(s)einen Weg fand - Midrange Magazin

midrange

(s)einen Weg fand - Midrange Magazin

OKTOBER 2002

AUSGABE 141

3 10,70

CHF 21,00

305819I98E

ISSN 0946-2880

B 30465

MAGAZIN

MIDRANGE

IT-Wissen und Lösungen für eServer im Unternehmensnetzwerk

+ SCM-Integration + e-Anbindung + EDI + XML +

Produktionsplanungssysteme

Lotus Domino in neuer Version angekündigt

Evolutionsstufe Nr. 6

Sicherheitsmanagement – ein integrierter Prozess

Durchgehend sicher

Tools zur Entwicklung kundenspezifischer Software

Build Better Software

Marktübersicht

Lösungen mit

Lotus Domino

Technik-Forum

Prä Prozessor

Inklusive Sonderheft

• iSeries- und AS/400-Lösungen

auf der Systems 2002

I.T.P. VERLAG


Liebe Leserinnen, liebe Leser

Erwischt

Editorial

Mit dem aktuellen Midrange Magazin bringen wir auch die fleißigsten

Workaholics in Verruf: Anlässlich der Systems haben wir ein Wendeheft

kreiert, quasi zwei Hefte in einem. Wer jetzt in Ihr Büro stürzt,

muss unweigerlich den Eindruck gewinnen, als hätten Sie justament

Ihren Büroschlaf unterbrochen und würden nur zwecks Ablenkungsmanöver

lesen – falsch herum, so wie wir es aus so mancher Hollywood-Schnulze

kennen.

Nun ist es keineswegs unsere Intention, ihr mühsam erarbeitetes Image

zu demontieren. Im Gegenteil: Unser Wendeheft ist Symbol für die zwei

Seiten, von der man jedes Problem, jede Herausforderung und auch

jedes IT-Projekt betrachten kann. Als Sinnbild für die Zweigesichtigkeit

gilt auch der griechische Gott Janus. Er ist einer der ältesten Gottheiten

und wird stets mit zwei Gesichtern dargestellt: eines blickt nach links,

das andere nach rechts. Wahrzeichen ist dieses Abbild für die Fähigkeit,

gleichsam in die Vergangenheit und in die Zukunft blicken zu können

und sich so vor falscher Einseitigkeit zu schützen.

Dieses Janus-Gesicht wünschen wir jedem IT-Verantwortlichen von

Herzen: Auf dass er die Vergangenheit als auch die Zukunft bei seinen

Planungen und Projekten beherzige und die drohenden Stolpersteine

stets von zwei Seiten betrachte. Gelegenheit dazu bieten die Beiträge in

unserem aktuellen Magazin und die nahende Systems – der eigentliche

Anlass für unser Wendeheft. Beide geben Ihnen die Möglichkeit,

die Aufgaben und Planungen im Umfeld der Unternehmens-IT

von verschiedenen Seiten zu betrachten, um dann zur optimalen

Entscheidung zu kommen. Janus ist dabei allein Symbol – der Gott

der Tore, des Ein- und Ausgangs. Hat man erst einmal begriffen,

dass verschiedene Eingänge letztendlich doch zur selben Mitte führen,

kann man beruhigt agieren und Projektbauchschmerzen schon im

Vorfeld ad acta legen. Die Angst, sein Pferd falsch herum aufzuzäumen,

übrigens auch.

Janus gilt auch als Sinnbild des Zwiespalts zwischen Ja und Nein. Egal,

ob Sie unser Magazin von vorn oder von hinten lesen, es bleibt immer

dasselbe: Ihre Entscheidungshilfe für IT-Investitionen, auf entfernten

Messen getroffen oder am heimischen Schreibtisch.

Wir sehen uns in München – am Eingang der Systems, am Ausgang

oder auf den Wegen von einem zum anderen...

Herzlichst, Ihr

Michael Wirt

Midrange MAGAZIN Oktober 2002 3


Die Planung steht vor der Produktion

Moderne Produktionsplanungssysteme sind durch SCM-

Integration und e-Anbindung eng mit den Vorsystemen der

Lieferanten verzahnt, um drohende Stillstände in der

Fertigung früh erkennen zu können und diese ggf. durch

rechtzeitig eingeleitete Notfallpläne zu vermeiden.

6

Horst Barthel

COMMON Jahreskonferenz 2002

Geschäftsführer der Gräbert

Software + Engineering GmbH:

„Die Einbindung von Handys

im Sinne einer Multi-Channel-

Kommunikation halten wir für

sehr wichtig. Unsere Produkte

unterstützen nicht nur SMS,

sondern integrieren eine moderne

e-Mail-Push-Technologie ans

Handy.“

Die COMMON Deutschland e.V. gibt weitere

Details wie die Themen der Labor-Sessions,

Vorträge und Workshops zum Event des Jahres

in Bad Honnef/Bonn bekannt.

Inhalt

Titelthema

PPS: SCM-Integration und e-Anbindung . . . . . . . . 8

Die Planung steht vor der Produktion

Flexibles PPS und SCM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Advanced Resource Planning ohne Grenzen

Informationskreislauf mit Hochdruck . . . . . . . . . . 12

Danfoss optimiert Geschäftsprozesse mit Seeburger

Belegloser Datenaustausch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

EDI stärkt die Lieferantenbindung

SCM geht in die nächste Runde . . . . . . . . . . . . . . . 16

Effizienz durch gemeinsame Prognose…

Produktionsfeinplanung in der Prozessindustrie . . 18

SCM-Optimierung durch Teil-Individualisierung

Selbst verständlich e . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Moderne PPS-Systeme mit Anbindung an die iSeries

Aktuelles

SSV der iSeries . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Die Frage des Monats im August 2002

CRM-EXPO in Köln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Alles rund um das Kundenbeziehungs-Management

Integrierte Systeme für das Büro . . . . . . . . . . . . . . 24

Mit Unified Messaging Software verbinden

Mit XML-Technologie zur EAI-Plattform . . . . . . . . 26

Three-Tier-Architektur macht aus FRIDA Oxaion

Evolutionsstufe Nr. 6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Lotus Domino in neuer Version angekündigt

Build Better Software . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Tools zur Entwicklung kundenspezifischer Software

Countdown bei der COMMON . . . . . . . . . . . . . . . . 31

Themen und Trends rund um die iSeries

ASP-Shopping . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33

KMU profitieren durch sichere Mietlösung

Konsequenz ist gefragt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Große Ziele und kleine Budgets

Märkte & Macher

Personen, Produkte, Business . . . . . . . . . . . . . . . . . 35


Technik & Integration

Technik-Forum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Prä Prozessor

Verteilen Sie viel Druck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

Zentrale Druckauftragserteilung – dezentrales Drucken

Übergreifende Verbindungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Papierloses Büro durch Integration von DMS und ERP

Durchgehend sicher . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Sicherheitsmanagement – ein integrierter Prozess

Grenzenlose Web-Services . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44

Neue Plattformen mit OS/400 nutzen

Von einem der (s)einen Weg fand . . . . . . . . . . . . . . 46

Alternative Client- und Serverlösungen mit Linux

Marktübersicht

Generation Move2Lotus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48

Jetzt umsteigen auf Version 6

Helpdesk-Power . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53

Sensorik-Anbieter optimiert CRM-Abläufe

Zeitkontenausgleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54

Sparkasse erfasst Arbeitszeit über AHB-Schnittstelle

Potentiale ausnutzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55

Management-System für Bürokommunikation

Einheitlich kommunizieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57

Recticel optimiert Abläufe mit Ferrari-Lösung

Alles nach Plan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59

Projekte mit Lösung von Ponte verwalten

Kurzer Draht zum ERP-System . . . . . . . . . . . . . . . 61

Leuchtenhersteller nutzt SoftM-Lösung

Rubriken

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Die Frage des Monats . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Inserenten/Beilagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62

GO NEXT . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Technik-Forum

Dieser Beitrag widmet sich der

Erstellung und einer praktischen

Einsatzmöglichkeit eines Prä

Prozessors.

Grenzenlose Web-Services

In Kombination mit XML bieten Web-Services einige

wertvolle Möglichkeiten. Dabei muss das (World-Wide)

Web gar nicht unmittelbar im Spiel sein, denn bei Web-

Services steht das Web für Web-Technologien, mit

Betonung auf Technologien. Web-Services können in

vielen Fällen auch in geschlossenen Unternehmensnetzen

nutzenbringend eingesetzt werden.

Lösungen mit Lotus Domino

Das Allroundtalent Lotus Notes/Domino bietet schon

von Haus aus vielfältige Grundfunktionen, diese können

jedoch durch Eigenentwicklungen oder spezielle Partnerangebote

noch deutlich erweitert werden. Die Groupware-Funktionalitäten

lassen sich somit weiter an individuelle

Unternehmensbedürfnisse anpassen.

7


Titelthema

PPS: SCM-Integration

Die Planung steht vor der Produktion

8 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

und e-Anbindung

Wie wichtig SCM (Supply Chain Management) -Integration und e-Anbindung bei der Betrachtung von Softwarelösungen zur Produktionsplanung sind, zeigt

ein Blick auf den gemeinsamen Nenner fertigender Betriebe: Hier ist die Produktion grundsätzlich als wertschöpfender Prozess anzusehen, der über die

unterschiedlichsten verarbeitenden Prozesse hinweg aus einem oder mehreren Rohstoffen bzw. Teilen ein Endprodukt hervorbringt. Vor diesem Hintergrund

liegt im Ausbleiben oder der verspäteten Verfügbarkeit von benötigten Ausgangsmaterialien eines der größten Probleme überhaupt begründet.

Wer kennt sie nicht, die Anekdoten aus

längst vergangenen DDR-Zeiten, wo die

Bänder der volkseigenen Betriebe oft

über Tage und Wochen stillstanden, weil

in der Produktion Rohstoffe und Zulieferteile

fehlten. In der freien Marktwirtschaft

wäre es jedoch im Ergebnis

genauso schlecht um uns bestellt, wenn

plötzlich das Material ausbliebe, weil

die enge Verzahnung der Produktionsplanung

mit den Vorsystemen der Lieferanten

nicht funktioniert.

Wettbewerbsdruck gibt Tempo an

Marktbedingt wird in der Produktion

die Zeit immer knapper und damit auch

teurer. Überall muss rationalisiert und

gespart werden, um bei vielleicht gerade

noch gleichbleibender Qualität den

Preis des Mitbewerbs halten zu können.

In diesem Kontext ist eine für die Produktionsprozesse

bequeme Bevorratung

keine Alternative mehr. Zu denken ist

dabei nicht nur an die Kosten für das

Einrichten, Unterhalten und Pflegen von

Lagerplätzen, sondern auch an die Kapitalbindung

und den Zins auf den unproduktiven

Warenwert. Unter Umständen

kommen bei verteilten Materialstandorten

noch teure interne Beschaffungsprozesse

hinzu.

Der Markt hat sich verändert

Selbst am Absatzmarkt sind die wirtschaftlichen

und soziokulturellen Veränderungen

nicht spurlos vorbeigegan-


gen; das hat entsprechende Auswirkungen

auch auf die Anforderungen an die

Produktion. Ein Beispiel hierfür ist die

Variantenfertigung. Früher gab es zum

Beispiel bei Autos wenige Farben und

nur allgemeine Modellunterschiede.

Wer heute an Bändern und Montageinseln

sieht, wie unterschiedlich die Fahrzeuge

konfektioniert sind, die unter gleicher

Modellbezeichnung hintereinander

gefertigt werden, erkennt, wie unglaublich

hoch die Anforderungen an das

Supply Chain Management sind. Die

marktgegebene Erwartung von Produktdifferenzierung

und damit Flexibilität

in der Produktion ist jedoch längst

nicht mehr auf die klassischen Felder für

Hochleistungslogistik beschränkt. Heute

ist „Just-in-time“ ein Thema in fast

allen Branchen.

Die wichtigste Formel in

der Produktion

Den Weg aus der Bredouille von zu vermeidender

Lagerhaltung und Kapitalbindung

auf der einen und dem Erfordernis

zur möglichst schnellen Bedienung

(wer ist heute schon bereit zu

warten?) auf der anderen Seite weist die

SCM-Integration. Die Zauberformel

„die erforderlichen Zulieferteile und

Rohstoffe zur rechten Zeit am rechten

Ort“ ist besonders in Unternehmen mit

komplexen Fertigungsstrukturen oberstes

Gebot. Im Gegenzug lässt die korrekte

Umsetzung die Bänder weiterrollen,

und jede reibungslos verlaufende Produktionssekunde

bedeutet wirtschaftlichen

Erfolg.

Just-in-time an Band und

Verladung

Gleich auf zwei Schienen bedient

beispielsweise die Pflüger GmbH Holzund

Kunststofftechnik in Ilshofen-

Obersteinach ihre Kunden: Zum Portfolio

gehören ummantelte Profile wie Bettstollen,

Handläufe, Kranzblenden und

Betten, die von Möbelherstellern,

darunter „nolte-möbel“ und die „Rauch

Möbelwerke“, teils in deren Produktionsprozess

integriert, teils als montagefertige

Möbelelemente fertig verpackt

und etikettiert just-in-time in den Verladebereich

geliefert werden. „Auf Basis

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

täglicher Abrufe liefern wir Roheinzelteile,

die für die Produktion an den Bändern

benötigt werden“, erklärt Ulli Pflüger,

Betriebsleiter des 1974 gegründeten, um

die 100 Mitarbeiter zählenden Zulieferers.

„Regelmäßige Bedarfs-Forecasts für

die einzelnen Teile sind eine große Hilfe

bei der Disponierung der von uns benötigten

Rohwaren. Deren Lieferzeit liegt

bei bis zu vier Wochen. Die elektronisch

übermittelten Vorausplanungsdaten löst

unser PPS-System in entsprechende Planzahlen

auf.“ Bei der Auslieferung von

Fertigteilen ist bereits die Tourenplanung

der Kunden berücksichtigt; die für den

Weiterverkauf verpackte Ware ist schon

nach Verladetoren sortiert.

Anforderungen an die

Kommunikation

Unternehmen haben die strategische Bedeutung

ihrer Lieferanten erkannt und

setzen alles daran, diese entsprechend

effektiv zu nutzen. Zu ihrem Leidwesen

machen sie allerdings oft die Erfahrung,

dass vor die gewinnbringende Integration

der Prozesse mit Lieferanten neue

Ansätze vor allem im Umfeld der Kommunikation

gesetzt sind. Weitreichende

Veränderungen der Beschaffungsstruktur

mit einem Optimum an gegenseitiger

Information aller Beteiligten erfordern

durchdachte Methoden zur Bewältigung

der Abläufe im Collaborative Procurement.

Supplier Relationship

Management weiß Rat

Gefragt ist dabei ein dezidiertes Lieferanten-Beziehungsmanagement.

Denn

wie der Kunde im Sinne von CRM (Customer

Relationship Management) von

großer Bedeutung ist, so steht produktionsseitig

der Lieferant im Mittelpunkt

des Interesses. Hier geht es natürlich

nicht um die Ausschöpfung der Potenziale

aus Geschäftsbeziehungen mit Ausrichtung

auf die Erhöhung der Umsätze.

Das SRM (Supplier Relationship Management)

zielt vielmehr als Fortschreibung

der eProcurement-Ansätze auf

die Sicherung und Optimierung der

Beschaffung. Gleich unter mehreren

Aspekten will es die Zuliefererbasis systematisch

analysieren und handhaben.

Anzeige

Titelthema

9


Titelthema

Impressum

Midrange MAGAZIN

ISSN 0946-2880

Herausgeber: Michael Wirt

Chefredakteur: Michael Wirt (M.W.)

Redaktion: � (+49) 08191/9649-26

> redaktion@midrangemagazin.de

Thomas Seibold (T. S.), Irina Hesselink (I.H.),

Klaus-Dieter Jägle (KDJ);

Robert Engel (R.E.), � (+49) 09563/74060

Anzeigen:

PLZ 0 – 4 Waltraud Mayr, � (+49) 08191/9649-23

PLZ 5 – 9 Brigitte Wildmann, � (+49) 08191/9649-24

Ausland Waltraud Mayr, � (+49) 08191/9649-23

Technischer Redakteur:

Robert Engel, � (+49) 09563/74060

Illustrationen: Günter Ludwig

Übersetzungen: Jürgen Elmer

Lektorat: Text Lift – Thomas Gaissmaier, Günter Hensel

Bezugspreise (1-Jahresabo):

Inland 2 125,– inkl. MwSt., Ausland 2 140,–

Erscheinungsweise: 12 Ausgaben pro Jahr, jeweils zum

Ende des Vormonats

Tatsächlich verbreitete Auflage

Mitglied der Informations-

gem. IVW II/02: 20.331

gemeinschaft zur Feststellung

der Verbreitung

Gültige Anzeigenpreisliste:

von Werbeträgern e.V.

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Übersetzungen, vorbehalten. Reproduktionen, gleich welcher

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des Verlages. Hiervon ausgeschlossen sind abgedruckte Programme,

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nicht geschlossen werden, dass die beschriebene Lösung

oder verwendete Bezeichnung frei von gewerblichen Schutzrechten

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oder Schaltungen Fehler enthalten sein sollten, kommt

eine Haftung nur bei grober Fahrlässigkeit des Verlages oder

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IBM und AS/400 sind eingetragene Warenzeichen der International

Business Machines. Namentlich gezeichnete Beiträge

geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für

unaufgeforderte Einsendungen aller Art übernimmt der Verlag

keine Haftung. Bei Nichtbelieferung im Fall höherer Gewalt,

bei Störung des Betriebsfriedens, Arbeitskampf (Streik,

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PRODUKTION

Produktionsleitung: Michael Wirt

Satz und Druckvorstufe: Popp Media Service

Produktion: ADV Augsburger Druck- und Verlagshaus

PPS: SCM-Integration und e-Anbindung

Mit doppeltem Boden

„Wer kann mir bei Ausfall meines

Stammlieferanten welches Zulieferteil

in welcher Güte bis wann an welchen

Produktionsstandort bringen?“, lautet

eine der zentralen Fragen eines je nach

Risiko und Tragweite von Lieferengpässen

mehrfach abgestuften Ausfallszenarios,

das im SRM zum Tragen kommt.

Diesen doppelten Boden trifft man vor

allem bei Großunternehmen an, die von

einer Vielzahl von Zulieferungen in den

unterschiedlichsten Produktionsstufen

abhängig sind. So kennen beispielsweise

die Worst-Case-Szenarien im Automotive-Bereich

sogar mehrstufige Ersatzlieferketten.

In diesem Zusammenhang sind sowohl

aktuelle Aussagen über die Performance

des Zulieferers als auch eine zuverlässige

Lieferanten-Potenzialanalyse

gefragt. Auf den Punkt gebracht automatisiert

SRM jegliche Planungs-,

Kauf-, Lieferungs- und Zahlungsprozesse

über den Teile-Lebenszyklus hinweg.

Hinzu kommt eine historische

Komponente, die sämtliche Leistungen

von Lieferanten retrospektiv und unter

Berücksichtigung der jeweils gültigen

vertraglichen Bedingungen dokumentiert.

Grundsätzlich ist die aktive Gestaltung

von Lieferantenbeziehungen

umso wichtiger, als man regelmäßig

von einer Flaschenhalsproblematik

ausgehen kann: An welcher Stelle auch

immer es zu Verzögerungen im Produk-

10 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

tionsfluss kommt, es fallen Probleme

an, die sich multiplizieren.

e-Anbindung als Mittel zum

Zweck

Wer sich systemunterstützt ein klares

Bild über mögliche Bezugsquellen von

Zulieferteilen verschaffen will, sollte

sich um technologische Details keine

Sorgen machen müssen. Daher führen

auch proprietäre Ansätze über die Unternehmensgrenzen

hinaus zu nichts.

Die Wertschöpfungskette ist keine One-

Company-Show, und daher spielt sich

das SCM-Geschehen in den Unternehmen

wenn schon nicht auf dezidiert einheitlichen

Transaktionsplattformen, so

doch im Rahmen definierter Schnittstellen-Szenarien

ab. Was die Vernetzung

der Supply Chain anbelangt, wird die

Kommunikation im gesamten Beschaffungsprozess

sowohl via Internet als

auch über EDI-Strukturen abgewickelt;

im letzten Fall setzt sie unter dem Aspekt

der Wirtschaftlichkeit jedoch eine relativ

hohe Rate wiederholter Geschäftsvorfälle

der gleichen Art voraus. Der

Vorteil von EDI-Formaten liegt in der

eindeutigen Definition von Vorgangsarten.

Warum sollte man in der Ferne

Satzaufbau-Arten selbst erstellen, wenn

der EDI-Konverter doch so nah ist? In

diesem Sinne: Viel Vergnügen bei der

Lektüre Ihres Midrange MAGAZINs.

M.W.


Die heutige Zeit verlangt immer mehr

Flexibilität und Mobilität. Die Industrie wird

durch die Auslagerung von Arbeitsgängen,

durch Forderungen nach „Just in Time“ und

durch die immer größere Globalisierung vor

neue Herausforderungen gestellt. Was im

Handel unter „NonStop Shopping“ gehandelt

wird, könnte in der Fertigung mit „NonStop

Supplying“ bezeichnet werden.

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Titelthema

Flexibles PPS und SCM

Die neuen Anforderungen verlangen

nach neuen Systemen. Vor

zehn Jahren fehlte dazu schlicht die

Technologie. Deshalb behalf man sich

mit Standards wie EDIfact, welche einen

normierten Datenaustausch zwischen

den einzelnen Gliedern der Lieferkette

zuließen. Damit war aber weder eine integrierte

Planung noch eine ineinandergreifende

Produktion möglich. Es erleichterte

vor allem den Datenverkehr.

Zwei Philosophien

Advanced Resource Planning ohne Grenzen

Die anfängliche Euphorie nach eigenständigen

SCM-Lösungen ließ rasch

nach. Was ist schiefgelaufen? Heutige

SCM-Systeme befassen sich vor allem

mit der Logistik. Damit wird zwar das

Glied zwischen Kunde und Lieferant geschlossen,

offen bleibt aber die Produktion.

Zwar kann über Schnittstellen das

bestehende PPS angebunden werden,

aber basiert eine Fertigung auf mehreren

Stufen mit Zulieferanten und verlängerter

Werkbank, so ist ein Zusammenspiel

der zwei unterschiedlichen Lösungen

sehr oft nicht zu verbinden. Es kommt

hinzu, dass meist zwei Technologie-

Generationen aufeinanderprallen.

Gefragt sind neue Ansätze

Verschiedene Softwarehersteller kündigten

Erweiterungen Ihrer bestehenden

PPS-Lösungen an. Sie sprachen von

„Advanced Planning Systems“ und

wollten alles unter einen Hut stecken.

Was dabei vergessen wurde, sind die

Prozesse: Heute wird anders gearbeitet

als vor 20 Jahren!

Gefragt sind schlanke, aber höchst flexible

Systeme, welche rasch auf neue

Abläufe eingestellt werden können. Mit

bereits „pre-customizten“ Branchenreferenzmodellen

ist eine rasche Einführung

möglich. Anpassungen können

laufend gemacht werden, ohne den

Standard und damit die Release-Fähigkeit

zu verlieren.

Neue Prozesse werden via einem Simulationstool

zuerst durchgespielt. Mit

dem gleichen Tool können sowohl geplante

und ungeplante Aktivitäten simuliert

als auch die Effizienz bestehender

Abläufe gemessen werden. Die Internettechnologie

macht es möglich. Mit dem

Browser und dem entsprechenden Login

kann jederzeit und von überall auf das

System zugegriffen werden. Der Datenaustausch

erfolgt über XML.

Durchgehende Prozesse

Wir nennen dieses neue System Advanced

Resource Planning (ARP). Es verfügt

über durchgehende Prozesse: von

der Marktbearbeitung, der Absatz- und

Produktionsplanung, der Warenbeschaffung,

der Produktion, der Auftragsabwicklung

bis hin zur Logistik

und Serviceleistung. Sowohl Kunden,

Lieferanten, Zulieferer, Dienstleister als

auch die eigenen Mitarbeiter arbeiten

auf der gleichen Informationsplattform.

Der Außendienstmitarbeiter, die Zweigniederlassung,

die Avor, der Zulieferant

oder der Kunde greifen auf die gleiche

Informationsdatenbank zu – abgestimmt

natürlich nach Sichtweise, Berechtigung

und Bedarf.

Die Frage, die sich stellt, ist: Wann werden

solche Systeme auf dem Markt verfügbar?

– Dazu stellten wir Jean Claude

Hänggi, Geschäftsführer der Binteg AG

und Partner der Bison Group, einige

Fragen. Die Binteg AG ist der Leading

Partner für das neue ARP. Das komplette

Interview finden Sie auf unserer Webseite

www.midrangemagazin.de in der

Rubrik „Magazine“.

Das Business-Modell

Bison bietet Softwarehäusern wie z.B.

der Binteg AG eine interessante Alternative

zum Alleingang. Im Mittelpunkt

steht dabei der Kunde. Partner werden

in das Netzwerk eingebunden und bringen

ihre Erfahrung sowie ihre Kundennähe

mit in die Entwicklung ein. Sie

bauen ihre eigenen Branchenreferenzmodelle.

Dadurch behalten Sie ihre

Unabhängigkeit, sparen Kosten in der

Softwareentwicklung und sind rascher

mit einem technologisch führenden Produkt

am Markt. Dabei investiert der

Partner vor allem in die Ausbildung

und das Customizing. Dank der einmaligen

Wegstrategie können Kunden

schrittweise auf die neue Technologie

gebracht werden. Gestartet wird, wo

dem Kunden der Schuh am meisten

drückt. Als bindendes Element wird

dabei der Bison Process Integrator eingesetzt.

Autor: Stefan Forster

Bison Schweiz AG

CH-6210 Sursee

� (+41) 041/9260-260

� www.bison-group.com

11


Titelthema

Informationskreislauf

Danfoss optimiert Geschäftsprozesse zu R/3 mit Seeburger

Die störungsfreie und schnelle Geschäftskommunikation

zwischen allen Partnern steht bei

dem dänischen Hersteller von Thermostat-

Ventilen und Klimaanlagen Danfoss im

Pflichtenheft jedes IT-Verantwortlichen. Eine

eigene Integrationsplattform sorgt am

deutschen Danfoss-Standort in Offenbach für

die reibungslose Datenübernahme und

automatische Weiterleitung aus den Transaktionssystemen

in die Standardsoftware SAP R/3.

Das in Bretten ansässige Softwarehaus

Seeburger hat sich auf skalierbare

Plattformtechnik spezialisiert und

sieht in der B2B-Integration den entscheidenden

Wegbereiter für eine effiziente

und zukunftsweisende Auftragsbearbeitung.

Der Schlüssel für wettbewerbswirksame

Maßnahmen indes liegt nicht allein

in der technischen Anwendungskopplung

mittels Adapter und Konnektoren. „Der

entscheidende Punkt ist die vollautomatische

Abbildung und die Verarbeitung von

Geschäftsprozessen zwischen beliebigen

IT-Systemen“, unterstreicht Alexander

Friedrich, Projektmanager und Integrationsexperte

bei Seeburger.

Offene Schnittstellen als Muß

Um den Produktivitätsgewinn moderner

IT-Architekturen voll auszuschöpfen,

müssen die Systeme miteinander

kommunizieren. Die dafür nötige Offenlegung

der Schnittstellen ist erst der

Auftakt zu weiteren Schritten in Richtung

Business-Process-Automation. Damit

die elektronischen Transaktionen

zwischen Geschäftspartnern richtig in

Gang kommen, bedarf es einer syntaktischen

und semantischen Umsetzung

unterschiedlicher Datenstrukturen nach

festgelegten Regeln.

12 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

mit Hochdruck

Die immer häufiger eingesetzte Beschreibungssprache

Extensible Markup

Language (XML) mit ihren branchenspezifischen

Ausprägungen ist in diesem

Zusammenhang der Vorreiter. Zudem

haben sich im XML-Umfeld bereits verschiedene

Geschäftssemantiken auf Basis

von Biztalk, Rosettanet oder ebXML

fest etabliert. Auch herkömmliche

Transaktionsformen wie das auf Punktzu-Punkt-Verbindungen

aufbauende

Electronic Data Interchange (EDI) mit

seinen verschiedenen Subsets stimulieren

die Weiterentwicklung vertikaler

B2B-Beziehungen zu prozessorientierten

Wertschöpfungsketten. „Die Entwicklung

geht über die reine Automatisierung

von Transaktionen hinaus“,

konstatiert Alexander Friedrich.

Mit technischen Herausforderungen

wusste Danfoss von Anfang an umzugehen.

Während die ersten Produkte aus

dem Jahre 1933 aus rein mechanischen

Bauteilen bestanden, basiert die heutige

Kälte- und Klimatechnik auf der so genannten

Mechatronik – einer Verbin-

dung von mechanischen und elektronischen

Komponenten. Das Unternehmen

hat auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet

und beschäftigt derzeit über

16.500 Mitarbeiter weltweit.

Globales Netzwerk

In der Pionierrolle sieht sich Danfoss

auch bei der Vernetzung von Standorten

und Niederlassungen. Schon lange hat

der dänische Geräte- und Anlagenbauer

das Potential einer integrierten Datenverarbeitung

unter Einschluss externer

Lokationen erkannt. Danfoss betreibt

bereits ein globales Logistiknetzwerk.

Die Umstellung auf digitale Geschäftsprozesse

zwischen Kunden und Lieferanten

ist im vollen Gange. Aufträge,

Lieferscheine und Rechnungen werden

bereits seit Jahren im Edifact-Format

zwischen der Zentrale im dänischen

Nordborg und den regionalen Fertigungsstätten

und Vertriebsgesellschaften

verschickt. Allein in Deutschland

sind es sechs Standorte, die täglich

miteinander kommunizieren und Kon-


takt zu externen Händlern unterhalten.

Die rasante Entwicklung kam nicht von

ungefähr. Sowohl die Standardisierung

von Belegen und Formularen über EDI

wie auch der Trend zu transparenten

B2B-Beziehungen via Datenleitung und

Internet haben den Zugriff auf Firmeninformationen

und die Abwicklung von

Transaktionen erheblich beschleunigt.

Mit der Einführung von SAP R/3 war

bei Danfoss Deutschland das Fundament

für einen dynamischen Informationskreislauf

zwischen Kunden, Zulieferern

und Herstellern vorhanden.

Das heißt aber noch lange nicht, dass

Orderdaten von beliebigen Quellsystemen

automatisch im R/3-Zielsystem ankommen.

Im Gegenteil – durch die heterogenen

Systemarchitekturen blockieren

Schreib- und Lesefehler sowohl den

Inhouse-Datenverkehr als auch die

Kommunikation mit den externen Partnern.

„Die Komplexität der Softwaresysteme

und damit die Anforderungen

an die Administration wächst unaufhörlich“,

betont Alexander Friedrich.

Gewachsene Anforderungen

In Offenbach stehen zwei Rechenzentren,

in denen alle Informationskanäle

der rund 600 Partner sowie der in

Deutschland angesiedelten Fertigungswerke

und Vertretungen zusammenlaufen.

Die Zahl der Geschäftspartner, mit

denen Informationen, Ordering und Belege

elektronisch ausgetauscht werden,

ist in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen:

„Wir haben vor acht Jahren

Edifact-Spezifikationen im Hause eingeführt“,

sagt IT-Projektleiter Michael

Friedrich von Danfoss Interservices,

„und heute sind 45 Prozent der Partner

unseres Vertriebswegs Wärmetechnik

über den Telebox-Dienst mit unserem

IT-System verbunden.“

Bis zu 80 Edifact-Kundenaufträge erreichen

täglich die Rechner der Danfoss

Interservices in Offenbach. Im selben

Zeitraum gehen von dort durchschnittlich

350 Lieferantenbestellungen nach

draußen. Der gesamte Datenverkehr

läuft über eine AS/400 von IBM. Bis vor

drei Jahren konnte die auf dem Midrange-Rechner

implementierte Kommuni-

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

kationssoftware mit den steigenden Anforderungen

noch mithalten. Doch dann

waren die Tage des Altsystems gezählt:

„Der Aufwand für die Konvertierung in

das SAP-Format und die Anpassung der

Umsetzungsregeln waren zu groß“, erinnert

sich Michael Friedrich.

Engpass beiseitigt

Die Lösung bahnte sich mit der Implementierung

einer eigenen Integrationsplattform

auf Basis des Business Integration

Server (BIS) von Seeburger an. Die

skalierbare Integrationssoftware beseitigt

den Engpass, der sich aus den verschiedenen

Konvertierungsregeln,

Transportprotokollen und Datenformaten

ergibt. „Wir verfügen über eine Library

mit vorgefertigten Mappings“,

verrät Alexander Friedrich, „in der

steckt unser branchenspezifisches Wissen

der letzten zehn Jahre.“

Der Vorteil liegt auf der Hand. Die Übernahme

von Artikelstammdaten, Adresse,

Datumsfeld und ergänzenden Vereinbarungen,

Lieferzeitpunkt und sonstigen

Wünschen in das SAP-eigene Idoc-Format

erfordert genaue Kenntnisse von

branchenüblichen Konventionen und der

programmierten Geschäftslogik. Bei

Danfoss einigte man sich auf das im Sanitärbereich

verbreitete Edifact-Subset

Editec. Für alle Datenfelder dieses Formats

konfigurierte Seeburger in wenigen

Wochen die Umsetzungsregeln für das

Zielsystem R/3. Zur Überraschung der

Danfoss-Administratoren lief der Konvertierungsmechanismus

auf Anhieb stabil.

Selbst Änderungen in den Felddefinitionen

lösen bei den Systembetreuern

von Danfoss inzwischen keine Hektik

mehr aus. Mit Hilfe des Seeburger Workflow-Designers

lassen sich kleinere Modifikationen

in der Konfiguration aus eigener

Kraft ausführen: „Nun sind wir

nicht mehr vom externen Service abhängig“,

freut sich Michael Friedrich.

Autor: Andreas Beuthner

SEEBURGER AG

D-75015 Bretten

� (+49) 07252/96-0

� www.seeburger.de

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Titelthema

13


Titelthema

EDI stärkt die Kunden-/Lieferantenbindung in der Konsumgüterindustrie

Belegloser Datenaustausch

Wer im Zuliefernetzwerk großer Handelsunternehmen

seinen Platz behaupten will,

muss seine internen und externen Kommunikationsprozesse

automatisieren. Denn die Kunden

verlangen von ihren Zulieferern immer

flexiblere und kurzfristigere Reaktionen auf

Absatzschwankungen und Trendänderungen.

Gerade kleinere Unternehmen können

durch den Einsatz von EDI

(Electronic Data Interchange) ihre Wettbewerbs-Chancen

verbessern. Dazu

muss die informationstechnische Seite

aber den neuen Herausforderungen gewachsen

sein. Kleine Zulieferer stöhnen,

wenn sie die Anforderungen der Konzerne

für den elektronischen Belegaustausch

schwarz auf weiß sehen. „Die

Vorschriften können für einen einzigen

Geschäftsprozess wie eine Bestellung

oder wie die Rechnungsschreibung einen

ganzen Ordner füllen“, weiß Eckhard

Neben, Vorstand bei der B&N Software

AG. Das Göttinger Unternehmen befasst

sich seit einigen Jahren ausschließlich

mit nur einem Thema: EDI. Die Vorschriften

der Abnehmer sind teilweise so

spezifisch, dass kleinere Unternehmen

kapitulieren oder nach Wegen suchen,

dieses Thema aufzuschieben. Das kann

jedoch zu Wettbewerbsnachteilen führen,

da in der Regel die Lieferanten den

Vorzug bekommen, am beleglosen Datenaustausch

teilzunehmen. „Wer nicht

mitmacht, verliert“, sagt Neben. Bei vielen

Zulieferern in der Konsumgüterbranche

werden aber häufig die Aufträge

noch mit der Hand eingegeben.

Konverter vereinfachen die

Kommunikation

Um den Informationsfluss zu beschleunigen,

lassen sich für die Kommunikation

zwischen Geschäftspartnern EDI-

Konverter einsetzen. Deren Aufgabe ist

es, Bestellungen, Lieferscheine und

Rechnungen in eine für die Gegenseite

verständliche Form zu bringen. Dabei

werden nur noch Informationen ausgetauscht

– keine Dokumente mehr. Durch

die Beschreibung wird festgelegt, um

welchen Geschäftsprozess es sich handelt.

Die Daten fließen beim Empfänger

unmittelbar in das Warenwirtschaftsbzw.

ERP-System ein und können automatisch

den nächsten Geschäftsprozess

oder einen Workflow auslösen.

Es hat einige Zeit gedauert, bis sich mit

EANCOM ein Standard in der Konsumgüterindustrie

etabliert hat. Dieser

legt jedoch nur einen Rahmen für die

Übertragung der Datenformate fest. Jeder

Abnehmer hat seine eigenen Anforderungen,

denn schon die genutzten

Warenwirtschaftssysteme sind unterschiedlich.

Diese Anforderungen werden

den Zulieferern als verbindliche

Handlungsweise – dokumentiert in

umfangreichen Prozedurbeschreibungen

– vorgegeben.

Bei den Zulieferern muss dann die eingesetzte

Softwarelösung angepasst werden,

meist durch die Programmierung

einer Schnittstelle. Schon das Durcharbeiten

der Handbücher dauert mehrere

Tage. Außerdem benötigt man einen

EDI-Spezialisten, um die komplexen

Anforderungen in der Software abzubilden.

Inklusive der Testphase vergehen so

mehrere Wochen, teilweise Monate, bis

14 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

zum Echteinsatz. Kommt dann ein weiterer

Kunde hinzu, beginnt ein neues IT-

Projekt.

Alternative Methode

durch Partnerprofile

Diese Verfahrensweise war Firmen wie

Apollinaris & Schweppes bzw. Popp

Feinkost auf Dauer zu aufwendig und

auch zu teuer. Beide Firmen wandten sich

an B&N Software und installierten mit

m@gic EDDY eine neue Lösung, die technologisch

den bisherigen Systemen überlegen

ist. „Durch die datenbankgestützte

Technik war die Anbindung an das SAP-

R/3-System denkbar unproblematisch.

Besonders zufrieden sind wir mit der einfachen

Handhabung der Partnerprofile.

So konnte eine Standardschnittstelle für

die Verarbeitung der Nachrichtenart OR-

DERS im SAP R/3 in kürzester Zeit realisiert

werden“, sagt Yvonne Klawitter,

von Apollinaris & Schweppes.

Das Softwarehaus hat inzwischen für

mehr als 2.000 Kunden – darunter große

Konzerne wie Karstadt, Metro oder

REWE – Partner-Profile erstellt, in denen

die Anforderungen aus den Anweisungshandbüchern

bereits umgesetzt

sind. Der Vorteil: Auf Lieferantenseite

werden die Profile einfach der Anwendersoftware

vorgeschaltet. Es erfolgt

kein Eingriff in die Programmierung.

„Neue Technologien wie XML fließen

bei unseren Kunden lediglich als weiteres

Profil ein und werden wie Schalter

umgelegt“, ergänzt Neben.

In der Praxis ist es bereits sogar üblich,

dass die Abnehmer ihren Lieferanten die

Technologie für den Datenaustausch zur

Verfügung stellen. Anders als früher genügt

dann ein einziges Profil, alle Lieferanten

können mit ihrem eigenen System

die übergebenen Daten problemlos

weiterverarbeiten. Die Umstellung von

einem anderen EDI-Konverter auf die


B&N-Lösung bereitet Anwendern auch

keine Probleme, wie Mike Wübbold von

der Popp Feinkost GmbH bestätigt:

„Die Umstellung hat reibungslos geklappt,

es lief viel besser, als ich es erwartet

hatte. Die Betreuung und der Service

von B&N Software sind in jeder Hinsicht

sehr gut.“

Einheitliche Schnittstelle

dank EDI

Für ihr System nutzt B&N Software eine

standardisierte Komponententechnik

und eine datenbankbasierte Technologie

gegenüber früherer ASCII-basierender

Systeme. Der Umfang eines Geschäftsprozesses

wird in der EDI-Transaktionstabelle

vollständig abgebildet. Das ermöglicht

eine einheitliche, globale

Schnittstelle zu führenden Backend-Systemen

wie zum Beispiel Baan, SAP und

Navision. Das Datenbankformat für die

EDI-Transaktionstabelle kann vom

Kunden frei bestimmt werden und sollte

dem des Backend-Systemes entsprechen.

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Midrange MAGAZIN Oktober 2002

In der EDI-Tabelle wird dann jeweils

hinterlegt, ob ein elektronischer Beleg

korrekt versendet oder empfangen wurde.

Die EDI-Transaktionstabelle dient

ebenfalls als Basis zur Protokollierung

des Belegaustausches und der anschließenden

Archivierung – im Hinblick auf

die maschinelle Auswertbarkeit geschäftsrelevanter

Informationen ein

wichtiger Aspekt. Mit der neuen Lösung

wird bei den Anwendern gleichzeitig

noch ein anderes Problem gelöst. So

können diese jetzt automatisch Rechnungslisten

pro Abnehmer generieren

und zu festgelegten Zeiten per Fax

versenden. Die technische Realisierung

erfolgt über ein vom System erzeugtes

e-Mail, das über das X-400-Netzwerk

der Telekom versendet und dort in ein

Fax umgewandelt wird. Die Automatisierung

der Geschäftsprozesse durch

den Einsatz der B&N-Lösung führt

in den Unternehmen zu erheblichen

Kosteneinsparungen. Diese entstehen

durch geringeren Verwaltungsaufwand

Titelthema

(manuelle Arbeit: Brief schreiben – eintüten

– zur Post bringen), Zeitersparnis

und die Optimierung des Arbeitsprozesses.

Zum anderen vermeiden die sofort

nutzbaren Partnerprofile einen Mehraufwand

an Programmierungsarbeit.

Fehler, wie sie bei manueller Eingabe

von Aufträgen immer wieder vorkommen

können, werden von vornherein

ausgeschlossen. „Mit dem EDI-Konverter

in Verbindung mit den individuellen

Partnerprofilen besitzen Unternehmen

jeder Größe strategische Werkzeuge, die

ihre Kundenbindung verbessern und ein

effizientes Supply Chain Management

in kurzer Zeit ermöglichen“, resümiert

Neben.

Der Autor Ingo H. Fleckenstein ist

freier Fachjournalist in Lehrte bei

Hannover.

B&N Software AG

37081 Göttingen

� (+49) 0551/69339-0

� www.bn-software.de

15


Titelthema

16 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

SCM geht in

Effizienz durch gemeinsame Prognose in der Wertschöpfungskette

Die Planung von Zulieferprozessen mit SCM-

Systemen ist in Industriebranchen heute

allgegenwärtig. Ziel ist es, die Effizienz der

Zulieferprozesse zu erhöhen und zugleich die

wachsenden Anforderungen der Kunden nach

niedrigen Preisen, schnellen Lieferungen und

hoher Produktqualität zu befriedigen. Dabei

bleiben zwei Punkte unberücksichtigt: Die

Komplexität der Prozesse macht zum einen die

Betrachtung der gesamten Wertschöpfungskette

notwendig. Zum anderen erfordert sie die

Abstimmung der Planungen aller Unternehmen

der Wertschöpfungskette mit einem

gemeinsamen Prognose-Tool, auch Demand

Consensus genannt.

Die Wertschöpfungskette reicht von

den einzelnen Lieferanten über

den Produkthersteller und den Handel

bis zum Käufer. Einfache SCM-Systeme

betrachteten nur die Zulieferprozesse

zwischen einzelnen Marktteilnehmern,

d.h.: eines Herstellerunternehmens mit

seinen vorgelagerten Lieferanten, ohne

die Absatzinformationen ausreichend

zu berücksichtigen. Grundlage effizienter,

unternehmensübergreifender Prozesse

sind jedoch die mehrstufige Planung

sowie die Steuerung aller Produktions-

und Lieferprozesse und damit die

Abstimmung der Planungen der einzelnen

Teilnehmer einer Wertschöpfungskette

unter Zuhilfenahme statistischer

Informationen in einer Gesamtprognose.

Dazu dienen neue Prognose-Softwaretools,

die auch unter dem Begriff

des Demand Consensus diskutiert werden.

Auf dieser Basis können die einzel-

die nächste Runde

nen Teilnehmer der Wertschöpfungskette

ihre Planungen verfeinern oder korrigieren.

Planung im C-Commerce

Die Optimierung der Wertschöpfungskette

und die Realisierung der Effizienzpotentiale

sind Ziele des Collaborative

Commerce (C-Commerce), ein über das

Supply Chain Management hinausgehender

Ansatz. C-Commerce bezeichnet

die internetbasierte, vernetzte Zusam-

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menarbeit aller Beteiligten einer Wertschöpfungskette

– vom Rohstofflieferanten

bis zum Kunden. Grundlage

hierfür sind erweiterte Geschäftsprozesse,

die über die Grenzen eines Unternehmens

hinausgehen und sowohl den Kunden

als auch die Lieferanten auf den einzelnen

Stufen der Wertschöpfungskette

umfassen. Im C-Commerce werden Prozesse

über mehrere Unternehmen automatisiert

und die mit den Transaktionen

zusammenhängenden Informationen

zugänglich gemacht. Beispiel: Der Auftrag

eines Unternehmens führt im Produktionsplan

eines Lieferanten automatisch

zu einer Änderung, die dann

wiederum Aufträge bei dessen Zulieferern

auslöst.

Supply Chain Management, die Zulieferseite

des C-Commerce, betrachtet

zwei Stufen: Die Grundlage für die erfolgreiche

Nutzung des SCM-Systems

wird in der Planung der Absatz- und Zulieferbeziehungen

sowie der Zulieferprozesse

in der Wertschöpfungskette gelegt.

Darauf aufbauend erfolgt mit den

Ausführungskomponenten die Steuerung

der Produktions-, Logistik- und Informationsprozesse.

SCM leistet die Simultanplanung

von Material, Ressourcen

und Prozessen in den Unternehmen

einer Zulieferkette und berücksichtigt

dabei – im Gegensatz zu reinen Produktionsansätzen

– die tatsächlichen Material-

und Ressourcenverfügbarkeiten.

Gemeinsame Prognosen

erstellen

Die Realisierung der Effizienzvorteile

startet in der langfristigen, strategischen

Planung der Prozesse aller Beteiligten

der Wertschöpfungskette über

das Internet: Dazu werden die Planungen

der einzelnen Teilnehmer gesammelt,

in einer Datenbank abgeglichen,

um statistische Informationen erweitert

und zu einer Prognose verdichtet. Im

Vergleich zu herkömmlichen, rein statistischen

Methoden lässt sich die Prognosegenauigkeit

so um 20 Prozent erhöhen.

Die Gewichtung der Planungsinformationen

richtet sich dabei nach

der Güte der einzelnen Vorhersagen der

Vergangenheit.


Die gemeinsame Prognose ist vor allem

in Branchen wichtig, in denen es zu hohen

Nachfrageschwankungen kommt –

wie z. B. der Elektronikindustrie. Die

Einsparpotentiale alleine durch niedrigere

Lagerbestände sind hoch: Für die

USA beziffert das Handelsministerium

den Wert der Bestände – die Händler,

Zulieferer und Hersteller vorhalten –

auf bis zu eine Billion US-Dollar. Weitere

Effizienzpotentiale sind die Planbarkeit

der Prozesse, weniger verdorbene Produkte,

eine schnelle Lieferung und eine

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Midrange MAGAZIN Oktober 2002

höhere Produktqualität. Die Investition

in SCM-Lösungen ist für den einzelnen

Zulieferer nicht zwingend notwendig,

um am Informations- und Kommunikationsfluss

der Wertschöpfungskette teilzunehmen.

Über Internet-Portale oder

Microsoft Excel können ganze Zuliefernetzwerke

angebunden werden. Die

Größe und die Investitionsfähigkeit

eines Zulieferers stellen daher keine

Schranke mehr für seine Qualifizierung

als geeigneter Partner in der Wertschöpfungskette

dar.

Durchgängige Optimierung

der Planung

Titelthema

Die Komplexität der unternehmensübergreifenden

Planung und einer Gesamtprognose

ist mit modernen Software-

und Kommunikationssystemen wie

Demand Consensus zu bewältigen.

Dabei wird auch die Planung in den einzelnen

Gliedern der Wertschöpfungskette

optimiert. In der Produktion und

Logistik treten dann die Vorteile einer

detaillierten, gemeinsamen Planung der

Teilnehmer der Wertschöpfungskette zu

Tage. Von diesen profitieren nicht nur

der Produkthersteller im Zentrum der

Kette, sondern jedes einzelne Unternehmen

und nicht zuletzt der Kunde.

Der Autor Stephan Vanberg ist

Marketing Manager bei J.D. Edwards

Central Europe.

J.D. Edwards Deutschland GmbH

D-64546 Mörfelden/Frankfurt

� (+49) 06105/967-0

� www.jdedwards.com

17


Titelthema

Produktionsfeinplanung

SCM-Optimierung durch Teil-Individualisierung

Wie viele andere Branchen steht auch die

Prozessindustrie aufgrund des globalisierten

Wettbewerbs unter einem zunehmenden

Preis- und Kostendruck. Insbesondere im

Produktionsbereich wird permanent nach

Kosteneinsparungsmöglichkeiten gesucht.

Eines der dringlichsten Anliegen ist es deshalb,

die Produktionsstückkosten durch eine

verbesserte Produktionsfeinplanung zu senken.

Vielen Unternehmen der Prozessindustrie

ist inzwischen klar, dass die

Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft nur

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in der Prozessindustrie

durch eine hocheffiziente Ausnutzung

der Produktionsressourcen gesichert

werden kann. Es reicht daher nicht mehr

aus, lediglich zulässige Produktionspläne

zu generieren. Vielmehr müssen Anlagenbelegungspläne

generiert werden,

die die Produktion in Richtung einer

maximalen Kapazitätsauslastung sowie

minimaler Zwischenlagerbestände optimieren

und gleichzeitig ein Höchstmaß

an Termintreue sicherstellen.

Defizit an Software-Lösungen

Trotz dieser hohen Anforderungen an

die Feinplanung setzen viele Unterneh-

18 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

men immer noch auf eine manuelle Planung,

die durch elektronische Plantafeln

lediglich unterstützt wird. Grund

dafür ist nicht etwa das Nichtwissen

um mögliche Einsparungspotentiale,

sondern vielmehr das Fehlen einer leistungsfähigenStandard-Feinplanungssoftware.

Während sich im Bereich der

stückorientierten Fertigungsindustrie

inzwischen eine Reihe entsprechender

Softwarelösungen etablieren konnte,

lässt eine vergleichbare Entwicklung in

der Prozessindustrie auf sich warten.

Dies liegt vor allem an den wesentlich

komplexeren Produktionsstrukturen.


Besondere Anforderungen

Typische Produktionsmerkmale, wie divergente,

nebenläufige oder zyklische

Materialflüsse, vielfältige Produktionsalternativen,

variable Batch-Größen

und reihenfolgeabhängige Rüstzeiten

können von herkömmlichen Planungswerkzeugen

überhaupt nicht abgebildet

werden. In der Prozessindustrie tut sich

daher im Bereich der Planungssoftware

zwischen den betriebswirtschaftlich

ausgerichteten ERP-Systemen und den

technisch orientierten Automatisierungs-

und Prozessleitsystemen noch

immer eine Lücke auf.

Standard-SCM-Lösungen

Auch den in den letzten Jahren entstandenen

umfassende Standard-SCM-Lösungen

– wie z. B. SAP-APO – ist es

bisher nicht gelungen, diese Lücke zu

schließen. Während sie ihre Stärken eher

im Bereich der standortübergreifenden

Planung mit einem Zeithorizont von

Monaten oder Quartalen haben, scheitern

sie im Bereich der kurzfristigen Produktionsfeinplanung

an der Komplexität

der Planungsaufgabe und an der Heterogenität

der Produktionsstrukturen.

Dabei werden durchaus leistungsfähige

neue Optimierungsmethoden – wie Evolutionäre

Algorithmen oder das Constraint

Based Programming – eingesetzt.

Da jedoch ein umfassendes, mathematisches

Modell fehlt, das in der Lage wäre,

alle Besonderheiten der verfahrenstechnischen

Produktion abzubilden, kann

auch das leistungsfähigste mathematische

Verfahren nicht greifen.

Worauf es ankommt?

Der Schlüssel zum Erfolg in der Produktionsfeinplanung

liegt im mathematischen

Optimierungsmodell, das

einerseits das reale PPS-System detailliert

abbilden und andererseits die Anwendung

leistungsfähiger mathematischer

Algorithmen erlauben muss.

Gleichzeitig darf natürlich das übergeordnete

Ziel einer integrierten, gesamtheitlichen

Supply-Chain-Optimierung

nicht aus den Augen verloren werden.

Die Lösung des Problems kann daher

nur in einer Kombination aus SCM-

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Standardsoftware und einer individuellen

Feinplanungskomponente liegen.

Dabei muss das etwas zu unspezifische

Standardmodell des SCM-Systems

durch ein branchenspezifisches Individualmodell

ersetzt werden, das die besonderen

Anforderungen der Prozessindustrie

berücksichtigt.

Entwicklung bei der Bayer AG

Eine entsprechende Entwicklung treibt

die Bayer AG bereits seit mehreren Jahren

voran. In einem 3-jährigen Kooperationsprojekt

mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik

(IWI) der Universität

Hamburg wurde ein Produktionsfeinplanungsmodell

entwickelt, das speziell

auf die Besonderheiten der prozesstechnischen

Batch-Produktion zugeschnitten

ist.

Die Planungsergebnisse des Modells

sind beachtlich. So konnte im Vergleich

zur Handplanung eine Steigerung der

Produktivität um bis zu 20 Prozent, eine

Senkung der Lieferzeiten um bis zu 15

Prozent sowie eine Minimierung der

Zwischenlagerbestände erreicht werden.

Dabei benötigt der eingesetzte evolutionäre

Algorithmus Rechenzeiten

von nur wenigen Minuten oder gar Sekunden

und lässt damit auch kurzfristige

Neuplanungen zu.

Fallstudienorientiertes Vorgehen

Ein wesentlicher Grund für den Erfolg

des Projekts liegt in der strikt fallstudienorientierten

Vorgehensweise. Als Spin-

Off des IWI Hamburg treibt die initions

AG inzwischen die Entwicklung im Bereich

der Produktionsfeinplanung weiter

voran. Eine Hauptaufgabe liegt

dabei in der Anbindung der Planungslösung

an Standard-SCM-Systeme.

initions innovative IT solutions AG

D-22393 Hamburg

� (+49) 040/4162019-0

� www.initions.com

Datasave Nord GmbH

D-24999 Wees

� (+49) 04631/604022-0

� www.datasave.de

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Titelthema

19


Titelthema

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Moderne PPS-Systeme mit Anbindung an die iSeries

Immer noch ist die vorherrschende Meinung,

dass Anwendungen auf der iSeries zwar

funktional eine führende Rolle spielen, jedoch

die Entwicklung in Richtung Internet und

e-Business verschlafen hätten. Der iSeries und

den auf ihr implementierten Business-

Softwarelösungen haftet in manchen Kreisen

der Ruf eines schwerfälligen Dinosauriers an.

Dieses Vorurteil wird auch gerne von Mitbewerbern

gepflegt, die außer einer schicken

Oberfläche und einer sog. Browser-Lösung nicht

viel zu bieten haben.

Wie sieht es nun wirklich aus mit

der e-Business- und Internet-

Fähigkeit moderner Produktionsplanungs-

und ERP-Systeme auf der

iSeries? Am Beispiel der Lösungen der

Selbst verständlich e

Kulmbacher update-Gruppe werden

e-Anbindungen und Erfahrungen in der

Praxis kurz aufgezeigt.

Internet, e-Business, e-Commerce – dies

sind im Jahr 2002 keine abstrakten Begriffe

mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Durch die Entwicklung

neuer Informations- und Kommunikationstechnologien

haben sich die ökonomischen

Rahmenbedingungen grundlegend

verändert. Daran ändern auch die

Flaute am Neuen Markt und das .com-

Sterben nichts.

Beziehungswandel im

e-Commerce

Die Möglichkeiten, die sich hier bieten

und die genutzt werden wollen, haben

die traditionellen Beziehungen zwischen

Kunden und Lieferanten grundlegend

verändert. Die Beziehungen der einzelnen

Kettenglieder der Supply Chain wer-

20 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

den immer enger, ebenso die gegenseitige

Abhängigkeit. Gründe hierfür sind

neben den neuen Informations- und

Kommunikationsmöglichkeiten vor allem

in der damit verbundenen Globalisierung,

im Lean Management und der

Lean Production zu finden. Die Reduzierung

der Wertschöpfungskette und

die Etablierung von Lieferketten über

mehrere Ebenen erfordern einen einfachen

und unkomplizierten Informationsfluss

zwischen den beteiligten Geschäftspartnern.

Die update-Gruppe hat für all diese Bereiche

bereits seit längerer Zeit Produkte

entwickelt bzw. eingebunden, die bei

vielen Kunden im Einsatz sind. e-Mail-

Anbindungen und die Integration von

Faxanwendungen z. B. sind heutzutage

eine Selbstverständlichkeit. Entsprechende

e-Mail-Adressen und Faxnummern

sind in den Stammdaten hinterlegt,

Dokumente können wahlweise als

Brief, Fax oder e-Mail – mit oder ohne

pdf-Datei als Attachment – versandt

werden.

Der elektronische Datenaustausch per

EDI war schon gängige Praxis, lange

bevor SCM zum Modewort wurde. Am

Markt existieren entsprechende Konverter,

die eingebunden werden. Ein Problem

in diesem Bereich stellen teilweise

fehlende Standards da. Hier sind die

Verbände entsprechender Branchen gefordert,

genormte Standards zu entwickeln

und zur Verfügung zu stellen.

Auch die Integration von Lotus Notes

ist bei den meisten iSeries-Softwareanbietern

abgeschlossen. So können neben

den klassischen Kalender- und e-Mail-

Funktionen auch weitere Produkte wie

CRM- oder Qualitätsmanagement-Lösungen

genutzt werden, die auf der Basis

von Lotus Notes in guter Qualität verfügbar

sind.


Modul für Webshop

Ein Highlight für Produzenten und Großhändler

im Bereich e-Business ist die Lösung

webU. Dabei handelt es sich nicht

um einen zugekauften Shop, sondern um

ein eigenes Modul der update-Business-

Lösung Upos, programmiert mit Java.

webU stellt im B2B-Bereich vielfältige

Funktionen für das Internet zur Verfügung:

Artikelinformationen, Warenkörbe

mit Bestellmöglichkeit, Stücklisten-Navigation

mit integrierter Ersatzteilbestellung,

kundenindividuelle Preise, Lieferverfügbarkeit,

Order-Tracking, Downloadbereiche

usw. Besonders die

Beziehungen zwischen Großhändlern

und Handwerkern konnten durch 24-

Stunden-Verfügbarkeit und die einfache

Bedienung von webU verbessert werden:

Upos-Kunden im Großhandelsbereich

konnten enorme Umsatzsteigerungen erzielen.

Für Produzenten mit großer

Produktvielfalt hat update seinen herausragenden

Variantengenerator bzw.

Produktkonfigurator entwickelt, der

ebenfalls in webU zur Verfügung steht.

Es ist auf diese Weise möglich, von jedem

Ort der Welt, an dem es Internet oder

Mobilfunknetze gibt, das gewünschte

Produkt nach spezifischen Wünschen zu

konfigurieren und bei Bedarf auch zu bestellen.

webU greift hier direkt auf die Datenbank

der Business-Software zu, so

dass doppelte Datenhaltung und -pflege

vermieden werden. Plausibilitäten werden

abgeprüft und Fehlkonfigurationen

ausgeschlossen. Der Kunde erhält nach

der Konfiguration seinen kundenindividuellen

Preis, wie er in der Business-Software

hinterlegt ist bzw. sich mit Rabatten

usw. errechnet. webU ist auch für den eigenen

Außendienst oder – mit Abwandlungen

– für den B2C-Bereich nutzbar.

Mobiler Zugriff

Die Lösung und ähnliche Systeme lassen

sich nicht nur über das Internet, sondern

auch über entsprechende Mobiltelefone

oder PDAs nutzen. So ist es eine Leichtigkeit,

mit einem kleinen mobilen Gerät

z. B. Bestellungen zu tätigen oder zu

überprüfen, wann ein gewünschtes Produkt

geliefert wird. Sämtliche Funktionen

stehen auch für mobile Datenerfas-

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

sungsgeräte zur Verfügung. Die Bildschirme

heutiger Notebooks haben

zwar eine größere Auflösung und bringen

mehr Informationen pro Maske,

manchmal sind aber mobile Geräte geeigneter.

So bestellen z. B. die Verkäuferinnen

von Filialen einer Großbäckerei

per PDA Nachschub bei ihrer Zentrale.

Die Bedienerfreundlichkeit und leichte

Erlernbarkeit auch für Computer-Neulinge

sprach hier für den Einsatz mobiler

Datenerfassungsgeräte. Es erfolgt ein

automatischer Datenabgleich mit dem

zentralen Server; und da die Bestellungen

automatisiert sind, ist weder teure

Hardware noch Personal zur Auftragsannahme

nötig. Die heutigen technischen

Möglichkeiten sowie die Verbindung

der Wertschöpfungskette vom

Rohprodukt über die Produktion und

den Händler bis hin zum Verbraucher

führen zweifellos zu einer „win-win“

Situation für alle Teilnehmer.

e-Business leichtgemacht

Wer sich nach einer neuen PPS- oder

ERP-Lösung umschaut, kann also mit

hervorragenden, moderne Lösungen auf

der iSeries rechnen. In einer Zeit, in der

der Hype mit dem „e“ schon vorbei ist,

in der es vielmehr selbstverständlich geworden

ist, mit diesem „e“ täglich umzugehen,

bieten alle führenden Systemhäuser

auf der iSeries e-Business-fähige

Softwarelösungen an. Dies sehen die

Anbieter als Selbstverständlichkeit und

werben daher eher mit überlegener

Funktionalität als mit inzwischen veralteten

Modebegriffen à la „e-“ – vielleicht

sind sie deshalb doch Dinosaurier?

Die Autorin Barbara Furthmüller

ist bei der update Solutions AG in

den Bereichen Vertrieb und Produktmarketing

UPOS tätig.

update Solutions AG

D-95326 Kulmbach

� (+49) 09221/895-0

� www.update-gruppe.de

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Titelthema

21


Aktuelles

Die Frage:

Die Frage des Monats im August 2002

Mit einer attraktiven Preisreduktion

bietet die IBM den Upgrade auf die Modelle

i270 und i820 an. Werden Sie auf

Grund dieses Angebots noch in diesem

Jahr erhebliche IT-Investitionen in Ihre

iSeries-Infrastruktur tätigen?

Das Ergebnis:

Von insgesamt 786 Teilnehmern antworteten

24,7% mit Ja und 75,3% mit

Nein.

786 Teilnehmer haben abgestimmt

Ja

25%

Nein

75%

Mit einer attraktiven Preisreduktion

bietet die IBM den Upgrade auf

die Modelle i270 und i820 an.

Werden Sie auf Grund dieses

Angebots noch in diesem Jahr

erhebliche IT-Investitionen in Ihre

iSeries-Infrastruktur tätigen?

Ralf Dannemann,

Leiter IBM iSeries

Vertrieb Central

Region, EMEA

Der Kommentator:

22 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

SSV der iSeries

Ralf Dannemann hat am 19. August

2002 die Tätigkeit als Leiter IBM iSeries

Vertrieb Central Region, EMEA aufgenommen.

Seit 1988 ist er bei IBM in der AS/400

Systemberatung, Vertrieb und Marketing

tätig und betreute als AS/400 Vertriebsbeauftragter

mehrere Jahre große

deutsche Unternehmen aus den Bereichen

Fertigung und Handel. Als iSeries

Vertriebsleiter war er bisher in Stuttgart

für mittelständische und Industry-Solution-Unit

(ISU) -Kunden in Süddeutschland

verantwortlich.

Der Kommentar:

Das vorliegende Abstimmungsergebnis

sollte differenziert betrachtet werden.

Die Zielgruppe der befristeten Aktion

repräsentiert nur einen Teil der iSeries-

Installationsbasis. Das Ergebnis der

Abstimmung überrascht deshalb nicht,

da nicht alle IBM eServer iSeries-Kunden

durch diese Aktion angesprochen

werden. Bereits in den vergangenen

Quartalen haben wir iSeries-Aktionen

aufgesetzt, die sich nur an einen Teil der

Kunden und nicht an die breite Installationsbasis

gerichtet haben.

Grundlage dieser Aktionen sind die

gewonnenen Erkenntnisse aus vielen

Gesprächen mit unseren Kunden und

Geschäftspartnern, die uns einen sehr

guten Überblick über die aktuellen Anforderungen

des Marktes geben. So fließen

diese Ergebnisse in die Inhalte der

Aktionen mit ein. Deshalb ist auch die

bisherige Resonanz unserer iSeries-Kunden

und Geschäftspartner positiv und

bestätigt uns, mit dieser Maßnahme

marktgerecht gehandelt zu haben.

Natürlich können auch wir uns nicht

der allgemeinen wirtschaftlichen Lage,

speziell im klassischen iSeries-Markt

Mittelstand, entziehen. Die hohe Zahl

von Insolvenzen allein im ersten Halbjahr

im deutschen Mittelstand spricht

eine deutliche Sprache. Damit verbunden

ist die Zurückhaltung vieler Unternehmen

bei neuen Investitionen. Dennoch

ist es uns im zweiten Quartal unter

anderem durch unsere Tsunami-Aktion

gelungen, diesem derzeit allgemeinen

Trend entgegenzuwirken. Preismaßnahmen

isoliert zu betrachten, ist natürlich

nicht der Weisheit letzter Schluss. Was

letztendlich zählt, ist die richtige Kombination!

Die Stärken der iSeries zusammen mit

marktgerechten Aktionen machen den

entscheidenden Unterschied aus. In Zeiten

hohen Kostendrucks und unsicherer

Zukunftsaussichten in den Unternehmen

ist ein schneller Return on Investment

wünschenswert – genau hier setzen

wir mit attraktiven iSeries-Aktionen an.

www.midrangemagazin.de

Die Frage im Monat September lautet:

„Software-Modernisierung durch Anwendungs-Integration

alleine erweitert

nicht deren Funktionsumfang. Werden

Sie Ihre Anwendungssoftware durch

den Einsatz von z.B. XML, Webservices

oder Java modernisieren?“

Unter www.midrangemagazin.de laden

wir Sie ein, Ihre Stimme und Ihre Meinung

dazu abzugeben. Die Abstimmung

wird ohne jede weitere Abfrage durchgeführt.

Nach ihrem Votum wäre es interessant

den Grund ihrer Entscheidung

zu erfahren. Nutzen Sie die Möglichkeit,

Ihre Entscheidung anonym zu kommentieren.

I.T.P.-Verlag

86916 Kaufering

> redaktion@midrangemagazin.de

� www.midrangemagazin.de


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Alles rund um das Kundenbeziehungs-Management

In knapp zwei Monaten findet die CRM-EXPO

in den Osthallen der KölnMesse statt. Vom

13. – 14. November 2002 haben Besucher die

Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen

und Trends rund um IT-Lösungen für

das Costumer Relationship Management (CRM)

zu informieren. Dazu präsentieren sich die

Aussteller mit ihren neuesten Lösungen sowie

Dienstleistungen, die das CRM im Unternehmen

unterstützen.

CRM-EXPO in Köln

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Der begleitende Kongress bringt die

weltweit führenden Kompetenzträger

der CRM-Branche zusammen,

welche den Kongressteilnehmer die

neuesten Trends, Strategien und Technologien

anhand von Praxisbeispielen

darlegen werden.

Veranstaltet wird die Messe – wie bereits

in den letzten Jahren – von der IMP International

Marketing Partners GmbH

in Kooperation mit dem amerikanischen

Partner DCI. Mit der dritten Veranstaltung

im Jahr 2001 in Köln hat sich die

CRM Messe und Kongress mittlerweile

als Leitmesse in Deutschland und größte

Veranstaltung zu diesem Thema in Europa

etabliert. Zielgruppe der Veranstalter

sind die Entscheider aller Branchen

aus den Bereichen Marketing, Vertrieb,

Service, IT/IS, Business Development,

Schulung und Beratung.

IMP GmbH

D-90763 Fürth

� (+49) 0911/970058-0

� www.crm-expo.de

Aktuelles

CRM-EXPO Messe & Kongress

13. – 14. November 2002, KölnMesse

23


Aktuelles

Integrierte Systeme

Mit Unified Messaging Software verbinden

Das Berliner Systemhaus Gräbert Software

+ Engineering GmbH besitzt langjährige

Erfahrungen im IBM-Midrange- bzw.

AS/400-Bereich. Auf Grund dessen kennt

das Unternehmen die Bedürfnisse im Markt

und setzt diese mit e-Business-Lösungen

wie z. B. Unified Messaging-Anwendungen

für e-Mail und Fax konsequent um. Der

Geschäftsführer des Systemhauses, Horst

Barthel, sprach mit Michael Wirt über den

Markt und seine Kunden.

Michael Wirt: Die Firma Gräbert hat

sehr viele Kunden, die Faxlösungen auf

ihrer iSeries- und AS/400 betreiben. Mit

welchen Argumenten bieten Sie den

Kunden Ihre Mail-Lösung an?

Horst Barthel: Wir wollen die Vielfalt

der bei unseren mehreren tausend

Kunden gegebenen Möglichkeiten zur

AS/400 mit eComPlus/400 einfangen.

Der Anwender sollte e-Mail und Fax

aus einem integrierten System heraus

nutzen können, und zwar ohne Rücksicht

darauf, welches Mail-Systemumfeld

bei ihm womöglich schon instal-

Horst Barthel,

Geschäftsführer der Gräbert

Software + Engineering GmbH

liert ist: Hat der Kunde bereits einen

Internetzugang z. B. über DSL-Router

installiert, so benötigt er als Bindeglied

lediglich noch die eComPlus/400-Software

für Router oder Server und schon

kann er seine e-Mails unter Nutzung

des vorhandenen Routers auch direkt

von der AS/400 versenden. Gleiches gilt

für einen bereits installierten Server, der

den e-Mail-Verkehr im Netz steuert.

Denjenigen Firmen, die noch keine

Mail-Lösung unterhalb der AS/400 installiert

haben, können wir die eCom-

Plus/400 Kombi-Lösung für Mail- und

Fax in einer BlackBox anbieten, so dass

sie sich nicht um Router oder Server

kümmern müssen.

Nicht minder wichtig sind die installierten

Clients. Hier bieten wir Connectoren

zu Lotus Notes (mit oder ohne Domino-

Server), zu MS Outlook sowie zu anderen

SMTP/POP3-Clients. Und dort wo

„Green Screens“ im Einsatz sind, werden

diese selbstverständlich auch von eCom-

Plus/400 unterstützt. Also jeder soll nach

seinem Gusto glücklich werden.

Darüber hinaus gewinnt die systematische

Archivierung der Mail- und Faxdokumente

zunehmend an Bedeutung.

Auch hier können wir den Kunden ein

passendes Angebot machen.

24 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

für das Büro

Michael Wirt: Jede e-Mail stellt ein

potentielles Sicherheitsrisiko dar. Was

bieten Sie oder ihre Partner den Kunden

in Bezug auf e-Mail-Sicherheit an?

Horst Barthel: Auf AS/400-Ebene sind

bisher keine Risiken bekannt geworden.

Sobald aber PC-Clients ihre Mails vom

AS/400 POP3-Server abholen und

beispielsweise ins MS Outlook laden, so

müssen diese Mails selbstverständlich

auf den PCs mittels aktueller Virenschutzprogramme

auf Virenbefall geprüft

werden.

Michael Wirt: Die Funktion SMS ist

’easy to use‚ und eignet sich mittlerweile

auch zur Systemsteuerung. Welche

Funktionen bieten Sie Ihren Kunden für

„SMS mit iSeries“ an?

Horst Barthel: Die Einbindung von

Handys im Sinne einer Multi-Channel-

Kommunikation halten wir für sehr

wichtig. Unsere Produkte unterstützen

nicht nur SMS, sondern integrieren eine

moderne e-Mail-Push-Technologie ans

Handy. Dies ermöglicht die automatische

Weiterleitung von empfangenen

e-Mails auszugsweise als SMS ans Handy

mit der Möglichkeit des kompletten

Lesezugriffs.

Damit man sich unterwegs nur mit relevanten

Mails beschäftigt, bieten wir

einen Dienst an, um weiterzuleitende

Mails auszuwählen. D. h., es können

entsprechende Filter definiert werden,

nach denen z. B. Newsletter-Mails

etc. nicht an das Handy weitergeleitet

werden.

Michael Wirt: Mit welchen Konzepten

treten Sie der Daten-„Vermassung“ im

Bereich Mail/Archiv entgegen und was

empfehlen Sie ihren Kunden?


Horst Barthel: Dies ist kein originäres

Kommunikations- oder Archivierungsproblem.

Primär gilt es hier, den Überblick

zu behalten und nicht alles aufzuheben,

was ins Haus kommt und das,

was aufgehoben werden soll, strukturiert

zu archivieren. Hierzu empfehlen

wir unseren Kunden, den Archiv-

Plus/400-Connector zu nutzen, der eine

gefilterte Archivierung gewährleistet.

Es werden also nicht alle eingehenden

Mails automatisch abgelegt, sondern

nur diejenigen, die gemäß gezielter Archivierungsanweisungen

berücksichtigt

werden sollen. Dazu gehören in der Regel

nicht jene, die z. B. als elektronische

Newsletter erkennbar sind etc. Es geht

aber nicht nur um ankommende Dokumente,

sondern auch um die versendeten

Mails und Faxe.

Michael Wirt: Beleuchten wir die Datensicherheit

von einer anderen Seite:

Welche Lösungen bieten Sie im Hinblick

auf das Retrieval von Daten an?

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Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Horst Barthel: Die in unserem Archiv

abgelegte Mails und Faxe oder auch

andere Dokumente wie Rechnungen

und Auftragsbestätigungen unterliegen

einem differenzierten System für Zugriffsschutz.

Es werden für jedes Dokument

Berechtigungsklassen vergeben,

auf die dann nur von Anwendern mit

den entsprechenden Rechten im Archiv-Benutzerprofil

zugegriffen werden

darf.

Michael Wirt: Welche Speichermedien

erachten Sie hinsichtlich Datensicherung

als sinnvoll für ihre Kunden (CD,

DVD, ...)?

Horst Barthel: Wir unterstützen sowohl

die Speicherung auf optischen

Plattensystemen (Jukeboxen) der Modellreihe

IBM 3995 als auch auf CD

oder DVD. Um das Archiv im direkten

Zugriff zu haben, empfehlen wir die

Verwendung der Jukeboxen entweder

mit einmalbeschreibbaren Platten

(WORM) für revisionssichere Doku-

mente oder mit wiederbeschreibbaren

Platten (MOD).

Michael Wirt: IBM forciert Linux für

die iSeries. Wie haben Sie sich und Ihre

Produkte darauf vorbereitet?

Horst Barthel: Für unsere Kunden stehen

bewährte, stabile und einfach zu

handhabende Lösungen im Vordergrund.

Wo sich mit Linux neue Möglichkeiten

im Sinne erweiterter Anwendungen

ergeben, werden wir diese adäquat

berücksichtigen.

Michael Wirt: Herr Barthel, ich danke

Ihnen für dieses Gespräch.

Gräbert Software + Engineering GmbH

D-10709 Berlin

� (+49) 030/896903-33

� www.graebert-gse.de

Aktuelles

25


Aktuelles

Mit XML-Technologie

Three-Tier-Architektur macht aus FRIDA Oxaion

Nur ein neues Release zu präsentieren, wäre

den tiefgreifenden Änderungen nicht gerecht

geworden. FRIDA, die bekannte ERP-Software

von command für die IBM iSeries hat einen

Nachfolger bekommen: „Oxaion“ heißt die

Mittelstandssoftware aus Ettlingen ab sofort.

Dank XML und Java ist das System offen für

die Zusammenarbeit mit beliebigen Plattformen

– und damit voll EAI-fähig.

EAI (Enterprise Application Integration)

ist im Zeitalter der Vernetzung

das Schlagwort schlechthin. Gemeint ist

die Fähigkeit, Daten von fremden Systemen

und Programmen verarbeiten und

an sie zurückgeben zu können. Seit Jahren

basteln die Entwickler von ERP-Software

an diesem Thema. Die command ag

legt nun mit dem FRIDA-Nachfolgersystem

Oxaion eine Lösung vor, die den

EAI-Wünschen so mancher Unternehmen

entgegenkommen dürfte.

Wie man an dem neuen Konzept aus Ettlingen

sieht, besteht der Schlüssel zur

EAI-Fähigkeit darin, den Programmblock

aufzuspalten und noch modularer

zu gestalten, als dies bisher schon der

Fall war – d.h.: die Verarbeitungslogik

von der Präsentationslogik zu trennen.

In der neueren IT-Sprache nennt man

das „Three-Tier-Architektur“ – bestehend

aus Backend (Verarbeitungslogik,

Businesslogik), Middle-Tier oder Mittelschicht

und schließlich der Clientschicht

(Frontend). Die Mittelschicht ist

ein Java Application Server, der die Aufbereitung

der Daten, so wie sie dem Anwender

auf dem Bildschirm präsentiert

werden, vornimmt. Der Application Server

ist eine ganz neue Technologieplattform

(command spricht hier von JET für

Java Enterprise Technology), die die

26 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

zur EAI-Plattform

Layout-Darstellung (Presentation Layer),

die Businesslogik (Application Layer),

den Datenaustausch über XML und

die Funktion eines EAI-Servers zusammenfasst.

Java Application Server und Frontend

sind in Java geschrieben. Diese Sprache

ist für objektorientiertes Programmieren

hervorragend geeignet und daher auch

die beste Wahl für die Komponenten innerhalb

einer Schichtenarchitektur.

Stichwort Objektorientierung: Eine Besonderheit

von Oxaion besteht darin,

dass alle drei Ebenen gewissermaßen

unabhängig voneinander sind. Modifikationen

an einer Schicht haben in der

Regel keine Auswirkungen in den anderen

Ebenen. Bei einem System älterer

Generationen verhält sich dies anders:

Dort ziehen sich Programmänderungen

meist von oben bis unten durch.

Freie Komponentenwahl beim

Aufbau der IT

Von zentraler Bedeutung einer Tier-Architektur

ist der Datenaustausch zwischen

den Schichten; command hat diesen

mit XML realisiert. „Mit unserem

Screenshot von Oxaion

Three-Tier-Konzept, basierend auf Java

und XML“, meint Marcel Schober, Entwickler

bei command, „sind wir in der

Lage, jede beliebige Plattform an Oxaion

anzubinden. Voraussetzung für den

Datenaustausch ist nur, dass die Gegenstelle

über eine XML-Schnittstelle verfügt.“

Das ist zunächst ein interessanter

Punkt für die EDV-Abteilung, denn die

Situation ist oft die, dass Unternehmen –

auch mittelständische – Konzernstrukturen

aufweisen. Bedingt durch unterschiedliche

Systemhistorien an den verschiedenen

Standorten findet sich

meistens eine IT-Landschaft, die alles

andere als homogen ist. Die EDV-Verantwortlichen

stehen dann vor der Aufgabe,

Einheit in der Vielheit zu schaffen.

Offenheit für jede Plattform bedeutet

dann, dass bewährte vorhandene Komponenten

jederzeit mit den modernsten

Komponenten, die der Markt gerade

bietet, kombiniert werden können. Zum

Beispiel fügt sich ein Linux-Webserver

genauso in die Three-Tier-Architektur

des iSeries-Systems von command ein

wie ein zusätzlicher NT-Server. „Die

EDV-Abteilung hat beim Ausbau der

Systemlandschaft alle Freiheiten; sie


kann immer auf genau die Komponenten

zurückgreifen, die vorhanden sind

oder die für die betreffende Aufgabe am

besten geeignet sind“, erklärt der ERP-

Entwickler. Ferner bietet die durchgehende

XML-Kommunikation über alle

Systemebenen hinweg mehrere Möglichkeiten

an, den Zugang zu einer fremden

Software einzurichten.

Marcel Schober ergänzt: „Mit unserer

Lösung ist es möglich, auf allen Ebenen

– Backend, Java Application Server oder

Client – Systeme anzubinden.“ Wo die

Anbindung am zweckmäßigsten ist,

hängt von den genutzten Programmen

und der Größe der Datenströme ab. Ein

verbreitetes Beispiel ist die Marktplatzanbindung,

die am besten über die Mittelschicht

erfolgt. Daher ist das

e-Business-Modul des Ettlinger Systems

im Prinzip nichts anderes als ein spezieller

Java Application Server. XML-Verbindungen

sind aber auch von Backend

zu Backend möglich.

EAI intern und extern

Beim XML-Datenaustausch muss man

unter Umständen mit einer kleinen Hürde

rechnen. Nicht alle XML-Strukturen

sind nämlich identisch. Wer mit einem

Marktplatz kommunizieren will, muss

dessen XML-Variante berücksichtigen.

„Wir verwenden für unsere Zwecke ein

intern normiertes XML-Format“, ergänzt

command-Entwickler Schober,

„der Oxaion-Anwender hat es daher mit

einer genau definierten Form zu tun.“

Bei command arbeitet man gerade daran,

die unterschiedlichen XML-Formen

künftig per Transformation in den Griff

zu bekommen. Die Lösung dafür heißt

XSL (Extended Stilesheet Language),

dahinter verbirgt sich eine Transformationssprache

– also eine Art XML-Metasprache

– zur Beschreibung der verschiedenen

Varianten.

Spätestens jetzt ist eine terminologische

Differenzierung anzubringen. Bei der

Anbindung von Fremdsystemen sollte

man nämlich genauer von externer EAI

reden und bei der Integration von Add-

Ins von interner. Denn neben der Anbindung

unterschiedlicher Plattformen an

ein ERP-System spielen fremde Add-Ins

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

eine wichtige Rolle. Kaum eine integrierte

Unternehmenssoftware wird noch

ohne Zusatzprogramme ausgeliefert.

Vielmehr ist die Ergänzung durch

Fremdprodukte nach dem Prinzip der

Embedded Licences der Regelfall.

Integration hoch zwei

Der Softwareverantwortliche im Unternehmen

gewinnt daraus die Erkenntnis,

dass die Integration von Fremdprodukten

in eine moderne ERP-Lösung weitgehend

problemlos erfolgt, mehr noch,

dass nämlich den Erweiterungsmöglichkeiten

prinzipiell kaum Grenzen gesetzt

sind. Das Ettlinger Softwarehaus bestätigt

dies. Marcel Schober sagt dazu:

„Wenn der Kunde die Integration einer

besonderen Software wünscht, können

wir dies durchführen.“

Dem Anwender am Frontend bietet das

command-System noch einige interessante

Möglichkeiten in Sachen interne EAI.

„Der User kann mit seinem Java-Client

Programmmasken beliebig miteinander

verknüpfen“, erklärt Entwickler Schober,

„das ist genauso mit fremden Add-Ins als

auch mit den bekannten Backend-Programmen

möglich.“ Mehrfenstertechnik

nennt der Anbieter dieses Feature, das im

Übrigen auch mit solchen Programmen

funktioniert, die an sich gar nichts

miteinander zu tun haben, die nur

teilweise dieselben Daten verwenden. Der

Effekt ist folgender: Wird in einer Maske

etwas geändert, so können diese Änderungen

in der Maske eines anderen Fensters

parallel angezeigt werden. Für die

Praxis bedeutet dies, dass das Maß der

Integration vom Anwender noch zusätzlich

gesteuert werden kann; die integrierte

Software Oxaion lässt sich durch den

User noch mehr integrieren, als es

ohnehin schon der Fall ist.

Autor: Dipl.-Ing. (FH), MA Richard

Läpple, freier Fachjournalist aus

Tübingen

command ag

D-76275 Ettlingen

� (+49) 07243/590-0

� www.oxaion.de

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Aktuelles

27


Aktuelles

Lotus Domino in neuer Version angekündigt

Im Januar 2002 auf der Lotusphere in

Orlando wurde die nächste Lotus Domino-

Version angekündigt. Der Name lautet: Domino

6 (beziehungsweise Notes 6 für den Client).

Domino 6 wird auch auf der IBM eServer

iSeries unterstützt werden. Die Version wird

circa 2 Wochen nach der Verfügbarkeit von

Domino 6 auf Windows NT und Windows 2000

erscheinen. Geplant ist eine allgemeine

Verfügbarkeit noch im 3. Quartal 2002. Ein

ausgedehnter Beta-Test (seit Herbst 2001), der

über mehrere Plattformen hinweg – auch der

iSeries – stattgefunden hat, soll die Qualität

und Stabilität der neuen Version gewährleisten.

Aus diesem Grunde ist auch bereits die

iSeries-Beta-Version seit Anfang 2002 auf

mehreren Produktiv-Mailservern der IBM in

Rochester im Einsatz.

Was gibt es Neues bei Domino/

Notes 6?

Sehr viel Wert wurde bei der neuen

Domino-Version auf eine vereinfachte

Administration gelegt. Viele Verbesserungen

gibt es außerdem bei der Performance,

der Stabilität und der Skalierbarkeit

von Domino. Aber auch der Endbenutzer

findet viele neue Funktionen,

die das Arbeiten mit Notes intuitiver

und einfacher machen.

Vereinfachte Administration

Beispiele für die vereinfachte Administration

sind die neuen Policies, die es dem

Administrator ermöglichen, bestimmte

Werte für alle Benutzer (oder Benutzergruppen)

vorab einzustellen. Um

möglichst weitreichende Voreinstellungen

durchführen zu können, gibt es verschiedene

Arten von Policies – zum Beispiel

die Registration Policies. Hier wer-

Evolutionsstufe Nr. 6

den Angaben zum Registrierungsserver,

zu Passwortoptionen, zum Mailserver

und zur Mailschablone (Template), zu

Gruppenzuordnungen und so weiter vorgegeben.

Dann gibt es noch die Setup und

Desktop Policies sowie die Archivierungs-

und Sicherheits-Policies. In den

Setup und Desktop Policies werden im

Prinzip dieselben Informationen voreingestellt:

z.B. die Firmen-Welcome-Page,

die Servernamen, Proxies sowie welche

Datenbanken bei den Benutzern automatisch

angezeigt werden sollen – und vieles

mehr. Allerdings ist der Zeitpunkt, zu

welchem die jeweilige Policy zum Tragen

kommt, unterschiedlich.

Die Setup Policies werden beim ersten

Aufsetzen des Notes Clients genutzt,

während die Desktop Policies bei jedem

weiteren Aufruf zum Einsatz kommen.

So könnte ein Benutzer beispielsweise

versehentlich eine Datenbank-Bookmark

löschen oder die Willkommensseite verändern.

Bei der nächsten Verbindung

zum Server werden die geänderten Angaben

wieder zurückgesetzt. Auch Änderungen

der bestehenden Umgebung –

z. B. eine neue Anwendung, ein anderer

Proxy-Server oder ähnliches – können so

für alle Benutzer einfach vorgenommen

werden.

Ebenfalls eine neue Funktion zur Erleichterung

der Administration ist Smart Update.

Der Upgrade aller Endbenutzerarbeitsplätze

auf eine neue Notes-Version

kann je nach Unternehmensgröße sehr

aufwändig sein. Smart Update ermöglicht

zukünftig den einfachen Rollout

von neuen Notes Client Versionen. Die

neue Software-Version wird auf dem Server

installiert, einzelne Benutzer, Benutzergruppen

oder alle Benutzer erhalten

beim nächsten Start von Notes einen

Hinweis, dass eine neuere Version von

Notes vorliegt und der Endbenutzer

28 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

kann die neue Version auf Knopfdruck

installieren. Weitere Administrationserleichterungen

sind der Roaming-User-

Support (ein Benutzer an mehreren Arbeitsplätzen),

der Multi-User-Support

(mehrere Benutzer an einem Arbeitsplatz),

die neue Java-Konsole, generell

neue Einstellungsmöglichkeiten für die

Domino-Konsole, Passwortabgleich zwischen

Notes- und Internet-Passwort sowie

vieles mehr.

Skalierbarkeit und Performance

Erweiterungen – unter anderem im

Transaction Logging, beim Cluster-Support,

bei der Replikation, bei der Komprimierung

von Daten und so weiter –

sorgen für ein schnelleres Starten des

Domino-Servers und generell für eine

bessere Performance. Der automatische

Server-Restart, eine iSeries-Domino-

Funktion, die bereits in der ersten Domino

auf AS/400-Version vor 4 Jahren enthalten

war, wird nun auch auf anderen

Plattformen zur Verfügung gestellt.

Notes-Client-Erweiterungen

Hier liegt einer der Schwerpunkte bei der

intuitiven Handhabung von Notes. So

gibt es neue Funktionen/Auswahlmöglichkeiten

mit der rechten Maustaste,

neue Drag-and-Drop-Optionen, leichter

und stärker anpassbare Ansichten (zum

Beispiel des Postkorbes) sowie Neues bei

der Handhabung von Dateianhängen

und im Kalender. So kann man in einer

Kalenderansicht das so genannte „In-

Place“-Editieren durchführen, das heißt:

direkt in der Ansicht auf den Eintrag klicken

und die Daten verändern, ohne

zuerst den Kalendereintrag komplett öffnen

zu müssen. Auch die Kalenderverwaltung

für eine andere Person (Sekretariatsfunktion)

wird deutlich erleichtert.

Ein besonderes Highlight ist sicherlich

die erweiterte Multitasking-Fähigkeit


des Notes Clients, so dass jetzt mit Notes

6 viele Aktionen (wie zum Beispiel das

Lösen von Dateianhängen), parallel zu

anderen laufen können. Auch bei der Client-Server-Replikation

gibt es Erweiterungen,

wie z.B. das einfachere Erstellen

von selektiven Replikationen oder der

Funktion, dass zuerst kleinere Dokumente

repliziert werden, erst dann die großen

Dokumente mit Dateianhängen.

Migration Domino R5 zu

Domino 6

Bei einem Umstieg sollten immer erst die

Domino-Server umgestellt werden,

danach die Clients. Laut Aussage von

Lotus sind Notes R5 Clients kompatibel

zu Domino 6, so dass für eine Übergangszeit

auch ein Mischbetrieb möglich ist.

Einige Domino/Notes 6 Erweiterungen

können dann allerdings vom Notes R5

Client nicht genutzt werden. Es ist möglich,

Domino Anwendungen auf dem

Domino R5 Datenformat zu belassen, so

dass ein Unternehmen zwar produktiv

mit der alten Version weiterarbeiten

kann, parallel dazu jedoch die Umstellung

der Anwendung auf Domino 6 mit

einer Kopie der Anwendung testet.

Domino 6 und Zusatzprodukte

Für Domino 6 wird es auch eine neue

(stark verbesserte) LEI-Version geben.

Anzeige

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Das heißt: LEI-Nutzern ist es zu empfehlen,

bis zur Verfügbarkeit von LEI 6 mit

der Umstellung auf Domino 6 warten.

Auch Lotus Domino.Doc wird bald in

einer „6er zertifizierten Version“ zur

Verfügung stehen. Für Lotus iNotes

wird es in der ersten Version von Domino

6 nur geringfügige Erweiterungen

geben, aber für das Folge-Release wird

mit weiteren Verbesserungen gerechnet.

Die Kompatibilität von Lotus Sametime

oder Lotus Quickplace mit Domino 6 ist

noch nicht angekündigt, hier ist

zunächst eine parallele Nutzung von

Domino R5 in einer LPAR nötig.

Domino 6 und iSeries

Domino 6 wird auf den OS/400-Versionen

V5R1 und V5R2 unterstützt werden.

iSeries-Benutzer, die eine ältere Betriebssystemversion

nutzen, sollten

zuerst das Betriebssystem auf eine aktuelle

Version anheben. Laut Planung von

Lotus soll der Upgrade-Prozess von R5

auf Domino 6 ähnlich einfach wie der

Upgrade von V4.6x auf R5 erfolgen.

Das heißt: Die neue SW-Version wird

installiert, der Domino-Server wird gestartet,

diverse Anpassungen werden

manuell nachgeführt – fertig. Wobei auf

der iSeries alle Domino-Server einer logischen

Partition gleichzeitig auf Domino

6 angehoben werden. Das bedeutet:

Auch wenn mehrere partitionierte Domino-Server

auf einem System betrieben

werden, ist nur einmal die Software-Installation

erforderlich und dadurch die

Ausfallzeit entsprechend kurz. Zu beachten

ist lediglich, dass einige Installationsoptionen

nicht mehr zur Verfügung

stehen (zum Beispiel Directory Synchronisation)

und andere Optionen nur noch

nach Download von der Lotus Developer

Domain installiert werden können.

Informationen zu Domino auf iSeries

finden Sie auf der Webseite: ibm.com/

servers/eserver/iseries/domino/. Unter

dem Link „What’s new“ werden Sie

sofort informiert, sobald Domino 6 auf

iSeries zur Verfügung steht. Außerdem

können Sie über diese Seite das Domino

6 for iSeries Pre-Release 2 herunterladen

und finden Links zu weiteren Internet-

Seiten zu Domino 6.

Die Autorin Birgit Röhm, IBM iSeries

Technical Support, erreichen Sie per

Mail unter der Adresse

broehm@de.ibm.com.

IBM Deutschland GmbH

D-71139 Ehningen

� (+49) 07034/15-0

� www.ibm.de

Aktuelles

29


Aktuelles

Tools zur Entwicklung kundenspezifischer Software

Gemäß dem Leitsatz „Build Better Software“

beschäftigt sich MKS mit Lösungen für die

Software-Entwicklung. Das Unternehmen

konzentriert sich dabei auf die Kernkompetenzen

im Bereich Software Configuration und

Change Management. Integrationen für eine

Vielzahl von am Markt verfügbaren Produkten

– im Bereich des Software-Lebenszyklus –

garantieren optimale kundenspezifische

Lösungen.

Change Management im Bereich

Software-Entwicklung bedeutet,

sich mit organisatorischen, planerischen

und kommunikativen Fragen in der SW-

Entwicklung auseinander zusetzen – mit

dem Ziel, einen formalisierten, einheitlichen

und gelebten Änderungsprozess im

Unternehmen zu implementieren.

Das Software Configuration Management

ist der zweite Kernbereich, mit

dem sich die Lösung befasst. Ist durch

das Change Management einmal gesichert,

dass alle Änderungen zuverlässig,

im richtigen zeitlichen Rahmen und von

den richtigen Ressourcen durchgeführt

werden, dann stellt sich als Nächstes die

zentrale Frage nach der Verwaltung aller

Dokumente, die durch den Änderungsprozess

verändert werden, inklusive des

Source-Codes. Software Configuration

Management bedeutet somit, sich mit

der Strukturierung und Verwaltung von

Dokumenten und Änderungen an diesen

auseinander zusetzen. Innerhalb der Lösung

stehen Funktionalitäten zur Verfügung,

mit Hilfe derer Änderungen an

Dokumenten und deren Strukturierung

vorgenommen werden können.

Die C/S-Lösung besteht aus der MKS

Source Integrity Enterprise (Configuration

Management-Lösung) und dem MKS

Integrity Manager. Dieser bildet die

Build Better Software

Methoden des Change Managements

ab. Mit Hilfe dieser Lösung lässt sich der

Änderungsprozess im Unternehmen implementieren.

Source Integrity bildet die

Methoden des Software Configuration

Managements ab. Es lassen sich somit

Dokumente auf einfachste Art und Weise

strukturieren und verwalten.

Implementer

Die iSeries-Lösung unterstützt Unternehmen

bei der Erstellung und Optimierung

von unternehmenskritischen Applikationen.

Der Implementer bietet

dabei in jeder Phase des SW-Entwicklungsprozesses

unterstützende Funktionalitäten

und optimiert somit die Produktivität

der Entwicklung.

Mit dem Ziel, die Entwicklungszyklen zu

vereinfachen, stellt Implementer die Integrität

von SW-Installationen in Produktions-

und Testumgebungen auf iSeries-Servern

sicher. Ob nativ OS/400, WebSphere

oder auf verschiedenen Plattformen entwickelt

wird, Implementer ist in die am

Markt führenden Entwicklungswerkzeuge

integrierbar. In Verbindung mit

Change Management stellt der Integrity

Manager die zentrale Instanz dar. Denkbar

ist hier die Integration von entwicklungsnahen

Partnern, Zulieferern oder

des Managements selbst. Alle Aktivitäten

können durch frei konfigurierbare Workflows

kontrolliert werden. Reporting-

Funktionalitäten ermöglichen jederzeit

einen Überblick der laufenden Anforderungen

und deren Statis. Änderungen

werden zu jedem Zeitpunkt erfasst und

entsprechend konfigurierter Notification-Regeln

an zuständige Mitarbeiter per

e-Mail versendet.

Workbench

Das „Herzstück“ ist die Developer

Workbench. Von diesem zentralen Arbeitsbereich

gehen alle Change Manage-

30 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

ment und Entwicklungsaktivitäten aus.

Die Software-Verteilung (Deployment)

kann durch Ergänzung mit dem Implementer

Receiver ermöglicht werden.

Das Modul stellt asynchrone Software

Configuration Management-Funktionalitäten

für eine unbegrenzte Server-

Anzahl zur Verfügung. Libraries werden

durch so genannte Environments eingebunden.

Test, QA und Development Restriktionen

können somit spielend im

Check out/Promotion Request berücksichtigt

werden und standardisieren die

Prozesse.

Grenz- bzw. Notfallsituationen können

durch „Emergency Handling“ abgefangen

werden. Hier stehen den Verantwortlichen

„Rollback, Recovery-“ und

„Emergency-Check-out-“Funktionalitäten

zur Seite. Sie gewährleisten im Falle

eines Falles eine schnelle Wiederherstellung

der Produktivumgebung.

Integrationsmöglichkeiten

Case-Tool-Adapter sind für Advantage

2E, Lansa, AS/SET und Cognos vorhanden.

Ebenso im Bereich der Applikations-Software

stehen Integrationen z. B.

für J.D. Edwards, BPCS, CAPRMS und

Lotus Notes Domino zur Verfügung.

Mit Hilfe der offenen Schnittstellen lässt

sich die MKS Integrity-Lösung problemlos

in die bestehende Umgebung integrieren,

so dass Werkzeuge – wie z.B.

Entwicklungsumgebungen, Projektplanungswerkzeuge

und ähnliches – direkt

mit der MKS Integrity-Lösung zusammen

arbeiten.

MKS GmbH

D-73728 Esslingen

� (+49) 0711/351775-0

� www.mks.de


Countdown bei der COMMON

Wie in der letzten Ausgabe berichtet, laufen in

der COMMON-Zentrale die Vorbereitungen für

die Jahreskonferenz auf Hochtouren.

Unter dem Motto: „Surf the Technology

Wave“ erwarten den Besucher

Vorträge und Workshops u.a. zu

den Themen:

– We can do it: Märkte und Trends der

iSeries-Plattform

– Einfluss der plattformunabhängigen

Technologien auf IBMs Server-Linien

– IBM iSeries & Lotus Domino: Erfolgreiches

e-Business für den Mittelstand

– Anwendungsentwicklung mit Visual

Age for RPG

– Java News

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Themen und Trends rund um die iSeries

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

– XML mit der iSeries

– E-Learning und Präsenz – Gemischtes

Lernen am Beispiel von Trainingsmaßnahmen

zur Projektmanagement-Ausbildung

Praktische Lösungen für Themen wie

das Entwickeln einer Web-Auftragsauskunft,

Datenbankzugriffe aus Java auf

DB2/400 mit SQLJ sowie Security and

Audit Journaling on iSeries werden in

den Labor-Sessions von den Teilnehmern

aktiv erarbeitet. Die Organisatoren

greifen damit Themen auf, die von

aktuellem oder grundsätzlichem Interesse

sind. Das Leistungsspektrum erschöpft

sich darin allerdings nicht. Es

umfasst regelmäßige Workshops, Anwenderkreise,

Fachgruppen, Konferen-

zen, die Mitgliederzeitschrift COM-

MON Info, ein Internetforum, Announcements

und Veranstaltungen.

Aktuelles

COMMON Jahreskonferenz 2002

Kongresspark Hotel Seminaris in Bad

Honnef/Bonn 14. – 16.11.2002

Weitere Informationen zur Jahreskonferenz,

speziell zu den Sprechern, finden

Sie in der nächsten Ausgabe des Midrange

Magazins und auf der Homepage

www.midrangemagazin.de.

Common Deutschland e.V.

D-70771 Leinfelden-Echterdingen

� (+49) 0711/90217-3

� www.common-d.de

31


ASP-Shopping

Kleinere und mittlere Unternehmen (KMU)

leben vom besonderen Engagement für Ihre

Kunden – also davon, dass sie mit großer

Flexibilität den Kundenwünschen entgegenkommen.

Dazu gehören Aktualität der Buchhaltung,

Lieferfähigkeit von Produkten und Leistungen,

umfassendes Wissen über Kunden und deren

Wünsche sowie auch Eigenheiten der

Lieferanten. Häufig ist der Unternehmer selbst

„das beste Pferd im Stall“ und muss dafür

sorgen, dass seine Zeit effektiv eingesetzt wird.

Auch das kleinere Unternehmen

braucht qualifizierte IT-Unterstützung,

d.h. ein vernünftiges Auftrags- und

Bestellwesen mit automatischer Übergabe

in die FiBu. Wenn es ein Lager gibt,

muss auch das gekonnt verwaltet werden

und eingebunden sein. Auch eine gute

Kalkulationsunterstützung und Abrechnung

für Wartungsdienste sollte zur Verfügung

stehen, über Integration zum Internetshop

und exzellente Auswertungen

über den Geschäftserfolg nicht zu reden.

Was kann man tun?

Klar, dass es von großem Nutzen wäre,

weiß eigentlich jeder Unternehmer, aber

wer soll die Auswahl treffen? Was vor

allem soll dieser ganze Aufwand der

Einrichtung, die Beschäftigung mit dem

Netzwerk, die Wartung der Software

und nicht zu vergessen die hohen Anschaffungskosten.

Wer sorgt denn eigentlich

für die Verfügbarkeit? Wenn es

ganz schlimm kommt, der Chef persönlich.

Das alles muss ein Ende haben!

Dazu gibt es jetzt ein ganz spezielles

Angebot für diese Zielgruppe.

Das ASP-Angebot

KMU profitieren durch sichere Mietlösung

Mieten Sie einfach Platz auf einem zuverlässigen

System und lassen Sie sich

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Ihre eigene IT-Umgebung in einer umfassenden

Standardsoftware einrichten,

wenn gewünscht mit e-Shop und

auch mit passender CRM-Integration.

Sie nutzen die Möglichkeiten der modernen

i-Series-Standardsoftware Kompas.

Über jeden webfähigen PC haben Sie

Zugriff auf Ihre Anwendung. Sie können

sich so wieder voll auf Ihre eigentliche

Arbeit konzentrieren. Um die Verfügbarkeit

der Software kümmern sich

andere – garantiert. Ihrem Wachstum

sind hier keine Grenzen mehr gesetzt.

Die Vorteile

Die DV-Kosten sind an die Erfordernisse

angepasst. Durch extrem schnelle Einführungszeiten

sind auch die Einführungskosten

planbar. Es fällt eine einmalige

Gebühr je Benutzer an.

Durch die iSeries kann hohe Verfügbarkeit

zugesichert werden. Die Raid-Technik,

die tägliche Sicherung der Daten

sowie die Auslagerung der Sicherung an

einen anderen Ort gibt Datensicherheit.

Die Zugriffsberechtigungen sind benutzerbezogen

eingerichtet.

Selbstverständlich kann jederzeit problemlos

von ASP auf ein eigenes System

gewechselt oder auch gleich mit Kompas

auf dem eigenem System gestartet

werden. Auch in diesem Fall hat sich

die kurze Kompas-Einführungszeit bewährt.

Der Aufwand für den laufenden

Betrieb ist auch in diesem Fall aufgrund

des Basissystems iSeries immer minimal.

CM. Computer Management &

Marketing Systeme GmbH

D-22089 Hamburg

� (+49) 040/658784-0

� www.cmpunkt.de

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Aktuelles

33


Aktuelles

Große Ziele und kleine Budgets

„Kaufen, kaufen“ ist nicht gerade der Ruf,

der zur Zeit durch die Flure des deutschen

Mittelstands schallt. Die Konjunktur zaubert

nicht eben strahlendes Lächeln auf die

Gesichter, Investitionen werden zurückgestellt

oder verschoben. „Wer clever ist, nutzt die

Zeit für eine detaillierte Zukunftsplanung“,

meint Roland Lauenroth, IBM Market Solutions

Manager im Geschäftsbereich Mittelstand.

Große Ziele und kleine Budgets seien durchaus

vereinbar.

Dass die Zeiten sich bessern werden,

davon ist Roland Lauenroth,

verantwortlich für die Themen SCM

und Handelslösungen, überzeugt. Man

müsse die Zeit des „Verschnaufens“

sinnvoll nutzen, um über andere Methoden

nachzudenken. Zum Beispiel

darüber, wie ein Unternehmen mittelund

langfristig effektiver an seine Kunden

herantreten kann. Es sei an der Zeit

und man habe jetzt Zeit, neue Ideen zu

entwickeln und die „ersten Gehversuche“

zu unternehmen.

Multi Channel Retailing

Roland Lauenroth glaubt an die Zukunft

des Multi Channel Retailing-

(MCR-) Konzeptes, auch wenn viele

Händler gegenüber diesem Ansatz noch

eher verhalten reagieren. Kein Wunder,

geht doch damit die Re-Organisation

der gesamten Vertriebskanäle einher.

Das Eliminieren von Medienbrüchen

hat zum Ziel, dass der Kunde z.B. via

Web Bestellungen aufgeben, in Kommentarzeilen

seine Abholwünsche angeben

und vorab elektronisch bezahlen

kann. Die Ware wird von ihm an vereinbarter

Stelle aufgesammelt; optional erhältliche

oder zu seinem User-Profil passende

Produkte liegen gleich daneben –

Konsequenz ist gefragt

nur für den Fall, dass er diese vielleicht

auch noch benötigt. Zur Zeit ist diese

kundenfreundliche Version der Lieferkette

noch Zukunftsvision; Anschlussverträge

und Cross-Selling-Aspekte

würden bisher nur wenige Firmen berücksichtigen.

Innovation versus Underdogs

Insbesondere für den Großhandel gilt es,

die Distribution zu verbessern und vernünftige,

bezahlbare und effektive Value

oder Supply Chains aufzubauen. Eine

effektive Supply Chain eröffne immenses

Einsparungspotenzial, jedes Gramm,

das man auf Lager habe, produziere

Kosten und binde Kapital. „Wenn Sie

sehen, was diese Gelder auf dem freien

Kapitalmarkt machen und dann eine

Gegenrechnung aufstellen, könnte das

so aussehen: Meine Investition beläuft

sich auf eine Million, ich senke damit

meine Lagerkosten um zehn Millionen,

Kapitalmarktbeschaffung 10 Prozent,

dann entstünde innerhalb eines Jahres

ein „Return on Investment“ rein aus den

Kapitalkosten“.

Strategie für Einzelhändler

IBM hat das MCR-Konzept „IBM Merchant

Reach“ für den Einzelhandel entwickelt.

Dabei handelt es sich um ein

Lösungsszenario, um bestimmte Themen

schnell anzufassen und auch schnell Erfolge

zu erzielen, ohne dabei Inselwelten

zu schaffen und ohne das finale Ziel aus

den Augen zu verlieren. Auch eine Lösung,

die einen schnellen „ROI“ bringe,

sich aber hinterher nicht in die Gesamtstrategie

integrieren lasse, sei eine

schlechte Lösung. „Man trägt die Kosten

zweimal“, so Lauenroth. Gerade im Bereich

SCM komme es darauf an, sein Ziel

sehr genau zu kennen. Es empfehle sich,

sein Unternehmen vorher zu durchleuchten,

eventuell in Workshops und auf Basis

der hier gewonnen Informationen

34 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

Entscheidungen zu treffen. „Die daraus

resultierenden Investitionsentscheidungen

sollte man dann auch nicht scheuen“.

Die Aussage, man könne sich bestimmte

Veränderungen nicht leisten, basiere

häufig schlicht auf falschem „Balancing“;

das Gegenüberstellen von Investition

und „Return on Investment“ sei

nicht korrekt. Auch IBM Global Services

biete ein Durchleuchten im Hinblick auf

den ROI an, als Starter empfiehlt der

IBM-Experte die kostenlosen Services innerhalb

des X21-Analyseangebots.

15 Millionen für KMU

Gemeinsam mit der Universität Münster

hat IBM X21 entwickelt, mit dem Kleine

und mittelständische Unternehmen

(KMU) ihre e-Fitness untersuchen lassen

und dabei – entsprechend ihres Beratungsbedarfs

– die Einzelanalysen

e-biz21, IT21 oder web21 in Anspruch

nehmen können. Das Interview durch

IBM und die anschließende Auswertung

der Ergebnisse münden in ein umfangreiches

Werk zur Situation des Kunden,

zu Einsparungs- und Verbesserungspotenzial

und zu seiner Positionierung im

Vergleich zu anderen Firmen derselben

Branche. Mittlerweile wurden mehr als

1.000 dieser Interviews geführt. „Das ist

unser Beitrag, um den Mittelstand zu

stärken und in diesem Segment noch

aktiver zu werden“, so Lauenroth.

Wenn man berücksichtigt, dass IBM pro

kostenfreier Analyse Leistungen im

Wert von rund 15.000 Euro erbringt,

kann man sagen, dass das Unternehmen

knapp 15 Millionen Euro allein via IT21

– dem Instrument zur Analyse der IT-Infrastruktur

– in die KMU investiert hat.

IBM Deutschland

Informationssysteme GmbH

D-70569 Stuttgart

� (+49) 0711/785-0

� www.ibm.de


Nach Aussage der Unternehmensberatung

Mummert & Partner ist in Deutschland

mindestens jedes zweite Unternehmen schon

Opfer von Saboteuren oder Hackern geworden.

In drei Jahren werde die Entwicklung

US-Niveau erreicht haben und neun von

zehn Unternehmen von Angriffen auf ihre

Computeranlagen berichten. Grund dafür

seien besonders die nicht aufeinander

abgestimmten Überwachungs- und Sicherheitssysteme.

Rund drei Viertel der deutschen

Unternehmen, deren IT-Systeme schon

ernsthaft beschädigt wurden, hatten keine

Notfallrichtlinien in petto.

Personalkarussell

Der Host-ZugriffsundIntegrationsspezialistNetManage

hat Hans Pfau

(43) zum neuen

Geschäftsführer

bestellt. In dieser

Position ist er ab

sofort für die gesamten Geschäftsaktivitäten

von NetManage in Deutschland,

Österreich und der Schweiz verantwortlich.

Pfau verfügt über 17 Jahre

Erfahrung in der IT-Industrie, die er

unter anderem in Führungspositionen

bei der Torus GmbH und 3COM erworben

hat. Vor seinem Eintritt bei

NetManage betreute Pfau als Director

Sales bei Nortel Networks in Frankfurt

alle Geschäftskunden in Deutschland.

� (+49) 08104/8902-0

� www.netmanage.de

Bernd Rogner ist als neuer Geschäftsbereichsleiter

in der Aachener Geschäftsstelle

von Schmücker & Partner

tätig. Der 36-jährige Diplom-Betriebswirt

vertritt hier den branchen- und

lösungsorientierten Beratungsansatz

des Unternehmens in den Bereichen

Geschäftsprozessmanagement,

mySAP.com-Einführungen und im

EAI-Umfeld – speziell für die Industrie

und Ver-/Entsorgungsunternehmen.

� (+49) 069/57005-7

� www.schmuecker.de

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Im Zuge des Ausbaus der Aktivitäten

im indirekten Vertrieb hat MERANT

den 34-jährigen Betriebswirt Jens

Adam zum Channel Manager für den

Bereich Deutschland, Österreich und

die Schweiz berufen. Nach einer mehrjährigen

Tätigkeit im Preussag Konzern

ist Jens Adam bereits seit 1999 bei

Merant als Telesales Manager für

Deutschland und Großbritannien tätig.

Hier leitete er den Aufbau des zentralen

Telefonverkaufs für die Region

EMEA.

� (+49) 089/96271-0

� www.merant.com

Aus den

Auftragsbüchern

Die Hellmann Worldwide Logistics

GmbH & Co. KG hat sich für den Einsatz

der K+H Anlagenverwaltung inklusive

der Module Planung/Hochrechnung

sowie Fremdwährung/Konzernbewertung

in 14 Auslands-Standorten

entschieden. Das international agierende

Logistikunternehmen baut damit die

seit 1993 bestehende Partnerschaft mit

K+H aus. Durch die Vereinheitlichung

der internen IT-Strukturen soll auch die

Kommunikation der verschiedenen

Standorte untereinander verbessert

werden – Hellmann beschäftigt

inzwischen rund 6.135 Mitarbeiter und

ist in 134 Ländern vertreten.

� (+49) 089/894410-0

� www.kh-software.de

NetManage bietet mit seiner Integrationslösung

OnWeb ab sofort 150

Händlern von Bentley Motors einen

schnelleren und einfacheren Direktzugriff

auf Host-basierte Kundeninformationen

über das Web. Die Autohäuser

können jetzt weltweit per Internetverbindung

auf wichtige Servicedaten,

Liefertermine und Garantieleistungen

zugreifen, die auf den Host-Systemen

im Unternehmenshauptsitz in England

gespeichert sind. Das bislang praktizierte,

zeitaufwändige und kostenintensive

Einwählen in Remote-Systeme entfällt

dabei vollständig. Bentley Motors

Märkte & Macher

betreibt seine Applikationen für Händlergarantien,

Ersatzteilverwaltung und

Service-Leistungen auf einem IBM

AS/400-Host und verspricht sich von

OnWeb u.a. deutliche Einsparungen

bei Kommunikations- und Schulungskosten.

� (+49) 08104/8902-0

� www.netmanage.de

Die L. Stroethmann Großmärkte und

die Stinnes Interfer AG haben sich für

die Systemintegration/400 der RATIO

GmbH entschieden. Das Unternehmen

hat ein Interfaceprogramm entwickelt,

um Waagen direkt mit der AS/400 zu

verbinden. Es kann von jeder bestehenden

Anwendung aus im Standard der

AS/400-Programme aufgerufen werden,

die geforderten Daten werden

über Parameter übergeben. Durch die

Online-Verbindung wird das Kopieren

von Informationen überflüssig, der

Waagen-Anschluss erfolgt über WAN,

LAN oder Internet.

� (+49) 04102/6796-0

� www.ratiosystem.com

Soll & Haben

Nach einem positiven EBIT im Juni

konnte die teamwork AG auch Q3 mit

einem positiven EBIT einläuten. Das

zweite Quartal 2002 schloss das Softwareunternehmen

mit einem Umsatz

von 1,6 Mio. Euro und einem EBIT-

Ergebnis von -0,7 Mio. Euro ab. Im

Vergleich zum ersten Quartal 2002

entwickelte sich der Umsatz rückläufig

(minus 25%), gleichzeitig konnte das

EBIT-Ergebnis durch die Umsetzung

von Kostensenkungsmaßnahmen um

14% verbessert werden. Im ersten

Halbjahr 2002 erzielte teamwork einen

Umsatz von 3,7 Mio. Euro und ein

EBIT-Ergebnis von -1,4 Mio. Euro auf

Konzernebene. Für das zweite Halbjahr

erwartet der Vorstand Umsätze

von zirka 4,3 Mio. Euro und ein positives

EBIT-Ergebnis von 0,2 Mio. Euro

im Konzern.

� (+49) 05251/5201-0

� www.teamwork-ag.de

35


Märkte & Macher

Die EASY SOFTWARE AG verbesserte

das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT/

IAS) im ersten Halbjahr 2002 um

19,4% auf – 3,87 Mio. Euro und das

Vorsteuerergebnis (EBET/IAS) um

18,3% auf – 4,45 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse

des EASY-Konzerns erreichten

im ersten Halbjahr eine Höhe von 17,26

Mio. Euro (2001: 19,70 Mio. Euro).

Nun sind weitere Kostensenkungsmaßnahmen

geplant. Obwohl ein zunehmendes

Interesse an Komplettlösungsund

Dienstleistungsangeboten zu verzeichnen

sei, habe die generelle Investitionszurückhaltung

bei Softwareprodukten

nicht kompensiert werden können.

� (+49) 0208/45016-0

� www.easy.de

Anzeige

MAPICS hat jetzt die Finanzzahlen

zum 3. Quartal 2002 veröffentlicht

und einen operativen Gewinn von 4,3

Mio. US-Dollar gegenüber 3,3 Mio. im

Vergleichszeitraum des Vorjahres ausgewiesen.

Der Umsatz ging im Jahresvergleich

von 37 Mio. US-Dollar auf

31,3 Mio. US-Dollar zurück. Der Gewinn

nach Steuern betrug im abgelaufenen

Quartal 7,5 Mio. US-Dollar bzw.

0,36 US-Dollar pro Aktie und schließt

Steuervergütungen in Höhe von rund

3,5 Mio. US-Dollar ein. Ein Jahr zuvor

hatte er bei 509.000 US-Dollar bzw.

0,03 US-Dollar pro Aktie gelegen. Der

bereinigte Gewinn nach Steuern belief

sich im dritten Quartal des Geschäfts-

36 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

jahres 2002 mit 2,7 Mio. US-Dollar

bzw. 0,13 US-Dollar pro Aktie fast auf

Vorjahresniveau.

� (+49) 069/66577401

� www.mapics.de

Software &

Systeme

Der eBusiness- und eCRM-Spezialist

Magic Software hat die neue Version

seiner Call-Center-Lösung Magic

eContact V2.5 vorgestellt. Sie unterstützt

und optimiert die Abläufe in

Contact-Centern; erweiterte e-Mailund

Web-Integration sollen die Kun-


denkommunikation erleichtern. Zu

den ersten Kunden für V2.5 gehören

die niederländischen Unternehmen

RLC Customer Contact Services und

DNP Contact Center. Sie nutzen das

Tool, um die Interaktion mit Kunden

preiswerter zu gestalten und um

schnell und mit gezielten Marketingkampagnen

auf veränderte Marktbedingungen

zu reagieren.

� (+49) 089/96273-0

� www.magic-software.com/germany

SAP will mit SAP Business One die

KMU adressieren und befindet sich mit

den ersten „SAP Sales und Service Partnern“

(SSP) schon in der Pilotphase.

Die deutsche Version der „kleinen

Softwarelösung – von Wirtschaftsprüfern

zertifiziert – kommt im Oktober

auf den Markt, noch im vierten Quartal

werden weitere Länderversionen für

Österreich und die Schweiz sowie

Dänemark, Finnland, die Niederlande

und Norwegen verfügbar sein. Das

geplante, engmaschige Partnernetz soll

laut SAP auch einige größere Reseller

umfassen, die als SAP Business One

Center fungieren. Auch sie leisten

Services im Support, in der Implementierung

und der Schulung, verkaufen

jedoch nicht direkt an Endkunden,

sondern unterstützen und beliefern

ausschließlich ihr Vertriebsnetz.

� (+49) 06227/7-47474

� www.sap.de

Den steigenden Bedarf an Integration

von XML und Web-Services in bestehende

Anwendungen adressiert Rogue

Wave mit ihrer Ratchet-Technologie.

Sie vereinfacht die Erstellung XMLfähiger

Programme mittels automatischer

C++ Codegenerierung. Damit

können alle Entwicklungsteams vom

Komfort der eXtensible Markup

Language-Dokumente profitieren,

die den problemlosen Austausch mit

anderen Systemen unterstützen – wie

beispielsweise mit Java- oder Microsoft

.NET-XML- und Webservices-Syste-

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

men sowie weiteren Systemen, die

Standard-XML verwenden. Die

Ratchet Beta-Version steht ab sofort

zum kostenlosen Download auf der

Rogue Wave Website bereit.

� (+49) 06103/59340

� www.roguewave.de

Die MATERNA GmbH hat ab sofort

eine Linux-Version ihrer System-

Management-Lösung DX-Union im

Programm: DX-Union ist jetzt auch für

Linux Suse 7.3 Professional verfügbar

– neben Windows NT, Windows 2000,

Reliant Unix und Solaris. Zu den

Produktfunktionen zählen Software-

Management, Benutzer- und Ressourcen-Management,

Fernwartung,

Inventarisierung und Crash Recovery.

Künftig will Materna mit DX-Union

verstärkt Industrieunternehmen

adressieren, nachdem der bisherige

Vertriebsfokus auf der Öffentlichen

Verwaltung lag.

� (+49) 0231/5599-0

� www.materna.de

Mit Docuware Business 4.5 will der

DMS-Spezialist DocuWare kleineren

Betrieben und Dienstleistern wie

Architekturbüros oder Versicherungsmaklern

einen preiswerten Einstieg in

das Dokumentenmanagement eröffnen.

Die Funktionalitäten der Lösung sind

exakt auf kleine Organisationen

zugeschnitten, leichte Installation und

Bedienung inklusive. Die aktuelle

Programmversion DocuWare 4.5 bildet

die Grundlage der BUSINESS-Variante,

die ebenfalls mit integriertem SQL-

Server ausgeliefert wird und schon

standardmäßig Volltext-Indexierung,

Outlook-/Exchange-Anbindung und

DVD-Support umfasst.

� (+49) 089/894433-0

� www.docuware.com

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Märkte & Macher

37


Technik & Integration

Prä Prozessor

38 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

Technik-Forum

Sie sind nun wieder eingeladen, die Diskussion spezieller technischer Probleme mit zu verfolgen.

Bitte schicken Sie Fragen, Anregungen oder Antworten zu den vorgestellten Themen – ebenso wie Ihre Kritik

– an unsere eMail-Adressen dieter.bender@MidrangeMagazin.de oder Redaktion@MidrangeMagazin.de

Frage: Wir haben jetzt unsere RPG-Programmierung

auf ILE umgestellt und

stellen fest, dass die Programmerstellung

relativ kompliziert geworden ist.

Wie vermeiden wir Bindefehler nach

Programmänderungen?

Antwort: Die Programmerstellung ist

in der Tat komplizierter geworden.

Reichte es bei OPM-Programmen weitgehend

aus, alle Default-Parameter bei

der Erstellung zu übernehmen, so sind

bei ILE-Programmen einige Default-

Einstellungen schlichtweg in der Mehrzahl

der Fälle falsch. Zudem besteht die

Gefahr, dass nach Programmänderungen

anders und damit meist fehlerhaft

gebunden wird.

Die ganz große Lösung, nämlich ein

Change-Management-System einzuführen,

scheitert in vielen Fällen weniger an

der Höhe der Lizenzgebühren, als an

dem Einführungsaufwand oder an der

Spezialisierung der AS/400-Lösungen.

Die Verwaltungen der RPG-Sourcen ist

leicht in offene Standards zu integrieren,

aber es fehlt an Unterstützung für die

Compiler und die Binde-Befehle.

Die kleine Lösung für die Programmerstellung,

also CL Skripte zu schreiben

und Programme nur per Programm zu

erstellen, wird oft als lästig empfunden

und ist auch zu wenig kontrollierbar.

Eine Lösung dazwischen kann ein kleiner

Präprozessor sein, der die Erstellungsbefehle

aus der Quelle ausliest.

Diese werden als Kommentar für den

Compiler unsichtbar gemacht und alle

Objekte lassen sich dann mit einem einzigen

Programm erstellen. Für die Erstellungsbefehle

reserviert man sich klei-

ne Escape-Sequenzen, die ansonsten in

der Quelle nicht benutzt werden dürfen.

Für mein kleines Beispiel habe ich D*B

als Beginn einer Präprozessor-Anweisung

definiert, die Anweisung endet mit

B*D oder mit dem Zeilenende. Fortsetzungen

können mit D*B+ eingeleitet

werden.

In den beiden kleinen Ausschnitten (Abbildung

1 und 2) ist zu sehen, wie das in

einer RPG- oder CL-Quelle aussehen

könnte. Man kann auch andere Escape-

Sequenzen definieren.

Der Präprozessor muss nun dazu in der

Lage sein, den voll qualifizierten Namen

der Quelldatei als Parameter zu übernehmen;

weitere Parameter sind nicht

erforderlich, da alle Parameter für den

Compile in der Quelle stehen (Abbildung

3).

Ein zusätzlicher Prototyp wird noch für

das C API system() benötigt, mit dem die

Übersetzungsbefehle aus dem Programm

ausgeführt werden (Abbildung

4). Der Präprozessor selber ist dann in

ILE RPG geschrieben. Im globalen Teil

des RPG-Programms werden die Copy-

Strecken mit /COPY-Anweisungen eingebunden.

Die Prototypen der lokalen

Subprozeduren finden sich dort ebenso

wie einige Konstanten-Deklarationen

und das Main Interface, das die Beschreibung

des Prototyps wiederholt.

Die Datei-Source soll später dazu dienen,

die im Parameter übergebene

Quelldatei zu lesen; sie muss also US-

ROPN verarbeitet werden. Auf die externe

Beschreibung kann man nicht zugreifen,

da der Name des Formates zur

Übersetzungszeit nicht bekannt ist.

Abbildung 1

Abbildung 2

Abbildung 3

Abbildung 4


Es sind lediglich vier Zustandsvariablen

erforderlich; alle anderen Deklarationen

erfolgen in den Subprozeduren als lokale

Variablen (Abbildung 5).

In der Main-Prozedur wird sofort eine

Unterprozedur aufgerufen, damit

überall im Programm lokale Variablen

zur Verfügung stehen.

Die eigentliche Hauptverarbeitung findet

in einer Prozedur „Work“ statt, die

wie alle weiteren Prozeduren im selben

Modul angeordnet ist und damit Zugriff

auf alle globalen Variablen hat.

Die Prozedur „Work“ ist zuständig für

das Zuordnen der korrekten Datei sowie

das Öffnen und Schließen von selbiger

Datei. In einer Schleife wird die Prozedur

„getCommand“ aufgerufen und

solange diese TRUE zurückgibt wird der

aktuelle Wert der globalen Variablen

„command“ mit Hilfe von „system()“

als OS/400-Befehl ausgeführt. Mit dieser

Verarbeitungslogik werden alle Anweisungen

aus den Kommentaren der

Quelldatei heraus gezogen und

nacheinander ausgeführt (Abbildung 6).

Abbildung 5

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Die Prozedur „getCommand“ versucht

mittels einer weiteren Prozedur

„getStart“, den Beginn eines Befehles

aus der Source zu bekommen (Abbildung

7). Ist dies erfolgreich, wird solange

„getAppend“ aufgerufen, bis der Befehl

komplett ist. Die Teile des Befehls

werden in der globalen Variablen „command“

zusammenmontiert. An dieser

Stelle ist das Detail wichtig, dass „command“

mit dem Schlüsselwort VA-

RYING deklariert ist. Das erspart das

Trimmen der Teilstrings, ist allerdings

im Debugger etwas lästig. Die beiden

Flags – „StartFlag“ und „AppendFlag“

– steuern, dass wirklich alles verarbeitet

wird, und zwar nichts doppelt. Die beiden

Prozeduren „getStart“ und „getAppend“

rufen ihrerseits die Prozedur

„findLine“ auf, die den eigentlichen

kleinen Parser enthält. Mit ihren Rückgabewerten

teilen sie der aufrufenden

Prozedur „getCommand“ mit, ob noch

unverarbeitete Teile der jeweiligen Art

vorhanden sind (Abbildung 8).

Der Parser „findLine“ sucht solange in

der Quelle, bis er die Escape-Sequenz für

den Anfang gefunden hat bzw. bis das

Dateiende erreicht ist. Wurde ein weiterer

Baustein gefunden, wird geprüft, ob

es sich um einen Anfang oder eine Folgezeile

handelt, und das entsprechende

Flag gesetzt. Für jede Präprozessor-Zeile

wird geprüft, ob sie bis zum Zeilenende

geht oder durch eine Ende-Anweisung

B*D beendet wird. Der Teilstring zwischen

der Anfang- und Ende-Anweisung

wird von führenden und folgenden Leerzeichen

bereinigt und in die globale Variable

„Line“ eingestellt (Abbildung 9).

Die Erstellungsbefehle für den Präprozessor

sind zu Beginn des Beitrages in

der Sprache beschrieben, die der Präprozessor

verarbeitet. Bevor man diesen

nicht erstellt hat, kann man ihn jedoch

nicht verwenden (Siehe Abbildung 1);

das Programm muss also zumindest

beim ersten Mal von Hand erstellt werden.

Wenn man den Präprozessor bei

Änderungen verwendet, um sich selber

zu erzeugen, kann es allerdings zu kleineren

Randproblemen kommen,

sozusagen wenn er sich selber das Hemd

unter dem Hintern wegzieht.

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Technik & Integration

39


Technik & Integration

Abbildung 6

Abbildung 7

Abbildung 8

Prä Prozessor

Der Bedienerkomfort lässt sich noch etwas

erhöhen, wenn man sich für den

Aufruf eine kleine User-Option für das

PDM baut, mit der man dann den Compile

über diesen Präprozessor aufrufen

kann; man erspart sich dann die manuelle

Eingabe der Parameter. Dort kann

auch hinterlegt werden, dass die gesamte

Umwandlung mit allen Vor- und Nacharbeiten

in einem Hintergrundprozess erfolgt.

Mit einem so kleinen Werkzeug lassen

sich auch nachgelagerte Schritte – wie

Berechtigungseinstellung oder ähnliches

– einfach und elegant automatisieren.

Und man stellt auf einfache Weise sicher,

dass nach Programmänderungen alles

wieder automatisch und technisch so

erstellt wird, wie es bei der vorherigen Erstellung

der Fall war.

Den Autor Dieter Bender erreichen

Sie unter

> Dieter.Bender@MidrangeMagazin.de

Abbildung 9

40 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

Zentrale Druckauftragserteilung

Verteilen

Komplettausstattungen für Büro, Lager und

Werkstatt sind die Domäne eines führenden

Anbieters in Betzdorf (Sieg), der SSI Schäfer

Shop GmbH. Das erfolgreiche Wachstum des

Unternehmens hat dazu geführt, dass täglich

11.000 Aufträge zu bearbeiten sind. Das

verlangt, rund 15.000 Lieferungen täglich zu

erledigen. Im Versandzentrum wird dazu neben

modernster Computertechnologie auch das

„Verteilte Drucken“ (Distributed Printing)

eingesetzt. Dieser neue Weg der dezentralen

Dokumentenausgabe arbeitet kostengünstig

mit hierfür maßgeschneiderten Hochleistungsdruckern

von PSi aus Siegen.

Neben Qualitätsgründen spricht die

Wirtschaftlichkeit für diese Lösung.

Der Fachmann weiß, dass in der

Kostenrechnung neben den auf die Lebensdauer

bezogenen Gesamtkosten

auch die Umrechnung auf das produzierte

Stück wichtig ist. Die Lösung mit

diesen Hochleistungs-Laserdruckern reduziert

die Stückkosten eines Formularsatzes

von zuvor zwanzig Cent je Auslieferung

um „satte“ fünfzig Prozent.

Neue Lösung: Verteiltes Drucken

Statt zentral gedruckte Versanddokumente

physisch in die zahlreichen Niederlassungen

des Unternehmens zu befördern,

wird zeitsparend direkt vor

Ort gedruckt. Das Neue ist, dass die

Druckaufträge zwar zentral erteilt,

aber dezentral ausgegeben werden.

Dies nennt sich in der Fachsprache

„Distributed Printing“.


– dezentrales Drucken

Sie viel Druck

Um die dezentrale Ausgabe mit hohem

Volumen und hochwertigem Schriftbild

zu realisieren, sind Hochleistungs-Laserdrucker

des Siegener Unternehmens

die idealen Einheiten. Aufwendige und

teure High-End-Geräte wären hier weitgehend

überdimensioniert, mechanische

Zeilendrucker hingegen bringen die geforderte

Qualität nicht. Mit den PP

4050XP konnte die Lücke geschlossen

werden. Bei einer Seitenlänge von 8,25

Zoll beträgt die Druckleistung stolze 34

Seiten pro Minute. Weil grundsätzlich

auf Endlospapier gedruckt wird, scheiden

die häufigen Fehlerquellen von Einzelblattlösungen

mit ihren umfangreichen

Nachbearbeitungsprozeduren aus.

Die Anforderung, auf den zu druckenden

Faktura-Belegen neben Schriften in

verschiedenen Größen und Schnitten

auch variable Firmenlogos und fehlerfrei

lesbare Barcodes auszugeben, löst

die Lasertechnologie des Gerätes perfekt.

In der Ausgabequalität öffnet die

neue Technik gegenüber den früher weit

verbreiteten Zeilendruckern neue Dimensionen.

So sehen Fachleute auch

hier den Motor für die künftig beschleunigte

Ablösung der Zeilendruckertechnologie.

Global vernetzt

Durch die zwei Papierzuführungen sind

jederzeit ohne Umzuspannen umfangreiche

Listendrucke zusätzlich realisierbar.

Jede Niederlassung bekommt dann

„ihre“ Druckdaten so ausgegeben, wie

sie benötigt werden. Dieses System

funktioniert sogar länderübergreifend.

In Nachbarländern wird bereits heute

mit vernetzten PSi-Laserdruckern gearbeitet

– und zwar unter R/3. Mit der

Ethernet 10BaseT/100BaseTX-Schnittstelle

lassen sich die Drucker bequem

unter SAPScript ansprechen. Über eine

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Schnittstelle werden zukünftig auch andere

Länder, die noch in der R/2-Welt

arbeiten, in das System des dezentralen

Druckens eingebunden.

So sinken die Kosten

Der günstige Kostenverlauf gründet in

der ganzheitlichen Lösung. Während die

Formularsätze ohne das verteilte Drucken

per Lasertechnologie in vielen Varianten

aufwendig vorbedruckt werden

müssen, reicht mit dem PP 4050XP eine

einzige Universalversion aus. Statt vieler

kleiner Auflagen kann diese in hohen

Stückzahlen vorgefertigt werden. Alle

Textdaten, Logos und Barcodes kommen

als hochauflösende Laser-Prints auf

die standardisierten Formularsätze. Für

Tochterunternehmen und die vielen verschiedenen

Anwendungsbereiche erstellt

ausschließlich der Laserdrucker

die notwendige Differenzierung. Die

Amortisation der Laserdrucker erfolgt

so bereits binnen sechs Monaten. Daher

ist man beim Büroausstatter höchst zufrieden:

„Das verteilte Drucken entspricht

voll unseren hohen Anforderungen

an Kundennähe und Flexibilität.

Die Niederlassungen drucken nun an jedem

Ort mit der gleichen Qualität wie

im Hauptwerk, und das bei beschleunigter

Prozessgeschwindigkeit und niedrigerer

Kosten.“ so Herr Michael Debus,

Leiter Informatik-Produktion der SSI

Schäfer Shop GmbH.

PSi Printer Systems international GmbH

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Technik & Integration

41


Technik & Integration

Papierloses Büro durch Integration von DMS und ERP

Übergreifende Verbindungen

Dokumenten-Management-Systeme (DMS)

unterstützen heute die klassischen

IT-Anwendungssysteme – wie ERP, CRM,

CAD etc. – bei der Organisation aller

Geschäftsaktivitäten. Insbesondere die

Interaktionen mit Kunden, Lieferanten oder

Geschäftspartnern werden über Business-

Dokumente darin abgebildet.

Ein Beispiel: Das ERP-System ermöglicht

dem Verkaufsmitarbeiter

die Auftragsbearbeitung. Er gewinnt

über die ERP-Datenbank einen Überblick

über den Kunden- und Auftragsstatus,

kann Verfügbarkeiten erkennen

und somit Aussagen zum erwarteten

Liefertermin machen. Die erstellten

Ausgangsbelege (z.B. Auftragsbestätigung,

Lieferschein, Rechnung) kann der

Verkäufer jedoch ohne DMS nicht, oder

zumindest nicht im Originallayout erkennen.

Auf Eingangsbelege (z.B. Kundenbestellungen

als Brief, Fax oder

e-Mail) kann der Sachbearbeiter im ERP

generell nicht zugreifen. Speziell die

Korrespondenz per e-Mail nimmt stetig

zu, muss immer öfter als Eingangsbeleg

behandelt werden und darum eine logische

Zuordnung erfahren. Das Gesamtbild

der geschäftlichen Aktivitäten wird

also aus den Anwendungssystemen und

dem DMS geformt. Das DMS spielt

dabei als unternehmensweiter Dokumentenspeicher

eine anwendungsübergreifende

Rolle.

DMS-Integration

Je besser sich das DMS in die individuelle

Anwendungslandschaft eines Unternehmens

einfügt, desto höher ist sein

Nutzen. Der Verkäufer muss aus seiner

Hauptanwendung – dem Vertriebsmodul

– direkt in die Kunden- oder Auf-

tragsakte gelangen. Bei der Überprüfung

einer Rechnung im ERP muss er das

Original auf Knopfdruck sehen können.

Dieser strukturierte Dokumentenzugriff

macht die umfassende Information erst

verfügbar und spart so ganz nebenbei

erheblich Zeit und Kosten.

Ein nicht zu unterschätzendes Qualitätsmerkmal

für ein DMS ist dessen Integrierbarkeit,

um eine teure Individualentwicklung

zu vermeiden. Das DMS

muss über offene Schnittstellen in Form

von User-Exits und APIs verfügen und

Dokumente plattformübergreifend ablegen

und zur Verfügung stellen. Eine

grafische Benutzeroberfläche gehört

zum Standard, jedoch muss auch der

Zugriff über 5250-Emulation gewährleistet

sein. Außerdem sollte gerade im

IBM Midrange-Umfeld die NC-Technologie

mit Terminalservern durchgehend

unterstützt werden.

Kontextbezogene APIs

Wie unkompliziert Integration funktionieren

kann, lässt sich sehr einfach am

Beispiel von MultiArchive und MAPICS

darstellen: Der XA-Benutzer arbeitet in

der Regel mit der grafischen Benutzeroberfläche,

dem MAPICS-Browser. Über

zentrale Konfiguration durch einen Administrator

lassen sich in den Browser

leicht Aufrufe anderer Programme in

Menüs oder Schalterleisten einbauen.

Dabei können kontextbezogene Anwendungsdaten

als Parameter mitgegeben

werden. MultiArchive verfügt zurzeit

über mehr als 140 verschiedene APIs, die

auf diese Art und Weise angesprochen

werden können. Für die Anzeige des

Kundenordners aus der Auftragsbearbeitung

würde der Administrator einen Aufruf

im Browser hinterlegen, wobei eine

bestimmte Zeichenfolge beim Aufruf

automatisch durch die jeweilige Kundennummer

ersetzt wird.

42 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

Für diejenigen XA-Anwender, die nicht

mit der grafischen Oberfläche von XA,

sondern mit der 5250-Emulation arbeiten,

stehen die gleichen Schnittstellen

von MultiArchive natürlich auch dort

zur Verfügung.

Die Druckausgaben von MAPICS werden

als Spool-Files erstellt. MultiArchive

ermöglicht hier grundsätzlich zwei unterschiedliche

Verfahren zur Dokumentenablage:

Aufruf eines entsprechenden

APIs aus dem XA-Druckprogramm oder

automatische Überwachung beliebiger

Druckausgabewarteschlangen. In jedem

Fall liest MultiArchive die wesentlichen

Schlüsselbegriffe, die zur strukturierten

Dokumentenablage benötigt werden,

vollkommen selbständig aus dem Spool-

Datenstrom. Zusätzliche Felder, die

nur indirekt im Dokument genannt werden,

können über einen entsprechenden

User-Exit gefüllt werden. So könnten

beispielsweise das Vertretergebiet anhand

der Postleitzahl oder die Kundengruppe

über die Kundennummer hinzugefügt

werden.

Das Thema der DMS-Integration konnte

hier nur kurz angerissen werden. Wichtige

Bestandteile des DMS in diesem Zusammenhang

sind außerdem sich anschließende

Folgeprozesse – wie z.B. Fax,

e-Mail und Workflow-Management.

MultiArchive ist ein DMS-System, das

sich durch seine Modularität schrittweise

aufbauen lässt und alle Bereiche vollständig

abdeckt. Ob Office-Dokumente oder

CAD-Zeichnungen, alle Business-Dokumente

werden verwaltet und garantieren

transparente Abläufe – für eine Zukunft

ohne Papierberge.

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Sicherheitsmanagement – ein integrierter Prozess

IT-Umgebungen werden immer komplexer und

die Anforderungen an ein unternehmensweites

Sicherheitsmanagement steigen entsprechend.

Wesentliche Security-Funktionen wie Policy-

Management, die Sensibilisierung der Benutzer,

Benutzerverwaltung, ein Schwachstellen- und

Intrusion-Management sowie Schutz vor Viren

bzw. Daten- und Zugriffsschutz sind heute

von jedem Sicherheitsverantwortlichen im

Unternehmen integriert zu implementieren.

Um einen unternehmensweiten Sicherheitsschutz

zu gewährleisten,

reicht es also nicht aus, nur einen Teil

der Security-Funktionen zu implementieren,

denn das gesamte Unternehmen

ist stets durch das schwächste Glied der

Security-Kette gefährdet. Ein ausgewogenes

Verhältnis der einzelnen Disziplinen

ist unerlässlich. Dabei sollten Insellösungen

vermieden werden, da deren

fragmentarische Struktur nicht nur

mit einem erheblichen Aufwand an Verwaltung

verbunden ist, sondern auch

Sicherheitslücken hinterlässt.

Netzwerksicherheit

Netzwerksicherheit setzt sich im Wesentlichen

aus den Modulen Virenschutz,

Dateiverschlüsselung, Zugriffsschutz

und sicherer Datentransfer zusammen.

Virenschutz spielt dabei eine

immer bedeutendere Rolle, und die meisten

Hersteller haben ihre Virenschutzprogramme

auch schon mit zentralen

Managementfunktionen versehen. Ein

Programm, das durch umfangreiche

Verwaltungsmöglichkeiten besticht, ist

beispielsweise F-Secure Anti-Virus. Es

bietet nicht nur Virenschutzverwaltung,

sondern trägt mit seinen ins Management

integrierten Produkten VPN+,

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Technik & Integration

Durchgehend sicher

Distributed Firewall und FileCrypto

(zur Festplattenverschlüsselung) einer

mobilen Wirtschaft Rechnung, d. h. portable

Geräte wie PDA und Laptop können

auch außerhalb des LANs vollständig

geschützt werden.

Generell gilt es aber, alle Sicherheitskomponenten

im Netzwerk mit einer integrierten,

zentralen ManagementFunktion

zu versehen. Dies steigert die Effizienz

der Komponentenverwaltung und dient

bei zugleich besserer Übersicht der Vermeidung

von Fehlern. Netzwerksicherheit

allein reicht allerdings also aus, um

einen unternehmensweiten Schutz heterogener

IT-Umgebungen zu erreichen.

Hierzu bedarf es einer integrierten Sicherheits-Management-Lösung,

die auch

Betriebssystemen, Anwendungen und

Datenbanken Rechnung trägt. Die Verwaltbarkeit

von Sicherheit durch optimierte

und bewährte Verfahren sowie die

Möglichkeit zur Erstellung übersichtlicher

Berichte für das Management und

die Automatisierung der wichtigsten Sicherheitsprozesse

in Bezug auf Mitarbeiter

und Technologien in Übereinstimmung

mit den Sicherheitsrichtlinien müssen

gewährleistet sein.

Mit VigilEnt Integrated Security Management

(ISM) bietet PentaSafe eine

integrierte, automatisierte Lösung an.

Bereits implementierte Produkte – etwa

Netzwerk-basierte IDS-Systeme und

Firewalls – lassen sich effektiver nutzen,

IT- und Security-Mitarbeiter können

zielgerichteter eingesetzt werden, Aufwand

und Kosten sinken. Security wird

zu einem reibungslos funktionierenden

Management-Kontrollsystem.

Komponenten der Lösung

Die ISM-Lösung umfasst die Module

VigilEnt Policy Center, VigilEnt User

Manager, VigilEnt Security Manager

und VigilEnt Intrusion Manager. Diese

eigenständigen Module verzahnen sich

reibungslos als vollintegrierte Sicherheitslösung.

Das Policy Center vereinfacht

das Management von Sicherheitsrichtlinien

und hilft, Mitarbeiter für

sicherheitsrelevante Themen zu sensibilisieren.

Sicherheitsrichtlinien können

dynamisch erstellt, verwaltet und verteilt

werden. Der User Manager bietet

Anwendern Passwort-Self-Service-Reset

sowie rollenbasierte Benutzerverwaltung.

Sie können u. a. ohne Helpdesk

nach einer Authentifizierung einen Reset

ihres Passworts durchführen oder

eine Passwortsynchronisation auf all ihren

Systemen und Anwendungen auslösen.

Der Security Manager identifiziert

und korrigiert Schwachstellen und hilft

bei der Konfiguration komplexer Multi-

Plattform-Security-Technologien in heterogenen

Umgebungen. Der Intrusion

Manager verdichtet und korreliert plattformübergreifend

sicherheitsrelevante

Vorfälle, entdeckt Angriffe und verhindert

somit Schäden.

Über die Alarmierung der verantwortlichen

Mitarbeiter hinaus können automatisch

Aktionen durchgeführt werden,

um mögliche Sicherheitsverletzungen

abzuwenden. Die Lösung ist in heterogenen

Security-Umgebungen einsetzbar

und schließt die Integration von gängigen

Netzwerkkomponenten ein. Sicherheitsverantwortliche

können in Echtzeit

Informationen über sicherheitsrelevante

Vorfälle sammeln, ihre Ursache erkennen

und sie beheben.

Autor: Frank Müller, Geschäftsfeldleiter

Security & System-Management

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43


Technik & Integration

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Neue Plattformen mit OS/400 nutzen

Grenzenlose Web-Services

Die Unabhängigkeit von Plattformen, Systemen

und Sprachen macht das große Interesse an

Web-Services aus. Die verwendeten Basistechnologien

selbst sind nicht neu, doch existieren

jetzt Standards, so dass ein deutlicher Schub

für die Akzeptanz und die Verbreitung entsteht.

Die Vielzahl von Software-Firmen, die Web-

Services adaptieren, zeigt, dass diese Technologie

jetzt für die IT-Strategien eines Unternehmens

genutzt werden kann. – Den kompletten

Beitrag inklusive Bildern finden Sie online

unter www.midrangemagazin.de.

Vereinfacht kann man Web-Services

als eine Sammlung von Techniken

bzw. Spezifikationen beschreiben, die es

ermöglichen, Dienste über das Web anzubieten,

zu suchen und zu nutzen. Aus

diesen drei Aktivitäten, ähnlich wie es

aus Komponentenmodellen bekannt ist,

leiten sich beim Einsatz von Web-Services

entsprechende Rollen ab. Ein

Dienstleister kann z.B. sein Angebot bei

einem Dienstmakler bekannt machen.

Der Makler kann die Beschreibung der

ihm bekannten Leistungen bei einer Anfrage

an den Suchenden weiterleiten.

Dieser hat die Möglichkeit, mit Hilfe der

gelieferten Beschreibung einen Dienst zu

verwenden. Vorgänge dieser Art sind

sehr dynamisch, da sie zur Laufzeit geschehen.

Die lose Kopplung der Funktionsblöcke

ist eine wichtige Voraussetzung

für die Implementierung von Prozessketten.

In Kombination mit XML bieten Web-

Services einige wertvolle Möglichkeiten.

Dabei muss das (World-Wide) Web gar

nicht unmittelbar im Spiel sein, denn bei

Web-Services steht das Web für Web-

Technologien, mit Betonung auf Technologien.

Web-Services können in vielen

Fällen auch in geschlossenen Unternehmensnetzen

nutzenbringend eingesetzt

werden. Die Web-Services-Technologien,

wie beispielsweise SOAP, UDDI,

WSDL, setzen auf vorhandenen Standards

wie dem HTTP-Protokoll auf. So

wird die Plattformunabhängigkeit erreicht,

die in fast jedem Unternehmen

gefordert ist. Und dieser Mehrwert ist

es, der Web-Services für die IT-Strategie

so interessant macht.

Integration und Flexibilität

Viele IT-Abteilungen stehen oft vor dem

Dilemma, neue Anforderungen umsetzen

zu müssen, ohne ihre vorhandene

Infrastruktur aufgeben zu können.

Moderne Benutzeroberflächen, schnelle

Änderbarkeit der Software, Skalierbarkeit,

Verfügbarkeit, Offenheit: All

dies sind typische Herausforderungen,

denen sich IT-Abteilungen stellen müssen.

Genau hier können Web-Services

helfen, denn diese neue Technologie zu

44 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

verwenden bedeutet nicht, alte Systeme

sofort ablösen zu müssen. Im Gegenteil,

sie ermöglicht es, alte und neue Welten

miteinander zu verbinden. So ergibt sich

die Option, andere, neue Technologien

parallel einführen zu können, um die

gewünschten Ziele und den erforderlichen

Mehrwert für ein Unternehmen

zu erreichen.

Neben den Technologien spielt auch die

Architektur eine wichtige Rolle, da

durch diese die jeweiligen Systeme zusammengefasst

werden. Deshalb wird

hier eine Architektur vorgestellt, die für

den Einsatz von Web-Services geeignet

ist: die „Service Oriented Architecture

(SOA)“. Adäquat ist sie unter anderem

deshalb, weil sie das dynamische Binden

von Diensten zur Laufzeit ermöglicht

und die Geschäftsprozess-Steuerung

von den einzelnen Funktionsblöcken

entkoppelt. Dadurch wird gewährleistet,

dass die Dienste bei Bedarf flexibel

genutzt werden können.

Web-Services implementieren

Eine wichtige Aufgabe ist, die vorhandenen

Funktionen zu befähigen, als

Web-Services zu fungieren. Hier können

viele verschiedene Vorgehensweisen

und Produkte zum Einsatz kommen,

die abhängig von der jeweiligen

Infrastruktur auszuwählen sind. Um

zukünftig eine höhere Produktivität zu

erreichen, ist es von Bedeutung, parallel

dazu neue Methoden bei der Softwareentwicklung

einzusetzen. Neue sowie

Schritt für Schritt auch alte Komponenten

können so flexibler, schneller und

kostengünstiger implementiert werden.

Dies schafft schließlich den Mehrwert

der IT für ein Unternehmen. Eine sehr

effektive Methode ist beispielsweise die

automatisierte Softwareerstellung mit

Hilfe von Geschäftsregeln, die von Versata

angeboten wird. Mit dieser Lösung

können transaktionsfähige Standard-


Komponenten (EJB) implementiert und

als Web Services veröffentlicht werden.

Diese Services können dann unter der

Kontrolle eines Business Process Management

in beliebigen Prozess-Wertschöpfungsketten

eingesetzt werden.

Neben der Qualität der Software (z. B.

in punkto Stabilität, Skalierbarkeit,

Performance) wird eine hohe Produktivität

bei der Entwicklung und eine

schnelle und einfache Änderbarkeit ermöglicht.

Wie werden diese Vorteile erreicht?

Durch die Beschreibung der Geschäftsbzw.

Funktionslogik mithilfe von Geschäftsregeln

kann das Erstellen von

Software-Komponenten zu einem sehr

hohen Prozentsatz automatisiert werden.

In vielen Fällen wird ein Wert zwischen

80% und 90% erzielt. Das Besondere

ist, dass auf einer höheren Abstraktionsebene

das „Was“ beschrieben

werden kann. Um das „Wie“ kümmert

sich das System. Für die Beschreibung

der Geschäftsregeln werden entsprechende

Designer angeboten.

Eine Komponente besteht aus sehr vielen,

mitunter Hunderten Regeln. Um

das Optimum aus den so beschriebenen

Informationen ziehen zu können, müssen

die Regeln analysiert, sequenziert

und dann kompiliert werden. Aus diesen

Schritten sowie dem Zusammenspiel

mit einem über Jahre ständig verbesserten

Framework resultiert schließlich der

Code, der gute Performance, hohe Stabilität,

hohe Skalierbarkeit und vieles

mehr garantiert. Zudem wird dieser

Prozess bei jeder Änderung neu durchlaufen,

so dass alle genannten Vorteile

über den gesamten Lebenszyklus der

Software erhalten bleiben. Die Analyse

ermittelt dabei gezielt die Stellen, die geändert

werden müssen.

Web-Services nutzen

Das Zusammenspiel der einzelnen

Dienste kann flexibel über ein Business

Process Management erfolgen. Für diese

Aufgabe kann beispielsweise die Process

Logic Engine (PLE) von Versata eingesetzt

werden. Das Angebot an Diensten

muss dabei nicht auf die eigenen beschränkt

sein, denn Services, die über

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

das Web offeriert werden, können

ebenfalls interessant sein. Bei den Web-

Service-Aktivitäten spielt es keine Rolle,

auf welcher Plattform sie laufen bzw. mit

welcher Programmiersprache sie implementiert

sind. Deshalb können hier

Funktionen zum Zuge kommen, die aus

vorhandenen Systemen stammen und einen

Aufsatz bekommen haben, um als

Web-Service fungieren zu können. Das

Ganze funktioniert allerdings nur, wenn

jede Komponente des Workflow die

jeweils für den Vorgang benötigten Daten

zu Verfügung hat. Hierfür sind für

Web-Services entsprechende Mechanismen

vorhanden, so dass der Datenaustausch

leicht durchführbar ist. Neben

den Web-Service-Aktivitäten existieren

weitere Elemente in der Prozesskette.

Die meisten von ihnen laufen in der Process

Engine ab, so dass kein zusätzlicher

Aufwand für den Datenaustausch entsteht.

Dazu zählen beispielsweise Entscheidungen

oder das Generieren von

e-Mails. Bei einer bestimmten Gruppe

von Elementen ist dies jedoch nicht der

Fall: bei den Applikationen. Für sie findet

der Datenaustausch üblicherweise

über einen von der Process Engine verwalteten

Speicherbereich statt. Die für

den Prozess relevanten Daten zur Verfügung

zu stellen, ist eine wichtige Aufgabe

der Process Engine.

Fazit

Web-Services stellen keine Revolution,

sondern eine logische Weiterentwicklung

von Technologien dar, die den Einzug

in die IT-Industrie geschafft haben

und somit eine stabile Basis für Web-

Services bilden. Die große Akzeptanz

bei Herstellern und die plattformübergreifende

Einsatzmöglichkeit für Unternehmen

lassen Analysten zu einer sehr

positiven Bewertung der Web-Service-

Technologie kommen. Dies sind deutliche

Signale, die bei der Ausrichtung der

IT eines Unternehmens berücksichtigt

werden sollten. Es war schon immer

gut, auf das vorbereitet zu sein, was die

Zukunft bringen wird. Zumal wenn die

Möglichkeit besteht, auch den vorhandenen

Ressourcen eine Perspektive zu

bieten. Der Beitrag zeigt, dass es Technologien

gibt, die es Unternehmen

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Technik & Integration

ermöglichen, die vorhandene IT in

eine moderne Architektur zu integrieren.

Diese bietet hohe Flexibilität und

Produktivität, was eine immer größere

Rolle spielen wird. Der Einsatz von

Standardsoftware sollte sich daher nur

auf ausgewählte Bereiche eines Unternehmens

beschränken. Für das Kerngeschäft

sollte die Individual-Programmierung

eine tragende Rolle spielen,

um Flexibilität und Unabhängigkeit

zu gewährleisten. Denn nur so wird

man sich von der Konkurrenz abheben

können.

Mit dem hier vorgestellten Ansatz können

Projekte besser kalkuliert werden

und verfügen über eine deutlich höhere

Sicherheit bei der Durchführung. Sowohl

für Unternehmen als auch für Beratungshäuser

ergeben sich somit neue

Perspektiven für anstehende Projekte.

Autor Rainer Frank

Versata GmbH

D-22335 Hamburg

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45


Technik & Integration

46 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

Von einem der

Alternative Client- und Serverlösungen mit Linux auf iSeries

Linux statt Windows, Freeware statt Lizenzprogramme

und iSeries statt Intel, ist das

die Richtung für die Zukunft? Bill Gates

kann einem schon Leid tun. Erst verliert sein

Unternehmen durch sinkende Aktienkurse

beträchtlich an Wert, dann steigt die Zahl der

Initiativen zur Ablösung seiner Windows-/

Office-Produkte durch Linux. Mach doch mal

halblang, mag da so manch einer denken.

Sicherlich, Microsoft-Produkte werden

mittelfristig noch mit großem Abstand

dominierend sein.

Aber heute geht es uns darum,

darüber zu berichten, welche Ergebnisse

mit kalkulierbarem Aufwand

im Linux-Umfeld auf iSeries erzielt werden

können Der Focus liegt hierbei

allerdings nicht auf der immer wieder

zitierten Serverplattform, sondern auf

einer Integrationsstufe, nämlich Linux

on iSeries und Linux on Client für den

Arbeitsplatz.

Richtungweisend ist hier die Unternehmensgruppe

Wilsch aus Grünwald bei

München zu nennen. Als Dienstleister

und Hardware-Lieferant im IBM-Umfeld

hat man dort schon immer mit

AS/400 bzw. iSeries und RS/6000 bzw.

pSeries sowie den dazugehörigen Betriebssystemen

OS/400 und AIX gearbeitet.

Die Lizenzpolitik von Microsoft

brachte Wilsch dazu – nicht nur für das

eigene Unternehmen – über Alternativen

nachzudenken; Linux bot sich hierbei

geradezu an. IBM forcierte mit der Por-

(s)einen Weg fand

tierung von Linux auf iSeries sozusagen

dessen Einsatz bei klassischen Wilsch-

Kunden, einige Alternativprodukte zur

Microsoft Office-Schiene erreichten mit

jeder neuen Versionsnummer ein stabileres

und damit brauchbareres Niveau.

Umstiegsgedanken

Welche Gründe bewegen Unternehmen

dazu, über einen so grundlegenden

Wechsel nachzudenken? Wie Wilsch

geht es vielen Firmen: Evolutionsprozesse

führen einen über Umwege zum vermeintlichen

Optimum. Windows-Umgebungen

mit FAT-Clients waren jahrelang

das Ein und Alles. Leistungsfähige

PC-Arbeitsplätze als Frontend ergänzten

die Leistungsfähigkeit der dahinter

stehenden Serversysteme wie z. B. IBM

AS/400 bzw. iSeries.

Die Flexibilität, auf PC-Systemen beliebige

Anwendungen zu installieren, Umgebungen

anwenderseitig anzupassen

und das Ease-of-use-Gefühl kehrten sich

jedoch schnell ins Gegenteil. Administratoren

en masse waren nötig, um Anwendungen

im Unternehmen zu installieren,

Treiber zu aktualisieren und vom

Anwender „verkonfigurierte“ Systeme

wieder geradezubiegen. Letztendlich

führten die enorm hohen Kosten von bis

zu 7.000 Euro pro Arbeitsplatz und Jahr

zu Umdenkprozessen.

Terminalserver und Citrix

Metaframe

Der Trend ging und geht immer noch zu

serverbasierten Umgebungen. Windows

Terminalserver und Citrix Metaframe

bringen einen deutlich reduzierten Aufwand

für Administration und Hardwareressourcen

mit sich. Zudem werden

Anwendungen nur noch serverseitig

installiert und den Benutzern zugeord-

net. Programmausführung und grafische

Bildschirmaufbereitung auf dem

Server – vermeintlich ein Vorteil – stehen

jedoch bereits seit einiger Zeit in der

Kritik. Das Problem ist hier weniger die

mehrfache Ausführung von Anwendungen

auf dem Server – diese Leistung ist

technisch sowie unter wirtschaftlichen

Gesichtspunkten realisierbar. Die grafische

Aufbereitung der Bildschirmausgaben

für Clients auf dem Server zwingt

aber so manchen Citrix-Server gnadenlos

in die Knie. Zwar wurden die Gesamtkosten

je Arbeitsplatz und Jahr mit

diesen Umgebungen auf ca. 4.000 Euro

reduziert, die nächste Evolutionsstufe

stand aber schon an.

Linux auf Server und Client

Das serverbasierte Konzept wurde beibehalten,

nun allerdings mit einer weitgehend

Microsoft-freien Umgebung. Als

Betriebssystem sowohl für Server als

auch für Clients stand in zufriedenstellender

Leistung und Stabilität Linux zur

Verfügung. Nicht zuletzt die immer stärker

in die Kritik geratene Lizenzpolitik

von Microsoft unterstützte diesen Entscheidungsprozess.

Der Schritt weg von Microsoft-Produkten

hieß jedoch nicht nur, Abschied von

Server- und Client-Betriebssystemen zu

nehmen, sondern auch von Microsoft

Word, Excel, Powerpoint, Access, Internet-Explorer,

Outlook und vielen anderen

Windows-Anwendungen sowie von

einer den Anwendern vertrauten Umgebung.

X-Window

Was kam stattdessen? Nun, mit Linux

ein bekanntermaßen preisgünstiges Betriebssystem,

des Weiteren sehr schlanke

Client-Systeme, deren Leistungs- und


Ressourcenbedarf wesentlich geringer

ausfallen. Aus dem Open Source-Bereich

wurden Anwendungen ausgewählt,

die sowohl in Bezug auf die Stabilität

als auch in Bezug auf die Leistungsfähigkeit

durchaus mit den bisher

eingesetzten Lösungen konkurrieren

können. Eine nur wenige KB große grafische

Oberfläche und vor allem die X-

Window-Technologie mit dem X11-

Protokoll zeigten entscheidende technische

Vorteile. Während nämlich bei

Citrix ein Großteil der Serverleistung für

die grafische Aufbereitung der Benutzerbildschirme

draufgeht, wird diese Arbeit

bei X-Window-Umgebungen fast vollständig

vom Client übernommen.

Dadurch sinkt die Netzwerklast dramatisch

und es bleibt mehr Leistung für die

Ausführung von Anwendungen, weil

lediglich Anweisungen zur Grafikaufbereitung

übertragen werden und nicht die

grafischen Datenströme selbst.

Alternative Linux-Anwendungen

Unter Linux sind als Alternativen zu

Microsoft/Windows verschiedene Applikationen

verfügbar. Die Office-Anwendungen

von Microsoft wurden

durch das als Freeware verfügbare

Open-Office oder Staroffice von Sun ersetzt.

Der Desktop wurde mit Motiv

Window Manager (MWM) abgebildet –

einer nur wenige KB großen Anwendung.

Ebenso schlank ist auch der Ersatz

von Client Access durch TN5250

bzw. Mochasoft; als Internet-Browser

wurde Mozilla gewählt, Sendmail ersetzt

den Exchange-Server. Für die doch

ab und zu benötigten Windows-Anwendungen

wird über den im Linux-Umfang

enthaltenen VNC-Viewer eine Verbindung

zu einem Windows2000-PC aufgebaut.

Diese Umstellung verhalf fast

zur Halbierung der Arbeitsplatzkosten:

2.500 Euro pro Jahr blieben es noch.

IBM und Linux

IBMs Bemühungen um Linux führten

nun im vergangenen Jahr dazu, dass

auf partitionierten iSeries-Systemen

ebenfalls Linux eingesetzt werden konnte.

Die Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit

der iSeries setzt neue Maßstäbe

bei der Konsolidierung von Linux-Ser-

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

vern. So können aufgrund der hohen

Ausfallsicherheit der iSeries auch mehrere

Partitionen mit Linux ausgestattet

und parallel mehrere Server aufgesetzt

werden. Die Technologie der Linux-Implementierung

sorgt im Übrigen auch

für eine deutlich vereinfachte Sicherung

der Linux-Partition, die aus OS/400-

Sicht durch Backup einer einzigen Streamfile

ermöglicht wird. Genauso leicht

können diese Backups wieder zurückgespeichert

werden. Die Kosten pro Arbeitsplatz

bei dieser optimierten, serverbasierten

Linux-Lösung liegen bei geschätzten

1500-2000 Euro pro Jahr.

Ein Evolutionsprozess also, der nicht

nur deutlich Kosten spart, die Administration

vereinfacht und einen großen Teil

Unabhängigkeit bietet. Der Preis dafür

ist natürlich ein gewisser Aufwand für

Dienstleistungen und Schulungen. Beispielhaft

für Dienstleister in diesem Segment

bietet die Firma Wilsch einen

„Bauplan“ zur Microsoft-freien Büro-

Umgebung an – unter dem Namen

„Linux on iSeries powered by Wilsch“.

Dieses Angebot beginnt mit einer

Bestandsaufnahme, Analyse, Migrationsstrategie

und Beachtung von Ausschlusskriterien.

Es folgt die Angebotsphase

mit Dimensionierung von Server

und Clients, Beschaffung, Lieferung und

Installation sowie Einarbeitung, Mitarbeiterschulung,

Dokumentation und

Wartung des Gesamtsystems.

Linux on iSeries und Linux am Arbeitsplatz

– nur ein Trend? Ich denke, die

Macht von IBM und die Innovationsfreudigkeit

der Linux-Gemeinde werden

dafür sorgen, dass dies eine dauerhafte

Alternative werden kann. IBM ist nun

weiter gefordert, z. B. den Operations

Navigator, das zentrale Steuerungsinstrument

der iSeries, unter Linux zur

Verfügung zu stellen.

Autor: Robert Engel

Ulrich Wilsch GmbH & Co. KG

D-82031 Grünwald

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Technik & Integration

47


Marktübersicht

Jetzt umsteigen auf Version 6

Generation Move2Lotus

Lotus Notes/Domino ist ein belastbarer „Kooperationspartner“: Versteht selbst exotische Sprachen, ist universell einsetzbar, allzeit bereit und hat

sogar mediatorische Fähigkeiten. Als Allroundtalent positionieren IBM und Lotus ihre Groupware-Anwendung, deren vielfältige Grundfunktionen

durch Eigenentwicklung oder spezielle Partnerangebote noch deutlich erweitert werden können. Im Tagesgeschäft ergänzen sich iSeries und Lastesel

Lotus-Groupware optimal: Beide sind vielseitig, integriert und unabhängig von der Architektur, die ihnen zugrunde liegt. Gemeinsam schaffen

sie Mehrwert – für grenzenlose Zusammenarbeit.

Lotus Notes/Domino lässt sich mit wenigen

Worten beschreiben: Ein Working

Horse, das technisch genau die Funktionalitäten

liefert, die man von einer

Groupware erwartet. Vom Friseurhandwerk

unterscheidet sich das Arbeitspferd

deutlich: Was die Lotus-Lösung

kann, können Microsoft-Applikationen

auch – aber eben nicht so schön integriert

und auch nicht auf einen Streich.

Wer nicht unbedingt verschiedene Inseln

sein Eigen nennen will und zudem die

TCO (Total Cost of Ownership) im Visier

hat, war bisher mit LN gut beraten

und wird es auch in Zukunft sein. Mit

der seit Q3 2002 erhältlichen Version

6.0 stehen dem User noch deutliche Verbesserungen

ins Haus.

6 und iSeries

Mit dem neuen Domino-Release bringt

IBM auch ihre Midrange-User in

Schwung: ohne V5R2 läuft künftig

nichts mehr. Ein Betriebssystem-Upgrade

aber lohnt sich, unter V 6 kann ein

Benutzer künftig seinen Arbeitsplatz

ohne Einschränkungen wechseln (Roaming-User

Unterstützung), der Multi-

User-Support stellt sicher, dass verschiedene

Benutzer Desktop-Teilung betreiben

können. Mehrere Dinge gleichzeitig

zu erledigen – und so nebenbei zum Beispiel

Dateianhänge zu lösen – ist

ebenfalls keine Zukunftsmusik mehr:

der Notes Client verfügt in Version 6

über deutlich erweiterte Multitasking-

Fähigkeiten. Auch die neu integrierte

Anti-Spam Funktion soll zur Erleichterung

des Tagesgeschäfts beitragen – und

Kosten senken.

Schnell ins Web

Lotus Notes ist vielseitig: von e-Mail,

über Kalender- und Scheduling-Funktionen,

Web-Publishing und Diskussionsforen

über Verbindungen zu Kernapplika-

48 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

tionen im Unternehmen und Anwendungen

wie Customer Service und Online-

Sales enthält die Lotus-Groupware alles,

was das Collaborationsherz begehrt. Natürlich

ist das Arbeitspferd in mancherlei

Hinsicht schon ein wenig in die Jahre gekommen

– und wird von jungen Programmierern

nicht nur geschätzt. Funktionalität,

Replikation und Sicherheitsmechanismen

machen Lotus Notes aber für

viele Anwendungen immer noch unschlagbar

– und dank der guten Unterstützung

durch IBM zu einer sicheren Investition.

Sind Kundendaten oder Prozesse,

die über Browser zugänglich

gemacht werden, bereits in einer Notes-

Umgebung vorhanden, können darauf

aufbauende Webanwendungen rasch

und kostengünstig realisiert werden. So

lautet das Resümee von Jürg Stuker,

CTO beim Professional Internet Services

Anbieter namics (www.namics.com).

Auch die unternehmenseigene Website


läuft auf Notes und ist mit einem Kunden-Extranet

und dem namics-Intranet

integriert. Über die zuvor bereits für andere

Anwendungen genutzten Notes Clients

konnten sofort alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter authentisiert

komplexe Inhalte für das Internet erfassen

und bearbeiten. „Die Entwicklungszeit

unserer Web CMS-Anwendung ohne

Einsatz zusätzlicher Softwarekomponenten

betrug etwa zwei Wochen und die

Replikation löst Softwareverteilungs-,

Backup- und Verfügbarkeitsprobleme,“

so Stuker.

Die große Vielfalt

Die Architektur der iSeries erlaubt vielfältige

Einsatzmöglichkeiten. So könnte eine

Maschine z.B. Domino für eine Intranet-

Anwendung, DB2 UDB als Datenbankserver,

die Integrierte Firewall und zusätzlich

Domino für NT für Internet-Applikationen

betreiben, für letztere kommt

der Integrated Netfinity Server Prozessor

zum Einsatz. Eine extrem hohe Verfügbarkeit

zeichnet das Team iSeries und

Lotus Notes/Domino aus: Die Systemarchitektur

des eServers isoliert einzelne

Domino-Anwendungen nicht nur voneinander,

sondern auch von anderen

Tasks. Sollten bei einer Applikation Probleme

auftauchen, stoppt das Betriebssystem

der iSeries den Domino-Server,

startet ihn neu und stellt sicher, dass andere

Anwendungen nicht behindert werden.

Verbindungen schaffen

Lotus Notes/Domino ist mehr als eine

Software. Sie ist Framework und Infra-

Anzeige

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

struktur zugleich und schafft Verbindungen

– anytime und anywhere. Unstrukturierte

Aufgaben werden erleichtert,

B2B- und Web-Aktivitäten

ebenfalls. Die besondere Datenbankarchitektur

kombiniert strukturierte und

unstrukturierte Daten – eine optimale

Grundlage für Applikationen, die sich

von den typischen mit DB2 und OLTP

(Online Transaction Processing) gebauten

Anwendungen deutlich unterscheiden.

Die Messaging Infrastruktur der

Lotus-Lösung ermöglicht den Versand

jeglicher Informationen an jeden Empfänger

– wichtig für effizienten Workflow

und Business Process Automation

(BPA). Ausgereift sind auch die Replikationsfunktionalitäten

– ein Pluspunkt

für Unternehmen mit Home-Office-Angestellten

oder Außendienstmitarbeitern.

Informationen sind vielerorts vorhanden

– auf zentralen Servern, verteilten

Servern, Desktops oder Laptops; die

Lotus-Software hält alle synchron.

Partnerlösungen

Das Angebot an erweiternden Applikationen

ist groß und teilt sich in drei

Bereiche: Kollaborative Anwendungen,

Web-Anwendungen und Applikationen

für das Knowledge Management. Zum

ersten Segment gehören Lösungen

für das Informationstracking, das Verbreiten

von Infos und den Ideenaustausch

(Diskussionsforen). Auch das

Angebot an Web-Applikationen ist groß

– sie konzentrieren sich auf das Teilen

von Informationen, die (firmenübergreifende)

Zusammenarbeit und die Pro-

Marktübersicht

zessautomation. Als die „neue Währung“

des geschäftlichen Erfolgs wird

das Knowledge Management gern bezeichnet:

LN/D verleiht den Anwendungen

für den optimalen Einsatz des intellektuellen

Kapitals die nötige Kraft –

und den gewünschten Tiefgang.

Auf die Plätze, fertig, Lo...tus

Laut aktuellem IDC Messaging Report

führt Lotus Notes/Domino den Markt

für integrierte Collaboration Software

an – zum sechsten Mal in Folge und mit

einem Marktanteil von fast 50 Prozent.

Big Blue – in Sachen Vergleiche eigentlich

eher zurückhaltend – rühmt sich

stolz mit 10 Prozent mehr Umsatzanteilen

als Microsoft. Um diese Position

noch zu verbessern, hat IBM die

Move2Lotus Initiative ins Leben gerufen,

die xSeries- oder iSeries-Käufern

mit attraktiven Rabatten winkt. Wer die

Software schon nutzt oder bereits IBM

Hardware im Einsatz hat, kommt

ebenfalls günstiger an die aktuellen Lösungen.

„Noch attraktiver“ nennen die Armonker

die Rabatte für alle diejenigen, die

von Non-IBM-Plattformen und -Hardware

zu Lotus wechseln. Ross und Reiter

nennt IBM ganz offen: Zu den potenziellen

Kandidaten gehören alle, die

bisher auf Microsoft Exchange, Novell

Groupwise oder HP OpenMail gesetzt

haben.

M.W.

49


Marktübersicht

Anbieter A-D

Anbieter, Ort,

Telefon, Internetadresse

Lösungen mit Lotus Domino

Office-Anwendungen

Kaufm. Anwendungen

EDV/Organisation

Schnittstellen

abitec, A-Mödling,

(+43) 0664/4221848, www.abitec.at •••

••••

Accelo AG, CH-Zürich,

(+41) 01/4052060, www.accelo.ch

agens Consulting GmbH, D-Ellerau,

(+49) 04106/7777-0, www.agens.de

••

AHB ELECTRONIC GmbH, D-Hemsbach,

(+49) 06201/4973-0, www.ahb-electronic.de • •

altavier GmbH, D-Berlin,

(+49) 030/3151783-30, www.altavier.de

••••

AMREIN ENGINEERING AG, CH-Aarau,

(+41) 062/8237575, www.amrein.com/agendax •

ANCOSO Business Technologies AG, CH-Zug,

(+41) 041/7116824, www.ancoso.ch

••••

ASSISTENT + Partner AG, CH-Emmenbrücke,

(+41) 041/2694181, www.assistent.ch

••••

atacama Software GmbH, D-Bremen,

(+49) 0421/223-010, www.atacama.net

•• •

Avantec Communication AG, CH-Zürich,

(+41) 01/4571313, www.avantec.ch


AV-DATA GmbH, D-Hamm,

(+49) 02381/688-330, www.av-data.de

••••

BCC Unternehmensberatung GmbH, D-Langen,

(+49) 06103/9006-0, www.bcc-online.de

••

bebit Informationstechnik GmbH, D-Mannheim,

(+49) 0621/4001-0, www.bebit.de

••

Bechtle GmbH & Co.KG, D-Heilbronn,

(+49) 07131/951-0, www.bechtle.de

••••

bit Informatik GmbH, D-Saarburg,

(+49) 06581/9957-0, www.bit-informatik.de •

BMU Beratungsgesellschaft Mittelständischer Unternehmen mbH,

D-Northeim, (+49) 05551/9801-0, www.bmu-beratung.com ••••

brainstuff AG, D-Simmern,

(+49) 06761/9076-0, www.brainstuff.de ••

Branchware & Partner GmbH, D-Nürnberg,

(+49) 0911/27069-0, www.branchware.de

••••

Bucher & Suter AG, CH-Worblaufen,

(+41) 031/9175200,

•• •

C+S common solutions GmbH & Co.KG,

D-Bochum, (+49) 0234/9553-801, www.common-solutions.de ••••

CAE Elektronik GmbH, D-Stolberg,

(+49) 02402/106-0, www.cae.de

••••

Candle, CH-Zürich,

(+41) 01811/9250 •

Candle GmbH, D-Ismaning,

(+49) 089/54554-0, www.candle.com •

COM:ON Communication Systems GmbH,

D-Hamburg, (+49) 040/23658-0, www.com-on.de •• •

command ag, D-Ettlingen,

(+49) 07243/590-0, www.command-ag.de/frida ••••

Commtrain Consulting AG, CH-St. Gallen,

(+41) 071/279279-0, www.commtrain.com

••••

Commtrain Consulting GmbH, D-Bottrop,

(+49) 02041/47504-0, www.commtrain.com ••••

ComUP AG, CH-Wollerau,

(+41) 01/7870565, www.comup.ch

•• •

con.train. consulting + training GmbH, D-Hamburg,

(+49) 040/739356-0, www.contrain.de

••••

CONET CONSULTING AG, D-Hennef,

(+49) 02242/939-0, www.youatweb.de

•••

coni Unternehmensberatung GmbH, D-Krefeld,

(+49) 02151/33637-0, www.coni.de

••••

CYCOS AG Public Relations, D-Alsdorf,

(+49) 02404/901-0, www.cycos.com

••••

DAKODA GmbH, D-Salzkotten,

(+49) 05258/50-74, www.dakoda.com ••

50 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

Anbieter D-I

Anbieter, Ort,

Telefon, Internetadresse

Office-Anwendungen

Kaufm. Anwendungen

EDV/Organisation

Schnittstellen

Datasave AG, D-Hamburg,

(+49) 040/840003-0, www.datasave.de

••••

EASY Software AG, D-Mülheim,

(+49) 0208/45016-0, www.easy.de

••••

edcom GmbH, D-München,

(+49) 089/384085-0, www.edcom.de

•••

ESKER Software GmbH, D-Essen,

(+49) 0201/82157-0, www.esker.de

• •

EUREKA Consulting GmbH, D-Hamburg,

(+49) 040/854017-3, www.eureka-consulting.de ••••

EXCEL DATA Deutschland AG, D-Paderborn,

(+49) 05251/150312, www.exceldata.de

••••

EXOGEN AG, CH-Matzingen,

(+41) 052/36944-22, www.exogen.ch

• ••

EXOGEN, D-Dortmund,

(+49) 0231/9525215, www.exogen.net

• ••

fabrique d images GmbH, D-Kempten,

(+49) 0831/5752170, www.fdi.de

•••

Ferrari electronic AG, D-Teltow,

(+49) 03328/455-0, www.ferrari-electronic.de •• •

GATE Informatic AG, CH-Bern 25,

(+41) 031/33501-11, www.gate.ch

••••

GATE Informatik GmbH, D-Dreieich,

(+49) 06103/48576-0, www.gate-informatic.de ••••

GCC German Computer Company GmbH,

D-Hameln, (+49) 05151/5571-0, www.gcc.de ••••

GEDYS Internet Products AG, D-Braunschweig,

(+49) 0531/2344-0, www.gedys.de

••••

GEHAG, D-Berlin,

(+49) 030/89786-461 • •

••••

••••

••••

••••

• ••

••••

••••

GFT Solutions GmbH, D-Hamburg,

(+49) 040/35550-0, www.hyparchiv.de

GIS GmbH, D-Hannover,

(+49) 0511/78643-0, www.gish.de

GPP Chemnitz mbH, D-Chemnitz,

(+49) 0371/5236210, www.gppc.de

Gräbert Software + Engineering GmbH, D-Berlin,

(+49) 030/896903-33, www.graebert-gse.de

GROUP Technologies AG, D-Karlsruhe,

(+49) 0721/4901-0, www.group-technologies.de

GroupWare AG, D-Lübeck,

(+49) 0451/87211-0, www.groupware-ag.de

HABEL GmbH, D-Rietheim-Weilheim,

(+49) 07461/9353-0, www.habel.de

HAITEC AG, D-München,

(+49) 089/35631-0, www.haitec.de

••

Haus Weilgut GmbH, D-Ettlingen,

(+49) 07243/5466-0, www.weilgut.com

HSL IT-Service GmbH, D-Teltow,

(+49) 03328/3938-0, www.hsl-itservice.de

I.O.P. EDV-Service Ges.mbH, A-Wals/Siezenheim,

(+43) 0662/854270, www.iop.at

i.Q. GmbH, D-Wunstorf,

(+49) 05031/9408-0, www.iq-gmbh.com

IBS Micro Computer AG, CH-Niederwangen,

(+41) 031/9810703

IKOM Unternehmensberatung GmbH, D-Lohmar,

(+49) 02246/915400, www.ikom.de ••

Imixs Software Solutions GmbH, D-München,

(+49) 089/215867-67, www.imixs.com

••••

••••

••••

••••

••••

•••

Inalog Informatik Management AG, CH-St. Gallen,

(+41) 071/24266-11, www.inalog.ch • •

InfoServ Consulting GmbH, D-Schramberg,

(+49) 07422/9549-0, www.infoserv-consulting.com

Innovation Gate GmbH, D-Ratingen,

(+49) 02102/77160-0, www.innovationgate.de

••••

••••


Anbieter I-S Anbieter S-W

Anbieter, Ort,

Telefon, Internetadresse

Interact Consulting AG, CH-Zürich,

(+41) 01/2992121, www.interact.ch

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Lösungen mit Lotus Domino

Office-Anwendungen

Kaufm. Anwendungen

EDV/Organisation

Schnittstellen

••••

Interconomy AG, D-Paderborn,

(+49) 05251/68117-00, www.interconomy.de •••

Interflex AG Täfernhof, CH-Baden-Dättwil,

(+41) 056/48451-11

••••

Interflex Datensysteme GmbH & Co. KG, D-Stuttgart,

(+49) 0711/1322-0, www.interflex.de •

IntraWare AG, D-Petersberg,

(+49) 0661/9642-0, www.intraware.de

••••

itio GmbH, D-Bonn,

(+49) 0228/9357700, www.itio.de

•••

J.Dreger IT-Operations, D-Maintal,

(+49) 06181/4107-0, www.dreger.de

••••

Knowledge Bridge Consulting AG, CH-Zürich,

(+41) 01/2992340, www.knowledgebridge.ch ••••

KUMAtronik Software GmbH, D-Markdorf,

(+49) 07544/966-370, www.kumatronik.de

••••

Linkedwith GmbH, D-Berlin,

(+49) 030/857705-0, www.linkedwith.com

••••

L-NET GmbH, D-Wiesbaden,

(+49) 0611/8410880, www.l-net.net

•••

Märkische Service-GmbH, D-Iserlohn,

(+49) 02371/9675-0, www.maerkserv.de

••••

MATERNA GmbH, D-Dortmund,

(+49) 0231/5599-00, www.materna.de/presse ••••

MCA GmbH, D-Stolberg,

(+49) 02402/86559-0, www.mca-gmbh.de

••••

MKS Maier-Kommunikations-Systeme, A-Neumarkt,

(+43) 06216/5929-0, www.mks.at

• •

MMI Consulting AG, CH-Uitikon,

(+41) 01/4052600, www.mmi.ch

••••

Multimedia Software GmbH, D-Dresden,

(+49) 0351/8505-0, www.mms-dresden.de •••

NetCon AG, D-Halle,

(+49) 0345/2981022, www.netcon-ag.de

••••

Neumann & Professionals GmbH, D-Hattingen,

(+49) 02324/5980-60, www.npconsulting.de ••••

n-komm GmbH, D-Karlsruhe,

(+49) 0721/35460-0, www.n-komm.de

••••

Notes Development GmbH, D-Hannover,

(+49) 0511/16303-0, www.notesdev.de

••••

OCS GmbH, D-Wald-Michelbach,

(+49) 06207/9424-0, www.ocs.de

•• •

OmniSys IT GmbH & Co. KG, D-Frankfurt,

(+49) 069/232369, www.omnisys.de

••••

online GmbH, D-Querfurt,

(+49) 034771/633-0, www.celook.de/online/home.htm ••••

Paul Günther GmbH & Co. KG, D-Hamburg,

(+49) 040/403768903, www.ms.pgi.de

••••

PAVONE AG, D-Paderborn,

(+49) 05251/3102-0, www.pavone.de

••••

PONTE GmbH, D-München,

(+49) 089/545853-0, www.ponte.de

••••

R.S. Consulting & Software GmbH, D-Nürnberg,

(+49) 0911/935245-0, www.rscons.de

••••

redtoo GmbH, D-Leonberg,

(+49) 07152/355-6000, www.redtoo.com •

Retarus Network Services GmbH, D-Höhenkirchen,

(+49) 08102/740-0, www.retarus.de

••••

ROI Solutions AG, D-Jugenheim,

(+49) 06130/940904, www.roi-solutions.de

••••

Schindler Informatik AG, CH-Ebikon,

(+41) 041/4453-131

•••

serVonic GmbH, D-Olching,

(+49) 08142/4799-0, www.servonic.com

• ••

Anbieter, Ort,

Telefon, Internetadresse

Sharing Technologies GmbH, D-München,

(+49) 089/969971-6, www.sharing.com

SISA Studio Informatica SA, CH-Reinach,

(+41) 061/7169444, www.sisa.ch

SNS AG schellberg net solutions corp., D-Wangen,

(+49) 07161/91525-0, www.sns.de

SOFT-CONSULT Häge GmbH, D-Langenau,

(+49) 07345/9611-0, www.soft-consult.net

SoftM Communications GmbH, D-Lichtenfels,

(+49) 09571/9501-0, www.softm.com

SoftM (Schweiz) AG, CH-Glattbrugg,

(+41) 01/8110310, www.softm.ch

Marktübersicht

Office-Anwendungen

Kaufm. Anwendungen

EDV/Organisation

Schnittstellen

• ••

• ••

••••

••••

••

••••

SoftVision Development GmbH, D-Fulda,

(+49) 0661/25100-0, www.svd-online.com •

Solitas Informatik AG, CH-Buchs,

(+41) 081/755550-0, www.solitas.ch

•• •

Solitas Informatik GmbH, A-Wien,

(+43) 01/2197330, www.solitas.com

•• •

Solitas Informatik GmbH, D-Unterhaching,

(+49) 089/666109-60, www.solitas.de

•• •

SOLSYS Solution Systems GmbH, A-Wien,

(+43) 01/5967060, www.solsys.at

• ••

Synaix GmbH, D-Aachen,

(+49) 0241/4130-0, www.synaix.de

••••

SYNTAGS GmbH, D-Dortmund,

(+49) 0231/9497-250, www.syntags.de

••••

SystAG, D-Metzingen,

(+49) 07123/9202-0, www.systag.com

••••

Tasman GmbH, D-Berlin,

(+49) 030/39080-410, www.tasman.de

••

TCS GmbH, D-Kaltenkirchen,

(+49) 04191/704-0, www.tcs-gmbh.com

••••

Team4 GmbH, D-Herzogenrath,

(+49) 02407/9582-0, www.team4.de

••••

teamwork information management AG, D-Paderborn,

(+49) 05251/5201-0, www.teamwork.de

••••

Telesnap, D-Stuttgart,

(+49) 0711/90668-0, www.telesnap.de

•• •

thetakom. GmbH, D-Pfungstadt,

(+49) 06157/9153-0, www.thetakom.de

••••

TIMETOACT Software Consulting GmbH, D-Köln,

(+49) 0221/97343-0, www.timetoact.de • •

TJ Group GmbH, D-Stuttgart,

(+49) 0711/781915-0, www.tjgroup.com

••••

tolina GMBH, D-Berlin,

(+49) 030/264745-0, www.tolina.de

••••

Toolmaker Software AG, CH-Luzern,

(+41) 041/2400084, www.toolmaker.ch

• •

TOOLMAKER Software GmbH, D-Kaufering,

(+49) 08191/968-0, www.toolmaker.de • •

TOPCALL GmbH, D-Stuttgart,

(+49) 0711/7272-4000, www.topcall.com

••••

TREND MICRO GmbH, D-Unterschleißheim,

(+49) 089/37479-700, www.trendmicro.de


Trend SHM Swiss AG, CH-Zürich,

(+41) 01/4048008

••••

trend SWM GmbH & Co.KG, D-Freiburg,

(+49) 0761/88880-0, www.trendswm.de

••••

UBL GmbH & Co.KGaA, D-Neu-Isenburg,

(+49) 06102/303-3, www.ubl-is.de

••••

UNILINK GmbH, D-Dresden,

(+49) 0351/43810-0, www.unilink-dd.de

••••

WAGNER AG, CH-Burgdorf,

(+41) 034/4261313, www.wagner.ch

••••

Wallak Informatics GmbH, A-Innsbruck,

(+43) 0512/33553-0, www.wallak.at •••

Work-Flow Technology GmbH, D-Ratingen,

(+49) 02102/94216-0, www.worktech.de


51


Sensorik-Anbieter optimiert CRM-Abläufe

Helpdesk-Power

Service ist Trumpf. Vor dem Hintergrund dieser

Philosophie fiel bei der Sick AG, einem

Komplettanbieter für Sensorik, die Entscheidung

zur Einführung einer auf die Belange des

Helpdesks konzentrierten CRM-Lösung. Nur

sechs Wochen benötigte die Schmücker &

Partner Informationssysteme GmbH für die

Implementierung und das Customizing von

Gedys Helpdesk auf Basis einer bereits

bestehenden Lotus Domino-Infrastruktur

inklusive der Schulung von 40 Key-Usern.

Bislang stützten sich die Mitarbeiter

des zentralen Service-Desks der

Sick AG auf ein in die Jahre gekommenes

Helpdesk-System, das im Hinblick

auf die optimale Abbildung der Service-

Prozesse an seine Grenzen gestoßen war.

Der dringende Wunsch nach Verbesserung

richtete sich vor allem auf die bessere

Erreichbarkeit des Service-Teams

sowie eine deutlich höhere Transparenz

der Anfragen, aber auch auf die Etablierung

eines Web-basierten Call-Trackings

und die damit verbundene Erhöhung

der Kundenzufriedenheit. Gleichzeitig

sollte die Einführung einer

Standardlösung zur Abbildung der Service-Prozesse

zu einer Prozessoptimierung

mit insgesamt schnelleren Abläufen

und minimierten administrativen

Vorgängen führen.

Bestehende Struktur als Maß

Die einzuführende CRM-Lösung sollte

einerseits nicht überdimensioniert, sondern

funktional überschaubar und

schnell einsatzbereit zur Verfügung stehen.

Andererseits setzte die vorhandene

DV-Welt enge Rahmenbedingungen bezüglich

der technologischen Basis. So

musste das neue System etwa auf Lotus

Notes/Domino basieren, was die große

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Breite der verfügbaren Applikationen

von vornherein einschränkte. Außerdem

war von Beginn an klar, dass der

Abschluss des Projektes innerhalb kurzer

Zeit zu erfolgen hatte, da bereits die

Migration des bestehenden SAP R/2

ERP-Systems auf R/3 geplant war, die

durch den Einsatz des CRM-Tools wesentlich

unterstützt werden sollte.

Das Auswahlverfahren

Auf die Erstellung eines Anforderungskatalogs

erfolgte eine Ausschreibung

und in der Folge die erste Evaluierung

von insgesamt zehn Anbietern. Nach intensiven

Gesprächen auf der CeBIT sowie

Besuchen bei Referenzkunden reduzierte

sich der Kreis zunächst auf drei

Unternehmen. Kosten/Nutzen-Aspekte

und überzeugende Aussagen der Referenzkunden

führten letztendlich zur

endgültigen Entscheidung für die Komplettlösung

der Gedys AG.

Kompakte Lösung

Das Groupware-basierte CRM-Standardpaket

Gedys Helpdesk unterstützt

ganzheitlich die Bearbeitung von eingehenden

Problemanfragen und sichert

dabei einen durchgängigen und jederzeit

nachvollziehbaren Benutzerservice, was

insgesamt zur nachhaltigen Steigerung

von Qualität und Leistungsfähigkeit der

Service-Teams beiträgt. Das System

übernimmt die Koordination und Weiterverarbeitung

von eingehenden Problemanfragen,

so genannter Calls.

Dabei hält eine Know-how-Datenbank

das gesammelte Beratungswissen vor,

welches die Serviceabteilung angesammelt

hat. Auf diese Weise lassen sich von

den Anwendern neue Anfragen mit ähnlich

gelagerten Problemfällen aus der

Vergangenheit in Verbindung bringen

und so schneller praktikable Lösungen

herbeiführen. Der Benutzerservice ermöglicht

eine weltweite Erreichbarkeit

Anzeige

Marktübersicht

53


Marktübersicht

des Helpdesks rund um die Uhr, wobei

per Intranet oder Internet geschlossene

Gruppen Service-Anfragen stellen können.

Die Lösung erspart außerdem wertvolle

Erfassungszeit. Zu den wichtigsten

Funktionen gehören außerdem Calltracking

und Eskalationsmanagement.

Daneben bietet das Programmpaket die

unterschiedlichsten Auswertungsmöglichkeiten,

eine Vertragsverwaltung sowie

die CTI-Integration. Darüber hinaus

lassen sich mit der Lösung unter anderem

Workflows abbilden, und die

Anwender können über die Lösung auf

das Internet zugreifen.

Nur sechs Wochen Zeit

Nachdem die Entscheidung gefallen

war, entstand gemeinsam mit Schmücker

& Partner als Implementierungspartner

eine Detail-Analyse des Anforderungskatalogs

samt Planung der konkreten

Umsetzungsmöglichkeiten. In

diesem Zusammenhang erfolgte die De-

Anzeige

finition häufig wiederkehrender Prozesse

und deren Aufnahme in den automatisierten

Workflow. Außerdem konzeptionierten

bzw. etablierten die internen

und externen Projektteams gemeinsam

ein dezidiertes Eskalationsmanagement

auf Basis des Gedys-Standards.

Schließlich startete das Softwarehaus

das eigentliche Projekt mit der Implementierung

der Anwendung auf dem

Application-Server und den insgesamt

50 Clients für den Service-Bereich. Hinzu

kamen Customizing, das Einspielen

der verschiedensten Schablonen sowie

das Vorort-Training von 40 Mitarbeitern.

Letzteres erfolgte innerhalb von

zwei Tagen im Rahmen von jeweils

halbtägigen Schulungen.

Projekt – in time und on budget

Innerhalb des eng gesteckten Zeitrahmens

konnte der Echtbetrieb planmäßig

beginnen. Durch das CRM-System sind

die Service-Prozesse unternehmensweit

54 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

wesentlich transparenter und nachvollziehbarer

geworden; daneben konnten

die Dauer der Call-Annahme deutlich

reduziert und die Bearbeitung der Anfragen

benutzerfreundlicher gestaltet

werden. Auch wenn die Sick AG keine

konkrete ROI-Berechnung aufstellt, ist

man von der schnellen Amortisation der

Investition überzeugt. Der Gesamtaufwand

für die Lizenzen von Gedys

Helpdesk, das dazugehörige Web-Modul

sowie die Dienstleistungen von

Schmücker & Partner liegen zudem klar

innerhalb des veranschlagten Budgets.

Schmücker & Partner

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Management-System für Bürokommunikation

In der Bürokommunikation liegen hohe

Potentiale zur Effizienz- und Wettbewerbssteigerung.

Auf Basis von Lotus Notes und evo-one

lassen sich alle Kommunikationswege mit

geringstem Aufwand verknüpfen sowie deren

Ergebnisse dokumentieren und verwalten.

Die Adressen von Kunden, Lieferanten

und Geschäftspartnern

zählen zu den wichtigsten Basisdaten.

evo-one schafft einen optimal gepflegten

Adressbestand und legt damit den

Grundstein für zielgerichtete und erfolgreiche

Aktivitäten. Beliebig viele Adress-

Pools können erstellt, verwaltet, nach

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Marktübersicht

Potentiale ausnutzen

evo-one verschoben und dort abgeglichen

werden, ohne dass es zu unterschiedlichen

Aktualitätsständen kommen

kann. Dank der Sicherheitsmechanismen

von Lotus Notes ist es evo-one

möglich, auch sensible Daten vor unberechtigtem

Zugriff zu schützen.

Internationale Anschriftformate, sprachabhängige

Steuerung der Adressverwaltung,

Einhaltung der ISO- und DIN-Normen,

umfangreiche Felder zur Kategorisierung

sowie flexible Verteiler sind frei

verwaltbar und sorgen für eine optimale

Adressverwaltung. Ein- wie Ausgangspost

– sei es via Papier (Drucker/Scanner),

e-Mail, Fax oder SMS – werden von

evo-one je nach Wunsch manuell oder

auch automatisch in das Kontaktmanagement

geführt sowie je nach Workflow-Definition

kategorisiert und zugeordnet.

Neben den Adressen stehen

hierzu auch Aktions- und Projektdefinitionen

zur Verfügung. Serien- und Massenbriefe

lassen sich so einfach wie Briefe,

e-Mails oder Faxe generieren und auf

Adressen bezogen verwalten.

AS/point Software und

Beratungsgesellschaft mbH

D-52531 Übach-Palenberg

� (+49) 02451/971-320

� www.aspoint.de

55


Marktübersicht

Neues IBM Software

Competence Center

bei Tech Data

Midrange

Tech Data Midrange ® value

added Distributor und Tochterunternehmen

der Tech Data

Gruppe, hat

ein neues

IBM Software

Competence

Center gegründet.

Die

dedizierten

Mitarbeiter

der neuen

Abteilung

werden ihre

Kristian Behrens

Leiter des IBM Software

Competence

Center

langjährige Vertriebserfahrung

mit Lotus, Tivoli, DB2 und

WebSphere ab sofort Produkt -

übergeifend einsetzen. So unterstützen

sie die Vertriebspartner

zusammen mit den Systemingenieuren

der Abteilung “Professional

Services” bei der Entwicklung

und Vermarktung neuer

IBM Software Technologien.

“Die Gründung des IBM Software

Competence Centers ist ein weiterer

Meilenstein in unserem

Fokus auf IBM Software. Mit

unserem brandneuen IBM

WebSphere Innovation Center

und dem Value Added Status für

IBM Software können wir unseren

Partnern kompetente Beratung

und Unterstützung in ihren

Projekten anbieten.” kommentiert

Kristian Behrens, Leiter des

IBM SW Competence Center die

Neugründung.

Am 25. September wird Tech

Data Midrange‚ zusammen mit

IBM Info – Workshops zum Thema

Partner World für Software in

Frankfurt und Düsseldorf veranstalten.

Interessierte Partner können

sich an die Email–Adresse

passport@techdata.de wenden.

56 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

Anzeige

Sparkasse erfasst Arbeitszeit über AHB-Schnittstelle

Zeitkontenausgleich

Dass eine Zeiterfassungssoftware neu eingeführt

werden kann, ohne in eine neue Hardware

investieren zu müssen, zeigt das Beispiel der

Sparkasse Rhein-Nahe. Das Geldinstitut hat

ihre Personalwirtschaft in ihr Workflow-

Programm „Notes“ integriert. Die Mitarbeiter

können trotzdem weiter an den bisherigen

Lesegeräten der Firma Titze buchen.

Die Mitarbeiter der Sparkasse

Rhein-Nahe in Bad Kreuznach

buchen ihre Zeiten über Terminals der

Firma Titze. Insgesamt sind ca. 100 Lesegeräte

dafür im Einsatz. Nach dem

Auslaufen der Verträge mit dem Anbieter

der bisher verwendeten Software

sollte die Verwaltung der Arbeitszeiten

sowie die Korrektur und die Genehmigungsvorgänge

deutlich vereinfacht

werden.

Workflowoptimierung

Der Abteilungsleiter der Betriebsorganisation

Thomas Mayer sagt dazu: „Wir

hatten den Wunsch, viele Vorgänge über

Notes zu realisieren, um die aufwändige

Zettelwirtschaft bei Anträgen oder Korrekturen

zu beenden und um einen weitgehend

automatisierten Workflow zu erreichen.

Außerdem erhalten die Mitarbeiter

schneller Informationen über ihre

aktuellen Zeitsalden.“ Wichtigste Voraussetzung

dafür war allerdings, dass die

Sparkasse weiter die bisherige Hardware

einsetzen kann. „Schließlich hatten wir

vor nicht all zu langer Zeit erhebliche

Summen in die Lesegeräte investiert.“

Eine Lösung entwickelte die AHB Electronic,

deren Zutrittskontrollsystem

bereits seit 1984 in der Sparkasse Rhein-

Nahe im Einsatz ist. Die AHB Zeiterfassungssoftware

„Janus“ lässt sich in Notes

einbinden. Mittels einer Schnittstelle

zur bisherigen Hardware übernimmt und

verarbeitet Janus jetzt alle Daten. Auf

diese Weise buchen die Mitarbeiter nach

wie vor ihr „Kommen“ und „Gehen“.

Hat jemand aber vergessen, am Ende

des Arbeitstages sein „Gehen“ zu buchen,

erhält er automatisch per e-Mail

eine Erinnerung. Über die Mail gelangt

er direkt in die Maske „Zeitkorrektur“

und kann Berichtigungen oder fehlende

Buchungen für zurückliegende Tage eingeben

und zur Freigabe weiterleiten.

Dem Missbrauch oder der Manipulation

wird durch definierte Freigabewege

Einhalt geboten. Auch der Urlaubsplan

und die Urlaubsanträge werden über Janus

verwaltet. Anträge für Urlaub oder

Seminare genehmigen Vorgesetzte –

nach einem schnellen Blick in die Abteilungsübersicht

– „per Mausklick“. Verschiedene

Übersichten und Statusinformationen

bieten den Abteilungsleitern

jetzt ein optimales Instrument für das

Personalmanagement.

Vorgabe erfüllt

Für den AHB-Vertriebsleiter Michael

Hofmann bedeutet die Entwicklung der

Schnittstelle auch eine deutliche Flexibilisierung

für Unternehmen, die eine Einbindung

ihrer Zeiterfassung in Lotus

Notes wünschen. „Zwar sollten im Idealfall

Hard- und Software aus einer

Hand kommen“, so Hofmann, „doch ist

es heute möglich, für besondere Anforderungen

die Hardware der Firma Titze

und die Software Janus für Lotus Notes

zusammen zu führen. Dies ist besonders

dann sinnvoll, wenn für bestehende

Zeiterfassungssysteme nachträglich Notes

als Kommunikationsmedium genutzt

werden soll.“

AHB Electronic GmbH

69502 Hemsbach

� (+49) 06201/4973-0

� www.ahb-electronic.de


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Recticel optimiert Abläufe im Innen- und Außendienst mit Ferrari-Lösung

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Marktübersicht

Einheitlich kommunizieren

In immer mehr Großunternehmen sind

Collaborations-Werkzeuge wie Lotus Notes ein

unverzichtbares Hilfsmittel geworden, das aus

dem beruflichen Arbeitsalltag nicht mehr

wegzudenken ist. Unified-Messaging-Lösungen,

die Lotus Notes um zusätzliche Funktionalitäten

ergänzen, bieten die Möglichkeit, die

Effizienz innerhalb des eigenen Unternehmens

weiter zu erhöhen.

Viele IT-Verantwortliche suchen

nach Wegen, auch mit begrenzten

Etats die Produktivität innerhalb ihrer

Unternehmen nachhaltig zu verbessern.

Eine sinnvolle Möglichkeit bieten Unified-Messaging-Lösungen,

die Lotus

Notes zur einheitlichen Kommunikationszentrale

am Arbeitsplatz ausbauen.

Lösungen im Baukastenprinzip, die helfen,

spezielle Kommunikationsaufgaben

innerhalb der eigenen Organisation zu

lösen und die zu einem späteren Zeitpunkt

bei Bedarf problemlos ausgebaut

werden können, stehen heute hoch im

Kurs. Auch die Deutschlandzentrale

der belgischen Unternehmensgruppe

Recticel, die in mehr als 20 Ländern

mehr als 9.500 Mitarbeitern beschäftigt,

suchte nach einer maßgeschneiderten

Fax-Lösung, die eine Bündelung

aller Kommunikationskanäle der Mitar-

beiter unter Lotus Notes ermöglicht.

Lieven van Pamel, Manager Group

Networking & Communications, entschied

sich für die Berliner Ferrari

electronic AG, die über die passenden

Unified-Messaging-Module für alle geplanten

Kommunikationsaufgaben verfügt.

„Der sehr direkte, praktische Geschäftsansatz

ohne komplizierte und

lange Implementierungspläne hat uns

vollends überzeugt“, so van Pamel rückblickend.

Ohne externen Support wurde

das System, unterstützt von der Ferrari

electronic Hotline, in wenigen Tagen auf

dem AS/400-Server in der deutschen

Niederlassung implementiert und eingerichtet.

57


Marktübersicht

Fax around the world

Mehr als 3000 PCs sind Teil des weltweiten

Recticel-Netzwerks. Mittelfristig

sollen durch die Einbindung aller Arbeitsplätze

an die Computerfax-Lösung

die operativen Kosten im Unternehmen

nachhaltig gesenkt werden. ferrariFAX

für Notes ermöglicht jetzt bereits allen

Mitarbeitern in der deutschen Niederlassung,

direkt aus Notes Faxe zu versenden

und zu empfangen. Internationale

Faxe werden durch das firmeneigene

Netzwerk in das Bestimmungsland geroutet

und erst dort über ein ferrari-

FAX-Gateway zum günstigen Ortstarif

verschickt.

450 Arbeitsplätze im Unternehmen sind

zusätzlich mit unterschiedlicher SAP-

Software ausgestattet. Gerade für Arbeitsplätze,

die – wie z. B. in der Auftragsbearbeitung

– auf eine schnelle und

problemlose Abwicklung angewiesen

sind, ist ein direkter, einfacher Faxversand

extrem wichtig. Über Fax-Gateways

für SAP wurden alle im Einsatz

Anzeige

befindlichen Module angebunden, so

dass jetzt direkt aus den Anwendungen

Faxe verschickt werden können. Den

Mitarbeitern bringt der Direktversand

aus SAP eine große Zeitersparnis und

gleichzeitig hat Recticel den Service für

seine Kunden und Lieferanten nachhaltig

verbessert.

Voice-Integration

Ein Teil der Mitarbeiter ist durch intensive

Reisetätigkeit auf eine verstärkte

Mobilität des eigenen Arbeitsplatzes angewiesen.

Um ortsunabhängig auf wichtige

Telefonate zugreifen zu können,

wurde für diese Personengruppe modular

das Voice Mailboxsystem „Ferrari

electronic VOICE“ in Lotus Notes implementiert.

Die Mailbox, die über die

ISDN-Leitung an die Telefonanlage im

Unternehmen angeschlossen ist, stellt

den Mitarbeitern die in Abwesenheit

eingegangene Sprachnachrichten als

e-Mail zu. Um sie abzuhören, bietet die

Voice-Lösung verschiedene Möglichkeiten

wie eine telefonische Fernabfrage,

58 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

das Abspielen über den PC-Lautsprecher

und die direkte Weiterleitung an

das verfügbare Telefon/Handy. Die Abfrage

der Mailbox ist sehr einfach konzipiert.

Damit der Nutzer die Steuerung

der Mailbox nicht mühevoll lernen

muss, bietet die Lösung frei wählbare

Voreinstellungen, die den Mobilboxen

des GSM-Netzes gleichen. Die Administration

der Gateways für Notes erfolgt

vollständig in Notes-Datenbanken, für

die keinerlei Modifikationen erforderlich

sind. Wichtig bei den größeren Datenmengen,

die bei Sprachnachrichten

entstehen: Die Anrufe werden wie alle

anderen Nachrichten zentral im Domino-Server

abgelegt.

Erweiterter Adressdialog

Mit dem Ausbau von Lotus Notes zur

Unified-Messaging-Zentrale einhergehend

hat Ferrari electronic einen zusätzlichen

Service entwickelt, dessen Einsatz

auch bei Recticel geplant ist. Der Notes-

Adressdialog wurde dahin gehend geändert,

dass zu einem Empfänger im öffentlichen

Namens- und Adressbuch

mehrere Adressentypen (Fax, Voice,

SMS und auch mehrere e-Mailadressen)

möglich sind und der Benutzer den gewünschten

Kommunikationsdienst einfach

per Mausklick auswählt. Nicht

zuletzt den intelligenten Add Ons verdankt

die Lösung ihre hohe Akzeptanz

bei den mehr als 800 Recticel-Mitarbeitern

in Deutschland, die die neuen

Dienste ohne Schulungsaufwand bereits

intensiv nutzen. In der jetzt laufenden

zweiten Phase wird das Projekt international

ausgeweitet. Das Lizenzierungsmodell

von Ferrari electronic, das sich

unabhängig von der Zahl der Nutzer

ausschließlich an der Anzahl der genutzten

Faxkanäle orientiert, bot eine einfache

und preisgünstige Kalkulationsgrundlage

für das gesamte Projekt. Der

„Roll out“ in der Schweiz, Belgien und

den Niederlanden läuft bereits und soll

ausschließlich mit internen Ressourcen

realisiert werden.

Ferrari electronic AG

D-14513 Teltow

� (+49) 03328/455-90

� www.ferrari-electronic.de


Projekte mit Lösung von Ponte verwalten

Alles nach Plan

Spezialisierung, Vernetzung und die abnehmende

Bedeutung traditioneller geografischer

Schranken stellt auch Projektleiter und ihre

Teams vor neue Herausforderungen. Eine

Binsenweisheit ist, dass Informationstechnik

keine Allheilmittel dafür bereithält. Wichtige

Lösungsbeiträge kann sie dennoch liefern.

Hierzu kann speziell ein Dokumentenmanagement

auf der Basis von

Lotus Notes/Domino-Datenbanken wesentlich

beitragen. Intelligent genutzt

kann es den Anwender unterstützen, eine

gelebte Projektkultur im Unternehmen

zu entwickeln und stetig zu verfeinern.

Zauberwort Kollaboration

Projektmanagement-Applikationen auf

der Basis von Lotus Notes/Domino unterstreichen

eindrucksvoll, dass kollaborative

Software (kurz: Groupware)

ideale Voraussetzungen für das Informationsmanagement

in verteilten Projektteams

– einschließlich mobiler

Teammitglieder – bietet. Beispielsweise

können alle Mitglieder von Projektteams

im eigenen Unternehmen, bei Zulieferern

und externen Partnern immer

auf der Höhe des Projektgeschehens

bleiben – selbst wenn sie Tausende von

Kilometern trennen.

Erfolgreiches Projektmanagement lebt

auf Dauer auch davon, dass erworbenes

Wissen über Prozesse und Ergebnisse,

Kunden und Lieferanten, Daten und

Fakten konserviert und wiedergenutzt

wird.

Aus der Praxis für die Praxis

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

Die Projektmanagement-Applikation

OctoProject auf der Basis von Lotus

Notes/Domino aus dem Hause Ponte

wurde von Anfang an dafür konzipiert,

die eingangs formulierten Anforderungen

zu erfüllen. Das Produkt für das Informationsmanagement

in Projekten

ermöglicht echtes Multiprojektmanagement

und die Verteilung der Planungsverantwortung

– auch und gerade

in großen Projekten. Die Anwendung

integriert alle PM-Funktionen

unter einer Oberfläche und ist modular

aufgebaut.

Beispiel 1: Sie haben die Verantwortung

für ein Projekt oder Teile davon und

möchten bei kritischen Ereignissen in

Form von Termin-, Arbeitszeit- oder

Budget-Überschreitungen gewarnt werden.

Auf Wunsch sendet Ihnen die Lösung

automatisch eine e-Mail mit entsprechendem

Hinweistext und einer

Dokumentverknüpfung auf den jeweiligen

Vorgang zu, sobald eines der kritischen

Ereignisse eintritt. Je nach Ihrem

Verantwortungsbereich aktivieren Sie

die Alarmoption auf der Aktivitäten-,

Sammelvorgangs-, Phasen- oder Projektebene.

Beispiel 2: Sie planen eine neue Aktivität

und möchten über die Verfügbarkeit der

benötigten Ressourcen Bescheid wissen.

Das Programm zeigt Ihnen die verfügbaren

Stunden auf Knopfdruck an. Neben

den regulären Arbeitszeiten der Personen

sind hierbei die Zeiten berücksichtigt,

welche bereits für andere Aktivitäten

im selben oder in anderen Projekten

verplant sind. Auch ungeplante Fehlzeiten

– etwa wegen Urlaub, Fortbildung

etc. – können aus den persönlichen Kalendern

abgelesen werden. So erhalten

Sie eine noch realistischere Aussage zur

Ressourcen-Verfügbarkeit.

Anzeige

Marktübersicht

59


Marktübersicht

Beispiel 3: Zum Abschluss einer Phase

möchten Sie einen Projekt-Review

durchführen. Dazu setzen Sie im Vorgangsordner

eine Besprechung auf. Direkt

aus der Besprechungsmaske finden

Sie per Knopfdruck heraus, wann die

gewünschten Teilnehmer frei sind. OctoProject

kümmert sich automatisch darum,

diese per e-Mail einzuladen.

Per Antwort-Mail stimmt ein Teilnehmer

dem Termin zu oder lehnt ihn ab, im

Falle der Zustimmung wird direkt ein

fester Termineintrag in seinem persönlichen

Kalender erzeugt. Jede erhaltene

Rückantwort wird übersichtlich an der

richtigen Stelle dokumentiert. Sobald

alle erforderlichen Zustimmungen da

sind, genügt ein Mausklick des Bespre-

Anzeige

chungsleiters, um allen die endgültige

Terminbestätigung zu senden. Sollte

sich nachträglich etwas am Termin ändern

– kein Problem: Aktualisierungen

werden automatisch versendet.

Beispiel 4: Sie wissen, wie wichtig eine

professionelle Vorbereitung für das Review-Meeting

ist. Daher haben Sie in der

Software aufgesetzten Besprechung alle

erforderlichen Dokumente als Dateianhang

hinterlegt. Idealerweise gibt es

dazu in Ihrer Organisation bereits vordefinierte

Formulare, Kalkulationstabellen

etc., welche als Schablonen hinterlegbar

sind und somit auf Knopfdruck

herangezogen werden können.

Weitere benötigte Dokumente fügen Sie

nach Bedarf manuell hinzu. Die Teilneh-

60 www.midrangemagazin.de Oktober 2002

mer bleiben immer auf dem aktuellen

Stand, denn alle greifen per Dokumentverknüpfung

auf das selbe Original in

der OctoProject-Datenbank zu. Damit

kann es kein Versionswirrwarr geben.

Beispiel 5: Während der Durchführung

der Besprechung dokumentieren Sie jeden

Tagesordnungspunkt in einem eigenen

Dokument. Die Software organisiert

die gesamte Dokumentation zur

Besprechung in einer Buch-/Kapitelstruktur,

die Sie mühelos alle Informationen

in ihrem Zusammenhang wiederfinden

und auswerten lässt. Zusätzlich

können Sie jederzeit Querverweise zu

mitgeltenden Informationen herstellen.

So hilft Ihnen die Lösung wirksam, Ergebnisse

nicht nur zu dokumentieren,

sondern in einen vernetzten Kontext zu

stellen und maximalen Nutzen daraus

zu ziehen.

Beispiel 6: Nach Bedarf machen Sie aus

jedem Tagesordnungspunkt eine Aufgabe,

indem Sie eine verantwortliche Person

und einen Erledigungstermin festlegen.

Die Aufgaben werden dann automatisch

per e-Mail versendet. Nimmt

eine Person die Aufgabe an, dann landet

sie in ihrer persönlichen „To-Do“-Liste

– dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie

die enge Verzahnung zwischen OctoProject,

e-Mail und persönlichem Kalender

das Projektmanagement zu einem natürlichen

Bestandteil der Arbeitsumgebung

aller Teammitglieder macht.

Die Einbindung in die CRM-Suite der

IntraWare AG ermöglicht – wie schon

die Integration in den Vorgänger Octo-

SUITE – eine fachbereichsübergreifende

Nutzung von Daten und erfolgskritischen

Informationen. Dank Browser-

Zugriff – jetzt Standard – können auch

Benutzer ohne Lotus Notes-Client mit

der Lösung arbeiten. Als neue Dokumenttypen

werden nun auch Microsoft

Word und Microsoft Excel direkt unterstützt.

Ponte Software & Consulting GmbH

D-81379 München

� (+49) 089/545853-0

� www.ponte.de


Marktübersicht

Kurzer Draht zum ERP-System

Vertriebsinformationssysteme leben von der

Aktualität ihrer Daten. Dabei spielen die

Schnittstellen zu den Vorsystemen eine wichtige

Rolle. Bei der Hess Licht & Form GmbH in

Villingen-Schwenningen wird für die Datenreplikation

aus dem ERP-System in die Außendienstanwendung

der SoftM DataConnector eingesetzt.

Durch die immer stärker ausgeprägte

Serviceorientierung des Unternehmens

wuchs im Außendienstbereich

der Informationsbedarf. Der IT-Verantwortliche

Harald Messmer suchte nach

einem neuen Vertriebsinformationssystem:

„Da wir stark im Projektgeschäft

aktiv sind, ist es zwingend notwendig,

alle relevanten Informationen schnell

und zentral zur Verfügung zu stellen.“

Die passende Software wurde in Octo-

Office von IntraWare gefunden.

Große Datenmengen

Anzeige

Leuchtenhersteller nutzt SoftM-Lösung zur schnellen Datenübertragung

Doch an einem Punkt hakte das Projekt.

„Mit unserem betreuenden Systemhaus

Midrange MAGAZIN Oktober 2002

probierten wir verschiedene Tools aus,

um die Stammdaten aus unserem ERP-

System in die Groupware-Anwendung

zu übertragen. Die Datenübernahme –

es handelt sich um rund 120.000 Datensätze

von Kunden samt Ansprechpartnern

– zog sich dabei über viele Stunden,

in manchen Fällen länger als einen Tag,

hin. Da keine zufriedenstellende Lösung

möglich schien, stand das gesamte Projekt

auf der Kippe.

Bei der Suche nach einer Lösung stieß das

Systemhaus schließlich auf den DataConnector

von SoftM. Damit können beliebige

SQL-Datenbanken in Notes-Anwendungen

eingebunden werden, wie etwa

eine DB2, ein SQL-Server oder ein Oracle-

System. Es lässt sich gezielt steuern, welche

Daten wann wohin geschrieben werden

sollen. Zusätzlich verfügt das Produkt

auch über einen ausgeprägten

Auswertungsbereich. Die Protokolle über

die Datentransfers können dort nach unterschiedlichen

Gesichtspunkten betrachtet

werden. Bei Bedarf kann eine automatische

Zustellung per e-Mail erfolgen.

Implementierung an einem Tag

Die Datenübertragungsprobleme wurden

innerhalb eines Tages gelöst; ein Berater

des Software-Hauses installierte

und parametrisierte das Tool. Pro Tag

ergeben sich bis zu 3.000 Änderungen.

Überall dort werden so genannte Flags

an den Datensätzen gesetzt. Der Data-

Connector übernimmt die so gekennzeichneten

Datensätze und löscht dabei

die Änderungs-Flags.

„Das Tool arbeitet absolut zuverlässig“,

berichtet Messmer. Als besondere Stärke

hebt er hervor, dass „alle Daten von unserer

iSeries in das Vertriebsprogramm

importiert werden können. Es sind nur

kleine Anpassungen nötig, da hier ‚native‘

auf die iSeries zugegriffen wird.“

SoftM Communications GmbH

D-96215 Lichtenfels

� (+49) 09571/9501-0

� www.softm-communications.de

61


November

62

GO NEXT

Ein erfolgreich eingesetztes Costumer

Relationship Management (CRM)

ermöglicht es Unternehmen, die

Bedürfnisse der Kunden zum richtigen

Zeitpunkt zu erkennen und mit

individuell passenden Angeboten

darauf zu reagieren. Das Titelthema

der Novemberausgabe widmet sich

diesem immer wichtiger werdenden

Punkt des Kundenbeziehungsmanagements

mit Schwerpunkt auf Kundentransparenz,

-bindung und Umsatzoptimierung.

In der Marktübersicht Datawarehouse

und Business Intelligence (BI) stellen

wir Ihnen die Lösungen in einer

tabellarischen Übersicht und praktische

Beispiele in Form von Anwenderberichten

vor. Ein Datawarehouse –

gekoppelt mit einer BI-Lösung – führt

die unterschiedlichsten Daten innerhalb

eines Unternehmens in einer

Datenbank zusammen und ermöglicht

somit individuelle Analysen und

Berichte für jede Abteilung. Das sorgt

für mehr Transparenz und erhöht die

Informationsqualität der Mitarbeiter.

Dezember:

Während man früher seinen Laden

abends abschloss, um Feierabend zu

machen, steht heute die potentielle

Kundschaft auf der anderen

Erd-Halbkugel dann erst auf. Die

Anforderung „24/7“ gilt für beide

Begriffe in unserem Titelthema der

Dezember-Ausgabe: Security &

Hochverfügbarkeit. Mit Hinblick auf

die Schwerpunkte System-Management,

Web- und e-Anbindungen

erwarten Sie aktuelle Beiträge zu diesen

brisanten Themen.

Für die Erstellung hochperformanter

und unternehmensweit integrierbarer

e-Business-Lösungen sind moderne

Software-Entwicklungsumgebungen

nötig, die neben der Neuentwicklung

auch Möglichkeiten zur Integration

bestehender Anwendungen bieten. In

unserer tabellarischen Marktübersicht

geben wir Ihnen einen Überblick über

Lösungen, die Zukunftssicherheit z.B.

durch die Unterstützung entstehender

Standards wie XML und SOAP bieten;

Anwenderberichte aus der Praxis

runden das Thema ab.

+++ letzte meldung +++ letzte meldung +++ letzte meldung +++

Crashtests mit pSeries bei General Motors

Der Automobilkonzern General

Motors wird zukünftig eine IT-

Infrastruktur für die Durchführung

und Analyse von Crashtests nutzen, die

auf Servern der IBM pSeries 690

(„Regatta“) basiert. Mit einer Rechenleistung

von vier Billionen Berechnungen

pro Sekunde entsteht der weltweit

leistungsfähigste Supercomputer der

Automobilindustrie. Damit erhöht das

Unternehmen seine hausinterne

Rechenkapazität um das Vierfache.

Durch die Simulierung der Crashtests

auf dem Computer können Fahrzeuge

zukünftig in kürzerer Zeit und mit

weniger Kostenaufwand optimiert

werden. „Die Planung der nächsten

Generation unserer Fahrzeuge auf der

IBM pSeries 690 hilft uns bei der

Entscheidungsfindung und spart uns

Zeit. Das ist ein wichtiges Kriterium,

um dem Wettbewerb immer ein

Stückchen voraus zu sein“, sagt Kirk

Gutmann, Global Develop Product

Officer bei General Motors. Neben

General Motors, in Europa vertreten

durch Opel, Vauxhall und Saab,

nutzen auch DaimlerChrysler und Audi

Supercomputersysteme auf Basis der

IBM pSeries 690.

IBM Deutschland

Informationssysteme GmbH

D-70569 Stuttgart

� (+49) 0711/785-0

� www.ibm.de

www.midrangemagazin.de Oktober 2002

Inserenten

AD Solutions 23

AETeam 37

AURA Equipements 49

B&N 27

Datasave 47

DCW Software 31

DETEC 58

Deutsche Notes User Group 56

Docuware 60

EPOS 53

EXOGEN 25

GFD 36

GUS 15

I.T.P. 63

IBM 4, 5

Index 55

ISARIA 37

LAKEVIEW 2

MAGIC 9

ML Software 13

MULTI SUPPORT 59

NetManage 41

OGS 44, 45

R.S. Consulting 19

Retarus 17, 61

rsb 16

SEEBURGER 39

SoftM 29

SOLITAS 57

Tech Data Midrange 54

TOOLMAKER 18, 52

unidienst 20

update 21

VEDA 33

WILSCH 37

Inserenten

Die Schweiz im Focus

ANTARES 3

I.T.P.-Verlag 5, 8

Beilagen:

• common (Gesamtbeilage)

• IBM (Gesamtbeilage)

• Schmid Informatik (Teilbeilage)


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MAPICS: Erste europäische Anwenderkonferenz

[07.05.02] - Der auf mittelständische Fertigungsbetriebe konzentrierte Anbieter veranstaltet zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte

eine europäische Anwenderkonferenz. Themenschwerpunkte der Veranstaltung, die am 10. und 11. Juni in Paris stattfindet, bilden die neuesten

MAPICS-Lösungen, aktuelle Markttrends sowie die künftige Produkt- und Unternehmensstrategie des US-amerikanischen Softwarehauses.

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Eingeladen sind insbesondere Top-, IT- und Vertriebsmanager sowie Produktionsleiter. - Midrange [weiter] Magazin

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Coats Stroppel Schweiz: Finanzlösung von DCW nach 6 Tagen live

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[03.05.02] +++ Schon seit 1992 setzt die Unternehmenszentrale der Coats Stroppel Gruppe mit Sitz in Kenzigen, Deutschland, auf das DCW

MondayMorningTicker

Rechnungswesen, jetzt folgen die Europäisierungsschritte Nach erfolgreicher Einführung Suche bei dem Kurzwarenanbieter Coats Stroppel AG, mit Sitz

Archiv

in Turgi, Schweiz, die nach sechs Tagen Projektphase live ging, ist jetzt der Rollout nach Media Belgien, Infos in die Niederlande und nach Österreich

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geplant. [weiter]

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Ametras kooperiert mit Gutekunst & Partner

Anbieter

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[03.05.02] +++ Der Anbieter betriebswirtschaftlicher Standardlösungen hat jetzt eine Vertriebspartnerschaft mit der in Basel ansässigen

Gutekunst & Partner AG vereinbart. Ametras Consult betreut im Rahmen der Kooperation den deutschlandweiten Vertrieb des Gutekunst-

Produkts COMPAS - ein branchenunabhängiges integriertes System der Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung. Derzeit nimmt Ametras

COMPAS-Installationen für die Keller Grundbau GmbH in den Niederlassungen in Österreich, Polen und Portugal vor. [weiter]

New Wave Group vergibt Großauftrag an IBS

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[03.05.02] +++ Die New Wave Group hat einen Vertrag zur Einführung von Virtual Enterprise und der ASW Software von International Business

Systems (IBS) unterschrieben. Dabei geht es um Installationen in etwa 30 Unternehmen aus elf europäischen Ländern. Der Gesamtwert des

Abschlusses liegt bei 16 Millionen Schwedischen Kronen, das entspricht etwa 1,7 Millionen Euro. Darin enthalten sind u.a. Collaborative

Commerce, Kommissionierung, Bestandskontrolle, Logistik, CRM, Rechnungswesen, Businessanalyse und Entscheidungshilfe sowie die

Unterstützung beim Betrieb der Informationssysteme. [weiter]

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Fachhochschule Heidelberg setzt IBM iSeries für Existenzgründerprojekte - Focus ein

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[03.05.02] +++ Die Fachhochschule Heidelberg hat anläßlich des einjährigen Bestehens Midrange seines Solution Existenzgründerzentrums zusammen mit IBM

das Projekt "Wireless Campus" vorgestellt. Es wird von Diplomanden entwickelt und ermöglicht Finder insbesondere behinderten Studenten einen

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leichteren Zugriff auf benötigte IT-Daten der Fachhochschule. Die IBM stellt hierbei ihre IT-Expertise sowie einen Rechner des Typs iSeries zur

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Verfügung. [weiter]

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