florieren! - Blumen- und Gartenkunst

blumen.und.gartenkunst.de

florieren! - Blumen- und Gartenkunst

ubrikMarketingAn der Gestaltung der Geschäftsräume, der stimmungsvollen Präsen -ta tion der Schnittblumen und Inszenierungen zum Beispiel mit Gartenzwergenwird deutlich, dass nostalgische Motive gerne aufgegriffenwerde n, am besten mit ein bisschen Ironie.Thomas Tunger-Schnur (links) und Andreas Tunger setzen ihre Vorstellungvon Floristik und Gartenkultur konsequent um. Andreas Tunger istseit Ende 2009 Präsident des Fachverbands Deutscher Floristen, LandesverbandBerlin, obwohl das seine knapp bemessene Zeit kaum zulässt.Ein Hauptargument, sich dennoch auf den Posten einzulassen, war, dasser sich für Nachwuchsförderung einsetzen will.weil man natürlich vom Zeitgeist und demAngebot des Großhandels beeinflusstwird. Und natürlich werden in der WarenpräsentationFarbkonzepte verfolgt, dieauch mal modisch sein können.In allen Sortimentsbereichen wird Wertauf eine hohe Qualität gelegt, ohne allerdingsdas Preis-Leistungs-Verhältnis ausden Augen zu verlieren. Gefäße beispielsweise„müssen funktionieren“, sprich wasserdichtsein, wenn sie für die Wohnunggedacht sind. Accessoires tragen insbesonderean Weihnachten und Ostern nichtunerheblich zum Umsatz bei. Um eigeneVorstellungen an eine nostalgische unddennoch moderne Optik verwirklichen zukönnen, werden auch eigene Entwürfe beikleinen Produktionsfirmen in Auftrag gegeben– nicht zu schlicht und pur, denndas mögen die Kunden eher nicht.Blumen verarbeiten,wie sie wachsenIn der Floristik wird eine natürliche Ausstrahlungangestrebt. Beim Verarbeitensollen die Werkstoffe berücksichtigt werden„so wie sie wachsen“, sagt AndreasTunger. „Wir arbeiten ohne Gerüste, dieBlumen sollen sich wohlfühlen.“ Wer daserreichen will, müsse ein Gefühl für dieWerkstoffe entwickeln, ein Gespür für einewie zufällig wirkende Anordnung. Dasdauert seine Zeit, schon deshalb müsse dieAusbildung zum Floristen zwei bis dreiJahre dauern.Höhepunkt im Jahr ist die Adventsausstellung.Nur zu diesem Anlass sind auch diehinteren Geschäftsräume für die Kundenzugänglich, insgesamt etwa 250 m². WeitereAktionen sind im Alltagsgeschäft „garnicht zu leisten“, bedauert Andreas Tunger.„Das macht zwar Spaß, kostet aberunheimlich viel Kraft.“ Durch das wechselndeund üppige Angebot wird den Kundenauch ohne Events Abwechslung geboten,und etwa alle zwei Monate wird dasMobiliar im Rahmen der räumlichen Möglichkeitenumgestellt. Der Advent ist dannregelmäßig Anlass zu Renovierungsmaßnahmenund neuer Farbe für die Wände.Danach beginnen die Jahreszeiten wiedervon vorne. Aber nie genauso wie in denJahren zuvor. n44 7-2010 florieren!florieren! 7-201045

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine