Ausgabe 14 / 2009 - Onkologische Schwerpunktpraxis Darmstadt

onkologie.darmstadt.de

Ausgabe 14 / 2009 - Onkologische Schwerpunktpraxis Darmstadt

Praxis JournalNur für unsere Patienten, nicht zur Weitergabe bestimmt.InhaltRatgeber 2Tipps für den gesunden Schlaf:Fatigue ist mehr als eineSchlafstörung; nicht sofortMedikamente einsetzenNeues aus derPraxis 3Spezialisierte AmbulantePalliativVersorgung (SAPV) inDarmstadtIrem Maya ist da!Ernährung 4/5„Wer viel Fleisch isst,bekommt Krebs“ – PlakativeAussagen verleiten zu falschenRückschlüssenAntworten auf häufig gestellteFragen: Schützen Vitaminpräparatevor Krebs? BeeinflusstOlivenöl das Krebswachstum?Stichwort 6Soziales Netz mit weitenMaschen: Rechtzeitig übermögliche finanzielle HilfeninformierenNachgefragt 7Was muss ich beachten, wennich verreisen will? Darf ich alsPatient überhaupt in Urlaubfahren?Kurz berichtet 8Jeder zwanzigste Lungenkrebsdurch Radon bedingtImpressumLiebe Patientin,lieber Patient,aus vielen Gesprächen mit Ihnen wissen wir, dassdas Gefühl der Hilflosigkeit eine der nur schwer auszuhaltendenBegleiterscheinungen jeder Krebserkrankungist. Kein Wunder, schließlich ist Krebskeine einfache Infektionskrankheit, die mit einerAntibiotika-Therapie geheilt werden kann. DieseHilflosigkeit veranlasst viele Patienten, alles ihnenmögliche zu tun, um die Krankheit unter Kontrollezu bekommen. Viele suchen nach alternativen oderergänzenden Behandlungsansätzen, die meisten besinnensich auch auf einen gesünderen Lebensstil.Einen ganz großen Stellenwert hat diesbezüglich dieErnährung.Ist Fleisch verzichtbar oder in Maßen doch notwendig?Brauche ich zusätzlich Vitamine und Mineralstoffpräparate?Was ist, wenn ich VollwerternährungPraxisJournal 14 | Dezember 2009Internistische Schwerpunktpraxis fürHämatologie/OnkologieDr. med. Georgi Kojouharoff · Gerrit DingeldeinEschollbrücker Str. 26 · 64295 DarmstadtTel. 0 61 51 / 301 80 30 · Fax 0 61 51/ 301 80 40SprechzeitenMo, Mi, Do, FrDiMo, Di, Do08 - 12 Uhr09 - 12 Uhr14 - 17 Uhrnicht vertrage? Das sind nur einige der Fragen, dieKrebspatienten bewegen. Das Schwierige daran:Wirklich eindeutige und für jeden passende Antwortengibt es auf diese Fragen nicht. Und deshalbist auch nicht jede wissenschaftliche Veröffentlichungfür jeden Patienten gleich bedeutsam. Eineeinzelne Studie mit ungewöhnlichen Ergebnissensollte Sie deshalb nicht dazu veranlassen, Ihre Ernährungsgewohnheitenkomplett umzustellen. EntscheidenSie selbst, was Ihr Wohlergehen fördertund fragen Sie uns im Zweifelsfall lieber einmal zuviel als einmal zu wenig. In diesem Sinn wünschenwir Ihnen eine anregende Lektüre.Ihr PraxisteamDr. Georgi Kojouharoff und Gerrit Dingeldein


Tipps für den gesunden Schlaf2Auf mehr als 10 Prozent schätzen Expertenden Anteil der Menschen, die krankheitsbedingtschlecht schlafen. Die Betroffenenhaben Schwierigkeiten einzuschlafen, könnennicht richtig durchschlafen und wachenschon in den frühen Morgenstunden auf.Nicht sofort Medikamente einsetzenBesonders ältere Menschen liegen frühmorgensstundenlang wach und meinen deshalb,sie bräuchten weniger Schlaf als in ihrer Jugend.Tatsächlich verschieben sich im höherenLebensalter die Schlafperioden: Alte Menschenschlafen nachts auch deshalb weniger,weil sie sich tagsüber mal ein Nickerchen gönnen.Echte Schlaflosigkeit ist nicht selten dasErgebnis von jahrelangem Schlafmittelgebrauch.Besonders folgenreich ist die Einnahmeso genannter Benzodiazepine. Der Organismusgewöhnt sich an die „Schlafhilfe“;immer höhere Dosen werden notwendig, umdieselbe Wirkung zu erzielen. Wer meint, nurmit medikamentöser Unterstützung SchlafDen Tag aktiv gestalten; langen Mittagsschlafund frühes Zubettgehenvermeiden.Möglichst keine anregenden Medikamentenach 14.00 Uhr, keinen Kaffeenach 16.00 Uhr.Leicht verdauliche Abendmahlzeit einnehmen,aber nicht hungrig zu Bettgehen. Alkoholgenuss beschränken.Tagesaktivitäten spätestens eine Stundevor dem Schlafengehen beenden,„aufregende“ Abendunterhaltung vermeiden.Zum Tagesausklang entspannen, zumBeispiel mit autogenem Training oderYoga. Das Nachdenken über Problemebewusst auf die nächste Aktivitätsphase,den nächsten Tag, verschieben.Auf regelmäßige Schlafzeiten achten.Mögliches „EinschlafRitual“: Körperpflege,Wechselfußbad, Zähne putzen.Raumklima optimieren: nicht kälter als16, nicht wärmer als 20 Grad Celsius;keine stark duftenden Pflanzen, keineHaustiere im Schlafzimmer.finden zu können, sollte deshalb möglichst aufArzneimittelzubereitungen aus Baldrian oderMelisse zurückgreifen.Bevor jedoch Medikamente zum Einsatz kommen,empfiehlt sich auf jeden Fall zu prüfen,ob die Rahmenbedingungen für erholsamenSchlaf überhaupt erfüllt sind. EntspannendeAbendgestaltung, geeignete Raumtemperaturund ein bestimmtes Einschlafritual: das sindempfehlenswerte Maßnahmen zur Verbesserungdes Schlafes (siehe Übersicht unten).Fatigue ist mehr als eine SchlafstörungSchlafstörungen können auch das Symptombestimmter Grunderkrankungen sein. Sehrhäufig sind sie bei depressiven Erkrankungen.Die Patienten leiden unter Einschlaf- beziehungsweiseDurchschlafstörungen und Früherwachen.Trotz Abgeschlagenheit und Müdigkeitkönnen sie auch am Tag nicht schlafen.Nicht von ungefähr gleichen diese Symptomedenen der bei Krebspatienten häufig auftretendenFatigue. Denn von Fatigue Betroffenebefinden sich sozusagen in einem Teufelskreis:Ursprünglich ist für ihre Erschöpfung vielleichtein Mangel an roten Blutkörperchen,eine so genannte Blutarmut oder Anämie verantwortlich.Die ständige Müdigkeit erinnertsie daran, dass mit ihnen irgendetwas nichtstimmt – dieses Gefühl kann sich zur Depressionauswachsen und die Fatigue verstärken.Schlaf-Apnoe schädigt Herz undKreislaufEine weitere Schlafstörung, von denen Betroffenehäufig nichts ahnen, ist die so genannteSchlaf-Apnoe. Rund 3 Prozent aller Männerzwischen 40 und 60 Jahren leiden daran. DieSchlaf-Apnoe kommt mit zunehmendem Lebensalterimmer häufiger vor. Schätzungsweiseein Viertel bis zwei Drittel aller Menschen über60 sind betroffen, Männer neunmal häufigerals Frauen. Jahrelanges Schnarchen geht derKrankheit fast immer voraus. Die Schlaf-Apnoe ist definitionsgemäß ein während desSchlafes auftretender Atemstillstand, der mindestens10 Sekunden lang anhält. Der Patientselbst registriert seine Atemstillstände häufignicht bewusst. Wer im selben Zimmer schläft,bemerkt aber, dass beimSchnarchen typische Atempausenauftreten und der Betroffenewegen des Sauerstoffmangels regelmäßig ausdem Schlaf aufschreckt. Bei jedem anfallsartigenAufwachen steigt der Blutdruck plötzlichan und Herzrhythmusstörungen können auftreten.Im Laufe von Jahren entstehen so bleibendeSchäden an Herz und Kreislauf. Die Patientenselbst fühlen sich tagsüber müde, könnensich nicht richtig konzentrieren; sie klagennach einiger Zeit auch über morgendlicheKopfschmerzen und über den Verlust ihres sexuellenVerlangens. Nahezu zwei Drittel derbetroffenen Männer sind extrem übergewichtig.Ihre Beschwerden nehmen nach abendlichemAlkoholgenuss und nach der Einnahmevon Schlafmitteln deutlich zu.Wenn auch Sie Schwierigkeiten haben,Schlaf zu finden, dann nehmen Sie das nichtals zwangsläufige Begleiterscheinung IhrerErkrankung hin. Überprüfen Sie zunächstIhre Schlafgewohnheiten. Wenn Sie trotz unsererTipps schlecht schlafen, dann sprechenSie uns direkt an. Wir werden gemeinsameine Lösung finden.


Praxis JournalNachrichtenaus unserer Praxis3Spezialisierte AmbulantePalliativVersorgung (SAPV) inDarmstadtEin Thema auch für unsere PatientenWenn eine Erkrankung nicht mehr heilbaroder wesentlich zu bessern ist, rückt die Erhaltungbeziehungsweise Verbesserung der Lebensqualitätder Betroffenen immer mehr inden Vordergrund. In Hospizen und auf Palliativstationenwerden Schwerstkranke und ihreAngehörigen begleitet, Schmerzen und anderebelastende Symptome gelindert.Aber viele Menschen möchten die verbleibendeLebenszeit trotz schwerer Erkrankung inder vertrauten Umgebung verbringen, umsorgtvon ihren Angehörigen. Um dies zu ermöglichenund unnötige Krankenhauseinweisungenzu vermeiden, wurde 2007 mit der Gesundheitsreformauch der gesetzliche Anspruchjedes Versicherten auf SpezialisierteAmbulante PalliativVersorgung (SAPV) festgeschrieben.Nach langen Verhandlungen gibt es seit April2009 in Hessen mit allen großen KrankenkassenVerträge zur SAPV. Als erstes Team imsüdhessischen Raum bietet seitdem das ambulantePalliativteam am Evangelischen KrankenhausElisabethenstift Darmstadt dieseunterstützende Begleitung an; das ambulantePalliativteam des Klinikum Darmstadt wirdebenfalls in absehbarer Zeit auf der Grundlagedieser Verträge arbeiten.Ziel der Teams aus erfahrenen Palliativmedizinernund Palliativfachpflegekräften ist es, diekörperlichen Symptome zu lindern, ambulanteHilfen zu koordinieren und die Angehörigenin dieser für sie schweren Zeit zu beratenund zu unterstützen. Dies geschieht in engerZusammenarbeit mit dem Hausarzt, mit ambulantenPflege- und Hospiz-Diensten. BeiHausbesuchenwirdnach Möglichkeiten der individuellabgestimmten Symptom-Linderung gesucht,die den Betroffenen Erleichterung verschaffenund von ihren Angehörigen auch zuleisten sind. Mit der gemeinsamen 24-Stunden-Rufbereitschaftbieten die ambulantenPalliativteams den Betroffenen die unentbehrlicheSicherheit, in Krisensituationen jederzeiteinen kompetenten Ansprechpartner für Palliativ-Fragenzu erreichen. Das Versorgungsgebietumfasst die Stadt Darmstadt sowie dieLandkreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau. Tätig werden können die AmbulantenPalliativteams nach Verordnung durch einenniedergelassenen Arzt oder einen Krankenhausarzt.Unsere Praxis arbeitet im stationären Bereicheng mit dem Elisabethenstift Darmstadt zusammen.Das Angebot des Stifts, Patientenauch in ihrer gewohnten Umgebung zu Hausepalliativmedizinisch zu versorgen, halten wirfür eine wichtige Ergänzung, wenn es darumgeht, eine optimale Betreuung für krebskrankeMenschen sicherzustellen.So erreichen Sie die ambulanten Palliativteams:Ambulantes Palliativteam ElisabethenstiftTel.: 06151 / 403 222Fax: 06151 / 403 1229E-Mail: palliativteam@eke-da.deAmbulantes Palliativteam KlinikumTel.: 06151 / 107 8100Fax: 06151 / 107 8111E-Mail: palliativteam@klinikum.deWir gratulierenherzlich… und freuen uns mit denglücklichen Eltern über dieGeburt ihrer Tochter.Frau Naoum nimmtden gesetzlichen Erziehungsurlaubin Anspruch und wirdsich in den kommenden dreiJahren vor allem um die kleineIrem Maya kümmern.


E r n ä h r u n g4Die Feststellung “Wer viel Fleisch isst, bekommteher Krebs” ist so einfach wie – prinzipiell– richtig. Aber gerade Krebspatientensollten aus solch plakativen Aussagen nichtdie falschen Rückschlüsse ziehen und vorallem nicht vorschnell und radikal die Ernährungsgewohnheitenumstellen.Die Überschrift dieses Beitrags steht in Anführungszeichen,weil sie nicht aus unsererRedaktion stammt, sondern weil wir sie ausder von deutschen Ärzten gern gelesenen Ärztezeitungzitieren. Die Zeitung referiert unterdiesem Titel die Ergebnisse einer wichtigenStudie, in der Daten von etwa einer halbenMillion anfangs gesunder US-Amerikanerausgewertet wurden.Fleischkonsum und KrebsrisikoIn den acht Jahren der Beobachtungszeit entwickeltenetwa 54.000 der Studienteilnehmereinen bösartigen Tumor, und die Forscher gewannenwichtige Erkenntnisse zum Zusammenhangzwischen Ernährungsgewohnheitenund Krebsrisiko: Wer pro Tag etwa 180Gramm Rind-, Schweine- oder Lammfleischzu sich nahm, hatte in dieser Studie ein umetwa 24 Prozent höheres Risiko an DickdarmoderEnddarmkrebs zu erkranken als derjenige,der seinen Fleischkonsum auf etwa 30Gramm pro Tag beschränkte.Auch der Konsum von „verarbeitetem Fleisch“– also gekochtem oder geräuchertem Schinken,Salami oder anderen Wurstwaren – bedeutetein dieser Studie ein um 20 Prozent höheresDarmkrebsrisiko. Auch das Lungenkrebsrisikostieg in der Gruppe der Vielfleisch-Esser an: beim Verzehr von rotem Fleisch um20, beim Verzehr von verarbeitetem Fleischum 16 Prozent.EinschränkungenAllerdings können die Untersuchernicht ausschließen, dass auch andereLebensstil-Gewohnheiten für den Anstiegdes Krebsrisikos verantwortlichgewesen sein könnten. Welchen Anteildas Rauchen oder das Übergewicht derStudienteilnehmer hatten, wird in der Studienicht wirklich klar. In der englischen Original-Publikation heißt es zum Schluss daher einschränkend,die Ergebnisse unterstützten dieAnnahme, dass die Reduzierung des Fleischkonsumszu einer Verringerung unterschiedlicherKrebserkrankungen führen könne. Einesehr viel zurückhaltendere Schlussfolgerungalso als die Überschrift zu diesem Beitrag vermutenlässt.SchlussfolgerungDrei wichtige Schlussfolgerungen ergeben sichaus dieser hier nur exemplarisch vorgestelltenStudie:1. Es ist wichtig und sinnvoll, Krebsrisikofaktorenzu kennen und sie wo immer möglichzu minimieren.2. „Ernährung und Krebs“ ist ein sehr komplexesThema, das sich nicht mit Hilfe nureiner Studie abschließend darstellen lässt.3. Es macht in der Medizin so gut wie nieSinn, das eigene Verhalten nur aufgrundvon einzelnen Studienergebnissen radikalumzustellen.Ernährung ist ein Teil unseres Lebensstils, unddieser hat insgesamt Einfluss auf unsereKrankheitsanfälligkeit. Wer sich etwas Gutestun und seine Gesundheit fördern will, derkann mit der schrittweisen Umstellung seinesLebensstils eine Menge tun.LebensstilanpassungDie Vielzahl der dazu veröffentlichten Studienkann man nach jetzigem Stand des Wissens infolgende Ratschläge „übersetzen“:„Wer viel Fleisch isst,bekommt eher Krebs“Nehmen Sie häufig kleinere Mahlzeitenein.Essen Sie etwa fünfmal täglich möglichstunterschiedliches frisches Obst und Gemüse.Bevorzugen Sie Pflanzenprodukte ausIhrer Region; denn die wichtigen sogenanntensekundären Pflanzenstoffe entstehenerst unmittelbar vor der Reifung; importierteWare wird aber unreif gepflückt.Verzichten Sie auf zusätzliche VitaminoderMineralstoffpräparate, es sei denn, siesind Ihnen ärztlich verordnet worden.Genießen Sie zweimal pro Woche Seefischoder Fleisch, dessen Herkunft Sie kennen.Greifen Sie, falls möglich, bevorzugt zuVollkornprodukten (gibt es auch fein vermahlen).Bewegen Sie sich täglich mindestens 30Minuten so intensiv, dass Ihnen „warm“wird.Für Lebensqualität gibt es kein Patentrezept.Die Einhaltung dieser Ratschläge ist keine Garantiefür ein erfülltes Leben. Entscheidend istletztlich, was Sie wollen. Uns geht es nurdarum, Sie vor vorschnellen Reaktionen aufimmer wieder publizierte neue Erkenntnissezum Thema Krebs und Ernährung zu bewahren.Wenn Sie dazu weitereFragen haben, sprechen Sieuns einfach an. Gemeinsamwerden wirherausfinden, wasfür Sie persönlichdas Beste ist.


Praxis JournalF r a g e n u n d A n t w o r t e n5ErnährungKrebs und Krebsentstehung haben etwas mitder Vererbung, mehr noch aber mit demganz persönlichen Lebensstil zu tun. DieFrage, welchen Einfluss die Ernährung aufKrebs hat, wird deshalb in allen Medienimmer wieder diskutiert. Wir haben Ihnendie wichtigsten Fragen und Antworten zudiesem Thema zusammengestellt. Als Quellenhaben wir Informationen der deutschenund der US-amerikanischen Krebsgesellschaftgenutzt.Schützen Vitaminpräparate vorKrebs?Tatsächlich wurde diese Frage bis etwa 2005mit einem vorsichtigen „Ja“ beantwortet. Inden Jahren 2006 und 2007 haben aber mehrereStudien gezeigt, dass Vitamin- und Mineralstoffpräparate– so praktisch sie auch seinmögen – nicht vor Krebs schützen und auchals ergänzende Krebstherapie nicht die erhoffteWirkung haben. Vitamin- oder Mineralstoffpräparatesind immer nur dann wirksam,wenn ein Mangel tatsächlich nachgewiesen ist.Die werden dann allerdings ärztlich verordnet– wie beispielsweise Jod-Präparate zur Vorbeugungvon Schilddrüsenerkrankungen. Natürlichbraucht auch ein Krebspatient Vitamineund Mineralstoffe. Als Quelle für dieseNährstoffe sind aber frisches Obst und Gemüsenicht zu übertreffen. Die Empfehlung„fünfmal am Tag eine Obst- oder Gemüseportion“gilt auch für Krebspatienten. BeiKau- oder Schluckbeschwerden kann es sinnvollsein, das Obst oder Gemüse zu pürieren.Falls notwendig, verordnet der Arzt auch speziellhergestellte Trinknahrung (Astronautenkost).Inwieweit beeinflusstdie Fleischzubereitung dasKrebsrisiko?Kochen ist wichtig, um schädliche Keime inrohem Fleisch zu vernichten. Allerdings könnenbeim Braten, Frittieren oder Grillen wegender sehr hohen Temperaturen chemische Substanzenentstehen, die das Krebsrisiko erhöhen– in welchem Umfang ist allerdings nicht bekannt.Unbestritten ist aber, dass sich beimGaren mit niedrigeren Temperaturen wenigerdieser Substanzen entwickeln. Zubereitungsartenwie Schmoren, Dünsten, Pochieren(Garen in heißem, aber nicht kochendem Wasser)sind deshalb zu bevorzugen, ebenso wiedas Erhitzen in der Mikrowelle.Kann Fleischkonsum das Krebswachstumfördern?Ja, das kann der Fall sein. In erster Linie handeltes sich dabei um ein Mengenproblem. Ernährungsexpertenempfehlen, nicht mehr als180 bis 200 Gramm Fleisch pro Woche zu verzehren.So lässt sich die Vitamin-, Protein- undEisenversorgung über den Fleischkonsum sichern.Auch rotes Fleisch (Rind-, SchweineundLammfleisch) ist in Maßen genossen unbedenklich.Wer mehr Fleisch essen möchte,sollte eher weißes Fleisch (Geflügel) zu sichnehmen. Verarbeitetes Fleisch – also Wurstwaren,gekochter und geräucherter Schinken, Salamisowie Fleischzubereitungen in Fertiggerichten– sollte ebenfalls nur sehr maßvoll genossenwerden.Können Soja-Produktedas Krebsrisiko senken?Soja-Nahrungsmittel sind eine exzellenteProteinquelle und gegebenenfalls eine guteFleischalternative. Einige Soja-Inhaltsstoffeentfalten eine schwache Östrogen-Aktivität,und im Tierversuch ließ sich ein gewisserSchutz gegen hormonabhängige Tumorennachweisen. Allerdings kann übermäßigerSojaverzehr genau aus diesem Grund möglicherweisedas Risiko für Östrogen-abhängigeTumoren erhöhen. Brustkrebs- oder Endometriumkrebs-Patientinnensollten daher mitSoja sparsam umgehen. Der Nutzen von Sojapillenoder -pulvern ist nicht nachgewiesen.Beeinflusst Olivenöl dasKrebsrisiko?Olivenöl enthält einfach ungesättigte Fettsäuren,und es gilt als unverzichtbarer Bestandteileiner mediterranen Ernährung. Diese senktnach Ansicht der meisten Forscher das Risikofür Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Einflussauf das Krebsrisiko ist bisher nicht eindeutignachgewiesen. Möglicherweise ist es aber inder Lage, sogenannte Oxidationsschäden ander Erbsubstanz zu vermindern. Solche Schädigungender Erbsubstanz gelten als krebsbegünstigend.Fazit: Kalt gepresstes Olivenöl sollteBestandteil einer gesunden Vollwerternährungsein.Welche Unterschiede bestehenhinsichtlich des Nährstoffgehaltesvon frischem, gefrorenemoder in Dosen konserviertem Obstund Gemüse?Frisches Obst und Gemüse ist gemeinhin besondersnährstoffreich. Das gilt allerdings nur,wenn die Früchte reif geerntet wurden. Ausdiesem Grund sollte man saisonales Obst undGemüse aus der näheren Umgebung bevorzugen.Obst und Gemüse aus der Tiefkühltruhesind ebenfalls sehr nährstoffreich. Konservenenthalten weniger hitzeempfindliche undwasserlöslicheNährstoffe,weil sie währenddes Herstellungsprozesseshoch erhitzt werden.Fruchtkonservenenthalten meiststark gezuckertenSirup, Dosengemüsekann sehr salzhaltigsein.


Soziales Netzmit w e i t e n Maschen6R e c h t u n d S o z i a l e sViele Krebspatienten plagt nicht nur dieAngst vor Behandlung, Schmerzen und Tod,sie sorgen sich auch um ihre finanzielle Absicherung– eine Sorge, die nicht völlig unberechtigtist. Zieht sich die Erkrankunglange hin, ist der einstige Lebensstandardunter Umständen nicht ganz zu halten.Wer so krank ist, dass er nicht mehr arbeitenkann, hat in Deutschland Anspruch auf eineReihe von Unterstützungen. Welche das sind,sei am Beispiel des häufigsten Falles in unsererGesellschaft, des gesetzlich versicherten Arbeitnehmers,erläutert.Zunächst wird der Patient von seinem Arzt arbeitsunfähiggeschrieben und erhält eine Entgeltfortzahlungdurch den Arbeitgeber. Sie istin der Regel auf die Dauer von sechs Wochenbeschränkt. Kann der Patient auch danachnoch nicht arbeiten, erhält er von seiner Krankenkasseein Krankengeld. Das sind im Normalfall90 Prozent des einstigen Nettoarbeitsentgelts.Davon sind allerdings die Beiträge zurSozialversicherung noch zu entrichten. Nachsechswöchiger Erkrankung entstehen also dieersten Einbußen im Vergleich zum bisherigenEinkommen.Erwerbsminderung anstellevon Berufs- und ErwerbsunfähigkeitDas Krankengeld wird grundsätzlich ohnezeitliche Begrenzung gewährt, im Falle der Arbeitsunfähigkeitwegen derselben Krankheitjedoch für maximal 78 Wochen innerhalb vondrei Jahren. Aber nicht alle Patienten erhaltenautomatisch Zahlungen über diesen Zeitraum.Die Arbeitsunfähigkeit ist nämlich als vorübergehenderZustand definiert. Die Krankenkassenkönnen die Patienten daher imLaufe einer Erkrankung auffordern, einen Antragauf eine Rehabilitationsmaßnahme beieinem Rentenversicherungsträger zu stellen.Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen.Der Rentenversicherer prüft dann, obdiese Maßnahme Aussicht auf Erfolg hat. Istdamit nicht zu rechnen, lehnt er den Reha-Antragab, kann ihn dann allerdings in einenRentenantrag umdeuten. Im Rahmen einessolchen Antrags wird zuerst das Ausmaß derErwerbsminderung festgestellt. Die einstigeUnterscheidung in Berufs- und Erwerbsunfähigkeitgibt es heute nicht mehr. Seit dem1.1.2001 gelten Patienten alsnicht erwerbsgemindert, wenn siemindestens sechs Stunden pro Tag arbeitenkönnen,teilweise erwerbsgemindert, wenn siedrei bis sechs Stunden arbeiten können,vollständig erwerbsgemindert, wenndas Leistungsvermögen unter drei Stundenpro Tag liegt.Auf die erworbene Qualifikation und den bisherigenberuflichen Werdegang kommt es beider Feststellung einer Erwerbsminderungnicht mehr an.Vollständig Erwerbsgeminderte haben denvollen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente.Als Bezieher darf man noch bis zu350 € (brutto) im Monat hinzuverdienen,ohne dass die Zahlungen gekürzt werden. TeilweiseErwerbsgeminderte erhalten unter Umständennur die Hälfte der vollen Rente. DerGesetzgeber geht nämlich davon aus, dass siemit ihrem Restleistungsvermögen das zur Ergänzungder Rente notwendige Einkommenerarbeiten können. Diese Einschränkung giltjedoch nicht, wenn sie keinen entsprechendenArbeitsplatz finden.Der Anspruch auf Erwerbsminderungsrenteist in der Regel zunächst auf dreiJahre befristet und kann anschließenderneuert werden. Beraterweisen außerdem darauf hin,dass die volle Erwerbsminderungsrentein derRegel niedriger als dasKrankengeld ist.Rechtzeitig informierenObwohl es also ein soziales Netz gibt, bestehtdoch die Gefahr, dass die weiten Maschenetwas „ins Fleisch schneiden“. Da es außer demangeführten Beispiel noch zahlreiche andereKonstellationen gibt (arbeitslos, selbstständig,privat versichert etc.), sollten Sie sich als Patientfrühzeitig darüber informieren, welcheHilfen für Sie in Betracht kommen könnten.Zusätzlich zu den genannten Leistungen könnendas beispielsweise Sozialhilfe, Wohngeldoder anderweitige Zuschüsse sein. Darüberhinaus unterhalten auch die Deutsche Krebshilfesowie die Krebsgesellschaften einzelnerBundesländer Härtefonds, um Krebspatientenin Notfällen finanziell zu helfen.Schließlich bietet auch ein Schwerbehindertenausweiseinige Vorteile. Er ermöglicht unteranderem Vergünstigungen bei der Lohn- oderEinkommens-Steuer, bei der KFZ-Steuer oderbei Reisekosten. Und er schützt weitgehendvor einer Kündigung des Arbeitsplatzes, dennzur Kündigung ist der Arbeitgeber unter bestimmtenVoraussetzungen auch bei einer Erkrankungberechtigt.Weitere, detaillierte Informationen zu diesenThemen erhalten Sie bei den Beratungsstellender Krebsgesellschaften und der Rentenversicherungsträgersowie bei den zuständigenÄmtern der Städte und Gemeinden.


Praxis Journal„Was muss ich beachten,wenn ich verreisen will?“Die Fragen beantworteteIhr ÄrzteteamWenn Tumorpatienten sich längere Zeiteiner anstrengenden Therapie zu unterziehenhatten, dann wollen sie meist nur nocheines: so schnell wie möglich weg aus derUmgebung, die sie an Krankheit erinnert.Weg von der Klinik, weg von der Arztpraxis.Zu Hause kann man sich einigeln, tun, wasman will – und häufig erwacht nach einigerZeit der Wunsch nach einem Tapetenwechsel.„Mal rauskommen“ heißt dann die Devise.Die wichtigsten Fragen und Antwortenzu diesem Thema haben wir Ihnen hier zusammengestellt. Ich habe während der Therapie so vieleKranke gesehen – ich möchte jetzt nicht zurKur und wieder über meine Krankheit nachdenken,sondern viel lieber privat in denUrlaub fahren. Geht das?Sie können gewiss nicht gezwungen werden,eine Rehabilitationsmaßnahme zu absolvieren.Aber bedenken Sie, dass man sich nirgendwoso individuell auf Ihre Bedürfnisse einstellenkann wie in einer Spezialklinik für Rehabilitation.Je nach Erkrankung reicht die Palette derAngebote vom angepassten Bewegungstrainingüber Ernährungsberatung bis hin zur psychologischenBeratung. Ein privat geplanter Urlaubist kein Ersatz für eine solche Kur. Darf ich denn als Patient überhaupt inUrlaub fahren?Wenn medizinisch nichts dagegen spricht,habe ich als behandelnder Arzt überhauptnichts dagegen. Wenn Sie berufstätig sind,sollten Sie aber sicherheitshalber auch IhreKrankenkasse über Ihr Vorhaben informieren;auch wenn Sie weiterhin arbeitsunfähig sind,ist es sicher kein Fehler den Arbeitgeber überdie geplante Erholungsreise zu unterrichten. Worauf sollte ich achten, wenn ichmit dem Auto verreisen und selbst fahrenmöchte?Das hängt ganz von Ihrem Allgemeinzustandund Ihrer konkreten Erkrankung ab. Wenn ichbei einer Untersuchung zu dem Schlusskomme, dass Sie fahrtüchtig sind, erhalten Siedazu von uns eine Bescheinigung. Die ist unterUmständen wichtig für Ihre Versicherung.Gegebenenfalls kann eine umfangreichereUntersuchung bei dazu speziell ausgebildetenPrüfärzten nötig sein. Am besten fragen Siedeswegen bei Ihrer Auto-Versicherung nach. Wie sieht es mit Bahn-, Bus- oderFlugreisen aus?Vorsicht ist geboten, wenn man lange Zeit stillsitzenmuss. Im Bus oder Auto sollte manspätestens alle zwei Stunden eine Pause einlegenund sich bewegen. Damit betreibt manaktive Thrombose-Vorbeugung. Auch imFlugzeug ist eine Thromboseprophylaxe wichtig.Ob Kompressionsstrümpfe notwendigsind oder Sie möglicherweise zusätzliche Medikamentebrauchen, entscheiden wir bei derUntersuchung Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes. Wann darf ich nach einer Operationwieder ins Flugzeug steigen?Auch das hängt vom Einzelfall ab. Als Faustregelgilt: Mindestens zwei bis sechs Wochennach einer Bauch- oder Brustoperation undmindestens sechs Monate nach einer Schädeloperationsollte man mit dem Fliegen warten;denn der niedrigere Luftdruck in den Kabinenführt zur Ausdehnung von Darmgasen undKörperflüssigkeiten. Dadurch können Narbenbelastet werden. Im Gehirn kann es durch dieDruckschwankungen sogar zu Krampfanfällenkommen. Kann ich meine Medikamente einfachmitnehmen?Welche Medikamente notwendig sind, besprechenwir gemeinsam. Je nach Reiseziel muss geprüftwerden, ob die Präparate Hitze, Kälteund/oder Feuchtigkeit vertragen. Medikamentegehören grundsätzlich ins Handgepäck;vergessen Sie nicht, auch die jeweiligen Beipackzettelmitzunehmen. Starke Schmerzmittel,die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen,dürfen für maximal 30 Tage in Länder mitgenommenwerden, die das sogenannte SchengenerAbkommen unterschrieben haben. Notwendigist dazu das Mitführen einer beglaubigtenärztlichen Bescheinigung. Sprechen Sieuns deshalb frühzeitig auf Ihre diesbezüglichenWünsche an. Wie lange darf ich wegfahren?Das hängt davon ab, wann bei Ihnen die nächsteKontrolluntersuchung, beispielsweise eineBlutwertbestimmung, notwendig ist. Falls Siein Deutschland unterwegs sind, kann eine solcheUntersuchung eventuell auch durch einenArzt am Urlaubsort vorgenommen werden. Wie steht es mit meinem Krankenversicherungsschutzam Urlaubsort?Mitglieder von gesetzlichen Krankenversicherungenkönnen in Deutschland ihre Chipkartebenutzen, müssen aber unter Umständen diePraxisgebühr noch einmal bezahlen. Bei Auslandsreisenfragen Sie bitte bei Ihrer Versicherungnach. Bei allen privat Versicherten gilt derjeweils geschlossene Vertrag. Fragen Sie injedem Fall nach, ob die Versicherung die Behandlungskostengegebenenfalls auch imReiseland übernimmt. Manchmal gibt es geradebei Zusatzversicherungen Klauseln, indenen die Kostenübernahme bei einer schonvor Reiseantritt bekannten Erkrankung ausgeschlossenwird.7


Jeder zwanzigsteLungenkrebs durch RadonbedingtPraxis JournalBesonders hohe Belastungen inBayern, Sachsen und ThüringenAnlässlich der zwölften Jahrestagung der Gesellschaftfür biologische StrahlenforschungAnfang Oktober in Essen diskutierten Expertendas Radon-bedingte Lungenkrebs-Risikoin Deutschland. Mittlerweile ist durch Langzeitstudieneindeutig belegt, dass etwa 5 Prozentder jährlich auftretenden Lungenkrebsfälleauf die Radon-Exposition in Wohnräumenzurückzuführen sind. Mit anderenWorten: Etwa 2.000 Lungenkrebstote pro Jahrgehen auf das Konto der Radonbelastung.Zerfallsprodukte des RadonsDie Gefahr geht allerdings nicht von Radonselbst, sondern von seinen Zerfallsproduktenwie dem Alpha-Strahler Polonium aus. DieZerfallsprodukte werden als feste Partikel eingeatmetund setzen sich in den Atemwegenfest, wo sie ihre zerstörerische Wirkung entfalten.Allerdings gehen die Meinungen darüber,ab welchem Grenzwert der Strahlung voneiner Gefährdung auszugehen ist, auseinander.Die WHO-Empfehlung zur Grenzwertbelas-tung, liegt bei 100 Becquerel proKubikmeter Raumluft. Dieser Grenzwertwird in Deutschland vor allem inalten Häusern mit nur dünner oder garnicht vorhandener Fundament-Platteüberschritten. Das Radon dringt überdas Erdreich in die Häuser ein. Besondersder Boden in Teilen Thüringensund Sachsens, in Südbayern, imSchwarzwald und in der Eifel enthälthohe Radon-Konzentrationen (sieheGrafik).Im Zweifelsfall Belastungmessen lassenWas soll man tun, wenn man in der eigenenWohnung eine erhöhte Belastung fürchtet?Das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter(www.bfs.de) empfiehlt in solchen Fälleneine drei- bis zwölfmonatige Messung der Radonbelastungmit geeigneten Dosimetern.Wenn der Verdacht auf eine Strahlenbelastungsich bestätigt hat, reicht der Maßnahmenkatalogvon regelmäßigem Auslüften bis hin zur –eher selten erforderlichen – Sanierung desgesamten Fundaments.Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz. Übersichtüber die Radonkonzentration in der Bodenluft ineinem Meter Tiefe. Dies ist eine Übersichtskarte fürPlanungszwecke. Diese Karte reicht nicht für detaillierteAussagen über kleinräumige Gebiete oder gardie Prognose der Belastung von Einzelhäusern aus.Impressum© 2009, LUKON GmbH · ISSN 1436-0942Chefredaktion:Dr. med. Georgi Kojouharoff, Gerrit DingeldeinRedaktion:Tina Schreck, Ludger WahlersGrafik-Design, Illustration:Charlotte SchmitzDruck: DigitalDruckHilden GmbHAnzeigeDas Menschenmögliche tun.