In Europa arbeiten

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In Europa arbeiten10 gute Gründe für die EUIn Europa leben und arbeiten– grenzenlos Unionsbürger haben das Recht, in jedem Land derEU zu leben, zu arbeiten, zu studieren oder ihren Ruhestandzu verbringen. Diplome, Zeugnisse oder andere Nachweise vonAusbildungsgängen und Berufsabschlüssen einesMitgliedstaates werden in allen Staaten der Unionanerkannt. Mit dem Europass kann jeder seine imIn- und Ausland gesammelten Fähigkeiten, Kompetenzenund Qualifikationen so dokumentieren, dasssie im europäischen Kontext vergleichbar sind.Arbeitnehmer in Europa –Mindeststandards schützen Für das Arbeiten in Europa gelten soziale Mindeststandards.Jeder Beschäftigte hat Recht auf einetägliche Ruhezeit von 11 Stunden und auf jährlichmindestens 20 Urlaubstage. Schwangere und stillendeMütter und Jugendliche genießen besonderen Schutzam Arbeitsplatz, sie dürfen z. B. nicht zu Nachtarbeitverpflichtet werden. Frauen ist Mutterschaftsurlaubvon mindestens 14 Wochen ohne Unterbrechung inallen EU-Staaten garantiert. Selbst bei Massenentlassungengelten Schutzrechte, die auf EU-Ebenefestgelegt wurden – unter ein gewisses Minimum darfkein Staat gehen.Ruhestand in der EU: imsonnigen Süden entspannen Wenn Heinz Schmidt oder Lieschen Müller mit 65nach Mallorca übersiedeln möchten, können sie dastun. Die von beiden angesammelten Rentenansprüchegelten überall in der EU, also auch in Spanien. Siewerden von einem Land auf das andere übertragen. Mit der internationalen Krankenversicherungskartegenießen die beiden auf ihrer Insel denselben Schutzwie zuhause. Erkundigen Sie sich nach den Einzelheiten,beispielsweise bei der Bürgerberaterin Claudia Keller:Tel. 030 / 2280-2450eu-de-buergerberater@ec.europa.euTeilzeit arbeiten –keine Diskriminierung Wer Teilzeit arbeitet, darf nicht schlechter behandeltwerden als vergleichbare vollzeitbeschäftigteArbeitnehmer. Dies gilt insbesondere für das Einkommen.Der Lohn ist anteilsmäßig zu der Arbeitszeitvergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer zugewähren. Dies bedeutet, dass TeilzeitbeschäftigteAnspruch auf den gleichen Stundenlohn wie Vollzeitkollegenmit vergleichbaren Aufgaben haben. DasArbeitsentgelt darf nur entsprechend der verringertenStundenzahl vermindert werden.Europäische Betriebsräte –europaweit Arbeitnehmerrechteverteidigen Unternehmen sind immer öfter jenseits der eigenenLandesgrenzen tätig – zuweilen weit weg von derHeimat und immer häufiger im Verbund mit anderenUnternehmen. Damit dies nicht auf Kosten der Arbeitnehmerrechtegeht, fördert die EU seit 1994 die GründungEuropäischer Betriebsräte (EBR). EBR sollen in EU-weit tätigen Betrieben die Interessenaller Arbeitnehmer vertreten. In Unternehmenmit insgesamt mindestens 1 000 Beschäftigten kannein firmenweiter Europäischer Betriebsrat eingerichtetwerden, wenn jeweils 150 Beschäftigte der gleichenFirma in zwei verschiedenen EU-Staaten arbeiten.Chancengleichheit in der EU:sie gilt überall Seit dem 1. Januar 2001 hat die Bundeswehr einanderes Gesicht: Frauen stehen seitdem alle Karrierewegein der Armee offen. Ein Urteil des EuropäischenGerichtshofes bestätigte den Gleichheitsgrundsatzauch hier: Frauen und Männer müssen die gleichenChancen haben. Der Grundsatz der Chancengleichheit ist in denEuropäischen Verträgen verankert. Das stand schon imVertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft(Artikel 141) – vor 50 Jahren. Frauen und Männern steht bei gleicher Arbeitgleiche Bezahlung zu. Das gilt auch beim Zugang zurBeschäftigung, zur Berufsbildung und beim beruflichenAufstieg.


Reich hilft arm: Lebensverhältnisseangleichen Es ist kein Geheimnis: in Hamburg, London oderParis ist der Lebensstandard dreimal so hoch wie inärmeren Gebieten der EU. Mit dem Sozialfonds, demStrukturfonds und dem Fonds für regionale Entwicklungfördert die EU strukturschwache Regionen. Siesollen nicht zurückbleiben, sondern aufholen. Deutschland erhält in den nächsten sieben Jahrenrund 34 Milliarden Euro Strukturhilfen. Wir sind dasviertgrößte EU-Empfängerland. Förderung gibt es fürFirmenansiedlungen, Forschungszentren, TourismusundUmweltprojekte, die ländliche Entwicklung,bessere Bahnlinien und Straßen oder die Renovierungvon Kindergärten und Schulen. Das meiste geht in dieneuen Bundesländer: 12 Milliarden.Europäischer Binnenmarkt:ein Gewinn für die deutscheWirtschaft 63 Prozent der deutschen Exporte gehen in andereEU-Staaten. Wie kaum ein anderes Land profitiert diedeutsche Wirtschaft vom europäischen Binnenmarkt. Der Beitritt der 10 neuen Mitgliedstaaten im Jahre2004 löste in Deutschland einen Wirtschaftsboom aus.Seit 1985 hat sich der Export in diese Länder fastversechsfacht. Im zweiten Quartal 2006 wurden Warenim Wert von rund 7 Milliarden Euro nach Polengeliefert – 35% mehr als im Vorjahr. Der Europäische Binnenmarkt und die EU-Erweiterungsichern und schaffen Arbeitsplätze bei uns inDeutschland.EURES: konkrete Hilfe beider Arbeitssuche in der EU Katrin hat in Schwerin bei einem Zimmermanngelernt, jetzt arbeitet sie in Utrecht. Nikos, der Kochaus Kreta, findet eine Stelle in den französischenAlpen. Jeder in der EU kann in jedem Land leben undarbeiten. Die EU-Staaten bieten einen offenen Arbeitsmarkt.Rund 1,5 Prozent aller Arbeitnehmer nutzen dasauch. Wie finde ich einen Job in der EU? Das Netz dereuropäischen Arbeitsberater – EURES – hilft Jobsuchendenund Arbeitgebern. Mehr als 700 Beratervermitteln europaweit in allen 27 Mitgliedstaatenplus Norwegen, Island, der Schweiz und LiechtensteinStellen. EURES ist das Portal zur beruflichenMobilität.Die Grundrechte in der EU:überall garantiert In der EU leben knapp eine halbe MilliardeMenschen zusammen. Alle sind unterschiedlich. Dochalle haben die gleichen Menschenrechte. Einheit inder Vielfalt: Frauen und Männer. Junge und Alte.Menschen aus dem Süden, und Menschen aus demNorden. Blonde und dunkelhaarige Mitbürger. Katholikenund Protestanten, Juden, Moslems, Buddhisten. Diesen Reichtum gilt es zu schützen. Auch aus ganzpraktischen Gründen: Eine Diskriminierung ist eineberufliche und wirtschaftliche Hürde. Darum darfniemand wegen seines Glaubens, seiner Rasse, seinesAlters, seiner Herkunft, seines körperlichen oderseelischen Befindens benachteiligt oder diskriminiertwerden. So steht es im EG-Vertrag, und in der Chartader Grundrechte.Ich will mehr darüber wissenIch rufe an:00800 6 7 8 9 10 11 –Europa Direkt –die einheitliche Nummerfür alle 27 Mitgliedstaaten –von montags bis freitagszwischen 9.00 und 18.30 Uhr.Ich schicke eine e-mail:http://europa.eu.int/europedirectIch schaue ins Internet:http://europa.euhttp://www.eu-kommission.deIch suche das persönlicheGespräch:Über 50 Europa Direkt-Informationszentren stehenIhnen in ganz Deutschlandfür weitere Informationenzur Verfügung.Das nächstgelegene EuropaDirekt-Informationszentrumfinden Sie auf dieser Website:http://ec.europa.eu/comm/relays/index_de.htmEine Publikation der Vertretungder Europäischen Kommissionin DeutschlandUnter den Linden 7810117 BerlinTel. 030-2280-2000Fax 030-2280-2222Verantwortlich:Dr. Gerhard SabathilAutoren: Thomas und RothPresse & PR, BerlinGrafik: Keil:Scheiffele, BerlinDruck: BrandenburgischeUniversitätsdruckerei undVerlagsanstalt mbH, Potsdam© Europäische Gemeinschaften 2007★★ ★ ★ ★★ ★★ ★ ★ ★ ★EUROPÄISCHE KOMMISSIONVERTRETUNG IN DEUTSCHLANDBildnachweis:Europäische KommissionMedia ConsultaRenate KeilJürgen Peter Esders

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