Mallorca - Reisebuch

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Mallorca - Reisebuch

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eines christlichen Heeres unter König

Jaume I. von Aragon über die

Mauren, lange vor der endgültigen

Vertreibung der Araber aus Spanien

(1492).

Autokennzeichen

Das Kfz-Kennzeichen für Mallorca sowie

für Menorca, Ibiza und Formentera

ist IB (Islas Baleares). Vereinzelt

sieht man noch PM, veraltet für Palma/Mallorca.

B

Bahnhof, ältester

Wenn man bedenkt,

dass das

Gebäude des

1911/12 eröffneten

Bahnhofs

von Sóller sich in

einem umgebauten Herrenhaus aus

dem Jahre 1606 befindet, kann man

wohl behaupten, dass in Sóller das

älteste Bahnhofsgebäude der Welt

steht. Zwei Treppen führen sowohl

innerhalb als auch rechts vom Gebäude

auf den Bahnsteig hinauf. Die

Überdachung der Bahnsteige wurde

später hinzugefügt.

Der Bahnhof Sóller ist seit 1912

Start- und Zielpunkt des „Ferrocarril

de Sóller“. Bis dahin war Sóller nur

über die Berge oder per Schiff erreichbar.

Direkt unterhalb des alten Bahnhofs

befindet sich der Einstiegspunkt

für die Tram nach Port de Sóller.

Mallorca von A – Z

Balanguera

-> La Balanguera

Ballermann

Entlang der Playa

de Palma gibt

es 15 Strandcafés

(Balnearios):

„Ballermann” ist

dabei eine deutsche

Verballhornung für das „Balneario

6”, das sich kurz vor Arenal befindet.

Lange Zeit war „Ballermann“

das Klischee für billigen Massentourismus

auf Mallorca schlechthin –

sicher auch deshalb, weil Presse- und

Fernsehmeldungen von Alkoholexzessen

und Zügellosigkeit sowie Tom

Gerhardts gleichnamiger Film (1997)

dazu beigetragen haben, den Ballermann

mit der Partyszene an der Playa

gleichzusetzen: Meterlange Strohhalme,

Sangria in Eimern und ein Publikum,

das vom Rest Mallorcas eigentlich

überhaupt nichts mitbekommt,

prägten das Bild.

Einer im Mai 2011 durchgeführten

Umfrage des Mallorca Magazins

zufolge glauben 44,58 % der Leser,

dass das Mallorca-Image unter dem

Ballermann gelitten habe. 7,8 % verneinen

dies und 48,35 % meinen

sogar, dass Mallorca dadurch noch

bekannter geworden sei und dies den

Tourismus gefördert habe.

Wer übrigens außerhalb der Saison

diesen Strandabschnitt besucht, wird

vergeblich nach dem suchen, was

man landläufig unter „Ballermann“

versteht: Der Strand liegt dann nämlich

ruhig und leer da. Auf der Promenade

sind neben fliegenden Händlern

nur wenige Neugierige unterwegs.

Schinkenstraße und Bierkönig haben

zwar geöffnet, doch von Alkoholexzessen

gibt es keine Spur – die Happy

Hour wird längst nicht von allen Anwesenden

genutzt. Auch die Nächte

sind aufgrund restriktiver Vorgaben

der Behörden relativ ruhig.

Barrierefrei

Auf Mallorca hat

man leider erst

ziemlich spät

damit begonnen,

sich auf die

Bedürfnisse von

Menschen mit eingeschränkter Mobilität

bzw. mit Behinderungen, egal

welcher Art, einzustellen. Daher sind

die Barrieren bzw. Hindernisse, die

Geh-, Seh- und Hörbehinderten den

touristischen Alltag erschweren, vielerorts

unübersehbar:

· hohe Bordsteinkanten

· Pflanzlöcher bzw. Pflanzkübel mit

Palmen, Olivenbäumen und anderen

Pflanzen mitten auf den Bürgersteigen

· zu schmale Bürgersteige

· Stufen bei Restaurant- und Ladeneingängen

· zu schmale Türen

· Kieswege vor Hotels

· enge Zimmer

· schwer zugängliche Uferpromenaden

· Strandzugang nur mit speziellen

Mallorca von A – Z 5

Rollstühlen möglich

· unebene Wege

Ältere Hotels sowie 200 bis 300

Jahre alte, zu Hotels umgebaute

Gebäude, viele Museen und andere

Sehenswürdigkeiten sind nur über

Treppen erreichbar.

Erst in jüngster Zeit müssen in Bezug

auf Neubauten in Palma sowie in

anderen Orten laut Gesetz alle öffentlichen

Gebäude, also auch Hotels,

barrierefrei geplant werden.

Das heißt, sie werden mit Aufzug,

Rampen und behindertengerechten

Toiletten nach EU-Richtlinien den Bedürfnissen

von Behinderten wie Rollstuhlfahrern

angepasst.

Von den bestehenden Museen und

öffentlichen Gebäuden werden viele

kontinuierlich umgerüstet.

Viele der touristischen Highlights

können aber nach wie vor nicht mit

Rollstuhl besucht werden; viele der

Toiletten können den Bedürfnissen

von Rollstuhlfahrern nicht angepasst

werden, weil die Räumlichkeiten zu

eng sind. Behindertengerechte Toiletten

sind leider eine Seltenheit.

Nicht immer ist der Zugang so

offensichtlich wie bei Lokalen an

Strandpromenaden mit Tischen im

Freien. In Restaurants herrscht oft

das Problem, dass die Tische zu nahe

beieinander stehen oder der Zugang

nur über Treppen möglich ist.

Der Flughafen in Palma de Mallorca

ist für Fluggäste mit eingeschränkter

Mobilität hingegen bestens ausgerüstet:

Er verfügt z.B. über Aufzüge,

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