Eifel

NicoHe

Ausgabe 012 Nordeifel - April bis Mai 2014

kostenlos

zum Mitnehmen

Eifel

Heimbacher Wein

hat eine lange Tradition

Franz Josef Brandenburg

ist Träger des Rheinlandtalers

Luftsportverein

Düren-Hürtgenwald e.V.

Das Lokalmagazin für Monschau, Roetgen, Simmerath,

Nideggen, Heimbach, Hürtgenwald und Umgebung


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Eifel

Editorial

Liebe Leserinnen

und Leser,

Nicht nur in Bezug auf das Wetter

startet der Frühling in unserem

Verbreitungsgebiet hoffnungsvoll.

Unter der Rubrik „Nordeifeler Vereine

stellen sich vor“ zeigen wir Ihnen, wie aufregend

und inspirierend die Gemeinschaft

des Luftsportvereins Düren-Hürtgenwald

ihrer Leidenschaft nachgeht.

Sicher nie daran gedacht haben wird die

Schmidterin Anneliese Lauscher, dass sie

eines Tages am Polarkreis an den Weltmeisterschaften der Winterschwimmer

teilnehmen wird und dabei sogar noch den 8. Platz belegt. Ein weiterer Verein,

die IG Weinanbau in Heimbach, unternimmt alles, damit die Erfolgsgeschichte

ihres felsig-herben Tröpfchens, des Qualitätsweins „Heimbacher Ruraue“, auch

in diesem Jahr weiter geschrieben werden kann. Das Nideggener Atelierhaus

Götze setzte mit einer neuen Ausstellung einmal mehr unter Beweis, dass die

historische Herzogenstadt eine wichtige Adresse in Sachen Kunst ist.

Auch in Heimbach stehen die Weichen wieder ganz auf Kunst. Nach Highlights wie

den Ausstellungen von James Rizzi und Janosch, steht die Kunstakademie und das

Team um Prof. Dr. Günther Zehnder bereits in den Startlöchern für einen weiteren

Weltkünstler: Charles Fazzino. Eine der begehrtesten Auszeichnungen, wenn es

um ehrenamtliche Kulturpfl ege geht, ist der Rheinlandtaler. Der wurde kürzlich in

einer Feierstunde dem Nideggener Urgestein Franz-Josef Brandenburg verliehen.

Nicht erst seit Ausstrahlung des beliebten Fernsehformates „Let’s dance“

wächst in Deutschland bei jung und alt die Freude am Tanzen. Ob als Sport

oder nur aus purer Lebensfreude – Tanzen fasziniert die Menschen immer mehr.

Die Eifel hat viele Vereine. Und viele von ihnen arbeiten daran, ihrem Hobby,

ihrer Leidenschaft Gestalt zu verleihen, Programme und Veranstaltungen zu

organisieren, um ihren Mitmenschen unterhaltsame Stunden zu bereiten oder

ein mehr oder weniger professionelles Ergebnis zu präsentieren. Der Kirchenchor

St. Johannes der Täufer aus Lammersdorf überrascht seit Jahren mit hochkarätigen

Aufführungen. Damit das alles so funktioniert wie gewünscht, krempeln

einige Menschen tüchtig die Ärmel hoch. Ohne den Förderverein würde vieles

nicht so reibungslos und erfolgreich funktionieren.

„Wer die Zukunft gestalten will, muss die Vergangenheit verstehen“. Vor

diesem Hintergrund sammeln und forschen viele Geschichtsvereine quer durch

unsere Region. Aus dem Geschichtsverein Nideggen, hat dessen Mitglied Heinz

Bücker ein interessantes Buch über den „Holliger Hof“ verfasst.

Bei der aktuellen Ausstellung des Kunst- und Kulturzentrums der StädteRegion

Aachen (KuK) „Von der Idylle in den Schützengräben“ geht es um die lokalhistorische

und künstlerische Aufarbeitung des 1. Weltkrieges anhand einer

Künstlergruppe um den bekannten Künstler Adolf Hölzel, der 1912 mit seinen

Studenten eine längere Exkursion nach Monschau machte

Die Kulturwarte des Eifelvereins setzten sich bei einer Tagung u. a. mit dem

schwierigen Thema „Jüdisches Leben in der Eifel“ auseinander.

Die Biologischen Stationen Düren und die Städteregion Aachen starten im Mai

Baumaßnahmen im Kalltal. Nutznießer sind Bachforellen & Co.

Auf der Abit in Aachen dreht sich im Mai wieder alles rund ums Bauen und

Wohnen. Wir verraten Ihnen mehr.

Wir wünschen Ihnen wieder beste Unterhaltung auf unserer Reise quer durch

die Nordeifel und hoffen, dass Sie das eine oder andere für Ihre eigene Lebensund

Freizeitgestaltung fi nden.

Weiter wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie Frohe Ostern!

Mit herzlichen Grüßen

Bert van Londen (Verantwortlicher Redakteur)


Eifel

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Inhaltsverzeichnis

Titelseite: Antonius Kapelle in

Nideggen-Embken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .01

Editorial. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 02

Inhaltsverzeichnis & Impressum. . . . . . . . . . . . . . . . . 03

Heimbacher Wein

hat eine lange Tradition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 04

Kunst kann Flügel verleihen . . . . . . . . . . . . . . . 05-06

Luftsportverein Düren-Hürtgenwald e. V. . . . .07-08

Designers & Sports . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 09

Schmidterin erkämpft sich 8. Platz

bei WM am Polarkreis. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Eurocell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Charles Fazzino - Die Welt ist bunt . . . . . . . . . . . . . .12-13

Franz Josef Brandenburg ist Träger

des Rheinlandtalers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Kirchenführungen im Gewand in der

Hubertuskirche in Schmidt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

Förderverein des Kirchenchors Lammersdorf . . 16

Malermeister Emons . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Heinz Bückers Publikation über

den „Holliger Hof“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18

KuK Von der Idylle in den Schützengräben . .19-20

Kulturwarte des Eifelvereins

tagen in Nideggen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

Life + Projekt-Kall und Rur . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

ABIT-Baumesse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Rückseite . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Impressum

Erscheinungsweise:

monatlich, jeweils ab der 2. Monatswoche

Auflage: 6.000 Stück

Verteilung:

Kostenlose Verteilung über Auslegestellen Raum Monschau, Roetgen,

Simmerath, Nideggen, Heimbach, Schmidt, Vossenack und Umgebung.

(in Geschäften und öffentlichen Gebäuden, sowie Banken und Sparkassen).

Redaktions- und Anzeigenschluss:

um den 30. eines jeden Monats

Herausgeber und V.i.S.d.P.:

Euregio Marketing UG

Hartmut Hermanns

Marc André Mainz

Süsterfeldstraße 83, 52072 Aachen

Mail: hh@euregio-aktuell.eu

Web: www.euregio-aktuell.eu

www.euregio-marketing.com

Verantwortlicher Redakteur: Bert van Londen

Redaktion & Anzeigenleitung:

Froitscheidter Str. 94, 52385 Nideggen

Tel.: 02474-998665, Mobil: 0171-5760915

info@agentur-wortundbild.de

Redaktionelle Mitarbeit: Franz-Josef Brandenburg, Anneliese

Lauscher, Heinz Bücker, Prof. Dr. Frank Günter Zehnder

Fotografie & Copyright:

by Bert van Londen, agentur Wort und Bild

Layout/ Gestaltung: Euregio Marketing UG

Druck:

Druck & Verlagshaus Mainz GmbH Aachen

www.druckservice-aachen.de


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Eifel

Foto: van Londen

Die Initiatorin und Vorsitzende der IG Weinanbau in Heimbach, Marita Jaeger (Mitte) und der Experte,

Winzer Bernd Kilburg (vorne rechts), beschneiden die jungen Fruchtruten.

Fleißige Bienchen in der

Gemarkung „Ruraue“

Heimbacher Wein hat eine lange Tradition

Heimbach.

Nur die einjährigen Triebe tragen am

Ende auch die Früchte, um die es den

Mitgliedern der IG Weinanbau e. V. in

Heimbach geht. Mit Scheren bewaffnet

brachten sie am Weinberg, gegenüber dem Haus des

Gastes, Ordnung in ihr Weinparadies. „Was uns alle

vereint, ist die Leidenschaft fürs Weintrinken“, lacht

Marita Jaeger, Vorsitzende des Vereins. „Aber auch

die regelmäßigen, übers Jahr verteilten Arbeiten,

schweißen uns zusammen und machen uns große

Freude.“ Zusammen mit Winzer Bernd Kilburg aus

Brauneberg (nahe Bernkastel) an der Mosel, ging es

den vielen neuen Trieben ans Leder, denn von den jeweils

sieben bis zwölf jungen Austrieben dürfen nur

zwei Fruchtruten stehen bleiben. Und nur wenn sie

dann auch noch an dem Drahtgerüst hochgebunden

werden, bescheren sie im Herbst – wenn das Wetter

entsprechend mitspielt – eine gute Ernte.

„Heimbacher Ruraue“ heißt das verheißungsvolle

Tröpfchen, das der Verein mit zunehmendem Erfolg

dem Boden des Rurtals abringt. „Felsig-herb“

bezeichnen Experten die Geschmacksrichtung

des halbtrockenen bis trockenen Heimbacher

Qualitätsweines. Seit inzwischen 20 Jahren arbeiten

die 45 Vereinsmitglieder daran, die lange aber

unterbrochene Weinanbautradition im Heimbacher

Rurtal wieder aufl eben zu lassen. Bereits die alten

Römer wussten die Hanglage, den Boden und den

Sonneneinfall des Rurtales zu nutzen. 200 Jahre ist

es inzwischen her, dass in Heimbach zuletzt offi ziell

Wein angebaut wurde. Was dem einen oder anderen

Laien eher „spanisch“ vorkommen muss, ist die Frage,

ob es denn für einen Weinanbau in der Eifel nicht viel

zu kalt ist. Dies können die Experten in Heimbach

aus Überzeugung verneinen. Die Gemarkung Ruraue

wirft seit Jahren durchaus zufriedenstellende Erträge

ab. Die Ernte des vergangenen Jahres ergab einen

Ertrag von 280 Flaschen. „Ursprünglich wollten wir

viele unterschiedliche Rebsorten ziehen“, so die

aus dem Münsterland stammende und nun seit 35

Jahren in Heimbach lebende Galeristin. „Dann haben

wir aber schnell gemerkt, dass hier nur sehr wenige

Sorten geeignet sind.“ Die rote Traube, die zusammen

mit anderen roten Sorten in Heimbach zum Einsatz

kommt und die die große Anhängerschaft mit der

Zunge schnalzen lässt, trägt den stattlichen Namen

„Regent“ und ist eine neue, bewährte Züchtung, die

auch mit ausgesprochen wenig Pfl anzenschutzmittel

gegen Mehltau heranreift.

Jetzt, nachdem die Vereinsmitglieder wie fl eißige

Bienchen alles für ein gutes Wachstum ihres Weines

getan haben, freuen sie sich auf den Höhepunkt ihres

Weinjahres: die Weinlese. Nachdem sie die Trauben

geerntet und an die Mosel zum Winzer Bernd Kilburg

transportiert haben, werden sie dort gepresst und

gelagert. Im Weingut Kilburg sind die wertvollen

Früchte in den besten Händen. Jeden Mai liefert

Bernd Kilburg, der den Verein bereits seit 19 Jahren

mit Rat und Tat begleitet, nach Heimbach aus. Die

„Heimbacher Ruraue“ – ein typischer Sommerwein,

der besonders gekühlt mundet, ist nicht nur bei den

Vereinsmitgliedern sehr beliebt. Deshalb rät Marita

Jaeger Interessierten sich frühzeitig bei ihr unter

Tel. 02446-523080 zu melden. (avl)

www.landhaus-solchbachtal.de

Zum Solchbachtal 1, Stolberg Zweifall, Tel.: 02402-7657600

Dienstag & Mittwoch Ruhetag


Eifel

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Nideggen.

Mit der Ausstellung der Werke von

Peggy M. Kanacher (Skulpturen) und

Andreas Bliemel (Malerei) und Muna

Götze (Malerei) unterstreicht die

Stadt Nideggen einmal mehr ihren Anspruch eines

hochwertigen Kunststandortes in der Region. „Das

Atelierhaus Götze zeigt in dieser Ausstellung drei

völlig unterschiedliche Künstler/innen, die jedoch

auch einen gemeinsamen Nenner haben“, so die

Laudatorin Dr. Dagmar Preising, Kuratorin am

Suermondt Ludwig Museum und Leiterin des Couven

Museums in Aachen. „Alle Arbeiten bewegen sich

zwischen Figuration und Abstraktion und stellen das

Menschsein in den Mittelpunkt.“

Zahlreiche Bilder, klein- und großformatig,

zeigen die Virtuosität Andreas Bliemel’s im Umgang

mit Farben, Farbkombinationen und abstraktem

Farbauftrag. Darüber hinaus überzeugt er mit seiner

künstlerischen Auseinandersetzung des Menschen

und seines Daseins. Selbst bei dem zentral gezeigten

Riesenformat mit abstrahiertem Hintergrund

besticht seine Arbeit durch das Herausarbeiten eines

Seelenzustands des abgebildeten Frauenkopfes.

Die großen Augen des Portraits geben trotz

Abstrahierung einen unmissverständlichen psychologischen

Zustandsbericht. „Andreas Bliemel setzt

sich nicht nur mit dem Hier und Heute auseinander,

sondern auch mit der Kunstgeschichte“, erklärt

Dr. Dagmar Preising. Bei einigen Werken erkannte

sie beispielsweise eine Anlehnung an Werke von

Leonardo da Vinci und andere kunstgeschichtliche

Hintergründe. Die renommierte Kunstexpertin attestierte

den Bildern des 1950 in Dresden geborenen

Künstlers eine geballte Dynamik und Bewegtheit,

die gefangen nimmt. Andreas Bliemel absolvierte

1966 eine Lehre als Dekorationsmaler. In dieser Zeit

Laudatorin Dr. Dagmar Preising (links) führte die Vernissagegäste unterhaltsam und informativ in die Werke von

Muna Götze, Andreas Bliemel und Peggy M. Kanacher (v.l.) ein.

Kunst kann Flügel verleihen

Kunstausstellung mit Andreas Bliemel, Peggy M. Kanacher

und Muna Götze

bekam er Zeichenunterricht von der Bildhauerin

Etha Richter. 1972-1975 studierte er Theatermalerei

an der Fachhochschule in Dresden. 1975-1980

folgte ein Bühnenbildstudium an der Hochschule.

Danach arbeitete er am Theater und hatte seine erste

Ausstellung im Leonardi Museum in Dresden. Ein

Jahr später wanderte er nach Köln aus. Dort arbeitet

er seither als freischaffender Künstler in Malerei und

Auftragsmalerei und hat zahlreiche Ausstellungen,

u. a. in Köln, Düsseldorf, Berlin, Dresden präsentiert.

Der Maler widmet sich vielen Themen und Motiven,

beherrscht unterschiedliche Stilsprachen vom

Realismus bis zu Informell. Er hat als passionierter

Maler eine unverwechselbare Handschrift ausgebildet,

die sich ganz auf die Kraft der Farbe konzentriert.

Raiffeisen-Bauzentrum

• Baumarkt

• Gartenzubehör

• Tierbedarf

• Reitsport

Alles

grün!

Dieses Wissen und die Freude am Malen gibt Andreas

Bliemel auch seit Jahren in seinen Malkursen (u. a. in

der Internationalen Kunstakademie Heimbach) weiter.

Weitere Informationen unter www.andreasbliemel.de.

Zwischen den vielen ausgestellten Kunstwerken

auf den zwei Etagen des Atelierhauses Götze

springen dem Besucher immer meist kleinformatige

Bronzeskulpturen der Künstlerin Peggy M. Kanacher

ins Auge. In ihren Skulpturen vereint sie die Liebe

zum fantasiebegabten Formen mit handwerklichem

Können der Materialverarbeitung von Bronze. Auch

bei der in Dortmund geborenen und in Niederzier

lebenden Künstlerin spielt der Mensch in ihren

Werken eine zentrale Rolle. Immer wieder begegnen

dem Betrachter Skulpturen, die eine Frau alleine

Baustoffe von A bis Z!

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Eifel

Foto: A. van Londen

zeigen – oder mit Kind. Ihre Figuren sind meist nackt, schlank und länglich, aber

oft auch rundlich. Formen, die schnell an Fruchtbarkeitssymbole fremder oder

antiker Kulturen erinnern. „Bei Peggy Hanacker spielen ebenfalls die Aspekte des

Menschseins eine große Rolle. Das Wesen steht im Vordergrund. Oft fühlt man

die Seelenzustände der Abgebildeten: das Wartende, das Verlassensein. Kernfragen

des Lebens begegnet die Künstlerin mit der ihr eigenen Sichtweise – auch

beispielsweise durch das christliche Symbol des Kreuzes. Bei der Künstlerin gehört

der Sockel der Skulptur – auch in unterschiedlichen Materialien – mit zur formalen

Einheit. Sie sind mit großem Bedacht ausgewählt und oft mit viel Aufwand

gesammelt und präpariert. Geformte Natursteine dienen genauso als Träger wie

Glas, Stahl oder anderes. Diese Einheit von gestalteter Skulptur und einer ihr Halt

und Schönheit verleihenden Umgebung, wird in vielen Beispielen lebendig und

macht das Bestreben der Künstlerin nach Ganzheit und Harmonie deutlich sichtbar.

Peggy M. Kanacher absolvierte ihr bildhauerisches Studium in Essen bei

E. Tenderich und H. Rauschenberg. Seit 1982 begeistert sie die Kunstwelt mit

zahlreichen Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und

Ausland. Weitere Informationen unter www.peggykanacher.de.

Die Gastgeberin und selbst ausstellende Malerin Muna Götze begeistert –

geprägt durch ihre arabischen Wurzeln – mit ihren abstrakten Farbwerken auch

als eigenständige Verbindung oder gar als gelungene Symbiose der arabischen

und europäischen Kulturen. Für die Autodidaktin, die erst seit 2005 als Malerin

aktiv ist, steht die Farbe und ihre Wirkung im Mittelpunkt ihres Schaffens. In ihren

starken Fahrbauswahlen fi nden sich deshalb auch gerne die Farbe Gold und

arabische Schriftzeichen ein. „Das Moment der Abstraktion, das Wegbewegen

vom Gegenständlichen, ist bei Muna Götze von den drei Künstlern am stärksten

ausgeprägt“, attestierte Dr. Dagmar Preising. Vorzugsweise arbeitet Muna Götze

mit Acryl. Die Farbe vermischt sie gerne mit Sand und trägt das Gemisch mit den

Händen auf die Leinwände auf. Mit den so entstehenden Reliefstrukturen erreicht

sie eine Dreidimensionalität, die ihre Malerei unverwechselbar macht. Vorwiegend

zeigt die Malerin helle Farbklänge, aber auch düstere Aspekte – analog zu

den gezeigten Seelenzuständen – fehlen bei Götze nicht. „Das Triptychon im

Erdgeschoss zeigt deutlich, dass Muna Götze auch aus der klassischen Tradition

schöpft. Die Rahmungen gehören bei ihr zum Kunstwerk dazu – ähnlich wie bei

der christlichen Ikonenmalerei. Die Nideggener Malerin nutzt ihre Kunst auch

als Bühne für eine zeitgemäße, moderne Spiritualität“, so die Laudatorin weiter.

„Ihre Bilder sind nicht nur für die Künstlerin eine Art Meditation, sondern vor

allem für den Betrachter.“ Aus der Avantgarde inspiriert, arbeitet sie gerne nach

dem Prinzip Collage. Aus der Weite wirken diese Bilder ruhig. Geht man näher

heran, entfaltet sich eine unglaubliche Dynamik, der man sich nicht entziehen

kann. In all ihrer Abstraktion sind doch auch Landschaften und menschliche

Figuren erkennbar – die Gesamtwirkung allerdings bleibt erfrischend abstrakt.

Allen Bildern ist eines gemein: Muna Götze lässt gekonnt Gefühle des Lebens, des

menschlichen Daseins mit einfl ießen, denen sich der Betrachter nicht entziehen

kann. Weitere Informationen unter www. muna-goetze.de.

„Wir sehen“, so die Laudatorin Dr. Dagmar Preising weiter, „Kunst kann

Flügel verleihen. Das zeigen die Werke der drei ausstellenden Künstler in einer

Professionalität und mit einer Sympathie, die Menschen in ihrem Interesse und

ihrer Liebe für die Kunst befl ügeln.“

Für den musikalischen Rahmen der Vernissage sorgten die beiden Flötistinnen

Susanne Rögele und Sandra Prinz (Alt-Flöten) mit Duetten aus Tänzen und Suiten

von Jos-Bodin de Boismortier. Die Ausstellung im Nideggener Atelierhaus Götze,

Auf der Erdmaar 41, ist noch bis Sonntag, 30. März 2014 zu sehen. Öffnungszeiten

sind täglich von 14 bis 18 Uhr, sowie nach Vereinbarung. (avl)

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Eifel

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Über den Wolken muss die Eifel

wohl grenzenlos sein

Vereine der Nordeifel stellen sich vor:

Luftsportverein Düren-Hürtgenwald e.V.

Bergstein.

Kurz nach dem Abheben.

Es könnte durchaus ein ansteckender Virus sein, wenn die Mitglieder

des Luftsportvereins mit Sitz in Hürtgenwald-Bergstein von ihrer

Leidenschaft, dem Segelfl iegen, schwärmen: „Beim Segelfl iegen

bleiben die kleinen Sorgen des Alltags am Boden, und es schafft einen

Ausgleich zum Alltag. Die Kräfte der Natur geben die Möglichkeit, sie positiv

zu nutzen und zeigen gleichzeitig die Grenzen der Menschen auf. Die Kräfte

der Natur liefern die Energie fürs Segelfl iegen. Wenn die Thermik einen mit 3-5

Metern pro Sekunde nach oben befördert, wird deutlich, welche Kraft die Sonne

auch noch auf der Erde hat.“ Juliane Pirig, Pressesprecherin des Vereins, merkt

man an, dass sie seit Kindertagen ganz eng mit dem Segelfl iegen verbunden ist.

Kein Wunder, denn ihr Vater Ralf Pirig ist der Vorsitzende des Vereins. Auch seine

Motivation wirkt ansteckend: „Ich habe schon als kleiner Junge vom Fliegen

geträumt. Aber erst mit 22 Jahren hatte ich dann endlich, zusammen mit einem

Freund, ersten Kontakt – und zwar auf dem Segelfl ugplatz in Bergstein.“

Kaum ein anderer Satz beschreibt das Lebensgefühl der Flieger wie das bekannte

Lied von Reinhard Mey „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos

sein“. Die freie Bewegung im Raum, das Piepen des Variometers, das anzeigt,

ob man steigt oder sinkt, das Kreisen in der Thermik, das Einssein mit den

Naturkräften – alle diese elementaren Gefühle scheinen den Menschen, die sich

in die Lüfte erheben, eigen zu sein. Allein beim Zuhören bekommt man Lust auf

mehr. Auf die Gefahren des Fliegens angesprochen, weiß Ralf Pirig: „Fliegen

ist gefährlich. Aber nur wenn man sich nicht an die Regeln hält. Zum Fliegen

gehört eben auch Disziplin. Das Checken und Überprüfen der Technik ist immer

das Erste und Letzte!“ Eine gute Ausbildung ist deshalb selbstverständlich das

A und O. „Unsere Jugendlichen lernen nicht nur das Fliegen, sondern nebenbei

noch Autofahren und Teamarbeit. Sie lernen sehr früh Verantwortung zu

übernehmen und mit Verantwortung umzugehen“, ergänzt seine Tochter Juliane.

Und dann lacht sie: „Das theoretische Wissen kam mir auch schon bei anderen

Gelegenheiten, wie zum Beispiel beim Physikunterricht an der Schule, zu Gute.“

Das Team wird groß geschrieben

Doch neben der reinen Leidenschaft für das Fliegen, verbindet die aktuell 40

aktiven Vereinsmitglieder auch die gemeinsamen Aktionen, Erlebnisse und

Aufgaben. Tatsächlich fi nden in diesem Verein Menschen aller Altersstufen

und verschiedenster sozialer Herkunft einen Weg, miteinander umzugehen

und gemeinsam ihr Hobby zu erleben. Dazu sind Einsatzbereitschaft und

Gemeinschaftssinn erforderlich. „Unsere Mitglieder liegen im Alter zwischen 14

bis über 70. Die Freude am Segelfl iegen ist unabhängig vom Beruf. Von A wie

Anstreicher bis Z wie Zahnarzt kommen alle Berufsarten vor. Schüler, Studenten,

Azubis und Rentner tauschen hier ihre Flugerfahrungen aus. Wir lernen aber auch

in den Bereichen rund ums Thema Fliegen voneinander. Technisch Interessierte

kommen bei den erforderlichen Wartungsarbeiten an Flugzeugen und Fahrzeugen

voll auf ihre Kosten. Auch so wichtige Dinge wie das fachmännische Packen

eines Fallschirms gehören dazu und viele, die auf unserem Seilrückholwagen das

Fahren gelernt haben, konnten beim Führerschein darauf zurückgreifen. Bei uns

lernt man also nicht nur Fliegen, sondern man lernt durchaus was fürs Leben. Wir

treffen uns regelmäßig samstags, sonntags und feiertags auf dem Flugplatz.“

Fünf unterschiedliche Segelfl ieger stehen den Mitgliedern für ihr aufwändiges,

wie ausgefallenes Hobby zur Verfügung, sowie das dazugehörige Fahrzeug mit

Winde. Auf dem Segelfl uggelände Düren-Hürtgenwald versehen sechs ehrenamtlich

tätige Fluglehrer für die Flugausbildung ihren Dienst.


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Eifel

Schmidt und Rursee

Aller Anfang ist schwer

Am 22.06.1951 startete die wechselvolle Geschichte des Vereins unter der

Bezeichnung „Luftsportverein Düren Stadt und Land e. V.“. Ein Jahr später

konnte die Werkstatt in der Kapellenstraße eingeweiht werden und der erste

selbstgebaute Schulgleiter wurde fertig gestellt. 1953 sitzt Alfons Vonier

- erster Flugleiter und „Motor“ des jungen Vereins – am Steuerknüppel, als

mit dem Schulgleiter „Drickes“ die ersten Starts auf der Merzenicher Heide

durchgeführt werden. Im Jahre 1957 wird eine eigene Motorfl ugabteilung

gegründet. Nach dem Bruch der eigenen „Tiger Moth“ in Merzbrück löst sich

die Motorfl ugabteilung wieder auf und fi ndet seine neue Heimat auf der Drover

Heide. Im Frühjahr 1965 dürfen die Vereinsmitglieder wieder in Nörvenich

fl iegen. 1969 ist der Flugbetrieb in Nörvenich nicht mehr möglich und man

geht wieder zurück zur Drover Heide. Ein Jahr später wird der Flugbetrieb

nach „Euskirchen-Schornbusch“ verlegt. Im Sommer folgen erste Gespräche

wegen eines Flugplatzes in Bergstein. Nach sechsjährigen Verhandlungen mit

der Bundeswehr erhält der Verein einen Mitbenutzungsvertrag. 1971 wird

allerdings erst mal wieder in Nörvenich gefl ogen. Bei einem Behördentermin

in Bergstein können alle Bedenken der zuständigen Stellen gegen die Anlage

eines Segelfl uggeländes ausgeräumt werden. Im November 71 starten die

beiden ersten Flüge in Bergstein auf Außenstart- und Landeerlaubnis. Am

29.09.1972 wird endlich die Genehmigung zur Anlegung und zum Betrieb des

Segelfl uggeländes „Düren-Hürtgenwald“ erteilt. Die Gemeinde Hürtgenwald

erklärt sich im April 1975 bereit, dem LSV-Düren für den Bau einer Halle ein

geeignetes Grundstück zu überlassen.

Die sympathischen Mitglieder des Luftsportvereins Düren-Hürtgenwald freuen

sich über weitere Flugbegeisterte sowie Interessierte und laden sie ein, sich vor

Ort einmal ein richtiges Bild zu machen. Weitere Informationen stellt der Verein

im Web unter: www.lsvdueren.de bereit.


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Eifel

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Eine gute Adresse, wenn es um Mode geht

DESIGNERS & SPORTS gleich zweimal in Simmerath

Jahrelange Erfahrung und in Sachen Mode immer am Puls der

Zeit – dafür steht Designers & Sports in Simmerath. Dort bieten

Martina Ahlbäumer und Team Modebewussten an gleich zwei

Standorten eine stets aktuelle Kollektion zeitgemäßer Mode.

Während das Geschäft gegenüber dem Simmerather Rathaus

Mädchen und Damenmode präsentiert, erobert das Team auf

Wunsch der langjährigen Kunden nun seit Dezember 2013 an der Hauptstraße

die Männerwelt.

In den beiden Ladenlokalen lässt es sich optimal und in aller Ruhe stöbern.

Bevorzugte Labels sind: Polo Ralph Lauren, HIS, Gin Tonic, Raphaelo Rossi, Joop

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Alle Kollektionen sind stets auf Farbthemen abgestimmt. Ein großer Teil des

Angebotes umfasst ein Spektrum an sportiven Outfits, aber auch für alle anderen

und besonderen Anlässe ist Designers & Sports der richtige Ansprechpartner. Für

die Kunden ein besonderes Highlight sind die durchs Jahr ständig wechselnden

Aktionen. Jetzt zu Ostern startet das sympathische Modefachgeschäft seine

legendäre Osteraktion: Jeder Kunde, der die im Schaufenster versteckten

Ostereier entdeckt und die genaue Anzahl mitteilt, erhält pro richtig genanntes

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Nicht nur der Service und die Beratung stehen bei Designers & Sports im

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Eifel

Finnland 2014

Anneliese Lauscher

Echt cool

Schmidterin erkämpft sich 8. Platz bei Weltmeisterschaft

am Polarkreis

In Rovaniemi, der Hauptstadt Lapplands in

Finnland, schwammen über 1300 Teilnehmer

im Eiswasser bei der 9. Weltmeisterschaft der

Winterschwimmer – und Anneliese Lauscher

aus Schmidt war dabei.

Sie übt den leicht verrückten Sport seit zehn Jahren

aus. Der Rursee liegt vor ihrer Haustür, dreimal

wöchentlich geht sie mit ihrer Sportpartnerin Corinna

zu Fuß runter zum Schwimmen und marschiert zum

Aufwärmen wieder hoch. Oft werden die Beiden

verwundert von Spaziergängern angesprochen, doch

haben sich die Schmidter schon daran gewöhnt, sie

bei jedem Wetter auf ihrem Weg zu sehen.

„Im Sommer habe ich mich dann für die

Weltmeisterschaft der Winterschwimmer angemeldet,

ich wollte einmal dabei sein“, so Anneliese

Lauscher. Sie konnte auch ihren Partner, Stefan Pauls,

und ihren Schwager, Jyrki Huttunen, für ihre Pläne

begeistern. Im Vennbad Monschau und im SimmBad

trainierte sie noch ein wenig auf der 25-m-Bahn,

denn für diese Distanz hatte sie sich entschieden.

Am 14. März ging die Reise los, über Helsinki

zunächst nach Kajaani, wo sie an einem kleinen

See in einem Häuschen wohnten. Die Männer

hackten ein Loch ins 30 cm dicke Eis, damit die

Sportlerin sich weiter täglich mit dem kalten Wasser

anfreunden konnte!

Am 20. März fuhren die Drei mit dem Mietwagen

nach Norden, Rovaniemi liegt am Polarkreis.

Hier wurde erst einmal die Wettkampfstätte

besichtigt, ein vom Fluss Kemijoki abgetrenntes

Schwimmbad. Kopfschüttelnd beobachteten die

Drei die „Endurance“-Schwimmer, die sich an die

450-m-Strecke wagten – Wahnsinn. „Das kommt

für mich nicht infrage“, so Anneliese Lauscher.

Am Wettkampftag, dem 21. März, schneite es

den ganzen Vormittag bei ca. 7 – 8 Grad minus.

Immer wieder fi schten Helfer Eisstückchen aus

dem Schwimmbad heraus. Die Stimmung unter den

Frauen war bombig, in der Umkleidekabine wurde

laut gesungen.

Auf der Außenbahn 9 startete die Eifelerin. „Ich

konzentrierte mich auf den Start, dann schwamm

ich, so schnell ich konnte – und wurde Sechste von

45 Starterinnen, ich begriff es zuerst gar nicht‘“,

berichtet sie. Als Erstes wurde den Teilnehmern

ein Tee überreicht, dann stieg man ins heiße Fass!

Hier wurde im 39 Grad warmen Wasser erzählt

und gelacht, fast alle sprachen englisch. Insgesamt

waren übrigens 34 Nationen am Start!

Anneliese Lauscher vergewisserte sich, dass sie das

Finale erreicht hatte. Also ging es am Nachmittag

noch mal ins kühle Nasse. Jetzt wurde sie Achte und

freute sich königlich, auch über die Glückwünsche

ihrer beiden stolzen Coaches und die vielen SMS

aus der Heimat.


11

Eifel

Charles Fazzino

Charles Fazzino – Die Welt ist bunt

Die Kunstakademie in Heimbach macht’s möglich

Heimbach.

Nach James Rizzi und Janosch präsentiert die Internationale

Kunstakademie in Heimbach vom 27. April bis 15. Juni mit

Charles Fazzino den dritten internationalen Kunst-Leckerbissen.

In Zusammenarbeit mit der Kulturinitiative im Kreis Düren e. V.

werden in der ersten musealen Ausstellung in Deutschland bis zu 150 seiner

3-D-Bilder, Grafi ken und Objekte zu sehen sein.

Doch wer ist eigentlich der so hochgelobte Künstler?

Charles Fazzino (* 1955 in Westchester County) lebt und arbeitet in New York.

Ihm wurde die Kunst von seinem italienischen Vater, einem Designer, und seiner

fi nnischen Mutter, einer Bildhauerin, sozusagen in die Wiege gelegt. Popup-

Bücher weckten schon in ihm als Kind das besondere Interesse für 3D-Kunst. Als

Fünfzehnjähriger stellte er erstmals aus, studierte später Kunstgeschichte und

schloss seine Studien an der New York School of Visual Arts mit dem Bachelor of

Fine Arts ab. Seine ersten Wirkungsjahre bestritt er als Straßenkünstler in New

York. Früh von Galeristen und Sammlern entdeckt, wurde er schnell zu einem

begehrten und gefeierten Künstler, dessen Werke in über fünfhundert Galerien

und vielen Museen der ganzen Welt ausgestellt werden. Er erhielt immer wieder

private und öffentliche Aufträge, er war oftmals offi zieller Künstler von großen

Festivals, Events und Sportereignissen weltweit.

Wie der nur fünf Jahre ältere James Rizzi († 2011) zählt auch Charles Fazzino

zu den wenigen Pop-Künstlern, die in der Nachfolge der Generation um Andy

Warhol und Roy Lichtenstein dieser Kunstgattung noch einmal einen kräftigen

und eigenwilligen Schub gaben. Fazzino ist einer der wichtigsten Vertreter der

aktuellen Pop Art, die von öffentlichen und privaten Sammlern sehr geschätzt

wird. Seit langem und immer wieder wird er für die künstlerische Begleitung

und Werbung öffentlicher Veranstaltungen wie American Super Bowl,

Olympische Spiele, Fußball-Weltmeisterschaft, Major League Baseball All-Star

Game, Grammy Awards und andere beauftragt.

Sein Stil ist einzigartig und unverwechselbar. Obwohl wie James Rizzi einer der

wenigen 3D-Künstler, hat er in dieser Technik eine andere autonome Handschrift

entwickelt. Seine Bilder sind sehr farbenfreudig, kontrastreich, lebensvoll und

bewegt, seine temperamentvolle und detailreiche Kunst steckt die Betrachter

geradezu an. Die Werke in allen Formaten sind reich an Erzählung, die alle

Bildebenen erfasst. So zeigen sie von Bildrand zu Bildrand das pralle Leben einer

Stadt, einer Landschaft, eines Ereignisses, einer Sportveranstaltung. Stattliche

bekannte Gebäude, Wohnhäuser, Sportpaläste, Denkmalbauten, Verkehrsströme,

Gewässer, Schiffe, Tiere und viele Menschen machen seine quirligen Stadtszenen

aus. Selbst Horizont und Himmel sind oft noch bevölkert von Schmetterlingen,

Vögeln, Flugzeugen, Fesselballons oder Luftballons. Seine Bilder sind gut

lesbar, sie sind stets Orte der Menschen aller Generationen, Nationen und


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12

Eifel

Bevölkerungsgruppen. Jedes Bild besticht durch einen überlegten anderen

Bildaufbau, einmal aus der Vogel- oder Froschperspektive gesehen, ein anderes

Mal auf Augenhöhe beobachtet, einmal deutlich strukturiert, dann wieder komprimiert

und wie geballte Urbanität festgehalten, – immer sind es faszinierende

Welten voller Leben. Es gibt unendlich viel zu entdecken, da hat Langeweile keine

Chance. Fazzino hat die 3D-Technik weiterentwickelt, indem seine Bilder nicht

nur eine räumlich angeordnete Schicht, sondern bis zu drei sich überlappende

Ebenen umfassen. Damit werden Tiefenwirkung, Perspektive und Raumsuggestion

besonders gesteigert. Sie halten Realität fest und sind zugleich erfi ndungsreich.

Die Themenwelt Fazzinos deckt ein breites Spektrum ab. Von der pfi ffi gen

Darstellung der Berufe über die Stadt- und Landschaftspanoramen, die spirituellen

Welten der religiösen Bilder bis hin zum bunten Volksleben und den tempogeladenen

Sportszenen hat er vieles im Blick und in seiner Bild-Raum-Kunst. Weltstädte

und Idole wie Marilyn Monroe oder James Dean, das jüdische Chanouka-Fest

oder die Moscheen in Istanbul, eine Familie oder der Karneval, Football-Stars

oder Country Music sind ebenso unterschiedliche wie unverzichtbare Facetten

seines fröhlichen und optimistischen Weltbildes. Und immer wieder im Zentrum

seines Schaffens: New York mit Empire State Building, Broadway, Central Park und

Brooklyn Bridge, – sein Lebensmittelpunkt schlechthin.

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Eifel

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Die ganze Frische der Region

Heikes Hoflädchen in Nideggen-Berg

Freundlich, kompetent und ausgestattet mit zahlreichen frischen

Produkten aus der Region – Heikes Hofl ädchen in Nideggen-Berg ist

längst kein Geheimtipp mehr. Das sympathische Familienunternehmen

in der Frankenstraße 45a avanciert zu einem Geschäft, in dem man

nicht nur einen gelungenen Querschnitt feinster regionaler Leckereien fi ndet,

sondern lädt mit seiner kleinen, integrierten Café-Ecke mit belegten Brötchen

und Backwaren auch zum Verweilen ein. Im Sommer lockt zusätzlich eine

gemütliche Terrasse. Die Inhaberin Heike Hurtz und ihre Familie betreiben darüber

hinaus auch einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerbau. Selbstverständlich

sind die selbstangebauten Produkte auch im Verkaufsladen erhältlich.

„Unsere Heimat hält so viele köstliche Produkte bereit. Wir bieten unseren

Kunden eine erlesene Auswahl regionaler Produzenten an. Dabei richten wir

uns in erster Linie danach, was die Saison bietet“, verrät Heike Hurtz. Von Wurst

und Fleischwaren der Metzgerei Luysberg (Vossenack), über Erbsensuppe aus

dem Kloster Maria Wald (Heimbach), Käse vom Grönerhof (Loogh / Bitburg)

– auch lactosefrei, Honig aus Berg und Birgel, täglich frischen Brot- und

Backwaren der Bäckerei Krupp (Vlatten), Obst- und Fruchtsäfte Obstbau Hörnig

(Meckenheim), Weine der Weinhandlung Pley (Drove), Liköre der Familie Neyses

(Bitburg-Masholder), Holunderlikör der Firma Hola (Vossenack), Gewürze aus

der Terhorst Mühle (Erkelenz), Kartoffeln aus eigenem Anbau, über frische

Eier in zwei verschiedenen Kategorien und drei unterschiedlichen Größen der

Mellerhöfe Fassbender-Briem (Erftstadt-Gymnich) – in Heikes Höfl ädchen fi ndet

sich alles, was man zum Leben braucht. Bis zu 70 verschiedene selbst gemachte

Marmeladen und Gelees steuert Frau Decker-Schleker aus dem Lindenlädchen

(Arnoldsweiler) zum reichhaltigen Repertoire des Hofl adens bei. Gemüse,

Salate und Obst werden stets frisch und saisonal von regionalen Produzenten

angeboten. Marktprodukte wie Zitrusfrüchte oder Nüsse komplettieren das

reichhaltige Angebot. „Wir freuen uns besonders darüber, dass wir seit kurzem

auch die leckeren Senfsorten und andere Leckereien der Historischen Senfmühle

aus Monschau anbieten können“, erklärt Heike Hurtz.

In der Zeit von Ostern bis Ende Juni können Interessierte verschiedene Pedelecs

(Lastenrad, Mountainbikes und Tourenräder) direkt bei Heikes Höfl ädchen

kostenfrei ausleihen. Mit den Pedelecs sind die Eifeler Berge nicht mehr ganz

so anstrengend und überzeugen sicher den einen oder anderen, die frühlingshaften

Landschaften einmal mit dem Rad zu genießen. Die mit elektrischer Kraft

ausgerüsteten Räder sind ideal für einen gemeinsamen Ausfl ug mit Familie oder

Freunden. Einfach nur telefonisch vorbestellen, die Pedelecs abholen, den Tag

auf dem Rad genießen und es anschließend wieder zurückbringen.

Heikes Hoflädchen

Frankenstraße 45a

52385 Nideggen-Berg

Tel.: 02427-8951

Mobil: 0160-96413637

Email: info@heikes-hoflaedchen.de


14

Eifel

Wurde in einer Feierstunde durch Wilfried Schittges (2.v.l.), Kreisdirektor Georg Bey0 (1.v.l.) und Nideggens Bürgermeisterin

Margit Göckemeyer (r.) in den Kreis der Rheinlandtaler-Träger aufgenommen: Franz-Josef Brandenburg.

Große Anerkennung für einen

engagierten Sohn der Stadt

Franz-Josef Brandenburg wurde mit dem Rheinlandtaler

ausgezeichnet

Nideggen.

Was haben Loki Schmidt, Götz

George, Hans Dieter Hüsch, die

Black Fööss oder Franz-Josef

Brandenburg gemeinsam? Sie alle

stehen für ein herausragendes kulturelles Engagement

im Rheinland, das der Landschaftsverband Rheinland

(LVR) seit 1976 mit dem Rheinlandtaler auszeichnet.

Und wie man jetzt an der Auszeichnung von Franz-

Josef Brandenburg sieht, geht der Preis nicht nur an

Prominente. „Landschaftliche Kulturpfl ege ist nicht

denkbar ohne die aktive Mitarbeit ehrenamtlich tätiger

Mitbürger und Mitbürgerinnen“, so der LVR über

die Bedeutung der Auszeichnung.

Zur feierlichen Verleihung des Rheinlandtalers an

den engagierten Franz-Josef Brandenburg in der

Nideggener Begegnungsstätte versammelten sich

die überregionale und lokale Prominenz sowie

Familienangehörige, Freunde und Weggefährten des

Preisträgers. „Schon bei meinem Antrittsbesuch in

der Herzogenstadt vor vier Jahren war es Franz-Josef

Brandenburg, der mich damals durch die Stadt führte

und in viele interessante, ja spannende geschichtliche

Hintergründe einweihte. Seither durfte ich bei vielen

weiteren Begebenheiten seine Leidenschaft für das,

was er tut und auch sein soziales Engagement,

kennen lernen. Ich freue mich über die Auszeichnung,

die er sicher wie kaum ein anderer verdient hat“

bedankte sich die erste Bürgerin der Stadt, Margit

Göckemeyer, bei dem unermüdlichen Aktivposten.

„Wenn man über das ehrenamtliche Engagement

von Franz-Josef Brandenburg sprechen möchte, steht

man vor der Frage: Wo fängt man da an? Denn sein

Engagement ist so umfänglich, so bunt und vielfältig,

dass es beinahe unmöglich ist, alles zu nennen“,

fand der Vertreter des Landschaftsverbandes

Rheinland, Winfried Schnittges MdL, stellvertretender

Vorsitzender des LVR, Worte der Anerkennung. „Ob

als Sitzungspräsident der Abteilung „Karneval“ der

Dorfgemeinschaft Abenden, in der Dorfpfl egegruppe

„Rüstige Rentner“, als exponierter Teilnehmer der

Abendener Erntedankzüge, langjähriger Vorsitzender

des Eifelvereins, Ortsgruppe Nideggen-Abenden,

Kulturwart der Bezirksgruppe Düren-Jülich oder auch

Historiker, der immer wieder interessante, geschichtliche

Zusammenhänge Nideggens aufarbeitet,

zusammenträgt und der Bevölkerung zugänglich

macht oder sein Einsatz als Schriftführer des Heimatund

Geschichtsvereins Nideggen (dem er allerdings

seit 16 Jahren nicht mehr angehört), Begründer der

Interessengemeinschaft europäische Partnerschaft –

Franz-Josef Brandenburg, ist ein Mann der Tat, dessen

Leidenschaft für seine Heimat und die Menschen

ein großer Gewinn für die Stadt ist. Schon als Lehrer

und ehemaliger Rektor verfasste er zahlreiche Texte

und Publikationen zur Historie der Stadt Nideggen

und ihrer Stadtteile.1983 brachte er die Schrift

„Nideggen – so wie es war“ heraus. Ein Jahr später

erschien „Nideggen in schwerer Zeit – Evakuierung

und Neubeginn“. Eine Publikation, die sogar im

Bundeswettbewerb „Geschichte“ der Körber-Stiftung

ausgezeichnet wurde. Der Verkaufserlös fl oss wie bei

vielen anderen Publikationen und Aktionen in soziale

Projekte. Zwei weitere Themen liegen Franz-Josef

Brandenburg sehr am Herzen: das Thema „Nideggen

unter dem Hakenkreuz“ und die jüdische Geschichte.

Seit 1970 geht der Preisträger einer anderen

Leidenschaft nach: seine Krippenausstellungen und

der inzwischen dazugehörende Krippenweg. Neben

einer riesigen Krippensammlung aus unterschiedlichsten

Ländern und Materialien, die inzwischen sein

Wohnhaus füllen, möchte er die Menschen teilhaben

lassen. So fi el in seiner Garage der Startschuss zum

Krippenweg, den inzwischen viele Menschen kennen

und in der Adventzeit gegangen sind. 2013 konnten

so 40 Krippen an unterschiedlichsten Plätzen und

Orten in der Stadt präsentiert werden. „Mit dem

Rheinlandtaler zeichnet der LVR Persönlichkeiten aus,

die sich in besonderer Weise für das Rheinland, die

Menschen dort, deren Kultur, deren Wohlergehen,

deren Geschichte ehrenamtlich eingesetzt haben. Auf

Sie, lieber Herr Brandenburg, trifft das in ganz besonderer

Weise zu“, waren sich die Laudatoren Margit

Göckemeyer, Wilfried Schnittges und Georg Beyß,

Kreisdirektor des Kreises Düren einig. „Eine solche

Auszeichnung basiert wohl in den seltensten Fällen

auf der Leistung eines Einzelnen. Wer kann schon

30 Jahre lang eine inoffi zielle Städtepartnerschaft

mit Hunderten Gästen auf beiden Seiten aufrecht

erhalten oder Krippenausstellungen organisieren?

Ganz zu schweigen davon, dass Publikationen

recherchiert oder Korrektur gelesen werden müssen.

Darum bin ich sehr froh, dass heute ein paar meiner

Mitstreiter der letzten Jahre heute hier anwesend

sind. Mein Dank gilt ganz besonders meiner Frau

Doris, meiner guten Freundin Hildegard Lückenbach,

Monika Thomas und meiner früheren Schülerin und

Sekretärin Irene Schönwitz. Wer mich kennt, weiß,

dass mit dem heutigen Tag nicht alles vorbei ist, weiß,

dass ich bemüht sein werde, weiter im Sinne der mir

verliehenen Auszeichnung aktiv zu sein“, richtete

sich der frisch gekürte Rheinlandtaler-Träger, sichtlich

gerührt, an die zahlreich erschienen Gäste. (avl)


15

Eifel

Der „Gute Geist von St. Mokka“

Kirchenführungen im Gewand in der Hubertuskirche in Schmidt

Schmidt.

Konrad Schöller als guter Geist von „St. Mokka“

Weithin bekannt ist die dem Heiligen Hubertus geweihte

Schmidter Pfarrkirche im Volksmund unter der Bezeichnung

„Sankt Mokka“. Der eigentümliche Zweitname geht

auf die Zeit des Schmuggelns „brauner Bohnen“ an der

„Aachener Kaffeefront“ zurück. Bei „Sankt Mokka“ fi nden seit einiger Zeit

Kirchenführungen speziellen Inhalts statt. Dabei unterhält „Kirchenführer“

Konrad Schöller seine Gäste nicht nur mit Anekdoten und Verzällchen aus der

bewegten Vergangenheit der Hubertuskirche. Wenn er in wohl gereimter Form

die abenteuerliche Geschichte vom Bischof und den Eifelbauern zum Besten

gibt, sträuben sich dem Zuhörer regelrecht die Haare; handelt diese Episode

doch von der nicht enden wollenden Auseinandersetzung der „St. Mokka-

Jüngerschaft“ mit der kirchlichen Obrigkeit.

20 Jahre lang war Konrad Schöller für die Kirchengemeinde St. Hubertus Schmidt

als Rendant und Verwaltungsmitarbeiter tätig. Sein besonderes Engagement galt

dem Erhalt der Kirche vor Ort. So war er maßgeblicher Ideengeber für innovative

Projekte der Kirchengemeinde, z. B. ökologische Gestaltung des Kindergarten-

Geländes; Photovoltaikanlagen auf Kirchengebäude und Pfarrhaus;

Heizungsumrüstung in Kirchengebäude und Pfarrhaus auf Holzpellets-Technik;

Errichtung eines Infopunkts Nationalpark Eifel im Kirchengebäude; Konzeption

des spirituell-historischen Rundwanderweges „Kreuzweg des Friedens“.

Mit Hilfe dieser auch überregional bekannten Projekte gelang es der Pfarre,

die Finanzkrise im Bistum Aachen erfolgreich zu meistern und die eigenen

Mitarbeiter in Lohn und Brot zu halten.

Unterdessen ist Konrad Schöller in andere Rollen geschlüpft. Wenn er in seinem

Hauptberuf als Rechnungsprüfer gerade mal nicht die Finanzen des Kreises

Düren kritisch unter die Lupe nimmt, kann man den inzwischen zum History-

Guide ausgebildeten Gästeführer in den Wäldern des „Hurtgen-Forest“ bei der

spannenden Suche nach den Spuren der „Battle for Schmidt“ fi nden. Oder man

begegnet ihm eben in seiner Paraderolle bei besagten „Kirchenführungen“. Als

„Guter Geist von St. Mokka“ verkörpert er - in eine kaffeebraune Gewandung

gekleidet - den von der Amtskirche Geächteten. Für seine Gäste hält Schöller

ein ganzes Bündel überraschender Erkenntnisse bereit. Er gibt nicht nur eine

Einführung in die gallospezifi sche Gesinnung der St. Mokka-Jüngerschaft. Er

lüftet auch das Geheimnis des besonderen Elixiers, dessen man sich im Lande

zwischen Kall und Rur so gerne bedient. Und last but not least erfährt der

interessierte Gast, wie die Schmidter mit Hilfe des magischen Gebräus der kirchlichen

Obrigkeit ein Schnippchen nach dem anderen schlagen konnten.

Mokka-Fans“ aus fern und nah sind dann herzlich eingeladen, den „Guten

Geist“ in den Glockenturm der Hubertuskirche zu begleiten.

Schmidter „Kirchenführungen im Gewand“ kann man telefonisch unter

02474-99180 oder per E-Mail an schoeller110@t-online.de buchen. Dauer und

Inhalt des Programms richten sich nach den Wünschen des Gastes und sind

variabel bestimmbar. Ausführliche Informationen hierzu gibt es zum Download

im Web unter http://regio-oratio.blog.de.

Beim Wanderopening der Erlebnisregion „Nationalpark-Eifel“, das am 27. April

2014 im „Wander-Mekka“ Schmidt stattfi ndet, ist Schöller ebenfalls aktiv. „St.


16

Eifel

Lammersdorf.

Der Kirchenchor St. Johannes der Täufer, Lammersdorf.

Hedwig Dercks und Hans Rosskamp vom Förderverein.

Hinter den Kulissen gibt es viel zu tun:

Der Förderverein des Kirchenchors Lammersdorf

Er ist weit über die Grenzen Lammersdorfs hinaus bekannt für erstklassige

Auftritte, anspruchsvolle Repertoires, engagierte und stimmgewaltige

Sängerinnen und Sänger sowie eine exzellent ausgebildete

Chorleiterin mit dem richtigen Händchen für die richtige Musik und im

Umgang mit Ihren Chormitgliedern – der Kirchenchor St. Johannes der Täufer

hat sich einer herausragende Stellung innerhalb der geistlichen Chormusik

erarbeitet. Unter dem Dach des Chores versammeln sich neben dem Kirchenchor

augenblicklich noch drei weitere Chöre: das Vocal-Ensemble „Canzona Vocale“,

die „Young Selection“ und die „Rotkehlchen“. Im Laufe der Jahre konnte der

Chor eine reichhaltige Discographie realisieren, die Musikinteressierten einen

hochwertigen Querschnitt ihres Könnens vermittelt.

Die aktiven Mitglieder und deren Stimmen, Fleiß und Disziplin ist eine Sache!

Eine ganz andere hingegen ist das besondere Engagement hinter den Kulissen

des Fördervereins, der für Auftritte, den Zusammenhalt der Chorgemeinschaft

und vor allem für die nötigen fi nanziellen Mittel sorgt. „Wir unterstützen den

Chor in materieller, wie auch ideeller Hinsicht“, erläutern Hans Rosskamp

(1. Vorsitzender des Chors und des Fördervereins) und Hedwig Dercks

(Kassiererin), die natürlich auch beide aktive Chormitglieder sind. Alle zwei

Jahre organisieren sie inzwischen traditionell ganz besondere Konzerte, wie

beispielsweise im vergangenen November das Requiem. Die anderen Chöre

sind mehrheitlich in der Weihnachtszeit unterwegs, um Menschen mit ihrer

Musik zu bereichern. „Der Förderverein will in erster Linie fördern“, so

Hedwig Dercks. „So kümmern wir uns auch um Kompositionen unbekannter

Komponisten und Werke.“ Um das Vereinsleben aktiv und unterhaltsam zu

gestalten, organisiert der Förderverein nach jedem Konzert und auch als

Abschluss der vielen Vorbereitungen ein gemütliches Beisammensein der

Aktiven bei Wein und Häppchen im Pfarrheim – auch um über das Konzert

und das Erlebte zu sprechen und es zu refl ektieren.

2007 gründeten die Mitglieder des Chores den Förderverein. Als wichtige Aufgaben

empfindet es der Verein auch, Musikliebhaber von außerhalb zu interessieren. „Es

müssen bei uns auch nicht nur Lammersdorfer sein“, ergänzt Hans Rossbach. Doch

der rege Förderverein sieht weit mehr Aufgaben für sich. So z. B. die Arbeiten, damit

sich auch die anderen Chöre von St. Johannes der Täufer optimal weiterentwickeln

können. Er kümmert sich selbstverständlich auch um die Belange des Kinderchores

„Rotkehlchen“ (von 4 bis 12 Jahre) und der „Young Selection“ (Jugendliche und

junge Erwachsene). Hier gilt es besonders, sich um die Gesangsförderung zu

kümmern und zum geeigneten, eigenen Repertoire zu finden. „Die Gemeinschaft

des Chores und das unglaubliche Fachwissen und pädagogische Händchen unserer

Chorleiterin Gabriele Scheidtweiler-Pleines, die seit 1998 die Geschicke leitet, beides

führen wir auch über die Proben hinaus in gemeinschaftlichen Zusammenkünften

zusammen, um den Funken der Leidenschaftlichkeit und des Könnens weiterzugeben“,

so Hedwig Dercks und Hans Rossbach weiter.

Allein das unglaublich junge Durchschnittsalter der Aktiven zeigt, dass bei den

Sängerinnen, Sängern und dem Förderverein in Lammersdorf alles richtig gemacht

wird. „Wir laden alle Interessierten herzlich ein, Kontakt zu uns aufzunehmen und

einmal bei einer unserer Proben vorbeizuschauen. Wir freuen uns auf Sie“, lautet

dann auch abschließend die Botschaft des Fördervereins. Weitere Informationen im

Web unter: http://www.kirchenchor-lammersdorf.de.

KULINARISCHE LESUNGEN

AUS DER SERIE OHRENSCHMAUS

1. Juli 2014

Ladies first servieren Ihnen a cappella

ein „schmackhaftes“ Potpourri

AUS DER MÖRDERISCHEN SERIE

2. September 2014

Der Meister des schwarzen Humors, der Autor Ralf

Kramp trifft „Voll ins Schwarze“

30. September 2014

Das Syndikatmitglied Autor Rudolf Jagusch

liest aus seinem neuen Krimi „Eifelteufel“

AUS DER SERIE OHRENSCHMAUS

4. November 2014

„Der Troubadour“ Günther Hochgürtel singt

französische und deutsche Chansons

9. Dezember 2014

Der Märchenerzähler, Jens Gottschalk trägt seine

Märchen für Erwachsene vor.

Alle Lesungen mit einem delikaten 3-Gang-Menü,

Espresso und Original Monschauer Senfpraline.

Beginn 19 Uhr, Preis 34,50 Euro.

Reservierung: Tel.: +49 (0)2472-909840 · Laufenstraße 118

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Eifel

17

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„ME“ bringt mehr als Farbe ins Spiel

Maler- und Lackierermeister Mischa Emons

Ob Privathaushalt oder Konzern, ob für die kleine oder große

Geldbörse – Maler- und Lackierermeister Mischa Emons ist der

kompetente Ansprechpartner, wenn es darum geht, Farbe ins

Spiel zu bringen.

„Wir sind nicht nur ein Malerbetrieb, sondern eigentlich Problembeseitiger für

alle Fälle“, betont der in Nideggen-Berg lebende und arbeitende Unternehmer.

Sein Leistungsspektrum ist groß und umfasst weit mehr, als man bei einem

Maler- und Lackiererbetrieb erwartet. Neben den typisch traditionellen Malerund

Lackiererarbeiten, wie beispielsweise Innenanstrich (mit Dispersionsfarbe,

Latex oder Silikat), Lackier- und Lasierarbeiten sowie Fassadenanstrich und

Korrosionsschutz , gehören bei Mischa Emons auch Innenputz, Bodenverlegen

und Aufarbeitung unterschiedlichster Materialien – so auch Parkettböden

verlegen, schleifen und versiegeln – Trockenbau und Feuerschutz, Wärmedämm-

Verbundsystem (WDVS) in EPS oder auf Mineralbasis zum alltäglichen Geschäft.

Doch was dem Unternehmer am wichtigsten ist, bringt er schnell auf einen

Nenner: „Womit wir uns besonders auszeichnen, ist Transparenz, Ehrlichkeit und

Termintreue. Für die optimale Beratung nehmen wir uns alle Zeit, die nötig ist.“

„Ich lebe und arbeite in der Eifel. Da ich diesen einzigartigen Landstrich mit

seinen Menschen liebe, gehört es zu meinem Verständnis, dass das Geld, das

hier verdient wird, auch hier bleibt. Deshalb arbeite ich in einem Netzwerk

Eifeler Unternehmen, die die gleiche Einstellung haben, wie ich“, erklärt Mischa

Emons („ME“) seine Unternehmensphilosophie.

Foto: Mischa Emons


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Eifel

Geschichten, rund um den

„Holliger Hof“ in Abenden

Nideggener Heimat- und Geschichtsverein publiziert neues Buch

Abenden.

Das romantische Abenden ist immer einen Ausflug wert.

Heinz Bücker und seine neue Publikation.

„Wer die Zukunft gestalten will, muss die

Vergangenheit verstehen“.

Vor diesem Hintergrund sammeln und

forschen viele Geschichtsvereine quer

durch unsere Region. Aus dem Heimatund

Geschichtsverein Nideggen

e. V., hat dessen Mitglied Heinz Bücker ein interessantes

Buch verfasst. „Herr Tichelbäcker, aus

Hürtgenwald-Zerkall, hat in mühseliger Kleinarbeit

die Geschichte des Holliger Hof’s in Nideggen-

Abenden zusammengetragen, aufgearbeitet

und aufgeschrieben. Vom ihm erhielten wir die

Erlaubnis, seine Aufzeichnungen zusammenzufügen

und zum Selbstkostenpreis weiterzugeben“

erklärt Heinz Bücker, Aktivposten des Vereins. Die

Geschichte des Lehnhofes steht stellvertretend für

die bewegten Entwicklungen und Einzelschicksale

vieler Anwesen, Höfe und Familienunternehmen in

unserer Region.

Der große Lehnshof „Holliger Hof“ wird erstmalig

im Jahr 1245 erwähnt. Über Generationen wurde

er von so genannten „Halven“, das heißt Pächtern

bearbeitet.

Im Jahr 1701 übernahm der Schöffe zu Abenden,

Johann Virnich, den Hof als Halven. Bei den Halven

handelt es sich um ausgesprochen angesehene und

wohlhabende Familien, die in der Regel neben dem

Hof auch eigenes Land bearbeiteten. Der Hof gehörte

zum Stift Maria im Kapitol zu Köln. Familie Virnich blieb

Pächter dieses Hofes bis zum Jahr 1812. Zu diesem

Zeitpunkt übernahm die Witwe Elisabeth Virnich den

Hof. Hierzu fuhr sie mehrfach zur Verwaltung nach

Aachen. Nun war man also Eigentümer des Hofes,

den man über einhundert Jahre als Pächter geleitet

und bearbeitet hatte. Aber dass genau mit diesem

Erwerb eigentlich das Ende des „Holliger Hofes“

eingeläutet wurde, das konnte man noch nicht ahnen.

Als das Rheinland durch den Wiener Kongreß 1815

preußisch wurde, geschah etwas, was es bisher noch

nicht gab. Die Rheinländer, die ja nicht preußisch

werden wollten, beharrten auf die Beibehaltung des

französischen Rechts. Dieses sah u. a. die gleichmäßige

Verteilung des ‚Elterlichen Erbes“ auf alle Kinder vor.

In der Zeit vor der französischen Epoche war man stets

darauf bedacht, den Hof in seiner Einheit zu erhalten

und auf keinen Fall aufzuteilen. So wurde kurioserweise

durch das französische Recht, das die Familie

Virnich zum Eigentümer gemacht hatte, der Hof,

bedingt durch die hohe Kinderzahl, zu Tode geteilt.

Der Enkel von Elisabeth Virnich, Arnold Virnich

schrieb über seine Mutter:

„Am 24.11.1892 wollte meine Mutter mit dem

Spaten im Garten einen Stängel Breitlauch

ausgraben, wobei sie sich einen Bruch im rechten

Oberarm zufügte. Zuerst wurde aus Kostengründen

kein Arzt hinzugezogen. Erst als der Zustand sich

verschlechterte, ließ man Dr. Kranz aus Nideggen

kommen. Dieser legte einen Gipsverband an. Die

Mutter kam in die Klinik nach Bonn. Man trug

sie in einem Sessel auf eine Karre und fuhr mit

dieser bis nach Heimbach. Von dort nach Zülpich

und weiter mit der Bahn nach Bonn. Der Arzt in

Bonn wollte jedoch nur gegen Vorkasse die Mutter

behandeln. Diese starb am 19.07.1893. Danach fi el

die Familie auseinander und verteilte sich endgültig

im gesamten heutigen Stadtgebiet von Nideggen.“

Arnold Virnich war wohl der letzte Nachtwächter

in Nideggen. Er schrieb über den „Holliger Hof“ in

seiner Erinnerung während seines Nachtwächterdienstes

in Nideggen: „In der Jugend haben wir auf

Hollig viele Streiche verübt, doch nun, besonders in

der Nacht, kommen mir ernste Gedanken. Ich bin

überzeugt, dass es auf Erden kein vollkommeneres

und beständigeres Glück gibt, als in der katholischen

Religion mit Gottvertrauen und einem ruhigen

Gewissen zu leben. Doch der Hof verfi el zusehends.

Jedoch kehrte 1902 wieder Leben ein. Das Wohnhaus

wurde beim Bahnbau von Düren nach Heimbach an

einen Wirt vermietet. Dieser richtet neben der Kneipe

eine Schlafstelle für die kroatischen Bahnarbeiter

ein. Nach dem Weggang der Kroaten haben wir den

Rest des Hofes abgebrochen und das Holz unter uns

Kinder aufgeteilt.“ Hans Bücker ist sich sicher: „Man

kann davon ausgehen, das sehr viele Nideggener ihre

‚Wurzeln‘ im Holliger Hof fi nden.

Die unterhaltsamen, geschichtlichen Hintergründe

über die bewegten Zeiten des „Holliger Hofes“

können Interessierte nun käufl ich bei Heinz

Bücker, Auf der Komm 14, 52385 Nideggen-Berg,

Tel. 02427-14 80 erwerben.


Eifel

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„Von der Idylle in den Schützengräben“

KuK Ausstellung setzt eigene Akzente zum Thema 1. Weltkrieg

Monschau.

Foto: van Londen

Das Kompetenzteam, das die hervorragende Ausstellung realisierte (hinten, v.l.n.r): Ulrich Röthke,

Hans Gerd Lauscher, Hilde Scheidt, Caspar Vallot, Helmut Etschenberg, Dr. Toni Offermann, Bernd Held und

(sitzend, v.l.n.r.) Dr. Nina Mika-Helfmeier und Elisabeth Paul.

Die zweite Ausstellung des Kunstund

Kulturzentrums (KuK) in

Monschau im Jahre 2014 dokumentiert

in Zusammenarbeit mit dem

Geschichtsverein des Monschauer Landes sowie

dem Kunsthistoriker Ulrich Röthke den Beginn des

1. Weltkrieges anhand der Monschau-Exkursion

des Stuttgarter Akademieprofessors Adolf Hölzel

mit ca. 30 seiner Studenten im Jahre 2012, ihrer zu

diesem Zeitpunkt entstandenen Werke und erklärt

so die Stimmung und Zustände der Eifelperle sowie

der Menschen jener Zeit.

Das Interesse an der Eröffnungsveranstaltung war

groß. Auf zwei Etagen werden Zeitdokumente in

Schrift und Bild (Erdgeschoss) und 70 Exponate der

Hölzel-Schüler – auch mit Bezug zu Monschau –

präsentiert. „Mit dem Geschichtsverein Monschauer

Land, dem Kunsthistoriker Ulrich Röthke, dem

Grafi ker Bernd Held, der die begleitende Broschüre

erstellt hat und Jeffrey Mijling, dem guten Geist des

Hauses, der die Ausstellung in den Räumlichkeiten

des KuK umsetzte und privaten Sammlern waren wir

ein erfolgreiches Kompetenzteam, das die vielschichtigen

und komplexen Inhalte spannend verdeutlichen

wird und hoffentlich viele Menschen für das Thema

interessieren kann“, so Dr. Nina Mika-Helfmeier, die

Leiterin des KuK und Initiatorin der Ausstellung bei

der Begrüßung. Städteregionsrat Helmut Etschenberg

begrüßte zahlreiche Gäste des öffentlichen Lebens,

wie Hilde Scheidt, Bürgermeisterin Aachen, Elisabeth

Paul, stellvertretende Städteregionalrätin, Werner

Krickel, (Die Grünen), Stadtrat Monschau, Herbert

Mertens, Stellvertretender Bürgermeister Monschau,

Georg Kaulen, Ortsvorsteher Monschau, und

Kunstexperte Caspar Vallot.

Letzteres trifft sicherlich auf den Ausbruch des Ersten

Weltkrieges zu, der genau 100 Jahre zurückliegt.

Aus diesem Anlass werden zurzeit die historischen

Aspekte dieses einschneidenden Wendepunkts

im 20. Jahrhundert in den Mittelpunkt der

Öffentlichkeit gerückt. In solch einem Kontext neigt

der Mensch rückblickend, aber auch gegenwärtig

dazu, den Ersten Weltkrieg als ein großes geschichtliches

und schreckliches Ereignis zu betrachten.

Aber was ist mit dem Einzelnen, heute wie damals?

Mit dem Mann, der abends nicht einschlafen kann,

weil er befürchtet, in den Schützengraben berufen

zu werden. Mit der Frau, die Angst hat, ihren

Liebsten und den Vater ihrer Kinder an die Sache

zu verlieren. Einzelschicksale und Perspektiven von

Menschen, die keine Staatsgeschäfte verantworten,

wohl aber Familie, Freunde, Träume, Ziele haben:

Das ist das, was uns wirklich nahe geht, weil wir

es verstehen, weil wir es teilen oder zumindest in

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der Vorstellung teilen können. Darum bin ich sehr

froh, dass wir hier im Kunst- und Kulturzentrum

der StädteRegion eine Ausstellung zeigen, die auf

genau diese Aspekte, auf persönliche Perspektiven

eingeht und dabei sogar Motive präsentiert, die in

unserer Region entstanden sind und sich auf unsere

Region beziehen“, so Helmut Etschenberg über die

aktuelle Ausstellung. Weiter gab er den Gästen

zu bedenken: „Der Erste Weltkrieg hat sieben

Millionen Tote gefordert. Er hat Europa verheert.

Aus Liebe zu unseren Mitmenschen sollten wir aus

der Vergangenheit lernen und müssen Nein zum

Krieg sagen. Denn in den Schützengräben herrscht

keine Idylle und ein Krieg bringt niemals Gutes.“

Monschau Idylle – nur im Kopf

Interessantes wusste Toni Offermann, Geschichtsverein

des Monschauer Landes aus jener Zeit

zu berichten. „Die Stadt Monschau ist nicht als

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Nein zum Krieg

„2014 jähren sich viele wichtige Daten. Einige sind

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20

Eifel

Idylle entstanden, sie wurde dazu gemacht. Und zwar ausschließlich im Kopf!

1801 schrieb der damals in einer Monschauer Tuchfi rma angestellte Johann

Conrad Seyler seinem Bruder Benedikt: „Montjoye ist ein kleiner Ort von ca.

300 Häusern, wovon die meisten sehr schlecht gebaut sind, bloß einige Häuser

der Kaufl eute zeichnen sich aus.“ Öde, feucht, unwirklich, eng, ungesund

sind weitere, wenig schmeichelhafte Urteile anderer Ortsansässigen aus der

1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Gut 50 Jahre später schrieb derselbe Seyler,

wie pittoresk und anheimelnd ein Aufenthalt in Monschau sei. Der Wandel in

der Wertschätzung entstand durch Arbeitsbesuche von Malern und Zeichnern

wie Jean Nicolas Ponsart, Francois Antoine Bossuet, Jean Baptiste van Moer,

Paul Lauters, Jacques Francois Joseph Carabin und später Paul Pützhoven-

Hambrüchen, Fritz von Wille, Nicolaas van der Waay, Alfred Holler oder Heinrich

Gesemann. 1865 wurde Monschau auch Objekt der jungen Fotografi e. Ab Mitte

des 19. Jahrhundert vollzog sich demnach ein Wandel in der Wahrnehmung

des Ortes, dem Hans Gerd Lauscher vor wenigen Jahren in einem Aufsatz

nachgegangen ist. In der topographisch bedingten, rein zweckmäßig begründeten

Bauweise des Städtchens im engen Rurtal sahen Fremde plötzlich einen

malerisch empfundenen Formenreichtum der Architektur, interpretierten die

Fachwerkhäuser in den schmalen Gassen ästhetisch und sentimental, aus

romantisch verklärender Perspektive. „Aus dem ursprünglich überfüllten,

ungesunden, schlecht gebauten und übel gelegenen Montjoye wurde nun das

Spitzweg-Idyll, das traumhafte Monschau, das Bilderbuch aus Fachwerk und

Stein, die Postkartenidylle, das Klein-Venedig, Nizza der Eifel, die Eifelperle

mit nervenstärkender Berg- und Waldluft – ohne dass sich inzwischen baulich

irgend etwas wesentlich verändert hatte.“

Traum und Wirklichkeit

„Wie persönliche Dokumente belegen, empfanden die Exkursionsteilnehmer

um den Akademieprofessor Adolf Hölzel im Jahre 1912, ihren Aufenthalt in

Monschau als überaus produktiv, bereichernd und als eine Zeit fast idealer

Gemeinschaft. Sowohl von Hölzel selbst als auch von seinen Schülern haben

sich wichtige Werke aus jener Zeit erhalten“, wusste Kunsthistoriker Ulrich

Röthke zu berichten. Der erste Teil der im KuK gezeigten Werke dokumentiert

genau diese produktive Zeit. Gezeigt werden Werke von Adolf Hölzel, Hermann

Stenner, Heinrich Eberhard, Josef Eberz und anderen. Dabei lassen sich zum

einen Monschau-Motive fi nden und zum anderen auch religiöse Darstellungen.

Als ein Kennzeichen der Künstlergruppe gilt die besondere Affi nität zu christlichen

Themen. Zwei Jahre nach der Eifelfahrt der Gruppe brach der 1. Weltkrieg

aus. Die meisten der männlichen Künstler fanden sich an der Front wieder und

sahen sich mit der grauenvollen Realität des Krieges konfrontiert. Einige, wie der

hoch talentierte Hermann Stenner, fi elen gleich in den ersten Kriegsmonaten.

Diejenigen, die den Krieg überlebten, setzten sich in unterschiedlicher

Art und Weise mit den existentiell bedrohten Geschehnissen auseinander.

Die Stellungnahmen dieser Künstler zum Krieg werden im zweiten Teil der

Ausstellung gezeigt. Das Buch „Krieg und Kunst“ von Hans Hildebrandt bildet

die Grundlage für den dritten Ausstellungsteil. Er hatte die Exkursion persönlich

begleitet. Anhand zahlreicher im KuK gezeigter Dokumente ist erkennbar, dass

er nicht - wie viele seiner Zeitgenossen und Künstlerfreunde – in chauvinistische

Töne verfi el und die gesamte Moderne wie den Expressionismus, Futurismus

und die neuere französische Kunst in Bausch und Bogen verdammte. Ganz im

Gegenteil – er verteidigte die Moderne und kam am Ende seines Buches zu der

Erkenntnis, dass die Menschen nach dem Krieg wieder zu einer „Europa und die

ganze Erde umspannende Kulturgemeinschaft“ fi nden müsse.

Hölzel und seinen Schülern ging es in ihrem Schaffen bis 1914 in erster Linie

darum, Bilder zu gestalten, die als „harmonisches Ganzes“ wahrgenommen

werden sollten. Mit politischen oder sozialkritischen Themen setzten sie sich

im Werk nur am Rande auseinander. Wie die Künstler mit den erschütternden

Ereignissen des Weltkrieges umgingen und diese künstlerisch verarbeiteten,

ist bisher weder in der kunsthistorischen Forschung noch in einer Ausstellung

thematisiert worden. Diese Lücke wird nun im Rahmen der Möglichkeiten im

KuK geschlossen. Die Monschauer Präsentation setzt daher einen eigenen

Akzent in der Vielfalt der Veranstaltungen zum Thema 1. Weltkrieg. Durch

die Präsentation namhafter Künstler der klassischen Moderne erringt die

Ausstellung eine überregionale Bedeutung.

Die Ausstellung „Von der Idylle in den Schützengräben“ ist noch bis Freitag,

5. Mai 2014 in den Räumlichkeiten des KuK, Austraße 9, in Monschau zu sehen.

Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags zwischen 14 und 17 Uhr sowie an

Wochenenden von 11 bis 17 Uhr. Weitere Informationen unter:

www.kuk-monschau.de


21

Eifel

Foto: Doris Brandenburg

Foto: Doris Brandenburg

Blick in den Tagungsraum.

Im Palais der Burg Nideggen.

Kulturwarte des Eifelvereins

tagen in Nideggen

Informationen zu Thema

„Jüdisches Leben in der Eifel

Nideggen.

Die 45 Kulturwarte der Ortsgruppen des

Eifelvereins trafen sich in Nideggen zur

traditionellen Jahrestagung. Neben

diverser Fachreferate, einer Stadtführung

und Busexkursion stand ein Museumsbesuch

auf der Tagesordnung. Am Marktkreuz begann

ein fachkundiger Stadtrundgang unter Führung

des Organisators und Bezirkskulturwartes

Brandenburg, der sein Augenmerk vornehmlich

auf Kirche, Burg, Marienkapelle sowie die

Gedenktafel am Rathaus legte. Nach einem

gemeinsamen Abendessen im Ratskeller zeigte

er den Gästen Bilder aus der Geschichte der alten

Herzogstadt. Der Samstag begann mit einer

Arbeitstagung in der Jugendherberge, die durch

drei Fachvorträge geprägt war. Monika Grübel

M.A. vom Landschaftsverband Rheinland in Bonn

referierte über jüdisches Leben im Rheinland von

der Antike bis zur bürgerlichen Gleichstellung

in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie

beschloss ihre Ausführungen mit einer Präsentation

der ehemaligen Synagoge in Titz-Rödingen, die

von ihr betreut wird. Ludger Dowe, ehemals Leiter

der Kreis-Volkshochschule, befasste sich mit dem

jüdischen Leben im Altkreis Düren und führte in

die nachmittägliche Exkursion ein, indem er das

Schicksal des in Embken geborenen Juden Emil

Kamp und seiner Familie ausführlich umriss. Den

dritten Part übernahm Franz-Josef Brandenburg,

indem er über Nideggen unterm Hakenkreuz

berichtete. Anhand von Zeitzeugnissen legte er

dar, dass die präsentierten Ereignisse genau so

oder ganz ähnlich auch in anderen deutschen

Städten und Gemeinde abgelaufen seien. Überall

habe das Führerprinzip geherrscht; die NSDAP sei

zur allein zugelassenen Partei und alle Bereiche

des öffentlichen Lebens seien „gleichgeschaltet“

worden. Letztlich seien alle Maßnahmen Hitlers

und seiner Schergen nur einem Ziel untergeordnet

gewesen: der NS-Rassenideologie. Erste Station

der nachmittäglichen Exkursion war Wollersheim,

wo Albert Grein, der Vorsitzende des dortigen

Geschichtsvereins, sachkundig durch die beiden

Kirchen und den Stiftshof führte. Besonders beeindruckt

waren die Kulturwarte vom Gedenkbuch in

der Heilig-Kreuz-Kirche, das die Namen von Juliane

und Karoline Kamp enthält, jenen Wollersheimer

Jüdinnen, die von den Nazis ermordet wurden. An

Familie Kamp erinnert seit 2013 ferner eine Stele an

der Ecke Zucker-/Zehnthofstraße. In Embken erwarteten

fünf junge Blauröcke die leider recht durchnässten

Eifelfreunde, um ihnen über ihre Patenschaft

über den jüdischen Friedhof auf dem Lieberg sowie

ihre Arbeit dort zu berichten. Die Patenschaft

besteht seit dem Herbst 2010. Der Förderverein

der Jugendfeuerwehr Embken/Muldenau ließ

zwischenzeitlich eine Steintafel mit Informationen

zum Friedhof herstellen, die in naher Zukunft dort

aufgestellt wird. Den Abschluss des offi ziellen

Teils dieses Tages, gestaltete Geschichtsexperte

Franz-Josef Brandenburg mit einem Besuch des

„1. Burgenmuseums der Eifel“ im Bergfried der

Burg Nideggen. Am Sonntagmorgen refl ektierte

man dann in der Jugendherberge das abgelaufene

Jahr und beriet über noch anstehende Aktivitäten.

Ein Erfahrungsaustausch mit Berichten aus den

einzelnen Ortsgruppen rundete die Veranstaltung ab.

Ihr Ende fand die dreitägige Tagung schließlich mit

einem Vortrag von Professor Schmid über „Eifeler

Brauchtum zwischen Medienrummel und Justiz“.


22

Eifel

Fotos: Dr. B. Stemmer

Die Koppe ist ein heimischer Kleinfisch und zählt zu den gefährdeten Tierarten.

Bachforelle & Co –

Baumaßnahmen im Kalltal starten im Mai 2014

Rohre mit Absturz stellen unüberwindbare Hindernisse für

Bachbewohner dar.

Im Unteren Kalltal zwischen der Kalltallsperre und der Mündung der Kall in

die Rur bei Zerkall verhindern viele Verrohrungen die Aufwärtswanderungen

von Bachforelle, Koppe und vielen Kleinlebewesen in die Nebenbäche. Hohe

Fließgeschwindigkeiten in den Rohren und Abstürze dahinter machen eine

Durchwanderbarkeit für viele Tiere unmöglich.

Oberhalb der Verrohrungen liegende Bachabschnitte können nicht wiederbesiedelt

werden. Gerade Bachforellen müssen aber zum Laichen in die oberen

Forellenregionen aufsteigen. Hier befi nden sich die optimalen Bedingungen für

die „Kinderstuben“ von Bachforelle und Koppe.

Um die Forst- und Wanderwege in der gewohnten Art zu erhalten und gleichzeitig

die Durchgängigkeit der Bäche wiederherzustellen, werden von Mai bis

September 2014 von den Biologischen Stationen Düren und Städteregion

Aachen insgesamt 14 Verrohrungen in Brücken mit unten offener, natürlicher

Bachsohle umgebaut. Notwendige Wegesperrungen werden durch

Beschilderungen angezeigt. Finanziert werden die Maßnahmen im Rahmen des

fünf Jahre laufenden EU-Projektes Life+ „Rur & Kall – Lebensräume im Fluss“.

In den kommenden Jahren fi nden weitere Maßnahmen zur Wiederherstellung

der Durchgängigkeit (Umbau von Staustufen, Furten und Wehren) sowie zur

Verbesserung der Auenlebensräume (Entfi chtungen, Bewirtschaftung von

Feuchtwiesen) statt.

Kurze Filmbeiträge und aktuelle Informationen fi nden Sie auf der Projekt-

Homepage unter www.rurundkall.de. Für Rückfragen zum Projekt bzw. für

Informationen zu den genauen Bauzeiten etc. stehen Ihnen die Mitarbeiter der

Biologischen Station Düren gerne zur Verfügung: Tel.: 02427 94987-16 oder -17;

Email: astrid.uhlisch@biostation-dueren.de.


23

Eifel

Aussteller und Fachpublikum in anregendem Dialog auf der Baumesse Aachen ABIT.

Baumesse ABIT startet bald

Vom 9. bis 11. Mai dreht sich in und um die Albert-Vahle-Halle auf dem CHIO-Gelände

Aachen alles um Bauen, Wohnen, Sanieren und Energie

Seit 2006 ist die Baumesse Aachen

die größte Veranstaltung rund um

Immobilien, Bauen, Wohnen, Sanieren

und Energie in der Region. Jedes Frühjahr

fi nden sich rund 10.000 Besucher in und um die

Albert-Vahle-Halle auf dem CHIO-Gelände ein, um

sich bei rund 150 Ausstellern zu informieren.

Dieses Jahr gibt es etwas ganz Besonderes, denn am

Eröffnungstag der Messe, am Freitag, dem 9. Mai

2014, fi ndet innerhalb der Messe der IMMOBILIEN-

FREITAG statt. In der Mitte der Halle 1 entsteht

eine Sonderfl äche, auf der sich rund 20 regionale

Immobilienmakler präsentieren. Diese Sonderaktion

ist auf den Freitag begrenzt und zielt insbesondere

auf den Kauf und Verkauf von Bestandsobjekten

ab. Kaufi nteressierte Besucher können sich direkt

beim Makler über seine Immobilien informieren.

Eigentümer, die ihre Immobilie verkaufen wollen,

fi nden am IMMOBILIEN-FREITAG ganz sicher ihren

passenden Ansprechpartner. Begleitend dazu sind

die Öffnungszeiten geändert, denn am Freitag ist

die Messe von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

Messeorganisator Daniel Hornemann, Geschäftsführer

der ABIT GmbH, spricht aus Erfahrung: „Die Aussteller

der Baumesse Aachen profi tieren von unserem

bewährten Marketingkonzept, das ihnen innerhalb

kürzester Zeit viele neue Kunden bringen kann. Auf

der Baumesse Aachen werden Kontakte geboren und

Geschäfte gemacht. Hier können sich die regionalen

Unternehmen aus dem Bauhaupt- und -nebengewerbe

sowie aus dem gesamten Immobilienbereich

persönlich dem Kunden vorstellen. Auf diese Weise

demonstrieren sie ihre Leistungsfähigkeit – zielgerichtet

und ohne Streuverluste.“

Für die Besucher gibt es eine unerschöpfl iche

Fülle an Informationen und Neuigkeiten aus dem

Bausektor. Hier nur einige der brandheißen Themen:

- Neubau, Grundstücke und Finanzierung, Anlage

- Schwimmendes Ferienhaus, Wohnen auf dem

Wasser „von Möwen geweckt werden“

- Energie von Solar über Wärmepumpe, Pellets bis

Öl und Gas

- Wintergärten, Markisen, Fenster, Türen

- Badsanierung, barrierefreies Bauen

- ökologische Baustoffe

- individuelle Möbel vom Tischler

- Sicherheit, Alarmanlagen

- Wellness

- Gartenbau

- Objektpfl ege/-betreuung und

Hausmeisterdienste: Winterdienst, Gartenpfl ege

- Lüftungsanalgen gegen Schimmel, Pollen und für

ein besseres Raumklima

- Böden: von Parkett über Fliesen und Naturstein

bis PVC

Darüber hinaus gibt es ein hochinteressantes

Programm mit vielen kompetenten Fachvorträgen

ausgewählter Experten. Noch eine Neuerung:

NetAachen bietet allen Besuchern einen

kostenlosen WLAN-Internetzugang während des

Messebesuches.

Die Öffnungszeiten stellen sich wie folgt dar:

9. – 11. Mai 2014, Fr. von 12 – 20 Uhr, Sa./So.

10 – 18 Uhr geöffnet. Die Baumesse Aachen fi ndet

in der Albert-Vahle-Halle auf dem CHIO-Gelände,

Aachen, Krefelder Str. statt. Der Eintritt beträgt 4 € /

ermäßigt 2 €, Jugendliche bis 16 Jahre.

Alle Infos fi nden Interessierte unter

www.baumesse-aachen.de

9.-11. Mai 2014

NEU!

IMMOBILIEN

Kauf

Verkauf FREITAG

CHIO-Gelände | Krefelder Straße

Fr 12-20 Uhr, Sa + So 10-18 Uhr

Eintritt: 4 € | Reduziert: 2 €

Kinder bis 16 Jahre Eintritt frei

www.baumesse-aachen.de | 0241 - 413 84 20

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