5 743 995 1 050 060 118 0311931 4 545 573 782 407 76 8671932 4 226 422 788 326 46 9941933 4 262 956 825 384 44 6311934 4 277 137 858 736 67 271' Seit 1931 ohne W enceslausgrube, die am 29. Januar 1931 stillgelegtund im Septem ber 1933 von einer B etriebsgem einschaft ehem aliger Belegschaftsmitglieder w ied er in Betrieb genom m en w urde.Der Brennstoffversand der niederschlesischen Werkelag 1933 noch um 2,6% unter dem des Vorjahres. Erst imBerichtsjahr setzte eine Belebung ein, die die Absatzziffernüber den Stand von 1932 hinauswachsen ließ. Dementsprechendkonnten die Haldenbestände (Koks undPreßkohle in Kohle umgerechnet) nach einer Zunahmevon 355 000 t auf 468 000 t im Laufe des Berichtsjahres auf421 000 t vermindert werden.Zahlentafel 2. Absatz der dem niederschlesischenBergbauverein angehörenden Werke.Kohle1933 1934t tKoks1933 1934t tPreßkohle1933 1934t tZechenselbstverbrauch 420 704 340 087 21 278 22 585 1 166 I 983D ep u ta te.......................... 77 015 75 404 368 344 6710 7 753Absatz durch V erk au f:Eisenbahnversand 2 281 335 2 485 291 766 S49 819040 34 923 55 293L andabsatz................. 159 933 152 969 15 155 8 907 2 332 1 9761 Nach dem Jahresbericht d es V ereins für d ie bergbaulichen InteressenN ied ersch lesien s.F T L I C H E S.Der Belegschaftsstand ist in den letzten beidenJahren fast unverändert geblieben. Hierbei ist zu berücksichtigen,daß bei der größten Bergwerksverwaltung desBezirks noch das 1931 eingeführte Krümpersystem besteht,durch das eine an sich schon stark übersetzte Belegschaftunterhalten wird. Eine Arbeitsmarktentlastung durch Neueinstellungvon Arbeitskräften wird demnach erst in Fragekommen können, wenn die im Krümpersystem zeitweisenoch aussetzenden Arbeitskräfte wieder voll beschäftigtwerden und damit die Feierschichten, die in den letztenzwei Jahren schon merklich eingeschränkt wurden, inFortfall kommen. Unter Berücksichtigung der Ausfallschichtendurch das Krümpersystem entfielen auf den Kopfdes Arbeiters 1933 41, 1934 dagegen nur noch 25,3 Feierschichten.Die Belegschaftsstärke und ihre Verteilung aufGruben und Nebenbetriebe ist aus Zahlentafel 3 ersichtlich.Zahlentafel 3. Zahl der durchschnittlich angelegtenArbeiter im niederschlesischen Steinkohlenbergbau.Beim G rub en b etrieb .................davon u n te rta g e......................Bei der K oksherstellung . . .PreßkohlenherstellungT ongew innung . . . .1929 1930 1931 1932 1933 193426025203331 1961047542485219392102283652190171505263649386163261305756133266160121262961232313158281236066747396G esam tbelegschaft 28079 26609 20088 17186 16969 16938davonerwachsene m ännliche Arbeiterw eibliche A rb eiter.....................jugendliche A rb eiter.................273643753402596433031519697199192168881501481660514122316507131300In vorstehenden Belegschaftsziffern sind die Krümperleutenicht eingeschlossen; ihre Zahl beläuft sich für 1932auf 1600, für 1933 auf 1505 und 1934 auf 1212 Mann. Ebensofehlen die Belegschaftsmitglieder der Wenceslausgrube mit90 Mann in 1933 und 614 Mann im Berichtsjahr.Zahlentafel 4 unterrichtet über die Gewinnung anK okerei-N ebenerzeugnissen. Die gewonnenen Mengensind durchweg abgesetzt worden, nur an schwefelsauermAmmoniak mußten rd. 700 t auf Lager genommen werden.Der Absatz an Kokereigas wird schon seit einer Reihe vonJahren energisch betrieben. Außer den Städten und Landgemeindeninnerhalb und in der Nähe des Gewinnungsbezirkswird noch der ganze Kreis Hirschberg durch Fernleitungmit Kokereigas versorgt. Im Berichtsjahr war derGasabsatz mit 35,62 Mill. m3 um 6,96 Mill. m3 oder 24,3 %höher als im Vorjahr.Zahlentafel 4. Gewinnung an Kokerei-Nebenerzeugnissen.JahrT eertSchwefelsauresAmmoniaktLeichtölbis 180°CtAbgesetztesLeuchtgas1000 m31929 36 936 11 938 12 404 33 4501930 42 802 12 554 13 926 45 8251931 33 923 9 222 10 750 33 0441932 34 804 9 353 11 300 29 1421933 34 516 10 182 11 592 28 6591934 35 949 10123 12 103 35 623Die Schichtleistung, die mit 1265 kg bei derUntertagebelegschaft und 993 kg bei der bergmännischenBelegschaft in 1933 ihren Höhepunkt erreicht hatte, ist imBerichtsjahr um 24 kg oder 1,9 % bzw. 25 kg oder 2,5 %zurückgegangen.


Zahlentafel 5. Schichtleistungim niederschlesischen Steinkohlenbergbau.JahrUntertagebelegschaftkgGesamtbelegschaft(ohne Arbeiterin N ebenbetrieben)kg1926 986 7351927 1034 7841928 1103 8471929 1093 8491930 1122 8661931 1142 8961932 1189 9431933 1265 9931934 1241 968Zahlentafel 6. Jahresdurchschnittslöhneim niederschlesischen Steinkohlenbergbau.ArbeitergruppenH a u e r ..............................S c h le p p e r.....................Reparaturhauer . . . .Sonstige unterirdischbeschäftigte ArbeiterL eistungslohnje verfahreneSchichtBarverdienstje verfahreneSchichtGesam t­einkommenje vergüteteSchicht1933 1934 1933 1934 1933 1934Jk Jk Jk Ji A5,744,605,355,944,805,505,954,675,706,154,895,916,124,735,886,324,996,074,85 5,01 5,02 5,21 5,14 5,35Unterirdisch beschäftigteArbeiter insges. 5,40 5,61 5,61 5,84 5,77 6,00Facharbeiter übertage .Sonstige Arbeiter übertage..............................4,964,494,984,535,324,785,344,835,484,925,514,98Übertage beschäftigteArbeiter insges. 4,64 4,68 4,94 4,99 5,10 5,15Erwachsene männlicheArbeiter insges. . .Jugendliche männlicheA rb e ite r.....................Weibliche Arbeiter . .5,211,862,835,371,872,895,451,862,875,631,872,935,611,852,935,791,872,98Gesamtbelegschaft 5,15 5,29 5,39 5,53 5,54 5,70Eine Veränderung der Lohn- und Gehaltstarife ist seitdem 1. Januar 1932 nicht mehr eingetreten. Eine Übersichtder in den letzten beiden Jahren erzielten Durchschn ittslöhne bietet die vorstehende Zahlentafel 6.Steinkohlenzufuhr nach Hamburg im Juni 1935Monatsdurchschnittbzw . MonatInsges.demRuhrbezirk2Davon ausG roßbritanniendenN ied erlandentsonst.Bezirkentt t 1 % t 1 %1913................. 722 396 241 667 33,45 480729 66,55 _1929 ................. 543409 208 980 38,46 332079 61,11 2 3511930 ................. 488450 168 862 34,57 314842 64,46 47461931................. 423950 157 896 37,24 254667 60,07 3471 79161932 ................. 333863 160 807 48,17 147 832 44,28 10389 148361933 ................. 319680 156956 49,10 138550 43,34 13483 106911934 ................. 329484 156278 47,43 152076 46,16 9 570 115601935: Jan. . . 405522 201 258 49,63 182142 44,92 14 866 7 256Febr. . 331758 151818 45,76 167104 50,37 9 863 2973März . 416 228 160201 38,49 233847 56,18 12505 9675April . 308968 146 592 47,45 148311 48,00 6 242 7 823Mai . . 349822 162198 46,37 172 437 49,29 7 900 7 287Juni . . 359119 161007 44,83 179103 49.87 9071 9938Jan.-Juni 361 903 163846 45,27 180491 49,87 10075 7 4921 Einschl. Harburg und Altona. — 2 Eisenbahn und W asserw eg.R eichsindexziffern1 für die Lebenshaltungskosten_________________ (1913/14 = 100).Jahres- bzw.MonatsdurchschnittG esam t­lebenshaltungErnährungW ohnung1929 154,0 155,7 126,2 141,1 172,0 172,51930 148,1 145,7 129,0 141,8 163,7 172,11931 136,1 131,0 131,6 138,7 136,6 163,31932 120,6 115,5 121,4 127,3 112,2 146,81933 118,0 113,3 121,3 126,8 106,7 141,01934 121,1 118,3 121,3 125,8 111,2 140,01935: Jan. 122,4 119,4 121,2 127,6 116,8 140,4Febr. 122,5 119,5 121,2 127,5 117,1 140,4März 122,2 118,8 121,2 127,6 117,2 140,3April 122,3 119,0 121,2 126,8 117,5 140,4Mai 122,8 120,2 121,2 124,7 117,7 140,5Juni 123,0 120,6 121,2 124,2 117,8 140,5Juli 124,3 122,9 121,2 124,6 117,8 140,6Aug. 124,5 123,2 121,2 125,0 118,0 140,81 Reichsanz. Nr. 204.H eizungund BeleuchtungBekleidungVerschiedenesMonatsdurchschnittbzw.MonatEnglandttB rennstoffversorgung (E m pfang1) G roß-B erlins im Juli 1935.Steinkohle, Koks und Preßkohle ausdemRuhrbezirkSachsenttttdenNiederlandenDtsch.-OberschlesienNiederschlesienändernBezirkentinsges.tRohbraunkohle u. Preßbraunkohle ausPre ußenRohbrankohlePreß-t tt 1 tinsges.tSachsen undBöhmenRoh- PreßbraunkohleGesamtempfang1931 . . . 34 294 137 819 524 165 049 28 170 28 365 883 1126 193 720 425 2208 197 479 563 3621932 . . . 18 854 143 226 539 2057 127 215 25 131 10 317 031 549 178 645 351 1571 181 116 498 1471933 . . . 17819 156 591 690 5251 132 644 29 939 264 343 198 282 183 114 31 1227 184 654 527 8521934 . . . 19 507 161 355 473 2182 161 900 37 087 407 382 911 283 165 810 — 1355 167 448 550 3601935: Jan. 16 798 173 256 1501 313 106 791 27 741 221 326 621 215 240 868 __ 271 241 354 567 975Febr. 10 449 125 673 1700 — 122 426 37 001 — 297 249 160 177 956 10 322 178 448 475 697März 24 340 181 654 1261 2403 150 242 35 854 — 395 754 160 157 284 520 201 158 165 553 919April 23 275 152 912 438 2783 162 322 30 201 — 371 931 160 88 866 10 160 89 196 461 127Mai 27 646 161 284 438 6362 126 309 44 453 — 366 492 482 144 308 161 144 951 511 443Juni 29 896 175 343 1901 3324 159 169 30 181 — 399 814 580 126 751 ___1450 128 781 528 595Juli 16 527 154 535 479 1999 100 447 29 141 — 303 128 5252 146 153 15 146 151 566 454 694Jan.-Juli 21 276 160 665 1103 2455 132 529In % der G e­33 510 32 351 570 1001 154 598 79 387 156 066 507 636sam tm enge1935: Juli . 4,19 31,65 0,22 0,48 26,11 6,60 0,01 69,26 0,20 30,45 0,02 0,08 30,74 1001934 . . . 3,54 29/32 0,08 0,40 29,42 6,74 0,07 69,57 0,05 30,13 0,25 30,43 1001933 . . . 3,38 29,67 0,13 0,99 25,13 5,67 0,05 65,02 0,05 34,69 0,01 0,23 34,9810036,361931 . . . 6,09 24,46 0,09 29,30 5,00 64,95 0,20 34,39 0,08 1000,39 35,05 1001930 . . . 10,45 22,79 0,09 30,08 5,46 0,01 68,89 0,16 30,44 0,10 0,42 31,11 1001929 . . . 8,36 19,53 0,10 36,35 2,66 — 67,00 0,31 32,19 0,04 0,46 33,00 1001913 . . . 24,63 7,90 0,34 • 29,502 5,17 • 67,54 0,20 31,90 0,36 32,46 1001 Empfang abzüglich der abgesandten M engen. - 2 Einschl. Polnisch-O berschlesien.t


21. September 1935 Glückauf 919Deutschlands A ußenhandel1 in Kohle im juli 19352.MonatsdurchschnittEinfuhr Ausfuhr Einfuhr Ausfuhr Einfuhr Ausfuhr Einfuhr Ausfuhr Einfuhr AusfuhrSteinkohleKoksPreßsteinkohle Braunkohle Preßbraunkohlebzw. Monat ttt t t t t t t t1913.......................... 878 335 2 881 126 49 388 534 285 2204 191 884 582 223 5029 10 080 71 7611929 .......................... 658 578 2 230 757 36 463 887 773 1846 65 377 232 347 2424 12 148 161 6611930 .......................... 577 787 2 031 943 35 402 664 241 2708 74 772 184 711 1661 7 624 1421201931.......................... 481 039 1 926 915 54 916 528 448 4971 74 951 149 693 2414 7 030 162 7101932 .......................... 350 301 1 526 037 60 591 432 394 6556 75 596 121 537 727 5 760 126 7731933 .......................... 346 298 1 536 962 59 827 448 468 6589 67 985 131 805 230 6 486 108 3021934 .......................... 405 152 1 828 090 64 695 513 868 9131 60 303 148 073 116 7 289 102 8411935: Januar . . . 450 920 1 878 502 70 109 627 072 8812 60 406 146 304 45 7 848 105 150Februar . . 384 477 1 776 190 66 900 533 660 9682 63 488 130 236 45 6 158 86 222März . . . 364 736 2 123 205 56 991 470 718 6829 49 309 158 617 50 5 551 60 824April . . . 343 496 2 018 546 47 988 448 356 3111 105814 154 326 240 4 925 101 692Mai . . . . 378 449 2 139 946 55 612 485 804 4952 73 135 147 188 98 7 307 151 469Juni . . . . 310 422 2 127 170 72 872 496 935 6191 57 779 132 374 559 6 497 103 842Juli . . . . 354 656 2 181 133 82 999 526 331 6945 50 466 138 716 119 7 751 92 756Januar-Juli 370 460 2 034 956 | 64 784 512 697 6646 65 771 143 966 165 | 6 577 100 2791 S olange das S aargebiet der deutschen Z ollhoheit entzogen war (bis zum 17. Februar 1935), galt es für die deutsche H andelsstatistik als außerhalb des deutschen W irtschaftsgebiets liegen d . — J Mon. N achw. f. d. ausw . H andel D eutschlands.EinfuhrSteinkohle insges. . .davon aus:Großbritannien . .Saargebiet . . . .N iederlande. . . .Koks insges..................davon aus:Großbritannien . .N iederlande. . . .Preßsteinkohle insges.Braunkohle insges. .davon aus:Tschechoslowakei .Preßbraunkohle insgesdavon aus:Tschechoslowakei .AusfuhrSteinkohle insges. . .davon nach:N iederlande. . .Frankreich . . .B elg ien ..................I t a l i e n ..................TschechoslowakeiIrischer FreistaatÖsterreich . . .Schweiz . . . .Brasilien . . . .skandinav. LänderKoks insges. . . .davon nach:Luxemburg . . .Frankreich . . .skandinav. LänderNiederlande . .Schw eiz.................I t a l i e n ..................TschechoslowakeiPreßsteinkohle insgesdavon nach:N iederlande. .Frankreich . .Schw eiz. . . .Braunkohle insges.Preßbraunkohle insges.davon nach:Frankreich . . .Schw eiz..................N iederlande. . .skandinav. LänderJuli1934 1935t t455 840 354 656 2 994 292253046 247227 1642 1048883562642963279 60477 41955985 235 82 999 469 91918674 15 989 8581545 227 45017 2756279 422 6 945 62 921144 300 138 716 1 001 996144300 138 716 7 001 6468 106 7 751 50 3168106 7 751 503161 869 069 2 181 133 12 024 9544806023366002654984534107552326555886451 1431822446876510 88014355111755051 04310913107791328871189846 1372042561972326103 2912845134 40170925918424 4423 127 16228988664113262 1568322812648265584 7944 649 1857 8316008278389426839868463817868 754526 331141938109 7876331893779983634 6351275650 46614 2181620519311992 756Januar-Juli1934 1935t t14 244 6922436864 3775938472122 534 691286093 62006115020 160 705279527 445 736179422 290301297368 328 7363 288 352 3 588 876984 177 1039676847916 816 466488 773 540884143332 128508336998 401299170333 17690588629 83321416 260 460 3971684904329826160206 7822750932624773 1 156677 271 701 95521181216362294 59638334231 0311660919008257540Londoner Preisnotierungen für N ebenerzeugnisse1.Eine gewisse Belebung auf dem Markt für Teererzeugnisseist nicht zu verkennen. Die Preise werdenjedoch nicht wesentlich beeinflußt. Die Erzeuger sind nichtgeneigt, wesentliche Zugeständnisse für Karbolsäure undNaphthalin zu machen, ln Anbetracht dessen, daß mit einemweitern Sinken des ohnehin sehr niedrigen Pechpreiseskaum zu rechnen ist, haben sich die Festlandverbraucherzur Erteilung zahlreicher Aufträge zu letzten Notierungenentschlossen. Eine ausgesprochene Besserung hatte derVerbrauch an Motorenbenzol aufzuweisen, während inToluol und Naphtha, die beide seit einiger Zeit kaumbegehrt waren, ebenfalls eine zunehmende Nachfrage festgestelltwerden konnte.NebenerzeugnisIn der Woche endigendam30. August 13. Sept.s1/3Benzol (Standardpreis) . 1 Gail.Reinbenzol.......................... 1 „ 1/7R eintoluol.......................... 1 „ 1/10 21-Karbolsäure, roh 60% . 1 „ 21-,, krist. 40% . 1 lb. /6 % -/6 3/4Solventnaphtha I, ger. . 1 Gail. l/4Va —1/5 1/5—1/5%R o h n a p h th a ................. • . 1 „ /1 1 - 1/ -Kreosot .............................. 1 „ /5—751/2 15Pech....................................... 1 l.t 32/6R o h te e r.............................. 1 „ 2 7 /6 -3 0 /-Schwefelsaures Ammoniak,20,6% Stickstoff 1 „ | 6 £ 14 s 6 d 6£16sDer Inlandpreis für schwef eisaures Ammoniakhat von 6£ 14s 6d auf 6£ lös angezogen, während dieAuslandnotierung mit 5£ 17 s 6d unverändert geblieben ist.Englischer Kohlen- und Frachtenmarktin der am 13. September 1935 endigenden Woche2.1. Kohlenmarkt (Börse zu Newcastle-on-Tyne).Ursprünglich wurde angenommen, daß der stärkste Rückgangder Verschiffungen nach Italien Ende Juli zu verzeichnengewesen wäre. Das entspricht jedoch nicht denTatsachen, ln Wirklichkeit hat die abnehmende Ausfuhrnach dort in verstärktem Maße erst nach dieser Zeit eingesetzt,und zwar dergestalt, daß heute nur noch wenigeGeschäfte getätigt werden. Hiervon wird der Bezirk Durhamganz besonders stark betroffen, ln der Zwischenzeitsind zahlreiche italienische Aufträge an Deutschland vergebenworden mit der Anweisung, die Kohle über Rotterdamzu verschiffen. Das Geschäft in Northumberland-1 Nach Colliery Ouardian und Iron and Coal Trades Review.* N ach C olliery Guardian.


920 Glückauf Nr. 38Kesselkohle gestaltete sich etwas günstiger. Die übliche,für den nächsten Monat bevorstehende Preiserhöhungdrängt die Käufer zu schnellem Entschluß. Die Hauptnachfrageerstreckte sich auf gesiebte Stückkohle, währendkleine Kesselkohle, wenngleich fest, etwas weniger begehrtwar als in letzter Zeit. Auf Durham-Kohle, die an sichwenig gefragt war, entfiel immerhin ein wesentlicher Anteilder großem Auslandabschlüsse, während Northumberlandsowohl über ein befriedigendes Inland- als auch Auslandgeschäftin Kesselkohle verfügte. G a s kohle war ruhigund träge. Irgendwelche Anzeichen für eine baldige Besserungliegen nicht vor. Die Inlandkonzerne rufen nur sehrwenig ab, und die Auslandnachfrage war spärlich. In Kokskohleentfällt ein beträchtlicher Anteil auf das Inlandgeschäft,auch die Ausfuhr hat sich gebessert. Bunkerkohlewar unregelmäßig; in den besten und zweiten Sortenüberstieg das Angebot bei weitem die Nachfrage. DieAnzahl der Schiffe, die Bunkerkohlen aufnahmen, war sehrgering. Koks war noch immer am besten gefragt; inallen Sorten liegen befriedigende Aufträge für die nächstenMonate vor.TagSept. 8 .9.1 0 .1 1 .1 2 .13.14.zus.arbeitstägl.tSonntag307 380343 053298 743323 933338 277287 6851 899 071316512t61 04061 04059 87759 62861 69562 02160 874426 17560 882Förderung und Verkehrslage im Ruhrbezirk1.KohlenförderungKokserzeugungPreßkohlenherstellungt10 99110 64710 80811 55012 4747 58764 05710 676Die Gothenburger Gaswerke holten Angebote für30 000 — 50000 t Kokskohle zur Lieferung im nächsten Jahreein. Die Gaswerke von Helsingfors hatten ursprünglichPreisangebote für 15 0 0 0 t Kohle eingeholt; diese Mengeist bei der inzwischen erfolgten Auftragserteilung auf21000 t erhöht worden. Hiervon entfielen 16000 t aufDurham-Kokskohle zu 17 s bis 17 s 1 d cif und 5000 tErbskohle zu 16 s 8 d cif, Lieferung bis Ende des Jahres.Irgendwelche Preisänderungen sind gegenüber derVorwoche nicht eingetreten.2 . Frachtenmarkt. Das Tyne-Geschäft war in derBerichtswoche gut behauptet, sofern der Ausfall des italienischenGeschäfts nicht in Betracht gezogen wird. DasKüstengeschäft für Northumberland-Kohle hat sich etwasgebessert. Demgegenüber ließ das Geschäft mit den Kohlenstationenin allen britischen Häfen sehr zu wünschen übrig.Das französische Geschäft war uneinheitlich und sehrungewiß. Das Bay-Geschäft belebte sich vorübergehend,fiel aber alsbald wieder in die ruhige Lage zurück.Angelegt wurden für Cardiff-Genua 7 s 6 d und -LaPlata 8 s 9 d.kohlenwerken d(W agen auf 10zurückgrechtzeitiggestellt2 70122 38222 20520 67321 45122 46320 771132 6462 2 1081 Vorläuf ige Zahlen. — 2 Kipper- und Kranverla düngen.:s RuhrbezirksLadegew ichte führt)gefehlt—=Duisburg-R uhrorter2t35 79133 49636 71236 02236 08935 351213 46135 577Kanal-Zechen-H ä f e nt28 89442 66237 62245 40944 49937 258236 34439 391Brennstoffbelieferung1 der nordischen Länder im Mai 1935.Großbritannien1934tMai1935tPolen2Mai1934 1935ttDeutschland1934tMai1935tprivateRheint10 8 6 61571213 17612 36513 57512 70578 39913 067insges.t75 55191 87087 51093 79694 16385 314528 2048 8 034Wagenstellungzu den Brennstoffversand auf dem Wasserwege W asserstanddes Rheinsbei Kaub(normal2,30 m)Schweden243 905 247 833 216 009Dänemark185 589 38 920321 21550 257 498 834314 083483 67910104Norwegen25 110 27125 46 904149 212358 444130 852 31 990386 097Finnland .33 122 4 42296 9335 824 185 62495 030169 79814 180Lettland .8 400 23 446 1 392 134 559 104 822Litauen .5 260 497 12 123 497 17 383Estland .1 525 131 1 5251 7501311 750zus. 811 265 787 798 274 033 257 481 95 935 116631 1 181 233 1 161 910Anteil an der Gesamteinfu h r der drei Länder % 68,68 67,80 23,20 22,16 8,12 10,04 100,00 100,00. ' ®*ej’lk o*üe > Koks, Preßstein- und Preßbraunkohle ohneKoks und Preßkohle nicht vorliegen. 1934 hatte Polen nach der Unni„eisehen gaZURaT e!:g,efaßt: .7 ' Nur Stei"kohle. da Ausfuhrzahlen nach Ländern fürpolnischen A ußenhandelsstat.stik 362627 t Koks und 8421 t Preßsteinkohle ausgeführt.P A T E N TG ebrauchsm uster-Eintragungen,bekanntgem acht im Patentblatt vom 5. Septem ber 1935.. , ,5b- A.34®,87®; uFried‘ K.rupp AO ’ Essen- Umsetzvorrichtungfür Stoßbohrmaschinen und Bohrhämmer. 7 . 1 1 .3 45 b . 1346883. Siemens-Schuckertwerke AG., Berlin-H ^ 3 4 Spannvorrichtung für Gesteinbohrmaschinen.iWilljam Archibald Logan, Kinghorn (Scottland).Bandförderer für Schrämmaschinen u dpi 21 6 3 55b. 1346908. Wilhelm R. König, Beuthen (O.'-S.). Vorrichtungfür staubfreies Bohren in Gestein und Erz 3 7 3 55c. 1 346862. Hermann Wingerath, Ratingen. Aus einzelnenBogenstucken zusammengesetzter Rohrkrümmer fürBlasversatzleitungen. 29. 1 2 . 32.„ ,5£-. Wilhelm Hinselmann, Essen-Bredeney, undKarl Tiefenthal, Velbert (Rhld.). Grubenstempel mit Einrichtungzum Rauben und zur Längenanpassung. 25. 4 . 3 4 .1934tZus.Maim2,232,322,382,282,162,081,991935tb e r i c h t .5c. 1346918. Karl Gerlach, Moers. Verbindung für nachgiebigenStreckenausbau für den Bergbau. 17.7.35.hSvinv/’ u ^ r ' f aul P,e'ger Maschinenfabrik, Sprockhovel(Westf.). Gesteinstaubbekämpfungsapparat. 2 6 . 6. 35.5d . 1 346911 Gewerkschaft Reuß, Bonn (Rhein).Krummer für Blas- und Spülversatzleitungen mit viereckigerDurchflußöffnung. 8.7.35.Patent-Anmeldungen,die vom 5. Septem ber 1935 an zw ei M onate lang in der A uslegehalledes R eichspatentam tes ausliegen.l3> 2E , M. 126761. Maschinenfabrik Buckau R. Wolfroste 10? 3C34rg‘ Abstreichvorrichtung für Scheibenwalzen-Delft ?H2


21. September 1935 Glückauf 921eines Siebes einer Förderrinne o. dgl. 18.7.33. Frankreich25. 7. 32.1a, 28/10. K. 135686. Christian Kühn, Herne. Verfahrenzur Aufbereitung von Kohle. 22.10. 34.lc, 12. C. 49353. Central-Europäische Schwimm-Aufbereitungs-AG.,Berlin. Verfahren zur Wiedergewinnungund Reinigung des Waschwassers in Kohlenwäschen.27.6.34. Großbritannien 27. 6. 33.5b, 18. G. 85709. Gewerkschaft Wallram, Essen.Gesteinbohrer mit versetzt zueinander angeordneten unsymmetrischenFlügeln. 7. 6. 33.5b, 23/01. E. 45354. Gebr. Eickhoff, Maschinenfabrikund Eisengießerei, Bochum. Schmiervorrichtung für dieSchrämkette von Schrämmaschinen. 9.3.34.5d, 15/01. S. 113864. Theodor von Meszöly, Düsseldorf.Verschleißschutz bei Versatzrohren für Bergwerke. 7. 5. 34.10a, 19/01. St. 50388. Heinrich Stöter-Tillmann, Essen.Koksofen mit in der Ofendecke liegendem Gassammelkanal,der durch die Einfüllöffnungen mit dem Ofeninnern in Verbindungsteht. Zus. z. Pat. 611 670. 17.1.33.10a,36/01. Sch. 98116. Dr. Frithjof Schmeling, Bergedorfbei Hamburg. Verfahren zum Herstellen eines gebackenenHalbkokses unter Gewinnung von Nebenprodukten ausBraunkohle oder organischen Abfällen aller Art durch Erhitzendes Gutes im Autoklaven. 20. 6. 32.35a, 9/03. G. 86255. Gesellschaft für FörderanlagenErnst Heckei m.b.H., Saarbrücken. Zweitrümmige Gefäßförderung.22. 8. 33.35b, 7/01. S. 104152. Siemens-Schuckertwerke AG.,Berlin-Siemensstadt. Anlaßregeleinrichtung für Abraumförderbrücken.11.4.32.81e, 57. H. 141 602. Hauhinco Maschinenfabrik G. Hausherr,E. Hinselmann & Co. G. m. b. H., Essen. Schüttelrutschemit Querbändern zur Aufnahme der Verbindungsmittelder einzelnen Rutschenschüsse. 23.10. 34.81e, 111. M. 129197. Maschinenfabrik Buckau R. WolfAG., Magdeburg. Verfahren zum Regeln der Fahrgeschwindigkeitvon Förderzügen, die das von einemBagger abgebaute Gut wegfördern. 16.11.34.Deutsche Patente.(Von dem T age, an dem die Erteilung eines Patentes bekanntgem acht wordenist, läuft die fünfjährige Frist, innerhalb deren eine N ichtigkeitsklage gegendas Patent erhoben w erden kann.)la (4). 618151, vom 1. 4. 34. Erteilung bekanntgemachtam 15.8.35. Fried. Krupp AG., Grusonwerk in Magdeburg-Buckau.Setzm aschine fü r körniges Out.Unterhalb eines Setzsiebes mit etwa mittlerer Austragöffnungfür das Konzentrat ist ein mit gelochtem Bodenund Seitenwänden versehener Kanal angeordnet. Dieser istan die Austragöffnung des Setzsiebes angeschlossen. Dergelochte Boden des Kanals ist bis in die Austragkammerder Maschine hinein verlängert und bildet dort einen Siebboden.la (17). 618152, vom 2.12.33. Erteilung bekanntgemachtam 15.8.35. F r i e d . Krupp AG., Grusonwerk in Magdeburg-Buckau.V orrichtung zum E ntw ässern von Feinkohle.Die Vorrichtung hat ein Schüttelsieb, auf dem zwecksVergrößerung der Schichthöhe der Kohle in Abständenquer zum Gutstrom liegende, ein Stauen der Kohle bewirkendeHohlkörper angeordnet sind. Die Hohlkörpersind unten an eine Saugvorrichtung angeschlossen. Dieder Bewegungsrichtung der Kohle entgegengerichteteFläche der Körper ist mit Durchtrittsöffnungen für die inder Kohle enthaltene Flüssigkeit versehen. An der Flachesind im Innern des Hohlkörpers oben Mittel zum Zufuhreneiner Spülflüssigkeit sowie außen oben und unten Mittelzum Zuführen von Preßluft vorgesehen.la (21). 6/8 /5 3 , vom 24.12.32. Erteilung bekanntgemachtam 15.8.35. Fried. Krupp AG., Grusonwerkin Magdeburg-Buckau. A bstreichertragleistenhalterfü r Scheibenw alzenklassier roste.Jeder der die Abstreicher einer Scheibenwalze tragendenHalter ist am Rahmen des Rostes schwenkbar gelagertund stützt sich entgegengesetzt zur Andruckrichtung erAbstreicher einstellbar auf die Halter der benachbartenTragleisten. Die Schwenkbewegung der Halter wird durcheinen achsgleich zur Schwenkachse der Halter ge rumm enSchlitz begrenzt, in den ein an den Haltern vorgesehenerBolzen eingreift.la (21). 618154, vom 20.11.32. Erteilung bekanntgemachtam 15.8.35. Maschinenfabrik Buckau R. W olfAG. in Magdeburg. W alzenrost.Der Rost hat Scheibenwalzen, deren Spaltweite undHubwirjtung auf der ganzen Länge des Rostes gleich großsind. Die Walzen werden mit einer Geschwindigkeit angetrieben,die in der Förderrichtung des Rostes abnimmt.la (22oi). 618155, vom 14.9.34. Erteilung bekanntgemachtam 15. 8. 35. Roderich Freudenberg inSchweidnitz (Schlesien). Schutzvorrichtung fü r feineSiebgew ebe.Das Gewebe ist an den Stellen, an denen es auf QuerundLängsträgern aufruht, mit einem aufgeklebten odereinvulkanisierten Streifen aus Gummi oder einem ähnlichennachgiebigen Stoff versehen.la (27). 618208, vom 31. 3. 32. Erteilung bekanntgemachtam 22. 8. 35. Xaver Wyss in Beckenried(Schweiz). Siebtrom m el. Priorität vom 31.3.31 ist in Anspruchgenommen.Die in einem Trog umlaufende Siebtrommel hat imInnern eine gleichachsige, ungelochte Trommel und ungelochteStirnwände. Beide Trommeln sind am Umfangmit einer verschließbaren Eintragöffnung versehen. In einerder beiden Stirnwände der Trommel ist im Bereich deszwischen den beiden Trommeln vorhandenen Ringraumeseine Durchtrittsöffnung vorgesehen. An der in der Drehrichtungder Trommel hinten liegenden Kante dieserÖffnung ist eine sich über die ganze Länge und Höhe desRingraumes erstreckende schraubenförmige Schaufel mitihrem nacheilenden Ende angeschlossen. Die Drehzapfender Trommel können hohl sein und dazu dienen, ein Heizmittelin die innere Trommel einzuführen und aus ihr abzuleiten.la (28oi). 618209, vom 6. 8. 33. Erteilung bekanntgemachtam 22. 8. 35. Eugene Camille Saint-Jacquesin Paris. W indsichter. Zus.z.Pat.578206. Das Hauptpatenthat angefangen am 6. 9. 30. Priorität vom 13. 8. 32 ist inAnspruch genommen.In den untern Teil des zylindrischen Sichtraumes desSichters ist ein auf der Spitze stehender, unten offenerKegel eingesetzt. Dieser bildet mit der äußern Wandungund dem kegelförmigen Boden des Sichters einen Ringraum,in den Luft mit verhältnismäßig geringem Überdrucktangential in derselben Richtung eingeblasen wird,in der das Sichtgut in den obern Raum des Sichters eingeblasenwird.1b (4oi) 618156, vom 27. 4. 32. Erteilung bekanntgemachtam 15.8.35. Dipl.-Ing. Karl Sittig in Bilbao(Spanien). M agnetscheider.Der Scheider, der besonders zum Scheiden von sehrfein gemahlenem eisenarmen Erz bestimmt ist, hat einedoppelwandige feststehende Trommel, in deren Ringraumdas zu scheidende Gut mit Wasser eingeführt wird. In derTrommel ist ein mit radialen Scheiben versehener Magnetangeordnet, zwischen dessen Scheiben die innere Wandungder Trommel bis an die Magnetspule heranreicht. DieScheiben des Magneten sind am Umfang mit radialen Aussparungenversehen, d. h. gezahnt. Die Zähne sind seitlichabgeschrägt. An der innern Wandung der Trommel sindSchaufeln vorgesehen, die das vom Magneten mitgeführteGut abstreichen. Die Schaufeln können am Umfang mitSchlitzen versehen sein. Eine Schaufel läßt sich so ausbilden,daß sie das geschiedene Gut aus dem Bereich desMagneten leitet. An die Leitung, durch die das erforderlicheWasser in den Scheider eingeführt wird, ist eineDüse angeschlossen, die so ausgebildet ist, daß sie mehrereWasserstrahlen erzeugt, von denen einer eine Vorscheidungdes Gutes bewirkt, während die ändern die schweren unmagnetischenBestandteile des Scheidegutes (das Zwischengut),die leichten unmagnetischen Bestandteile des Gutesund die magnetischen Bestandteile in verschiedenen Richtungenbefördern. Die Austrittsstellen für das Wasser unddie verschiedenen Bestandteile des Scheidegutes liegen aufderselben Seite des Scheiders.5b (3io). 617973, vom 16.11.32. Erteilung bekanntgemachtam 15.8.35. Otto Püschel in Rauscha (Oberlausitz).D ifferentialvorschubgetriebe fü r G esteindrehbohrmaschinen.


Die Umlaufgeschwindigkeit der Vorschubmutter desGetriebes wird durch ein in axialer Richtung verschiebbares,ständig in Eingriff mit einer Verzahnung der Vorschubmutterstehendes Zahnrad geregelt. Dieses Zahnrad drehtsich in seiner Mittelstellung zwecks Einschaltung des Leerlaufesder Bohrspindel mit der Vorschubmutter in der dieservon der Bohrspindel erteilten Umlaufgeschwindigkeit. Inseiner einen Endstellung steht das Zahnrad hingegenzwecks Verlangsamung der Geschwindigkeit der Vorschubmutterunter Wirkung einer Bremse. In seiner ändernEndstellung ist das Zahnrad zwecks Beschleunigung derVorschubmutter mit dem Vorgelege gekuppelt. Das Zahnradkann frei drehbar und verschiebbar auf seiner Welleangeordnet sein, und diese kann mittels eines Schraubengetriebesverschiebbar und mit Mitnehmern für das Zahnradversehen sein.5d (1410). 618158, vom 19.10.33. Erteilung bekanntgemachtam 15.8.35. Karl Forwick in Bochum. V ersatzwurfschaufel., Z)vf cl


21. September 1935 Glückauf 923Z E I T S C H R I F T E N S C H A U \(Eine Erklärung der Abkürzungen ist in Nr. 1 auf den Seiten 2 7 -3 0 veröffentlicht. * bedeutet Text- oder Tafelabbildungen.)Mineralogie und G eologie.Heutige Meeresablagerungen als Grundlagender Beurteilung der 01 m u 11 e r g e s t e i n s -fragen. Von Krejci-Graf. (Forts.) Kali 29 (1935)S. 176/78*. Erörterung der Zusammensetzung verschiedenartigerMeeresablagerungen.Geologische Fragen bei der Errichtung vonWasserstauanlagen. Von Keller. Techn. Bl., Düsseid.25 (1935) S. 606/07*. Beispiele für die Notwendigkeit einergenauen Prüfung des geologischen Aufbaus der Schichtenund ihrer petrographischen Beschaffenheit.Detecting underground water in miningareas. Von Cox, Davies und Williams. Colliery Guard. 151(1935) S. 377/80*. Untersuchung alter Grubenbaue in Südwalesmit Hilfe eines geoelektrischen Verfahrens auf denUmfang der Überflutung. Besprechung von Kurvenbildern.(Schluß f.)Bergwesen.Bedeutung der Erdgase für die E rdölgewinnung.Von Hummel. (Forts.) Petroleum 31 (1935)H. 35, S. 17/22*. Das Verfahren des Wasserüberflutens.Verwertung des Erdgases. Schrifttum.Druckgas und Druckluft in der Erdölgewinnung.II. Von v. Zwerger. Öl u. Kohle 11 (1935)S. 573/76*. Verfahren und Arbeitsweise bei der Druckgasförderungin ununterbrochenem Betrieb. Luftverbrauch,Eintauchtiefe, Durchmesser des Steigerohres. TäglicheFördermengen.D ie Erdölgewinnung in den E r d ö 1s c h a ch t-betrieben von Pechelbronn. Von Berghaus. Petroleum31 (1935) H. 35, S. 10/16*. Überblick über die Entwicklungdes Betriebes. Vorkommen des Erdöls und Kennzeichnungder verschiedenen Gewinnungsverfahren.Organisation von Abbau und Förderung inSteinsalzgroßfirsten. Von Glinz. (Forts.) Kali 29(1935) S. 175/76*. Durchführung des streichenden Firstenbaus.Zusammenfassende Betrachtung über die Kosten desSalzes in der Firste. (Schluß f.)Le foudroyage en couche Poule-Noire ä laCie des mines de Roche-la-Moliere et Firmin y.Von Denantes und Tardif. Rev. Ind. miner. 1935, H. 352Mémoires S. 377/401*. Flöz-und Abbauverhältnisse. Gründefür die Anwendung des Bruchbaus. Beschreibung des alternund des neuern Abbauverfahrens. Wirtschaftlichkeitsberechnung.Anwendung nachgiebiger Stahlstempel undHolzpfeiler.Circle haulage at the coal face. Iron CoalTrad. Rev. 131 (1935) S. 311*. Besprechung einer für schwacheFlöze geeigneten, einen Kreislauf ausführenden Abbauförderung.Mining methods in Arizona copper mines.Von Hodgson, Lyman und Crawford. Min. Congr. J. 21(1935) S. 21/30*. Besprechung einer Reihe der im Kupfererzbergbauvon Arizona angewandten Gewinnungsverfahren.Machine mining in Staffordshire. II. CollieryEngng. 12 (1935) S. 265/69*. Bandförderung in den Streckendes Viktoria-Schachtes. Antriebsmotoren.Overwind and overspeed prevention. IV.Colliery Engng. 12 (1935) S. 260/64*. Eingehende Beschreibungdes Eversafe-Fördermaschinenreglers. (Forts, f.)Electric v. steam winding gear. Von Nalbach.Colliery Engng. 12 (1935) S. 256/59*. Wirtschaftlicher Vergleichbeider Antriebsarten. Dampf- und Stromverbrauch.Kraftkosten, Kapitalkosten und Gesamtkosten.^Non-rotating winding ropes. Von Lloyd. IronCoal Trad. Rev. 131 (1935) S. 309/10*. Besprechung derEntwicklung der torsionsfreien, runden Schachtförderseile.Zweckmäßigkeit und Grenzen der Förderwagenvergrößerung im Ruhrbergbau. VonKnepper. Glückauf 71 (1935) S. 857/62*. HeutigerStand..Möglichkeit und Zweckmäßigkeit der Einführung vonGroßwagen. Vorteile und Wirtschaftlichkeit der Förderwagenvergrößerung.Anti-surging equipment for air compressors.Colliery Engng. 12 (1935) S. 270/71*. Beschreibung eines1 Einseitig bedruckte Abzüge der Zeitschriftenschau für Karteizweckesind vom Verlag Glückauf bei monatlichem Versand zum Preise von 2,50 Jtfür das Vierteljahr zu beziehen.neuartigen, an eine holländische Grube gelieferten großenT urbokompressors.Underground fires. IV. Von Statham. CollieryEngng. 12 (1935) S. 272/75*. Verwendung von Wasserzur Brandbekämpfung. Wasserentnahme aus Druckwasserleitungen.Wahl der Brandbekämpfungsmittel. Organisationdes Feuerlöschdienstes. Verfahren bei der Bekämpfungeines Grubenbrandes.Kohlen- und W ä s c h e u n t e r s u c h u n g e n ina u f b e r e i t u n g s - und a b s a t z t e c h n i s c h e r Hinsicht.Von Schmitz. Glückauf 71 (1935) S. 845/56*. Kohlenuntersuchungen.Untersuchung der Flözkohlen, Flözkartei,Probenahme, Durchführung und Auswertung der Untersuchungen.(Forts, f.)Dampfkessel- und Maschinenwesen.Erfahrungen mit neuzeitlichen Hochdruckanlagen.Von Schöne. Arch. Wärmewirtsch. 16 (1935)S. 227/32*. Bericht über die in 4 Großkraftwerken, die mitDampfdrücken von 100 — 130 at arbeiten, in mehrjährigerBetriebszeit gewonnenen Erfahrungen.Z u r Aerodynamik der Brennstoffschüttungin Rostfeuerungen. Von Kayser. Wärme 158 (1935)S. 567/68. Bedeutung der Körnungsentmischung. Verteilungund Größe der Strömungsgeschwindigkeiten in der Brennstoffschicht.Combustion in the fuel bed of hand-firedfurnaces. Von Kreisinger, Ovitz und Augustine. Fuel 14(1935) S. 271/76*. Kohlenverbrennung. Luftbedarf. Bauarteines Ofens für Handfeuerung. Untersuchung der Verbrennung.(Forts, f.)Underfeed combustion, effect of preheat,and distribution of ash in fuel beds. Von Nichols.(Forts.) Fuel 14 (1935) S. 264/70*. Anwendung auf eingeschränkteEntzündung. Einfluß der Stückgröße desKokses und der Vorerhitzung der Verbrennungsluft. Verbrennungvon Schwelkoks, Petroleumkoks und Anthrazitmit Unterwjnd. (Forts, f.)Untersuchungen über die V erbrennungsvorgängebei der Verteuerung oberbayerischerPechkohlen in der Wanderrostfeuerung. VonMeier. (Forts.) Z. bayer. Revis.-Ver. 39 (1935) S. 148/50.Festlegung der Versuchsbedingungen. Meßergebnisse. VerbrennungstechnischeEigenschaften der oberbayerischenPechkohle.Betriebserfahrungen mit Mühlenfeuerungen.Von Becker. (Forts.) Braunkohle 34 (1935) S. 585/93*.Kraftbedarf. Schlägerverschleiß. Ausbildung des Schachtes.Kohlenzuteilung. Nachverbrennungsrost. Anheizen. Aschenanfall.Brennkammer.D u r c h f lu ß w i d e r s t a n d v o n Ventilen undRohrreibungswiderstand. Von Markert. Wärme 58(1935) S. 559/61*. Ergebnisse von Durchflußversuchen.Beziehungen zwischen den Exponenten der Strömungsgeschwindigkeitund dem Widerstandsbeiwert. Ermittlungder Formel für die Widerstandszahl.Test your own boilers. III. Von Wood. Power79 (1935) S. 414/15*. Verfahren zum Entnehmen von Durchschnittsprobenaus festen Brennstoffen für die Laboratoriumsanalyse.Cooling water in the power plant. Iron CoalTrad. Rev. 131 (1935) S. 323/24*. Das Kühlen des Kühlwassersin Kraftanlagen. Besprechung von Kühlsystemenmit Wasserdüsen.D ie Entwicklung der Dieselmaschine. VonBecker. Brennstoff- u. Wärmewirtsch. 17 (1935) S. 129/37*.Beschreibung zahlreicher neuer Ausführungen von Dieselmotorenfür Schiffe, Triebwagen und ortsfeste Anlagen.Testing of high-speed air hammers. VonSaxl. Iron Coal Trad. Rev. 131 (1935) S. 324*. Prüfmaschinefür schnellaufende Preßlufthämmer. Vornahme von Prüfungen.Elektrotechnik.S t r o m ri ch t e r belastung der Hochspannungsnetze.Von Lebrecht. (Schluß.) Elektrotechn. Z. 56 (1935)S. 987/90*. Einfluß der Netzkapazität. Schlußfolgerungen.Zusammenfassung der Ergebnisse.


924 Glückauf Nr. 38Hüttenwesen.Cémentation du fer et des alliages ferreuxpar le glucinium. Von Laissus. Rev.Metallurg. 32 (1935)Mémoires S. 293/301*. Ältere Forschungsarbeiten. Untersuchungdes Systems Eisen-Oluzinium. Übersicht überdie angestellten Untersuchungen. (Forts, f.)La r é d u c t i b il i t é de l’oxyde de zinc et la loide volatilité de M a t i g n o n. Von Rey. Chim. et Ind.34 (1935) S. 267/72*. Vergleich der Reduktionsfähigkeit vonZinkoxyd mit der anderer Oxyde. Formeln. Reduktiondurch Kohlenstoff. Schrifttum.Influence de l’aluminium sur les propriétésdes fontes ordinaires. Von Ployé. (Schluß.) Rev.Metallurg. 32 (1935) Mémoires S. 302/20*. Beziehungenzwischen den mechanischen Eigenschaften und dem Mikrogefüge.Widerstand bei hohen Temperaturen. Nitrierversuche.Korrosionsverhalten. Folgerungen.Elektroschmelzöfen. Von Kauchtschischwili.Z. VDI 79 (1935) S. 1057/62*. Lichtbogenöfen mit mittelbarerund unmittelbarer Beheizung. Verkürzung der Beschickungszeit.Induktions-f Rinnen- und Tiegelöfen. Anwendungsgebiete.Chemische Technologie.T h e élimination of sulphur during the carbonisationof coal. Von Woolhouse. Fuel 14 (1935)S. 259/64. Erörterung der Frage im Schrifttum. (Forts, f.)T h e influence of central and top o-fftakeon the yield of by-products. Von Litterscheidt undReerink. Coal Carbonis. 1 (1935) S. 51/54*. Untersuchungenüber den Einfluß der Innen- und Deckenabsaugung aufdas Ausbringen an Verkokungserzeugnissen. (Glückauf 71[1935] S. 461/71’.)Uber halbtechnische Versuche zur Herstellungvon Synthese-Mischgas durch gleichzeitigeUmsetzung von Kokereigas und Wasserdampfüber Koks im Generator. Von Fischer,Pichler und Kölbel. Brennstoff-Chem. 16 (1935) S. 331/33.Ergebnis der bisherigen Versuche. Verbesserung der Versuchsanordnung.Herstellung von Wassergas und vonMischgas. Besprechung der Versuchsergebnisse.Neuere Methoden und Apparate zur Überwachungder Gasqualität. Von Seebaum und Hartmann.Brennstoff-Chem. 16 (1935) S. 321/26*. Übersichtüber die Verfahren und Vorrichtungen zur Ermittlungvon Heizwert, Dichte, Entzündungsgeschwindigkeit, Prüfbrennerzahlund Gaszusammensetzung.Le traitement thermique des hydrocarburesgazeux. Von Dunstan, Hague und Howes. Chim. et Ind.34 (1935) S. 273/75. Verfahren zur Gewinnung von Motorbrennstoffenaus gasförmigen Kohlenwasserstoffen. Polymerisationund Kondensation der Äthylen-Kohlenwasserstoffe.Eigenschaften der Erzeugnisse.Über U n t e r s u c h u n g s v e r f a h r e n bei derReinigung von gebrauchten Motorenölen. VonGraefe. Brennstoff-Chem. 16 (1935) 326/30*. Wirtschaftlichkeitder Reinigung. Untersuchung der ungereinigten undgereinigten Öle.D e r r ö n t g e n o g r a p h i s c h e Nachweis vonTridymit in S i 1i k a k o k s o f e n s t e i n e n und seinetechnologische Bedeutung. Von Endeil, Hofmannund Maegdefrau. Glückauf 71 (1935) S. 862/63*. RöntgenographischerNachweis von Tridymit. Folgerungen für denBetrieb.Chemie und Physik.T h e ign.ition of firedamp by compression.Von Dixon und Harwood. Safety Mines Res. Bd. Pap. 1935,H. 93, S. 1/23*. Colliery Guard. 151 (1935) S. 387/88*. IronCoal Trad. Rev. 131 (1935) S. 312/13*. Die Entzündungstemperaturenvon Methan-Luft-Gemischen. Einfluß desDrucks auf die Entzündungstemperatur von Methan. DieEntzündung von Schlagwettern durch Kompression mitDruckentlastung.T he ignition températures of domestic fuels.Von Gyngell. Fuel 14 (1935) S. 254/58*. Ermittlung derEntzündungstemperaturen verschiedener zu Hausbrand geeigneterfester Brennstoffe. Folgerungen.Wirtschaft und Statistik.T h e mineral industry of Japan. Colliery Guard.151 (1935) S. 329/31*. Übersicht über die japanischen Steinkohlenvorkommen.Erzeugung, Ausfuhr, Arbeiterverhältnisse.'Kurzer Umriß der Nachkriegsentwicklungder russischen Erdölindustrie. Von Saruchanoff.Petroleum 31 (1935) H. 35, S. 1/9. Stand der russischenErdölindustrie in den letzten Jahren vor ihrer Nationalisierung.Übersieht über den Wiederaufbau. Entwicklungder Gewinnung, Bohrtätigkeit, Verarbeitung und Absatzorganisation.Le pétrole de 1’ I r a k... Von Pervouchine. Chim. etInd. 34 (1935) S. 472/82*. Beschreibung der ausgedehntenErdölvorkommen. Die Rohrleitungen zur Mittelmeerküste.Das Rohöl, seine Eigenschaften und Destillationsversuche.Bedeutung des Irak-Öles auf dem Weltmarkt.T h e growing importance of magnesiummetal. Min. J. 190 (1935) S. 3/5. Verwendungsgebiete fürdas Leichtmetall Magnesium. Gewinnung und Vorkommen.Steigende Bedeutung.Verkehrs- und Verladewesen.Leistungssteigerung der Antriebe von Aufzügen,Kranen und Schienenfahrzeugen durchAnwendung des durchlaufenden Motors. VonFuchs. Fördertechn. 28 (1935) S. 197/200*. Leistungssteigerungdurch Erhöhung der Nutzleistung, Fahrgeschwindigkeitund Spielzahl. Durchlaufender Motor. DruckluftgesteuerteReibungskupplung. Anwendung bei Aufzügen,Kranen und Schienenfahrzeugen.Ausstellungs- und Unterrichtswesen.D ie Hochschule für Erdöl und flüssigeBrennstoffe in Straßburg. Von Weiß und Hügel.Petroleum 21 (1935) H. 34, S. 1/8*. Aufbau, Arbeitsgebieteder drei Hauptabteilungen Geologie, Ingenieurwissenschaftenund Chemie. Lehrkräfte.PERSÖNLICHES.Versetzt worden sind zum 1. Oktober:der Oberbergrat Dr. Proebsting vom Oberbergamtin Clausthal-Zellerfeld an das Oberbergamt in Dortmund,der Bergrat Fechner vom Oberbergamt in Dortmundan das Oberbergamt in Clausthal-Zellerfeld,der Bergrat Platte vom Oberbergamt in Dortmundan das Oberbergamt in Bonn.Beurlaubt worden sind:der Bergassessor Mönch vom 1. Juli an auf sechsMonate zur Übernahme einer Beschäftigung bei der FirmaRaab Karcher-Thyssen G. m. b. H. in Mannheim,der Bergassessor Fafflok vom 15. September an aufein weiteres Jahr zur Fortsetzung seiner Tätigkeit bei derFirma H. Rost & Co. in Harburg-Wilhelmsburg.Dem Bergassessor Müggenburg ist zwecks Fortsetzungseiner Tätigkeit bei der BergwerksgesellschaftHibernia AG. in Herne die nachgesuchte Entlassung ausdem Staatsdienst erteilt worden.Der Bergdirektor Dipl:-Ing. S t a h r ist als verantwortlicherBetriebsleiter beim Sahdwerk Oberrothenbach desErzgebirgischen Steinkohlen-Akfienvereins in Zwickau angestelltworden.Der Bei^direktor Dipl.-Ing. Schwartz ist aus denDiensten des Erzgebirgischen Steinkohlen-Aktienvereins inZwickau geschieden.ln den Ruhestand sind getreten:der Bergdirektor Gathmann beim BraunkohlenwerkKraft 2 in Deutzen,der Bergdirektor Dipl.-Ing. Zinnow beim ErzgebirgischenSteinkohlen-Aktienverein in Zwickau,der Bergverwalter Grasemann bei den WitznitzerKohlenwerken,der Oberregierungsbergrat Dipl.-Ing. Hartung, Betriebsdirektorbeim Steinkohlenwerk Zauckerode.

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