Auslobung - und Ingenieur-Verein zu Berlin eV

aiv.berlin.de

Auslobung - und Ingenieur-Verein zu Berlin eV

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V. | seit 1824

AIV-SCHINKEL-WETTBEWERB

2013

TRANSFORMATION TXL

Vom Flugfeld zum Lebensraum

AUSLOBUNG ZUM 158. WETTBEWERB

1


Architekten- und Ingenieur-Verein

zu Berlin e.V. | seit 1824

Ideen- und Förderwettbewerb

für junge Architekten, Ingenieure und Künstler

Auslobung

September 2012

(Stand: 24.09.2012)

Wettbewerbsdurchführung

Architekten- und Ingenieur-Verein

zu Berlin e.V.

Vorstand mit Schinkel-Ausschuss

Bleibtreustraße 33

10707 Berlin

www.aiv-berlin.de

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

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Anmerkung

Im Sinne einer besseren Lesbarkeit wird

im Auslobungstext auf die Ergänzung der

weiblichen Form verzichtet. An dieser Stelle

sei jedoch ausdrücklich betont, dass in der

Regel beide Geschlechter gemeint sind.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

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TRANSFORMATION TXL

Vorwort

Verstehen, indem man entwirft – das ist der Impuls des AIV-Schinkel-Wettbewerbs

Jahr für Jahr. Der Architekten- und Ingenieur- Verein zu Berlin schafft

gemeinsam mit Förderern, Stiftern, Juroren und Hochschulen ein Netzwerk unterschiedlicher

Disziplinen, in dem Antworten auf planerische und gestalterische

Fragen gegeben und gleichzeitig junge Architekten, Ingenieure und Künstler in

ihrer fachlichen Entwicklung gefördert werden. Mittel hierzu ist der Wettbewerbsbeitrag,

der persönliche Entwurf. Die Aufgabenstellung und die Wahl des

Kontextes sollen eine Auseinandersetzung mit komplexen Zusammenhängen

und fachübergreifenden Sichtweisen initiieren. Im vergangenen Jahr wurden 236

Wettbewerbsarbeiten von mehr als 520 Teilnehmern aus Deutschland, England,

Frankreich, Irland, Italien, Österreich, der Schweiz und den USA eingereicht.

Nachdem zuletzt neue Stadtquartiere und Wohnformen für das Innenstadtgebiet

der Landeshauptstadt Potsdam im Rahmen des 157. AIV-Schinkel-Wettbewerbs

diskutiert wurden, geht es in der nächsten Runde zu einem brisanten Thema der

Berliner Stadtentwicklung:

Mit der Schließung des Flughafens Tegel entstehen für den „mittleren Norden“

Berlins besondere Entwicklungschancen. Das über 450 ha große Areal – die

größte innerstädtisch gelegene Freifläche Berlins – bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte

für eine Neuorientierung des Standortes. Neben der Weite des

Flugfeldes gehören dazu die Großzügigkeit der angrenzenden Landschaftsräume,

Stadtteile mit jeweils eigenständigen Charakteristiken sowie die Einbindung in

unterschiedliche Verkehrsnetze.

Der 158. Schinkel-Wettbewerb beschäftigt sich mit der Transformation des

Flughafenareals. Unter Berücksichtigung unterschiedlicher Entwicklungsszenarien

soll ein breites Spektrum an Lösungsansätzen aufgezeigt werden. Neben

einer Annäherung aus fachdisziplinären Perspektiven ist dabei insbesondere das

Potential interdisziplinärer Ansätze auszuloten. Darüber hinaus sollen Entwurfs-

und Planungsansätze entwickelt werden, die sich exemplarisch mit Fragen der

Nutzungs- und Milieumischung, der Energie- und Flächeneffizienz (Plus-Energie)

sowie mit neuen Formen der Mobilität beschäftigen.

(Luftbild Flughafen Tegel und Umgebung,

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin, 2011)

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Inhalt

Teil A

I Verein und Wettbewerb................................................................................................6

II Förderer und Stifter........................................................................................................8

III Wettbewerbsverfahren.............................................................................................10

III.1 Auslober und Wettbewerbsdurchführung............................................10

III.2 Art des Verfahrens.....................................................................................10

III.3 Kommunikation....................................................................................10

III.4 Zulassungsbereich und Teilnahmeberechtigung...................................11

III.5 Einverständnis und Datenschutz ..............................................................11

III.6 Anmeldung und Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .....................11

III.7 Wettbewerbsunterlagen .........................................................................12

III.8 Rückfragen und Kolloquium....................................................................12

III.9 Abgabe und äußere Kennzeichnung der Wettbewerbsarbeiten......13

III.10 Innere Kennzeichnung und Umfang der Wettbewerbsbeiträge ......14

III.11 Urheberrecht und Haftung .......................................................................15

III.12 Beurteilungsverfahren, Vorprüfung und Jury ......................................16

III.13 Preise..........................................................................................................16

III.14 Bekanntgabe des Ergebnisses und Ausstellung der Arbeiten.............17

III.15 Terminübersicht....................................................................................17

IV Schinkel-Ausschuss und Gastpreisrichter ..............................................................18

Teil B

V Aufgabenstellung........................................................................................................20

V.1 Einführung ................................................................................................... 20

V.2 Teilaufgaben (Aufgabenstellungen nach Fachsparten) .......................... 25

V.2.1 Städtebau (S)..................................................................................25

V.2.2 Landschaftsarchitektur (LA) ......................................................30

V.2.3 Architektur (A) .............................................................................33

V.2.4 Konstruktiver Ingenieurbau (KI) ..............................................38

V.2.5 Freie Kunst (FK) .............................................................................42

V.2.6 Verkehrswesen - Straßenbau (VS) .............................................44

V.2.7 Verkehrswesen - Eisenbahnbau (VE) ........................................46

V.3 Kooperationsaufgaben (Interdisziplinäre Aufgabenstellungen ) ........ 48

V.3.1 Querschnittsthema Nachhaltigkeit (N) ......................................48

V.3.2 Querschnittsthema Denkmalpflege (D).....................................49

V.3.3 Kooperationsaufgabe LA - S .....................................................51

V.3.4 Kooperationsaufgabe S - A ...........................................................51

V.3.5 Kooperationsaufgabe KI - A ......................................................52

VI Anhang........................................................................................................................54

VI.1 Literatur- und Quellenhinweise .............................................................54

VI.2 Planunterlagen............................................................................................55

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil A

I Verein und Wettbewerb

Der Architekten- und Ingenieur-Verein (AIV) wurde 1824 von jungen

„Bauconducteuren“ um Eduard Knoblauch in Berlin gegründet und gilt heute

als älteste Technikvereinigung Deutschlands. Das Wirken des AIV zu Berlin hat

wesentlich zur Entwicklung des Berufsstandes der Architekten und Ingenieure

sowie der Bau- und Kulturgeschichte Berlins, Preußens und Deutschlands beigetragen.

Heute gehören dem AIV zu Berlin rund 350 Mitglieder an. Als Berufsgruppen

sind Architekten, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten, Bauingenieure, Wissenschaftler,

Betriebswirte, Juristen und Künstler vertreten. Neben dem Vorstand,

der einmal monatlich tagt, sorgen die aktiven Vereinsmitgliedern und namhafte

Kuratoriumsmitglieder für das Renommee des AIV. Fördermitglieder – Firmen,

Gesellschaften, verschiedenste Institutionen und Einzelpersonen – unterstützen

die Vereinsarbeit mit Zuwendungen.

Das primäre Satzungsziel des AIV besteht seit je her in der Förderung der Baukultur.

Der Verein würdigt in Veranstaltungen und Publikationen die Leistungen

der Vergangenheit und begleitet das aktuelle Baugeschehen konstruktiv kritisch.

2007 erhielt der AIV zu Berlin von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

die Ferdinand-von-Quast-Medaille, einen Berliner Denkmalpflegepreis, in Anerkennung

für seine besonderen Verdienste um diesen Bereich.

Der Schinkel-Wettbewerb des AIV zu Berlin hat eine lange Tradition und

wurde erstmalig 1852 unter den Vereinsmitgliedern ausgelobt; seit 1855 wird er

staatlich gefördert. Seitdem werden in diesem Förderwettbewerb im einjährigen

Turnus jungen Planern in bis zu neun Fachsparten Aufgaben gestellt mit dem Ziel,

deren Kreativität und Phantasie für die Lösung zukunftsorientierter Planungsaufgaben

herauszufordern. Mit diesem Ansatz soll auch das universale Denken

Schinkels in Erinnerung gerufen werden.

Der AIV-Schinkel-Wettbewerb richtet sich als Ideenwettbewerb an Studierende

und Absolventen. So dient er der Förderung des technisch-wissenschaftlichen

Nachwuchses, wirkt aber auch für Berlin und seine benachbarte Region auf der

Suche nach einer künftigen Gestalt. Die Vielfalt der im AIV-Schinkel-Wettbewerb

erarbeiteten Ideen fördert und bereichert die Planungskultur über die Landesgrenzen

von Berlin und Brandenburg hinaus. Angeregt wird ein Diskurs zur

Baukultur zwischen jungen Planern, erfahrenen Kollegen und der Öffentlichkeit.

Wenngleich es zunächst um Ideen geht, begrüßt der AIV zu Berlin durchaus auch

Realisierungswünsche im Nachfeld des Wettbewerbs.

Heute zeichnet sich der Wettbewerb nicht nur durch seine Tradition und Interdisziplinarität,

sondern auch durch das ehrenamtliche Engagement von rund 90

Ausschuss- und Jurymitgliedern sowie seinen speziellen Werkstatt-Charakter

aus: Die Aufgaben werden im Dialog entwickelt und ermöglichen damit eine

ungewöhnlich breite Untersuchung einer aktuellen Fragestellung oder eines bestimmten

Ortes.

Der 13. März, Karl Friedrich Schinkels Geburtstag, wird traditionell für das Schinkel-Fest

mit feierlicher Preisverleihung, einer Festrede und einem baukulturellen

Dialog genutzt. Das Schinkel-Fest 2013 wird unter der Schirmherrschaft von

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Töpfer stehen.

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil A

I Verein und Wettbewerb

Der Wettbewerb wird interdisziplinär ausgeschrieben und bedient 2013 die

Fachsparten

Städtebau (S),

Landschaftsarchitektur (LA),

Architektur (A),

Konstruktiver Ingenieurbau (KI),

Verkehrswesen Straßenbau (VS),

Verkehrswesen Eisenbahnbau (VE),

Freie Kunst (FK) sowie

die Querschnittsthemen Nachhaltigkeit (N) und Denkmalpflege (D).

Das Querschnittsthema Nachhaltigkeit ersetzt in diesem Jahr die Fachsparte

Technische Gebäudeausstatung (TGA), um energetische Themen auf verschiedenste

Maßstäbe projizieren zu können.

Neben Teilaufgaben sind Kooperationsaufgaben formuliert, die fachübergreifendes

Planen mit Nachbardisziplinen voraussetzen und ebenso mit Preisen ausgezeichnet

werden können.

Die Kooperationsaufgaben implizieren einen erhöhten, zum Teil doppelten Abgabeumfang.

Insgesamt werden hiermit das Aufgabenspektrum erweitert, der

Leistungskatalog geöffnet und die Zusammenarbeit zwischen den Fachsparten

angeregt.

Häusliche Prüfungsarbeit

Für Referendare der Fachrichtung Hochbau besteht die Möglichkeit, auf Antrag

eine Teilaufgabe des AIV-Schinkel-Wettbewerbs alternativ zur häuslichen Prüfungsarbeit,

im Rahmen ihres Referendariats, vom Oberprüfungsamt anerkennen

zu lassen. Um die Wettbewerbsteilnahme den Referendaren der Fachrichtung

Hochbau zu ermöglichen, werden weitere Teilaufgaben vom Oberprüfungsamt

der Hochbauaufgabe angefügt, die nicht Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe

Hochbau sind. Durch Verwendung des Auslobungstextes und Änderungen im

Hochbauteil (diese werden den Referendaren vom Oberprüfungsamt zur Verfügung

gestellt) entspricht die Aufgabenstellung dem Anforderungsprofil der häuslichen

Prüfungsarbeit.

Wenngleich diese Abschlussarbeit nur als Einzelarbeit und nicht in Kooperation

anerkannt wird, werden seitens des Oberprüfungsamtes die Aufgabenänderungen

in der Fachrichtung Hochbau so gesetzt, dass eine eventuelle Weiterbearbeitung

der häuslichen Prüfungsarbeit in einer der o.g. Kooperationen im AIV-

Schinkel-Wettbewerb 2013 möglich ist.

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil A

II Förderer und Stifter

Während der Verein noch in Karl Friedrich Schinkels Aufnahmejahr 1829 das

„Stegreif-Konkurrieren“ einführte und „Monatswettbewerbe“ austrug, um sie

gemeinsam an Samstagnachmittagen zu erörtern und die Gewinner mit „Andenken“,

zumeist Buchpreisen, zu honorieren, wurde der heutige Schinkel-Wettbewerb

erst 30 Jahre später erfunden: Anlass war die Ehrung Schinkels, der sich

durch seinen beruflichen Werdegang und beispiellose Bauwerke bereits zu Lebzeiten

auch im Architektenverein einer besonderen Verehrung erfreute. Seine

Geburtstage am 13. März, zunächst Anlass für Huldigungen, wurden nach seinem

frühen Tod 1841 für Gedächtniszeremonien genutzt. 1844 wurde das erste der

bis heute durchgeführten Schinkel-Feste begangen, dessen Höhepunkt bereits

damals eine Festrede bildete.

Neben den vereinsinternen Vorträgen, Exkursionen und Gesängen stellten zu

dieser Zeit Monatswettbewerbe als „Übungen zum Entwerfen“ einen wesentlichen

Faktor der wöchentlichen Versammlungen dar. Umso mehr überraschte

es, als nur wenige Jahre später, 1851, der junge Architekturstudent und spätere

Vereins-Bibliothekar Friedrich Adler vorschlug, für den Baumeisternachwuchs

jährlich eine größere Wettbewerbskonkurrenz unter den Vereinsmitgliedern zu

Ehren Karl Friedrich Schinkels durchzuführen.

Der Schinkel-Wettbewerb war geboren. 1852 wurde er zwar zum ersten Mal

vereinsintern ausgelobt, die Zeitrechnung aber soll erst mit der ersten staatlichen

Förderung im Jahr 1855 beginnen: Die Siegerpreise für Architektur und

Ingenieurbau wurden auf Weisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV.

gestiftet, womit der Wettbewerb mit Gestalt eines hoch dotierten Staatspreises

eine bedeutende Aufwertung erfuhr. Mit der Auslobung der Staatspreise konnten

nun auch Studenten und Absolventen des ersten (Bauführer-) Examens auf

dem gesamten preußischen Staatsgebiet um den Schinkelpreis konkurrieren. Neu

war auch deren Unterteilung in eine Aufgabe aus dem Bereich des Land- oder

Hochbaus bzw. des Ingenieurwesens, zu dem Wasser-, Eisenbahn- und Maschinenbau

gehörten. Das Preisgeld von 1.700 Goldmark (12.000 Euro) war an eine

mehrmonatige Studienreise zu den klassischen Stätten des Altertums gebunden,

über die nach Rückkehr Rechenschaft in Form von Vorträgen oder Bauaufnahmen

abzulegen war – einer der wissenschaftlichen Ansprüche des Vereins. Mit

Erteilung des Staatspreises konnten die prämierten Arbeiten von der Bauakademie,

der späteren Technischen Hochschule in Charlottenburg für Examina

oder Diplome anerkannt werden. Für den Architektenverein gestaltete sich der

Schinkel-Wettbewerb rasch zu einem vitalen Ereignis. Auf den Schinkel-Festen

im eigenen Vereinshaus in der Wilhelmstraße wurden die Preisträger gekürt und

ihre Arbeiten präsentiert.

(Abb. : K. F. Schinkel, Friedrich Wilhelm IV., Architektenhaus Wilhelmstraße 1877)

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil A

II Förderer und Stifter

Den diesjährigen AIV-Schinkel-Wettbewerb 2013 fördern voraussichtlich:

- Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

- Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

- Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein e.V.

- Förderverein des Verbandes Beratender Ingenieure VBI

- Hans-Joachim-Pysall-Stiftung

- Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V. (DAI)

- Verband Restaurator im Handwerk e.V.

- Baukammer Berlin

- Lenné-Akademie für Gartenbau und Gartenkultur e.V.

- Metallbau Windeck GmbH

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Hans-Joachim-Pysall-Stiftung

In der Summe der Förderungen gibt es inhaltlich gebundene wie auch für alle

zuvor genannten Fachsparten verfügbare und damit aufteilbare Preisgelder.

Der Förderverein des Verbandes Beratender Ingenieure VBI schreibt beispielsweise

seit vielen Jahren einen Sonderpreis für die beste Kooperationsarbeit von

Ingenieuren und Architekten aus. Er appelliert damit an eine interdisziplinäre

Zusammenarbeit, wofür im Rahmen der Auslobung explizit eine Teilaufgabe formuliert

ist. Die Hans-Joachim-Pysall-Stiftung zeichnet seit vierzehn Jahren grundsätzlich

die beste Schinkelpreisträgerarbeit mit einem zusätzlichen „Schinkel-

Italienreise-Stipendium” aus und knüpft damit an den Zweck der ursprünglichen

Preisgelder an. Der Verband Restaurator im Handwerk e.V. prämiert aus einer

frei zu wählenden Fachsparte eine überdurchschnittlich denkmalorientierte Arbeit.

Ein weiterer Sonderpreis wird von der Lenné-Akademie für Gartenbau und

Gartenkultur e.V. vergeben, deren Auszeichnung für einen herausragenden Beitrag

in der Fachsparte Landschaftsarchitektur steht. Und erstmals fördert 2013

ein Firmenunternehmen den AIV-Schinkel-Wettbewerb: Die Metallbau Windeck

GmbH ermöglicht eine Auszeichnung für eine innovative Metall- und Glasarchitektur.

Medienpartnerschaften geht der AIV zu Berlin im Wettbewerb 2013 mit den

drei nachfolgenden Portalen ein:

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil A

III Wettbewerbsverfahren

III.1 Auslober und Wettbewerbsdurchführung

Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin

Vorstand mit AIV-Schinkel-Ausschuss

Vertreten durch die Vorsitzende des Schinkelausschusses

Dr. Melanie Semmer, AIV zu Berlin

Geschäftsstelle: Renate Pfeiffer

Bleibtreustraße 33

D-10707 Berlin

www.aiv-berlin.de

mail@aiv-berlin.de

Tel.: +49 30 883 45 98

Fax.: +49 30 885 45 83

III.2 Art des Verfahrens

Die Auslobung erfolgt als offener Ideenwettbewerb. Das gesamte Verfahren

wird bis zum Abschluss anonym durchgeführt.

Der AIV-Schinkel-Wettbewerb wird interdisziplinär zur Förderung der fachlichen

Entwicklung für junge Planer ausgeschrieben. Der Schinkelpreis wird dem

„Schinkelstatut“ des AIV zu Berlin entsprechend für hervorragende Wettbewerbsarbeiten

verliehen, die das vorbildliche Zusammenwirken der angesprochenen

Fachdisziplinen miteinander dokumentieren oder sich als Einzelleistungen

durch das vorbildliche Abwägen von fachspezifischen und übergeordneten

Belangen besonders auszeichnen.

In jeder ausgeschriebenen Fachsparte bzw. bei Kooperationsaufgaben in Fächerkombinationen

können ein Schinkelpreis sowie Sonder- und Anerkennungspreise

vergeben werden.

Der AIV-Schinkel-Wettbewerb wird nicht nach den Regeln für Planungswettbewerbe

(RPW 2008) durchgeführt, orientiert sich jedoch an ihnen.

Aufkommende Ansprüche an die Aufgabenstellung, die sonst an „Realisierungswettbewerbe“

gestellt werden, gehen hier an den Wettbewerbszielen vorbei.

III.3 Kommunikation

Die Wettbewerbssprache ist deutsch.

Als Informationsplattform dient die Website des AIV zu Berlin (www.aivberlin.de).

Hier finden sich alle Hinweise zum laufenden AIV-Schinkel-Wettbewerb

(Ankündigungsposter, Auslobung, Verfassererklärung, später auch Rückfragen,

Antworten etc. zum Download).

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2013

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Teil A

III Wettbewerbsverfahren

Fragen zum Wettbewerb und zur Auslobung sind über die E-Mail-Adresse

mail@aiv-berlin.de oder beim Rückfragenkolloquium am 16.11.2012 in Berlin

zu kommunizieren.

III.4 Zulassungsbereich und Teilnahmeberechtigung

Der Zulassungsbereich ist räumlich nicht begrenzt. Teilnahmeberechtigt sind

Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Ingenieure und Künstler sowie

Studierende der entsprechenden Fachrichtungen.

Für die Teilnahme gelten folgende Bedingungen, deren Einhaltung bei der Abgabe

zu erklären ist:

- Teilnehmer dürfen – auch in Arbeitsgemeinschaften – am Abgabetermin des

Wettbewerbsbeitrages nicht älter als 35 Jahre sein

- Teilnehmer dürfen nicht schon einmal einen Schinkelpreis gewonnen haben

- Teilnehmer dürfen mit Jury-Mitgliedern nicht verwandt oder verschwägert sein

- Teilnehmer haben durch Unterschrift zu versichern, dass sie geistiger Urheber

der Arbeit sind.

Die Aufgabenstellungen des AIV-Schinkel-Wettbewerbes 2013 sind so gewählt,

dass sich sowohl Einzelpersonen, besser aber interdisziplinäre Arbeitsgruppen

mit den Fragestellungen beschäftigen können. Um die Bildung solcher Arbeitsgruppen

müssen sich interessierte Teilnehmer selbst bemühen. Die Teilnehmerzahl

dieser Gruppen ist auf 4 Personen beschränkt. Eine Teilnahme an mehreren

ausgeschriebenen Fachspartenaufgaben oder Kooperationsaufgaben ist

ebenfalls zulässig.

III.5 Einverständnis und Datenschutz

Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gastpreisrichter

erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den

vorliegenden Wettbewerbsbedingungen einverstanden. Verlautbarungen jeder

Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens,

einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen

nur über den AIV zu Berlin abgegeben werden.

Zudem willigt jeder Teilnehmer durch seine Unterschrift auf der Verfassererklärung

ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit dem AIV-

Schinkel-Wettbewerb beim AIV zu Berlin elektronisch gespeichert werden.

III.6 Anmeldung und Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen

Die Anmeldung zum AIV-Schinkel-Wettbewerb 2013 erfolgt ausschließlich per

E-Mail (mail@aiv-berlin.de) unter Angabe von

- Namen (Vor- und Nachnamen; bei Gruppen: aller Teilnehmer)

- Postanschrift (Straße, PLZ, Ort; bei Gruppen: nur einer Kontaktperson)

- gewählter Fachsparte bzw. Kooperationsaufgabe im Wettbewerb 2013

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil A

III Wettbewerbsverfahren

sowie des Zahlungsnachweises einer Schutzgebühr in Höhe von 40 €.

Diese ist zeitgleich mit der schriftlichen Anmeldung auf folgendes Sonderkonto

des AIV zu Berlin zu überweisen:

„AIV-Schinkel-Wettbewerb 2013“

Postbank Berlin

BLZ 100 100 10

Konto-Nr. 690 103

IBAN DE12 1001 0010 0000 6901 03

BIC PBNKDEFF

Für jede eingereichte Arbeit muss eine Schutzgebühr bezahlt worden sein; ansonsten

wird die Arbeit von der Wertung ausgeschlossen. Die Schutzgebühr

wird nicht zurückerstattet. Eine Spendenbescheinigung kann hierfür vom

Auslober nicht ausgestellt werden.

Die Vollständigkeit der Anmeldung wird vom AIV via E-Mail und Mitteilung eines

Login-Passwortes bestätigt, welches in keinem Zusammenhang mit der vom

Verfasser bei Einrichung der Arbeit zu wählenden Kennzahl steht.

Der Auslobungstext kann seit dem 24.09.2012 vom Server www.aiv-berlin.de

heruntergeladen werden. Dort findet sich auch das bereits seit Juli veröffentlichte

Ankündigungsposter. Die Planunterlagen werden nur den vollständig angemeldeten

Teilnehmern auf einer speziellen Website per Login zugänglich gemacht.

Die Anmeldung zum Wettbewerb ist bis spätestens 07.01.2013 möglich.

III.7 Wettbewerbsunterlagen

Unterlagen des Wettbewerbs sind die vorliegende Auslobung und die in ihrem

Anhang aufgeführten Planungsunterlagen, die angemeldeten Teilnehmern in Form

von Online-Dateien zugänglich gemacht werden. Literaturempfehlungen sind der

Auslobung ebenfalls beigefügt.

Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vom AIV zur Verfügung

gestellten digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu

nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen

und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbs

zu löschen. Die zur Verfügung gestellten Daten sind urheberrechtlich geschützt.

Eine Übergabe an Dritte ist unzulässig. Der Urheber ist stets zu benennen.

(Die schriftliche Anerkennung dieser Reglementierung ist per Unterschrift

auf der Verfassererklärung zu bestätigen.)

III.8 Rückfragen und Kolloquium

Rückfragen zur Auslobung sind nur schriftlich an die E-Mail-Adresse des AIV zu

Berlin oder auf dem Rückfragenkolloquium am 16.11.2012 in Berlin zu stellen.

Inhaltliche Fragen zur Aufgabenstellung müssen bis zum 09.11.2012 unter dem

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil A

III Wettbewerbsverfahren

Kennwort „AIV-Schinkel-Wettbewerb 2013“ per E-Mail im AIV zu Berlin eingegangen

sein, um sie beim Kolloquium gebündelt beantworten zu können. Für

die Rückfragen sind die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf welche

sie sich beziehen, anzugeben. Die Zusammenfassung der Fragen und Antworten

wird nach dem Kolloquium allen Teilnehmern online zur Verfügung gestellt.

Ort und Zeitraum des Rückfragenkolloquiums, das für die Wettbewerbsteilnehmer

und Ausschuss-Mitglieder am Nachmittag des 16.11.2012 in Berlin-

Tegel geplant ist, werden zeitnahe auf der AIV-Website veröffentlicht. Da die

Anzahl der Sitzplätze auf 100 Stück begrenzt sein wird, werden verbindliche

Anmeldungen nach Eingangsreihenfolge zu berücksichtigen sein.

III.9 Abgabe und äußere Kennzeichnung

der Wettbewerbsarbeiten

Die Arbeiten sind spätestens am 28.01.2013 zwischen 09.00 bis 16.00 Uhr in

der Geschäftsstelle des AIV zu Berlin (Bleibtreustraße 33 in 10707 Berlin) einzureichen

oder nachweislich an gleichem Tag in den Versand zu bringen. Später

abgegebene oder gestempelte Arbeiten müssen disqualifiziert werden.

Als Absender ist der Empfänger anzugeben. Bei Zustellung durch Post- oder

Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist

als erfüllt, wenn der Aufgabestempel und der dazugehörige Beleg das Datum

(unabhängig von der Uhrzeit) des 28.01.2013 oder eines davor liegenden Tages

tragen.

Eine Kopie des Aufgabebelegs des Post- oder Kurierdienstes ist gesondert an die

Geschäftsstelle des AIV zu Berlin zu senden, sofern die Verpackung des Wettbewerbsbeitrags

keinen Aufgabestempel trägt.

Versandbedingt verspätet eingegangene Arbeiten, deren Aufgabestempel oder

Aufgabebeleg fehlen, unleserlich oder unvollständig sind oder deren Richtigkeit

angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises fristgemäßer

Einlieferung, den der Verfasser selbst zu erbringen hat, zunächst mitbeurteilt.

Der Aufgabebeleg ist für den Nachweis maßgebend und bis zum Abschluss des

Verfahrens aufzubewahren.

Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem

Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser einzureichen.

Die Verpackung (Rollen, Mappen, Umschläge u.a.) muss außen gut sichtbar

den Vermerk „AIV-Schinkel-Wettbewerb 2013“ mit gewählter Fachsparte

oder Kooperationsaufgabe, selbstgewählter (sechsstelliger) Kennzahl und

eine Auflistung der Bestandteile der eingereichten Arbeit enthalten.

Der Aufgabebeleg ist ebenfalls anstelle eines Absenders mit der anonymen Kennzahl

und dem o.a. Vermerk zu versehen.

Mit Ausnahme des Aufgabebelegs sind sämtliche Beiträge eines Verfassers in

Form einer einzigen Sendung einzureichen.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil A

III Wettbewerbsverfahren

III.10 Innere Kennzeichnung und Umfang

der Wettbewerbsbeiträge

Die Beiträge sind in allen Stücken (Pläne wie auch Anlagen) durch die Angabe der

gewählten Fachsparte(n), Wettbewerbsaufgabe sowie durch eine gleichlautende

Kennzahl gut leserlich zu beschriften. Die Zahl ist aus sechs arabischen Ziffern

beliebig zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem

Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen.

Auf die Wahrung der Anonymität ist unbedingt zu achten: Abgabepläne, die nachvollziehbare

Hinweise auf die Verfasser zulassen, müssen disqualifiziert werden.

Die Bestandteile einer jeden beigetragenen Arbeit sind in Papierform (der Ausdruck

gilt als verbindliche Form der Arbeit) sowie als CD-Rom mit druckbaren

Dateien aller Blätter zu erbringen.

„Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator

etc.) sowie Bildmaterial, das nicht im nachfolgend genannten Format vorliegt,

können nicht berücksichtigt werden.

Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch

die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden. Die einzelnen Dateien auf der

CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist

die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche

Dateititel, gefolgt von der Formatangabe (Beispiel: 123456_ansicht_01.

pdf). In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen.

Zu den geforderten Wettbewerbsleistungen zählen:

Präsentationspläne

Für jede Wettbewerbsarbeit steht bei der Präsentation mindestens eine Stellwand

mit einer Hängefläche von 3 qm (2,00 m Breite x 1,5 m Höhe) zur Verfügung.

Kooperationsarbeiten erhalten die doppelte Fläche (6 qm). Aus Versicherungsgründen

dürfen keine Originale eingereicht werden; die Papierpausen oder

Ausdrucke müssen ohne Verstärkung (Karton, Hartfaser, Metall o.ä.) leicht auf

den Ausstellungstafeln mittels Pin-Nadeln befestigt werden können. Arbeiten,

deren gesamten Pläne nicht auf der o.a. Stellwandfläche nebeneinander unterzubringen

sind, werden von der Jurierung ausgeschlossen.

Die Pläne sind ausgedruckt sowie digital als PDF-Dateien mit 300 dpi und eingebundenen

Pixeldarstellungen einzureichen. Markante Abbildungen sollten

zwecks Dokumentation zusätzlich im Tiff-Format mit 600 dpi beigefügt sein.

Modelle

Modelle dürfen nicht eingereicht werden; freigestellt wird indessen die auf den

Plänen integrierte Darstellung von Modellfotos.

Erläuterungsbericht

Der Text beinhaltet vor allem die Begründung des Entwurfskonzeptes und ist

auf max. 2 Seiten DIN A4 Hochformat getrennt von den Plänen darzustellen. Er

enthält keine grafischen Visualisierungen und ist ausgedruckt sowie digital in den

DOC- und PDF-Formaten einzureichen.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

14


Teil A

III Wettbewerbsverfahren

Verzeichnis der eingereichten Unterlagen u. Hängeplanskizze

Diese sind ebenfalls auf DIN A4 Hochfomat separat zu erstellen und den Unterlagen

als Ausdrucke sowie digital als DOC- und PDF-Dateien beizufügen.

Verfassererklärung

Das Formular ist den Auslobungsunterlagen online (www.aiv-berlin.de) beigefügt.

Es ist ausgefüllt und unterschrieben als Ausdruck einzureichen.

Durch ihre Unterschriften in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer,

dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten und

gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt sind. Die Erklärung

ist mit einer Kontaktanschrift zu versehen und in einem verschlossenen, undurchsichtigen

Umschlag mit der gleichen sechsstelligen Kennzahl abzugeben,

mit der die Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet ist.

Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit einzureichen.

III.11 Urheberrecht und Haftung

Eigentum und Urheberrecht

Die Wettbewerbsarbeiten der Preisträger gehen vollständig in den Besitz des

AIV zu Berlin über und werden archiviert. Das Urheberrecht und das Recht der

Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten. Der AIV ist berechtigt,

die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs

ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über

Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.

Haftung und Rückgabe

Die Wettbewerbsbeiträge werden vom AIV zu Berlin mit Sorgfalt behandelt.

Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der

Auslober nicht.

Die nicht prämierten Arbeiten können zu einem Zeitpunkt, der rechtzeitig mitgeteilt

wird, beim AIV zu Berlin abgeholt werden. Sind diese Arbeiten nach dem

genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass

die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben

und die Arbeiten entsorgt werden sollen.

Die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nachweisbar

nicht in Berlin ansässig sind, erfolgt nur auf Wunsch, zu Lasten des

Teilnehmers und nur dann, wenn die Arbeiten in transportgerechter und wieder

verwendbarer Verpackung eingereicht wurden.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

15


Teil A

III Wettbewerbsverfahren

III.12 Beurteilungsverfahren, Vorprüfung und Jury

Das in der RPW 2008 dargestellte Beurteilungsverfahren gilt auch in weiten Teilen

für den AIV-Schinkel-Wettbewerb.

Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines

Kriterienkataloges, der mit dem Schinkelausschuss abgestimmt ist, von Vorprüfern

sorgfältig studiert. (Die Beurteilungskriterien sind den Aufgabenstellungen

beigefügt.) Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Ausschussmitglieder als

Sachverständige zur Unterstützung der Vorprüfung hinzugezogen werden.

Die Beurteilung der Arbeiten erfolgt anschließend in zwei Phasen:

1. Phase: Die ausführliche Diskussion und Vorauswahl der Wettbewerbsbeiträge

erfolgt zunächst in Fachspartensitzungen, in denen die Vorprüfer anfangs jeden

einzelnen Beitrag zusammenfassend vorstellen. Die Fachgruppen einigen sich intern

und mehrheitlich auf Empfehlungen für Auszeichnungen.

2. Phase: Abschließend diskutiert und entscheidet der gesamte Schinkelausschuss

zusammen mit Gastpreisrichtern im Rahmen einer fachübergreifenden

Jury-Sitzung über die Rangfolge und Zuteilung der Schinkel-, Sonder- und Anerkennungspreise.

Dies kann auch einen andere – als von den Fachgruppen vorgevorgeschlagene – Zuteilung ergeben. Der Beschluss erfolgt ebenfalls mit Mehrheit und

unter Ausschluss des Rechtsweges.

III.13 Preise

Insgesamt steht für Schinkelpreise, Sonder- und Anerkennungspreise eine Summe

in Höhe von ca. 20.000 € zur Verfügung.

Die Zusagen der öffentlichen Förderer unterliegen haushaltsrechtlichen Vorbehalten.

Werden diese Vorbehalte bestätigt bzw. Zusagen zurückgenommen,

stehen weniger Fördermittel als angegeben zur Verfügung. Hierauf reagiert der

Schinkelausschuss bei der Vergabe der Schinkel- und Anerkennungspreise kurzfristig

im Rahmen der dann verfügbaren Fördermittel. Dies bedeutet, dass Preise

möglicherweise nur im eingeschränkten Maß gezahlt, ggf. Anerkennungspreise

nur mit Urkunden ausgezeichnet werden können. Über die Preise und Anerkennungen

hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Mehrwertsteuer

von derzeit 19 % ist in den genannten Beträgen enthalten.

Im AIV-Schinkel-Wettbewerb 2013 können Preise in den ausgeschriebenen

Fachsparten, Querschnitts- und Kooperationsthemen vergeben werden. Wie bereits

im Zusammenhang mit der Verfahrensart aufgeführt, kann in den Fachsparten

bzw. für jede Fächerkombination jeweils ein Schinkelpreis (ca. 2.000 €) verliehen

werden.

Weitere Anerkennungspreise (ca. 1.000 €) wie auch Sonderpreise (ca. 1.000

– 1.500 €) der Förderer (Förderverein des Verbandes Beratender Ingenieure,

Deutscher Beton- und Bautechnikverein, Restauratoren im Handwerk e.V.,

Lenné-Akademie für Gartenbau und Gartenkultur e.V., Metallbau Windeck

GmbH u.a.) sind möglich. Das Italien-Reisestipendium der Hans-Joachim-Pysall-

Stiftung ist an einen Schinkelpreis gebunden.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

16


Teil A

III Wettbewerbsverfahren

III.14 Bekanntgabe des Ergebnisses

und Ausstellung der Arbeiten

Unmittelbar am nächsten Werktag nach der abschließenden Jury-Sitzung werden

die Preisträger informiert; eine Liste der Wettbewerbssieger wird auf der AIV-

Website abrufbar sein und der Presse übermittelt. Die weiteren Teilnehmer

erhalten in den darauffolgenden Tagen eine Danksagung.

Das detaillierte Preisgerichtsprotokoll geht allen registrierten Teilnehmern zu

einem späteren Zeitpunkt per E-Mail zu.

Ausgewählte Wettbewerbsarbeiten werden unter Nennung der Verfasser,

der Preise und Jury-Rundgänge öffentlich ausgestellt. Details zur Ausstellungseröffnung

am 12.03.2013, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern

und der Öffentlichkeit samt Presse spätestens im Februar

2013 bekannt gegeben. Die Dokumentationsbroschüre zum Wettbewerb wird

im Zusammenhang mit der Ausstellungseröffnung herausgegeben.

III.15 Terminübersicht

Aufgabenausgabe (auf der AIV- Website) ab 24. September 2012

Abgabeschluss für inhaltliche Fragen Freitag 09. November 2012

Rückfragenkolloquium Freitag 16. November 2012

Anmeldeschluss Montag 7. Januar 2013

Abgabe Wettbewerbsbeiträge Montag 28. Januar 2013

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

9-16 Uhr oder per Post (Datum Poststempel)

Vorprüfung 11.-13. Februar 2013

Fachsparten-Sitzungen 14.-15. Februar 2013

Schinkelausschuss (Jury-Sitzung ) Samstag, 16. Februar 2013

Ausstellungseröffnung mit Presse Dienstag 12. März 2013

158. Schinkelfest mit Preisverleihung Mittwoch 13. März 2013

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil A

IV Schinkel-Ausschuss und Gastpreisrichter

Jury im Sinne dieses Wettbewerbs ist laut Statut der AIV-Schinkelausschuss.

Neben den laut Statut gesetzten Mitgliedern werden die Mitglieder des Ausschusses

gewählt. Zusätzlich können in jedem Jahr besondere Sachverständige

als zugewählte Ausschussmitglieder für die Fachsparten-Sitzungen oder als Gastpreisrichter

für die abschließende Ausschuss-Sitzung eingeladen werden.

Mitglieder Iaut Statut

Semmer, Manfred Dr.-Ing.

AIV zu Berlin e.V.

Darge, Joachim Dipl.-Ing.

AIV zu Berlin e.V.

Baumgart, Christian Dipl.-Ing.

Verband Deutscher Architekten-

und Ingenieurvereine e.V. (DAI)

Doehler-Behzadi, Marta Dr.-Ing.

Bundesministerium für Verkehr,

Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)

Fingerloos, Frank Dr.-Ing.

Deutscher Beton- und

Bautechnik-Verein e.V.

Ihrig, Gerhard Prof. h. c. Dipl.-Ing.

Oberprüfungsamt/ BMVBS

Lüscher, Regula Senatsbaudirektorin

Senatsverwaltung für

Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

Marek, Otto-Ewald Dipl.-Ing.

Förderverein e.V. des Verbandes

Beratender Ingenieure (VBI)

Pluta, Hans-Jürgen

Lenné-Akademie für Gartenbau

und Gartenkultur e.V.

Pysall, Hans-Joachim Dipl.-Ing.

Hans-Joachim-Pysall-Stiftung

Nielsen, Karl-Peter Dr.-Ing.

Baukammer (BK) Berlin

Rost, Sebastian Dipl.-Ing.

Verband Restauratoren

im Handwerk e.V.

Windeck, Oliver Dipl.-Ing.

Metallbau Windeck GmbH

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

Vorsitz Schinkelausschuss

Norten, Rainer Dr.-Ing.

AIV zu Berlin e.V.

Semmer, Melanie Dr.-Ing.

AIV zu Berlin e.V.

Schirmherr Schinkelfest 2013

Töpfer, Klaus Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

IASS Institute for Advanced

Sustainability Studies e.V.

Gastpreisrichter 2013

Bouteiller, Philipp Dr.

Tegel Projekt GmbH

Braum, Michael Prof. Dipl.-Ing.

Bundesstiftung Baukultur

Hiort, Karen Dipl.-Ing.

SenStadtUm / Tegel Projekt GmbH

Honerla, Martin

Kuratorium des AIV zu Berlin

Künzel, Michael Dipl.-Ing.

SenStadtUm / Tegel Projekt GmbH

Zillich, Klaus Prof. Dipl.-Ing.

Technische Universität Berlin

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

18


Teil A

IV Schinkel-Ausschuss und Gastpreisrichter

Mitglieder Schinkelausschuss

Städtebau

Altrock, Uwe Prof. Dr.-Ing.

Aminde, Hans-Joachim Prof. Dr.-Ing.

Brenn, Peter Dipl.-Ing.

Heitele, Bernhard Dipl.-Ing.

Hobusch, Tom Dipl.-Ing.

Kaul, Hannelore Dipl.-Ing.

Kendel, Hermann Prof. Dipl.-Ing.

Krause, Ludwig Dipl.-Ing.

Kühn, Bernd Dipl.-Ing.

Luther, Ulla Prof. Dipl.-Ing.

Metz, Jens Dipl.-Ing.

Ostendorff, Peter Dipl.-Ing.

Schlaack, Johanna Dipl.-Ing.

Zahiri, Cyrus Dipl.-Ing.

Landschaftsarchitektur

Angulo Garcia, Daniel Dipl.-Ing.

Becher, Holm Dipl.-Ing.

Böhm, Ulrike Dipl.-Ing.

Dietrich, Thomas Dipl.-Ing.

Heurich, Michael Dipl.-Ing.

Hube, Elke Dipl.-Ing.

Hutter, Barbara Dipl.-Ing.

Klapka, Axel Dipl.-Ing.

Müller, Cornelia Prof. Dipl.-Ing.

Pietzsch, Sebastian Cand.-Ing. *

Profé, Beate Dipl.-Ing.

Reil, Martin Cand.-Ing. *

Schwarz, Christiane Dipl.-Ing.

Weidinger, Jürgen Dipl.-Ing.

Konstruktiver Ingenieurbau

Desczyk, Dieter Dipl.-Ing.

Eisenloffel, Karen Prof. MA

Franz, Stefan Dr.-Ing.

Gengnagel, Christoph Prof. Dr.-Ing.

Kickler, Jens Prof. Dr.-Ing.

Krapf, Eva Dipl.-Ing.

Ripke, Henry Dipl.-Ing.

Schlaich, Mike Prof. Dr. sc. techn.

Schmackpfeffer, Heinz Prof. Dr.-Ing.

Nachhaltigkeit

Hanisch, Jens Dipl.-Ing.

Lüder, Ines Dipl.-Ing.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

Architektur

Engelbrecht, Philip Dipl.-Ing.

Fleckenstein, Ralf Dipl.-Ing.

Grüntuch, Armand Dipl.-Ing.

Gussmann, Mathias Dipl.-Ing.

Hebert, Saskia Dr.-Ing.

Hicsasmaz, Ayse Zeynep Dipl.-Ing.

Kaindl, Stephanie Dipl.-Ing.

Müller, Marianne Dipl.-Ing.

Pinardi, Mara Prof. Dipl.-Ing.

Pysall, Justus Dipl.-Ing.

Schädler, Michael Dipl.-Ing.

Schuster, Wolfgang Prof. Dr. h.c.

Schwacke, Martin Dipl.-Ing.

Seeger, Almut Dipl.-Ing.

Spreckelsen, Oliver von Dipl.-Ing.

Steinweg, Reinhart Dipl.-Ing.

Freie Kunst

Günther, Katrin Dipl.-Ing.

Hasse, Dieter Dr.

Heinze, Christian

Lemburg, Peter Dr. phil.

Liman, Heinrich Dipl.-Ing.

Rabensaat, Richard

Roge, Susann Dipl.-Ing.

Schmidt, Olaf Dr.-Ing.

Schulze, Holger Dr.

Seitz, Hanne Prof. Dr.

Thünker, Lotte Dipl.-Ing.

Verkehrswesen - Straßenbau

Borchert-Prante, Swetlana Dipl.-Ing.

Garben, Manfred Dr.-Ing.

Guggenthaler, Heribert Dipl.-Ing.

Richter, Thomas Prof. Dr.-Ing.

Schumann, Robert Dipl.-Ing.

Verkehrswesen - Eisenbahnbau

Freystein, Hartmut Dipl.-Ing.

Hübner-Kosney, Erhard Dipl.-Ing.

Döge, Rainer Dipl.-Ing.

Lemnitz, Rüdiger Dipl.-Ing.

Walf, Fabian Dr.-Ing.

Denkmalpflege

Rothe, Annemarie Dipl.-Ing.

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

19

(*) Schinkelpreisträger und

Pysall-Stipendiaten 2012


Teil B

V Aufgabenstellung

V.1 Einführung

Die Berliner Flughäfen sind seit Jahren in den Schlagzeilen: Seit den ersten Beschlüssen

nach der Wiedervereinigung Deutschlands, die innerstädtischen Anlagen

Tempelhof und Tegel zu schließen und damit den Flugbetrieb auf einem einzigen

neuen Flughafen (BER) im Raum Berlin - Brandenburg zusammenzufassen,

laufen die kontroversen Meinungsbildungen wie auch Planungen.

Der Flughafen Berlin-Tegel (TXL) gilt derzeit noch als größter Verkehrsflughafen

im Großraum Berlin. Seine Geschichte sei wie folgt umrissen:

Das Gelände war ursprünglich ein Teil der Jungfernheide und diente den Preußen-

Königen als Jagdgebiet. Später wurde es vom preußischen Militär als Artillerie-

Schießplatz, ab dem 20. Jahrhundert als Luftschiffhafen und späterer Raketenschieß-

und Truppenübungsplatz genutzt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren das Tegeler Gelände von Bombenkratern

übersät und die dort stehenden Gebäude weitgehend zerstört. Zudem

fanden sich Blindgänger und Munitionsreste im Boden verteilt. Ursprünglich

hatte die Bezirksverwaltung geplant, auf einem Teil des Geländes eine Kleingarten-Wohnsiedlung

einzurichten, um die Wohnungsnot zu lindern.

Während der sowjetischen Blockade West-Berlins aber richtete die französische

Besatzungsmacht zusammen mit US-amerikanischen Spezialisten und deutschen

Arbeitskräften zur Unterstützung der Berliner Luftbrücke in 90 Tagen einen

neuen Flugplatz ein: Die damals längste Start- und Landebahn Europas wurde

mit einer Länge von 2.428 m angelegt, die notwendigen Gebäude und Hallen

zunächst als Provisorien mit einfachsten Mitteln errichtet. Der 1948 offiziell eingeweihte

Flughafen diente zunächst dem Flugbetrieb der drei Besatzungsmächte

(USA, Großbritannien und Frankreich); erst 1960 begann mit ersten regelmäßigen

Linienflügen der zivile Flugverkehr in Tegel. Zuvor wurde bereits Tempelhof

bedient. Bei diesem Flughafen stellte jedoch die verhältnismäßig kurze Start- und

Landebahn für die neu aufkommenden Düsenflugzeuge ein Problem dar.

Seit dem Umzugsbeginn 1968 aller Charterfluggesellschaften von Tempelhof

nach Tegel (Tempelhof war zunehmend überlastet und konnte das Passagieraufkommen

nicht mehr bewältigen) wurde auch die Anlage baulich erweitert. Die

Flughafenanlagen Tegel-Süd entstanden zwischen 1965 und 1975 nach Plänen

des Hamburger Architektenbüros von Gerkan, Marg und Partner (gmp). Mit der

Eröffnung des Terminals wurden die Anlagen nördlich der Start- und Landebahn

für den Zivilverkehr geschlossen, Tegel entwickelte sich seitdem weiter zum

wichtigsten Passagierflughafen Berlins.

Ende der 1980er Jahre scheiterte die Errichtung eines zusätzlichen Abfertigungsgebäudes

(Terminal) am Veto der Alternativen Liste, die damals zusammen mit

der SPD im West-Berliner Senat regierten. Auch der darunter geplante U-Bahnhof

wurde nicht gebaut, es existieren allerdings einige unvollendete Bauwerke

der dazu geplanten Verlängerung der Linie U5; der Bahnhof Jungfernheide wurde

bei der Verlängerung der Linie U7 entsprechend als Kreuzung mit der ebenfalls

zu verlängernden Linie U5 ausgelegt.

Mit der deutschen Wiedervereinigung 1990 endeten die alliierten Sonderrechte,

und alle Restriktionen im Berlin-Flugverkehr wurden aufgehoben; Tegel konnte

damit auch von deutschen Fluggesellschaften angeflogen werden.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

20


Teil B

V Aufgabenstellung

V.1 Einführung

Unmittelbar nach dem Fall der Mauer 1989 begannen die Planungen für einen

neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg; Tegel sollte deshalb nicht mehr ausgebaut

werden. Der stark steigende Flugverkehr sowie der sich verzögernde Bau

eines Großflughafens erforderten aber bis 2012 noch bauliche Erweiterungen.

Aufgrund eines so genannten Konsensbeschluss von 1996, mit dem die Gesellschafter

der Berliner Flughafengesellschaft (BFG), die Bundesrepublik Deutschland

sowie die Länder Berlin und Brandenburg den Ausbau des Flughafens

Schönefeld zum Single-Airport vereinbart haben, soll mit dessen Eröffnung der

Flughafen Berlin-Tegel für den zivilen Flugverkehr geschlossen und das Gelände

der kommunalen Bauleitplanung übergeben werden.

1999/2000 schaltete sich der AIV zu Berlin mittels seines damaligen Schinkel-

Wettbewerbs in die planerische Diskussion ein: Unter dem Titel „Zukunftschancen

– Strategisches Konzept für die Nachnutzung des Flughafens Tegel“

sollte ein Konzept entwickelt werden, „das nach Aufgabe des Flughafens die

gesamtstädtischen Bezüge, die gegebenen Entwicklungsbedingungen und die

Nutzungsentwicklung im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung aufgreift,

die Wiedergewinnung der durch den Flughafen unterbrochenen Landschaftsvernetzung

sucht, Vorschläge für die Gliederung des Planungsgebiets einbringt und

dabei weiterverwendbare Bebauungsstrukturen integriert.“

Im Einzelnen ging es u.a. um die „Weiter- und Umnutzung der wertvollen Bausubstanz,

z.B. des Flughafengebäudes, dessen offene Mitte mit einem Hallendach

überdeckt und zur großen Multifunktionshalle entwickelt werden sollte (etwa

als Mittelpunkt eines Lunaparks mit ständigen und temporären Veranstaltungen

wie Volksfest u.ä.), um die Anlage eines großen Freizeit- und Vergnügungsparks,

in dem auch ein zweiter Flughafensee entstehen kann, sowie um die Planung und

Gestaltung einer Kunstlandschaft.“

Im Ergebnis des Planspiels standen Entwürfe, die zwar kontroverse Diskussionen

anstießen, durch den fehlenden Nachnutzungsdruck aber nur wenig Wirkung

entfalteten.

Erst 2008 wurde von der Stadt Berlin die Projektgruppe Tegel initiiert, die

Vorschläge für die Nachnutzung des Flughafengeländes ausarbeiten soll. Der

Architekt des Flughafen-Hauptterminals, Meinhard von Gerkan, schlug auf einem

Immobilien-Symposium eine zukünftige Nutzung als „Zentrum für Klimaschutz,

erneuerbare Energien und nachhaltiges Bauen“ vor. Die IHK Berlin hat sich im

September 2009 für die Ansiedlung von Industrieflächen ausgesprochen und

die gesamte Nachnutzungsdebatte verstärkt angeregt. Auch Stadtentwicklungssenatorin

Ingeborg Junge-Reyer (SPD) sprach sich für einen Forschungs- und

Industriepark mit grünen Zukunftstechniken auf dem Gelände aus. Stellenweise

durch Wohnnutzung ergänzt, soll die verbleibende Fläche als Naturraum, auch

mit erweiterten Waldflächen, erhalten bleiben.

Im Juni 2011 stimmte das Abgeordnetenhaus von Berlin den Zielen des Flächennutzungsplans

und Landschaftsprogramms zu. Bebauungsplanverfahren wurden

eingeleitet, eine erste Öffentlichkeitsbeteiligung hatte Anfang 2012 stattgefunden.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil B

V Aufgabenstellung

V.1 Einführung

Im September 2011 wurde die Tegel Projekt GmbH mit den anstehenden Managementaufgaben

zur weiteren Entwicklung des Standorts betraut.

Die Berliner Feuerwehr bemüht sich, Teile des Flughafengeländes (alte Flughafen-Feuerwehrwache,

zwei große Hangars, das Tanklager sowie ein größeres

Verwaltungsgebäude) als Ausbildungsstätte zu übernehmen. Die Beuth Hochschule

für Technik Berlin bsekundet ebenfalls ernsthaftes Nutzungsinteresse an

Teilen des Terminals.

Im Zuge der geplanten Fertigstellung des Ausbaus des Flughafens Schönefeld zum

Flughafen Berlin Brandenburg sollte der Flughafen Berlin-Tegel ursprünglich am

Abend des 2. Juni 2012 geschlossen werden. Im Mai 2012 wurde bekannt, dass

sich die Eröffnung des neuen Flughafens BER vom 3. Juni 2012 auf den 27. Oktober

2013 verschiebt und der Flugbetrieb solange weiter über Tegel abgewickelt

wird.

Die Planungen für eine Nachnutzung aber laufen auf Hochtouren: Die aktualisierten

Flächennutzungs- und Landschaftspläne wurden bereits 2011 veröffentlicht.

Unter der Leitidee „Urban Technologies“ werden die Vorbereitungen des

von der Stadtverwaltung angestrebten Forschungs- und Industrieparks, in dem

sich Institute und Unternehmen mit urbanen Zukunftstechnologien beschäftigen

sollen, zunehmend konkreter. Die universitäre Nachnutzung, eine Mall, das

Gründerzentrum und Basislager sind für das Terminal A und angeschlossenem

Bürogebäude vorgesehen. Der Ende August 2012 – auf der bereits 6. Standortkonferenz

der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt der Öffentlichkeit

– vorgestellte Masterplan (dieser wurde in Kooperation mit sechs

international renommierten Planungsbüros entwickelt) thematisiert die Verknüpfungen

des neuen Bereichs „Urban Technologies“ mit der Stadt und dem

umgebenden Landschaftsraum.

An dieser Stelle klinkt sich der AIV zu Berlin erneut in die Debatte ein: Mit

seinem Schinkel-Wettbewerb „Transformation TXL - Vom Flugfeld zum Lebensraum“

setzt er ebenfalls auf Vernetzung, energetische Themen und nachhaltige

Stadtentwicklung im Sinne einer ökologisch, ökonomisch und sozial anspruchsvollen

Lebensraumentwicklung. Er sucht aber auch gezielt eine adäquate Nachnutzung

mit einer Nutzungs- und Milieumischung, in der Wohnen nicht nur am

Rand eine Rolle spielt.

Der Wettbewerb soll nicht als Konkurrenz zu den laufenden Planungen der

Senatsverwaltung verstanden werden, sondern diese hinterfragen und ergänzen.

Aufgrund seiner Interdisziplinarität können im Rahmen des AIV-Schinkel-Wettbewerbs

diverse Ideen auch jenseits der bisherigen Planung entwickelt werden.

Gesucht werden innovative, mutige Konzepte, die das Potential des Wettbewerbsgebietes

ausloten und in verschiedenen Maßstäben deutliche Signale im

Stadtraum setzen.

(Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin-Tegel;

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtplanerische_konzepte/txl/;

AIV-Auslobung zum Schinkelwettbewerb 1999 / 2000)

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil B

V Aufgabenstellung

V.1 Einführung

Wettbewerbsgebiet / Flächenumgriff: Verflechtungsbereich

und Anknüpfungspunkte Städtebau / Architektur

(Luftbild Flughafen Tegel und Umgebung,

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

und Umwelt Berlin, 2011; Grafik: BBZL, 2012)

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil B

V Aufgabenstellung

V.1 Einführung

Vorankündigung der einzelnen Fachsparten (per Poster Juli 2012)

- Städtebau "Experimentierfeld Tegeler Mischung": Ausgehend von den

angrenzenden Stadtfeldern ist ein Konzept zu entwickeln, das die Qualitäten des

Ortes akzentuiert, neuen Flächenansprüchen genügt und unterschiedliche Szenarien

zulässt. Gefordert wird eine Auseinandersetzung mit den Themen stadträumliche

Identität, Flächen- und Ressourcenschonung, Energieeffizienz sowie

Nutzungsmischung.

- Landschaftsarchitektur "Landschaftspark Tegel: intensiv – extensiv?":

Zur Entwicklung des Flugfelds soll eine landschaftsarchitektonische Idee gefunden

werden. Zu thematisieren sind u.a. der Umgang mit dem landschaftsräumlichen

Bestand, die besondere Ausdehnung und die notwendigen Intensitäten

der Interventionen.

- Verkehrswesen – Straßenbau „Neue Formen der E-Mobilität": Hinterfragt

werden die Integration von E-Autos und Pedelecs in ein intermodales

Verkehrskonzept, die Entwicklung eines sicheren Erschließungs-, Abstell- und

Servicekonzeptes sowie ein Anbindungskonzept des Untersuchungsraums an

Tegel und Spandau.

- Verkehrswesen – Eisenbahnbau "Schienenpersonennahverkehr": Der

Flughafen und Umgebung sind verkehrsmäßig neu zu ordnen und an das Berliner

Nahverkehrs- und Eisenbahnnetz anzuschließen, ggf. auch durch Einsatz

von Mehrsystem-Schienenfahrzeugen einschließlich Güterverteilsystem auf

Straßenbahnbasis. Varianten sollen untersucht und eine Lösungsvariante an relevanten

Stellen detailliert entworfen werden.

- Architektur "Feld_Forschung": Als Impulsgeber für einen innovativen

städtebaulichen Entwicklungsprozess des Areals sind auf Grundlage eines

gemischten Nutzungsprogramms aus Produktion, Dienstleistung und Wohnen

neue Gebäudetypologien zu entwickeln. Gleichzeitig gilt es, unter dem Aspekt der

Nachhaltigkeit die Umnutzungspotentiale dieser Typologien zu thematisieren.

- Konstruktiver Ingenieurbau „Flexible (Trag)Flächen": Nutzungsmischung,

Veränderungspotential, Flächen- und Ressourcenschonung verlangen

neue Bauwerkstypologien, die Dichte, Flexibilität und Adaptivität aufweisen.

Optimierte Tragkonstruktionen mit ausgewähltem Materialeinsatz und intelligenten

Montage- und Umwandlungskonzepte werden gefragt.

- Nachhaltigkeit "Zukunftsraum Tegel": Für eine zukunftsorientierte Entwicklung

des Wettbewerbgebietes ist ein Gesamtkonzept mit vertiefender Bewertung

der ressourcenschonenden Quartiersentwicklung zu formulieren. Die

nachhaltige Konzeptgestaltung ist innerhalb sämtlicher Fachsparten möglich.

- Denkmalpflege "Zukunft denken – Geschichte im Blick": Urbanität,

Nachhaltigkeit und Effizienz sind integrative Bestandteile historischer Stadtbaukunst

und Architektur. Welche Lösungen finden wir in der Vergangenheit für gegenwärtige

Problemstellungen bei der Entwicklung des Areals?

- Freie Kunst „Kreativität im Höhenflug": Das Potential des ehemaligen

Tores zur Welt beflügelt Ideen zur künstl. Gestaltung des Rollfeldes, der Gebäude

und des Towers. Die Wahl der Methoden und Mittel ist frei. Künstl. Werke

und Projekte auch zur Immissionsvermeidung und zu Mobilitätskonzepten können

die funktional ausgerichteten Ideen der anderen Fachsparten bereichern.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

24


Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.1 Städtebau (S)

„Experimentierfeld Tegeler Mischung“

Einführung

Mit der Schließung des Flughafens Tegel Mitte 2013 wird ein Areal von ca. 460

ha frei für neue Nutzungen. Der Flughafenstandort hat bisher mit dem Lärm der

an- und abfliegenden Flugzeuge die Stadtentwicklung der angrenzenden Stadteile

Tegel, Reinickendorf, Spandau und Charlottenburg Nord über Jahrzehnte wesentlich

bestimmt. Entsprechend ist die Verlagerung des Flugbetriebs mit einem

deutlichen Zugewinn an Lebensqualität für die Anrainer verbunden. Gleichzeitig

befürchten die betroffenen Bezirke jedoch eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts

und den Verlust von Arbeitsplätzen.

Als größte offene Freifläche Berlins besitzt das Flughafenareal eine besondere

stadtgeschichtliche und landschaftsräumliche Relevanz. Im Norden und Westen

schließen regional bedeutsame Natur- und Erholungsräume an. Stadt- und landschaftsnah

gelegen, bieten sich die Flächen an, um einen Teil des in Berlin aktuell

bestehenden Bedarfs nach kostengünstigen Wohnungen aufzunehmen. Diskutiert

wird ein stadtweiter Neubaubedarf in einer Höhe von jährlich 5 -10.000

Wohnungen (vgl. dazu Tagespiegel vom 03.03.2012 und 03.07.2012). Darüber

hinaus ermöglichen Lagegunst und Flächenzuschnitt eine experimentelle Auseinandersetzung

mit den Themen Flächen- und Ressourcenschonung sowie Energieeinsparung

und -gewinnung. Die skizzierten Entwicklungsoptionen machen

deutlich, dass zur Bearbeitung der Entwurfsaufgabe eine Annäherung auf mehreren

Ebenen notwendig ist.

Aufgabe

Anknüpfungspunkte und Programm

Räumliche Anknüpfungspunkte bilden die drei Quartiere Sternstraßensiedlung /

Kurt-Schumacher-Platz (a), Cité Guynemer (b) sowie Cité Pasteur, die zu qualifizieren

sind. Dabei sind folgende Anforderungen zu berücksichtigen:

- Die künftigen Stadtfelder sollen an Rand- und Grenzbereichen des Areals anbinden

und in ihrer Zuordnung zum Bestand ein urbanes Ensemble ausbilden.

Dabei ist eine Zerstückelung des Flugfeldes zu vermeiden.

- Zu den Potentialen der Quartiere Cité Guynemer und der Cité Pasteur gehören

die Möglichkeit einer effizienteren Flächennutzung sowie eine Anhebung

der baulichen Standards. Bei einer Nachverdichtung ist auch eine Ergänzung um

soziale Infrastrukturen sowie Angebote für den Einzelhandel zu berücksichtigen,

die bisher unzureichend sind.

- Als Bezugsgröße hierzu dient eine Basisbevölkerung, die sich aus dem Nachverdichtungspotential

des Bestandes (Cité Guynemer ca. 350 EW, Cité Pasteur

ca. 300 EW) und der baulichen Dichte der neu geplanten Stadtfelder ergibt. Sie

bestimmt die künftige Ausstattung mit sozialer Infrastruktur und einem Nebenzentrum

mit Einzelhandel (vgl. Literaturliste).

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

25


Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.1 Städtebau (S)

Zur Abschätzung kann eine Fläche von 50 qm BGF je Einwohner sowie 200

Einwohner/ha Bruttobauland als vergleichbare Zielgröße zugrunde gelegt werden.

Die künftige Einwohnerzahl ist entwurfsabhängig zu ermitteln.

- Im Bereich des Flughafenbetriebsgeländes sieht das vorhandene Strukturkonzept

der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine gewerbliche Nutzung sowie

ergänzend Hochschulen sowie Forschungs- und Industriestandorte vor.

Andere Setzungen sind begründet möglich.

Entwicklungsstrategie

Anstelle eines umfassenden Masterplans mit Bebauungskonzeption für die

Gesamtfläche des Flughafens soll sich der städtebauliche Entwurf auf überschaubare

Stadtbereiche und ihre Entwicklungshorizonte konzentrieren. Unter

Einbeziehung aktueller Bedarfe (s.o.) ist für das Areal eine zurückhaltende und

behutsame Entwicklungsstrategie aufzuzeigen, die ein ausgewogenes Verhältnis

zwischen künftig bebaubaren und zu schützenden Flächen etabliert. Neben einer

nachvollziehbaren inneren Ordnung sind insbesondere prägnante Rand- und

Übergangsbereiche zu formulieren, die Stadtbestand, Neuplanung und Flugfeld

aufeinander beziehen.

Das Konzept soll bereits im ersten Ausbauschritt eine wesentliche Qualifizierung

des Standortes erreichen und zur Erkennbarkeit der neuen Stadtfelder

beitragen. Dabei müssen sich künftige Anpassungen von Schwerpunktsetzungen

und Nutzungen berücksichtigen lassen, ohne dass diese Flexibilität in Beliebigkeit

mündet. Konzeptionell sind räumlich-gestalterische Festsetzungen, die langfristig

Qualitäten sichern, von Bereichen zu unterscheiden, die für Interpretationen

und veränderte Anforderungen offen bleiben. In diesem Zusammenhang ist die

Ausgestaltung der öffentlichen Räume von besonderer Bedeutung. Ein entsprechendes

Angebot umfasst:

- Promenaden, Alleen und Plätze

- Pocket- u. Randparks mit unterschiedl. Aufenthalts- und Bewegungsangeboten

- Pionierflächen, die individuelle Aneignungsmöglichkeiten zulassen.

Schutz der Landschaft und Akzentsetzung

Zu den besonderen Eigenarten des Ortes gehören die Dimension des Flugfeldes,

die Relikte der Flughafennutzung sowie die Vielfalt der angrenzenden Landschaftsräume.

Sie bilden die Grundlage künftiger Freiraumqualitäten und sind

entsprechend zu schützen und zu akzentuieren. Es werden in diesem Zusammenhang

Aussagen zur Frage erwartet, wieviel Inanspruchnahme die bestehende

„Landschaft“ verträgt. Dazu ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Angeboten

zur Freiraumnutzung und geschützten, ökologisch wertvollen Bereichen anzustreben.

Rand- und Übergangsbereiche zwischen Bebauung und ehemaligem

Flugfeld besitzen eine besondere stadträumliche Bedeutung und sind entsprechend

zu akzentuieren.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.1 Städtebau (S)

Zugänglichkeit und verkehrliche Erschließung

Das Flughafenareal verfügt über eine ausgezeichnete Haupterschließung für den

Individualverkehr. Jedoch ist der nördliche und südliche Teil der Fläche von der

unmittelbaren Umgebung abgeschnürt. Zusätzlich trennt im Osten die Verlängerung

des Eichborndamms die Verbindung zur Sternstraßensiedlung. Der Inselcharakter

der Fläche ist zukünftig zugunsten einer engeren Verknüpfung mit den

umgebenden Stadtteilen und Landschaftsräumen aufzuheben. Ergänzend sind

sinnvolle Querungen über das Flugfeld hinweg einzufügen.

Handlungsschwerpunkte zur Verbesserung der Einbindung des Areals umfassen

die Bereiche Kurt-Schumacher-Damm, U-Bahnhof Scharnweberstraße, die

Scharnweberstraße selbst sowie die Verbindung zum Eichborndamm und der

Antonienstraße. Zu prüfen ist die Möglichkeit eines Rückbaus der Verbindung

zwischen Kurt-Schumacher-Damm und Seidelstraße / Scharnweberstraße. Erwartet

werden Vorschläge, die die Barrierewirkung der überörtlichen Straßen

abmildern und ihre Einbindung in die zukünftigen Stadtfelder erleichtern. Der

Kurt-Schumacher-Damm ist zu einer städtisch geprägten Straße weiter zu entwickeln,

die unterschiedliche Verkehrsarten und ergänzende Nutzungen berücksichtigt.

Die Anbindung des Gesamtareals durch den öffentlichen Nahverkehr ist zu verbessern:

Die bestehenden und geplanten Stadtfelder sind über Radwege- und

Busverbindungen mit den umliegenden U-Bahnhöfen zu verbinden. Ergänzend ist

eine sparsame Erschließung für den Individualverkehr vorzusehen. Die Stellplätze

(je 1 Stellplatz pro 2 Wohneinheiten) sowie Fahrradsammelanlangen sind in geeigneter

Weise, möglichst nicht im Straßenraum, unterzubringen. Aufgrund des

hohen Grundwasserstandes sind Tiefgaragen nicht geeignet.

Mischung

An die künftigen Bauflächen auf dem ehemaligen Flugfeld werden unterschiedliche

Ansprüche gestellt. Seitens der durch den Flughafen-Umzug betroffenen

Bezirke werden Flächen gewünscht, die eine innerstädtisch gelegene, gewerbliche

Nutzung ermöglichen. Gleichzeitig besteht in ganz Berlin eine inzwischen

dringende Nachfrage nach Wohnraum in unterschiedlichen Preislagen.

Entsprechend sind Typologien zu entwickeln, die horizontal, d.h. parzellen-, baufeld-

und quartiersbezogen, sowie vertikal geschichtet eine verträgliche Mischung

von Gewerbe, Dienstleistung und Wohnen ermöglichen. Das Berliner Stadtgebiet

weist zahlreiche Beispiele auf, die dazu eine Vorbildfunktion übernehmen

können. Mischgebiete können vor allem am Übergang zwischen dem geplanten

Forschungs- und Technologiegelände und den angrenzenden Wohngebieten entstehen.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.1 Städtebau (S)

Ressourcen- und Energieeffizienz

Maßnahmen zur Ressourcenschonung zielen darauf ab, den Verbrauch von Ressourcen

wie Boden, Wasser und fossilen Energieträgern zu minimieren. Maßnahmen

zur Energieeffizienz kombinieren unterschiedliche Techniken, um lokal

die Energiegewinnung zu steigern. Zu den vorrangigen Zielen gehört die lokale

Deckung des Energiebedarfs. In diesem Zusammenhang wird der Nutzung der

regenerativen Solarenergie das größte Potential zugemessen.

Im Rahmen des städtebaulichen Entwurfs ist ein Konzept zur ressourcenschonenden

Entwicklung des Wettbewerbsgebiets zu formulieren und darzustellen.

Eine planerische Untersuchung kann folgende Ansätze der Ressourcen- und

Energieeffizienz umfassen:

- regenerative Formen der Energiegewinnung wie z.B. Photovoltaik, Solar-

thermie, Geothermie etc.

- Möglichkeiten einer Energiespeicherung

- Optimierung von Flächeneffizienz und baulicher Dichte auf vorhandenen Bauflächen

- Kompaktheit und Ausrichtung der Bauformen zur Sonne

- Überprüfung baulicher Standards

- Regenwassernutzung/-versickerung und Abwasseraufbereitung.

Die Mischung der entsprechenden Maßnahmen und die Verortung der notwendigen

Komponenten ist schematisch darzustellen. Solar-aktivierbare Flächen sind

zu quantifizieren und zu verorten. Sie können gebäudebezogen auf Dach- und

Wandflächen, in Gebäudenähe oder auf Nebengebäuden angeordnet werden.

Alternativ ist auch eine quartiersbezogene Anordnung in eigenen Anlagen denkbar.

Zur Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe wird empfohlen, auch Fachleute der

Gebäude- und Energieplanung sowie verwandter Disziplinen einzubeziehen. In

diesem Fall sind vertiefende, quantifizierbare Angaben (z.B. regenerativ erzeugte

Energiemenge, Energieflussschema, Regenversickerungsmenge etc.) zu den entwickelten

ressourcenschonenden Maßnahmen vorzulegen.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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2013

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.1 Städtebau (S)

Abgabeleistungen

- zusammenfassende Darstellung aller Stadtfelder in einem Übersichtsplan

(M 1:10.000) als Wohn-, Misch- und Gewerbegebiete mit Nutzungsangaben

sowie Standorten für soziale Infrastrukturen (Kitas, Grundschulen, Spiel- und

Sportflächen, gewerbliche Infrastruktur/Einzelhandel) einschließlich eines Rahmenkonzeptes

für den Verflechtungsbereich

- Bebauungsvorschläge (M 1:2500) zu den neu- oder umformulierten Stadtfeldern

(kein unveränderter Zoom aus dem M 1:10.000)

- Detaillierung eines ausgewählten Stadtfeldes (M 1:1000; kein unveränderter

Zoom aus dem M 1:2500)

mit Darstellung der Bebauung, Dachformen, Geschosszahlen, Schemaschnitten,

öffentlichen und privaten Freiräumen, Erschließung und Wegeführung, Vegetation,

schattierte Darstellung

- Perspektiven / Isometrien zur Erläuterung nach eigener Wahl, gegebenenfalls in

Ausschnitten

- gegebenenfalls Systemskizzen (Bauelemente-Schema) im ausgewählten Stadtfeld

oder Ausschnitt mit Vorschlägen zu Möglichkeiten der lokalen, solaren Energiegewinnung

mit einer groben Abschätzung / Dimensionierung der Kollektorflächen

sowie Vorschlägen zu ihrer Verteilung in Relation zur BGF

- Erläuterungstext, max. 2 Seiten

- tabellarische Übersicht

- Angabe der Einwohnerzahl je geplantem Stadtfeld (vgl. Anlage städtebau-

liche Kenntwerte), der Einwohnerdichte sowie der Gesamteinwohnerzahl

im Plangebiet

- quantitative Angaben der Flächen, die für eine regenerative Energieerzeugung

vorgesehen sind je geplantem Stadtfeld sowie für das gesamte Plangebiet

- Dokumentation des Kompaktheitsmaßes (A/ V-Verhältnis) der entwickelten

Bauformen je geplantem Stadtfeld

Beurteilungskriterien (ohne Gewichtung)

- Leitidee

- städtebauliche Qualität

- Einbindung in die Umgebung und Umgang mit dem Kontext

- Maßstäblichkeit

- Qualität und Prägnanz der öffentlichen Räume / Freiraumkonzept

- Orientierung und Wegeführung

- Unterscheidbarkeit und Eigenständigkeit der Quartiere

- Umgang mit den Faktoren Nutzungsmischung, Flächenverbrauch, Dichte

- innovative Beiträge zu den Themen Flächen-, Ressourcen- und

Energie-Effizienz

- innovative und zeitgemäße Gebäudetypologien / Wohnqualität

- Darstellungsqualität der Konzeption, Lesbarkeit von Plänen und Skizzen,

Modellfotos (gesondert eingereichte Modelle sind nicht zugelassen)

- Erfüllung der Leistungsanforderungen

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.2 Landschaftsarchitektur (LA)

„Zwischen Jungfernheide, Hohenzollernkanal

und Kurt-Schumacher-Platz

– ein Freiraumentwurf für das Flugfeld Tegel“

Einführung

Das Flugfeld Tegel stellt eine der größten offenen Flächen Berlins dar. Zwischen

Stadt- und Landschaftsraum gelegen, bietet sich die Chance, mit der Gestaltung

einer Park- bzw. Landschaftsstruktur sowie mit Verbindungen in die angrenzenden

Quartiere diese offene Fläche wieder in das Stadtgefüge einzugliedern und

die Verknüpfung zur Havellandschaft herzustellen.

Aufgabe

Lage, Größe und Qualität der zukünftigen Freifläche erfordern einen besonderen

landschaftsarchitektonischen Umgang. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung

sind gestalterisch präzise, landschaftsarchitektonische Setzungen für die künftig

zur Verfügung stehenden rund 220 ha Freiraum zu entwickeln. Basis ist die

im FNP ausgewiesene Freifläche. Die räumliche Qualität ist einem Vertiefungs-

bereich nachzuweisen.

Zu beantworten sind Fragen zum Umgang mit:

- dem natur- und landschaftsräumlichen Bestand in Verbindung mit der geplanten

Quartiersentwicklung

- zu den großen Dimensionen der Freifläche im Zusammenhang mit der minimal

notwendigen Intensität von landschaftsarchitektonischen Interventionen

- zur Vernetzung zu angrenzenden Stadt- und Freiraumstrukturen.

Das Planungsgebiet und sein Kontext konstituieren sich aus den Elementen Wald

(Jungfernheide), Wasser (Havelseen, Flughafensee, Hohenzollernkanal) und Offenlandschaft

(Flugfeld). Der Bereich des Flughafens wurde zur Zeit der Blockade

vollständig mit Bauschutt aufgeschüttet. Die Böden sind daher arm, d.h. für agrikulturelle

Nutzung ungeeignet. Es ist durch die derzeitige Bewirtschaftung eine

karge offene Heidelandschaft auf der Fläche entstanden, flankiert von Bestandsresten

des Eichenwaldes der Jungfernheide. Aufgrund der hohen Bedeutung der

Biotope ist die nord-westliche Fläche des Flugfelds mit wertvollen Trocken- und

Magerrasenbeständen als naturschutzwürdig, die östliche Fläche als landschaftsschutzwürdig

eingestuft. Die geschützten Biotope sind dauerhaft zu erhalten und

entsprechend pflegen.

Mit dem Wegfall der Bewirtschaftung werden diese offenen Fläche verwalden

und den Chrakter der „Stadtheide“ verlieren. Hier ist eine räumlich-konzeptionelle

Idee für eine Parkstruktur zu formulieren: zum Verhältnis von offenen

zu bewaldeten Flächen und zu möglichen Schwerpunkten für Nutzungen. Zu

integrieren sind dabei die Bereiche, die unter Schutz stehen (s.o.). Für den Erhalt

der Parkstruktur bzw. deren Bewirtschaftung werden Vorschläge erwartet.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.2 Landschaftsarchitektur (LA)

Dazu sind auch Überlegungen zu temporären Lösungen – „Natur auf Zeit“, Weidewirtschaft,

Energiegewinnung – denkbar. Zielsetzung der Stadt ist die Offenhaltung

der Fläche als „Tegeler Stadtheide“. Dieser Ansatz ist zu prüfen.

Für die künftigen, gemischt genutzten Quartiere soll ein einprägsamer Freiraum

als Gegenüber gestaltet werden, der das Potential der landschaftlichen Dimension

des Ortes ausnutzt. Dazu sind, zur Einbindung der zukünftigen Quartiere,

die Übergänge zwischen städtischer Dichte und Weite der Landschaft zu definieren

und zu gestalten und die Quartiersgrenzen festzulegen. Vom FNP kann dafür

begründet konzeptabhängig abgewichen werden.

Zur Vernetzung mit städtebaulichen Strukturen im Gebiet bzw. den angrenzenden

Quartieren sind Zugänge bzw. Verbindungen/ grüne Korridore zu schaffen,

sowohl in nord-südlicher wie auch in ost-westlicher Richtung. Dabei sind die

angrenzenden Verkehrstraßen zu berücksichtigen, die das Gelände derzeit isolieren.

Weitere prägnante Bezugspunkte bilden Zeichen und Spuren der Luftfahrtära,

wie Runways, Taxiways, Markierungen, Leitsignale und Tower sowie die übergeordneten

Blickbeziehungen zu Fernsehturm, Borsigturm, Jungfernheide und zum

Terminalgebäude. Sie können als Anknüpfungspunkt für Gestaltung und Identitätsbildung

dienen.

Ausgehend von der konzeptionellen Idee, ist vertiefend ein Ausschnitt detailliert

zu bearbeiten. Die Vertiefung soll den östlichen Bereich am Übergang zu Cité

Guynemer, Cité Pasteur, zur Sternstraßensiedlung und zum Kurt-Schumacher-

Platz umfassen. Der Ausschnitt ist in desem Bereich zu wählen und dient dem

Nachweis der räumlich-landschaftsarchitektonischen Qualität des vorgeschlagenen

Konzepts. Er ist entsprechen sinnvoll zu wählen. Konzeptabhängig kann mit

nachvollziehbarer Begründung von der Verortung im östlichen Bereich abgewichen

werden.

Für das Gesamtkonzept und die Vertiefung zu berücksichtigen sind folgende

Punkte:

- Wie ist das Verhältnis von extensiv und intensiv gestalteten und zu nutzenden

Flächen, von offenen und räumlich akzentuierten Flächen?

Wo sind Schwerpunkte?

- Welche Landschafts- bzw. Parkstruktur entsteht daraus?

- Welche räumlichen Minimalinterventionen sind erforderlich?

- Welche landschaftsarchitektonisch-gestalterische Intensität müssen diese aufweisen,

welche Atmosphäre soll damit gegenüber einem neuen Stadt- und Gewerbequartier

entstehen?

- Wie ist der Übergang von der Offenlandschaft zur Waldlandschaft der Jungfernheide?

Wie wird mit den vorhandenen Eichenwäldern (Relikte der Jungfernheide)

umgegangen?

- Wie werden die Übergänge zum Quartier definiert (linear, verzahnt, gestaffelt

etc.)? Wo sind diese gesetzt (von den Vorgaben des FNP kann konzeptabhängig

abgewiesen werden)?

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.2 Landschaftsarchitektur (LA)

- Was gibt Orientierung?

- Wie wird vernetzt, welche internen und übergeordneten Wege- und Blickbeziehungen

werden verknüpft?

Zu klären sind: Wegeverbindungen/grüner Korridor in Nord-Süd-Richtung

vom Flughafensee bis zum Volkspark Jungfernheide sowie Verbindungen auf das

Feld von Osten und deren Anknüpfung im Westen: Otisstraße, Uranusweg und

Kurt-Schumacher-Platz.

- Wie wird der Zutritt zu bzw. Erhalt der Schutzbereiche geregelt?

- Gibt es Entwicklungsstufen?

- Wie wird die Parkstruktur gepflegt bzw. bewirtschaftet?

Weitere Beschreibungen zum Kontext können der Aufgabe der Fachsparte Städtebau

bzw. den Unterlagen zum Zukunftsraum Flughafen Tegel von SenStadtUm

entnommen werden.

Abgabeleistungen

- landschaftsarchitektonisches Gesamtkonzept M 1:5000

- Herleitung und Begründung mit Piktogrammen, textliche Erläuterung etc.

- Vertiefung M 1:1000 (kein unveränderter Zoom aus M 1:5000!)

- Detail M 1:200 (kein unveränderter Zoom aus M 1:1000!)

- Schnitt, Maßstab und Lage ist konzeptabhängig zu wählen

- perspektivische Darstellung

Beurteilungskriterien (ohne Gewichtung)

- Qualität des Konzeptes entsprechend der Bedeutung des Ortes

- Begründung und Nachvollziehbarkeit von Art und Umfang der vorgeschlagenen

Interventionen

- Einbindung in den städtebaulichen bzw. landschaftsräumlichen Kontext

- Umgang mit den vorhandenen landschaftlichen Elementen und den geschützten

Bereichen

- Wechselbeziehung zwischen Konzept und Vertiefung

- Qualität der Umsetzung des Konzeptes in den landschaftsarchitektonischen

Entwurf (Materialität, Fügungsweisen, Pflanzenwahl)

- Ideen zu Bewirtschaftung/Pflege

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.3 Architektur (A)

„Feld_Forschung“

Einführung

Die Einstellung des Flugbetriebs am Flughafen Berlin Tegel im Jahr 2013 wird

zum Startpunkt eines langfristigen Umstrukturierungsprozesses auf dem gesamten

Flughafenareal. Über einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren könnte sich der

Standort zu dem „Forschungs- und Industriepark Zukunftstechnologie“ ent-

wickeln, der sich in einem mehrjährigen Werkstattprozess als Szenario für die

Nachnutzung des Flughafenareals herauskristallisiert hat und der zur Grundlage

der aktuellen Bauleitplanung des Berliner Senats geworden ist. Ob der Plan einer

Anknüpfung an die Tradition Berlins als Industriestadt und die Ansiedlung großer

Produktionsstätten tatsächlich Chancen auf eine Realisierung hat, wird sich erst

im Laufe der Zeit heraus stellen.

Anders stellt sich die Situation für den Bereich des Flughafenterminals und der

anderen Bestandsgebäude dar. Hier laufen bereits konkrete technische Planungen

für die Vermietung von Terminals, Hangars und Funktionsgebäuden für

Büro- und andere gewerbliche Nutzungen. Nicht zuletzt angesichts immenser

Unterhaltskosten bei einer Nichtnutzung der Gebäude soll hier rasch gehandelt

werden. Von der zentralen Stelle des Terminals soll der Impuls für die weitere

Entwicklung des Geländes ausgehen. Die Berliner Beuth-Hochschule für Technik

hat Interesse am Terminal A signalisiert. Studien haben die Eignung des Gebäudes

für eine universitäre Nutzung sowie die Wirtschaftlichkeit notwendiger

Ertüchtigungsmaßnahmen bestätigt. Damit könnte die Beuth-Hochschule zum

Ausgangspunkt für die Ansiedlung von Forschungsinstitutionen und Produktionsstätten

werden, an deren Schnittstelle Gründungszentren einer jungen Generation

von Wissenschaftlern Möglichkeiten für die Entwicklung und Umsetzung

zukunftsweisender Technologien bieten.

Zielsetzung

Für die Bevölkerung der angrenzenden Stadtteile Reinickendorf, Wedding und

Charlottenburg stellt die Schließung des Flughafens mit dem Verlust zahlreicher

Arbeitsplätze einen massiven wirtschaftlichen Einschnitt dar. Hier gibt es die

Erwartung, dass Tegel zu einem Wirtschaftsstandort ausgebaut wird: Die weitläufigen

Flächen lassen großformatige Strukturen zu, wie sie für produzierendes

Gewerbe oder mittlere Industriebetriebe erforderlich wären.

Gleichzeitig steigt in Berlin der Bedarf an innerstädtischem Wohnraum. Der

Standort des ehemaligen Flughafens mit seinen umgebenden Wohnquartieren

bietet mit der Nähe zu den hochwertigen Landschaftsräumen des Tegeler Forst

beste Voraussetzungen für die Entwicklung innerstädtischen Wohnens.

Das weitläufige und offene Flughafengelände birgt eine einmalige Chance, unabhängig

von dem gewachsenen urbanen Kontext neue städtebauliche und typologische

Modelle für eine innerstädtische Mischnutzung von Arbeiten und Wohnen

zu erproben. Die Monostruktur klassischer Gewerbegebiete kann an diesem

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.3 Architektur (A)

privilegierten Standort keine zukunftsfähige Option sein. Vielmehr ist die Frage

zu stellen, ob eine Überlagerung der scheinbar widersprüchlichen Nutzungen

Wohnen und produzierendes Gewerbe nicht auch einen wechselseitigen Gewinn

darstellen kann. Lebensmodelle, die einen Gegenentwurf zu der lange Zeit

praktizierten strikten Trennung von Arbeiten und Wohnen darstellen, sind in

unserer Gesellschaft aktuell von großer Bedeutung. Die Leistungsfähigkeit einer

solchen Funktionsmischung lässt sich beispielsweise an den neu interpretierten

Strukturen der gründerzeitlichen Berliner Gewerbehöfe nachweisen: Die enge

Verknüpfung von Wohnen und Gewerbe schafft hier komplexe, urbane Lebenswelten,

die hohe Wohn- und Lebensqualitäten generieren. Am zukünftig stillgelegten

Flughafen Tegel lautet die Fragestellung, wie sich unter gänzlich anderen

Rahmenbedingungen ähnlich hohe Wohn- und Lebensqualitäten umsetzen lassen:

Nicht die gewachsene Dichte der Stadt, sondern die Weite des ehemaligen

Flugfelds, nicht kleinteilige Gewerbehöfe, sondern großflächige Produktionshallen

bilden die Parameter des Entwurfs einer neuen Stadtlandschaft.

Zielsetzung der Fachsparte Architektur ist es, ein städtisches Quartier zu entwickeln,

dass eine differenzierte Mischung von Wohnen, produzierendem Gewerbe

und Dienstleistung erreichen kann. Emissions- und immissionsarme Produktionsmethoden

ermöglichen es, die Mischung von Wohnen und Arbeiten

neu zu verhandeln. Die räumlichen und strukturellen Verknüpfungen dieser Nutzungsbausteine

stellen ein besonderes Potential für neue städtebauliche Strukturen

und Gebäudetypologien dar. Es gilt, die Synergien der Vernetzung von

Wohnen und Arbeiten auszuloten, um komplexe und nachhaltige Strukturen auf

unterschiedlichen Maßstabsebenen zu erforschen. Dabei soll auch berücksichtigt

werden, dass eine hohe Flexibilität von Gebäudestrukturen erforderlich ist, um

Um- und Weiternutzungen zu gewährleisten. Impulse für solche neuen Typologien

lassen sich auch aus dem Bereich des innovativen Industriebaus beziehen.

Mit dem Modell der Nutzungsmischung sind auch die Voraussetzungen für eine

„Stadt der kurzen Wege“ gegeben: Möglichkeiten für neue Formen der Mobilität

und damit verbundene Erschließungskonzepte sollen unter den Stichworten

Car-Sharing, E-Mobilität etc. überprüft werden (siehe dazu Aufgabenstellung der

Fachsparte Verkehrsplanung).

Aufgabe

Um den Nukleus des ehemaligen Terminalgebäudes sollen sich unter der Leitidee

„Urban Technologies“ Forschungseinrichtungen und Produktionsstätten

versammeln. Diese thematisieren grundlegende Veränderungen, mit denen unsere

Städte infolge von zunehmender Urbanisierung, Globalisierung, demographischem

Wandel, Ressourcenverknappung und Klimawandel in absehbarer Zeit

konfrontiert sein werden. Forschungsinhalte werden die Bereiche Mobilität,

Energie, urbane Versorgungsstrukturen und Ressourcenschutz sein. Die Beuth-

Hochschule will die Schwerpunkte der künftigen Lehre in Tegel unter anderem

auf Elektromobilität und Energietechnik legen.

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.3 Architektur (A)

Die Aufgabenstellung der Fachsparte Architektur fokussiert auf den Bereich des

sogenannten Vorfeldbetons zwischen den Terminalgebäuden A und D und dem

jetzigen Zollamt. Für diese Fläche ist ein Szenario zu entwickeln, das die Bereitstellung

großflächiger Produktionshallen und Dienstleistungsflächen mit Angeboten

experimenteller Wohnformen verknüpft und damit Prototypen einer neuen

Interpretation des Gewerbehofs generiert. Die direkte Nachbarschaft des in

Terminals A vorgesehenen Hochschulstandorts und des als Gründungszentrum

projektierten Terminals D ist dabei in die Planung mit einzubeziehen und das Potential

möglicher Anknüpfungspunkte zu eruieren. Die Terminalgebäude selbst

sind nicht Bestandteil der Aufgabe. Aussagen zum Umgang mit dem Bestand von

Zollamt und Feuerwehr am Randes des Planungsgebiets werden erwartet.

Zielgruppe der Aufgabenstellung ist nicht nur das Umfeld einer jungen Generation

von Existenzgründern, die Mitarbeiter neu gegründeter Firmen und deren

Familien. Auch für die Allgemeinheit bietet der Standort Tegel großes Potential

für die Entstehung inspirierender Nachbarschaften, die unterschiedliche zeitgenössischer

Lebenswelten miteinander vereinbaren.

Auf der städtebaulichen Maßstabsebene ist der gesamte vorgegebene Bereich 1

zu überplanen. Hier sind grundlegende städtebauliche Strategien zu untersuchen

(Parzellierung der Fläche in Entwicklungsfelder, Generierung additiver, modulartiger

Elemente, etc.). Die Fragen der Maßstäblichkeit und der Organisation

der unterschiedlichen Nutzungsbausteine sind in dieser Phase zu entscheiden

(horizontale Zonierung, vertikale Schichtung, etc.). Auch die unterschiedlichen

Erschließungsstränge (Anlieferung Gewerbe, Erschließung Wohnen) und die

Konzeption der Freiräume müssen in dieser Arbeitsphase entwickelt werden.

Ebenfalls in diesem städtebaulichen Maßstab sind die sozialen und städtischen

Infrastrukturen nachzuweisen (konzeptabhängig).

Die Gewerbeflächen sind als Produktionshallen mit einer Grundfläche von ca.

3000 qm nachzuweisen. Die Flächen müssen teilbar sein in Flächenzuschnitte ab

200 qm. Die Hallen für das produzierende Gewerbe müssen mit standardisierten

Kranbahnspuren ausgestattet sein (b = 18 m / 20 m / 24 m etc.).

Insgesamt sind Wohn-, bzw. Dienstleistungseinheiten mit einem Flächenanteil

von annähernd 30 % zusätzlich zu den Gewerbeflächen nachzuweisen. Der Anteil

kann von Einheit zu Einheit variieren. Denkbar ist eine Vielfalt von Wohnungstypologien

und -größen (Familienwohnungen, Single-Studios, Wohngemeinschaften,

Loft-Living etc.). Der Aspekt der Einbindung dieser Bausteine in

die Gewerbestrukturen ist dabei von zentraler Bedeutung. Tragwerksideen für

Produktionseinheiten sind im Hinblick auf ihre Eignung zur Integration kleinteiliger

Strukturen zu untersuchen. Eine natürliche Belichtung der Produktions-

stätten sollte mit den Anforderungen an eine Wohnnutzung und den dazu gehörigen

Freiflächen vereinbar sein. Einen weiteren Bestandteil der Untersuchung

stellen energie- und ressourcensparende Entwicklungsstrategien dar: Wie lässt

sich die Verknüpfung von Wohnen und Arbeiten auch unter energetischen Gesichtspunkten

für eine positive Energiebilanz nutzen?

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.3 Architektur (A)

Im zweiten Arbeitsschritt soll ein Baustein oder Modul im Maßstab M 1:200

exemplarisch vertieft werden. Dabei handelt es sich um eine Manufaktur für

Neuentwicklungen im Bereich der E-Mobilität. Firmen, die beispielsweise faltbare

Elektroroller oder sich beim Einparken zusammenziehende Elektroautos produzieren,

haben bereits Interesse am Standort Tegel bekundet. Die Manufaktur

beinhaltet Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sowie Designateliers, die in

Kooperation mit der universitären Einrichtung im Terminalgebäude betrieben

werden (eine räumliche Anbindung an das Terminal wäre wünschenswert, ist

jedoch nicht zwingend erforderlich). Kernbereich des Raumprogramms sind Flächen

für die Fertigung von E-Mobilen, die hier in Kleinserien endmontiert werden.

Entsprechende Lagerkapazitäten für Komponenten, Zubehör und Werkzeuge

sind vorzusehen. Ergänzt wird das Raumprogramm durch einen Showroom,

in dem die Produkte der Manufaktur einem breiten Kundenkreis präsentiert

werden können. Dieser Bereich muss derart gestaltet sein, dass auch Produktpräsentationen

und Seminarveranstaltungen möglich sind (flexible Raumeinteilung,

temporäre Umbauten, etc.). Der Showroom bildet gleichzeitig die Chance,

repräsentative Fassaden zum öffentlichen Raum zu gestalten.

Die Programmbausteine zum Thema Wohnen sind exemplarisch darzustellen.

Entscheidend wird die Frage sein, in welchem Verhältnis Wohnen und Gewerbe

zueinander organisiert werden (vertikale Schichtung, horizontale Zonierung,

etc.). Es wird von den Verfassern erwartet, dass unterschiedliche Wohn- und Lebensformen

berücksichtigt werden. Die Typologien müssen auch private Außenraumflächen

beinhalten (Atrien, Dachgärten, etc.).

In der Durcharbeitung des Entwurfs sind Aussagen zum Tragwerk und zur Konstruktion

sowie zur Materialität des Gebäudeentwurfs gefordert, siehe dazu Aufgabenstellung

der Fachsparte Konstruktiver Ingenieurbau. Kooperationen mit

Teilnehmern dieser Fachsparte werden empfohlen.

Im Rahmen einer Kooperationsarbeit mit der Fachsparte Städtebau ist es erforderlich,

den Bereich 2 als Schnittstelle oder Übergangsbereich zu den Planungsbereichen

Städtebau zu bearbeiten.

Raumprogramm

- Produktion u. Werkstätten ca. 2500 qm, Lackiererei incl. Nebenraum 150 qm

- Showroom / Verkauf ca. 350 qm

- ggf. integriertes Café/ Bar/ Restaurant 150 qm, Küche mit Lagerflächen 150 qm

- Verwaltung 5 Büros á 15 qm, 2 Büros a 20 qm

- Besprechungsraum 45 qm, Teeküche 12 qm

- Personalraum, Umkleiden (D/H) incl. Duschen/ WC 40 qm (Küche)

- Personalraum, Umkleiden (D/H) incl. Duschen/WC 80 qm (sonstige)

- Lager 1000 qm

- Wohnungen, Studios, Ateliers á 30-150 qm (30 % der Gesamtfläche = ca. 2000 qm)

- Stellplätze gemäß Stellplatzverordnung Berlin

- Technikflächen, Heizraum

- Hinweis: Das Programm kann entwurfsabhängig modifiziert oder erweitert werden.

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V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.3 Architektur (A)

Abgabeleistungen

- Schwarzplan des gesamten Planungsumgriffs mit Darstellung der

städtebaulichen Struktur, M 1:2000

- Lageplan des Vertiefungsbereichs als Dachaufsicht mit Darstellung der

Erschließung, des ruhenden Verkehrs und Anlieferung M 1:1000

- Erdgeschoss Grundriss mit Darstellung der Freiraumgestaltung und der

anschließenden Bebauung sowie alle weiteren Grundrisse in M 1:500

- repräsentative Grundrissausschnitte wesentlicher Wohn- und Gewerbe-

bereiche M 1:200

- alle wesentlichen Ansichten und Schnitte mit Darstellung der anschließenden

Bebauung (ggf. als Ausschnitt) M 1:200

- Vertiefung: Fassadenschnitt / -ansicht in M 1:50 zur Darstellung der Materialität

und Gestalt (alternativ: M 1:20), alternativ: Schnittperspektive

zur Veranschaulichung eines gestaltprägenden Aspektes

und dessen baulich-räumlicher Umsetzung (entwurfsabhängig)

- Erläuterung der Entwurfsidee anhand von Perspektiven, Skizzen, Collagen, etc.

Beurteilungskriterien (ohne Gewichtung)

- Einbindung in den städtebaulichen Kontext

- Leistungsfähigkeit der städtebaulichen Strukturen

- Leistungsfähigkeit der Gebäudetypologie

- Nachweis der Plausibilität des Modells der Nutzungsmischung

- Funktionalität der Erschließung (Wohnen, Gewerbe)

- Zonierung öffentlicher und privater Räume

- Architektonisch-gestalterische Qualität

- Qualität des konstruktiven Ansatzes

- Schaffung von freiräumlichen, urbanen Qualitäten

- Ansätze zu energie- und ressourcensparendem Bauen

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.4 Konstruktiver Ingenieurbau (KI)

„Hybride ‚Hallen-Etagenbauten‘

– für Forschung und Entwicklung, Produktion und Dienstleistung“

Einführung und Zielsetzung

Nutzungsmischung, Veränderungspotential, Flächen- und Ressourcenschonung

sind die Überschriften für das neu zu entwickelnde Stadtquartier auf dem Flughafengelände.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, soll eine gestapelte

Hallentypologie entwickelt werden, die durch große Spannweiten und Geschoßhöhen

Flexibilität für den neuen Nutzungsmix und gleichzeitig städtische Dichte

ermöglicht. Außerdem soll sie auf künftige Nutzungsbedarfe adaptiert werden

können. Ausgewählter Materialeinsatz, optimierte Tragkonstruktionen und intelligente

Montagekonzepte werden gefragt, um nachhaltig gute Lösungen zu

entwickeln.

Die innerstädtischen Fabriketagen aus dem gründerzeitlichen Berlin sind ein

Vorbild: Bauwerke, die auch nach dem Wegzug vieler Handwerker aus der Innenstadt

noch sehr beliebt als Gewerbeflächen sind, und zunehmend als Büroetagen,

aber auch als Wohnflächen eine Renaissance erleben. Wie könnte eine

„T-XL Fabriketage“ des 21. Jahrhunderts aussehen? Es gilt, einen Prototyp für

diesen neuen, nutzungsflexiblen Hallen-Etagenbau zu entwickeln, der hinsichtlich

seiner Konstruktion optimiert ist.

Die Aufgabenstellung für den konstruktiven Ingenieurbau ist nah an die Aufgabe

in der Fachsparte Architektur angelehnt, um die Kooperation zwischen beiden

Fachsparten zu fördern – siehe auch die Ausführungen dort in den Abschnitten

zur Einführung, Zielsetzung und Aufgabe. Die dort genannte Leitidee „Urban

Technologies“ kann als Bild für die Nutzung der Halle dienen.

Aufgabe

Im Bereich westlich der bestehenden Terminalgebäude A und D soll auf dem

bestehenden Vorfeldbereich zwischen den Terminalgebäuden und dem jetzigen

Zollamt in Ergänzung zur vorgesehenen Nutzung des Terminalgebäudes des Terminal

A durch die Beuth Hochschule ein Forschungs-, Produktions-, und Dienstleistungsareal

entstehen (siehe Flächenumgriff, Anhang Planunterlagen Architektur).

Die zu planende Halle soll als Prototyp für die Bebauung in diesem Bereich

dienen. Der vorhandene Vorfeldbeton ist als Verkehrsweg, bzw. möglichst auch

als Sohle für die neue Hallenkonstruktionen zu nutzen.

Es soll ein Etagenbauwerk für Forschung/ Produktion entstehen, mit einem großen

stützenfreien Hallenbereich und Etagenbereiche für kleine Werkstätten,

Büros und Lager. In der Anlage KI.2 befindet sich ein Vorschlag zur Lage und

Grundrissform der Bebauung, es kann eine begründete eigene Anordnung entwickelt

werden. Die Etagen können an die Halle angegliedert oder unter dem Hallendach

untergebracht werden. Um Flexibilität für künftige Nutzungsänderungen

bzw. -anpassungen zu bieten, soll die Halle als Etagenbau „adaptiert“ werden

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Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.4 Konstruktiver Ingenieurbau (KI)

können. Dabei sind Anschlussmöglichkeiten für künftige Deckenkonstruktionen

zu bieten und in der Auslegung der Konstruktion zu berücksichtigen. Ebenfalls

ist zu überlegen, wie die Dachkonstruktion des großen Hallendachs angepasst

werden kann, um den Raum unter dem Dach für die Etagen besser nutzen zu

können.

Auf eine gute natürliche Belichtungsmöglichkeit der Nutzflächen in der Halle und

in den Etagen ist mit der Wahl des Konstruktionssystems und der Dachform zu

achten!

Planungsgrundlagen

Erforderliche Flächen, Spannweiten, Höhen, Belastbarkeit:

Große Halle ca. 3000 qm BGF

Mindestspannweite 30,0 m

Lichte Raumhöhe ab UK Kranbahn 12,0 m

Kranbahn, Spannweite 30,0 m

Kranbahn, Traglast 10 t max

Nutzlast Hallenboden bzw.

Deckenkonstruktion unter der Halle 20 kN/qm

Etagen ca. 1000 qm BGF

Mindestspannweiten 10,0 m

Lichte Raumhöhe ab UK Dach- bzw. Decke 4,0 m

Nutzlast Decken 10 kN/qm

Weitere Lastannahmen:

Neben der oben angegebenen Nutzlasten sind die Lasten nach DIN

1055 zu berücksichtigen.

Für die Fassadenlast ist ein relevantes Fassadensystem zu wählen, die

entsprechenden Lasten sind anzusetzen.

Konstruktionshinweise:

Die Konstruktion des Hallenbauwerks ist frei zu wählen unter Einhaltung der

angegebenen geometrischen Randbedingungen (s. oben „Planungsgrundlagen“).

Die Werkstoffwahl ist frei – Geschoßdecken sind F90 auszubilden. Die Dachkonstruktion

darf F30 ausgebildet sein, solang sie keine tragende Wirkung für

die Geschoßdecken hat.

Im Sinne der Nachhaltigkeit des Gebäudes wird der gesamte Stoffkreislauf betrachtet

– „graue“ Energie und CO2-Emissionswerte sind für alle für die Tragkonstruktion

eingesetzten Baustoffe und Bauteile nachzuweisen (siehe „Leistungsumfang“

unten).

Die Bauweise ist so zu wählen, dass eine schnelle Montage sowie eine schnelle

Umrüstung der Halle mit Etagen möglich sind.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.4 Konstruktiver Ingenieurbau (KI)

Baugrund und Grundwasser:

Die Gründung und die Sohle der Halle sind möglichst auf bzw. unter Mitwirkung

des bestehenden Vorfeldbetons zu konzipieren. Der Vorfeldbeton ist als eine

40 cm starke Stahlbetonplatte anzunehmen.

Anhand der geologischen Karte von Berlin ist von einem tragfähigen Boden aus

Talsanden der Weichsel-Eiszeit von mehreren Metern Schichtdicke auszugehen

(siehe Anlage KI.3 – Geländehöhen und Anlage KI.4 – Ausschnitt aus der Geologischen

Karte von Berlin).

Grundwasser im ungespannten Zustand liegt im Vorfeldbereich zwischen 30,0

und 30,5 m ü. NN (siehe Anlage KI.5 – Ausschnitt aus dem Geologischen Atlas

von Berlin: Grundwassergleichen 2011).

Leistungsumfang

- Planleistungen

- Lageplan mit Dachaufsicht im M 1:1000

- Darstellung des Bauwerks: Grundriss und Ansichten im M 1:200

- Hallenquerschnitt und Etagenbauquerschnitt mit Grundrissausschnitt (Etagenbau

mit mindestens 2 Regelachsen der Halle) und dazugehörigem Längsschnitt

(gleicher Ausschnitt) im M 1:100, mit Kennzeichnung des Zustands „Halle“ und

des erweiterten Zustands mit zusätzlichen Etagen.

- wesentliche konstruktive Details (Hallen- und Etagenbau) im M 1:10.

- Hinweis: Besonderer Wert ist auf eine auch einem breiteren Publikum ansprechende

Darstellung zu legen!

- Statische Berechnung der maßgebenden Tragglieder mit Angabe von Lastannahmen,

statischem System, Schnittgrößen und Bemessung. Detailnachweis

von mindestens zwei wichtigen Knotenpunkten. Relevante, überschlägig ermittelte

Angaben zum Schwingungsverhalten.

- Erläuterungsbericht einschließlich Montageüberlegungen mit Begründung

der gewählten Lösung mit Werkstoffwahl, speziell auch im Hinblick auf das

Konzept zur nachträglichen Umrüstung der Konstruktion als Etagenbauwerk.

- Mengenermittlung für das Hallentragwerk der Hallendachkonstruktion und

für die Tragkonstruktion des Etagenbaus inklusive Gründung als tabellarische

Aufstellung.

- Energie- und Umweltbelastungskennzahlen: Anhand der ermittelten

Mengen ist eine tabellarische Ermittlung der „grauen“ Energiewerte (kWh/qm)

und die CO2-Emissionswerte (kg CO2/qm) bezogen auf die Fläche (BGF) unter

Berücksichtigung aller für die Tragkonstruktion (Hallenträger, Deckenkonstruktionen,

Dachkonstruktionen, exkl. Fassaden) eingesetzten Materialien aufzustellen.

Die beiden Gesamtkennwerte sind auf den Zeichnungen anzugeben.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.4 Konstruktiver Ingenieurbau (KI)

- Tragwerks-Effizienzzahl: Angabe des Verhältnisses des Konstruktionsgewichts

der Hallenträgerkonstruktion – inklusive Stiele – zur Spannweite; die

Angabe ist nachvollziehbar auf den Zeichnungen anzugeben.

Hinweis: Der Umfang der abgegebenen Berechnungen und Texte darf 50 Seiten A4

nicht überschreiten! Aussagekräftige Auszüge aus den statischen Berechnungen und

Vordimensionierungen sind in einem Bericht mit erläuternden Texten zusammenzufassen.

Unterlagen, welche 50 Seiten überschreiten, werden bei der Prüfung nicht berücksichtigt.

Beurteilungskriterien (ohne Gewichtung)

- Sinnfälligkeit der gewählten konstruktiven Lösung und Konsequenz in der Ausarbeitung

zum Bauwerksentwurf

- Qualität der konstruktiven Details

- Funktionalität und Erlebnisqualität des Bauwerks

- Effizienzzahl

- Innovation

- Nachvollziehbarkeit und Aussagekraft der Pläne,

Berechnungen und Erläuterungen

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.5 Freie Kunst (FK)

„Die Wege des märkischen Ikarus“

Welche Entwicklungspotentiale bietet der gewesene Flughafen Tegel?

Zu welchen Ideen utopischer Nutzungsmöglichkeiten beflügelt die große Freifläche

Künstler und Kreative?

Einführung

Die Bildenden Künstler sind gefragt, das Potential des ehemaligen Flughafengeländes

zu erkunden. Vieles ist denkbar, kein Medium ist vorgegeben, ein Experimentierfeld

ist eröffnet. Video und Malerei, Installation und Performance

können sich austoben. Die Gebäude, das Feld, die Rollbahn eröffnen viel Fläche,

auch für raumgreifende Ideen. Translokal organisierte Informationsströme global

vernetzter Medienkünstler können auf fragil vibrierende Installationen moderner

Minimalisten treffen. Laboratorien künstlerischer Ideenfindung zu neuen Wohn-

und Arbeitsstrukturen sind denkbar. Skulpturen, performative und den Platz erobernde

Arbeiten zu neuen Mobilitätskonzepten und zur Imissionsvermeidung

können ersonnen werden.

Zielsetzung

Abgesteckt ist der Themenrahmen und das Gelände der Planungsphantasien.

Das Gelände des vormaligen Flughafens wird sich wandeln – aber in welche

Richtung ist offen. Verkehrstechnisch bestens angebunden, ausgestattet mit der

größten verfügbaren Freifläche Berlins und einem funktionstüchtigen Flughafentower

ergibt sich eine einmalige Chance, künstlerische Ideen von Höhenflug und

utopischer Ökologie/Ökonomie zu verbinden. Hierzu sind Lösungen und Vorschläge

gefragt.

Aufgabe

Das ehemalige Tor zur Welt entstand auf einem Artillerie-Schießplatz, den preußische

Könige zuvor als Jagdgebiet genutzt hatten.

Im Planspiel des Wettbewerbes können sich gewerbliche und private Nutzungen

überschneiden und vermischen. Die bestehenden Flughafengebäude legen Ideen

zu Klein- und mittelständischen Unternehmungen nahe, die auch aus der Kreativwirtschaft

erwachsen können.

Entsprechend der Vielgestaltigkeit der Gegenwartskunst kann dies in allen Medien

geschehen, die zum gegenwärtigen Spektrum der Bildenden Kunst zählen. Alle

bildenden Künstler sind aufgerufen, sich jeweils mit einer eigenen Formulierung

am Wettbewerb zu beteiligen. Hierzu können Zeichnungen eingereicht, Filme

gedreht, Fotos und Animationen gezeigt und Performances skizziert werden.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.5 Freie Kunst (FK)

Abgabeleistungen

Erstellt werden soll ein Plakat in der Größe von 1,50 m x 2,00 m für eine Stellwand

im Querformat. Für einen Film kann ein Teaser in der Länge von 3 bis

5 Minuten eingereicht werden. Für Installationen oder bildhauerische Arbeiten

können gegebenenfalls Musterstücke bis zu einer Dimension von 30 x 30 x 10cm

eingereicht werden, sofern dies notwendig ist, um die Materialität der Arbeit zu

verdeutlichen.

Beurteilungskriterien

Aus den eingereichten Unterlagen sollte hervorgehen, wie der Künstler das Thema

und den Planungsraum betrachtet und wie er seine Arbeit im bezeichneten

Gebiet präsentieren möchte.

Für gegenwärtig noch freie Flächen und Räume können neue Perspektiven formuliert

werden, die eine Richtung andeuten, in die sich Urbanität und städtisches

Leben möglicherweise künftig entwickeln könnten.

Das Format ist frei. So offen, wie in der Gegenwartskunst die künstlerischen

Mittel und Materialien sind, ist auch die Auseinandersetzung im AIV-Schinkel-

Wettbewerb mit dem benannten Stadtraum. Traditionelle Positionen sind dennoch

nicht ausgeschlossen.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

AIV

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.6 Verkehrswesen - Straßenbau (VS)

„Ökologische Erschließung des Transformationsraums TXL

durch Elektromobilitätskonzepte

insbesondere für den schnellen Radverkehr“

Einführung

Weiterentwickelte Elektro-Mobilitätskonzepte – insbesondere für den schnellen

Radverkehr – sollen dazu beitragen, das Untersuchungsgebiet ökologisch zu erschließen

und an das übrige Stadtgebiet anzubinden.

Da normale Fahrradfahrer 10 bis 15 km/h schnell sind, Elektro-Fahrräder (Pedelecs)

dagegen 20 bis 25 km/h fahren, müssen Straßen und Radwege umgestaltet

bzw. neu geschaffen werden. Dazu müssen die infrastrukturellen Vorraussetzungen

geschaffen, d.h. neue Erschließungs-, Anbindungs- und Servicekonzepte sowie

sichere Abstellkonzepte entwickelt werden. Damit Radfahrer die Möglichkeit

haben, hohe Geschwindigkeiten zu fahren, müssen schnelle Fahrradstraßen die

notwendige Breite haben, um andere Radfahrer gefahrlos und mit ausreichend

Sicherheitsabstand überholen zu können.

Zielsetzung

Ziel des Entwurfes soll es sein, Potentiale für neue energiesparende Formen der

Mobilität und damit verbundener Erschließungskonzepte zu entwickeln und in

nachvollziehbarer Weise darzustellen.

Dabei sollen im Rahmen des Anbindungskonzeptes für schnelle Pedelecs Korridore

von Fahrradschnellstraßen mit einer übergeordneten Verbindungsfunktion

an das übrige Stadtgebiet identifiziert und dargestellt werden.

Aufgabe

Aufgabenschwerpunkte sind Erschließungs- und Anbindungskonzepte des Untersuchungsgebietes

mit Lösungen zur Fahrrad-E-Mobilität und ihre Einbindung in

intermodale Verkehrskonzepte in Verbindung mit umweltfreundlichen öffentlichen

Service- und Ladeinfrastrukturen. Für das Untersuchungsgebiet soll ein

Modal-Split-Anteil für Radfahrer von 40 % zugrunde gelegt werden.

Schnelle Fahrradstraßen sollen sich dabei durch folgende Charakteristika auszeichnen:

- Direktverbindungen ohne größere Umwege mit teilweise niveaufreien Kreuzungsmöglichkeiten

- Priorisierung des Radverkehrs an Kreuzungen, Programmierung der Lichtsignalanlagen

nach Bedürfnissen des Radverkehrs (Tempo 20)

- sehr guter Zustand der Fahrbahn

- sehr gute Beschilderung und visuelle Trennung vom restlichen Straßenraum

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.6 Verkehrswesen - Straßenbau (VS)

durch beispielsweise durchgängige zwei bis drei Meter breite Markierungen in

Kreuzungsbereichen

- öffentliche Servicestationen entlang der Strecke.

Abgabeleistungen

Im Einzelnen sollen folgende Punkte bearbeitet werden:

- Entwicklung eines übergeordneten Anbindungskonzeptes auch für den schnellen

Radverkehr mit Pedelecs an Berlin-Mitte, Charlottenburg, Tegel und Spandau

(Netzdarstellung im M 1:5000/ 1:10.000)

- eine konfliktfreie Fußgänger- und Fahrraderschließung des Wettbewerbsgebietes

mit Radschnellwegen, Abstell-, Lade- und Servicestationen ab M 1:2000

- beispielhafte Ausarbeitung einer Rad-Schnell-Route vom jetzigen Flughafenterminal

zum und entlang des Hohenzollernkanals im M 1:1000 mit Details im

M 1:500 bzw. M 1:250

- Erläuterungsbericht zur Beschreibung der Ergebnisse der Untersuchung.

Beurteilungskriterien (ohne Gewichtung)

- konzeptionelle Idee und fachliche Schlüssigkeit des verkehrsplanerischen Konzeptes

und der Erläuterung

- Einbindung der innovativen Verkehrskonzepte in den stadträumlichen Kontext

- Qualität der öffentlichen Verkehrsräume (im Sinne von mehr Baukultur in der

städtischen Verkehrsinfrastruktur)

- Maßstäblichkeit

- Aussagekraft und Qualität der Darstellungen insbesondere hinsichtlich Lesbarkeit

von Plänen

- Erfüllung der Leistungsanforderungen

Hinweis: Es wird empfohlen, das Erschließungskonzept in Kooperation mit Städtebauern

zu entwickeln. Die Ausarbeitung einer Rad-Schnell-Route kann auch als eigenständige

Arbeit eingereicht werden.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.7 Verkehrswesen - Eisenbahnbau (VE)

„Schienenpersonennahverkehr SPNV“

Einführung

Mit der Schließung des Flughafens Tegel werden im „mittleren Norden“ Berlins

umfangreiche Flächen frei, welche die Chance für eine umfassende städtebauliche

Entwicklung eröffnen (vgl. auch Aufgabenstellungen der anderen Fachsparten).

Ein nachhaltiges Entwicklungskonzept entsteht dann, wenn städtebauliche

und verkehrliche Entwicklung integriert und aufeinander abgestimmt werden.

Das bedeutet, dass Wohn- und Arbeitsgebiete vorwiegend in den Bereichen

des Geländes angesiedelt werden, die eine qualitativ hochwertige und zugleich

umweltfreundliche verkehrliche Erschließung ermöglichen.

Zielsetzung

Der neu zu erschließende Stadtteil muss geeignet verkehrlich erschlossen und

an das vorhandene Berliner Verkehrsnetz angebunden werden – dies gilt sowohl

für den Personen-, als auch im Hinblick auf die beabsichtigte Mischnutzung des

Areals für den Güterverkehr. Zielsetzung in der Fachsparte Eisenbahn ist es,

unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und der erwarteten Nutzungswünsche

sowie der daraus resultierenden Verkehrsnachfrage ein schlüssiges

Konzept auf Basis spurgeführter Verkehrsträger und -mittel zu entwickeln.

Aufgabe / Programm

Von den Wettbewerbsteilnehmern wird eine Abschätzung der zu befriedigenden

Verkehrsbedürfnisse erwartet. Neben dem zentralen Kerngebiet des dann

künftig außer Betrieb gehenden Flughafens Berlin-Tegel sollten auch die möglichen

Anknüpfungspunkte zum bestehenden Verkehrsnetz mit Chancen und Risiken

der Verkehrsbedienung betrachtet werden. Ausgangspunkte könnten zum

Beispiel die vorhandenen Strecken des heutigen Fernbahn-, S- und U-Bahnnetzes

bilden: die Ringbahn mit der von hier ausgehenden, heute nicht betriebenen,

aber noch in der Trasse vollständig erhaltenen Siemensbahn, die Lehrter Fernbahngleise,

die Kremmener Bahn sowie neben der U-Bahnlinie U 6 die U-Bahnlinie

7 mit dem vorhandenen, nicht betriebenen Tunnelstück der U-Bahn am

U-Bahnhof Jungfernheide.

Im Ergebnis der Abschätzung des zu erwartenden Verkehrs sind Varianten für

ein Erschließungskonzept zu erarbeiten und auf Basis relevanter Kriterien zu

bewerten. Die begründet abgeleitete Vorzugsvariante ist entsprechend eines

vertieft zu entwickelnden Angebots- und Betriebskonzepts hinsichtlich der erforderlichen

Infrastruktur detailliert darzustellen.

Ausdrücklich zugelassen sind verkehrssystemübergreifende Lösungen hinsichtlich

Technik (z. B. nach BOStrab und EBO) und Nutzung (Personen- und Güter-

bzw. Logistikverkehr).

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Teil B

V.2 Aufgabenstellung - Teilaufgaben

V.2.7 Verkehrswesen - Eisenbahnbau (VE)

Abgabeleistungen

Es sind folgende Teilaufgaben zu bearbeiten:

- Abschätzung der mittelfristig zu erwartenden Verkehrsbedürfnisse und -ströme

für die freiwerdenden Flächen auf Basis vergleichbarer städtebaulicher Entwicklungsprogramme

in vergleichbaren Stadtlagen und sinnvolle Ableitung von

Umfang und Art der zu konzipierenden öffentlichen Verkehrsleistungen

- Entwicklung von Lösungsansätzen zur Realisierung der erforderlichen Mobilität

im Sinne eines Gesamtsystems für den öffentlichen Verkehr

- Darstellung bzw. Erläuterung des entwickelten Angebotskonzeptes der begründet

gewählten Vorzugsvariante einschließlich relevanter Angaben zu den

vorgesehenen Fahrzeugen bzw. zum Fahrzeugkonzept

- Darstellung der unterstellten Trassen- bzw. Linienführungen im Überblick

(M 1: 5000)

- Trassierung erfolgskritischer Bereiche (beispielsweise in bereits bebauten Gebieten)

und insbesondere der Übergangspunkte zwischen vorhandenen und

neuen Verkehrsanlagen detailliert im M 1:1000 (oder feiner)

- Abschätzung und überblicksartige Aufstellung des baulichen Umfangs

(Ingenieurbauwerke, Erdbau, Tunnelbau, Oberbau und technische Ausrüstung)

einschließlich einer groben Kostenschätzung

Beurteilungskriterien

Die Beurteilung erfolgt entlang der zuvor dargestellten Aufgabenteile. Wesentliche

Beurteilungsparameter sind die Schlüssigkeit des entwickelten Konzepts

– auch unter Berücksichtigung von Umweltbelangen, beispielsweise des Ressourcenbedarfs

sowie der nachhaltigen und effizienten Nutzung der konzipierten

Infrastrukturen.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Teil B

V.3 Aufgabenstellung - Kooperationsaufgaben

V.3.1 Querschnittsthema Nachhaltigkeit (N)

„Zukunftsraum Tegel“

Einführung / Zielsetzung / Aufgabe

Für eine zukunftsorientierte Entwicklung des Wettbewerbgebietes ist ein Gesamtkonzept

mit vertiefender Bewertung der ressourcenschonenden Quartiersentwicklung

zu formulieren. Das Leitbild der Nachhaltigkeit und die damit

verbundene Innovationskultur sind in der städtebaulichen, architektonischen

und technischen Konzeption des Wettbewerbsgebiets umzusetzen und zu repräsentieren.

Zentrales Element einer zukunftsorientierten Entwicklung ist der schonende

Umgang mit Ressourcen.

Kostbare Ressourcen wie Energie, Wasser, Fläche und Rohstoffe nachhaltig zu

verwenden heißt, diese optimiert zu gebrauchen, aber nicht zu verbrauchen.

Gefragt sind innovative Ansätze zur optimierten Ressourcennutzung. Favorisiert

wird ein stimmiges Gesamtkonzept für das Areal, welches die Aspekte der Ökologie,

Ökonomie sowie den soziokulturellen Komfort umfasst.

Ohne den Anspruch der Vollständigkeit sind nachfolgend mögliche Ansätze eines

entsprechenden Konzepts aufgelistet:

- Durchlüftung des Areals

- Kompaktheit der Bebauung

- Aktivierung solarer Potentialflächen

- Artenvielfalt und Vernetzung

- Beleuchtung und Tageslicht

- Trinkwasser- und Abwasserkonzeption

- Gebäudetechnik / regenerative Energien

- Barrierefreiheit

- Zielwerte Komfort und Energiebedarf

- natürliche / mechanische Lüftung

- energieeffizientes Bauen

- Erschließung / Mobilität / Infrastruktur / alternative Transportmöglichkeiten

- Ver- und Entsorgung

Abgabeleistungen

- Erläuterungstext der Konzeptgestaltung mit Aussagen zur Ökologie, Ökonomie

sowie dem soziokulturellen Komfort (max. 3 Seiten)

- Plandarstellung bzw. Bildpräsentation der Konzeptschwerpunkte

Hinweis: Zugunsten einer querschnittsartigen Teilnahme im Bereich dieses Aufgabenteils

wird auf die Abfrage quantifizierbarer Abgabeleistungen verzichtet. Die Teilnahme

innerhalb dieses Aufgabenteils ist bevorzugt als Kooperationsarbeit zielführend. Eine

nachhaltige Konzeptgestaltung kann jedoch in jeder Fachsparte erarbeitet werden.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Teil B

V.3 Aufgabenstellung - Kooperationsaufgaben

V.3.2 Querschnittsthema Denkmalpflege (D)

„Zukunft denken – Geschichte im Blick“

Einführung

Der Tegeler Flughafen verzeichnet nur eine kurze Baugeschichte: Ursprünglich

Teil der als Jagdrevier genutzten Jungfernheide, wurde sein Gelände seit Beginn

des 20. Jahrhunderts militärisch zunächst als Schießplatz und dann für Flugexperimente

genutzt. Die erste dafür 1906 errichtete Luftschiffhalle mußte aufgrund

der Bestimmungen des Versailler Vertrages mit Einstellung der Experimente abgebrochen

werden. Seit 1933 diente das Gelände wieder unter Geheimhaltung

für die später in Peenemünde fortgesetzten Raketenversuche und als Truppenübungsplatz.

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges enstand ein provisorischer

Flughafen für die Versorgung während der Blockade 1948, der anschließend für

den zivilen Luftverkehr zur Entlastung des Flughafens Tempelhof erweitert wurde.

Ab 1968 entwickelte sich Tegel zum wichtigsten Flughafen Berlins.

Mit einer bevorstehenden Schließung wird die kurze Geschichte des Geländes

als Flughafen enden. Die Vorbereitungen der weiteren Entwicklung als Standort

für innovative Technikunternehmen laufen bereits seit geraumer Zeit.

Zielsetzung

Für den Sonderpreis Denkmalpflege sollen die Ansätze der Architektur- und

Städtebauaufgabe vertieft werden.

Historische Stadtypologien und Bautechniken zeichnen sich oft durch einen hohen

Grad an Nachhaltigkeit in Bezug auf Material und Nutzung aus. Im Rahmen

der Querschnittsaufgabe „Denkmalpflege“ ist zu untersuchen, welche Antworten

sie auf zukünftige Fragestellungen unserer Städte geben können und auf welche

Weise sie sich an heutige Anforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz

und Wohnqualität anpassen lassen.

Liegt die Zukunft in einem immer höheren Technisierungsgrad der Gebäude

oder in der Reduzierung auf einfache, effiziente und bewährte Strukturen?

Aufgabe

Auf dem Gelände soll ein neues Stadtquartier geplant werden, das Arbeiten und

Produzieren, Forschen und Wohnen vereint.

Der Fokus der Architekturaufgabe liegt auf der Verknüpfung von experimentellem

Wohnen, Produktionshallen und Dienstleistungsflächen als Neuinterpretation

des traditionellen Gewerbehofes.

Als Vertiefung der Architektur- und Städtebauaufgabe sollen historische Stadträume,

traditionelle Gebäudestrukturen mit Mischnutzung und bewährte Bautechniken

analysiert und ihre Vor- und Nachteile im Hinblick auf die Anforderungen

unserer Zeit herausgearbeitet werden. Der Entwurf soll das Analyseergebnis

widerspiegeln.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Teil B

V.3 Aufgabenstellung - Kooperationsaufgaben

V.3.2 Querschnittsthema Denkmalpflege (D)

Abgabeleistungen

Die historische Analyse und die Ableitung für den eigenen Entwurf sind in Plänen,

Bildern und/oder Text schlüssig darzustellen. Die Darstellung soll innerhalb

der Vorgaben der gewählten Fachsparte erfolgen. Weitere Vorgaben bezüglich

Format oder Darstellungsweisen werden nicht gestellt.

Beurteilungskriterien

- Schlüssigkeit der historischen Analyse

- Plausible Umsetzung der Analyse in den eigenen Entwurf

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Teil B

V.3 Aufgabenstellung - Kooperationsaufgaben

V.3.3 Landschaftsarchitektur (LA) - Städtebau (S)

Unter der zur Teilaufgabe Landschaftsarchitektur (V.2.2) beschriebenen Auf-

gabenstellung ist ein Freiraumkonzept in engem Zusammenhang mit den zu entwickelnden

Stadtfeldern zu erarbeiten. Verbindungen sowie Lage, Grenzen und

Übergänge der Quartiere können, von der Idee des Freiraums ausgehend, definiert

und gestaltet werden.

Der Vertiefungsbereich ist analog zur Aufgabenstellung Städtebau zu wählen.

Abgabeleistungen und Maßstäbe sind gleich der in der Teilaufgabe V.2.2 auf-

geführten Liste.

Auf das Detail M 1:200 kann zugunsten von freien, das Konzept erläuternden

Darstellungen verzichtet werden.

Teil B

V.3 Aufgabenstellung - Kooperationsaufgaben

V.3.4 Städtebau (S) - Architektur (A)

Zu bearbeiten sind die Anforderungen der Teilaufgaben V.2.1 und V.2.3.

Ergänzend ist der Verflechtungsbereich 2 (vgl. Karte S. 23) einzubeziehen.

Die Vertiefungsbereiche sind analog zu den Aufgabenstellungen Architektur und

Städtebau zu wählen.

Die Abgabeleistungen und -maßstäbe entsprechen den Teilaufgaben V.2.1 und

V.2.3.

Hinweis: Für die Pläne der Kooperationsaufgabe werden zwei Stelltafeln zur Verfügung

gestellt. Die Arbeiten sind daher auf einer Fläche von 4,00 m Breite x 1,5 m Höhe

darzustellen.

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

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Teil B

V.3 Aufgabenstellung - Kooperationsaufgaben

V.3.5 Konstruktiver Ingenieurbau (KI) - Architektur (A)

„Hybride Feld_Forschung“

Einführung

Vgl. Einführung zur Teilaufgabe Konstruktiver Ingenieurbau (Pkt. V.2.4).

Aufgabe

Das Ziel dieser Kooperationsaufgabe ist es, in Zusammenarbeit zwischen Architekten

und Bauingenieuren des Konstruktiven Ingenieurbaus einen Entwurf kooperativ

zu entwickeln. Dabei ist ausdrücklich gewünscht, dass der Entwurf aus

dem Gesamtkonzept gemeinsam anhand analytisch-programmatischer, gestalterischer

und ingenieurtechnischer Überlegungen abgeleitet wird.

Planungsgrundlagen

Siehe Planungsgrundlagen Aufgabenstellung Architektur (A) und Konstruktiver

Ingenieurbau (KI). Der vorgeschlagene Grundriss für die Aufgabenstellung (KI) gilt

nicht für die Kooperationsaufgabe – es gilt, gemeinsam eine städtebauliche und

gebäudetypologische Lösung zu finden.

Abgabeleistungen

Es sind alle in den Aufgabenstellungen (KI) und (A) beschriebenen Leistungen zu

erbringen – Planleistungen / statische Berechnungen / Erläuterungsbericht / Mengenermittlung

/ sonstige Kennzahlen mit Beachtung der jeweiligen Hinweise.

Im Rahmen dieser Kooperation ist insbesondere nachzuweisen:

Analyse der entwurfsrelevanten, insbesondere der gestaltbegründenden Aspekte

der Aufgabe, d. h.

- Entwicklung der Lösungsansätze in Alternativen und

- Auswahl eines Lösungsansatzes zur vertieften Bearbeitung mit Begründung

dieser Wahl,

anschaulich dargestellt in Form von Skizzen, Grafiken u. ä. (einschließlich Benennung

der Zielkonflikte)

Hinweis:

Für die Pläne der Kooperationsaufgabe werden zwei Stelltafeln zur Verfügung gestellt.

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Teil B

V.3 Aufgabenstellung - Kooperationsaufgaben

V.3.5 Konstruktiver Ingenieurbau (KI) - Architektur (A)

Beurteilungskriterien Kooperation (ohne Gewichtung)

- Einbindung in den städtebaulichen Kontext

- Leistungsfähigkeit der städtebaulichen Strukturen

- Leistungsfähigkeit der Gebäudetypologie

- Nachweis der Plausibilität des Modells der Nutzungsmischung

- Funktionalität der Erschließung (Wohnen, Gewerbe)

- Zonierung öffentlicher und privater Räume

- Sinnfälligkeit der gewählten konstruktiven Lösung und Konsequenz in der Ausarbeitung

zum Bauwerksentwurf

- Gestalterische und funktionale Qualität der konstruktiven Detailausbildung

- Effizienz- und Umweltbelastungskennwerte der Tragkonstruktion anhand der

vorgegebenen zu ermittelnden Zahlenwerte

- Kohärenz der verschiedenen Entwurfsebenen und Kooperationsebenen

- Aussagekraft und Qualität der Darstellungen, Berechnungen und Erläuterungen.

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Teil B

VI Anhang

VI.1 Literatur- und Quellenhinweise

Städtebau

- Städtebau-Institut, Universität Stuttgart (Hrsg.) Lehrbausteine Städtebau:

Basiswissen für Entwurf und Planung, 2010 (s. insbesondere auch Hinweise

und Richtwerte zur Ausstattung von Stadtteilen mit Einrichtungen des Gemeinbedarfes

(soziale und gewerbliche Infrastruktur)

- Hegger, Manfred (u.a.) Energie Atlas: Nachhaltige Architektur, 2007

- Leitfaden Nachhaltiges Bauen, Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

(BMVBS), 2011

- Heinz Kaufmann, Luzius Jecklin, Solares Bauen, 2003

- Sahner, Georg, Energie und Ortsplanung, Bayrisches Staatsministerium des

Inneren, Oberste Baubehörde, 2010

- Tagespiegel Artikel vom 03.03.2012 und 03.07.2012

Allgemein

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/stadtplanerische_konzepte/txl/

http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin-Tegel

http://www.tegelprojekt.de

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Teil B

VI Anhang

VI.2 Planunterlagen

Hinweise zu den Daten

Jeder Teilnehmer des Wettbewerbs

verpflichtet sich, die online gestellten

Daten und Pläne nur für die Beteiligung

am Verfahren zu nutzen. Daten, die im

Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte

anfallen und nicht an den

Auslober abgegeben werden, sind

nach Abschluss des Wettbewerbes zu

löschen. Die zur Verfügung gestellten

Daten sind urheberrechtlich geschützt.

Eine Übergabe an Dritte ist unzulässig.

Der Urheber ist stets zu benennen.

Nachfolgende Dateien sind angemeldeten

Teilnehmern auf einer speziellen

Website zugänglich:

Allgemeine Unterlagen

von SenstadtUm

Grundlagen

- Internetquellen_SchinkelWB2013

- K5 Ausschnitt Tegel mit Maßstab

- Luftbild 2011_M1_20000

- SchinkelWB_Ausschnitt_Tegel.dwg

- SchinkelWB_Ausschnitt_Tegel.dxf

- Masterplan 02 vom 120829_senstadtum

ref 1b.pdf

Fachspezifische Unterlagen:

Städtebau/ Landschaftsarchitektur

- 120806_planlayout_a4

- flaechenumgriff_100813

- formblatt_100813

- material_... staedtebau_2013

Messtischblätter:

- 1903_1836_N730.pdf

- 1903_1837_N730.pdf

- 1920_1836_N730.pdf

- 1920_1837_N730.pdf

- 1932_1836_N730.pdf

- 1932_1837_N730.pdf

- 1952_3445_L1550.pdf

- 1973_3445_L1550.pdf

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

Städtebau/ Landschaftsarchitektur

Aktuelle Planung:

- Dokumentation_TXL_

Werkstattprozess_150dpi_bf_kl.pdf

- fnp.pdf

- ihk_pospapier_nachn_Tegel.pdf

- Immobilienmarkt_... tagesspiegel.pdf

- Ind_gew_karte_raeumliches_modell_a3.pdf

- Landschaftsprogramm_Tegel.pdf

- Standort_Tegel_Endbericht_Nachnutzung.pdf

- step_industrie_gesamt.pdf

- txl_grundlagenermittlung.pdf

Architektur (und Koop. KI)

- 120922_flaechenumgriff.pdf

Konstruktiver Ingenieurbau

& Kooperationsausfgabe KI - A

- S13_KI_Anl 2_Lageplan.dwg

- S13_KI_Anl 2_Lageplan.pdf

- S13_KI_Anl 3_Geländehoehen.pdf

- S13_KI_Anl 4_Geologie.pdf

- S13_KI_Anl 5_GWGleichen.pdf

Verkehrswesen - Stassenbau

- Radnetzkarte Berlin (M 1: 50.000)

- Allgemeine Liegenschaftskarte

(M 1: 5000)

- Grundlagenkarte (M 1: 1000)

- Luftbild des Untersuchungsgebietes

mit Anbindungen an das Stadtgebiet

Verkehrswesen - Eisenbahnbau

- Pläne des Bhf. Jungfernheide

mit relevanten Anschluss-Strecken

Lehrter Bahn und Siemensbahn

sowie U-Bhf. Jungfrenheide

(M 1:1000)

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2013

55


Architekten- und Ingenieur-Verein

zu Berlin e.V. | seit 1824

Impressum

Die Auslobung und alle in ihr enthaltenen

Beiträge und Abbildungen

sind urheberrechtlich geschützt.

Alle Rechte, insbesondere das der

Übersetzung in fremde Sprachen, ist

vorbehalten. Kein Teil dieser Auslobung

darf ohne schriftliche Genehmigung

des AIV zu Berlin in irgendeiner

Form – reproduziert oder in

eine von Maschinen verwendbare

Sprache – übertragen werden.

Auslober

Architekten- und Ingenieur-Verein

(AIV) zu Berlin,

Vorstand u. AIV-Schinkel-Ausschuss

Ansprechpartner

Renate Pfeiffer,

Geschäftsstelle des AIV

Dr. Melanie Semmer,

Vorsitzende des

AIV-Schinkel-Ausschusses

Chefredaktion und Layout

Dr. Melanie Semmer,

Vorsitzende des

AIV-Schinkel-Ausschusses

Titelbild

SW 2013 (Semmer Hicsasmaz,

Berlin, 2012) unter Einbeziehung

eines Luftbildes vom Flughafen

Tegel und Umgebung Senatsverwaltung

für Stadtentwicklung und

Umwelt Berlin, 2011)

Erscheinungsweise

der Auslobung SW 2013

online auf dem AIV-Server

www.aiv-berlin.de

seit 24.09.2012

AUSLOBUNG 24. SEPTEMBER 2012

Redaktionsmitarbeit

Die Teil- und Kooperationsaufgaben

formulierten die nachfolgenden Fachgruppensprecher

(*) und Kollegen:

Prof. Dr. Hans-Joachim Aminde (S),

Ulrike Böhm (LA) * ,

Swetlana Borchert-Prante (VS),

Thomas Dietrich (LA),

Rainer Döge (VE),

Prof. Karen Eisenloffel (KI) * ,

Ralf Fleckenstein (A),

Hartmut Freystein (VE),

Dr. Manfred Garben (VS) *,

Heribert Guggenthaler (VS),

Katrin Günther (FK),

Jens Hanisch (N),

Dr. Dieter Hasse (FK) *,

Erhard Hübner-Kosney (VE) *,

Barbara Hutter (LA),

Stephanie Kaindl (A) *,

Bernd Kühn (S),

Peter Ostendorff (S),

Richard Rabensaat (FK),

Henry Ripke (KI),

Sebastian Rost (D),

Annemarie Rothe (D),

Reinhart Steinweg (A/ KI),

Dr. Fabian Walf (VE),

Cyrus Zahiri (S) *.

AIV

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