Hinterlandverkehr

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NL € 4,–; L € 4,–; DK dkr. 29,79; A € 4,–; B € 4,–; CH sfr 5,86; D € 4,– 22. Jahrgang April 2010 73713

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Container | Trailer | Logistik

MOIN, MOIN

BREMERHAVEN

ePaper


INHALT

Editorial

3 Packen wir es an!

Tipps & Trends

6 22 Prozent Zuwachs

8 Zurück im Quartier

10 Neue Züge für Europa

11 Relaunch der Webseite

12 Flexibler Transport

14 Krantechnologie für Fernost

15 Näher am Westen

16 Positive Bilanz

Hafen Hamburg

20 Ideenwettbewerb:

Hafen im 21. Jahrhundert

29 Hessens Tor zur Küste

Green

30 Die Umwelt-Komponente

32 Neuer Hybridantrieb

Hafenreport

Ideenwettbewerb: Hafen im 21. Jahrhundert

34 Moin, moin Bremerhaven!

36 A TEUStory

42 Rollende Welten

46 Vitamine am Meer

48 Frischer Wind

50 „Schwierigste Phase hinter uns“

52 Bremerhavener Boxen-Stopp

56 Traditionell nah

Hinterlandverkehr

58 Netze über Kontinente

60 Auf der Schiene ins Hinterland

Effizient, umweltfreundlich und erlebbar? Gleich drei Wünsche an zukünftige Terminals – das und wie

es geht, zeigen die Ergebnisse das Markterkundungsverfahrens Central Terminal Steinwerder (CTS).

3/2010

62 Treffpunkt der Hafenwirtschaft

64 Für Rhein und Neckar

66 Drehscheibe an der Saale

68 Gleich um die Ecke

70 Acht unter einem Dach

71 Container im Dreiländereck

Verladetechnik

72 Flüssiges auf Reisen

74 Effizienter Container-Umschlag

Mietcontainer

78 Ring frei für die Miete

80 Marktübersicht

81 Raum auf Zeit

81 Impressum

20


Moin, moin Bremerhaven!

Fishtown – ein Spitzname der Stadt an der Wesermündung. Dabei sind Fische längst nicht

alles, worum es sich auf rund 8 Mio. m 2 stadtbremischen Überseehafengebietes dreht. Dies

zeigt ein Report von Nord nach Süd über Container, Autos, Früchte und Wind.

34

74

Effizienter Containerumschlag

Wenn es um effizienten Containerumschlag geht, führt an Reachstackern und

Containerstaplern kein Weg vorbei. Besonders im Hafenumschlag sind höchste

Umschlagleistungen gefragt. Rund 1000 Container pro Woche kommen schnell

zusammen, die ein Reachstacker bewegen muss.

58

Ring frei für die Miete

Netze über

Kontinente

Seehäfen – sie sind

die Tore der globalen

Warenströme. Leicht

ist man versucht,

die Küstenstandorte

durch eine regionale

Bedeutung zu sehen.

Dabei gehen von hieraus

Produkte aus

aller Welt in das gesamte

Land und über

die Grenzen hinaus:

ins Hinterland.

Sie binden kein Kapital und ermöglichen

flexible Reaktionen in der schnell-lebigen

Transportwelt – Mietcontainer bringen gleich

mehrere Vorteile mit. Doch welcher Weg

führt zur passenden Box und zum passenden

Dienstleister?

78


Hafen Hamburg

Ideenwettbewerb:

HAFEN IM 21.


JAHRHUNDERT

Preisverleihung. Effizient, umweltfreundlich

und erlebbar: Gleich drei Wünsche an zukünftige

Terminals – das und wie es geht, zeigen die

Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens

Central Terminal Steinwerder (CTS).


Die Sieger: Den

ersten Preis

konnten HPA und

Jury dem Team

von Royal Haskoning

verleihen.

Langsam öffnen sich die Tore der Ellerholzschleuse und

geben den Blick auf den dahinter liegenden Mittleren

Freihafen frei. Von Recycling- bis Containerumschlag

herrscht auch jetzt Betrieb an den Kaimauern im Herzen Hamburgs.

Die Fahrt mit der Barkasse von der Speicherstadt hierher

hat nur wenige Minuten gedauert. Wo sich heute in Steinwerder

unter anderem Anlagen der Firma Buss und das Frigoropa-Kühlhaus

befinden, soll voraussichtlich bis 2020 das neue

Central Terminal Steinwerder entstehen. Doch wie sieht ein

Hafenterminal der Zukunft aus?

Gemeinschaftlicher Ideenpool

Eine Wasserwand als Lärmschutz, Energie aus Holzhackschnitzeln,

Züge statt Lastwagen, Wassertaxis oder Seilbahnen für

Besucher und dazu leistungsfähige und umweltfreundliche

Umschlaganlagen – dies sind nur einige Ideen, mit denen

Unternehmen aus verschiedenen Branchen diese Frage für das

CTS beantworten. Denn die Hamburger haben für die Hafenplanung

erstmals den Fokus von der Selbstbetrachtung genommen

und den Markt mit einbezogen.

Den Markt selbst fragen

„Zack-Zack, Kaikanten bauen“ war früher die Devise, wie Senator

Gedaschko bei der Preisverleihung Anfang März erzählte,

„was wir hier gemacht haben, ist nichts anderes als ein absoluter

Paradigmenwechsel. Wir haben hinter alles ein Fragezeichen

gemacht und sind einen anderen Weg gegangen.“ Dieser andere

Weg ist ein Markterkundungsverfahren.

Vergangenen Sommer startete die Hamburg Port Authority

(HPA) einen internationalen Aufruf. Logistiker, Terminalbetreiber,

Bau- und Beratungsunternehmen sowie Finanzinstitute

aus dem In- und Ausland bekamen drei Monate Zeit,


Preisverleihung:

Veranstalter, Jury

und ein Teil der

Gewinner vom CTS-

Markterkundungsverfahren

trafen

sich in Hamburg.

eigene Konzepte einzureichen. Insgesamt hatten 35 Unternehmen

aus der ganzen Welt Interesse an dem Ideenwettbewerb

der HPA angemeldet.

Am Ende standen ein Dutzend ausgefeilte Konzepte für das

125 ha große Gebiet im Auswahlverfahren. Eine unabhängige

Jury aus Hafen, Wirtschaft, Umwelt, Stadtbild und Internationales

hatte die schwierige Aufgabe, die anonymisierten Konzepte

zu bewerten. Neben Fragen der Finanzierung lag das Hauptaugenmerk

dabei auf verschiedenen Kriterien wie z. B. Umwelt,

Verkehr und Wirtschaftlichkeit. „Uns haben die Konzepte

begeistert“, sagte Jens Meier, Vorsitzender der HPA-Geschäftsführung

in der Begrüßungsrede.

Prämierte Ideen

Am 3. März 2010 konnten schließlich fünf Bewerber in der

ehemaligen Kaffeebörse in Hamburg eine Auszeichnung entgegen

nehmen. Symbolisch wurde den Siegern eine Collage

mit dem Projekt und dem Kern ihres eigenen Konzepts überreicht.

Hinzu kommen die Preisgelder. Für den ersten Platz,

der an Royal Haskoning ging, gab es 50.000 Euro. ECT Delta

Terminal wurde der zweite Preis verliehen, der mit 30.000 Euro

dotiert wurde. Den dritten Platz teilen sich die Konzepte der

TransCare AG und der Buss-Gruppe mit jeweils einem Preis

über 10.000 Euro.

Umsetzungen im gesamten Hafen

Die Auszeichnung bedeutet jedoch nicht, dass die Sieger ihre

Konzepte tatsächlich eins zu eins für das CTS umsetzen können.

Die HPA hat mit allen eingereichten Konzepten und Teil

Initiator: HPA-

Geschäftsführer Jens

Meyer begrüßte Gäste

und Teilnehmer bei

der Preisübergabe.

konzepten einen

Baukasten aus Ideen erhalten.

Deswegen will die HPA nicht nur mit den

Siegern im Gespräch bleiben. Die Ergebnisse des Markterkundungsverfahrens

sollen nicht nur in die Planungen des CTS,

sondern auch in den Hafenentwicklungsplan einfließen, den

die HPA derzeit erstellt.

Die nächsten konkreten Schritte für die Umwandlung des mittleren

Freihafens werden in den kommenden Monaten geplant

und sollen voraussichtlich im Herbst abgestimmt werden. Formal

folgen das Planfeststellungsverfahren für das Areal und die

europaweite Ausschreibung. In dieser wird dann auch nach

einem oder mehreren Terminalbetreibern gesucht. Die reine

Bauzeit für die Umgestaltung wird auf sechs Jahre geschätzt.

Wie sich die Preisträger das CTS der Zukunft vorgestellt hätten,

stellen wir auf den folgenden Seiten kurz vor.

3/2010 ConTraiLo 23


1. PLATZ

Eine grüne Containerhalbinsel

Ein CO2-neutrales Container-Terminal eingebettet in einem

tidebestimmten Wassererlebnispark – schon diese kurze

Zusammenfassung zeigt das Potenzial des Siegerkonzepts von

Royal Haskoning. Trotz der Beschränkung der Terminalfläche

auf 100 ha erreicht auch dieses Konzept eine Umschlagkapazität

von 3,5 Mio. TEU. Vorgesehen ist ein vollautomatisches,

Lkw-freies Terminal mit umweltfreundlichen Technologien.

2. PLATZ

Vollautomatisiert ins Hinterland

Auch im Zentrum des mit dem zweiten Platz ausgezeichneten

Konzepts steht ein Container-Terminal. Ausgearbeitet wurde

die Idee von ECT Delta Terminals. Besondere Aufmerksamkeit

widmet dieses Konzept der Binnenschiff-Fahrt und dem

Bahnverkehr. Die zweite Kaianlage an der Nordseite des Terminals

wurde als Anlaufstelle für Binnenschiffe eingerichtet. In

unmittelbarer Nähe zur wasserseitigen Anschluss-Stelle soll eine

bahnseitige Verladestelle positioniert werden. Ein Highlight der

Idee ist eine Lok-Traverse, dank der das Bahnterminal weniger

Fläche benötigt. Auf schadstoffreiche Straddle-Carrier wird bewusst

verzichtet.

Über jeden der 35 Lagerblöcke fahren zwei vollautomatische

Kranbrücken und am 1620 m langen Hauptkai werden 15 Containerbrücken

installiert. Wide Span Gantry Cranes (WSGC) fertigen

am Nebenkai Feeder- und Binnenschiffe ab. Jährlich sollen

3,5 Mio. TEU umgeschlagen werden. Auch Nachhaltigkeit

spielt für das Layout eine hervorgehobene Rolle. So sind etwa

elf Prozent des Terminals Grünfläche. Zudem verursachen elektrische

Geräte weniger Lärm, brauchen kaum beleuchtetes Ge-

24 ConTraiLo 3/2010

Die Container selbst werden ausschließlich per Schiene oder

Feederschiff verteilt. Ein zusätzliches Inland-Terminal hilft

dabei, indem hier Container aufbewahrt werden. Für Energie

sorgen Gezeitenstromturbinen, Windkraftanlagen und Solarkollektoren.

Die verbleibenden 25 ha Fläche werden als Grün- und Wasserflächen

angelegt. Ein besonderes Highlight ist dabei das Lärmschutzkonzept:

eine 20 m hohe Wasserwand an der Ostseite,

lände und arbeiten abgasfrei. Auch Alternativen zu den AGV

werden derzeit geprüft. Hierbei handelt es sich um so genannte

ECO-Shuttles bzw. vollelektronische Förderbänder. Ein weiteres

Element des Konzeptes ist ein Lager im unmittelbaren Hamburger

Hinterland, zu und von dem kontinuierlich Binnenschiffe

verkehren. Insgesamt wird bei diesem Konzept auf Flächeneffizienz

gesetzt.


die sowohl von der Köhlbrandbrücke als auch vom Veddelerdamm

aus zu sehen ist, soll die Hamburger Anwohner

vor dem Lärm des Terminals schützen.

Die Beschäftigten gelangen per Highspeed-Wassertaxi an

ihre Arbeitsplätze. Aber auch für die Öffentlichkeit gibt es

die Möglichkeit, mit Wassertaxis auf dem umgebenden

Kanal die Terminalarbeit live zu erleben. Womit der Konzeptbeitrag

neben den operativen auch den Gedanken an

einen erlebbaren Bildungswert und ein Erholungsgebiet

aufgreift. Unmittelbar können bis zu 770 Arbeitsplätze

mit dieser Form eines Container-Terminals geschaffen

werden. Für die Terminalverwaltung und sonstige Zwecke

wird ein charakteristisches Gebäude gebaut.

Kurz vorgestellt

Royal Haskoning ist ein Planungs- und Ingenieurbüro im maritimen

Bereich mit fast 4000 Mitarbeitern weltweit. Gegründet

wurde das Unternehmen 1881 in den Niederlanden. Heute hat

Royal Haskoning Niederlassungen und Partner in der ganzen

Welt. Durch die Projektbüros in Europa und Übersee haben die

Berater Zugang zu den bedeutenden internationalen Märkten der

Branche.

Kurz vorgestellt

ECT gehört zur Hutchison Port Holdings (HPH), eine Niederlassung

der Whampoa Limited (HWL). HPA ist als Hafeninvestor,

Entwickler und Betreiber in 50 Häfen in über 25 Ländern in

Asien, dem Mittleren Osten, Afrika, Europa, Amerika und Australien

aktiv. Zudem gehören zu HPH eine Reihe von transportnahen

Serviceunternehmen.

Kontakt: Oliver Matthiesen Tel. 040/74 00 2-823

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3. PLATZ

Bahnshuttle statt Lastwagen

Unter dem Motto „Constainable“ hat die TransCare AG ihren

Konzeptbeitrag für eine nachhaltige Container-Logistik vorgelegt.

Zentrales Element sind dabei sechs Grundideen, mit denen

Prozesse optimiert und die Umweltbilanz verbessert wird.

3. PLATZ

Drei für Mehrzweck

Im Gegensatz zu den anderen Preisträgern steht im Zentrum des

Konzeptes der Hamburger Buss-Group ein Multi-Purpose-Terminal.

Gemeinsam mit den Projektpartnern Sellhorn Ingenieurgesellschaft,

Pohl & Co. und der Robert-Eckelmann-Gruppe

wurde die Idee entwickelt. Dabei wird in drei Phasen bedarfsweise

und zeitlich gestreckt realisiert.

So können vorhandene Anlagen im Plangebiet so lange wie

möglich weiterbetrieben werden. In der ersten Phase entsteht

ein modernes Multi-Purpose-Terminal für Schwergut- und Projektladung.

Flächen für Hafen-Logistik- und Hafenindustriefunktionen

sowie weitere Umschlagflächen folgen im zweiten

Schritt. Die dritte Stufe kann flexibel an den Anforderungen des

Marktes orientiert werden. Hier können weitere Multi-Purpose-

Flächen oder ein Vollcontainerterminal entstehen. Insgesamt

Gebäude

Gebäude Logistik

Ro-Ro

opt. Marpol-Terminal

Standardcontainer

Gefahrgutcontainer

Kühlcontainer

Leercontainer

Fläche Begrünung

Die CTS-Flächen werden demnach als erste Grundidee als

Container-Terminal und für containernahe Dienstleistungen

genutzt. In die Terminalprozesse soll die Bahn noch direkter

einbezogen werden und so die Vorreiterrolle gestärkt werden,

die der Hafen Hamburg Schienenhinterlandnetzwerken konsequent

etabliert hat. Um überbordende Lkw-Fahrten zu vermeiden,

schlägt TransCare ein Truck-Entry-Gate als zentrale

Annahmestelle außerhalb des Hafens vor. Zwischen dieser und


können so in acht Jahren Bauzeit Kapazitäten für den jährlichen

Umschlag von 1 Mio. t konventioneller Ladung und

1,2 Mio. TEU entstehen. Neben 300 erhaltenen Hafenarbeitsplätzen

würden gleichzeitig weitere 700 geschaffen.

Neben den rein technischen und wirtschaftlichen Aspekten

lässt auch Buss ökologische und städtebauliche Aspekte

in das Konzept einfließen. Ein Beispiel hierfür ist ein

Holzhackschnitzelkraftwerk für die alternative Stromversorgung

von Schiffen, begrünte Dachflächen und Photovoltaikanlagen.

Aber auch eine bevorzugte Abfertigung

von Binnenschiffen und stringente Planungen helfen, um

Verkehr auf den Straßen des Hafengebiets zu vermeiden.

Kurz vorgestellt

Die weltweit tätige Buss-Gruppe hatte ihren Ursprung 1920 im

Hamburger Hafen. Mitte der 90er-Jahre begann Buss, aus den

Hafendienstleistungen heraus weitere Aktivitäten aufzubauen.

Diese zeigen sich heute mit Buss Ports in der Hafen-Logistik, Logistik-Immobilien

und Gewerbeparks von Ixocon sowie geschlossenen

Fonds der Buss Capital.

dem Hafen übernehmen Bahnshuttles die Verteilfunktion.

In Anlehnung an die gläserne Manufaktur in Dresden

wird der CTS-Betrieb um ein Besucherzentrum

erweitert. Damit können die operativen Arbeiten live

miterlebt und das erste Deutsche Museum für Logistik

geschaffen werden.

Auch die verschärften logistischen Herausforderungen

durch die verteilten Container-Terminals berücksichtigt

TransCare. Die CTS-Flächen sollen zusätzlich als Hochleistungsanlage

für den Umstieg der Container von mehreren

Fernzügen auf Shuttlezüge zu den Seeterminals

genutzt werden. Die sechste Grundidee widmet sich mit

Strömungskraftwerken in der Kaimauer, Solartechnik und

Energierückgewinnungssystemen bei Kranen der „Grünen“

Logistik. Damit wird der Umweltbezug bei der Terminalnutzung

sichergestellt.

Kurz vorgestellt

TransCare ist ein auf Logistik spezialisiertes Beratungsunternehmen.

Mit Büros in Wiesbaden, Madrid, Moskau und Neu Dehli

werden von mehr als 50 Beratern Projekte in aller Welt realisiert.

Neben der „prozessorientierten Infrastrukturplanung“, wie

bei dem CTS-Markterkundungsverfahren, bearbeitet das Unternehmen

vor allem Netzwerkoptimierungen für die Logistik und

Transportwirtschaft sowie Schienenverkehrsprojekte.

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STATEMENTS

DER AUSGEZEICHNETEN UNTERNEHMEN

ZU IHREN ZUKUNFTSPROJEKTEN

„Royal Haskoning:

„Die Hamburg Port Authority hat durch das Markterkundungsverfahren

neue Wege beschritten und bei Royal Haskoning waren wir begeistert

von der Möglichkeit, für einen der wichtigsten Häfen Europas

unser innovatives, nachhaltiges und für die Öffentlichkeit erfahrbares

Konzept für das CTS entwickeln und vorstellen zu können.“

ECT Delta Terminals:

„Die Niederlassung von Hutchison Port Holdings (HPH) in

Nordeuropa hat teilgenommen, weil der Hafen Hamburg

eine bedeutende Rolle im für die HPH wichtigen Markt im

Fahrgebiet Le Havre–Hamburg spielt.“

Buss-Gruppe:

„Wir sind diejenigen, die heute im Mittleren Freihafen mehrere

Umschlaganlagen betreiben und haben schon im Interesse unserer

Kunden und Mitarbeiter Vollgas gegeben.“

TransCare AG:

„Die zentrumsnahe Lage des zu beplanenden Hafengebietes

hat uns gereizt, Pragmatismus und Innovation zu vereinigen.

Hamburg als moderner Hafen ist im besonderen

Maße geeignet, einen solchen ,Leuchtturm‘ zu setzen.“

ProLogis Germany Management GmbH:

„Wir haben unsere Kompetenz als Logistik-Immobilienentwickler in das


Markterkundungsverfahren CT Steinwerder eingebracht und ein innovatives

Konzept, das der Flächenknappheit der Freien und Hansestadt

Hamburg Rechnung trägt, eingebracht.“

28 ConTraiLo 3/2010

SONDERPREIS

Vier für Logistik

Eine Antwort auf die Frage „Wie lässt sich auf begrenzten Terminalflächen

mehr Logistik unterbringen?“ präsentierte die

ProLogis Management GmbH mit ihrem Konzept. Wo die notwendige

Grundfläche fehlt, wächst man in die Höhe – ein Prinzip,

das sich auch auf eine Logistik-Anlage anwenden lässt. Die

Jury wertschätzte die Idee mit einem Sonderpreis. Denn für

Europa sind Gebäudekomplexe mit vier Lkw-befahrbaren

Geschossen Neuland. Das Konzept beinhaltet dabei noch mehr,

insgesamt wird ein umweltgerechtes Multi-User-Container- und

Umschlag-Terminal vorgeschlagen.

Neben dem Logistik-Bereich sind hierzu als wesentliche Entwicklungsbereiche

eine Terminal- und Bahnumschlagfläche

sowie ein Terminalbetriebsgelände geplant. Über die Terminalfläche

würde der Containerverkehr abgewickelt werden. Die

Entscheidung für einen vollautomatisierten oder manuellen

Betrieb könnte dabei auch später gefällt werden, ohne das Basiskonzept

grundlegend verändern zu müssen. Diese Flexibilität

erscheint insbesondere aufgrund der letzten wirtschaftlichen

Entwicklungen bedeutend und erlaubt eine an die Gesamtsituation

angepasste, phasenweise Entwicklung des Projekts. Für die

Logistik-Hallen ist eine Landfläche von ca. 300.000 m2 vorgesehen.

Dank dem innovativen Gebäudekonzept sollen hierauf bis

zu ca. 480.000 m2 Logistik-Fläche und ca. 24.000 m2 Büro- und

Sozialfläche realisiert werden. Allein in den Logistik-Anlagen

könnten so ca. 10.000 Arbeitsplätze entstehen.

Gerade mit Blick auf knappe Flächen, wie z. B. in Hamburg,

könnte das Entwicklungskonzept ein logistisches Leuchtturmprojekt

schaffen. Die kompakte Entwicklung der Logistik-Flächen

schafft Raum für eine nachhaltige und ökologisch sinnvolle

Gebäudeentwicklung. Transluzente Fassaden, Regenwassernutzung,

Energie aus Blockkraftheizwerken sowie Solarenergie von

den Dachflächen können hierzu beitragen.

Kurz vorgestellt

ProLogis bietet weltweit Logistik-Immobilien an. Das Unternehmen vermarktet

mehr als 44 Mio. m2 in Märkten quer durch Nordamerika,

Europa und Asien. Kunden von ProLogis sind unter anderem Hersteller,

Transportunternehmen und 3PL-Logistik-Unternehmen. Der Unternehmenshauptsitz

von ProLogis ist in Denver, Colorado.

(Fotos: HPA, Preisträger, sh)


Gemeinsame Vorstellung: Kali Transport Gesellschaft und

Hafen Hamburg Marketing stellten das neue WerraKombi-

Terminal Wirtschaftsvertretern persönlich vor. (Foto: HHM)

Hessens Tor zur Küste

Vorstellung des WerraKombi-Terminals

Das WerraKombi-Terminal (WKT) in Philippstal an der

Werra soll im April den Betrieb aufnehmen. Wirtschaftsvertreter

aus Hessen und Hamburg konnten jedoch schon

Ende Februar das Konzept des Terminals der Kali Transport

Gesellschaft mbH (KTG) persönlich kennenlernen.

Insgesamt 120 Gäste folgten der Einladung von KTG und

Hafen Hamburg Marketing (HHM) zum Gewerbegebiet

am Röhringshof. Hier erhielten sie eine Führung über das

Terminalgelände. Der Standort liegt 30 km südlich von

Eisenach und 30 km östlich von Bad Hersfeld. Damit bietet

er der regionalen Wirtschaft eine neue Verlademöglichkeit

im umweltfreundlichen Kombinierten Ladungsverkehr

von Containern und Wechselbrücken.

Event unter der Erde. Anschließend erwartete die Gäste

eine Informationsveranstaltung im Erlebnisbergwerk

Merkers. Während einer Führung durch die Kristallgrotte

erlebten die Gäste die Geschichte und Entwicklung des

Kalibergbaus. In 500 m Tiefe präsentierte Heiko Heß,

Chief Manager Container Services der KTG, dann weitere

Informationen zum WKT. Mit dem neuen KV-Terminal

wird das KTG-Netz der Baltic-Train-Linienverkehre erweitert.

Es soll eine Verteilerfunktion bei der Abfertigung

von Containerzuglinien zwischen dem Hamburger Hafen

und der Region übernehmen.

Diese „offenen Zuglinien“ können von Verladern aus Industrie

und Handel, Reedereien und Speditionen für den

Transport genutzt werden. Das WKT hat eine Gesamtfläche

von 40.000 m2 und verfügt über zwei Umschlaggleise

von jeweils 430 m Länge sowie einer eigenen Zufahrt für

Lastwagen von der B62.

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MOIN, MOIN

BREMERHAVEN!


Ein Hafen

von Nord nach Süd

Foto: bremenports


A TEU Story

Container. Rund zehn Minuten und sechs Ampeln von der Autobahnabfahrt

Überseehafen der A27 entfernt, beginnt er: der Überseehafen.

Noch vor dem Zolltor Weddewarden präsentiert sich rechts...

In Reihe: Im Containerbereich sind

die CT in einer Reihe angeordnet.


Hafenreport


CT 4: 2008 wurde

hier das Terminal

eröffnet.

Dahinter

erstrecken

sich die Gleisanlagen

des Speckenbütteler

Bahnhofes. Auch links

der Wurster Straße zeigen

sich Container-Stapel.

Dies alles sind erste Zeugen der

Schwerpunktbereiche im Welthafen

an der Wesermündung. Denn der

Hafen behauptet sich im Container-

Umschlag auf Platz vier in Europa. Insgesamt

wurden im letzten Jahr 4,56 Mio. TEU

umgeschlagen, 17,4 Prozent weniger als im

Vorjahr. Der Monatsumschlag Januar 2010 zeigt

sich mit 374.144 TEU 13,8 Prozent über dem

Vergleichsmonat 2009. Prognosen zur zukünftigen

Entwicklung wären jedoch wie das Lesen in einer Glaskugel.

Rüdiger Staats, Pressesprecher der bremenports

GmbH & Co. KG. erklärt: „Wir lassen uns noch etwas Zeit,

bevor wir eine Prognose für 2010 abgeben.“

...der Grauwallring mit Container-Dienstleistern

und Logistikern, ebenso wie mit einem Truckstopp

vor dem sich die Lkw mit Containerchassis für eine

Pause aneinander reihen.

Der erste Kontrollpunkt

Die Hafenrundfahrt jedenfalls geht erst einmal geradeaus weiter

unter den Eisenbahngleisen hindurch, direkt auf das Zolltor Weddewarden

zu. Hier ist auch die Container-Prüfanlage (CPA), in der auffällige

Container durchleuchtet werden können. Schon bei der Durchfahrt

fällt der Blick auf das weinrot-weiße Gatehouse V. Es erhebt sich

vor dem nördlichsten Container-Terminal auf dem rote Van Carrier (VC)

zwischen den Container-Blöcken und Schiffen über die Flächen eilen.


Zu dem Areal gehört auch die jüngste Hafenerweiterung, das

Container-Terminal 4. 14 Monate vor dem vorgesehenen Termin

konnte das Terminal Ende 2008 den Betrieb aufnehmen.

Rekordverdächtig

„Genau zum richtigen Zeitpunkt“, berichtet Diplom Ökonom

Stefan Henke von bremenports. Die zusätzlichen Terminal-

Flächen wurden dringend gebraucht. An der Container-Kaje

reihen sich drei Terminal-Operateure in einer Linie nahtlos

aneinander.

Dabei sind die 4920 m Länge der Stromkaje nach wie vor Weltrekord,

so Henke. Die räumliche Nähe der Terminals erzeugt

Wettbewerb, doch in Bremerhaven arbeite man mit sportlichem

Ansatz, wie Henke erzählt. Denn bei Umschlagspitzen, defekten

VC oder ausgefallenen Brückenfahrern, kann bei den Nachbarn

angefragt werden. Neben dem EUROGATE-Container-Terminal

Bremerhaven in der Mitte finden sich hier zwei so genannte

dedicated terminals. Im Norden der Container-Anlage liegt

NTB North Sea Terminal Bremerhaven, ein Jointventure zwischen

EUROGATE und der Reederei Maersk Line. Auch das

südliche Terminal, das MSC Gate, bindet mit dem Jointventure

zwischen EUROGATE und der MSC-Mediterranean Shipping

Company einen weiteren bedeutenden Branchenspieler an Bremerhaven.

EUROGATE selbst ist ein Jointventure der BLG Logistics

Group und des Hamburger Unternehmens Eurokai.

Sturmerprobt

Eine steife Brise drückt die Schiffe und Wellen gegen die Stromkaje,

die rund 32 nautische Meilen von der offenen See entfernt

ist. Westwind – ein häufiger Begleiter an der Wesermündung.

Doch hier weiß man sich gegen die stürmische Kraft zu wehren.

Die Container-Stapel mit leeren Containern werden nicht so

hoch gestapelt. An einigen Stellen bieten diagonal verzurrte

Gurtbänder zusätzlich Halt gegenüber den Böen.

An der Nordspitze der Kaje fällt der Blick dabei auf noch eine

Besonderheit. Unter der Kajenkante zieht sich eine Wellenkammer

entlang. Während die Container-Riesen ruhig an der

Kaje liegen, strömt bei Sturmflut das aufgewirbelte Wasser durch

Schlitze in der Spundwand in die Kammer. Züngelnd laufen die

Wellen über den Kammerboden, an der Stirnwand hoch, bis sie


Betriebsam:

Container-Schiffe von klein

bis groß laufen die Stromkaje an.

(Fotos: bremenports, EUROGATE/VIELMO)

Von oben: Kühlhäuser Nahe der Container-Terminals im Hafen.

schließlich an der Decke ihre Kraft einbüßen und in sich

zusammenfallen. Ein einmaliger Prototyp, der die Arbeit

oben erleichtert.

Riesen zu Gast

Oben, zeigen sich 51 Container-Brücken in blau, rot-blau

und gelb. Jede von ihnen bringt ein Gewicht bis 2200 t

auf die Waage. Darunter viele, deren 62,50 m lange Ausleger

problemlos 22 Container-Reihen auf den Schiffen

abgreifen können.

Eine wichtige Voraussetzung für den Hafen, denn hier

legen unter anderem die Schiffe der E-Klasse von Maersk

an. Am nördlichen Rand des Terminals erstreckt sich mit

dem Rail Terminal Bremerhaven eine KV-Anlage mit sechs

760 m langen Ladegleisen und vier Schienenbrückenkranen.

Der Bahnhof hat eine Kapazität von 800.000 Ladeeinheiten.

Die Lkw-Zufahrt des NTB-Terminals zweigt erst

hinter dem Gatehouse von der Senator-Borttscheller-Straße

ab und führt in einer Schleife zurück zu der eigenen

Gateanlage. Wer zu den anderen Terminals will, bleibt

stattdessen noch eine Weile auf der Hafenhauptstraße.

Grüner Hafen

Aber nicht nur die Umschlagzahlen sind an der Wesermündung

bedeutend. Bereits 1987 installierte EUROGATE

ein eigenes Blockheizkraftwerk; weitere Maßnahmen

folgten. Die bremenports GmbH & Co. KG veröffentlichte

im September 2009 die Broschüre „greenports“.


Auf 100 Seiten dokumentiert diese, was Wirtschaft und öffentliche

Hand im Zwei-Städte-Staat schon heute unternehmen, um

die Standards im maritimen Umweltschutz zu wahren und kontinuierlich

auszubauen.

Coole Zeiten

Auf der nächsten Etappe sticht kurz hinter dem Gatehouse noch

ein Gebäude hervor: Wie ein hoher blauer Würfel mit grauen

Flächen ragt die EUROGATE-Technical-Service-Werkstatt hervor,

in der Van Carrier gewartet und repariert werden. Kurz

darauf folgen Kühlhäuser. Der weiß-graue BLG-Coldstore erhebt

sich rechts der Straße. Von Fisch bis zu Steaks werden hier

Waren gelagert. Aber nicht nur in den Kühlhäusern kann Bremerhaven

mit hohen Kapazitäten aufwarten. Mehr als 5000

Reefer-Plätze auf den Terminals machen den Hafen an der

Wesermündung laut bremenports zum zweitgrößten Kühlcontainerhafen

in Europa.

The Big Blue“– der Name passt, den die hiesige Hafenwelt der

Halle im typischen EUROGATE-Blau gegeben hat, an der die

Straße nun links vorbeiführt. Hinter dem blauen Zaun herrscht

eiliger Betrieb zwischen einzeln stehenden Containern. Auch

in der Halle wird eifrig gewerkelt. Denn hier, in der EUROGATE

Container Freight Station werden z. B. die Produkte eines österreichischen

Getränkeherstellers für die Reise über die Weltmeere

in Container gepackt. Erreicht haben sie den Hafen zuvor per

Bahn. Ein typischer Verkehrsträger für Bremerhaven.

Schiene auf dem Vormarsch

Prognosen zufolge, soll auch der Bremerhavener Bahnverkehr

noch zu Lasten der Straße zunehmen. Bereits heute gehen über

40 Prozent der Hinterlandtransporte über die Schiene. Der

Standort ist ein klassischer Eisenbahnhafen. Kein Wunder, dass

die verzweigten Schienenstränge auf den Hafenarealen stetig ins

Klassiker: Bremerhaven und Eisenbahn gehören zusammen.

Auge fallen. Auf ihnen stehen hin und wieder Container-Tragwagen

und konventionelle Waggons ebenso wie Autozüge. Mal

begleiten die Schienen die asphaltierten vier Spuren direkt, dann

verschwinden sie für einen Moment. Immer wieder kreuzen

jedoch einzelne Gleise den Fahrtweg, um dann hinter Zäunen der

Terminal-Flächen zu verschwinden.

Die Straße selbst führt genau auf weitere Gatehouses zu, diesmal

sind sie in unscheinbarem beige-grau. Vor der Gateanlage dazwischen

reihen sich Lkw mit Containern ebenso wie mit rollenden

Schwerlastgütern. Sie ist der Eingang zum gelben MSC Gate und

damit gleichzeitig das Ende des Container-Bereiches.

EasyLash Einwegverzurrung –

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Hafenreport


ROLLENDE

Welten

Der Autohafen:

Autos, so weit das Auge reicht.


RoRo. Das Gate zwischen den

Gatehäusern 1 und 2 führt auch zum

Auto-Terminal Nordhafen. Denn direkt an

den Containerbereich schließt Bremerhavens

zweites, bedeutendes Standbein an: Autos.

Gleichauf mit Zeebrügge behauptet sich

Bremerhaven laut bremenports als Europas

größte Automobil-Drehscheibe.

Autohafen: Ob Import oder Export, Autos spielen im Bremerhavener

Umschlag eine wichtige Rolle. (Fotos: BLG, bremenports, sh)

Im Weltvergleich sieht die Hafengesellschaft ihn unter

den Top drei. Autos wurden über Bremerhaven schon

ab Anfang des 20. Jahrhunderts verschifft. Die große

automobile Erfolgsgeschichte begann Ende der 1970er-

Jahre, als japanische Hersteller auf den europäischen

Markt drängten und Bremerhaven als Einfallstor nutzten.

Heute ist das Terminal ein Spiegelbild des automobilen

Weltmarktes. 17 verschiedene Autoreedereien laufen

den Hafen regelmäßig an. 1300 Autoschiffe (Car-Carrier)

löschen und laden jedes Jahr 25 unterschiedliche Marken

am Terminal der BLG Automobile Logistics. Rechts und


links der Hauptstraße, am Nordhafen, schmiegen sich die

rollenden Güter auf den Stellflächen aneinander. Bauund

Landmaschinen auf der einen Seite, Pkw um Pkw

auf der anderen. Ihre Farben und Fabrikate verbergen sie

teilweise unter weißen Schutzfolien. Dann ein Wechsel.

Die Straße schlängelt sich in einer steten Folge aus Geraden

und Kurven beidseitig durch das Meer aus Autos,

Autos und noch einmal Autos. Die Stellflächen bieten

bis zu 120.000 Einheiten Platz, davon mehrere Tausend

in sieben Hochgaragen. Beide Lagerflächen finden sich

z. B. hinter blau-gelben Zäunen – typische Farben bei

BLG-Automobile.

Vorhandene Mittel nutzen

Blau-gelb ist auch die erste von vier schmalen Brücken

mit geschlossenen Seiten direkt über der Haupthafenstraße.

Optisch erinnern sie zunächst ein wenig an

Fußgängerbrücken. Doch weit gefehlt: Früher wurde Erz

über sie gefördert. Heute hasten Pkw über sie hinweg. Ein

gelbes Dach blitzt kurz über dem Brückengeländer auf,

bevor es über die steile Brückenabfahrt auf der Terminal-

Fläche als gelbes Auto auftaucht und eilig zwischen

den Autoreihen verschwindet. Ein Shuttle, mit dem die

Hafenarbeiter zu den Fahrzeugen gelangen.

Experimentelles Bauen

Rechte Hand, hinter den Stellflächen, im tidefreien Autohafen

tauchen klobige Umrisse verschiedener Car-Carrier

auf. Die Riesen ähneln eher Gebäudeklötzen als Schiffen.

Wie Ameisen wirken die Autoschlangen, die über die

Rampen in und aus dicken Schiffsbäuchen rennen. In

den Größten finden bis zu 8000 Autos Platz. Der Ausbau

Osthafen wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen.

Ein Teil des Hafenbeckens wurde verfüllt, um mehr Liegeplätze

und Stellfläche zu schaffen. Dabei wagten die

Bremerhavener ein Experiment: Als Füllmaterial nutzten

sie unter anderem Hafenschlick.

Rekordverdacht Werkstatt

Die letzte Verbindungsbrücke ist blau-weiß. Auf den Stellflächen

links erinnern braune Hallen optisch an Scheunen

aus einem Western. Mit Cowboys und Indianern

haben sie aber nichts zu tun. Nein, auf dem Gelände befindet

sich mit der BLG AutoTec laut dem Automobil-Logistiker

Europas größte Autowerkstatt.

In drei Technikzentren wurden hier 2009 rund 350.000

Fahrzeuge gereinigt, kontrolliert, repariert oder kundenindividuell

aufgearbeitet. Weiter geht’s. Die Straße führt

wenig später durch das Zolltor Rotersand aus dem Überseehafengebiet.

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Hafenreport

am Meer

Fruchtumschlag. Das war’s?

Nein – der Überseehafen hat

noch einen weiteren Bereich.

Hinter dem Osthafen zweigt

die Straße nach rechts ab:

in Richtung Frucht-Terminal.

Richtig temperiert: Die Temperatur

spielt im Fruchtumschlag eine wichtige

Rolle. (Fotos: bremenports)


Auch hier laufen Schienen neben

der Fahrbahn. Rechts vorbei an

der Lloyd-Werft geht es direkt über

die Drehbrücke auf die Nordschleuse zu.

Gerade wird ein grauer Car-Carrier ausgeschleust.

Während bald darauf auf der

rechten Seite eine Straße auf das Kreuzfahrt-Terminal

abzweigt und die runden

Tanksilos der Bominflot Bremerhaven

Tanklager GmbH hervorragen, dreht sich

auf der linken Seite alles um die Frucht.

Die weißen Hallen mit grauen Toren des

Frucht-Terminals schließen einen Bürotrakt

ein, dessen Front von weißen Fenstern

und rotem Mauerwerk geprägt ist.

Manuell, mit Elevatoren und landseitigen

Förderbändern werden hier am Verbindungshafen

unter anderem Bananen gelöscht.

Für die temperaturgeführte Lagerung

stehen 4000 Palettenplätze bereit.

Damit sind die Kapazitäten von der Heuer

Logistics GmbH & Co. KG aber längst

nicht ausgereizt.

Alles Banane

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite

findet am ehemaligen Stückgut-Terminal

Columbuskaje der größte Teil des Fruchtumschlages

statt. Hier arbeiten Kaikrane

und eine Containerbrücke an dem 500 m

langen Terminal an der Stromkaje.

Neben 90 Reefer-Anschlüssen sind hier

auch 14.000 Palettenplätze für tempera-

Kaiserschleuse:

Noch laufen die Bauarbeiten

in Bremerhaven.

turgerechte Lagerung verfügbar. Neben

Bananen gehören Zitrusfrüchte, Äpfel,

Birnen und Trauben ebenso wie Kartoffeln

zu den umgeschlagenen Waren. Die Leistungen

reichen dabei von der Qualitätskontrolle

über die Klimalagerung bis zu

Lizenzierungsverfahren für Importeure.

Per Truck oder Bahn reisen die Früchte

weiter, damit sie auf unseren Tischen landen

können. Heuer transportiert sie in

mehr als 20 Länder. Weitere Geschäftsfelder

des Logistikers sind General Cargo,

Stückgüter und Projektladungen.

Großprojekt Kaiserschleuse

Derzeit endet hier die Hafenrundfahrt vor

einer Großbaustelle: der Kaiserschleuse.

Noch steht nicht genau fest, wann sie

den Betrieb aufnehmen wird. Die bremenports-Planer

gehen davon aus, dass die

Baumaßnahme Anfang 2011 abgeschlossen

werden kann. Dann ermöglicht die

deutlich vergrößerte Kaiserschleuse mit

305 m Länge und 55 m Breite eine weitere

Zufahrt zum tideunabhängigen Hafenbereich.

Autohafen und Werftstandorte

werden so für Großschiffe in Zukunft noch

besser erreichbar.

Während der Bauzeit bleibt Fahrzeugen

in diesem Hafenbereich heute nur das

Wenden. Noch einmal geht es an Tanklager,

Frucht-Terminal und Nordschleuse

vorbei. Immer der Straße nach.

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Hafenreport

Frischer

WIND

Windkraft. Das rote Mauerwerk der

Packhallen begleitet die Fahrt durch

den mittleren und westlichen Fischereihafen.

Je weiter man jedoch nach

Süden kommt, umso mehr ändert

sich das Bild. Gerade in den letzten

Jahren erlebt dieser Hafenbereich

der Seestadt stürmische Bewegung.

Fischereihafen: Noch heute wird er seinem Namen

gerecht – aber auch Windenergie zieht ins Feld.

(Foto: sh)


Rote Steine wechseln mit Türen, Toren und Fenstern. Auf

halber Gebäudehöhe ragen Vordächer auf die Straße.

Links folgt Halle auf Halle und Namen wie Frigolanda,

Frozen Fish, Deutsche See und das Fischumschlagzentrum

Nordwest reihen sich aneinander. Hier finden sich auch verwurzelte

Unternehmen wie z. B. Rolf Lübbe Hebe- und Zurrsysteme.

Weiter geht es vorbei zwischen Deutscher Post und Kranen

nahe den Hafenbecken. An den letzen, dem Labrador- und

Luneorthafen sind in den letzten Jahren Hallen von Herstellern

für Windkraftanlagen hervorgeschossen. Auch die wissenschaftliche

Seite hat sich im Windkraftbereich in Bremerhaven stark

herausgebildet.

Weser-Terminal

Von den Angeboten der Hochschule über die Test-Möglichkeiten

im Windkanal bis zu wissenschaftlichen Einrichtungen

des Fraunhofer Instituts, die sich nun in der Seestadt finden lassen.

„In den vergangenen Jahren haben sich recht geräuschlos

mehrere Ingenieurbüros und Unternehmen hier etabliert“, sagt

Stefan Henke von bremenports. Auffälliger zeigt sich der Auftritt

Ihre Fachdatenbank im Internet:

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am Luneort. Nicht nur mit riesigen Maschinenhäusern und Flügeln

auf den Flächen stechen sie ins Auge. Auch die Farben der

Hallen fallen auf. So beispielsweise das REpower-Gebäude mit

einem Farbmosaik in verschiedenen Blau- und Grau-Tönen.

Gerade hat der Senat wichtige Voraussetzungen für ein weiteres

maritimes Großprojekt geschaffen: Ende Januar beschloss die

Bremer Landesregierung, dass am südlichen Rand von Bremerhaven

bis 2014 ein Spezialhafen für die Offshore-Windenergie

gebaut wird. Kosten: etwa 200 Mio. Euro.

Beginn 2012

Die neue Schwerlast-, Montage- und die Umschlaganlage an der

Weser soll privat gebaut und betrieben werden. Damit reagiert

der Senat auf die zunehmende Bedeutung der Windkraft für den

Wirtschaftsstandort und Arbeitsmarkt Bremerhaven.

In den vergangenen drei Jahren sind in diesem Bereich etwa

1100 neue Stellen geschaffen worden. Der neue Hafen wird laut

bremenports die Standortbedingungen für den Anlagenbau verbessern.

Mit den Arbeiten für den neuen Hafen soll 2012 begonnen

werden.

Von A wie Banane

bis Z wie Sperrholz

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Hafenreport

„Schwierigste Phase hinter uns“

Interview. Dr. Stefan Woltering ist Anfang März zum alleinigen Geschäftsführer der bremenports GmbH

& Co. KG bestellt worden. Die bremische Hafengesellschaft ist mit der ständigen Weiterentwicklung der

Hafengruppe Bremen/Bremerhaven betraut. Im Rahmen unseres

Hafenporträts hat ConTraiLo den neuen, alten Geschäftsführer zur

aktuellen Situation und zu den zukünftigen Perspektiven der bremischen

Häfen befragt.

Alleiniger Geschäftsführer: Dr. Stefan Woltering

führt seit März allein die bremenports

GmbH & Co. KG. (Foto: bremenports)

Herr Dr. Woltering, Gründungsgeschäftsführer

Jürgen Holtermann musste

seine Tätigkeit für bremenports Ende

Februar aus gesundheitlichen Gründen

beenden. Worauf werden Sie als alleiniger

Geschäftsführer zukünftig Ihre Arbeitsschwerpunkte

legen?

Woltering: Die Aufgaben sind klar definiert.

Wir bei bremenports unterhalten

eine hochwertige Infrastruktur aus Kai-

50 ConTraiLo 3/2010

anlagen, Schleusen und vielen anderen

Objekten. Natürlich werden wir weiterhin

dafür sorgen, dass die Welthäfen Bremen

und Bremerhaven immer gut in

Schuss sind – rund um die Uhr, 365 Tage

im Jahr. Außerdem treibt unsere Gesellschaft

den Hafenausbau voran. Die neue

Kaiserschleuse wird Anfang 2011 den

Betrieb aufnehmen.

Die Planung für den neuen Offshore-

Terminal an der Weser ist gewiss die größte

Herausforderung, vor der wir aktuell

stehen. Damit werden wir Bremerhaven

auf dem Weg zu einem führenden

Zentrum der Windenergie in Deutschland

ein großes Stück voranbringen. Und

dann sind wir ja auch als Dienstleister

der bremischen Hafen- und Logistik-Wirtschaft

gefordert, wenn es um das maritime

Standort-Marketing und die Messeauftritte

im In- und Ausland geht.

Wie sehen die Perspektiven für die

bremischen Häfen in den nächsten

sechs bzw. zwölf Monaten aus?

Woltering: Die Wirtschafts- und Finanzkrise

hat auch bei uns deutliche Spuren

hinterlassen. Seit Dezember 2009 zeigen

die Umschlagzahlen wieder nach oben –

doch das ist zunächst nur eine Momentaufnahme.

Für eine belastbare Jahresprognose ist es

noch zu früh. Ich gehe aber davon aus,

dass die schwierigste Phase inzwischen

hinter uns liegt. Wenn die Konjunktur

wieder durchstartet, sind die bremischen

Häfen jedenfalls vorbereitet. Dann können

wir die Früchte der Investitionsoffensive

ernten, die Bremen mit den

Bremerhavener Großprojekten Container-Terminal

4 und Kaiserschleuse ausgelöst

hat.

Welche Stellung werden die bremischen

Häfen langfristig, gerade auch vor dem

Hintergrund der im nächsten Jahr geplanten

Inbetriebnahme des JadeWeserPort,

einnehmen?

Woltering: Bremen und Bremerhaven

sind und bleiben Groß- und Universalhäfen

von internationaler Bedeutung.

Sie werden weiterhin von ihrer eingespielten

und seit langem bewährten Arbeitsteilung

profitieren – schnelle und

leistungsfähige Container- und Automobil-Logistik

an der Wesermündung in

Bremerhaven, Konzentration auf konventionelles

Stückgut, Projektladung und

Massengut in Deutschlands südlichstem

Seehafen, Bremen-Stadt.

Der neue Containerhafen in Wilhelmshaven

wird die attraktiven Kapazitäten

in Bremerhaven sinnvoll ergänzen. Unser

bremisch-niedersächsisches Gemeinschaftsprojekt

zeigt, dass an der Deutschen

Bucht eine neue, starke Hafen- und

Logistik-Region zusammenwächst.

Herr Dr. Woltering, wir danken für das

Gespräch!


ConTraiLo ❯

Land

❯ Schiene

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Container | Trailer Logistik

ConTraiLo

erscheint wieder am

12. Mai 2010

Messe-Direktheft

RoRo 2010


Bremerhavener

Dienstleistungen. Was für die Formel 1 gilt,

das gilt auch für den Containerverkehr:

Schnelligkeit und Zuverlässigkeit sind auch

beim Boxenstopp gefragt. Mit Leistungen

von Reinigen bis Reparieren sorgt in

Bremerhaven beispielsweise die Addicks

& Kreye Container Service GmbH & Co. KG

dafür, dass Container wieder in die nächste

Runde starten können.

Der Name Addicks & Kreye gehört in den bremischen

Häfen zum bekannten Bild. Vor mehr als

100 Jahren begann die Geschichte des Ursprungunternehmens

im Ladungskontroll- und Tallybereich.

Heute bietet der Name Addicks & Kreye eine Reihe von

eigenständigen Unternehmen für jeweils spezialisierte

Dienstleistungen. Darunter auch die Bremerhavener

Addicks & Kreye Container Service GmbH & Co. KG, die

in ihrer heutigen Unternehmensform nunmehr seit

neun Jahren in Bremerhaven ihre Dienste rund um den

Container anbietet.

Zwei Betriebsstätten

Hier agiert das Unternehmen dabei gleich von zwei

Betriebsstätten aus. Im so genannten On Dock Depot

auf dem Container-Terminal III werden auf einer Fläche

von ca. 4000 m2 Container repariert und gewartet. Da

sich auf dem Gelände ein Containerwaschplatz befindet,

können die Container hier direkt im Terminal-Bereich

gereinigt und Kühlcontainer mit der so genannten PTI

nach Kundenanforderungen auf den nächsten Einsatz

direkt vorbereitet werden. Gerade die Dienstleistungen


Hafenreport

Rund um die Box: In direkter Nähe zum

Hafen bieten Geschäftsführer M. Gries

und sein Team von Addicks & Kreye

Containerservice ihre Dienstleistungen an.


Reparatur: Zu den Leistungen in Bremerhaven gehört

auch die Reparatur von Containern.

54 ConTraiLo 3/2010

Blitzblank: Je nach Einsatz

müssen die Container trocken

und sauber sein.

um das Spezialequipment, wie Kühlcontainer, sind dabei

in den vergangenen Jahren umfangreicher geworden, wie

Geschäftsführer Manfred Gries berichtet.

Containerwaschplatz

Knapp einen Kilometer von den Container-Terminals

entfernt befindet sich eine zweite Betriebsstätte des

Dienstleisters. Hier sind auf einem Areal von 84.500 m2 die Geschäftszweige Container Service und Cargo Center

untergebracht. Ebenso wie im On Dock Depot gibt es

auch hier einen Containerwaschplatz und entsprechende

E-Anschlüsse.

Bei den Servicedienstleistungen handelt es sich auch heute

noch um echte Handarbeit – bei jedem Wetter. Zwar

können Überprüfungsprozesse angeben, wo eine Unit

defekt ist und Reparaturen notwendig sind, doch jeder

einzelne Auftrag ist individuell.

Ein weiteres Geschäftsfeld ist der Depotbetrieb. Dabei geht

es nur zum Teil um eine Zwischenlagerung leerer Container.

Denn fast alle Container, die das Depot durchlaufen,

sind aufgrund anstehender Services hier. Der eigene

Depotbetrieb ermöglicht es Addicks & Kreye die Abläufe

schlank zu gestalten. Im vergangenen November erweiterte

das Unternehmen die Depotfläche um 16.500 m2 Fläche. Ein wichtiger Schritt, da das Depot im Vorjahr

bereits mehrfach aufgrund der hohen Belegung nicht alle

Kunden aufnehmen konnte.

Schwerlast und Reparatur

Die neue Depotfläche ist dabei extra auch für den Schwerlastbereich

ausgelegt. So können hier beispielsweise auch

volle Container gelagert werden. In einer 1900 m2 großen

Reparaturhalle werden neben Kühlmaschinen und Containern

auch Container-Chassis repariert. Insgesamt werden

mehr als 30.000 Container bewegt und ca. 1000 Chassis

repariert oder gewartet.

Als ein neues Geschäftsfeld erschließt sich Addicks &

Kreye derzeit die Ausrüstung von Containern mit Flexitanks.

Gries sieht für die Zukunft dieser Einwegtanks ein

hohes Wachstum, da sie relativ günstig in der Anschaffung

sind und keine Leertransporte auf den Rückwegen

anfallen. Dabei will der Umgang mit den Flexitanks jedoch

gelernt sein. Wird verkehrt ausgerüstet, kann es

leicht zu Leckagen kommen.

Von Schwergut bis Haushaltsgüter

Im Bereich Cargo Center bietet Addicks & Kreye Leistungen

vom Containerpacking, über Kommissionierung

bis zur Verzollung. Die Tätigkeitsfelder erstrecken sich dabei

sowohl über Schwergut, Anlagen und Projekte inkl.


Wäsche: Reinigung

von Containern

ist Handarbeit

– bei jedem Wetter.

(Fotos: Addicks & Kreye)

Verpackung und Transport als auch über Garne, Textilien,

Pkw, LCL und FCL als auch den Im- und Export von Haushaltsgütern

für US-Soldaten. Insgesamt stehen hierfür 8000 m2 Hallenfläche

zur Verfügung. Für den Güterumschlag sind Reach-

Stacker mit 45 t Hubleistung, 3-, 5- und 10-t-Stapler sowie eine

Full-Service für maximale Wettbewerbsfähigkeit.

Effizienz, Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsfähigkeit – diese drei

Faktoren entscheiden, ob ein Fuhrpark erfolgreich unterwegs ist.

Chassiswerkstatt: Neben Containern werden auch Chassis repariert.

Schwerguttraverse im Einsatz. Als eines der nächsten Projekte

des Unternehmens, steht die Ausstattung des Geländes mit

weiteren Sicherheitseinrichtungen bevor, um den Anforderungen

der Kunden und Hafensicherheit noch besser gerecht zu

werden.

Aus diesem Grund bietet Ihnen MAN Rental ein einzigartiges

Konzept an: Premium-Fahrzeuge der neuesten Generation,

kombiniert mit flexiblen Mietoptionen und einem unschlagbaren

Komplettservice.

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Hafenreport

REPOWER IN BREMERHAVEN

Windanlagen am Luneort

Ob Onshore oder Offshore –

die REpower Systems AG

entwickelt, produziert und

installiert Multi-MW-Anlagen.

Das Produktportfolio umfasst

dabei Windenergieanlagentypen

mit Nennleistungen

zwischen 2,05 und

6,15 MW. Bis heute kann

das international tätige Technologieunternehmen

auf

Erfahrungen mit über 2000

Großes: Am Luneort werden

Windenergieanlagen zurück-

Windkraftanlagen produziert.

greifen. Hauptsitz von RE-

(Foto: REpower Systems AG)

power ist Hamburg. In den

Werken wie Bremerhaven

wird gefertigt. Die 5-MW-

Anlage REpower 5M mit einem Rotordurchmesser von

126,50 m ging im Winter 2008/09 am neuen Standort

Bremerhaven in die Serienfertigung. Zukünftig wird hier

auch das Nachfolge-Model REpower 6M hergestellt.

INITIATIVE FÜR SCHWERGUT IN BREMERHAVEN

Schwere Angelegenheiten

Maschinen für eine Textilfabrik in

China, Turbinen für ein Wasserkraftwerk

in Marokko – der Transport

von Schwergut ist im wortwörtlichen

Sinne eine „schwere“

Angelegenheit. In Bremerhaven haben

sich nun mehrere Unternehmen

zusammengeschlossen und eine

Schwergutinitiative gegründet.

Ein Schaden, der beim Transport

von Schwergütern entsteht, kann

schnell Millionenhöhe erreichen.

Um das Risiko zu minimieren ist

es wichtig, dass sämtliche an der

Transportkette beteiligten Unternehmen

sich den gleichen Qualitäts-

56 ConTraiLo 3/2010

standards verpflichten. Die Sicherheit

und Planbarkeit der Transportkette

sind entscheidend. Aus diesem

Grund wurde in Bremerhaven

eine Schwergutinitiative gegründet.

Beteiligt sind neben einer Versicherung

auch eine Reederei, Verpacker

und Transporteure. Eine eigene

Software-Plattform unterstützt bei

der speditionellen Organisation. Den

Kunden kann so eine Lösung aus

einer Hand geboten werden.

Weitere Informationen können über

die Container Freight Station des

EUROGATE Container Terminals Bremerhaven

eingeholt werden.

Traditionell nah

LaSi und Anschlagmittel von Rolf Lübbe

Im Bremerhavener Fischerheihafen herrscht derzeit viel

Bewegung. Neben den neuen Firmen gibt es hier auch

lange verwurzelte. Darunter z. B. Rolf Lübbe Zurr- und

Hebesysteme. Kundennähe ist dabei auch nach 27 Jahren

direkt vor Ort ein wichtiges Kriterium für das Unternehmen.

Ursprünglich stammte der gebürtige Bremerhavener

Lübbe aus der Drahtseilbranche, bis er schließlich

sein eigenes Geschäft für Anschlagmittel und Hilfsmittel

zur Ladungssicherung öffnete.

Ausbau. Heute bietet das Unternehmen mit 17 Mitarbeitern

seine Leistungen von der Erstausstattung mit Produkten

bis zu Serviceleistungen wie Beratungen und vorgeschriebenen

Überprüfungen. Von Bremerhaven aus

bedient man dabei nach eigener Aussage Kunden bis zur

dänischen und niederländischen Grenze, während man

in Richtung Ostdeutschland bis nach Rostock unterwegs

ist. Um noch näher am Kunden sein zu können, hat das

Unternehmen im vergangenen Jahr drei zusätzliche

Außendienstmitarbeiter eingestellt. Auch der Servicefuhrpark

wurde erweitert.

Mobiler Einsatz. Die beiden Fahrzeuge sind so gewählt,

dass die Mitarbeiter vor Ort stehend im Fahrzeug arbeiten

können. Beide verfügen über einen Prüfstand sowie ein

Prüfgerät auf Rissfreiheit und verschiedene Materialien

VIELFÄLTIGE DIENSTLEISTUNGSPALETTE

Von den USA bis Russland

„Wir haben Kunden aus den unterschiedlichsten

Branchen, die verschiedenste Anforderungen an uns

stellen“, beschreibt André von Riegen, Niederlassungsleiter

der Rhenus AG & Co. KG, das Leistungsspektrum

in Bremerhaven. „Wir übernehmen z. B.

den Umschlag und die Verpackung von Projektladung,

kommissionieren Textilien oder erledigen die Zollformalitäten

für unsere Kunden. Diese Vielfalt bewahrt

uns eine gewisse Unabhängigkeit.“ Eine Gemeinsamkeit

haben viele Aufträge dennoch: Weil Bremerhaven

in der Mitte zwischen Ost und West liegt, spielen

Russland und die USA eine besondere Rolle.


wie Ersatzteile und mehr. Denn defekte Teile werden vor

Ort möglichst umgehend instand gesetzt. Dabei ist nicht

nur das Serviceangebot der Firma vielfältig, sondern auch

die Branchen aus denen die Kunden stammen. Der Standort

am Lunedeich bietet dabei sowohl die Nähe zur Autobahn

für entfernte Ziele als auch zu den Hafenbereichen

von Bremerhaven.

Flexibel. Dabei zeichnen sich die Bremerhavener nach

eigenen Angaben vor allem auch durch ihre zeitliche

Flexibilität aus. Zudem sind sie Mitglied in verschiedenen

Verbänden. Hierunter beispielsweise der Fachverband

Seile und Anschlagmittel e.V. sowie die International

Ship Suppliers Association.

Mobiler Service: Firma Lübbe ist stets für ihre

Kunden unterwegs.

(Foto: Lübbe)

Die Dienstleistungen reichen von der Transitabfertigung

von Pkw-Importen aus den USA für Kunden in

Osteuropa über den Umschlag von Exportgütern für

die USA bis zur Lagerung von Klimageräten, die für

den russischen Markt bestimmt sind. Neben den reinen

Umschlag- und Lagerdienstleistungen organisiert

Rhenus bei Bedarf auch Vor- und Nachläufe der Waren.

Für diese Aufgaben hat Rhenus über 23.000 m2 gedeckte Lagerfläche, mehr als 70.000 m2 Freilagerfläche

sowie Umschlaggeräte. Doch von Riegen

ist überzeugt: „Wir haben auf dem 125.000 m2 großen Grundstück noch genug Kapazitäten, um bei

Bedarf weiter zu expandieren.“ Der Bremerhavener

Standort ist Teil der Rhenus-Gruppe, die an über 290

Standorten mit 17.700 Beschäftigten präsent ist.

Binnenschiffs-

Containerterminal

Hannover – Nordhafen (CTH)

♦ Binnenschiffs-Containerlinien

♦ Containerumschlag

♦ Lkw Vor- und Nachlauf

♦ Container-Inspektionen,

-Reperaturen,

-Depot / Lager

♦ Stuffing & Stripping

♦ Kommissionierung,

Lagerung und Distribution

♦ Zollabfertigung

♦ Value Added Services

♦ Vernetzung aller Verkehrsträger,

speditionelle und

logistische Dienstleistungen

schützt...

Begasung von Containern oder Stückgut für den Export

Lieferung von begasten Paletten oder wärmebehandelten Paletten

Freimessung von begasten Importcontainern

Auch auf anderen Gebieten der Schädlingsbekämpfung

sind wir gerne für Sie tätig.

Begasung von Rohwaren im Container oder als Sackware

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Hinterlandverkehr


NETZE

über Kontinente

Netzwerk. Seehäfen – sie sind die Tore der globalen

Warenströme. Leicht ist man versucht, die Küstenstandorte

durch eine regionale Bedeutung zu sehen.

Dabei gehen von hier aus Produkte aus aller Welt in

das gesamte Land und über die Grenzen hinaus: ins

Hinterland.

Hinterland – ein und derselbe Begriff

in englisch und in deutsch.

Der Landstrich, der sich dahinter

verbirgt, zeigt sich mit einer enormen

Größe. Sein Beginn liegt noch in den

Seehäfen, in den Terminals selbst, denn

hier werden die Güter aus Übersee für

ihren weiteren Weg umgeschlagen. Straße,

Schiene und Binnenwasserwege sind

dabei die pulsierenden Adern.

Je nach Ziel strömen Container mit den

Verkehrsträgern von oder an die Küste.

Raus, zu den Inlandterminals vor und

hinter den eigenen Landesgrenzen. Leben

verleihen den gemischten Ketten

aus Verkehrsträgern die Logistiker: vom

Ein-Mann-Containertrucker bis zu weltweit

agierenden Konzernen organisieren

sie den Warenfluss quer durch die Kontinente.

Verkehrsträger und Dienstleister

Lastwagen spielen ihre Vorteile vor allem

auf den kurzen Strecken aus sowie in entlegenen

Winkeln ohne Bahn und Wasseranbindung.

Bei langen Gesamttransportwegen

sind sie dagegen häufig das

Mittel „der letzten Meile“, während die

Waren zunächst auf den umweltfreundlichen

Bahn- und Binnenschiffverbindungen

ihre Reise antreten.

Container bieten mit ihren Standardmaßen

leichte Möglichkeiten verschiedene

Transportmodalitäten miteinander zu

kombinieren und damit den kostengünstigsten,

oder auch umweltfreundlichsten

Warenweg zu finden. Gerade mit Blick

auf die Binnenschiff-Fahrt ist der Rhein

dabei eine der Schlagadern. Zahlreiche

Dienstleister und Terminals verbinden

mit dem Wasserweg das Hinterland mit

den Seehäfen Antwerpen und Rotterdam.

Aber auch andere Flüsse, Schienenstränge

und Autobahnen sind bedeutende

Warenwege. ConTraiLo stellt auf den

folgenden Seiten eine bunte Mischung

aus Seehäfen, Binnenterminals und

Dienstleistern rund um die Hinterlandverkehre

an der Rheinschiene und in

weiteren Regionen vor.


Hinterlandverkehr

HAFEN BRAKE

Westlich der Weser

Zwischen Bremen und Bremerhaven

liegt auf der Westseite der Weser der

Hafen Brake. Traditionell werden hier

Massenschütt- und Massenstückgüter

umgeschlagen. Zum Kerngeschäft gehören

dabei Futtermittel und Getreide.

Umgeschlagen werden sie in den Anlagen

des J. Müller Agri Terminals. Über

60 Prozent der angelandeten Güter

werden per Lkw und Binnenschiffe ins

Umland geschafft. Für die Just-in-time-

Versorgung der Mischfutterwerke der

Umgebung sorgen Lkw-Selbstbedienungsterminals

und Lagerkapazitäten

bis zu 360.000 t.

Aber auch Zellstoff, Holzprodukte, Eisen

und Stahl sowie Windkraftanlagen

und Projektladungen nehmen über das

J. Müller Breakbulk Terminal den Weg

über den niedersächsischen Hafen. Die

Anbindung an das deutsche Bahnnetz

ermöglicht nach Unternehmensangaben

z. B. die Belieferung der deutschen

Zellstoffempfänger in rund 24

Stunden. Über 70 Prozent der Zellstofflieferungen

werden mit der Bahn

abgewickelt und der Anteil der Schnittholzlieferungen

für den Export liegt

über 50 Prozent.

(Foto: J. Müller Unternehmensgruppe)

60 ConTraiLo 3/2010

Auf der Schiene ins Hinterland

Die LHG setzt auf den Bahnverkehr

Der Lübecker Hafen möchte bei

seinen Hinterlandanbindungen auch

künftig in starkem Maße auf die Bahn

setzen. Zurzeit werden bei der Lübecker

Hafen-Gesellschaft (LHG) rund

81 Prozent der Güter im Zu- und

Ablauf über die Straße und rund drei

Prozent über die Binnenwasserstraße

Elbe-Lübeck-Kanal transportiert. Der

Bahnanteil beträgt ca. 16 Prozent.

Erweiterungspläne. Neben Papiertransporten,

die als reine Papierzüge

den Hafen verlassen, spielt der Kombinierte

Verkehr nach Angaben der LHG

eine immer größere Rolle. Die KV-

Anlage am Skandinavienkai schlug im

Jahr 2009 rund 77.000 Einheiten um.

Betrieben wird sie von der LHG-Beteiligung

Baltic Rail Gate.

Geschäftsführerin Antje Falk: „Nach

Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten

hat die Wirtschaftskrise im vergangenen

Jahr zu einem Minus von

16 Prozent geführt. Es gab jedoch in

den vergangenen Monaten spürbare

Anzeichen für eine leichte Erholung.“

Mittelfristig rechne man damit, die

Marke von 100.000 Einheiten zu errei-

chen. Falk: „Spätestens dann müssen

wir unsere bereits vorhandenen Ausbaupläne

konkretisieren. Gedacht ist

zunächst an eine Ergänzung der Anlage

um ein sechstes zuglanges Gleis.“

Später sei dann eine komplette Erweiterung

der Anlage in Form eines zweiten

Moduls mit zusätzlichen Kranbrücken

und Gleisen denkbar. In

Planung ist bei der LHG ebenfalls eine

verbesserte Bahnanbindung des Seelandkais.

Gleichzeitig Operateur. Bereits heute

ist das KV-Terminal am Skandinavienkai

mit verschiedenen Verkehrszentren

vernetzt. In Lübeck-Travemünde

werden 30 Ganzzüge pro Woche und

Richtung abgefertigt. Destinationen

sind unter anderem Basel, Ludwigshafen,

Köln, Duisburg, Verona und Novara.

Dabei sind die Schiffsabfahrten

und -ankünfte mit der Bahnseite vernetzt.

Falk: „In diesem Jahr werden

wir unser Netz noch weiter ausbauen.

Dazu führen wir derzeit Gespräche

mit verschiedenen Interessenten.“ Die

LHG ist dabei nicht nur Umschlaghafen,

sondern auch Eisenbahnverkehrs-


Geschäftsführerin Antje Falk sieht für

Lübeck ein hohes Potenzial für Schienentransporte.

(Fotos: LHG)

unternehmen, das vier eigene Lokomotiven

vorhält und Traktionen

zwischen den Hafen-Terminals, nach

Hamburg-Maschen und zu anderen

Destinationen anbietet.

Investitionen. Lübeck habe hohes Potenzial,

so Falk: „Durch die Ende 2008

abgeschlossene Elektrifizierung der

Strecke Hamburg-Lübeck bis in die

Hafenbahnhöfe hinein und die durchgängig

zweigleisige Verbindung zwischen

Lübeck und Travemünde, die in

diesem Jahr fertig gestellt sein wird,

investieren Bahn, Hafenbahn und Hafen

in die Zukunft.“

HAFEN ANTWERPEN VERSTÄRKT SEINE TÄTIGKEIT

Weltweite Verzweigung

Der Weg zum belgischen Hafen von Antwerpen führt weit in das Inland

hinein. Der Universalhafen behauptet sich unter den Tophäfen Europas

und konnte im vergangenen Jahr insgesamt 157,8 Mio. t Fracht umschlagen.

Damit musste auch Antwerpen im Vergleich zum Vorjahr einen

Rückgang von 16,7 Prozent verbuchen. Um seine Position im weltweiten

Wettbewerb zu stärken weitet der Hafen von Antwerpen mit der neuen

Tochtergesellschaft Port of Antwerpen Intermodal (PAI) seine Tätigkeiten

außerhalb von Europa aus. Ein wichtiges Projekt für die belgische Nummer

Eins ist auch die Vertiefung der Schelde, die im Februar 2010 gestartet ist.

Innerhalb von zwölf Monaten sollen die Arbeiten abgeschlossen werden und

den Zugang nach Antwerpen für die großen Schiffe damit erleichtern bzw.

für noch größere Schiffe ermöglichen.

Für den Hinterlandverkehr bietet die Lage weit im Inland den Vorteil, dass

die Güter im weiteren Transport geringere Wege vor sich haben. Beispielsweise

für den Schienenverkehr sieht der Hafen Antwerpen Umschlagkapazitäten

für 340.000 Container für zusätzliche oder bisher per Lkw transportierte

Güter von und nach Antwerpen. Vor wenigen Wochen wurde daher

das Projekt Antwerp Intermodal Solutions (AIS II) gestartet.

Um dem Wachstum der Schienentransporte gerecht zu werden, steht

auch der Ausbau der Schieneninfraktruktur im und um das Hafengebiet im

Blickpunkt. Die wichtigen Infrastrukturprojekte beinhalten den Bau eines

zweiten Schienenzugangs am rechten Scheldeufer sowie den Liefkenshoek-

Bahntunnel. Letzterer soll 2014 geöffnet werden und die Schienenverbindung

zwischen linkem und rechtem Ufer verbessern. Neben dem Schienenverkehr

möchte die Antwerp Port Authority auch den Binnschiffsverkehr

weiter ausbauen.


Hinterlandverkehr

(Fotos: Karlsruher Messe- und Kongress GmbH)

Treffpunkt der Hafenwirtschaft

Binnenschiff-Fahrt. System Wasserstraße – Verkehrsträger mit

Zukunft: Unter dem Motto lädt das Kongresszentrum Karlsruhe am

22. und 23. April 2010 auch in diesem Jahr zum Hafenkongress.

Auch Politik und öffentliche Verwaltungen

sind bei der internationalen

Veranstaltung vertreten.

In Vorträgen und Podiumsdiskussionen,

die simultan deutsch und französisch

übersetzt werden, kommen Verkehrsexperten

aus Wissenschaft, Wirtschaft

und Politik zu Wort. Unterstützt wird

der Hafenkongress Karlsruhe vom Innenministerium

des Landes Baden-Württemberg.

Mit der Veranstaltung will das Ministerium

gleichzeitig auf die zentrale Bedeutung

der Häfen für den Wirtschaftsstandort

aufmerksam machen. Innenminister

Heribert Rech wird den Hafenkongress

2010 eröffnen. Zudem wird ein Vertreter

des Ministeriums über das Entwicklungs-

62 ConTraiLo 3/2010

potenzial der Binnenhäfen und ihre Bedeutung

für den Güterverkehr in der Zukunft

referieren.

Zukunftsszenarien und mehr

Das Konferenzprogramm widmet sich

den Themen „Zukunft der Binnenhäfen“

und „Öko-Effizienz der Binnenhäfen“.

Verkehrswissenschaftler Prof. Dr. Dr.

Gerd Aberle entwirft am Eröffnungstag

ein „Zukunftsszenario für den Güterverkehr“.

Weiterer Höhepunkt ist das Referat

„Nachhaltigkeit in der Logistik“ von Rainer

Schäfer, Präsident Bundesverband Öffentlicher

Binnenhäfen e. V. und Chef der

Neuss-Düsseldorfer Häfen.

Im Anschluss gibt es die große Podiumsdiskussion

zur Zukunft der Binnenhäfen.

Hier sind Andre Auderset, Vizepräsident

Europäische Binnenschiffahrts-Union

(EBU) und Geschäftsführer Schweizerische

Vereinigung für Schiff-Fahrt und

Hafenwirtschaft (SVS) ebenso dabei wie

Geschäftsführer der Häfen Straßburg und

Kehl, Jean-Louis Jérome und Dr. Karlheinz

Hillenbrand. Weitere Teilnehmer

sind Roland Hörner, Vizepräsident Europäischer

Verband der Binnenhäfen (EVB)

sowie Pierre Guerin, Präsident der französischen

Rheinreederei CFNR.

Zwei Sequenzen mit Diskussion

Ressourcen schonen und weniger Energie

verbrauchen; Themen, die auch die

Binnenhäfen als trimodale Verkehrsknotenpunkte

betreffen. Dies zeigen auch die

Vortragssequenzen „Umwelt und Verkehr

– Öko-Effizienz“ und „Öko-Effizienz bei

Binnenhäfen – Leistungen und Probleme“.

Unter dem Motto Hafen- und Stadtentwicklung

im Gleichgewicht steht die


Informationsaustausch: Das Gespräch unter

vier oder mehr Augen ist auch in diesem Jahr

Bestandteil des Hafenkongresses. (Bild oben)

Bestandsaufnahme: Teil des Kongresses

werden zahlreiche Vorträge von Branchenkennern

sein. (Bild links)

abschließende Podiumsdiskussion des Hafenkongresses.

Damit die Binnenhäfen als Logistik- und Wirtschafts-Standorte

erfolgreich sind, müsse von der

Politik die Ansiedlung von Industrie und Gewerbe

gefördert werden. Gleichzeitig ist in der regionalwirtschaftlichen

Entwicklung der Bestandschutz

für die Häfen ein wichtiges Thema. Auch

die Frage: „Wie bleiben Häfen leistungsfähige

Logistik-Standorte?“, wird gestellt. Hierzu diskutieren

Carsten Strähle, Hafen Stuttgart, Alexander

Schwarzer, Rheinhäfen Karlsruhe, Prof. Dr.

Heike Flämig, Technische Universität Hamburg-

Harburg, Jacky Scheidecker, Hafen Muhlhouse

sowie Hans-Peter Hadorn, Direktor Schweizerische

Rheinhäfen.

Bunter Rahmen

Zum Rahmenprogramm der Veranstaltung gehört

eine begleitende Fachausstellung. Bei dieser haben

Hafenbetriebe, Hersteller von Umschlagtechnik,

Transportdienstleister, Servicebetriebe und

Logistik-Unternehmen Gelegenheit, dem Fachpublikum

ihr Leistungsspektrum zu präsentieren.

Abgerundet wird der Kongress mit einer Port-Party

auf dem neuen Fahrgastschiff der Rheinhäfen

Karlsruhe.

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Hinterlandverkehr

TX LOGISTIK ERWEITERT NETZWERK

Neue Schienenverbindung

Für Seecontainer gibt es eine neue Verbindung von

Hamburg nach Frankfurt am Main. Mit dem neuen

Dienst bindet die TX Logistik AG seit dem 12. April

Frankfurt in das Cargostar maritim Netzwerk ein.

Zunächst werden drei Mal wöchentlich die Container-

Terminals Burchardkai, Eurokombi und CTA mit dem

Wincanton-Terminal im Frankfurter Osthafen verbunden.

Übernommen wird die Traktion von der Privatbahn

boxXpress.de GmbH. Mit dem neuen Service werden

so 92 TEU je Richtung über die Schiene transportiert.

Containerservice: TX Logistik bindet Frankfurt in sein

Netzwerk ein. (Foto: TX Logistik)

ERFOLGREICHES JAHR FÜR DIE DUISPORT-GRUPPE

Gesteigerte Leistung

Die duisport-Gruppe konnte ihre Gesamtleistung

gegenüber dem Jahr

2008 mit einem konsolidierten Umsatz

von 145 Mio. Euro erneut steigern.

„Die Strategie der letzten

Jahre, unsere Geschäftsfelder konsequent

auszubauen und zu erweitern,

war der Schlüsselfaktor, um

in diesem wirtschaftlich schwierigen

Jahr ein so gutes Ergebnis zu

erzielen“, sagte Erich Staake, Vor-

64 ConTraiLo 3/2010

standsvorsitzender der Duisburger

Hafen AG, bei der Bilanzpressekonferenz.

„Ebenfalls dazu beigetragen hat,

dass wir frühzeitig Maßnahmen

ergriffen haben, um der Krise zu

begegnen. Wir haben unsere Kostenstrukturen

und vor allem unsere

Prozessabläufe angepasst, verbessert

und optimiert“, so Staake

weiter.

Für Rhein und Neckar

Hafen Mannheim kurz vorgestellt

Kaimauern und Ufer mit insgesamt 54,4 km Länge,

14 Hafenbecken und drei Stromhäfen – die Eckdaten des

Mannheimer Rhein-Neckar-Hafens. Der baden-württembergische

Binnenhafen verzahnt nicht nur Wasser, Schiene

und Straße, sondern verbindet die Metropolregion mit

wichtigen europäischen Seehäfen.

Mit den vier Hafengebieten Handelshafen, Industriehafen,

Altrhein und Rheinauhafen erstreckt der Binnenhafen

sich über eine Fläche von 1131 ha. Im Handelshafen

stehen zwei Container-Terminals zur Verfügung. Für die

Hauptverbindungsstrecke Mannheim–Rotterdam benötigt

ein Frachtschiff nach Angaben der Hafengesellschaft

26 Stunden.

Wechselstation. Das Wincanton-Terminal am Mühlauhafen

ist mit drei Containerbrücken mit Hebekapazitäten

von 32 und 50 t und Spreadern für sämtliche Containertypen

ausgerüstet. Das trimodale Terminal hat eine Gesamtfläche

von 44.000 m2 und eine Kailänge von 885 m.


Hafengebiete: Der Industriehafen ist eines von

vier der Hafenbereiche des Mannheimer Standortes.

Das angrenzende KLV-Terminal sorgt für einen schnellen

Wechsel vom Wasser auf die Schiene. Betrieben wird es

von der Deutschen Umschlaggesellschaft Schiene-Straße

(DUSS).

Ein weiteres Container-Terminal liegt am Neckar. Hier

werden Containerverkehre umgeladen. Betrieben wird

das Terminal, das mit einer Containerbrücke ausgerüstet

ist, von der Mannheimer Container Terminal Rhein-Neckar

GmbH (MCT).

Umschlagleistung. In den Mannheimer Häfen wurden

im vergangenen Jahr insgesamt 95.616 TEU mit einer Gesamttonnage

von 939.091 t wasserseitig umgeschlagen

und gelöscht. Über die RoRo-Anlage im Mannheimer

Rheinauhafen werden Fahrzeuge wie z. B. Traktoren und

andere Landmaschinen in alle Welt verschifft. Zweimal

pro Woche fahren zwei Schubverbände das RoRo-Terminal

an, die im Linienverkehr Antwerpen und Rotterdam

anlaufen. Im Jahr 2009 wurden insgesamt 14.357 Fahrzeuge

umgeschlagen. Der Binnenhafen wird von der

Staatlichen Rhein-Neckar-Hafengesellschaft Mannheim

mbH (HGM) geführt, einem Unternehmen des Landes

Baden-Württemberg.

Verbindung: Der

Mannheimer Hafen ist ein

Knotenpunkt im Hinterland.

(Fotos: Axel Heiter Fotodesign)

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Hinterlandverkehr

Ehrung (v. l.): Dr. Th. Nobel (DGG),

M. Moehlmann (Bremen Entwicklungsgesellschaft

mbH), F. Zuliani (Consorzio

ZAI), H. Leupold (Hafen Nürnberg-

Roth), Dr. R. Fleck (Stadt Nürnberg).

GVZ NÜRNBERG

Unter den Top Drei

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) bayernhafen

Nürnberg gehört zu den Top

Drei der europäischen Güterverkehrszentren.

Das bayerische GVZ erreichte

im Ranking der Deutschen GVZ Gesellschaft

DGG den dritten Platz hinter

dem italienischen Interporto Quadrante

Europa Verona und Bremen. Sowohl

das GVZ als auch der bayernhafen

Roth sind Teil der bayernhafen-Gruppe,

die weitere Logistik-Standorte in

Aschaffenburg, Bamberg, Regensburg

und Passau betreibt und trimodale Logistik

in der Metropolregion Nürnberg

und Bayern bietet. Über Direktzugsysteme

ist das GVZ mit Seehäfen wie

Bremerhaven und Hamburg vernetzt.

Zudem kooperiert Nürnberg mit dem

Interporto Quadrante Europa Verona.

Trotz der Krise wurde im letzten Jahr

weiter in den Infrastrukturausbau und

in Firmenerweiterungen investiert. Der

Gesamtumschlag für 2009 lag für das

GVZ und den bayernhafen Roth bei

12,565 Mio. t. Der Lkw-Umschlag verbuchte

8,810 Mio. t, während wasserseitig

458.600 t über die Kaianlagen

bewegt wurden.

66 66 ConTraiLo ConTraiLo 3/2010 3/2010

(Foto: Hafen Nürnberg Roth GmbH)

Drehscheibe an der Saale

Leistungen rund um die Box in Halle

Vom ungenutzten Binnenhafen zu einem

der leistungsfähigsten Container-Terminals

Mitteldeutschlands –

beschreibt die Hafen Halle GmbH

die eigene Entwicklung. Die Gesellschaft

betreibt als 100-prozentige

Tochter der Stadtwerke Halle GmbH

am Standort Halle-Trotha den öffentlichen

Binnenhafen Halle. Dabei liegt

der Leistungsschwerpunkt auf dem

Container-Terminal Halle Saale, kurz

CTHS. Insgesamt verfügt das Terminal

über eine Zwischenabstellfläche

für 1650 TEU, darunter 200 TEU für

Gefahrgutcontainer und 30 TEU für

Kühlcontainer.

Auf zwei parallel führenden Verladegleisen

mit einer Ganzzuglänge von

635 m und drei Reachstackern werden

Container, Tankcontainer, Wechselbrücken

und Trailer umgeschlagen.

Logistik-Management, die Disposition

sowie auch das Instandsetzen oder

Reinigen von Containern ergänzen

die Terminal-Dienstleistungen. Unter

anderem mit regelmäßigen Containerganzzugverbindungen

nach Hamburg

und Bremerhaven wird von

Halle aus die komplette Logistik-Kette

VERANSTALTUNG

für Export oder Import von Waren

vom Versender zum Empfänger organisiert.

Hinterland und eigene Lokomotiven.

Als ein Beispiel hat die Weets-Gruppe

eine Niederlassung in Halle an der

Saale. Das mittelständische Logistik-

Unternehmen mit Hauptsitz in Emden

arbeitet mit einer breiten Dienstleistungspalette.

Dazu zählen klassische Speditionsleistungen,

Lkw-Transporte mit Planen-

und Containerzügen im nationalen

und internationalen Verkehr.

Dabei hat Weets mit Halle, Braunschweig,

Kassel und Ingolstadt vier

feste Anlaufpunkte bundesweit.

Mit dem Kombinierten Verkehr bietet

der Hafen Halle eine umweltverträgliche

Lösung und die Transportsicherheit

sowie Flexibilität der

Güterverteilung wird erreicht. Das

CTHS verfügt mit der Hafenbahn über

einen eigenen Fuhrpark an Lokomotiven.

Die neuen Lokomotiven. Die Loks

übernehmen Rangierleistungen innerhalb

des Terminals oder realisieren die

Zustellung oder Abholung von Ganz-

Mannheimer Mittelstandsforum

Für mittelständische Firmen bekommt Logistik eine immer größere Bedeutung.

Mit logistischem Know-how werden Produktionsstandorte miteinander

verbunden und Absatz- und Beschaffungsmärkte neu erschlossen. Unter dem

Motto „Logistiksysteme im Wandel – Strategien, Kooperationen, Personal“

findet vom 21. bis 22. April 2010 das vierte Mittelstandsforum Mannheim

statt. Vier Fachvorträge stellen Potenziale der Logistik vor. Neuer Veranstaltungsort

ist das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW).


Container-Terminal:

Das CTHS ist ein

Schwerpunkt des

Hafens an der

Saale.

zügen. Mit zwei weiteren Großdiesellokomotiven

engagiert sich der Hafen

nun noch stärker auf der Schiene.

Beide Lokomotiven stammen aus

Serien, welche direkt an die Deutsche

Reichsbahn geliefert wurden und sich

dort schon bestens bewährten. Die

„neue“ Lokomotive für den Hafen

(Foto: fh)

Halle wurde Ende 1966 bei der VEB

Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg

(LKM) gebaut und im März 1967 an

die Deutsche Reichsbahn ausgeliefert.

Die Loks sollen nun in ganz Deutschland

eingesetzt werden. Ebenfalls neu

beim Hafen Halle ist das CTHS-Containerlexikon.

STATISTIK

Mühlhausens

Rheinhäfen

Die Bilanz der Rheinhäfen von Mülhausen

zeigt für 2009 einen Gesamtumschlag

von 7.103.400 t. Damit

verbuchten die drei Hafenstandorte

Ottmarsheim, Ile-Napoléon und Hunigue

Rückgänge von 13,07 Prozent im

Vergleich zu 2008. Den größten Anteil

am Umschlag der trimodalen Häfen

hat der wasserseitige Transport mit

4.938.600 t. Hiervon verbucht der

Industriehafen Ottmarsheim die führende

Rolle. Zu den Flächen des Standortes

gehört unter anderem das Container-Terminal.

Mit 8511 TEU erzielte

der Ottmarsheim-Flandern-Express

OFE ein Plus von 49 Prozent. Der

Service bietet wöchentlich zwei Verbindungen

zwischen dem Rheinhafen und

Antwerpen und Zeebrügge. Der Hafen

Ile-Napoléon in der Stadt liegt am Rhein-

Rhône-Kanal und hat sich als ein Dienstleister

der Stadt-Logistik etabliert.

Hunigue ist mit seiner Lage am Rhein,

an den Grenzen zur Schweiz und zu

Deutschland international ausgerichtet.


Hinterlandverkehr

SYMEO-ORTUNGSSYSTEM

Passender Mix

Die Hafengesellschaft Brunsbüttel hat

für die norddeutsche Affinerie AG eine

Halle gebaut, in die per Schiff eingehende

Kupferkonzentrate eingelagert

werden. Hier wird das feinkörnige

Schüttgut sortenrein gelagert, nach

Kundenvorgabe gemischt und dann

per Binnenschiff nach Hamburg transportiert.

Weder das Schüttgut noch

die Abladeplätze dürfen daher verwechselt

werden. Eine Ortungs- und

Positionierungslösung fand die

Hafengesellschaft im funkbasierten

Symeo LPR.

Zusammen mit der Leitec GmbH aus

Kassel erstellte die Hafengesellschaft

Brunsbüttel ein Systemkonzept, das

heute wie ein „Navigationssystem“

für die Radlader-Fahrer dient. Aufgrund

der staubigen Umgebung waren

z. B. optische Systeme oder GPS-Empfänger

für eine durchgängige Ortungslösung

ausgeschlossen. Letztlich fiel

die Wahl auf die Ortungssensorik LPR,

(Local Positioning Radar) der Symeo

GmbH.

Die individuelle LPR-Ortungslösung

konnte vollständig aus Standardkomponenten

zusammengestellt und über

Standardschnittstellen in die Systemlösung

integriert werden. Das in

Brunsbüttel eingesetzte System LPR-

2D kann beliebig viele bewegte Objekte

identifizieren.

68 ConTraiLo 3/2010

Ortung: Das

Symeo LPR

kann auch bei

Kranen genutzt

werden.

(Foto: Symeo)

LPR-1DP/2-Einheit

Virtueller Stoppbereich

Gleich um die Ecke

Contargo: Kundennahe Terminals am Oberrhein

Container-Hinterlandtransporte sind

eine Spezialität von Contargo. Mit der

eigenen Binnenschiff-Flotte erbringt

das Unternehmen dabei 53 Prozent

seiner Jahrestransportleistung.

„Der Kombinierte Verkehr mit Bahn

und Binnenschiff ist hoch effizient

und umweltfreundlich und wir haben

in unseren Terminals und Verkehrsverbindungen

noch reichlich Kapazitätsreserven“,

sagt ihr Chef, Cok Vinke.

Straßburg: Tägliche

Schiffsabfahrten verbinden

Seehäfen und

Hinterland.

Größter Containerumschlagplatz

im

Contargo-Netz: Das

trimodale Terminal in

Wörth bei Karlsruhe.

(Fotos: Contargo)

Das Oberrheingebiet bis hinauf nach

Basel wird bevorzugt mit 110-m-Schiffen

und Koppelverbänden befahren.

Vinke: „Diese Schiffe fahren im Oberrhein,

weil dieses Fahrgebiet durch

Schleusen und Brückenhöhen mit größeren

Schiffen nur sehr beschränkt

zugängig ist.“ Am 1. April 2010 wurde

hier ein verdichteter Fahrplan in Kraft

gesetzt. Am Oberrhein betreibt Contargo

eine Reihe trimodaler Terminals.


Die Schweiz. Das Basel Multi Terminal

(BMT) verfügt über ein Gefahrgutlager.

Mit einer qualifizierten Reefer-Service-

Station werden alle Kontroll-, Serviceund

Reparaturarbeiten nach internationalen

Standards an Containern mit

Kühlaggregat durchgeführt. Ein großes

Bahnmodul sorgt für den nahtlosen

Übergang vom Schiff zu den Schweizer

Inland-Terminals.

Für Frankreich. Nur 25 km rheinabwärts,

im öffentlichen Hafen Ottmarsheim, ist

die Contargo France ansässig. Hier können

sechs Schiffe gleichzeitig abgefertigt

werden und das Bahnmodul schafft Verbindungen

ins Hinterland um Mulhouse.

Knapp 100 km weiter findet sich eine

Niederlassung der gleichen Gesellschaft

am öffentlichen Terminal Straßburg.

Die BRD. Zwei Schleusen und 75 Stromkilometer

abwärts von Straßburg befindet

sich das trimodale Contargo-Terminal

im rheinland-pfälzischen Landeshafen

Wörth. Es ist mit 7000 TEU Lagerfläche

das größte Terminal im Contargo-Netzwerk

und bietet drei Liegeplätze zur

Abfertigung der Binnenschiffe.

Die Seehäfen Rotterdam und Antwerpen

können von hier aus laut Contargo in

eineinhalb Tagen per Schiff erreicht werden.

Aber auch die Nordseehäfen sind

mit täglichen Containerzügen im Nachtsprung

angebunden.

IPPC, ISPM 15, TRGS 512/523...

Unsere Kontroll- & Bekämpfungsmaßnahmen

sichern den

ungehinderten Warenfluss!

Als Fachunternehmen haben wir ein auf die Logistik

abgestimmtes Dienstleistungsportfolio erstellt.

Ob im Container-Terminal, GVZ oder in Ihrer Lagerhalle –

wir arbeiten sicher und effizient.

(Foto: H&S Container Linie)

DIENSTLEISTER

Bahn und Barge aus einer Hand

Die komplette Rheinschiene im Blick hat die H&S Container Linie GmbH.

Angeboten werden die Container-Liniendienste per Schiff und Bahn. So

sind im Niederrhein-Dienst insgesamt fünf Schiffe im Einsatz. Von den

Häfen Antwerpen und Rotterdam geht es mit diesen nach Emmelsum,

Duisburg DeCeTE und Neuss. Für die Containertransporte am Mittelrhein

sorgen vier Schiffe. Gemeinsam mit der Ultra Brag AG, Basel, läuft der

Oberrhein-Dienst Blue Arrow Line. Vier Koppelverbände und zwei Schiffe

starten hier von Antwerpen und Rotterdam nach Kehl, Straßburg,

Neuf-Brisach, Ottmarsheim, Weil, Basel, Auhafen und Birsfelden.

Sowohl nach Straßburg als auch Duisburg geht es viermal in der Woche

über die Schienenlinie. Hinzukommt die zweimal wöchentliche Fahrt nach

Ottmarsheim. Alleine mit den Bahn- und Barge-Diensten ist das Leistungsspektrum

von H&S Container Linie noch nicht ausgeschöpft. In

diversen Hinterland-Terminals werden so genannte Added Value Service,

also Mehrwertdienste, vom Stuffen und Strippen über Lkw-Vorläufe bis

zu Container-Checking und Depots angeboten.

Hamburg | Berlin | Bremen | Geseke | Offenbach |

Laudenbach a.d. Bergstraße

Containerdurchgasungen

Restgas- und Freimessungen

Wärmebehandlung von Verpackungsholz

Heißvernebelung in Lägern

Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung mbH | Packersweide 19, 20539 Hamburg

Tel.: 040-754 945 0 | Fax: 040-754 64 33 | hamburg@dgs-schaedlingsbekaempfung | www.dgs-schaedlingsbekaempfung.de

Ein Unternehmen der SIMACEK Facility Management Group GmbH


Hinterlandverkehr

VERTRAGSABSCHLUSS

Rohstoff-Drehscheibe

Duisburg

Etwa 30 Fußballfelder könnte man

einen Meter hoch mit den 70.000 t

Gießerei-Koks bedecken, die zukünftig

jährlich von Waldenburg nach

Duisburg geliefert werden sollen.

Denn die Thyssenkrupp MinEnergy

GmbH hat einen Zehn-Jahresvertrag

mit einem polnischen Gießkoksproduzenten

abgeschlossen. Per Zug

geht der Koks in Spezialcontainern,

den so genannten Blackboxes im

Pendelverkehr nach Deutschland.

Die gleiche Menge auf der Straße

zu transportieren, entspräche

laut den Energiespezialisten rund

5,6 Mio. gefahrenen km.

Die Verfrachtung per Zug ist zudem

aufgrund reduzierter Umschlaghäufigkeit

schonender für den Rohstoff

und erhöht die Qualität des angelieferten

Koks. Mit dem Anschluss an

die Seehäfen kann so der inländische

und internationale Markt beliefert

werden.

Gerne entwickeln

und produzieren

wir auch individuelle

Systemlösungen nach

Ihren Wünschen.

Gemeinschaft: Durch den Zusammenschluss kann neska intermodal einzelne Glieder

der Lieferkette koordinieren und optimieren. (Foto: neska intermodal)

Acht unter einem Dach

Zusammenschluss als neska intermodal Gruppe

Sechs plus eins plus eins ergibt Logistik

aus einer Hand – hinter dieser Gleichung

steckt der Zusammenschluss

zur neska intermodal. Zu der Gruppe

gehören sechs trimodale und eine bimodale

Umschlaganlage am Niederrhein.

Hinzu kommt eine Binnenschiffsreederei

mit 13 Binnenschiffen

aus den Niederlanden. Alle Mitglieder

Kran- und Hebetechnik I Wilhelm-Giese-Straße 26 I 27616 Beverstedt I Tel.: +49 (0) 47 47/87 41-0 I Fax: +49 (0) 47 47/87 41-2 22

sind rechtlich eigenständig und gehören

zur Imperial Gruppe mit Hauptsitz

in Duisburg.

Partner in NRW. Die Terminallandschaft

der neska intermodal erstreckt

sich damit von Duisburg mit dem RRT

Home und dem Gateway West über

Krefeld mit dem KCT und Düsseldorf

mit dem DCH bis nach Köln mit dem

High-Tech Kabinen für jeden Bedarf

Wir liefern Kabinen für Flurförderzeuge, den

Bausektor und die Forstwirtschaft, Fahrzeugkabinen,

Krankabinen für See, Straße

und Gebäude sowie Sonderkabinen für Stahlwerke

und Müllverbrennungsanlagen.

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CTS. „Die in NRW ansässigen Unternehmen

brauchen für ihre Transporte

zuverlässige Partner. Mit der neksa intermodal

Gruppe können wir umweltund

ressourcenschonende Logistik aus

einer Hand liefern“, so Manager Andreas

Stolte.

Von Küste bis Hinterland. Mit über 60

intermodalen An- und Abfahrten bindet

die neska intermodal Gruppe nicht

nur die großen Seehäfen per Binnenschiff

und Bahn optimal an, sondern

auch die Terminals im Hinterland untereinander.

Mit dem „Wassertaxi“ sollen

Kunden schnell und optimal über

Equipment verfügen. Hierzu greifen die

Terminals auf die gleiche Software zu

und erreichen so einen optimierten Datenaustausch.

Die letzte Meile. Neben diesem Wassertaxi

werden werktägig Container-Shuttle-Zug-Verbindungen

zu lokalen Terminals

per Bahnshuttle von Duisburg nach

Bönen und Unna sowie von Köln nach

Bergisch Gladbach, Düren und Hürth

angeboten. „Gerade im Kölner Raum

können wir mit unseren Satellitenverbindungen

die Straßen entlasten und eine

höhere Zuverlässigkeit erwirken. Der

Lkw bedient nur noch die letzte Meile“,

so Hans-Peter Wieland, Geschäftsführer

der CTS Container-Terminal GmbH.

35

MIETE, KAUF UND MEHR VON HLS CONTAINER BREMEN

Container im Dreiländereck

Container zum Kauf oder zur

Miete – dies ist seit mehr als

Umbau: HLS

einem Jahrzehnt das Schwer-

Container hat

punktangebot der Firma HLS

z. B. diesen

Container Bremen im

Container um

Dreiländereck Schweiz, Deutsch-

500 mm erhöht.

land, Frankreich. Angeboten wer-

(Foto: HLS Container)

den vor allem Container in den

Größen 20-, 40’-Box oder High

Cube sowie 20- und 40’-Open

Top. Aber auch andere Containertypen,

einschließlich Büro- und Sanitäreinheiten können geliefert

werden. Aufnahme- und Rückgabe-Depots befinden sich in Weil/Basel,

Ottmarheim sowie Kehl/Straßburg. Was am Oberrhein noch in den

Kinderschuhen steckt, hat das Unternehmen in Bremen schon länger

zusammen mit einem örtlichen Depot- und Reparaturbetrieb realisiert.

Direkt an der BAB gelegen, kann dieser leicht per Lkw erreicht werden.

Die verstärkte Nachfrage zu Containerum- bzw. Sonderbauten hat HLS

Container Bremen nach eigenen Angaben veranlasst, auch den Kunden

am Oberrhein eine Lösung nach einem ähnlichen Konzept zu bieten.

So ist der Dienstleister dabei eine Niederlassung vor Ort zu gründen, um

hier in Kooperation mit den lokalen Häfen und Reedereien einen kompletten

Reparaturservice anzubieten. Abgerundet wird das Geschäftsfeld mit

der Agentur für den britischen Containervermieter Bridgehead Container

Services Ltd. und der damit möglichen weltweiten Containervermietung.

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Mietcontainer

Ring frei für die

Miete

Finanzierung. Sie binden kein Kapital und ermöglichen flexible Reaktionen in der schnell-lebigen

Transportwelt – Mietcontainer bringen gleich mehrere Vorteile mit. Doch welcher Weg führt zur

passenden Box und dem passenden Dienstleister?

Service: Neben den Containern spielt

Service eine wichtige Rolle.

(Fotos: CHS, Unitainer)

Was brauche ich wirklich? Eine der wichtigsten

Fragen im Containertransport, hinter der sich

zahlreiche weitere verbergen. Ein neuer Container

oder reicht ein gebrauchter? Standard- oder Spezialformat?

Können die Waren schwankende Temperaturen

und Feuchtigkeit ab? Hauptkriterium bei der Auswahl

ist dabei die Ware selbst, denn letztlich stellt sie die

Bedingungen an den Transport. Selbst, wer „nur“ einen

Standardcontainer braucht, hat vor dem eigentlichen

Transport einiges zu bedenken. Daher sind bei Containervermietern

die Boxen selbst häufig nur ein Teil des


Geschäfts. Ausgefeilte Serviceleistungen von Reparatur

bis Ausstattung runden ihre breiten Angebotspaletten ab.

Ware, Weg und Verkehrsträger

Am Anfang der Serviceangebote steht dabei die Beratung.

Erste Kriterien sind dabei sicherlich Zustand, Größe und

Gewicht der Güter. Hier kommen die verschiedenen Containertypen

von Standard bis Plattform ins Spiel. Gedanklich

beginnt dabei bereits das Packen der Container.

Letztlich soll schließlich nicht unnötig Platz für Leerräume

verschenkt werden. Dabei muss das Gewicht jedoch

gleichmäßig verteilt werden, damit weder die Ware noch

der Container oder anderes Equipment beschädigt wird.

Ebenso können die Verkehrsträger und Transportroute

die Containerauswahl beeinflussen.

Zwischen heiß und kalt

Hierzu gehören beispielsweise Gewichtsbeschränkungen,

die für Transporte im Inland des Zielortes gelten können.

Gerade im Überseetransport geht die Reise schnell über

die Grenzen von Klimazonen hinweg.

Die Folge sind teilweise extrem unterschiedliche Temperaturen.

Speziell ausgekleidete Container oder Reefer-

Container können hier empfindliche Waren vor den

schwankenden Temperaturen schützen, während für die

gleiche Ware auf einer ShortSea-Strecke oder einem Inlandtransport

vielleicht kein Spezialequipment notwendig

wäre. Für Lebensmittel spielen dabei nicht nur Temperaturen,

sondern auch die Hygiene eine wichtige Rolle.

Hier ist ebenso der richtige Containertyp als auch die entsprechende

Sauberkeit gefragt. Auch Gefahrgüter stellen

besondere Anforderungen an den Containertransport,

die bereits bei der Wahl des Containers berücksichtigt

werden sollten.

Ganz anders gesehen

Die Auswahl ist aber noch nicht am Ende der Dienstleistungen.

Von speziellen Konditionen über packen und

transportieren bis zu 24-h-Rufbereitschaft und Containerverfolgung

reichen die Portfolios verschiedener Vermieter.

Dabei sind Container nicht nur Lösungen im

Warenverkehr. Im Gegenteil, ob mobile Raumlösung als

zusätzlicher Firmenstandort, Lagerplatz, Maschinenhaus

oder Ausstellungsraum – die vielseitigen Boxen finden

unterschiedlichste Einsätze. Auch in diesem Feld werden

Vermietlösungen angeboten, die entsprechend den Kundenwünschen

entwickelt, umgebaut oder mit passenden

Serviceleistungen verbunden werden. Manche der Angebote

sind dabei ebenso vielfältig und flexibel wie die bunten

und unterschiedlichen Stahlboxen selbst.

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Vermietung und Handel mit 8-, 10-, 20- und 40’-Box, HC,

PW-Box, Opentop, Kühler, Flats, Isolierer- und Aufenthaltscontainer.

Vermietung von See-, Lager-, Kühl- und Spezialcontainern;

Depots in Hamburg, Bremerhaven, Rotterdam und im

deutschen Inland.

Handel mit Containern aller Art; Vermietung vorrangig;

See- und Landkühlcontainer 20 und 40’.

Entwicklung und Herstellung von CA-Anlagen zur Erzeugung von

Controlled Atmosphere in Kühlkoffern, Aufliegern, Seekühlcontainern

und Kühllagern. Verkauf, Vermietung von 20- und 40’-

High-Cube-Kühlcontainern mit CA.

Vermietung /Handel/Sonderbau: Alle Arten von Seecontainern

für Transport- und Lagerzwecke, wie z. B. 20- und 40’-Standardcontainer,

20’-Reefercontainer, Hardtop, Opentop,

Openside, Sidedoor, 45’-DV+High-Cube, 13,60-m-Container,

Selfstorage oder Raumelemente.

Handel/Vermietung/Leasing: 10-, 20- und 40’-Standardcontainer,

High-Cube, Kühlcontainer, Opentop, Büro- und Tankcontainer,

Flat-/Plattform, Wechselbrücken, Isolier-Container.

Vermietung/Verkauf: Büro-, Mannschafts-, Wohn-, Sanitär-

und Lagercontainer; Offshore- und Sondercontainerbau, Kindergärten,

Schulen, Bankgebäude, Jugend- und Freizeiträume,

Seniorenresidenzen.

Vermietung/Handel: 20- bis 40’-Seecontainer,

20- bis 40’-Kühlcontainer.

Vermietung/Leasing/Handel: z. B. Kühl-, Tank- und High-Cube-

See-Container.

Raum- und Containerlösungen für technische Anlagen, Lagerung

und Transporte, See- und Lagercontainer (in Depots in

Moerdijk, Rotterdam und Antwerpen), Spezialcontainer (für

Technik im Anlagen- und Maschinenbau), Schnellbaucontainer.

Vermietung/Leasing/Handel von: Standard-, palettenbreiten

und (Kühl-)Containern, Tanks, Opentops, Flat-Racks, Plattformen,

Bulk-Containern, Rolltrailern, Pulvertanks, Car-Racks.

Vermietung/Leasing/Handel: 20- bis 40’-Standardcontainer,

Kühlcontainer, Hardtop-, Opentop, High-Cube- sowie

Palletwide-Container; One-way-Vermietung.

Vermietung, Leasing, Handel: 20’-Tankcontainer, Standard,

Zulassung T11–T14 von 21 bis 26 m 3 Inhalt; Swap-Tankcontainer

bis 7,82 m Länge, T2–T14, von 29,50 bis 35 m 3

Inhalt, Silo-Bulkboxen aus Aluminium mit 39 und 50 m 3 Inhalt.

An- und Verkauf/Vermietung von Box-, Lager- und

Kühlcontainern, Hardtop, Opentop, Side Door,

Double Door und andere Containertypen auf Anfrage.

Persönliche Beratung, Depotservice, Anlieferservice;

gerne werden auch Sonderwünsche erfüllt; zurzeit

Specials 20’-HC-Reefer oder 20’-Diesel-Elektrik.

15 Jahre Erfahrung im Containerhandel, europaweiter Verkauf,

Komplettservice inkl. persönlicher Beratung, Modifikationen

und Lackierungen.

Energieeffizienzte und fernüberwachbare Landkühlcontainer.

Weltweit einziger Hersteller von CA-Anlagen für Lkw.

CA-Container mit der weltweit schnellsten Aufbauzeit

von Controlled Atmosphere. Einzigartige Luftbefeuchtung

im Container mittels Membranverfahren.

Lackierung, Ausstattung und Umbau nach Kundenwunsch,

zertifiziert durch Germanischen Lloyd (darf CSC-Prüfungen

vornehmen), weltweite Lieferung.

Depot, Einlagerung, Reparatur, Umbau, Lieferung, Reifencontainer,

Spezialcontainer aller Art; Genset-Vermietung.

ELA-Premium-Mietcontainer sind 0,50 m breiter. Dadurch

bis zu 25 Prozent Einsparmöglichkeiten. Lieferung sofort,

europaweit, werkseigene Lkw mit Ladekran, per Bahn

und per Schiff.

Auch Kühlzellen, Sondercontainer und Klimaanlagen.

Spezielle Container-Ausführungen sowie Stellung speziellen

Zubehörs, 24-h-Service, Vermietung weltweit.

Mehr als 20 Jahre Erfahrung, Planung, Herstellung und

Vertrieb von technischen Stahlcontainern und Sofortraum

– Lösungen, Beratung und europaweitem Montageservice,

Entwicklungen nach Kundenwunsch.

Weltweit 17 Büros, ca. 400.000 Container in der Mietflotte.

Z. B. 24-h-Service, Lieferung, Reparatur, Spezialcontainer.

Spezial-Tankcontainer, Lebensmittel-Tankcontainer mit

Reefer, Spezialgrößen, Sicherheits-/Leckagewagen in Edelstahl

nach WHG für Tank-/Boxcontainer, auch in Sondergrößen,

Abstellrahmen, mobile Heizgeräte für Tankcontainer, Depots

und Werkstätten (Antwerpen, Rotterdam, Moerdijk, Duisburg,

Dormagen, Mannheim und Hamburg).

Verkauf und Vermietung weltweit, umfangreiches Angebot

an Dienstleistungen (Multimodale Transporte, Kranungen,

Reparaturen, Packen und Lagerung, Zubehör).


Raum auf Zeit

ELA-Mietcontainer für vielfältigen Einsatz

„Aus See-Containern müsste doch mehr zu machen

sein“, dachte sich Bernhard Albers und gründete 1972 die

Firma ELA Container. Eine Spezialität des Unternehmens:

mobile Raumlösungen für verschiedenste Einsatzzwecke.

Zurzeit hält ELA mehr als 20.000 Raumeinheiten zum

sofortigen Einsatz bereit.

Innerhalb von 24 Stunden nach Auftragseingang soll

dank dichtem Vertriebsnetz eine komplette Containeranlage

an jedem Ort in Europa ausgeliefert, aufgebaut und

schlüsselfertig übergeben werden können. Mithilfe der

Containeranlagen können z. B. an neuen Standorten

Büroräume oder bei Baumaßnahmen Übergangslösungen

geschaffen werden. Aber auch als Deckaufbau der anderen

Art wurden die Boxen bereits von ELA aufgebaut.

SERVICE UND MEHR VON H.T.S.

Tankcontainer spezial

Die Holland Tank Service BV (H.T.S.) kann bereits

auf 27 Jahre Erfahrung im Bereich Transport

und Containerreparaturen zurückblicken. HTS

beschreibt sich als Unternehmen mit Fachpraxis,

das weiß, was in der Transport- und Containerindustrie

passiert. H.T.S. ist spezialisiert auf die

Bereiche Second-Hand-Equipment, Modifizieren,

Instandhalten und Reparieren von Tankcontainern.

Platz für Container bietet das Depot von

Alconet. Insgesamt steht hier eine Lagerkapazität

von 40.000 m2 zur Verfügung. Zudem können

wasserseitig Binnenschiffe abgefertigt werden.

Das Depot ist vom Germanischen Lloyd

anerkannt.

Depot: H.T.S. und das Alconet-

Depot bieten Serviceleistungen

rund um Tankcontainer.

(Foto: Alconet)

IMPRESSUM

Verlag: K&H Verlags-GmbH

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Carina Wegner, Regina Köhnken, Svenja Naubert,

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Mitarbeiter: Gaby Preuschoff, Bianca Peimann, Elke Stern,

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