1. Newsletter Automotive - Berner & Mattner

berner.mattner.com

1. Newsletter Automotive - Berner & Mattner

Nr. 1 / September 2009

MESSINA 2.0 -

ECU-Funktionsentwickler

profitieren

Systematisch testen -

mit innovativen Methoden

Prozesse optimieren

SW-Qualitätssicherung -

Einsatz statischer

Code Analysen

Automotive


Liebe Leserin,

Lieber Leser,

Geschäftsbereich Automotive

in unserem Newsletter „Insight Auto-

motive“ möchten wir Sie halbjährlich

über Neuigkeiten zum Unternehmen

Berner & Mattner und zu unseren Produkten

und Leistungen informieren.

Einen Schwerpunkt dieses Newsletters

bildet unser Berliner Innovationszentrum.

Mit der Gründung im November

2007 haben wir als Berner & Mattner

einen weiteren bedeutenden Entwicklungsschritt

getätigt. In unmittelbarer

Nähe zur Technischen Universität gelegen,

betreibt das Innovationszentrum

IMPRESSUM

Herausgeber:

Berner & Mattner Systemtechnik GmbH

Erwin-von-Kreibig-Str. 3

80807 München

Tel. +49 (0) 89 608090-0

Fax +49 (0) 89 6098182

www.berner-mattner.com

info@berner-mattner.com

Redaktion und Gestaltung:

Martina Heinze, Ute Herold

© Berner & Mattner / September 2009

-2-

VORWORT

einen regen nationalen und internationalen

Wissensaustausch. Auf dieser

Basis entwickeln unsere Mitarbeiter

Methoden, Produkte und Vorgehensweisen

zur Lösung anspruchsvoller

Fragestellungen bei der Spezifikation,

der Analyse, dem systematischen Test

und der funktionalen Sicherheit von

Systemen. Neben verschiedenen Automotive

OEMs und Zulieferern zählen

auch namhafte Luftfahrt- und Bahnunternehmen

zum Kundenkreis.

Auf den nachfolgenden Seiten erwar-

ten Sie interessante Beiträge über

Methoden und Werkzeuge zur Optimierung

des Entwicklungsprozesses.

Lesen Sie, wie unsere Testautomatisie-

INHALTSVERZEICHNIS

rungssoftware MESSINA, unser Klassifikationsbaumeditor

CTE XL und unsere

Toolbox ‚MERAN für DOORS‘ die

Test- und Spezifikationsarbeit vereinfachen.

In weiteren Beiträgen erfahren

Sie zudem mehr über den Einsatz von

Code Quality Assessments zur Verbesserung

und Überwachung der Produktqualität

sowie praktische Anwendungen

der ISO 26262.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Le-

sen. Feedback und Anregungen sind

herzlich willkommen.

Dr. Joachim Wegener

Leiter Niederlassung Berlin

MESSINA 2.0 - ECU-Funktionsentwickler profitieren 3

CTE XL - Testfallentwicklung mit System 4

Systematisch testen mit innovativen Methoden - Testprozesse optimieren 5

Ticker - Kurznachrichten aus dem Bereich Automotive 7

Safety Engineering nach ISO 26262 8

Qualitätssicherung von Software - Einsatz statischer Code Analysen 9

Berner & Mattner - Ein Unternehmen der ‚Bayerns Best 50‘ 11

Eröffnung eines Tochterunternehmens in Wien 11

Wussten Sie schon, dass ... 11


MESSINA 2.0

ECU-Funktionsentwickler profitieren von

virtueller Integration und AUTOSAR-Support

Mit der neuen Testplattform 2.0 führen wir ein zentrales MESSINA-

Konzept - die Durchgängigkeit vom SiL- bis zum HiL-Test - konsequent

fort und setzen gleichzeitig neue Impulse in den frühen

Phasen der Entwicklung: MESSINA unterstützt nun die gemischte

Integration von State-of-the-Art-Modellen und AUTOSAR-Funktionen.

MESSINA 2.0 erleichtert ECU-Funk-

tionsentwicklern jetzt auch in den frü-

hen Entwicklungsphasen erheblich die

Arbeit: diese wickeln die frühe Phase

nun deutlich zuverlässiger und zudem

schneller ab. Ein erweiterter Import-

Wizard bietet in MESSINA das schnelle

Laden von MATLAB/Simulink- und

ASCET-basierten Funktionen sowie

AUTOSAR-C-Code. Anschließend werden

diese Funktionen auf Basis des

bewährten Signalpool-Konzeptes virtuell

integriert. Die Echtzeit-Verarbeitung

von Modellen und Testsequenzen

ermöglicht ein frühzeitiges, realitätsnahes

Simulieren und Testen im Entwicklungsprozess.

Fehler in Einzelfunktionen

wie auch in der Vernetzung

können somit sehr früh aufgedeckt und

schnell behoben werden.

Im ECU-Funktionsentwicklungsprozess

bietet MESSINA neue Einsatzmöglichkeiten

mit zahlreichen Vorteilen:

für viele State-of-the-Art Modelle

steht eine einheitliche, sehr leistungsfähige

Testmethodik zur Verfügung.

Die Zahl der erforderlichen Entwicklungstools

wird deutlich reduziert und

...

MATLAB/

Simulink

ASCET

MODENA/

UML

C-Code

MiL SiL

SW/HW

Nr. 1 / September 2009

die Prozessdurchgängigkeit erhöht.

Mit dem in MESSINA integrierten

AUTOSAR-Support wird die Umstellung

bestehender ECU-Funktionen

nach AUTOSAR erheblich vereinfacht.

Ein hohes Potential, bisher erst wenig

adressiert, bieten die vielfältigen Möglichkeiten

zur virtuellen Integration.

Das Zusammenspiel komplex vernetzter

Funktionen, deren Zahl ständig zunimmt,

lässt sich damit bereits in der

frühen Funktionsentwicklung verifizieren

– auch unter Einbeziehung komplexer

Umgebungsmodelle.

MESSINA 2.0: Virtuelles Integrieren, Simulieren und Testen von State-of-the-Art Funktionen

C-HiL

I-HiL

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Geschäftsbereich Automotive

CTE XL kostenlos downloaden:

www.berner-mattner.com

CTE XL

Testfallentwicklung mit System

Die Berner & Mattner Systemtechnik GmbH erweitert mit dem

Classification-Tree-Editor (CTE XL) ihre Palette an Simulations- und

Testwerkzeugen. Der CTE XL ist ein leistungsfähiges Werkzeug

zur systematischen Ermittlung und Generierung von Testfällen.

Anwender profitieren von der intuitiven

Klassifikationsbaum-Methode, der automatisierten

Testfallgenerierung und

den offenen Schnittstellen zu zahlreichen

Werkzeugen. Durch den Einsatz

von CTE XL lassen sich Testspezifikationen

mit höherer Qualität in kürzerer

Zeit erstellen.

Aufgrund der zunehmenden Variantenvielfalt

und Funktionskomplexität wird

die Erstellung hochwertiger Testspezifikationen

zu einem anspruchsvollen

Unterfangen – einer für den gründlichen

Test notwendigen hohen Testabdeckung

stehen häufig enge Budgetgrenzen

entgegen. Hier setzt der

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Fahrzeug

FAS-On/Off Geschwindigkeit

CTE XL an. Der kontext sensitive Editor

basiert auf der praxisbewährten

Klassifikationsbaum-Methode. Diese

ist einfach anzuwenden und außergewöhnlich

hilfreich bei der Analyse der

Systemumfänge und der Festlegung

der Testschwerpunkte.

Für Entwickler wie Tester ergibt sich

dank der Branchen- und Domänenunabhängigkeit

des CTE XL ein mehrfacher

Nutzen im System- und Software-Entwicklungsprozess.

Die Testspezifikationen

werden übersichtlich

und systematisch auf die interessanten

Testschwerpunkte fokussiert.

Klassifikationsbaum Fahrerassistenz

Fahrbahn

Straßenverhältnisse Tunnel

Die integrierte Testfallgenerierung mit

ihrer anwenderspezifisch einstellbaren

Testintensität verhindert Redundanzen

in den definierten Testumfängen und

spart Kosten und Zeit in der Testfallermittlung,

Testdurchführung und Testauswertung.

Der CTE XL bietet offene

Schnittstellen zu zahlreichen Werkzeugen

wie MESSINA-SiL, MESSINA-HiL,

TPT, MATLAB/Simulink, DOORS und

QualityCenter. Der CTE XL ist damit als

eigenständiges Werkzeug einsetzbar

oder als Bestandteil einer durchgängigen

Werkzeugkette.

Berner & Mattner bietet eine kosten-

freie Basisversion und eine Professional-Version

mit weiteren leistungsfähigen

Features wie statistische Testgenerierung

und umfassende Funktionalitäten

zum Requirements-Tracing

an.

Tempolimit

Verkehrszeichen

Überholverbot

0 1 0 50 120 160 Trocken Nass Schnee 0 1 60 80 120 kein Nein LKW Ja


Systematisch testen

mit innovativen Methoden

Nr. 1 / September 2009

Mit der systematischen Ermittlung der

‚richtigen‘ Testfälle den Testprozess optimieren

Steigende Variantenvielfalt, zunehmende Funktions- und Vernetzungskomplexität

und enge Entwicklungsbudgets stellen die Testabteilungen

bei OEMs und Zulieferern vor große Herausforderungen. Selbst für einfach

vernetzte Teilsysteme kann in der Praxis eine große Anzahl an Testfällen

für die Absicherung erforderlich sein. Berner & Mattner bietet für

die systematische Testfallermittlung verschiedene Lösungsmöglichkeiten,

bestehend aus hoch innovativen Methoden und Werkzeugen.

In der industriellen Praxis führt die große

Zahl möglicher Testfälle und die

begrenzte Testzeit dazu, dass nur ein

Bruchteil aller möglichen Testfälle ausgeführt

werden kann. Berner & Mattner

adressiert diese konträren Anforderungen

mit seinem Portfolio an systematischen

Testmethoden und Testwerkzeugen.

Testmethoden unterstützen

den Tester bei der Auswahl einer optimalen

Menge von Testfällen. Testwerkzeuge

dienen dazu, die Prüfung

mit den zu testenden Eingabesituationen

möglichst effizient zu gestalten.

‚MERAN für DOORS‘:

Extension Toolbox für Traceability

und Variantenmanagement

Mit MERAN stellt Berner & Mattner

ein Werkzeug für Traceability und Variantenmanagement

in DOORS bereit.

Dieses beinhaltet mehrere sehr

leistungsfähige, einfach anwendbare

und in DOORS integrierte Erweiterungen.

Entwickler und Tester setzen da-

Generischer

parametrisierter Text

mit verschiedene Anwendungsfälle im

Anforderungs- und Testmanagement

komfortabel um:

� ‚Mindmap-View’ stellt DOORS-

Spezifikationen vollständig in Mindmaps

dar und ermöglicht so einen

übersichtlicheren Umgang mit in

DOORS verwalteten Anforderungen

und Testfällen

� ‚Variantenmanagement’ unterstützt

über Selektions- und Parameterkonzepte

die automatische Generierung

von variantenspezifischen

Spezifikationen

Anforderungen

aus generischen

� ‚Stichworte und Signallisten’

vereinfachen das Schreiben eindeutiger

Anforderungs- und Testspezifikationen

Automatisch generierter

variantenspezifischer Text

-5-


Geschäftsbereich Automotive

Klassifikationsbaum-Editor

CTE XL zur funktionsorientierten

Testfallermittlung

Die Klassifikationsbaum-Methode bietet

in Verbindung mit dem Klassifikationsbaum-Editor

(CTE XL) viele Vorteile.

Besondere Leistungsmerkmale des

CTE XL sind die eingängige und intuitive

Methodik, die graphische Aufbereitung

der Testfallermittlung und die

automatische Generierung von Testfällen

gemäß definierten Kombinationsregeln.

Diese ermöglichen es

dem Tester, Schwerpunkte für den

Test zu setzen, um beispielsweise

gewünschte Testabdeckungen automatisiert

zu erreichen und risikobasierte

Testansätze zu unterstützen.

UML-Statecharts mit MODENA/UML

für den Test zustandsbasierter

Systeme

Für den Test von zustandsbasierten

(reaktiven) Systemen sind UML-Statecharts

bestens geeignet. Im Werkzeug

MODENA steht die volle UML-Statechart

Notation mit Nebenläufigkeit, beliebiger

Hierarchisierung, Timeouts,

etc. zur Verfügung. Intensiven Einsatz

findet diese Methoden-Werkzeug-Kombination

besonders in Info-

UML Statechart

-6-

tainment- und Karosseriefunktionen.

Besondere Eigenschaften sind die

symbolische Notation von Nachrichten,

die automatische Codegenerierung

und die direkte Anbindung von

CAN, MOST und LIN Bussystemen.

Hieraus entsteht eine hervorragende

MiL-, SiL-, HiL-Durchgängigkeit im Entwicklungs-

und Testprozess.

MESSINA-TPT für den reaktiven

Test kontinuierlicher Systeme

Beim Time Partition Testing (TPT) handelt

es sich um ein Testverfahren, das

für den automatischen Test von Funktionen

mit kontinuierlichem Verhalten

entwickelt wurde. Das Verfahren unterstützt

reaktive Tests regelungstechnischer

Systeme, d.h. der Anwender

kann Testszenarien festlegen, die während

der Testausführung auf das Systemverhalten

reagieren. Ein Test wird

durch eine Folge von Zuständen und

Zustandsübergängen modelliert. Transitionsbedingungen

für den Übergang

von einem Zustand in einen anderen

können abhängig vom funktionalen

oder zeitlichen Verhalten des Testobjekts

definiert werden. Verzweigungen

im Testablauf werden über mehrere

ausgehende Transitionen dargestellt.

Der Test kann so, in Abhängigkeit vom

Systemverhalten des Testobjekts, unterschiedlich,

also reaktiv, ablaufen.

MESSINA-TPT steht als eigenständiges

Werkzeug sowie voll integriert

in die Testumgebung MESSINA zur

Verfügung. TPT wird von der Firma

PikeTec weiterentwickelt.

Time Partition Testing

Evolutionäre Testverfahren mit

MESSINA

Evolutionäre Testverfahren stellen ein

neuartiges Verfahren für die Testfallermittlung

dar. Ziel des Verfahrens ist

die vollständige Automatisierung der

Testfallermittlung für bestimmte funktionale

und nicht-funktionale Systemeigenschaften.

Das Verfahren basiert

auf einer Transformation der Testfallermittlung

in ein Optimierungsproblem,

das dann mit heuristischen Suchverfahren,

wie evolutionären Algorithmen,

gelöst wird. Evolutionäre Tests bilden

eine ideale Ergänzung zu manuellen

Tests, um sicherzustellen, dass durch

den Tester keine wesentlichen, testrelevanten

Aspekte bei der Testfallermittlung

vergessen worden sind. Zudem

bieten sich evolutionäre Tests für

komplexe Testaufgaben an, bei denen

eine systematische Testfallermittlung

mit großen Unsicherheiten behaftet ist,

z. B. beim Test des Zeitverhaltens von

Systemen.


In den letzten Jahren konnte bereits

in einer Reihe von Fallstudien die Leistungsfähigkeit

evolutionärer Tests

nachgewiesen werden, so dass sie zunehmend

Eingang in die industrielle

Praxis finden. Beispielsweise konnten

beim evolutionären Test eines ABS Systems

automatisch die erforderlichen

zeitlichen und funktionalen Eingangsvektoren

generiert werden, die einen

kritischen, unerlaubten Systemzustand

provozierten. In diesem Beispiel

handelte es sich um das dauerhafte

Blockieren eines Rades. Evolutionäre

Tests stehen in MESSINA bereits prototypisch

zur Verfügung.

Automotive Ticker

>> Berner & Mattner realisiert innovativen

FAS-Kamera-HiL für namhaften

OEM in Deutschland:

Neben Konzeption, Entwicklung und Betrieb

des HiL-Systems koordiniert Berner

& Mattner auch die Schnittstelle zwischen

OEM und TIER1.

>> Interoperabilität bei HiL-Systemen

verbessert:

Berner & Mattner hat im Juni 2009 gemeinsam

mit anderen Unternehmen das ASAM

HiL-API, Version 1.0, verabschiedet. Das

Ziel ist, ein hohes Maß an Interoperabilität

bei HiL-Systemen zu erreichen. Berner

& Mattner wird das HiL-API ab Herbst über

MESSINA unterstützen.

>> Neue MODENA Version 4.1:

Die ab Oktober verfügbare neue Version

bietet wieder viele neue Features wie z.B.

den MODENA-Designer.

MESSINA mit evolutionärer Testmethodik

>> Jetzt auch Schulungen zur Vorbereitung

auf die Prüfung ‚Certified

Tester‘:

Berner & Mattner bietet seit Mai 2009

Schulungen zur Vorbereitung auf die Prüfung

zum ‚Certified Tester‘ an. Die Schulungen

werden von Experten durchgeführt,

die mehrjährige Praxis im SiL- und

HiL-Test-Engineering mitbringen.

>> Hans Lang verstärkt die Automotive-

Sparte von Berner & Mattner:

Dipl.-Ing. Hans Lang (47), Hauptabteilungsleiter

des Geschäftsbereichs Automotive,

unterstützt den Bereich beim konsequenten

Ausbau des Leistungsportfolios

‚Integrations- und Testsysteme‘.

>> Nächster Meeting-Point:

Berner & Mattner stellt vom 7.-8.10.2009

auf der „Elektronik im Kraftfahrzeug“ in

Baden-Baden auf Stand 14 aus.

Nr. 1 / September 2009

>> Partnerschaft mit The Mathworks

intensiviert:

Die Zusammenarbeit im Bereich modellbasierter

ECU-Software und Hardwarein-the-Loop

(HiL) Simulations- und Testsysteme

wird weiter ausgebaut. Ziel ist

eine höhere Durchgängigkeit im modellbasierten

Entwicklungsprozess.

>> Erfolgreiche Zertifizierung nach

ISO 9001:2008:

Im Rahmen der Zertifizierung nach ISO

9001 hat Berner & Mattner an seinen

Unternehmensstandorten München und

Stuttgart an einer „Begutachtung zur Systemförderung“

teilgenommen. Nach bestandenem

Audit ist Berner & Mattner

nun ISO 9001:2008 zertifiziert.

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-8-

Geschäftsbereich Automotive

Safety Engineering nach ISO 26262

Entwicklung sicherheitskritischer Funktionen

Die künftige Sicherheitsnorm ISO 26262 greift umfangreich in

den Entwicklungsprozess ein - beginnend mit der Gefährdungsund

Risikoanalyse und der Bestimmung des Sicherheitslevels

über das Sicherheitskonzept bis hin zur Validierung des Systems.

Auf Basis unserer umfangreichen Erfahrung in der Entwicklung

sicherheitsrelevanter Systeme im Automobil unterstützen unsere

Berater und Entwicklungsingenieure bei der normkonformen Prozessgestaltung

und Systementwicklung.

Wichtige Themen sind beispielsweise

das zuverlässige Aufsetzen eines Sicherheitsplans,

die Durchführung von

Gefährdungsanalysen mit Risikobewertungen,

die Entwicklung eines Sicherheitskonzeptes,

MISRA-konforme

Implementierung, unabhängige Verifikation

& Validation usw.

Das sich in einen funktionalen und

einen technischen Teil gliedernde Si-

ment wird eine Sicherheitskritikalität

zugewiesen. Oft bieten sich alternative

Möglichkeiten für die ASIL-Dekomposition

und die Zuordnung von Sicherheitsmaßnahmen

zu verschiedenen

Architekturelementen an. Die voraus-

schauende, aufwandsminimierende

Abwägung und Auswahl von Maßnahmen

erfordert viel Erfahrung sowie

Funktions- und Methodenkompetenz.

Unsere Kunden profitieren zudem

vom umfangreichen Berner & Mattner

Know-how mit durchgängigen modellbasierten

Entwicklungsmethoden und

modernen Testsystematiken. Diese

Schlüsseltechnologien sind besonders

für die Entwicklung sicherheitskritischer

Funktionen in den Domänen

Fahrerassistenz, Fahrwerk und Antriebsstrang

von Bedeutung.

ECU1: Neues System

cherheitskonzept bildet das Herzstück

im Sicherheitslebenszyklus. Basierend

ASIL A

auf der sich abzeichnenden Systemarchitektur

und den identifizierten

Gefährdung:

Funktion

übersteuert

ASIL A

ASIL A

SW: Algorithmen zur

Signalerzeugung

Gefährdungen werden die konkreten

Maßnahmen wie Redundanzen, Sicherheitsziel:

Korrekte

Signalerzeugung

ASIL A

ASIL A

CAN-Bus

Korrekte Übertragung

der Steuersignale

Selbstdiagnosen und Fehlerreaktionen

Begrenze

Eingriff der

in Hard- und Software eingeplant. Die

Sicherheitsarchitektur beschreiben wir

Funktion

ASIL C

Umsetzung

begrenzen

ASIL B

ECU2: Umsetzung der Steuersignale

üblicherweise modellbasiert mit entsprechend

attribuierten Diagrammen

ASIL B

und Modellen. Jedem Architekturele- Darstellung einer ASIL-Zuordnung für ein Sicherheitsziel

Decomposition

Cooperation

Cooperation

ASIL A

Decomposition

ASIL A

QM

Sensor A

Rückfallebene: Sensor B von

externer ECU 3 über CAN

SW: Diagnose / Plausibilisierung

der Sensorwerte

SW: keine Umsetzung bei zu

großen Signalsprüngen oder wenn

Grenzwert überschritten wird


Software-Qualitätssicherung

Einsatz statischer Code Analysen

An Automotive-Software werden hohe Qualitätsanforderungen gestellt.

Die wachsende funktionale Vernetzung von Systemen sowie die stark

zunehmende Zahl von kundenerlebbaren und sicherheitskritischen

Funktionen stellen an die Entwickler große Herausforderungen. Neben

hochwertigen Test- und Entwicklungsprozessen setzen wir bei Berner

& Mattner auf moderne statische Analyseverfahren, um eine hohe Softwarequalität

zu gewährleisten. Mit dem Einsatz dieser Verfahren lässt

sich im Rahmen von Code Quality Assessments (CQAs) die Qualität eines

Softwareprodukts bereits frühzeitig ermitteln und korrigieren, lange

bevor erste Komponenten- oder Systemtests möglich sind.

Statische Code Analyse

OEMs und Zulieferer benötigen leistungsfähige

Instrumente, um die interne

Qualität von Steuergerätesoftware

zu bewerten. Zur internen Qualität zählen

Qualitätsmerkmale wie Änderbarkeit,

Erweiterbarkeit und Wartbarkeit

der Software. Während sich die externe

Qualität (nutzerwahrnehmbare Eigenschaften

wie Fehlerfreiheit und Effizienz)

eines Steuergeräts über Tests

prüfen lässt, kann die interne Qualität

nur in einem Code Quality Assessment

(CQA) mit Hilfe statischer Code

Analysen ermittelt werden. Durch eine

gut strukturierte und wartbare Soft-

ware läßt sich sicherstellen, dass Änderungen

und Erweiterungen nicht zu

unerwünschten Nebeneffekten führen.

Neue Funktionen lassen sich schneller

und kostengünstiger umsetzen. Analysen

zur Korrektheit, Zuverlässigkeit,

Analysierbarkeit und Robustheit der

Softwarekomponenten bilden weitere

Schwerpunkte von CQAs.

Durch CQAs lässt sich die Qualität

eines Softwareprodukts bereits früh-

zeitig ermitteln und mit Korrekturmaß-

nahmen verbessern, lange bevor erste

Komponenten- oder Systemtests möglich

sind. Für OEMs und Zulieferer

besteht vor der ersten Lieferung funk-

Nr. 1 / September 2009

tionsfähiger Muster ansonsten kaum

eine andere Möglichkeit, sich ein Bild

von der Softwarequalität zu machen.

Code Quality Assessments (CQAs)

Ziel der Untersuchungen während

eines CQAs ist die Bewertung der in-

ternen Qualitätseigenschaften einer

Software. Verschiedene Indikatoren,

wie Softwaremetriken und -visualisierungen,

werden verwendet, um die

Teile der Software zu identifizieren,

die Qualitätsmängel aufweisen. Ein

System aus Qualitätszielen und -indikatoren

wird als Qualitätsmodell bezeichnet.

Das von Berner & Mattner

eingesetzte Qualitätsmodell besteht

aus den Gegenstandsbereichen Architecture,

Design und Code, mit denen

unterschiedliche Aspekte der internen

Softwarequalität abgedeckt werden

(siehe Abb. 1).

Aufbauend auf dieser Struktur wur-

den von Berner & Mattner ein Kriterienkatalog

und ein Vorgehensmodell

entwickelt, die bereits in einer Viel-

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-10-

Geschäftsbereich Automotive

zahl von Analysen bei OEMs und Zu-

lieferern zur Anwendung gekommen

sind und dabei kontinuierlich verfeinert

wurden. Das Ergebnis eines

CQAs ist ein umfassender Bericht, der

die einzelnen Bewertungsergebnisse

darstellt, Verbesserungspotentiale aufzeigt

und potentielle Risiken verdeutlicht

(siehe Abb. 2).

Neben der Bewertung der internen

Softwarequalität gibt es in der Steuergeräteentwicklung

viele weitere Einsatzfelder

für statische Codeanalysen.

Beispiele sind

- Workshops zur Analyse und Bewertung

bestehender Architekturkonzepte

hinsichtlich Zuverlässigkeit

und Robustheit

- Root-Cause-Analysen zur Behebung

schwer reproduzierbarer Fehler

- Beurteilung und Freigaben von kleineren

Änderungen oder Bugfixes,

um Qualifizierungsaufwände gering

zu halten

- Aufwandsabschätzung

Änderungen

bei allen

- Vorbereitende Analysen für ein Refactoring

oder Redesign

Documentation

Abb. 1: Die 3 Gegenstandsbereiche des Qualitätsmodells

Statische Analysen in der Praxis

In den vergangenen Jahren haben wir

eine Vielzahl von CQAs in unterschiedlichen

Fahrzeug-Domänen wie Infotainment/Telematik,Fahrerassistenzund

Sicherheitssystemen sowie Antriebsstrang

durchgeführt. Vergleichsweise

kostengünstig und mit überschaubarem

Aufwand konnten in

praktisch jedem System unserer Kunden

frühzeitig vorhandene Fehler ge-

Architecture Design Code

Validation

of Structure

Architektur

Validation

of Interfaces

Validation

of Layers

Concepts

Abb. 2: Auszüge aus einem Bericht

Overall

Impression

00-Coverage

Inheritance

Design

Pitfalls

Bundling

and Complexity

Metriken

Encapsulation &

Imformation Hiding

funden und beseitigt sowie besonders

risikoreiche Bereiche in der Software

aufgezeigt werden. Umfangreich und

für die Analysen sehr wertvoll sind unsere

historischen Daten, die Qualitätsvergleiche

mit bereits realisierten

Systemen ermöglichen. Besonders bewährt

haben sich entwicklungsbegleitend

eingesetzte CQAs für die kontinuierliche

Bewertung und Verbesserung

der Softwarequalität. Wir sprechen

dann von Code Quality Management.

Validation

of Structure

Quality-

Attributes

Coding-

Guidelines

Walkthrough

Correctness &

Robustness

Overall

Impression


Die Berner & Mattner Systemtechnik

GmbH gehört 2009 zu ‚BAYERNS

BEST 50‘. Die Auszeichnung erhalten

mittelständische Unternehmen, die im

Zeitraum der letzten fünf Jahre nach

dem Birch-Index überdurchschnittlich

bei Mitarbeitern und im Umsatz gewachsen

sind. ‚BAYERNS BEST 50‘

würdigt zugleich die positive Rolle der

Unternehmen als Leistungsträger der

Sozialen Marktwirtschaft.

Grundlage bildet ein hoher Innovationsgeist

und eine starke Mitarbeitermotivation,

mit der das Unternehmen

seit 30 Jahren erfolgreich als Dienstleister

sowie als wichtiger Entwicklungspartner

für weltweit führende Konzerne

in den technologisch dynamischen

Branchen Automobil, Luft- und Raum-

Die Gründung eines österreichischen

Tochterunternehmens mit Sitz in Wien

ist für Berner & Mattner ein erster strategischer

Schritt zur Internationalisierung.

Diese Expansion ist die logische

Fortführung des Erfolgsmodells, Kunden

durch eigene Standorte an wichtigen

Industriezentren direkt vor Ort zu

Nr. 1 / September 2009

Berner & Mattner: ein

Unternehmen der ‚Bayerns Best 50‘

fahrt, Verteidigung und Bahn agiert. Mit

diesen Voraussetzungen konnten Mitarbeiterzahl

und Umsatz 2008 um über

30% gesteigert und damit wertvolle

neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

„Wir sehen in der Preisverleihung eine

wichtige Bestätigung für unsere Firmenphilosophie-

und Geschäftsstrategie

und freuen uns, dass diese mit

‚BAYERNS BEST 50‘ gewürdigt werden“,

erklärt Hans Berner, Geschäftsführer

von Berner & Mattner. „Die Auszeichnung

des Unternehmens ist ein

Verdienst der Mitarbeiter und gibt uns

weiteren Antrieb, auch in dem aktuell

schwierigen wirtschaftlichen Umfeld

unsere Kunden durch innovative und

kosteneffiziente Lösungen zu unterstützen.“

Eröffnung eines Tochterunternehmens in Wien

betreuen. Die Etablierung des österreichischen

Tocherunternehmens auf

dem Markt, die Intensivierung der bestehenden

Kundenbeziehungen, die

Neukundengewinnung sowie der Ausbau

der Kontakte zu Industrie und Institutionen

sind die gesetzten Ziele von

Berner & Mattner.

Wussten sie schon, dass ...

>> MESSINA 2.0 hervorragend für die virtuelle

Integration von gemischten Modellen

und AUTOSAR-Funktionen geeignet ist.

>> MODENA neben CAN und MOST nun

auch LIN unterstützt und in der neuesten

Version auch ein ausgesprochen

leistungsfähiges Spezifikations-Feature

enthält.

>> MODENA ein hervorragendes Werkzeug

ist, um Seriencode für Infotainment-Steuergeräte

zu erzeugen.

>> Bis zu 255 einzelne modularHiL-Systeme

über einen optischen High-Speed-

Bus zu einem Integrations-HiL verschaltet

werden können.

‚Bayerns Best 50‘ Preisverleihung:

(von links nach rechts) Martin Zeil, Bayerischer

Staatsminister für Wirtschaft, Dr. Klaus Eder

und Hans Berner, Geschäftsführer Berner &

Mattner, Ralf Broschulat, Ernst & Young AG

Durch das bereits bestehende Kontaktnetzwerk

und die Kundenrepräsentanzen

vor Ort sieht Berner &

Mattner ein erhebliches Potenzial,

das führende Know-how im Bereich

sicherheitskritischer Bahnsysteme erfolgreich

in Österreich sowie in Mittelund

Osteuropa zu vermarkten.“

>> Der Klassifikationsbaum-Editor (CTE

XL) weltweit tausendfach im Einsatz ist

und auch Sie dieses universelle Werkzeug

zur Verbesserung der Testqualität

unter www.berner-mattner.com kostenlos

downloaden und verwenden können.

-11-


erner & mattner

Systemtechnik GmbH

Erwin-von-Kreibig-Straße 3

D-80807 München

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F +49 (0) 89 6098182

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berner & mattner

Systemtechnik GesmbH

Zieglergasse 3

A-1070 Wien

T +43 (1) 5851861

F +43 (1) 5851862

Modellbasiert

von der Spezifikation

bis zum HiL-Prüfstand

ist unser Motto.

Die Entwicklung modellbasierter

ECU-Funktionen und ihre Migration

nach AUTOSAR ist unsere Spezialität.

Die Lieferung schlüsselfertiger Testsysteme

mit kundenspezifischen Betreibermodellen

ist unsere Kernkompetenz.

www.berner-mattner.com

München - Berlin - Hamburg - Ingolstadt - Köln - Stuttgart - Wien - Wolfsburg

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