special offer - Blue Rose Records

bluerose.records.de

special offer - Blue Rose Records

Katalog 1/2011 Januar/Februar

PAUL THORN

more than just a record label...

2-CD

14,90 €

DAVID KINCAID &

THE BRANDOS -

Live In Europe 2004!

CD

5,00 €

oder kostenlos

(siehe Seite 2)

2-CD

13,90 €

3-LP

30,90 €

VARIOUS ARTISTS -

Blue Rose Nuggets Vol. 47

LEEROY STAGGER &

THE WILDFLOWERS -

Live At The Red River Saloon

BLUE ROSE Records

Rauheckstr. 10 • 74232 Abstatt • Germany

Phone: +49-(0)7062 - 955444 • Fax: - 64375

eMail: info@bluerose-records.com

www.bluerose-records.com

21 Roses –

A Year In Music

KOSTENLOS!

PAUL THORN -

Pimps & Preachers

GREG TROOPER -

Upside-Down Town

THE STATESBORO REVUE -

Different Kind Of Light

CD

13,90 €

CD+DVD

15,90 €

2-LP

24,90 €

CD

13,90 €

2-LP

24,90 €

CD

13,90 €

2-LP

24,90 €

CD

13,90 €

2-LP

24,90 €

CINDY BULLENS -

Howling Trains And Barking Dogs


Hallo Freunde,

so, das Jubiläum „15 Jahre Blue Rose Records“ hätten wir auch hinter uns gebracht und wir steuern auf die 20 Jahre-Marke zu. In den zurückliegenden 12 Monaten hat sich doch einiges bei uns getan,

angefangen bei unseren Gewinnspielen, wo wir zahlreiche Preise ausgelobt haben und wo wir am 15.1. die Gewinner bekannt geben werden. Ca. 25 neue Blue Rose-Alben waren 2010 erschienen, damit haben

wir in den 15 Jahren gut und gerne 500 CDs und DVDs veröffentlicht. Die erfolgreichste Veröffentlichung im letzten Jahr war – wer hätte das gedacht – der Soundtrack zum Film „Crazy Heart“. Bereits im März

erschienen, verkauft sich das Album immer noch stetig, was sicher auch an der DVD liegt, die im Oktober veröffentlicht worden war. In meiner (viele hundert Quadratmeter großen) Haus-Videothek sucht man

die DVD übrigens vergebens – die Zentrale der Verleihkette stufte den Film als „nicht interessant genug für den Verleih“ ein und stellte nicht einmal eine einzige Kopie in die Regale. Unfassbar, vor allem, wenn

man den vielen Schrott sieht, der wohl offensichtlich geliehen wird. Aber warum soll es bei Videos anders sein als bei Musik...

Als neue „Familienmitglieder“ durften wir begrüßen: Tift Merritt, US Rails, Reckless Kelly, The Slummers, Dustin Bentall, Chris Brecht und Stacie Collins. Trotz der immer schwieriger werdenden Situation im

Live Music-Business konnten wir auch im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Künstler auf Tour schicken wie Jon Dee Graham, Rich Hopkins & Luminarios, Band Of Heathens, Steve Wynn & the Miracle 3,

Tom Gillam, US Rails, Leeroy Stagger oder erst jüngst Micky & the Motorcars, die zusammen mit Hank Shizzoe und Westwood unsere Christmas Party zu einem vollen Erfolg gemacht hatten. Eine Nachlese zu

dieser Veranstaltung findet ihr weiter hinten in diesem Katalog.

Schon das Titelblatt dieses 32-Seiten-Heftes zeigt, dass wir auch 2011 mit geballter Power ans Werk gehen – gleich 5 Neuheiten können wir zum Jahresstart anbieten, so viele wie wohl nie zuvor. Vor allem

beim jüngsten Neuzugang, Paul Thorn, haben wir sehr große Hoffnungen, dass er ähnlich erfolgreich einschlagen wird wie vor einigen Jahren die Band Of Heathens. Wie mir der grandiose Musiker aus Tupelo,

Mississippi jahrelang verborgen geblieben sein konnte – Schande über mich! Allein wegen ihm hat sich der Besuch beim „Americana Music Festival“ in Nashville bereits gelohnt! Dort live gesehen und ihm sofort

verfallen. Aber auch einer meiner All Time Favorites, Greg Trooper, hat mit „Upside-Down Town“ ein klasse Album abgeliefert, das wir stolz als Blue Rose-Debüt ankündigen dürfen.

In der „Pipeline“ für Februar und März sind bereits neue Alben von der Band Of Heathens, Owen Temple oder Todd Thibaud (Rockpalast 2009), weitere noch nicht spruchreife in Arbeit...

Einschneidend war natürlich im hinter uns liegenden Jahr die Erweiterung unseres Mailorderangebotes durch Chill@Blue Rose mit Thomas Dewers. Im letzten Katalog mit 50 Titel gestartet, können wir schon

nach gerade mal zwei Monaten von einem erfolgreichen „Launch“ sprechen. Die einmalige Art und Weise der Plattenreviews wird honoriert, obwohl natürlich auch Thomas’ Meinung immer nur subjektiv sein

kann. Es scheint aber, als wenn er damit den Nerv vieler unserer Kunden trifft. Auch im vorliegenden Katalog sind wieder knapp 50 neue (!) Alben zu finden, dazu dann noch die „Hits“ aus dem letzten Katalog.

Auf unserer Website gibt es eine eigene Chill@Blue Rose-„Abteilung“, wo alle Besprechungen zu finden und die CDs/LPs zu bestellen sind.

Vergessen möchte ich nicht, allen unseren Freunden und Kunden im Namen des

gesamten Blue Rose-Teams alles Gute für das Jahr 2011 zu wünschen! Bleibt

uns wohl gesonnen, denn ohne euch wären wir nicht mehr in diesem harten –

aber dank der Musik wunderbaren - Geschäft.

Wir sehen uns!

Viele Grüße

Edgar Heckmann

2

BLUE ROSE ACTS LIVE ON TOUR

HANK SHIZZOE & BAND

29.01. Meidelstetten, Adler (bei Reutlingen)

STEVE WYNN (Acoustic Tour)

04.02. Stuttgart, Laboratorium

05.02. Offenburg, Spitalkeller

06.02. Essen, Zeche Carl

07.02. Norderstedt, Music Star

08.02. Berlin, Privatclub

09.02. Nürnberg, K4 (Café Kaya)

STACIE COLLINS BAND

10.03. Kassel, Fiasko

11.03. Eppstein, Wunderbar Weite Welt

18.03. Berlin, Wild At Heart

19.03. Lauchhammer, Real Music Club

02.04. Hannover/Isernhagen, Blues Garage

09.04. Heilbronn, Red River Saloon

THE BAND OF HEATHENS

02.05. Aschaffenburg, Colos-Saal

03.05. Heilbronn, Ebene 3

04.05. Wendelstein, Waldhalle (Festival)

05.05. Hannover, Blues Garage

06.05. Bordesholm, Savoy Kino

12.05. Hamburg, Knust

13.05. Bonn, Harmonie

Weitere Tourdaten auf unserer Website!

UMSONST ODER KAUFEN!

(BLU NG047/2011) CD € 5,00

Blue Rose NUGGETS Vol. 47

Bunt gemischt mit zahlreichen Neuheiten, außergewöhnlich

vielen Live-Stücken sowie einigen “Nuggets” aus dem

reichhaltigen Katalog zeigt sich die 47. Ausgabe unserer

exklusiven Mailorder Only-CD-Serie. Mit Greg Trooper und

Paul Thorn dürfen wir zwei weitere großartige Singer/

Songwriter in der Blue Rose-Familie begrüßen. Greg Trooper

verfolgt uns schon seit vielen Jahren mit außergewöhnlichen

Alben und sein neuestes Werk „Upside-Down Town“ ist da

keine Ausnahme. Paul Thorn war uns dagegen erst beim

Americana Music Festival in Nashville 2010 aufgefallen, als er

mit seiner Band einen fulminanten Set hingelegt hatte, dabei

hatte der ehemalige Profiboxer aus Tupelo, Mississippi bereits

1997 mit „Hammer & Nail“ sein Debütalbum veröffentlicht. Cindy Bullens’ neues Album

„Howling Trains And Barking Dogs“ war zwar bereits Mitte 2010 in den USA veröffentlicht

worden, was uns allerdings nicht daran soll, das schöne Americana-Werk nun auch in Europa

zu veröffentlichen. Mit einem weiteren Song der Parsons Thibaud-Show vom 12.11.2007

in Heilbronn schließen wir langsam die Lücke der „Missing Tracks“ dieses denkwürdigen

Konzerts, und auch die Bottle Rockets hatten auf ihrem bereits legendären Live-Album nicht

alle Stücke freigegeben wie etwa „Happy Anniversary“, das damals noch brandneu war und

auf dem Album „Zoysia“ erscheinen sollte. Joseph Parsons ist gleich nochmals vertreten mit

seinen beiden Songs der Blue Rose Christmas Party 2008, wo jetzt nur noch Todd Thibaud

fehlt, dessen beide Beiträge auf der Nuggets Nr. 48 veröffentlicht werden.

Die NUGGETS-Serie gibt es ausschließlich über den Blue Rose-Mailorder. Außerdem bekommt

jeder, der mindestens 4 Artikel aus unserem Programm bestellt, den aktuellen NUGGETS-

Sampler automatisch - KOSTENLOS - mitgeliefert (gilt für alle Bestellungen innerhalb Europas).

Er muss also nicht als 5. Artikel mitbestellt werden, wie das hin und wieder welche tun. Das führt

dann dazu, dass wir nochmals ein Exemplar beilegen, da wir ja nicht wissen, ob der Besteller

absichtlich 2 Exemplare wollte - eines kaufen und eines geschenkt. Denn die NUGGETS-CD

kann man auch käuflich erwerben, man muss also nicht unbedingt 4 Artikel bestellen. Dieses

Angebot ist allerdings nicht so zu verstehen, dass man sich andere Compilations wünschen

kann, wenn man die NUGGETS-Serie schon besitzt.Mehrfach zugesandte NUGGETS-CDs

können auch verschenkt oder über Ebay versteigert werden - bei der begrenzten Auflage

sicher bald ein Sammlerobjekt.

Trackliste Nuggets Vol. 47

1. SUSAN COWSILL – River Of Love

9. RUSS TOLMAN – Don’t Rain On Me Today

aus dem Album “Lighthouse”

aus dem Album “New Quadraphonic Highway”

2. GREG TROOPER – Nobody In The Whole Wide World 10. CINDY BULLENS – Labour Of Love

aus dem Album “Upside-Down Town”

aus dem Album “Howling Trains And Barking Dogs”

3. JOSEPH PARSONS – Myriad Of Things

11. JASON & THE SCORCHERS – Harvest Moon

4. JOSEPH PARSONS (w/ Todd Thibaud) – Skipping Stone live aufgenommen bei der Blue Rose Christmas

Beide Songs live aufgenommen bei der Blue Rose

Party in der Blues Garage in Isernhagen am

Christmas Party in der Blues Garage in Isernhagen am

5.12.2009 (bisher unveröffentlicht)

13.12.2008 (bisher unveröffentlicht)

12. THE DUSTIN BENTALL OUTFIT – Take The Money

5. MIC HARRISON – Hole In My Heart

aus dem Album “Six Shooter”

aus dem Album “Pallbearer’s Shoes”

13. PARSONS THIBAUD – Long Champlain

6. THE BOTTLE ROCKETS – Happy Anniversary / live

live aufgenommen im Red River Saloon in

aufgenommen im Bürgerhaus Böckingen in Heilbronn Heilbronn am 12.11.2007

am 17.7.2005 (bisher unveröffentlichter Song des

(bisher unveröffentlichter Song der “Official

Albums “Live In Heilbronn/Germany”)

Bootleg Series“-CD)

7. PAUL THORN – Weeds In My Roses

14. JOHN P. STROHM – Home

aus dem Album “Pimps And Preachers”

aus dem Album “Vestavia”

8. LEEROY STAGGER & THE WILDFLOWERS – Depression River 15. JAMES McMURTRY – Freeway View

aus dem Album “Live At The Red River Saloon”

aus dem Album “Just Us Kids”

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


CINDY BULLENS -

Howling Trains And Barking Dogs

(BLU DP0527/2011) CD € 13,90

(BLU LP0527/2011) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

‚Howling Trains And Barking

Dogs‘ ist Cindy Bullens‘

später Tribut an Nashville,

„die Stadt, die

meine musikalische Seele

gerettet hat“. Nachdem

wir die sympathische Singer/Songwriterin,

deren privates und künstlerisches

Leben oft einer Achterbahnfahrt

gleichkam, als melodische Rockerin kennengerlernt

haben, die bei allen sensiblen Momenten

aber auch richtig fest zupacken

kann, erfahren wir nun nachträglich, was sie

in einem bislang wenig dokumentierten Abschnitt

ihrer Karriere gemacht hat! Dabei

verwundert es nicht, dass ‚Howling Trains...‘

ihr bis dato wurzelhaftestes, auf die puren

Werte amerikanischer Musik fußendes Werk

geworden ist, bei dem wir es - neben einigen

gewohnten Rockballaden - mit Folk, Country,

Rockabilly und Boogie zu tun bekommen.

Für ungewohnte stilistische Abwechslung ist

also bei Cindy Bullens diesmal reichhaltig gesorgt!

Bereits Mitte der 70er begann sie in Los

Angeles als Sängerin auf Produktionen für

Don Everly, Gene Clark, Rod Stewart, Bryan

Adams, den Soundtrack ‚Grease‘, Bob

Dylan‘s Rolling Thunder Revue und für Elton

John, der so von ihrem Können überzeugt

war, dass er sie für seine Touring Band verpflichtete.

Am Ende dieser frühen Erfolgsstory,

76-80, entstanden auch ihre ersten eigenen

LPs ‚Desire Wire‘ und ‚Steal The Night‘.

Praktisch die gesamte folgende Dekade widmete

sie der Familie, kümmerte sich um die

beiden Töchter Reid und Jessie. Lediglich in

1989 erschien ein weiteres Album mit dem

schlichten Titel ‚Cindy Bullens‘. Das war die

erste, oft beschriebene Lebensphase, die

zweite begann in 1996 mit dem Tod ihrer

an Hodgkin‘s Disease erkrankten Tocher

Jessie. In der darauf folgenden Trauerphase

versuchte Cindy Bullens die erlittene Qual

in neuen Songs zu verarbeiten und nahm

Ende der 90er das mit ‚Somewhere Between

Heaven And Earth‘ autobiografisch betitelte

Album zusammen mit namhaften Freunden

der US-Musikerszene auf: David Mansfield,

Benmont Tench, Steven Soles, Bonnie Raitt,

Rodney Crowell, Bill Lloyd, Lucinda Williams,

Beth Nielsen Chapman. Ein ungemein faszinierendes

Werk, das in seiner Traurigkeit

schlüssig wirkte, darüberhinaus als Instrument

für Therapie und Zukunftsmut stand.

Ab Anfang des neuen Jahrtausends sind alle

Blue Rose-Kenner mit Cindy Bullens‘ Output

bestens vertraut: ‚Neverland‘, ‚Dream #29‘

und ‚Live‘ ist ein gelungenes Bullens-Triple

Pack, das - im Einklang mit gleich mehreren

Europa-Tourneen - die Musikerin bei uns als

feste Größe etablierte. Anfang 2009 veröffentlichte

sie dazu unter dem Bandnamen

The Refugees das bislang einzige Album

(‚Unbound‘) eines Frauen-Trioprojekts mit

den Singer/Songwriter-Kolleginnen Wendy

Waldman und Deborah Holland.

‚Howling Trains...‘ kümmert sich nun intensiv

um die Ära von 1990-95, als Cindy Bullens

von Freunden aus ihrer Heimat New England

nach Nashville gelotst wurde und sich so in

die Stadt verguckte, dass sie sie zu ihrem

zweiten Wohnsitz machte („I was hooked“).

In jenen Jahren schrieb sie Songs zusammen

mit solch lokalen Größen wie Bill Lloyd,

Matraca Berg, Radney Foster, Wendy Waldman,

Al Anderson, Jimmy Tittle, Mary Ann

Kennedy, Kye Fleming u.v.a., die z.B. in den

Händen der Dixie Chicks (‚Whistles & Bells‘)

und von Radney Foster (‚Hammer And Nails‘)

zu Hits avancierten. 9 Songs aus dieser Serie

plus zwei aktuelle, die aber auch thematisch

Nashville-relevant sind, hat sie nun erstmalig

selber eingespielt: in Maine, Kalifornien und

Nashville mit Musikern der Alt.Country/Guitar

Rock Band Coming Grass aus Neuengland

(Gitarrist & Dobropicker Stephan B.Jones,

Bassist Justin Maxwell und Schlagzeugerin

NEU IM KATALOG

Ginger Cote) sowie mit dem berühmten David

Mansfield an der Fiddle, Radney Foster

mit Duettgesang auf beider Songkollaboration

‚Labor Of Love‘ und gleich mehrfach mit

den gewohnt erlesenen Harmony Vocals der

beiden Refugees (Holland & Waldman) und

ihrer Tochter Reid Bullens-Crewe. Der Recording

Engineer Bob Colwell füllt das durchweg

sehr Americana-geprägte Klangbild mit

Pianos, Orgel, Akkordion, Bass und Backing

Vocals. Bullens selber spielt akustische,

elektrische und Baritongitarren, Mandoline,

Harmonika, singt mit ihrer wohlbekannten,

warmen, vollen Stimme.

Eingebettet in den Irish Fiddle-Folk Rock des

Openers ‚Love Gone Good‘ und ‚The Misty

Hills Of Tennessee‘ am Ende präsentiert

Cindy Bullens dazwischen semiakustischen

Roots Rock mit ‚Can‘t Stop This Train‘, sämige

Midtempo-Balladen wie ‚In A Perfect

World‘, ‚All My Angels‘ aus dem Refugees-

Programm, ‚Whistles & Bells‘ im Stil einer

Rosie Flores, den munteren Boogie/Rock‘n

Roller ‚I Didn‘t Know‘ und den Country Rock

von ‚Everywhere And Nowhere‘. Das gospelige

‚Let Jesus Do The Talkin‘ ist eine weitere

Auseinandersetzung mit Religion und inhaltlich

sicher vor späteren Monumentalstücken

wie ‚Boxing With God‘ (von ‚Somewhere

Between Heaven And Earth‘) anzusiedeln.

Nach einer kleinen Pause schließt sie ihr

Album mit ‚Good At Being Gone‘ auf sehr

beeindruckende Art ab: ganz alleine, nur mit

ihrer akustischen Gitarre und einem ganz

persönlichen, sehr introvertiert gesungenen

Text. Cindy Bullens, Singer/Songwriter!!

Die US-Version war bereits Mitte 2010 erschienen

und auch über unseren Mailorder

im General Store erhältlich. Die Europa-

Version auf Blue Rose enthält ein exklusives

Booklet mit allen Songtexten. Damit sich die

Käufer der US-Version nicht ärgern müssen,

bieten wir für diejenigen, die diese Ausgabe

bei uns gekauft haben, die Blue Rose-Version

zum Sonderpreis von € € 5,00 an. Bitte bei

der Bestellung vermerken (wir überprüfen

das dann in unseren Unterlagen).

SPECIAL OFFER

DRIVE-BY TRUCKERS -

The Big To-Do

(DBT 283/2010) CD € 8,50

Nach dem Verkraften des

Weggangs von Jason Isbell,

nach der Aufwertung

des ständigen Gasts

John Neff zum vollen

Bandmitglied, nach der

Erkenntnis, dass Bassistin

Shonna Tucker auch Songs schreiben/singen

kann, nach einer stilistischen Umorientierung

vom high-octane Triple-Guitar-Attack

zu deutlich Americana-freundlichen

Tendenzen auf Brighter Than Creation‘s

Dark, nach der bärenstarken „Interimslösung“

The Fine Print mit Outtakes & Leftovers,

für die andere Bands ihr Leben geben

würden, ja... nach all dem, was soll da kommen?!

Nichts weniger als die Neuerfindung

des DBT‘schen Southern Rock‘n Roll, die

praktisch einer Neuerfindung des Rades

gleichkommt! Es rockt mächtig und gewaltig

von der ersten Sekunde an, nicht selten

mit gleich drei elektrischen Leadgitarren

vorneweg. Lediglich für einen Moment in

der Mitte und für ein paar Songs am Ende

besinnt man sich auf Pedal Steel, auf die

typische DBT-Ballade, auf akustische Gitarren,

auf Entschleunigung. Ansonsten regiert

der Rock, der Drive-By Truckers Southern

Rock! The Big To-Do ist das 10. Album der

legendären Band aus Athens, Georgia. Es

gibt 13 brandneue Titel: 7 von Patterson

Hood, 3 von Mike Cooley, 2 von Shonna

Tucker. Produziert hat wie immer David Barbe,

Artwork wie immer von Wes Freed. Es

gibt ein neues Mitglied: Jay Gonzalez spielt

alles mit Tasten von der B3 bis zum Akkordion,

vom Mellotron bis zum E-Piano. Neu ist

auch das Label: statt New West/Blue Rose

nun ATO - schade, extrem schade!

JOHN HIATT -

The Open Road

(NW 5027/2010) 2-LP € 20,90

Zunächst nicht als Vinyl geplant,

rückt New West über

9 Monate nach dem CD-

Release mit einer Doppel-

LP-Ausgabe von „The Open

Road“ heraus. Wie bei deren

schwarzen Scheiben

üblich im schweren 180g-Vinyl und hergestellt

im renommierten RTI-Presswerk.

DAVID KINCAID & THE BRANDOS -

Live In Europe 2004!

(HFCD 332/2010) 2-CD € 14,90

Nachdem David Kincaid

2003 sein zweites Soloalbum

mit dem Titel The Irish-

American’s Song veröffentlicht

hatte, das wiederum

Stücke der im Amerikanischen

Bürgerkrieg beteiligten

Iren enthielt, wurde eine Europatournee organisiert,

dessen Thema diese Irish Civil

War-Songs waren. Die Tour dauerte vom 30. Januar

bis zum 21. Februar 2004 mit Auftritten in

Deutschland, den Niederlanden, Belgien und

Dänemark, wobei die Gelegenheit genutzt und

drei Shows mitgeschnitten wurden. Diese Bänder,

wohlweislich in digitalem Format, wurden

Anfang 2010 aus den Archiven geholt. Sie belegen

nachhaltig die unglaubliche Leidenschaft

und das Feuer der Band, beide Attribute wurden

von einem begeisterten Publikum zurückgeworfen.

Die Band schätzte sich glücklich, dass diese

Tour für die Nachwelt festgehalten wurde. Sie

bestand für diese ganz spezielle und einmalige

Tour aus David Kincaid (Lead Vocals, Mandoline,

Bodhrán, Acoustic Guitar und Banjo) mit Brandos-Urmitglied

Ernie Mendillo (Bass, Backing

Vocals), Frank Giordino (Backing Vocals, Acoustic

Guitar, Harmonica) und Christopher Layer

(Uilleann Pipes, Flöte und Whistle).

Von den 20 Stücken des Albums stammen 18

vom Auftritt am 10.2.2004 im Theaterhaus in

Stuttgart (einem faszinierenden Konzertsaal mit

hervorragender Akustik), während die restlichen

beiden Songs am 15.2.2004 im Columbia Fritz

in Berlin mitgeschnitten worden waren, einem

umgebauten Kino, das ursprünglich für das US-

Militär gebaut worden war). Die Mehrzahl (16)

sind Songs des Civil War, davon wiederum befinden

sich 15 auf den beiden Alben, die Kincaid

veröffentlicht hatte (The Irish Volunteer und The

Irish-American’s Song) sowie ein bsiher unveröffentlichter

Civil War-Song, „Merrily Kissed The

Quaker/The New York Volunteer“. Ebenfalls

auf dem Live-Set enthalten sind vier Brandos-

Nummern (David Kincaid’s Rock’n Roll Band),

darunter „Hallowed Ground“ und „Paddy on

the Turnpike/Exit 57“ (bisher als Live-Version

unveröffentlicht), ebenfalls vorgetragen in diesem

ungewöhnlichen Stil. Im März 2010 wurde

damit begonnen, die Aufnahmen mit dem besten

derzeit zur Verfügung stehenden Equipment

zu bearbeiten, zu mischen und zu mastern, die

beiden Discs stecken in einem wunderschönen

6-Seiten-Digipak, dazu befindet sich darin ein

12-Seiten-Booklet mit zahlreichen Tourfotos und

Liner Notes von David Kincaid.

LEEROY STAGGER &

THE WILDFLOWERS -

Live At The Red River Saloon

(BLU CD0525/2010) 2-CD € 13,90

(BLU LP0525/2010) 3-LP € 30,90

(Personal Vinyl Edition)

Nach zwei Studioalben auf

Blue Rose und einer

Deutschland-Tour im Herbst

2009 ist es nur logisch, den

Kanadier Leeroy Stagger

zusammen mit seiner Band

The Wildflowers auch auf

Silberling endlich einmal live zu präsentieren. Für

alle die dabei waren, ist das natürlich eine wunderbare

Erinnerung, die große Mehrheit der Zuhausegebliebenen

kann nun nacherleben, was

sie verpasst hat: eine auf grundguten Rock‘n

Roll-Werten basierende Performance eines

Künstlers, der mit sich, seinen Musikern und seinen

Liedern vollkommen im Einklang lebt und

dies nach außen durch Kompetenz, Leidenschaft

und entspannte Coolness demonstriert.

‚Live At The Red River Saloon‘ wurde am 22.

Oktober 2009 in Heilbronn mitgeschnitten. Die

kleine, feine Musikkneipe in der Heimat von Blue

Rose war ja schon oft genau die richtige Herberge

für Acts des Labels - Silos, Joseph Parsons/

Todd Thibaud, Rich Hopkins, Hank Shizzoe, US

Rails..., diese Liste ließ sich endlos verlängern.

Stammpublikum, Liveatmosphäre, Blue Rosekompatible

Musik, sympathische Bands - das

alles problemlos auf einen Nenner gebracht

ergibt dann immer wieder diese unvergessenen,

glückseligmachenden Abende, an die man gerne

zurückdenkt.

Nach einem knappen Jahrzehnt der regelmäßigen

Veröffentlichungen und pausenlosen Touren

gehört der kanadische Singer/Songwriter und

Roots & Country Rocker Leeroy Stagger wahrlich

nicht mehr zu den Unbekannten innerhalb

der weltweiten CanAmericana-Liebhaberszene.

Besonders mit seinen beiden letzten Werken

‚Everything Is Real‘ und ‚Little Victories‘ gelang

ihm der Durchbruch zu internationaler Anerkennung

und der Einzug in die globalen Americana

Charts. Seit ein paar Jahren wohnt Leeroy

Stagger in Lethbridge in der Provinz Alberta,

südlich von Calgary mitten im kanadischen Hinterland

gelegen. Sein Umzug aus der kulturellen

Westcoast-Metropole Vancouver ging einher mit

einer bewusst gewählten neuen Lebensweise,

speziell dem Abschwören von Drogenkonsum

jeder Art, besonders vom Alkohol. Hier findet er

die erforderliche Ruhe und Muße für seine poetischen

Texte, die sich wie selbstverständlich mit

den Widrigkeiten aber auch mit den Reizen des

Alltags in all den Small Towns der weiten Prairie

beschäftigen, und den nötigen Abstand zur

Reflektion mit der eigenen, gar nicht so lange

zurückliegenden Vergangenheit.

Und mit solchen Songs im Gepäck reiste Stagger

nun von der kanadischen in die schwäbische

Provinz und transportierte mit seiner fabelhaften

Band einen Hauch weite Prairie nach Süddeutschland,

was im gut gefüllten Red River Saloon

begeistert aufgenommen wurde. Auf zwei

CDs verteilt hören wir genau die 20 Tracks, die

an jenem Abend in gut anderthalb Stunden gespielt

wurden. Es handelt sich dabei vorwiegend

um Material der beiden erwähnten Blue Rose-

Alben, aber auch um ältere Schätze von den

CDs ‚Beautiful House‘ (2005) und ‚Depression

River‘ (2007). Das Konzert begann mit dem eine

perfekte Eröffnungsmarke setzenden ‚Where I

Live‘: treibende elektrische Gitarren über einer

stoischen Rhythm Section im klassischen Crazy

Horse-Stil. Leeroy Stagger & The Wildflowers

sind ein elektrisch rockendes Quartett, das das

Thema Heartland Rock förmlich in sich aufgesogen

hat! Gleich neben dem Bandleader steht mit

Gitarrist Kevin Kane ein erfahrener Saitenmann,

der eine lange Zeit mit den in Kanada sehr populären

Grapes Of Wrath gespielt hat, auch eine

eigene Solokarriere am Laufen hat und ab und

an mit Alt.Country-Ikone Neko Case gesichtet

wird. Bassist Tyson Maiko (Ex-Gob, Dr.Tongue,

Dirti Speshuls) und Drummer Ian Browne

(Matthew Good Band) komplettieren die Besetzung.

‚Petrified World‘, der tolle Opener von

‚Everything Is Real‘ im klassischen Springsteen-

Stil, das semiakustische ‚Snowing In Nashville‘ in

typisch lakonischer Ryan Adams-Manier, ‚Stormy‘,

das Blue Rose-Intimkenner ja auch schon

von ESP (Easton-Stagger-Phillips), einem Singer/

Songwriter-Trioprojekt mit Tim Easton und Evan

Phillips/Whipsaws, her kennen, das garagige,“in

your face“-rockende ‚Hell Of A Life‘, ‚I Believe

In Love‘ mit seiner „stream of conscience“ Poetry

und der sehnsüchtig-ländliche Harmony Folk

von ‚Long Way Home‘ sind die Highlights auf der

ersten CD.

Auf der zweiten geht‘s weiter mit zum Teil immer

längeren, öfter die 5 Minuten-Marke überschreitenden

Stücken. Im Lauf des Events gerät

die Band halt immer mehr ins Rocken und Rollen,

zeigt in kurzen Jams, was sie drauf hat! ‚Jealous

And Drunk‘ kommt da noch als schnöder

Allwetter-Rocker, ‚Sleep Alone‘ steuert schon

mal auf Neil Young-Kurs, ‚Just In Case‘ zieht das

Tempo an, ‚Everything Is Real‘ setzt noch einen

drauf und ‚Red Bandana‘ ist die breit und sämig

dräuende Ballade zum leisen Mitsummen und

imaginären Zippo Lighter-Zünden. Nun rückt

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com 3


das große Finale näher: ‚Satellite‘, 6 Minuten

Slow Rock mit düsterer Dauer-Lead Guitar; ‚Atlantic

City‘, Springsteen, erste Coverversion des

Abends, rockt voll elektrisch, „maybe everything

that dies someday comes back“; ‚George‘s

Blues‘, solo-akustisch, Stagger auf den Spuren

von Townes Van Zandt; danach zweites Cover,

Tom Petty‘s ‚Swingin‘ von ‚Echo‘, Midtempo

Heartland Rock-Klasse in 6:20, so könnte es jetzt

noch stundenlang weitergrooven... Aber nach

dem nächsten und letzten Titel, ‚Depression River‘,

ist leider endgültig Schluss. Bleibt nur die

eine Lösung: CD1 wieder in den Player und alles

auf Re-Start! Jawohl, und man war doch dabei -

peace.love.rocknroll!!

THE STATESBORO REVUE -

Different Kind Of Light

(BLU DP0526/2011) CD € 13,90

(BLU LP0526/2011) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Statesboro. Der geschichtsträchtige

Name dieser

Kleinstadt im US-Bundesstaat

Georgia klingt für alle

Roots‘n Blues-Fans und

Südstaatenfreunde schon

enorm vielversprechend!

‚Statesboro Blues‘ von Blind Willie McTell gilt

schließlich als eines der wichtigsten und

meistinterpretierten Musikstücke auf der

Schnittstelle zwischen traditionellem Blues und

weißem Southern Rock à la Allman Brothers.

Wenn eine junge Band sich heutzutage diesen

Begriff aneignet, dann werden natürlich genau

jene Assoziationen geweckt und hohe Erwartungen

geschürt. Auch wenn die Statesboro

Revue aus... nein: nicht aus Statesboro, sondern

aus Austin, Texas kommt und mit Blues

eher wenig, mit den Allman Brothers auf den

ersten Blick auch nicht so richtig viel gemein

hat, werden Freunde dieser Musik dennoch voll

auf ihre Kosten kommen. Die Band hat sich

nämlich klar für die zeitlose, fortwährend attraktive

Southern-Variante von Old School

Rock‘n Roll entschieden!

‚Different Kind Of Light‘ ist das Debüt unter

verkürztem Logo und in völlig neuer Besetzung

einer Formation, die zuvor Stewart Mann

& The Statesboro Revue hieß und Ende 2007

ein selbstbetiteltes Album vorlegte. Mit dieser

Visitenkarte und einer typischen Grassroots-

Arbeitsweise, zu der unzählige Konzerte in

kürzester Zeit zählten, hat die Band eine stetig

anwachsende Fangemeinde aufgebaut und

sich in der Roots Rock-Branche ein beachtliches

Standing erspielt. Stewart Mann ist der dominante

Mann hinter den Songs, den Texten,

den Lead Vocals und dem zentralen Platz auf

der Bühne. Für die neue CD hat er seine Truppe

personell rundum erneuert, es handelt sich

nun um ein Quintett mit drei Gitarren, Bass

und Schlagzeug - formal also schon mal genau

das klassische Southern Rock-Ding! Todd

Laningham und Will Knaak heißend die beiden

Saitenmeister, die vornehmlich an elektrischen

Instrumenten zu hören sind, sich in allerfeinster

Manier Leadgitarrenduelle liefern, auch mal zur

Akustischen greifen und durchweg mit vielen

Slide- und Dobroeinlagen begeistern. Mit Rob

Alton am Bass und Beau Wadley hinterm Drum

Kit stehen zwei erfahrene Musiker zur Verfügung,

die sich mit all den Grooves & Rhythms

bestens auskennen, die man südlich der Mason

Dixon Line zwischen Texas, Louisiana und Georgia

zu hören bekommt. Stewart Mann drückt

dem ganzen Projekt seinen finalen Stempel

auf: mit akustischer Gitarre, Mundharmonika

und diesem sehr charakteristischen, beseelten,

mit klarem Südstaatentimbre vorgetragenen

Gesang, der an Chris Robinson, Steve Marriott,

Ed Jurdi oder sogar an Gregg Allman und Bob

Seger erinnert. Der bekannte texanische Studiomusiker

Michael Ramos (BoDeans, Jon Dee

Graham, Patty Griffin, John Mellencamp) ist

auf etlichen Stücken quasi als 6. Mann an den

Tasten (Klavier, Orgel) dabei, Gitarrenass Papa

Mali (aka Malcolm Welbourne), der gerade mit

7 Walkers ein fulminantes Comeback feiert,

spielt auf gleich vier Nummern als Gast weitere

elektrische Leadparts und mit Sheree Smith

& Sonya Moore steht ein klassischer „Chick“/

Gospel-Choir bereit, um den Soul/R&B-Anteil

4

NEU IM KATALOG

zu verstärken. Produziert hat ein ausgewiesener

Experte seines Fachs: David Z, der ja immer

einen ausdrücklich handgemachten Profisound

garantiert - siehe seine Jobs für Storyville, Jonny

Lang, BoDeans, Chris Duarte, Tab Benoit, Gov‘t

Mule, Tinsley Ellis usw.!

‚Little Girl Like You‘ ist einfach eine perfekte

Albumeröffnung. Hier treffen in kongenialer

Weise die Qualitäten der Band Of Heathens

mit typischen Black Crowes-Mustern und Little

Feat-Boogie zusammen - wie in einer fikitiven

70er Jahre Audition fürs legendäre Capricorn

Label! ‚The Other Side‘ kommt wie eine flirrende,

von Dobro und akustischen Gitarren getriebene

Variante von Acoustic Allman Brothers

frei nach ‚Little Martha‘, ‚Melissa‘ und ‚Pony

Boy‘; es folgt ein frühes, atemberaubendes

5-Minuten-Highlight, ‚The Painter‘, mit einem

steten Wechsel von Acoustic und Electric Guitars

in der Tradition der Marshall Tucker Band

bis Lynyrd Skynyrd. Das jam-lastige, mit klirrendem

E-Piano, breiter Orgel, offensiven Gitarren

und ausgeprägtem Call & Response-Gesang

ausgestattete ‚Shine On‘ erinnert nicht nur wegen

des gleichnamigen Tracks an Humble Pie‘s

Meisterwerk ‚Rock On‘. In dieselbe Ecke gehören

das funkige ‚Find A Way‘, ‚Lady‘ mit Papa

Mali und der spät ins Geschehen eingreifende

Titelsong. ‚The Fall‘ und ‚Comes Back To You‘

sind soulig-sämiger Country Rock, ‚Brink Of An

Heartache‘ ist die einzige getragene - ebenfalls

stark countrifizierte - Ballade im frühsiebziger

Van Morrison-Stil vor der formidablen Abschlussnummer

‚Alone‘, bei der Stewart Mann

nochmal all seine Shouterqualitäten nachweist

und die Band sämtliche ihr zur Verfügung stehenden

Southern Rock-Register zieht! Danach

gibt‘s für den ins Schwitzen und Schwärmen

geratenen Hörer nur einen Wunsch: mehr davon,

bitte! Und weil es das noch nicht gibt, einfach

das Ganze nochmal - immer wieder!!

Die US-Version war bereits Mitte 2010 erschienen

und auch über unseren Mailorder im

General Store erhältlich. Die Europa-Version

auf Blue Rose enthält nicht nur einen Bonustrack

(„Dirty Sue“), sondern auch ein komplett

überarbeitetes Artwork inklusive einem

umfangreichen Booklet mit allen Songtexten.

Damit sich die Käufer der US-Version nicht

ärgern müssen, bieten wir für diejenigen, die

diese Ausgabe bei uns gekauft haben, die Blue

Rose-Version zum Sonderpreis von € 5,00 an.

Bitte bei der Bestellung vermerken (wir überprüfen

das dann in unseren Unterlagen).

PAUL THORN -

Pimps & Preachers

(BLU DP0528/2011) CD € 13,90

(BLU DP0529/2011) CD+DVD € 15,90

(BLU LP0528/2011) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Paul Thorn - das ist mal

wieder so ein richtiger

Rockshouter vor dem

Herrn! Einer, wie man ihn

nicht so häufig findet in

der weiten Roots Rock-

Welt. Paul Thorn stammt

aus Tupelo, Mississippi und hat die Eigenarten

des Südens bereits mit der Muttermilch aufgesogen,

was sich in kraftvoller poetischer Lyrik

ausdrückt, genauso wie in einer deftigen (Southern)

Rock-Ästhetik. Auf der Bühne natürlich

direkter und lauter, aber auch im Studio ist seine

urwüchsige Power als „Joe Cocker from

the South“ nicht zu unterschätzen. ‚Pimps

And Preachers‘ ist bereits Paul Thorn‘s 8. Album

seit 1997. Es eignet sich bestens, den

gestandenen Musiker, der vielleicht in unseren

Regionen noch nicht den Bekanntheitsgrad

innehat, der ihm gebührt, einem größeren,

neuen Publikum vorzustellen.

Der Mittvierziger Paul Thorn braucht sich den

Stoff für seine Songs wahrlich nicht aus den

Fingern zu saugen, dazu hat er einfach zuviel

erlebt: Er arbeitete als Tischler in einer Möbelfabrik,

war als Fallschirmspringer tätig und hat

sich über eine längere Zeit erfolgreich als Profiboxer

im Supermittelgewicht versucht - bis er

1988 in Atlantic City der Latino-Boxlegende

Roberto Duran unterlag. Noch entscheidender

für sein Leben war allerdings die Sache mit den

Zuhältern (Pimps) und Predigern (Preachers)

in seiner Familie! Vom Vater sehr streng religiös

erzogen - so durfte er als Kid z.B. keine

Rockkonzerte besuchen, sein erstes dieser Art

war dann später tatsächlich sein erster eigener

Auftritt! - erfuhr er von ihm aber auch

wesentliche Werte wie Menschlichkeit, Liebe

und Moral. Ganz anders sein Onkel im fernen

Kalifornien, der in jungen Jahren wirklich als

Zuhälter im Halbweltmilieu lebte und von dem

er gelernt hat, wie man vorwärts kommt im

Leben, wie man ein Fighter wird!

Diese Ambivalenz zwischen Gut und Böse, Jesus

und Teufel, Erfolg und Verzweiflung zieht

sich wie ein roter Faden durch die meisten

Paul Thorn-Songs und macht sie so unerhört

attraktiv. ‚Hammer And Nail‘ - eine ähnliche

Metapher dieser Art - hieß in 1997 sein Debütalbum

auf A&M (der bekannte Talentscout

und A&R-Mann Miles Copeland hatte

ihn entdeckt). Weitere Alben sind ‚Ain‘t Love

Strange‘ (00), ‚Live At Short Street‘ (00), das

auch bei uns recht erfolgreiche ‚Mission Temple

Fireworks Stand‘ (02), ‚Are You With Me‘

(04), ein weiteres Live-Album ‚So Far So Good

Live‘ (06) und zuletzt ‚A Long Way From Tupelo‘

(08), das klar als das bis dato reifstes und

souveränstes Paul Thorn-Werk gilt... - um mit

‚Pimps And Preachers‘ nun seinen würdigen

Nachfolger zu finden!

‚Pimps And Preachers‘ ist ein kolossales 13-Titel-Statement

geworden, in dem ein Rädchen

sorgfältig ins andere greift. Das ist eine grandiose

Roots Rock/Gospel/ Songwriter/R&B/Southern

Rock-Show mit einer Fülle von Hooks,

Riffs und Refrains, wie man sie nur selten in

dieser geballten Qualität zu hören bekommt!

Und neben Paul Thorn als „Chef im Ring“

muss man seine überragende, perfekt eingespielte

Band nennen, die zu ihm passt wie die

E-Street Band zu Bruce Springsteen oder die

Heartbreakers zu Tom Petty. Von Beginn an,

also von 1997, ist der versierte Lead & Slide Gitarrist

Bill Hinds dabei, ein Mann wie ein Fels,

der mit Thorn in vorderster Front ein wahres

Dreamteam bildet. Aber auch der Rest der

Band hat sich schnell gefunden. Spätestens

Anfang der Dekade hatten Bassist Doug Kahan,

Drummer Jeffrey Perkins und Keyboarder/

Gitarrist/Multiinstrumentalist Michael Graham

ihre festen Plätze eingenommen und bis heute

nicht mehr hergegeben. Das stimmt, das

passt!

‚You‘re Not The Only One‘ setzt zum Einsteig

eine hohe Marke: Eingeleitet von einem einfachen

Gitarrenriff entwickelt sich die hohe

Schule des refrainstarken Classic Rock, kernige

Vocals, Slide Guitar-Solo, Mandolinen- und

Klavieruntermalung inklusive! Darauf folgt

schon der prägnante Titelsong in Tony Joe

White-meets-John Mellencamp-Reinkultur

und mit ausladenden Rocksoli. ‚Tequila Is

Good For The Heart‘ ist die erste von gleich

mehreren soulig-gospeligen Gänsehautballaden

und untermauert eindrucksvoll die Joe

Cocker-Assoziation. Das semiakustische ‚Love

Scar‘ handelt von einem Tattoo auf einer

Lady‘s Schulter und lässt Thorn solch einen

genialen Satz schmachten wie: „if I could be a

tear rolling down your cheek and die on your

lips, my life would be complete“. Bevor es gar

zu süßlich wird, lässt man es auf ‚Weeds In

My Roses‘ lieber wieder krachen: Die Drums

kicken, die Gitarren bratzen und der Bass

pumpt! ‚Better Days Ahead‘ ist dynamischer

New Orleans Slide‘n Groove Rock mit etwas

Akkordion, ‚Ray Ann‘s Shoes‘ dagegen slowed

down Acoustic Folk mit Fiddle, während ‚You

Might Be Wrong‘ das Tempo wieder anzieht,

mit Memphis-style Roots & Roll, Bottleneck

Guitar und Wurlitzer Piano. ‚Buckskin Jones‘

gehört mit seiner schwülen, angefunkten

Stimmung eindeutig zur Südstaaten-Fraktion,

mit ‚I Hope I‘m Doin‘ This Right‘ folgt eine weitere

Killerballade, ‚I Don‘t Like Half The Folks I

Love‘ ist eine Art tongue-in-cheek Rock‘n Roller,

der es bereits zu www.-Ruhm gebracht hat

und mit seinem cleveren Wortspiel mehr als einen

Hauch Autobiografisches preisgibt. ‚Nona

Lisa‘ bedeutet nochmal ohrenfreundliche Paul

Thorn-Songkost in einer Mischung aus Country

& Guitar Rock, bevor das Album mit einer

wahren Crooner-Ballade auf ‚Dark End Of The

Street‘-Niveau endet! Getragen von einem

Teppich aus Klavier, Electric Piano und Orgel,

ergänzt von gefühlvollen elektrischen Gitarren

ertönt Thorn‘s sämig-soulige Stimme zum fast

wehmütigen Abschied: ‚That‘s Life‘.

‚Pimps And Preachers‘ kommt auch als limitierte

Deluxe Edition mit Bonus-DVD. Die

enthält einen kompletten Live-Mitschnitt eines

Konzerts in Birmingham, Alabama von 2005.

A Long Way From Tupelo

(THTG 82/2008) CD € 13,90

7. Album bereits des „Joe

Cocker from down south“.

Klasse Typ aus Tupelo, Mississippi,

der sich mit seiner

Musik auf dem schmalen

Grat von Mainstream bis

Alt. Roots Rock bewegt

und diese schwere Prüfung ähnlich wie auf

seinem grandiosen 2002er Werk ‚Mission

Temple Fireworks Stand‘ mit Bravour besteht!!

Cocker jawohl, dazu ordentlich Hiatt-Russell-

Mohead-Seger et al, wenn es um die Beschreibung

dieser mit schwerer Südstaatenseele gespickten

Superstimme geht. Aber es sind eben

auch seine Songs - meist wieder im Team mit

Writing-Partner Billy Maddox komponiert -,

die überzeugen und - nicht nur wie im Fall des

Titelstücks - richtig kernig hinlangen, die jedes

Radio zum Kochen bringen und schläfrige

Backporch Siestas in schwül-schwitzige Swamp

Parties verwandeln sollten! Solide, bodenständige,

erdige, geradlinige Produktion mit sattsingenden

(Slide) Gitarren, flächigen Analogkeyboards,

zupackender Rhythm Section und

des öfteren mit weiblichem (Gospel-) Chorgesang.

‚It Don‘t Get Any Better Than This‘ heißt

Track #7 vielsagend. Für den Moment will ich

das gerne unterschreiben! Feat. Bob Britt,

Doug Kahan, Bill Hinds, Richard Dabbs u.a.

nicht so bekannte Studiocracks, auf ‚I‘m Still

Here‘ bläst „Altrocker“ Huey Lewis ein pechschwarzes

Harpsolo. (Chill@Glitterhouse)

Are You With Me?

(NDA 862/2004) CD 16,50

Auf seinem 4. Album fallen

einem geübten Hörer

diverse Singer/Songwriter

ein, bei denen der ehemalige

Profiboxer aus Tupelo,

Mississippi zur Schule gegangen

sein konnte: Lowell

George („Thanks I’ll It It Here“), Frankie

Miller („High Life“), Willie DeVille („Backstreets

Of Desire“), Boz Scaggs („Some

Change“), Allen Toussaint („From A Whisper

To A Scream“) oder John Hiatt. Ziemlich laidback,

Rhythm & Blues-getränkt klingt das alles,

Southern Soulig mit Bläsern, Hammond B3

und slicken E-Gitarren.

„The album feels like a suite, examining all the

stages of love, from bliss to heartbreak, from

acceptance to the willingness to try again.

Horns, backing vocalists and funky basslines

abound in tracks like „She Won‘t Cheat on

Us,“ as do the shimmering snare and hand

drums prompting languid syncopated guitars

and a gritty, emotionally honest vocal on „I

Want You to Love on Me.“ There‘s the dirty

horns and B3 that frame „High,“ and the

light, Caribbean-soul inflected R&B that slips

and winds around the singer in „If I Can Get

Over Her,“ and the post-midnight smoky

groove where crooner and in-the-pocket sixstrings

pair on „That‘s a Lie“ that preempts

the summery afternoon shimmy of „I Don‘t

Wanna Know.“ Everywhere the sound of Southern

Soul permeates, and Thorn‘s sweet croon

rises above and slips through his words.”

(All Music Guide)

Mission Temple Fire Works Stand

(NDA 3051/2002) CD € 14,90

Souveränes Comeback

nach 5 ½ Jahren des ehemaligen

Box Champions

aus Tupelo, Mississippi mit

der mächtigen Stimme.

Endlich mal wieder ein absolut

starker Roots/Mainstream-Frontman,

der mit seinen gesanglichen

Fähigkeiten nicht geizt und auch mit seinem,

meist im Team mit Produzentenpartner Billy

Maddox geschriebenen Material voll überzeugen

kann: eine Mischung aus Roots Rock,

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


Gospel, Rhythm & Blues, Soul, Singer/Songwriter...

und über all dem liegt ein permanentes

Southern Flair. Thorn erinnert dabei auf

den Balladen an John Hiatt und John Mohead,

auf den rockig-groovenden Nummern an Leon

Russell und Dr.John, da könnte ein Joe Cocker

wirklich neidisch werden! Anders als noch auf

‚Hammer & Nail‘ (A&M, Juni 97) verzichteten

Thorn und Maddox hier auf allzu namhafte

Studiocracks und einen polierten Sound, nahmen

die 12 Tracks in kleinen Studios in Alabama

und Mississippi mit lokalen Musikern auf.

Gut so!! (Chill@Glitterhouse)

Ain’t Love Strange

(ARKT 56/2000) CD € 15,50

Drei Jahre nach seinem

Debüt “Hammer & Nail”

beim Major A&M Records

war Paul Thorn auch schon

wieder auf der Straße gelandet

sprich zurück beim

eigenen Label Perpetual

Obscurity Records. Dabei war „Hammer &

Nail“, das heute nur mit Glück über Auktionshäuser

noch zu bekommen ist, ein Erstlingswerk,

wovon mancher Singer/Songwriter nur

träumen kann. „Ain’t Love Strange“ ist rootsiger

ausgefallen und enthält gleich 14 neue

Stücke, darunter die überragende Ballade „I

Have A Good Day“, das auch heute noch zu

Thorn’s festen Stücken auf den Live-Bühnen

gehört. Die ertsklassig produzierten Songs setzen

sich vielleicht nicht gleich im Gedächtnis

fest, aber nach mehreren Durchläufen sind

auch sie so unwiderstehlich wie das ältere und

neuere Oevre dieses genialen Musikers.

GREG TROOPER -

Upside-Down Town

(BLU DP0531/2011) CD € 13,90

(BLU LP0531/2011) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Mit dem beliebten Singer/

Songwriter Greg Trooper

kommt ein langjährig erfahrener

Typ, in gewisser

Weise schon fast ein Urgestein

der Americana-Branche,

zur stetig wachsenden

Blue Rose-Family hinzu. Greg Trooper ist

seit etwa 20 Jahren ein fester Begriff in der

Szene und hat sich mit seinen Alben und sehr

persönlichen, engagierten Auftritten auch bei

uns in Europa ein hervorragendes Renommee

geschaffen. ‚Upside-Down Town‘ ist Greg

NEU IM KATALOG

Trooper‘s 10. Platte. Sie bietet mit einem ganz

hohen Qualitätslevel bei den Songs und in der

Performance allerbeste Voraussetzungen für

einen konsequenten Ausbau seiner Vorgeschichte!

Ein solch „richtiges“ Album wie ‚Upside-Down

Town‘ hat Greg Trooper schon lange nicht

mehr auf den Markt gebracht, das letzte dieser

Art hieß ‚Make It Through This World‘ und

erschien unter kollektivem Beifall der begeisterten

Kritiker 2005 bei Sugar Hill Records. Danach

gab es nur noch den Solo/Live-Mitschnitt

‚The BackShop Live‘ mit vielen bekannten Titeln

und ‚The Williamsburg Affair‘, ein erst im

Herbst 2009 veröffentlichtes Album von 1995,

das damals - von Produzent Eric „Roscoe“

Ambel produziert - bereits komplett fertig

war, aber nicht das Tageslicht erblickte, weil

Trooper zu dieser Zeit von New York nach Nashville

umzog und sich somit auch die Philosphie

und Klangästhetik seiner Musik änderte.

Sein Debütalbum ‚Everywhere‘ zuvor in 1992

trug noch den Namen Greg Trooper with The

Flatirons, es war typisch melodisch-kraftvoller,

von Stewart Lerman produzierter Big City

Folk‘n Roots Rock in Aufbruchsstimmung. Und

so schließt sich ein Kreis: Seit kurzem ist Trooper

in den Big Apple zurückgekehrt - nach 13

Jahren Nashville. Seine erste Maßnahme war

die Restauration besagter Williamsburg Tapes,

seine zweite ein Anruf bei Stewart Lerman wegen

eines neuen Albums… Und das war die

Geburtsminute von ‚Upside-Down Town‘!

Von Beginn an hat man es hier mit einem

wahren Singer/Songwriter-Powerpaket zu tun,

in dem sich grandiose Stücke, eine erdgebundene

Produktion, erstklassige Studiomusiker

und ein mit allen Roots-Wassern gewaschener

Künstler vereinen, um - dem Hören nach

scheinbar locker und unverkrampft - etwas

Großes, Authentisches, Wertbeständiges zu

schaffen, das nicht nur vielen Hördurchläufen

standhält, sondern - ganz im Gegenteil - jedesmal

noch um ein paar Stufen wächst! Die 12

brandneuen Songs entwickeln sich schnell zu

Trooper-Klassikern, haben einen hohen Wiedererkennungswert

und Abwechslungsggrad.

Da klingt es mal nach Bob Dylan, dann nach

John Hiatt, da schielt John Prine gleich mehrmals

um die Ecke und auch ein früher Steve

Earle könnte hier für ein paar Nummern als

Blaupause gedient haben, wobei der Vergleich

mit John Hiatt sowohl in puncto Stimme/Gesang

als auch in Bezug auf die ganz besondere

Balladen-Atmosphäre wohl am besten passt!

BLUE ROSE-JAHRESRÜCKBLICK IN MUSIK – kostenlos!!!

Wer ist der wichtigste Faktor im Leben einer „Schallplattenfirma“, heute eher als Tonträger-Label verstanden? Der Kunde, der Fan, der Musikhörer – keine Frage. Nicht bei allen, die uns

durch Käufe unserer eigenen CDs, LPs oder DVDs oder auch der vielen Fremdtitel aus unserem General Store und neuerdings auch aus dem Chill@Blue Rose-Repertoire unterstützen und am

„Leben“ erhalten, können wir uns bedanken. Zumindest aber bei denjenigen können wir das, die bei uns direkt kaufen - und so möchten wir uns auf diesem Wege für die teilweise viele Jahre

währende Treue revanchieren: Wie im Jahr 2006, als wir eine CD-Compilation unter dem Titel 26 Roses mit 26 Stücken aus dem Jahr 2006 veröffentlicht hatten, gibt es nun einen weiteren

Sampler mit 21 Songs aus 21 Alben, die im Jahr 2010 auf Blue Rose erschienen waren (diesmal übrigens alle Titel komplett ausgespielt).

21 Roses – A Year In Music gibt es exklusiv über unseren Mailorder, also weder im regulären Handel noch

bei anderen Versendern. Und zwar KOSTENLOS!!! Die einzige Bedingung: Es muss eine Bestellung getätigt werden,

allerdings weder von einem Mindestbetrag noch einer Mindeststückzahl abhängig. Die CD muss nicht extra geordert

werden, sie wird der Bestellung automatisch beigelegt. Die Beigabe stellt auch keinen Teil der regulären Bestellung dar und

zählt selbstverständlich nicht als Exemplar dazu, um über irgendwelche Freigrenzen zu gelangen, um etwa Versandkosten

zu sparen oder um eine kostenlose Ausgabe der Blue Rose Nuggets-Serie zu erhalten. Der Versand erfolgt weltweit. Die CD

kann nicht als Einzeltitel bestellt werden, auch nicht gegen Bezahlung eines vorgeschlagenen Preises.

Jeder Besteller erhält diese kostenlose CD nur einmal, auch dann, wenn er mehrere Bestellungen tätigt. Da die Auflage auf

800 Stück begrenzt ist, möchten wir so möglichst vielen Kunden die Chance geben, eines der Exemplare zu ergattern.

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com

Mit den beginnenden ‚Nobody In The Whole

Wide World‘ und ‚Dreams Like This‘ sowie mit

dem frappierend an die Amazing Rhythm Aces

erinnernden ‚We‘ve Still Got Time‘ trägt ‚Upside-Down

Town‘ kraftvollsten Memphis Soul in

sich. Auch der tiefgründige, nachhaltig beeindruckende

Slow Song ‚Second Wind‘ gehört in

diese Kategorie - spätestens hier wird deutlich,

welch guter Schüler Greg Trooper in den Themen

„Dylan-Hiatt-Prine“ gewesen sein muss

und was er dann für sich daraus entwickelt

hat!! Titel wie ‚They Call Me Hank‘, ‚Might

Be A Train‘ und ‚Just One Hand‘ respektieren

den guten alten Greenwich Village Folk, einem

über Jahre kultivierten frechen East Nashville

Twang wird mit ‚Bulletproof Heart‘, ‚Could

Have Been You‘ und ‚Time For Love‘ Reverenz

erwiesen und ‚Everything Will Be Just Fine‘ ist

am Ende nochmal John Prine-pur!

Greg Trooper spielt durchweg akustische Gitarre,

dazu Mundharmonika, Klavier, Orgel

und Mandoline. Wichtigster Partner an den

Saiten (akustische & elektrische Lead, Slide &

Rhythm Gitarren, Banjo, Mandoline) ist Mike

McAdam (Steve Earle, Radney Foster, Mary

Chapin Carpenter). Das Produzententeam Stewart

Lerman (Dar Williams, Jules Shear, Julian

Dawson, Willie Nile) und Kevin McKendree

(Delbert McClinton, Lee Roy Parnell) spielt

Bass, Orgel und Pecussion respektive Keyboards,

Gitarre und Bass. Weitere Studiocracks

sind Gitarrist John Sieger, Nashville‘s „mostin-demand“

Bassist Dave Jacques, Drummer

Kenneth Blevins (Sonny Landreth, John Hiatt)

und der texanische Organist/Akkordionspieler

Chip Dolan (Charlie & Bruce Robison). Auch

Trooper‘s Nichte, Claire Mullaly, darf - wie

schon beim 92er Debüt - hier nicht fehlen;

zusammen mit Oona Mae Roche (Nachwuchs

aus dem Roches/Wainwright-Clan) bestreitet

sie die allerschönsten Harmony Vocals auf

‚First True Love‘.

US RAILS -

Live DVD

(USR 001/2010) DVD € 14,90

Joseph Parsons und Tom

Gillam sind Blue Rose-Fans

und -Kennern schon seit

einigen Jahren ein Begriff,

Ben Arnold, Scott Bricklin

und Matt Muir kommen

jetzt auch noch hinzu,

denn das gemeinsame Projekt der 5, US RAILS,

hat vom Stand weg gut eingeschlagen. Dazu

Hier die Titelauflistung:

1. JON DEE GRAHAM – My Lucky Day

2. HANK SHIZZOE – When A Guy Gets Boobs

3. RYAN BINGHAM – The Weary Kind

4. CRACKER – Mr. Wrong

5. RECKLESS KELLY – Idaho Cowboy

6. JASON & THE SCORCHERS – Mona Lee

7. KASEY ANDERSON – Sooner/Later

8. JOHN HIATT – Go Down Swingin’

9. JULIAN DAWSON – All About The Ride

10. AUSTIN COLLINS & THE RAINBIRDS – Care

11. SUSAN COWSILL – Avenue Of The Indians

beigetragen hatte sicherlich auch der allererste

Auftritt in Deutschland bei der Blue Rose

Christmas Party im Dezember 2009, die erste

große Tour in unseren Gefilden im Oktober

und November 2010 wurde zu einem einzigen

Triumphzug.

Besucher Thomas Lexow etwa beschrieb den

Auftritt in der „Wunderbar Weiten Welt“ im

hessischen Eppstein so: „Es war ein erstklassiges

Konzert mit immens hohem Spaßfaktor.

Das lag natürlich an den tollen Musikern, von

denen Tom Gillam und Joseph Parsons nichts

mehr beweisen müssen, wo hingegen Scott

Bricklin, Ben Arnolod und Matt Muir mich

überaus positiv überaschten. Scott Bricklin

z.B. ist nicht nur ein klasse Bassist und Sänger,

sondern auch ein erstklassiger und witziger

Entertainer. Ich habe mich jedenfalls köstlich

amüsiert. Ben Arnold hielt sich zwar mit seinem

Keyboard im Hintergrund, wusste aber

mit seinem Spiel zu überzeugen und setze

herrliche Kontrapunkte zum Gitarrensound

von Gillam/Parsons. Und seine brüchige Stimme

hat dazu was sympathisches. Tom Gillam

war wirklich super drauf, spielte eine saugeile

Stromgitarre und streute mitreißende Soli am

fließenden Band ein. Joseph Parsons haut einen

immer wieder mit seiner Hammer-Stimme

um, und ich fragte mich mal wieder, wozu der

ein Mikro braucht. Sensationell. Tja, und im

Zusammenspiel bzw. Zusammengesang (alle

5!) war das einfach mitreißend und muss sich

- um mal eine Hausnummer zu nennen - hinter

den Heathens nicht verstecken. Im Gegenteil,

phasenweise musste ich an die Resentments

denken oder an Hardpan, die mich mit ihrer

Spielfreude begeisterten. Für mich der Höhepunkt:

Shine Your Light als letzter Song des

2.Teils des Konzertes in einer irren Extralong-

Fassung, die am Ende in einen lupenreinen

Gospel-Gesang verwandelte, mit einem geradezu

ekstatischen „Reverend“ Tom Gillam.

Wow. Dass das Publikum die Band nicht ohne

Zugaben gehen ließe, lag auf der Hand. Ein

toller Abend.“

Bereits im April 2010 hatte die Band in ihrer

Heimat USA einige Shows gespielt, die im Tri

County Performing Arts Center in Pottstown,

Pennsylvania am 16.4. wurde mit mehreren

Kameras für eine Live-DVD mitgeschnitten. 13

Stücke sind auf dieser DVD enthalten, die die

Band lediglich während den Konzerten verkauft

hatte. Jetzt exklusiv über unseren Mailorder

erhältlich!

12. THE SLUMMERS – Bread And Water

13. RICH HOPKINS & LUMINARIOS – Better Days

14. US Rails – Burning Fire

15. THE DUSTIN BENTALL OUTFIT – Little Bird In A Big Wind

16. TOM GILLAM – Long Way Home

17. CHRIS BRECHT – Hollywood

18. STEVE WYNN & MIRACLE 3 – Colored Lights

19. STACIE COLLINS – The Very Last Time

20. OLD 97’s – State Of Texas

21. ELLIOTT MURPHY – Gone, Gone, Gone

5


BLUE ROSE CHRIS

NACHLESE

6

Nach 3 Jahren Isernhagen zurück im Vergleich zur Blues Garage winzigen Gewölbekeller des

Bürgerhauses Heilbronn-Böckingen, wo wir auch schon einige Jahre keine Konzerte mehr veranstaltet

hatten. Klein aber fein und mit der Teilung in zwei separate Räume eigentlich genau richtig für eine

solche Mammut-Party. So konnte man sich vor, nach und auch während den einzelnen Auftritten im

„Café“ immer wieder hin- und zusammensetzen und neue Energie tanken, um dann im eigentlichen

„Venue“ den Darbietungen zu lauschen.

Auf den Ablauf des langen Abends wollen wir hier gar nicht näher eingehen, das überlassen wir

unserem Labelfreund und einem der 180 Besucher der Party, Holger Paul aus Frankfurt. Wir möchten

vielmehr noch ein paar Worte um das „Drumherum“ verlieren. Angereist waren die Besucher praktisch

aus der ganzen Republik – Berlin, Erfurt, Hannover, Köln, Frankfurt, München sollen hier stellvertretend

genannt werden. Und natürlich freuten sich die Baden-Württemberger und speziell die Heilbronner,

dass die Christmas Party in die Heimat zurückgekehrt war. Pünktlich um 17 Uhr war Einlass und mit

einer 30-minütigen Verzögerung war dann um 18:30 Uhr Beginn. Alles verlief reibungslos, viele

helfende Hände beim Aufbau, Catering für die Musiker sowie bei der Getränke- und Essensausgabe für

die Besucher waren der Garant für eine gelungene und erfolgreiche Christmas Party. Bei den Helfern

handelte es sich fast ausschließlich um eine „Family Affair“ der Familien Hartmann, Heckmann und

Schmidt. Unser Dank gilt daher Massacre Records-Chef Torsten Hartmann, seiner Frau Andrea und

deren Schwester Corinna (beide zauberten in stundenlanger Arbeit ein schmackhaftes Fingerfood-

Catering für die Musiker), ihre Tochter Daniela und deren Freund Phil waren nicht nur an der

Essensausgabe fl eißig, sondern organisierten auch noch zweimal Biernachschub. Edgar Heckmanns

Söhne Tim und Peter waren zusammen mit Elisabeth Schmidt bei der Getränkeausgabe aktiv, Elisabeths

Mutter Sabine, Kollegin des Blue Rose-Teams, begrüßte die Gäste am Eingang und verkaufte nebenher

auch noch CDs und T-Shirts. Bei Stoßzeiten sprangen dann auch noch Rosi Geist und Beate Heckmann

an der Getränketheke ein und Uwe Schuppann knipste hunderte von Fotos, von denen wir hier einige

zeigen. Detlef Zasche mischte trotz der im Gewölbe schwierigen Soundverhältnisse einen klasse Ton und

Andy Horn hielt die komplette Party wieder für die Nachwelt fest, wobei wir wegen einiger technischer

Probleme zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wissen, was auch tatsächlich auf der Festplatte drauf ist.

Ebenfalls danken möchten wir Uwe Geiberger, der den Kontakt zu dem Webradio rockradio.de

vermittelt hatte und das die komplette Christmas Party über das World Wide Web in die ganze Welt

hinausschickte. Mit rockradio.de hat Blue Rose 2011 übrigens noch Großes vor – demnächst mehr über

unsere Planungen und Ideen. Nur so viel – bei weiteren Live-Übertragungen von Konzerten unserer

Künstler wird es nicht bleiben...

Abschließend können wir von unserer Seite aus sagen, dass die 10. Blue Rose Christmas Party ein voller

Erfolg war. Das Feedback der Besucher während und nach der Veranstaltung wie etwa über Facebook

lässt uns wohl keine Wahl, als im Jahr 2011 die 11. Aufl age durchzuführen. Ob die Christmas Party

dann allerdings wieder in Heilbronn stattfi nden wird, wissen wir noch nicht. Es könnte gut sein, dass

wir wieder einmal auf Reisen gehen – ein Veranstalter aus Berlin hat angeklopft, die Party machen zu

wollen und wir haben bereits unser Interesse bekundet...

So – hier nun der angekündigte Augenzeugenbericht von Christmas Party-Besucher Holger Paul, den

wir unzensiert abdrucken und der natürlich dessen subjektive Meinung wiedergibt:

Die Nacht war lang, wieder einmal, welch gutes Zeichen, denn die Blue Rose Christmas Party hat auch in diesem

Jahr richtig, richtig viel Spaß gemacht. Die „Local Heroes“ Westwood zum (frühen) Beginn um kurz nach 6,

ich kannte die Band nicht (auch wenn es sie „on and off“ schon seit 1975 gibt), aber schönes Fingerpicking-

Harmoniegsang-Bluegrass-meets-Rock‘n Folk-Feeling, das im besten Sinne an die Rowan Brothers erinnert. Was

kann man sich als guten Auftakt Besseres vorstellen?

Die Idee, zwischen den Acts immer eine halbe Stunde Pause zu machen, hat sich auch ausbezahlt; um die Luft im

kleinen Böckinger Gewölbekeller ein bisschen aufzufrischen und ein gutes Chilli samt Pils zu genießen.

Noch besser war jedoch die Idee, Julian Dawson wieder als Conferencier zu holen, der Mann ist einfach ein

Bühnenmensch ohnegleichen - selbst im (zu großen) holländischen Admiralsjackett (man fragt sich nur, wie groß und

dick dieser Admiral wohl gewesen sein muss, wenn selbst Julian das Teil nicht ausfüllen kann...).

Hank Shizzoe als zweiter Act war in überragender Form; die Slide hat nur so gelitten und gezerrt und auch Shizzoe

kann den launigen Präsentator geben. Von den Swamp-Music-Anfängen der ersten CDs hat er sich inzwischen

ja doch in Richtung Blues-Rock entfernt, aber siehe da, gleich zwei Stücke vom Debüt „Low Budget“, das war

überraschend. Und als Zugabe dann ZZ Top‘s „Pretty Head“, ein Mörderrohr...

Anschließend Markus Rill als nächster Überraschungsgast, die neue CD wird bestimmt so gut wie die Vorgänger!

Kleine Kostproben daraus gab‘s schon mal.

Und schließlich Micky & the Motorcars als „Headliner“; die Jungs wussten vielleicht gar nicht so recht, wo sie da

eigentlich gelandet waren, aber gespielt haben sie, als wär‘s irgendwo in Texas... Ein in sich ruhender aber absolut

packender Lead-Gitarrist und ein Drummer, dem schon nach 2 Songs das Wasser runterlief; die Songs alle sehr

„tight“, und das unterscheidet die Band auch deutlich von der Band of Heathens; Micky & the Motorcars packen alles

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


TMAS PARTY 2010

Westwood

(v.l.n.r.: Wolfgang Köhler, Dave German, German Vogt)

Hank Shizzoe

Felix Müller (Hank Shizzoe Band)

Markus Rill

in maximal 3 Minuten, wo die Heathens sich auch mal 3 Minuten allein für das Intro von „Jenny Was A

Keeper“ Zeit lassen. Die Heathens sind auch wegen der 3 Songwriter ein bisschen abwechslungsreicher

und mehr in der Südstaaten-Musik verwurzelt; Micky & Motorcars dagegen sind „Red Dirt as can be“,

aber das machen sie großartig...

Und dann, worauf alle im Saal gewartet hatten - der große Schluss-Jam. Als Überraschungsgast

zauberte Blue-Rose-Impressario Edgar einen Urologieprofessor aus dem Hut (Professor Dr. med. Dr. h.c.

Jens Rassweiler, Klinikdirektor Urologie der SLK-Kliniken Heilbronn – die Red.), der mit Hank und Julian

zwei Blues & Boogie-Stücke improvisieren durfte. Und siehe da, der Herr Doktor blies eine famose Harp,

der Gesang war allerdings ein wenig... „übermotiviert“??? Egal, Julian, Hank, Markus und Westwood

hatten noch zwei, drei Singalongs zu bieten, bevor gegen halb eins die Motorcars zurück auf die

Bühne kamen. Und wenngleich der Jam deutlich kürzer war als in früheren Jahren, war‘s doch ein toller

Abschluss: zwei Mal Gram Parsons, schön getragen (Sin City und Hickory Wind), und dann die Über-

Version von Mrs. Robinson, langsamer und doch viel knackiger als das Original.... Oh ja, und wie wohl

jedes Jahr, diesmal als Schlussoevre, Dylan‘s „You Ain‘t Going nowhere“. Großer Spaß, auch wenn

der legendäre Jam von 2007, als Rich Hopkins und David Slutes morgens um 3 in der Bluesgarage in

Isernhagen unbedingt noch „Solitary Man“ spielen mussten, unerreicht bleibt...

Große Party, Edgar, next year again, unbedingt...

Julian Dawson

Christoph Beck (Hank Shizzoe Band)

Micky Braun (Micky & The Motorcars)

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AZURE RAY -

Drawing Down The Moon

(SDLE 147/2010) CD € 14,50

(SDLE LP 147/2010) LP € 16,90

(Songwriter/Indie Pop/

Alt.Folk) 2010 Saddle

Creek - Comeback des

legendären Indie-Duos

Maria Taylor & Orenda

Fink! Jetzt hatten sich

beide mit ihren diversen

Solosachen soweit emanzipiert und weiterentwickelt,

dass eine erneute Zusammenarbeit

nach fast 7-jähriger Pause zwar überrascht,

aber andererseits auch wieder

möglich und sinnvoll erscheint. Remember?

Die beiden Frauen, jede für sich eine eigene

Künstlerpersönlichkeit, kamen in den 90ern

zunächst bei der Band Little Red Rocket in

Athens, Georgia zusammen, veröffentlichten

2 Alben. Seit Beginn des Jahrtausends

machten sie 4 weitere CDs als Azure Ray (je

2 auf Warm und Saddle Creek) und wandelten

fortan auf den Trails zwischen Athens

und Nebraska, wurden für Saddle Creek neben

Cursive, Bright Eyes, Two Gallants und

Rilo Kiley zu einer echten Identifi kationsband!

Nach ihrer freundschaftlichen Trennung

in 2003 veröffentlichte Maria Taylor 3

gestandene Soloalben, zog zwischenzeitlich

nach Omaha und lebt jetzt in Los Angeles.

Orenda Fink hatte 2 eigene Saddle Creek-

CDs, spielte bei O+S, McCarthy Trenching,

Jason Boesel und ist nun auch nach L.A. gezogen,

was diese Reunion logistisch einfach

macht. ‚Drawing Down The Moon‘ ist denn

auch die fast geschwisterliche Weiterführung

der bekannten Azure Ray-Kultur unter

Einbeziehung der verschiedenen Soloerfahrungen,

was sich besonders im erwachseneren

Songwriting bemerkbar macht. Aber

keine Sorge, die Musik ist nach wie vor kreativ,

innovativ, vertrackt, verspielt, aufregend,

unterschwellig pulsierend und irgendwie

auch modern geblieben. Viele Feinheiten

entdeckt man erst nach mehrmaligem Hören,

aber die umwerfend zart gehauchten

Stimmen und ihre geradezu verführerischen

Harmonien betören einen natürlich sofort!!

Weitgehend im Trio eingespielt in North Carolina

mit Multiinstrumentalist/Klangtüftler

Eric Bachmann (Crooked Fingers, Archers Of

Loaf), dazu in gezielten Nebenrollen andere

Musiker mit Harfe, Cello, Oboe, Drums, Geige,

Bassoon.

BOBBY BARE JR. -

A Storm, A Tree, My Mother’s

Head

(THTG 6094/2010) CD € 13,50

(Songwriter/Rock/Indie

Pop/Alt.Country Rock)

2010 Naked Albino/Thirty

Tigers - ein einziger

Schmelztigel von überbordenden

Ideen, unterschiedlichsterArrangements

und weirden Stilschwenks - gespickt

mit erstklassigen Songs und einem Bobby

Bare Jr., der inmitten all dieses vermeintlichen

Durcheinanders kraft seiner Person

immer die Oberhand behält und seiner

mittlerweile 10. Veröffentlichung seit 1998

einen souveränen Stempel aufdrückt! Purer

Rock‘n Roll, alt.folky Songwriter-Balladen,

kruder 60er Pop, bombastischer Prog

Rock, leftfi eld Country Rock, New Wave-

Versatz, Neo Psychedelia und waschechter

Southern Rock - Bare Jr. hat mittlerweile

Erfahrung darin, all das zu seiner ganz persönlichen

Sache zu machen, aber so gut

wie diesmal ist ihm das noch nie gelungen!

Er wirkt dabei gereift, mit sich selbst im Einklang

und sehr zielgerichtet - seine Musik

bleibt aber immer noch anarchisch und experimentell,

sophisticated und augenzwinkernd

und jede Menge Grenzen sprengend!

Übersetzt heißt das in etwa: Wir

hören eine Basis von Wilco, My Morning

Jacket, Ryan Adams und Shooter Jennings

und dann dazu etliche Prisen Harry Nilsson,

Steve Earle, Beatles, Decemberists, Todd

Rundgren und Bonnie Prince Billy. Zum Bei-

8

Das Chill@Blue Rose-Logo prangt gleichbedeutend mit interessanten

CD-Neuheiten im Bereich Roots Rock und Americana.

Aber nicht nur da - Chill@Blue Rose erweitert das Spektrum

und ist dadurch noch vielseitiger, umfassender und

spannender. Thomas Dewers schreibt Short Stories zu den

Alben wie kein anderer, die er unter den unzähligen täglich

erscheinenden Neuheiten herauspickt.

DIE Chill@Blue Rose-Hits

des letzten Kataloges

spiel. Bare Jr. hat diesmal als Partner dabei:

seinen Vater, die Country-Ikone Bobby Bare

Sr., ein paar Male als Co-Writer. 3/5 My

Morning Jacket (Carl Broemel, Tom Blankenship,

Patrick Hallahan) als Begleitband

& Co-Writers, David Vandervelde (schillernde

Indie Pop/Songwriter-Figur auf Secretly

Canadian) als Co-Produzent, Co-Writer &

Multiinstrumentalist und seine wiedergenesene

Mutter mit... einem Schrei auf dem

Titelsong. Der (komplett mit passendem

Albumcover) ist ihr gewidmet - bei einem

Tornado kippte ein großer Baum aufs Elternhaus

und verletzte sie schwer am Kopf.

Spezieller Bare Family-Humor! Ganz sicher

eine der intelligentesten und spannendsten

Veröffentlichungen in 2010, die am Ende

vermutlich leider viel zu wenige gehört haben

werden?!

RAY LAMONTAGNE &

THE PARIAH DOGS -

God Willin’ & The Creek Don’t Rise

(RED 5086/2010) CD € 15,90

(RED LP 5086/2010) 2-LP € 19,90

(Songwriter/Rock/Country

Rock/Roots/Folk)

2010 RCA - das 4. Studioalbum

des schwer erfolgreichen

East Coast

Singer/Songwriters (seine

letzten Alben landeten

in der Billboard Top 200 Charts unter

den ersten 5!) geht in eine neue, erstaunlich

andere Richtung! Es wird simpler, direkter,

rauer, muskulöser, rootsiger, dabei

sogar akustischer und der Meister teilt sich

die Lorbeeren mit seiner Band. Und was

das für eine ist, meine Güte! Vorneweg

spielen zwei Saitencracks, die auf eine ewig

lange Liste an Credits zurückblicken können:

Eric Heywood (Son Volt, Richard Buckner,

Joe Henry, Alejandro Escovedo, John

Doe...) und Greg Leisz (you name them!)

spielen miteinander elektrische und akustische

Gitarren, Pedal Steel, Lap Steel, Resonator

& Baritone Guitars (aber pro Track

jeder nur ein Instrument!) und entwickeln

dabei einen Saitenklangteppich ohne Beispiel.

Ja, so weit würde ich gehen, es klingt

schlicht... awesome!! Auf dem Titeltrack

z.B. spielen beide eine Pedal Steel - das

muss man gehört haben! Vermeintlich

nicht ganz so spektakulär aber nicht minder

wichtig für die Gesamtatmosphäre sind

die delikaten Basslicks von Jennifer Condos

(Jackson Browne, Ryan Adams, Joe Henry,

E) und das subtile, komplexe Drumming

von Jay Bellerose (spielt viele der jüngsten

Projekte von T-Bone Burnett, Buddy Miller

und Joe Henry!). Über all dem thront Ray

LaMontagne mit seinen mächtigsten, klarsten

Songs ever, mit seiner sensibel schwingenden,

ungewöhnlich souveränen Stimme,

die hier so natürlich und präsent (fast

körperlich im Ohr des Hörers) klingt wie

noch nie zuvor, mit beherztem Acoustic

Guitar Strumming & Picking und auf den

letzten drei Stücken zusätzlich mit kompetenter

Harmonica. Teilweise vergleichbar

mit Neil Young (‚Old Man‘, ‚Harvest‘),

Gregg Allman (‚Melissa‘, ‚Midnight Rider‘)

und Jakob Dylan (‚Women + Country‘).

Großtat, Wohltat!!

SAHARA SMITH -

Myth Of The Heart

(ME 446/2010) CD € 14,90

(Songwriter/Alt.Roots/

Country/Pop/Folk Rock)

2010 Playing In Traffi c -

mit ihrer gehobenen

Country Folk-Musik (im

weitesten Sinn), mit ihrer

Nähe zu Poetry und Literatur,

überhaupt mit ihrer ganzen Erscheinung,

Aura und Aussehen ähnelt sie in

manchem der jungen Nanci Griffi th. Sahara

Smith ist derzeit neben Sarah Jarosz

wahrscheinlich die größte Exportsensation

aus Austin, was Americana-ambitionierte

Frauenmusik angeht, die den Anspruch

verfolgt, über ein lokales Texas-Gespräch

hinaus zu wirken. Sie ist erst 21 und ‚Myth

Of The Heart‘ ist ihr viel beachtetes Debütalbum

- nicht zuletzt weil auch der Name

T-Bone Burnett draufsteht - „for shepherding

the recordings“. Bei den ersten beiden

Stücken ist noch nicht so ganz klar, wie

diese erste große Reise verlaufen wird, aber

spätestens mit Track #3 klickt‘s gefährlich.

Oh man, what a killer track: ‚Train Man‘ -

dieser vertrackte Rhythmus, der atemraubende

Gesang, der pulsierende Bass, die

merkwürdig verschobenen elektrischen Gitarren

und die Tasten dahinter... Dann ‚Tin

Man Town‘ mit geradezu unverschämt verführerischer

Stimme, ein „walking“ Banjo

im Hintergrund, die Lap Steel mit weiten

Schwüngen daneben - „where‘d you put

that heart of mine, hey, oh d‘ya, leave it

back on Texas time“. Ganz großes Kino

hier! ‚The Real Thing‘ mit spooky/bluesy

Guitars, fetten Analog-Percussion-Klängen,

einer wie unter Hypnose ständig wiederholten

Textzeile... Dann das intime ‚Angel‘

mit dominanter Pedal Steel und dieser

enormen Cowboy Junkies-Nähe, usw. usw.

Ich könnte jetzt stundenlang von jedem

einzelnen der 12 Smith-Songs schwärmen,

mich an den edlen, anspruchsvollen, dabei

völlig relaxten Arrangements ergötzen, die

einfach überragende Produktion und

Klangqualität loben und mich endgültig

der umwerfenden Stimme dieser faszinierenden

Singer/Songwriterin ergeben, aber

hört doch einfach selbst!!! Ja, Nanci Griffi

th durchaus, auch etwas Norah Jones,

k.d. Lang und Margo Timmins, eine Prise

Amy LaVere, mehrere Dashes Aimee Mann,

ganz viel Pieta Brown - Sahara Smith hat

von all denen was und steigt dann doch

mit ihren eigentlich lächerlichen 21 Jahren

zu einer ganz eigenen Größe auf - ein wahrer

neuer Star aus Texas (und sicher kein

„lone star“!). Produziert und gemixt von

Emile Kelman in L.A., NYC und Nashville in

typischer T-Bone Burnett-meets-Joe Henry-

Atmosphäre, feat. eine echte Luxustruppe

mit den Gitarristen Marc Ribot, Chris Bruce

und Corby Schaub (Ryan Bingham), Greg

Leisz mit Lap & Pedal Steel & Weissenborn

Guitars, Keefus Ciancia an den Tasten,

Electric Bassist Paul Bryan, Acoustic Bassist

Dennis Crouch sowie Drummer/Percussionist

Jay Bellerose, „muscle and soul“ dieser

fantastischen Produktion. Kriegt von mir

die absolute Bestnote!

STEELDRIVERS -

Reckless

(ROU 624/2010) CD € 15,50

(Bluegrass/Roots/Folk)

2010 Rounder - ach, diese

Musik, diese Band, es

ist eine einzige Freude!!

Bluegrass ist absolut

„in“ in den Staaten, davon

konnte man sich

wieder mal überzeugen anlässlich der

jüngsten Americana Music Conference:

Chatham County Line, Cadillac Sky, Railroad

Earth, Infamous Stringdusters gehören

zu den absoluten Americana Stars dieser

Tage und ich glaube, die SteelDrivers

sind sogar noch einen Schritt vorneweg.

Bereits ihr selbstbetiteltes Debüt in 2008

machte mächtig von sich reden: mit einem

kompakten Sound, der mehrstimmige Gesangssätze

und fi ligranste Instrumentalsoli

kongenial miteinander verbindet, mit charakteristischen,

eigenen Songs und mit einer

beherzten „new music with the old

feeling“-Attitüde, die eben auch junge

Leute hochgradig anmacht! So gab es Anfang

September in den einschlägigen Medien

einen regelrechten Hype um das neue

Album und - quasi ein Parallelprodukt ohne

Überschneidungen! - ihre Beiträge auf dem

‚Get Low‘ Soundtrack. Anders als die Traditionals

dort haben wir es auf ‚Reckless‘

wieder ausschließlich mit Kompositionen

aus dem Hause Chris Stapleton/Mike Henderson

zu tun. Ersterer ist Gitarrist und alleiniger

Leadsänger (mit attraktiver Reibeisenstimme)

der SteelDrivers, Henderson,

ausgestattet mit einem langen Register an

Credits für Künstler des Dead Reckoning

Labels, für John Hiatt, Waylon Jennings,

Guy Clark, Dixie Chicks bis hin zu Emmylou

Harris und Mark Knopfl er, spielt hier Mandoline,

Dobro und Harmonica. Der Grammy-nominierte

Ace-Banjopicker Richard

Bailey hat schon für Jim Lauderdale, Tom

Rush, Roland White uind George Jones gearbeitet,

Akustikbassist/Harmoniesänger

Mike Fleming war lange Jahre bei David

Olney und Fiddlerin/Harmoniesängerin

Tammy Rogers gehörte ebenfalls zum illustren

Dead Reckoning-Clan mit Kevin

Welch, Kieran Kane, Mike Henderson et al

und wird von Buddy & Julie Miller gerne für

deren Projekte favorisiert. Ja, und genau

dieses Team hat mit ‚Reckless‘ die allertollste

Genre-CD des Jahres veröffentlicht, da

lege ich mich schon mal fest!!

TRUTH & SALVAGE CO. -

Truth & Salvage Co.

(ME 529/2010) CD € 14,90

(Rock/Roots Rock/Country

Rock) 2010 Silver Arrow/Megaforce

- kapitales,

omnipotentes neues

Sextett aus..., sagen wir

mal: Los Angeles. Dort

nämlich haben sich die

Musiker im Hotel Cafe zuerst getroffen

und später mit Ober-Black Crowes Chris

Robinson als Produzent dieses ausnahmslos

starke Debütalbum eingespielt. In Wirklichkeit

sind die 6 (darunter gleich 4 eigenständige

Singer/Songwriter!!) noch gar

nicht lange zusammen und stammen aus

Atlanta, Tupelo, New Orleans und Indianapolis,

spielten zuvor in Bands wie Old Pike

und Scrappy Hamilton oder solo. Tim Jones

(Guitars, Vocals), Scott Kinnebrew (Guitars,

Lap Steel, Vocals), Walker Young (Klavier,

Orgel, Vocals) und Bill „Smitty“ Smith

(Drums, Vocals) mit Joe Edel (Bass) und

Adam Grace (Piano, Orgel, Mellotron, E-

Piano). In dieser opulenten Besetzung haben

Truth & Salvage Co. also einen kompakten,

zwingenden, fl üssigen Bandsound

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geschaffen, mit dem man in idealer Strom- TURNPIKE TROUBADOURS -

linie die Highways und Freeways dieser Diamonds And Gasoline

Welt herunterrauschen kann! Das auf und (ONWD 230/2010) CD € 12,90

ab von semiakustisch/elektrischen Midtem-

(Country Rock) 2010 Pripo-Nummern,

melodiösen Boogie Stomvatlabel

- Red Dirt rocks!

pern und herrlich altmodischem Rollin‘

In dem schier uner-

Rock mit so einigen Country-Anklängen

schöpfl ichen Reservoir

und ganz viel Westcoast-Feeling sorgt ge-

von Country/Americana/

nauso für Frische, Vielseitigkeit und Ab-

Roots-whatever Bands

wechslung wie die kerngesunden Songs

aus Oklahoma gibt es

und die individuellen Leadstimmen oder tonnenweise gute bis mittelmäßige Bands,

die perfekt sitzenden Harmonies - Marke die es mehr oder weniger lohnt sich anzu-

„gehobene Professionalität mit natürlicher hören. Aber eben auch überdurchschnitt-

Leidenschaft“ oder vice versa. Neben den lich viele sehr gute, dies es unbedingt zu

üblich verdächtigen 70er Country Rock- entdecken gilt! Wenn der Name Mike Mc-

Assoziationen (New Riders, Poco, Flying Clure irgendwo draufsteht, dann ist das in

Burrito Brothers) hört man hier weitere etwa so ein Qualitätssiegel wie für andere

Spuren von Mother Hips, The Band, Eagles, Szenen/Genres die Namen Buddy Miller, T-

Wallfl owers, Fleetwood Mac, Guess Who, Bone Burnett oder Joe Henry: Es ist dann

Freewheelers, Kings Of Leon und Black mit Sicherheit kein Mittelmaß, es handelt

Crowes. Klasse Teil, bei dem bis hin zur auf- sich immer um zumindest handwerklich

wändigen Klappverpackung alles stimmt!! astreine Wertarbeit und meistens um eine

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com

überdurchschnittliche Band mit spezieller

Aura. McClure brauche ich hier wohl niemandem

mehr vorzustellen, seine eigenen

Platten (und die seiner alten Band Great

Divide) und seine (Produktions-) Jobs für

Cross Canadian Ragweed und Jason Boland

& The Stragglers machten ihn schließlich

zu so etwas wie den Paten von Stillwater,

OK. Und nun hat er sich zusammen mit

seinem langjährigen, kongenialen Partner,

dem erfahrenen Memphis/Nashville-Recording

Engineer Joe Hardy (Radiators, Green

On Red, Georgia Satellites, ZZ Top, Steve

Earle, Chris Knight, Tommy Keene) diese

exzellente junge Truppe vorgeknöpft, die

solch einen erstklassigen, unverfälschten,

jederzeit zu Begeisterungsstürmen hinreißenden

Country Rock klassischer Machart

zelebriert, wie ich sowas in vielen Monaten

nicht meher gehört habe!! ‚Diamonds &

Gasoline‘ ist die zweite CD der Turnpike

Troubadours, die 12 Songs galoppieren zu-

meist im schnellen bis mittelschnellen Tempo

und immer defi nitiv country-rockig in

formvollendeter Acoustic/Electric-Manier

heran, die Lead Vocals von Bandchef und

Hauptsongschreiber Evan Felker kommen

knackig und engagiert rüber, die Leadgitarre

von Ryan Engleman schiebt sich immer

im genau richtigen Moment nach vorne,

die Rhythm Section und der Fiddler komplettieren

den Bandsound, der insgesamt

ungemein an die Nitty Gritty Dirt Band und

Reckless Kelly oder Waylon Jennings mit

Micky & The Motorcars und Wrinkle Neck

Mules erinnert. Als Gastmusiker sind dabei

Roger Ray (Jason Boland & The Stragglers)

mit tollen Einsätzen an Pedal Steel und Dobro,

John Fullbright (neuer Singer/Songwriter-Geheimtip

aus Okemah, watch out!)

und Mr. McClure selber mit weiteren Gitarren.

IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII

7 WALKERS -

7 Walkers

(RERD 1/2010) CD € 15,50

(Rock/Roots Rock/Jam

Rock) 2010 Response -

classic Bay Area Rock

trifft auf New Orleans

R&R-Gumbo oder Louisiana-Schmelztiegelmusik

mit Westcoast-Flair...

- und heraus kommt dabei eines der qualitativ

überzeugendsten, in jeder Hinsicht

gelungensten Roots Rock-Alben des Jahres!

Der innovative, stets an spannenden

Klängen interessierte Electric Rock-Gitarrist

Malcolm Welbourne aus Austin/

Shreveport/New Orleans, besser bekannt

als Papa Mali, hat also ein neues Projekt

am Start, und zwar zusammen mit dem

legendären Grateful Dead-Drummer Bill

Kreutzmann, mit Tasten-, Akkordion- und

Harmonikamann Matt Hubbard aus Austin,

der besonders durch seine Jobs für

Willie Nelson und Kimmie Rhodes bekannt

wurde, und mit noch einer Legende:

George Porter Jr., Bassist der Funk‘n Soul

Rock-Institution The Meters aus New Orleans.

Für dieses Debütalbum spielt Porter

aber erstmal nur auf ‚Chingo!‘ (und drückt

diesem Stück mit fettesten Deep Bass

Grooves klar seinen Stempel auf!), alle anderen

12 Tracks (und die laufen gleich

mehrfach über 7, 8 Minuten!) wurden

noch mit Tea Leaf Green-Bassist Reed Mathis

aus San Francisco aufgenommen,

dem am Ende aber zwei Bands zuviel waren.

Jetzt fehlt in der Aufl istung nur noch

Grateful Dead-Lyriker Robert Hunter, der

hier fast alle Songs mit seinen Texten dekoriert

und quasi als 5. Bandmitglied zu

werten ist, und der Superstar-Status der 7

Walkers ist perfekt! Kein Grund zum Abheben,

im Gegenteil: Trotz ein wenig

Voodoo-Zauber hier und da, einiger spaciger

Passagen, ungewöhnlicher Instrumental-Intermezzi

sowie einer ausgedehnten

Gast-Performance von Willie Nelson (Duet

Vocals, Guitar) auf dem 8 ½-minütigen

‚King Cotton Blues‘ bleiben 7 Walkers

stets erdverbunden und ganz auf die exquisite

Darbietung ihrer Kunst konzentriert.

So ähnlich wie The Band, Los Lobos,

die Neville Brothers, John Hiatt, Dr.John

und... ja, auch wie die Grateful Dead (zu

Zeiten von ‚Wake Of The Flood‘).

BRENT AMAKER AND THE RODEO -

Please Stand By

(SAS 738/2010) CD € 14,90

(Alt.Country/Country

Rock) 2010 Spark &

Shine - Brent Amaker

And The Rodeo oder

einfach B.A.R. - was der

Sache hier schon ziemlich

nahe kommt! Das

urige, stilvolle, stets komplett in schwarz

gekleidete Quintett aus Seattle bewegt

sich thematisch im Raum zwischen Theke,

Jukebox und Bühne, mit dem ein oder

anderen Ausritt zu einem zünftigen Cowboy

Rodeo (‚Saddle Up‘) als Alternative,

um den Herzschmerz (‚Break My Broken

Heart‘) zu verdrängen oder die Wunden

der Schlägerei vom Vorabend zu lecken

(‚Blood Dripping Blood‘). Mit geradezu

aufreizend lässiger, nonchalanter Art und

einer gewissen Selbstironie singt Amaker

seine Songs mit einem unerhört tiefen

Bass-Bariton, der - natürlich - sofort an

den Man in Black erinnert, zumal ihn sein

Leadgitarrist Tiny Dancer (aka Steve Davis)

mit diesem gleichermaßen unerhörten

Boom Chicka Boom in reinster Tennesse

Two-Manier begleitet. Staubtrocken

wie Ghost Riders im Himmel spielen sich

die beiden zusammen mit einem Akustikrhythmusgitarristen

sowie Bass & Drums

durch das knackige, knapp und kurz gehaltene

Programm von 12 Nummern, die

auch bestens auf ein Mixtape neben

Wayne Hancock, Country Dick Montana

(Beat Farmers), Rank & File, Hank III,

Handsome Family, Legendary Shack Shakers,

Marty Robbins und - muss nochmal

ausdrücklich erwähnt werden! - Johnny

Cash passen würden. Twang & Fun und

sehr cool dabei!

AMYGDALOIDS -

Theory Of My Mnd

(KNON 10/2010) CD € 15,50

(Songwriter/Folk Rock/

Indie Pop) 2010 Knock-

Out Noise - wer bei

dieser New Yorker

Band mitmachen will,

der muss schon akademischeVoraussetzungen

mitbringen: Umweltwissenschaft,

Medizin, Biologie, Neurologie, Psychologie,

Gehinrforschung... - das ist die Welt

der 4 Musiker dieser sehr erlesenen

Truppe um den Singer/Songwriter/Gitarristen

und Bestsellersachbuchautoren

Joseph LeDoux, der bis auf eine Emily

Dickinson-Adaption und ein Stück des

Leadgitarristen Tyler Volk für alle Songs

hier verantwortlich zeichnet, die - wen

wundert‘s? - sich vorrangig mit den Themen

Gehirn, Bewusstsein, Gedächtnis,

Wille, Traum usw. beschäftigen. Aber

keine Angst: Die Musik dieser Band mit

dem unaussprechlichen Namen ist zwar

auch subtil, feingliedrig, sensibel und

intelligent, aber beileibe kein Math

Rock! Im Gegenteil: Das ist eine ganz

spezielle Rezeptur aus Big City-style Folk

Rock, NYC-Singer/Songwritertum, etwas

60er Garage und 80/90er Indie Pop mit

einem dominanten, locker fließenden

Acoustic/Electric Guitar-Klang, schönen

Wechselspielen von Lead & mehrstimmigen

Harmony Vocals, an denen auch die

beiden Frauen an Bass & Drums (Nina

Curley & Daniela Schiller) teilnehmen,

und abwechslungsreiche, „thinking

man‘s“ Songs mit Wiedererkennungswert.

Zweites Album bereits nach dem

07er Debüt ‚Heavy Mental‘, feat. extrasuperbe

Duet Vocals von Rosanne Cash

auf zwei der stärksten Tracks, ‚Mind

Over Matter‘ und ‚Crime Of Passion‘,

und exklusive Liner Notes von NYC-Rockurgestein

Lenny Kaye. Hat was von Last

Train Home, Steve Wynn, Simon & Garfunkel,

Willie Nile, Feelies, Kennedys.

Highly sophisticated - highly recommended!!

AUTUMN DEFENSE -

Once Around

(YEP CD 2229/2010) CD € 15,50

(Pop/Indie Pop/Folk

Rock) 2010 Yep Roc -

immerhin schon das 4.

Album von John Stirratt

& Pat Sansone und damit

weit mehr als nur

ein Wilco-Ableger. Seit

2001 (‚The Green Hour‘) führen die beiden

bei Wilco nicht unbedingt im Vordergrund

stehenden, dafür nicht minder

wichtigen Vollblutmusiker und Multiinstrumentalisten

ihr eigenes Programm auf,

zunächst beim privaten Broadmoor Label,

nun sogar auf Yep Roc, einem so genannten

Indie Big Shot. Stilistisch sind sie sich

treu geblieben: Tagverträumter, hochmelodischer

Pop mit fl üssigen Gitarren und

perlenden Tasten trifft auf Folk Rock, mitunter

etwas verschroben und ungerade, in

die Independent-Ecke abdriftend, aber

dank einer gesunden Erdung der beiden

immer mit der nötigen Bodenhaftung und

mit einer sagenhaften Beatles-Nähe (Melodien,

Harmonien, Ästhetik), die ja auch

öfter mal Wilco auszeichnet. Die Instrumentierung

bleibt weitgehend akustisch

mit wenigen Spuren von elektrischen Gitarren

(Harrison-Gitarren!) und Keyboards

von Zeit zu Zeit dabei. Stirratt spielt Guitars,

Bass, Percussion und singt 50%, Sansone

singt die anderen Nummern (erinnert

dabei oft an John Lennon!), ist mit verschiedenen

Gitarren, Percussion und Tasteninstrumenten

fl eißig aktiv. Fester Dritter

im Bunde ist wieder Drummer Greg

Wiz (Wieczorek), in Nebenrollen fungieren

Brad Jones (Bass), Glenn Kotche (Percussion),

Chris Carmichael (Strings) und

die Gitarristen John Pirruccello und Jonathan

Wilson. Auf anspruchsvolle Weise

besinnliche und friedvolle Musik, die dem

Bandnamen entspricht. Könnte ich in diesen

dunklen Wochen auf Dauerrepeat

schalten!!

AVETT BROTHERS -

Live, Volume 3

(SNY CD 775/2010) CD € 14,50

( A l t . C o u n t r y / F o l k

Rock/Roots Pop) 2010

American - ganz sicher

eine meiner ultimativenAlt.Americana-Lieblingsbands

dieser Dekade mit ihrer

insgesamt 12. Veröffentlichung seit

2000 (3 EPs und jetzt 9 volle CDs)!!

Und was für eine enorme Grassroots-

Entwicklung haben sie in dieser kurzen

Zeit vollzogen. Die Zwillingsbrüder

Seth (Gitarren, Klavier, Percussion,

Leadgesang) und Scott Avett (Banjo,

Gitarren, Klavier, Drums, Leadgesang)

im Trio mit Bassist Bob Crawford stammen

aus Concord, North Carolina und

gehören zur regen Szene von Charlotte.

Auf ihren frühen Alben bevorzugten

sie noch mehr diese ländlich-freakigen,

hingeschrammelten

Heuschoberattacken im Stil von Hayseed

Dixie, Shiners oder den frühen

Gourds, aber über die Jahre kamen immer

mehr ergreifende Balladensongs

in Weltklassequalität dazu. Was in

2009 zur Zusammenarbeit mit Rick Rubin

führte und wovon das monumentale,

vielfach prämierte Geniewerk ‚I

And Love And You‘ Zeugnis ablegt!

Klar, dass ein weiteres Livealbum, wenige

Wochen vor diesem Release beim

Heimspiel in Charlotte‘s Bojangles‘

Coliseum mitgeschnitten, anders klingt

als das erste von 2002 (‚Live At The

Double Door Inn‘) oder das zweite von

2005 (‚Live, Vol.2‘). Soll heißen: Die

„Jahrhundert“-Balladen mit nur einer

Gitarre oder dem Klavier als wichtigem

Medium nehmen einen breiteren Raum

ein (zeitlich mehr als die Hälfte der insgesamt

67 Minuten), ohne die Hochgeschwindigkeits/Alt.Mountain/

Speedgrass-Komponente mit rasanten

Banjoläufen, tollem Gitarrenpicking

und überdrehten Vocals zu leugnen.

Im Gegenteil, gerade diese stilistischen

Brüche führen zu den enthusiastischen

Begeisterungsstürmen des abwechselnd

ausflippenden oder im Chor mitsingenden

Publikums. Unter den 15

Tracks befinden sich schwerpunktmäßig

die neuen Hits, also ‚Head Full Of

Doubt/Road Full Of Promise‘, ‚The Perfect

Space‘, ‚Kick Drum Heart‘ und natürlich

‚I And Love And You‘, aber auch

Altbewährtes wie ‚Pretty Girl From

Matthews‘, ‚The Ballad Of Love And

Hate‘, ‚When I Drink‘, ‚Murder In The

City‘, Paranoia In B Major‘ oder der

‚Salvation Song‘. Wahnsinnsband! Tolles

Album!! Fantastische Stimmung!!!

9


SKIP BATTIN -

Topanga Skyline

(SIE 312/2010) CD € 14,90

(Country Rock) 2010

Sierra - das zweite, im

Juli 1973 aufgenommene

Soloalbum des

Ex-Byrds-Bassisten/

Sängers, das wegen

der Ölkrise in jener

Zeit (> Vinyl-Knappheit!) nie veröffentlicht

wurde. Eine ideale Ergänzung

für die Sammlung eines jeden Byrds/

Flying Burrito Brothers/New Riders Of

The Purple Sage-Stammbaum-Fans.

Musikalisch typisch Skip Battin, der

mit seinem Erzählstory/Sprechgesang-

Rollin‘ Rock und Gründerzeit-Country

Rock immer schon stark polarisierte

und vielen Byrds-Hardcorelern ein

Dorn im Auge war. Andererseits gerieten

etliche seiner meist mit Kim Fowley

geschriebenen Songs zu echten

Juwelen des Genres. Unvergessen

auch seine Beiträge für die FBB und

NRPS, ich sage stellvertretend dafür

nur: ‚Brujo‘! ‚Topanga Skyline‘ ist

deutlich Bluegrass-lastig, besonders

weil u.a. Country Gazette (Byron Berline,

Alan Munde, Roland White) mitspielen,

genauso wie Herb Pedersen,

Al Perkins und Chris Ethridge. Auf

dem Hidden Track (ein Demo von

‚Mountain Dew‘) hören wir sogar noch

eine der allerletzten Sessions von Clarence

White. Covers wie ‚Roll In My

Sweet Baby‘s Arms‘, ‚Salty Dog Blues‘,

‚Foggy Mountain Top‘ geben die Richtung

vor, ‚Hully Gully‘ ist ein R&R-Remake

von Skip & Flip - Battin und Gary

Paxton, die als Duo bereits Ende der

50er ein paar richtige Hits hatten.

‚Willow In The Wind‘ und ‚China

Moon‘ stammen vom 81er Appaloosa-

Album ‚Navigator‘.

BLUE MOON RISING -

Strange New World

(RRY 1070/2010) CD € 16,50

(Bluegrass/Folk/Roots)

2010 Rural Rhythm -

10 Jahre dabei, 5 Alben,

ständiges Touren,

Dauergäste bei all den

wichtigen Folk & Bluegrass

Festivals der

USA... Blue Moon Rising aus Tennessee

sind mittlerweile (spätestens seit ihrem

2005er Durchbruchsalbum ‚On The

Rise‘) eine feste Größe in Sachen zeitgemäßer

Bluegrass mit Folk- und Folk

Rock-Ambitionen (auch) für die jüngere

Americana-bis-Alt.Folk-Generation

und dabei ziemlich erfolgreich! Allerdings

ist die Band auf ‚Strange New

World‘ nicht mehr dieselbe wie zuvor.

Eigentlich ist nur noch Mastermind,

Singer/Songwriter, Gitarrist und Mandolinist

Chris West übriggeblieben,

nachdem die anderen z.T. als Boxcars

weitermachen oder zu den Kollegen

von Grasstowne gewechselt sind. Aber

West, auf dessen Konto mehr als die

Hälfte der 13 neuen Tracks gehen, hat

BMR sehr gut runderneuert und in

Brandon Bostic (Mandolin, Guitar, Vocals),

Owen Piatt (Banjo) und Tony Mowell

(Bass, Vocals) erstklassige Leute

rekrutiert. Dass sie noch nicht so lange

zusammen sind, merkt man absolut

nicht. Produziert von Randy Kohrs, der

auch oft Dobro spielt, wandeln BMR

stilistisch auf den Spuren von Seldom

Scene, d.h. teamorientierter Bluegrass

mit klaren Songstrukturen, perfekt sitzenden

Harmony Vocals und flüssigen

Instrumentalarrangements, bereichert

durch einige Gastmusiker wie z.B. Tim

Crouch (Fiddle), Kenny Malone (Drums),

Travis Gillespie (Harmonica) oder Shad

Cobb (Banjo).

10

CADILLAC SKY -

Letters In The Deep

(DT 1507/2010) CD € 14,50

(Acoustic Rock/Folk

Rock/Bluegrass/Alt.Folk)

2010 Dualtone - Quantensprung

mit 3. CD!!

Das famose, spiel- und

gesangsfreudige Quintett

aus Nashville (zuvor

Texas) ist fürs neue Album in die Produktionshände

von Dan Auerbach (Black Keys)

geraten. Der hatte ihre zweite Scheibe

‚Gravity‘s Our Enemy‘ von 2008 im Powerplay

laufen (das Debüt heißt ‚Blind Man

Walking‘), trotz strikter akustischer Bluegrass-Besetzung

den „Beyond Bluegrass“-

Faktor erkannt und in ihnen sogar eine

verkappte Rockband gesehen. Bei den Aufnahmen

in Auerbach‘s Heimstudio in Akron,

Ohio sind C-Sky denn auch gleich

mehrfach über Grenzen gegangen, jeder

hat - anders als zuvor - eine Vielzahl von

weiteren Instrumenten gespielt, darunter

befi nden sich erstmalig elektrische Gitarre,

Mellotron, E-Bass, Drums, Percussion, auch

Klavier, Harmonium, Melodica u.v.m. Trotzdem

sind die 17 zum Teil erstaunlich vielseitigen

Nummern in einem Rutsch, möglichst

ohne Overdubs und immer im Teamverbund,

in nur einer Woche im September

2009 eingespielt worden! Mit Bluegrass in

bekannter Machart, damit meine ich auch

so moderne Combos wie Chatham County

Line und die SteelDrivers, hat das dann

kaum noch was zu tun. Ich kenne auf Anhieb

kein einziges Beispiel in der jüngeren

Americana-Geschichte, wie sich eine eigentlich

auf traditionellen Werten basierende

Band so weit von ihren Ursprüngen

entfernt hat und mit Stil, Sound, Technik,

Ästhetik und Songwriting so eklatant experimentiert

wie C-Sky. Die 5 Musiker bieten

ein wahres Feuerwerk von brillantem Picking,

beseelten Gesangssätzen, freigeistiger

Improvisationskunst und unkonventionellen

Songstrukturen. Eine fürwahr

grandiose Mischung, die mit Querverweisen

auf Leftover Salmon, Infamous Stringdusters,

Punch Brothers, Mutual Admiration

Society und Nickel Creek nur

unzureichend beschrieben wird! Vielleicht

war‘s Bandleader Bryan Simpson (Mandoline,

Gitarre, Geige, Lead Vocals, die meisten

Songcredits) am Ende zuviel des Guten - er

ist von Bord gegangen und wurde bereits

ersetzt. Dass das funktioniert, mag man

kaum glauben.

MARGARET CHO -

Cho Dependent

(CLO 331/2010) CD € 14,50

(Songwriter/Alt.Country

Rock/Indie Pop/Comedy

Music) 2010 Clownery -

oh mein Gott... „Comedy

Music“! Allen, die

jetzt böse zusammenzucken,

sei gesagt, Margaret

Cho ist defi nitiv anders. Anders als alles

was man an amerikanischer Comedy kennt

oder sich unter der zugegebenermaßen

skurrilen Kombination von Stand Up Comedian

und Sängerin vorstellt. Die 42-jährige

Cho mit koreanischen Hippie-Wurzeln

ist eine Art „Alt.Comedy Superstar“ in den

Staaten, die in den 80ern als Campus Comedian

begann und es über schräge Off-

Broadway Sitcoms und leftfi eld TV-Serien

bis zu ausverkauften Tourneen und Performances

in der Carnegie Hall brachte, sensationelle

DVD-Verkäufe und Grammy-Nominierungen

inklusive. Was noch fehlte, ist

das hier: eine, ja, was soll man sagen, im

weitesten Sinn Singer/Songwriter-Platte,

mit stilistischen Brüchen zwischen Alt.

Country, Indie Folk bis Broadway Pop und

der Rap-Parodie ‚My Puss‘ als You Tube-Hit,

insgesamt aber fast ein „ernsthaftes“ musikalisches

Projekt. 95% ihrer Songs sind

als „explicit“ gebrandet, Sex & Politics als

Hauptgrund, also richtig deftige Sexthemen,

Gay/Lesbian-Motive und schonungs-

lose politische Statements in brutalst offener,

unzensierter Sprache. Die 13 (plus

Hidden Bonus Track) Stücke sind meist in

Zusammenarbeit mit befreundeten Big Names

entstanden, die dann jeweils als Co-

Writer, Produzenten, Duettsänger und/oder

Hauptmusiker auftreten: Tegan & Sara,

Tommy Chong (Cheech & Chong), Ben

Lee, Brendan Benson, Fiona Apple, Jon Brion,

Andrew Bird, Garrison Starr, Grant Lee

Phillips, Ani DiFranco, Rachael Yamagata,

A.C.Newman, Patty Griffi n, Brad Wood,

William Tyler, Nick Luca... Sehr speziell!

TOM CORBETT -

Tonight I Ride

BKNN 8010/2010) CD € 16,90

(Songwriter/Roots/

Country/Folk/Bluegrass)

2010 Roundhole - was

für eine wunderschöne,

entspannte, vielseitige,

lockerst dahinfl ießende

Americana-Scheibe aus

Kalifornien!! Der Name Tom Corbett mag

für viele neu klingen, im Geschäft ist er

aber schon seit gut zwei Jahrzehnten: als

Co-Leader der besonders auf Festivals sehr

beliebten Acousticats, als Mandolinenpicker

in John „Nitty Gritty“ McEuen‘s 90er

Band The L.A. String Wizards, als Sideman

für Jennifer Warnes, auf Platten von Mike

Ness (Social Distortion), Rebekah Florence,

Psychedelic Cowboys, Lisa O‘Kane u.a.

2001 debütierte er unter eigenem Namen

mit ‚Upstairs At Charlie‘s‘, 2004 folgte

‚Cloudless Blue Sky‘ und nun mit ‚Tonight I

Ride‘ sein ultimatives Americana-Rundum-

Paket mit Ausfl ügen an die mexikanische

Grenze, ins texanische Swingland, nach Bakersfi

eld, ins Herz der Los Angeles Country

Rock-Szene und zurück „aufs Land“, in seinen

Heimatort Woodland Hills, da wo der

Opa in der Sonne döst - ‚Grandpa Sittin‘

On The Front Porch‘. Corbett zeigt sich als

souveräner Instrumentalist mit Mandoline

und akustische Gitarre, singt und hat - bis

auf den Charlie Pride/Doug Sahm-Gassenhauer

‚Is Anybody Goin‘ To San Antone‘ -

alles selbst verfasst. Ein sagenhaftes Lineup

macht diese ohnehin schon voll überzeugende

CD zu einem echten Genre-Highlight

in 2010: David West, Mike Mullins,

Nina Gerber, Kenny Sultan, Tom Ball, Tom

Rozum, Phil Salazar, Tom Sauber, Jonathan

McEuen, Herb Pedersen, Claire Holley, Randy

Tico, Tom Lee, Bill Bryson, Los Lobos-

Drummer Victor Bisetti... Es scheint fast, als

hätte die südkalifornische Americana Community

nur auf ein solches Studiofest gewartet!!

ELVIS COSTELLO -

National Ransom

(HEAR 142/2010) CD € 16,50

(Songwriter/Folk/Rock/

Pop/Roots) 2010 Hear

Music/Concord - bei einer

solch schillernden,

vielschichtigen Persönlichkeit

wie Elvis Costello,

der seit weit über 30

Jahren völlig rastlos im Geschäft ist und gerade

in der vergangenen Dekade völlig

aberwitzige Projekte von Evergreens und

Filmusik über Garagenrock und New Orleans

R&B bis zu Klassik und Ballett vollzogen

hat, kommt es einer Sensation gleich,

wenn er zwei Mal hintereinander dasselbe

tut. Na ja, fast. Aber zumindest in großen

Teilen ähnelt ‚National Ransom‘ dem

2009er Vorgänger ‚Secret, Profane & Sugarcane‘

- wegen der klaren Americana-

Ausrichtung, desselben Coverkünstlers

(Tony Millionaire) und wiederum derselben

dominanten Hauptfi gur, Produzent T-Bone

Burnett! Die beiden Alphatiere also mal

wieder unter sich, wie schon früher bei

‚King Of America‘ (86) und ‚Spike‘ (89) -

sicher nicht nur für Americana-Ohren zwei

Highlights im gewaltigen Costello-Backkatalog!

Auch auf ‚National Ransom‘ bleibt

kein Zweifel, dass es sich um ein klares

Costello-Album handelt, bei dem sich Burnett

allerdings mit seinem typischen, innovativ-erdigen,

basslastigen Sound und seinen

intelligenten Arrangements maximal

einbringen kann. Und es als Produzent

schafft, all die vielen Stilbrüche von Appalachian

Folk, Bluegrass und Country über

Crooner Pop, Vaudeville und early Jazz bis

Roots Rock und Rockabilly unter einen

klanglichen Hut zu bringen. Aufgenommen

von Burnett-Soundmann Mike Piersante

zu großen Teilen in Nashville, featuring

eine „Bigband“-Kombination aus

der Costello-Touring Band The Imposters

(Steve Nieve/Keyboards, Davey Faragher/

Bass, Pete Thomas/Drums) und den Sugarcanes

(Jerry Douglas/Lap Steel, Mike

Compton/Mandolin, Stuart Duncan/Fiddle,

Jeff Taylor/Piano/Accordion, Dennis Crouch/

Acoustic Bass) plus Marc Ribot, Jim Lauderdale,

Buddy Miller, Leon Russell, Vince

Gill, Bläser & Streicher. 62:40 total. Groß!!

DEPEDRO -

Nubes De Papel

(NAT 829/2010) CD € 15,90

(Songwriter/Folk/Indie

Pop/Latin) 2010 Nat Geo

- 2. CD des spanischen

Roots & Rockmusikers

Jairo Zavala unter dem

Codenamen Depedro.

Zavala stammt aus Madrid

und hat mit vielen Größen der dortigen

Rockszene gespielt: Amparanoia, Los Coronas,

3000 Hombres, Vacazul u.a. Vor ein

paar Jahren wurden Calexico auf ihn aufmerksam

und damit begann seine internationale

Wahrnehmung: Depedro bestritt

das Vorprogramm von Calexico und ging

mit ihnen auch als Bandmitglied auf Tour,

als Gegenleistung spielten sie maßgeblich

auf seinem Debüt (‚Depedro‘, 2008), das

bei ihnen „zuhause“ im berühmten Wavelab

Studio in Tucson produziert wurde. Und

nun kommt sogar noch eine Fortsetzung!

Von den Rahmenbedingungen her sehr

ähnlich gestrickt arbeiten Zavala und Calexico

(Joey Burns, John Convertino, Jacob

Valenzuela, Martin Wenk) in Tucson und

Madrid wieder eng zusammen auf allen 13

Tracks: 11 Zavala-Stücke, eine Kooperation

von Zavala und Burns, sowie eine Coverversion

von Lou Reed‘s ‚What Goes On‘ -

letztere beiden in englisch, alles andere

wird in spanisch gesungen. Mehr noch als

auf der ersten Scheibe steht Depedro, der

natürlich auch wieder den Multiinstrumentalisten

gibt (akustische, elektrische, Slide

Gitarren, Piano, Banjo, Synth, Bass, Omnichord,

Autoharp, Vibraphon usw.), als

Songschreiber und (zusammen mit Joey

Burns) als Arrangeur/Produzent im Mittelpunkt:

einfühlsam, melodienbetont, poetisch,

verträumt, harmoniesüchtig, popverloren,

aber auch mit diesem ganz

besonderen rhythmischen Gespür für interessante

Beats inmitten der Folklore, mit

unterschwelliger Elektronik, die sich nie in

den Vordergrund spielt, mit Border-Flair

und scharfen Trompetensätzen, mit zeitgemäßen,

innovativen Elementen für diesen

ganz speziellen World/Folk/Pop-Mix, der

sehr gerne Richtung Americana schielt.

Nachhaltige Songs zum Häufi ghören!

DERAILERS -

Live From Austin

(VAR 704/2010) CD € 13,90

(Country Rock/Roots

Pop) 2010 Varese Sarabande

- wenn man mal

vom limitierten Debüt

auf Freedom Records

(‚Live Tracks‘, 1995) absieht,

wovon sich die

Band übrigens schnell distanziert hat und

das auch in ihrer Bio nicht erwähnt wird,

dann ist dies hier tatsächlich das erste volle

Livealbum nach 8 Studio-CDs einer

mittlerweile regelrechten Texas-Institution

in Sachen Honky Tonk und rockin‘ & rollin‘

Country Music unter Akzeptanz beider La-

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


ger: Traditionalisten und Alt.Country Fans!

Die größte Umbesetzung in einer Reihe

von vielen erfuhren die Derailers Anfang

2003, als Gründungsmitglied, Co-Leader,

Sänger und Songwriter Tony Villanueva

die Band wegen einer kirchlichen Berufsoption

verließ und sein Partner, Twangpicker

Brian Hofeldt, praktisch das komplette

Songwriting und den alleinigen

Leadgesang übernehmen musste. Auch

neu: Gleichzeitig erhielten sie einen festen

Pedal Steeler und einen Keyboarder, waren

von nun an erstmalig ein Quintett. So

sind denn auch diese 15 Tracks mit

Schwerpunkt auf dem Material der letzten

Jahre bei zwei Live Events im November

2009 (Gruene Hall, New Braunfels, TX)

und Januar 2010 (Denton, TX) aufgeführt

worden. Der Stoff aus dem die Derailers-

Träume sind, bedeutet einen genialen

Country Rock/Honky Tonk-Cocktail à la

Buck Owens, Buddy Holly, Beatles, Flying

Burrito Brothers, Roy Orbison, Everly Brothers,

Mavericks und sogar ein bisschen

Elvis. Allerbeste Stimmung natürlich, frei

nach dem Motto: ‚Cold Beer, Hot Women

And Cool Country Music‘.

CHRIS DUARTE GROUP -

Infinite Energy

(BBI 2075/2010) CD € 15,90

(Blues/Blues Rock) Blues

Bureau International -

absoluter Hochdruck-

Blues Rock des fl eißigen

Texaners, der seit 1994

regelmäßig Platten veröffentlicht

- ‚Infi nite

Energy‘ ist seine 9. und eine weitere in

der bewährten Zusammenarbeit mit dem

kalifornischen Blues Bureau, das ja gerne

die Hard‘n Heavy-Variante des Blues herausstellt

und damit wie geschaffen ist für

den schweren, häufi g mit Psychedelia unterbauten

Electric Trio/Texas Rock der

Chris Duarte Group. Dabei erweist sich

der Meister nicht nur als gelehriger Schüler

all der lokalen Heroen wie Stevie Ray

& Jimmie Vaughan, Doyle Bramhall, Eric

Johnson und Johnny Winter, sondern hat

auch jede Menge Hendrix-Trower-West-

Trout in sich aufgesogen, klingt mitunter

(auch gesanglich) stark nach Warren Haynes

und gerät mit einigen Titeln (‚Hamra

St.‘!) sogar ins experimentellere Fahrwasser

eines Derek Trucks. Kompromissloser

Triosound, wobei Duarte selbst manchmal

noch eine zweite Gitarre drüberlegt,

mit Matt Stallard am Bass und Chris Burroughs

am Schlagzeug. 11 Nummern aus

der Feder Duartes, die meisten laufen

über 6, ‚City Life Blues‘ und ‚Killing Time‘

sogar über 8 Minuten; 64:32 total.

BLEU EDMONDSON -

The Future Ain’t What It Used To Be

(ANSA 101/2010) CD € 14,50

(Songwriter/Rock/

Country Rock) 2010

American Saint - auf

seinem 6. Album seit

2001 wird deutlich, wie

sehr sich der Singer/

Songwriter aus New

Braunfels, Texas vom talentierten Red

Dirt Scene-Country Rocker zum mächtig

angreifenden Heartland Rocker Marke

Springsteen/Mellencamp/Earle oder -

eine Nummer kleiner - Austin Collins,

Kasey Anderson, Michael McDermott, Jason

Boland und Wade Bowen entwickelt

hat. Also, z.B. Nummern wie ‚Riot Night‘

und ‚Not Afraid To Be Alone‘ sind sowas

von absolutely classic Darkness-era

Springsteen, dass es schon fast unheimlich

ist! Dabei umschifft Bleu Edmondson

gekonnt die Mainstream-Falle, bleibt bei

seiner Gratwanderung zwischen Americana-Glaubwürdigkeit

und „Schweinerock“

auf der „guten“ Seite. Und ist

gesegnet mit einer ungemein attraktivkratzigen

Stimme, die über die Jahre immer

mehr nach Schotterpiste klingt. Sei-

ne Songs sind griffi g und handfest,

kommen mit cleveren Hooks und wiedererkennbaren

Refrains, in seinen Texten

geht es meist um schwierige Charaktere,

die Art von Typen, die mit Testosteron-

Power in einen Freitagabend reingehen,

um dann spätestens beim Sonntagmorgen-Blues

an sich selbst zu zerbrechen -

reales, ungeschminktes Small Town Feeling

durchweg, ähnlich wie bei einem

John Mellencamp zu besten Zeiten. Wie

sein 2007er Durchbruchsalbum ‚Lost Boy‘

wurde auch ‚The Future…‘ von Dwight

A.Baker in Austin produziert, es begleitet

ihn eine ausgezeichnete Profi /Studiotruppe,

mehr als einmal im Stil der legendären

E-Street Band: Devin Leigh (Electric

Guitar), Pat McGrath (Acoustic Guitar),

Kevin Lovejoy (Pianos), George Reiff

(Bass), Rafael Gayol (Drums), Carlos Sosa

(Sax).

FABULOUS GINN SISTERS -

You Can’t Take A Bad Girl Home

(LOSD 33/2010) CD € 12,90

(Songwriter/Alt.Roots

Rock/Alt.Country) 2010

Lonesome Day - rangierten

bis vor kurzem noch

als Ginn Sisters im Großraum

Austin, Texas eher

in den hinteren Reihen

und arbeiteten sich mit zwei ersten Privat-

CDs (‚Generally Happy‘/03 und ‚Blood

Oranges‘/06) und vielen Festival-Auftritten

langsam vorwärts in der lokalen Americana-Wahrnehmung.

Aber dann kam Fred

Eaglesmith! Der alte Troubadour-Haudegen

aus Kanada verpfl ichtete die beiden

Schwestern Tiffani (Acoustic Guitar, Vocals,

alle Songs) & Brit Ginn (Melodica, Flöte,

Vocals) aus dem Stand für seine jüngste

große Tournee durch Nordamerika, präsentierte

sie prominent auf seiner aktuellen CD

‚Cha Cha Cha‘ als Backingsängerinnen und

war so von ihnen angetan, dass er sie für

eine komplette Albumsession in sein Studio

in Ontario einlud, ihnen seine eigene

Band als Begleitung zur Seite stellte und

gleich noch die Produktions- und Aufnahmearbeiten

höchstselber übernahm! Einzige

Bedingung: Sie sollten sich ab sofort

The Fabulous Ginn Sisters nennen. Das Ergebnis

mit dem zweideutigen Albumtitel

ist beeindruckend, to say the least! Das ist

geheimnisvoll brodelnde, swampy-smoky,

schwül-fi ebrige Musik in einem Mix aus

Alt.Country, Weird Folk, Indie Roots Rock,

Gospel und Garage Pop. Meist singt Tiffani

Ginn die Lead Parts mit verführerischer,

quirkiger Stimme und Brit stößt dann mit

schwesterlichen Harmonien attraktiv bis

verstörend dazu. Das hat dann was von Pieta

Brown, Watson Twins, Po‘ Girl, Jolie

Holland, Freakwater, Be Good Tanyas, etwas

Lucinda Williams, Living Sisters, Amy

LaVere und Coco Rosie. Außergewöhnlich

gut passende, spooky, coole, untergründige

Instrumentierung der Eaglesmith-Musiker:

Matty Simpson, Scott Merritt, Luke

Stackhouse und Kori Heppner mit Gitarrist

Larry Passalacqua, dem Partner von Tiff

Ginn.

FLYNNVILLE TRAIN -

Redemption

(EVO 934/2010) CD € 15,50

(Southern Rock/Country

Rock) 2010 Next Evolution

- mit ihrer zweiten

CD befi ndet sich die

Brüderband aus Indiana

auf richtig gutem Kurs!

Sozusagen aus den Label-Fängen

eines Toby Keith auf zu neuer

Unabhängigkeit und mehr Eigenverantwortung.

Wobei das selbstbetitelte

2007er Debüt keineswegs übel war, aber

der Reihe nach. Entdeckt und gefördert

wurden Brian Flynn (Lead Vocals: mächtig,

kernig!) und Brent Flynn (Electric

Lead & Rhythm, Acoustic & Slide Guitars:

beherrscht die gesamte Southern Rock-

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com

Klaviatur!) Mitte der Dekade von Richard

Young, Gitarrist der musikalisch sehr

ähnlich gelagerten Kentucky Headhunters.

Er nahm mit ihnen erste Demo Tapes

auf, die Country Star Keith zu hören bekam,

was letztlich in einem Vertrag und

einer CD mit dessen Show Dog-Label

mündete. Unzufrieden, weil sie dort ihr

eigenes Material nicht präsentieren durften,

wechselten sie nun die Firma und

haben auf ‚Redemption‘ gleich 6 Bandkompositionen

unterbringen können.

Dazu gibt‘s u.a. weitere Nummern von

Jimmy Hall/Jeffery Steele, den Headhunters

und zum Abschluss eine klasse, heftig

southern-rockende, mit Lead-, Slide-

und Sitar-Soli gespickte Version von

America‘s Hit ‚Sandman‘. Insgesamt erinnert

‚Redemption‘ mit seiner gut abgehangenen

Mischung aus Mason-Dixon

Line Boogie, klassischem 70er Southern

Rock und kraftvollem Country Rock an

Bands wie Outlaws und Marshall Tucker

Band bis hin zu den KY Headhunters und

Georgia Satellites - auf Track #5, ‚Alright‘,

steht denn auch kein geringerer

Special Guest als Dan Baird persönlich im

Spotlight: mit elektrischer Rhythmusgitarre

und Co-Lead Vocals!

FRONTIER RUCKUS -

Deadmalls & Nightfalls

(RMSR 728/2010) CD € 12,90

(Songwriter/Folk Rock/

Alt.Country) 2010 Ramseur

- das sind derzeit

meine neuen Favoriten

für die harmonische

Acoustic Folk Rock-Variante

von Americanaund-darüberhinaus!

Mit seinen unendlich

sensibel, manchmal auch traurig gesungenen

Liedern und ganz viel Timbre in der

Stimme steht der junge Singer/Songwriter

Matthew Milia hier deutlich im Vordergrund.

Er spielt meist akustische Gitarre

und Harmonika, dazu aber auch Pedal

Steel Guitar, Harmonium, Bass und Klavier.

Seine wichtigsten Partner bei Frontier

Ruckus sind Banjopicker David Winston

Jones (auch Dobro, Mandoline, E-bow,

Harmony Vocals), der mit seinen Instrumenten

so etwas wie ein „leftfi eld“ Bluegrass-Feeling

einbringt, und Trompeter (!)

Zachary Nichols, der sich aber auch oft auf

den Schemel setzt, um ein Sägeblatt erzittern

zu lassen oder ein paar Akkorde auf

dem Harmonium beizutragen. Ja, sie haben

auch Bass und Schlagzeug in der

Band, aber die sind im fi ligran arrangierten

Gesamtbild nur selten präsent, kommen

eher live bzw. auf dem 2008er Debütalbum

‚The Orion Songbook‘ zur

Geltung. Hier auf dieser neuen CD wird so

manches rhythmisch dynamischere Acoustic-Gepolter

von zuvor durch weitaus

mehr Songcharakter und etliche leise Ruhezonen

ersetzt - kraftvolle Songs, die

sich mit der Vereinsamung, der geistigen

und materiellen Verarmung der Leute beschäftigt,

Musik, die mit vorwiegend ruralen

Mitteln die Tristesse in den amerikanischen

Städten mittlerer Größenordnung

beschreibt. Lansing, Michigan, Mittelwesten,

Große Seen, Ann Arbor-Szene, da

kommen Frontier Ruckus her und sie spielen

und singen davon. Wunderschön, melancholisch,

seltsam! Musik für Liebhaber

der Gebrüder Avett, Felice & Palace, von

The Low Anthem, Ola Podrida, Iron &

Wine, Hezekiah Jones, Southeast Engine...

Unbedingt beeindruckend!!

JOHN FULLBRIGHT -

Live At The Blue Door

(CRS 106/2010) CD € 15,90

(Songwriter/Folk/Country/Roots)

2011 Continental

Song City - das

Riesentalent gilt derzeit

mit seinen gerade erst

22 Jahren als größtes

Folk/Americana-Ver-

sprechen in Oklahoma und darüberhinaus!

John Fullbright aus Okemah an der

Interstate 40 zwischen Oklahoma City

und Muskogee gehört genau genommen

zum weiteren Kreis der so genannten

Red Dirt Scene, allein schon wegen seiner

Herkunft und seinem einjahrigem Mitwirken

in der Mike McClure Band. Seit kurzem

macht er als Soloact die einschlägigen

Clubs zwischen Tulsa, Norman,

Stillwater und runter nach Texas bis

Houston und Austin „unsicher“ mit einer

kräftigen Americana-Ansage, die einerseits

jugendlich frisch und unverbraucht

wirkt, sich andererseits ganz eindeutig

auf das große Vorbild Woody Guthrie beruft

und geradezu „erschreckend“ altersweise

und erfahren daherkommt! Seine

sprachgewandten, poetischen Texte handeln

von persönlichen Erlebnissen und

Beobachtungen aus seiner Umgebung.

Extrem eindrucksvoll z.B. der ‚Post War

Blues‘ über seinen älteren Bruder, der

zum zweiten Mal in den Irak muss. Oder

‚All The Time In The World‘, eine einzige

Liebeserklärung an seinen Heimatstaat

mit einer kleinen Einschränkung („never

go to Southern Oklahoma at night“).

Sein Albumdebüt ist nicht zufällig ein

Livemitschnitt. Ganz selbstbewusst, völlig

in sich ruhend und nur mit Gitarre und

Mundharmonika im Gepäck präsentiert

Fullbright seine Ausnahmelieder beim

Heimspiel am 17.2.2009 im berühmten

Blue Door Club in OK City einem gebannten

Publikum, dem man förmlich anmerkt,

wie es kollektiv den Mund vor

Staunen nicht mehr zubekommt. Konsterniert

von der unglaublichen Qualität,

die es da zu hören bekommt, sich bewusst

werdend, dass da ein kommender

Superstar des Genres vor ihnen steht,

entlädt sich zwischen den Stücken emphatischer

Jubel, nur um sich schnell zu

beruhigen, damit man ja nichts vom

nächsten Sensationssong verpasst. Eine

unglaublich intensive Performance, die

seligste Gefühle an Townes Van Zandt,

Steve Earle und (nicht nur wegen der

schrägen Harp) an Bob Dylan aufkommen

lässt und mitunter auch an Slaid

Cleaves, Ryan Adams (Stimme) und Justin

Townes Earle erinnert. Und als wenn

das alles nicht schon viel zu viel des Guten

wäre, wagt er sich zum furiosen Finale

an keine geringere Aufgabe als an Leonard

Cohens ‚Hallelujah‘, von dem man

dachte, es könne nach Jeff Buckley keiner

mehr bringen... 14 z.T. lange Tracks

plus ein paar Intro-Talks ergeben 69 Minuten

Live Americana der Superlative!

TRISHA GAGNON -

S Story About You And Me

(JAMN 1/2010) CD € 16,50

(Songwriter/Folk/Bluegrass)

2010 Jam‘n Music

- eine neue Stimme

am Folk & Bluegrass-

Firmament und dann

doch nicht ganz. Die

sympathische Kanadierin

aus British Columbia hat jahrelang

grenzüberschreitend in Vancouver und

Nordkalifornien bei solchen Bluegrass

Bands wie Tumbleweed und John Reischman

& The Jaybirds den Standbass gezupft,

das ein oder andere Stück geschrieben

und gesungen. Nach fast 10

Jahren und 4 CDs mit den Jaybirds startet

sie nun mit diesem Erstling ihre Laufbahn

unter eigener Regie. Gekonntes Songwriting,

eine warme Country Folk-Stimme

und profunde Fähigkeiten auf ihrem Instrument

zeichnen sie aus, die Musiker, mit

denen sie diese 12 Tracks eingespielt hat

sind Profi s vom Besten: Master-Mandolinist

John Reischman (Good Ol‘ Persons,

Tony Rice Unit, Neko Case), Gitarrist und

Co-Produzent Jim Nunally (David Grisman

Bluegrass Experience, Laurie Lewis),

Banjopicker Nick Hornbuckle (Terry Lee

Hale, Evangeline) und Fiddler Greg Spatz

11


sind die Jaybirds, dazu kommen in Nebenrollen

Dobromeister Rob Ickes, Tony

Furtado mit seiner Bottleneck und etliche

Harmonie/Duettsänger wie Schwester

Cathy-Anne McClintock, Shaun Cromwell,

Vince Gill, Peter Rowan, Kathy

Kallick, Laurie Lewis, Keith Little, Chris

Jones. Absolut hochkarätig! Für Fans von

Kate Wolf, Rachel Harrington, Laurie Lewis,

Alison Krauss.

ANNIE GALLUP -

Weather

(WTG 93/2010) CD € 17,90

(Songwriter/Folk/

Chamber Folk/Classical)

2010 Waterbug - sehr

unerwartetes, musikalisch

überraschendes

Aufeinandertreffen

zweier Frauen, die eigentlich

in anderen Lagern zuhause sind.

Annie Gallup ist eine bekannte Singer/

Songwriterin aus Ann Arbor, Michigan

(jetzt Santa Barbara, California), die mit

wortreicher Poetry, Gesang und Spoken

Word und experimentellen Gitarrentechniken

arbeitet. Sie hat zuvor seit 1994

auf mehreren Labels 7 CDs veröffentlicht

und präsentiert ihre im weiteren Sinn

Folk-Kunst mal konventionell countrybluesig

und solo, mal folk-poppig mit einer

festen Band, aber auch ideenreich

z.B. mit gleich mehreren Bassisten im

Wechselspiel wie auf ihrem Waterbug

Records-Vorgänger ‚Half Of My Crime‘

(2006). Für ‚Weather‘ legt sie ihre Gitarren

beiseite, trifft sich mit der innovativen

Art Rock-Keyboarderin Asia Mei

(Meirovich) und lässt sie erstmalig Arrangements

für ein Streichquartett als Begleitung

ihrer 12 neuen Kompositionen

entwickeln. Im Ergebnis hören wir dann

nur die Stimme der Gallup begleitet von

zwei Geigen, einer Bratsche und einem

Cello. Das ist dann eher Poetry mit Klassik

als Poetry mit Folk, in jedem Fall sehr

speziell!

COLIN GILMORE -

Goodnight Lane

(COG 2010/2010) CD € 14,50

(Songwriter/Country

Rock/Roots Pop) 2010

Privatlabel - weitgehend

unbemerkt über

die Grenzen Austins hinaus

hat der Sohn des

legendären Jimmie Dale

Gilmore (Flatlanders) nach 6 Jahren sein

zweites Album veröffentlicht. Und mindestens

diese nasale, helle Stimme erinnert

bisweilen schon sehr an den Vater in

jungen Jahren, allerdings noch mehr an

Rodney Crowell. Was Songs und Sound

angeht, macht Colin Gilmore seinem

Spitznamen als „West Texas Nick Lowe“

(Mojo) alle Ehre. Soll heißen: Wir haben

es hier mit einer auf Buddy Holly und Joe

Ely basierenden und bei Rockpile und

Nick Lowe noch lange nicht endenden

Pub Rock-Variante von Americana Pop‘n

Roll zu tun, die jung, schnell und angenehm

unbekümmert daherkommt, sich

mit regelrecht poppigen Refrains in die

Gehörwindungen dreht und am Ende

dann doch typisch Texas Country Rock

bleibt - mehr Lubbock als Austin! Klasse

Typ, gute Scheibe, gewohnt souveräne

Produktion von Altmeister Lloyd Maines,

der ja seit nunmehr seit vier Dekaden diese

ganz besondere Verquickung von

Country und Pop auf texanische Art hoffähig

gemacht hat. Gilmore spielt auf

‚Goodnight Lane‘ mit seiner Touring

Band: Gitarrist Jay Bennett (nicht der verstorbene

Ex-Wilco), Bruder Tim Bennett

am Schlagzeug und Bassist Billy Crompton.

Feat. Lloyd Maines (Steel, Dobro),

Toningenieur Eric McKinney (Electric Guitar),

Jared Hall (Accordion, Keyboards),

Pat Manske (Drums), Sally Allen (Backing

Vocals). Der studioerprobte Scott Ma-

12

thews (John Hiatt, Robert Cray, Neil

Young, Dale Watson, Chuck Prophet) hat

den Opener ‚Circles In The Yard‘ produziert

und allein instrumentiert, zwei andere

Titel co-komponiert.

GIN BLOSSOMS -

No Chocolate Cake

(FOTN 772/2010) CD € 15,50

(Guitar Pop/Rock) 2010

429 Rec. - eigentlich, ja

eigentlich waren die Gin

Blossoms aus Tempe,

Arizona immer so eine

eher beliebige, mittelschwere

Mainstream

Pop/Rock-Truppe, die keiner näheren inhaltlichen

Qualitätsprüfung standgehalten

hätte. Aber nach „eigentlich“ kommt ja

bekanntlich oft ein „aber“... Und da muss

man - übrigens ähnlich wie in den Fällen

Counting Crows und Hootie & The Blowfi

sh - festhalten: Die hatten was, die waren

auf eine ganze spezielle Art attraktiv

und haben zumindest für einen überschaubaren

Zeitraum regelrechte Massen

von Fans bewegt und mit ihrem eingängigen

Gitarrenpop die Charts gestürmt.

Lange her, ‚New Miserable Experience‘

war von 1992, ‚Congratulations I‘m Sorry‘

von 96. In dieser letzten Besetzung (ohne

den Drummer) gab‘s dann in 2006 ein erstes

Comeback (‚Major Lodge Victory‘) und

nun ein zweites: Robin Wilson (Songs, Guitars

und DIE Stimme der Gin Blossoms),

Jesse Valenzuela (Songs, Guitars, Keyboards,

Harmony Vocals), Scott Johnson

(Guitars, Piano, Harmony Vocals) und Bill

Leen (Bass) mit dem bekannten Studio-

Drummer John Richardson (Tommy Keene,

Adam Schmitt). 11 kernige Stücke, die

nahtlos an die großen Zeiten anknüpfen

und - anders als noch auf ‚MLV‘ - keinen

einzigen Flop und kaum Durchhänger aufweisen.

Dafür eindeutige Ohrwürmer wie

‚Miss Disarray‘, ‚Wave Bye Bye‘, ‚Somewhere

Tonight‘, ‚Go Crybaby‘, ‚Dead Or

Alive (On The 405)‘, ‚Something Real‘,

‚Goin‘ To California‘. Daumen hoch!

RACHEL HARRINGTON -

Celilo Falls

(CRS 1071/2010) CD € 15,90

(Songwriter/Folk/Country)

2010 Continental

Song City - die ganz großen

Namen im zeitgemäßen/zeitlosen,

auf

traditionellen Werten

basierenden Women‘s

Folk & Country wie Gillian Welch und Iris

DeMent haben auch in 2010 pausiert.

Macht nichts, spät am Ende des Jahres,

aber noch gerade rechtzeitig, um in die

„Endabrechnung“ zu gelangen, kommt

Rachel Harrington mit ihrer 3. CD auf den

Plan! Und dann erhält man alles, was man

in diesem Genre erwarten darf!! Die Folkand-beyond

Frau aus Seattle besticht wie

zuvor auf ‚The Bootlegger‘s Daughter‘

(2007) und ‚City Of Refuge‘ (2008) mit

wunderschönen Songs, die ihre deutliche

Handschrift tragen, und einem geradezu

beseelten Gesangsvortrag, der in dieser

Klarheit, Schönheit, Hingabe und Folk-Souveränität

seinesgleichen sucht! Sehr exquisit

auch wieder die ausgesuchten, unglaublich

wirkungsvollen Arrangements in rein

akustischer Instrumentierung: Harrington

steht mit ihrer Stimme und Gitarre im Zentrum,

aber darüber/darunter/daneben zirpt

das Dobro, klopft ein Banjo, jubiliert die

Fiddle, weint eine Pedal Steel, die ausgeruhten

tiefen Töne vom Standbass und die

warmen Harmony Vocals von Produzent

Evan Brubaker erden dann alles down to

the ground - groß! Mitunter hören wir

noch Special Guests wie Doug Wintch

(Harmonica), Ronnie McCoury (Mandolin)

und - aus England zugeschaltet - die Slide

von Rod Clements (of Lindisfarne fame) auf

‚Here In My Bed‘. Erste Liga, ganz vorne!!

HILL COUNTRY REVUE -

Zebra Ranch

(RAZ 3113/2010) CD € 12,90

(Southern Rock/Roots/

Blues/Fusion) 2010 Razor

& Tie - diese fulminante,

nach einem

wichtigen Song der

North Mississippi Allstars

betitelte Powertruppe

war ja eigentlich als NMA-Nebenprojekt

angedacht worden, als höchst

unterhaltsamer und erfrischender Zeitvertreib.

Luther Dickinson macht aber

gerade richtig in Sachen Black Crowes

und so hat Bruder Cody Dickinson die Lebensdauer

der HCR einfach verlängert,

zumal man ja enorm erfolgreich ist und

zum Kern der Memphis Music Foundation

zählt! Und eigentlich unterscheiden

sich beide Bands ja auch nicht so enorm

voneinander, fi nde ich. Anders als beim

letztjährigen Debüt ‚Make A Move‘ gehen

hier die Funk & Groove & Boogie-

Gäule nicht ganz so deftig mit ihnen

durch, das hört sich alles etwas reifer,

strukturierter und abwechslungsreicher

an - bis hin zu einem wahren Classic

Rock-Balladen-Abschluss der würdigen

Extraklasse: ‚Wild Horses‘ (mehr Stones

als Flying Burritos...). Davor allerdings

blitzen und donnern so manche ohrreinigende

Blues & Boogie-Gewitter durchs

Hill Country zwischen Memphis und Oxford,

die man von diesen Musikern denn

auch erwarten kann. Allein schon Powersänger

Daniel Robert Coburn ist kein

Weichei, er hat eine astreine Hard Rock-

Ausbildung und lässt in diesem Zusammenhang

immer gerne genannte Shouter

wie Paul Rodgers vollkommen verblassen!

An der einen Gitarre, der „richtigen“,

hören wir Kirk Smithhart mit heftigen

Slidepassagen und gekonnten

Rocksoli, an der anderen fudelt sich

NMA-Drummer Cody Dickinson in

Höchstgeschwindigkeit fast „southernmetallig“

durch die Saiten, wenn er nicht

selber zusätzlich am Schlagzeug sitzt

oder das elektrisch verstärkte Waschbrett

traktiert. Basser Doc Samba und Drummer

Edward Cleveland komplettieren das

Quintett und bringen mit ihrer Blues‘n

R&B-Schule Farbe ins Spiel. Feat. Luther

Dickinson (Guitar), Roosevelt Collier (Pedal

Steel), Peter Keys (Klavier, Orgel) sowie

einige bekannte Backingstimmen

(Susan Marshall, Reba Russell, Jimbo Mathus).

Neben ein paar weiteren Garry

Burnside-Nummern (‚Make A Move‘ hatte

er fast allein komponiert) bekommt die

Band jetzt erheblich mehr Writer-Anteile,

dazu haben sie zwei Genrekracher wie

‚Raise Your Right Hand‘ von Billy Earl Mc-

Clelland und ‚Going Down‘ von Don Nix

ausgewählt. Und ‚Wild Horses‘… Sehr,

sehr geiles Album!!

CHRIS HILLMAN &

HERB PEDERSEN

At Edwards Barn

(ROU 652/2010) CD € 13,50

(Bluegrass/Folk/Country)

2010 Rounder - 1974

lernten sie sich bei Sessions

der Flying Burrito

Brothers kennen, seit 25

Jahren zelebrieren sie

fest zusammen ihre so

einzigartige Folk & Bluegrass & Country

Music, ob zunächst in der Desert Rose

Band, später innerhalb des Quartetts Rice-

Rice-Hillman-Pedersen oder wie zumeist als

Chris Hillman & Herb Pedersen. Zwei absolute

Alphatiere des Americana-Genres, deren

Lebensläufe nicht nur allen Byrds-bis-

Dillards-Stammbaum-Kennern hinlänglich

bekannt sein müssen! Hier bei einem Livemitschnitt

vom 7.11.2010 in Edwards Barn

im kalifornischen Nipomo in Quintettbesetzung

mit altbewährten Freunden: Bill Bryson

am Standbass, Larry Park an der akustischen

Lead Guitar und David Mansfi eld

an der Fiddle. Hillman spielt durchweg

Mandoline, hat wie stets die meisten Songanteile

und singt demzufolge fast alle Titel.

Pedersen ist mit Rhythmusgitarre und vereinzelt

am Banjo zu hören, singt seine Paradenummer

‚Wait A Minute‘, seine größte

Stärke bleiben diese unnachahmlich sensitiven

Harmony Vocals, weswegen er ja

auch auf Hunderten von Platten gelistet ist.

Das Material stammt aus allen Phasen beider

Karrieren: ‚Turn Turn Turn‘, ‚Have You

Seen Her Face‘ und ‚Eight Miles High‘ von

den Byrds, ‚Sin City‘ und ‚Wheels‘ von den

FBB, ‚Love Reunited‘ und ‚Desert Rose‘ von

der DRB, dazu Klassiker von Buck Owens,

Louvin Brothers und Ralph Stanley - 15

Songs insgesamt, 54 Minuten absolute

Bluegrass Harmony-Grandezza!!

JAMEY JOHNSON -

The Guitar Song

(MERN 402/2010) 2-CD € 16,90

(MERN LP 402/2010) 3-LP € 22,90

(Songwriter/Country/

Country Rock) 2010

Mercury - wow, Mörderhammerteil!

That‘s what

I call C.O.U.N.T.R.Y.!!

Marty Stuart, Billy Joe

Shaver, Kris Kristofferson,

Merle Haggard und ähnliche Kaliber

„between Jennings and Jones“ (Eigenbeschreibung

auf gleichnamigem Song) lassen

heftig grüßen auf diesem 3. Werk des

stimm- und songgewaltigen Outlaw Troubadours

aus Nashville, der daherkommt

wie ein ganz Alter, eigentlich aber erst seit

ein paar Jahren von sich reden macht. Zunächst

als Co-Autor des zweifelhaften Trace

Adkins-Mainstream-Hits ‚Honky Tonk

Badonkadonk‘, danach mit seinem noch

etwas fremdgesteuerten Music Row-Debüt

‚The Dollar‘ (2006). Ja, und dann kam ‚That

Lonesome Song‘ in 2008, mit eigener

Band, viel mehr eigenen Songs und eigener

Produktionskontrolle - sicher eines der besten

Country-Alben des Jahres im „Mainstream-klopft-an-die-Americana-Tür“-Segment!

In derselben Art - ach was, noch viel,

viel stärker, viel authentischer! - kommt

nun ‚The Guitar Song‘ auf den Plan, eine

Doppel-CD (‚The Black Album‘ & ‚The

White Album‘) mit 25 kapitalen Stücken

und über 100 Minuten allerfeinster Outlaw

Country bis Country Rock Music! Dazwischen

auch Southern Rock mit schwerer

Orgel und feisten Twin Lead Guitars (z.B.

auf dem 7-minütigen ‚Can‘t Cash My

Checks‘), etliche nachdenkliche, tiefgehende

Balladen mit leisen, semiakustischen

Arrangements, Coverversionen von hohem

Rang (‚Mental Revenge‘/Mel Tillis, ‚For The

Good Times‘/Kris Kristofferson), der originelle

Titeltrack aus Sicht einer alten, erlebnisbeladenen

Gitarre im Pfandhaus und ein

gewaltiges Finale (‚My Way To You‘), bei

dem die Kent Hardly Playboys nochmal alle

Register ihres Könnens ziehen, allen voran

die Leadgitarristen Wayd Battle & Jason

Cope sowie der wirklich brillante Pedal

Steel-Gitarrist alter Schule (Bama Band!),

„Cowboy“ Eddie Long! Feat. Mac McAnally,

Rivers Rutherford, Keith Gattis, Mike

Kennedy, Eric Darken u.a. Nashville Cats.

ROB JUNGKLAS -

Mapping The Wreckage

(MADJ 10/2010) CD € 15,50

(Songwriter/Alt.Roots/

Rock) 2010 Madjack -

wenn es um die akustische

Umsetzung von

Himmel & Hölle, Tod &

Teufel, Schuld & Sühne

in der amerikanischen

Roots Music geht, dann ist seit Jahren dieser

stets bedrohliche, verschreckende, manisch

predigende Typ aus Memphis, Tennessee

mein absoluter Favorit. Er wandelt

dabei mit seinem gespenstischem, textreichen

Sprechgesang mit mächtiger, aufheulender

und dröhnender Anti-Gospelstimme

wie aus dem Jenseits und einem beinhar-

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ten, mit knackharten elektrischen Gitarren

durchsetzten, Saiten-fl irrenden, indie-style

Swamp‘n Slide/Preachin‘ Roots Rock mindestens

auf den Spuren der verstorbenen

Rainer Ptacek und Chris Whitley - mit dem

ein oder anderen Gruß an David Eugene

Edwards, Mike Farris und Malcolm Holcombe.

Titel wie ‚Reptile Brain‘, ‚Detox‘,

‚The Moons Is Turned To Blood‘ oder ‚A Girl

Named Resurrection‘ geben die inhaltliche

Richtung vor, da wird das alte Testament

zitiert, die Apokalypse heraufbeschworen...,

puuh..., ganz harter Stoff und alles

garantiert ohne jeden Humor und ohne

Augenzwinkern!! Jungklas hat in den

80ern schon mal zwei Major Label-Platten

veröffentlicht, die ich immer noch nicht

kenne, aber so wie hier kann es nicht gewesen

sein... Seit dem neuen Jahrtausend

ist er in der Memphis Scene wiederauferstanden,

predigte bereits nachhaltig mit

‚Arkadelphia‘ (2002) und ‚Gully‘ (2007),

und nun mit ‚Mapping The Wreckage‘. Alle

drei CDs sind von Jeff Powell (16 Horsepower,

Afghan Whigs, Bottle Rockets, Pawtuckets,

Big Star, North Mississippi Allstars)

im selben Sound gemacht (Producer, Recording,

Mixing, Ardent Studio), hier wird

Jungklas wieder von den Gitarristen Steve

Selvidge (NMA, Big Ass Truck, Amy LaVere)

und John Whittemore (Jack-O & The Tearjerkers,

Reigning Sound, Compulsive Gamblers),

Bassist Sam Shoup (Sid Selvidge,

Keith Sykes, Jim Dickinson) und den Drummern

Harry Peel (Susan Marshall) oder Robert

Barnett (Big Ass Truck) begleitet - nur

vom Feinsten! Tierisch!!

CALEB KLAUDER -

Western Country

(PAD 404/2010) CD € 15,90

(Songwriter/Country/

Roots/Rockabilly) 2010

Quicksilver - klasse Scheibe

des ehemaligen Co-

Leaders von Calobo, einer

der wichtigsten 90er

Jahre Roots/Jam/Alt.

Country Bands aus Portland, Oregon, aus

der auch noch andere Musiker ihren eigenen

Weg gegangen sind (z.B. Jenny Conlee

& Nate Query zu Decemberists und Black

Prairie, David Andrews mit Soloalben). Klauder,

der auch in Bands wie Everyday Dirt, der

Foghorn Stringband und Pig Iron zu fi nden

war, kommt hier mit seinem 3. Soloalbum in

geradezu bestechender Qualität. Live im

Studio (wie früher, zusammen und ohne

Kopfhörer) eingespielte Songs voller Authenzität

und Integrität, egal ob es sich -

Hälfte/Hälfte - um seine eigenen Kompositionen

oder Genreklassiker vom Schlage

‚Deep River‘ und ‚What Was I Supposed To

Do‘ von Paul Williams, ‚My Baby Came

Back‘ von den Louvin Brothers handelt oder

gar um einen Americana-Gassenhauer wie

‚Satisfi ed Mind‘, dem er tatsächlich 2010er

Leben einhauchen kann. Mit seiner typischen

Countrystimme, wie es sie eigentlich

gar nicht mehr gibt, und zusammen mit seiner

Band präsentiert er eine begeisternde

Mischung aus Honky Tonk, Rockabilly, Bluegrass

und Stringband - ganz im Sinn des

Albumtitels! Feat. Paul Brainard (Richmond

Fontaine, Moonshine Hangover, Celilo, Bingo)

mit Electric Twang und schönen Steelgitarren,

Bassist Jesse Emerson (Amelia, Casey

Neill), Geiger/Gitarrist Stephen Lind (Foghorn

String Band, Crooked Jades), Geigerin

Sophie Vitells und Drummer Ned Folkerth.

Klauder spielt Mandoline und Gitarre.

DYLAN LEBLANC -

Paupers Field

(RTU 590/2010) CD € 15,90

(RTU LP 590/2010) LP € 16,90

(Songwriter/Folk/Folk

Rock/Alt.Country Rock)

2010 Rough Trade -

Hammerdebüt!! Dylan

LeBlanc ist der erst

20-jährige Sohn des Muscle

Shoals Studio-Vete-

ranen (Songwriter/Musiker) James LeBlanc

und startet gleich mit seinem ersten Werk

voll durch im Stil eines erfahrenen Troubadours

aus dem Süden, der seinem Alter

weit voraus ist. Klar, wenn man als Kid in

den legendären Aufnahmestudios in Sheffi

eld, Alabama, praktisch aufgewachsen

ist, wenn alles was irgendwie mit Musik zu

tun hat erlaubt und sogar gefördert wurde,

dann macht man sehr früh Erfahrungen,

die anderen nicht im ganzen Leben widerfahren.

Dennoch: Es ist schon erstaunlich,

mit welcher Abgeklärtheit LeBlanc Charaktere

wie in ‚Emma Hartley‘ und ‚Death Of

Outlaw Billy John‘ beschreibt, wie er erzählt

vom regelmäßigen 500 Meilen-Trip

zwischen dem Familienhaus in Shreveport,

Louisiana und dem Arbeitsplatz seines Vaters

in Muscle Shoals (‚Changing Of The

Seasons‘, ‚Coyote Creek‘, ‚Tuesday Night

Rain‘) oder immer noch staunt über seinen

ersten Besuch in Manhattan (‚5th Avenue

Bar‘) - bis vor zwei Jahren war er noch nie

gefl ogen oder je über die Mason Dixon-

Line hinaus nach Norden gefahren. Ja,

Dylan LeBlanc ist einer, der mit seinen jungen

Jahren richtig was zu sagen hat! Und

das macht er mit einer vermeintlich dünnen,

dabei leicht brüchigen und attraktiv

angerauten Stimme in einer kongenialen

Mischung aus Neil Young-Einsamkeit, Ryan

Adams-Coolness, Ray LaMontagne-Präsenz

und Rufus Wainwright-Verletzlichkeit. Sehr

emotional, etwas düster und mit viel Southern

Country Soul-Charme durchsetzt -

genauso wie seine 12 außergewöhnlichen

Songs, zumeist moderate bis langsame

Stücke zwischen Folk und Country, aber

das mit unterschwelligem Rock-Faktor.

Selbst produziert und - natürlich! - eingespielt

in den Fame Studios von Muscle Shoals

mit jungen, lokalen Musikern und älteren

Haudegen wie Pedal Steeler Wayne

Bridges, der mal in einer Spätausgabe der

Flying Burrito Brothers gespielt hat und hier

auf fast jedem (!) Track seine instrumentelle

Klasse beweist. Auf ‚If The Creek Don‘t

Rise‘ singt Emmylou Harris die Harmoniestimme,

die bekannte Trina Shoemaker

(Sheryl Crow, Blue Rodeo, Whiskeytown)

hat dieses überzeugende Album fi nal abgemischt.

JERRY LEE LEWIS -

Mean Old Man

(VRV 502/2010) CD € 15,50

(Country/Roots/Rock‘n

Roll) 2010 Shangri-La/

Verve - typisch! Das Cover

zeigt eine Fotosession

mit viel zu jungen

Damen, die den Killer

anhimmeln und ihn vom

Rücksitz seines mit rotem Plüsch ausgestatteten

Luxusgefährts geleiten. Das lief doch

mal andersrum? Altersweise Selbstironie

mit 75? Egal, ‚Mean Old Man‘ macht da

weiter, wo sein fulminantes Comeback-Album

‚Last Man Standing‘ 2006 aufhörte,

und zeigt den Killer jedenfalls mal wieder

in (Alters-) Bestform und musikalisch in Begleitung

einer All Star-Versammlung, die

wahrlich ihresgleichen sucht! Fangen wir

mit dem Namedropping mal an: Featured

Duet Artists sind Ronnie Wood, Kid Rock/

Slash, Mick Jagger (‚Dead Flowers‘), Tim

McGraw/Jon Brion, Eric Clapton/James

Burton, Sheryl Crow/Jon Brion (‚You Are

My Sunshine‘), Shelby Lynne, Merle Haggard/James

Burton (‚Swinging Doors‘), Ringo

Starr/John Mayer/Jon Brion (‚Roll Over

Beethoven‘), Keith Richards (‚Sweet Virginia‘),

Solomon Burke, John Fogerty (‚Bad

Moon Rising‘), Gillian Welch, Willie Nelson,

Mavis Staples/Robbie Robertson/Nils Lofgren

(‚Will The Circle Be Unbroken‘). Produziert

hat Jim Keltner mit Steve Bing und in

der festen Studioband befi nden sich Topkräfte

wie Keltner, Rick Rosas, Greg Leisz,

Mickey Raphael, James Walbourne und

Ken Lovelace, mit Hutch Hutchinson, Bob

Glaub, Waddy Wachtel u.a. Und Jerry Lee

Lewis selber? Bietet sein klassisches Piano-

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com

spiel, singt mit sonorer, sich erstaunlich gut

im Schuss befi ndlicher Stimme und hinterlässt

einen richtig souveränen Eindruck,

auch und besonders auf zwei weiteren Titeln

ohne Gäste: ‚Sunday Morning Coming

Down‘ nur mit akustischer Band und zum

etwas wehmütigen Abschluss ‚Miss The

Mississippi And You‘, ganz alleine am Klavier

im Sam Philips Studio in Memphis. Ein

sehr country-orientiertes Statement diesmal

vom letzten Überlebenden der R&R-

Ära - und nichts weniger als beeindruckend!!

(Achtung: nur diese Version mit 18

Titeln kaufen, die abgespeckte Ausgabe

macht gar keinen Sinn!)

LOS LONELY BOYS -

Keeping On Giving: Acoustic Live!

(ME 487/2010) CD € 15,90

(Acoustic Rock/Roots

Rock/Blues Rock) 2010

Playing In Traffi c - das

Erfolgstrio um die drei

Garza-Brüder aus San

Angelo, Texas nach etlichenStudioproduktionen,

einigen Livemitschnitten und jüngst

der Hommage an die Musik des Jahres

1969 nun tatsächlich mit etwas, was es bislang

von ihnen noch nicht gab: akustische

Liveversionen ihrer bekanntesten Songs

und ein paar originelle Covers obendrauf.

Anfang März 2010 traten die LLB in Colorado

Springs und Boulder auf und berauschten

sich und das begeisterte Publikum

mit überschäumender Spielfreude

und -technik. Henry als fi ligraner fl inker

Finger auf der Akustischen und mit Lead

Vocals, JoJo singt ebenfalls und spielt eine

akustische Bassgitarre, mitunter auch eine

zweite 6-Saitige, und Ringo Garza sitzt wie

immer hinter seinen Trommeln und Fellen.

Im Hauptprogramm bieten sie engagierte,

oft lange (7, 9 Minuten), Jam Rock-infi ltrierte

Akustikfassungen ihrer Hits ‚Senorita‘,

‚Oye Mamacita‘, ‚Hollywood‘, ‚Staying

With Me‘, ‚More Than Love‘, ‚Man To Beat‘

sowie die Beatles-Nummer ‚She Came In

Through The Bathroom Window‘ und Clarence

Henry‘s Klassiker ‚Evil Ways‘ (Santana-Version).

Für den Zugabenblock (‚Beast

Of Burden‘/Stones und ‚Heaven‘) kommen

Alejandro Escovedo (Vocals), sein Gitarrist

David Pulkingham und Carrie Rodriguez

(Fiddle, Vocals) als Special Guests auf die

Bühne. 78 Minuten total. Geht ab!!

CHARLIE LOUVIN -

The Battles Rage On

(TN 534/2010) CD € 15,90

(Songwriter/Country/

Bluegrass/Folk) 2010

True North - über 80

und durch nichts aufzuhalten!

Gerade war die

Bluegrass/Folk/Country-Legende

Charlie Louvin

noch mit einem Album zu Ehren von

Gram Parsons (‚Hickory Wind: Live At The

Gram Parsons Guitar Pull‘) auch in Alt.

Country-Kreisen höchst erfolgreich am

Start, da geht‘s mit ‚The Battles Rages

On‘ hart ran an die innersten Befi ndlichkeiten

der uramerikanischen Seele. 12

Songs hat er hier mit seiner aktuellen

Band (inkl. seinem Sohn Charlie „Sonny“

Louvin Jr. und Ben Hall an akustischen

Gitarren, Mitchell Brown als Bassist und

Produzent, Drummer Kevin Kathey, den

Geigern/Mandolinisten Deanie Richardson

& David Russell) aufgenommen, die

allesamt einen militärischen Bezug aufweisen:

historisch zurückreichend bis

zum Bürgerkrieg, aktuell mit der Unterstützung

für die Soldaten in fremden

Kriegsgebieten und der Sorgen ihrer Familien

zuhause. Mit altersbrüchiger, aber

durchaus stilsicherer Stimme singt Louvin

von God‘s Own Country, vom Besuch am

Soldatengrab und vom Dienst für die unvergleichlichen

Stars & Stripes, pfl ichtbewusst,

patriotisch, bibeltreu und emotional.

Seine Fans in den Staaten wird er

damit zutiefst berühren. Auch seine Fotos

als 21-jähriger Korea-Soldat und als

82-jähriger mit Pistole im Gürtel lassen

keinen Raum für kritische Diskussionen.

Wir haben hier dafür wohl nur ein Wort:

reaktionär! Die 12 Songs sind ein Mix aus

mehreren Louvin Brothers-Klassikern und

einschlägigen Titeln von Merle Haggard,

Tom T.Hall, Roy Acuff, Ernest Tubb u.a.

ROBYN LUDWICK -

Out Of These Blues

(CRS 1068/2010) CD € 15,90

(Songwriter/Country

Folk/Country Rock)

2010 Continental Song

City - den Status von

Lucinda Williams hat sie

natürlich (noch) nicht,

obwohl sie gerne schon

mal mit ihr verglichen wird. Und wenn

ich mir Songs wie den Titeltrack an #2

und gleich darauf ‚For You Baby‘ an #3

anhöre, dann weiß ich warum! Dieses attraktive

Vibrieren in der Stimme, dieses

spezielle Phrasieren, ja das hat schon

was. Was von Lucinda und auch was von

Pieta Brown! Auch sonst gehört Robyn

Ludwick aus Austin, Texas, jüngere (aber

auch schon Ü40) Schwester von Charlie

& Bruce Robison, klar zu den Volltreffern

in Sachen Women/TexAmericana der vergangenen

Dekade. Drei Platten hat sie

veröffentlicht und alle sind klare Hits für

Kritiker, wissende Fans, Year End Polls

und Americana-Radiomacher: ‚For So

Long‘ (2005, produziert von Danny Barnes),

‚Too Much Desire‘ (2008, produziert

von Ehemann John Ludwick & Mike Hardwick)

und nun ‚Out Of These Blues‘, produziert,

aufgenommen und gemischt

vom berühmten Gurf Morlix in seinem

Rootball Studio in Austin. Wie auf seinen

eigenen Alben hat Morlix auch hier die

meisten Instrumente gleich selber eingespielt

(akustische, elektrische und Pedal

Steel Gitarren, Orgel, Akkordion, Mandoline,

Keyboards, Percussion), die Rhythm

Section besteht aus John Ludwick (Bass)

und Eddie Cantu (Drums). Gelegentlich

verbreitern Fiddler Gene Elders und Tastenlegende

Ian McLagan die Arrangements,

die Harmony Vocals kommen von

Morlix, Trish Murphy und Slaid Cleaves.

Handwerklich also alles in trockenen Tüchern,

das ganz große Texas-Kunstkino

bleibt Robyn Ludwick vorbehalten: mit

ihrer fantastischen Stimme und 12 eigenen

klasse Songs zwischen mehrheitlich

angerockten Country Folk-Balladen und

einigen schnelleren Stücken dazwischen.

Ein Hit!!!

RAUL MALO -

Sinners & Saints

(FAN 2010/2010) CD € 13,90

(Songwriter/Roots/

Rock/Pop/Country

Rock/Latin) 2010 Fantasy

- Mann, Mann, Mann

- was ist das für eine

tierisch gute Scheibe,

alle Achtung!! Die legendären

Mavericks, Los Super Seven,

diverse andere Kollaborationen, nunmehr

6 Soloalben… Der Sänger mit der göttlichen

Roy Orbison-Croonerstimme hat einen

langen Weg hinter sich von Miami

und all den Latino/Cubano/Pop-Einfl üssen

dort bis nach Nashville, seiner neueren

Heimat und Basis für all die Country

& Roots-Aktivitäten im weiteren musikalischen

Leben. Das alles zu erden, auf einen

Punkt zu bringen und auch noch

ganz nebenbei nach Austin, Texas zu tragen,

das ist das dicke, fette Statement

von ‚Sinners & Saints‘! Natürlich ist Raul

Malo nicht nur dieser Wahnsinnssänger

und Performer, sondern ein exzellenter

Instrumentalist, Arrangeur, Songschreiber

und - in diesem Fall auch - sein eigener

Toningenieur und Produzent. Von all

den Gitarren über Keyboards bis Bass,

13


Drums & Percussion (inkl. Ukulele, Requinto,

Tronviolin) hat er große Teile dieses

Albums in seinem Heimstudio selber

gefertigt - und allein mit seinen vielen

Gitarrensoli spielt er jeden an die Wand!

In Austin hat er dann mächtig texanisches

Flair aufgesogen und je nach Songzweck

lokale Musiker wie Augie Meyers

(Orgel), Shawn Sahm (Guitar), Bobby Flores

& Stephen Fishell (Pedal Steel), Michael

Guerra (Accordion, Bajo Sexto), Ernie

Durawa (Drums) oder The Trishas (Backing

Vocals) hinzugefügt. Herausgekommen

ist eine unglaublich spannende,

dynamische, leidenschaftliche Mischung

von sopisticated Country Twang und 60s

Easy Listening über Sir Doug-style Roots

Pop bis hin zu TexMex und bluesigem

Rock mit den unterschiedlichsten Assoziationen

zu Roy Orbison, Calexico, Glen

Campbell, Sir Douglas Quintet, Acoustic

Los Lobos, Monte Warden, Chris Isaak,

Buddy Holly… Covernummern sind das

mexikanische ‚Sombras‘, eine starke Version

von Rodney Crowell‘s ‚Til I Gain

Control Again‘ und eine überraschend

umarrangierte Fassung von Los Lobos‘

‚Saint Behind The Glass‘ (von ‚Kiko‘).

Jahres-Top 20-verdächtig, sage ich mal

im Moment der totalen Begeisterung!!

MASSY FERGUSON -

Hard Water

(SPSH 15/2010) CD € 14,90

(Guitar Rock/Alt.Country

Rock) 2010 Spark & Shine

- das ist mal wieder

was richtig Edles auf der

ewig spannenden

Schnittstelle von „regulär“

und „alternativ“!!

Soll heißen: Grundsätzlich haben wir es mit

einer Mischung aus wertebeständigem

70er (Country) Rock mit Tendenzen zu

Heartland, Guitar und Singer/Songwriter

Rock zu tun, die des öfteren (z.B. gleich

beim Opener ‚Long Time, No See‘) mit diesem

gewissen 90er No Depression-Szenario

zusammenprallt. Das hat dann was von

Backsliders, Son Volt, Jayhawks, Whiskeytown

und Old 97‘s oder jüngeren Querbezügen

der Marke Whipsaws, Wrinkle Neck

Mules und Sons Of Bill - durchaus mit einer

leichten Eagles/Poco-Stimmung dem ein

oder anderen Springsteen-style blue-collar

Rocker (‚Idle Threats And Cigarettes‘), einigen

introvertierteren Balladen (‚Dreams Of

St.Petersburg‘) oder gar etwas Southern

Rock (‚Freedom County‘) zwischendrin. Dabei

klingen Massy Ferguson auf ihrer 2. CD

(nach dem Debüt ‚Cold Equations‘ von

2008) gar nicht so ländlich wie der Bandname

es impliziert, sondern zeitgemäß

rootsy, twangy und straight rockend mitten

in Seattle. Leader ist der Bassist, Texter und

Leadsänger Ethan Anderson. Der ausgezeichnete,

in allen Americana & Rock-Fahrwassern

erfahrene Leadgitarrist Adam

Monda, Keyboarder & zweiter Sänger Tony

Mann sowie Drummer Dave Goedde komplettieren

das Line-up, sie nehmen allesamt

teil an den Teamarrangements und den für

die Band typischen mehrstimmigen Harmony

Vocals. Als einziger Gastmusiker brilliert

Jason Kardong (Grand Archives, Sera

Cahoone, Wakefi elds) auf vielen Tracks an

der Pedal Steel und schärft damit die Country

Rock-Wahrnehmung (‚Aspartame‘ - Killerballade!).

Absolut gekonnt, engagiert,

reif und souverän. Mit Zukunftspotenzial,

ja: schlicht großartig!

SIMON McBRIDE -

Since Then

(NUG 1004/2010) CD € 16,50

(Blues Rock/Rock) 2010

Nugene - auf den bin ich

eher zufällig gestoßen -

irischer Blues Rock ist

zugegebenermaßen

nicht gerade meine bevorzugte

Baustelle. Aber

dieser Typ hat‘s einfach drauf, der kann mit

14

seiner Spielfreude wirklich begeistern!

Schon gleich beim ersten Stück ‚Take My

Hand‘ besticht er mit kompetenten Vocals

(the Paul Rodgers School of Rock Shouting)

und beherrscht sein 6-saitiges Werkzeug

mit soviel Drive und Attack, dass das alte

Electric Blues Rock-Herz schnell in Wallung

gerät! Simon McBride stammt aus Nordirland

(Raum Belfast) und steht damit automatisch

in der geografi sch-musikalischen

Tradition von Rory Gallagher und Gary

Moore, aber solche Vergleiche führen hier

auf die falsche Fährte. McBride ist stilistisch

nicht nur auf ein paar Vorbilder festgelegt,

sondern verwendet diverse Einfl üsse aus

Old Europe und den USA für seine ganz

eigene Auffassung von der Verbindung von

Rock‘n Roll mit Blues. ‚Since Then‘ ist sein

Zweitwerk nach dem ebenfalls bereits aufsehenerregenden

und gefeierten ‚Rich Man

Falling‘ von 2008. Mc Bride spielt in fürs

Genre ja so oft klassischer Triobesetzung,

feat. Carl Harvey (Bass) & Paul Hamilton

(Drums). Er selber überspielt auf einigen

der 14 komplett selbstverfassten Stücke

noch weitere Spuren mit elektrischer Gitarre,

das sind dann auch eher die „amerikanisch“

klingenden, z.T. mit Southern Rock-

Mustern durchsetzten Nummern. Wer auf

Jeff Beck, Rob Tognoni, Walter Trout, Joe

Bonamassa, Robin Trower & Co. steht,

dürfte von Simon McBride schwer angetan

sein!!

WHITEY MORGAN & THE 78’s -

Whitey Morgan & The 78’s

(BLDH 176/2010) CD € 13,90

(Songwriter/Country/

Country Rock) 2010

Bloodshot - hey, was ist

das denn?? Triefende

cry-in-your-beer Country-Balladen,

cheatin‘

Country Rock und harddriving

Honky Tonk mit feister Twang Guitar

und prominenter Fiddle aus... Flint, Michigan,

very hard-driving, indeed!! Das

geht los mit Waylon-selig all over bei John

D.Loudermilk‘s ‚Bad News‘ und macht im

weiteren Verlauf dieses ganz exzellenten -

wenngleich unerhört retrohaften (aber was

ist schon retro? „It‘s not retro, it‘s classic!“)

- Albums weiter mit mehr oder weniger

direkten Anleihen bei Merle Haggard,

Johnny Paycheck, Jerry Reed, Tompall Glaser

und David Allan Coe. Das klassische

früh-70er Outlaw-Ding, nichts weniger.

Oder um es aktueller auszudrücken: Das ist

das Holz aus dem auch solche Typen wie

Dale Watson, Hank III, Wayne Hancock,

Dave Insley, Jamey Johnson und Gary Bennett

geschnitzt sind. Und eben Whitey

Morgan. Hier auf seiner 2. CD mit den

ganz famosen 78‘s nach dem 08er Debüt

‚Honky Tonks And Cheap Motels‘. Von den

11 Tracks stammen allein 7 aus der Feder

von Eric David Allen, wie der Bandleader

eigentlich heißt, die anderen 4 sind Covers

von Loudermilk, Watson, Paycheck und

Hank Cochran. Garantiert bester Stoff für

die ‚Meanest Jukebox In Town‘! Aufgenommen

in Levon Helm‘s Scheune in

Woodstock, unter den 78‘s sind Musiker

aus der Michigan-Szene um Holy Cows,

Deadstring Brothers, Weepers, Drew Nelson

und American Mars.

SHAWN MULLINS

Light You Up

(VAN CD 8112/2010) CD € 15,90

(VAN LP 8112/2010) 2-LP € 26,90

(Songwriter/Folk Rock/

Roots Pop) 2010 Vanguard

- den habe ich über

die Jahre weitgehend

aus den Augen verloren,

muss ich zugeben. In

den 90ern habe ich seine

vielen Platten mit dieser eingängigen

Mischung aus Singer/Songwriter, anspruchsvollen

„Adult Pop“- Schmusesongs

und Soft Rock eigentlich ganz gerne

gehört, irgendwann kam dann dieser

Megahit ‚Lullaby‘ und danach wurde es

einfach nur noch leichtgewichtig-kommerziell.

Später in 2003 hatte er mit

Matthew Sweet und Pete Droge dieses

viel diskutierte Trio/Harmony/ Folk Pop-

Projekt The Thorns - für mich eine riesige

Enttäuschung. Seit 2006 veröffentlicht

Mullins auf dem ehrenwerten Vanguard

Label und ‚Light You Up‘ ist dort sein bereits

3. Titel. Und Überraschung! Bei dieser

wirklich erstaunlich souveränen Ansammlung

von 11 Klasse- Nummern gibt‘s

absolut nichts zu meckern, eher andersrum:

Das ist absolut empfehlenswerte,

hochwertige, zeitgemäße Singer/ Songwritermusik

aus dem amerikanischen Süden

(Mullins‘ Heimat ist Atlanta), die aber

auch gehörig über den Tellerrand schauen

kann, z.B. zur Westküste in Inhalt (‚California‘,

‚Tinseltown‘) und Form (Gitarren

mit dem typischen Southern California

Twang & Drive!). Insgesamt kommt sein

ungefähr 15. Album (es gibt dabei etliche

Kollaborationen, private Live-Teile, etc.)

erdiger und wurzelhafter, sogar etwas

rauer und längst nicht so honigsüß wie

früher rüber. Auch seine Stimme - in einer

Bandbreite von Bariton bis Falsett - wirkt

angenehm „gereift“, dabei ist der Gute

erst 42. Wer auf im weiteren Sinn vergleichbaren

Musikern wie Ray Lamontagne,

Dave Matthews, Ben Harper, Marc

Cohn, Ellis Paul, Mark Erelli und Peter

Himmelman steht, der wird mit ‚Light You

Up‘ jedenfalls optimal bedient! Die meisten

Songs sind Teamworks, u.a. mit Glen

Phillips, Chuck Cannon, Phil Madeira,

Pete Droge und Max Gomez. ‚No Blue

Sky‘ ist der einzig bekannte Song - vom

Thorns-Album, aber hier wesentlich besser!

Feat. Gitarrist Davis Causey (Sea Level,

Randall Bramblett), Steeler Dan Dugmore,

Keyboarder Marty Kearns, Producer/

Drummer Gerry Hansen (BoDeans, Amy

Ray) u.a. Matthew Sweet singt auf dem

kongenialen Ohrwurm ‚California‘.

LIZ PHAIR -

Funstyle

(RKCE 28/20010) 2-CD € 15,50

(Rock/Indie Pop/Dancefloor/Alt.Folk)

2010 Rocket

Science Ventures -

vom frechen Girlypop

Girl und der anzüglichen

Alternative Rockerin

über die angepasste

Mainstream-Diva bis zur All Around-Performance-Künstlerin,

die sich auf ‚Funstyle‘

mit Leichtigkeit zwischen Electro Pop, P-

Funk, Singer/Songwriter, Alt.Folk, HipHop,

Gitarrenrock, Rap, Power Pop und Dancefloor

bewegt (oder verläuft?!), hat Liz Phair

aus Chicago eine weite Strecke hinter sich.

‚Exile In Guyville‘, eines der aufregendsten

Debütalben ever, liegt schon unglaubliche

17 Jahre zurück. Die legendären und nie

offi ziell erhältlichen ‚Girlysound‘ Tapes sind

sogar noch älter, aber hier endlich mal als

Bonus-CD beigegeben. Für ‚Funstyle‘ hat

sie potente Partner wie Evan Frankfort

(Trampoline Rec., TV-Projekte, Soundtrack-

Produzent), Dave Matthews (DMB) oder

bei der ersten Single ‚My My‘ Kevin Griffi n

(Ex-Better Than Ezra) als Co-Writer, Producer,

Arrangeur und Musiker gefunden, die

den immer noch sehr (selbst-) ironischen,

spröden Charme der wenig berechenbaren

Liz Phair in modernste Soundbahnen lenken.

Das klingt mal mehr, mal weniger

nach PJ Harvey, Mary Lou Lord, Pink, Brandi

Carlisle, M.I.A., Joan As Police Woman, Juliana

Hatfi eld, Alanis Morissette, Lily Allen,

Ani DiFranco oder Kristin Hersh, ist am

Ende dann aber Liz Phair höchstselbst: absolut

F.U.N.style in 2010! Dennoch, trotz all

der Aufregung um ‚Funstyle‘: Die rohen,

unproduzierten, indie-verschrammelten, in

völliger Eigenarbeit aufgenommenen

‚Girlysound‘-Solonummern im Zeitgeist

von 1991 gefallen mir besser: Liz Phair raw

& naked! Very raw & very naked!!

THE POSIES -

Blood/Candy

(RYK 1094/2010) CD € 16,50

(Power Pop/Indie Rock)

2010 Rykodisc - die

Kultband der 90er in

Sachen Power Pop ist

nicht unterzukriegen. 5

Jahre nach dem letzten

fulminanten Comeback

und Ryko-Debüt ‚Every Kind Of Light‘

geht die Geschichte weiter: mit 12 neuen

Tracks, die zwischen 2007-2010 entstanden

und in nicht weniger als 9 Studios

zwischen Spanien, Seattle, Paris,

Los Angeles, Ecuador und Kanada aufgenommen

wurden. Was dem Fluss und

der Dynamik des Albums nicht abträglich

ist. Die beiden Protagonisten, Jon

Auer & Kenneth Stringfellow, die zwischendurch

auch immer wieder Soloprojekte,

R.E.M.-Touren oder verschiedene

Big Star-Reunions vollzogen, sind gerade

dann das allerbeste Team, wenn der

Name Posies draufsteht! Allerdings

gibt‘s auf ‚Blood/Candy‘ nicht nur eine

erneute Rekordjagd auf die ultimativen

Hooks & Riffs & Killerrefrains, sondern

auch die ein oder andere Stimmungsschwankung

bis hin zu psychedelisch

angehauchten Molltönen und erstaunlichen

Anleihen bei späten Beatles und

Beach Boys. Das macht‘s hier sehr abwechslungsreich.

Und überhaupt: Ob‘s

Bands wie Fountains Of Wayne, Pete

Yorn, New Pornographers, Of Montreal,

Broken West und all die vielen International

Pop Overthrow-Kandidaten ohne

die Posies je gegeben hätte?! Feat. Hugh

Cornwell (Stranglers), Kay Hanley (Letters

To Cleo) und Lisa Lobsinger (Broken

Social Scene) in jeweils einer Duett/Harmonie-Rolle.

SISTER HAZEL -

Heartland Highway

ROKR 300/2010) CD € 10,90

(Guitar Rock/Pop/

Country Rock) 2010

Rock Ridge - nach dem

Solointermezzo von

Leadsänger/Songschreiber/Gitarrist

Ken

Block (‚Drift‘, 2008)

gingen Sister Hazel aus Gainesville, Florida

in 2009 mit ‚Release‘ wieder als

Band (sehr erfolgreich) auf Kurs. Und

nun folgt innerhalb kurzer Zeit schon

das nächste Vollwerk! Weiterhin in der

langjährig bewährten Originalbesetzung:

Neben Block spielen Rhythmusgitarrist/Sänger

Andrew Copeland, Leadgitarrist

Ryan Newell (auch Banjo,

Mandoline auf den country-rockigeren

Sachen), Bassist/Keyboarder Jett Beres

und Drummer Mark Trojanowski. Obwohl

formal jeder sein eigenes Süppchen

zu kochen scheint (getrennte Produktionen

für die jeweiligen

Song-Teams), Ken Block längst nicht

mehr so dominiert mit seinem Stoff wie

zuvor und etliche Studiocracks für Gitarren

(Pat Buchanan, Tom Bukovac), Keyboards

u.a. zusätzlich verpflichtet wurden,

bleibt der typische Sister

Hazel-Sound völlig intakt und sofort erkennbar!

Dabei haben sie viele Mätzchen

aus den frühen hitreichen Jahren

wie allzu offenkundige Mainstream-Anbiederung

oder vorprogrammierte Produktionselemente

glücklicherweise völlig

weggelassen. So ist ihr 8. offizielles

Album ein richtig gutes, in weiten Teilen

deutlich southern-geprägtes geworden,

das mit melodiestarken Songs, eingängigen

Refrains und kernigen Gitarrenriffs

protzt, aber auch das ein oder andere

Country Rock-Schmankerl und die Sehnsuchtsballade

sowieso bereithält! Erstaunlich

abwechslungsreich und mit

mehr Roots als Pop diesmal.

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


RICKY SKAGGS -

Mosaic

(SKFM 1010/2010) CD € 15,50

(Roots Pop/Folk/Country

Rock) 2010 Skaggs Family/Fontana

- Ricky

Skaggs: ein absoluter

Americana Superstar!

Seine lange Karriere begann

1959, als Bluegrass-Vater

Bill Monroe ihn mit gerade 5

Jahren auf die Bühne holte und ihm eine

Mandoline umhängte. Mit 7 debütierte er

in der Grand Ole Opry in der TV-Show von

Flatt & Scruggs - ein „Kinderstar“ war entdeckt!

1971, auch erst 17, begann er seine

Profi laufbahn und wurde nur wenige Jahre

später wichtiger Anchorman in Emmylou

Harris‘ Hot Band. Lange her. Inzwischen ist

Skaggs 14-facher Grammy Winner, hat

eine ganze Dekade in der Mainstream

Country Charts-Welt überlebt und leitet

seit Ende der 90er sein kleines/feines Indie

Folk & Bluegrass-Imperium: Skaggs Family

Records. Heute gilt er mit 56 als der anerkannte

und vornehmlichste Botschafter in

Sachen Bluegrass Music in ihrer aktuellen

Rolle zwischen Neo-Traditionalismus, Roots

Revival und Americana! ‚Mosaic‘ orientiert

sich textlich/inhaltlich zwar sehr an spirituellen/gospeligen

Themen („But it‘s not a

preachy thing. I like to do music that‘s inspired.“),

musikalisch betritt Skaggs allerdings

hier neue Wege: Auf dem einstündigen

Album ohne seine reguläre Begleitband

Kentucky Thunder fi ndet sich kaum Bluegrass

oder straight Country, sondern eine

sehr melodische, fast Beatles/Crowded

House-poppige Folk & Country Rock-Mischung

mit vorzugsweise superharmonischen

Balladen mit ausladenden, orchestralen

Arrangements, bei denen sein

markanter, heller Tenor deutlich im Vordergrund

zu hören ist. Ricky Skaggs, der alle

Jobs auf einer CD alleine wahrnehmen

kann, hat diesmal vieles an seinen Kreativpartner

Gordon Kennedy (Bonnie Raitt, Eric

Clapton, Trisha Yearwood) abgegeben, u.a.

das komplette Songwriting, Produktion,

Arrangements, zig (Saiten-) Instrumente.

Neben bekannten Nashville-Musikern wie

Mike Lawler, Jerry Kennedy und Shane

Keister hören wir Tochter Molly Skaggs mit

schönen Lead Vocals auf ‚I‘m Awake Now‘

und Peter Frampton mit einem exzellenten

Electric Solo auf ‚My Cup Runneth Over‘.

Sogar richtig „far out“ klingt der Bonus

Track: eine Art „Middle Eastern Kentucky“-

Jam Session mit Sohn Luke Skaggs (Saz)

und Steven Roach (Hurdy Gurdy)!

CHIP TAYLOR &

CARRIE RODRIGUEZ -

The New Bye & Bye

(TRNW 36/2010) CD € 15,50

(Songwriter/Country/

Folk) 2010 Train Wreck -

eigentlich gehen sie

schon seit 2006 musikalisch

wieder ihre eigenen

Wege, aber aus den Augen

haben sie sich nie

verloren. Kein Problem also, praktisch ad

hoc im März 2010 mal eben 4 brandneue

Songs aufzunehmen, die stilistisch natürlich

perfekt zum alten Material passen, sind

ja auch wieder klassische Chip Taylor-Nummern,

die seine ganz individuelle Handschrift

tragen. Zwischen 2002 und 2007

wurden drei komplette Studio-CDs und die

‚Live From Ruhr Triennale‘-CD vom Duo

Chip Taylor & Carrie Rodriguez veröffentlicht.

Allesamt Kernstücke jedweder Americana-Sammlung

und Ausgangspunkt für

eine bislang geradezu phantastisch anlaufende

Solokarriere von La Rodriguez, die

seitdem auch schon 4 eigene Alben herausgebracht

hat! Der große Chip Taylor

macht natürlich auch weiter, ist so aktiv

wie selten zuvor (Soloalben, mit Kendel

Carson, als Labelchef von Train Wreck, mit

einer Benefi z-Aktion fürs Cactus Cafe in

Austin, aktuelle Recordings mit Lucinda

Williams usw.) und hat diesen Sampler mit

17 Tracks zusammengebastelt: 13x quer

durch die gemeinsame Ära (inkl. Liverversionen

seiner Megahits ‚Angel Of The Morning‘

und ‚Wild Thing‘) und davor zum

Start die besagten 4 neuen Stücke: ‚Your

Name Is On My Lips‘, ‚On An Island‘, ‚Play

It Again Sam‘, ‚The New Bye & Bye‘ (am

Ende auch nochmal als Reprise). Essentiell

für alle Fans, perfekt als Einstiegsdroge in

das Taylor/Rodriguez-Universum! Feat.

Hans Holzen, John Platania, Greg Leisz

u.a.

THE VOLEBEATS -

The Volebeats

(RQ 364/2010) CD € 15,90

(Guitar Pop/Country

Rock) 2010 Rainbow

Quartz - die Volebeats

aus Michigan, eine der

ganz speziellen, unvergessenen

Bands des

klassischen No Depression/Alt.Country

Rock Movements der 90er

sind wieder da und nach nur wenigen Minuten

des ersten Reinhörens in ihre neue,

insgesamt 8. Scheibe ist klar: Das ist mal

eine Band, die man in den letzten Jahren

wirklich vermisst hat! Diese grenzenlose

Melancholie in den Songs und Vocals, die

typischen, endlos harmonischen Refrains,

perlende jingle/janglin‘ Rickenbacker Guitars

in feinster Byrds-meets-Sadies-Kultur

über straight gestrummten Akustikgitarren,

eine Rhythm Section, die man - besonders

im Mix dieser wieder extrem 60s-lastigen

Analogproduktion - kaum wahrnimmt,

die aber dennoch nicht fehlen dürfte, und

dann natürlich diese verzaubernden, glückseligmachenden

Wohlklangstimmen der

beiden Frontleute, Produzenten und Chef-

Singer/Songwriter Jeff Oakes & Matthew

Smith... Alles was man als Fan unter Volebeats

abgespeichert hatte (‚Up North‘, ‚Sky

And The Ocean‘, ‚Mosquito Spiral‘ usw. -

eine kleine Genialität nach der anderen!)

erfährt beim Genuss dieser 19 brandneuen

Songs (67:25 Minuten total!) seine berechtigte

Renaissance. Das klingt dann bisweilen

herrlich entrückt oder folkig-psychedelisch

versprenkelt, läuft zu spröder

gitarrenrockiger Form auf, spielt mit klassischen

Merseybeat-Mustern und trägt ganz

oft ausgeprägte Country Rock-Züge in sich,

nicht zuletzt wegen des hervorragenden

Gast-Pedal Steelers Ryan Gimpert. The Volebeats:

Lieblingsband, Lieblingsplatte, derzeit,

für lange!!

DAR WILLIAMS -

Many Great Companions

(RAZ 3112/2010) CD € 16,90

(Songwriter/Folk) 2010

Razor & Tie - das ingesamt

9. Album der bei

ihren Anhängern, Musikerkollegen

und Kritikern

gleichermaßen sehr

beliebten Singer/Songwriterin

aus Massachusetts/New York ist

gleich ein doppeltes, aufgeteilt in CD1

„Songs Revisited with Guitar and a Few

Friends“ und CD2 „The Best Of Dar Williams“.

CD2 ist selbsterklärend, hat 20 ihrer

herausragendsten Titel (19 eigene, ‚Better

Things‘ von Ray Davies) aller 7

Studioalben von 1993-2008 und eine pralle

Laufzeit von 78 Minuten. Ideal für Neu-

und Wiedereinsteiger. CD1 aber ist hier das

Highlight!! 12 sorgfältig ausgesuchte Karrieremarken

wie ‚If I Wrote You‘, ‚Spring

Street‘, ‚I‘ll Miss You‘, ‚The Babysitter‘s

Here‘ in very stripped down, komplett neu

eingespielten Fassungen: nur Dar Williams

mit Gitarre und ihrer superben Stimme,

meist begleitet von Gary Louris (of Jayhawks

fame!) mit einer zweiten Akustischen

und Harmony Vocals (und als Co-

Produzent). Dazu gibt‘s mehrere Duette,

u.a. mit Sean & Sara Watkins (von Nickel

Creek) und dem MotherLode Trio, ein wunderschönes

‚The One Who Knows‘ feat.

Mary Chapin Carpenter sowie ein geradezu

beseelter Abschluss mit ‚When I Was A

Boy‘ feat. Patty Larkin. Ganz große Folk-

Atmosphäre durchweg - Folk im zeitgerechten

Americana-Geist, so wenig verstaubt

in 2010 wie damals in den 60ern bei

den drei großen J‘s des US Folk (Baez - Mitchell

- Collins), auf die sich Dar Williams

immer wieder gerne beruft, denen sie aber

schon lange, lange entwachsen ist!

ROCKIN JASON D. WILLIAMS -

Killer Instincts

(ME 500/2010) CD € 15,90

(R&R/Roots/Country)

2010 Rockabilly - live ist

dieser Tastenwizard ein

echter Verrückter, von

seiner wahnwitzigen

Show (von Turnübungen

inkl. Rolle rückwärts

über den Flügel bis zum Bierkrugbalancieren

auf dem Kopf während des Spielens)

konnte ich mich jüngst in Nashville selber

überzeugen. Ein Highlight! Im Studio

geht‘s natürlich zivilisierter zu, wenngleich

eine Nähe zum frühen, wilden Jerry Lee Lewis

nicht zu verkennen ist. Und wenn Williams

in den Liner Notes auf dieses „Vorurteil“

eingeht, seinen Opener ‚Like Jerry Lee‘

benennt, später ‚Drinkin‘ Wine Spe-de-odee‘

bringt, dann hat er wohl auch nichts

dagegen. Seit den 80ern ist Jason D.Williams

in der Rock‘n Roll & Roots-Szene von

Memphis ein fester Begriff, wenn es um

intelligentes, dynamisches Powerhouse Piano

Playing zwischen Honky Tonk Country,

Southern Boogie und Memphis R&R geht.

Seit 1989 hat er mehrere Platten für RCA,

Sun und Icehouse veröffentlicht, nach einer

längeren Recording-Pause wurde er nun

von Todd Snider wiederentdeckt und für

‚Killer Instincts‘ nach East Nashville geholt.

Das Ergebnis sind 14 von Snider produzierte

Tracks, außer ‚Drinkin‘ Wine...‘ und John

Prine‘s ‚Daddy‘s Little Pumpkin‘ alles eigene

Williams-Kompositionen (z.T. mit Todd

Snider zusammen), eingespielt mit einer

kleinen kompakten Studiotruppe: Dan

Baird (Guitars, Backing Vocals), Keith Christopher

(Bass), Greg Morrow (Drums)... - na,

da weiß man doch, wo‘s langgeht!! Feat.

Kenny Lovelace (Fiddle), eine Horn Section

um Jim Spake & Jim Hoke sowie illustre

Gäste für die Backing Vocals: Bobby Bare

Jr., Jimmy Davis, Amy LaVere und Snider

höchstpersönlich.

Die Entscheidung steht kurz bevor:

Am 15. Januar 2011 erfolgt auf unserer Website die Bekanntgabe der Gewinner unserer Jubiläumsaktionen

CATCH THE PREMIUMS und dem regulären GEWINNSPIEL. Dann wissen wir, wer

- eine 7-tägige Reise zum SXSW-Festival in Austin, Texas im März 2011

- eine 7-tägige Reise nach Tucson, Arizona

- eine von über 40 Blue Rose-Künstlern signierte Gibson Les Paul-Gitarre

- eine von Kris Kristofferson signierte Akustik-Gitarre

- eine von der Band Of Heathens signierte Gibson Les Paul-Gitarre

- einen 2 Tage-Aufenthalt im „Red Room“-Tonstudio von Andy Horn

- ein JahresAbo-Konzertticket von Blue Rose-Künstlern

- ein 3 Personen-Zelt und 2 Outdoor-Rucksäcke von Jack Wolfskin

- viele Warengutscheine bis zum Wert von 500 Euro

- je ein Jahresabo der Musikzeitschriften „Rolling Stone“, „Good Times“ und „Eclipsed“

- ein Exemplar der megararen Single der Band „The Suspects“ (Steve Wynn‘s erste Band)

- eine von Elliott Murphy signierte Mundharmonika

- ein Hauskonzert mit Joseph Parsons

- ein Hauskonzert mit Markus Rill

und weitere attraktive Preise gewinnt.

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com 15


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EMPFEHLUNGEN AUS UNSEREM GENERAL STORE

RYAN ADAMS -

III/IV

(PAXR CD 7003/2010) CD € 15,90

(PAXR LP 7003/2010) 2-LP € 29,90

Als Ryan Adams & the

Cardinals im Jahr 2007 ins

Studio gingen, um dort in

2 Wochen ein Album einzuspielen,

ahnten sie

nicht, dass der Aufenthalt

etwas länger dauern würde

als geplant. Sechs Monate und 60 Songs

später kamen sie zurück mit dem Album

„Easy Tiger“. Allerdings war das nur ein

Bruchteil dessen, was die Band tatsächlich

aufgenommen hatte. Während der Wintermonate

entstand ein Doppelalbum und alle

Beteiligten hatten das Gefühl, ein Rockalbum

aufgenomemn zu haben, wie sie es als Kinder

immer gerne gehört hatten.

Die Band ging auf Tour und die Aufnahmen

wurden beiseite gelegt. Jetzt allerdings erblickt

das Doppelalbum das Licht der Welt,

aufgenommen in der Besetzung Catherine

Popper am Bass (ihr letztes mit der Band),

Neal Casal an der Gitarre und mit Gesang

(sein erstes mit der Band), Brad Pemberton

am Schlagzeug, Jon Graboff an der Steel Guitar

and Jamie The Candyman Candiloro am

Piano und Synthesizer.

JOAN ARMATRADING -

Live At The Royal Albert Hall

(HYP 10274/2010) 2-CD+DVD € 17,25

18. Album seit 1972 und

absolut feste Größe - nun

erstmalig eine Live-DVD!

Zurück zum Rock! Ihr Album

„Into The Blues“ war

#1 der Billboard Blues-

Charts und eine der Überraschungen

des Jahres 2007. Das vorliegende

3er-Set enthält 21 Songs (jeweils Audio und

DVD) im aufwändigen Digibook mit umfangreichem

Booklet und Lyrics und mit allen Hits

(„Show Some Emotion“, „Promises“, „Drop

The Pilot“, „Tall In The Saddle“ u.v.m.) vor

ausverkauftem Haus in der legendären Royal

Albert Hall aufgezeichnet.

AMERICAN AQUARIUM -

Small Town Hymns

(LCR 010/2010) CD € 13,90

Es ist unglaublich, welch Fundus an wirklich sehr

guter Americana Music made in USA herrscht.

American Aquarium aus Raleigh, North Carolina

sind da nur ein typisches Beispiel: Veröffentlichen

3 Alben, die vor allem hierzulande

so gut wie keine Beachtung finden, und haben

nun mit „Small Town Hymns“ ihr 4. Werk abgeliefert.

BJ Barham ist der Mastermind in dem

Sextett, schreibt alle Songs, singt und spielt die

akustische Gitarre, zudem klingt er verdammt

nach Bob Burns. Bob Burns? Langjährige

Blue Rose-Fans kennen Burns als Sänger und

Songschreiber von Big In Iowa und nicht nur

die Stimme erinnert an diese ehemalige Blue

Rose-Hammer-Truppe, auch der ganze Sound

von American Aquarium lässt immer wieder

die Erinnerung an das Quartett aus Ohio aufleben.

Elektrische Uptempo-Songs sind auf dem

neuen Album deutlich in der Minderzahl, wunderschöne

ruhige Akustikstücke verleihen dem

Album einen ganz besonderen Touch.

RYAN BINGHAM &

THE DEAD HORSES

Junky Star

(UMG CD 540/2010) CD € 15,50

Neuestes Werk des Shooting Stars der US-

Americana-Szene, nachdem er mit dem

„Theme“-Song zum Film „Crazy Heart“ nicht

zuletzt auch wegen einem gewonnenen Oscar

in aller Munde ist. Wir haben das neue Album,

das T-Bone Burnett produziert hat, leider noch

nicht gehört, aber wir gehen einfach mal davon

aus, dass es an die Qualität der beiden

Vorgänger „Roadhouse Sun“ und „Mescalito“

heran reicht. Eine Verkommerzialisierung nach

seinem Mega-Erfolg mit „The Weary Kind“

schloss der Singer/Songwriter aus, obwohl

er schon eine Sekunde mit dem Gedanken

verschwendet habe, jetzt nur noch Musik für

die Massen und die Charts zu machen. Aber

schon dieser Gedanke habe Übelkeit in ihm

hervorgerufen.

THE BLACK CROWES -

Croweology

(ME CD 544/2010) 2-CD € 14,90

(ME LP 544/2010) 3-LP € 28,90

Die Black Crowes sind nun auch schon 20

Jahre im Geschäft und haben alle Höhen und

Tiefen durchgemacht, die eine Rockband

durchmachen kann. Trennungen, Wiedervereinigungen,

Goldene Schallplatten, Rauswürfe

bei Plattenfirmen, Gründung eigenes

Label, Streit zwischen den Bandmitgliedern,

schlechte und großartige Alben - was haben

wir vergessen? Zum Jubiläum haben sich die

„Schwarzen Krähen“ ins Studio begeben und

20 Stücke ihres umfangreichen Songkataloges

neu eingespielt. Keine Bange, das sind

nicht einfach „Re-Recordings“, wie das so

viele Oldie-Bands machen und deren neue

Versionen dann so viel schlechter sind als die

Originale - im Falle der Black Crowes sind das

akustische Einspielungen, wobei allerdings

nicht nur akustische Instrumente zum Einsatz

kamen, sondern hier und da auch einmal die

Elektrische rockt und durch die Ryhthmus-

Abteilung Bass und Schlagzeug ein enormer

Drive in die Songs gepackt wird. Die Arrangements

sind vollkommen losgelöst von den

Originalversionen, sodass dem Hörer immer

wieder neue, bisher unbekannte Sounds zu

Ojhren kommen. Das Sahnehäubchen ist die

grandiose Verpackung mit Klapp-Digipak und

„Stehaufmännchen“-Effekt.

JOE BONAMASSA -

Live From The Royal Albert Hall

(MASC CD 293/2010) 2-CD € 14,90

Als Joe Bonamassa am

04. Mai 2009 die Bühne

der erwürdigen Londoner

Royal Albert Hall betrat, er

fühlte er sich damit einen

lang gehegten Traum. Vor

ausverkauftem Haus debütierte

der amerikanische Bluesrocker mit

seinem aktuellen Album „The Ballad Of John

Henry“. Zu seinem Auftritt in der wohl prestigeträchtigsten

Konzerthalle der Welt sagt

Bonamassa: „Es hat 20 Jahre gedauert um bis

hierher zu kommen. Ich habe mich ihm meinem

ganzen Leben noch nie so geehrt gefühlt.

Das war für mich das Größte.“

Die zwei Dekaden die er anspricht begangen

im Alter von 12 Jahren, als er für die Blues

Ikone B.B. King 20 Konzerte eröffnen durfte.

Kings Kommentar: das Potential dieses Jungen

ist einfach unglaublich. Seither hat Joe

Bonamassa sieben Studioalben veröffentlicht

und gibt pro Jahr an die 200 Konzerte. Beim

hier vorliegenden Royal Albert Hall Konzert

hatte Bonamassa noch die große Ehre von Gitarren

Legende Eric Clapton begleitet zu werden.

Die Londoner Zeitung „The Times“ zitierte

„searing excellence and showmanship“

und Planet Rock schrieb, „The sight of two of

the world‘s best guitarists trading solos was

more than a little thrilling.“

ZAC BROWN BAND -

You Get What You Give

(ATL 436/2010) CD € 16,90

Der Grammy für “Best New Band” 2009 gab

wohl endgültig den Schub für das Sextett aus

Georgia, um sich von vielen anderen Bands

dieses Genres abzuheben. „The Foundation“,

das Vorgänger-Studioalbum, hat mittlerweile

locker die Millionen-Verkaufsgrenze überschritten

und so kann eigentlich davon ausgegangen

werden, dass „You Get What You

Give“ den Erfolg zumindest einstellt wenn

nicht übertrifft. Denn das Album hat einfach

alles, was es dazu braucht: Country (-Rock),

Southern Rock, Americana und Country Pop

– da werden alle Fans dies- und jenseits dieser

Musik-Gattung befriedigt: Eagles, Marshall

Tucker Band, Allman Brothers, Jupiter Coyote,

Jackson Browne, Jimmy Buffet sowie all die

„kleinen“ Acts, die in die gleiche Kerbe hauen.

Perfekter Stoff für Blue Rose-Fans!

Wieder erhältlich!

SPECIAL OFFER

JOHNNY CASH -

American VI: Ain’t No Grave

(UMG CD 402/2009) CD € 8,50

Zwischen der Fertigstellung

von „American IV:

The Man Comes Around“

und Cashs Tod am 12.

September 2003 nahmen

Rick Rubin und er eine

ganze Reihe von Songs

auf. Ein Teil dieser Aufnahmen erschien bereits

2006 als „American V: A Hundred Highways“,

und mit „„American VI: Ain’t No Grave“

endet nun die Serie, die 1994 mit dem

Album „American Recordings“ begann. Es ist

ein zutiefst elegisches und spirituelles Album;

jeder einzelne Song handelt von den Geheimnissen

und Herausforderungen, die das Leben

in sich birgt: dem Wunsch nach Erlösung, der

Bedeutung von Freundschaft, dem Traum

vom Frieden, der Kraft des Glaubens sowie

von Freud und Leid, die schon bloßer Überlebenswille

mit sich bringt. Es ist ein schmerzhaft

persönliches und vertrauliches Statement,

das Johnny Cash mit diesen Aufnahmen

macht, wenn er ganz kurz vor Schluss noch

einmal zurückschaut und einen Blick auf ein

wirklich außergewöhnliches Leben wirft. Die

auf „American VI“ versammelten Cash-Interpretationen

stammen aus ganz unterschiedlichen

Epochen der Musikgeschichte und umspannen

dabei ein gewaltiges Klangspektrum:

Die Ikone präsentiert unter anderem „Redemption

Day“ von Sheryl Crow, „For The

Good Times“ von seinem guten Freund Kris

Kirstofferson, Tom Paxtons „Can’t Help But

Wonder Where I’m Bound“, Bob Nolans

„Cool Water“, das zuversichtliche „Last Night

I Had The Strangest Dream“ von Ed McCurdy,

„Satisfied Mind“ von J.H. „Red“ Hayes und

Jack Rhodes, den Abschiedssong „Aloha Oe“

der letzten Hawaiianischen Königin

Lili’uokalani sowie die bis dato unveröffentlichte

Eigenkomposition „I Corinthians

15:55“, die während der letzten drei Jahre

vor seinem Tod entstand. Das zentrale Thema

von American VI bringt Cash bereits im Titelstück

„Ain’t No Grave“ auf den Punkt: „Well

there ain’t no grave / can hold my body

down“, so eine Textzeile des Songs. Und es

stimmt: American VI mag zwar das letzte

Cash-Album mit neuem Material sein; der

„Man in Black“ mag seit einigen Jahren nicht

mehr unter uns weilen, aber durch seine Musik

hat Johnny Cash immer noch einen Platz

in dieser Welt – und das nicht nur in seinem

Grab. Sein Geist lebt in diesen Songs weiter.

RAY DAVIES -

See My Friends

(UMTV 001/2010) CD € 14,90

Ray Davies - The Kinks-

Sänger präsentiert neues

Album mit Jon Bon Jovi,

Metallica, Bruce Springsteen,

Mandio Diao u.v.a.

Mit The Kings schrieb Ray

Davies in den 60er Jahren

Musikgeschichte, als Sänger und Songwriter

hat er seitdem mit den größten Künstlern zusammengearbeitet.

Jetzt erscheint mit See my

friends ein außergewöhnliches Album, auf

dem Ray Davies gute Freunde und Weggefährten

wie Metallica,Bruce Springsteen, Mando

Diao, Amy MacDonald und viele andere ins

Studio geladen hat, um mit ihm seine größten

Hits der Kinks und Songs aus seiner Feder neu

aufzunehmen. Mit diesem Album legt Ray Davies

eine Retrospektive seines kreativen Schaffens

der letzten vier Jahrzehnte in einem neuen,

anderen Soundgewand vor. Alle Songs,

darunter viele Klassiker der Kinks wurden neu

arrangiert und zusammen mit dem Freundeskreis

von Musikern neu interpretiert.

NEIL DIAMOND -

Dreams

(SNY CD 839/2010) CD € 14,50

Hatte Neil Diamond davon geträumt, die

Songs auf diesem Album selbst komponiert

zu haben? Naja, hätte er eigentlich nicht nötig,

denn viele seiner Songs zählen zweifellos

zu Klassikern der populären Musik. Dennoch

hat er für „Dreams“ 14 Stücke ausgewählt,

die nicht aus seiner Feder stammen und die

zu seinen persönlichen Lieblingsstücken gehören.

Und so hören wir auf seinem neuesten

Album Songs von den Beatles, Bill Withers,

Gilbert O’ Sullivan, Leonard Cohen, Randy

Newman oder Gram Parsons.

SPECIAL OFFER

BOB DYLAN -

The Dylan Trilogy (Time Out Of

Mind/Love And Theft/Modern

Times)

(SNY BX 311/2010) 3-CD € 10,50

Kompakt, supergünstig

und dennoch von großer

Klasse – Bobster’s drei

legendäre Alben in einem

Set. Wie immer bei

unseren Special Offers

nur in begrenzter Stückzahl

vorrätig. Wenn aus, dann aus.

SPECIAL OFFER

EAGLES -

The Complete Greatest Hits

(RHI 933/2008) 2-CD € 10,90

Es ist die definitive Eagles-Compilation

mit 33

Songs, remastered in

glasklarem Sound, die

keinerlei Wünsche übrig

lässt.

EZIO -

This Is The Day

(TAP 309/2010) CD € 15,50

Nein, „This Is The Day“ ist kein normales

Ezio-Album. Den Gründungsmitgliedern

Ezio Lunedei und Mark „Booga“ Fowell

gelang als Duo mit dem siebten Longplayer

die Verwirklichung ihrer kühnsten Träume.

Ergreifend und melancholisch, politisch und

sarkastisch, bitterböse und mit staubtrockenem

Humor, aber - und hier liegt der Unterschied

- diesmal nicht ganz so gemütlich

und nett. Ezio hatten immer mit dem „Let

It Be“/Phil Spector-Dilemma zu kämpfen: super

Songs, aber was haben die Streicher und

Chöre hier verloren? Auf „This Is The Day“

finden wir Ezio in ihrer reduzierten, reinsten

Form. Aufgenommen in einem Landhaus

in Norddeutschland erklingen in den zwölf

Songs Reminiszenzen an Tony Joe White bis

„Bruce Springsteen“: „I’ll never be the boss.

Just lower management I guess“. Von wegen

unteres Management: Mit dieser Platte

sind Ezio ganz weit oben in die Führungsetage

von Songwriting Inc. aufgestiegen.

SPECIAL OFFER

JOHN FOGERTY -

The Blue Ridge Rangers Rides Again

(VRV CD 432/2009) CD € 7,90

Man sollte den Vergleich

mit dem „Debüt“ von 73

ablegen, zu unterschiedlich

sind die Gegebenheiten.

War das erste BRR-

Album eine One Man

Show, so hat Fogerty für

„Rides Again“ eine Musikerriege erster Güte

um sich geschart: Buddy Miller (!) an der Elektrischen

und Akustischen, Greg Leisz an der

Steel Guitar, Dobro und Mandoline, Jay Bellerose

am Schlagzeug, Dennis Crouch am Bass

oder Jason Mowry an der Fiddle. Als Gesangs-

Gäste neben Don Henley, Springsteen und

Timothy B. Schmit auch Herb Pedersen. Und

auch die Songauswahl ist deutlich gelungener.

Wo das Debüt hauptsächlich auf die 3

Über-Stücke „Blue Ridge Mountain Blues“,

Heart Of Stone“ und „Jambalaya“ basierte,

glänzen Songs wie „Paradise“ (John Prine),

„Garden Party“ (Rick Nelson), „Back Home

Again (John Denver), „Moody River“ (Gary

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


EMPFEHLUNGEN AUS UNSEREM GENERAL STORE

Bruce/Pat Boone) oder als Abschluss „When

Will I Be Loved“ (Phil Everly) in feinsten Arrangements.

Wer kennt noch „Never Ending

Song Of Love“ von den New Seekers (muss

ca. 1971 gewesen sein)? Wusste gar nicht,

dass das von Bonnie und Delaney Bramlett

geschrieben worden war (auf der New Seekers-Single

steht als Komponist übrigens „Delaney/Bramblett“).

Ein einziger Song ist dann

auch von Fogerty selbst dabei - „Change In

The Weather“, der einzigen brauchbaren

Nummer aus „Eye Of A Zombie“. „Rides

Again“ ist komplett Country, aber das auf

höchstem Niveau. Könnte mir vorstellen, dass

das Album in den USA verdammt gut verkauft.

Sollte es auch, wenn Fogerty schon auf

fast die kompletten Tantiemen verzichtet.

HENRIK FREISCHLADER -

Tour 2010 Live

(CAB 002/2010) 2-CD € 17,50

Best Of 50 Tage Tour

2010! - So hätte man die

neue Live-CD von Henrik

Freischlader auch nennen

können. Nicht nur die

Musiker garantieren für

dieses Best Of - auch der

Mann am Mischpult mit seiner bewährten

Sound-Kunst steht als Garant dafür ein.

Martin Meinschäfer gibt dem Sound diesmal

live was er braucht: Raum, Kraft und

Authentizität. Aus dieser enormen Fülle an

Material werden mit der neuen Live-CD nun

die Highlights der einzelnen Veranstaltungen

präsentiert. Ungekürzte, ehrliche Versionen

der einzelnen Tracks, die auf der Bühne

auch schon mal in minutenlange

Jamsessions ausarten können (Bad Dreams).

Dabei wurde nichts geschnitten oder geschönt,

sondern ganz reell genau die mitreißenden

Versionen gewählt, die nicht immer

glatt und perfekt ein echtes Live-Erlebnis

bescheren. Fazit: Best Of Henrik Freischlader

- Live!!

SPECIAL OFFER

EMMYLOU HARRIS -

Anthology (The Warner/Reprise

Years)

(RHI 705/2001) 2-CD € 9,90

17 Jahre dauerte die Zusammenarbeit

von Emmylou

Harris mit der Plattenfirma

Warner/Reprise,

und diese wunderschöne

44 Song-Collektion gibt

einen großartigen Überblick

über diese Periode der Karriere der

Ausnahme-Singer/Songwriterin. Auf 2 separten

in Digipaks gesteckten CDs befinden

sich neben Hits wie „Boulder To Birmingham“,

„To Daddy“, „Blue Kentucky Girl“,

„(You Never Can Tell) C‘est La Vie“ oder

„Tennessee Rose“ auch viele nicht so bekannte

Stücke wie etwa „Here, There and

Everywhere“ von den Beatles und Rodney

Crowells „I Had My Heart Set On You“. Neben

den beiden CD steckt in dem Schuber

noch ein 50-Seiten-Booklet mit einer ausführlichen

Bio zu Harris sowie detaillierte

Infos zu den einzelnen Songs. Eindeutig -

extrem viel gute Musik und Informationen

in einem der Künstlerin gerechten Package

zum sensationellen Preis!

GRANT HART -

Oeuvrevue

(HAZ 076/2010) CD € 14,90

Der Mitbegünder der Alternative/Punkrock-Legende

Hüsker Dü veröffentlichte

nach deren

Auflösung der 80er Jahre

manche (nicht-) beachtete

Alben, sowohl unter

seinem eigenen Namen oder der Band Nova

Mob. Für längere Zeit war er „weg vom

Fenster“, jetzt ist er mit einer Übersicht seines

Werkens zurück. Neben diversen „Klassikern“

von Hüsker Dü findet man hier auch

zahlreiche Raritäten - jedenfalls die beste

Gelegenheit für Neueinsteiger, die Arbeiten

von Grant Hart kennenzulernen.

THE JAYHAWKS -

The Jayhawks AKA The Bunkhouse

Album

(UMG CD 439/2010) CD € 9,50

(UMG LP 439/2010) LP € 9,90

Ursprünglich im Jahre 1986 mit nur 2.000

Vinylen veröffentlicht, erscheint das selbstbetitelte

Debut nun erstmals auch auf CD.

Das Booklet beinhaltet neue Fotos der Recordingsession

sowie Anmerkungen des

Jayhawks Mitbegründers Mark Olson zu den

Aufnahmen.

SPECIAL OFFER

LED ZEPPELIN -

Mothership

(ATL 961/2007) 2-CD+DVD € 12,90

Großartiger Querschnitt

des Schaffens einer der

wichtigsten Rockbands

überhaupt. Auf 2 CDs

befinden 24 Klassiker des

Quartetts, von „Good

Times Bad Times“ aus

dem Debüt bis hin zu „All My Love“ aus „In

Through The Out Door“. Die DVD enthält

20 Songs, entnommen der DVD „Led Zeppelin“.

Das 24-Seiten-Booklet enthält Liner

Notes von David Fricke. Viel Musik für Ohren

und Augen zum Hammerpreis. Begrenzte

Stückzahl vorhanden!

LOS LOBOS -

Tin Can Trust

(SHFA 211/2010) CD € 14,90

Nach vier Jahren bringen Los Lobos mit

„Tin Can Trust“ endlich ihr neues Album

heraus. Alle Songs wurden komplett und

live genau mit dem Line-Up, das seit 1984

Bestand hat, in East L.A. aufgenommen.

Der Sound ist daher sehr kohäsiv und gibt

genau den typischen, lebhaft-dynamischen

Sound von Los Lobos wieder. Die meisten

Tracks wurden von Louie Perez und David

Hidalgo geschrieben, aber auch die anderen

Mitglieder wie Cesar Rosas haben große

Songs („Yo Canto“ und „Mujer Ingrata“)

abgeliefert. Das tolle Stück „All My Bridges

Burning“ wurde von Grateful Deads Songwriter

Robert Hunt mit komponiert. Ein

weiteres Highlight ist eine exzellente Coverversion

des Grateful Dead-Klassikers „West

L.A. Fadeaway“, den Los Lobos lieben und

auch oft live spielen.

SPECIAL OFFER

PAUL McCARTNEY -

Good Evening New York City

(HEAR 185/2009) 2-CD+DVD € 8,50

Mit „Good Evening New

York City“ wird eine 3

Abende währende Einweihung

des New Yorkers

Citi Field (ehemals Shea

Stadium), bei der über

120.000 Zuschauer dabei

waren und die bis heute als das ultimative

Konzerterlebnis über Dekaden gilt, unsterblich

gemacht. Das legendäre Eröffnungskonzert

des Citi Field, dem historischen Ort, wo

McCartney bereits 1965 mit den Beatles aufgetreten

war, gibt es bei uns in limitierter

Stückzahl als Doppel-CD und DVD und beinhaltet

insgesamt 33 faszinierende Versionen

von Beatles-, Wings- und Solo-Klassikern sowie

einige neuere Stücke.

JOHN MELLENCAMP -

No Better Than This

(DEC 284/2010) CD € 15,50

(DEC LP284/2010) 2-LP € 23,90

„Back to the roots“! John Mellencamp

nimmt es bei seinem neuen Album mit

dieser Aussage ganz ernst: Aufgenommen

wurde es an legendären historischen Orten,

u.a. den Sun Studios (Elvis Presley) und

einem Hotel in San Antonio, in dem 1936

Blues-Legende Robert Johnson eine frühe

Schallplatte aufnahm. Auch der Sound

stimmt: Mellencamp benutzt nur historisches

Equipment. Keine Chance für Digital!

Nachdem der amerikanische Songwriter mit

Produzent T Bone Burnett schon 2008 beim

Album „Life Death Love And Freedom“

zusammengearbeitet hatte, setzt er die

erfolgreiche Kooperation nun hiermit fort.

Eingespielt wurde das Album letztes Jahr

während einer Tournee mit Bob Dylan und

Willie Nelson durch den Süden der USA.

An freien Tagen nahm Mellencamp mit

den Musikern seiner Band, u.a. Marc Ribot,

Andy York, T Bone Burnett und Jay Bellerose,

die Gelegenheit wahr, dreizehn neue

Songs aufzunehmen. Die Einflüsse reichen

von Blues und Folk über Western und Gospel

bis zu Rockabilly und Country.

SPECIAL OFFER

JOHN MELLENCAMP -

Life Death Live And Freedom

(HEAR 635/2009) CD € 8,50

Sozusagen die Companion-CD

zum Studioalbum

„Life Death Love

And Freedom. Anstatt

„Love“ also „Live“, denn

das Album ist eine Live-

Aufnahme und enthält

ausschließlich Live-Versionen von 8 Stücken

des regulären Albums, und zwar wesentlich

rauher, härter und roher. Die perfekte Ergänzung

zum Alterswerk Mellencamps!

JUICE NEWTON -

Duets – Friends & Memories

(FW 5030/2010) CD € 13,90

In den 1980ern hatte die

US-Sängerin in ihrem

Heimatland 15 Top

10-Singles in den Pop-

und Country-Charts und

verkaufte über 10 Millionen

Alben, womit sie zu

einer der erfolgreichsten Country-Künstlerinnen

avancierte. Ihre bekanntesten Songs

sind „Angel Of The Morning“, „Queen Of

Hearts“ sowie „Love‘s Been A Little Hard

On Me“, wofür sie mit einem Grammy ausgezeichnet

wurde.

Das vorliegende neue Album enthält 10 Duette

mit hochkarätigen Freunden, darunter

Willie Nelson (auf 2 Stücken), Glen Campbell

(2), Randy Meisner („Take It To The Limit“),

Melissa Manchester, Franiie Valli und

Dan Seals.

NO JUSTICE -

2nd Avenue

(CVDR 2/2010) CD € 12,90

Die 5 Boys aus Oklahoma um Frontmann

Steve Rice legen mit ihrem 3. Studioalbum

nach 4 Jahren mal wieder ein solides Red

Dirt-Album vor. Die Jungs sind musikalisch

eher Texas angesiedelt und natürlich dort

ständig auch auf den Bühnen präsent.

Folgerichtig ist daher eine Liveaufnahme

von 2007 aus dem legendären Billy Bob´s

Texas Country Club, mit der sie sozusagen

geadelt wurden. „2nd Avenue“ wurde

diesmal in Nashville produziert und damit

im Vergleich zu den Vorgängern auch

hörbar glatter und (Massen-) kompatibler

aufgenommen. Ihr Mix aus Roots, Red

Dirt, Country und Blues mit einem Schuss

Southern Style lässt sich vergleichen mit

den bekannten Acts der Szene wie etwa

Kyle Bennett Band, Rich O`Toole oder auch

mit den unerreichten Cross Canadian Ragweed.

Steve Rice’s robuste Röhre hat einen

angenehm warmen Klang und man kann

sich gut vorstellen, wie die Mädels scharenweise

vor der Bühne dahin schmelzen.

Mir gefallen sie am besten, wenn sie ihre

satten Gitarrenriffs herausholen und gepaart

mit Rice’s treibendem, melodischem

Gesang so richtig forsch zu Werke gehen.

Aber auch die wenigen Balladen zwischendrin

sind durchaus hörbar. Country Rock/

Pop pur, der manchen Ohrwurm wecken

wird. (Mailorderkunde Uwe Schuppann als

Gastrezensent)

SPECIAL OFFER

OASIS -

Time Flies – 1994-2009

(SNY 267/2010) 2-CD € 9,50

„Time Flies“ ist der Titel

der Singles-Collection,

die das Werk von Oasis

von Anfang bis Ende auf

einer Doppel-CD vereint.

Die Songs umfassen

fünfzehn Jahre, in denen

die Band neben ihren glorreichen Singles

auch beeindruckende sieben Nummer-

Eins-Alben in Folge veröffentlichte. Beginnend

mit der unwiderstehlichen Debütsingle

Supersonic und endend mit der

allerletzten Veröffentlichung Falling Down,

enthält das Album 26 Singles - darunter 23

UK-Top-Ten- und acht Nummer-Eins-Hits.

MARK OLSON -

Many Colored Kite

(RCD CD 1022/2010) CD € 15,50

(RCD LP 1022/2010) LP € 15,50

Wer gehofft hatte, dass nach dem gemeinsamen

Album „Ready For The Flood“ mit

Gary Louris auch noch eine Reunion mit

den Jayhawks stattfinden würde, der sieht

sich getäuscht. Dafür bekommt der Fan

jetzt ein weiteres Solo-Album von Olson,

das man ohne Zweifel als einen würdigen

Nachfolger des Vorgängers „Salvation

Blues“ bezeichnen kann. Die sperrigen

Momente der Creekdippers, bei denen

Olson‘s Exfrau Victoria Williams doch

recht großen Einfluss ausgeübt hatte, sind

überhaupt nicht mehr vorhanden, dafür

sorgt sicher auch die Multiinstrumentalistin

und neue Frau an Olson‘s Seite, Ingunn

Ringvold. Die Strukturen der Songs

sind großteils recht melodisch, wenn auch

Ohrwürmer wie zu Jayhawks-Zeiten weniger

vorhanden sind und wohl auch nicht

unbedingt zu erwarten gewesen waren. So

bewegt sich die Produktion im Folk Rock/

Pop-Sound und der hervorstechenden und

immer im Mittelpunkt stehenden Stimme,

die so gut klingt wie selten zuvor.

PAVLOV’S DOG -

Echo & Boo

(RVPD 008/2010) CD € 14,25

Eigentlich ist die reine Existenz dieses Albums

eine kleine Sensation. Hätte vor 10

Jahren jemand behauptet, es gäbe ein

neues Pavlov‘s Dog Album, dann hätte

man ihn lächelnd darüber aufgeklärt,

dass es sich nur um einen dreisten Betrug

handeln könne, denn schließlich sei das

Markenzeichen der Band –Sänger/Gitarrist/Songwriter

David Surkamp - bereits

Anfang der 80er Jahre verstorben. Das

(falsche) Gerücht besagt, Surkamp habe

nur deshalb so einzigartig gesungen, weil

er mit Helium nachhalf - was ihn schließlich

das Leben kostete. Diese auf seltsame

Weise vom Gerücht zur ’Tatsache’ mutierte

Fehlinformation konnte sich über fast 30

Jahre etablieren, denn nach der Veröffentlichung

zweier fantastischer Alben 1975/76

verschwanden Pavlov‘s Dog und David Surkamp

für fast drei Jahrzehnte quasi spurlos

von der musikalischen Bildfläche. Pavlov‘s

Dog wurden 1973 von Chuck Berry‘s und

Bo Didley‘s Drummer Mike Safron gegründet.

Nachdem sie 1975 (als bis dato

höchstdotierte Newcomerband aller Zeiten)

die Rockszene mit ihrem Debüt ’Pampered

Menial’ betreten hatten, erschien

1976 ihr zweites Album ’At The Sound Of

The Bell’ (die Liste der Gastbeiträge liest

sich wie ein „Who Is Who“ der damaligen

Rockszene – u.a. gaben sich Musiker von

Yes, King Crimson, Roxy Music, Steely Dan

oder Jazzvirtuose Michael Brecker die Studioklinke

in die Hand). 1977 löste sich die

Band während der Aufnahmen zum dritten

Album auf, und verschwand so plötzlich

wie sie gekommen war. Die beiden Alben

mit der ’Stimme wie aus einer anderen

Welt’ hielten sich solide über die Jahrzehn-

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com 17


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EMPFEHLUNGEN AUS UNSEREM GENERAL STORE

te und wurden zu Klassikern. ’Pampered

Menial’ wurde erst vor wenigen Jahren in

die Liste der ’bedeutendsten Progressive

Rock Alben aller Zeiten’ gewählt.

Im Jahr 2004 tauchten Pavlov‘s Dog plötzlich

wieder auf, und gaben zum 30-jährigen

Jubiläum von ’Pampered Menial’ ein

Konzert in Originalbesetzung.

An den Vocals natürlich David Surkamp,

der sich bester Gesundheit erfreut. Fans

aus aller Welt flogen nach St. Louis/USA,

die Resonanz übertraf alle Erwartungen.

Nach dem Jubiläumskonzert wurde die

Band um Surkamp & Safron um einige

junge Musiker ergänzt, es folgten jährliche

Europatourneen, und 2010 nun endlich

auch ein neues Album.

HUGO RACE -

Fatalists

(GRAM 1005/2010) CD € 15,50

Hugo Races neues Album

„Fatalists“ ist roh,

launisch und lyrisch angetrieben.Aufgenommen

in Italien, Gitarrist

Antonio Gramentieri (Sea

of Cortez, Delavega),

Schlagzeuger Diego Sapignoli (Delavega),

Geigerin Vicky Brown aus Arizona und der

niederländische Bassist Erik Van Loo (Willard

Grant Conspiracy) schaffen einen akustischen,

melodischen Sound der Hugos

Songwriting und Stimme in einem ganz

neuen Licht erscheinen lässt.

R.E.M. -

Live From Austin TX

(NW 8078/2010) DVD € 18,90

Im Rahmen der US-TV-Musiksendung Austin

City Limits traten R.E.M. am 13. März 2008

im Studio des Senders auf, auf den Bänken

eine überglückliche kleine Fangemeinde, die

ihren Idolen wohl noch nie so nahe war wie

an diesem Abend. R.E.M. stellten bei dieser

denkwürdigen Show ihr neuestes Album

Accelerate vor und präsentierten dann auch

gleich 8 Stücke aus diesem Werk, unterbrochen

durch einige Klassiker der Band wie

etwa „Drive“, „Losing My Religion“, „Electrolyte“

oder „Man On The Moon“. 16 Songs

insgesamt umfasste die über 60 Minuten

dauernde Show, die erstmals in voller Länge

(bei der TV-Ausstrahlung fehlten die Stücke

„So. Central Rain“ und „Fall On Me“) auf

DVD als Teil der Serie Live From Austin TX

erhältlich ist - in perfektem 5.1- und dts-

Sound.

RANDY ROGERS BAND -

Burning The Day

(MCA CD 170/2010) CD € 16,90

(MCA LP 170/2010) LP € 12,90

Randy Rogers ist einer der dicksten Kumpels

von Cody Canada, seines Zeichens Chef von

Cross Canadian Ragweed, einem DER Eckpfeiler

der Red Dirt Music Scene. Sie haben

wie viele andere Acts, die wir hier anbieten,

bei dem Smith Group-Label angefangen und

wurden dann von Major Companies wie

Universal South oder MCA unter Vertrag genommen.

Für die Randy Rogers Band ist es

die 2. Scheibe bei einer großen Firma und

wie der Vorgänger ist sie mainstreamiger

ausgefallen als die Independent-Releases.

Der „Red Dirt“-Sound ist aber natürlich unverkennbar

geblieben und so hören wir auch

hier besten Country Rock der New Texas

Americana-Generation.

SPECIAL OFFER

ROLLING STONES -

A Bigger Bang

(UMG 302/2005) CD+DVD € 7,90

(Deluxe Edition)

Das bisher letzte Studioalbum

der Stones. Eines

ihrer besten der letzten

15 Jahre (mindestens!).

Klingt so frisch wie aus

den 80ern.

CALVIN RUSSELL -

Contrabendo (Live)

(XBR CDV 790/2010) 2-CD+DVD € 18,50

(XBR CD 790/2010) 2-CD € 15,90

(XBR DV 790/2010) DVD € 17,25

Die Tour zur 2007 veröffentlichten

CD „Unrependant“

ist jetzt als Doppel-

CD und erstmalig auch auf

DVD erhältlich. Für alle,

die bisher noch nicht in

den Genuss eines Calvin

Russell-Konzerts gekommen sein sollten, eine

gute Chance, diesen Mix aus Blues, Rock und

Country livehaftig zu erleben.

MARTIN SEXTON -

Sugarcoating

(TN 247/2010) CD € 15,90

Martin Sexton ist ein

bekannter Singer/Songwriter

in Amerika und

Mitbegründer des

‚Americana-Sounds. Mit

seinem neuen Album

„Sugarcoating“, das in

Zusammenarbeit mit seinem neuen Management

Red Light und dem Label True

North entstanden ist, macht Martin Sexton

den Schritt aus dem Untergrund in

den Mainstream und definiert sich mit

diesem Album selbst. Dieser moderne

Troubadour füllt Hallen wie das Fillmore in

San Francisco und das Nokia-Theater am

Time Square.

BRUCE SPRINGSTEEN -

The Promise

(SNY CD 177/20010) 2-CD € 16,90

(SNY DX 177/2010) 3-CD+3-DVD € 74,90

(SNY LP 177/2010) 3-LP € 34,90

Auf diese Veröffentlichung

haben Millionen

von Springsteen-Fans

weltweit schon seit Jahren

gewartet: mit „The

Promise: The Darkness

On The Edge Of Town

Story“ veröffentlicht er ein Box-Set, das

die Entstehungsgeschichte des vielleicht

wichtigsten Albums seiner Karriere dokumentiert

- das 1978 erschienene „Darkness

On The Edge Of Town“. Das spektakulärste

Element der Veröffentlichung ist

dabei das Doppelalbum „The Promise“,

das 21 bis dato unveröffentlichte Aufnahmen

enthält, die während der „Darkness

On The Edge Of Town“-Sessions entstanden

waren. Erstmals ist auch das Original-

Album in digital remasterter Form erhältlich.

Insgesamt umfasst die

„Deluxe“-Ausgabe des Sets sechs Stunden

Filmmaterial (auf drei DVDs) und zwei

Stunden Audiomaterial (auf drei CDs). Höhepunkt

der DVD ist eine 90-minütige Dokumentation

mit dem Titel „The Promise:

The Making Of ‚Darkness On The Edge Of

Town“, das unveröffentlichtes Footage von

Springsteen und der E Street Band aus den

Jahren 1976 bis 1978 enthält, sowie der

Mitschnitt eines Konzerts, das Springsteen

1978 in Houston gab. Darüber hinaus können

sich Fans auf eine spezielle Performance

aus dem vergangenen Jahr freuen,

bei der Bruce Springsteen das komplette

„Darkness“-Album in Asbury Park spielte.

Working On A Dream

(Deluxe Edition)

(SONY DX 355/2009) CD+DVD € 8,90

Mit “Working On A Dream“ veröffentlicht

Bruce Springsteen sein 24. Album. Die Album

enthält 13 neue Springsteen-Songs, es

ist die vierte Zusammenarbeit mit Produzent

Brendan O‘Brien, der das Album sowohl produzierte

als auch abmischte. Die Songs entstanden

zusammen mit der E Street Band im

Southern Tracks Studio in Atlanta, darüber hinaus

fanden einige Aufnahmen in New York,

L.A. und New Jersey statt. „Gegen Ende der

Aufnahmen zu “Magic“ war ich so begeistert

von der Rückkehr zur Pop-Produktion, dass ich

einfach weiter Songs schrieb. Als mein Freund

Brendan O‘Brien die neuen Lieder hörte, sagte

er , Lass uns weitermachen‘. Und genau das

taten wir dann auch im Verlauf des folgenden

Jahres - wir gingen in den Tourpausen mit der

E-Street Band ins Studio. Ich hoffe, dass wir

mit “Working On A Dream“ die Energie der

Band einfangen konnten, die quasi gerade

von der Bühne kam, wo wir einige unserer

besten Konzerte gegeben hatten.“

ROD STEWART -

Fly Me To The Moon

(The Great American Songbook

Vol. V)

(JRCD 609/2010) CD € 12,90

Auch bei der Auswahl für die 5. Ausgabe mit

„American Classics“ hat Rod Stewart wieder

einmal ein glückliches Händchen gehabt und

präsentiert Evergreens aus Jazz, Soul, und

Pop, darunter „What A Difference A Day Makes“,

„I Get A Kick Out Of You“, „That Old

Black Magic“ oder „Moon River“.

TERRY & THE PIRATES -

The Doubtful Handshake

(MIG 322/2010) CD € 14,50

Aus dem Nebel der San

Francisco Bay erwuchs

eine erstaunliche Band,

die seit 26 Jahren die Bay

Area mit einer der besten

Musik versorgt, die jemals

aus allen Ecken und

Enden jeder Bar und Nachtclub der Gegend

gehört wurde. Ihre Musik verkörperte

Abenteuergeist, eine Art Pioniergeist, der

die Musikszene der San Francisco Bay in

den frühen 70er Jahren durchdrang, vor allem

im Marin County . Und niemand verkörpert

dieses Gefühl authentischer als

Künstler wie Terry Dolan, John Cipollina,

Greg Douglas, David Hayes, und Jeff Myer.

Sie waren originell, verrückt, Cowboy-

„Rock-n-Rollers“ - der ganzen Welt besser

bekannt als Terry & The Pirates bekannt.

Viele, darunter Terry, denken, dass „The

Doubtful Handshake“ sein bestes Studioalbum

ist - und um diese Edition zu etwas

Speziellem zu machen fanden wir einige

seltene Fotos für das Booklet und zwei coole

Bonus-Tracks, um es noch verführerischer

und aufregender zu gestalten. Außerdem

schrieb Greg Douglass im Booklet eine

großartige Einführung und die Bandmitglieder

reflektieren zusammen mit ihrem außergewöhnlichen

Produzenten die Zeit vor

dreißig Jahren, die Produktion von „The

Doubtful Handshake“ und natürlich ihre

Zeit bei Terry & The Pirates. Terry & The Pirates

und Made In Germany-Music hoffen,

dass Sie diese neue Ausgabe von The

Doubtful Handshake genießen werden. Als

Terry & The Pirates begannen, ihr erstes Album

aufzunehmen , war es nicht das erste

Mal, dass sie im Studio waren, nur war dies

das erste Mal, dass sie mit dem Ziel ins Studio

gingen, ein Album einzuspielen, statt

nur einige Songs, wenngleich auch einige

großartige Songs . The Doubtful Handshake

war das Ergebnis von Gruppenarbeit, wobei

jedes Mitglied seinen ganz eigenen Beitrag

zu dem Album leistete. Das Studio war eines,

was wir heute als old school mit einem

Multi-Track-Tape bezeichnen würden, aber

damals war es auf dem neusten Stand der

Technik und die Aufzeichnung mussten on

the fly „durch den Ingenieur und Produzent

gemacht werden .... In jenen Tagen waren

die Pirates perfekt aufeinander eingespielt.

Oder wie Terry es ausdrückte: „ Wir haben

die Basic-Tracks in einem Take eingespielt,

so dass wir alles an einem Tag schafften!

Alles andere wurde später bearbeitet. Denken

Sie daran, es ist 30 Jahre her seit „The

Doubtful Handshake“ aufgenommen wurde,

und es gibt nicht viele, die sich an diese

Sessions noch erinnern, denn wie es eine

Person von damals ausdrückte: „Wir lebten

mit viel Chemie - und der Familien-Apotheker

war immer um uns herum. Übereinstimmend

sagen aber alle, dass sie bei den

Doubtful Handshake -Sessions eine gute

Zeit hatten, viel Spaß an der Musik hatten

und gern zusammen rumhingen.

West Coast Legends Vol. 5 – Rockpalast

Hamburg 6.12.1982

(MIGDV 337/2010) DVD € 16,90

Anfang Dezember 1982

tourten Terry & The Pirates

(Terry Dolan – Vocals, Guitar;

John Cipollina – Guitar;

Nicky Hopkins – Piano;

David Hayes – Bass; Greg

Elmore – Drums) durch Europa

und spielten gerade

mal 3 Shows in Amsterdam,

Bonn und Hamburg. Die Show in der

Markthalle am 6.12. wurde für den Rockpalast

mitgeschnitten und ausgestrahlt. 18 Songs

umfasste die Setliste der 100 Minuten-Show,

die jetzt endlich auf DVD vorliegt.

RICHARD THOMPSON -

Dream Attic

(PRPCD 648/2010) CD € 15,50

(PRPDX 648/2010) 2-CD € 17,90

(PRPLP 648/2010) 2-LP € 19,90

Thompson hat seine 13 Songs vor einem Publikum

aufgenommen und konnte dadurch

die tolle Energie seiner Live Shows komplett

einfangen. Diese Songs sind in einer kreativen

Phase während der West Coast Tour

im Februar entstanden und in nur 3 Shows

in San Francisco eingespielt worden. Neben

Thompson treten dabei Pete Zorn (Gitarren),

Michael Jerome (Drums), Taras Podaniuk

(Bass) und Joel Zifkin (Violine/Mandoline)

auf. Der Album-Opener ist explosives Stück

namens “The Money Shuffle”, eine kritische

Auseindersetzung mit der Wall Street mit

einem wilden Gitarrensolo. Danach geht es

eher balladisch weiter, Songs wie “Among

the Gorse, Among the Grey” oder „Burning

Man“ sind Paradebeispiele für Thompsons

großartige Charakterstudien. “A Brother Slips

Away” ist eine bewegte Elegie auf Richards

verstorbene Freunde, „Big Sun Falling In The

River“ ist ein echter heiterer Klassiker in der

besten Beatles-Tradition.

Die Deluxe Version erscheint in einer anderen

Verpackung und enthält zusätzlich eine

zweite CD mit allen 13 Songs als Akustik-

Versionen.

ROB TOGNONI -

Rock ‚N’ Roll Live

(MSA 279/2010) 2-CD € 17,90

Seit 1994 ist der Australier nun bereits auf den

weltweiten Bühnenbrettern unterwegs. Die

unwiderstehliche Mischung aus klassischem

Rock und Blues hat in den letzten Jahren vor

allem in Europa immer mehr Freunde gefunden.

Die Ohren haben sich gerade wieder

erholt nach den drei fulminanten Vorgängern

’Capital Wah’, ’Ironyard Revisited’ und

’2010db’, da holt der Australier bereits zum

nächsten Hammer aus!

Dieses Mal allerdings gibt es ein überfallartiges

Live-Dokument, mitgeschnitten auf der

Tour 2009. 26 Tracks und eine Gesamtspielzeit

von über zwei Stunden bringen die Live-Atmosphäre

bei einem top Sound ins Wohnzimmer.

High Octane Live-Power-Blues-Rock von einem

ehrlichen Könner der sich durch unentwegtes

Touren in der Szene einen Namen gemacht

hat, und mittlerweile jeden Club ausverkauft

bzw. in ein Tollhaus verwandelt.

VARIOUS ARTISTS -

The Imus Ranch Record II

(NW 6186/2010) CD € 13,90

Don Imus, der Betreiber der Imus Ranch, und

New West Records freuen sich gemeinsam auf

eine weitere Ausgabe der CD-Compilation-

Serie “The Imus Ranch Record”. Wie beim Vorgänger

kommen die Einnahmen der Arbeit der

Ranch zugute, die sich um Kinder, die an Krebs

oder anderen ernsthaften Blutkrankheiten leiden,

kümmert. Die CD enthält unter anderem

Songs von fünf Grammy-Gewinnern wie etwas

die Blind Boys Of Alabama, Delbert McClinton

und die Phantom Blues Band, einige Rock and

Roll Hall Of Fame-Mitglieder sowie mehrere

Nummer 1-Hits. Das Album beginnt mit einer

brandneuen Aufnahme von Jamey Johnson,

einem aufgehenden Stern am Country Music-

Himmel, der Meat Loaf’s „Two Out Of Three

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


EMPFEHLUNGEN AUS UNSEREM GENERAL STORE

Ain’t Bad“ covert, gefolgt von Sam Moore

von Sam & Dave, der den Song „Bop“, einem

Nr.1-Hit von Dan Seals aus dem Jahr 1985, neu

interpretiert. Hayes Carll, einer der populärsten

Vertreter der New Americana Scene, steuert

Roger Miller’s Klassiker „King Of The Road“

bei, und der zweimalige Grammy-Gewinner

Levon Helm huldigt Bob Dylan mit dessen „It

Takes A Lot To Laugh, It Takes A Train To Cry“,

produziert von Dylan’s langjährigem Gitarristen

Larry Campbell.

SPECIAL PICK

VARIOUS ARTISTS -

The 25th Anniversary Rock And

Roll Hall Of Fame Concerts

(TMEL CD 805/2010) 4-CD € 44,90

(TMEL BR 805/2010) 2-Blu-ray € 37,90

(TMEL DV 805/2010) 3-DVD € 32,90

Es gibt sie reichlich, die

Musikfestivals, die über

Jahre oder gar Jahrzehnte

in Erinnerung bleiben.

Woodstock (1 und 2, vor

allem natürlich das Original)

oder Live Aid (1 und 2,

und auch hier das von 1985, als wir von mittags

bis früh morgens vorm Fernseher gesessen

hatten), von den unzähligen Benefizveranstaltungen,

angefangen beim Concert for

Bangladesh, ganz zu schweigen, zu dem die

Creme de lá Creme der Rockmusik ihren Beitrag

leistete. Viele dieser Mega-Events wurden

leider niemals für die Nachwelt festgehalten,

durch die neuen Medien ist es heutzutage

schon bereits Normalität, dass von den Auftritten

nicht nur ein Audio-Livemitschnitt, sondern

auch eine DVD und Blu-ray erscheinen.

Was ja auch Sinn macht, kann man als Normalsterblicher

doch eh nicht überall dabei

sein.

Leider traf das auch zu bei den beiden Shows

zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Rock

And Roll Hall of Fame, die am 29. und 30. Oktober

2009 im Madison Square Garden in New

York City über die Bühne gegangen waren und

die sicher in die Geschichte der Rockmusik eingehen

werden. Selten zuvor wurde eine Veranstaltung

so generalstabsmäßig geplant und

durchgeführt, über 2 Jahre dauerte es von der

Idee von Jan Wenner, dem Herausgeber des

Rolling Stone, bis zur Umsetzung. Viele Künstler

und Bands wurden in Betracht gezogen,

eingeladen, nicht berücksichtigt (etwa Van

Morrison), andere mussten aus Gesundheitsgründen

absagen (Eric Clapton, Little Richard),

andere wiederum wollten nicht den Weg auf

sich nehmen (Chuck Berry, Fats Domino) oder

lehnten ab (Bob Dylan, Led Zeppelin, Rolling

Stones), und dennoch war die Liste der auftretenden

Künstler das Feinste, das die (Rockmusik-)

Welt seit langem gesehen hatte. Wenner

hatte 2008 zunächst die beiden größten Acts

unserer Zeit, Bruce Springsteen und U2, angefragt,

und nachdem diese sofort „Ja“ gesagt

hatten, konnte die Planung weitergeführt

werden. Und so kamen im Laufe der Monate

immer mehr First Class-Musiker/innen auf die

Teilnehmerliste, bei der einem Musikfan der

Atem stocken sollte: Crosby Stills & Nash,

Bonnie Raitt, Jackson Browne, James Taylor,

Simon & Garfunkel, Stevie Wonder, B.B. King,

Sting, Jeff Beck, John Fogerty, Billy Joel (!),

Jerry Lee Lewis, Buddy Guy, Billy Gibbons (ZZ

Top), Metallica, Lou Reed, Ozzy Osbourne, Eay

Davies, Patti Smith, The Black Eyed Peas oder

Mick Jagger waren mit von der Partie, wobei

die 2 Abende in 4 „Themenbereiche“ unterteilt

wurden und mit Crosby Stills & Nash, Bruce

Springsteen & The E-Street Band, Metallica

und U2 vier „House Bands“ auf der Bühne

standen, die neben eigenen Beiträgen die

„Gäste“ als Backingband begleiteten. Schon

alleine diese Vorstellung sollte jedem Musikfan

eine Gänsehaut bereiten. Unglaubliche 5

Stunden und 20 Minuten, insgesamt 54 Songs

(CD) und 63 auf DVD und Blu-ray, wurden

auf CD, DVD und Blu-ray gebannt, in bester

Audio- und Video-Qualität, darunter auch etliche

Stücke, die bei der Fernsehausstrahlung

des Pay-TV-Senders HBO nicht berücksichtigt

worden waren. Ein Ereignis können wir hier

anbieten, das seinesgleichen sucht. Schaut

euch die komplette Setliste an und ihr werdet

uns recht geben.

Noch ein wichtiger Hinweis: Die DVD-Version

ist nur für DVD-Player mit Ländercode 1 (USA)

oder entsprechender Einstellung abspielbar

(über das DVD-Laufwerk im PC läuft die Disc

natürlich problemlos), die Blu-ray-Ausgabe dagegen

spielt auch ein „deutscher“ Player ab.

SPECIAL PICK

VARIOUS ARTISTS -

KGSR Broadcasts Vol. 18

(KGSR 018/2010) 2-CD € 19,90

Es stand für längere Zeit

auf der Kippe, ob es eine

weitere Ausgabe dieser

(bis auf unseren Mailorder)

ausschließlich in

Austin, Texas erhältlichen

CD geben würde, nachdem

der „Vater“ dieser Benefiz-Serie, der

langjährige Programmchef und Kult-DJ des

Radiosenders KGSR Radio Austin, Jody Denberg,

Anfang dieses Jahres plötzlich und

ohne Angabe von (nachvollziehbaren)

Gründen den Sender verlassen hatte. „The

Broadcasts series exists because of Jody

Denberg“, steht dann auch ganz am Ende

des 20-seitigen Booklets, das wie immer

zahlreiche Fotos der auf der Doppel-CD vertretenen

Künstler beinhaltet. Auch die 18.

Ausgabe enthält wieder ausschließlich bisher

unveröffentlichte Aufnahmen von diesmal

40 Künstlern und Bands, aufgenommen

für KGSR an Orten wie im Radiostudio

selbst oder Backstage beim Austin City Limits

Festival, im Four Seasons Hotel, in der

KGSR Music Lounge oder im Threadgill’s

Headquarters. Illustre Namen wie Alejandro

Escovedo, die Avett Brothers, Joe Ely, Robert

Earl Keen, Billy Joe Shaver, Raul Malo,

Bob Schneider, BoDeans, Spoon, Ryan Bingham,

Crowded House, Rosanne Cash, Lyle

Lovett oder Sheryl Crow reihen sich ein mit

hierzulande weniger bekannt klingenden

Namen wie Charlie Mars, Gin Wigmore,

Joshua James, Sahara Smith oder Brett Dennen.

Für Sammler der Serie eh ein Pflichtkauf,

für Fans außergewöhnlicher und rarer

Aufnahmen ein Argument.

VARIOUS ARTISTS -

More Townes Van Zandt From The

Great Unknown

(FTS 139/2010) CD € 13,90

Folge 2 der großartigen TOWNES VAN

ZANDT - Tribute-Reihe mit 18 internationalen

Acts feat. NEAL CASAL, PHOSPHO-

RESCENT, ALELA DIANE & TREETOP FLYERS.

‚More Townes Van Zandt‘ … erscheint im

Jewelcase-Format inklusive kunstvoll gestaltetem,

16-seitigen Booklet auf FORT-

HESAKEOFTHESONG. Der 1997 verstorbene

texanische Singer-Songwriter TOWNES VAN

ZANDT gehört zu den kultisch verehrten

Vertretern des Folk / Alternative-Country

– Genres, der mit seinen intensiven, meist

düster authentisch gehaltenen Songs sowie

seinem versierten Gitarrenspiel ganze

Generationen von Musikern nachhaltig

prägte. Zeitlebens manisch-depressiv, drogen-

und alkoholabhängig, gelang ihm nie

der große kommerzielle Durchbruch, obgleich

Kollegen wie WILLIE NELSON, BOB

DYLAN, TINDERSTICKS oder NORAH JONES

seine Songs erfolgreich coverten. Nach der

Compilation ‚Introducing...‘ wartet das Label

FORTHESAKEOFTHESONG nun mit einer

weiteren exzellenten Hommage an den

großen Songschreiber und Musiker auf. So

präsentiert ‚More Townes Van Zandt…‘ 18

ausgesuchte internationale Acts wie NEAL

CASAL, PHOSPHORESCENT, ALELA DIANE,

THE DEEP DARK WOODS, TREETOP FLYERS

oder LESLIE STEVENS & THE BADGERS, die

mit ihren eigenständigen (und darüber hinaus

bislang unveröffentlichten) Versionen

und Neubearbeitungen ihren respektvollen,

musikalischen Tribut an diesen Ausnahmekünstler

zollen, und gleichzeitig den hohen

Stellenwert der Originale nachhaltig verdeutlichen.

SUZANNE VEGA -

Close-Up 2: People And Places

(COOK 922/2010) CD € 15,50

Die New Yorker Songwriterin öffnet ein

zweites Mal ihr Songbook. Für den zweiten

Teil ihrer auf vier Folgen angelegten

Akustik-Retrospektive ihres Songbooks besucht

Suzanne Vega die „People & Places“,

die Menschen und Orte ihrer musikalischen

Vergangenheit. Die Stadt ist, klar, New York

City, die Menschen stecken hinter Klassikern

wie „Luka“, „Tom‘s Diner“, „Queen And

The Soldier“ sowie dem neu geschriebenen

Song „The Man Who Played God“, den sie

für die Sparklehorse/Danger-Mouse-Produktion

„Dark Night Of The Soul“ schrieb. Der

erste Teil der „Close-Up“-Reihe heißt „Love

Songs“ und erschien ebenfalls 2010.

BEN WEAVER -

Mirepoix & Smoke

(BS CD 173/2010) CD € 12,90

Im Frühjahr 2009 nahm

sich Ben Weaver eine

Auszeit, um sich seinem

Hobby, dem Kochen und

Essen zu widmen. Er arbeitete

als Gardemanger,

als Koch der kalten Küche,

in einem Farm-Restaurant in Minneapolis.

Und wie immer in solchen Situationen:

Wenn man nicht damit rechnet, fallen

einem die schönsten Dinge ein. In diesem

Fall Songs. Was den Sound anbelangt war

das Vorgängeralbum „The Ax In The Oak“

komplexer, dagegen ist „Mirepoix And

Smoke“ eine eher idyllische Angelegenheit.

Die Lieder werden selten von mehr als Weavers

Gitarre oder Banjo begleite, während

sich die Stimme gefühlvoller denn je in seine

Texte einlebt. Man kann „Mirepoix And

Smoke“ nicht nur hören, man kann das Album

sehen, fühlen und sogar schmecken.

EMILY JANE WHITE -

Ode To Sentience

(TAL CD 056/2010) CD € 14,25

Bewaffnet mit einer Akustikgitarre und

einem außergewöhnlichen Talent für Melodien

und fantastisches Songwriting verzauberte

Emily Jane White mit ihren Alben

„Dark Undercoat“ und „Victorian American“

neben ihrem Heimatmarkt Amerika

auch Europa. Unzählige Shows in Deutschland,

Benelux, Frankreich, Schweiz, Italien,

Spanien und Polen katapultierten die sympathische

Amerikanerin in die erste Liga der

Singer- und Songwriterinnen. Selten gelang

es einer Künstlerin Fans von Mazzy Star

über Laura Veirs bis hin zu Cat Power gleichermaßen

zu vereinen. Mit „Ode To Sentience“

liefert uns Emily Jane White ihr bis

dahin persönlichstes und stärkstes Album.

Zehn wunderschöne, hypnotische Songs die

durch behutsame Arrangements perfekt in

Szene gesetzt werden. Ihr gelingt erneut

ein faszinierendes Album zwischen fragilen

Pop-Songs und mystischen Balladen.

Erstaunlich wie sie es spielend schafft ein

derart hohes Niveau zu halten bzw. sogar

noch zu toppen.

TONY JOE WHITE

Live In Amsterdam

(MRCD 325/2010) CD+DVD € 18,90

Sie nennen ihn den

Swamp Fox, und er zählt

zu den ganz großen

Songwritern der USA,

dessen Songs von Elvis

Presley, Ray Charles, Tina

Turner, Joe Cocker, Hank

Williams Jr. und Dusty Springfield interpretiert

wurden: Tony Joe White. Am 6. November

2008 trat er zusammen mit Schlagzeuger

Jeff Hale und Keyboarder Tyson

Rogers im Amsterdamer Club Paradiso auf,

ein Gig, der jetzt als CD und DVD vorliegt.

„Live In Amsterdam“ präsentiert die schönsten

Songs aus der langen Karriere Tony Joe

Whites, Evergreens von „Rainy Night In

Georgia“ über „Polk Salad Annie“ bis

„Steamy Windows“.

SPECIAL OFFER

LUCINDA WILLIAMS -

World Without Tears

(UMG CD 355/2003) CD € 6,90

Die Messlatte hatte sich

Lucinda Williams mit

„Essence“ selbst sehr

hoch gelegt, doch mit

dem Nachfolger von

2003 legte sie nochmal

eine Schippe rauf und

präsentierte ihr zumindest mutigstes, wenn

nicht gar ausgereiftestes Werk, das ziemlich

an ihren Meilenstein „Car Wheels On A

Gravel Road“ heranreicht. Zudem ist es definitiv

ihr rockigstes Album, obwohl fast die

Hälfte der Songs Balladen sind. Aber Stücke

wie Real Live Bleeding Fingers And Broken

Guitar Strings“, das an die besten Zeiten

von Keith Richards erinnert, „Righteously“

ist purer Rock und erinnert gegen Ende an

Duane Allman oder Jimi Hendrix. Dagegen

stehen die Balladen in nichts nach, ob

„Fruits Of My Labor“, „Ventura“ oder

„Minneapolis“ - durchweg großartige

Songs auf einem absoluten Ausnahmealbum.

WILLIE STRADLIN -

1000 Miles Away

(WIRO 5050/2010) CD € 14,90

Auch wenn ich, ehrlich

gesagt, mit den beiden

Namensgebern der Band

(Willie Nelson und Izzy

Stradlin) eigentlich nicht

allzuviel am Hut habe,

hatte das Debutalbum

von 2007 damals sofort meinen Geschmack

getroffen. OK, Mike McClure hatte das Teil

damals produziert und damit schon mal per

se den Qualitätsstempel draufgedrückt. Ich

glaube Manfred war es, der die Scheibe damals

in unserer Musikabend-Runde vorgestellt

hatte und dafür allgemeine Zustimmung

erntete. Für „1000 Miles Away“ hat

38 Special- Member Bobby Capps als Produzent

Hand angelegt und schon kommt

das Teil noch straighter und vor allem southernrockmäßiger

rüber! Dafür sind zusätzlich

noch einige Gastmusiker aus der Southern-Szene

mit verantwortlich wie z.B.

Mark Matjeka von Lynyrd Skynyrd. Wunderbar

melodische Gitarrenlinien, kräftig rockende

Riffs gepaart mit der fulminanten

Stimme von Frontmann Heath Malton sei

allen Liebhabern der Countryrock/Red Dirt/

Southernrock-Szene wärmstens ans kalte

Winterherz gelegt. Wetten dass es taut?!

(Mailorderkunde Uwe Schuppann als Gastrezensent)

SPECIAL OFFER

NEIL YOUNG Special

Heart Of Gold

(REP 338/2006) 2-DVD € 7,90

Kurz nachdem das von

der Kritik gefeierte Album

„Prairie Wind” veröffentlicht

wurde, eroberte

Rocklegende Neil

Young das Ryman Auditorium

– das historische

Herzstück der Grand Old

Opry in Nashville – im

Sturm und bezauberte sein Publikum mit

einer Kombination aus neuen Stücken und

zeitlosen Klassikern wie „The Painter“,

„Heart Of Gold“ und „Harvest Moon“. Begleitet

wurde er von einer handverlesenen

Gruppe Musiker, zu denen auch seine Ehefrau

Pegi Young zählte und, als Stargast, die

Sängerin Emmylou Harris! Oscar-Preisträger

Jonathan Demme übernahm die Regie von

Neil Young: Heart of Gold. Diese außergewöhnliche

Dokumentation ist zugleich das

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com 19


EMPFEHLUNGEN AUS UNSEREM GENERAL STORE

musikalische Porträt einer Künstlerseele

und ein Konzertfilm der Extraklasse – ein

Muss für jeden Musikfan!!

Live At Massey Hall 1971

(WEA 327/2007) CD € 7,90

Als Neil Young am 19.

Januar 1971 in Toronto

spielte, war es ein Heimspiel.

Mehr noch, es war

die triumphale Heimkehr

des verkannten Genies,

das große Erfolge in der

Tasche hatte und noch größere Erfolge vor

sich. „After The Goldrush“, das Young‘s erfolgreichstes

Album werden sollte, stand

gerade seit ein paar Wochen in den Läden.

Als er in die Massey Hall kam, war der Stein

also bereits am Rollen.

An diesem Abend in Toronto gab Neil Young

ein Solokonzert und spielte seine damaligen

Hits wie „Down By The River“, „Ohio“ und

„I Am A Child“, aber auch einige neue

Songs, die er für sein nächstes Album „Harvest“

geschrieben hatte: „Old Man“, „The

Needle And The Damage Done“ und „Heart

Of Gold“. Niemand im Publikum kannte die

Songs, aber sie wurden auf Anhieb mit großer

Begeisterung angenommen.

„Live At Massey Hall“ wurde von Young

und dem bereits 1995 verstorbenen Briggs

produziert und ist das zweite Album aus der

lang erwarteten Archives Performance Series,

die im letzten Jahr mit „Fillmore East“

ihren Anfang nahm. Beide werden Teil einer

8-CD / 2-DVD-Box sein, die unter anderem

unveröffentlichte Aufnahmen und Songs

von 1963 und 1972 enthalten wird und für

September angesetzt ist.

Live At The Fillmore East

(WEA 992/2006) CD € 7,90

Als Neil Young am 19.

Januar 1971 in Toronto

spielte, war es ein Heimspiel.

Mehr noch, es war

die triumphale Heimkehr

des verkannten Genies,

das große Erfolge in der

Tasche hatte und noch größere Erfolge vor

sich. „After The Goldrush“, das Young‘s erfolgreichstes

Album werden sollte, stand

gerade seit ein paar Wochen in den Läden.

TREVOR ALGUIRE -

Thirty Year Run

(BLU DP0462/2008) CD € 4,90

(BLU LP0462/2009) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Im Lauf der Jahre und Alben scheint Trevor Alguire

immer selbstbewusster und lockerer zu

werden - einhergehend mit einem deutlichen

Trend zu akustischeren Arrangements und zum

klassisch-zeitlosen Country Rock, der vor über

35 Jahren gar nicht mal unbedingt in Kanada,

sondern vorzugsweise an der kalifornischen

Westküste seinen Einstand feierte und seither

aus der ländlich motivierten Roots-Szene nicht

mehr wegzudenken ist. Und der gleichermaßen

immer wieder Großstadt-Cowboys wie

Alguire inspiriert! „Thirty Year Run“ bietet 13

Eigenkompositionen zwischen lässig-rockig

und semi-akustisch/elektrisch-balladesk, die

leidenschaftlich und engagiert daherkommen,

mit der gewissen urwüchsigen Kraft eines

wahren Singer/Songwriter-Champions gesegnet

sind und jede Menge mitzuteilen haben.

In den Texten geht es um Geschichten auf und

neben der Straße, persönlichen Sehnsüchten,

Beobachtungen von Land und Leuten. Alguire

erweist sich dabei als wortgewandter Erzähler

mit viel Einfühlungsvermögen und Sänger

mit emotionalem Tiefgang, wobei ihm seine

warme, sonore Stimme - etwa zwischen Tim

Easton, Kevin Welch und Michael Hall - ungemein

hilft.

Erstaunlich wenig erinnert auf „Thirty Year

Run“ an Karohemden und kanadische Wälder,

dafür klingt alles original nach Trevor Alguire

- ein richtig starker Charakter im unübersichtlichen

Singer/Songwriter-Dickicht!

20

Als er in die Massey Hall kam, war der Stein

also bereits am Rollen.

An diesem Abend in Toronto gab Neil Young

ein Solokonzert und spielte seine damaligen

Hits wie „Down By The River“, „Ohio“ und

„I Am A Child“, aber auch einige neue

Songs, die er für sein nächstes Album „Harvest“

geschrieben hatte: „Old Man“, „The

Needle And The Damage Done“ und „Heart

Of Gold“. Niemand im Publikum kannte die

Songs, aber sie wurden auf Anhieb mit großer

Begeisterung angenommen.

„Live At Massey Hall“ wurde von Young

und dem bereits 1995 verstorbenen Briggs

produziert und ist das zweite Album aus der

lang erwarteten Archives Performance Series,

die im letzten Jahr mit „Fillmore East“

ihren Anfang nahm. Beide werden Teil einer

8-CD / 2-DVD-Box sein, die unter anderem

unveröffentlichte Aufnahmen und Songs

von 1963 und 1972 enthalten wird und für

September angesetzt ist.

Dreamin’ Man Live ‘92

(REP 855/2009) CD € 8,50

Als Neil Young am 19.

Januar 1971 in Toronto

spielte, war es ein Heimspiel.

Mehr noch, es war

die triumphale Heimkehr

des verkannten Genies,

das große Erfolge in der

Tasche hatte und noch größere Erfolge vor

sich. „After The Goldrush“, das Young‘s erfolgreichstes

Album werden sollte, stand

gerade seit ein paar Wochen in den Läden.

Als er in die Massey Hall kam, war der Stein

also bereits am Rollen.

An diesem Abend in Toronto gab Neil Young

ein Solokonzert und spielte seine damaligen

Hits wie „Down By The River“, „Ohio“ und

„I Am A Child“, aber auch einige neue

Songs, die er für sein nächstes Album „Harvest“

geschrieben hatte: „Old Man“, „The

Needle And The Damage Done“ und „Heart

Of Gold“. Niemand im Publikum kannte die

Songs, aber sie wurden auf Anhieb mit großer

Begeisterung angenommen.

„Live At Massey Hall“ wurde von Young

und dem bereits 1995 verstorbenen Briggs

produziert und ist das zweite Album aus der

lang erwarteten Archives Performance Series,

die im letzten Jahr mit „Fillmore East“

ihren Anfang nahm. Beide werden Teil einer

8-CD / 2-DVD-Box sein, die unter anderem

unveröffentlichte Aufnahmen und Songs

von 1963 und 1972 enthalten wird und für

September angesetzt ist.

Fork In The Road

(WEA 787/2009) CD € 8,50

Ein ganzes Abum über

ein Auto. Nicht über irgendein

Auto, nicht über

GM oder eine andere

marode US-Autofabrik.

NEIL YOUNG schreibt ein

Album über seinen

1959er Lincoln Continental, den er von einem

Spritfresser in einen ökologisch verträglichen

Zeitgenossen umgerüstet hat,

indem er einen Elektromotor eingebaut hat.

Die Songs dazu sind entsprechend rauh,

aber herzlich ausgefallen. So rumpeln und

krachen sie vor sich hin, ohne ein genaues

Ziel zu kennen. Auf Fork In The Road wird

wieder einmal überdeutlich, warum olle

Neil auch gerne als „Vater des Grunge“

oder des Garagenrocks bezeichnet wird.

Man kann sich nicht des Eindrucks erwehren,

dass Neil und seine Mannen - Ben Keith

(Lap Steel, Electric Guitar, Hammond B-3,

Vocals), Anthony Crawford (Electric &

Acoustic Guitar, Piano, Hammond B-3, Vocals),

Rick Rosas (bass) und Chad Cromwell

(Drums) - sowie seine Frau Pegi Young (Vibes,

Acoustic Guitar, Vocals) ins Studio gegangen

sind und einfach mal losgelegt haben

nach dem Motto: „Lass uns einfach

mal probieren und sehen, wohin uns die

Reise führt.“ Sicher ist das Ziel nicht ein

spektakuläres oder gar großartiges Album

geworden, aber nach merheren Durchläufen

können einige der Songs doch hörenswerte

Momente entwickeln.z

NEIL YOUNG -

Le Noise

(RPRW CD 956/2010) CD € 15,90

Neue Alben von Neil Young bedingen immer

eine zwiespältige Vorfreude. Zu unberechenbar

ist, was da am Ende zu hören sein wird.

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

As Of Yesterday

(BLU CD0434/2007) CD € 4,90

KASEY ANDERSON -

Nowhere Nights

(BLU DP0510/2010) CD € 13,90

Nowhere Nights ist anders als „The Reckoning“.

Nicht unbedingt in seiner Grundhaltung

oder gar im Sound, nein, anders in der

Stimmung, in den Songs, in den Texten. Kasey

Anderson hat seinen Lebenslauf einer intensiven

Bestandsaufnahme unterworfen und die

ein oder andere Sache nachhaltig hinterfragt,

sozusagen seine ganz private Inventur vorgenommen.

Das Ergebnis sind persönliche,

introvertierte Songs, die deutliche Einblicke

in sein Seelenleben bieten. Das im Einklang

mit einem Umzug von Bellingham, Washington

nach Portland, Oregon, rein meilenmäßig

keine große Sache, für Andersons Leben eine

entscheidende Wende: weg vom standardisierten

Alltagstrott in der Provinz, hin zu mehr

Szene, Nachbarschaft und Geselligkeit. Genau

im Umkehrschluss dazu handeln seine Lieder

nun nicht mehr so sehr vom kritischen Blick in

die Welt, insbesondere von der Schieflage der

Nation unter der Bush-Ära, sondern vorzugsweise

von eigenen Belangen, Beziehungen

und Bedürfnissen.

The Reckoning

(BLU DP0465/2008) CD € 4,90

(BLU LP0465/2009) 2-LP € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

ANY TROUBLE -

Life In Reverse

(BLU CD0436/2007) CD € 4,90

THE BAND OF HEATHENS -

One Foot In The Ether

(BLU DP0491/2009) CD € 13,90

(BLU LP0491/2009) LP € 17,90

Vom Start weg besticht One Foot In The Ether

durch die mittlerweile verbrieften BOH-Qualitäten.

‚L.A. County Blues‘ ist ein lässiger, dabei engagierter

Shuffle Rocker im Stil der frühen Little Feat.

Mehrere elektrische Gitarren, Slide, Orgel und die

konsequent griffige Rhythm Section von Bassist

Seth Whitney und Drummer John Chipman, sowie

die sich durch das gesamte Album ziehenden

mehrstimmigen Gesangssätze bestimmen das

Szenario, die bildhafte Leftfield-Poesie im Geist eines

Hunter S.Thompson setzt dabei früh höchste

Maßstäbe an die weiteren Lyrics! ‚Say‘ und ‚Shine

A Light‘ sind positive Vibes ausstrahlende Clapalong-Nummern

mit sämigem Gospelgesang und

herrlich altmodischen Analog-Keyboards (Lowry

Organ, Wurlitzer Piano). Wechselnde Lead Vocals,

ein Lowell George-Gedächtnis-Slide Solo, an New

Orleansstyle Marching Bands gemahnende Drums

& Percussion - weitere Zutaten, die besonders

‚Shine A Light‘ praktisch aus dem Stand zu einem

künftigen Crowdpleaser prädestinieren!

‚Golden Calf‘ ist ein in intelligente, aufwühlende

Worte verpackter Protestsong gegen Ignoranz

und Wegschauen, der mit seinen „maschinenhaften“

Soundscapes, der sägenden Slide und verfremdeten

Vocals an die Art von Ry Cooder- Filmusiken

wie Blue Collar und Blue City erinnert. Zur

Erholung folgt das von Colin Brooks‘ Mandoline

vorangetriebene Semi-Akustik-Stück ‚What‘s This

World‘, wo sich im Verlauf noch eine schöne Slide-

Passage reinwindet und die Rhythm Section Fahrt

aufnimmt; da kommen BOH den Resentments

schon sehr nahe! ‚You‘re Gonna Miss Me‘ ist einer

Zu viel Belangloses mischte sich all die Jahre

zwischen die immer rarer anmutenden Höhepunkte.

Mit viel gutem Willen ließen sich

zwar auch aus den letzten drei, vier Alben

noch verliebenswerte Stücke herausfiltern

– aber im immerwährend unentschiedenen

Kampf zwischen dem naiv anmutenden

Folkie mit den all zu simplen Befindlichkeitsstatements

und dem zornigen, mit Mauern

von Marshall-Amps im Rücken kommunizierenden

„Grunge Opa“ (oder den kiloschweren

„Archives“-Releases mit ihrer

zwar bewundernswerten aber irgendwann

auch ermüdenden Vollständigkeits-Attitude)

schien es immer weniger Platz für einen

neuen großen Wurf zu geben.

„Le Noise“ allerdings ist dieser Wurf. Nicht

im Sinne eines herkömmlichen Albums voller

Songs, die man ratzfatz mitsingen kann

oder die wirklich für die nächste sauteure

Openair-Saison taugen, sondern als ebenso

abstrakt angelegte wie konkret dröhnende

Meditation über den Sound eines Mannes

mit einer Gitarre. Genauer: Eines Neil Young

mit seiner Gitarre und einem Produzenten,

der dann aber eben auch ein Soundwizard

wie Daniel Lanois sein muss. Der konnte

bisher noch jedem von ihm betreuten Werk

seinen eigenen Geist mitgeben, am eindrucksvollsten

allerdings, wenn er nicht den

Apparat einer Supergroup wie U2 stemmen

muss.

Acht eindrucksvolle Tracks – so recht mag

der Begriff „Song“ hier nicht passen – liefert

Young auf „Le Noise“, das seinem

Namen schon insofern gerecht wird, als es

in der Tat jedem erzeugtem Geräusch bis

zum endgültigen Abebben nachzuspüren

scheint. Eine Soundwelt seltsam intimer Gigantomanie

wird hier ausgebreitet, eine Art

wall of sound aufs pure Eine-Gitarre-Gerüst

reduziert. Mit viel Raum, und einer Ruhe,

die den tief innewohnenden General-Zorn

eines Neil Young noch verstärkt. Sekunden

scheinen mitunter zu vergehen, bis wieder

ein donnernder Akkord heranrollt, sich verfächert,

mit dem eigenen Echo im Clinch

liegt und irgendwann ins rein Atmosphärische

ausläuft. (motor.de)

dieser charakteristischen Little Featmeet-Subdudes-style

Boogie Stomper: Dobro, Klavier, Electric

Slide, Lap Steel, Gospelgesang, New Orleans-

Rhythmik, Cowbell, Handclaps - nearly perfect!!

Mit seinen 6:12 Minuten eignet sich ‚Somebody

Tell The Truth‘ auch formal als Beispiel für die Jam

Rock-Quote der Band: Jeder der drei Frontmänner

bekommt sein Solo, seinen Spot im Rampenlicht,

kann sich mit den anderen duellieren, um im Triple

Guitar Sound von feister Orgel unterminiert, von

Bass und Drums angeschoben, einem fulminanten

Finale entgegenzusteuern. ‚Look At Miss Ohio‘

wird in der ruhigen Art von The Band zelebriert,

leise schmatzende, sich in famose Soli steigernde

Gitarren, eine weit ausholende Lap Steel, flächige

Orgelmuster und rollende Klavieruntermalung sowie

die vielleicht einfühlsamsten Vocals ever von

Gordy Quist wirken noch lange im Kopf nach.

Live At The Blue Rose Christmas Party 2008

(BLU CD0487/2009) CD € 15,00

(BLU LP0487/2009) 3-LP € 34,90

(Personal Vinyl Edition)

The Band Of Heathens

(BLU CD0457/2008) CD € 8,90

(BLU LP0457/2009) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

THE BASEBALL PROJECT -

Vol. 1: Frozen Ropes & Dying Quails

(BLU DP0451/2008) CD € 4,90

Sandy Koufax, Big Ed Delahanty, Curt Flood,

Satchel Paige, Black Jack McDowell... - Namen,

die für europäische Ohren eher unbekannt sein

dürften, jedem sportinteressierten Amerikaner

dagegen die Tränen der nostalgischen Freude

in die Augen treiben. Es handelt sich nur um

eine kleine Auswahl der spektakulärsten Base-

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


all-Spieler der US-Historie, denen auf einem

brandneuen Album zweier Independent Rock-

Veteranen Tribut gezollt wird. Der seit vielen

Jahren mit Blue Rose verbandelte Steve Wynn

und Pacific Northwest-Ikone Scott McCaughey

haben ihre beiden Lieblingshobbys kombiniert

und für eine CD zur Chefsache erklärt: Rockmusik

und Baseball, folgerichtig als The Baseball

Project deklariert! Aber das Baseball Project

ist nicht nur das Brainchild dieser beiden multitalentierten

Singer/Songwriter/ Instrumentalisten,

sondern ein formidables Quartett, das all

die tollen Ideen lustvoll und intelligent rockend

umsetzt. Neben Steve Wynn (Gitarren, Orgel,

Melodica, Lead Vocals) und Scott McCaughey

(Bass, Gitarren, Piano, Orgel, Akkordion, Harmonica,

Percussion, Lead Vocals) wird das Team

von Wynn‘s Ehefrau Linda Pitmon (Drums,

Percussion, Backing Vocals) sowie R.E.M.-

Mastermind Peter Buck (Gitarren, elektrische

Sitar, Bouzouki, Mandoline, 6-saitiger Bass)

komplettiert.

7 Songs von Steve Wynn, 6 von Scott Mc-

Caughey - alle hochgradig unterhaltsam, melodisch

und riffstark, kompakt, schnörkellos und

druckvoll, mit einem klasse „Walls of Guitars“-

Sound, irgendwo im endlosen Firmament zwischen

Guitar Pop, Indie Rock, 60s Garage und

Power Pop verankert.

THE DUSTIN BENTALL OUTFIT -

Six Shooter

(BLU DP0518/2010) CD € 13,90

(BLU LP0518/2010) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Jetzt liegt mit „Six Shooter“ der Zweitling des

kanadischen Talents vor. Und das Album ist ein

gutes geworden: Zehn der elf Songs stammen

aus der Feder von Dustin. Die einzige Fremdkomposition

der Platte ist der Song „Three

Thousand Miles“ des jungen Songwriters Corin

Raymond aus Toronto. The Outfit besteht natürlich

aus Dustin (Vocals, Rhythm Guitar und

Harmonica), Pat Steward (Drums), Del Cowsill

(Bass, BG Voc., Guitar) und dem neuen Leadgitarristen

Adam Dobres. Als Gastmusiker sind

der Pedal Steeler Johnny Ellis, der ja unter anderem

auch die CDs von Leeroy Stagger mit

seinem sehr geschmackvollen Spiel bereicht

hat, Kendel Carson (BG Vocals), Randall Prescott

(Harmonica) und Luke Doucet (Guitar) zu

hören.

Kommen wir zum Wesentlichen, nämlich der

Musik des jungen kanadischen Songwriters

und seiner Band: Der erste Song „Railroad“ ist

gleich eine klassische Countryrock-Nummer mit

einer tollen Pedal Steel. Textlich geht ebenso

klassisch um den „lonesome hobo“. Richtig

stark ist der Refrain des Songs: “Heartbreaking

on a road less taken / Heartbreaking in a boxcar

racing down / The old railroad” mit einer

wunderbaren Melodie, die man gar nicht oft

genug hören kann. “Take The Money” bleibt

dem Genre Countryrock treu. Neben der phantastischen

Pedal Steel von Johnny Ellis gibt ein

richtig gutes Gitarrensolo von Adam Dobres.

Die einzige Coverversion „Three Thousand Miles”

erinnert von der Stimmung her ein wenig

an Blue Rodeo. Und das ist ja wahrlich keine

schlechte Referenz.

Auch in „Draft Dodger“ geht es textlich um

den einsamen Vagabunden. Musikalisch ist hier

eher der Folkrock eines Neil Young angesagt.

Ein langes Gitarrensolo zeigt die Klasse des

neuen Leadgitarristen. Mit dem Titeltrack „Six

Shooter“ wird das Tempo deutlich angezogen.

Nicht zu überhören ist die Gretsch „White Falcon“

von Luke Doucet. Ellis spielt hier ein eigentümlich

klingendes Instrument namens Ektar.

Das folgende „Arizona“ ist dagegen fast Classic

Country mit einer Prise Westernswing. Was

jetzt schon klar ist: „Six Shooter“ ist eine sehr

abwechslungsreiche Scheibe geworden. Etwas

düsterer als alle anderen Songs ist „Secrets“.

Schon die ersten Textzeilen passen zur düsteren

Stimmung des Songs: „I feel the weight come

crashing down / I walk around but I don’t make

a sound“. Der nächste Song „Little Bird In A

Big Wind“ klingt wie ein klassischer Countryrocker

aus der 70er Jahren, wieder mit einem sehr

starken Refrain, der einem nicht mehr aus dem

Kopf geht. Mein aktueller Lieblingssong des

Albums ist „The Sweetest Of Heart“ mit zwei

explosiven Gitarrensoli von Adam Dobres. Klas-

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

Auch das Jahr 2011 wird durch zahlreiche

lukrative Aktionen für unsere Mailorderkundschaft

interessant bleiben. So haben wir etwa mindestens

einmal im Monat kurzf ristig per Email-Ne wsle t ter

und auf unserer Websi te angekündigte und nur für

wenige Tage gültige Special Offers geplant. Wir

empfehlen daher, sich auf w w w.bluerose-records.com

für den Erhalt de s Email-Ne wsle t ters zu registrieren,

um keine dieser Kampagnen zu verpassen.

se. Deutlich mehr Pop-Appeal hat das letzte

Stück der CD: „Desert Of Our Minds“ erinnert

vor allem im Refrain an den einen oder anderen

Song der Beatles.

(Mailorderkunde Michael Stepien als Gastrezensent)

BLUE MOUNTAIN -

Midnight In Mississippi

(BLU DP0455/2008) CD € 4,90

(BLU LP0455/2008) LP € 19,90

(Personal Vinyl Edition)

Im Zentrum von „Midnight In Mississippi“

befinden sich der Titelsong, ein wahrer Crazy

Horse-style Kracher, der die Band von ihrer rockigen

Seite zeigt, und mit ‚Emily Smiles‘ ein

semi-akustischer, von feiner Slidegitarre durchzogener

Track, der bestens als Blaupause für die

Definition von Alt.Country Rock dienen könnte!

‚Pretty Please‘ ist eine klassische Blue Mountain-Ballade,

wenn es denn je eine gegeben

hat. Getragen auf einem Fundament von Bass,

Drums und fließender (very Memphis!-) Orgel

schwelgt Cary Hudson nur so dahin, klampft

entspannt-verspielt auf der Akustischen, legt

noch eine beseelte Slidepassage darüber. Das

ist ganz große Performance mit vermeintlich

einfachen Mitteln! Das hitverdächtig-eingängige

‚Gentle Soul‘ darf man durchaus wörtlich

nehmen, ‚Rainy Day‘ verzückt darauf mit der

wohl schönsten Melodie des gesamten Albums

(also wirklich zum Heulen schön!). ‚Free State of

Jones‘ bietet wieder upbeat Country Rock und

einen Chorus zum Mitsummen, bevor es zum

Abschluss auf ‚Skinny Dipping‘ zum ersten und

einzigen Mal richtig bluesig wird: Das ist dann

der früher öfter von der Band erlebte Slippin‘

& Slidin‘/Juke Joint/Swamp Blues in Reinkultur,

komplett mit fauchender, stetig attackierender

Slide Guitar und drückender Rhythm Section

von Laurie Stirratt und Frank Coutch.

Omnibus

(BLU DP0456/2008) CD € 4,90

(BLU LP0456/2009) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Reunion! Blue Mountain sind wieder da! Mit

dem Trio aus Oxford, Mississippi gelangt eine

der herausragendsten Formationen der so genannten

No Depression-Ära zurück auf die große

Bühne des Alt.Country Rock - und zwar genau

da wo der auf Roots-betonten Gitarrenrock

trifft. Und Blue Mountain kommen gewaltig

- mit gleich zwei verschiedenen Produktionen,

die kurz nacheinander veröffentlicht werden.

Den Anfang macht zunächst Omnibus, ein erster

Paukenschlag: 14 klassische Blue Mountain-

Tracks in aktuellen Neueinspielungen.

BOTTLE ROCKETS -

Lean Forward

(BLU DP0490/2009) CD € 8,90

(BS LP 157/2009) LP € 15,90

„The Long Way“, der erste Track, besitzt

gleich alle Qualitäten der besten Bottle Rockets-Nummern:

fetzige elektrische Gitarren,

ein höllisches Tempo, markante Brian Henneman-Vocals,

ein gnadenloser Beat - nach nur

3:23 Minuten ist der Orkan vorbei. Es folgen

der melodische, mit herrlichen Keith & Ron-

Licks durchsetzte Rocker „Shame On Me“ und

„Nothin‘ But A Driver“, ein urgewaltiger einriffiger

Kracher mit dreckigsten Gitarren von

Henneman, Horton und Ambel. „Hard Times“

ist purer Midwest Hard Rock mit Electric Twin

Lead Soli im Break, bevor „Done It All“ eine

eher lässige Roots Rock-Gangart einschlägt. Es

ist der erste Song von Bassist Keith Voegele

und mit der semiakustisch/elektrisch aufgebauten

Ballade „Open Your Eyes“ folgt sein

zweiter gleich darauf. „Kid Next Door“ startet

mit einem Schwall von Henneman-Lyrics inmitten

mehrerer Gitarren, die sich ganz langsam

übereinander verdichten und ein brodelndes

Fundament schaffen, sphärische Keyboards

und die Rhythm Section kommen hinzu, aber

am Ende bleibt die erwartete Eruption einfach

aus - cool! „Way It Used To Be“ ist classic Bottle

Rockets, wie es am Reißbrett nicht besser

entwickelt werden könnte: Es rockt völlig

losgelöst an allen Ecken und Enden, von vorn

bis hinten, es rockt der Henneman-Gesang,

es rocken mindestens drei Gitarren, es rocken

Bass und Drums - 2:47, keine Sekunde mehr

braucht‘s dafür! Mit den nächsten Stücken

stellt die Band ihr ganzes Americana & Roots

Rock-Wissen unter Beweis. Auf „Get On The

Bus“ hören wir ungemein temperamentvollen

elektrischen Folk Rock mit Slide Guitar und

Mandoline von John Horton sowie Fiddle von

Joe Flood. „Slip Away“ kommt mit souliger Orgel

und Memphis Beat, die Ballade „Solitaire“

erinnert in Aufbau und Atmosphäre an „Willin“

von Lowell George. Das kurze, von funky

Guitars und einem treibenden R&BBeat bestimmte

„Give Me Room“ beschließt ein starkes

Bottle Rockets-Album, auf dem das Quartett

zusammen mit Produzent Eric Ambel und

Gastmusikern wie Joe Flood, den Keyboardern

Jim Duffy und Rob Arthur, Mark Spencer am

E-Piano und Sammy Merendino mit Percussion

ein harmonisch funktionierendes Team bildet

und einen nachhaltig engagierten und ambitionierten

Eindruck hinterlässt.

Live in Heilbronn/Germany July 17, 2005

(BLU CD0384/2006) 2-CD € 8,90

THE BRANDOS -

Town To Town, Sun To Sun -

Live in Germany October 2007

(BLU DP0439/2008) 2-CD+DVD € 13,90

(BLU DV0445/2008) DVD € 9,90

(BLU LP0439/2008) 3-LP (180g) € 17,90

Die DVD enthält den kompletten Auftritt

beim „Rockpalast/Crossroads“-Festival am

20.10.2007 in der „Harmonie“ in Bonn sowie

als Bonus 7 weitere Songs, die bei der Show im

„K4“ in Nürnberg 4 Tage später mitgeschnitten

worden waren. Neben zahlreichen Songs aus

dem aktuellen Studioalbum „Over The Border“

sind auch alle Hits darauf zu finden wie etwa

„The Solution“, „Gettysburg“, „The Warrior‘s

Son“, „The Light Of Day“, „The Keeper“ oder

„Gunfire At Midnight“. Die Bänder der beiden

Shows wurden unter den Fittichen unseres bewährten

Sound-Magicians Andy Horn einem

nachträglichen Facelifting unterzogen und

dementsprechend ist der Sound auch nur als

„fett“ zu bezeichnen und es rockt knappe 2

Stunden wie Hölle!

Es gibt drei verschiedene Versionen - zum einen

ein 3-Disk-Set im mehrfach aufklappbaren

Digipak mit 2 Audio-CDs und einer DVD,

wobei sich die Audio-Tracks der beiden Shows

insofern unterscheiden, dass für die Doppel-CD

weit mehr Songs der Nürnberg-Show verwendet

wurden als vom Rockpalast-Auftritt. Zum

anderen gibt es eine DVD only-Version in der

typischen Langform-Verpackung, ebenfalls im

Digipak. Für die Vinyl-Fans haben wir keine

Mühen (und kein Risiko) gescheut und bieten

ein 3-LP-Set - natürlich 180g-Pressung - mit der

2 Stunden-Show an.

Over The Border

(BLU DP0411/2006) CD € 4,90

CHRIS BRECHT & DEAD FLOWERS -

Dead Flower Motel

(BLU CD0521/2010) CD € 13,90

(BLU LP0521/2010) LP € 19,90

(Personal Vinyl Edition)

Nein, nach Texas klingt diese jüngste Neuverpflichtung

auf Blue Rose Records nun wirklich

gar nicht! Eher nach Kalifornien oder zumindest

auf dem Weg dorthin, womit wir der ganzen

Geschichte schon etwas näher kommen... Der

Singer/Songwriter CHRIS BRECHT zählt derzeit

zu den größten Talenten in der riesigen Musikergemeinde

von Austin. Dead Flower Motel

ist sein zweites Album, eine deutliche Entwicklung

weg von den mehr konventionellen Folk

& Country-Strukturen des zwei Jahre alten Debüts

The Great Ride. Jetzt wird es prickelnder,

mutiger, aufbruchsreicher und Band-orientierter:

deshalb Chris Brecht & Dead Flowers!

Chris Brecht schreibt seine Lieder meist zur Gitarre,

Worte und Texte sind ihm sehr wichtig,

er ist ein Poet! Wie die Songs dann letztendlich

klingen, welche Arrangements ausgearbeitet,

wie die Musiker eingesetzt werden, das wird erst

später herausgebildet, im Studio entschieden.

Wenn es gut läuft, dann fügt sich irgendwann

alles wie von selbst. Bei Dead Flower Motel läuft

alles optimal! Als Ergebnis hören wir 9 charakterstarke,

eigenständige Songs, jeder für sich

ein kleines Juwel, ein kurzes Roadmovie, eine

Unterwegs-Novelle. Zusammen ergeben sie einen

einzigen Fluss der Bewegung, des Reisens

und Suchens - auch und besonders in metaphorischer

Bedeutung! -, der in wohl temperierten,

sorgfältig ausbalancierten Geschwindigkeiten

dahinströmt und zutiefst menschliche Gefühle

wie Sehnsucht, Liebe, Verzweiflung, Fernweh,

Angst und Hoffnung transportiert, immer dem

Horizont entgegen, die endlose Weite vor Augen:

als Chance zur Flucht, aber manchmal

auch als auswegloses Gefängnis. Wer schon

mal längere Strecken im Südwesten der USA

gefahren ist, der wird beim Hören dieser Musik

an sonnenflirrende Rocky Roads im Big Bend

National Park entlang des Rio Grande denken,

an Kakteen-gesäumte Highways in Arizona, an

Fata Morganas in der Mojave Wüste, an Szenen

aus Zabriskie Point im Death Valley, an die Kurven

des Highway No.1 am Pazifik... Nur ein paar

Beispiele für Gedankenmuster, die aufkommen

bei Titeln wie ‚Hollywood‘, ‚Wish You‘, ‚Streetlights‘,

‚Witch‘s Curse‘ usw.

Mit Dead Flower Motel ist es Chris Brecht gelungen,

einen weiten Bogen zu spannen: von

den großen Folk-and-beyond Troubadouren

der 60er Jahre wie Bob Dylan, Roger McGuinn,

David Blue und auch Leonard Cohen über den

frühen Cosmic American-Freigeist solcher Trendsetter

wie Byrds, Flying Burrito Brothers und The

Band bis zum unangepassten Alt.Country Rock

der Jetztzeit à la Iron & Wine, frühe My Morning

Jacket, David Rawlings Machine und dem „literarischen“

Roots Rock von Richmond Fontaine,

deren letzte Alben Thirteen Cities und We Used

To Think The Freeway Sounded Like A River im

engeren und übertragenen Sinn geradezu Brüder

im Geiste zu Chris Brecht & Dead Flowers

sind!

Chris Brecht ist ein auf sympathische Weise altmodischer

Typ, der seine Texte tatsächlich noch

auf einer Schreibmaschine tippt und wenig Interesse

an seiner MySpace-Seite zeigt („MySpace

sucks“). Das mag sinnbildlich für alles um Dead

Flower Motel herum stehen, das auf real Tape

aufgenommen und so wenig digital wie irgend

möglich produziert wurde. Dazu passt auch,

dass Keyboarder Matt Mollica grundsätzlich

keine elektronischen Instrumente spielt, sondern

eine Hammond B3 Orgel neben Klavier und

Wurlitzer E-Piano favorisiert. Womit wir schließlich

bei der Besetzung der Dead Flowers wären!

Das Gerüst bilden drei Musiker einer der aktuell

spannendsten Garage/Alt.Country Rock/Vintage

R&B Combos in Austin, The Happen Ins: die

Rhythm Section mit John Michael Dayspring am

Bass und Falcon Valdez an den Trommeln, sowie

Gitarrist Ricky Ray Jackson (Brothers And Sisters,

Phosphorescent, Heartless Bastards, Lomita),

der seine Pedal Steel Guitar gar nicht wie ein

Country-Musiker spielt, sondern eher wie der le-

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com 21


gendäre „Sneaky“ Pete Kleinow seinen eigenen

kosmischen Weg sucht. Mollica spielt ansonsten

Studiosessions und ist hauptamtlich bei Deadman,

Multitasker Scott Davis (Hayes Carll, Jason

Eady, Trishas) hält seine ordende Hand über das

ganze Projekt, er spielt mehrere Gitarren, Banjo

und E-Piano und sorgt als Produzent für die ganz

besondere Klanglandschaft („sonic landscape“)

dieses so unkonventionellen Albums, das durchweg

mit viel Echo und Hall (Stichwort: „reverb“)

ausgestattet ist. Chris Brecht selber steht jederzeit

im Vordergrund, begleitet sich mit Gitarren

und Mundharmonika, singt in lässig-lakonischer

Art und erinnert dabei mitunter an den Ryan

Adams von ‚Heartbreaker‘ und an einen Bob

Dylan zu Zeiten von ‚Highway 61 Revisited‘. And

that‘s not too bad!!

BUFFALO TOM -

Three Easy Pieces

(BLU DP0423/2007) CD € 4,90

(SRV LP 041/2007) LP € 8,90

CHRIS CACAVAS -

Love’s Been Discontinued

(BLU DP0494/2009) CD € 13,90

(BLU LP0494/2009) LP € 17,90

Auf seinem 10. Projekt, Love‘s Been Discontinued,

widmet sich Chris Cacavas wieder

verstärkt den Gitarren - akustischen und elektrischen!

Im Einklang mit diversen, mehr im

Rückraum verwendeten Tasteninstrumenten

und seiner nur aufs erste Hören sanft klagenden,

dabei nachhaltig und eindringlich

wirkenden Stimme, die mitunter sehr an den

frühen Neil Young erinnert, entwickelt er über

12 Songs in gut 50 Minuten eine auf Dauer

hypnotisch wirkende Atmosphäre, in der sich

melancholische Schwermut, psychedelischpoppige

Arrangements, die Molltonarten

bevorzugendes Songwriting und eine kerngesunde

Indie Rock-Attitüde treffen und zum

großen Ganzen verschmelzen. Stilistische

Brüche, unvermutete Tempowechsel oder

Stimmungsschwankungen werden tunlichst

vermieden, sodass sich dem geneigten Hörer

die Chance bietet, völlig in die wunderbar

dahinfließende Musik, in den Chris Cacavas-

Kosmos einzutauchen. Der italienische Bassist

Filippo Constanza und der deutsche Drummer

Wieland Rochel sind dabei durchweg für

Groove & Rhythmus tätig: locker pulsierend,

stoisch treibend, flexibel rockend, wenn nötig.

Mitunter verfeinern Kai Niedernberg mit

Congas & Percussion oder - wie auf der endlos

sehnsüchtigen Ballade ‚Tell Me Everything‘ -

Vicki Brown aus Cacavas‘ Geburtsstadt Tucson

mit ästhetischen Geigenarrangements das in

solchen Momenten durchaus fragile Klanggebilde.

Bevor es dann mit knappen Rockern wie

‚Loving Tree‘, dem wavigen ‚I Bow Down‘ und

dem lakonischen ‚Who‘s Your Whore?‘ wieder

etwas härter zur Sache geht. Besonders notiert

werden muss die u.a. von der Band Shilf bekannte

schweizer Sängerin Nadia Leonti, die

Chris Cacavas gleich mehrfach bei seinen reich

gestalteten Harmony Vocals unterstützt. Stilvoll

und wunderschön, aber auch ein wenig

speziell und sehr emotional. Das allerdings

trifft letztlich auf alles bei diesem kleinen

Meisterwerk Love‘s Been Discontinued zu!

AUSTIN COLLINS -

Wrong Control

(BLU DP0517/2010) CD € 13,90

(BLU LP0517/2010) LP € 19,90

(Personal Vinyl Edition)

Wrong Control ist ganz klar rockiger geraten

als die Vorgänger Something Better (2005) und

Roses Are Black (Blue Rose, 2008). Denn eigentlich

kommt Collins vom Country, Country Rock

bzw. Alt.Americana Rock. Wie für viele Kids in

seiner Heimatstadt Houston waren Robert Earl

Keen und Steve Earle große Heroen, bevor man

sich mit den wirklich wichtigen Vorbildern wie

Son Volt, Jayhawks, Whiskeytown und Wilco

beschäftigte. All das hat unüberhörbar Spuren

in Austin Collins‘ Musik hinterlassen. Besonders

das Blue Rose-Debütwerk Roses Are Black

strotzte nur so vor kraftvollen Bezügen zu diesen

Bands und zu Neil Young & Crazy Horse

genauso wie zu den Bottle Rockets oder Whipsaws.

Ohne den Texas-Troubadour-Aspekt dabei

zu vernachlässigen und die Twang-Gitarren

22

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

herunterzumischen. Arrangements mit Fiddle

und Akkordion, Pedal Steel und Dobro taten

ein Übriges, um diese CD letztlich in die Alt.

Country (Rock)-Sektion zu stellen. Ohne diese

Vorgeschichte zu kennen und völlig losgelöst

nur für sich betrachtet würde man das mit

Wrong Control sicher nicht machen!

Rockiger also! Mit einer gehörigen Portion

Pop dabei, Austin Collins redet sogar von seinem

„Pop Album“, meint natürlich jene Art

Indie Pop/Rock, die heute angesagt ist und

zusammen mit Alt.Country oder Alt.Americana

eine spannende Gemengelage bildet,

die für eine große Akzeptanz unter gerade

jüngeren Hörern, für höhere Zuschauerzahlen

in den Konzerten und sogar für eine gewisse

Radioakzeptanz sorgt. Dabei sind die wichtigsten

Koordinaten dieser Produktion dieselben

geblieben wie zuvor: Die Rainbirds - wie

gesagt: jetzt ebenbürtig im Fokus - bilden die

„mehr-als“-Begleitung. Sowohl Gitarrist Dylan

McDougall als auch Drummer Craig Bagby (im

Studio auch am Bass und an den Keyboards)

haben eigenes Songmaterial zur Verfügung

gestellt und singen laut in den Refrains mit,

auf seinem eigenen ‚Forever Avenue‘ hat

McDougall sogar den Part des Leadvokalisten

übernommen. Daneben haben wir es hier auch

wieder mit demselben Aufnahmeteam zu tun:

Will Johnson (Centro-matic/South San Gabriel/

Molina & Johnson) hat produziert, sein Recording

Engineer im Austiner Ramble Creek Studio

war Britton Beisenherz, der ja u.a. schon

mit Milton Mapes, Deadman und Telegraph

Canyon gearbeitet hat.

Roses Are Black

(BLU DP0452/2008) CD € 4,90

(BLU LP0452/2009) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Something Better

(FCR 5502/2005) CD € 13,50

STACIE COLLINS -

Sometimes Ya Gotta...

(BLU DP0522/2010) CD € 13,90

(BLU LP0522/2010) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Sometimes Ya Gotta... heißt das neue Album

von Rockröhre STACIE COLLINS aus Nashville

und man braucht gar nicht allzu viel Phantasie,

um bereits nach einem ersten Höreindruck diese

Phrase zu komplettieren - sometimes ya gotta

(rock out bad-ass), sometimes ya gotta (take the

blues and nail it down to the floor), sometimes

ya gotta (sing your heart out and blow the harp

like the devil) oder einfach: sometimes ya gotta

(make such a fine record like this one)! Ja, so in

etwa könnte es heißen, angesichts der Qualitäten

dieser Powerhouse-Akteurin und ihrer kräftig

abrockenden Studioband der Extraklasse. Stacie

Collins ist bereits eine echte Hausnummer in den

Staaten, wenn es um satten Roots Rock mit Southern

Boogie, Blues und etwas Country geht, mit

Sometimes Ya Gotta... sollte sie auch die Rock‘n

Roll-Herzen hier bei uns im Sturm erobern!

Von klein auf hatte Stacie den Wunsch, Sängerin

zu werden, doch erst als sie ihren späteren

Ehemann, den Profimusiker Al Collins (aktueller

Bassist bei Jason & The Scorchers), traf, nahm so

etwas wie eine richtige Musikerlaufbahn Gestalt

an. Wie sie selber sagt, konnte sie weder Songs

schreiben noch singen oder gar die Blues Harp

spielen, als sie mit ihm in den 90ern zusammenkam.

Doch er hatte ihr Mut gemacht, ihren eigenen

Weg zu gehen und ehrgeizig an sich zu

arbeiten. So konnte sie bereits früh auf ihrem

selbstbetitelten Debütalbum von 2000 reichlich

was bieten. Zu der Zeit lebte das Paar noch in

Cleveland, Ohio und die Musik, übrigens damals

schon ausschließlich Collins/Collins-Material, war

sehr Country-geprägt, etwa in der Tradition von

Emmylou Harris bis Kelly Willis. Das hat sich dann

in den Folgejahren analog zu ihrem Umzug nach

Nashville stark geändert. Die neue Blickrichtung

hieß fortan Southern Roots Rock in den Koordinaten

Blues, Boogie, Rock‘n Roll, Country Rock

und - wenn man den derzeit allumfassenden populären

Begriff verwenden möchte - die dreckige,

rohe Seite von Americana! The Lucky Spot hieß

im Sommer 2007 der zweite Streich und Stacie

Collins hatte sich ganz offenkundig nicht nur zu

einer strammen Rocklady mit enormen Shouterqualitäten

gemausert, sondern auch ihr schnei-

dendes Spiel auf der Harmonica kultiviert und das

gemeinsame Songwriting mit ihrem Mann präzisiert,

auf eine breitere Basis gestellt. Nicht wenig

hilfreich für den neuen, rough & rowdy-rockigen

Sound war dabei die Verbindung zu einem der

heißesten Gitarristen/Produzenten der Stadt, Dan

Baird. Der steht natürlich auf Ewigkeit als Boss der

legendären Georgia Satellites in den Rock Music-

Annalen, als Solomann mit diversen Bands und

als Partner von Eric Ambel, Keith Christopher und

Terry Anderson bei den Yayhoos, hat darüberhinaus

aber auch so viele andere Acts produziert und

begleitet: z.B. Chris Knight, Blue Mountain, Will

Hoge und - Jason & The Scorchers! Seine Freundschaft

zu den Scorchers Al Collins und Warner

E.Hodges hat nach The Lucky Spot zu drei weiteren

Gemeinschaftsprojekten geführt: Centerline,

das einzige Soloalbum von Hodges (2008), Halcyon

Times, das grandiose JATS-Comebackalbum,

das Anfang 2010 auch bei Blue Rose veröffentlicht

wurde, und Sometimes Ya Gotta..., um das

es hier ja geht.

Baird, Hodges und sogar noch ein dritter Gitarrist,

Eric „EBO“ Borash (Radney Foster, Jack

Ingram), stehen hier für den speziell rockenden

Saitensound, alle drei sind Meister auf ihren Instrumenten,

wobei Borash zusätzlich die Einsätze

an Lap Steel und Slide Guitar erhält, Dan Baird

auch mal Bass spielt, wenn Al Collins zwischendurch

zur Gitarre wechselt. Collins und Drummer

Jimmy Lester (Webb Wilder, Los Straitjackets,

Billy Joe Shaver) komplettieren das Basis-Lineup,

der erfahrene Studiokeyboarder Michael Webb

(Brooklyn Cowboys, Mark Germino & The Sluggers,

Allison Moorer) ergänzt die Arrangements

manchmal um ein paar Piano-, Orgel- oder Akkordionparts,

die Singer/Songwriter-Kollegin Jonelle

Mosser singt Background Vocals, Baird persönlich

hat die Sessions produziert. Da weiß man

dann, wie das Ergebnis klingt: laut, riffig, rockig,

bad-ass Boogie!

Und Stacie Collins? Singt, schreit, gospelt sich die

Seele aus dem Leib, pustet auf mehr als der Hälfte

der Stücke in ihre Blues Harp, dass es noch weit

über den Mississippi hinaus schallt und so manchen

Studiocrack vom Fach alt aussehen lässt, hat

alle 12 Tracks zusammen mit ihrem Mann und

zum Teil mit Co-Autoren wie Tommy Womack,

Warner E.Hodges und Charlie Moore komponiert.

Wahre Killertracks sind darunter wie das

rumpelnd-frech eröffnende ‚Hey Mister‘, ‚I Won‘t

Do You Like That‘, das sich nicht entscheiden will,

ob es mehr „Stones“, mehr „Faces“ oder doch

mehr „Black Crowes“ sein möchte, das slowswampige

‚A Good Man‘, oder ‚Give It Up‘, dass

wie ein besserer ZZ Top-Stomper mit mean & dirty

Girl Vocals daher kommt. Wenn auch Country

Rock bei Stacie Collins mittlerweile kaum noch

stattfindet, so steht sie klar zu den ein anderen

Roots-Bezügen. Ganz deutlich hört man das auf

‚Carry Me Away‘, nicht nur wegen der heftigen

Akkordion-Komponente dem Cajun-Staat im Süden

zuzuordnen, auf dem Bayou-schwülen Trance

Blues von ‚Cool‘ und bei den beiden einzigen

Songs, die dem Acoustic-Lager zuzurechnen sind:

‚Little Things‘, eine fließende Ballade mit schönen

Harmony Vocals und einem süffigen Refrain, der

zum Mitsummen einlädt; und ‚It Hurts To Breathe‘,

dann doch die eine große Country-Hymne,

die es in jede Americana und Alt.Country Charts

dieser Welt nach ganz vorne schaffen sollte! All

thumbs up!!

SUSAN COWSILL -

Lighthouse

(BLU DP0514/2010) CD € 13,90

(BLU LP0514/2010) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

‚Lighthouse‘ knüpft stilistisch genau da an,

wo ‚Just Believe It‘ vor über 5 Jahren aufhörte:

Schwerpunktmäßig stehen warme, gefühlvolle

Balladen im harmonischen Einklang mit mitteltemperierten

Folk Rock-Nummern und wenigen,

schnelleren Roots Pop-Tracks mit klassischem

Louisiana-Flair. Ähnlich wie damals schon bei den

Continental Drifters hören wir eine ausgezeichnete

Balance von akustischen und elektrischen

Instrumenten inmitten eines mit vielen Gitarren,

Klavier, Orgel, Bass und Drums reichhaltig arrangierten

Bandsounds. Neben lokalen Spitzenmusikern

wie Aaron Stroup & Tad Armstrong (von der

Band Middletown), Gitarrist Alex McMurray (von

der Avantgarde/Roots-Combo Royal Fingerbowl)

und natürlich Russ Broussard am Schlagzeug erleben

wir ein paar Promis mit Extrabeiträgen. So

spielt der berühmte kalifornische Sessiongitarrist

Waddy Wachtel seine markante elektrische Gitarre

auf dem persönlich berührenden ‚River Of

Love‘. Es stammt von Barry Cowsill, der in den

Katrina-Fluten unter besonders tragischen Umständen

ums Leben kam. Diesen Song zu singen

und ins Zentrum von ‚Lighthouse‘ zu stellen, war

für Susan Cowsill eine ganz besondere Herausforderung

aber auch eine Art Bewältigung und

Trost zugleich. Ihre anderen Brüder Bob, Paul

& John sowie Vicki Peterson Cowsill, die ja seit

einigen Jahren auch Schwägerin ist, singen hier

die Harmoniestimmen. Denkwürdig!

‚Lighthouse‘ ist so reich an Bildern, Geschichten

und Klängen, dass man über jeden einzelnen

Song ganze Kapitel erzählen könnte. Der Titeltrack

ist eine karg, nur mit Klavier und Cello arrangierte

Ballade über den Leuchtturm als Sinnbild

für Heimkehr, Hoffnung und Bodenhaftung.

Jimmy Webbs ‚Galveston‘, bekannter in der Hitversion

von Glen Campbell, kommt in einer intimen

Folkversion nur mit akustischen Gitarren.

In ‚ONOLA‘ verarbeitet Cowsill all ihre Zweifel

während der Flut, in dieser Stadt weiterleben zu

können, die Stärke für einen Neuanfang aufzubringen:

„oh New Orleans, I‘m growing weaker

everyday, I no longer have the strength to stay.“

Und: „and when I come back, I‘ll find it‘s just a

dream, a real bad dream, a terrible dream.“

CRACKER -

Live At The Rockpalast/

Crossroads Festival

(BLU DP0503/2010) 2-CD+DVD € 19,90

(BLU LP0503/2010) 2-LP+DVD € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

Nach mehreren Anläufen hatte es im Oktober

2009 dann doch noch geklappt. Zweimal

mussten Cracker ihren Auftritt beim Rockpalast/Crossroads-Festival

in der Harmonie in

Bonn absagen und es sah so aus, als würde

das nie etwas werden. Erst wenige Monate

zuvor war die Band aus Richmond, Virginia in

Deutschland auf Tour gewesen, wo übrigens

die ersten zarten Bande zwischen ihr und Blue

Rose geknüpft worden waren. Cracker ist

eine amerikanische Gitarrenrock-Institution

im weitesten Sinn, die ihren Einstand Anfang

1992 feierte und mit einigen Unterbrechungen

bis heute existiert. Die beiden Chefs und

einzigen Konstanten über all die Jahre sind

Mastermind David Lowery und sein kongenialer

„Deputy“ Johnny Hickman. Bereits zuvor

hatte Sänger/Songschreiber/Gitarrist Lowery

Indie Rock-Geschichte geschrieben: Camper

Van Beethoven hieß der klangvolle Name

jener Kapelle aus dem kalifornischen Santa

Cruz, die mit ihrem innovativen, geistreichen

und musikalisch äußerst wandlungsfähigen

College Rock in der zweiten Hälfte der 80er

zur absoluten Kultband einer ganzen Generation

wurde. Ihr ‚Take The Skinheads Bowling‘

avancierte zur Underground Radio-Hymne

und stand für eine kulturelle Gegenhaltung in

den starren Reagan/Bush-Zeiten. Cracker war

danach praktisch die erwachsen gewordene,

professionellere Weiterführung des CVB-

Mythos: Lowery, dazu Hickman als hauptamtlicher

Gitarrist, aber auch gelegentlicher

Singer/Songwriter, sowie diverse wechselnde

Bandmitglieder wurden - nun von Richmond,

Virginia aus - mit etlichen klassischen Alben

(Kerosine Hat, The Golden Age, Gentleman‘s

Blues) zu einer festen Größe des Alternative

Rock vor der Jahrtausendwende und läuteten

im neuen Millennium die Americana Rock-

Phase ein. In der Tat bewegt sich Cracker auf

einem schmalen Grat zwischen im Grunde

bereits konventionellem Roots Rock mit Tendenzen

zu Folk & Country und frühen Punk

& Indie-Einflüssen mit krachenden Gitarren

und entfesselten Liveauftritten. Ihren enormen

Stellenwert bezieht die Band daraus,

dass sie sich von beiden Lagern nicht 100%ig

vereinnahmen lässt, ihren ganz eigenen Kurs

steuert und damit kultur- und generationenübergreifenden

Einfluss nimmt.

Sunrise In The Land Of Milk And

Honey

(BLU CD0463/2009) CD € 8,90

(BLU LP0463/2009) LP € 8,90

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


DANNY & DUSTY -

Here’s To You Max Morlock –

Danny & Dusty Live In Nuremberg

(BLU DP0431/2007) 2-CD+DVD € 8,90

(BLU LP0431/2009) 3-LP+DVD € 34,90

(Personal Vinyl Edition)

Die komplette Show liegt nun vor in Form einer

Audio-Doppel-CD sowie als DVD im 5.1

Surround Sound in einer dem Anlass entsprechenden

hochwertigen Verpackung (nachdem

wir Bruce Springsteen’s „Live In Dublin“-Set gesehen

haben, wollten wir etwas in der Richtung

machen, nur einen Tick umfangreicher, was uns,

denken wir, gelungen ist). Bei der Namensgebung

des Live-Sets war es Dan Stuart höchstpersönlich,

der dem Nürnberger Fußball-Hero Max

Morlock ein kleines Denkmal setzen wollte, und

schlug den Titel vor. Zunächst Verblüffung, dann

Zustimmung, letztendlich Begeisterung, was sich

auch im Cover-Artwork ausdrückt.

Cast Iron Soul

(BLU CD0417/2007) CD € 4,90

JULIAN DAWSON -

Live

(BLU DP0504/2010) 2-CD+DVD € 19,90

(BLU LP0504/2010) 3-LP+DVD € 30,90

(Personal Vinyl Edition)

Julian Dawson hatte für 2008 mal wieder ein

umfangreiches Aktionspaket geschnürt. Neben

einigen gut verteilten Auftritten quer durch Europa,

dem Schreiben der letzten Kapitel eines

Buches über Keyboards-Legende Nicky Hopkins

und einer kompletten Neubearbeitung seiner

Website widmete er sich so ehrgeizig und intensiv

wie lange nicht mehr dem brandneuen

Albumprojekt „Deep Rain“. Mit der Veröffentlichung

des neuen Studiowerks war auch eine

Tour verbunden. Das an sich wäre bei Julian

Dawson nichts Besonderes, denn Live-Shows

gehören bei ihm zur täglichen Arbeit. Entweder

bestreitet er Soloauftritte oder nimmt sich

einen zweiten Gitarristen wie etwa Richard

Kennedy oder den deutschen Gitarrenvirtuosen

Uli Kringler als Begleitung. Bei den Aufnahmen

zu „Deep Rain“ war allerdings bereits klar, dass

die Live-Umsetzung der neuen Songs mit einer

kompletten Band erfolgten musste. „Es war

über zehn Jahre her, dass ich das letzte Mal

mit einer Band auf Tour war, und als ich von

den Aufnahmen zu „Deep Rain“ von Nashville

zurückkehrte, fühlte ich, dass die Zeit reif war,

es wieder zu tun. Uli Kringler brachte mich in

Kontakt mit Bassist Fontaine Burnett und dem

Schlagzeuger David Mette. Schon beim Beginn

der Proben spürten wir alle vier eine sowohl musikalische

als auch persönliche Verbundenheit,

und auf der viel zu kurzen Tour hatten wir alle

unseren Spaß und wir schworen uns, es so bald

wie möglich nochmals zu machen. Die lachenden

und zufriedenen Gesichter der Zuschauer

zu sehen bestärkte uns in diesem Vorhaben,“

stellte Julian Dawson im Rückblick fest.

Blue Rose und Julian wollten den Moment einer

Band-Show unbedingt auf Ton- und Bildträger

festhalten, und für den Auftritt wurde

der Frankfurter „Sinkkasten“ auserkoren. Das

Quartett war zu diesem Zeitpunkt bereits eine

super eingespielte und gut geölte „Maschine“,

sowohl der Sound und das Licht im „Sinkkasten“

war für eine Live- CD und –DVD geeignet,

auch wenn der 22.10.2008 ein Mittwochabend

und nicht unbedingt die perfekte Voraussetzung

für einen gut gefüllten Club war.

„Der Zuschaueransturm hielt sich bei der Show,

die wir mitgeschnitten haben, zwar in Grenzen,

aber die Anwesenden waren von unserem Auftritt

begeistert, und die gute Stimmung sprang

auf die Bühne über. Es machte mir Spaß, die

neuen Songs zu spielen und die alten mit dieser

tollen Truppe einer Frischzellenkur zu unterziehen,“

meinte Julian Dawson. Die Songs von

„Deep Rain“ wie „That’s Why God Made Saturday

Night“, „Girl Friday”, “Walking On The

Dead”, “Keys To The Kingdom Of Love” oder

das Titelstück wurden in den 21 Songs umfassenden

Set zwischen bekannte Dawson-Nummern

und “Hits” wie „We’ve Been Through

Fire“, „Uneasy Rider”, “How Come You Love

Me”, “How Can I Sleep Without You” oder

“Luckiest Man In The Western World” integriert.

Das schlicht “Live” betitelte 3-Disk-Set im

attraktiven 6-Seiten-Digipak umfasst 2 Audio-

CDs mit 20 Songs, die beiliegende DVD enthält

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

Turn your webradio on!

Jeden 1. Freitag im Monat auf www.rockradio.de

Von 16 bis 17 Uhr präsentiert Uwe Geiberger

eine volle Stunde lang Songs aus dem

umfangreichen Blue Rose-Katalog

zusätzlich den Song “Perfect World”.

Deep Rain

(BLU DP0461/2008) 2-CD € 10,90

(BLU CD0460/2008) CD € 8,90

(BLU LP0460/2009) LP € 19,90

(Personal Vinyl Edition)

SPECIAL OFFER

DRIVE-BY TRUCKERS -

The Big To-Do

(DBT 283/2010) CD € 8,50

Nach dem Verkraften des

Weggangs von Jason Isbell,

nach der Aufwertung des

ständigen Gasts John Neff

zum vollen Bandmitglied,

nach der Erkenntnis, dass

Bassistin Shonna Tucker auch

Songs schreiben/singen kann, nach einer stilistischen

Umorientierung vom high-octane Triple-

Guitar-Attack zu deutlich Americana-freundlichen

Tendenzen auf Brighter Than Creation‘s Dark,

nach der bärenstarken „Interimslösung“ The Fine

Print mit Outtakes & Leftovers, für die andere

Bands ihr Leben geben würden, ja... nach all dem,

was soll da kommen?! Nichts weniger als die Neuerfindung

des DBT‘schen Southern Rock‘n Roll,

die praktisch einer Neuerfindung des Rades gleichkommt!

Es rockt mächtig und gewaltig von der

ersten Sekunde an, nicht selten mit gleich drei

elektrischen Leadgitarren vorneweg. Lediglich für

einen Moment in der Mitte und für ein paar Songs

am Ende besinnt man sich auf Pedal Steel, auf die

typische DBT-Ballade, auf akustische Gitarren, auf

Entschleunigung. Ansonsten regiert der Rock, der

Drive-By Truckers Southern Rock! The Big To-Do ist

das 10. Album der legendären Band aus Athens,

Georgia. Es gibt 13 brandneue Titel: 7 von Patterson

Hood, 3 von Mike Cooley, 2 von Shonna Tucker.

Produziert hat wie immer David Barbe, Artwork

wie immer von Wes Freed. Es gibt ein neues

Mitglied: Jay Gonzalez spielt alles mit Tasten von

der B3 bis zum Akkordion, vom Mellotron bis zum

E-Piano. Neu ist auch das Label: statt New West/

Blue Rose nun ATO - schade, extrem schade!

The Fine Print (A Collection Of

Oddities And Rarities 2003-2008)

(NW 6169/2009) CD € 8,90

Um The Fine Print nicht als Resterampe für

fragwürdige Leftovers, sondern als vollwertige

und eigenständige DBT-Scheibe in die

Geschichte eingehen zu lassen, haben Patterson

Hood & Co. keine Mühen gescheut.

Die gesamte Brache wurde gesichtet, die 12

stärksten Songs ausgewählt und mit Haus-

und Hofproduzent David Barbe überarbeitet:

Da wo es nötig war, deutlich bis komplett,

das heißt, DBT gingen sogar ins Studio, um

Instrumentalparts oder Vocals neu einzuspielen

oder Demos mit vollen Arrangements

auszukleiden! Die 7 Tracks aus den The Dirty

South-Sessions konnte man dagegen fast im

Original verwenden - man war damals derart

produktiv, dass sie schlicht nicht mehr aufs

Album passten. Somit erleben wir auch ein

höchst erfreuliches Wiederhören mit Jason

Isbell - allein sein fast siebenminütiges ‚TVA‘

lässt pures Gänsehautfeeling aufkommen!

The Fine Print ist ein erstklassiges Album

geworden, das alle über die vielen Jahre lieb

gewonnenen Stärken der Band deutlich herausstellt:

die formale Abwechslung mit verschiedenen

Sängern, die stilistische Vielfalt

von klassischem Southern Boogie, Alt.Count-

ry Rock, atmosphärischen Balladen, epischen

Gitarrenbreitseiten und mean & dirty Kick-Ass

Rock‘n Roll, den fast literarischen Texten über

das oft so schwierige Leben und die ganz speziellen

Menschen im Süden der USA.

Live From Austin TX

(NW 6168/2009) CD+DVD € 8,90

Brighter Than Creation’s Dark

(BLU DP0441/2008) CD € 8,90

A Blessing And A Curse

(BLU DP0385/2006) CD € 13,90

Live At The 40 Watt

(NW 8009/2005) DVD € 18,90

Gangstabilly

(BLU DP0360/2005) CD € 13,90

Pizza Deliverance

(BLU DP0359/2005) CD € 13,90

The Dirty South

(BLU DP0344/2004) CD € 13,90

Decoration Day

(BLU DP0319/2003) CD € 13,90

Southern Rock Opera

(UMG CD 308/2001) 2-CD € 11,95

STEVE EARLE -

Townes

(BLU DP0478/2009) 2-CD € 8,90

(NW 5022/2009) 2-LP € 20,90

Den großen Townes Van Zandt, der so lange

seine wichtigste Bezugsperson gewesen war,

hat er nie vergessen. Seit Jahren beschäftigte er

sich mit der Idee eines Tributalbums und fand

nun in 2008 Zeit und Muße, sie in die Realität

umzusetzen: Townes ist nun fertig! Und was für

ein unglaublich gelungenes Vermächtnis ist es

geworden!! Die reguläre/normale CD besitzt 15

Tracks, darunter Stücke, die Steve Earle sowieso

schon lange im Programm führt, einige persönlich

motivitierte und solche, die er speziell für

dieses Projekt erlernen musste. Es sind Titel

aus der gesamten Schaffensphase Van Zandts,

vom 1968er Debüt For The Sake Of The Song

über High, Low And In Between bis zu späteren

LPs. Wohlgemerkt: Nicht einmal dabei sind

solche berühmten Townes-Standards wie ‚I‘ll Be

Here In The Morning‘, ‚Flying Shoes‘, ‚If I Needed

You‘, ‚Tecumseh Valley‘, ‚No Deal‘, ‚Rex‘s

Blues‘, ‚Buckskin Stallion Blues‘, ‚Snowin‘ On

Raton‘ oder ‚Waitin‘ Around To Die...

Washington Square Serenade

(BLU DP0427/2007) CD € 4,90

TIM EASTON -

Live At Water Canyon

(SRV 056/2010) CD € 12,90

Wir sind ja schon seit vielen Jahren der Überzeugung,

dass Tim Easton einer der unterbewertetsten

Singer/Songwriter auf diesem Planeten

ist. Nicht nur zeigt er mit jedem Album seine

Kreativität, ob es sich nun um ruhigere Werke

oder um Rockalben handelt oder ob die Songs

mehr durch sparsame Produktionen oder durch

Unterstützung mit einer knallharten Gitarrenrockband

überzeugen. Eines ist immer deutlich

zu erkennen: Die unglaubliche Fähigkeit, Songs

zu schreiben, sie zu interpretieren. Tim Easton

mag körperlich nicht zu den größten Songschreibern

gehören, doch inhaltlich hält er diesen Anspruch

spätestens seit seinem Album „Special

20“, wenn nicht sogar schon seit den Zeiten der

Haynes Boys.

Bei unseren holländischen Kollegen von Sonic

Rendezvous hat er nun ein „kleines“ Album

veröffentlicht, das Tim Easton so wiedergibt,

wie er seine Kunst am besten zeigen kann: Nur

mit akustischer Gitarre und Mundharmonika

präsentiert er 10 seiner Songs. „Nur“ 10 Songs,

denn mit seinem Repertoire könnte er locker 4

Stunden ohne Pause auf der Bühne stehen. Und

diese Songs wie „Special 20“, „All The Pretty

Girls Leave Town“, „Baltimore“, Lexington Jail“

oder „Next To You“ wurden vor einer familiären

Kulisse bei der Water Canyon Coffee Company

im Yucca Valley aufgenommen, einem guten

Stopp für Singer/Songwriter, wenn sie durch

die Mojave Wüste zwischen Los Angeles und

Phoenix oder Las Vegas reisen. Die hohe Decke

und die harten Pflastersteine an der Wand erzeugen

eine unglaubliche Akustik, perfekt für

eine Stimme und eine Gitarre. Tim Easton könnte

nicht passender sein für diesen ca. 50 Personen

Platz findenden Raum, und die bei diesem

Konzert anwesenden Zuhörer werden sicher mit

unserer Meinung konform gehen, dass vom Bob

Dylan, ehe er sich zum „Judas“ machte und zur

E-Gitarre griff, zum Tim Easton unserer Zeit viele

Parallelen sind.

Porcupine

(NW 6163/2009) CD € 13,90

Track #1 heißt ‚Burgundy Red‘ und nach nur wenigen

Sekunden ist klar, dass uns hier ein ganz

anderer Tim Easton als zuletzt erwartet: ein elektrisierter,

rockender, extrovertierter Tim Easton,

wie ihn viele gar nicht mehr kennen werden!

Mit seinem 5. Album Porcupine kehrt der zuletzt

eher mit leisen Tönen arbeitende, als nachdenklicher,

unaufdringlicher Folkie geschätzte Singer/

Songwriter zu seinen Rock‘n Roll-Ursprüngen

von Mitte der 90er zurück! Damals legte er

mit seiner Band, The Haynes Boys, den Grundstein

für eine internationale Karriere, die ihn im

Laufe etlicher Soloplatten und anderer Projekte

immer weiter weg vom No Depression/Uncle

Tupelo Sound zu einem Americana Troubadour

der Extraklasse mit eigener Handschrift führen

sollte. Für die Aufnahmen zu Porcupine kehrte

er im Oktober 2007 zurück nach Nashville ins

bewährte Alex The Great Studio und unter die

Fittiche der bekannten Produzenten/Tonmeister/

Studiomusiker Brad Jones und Robin Eaton (Jill

Sobule, Tommy Womack, Bill Lloyd, Ass Ponys)

- also exakt dasselbe Szenario wie bei seinem

10 Jahre alten Solodebüt Special 20! Tim Easton

wollte endlich mal wieder Krach machen, Spaß

im Studio haben, den guten alten Midwest R&R-

Geist beleben, einen rauen, ungeschliffenen

Sound auf CD bannen. Er selber spielte akustische

und elektrische Gitarren, Piano, Electric Piano,

Harmonica und sang - ganz anders als noch

auf Ammunition - mit erholter, offensiver, leicht

rauchiger, stets attraktiver Stimme. ‚Burgundy

Red‘ als Opener und der furiose, fast einakkordige,

rockabillige Titelsong ‚Porcupine‘ kommen

dem ‚Modern Times‘-Bob Dylan sehr nahe. Der

deftige Erzählblues von ‚Stormy‘ ist nicht der

gleichnamige Leeroy Stagger-Titel, sondern basiert

auf ‚Old Jabo‘ von Sonny Terry & Brownie

McGhee. ‚Stones Throw Away‘ ist als Track #6

der erste akustische in langsamerer Geschwindigkeit,

wie später ‚Long Cold Night In Bed‘

in typischer Ammunition-Manier kompliziert

arrangiert mit Gitarren, Geige, Harmonica und

Harmonium. ‚7th Wheel‘ ist zügiger Country

Rock, bevor ‚Get What I Got‘ mit peitschenden

E-Gitarren und dreckigem Bluesklang zuschlägt.

‚Baltimore‘ gerät zu einem lauten Barroom

Stomper, ‚Northbound‘ hört sich an wie eine

lässige J.J.Cale-meets-CCR-Nummer (‚Born On

The Bayou‘ gemixt mit ‚Crazy Mama‘) - große

Klasse! ‚Goodbye Amsterdam‘ zum Abschluss

ist eine lebhafte Antwort auf ‚Dear Old Song &

Dance‘ von Ammunition.

Ammunition

(BLU CD0395/2006) CD € 4,90

EASTON STAGGER PHILLIPS -

One For The Ditch

(BLU DP0469/2008) CD € 4,90

(BLU LP0469/2009) LP € 19,90

(Personal Vinyl Edition)

Ihre gemeinsame erste CD „One For The Ditch“

besticht durch erhabene Souveränität, enormes

Talent, hohe Musikalität und eine sehr Teamgeprägte

Arbeitsweise, in der sich die drei Typen

mit einfachen Mitteln auf spielerisch leichte Weise

einander annähern, sich gegenseitig Respekt

erweisen und somit das große Ganze schaffen,

bei dem aber sehr wohl die ureigenen Qualitäten

hörbar bestehen bleiben. Das formidable Ergebnis

verströmt dann eine ungemein friedliche At-

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com 23


mosphäre zwischen Lagerfeuer-Ambiente, rustikalem

Veranda-Charme und mitternächtlicher

Mondlicht-Romantik. „One For The Ditch“ hat

insgesamt 11 Tracks, je vier stammen von Phillips

und Stagger, drei von Easton. Auch nur einen

einzigen hervorzuheben, wäre ungerecht - alle

sind neu und exklusiv für ESP komponiert, gehören

zum Besten, was der Einzelne zu leisten

im Stande ist! Formal straff organisiert singt jeder

bei seinen eigenen Stücken die Leadstimme,

aber stets sind auch die jeweils anderen beteiligt:

Sie legen mit diversen akustischen Gitarren,

Mandoline, Harmonica, Bass, etwas Percussion,

auch Klavier und Orgel das instrumentelle Fundament,

brillieren mit mehrstimmigen Harmony

Vocals. Lokale Sessionmusiker wie Stu Schulman

(Pedal Steel, Dobro), Bobby Furgo (Fiddle) und

Damian Lester (Standbass) helfen mit zusätzlichen

Arrangements. Sämtliche Basic-Spuren

wurden an den besagten Schneesturmtagen im

Januar 2008 aufgenommen, während gemeinsamer

Tourneen in den Folgemonaten ergänzte

man die ein oder andere Finesse im kalifornischen

Heimstudio von Tim Easton.

ALEJANDRO ESCOVEDO -

Street Songs Of Love

(CON 192/2010) CD € 15,90

Mit „Real Animal“ scheint Alejandro Escovedo

seine (vielleicht) letzte Chance genutzt zu haben,

aus dem Insiderstatus und lokalen Texas-

Helden hinauszukommen. Ursprünglich sollte

ja Glyn Jones dieses Album produzieren, doch

das haute aus diversen Gründen nicht hin und

so übernahm Tony Visconti (u.a. ehemaliger T.

Rex-Produzent) die Leitung im Studio. Das Coverartwork

verschreckte wohl so manchen alten

Escovedo-Fan, was beim Nachfolger „Street

Songs Of Love“ kaum der Fall sein sollte. „Real

Animal“ hat Escovedo so manche Tür geöffnet,

denn er wird nun von Jon Landau gemanagt, einem

der ganz Großen im Business. Einer seiner

Klienten ist zum Beispiel Bruce Springsteen, der

neben Ian Hunter (Mott the Hoople) einen Gastauftritt

beim Song „Faith „ hat.

Überhaupt scheint Escovedo nun ein dauerhaftes

Team gefunden zu haben, das vom Management

über Produzenten bis hin zum Co-Writer

Chuck Prophet reicht, der zwar nicht mehr alle

Stücke mitgeschrieben hat, aber immerhin 7

Nummern von 13. Und nicht zu vergessen seine

Begleitband The Sensitive Boys, bestehend aus

David Pulkingham, Bobby Daniel und seinem alten

Kumpel Hector Munoz.

Von den Escovedo-Tagen von „Thirteen Years“,

„Gravity“, Bourbonitis Blues“ oder „A Man Under

The Influence“ ist auf dem neuen Album

nichts mehr zu spüren, vielmehr startet das Album

mit zwei Songs, die an die Ursprünge mit

den Nuns oder True Believers erinnern. Harte,

schnelle Gitarren ziehen sich nicht nur durch

diese beiden Stücke, sondern bilden das Grundgerüst

des gesamten Albums. Wie schreibt das

Magazin Paste: „Street Songs of Love finds Escovedo

celebrating the gritty intersection between

the Stones and the Velvet Underground.“ Es ist

klar: Hätte Escovedo so weitergemacht wie bei

seinen Indie-Alben, wäre er sicherlich nie über

den Status des Geheimtipps hinausgekommen,

da hätte ihm auch der Titel „Artist Of The Decade“

(90er Jahre), verliehen vom Magazin „No

Depression“, nichts genutzt. Sein neues Team

hat ihn geglättet, ihm einen neuen Typ verpasst,

und zumindest in seiner Heimat scheint diese

Taktik aufzugehen. Am 29.6.2010 stand das

Album in den Musikcharts von Amazon auf Position

35, was schon etwas bedeutet. Und auch

klar ist: Rock-Fans kommen bei „Street Songs Of

Love“ voll auf ihre Kosten!

THE FLATLANDERS -

Hills And Valleys

(NW 6161/2009) CD € 13,90

Genau fünf Jahre Pause haben sie sich diesmal

gegönnt, und das neue Album Hills And Valleys

verbindet auf kongeniale Weise die besten Eigenschaften

der beiden Vorgänger Now Again

und Wheels Of Fortune. Das Zauberwort heißt

Teamgeist und den gibt es diesmal in praller Dosis:

Gleich 8 der 13 Tracks wurden - ähnlich wie

auf Now Again - zusammen im Trio komponiert

und getextet, wobei individuelle Schwerpunkte

wieder klar auszumachen sind (vereinfacht:

Jimmie Dale Gilmore als etwas jüngere Ausga-

24

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

be von Willie Nelson, Butch Hancock als Folkie

mit Dylan-Touch, Joe Ely als Roots Rocker und

Border-Spezialist). Dazu gibt es zwei neue Songs

von Ely, einen von Hancock, einen von Gilmore‘s

Sohn Colin und eine berührende, kompetente

Adaption des Woody Guthrie-Klassikers ‚Sowing

In The Mountain‘.Aber wie das alles musikalisch

umgestetzt wird, das erinnert an Wheels Of

Fortune. Wieder rückte man zusammen, ging

mit einer eng verbandelten Gang an Studioinstrumentalisten

in Klausur und nahm die Stücke

in einem Rutsch auf, um den Charakter eines

optimalen Bandalbums zu erreichen. Die Lead

& Harmony Vocals sitzen traumhaft sicher, die

variable und abwechslungsreiche Musik kommt

wie aus einem Guss, die Arrangements sind

songdienlich gehalten und die Produktion von

keinem Geringeren als Texas-Kultproduzent

Lloyd Maines ist makellos mit Bodenhaftung!

Lubbock-Pate Maines verfügt mindestens über

dieselbe Erfahrung wie die Flatlanders, hat eine

beeindruckende Referenzliste vorzuweisen: Jerry

Jeff Walker oder die Dixie Chicks, um nur zwei

Beispiele zu nennen, und natürlich viele der

Flatlanders-Solosachen.

TOM GILLAM -

Better Than The Rest: An Anthology

(BLU CD0519/2010) CD € 13,90

(BLU LP0519/2010) 2-LP € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

Better Than The Rest - An Anthology von TOM

GILLAM, einem der aktuell prominentesten

Blue Rose-Acts - was soll man sich darunter

vorstellen? Eine schlichte Best Of-Kopplung,

eine chronologische Karrierewerkschau oder

eine Sammlung von Demos, Outtakes und

Livematerialien? Eigentlich nichts von alledem,

sondern fast ein richtig neues Produkt, das in

Gillams Discographie höchst eigenständig für

sich stehen wird. „Fast“ nur deshalb, weil es

sich in der Tat um älteren Stoff handelt, den

allerdings kaum jemand kennt!

Drei frühe Alben stehen da nämlich auf seinem

Konto, die sicher nicht oft über den Atlantik

geflogen wurden: das 1998er Debüt First Of

All, Dallas von 2001 und das in einschlägigen

Gazetten von „No Depression“ bis „Freight

Train Boogie“ goutierte Shake My Hand (2004).

Bewegten sich die beiden ersten Platten noch

deutlich im klassischen Country/Roots/Folk

Rock-Bereich, so erweiterte Gillam mit Album

#3 sein Spektrum, steuerte auf einen straighteren

Rockkurs - mit reichlich Americana-Wissen

als Fundament, versteht sich!

Die nun vorliegende Zusammenstellung Better

Than The Rest würdigt genau diese Ära, bietet

einen Auszug der wichtigsten Stücke, von Tom

Gillam höchstpersönlich - nicht chronologisch,

sondern rein nach Gusto! - ausgewählt und in

den liebevoll gestalteten Liner Notes ausführlich

besprochen: drei Tracks vom Debütalbum

und je vier der beiden anderen. Dazu kommt

der vielleicht wichtigste Song seiner gesamten

Karriere: ‚Never Look Back‘, nicht nur Titelstück

der gleichnamigen CD, sondern Bindeglied

zwischen dem „alten und neuen“ Tom Gillam,

die aber - wie wir beim Hören der Anthology

sofort merken - so unterschiedlich gar nicht

sind! Doch damit nicht genug, Better Than The

Rest hat auch noch drei bislang unveröffentlichte

Tracks aufzubieten: ‚Fountain Bleu‘, eine

herrlich dahinfließende, semiakustische Ballade

mit melodischer Leadgitarre und schöner Steel,

entstanden während der Never Look Back-

Sessions; dann ‚Emily‘, ein kraftstrotzender

6:42-Electric Rocker von 2009, der ungemein

an Neil Youngs ‚Words‘ erinnert und auf dem

seine Begleitband Tractor Pull, insbesondere der

zweite Leadgitarrist Craig Simon, alle Register

ihres Könnens zieht; und schließlich ‚Long Way

Home‘ aus der Shake My Hand-Phase - Tom Gillam

verschärft auf Country-Kurs, mit Backingchor,

Harmonica, Pedal Steel und Endlosrefrain

zum entfesselten Mitsummen!

Better Than The Rest ist optisch und musikalisch

ein hochwertiges Produkt geworden, dem

man unbedingt anmerkt, wieviel Leidenschaft

und Herzblut Tom Gillam dafür aufgebracht

hat. Und Zeit! Ein kleines Wunder, bedenkt

man seine vielen Aktivitäten, gerade auch mit

dem aktuellen US Rails-Projekt, und seine Ankündigung,

bereits wieder an neuen Songs zu

arbeiten!

Had Enough?

(BLU DP0499/2009) CD € 13,90

(BLU LP0499/2009) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

‚Real Thing‘ ist ein Kickstart wie er besser kaum

gelingen könnte: unwiderstehlich vorwärts treibende

akustische und elektrische Rhythmusgitarren,

satter Druck von Bass und Drums, eine

auf und ab jubilierende, zupackende Lead Guitar,

ein permanentes Slide Solo und dann diese

schnarrende, rohe, im positiven Sinn aggressive

Stimme des Protagonisten - the real thing,

fürwahr, kein anderer Titel wäre hier denkbar!

Ja, Tom Gillam hat alles, was einen klassischen

70s-style Rocker ausmacht: angefangen bei

seinem Outfit mit langer Lockenpracht bis hin

zum (damaligen Mainstream-) Gitarrensound

Marke Joe Walsh meets Peter Frampton, ganz

zu Schweigen von der Shouter-Attitüde eines

Bob Seger, John Mellencamp oder (wieder) Joe

Walsh. Es braucht auch nicht allzu viel Fantasie,

um bei der oder anderen Nummer die späten

Eagles, Poco und Tom Petty & The Heartbreakers

zur ‚Southern Accents‘-Phase herauszuhören.

Bevor wir aber Tom Gillam mit solchen

Retro-Assoziationen zum reinen Old School-

Rocker abstempeln, sei gesagt, dass er mit

dieser Mischung aus Roots Rock, Classic Rock

und Country Rock auch ganz prächtig in die

Americana-Jetztzeit passt und gar nicht so weit

weg ist von all den Steve Earles, John Hiatts,

Chris Knights, Reckless Kellys, Leeroy Staggers

dieser Welt.

Am Ende ist es zeitloser, handgemachter, nach

Vinyl und Schweiß riechender All American

Rock‘n Roll wie er seit Urzeiten existiert und

wie es ihn auch (hoffentlich!) auch in 50 Jahren

noch geben wird. Es kommt halt auf den

Frischegrad an und wie hoch das Feuer der Leidenschaft

brennt - und da ist Tom Gillam mit

Had Enough? voll dabei!

Play Loud… Dig Deep

(BLU DP0476/2009) CD € 8,90

(BLU LP0476/2009) 2-LP € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

Von den ersten Triple-Guitar-Attacken des Openers

‚Outside The Lines‘ an wird klar, dass es sich

hier um handgemachten, bodenständigen Stoff

der Güteklasse A handelt; es folgt der Highway-

Hammer ‚Rainbow Girl‘, bevor sich Tractor Pull

auf ‚Disappearing Act‘ zum ersten Mal längeren

Jam-Passagen hingeben - zwei elektrische, innigst

miteinander kommunzierende Gitarren vor

dem Hintergrund einer pumpenden Bassgitarre,

zupackendem Schlagzeug und auflockernder

Mandoline, wie geschaffen fürs imaginäre Road

Radio! So geht es dem ersten großen Höhepunkt

entgegen: ‚Dallas‘, Titelsong vom zweiten

Album, 9 Minuten und 5 Sekunden bester Southern

Rock von der Ostküste, mit 2-minütigem

Intro, langgezogenen Solobrettern zwischen den

Refrains, gekonntem Wechselspiel von Lead und

Backing Vocals, und einem stilgerechten Gitarren-

Finale! Warum die Monkees-Covernummer ‚The

Girl I Knew Somewhere‘ zu Tom Gillam‘s „my

favorite part of the show“ gehört, wird spätestens

dann klar, wenn die Band diesen bekannten

Michael Nesmith-Song in die improvisierte Jam

Session von ‚Nova‘s Journey‘ überführt: subtile

Duane & Dickey-Gedächtnislicks, dass einem

ganz warm ums alte Southern Rock-Herz wird.

Nach diesen gigantischen 10:38 fragt man sich,

was denn jetzt noch kommen könnte?! Nun, z.B.

mit ‚Stand By You‘ ein waschechter 70er Jahre

Country Rocker im lockeren Uptempo-Modus

mit Joe Carroll‘s wohlkingender Mandoline im

Mix ganz vorne und den beiden Gitarren außen

daneben - Countrypicking gewürzt mit Slide.

Oder zwei weitere (neben ‚Rainbow Girl‘) Tracks

von Never Look Back - ‚Rescue Me‘ und ‚Devil

In My Heart‘. Dann das zweite Monsterstück:

‚Shake My Hand‘, über 12 Minuten im typischen

Joe Walsh & Barnstorm-Groove, man denke nur

an ‚Rocky Mountain Way‘, ‚Turn To Stone‘ oder

‚Meadows‘...!! Zum krönenden Abschluss einer

fantastischen Live/Rock-CD gibt‘s mit ‚Diamonds

In The Rough‘ einen furiosen R&R/Roots/Stomper

mit unzähligen Slide & Lead-Soli im Stil eines

Sonny Landreth in Bestform.

GOV’T MULE -

Mulennium

(ET 1210/2010) 3-CD € 16,50

Schon der Album-Titel ist Programm - „Mulennium“

entstand in der Nacht des Jahrtausend-

Wechsels 1999 auf 2000 im kultigen Roxy Theatre

in Atlanta. Sechs Jahre zuvor hatte Warren

Haynes mit den mittlerweile zur Tradition gewordenen

Silvester-Shows begonnen und diese

erreichten bei der Millennium-Show einen

Höhepunkt, der auch in den Folgejahren sehr

schwer zu toppen gewesen war. Der Original-

Bassist Allen Woody war natürlich noch mit dabei

(er starb einige Monate später), außerdem

Milton „Little Milton“ Campbell, der bei gleich

sechs Stücken den Gesang übernommen hatte,

Audley Freed von den Black Crowes oder

Robert Kearns von den Bottle Rockets. Neben

Mule-Klassikern wie „Bad Little Doggie“ oder

„Blind Man In The Dark“ war es vor allem die

Setliste an Covers, die den Abend unvergesslich

machten: „“1st Century Schiziod Man“ (King

Crimson), „“We‘re Not Gonna Take It“ (aus

„Tommy“ von The Who), „Led Zeppelin‘s „Dazed

And Confused“, „Helter Skelter“ (Beatles),

„Sometimes Salvation“ (Black Crowes), „30

Days In The Hole“ (Humble Pie), „Out Of The

Rain“ (Tony Joe White), „Power Of Soul“ (Jimi

Hendrix), Dylan‘s „I Shall Be Released“ und zum

krönenden Abschluss eine nicht enden wollende

Version von Lynyrd Skynyrd‘s „Simple Man“. Puh

- die Nacht hatte es in sich und entsprach dem

historischen Moment!

By A Thread

(MASC CD 1205/2009) CD € 14,90

„By A Thread“ ist ein langes Album. Knapp 68

Minuten vom Texas-Stomper „Broke Down On

The Brazos“ mit Billy Gibbons von ZZ Top (gibt

sich ein Gitarrenduell mit Warren Haynes – Gibbons

rechter Kanal, Haynes links) bis zum Finale

mit „World Wake Up“, einer Ballade in bester

Mule-Tradition und auf der Andy Hess noch

Bass spielt, ehe er von dem Schweden Jorgen

Carlsson ersetzt worden war. 67 Minuten Spielzeit

bedeutet bei Gov‘t Mule aber nicht, dass

sich auf dem neuen Album 15 oder gar mehr

Songs befinden, denn hier liegt der wohl größte

Unterschied zum letzten regulären Album

„High & Mighty“: 7:10, 8:08, 9:04, 7:27 – 5

der 11 Stücke sind über 6 Minuten lang und

da kommt der Jam-Charakter von „By A Thread“

am deutlichsten zum Tragen. Die Songs

sind lange nicht so einfach strukturiert von auf

„High & Mighty“, Haynes lässt seiner Gitarre

freien Lauf, was teilweise zu uferlosen Soli

führt, wobei diese dann immer wieder ziemlich

abrupt und auch lieblos ausgeblendet werden.

Der Insturmentalanteil ist bei weitem höher

als bei den früheren Alben, doch wenn dann

einmal die Stimme von Warren erklingt, dann

ist die so stark und kräftig wie immer, ganz

stark vor allem bei Balladen wie den Balladen

„Monday Mourning Meltdown“ oder „Gordon

James“. Viel Zeit jedenfalls hat sich die Band für

„By A Thread“ gelassen, und das Ergebnis kann

sich absolut sehen lassen!

A Tail Of 2 Cities

(BLU DV0443/2007) 2-DVD € 8,90

Es handelt sich um eine Doppel-DVD, die zwei

komplette Mule-Shows enthält - die erste Show

der Deja Voodoo-Tour vom 15.10.2004 im Orpheum

Theatre in Boston und die letzte Show

der High & Mighty-Tour am 9.12.2006 im Riviera

Theatre in Chicago. Damit wäre auch der DVD-

Titel A Tail Of 2 Cities erklärt.

DVD Info: - Format: NTSC; Spielzeit: 302 Minunten;

Audio: 5.1 Surround/Stereo; Ländercode: 0

High & Mighty

(BLU CD0505/2006) CD € 8,90

Deja Voodoo

(GEL 4089/2005) 2-CD € 9,90

JON DEE GRAHAM -

It‘s Not As Bad As It Looks

(BLU DP0502/2010) CD € 13,90

(BLU LP0502/2010) LP € 17,90

Seit drei Jahrzehnten bürgt der Name Jon Dee

Graham für allerbeste Qualitätsarbeit in den

Sparten Roots Rock, Guitar Rock und Texas

Singer/Songwriter. Der rastlose, vielbeschäftigte

Allroundmusiker aus Austin gilt mit seinen

50 Jahren als absolute Kultfigur der Szene,

die davon ja nachgerade nicht eben wenige

aufweisen kann. Jon Dee Graham lebt seine

Musik im wahrsten Sinn des Wortes und vertritt

vehement die Rock‘n Roll-Seite von Americana.

Auf seinem brandneuen Album stellt er

genau das mal wieder kongenial unter Beweis

und zeigt, dass mit ihm - nach vielen privaten

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


Nackenschlägen - wieder voll zu rechnen ist.

„It‘s Not As Bad As It Looks“, es ist alles halb

so schlimm - so heißt der logische, konsequente

Titel bei jemandem, dem es so einige Male

in seiner langen Karriere überhaupt nicht gut

ging, der sich aber aktuell mächtig im Aufwind

zu befinden scheint!

Kracher wie der Opener „Beautifully Broken“,

„PopSong“ und „My Lucky Day“ werden jeden

künftigen Gig anheizen, ein swampiger

Slip‘n Slide Gospel wie „God‘s Gonna Give

You What You Need“ wird die Roots-Herzen

höher schlagen lassen. „Gilead“, „(Let‘s Get

It) While It‘s There“ und „La La (La-La-La)“

beweisen einmal mehr Grahams Talent für

die Verknüpfung von spannender Erzählkunst,

lässigen Refrains und instrumenteller Finesse,

wirken wie die eher nachdenklichen Stücke

„Burning Off The Cane“, „I Said, Best“ oder

der unter die Haut gehende Abschluss „I Will

Be Happy Again“ noch lange nach. Jawohl,

„I Will Be Happy Again“ als eindrucksvolles

Überlebens-Statement, Jon Dee Graham ganz

einsam und alleine mit seiner elektrischen Gitarre

und dieser unnachahmlichen Stimme,

die so mächtig klingen kann, aber auch so

unendlich sehnsüchtig und verletztlich! Happy

again... - das ist es, wonach er sich verzehrt,

wofür er lebt, das, was ihm seine vielen Fans

weltweit so sehr gönnen würden.

GREEN ON RED -

Valley Fever -

Green On Red Live At The Rialto

Tucson, AZ 9/04/05

(BLU CD0442/2006) CD+DVD € 8,90

(BLU LP0442/2009) 2-LP+DVD € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

GREYHOUND SOUL -

Tonight And Every Night

(BLU DP0433/2007) CD € 4,90

(BLU LP0433/2009) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

MICHAEL HALL -

The Song He Was Listening To

When He Died

(BLU DP0399/2006) CD € 4,90

JOHN HIATT -

The Open Road

(BLU DP0511/2010) CD € 13,90

(NW5027/2010) 2-LP € 20,90

Formal haben wir es mit einer stetig rockenden

und rollenden, von schnörkellos gespielten Gitarren

und einer dichten Rhythm Section angetriebenen

Americana Music zu tun, die enorm

frisch, dynamisch, dabei grenzenlos entspannt

und optimistisch klingt. Inhaltlich stehen die 11,

selbstverständlich allesamt selbst komponierten

Songs für Aufbruch und Bewegung, für eine aktiv

gestaltete Zukunft. Der Mann, der sich noch

vor gar nicht langer Zeit als Master of Disaster

bezeichnete, ist zwar im Kern seines Wesens

ganz der Same Old Man geblieben, mit dem

Blick auf sein Leben und die Zukunft scheint er

allerdings völlig mit sich im Reinen, nach vorne

orientiert, sich darauf einlassend, was alles so

passiert, wenn man einfach die Straße weiterfährt

und nicht ständig in den Rückspiegel

schaut. Mit anderen Worten: wenn man richtig

Spaß am Rock‘n Roll hat!

Und eine Band besitzt, die genau dieses Feeling

umsetzen kann. Aber damit hatte John Hiatt

ja noch nie Probleme. Man denke nur an solch

famose Gestalten wie Ry Cooder, Sonny Landreth,

Jim Dickinson, David Immerglück, Matt

Ward, Luther Dickinson usw., mit denen er

schon unterwegs war. Hier heißt der Mann für

die besonderen gitarristischen Momente Doug

Lancio. Der ist einer dieser jüngeren Studiomusiker

aus Nashville, die eigentlich gar keinen

Kontakt zur arrivierten Mainstream-Szene suchen,

sondern mit Jobs für Americana Acts,

Alt.Country Rocker und East Nashville Singer/

Songwriter hinreichend ausgelastet sind.

Das Blue Moon Orchestra von Nanci Griffith,

Matthew Ryan, Patty Griffin, Tommy Womack,

Will Kimbrough, Todd Snider, Steve Earle, Kim

Richey, Allison Moorer und Holly Williams heißen

nur die wichtigsten Adressen nachgewiesener

Qualitätsarbeit Lancios an den elektrisch

verstärkten 6 Saiten. Mit Bassist Patrick O‘Hearn

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

und Drummer Kenneth Blevins steht genau die

perfekt eingespielte Rhythm Section zur Verfügung,

die schon auf Same Old Man zu hören

war und Hiatt seit geraumer Zeit auch live begleitet.

Zusammen nennen sie sich vielsagend

The Ageless Beauties. Hiatt spielt dazu akustische

und elektrische Gitarren, das war‘s, mehr

Instrumentierung ist für die größtenteils live in

seiner zu einem Tonstudio umgebauten Garage

aufgenommenen Spuren nicht nötig - quasi

eine andere Variante von „Garagenrock“!

Same Old Man

(BLU DP0450/2008) CD+DVD € 10,90

(NW 5011/2008) LP € 17,50

Master Of Disaster

(BLU DP0371/2005) CD € 13,90

RICH HOPKINS & LUMINARIOS -

El Otro Lado/The Other Side

(BLU DP0516/2010) CD € 13,90

(BLU LP0516/2010) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Das neue Luminarios-Werk befindet sich einerseits

klar auf Kurs des 2006er Vorgängers The

Horse I Rode In On und solch kapitaler Klassiker

wie Dirt Town, El Paso und The Glorious

Sounds Of, profitiert andererseits aber auch

von Hopkins‘ neuer Lebenssituation. Der Gute

hat bekanntlich seine große Liebe Lisa Novak

geheiratet, und die sorgt nicht nur für privates

Glück und emotionales Wohlbefinden, sondern

bringt sich als gestandene Musikerin kompetent

und überraschend deutlich ein in den eigentlich

von sehr maskulinen Attributen geprägten

Hopkins‘schen Wüstenkosmos. Das war bereits

auf ihrer gemeinsamen „Flitterwochen“-CD Loveland

(Blue Rose, 2008) zu vermerken und das

ist auch hier zu hören auf El Otro Lado, denn

Novak hat ihren festen Platz in der Quartettformation

neben den altbewährten Rhythmusleuten

Ken Andree/Bass und Bruce Halper/Drums

(s.a. Sidewinders, Sand Rubies) eingenommen.

So erhält sie Co-Credits als Produzentin und bis

auf zwei Nummern auch als Songschreiberin

(und wir denken da nicht an Linda McCartney!),

sie spielt Gitarre und Percussion, trägt mit ihrer

dunklen, nasalen Altstimme kräftig zu den bis

dato ausgefeiltesten Luminarios-Backing Vocals

bei und übernimmt den ein oder anderen

Leadpart in Feinabstimmung mit ihrem Gatten.

Jede Wette auch, dass sich der bei diesen ganz

speziellen, jingle-jangligen Twang-Klängen, die

sich wie ein roter Faden durchs Album ziehen,

von ihrer harmonieträchtigen Americana/Pop-

Vergangenheit hat beeinflussen lassen.

The Horse I Rode In On

(BLU CD0400/2006) CD € 4,90

RICH HOPKINS & LISA NOVAK -

Loveland

(BLU DP0472/2008) CD € 4,90

(BLU LP0472/2009) 2-LP € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

„Loveland“ ist ein klasse Rockalbum und innige

Herzensangelegenheit gleichermaßen geworden,

wobei die durchweg härteren (Gitarren-)

Klänge dafür sorgen, dass es insgesamt nicht

allzu gefühlig wird. Ja, die beiden haben die

richtige Mischung gefunden und scheinen in

jeder Weise perfekt zueinander zu passen. Lisa

hat dafür gesorgt, dass Rich sich selber kennenlernte,

sein ausgeprägtes Ego mal beiseite legte

und viele ihrer Ideen bezüglich Hooks, Arrangements,

Gitarrensoli, Texte usw. adaptierte.

Umgekehrt verhielt es sich genauso, die Singer/

Songwriterin/Gitarristin aus Houston, Texas hat

sich mit ihrer neuen Liebe einen der herausragenden

Vertreter zeitloser Gitarrenrock-Kultur

geangelt und betritt nun mit ihm eine andere

musikalische Dimension mit mehr Indie Rock

statt Texas/Americana. „Loveland“ wurde in

13 Monaten eingespielt und fertig produziert,

zum größten Teil in Tucson, mitunter auch in

Houston. Wie erwähnt stammen sämtliche Gitarrenparts

und Vocals von den beiden, wobei

Rich Hopkins naturgemäß die meisten Soli - aber

eben nicht alle! - beisteuert. Bis auf das bereits

von den Sand Rubies bekannte ‚What Am I Supposed

To Do?‘ wurden alle 12 weiteren Tracks

von den beiden Hauptakteuren zusammen komponiert

und besungen - mit wechselnden, oft

überraschenden Lead & Harmony-Aufteilungen.

An Bass und Schlagzeug finden wir ein paar

alte Weggefährten aus der Tucson-Szene: Ken

Andree, Bruce Halper, Winston Watson, Nathan

Sabatino und Paul Valdez - bekannt von Luminarios,

Sand Rubies, Greyhound Soul, Sidewinders,

Woodcocks, Giant Sand usw.

IAN HUNTER -

Man Overboard

(BLU DP0488/2009) CD € 13,90

Mit der bewährten Mischung aus semiakustisch/elektrischem

Midtempo/Rock‘n Roll,

einigen Faces/Stones-style Krachern und

Refrain-starken, Hooklinesüchtigen Balladen

begibt sich Hunter wieder auf die Spuren von

Bob Dylan, Rod Stewart, Bob Seger, Warren

Zevon und Bruce Springsteen. Ja, besonders

an dem Dylan-Vergleich kommt man nicht

vorbei. Bereits vor 40 Jahren bemerkte kein

Geringerer als Kultkritiker Lester Bangs im

Rolling Stone anlässlich des Mott The Hoople-

Debüts, Bob Dylan hätte wohl eine Platte unter

Pseudonym aufgenommen...

Die 11 brandneuen Stücke auf Man Overboard

wurden von Andy York perfekt in Fluss

gebracht. Mit den Saitencracks Jack Petruzzelli

(Rufus Wainwright, Joan Osborne, Jesse

Malin), James Mastro (Bongos, John Cale,

Health & Happiness Show, Amy Speace) und

ihm selber wurde ein satter, kerniger Gitarrensound

kompetent umgesetzt, Keyboarder

Andy Burton (Schramms, Willie Nile, Freedy

Johnston), Bassist Paul Page (Martin‘s Folly,

Dion) und Drummer Steve Holley (Dar Williams,

Warren Haynes, Wings, Tom Russell)

komplettieren die famose Begleitmannschaft.

Ian Hunter beweist mit Man Overboard eindrucksvoll,

dass er noch lange nicht auf die

Resterampe der Rockgeschichte gehört!

JASON ISBELL -

Sirens Of The Ditch

(BLU DP0424/2007) CD € 4,90

(NW 5000/2007) LP € 16,90

JASON ISBELL AND THE 400 UNIT -

Jason Isbell And The 400 Unit

(LRR CD 503/2009) CD € 14,50

Jason Isbell verließ zunächst die Band, mit der

er über USA-Grenzen hinaus bekannt wurde

und die auch in Europa große Erfolge feiert

- Drive-By Truckers. Bereits kurz nach der

Trennung erschien auf Blue Rose/New West

sein großartiges Solo-Debut „Sirens Of The

Ditch“, und zur Präsentation auf den Live-

Bühnen dieser Welt formierte er eine Truppe

von Musikern um sich. Die Band nannte sich

„400 Unit“, die Shows waren allesamt auf

hohem Niveau und von großem Unterhaltungswert.

Dann der nächste Schritt: Isbell

trennte sich von New West und ging zum

Label „Lightning Rod Records“, bei dem auch

James McMurtry beheimatet ist. Uns wurde

dann zwar das neue Album „Jason Isbell And

The 400 Unit“ angeboten, letzten Endes entschied

man sich dann doch dazu, es nicht zu

lizenzieren. Die Zukunft wird zeigen, ob es

der richtige Schritt war, wir jedenfalls hätten

das Album liebend gerne unter unsere Fittiche

genommen. Natürlich hätte es perfekt zu

unserem „Portofolio“ gepasst, will sagen die

Musik von Isbell ist auch im Band-Projekt voll

Blue Rose-kompatibel“. Und dass es ein Gemeinschaftsprojekt

ist, hört man deutlich heraus.

„I want it to be known that it‘s a band

record,“ meint Isbell. „I want it to be known

that it‘s something we all did together. Even

though I wrote the songs, it was a very inclusive

project.“

JASON & THE SCORCHERS -

Halcyon Times

(BLU DP0508/2010) CD € 13,90

(BLU LP0508/2010) 2-LP € 22,90

Die Mehrzahl der 14 Songs sind schnelle

Cowpunk-Nummern auf Rockabilly- Basis

und ruppige Boogie Rocker mit East Nashville

Outlaw-Charme, oft kompromisslos

und völlig schnörkellos gespielt um die

drei Minuten herum: das grandios eröffnende

‚Moonshine Guy‘/‘Releasing Celtic

Prisoners‘, der griffige „Radiohit“ ‚Mona

Lee‘, ‚Fear Not Gear Rot‘, ‚Gettin‘ Nowhere

Fast‘, ‚Better Than This‘ (mit Warner

E.Hodges als Leadsänger!) und ‚We‘ve

Got It Goin‘ On‘, das sich zum krönenden

Abschluss mehr als Kampfansage denn als

Zukunftsversprechen einhämmert! Die

übrigen Titel bewegen sich im elektrischen

bis semi- akustisch/elektrischen Country

Rock- bis Southern Rock-Segment inklusive

dem ein oder anderen Ausflug zu Neo

Honky Tonk, Hard Rock und immerhin ein

wenig Alt.Country Rock, auch wenn Jason

Ringenberg das nicht mehr hören möchte:

„This is definitely NOT an ‚alt-country‘

record, and I let everyone know I wanted

no part of that... I wanted to RAWK by

God!“

So rawken/rocken ‚Beat On The Mountain‘

und ‚Mother Of Greed‘ mit fetten Saitenteppichen

aus akustischen & elektrischen

Rhythmusgitarren (Dan Baird) sowie Mandoline

& Electric Lead (Warner E.Hodges),

steht mit ‚Land Of The Free‘ ein mächtiges,

mit „Led Skynyrd“-Zitaten unterwandertes

Epos an zentraler Stelle, gerät das mit

schmierigen, feisten Rockgitarren gespickte

‚Deep Holy Water‘ auf Drivin‘ N Cryin‘-

meet-Georgia Satellites-Gleise. Der ‚Twang

Town Blues‘ beginnt als brodelnder, swampy

Storyteller Blues, um dann im Refrain in

den typischen Jason-Rockabilly-Modus zu

verfallen - zusammengehalten von Hodges‘

dominanter und in der Tat sehr „twangiger“

Axework. Brillant! ‚When Did It Get So

Easy (To Lie To Me)‘ ist eine Art unplugged

Southern Roots-Session, komplett live-im-

Studio und mit Dan Baird als Duettsänger

aufgenommen.

Obwohl Halcyon Times sich in seiner ganzen

Dynamik und urwüchsigen Kraft an der

Frühphase von JATS orientiert und vielleicht

auch der ein oder andere augenzwinkernde

Blick zurück riskiert wird, steht das Album

mit dieser musikalischen Vielfalt, der allzeit

überzeugenden Qualität und in seiner

Gesamtästhetik für Zukunft und Entwicklung.

Wie Warner E.Hodges es uns allen

„androht“ - die nächsten 25 Jahre mögen

heranrollen: „Let it rock!“. Yeah!!

BEN LEE -

The Rebirth Of Venus

(NW 6159/2009) CD € 4,90

Selbstverständlich ist Ben Lee‘s ewiges Anliegen

auch auf The Rebirth Of Venus Programm:

Großer Pop in Reinkultur! Gar nicht

unclever war die Entscheidung, wiederum mit

seinem langjährigen Produzenten und frühen

Förderer Brad Wood zusammenzuarbeiten.

Wood, der ja seine wichtigsten Erfolge mit

Liz Phair, The Sea And Cake, Freakwater und

Pete Yorn feierte, scheint genau der richtige

Ben Lee-Fachmann zu sein, der aus seinen

ohnehin schon ohrwurmigen Liedern auch

noch das letzte I-Tüpfelchen herauszukitzeln

vermag. Zum Beispiel auf dem Opener

‚What‘s So Bad (About Feeling Good)?‘, das

seine Gute-Launeallover-Philosophie früh auf

den Punkt bringt und nicht umsonst in den

Staaten als - extrem radiofreundliche - Single

vorab auf den Markt kam. Oder gleich der

nächste Track, ‚Surrender‘, der aus dem Stand

die direkte Nachfolge zu ‚Catch My Disease‘

antreten könnte! Andere Stücke wie ‚I Love

Pop Music‘, ‚Yoko Ono‘, ‚I‘m A Woman Too‘,

‚Boy With A Barbie‘ scheinen auf den ersten

Blick selbsterklärend, beim näheren Hinhören

erschließt sich einem allerdings der ganz

spezielle Humor Lee‘s. Das gilt natürlich auch

für die lässige Ballade ‚Bad Poetry‘, vielleicht

das schönste Liebeslied in seinem gesamten

Repertoire, das skurrile, new-wavige und politisch

motivierte ‚Wake Up To America‘ oder

die kolossole Pathosnummer ‚Song For The

Devine Mother Of The Universe‘ zum Abschluss,

komplett mit Kinderchor und Handclapping

- ideal geeignet zum hemmungslosen

Singalong in die Ewigkeit.

Ripe

(BLU DP0426/2007) CD € 4,90

(NW 5001/2007) LP € 18,90

RICKIE LEE JONES -

The Sermon On Exposition Boulevard

(BLU DP0413/2007) CD € 4,90

(BLU DP0414/2007) CD+DVD € 8,90

“The Sermon On Exposition Boulevard“ ist

in zwei verschiedenen Versionen erhältlich:

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com 25


zunächst in der regulären Ausgabe in Form

einer CD im wunderschön gestalteten Digipak.

Dann gibt es die so genannte Deluxe

Edition mit einer Hybrid-SACD (hochauflösender

Stereo Mix und 5.1 Surround Sound)

plus einer DVD mit 13 kurzen Videos, die

u.a. die Studiosessions dokumentieren,

und - Achtung: technische Neuheit! - allen

Audiotracks nochmal als High Resolution

256K MP3 Files für einfachsten aber hochqualitativen

Transfer auf Portable Player wie

iPods. Dazu gehört ein 24-Seiten Booklet mit

zusätzlichem Artwork und Fotos der Sessions,

alles verpackt in einem aufwändigen

Mehrfachklapp-Digipak!

KRIS KRISTOFFERSON -

Please Don’t Tell Me How The Story

Ends: The Publishing Demos 1968-72

(LITA CD 431/2010) CD € 15,90

(LITA LP 431/2010) 2-LP € 25,90

Nach sieben Jahren im sich ständig verändernden

Musikbusiness und mit mittlerweile

49 Veröffentlichungen vom französischen

Meister der Provokation bis zum Psych Soul

Meister SIXTO RODRIGUEZ feiert Light In The

Attic seine 50. Veröffentlichung mit dem

größten Album seiner Geschichte. Die Fertigstellung

nahm fünf Jahre in Anspruch und

die Liebe zu Details und die elaborate Verpackung,

die man von Light In The Attic kennt,

sprechen Bände, denn hinter LITA 05 verbergen

sich die niemals zuvor veröffentlichten

Demos des texanischen Tausendsassas und

Songwritingtalentes KRIS KRISTOFFERSON

aus den Jahren 1968 bis1972.

Closer To The Bone

(BLU DP0492/2009) CD € 8,90

(BLU DP0493/2009) 2-CD € 10,90

„… too old for breakin‘ and too young

to tame.“ Dieser Refrain aus ‚Sister Sinead‘,

einem zentralen Stück des neuen

KRIS KRISTOFFERSON-Albums Closer To

The Bone, könnte gut und gerne auch für

den großen Altmeister selber gelten! Nur

selten in seiner mittlerweile 40-jährigen

Karriere hat sich der Sänger, Songschreiber

und Schauspieler Kris Kristofferson irgendwelchen

Trends angepasst oder eine Arbeit

abgeliefert, hinter der er nicht zu 100%

stand, hat immer seine Meinung vertreten,

auch wenn es unbequem wurde. Closer

To The Bone, sein 19. Solowerk (diverse

Kollaborationen von Rita Coolidge bis zu

den Highwaymen sowie etliche Soundtrack-Sachen

nicht mitgezählt), macht da

gar keine Ausnahme und ist ein würdiger

Nachfolger zum 2006er Studio-Comeback-

Wunder This Old Road. Kris Kristofferson

ist einer der wirklich berühmten Künstler,

bei dem die Bezeichnung „Living Legend“

sicher nicht zu inflationär verwendet wird.

Schließlich feierte er in diesem Jahr seinen

73. Geburtstag, hat uns aber immer noch

(oder gerade deshalb) eine ganze Menge

zu erzählen! Und das geschieht nun

bereits zum zweiten Mal auf New West/

Blue Rose und gar zum dritten Mal hintereinander

in Zusammenarbeit mit dem

bekannten Produzenten Don Was: definitiv

ein Mann für gestandene Musiker und

spezielle Charaktere - Bob Dylan, Brian

Wilson, Rolling Stones, Waylon Jennings,

Paul Westerberg, Randy Newman, Willie

Nelson, Black Crowes, Bonnie Raitt, Delbert

McClinton… Zwischen A Moment Of

Forever (1995) und This Old Road (2006)

gab es allerdings eine extrem lange Phase,

in der Kristofferson an neuen Songs

und längeren Studioarbeiten kein großes

Interesse hatte. Er konzentrierte sich auf

Liveauftritte und gelegentliche Sessions

mit seinen Highwaymen-Freunden, Johnny

Cash, Waylon Jennings und Willie Nelson.

Nach dem Tod von Jennings und Cash fand

er dann langsam wieder in die Songwriter-

Spur zurück: Kris Kristofferson, als einer

der mit Liedern wie ‚Sunday Mornin‘ Comin‘

Down‘, ‚Casey‘s Last Ride‘, ‚Help Me

Make It Through The Night‘, ‚Loving Her

Was Easier‘, ‚The Taker‘ oder ‚Me And

Bobby McGee‘ dieses Genre maßgeblich

mitgeprägt hatte, setzte sich mit This Old

Road ein spätes Denkmal. Erstaunlicher-

26

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

weise jubelten nicht nur seine mitgealterten

Anhänger, er fand mit diesem Album

sogar völlig neue (und deutlich jüngere!)

Hörer. Und Don Was nahm dabei eine ähnliche

Rolle ein wie vor Jahren Rick Rubin

für Johnny Cash! Keine Überraschung also,

dass Closer To The Bone die Mission von

This Old Road weiterführt. Don Was und

wieder dieselbe kleine Musikerrunde nehmen

Kristofferson in ihre Mitte und schaffen

diese intime, unter die Haut gehende

Wohnzimmeratmosphäre - Teil 2!

This Old Road

(BLU DP0386/2006) CD € 13,90

CORB LUND -

Losin’ Lately Gambler

(NW 6177/2009) CD € 8,90

Corb Lund aus Edmonton, Alberta ist ein

CanAmericana-Künstler wie er im Buche

steht und legt mit seinem neuen Album

ein weiteres Werk vor, dass sich musikalisch

und thematisch mit der Geschichte

seiner Region auseinandersetzt. Damit

steht Lund voll in der Tradition eines Ian

Tyson oder Gordon Lightfoot, trifft darüberhinaus

mit seinem rootsigen Folk &

Country Rock zwischen „alternative“ und

„neo-traditional“ genau den Nerv der Zeit.

Und der Kritiker, die ihn völlig zu Recht als

Hoffnungsträger feiern, der eines Tages als

Kanadier die USA erobern könnte - was in

der Geschichte der populären Musik selten

genug geschehen ist! Allerdings: So unerhört

ortsgebunden viele Titel und die meisten

Themen seiner Alben auch klingen, die

Musik ist letztlich gar nicht so weit weg

von Austin oder East Nashville, durchaus

Kulturkreise, die er gerne besucht, um sich

mit den dortigen Musikern auszutauschen

oder - wie nun zum wiederholten Male -

mit dem berühmten Drummer/Sänger/

Produzenten Harry Stinson zusammenzuarbeiten.

THE IAIN AD VENTURE -

(IAIN MATTHEWS &

AD VANDERVEEN)

Ride The Times

(TR 75534/2010) CD € 14,90

Es sollte bloß niemand auf den Gedanken

kommen, dass ein Album eines Blue Rose-

Künstlers nicht unseren Gefallen gefunden

hat, wenn ein neues Werk nicht auf unserem

Label erscheint. Auch das Projekt der Blue

Rose-Acts Iain Matthews und Ad Vanderveen

hätten wir liebend gerne unter unsere Fittiche

genommen, doch leider der Geldgeber

für diese Geschichte auf einen „weltweiten“

Deal mit den beiden Protagonisten. Was das

dann für Deutschland heißt, können wir aus

Erfahrung nur vermuten...

Wer die dem letzten Matthews-Album

„Zumbach‘s Coat“ beiliegende DVD kennt,

der weiß, in welche Richtung „Ride The

Times“ geht - komplett akustisch gehaltene

Instrumentierung, 2 akustische Gitarren, hin

und wieder eine Mundharmonika, dazu die

beiden sich super ergänzenden Stimmen von

Matthews und Vanderveen. Die Lead Vocals

werden „brüderlich“ geteilt, die 2. Stimme

kommt dann immer rechtzeitig dazu, um ein

unheimlich warmes Arrangement zu geben.

Die Songauswahl wird ebenfalls den meisten

Fans der beiden zum Teil bekannt sein,

sie sind Stücke wie „Unravel“ oder „The

Moment That Matters“ ebenso vertreten

wie ungewöhnlich viele Coverversionen von

Warren Zevon, Tom Waits, Lynn Miles, Chip

Taylor oder Neil Young.

MATTHEWS SOUTHERN COMFORT -

Kind Of New

(BMCD 1010/2010) CD € 14,90

Ian Matthews hat seine erfolgreichste Band reformiert,

wobei er allerdings das einzige Mitglied

der „echten“ MSC ist, die anderen Musiker sind

Freunde wie etwa Richard Kennedy oder Mike

Roelofs. Neben 3 MSC-Stücken („Woodstock“,

„Blood Red Roses“ und „Road To Ronderlin“)

überwiegend (ruhige) Stücke von Matthews und

dem neuen Star der Band, Terri Binion, aufgenommen

zwischen 2005 und 2009.

DELBERT McCLINTON -

Acquired Taste

(NW 6175/2009) CD+DVD € 10,90

Hoch in den 60ern gelingt dem alten Haudegen

DELBERT McCLINTON nochmals - wie schon

so oft zuvor - eine interessante Karrierewendung

mit seinem ersten neuen Studioalbum

nach vier Jahren, Acquired Taste. Es

war zuletzt etwas ruhig geworden um den

weißen Roots‘n Blues‘n Americana-Shouter,

der es sich im neuen Millennium mit einer

Serie von kommerziell erfolgreichen und

hoch dekorierten Veröffentlichungen auf

New West/Blue Rose vielleicht ein wenig

zu gemütlich einrichtete. Am Ende war die

Inspiration abhanden gekommen und es

benötigte immerhin den Luxusproduzenten

Don Was, um McClinton den nötigen

Kick für ein solch außergewöhnlich starkes

Werk wie Acquired Taste zu vermitteln. Es

war New West-Labelboss Cameron Strang

höchstpersönlich, der den erneuten Kontakt

zwischen Don Was und Delbert McClinton

initiierte. Was hatte 2006 mit der Produktion

von This Old Road des New West-Kollegen

Kris Kristofferson mal wieder ganze Arbeit

geleistet und für Bob Dylan, Brian Wilson,

die Rolling Stones, Waylon Jennings, Paul

Westerberg, Randy Newman, Willie Nelson,

Black Crowes, Bonnie Raitt mehrfach nachgewiesen,

dass er mit einem tiefen Respekt

vor dem Lebenswerk alter Heroen, aber

auch mit einer gewissen Unbekümmertheit

dichter an die Künstler herankommt als

manch anderer und sie deshalb zu ungeahnten

Höchstleistungen anspornen kann.

Was im Fall von Delbert McClinton bedeutet:

Die Inspiration ist wieder da, die Texte

sind roher, der Sound direkter und die

Stimme bluesig-authentischer, die Balladen

kommen süffiger, die Gesamtatmosphäre

wirkt verschwitzter als zuvor. Kurzum: Herz

& Seele & Sex sind in Delbert McClinton‘s

Musik zurückgekehrt!

Die Deluxe-Ausgabe enthält eine Live-DVD

mit sechs Stücken eines Austin City Limits-

Mitschnitts vom 29. Oktober 1992. Delbert

McClinton mit Big Band-Besetzung inklusive

Bläsersection und... Stephen Bruton an der

elektrischen Gitarre. Ein feines Andenken!

JAMES McMURTRY -

Live in Europe

(BLU DP0498/2009) CD+DVD € 13,90

(BLU LP0498/2009) LP+CD+DVD € 18,90

Seit James McMurtry 1989 mit seinem herausragenden,

von John Mellencamp produzierten

Album Too Long In The Wasteland

debütierte, ist er aus der zeitgenössischen

Americana-Landschaft nicht mehr wegzudenken,

gehört er zum Establishment der

angesagten Singer/Songwriter und begeistert

mit einer fulminanten Rockscheibe

nach der anderen seine stetig wachsende

Fangemeinde genauso wie die Kritiker.

Ja, selten sind sie sich so einig bei einem

Künstler, kaum jemand anderes aus dieser

Sparte wird derart goutiert und geradewegs

zu einer Ikone des intelligenten, sprachlich

kraftvollen, im kritischen Zeitgeist verankerten

Rock‘n Roll-Troubadours gemacht. Just

Us Kids, McMurtry‘s 9. Album, war im April

2008 auf Blue Rose erschienen, gefolgt von

der ersten Tour durch diverse europäische

Länder überhaupt. Im Januar dieses Jahres

begeisterte McMurtry mit seiner Begleitband

„The Heartless Bastards“ (speziell für diese

Tour verstärkt mit der englischen Legende

Ian McLagan von den Small Faces an den

Keyboards) Konzertbesucher in Deutschland,

Großbritannien, Irland, den Niederlanden

und Belgien. McMurtry kombinierte

die besten Aufnahmen der Shows in Amsterdam

und dem baden-württembergischen

Geislingen für sein zweites Live-Album Live

in Europe. Das Live-Set enthält neben der regulären

CD eine Bonus-DVD mit Ausschnitten

der Show im Amsterdamer Paradiso. Es

ist das erste Mal, dass McMurtry’s Fans die

Möglichkeit bekommen, Live in Concert-

Videoaufnahmen von ihm zu kaufen. Die

Deluxe-Vinyl-Version enthält neben der

180g-LP sowohl

die CD als auch die Bonus-DVD. Kumpel Jon

Dee Graham, ebenfalls aus Austin, Texas,

eröffnete die Europa-Shows und die Band

begleitete ihn bei dessen Song „Laredo“, zu

sehen auf der Bonus-DVD.

Just Us Kids

(BLU DP0454/2008) CD € 8,90

TIFT MERRITT -

Home Is Loud

(BLU DP0500/2009) CD € 13,90

(BLU LP0500/2009) 2-LP € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

Was ist Home Is Loud?! Im Grunde nichts

weniger als das perfekte Tift Merritt-Album!!

Ein im Spätherbst 2005 - sozusagen

als Überbrückung im vertragsleeren Zeitraum

- nur auf privater Ebene erschienener

Livemitschnitt eines mitreißenden, energiegeladenen

Konzerts vom 4. Juni 2005 beim

Heimspiel im North Carolina Museum Of

Art in Raleigh. Tift Merritt und ihre famose

Band, bei der wie geölt ein Rädchen in das

andere greift, ziehen alle Register ihres Könnens

und begeistern mit beseelten Versionen

von ‚Write My Ticket Home‘, ‚Your Love

Made A U-Turn‘, ‚Ain‘t Looking Closely‘,

‚Laid A Highway‘, ‚Supposed To Make You

Happy‘, ‚Neighborhood‘, ‚Tambourine‘ (natürlich

‚Tambourine‘, ihr absolutes Aushängeschild!),

‚Shadow In The Way‘ und ‚When I

Crossover‘. Allesamt inzwischen zu Kulttiteln

avancierte Klassiker! Die Band besteht aus

Brad Rice an der elektrischen Gitarre, Greg

Readling mit Pedal Steel, Dan Eisenberg an

den Tasten, Jay Brown als mächtiger, alles

zusammenhaltender Bassist und Harmoniesänger,

sowie ihrem langjährigen Freund

(und mittlerweile Ehemann) Zeke Hutchins

hinter dem Schlagzeug. Tift Merritt selber

spielt akustische und elektrische Gitarren,

bläst die Harmonica, singt und... schlägt ihr

Tamburin! Seit langem gilt dieses nur bei

Live-Gigs, über ihre Homepage oder bei Insider-Mailorders

erhältlich gewesene Juwel als

vergriffen. Nun hat Blue Rose Home Is Loud

glücklicherweise wiederveröffentlicht: aus

dem sparsamen 4-Seiten-Digipak wurde ein

attraktiver 6-Seiter mit neuem Cover, neuen

Fotos und... mit einem Exklusiv-Bonustrack

- dem wunderschönen ‚Bramble Rose‘. Ein

essentieller Reissue für alle Tift Merritt-Fans

und darüberhinaus für ein größeres Publikum,

das dieses unvergleichliche Livewerk

schon längst verdient hat!

MICKY & THE MOTORCARS -

Live At Billy Bob‘s Texas

(SED 5050/2009) 2-CD+DVD € 16,90

Das nennt man gutes Timing! Parallel zum

Blue Rose-Debüt „Naive“ veröffentlichen

Micky & the Motorcars ein fettes Live-Package.

Nach dem Motto „so können die

europäischen Musikfans beide Seiten von

uns kennenlernen - Studio und Live“ gibt

es daher MMC mit voller Dröhnung. Sobald

eine Band im berühmten Billy Bob‘s

Texas in Fort Worth spielen „darf“, bedeutet

das so etwas wie den Ritterschlag.

Wenn dann aber im „world largest Honky

Tonk“ auch noch mitgeschnitten und anschließend

auf CD (und DVD!) veröffentlicht

wird, dann ist das die Krönung im

Leben einer Texas Americana-Band. Und

so müssen sich Micky & the Motorcars

gefühlt haben, als sie am 26. Juni 2009

die Bühne dieses riesigen „Schuppens“

betreten und sich die Seele aus dem Leib

gespielt haben. 25 Songs umfasste der

Set, der hier sowohl auf der Doppel-CD

als auch auf der DVD komplett vertreten

ist. Die Songliste enthält Songs aus allen

bisherigen 4 Alben des Quintetts, darunter

natürlich auch zahlreiche Live-Versionen

aus „Naive“, womit sich der Kreis

schließt. Womit wir eigentlich nur sagen

wollen, dass es absolut sinnvoll ist, sich

beide Alben zuzulegen, um Micky & the

Motorcars richtig kennenzulernen!

Naive/Which Way From Here

(BLU CD0496/2009) 2-CD € 13,90

(BLU LP0496/2009) 3-LP € 30,90

(Personal Vinyl Edition)

Mit ihrem 3. Album „Careless“ sind wir auf

das Quintett aufmerksam geworden und mit

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


dem Nachfolger „Naive“ zu Beginn dieses

Jahres haben sich nochmals eine Schippe

drauf gelegt. Wir wollten den Jungs die

Plattform für ein größeres Publikum jenseits

des Großen Teichs ebnen und haben einen

europaweiten Deal über das Album abgeschlossen.

Da einige unserer Kunden die CD bereits

besitzen, gibt es die Blue Rose-Version von

„Naive“ mit einer Bonus-CD – dem allerersten

Album der Band unter dem Titel „Which

Way From Here“ aus dem Jahr 2002. Diese

CD ist bereits seit langer Zeit nicht mehr

erhältlich, somit sollte das Package auch für

diejenigen interessant sein, die Naive“ bereits

besitzen. Für „Careless“ hatten Micky & The

Motorcars die Latte schon ziemlich hoch gelegt.

Sollte ihnen der Druck zuviel geworden

sein? Schon der Titelsong als Opener schöpft

Hoffnung, dass dem nicht so sein wird -

catchy Start mit deftigen Gitarren und einem

harten Drumbeat sowie einer (wie könnte es

anders sein) mörderischen Hookline, ehe der

Break zum Mitsing-Refrain einleitet. Fette

Produktion, das wird bereits nach 3 Minuten

deutlich. Doch nicht nur das - Micky Braun,

der für fast alle Songs verantwortlich zeigt,

sind wieder zwei Hände voll griffige Americana/Alt.

Country-Songs von der Feder gegangen,

die den Sommer auf der Terrasse,

im Freibad, auf der grünen Wiese oder beim

Autofahren gnadenlos versüßen. Und auch

ein Blue Rose-Künstler kommt zu Ehren - Jon

Dee Graham‘s „Twilight“ (aus The Great

Battle) ROCKT wie Hölle - Micky & the Motorcars

haben nicht nur wegen dieser grandiosen

Coverversion die Prüfung bestanden

und sind so ziemlich auf dem Country Rock-

Gipfel der Neuzeit angelangt.

BUDDY & JULIE MILLER -

Written In Chalk

(BLU DP0479/2009) CD € 8,90

(NW 5018/2009) 2-LP € 20,90

Written In Chalk ist eine erstaunlich gleichberechtigte

Produktion geworden, bei der

die Rollen klar verteilt sind: Hier Buddy Miller

als technisch herausragender, stets um Innovation

bemühter Gitarrist und als charakterstarker,

emotional engagierter Sänger, dort

Julie Miller als vornehmliche Songautorin,

die nicht weniger als 9 brandneue Stücke

(inklusive nur einer Co-Arbeit mit Buddy)

anbietet, dazu mit ihrer prägnanten, über

die Jahre fester und dunkler klingenden

Stimme singt. Ja, es tut gut, diese einzigartige

Stimme endlich wieder zu hören - 4

Mal sogar in vorderster Reihe, auf anderen

Stücken als mal sensible, mal aufregende

Harmonie/Duettvokalistin par excellence! So

zum Beispiel gleich auf den beiden ersten

Titeln. ‚Ellis County‘ ist ein herzzerreißender

Tribut an Julie‘s Mutter mit dominanter Fiddle

von Larry Campbell; das sehr eingängige

‚Gasoline And Matches‘ besticht mit einem

deftigen Electric Guitar Riff über einem 60er

Beat und an Sonny & Cher erinnernden Gesang.

‚Don‘t Say Goodbye‘ ist eine traurige

Ballade, die den Tod des Bruders andeutet.

Julie singt hier geradezu atemberaubend

im Einklang mit der zweiten Stimme von

Patty Griffin über dem Klavier von John Deaderick

und Buddy‘s behutsam angeschlagenen

akustischen und elektrischen Gitarren.

‚What You Gonna Do Leroy‘ ist besagter

Backstage-Track mit Gurf Morlix (Lap Steel),

Stuart Duncan (Fiddle), Dennis Crouch (Bass),

Jay Bellerose (Drums) und jener englischen

Rocklegende, die scheinbar ein aufmerksames

Americana-Publikum den größten Stadien

dieser Welt vorzieht. ‚Long Time‘ ist eine

unerhört lässig-klagende Crooner-Ballade

präsentiert von Julie, leicht jazzig mit Piano

(Matt Rollings), Trompete, Besen (Brady Blade)

und akustischer Gitarre umgarnt, bevor

es mit Dee Ervin‘s ‚One Part, Two Part‘ zu

einem heimlichen Countryklassiker geht,

bei dem Buddy Miller seine gesammelten

Gesangstalente ausspielen kann - im gospeligen

Einklang mit den von Universal United

House Of Prayer bekannten Schwestern Regina

& Ann McCrary sowie Russ Pahl an der

herrlich gleißenden Pedal Steel.

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

ELLIOTT MURPHY -

Elliott Murphy

(BLU CD0523/2010) CD € 13,90

(BLU LP0523/2010) LP € 17,90

Der renommierte Singer/Songwriter Elliott Murphy

gehört eindeutig zu den stärksten Säulen

des Blue Rose Labels. Seit 15 Jahren veröffentlicht

der in Paris lebende amerikanische Musiker

hier in regelmäßigen Abständen und in beispiellos

verlässlicher Weise. ‚Elliott Murphy‘ ist sein

ungefähr 32. Album seit 1973 (Sampler und

Livemitschnitte eingerechnet) - gut ein Drittel

davon sind Blue Rose-Veröffentlichungen! ‚Elliott

Murphy‘ bedeutet nicht nur eine weitere

Fortschreibung des Wohlbekannten, sondern

markiert - gar nicht mal spektakulär, aber in

„evolutionärer“ Entwicklung - einen Punkt im

Leben, der dem Stillstand adieu sagt und zu einigen

neuen Ufern aufbricht. Oder an alte Qualitäten

anknüpft, weil der richtige Biss noch da ist,

weil das Feuer wieder lodert, weil es weiterhin

Ziele zu erreichen gilt!

Wenn ein Künstler nach so einer langen Karriere

sein neues Werk derart simpelst möglich betitelt,

nämlich nur nach sich selbst, dann bedeutet das

oft eine Wende oder einen Neuanfang. Nun,

niemand wird sich im fortgeschrittenen Alter

von 61 Jahren rundum neu erfinden können

oder wollen. Allerdings..., mal aus dem üblichen

Trott rausgehen, ein paar Nuancen verändern,

eine gewohnte Arbeitsweise überdenken

oder - ganz einfach - die besten Songs seit

langem schreiben, doch, das ist Elliott Murphy

hier eindeutig gelungen. Nicht zum ersten Mal

übrigens! Bereits der 2008er Studiovorgänger

‚Notes From The Underground‘ markierte eine

äußerst positive und produktive Rückblende zu

den 70er Glanztaten, als er dank solcher Werke

wie ‚Aquashow‘, ‚Lost Generation‘ und ‚Just A

Story From America‘ zu einem der hoffnungsvollsten,

ambitioniertesten Singer/Songwriter

wurde, der modern klang, sich in seiner Poetry

mit dem Zeitgeist befasste und zu einer ganz

neuen Ära der intellektuellen Rock Troubadour/

Storyteller-Szene zählte, die auf Basis von Bob

Dylan und Lou Reed mit der Musik von Bruce

Springsteen bis David Bowie flirtete.

Seit jenen Zeiten mit dem Fluch oder Segen

des „New Dylan“ steht Elliott Murphy international

nicht mehr so im Rampenlicht, wie es

hätte werden können, wenn er nicht Ende der

80er von New York City weggezogen wäre, um

in Frankreich sein Glück und anspruchsvollere

künstlerische Herausforderungen zu suchen,

wenn er sich nicht ganz bewusst der Major

Label-Option verweigert hätte, um lieber bei

kleinen unabhängigen Firmen seine Vorstellungen

durchzusetzen, wenn er sich Trends und

Marktstrategien unterworfen hätte, statt den

„letzten aufrechten Rock‘n Roll-Bohemien“ für

sich zu kultivieren. Hier in Europa allerdings hat

er sich mit zahlreichen Platten und häufiger Präsenz

in all den einschlägigen Clubs des Kontinents

einen klangvollen Namen als hervorragender

Entertainer erworben, dem man die Lust zu

rocken sofort abkauft und der immer in der Lage

ist, sein Publikum mit dieser markanten sonoren

Sprechstimme zu hypnotisieren. Ein denkender,

belesener, literarisch ambitionierter Amerikaner,

der es gelernt hat, den Lauf dieser Welt durch

eine europäische Brille zu betrachten.

Zurück zum Album ‚Elliott Murphy‘. Die vielleicht

wichtigste formale Veränderung ist die Abtretung

des Produktionsjobs an die nächste Generation.

Elliott Murphy‘s Sohn Gaspard, gerade

20 Jahre alt und mitten im Studium in den USA

einerseits, auf der anderen Seite aber selber auf

dem Weg zum Vollblutmusiker, zeichnet verantwortlich

für das erheblich zeitgemäßere Klangbild

- als alleiniger Produzent und Soundmixer

der Aufnahmen, die wie so oft in den letzten

Jahren im Studio Franklin in Le Havre stattfanden

(mit zusätzlichen Terminen in NYC und Paris).

Befreit von allen technischen Aufgaben drumherum

konnte sich Elliott Murphy also tief in seine

Musik stürzen - mit dem Ergebnis von 11 brandneuen

Klassesongs, die sich auch live als künftige

Volltreffer erweisen werden, keine Frage! Gleich

mit dem Eröffnungshit ‚Poison ‚n Grace‘ befinden

wir uns mitten in „Murphyland“, wie die

bildhafte, cinemaskopisch geprägte Musik von

seinen Fans gerne genannt wird. Der eingängige

Refrain, die Endlosstrophen à la Bob Dylan

und all die Anspielungen auf alte Filme, kultige

US-Städte und Bruce Springsteen‘s ‚Nebraska‘

insbesondere lassen früh nur einen Schluss zu:

Elliott Murphy ist in prächtiger Form, er zeigt

sich songtextlich lebendig und strotzt nur so vor

Troubadour-Power. ‚Maybe You Were Laughing‘

in feinster ‚All Along The Watchtower‘-Manier,

die mit ‚Rock‘n Roll ‚N Rock‘n Roll‘ adäquat

betitelte (in der Tat: Rock‘n Roll-) Hymne, das

wundersam bis ins Firmament entschwindende

‚Gone, Gone, Gone‘, ‚With This Ring‘ mit kernigem

Guitar Twang, ‚The Day After You‘ mit nostalgischer

‚Walk On The Wild Side‘-Atmosphäre,

das schnell rockende, mit Frauenchor und Orgel

unterlegte ‚Rain, Rain, Rain‘ oder das abschließende,

über 6-minütige ‚Train Kept A Rolling‘...

- sie alle tragen die deutliche, so sehr spezielle

Elliott Murphy-Signatur!

Seit Ende der 90er arbeitet Murphy fest mit

dem famosen Gitarristen Olivier Durand zusammen,

der sich über die Zeit zu den kreativsten

seines Fachs in Europa gemausert hat! Mit

Bassist Laurent Pardo und Drummer Alan Fatras

bildet er die Normandy All Stars, seit etlichen

Jahren Murphy‘s Begleitband und auch hier

wieder das musikalische Rückgrat bei den Studiosessions.

Das Quartett - Elliott Murphy spielt

akustische und elektrische Rhythmusgitarren,

Klavier und Orgel - wird ergänzt von dem bekannten

Keyboarder Kenny Margolis (Lucky 7,

Cracker, Willy DeVille, Silos), Gaspard Murphy

mit zusätzlichen Gitarren und Arrangements,

den Backingsängern Alan Chenevière (Alligators,

Pow Wow), Lisa Lowell (Springsteen) und

Laura Mayne (Native).

Alive In Paris

(BLU DP0497/2009) DVD+CD € 13,90

(BLU LP0497/2009) 2-LP+DVD € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

Alive In Paris - nur ein weiteres Live-Album

des US-amerikanischen Singer/Songwriters

ELLIOTT MURPHY mit Wohnsitz in Paris?

Mitnichten - zunächst handelt es sich eine

Kombination aus Live-CD und-DVD, zum

anderen war der Anlass der auf Ton- und

Bildträger festgehaltenen Show nicht alltäglich.

Murphy erklärt dazu: „Es war das

Allerletzte, was ich erwartet hätte, als ich

vor fast 20 Jahren nach Frankreich zog -

dass meine Karriere mit einer wunderbaren

Ausstellung in dem herrlichen Rathaus-Gebäude

des 6. Arrondisements nahe St. Germain

gefeiert werden würde. Gilles Pidard

von der University 7 sammelte, unterstützt

von meiner Frau Francoise Viallon-Murphy

und meinem inoffiziellen Archivar Franck

Dumaine, hunderte von Fotos, Posters,

Turn your webradio on!

www.rockradio.de präsentiert eine Sondersendung am

Freitag, 14.1. von 20 bis 22 Uhr mit DJ Uwe Geiberger

und Blue Rose-Labelmanager Edgar Heckmann. Viel

Blue Rose-Musik und Hintergrundinfos zur Labelarbeit!

Albumcovers, Notizen und alles mögliche,

das man sich nur vorstellen kann, um eine

wahrlich umfassende Ausstellung meiner

Karriere zusammenzustellen.“

Diese besagte Ausstellung lief über fast drei

Wochen und hatte hunderte von Besucher

aus der ganzen Welt. „Sogar ich erfuhr noch

neue Dinge über mich,“ sagt Murphy dazu

grinsend. Die „Last Of The Rock Stars“-

Ausstellung wurde noch getoppt von einem

Konzert im Salles de Fete der Stadthalle am

26.09.2008. 800 Besucher kamen zu dieser

Show mit Elliott Murphy, Olivier Durand

und den Normandy All Stars (Alan Fatras -

Cajon, Backing Vocals und Laurent Pardo -

Bass, Backing Vocals). Nach fast nunmehr

40 Jahren unterwegs auf den Live-Bühnen

dieser Welt scheint Murphy seine perfekte

Begleitung gefunden zu haben. Sein langjähriger

Partner Olivier Durand ist eh nicht

mehr wegzudenken, so sehr bilden die

beiden an ihren akustischen Gitarren eine

unglaubliche Einheit, und durch die Ryhthm

Section gerät die Live-Performance des

Quartetts zu einer Rock-Show der Sonderklasse,

die sogar auf eine ansonsten unumgängliche

E-Gitarre verzichten kann, mehr

als ungewöhnlich bei einer Rock-Band.

17 Songs enthielt die fulminante Show, bei

der alle Musiker zur Hochform aufliefen,

darunter Murphy-Klassiker wie „Sonny“,

„Green River“, Last Of The Rock Stars“,

„On Elvis Presley‘s Birthday“, „Come On

Louann“ oder „Diamonds By The Yard“,

neue Stücke („Black Crow“, „Doctor Of

Mercy“) sowie eine atemberaubende Version

des Doors-Meilensteins „L.A. Woman“.

Notes From The Underground

(BLU DP0446/2008) CD € 8,90

Coming Home Again

(BLU DP0416/2007) CD € 8,90

(BLU LP0416/2007) 2-LP € 8,90

Live Hot Point

(BLU CD0332/2005) CD € 8,90

SCRAPPY JUD NEWCOMB -

Ride The High Country

(BLU DP0470/2008) CD € 4,90

(BLU LP0470/2008) 2-LP € 19,90

(Personal Vinyl Edition)

WILLIE NILE -

The Innocent Ones

(RHR 9912/2010) CD € 14,50

So kann es gehen in diesem harten Geschäft: Da

baut man einen so gut wie vergessenen großartigen

Musiker mit nur einem Studio- und einem

Live-Album hierzulande wieder auf und hilft

ihm bei seinem zweiten Frühling, freut sich auf

ein neues Album, um diese geschaffene Basis

weiter auszubauen und dann das: Der Musiker

wechselt das Management und dieses hält es

nicht einmal für fair oder zumindest angebracht,

auf unser Interesse auch nur mit einem Wort

(„nein“) zu antworten.

Leider haben wir vor der Drucklegung dieses

Kataloges von dem neuen Album noch keinen

Ton gehört, aber beim Lesen dieser Zeilen sollte

bereits eine Besprechung auf unserer Website

stehen.

House Of A Thousand Guitars

(BLU DP0486/2009) CD € 8,90

(BLU LP0486/2009) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

„Ich bin überrascht, wie wenig sich seit

den Anfängen geändert hat. Meine Leidenschaft

ist kein Deut geringer geworden, das

Feuer brennt immer noch in mir!“ Soweit

die Worte von Willie Nile anlässlich der Veröffentlichung

von House Of A Thousand

Guitars im Frühjahr 2009 - sie kommen

einer regelrechten Proklamation gleich, einem

Statement in eigener Sache und einer

wahren Kampfansage an Mitläufer-Songwriter,

Rock‘n Roll-Clones und Mainstream-

Stillstand!

Einer, der noch gerade mit Elvis, Fats Domino

und Buddy Holly aufgewachsen ist, als

hoffnungsvoller Erbe des Greenwich Village

Folk Revivals und Kind des CBGB‘s sicher

nicht alle Erwartungen erfüllen wollte (vor

allem nicht die seiner Plattenfirmen), einer

der mit seinen ersten LPs die Szene von

Manhattan so richtig durcheinanderwirbel-

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com 27


te und von Null auf Hundert in die Liga all

der Dylans, Reeds, DiMuccis, Springsteens

hochschoss, der scheint - lange befreit von

lähmenden Rechtsstreitigkeiten und quälenden

Zukunftsperspektiven - bereit, nochmal

so richtig durchzustarten. Willie Nile ist ein

zäher Typ, scheint ewig jung, dabei kreativ,

unendlich dynamisch und hoch motiviert.

House Of A Thousand Guitars ist das perfekte

Ergebnis solch einer Einstellung!

Live From The Streets Of New York

(BLU DP0468/2008) CD+DVD € 8,90

(BLU LP0468/2008) 2-LP+DVD € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

OLD 97’s -

The Grand Theatre Volume One

(NW 6190/2010) CD € 13,90

Über zwei Jahre haben sie ihre Fans warten

lassen, aber nun sind Old 97‘s zurück mit

einem brandneuen Studioalbum, The Grand

Theatre Volume One. Es ist bereits ihre 10.

Veröffentlichung seit 1994 und die 4. hintereinander

auf New West/Blue Rose! Irgendwelche

Verschleißerscheinungen sind dabei nicht

in Hörweite, im Gegenteil: Mit diesem Kickass-

Frischefaktor dürften sie wieder alle begeistern,

die ihre Entwicklung von einer einstmals

lokalen Insurgent/Alt.Country/No Depression

Combo aus Texas zu einem Roots Pop/Rock

Act mit globalem Anspruch aufmerksam verfolgt

haben.

Miller, Hammond, Bethea und Peeples - das

sind die Vier von Old 97‘s, genau jene Vier,

die vor über 17 Jahren in Dallas diese Band

gegründet haben, in der es tatsächlich nie eine

einzige Personaländerung gegeben hat. Das

ist schon mal einen kräftigen Applaus wert,

besonders wenn man weiß, dass es durchaus

die ein oder andere Achterbahnfahrt zu

bewältigen galt! Nach unruhigen Jahren mit

manchen Labelwechseln vom Indie zum Major

und wieder zurück zum Indie, mit einigen

Stilkorrekturen dazwischen, aber nur ganz

wenigen Verirrungen, scheinen Old 97‘s mit

der aktuellen Situation sehr zufrieden zu sein.

Der (heimliche) Bandleader Rhett Miller (Guitar,

Lead Vocals) geht häufig mal fremd, soll

heißen: versucht sich an einer (meistens nicht

ganz so erfolgreichen) Solonebenkarriere, den

„zweiten“ Mann, Murry Hammond (Bass,

Lead Vocals, auch Guitars, Keyboards), verschlägt

es öfter mal nach Kalifornien in seine

neue Heimat. Aber immer wenn sie dann wieder

zusammentreffen mit den beiden anderen,

Ken Bethea (Lead Guitar, Harmony Vocals) und

Philip Peeples (Drums, Percussion), sind sie voll

da, engagieren sich mit dem Adrenalin einer

aufstrebenden College Band für ein neues

Projekt, das in der Regel nicht nur eine CD-

Veröffentlichung sondern auch heftiges Touring

drumherum beinhaltet. Auf diese Art und

Weise haben es Old 97‘s zu einer echten Marke

in Sachen All American Roots Pop gebracht,

freilich nicht ganz so groß wie Wilco oder gar

R.E.M., aber schon in der Liga von Jayhawks,

Whiskeytown, Minus 5, Drive-By Truckers, Son

Volt, Sadies u.ä.

Rhett Miller war im letzten Jahr mal wieder

alleine unterwegs. In England, Irland, Skandinavien,

als Vorprogramm zu Steve Earle.

Im Schatten dieses großartigen Singer/Songwriters

und unter dem Eindruck all der Traditionen

und Skurrilitäten in Old Europe sind

ihm die Texte zu den neuen Songs geradezu

aus der Feder geflossen - in Taxis, Flugzeugen

und Zügen, in Bars und Umkleideräumen,

im Hotelzimmer oder kurz vorm Soundcheck:

‚The Grand Theatre‘, ‚Every Night

Is Friday Night‘, ‚The Dance Class‘, ‚Love Is

What You Are‘, ‚Please Hold On While The

Train Is Moving‘... Wieder zuhause in den

Staaten fand sich die Band in Dallas in der

fast 100-jährigen Sons Of Hermann Hall ein,

um diese Stücke zu komplettieren, zu verändern,

neu zu arrangieren und um sie in

der Praxis auf künftige Live-Tauglichkeit zu

testen. Mehr als zwei Dutzend wurden für

so hochwertig befunden, dass man sie eine

Woche später in Austin im Treefort Studio

mit Produzent Salim Nourallah, der schon

für das Vorgängeralbum Blame It On Gravity

verantwortlich zeichnete, und Recor-

28

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

ding Engineer Jim Vollentine (Spoon, Blues

Traveler, Heartless Bastards, Patty Griffin) in

kürzester Zeit - mit dem Live-Aspekt noch im

Hinterkopf - einspielte. Neben den „europäischen“

Rhett Miller-Nummern gibt es auch

noch das ein oder andere „amerikanische“

Stück im selben Geist wie z.B. ‚A State Of

Texas‘ (Zustand, nicht Staat!), wie üblich

aber auch wieder zwei sehr starke Beiträge

von Murry Hammond (‚You Were Born To

Be In A Battle‘ und ‚You Smoke Too Much‘)

und eine große Überraschung, der einzige

Song mit älterem Datum - ‚Champaign, Illinois‘.

Wenn man so will, ein Klassiker aus

den 60ern, nämlich kein geringerer als Bob

Dylan‘s ‚Desolation Row‘. Rhett Miller hörte

diesen Song im Autoradio während einer

düsteren Autofahrt durch Illinois und erfand

spontan völlig neue Lyrics dazu. Nach

komplizierten Verhandlungen mit der Dylan-

Rechtsabteilung hörte sich der Meister die

neue Version an, ließ sich die Miller-Zeilen

kommen und... segnete das Ganze unter einem

fairen 50/50-Deal ab. So gibt‘s hier die

irgendwie surrealen Co-Credits „Bob Dylan/

Old 97‘s“.

‚Champagin, Illinois‘ steht denn auch nicht

zufällig genau im Zentrum dieses famosen

Albums! Eingerahmt von einem lustvoll pulsierenden

come-and-go von meist schnellen

Nummern: Alt.Country Rock, Power Pop,

Good Time Rock‘n Roll, 60s Psychedelic Pop,

Merseybeat, British Invasion Sound, Cowpunk,

Hard Twang... - Old 97‘s feiern auf

The Grand Theatre Volume One eine einzige

Americana Pop‘n Roll Party auf höchstem

Niveau. Und die ist noch lange nicht zuende.

Über 25 Songs haben sie schließlich insgesamt

aufgenommen, womit logischerweise

klar sein dürfte, wie das nächste Album heißen

wird: The Grand Theatre Volume Two,

Veröffentlichung geplant für Mai 2011.

MARK OLSON & GARY LOURIS -

Ready For The Flood

(BLU DP0473/2008) CD € 8,90

(NW 5018/2009) 2-LP € 18,90

Das größtenteils akustische Album, bei dem

Olson und Louris neben Robinson von George

Reiff am Bass, Jimi Hey an den Drums, Jason

Yates an der Hammond B-3 und Ben Peeler am

Banjo und Dobro unterstützt wurden, enthält

ausschließlich Eigenkompositionen und eine

feine Gesangsmischung, die an alte Bluegrass-

Brüder-Gespanne wie The Monroes, The Delmores

und The Louvins erinnern. Man nehme

noch etwas vom englischen Folk-Fingerpicking-

Einfluss von Musikern wie Roy Harper und John

Renbourn hinzu, rühre noch etwas zeitgenössischen

Bob Dylan bei und man ist auf dem

besten Weg zu erahnen, wo „Ready For The

Flood“ angesiedelt ist. Leider wird es noch ganze

2 Monate dauern, ehe das Album erhältlich

ist, man sollte daher die Gelegenheit nutzen,

die Ausschnitte in der Jukebox auf unserer

Startseite zu genießen, ehe sie wieder gegen

andere ausgewechselt werden.

JOSEPH PARSONS -

Heavens Above

(BLU CD0464/2008) CD € 8,90

(BLU LP0464/2008) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Arrangements - immer wieder ein gewichtiges

Thema für den großen Blonden mit

der so enorm ausdrucksstarken, unendlich

geschmeidigen Stimme zwischen Tenor

und Bariton. Auf früheren Platten hat er

sich schon mal an soundtechnische Experimente

gewagt, seine Musik mit programmierten

Beats, Loops und Synthesizern

untermalt, elektronische Effekte eingebaut.

Später kehrte er zu handgemachten

Produktionsweisen zurück, sein Spektrum

reichte dabei vom Acoustic Troubadour mit

karger Begleitung über den semi-akustisch/

elektrischen Folk Rock seiner Touring Band

bis zu ausladenden Studiosessions mit

unterschiedlichen Musikern für einzelne

Tracks. Auf Heavens Above verwendet Parsons

bei rund der Hälfte der Stücke unaufdringliche,

subtil arrangierte Streicher- und

Bläserparts, die eine gewisse melancholi-

sche, leicht traurige Grundstimmung noch

unterstreichen. Produzent, Multiinstrumentalist

und Arrangeur Devin Greenwood

(Denison Witmer, Norah Jones, Amos Lee,

Innocence Mission) benutzt dieses kleine

Orchester zielgerichtet für die Balladen,

belässt die übrigen, stets milde angerockten,

im Midtempo-Bereich angesiedelten

Folk Rock-Nummern eher ursprünglich.

Das ergibt im Gesamtbild einen lebendigen

Fluss und erhält von der melodisch-poppigen

Eröffnung mit dem Titelsong bis zum

Abschluss von ‚I Saw You‘ Spannung und

Kurzweile. Highlights dazwischen sind u.a.

‚Shades Of Gray‘, nicht das einzige Lied,

das sich mit dem kürzlichen Tod seines Vaters

auseinandersetzt, und das zusammen

mit Elliott Murphy geschriebene ‚Sitting On

Top Of The World‘, auf dem der geschätzte

Blue Rose-Kollege im Duett singt. ‚Sky

Boys‘ steht für einen eindringlichen Antikriegssong

und demaskiert die Arroganz

der Macht. ‚Falling‘ ist eine wunderschöne

Nummer mit weiblicher Harmoniestimme

von Emiliana Zeitlyn. Harmonie - vielleicht

das prägnanteste Attribut für Joseph Parsons

im Allgemeinen und für Heavens Above

im Besonderen!

JOSEPH PARSONS BAND -

Slaughterhouse Live

(BLU DP0501/2009) 2-CD € 14,90

(BLU LP0501/2009) 3-LP € 32,90

(Personal Vinyl Edition)

Slaughterhouse Live ist das erste Live-Album

von JOSEPH PARSONS, einem der Urgesteine

auf Blue Rose, seit 10 Jahren. Und ohne

Zweifel ist es die beste Live-Aufnahme von

Parsons bisher! Aufgenommen im Theatersaal

des Alten Schlachthauses im badenwürttembergischen

Schwäbisch Hall am

22.10.2008, war Joseph Parsons mit seiner

Band (Parsons am Gesang und an akustischer

und elektrischer Gitarre, Ross Bellenoit

an der E-Gitarre, Lap Steel und Gesang, Sven

Hansen am Schlagzeug und Freddi Lubitz am

Bass und Gesang) extrem gut eingespielt und

die beste Voraussetzung für einen gelungenen

Mitschnitt. „This was recorded during

a fantastic tour of Europe and I was thrilled

to have captured it in this recording. I hope

you feel the vibe that we felt that night,“

stellt Parsons fest. Und genau das ist es, was

diese Aufnahme hat - Vibe. Eine Stimmung,

die man auf Live-Konzerten nur dann richtig

fühlen kann, wenn der Künstler unmittelbar

vor den Zuschauern seine Songs präsentiert.

Die Dynamik, die raue, gitarrenlastige

Umsetzung der eher poppigen Studioalben

des Singer/Songwriters aus Pennsylvania

machten die Songs zu neuen, kraftvollen

Kurzgeschichten. Neben Stücken aus seinem

bisherigen Katalog glänzte unter anderem

das neue Stück „Myriad Of Things“, „Shine“

und eine leidenschaftliche Version von

Marvin Gaye‘s „What‘s Going On“. Käufer

der CD finden in der Verpackung einen Hinweis

zum Download von mehreren Videos,

die während der Schwäbisch Haller Show

mitgefilmt worden waren.

PARSONS & THIBAUD -

Official Bootleg – Live Heilbronn 2007

(BLUBS 025/2008) CD € 15,00

Parsons Thibaud

(BLU DP0440/2007) CD € 8,90

(BLU LP0440/2009) LP € 19,90

(Personal Vinyl Edition)

Für nur drei Tage, genauer: vom 28. bis

30. September, buchten sie ein Studio in

Boston, holten Todd Thibaud‘s langjährige

Rhythm Section (Jeff St.Pierre am Bass,

Milt Sutton als Drummer) hinzu und legten

los. Das Ergebnis kann sich wahrlich hören

lassen: 10 Tracks, jeweils im steten Wechsel

wie früher bei... sagen wir mal David

Crosby & Graham Nash. Bezogen auf das

Hardpan-Projekt und die Integrationsfähigkeit

der einzelnen Charaktere vielleicht

gar kein schlechter Vergleich! Auch was die

Musik betrifft, denn wenn Joseph Parsons

und Todd Thibaud ausschließlich ihre akustischen

Gitarren (und etwas Harmonica)

spielen, alle Stücke in geradezu beseelter

Weise gemeinsam singen, dann wird klar,

dass man es auf ‚Parsons Thibaud‘ mit einem

prallen Paket an Harmonien, Melodien

und Wohlklang zu tun hat! 5 Titel sind

brandneu und 5 sind einschlägig bekannt:

‚Good Or Bad‘, ‚Another Way Around‘,

‚Fight Songs‘, ‚Unbroken‘ und ‚Johanna‘s

Dreams‘.

RAINRAVENS -

Rattle These Walls – Live At The

Rockpalast/Crossroads Festival

(BLU CD0507/2010) CD+DVD € 16,90

(BLU LP0507/2010) 2-LP+DVD € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

Am 22.10.2007 eröffneten die Rainravens

den 3. Abend der Konzertserie und spielten

einen beeindruckenden 75-Minuten-Set, der

nun endlich in kompletter Länge vorliegt

und soundtechnisch von David Ducharme-

Jones selbst neu abgemischt und gemastert

wurde. Für viele Besucher war es einer der

besten Auftritte des gesamten 4-Tage- Festivals.

Das Quartett mit Ur-Bassist David

Evertson und dem neuen Drummer Rob

Lee ließ sich von der Euphorie im Publikum

anstecken und spielte einen grandiosen

16-Song-Set, der neben neuen Stücken aus

„Garden Rocket“ wie „Ruby“, „Earth Rolls

On“, „Dragonfly“ oder „A Beautiful One“

auch ältere Songs wie „Last One Through

The Door“, „Dead Horse“, Rainraven’s

115th Dream or Welcome To Nashville“

und „Wandering Heart“ aus dem 2. Album

„Diamond Blur“ sowie „Long Cold Summer“,

„Put Your Hand On The Radio“ oder

Rose Of Jericho” aus dem gleichnamigen

Album von 1999 enthielt.

Wie alle Veröffentlichungen der Rockpalast/

Crossroads-Serie (Brandos, Cracker) erscheint

auch der Auftritt der Rainravens im

CD+DVD-Combo- Paket, für Vinyl-Freunde

auch als Doppel-LP+DVD.

RECKLESS KELLY -

Somewhere In Time

(BLU DP0513/2010) CD € 13,90

(BLU LP0513/2010) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Somewhere In Time ist ein aufwändiges

und engagiertes Konzeptwerk geworden in

Form einer Rückschau auf die eigene Jugend

und dem, was die Band während ihrer Sozialisation

an Einflüssen erlebt hat. Und das ist

eng mit der Person von Underground/Americana-Pate

Pinto Bennett verknüpft. Bennett

war Boss der Famous Motel Cowboys, einer

der einflussreichsten Bands in Idaho, jener

Ecke der USA, aus dem die Familie Braun

stammt. Und damit sind wir bei den Personalien

von Reckless Kelly: Bandleader, Hauptsongschreiber

und Leadsänger Willy Braun

bildet zusammen mit seinem Bruder Cody

Braun (Geige, Mundharmonika, Mandoline,

Gesang) den Kern von Reckless Kelly. Hinzu

kommt die Rhythm Section mit Drummer Jay

Nazz und dem Gründungsbassisten Chris

Schelske, der bereits auf den ersten Alben

spielte und jetzt nach 7 Jahren zurückgekehrt

ist. Leadgitarrist David Abeyta rundet

seit etwa einer Dekade das Lineup ab. Wir

haben es bei Reckless Kelly also insgesamt

mit einer sehr beständigen, verlässlichen Besetzung

zu tun, die über ein Höchstmaß an

Erfahrung verfügt und in dem ein Rädchen

nahtlos ins andere greift.

Somewhere In Time rudert nach der erwähnten

„Power Americana“-Phase also zurück

zu den alten Roots & Country Rock-Werten,

die Reckless Kelly so beliebt gemacht haben.

Ja, das Album ist ihr countryhaftestes überhaupt,

Cody Brauns Geige und Mandoline

stehen durchweg heftig im Vordergrund

und der in der Texas-Szene allgegenwärtige

Pedal Steel- Gitarrist Lloyd Maines wirkt als

prominenter Gastmusiker auf 7 Stücken vehement

mit! Weitere Special Guests sind die

Gitarristen Mark „Sergio“ Webb und Rob

Matson sowie Fiddler Teddy Ray Jones von

den vor einigen Jahren aufgelösten Famous

Motel Cowboys, Harmonica-Ass Mickey

Raphael (Willie Nelson Band), Bukka Allen

(Terry Allens Sohn) mit Orgel und Akkordion

sowie drei illustre Typen als Duettsänger: der

Bestell-Hotline: 07062 - 955444 • Bestell-Fax: 07062 - 64375


große Joe Ely, ein glühender Reckless Kelly-

Anhänger, Pinto Bennett selber, sowie ein

gewisser Micky Braun...

MARKUS RILL -

The Things That Count

(BLU DP0435/2007) CD € 8,90

Hobo Dream

(BLU CD0333/2004) CD € 4,90

SAND RUBIES -

Mas Cuacha

(BLU DP0438/2007) CD € 4,90

HANK SHIZZOE -

Breather

(BLU DP0509/2010) CD € 13,90

(BLU LP0509/2010) LP € 17,90

„Breather“ bietet eine beeindruckende Demonstration

all seiner individuellen Stärken

und ist handgemachte Americana/Rockmusik

auf höchstem Niveau! ‚Two Ways Of

Running‘ heißt der von Banjo und Orgel

ummantelte, auf einem Teppich aus diversen

Percussion basierende, mit schneidender

Lap Steel durchzogene Eröffnungssong,

der langsam und swampig vor sich hin

brodelt. Eine unerhörte Tempoverschärfung

gibt‘s gleich darauf mit einer gnadenlos

hastigen, rock-poppigen Schnellversion von

Adriano Celentano‘s Hit ‚Svalutation‘, die

Shizzoe - klar! - in italienisch singt und mit

einer enormen Slide-Attacke frei nach David

Lindley zum gloriosen Finale trägt! Apropos

David Lindley. Dessen ‚When A Guy

Gets Boobs‘, eine selbst-despektierliche,

text-witzige Altersbetrachtung von „Twango

Bango III“ ist hier Track #3 und gerät mit

diesem unverschämt eingängigen Gitarrenriff

und dem markanten Sprechgesang praktisch

zu einem Mix aus ‚Spirit In The Sky‘

und ‚Choctaw Bingo‘ von James McMurtry.

‚Shaker‘ kommt als atmosphärisch dichter,

stetig sirrender Klangteppich mit verschiedenen

Steel‘n Slide‘n Swamp Guitars, wunderschönen

Harmony Vocals von Shirley

Grimes und herrlich absurden Metaphern

wie „I am the shaker, you‘re the tambourine...

I am the race, you are the breather... I

am the train, you are the station... I am the

state, you are the nation...“. Erst nach 7:05

ist diese eindringliche, fast psychedelische

Wortreise zu Ende. Der ‚Recession Blues‘

erinnert in seiner Dire Straits-Nähe an den

Opener von „Headlines“, ‚Are We There

Yet?‘ und wo Hank Shizzoe früher danach

mit einer ruhigen Ballade angetreten wäre,

erfolgt nun mit ‚Safe New World‘ gar eine

weitere Rock-Beschleunigung, knapp und

direkt vorwärtstreibende Rhythm Section

und konsequente Blues Rock-Lead Guitar

inklusive! Mehr kann man in 3:24 nicht hineinbekommen.

Das J.J.Cale/Dire Straits-mäßige ‚Only In

America‘ ist ein weiterer Beweis für die

Songschreibkunst Hank Shizzoe‘s, bringt er

hier mit wenigen treffsicheren Sätzen gesellschaftskritische

Beobachtungen auf den

Punkt. Auch jetzt wird eine schnelle Nummer

von einer noch schnelleren abgelöst: ‚I

Still Want You‘ eilt im Höchsttempo knapp

über die 2 ½-Minutenmarke und leistet sich

am Ende sogar noch ein furioses Slide-Duell

in Sonny Landreth-Manier! ‚Split The Loot‘

ist lässig-coolster Country Twang & Steel,

bevor der Schweizer ein nächstes Mal seine

perfekte Mehrsprachigkeit präsentiert:

anhand einer Roots-rockenden, Banjo-pluckernden,

Slide-getriebenen Hammerversion

von Jacques Dutronc‘s 1966er Superhit

‚Et Moi, Et Moi, Et Moi‘. Zum Abschluss

einer in jeder Hinsicht überzeugenden Produktion

hören wir das beschwingte ‚One

Cup Of Coffee And A Cigarette‘, einen

wahren Rausschmeißer im Stil von Bob

Dylan‘s ‚Love And Theft‘, mit Texas Shuffle,

Roots‘n Roll Groove, Kirmes-Orgel und

Dancehall-Atmosphäre.

HANK SHIZZOE & THE DIRECTORS -

Headlines

(BLU DP0425/2007) CD € 4,90

(BLU LP0425/2007) 2-LP € 19,90

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

THE SLUMMERS -

Love Of The Amateur

(BLU DP0515/2010) CD € 13,90

(BLU LP0515/2010) LP € 19,90

(Personal Vinyl Edition)

Dan Stuart! Oder die wundersame musikalische

Wiederauferstehung des Leaders einer

einstmals einflussreichen Wüstenrock-Band

nach jahrelangem Rückzug in die vorzeitige

Rente. Der Green On Red-Gründer & -Bandboss

hatte sich Mitte der 90er entschlossen,

mit dem Rock‘n Roll-Geschäft nie wieder

etwas zu tun haben zu wollen, siedelte

von Tucson, Arizona um nach Madrid ins

selbstgewählte Exil... und ist nun doch seit

ein paar Jahren fulminant zurück mit gleich

einer Vielzahl von diversen Projekten: erst

eine kurze, dafür umso eindrucksvollere Reunion

mit eben jenen Green On Red (inkl.

Chuck Prophet), dann die schon wesentlich

ausführlichere Reaktivierung von Danny &

Dusty, einer anderen 80er Jahre Kultband

mit Steve Wynn, und jetzt The Slummers,

sein neuestes Baby, mit einem ersten Ausrufezeichen,

der Debütplatte Love Of The

Amateur!

SONS OF BILL -

One Town Away

(BLU CD0506/2009) CD € 13,90

(BLU LP0506/2009) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Nein, der Bandname ist nicht gelogen! In

der Tat handelt es sich bei der Kreativabteilung

der Sons Of Bill um... die drei Söhne

von Bill: Bill Wilson, selbst ein lokal anerkannter

Musiker in Virginia. Es ist gut drei

Jahre her, als James, Sam und Abe Wilson

zusammen mit Seth Green am Bass und

Todd Wellons an den Trommeln ihr erstaunliches

Debütalbum A Far Cry From Freedom

auf privater Ebene veröffentlichten. Man

mochte kaum glauben, was da unter dem

arg selbstgestrickten Booklet an reifer Musik

zum Vorschein kam: nichts weniger als

die perfekte Synthese von 70er Jahre Country

Rock, 90er Gitarrenrock und Alt.Country

der No Depression-Generation.

Nun sind die Sons Of Bill wieder da, nur

leicht - und nicht entscheidend - umbesetzt,

als Drummer fungiert jetzt Brian Caputo,

sind wieder da mit „One Town Away“, dem

endgültigen Beweis, dass A Far Cry From

Freedom keine Eintagsfliege war, sondern

dass wir es hier mit Typen zu tun haben, die

ihren Weg machen, die ihr Ding durchziehen

werden - das ist kein Diskussionsthema!

8 Songs von insgesamt 12 stammen

von Bandchef, Leadsänger, Gitarrist James

Wilson, zwei von Sam Wilson (Gitarren,

Lead Vocals, Harmonica, Lap Steel), je einer

von Keyboarder (und ebenfalls Sänger)

Abe Wilson sowie vom Team James Wilson/

Bassist Seth Green. Einen Favoriten vermag

man nicht auszumachen, alle glänzen

mit einem für ihr junges Alter erstaunlich

ausgereiften Talent, Dinge des täglichen

Lebens textlich interessant aufzubereiten

und in eingängige dabei anspruchsvolle

Melodien zu verpacken, die klar über dem

Durchschnitt liegen, was das oft so unübersichtlich

und ausufernd gewordene Genre

zu bieten hat!

Für dieses Album haben sich die Sons Of

Bill nach Kalifornien unter die Fittiche von

Luxusproduzent Jim Scott (Whiskeytown,

Wilco, Tom Petty, Neal Casal, BoDeans) begeben,

der ihnen seinen bewährten Analog-

Gitarrensound verschrieben und die tollen

Lead & Harmony Vocals der Wilsons extra

herausgeputzt hat. Zusätzlich zum ohnehin

schon göttlichen Saiten-Dreiklang hören

wir auf 4 Nummern sogar noch die Pedal

bzw. Lap Steel des gesuchten Studiocracks

Greg Leisz! Das ergibt unterm Strich einen

wahrhaft kosmischen Sound, bei dem - wie

eingangs gesagt - allen Freunden dieser

zeitlosen Musik das Herz aufgehen müsste.

Country Rock-Fans dieser Welt, vereinigt

euch und liebt diese Band. Sie hat‘s wirklich

verdient!!

A Far Cry From Freedom

(SOB 001/2006) CD € 12,90

LEEROY STAGGER -

Little Victories

(BLU DP0520/2010) CD € 13,90

(BLU LP0520/2010) 2-LP € 24,90

Personal Vinyl Edition

Nach einem knappen Jahrzehnt der regelmäßigen

Veröffentlichungen und pausenlosen

Touren gehört der kanadische Singer/

Songwriter und Roots & Country Rocker

LEEROY STAGGER wahrlich nicht mehr zu

den Unbekannten innerhalb der weltweiten

CanAmericana-Liebhaberszene. Besonders

mit seinem letzten Werk Everything Is Real,

gleichzeitig sein Debüt auf Blue Rose, gelang

ihm der Durchbruch zu internationaler Anerkennung

und der Einzug in die globalen Americana

Charts. Little Victories ist bereits sein

6. Album unter eigener Regie. Es trägt zum

ersten Mal auch den Namen seiner aktuellen

Band und entspricht auf ganzer Linie einer

würdigen, konsequenten Fortsetzung seiner

musikalischen Vita.

Seit ein paar Jahren wohnt Leeroy Stagger in

Lethbridge in der Provinz Alberta, südlich von

Calgary mitten im kanadischen Hinterland gelegen.

Sein Umzug aus der kulturellen Westcoast-Metropole

Vancouver ging einher mit

einer bewusst gewählten neuen Lebensweise,

speziell dem Abschwören von Drogenkonsum

jeder Art, besonders vom Alkohol. Hier findet

er die erforderliche Ruhe und Muse für seine

poetischen Texte, die sich wie selbstverständlich

mit den Widrigkeiten, aber auch mit den

Reizen des Alltags in all den Small Towns der

weiten Prairie, und den nötigen Abstand zur

Reflektion mit der eigenen, gar nicht so lange

zurückliegenden Vergangenheit, beschäftigen.

„Everyone‘s fryin‘, everyone‘s stealin‘,

everyone‘s lyin‘, everyone‘s dyin‘...“ - heißt

es in der desolaten Story des Openers

‚Everyone‘s On Drugs‘, auch die erste Single

in seiner Heimat und quasi eine Abrechnung

mit seinem früheren Leben in Fremdbestimmung

und Abhängigkeit. Über einem

markanten Riff entwickelt sich ein Balladenrocker

der Extraklasse, der zum Mitsummen

einladende Refrain gerät förmlich zu einer

schonungslosen Antidrogenhymne. ‚Long

Way Home‘ verhandelt Einsamkeit, Fernweh

und Liebesleid innerhalb von 4 Minuten, lässt

aber am Ende doch noch eine Tür für bessere

Zeiten offen - „...it‘s a long, long way to happiness“.

Beispielhaft für viele Leeroy Stagger-

Songs: Da werden Depressionen gepflegt, der

alltägliche Stumpfsinn beklagt, gescheiterten

Beziehungen hinterher geblickt, von falschen

Freunden erzählt, aber jetzt wird der Frust

nicht mehr im Alkohol ertränkt, sondern

mit einem geradlinigen, sinnerfüllten Leben

fernab der Süchte besiegt - auch wenn man

mitunter noch scheitert oder nur in kurzen

Schritten vorankommt. Das sind dann die

kleinen Erfolge des Lebens - ‚Little Victories‘

fürwahr!

‚Sit Around This House‘ greift ein weiteres beliebtes

Stagger-Thema auf, „ich hasse diese

Stadt, komme aber nicht weg, obwohl ich es

immer wieder versuche“. Ein zügig galoppierender

Country/Folk Rocker mit akustischer

Lead Guitar und Harmony Vocals von Gitarrist

Kevin Kane sowie Pedal Steel von Veteran

Bob Egan (Blue Rodeo, Freakwater, Sadies),

der die bis hierhin etwas schwermütige Stimmung

des Albums erheblich auflockert. ‚Holy

Water‘ bietet sumpfig-stampfenden Acoustic

Roots Rock, der einer Südstaatentruppe zur

Ehre gereichen würde. Hier kann die exzellent

aufeinander eingespielte Band - allen voran

Axeman Kevin Kane, dazu Bassist Tyson Maiko

und Drummer Kyle Harmon - alle Register

ziehen. Das erstaunlich Memphis-soulige,

von Sessiongast Geoff Hillhorsts Orgel und

der Einmann-Bläsersektion von Daniel Lapp

(Carolyn Mark) unterstützte ‚Good Things‘ ist

ein echtes Herzblut-Duett mit der bekannten

kanadischen Singer/Songwriter-Kollegin Romi

Mayes. Kevin Kane beweist hier seine ganze

Vielseitigkeit, indem er den Steve Cropper

gibt.

Nach dem geradlinigen Heartland Rocker

‚Waste Of Wedding‘ setzt sich Kane für ‚Poor

Little Rock Star‘ ans Klavier. Bei diesem später

mit schwer dräuenden elektrischen Gitarren

versetzten Track erinnert Leeroy Stagger -

nicht zum ersten Mal - sehr an Ryan Adams.

‚Way Down The Bottom‘ mit herb-schöner

Pedal Steel von Studiogast Bob Egan ist

langsamer Country Rock, auf den ein Gram

Parsons stolz sein würde - wahrlich eine

große Nummer! ‚George‘s Blues‘ kommt im

klassischen Texas Folk-Stil von Guy Clark und

Townes Van Zandt, beginnt nur mit akustischer

Gitarre zu Staggers Troubadour-Gesang

und erfährt dann mit Mundharmonika und

zweiter Gitarre etwas Prairieweite. Und zitiert

nebenbei die bekannteste Songzeile von Kris

Kristofferson. Stark im Kontrast dazu erleben

wir danach lebendig rockenden CanAmericana-Stoff

mit klarsten Bekenntnissen zur

historischen Musik von The Band und Blue

Rodeo. Kevin Kane spielt dazu perfekte Fills

auf seiner Elektrischen, um dann im richtigen

Moment das finale Solo von der Leine zu lassen!

Gar als Steigerung folgt ‚She Will Be Received‘,

bei dem die Wildflowers völlig befreit

von allen Songvorgaben einfach nur lustvoll

abrocken, bevor der Boss mit ‚I Believe In

Love‘ seine persönliche „Do/Don‘t Do“-Liste

abarbeitet, dabei angelegentlich Einblicke in

seine bodenständige Sicht der Dinge bietet

und - Achtung: Seltenheitswert! - regelrecht

freundlich in die Zukunft blickt: „I don‘t believe

in a world of war/ I don‘t believe we are

born to hate/ I don‘t believe that the church

is justice..., I believe in the power of people/

I believe that we all should be free/ I believe

in love...“!!

Allerdings wäre Stagger nicht authentisch,

entließe er uns mit solch einer Perspektive. So

setzt er zum Schluss mit ‚Love Will Let You

Down‘ eine sehr getragene, melancholische

Marke. Ein Lied mit viel Klavier, sentimentalem,

wehmütigem Gesang, „sing-a-long“-

Refrain und großem Streicherpathos, fast ein

Gegenentwurf zu ‚All You Need Is Love‘, eher

ein ‚Only Love Can Break Your Heart‘; ja, in

der Tat: Die Beatles grüßen Neil Young, nichts

weniger! Welch ein starker Abgang von Leeroy

Stagger & The Wildflowers nach 13 Tracks

in einer knappen Stunde!

Everything Is Real

(BLU DP0484/2009) CD € 8,90

(BLU LP0484/2009) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Von ‚Petrified World‘ bis zum abschließenden

‚Another Friday Night‘ hören wir eine

tolle Mischung aus klassischem Country

Rock, hooklined Guitar Pop, Heartland Rock,

Alt.Country, rohem Roadhouse Rock, Singer/

Songwriter und semiakustischen Folk Rock-

Balladen. Der aufmerksame ESP-Freund wird

eventuell alle vier Stagger-Beiträge wiedererkennen.

Allerdings erscheinen ‚Too Many

Rainy Days‘, das jetzt schon insider-kultige

‚Red Bandana‘, das hier nun von Banjo,

Pedal Steel und elektrischer Slide vorangetriebene

‚Stormy‘ und ‚Hell Of A Life‘, besonders

radikal in eine krachende Rock‘n

Roll-Nummer abgeändert, doch in einem

deutlich extrovertierteren Gewand als bei

ESP. Viele namhafte Vergleiche und Bezüge

fallen einem beim Hören auf: Steve Earle,

Chris Knight, Blue Rodeo, Tom Petty, John

Mellencamp, Paul Westerberg, Jay Farrar

und gar Ryan Adams bei ‚Snowing In Nashville‘.

Letztlich bleibt Stagger wie kaum ein

anderer seiner so zahlreichen Mitbewerber

in diesem Genre sich selbst und dem aktuellen

Albumnamen treu, ruht ganz und gar in

sich, wirkt völlig authentisch, unverbraucht

und originär. Der Titelsong bringt das mit

gnadenlosem rough-and-rowdy Rock‘n Roll

perfekt auf den Punkt. Everything Is Real -

the real deal!!

TODD THIBAUD -

Lakewest Sessions (Early Recordings)

(BLU DP0485/2009) CD € 8,00

(BLU LP0485/2009) 2-LP € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

Speziell für die 2009er-Deutschland-Tournee

hatten wir eine CD von Todd Thibaud zusammengestellt,

die Lakewest Sessions. Bei

diesen Aufnahmen handelt es sich um eine

Vorproduktion zu seinem ersten Album Favorite

Waste Of Time. Viele der Songs - aber

nicht alle - landeten letztendlich (in neu

info@bluerose-records.com • HOMEPAGE: www.bluerose-records.com 29


eingespielten Versionen) auf dem regulären

Album, andere blieben zum Teil bis heute in

den Archiven liegen, wiederum andere kamen

beim Hardpan-Projekt zum Einsatz. Die

Lakewest Sessions-CD gab es bisher nur auf

den Konzerten zu kaufen, die Restbestände

werden wir über unsere Website verkaufen.

Broken

(BLU CD0474/2009) CD € 8,90

(BLU DP0475/2009) Ltd. 2-CD € 10,90

(BLU LP0474/2009) 2-LP € 24,90

(Personal Vinyl Edition)

Sein einfühlsamer, attraktiver Gesang, diese

zwingenden Harmonien, süffige Gitarrenläufe

Marke Westcoast, clever verteilte Acoustic/

Electric Parts, dazu der Punch von Heartland

& Prairie Rock haben ihn zu einem absoluten

Meister vertrauter, fast traditioneller Singer/

Songwritermusik mit Rock & Popcharakter reifen

lassen, die auf ewig Bestand haben wird!

Selbstverständlich gelten all diese Attribute

auch und besonders für Broken, allerdings

überwiegen hier die nachdenklichen, ruhigen

Momente. In seinen 13 Songs reflektiert

Thibaud über private Befindlichkeiten aus der

jüngeren Vergangenheit, so thematisiert er

z.B. die schwierige Beziehung zur langjährigen

Partnerin mit allen Höhen und Tiefen. ‚I

Go On‘, mit dem das Album startet, ist solch

ein Lied: leicht wehmütig in der Rückschau,

gleichzeitig mit einem klaren Ausrufezeichen

nach vorne blickend - I go on, es geht weiter,

und wie! Der Titelsong kommt bereits

als Track # 2 - kräftig geschlagene Rhythmusgitarre,

treibender Beat, fließende Orgel,

herrlich singende Electric Lead Guitar, mehrstimmiger

Chorus. Anders als bei früheren

Projekten hat Thibaud diesmal seiner Band

die Songs nur als simple Blaupausen vorabgeliefert.

Zusammen entwickelten sie dann

im Studio die Arrangements, ohne großes

Proben, praktisch ohne Overdubs, quasi aus

dem Stegreif. Diese Vorgehensweise sorgt

durchweg für ein erfrischend dynamisches,

spontanes Feeling, die positiven Vibes gelangen

direkt ins Ohr des Hörers!

Dazu passt, dass Broken auch als Special Edition

mit einer Bonus-CD veröffentlicht wird,

Broken Demos. Das sind die Urfassungen der

13 Broken-Titel plus 3 weitere, bislang unveröffentlichte

Nummern: ‚All That I Can Do‘,

‚Your Own Heart‘ und ‚Long Champlain‘. Hier

beobachten wir Todd Thibaud sozusagen bei

der Entstehung eines Albums, ganz alleine

nur mit seiner Stimme und der akustischen

Gitarre im Arm: Todd Thibaud privat, intim,

ganz bei sich. Für die Seele.

US RAILS -

US Rails

(BLU DP0512/2010) CD € 13,90

(BLU LP0512/2010) 2-LP € 27,90

(Personal Vinyl Edition)

Gleich vier ansonsten eigenständige Künstler

(plus Drummer) bilden den musikalischen

Verbund von US Rails, man steht damit

formal in der Tradition von CSNY bis Traveling

Wilburys und ähnlich gelagerter Fälle

auf Blue Rose wie die Resentments und

Flatlanders aus Texas, ESP (Easton/Stagger/

Phillips) oder Hardpan. US Rails sind direkte

Erben der Formation 4 Way Street aus Philadelphia.

Es handelt sich dabei zunächst um

keinen Geringeren als Joseph Parsons. Der

sympathische, mittlerweile in Niedersachsen

lebende Singer/Songwriter gehört seit 1998

mit 8 eigenen offiziellen Veröffentlichungen

sowie Kollaborationen mit Todd Thibaud

und dem bereits erwähnten Hardpan-Projekt

unbedingt zu einem der ultimativen Eckpfeiler

des Blue Rose-Labels. Der Mann mit der

warmen, sonoren Stimme, der wie kaum

ein anderer den melodischen, sensiblen Folk

Rock beherrscht, aber auch und gerade live

mitunter richtig zupacken kann, muss nach

all seinen Alben und unzähligen Tourneen

- besonders auch in unseren Breitengraden

- natürlich niemandem mehr vorgestellt werden!

Mitte des Jahrzehnts betrieb er neben

seiner Solokarriere jene 4 Way Street, die mit

ihrem Bandnamen sicher nicht ganz zufällig

an das berühmte CSNY-Erfolgsalbum appellierten.

Mit dabei waren Ben Arnold, Scott

Bricklin und Jim Boggia sowie im erweiterten

30

BLUE ROSE ARTISTS A-Z

Kreis Drummer Matt Muir. Während Boggia

ausgestiegen ist, um eigenen Ambitionen

zu folgen, machen die übrigen nahtlos bei

US Rails weiter und holen sich zur Komplettierung

ihres Quintetts einen weiteren Eastcoast

Rocker hinzu, den es erst vor kurzem

mit seiner Band Tractor Pull nach Austin,

Texas verschlagen hat: Tom Gillam, seines

Zeichens ebenfalls arrivierter Blue Roser der

Güteklasse „A“ und einer, der schon oft mit

Joseph Parsons zusammen unterwegs war -

live und auf Platte.

Der Star ist das Team! Auf ihrem in der Nähe

von Paris eingespielten Debütalbum erweisen

sich die Fünf als absolut gruppentauglich,

ausgeprägte Egotrips finden nicht statt,

auch wenn die individuellen Stärken und

verschiedenen Charaktere selbstverständlich

Stück für Stück leicht zu identifizieren

sind, im Songwriting und anhand von völlig

unterschiedlichen Leadstimmen. So geben

Parsons, Arnold, Bricklin und Gillam bereits

im Opener ‚My Lucky Stars‘, gleichzeitig eine

Art Erkennungslied der Band, ihre gesangliche

Visitenkarte ab - jeder bekommt eine

Strophe, um dann im Refrain auf harmonieträchtige

Weise zusammenzutreffen. Welch

ein Hors D‘Oeuvre für eine durchweg tolle

Platte mit insgesamt 14 Tracks, darunter einigen

von Soloscheiben bekannten Nummern

in neuen US Rails-Arrangements, extra für

dieses Projekt geschriebenen Kompositionen

und einer fantastischen Coverversion zum

fulminanten Ende, die - denkt man an hochentwickelte

Folk Rock-Harmonien und erinnert

sich an den 4 Way Street-Querverweis -

nur von einer Quelle stammen kann: Crosby,

Stills & Nash. Es ist der Klassiker ‚Suite: Judy

Blue Eyes‘ von Stephen Stills!

Bis dahin gibt es reichlich Folk & Roots Rock,

Americana, Gitarrenrock, Harmonieballaden

und komplexen Rock mit Slide Guitar. Tom

Gillam‘s ‚Simple Plan‘, ‚Shine Your Light‘

und ‚Ready To Begin‘ sowie Joseph Parsons‘

‚Sun Gonna Shine‘, ‚Burning Fire‘ und

‚Brown Me In The Sun‘ kommen dabei auf

dem hohen Niveau, das man von den beiden

Blue Rose-Acts gewohnt ist. Vielleicht

sind es aber gerade die Stücke der bei uns

noch Unbekannteren, Ben Arnold und Scott

Bricklin, die bei US Rails Salz und Pfeffer in

die Americana-Suppe streuen. Ben Arnold

spielt Keyboards (Klavier, E-Piano, Orgel) und

Gitarren, hat sicher die markanteste, weil

„rostigste“ Stimme und brilliert hier mit solchen

Songperlen wie ‚Rainwater‘ und ‚The

New Goldrush‘. Seit 1995 bringt er eigene

CDs heraus, zuletzt wurde er - übrigens zusammen

mit US Rails-Drummer Matt Muir -

bei den Indie Pop/Rockern Pistol For Ringo

gesichtet. Multiinstrumentalist, Produzent,

Recording Engineer, Sänger und Songwriter

Scott Bricklin hat ebenfalls bereits eine lange

Karriere hinter sich: Mit seinem Bruder Brian

spielte er in der 80er Kultband Bricklin, dann

bei Martin‘s Dam, tourte viel mit Joseph Parsons,

begleitete die Figgs und Graham Parker,

lebt seit ein paar Jahren in Paris. Bei US

Rails ist er hauptamtlich am Bass zu hören

und als Sänger seiner Stücke, z.B. ‚Spell‘ und

‚Good TImes‘.

AD VANDERVEEN -

Faithful To Love

(SRV 052/2009) CD € 13,90

Still Now

(BLU DP0448/2008) 2-CD € 8,90

(BLU LP0448/2009) 3-LP € 32,90

(Personal Vinyl Edition)

Der einzige niederländische Künstler in der

Blue Rose-Familie kann wohl geografisch

weit wahrscheinlicher den USA zugeordnnet

werden, aber keinesfalls dem Land der

Grachten und Fahrräder. Das liegt nicht

nur an der akzentfreien Ausspache (seine

Wurzeln liegen in Kanada), das liegt auch

an der Musik, mit der er uns schon seit

vielen Jahren erfreut. Mit „The Moment

That Matters“ kam Vanderveen im Jahr

2003 zu uns und zeigt uns von Album zu

Album, was für ein großartiger Songwriter

er ist. Von Album zu Album ist gut - in einem

Zeitraum, wo andere Künstler gerade

mal zwei Alben veröffentlichen, waren dies

bei Ad immerhin vier. Und nun bereits Nr.

5 - gerade mal 15 Monate nach „Cloud Of

Unknowing“! Und da der Ideenschub im

vergangenen Jahr außergewöhnlich gewesen

sein muss, ist es gleich ein Doppelalbum

geworden, unterteilt in zwei Themenbereiche:

CD 1 hat den Untertitel „The Garage“,

CD 2 nennt sich „The Living“. Wenn man

sich den „anderen“ Kanadier, mit dem Ad

Vanderveen nicht selten verglichen wird,

ins Gedächtnis ruft, dann wird man auch

ohne Hören des Albums erahnen, in welche

Richtung der Weg führt. Schon beim

ersten Song von „The Garage“, „Middle

Ground“ (übrigens auch auf der „Blue Rose

Nuggets“ #30 enthalten) fühlt man sich

unweigerlich zu „Ragged Glory“ von Neil