Mein Viertel 1/2012 - Iserlohn

iserlohn.de

Mein Viertel 1/2012 - Iserlohn

2. Jahrgang • Februar – April 2012

Mein Viertel

Stadtteilzeitung

Südliche Innenstadt / Obere Mühle

benim bölgem · Моя округ · mojej dzielnicy · mon quartier · my quarter · mi distrito · il mio quartiere

© Kirsten Greitzke

Ein neuer Zeitungsname

Ab dieser Ausgabe heißt es nicht

mehr nur„Stadtteilzeitung“ sondern

Mein Viertel“ – damit kann man sich

besser identifizieren. Die Zeitung

ist kostenlos. Sie informiert vierteljährlich

über Maßnahmen rund um

die Soziale Stadt Iserlohn. Bewohner

und Interessierte können eigene

Beiträge publizieren. (Seite 5)

Start Fassadenprogramm

Bis Ende 2013 kann für die Verschönerung

von Haus- und Hofflächen,

Fassaden und Brandwänden

eine 50-prozentige Förderung bei

der Stadt Iserlohn beantragt werden.

Eigentümer können bis zu

30.000 Euro erhalten. Förderrichtlinien,

Anträge auch online: www.

soziale-stadt-iserlohn.de (Seite 13)

Neuer Glanz für den Stadtteil – Förderungen

durch das Fassadenprogramm (S. 13)

Integrationsrat

01/2012

Migranten sind herzlich aufgerufen,

Ideen zum Thema Integration einzubringen,

damit sie nicht in den eigenen

vier Wänden, den Teestuben oder

bei den Gesprächen an der Straßenecke

ungehört bleiben. Die Mitglieder

des Integrationsrates stehen Ihnen

für Ihre Fragen und Anregungen

gerne zur Verfügung. (Seite 12)


Editorial Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Kinder & Jugend

Guten Tag! Iyi günler! Buon giorno! Добрый день!

Impressum

Herausgeber: Planungsbüro Stadt-Kinder im

Auftrag der Stadt Iserlohn.

Redaktion: Nicole Lohrmann (nl)(v.i.s.d.P.),

Quartiersbüro Südliche Innenstadt/Obere

Mühle, Peterstr. 8-10, 58636 Iserlohn, Tel.

0231 58699588, nicole.lohrmann@stadtkinder.de.

Mitwirkende dieser Ausgabe: Gabi Asante,

Ercan Atay (ea), Frank Bathe (fb), Nicole

Behlau (nb), Rosemarie Hanselmann (rh),

Beate Gessler-Bielau (bgb), Dilek Özyesil (öz),

Stefan Peters (sp), Rico Quaschny (rc), Tabea

Rössig (tr), Timon Tesche (tt), Ursula van Holt

(uvh), Udo Wiedemeyer (uw), Uli Zimmer (uz).

Türkische Übersetzungen: Dilek Özyesil.

Konzeption: Planungsbüro Stadt-Kinder

Gestaltung: kobold layout, Arnd Rüttger

Die nächste Ausgabe der Stadtteilzeitung

erscheint im Mai 2012.

Iserlohn, im Februar 2012

Nach einem sehr erfolgreichen ersten Jahr des Stadtteilprojektes können wir schon auf viele Neuerungen

blicken: Ganz augenscheinlich ist dabei die erfolgreiche Abstimmung über den neuen

Zeitungsnamen (S. 5). Denn seit der dritten Ausgabe der Stadtteilzeitung heißt sie „Mein Viertel

– in der jeder „sein“ Viertel besser kennenlernen kann. Zudem können wir ab sofort mit einem

Logo aufwarten, mit dem sich der Stadtteil und seine Bewohner identifizieren können (S. 5).

Wie immer finden Sie auch in dieser Ausgabe viele Berichte zu zahlreichen aktuellen Maßnahmen

und Hintergrundberichte aus Einrichtungen, die sich um Bildungs- und Beratungsarbeit kümmern.

Dieses Mal bieten wir Ihnen darüber hinaus viele Informationen zum Thema Integration, denn wir

wünschen uns ein gutes Auskommen aller Menschen in unserem Stadtteil. (S. 7, 12, 18, 19, 20)

Finanzielle Förderungen soll es demnächst durch den Verfügungsfonds (zur Förderung kleinteiliger

Maßnahmen) geben. Durch das Fassadenprogramm wollen wir etwas nach außen hin Sichtbares zur

Aufwertung des Stadtteils tun: Durch das Programm zur Förderung der Haus- und Hofflächen kann

sich jeder Besitzer eines oder mehrerer Eigentumshäuser dabei finanziell unterstützen lassen. Mehr

dazu auf S. 13.

Wir wünschen allen Lesern zum Start im neuen Jahr alles Gute und viel Erfolg!

Ihr Team im Quartiersbüro

Redaktionsschluss: 23. März 2012.

Auflage: 2 500.

Die Artikel geben die Meinung der Verfasser

wieder. Soweit nicht anders angegeben,

stammen die Fotos vom Verfassser des jeweiligen

Artikels.

Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit

verwenden wir nur die männliche Form der

Personenbezeichnung. Damit sind stets

Frauen und Männer gleichermaßen gemeint.

Einsendungen an die Redaktion bitte in

einem offenen Format für Textverarbeitung

(z.B. doc, odt). Fotos in digitaler Form im Grafikformat

einzeln mitsenden und nicht in das

Textdokument einbetten. Eine Seite umfasst

2800 Zeichen. Die Redaktion behält sich vor,

Inhalte eingesandter Texte zu kürzen und

Überschriften anzupassen.

Kontakt: nicole.lohrmann@stadt-kinder.de

Wenn der Kinder- und Jugendrat tagt, wird über viele wichtige Themen (wie z. B. Kinderrechte, Spielplatzplanung, Freizeitgestaltung,

Schule, Gewalt, Stadtplanung), die die Kinder und Jugendlichen in Iserlohn betreffen, gesprochen und abgestimmt.

Der Iserlohner Kinder- und Jugendrat

(tr) Februar 2012: Der Kinder- und Jugendrat in Iserlohn wird neu gewählt. Vertreter und Stellvertreter

aus den Stufen 5 und 6, 7 und 8 sowie 9 bis 11 können von den Mitschülern gewählt werden. Alle zwei

Jahre findet diese Wahl seit 1999 statt. Die 11- bis 17-Jährigen wählen aus ihrer Mitte diejenigen, die

ihren Bedürfnissen im Rathaus eine Stimme geben. Die gewählten Schüler, die als Delegierte in den

Kinder- und Jugendrat einziehen, werden einmal monatlich zu einer Sitzung eingeladen.

Der Rat arbeitet in verschiedenen thematischen

Kleingruppen z. B. zu Kinderrechten,

Spielplatzplanung, Freizeitgestaltung,

Schule, Gewalt und Stadtplanung.

Ergebnisse sind beispielsweise Broschüren

oder Filme, die der Kinder- und Jugendrat

mit Hilfe des Kinder- und Jugendbüros

veröffentlicht und so allen Iserlohnern

vorstellt. Der Rat engagiert sich

auch bei Kinderfreizeitangeboten wie

dem Sommerferienprogramm IserKidCity,

das auch 2012 wieder stattfinden wird.

Durch den Kinder- und Jugendrat erfahren

Iserlohner Kinder und Jugendliche,

wie es ist, ihren eigenen Lebensraum zu

verändern und ihre Wünsche zu formulieren.

Diese ersten politischen Entscheidungsprozesse

erleichtern später den

Einstieg in die Erwachsenen-Demokratie.

Mit der Ausbildung zum Jugendgruppenleiter

erhält außerdem jeder Teilnehmer

ab 16 Jahren eine Jugendleiterkarte, die

ihn dazu berechtigt, Gruppen zu betreuen.

Verschiedene Parks und Einrichtungen

geben dafür als Belohnung Rabatt auf das

Vorzeigen der Juleica (www.juleica.de).

Da sich nur der beteiligen kann, der seine

Rechte kennt, und nur der wählen und

entscheiden kann, der über Alternativen

Bescheid weiß, informiert das Kinder- und

Jugendbüro über Kinderrechte und unterstützt

Jugendliche in ihrer Urteilsbildung.

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

fördern und Freizeitangebote or-

ganisieren, die für alle Familien

finanzierbar sind, sind daher die

Hauptaufgaben des Kinder- und

Jugendbüros im Rathaus 1.

Kinder- und Jugendseite

(tr) Die Kinder- und Jugendseite beschäftigt

sich in jeder Ausgabe mit Themen,

die die Kinder und Jugendlichen

auch in der Südlichen Innenstadt/Obere

Mühle beschäftigen. Aktuell sind es

die diesjährigen Wahlen für den Kinder-

und Jugendrat. Für die nächste Ausgabe

sind wir bis zum Redaktionsschluss

am 23. März noch offen und dankbar

für Themenwünsche oder Beiträge.

Zum Beispiel auch zu der Frage „Warum

lebst du gerne hier?“. Meldet euch

einfach im Quartiersbüro oder mailt

an nicole.lohrmann@stadt-kinder.de

Çocuk ve gençlik Kurulu

Durch den Kinder- und Jugendrat

erfahren Iserlohner Kinder

und Jugendliche, wie es ist,

ihren eigenen Lebensraum zu

verändern und ihre Wünsche

zu formulieren.

Kontakt

Kinder- & Jugendbeauftragte

Stadt Iserlohn

Petra Lamberts

Tel. 02371 217-2231

Schillerplatz 7

58636 Iserlohn

jugend@iserlohn.de

2 3


Mein Viertel Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Mein Viertel

Gabi Asante (links); die kleinen Häuser der Hardtstraße strahlen Gemütlichkeit aus. © Jürgen Rochau

Gabi Asante burada severek

neden yaşadıgını anlatiyor

Ich, Gabi Asante, lebe gerne in Iserlohn!

Das Völkergemisch ist

täglich aufs Neue interessant,

es bringt Vielfalt und öffnet den

Blick auf andere Völker und

deren Kulturen.

Hintergrund

Diese Seite der Stadtteilzeitung

ist für Kinder, Jugendliche und

Erwachsene reserviert. Warum

lebt ihr gern hier? Was schätzen

Sie am Gebiet Südliche

Innenstadt/Obere Mühle?

Senden Sie uns Ihre Meinung und

fügen Sie ein Bild sowie Ihren

Absender bei. Alle verwertbaren

Einsendungen werden in der

Stadtteilzeitung abgedruckt.

Hier habe ich vor zehn Jahren mein

Zuhause gefunden. Hier fühle ich

mich wohl, hier gibt es Toleranz. Hier

kann ich so leben wie ich bin.

Am besten gefällt mir:

Die Lage meines Wohnortes: Er liegt

äußerst verkehrsgünstig. Das Stadtzen-

trum ist in ein paar Minuten zu

Fuß zu erreichen und der Wald als

Naherholungsgebiet liegt direkt

nebenan. Das hat mir schon viele

schöne sonnige oder verschneite

Spaziergänge ermöglicht.

Die alten Häuser: Hier gibt es noch ca. 300

Jahre alte Häuser, die spannende Geschichten

haben und eine tolle Atmosphäre ausstrahlen.

Da drin steckt Leben und Gemütlichkeit.

Es macht Spaß darin zu wohnen

und zu werkeln. Das ist mein Zuhause!

Das Völkergemisch: Es ist täglich aufs

Neue interessant, es bringt Vielfalt und

öffnet den Blick auf andere Völker und

deren Kulturen. Die Kinder rundherum

bringen Lebendigkeit. Es bringt reine

Freude die Kinder lachen zu hören!

Meine Nachbarn: Sie sind die tollsten

Nachbarn, die ich je hatte. Ich freue

mich, dass es Sie in meinem Leben gibt!

Verbesserungen wünsche ich mir für:

Die Verkehrssituation: Obwohl das

Wohngebiet mit „Zone 30“ gekennzeich-

net ist, wird dort häufig sehr schnell

gefahren. Besonders zum Feierabend

der LWL-Tagesklinik wird die Hardtstraße

zur Rennstrecke. Liebe Autofahrer:

Über ein geringeres Tempo würde

ich mich und auch die anderen Anwohner

sehr freuen. Das wäre super!

Die Sauberkeit: Ich liebe Tiere sehr

und erfreue mich täglich an den schönen

Hunden, die es rundherum gibt.

Aber ich mag keine „Tretminen“ unter

meinen Schuhen. Daher, liebe Hundebesitzer:

Es wäre schön, wenn Sie

die Gehwege kotfrei halten könnten!

Vielleicht könnten Sie Ihrem vierbeinigen

Freund beibringen, seinen Po im

Fall des Falles etwas weiter zur Seite

zu drehen? Vielen Dank dafür!

Es grüßt Sie Gabi Asante

Richtigstellung zu

Reinhard Jobs in Stadtteilzeitung

2/2011

(sp) Die Redaktion hat Reinhard

Jobs in Ausgabe 2/2011 mit Lorbeeren

versehen, die ihm nicht gebühren.

Nicht Reinhard Jobs persönlich

sondern die Belegschaft der Firma

Dornbracht fertigte oberhalb des Lägersportplatzes

die ersten Dornbracht-

Armaturen. Darauf machte Reinhard

Jobs uns aufmerksam. Wir bitten,

diesen Fehler zu entschuldigen.

Die drei Stadtteil-Logovarianten, die bei der Abstimmung zur Auswahl standen. Das Ergebnis der Abstimmung im Januar erfahren Sie

aus der Presse, im Quartiersbüro und in der nächsten Ausgabe. Logos: © Fortmann.Rohleder Grafik.Design

Mein Viertel · Моя округ · mojej dzielnicy · mon quartier ·

my quarter · mi distrito · il mio quartiere

(tr) „Stadtteilzeitung klingt doch auch sehr schön“, protestiert eine Bewohnerin in der Südlichen

Innenstadt/Obere Mühle als in der ersten Ausgabe um Namensvorschläge gebeten wurde. Stadtteilzeitung

ist jedoch nur das Produkt und hier geht es um mehr: Die Identifikation mit dem Stadtteil und

der Stadtteilzeitung.

Die Stadtteilzeitung zeigt den Bewohnern

auf, welche Möglichkeiten im Gebiet

liegen. Welche Einrichtungen gibt es, was

sind ihre Angebote? Sie ist das Sprachrohr

des Quartiersmanagements und der

Bewohner, der Einrichtungen und Vereine.

Gemeinsam mit den Akteuren vor

Ort wird diese Zeitung mit Inhalt gefüllt.

Die Zusammenarbeit mit Menschen mit

Migrationshintergrund zeigt erst später

Erfolge, so dass ihre Themen noch unterrepräsentiert

sind. Kinder und Jugendliche

im Stadtteil sind diejenigen, die am

ehrlichsten darüber berichten können,

was ihnen hier gefällt. Doch auch sie zählen

bisher leider nur zu den Randgruppen

Ein Stadtteil bekommt ein Logo

(tr) Mit Erscheinen dieser Ausgabe wird

ein Logo bereits feststehen, welches

die wichtigsten Elemente im Stadtbild

für die Bewohner am besten zusammenfasst.

Im Januar erhielten alle

Haushalte im Gebiet Südliche Innenstadt/Obere

Mühle die Möglichkeit

per Stimmkarte ihrem Stadtteil ein

Erkennungszeichen zu geben. Der

Logovorschlag 1 stellt den Stadtteil

mit modernen Farben und Formen dar.

der Autoren für die Stadtteilzeitung. Mit

der ersten Ausgabe im August 2011 wurde

aufgerufen, der Zeitung einen eigenen

Namen zu geben. 15 Personen

reichten 20 Vorschläge ein. „Mein

Viertel“, „Südinober Rundschau“

und „Südi“ kamen schließlich in

die Vorausscheidung. Nach der

zweiten Ausgabe im November

konnte bis Mitte Dezember

abgestimmt werden. Die Abstimmungsteilnehmer

stimmten zu 60% für „Mein

Viertel“. Die im Titel aufgeführten Fremdsprachen

entsprechen den wichtigsten

Migrantengruppen im Viertel. Viel Spaß

also beim Streifzug durch „Ihr“ Viertel!

Das zweite vorgeschlagene Logo zeigt

abstrakt den Umriss und die wichtigsten

Elemente in der Stadtteilstruktur.

Einen detailgetreuen Bezug stellt

die dritte kleinteilige Alternative her.

Alle drei haben aber einen eindeutigen

Bezug zum Landschaftsbild mit den

Farben grün und blau. Wohnen und

Industriegeschichte spielen ebenfalls

eine wichtige Rolle. In die Logos eingeflossen

sind u.a. die Ergebnisse aus der

benim bölgem

Die Stadtteilzeitung ist

das Sprachrohr des Quartiersmanagements

und der Bewohner,

der Einrichtungen und

Vereine.

Befragung zum Thema „Was ist typisch

für die Südliche Innenstadt/Obere

Mühle“ von Juli bis September 2011.

Die von Bewohnern eingereichten Fotos

des Fotowettbewerbs im Oktober

2011 dienten dem beauftragten Grafikbüro

als Inspiration. Ein historischer

Rundgang der Grafikerinnen durch

den Stadtteil mit dem ehemaligen

Stadtarchivar Götz Bettge rundete die

Vorbereitung im November 2011 ab.

4 5


Quartiersmanagement Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Integration

Der Bürgersteig vor (links) und nach den Änderungen (rechts): Das Schild wurde umgesetzt und der Gehsteig abgeflacht,

um Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrern das Überqueren der Straße zu erleichtern.

Erfolgreich bearbeitete Bürgeranliegen

4. Quartal 2011

Başarılı Bir Şekilde

4. Dönemin Vatandaş

isteklerin yayinlanmasi

In den letzten Monaten konnten

wieder einige Verbesserungen im

Quartier umgesetzt werden.

Einige Zahlen zur

Arbeit des Quartiersbüros

(Oktober bis 22.12.2011)

Anzahl Quartiersbewohner

_etwa 3000

bereits persönlich

beteiligte Personen _1128

Anzahl im Veranstaltungseinladungsverteiler

_313

durchgeführte Bürgerbeteiligungen

_42

Anzahl Pressemitteilungen _63

Anzahl Stadtteilzeitungen _3

Anzahl verteilte

Postkarten _6000

Anzahl verteilte Plakate _320

Anfang Dezember

(tr) Das seniorengerechte Wohnhaus

An der Schlacht 19 bekommt einen

Halteplatz nahe der Haustür. Nach

rund 15 Jahren konnte eine annehmbare

Lösung gefunden werden.

Mitte Dezember

Das Unterholz im Freiraum

Hardt konnte, dank einer

Gruppe von Helfern, kurzfristig

von Müll befreit werden.

Ein neues, verbessertes Schild für Zulieferer

an der Oberen Mühle, Ecke Nadelstraße

leitet die Fahrer seit Anfang

November zum Lünkerhohl. Nun wurde

es von der zuständigen Stelle von

der Mitte des Bürgersteiges entfernt

und fußverkehrsfreundlicher montiert.

Ende Dezember

Im Rahmen der Sprechstunde von

Ressortleiter Olaf Pestl zur ehemaligen

Hauptschule Brüderstraße wurde

Ende September die schlechte Verkehrsüberwachung

in Hardt- und

Karlstraße bemängelt. Der Radarwagen

soll wieder häufiger eingesetzt.

Das Quartiersbüro steht darüber

hinaus in engem Kontakt zu Polizei,

Ordnungsamt und den Iserlohner

Reinigungskräften.

Abschlussessen der

Integrationsbegleiter

(öz) Wie

jedes Jahr

fand auch

2011 das

Jahresabschlussessen

der Integrationsbegleiter

in der

Kantine im

Rathaus I

statt. Rund

15 internationale

Köstlichkeiten, nach Rezepten

u.a. aus den Ländern Türkei, Russland,

Iran, Irak, Afghanistan, Kongo oder Tunesien

hatten die Integrationsbegleiter

zubereitet. In gemütlicher Atmosphäre

mit dem „Bereich Integration

und Aufenthaltsrecht“ der Stadtverwaltung

wurde ein gelungenes und

erfolgreiches Jahr 2011 gefeiert.

Aus der Arbeit der

Integrationsbegleiter

Hasan Yavuz: Herkunft Türkei

Schon seit vielen Jahren helfe ich Menschen

in Notlagen. Eines Tages traf meine

Mutter ihre Freundin Sevgi Karcaaltincaba,

die schon seit Jahren Integrationsbegleiterin

ist. Sie rief mich an und schlug mir

vor, doch ehrenamtlich mit zu machen.

Wir haben uns getroffen und in gemütlicher

Runde erzählte sie mir über ihre Tätigkeiten.

Sie schlug mir vor, Hans-Georg Schreiber,

der bei der Stadt Iserlohn für Integration

und Aufenthaltsrecht zuständig ist, meine

Bewerbungsunterlagen zu schicken.

Mitte März bekam ich eine Antwort. Er hatte

eine Angelegenheit, bei der ich ihn in

sprachlicher Hinsicht unterstützen sollte. Es

ging um eine Fragestellung eines türkischen

Staatsangehörigen bei der Arge bzw. dem

Jobcenter. Ich habe sofort zugesagt und wir

trafen uns im Rathaus.

Der türkischstämmige Mann hatte viele

Probleme. Als erstes konnte ich sofort sein

Problem mit den Stadtwerken regeln, als

nächstes das beim Jobcenter. Es stellte sich

heraus, dass es ein Durcheinander und Missverständnis

mit der Leistungsabteilung vom

Jobcenter, den Stadtwerken und seinem

Vermieter gab. Dies bedurfte einiger Briefwechsel.

Doch mit seinen Problemen schien es kein

Ende zu nehmen. Als nächstes waren da die

Telefonanbieter, bei denen er drei Verträge

für einen Monat hatte. Ich ging mit Ihm

zur Verbraucherzentrale um das Problem zu

lösen. Sie konnten eine Ratenzahlung mit

einem der Telefonanbieter aushandeln.

Dann gab es noch eine sehr interessante

Herausforderung: seine Erfindung. Ich musste

beim ihm sehr viel Überzeugungsarbeit

leisten, an der Vermarktung seiner Erfindung

dran zu bleiben. Ich gab ihm einige

Adressen zur Beantragung von Fördermit-

teln. Seine Erfindung wollte er aber in der

Türkei herstellen lassen. Glücklicherweise

fand ich einige Firmen, die sich vorstellen

konnten, sein Projekt zu finanzieren.

Also schickte ich ihn in die Türkei. Drei Monate

später kam er zurück und meldete

seine Wohnung ab. Ich half ihm

dabei, seine Wohnung aufzulösen

und alle Verträge zu kündigen. Seine

Ratenzahlungen liefen jedoch

weiter.

In der Zwischenzeit hatte ich mich zusätzlich

um zwei Umzüge, zwei Renovierungen,

einen Rentenantrag sowie 14

Insolvenzanträge, die Krankengeld und

Ratenzahlungen betrafen, zu kümmern.

Ich leistete Hilfe bei Übersetzungen für

vier Operationen, 12 Arztbesuche, vier

Rechtsschutzangelegenheiten, zwei GEZ-

Anträge, 72 Besuche im Jobcenter und

Arbeitsamt. Außerdem konnte ich sieben

Menschen mit Behinderung erklären,

wo sie Hilfe bekommen können.

Ich denke, diese Beispiele geben einen guten

Überblick über meine ehrenamtliche

Tätigkeit als Integrationsbegleiter.

Es macht mich immer sehr glücklich, wenn

ich jemandem helfen kann. Im neuen Jahr

geht es weiter und ich freue mich darauf!

Hasan Yavuz

Entegrasyon refakatcısı

Hasan Yavuz anlatiyor

Es macht mich immer sehr

glücklich, wenn ich jemandem

helfen kann,

Ansprechpartner

Aufenthaltsrecht und Integration

Hans-Georg Schreiber

02371 217-1757

Homepage der

Integrationsbegleiter

www.integration-iserlohn.de

6 7

Hasan Yavuz


Ehrenamt Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Ehrenamt

(Bild links) Brigitte Manthey-Radzuweit von „Continue“ und Heidi Gloddeck-Goeke betreuen gemeinsam das Projekt „Iserlohner Paten

(IsPa)“; (Bild rechts) Rita Rath betreut bereits seit über einem Jahr die ägyptische Familie Elmakky.

Projemiz „ Iserlohnlu sponsor”

Projekt „Iserlohner Paten (IsPa)“ im Quartier zu Hause

(nb) Die Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Caritas in der Karlstraße und „Continue“

im Iserlohner Rathaus sind die Anlaufstellen für ehrenamtliche Patinnen und Familien mit

Unterstützungsbedarf.

Für die Vermittlung der Patinnen

in die Familien ist der ehrenamtliche

Dienst „Continue“

zuständig.

Kontakt

Familien- und Erziehungsberatung

des Caritasverbandes Iserlohn e.V.

Karlstraße 15

58636 Iserlohn

Tel. 02371 81 86 70

Ansprechpartner

Heidi Gloddeck-Goeke /

Joachim Peters

Stadt Iserlohn, Ressort

Generationen und Bildung

Continue – der ehrenamtliche

Dienst in Iserlohn

Werner-Jacobi-Platz 12

58636 Iserlohn

Tel. 02371 217-2088

Ansprechpartner

Nicole Behlau / Brigitte

Manthey-Radzuweit

Bereits im Jahr 2006 initiierten die Erziehungs-

und Familienberatungsstelle des

Caritasverbandes und der ehrenamtliche

Dienst der Stadt Iserlohn „Continue“ das

Projekt „Iserlohner Paten“. Ziel war

es, jungen Familien aus Iserlohn

in der ersten Zeit nach der Geburt

ihrer Kinder niederschwellige

Begleitung und Unterstützung

durch ehrenamtliche Patinnen

anzubieten. In einem Netzwerk mit den

Kooperationspartnern, die im direkten

Kontakt mit Frauen in der Schwangerschaft

oder direkt nach der Geburt sind, wurden

seitdem bereits in drei Einheiten interessierte

Frauen im Rahmen einer mehrwöchigen

Ausbildung auf ihre ehrenamtliche

Tätigkeit vorbereitet. Die Inhalte reichten

von Ausführungen zur Entwicklungspsychologie

von Babys über Informationen

zum Thema „Babypflege“ und einem Überblick

über Kinderkrankheiten bis hin zu

einem Einblick in das Beratungsspektrum

der Schwangerschaftsberatungsstelle. Die

Kooperationspartner sind u.a. die Caritas,

die Geburtsabteilung im Evangelischen

Krankenhaus Bethanien, der Kinder- und

Jugendärztliche Dienst des Märkischen

Kreises und das Deutsche Rote Kreuz.

Für die Vermittlung der Patinnen in die Familien

ist der ehrenamtliche Dienst „Continue“

zuständig. Im Zusammenwirken mit

den zuständigen Hebammen oder Ärzten

werden die ehrenamtlichen Kräfte gemäß

ihren eigenen zeitlichen Möglichkeiten und

Vorlieben sowie unter Berücksichtigung der

örtlichen Nähe eingesetzt. In einer monatlichen

Supervision unter Leitung der Frühberaterin

Heidi Gloddeck-Goeke von der

Caritas und Brigitte Manthey-Radzuweit von

der Stadt Iserlohn können die Frauen aus

ihren Einsätzen berichten, Antworten auf offene

Fragen finden und sich mit den anderen

Patinnen auf Augenhöhe austauschen.

Derzeit zählt das Projekt „Iserlohner Paten“

zehn erfahrene Frauen. Zu ihnen gehört Rita

Rath. Als gelernte Erzieherin und ehemalige

stellvertretende Leiterin einer Iserlohner

Kindertagesstätte verfügt sie über fundierte

Kenntnisse aus der Arbeit mit Kleinkindern

und hat als erfahrene Mutter und Großmutter

viel Freude am Umgang mit Kindern.

Seit über einem Jahr betreut sie Familie

Elmakky. Die Idee zum Einsatz einer ehrenamtlichen

Patin wurde der Familie durch

ihren Hausarzt Dr. Olschar unterbreitet, als

sich zu den bisherigen drei Kindern noch

weiterer Nachwuchs ankündigte. Schon

vor der Geburt konnte Rita Rath Kontakt

zu der Familie herstellen und im Laufe der

Zeit ein immer stärkeres Vertrauensverhältnis

aufbauen, woraus sich inzwischen eine

regelrechte Freundschaft entwickelt hat.

An einem festen Tag in der Woche besucht

die Patin die Familie und unterstützt die

Eltern in alltäglichen Situationen, indem >

Zum ersten Mal haben Teilnehmer mit Migrationshintergrund die Qualifikation zu Familienbegleitern erfolgreich abgeschlossen. Am

Donners tag, den 8. Dezember, erhielten die Teilnehmer in der Volkshochschule im Iserlohner Stadtbahnhof ihre Zertifikate. © Stadt Iserlohn

Projekt „Familienbegleitung“

(tr) Die Familienbegleiter verstehen sich im Vergleich zu den Iserlohner Paten stärker als eine Art

Brücke: Auf der einen Seite stehen z. B. Kitas und ihre Erzieher, Schulen und ihre Lehrer, Behörden und

ihre Beamten. Auf der anderen Seite stehen Zuwanderer und ihre Familien.

Die Facetten der Begleitung umfassen die

unterstützende Elternarbeit, Hausbesuche,

nach Bedarf Dolmetschen sowie Hilfen bei

der Sprachentwicklung. Zu den Schwerpunkten

zählen auch die Beratung bei

allen Fragen rund ums gesunde Kind und

Grundlegendes zur Förderung von Kindern.

In einer VHS-Fortbildungsreihe Ende

2011 lernten die acht interessierten

Frauen folgende Inhalte: frühkindliche

Erziehung, Gesundheit, Ernährung

sowie Bewegungsförderung.

In neun Unterrrichtsmodulen spielten Aufbau

der eigenen interkulturellen Kompetenz,

Rollenreflexion und die Auseinandersetzung

mit der freiwilligen unbezahlten

Arbeit ebenfalls eine Rolle. Aber auch

> sie die Kinder zu Terminen wie Sporttraining

begleitet. Darüber hinaus geht sie mit

dem Jüngsten zum Babyschwimmen sowie

mit allen vier Kindern ins Westfalenbad

Hagen oder die Indoor-Spielhalle KiKi-Island

in Menden. Verantwortung für gleich

mehrere Kinder zu übernehmen, ist sie

aus ihrer beruflichen Tätigkeit gewohnt.

Darüber hinaus fühlt sie sich in der Familie

sehr willkommen. „Sowohl die Eltern als

auch die Kinder sagen mir ständig „Dan-

Kommunikation und Konflikttraining, Auf-

treten in der Öffentlichkeit, Umgang

und Vernetzung mit Fachstellen

kamen nicht zu kurz.

Als ehrenamtliche Familienbegleiter

können sich engagieren:

Personen mit und ohne Migrationshintergrund,

denen Integration ein

hohes persönliches Anliegen ist, die

Deutsch und mindestens eine weitere Sprache

sprechen sowie sich ehrenamtlich für Integration

und Bildung einsetzen möchten.

ke“ – und das ist natürlich ein schöner

Anreiz, um zu ihnen zu kommen!“ Frau

Elmakky ist sehr glücklich über die Unterstützung

durch Rita Rath, da sie ganz

zielgerichtet an einem Tag in der Woche

all ihre wichtigen Termine erledigen kann.

Wer sich für eine ehrenamtliche Mitarbeit im

Projekt „Iserlohner Paten“ interessiert oder

die Hilfe dieses Dienstes annehmen möchte,

kann sich an die Kontaktstellen wenden.

Projemiz Aile refakatcısı

Als ehrenamtliche Familienbegleiter

können Personen mit und

ohne Migrationshintergrund,

die Deutsch und mindestens

eine weitere Sprache sprechen,

engagieren.

Kontakt

Stadt Iserlohn

Familienbesuchsdienst

Schillerplatz 7

Ansprechpartner

Roswitha Heilmann-Stärke

Tel. 02371-2172161

Sabine Menzel

Tel. 02371-2172160

8 9


Inklusion Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Bildung

Ausschnitte der Bilder, die in der Ausstellung zu sehen sind, und die Projektgruppe.

Cafe Buk Sanat projesi

„Aynali resimleri“ sunuyor

Café BuK (Beratung und Kunst) – neue Ausstellung

(bgb) Erfolgreich wurde Ende November das Kunstprojekt „Spiegelbilder“

mit einer Ausstellungseröffnung in der Beratungsstelle beendet.

Für 2012 sind bereits weitere

Ausstellungen ge plant, Anfragen

sind jederzeit möglich.

Kontakt

Beratungs stelle für behinderte

Menschen

Kurt-Schumacher-Ring 14

Ansprechpartner

Tel. 02371 29529

Beate Gessler-Bielau

Unter fachkundiger Anleitung des Grafikdesigners

und Künstlers Waldemar Langer

entstanden eindrucksvolle Bilder, die die

Gedanken und Gefühle der Teilnehmer widerspiegeln.

An dem Workshop nahmen 15

Menschen mit psychischer Erkrankung aus

Hemer, Iserlohn und Menden teil, die von

der Netzwerk Diakonie begleitet werden.

„Wir konnten aus dem Vollen schöpfen, aus

einer Fülle an Material und aus der Fülle

unserer Gefühle und Gedanken“,

so eine Teilnehmerin. In der Reihe

„Beratung und Kunst“ ist dies

die vierte Ausstellung von Menschen

mit Beeinträchtigungen

bzw. besonderen Fähigkeiten.

Die kostenlose Teilnahme an dem Projekt

wurde unter anderem dadurch ermöglicht,

dass ein Teil vom Verkaufserlös der

Bilder von den Künstlerinnen der vorherigen

Ausstellungen an die Beratungsstelle

gespendet wurde. Frau Steding, vom Beirat

für Menschen mit Behinderung der Stadt

Iserlohn, bestätigte in ihrem Grußwort die

Wichtigkeit, Teilhabe in den Bereichen Kunst

und Kultur zu fördern bzw. zu unterstützen.

Für 2012 sind bereits weitere Ausstellungen

ge plant, Anfragen sind jederzeit möglich.

Die Bilder des Projektes sowie Bilder des

Künstlers Waldemar Langer sind in der Beratungsstelle,

Kurt-Schumacher-Ring 14,

während der Öffnungszeiten zu sehen:

Dienstag und Donnerstag von 9.00 – 12.00

Uhr sowie Mittwoch von 15.00 – 18.00 Uhr.

Außerdem finden in der Beratungsstelle im

Frühjahr 2012 folgende Infoveranstaltungen

statt:

08. Februar 2012 Grundsicherung und

Leistungen für Bildung und Teilhabe für

Menschen mit Behinderung

Was kann ich wie bei wem beantragen?

Frau Ax-Nagel, Leiterin der Abteilung

Grundsicherung der Stadt Iserlohn

14. März 2012 Freiräume schaffen

– Hilfen für Eltern und Angehörige

von Menschen mit Behinderung

Welche Angebote gibt es, wie werden sie

finanziert und wie können sie beantragt

werden?

Marion Wittmann, Bereichsleiterin des Familien

unterstützenden Dienstes in Iserlohn

und Schwerte / Netzwerk Diakonie

04. April 2012 Willst du mit mir gehen?

Wenn der Wunsch nach Partnerschaft und

Sexualität an Grenzen stößt. Ein Info- und

Gesprächsabend für Eltern und Angehörige

von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

mit Behinderung.

Ina Westphal, Sexualpädagogin und

pädagogische Mitarbeiterin in

der Netzwerk Diakonie

Kessy, das Büchereikänguru zeigt die Räumlichkeiten der Kinder- und Jugendbücherei. Bild privat

Die Kinder- und Jugendbücherei Iserlohn stellt sich vor

(rh) Seit 1976 befindet sich die Kinder- und Jugendbücherei im Alten Rathaus (neben C&A), Alter

Rathausplatz 1. Sie ist ein Treffpunkt und leistet einen wichtigen Beitrag im kulturellen Angebot für

Kinder und Jugendliche. Veranstaltungsangebote wie zum Beispiel Lesungen, Ferienprogramme

(SommerLeseClub) und Führungen können helfen, Schwellenängste abzubauen. So werden Benutzer

aus allen Bevölkerungsschichten gewonnen.

Was kann ausgeliehen werden?

Im Bestand sind ca. 12.000 unterschiedliche

Medien: Bilderbücher, Erzählungen, Sachbücher,

CDs, CD-ROMs, Videos, DVDs, Cassetten

und Wii-Spiele, Gesellschaftsspiele,

Zeitschriften, Comics, fremdsprachige Kinderliteratur

(in türkischer Sprache auch

zweisprachig und andere Sprachen)

Wie bekommt man einen Leseausweis?

Kinder unter 14 Jahren benötigen die Einverständniserklärung

eines Erziehungsberechtigten

(Formulare dafür gibt es

in der Kinder- und Jugendbücherei)

Wie lange darf man Medien entleihen?

Es gibt unterschiedliche Ausleihfristen:

DVDs , Videos 1 Woche

Zeitschriften, Musik-CDs, CD-ROMs DVDs,

WII-Spiele 2 Wochen

alle anderen Medien 4 Wochen

Was muss man bezahlen?

Die Nutzung ist für Kinder und Jugendliche

bis 18 Jahre kostenlos!!

Ausnahme: man gibt Medien zu spät

zurück oder man hat sie beschädigt

Was gibt es noch?

Jeden 1. Montag im Monat für Kinder

ab 6 Jahre von 17.00 – 17.30 Uhr

3 x jährlich eine Vorlesestunde in türkischer

Sprache.

3 Internet-Plätze stehen zum Surfen und

Recherchieren kostenlos zur Verfügung.

Kessy – das Büchereikänguru besucht Schü-

ler im 2. Schuljahr, liest Geschichten

vor und verteilt kleine Präsente.

Antolin verbindet das Medium

Buch und Internet. Die Kinder- und

Jugendbüchereien Iserlohn und Letmathe

unterstützen dieses Projekt

zurzeit mit mehr als 4600 Büchern.

Sie sind gekennzeichnet mit dem Antolin-

Aufkleber und der entsprechenden Klasse.

Umweltaktionstage

im Frühjahr

(tr) Was haben ein informativer

Waldspaziergang, herausfordernde Umweltrallyes

für Kinder und Jugendliche

und ein gemeinschaftlicher Frühjahrsputz

gemeinsam? Richtig: sie gehören

Ende März/Anfang April 2012 zu

den Umweltaktionen in der Südlichen

Innenstadt/Oberen Mühle. Die Natur in

der Stadt wird dabei in den Fokus gerückt.

Müll im Wald und auf den Plätzen, hier

und dort zerstörte Pflanzen sind nicht

schön. Alle Bewohner, ob groß oder

klein, sind eingeladen, an den Umweltaktionen

teilzunehmen. Die Termine

werden demnächst bekannt gegeben.

çoçuk ve gençlik kütüphanesi

kendilerini tanıtıyor

Sie ist ein Treffpunkt und leistet

einen wichtigen Beitrag im kulturellen

Angebot für Kinder und

Jugendliche.

Kontakt

Tel. 02371 217-1934

kinderbuecherei

@iserlohn.de

Öffnungszeiten

Montag und Mittwoch

10.00 – 17.00 Uhr

Dienstag und Donnerstag

10.00 – 12.00 Uhr

14.00 – 18.00 Uhr

Freitag geschlossen

Samstag 10.00 – 13.00 Uhr

10 11


Integration Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Stadtentwicklung

Mehr als 170 Menschen haben an der 1. Integrationskonferenz teilgenommen.

Iserlohndaki Entegrasyon

tasarında istirak ve ortaklık

Integrationskonzept in Iserlohn

Mitwirkung und Teilhabe stehen im Mittelpunkt

(ea) „Integration im Dialog“ – das war das Motto, als im Herbst 2010 bei der 1. Iserlohner Integrationskonferenz

der Startschuss fiel für die Gespräche und Beratungen, die auf die Verbesserung der gesellschaftlichen

Teilhabe und die Integration von Menschen mit Zuwanderungserfahrung in unserer Stadt abzielte.

Allein in Iserlohn leben Menschen

aus über 110 Staaten.

Kontakt

Geschäftsstelle

des Integrationsrates

Werner-Jacobi-Platz 12

58636 Iserlohn

integrationaufenthaltsrecht@iserlohn.de

www.integration-iserlohn.de

Ansprechpartner

Hans-Georg Schreiber

Tel. 02371 217-1757

Hintergrund

84 vorgeschlagene Maßnahmen

sind in den „Entwurf des

Iserlohner Integrationskonzeptes”

eingeflossen. Nähere

Informationen hierzu erhalten

Sie auf der Homepage

der Stadt Iserlohn unter

www.Iserlohn.de –

Schnellzugriff Integration.

Ca. 20.000 Menschen in Iserlohn verfügen

über einen Migrationshintergrund.

Viele haben inzwischen die deutsche

Staatsangehörigkeit, gelten als

integriert und fühlen sich angekommen

in der deutschen

Gesellschaft. Allein in Iserlohn

leben Menschen aus über 110 Staaten.

Dass es nicht immer einfach ist, die unterschiedlichen

Bedürfnisse der Zugewanderten

und die Erwartungen der

aufnehmenden Gesellschaft zusammenzubringen,

liegt dabei auf der Hand.

Verständnis füreinander fördern, integrative

Kompetenz in den Gremien und Verwaltungen

voran zu bringen, aber auch

Respekt vor den bestehenden Lebensverhältnissen

und “Spielregeln” dieses Landes

einzufordern sowie die Einsicht zu fördern,

dass die deutsche Sprache in diesem

Land das Mittel ist, um eigene Wünsche

und Bedürfnisse auszudrücken, sind dabei

zentrale Punkte, die Leitlinie des Integrationskonzeptes

dieser Stadt sein sollen.

Der Ansatz, den wir als Integrationsrat im

Zusammenwirken mit den integrativ tätigen

Verbänden und der Verwaltung dabei

vor zwei Jahren eingeschlagen haben,

bietet die einzige Chance, dass die Menschen

auch in Zukunft friedlich in Iserlohn

miteinander auskommen. Mehr als 170

Menschen haben an der 1. Integrationskonferenz

teilgenommen. In den anschließenden

Arbeitsgruppensitzungen haben

über 100 Personen ihr Fachwissen und

Engagement für ein konfliktarmes Zusammenleben

in Iserlohn eingebracht.

Sprachförderung, Förderung der Belange

von Migrantinnen und Kindern, Verbesserung

beruflicher Chancen sind

hierbei nur einige der Stichworte, die

im Fokus der Betrachtung standen.

Der Integrationsrat überprüft diese gemeinsam

erarbeiteten Vorschläge für eine

strukturierte Integrationsarbeit in Iserlohn

zusammen mit der Verwaltung auf Machbarkeit.

Manche Verbesserungen wurden bereits

ohne großen Aufwand umgesetzt, andere

sind personal- und/oder kostenintensiv und

bedürfen einer politischen Entscheidung.

2012 wird auch im Hinblick auf die Entwicklung

der Integration in unserer

Stadt ein spannendes Jahr. In Iserlohn

schaut man bei diesem Thema nicht

umsonst in und auf die Südliche Innenstadt/Obere

Mühle, denn sie hat eine

große multikulturelle Vielfalt aufzuweisen.

Hier kann und sollte ein entscheidender

Impuls für ein zukünftiges friedliches

Miteinander gegeben werden.

„Soziale Stadt: Förderung von Fassaden und Innenhöfen“

(uz) Die Stadt hat ein neues Förderprogramm zur Gestaltung von Fassaden, Haus- und Hofflächen

aufgelegt. Mit diesem Programm im Rahmen des Projekts “Soziale Stadt-Südliche Innenstadt/Obere

Mühle” soll den Gebäudeeigentümern im Fördergebiet ein Anreiz gegeben werden, ihre Immobilien

zu sanieren. Sie tragen somit zur Aufwertung des Stadtbildes und zum Erhalt der historischen

Bausubstanz im Quartier bei.

Ziel der Förderung ist es vor allem, kulturhistorisch

und städtebaulich bedeutsame

Gebäude zu erhalten bzw. in

Anlehnung an ihr historisches Erscheinungsbild

wiederherzustellen sowie gestalterische

und strukturelle Mängel zu

beseitigen. Zur Verbesserung der Wohn-

und Aufenthaltsqualität wird darüber

hinaus auch eine Nutzbarmachung bzw.

Aufwertung der Innenhöfe angestrebt.

Auch hierfür sollen die finanziellen Zuschüsse

als Anreize dienen. Es stehen

insgesamt 800.000 Euro Fördermittel zur

Verfügung. Anträge können ab sofort bei

der Stadt Iserlohn, Abteilung Stadterneuerung

gestellt werden.

Der Zuschuss beträgt

50 Prozent der förderfähigen Kosten,

höchstens jedoch 30 EUR pro Quadratmeter

umgestalteter Fläche. Um darüber hi-

naus die zur

Verfügung

stehenden

Mittel möglichstgleichmäßig

zu

verteilen, ist

der Zuschusshöchstbetrag

pro Antragsteller

bzw.

Gebäude auf

insg. 30.000

Euro begrenzt. Wichtig ist, dass vor Erteilung

eines Zuwendungsbescheids nicht

mit der Maßnahme begonnen werden darf.

Die Laufzeit des

Förderprogramms

beträgt zwei Jahre

und endet zum

31.12.2013. Interessierte

Eigentümer,

deren Immobilie eine

Fassadensanierungdringend

nötig

haben, werden

gebeten

sich möglichst

frühzeitig bei

der Stadt melden, um

die Fördermöglichkeiten

sowie die Vorgehensweise

bei der Antragstellung

zu klären.

Fassadenprogramm:

bis 31.12.2013

Förderung von Haus- und Hofflächen,

Fassaden und Brandwänden

etwa 800.000 Euro

Bewilligung:

Durch die Lenkungsgruppe der

Sozialen Stadt Iserlohn

Einige Eigentümer haben bereits im Zuge der

Innenstadtverschönerung von 2001 bis 2010 die

Möglichkeit genutzt, sich bei der Fassadensanierung

unterstützen zu lassen.

Sosyal şehir: Bina ön yüzü ile

Avluları icin Maddi Destek

Anträge können ab sofort bei

der Stadt Iserlohn, Abteilung

Stadterneuerung gestellt

werden.

Kontakt

Stadt Iserlohn

Abt. Stadterneuerung

Werner-Jacobi-Platz 12

Ansprechpartner

Ulrich Zimmer

Tel. 02371 217-2912

12 13


Quartiersmanagement Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Kinder- & Jugendarbeit

Die Schlange am Fritz-Kühn-Platz und die Wandbemalung am Altstadtparkhaus sind Beispiele für Projekte, die aus

dem Verfügungsfonds gefördert werden können.

Yeni: Kullanim fonds – küçük

projeler icin maddi yardim

Gefördert werden bewohnergetragene

Maßnahme, die für die Südliche Innenstadt/Obere

Mühle vorteilhaft sind.

Insgesamt stehen fast 19.000 Euro jährlich

zur Verfügung, die bis zum Frühjahr

2014 ausgegeben werden können.

Bis dahin liegen die Richtlinien

Gefördert werden z. B. Mitmach- und Antragsformulare im Quaraktionen

für alle Generationen, tiersbüro aus. Gefördert wer-

Gestaltung des öffentlichen den z. B. Mitmachaktionen für

Raumes durch Verschönerungs- alle Generationen, Gestaltung

oder Reinigungsmaßnahmen. des öffentlichen Raumes durch

Verschönerungs- oder Reinigungsmaßnahmen.

Zuschüsse zu Sachund

Honorarkosten können beantragt

werden, Bewirtungs- und Verpflegungskosten

werden dagegen nicht übernommen.

Auch bereits anderweitig geförderte

Maßnahmen erhalten keine Zuschüsse.

Kontakt

Quartiersbüro

Peterstr. 8-10

Mo bis Mi 14 – 16 Uhr

Do 14 – 18 Uhr

quartiersbuero@iserlohn.de

Ansprechpartner

Tabea Rössig

Tel. 02371 3512520

tabea.roessig@stadt-kinder.de

Neu: Verfügungsfonds – ein Geldtopf für kleinere

Maßnahmen

(tr) Im Rahmen des Projekts Soziale Stadt in Iserlohn von 2010 bis 2014 liegen Geldmittel für bewohnerschaftliche

Maßnahmen parat. Der Fonds wird vom Team des Quartiersbüros betreut, die Bewohner

selbst verfügen darüber. Der sogenannte Verfügungsfonds ist Ende 2011 freigegeben worden, so dass

Anträge nun eingereicht werden können.

Die schriftlichen Anträge können ganzjährig

im Quartiersbüro abgegeben

werden. Danach erfolgt die Bewilligung

und der Bescheid wird verschickt. Nach

der Durchführung der Maßnahme erfolgt

die Abrechnung mit der Zuschussauszahlung.

Bei einem Betrag bis zu

1000 Euro erfolgt die Bewilligung durch

die Quartiersmanager in Absprache mit

der Projektleitung „Soziale Stadt Iserlohn“.

Ab 1001 Euro tritt ein Bürger-

rat zusammen, der per Mehrheitsentscheidung

die Maßnahme genehmigt.

Im Bürgerrat kommen 13 Personen zusammen

u.a. vom Kinder- und Jugendrat entsandte

Vertrauenspersonen, Vertreter der

sozialen Einrichtungen und der ansässigen

religiösen Gemeinschaften. Fünf Personen

aus der Bewohnerschaft werden auf dem

Quartiersforum jedes Mal neu bestimmt.

Der Bürgerrat tritt immer ca. sechs Wochen

nach dem Quartiersforum zusammen. 2012

trifft er sich also etwa Anfang März, Ende

Mai, Mitte August und Mitte November.

Verfügungsfonds:

bis 31.03.2014

Fonds freier Mittel für kleinteilige

gebietsbezogene Maßnahmen

etwa 60.000 Euro

Bewilligung:

bis 1000 Euro durch die Quartiersmanager

und die Soziale Stadt

Iserlohn-Projektleitung

ab 1000 Euro durch den Bürgerrat

Download der Richtlinien und

Antragsformulare

www.soziale-stadt-iserlohn.de

Natur wird im St. Pankratius-Kindergarten ganz groß geschrieben – spielerisch entdecken die Kinder die Natur – in kleinen Exkursionen

werden Wald und Bach erforscht. Der eigene Waldspielplatz hat eine beliebte Matschrutsche.

Naturkindergarten St. Pankratius

Das Motto anlässlich des Jubiläums 2010 konnte nur lauten: „Der älteste Kindergarten Iserlohns ist in

all den 125 Jahren immer jung geblieben“. Die prägenden Eigenschaften „lebendig, frisch, kräftig und

mutig“ sind auch weiterhin nötig, um die Herausforderungen der heutigen Zeit zu meistern.

Das Motto anlässlich des Jubiläums 2010

konnte nur lauten: „Der älteste Kindergarten

Iserlohns ist in all den 125 Jahren immer

jung geblieben“. Die prägenden Eigenschaften

„lebendig, frisch, kräftig und mutig“ sind

auch weiterhin nötig, um die Herausforderungen

der heutigen Zeit zu meistern.

Das soziale Umfeld, gepaart mit oft schwierigen

wirtschaftlichen Bedingungen für die

hier lebenden Menschen, hat sich im Laufe

des letzten Jahrzehnts radikal gewandelt.

Allein die Tatsache, dass der Kindergarten

St. Pankratius Kinder aus 15 verschiedenen

Nationen betreut, macht deutlich, dass er

einen großen Teil zur Integration von Menschen

unterschiedlichster Herkunft beiträgt.

Mitte 1990 wandelte er sich zum „Naturkindergarten

mitten in der Stadt“. Proppenvolle

Anmelde- und lange Wartelisten

zeugen von dem hohen Interesse, das dem

Kindergarten St. Pankratius entgegengebracht

wird. Alle schätzen nicht allein das

Angebot des Kindergartens, sondern auch

und besonders die Tatkraft und die hohe

Motivation des Personals, das seinen nicht

immer leichten Dienst mit viel Liebe und

Hinwendung zu den Kindern ausübt.

Neben den vielfältigen kreativen Angeboten,

die der Erziehung und Bildung der Kinder

dienen, spielt auch das naturgeprägte

Außengelände eine große Rolle. Auch der

Innenbereich hat eine ganze Menge zu

bieten z. B. Möglichkeiten zum Verstecken,

Entspannen, kreativen Gestalten, Klettern,

Springen und Schaukeln, Musizieren, Handwerken

und Lesen. Immer wieder sind Eltern

bereit, mit viel Tatkraft zum Gelingen von

Festen und Feiern beizutragen. Die jährlichen

Theaternachmittage, bei denen

Väter und Mütter nach monatelangen

Proben ein Stück für die

Kleinen aufführen, genießen längst

einen legendären Ruf. Viele Freundschaften

unter den Eltern sind auf

diesem Weg bereits entstanden.

Gutes zum Schluss: Manche Errungenschaft,

über die der Kindergarten St. Pankratius

mittlerweile verfügen kann, wäre ohne den

1997 gegründeten Förderverein nicht möglich

gewesen. So wurden viele Spielgeräte

im Außenbereich und etliche Ausstattungsgegenstände

im Innenbereich durch den

Förderverein angeschafft und teilweise auch

aufgestellt. Ein Beispiel dafür, was seither

unter anderem geschaffen wurde, ist die

neue Spielanlage vor dem Kindergarten mit

einer zweistufigen runden Sitzanlage aus

Natursteinpflaster.

Ein Projekt, zu dem auch die Gertrud-Wichelhoven-Stiftung,

die auch eine Maßnahme

zur Sprachförderung finanziert,

einen namhaften Betrag beisteuerte. Der

Kindergarten ist damit noch ein Stückchen

schöner geworden. Es stimmt: Man

sieht ihm sein hohes Alter nicht an.

Iserlohnun en eski ana okulu

Neben den vielfältigen kreativen

Angeboten spielt auch das naturgeprägte

Außengelände eine

große Rolle.

Kontakt

Aloysiusstr. 1a

58636 Iserlohn

www.kindergartenpankratius.de

Tel. 02371 22820

Öffnungszeiten

montags 7.30 bis 16.00 Uhr

dienstags bis donnerstags 7.30

bis 14.30 Uhr

(ein warmes Mittagessen wird

angeboten)

freitags 7.30 bis 13.00 Uhr

14 15


Kinder- & Jugendarbeit Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Kinder- & Jugendarbeit

Jugend Stärken – ein Programm zur Förderung Jugendlicher und junger Erwachsener im Übergang Schule-Beruf – Aktionen, wie

Kanutouren, Klettern und Kooperationsspiele fördern die Gruppendynamik und stärken das Selbstbewusstsein der Jugendlichen.

Gençligi güçlendirmek –

çoçuk ile Genclik merkezinde

Karnacksweg

Kontakt

Jugendzentrum Karnacksweg

Karnacksweg 44

wochentags 8.00 bis 22.00 Uhr

Herr Bathe 02371 967070

Frau Badtke 02371 967077

jugendarbeit@iserlohn.de

Jugend Stärken – Aktiv in der Region

im städtischen Kinder- und Jugendzentrum Karnacksweg

Durch die Vernetzung mit

der Arbeit im JuZ sollen Schwellenängste

abgebaut und Synergieeffekte

geschaffen werden.

(fb) Seit Anfang 2011 gibt es eine entscheidende

Neuerung in der Jugendarbeit in Iserlohn:

Das Projekt

„Jugend Stärken

– Aktiv in der Region“

wurde im

Jugendzentrum

(JuZ) Karnacksweg

installiert.

Die bisher im

Rathaus ansässigen

Projekte

„Kompetenzagentur“

und

„Schulverweigerung

– Die 2. Chance“ haben ihr Büro jetzt

im JuZ. Zusätzlich dazu wurde

eine neue tagesstrukturierende

Maßnahme („TsM 44“) in Kooperation

mit dem Internationalen Bund

(IB) im Jugendzentrum eingerichtet.

Unterstützt wird das neue

Angebot durch die Streetworker der Stadt.

Durch die Vernetzung mit der Arbeit im

JuZ sollen Schwellenängste abgebaut und

Synergieeffekte geschaffen werden. Diese

Konzentration von Kräften findet auch

in den Jugendeinrichtungen in Iserlohner

Heide, Hombruch und Letmathe statt.

Die Kompetenzagentur ist eine Anlaufstelle

für Jugendliche im Alter von 15 bis

25 Jahren, die Unterstützung und Begleitung

beim Übergang von der Schule in

den Beruf benötigen. Sie orientiert sich an

den Möglichkeiten der Jugendlichen und

strebt eine passgenaue

und berufliche

Integration an.

Schulverweigerung

– Die 2. Chance ist

eine Anlaufstelle rund

um das Thema Schulverweigerung.

Ziel ist

es, Schüler ab dem

12. Lebensjahr wieder

ins Schulsystem

zurückzuführen und

damit ihre Chancen

auf einen Schulabschluss zu verbessern.

Dabei wird eng mit der jeweiligen Schule,

der Schulsozialarbeit, den Eltern und anderen

Einrichtungen zusammen gearbeitet.

„TsM 44“ ist eine niedrigschwellige tagesstrukturierende

Maßnahme, die sich an

Jugendliche richtet, die einen Einstieg in

einen geregelten Tagesablauf suchen. Das

Ziel ist es, die Jugendlichen auf bestehende

Hilfs- und Berufsfördermaßnahmen vorzubereiten

und sie dahingehend zu begleiten.

„Back to School“ ist ein Präventionsprojekt

für schulmüde Schüler des 8. und 9. Schuljahres,

deren erfolgreicher Abschluss gefährdet

ist. Hierbei ist das Ziel, die Jugendlichen

in ihrer psychosozialen und eigenverantwortlichen

Entwicklung zu stabilisieren

und sie ins Schulsystem zurückzuführen.

Die Checkpoint-Gala war gut besucht, als im Parktheater die Projektergebnisse präsentiert wurden.

Checkpoint Gala 2011 präsentiert die Projektergebnisse

im Parktheater

(tt) Als am 21. Dezember um 19.00 Uhr der Countdown für die Checkpoint Gala ertönte (wir berichteten)

war das Studio des Parktheaters bis auf den letzten Platz gefüllt.

Aufruf zum Mitwirken

am Stadtteilfest 2012

(tr) Das Quartiersbüro veranstaltet im

Mai 2012 ein internationales Stadtteilfest.

Vereine, soziale Einrichtungen,

Stadtämter und gemeinnützige Organisationen

können mitmachen. Für Kinder

wird es ein großes Spielfest sein, für Erwachsene

ein Ort für Information über

Sport, Bildung, Beratungsangebote und

ehrenamtliches Engagement.

Möchten Sie gerne am Fest mitwirken,

dann melden Sie sich einfach bei der

Quartiersmanagerin Tabea Rössig, Tel.

02371 3512520

Das Fest ist für Mitwirkende und für

Teilnehmer natürlich kostenlos.

In den folgenden 90 Minuten konnten die

Zuschauer Jugendliche bewundern, die

ihr Können aus der Red-Carpet Projektarbeit

im Checkpoint zeigten. Rapper, Bands,

Fußballer und Videoberichte wechselten

sich in einem bunten Programm auf der

Bühne ab, wobei sich im Anschluss

nicht nur Bürgermeister

Dr. Peter Paul Ahrens und die

Bundestagsabgeordnete Dagmar

Freitag beeindruckt zeigten.

Zusammen mit Dimitri Axourgos

und dem Künstler Jorge Rando wird sie die

Schirmherrschaft für die Neuauflage der

Talentwerkstatt 2012 übernehmen. Nach

diesem Abend waren sich alle einig: Ein solches

Erlebnis muss wiederholt werden.

Checkpoint unterstützen

(tt) Die Arbeit im Jugendcafé Checkpoint

ist darauf angewiesen, von vielen Schultern

getragen zu werden. Wenn Sie diese Arbeit

persönlich oder finanziell unterstützen wollen,

wenden Sie sich an Timon Tesche.

Spendenkonto

Ev. Kirchenkreis Iserlohn

Kto-Nr: 2001169028

BLZ 350 610 90

Stichwort „Checkpoint“

Ausführliche Eindrücke auf

www.red-carpet-experience.de

Checkpoint Galasi Proje

sonuçlarını sunuyor

Rapper, Bands, Fußballer und

Videoberichte wechselten sich

in einem bunten Programm auf

der Bühne ab.

Kontakt

Jugendcafé Checkpoint

Kurt-Schumacher-Ring 12–14

Ansprechpartner

Timon Tesche

Tel. 02371 399001

Öffnungszeiten

Di 18.00 – 20.00 Uhr

Checkpoint Jesus

Mi 16.00 – 19.30 Uhr Offenes

Jugendcafé

Mi 20.00 – 22.00 Uhr

Fußballtraining

www.checkpoint.jimdo.de

16 17


Integration Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Bildung & Soziales

Das bunte Haus in der Peterstraße und die Mitarbeiterinnen des Jugendmigrationsdienstes, Silvia Hedrich und Ursula van Holt.

Jugendmigrationsdienst des

Internationalen Bundes

Peterstraße 15

Ansprechpartner

Ursula van Holt

Tel. 02371158420

Silvia Hedrich

Tel. 02371 158421

Der Jugendmigrationsdienst des Internationalen Bundes (IB)

Gençlik göç hizmeti

Die JMD-Mitarbeiterinnen

arbeiten mit verschiedenen

Kooperationspartnern zusammen.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag

8.00 und 16.00 Uhr

(uvh) Jugendmigrationsdienst – ein umständliches

Wort für eine einfache Sache: Die

Mitarbeiterinnen des Jugendmigrationsdienstes,

kurz JMD genannt, helfen jungen Migranten,

sich in Deutschland zurechtzufinden.

Pawel, 15 Jahre, ist mit seinen Eltern aus Polen

nach Iserlohn gekommen. Die JMD-Mitarbeiterinnen

beraten die Familie bei der Auswahl einer

Schule. Sein Zeugnis aus Polen muss übersetzt

und anerkannt werden.

Pawel muss zuerst noch

mehr Deutsch lernen, er

kann am Sprach- und

Kommunikationskurs des

IB am Dienstagnachmit-

tag teilnehmen.

Später benötigt

er vielleicht noch

Nachhilfe in Mathematik,

um

in seiner Klasse

mitzukommen. Pawel hat

in seiner Heimatstadt

Fußball gespielt, also

bekommt er Adressen

von Sportvereinen, denn

über den Sport wird er

schnell Freunde finden.

Semra hat im letzten Sommer in der Türkei

geheiratet. Mit dem Sprachdiplom A1 kommt

sie nach Iserlohn und möchte zuerst noch

weiter deutsch lernen. Im JMD suchten

sie einen passenden Sprachkurs aus.

Semra hat in Istanbul bereits ein Jahr Ökonomie

studiert. Hier in Deutschland möchte sie

lieber eine Berufsausbildung machen, überlegt

sie gemeinsam mit der JMD-Mitarbeiterin.

„Zu uns kommen Jugendliche aus unterschiedlichen

Ländern mit unterschiedlichen

persönlichen Voraussetzungen

und unterschiedlichen Fragen.

Das macht unsere Arbeit so interessant,

und wir lernen ebenfalls immer etwas

Neues dazu“, erklärt Silvia Hedrich.

Die JMD-Mitarbeiterinnen

arbeiten mit verschiedenenKooperationspartnern

zusammen, mit

Lehrern, Schulsozialarbeitern,

mit Mitarbeitern

der Kompetenzagentur,

der Berufsberatung, des

Jobcenters, des Amtes

für Integration, um nur

einige zu nennen.

Ursula van Holt setzt

sich im Integrationsrat

für die Belange der

jungen Migranten ein.

„Schön ist es, wenn wir

erleben, dass sich aus

einem unsicheren Neubürger ein selbstbewusster

junger Mensch entwickelt, der Ziele

hat und sie auch verfolgt“, berichtet sie.

Die Beratung ist kostenlos, das Bundesfamilienministerium

finanziert die Arbeit.

(Die Beispiele sind frei erfunden.)

In kleinen Kursen ist der Redeanteil einzelner Teilnehmerinnen höher und Fortschritte sind schneller sichtbar.

Frauenkurs des Internationalen Bundes (IB) in Iserlohn

(öz) Der Frauenkurs des Internationalen Bundes (IB) in Iserlohn ist für ausländische Frauen, die ihre

Deutschkenntnisse verbessern und sich mit anderen Frauen über verschiedene Themen des Alltags

austauschen möchten.

Es wird sehr viel Wert darauf gelegt, das

Selbstbewusstsein der Frauen zu stärken und

sie zu ermutigen, ihren Stadtteil und ihre

Stadt besser kennen zu lernen. Die Leiterinnen

Egnur Celik und Beatrice Uwamahoro

haben den Kurs im November 2011 mit zwölf

Frauen aus verschiedenen Nationen gestartet

und schon die erste Kursreihe hinter sich.

Im Kurs wurden verschiedene Themen,

wie zum Beispiel Erziehungsfragen, Gesundheit,

Aufenthaltsrecht und Arbeitswelt,

bearbeitet. Zwischendurch gab es

genügend Zeit für Gespräche aus dem

privaten Bereich oder aus dem Alltag.

Der Kurs findet jeweils dienstags von 8.30

bis 11.30 Uhr in den Räumen der offenen

Ganztagsschule (Südburg), die gegenüber

der Südschule in der Waisenhausstr.

5 liegt, statt. Für eine Kinderbetreuung

ist auch gesorgt.

Der zweite Kurs startete bereits am

11. Januar 2012. Jede Frau, die ihre

Deutschkenntnisse verbessern

möchte, ist herzlich willkommen!

Der Einstieg ist jederzeit möglich. Der Kurs

wird vom Bundesamt für Migranten (BAMF)

finanziert, daher ist die Teilnahme kostenlos.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Sprach- und Kommunikationskurs beim Jugendmigrationsdienst (JMD)

(uvh) Dienstags von 13.30 bis 16.30 Uhr

findet in der Peterstrasse 15 beim Internationalen

Bund (IB) ein Deutschkurs statt.

Junge Menschen, die auf den Beginn

eines Integrationskurses warten, Schüler

verschiedener Schularten, Teilnehmer

vom Berufskolleg oder Auszubildende,

die zusätzlich zur Förderung in ihrer

Schule noch mehr Deutsch lernen möchten,

kommen freiwillig am Nachmittag.

„Die Jugendlichen unterstützen sich

gegenseitig, nur so ist es möglich, dass

absolute Anfänger und Fortgeschrittene,

die schon seit ein bis zwei Jahren

in Deutschland sind, gemeinsam unterrichtet

werden“, erläutert Gina Bungard-

Faoro, die mit großem Engagement

die Gruppe betreut. „Auch die Herkunft

aus den unterschiedlichen Ländern

und die große Altersspanne zwischen

15 und 26 Jahren ist dann kein Problem.

Wir knüpfen an den Erfahrungen

in den Heimatländern an und jeder

kann etwas zum Gespräch beitragen.“

Der Höhepunkt im Winter ist der Besuch

des Weihnachtsmarktes, wo alle Teilnehmer

Reibeplätzchen probieren, die sie

zuvor selber auf Deutsch bestellt haben.

Hanımlar Kursu

Im Kurs wurden verschiedene

Themen wie Erziehungsfragen,

Gesundheit, Aufenthaltsrecht

und Arbeitswelt bearbeitet.

Weitere Infos

Internationalen Bund (IB)

Peterstr.15

Ansprechpartner

Ursula van Holt

Tel. 02371 158420

Egnur Celik

Tel. 02371 785944

Beatrice Uwamahoro

Tel. 0152 54260806

18 19


Integration Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Quartiersmanagement

Der Rundgang zum Thema „Orte der Integration“ führte die Interessierten entlang vieler Wegpunkte, an denen Zuwanderung deutlich

wird bzw. Geschichte geschrieben wurde. Zum Abschluss gab es für alle einen kleinen Imbiss in der Moschee an der Bergwerkstraße.

50 Jahre Zuwanderung – Orte der Integration

(öz) „Orte der Integration“ war eine von insgesamt drei Veranstaltungen, um

an „50 Jahre Zuwanderung in Iserlohn“ zu erinnern.

Uyum mekanları –

50 Yıl gö

Bereits in den 60er Jahren gab

es schon etwa 30 ausländische

Restaurants in Iserlohn.

Hintergrund

Veranstaltungsreihe des Integrationsrates:

Iserlohner Aktionstage 2011 –

„50 Jahre Zuwanderung“

Der Integrationsrat hatte am Samstag, den

19. November 2011 zu einem besonderen

Stadtrundgang eingeladen. 23 Interessierte

aus verschiedenen Nationen haben

sich dafür am Fritz-Kühn-Platz getroffen.

Sabine Risse, die Vorsitzende Verkehrsvereins

Iserlohn, hat auf dem Rundgang

verschiedene Ansätze der Integration

sehr anschaulich nahe gebracht.

Es wurden verschiedene Orte in der

Innenstadt besucht, an denen deut-

lich wurde, wie viele Menschen,

aus welchen Gründen

nach Iserlohn eingewandert

sind und welche Geschichten

sich dahinter verbergen.

Zuerst wurde der Luftschutzstollen

unterhalb der Obersten Stadtkirche,

der im Zweiten Weltkrieg von ausländischen

Zwangsarbeitern gebaut wurde,

besucht – hier drehte es sich um

die Aufnahme dieser Hilfskräfte.

Weiter wurde entlang der Wiemer spaziert,

vorbei an einer griechisch-orthodoxen

Kirche, zwei Moscheen, der Marokkanischen

und der Moschee von Milli

Görüs in der Altstadt und der Kindertagesstätte

„Kinderland“ der Arbeiterwohlfahrt

(AWO). Die Kinder dort kommen

aus 17 verschiedenen Nationen,

der Migrantenanteil liegt bei 85%.

Im oberen Teil der Wiemer gab es Anfang

der 80er Jahren das erste Zentrum für türkische

Mitbürger und auch die ersten Türkisch-Kurse

für Deutsche fanden hier statt.

In der Südschule gab es schon 1971

rund 150 ausländische Schüler. Seit dem

01.08.2007 ist die Grundschule eine Offene

Ganztagsschule.

Das Gebäude des ehemaligen Waisenhauses,

ehemals auch als türkischer Kinderhort genutzt,

gehört nun offiziell zum Schulkomplex.

Dieses Haus für die damaligen Waisen- und

Bettelkinder steht als Beispiel für Sozialpolitik

aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Es wurde nach den Plänen von Max

Nohl gebaut und schon 1774 eingeweiht.

1968 lebte nur noch ein Drittel der Gastarbeiter

in Wohnheimen, viele sind

mittlerweile in die Altstadt und die Innenstadt

gezogen. Bereits in den 60er

Jahren gab es schon etwa 30 ausländische

Restaurants in Iserlohn.

Eine interessante und sehr erfolgreiche Geschichte

haben die Dönerbuden. Könnten

sie als eine Brücke der Integration stehen?

Denn in Deutschland lassen es sich immer

mehr Menschen an Döner-Imbissen

schmecken – das bringt einen jährlichen

Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro.

Zum Abschluss des Rundgangs wurden

alle Spaziergänger in die DITIB-Moschee >

Bisher fanden die Frauentreffs im Quartiersbüro statt, aber ab dem 19. Januar in den oberen Räumen der Begegnungsstätte

der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Nußstraße 3.

Internationaler Frauentreff des Quartiersbüros

(öz) Seit Ende September 2011 findet im zweiwöchigen Rhythmus ein internationaler Frauentreff mit Bildungsinhalten

statt. Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat zwischen 10 und 12 Uhr kommen Frauen

zum internationalen Frauentreff zusammen, der von der interkulturellen Vermittlerin Dilek Özyesil, Mitarbeiterin

des Quartiersbüros, geleitet wird.

Jeden ersten Donnerstag referiert eine

Person über ein Thema, das nach Wunsch

der Frauen ausgewählt wird. Bisher eingeladen

wurden Referentinnen unter

anderen vom Internationalen Bund, dem

Mieterschutzbund, dem Jugendamt und

dem Fachbereich für Integration und

Aufenthaltsrecht der Stadt Iserlohn.

In den nächsten Treffen wird es unter

anderem um folgende Themenbereiche

gehen: Jobcenter Hartz IV,

Gewalt gegen Frauen, Kinder und Erziehung,

Verbraucherzentrale, Frauenhaus,

Reha Klinik Sport, Gleichstellungsstelle,

Pflegeheime und Caritas. In

den kommenden Monaten sind zusätzlich

Tagesausflüge und Feste geplant.

> an der Bergwerkstraße eingeladen.

Mit heißem Cay (türk. Tee) und Börek

(Teigspezialität mit Käse und Fleisch)

konnte die Diskussionen über die Geschichten

und neuen Erfahrungen des

Spaziergangs fortgesetzt werden. Die

Teilnehmer hatten noch Zeit und Möglichkeit

einen Blick in die Moschee zu

werfen und Dogan Üstün, die stellver-

An jedem dritten Donnerstag treffen

sich die Frauen zum gemeinsamen Frühstück.

Jede bringt eine Köstlichkeit mit

und in gemütlicher Atmosphäre

wird sich über verschiedene

Themenbereiche ausgetauscht.

Der internationale Frauentreff

ist offen für Frauen mit und

ohne Migrationshintergrund.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Seit dem 19. Januar steht den Frauen ein

neuer Raum zur Verfügung. Daher finden

die Frauentreffs nicht wie bisher im Quartiersbüro

statt, sondern in den oberen

Räumen der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt

(AWO) in der Nußstraße 3.

tretende Vorsitzenden der DITIB (Türkisch

Islamische Gemeinde zu Iserlohn

e.V.), informierte über den Islam.

Insgesamt war dieser Stadtrundgang sehr

spannend und informativ – wenn auch

„etwas anders“.

Alle Teilnehmer waren begeistert und

wünschen sich eine Fortsetzung!

Bölge ofisinde Uluslararası

bayanlar toplantısı

Jeden ersten Donnerstag

referiert eine Person über ein

Thema, das nach Wunsch der

Frauen ausgewählt wird.

Kontakt

Dilek Özyesil

Sprechstunde im Quartiersbüro:

donnerstags 14 und 16 Uhr

Tel. 02371 3512517

quartiersbuero@iserlohn.de

20 21


Inklusion Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Wirtschaft

Bei der Tanzprobe wird die Choreographie geübt, später auf der Bühne sieht dann alles sehr professionell aus. © Dirk Prußak

Kontakt

Carina Steding

Tel. 0172 2771073

carinalucia@finde-das-feuer.de

www.finde-das-feuer.de

Nächsten Termine

18.03.2012

Depot Dortmund 19:30 Uhr

Kartenvorverkauf

DRK KV Iserlohn

Karnacksweg 35a

Tel. 02371 81930

Stadtinformation Iserlohn

Bahnhofplatz 2

Tel. 02371 2121819

Firelands – eine sensationelle Musik- und Tanzshow

(tr) „Firelands – Finde das Feuer“ ist eine außergewöhnliche multimediale Musik- und Tanzshow

aus der Feder von Carina Steding. Sie leitet bereits seit Jahrzehnten eine Tanzgruppe des Deutschen

Roten Kreuzes am Karnacksweg. „Rolle rückwärts“ und „Jungle of Emotion“ waren bereits erfolgreiche

Vorgänger.

Fireland – sansyonel

Müzik ile Dans şov

Ob beeinträchtigt oder nicht,

die Gruppe funktioniert.

Die drei Hauptdarsteller des aktuellen

Stückes werden unterstützt von rund 30

Nebendarstellern und Helfern. Das Besondere

ist, dass behinderte und nichtbehinderte

Menschen gleichermaßen an dem

Stück beteiligt sind. Die Vorbereitungszeit

von drei Jahren hat sich

ausgezahlt. Seit der Premiere im

November 2010 krönen stehender

Applaus jedes Mal die zweieinhalbstündige

Darstellung. Die lateinamerikanischen

Rythmen machen deutlich:

es gibt keinen Grund nicht zu tanzen.

Das Stück beginnt im kalten und traurigen

Russland und endet im warmen und lebensfrohen

Südamerika. Es geht durch sechs

Länder mit der bewegenden Geschichte einer

jungen Frau. „Wenn es einen Grund gibt

zu leben, zu lieben, zu tanzen und zu lachen,

kann einen nichts daran hindern“, bestätigt

eine Teilnehmerin das Fazit des Stückes.

Die außergewöhnliche Aufführung im

Parktheater muss aber gut vorbereitet

sein, denn das ist für soviel menschliche

Energie nicht gut genug ausgestattet:

keine Rampe und keine Rolli-Toilette.

Auch im Proberaum wird es langsam

eng. Elektrorollstühle, normale Stühle,

Requisiten und Kostüme teilen sich

mit den rund 20 anwesenden Personen

den Platz bei den Tanzproben.

Andreas Winter, musikalischer Leiter, ist

jedes Mal aufs neue beeindruckt, wie gut

das Zusammenspiel in der Gruppe funktioniert:

„Jeder nimmt auf jeden Rücksicht“.

Niemand steht im Hintergrund, denn alle

sind wichtig für das Gelingen des Projektes.

Ob es die alten Hasen sind, wie

Christine Böhme oder Brigitte Ziegler,

die schon seit rund 20 Jahren mit dabei

sind, oder ob es die Neueinsteiger sind,

wie die 22-jährige Jasmin Pöschel. Ob

beeinträchtigt oder nicht, die Gruppe

funktioniert, auch weil sie sich gegenseitig

auffangen, wenn etwas nicht gut

läuft. Der junge Urbanatix-Tänzer Jannis

Rasser, gebürtig aus Iserlohn, unterstützt

seit kurzem die Gruppe. Mit seinem „Tricking“,

wie die Elemente aus dem Streetdance

heißen, beeindruckt er alle. Egal

ob körperlich beeinträchtigt oder nicht.

Er selbst lernt mit den Beeinträchtigungen

anderer Menschen umzugehen, genauso

wie Claudia Weber. 2010 wurde

sie herzlich in die Gruppe aufgenommen

und ist seitdem reicher an Erfahrung. „Ne

coole Sache“, findet auch Nico Gattner.

Der 17-Jährige übernimmt bei Aufführungen

stolz die Projektionstechnik. Für

die meisten Darsteller ist es außerdem

die erste Möglichkeit eigene Talente zu

entdecken und Bühnenerfahrung zu sammeln.

Das bessere Körpergefühl ist für

viele eine zusätzliche Bereicherung.

Das Restaurant Marrakesch an der Oberen Mühle 17a ist eine Oase für alle Sinne.

Restaurant Marrakesch – eine Oase für die Sinne

(tr) Das Restaurant Marrakesch befindet sich in dem Haus an der Oberen Mühle 17 A am Eisenbahnviadukt.

Das Schild zeigt links in den Hof. Tagsüber wirkt der Hof eher unscheinbar, doch abends

verwandelt sich der Eingang zu einem Tor in die Geschichte von 1001 Nacht.

Orientalisches Ambiente mit Bögen, Ornamenten,

traumhaften Stoffen und

marokkanischer Musik bringen die Gäste

in die richtige Stimmung für den

Abend. Marokkanische Lampen zaubern

orientalische Muster an die Wand.

Das Restaurant ist auf typisch marokkanische

Gerichte spezialisiert. Die Zubereitung von

Couscous erfordert viel Erfahrung und Geduld.

Tajine-Gerichte werden in dem traditionellen

Tongeschirr Tajine zubereitet und

serviert. In dem hütchenförmigen Deckel

können die Aromen zirkulieren und sich voll

entfalten. Das engagierte Ehepaar legt großen

Wert auf frische Zubereitung, Qualität,

exzellentes Fleisch und erlesene Gewürze.

Hanan Barouhou kann auf ihre Kochkünste

stolz sein, schließlich genießen Stammgäste

aus aller Welt ihre Couscous- und die

Tajines-Kreationen. „Wir haben nicht nur

Stammgäste aus dem Märkischen Kreis,

sondern auch Gäste aus Kanada, Spanien,

Frankreich, Belgien, aber auch aus

Berlin, Düsseldorf und Dortmund“, erzählen

die beiden mit leuchtenden Augen.

Driss Chibani vermittelt seinen Gästen

zusammen mit seiner Frau, wie kein anderer

die marokkanische Lebensart und

Kultur. Entflohen aus dem eigenen Alltag

lehnt man sich am besten auf einem der

30 Sitzplätze zurück und vergisst die Zeit.

Das Restaurant wird gut besucht und bereits

zur Eröffnung im Oktober 2010 kamen rund

70 Gäste. Auf das Stichwort Integration angesprochen,

sagen die beiden: „Zu uns kommen

überwiegend deutsche Gäste. Viele Frauen

genießen in der orientalischen

Ecke zu ihrer Tajine oder Couscous

gerne einen Tee aus frischer Minze,

Orange und Ingwer oder orientalischen

Gewürzkaffee. Auch immer

mehr Vegetarier entdecken unsere

Küche für sich. 2012 stehen wir im Waldstadt-

Euro-Gutscheinheft der Stadtwerke, denn wir

möchten noch weiteren Menschen die einzigartige

Welt des Orients schmecken lassen!“

Besondere Unternehmen des

Quartiers in der Stadtteilzeitung

(sp) Das Gebiet Südliche Innenstadt/

Obere Mühle kann mit zahllosen ganz

besonderen Unternehmen und Geschäften

aufwarten. In jeder Ausgabe stellt

die Redaktion einen Unternehmen vor.

Sind Sie der Meinung, dass Ihr Geschäft

oder Ihr Unternehmen etwas ganz

Besonderes ist? Bewerben Sie sich bei

der Quartiersmanagerin Tabea Rössig,

Tel. 02371 3512520. Vielleicht stellen

wir Sie schon im nächsten Heft vor!

Marrakesch Lokantasi –

an oasis icin duyular

Das Restaurant ist auf typisch

marokkanische Gerichte

spezialisiert.

Kontakt

Restaurant Marrakesch

Obere Mühle 17 A

Tel. 02371 3910073

www.marrakeschoase-der-sinne.de

22 23


Historisches Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Historisches

Vorderansicht des Rampelmannschen Hauses vor dem Abbruch der

Nachbargebäude, um 1950 (© Stadtarchiv Iserlohn), Rückseite des

Rampelmannschen Hauses, um 1982 (© Stadtarchiv Iserlohn).

Das Rampelmannsche Haus heute (© Tabea Rössig)

Das Rampelmannsche Haus

Bürgerhaus mit langer Geschichte

Vatandaş evi ile uzun öyküsü

(rc) Zu den markanten Gebäuden im Umfeld der

Bauernkirche zählen bis heute das ehemalige

Zeughaus (heute Stadtmuseum), das Fabrikhaus

Maste (heute Museum für Handwerk und Postgeschichte)

und das so genannte Rampelmannsche

Haus, Am Zeughaus 1. Dieses in spätbarockem Stil

errichtete massive Gebäude blickt auf eine wechselvolle

Bau- und Nutzungsgeschichte zurück und

ist architektonischer Zeuge der Stadtgeschichte.

Das geräumige Gebäude wurde 1748 – darauf weist

die Jahreszahl unter der Dachtraufe an der östlichen

Langseite hin – für den Iserlohner Handelsmann

Gerhardus Quincke aus Bruchsteinen errichtet. Die

Familie Quincke, die noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts

das Haus bewohnte, gehörte nach den

Kaufleuten von Scheibler, Schrimpff, Ebbinghaus

und Brune sowie dem Fabrikanten Schmiemann zu

den höchstbesteuerten Einwohnern der Stadt Iser-

lohn. Von der Familie

Quincke gelangte

das Haus

an den Bronzefabrikanten

Johannes Duncker.

1828 wird

dessen Schwa-

Für drei Jahrzehnte war das

Rampelmannsche Haus

die zentrale Aufbewahrungsstelle

für die schriftliche Überlieferung

zur Stadtgeschichte.

ger Franz Maste, der Besitzer der Fabrik in Barendorf,

als Miteigentümer genannt. Über den Fabrikinhaber

Carl Maste kam das Haus 1892/93 an

den Kaufmann und Stadtverordneten Heinrich

Rampelmann, dessen Familienname zur charakteristischen

Bezeichnung für das Haus wurde.

Seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts sind

anhand der Bauakte die vorgenommenen baulichen

Veränderungen dokumentiert: Anbauten

wurden errichtet, wieder abgerissen bzw. in Wohnraum

umgewandelt und unterkellert. Im Jahr 1900

verschwand die sechsstufige Freitreppe vor dem

Hauseingang. Erhalten blieb bei der Veränderung

des Eingangs das Monogramm über dem Türportal.

1913 erwarb die Stadt Iserlohn nach dem Tod von

Heinrich Rampelmann das Haus und vermietete Räume

als Wohnungen. Seit 1939 nutzte das Deutsche

Rote Kreuz Räume im Rampelmannschen Haus. In

den 1970er Jahren ergab sich eine neue Nutzungsmöglichkeit.

Das seit 1937 im benachbarten „Haus

der Heimat“ (Stadtmuseum) untergebrachte Stadtarchiv

benötigte dringend mehr Platz. Nach Um- >

> bauten im Inneren, dem Einbau eines

historischen Sandsteinportals aus dem

Jahre 1757 vom abgebrochenen Haus

Schrimpff (Stadthaus I, westlich des Alten

Rathauses) an der Hausrückseite und Abrissarbeiten

im Umfeld des Hauses zog das

Stadtarchiv 1977 ein. Für drei Jahrzehnte

war das Rampelmannsche Haus damit

die zentrale Aufbewahrungsstelle für die

schriftliche Überlieferung zur Stadtgeschichte.

Dem Auftrag des Stadtarchivs

gemäß wuchs im Laufe dieser Zeit der Archivbestand

kontinuierlich: durch Aktenübernahmen

aus der Stadtverwaltung und

durch die Sammlung von Archivgut von

Orte des Glaubens: Rundgang durch die Oberste Stadtkirche

(sp) „Schauen Sie sich zuerst einmal in Ruhe

um. Dann fangen wir mit Ihren Fragen an“,

eröffnete Pfarrer Andreas Michael Kuhn den

Rundgang durch die Oberste Stadtkirche

der evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde

am 11. November 2011. Die Besichtigung

eröffnete die vom Quartiersbüro

organisierte Reihe „Orte des Glaubens“, während

derer Interessierte monatlich eine Kirche

oder Moschee in der Südlichen Innenstadt/Obere

Mühle kennenlernen können.

15 Personen waren in der Abenddämmerung

eines schönen Herbsttages auf den Hügel

der Obersten Stadtkirche gekommen, wo

Andreas Michael Kuhn unterhaltsam und viel-

Privatpersonen, Firmen, Vereinen und Parteien.

Da die Kapazitäten des historischen

Gebäudes bald erschöpft waren, mussten

Ausweichmagazine belegt werden,

was die Archivarbeit erschwerte. Nach der

Diskussion um einen modernen Erweiterungsbau

entschied die Politik, das Stadtarchiv

in die „Alte Post“, Theodor-Heuss-

Ring 5, zu verlegen. Ende 2003 begann

der Umzug, nach dessen Abschluss alle

Bestände des Stadtarchivs in einem Gebäude

verwahrt sind. Das Rampelmannsche

Haus wurde wieder grundlegend

saniert. Seit einigen Jahren beherbergt

es eine psychotherapeutische Praxis.

schichtig über die Geschichte des Kirchbaus

und seiner Ausstattung berichtete. So wäre

den meisten Besuchern die kleine Figur des

Küsters Hase rechts über der Eingangstür nie

aufgefallen. Küster Hase schnupft Tabak – ein

kleiner Spaß des Steinbildhauers. Mit diesen

und weiteren Geschichten verging die Besichtigungszeit

wie im Fluge.

Die nächsten Spaziergänge:

17.2. Marokkanische Moschee

18.3. Freikirche Kraftwerk

13.4. DITIB-Moschee

25.5. Aloysiuskirche

Kontakt

Stadtarchiv

Theodor-Heuß-Ring 5

Ansprechpartner

Rico Quaschny

Tel. 02371 2171920

archiv@iserlohn.de

24 25


Historisches Mein Viertel • 01 / 2012 01 / 2012Mein Viertel

Historisches

Auf einer Insel im damaligen Stadtzentrum stand wahrscheinlich ein Haus zur Unterbringung von Kultgeräten.

Die Geschichte der Bauernkirche

(Geschichtsrekonstruktion von Udo Wiedemeyer)

(uw) Die heutige Bauernkirche, erbaut um 1300, gilt als Iserlohns ältester Ursprung und ihre

Gründungsgeschichte liegt im Dunkel der vergangenen Jahrhunderte verborgen. Alte Überlieferungen

und Sagen berichten uns von einem heiligen Ort unserer Vorfahren.

Bauernkirche ve tarihi

Dort, wo sich heute die Bauernkirche

erhebt, befand sich

damals das Zentrum Iserlohns.

Wahrscheinlich trafen sich schon in vorgermanischer

Zeit gläubige Menschen

an dem geheimnisvollen Ort zwischen

dem Nordhang des Fröndenberges und

dem Bilsteinfelsen. Im Talgrund fließt der

Lägerbach, der einige 100 Meter wei-

ter einen Knick in seinem Lauf

macht. Deshalb änderte sich sein

Name dort in Baarbach. Suchen

wir nun die Informationen aus

der grauen Vorzeit, die uns die

Flur- und Gewässernamen verraten. Zunächst

der Fröndenberg: Er nennt sich im

Jahr 1452 Vredberg und um 1555 Freddenberg.

Wir deuten dies heute als eingefriedeten

Berg, also einem heiligen Bezirk.

Mittelpunkt war der Juffernspring (heute

Ballotsbrunnen) mit dem Juffernbaum.

All dies deutet auf eine weibliche Gottheit

hin. Ebenfalls gehörten der Frauenstuhl,

die Brautwiese und die Maismecke

zu dem geweihten Bezirk am Nordhang

des oben genannten Berges. Vielleicht

wurde später die doppeltürmige „Ober-

ste Stadtkirche“ auf dem Bilsteinfelsen

mit dem Namen der Jungfrau Maria in der

Tradition der heidnischen Göttin bedacht.

Auf männliche Gottheiten weisen alte Sagen

hin. Man denke an den Bockeshof und

an die Donnerkuhle am Fuße des Bilsteinfelsens.

Dort, wo sich heute die Bauernkirche

erhebt, befand sich damals das Zentrum

Iserlohns. Auf einem Werder, sprich

Insel, stand wahrscheinlich ein Haus zur

Unterbringung von Kultgeräten. Heute

würde man das vom Lägerbach umspülte

Gebäude als Verwaltungszentrum für den

eingefriedeten Bezirk bezeichnen. Welche

heidnischen Götter unsere Vorfahren hier

verehrten wissen wir nicht. Man vermutet,

und vieles spricht dafür, dass es das

Geschwisterpaar Freyr und Freyja war.

Als nun die ersten christlichen Missionare in

unsere Heimat kamen, besprühte man das

heidnische Gebäude mit Weihwasser und

es wurde als Kirche genutzt. Dies geschah

um das Jahr 800, nach dem Sieg der >

> Franken über die Sachsen. Der heilige Bezirk

am Nordhang des Fröndenberges ging

in den christlichen Kirchenbesitz über. Daran

erinnert heute noch der Flurname Wiemer,

also das der Kirche gewidmete Land.

Um das Jahr 950 wurde das alte Holzkirchlein

abgerissen und durch eine kleine

steinerne Saalkirche ersetzt. Wenn

der heutige Kirchturm als Flucht- oder

Wehrturm benutzt wurde, so war er

wahrscheinlich nicht mit der Saalkirche

verbunden. Dies geschah erst bei den

Erweiterungsbauten bis um das Jahr

1300. Seit dieser Zeit hat sich das Äußere

der Bauernkirche kaum verändert.

Der Schutzheilige unserer Kirche ist St.

Pankratius. Der Name bedeutet (aus dem

Griechischen): „Der alles Beherrschende“.

Auch im Stadtwappen Iserlohns begegnet

er uns wieder und er ist einer von

den drei Eisheiligen. Andere Namen unseres

Gotteshauses sind: Kirchspielskirche,

Mutterkirche, Unterste Kirche und

Kirche außerhalb der Stadt. Heute ist der

Name Bauernkirche aktuell, da bis unlängst

die Bauern aus Iserlohns Umgebung

hierher zum Gottesdienst kamen.

Im Mittelalter gehörte zur Kirche ein Versorgungshof.

Er befand sich dort, wo sich

heute das Stadtmuseum befindet. Interessant

und sehenswert sind der Passionsaltar

aus dem Jahr 1450, die Barockkanzel von

1746, das Chormittelfenster, das südliche

Chorfenster, St Georg, der alte Wetterhahn

von 1700, die Grabsteine der alten Iserlohner

Geschlechte und rätselhafte in den

Kirchenmauern eingefügte Steinköpfe.

Die im Chor an der Ostseite eingemauerten

Steine sollen Karl den Großen und

seinen Widersacher Wittekind darstellen.

Laut alter Überlieferung haben beide unsere

Bauernkirche nach den kriegerischen

Auseinandersetzungen als Friedenszeichen

gegründet und erbaut. Der Steinkopf,

halb Mensch, halb Tier und das Relief an

der Westseite des Turmes stammen wahr-

scheinlich aus heidnischer Zeit.

Bewohnersprechstunden im Quartiersbüro Peterstr. 8-10

Um das Jahr 950 wurde das

Um in die alte Geschichte der Kir- alte Holzkirchlein abgerissen

che etwas mehr Licht zu bringen, und durch eine kleine steinerne

wäre eine archäologische Unter- Saalkirche ersetzt.

suchung dringend geboten.

Im Jahre 2006 hat der Förderverein Bauernkirche

das Gotteshaus übernommen.

Durch diesen Schritt konnte die Säkularisierung

der Kirche verhindert werden.

Es finden regelmäßig Gottesdienste und

Konzerte für die Bürger Iserlohns und

für die Gäste aus Nah und Fern statt!

(tr) Das Quartiersbüro im Erdgeschoss des Hochhauses

Peterstraße 8-10 ist täglich (außer freitags) geöffnet. Interessierte

können sich über die Projekte der Sozialen

Stadt Iserlohn informieren und Anregungen einreichen.

Öffnungszeiten

Der Blick auf die heutige Bauernkirche.

© Tabea Rössig

Mo-Mi 14 – 16 Uhr

Do 14 – 18 Uhr

sowie Mo–Do 10 – 19 Uhr

nach vorheriger Terminvereinbarung.

An einzelnen Tagen finden Fachsprechstunden des

Ressorts für Planen, Bauen, Umwelt- und Klimaschutz

des Beirats für behinderte Menschen und des Integrationsrats

statt.

Kontakt

Quartiersbüro Südliche

Innenstadt/Obere Mühle

Tabea Rössig

Peterstr. 8–10

Tel. 02371 3512520

tabea.roessig@iserlohn.de

26 27


28

Inhaltsverzeichnis

Mein Mein Viertel • • 01 / 2012

Inhaltsverzeichnis

Editorial 2

Der Iserlohner Kinder- und Jugendrat 3

Gabi Asante erzählt, warum sie gerne hier lebt 4

Neuer Zeitungsname: Mein Viertel 5

Erfolgreich bearbeitete Bürgeranliegen im 4. Quartal 2011 6

Hasan Yavus berichtet aus der Arbeit als Integrationsbegleiter 7

Über das Projekt „Iserlohner Paten“ 8

Projekt „Familienbegleitung“ 9

Café BuK stellt Bilder des Kunstprojekts „Spiegelbilder“ aus 10

Die Kinder- und Jugendbücherei stellt sich vor 11

Mitwirkung und Teilhabe beim Integrationskonzept in Iserlohn 12

Soziale Stadt: Förderungen für Fassaden und Innenhöfe 13

Soziale Stadt Iserlohn: Der Verfügungsfonds – ein Geldtopf für kleinere Maßnahmen 14

Naturkindergarten St. Pankratius – der älteste Kindergarten in Iserlohn 15

Jugend Stärken im städtischen Kinder- und Jugendzentrum Karnacksweg 16

Die Checkpoint-Gala präsentiert die Projektergebnisse 17

Der Jugendmigrationsdienst des Internationalen Bundes 18

Der Frauenkurs des Internationalen Bundes 19

50 Jahre Zuwanderung – Orte der Integration 20

Internationaler Frauentreff des Quartiersbüros 21

Firelands – eine sensationelle Musik- und Tanzshow 22

Restaurant Marrakesch – Eine Oase für die Sinne 23

Das Rampelmannsche Haus – ein Bürgerhaus mit langer Geschichte 24

Die Geschichte der Bauernkirche 26

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine