zur Predigt von Pfr. Wernsmann - Katholisch in Steinfurt

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2Schon der Heilige Ignatius von Antiochien hat einmal gesagt:Die Bibel nicht kennen, heißt Gott nicht kennen.Dem Konzil war es ein sehr großes Anliegen, die HeiligeSchrift wieder lebendig erfahrbar werden zu lassen.Der Zugang zur heiligen Schrift muss für die an ChristusGlaubenden weit offenstehen, so formulierte es das Konzil.In diesen letzten 50 Jahren habe ich zahlreicheBibellesemethoden kennengelernt.- Exegetische Methode- Historisch-kritische Methode- Feministische Auslegung- Biblodrama- Die Sieben-Schritte-Methode- Tiefenpsychologische Bibelauslegung- U.a.Eine mir zur Zeit ans Herz gewachsene Bibelarbeit ist dasBibel-Feiern.Hier lesen wir nicht nur die Bibel, sondern lassen Jesus zu unssprechen.Im Hören aufeinander, in der Stille und im Gebet geben wirJesus den Raum, uns zu erreichen.Aus dem miteinander geteilten Wort kommen Aufgaben inden Blick, die man gemeinsam angehen will.Aus diesem Bibel-Feiern entsteht in vielen Ländern eine neueKultur des Miteinander Lebens.


3Wir nennen es auch manchmal: Kirche vor Ort leben. (BischofGilles Coté hat uns im Oktober letzten Jahres begeistertdavon berichtet.)Schwestern und Brüder, die Bibel nicht kennen, heißt Gottnicht kennen, so Ignatius.Die Konzilsväter sagten: In den Heiligen Büchern kommt ja derVater, der im Himmel ist, seinen Kindern in Liebe entgegenund nimmt mit ihnen das Gespräch auf.Führen wir uns jetzt noch einmal das Evangelium vor Augen.In diesem Evangelium kommt Gott uns als der BarmherzigeVater in Liebe entgegen.Er wartet geradezu auf uns.Er geht auch zum daheimgebliebenen Sohn hinaus, um ihn zugewinnen.Welche Botschaft!Wir brauchen nur umkehren und aufbrechen.Der Barmherzige Vater – GOTT – wartet immer auf uns, aufjeden von uns.Liebe Schwestern und Brüder!Wer einmal die Gemeinschaft „Fazenda de Esperanza“ erlebthat, versteht sofort dieses Evangelium.Gestrauchelte Menschen, Drogenabhängige, Alkoholkranke,Kaufsüchtige, nicht lebenstüchtige Menschen finden Halt.Wodurch?Sie lesen jeden Tag in Gemeinschaft das Wort Gottes.


4Sie tauschen ihre Erfahrungen mit dem gemachten WortGottes aus.Wie der Barmherzige Vater im Evangelium, so nehmen siesich einander an, stärken sich und finden –wie der verloreneSohn – einen neuen Weg ins Leben.Denn wo Menschen echte Nächstenliebe leben, kann Gottmit all seiner Kraft wirken.Ich habe die drei Fazendas in Deutschland besucht undkennengelernt. Sie sind wirklich ein „Gut der Hoffnung“.Das Wort Gottes wird mit seiner ganzen Kraft hier sichtbar.Liebe Schwestern und Brüder!Noch einmal einen Satz aus dem Konzilskompendium:Der Schatz der Offenbarung, der Kirche anvertraut, erfüllemehr und mehr die Herzen.Das ist unsere Aufgabe, die Herzen mit Seiner Botschaft zuerfüllen.Dazu müssen Sie selbst die Bibel in die Hand nehmen, sieabstauben und bis Ostern jeden Tag einen kleinen Abschnittlesen.Ich bin sicher, dann wird unser Herz von unserem FreundJesus – wie es die Kinder erfahren haben – voll sein.Dann wird uns Ostern in seiner ganzen Fülle neu geschenkt.

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