Berichte - Hessischer Diakonieverein

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Berichte - Hessischer Diakonieverein

Schwesternbrief

Notizen aus der

HDV gGmbH

06/2010/2011 Dez./Jan.


Anbetung der Hl. Drei Könige


Liebe Schwestern und Freunde!

Der auf der linken Seite abgebildete Holzschnitt von Albrecht Dürer zeigt

die „Anbetung der Heiligen drei Könige“. Diese im Neuen Testament als

„Weise“ bezeichneten Männer aus dem Morgenland waren dem Stern

gefolgt, den Dürer gut erkennbar dargestellt hat.

Der Stern, also das besondere Zeichen am Himmel, hatte den drei Weisen

deutlich werden lassen, dass der, zu dem sie geführt werden, ein Heiland,

ein Messias oder Christus sein muss.

Weihnachten ist für uns heute ein großes Fest, dass von fast allen in unserem

Land in irgendeiner Weise gefeiert wird – aber nur noch von verhältnis-

mäßig wenigen verstanden und in seiner biblischen Herkunft gekannt wird.

Die Botschaft, dass Gott selbst in Jesus Christus Mensch wurde und damit

alle Menschen in ihrer unverlierbaren Würde erkennbar gemacht hat, ist

für unsere Arbeit in der Diakonie zentral. Die Patienten in unseren

Krankenhäusern und die Bewohnerinnen und Bewohner in unseren

Pflegeeinrichtungen sollten bei uns spüren können, dass wir von einer

Motivation getragen sind, die in der Erhaltung und Stärkung der Würde

aller Menschen ihr Ziel hat.

Wir wünschen auch Ihnen für die Weihnachtszeit und

das kommende Jahr, dass Sie vielen Menschen

begegnen, die Sie stärken, lieben und unterstützen.

In unserer diakonischen Gemeinschaft wollen wir dies

füreinander wahr werden lassen.

Ihnen, Ihren Angehörigen und Freunden wünschen

wir ein gesegnetes Weihnachtsfest

und ein von Gottes reichem Segen begleitetes Neues Jahr.

Ihre

Dr. Martin Zentgraf Sr. Christa Kronauer

Pfarrer und Vorstandsvorsitzender Oberin

Besinnung

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Informationen aus der Schwesternschaft und

der HDV gemeinnützige GmbH

Zur Schwesternschaft gehören zur Zeit 524 Schwestern und Brüder.

Die Exkursionen der Schwesternschaft nach Köln, Bad Ems und Hohrodberg

waren sehr gut nachgefragt. Regionale Schwesternschaftsveranstaltungen

fanden in Worms, Heppenheim und Lindenfels statt. Die Angebote zur

Diakonischen Fort- und Weiterbildung wurden gut angenommen. In den

kommenden Jahren wollen wir unsere Bildungsangebote mit denen der

AGAPLESION-Akademie in Heidelberg vernetzen, Veranstaltungsort für

unsere Schwesternschaftsveranstaltungen soll das Heimathaus in Darmstadt

bleiben. Diese AGAPLESION-Akademie wurde von unserer Stiftung

mit dem Oberin-Line-Fresenius-Preis ausgezeichnet.

Die Verbindung von HDV gemeinnützige GmbH und AGAPLESION

gAG wurde im Oktober 2010 vom Bundeskartellamt genehmigt und erfolgt

rückwirkend zum 1.1.2010.

Die Seniorenzentren befinden sich alle in einer guten kontinuierlichen

Geschäftsentwicklung. Die Erweiterungsbauten in Lampertheim und Hainburg

(insgesamt 167 neue Pflegeplätze in Einzelzimmern) kommen gut

voran. Das neue Seniorenzentrum in Bickenbach wird im Sommer 2011 fertig

werden.

Bei den Krankenhäusern haben uns die durch den Weggang der Belegärzte

erfolgten Schließungen der geburtshilflichen Abteilungen in Lindenfels und

Worms sehr zu schaffen gemacht. Die Krankenhäuser in Ingelheim und

Worms haben eine insgesamt gute Entwicklung. Auch unsere medizinische

Zielplanung ist dort durchaus verheißungsvoll.

Die Krankenhäuser in Lindenfels und Traben-Trarbach haben eine schwierige

Entwicklung. Das Luisenkrankenhaus in Lindenfels wird deshalb zur

besseren medizinischen Angebotsentwicklung mit dem AGAPLESION-

Elisabethenstift Krankenhaus in Darmstadt verbunden werden. Der Hessische

Diakonieverein e.V. bleibt Grund- und Gebäudebesitzer. Für das

Anna-Henrietten-Stift in Traben-Trarbach suchen wir zur Zeit – zusammen

mit dem Vorstand von AGAPLESION – nach einer Lösung.

Insgesamt vollzieht sich die Verbindung von HDV gemeinnützige GmbH

AGAPLESION gAG gut.

Herr Lübke-Naberhaus hat sich als Kaufmann bereits gut eingearbeitet und

ist als weiterer Geschäftsführer für die HDV gemeinnützige GmbH berufen

worden. AGAPLESION wird sich von einem „Verbund“ zu einem

Träger mit diakonischem Profil und diakonischer Identität weiter entwickeln.

Daher wird der Name „AGAPLESION“ (griechisches Kunstwort

für Nächstenliebe) mit allen Einrichtungsnamen verbunden werden.

Dr. Martin Zentgraf


Schwesterntag 09. November 2010 im Heimathaus

Der Schwesterntag begann wie üblich mit einem Stehkaffee im Foyer des

Heimathauses, sodass die Gäste in aller Ruhe eintreffen und miteinander

ins Gespräch kommen konnten.

Der Schwesterntag wurde in diesem Jahr dem Thema „HDV gemeinnützige

GmbH und AGAPLESION gemeinnützige AG“ gewidmet.

Den diesjährigen Vortrag hielt Frau Almut Nollert,

Leiterin der AGAPLESION-Akademie Heidelberg.

Unter diesem Thema stellte sich die AGAPLESION-

Akademie Heidelberg vor. Heidelberg ist eine Bildungshochburg.

Um sich fortzubilden kommen

auch Ärzte, Therapeuten, Psychologen, Heilpraktiker

und viele Vertreter der pflegenden Berufe aus ganz

Deutschland, Österreich und der Schweiz an

den Neckar. Ein Magnet für diese Zielgruppe ist

die AGAPLESION-Akademie Heidelberg, eine

Bildungseinrichtung, die unmittelbar neben dem

Bethanien Krankenhaus in Rohrbach ihren Sitz hat.

Berichte

Frau Nollert, AGAPLESION-

Akademie Heidelberg

Frau Almut Nollert, Leiterin der AGAPLESION-Akademie übermittelte

uns Allen in ihrem Vortrag einen interessanten sowie informativen Einblick

der Fort- und Weiterbildung im AGAPLESION-Konzern.

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Berichte

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Im sehr gut besuchten Gottesdienst am Nachmittag wurden 46 Schwestern

und Brüdern die erste Brosche und 2 Schwestern die zweite Brosche verliehen.

Das Ehrenkreuz nach 25-

jähriger Zugehörigkeit zur

Schwesternschaft bekamen

4 Schwestern verliehen.

Ein besonderer Gruß geht

an unsere 13 Jubilare für 30,

40, 45, 50 und 60 Jahre

Zugehörigkeit zur Schwesternschaft.

Kreuzverleihung

Den verstorbenen Schwestern haben wir zum Gedenken Kerzen angezündet.

Petra Storck

Erntedankfest im Martin-Luther-Haus

Am 10. Oktober 2010 fand traditionell das Erntedankfest mit einem Gottesdienst

im Martin-Luther-Haus statt. In diesem Jahr, verband man dieses

Ereignis mit einem Tag der offenen Tür. Der Gottesdienst wurde von Herr

Pf. Dr. Stroh aus der evangelischen Gemeinde Pfeddersheim gehalten und

fand wie im vorigen Jahr großen Zuspruch.

Im Foyer gab es Informationsstände zum Thema Beschäftigung und Alltagsbegleitung

mit einer Ausstellung der verschiedensten Bastelarbeiten der

Bewohner.

Im Martin-Luther-Haus, erschienen

zahlreiche Gäste, unter ihnen

befanden sich auch Herr Pf. Dr.

Martin Zentgraf, Vorstandsvorsitzender

des Hessischen Diakonievereins

Darmstadt.

Tanja Becker


Gemeinsam in die Zukunft

LINDENFELS: Gesundheit: Ab Januar geht das Luisenkrankenhaus

über in die AGAPLESION Elisabethenstift GmbH – Investitionen

geplant

Kooperation besiegelt: Das Luisenkrankenhaus in Lindenfels geht zum

1. Januar über in die AGAPLESION Elisabethenstift GmbH. Grundstück

und Gebäude bleiben beim HDV e.V.

Ein Herz mit einem angedeuteten „A“, das von einem Menschen gehalten

wird – das ist das nach außen sichtbare Zeichen für die künftigen strategischen

Schritte im Luisenkrankenhaus

Lindenfels.

Ab Januar 2011 geht das

Luisenkrankenhaus über in

die AGAPLESION Elisabethenstift

GmbH. Wir

haben Bürgermeister Oliver

Hoeppner verdeutlicht,

dass es einen großen Schub

nach vorne gibt, betonte

Pfarrer Martin Zentgraf,

der als Vorsitzender des

Hessischen Diakonievereins

für die Betriebsgesell- Von links: Martin Zentgraf, Michael Keller, Klaus Dieter

schaft HDV gemeinnützige Lübke-Naberhaus, Andrea Knobl, Karl Andreas Berg,

Werner Trautmann, sitzend Claudia Fremder (links) und

GmbH und das Luisen-

Sandra Stübinger. (Foto: Karl-Heinz Köppner)

krankenhausverantwortlich ist. Die langfristige Erhaltung des Krankenhaus-Standorts für die Basisund

Notfallversorgung habe auch künftig oberste Priorität.

Doch für die aktuellen Herausforderungen des Gesundheitswesens sei das

Krankenhaus im Verbund im größten diakonischen Gesundheitskonzern

AGAPLESION besser aufgestellt; davon sollen insbesondere die Patienten

profitieren. Im Luisenkrankenhaus mit seinen 111 Betten gibt es die Fachabteilungen

Chirurgie, Innere Medizin und Intensivmedizin sowie Gynäkologie

und Anästhesie. Mit knapp 400 Betten ist das Elisabethenstift das

zweitgrößte Krankenhaus in Darmstadt und die medizinische Kompetenz

deckt weitere Klinikbereiche ab. Zudem bietet es ein medizinisches Versorgungszentrum,

das Elisabethen-Hospiz und eine Diakoniestation für

ambulante Pflege. Zwei traditionsreiche christliche Häuser können vieles

von einander lernen und miteinander wachsen.

Für die Patienten bringe dies den Vorteil, dass sich im Gesamtkonzept ein

breiteres Leistungsspektrum anbieten lässt. Für die Mitarbeiter bedeutet

dies im Umkehrschluss die langfristige Erhaltung des Arbeitsplatzes, betont

Michael Keller, Geschäftsführer des Elisabethenstifts. Das bewährte Ärzte-

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und Pflegeteam mit dem ärztlichen Direktor Karl Andreas Berg und Pflegedienstleiter

Werner Trautmann an der Spitze bleibt vor Ort, ergänzte er.

Hinzu stößt Claudia Fremder, die seit November als Betriebsleiterin das

Interimsmanagement übernommen hat und gemeinsam mit dem kaufmännischen

Direktor der HDV gemeinnützige GmbH, Klaus-Dieter Lübke-

Naberhaus, Transparenz und Kommunikation bei diesem Übergang fördert.

Mit der Kooperation werde die Angebotsvielfalt erweitert und ein Kompetenztransfer

möglich. Ein Strategieworkshop hat bereits ein Diabeteszentrum

mit überregionaler Strahlkraft als Vision entwickelt und will den Ausbau

des Medizinischen Versorgungszentrums forcieren. Die Attraktivität

als Arbeitsplatz für Ärzte und Fachkräfte soll gestärkt werden. Damit soll

gleichzeitig dem regionalen Ärztemangel entgegengewirkt werden.

Wir wollen als Gesundheitsdienstleister mit diakonischem Profil wahrgenommen

werden, damit die Menschen der Region sagen: Ich gehe ins Luisenkrankenhaus,

da wird mir sehr gut geholfen, betonte Michael Keller.

Und das mit den Parkplätzen kriegen wir auch noch hin. In den kommenden

Jahren seien Modernisierungen und damit verbunden hohe Investitionen

geplant. Neben den bereits begonnen Umbauarbeiten stehen die Optimierungen

des Labors und der Notaufnahme sowie eine Komfortsteigerung

für die Patientenzimmer auf der Agenda.

Wir zeigen – wir gehören jetzt zu AGAPLESION, unterstrich Pflegedienstleiter

Werner Trautmann und erwähnte die überwiegend positive

Einstellung der Mitarbeiter zu der Veränderung. Unabhängig von der Entwicklung

werde die Tradition der Schwesternschaft im Hessischen Diakonieverein

e.V. prägend bleiben und die Lindenfelser Autonomie stärken.

Das Luisenkrankenhaus, die HDV gemeinnützige GmbH und das Elisabethenstift

sind eine Einrichtung der Aktiengesellschaft AGAPLESION und

Mitglied im Diakonischen Werk in Hessen und Nassau. Der geplante

Betriebsübergang zieht daher keine tarif- oder arbeitsrechtlichen Änderungen

nach sich.

Der Kunstname AGAPLESION ist aus dem Griechischen abgeleitet und

bedeutet frei übersetzt „Liebe deinen Nächsten“. Der Name weist darauf

hin, dass zum Genesungsprozess auch die freundliche Atmosphäre gehört,

für die Ärzte- und Pflegeteam stehen. Der Träger möchte unterstreichen,

dass er ein Gegengewicht zu den am Wachstum und Sharholder Value

orientierten privaten Trägern bilden will. Mitmenschlichkeit und Ethik

zählten dabei zu den freiwilligen Verpflichtungen. Die wirtschaftliche

Motivation diene demnach in erster Linie dem Erhalt und Ausbau der

medizinischen und pflegerischen Leistungen. Wir sind mit diesem Zusammenschluss

einen wichtigen strategischen Schritt gegangen und freuen

uns auf eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft mit weiterhin zufriedenen

Patienten, sagte Michael Keller abschließend.

Bericht/Bild: Echo online 12.11.2010


Wormser Gesundheits- und Pflegetag

Am 18.11.2010 präsentierten wir gemeinsam in der Kaiserpassage in Worms

unsere folgenden Einrichtungen, Ev. KH Hochstift, Hess. Diakonieverein

e.V. Schwesternschaft, Seniorenzentrum Sophienstift Worms und Martin-

Luther-Haus in Worms-Pfeddersheim.

Eine Bilderpräsentation stellte die verschiedenen Arbeitsbereiche und zeigte

interessante Einblicke. Wir vom Hochstift informierten die Besucher, über

unsere gute medizinische Versorgung, die qualifizierte Schmerztherapie,

die HDV Pflegeschulen und über die Schwesternschaft. Außerdem konnten

die Interessenten sich den Blutdruck messen und den Blutzuckerspiegel

bestimmen lassen.

Rege Nachfrage von den Wormser Bürgern wurde an die beiden Seniorenzentren

Sophienstift und Martin-Luther-Haus gestellt, über ihre Einrichtung

und neu mit dem Angebot der Tagespflege. Unser gemeinsamer

Schwerpunkt aller drei Einrichtungen ist die gute Pflege, mit der Werbung

„Bärenstarke Pflege“. Es wurden kleine Bären verteilt, welche in Windeseile

vergriffen waren. Wir erhielten sehr großen Zuspruch in allen Bereichen

und rege Nachfrage von der Bevölkerung. Es war ein sehr gelungener

Tag mit einer wichtigen Öffentlichkeitsarbeit für die Wormser Bürger. Viel

Engagement zeigten Frau Ulrike Malz, Frau Hannelore Krier, Herr Jörg

Zeitler, Sr. Doris Doerfer, Sr. Sigrid Ketterle, Sr. Petra Feyt, Sr. Rita Mörtl,

Krankenpfleger Walter Schuller, Frau Anke Gallik, Sr. Andrea Seckler, Sr.

Elisabeth Wagner und Herr Jan Renz.

Sr. Doris Doerfer, Worms

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Patenschaftstreffen, Hochstift Worms

Die Schwesternschaft hat am 10.11.2010 im Ev. KH Hochstift Worms den

neuen Ausbildungskurs zur Gesundheits- und Krankenpfleger/in (2010/13)

eingeladen. Bei einer entspannten Gesprächsrunde konnten die ersten wichtigen

Fragen erörtert werden. Für das leibliche Wohl sorgten Kaffee und

Kuchen.

Für unsere 26 Auszubildenden konnten für das Amt der Patenschaft folgende

Schwesternschaftsmitglieder gewonnen werden: aus dem Diakoniekrankenhaus

Ingelheim Herr Philipp Erdmann (Stat. 3 A/B) und Frau Elke

Filser (Stat. 2B); vom Hochstift Frau Elisabeth Platt (Stat. A3), Herr Marcus

Bochskandl (Stat. B4), Herr Sandro Weiss (Stat. B3) und Frau Doris

Doerfer (Amb. OP-Zent.).

Bei anfallenden Problemen oder Nöten stehen wir gerne zur Seite und

suchen gemeinsam nach Lösungsansätzen. Ich danke meinen Kollegen für

die Hilfsbereitschaft.

Unseren Azubis wünsche ich ein gutes Miteinander und einen erfolgreichen

Start in die Praxis. Schwesternratsvorsitzende Doris Doerfer

Luisenkrankenhaus Lindenfels

„Fachkongress Wundheilung“

Das Luisenkrankenhaus Lindenfels hatte zu einem Kongress zum Thema

Wundheilung eingeladen. Referenten waren die Wundexpertin und Fachautorin

Kerstin Protz aus Hamburg, die Rechtsanwältin Kerstin Redemann,

der Facharzt für Hygiene am Klinikum Darmstadt Dr. Martin Thieves, der

Chefarzt Innere Medizin in Lindenfels Jens Reibold und der Organisator

des Kongresses Dr. Joachim Wahlig (rechts).

tn/Bild: Neu


Weiterbildung

Mit großem Erfolg absolvierte

Schwester Ulrike Didion aus dem

Luisenkrankenhaus die Weiter-

bildung zur Endoskopie-Fach-

krankenschwester. Aus diesem

Anlass gratulierten Pflegedienstleiter

Werner H. Trautmann und Chefarzt

Karl Andreas Berg.

„Tage der Stille“ vom 05.-08.10.2010

Was ist darunter zu verstehen?

Das fragen sich sehr viele. Aber das erfährt jeder Teilnehmer auf seine eigene

ganz persönliche Weise. Unsere Reise ab Worms war überhaupt nicht still

und leise. Unter einem großen Stimmengewirr setzte sich unser Bus in

Bewegung. Für einige wenige Teilnehmer war das Ziel unbekannt und daher

spannend was uns erwarten wird.

Das schönste Wetter begrüßte uns und begleitete uns über die ganzen Tage

hinweg. Die Natur zeigte uns was sie kann und ließ uns dabei innehalten.

So soll es wohl sein – zur Ruhe kommen – staunen – freuen – Neues ent-

decken – Kontakte knüpfen. Ich

glaube, dass ist unserer Gruppe auch

gut gelungen. Das Miteinander mit

den Diakonissen im Gebet und bei

den gemeinsamen Mahlzeiten hatte

sicher auch dazu beigetragen. Wir

wurden freundlich – ja, ich möchte

sagen, herzlich empfangen – Blumen

schmückten unsere Zimmer. Hier

kannst du einfach den Alltag mal

zurücklassen.

Unsere gemeinsame Freizeit war ausgefüllt mit einem Besuch in Straßburg

– Besuch des Mutterhauses der Diakonissen, Besichtigung der Klinik und

anschl. war Gelegenheit für Kultur (Kirche St. Thomas, Münster, Palais

Rohan). Am nächsten Tag war Zeit für einen Spaziergang und einen Besuch

in Colmar mit Besichtigung des Unterlinden Museum, in dem der berühmte

Isenheimer Altar zu besichtigen ist.

Mit diesen Gedanken, die mich freudig stimmen, grüße ich ganz herzlich

die Teilnehmer dieser Gruppe – und sage einfach nur DANKE, ich glaube

im Namen aller Personen sprechen zu dürfen. Rita Mörtl

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Berichte

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Bestnoten für unsere Seniorenzentren

Die unangekündigten mehrstündigen Qualitätsprüfungen durch den Medizinischen

Dienst der Pflegekasse (MDK) haben den Seniorenzentren des

Hessischen Diakonievereins eine ausgezeichnete Pflege bestätigt. Der ohnehin

sehr gute Landesdurchschnitt dieser Qualitätsprüfungen in Hessen von

1,5 konnte bisher von allen überprüften Häusern des Hessischen Diakonievereins

noch getoppt werden. Seit Mai 2010 wurden bisher die Seniorenzentren

Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Lampertheim, Johannes-Guyot-

Haus in Fürth sowie das Haus Johannes in Heppenheim und das Heimathaus

in Darmstadt überprüft: Sie alle erreichten mit ihrem Gesamtergebnis zwischen

1,0 und 1,2 eine sehr gute Note . Im Vergleich zum rheinland-pfälzischen

Landesdurchschnitt von 2,2 zeigt auch das Gesamtergebnis von

1,7 die sehr erfolgreiche Arbeit des Martin-Luther-Hauses in Worms-

Pfeddersheim. (Die Einzelergebnisse sind im Internet veröffentlicht bei

www.pflegelotse.de). In den Seniorenzentren Sophienstift in Worms sowie

im Simeonstift Hainburg hat Qualitätsbeauftragter Heinrich Wünsche mit

den Mitarbeitern die Voraussetzungen geschaffen, dass auch deren noch

ausstehende Prüfung ein ähnlich gutes Ergebnis nach sich ziehen kann.

Die durchgängig in allen Qualitätsbereichen sehr gute Bewertung der

bereits überprüften Seniorenzentren spricht für sich. Die Gutachter erkannten

die hohe Qualität der Leistungen – sie haben jeweils die Pflege und

medizinische Versorgung anhand mehrerer Bewohner überprüft. Auch der

Umgang mit demenzkranken Bewohnern sowie die Soziale Betreuung und

Alltagsgestaltung wurden kritisch hinterfragt. In das Gesamtergebnis ist

zudem die Überprüfung der Bereiche Wohnen, Verpflegung sowie Hauswirtschaft

und Alltagsgestaltung eingeflossen.

„Wir sehen mit dieser Note allerdings weniger unsere tatsächliche Leistung

als vielmehr die Dokumentation unserer Leistungen bewertet“ haben

Heimleiterin Hannelore Krier und Pflegedienstleiter Jörg Zeitler vom Martin-Luther-Haus

in Worms-Pfeddersheim auf die hohe Gewichtung der

Strukturqualität und der Anforderungen an die schriftliche Darstellung des

Pflegeprozesses hingewiesen. „Wir möchten daher ermuntern, sich neben

dem Blick auf Noten und Zahlen immer auch einen persönlichen Eindruck

von unserem Haus zu verschaffen“ laden sie zu einem Besuch im Seniorenzentrum

ein und möchten damit die Lebensqualität und Zufriedenheit der

Bewohner in den Vordergrund rücken. „Überzeugen Sie sich bitte selbst“

motivieren daher die Heimleitungen quer durch die Seniorenzentren des

Hessischen Diakonievereins Interessenten und Angehörige.

„Wir möchten aber auch darauf hinweisen, dass unabhängig von externen

Überprüfungen und Noten unsere Anstrengungen immer darauf abzielen,

qualitativ hochwertige und bewohnerorienterte Betreuungs- und Pflegeleistungen

zu erbringen mit dem Ziel, dass unsere Bewohner mit einem

Gefühl der Zufriedenheit, Sicherheit und Selbstbestimmtheit bei uns leben


können“ haben Oberin Christa Kronauer und Pflegedienstleitung Heidemarie

Martins vom Heimathaus Darmstadt die Intention des Engagements

beschrieben. Das diakonische Profil und die erfahrbare Nächstenliebe zählen

zu den Maximen unserer Seniorenzentren. Gerade deshalb hat man sich

in allen Seniorenzentren umso mehr über die sehr gute Beurteilung aus dem

Blickwinkel der Bewohner gefreut – schließlich steht der Mensch im Mittelpunkt

und die betreuten Bewohner wollen sich rundum wohl fühlen

können und bestens versorgt sein.

Bestnote 1,0 der Bewohnerbefragungen zeigt eindrücklich die

hohe Zufriedenheit

Im Johannes-Guyot-Haus in Fürth freute man sich deshalb besonders, dass

der Medizinische Dienst in seiner zusammenfassenden Beurteilung vermerkte

„Besonders hervorzuheben ist die Freundlichkeit und die warme

Atmosphäre im Haus“. Das ist Lob und Anspruch zugleich waren sich

Andrea Schwarz und Doris Ramminger vom Heimleitungsteam sicher.

Engagierte und fachlich gute Mitarbeiter sind die Stütze des Erfolgs

„Unsere Mitarbeiter haben eine tolle Leistung bewiesen“ unterstrich Pfarrer

Dr. Martin Zentgraf seine Anerkennung und seinen Dank für die engagierten

Menschen, die sich quer durch alle Aufgabenbereiche für das Wohl der

Senioren einsetzen. Viele Menschen bringen sich (trotz der oftmals nicht

einfachen Rahmenbedingungen in der stationären Altenpflege) sehr motiviert,

kompetent und mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein in den

gemeinsamen Prozess ein. „Die Prüfung sehen wir als Unterstützung auf

unserem Weg die Qualität in der Einrichtung stetig zu verbessern und zu

sichern“ kommentierten Heimleiter Hans Kirsch und Pflegedienstleitung

Waltraud Feigl vom Dietrich-Bonhoeffer-Haus das sehr gute Ergebnis.

Doch nach der Prüfung ist auch zugleich vor der Prüfung – das hervorragende

Abschneiden ist nämlich kein Grund zum Stillstand. „Die Ergebnisse

sind uns aber zugleich Ansporn, unsere erfolgreiche Arbeit kontinuierlich

weiter zu entwickeln, damit wir auch in Zukunft den Ansprüchen eines

hohen Qualitätsstandards und einer hohen Professionalität entsprechen“

verdeutlichte Heimleiter Thomas Neubecker vom Haus Johannes diese

Herausforderung. Gemeinsam mit Pflegedienstleitung Elena Issak sowie

den Leitungsteams der anderen Seniorenzentren wird er sich in den Arbeitskreisen

und Qualitätszirkeln auf die weitere Implementierung der pflegefachlichen

Qualitätsanforderungen sowie eine sukzessive Leistungsoptimierung

vorbereiten. Bewährt haben sich zudem die internen Audits bei

denen die Heim- und Pflegedienstleitungen der Seniorenzentren des Hessischen

Diakonievereins unter Realbedingungen gegenseitig die Abläufe in

den Häusern überprüfen. Bereits jetzt wird der Qualitätsbeauftragte Heinrich

Wünsche mit den Vorbereitungen für diese Prüfungen beginnen.

Andrea Schwarz

Berichte

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Geburtstage

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Wir gratulieren zum Geburtstag

im Dezember

03 Elena Metzger, Ingelheim

04 Maria Oemisch Heppenheim

05 Siegmund Karle’ Fürth

06 Elena Isaak Heppenheim

07 Emmi Hub Darmstadt, Birgit Schliffer Heppenheim

08 Rebekka Richter Lampertheim, Jennyfer Henrich Worms

09 Dorothee Hilbrandt, Petra Angerhausen-Bork Moers,

Sabine Stein (40) Lampertheim

10 Brunhild Dilfer Weiterstadt

11 Ingrid Arnd Lindenfels, Edith Scherrer Lindenfels,

Christina Rettig Lindenfels, Carina Müller Lindenfels

12 Margarete König Darmstadt, Silke Maue’ Ingelheim,

Stefan Bechtold Darmstadt

14 Ludmilla Isbrecht Worms, Christina Stegemann Worms,

Lukas Strohschneider Worms

16 Margret Möllenbeck Moers

17 Franziska Müller Biblis

18 Elfriede Ramm Düsseldorf, Anita Barbosa-Pereira Darmstadt

19 Jennifer Zentgraf Worms

22 Ingrid Katzenmeier (60) Lindenfels

23 Paula Schöcker Pfungstadt

24 Philipp Erdmann Ingelheim, Christiane Adolf Ingelheim

25 Rita Mörtl Worms

26 Paula Knebl Rain-Ebenthal

27 Gertrud Wecht Rimbach

28 Christine Helmer Worms

29 Hanna Haß Northeim, Monika Schambach Lindenfels,

Sandra Lehnert Worms

30 Petra Gramzow Moers, Romy Scharf Ingelheim

und im Januar 2011

02 Christel Vitt Darmstadt

03 Silke Hammerschmidt Worms

05 Ute Bieg Darmstadt, Donata Schardt Heppenheim

06 Susanne Loris Worms

07 Heidi Todt (70) Pohlheim, Brunhilde Reinecker (85) Obermörlen

Eva-Maria Müller-Schätzler Worms, Heinrich Wünsche Darmstadt

08 Heike Voggel Darmstadt


09 Gabriele Antony Worms, Christa Barth Worms

10 Sandra Adolf Lindenfels, Alexandra Konnermann Worms

13 Gisela Zimmer Lich, Karin Pieper Ingelheim, Gabriele Wohlleben

Ingelheim

15 Waltraud Kraus Pfungstadt, Claudia Fröhlich Rimbach,

Anna Bielicz-Böhmer (40) Worms, Carolin Sührer Darmstadt

16 Gisela Keuchel Worms, Azieb Yohannes Darmstadt

18 Frieda Gardemann Dinslaken

19 Annelie Sproß Worms, Inga Semrau Lindenfels

21 Lieselotte Britzius Worms

22 Annemarie Rauch Fürth

25 Gerlinde Renz Worms, Annelie Strietzel Ingelheim,

Mechthilde Hellmuth Lampertheim

26 Christel Pfeiffer Lindenfels, Elisabeth Wagner Worms

27 Waltraud Appenheimer Darmstadt

28 Anneliese Arndt Moers, Barbara Kapala (50) Worms

29 Johnny Jochheim Worms

30 Sigrid Knopf Mannheim

31 Rita Ostermair Hohen-Sülzen

Wir gratulieren zum Schwesternschaftsjubiläum

30 Jahre

Gisela Keuchel 12.01.1981

Freizeiten / Studienfahrten

Pensioniertenfreizeit

Köln, 13.-15. Mai 2011

Kosten: Für aktive und beurlaubte Mitglieder 50,– 4,

für pensionierte Schwestern 40,– 4

Diakonische Studienfahrt

Halle, 04.-06. Juli 2011

Kosten: Für aktive und beurlaubte Mitglieder 50,– 4,

für pensionierte Schwestern 40,– 4

Tage der Stille

Hohrodberg, 10.-13. Oktober 2011

Kosten: 50,– 4 / für pensionierte Schwestern 40,– 4

Geburtstage/Jubiläum/Termine

15


Termine/Nachrufe

16

Schwesternschaftsnachmittage 2011

insbesondere für pensionierte Schwestern des HDV

Jeweils ab 15.00 Uhr im Heimathaus im 2. Aufenthaltsraum

Termine:

11. Januar 14. Juni

08. Februar 12. Juli

08. März 09. August

12. April 13. September

10. Mai 18. Oktober

Nachruf

Am 13.10.2010 ist unsere

Diakonieschwester

Lotte Godehardt

im gesegneten Alter von 93 Jahren verstorben.

Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Friedhof in

ihrem Heimatort.

Nachruf

Am 27.10.2010 ist unsere

Diakonieschwester

Erna Ganss

im Alter von 86 Jahren nach schwerer Krankheit

verstorben.

Ihre letzte Ruhestätte fand sie auf dem Friedhof in

ihrem Heimatort.


Besinnung

Geistliches Wort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

Berichte

Informationen aus der Schwesternschaft und der

HDV gemeinnützige GmbH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

Schwesterntag 09 . November 2010 im Heimathaus . . . . . . . . . . . 3–4

Erntedankfest im Martin-Luther-Haus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Gemeinsam in die Zukunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5–6

Wormser Gesundheits- und Pflegetag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7–8

Patenschaftstreffen, Hochstift Worms . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Luisenkrankenhaus Lindenfels „Fachkongress Wundheilung“ . . 10

Weiterbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

„Tage der Stille“ vom 05 .–08 .10 .2010 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Bestnoten für unsere Seniorenzentren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12–13

Geburtstage / Jubiläum /Termine / Nachrufe . . . 14–16

Inhalt


Spruch des

Hessischen

Diakonievereins

aus 1. Korinther 12.4

Für die diakonischen Aufgaben unseres

Trägers und der Schwesternschaft sind wir

für Ihre Spenden und Zuwendungen

dankbar. Unser Träger ist

berechtigt, für steuerliche Zwecke

Bescheinigungen auszustellen.

Unser Konto:

Landesbank Hessen-Thüringen

(BLZ: 500 500 00)

Konto Nr.: 5008628009

Impressum:

HDV gGmbH und

Hessischer Diakonieverein e.V.

Heimathaus der Schwesternschaft

und Zentralverwaltung

Freiligrathstraße 8

64285 Darmstadt

Tel.: 06151 / 602-0

Fax.: 06151 / 602-838

e - mail:

info@hdv-darmstadt.de

Einrichtungen

des HDV:

Die Krankenhäuser und

Seniorenpflegeheime finden Sie

im Internet unter:

www.hdv-darmstadt.de

Die HDV gemeinnützige GmbH gehört

mehrheitlich zum diakonischen Träger

AGAPLESION gemeinnützige AG

(www.agaplesion.de)

Minderheitsgesellschaften der

HDV gemeinnützige GmbH ist die

Förderstiftung Hessischer

Diakonieverein

Der Hessische Diakonieverein e.V. ist

Träger der Schwesternschaft,

der Diakonischen Fortbildung und

der Grundstücke und Gebäude,

die er zum Betrieb der diakonischen

Einrichtungen verpachtet hat.

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