Download PDF ↓ Datei: 5 MB - Hans Otto Theater

hansottotheater.de

Download PDF ↓ Datei: 5 MB - Hans Otto Theater

tobias wellemeyer

Intendant des Hans Otto Theaters

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,

liebe Freunde des Theaters,

unser Kinder- und Jugendprogramm ist groß geworden! Wieder

haben wir Abonnenten hinzugewonnen, über 8.200 junge Zuschauer

besuchen uns jetzt jeweils drei- bis viermal im Jahr. Beinahe

die Hälfte unserer täglichen Vorstellungen richtet sich an junge

Zuschauer. Wir haben deshalb unser Programm für sie, unsere Besucher

auch von morgen, in unser Spielplanbuch aufgenommen, als

Buch im Buch, als ein zentrales Anliegen und Angebot. Liebe Gäste,

Sie haben uns in der zurückliegenden Spielzeit wieder oft besucht

und mit herzlichem und differenziertem Zuspruch begleitet. Dafür

möchten wir Ihnen danken! Reich und vielfältig soll auch unsere

neue Spielzeit 2012-2013 werden. Nicht weniger als 21 Premieren

haben wir uns vorgenommen. Sie erleben unsterbliche Geschichten

von Shakespeare bis Lessing, von Goethe bis Ibsen, von Keyserling

bis Horváth, von Reza bis Düffel. Immer wieder richten wir dabei

den Blick auf Biografien und ihre sozialen Spiel-Räume. Mit Uwe

zum geleit

Tellkamps Gegenwartsroman »Der Eisvogel« gelingt uns eine besondere

Entdeckung. Er macht uns mit einem jungen Mann bekannt,

einem sensiblen Beobachter und begabten Philosophen, der in den

Bann eines demokratiefeindlichen Kreises gerät. Erstmalig holen

wir »Wellen«, Eduard von Keyserlings feinsinnige Sommergeschichte,

auf die Bühne. Mit »Ein Volksfeind« untersuchen wir die Chancen

persönlicher Verantwortung im Spannungsfeld politischer und

wirtschaftlicher Interessen. Wenn im »Wintermärchen« die Jungen,

die kommende Generation, in Böhmen, das bei Shakespeare am

Meer liegt, das Leben aus dem Licht der Liebe für sich neu erfinden,

können auch wir anderen hoffen, daß wir aufbrechen können, immer

wieder, aus der Vereinzelung zu einem neuen Miteinander. Bei

Yasmina Reza hat der Astrophysiker Henri die poetische Chance,

den Abend mit dem Chef noch einmal zu leben. Erst als sich jedes

berechnende Handeln leerläuft – aus Erschöpfung oder Resignation

–, löst sich sein Glücksstern vom Himmel und bringt ihn zurück zu

sich selbst. Wo wir herkommen und wohin wir gingen, untersucht

auch John von Düffel. In seiner Sommerkomödie »Alle sechzehn

Jahre im Sommer« beschreibt er die Geschichte einer Charlottenburger

Wohnung und ihrer Bewohner von den wilden 1970ern bis in

die Gegenwart, eine »Trilogie des veränderten Lebens«. Tina Engel

inszeniert im Schloßtheater Goethes modernes Künstlerdrama »Torquato

Tasso«. Sie wird erstmalig in Potsdam Regie führen. Vielversprechende

neue Begegnungen führen uns auch mit den Regisseuren

Alexander Nerlich und Michael Talke zusammen. Im Abendprogramm

der Reithalle zeigen wir die politische Parabel »Jugend

ohne Gott« und erzählen die bewegende Geschichte des unschuldig

schuldig werdenden Lennie in »Von Mäusen und Menschen«. Wir

beschließen die Spielzeit erneut mit einer Sommerproduktion unter

freiem Himmel, mit Shakespeares Komödie »Der Widerspenstigen

Zähmung«. – Besuchen Sie uns, wir freuen uns auf Sie!

12 13

Ihr

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine