Nr. 4 | 2008 - bei swissendurance.ch!

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Big HornTevis abgesagt – stattdessen Big Horn 100!Waldbrände im nördlichen Kalifornien, vor allem auch in der Nähe des WesternState Trails, über welchen der Tevis führt, verbunden mit extrem schlechter Luft(wegen des Rauchs), zwangen die Organisatoren des Tevis Rittes, diesen zirkaeine Woche vorher definitiv abzusagen. Als Alternative bot sich der Big Horn 100an, der bei Shell, Wyoming in den Big Horn Mountains stattfindet.Nach meinem tollen Erlebnis am Tevis letztes Jahr wollte ich diesen Ritt dieses Jahreigentlich noch einmal machen, aber dieser Plan fiel ins Wasser – na ja, so sollte mandas vielleicht nicht grad ausdrücken, der Plan wurde eher ein Opfer der Flammen:Kalifornien brennt, die Luft in weiten Teilen des Staates ist kaum zu atmen, und der Rittwurde aus Sicherheitsgründen abgesagt.Wir waren alle enttäuscht; Christoph erläuterte, es gäbe einen anderen 100-Meileran demselben Datum: den Big Horn 100 bei Shell, Wyoming, am Fuss der Big HornMountains. Dieses Mal waren wir eine ganze Gruppe: acht Pferde und acht Reiter; sechsfür den 100-Meiler, und zwei für den 55-Meiler. Zwei weitere Pferde mussten für einKadertraining für Christoph am folgenden Wochenende mitkommen. Somit hatten wirzehn Pferde dabei, als wir am Mittwochmittag vom Global Endurance Training Center inMoab in Utah losfuhren; sechs im Stock Trailer, und vier im Wohnwagen/Trailer.Wir fuhren an diesem Tag etwa sieben Stunden bis Rawlins in Südwyoming, wo wir aufdem Fairground übernachteten. Die meisten Städtchen im Westen der USA haben einenFairground, normalerweise ein Rodeogelände mit Corrals für Pferde. Wir konnten unserePferde da einfach einstellen, wo wir wollten – es waren schon ein paar andere dort – undam Morgen fünf Dollar pro Pferd hinterlassen. Wasser Anschluss hatte es auch, sowieWCs für uns; Futter und Heu hatten wir eh selber dabei.Am Donnerstag fuhren wir dann den Rest des Weges, noch mal sechs Stunden, unddann waren wir in Shell, Wyoming, auf endloser Grassteppe, und auf der anderen Seitedie Big Horn Mountains. Das Base Camp war riesig, wir konnten parken, wo wir wollten,und bauten vier Corrals auf für unsere zehn Pferde – oder mindestens für neun davon;der Hengst, Express, blieb am High-Tie am Trailer angebunden.Als wir am Abend herumsassen, und uns auch mit anderen Reitern unterhielten, hörtenwir all die Geschichten über diesen Ritt – Schneestürme auf dem Berg oben … zweijunge Reiterinnen vor zwei Jahren so verloren, dass sie über Nacht draussen in derWildnis bleiben mussten … jedes Jahr viele Reiter, die es nicht in 24 Stunden schaffen… 16, 17, 18 Stunden normale Siegerzeit … jedes Jahr verirren sich viele Reiter, da derTrail extrem schlecht markiert ist – das kann ja heiter werden!Am Freitag ritten wir dann unsere Pferde locker für zirka anderthalb Stunden. Unsereeffizienten und enthusiastischen Grooms, unterstützt von uns allen, packen drei VetCheck Boxen, da es anscheinend für die Grooms nicht möglich ist, zu den VCs zu fahren.Nachher heisst es dann allerdings, das ginge doch. Zusätzlich zu den Boxen für die30SEN 4-2008

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