Dezember 2007 - Der Monat

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Dezember 2007 - Der Monat

DEZEMBER 07

www.dermonat.li

KIRCHE: Liechtenstein – Geschenk für den Papst

LIFESTYLE: Fühl dich schön in deiner Haut

WIRTSCHAFT: Vom Quaderer-Bier zum Brauhaus


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INHALT | EDITORIAL

Das Fest der Freude

und des Schenkens

Die Weihnachtszeit ist auch da für Geschenke

PANORAMA 4

WEIHNACHTEN/LUXUS

Rekordzahlen für Investitionen in Luxus 6

PAPST UND LIECHTENSTEIN

Liechtenstein Geschenk für den Papst 8

WIRTSCHAFT

Vom Quaderer-Bier zum Liechtensteiner

Brauhaus 10

KOPF DES MONATS

Joseph Schädler – Leserbriefe zum

Nachdenken 12

NATUR UND DESIGN

Energie-Keramik aus Designer-Hand 14

GESELLSCHAFT

Vergessene Kinder psychisch kranker Eltern 16

BRAUCHTUM

Mailänderli, Zimtsterle und Birazelta – in der

Vorweihnachtszeit wird überall gebacken 18

AUTO

Schnuckelcheln mit Kulleraugen – Fiat

spielt einen Trumpf mit dem neuen 500er 19

SPORT

Federer-Cup für unsere jungen Ski-Talente 20

LIFESTYLE

Fühl dich schön in deiner Haut 22

ZEITGESCHEHEN

Donerstag, 4. Dezember 1947

Eröffnung des Strassentunnels Gnalp–Steg 24

MONATS-TIPPS 26

MARKT 27

RÄTSEL-SPASS 28

SCHLUSSPUNKT 30

an jene, die weniger als wir haben

Auf Weihnachten freuen sich viele, vor allem Kinder.

Die Zeit des Schenkens öffnet die Herzen vieler. Wir

haben eine Kombination von beiden

Dingen: Spenden Sie für die

Kinder in Kenia, dort freuen sich

die Kinder, dass sie jeden Tag in

die Schule können. Ingeborg Kindle hat mit dem

Projekt «Fumathoka» ein wunderbares Projekt in

Kenia gestartet. Auf eigene Initiative, mit offenem

Herzen für die Benachteiligten

unserer Welt. Unseren Spendenaufruf

finden Sie in dieser Ausgabe.

Vergelt’s Gott! Das Erzbistum

Vaduz, Thema unserer letzten

Ausgabe, wird diesen Monat 10

Jahre alt. In dieser Ausgabe schieben

wir ein interessantes Thema

nach: Vor bald 100 Jahren kam die

Idee auf, dem Papst das Fürstentum

als Kirchenstaat zu schenken.

Günther Meier

Der Heilige Vater hatte nach der

Redaktion «Der Monat»

Eroberung durch Italien keinen

Kirchenstaat mehr, also bot sich ein katholisches

Land als Ersatz an. Der damalige Papst hatte übrigens

den gleichen Namen wie der jetzige: Benedikt.

IMPRESSUM: 2. Jahrgang, Nr. 24, Dezember 2007

HERAUSGEBER: Alpenland Verlag AG, Feld kircher Strasse 13, FL-9494 Schaan,

Tel. +423 239 50 30, Fax +423 239 50 31, office@alpenlandverlag.li

REDAKTION: Günther Meier, Tel. +423 380 09 30, Fax +423 380 09 31, redaktion@dermonat.li

ANZEIGEN: Tel. +423 239 50 23, Fax +423 239 50 51, annoncen@dermonat.li

GESTALTUNG: Barbara Schmed, Gutenberg AG

SATZ UND DRUCK: Gutenberg AG, Feldkircher Strasse 13, FL-9494 Schaan

AUFLAGE: 18 000 Exemplare, monatlich in alle Haushalte Liechtensteins

ONLINE: «Der Monat» ist im Internet unter www.dermonat.li abrufbar

TITELBILD: Eiskristall im Ruggeller Riet (Foto: Marco Nescher)

Feldkircherstrasse 13 | 9494 Schaan

Tel. +423 239 50 50

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DEZEMBER 2007

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4

5

PANORAMA

Die Regierungsmitglieder

auf Globalisierungskurs

Die Globalisierungswelle hat auch die liechtensteinische

Regierung erfasst. Dass die Aussenministerin

kraft ihres Amtes überall auf der Welt

präsent sein muss, bei internationalen Konferenzen

der UNO und EU sowie zur bilateralen Kontaktpflege,

versteht sich von selbst.

Aber auch die übrigen vier Regierungsmitglieder

befinden sich

auf dem Globalisierungskurs.

Neulich war Regierungschef

Otmar Hasler in Afrika, Aussenministerin

Rita Kieber-Beck besuchte

eben erst Äthiopien und

zieht es nächs te Zeit nach Mittelamerika.

Wirtschaftsminister

Klaus Tschütscher reiste mit grossem Gefolge in

den deutschen Osten, nachdem dort in der Nähe

schon der Regierungschef seine Aufwartung machte.

Noch weiter in den wilden Osten zog es Bildungs-

und Umweltminister Hugo Quaderer, der

den Nord- und Süd-Kaukasus aufsuchte und in der

Republik Aserbeid schan mit Präsident llham Aliyev

zu einem Meinungsaustausch über Bildung und

Umweltschutz zusammentraf. Zu bedauern ist

Innenminister Martin Meyer, dessen Aktionsradius

wegen der EURO 08 auf Bern und Wien beschränkt

bleibt.

Foto: Presseamt

Die Zahlen des nächsten Jahres

Fast 900 Millionen Franken gibt der Staat Liechtenstein nächstes

Jahr – laut Budget 2008 – aus. Die wichtigsten Ausgabeposten mit

über 100 Millionen sind:

➤ 202 Millionen für soziale Wohlfahrt

➤ 176 Millionen Finanzausgleich für die Gemeinden

➤ 150 Millionen für das Bildungswesen

➤ 109 Millionen für den Staatsapparat

Diese vier Ausgabeposten machen gut ein Drittel der Gesamtausgaben

aus, das restliche Drittel ist für Sicherheit, Gesundheit, Kultur,

Wirtschaft und Verkehr vorgesehen.

Foto: Philatelie

Briefmarken 2007 erstmals

in einem Jahrbuch

Liechtensteins Philatelie lässt sich immer wieder

etwas Neues einfallen. Erstmals gibt es für die

Jahresausgabe 2007 ein Jahrbuch. Dieses hochwertig

gefertigte Buch enthält neben sämtlichen liechtensteinischen

Briefmarken des Jahres 2007 auch

Hintergrundinformationen, technische Angaben

und zusätzliches Bildmaterial zu den einzelnen

Ausgaben.

Informationen werden

jetzt zu Geld gemacht

Öffentliche Stellen sind die grössten Informationsproduzenten

in Europa. Ihre Informationsbestände

bergen ein bedeutendes Wirtschaftspotential.

Der wirtschaftliche Wert dieser Informationen

in der EU wird auf 68 Milliarden Euro geschätzt.

Für die wirtschaftliche Entwicklung neuer Dienste

in der Informationsgesellschaft spielen die bei öffentlichen

Stellen vorhandenen Informationen eine

wichtige Rolle. Die EU hat deshalb eine Richtlinie

über die Weiterverwendung dieser Informationen

erlassen, die von Liechtenstein ins nationale Recht

übernommen werden muss. Liechtenstein hat bereits

seit 1999 ein Informationsgesetz, doch verfolgt

dieses Gesetz keine wirtschaftlichen Zwecke, sondern

will die freie Meinungsbildung und das Vertrauen

durch Transparenz fördern. Das neue Gesetz

soll nun die Nutzung von Informationen regeln, die

von öffentlichen Stellen stammen, aber gegen Entgelt

abgegeben werden. Im Visier hat die EU neue

Informationsprodukte.

DEZEMBER 2007


Höhere Lebenserwartung

der liechtensteinischen Frauen

Liechtensteins Frauen leben länger: Länger als früher und länger

als die Männer. Laut Zivilstandstatistik waren 79 Prozent der im

Jahre 2006 verstorbenen Frauen 70 Jahre oder älter. Bei den Männern

lag dieser Anteil nur bei 60 Prozent. Zwei Drittel der verstorbenen

Frauen waren schon über 80 Jahre alt. Von den verstorbenen Männern

lag dieser Anteil gerade bei einem Drittel. Im Durchschnitt wird ein

liechtensteinischer Mann 70 Jahre alt. Die Frauen erleben durchschnittlich

80 Jahre.

Tadel aus Brüssel

wegen Verspätung

Liechtenstein hat die EU-Richtlinie aus dem Jahre 2002 über

Umgebungslärm bisher nicht umgesetzt. Das brachte der Regierung

Tadel aus Brüssel ein. Der EFTA-Gerichtshof erblickte in der Verzögerung

gar eine «Verletzung der Treupflichten». Mit dem neuen Umweltschutzgesetz,

das der Landtag in der Juni-Sitzung erstmals in

Behandlung zog, soll nun Abhilfe geschaffen werden. Kein Wunder,

dass es in Brüssel so viel Personal braucht, wenn wegen solchen

Kleinigkeiten zuerst die ESA-Überwachungsbehörde aktiv und dann

sogar noch der EFTA-Gerichtshof aktiv wird.

Staatsbeamte flüchten

in den Ruhestand

Erschreckende Meldungen kommen aus dem

Grossen Haus: «Informationsdichte, komplexe Aufgaben,

ständiges Lernen und Reagieren auf Veränderungen,

Termindruck, steigende Anforderungen

an Qualität und Quantität schlagen sich in Nervosität,

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magenproblemen,

Kopf- und Rückenschmerzen,

dauernder Anspannung und

Stress-Symptomen nieder.» Das

Staatspersonal leide unter emotionalen

und nervlichen Belas -

tungen. Psychische Erkrankungen

bei jüngeren Staatsangestellten

würden zunehmen, ältere

Mitarbeiter flüchteten sich in den

Ruhestand.

Foto: IPG Gutenberg Est.

Foto: Presseamt

Neue Überlebenshilfe

für die Landwirtschaft

Durch die internationalen Globalisierungsbestrebungen

hätten sich die wirtschaftlichen

Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft

in den letzten 15 Jahren drastisch

verändert, ist die Regierung überzeugt. Deshalb

soll ein neues Landwirtschaftsgesetz geschaffen

werden, damit unsere Bauern diese internationalen

Herausforderungen auf die einheimische

Landwirtschaft bewältigen können. Zentrales

Anliegen aller Bestrebungen müsse die Steigerung

der Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherstellung

von vergleichbaren Rahmenbedingungen

mit der Schweiz sein, schreibt die Regierung

in ihrem Vernehmlassungsbericht. Die Rolle des

Staates soll sich mit dem neuen Landwirtschaftsgesetz

verändern, das für nächstes Jahr geplant

ist: «Der Staat zieht sich inskünftig schrittweise

aus der direkten Verantwortung für die Belange

der Landwirtschaft zurück. Die Agrarpolitik

konzentriert sich stattdessen auf die Schaffung

schlanker, effizienter und wettbewerbsfähiger

Rahmenbedingungen und Strukturen, welche

ein unternehmerisches und eigenverantwortliches

Handeln ermöglichen.» Die direkte Verantwortung

für die weitere Entwicklung will die

Regierung der Landwirtschaft selbst übertragen.

Kein Rückzug des Staates ist dagegen bei der

Ausschüttung staatlicher Mittel als Hilfe für den

landwirtschaftlichen Sektor geplant. Weiterhin

sollen die produktionsunabhängigen Direktzahlungen

die wichtigste Finanzierungsart durch

den Staat bilden.


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7

Von Günther Meier

WEIHNACHTEN / LUXUS

Rekordzahlen für

Investitionen in Luxus

Die Weihnachtszeit ist die Zeit des Schenkens, auch für Dinge,

die als Luxus bezeichnet werden. Luxus boomt seit geraumer

Zeit das ganze Jahr. Das Luxus-Segment gehört zu den Wachs-

tumsbranchen und Globaltrends.

Was schenkt man einem Menschen,

der schon alles hat? Zeit! Zeit schenken,

gehört zu den schwierigsten Unterfangen, weshalb

sich viele auf andere Luxusartikel stürzen, die es

ja in Hülle und Fülle gibt. Luxus zu besitzen und

Luxus zu schenken, gehört offenbar zu den Bedürfnissen

der Menschen. Und diese Triebfedern werden

zu bestimmten Zeiten, wie etwa vor Weihnachten,

geschickt geschürt. Geschenke machen Freude,

Geschenke bringen aber auch Umsatz – und steigende

Umsätze sind wichtige Triebfedern einer erfolgreichen

Wirtschaft. Was das Schenken angeht,

ist die Menschheit offenbar erb-

Luxus zu besitzen und Luxus zu lich belastet. Betrachten wir eine

schenken, gehört offenbar zu den Weihnachtskrippe, so sehen wir

Bedürfnissen der Menschen.

kurz nach dem Weihnachtsfest

weitere Figuren um das Christkind

– die Drei Könige sind gekommen.

Caspar, Melchior und

Balthasar brachten in den kalten

Stall mit Ochs und Esel aber

nicht alltägliche Geschenke, sondern

reiche Gaben: Gold, Weihrauch

und Myrrhe. Gold galt

als angemessenes Geschenk für

einen König, mit Weihrauch beschenkte

man die Priester und

Myrrhe war als Heilmittel ein exklusives

Mitbringsel. Die Zeiten

haben sich geändert, geblieben

ist der Drang der Menschen, aus

echter Zuneigung oder aus anderen

Gründen seine Liebsten oder

Foto: IPG Gutenberg Est.

Geschäftspartner zu beschenken.

Wie es die Drei Könige vorgemacht

haben, fällt die Auswahl

zumeist auf Luxusdinge. Die

heimliche Leidenschaft des Menschen, sich gerne

mit Luxus zu umgeben, trifft sich mit dem wachen

Instinkt der Geschäftsleute, ihre Angebote in der

Vorweihnachtszeit mit Glitzer und Glamour zu

drapieren. Unser Auge, geschult an den Präsentationen

der Schönen und Reichen, lässt sich davon

mächtig beeindrucken.

Luxus ist eine sehr individuelle

Angelenheit

Luxus hat sich aber längst aus

dem Reich des edlen Schenkens befreit und führt

weltweit ein eigenständiges Dasein. Die ungleiche

Verteilung von Geld macht es möglich, dass die

einen mit Stolz ihre trendige Swatch am Handgelenk

tragen, die anderen hingegen nicht wissen, ob es

eine Rolex oder eine Breitling for Bentley sein soll.

Während für viele Zeitgenossen ein sparsamer kleiner

Diesel für die Reise von A nach B genügt, ordern

andere einen Rolls-Royce oder Ferrari. Damen der

Gesellschaft tragen Brillanten und andere edle, in

Gold gefasste Steinchen zur Schau, mit deren Wert

andere ein Eigenheim finanzieren könnten. Was Luxus

ist, erscheint eine sehr individuelle Angelegenheit

zu sein, die wohl am stärksten von der Gefühlslage

geprägt wird. Luxus gehört nicht mehr zu den

einsamen Beziehungen zwischen Anbieter und Käufer.

Dahinter steckt eine Industrie, die entgegen der

Entwicklung normaler Güter keinen Konjunktur-


schwankungen unterworfen ist. Diesen Trend nahm

Wien schon letztes Jahr auf: Die Luxusausstellung

«Luxury, please» habe Österreichs Hauptstadt in

einen «Hotspot der renommiertesten Luxusmarken

der Welt» verwandelt, verbreiteten die Veranstalter

dieser erstmals durchgeführten

Schon Caspar, Melchior Messe. In alpenländiem Englisch

und Balthasar brachten

warb Wien als der Schnittpunkt

zwischen Ost- und Westeuropa

in den kalten Stall nicht für das «Best of der internationa-

alltägliche Geschenke

len Glamourwelt»: Die begehrtesten

Immobilien zwischen Nobelherberge

und Privathotel, die luxuriösesten

Modemarken von A wie Armani bis V wie Versace

sowie die luxuriösesten Fortbewegungsmittel zwischen

Maybach, Bentley, Wally-Yacht und Privatjet.

Umsatz mit Luxusgütern jährlich

150 Milliarden US-Dollar

2006 sei ein Rekordjahr für viele

Hersteller von Luxusartikeln gewesen, fanden Wirtschaftsexperten

heraus – und für 2007 lasse sich

nichts Gegenteiliges berichten. Was Wunder, dass

sich Vermögensverwalter um die richtigen Anlagestrategien

im Luxusbereich für die betuchten Kunden

bemühen und dass auch weniger Betuchte in

Luxus-Fonds am globalen Markt teilnehmen können.

Die Vaduzer Bank Alpinum AG brachte anfangs

2007 eine Studie über Investitionen in Luxus-

Luxus finden wir schon bei den

Drei Königen, die dem Christkind

edle Geschenke brachten.

gütern heraus. «Der Umsatz mit

Uhren, Schmuck, Mode, Accessoires

und Kosmetika, Champag -

ner, Luxusautos und Yachten

wird konservativ auf etwa 150 Milliarden US-Dollar

jährlich geschätzt», berechneten die Alpinum-Analysten.

Das Jahr 2007 sollte erneut mit Rekordzahlen

brillieren, prognostizierten die Anlageberater.

Gegen Jahresende bestätigt Eduard Werder, CIO

der Bank Alpinum AG, diese Trendprognose: Trotz

hohem Ölpreis, trotz steigenden Zinsen und trotz

Hypo-Krise in den USA fänden die Luxusgüter reissenden

Absatz! Die Konsumstimmung in Amerika

sei derzeit etwas eingetrübt, werde sich aber bald

erholen, während in Asien ein anhaltender Boom

beobachtet werden könne, der Mittlere Osten und

auch Russland sehr gut laufe.

Foto: Marco Nescher

Reiche werden immer reicher

Die Manager des von der Bank

Alpinum AG empfohlenen Clariden Luxury Equity

Fund blicken zufrieden zurück auf 2007: «Egal ob

Premium- oder Lifestylemarken, Designer- oder

Markenprodukte – der Markt für Luxusgüter boomt

weltweit.» Die Luxusgüter-Industrie profitiere

weiterhin davon, dass Vermögende immer reicher

würden, womit mehr und mehr Geld für Luxus ausgegeben

werde. Luxusprodukte sind, das haben

schon die Drei Könige gewusst, in der Regel schön

und von höchster Qualität, aber auch teuer. Wer für

Luxusprodukte überdurchschnittlich viel zahlt,

weiss warum: Luxusmarken stehen für Prestige und

soziales Ansehen! |

DEZEMBER 2007


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Von Günther Meier

PAPST UND LIECHTENSTEIN

Liechtenstein

Geschenk für den Papst

Vor zehn Jahren überraschte der Vatikan das Fürstentum Liechtenstein mit

der Errichtung des Erzbistums Vaduz. Schon im Jahre 1916 wollte der Vatikan

mit Liechtenstein Schicksal spielen: Liechtenstein sollte dem Papst als sou-

veräner Staat geschenkt werden.

Liechtenstein im Ersten Weltkrieg:

Lebensmittel waren knapp, die Lieferungen von lebenswichtigen

Gütern aus Österreich kamen nur teilweise,

zu spät oder blieben ganz aus. Um dem Hunger

zu entgehen, musste Mehl aus der Schweiz zugekauft

werden. Ein armes Land. Regie-

Ein Geheimplan 1916 rung und Volk waren mit alltäglichen

Sorgen beschäftigt und hat-

lautete, das Fürstentum

ten keine Ahnung, dass zwischen

Liechtenstein sollte dem Papst Rom und Wien geschäftiges Treiben

herrschte, um dem Papst zu ei-

abgetreten werden

nem eigenen Staatsgebiet zu verhelfen.

Ein Geheimplan 1916 lautete, das Fürstentum

Liechtenstein sollte dem Papst abgetreten werden. Der

Papst, der mit Italien wegen dem ehemaligen Kirchenstaat

seit 1870 im Streit lag, hätte mit dem Fürstentum

Liechtenstein ein souveränes Gebiet erhalten. Liechtenstein

wäre nach diesem Geheimplan

formal zum neuen Kirchenstaat

geworden. Den Fürsten

hätte der Vatikan zum Statthalter

in Vaduz eingesetzt und ihm den

hohen Rang eines Kardinalbischofs

übertragen, weil nicht daran

gedacht war, dass der Papst sein

Machtzentrum in Rom verlassen

sollte. Der damals regierende Fürst

Johann II. zeigte sich mit dem

Geheimplan grundsätzlich einverstanden,

doch andere Mitglieder

des Hauses Liechtenstein stemmten

sich gegen die Abtretung des

Fürstentums an den Heiligen

Stuhl. Den Geheimplan erfuhr die Bevölkerung erst

lange später. Wenn die Liechtensteiner in den Plan

eingeweiht worden wären, so hätten sie sich aber nicht

unbedingt überrascht gezeigt. Schon im Frühjahr

1884 berichtete das Liechtensteiner Volksblatt über

Pläne zwischen Wien und Rom, die in ausländischen

Zeitungen publiziert wurden. Eine schweizerische

Zeitung schrieb damals, Fürst Johann II. habe Papst

Leo XIII. das Fürstentum als Asyl angetragen. In Rom

wollte eine französische Zeitung erfahren haben, der

Fürst habe dem Papst sein Fürstentum zur Verfügung

gestellt. Die «Augsburger Postzeitung» brachte einen

Bericht, der noch konkreter die Vorstellungen des Heiligen

Vaters beschrieb: «Der Kardinal-Staatssekretär

Jakobini hat angeblich am 5. April 1884 ein Schreiben

an den Fürsten Johann von Liechtenstein gerichtet,

der dem Papste sein Schloss in Vaduz zur Verfügung


Schloss Vaduz sollte dem

Papst, wenn er den Vatikan

verlassen müsse, als

Wohnsitz dienen.

gestellt hat. In diesem Briefe dankt

der Kardinal dem Fürsten im Namen

Leo’s XIII. für diesen Beweis

kindlicher Liebe und versichert zugleich,

dass, sollte der Papst einmal

wirklich gezwungen sein, Rom zu

verlassen, er es vorziehen würde, nach einem katholischen

Fürstentum auszuwandern, als nach dem fernen

Malta.»

Mitglieder des Fürstenhauses

stemmten sich dagegen

Der deutsche Politiker Matthias

Erzberger, Mitglied des Reichstags in Berlin, kannte

möglicherweise diese Berichte, als er sich 1916 mit seinem

Geheimplan zum Vermittler und Unterhändler

zwischen dem Vatikan und Wien machte. Aus dem Vatikan

kamen damals zustimmende Antworten, versehen

mit der strikten Aufforderung zur absoluten Geheimhaltung:

«Die Verhandlungen müssen so geheim

geführt werden, dass eines Tages einfach, wenn alles

erledigt ist, die ganze Abtretung usw. veröffentlicht

wird.» Im Umfeld des Papstes, der sicher in den geheimen

Plan eingeweiht worden war, herrschte euphorische

Stimmung: «Der Plan ist grossartig, da dann mit

einem Mal die vielen Schwierigkeiten betreff Anerkennung

der päpstlichen Souveränität wegfallen und

der Papst so wie alle anderen territorialer Souverän

sein wird.» Der Heilige Stuhl wollte bei diesem Deal

aber nicht als aktiver Partner auftreten, sondern heckte

den Plan eines Geschenks aus: Der regierende Fürst

von Liechtenstein müsse ein Schreiben an den Papst

richten, in dem er den Heiligen Vater bittet, sein Fürs -

Fotos: Marco Nescher

tentum als Geschenk für die Heilige Kirche anzunehmen.

Erzberger reiste nach Wien als Unterhändler zu

Fürst Johann II. Beim frommen Fürsten stiess der Gedanke

eines freiwilligen Geschenkes aus Liebe zur Kirche

auf fruchtbaren Boden. Die anderen Mitglieder

des Hauses Liechtenstein aber hatten wenig Freude an

diesem Geheimplan. Prinz Franz, der nachmalige

Fürst Franz I., verhielt sich vor allem ablehnend. Ein

Verzicht auf die Souveränität des Fürstentums Liechtenstein

kam für ihn nicht in Frage. Zudem hatte er

Bedenken, ob Italien die Souveränität des neuen Kirchenstaates

anerkennen werde. Und zuletzt erteilte er

dem Geheimplan eine Absage, weil er sich nicht vorstellen

konnte, dass die Liechtensteiner damit einverstanden

seien. |

Die Römische Frage

Als Römische Frage wird der Konflikt um den Status von Rom als

italienische Hauptstadt und als Zentrum der römisch-katholischen

Kirche bezeichnet, der von 1870 bis 1929 dauerte. Italienische Truppen

eroberten 1870 den Kirchenstaat und integrierten Rom in den

Nationalstaat Italien. 1929 wurde der Konflikt mit den Lateranverträgen

zwischen Mussolini und Papst Pius XI. beigelegt. Die Kirche

anerkannte Rom als Hauptstadt Italiens, Italien garantierte dem Vatikan

politische Unabhängigkeit und staatliche Souveränität.

DEZEMBER 2007


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Von Günther Meier

WIRTSCHAFT

Vom Quaderer-Bier zum

Liechtensteiner Brauhaus

«Brauhaus Helles» und «Brauhaus Weizenbier» schäumt ab dem 1. Dezem-

ber aus dem Liechtensteiner Brauhaus. Die neue Bierbrauerei knüpft nach

einem Unterbruch von beinahe 100 Jahren an das Quaderer-Bier an, das bis

1917 in Schaan gebraut wurde.

A Hell’s oder a Weiza? So können

die Bedienungen in den liechtensteinischen Restaurants

in wenigen Tagen fragen, wenn es die Gäste nach

einem eigenen Bier gelüstet, also Bier, das in Liechtenstein

gebraut wurde. Streng nach

Erst Familie Quaderer dem bayerischen Reinheitsgebot

aus Schaan konnte sich mit

aus dem Jahre 1516, kündigte Bruno

Güntensperger an, werde Brau-

Quaderer-Bier behaupten meister Michael Heilmair das untergärige

Helle und das obergärige

Weizen im neuen Sudhaus in Schaan brauen. Damit

gibt es aus Liechtenstein zwei unterschiedliche Biere

zu trinken: Beim Brauhaus-Bier stammen Hopfen

und Malz aus Bayern und dem Bodenseeraum,

während das «Ländle-Gold» aus

Ein Plakat der Quaderer-Brauerei der Sonnenbräu-Brauerei in Reb-

vor etwa 100 Jahren.

stein mit Braugerste aus Liechtenstein

gebraut wird. Im Unterschied

zur früheren Bierbrauerei Quaderer,

deren Quellen für die Gersteund

Malzlieferungen aus Österreich

gegen Ende des Ersten

Weltkriegs versiegten, dürfte das

neue Brauhaus Liechtenstein nicht

an Rohstoffmangel scheitern. Trotz

Interventionen der Fürstlichen

Regierung gelang es 1917 der

Brauzent rale Graz nicht mehr, für

Liechtenstein eine Zuteilung für

Gerste und Malz zu erhalten,

obwohl Liechtenstein über einen

Zoll- und Wirtschaftsvertrag eng

an die Donaumonarchie gebunden

war. Die Regierung erhielt einen Brief, der die schwierige

Situation schilderte, in der sich die Brauzentrale

mitten im Ersten Weltkrieg befand: «In höflicher

Beantwortung des geehrten Schreibens vom 9. dieses

Monats bedauern wir unter Hinweis auf die allgemeine

trostlose Lage leider mitteilen zu müssen, dass

die Aussichten auf weitere Gerste- oder Malzzuweisungen

durch unsere Regierung die schlechtesten

sind, so zwar, dass wir überhaupt keine Hoffnung

mehr haben, noch etwas zu bekommen.»

Erstes Bier im Jahre 1794

Die Folgen des ausbleibenden

Nachschubs für die Bierherstellung in unserem Land

waren gravierend. Die Bierbrauerei Quaderer musste

ihren Braubetrieb, den sie erstmals 1841 aufgenommen

hatte, zwangsläufig einstellen. Mehr noch, in

der Folge vermochte zwischen 1917 und 2007 die

Bierherstellung in Liechtenstein nicht mehr Fuss zu

fassen. Auch im 19. Jahrhundert, als das Fürstliche

Oberamt die ersten Bewilligungen für Bierbrauereien

erteilte, fristete der Braubetrieb neben den

Mostereien und den Weinkellereien nur ein Randdasein.

Als der Vaduzer Anton Frommelt 1794 die

Erlaubnis der Obrigkeit erhielt, Bier zu brauen, gehörte

das Bierbrauen noch zu den Monopolgewerben.

Trotz Bewilligung gab es damals noch kein Frommelt-

Bier, weil Frommelt, von Beruf Weissgerber, den

Betrieb wegen zu geringen Umsatzaussichten gar

nicht aufnahm. Die Bieridee liess Frommelt aber

offensichtlich keine Ruhe, denn 1810 versuchte er es

zusammen mit dem Glaser Benedikt Huber nochmals.

Ein Bier schäumte zwar aus der Sudpfanne,


Aus dem Liechtensteiner

Brauhaus kommt erstmals seit

1917 wieder ein Bier, gebraut

in Liechtenstein.

doch der mangelnde Absatz vereitelte

auch das zweite Unternehmen

nach kurzer Zeit. Die weiteren

Versuche mit dem schäumenden

Braugeschäft in Schaan und Vaduz

waren ebenfalls nicht von Erfolg

gekrönt, so dass das Oberamt

guten Grund hatte, die Idee einer Staatsbrauerei abzulehnen.

Erst die Familie Quaderer aus Schaan, die

erstmals 1841 die Braubewilligung erhielt, konnte

sich mit dem Quaderer-Bier behaupten, solange die

Rohstoff-Einfuhr funktionierte.

Das «Bierhüsle» steht

heute noch

Ganz in Vergessenheit geraten ist

das Braugewerbe nicht. Das Gebäude der Brauerei

Quaderer steht heute noch, wurde aber Jahrzehnte

nicht mehr für Bier gebraucht, sondern diente als

Weinkellerei und Weinhandlung. Lange Zeit deutete

noch das auf dem gleichen Areal liegende Restaurant

«Bierkeller» auf die frühere Bierbrauerei hin, doch seit

die Gastwirtschaft 1984 geschlossen und inzwischen

auch die Aufschrift an der Hausfassade abgekratzt

wurde, blieb nur ein einziger Begriff übrig – ältere

Einheimische reden heute noch vom «Bierhüsle».

«Gebraut in Liechtenstein – für

Liechtenstein», lautet der Werbeslogan der neuen

Brauerei, die ein Bier für die Region mit unverwechselbarem

Charakter herstellen möchte, auf eine überregionale

Verbreitung aber vorerst verzichtet. Weitergehende

Pläne hegte Anfang der 1970er-Jahre das

deutsche Unternehmen Henninger-Bräu, das den

Foto: Marco Nescher

schweizerischen Biermarkt von Liechtenstein aus aufrollen

wollte. Die Gemeinde Ruggell setzte sich für

diese Betriebsansiedlung ein, doch aus Kreisen der

Industrie formierte sich Widerstand. Die Regierung

bewilligte mit 3 gegen 2 Stimmen die Henninger-

Bräu, musste dafür aber bei Fürst Franz Josef II. antraben:

Der Fürst habe – wie Arno Waschkuhn in den

Politischen Schriften ausführt – den fünf Regierungsmitgliedern

die Leviten gelesen, worauf sich in der

folgenden Regierungssitzung eine Ablehnung von 4:1

gegen das Brauereiprojekt ergab. |

Bier – ein treuer Begleiter

Das Bier, der «Weltmeister im Durstlöschen», begleitet die Menschheit

schon eine lange Zeit. Die Babylonier und Ägypter tranken ein

schäumendes, alkoholhaltiges Getränk schon 2000 vor Christus. Die

Sumerer sollen sogar noch früher, schon etwa 4000 Jahre vor unserer

Zeitrechnung, Bier gebraut haben. Auch die Römer kannten das

Bier, doch galt es im Unterschied zum Wein, als barbarisches

Getränk. In unseren Breitengraden wurde das Bier durch die Braukunst

der Klöster im Mittelalter bekannt. Auch in Liechtenstein versuchten

sich initiative Handwerker in der Kunst des Bierbrauens. Als

erster Braumeister erhielt Anton Frommelt aus Vaduz im Jahre 1794

die Erlaubnis vom Oberamt, Bier zu brauen.

DEZEMBER 2007


12

KOPF DES MONATS

Joseph Schädler – Leserbriefe

zum Nachdenken

Leserbriefe gehören in den liechtensteinischen

Zeitungen wahrscheinlich zu den

gut bis sehr gut gelesenen Beiträgen. Seit geraumer

Zeit meldet sich Joseph Schädler regelmässig mit

Leserbriefen, die oft sprühen vor

Witz und witzigen Formulierungen.

Der Unternehmer, Hersteller

von Spezialmaschinen, möchte

aber nicht nur unterhalten mit

seinen Beiträgen zum Zeitgeschehen. Vielmehr will

er zum Nachdenken anregen: «Als Hersteller von

Spezialmaschinen komme ich

viel in der Welt herum. Betrachte

ich dann unser kleines und einmaliges

Land von aussen, sehe

ich erst, dass wir unser Potenzial

überhaupt nicht nutzen, sondern

vergeuden.» Klare und deutliche

Worte, hinter denen die Überzeugung

steckt, dass Liechten-

Joseph Schädler

stein mehr tun könnte als es im

Unternehmer und Leserbrief- Moment macht: «Unser Reichschreibertum

und der Bildungsstand würden

die Chance bieten, Vorreiter

in manchen Dingen zu werden. Es bestürzt mich

immer wieder, wie man mit diesem Kapital umgeht,

plan- und ziellos im Zeitgeist herumschwimmt und

damit dem gesellschaftlichen Zerfall kräftig und

gedankenlos Vorschub leistet.»

Foto: Günther Meier

Beispiel an Norwegen nehmen

Tiefes Nachdenken und danach

Handeln erachtet der Unternehmer als dringend

notwendig in allen Bereichen unserer Politik und

Gesellschaft. «Heute haben wir Geld, verschleudern

es aber in Bauwerke, die wir uns in schlechten Zeiten,

allein schon wegen der hohen Unterhaltskos -

ten, gar nicht mehr leisten können.» Liechtenstein

sollte sich ein Beispiel an Norwegen nehmen: Über

die Ölförderung nehmen die Norweger derzeit viel

DEZEMBER 2007

Es bestürzt mich immer wieder, wie man in unserem

Land plan- und ziellos im Zeitgeist herumschwimmt

Geld ein, verjubeln es aber nicht, sondern legen es

auf die hohe Kante. «Norwegen weiss, dass die

Quellen versiegen. Dieses Denken sollten wir

dringend bei unseren Einnahmen durch Finanzge-schäfte

anwenden – auch diese Quellen werden

über kurz oder lang versiegen.»

Geld in Forschung und

Entwicklung stecken

Wenn Joseph Schädler über die

Zukunft nachdenkt, dann denkt er an die Auswirkungen,

die durch die Plünderung der Rohstoffe

entstehen. Was passiert, wenn kein Öl, kein Gas,

keine Kohle mehr vorhanden ist? Wie sollen die

Menschen leben, wenn die Vorräte an Sauerstoff

aufgebraucht sind? Liechtenstein könnte trotz seiner

Kleinheit mehr für die globalen Probleme tun:

«Die Anstrengungen unserer Gesellschaft für Umweltschutz

zur Verhinderung einiger Holztafeln im

Malbun macht deutlich, wo und wie wir überhaupt

leben.» Auch die Regierung kriegt ihre Kritik ab,

wenn Joseph Schädler die Ressourcen-Probleme der

Welt mit der liechtensteinischen Politik vergleicht:

«Ein Staat, der einen Landtagssaal baut, in dem die

Volksvertreter weniger Platz haben als im alten, der

die eigene Fahne durch eine abscheuliche Mischfarbe

schändet…». Was schlägt Joseph Schädler vor?

«Unser Staat muss sich heute schon mit aller Kraft

an die Verminderung der Zukunftsprobleme machen,

sein ganzes verfügbares Geld in Forschung,

Entwicklung und neue Technologien investieren.»|


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14

Von Kornelia Pfeiffer

NATUR UND DESIGN

Energie-Keramik

aus Designer-Hand

In der Welt des Lifestyle lässt sich etwas Spannendes

beobachten: Die Leute beginnen sich für die Umwelt

und ein gesundes Leben zu interessieren. Und auch

wenn Philipp Eigenmann immer noch lieber Cordhosen

als Armani trägt: Der Chef der Keramik-

Werkstatt Schaedler in fünfter

Effektive Mikroorganismen Generation bringt nun auch Fa-

sollen helfen, wild milien mit Mercedes-Roadsters,

Bankern in Massanzügen, Har-

gewordene freie Radikale

ley-Davidson-Fans über 50 die

im Körper zu stoppen Energie und Schwingung der Effektiven

Mikroorganismen, kurz

EM, näher. Die Keramikwerkstatt produziert mit

EM-X-Keramikpulver in einem Spezialverfahren

Wasserkrüge und Becher in moderner, schnörkelloser

Form, elegant in den Farben, entworfen von dem

österreichischen Grafik-Designer Klaus Lürzer. Neu

hat der Londoner Designer Kelvin J. Birk eine flache

runde Vase mit drei aufgesetzten Väschen entworfen,

die schwarz glänzend im Frühling auf den Markt

kommt. Hinter dem Herstellver-

Die Keramikwerkstatt Schaedler fahren steckt Hightech-Wissen

stellt neu Fruit-T-Tassen in für ein Design, das Blüten, Hal-

EM-Keramik her, die Limonen me, Gräser länger frisch aussehen

und Orangen gleichen.

lässt. Neu hat Philipp Eigenmann

«Die Keramik-Werkstatt Schaedler verbindet altes Wissen mit moder-

nem Lebensstil. Was Designer entwerfen, formen Töpfer zu klassisch-

puristischen Formen aus EM-Keramik, die aus Wasser wieder Quellwasser

macht.

Foto: Schaedler Keramik

auch Fruit-T-Tassen entwerfen lassen, Teetassen, die

Limonen und Orangen gleichen. In der beinahe

letzten Hochburg des fast 7000 Jahre alten Töpferhandwerks

wird modernes Keramikgeschirr hergestellt,

das Oxidation verhindert, bei der freie Radikale

entstehen: Runzeln im Gesicht sind Zeugen für

den Einfluss freier Radikale, die Zellen, Zellwände

und die im Zellkern enthaltenen Gene angreifen.

Antioxidation bremst diesen Abbau, lässt keine

Korrosion und Fäulnis zu und konserviert auf natürliche

Art.

Effektive Mikroorganismen sollen

helfen, wild gewordene freie Radikale im Körper

zu stoppen. Sie tilgen im Wasser zum Beispiel Giftstoffe,

Schweröl, Nitrate und Phosphate. So gereinigt

nimmt dieses feinere Strukturen an und bekommt

wieder die Schwingungsqualität eines Quellwassers.

Streng wissenschaftlich ist die Methode zwar nicht

abgesichert, für viele Menschen aber hat sich EM zu

einer Art «Hausmittel» entwickelt. Teruo Higa, japanischer

Agrarwissenschaftler in Okinawa, hatte die

EM-Technologie vor rund 30 Jahren entwickelt. Er

nannte sie «die Revolution zur Rettung der Erde».

EM wird in der Landwirtschaft und in der Industrie

eingesetzt. Für Gesundheit und Umwelt verspricht

sie als Technologie des 21. Jahrhunderts neue

Chancen. Unbeschadet lassen sich Effektive Mikroorganismen,

also Hefen, Milchsäurebakterien und

Photosynthesebakterien, auch in Ton einbrennen.

Keramik mit eingebrannten Effektiven Mikroorganismen

soll positiv auf die magnetische Resonanz

von Lebensprozessen wirken. EM-Keramik wird

deshalb auch Energie-Keramik genannt. |

DEZEMBER 2007


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16

17

Von Hans Frommelt

GESELLSCHAFT

Vergessene Kinder

psychisch kranker Eltern

Ein sechsjähriges Kind erzählt,

dass es nicht ständig wie seine Mutter vor dem

Fernseher sein wolle und nicht dumm werden wolle

vom ständigen Fernsehen. Dass die Mutter fernsehsüchtig

ist, schreit das Kind direkt heraus. Es

bangt bereits mit sechs Jahren

um seine Zukunft. Für ein Ju-

Man therapiert wohl Mutter

gendamt genügt eine Fernseh-

oder Vater, die Not der Kinder süchtigkeit einer Mutter, eine

Vereins- oder Berufssüchtigkeit

ist meistens kein Thema

eines Vaters noch lange nicht, um

sich um die Psyche eines Kindes

zu kümmern, obwohl vielleicht bereits Arzt- und

Schulberichte vorliegen und eine Therapie bei

einem Kinderpsychologen angezeigt erscheint.

Man kümmert sich in der Regel erst gezielt um ein

Kind, wenn Meldungen über Alkoholabhängigkeit,

Drogenkonsum oder Gewalt gegen ein Kind eines

Elternteils vorliegen.

Die Psyche eines Kindes kann unter den psychischen Problemen der Mutter

oder des Vaters leiden. Während für die Eltern Therapeuten bereitstehen,

gehen die Kinder meistens leer aus – unsere vergessenen Kinder!

Belastungen der Kinder

äussern sich negativ

Ein Bericht über die Schulsitua -

t ion eines Kindes: Das neunjährige Kind gebärdet

sich manchmal wie ein Kleinkind und gestikuliert

wild mit Armen und Beinen und kann kaum stillsitzen.

Es traut sich selber fast nichts zu, es resig -

niert sofort. Weil es psychisch zu sehr belastet war,

war es dem Kind nicht möglich, seiner Intelligenz

entsprechende Leistungen zu erbringen. Solche

Berichte schreiben Lehrpersonen meistens, wenn

ein Scheidungskind nicht mehr mit seiner Familiensituation

fertig wird und kaum Kontaktmöglich-

keiten zum Vater, zu Grosseltern oder anderen

Familien seitens des erziehungsberechtigten Elternteils

zugestanden wird. Vielfach kann eine Mutter

nicht mehr, weil sie an einer mittelschweren

Depression leidet und womöglich den Vater zur

reinen Zahlstelle macht, dem Kind mit allen zur

Verfügung stehenden Mittel den Vater vorenthält,

womöglich noch den Grosseltern väterlicherseits.

Geschützt wird meistens nur die Stellung der Mutter,

obwohl bekannt ist, dass die emotionale Beziehung

zum Vater und weiteren Personen aus dem

Familienkreis des Vaters äusserst wichtig sind. Es

gibt doch nichts Wichtigeres für ein Kind als das

Vermitteln von positiven Lebenseinstellungen und

das Aufbauen einer sozialen Kompetenz. Es ist

kaum möglich, dass sich ein Kind mit einer womöglich

depressiven Mutter, welche fachlich nicht

betreut wird, sich ohne Neigung zu Depressionen

oder psychischer Unausgeglichenheit entwickelt.

Kinder nicht vergessen

Es gibt aber auch den anderen

Fall. Ein Kind fällt nicht auf, geht zur Schule und

strebt gute Noten an. Kein Grund also, um stutzig

zu werden. Hilferufe wie an den Fingernägeln kauen,

werden kaum beachtet. Auch solche Kinder, die

lebenslang darunter leiden, dass ihre Mutter psychisch

belastet war und das Kind sich nirgends

aussprechen konnte, werden vergessen. Die Symp -

tome wären eindeutig. Meistens leiten aber keine

Lehrperson und kein Schulpsychologe eine Therapie

beim Kinderpsychologen ein. Der Mutter wird

womöglich eine Therapie empfohlen und damit


hat es sich. Dies zeigt, dass man immer noch nur

an die Eltern denkt und die Kinder in ihrer Not

vergisst.

Psychisch kranke Eltern sind

Belastung für Kinder

Ungefähr fünf Prozent der Menschen

in unserem Lebensraum leiden an Depres -

sionen. Bei jedem Dritten wird die Depression

chronisch. In Deutschland sollen zwei bis drei Million

Mädchen und Jungen bei psychisch kranken

Eltern aufwachsen. Solche Proportionen lassen sich

vermutlich auch auf unseren Umkreis übertragen.

Die Kinder, welche in ein solch belastendes Elternhaus

hineingeboren wurden, bräuchten dringend

Hilfe – erhalten tun sie diese nur in seltenen Fällen.

Man therapiert wohl die Mutter, den Vater oder beide

mit mehr oder weniger Erfolg, schlussendlich in

einer Ehe-Therapie und vergisst die Kinder. Wenn

Erwachsene bereits an einer leichten Depression

leiden, kümmern sich die Psychiater und Psychologen

nur um ihr psychisches Gleichgewicht. Die Not

der Kinder ist meistens kein Thema. Dass psychisch

kranke Eltern eine riesige Belastung für Kinder

sind, wird erst seit ein paar Jahren so richtig erkannt

Psychisch kranke Eltern sind

für die Kinder eine riesige

Belastung, die selten richtig

eingeschätzt wird.

und beachtet. Die Literatur zum

Thema: «Alleingelassene Kinder

psychisch kranker Mütter und

Väter» ist noch jung. Ein Blick in

die Schweiz zeigt, dass erst vereinzelte

Kantone und Städte sich

den vergessenen Kindern vermehrt

annehmen. Dass die «vergessenen Kinder»

zu einer grossen Herausforderung an die soziale Arbeit

der Jugendämter werden, ist zwischenzeitlich

in vielen Studienarbeiten belegt. Belegt ist auch,

dass vergessene Kinder vielfach in der Suchtberatung

landen und ein Leben lang kein vernünftiges

Gleichgewicht finden.

Foto: Marco Nescher

Anhörung der Kinder sollte

Selbstverständlichkeit sein

Auch unsere Gesellschaft mit ihrer

Politik steht in der Verantwortung gegenüber

«vergessenen Kindern». Die Anhörung des Kindes

bei einer Scheidung sollte zur Selbstverständlichkeit

werden. Auch die Anhörung, wenn sich die

Kinder in ihrer Familie nicht mehr wohl fühlen,

weil die Mutter ständig vor dem Fernseher sitzt

und den Vater nur noch beim Kleiderwechseln

sieht. Die Anhörung der Kinder durch speziell ausgebildete

Fachpersonen könnte viel Schlimmes für

ihre Zukunft verhindern. Nicht nur Erwachsene,

anders ausgedrückt, nicht nur Eltern brauchen in

der heutigen Zeit vermehrt psychiatrische Hilfe,

sondern auch unsere «vergessenen Kinder psychisch

kranker Väter oder Mütter». |

DEZEMBER 2007


18

BRAUCHTUM

Mailänderli, Zimtsternle und Birazelta

In der Vorweihnachtszeit wird überall gebacken

Gaston Frommelt, Bäckerei Weihnachten ist das Fest der

Frommelt in Triesen, stellt jeden Freude. Für viele, ganz beson-

Advent Nikoläuse aus

ders für Liebhaber von Süssig-

Lebkuchen und «Birazelta» her. keiten, bildet schon der Advent

eine grosse Versuchung. Überall

in den Häusern werden «Krömle» oder «Guetzle»

gebacken, deren Duft unwiderstehlich in die Nase

steigt. Auch die Bäcker haben in den letzten Wochen

vor Weihnachten viel zu tun. Die Nachfrage

nach Mailänderli, Zimtsternen oder Anisbrötchen,

die zum festen Brauchtum gehören, ist gross. Auf

zwei Gebäcke aus der Backstube, die früher ausschliesslich

in der Adventszeit angeboten wurden,

freuen sich heute noch viele: Lebkuchen und Birnbrot,

in der Umgangssprache auch «Birazelta» genannt.

Beide können auf eine lange Geschichte

hinweisen. Gewürzte Honigbrote, die Vorläufer der

Lebkuchen, gab es schon lange

vor Christi Geburt. Schon die

alten Ägypter genossen diese

Spezialität und gaben sie sogar

als Grabbeigaben den Toten mit

auf die letzte Reise. Weil in die

Lebkuchen spezielle Gewürze

kommen, die aus fernen Ländern

hergeholt werden mussten,

haben vor allem frühere Handelsknotenpunkte

eine lange

Tradition mit Lebkuchen oder

ähnlichen Gebäcken: wie etwa

Köln und Basel am Rhein. Heute

kommen die Lebkuchen in der

Vorweihnachtszeit vor allem in

der Form von Nikoläusen daher,

die in allen Grössen gebacken

werden. Aber auch Herzchen mit

Sprüchlein gibt es zum Verschenken

an die Lieben und

Liebsten. Tradition hat in Liechtenstein

der «Birazelta», also

Birnbrot mit allerlei Zutaten wie Feigen, Aprikosen,

Nüssen oder kandierten Früchten.

Birazelta – Birnbrot mit

allerlei feinen Zutaten

Noch nicht lange ist es her, da

hatten die Bauern in der Hausbündt einen Birnbaum,

dessen Früchte sich zum Dörren eigneten.

Die Birnen wurden getrocknet und dann in einem

Ofen gedörrt. Die einen besassen zu Hause eine

Dörr-Einrichtung, andere überliessen das Dörren

dem Fachmann in der Dörrerei. Diese Spezialbetriebe

sind aus unseren Dorfbildern inzwischen

verschwunden, die Leute bringen kaum mehr eigene,

gedörrte Birnen zum Bäcker, der für sie mit den

Zutaten die «Birazelta» in den Ofen schiebt. Während

der Wintermonate waren die «Birazelta» früher

eine willkommene und auch

Kurierfahrten

Wagen mit Privatchauffeur

Tag- und Nachtdienst

Flughafentransfer

Telefon 392 22 22

Foto: Marco Nescher

gesunde Abwechslung auf dem

Frühstückstisch, das zudem lange

haltbar war. Heute ist das Birnbrot

vielerorts nicht mehr das typische

Winterbrot, sondern kann

das ganze Jahr gekauft werden. |


Schnuckelchen mit Kulleraugen

Fiat spielt einen Trumpf mit dem neuen 500er

Es gibt Autos, die sind für

Fahrten von A nach B geeignet.

Andere eignen sich zum Angeben.

Eine spezielle Sorte sind jene, denen

Sympathien entgegenfliegen

von Leuten, denen das Auto gar

nicht gehört. In diese Kategorie ist

der neue Fiat 500 einzuordnen.

Alle reden davon, alle kennen ihn

schon, obwohl der Cinquecento

erst in den Showräumen der Autohändler

steht. Und viele haben

ihn erwartet, obwohl sie das alte

Vorbild gar nicht mehr auf den

Strassen gesehen haben, höchs -

tens noch als einzelnes, liebevoll gepflegtes Oldtimer-Exemplar.

«Eine Legende ist zurück», loben

Auto-Zeitungen. Testfahrer, die schon mal kurz Platz

nehmen durften im speziell gestylten Interieur, vergessen

ihre üblichen kritischen Anmerkungen und

lassen der Fantasie freien Lauf: «Kulleraugen, Stupsnase,

fast ein Lächeln auf der Stossstange.» Herausgekommen

sei, genau fünfzig Jahre nach der Legende

«Fiat Cinquecento», ein «herzerwärmendes

Schnuckelchen». Andere fanden, mit den verschmitzt

lächelnden Kulleraugen, den kurzen Überhängen

und dem Kuppeldach heimse der kleine Italiener

viele Sympathiepunkte ein – vor allem bei der

weiblichen, lifestyle-bewussten Zielgruppe.

Individualität ist Trumpf im kleinen Fiat. Das

Innen-Design gehört zu jenen Dingen, das Liebhabern

schmeichelt. Das Armaturenbrett wird in der

jeweiligen Autofarbe lackiert, die einer geschmack-

voll zusammengestellten Farbpalette

entstammt. Die Erinnerung

an den alten 500er wird wach, obwohl

alles klassisch-edel aussieht.

Sogar einen Duftspender bauten

die Konstrukteure ein: «Resprio

libero» (freier Atem) im Dickicht

'’

Paul'’s Haus-Service

Paul s Haus-Service

RA= RA=980 RA= RA= 980 x x 205 05 050 05 mm

mm

AUTO

des Verkehrs gefällig? Oder für Der neue Fiat 500 erntet schon

später etwa eine «Essenza della überall Beifall, obwohl er erst zum

notte» – einen Duft für die Nacht?

Anschauen bereitsteht.

Aus einer Vielzahl von Möglichkeiten

lässt sich eine ganz persönliche Kulleraugen-

Maus zusammenstellen. Einer der Autotester muss

ein gewiefter Mathematiker sein, denn er rechnete

vor, dass insgesamt 549’000 Ausstattungsvarianten

möglich seien. Die Käuferinnen aber werden wohl

eher mit dem Gefühl als mit dem Rechenschieber

auswählen.

Da der neue 500er natürlich auch Männer

anspricht, ist die Motorisierung nicht ganz nebensächlich.

Vorerst stehen zwei Benziner mit 69 und

100 PS zur Wahl, dazu ein Diesel mit 75 Pferdestärken.

Alle Triebwerke erfüllen bereits die Euro-5-

Norm, die erst ab 2010 obligatorisch ist. Angekündigt

ist zudem ein 1,4-Liter-Turbo mit 135 PS in einer

Abarth-Version. Kaufen und

gleich losfahren – geht leider

nicht. Auch wer heute noch bestellt,

findet die Kulleraugen-

Ziegeleistrasse 28, 9485 Nendeln

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Maus nicht unter dem Christbaum.

Die Auslieferung beginnt

erst im neuen Jahr. |

DEZEMBER 2007

Foto: Werkbild Fiat

19


20

SPORT

Federer-Cup

für unsere jungen Ski-Talente

Der Federer-Cup mit sieben Die Nachwuchsförderung gehört

Rennen für den Ski-Nachwuchs zu den wichtigsten Aufgaben im

findet im Malbun statt.

Sport. Der Liechtensteinische

Skiverband hat sich mit einem

Sponsor zu einer hervorragenden Zusammenarbeit

gefunden, der junge Ski-Talente fördert. Mit

Malbun im Zentrum. Noch ist kein Meister vom

Himmel gefallen. Aber Talente gibt es viele, besonders

im Skisport. Auch Martha Bühler, Willi und

Paul Frommelt, Hanni und Andy Wenzel haben einmal

klein angefangen. Entscheidend ist, dass solche

Talente gefördert werden. Der «Brillen Federer Ski

Nachwuchs Cup» gilt als solche Talente-Schmiede.

Von den gegenwärtigen Hoffnungen im liechtensteinischen

Skisport haben einige ihre Sporen bei diesen

Rennen abverdient, konnten sich regional mit Konkurrenten

messen und sich vor überregionalen und

internationalen Einsätzen ein realistisches Bild von

ihrem Können machen. Der Federer-Cup des Liechtensteinischen

Skiverbandes geht schon in die 7. Saison.

Der Jugend-Cup für den

liechtensteinischen und schweizerischen

Nachwuchs erfreut sich

immer grösserer Beliebtheit und

lockt jedes Jahr mehr Skitalente

nach Liechtenstein. Die Rennläuferinnen

und Rennläufer können

DEZEMBER 2007

keramik werkstatt schaedler

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in insgesamt sieben Rennen, die

alle im Malbun stattfinden, ihr

Können zeigen, Trainer und Betreuer

auf sich aufmerksam machen

oder gar den Grundstein für

eine internationale Karriere legen.

Damit die liechtensteinischen

Nachwuchs-Skifahrer einen echten

Vergleich haben, sind sie bei

diesen Rennen nicht unter sich,

sondern zum Federer-Cup sind

auch die Skiclubs der Region eingeladen.

Der Federer-Cup trägt

den Namen des Hauptsponsors, der Federer Augenoptik

in Buchs. Jasmin und Walter Meier-Federer, Inhaber

des sportlich ausgerichteten Optikergeschäftes,

die schon die Tennisspielerin Martina Hingis

und den Skispringer Simon Ammann in ihren Aufbau-

und Jugendjahren gefördert haben, wollen damit

einen Beitrag an die Jugendförderung leisten.

Der Nachwuchs-Cup trägt zwar die Bezeichnung des

Sponsors, aber die Buben und Mädchen sind weder

dem Geschäft noch den Produkten gegenüber verpflichtet.

Wichtig ist für Jasmin und Walter Meier,

dass die Jugend ihre Freizeit sinnvoll nützt, Spass und

Freude an der sportlichen Betätigung findet. Für die

Rennläufer ist der Austragungsort Malbun für den

Federer-Cup ideal. Für die meisten unter ihnen wird

es ohnehin die «Haus-Strecke» sein, die zum Training

benützt wird. Malbun mit seinen neuen Bahnen

und der künstlichen Beschneiung der FIS-Rennstrecke

dürfte für den Nachwuchs noch attraktiver

geworden sein. Der Skiverband jedenfalls rechnet

mit optimalen Pistenverhältnissen

– und damit mit spannenden

Rennen. Das erste Rennen findet

noch im alten Jahr, am

30. Dezember statt. Das siebte

und letzte Rennen der Serie ist auf

den 9. März 2008 vorgesehen. |

Foto: Liechtensteinischer Skiverband


Spendenaufruf

WIR HELFEN

Fumathoka – Ein offenes

Herz für Kinder in Kenia

Ingeborg Kindle besuchte in den letzten Wochen wieder «ihre

Kinder» in Kenia. Die engagierte Frau aus Triesen reist jedes Jahr mindestens

einmal in die Region Mombasa, wo sie einen Kindergarten

und eine Primarschule aufgebaut hat. Derzeit arbeitet sie am Projekt,

eine weiterführende Schule aufzubauen, damit die Kinder eine

lückenlose Schulbildung vom Kindergarten bis zum 8. Schuljahr absolvieren

können. Mit Spenden sind alle diese Projekte verwirklicht

worden. Aber es braucht noch mehr, die Bildungseinrichtungen für

die Kinder müssen erhalten werden. Es braucht Lehrer, Personal für

die Kinderbetreuung, Autos für den weiten Schulweg vieler Kinder.

Kaum zu glauben, was Ingeborg Kindle in Kenia für die Kinder

Kenias geschaffen hat. Aber sie sagt von sich: «Ich habe viel Kraft in

mir, eine Kraft, die aus meinem tiefen Glauben kommt und ich möchte

einen kleinen Beitrag leisten, um die Situation der Menschen und

vor allem der Kinder in Afrika etwas zu verbessern.» Ohne diesen

Glauben und ohne den Glauben an eine bessere Zukunft für die Kinder

Kenias würde sich eine solche Idee nicht umsetzen lassen. Aber sie

weiss, was sie will: Die Kinder vom Kindergarten bis zum Ende der

Schulzeit begleiten und ihnen neben einer guten Schulbildung auch

feste Grundsätze zur charakterlichen Bildung mitgeben.

«Fumathoka» heisst das Projekt von Ingeborg Kindle. Fumathoka

heisst für sie persönlich: «Eine Lichtbrücke für die Zukunft der

Kinder Kenias». Unter diesem Titel baute sie mit ihren Helferinnen

und Helfern in diesem Herbst eine Ausstellung im Triesner Gemeindesaal

auf. Dort kamen viele Spenden zusammen. Aber das Projekt

braucht noch mehr Geld.

Wir rufen deshalb alle auf, ein offenes Herz für Kinder in

Kenia zu zeigen. Unterstützen Sie das Projekt «Fumathoka».

Wer genau wissen will, wie das Projekt aussieht und wie sich die

Kinder freuen, in eine Schule gehen zu können, kann dies im

Internet nachschauen: www.fumathoka.li

LGT Bank in Liechtenstein AG

Herrengasse 12

9490 Vaduz

Fürstentum Liechtenstein

Konto-Nr.: 0458034 AJ

Sparkonto Ingeborg Kindle

Fumathoka Projekt


22

Von Kornelia Pfeiffer

LIFESTYLE

Fühl dich schön

in deiner Haut

Kosmetikverkäuferinnen können

niederschmetternd sein: «Das ist genau das Richtige

für Sie, damit Sie nicht so müde aussehen.» Wer

«verrutscht» daher kommt und nicht so genau

weiss, was es eigentlich sein sollte,

Nicht Technik allein, den trifft sie hart – die unge-

auch nicht Natur allein,

schminkte Wahrheit. Den Menschen

quält vermutlich keine Be-

sondern der Mix verspricht gierde so sehr wie die, schön zu

uns zeitlos glatte Haut

sein. Doch welchen Cremen und

Tinkturen vertrauen wir diese

Sehnsucht an? Im «exklusiven Mix aus High-Tech-

Inhaltsstoffen und natürlichen Ingredienzien» sieht

das Frauenmagazin «Cosmopolitan» den Trend der

Zeit und hat entsprechend den «Prix de Beauté»

vergeben. Nicht Technik allein, auch nicht Natur allein,

die Mischung verspricht uns zeitlos glatte

Haut. Gibt es das wirklich, das

Immer mehr Stoffe aus

Lifting aus der Tube? «Falten las-

der Natur finden den Weg in sen sich nur auf Fotos wegretu-

die High-Tech-Pflege.

schieren, die Faltentiefe aber lässt

sich mit guter Hauptpflege deutlich

mildern», sagt Katja Foser,

Leiterin der Schloss Parfümerie

in Vaduz. Dabei sei weniger oft

mehr. Wer seine Haut gut reinige,

habe schon 30 Prozent getan, damit

die Pflege wirke. Ansonsten

reicht Frau mit 20 eine Feuchtigkeitscreme

mit Lichtschutz, zum

Beispiel «Superdefense SPF 25»

von Clinique. Mit 30 soll dann

gegen erste Mimikfältchen «Fu-

Die Beauty-Forschung hat überraschende Wirkungen im Mix aus High-Tech

und Natur entdeckt. Für zeitlos schöne Haut finden Kräuter zunehmend den

Weg in moderne Kosmetiktiegel. Naiv, wer glaubt, man könnte Schönheit als

etwas Oberflächliches abtun.

ture Perfect SPF 15» von Estée Lauder helfen. Mit 40

wird die Haut dünner, mit dem «Anti-Aging Complex»

von La Prairie ist straffen und festigen angesagt.

Ab 50 erneuert sich die Haut langsamer, die

Forschungsteams von Lauder versprechen, dass die

«Re-Nutriv Ultimate Lifting Creme» mit Südseeperlen

die Collagen- und Elas tinproduktion anregt.

«Immer mehr Stoffe aus der Natur finden den Weg

in die High-Tech-Pflege», bestätigt Katja Foser.

Kultmarken hüten Geheimnis

So erhielt das Serum «Turnaround Concentrate»

von Clinique den «Prix de Beauté», weil es mit den

aufeinander abgestimmten Inhaltsstoffen Salicylsäure

und Kastanienextrakt die Haut vor Umwelteinflüssen

schützt. Den ultimativen Schutz vor Oxidation,

also vor Falten, aber sagen Fachleute «L’Or

de Vie» von Dior nach, einer Creme, die den Extrakt

der Reben enthält, die auf dem berühmten

Weingut Chateau d’Yquem wachsen. Längst hat die

High-Tech-Kosmetik Kaviar, Edelsteine, Gold für

sich entdeckt. Und mit einer Silberspitze aufgetragen,

verbessert «The Eye Concentrate» von La Mer

die Durchblutung der empfindlichen Augenpartie.

Der Creme-Topf der Kultmarke La Mer – multifunktional

für jedes Alter – sieht seit 40 Jahren gleich

schlicht und unkompliziert aus. Wie das Herzstück,

der hoch wirksame «Miracle Broth» aus Algen,

Mineralstoffen und Vitaminen hergestellt wird,

bleibt jedoch ein streng gehütetes Geheimnis. Die

Kosmetik zu finden, mit der du dich schön in deiner

Haut fühlst, braucht nicht die ungeschminkte

Wahrheit – sondern ein Gespräch im Vertrauen. |

DEZEMBER 2007


PUBLIREPORTAGE

Liechtensteinische Post AG

Das neue Betriebszentrum der Post AG –

Eine Brücke in die Zukunft

Die Liechtensteinische Post AG sieht sich mit bedeutenden Herausforderungen

konfrontiert. Europaweit öffnen sich die Postmärkte,

verändern sich die Kundenbedürfnisse und erlauben durch Technologieschübe

eine höhere Produktivität und innovative Angebote.

Seit Mitte des Jahres hat die Liechtensteinische Post AG sukzessive

Bereiche der Post in das neue Betriebszentrum an der alten Zollstrasse

11 in Schaan umgesiedelt. Die Postverarbeitung, die Philatelie

und die Logistikdienstleistungen sowie ein Teil der Administration

sind am neuen Standort integriert.

Die Liechtensteinische Post AG ist bestrebt, auch in Zukunft ihren

Kunden eine qualitativ hochstehende Postverarbeitung zu leistungsgerechten

Preisen anzubieten. Um dieses Ziel zu erreichen wird

seit dem 26. November 2007 die gesamte nationale und internationale

Post im Betriebszentrum in Schaan sortiert. Zur Unterstützung der

manuellen Sortierprozesse wurde eine automatische Briefverarbeitung

mit einer Sortierleistung von über 40'000 Briefen pro Stunde

installiert. Diese Anlage zählt zu den modernsten und leistungsfähigsten

weltweit.

Kundendienst – Bei Postfragen – die Post fragen

Ein zentraler Kundendienst steht den Kunden unter der Telefonnummer

+423 399 44 44 für Auskünfte, Fragen und Anregungen rund

um die Produkte und Dienstleistungen der Post zur Verfügung. Die

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beraten Sie am Telefon persönlich

von Montag bis Freitag durchgehend von 07.00 Uhr bis 19.00 Uhr

und am Samstag von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Neues Jahrbuch der Philatelie Liechtenstein

Die Philatelie Liechtenstein publiziert dieses Jahr zum ersten Mal

alle Briefmarken des Jahres 2007 in einem hervorragend gestalteten

Buch, das sich auch als ideales Kundengeschenk eignet. Neben den

Original-Briefmarken beinhaltet das Jahrbuch Informationen über

die Geschichte, Naturschönheiten und Kultur des Landes Liechtenstein.

Das Buch ist zweisprachig in Deutsch und Englisch abgefasst

und ab dem 15. Dezember 2007 in allen Poststellen und bei der Philatelie

Liechtenstein für CHF 62.50 erhältlich.

Liechtensteinische Post AG

Postfach 1255, 9490 Vaduz

Tel. +423 399 44 44

Fax +423 399 44 99

E-Mail info@post.li, www.post.li

23


24

ZEITGESCHEHEN

Donnerstag, 4. Dezember 1947

Eröffnung des Strassentunnels Gnalp – Steg

Der Tunnel Gnalp – Steg

Fürst Franz Josef II. ergriff die auf

wurde am 4. Dezember 1947, einem Kissen dargebotene Schere

vor 60 Jahren, eröffnet.

und durchschnitt das blau-rote

Band, das man vor den talseitigen

Tunneleingang gespannt hatte. Der Tunnel war

nach diesem symbolischen Akt frei, der Verkehr

konnte fortan den bequemeren Weg von Gnalp

nach Steg nehmen und musste nicht mehr die steilen

Kehren zum alten Tunnel erklimmen. Die Eröffnung

des Strassentunnels Gnalp–Steg, der die Verbindung

zwischen Triesenberg und Steg/Malbun

erleichterte, fand am 4. Dezember 1947 statt. Seit

60 Jahren rollt nun der Verkehr durch diesen Stollen,

dessen Durchbruch zu den Meisterleistungen

des liechtensteinischen Strassenbaus zählt.

Ein wenig Schnee lag auf der Strasse, als das

Postauto an jenem Donnerstagvormittag um 10 Uhr

die Mitglieder der Regierung und des Landtags zum

Ort des freudigen Geschehens brachte. Ihnen folgte

das «fürstliche Auto» mit Fürst Franz Josef II. Der

Tag der Eröffnung war bewusst

gewählt worden, am Tag der heiligen

Barbara, die als Schutzheilige

für die Bergleute verehrt wird.

Der heiligen Barbara gedachte

man im Gebete, denn der Berg

hatte trotz schwierigen geologi-

DEZEMBER 2007

www.lgv.li

schen Verhältnissen kein einziges

Todesopfer gefordert, nicht einmal

einen schweren Unfall. Nach

der feierlichen Zeremonie schritten

die Festteilnehmer durch den

Tunnel, der in festlichem Lichterglanz

erstrahlte. Weiter ging es zu

Fuss zum Steger Kirchlein, das die

Festgemeinde zum Gottesdienst

empfing. Pfarrer Engelbert Bucher

beschrieb in seiner Predigt,

dass die Liechtensteiner an ihren

Bergen hängen würden: «Wohl

donnern von den Bergen die Lawinen und fegen

dann und wann eine Alphütte weg. Wohl ist der

Bergbach bei Wolkenbruch oder Schneeschmelze

ein gefürchteter Geselle. Wohl erfordert die Bewirtschaftung

dieses Alpentales mühsames Bergsteigen

und Arbeiten. Aber trotz alldem hängt der Liechtensteiner

an seinen Alpen und seinen Bergen.» Der

Landtag hatte dem Kredit von 1,2 Millionen Franken

für den Bau des Tunnels am 23. Oktober 1945

zugestimmt. Von der ersten Planung bis zur Kreditgewährung

dauerte es nicht weniger als 16 Jahre.

Allerdings fand in dieser Zeit der Zweite Weltkrieg

statt, in dessen Verlaufe die Leute andere Sorgen

hatten. Nach dem Beschluss des Landtags folgte die

zügige Planung, so dass anfangs Februar 1946 bereits

die erste Sprengung durchgeführt werden

konnte. Von beiden Seiten bohrten und sprengten

die Bauarbeiter nun den Stollen. Die Arbeiten erwiesen

sich von der Steger Seite her schwieriger, weil

dort gleich am Anfang hartes Gestein zu durchstossen

war. Von der Triesenberger

Seite konnte der Stollen schneller

vorangetrieben werden. Nicht in

der Mitte, aber von den Geologen

präzis berechnet, erfolgte der

Durchstoss des letzten Meters am

4. September 1946. |

Foto: Landesarchiv


Andrea Grünenfelder

PUBLIREPORTAGE

Glitzernde Weihnachtsstimmung

in der Swarovski-Boutique Vaduz

Der Zauber der Vorfreude auf Weihnachten erstrahlt

in der Swarovski-Boutique in Vaduz. Die

glitzernden Kristalle sind die zauberhaften Vorboten

für die Zeit voller Freude und Harmonie. Diese

Weihnachtszeit setzt Swarovski auf drei symbolhafte

Facetten, präsentiert Inhaberin Ruth Büchel, das

weihnachtliche Angebot:

✷ Die Facette des Friedensengels repräsentiert

Poesie und Unschuld

✷ Die Facette des Christsterns steht für Tradition,

Heiterkeit und Symbolik

✷ Die Facette der Opulenz legt den Akzent auf

Luxus, Freundschaft und Glamour

Diese drei einzigartigen Facetten erfassen die

Schönheit der Kristallwelt in ihrer ganzen Faszination,

beflügeln Fantasien und wecken Erinnerungen.

Wer die glitzernde Traumwelt von «crystal

christmas» in der Swarovski-Boutique aufsucht,

betritt eine Welt voller Schönheit und Eleganz. Farbenspiele

der Christstern-Motive wechseln sich ab

mit Träumereien für Weihnachtsschmuck mit vergoldeten

Elementen, die das Licht des facettierten

Kristalls aufs Allerschönste reflektieren. Neben dem

Lichterglanz der Weihnachtskristalle bietet die

Swarovski-Boutique auch die breite Palette der zeitlosen

Schmuckstücke und Kristallfiguren an. Edler

Schmuck im traditionellen Stil oder im trendigen

Look, die glitzernden Halsketten, Armbänder und

Gürtel für die bezaubernde Braut oder die mit Kris -

Swarovski-Boutique, Städtle 35,

vis-à-vis Kunstmuseum Vaduz.

tallen dezent verzierten Taschen für den besonderen

Auftritt. Kinder erfreuen sich an der hinreissenden

Sammlung der «Fabelhaften Sechs» aus der

Disney-Reihe und an Winnie the Pooh mit seinen

Freunden. Auch Männer finden hier eine glitzernde

Auswahl – nicht für sich, als Geschenke!

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 9.00 – 18.00 Uhr

Samstag von 9.00 – 15.00 Uhr

Weihnachtsverkauf:

Samstag, 8. Dezember von 13.00 – 17.00 Uhr

Sonntag, 9. Dezember von 13.00 – 17.00 Uhr

Sonntag, 16. Dezember von 13.00 – 17.00 Uhr

Sonntag, 23. Dezember von 13.00 – 17.00 Uhr


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MONATS-TIPPS

Der Nikolaus im

Schellenberger Wald

Wenn sich Weihnachten nähert,

wenn der Abend früh dämmert,

wenn der erste Schnee gefallen

ist, dann macht sich der

Nikolaus auf den Weg, um die Kinder

zu besuchen und zu bescheren.

Die einen besucht er zu Hause,

hört sich ihre Gedichte an und

lauscht gespannt, wenn ihm etwas

auf einem Instrument vorgespielt

wird. Andere gehen zu ihm in den

Wald.

Im Schellenberger Wald, auf

dem Gantenstein, wartet der Nikolaus

auch dieses Jahr auf die Kinder.

Er wartet im Schellenberger

Wald auf Kinder und Erwachsene,

die ihn in seinem Haus besuchen.

Nach der Hausbesichtigung dürfen

sich die Kinder aus einem

grossen Korb mit Lebkuchen, Mandarinen,

Nüssen und Schokolade

bedienen, den der Nikolaus bereitgestellt

hat.

Schellenberger Wald –

Gantenstein

Dienstag, 4. Dezember bis

Samstag, 8. Dezember 07

Ab 16 Uhr

Facing Peace –

Face à la Paix

Peace Brigades International

(PBI) präsentiert im Gymnasium in

Vaduz die Fotografie-Ausstellung

«Facing Peace – Face à la Paix».

Acht von bisher 60 SchweizerInnen,

die sich als Zeugen in Konfliktzonen

im Ausland engagiert haben,

gewähren Blicke auf ihr Leben vor,

während und nach ihrem Einsatz

für den Frieden. Sie berichten, was

die Arbeit und die Prinzipien von

PBI für sie bedeuten und welche

Eindrücke sie vom Einsatz zurück

mitgenommen haben. Mit einer

Wanderausstellung lädt PBI ein,

Spuren der Friedensarbeit in Kolumbien,

Guatemala, Mexiko und

Indonesien zu entdecken. PBI ist

seit 1981 erfolgreich für den Schutz

der Menschenrechte und die gewaltfreie

Konfliktbearbeitung in Krisengebieten

tätig. Internationale

Teams begleiten AktivistInnen für

Frieden und Gerechtigkeit und beobachten

die Menschenrechtslage.

Wanderausstellung

Liecht. Gymnasium

Vernissage,

Dienstag, 4. Dezember 07

19 Uhr

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jabergdesign.info

Vaduzer Pfadfinder

feiern mit einem Buch

Die Internationale Pfadfinderbewegung

konnte diesen Sommer

das 100-jährige Bestehen

feiern. Die Pfadfinder Vaduz sind

75 Jahre alt geworden. Zu diesem

Jubiläum legen die Pfadfinder ein

umfangreiches Buch vor, eine

Chronik über «75 Jahre Pfadfinderinnen

und Pfadfinder Vaduz». Auf

über 200 Seiten ist es Klaus Biedermann

gelungen, in dieser Chronik

die Jahre 1932 bis 2007 zu beschreiben

und mit über 300 Fotos

zu bebildern. Viele Pfadfinderinnen

und Pfadfinder aus Vaduz werden

sich im Kreise der damaligen

Freunde auf alten Fotos wiederfinden

und sich an die schönen

Erlebnisse in den Lagern und Versammlungen

erinnern können.

Aber auch für Aussenstehende

bietet das Buch reichlich Lese- und

Bildstoff, um die Pfadfinder-Idee in

Vaduz nachzuverfolgen.

Buchpräsentation

Samstag, 1. Dezember 07

Ballenlager Spoerry-Halle,

Vaduz

17 Uhr


Feine Weine

aus aller Welt

Das umfangreiche Sortiment,

das Ritter Weine kürzlich an

der traditionellen Wein-Degustation

präsentierte, steht täglich zur

Auswahl. Angebote mit besten Tropfen

aus allen Weingegenden der

Welt. Dazu fachkundige Beratung.

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Landstrasse 26, Schaan

Festliche Kleider

und für den Alltag

Zeit zum Schenken, Zeit für

festliche Anlässe. Claudia Meyer

berät Sie in Mode- und Stilfragen.

In den Regalen alles Einzelstücke

für die Festgarderobe, aber auch

für den Alltag, mit denen Sie eine

ganz persönliche Note setzen.

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Claudia Meyer

Landstrasse 256, Triesen

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für die Turbo-Fitness

Basierend auf den Erkenntnissen

des 2x20-Minuten-Trainings,

das von der Universität

Bayreuth ermittelt wurde, nutzt

das Fitnesshaus-Team die Erfahrungen

für eine noch effizientere

Version der Trainingsmethode.

Mit einem verbesserten Ablauf

und zusätzlichen Übungen

kann man bei einem Zeitaufwand

von etwa 30 Minuten pro Training

seine gesteckten Ziele im Eiltempo

erreichen.

Natürlich ist dabei auch

Einsatz und Regelmässigkeit gefragt.

Der grosse Vorteil ist vor allem

der geringe Zeitaufwand sowie

die Möglichkeit, das Training so oft

auszuüben, wie man will.

Lassen Sie sich beraten vom

Fitnesshaus-Team – und geniessen

Sie Ihre Turbo-Fitness.

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Edle Zigarren

für den Geniesser

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Zigarre geniessen? Zigarren

als exquisites Geschenk? Ob

traditionelles Format oder exklusive

Neuigkeit, das Sortiment ist

lückenlos. Dazu spezielle Anzünder

und Humidors.

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Im Städtle 35, Vaduz

Echte Tafelkultur

mit Porzellan und Silber

Tafelkultur mit Porzellan, Silber,

Kerzenständern und Kristallvasen

hat wieder Kultur. Ruth Büchel,

Expertin in Sachen Tafelkultur,

hilft beim Dekorieren und Kombinieren.

Dazu Wohnaccessoires

aus edlen Materialien: von Venini,

Salvati, Kosta Boda oder Baccarat.

Heimdekor Oehri

Städtle 35, Vaduz

DEZEMBER 2007

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RÄTSEL-SPASS

2 5 9 3 1 6 4 8 7

8 3 1 4 9 7 5 6 2

4 6 7 8 2 5 3 9 1

9 2 4 5 3 1 6 7 8

5 8 6 2 7 4 9 1 3

1 7 3 9 6 8 2 5 4

3 1 5 6 8 2 7 4 9

6 9 8 7 4 3 1 2 5

7 4 2 1 5 9 8 3 6

Sudoku 1

Lösung Sudoku 1 Lösung Sudoku 2

Sudoku-Anleitung

Sudoku Dezember 2007

DEZEMBER 2007

2 5 8 3 4 9 6 7 1

6 1 3 5 7 8 9 4 2

7 9 4 1 6 2 3 8 5

8 3 7 2 5 4 1 6 9

9 4 5 6 1 7 2 3 8

1 6 2 8 9 3 7 5 4

3 2 6 9 8 5 4 1 7

5 7 1 4 2 6 8 9 3

4 8 9 7 3 1 5 2 6

Sudoku 2

Jedes Sudoku besteht aus 9 Quadraten mit jeweils 9 Feldern.

Einzelne Ziffern sind vorgegeben. Das Sudoku muss so

vervollständigt werden, dass in jedem Quadrat, in jeder Zeile und

in jeder Spalte jede Ziffer von 1 bis 9 nur ein einziges Mal vorkommt.

Senden Sie beide Sudoku-Lösungszahlen mit dem Betreff

«Sudoku Dezember 07» an folgende Mail-Adresse und gewinnen

Sie tolle Preise: wettbewerb@dermonat.li oder benutzen Sie

eine Post karte und senden diese an Alpenland Verlag AG, Postfach,

9494 Schaan.

Einsendeschluss ist der 21. Dezember 07. Gewinner werden

im Internet unter www.dermonat.li veröffentlicht!

Auflösung des letzten Sudoku

3 9 7 4 5 8 6 2 1

1 2 5 3 6 9 8 4 7

4 6 8 7 1 2 9 5 3

7 3 2 8 9 4 1 6 5

5 8 4 6 7 1 3 9 2

6 1 9 2 3 5 7 8 4

8 7 1 5 4 6 2 3 9

9 5 6 1 2 3 4 7 8

2 4 3 9 8 7 5 1 6

5 6 8 4 2 9 3 7 1

2 9 1 7 5 3 8 4 6

7 3 4 8 1 6 9 2 5

9 4 5 3 7 1 6 8 2

8 7 6 9 4 2 1 5 3

1 2 3 5 6 8 4 9 7

3 5 7 6 8 4 2 1 9

6 8 2 1 9 7 5 3 4

4 1 9 2 3 5 7 6 8

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bieten: eine Qualität, die auf 40 Jahren Erfahrung beruht, wundersame

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Hämatit, einem Mineral, das bekannt ist für seine magnetischen

Energien, und drei einzigartige Formen der Miracle Broth

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eindrucksvoll. Es mindert deutlich sichtbar dunkle Augenringe,

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Die Haut erhält von innen heraus ein gesundes Strahlen.

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kennen lernen wollten, präsentiert La Mer die luxuriöse miraculous

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Produkte und andere Reiseutensilien. In diesem Set findet sich alles,

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Tiegel der kostbaren Crème de la Mer, ein 15 ml Eye Concentrate in

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Mer charakteristischen Wunder und ist gleichermassen perfekt für

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Metall und weisser Emaille und beinhaltet alles, was man an Weihnachten

braucht – Crème de la Mer, das Lifting Face Serum und La

Mers jüngstes Produkt, das Eye Concentrate. Miteinander kombiniert,

bieten diese drei Produkte eine luxuriöse Pflege, mit der gestresste

Winterhaut unglaublich verwöhnt werden kann ...

DEZEMBER 2007

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SCHLUSSPUNKT

Andreas Wenzel

Fortsetzung einer Tradition

Der Ski- und Langlaufsport in Liechtenstein hat

grosse Tradition. Niemand hätte gedacht, welche Erfolge Liechtensteiner

Skisportler feiern werden, als vor 71 Jahren der LSV gegründet

wurde. Schon aus dieser Perspektive betrachtet ist das Amt des Präsidenten

für mich eine Ehre, verbunden

mit einer grossen Ver- Internationale Erfolge setzen konsequente Arbeit und

antwortung. Kontinuität in der eine hohe Leistungsbereitschaft jedes Einzelnen voraus

Führung des Verbandes zu erreichen,

eine solide finanzielle Basis zu erarbeiten sowie für eine positive

Aussenwirkung zu sorgen – das sind nur einige meiner Prioritäten.

Weiter sind zwei Dinge wesentlich: Zum einen

müssen wir für unsere Athleten professionelle Rahmenbedingungen

schaffen. Zum anderen gilt es,

den Freizeitsportlern ein Umfeld zu bieten, in dem

sie mit Freude dem Skisport nachgehen können.

Dies ist die Voraussetzung, dass wir auch künftig

genügend Nachwuchs haben, der mit ein wenig

Glück an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen

kann. Neben der Mithilfe von Sponsoren, Ausrüs -

tern und Gönnern, braucht es die Förderungsbeiträge

des Landes, der Gemeinden bis hin zum

Andreas Wenzel

Engagement einzelner Familien, die den Skisport

Präsident Liechtensteinischer als Chance für ihre Kinder sehen und damit einen

Skiverband

wesentlichen Beitrag zum Erfolg des LSV leisten.

Die Modernisierung unseres Skigebietes in Malbun und die Verbesserung

der Trainingsinfrastruktur ist für die Entwicklung des Skisports

von grundlegender Wichtigkeit. Auch unser nordisches Zentrum in

Steg wird mit der Unterstützung des Landes Schritt für Schritt für

ideale nordische Trainingsbedingungen sorgen. Diese Aufwendungen

kommen nicht nur der heimischen Bevölkerung zugute, sondern auch

unseren Sportlern. Diese werden alles daran setzen, mit internationalen

Erfolgen einen positiven Beitrag zu leisten und damit unserem

Land ein nachhaltig gutes Image verleihen. Internationale Erfolge

setzen konsequente Arbeit und eine hohe Leistungsbereitschaft jedes

Einzelnen voraus – wir als Verband versuchen, die dafür benötigten

Rahmenbedingungen zu schaffen. Die LSV-Vertreter sind sich bewusst,

dass sie das Land nach aussen repräsentieren. Deshalb wollen

wir den Verband «fit» für die Zukunft machen. Ich bin zuversichtlich,

dass es uns gelingen wird ein stabiles Fundament zu schaffen, damit

der Fortsetzung einer langen Tradition nichts im Wege steht. |

DEZEMBER 2007


Fürstentum Liechtenstein

Erleben – Eine Bilderreise

Marco Nescher

Liechtensteiner Sagen

aus Berg und Tal

Nachdruck des ersten Liechtensteiner

Sagenbuches von 1948

Geschenktipps vom Alpenland Verlag

Principality of Liechtenstein

Experience – A journey in pictures

Marco Nescher

Während der Messe sangen

die Granaten

Kriegstagebuch des Liechtensteiner

Pfarrers Fridolin Tschugmell

Brauchtum Liechtenstein

Alte Bräuche und neue Sitten

Adulf Peter Goop, Günther Meier,

Daniel Quaderer

Wanderführer

Berge am Alpenrhein

Felix Vogt

Bergwelt Liechtenstein

Gipfel und Sprüche

Liechtensteiner Alpenverein

Erhältlich in Ihrer Buchhandlung,

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Wenn Sie sich

Ihr Traumstück

wünschen könnten,

welches wäre das?

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