Download PDF ↓ Datei: 5 MB - Hans Otto Theater

hansottotheater.de

Download PDF ↓ Datei: 5 MB - Hans Otto Theater

66

wiederaufnahme im neuen theater

Ben JonSon

Volpone

/// Deutsch von Simon Werle

Volpone ist einer der reichsten Männer Venedigs. Tagtäglich wächst

sein Besitz, denn er hat einen attraktiven Köder ausgelegt: die Nachricht

von seinem nahenden Tod. Äußerst überzeugend versteht er

die Rolle des Todkranken zu spielen und damit Erbschleicher anzulocken.

Wie die Aasgeier belagern ihn die geldgierigen Honoratioren

der Stadt und versuchen, mittels teurer Geschenke das Alleinerbe für

sich zu erbeuten. Volpones kongenialer Gehilfe ist sein Diener Mosca,

der in alle Richtungen taktiert und geschickt die Bewerber gegeneinander

ausspielt. Beide treiben ihr Spiel so weit, dass der alte Corbaccio

seinen einzigen Sohn enterbt und Corvino, der Kaufmann,

Volpone seine junge Frau zwecks letzten Lustgewinns andient. Doch

als Volpone durch Mosca öffentlich seinen Tod verkünden lassen

will, geht er seinem eigenen Diener in die Falle …

»Volpone« ist die bekannteste Komödie des Shakespeare-Zeitgenossen Ben

Jonson. Er zeichnet darin eine heuchlerische Gesellschaft, die aus Geldgier

alle moralischen Grundsätze über Bord wirft – intelligent, turbulent und sehr

komisch.

»Tobias Wellemeyer braucht keine Moralkeule, um die Personen in drastischer

Theatralik durch die tragikomischen Windungen ihrer vorwiegend trüben Begierden

zu führen. Mit über einem Dutzend Darsteller wird ›Volpone‹ so zu

einem geradezu barock-sinnlichem Spiel … und zu erfreulich kraftvollem Theater

(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Regie Tobias Wellemeyer Bühne Harald Thor Kostüme Ines Burisch

musik Marc Eisenschink Choreografie Marita Erxleben Spielort

Neues Theater

wiederaufnahme in der reithalle

anderS thomaS JenSen

Adams Äpfel

Nach dem gleichnamigen Film /// Bühnenfassung von K. D. Schmidt

/// Deutsch von Beate Klöckner

Nach seiner Entlassung aus der Haft wird der Neonazi Adam zur

Wiedereingliederung ausgerechnet in das abgelegene Pfarrhaus von

Pastor Ivan geschickt. Mit viel Liebe und Hingabe widmet sich Ivan

dort seinen Schützlingen, dem Trinker und Vergewaltiger Gunnar,

dem Tankstellenräuber Khalid und der Alkoholikerin Sarah, und

versucht, ihnen in ein geordnetes Leben zurückzuhelfen. Als Resozialisierungsaufgabe

wählt sich Adam den Auftrag, aus den Äpfeln

des kirchlichen Apfelbaumes einen Kuchen zu backen. Doch Kuchenbacken

ist gar nicht so leicht. Als wäre eine fremde Macht im

Spiel, nisten sich hungrige Raben im Baum ein, werden die reifenden

Früchte von Würmern befallen, spaltet ein Blitz den Stamm. Überhaupt

scheint so einiges in Ivans kleiner Gemeinde schief zu laufen,

und es wird bald klar, dass es eigentlich Ivan ist, der Hilfe benötigt:

Er leugnet alle Schicksalsschläge und deutet sie als Versuchungen

des Teufels, denen er mit Gottes Hilfe standhalten muss. Adam lässt

nichts unversucht, die geradezu manische Güte Ivans auf die Probe

zu stellen und ihn mit den bitteren Wahrheiten seines Daseins zu

konfrontieren … Ein makabres Märchen, das mit viel skurrilem dänischem

Humor gewürzt ist.

»Schauspielerisch ist jede Rolle ein Treffer. Langhoff und seine Spieler verdichten

dieses kuriose Märchen aus dem Pfarrhaus zu einem prima grotesken Vergnügen.«

(rbb kulturradio)

Regie Lukas Langhoff Bühne Lukas Langhoff/Regina Fraas

Kostüme Alexander Wolf Spielort Reithalle

67

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine