HC Horn Aktuell - Frühjahr 2007

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HC Horn Aktuell - Frühjahr 2007

HC Horn Aktuell

Neues aus dem Hockey Club Horn e.V. • Frühjahr 2007

newsletter

Boule:

Die Entdeckung der

Langsamkeit


HC Horn AktuellFrühjahr 2007

Liebe Clubmitglieder,

es hat lange gedauert, aber nun ist es soweit. Unsere neu

gestaltete Vereinszeitung HC Horn Aktuell liegt vor euch.

Klein, aber fein, so hoffen wir.

Etwas bunter als die früheren Ausgaben. Die Fotos sind

größer. Die Texte sollen verständlich abgefasst sein. Dröge

Verlautbarungen versuchen wir möglichst zu vermeiden.

Der Titel HC Horn Aktuell ist im Internet-Zeitalter nicht

mehr so richtig passend. Da wir aber wissen, dass viele Mitglieder

lieber gedruckte Informationen über das Vereinsgeschehen

in der Hand halten, wollen wir zweimal im Jahr Neuigkeiten,

Ergebnisse, Berichte, kleine Reportagen in gedruckter Form

herausbringen.

Wir laden euch herzlich zum Mitmachen ein. Wer etwas zu

erzählen hat, sollte sich keinen Zwang antun, es aufschreiben

und der Redaktion schicken. Wir peppen das Geschriebene

notfalls etwas auf, ohne den Inhalt zu entstellen, bringen

das Ganze auf unsere Internetseite oder in die Zeitung. Schön

wäre es auch, wenn ihr uns mit Fotos versorgen könntet.

Das Schwerpunktthema von HC Horn Aktuell ist diesmal

Bogenschießen. Wir fi nden, dass unsere zahlenmäßig kleinste,

sportlich gesehen größte Abteilung besondere Aufmerksamkeit

verdient hat. Mehr dazu auf den Seiten 8 bis 11.

Hockey und Tennis sollen nicht zu kurz kommen. Und unsere

umtriebigen Boule-Spieler haben es endlich geschafft: Sie

landen auf der Titelseite.

Die Redaktion wünscht euch viel Spaß beim Lesen.

25 Jahre Mitglied im HC Horn

Auf der Jahreshauptversammlung im vergangenen April sind

folgende Sportlerinnen und Sportler für ihre 25-jährige Vereinszugehörigkeit

geehrt worden: Olaf Jüttner, Gerd, Karla

und Henrik Lißewski, Tim Ravenschlag, Heike Schiwara, Frank

Thiel und Uda Winckelmann.

Der Vorstand dankt allen für ihre Treue zum Verein, für ihr

Engagement, wünscht ihnen Spaß am Sport bei guter Gesundheit!

Wichtige Termine

• Am 13. April - einem Freitag - fi ndet um 20 Uhr die diesjährige

Jahreshauptversammlung statt. Die Mitglieder erhalten

rechtzeitig Einladungen.

• Das Kuddel-Muddel-Turnier zur Eröffnung der Freiluftsaison

im Tennis fi ndet dieses Jahr ausnahmsweise am 29. April

- und nicht am 1. Mai - statt. Beginn: 10.30 Uhr.

• Das sportliche Großereignis des Jahres wird am Samstag,

dem 16. Juni in der Zeit von 10 bis 17 Uhr über die Bühne

gehen: Der „Tag der Ballspiele 2007“ auf der Fritzewiese.

Veranstalter sind der Weser Kurier und die beiden Horner

Sportvereine. Der HC Horn wird mit Hockey und Tennis dabei

sein. Im Rahmenprogramm wirken auch die Boulespieler mit.

Darüber hinaus brauchen wir viele helfende Hände. Erwartet

werden ca. 1.200 Aktive und ebenso viele Zuschauer.

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Unser Club im Internet

Neue Homepage: interaktiv, benutzerfreundlich

Die neue Internetseite des HC Horn ist auch für Vereinsgeheimnisse

gut. Die Startseite begrüßt mit aktuellen Artikeln

über sportliche und gesellschaftliche Ereignisse aus

dem Vereinsleben. Eindrücke vom letzten Bouleturnier, Berichte

über eine gelungene Schul-Tennis-Aktion oder einen

Hockey-Triumph fi nden sich hier.

Oft durch Fotos ergänzt, laden die kurzen Artikel ein, mit

einem weiteren Klick zu mehr Informationen zu kommen.

„Bei unserer aktuellen Startseite kommt´s drauf an, dass wir

immer am Ball bleiben!“, so Detlev Busche, der seine Talente

als rasender Reporter schon des Öfteren unter Beweis gestellt

hat. Bei welchem Verein kann man Turnierberichte und Fotos

schon während der Siegerfeier online bewundern?

Die Startseite führt auch zu den einzelnen Abteilungen des

Vereins (Hockey, Tennis, Bogenschießen und Boule) und informiert

über den Verein und seine Angebote. Interessierte

können per eMail Kontakt aufnehmen oder die Öffnungszeiten

der Geschäftsstelle erfahren.

Simsalabim

Ganz neue Möglichkeiten eröffnen sich, wenn man den Button

„Login“ anwählt. Hier gelangt man (falls Benutzername

und Passwort parat sind) auf die privaten und internen Seiten

des HC Horn.

Vereinstermine, Diskussionspapiere, Protokolle von Versammlungen

sind hier zu fi nden und auch zu kommentieren

und zu diskutieren. Das Mitgliederverzeichnis ist zur Zeit

noch im Aufbau, kann aber in naher Zukunft für uns alle

den Informationsaustausch entscheidend vereinfachen. Jedes

Vereinsmitglied kann Einzelne oder Gruppen erreichen. Ganz

unkompliziert können so z.B. Mannschaftstermine vereinbart

oder Verabredungen getroffen werden.

Im Login-Bereich befi ndet sich auch die Redaktion der Internetseite.

Ohne große Schwierigkeiten können von hier aus

Artikel geschrieben oder Fotos auf die Seite gestellt werden.

In der Internet-Redaktion sind zur Zeit etwa zehn Vereinsmitglieder

aktiv. Jeder, der journalistisch interessiert ist, der die

sportlichen Erfolge seiner Mannschaft auf der Internetseite

präsentieren will, jeder, der gerne fotografi ert oder sich für

Webseiten interessiert, ist hier herzlich willkommen.

Denn „immer am Ball sein“ ist natürlich auch für die neue

Internetseite das sportliche Motto. Sie wird sich ständig ändern

und von vielen Vereinsmitgliedern gestaltet sein.

Deshalb:

Wer ein Login möchte, braucht einen Benutzernamen und

ein Passwort. Beides könnt ihr bei info@hc-horn.de anfordern.

Informationen über die nächsten Treffen der Internetredaktion

fi ndet ihr unter www.hc-horn.de im Login-Bereich.

Und wie gesagt: Interessierte sind bei uns ganz herzlich willkommen.

Vera Kandzia

HC Horn Aktuell, Vereinszeitung des Hockey Club Horn e.V., Berckstr. 91 B, 28359 Bremen • Erscheinungsweise: zweimal jährlich.

• Redaktion & Layout: Detlev Busche (v.i.S.d.P.) • Telefon 0421 - 23 37 63 • eMail: info@hc-horn.de • Unsere Homepage:

www.hc-horn.de • Druck: Plenge-Druck, Stresemannstr. 35, 28207 Bremen • Druckaufl age: 1.000 Exemplare.


HC Horn AktuellFrühjahr 2007

Hockey... weil ich ein Mädchen bin

Die Geschichte eines Neubeginns

Hockey boomt. Besonders bei den Mädchen. Knapp 65 sind derzeit beim Hockey Club Horn aktiv. Sie nehmen in sechs Mannschaften,

gestaffelt nach den Altersstufen Mädchen A, B und C, an den Meisterschaften des Bremer Hockey Verbandes teil.

Das hört sich im ersten Moment zwar nicht überragend an, ist aber insofern bemerkenswert, als die Hockeyabteilung des

HC Horn in den letzten Jahren im weiblichen Bereich alle nur möglichen Höhen und Tiefen durchlebt hat. Auf den folgenden

drei Seiten stellt unser Mädchenwart Andreas Busch das Konzept und den Trainingsalltag der engagierten Übungsleiterinnen

und -leiter vor. Sein ausführlicher Bericht gibt Hinweise darauf, mit welcher Freude und Motivation die Mädchen dabei sind.

Und noch etwas wird anschaulich beschrieben: die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist viel mehr als nur Vermittlung

von spieltechnischen und taktischen Kenntnissen. Sie besteht auch und vor allem darin, den sozialen Zusammenhalt, das

Miteinander, den „Teamspirit“ zu fördern. Wer wissen will, warum Kinder- und Jugendsport in unserem Verein unterstützt

werden muss, der erfährt es hier.

Beginnen wir mit dem Tiefpunkt. Der ist im Jahr 2004 erreicht.

Die gesamte Damenmannschaft wandert zum Club zur Vahr ab.

Und das nach dem Gewinn der Vizemeisterschaft in der Oberliga

Bremen/Niedersachsen! Der zweite Platz nach Abschluss

der Feldsaison ist die höchste Position eines Horner Teams seit

vielen Jahren. Erreicht wird er durch die Kooperation mit dem

Hanseatischen HC. Warum also der spektakuläre Wechsel zur

Konkurrenz? Der Grund: Die Damen sind der Auffassung, dass

die Klasse nur mit einem qualifi zierten Trainer zu halten sei.

Und einen solchen hat der HC Horn nicht zu bieten.

In der Folge verlieren wir auch bei den damaligen Mädchen

A und der weiblichen Jugend aus verschiedenen Gründen wei-

tere ca. 30 Mädchen, die entweder zu anderen Bremer Clubs

abwandern oder sich ganz vom Hockeysport verabschieden.

Diese Einschnitte wirken sich bis auf den heutigen Tag aus. Es

gibt bei uns weder eine weibliche A- noch eine B-Jugend.

Parallel zu diesen negativen Ereignissen hat bereits eine Gegenbewegung

eingesetzt. Im Bereich der C- und D-Mädchen

wird intensiv in die Nachwuchsarbeit investiert - hier bereits

seit Mitte 2000.

Bei den D-Mädchen heißen die Trainerinnen Anne Böker

(vormals Paul) und Petra, genannt „Charly“ Busch (vormals

Lipp). Beide sind in den 80er Jahren Spielerinnen des HC Horn

gewesen, haben die erfolgreichen Regionalligazeiten mitge-

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HC Horn AktuellFrühjahr 2007

macht. Andreas Busch, Jens Böker und - ab Herbst 2003 - Michael

Jandera übernehmen das Training der C-Mädchen. Insgesamt

sind 20 bis 25 Spielerinnen in beiden Altersgruppen

im „Bestand“.

In der Folgezeit kommt es zu einem enormen Zulauf bei den

Mädchen. Das geschieht ohne große eigene Werbung, überwiegend

durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Heute, im Jahr

2007, sind wir im Bereich der A-, B- und der C-Mädchen wieder

gut aufgestellt:

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Die C-Mädchen von Anne Böker und Petra Heitmann zählen

ca. 35, die A- und B-Mädchen von Kai Uwe Stephan und

Andreas Busch knapp 30 Köpfe, Petra Busch setzte ihre Trainertätigkeit

erfolgreich bei den B-Knaben fort (hierzu mehr

auf Seite 12).

Leistungsmäßig sind wir mit den jeweiligen 1.Mannschaften

teilweise auf dem spielerischen Niveau des Bremer HC und

des Club zur Vahr, bzw. nähern uns diesem zumindest. Belege

hierfür sind:

• Die B-Mädchen des Jahrgangs 1993 scheitern in der Feldsaison

2005 und in der Hallensaison 05/06 erst in den Finalspielen

am Club zur Vahr. Gleiches gilt für die B-Mädchen in

der Spielzeit 2006 (Jahrgang 1994).

• Und die D-Mädchen von Anne Böker gewinnen 2005 sämtliche

Spielfeste in der Halle und auf dem Feld. Sie sind damit

Bremens beste Hockeymannschaft dieser Altersstufe.

Alle diese Leistungen werden im Gegensatz zum Club zur

Vahr oder dem Bremer HC ausschließlich mit ehrenamtlich

tätigen Mitgliedern und betreuenden Eltern und nicht mit

hauptamtlich tätigen Trainern erzielt. Eine aus meiner Sicht

beachtliche Leistung und deshalb ein großes Dankeschön von

dieser Stelle an alle Beteiligten!

Das Arbeitsvolumen der Trainer umfasst dabei wesentlich

mehr als nur die Schulung der hockeyspezifi schen Fähigkeiten

(Technik und Taktik). Auch die allgemeinsportlichen Bereiche

Koordination, Athletik, Kondition etc. müssen einfl ießen. Zur

richtigen Arbeit im Laufbereich wird deshalb z.B. von Zeit zu

Zeit mit einem Trainer der Leichtathletikgemeinschaft Bremen-Nord

auf Honorarbasis zusammengearbeitet.

Die oben genannten sportlichen Teilaspekte müssen in den

verschiedenen Alterstufen in unterschiedlicher Intensität einfl

ießen, wenn wir mit guten bis sehr guten Hockeyspielerinnen

den Grundstein für eine neue Damenmannschaft beim HC

Horn Bremen legen wollen.

Weiterhin gehören dazu das gemeinsame Erleben von Turnieren

(Höhepunkt hier sicherlich das jährliche Mädchenturnier


in Bad Kreuznach, wo alle Mädchenmannschaften des Vereins

drei Tage gemeinsam ihre Spiele absolvieren und in Zelten

übernachtet wird), die Durchführung von Hockey Camps und

Trainingslagern, Nachmittage mit Videoanalyse und Technik-

Taktikbesprechungen sowie Elternabende und Vier-Augen Gespräche,

um auch die Eltern über die Entwicklung ihrer Kinder

zu informieren und sie in das Hockeygeschehen einzubinden.

Nicht unerwähnt bleiben soll das spezielle Torwarttraining

von Petra Heitmann (Torhüterin des Hanseatischen HC), die

mit den Mädchen aus verschiedenen Altersstufen regelmäßig

diese wichtige und gesondert zu trainierende Aufgabe übernimmt.

Highlight des Jahres 2006 ist für einige Mädchen und Jungen

eindeutig das Training mit dem Bundestrainer der weiblichen

U-16 Jugend des Deutschen Hockey Bundes, Marc-Oliver

Herbert, einem ehemaligen Horner.

Berichte und Fotos auf der Internetseite (oftmals unterstützt

durch Eltern) runden das Spektrum ab, als kleines

„Bonbon“ gibt es zum Abschluss des Sportjahres für jedes

Mädchen eine mit Musik unterlegte Foto-CD mit den Höhepunkten

der Saison.

Um ein solch anspruchsvolles Trainingsprogramm entsprechend

umsetzen zu können, müssen sich die Trainer ständig

weiterbilden, da mit den höheren Altersgruppen auch die

technischen und taktischen Anforderungen an Trainer und

Spielerinnen steigen.

Da die zeitliche Belastung der Trainer aber an ihre Grenze

stößt, schlagen wir andere Wege ein: Im Frühjahr 2006

treffen wir die Entscheidung, die ehrenamtlichen Trainer von

einem hauptamtlichen Trainer unterstützen zu lassen.

Finanziell möglich wird dieser Kraftakt nur deswegen, weil

HC Horn AktuellFrühjahr 2007

die ehrenamtlichen Trainer im Mädchen - und auch im Knaben-B

- Bereich auf ihre bisherige Aufwandsentschädigung

(immerhin knapp 1.000 Euro pro Trainer und Jahr) verzichten.

Zur Klarstellung sei erwähnt, dass die übrigen Trainer

teilweise von vornherein schon unentgeltlich arbeiten bzw.

weiterhin eine Aufwandsentschädigung beziehen.

Zusätzlich ist ein Spendenaufruf an die Mitglieder des HC

Horn gestartet worden. Der Gesamtvorstand hat sich bereit

erklärt, eine eventuell auftretende Deckungslücke in der Finanzierung

zu schließen.

Mit Beginn der Feldsaison 2006 nimmt Kai Uwe Stephan

seine Trainertätigkeit beim HC Horn auf.

Er führt bei den C- und B-Mädchen das Training durch und

betreut beide Teams. In der Halle unterstützt er derzeit zusätzlich

die C-Knaben und die A-Mädchen in ihren Übungseinheiten.

Unser Modell sieht aber gleichzeitig vor, die ehemaligen

Trainer grundsätzlich als Betreuer bzw. Co-Trainer bei ihren

Mannschaften zu belassen, um jederzeit eine fachkundige Betreuung

bei Punktspielen gewährleisten zu können, wenn Kai

Uwe bestehenden Verpfl ichtungen bei anderen Vereinen oder

dem Bremer Hockey Verband (Verbandstrainer weibliche Jugend)

nachkommen muss.

So gestärkt und gut aufgestellt, werden wir gemeinsam mit

Kai Uwe Stephan die neue Feldsaison 2007 mit zwei A-Mädchen,

zwei B-Mädchen und einer, eventuell zwei C-Mädchen-

Mannschaften beginnen. Wir hoffen, dass möglichst viele

Teams gute Platzierungen erreichen.

Der Anfang für den Neuaufbau einer Damenmannschaft

beim HC Horn ist getan, aber es bleibt ein langer Weg und es

gibt noch eine Menge zu tun. Andreas Busch

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HC Horn AktuellFrühjahr 2007

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Aktionstag „Spiel Tennis“

Freitag, 15. September 2006, kurz vor 14 Uhr. Herrliches Spätsommerwetter. Kinder strömen in Scharen auf die Tennisanlage

des Hockey Club Horn. Die meisten von ihnen kommen mit Ranzen auf dem Rücken direkt aus der Horner Grundschule.

Sie sind gespannt auf das, was sie in den nächsten zwei Stunden erwartet.

Heute ist ein besonderer Schultag, der sich ausnahmsweise

in den Nachmittag streckt. Morgens stand schon Tennis auf

dem Stundenplan. Und nun soll es noch im Verein weiter

gehen. Das Ganze nennt sich Aktionstag „Spiel Tennis“ und

ist ein spezielles Angebot des Deutsche Tennisbundes (DTB).

In Bremen kümmert sich Ernst Steinhoff seit vielen Jahren

darum, Tennis in die Schule zu bringen. Er organisiert als

Referent für den Schulsport Aktionstage wie diesen. Schon

eine Stunde vor Beginn der Nachmittagsveranstaltung baut

er den Parcours auf. Fünf der insgesamt zehn Stationen werden

auf den Plätzen des HC Horn errichtet. Unterstützt wird

Ernst vom Trainer Werner Knobloch, Jugendwart Hans-Peter

Kautz, Platzwart Gerd Lissewski und weiteren Mitgliedern der

Tennisabteilung.

Pünktlich um 14 Uhr begrüßt Detlev Busche die 80 Schülerinnen

und Schüler. Es folgt eine kurze Einweisung durch

Ernst Steinhoff. Und dann gibt es kein Halten mehr. Die Meute

teilt sich auf, die einen rennen zum Stand mit den Luftballons,

die anderen zum Tennis-Kleinfeld, wieder andere stellen

sich bei Station Nr. 6 an. Hier müssen vier Bälle über das Netz

ins Feld gespielt werden. Jedes Kind hat die eigene Spielkarte

dabei, lässt sich das Ergebnis eintragen und abstempeln. Alle

sind mit Spaß dabei, die Konzentration ist groß, die Anspannung

bei einigen Kindern auch. Wenn eine Aufgabe gelöst ist,

wenn Punkte gesammelt sind, stürmen die Kids weiter zu den

Freunden. Gemeinsam geht es zur nächsten Station.

Zwei Stunden später, zur Auslosung der vielen kleinen

Preise, sind noch einige Mütter und Väter eingetroffen. Als

„Glücksfee“ zieht Wolfgang Ahrens, Ortsamtsleiter für Horn-

Lehe, assistiert von Gabriele Maul-Krummrich, Schulleiterin

der Horner Grundschule, die Karten der Gewinner. Die Sponsoren

- AOK Bremen, Karstadt Sport und Sparkasse Bremen

- haben große und kleinere Präsente zur Verfügung gestellt.

Zwei Tennisschläger sind dabei, Sporttaschen, Badetücher für

den Strandurlaub, Bälle, Armbanduhren.

Verschwitzt und zufrieden ziehen die Mädchen und Jungen

ab. Sie haben viel erlebt und bestimmt viel zu erzählen.

Veranstalter Ernst Steinhoff kann für den Tennisverband

Nordwest einen gelungenen Aktionstag auf der Habenseite

verbuchen. Und die Tennisabteilung des HC Horn hat nach

dem heutigen Tag Zuwachs bekommen. Entscheidend aber

ist, dass 80 Kinder einen spannenden, erfüllten Tag mit Tennis

verbringen konnten. DB


Ein Kleinod - ganz versteckt

Unsere Tennisanlage hat viel zu bieten

Wer hätte es gewußt? Elton John hat schon Ende der achtziger Jahre unseren Verein besungen. Sein „Club At The End Of The

Street“ bezieht sich auf den HC Horn, dem Verein am Ende der (Berck)Straße. Hinter der Fritzewiese, in östlicher Richtung,

befi nden sich sechs schöne, gut gepfl egte Tennisplätze. Gerd Lißewski, 2. Vorsitzender und Platz- und Geräteobmann in

Personalunion, stellt nicht nur die Anlage, sondern auch die Tennisabteilung vor.

Die Tennisanlage des HC Horn e.V. liegt etwas verborgen -

ganz am Ende der Berckstraße. Nicht alle ortskundigen Horner

kennen sie. Schon so mancher Spaziergänger oder Radfahrer

auf der Suche nach dem Rhododendronpark fi ndet sich unerwartet

an einem Tennisplatz wieder, fragt nach dem Weg, und

zeigt sich dann beeindruckt von der schönen Lage, dem vielen

Grün. Auch von Gästen anderer Vereine hören wir oft Ähnliches.

Das freut uns. Die leider auch vorhandene Geräuschkulisse

der nahen Autobahn nimmt sich so leichter hin.

Gegenwärtig ist unsere Tennisabteilung 240 Mitglieder

stark. Die 6 Plätze können von 160 aktiven Mitgliedern bespielt

werden – davon sind 50 im Kindes- bzw. Jugendalter.

Mehr als ausreichende Platzkapazität ist folglich für jedes

aktive Mitglied vorhanden. Lange Warte- oder Reservierungszeiten

gehören bei uns der Vergangenheit an. Da viele Mitglieder

nicht mehr im aktiven Berufsleben stehen, werden die

Morgenstunden gern genutzt. Die Platzbelegung verteilt sich

dadurch auf den ganzen Tag. Berufstätige fi nden nachmittags

immer Platz zum Spielen.

Tennis kann leistungsorientiert oder mit einem geselligen

Anspruch gespielt werden. Im HC Horn ist beides möglich. Jeder

fi ndet immer noch Gleichgesinnte unter den Mitgliedern.

Mitspielen in einer Mannschaft und damit Kontaktpfl ege mit

anderen Vereinen wird natürlich gern gesehen – ist aber kein

Muss. Beliebt bei vielen ist das regelmäßige Spielen im Damen-

oder Herren-Doppel, leider viel zu selten im Mixed. Mit

diesem reizvollen Tennisvergnügen wird traditionell an jedem

1. Mai eines Jahres unsere Freiluftsaison eröffnet.

Als gemeinnütziger Verein sind wir in besonderer Weise der

Jugendförderung verpfl ichtet. Dieser Aufgabe kommt der Verein

gern und seit einigen Jahren verstärkt nach.

In den Sommerferien werden zwei Wochen Schnuppertraining

auch für vereinsfremde Kinder angeboten – und lebhaft

nachgefragt in Horn und Umgebung. Auch ohne Mitgliedschaft

der Eltern können inzwischen Kinder und Jugendliche

Mitglied werden. Diese Möglichkeit wird gern genutzt.

Der Verein ist weiterhin in der Lage, das unumgängliche

Tennistraining für die Kinder und Jugendlichen ganzjährig zu

bezuschussen. Die Kinder fühlen sich unter der erfahrenen

Anleitung des Vereinstrainers wohl. Sie sind gut aufgehoben.

Sie erleben mit Freude ihr wachsendes Können, werden aber

unvermeidbar auch manches Mal an ihre Grenzen geführt.

Das gehört dazu und soll so sein.

Alle Leserinnen und Leser unserer Vereinzeitung sind herzlich

eingeladen, es den Kindern gleich zu tun: lernen Sie bei

uns das Tennisspielen – oder frischen Sie es wieder auf. Es

wird Ihnen, Ihrer Familie und den Freunden, die Sie bei uns

fi nden werden, gut tun! Gerd Lißewski

Tennis: Neuer Obmann outet sich als HSV-Fan

Wenn ein bekennender HSV-Fan im Hockey Club

Horn e.V. den Vorsitz der größten Abteilung

übernimmt, spricht das für tolerante Mitglieder

und für eine gewisse Leidensfähigkeit des

Betreffenden. Vor allem aber muss der Kandidat

menschliche und sportliche Qualitäten besitzen,

wenn er das Vertrauen der Tennisspieler

erhalten will. Alle drei Faktoren treffen im Fall

unseres neuen Obmannes zu.

Thomas Krüger, Jahrgang 1972, hat die Nachfolge

von Hans Ulrich angetreten. Seit November

2006 ist er der neue Tennis-Chef im Verein.

Geboren in Marne/Dithmarschen, als Versuchs-

HC Horn AktuellFrühjahr 2007

ingenieur bei Airbus beschäftigt, nach Ausbildung

(Hamburg) und Studium (Stuttgart) in

Bremen gelandet. Thomas hat nach 20 Jahren

als aktiver Fussballer rechtzeitig die Kurve gekriegt

und sich dem Tennissport verschrieben.

2001 ist er in den Club eingetreten. Sein sportlicher

Aufstieg verlief rasant.

Heute zählt er zu den Stützen der Herren

30, kommt bei den Vereinsmeisterschaften regelmäßig

unter die Besten. Thomas ist verheiratet,

seine Frau Heidi spielt ebenfalls bei uns

Tennis. Seit einem Jahr ist Thomas Fan von

Tochter Marieke. Die ist wichtiger als der HSV.

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Faszination Bogenschießen

in der Printausgabe Doppelseite 8/9


HC Horn AktuellFrühjahr 2007

Bogenschießen ist kein Kinderspiel

Die kleinste Abteilung des HC Horn ist sportlich betrachtet die größte. Weder die Hockey- noch die Tennisspieler

haben so viele Titel (regional und national) gesammelt wie unsere Bogenschützen. Grund genug, sie einmal in

den Mittelpunkt zu stellen. In Worten. Und in wunderschönen, aussagekräftigen Bildern, die im Juli 2006 von Petra Liebetanz

geschossen wurden.

Konzentration und Körperbeherrschung

sind wichtige Voraussetzungen für das

Bogenschießen. Die beiden Aufnahmen

veranschaulichen das auf eindrucksvolle

Weise.

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Dass Bogenschießen eine tolle und faszinierende Sportart ist,

wissen alle unsere Bogenschützen, einige nun schon seit mehr

als dreißig Jahren.

Das Bremer Magazin Brillant hat in seiner Herbstausgabe

eine bunt bebilderte mehrseitige Reportage über das Bogenschießen

in Horn, genauer gesagt im Hockey Club, veröffentlicht.

Die Brillant-Redaktion war an unsere Abteilung herangetreten.

Der Beitrag ist gut recherchiert und enthält umfassende Informationen

zum Thema Bogensport. Einzelheiten, wie z.B.

die physische Beanspruchung, werden allerdings nicht umfassend

dargestellt, deshalb an dieser Stelle einige Worte zur

Verdeutlichung.

Bogenschießen wird häufi g geringschätzig als Kinder- oder

Indianerspiel abgetan, aber das ist ein großer Irrtum. Ein

Sportbogen hat ein Zuggewicht von ca. 20 bis 25 Kilogramm.

Bei einem Turnier, zum Beispiel einer so genannten Großen

FITA-Runde, werden 150 Pfeile geschossen. Diese Kraft muß bei

jedem Schuß, also einhundertfünfzigmal aufgebracht werden.

Die außerdem zur Trefferaufnahme zurückgelegten Wegstrecken

betragen mehrere Kilometer. Auf Witterungsbedingungen

wird keine Rücksicht genommen. Hieraus wird ersichtlich,

dass es sich nicht um Spielerei, sondern um knallharten Leistungssport

handelt. Die körperliche Leistung dürfte derjenigen

eines Tennismatches, eines Hockey- oder Fußballspiels

durchaus entsprechen, bzw. noch darüber liegen.


Da dies offenbar allgemein nicht bekannt ist, helfen die

Ausführungen vielleicht, vorhandene Vorurteile zu revidieren

und das Tun der Bogenschützen mit anderen Augen zu betrachten.

Insgesamt stellt der Artikel in seiner ganzen Aufmachung

eine hervorragende Werbung für den HC Horn und die Abteilung

Bogen dar, die schon Wirkung zeigt. Es liegen so viele

Interessentenmeldungen vor, dass die Austritte der letzten

zwei Jahre weit mehr als nur ausgeglichen werden könnten.

Das allein besagt allerdings noch nichts. Im Januar 2006

hatten sich ebenfalls fünf Anmeldungen angesammelt, als es

dann zu Beginn der Außensaison ernst werden sollte, war nur

noch ein Interessent übrig. Somit können wir für 2006 nur

einen Neuzugang verbuchen, eingetreten ist ein Jugendlicher,

Dennis Witte. Dem stehen zwei Austritte gegenüber.

Bei den Meisterschaften der Außensaison waren keine spektakulären

Ereignisse zu verzeichnen. Vereinsmeister wurde am

15. Mai M. Boeckers. Die Bezirksmeisterschaften am 20. Mai

in Arbergen waren geprägt von Sturm und Regen, aber das

galt für den gesamten Verbandsbereich Nordwest. Nirgendwo

wurden richtig gute Ergebnisse erzielt. Die Teilnehmer des

HCH konnten trotzdem einige Bezirksmeistertitel bzw. vordere

Plätze für sich verbuchen.

In der Schützenklasse ging der erste Platz an H. Nixdorf.

Dritter und Vierter wurden J. Rath und J. Albert. Der erste

Platz der Altersklasse Damen ging an A. Denissen, in der AK

Herren belegte Chr. Daniel den zweiten Platz. Bei den Seni-

HC Horn AktuellFrühjahr 2007

oren konnten M. Boeckers den ersten und H. Memmen den

dritten Platz belegen. Die Qualifi kation zur Landesverbandmeisterschaft

am 25. Juni in Zeven schaffte nur M. Boeckers.

Leider reichte es dort nur zum 7. Platz in der Seniorenklasse

und nicht für eine Qualifi kation zu den Deutschen Meisterschaften.

Manfred Boeckers

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HC Horn AktuellFrühjahr 2007

„Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht“

Kai Uwe Stephan, professioneller Hockeytrainer des HC Horn

Er ist in Basel geboren, lebt schon lange in Delmenhorst. Und seit Mai 2006 ist er der erste professionelle Übungsleiter der

Hockeyabteilung des HC Horn. Sein Name: Kai Uwe Stephan. Seine Berufung: Hockey spielen, Hockey lehren. Sein Ziel: Das

Hobby zum Beruf machen. Hier ein Portrait unseres 36-jährigen Teilzeit-Trainers.

Immer freitags ist Kai Uwe Stephan für den HC Horn tätig.

Dann trainiert er, unterstützt von den ehrenamtlichen

Übungsleitern und Mannschaftsbetreuern, unsere Hockey-

Mädchen.

Es versteht sich gewissermaßen von selbst, dass der junge

Familienvater - Tochter Hannah Luisa ist im August 2006

geboren - auf mehreren Hochzeiten tanzt, tanzen muss. Er

trainiert noch Teams vom Wilhelmshavener THC und seines

Heimatvereins HC Delmenhorst. Darüber hinaus ist er beim

Verband angestellt, kümmert sich dort um den weiblichen Bereich.

Kai Uwe ist von der Arbeit im HC Horn sehr angetan. „Der

Club bietet mir die Möglichkeit, mich als Trainer bei einer

großen Anzahl von motivierten Mädchen einzubringen,“ sagt

er. „Ich habe es der tatkräftigen Unterstützung engagierter

Erwachsener aus dem Umfeld der Mannschaften zu verdanken,

dass mein Start beim HC Horn so positiv verlaufen ist. Wichtig

für mich ist auch, dass so viele Eltern den Hockeysport ihrer

Kinder mitleben!“

Hockey spielt im Leben von Kai Uwe Stephan schon seit

Jahrzehnten eine herausragende Rolle. Seine Zeit als Jugendspieler

beim HC Delmenhorst bezeichnet er als „schön und

prägend.“ „Ich war von einem leistungsstarken Jahrgang umgeben,

hatte sehr gute Trainer.“ Seine Karriere als Übungsleiter

startet Kai Uwe als 17-Jähriger. Sein erstes Team sind

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die Knaben C des DHC. Weitere Stationen als ehrenamtlicher

Übungsleiter sind 1. Herren (Spielertrainer), 1. Damen DHC,

Bremer Hockey Club, Bremer Hockey Verband (Männer).

1988 erwirbt Kai Uwe seine erste Trainerlizenz. In den Jahren

1992, 2003 und 2004 folgen nacheinander die C-, B- und

A-Lizenz. Der krönende Abschluß kommt 2006: Nach 18-monatigem

Studium an der Trainerakademie in Köln wird ihm die

Diplom-Urkunde überreicht.

Fazit der Redaktion: weiter so. Und viel Erfolg, Kai Uwe!

Die Hockeyabteilung bittet um

Unterstützung

Die erfolgreiche Arbeit von Kai Uwe Stephan soll auch

in der kommenden Spielzeit fortgesetzt werden. Deshalb

sind wir auf Spenden angewiesen. Es gilt die Gesamtsumme

von knapp 1.200 Euro zu toppen.

Liebe Mitglieder, wenn euch die Förderung der Kinder-

und Jugendarbeit im Hockey eine Herzensangelegenheit

ist, dann unterstützt uns! Wir freuen uns über jeden Betrag,

egal ob er klein oder größer ausfällt.

Und so geht es mit der Überweisung:

• Adressat der Spende: HC Horn e.V.

• Konto-Nummer: 1000 296 796

• Institut: Bankhaus Neelmeyer

• Bankleitzahl: 290 200 00

• Zweck: „Spende Förderung Jugendhockey“

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen

bedanken, die uns für die Spielzeit 2006/2007 fi nanziell

unterstützt haben!

gez. Ulf Meyerdierks (für den Abteilungsvorstand)


Die blaue Kurzhosengang

Die Hockey-Story: Knaben B

Im Herbst 2001 führt Anne Böker vom Hockey Club Horn an

der Grundschule Horner Heerstraße ein Schnuppertraining für

Jungs des Jahrgangs 1993/1994 durch. Das Training fi ndet

in der neuen Sporthalle Ronzelenstraße statt. Zunächst geht

es vorrangig darum, Schläger, Füße, Ball und sich selbst zu

koordinieren … was gar nicht so einfach ist. Und dann sind

da auch noch andere Spieler, die dem Ball hinterher jagen. Für

einige wird dies der Einstieg in eine neue Sportart. Bereits im

Februar 2002 kommt es zum ersten „Anfänger-Freundschaftsturnier“

gegen gleichaltrige Hockeyspieler des Club zur Vahr.

Unsere Horner Jungs erhalten viel Unterstützung durch ihre

Eltern. Trost können sie gebrauchen, denn die Tordifferenzen

sind beträchtlich.

Wir erinnern uns auch an das erste Spielefest in der Hallensaison

2002, das in der Schulsporthalle Delfter Straße in

Huchting ausgerichtet wird. Manche unserer Jungs betreten

im wahrsten Sinn des Wortes eine andere Welt. Für diejenigen,

die bereits Fußball gespielt haben, sind solche Turniere und

auch die wechselnden Umgebungen nichts Neues. Das hilft

sicherlich den anderen. Großen Anklang fi nden die Buffets,

auch wenn Trainerin Charly schon lange froh ist, dass sie sich

darum nicht mehr kümmern muss. Es wäre sicherlich beeindruckend,

die Apfelsaft- und Keksmengen zu überschlagen,

geschweige denn die Massen an Kuchen jeder Art! Wir Eltern

können uns an den Kaffeebechern festhalten, wenn die Aufregung

– oder das Leid - mal wieder zu groß werden.

Eine Veränderung tritt im Frühjahr 2004 ein. Zum einen

entwickeln sich die Jungs unterschiedlich, besonders was die

Körpergröße angeht. Zum anderen müssen bei den Auswärtsspielen

immer größere Entfernungen überbrückt werden. Als

sehr schöne Erinnerung halten wir das Kiebitz-Cup-Turnier in

Hamburg im April 2004 fest. Die Jungs schlagen sich äußerst

wacker - auf einem Naturrasenplatz, der für sie Neuland ist.

Du liebe Güte, wie die Bälle hoppeln! Die Mannschaft nimmt

HC Horn AktuellFrühjahr 2007

Dies ies ist die Geschichte unserer aktuellen Knaben B-Mannschaft. Sie beginnt im Herbst 2001 mit einem Schnuppertraining

an der Horner Grundschule. Die Story ist noch lange nicht am Ende angelangt. Bald wird niemand mehr von der Kurzhosen-

gang sprechen. Das ist Zukunftsmusik. Erst einmal erzählt Susanne Schewe, engagierte Mutter von TT (Torwart Tom), wie

aus einem guten Dutzend Jungs des Jahrgangs 1994 ein erfolgreiches Hockey-Team geformt werden kann.

dann noch am „Möventurnier“ in Rostock im November 2004

teil. Sie treten in Celle an, in Osnabrück, in Braunschweig,

mehrfach in Cuxhaven. Und in Delmenhorst und Oldenburg

sowieso.

Die einzelnen Spielerqualitäten kommen deutlicher zur Geltung,

manche haben eine Lieblingsspielposition. Die Mannschaft

wächst im Laufe der Zeit zusammen. Einen positiven

Effekt haben vor allem die verdienten Siege, die die Jungs

mit fairem Spiel erringen. Sie erleben, dass sich die Gegner

über die Angriffe und die Tore der Horner Jungs , über die

gute Abwehr ärgern. Das wiederum tut unseren Jungs gut.

Wer weiß, vielleicht spielt es eine Rolle, dass TT (Torwart Tom)

einen schwarzen Helm trägt - wenn Vergleiche zu Darth Vader

erlaubt sind?!

Die Jungs spielen nicht nur gemeinsam Hockey, sondern unternehmen

auch viel gemeinsam in ihrer Freizeit, z.B. Feiern

in der Bewegungshalle des ATSV Bremen 1860, Besuche der

Sixdays, im Spaßbad und auf der Kegelbahn.

Jetzt, im Frühjahr 2007, sind die Horner Jungs gut platziert

und spielen in dieser Hallensaison sehr weit vorn mit. Wir

hoffen, dass dies noch lange so bleibt und alle dran bleiben

und weiter kämpfen. Von Anfang an dabei sind Marvin Busch,

Christian Henkel, Timm Ruef, Sebastian Dölle, Thorm Gümmer

und Tom Schewe. Durch die altersbedingten Zuordnungen

gehört immer mal wieder auch Tim Stüdemann dazu, den

alle sehr schätzen. Auch die jüngeren Mannschaftskameraden

wie Vincent Harjes, Jakin Sack, Maximilian Brandt und Tim

Gellermann sind gut in die Mannschaft integriert. Im Sommer

2006 ist Fabio Rotermund (Jahrgang 1994) aufgenommen

worden. Durch den Aufstieg in die A-Knaben-Mannschaft im

April 2007 spielen die Jungs auch wieder mit Kai Simoneit

und Kolja Berentelg zusammen, also eigentlich alles „alte Hasen“.

Dann schlagt mal weiter gut Haken, wenn die anderen

angreifen! Susanne Schewe

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HC Horn AktuellFrühjahr 2007

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Die Entdeckung der Langsamkeit

Bei der Generation 50 plus liegt Boule voll im Trend

Boule, das südfranzösische Spiel mit den Stahlkugeln, hat die Fritzewiese erreicht. Von Anfang Mai bis Ende Oktober macht

es donnerstags zwischen 19 und 21 Uhr „klack klack“ beim HC Horn. Am 29. Oktober ist die Saison 2006 mit dem traditionellen

Club-Turnier zu Ende gegangen. Bis Mai heißt es: „Schluß mit lustig“. Hier der bebilderte Originalbericht unseres

Internet-Redakteurs vom besagten Saisonabschluss-Turnier.

Bei den Boulern herrscht eine prächtige Stimmung. Nirgends wird so viel gelacht wie beim Spiel mit den Stahlkugeln.

Das ist die Frage aller Fragen: Welche Kugel liegt denn nun

näher am „Schweinchen“? Hier muß das Maßband zu Rate gezogen

werden.

Nach vier Spielrunden zu je 30 Minuten meldet die Turnierleitung,

bestehend aus dem wieder einmal souverän agierenden

Ehepaar Hildegard und Peter Vogt, den versammelten 24 Aktiven

das Ergebnis. Die großen Drei des Boule-Sports im HC Horn

in diesem Jahr heißen Titus Wessels, Ilse Hagens und Anke

Meinken! Viel Beifall gibt es für die Sieger, aber auch für die

Platzierten, das sind Renate Brockmann, Horst Hagens, Klaus

Marke und Günter Brockmann.

Petrus erweist sich als Boule-Fan. Pünktlich zum Start

stoppt der Regen, die Sonne kommt heraus. Die acht „Triplettes“

(Mannschaften zu je drei Spielern) nehmen den Kampf

um die Punkte auf. Das Ziel der Begierde ist das „Schweinchen“,

im Französischen „le cochon“ genannt. Dieser kleinen

farbigen Holzkugel müssen die Spieler möglichst dicht auf die

Pelle rücken. Je mehr Stahlkugeln (Boules) das eigene Team

zwischen Schweinchen und der nächstgelegenen gegnerischen

Kugel platzieren kann, desto höher ist die Ausbeute an

Punkten. Soviel zu den Regeln. Die sind eigentlich erfreulich

simpel. Boule ist vielleicht gerade deshalb so populär.


Auch im HC Horn herrscht seit einigen Jahren ein richtiger

Boom. Boule kann von allen gespielt werden. Geschlecht,

Alter und Kondition spielen keine Rolle. Wer sich nicht mehr

bücken mag, kann seine Kugeln per Magnet hochhieven. Am

Sonntag ist es, man höre und staune, Titus Wessels, einer der

jüngeren Teilnehmer im Feld, der ein solches Hilfsmittel einsetzt.

Wer weiß, vielleicht liegt der Schlüssel zu seinem Erfolg

genau darin, dass Titus seine Kräfte und seinen Rücken

schont…

Boule ist ein kommunikatives Spiel. Geredet wird eigentlich

ununterbrochen. Und zwar nicht nur draußen, unter den Zuschauern,

sondern mitten auf dem Platz, unter den Spielerinnen

und Spielern. Da werden taktische Anweisungen gegeben,

da wird der Gegner mit kleinen, feinen Frotzeleien in seiner

Konzentrationsphase leicht behindert, der Lauf jeder Kugel

kommentiert. Da wird gefl ucht, geunkt, gemosert, gejubelt,

gebangt. Sind die Abstände knapp und das Maßband muss

ausgerollt werden, bildet sich ein dichtes Knäuel. Um jeden

Millimeter gibt es ein großes Palaver.

So und nicht anders sieht eine perfekte Haltung beim Abwurf

aus. Anke Meinken fi xiert ausnahmsweise nicht das Schweinchen,

sondern den Fotografen. Ansonsten gibt es bei der B-Note

eine glatte 6,0.

Wer mehr über diese attraktive Trendsportart im Allgemeinen

oder speziell über Boule im Hockey Club Horn erfahren möchte,

kann sich mit Peter Vogt (Telefon 23 21 44) in Verbindung

setzen.

HC Horn AktuellFrühjahr 2007

Das (Band)Maß aller Dinge kommt zum Einsatz

Das größte Kompliment allerdings wird ohne Worte und

auch nur sehr dosiert verteilt: Wenn zwei Kugeln - hoch über

dem Kopf gestreckt - gegeneinander prallen, dann hat der

Mitspieler gerade einen perfekten Wurf hingelegt.

Die Stimmung unter den 24 Boulerinnen und Boulern ist

prächtig. Ab und zu kommt es zu artfremden Szenen. Die

Becker-Faust wird geschwungen, die eingesprungene Klinsmann-Säge

ist zu sehen, man klatscht sich ab wie beim Basketball.

Die Gemüter beruhigen sich rasch. Boule, das ist ein

durch und durch toleranter Sport. Man gönnt dem Gegner die

Punkte, zollt ihm Anerkennung. Fouls kommen nicht vor. Verletzungsgefahr

besteht auch nicht. Boule, das ist die Entdeckung

der Langsamkeit im Sport - unterbrochen von kurzen,

abrupten, explosionsartigen Aktionen.

Frage an unsere Vereinsmitglieder: Wäre Boule nicht was für

euch? Dann schaut doch einmal im Mai 2007 vorbei. Wir treffen

uns donnerstags um 19 Uhr auf unserer Anlage. Zur Zeit

herrscht noch Winterpause. DB

Harry Henseleit macht es vor: Schweinchen ins Visier nehmen,

volle Konzentration, das ist mehr als die halbe Miete.

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HC Horn AktuellFrühjahr 2007

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Per LKW zum Auswärtsspiel

Hanna Wedermann erinnert sich

Sie treffen sich zweimal im Jahr im Clubhaus. Dreißig Seniorinnen und Senioren der Hockey-Abteilung haben sich viel zu

erzählen. Man tauscht sich über die alten Zeiten aus, diskutiert die gesundheitlichen Probleme, die sich im Alter ergeben,

fragt nach denen, die nicht kommen können. Kurt Wieting, ehemaliger Vorsitzender des HC Horn, hatte die Idee zu dieser

Runde. Heute sorgt Hanna Wedermann dafür, dass die Tradition aufrechterhalten wird. Für die Redaktion Grund genug, sich

mit ihr zu treffen.

Hanna Wedermann ist seit über 65 Jahren Mitglied im Hockey

Club. Inzwischen, mit 81 Jahren, fällt ihr das Gehen schwer.

Aber geistig ist sie frisch wie eh und je. Sie nimmt regen Anteil

am Weltgeschehen und am Leben in ihrem Stadtteil Horn.

Auch was den Hockeysport angeht, so ist Hanna Wedermann

auf dem Laufenden. Mit einer Einschränkung: „Am Fernseher

ist mir der Sport doch ein wenig zu schnell geworden, da kann

ich nicht mehr alles mitkriegen.“

Nun geht es ans Eingemachte. Wie war das früher im HC

Horn? „Es haben schon immer ganze Familien Hockey gespielt.

Zum Beispiel Ahlers, von denen waren Albert, seine

Schwestern Gertrud und Grete dabei. Ich selbst habe noch mit

meiner älteren Schwester in einer Mannschaft gespielt, sie

war Rechtsaußen, ich kam über halblinks.“

Schon nach wenigen Minuten ist Hanna Wedermann zur

Höchstform aufgelaufen. Sie kann sich auf ihr gutes Gedächtnis

verlassen. „1945 lag alles in Schutt und Asche. Ich bin

bald schon an die älteren Spielerinnen herangetreten, habe

sie gefragt, ob sie mir nicht ihre alten Schläger geben könnten.

So sechs, sieben konnte ich durch Mund-zu-Mund-Propaganda

auftreiben. Dann fehlten auch noch Bälle, die bekam

ich unter anderem von Werner Hasch.“

Endlich ging es mit dem Spielbetrieb bei den Damen los.

„Wir hatten auf der Fritzewiese damals drei Schlacke-Plätze.

Ich glaube, der HC Horn hatte einen, Eiche die beiden anderen“,

erzählt Hanna Wedermann. „So ab 1946 haben wir

die ersten Spiele gegen andere

Vereine ausgetragen. Wir traten

gegen 1860, den BHC und

Club zur Vahr an. Die drei Vereine

mussten in der Pauliner

Marsch spielen. Später ging es

nach Delmenhorst, Oldenburg

und Wilhelmshaven. Zu Auswärtsspielen

fuhren wir mit

dem Lastwagen, meist mit dem

von Hasch oder mit einem vom

Kohlenhändler Heißenbüttel.

Die LKW waren zwar überdacht,

hinten standen aber nur einfache Sitzbänke. Oft fuhren die

Damen und die Herren gemeinsam zu den Spielen. Und hinterher,

auf der Rückfahrt, da kehrten wir meist ein, tranken

Kaffee. Getanzt wurde dann auch schon mal. Es ging lustig zu,

das kann ich wohl sagen.“

Hanna Wedermann kümmerte sich immer um ihre Mannschaft.

Sie ist all die Jahre Spielführerin gewesen, hat mit 39

Jahren noch in der 1. Damen mitgemacht. „Einmal, ich glaube

es war beim BHC, da sprach mich ein alter Hockeyspieler an,

rief ins Spielfeld: ‘Hanna, du spielst ja immer noch!‘ Tja, es

hat mir eben noch Spaß gemacht. Und ernsthaft verletzt war

ich auch nie. Nun ja, man hatte kleine Blessuren und Wehwehchen.

Aber zuhause, da durfte man sich nichts anmerken

lassen. Sonst hätten uns die

Eltern das Hockeyspielen verboten.“

Schon während ihrer aktiven

Zeit trainierte Hanna die Mädchen.

Später übernahm sie auch

Aufgaben für den Verband. Der

soziale Zusammenhalt spielte

in den 60er und 70er Jahren

eine große Rolle. „Auf Weihnachtsfeiern

hat Hermann

Ernst so manches Mal den Nikolaus

gespielt“, erinnert sich

Hanna Wedermann.

Hanna trifft sich heute noch

regelmäßig mit drei anderen

Damen im „Kränzchen“. Und

dann gibt es ja noch das Seniorentreffen.

Das nächste

fi ndet im April statt. Hanna

Die Hockey-Damen des HC Horn in den

50er Jahren. Oben rechts steht Hanna.

Wedermann wird dann wieder

in ihrem Element sein. Das jedenfalls

wünschen wir ihr von

Herzen. DB

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