Jahresbericht 2012 - IWB Integriertes Wohnen für Behinderte

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Jahresbericht 2012 - IWB Integriertes Wohnen für Behinderte

Integriertes Wohnen für BehinderteJahresbericht 2012Seit 1981 ist unser Engagement einzigartig


Jahresbericht 2012Der IWB besteht seit 32 Jahren mit seinem einzigartigenKonzept: Selbstbestimmtes Leben und integrierteWohnangebote in Wohnsiedlungen sind die unver kennbarenund einzigartigen Merkmale unse res Engagements.Dank unserem bedarfs orientierten Dienstleistungsangebotund dem selbstbestimmten Tagesablauf ist esun serer Bewohnerschaft – trotz schwerer Kör perbehinderung– möglich, am gesellschaft lichen, beruflichenund kulturellen Leben teil zunehmen und dieses aktivmitzugestalten.


Am Anfang stand der Wunsch von behinderten Frauen und Männern,ihr Leben und Wohnen selber zu bestimmen.1981 wurde der Verein IWB gegründet, ein Verein für, aber auch mitkörperbehinderten Menschen. Seit 1985 die ersten Wohnprojekte eröffnetwurden, hat sich der IWB stetig weiterentwickelt und verfügt heute über3 Standorte in der Stadt Zürich, alle 3 zentral gelegen, entlang der 4er-Linie.IWB setzt auf seine Einzigartigkeit• Selbstbestimmt leben ist unsere Haltung und keine Worthülse.• Mitsprache und Mitbestimmung sind selbstverständlich.• Zentrale Wohnlage ist Voraussetzung für Integration.• Assistenz rund um die Uhr schafft Freiräume, Sicherheit und Unabhängigkeit.• Verantwortungsvolles Handeln und das Streben nach Nachhaltigkeit sind füruns alltäglich.


Der Tiefenbrunnen am RiesbachfestAm 18. August 2012 waren die Bewohnerinnen und Bewohner sowie dieMitarbeitenden des Tiefenbrunnens mit einem Stand und verschiedenen Aktionenbeim Riesbachfest präsent.Das Motto lautete:« Nachbarinnen und Nachbarn begegnen sich – wir stellen uns vor »Susanne Kramer, Bewohnerin TiefenbrunnenAlljährlich findet im Sommer ein Fest im Quartier Riesbach statt. Eine Gelegenheit,bei der sich Alt und Jung bei verschiedenen Anlässen vergnügen und sich gegenseitigkennen lernen. Wir BewohnerInnen im Tiefenbrunnen des Vereins IWBIntegriertes Wohnen für Behinderte sind im Quartier bekannt oder zumindest mitunseren Rollstühlen schon aufgefallen. Doch wir wollten allen Interessierten unsereWohnform vorstellen bzw. das Interesse für den IWB wecken. Wir sind körperbehinderteMenschen, welche mittels Pflege und Assistenzleistungen ein selbstbestimmtesLeben führen. Also meldeten wir uns an, und prompt konnten wirauf zweifache Weise am Quartierfest teilnehmen:Einerseits bauten wir einen Parcours auf für mutige Rollstuhltester. Dieserverleitete doch so manchen dazu, die Welt auf Rädern zu entdecken. Vor allemKinder hatten grossen Spass daran.Deren Eltern interessierten sich dann oft für unseren Stand, den wir unter Bäumenaufgebaut hatten. Direkt daneben war eine Zuckerwattemaschine aufgestellt,wo jeweils jemand von uns fleissig Zuckerwatte aufdrehte, was wiederum dieKinder anlockte. Jeweils zwei von uns BewohnerInnen gaben Auskünfteoder – was viel öfter vorkam – quatschten die Leute an und verteilten Informationen.Dabei ergaben sich zum Teil vertiefte Gespräche und es wurde, auch für Kinder,offensichtlich, dass Körperbehinderte nicht nur nicht unnahbar, sondern auch ganzspassig sein können.Am Stand war es uns möglich, Interessenten für zukünftige Arbeitsstellen, aberauch neue Vereinsmitglieder zu gewinnen.4


Da der IWB Tiefenbrunnen zur städtischen Siedlung und die Siedlung wiederumzum Quartier gehört, kommt es schlussendlich zu Begegnungen verschiedenerMenschen im Quartier. Wir hoffen mit unserer Aktion nicht nur für den IWB geworben,sondern auch die Hemmschwelle gegenüber körperbehinderten Menschenganz allgemein heruntergesetzt zu haben.Auch wenn wir « nur » samstags am Fest teilnahmen, hat sich der Tag gelohnt!Zu guter Letzt fanden wir noch einen fahrbaren Liegestuhl, den wir in derfolgenden Woche an unserem Badeplausch optimal einsetzen konnten.


IWB als Wohnangebot für Menschen mit und ohne BehinderungAn den 3 Standorten in der Stadt Zürich – Fabrikstrasse, Lommisweg undTiefenbrunnen – gibt es insgesamt 42 Wohnplätze. Aufgrund der Leistungsvereinbarungmit dem Kanton Zürich werden 35 Wohnplätze an körperbehinderteMenschen mit einem umfassenden Pflege- und Assistenzbedarf vermietet.Für diese erhalten wir das vereinbarte Leistungsentgelt.Die nichtbehinderten BewohnerInnen zahlen eine kostendeckende Miete.Die Wohnangebote sind Teil gut erschlossener Siedlungen und eines integrativenUm feldes. Dies macht verschiedene Wohnformen möglich: Wohnen alleine,in grösseren und kleineren Gruppen oder in Wohn- und Lebensge meinschaftenauch mit nichtbehinderten Frauen und Männern. So unterstützen wirLebensformen, die Eigenständigkeit, Selbstbestimmung und persönlicheEntfal tung ermöglichen.BewohnerInnen 2012 2011 2010 2009 200843 40 43 40 42


IWB als wirtschaftliches UnternehmenIWB Integriertes Wohnen für Behinderte erbringt eine wirtschaftliche Leistungvon 5.08 Mio. Franken in Form von Umsatz und Investitionen.Betrieblicher Aufwandin Mio. CHF2012 2011 2010 2009 20085.08 5.25 5.02 4.72 4.59Die Aufwendungen werden beglichen durch:• die Pensionspreise der BewohnerInnen, welche diese mit IV-Rente, Ergänzungsleistungen,Hilflosenentschädigung und/oder Erwerbseinkommen bezahlen,• das Leistungsentgelt der Kantone, welches aufgrund von Leistungsvereinbarungenmit dem Kanton Zürich festgelegt ist.Dies verpflichtet uns grundsätzlich zu einem kostenbewussten Umgang mit denvorhandenen Mitteln.Investitionen 2012 2011 2010 2009 2008122'520 217'018 50'109 94'292 369'386Die Investitionen umfassen Mobiliar und Infrastruktur, die wir für die Erbringungder Leistungen und der Verwaltung benötigen.Folgende Investitionen wurden im 2012 getätigt:IWB Fabrikstrasse Neue BeleuchtungReparatur TreppenliftanlageIWB LommiswegNeue FaltrollladenZusätzliche InnensprechstelleIWB Tiefenbrunnen Bettsofa fürs PikettzimmerMalerarbeiten Korridor EingangLift Treppenhaus: Ersetzen InfrarotschalterAufenthaltsraum: Installation Home Cinema7


IWB als DienstleistungserbringerZielgruppe für die Wohnangebote sind Menschen, die wegen ihrer Körperbehinderungauf regelmässige Pflege- und Assistenzdienstleistungen angewiesen sind.Im Speziellen bieten wir Wohnraum an für Personen, die eine integrierte Wohnformsuchen, möglichst selbständig leben möchten und selbstbestimmt ihre Verantwortungund die Ge staltung des Alltags wahrnehmen können.Kundenzufriedenheit 2012 2011 2010 2009 2008n. e. n. e. 85% n. e. n. e.n. e. = nicht erhobenSeit 2004 wird mit einem Fragebogen die Zufriedenheit mit den erbrachtenLeistungen erfragt. Ab 2007 ist festgelegt, dass die Befragung alle3 Jahre stattfindet. Die Ergebnisse werden zur Verbesserung verwendet.Anzahl BewohnerInnen proPflege-/Assistenzintensität2012 2011 2010 2009n. e.Leicht 8 9 8Mittel 11 12 12Schwer 8 6 5Sehr schwer 6 5 8n. e. = nicht erhoben2008n. e.Pflege- und Assistenzdienstleistungen werden in Absprache mit der Bewohnerinbzw. dem Bewohner geklärt und in der Pflegevereinbarung individuell festgelegt.Ausgangspunkt sind deren Möglichkeiten, Fähigkeiten und Ressourcen.8


IWB als ArbeitgeberDie Mitarbeitenden kommen aus verschiedenen Berufsgruppen und bringen eineVielfalt von Fähigkeiten und Erfahrungen mit, die wir schätzen und nutzen. Gezieltunterstützt IWB die persönliche und fachliche Weiterentwicklung. Unser Leitbildverpflichtet uns zu einem gewaltfreien, respektvollen und solidarischen Umgangund einer wertschätzenden Führungskultur.Vollstellen 2012 2011 2010 2009 2008Wohnangebote 35.9 37.95 37.6 35.3 34.6Geschäftsstelle 3.27 3.07 3.1 3.0 2.7Total 39.17 41.02 40.7 38.3 37.3Die Personalplanung basiert auf dem ermittelten Personalbedarf, abgestimmtauf die kantonale Bedarfsplanung und den aktuellen Dienstleistungsbedarf derBewohnerschaft. Wir investieren rund 80% unseres Gesamtumsatzes in dieAnstellungen unserer MitarbeiterInnen, welche die Dienstleistungen erbringen.Mitarbeitende 2012 2011 2010 2009 200881 82 85 87 83Die Anzahl Mitarbeitende wird mit Stichtag 31.12. erhoben.Rund 80% davon sind Frauen.Fluktuation 2012 2011 2010 2009 200810.97% 7.4% 12.8% 22.4% 10.1%Wir streben eine Fluktuationsrate von unter 20% an. Die Fluktuationwird folgendermassen berechnet: Austritte ohne Pensionierungen undTodesfälle × 100 / durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende.Dank einer hohen Kontinuität verharrte die Fluktuation 2012 weiterhin unter 20%.Die erforderlichen Anstellungen erfolgen durch eine gezielte und sorgfältigeRekrutierung von MitarbeiterInnen gemäss dem Stellenplan und den Anforderungsprofilen.BewohnerInnen und Mitarbeitende haben ein Mitentscheidungsrecht.Durchschnittliche Betriebszugehörigkeitin Jahren2012 2011 2010 2009 20085.1 5.7 4.9 4.5 6.09


Mitarbeitende pro Vollstelle 2012 2011 2010 2009 20082.0 2.1 2.1 2.3 2.2Erwerbsarbeit sehen wir als einen Teil des Lebensinhaltes einer Person.Um neben der Arbeit genügend Zeit für Erholung, Familie und Freizeit zu haben,sind alle Mitarbeitenden in einem Teilzeitpensum bis max. 80% angestellt.Unser Jahresarbeitsmodell trägt zum einen der Vereinbarkeit von FamilienundErwerbsleben Rechnung und zum anderen ermöglicht es den organisatorischbestmöglichen Einsatz des Personals.Anteil Fachpersonal in % 2012 2011 2010 2009 200835.8 36.84 37.7 n. e. n. e.n. e. = nicht erhobenNebst der gezielten Stellenplanung mit entsprechenden Anforderungsprofilengewährleisten wir eine bestmögliche Fachqualifikation durch eine kontinuierlichefachliche Förderung und Weiterbildung. Zudem sind die Zuständigkeiten undKompetenzen klar definiert, so dass die Mitarbeitenden die mit den Aufgabenverbundene Verantwortung übernehmen können und entscheidungs- undhandlungsfähig sind.Ab 2013 muss der Anteil Fachpersonal mit einem eidgenössisch anerkanntenAusbildungsabschluss im Sozial- oder Gesundheitsbereich mindestens die Hälfteder Stellenprozente jedes einzelnen Betriebes betragen. Dies ist gemäss Bundesgesetzüber die Institutionen zur Förderung der Eingliederung von invalidenPersonen verbindlich vorgeschrieben.Weiterbildungstage proMitarbeiterIn2012 2011 2010 2009 20081.28 1.65 2.76 1.83 1.65Die Anzahl MitarbeiterInnen ist auf Vollstellen umgerechnet und umfasst nur denBereich Wohnangebote (d.h. ohne Geschäftsstelle).In Form von Aus-, Fort- und Weiterbildung ermöglichen wir gezielte Massnahmenzur persönlichen und betrieblichen Weiterentwicklung. Die Schwerpunkte werdendurch die Ermittlung des Bildungsbedarfs gesetzt.10


Im Zentrum der Weiterbildung steht seit 2009 die Kinaesthetics-Ausbildung.Unsere MitarbeiterInnen erlernen diese auf Bewegungswahrnehmung basierendeHandlungsmethode, um ihre Pflegekompetenz zu erhöhen und gleichzeitig diesteigende körperliche Belastung zu minimieren. Unser Ziel ist es, dass alle PflegeundAssistenzmitarbeitenden die Grundschulung absolvieren. Weiterführendwird von einem Teil der MitarbeiterInnen der Aufbaukurs besucht und es werdenTutorInnen ausgebildet.Zudem werden individuelle interne und externe Fortbildungen angeboten unddurchgeführt. Regelmässige Teamsupervision ist integrierter Bestandteil der Arbeit.Ausfalltage proMitarbeiterIn2012 2011 2010 2009 20083.14 4.27 9.58 10.56 13.23Die Anzahl MitarbeiterInnen ist auf Vollstellen umgerechnet und umfasst nur denBereich Wohnangebote (d.h. ohne Geschäftsstelle). Gezählt werden Ausfalltageinfolge von Unfall, Krankheit und Schwangerschaft.Mit einem Absenzenmanagement werden seit 2008 erkrankte MitarbeiterInnenschneller kontaktiert, um frühzeitig Lösungen für die Vermeidung langer Ausfällezu finden. Zudem sorgen wir dafür, dass die Gesundheit der MitarbeiterInnenerhalten, aktiv gefördert wird und Aspekte der Arbeitssicherheit eingehalten werden.Dazu gehören insbesondere:• Stärkung und Unterstützung von gesundheitsförderlichem Verhalten• eine gesunde, angemessene und sichere Gestaltung der Arbeitsplätzeund der Arbeitsplatzumgebung• eine offene und wertschätzende Führungskultur• ein respektvolles und gewaltfreies BetriebsklimaZudem sorgen wir für ein motivierendes Arbeitsklima und anerkennen dieLeistungen der Mitarbeitenden. Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sindentscheidend für die erfolgreiche und wirkungsvolle Umsetzung unseres Leitbildesund der Konzepte.11


IWB als umweltbewusste OrganisationDer Schutz der Umwelt und der Kampf gegen den Klimawandel sind dringlicheAufgaben der heutigen Zeit. Als Wohnplatzanbieter beeinflussen wir die Umweltin verschiedener Hinsicht: Es wird Elektrizität benötigt, Papier verbraucht,Abfall produziert. Die Wohnungen und Büros werden geheizt, es wird geputztund gewaschen, die Infrastruktur wird gepflegt und unterhalten, und es wirdeingekauft und gekocht.Das Leitbild verpflichtet IWB zu einem hohen und umfassenden Qualitätsbewusstseinsowie zu einem kostenbewussten und wirtschaftlichen Einsatz der Mittel.Der sparsame Umgang mit Ressourcen ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Wirverwenden seit 2010 100% reinen Ökostrom aus zertifizierten Wasserkraftanlagenmit einem Anteil Solarstrom.13


Vorstand: Das Vereinsjahr im ÜberblickDer Vorstand hat an insgesamt 4 Sitzungen die Geschäfte des Vereins aufstrategischer Ebene behandelt. In jedem Trimester wurden die Eckdaten geprüft.Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass die Ziele für die Belegung, den Personaleinsatzsowie die Pensionspreiszahlungen erreicht wurden.Besondere Geschäfte des VorstandsVernehmlassung Leitbild und Politikpapiere abgeschlossenDer Vorstand hat die im 2011 durchgeführte Vernehmlassung an den 3 StandortenFabrikstrasse, Lommisweg und Tiefenbrunnen abgeschlossen und aufgrundder Rückmeldungen angepasst.IWB am RiesbachfestDer Vorstand hat beschlossen, in Zukunft stärker in der Öffentlichkeit aufzutreten.Im 2012 ist der Standort Tiefenbrunnen mit verschiedenen Aktivitäten am Riesbachfestaufgetreten. Damit wollte der Verein IWB sich und seine Dienstleistungenbekannter machen und zu Begegnungen und Gesprächen zwischen denBewohnerinnen und Bewohnern des Tiefenbrunnens und des Quartiers beitragen.Eine Arbeitsgruppe des Vorstands hat sich damit in 3 Arbeitssitzungen befasst.Erweiterung des IWB?Der Vorstand hat sich im 2012 mit der Frage der quantitativen Erweiterung des IWBbeschäftigt. Die Evangelische Gesellschaft des Kantons Zürich hat dem IWBangeboten, sich als zukünftiger Mieter beim Neubau Lukas-Hof an der Brauerstrassezu beteiligen. Der Vorstand hat sich an 2 Workshops intensiv damit auseinandergesetzt.Er hat zum einen eine externe Beratung hinzugezogen und zum andern hater sich auf die Ergebnisse einer durch den IWB in Auftrag gegebenen Studie zumWohnbedürfnis von körperbehinderten Erwachsenen gestützt.Der Vorstand ist zum Schluss gekommen, das Projekt nicht weiterzuverfolgen.Dies auch deshalb, weil das Bewilligungsverfahren nicht innert Frist hätte realisiertwerden können. Die Abklärungen haben hauptsächlich zwei Erkenntnissegebracht: Einerseits ist die Nachfrage nach kollektiven Wohnformen, wie der IWBsie anbietet, in der Stadt Zürich rückläufig. Andererseits haben sich die Bedürfnissevon körperbehinderten Erwachsenen gewandelt, nicht zuletzt auch wegen desgesetzlich neu eingeführten Assistenzbudgets. Demgegenüber besteht ein14


wachsender Bedarf an Wohnplätzen, welche einen selbstgestalteten Alltag mitumfassender Privatsphäre gewährleisten und möglichst keinen Heimcharakteraufweisen, also z.B. individuelle Wohneinheiten statt Wohngemeinschaften.VorstandPräsident: Heinz BurgstallerVorstandsmitglieder: Sikander von Bhicknapahari, Cristin Doldinger, VreniHubmann, Bernhard Rüdisüli, Lydia Scherrer, Marlis Schmalzl und Ruedi Stärkle.Die Amtsdauer beträgt 2 Jahre. Der Vorstand ist an der 30. GV vom 1. Juni 2011einstimmig für 2 weitere Jahre wiedergewählt worden.Die Vorstandsmitglieder leisten ihre wertvolle Arbeit ehrenamtlich. Durch strikteFunktions- und Gewaltentrennung sowie geregelte Verantwortlichkeiten wird füreffiziente Geschäftsabläufe und maximale Transparenz gesorgt.Jahresrechnung und Bericht der RevisionsstelleDie Jahresrechnung und der Anhang zur Jahresrechnung werden gesondertveröffentlicht. Für Interessierte sind sie auf der Website www.iwb-zh.ch abrufbar.RevisionsstelleReviTrust Audit AG, Selnaustrasse 15, 8022 Zürich.Die Revisionsstelle ist an der 30. GV vom 1. Juni 2011 einstimmig für 2 weitereJahre wiedergewählt worden.Bericht der RevisionsstelleDer Bericht der Revisionsstelle ist auf der Website www.iwb-zh.ch abrufbar undwird allen Interessenten auf Wunsch zugestellt.SpendenSpenden in CHF 2012 2011 2010 2009 200819'660 11'851 14'616 11'529 60'223Spenden werden direkt dem Ertrag gutgeschrieben und ermöglichen, nichtbeitragsberechtigteLeistungen für unsere Bewohnerinnen und Bewohner sowiedie Verwirklichung von neuen Wohnangeboten zu finanzieren.15


IWB auf einen BlickIWB ist …• ein unabhängiger gemeinnütziger Verein, gegründet 1981,• beitragsberechtigt gemäss IEG (Gesetz über Invalideneinrichtungen fürerwachsene Personen) und verfügt über eine Betriebsbewilligung derSicherheitsdirektion Kanton Zürich,• Mitglied der BKZ (Behindertenkonferenz Kanton Zürich) sowie der INSOS(Soziale Institutionen für Menschen mit Behinderung Schweiz),• Lehrbetrieb Fachfrau/-mann Betreuung generalistische Ausbildungin Zusammenarbeit mit der Stiftung Berufslehr-Verbund Zürich (BVZ).• Die Kontrolle mit den Rechnungslegungsgrundsätzen wird nachFER 21 sichergestellt.Am Anfang stand der Wunsch von behinderten Frauen und Männern, ihr Lebenund Wohnen selber zu bestimmen. 1981 gegründet, entstand ein Verein für, aberauch mit körperbehinderten Menschen. 1985 Eröffnung der ersten Wohnprojekte.1991 konnte das Wohnangebot um 19 Wohnplätze auf heute 42 Wohnplätzeerweitert werden. Zudem wurde das Angebot durch einen Atelierbetrieb ergänzt.Die Wohnangebote Fabrikstrasse, Lommisweg und Tiefenbrunnen sind festeBestandteile für integrierte Wohnformen für Körperbehinderte in der Stadt Zürich.Was machen wir:• IWB realisiert seit 1985 Wohnangebote für Körperbehinderte integriertin Wohnsiedlungen.• IWB fördert ein selbstbestimmtes und selbstverantwortliches Zusammenlebenvon behinderten und nichtbehinderten Menschen.• Wir konzentrieren uns auf die Erhaltung und Förderung der Selbständigkeit.• Unsere Pflege- und Assistenzleistungen basieren immer auf gegenseitigenAbsprachen und Vereinbarungen.16


Die Pflege- und Assistenzdienstleistungen werden immer in Absprache mit derBewohnerin oder dem Bewohner geklärt und in der Pflegevereinbarung individuellfestgelegt. Ausgangspunkt sind die Möglichkeiten, Fähigkeiten und Ressourcender Bewohnerin oder des Bewohners und das Interesse und die Bereitschaft, nurwo nötig Unterstützung zu beanspruchen. Dabei stehen die Würde und diepersönliche Integrität der Bewohnerinnen und Bewohner stets im Mittelpunkt.Uns ist wichtig, dass …• die Bewohnerschaft ihre Selbstverantwortung und -bestimmungwahrnehmen und leben kann,• alle Dienstleistungen partnerschaftlich und respektvoll auf die Bedürfnisseder Bewohnerschaft ausgerichtet sind,• die Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimal eingesetzt sind,• die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten und aktivgefördert wird.Mitbestimmung und Mitsprache aller Beteiligten sind zentrale Elemente unsererBetriebskultur. Über die Aufnahme von Bewohnerinnen und Bewohnern und überdie Anstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird gemeinsam entschieden.Zudem gilt:• Mitbestimmung und Mitsprache sind wesentliche Elemente der Betriebskultur.• Veränderungen und Anpassungen werden unter grösstmöglichem Einbezugaller Beteiligten umgesetzt.• Eine offene und transparente Informationspolitik ermöglicht dasverantwortungsvolle Mitwirken und Zusammenarbeiten.• Zur Verfügung stehende Mittel zur Erreichung unserer Ziele werdenkostenbewusst und umweltbewusst eingesetzt.• Gewaltfreier und respektvoller Umgang sowie eine offene und wertschätzendeFührungskultur sind unsere Maximen.18


Zahlen und Fakten zum IWBWohnangebot• Von den 42 Wohnplätzen werden 35 an Körperbehinderte mit einemumfassenden Pflege- und Assistenzbedarf vermietet und 7 an Nichtbehinderte.• Verteilung der Wohnplätze: IWB Fabrikstrasse 10 Wohnplätze;IWB Lommisweg 13 Wohnplätze; IWB Tiefenbrunnen 19 Wohnplätze.• Die gemietete Nutzfläche von 2'530 m² entspricht etwa 2 Geschossflächen desPrime Tower, welcher sich im Blickfeld der IWB Geschäftsstelle befindet.Umsatz und Betriebsergebnis• Der Jahresumsatz beträgt 4'931'404.08 Franken.• 2012 schliesst mit einem Verlust von 255'091.92 Franken ab. Die Abrechnungdes Kantons ist erst im November beim IWB eingegangen – mit einerunerwarteten Abweichung bezüglich 2011. Dies hat zu einer Kumulation geführtund das Ergebnis im 2012 erheblich beeinflusst.• IWB verfügt über ein Organisationskapital von 1'819'897.59 Franken.Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb• IWB beschäftigt 81 Mitarbeitende mit 39.17 Vollstellen.• Auf der Geschäftsstelle sind eine Geschäftsleiterin (80%), ein Leiter Finanzen undAdministration (60%), eine Leiterin Personal (60%), ein PC- undNetzwerksupporter (30%), eine Mitarbeiterin Buchhaltung (20%) und eineMitarbeiterin Bewohneradministration (30%) festangestellt. 40% wurden durchZusatzfunktionen der BetriebsleiterInnen abgedeckt.• Im IWB Tiefenbrunnen wurden 2012 3 Lernende Fachfrau/-mann Betreuungausgebildet.19


Integriertes Wohnen für BehinderteFörrlibuckstrasse 1108005 ZürichTelefon 044 245 47 57Fax 044 245 47 58info@iwb-zh.chwww.iwb-zh.chPC 80-3360-6IBAN CH21 0070 0110 0066 7005 0Fotos: Comet Photoshopping GmbH, Dieter Enz, Weisslingen.IWB Tiefenbrunnen am Riesbachfest 2012

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