Nr. 4 | 2008 - bei swissendurance.ch!

swissendurance.ch

Nr. 4 | 2008 - bei swissendurance.ch!

CA MessenDistanzritt Messen 2008: wieder in der HitzeAuch dieses Jahr fand in Messen wieder ein Distanzritt statt, und zwar bereitszum dritten Mal – und wieder bei drückender Hitze. Der Ritt war dieses Jahr vomfrüheren Juni-Datum auf den ersten Sonntag im August verschoben worden.Angeboten wurden fünf Prüfungen: EVGs über 30, 40 und 60 km, ein CEN* über90 und ein CEN** über 120 km. Letzterer galt – dank des anwesenden ausländischenRichters – als FEI Drei-Stern Qualifikation.Für die drei EVG Prüfungen waren 28, 23 und 15 Paare gemeldet; zwölf Paare wolltenüber 90 und sechs Paare über 120 km reiten. Für den Einführungskurs (EVG 20 km)hatten sich drei Paare gemeldet.Wie üblich bei einem grössen Endurance Anlass mit längeren Distanzen beginnen dieAuto-Anhänger Gespanne der Teilnehmer bereits am Tag zuvor anzurollen. Johnny und ichsind die ersten, die am Samstagnachmittag ankommen. Der Parkplatz ist noch nicht angeschrieben;ich nehme mal an, es sei dasselbe Feld wie letztes Jahr, und stelle Johnny’sCorral auf. Ich staue ob der Fliegen – ein ganzer Schwarm sitzt auf dem armen Johnny.Bald darauf kommen weitere Gespanne an – aus dem Tessin und Graubünden, weiterePaddocks werden für die equiden Athleten erstellt, endlosse Reihen von Pet Flaschenabgefüllt und in den nun abgekoppelten Zugfahrzeugen verstaut – denn morgen würdendies die Groom-Fahrzeuge sein, mit welchen die fleissigen Helfer das ach so wichtigeNass den hart arbeitenden Pferden hinterher – oder besser: voraus – transporterien würden,um diese an den designierten Groom Points zu treffen und zu versorgen – hauptsächlichzu tränken und kühlen.Ich richte mir meinen Groom Platz ein, strategisch in der Nähe des Wassers – man mussgut planen, wenn man alles selber macht.Am Samstag findet auch bereits die Voruntersuchung statt für die beiden Rennen.Für das 120-km Rennen ist die Visite obligatorisch bereits am Samstag – schliesslichwird der Start am Sonntag um sechs Uhr erfolgen. Nachdem alles vorbereitet undbereit gelegt ist, lege ich mich schlafen auf dem gedeckten Flatbed meines Trucks. MitNachtruhe ist allerdings nicht viel: ich habe einen Schwarm Moskitos mit drin, und daspenetrante Gesurre weckt mich immer wieder – und jedes Mal habe ich ein paar Stichemehr. Nachdem mich bereits alle Moskitos von Wyoming gestochen zu haben scheinen,nun das! Im Schlafsack verstecken ist auch keine Alternative – zu heiss! Ich bin froh, alses Morgen ist, oder wenigstens 4 Uhr 30, und mein Wecker abgeht.Geritten wird wieder auf drei sich teilweise deckenden Loops von 20 und 30 Kilometern.Um sechs Uhr geht es dann los, zwei Mal ohne Pause – höchstens freiwillig, über die20-km Schlaufe. Noch ist es angenehm kühl, und Johnny schwitzt nicht sehr. Wir gehendie lange Strecke langsam an, 120 km sind nicht zu unterschätzen. Wir kommen bestensinnerhalb gut dreier Minuten nach Ankuft durch das erste Vet Gate, und dann frisstJohnny Gras, seine mitgebrachten Leckerein verschmähend. Allerdings hat er bereitsSEN 4-2008 15

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine