s. Einzelabschluss 2009 - Geschäftsbericht 2009 - Bayerische ...

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s. Einzelabschluss 2009 - Geschäftsbericht 2009 - Bayerische ...

BayernLB-Einzelabschluss – ÜberblickErfolgszahlen nach HGBin Mio. EUR 1.1. – 31.12.2009 1.1. – 31.12.2008 Veränderung in %Zinsüberschuss 1.410 1.394 1,2Provisionsüberschuss 146 292 – 50,1Verwaltungsaufwendungen – 751 – 950 – 20,9Nettoergebnis aus Finanzgeschäften 612 – 1.066Operatives Ergebnis (Betriebsergebnis) – 1.803 – 3.421 – 47,3Bilanzzahlen nach HGBin Mio. EUR 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %Bilanzsumme 267.653 318.168 – 15,9Kreditvolumen 199.605 235.332 – 15,2Gesamteinlagen 135.766 179.412 – 24,3Verbriefte Verbindlichkeiten 98.388 103.288 – 4,7Ausgewiesene Eigenmittel 20.655 18.145 13,8Bankaufsichtsrechtliche Kennzahlen nach KWGin Mrd. EUR 31.12.2009 31.12.2008 1 Veränderung in %Risikopositionen gemäß SolvV 99,3 126,6 – 21,6Eigenmittel 20,1 23,2 – 13,4Kernkapitalquote 13,3 % 12,4 % 0,9 Pp 2Eigenmittelquote (Gesamtkennziffer) 20,3 % 18,4 % 1,9 Pp 21 Unter Berücksichtigung von 7 Mrd. EUR Kapitalerhöhungen im 1. Quartal 20092 ProzentpunkteAnzahl aktiver Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %BayernLB 4.472 4.980 – 10,2


› Inhalt3 >5Bericht des Verwaltungsrates99182528LageberichtÜberblickLagePrognoseberichtRisikobericht555660629293JahresabschlussBilanzGewinn- und VerlustrechnungAnhangVersicherung der gesetzlichen VertreterBestätigungsvermerk des Abschlussprüfers9595979898999999100Gremien und BeiräteGeneralversammlungVerwaltungsratBilanzprüfungsausschussPrüfungsausschussRisikoausschussTreuhänderSparkassenbeiratWirtschaftsbeiratBayernLB . Geschäftsbericht 2009


4BayernLB . Geschäftsbericht 2009


[ Kapitel 1 ]5Bericht des VerwaltungsratesKap. 1 Bericht des Verwaltungsrates[ Kapitel 1 ]


KAP. 1Bericht desVerwaltungsrates


› Bericht des Verwaltungsrates5 >Bericht des VerwaltungsratesWährend des abgelaufenen Geschäftsjahreshat der Verwaltungsrat den Vorstand bei derGeschäftsführung beraten und regelmäßigüberwacht. Der Vorstand berichtete demVerwaltungsrat regelmäßig, zeitnah undumfassend schriftlich und mündlich überdie Geschäftspolitik der Bank sowie über diegrundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung,insbesondere die Finanz-, Investitions-und Personalplanung. Der Vorstandinformierte den Verwaltungsrat regelmäßig,umfassend und zeitnah über die Geschäftsentwicklungder Bank, insbesondere die Ertrags-,Aufwands-, und Risikosituation, die LiquiditätsundEigenmittelsituation und die rechtlichenund geschäftlichen Beziehungen zu verbundenenUnternehmen sowie über wesentlicheEreignisse und Geschäftsvorfälle, insbesondereauch bei den verbundenen Unternehmen.Über besondere Vorkommnisse, die für dieBeurteilung der Lage und Entwicklung derBank von wesentlicher Bedeutung waren,wurden der Vorsitzende und stellvertretendeVorsitzende des Verwaltungsrates unverzüglichdurch den Vorsitzenden des Vorstandesinformiert. Im Sinne einer guten Unternehmensführunghat zwischen dem Verwaltungsratund dem Vorstand stets eine offene Diskussionzum Wohle der Bank stattgefunden. Dieaufsichtsrechtlichen Anforderungen an dieBerichterstattung des Vorstandes über von derinternen Revision festgestellte Mängel wurdenerfüllt.Ferner informierte der Vorstand den Verwaltungsratregelmäßig über Risikolage und Risikomanagementder Bank. Die Entwicklung desKreditportfolios verfolgte der Verwaltungsratmittels einer Risiko- und Portfolioberichterstattung,die ihrerseits laufend verbessert wirdund so einer teilweise veränderten Risikobetrachtungund -bewertung Rechnung trägt.Der Verwaltungsrat ließ sich darüber hinausregelmäßig über die internationale Finanzkriseund die in ihrer Folge ausgelöste weltweiteVertrauens- und Liquiditätskrise der Finanzmärkteund die damit verbundenen Auswirkungenauf die Bank berichten.In den insgesamt 13 Sitzungen des Verwaltungsrates2009 wurden die nach Gesetz undSatzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.Vertreter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsichtund/oder der DeutschenBundesbank nahmen an einzelnen Sitzungendes Verwaltungsrates teil.Umfassende Restrukturierung weitervorangetrieben und Abgabe derHypo Group Alpe AdriaDie Eckpunkte des Restrukturierungs- undRedimensionierungsprogramms der Bank wurdenvom Vorstand zu Beginn des Jahres 2009im Rahmen des Projekts Herkules konkretisiertund vom Verwaltungsrat in seiner Sitzung imMärz umfassend erörtert. In der Sitzung am24. April 2009 hat der Verwaltungsrat demvorgelegten Geschäftsmodell mit den vierSäulen Großkunden, Immobilien, Mittelstandund Privatkunden/DKB inklusive Business-Planzugestimmt und somit den Weg für dessenEinreichung bei der EU-Kommission geebnet.Die konsequente Umsetzung des fokussiertenGeschäftsmodells mit dem mittelfristigen Zielder Kapitalmarktfähigkeit der BayernLB hatoberste Priorität für Vorstand und Verwaltungsrat.Das Jahresende 2009 war besonders geprägtdurch die Ereignisse um die Hypo Group AlpeAdria (HGAA). In mehreren ordentlichen undaußerordentlichen Sitzungen hat sich der Verwaltungsratkontinuierlich und intensiv mithoher Berichtsfrequenz über den jeweiligenaktuellen Sachstand informieren lassen. Nachausführlicher Analyse und Diskussion habenVorstand und Verwaltungsrat beschlossen,BayernLB . Geschäftsbericht 2009


6dass eine Teilnahme der BayernLB an eineretwaigen Kapitalerhöhung bei der HGAAangesichts der Risiken wirtschaftlich nicht vertretbarist. Drohende zusätzliche Risiken fürdie Bank wurden durch die Entscheidung desVorstandes und Verwaltungsrates zur Abgabeder HGAA an die Republik Österreich abgewendet.Anpassung des Systems der betrieblichenAltersversorgung und des Vergütungssystemsder BankAngesichts der schwierigen wirtschaftlichenLage der BayernLB hat der Vorstand im März2009 entschieden, dass eine Weiterführungder beamtenähnlichen betrieblichen Altersversorgungin der bisherigen Form und mitdem bisherigen finanziellen Aufwand für dieBayernLB nicht mehr tragbar ist. Dies wurdevom Verwaltungsrat mitgetragen und formalim Juli 2009 mit entsprechender Beschlussfassungniedergelegt. Darauf basierend wurdedieses System der betrieblichen Altersversorgunggeschlossen. Die bis zum 31. Dezember2009 erworbenen Anwartschaften auf beamtenähnlicheVersorgung werden durch einenEinmalbetrag abgelöst und dieser in eine insolvenzgesicherterückgedeckte Kapitalzusageüberführt. Die betriebliche Altersversorgungder BayernLB für den betroffenen Personenkreiswird für die Zukunft auf ein marktübliches,beitragsorientiertes System umgestellt.Zudem wurde auch das Vergütungssystem fürdie außertariflich beschäftigten Mitarbeiterder BayernLB überarbeitet. Hintergrund wareninsbesondere regulatorische Vorgaben derMaRisk, eine stringente inhaltliche Ausrichtungan den Kriterien Nachhaltigkeit, Transparenzund Vermeidung unangemessener Risikenentsprechend Finanzmarktstabilisierungsfondsverordnungund Beihilfeentscheidung derEU sowie eine stärkere Marktorientierung.Der Verwaltungsrat hat den Grundsätzen desneuen Systems in seiner Sitzung im November2009 zugestimmt. Das neue Vergütungssystemtrat zum 1. Januar 2010 in Kraft. Soweit aktuelleregulatorische Vorgaben, insbesondereim Bereich der variablen Vergütungskomponenten,weitergehende Anforderungen stellen,werden diese zeitnah eingearbeitet.GremienstrukturreformParallel zum Umstrukturierungsprozess wurdenmit der Änderung des Landesbankgesetzesdie rechtlichen Grundlagen der BayernLB überarbeitetund den geänderten Verhältnissenangepasst. In diesem Zusammenhang wurdeinsbesondere die Organstruktur der Bank übereine Neuaufstellung von Verwaltungsrat undGeneralversammlung weiter entwickelt. MitWirkung zum 1. August 2009 wurden vierneue, externe Mitglieder bestellt. Hierbeihandelt es sich um Prof. Dr. Georg Crezelius,Leiter des Lehrstuhls für Steuerrecht an derUniversität Bamberg, Dr. Dr. Axel Diekmann,Gesellschafter der Verlagsgruppe PassauGmbH, Gerd Häusler, Direktor der RHJ International,und Dr. Klaus von Lindeiner-Wildau,ehemaliges Mitglied der Geschäftsführungder Wacker Chemie GmbH. Die aktuelle Zusammensetzungdes Verwaltungsrates ist auf S. 97dieses Geschäftsberichts abgebildet. Die Gremienstrukturwurde im Verwaltungsrat ausführlichund umfassend erörtert und in derSitzung im November 2009 wurden die Bildungeines Prüfungsausschusses und eines Risikoausschusses aus der Mitte des Verwaltungsratesbeschlossen.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Bericht des Verwaltungsrates7 >Corporate GovernanceDie Corporate Governance-Grundsätze derBayernLB fassen die Regelungen zur Unternehmensführungund -kontrolle zusammen,welche für die BayernLB aufgrund bindenderoder selbst auferlegter Vorgaben gelten.Der Verwaltungsrat erörterte in seiner Sitzungam 20. Januar 2010 die Einhaltung dieserCorporate Governance-Grundsätze im Jahr2009. Er hat in Übereinstimmung mit demVorstand festgestellt, dass keine Anhaltspunktebekannt sind, die einer Einhaltungdieser Grundsätze widersprechen. Einengleichlautenden Beschluss hat die Generalversammlunggefasst.PersonalienIm Jahr 2009 haben sich umfangreiche personelleVeränderungen in der Zusammensetzungdes Verwaltungsrates ergeben.Die Anpassungen der gesetzlichen Grundlagender BayernLB hatten Auswirkungen auf dieZusammensetzung des Verwaltungsrates.Die Mandate von Dr. Siegfried Naser, HansjörgChristmann und Alois Hagl endeten zum31. Juli 2009. Das Mandat von Karl-LudwigKamprath, ebenfalls über den SparkassenverbandBayern als weiteren Anteilseigner mandatiert,endete zum 30. April 2009 und ihmfolgte Siegmund Schiminski mit Wirkung zum1. Mai 2009 nach. Dr. Bernd Weiß übte seinMandat vom 9. Januar 2009 bis 31. Juli 2009aus. Den ausgeschiedenen Mandatsträgerngilt der besondere Dank des Verwaltungsratesfür ihre konstruktive Mitarbeit und ihr wertvollesWirken für die Bank.Mit Wirkung zum 16. Januar 2009 übernahmDiethard Irrgang in seiner Funktion als Vorsitzenderdes Gesamtpersonalrates der Bankein Mandat im Verwaltungsrat. Am 1. August2009 folgten dann die externen MitgliederDr. Georg Crezelius, Dr. Dr. Axel Diekmann,Dr. Klaus von Lindeiner-Wildau sowie GerdHäusler nach und nahmen ihr jeweiligesMandat im Verwaltungsrat wahr. Gerd Häuslerübernahm den ersten Stellvertretenden Vorsitzdes Verwaltungsrates und Siegmund Schiminskiden zweiten Stellvertretenden Vorsitz, beidejeweils mit Wirkung zum 7. September 2009.Auch im Vorstand der BayernLB haben sichim Jahr 2009, im Rahmen einer angestrebtenNeuausrichtung und Verjüngung des Gremiums,umfassende Veränderungen ergeben.Dr. Rudolf Hanisch schied mit Wirkung zum30. April 2009 aus dem Vorstand aus, woraufhinDr. Edgar Zoller unmittelbar zum 1. Mai2009 in den Vorstand der Bank nachrückte.Ihm wurden der Bereich Recht, ComplianceCenter, Geldwäscheprävention, Bekämpfungder Geldwäsche & Wirtschaftskriminalität, dasGeschäftsfeld Immobilien/Öffentliche Hand &Sparkassen sowie die Bayerische Landesbodenkreditanstalt+ (BayernLabo) übertragen. DasAmt des Stellvertretenden Vorsitzenden desVorstandes wurde mit Wirkung zum 1. Juli2009 Stefan Ermisch übertragen. Mit Wirkungzum 30. Juni 2009 wurde Theo Harnischmacherin den Ruhestand ver abschiedet. Hierauf folgtemit Wirkung zum 1. September 2009 die Bestellungvon Jan-Christian Dreesen zum Vorstand,der das Geschäftsfeld Mittelstand & Privatkundenund die Bayerische Landesbausparkasse(LBS Bayern) in seiner Zuständigkeit übernahm.Dr. Michael Kemmer legte mit Wirkung zum14. Dezember 2009 sein Amt als Vorsitzenderdes Vorstandes nieder und schied aus demVorstand der Bank aus. Der Verwaltungsratbeauftragte daraufhin den StellvertretendenVorsitzenden des Vorstandes Stefan Ermischkommissarisch mit der Führung der Bank.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


[ Kapitel 2 ]99182528LageberichtÜberblickLagePrognoseberichtRisikobericht[ Kapitel 2 ]Kap. 2 Lagebericht


KAP. 2Lagebericht


› Lagebericht Überblick9 >ÜberblickKonjunkturErholung nach tiefem EinbruchDie deutsche Wirtschaft wurde von der globalen Rezession härter getroffen als viele anderehochentwickelte Volkswirtschaften. Das Bruttoinlandsprodukt nahm im Jahr 2009 preisbereinigtum 5 Prozent ab, stärker als jemals zuvor seit Gründung der Bundesrepublik. Das liegt maßgeblichan der starken Exportorientierung der deutschen Industrie, die sich dem Einbruch des Welthandelsim Winterhalbjahr 2008/09 nicht entziehen konnte. Im Berichtsjahr fiel die Ausfuhr vonWaren und Dienstleistungen um 197 Mrd. Euro oder gut 17 Prozent geringer aus als 2008. Daauch die Einfuhr rückläufig war, betrug die rechnerische Wachstumseinbuße durch den Außenhandel„nur“ 3,0 Prozentpunkte. Die Unternehmen reagierten auf das stark rückläufige Auslandsgeschäftmit einer drastischen Kürzung ihrer Investitionsausgaben. Allein in Ausrüstungen wurden43 Mrd. Euro oder ein Fünftel weniger investiert als im Vorjahr. Schließlich verringerten dieUnternehmen bei fallender Nachfrage ihre Lagerbestände, was das Bruttoinlandsprodukt 2009allein um 0,9 Prozent minderte. Stabilisierend wirkte dagegen der private Konsum. Neben imJahresdurchschnitt nahezu unveränderten Verbraucherpreisen und staatlichen Stützungsmaßnahmen(Umweltprämie) trug dazu in erster Linie die robuste Verfassung des Arbeitsmarkts bei.Im Jahr 2009 stand dem stärksten Rückgang der Wirtschaftsleistung der geringste Anstieg derArbeitslosigkeit in einer Rezession gegenüber. Im Jahresdurchschnitt übertraf die Zahl der registriertenArbeitslosen den Vorjahresstand lediglich um 155.000 Personen; die Zahl der Erwerbstätigensank nur um 14.000 Personen. Dieses „Beschäftigungswunder“ wurde durch die strukturellenVerbesserungen am Arbeitsmarkt (Agenda 2010), die damit einhergehende jahrelange Lohnzurückhaltung,eine beachtliche Arbeitszeitflexibilisierung in der Industrie und nicht zuletzt durchdie massive Inanspruchnahme der Kurzarbeit zu verbesserten Bedingungen ermöglicht.Ohne die weltweit sehr umfangreichen Maßnahmen von Regierungen und Notenbanken zur Stützungder Nachfrage und zur Stabilisierung der Finanzmärkte wäre im Jahr 2009 eine echte „Wirtschaftskrise“wohl nicht zu verhindern gewesen. Dank dieser Eingriffe blieb es aber bei einer tiefenRezession. Und im zweiten Halbjahr 2009 setzte durch die massive staatliche Hilfe in nahezuallen Regionen der Welt eine moderate Erholung ein. In Deutschland übertraf das BruttoinlandsproduktEnde 2009 das Niveau vom Jahresanfang, dem Tiefpunkt, immerhin um 1,2 Prozent. Auchan den Finanzmärkten kehrte das Vertrauen im Jahresverlauf allmählich zurück; die zu Beginnteilweise noch extrem hohen Risikoprämien normalisierten sich. Allerdings sind die wirtschaftspolitischVerantwortlichen mit ihren Stützungsmaßnahmen erhebliche Risiken eingegangen.Über einen längeren Zeitraum können weder die Notenbanken den Kreditinstituten Zentralbankgeldin großem Umfang und zu Sätzen nahe null Prozent zur Verfügung stellen, ohne eine Minderungdes Geldwertes in Kauf zu nehmen. Noch können die Regierungen über längere Zeit ihreVerschuldung in einem Tempo wie 2009 ausweiten, ohne dass das Vertrauen in die Solidität derStaatsfinanzen Schaden nimmt. In Deutschland entstand 2009 ein gesamtstaatliches Defizit von79 Mrd. Euro oder 3,3 Prozent gemessen am Bruttoinlandsprodukt, nach einem ausgeglichenenHaushalt im Jahr zuvor. Damit gehört Deutschland in der Währungsunion, aber auch im Vergleichmit anderen Industrieländern zu jenen mit dem geringsten Fehlbetrag bezogen auf die Wirtschaftsleistung.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


10An den Kapitalmärkten blieben die Renditen für deutsche zehnjährige Staatsanleihen mit 3 ¼ Prozentim Jahresdurchschnitt 2009 vergleichsweise niedrig, unterstützt durch die stark ermäßigtenZinsen am Geldmarkt und eine zeitweise sehr hohe Risikoaversion vieler Investoren. Rezessionund Finanzkrise waren die beherrschenden Themen der Anleger, noch nicht so sehr die ausuferndeStaatsverschuldung. Viele Unternehmen wichen angesichts des erschwerten Zugangszu Bankkrediten auf den Kapitalmarkt aus. Am Aktienmarkt setzte im Frühjahr 2009 von sehrgedrücktem Niveau aus eine rasante Erholung ein. Trotz des sehr kräftigen Kursanstiegs entsprachdie Bewertung (Kurs-Gewinn-Verhältnis) zum Jahresende weitgehend langjährigen Durchschnitten.Die Marktteilnehmer nahmen damit die sich abzeichnende Erholung der Unternehmensgewinnevorweg. Der Dollar wertete gegenüber dem Euro nahezu das ganze Jahr 2009 überab und erreichte im Herbst fast 1,50 Dollar je Euro. Dies belastete die Erwartungen der Unternehmenauf eine Erholung der Ausfuhr vom Einbruch zu Jahresbeginn.Geschäftsmodell und StrategieIm Rahmen des Restrukturierungsprojekts „Herkules“ hat die BayernLB ihr Geschäftsmodell neuausgerichtet. Das Restrukturierungskonzept wurde im ersten Quartal 2009 entwickelt und EndeApril bei der EU eingereicht. Nach der Konkretisierung der Maßnahmen konnten im zweiten Halbjahr2009 bereits wichtige Teile dieses Zielbildes umgesetzt werden. Im Kern umfasst die strategischeNeuausrichtung der BayernLB fünf Punkte:• Fokussierung auf klar definierte Kundengruppen, Regionen und Produkte• Verstärkter Einsatz der umfassenden Produktkompetenz durch Cross-Selling• Deutliche Verkleinerung der Bank und Erhöhung der Effizienz• Dauerhafte Reduktion der Risiken• Deutliche Intensivierung der gruppenweiten SteuerungInsgesamt positioniert sich die BayernLB damit als Kundenbank mit Fokus auf deutsche sowie ausgewählteinternationale Adressen. Korrespondierend werden die Risiken begrenzt. Die KundensegmenteMittelstand, Großkundengeschäft, Gewerbliches Immobiliengeschäft und Privatkundengeschäftsollen die Säulen des künftigen Geschäftsmodells sein und einen ausgewogenen Ertragsmixgewährleisten.Die Fokussierung soll aber auch einhergehen mit einer deutlich tieferen Ausschöpfung des Potenzials,das in den Kundengruppen und Kernregionen der Bank liegt. Um die Markteinheiten fürdiese wichtige Aufgabe zu entlasten, wurde das künftige Ziel- bzw. Kerngeschäft vom Nicht-Kerngeschäftgetrennt. Dazu hat die Bank zum 1. Juli 2009 die „Restructuring Unit“ (RU) mit eigenständigerDezernatsverantwortung gegründet. Dort ist die operative Verantwortung für die wesentlichenAbbauportfolios der Kernbank gebündelt. Weiterhin verantwortet dieses Dezernat die Überwachungdes Abbaus von Nicht-Kerngeschäft in der Gruppe und das diesbezügliche Reporting andie Gremien. Zum dritten ist die RU für die Bearbeitung aller Sanierungsengagements der Kernbankweltweit zuständig.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Überblick11 >UmsetzungserfolgeBeim Abbau der RU-Portfolios konnten seit Gründung der RU zu Beginn des zweiten Halbjahres2009 bereits deutliche Fortschritte erzielt werden. Zusätzlich zum erwarteten, geplanten Abbau inHöhe von 6,7 Mrd. Euro wurden weitere 4,0 Mrd. Euro aktiv abgebaut. Das von der RU operativverantwortete Portfolio belief sich zum 31. Dezember 2009 auf 56,3 Mrd. Euro.Auch in anderen Bereichen der Fokussierung und Verkleinerung konnten bereits erste Erfolgeerzielt werden. So liegt die Reduktion internationaler Präsenz der BayernLB im Plan. Die Repräsentanzenin Montreal, Peking, Tokio und Mumbai wurden geschlossen, die Vorbereitungen fürdie Schließung der Niederlassungen Shanghai und Hongkong laufen planmäßig, die Umsetzungerfolgt im Jahr 2010. Im Weiteren werden die Niederlassung Mailand und Kiew geschlossen.Bestehen bleiben die Niederlassungen London, New York, Paris und Luxemburg. Der mit Maßnahmenunterlegte Sachkostenabbau sowie der Personalabbau liegen im Zielkorridor. So konnten bisDezember 2009 für das Inland bereits über 90 Prozent des Personal-Abbauziels vertraglich fixiertwerden. Das Projekt Herkules zeigt messbare Wirkungen.Im Rahmen der deutlichen Verkleinerung der BayernLB war es notwendig, die gesamte Organisationsstrukturder Bank zu überarbeiten. Ausgehend von einer neuen Geschäftsfeld- und Dezernatsstrukturwurden die Führungsebenen im Regelfall von vier auf drei reduziert und die Führungsspannenangehoben. Die neue Organisation zeichnet sich damit durch deutlich flachereHierarchien aus. Mit Einführung einer neuen Struktur zum 1. Juli 2009 hat sich die Anzahl derFührungspositionen dementsprechend bereits um rund ein Drittel reduziert. Mit der sukzessivenUmsetzung der Zielstruktur 2013 werden die Führungspositionen innerhalb der Bank zum Ende2013 gegenüber dem 31. Dezember 2008 in etwa halbiert sein.Der gesamte Veränderungsprozess ist in das Projekt „Herkules“ eingebettet. Die BayernLB wirddabei von der Boston Consulting Group unterstützt. Nach Abschluss der Konzeptionsphase wirdseit Mitte des Jahres 2009 die Umsetzung in der Linie aktiv durch das Projekt begleitet.BeteiligungsportfolioVon zentraler Bedeutung für die Neuausrichtung der BayernLB war die Abgabe der Hypo GroupAlpe Adria (HGAA) und damit der Rückzug der BayernLB aus weiten Teilen Mittel- und Südosteuropas.Aus Sicht der BayernLB war dies eine schmerzhafte, aber in der gegebenen Situation füralle Beteiligte die vertretbarste Lösung.Vorangegangen waren dem Verkauf weitreichende Bemühungen, die HGAA zu restrukturieren.Nach der Eskalation der Finanzkrise wurde im Herbst 2008 der Wachstumskurs der HGAAzu nächst gestoppt. Im November 2008 wurde zusammen mit den Eckpunkten der Restrukturierungder BayernLB-Gruppe auch die Restrukturierung der HGAA beschlossen. Anfang 2009begann die Restrukturierung der HGAA mit dem Projekt „Hypo Fit 2013“ als Teil des Restrukturierungsprogramms„Herkules“ der BayernLB.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


12Nach einem deutlichen Anstieg der Risikovorsorge im ersten Halbjahr 2009 hat der Aufsichtsratder HGAA auf Initiative der Vertreter der BayernLB im Sommer 2009 beschlossen, eine umfassendeSonderprüfung des Kreditportfolios durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopersAG („PwC Asset Review“) zu veranlassen. Der Bericht wurde am 16. November2009 dem Aufsichtsrat der HGAA vorgelegt. Auf Basis des PwC Asset Review und HGAA-internerÜberprüfungen des Kreditportfolios hat der Vorstand der HGAA einen notwendigen Wertberichtigungsbedarfvon 1,7 Mrd. Euro für das Jahr 2009 festgestellt. Dadurch entstand bei der HGAAerneut erheblicher Kapitalbedarf. Nach umfassender Prüfung kam die BayernLB zu der Einschätzung,dass eine Fortführung des Beteiligungsinvestments wirtschaftlich nicht vertretbar ist.Nach schwierigen Verhandlungen mit der Republik Österreich und den übrigen Anteilseignernkonnte Einigkeit über den Verkauf der HGAA erzielt werden. Die seit dem Kauf erfolgte Gesamtinvestitionder BayernLB in die HGAA beläuft sich auf rund 3,7 Mrd. Euro. Davon wurden 0,6 Mrd. Eurobereits im Jahresabschluss 2008 abgeschrieben. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligungan der HGAA wurde 2009 ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren eingeleitet,das von der BayernLB konstruktiv begleitet wird. Derzeit liegen noch keine Ermittlungsergebnisseder Staatsanwaltschaft vor.Mit diesem – wenn auch schmerzhaften – Schlussstrich kann die BayernLB in die Zukunft blicken:Die BayernLB braucht keine neue Kapitalzufuhr durch den Freistaat Bayern, ihr Risikoprofil hatsich mit dieser Lösung deutlich verbessert und sie hat auch unter Berücksichtigungen des Jahresfehlbetrages2009 weiterhin eine stabile Kernkapitalquote von 13,3 Prozent.Über den Verkauf der HGAA hinaus hat die BayernLB 2009 ihre Beteiligungen weiter konsolidiert.So wurden die Anteile an der LB(Swiss) dem bisherigen Miteigentümer Landesbank Hessen-Thüringen(Helaba) verkauft. Im Gegenzug übernahm die BayernLB sämtliche Anteile an der LBLuxvon der Helaba. Weiterhin wurde mit der saarländischen Landesregierung ein Vertrag zum Verkaufder Landesbank Saar (SaarLB) unterzeichnet. Der Vertrag sieht vor, nach Vorliegen der notwendigenGenehmigungen, zunächst einen Anteil von 25,2 Prozent an das Saarland zu übertragen.Der Anteil der BayernLB sinkt nach dem Closing der Transaktion, das im zweiten Quartal2010 erwartet wird, auf 49,9 Prozent. Die Übertragung der weiteren Anteile der BayernLB an derSaarLB wird auf Basis der im Anteilskauf- und Übertragungsvertrag festgelegten Kauf- bzw. Verkaufoptionenin den nächsten Jahren erfolgen.Um die verbleibenden Gruppenmitglieder besser steuern zu können, wurde das Konzept derGruppensteuerung konzeptionell überarbeitet. Zur intensiveren Diskussion der Geschäftsentwicklungin den Töchtern wurden so genannte Performance Dialoge konzipiert. Diese Dialoge ergänzendie bisherige Gruppensteuerung über das gruppeninterne Reporting, Aufsichtsräte undSteuerungsboards. Weiterhin wurde ein Prozess zu Mitwirkung der BayernLB bei der Personalauswahlund den Zielvereinbarungen für wesentliche Steuerungsfunktionen in den Töchterndefiniert.Insgesamt hat sich durch den Abgang von fünf Beteiligungen und den Zugang von zwei Beteiligungendie Anzahl der direkten Beteiligungen auf 122 Beteiligungen weiter reduziert.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Überblick13 >Änderungen bei PatronatserklärungenFür die LB(Swiss) bestand bislang eine Patronatserklärung seitens der BayernLB. Mit Ablauf des21. Dezember 2009 hat die BayernLB ihre Anteile an der LB(Swiss) an die Helaba übertragen. Somitist ab diesem Zeitpunkt die Patronatserklärung für die LB(Swiss) entfallen und es werden Verbindlichkeitender LB(Swiss), die nach Ablauf des 21. Dezember 2009 begründet werden, nicht mehr vonder Patronatserklärung erfasst; entsprechend werden früher abgegebene Erklärungen widerrufen.Mit Anteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 18./21. Dezember 2009 hat die BayernLB einenAnteil in Höhe von 25,2 Prozent am Stammkapital der SaarLB an das Saarland verkauft. Mit Vollzugder Transaktion scheidet die SaarLB aus dem BayernLB-Konzern aus. Dadurch entfällt ab diesemZeitpunkt der Grund für die Patronatserklärung der BayernLB für die SaarLB. Alle Verbindlichkeitender SaarLB, die nach Ablauf des Tages, an dem der Verkauf vollzogen worden ist (Vollzugstag),begründet werden, sind daher nicht mehr von der Patronatserklärung der BayernLB für dieSaarLB erfasst. Die BayernLB sagt sich insoweit von der vorstehend abgegebenen Patronatserklärungmit Wirkung für alle nach dem Vollzugstag begründeten Verbindlichkeiten der SaarLB losund widerruft zu einem früheren Zeitpunkt bereits abgegebene Erklärungen entsprechend. Dasgenaue Datum des Vollzugstages, mit dessen Eintritt derzeit im zweiten Quartal 2010 gerechnetwird, steht noch nicht fest und wird im Rahmen einer Pressemitteilung der BayernLB bekanntgegeben.Mitarbeiterinnen und MitarbeiterZum 31. Dezember 2009 waren insgesamt 4.472 Mitarbeiter bei der BayernLB beschäftigt. ImVergleich zum Vorjahr sank der Personalstand damit um 508 Personen, davon 377 Mitarbeiterim In- und 131 Mitarbeiter im Ausland.Veränderung der Mitarbeiterzahl in der BayernLBVeränderung2009 2008 absolut in %Mitarbeiterzahlen am Jahresendein der BayernLB im In- und Ausland 4.472 4.980 – 508 – 10,2davon• Inland• Auslanddavon• BayernLB ohne BayernLabo und LBS Bayern• BayernLabo• LBS Bayerndavon• Männer• Frauendavon• Vollzeitbeschäftigte• Teilzeitbeschäftigte4.0484243.5092487152.2872.1853.5689044.4255554.0202467142.5372.4434.035945– 377– 131– 51121– 250– 258– 467– 41– 8,5– 23,6– 12,70,80,1– 9,9– 10,6– 11,6– 4,3Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit(in Jahren)* 14,2 13,7 0,5 3,8Durchschnittliches Alter (in Jahren)* 42,1 41,6 0,5 1,2* Die dargestellten Durchschnittswerte beziehen sich auf alle aktiven Mitarbeiter der BayernLB im In- und Ausland (2009: 4.472; 2008: 4.980).BayernLB . Geschäftsbericht 2009


14Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage der BayernLB haben Vorstand und Verwaltungsrat2009 entschieden, dass eine Weiterführung der beamtenähnlichen betrieblichen Altersversorgungmit diesem finanziellen Aufwand für die Bank nicht mehr tragbar ist. Daher wurde das bisherigeVersorgungssystem geschlossen und die betriebliche Altersversorgung wird auf ein marktübliches,beitragsorientiertes System umgestellt.Zum 31. Dezember 2009 waren 101 Mitarbeiter in unterschiedlichen Ausbildungsverhältnissenbeschäftigt, 39 Auszubildende zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau, 40 Studierende an derBerufsakademie und 22 Hochschulabsolventen als Trainees.Veränderung der Nachwuchskräfte (in Köpfen)Veränderung2009 2008 absolut in %Nachwuchskräfte am Jahresendein der BayernLB im In- und Ausland 101 149 – 48 – 32,2davon• Auszubildende zum Bankkaufmann/-frau• Studenten in einem berufsintegriertenStudiengang an der Berufsakademie39406847– 29– 7– 42,6– 14,9Trainees 22 34 – 12 – 35,3Mit 904 Mitarbeitern waren mit Stand 31. Dezember 2009 20,2 Prozent der Mitarbeiter in einerTeilzeitbeschäftigung. Die seit 2001 stetig steigende Teilzeitquote unterstreicht die Bedeutungder Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der BayernLB, die durch ein breites Angebot an flexiblenArbeitszeitmodellen unterstützt wird.Die Fluktuationsquote der Mitarbeiter im In- und Ausland infolge von Arbeitnehmerkündigungensank auf 2,4 Prozent (Vj.: 3,1 Prozent).Gesellschaftliche VerantwortungDie BayernLB unterstützt im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung eine Vielzahl vonProjekten. Das Engagement konzentriert sich auf die Bereiche Soziales, Bildung und Wissenschaft,Kunst und Kultur sowie Nachhaltigkeitsmanagement.SozialesDie BayernLB unterstützt und fördert benachteiligte Kinder, um ihre Chancen auf eine bessereZukunft zu ermöglichen. Ein wichtiger Baustein des Engagements ist die Beteiligung am Hilfsprojekt„Wir helfen Kindern“ des Vereins Sternstunden. Jede Spende kommt zu 100 Prozent bedürftigenKindern zu Gute, da die Sponsoren alle Verwaltungskosten tragen. In der vorweihnachtlichen Sternstunden-Galawurde ein neuer Spenden-Rekord von 4,58 Mio. Euro erzielt. Freiwillige Helfer derBayernLB, der BayernLabo und der LBS Bayern unterstützten Sternstunden an diesem Tag bei derEntgegennahme der Spenden. Darüber hinaus stiftete die LBS Bayern 2009 beim Sternstundengewinnspielden zweiten Preis – einen Bausparvertrag, auf den bereits 10.000 Euro angespart wurden.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Überblick15 >Im vergangenen Jahr förderte Sternstunden über 128 Projekte im In- und Ausland, die von ausgewähltenseriösen, karitativen Organisationen mit Sitz in Deutschland betreut wurden. Das Resultat:direkte und unbürokratische Hilfe für Not leidende, behinderte und kranke Kinder auf derganzen Welt.Besonders hervorzuheben ist das ehrenamtliche Engagement der Mitarbeiter, die sich in karitativenund sozialen Einrichtungen einbringen. Sie leisten in Rettungsdiensten, beim TechnischenHilfswerk, bei der Feuerwehr, aber auch als Mitglieder im Kriseninterventionsteam (KIT) wertvolleDienste. Die BayernLB unterstützt diese Aktivitäten durch die Freistellung der Mitarbeiter.Bildung und WissenschaftDie Begleitung junger Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben bildet einen wichtigen Bausteinder Förderung von Bildung und Wissenschaft.Die LBS Bayern hilft unter anderem dabei, Kindern und Jugendlichen in ihrer Freizeit gewaltfreieLösungen und Wege für ihre Konflikte und Emotionen zu vermitteln. In Zusammenarbeit mitdem „Bündnis für Kinder. Gegen Gewalt“ fördert sie deshalb mit 200.000 Euro das Gewaltpräventionsprogramm„Gemeinsam sind wir stark“ des Deutschen Kinderschutzbundes LandesverbandBayern (DKSB). Das praxisorientierte Programm richtet sich an ehrenamtliche Trainerinnen undTrainer von Kinder- und Jugendmannschaften. Mit Unterstützung der LBS Bayern wurden dieGrundlagen dafür geschaffen, dass überall in Bayern „Gemeinsam sind wir stark“-Schulungenstattfinden können. Dank der Förderung erhalten außerdem 1.000 Sportvereine Patenschaftenals „Startpaket“, mit denen jeweils drei Jugendtrainer oder -betreuer kostenlos die Schulungabsolvieren können und jeder weitere Trainer oder Betreuer zum Sonderpreis an der Schulungteilnehmen kann.Die BayernLB und die BayernInvest engagieren sich gemeinsam für die praxisnahe Ausbildungund Förderung der Finanzmanager von morgen. Sie sponsern den Elitestudiengang Finance &Information Management (FIM), der von der Universität Augsburg zusammen mit der TechnischenUniversität München angeboten wird.Mitarbeit in der „Finanzplatz München Initiative“ (fpmi)Die Finanzplatz München Initiative nimmt die Interessen aller Akteure der bayerischen Finanzwirtschaftwahr. Teilnehmer sind Unternehmen aus der Kredit- und Versicherungswirtschaft,Venture Capital- und Leasing-Unternehmen, die Bundesbank, die Börse München, Kammern undWirtschaftsverbände sowie universitätsnahe Forschungsinstitute.Vorrangiges Ziel der Initiative ist die Stärkung des Finanzplatzes Bayern, insbesondere München,und eine verbesserte Wahrnehmung des Standortes auch außerhalb Bayerns. Hierzu dienenregelmäßige Gespräche mit Vertretern der Europäischen Kommission und des EuropäischenParlamentes in Brüssel.Als Kuratoriumsmitglied des Bayerischen Finanz Zentrums fördert die BayernLB dessen Aktivitäten,insbesondere praxisorientierte Projektkooperationen zwischen bayerischen Hochschulen undFinanzdienstleistern, ein Karrierezentrum für den qualifizierten Nachwuchs sowie den AustauschBayernLB . Geschäftsbericht 2009


16von Wissenschaft und Praxis durch die Organisation von Veranstaltungen. Der dritte BayerischeFinanzgipfel in München brachte erneut namhafte Teilnehmer aus Wissenschaft, Wirtschaft undPolitik zusammen. Insbesondere das Thema „Neuausrichtung der Regulierung – Lehren aus derFinanzkrise“ hat wesentlich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen.Ihr Engagement in der „Initiative Finanzstandort Deutschland“ (IFD) hat die BayernLB im vergangenenJahr aktiv weitergeführt. Die IFD ist die umfassendste Initiative der deutschen Finanzwirtschaft.Auf Initiative der IFD wurde in Zusammenarbeit des Bundesministeriums der Finanzen, des Bundesministeriumsfür Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der Kreditwirtschaft, der Bauwirtschaftund anderen Beteiligten die „ÖPP Deutschland Aktiengesellschaft“ zur Förderung ÖffentlichPrivater Partnerschaften gegründet, die Anfang 2009 ihre Beratungstätigkeit aufgenommen hat.Auch die BayernLB hat sich an der „Partnerschaften Deutschland“ beteiligt und unterstützt sie inihrer Arbeit.Kunst und KulturIm Jahr 2009 fanden in der BayernLB Galerie vier Ausstellungen statt – unter anderem eine Retrospektivevon Hans Langner, bekannt als Birdman. Die Arbeiten des Multimedia-Künstlers zeigtenein breites Spektrum von Malerei, Objektkunst und Installation sowie Dekorentwürfen fürGebrauchsdesign.Unter dem Titel „Bilder ∙ Leben ∙ Sehen – Malerei und Objekte“ stellten Schülerinnen und Schülernder Landesschule für Körperbehinderte ihre Werke aus. Die öffentliche Versteigerung stießauf große Resonanz und erzielte ein Ergebnis von 45.000 Euro. Der Erlös kam zu gleichen Teilendem Projekt Sternstunden und der Landesschule für Körperbehinderte zugute.Klimaschutz und nachhaltige FinanzlösungenTiefgreifende Veränderungen wie die Ressourcenverknappung und der Klimawandel beeinflussendie wirtschaftliche Entwicklung und somit die Entwicklung des Wohlstands. Insbesonderedie Bewältigung der negativen Auswirkungen des Klimawandels ist eine zentrale gesellschaftlicheAufgabe, die nur durch das Zusammenwirken aller gesellschaftlichen Kräfte – von der Politik überdie Wirtschaft bis hin zu Privatpersonen – bewältigt werden kann.Die BayernLB ist sich ihrer Verantwortung in diesem Themenfeld bewusst und leistet einen wichtigenBeitrag zum Klimaschutz. Umwelt- und Klimaschutz haben eine lange Tradition. So beschäftigtsich die Bank bereits seit Anfang der 1990er Jahre mit betriebsökologischen Fragestellungenund setzt seit 1999 Maßnahmen zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz entsprechendder europäischen „Environmental Management and Audit Scheme (EMAS)“-Verordnungum. Oberstes Ziel: Reduzierung des direkten und indirekten Ausstoßes des Treibhausgases CO 2.Mit der konsequenten Umsetzung ihrer Klimaschutzstrategie wird die BayernLB diesem Anspruchgerecht. So konnte der Standort München erstmals für das Jahr 2008 als klimaneutral ausgewiesenwerden. Dieser Weg wird auch in Zukunft weiter fortgesetzt.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Überblick 17 >Einen ganz wesentlichen Beitrag zu einer ressourceneffizienten und klimafreundlichen Wirtschaftsweiseleistet die Umwelttechnologiebranche. Die Nachfrage nach Lösungen rund um dieThemen „Energie- und Ressourceneffizienz“ und „Klimaschutz“ wird auch in Zukunft steigen. Vordiesem Hintergrund gehört die Umwelttechnologiebranche sicherlich schon heute zu den Zukunftsmärktendes 21. Jahrhunderts. Die BayernLB wird im Rahmen ihres fokussierten Geschäftsmodellsihr Engagement in dieser Branche weiter ausbauen. Dabei ist der enge Austausch mit den Kundensehr wichtig. So fand 2009 der erste Klimatag der BayernLB im Rahmen der „Klimawoche Bayern“statt. Die Veranstaltung unter dem Motto „Klima schützen – Werte schaffen“ hat in eindrucksvollerWeise gezeigt, dass sich Klimaschutz auszahlt – sowohl ökologisch als auch ökonomisch. DerKlimawandel wirkt sich aber auch auf andere Branchen aus. Deshalb wurde eine Studie in Auftraggegeben, die sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf ausgewählte Branchen in Bayernund Möglichkeiten der Anpassung beschäftigt. Mit der Studie sollen Kunden unterstützt werden,die mit dem Klimawandel verbundenen Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren. Darüberhinaus wurde im Jahr 2009 der Vorsitz im „Finanz-Forum: Klimawandel“ übernommen. Das Forumwurde im Rahmen der Hightech-Strategie durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung(BMBF) mit Vertretern der deutschen Finanz- und Versicherungswirtschaft gegründet unddient als zentrale Forschungs- und Dialogplattform für die effektive Unterstützung der Klimapolitikder Bundesregierung.Nachhaltiges Kreditgeschäft: Die Berücksichtigung von nachhaltigen Aspekten in bestehendenund neuen Bankprodukten gewinnt zunehmend an Bedeutung. So hat die Weltbank für dasFinanzierungsgeschäft – inzwischen allgemein anerkannte – Leitlinien verfasst. Auch die BayernLBhat sich 2004 in ihrer bankweit gültigen Kreditrisikostrategie zur Einhaltung der Umwelt- undSozialstandards der Weltbank verpflichtet. Zur Bewältigung dieser komplexen Aufgabenstellungführte die Bank das Expertenwissen aus den Bereichen Markt, Risk Office und Umweltschutzzusammen. Zudem konnte durch diese Zusammenarbeit das Bewusstsein für ökologische undsoziale Themen verbessert werden.Um die Vorgaben der Weltbank einhalten zu können, wurden die in den ca. 70 Leitlinien formuliertenAnforderungen auf die internen Arbeitsabläufe zugeschnitten. Nunmehr steht unter anderemden Primärbetreuern ein pragmatisches Instrumentarium zur Verfügung, mit dem sie selbständigdas jeweilige Projekt zielführend mit den relevanten Weltbankstandards abgleichenkönnen. Auf diese Weise ist es der BayernLB gelungen, die Weltbankstandards in bestehendeProzesse zu integrieren und handhabbar zu machen.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


18LageWenngleich die BayernLB das abgelaufene Geschäftsjahr in wichtigen Ertrags- und Aufwandspositionenbesser als geplant abschließen konnte, führte die Abgabe der Beteiligung an der inKlagenfurt ansässigen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) zu einem hohen Jahresfehlbetrag.Besser als geplant, und zum Teil deutlich besser als im Vorjahr, schnitt die BayernLB z. B. im Zinsüberschuss,in der Risikovorsorge und im Verwaltungsaufwand ab. Die Beteiligungsabschreibungauf die HGAA sowie die vereinbarten Forderungsverzichte von insgesamt 825 Mio. Euro imZusammenhang mit der Übernahme der HGAA durch die Republik Österreich zum symbolischenPreis von 1 Euro, führten zu einer Belastung von über 3,1 Mrd. Euro.Den Erwartungen der Europäischen Kommission folgend, wurden erstmals Genussrechtskapitalund stille Einlagen am Verlust beteiligt. Zum Ausgleich der auf den Anteilseigner entfallendenVerlustquote wurden Gewinn- und Kapitalrücklagen der Bank aufgelöst. Die 2008 beschlosseneRekapitalisierung der BayernLB in Höhe von 10 Mrd. Euro durch den Freistaat Bayern (direkt undindirekt) erfolgte in drei Tranchen und wurde Ende März 2009 mit einer Rücklagenzuführung von4 Mrd. Euro abgeschlossen. Die Beteiligung an der BayernLB wird unverändert zu 100 Prozentvon der BayernLB Holding AG gehalten. Durch die Kapitalmaßnahmen im Jahr 2009 haben sichdie Beteiligungsverhältnisse an der BayernLB Holding AG geändert. Der Freistaat Bayern hält rund94 Prozent, der Sparkassenverband Bayern rund 6 Prozent an der BayernLB Holding AG (Vj.: 88 zu12 Prozent). Ein zusätzlicher Kapitalbedarf entsteht durch den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres2009 nicht. Die bankaufsichtlichen Eigenkapitalquoten sind weiterhin sehr solide.Aus dem am 3. Dezember 2008 mit dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) vereinbartenGarantierahmen in Höhe von 15 Mrd. Euro für bestimmte Inhaberschuldverschreibungender BayernLB, wurde im Januar 2009 eine garantierte Anleihe über 5 Mrd. Euro begeben. Nachdemdie BayernLB im Jahresverlauf sowohl im Inland als auch international ungedeckte Emissionenerfolgreich absetzen konnte, wurde der ausstehende Garantierahmen über 10 Mrd. Euronicht mehr benötigt und vorzeitig zum 16. Oktober 2009 an den SoFFin zurückgegeben.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Lage19 >ErtragslageBayernLBin Mio. EUR 1.1. – 31.12.2009 1.1. – 31.12.2008 Veränderung in %ZinsüberschussProvisionsüberschussRohertragPersonalaufwandSachaufwandVerwaltungsaufwand1.4101461.556– 380– 371– 7511.3942921.686– 459– 491– 9501,2– 50,1– 7,7– 17,2– 24,4– 20,9Nettoergebnis aus Finanzgeschäften 612 – 1.066Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungenund Erträge 185 – 3Risikovorsorge – 849 – 1.737 – 51,1Bewertungsergebnis – 2.555 – 1.351 89,1Operatives Ergebnis (Betriebsergebnis) – 1.803 – 3.421 – 47,3Außerordentliche Aufwendungen – 347 – 80 > 100,0Ertragsteuern – 445 – 417 6,6Teilgewinnabführung – –Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag – 2.595 – 3.919 – 33,8Entnahmen aus Rücklagen 1.661 3.919 – 57,6Entnahmen aus Genussrechtskapital 187 –Entnahmen aus stillen Einlagen 747 –Bilanzgewinn – –Aus rechnerischen Gründen können in der Tabelle Rundungsdifferenzen von +/– einer Einheit auftreten.Der Zinsüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,2 Prozent auf 1.410 Mio. Euroerhöht. Der Geschäftsreduzierung folgend, ermäßigte sich der Zinsüberschuss aus Kredit- undGeldmarktgeschäften sowie aus der Anlage festverzinslicher Wertpapiere und Schuldbuchforderungen.Demgegenüber stiegen 2009 per saldo die Erträge aus Beteiligungen und verbundenenUnternehmen (einschließlich Erträgen aus Gewinnabführungen).Der Provisionsüberschuss sank um 50,1 Prozent auf 146 Mio. Euro. Der Vorjahreswert war durchsehr hohe Kreditprovisionen gekennzeichnet. Ein zweiter wesentlicher Aspekt für den Rückgangsind die an den SoFFin zu zahlenden Gebühren für die Bereitstellung eines Garantierahmens (bisMitte Oktober 2009) sowie die Haftungsübernahme für die bereits erwähnte Emission. Der Provisionsaufwandhieraus lag 2009 bei über 50 Mio. Euro.Die Erfolge des Restrukturierungsprojekts Herkules zeigen sich unter anderem im kräftig reduziertenVerwaltungsaufwand, der mit 751 Mio. Euro, 20,9 Prozent unter dem Vorjahreswert liegt(Vj.: 950 Mio. Euro). Ermäßigt haben sich sowohl der Personal- als auch der Sachaufwand.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


20Der Personalaufwand verringerte sich um 17,2 Prozent auf 380 Mio. Euro. Aufwendungen imZusammenhang mit dem Personalabbau wurden in den Restrukturierungsaufwendungen erfasst.Es wurden keine Rückstellungen für freiwillige, variable Vergütungen für das Geschäftsjahr 2009gebildet. Die im Jahresabschluss 2008 hierfür gebildete Rückstellung wurde 2009 ergebniswirksamaufgelöst. Neben dem Rückgang bei Löhnen und Gehältern sind auch die Aufwendungen fürAltersversorgung und Unterstützung gesunken.Um 24,4 Prozent bzw. 120 Mio. Euro konnte der Sachaufwand auf 371 Mio. Euro gesenkt werden.Hierzu beigetragen haben, neben reduzierten EDV- und Gebäudeaufwendungen, Einsparungen innahezu allen Kostenblöcken. Entfallen sind 2009 zudem die Aufwendungen für den BayerischenReservefonds (Vj.: 51 Mio. Euro), da dieser im Berichtsjahr nicht mehr dotiert und aufgelöstwurde.Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften belief sich auf 612 Mio. Euro (Vj.: – 1.066 Mio. Euro).Hiervon entfielen 595 Mio. Euro auf das zinsbezogene Geschäft (Vj.: – 1.057 Mio. Euro).Das zinsbezogene Geschäft ist im Wesentlichen durch Gewinnrealisierungen bei Wertpapieren inHöhe von 470 Mio. Euro im Rahmen des planmäßigen Bestandsabbaus gekennzeichnet. DiesesErgebnis konnte bei einem im Vergleich zum Vorjahr günstigeren Marktumfeld erreicht werden.Zusätzlich resultierte aus dem Geschäft mit Zinsderivaten ein realisierter Gewinn von 100 Mio.Euro. Sowohl im zinsbezogenen Geschäft als auch im sonstigen Finanzgeschäft (WährungsbezogenesGeschäft, Energie- und Rohstoffderivate) sind positive Beiträge aus der verstärkten Ausrichtungauf das Kundengeschäft enthalten.Die stillen Reserven des Handelsbestands nahmen im Berichtszeitraum um 278 Mio. Euro auf 331Mio. Euro ab. Die Abnahme resultiert im Wesentlichen aus der niedrigeren Bewertung der Kreditderivate,im Handelsbestand überwiegend in Sicherungsnehmerpositionen, in Folge der Restrukturierungder Credit Portfolios sowie in Folge gesunkener Credit Spreads (gegenläufig zu denpositiven Realisierungen bei den Wertpapieren).Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge belief sich auf 185 Mio. Euro(Vj.: – 3 Mio. Euro). Hierin enthalten sind Erträge in Höhe von 129 Mio. Euro aus der Auflösung desBayerischen Reservefonds.Insbesondere aufgrund des hohen Ergebnisses aus Finanzgeschäften weist die Cost-Income-Ratio(CIR) 1 im Geschäftsjahr 2009 einen ungewöhnlich niedrigen Wert von 31,9 Prozent aus (Vj.: über100 Prozent).Die Nettozuführung zur Risikovorsorge in Höhe von – 849 Mio. Euro (Vj.: – 1.737 Mio. Euro) entfälltim Wesentlichen mit – 1.334 Mio. Euro auf die Risikovorsorge im Kreditgeschäft und mit einempositiven Beitrag von 435 Mio. Euro auf den Liquiditätsbestand. Mehr als ein Drittel der Kreditrisikovorsorge(– 525 Mio. Euro) resultiert aus dem Forderungsverzicht im Zusammenhang mit der1 CIR = Verwaltungsaufwand/Rohertrag + Nettoergebnis aus Finanzgeschäften + Saldo der sonstigen betrieblichenAufwendungen und ErträgeBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Lage21 >Abgabe der HGAA an die Republik Österreich. Ohne diese Sonderbelastung hätte die Kreditrisikovorsorgedeutlich unter dem Planansatz gelegen. Die Markterholungen des Jahres 2009 zeigensich im positiven Ergebnis des Liquiditätsbestands, das primär durch Zuschreibungen auf zuvorwertberichtigte Wertpapiere geprägt wird.Das Bewertungsergebnis von – 2.555 Mio. Euro (Vj.: – 1.351 Mio. Euro) wird maßgeblich von derAbgabe der HGAA geprägt. Zum einen betrifft dies die vollständige Abschreibung des Beteiligungsbuchwertsin Höhe von knapp 2,3 Mrd. Euro, zum anderen ist in dieser Position der Forderungsverzichtin Höhe von 300 Mio. Euro auf das von der Bank gezeichnete Genussrechtskapitalbei der HGAA enthalten. Aufgrund des mit dem Freistaat Bayern geschlossenen Vertrags zurAbschirmung eines ABS-Portfolios (Umbrella CDS), konnten weitere Abschreibungen auf ABS-Papiere vermieden werden.Nach Belastungen von insgesamt über 3,1 Mrd. Euro aus dem Verkauf der HGAA an die RepublikÖsterreich, ergab sich ein operatives Ergebnis (Betriebsergebnis nach Risikovorsorge/Bewertung)in Höhe von – 1.803 Mio. Euro (Vj.: – 3.421 Mio. Euro). Ohne die Sonderbelastung aus der HGAAhätte die BayernLB im Geschäftsjahr 2009 ein operatives Ergebnis von über einer Milliarde Euroerzielt.Bedingt durch den operativen Verlust errechnet sich für die Eigenkapitalrentabilität (RoE) 2 imGeschäftsjahr 2009 ein negativer Wert (Vj.: negativ). Zum Jahresbeginn 2009 wurde als zentraleSteuerungsgröße auf Konzernebene der Economic Value Added (EVA) eingeführt, der sich ausdem Periodenergebnis ohne Fremdanteile abzüglich des Restrukturierungsaufwands und derEigenkapitalkosten zusammensetzt (gemäß IFRS-Rechnungslegung).Die Außerordentlichen Aufwendungen beinhalten Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhangmit dem Projekt Herkules in Höhe von 347 Mio. Euro (Vj.: 80 Mio. Euro) für bereitskonkretisierte Personalabbaumaßnahmen.Der Ertragsteueraufwand weist mit 445 Mio. Euro trotz des hohen Jahresfehlbetrags einen leichtgestiegenen Wert aus (Vj.: 417 Mio. Euro). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Verluste im Zusammenhangmit der Abgabe der HGAA keinen steuerlichen Aufwand darstellen und insofern dassteuerliche Ergebnis erheblich vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht. Zudem wird die erstmalsvorzunehmende Verlustteilnahme von Genussrechtskapital und stillen Einlagen steuerlich ergebniswirksamberücksichtigt. Im Weiteren waren im Berichtsjahr aktive latente Steuern aufzulösen.Aufgrund des Jahresfehlbetrags wurden keine Ausschüttungen auf stille Einlagen vorgenommen,die Teilgewinnabführung wird mit Null ausgewiesen (Vj.: 0 Euro). Wie bereits im Vorjahr hat dieBank im Rahmen der Abstimmungen über die Genehmigung der Rekapitalisierungsmaßnahmender Erwartung der EU-Kommission entsprochen, keine Ausschüttungen und Zinszahlungen aufstille Einlagen und Genussrechtsverbindlichkeiten vorzunehmen, sofern hierzu keine vertraglicheVerpflichtung besteht. Die vertraglichen Nachzahlungsansprüche von Zinsen auf Genussrechte undstille Einlagen belaufen sich auf 219 Mio. Euro. Nachzahlungen erfolgen nur während der Laufzeitder Instrumente sofern dadurch kein Bilanzverlust entsteht oder erhöht wird.2 RoE = Operatives Ergebnis – Teilgewinnabführung – + Veränderung Fonds für allgemeine Bankrisiken/durchschnittliches,maßgebliches bilanzielles Eigenkapital – Bilanzgewinn + durchschnittlicher Fonds für allgemeine Bankrisiken.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


22Der Jahresfehlbetrag belief sich für das Geschäftsjahr 2009 auf – 2.595 Mio. Euro (Vj.: – 3.919 Mio. Euro)Während im Vorjahr der Jahresfehlbetrag in voller Höhe durch die Auflösung von Rücklagen ausgeglichenwurde, hat die BayernLB für das Geschäftsjahr 2009 der restriktiveren Erwartung derEU-Kommission entsprochen und die stillen Einlagen und Genussrechtsverbindlichkeiten zum Verlustausgleichherangezogen. Entsprechend den vertraglichen Regelungen wurden stille Ein lagenund Genussrechtsverbindlichkeiten im Verhältnis ihres Anteils am gesamten haftenden Eigenkapitaldurch Absetzung vom Buchwert am Verlust beteiligt. Die Verlustbeteiligung belief sich auf rund15,1 Prozent des Nominalbetrags der stillen Einlagen und Genussrechte. Das abgesetzte Kapital istin Folgeperioden wieder aufzufüllen, soweit hierdurch kein Bilanzverlust entsteht oder erhöht wird.Die Wiederauffüllungsansprüche bei Genussrechten und stillen Einlagen betragen 900 Mio. Euro.Bei befristeten Instrumenten erfolgt eine Wiederauffüllung nur während der Laufzeit. Der auf die100 Prozent Eigentümerin BayernLB Holding AG entfallende Anteil am Verlust, wurde durch Auflösungvon Gewinn- und Kapitalrücklagen ausgeglichen. Insgesamt wird zum 31. Dezember 2009,wie bereits zum Vorjahresultimo, ein Bilanzergebnis von Null ausgewiesen.Vermögens- und FinanzlageEntsprechend dem neu ausgerichteten und auf eine deutliche Verkleinerung der Bank zielendenGeschäftsmodells, hat sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2009 um 15,9 Prozent auf267,7 Mrd. Euro ermäßigt.BayernLBin Mrd. EUR 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %Bilanzsumme 267,7 318,2 – 15,9Geschäftsvolumen 315,0 374,7 – 16,0Mit einem Rückgang von 16,0 Prozent auf 315,0 Mrd. Euro reduzierte sich das Geschäftsvolumen(Bilanzsumme zuzüglich Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowieunwiderrufliche Kreditzusagen) im nahezu selben Verhältnis wie die Bilanzsumme.AktivgeschäftBayernLBin Mrd. EUR 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %Forderungen an Kreditinstitute 94,4 114,8 – 17,8Forderungen an Kunden 88,9 100,7 – 11,8Wertpapiere 68,4 80,2 – 14,7Kreditvolumen* 199,6 235,3 – 15,2* Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden zzgl. Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und GewährleistungenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Lage23 >Den stärksten Rückgang, um 20,4 Mrd. Euro auf 94,4 Mrd. Euro, verzeichneten die Forderungenan Kreditinstitute. Insbesondere das international ausgerichtete Geschäft mit Financial Institutionssoll, entsprechend der strategischen Neuausrichtung, weiter reduziert werden. Knapp einDrittel des Rückgangs entfiel auf den kurzfristigen Laufzeitbereich bis drei Monate.Auch die Forderungen an Kunden ermäßigten sich. Sie betrugen zum 31. Dezember 200988,9 Mrd. Euro und lagen damit 11,8 Mrd. Euro unter dem Vorjahres-Vergleichswert. Der Rückgangentfällt zu über 80 Prozent auf ausländische Kreditnehmer.Um 14,7 Prozent auf 68,4 Mrd. Euro wurde der Wertpapierbestand abgebaut. Rund 78 Prozententfallen auf Anleihen und Schuldverschreibungen. Neben Fälligkeiten und planmäßigen Tilgungenwurden auch gezielt Verkäufe getätigt um den Bestandsabbau zu forcieren. Seit dem Geschäftsjahr2007 befindet sich ein Großteil der Wertpapiere im Bestand der „wie Anlagevermögenbewerteten Wertpapiere“ (Anlagebestand). Die Bewertung dieses Bestandes erfolgt zum gemildertenNiederstwert; weitere Details zu den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten dieserWertpapiere können den Erläuterungen im Anhang entnommen werden. Für bonitätsinduzierteWertminderungen wurden entsprechende Abschreibungen vorgenommen.Der Rückgang bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen um 2,3 Mrd. Euro auf 3,7 Mrd. Eurowar im Wesentlichen durch den Abgang der Beteiligung an der HGAA bedingt.Das Nominalvolumen der derivativen Geschäfte hat sich um 8,2 Prozent auf 1.542 Mrd. Euroerhöht. Der Anstieg betrifft die Zinsderivate, die in erster Linie der Absicherung von Zinsschwankungendienen. Währungs-, Aktien- und Kreditderivate waren rückläufig, letztere wurden um fastzwei Drittel reduziert.RefinanzierungBayernLBin Mrd. EUR 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung in %Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80,7 125,3 – 35,6Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 55,1 54,1 1,8Verbriefte Verbindlichkeiten 98,4 103,3 – 4,7Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 35,6 Prozent bzw. 44,6 Mrd. Euroauf 80,7 Mrd. Euro verringert. Der Rückgang entfällt zu über zwei Drittel auf den Laufzeitenbereichbis einschließlich drei Monate.Erfreulich haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden entwickelt, die in schwierigemMarktumfeld sogar gesteigert werden konnten. Sie erhöhten sich leicht um 1,0 Mrd. Euro auf55,1 Mrd. Euro. Hierbei haben sich insbesondere die Kundeneinlagen aus dem Inland erhöht(+3,0 Mrd. Euro), während die Einlagen aus dem Ausland rückläufig waren.Aufgrund des schwierigen Marktumfelds Ende 2008/Anfang 2009 hat die BayernLB im Januar2009 eine vom SoFFin garantierte Anleihe über 5 Mrd. Euro begeben. Neben zahlreichen Emissionen,die auf dem Inlandsmarkt abgesetzt wurden, hat die BayernLB am 27. August 2009 einenJumbo-Pfandbrief über 1 Mrd. Euro platziert. Anfang Oktober 2009 wurde erstmals seit WegfallBayernLB . Geschäftsbericht 2009


24der Gewährträgerhaftung im Jahr 2005 eine international platzierte Anleihe im Benchmark-Formataußerhalb des Pfandbrief- und des staatsgarantierten Segments begeben. Bei zweieinhalbfacherÜberzeichnung konnten die Bücher bereits nach kurzer Vermarktungsperiode geschlossenwerden. Aufgrund der wieder deutlich verbesserten Refinanzierungsmöglichkeiten wurde dernoch nicht ausgenutzte Garantierahmen des SoFFin über 10 Mrd. Euro Mitte Oktober 2009zurückgegeben. Infolge des planmäßigen Geschäftsabbaus auf der Aktivseite, haben sich dieverbrieften Verbindlichkeiten um 4,7 Prozent auf 98,4 Mrd. Euro ermäßigt.KapitalausstattungDas Eigenkapital der BayernLB wurde im Geschäftsjahr 2009 zum einen durch Einzahlungen voninsgesamt 7 Mrd. Euro im Rahmen der Rekapitalisierung durch den Freistaat Bayern (unmittelbarund mittelbar) gestärkt, zum anderen durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 2,6 Mrd. Eurobelastet. Der Erwartung der EU-Kommission folgend, hat die BayernLB Genussscheine und stilleEinlagen entsprechend ihrer Quote am haftenden Eigenkapital zur Verlustteilnahme herangezogen.Die Verlustteilnahme beträgt 15,1 Prozent bezogen auf das Nominal des haftenden Eigenkapitals.Der Verlustbeitrag des Anteilseigners wurde durch Auflösung von Gewinn- und Kapitalrücklagenerbracht. Insgesamt hat sich das bilanzielle Eigenkapital gegenüber dem Vorjahresultimovon 8,7 Mrd. Euro auf 13,1 Mrd. Euro erhöht.Bankaufsichtsrechtliche Kennzahlen nach KWGDie Risikopositionen werden auf Basis der Solvabilitätsverordnung (SolvV) ermittelt. Die Kernkapitalquote,die neben den Risikoaktiva und dem operationellen Risiko auch die Marktrisikopositionenumfasst, stieg auf 15,7 Prozent (Vj.: 10,0 Prozent), die Eigenmittelquote auf 22,2 Prozent(Vj.: 15,8 Prozent).in Mrd. EUR 31.12.2009 31.12.2008Risikopositionen gemäß Solvabilitätsverordnung 99,3 126,6Eigenmittel• davon KernkapitalEigenmittelquote (Gesamtkennziffer) nach Meldung 22,2 % 15,8 %Kernkapitalquote nach Meldung 15,7 % 10,0 %22,015,620,012,6Die Verbesserung der Kapitalquoten resultiert zum einen aus den um 21,6 Prozent gesunkenenRisikopositionen, zum anderen aus den durch die Rekapitalisierungsmaßnahme des FreistaatesBayern in den Jahren 2008/2009 über insgesamt 10 Mrd. Euro erhöhten Eigenmitteln. UnterBerücksichtigung des Jahresfehlbetrags des abgelaufenen Geschäftsjahres, errechnet sich zum31. Dezember 2009 eine Kernkapitalquote von 13,3 Prozent, die Eigenmittelquote beträgt20,3 Prozent.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Lage · Prognosebericht25 >PrognoseberichtDie im Folgenden dargelegten Prognosen über die Entwicklung der BayernLB in den Jahren 2010und 2011 können wesentlich von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen, wenn eine der nachfolgendgenannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zu Grundeliegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. Die BayernLB übernimmt keine Verpflichtung,die Prognosen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse im Prognosezeitraumzu aktualisieren.Wirtschaftliche RahmenbedingungenIm Frühjahr 2010 ist die Prognoseunsicherheit weiterhin sehr hoch. Die weltweit teilweise rechtgünstige Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Produktion im zweiten Halbjahr 2009 war durchvorübergehende Effekte wie die massive Unterstützung der Wirtschaftspolitik und die Wiederauffüllungder Lager in der Frühphase der konjunkturellen Erholung geprägt. Diese günstigen Einflüssewerden auch in der ersten Hälfte 2010 wirksam bleiben. Danach muss aber wieder miteiner schwächeren Dynamik gerechnet werden. Aller Erfahrung nach verläuft die Erholung nacheiner „Balance-sheet-recession“ (also einer Rezession, die durch die Schieflage in den Bilanzenwichtiger Akteure der Wirtschaft verursacht wurde) schleppend. Dazu trägt bei, dass die Kreditwirtschaft2010 als Spätfolge der Rezession hohe Wertberichtigungen auf Unternehmenskreditevornehmen muss.Auch wenn es bis zuletzt in Deutschland keine Belege für eine „Kreditklemme“ in der Breite gibt,so bleibt doch das Kreditangebot eingeschränkt. Überdies erschweren erhöhte Eigenkapitalanforderungenfür Banken die Finanzierung eines Aufschwungs. Insgesamt wird es also mindestens bis2012 dauern bis die gesamtwirtschaftliche Produktion wieder ein Niveau wie vor dem Einbrucherreicht. Für 2010 ist in Deutschland mit einem Wachstum von 1 ½ Prozent zu rechnen. Die Zahlder Arbeitslosen wird um etwa eine halbe Million Personen zunehmen, da die Beschäftigung vonArbeitskräften im bisherigen Umfang aus Kostengründen nicht fortgeführt werden kann. DerAnstieg der Verbraucherpreise wird mit etwa 1 Prozent abermals sehr gering ausfallen.Ertrags- und LiquiditätslageDie Gesamtergebnissituation des Jahres 2010 wird stark von den Nachwirkungen der internationalenFinanzkrise abhängen. Die Erholungstendenzen an den Finanzmärkten im Jahr 2009 könnennicht als nachhaltig eingestuft werden. Noch immer sind die Märkte nicht frei von Nervosität.Nachdem die Finanzkrise auch die Realwirtschaft erreicht hat, wird für 2010 von steigenden Kreditrisikokostenauszugehen sein.Nachdem die Ertragslage der vergangenen beiden Geschäftsjahre durch erhebliche Sonderbelastungengeprägt war, sollte sich die Ergebnissituation 2010 und 2011 wieder stabilisieren undnormalisieren, wobei die Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd sind. Dies bezieht sichsowohl auf die äußeren Einflüsse, wie z. B. das konjunkturelle Umfeld, aber auch auf die Bankselbst, die ihre Restrukturierung und Neuausrichtung erfolgreich fortführen und abschließenmuss. Neben den bereits klar erkennbaren Erfolgen bei Kostensenkungen im Personal- undSachaufwand gilt es, die Erträge im Kundengeschäft weiter auszubauen.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


26Der Sekundärmarkt hat sich in nahezu allen Assetklassen seit dem ersten Quartal 2009 sehr freundlichentwickelt. So hat sich der Kreditindex iTraxx Serie 10 der die größten 125 Investmentgrade-Schuldner repräsentiert, seit Mitte März 2009 von 210 bp p.a. zum Ende des Jahres 2009 auf 70 bpp.a. gedrittelt. Hauptgrund für diese sehr positive Entwicklung der Märkte ist neben einigen fundamentalenGründen nach wie vor die Zufuhr an Liquidität über Notenbanken. So reduzierte sichder Spread zwischen 3M-Euribor und 3M-Eonia – der als Maß für die Liquiditätssituation unterBanken gilt – von nahezu 120 bp p.a. Anfang 2009 auf unter 30 bp p.a. Ende 2009. Dies zeigt,dass die Liquiditätsversorgung bei den Banken nahezu wieder normales Niveau erreicht (langfristigesMittel dieses Spreads ist 7 bp p.a.). Wenngleich aktive Marktverhältnisse noch nicht wiedererreicht sind, führte die sehr gute Liquiditätsversorgung an den Märkten zu einer tendenziellzunehmenden Fungibilität bei ABS-Papieren, Anleihen und CDS. Dies ermöglichte auch bei derBayernLB eine Reduktion des Handelsbestands.Es ist damit zu rechnen, dass die Liquiditätsversorgung im Jahr 2010 langsam von den Notenbankenreduziert wird. Mit einer ähnlichen Kurserholung wie im Jahr 2009 in den Aktien- und Anleihemärktenist für 2010 daher nicht zu rechnen. Vielmehr geht die BayernLB von einer Stabilisierungund Seitwärtsbewegung aus. Zunehmend sollte sich bei endfälligen Wertpapieren undMost-Senior-ABS-Papieren – die überwiegend vor 2007 gekauft wurden – der sog. „Pull-To-Par-Effekt“ positiv auf die Bewertung auswirken. Die größte Unsicherheit im Kreditmarkt bestehtgegenwärtig in der zukünftigen Entwicklung der Länderrisiken. So bewegt sich der CDS-Marktfür Sovereign-CDS auf neue Höchstmarken zu mit entsprechend negativen Implikationen aufKreditrisiken aus dem Finanzsektor.Die tendenziell freundliche Entwicklung an den Finanzmärkten im Jahr 2009 brachte auch Entspannungan die für die BayernLB maßgeblichen Refinanzierungsmärkte (Pfandbrief und Inhaberschuldverschreibungen),einhergehend mit deutlichen Reduzierungen der Liqui-Spreads und verbessertenAbsatzmöglichkeiten, insbesondere auf dem inländischen Markt.Für 2010 wird eine weitere Marktstabilisierung und -beruhigung erwartet; insgesamt wird dieBayernLB mit einem niedrigeren Refinanzierungsbedarf als 2009 nicht mehr in dem Maße wie2008/2009 von kurzfristigen Marktverwerfungen betroffen sein. Die Liqui-Spreads werden für2010 auf dem gegenwärtigen Level erwartet.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Prognosebericht27 >Entwicklung der BayernLBDie BayernLB rechnet angesichts der Umfeldbedingungen im Prognosezeitraum mit einer moderatenGeschäftsentwicklung im verbleibenden Kerngeschäft. Im Jahr 2010 wird von langsamenErholungstendenzen ausgegangen, die sich 2011 fortsetzen und verstärken sollen. Vorgänge vonbesonderer Bedeutung, die Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage habenkönnten, bestehen weiterhin in Form der noch nicht überwundenen Finanzkrise und schwachenwirtschaftlichen Entwicklung. Die Krise wird aus derzeitiger Sicht die Konjunktur länger belastenals ursprünglich erwartet. Belastungen können sich insbesondere aus zusätzlichen Risikovorsorgeaufwendungenals Spätfolge der Rezession ergeben. Ferner ist eine erneute deutliche Erholungder Finanzmärkte wie im Jahr 2009 nicht zu erwarten, so dass von einem niedrigeren Finanzergebnisausgegangen wird. Insgesamt erwartet die BayernLB für das Geschäftsjahr 2010 ein ausgeglichenesErgebnis. Spätestens ab 2011 plant die Bank, mit der Wiederauffüllung und Zinsnachzahlungim Zusammenhang mit den hybriden Kapitalinstrumenten zu beginnen.Die BayernLB hat am 29. April 2009 ihren Umstrukturierungsplan bei der EU-Kommission fristgerechteingereicht. Mit diesem schwebenden Verfahren sind naturgemäß Unsicherheiten verbunden.Die Aussagen in diesem Prognosebericht basieren auf der Annahme, dass die derzeit vorgeschlagenenKompensationsmaßnahmen akzeptiert werden. Im Zielbild des Geschäftsmodellssteht eine deutlich verkleinerte Bank, die sich auf klar definierte Zielsegmente konzentriert. NachAbgabe der HGAA musste die BayernLB einen aktualisierten Restrukturierungs- und Businessplanbei der EU-Kommission einreichen. Mit einer Entscheidung im Beihilfeverfahren wird aus heutigerSicht im zweiten Quartal 2010 gerechnet.Schwerpunkt des Jahres 2010 wird es sein, den 2009 gestarteten Umbau der Bank weiter voranzubringenund in weiten Teilen abzuschließen. Wichtig ist es jetzt, dass sich die Bank auf das Kundengeschäftkonzentrieren kann, um ihre Ertragsbasis im Kerngeschäft zu verbreitern und zu vertiefen.Insbesondere sollen die Marktposition im bayerischen Mittelstand weiter ausgebaut unddas Engagement in der Umwelttechnologiebranche ausgeweitet werden.Insgesamt ist die BayernLB trotz der heutigen Erwartungen für die Konjunktur- und Kapitalmärktezuversichtlich, dass mit dem neuen Geschäftsmodell und den daraus abgeleiteten Veränderungsmaßnahmendie Voraussetzungen geschaffen werden können, damit sich Vermögens-, FinanzundErtragslage mittelfristig wieder positiv entwickeln. Bei einer Veränderung der Rahmenbedingungenkönnen sich entsprechende Auswirkungen auf die BayernLB ergeben.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


28RisikoberichtGrundlagenDieser Risikobericht berücksichtigt die Anforderungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) einschließlichder erstmals zum 31. Dezember 2009 anzuwendenden Änderungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz(BilMoG) an die Risikoberichterstattung.Aus rechnerischen Gründen können in den nachfolgenden Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhevon +/– einer Einheit auftreten.Wesentliche Entwicklungen im Jahr 2009 und Ausblick auf das Jahr 2010Nachdem die Finanzkrise die BayernLB im Jahr 2008 in eine existenzbedrohende Lage gebrachthatte, erlaubten die massive Unterstützung des Freistaats Bayern in Form von Eigenkapital unddie Garantien des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung des Bundes eine Überarbeitung desGeschäftsmodells, dessen Erstellung in enger Abstimmung mit den Anteilseignern und der EU-Kommission erfolgte. Daraus wurde im Verlauf des Jahres 2009 ein umfassendes Restrukturierungsprogrammfür den gesamten BayernLB-Konzern abgeleitet, dessen Umsetzung konsequentverfolgt wurde.Den Grundsatzentscheidungen zur Fokussierung der Geschäftstätigkeit und zum Abbau von künftignicht zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten des BayernLB-Konzerns wurde durch entsprechendeAnpassungen der risikostrategischen Vorgaben, der Organisation der Risikosteuerungund der konsequenten Separierung aller wesentlichen, künftig nicht zum Kerngeschäft zählendenGeschäftsaktivitäten Rechnung getragen. Das Management des Abbauportfolios hat die zum1. Juli 2009 etablierte Restrukturierungseinheit („Restructuring Unit“) übernommen.Im Rahmen der strategischen Fokussierung wurde am Jahresende 2009 die 50-Prozent-Beteiligungan der LB(Swiss) Privatbank AG verkauft und die Mehrheitsbeteiligung an der Hypo GroupAlpe Adria (HGAA) vollständig abgegeben. Zudem wird im Jahr 2010 die Beteiligung an der LandesbankSaar (SaarLB) schrittweise und plangemäß unter 50 Prozent verringert.Der Verkauf der HGAA ist jedoch nicht nur der Umsetzung der neuen Strategie mit dem Ziel einerdeutlichen Verkleinerung des Konzerns, sondern auch der sich insbesondere in der zweiten Jahreshälftedramatisch zuspitzenden Entwicklung der Risikovorsorge bei der HGAA geschuldet.Die notwendigen Weiterentwicklungen der Steuerungssysteme, einschließlich der Anpassungdes Risikomanagements an die definierten Gruppenstandards der BayernLB, wurden seit der Übernahmeder Mehrheit der Anteile an der HGAA durch die BayernLB konsequent vorangetrieben.Die daraus erreichten positiven Effekte wurden jedoch durch die unerwartet drastischen Auswirkungender globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, die Osteuropa Mitte 2008 erreichte, deutlichüberlagert. Die HGAA wurde somit während der bereits eingeleiteten Umsetzung einer Vielzahlvon risikobegrenzenden und -steuernden Maßnahmen von der Krise getroffen. Der dadurch imVerlauf des Jahres 2009 in der HGAA deutlich gestiegene bzw. antizipierte Risikovorsorgebedarfund die sich aus der strategischen Fokussierung der BayernLB ergebenden Restriktionen führtenschließlich zur Entscheidung über die Abgabe der Anteilsmehrheit.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht29 >Im Zusammenhang mit dem Verkauf der HGAA ist das konsolidierte Kapital des BayernLB-Konzernsgemindert worden, jedoch wird der Konzern auch gleichzeitig von in der HGAA gebundenen Risikoaktivabefreit.Mit Blick auf die in der ersten Jahreshälfte 2009 abgeschlossenen Kapitalmaßnahmen, einschließlichder Risikoabschirmung des ABS-Investmentportfolios durch den Freistaat Bayern, ist die Eigenkapitalbasisder BayernLB nach wie vor solide.Auch wenn sich die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Liquiditätssituation der Banken insbesondereim zweiten Halbjahr 2009 erheblich entspannt haben, bleibt die Überwachung undSicherstellung einer adäquaten Liquiditätsausstattung des BayernLB-Konzerns eine essentielleAufgabenstellung mit hoher Priorität. Mit der Fokussierung auf die Kerngeschäftsfelder und derdamit verbundenen Redimensionierung der BayernLB im Jahr 2009 sind die hohen Liquiditätsüberhängein Relation zur verkürzten Bilanz ein Zeichen dieser Entspannung.Die Risikolage ist und bleibt auch im Jahr 2010 durch die potenziellen Auswirkungen der globalenFinanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Vor allem der weiteren Entwicklung auf den gewerblichenImmobilienmärkten in Europa und Nordamerika sowie der Entwicklung bei den hochverschuldetenStaaten der Europäischen Währungsunion wird besondere Aufmerksamkeit geschenktwerden.Die aktiven, präventiven Handlungsmöglichkeiten bezüglich der bestehenden Portfoliobeständebleiben in diesem krisenhaften Umfeld konzernweit weiterhin eingeschränkt. Die interne Risikosteuerungmuss daher auch im Jahr 2010 auf eine konsequente Begrenzung der Risiken im Neugeschäftund die Weiterführung der risikoreduzierenden und -steuernden Maßnahmen im bestehendenPortfolio ausgerichtet bleiben.Internes Kontroll- und RisikomanagementsystemDie folgenden Ausführungen beziehen sich auf die im Berichtsjahr erstmals anzuwendende Regelungdes § 289 Absatz 5 HGB, nach der Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264d HGB die wesentlichenMerkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozesszu beschreiben haben.Aufgaben und ZieleZur Gewährleistung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung hat dieBayernLB ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Es beinhaltet Grundsätze, Verfahren undMaßnahmen zur Sicherung von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung. Vordiesem Hintergrund dient das interne Kontrollsystem auch der Vermittlung eines den tatsächlichenVerhältnissen entsprechenden Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BayernLB.Wesentliches Ziel des internen Kontrollsystems ist es, sicherzustellen, dass sämtliche Geschäftsvorfällein Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und Standards sowie den satzungsmäßigenBestimmungen und anderen internen Richtlinien vollständig und richtig erfasst,verarbeitet und dokumentiert werden. Die Gewährleistung einer adäquaten Risikopublizität istdabei mit eingeschlossen.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


30OrganisationNeben der funktionalen Trennung von Markt- und Marktfolgeeinheiten sowie von Handels- undAbwicklungseinheiten umfasst eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation vor allem angemesseneinterne Kontroll verfahren sowie eine adäquate Steuerung und Überwachung der wesentlichenRisiken. Hierbei wird der Vorstand insbesondere durch die Zentralbereiche Risk Office,Financial Office/IT & Operations sowie durch die Interne Revision unterstützt.Risk OfficeDas Risk Office besteht aus den Bereichen Group Risk Control und Credit Analysis.Der Bereich Group Risk Control ist zuständig für die unabhängige Identifikation, Bewertung,Analyse, Kommunikation, Dokumentation und Überwachung aller Risikoarten auf aggregierterEbene. Zur Kommunikation zählt neben dem Standard- und Ad-hoc-Reporting über die Risikosituationan die internen Entscheidungsträger auch die externe Risikoberichterstattung aufgrundgesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Regelungen. Der Bereich ist damit Evidenzzentrale bezüglichder Risikosituation der BayernLB. Zur Steuerung und operativen Überwachung entwickelt undpflegt der Bereich Group Risk Control die dafür benötigten Methoden und Verfahren. Eine weiterewesentliche Aufgabe ist die Koordination des Produkteinführungsprozesses im Rahmen derProduktneukonzeption.Das Management der Risiken ist eine gemeinschaftliche Aufgabe der Markteinheiten und derMarktfolgeeinheiten. In dem Managementprozess ist der Bereich Credit Analysis zuständig fürdie Risikoanalyse und -bewertung bezüglich aller risikorelevanten Engagements der BayernLB,die zum Kerngeschäft zählen (Marktfolgefunktion). Der Bereich wirkt mit bei der Festlegung derKreditrisikostrategie hinsichtlich Einzelkunden, Branchen und Ländern, trägt die Verantwortungfür die laufende Kreditanalyse und gibt das Votum der Marktfolge im Kreditentscheidungsprozessab.Die nicht zum Kerngeschäft zählenden Geschäftsaktivitäten der BayernLB sollen von der Restrukturierungseinheitsukzessive abgebaut werden. Zu den Abbauportfolios der BayernLB gehöreninsbesondere die Kreditersatzgeschäfte, Teile des Kreditportfolios mit Banken und der ÖffentlichenHand außerhalb Deutschlands und strukturierte Finanzierungen, darunter Schiffsfinanzierungen,Flugzeugfinanzierungen und US-Gewerbeimmobilienfinanzierungen sowie Leverage-Buyout-Finanzierungen in Europa, in den USA und in Asien. Ziel ist es, die im Nicht-Kerngeschäftgebundenen Kapital- und Liquiditätsressourcen möglichst kapitalschonend freizusetzen. DieRestrukturierungseinheit ist nicht als interne „Bad Bank“ anzusehen, da sich ihr Abbauauftrag inerster Linie aus der künftigen Fokussierung der Geschäftsaktivitäten ableitet.Die Restrukturierungseinheit ist ferner weltweit in die Bearbeitung aller Sanierungsengagementsbzw. Abwicklungsengagements der BayernLB eingebunden.Die Entscheidungen zum Management von Risiken werden auf der Grundlage der Risikostrategiegetroffen. Die Risikostrategie der BayernLB wird vom Vorstand konsistent zur Geschäftsstrategiefestgelegt und über geschäftspolitische Zielsetzungen und Leitplanken für die relevantenGeschäftsarten konkretisiert; sie wird regelmäßig überprüft und angepasst. Die wesentlichenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht31 >Änderungen im Jahr 2009 betreffen die Ausrichtung am Restrukturierungsprogramm, die Sicherstellungder Risikotragfähigkeit als primärer Restriktion für die Risikostrategie und daraus abgeleitetdie Vorgaben zum Risikoprofil.Die Steuerungs- und Überwachungsinstrumente hinsichtlich der Zielerreichung der Geschäftsstrategiesind in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt worden. Ertragsziele und Zieledes Risikomanagements werden im Asset Liability Committee (ALCO) in Einklang gebracht. Risikoreportingund Ertragsreporting werden im so genannten ALCO-Bericht zusammengeführt. Darinwerden Handlungsempfehlungen für den Vorstand zur strategischen und operativen Steuerungder BayernLB gegeben. Zur operativen Steuerung aller Risikoarten sowie der Risikotragfähigkeitist eine unabhängige und risikoadäquate Berichterstattung durch das Risk Office an den Vorstandund die Gremien sichergestellt. Neben dem regelmäßigen Reporting gibt es ein Ad-hoc-Frühwarnreporting.Financial Office/IT & OperationsDer Zentralbereich Financial Office/IT & Operations ist in der BayernLB für die Ordnungsmäßigkeitder Rechnungslegung sowie für die Einrichtung und Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozessesverantwortlich. Zu den wesentlichen Aufgaben gehört in diesem Zusammenhang die Aufstellungdes Jahresabschlusses und des Lageberichts, die Entwicklung bilanzpolitischer Vorgaben,die Initiierung von rechnungslegungsrelevanten Projekten sowie die Begleitung der nationalenund internationalen Entwicklungen in der Rechnungslegung.Darüber hinaus obliegt dem Zentralbereich Financial Office die Umsetzung der für die BayernLBrelevanten Bilanzierungsstandards und gesetzlichen Anforderungen im Bereich der Rechnungslegung,die in Bilanzierungsrichtlinien konkretisiert werden. Diese Richtlinien, die eine wesentlicheGrundlage für das rechnungs legungsbezogene interne Kontrollsystem bilden, sind für dieBayernLB im Bilanzierungs hand buch, den Buchungshandbüchern sowie in Organisations- undProzessanweisungen zusammengefasst und dokumentiert.Der auf Basis der Bilanzierungsrichtlinien erstellte Jahresabschluss und Lagebericht wird durchden Vorstand aufgestellt, durch den Abschlussprüfer geprüft und anschließend dem Verwaltungsratzur Feststellung vorgelegt. Der Verwaltungsrat hat einen Prüfungs ausschuss gebildet, demu. a. die Erörterung der Prüfungsberichte sowie die Vorbereitung der Entscheidung des Ver waltungsrates zur Feststellung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses und des Lageberichts obliegen.Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die Aufgabe, den Rechnungslegungsprozesssowie die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Revisions- und Risikomanagementsystems zu überwachen.Der Abschlussprüfer nimmt auf Einladung an den Beratungen des Prüfungsausschussessowie des Verwaltungsrates über den Jahresabschluss teil und berichtet über die wesentlichenErgebnisse seiner Prüfung.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


32Interne RevisionDer Bereich Interne Revision prüft den Geschäftsbetrieb der BayernLB und ist dem Vorsitzendendes Vorstandes unterstellt. Die Prüfungstätigkeit erstreckt sich auf der Basis eines risikoorientiertenPrüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse der BayernLB, auch soweitdiese ausgelagert sind. Dies schließt eine Prüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit desinternen Kontrollsystems und des Risikomanagements ein.Der Bereich führt die ihm übertragenen Aufgaben unabhängig von den zu prüfenden Tätigkeiten,Abläufen und Funktionen unter Berücksichtigung der jeweils geltenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichenAnforderungen (z. B. KWG, MaRisk) aus.Kontrollumfeld und KontrollverfahrenDas interne Kontrollsystem basiert auf einer schriftlich fixierten Ordnung.Im Hinblick auf das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem werden diese Regelungen inBilanzierungsrichtlinien konkretisiert. Zentraler Bestandteil dieser Richtlinien ist das Bilanzierungshandbuch,das auf der Grundlage des deutschen Handelsgesetzbuchs wesentliche Vorgaben füreinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsverfahren in der BayernLB beinhaltet. Ergänzend hierzuhat die BayernLB Buchungshandbücher sowie Organisations- und Prozessanweisungen entwickelt,die verbindliche Vorgaben zu rechnungslegungsrelevanten Themen und Prozessen beinhalten.In Bezug auf das Risikomanagement werden darüber hinaus Regelwerke für den Umgang mit denwesentlichen Risiken auf Ebene der BayernLB erstellt ( „Policies“ und „Manuals“), die aus denkonzernweit gültigen „Group Risk Management Principles“ und den „Group Risk Guidelines“abgeleitet werden. Die Regelwerke des Risikomanagements beschreiben die Risikosteuerungsund-controllingprozesse, die eine frühzeitige Erkennung, vollständige Erfassung und angemesseneDarstellung aller wesentlichen Risiken einschließen.Das Bilanzierungshandbuch, die Buchungshandbücher, die rechnungslegungsbezogenen Anweisungenund die Regelwerke des Risikomanagements werden regelmäßig überprüft, aktualisiertund im Intranet der BayernLB veröffentlicht.Das interne Kontrollsystem dient der Sicherstellung einer vollständigen und richtigen Verarbeitungder Geschäftsvorfälle einschließlich einer ordnungsgemäßen Buchung, Datenerfassung undDokumentation. Dieses umfasst auch entsprechende Funktionstrennungen, ein differenziertesZugriffsberechtigungssystem zum Schutz vor unbefugten Eingriffen, laufende Kontrollen im Rahmendes Arbeitsablaufs unter Beachtung des Vier-Augen-Prinzips sowie programmierte Kontrolleninnerhalb der IT-Systeme.Im Rahmen der internen Kontrollen werden in der BayernLB insbesondere Haupt- und Nebenbücherabgestimmt, manuell Buchungen auf den Hauptbuchkonten überwacht und Buchungsläufedurchgeführt. Zudem werden weitere Kontrollen und Abstimmungen vorgenommen, um eineordnungsgemäße Übertragung der Daten zwischen den verschiedenen IT-Systemen zu gewährleisten.Innerhalb des Abschlusserstellungsprozesses werden die fachlich richtige Abbildung derzugrunde liegenden Sachverhalte geprüft und Qualitäts sicherungs maßnahmen hinsichtlich der inden Abschluss einbezogenen Daten durchgeführt.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht33 >Die BayernLB hat einen Teil ihrer Dienstleistungen (im Wesentlichen IT-Dienstleitungen, Dienstleistungenim Bereich des Zahlungsverkehrs und der Wertpapierabwicklung) an externe Unternehmenausgelagert. Die Einbindung der ausgelagerten Bereiche in das interne Kontrollsystemder BayernLB wird insbesondere durch den so genannten Auslagerungs beauftragten sichergestellt,der für die laufende Überwachung des jeweiligen externen Unternehmens zuständig ist.Darüber hinaus werden die ausgelagerten Unternehmen in regelmäßigen Abständen durch dieInterne Revision der BayernLB geprüft.In der BayernLB unterliegt der Rechnungslegungsprozess regelmäßigen Kontrollen in Bezug aufinhärente Risiken, um bei Bedarf entsprechende Maßnahmen zur Weiterentwicklung des internenKontrollsystems einleiten zu können.In den folgenden Abschnitten werden die unter Berücksichtigung der Risikobereitschaft formulierteZielsetzung des Risikomanagements sowie die Methoden des Managements der einzelnenRisikoarten detailliert beschrieben. Diese Beschreibung umfasst sowohl die mit der Verwendungvon Finanzinstrumenten in Verbindung stehenden als auch die davon unabhängig zu sehendenRisikoarten.VergütungsmanagementDie Ausgestaltung der Anreizsysteme, insbesondere der Vergütungssysteme in der BayernLB, stehtim Einklang mit den in Geschäfts- und Risikostrategie niedergelegten Zielen. Die Vergütungssystemesind so ausgerichtet, dass nicht zielkonforme Anreize zur Eingehung unverhältnismäßighoher Risikopositionen vermieden werden. Bei der Festsetzung der Systematik für die variableVergütung werden die Aspekte „Orientierung am Erfolg der Bank“, „Risikovermeidung“ und„Nachhaltigkeit“ berücksichtigt. Die Prüfung der Angemessenheit des Vergütungssystems, insbesondereeinzelner Vergütungskomponenten in der Anwendung erfolgt durch den Vergütungsausschuss.Über das Ergebnis seiner Prüfung berichtet der Vergütungsausschuss mindestens einmaljährlich an den Vorstand.Die BayernLB gehörte zu den ersten deutschen Banken, die sich am 11. Dezember 2009 in einerSelbstverpflichtungserklärung zur Anwendung dieser vom Financial Stability Board formuliertenStandards verpflichtet hat.KapitalmanagementDas Kapitalmanagement der BayernLB basiert auf einem Planungsprozess, der strategische, risikoorientierteund aufsichtsrechtliche Gesichtspunkte im Rahmen einer operativen Mehrjahresplanungverdichtet.Als Ausgangspunkt zur Planung wird die Strategie der BayernLB in regelmäßigen Zeitabständenüberprüft und bei Bedarf angepasst. Die Bestätigung oder die gegebenenfalls erforderlichenAnpassungen der Strategie werden durch den Vorstand verabschiedet und dem Verwaltungsratzur Kenntnisnahme vorgelegt.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


34Auf Basis der beschlossenen strategischen Ausrichtung werden für Kredit- und Marktrisiken durchdas Risk Office in Zusammenarbeit mit den Geschäftsfeldern konkrete Ziele und Leitplanken füralle relevanten Teilportfolios erarbeitet.Abgestimmt auf die Anforderungen des ICAAP („Internal Capital Adequacy Assessment Process“)wird in der BayernLB den Geschäftsfeldern und Geschäftsbereichen neben dem gebundenenbilanziellen Kapital auch das ökonomische Risikokapital zugeteilt. Diese Prozesse sind in dennachfolgenden Abschnitten „Aufsichtsrechtliche Kapitaladäquanz“ und „Risikotragfähigkeit“näher beschrieben.Aufsichtsrechtliche KapitaladäquanzZur Bestimmung eines angemessenen bilanziellen Eigenkapitals hat die BayernLB folgende Ziele,Methoden und Prozesse definiert:Ausgangspunkt der Allokation des bilanziellen Eigenkapitals ist die Eigenmittelplanung auf Ebenedes BayernLB-Konzerns. Als Eigenmittel wird das haftende Eigenkapital, das sich aus Kern- undErgänzungskapital zusammensetzt, zuzüglich der Drittrangmittel definiert. Das Kernkapital setzt sichim Wesentlichen aus gezeichnetem Kapital zuzüglich Rücklagen sowie stiller Einlagen zusammen.Zum Ergänzungskapital gehören Genussrechtskapital und langfristige nachrangige Verbindlichkeiten.Unter den Drittrangmitteln werden kurzfristige nachrangige Verbindlichkeiten verstanden.Die Eigenmittelplanung basiert im Wesentlichen auf der intern angestrebten Kernkapitalquote(Verhältnis aus Kernkapital und Risikopositionen) und einer intern festgelegten Zielquote für dieGesamtkennziffer (Verhältnis aus Eigenmittel und Risikopositionen) des BayernLB-Konzerns. Siedefiniert dabei für den jeweiligen Planungszeitraum die Obergrenze für Risikoaktiva, Marktrisikopositionenund Operationelle Risiken. Den potenziellen Auswirkungen extremer Marktveränderungen– simuliert in Stresstests – werden in Form von Eigenkapitalpuffern Rechnung getragen,so dass eine jederzeitige Einhaltung der Solvabilitätskennziffern auch bei deren Eintreten gewährleistetwäre.Im Rahmen der IFRS-Konzernplanung wird das aufsichtsrechtliche Eigenkapital auf die einzelnenPlanungsträger verteilt. Die Planungsträger (Konzerneinheiten) sind die definierten Geschäftssegmenteder BayernLB, die Bayerische Landesbodenkreditanstalt und die LBS Bayern sowie die konzernstrategischenBeteiligungen DKB, MKB, HGAA (bis Jahresende 2009), LBLux und SaarLB.Die Allokation des aufsichtsrechtlichen Eigenkapitals auf die Konzerneinheiten erfolgt durch einevom Vorstand zu beschließende Top Down-Verteilung von Limiten für Risikoaktiva und Marktrisikopositionen,welche neben segmentspezifischen Zielen eine aufsichtsrechtliche Mindest-Kernkapitalquote größer 8 Prozent für den Konzern beinhaltet.Die Einhaltung der Limite für Risikoaktiva- und Marktrisikopositionen, die den einzelnen Konzerneinheitenzur Verfügung stehen, wird laufend überwacht. Die Berichterstattung an den Vorstandüber die aktuelle Limitauslastung erfolgt monatlich.Die Entwicklung der aufsichtsrechtlichen Kennzahlen in der BayernLB ist dem Lagebericht zu entnehmen.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht35 >RisikotragfähigkeitDie Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt auf Ebene der BayernLB und auf Konzernebenegemäß einem dreistufigen Konzept:Der so genannte ICAAP stellt die Risikotragfähigkeit im engeren Sinne dar. Dabei wird überprüft,inwieweit für die eingegangenen Risiken ausreichend Deckungsmassen zur Verfügung stehen.Die Höhe der Risiken (Risikokapitalbedarf) im ICAAP wird grundsätzlich auf Basis von internenstatistischen Modellen unter Einhaltung des Zielratings ermittelt.Der ICAAP wird ergänzt durch ein umfassendes Rahmenwerk an Stresstests. Den daraus resultierendenpotenziellen Risikokapitalbedarfen werden ebenfalls Teile der Deckungsmassen gegenübergestellt.Zur Überwachung kurzfristiger Risikopotenziale, welche über die Schwankung um den erwartetenVerlust dargestellt werden, dient der so genannte Negative Case. Es wird aufgrund marginalerPortfolioverschlechterungen mit Abweichungen von den veranschlagten Risikokosten gerechnet,welche im Mittel ca. alle ein bis zwei Jahre auftreten. Der daraus resultierende potenzielle Risikokapitalbedarfwäre nicht mehr über die vereinnahmten Risikoprämien abgedeckt und würdesomit zu einem Verzehr von Deckungsmassen führen. Insofern kann der Negative Case als Frühwarnstufefür den ICAAP angesehen werden.Die Risikotragfähigkeitsrechnung wird ständig auf Adäquanz hinsichtlich externer Einflussfaktorenund interner strategischer Zielsetzungen überprüft und weiterentwickelt.Das für die Berechnung des ökonomischen Risikos im ICAAP zugrunde gelegte Konfidenzniveauergibt sich aus dem strategischen Zielrating. Entsprechend wird das ökonomische Risiko seit 2009auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99,95 Prozent (entspricht einem externen Rating von A2gemäß Moodys Ratingskala) ermittelt. Bis zum 31. Dezember 2008 betrug das Konfidenzniveau99,96 Prozent, welches aus dem bisherigen strategischen Zielrating von A1 resultierte.Die zur Ermittlung des ökonomischen Risikos relevanten Risikoarten sind Kredit- und Länderrisiko,spezifisches Zinsänderungsrisiko, Marktpreis-, Beteiligungs-, Operationelles Risiko sowieweitere Risiken (z. B. bauspartypische Risiken bei der LBS). Zur Bestimmung der Höhe des ökonomischenRisikos je Risikoart findet grundsätzlich die Value-at-Risk-(VaR-) Methodik Anwendung.Das Liquiditätsrisiko wird in Form von Stressszenarien berücksichtigt.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


36Ökonomisches Risiko der BayernLB zum 31. Dezember 2009in Mio. EUR 31.12.2009* 31.12.2008**Risikokapitalbedarf• aus Kapitalvergabe an Kunden und sonstige Beteiligungendavon Kredit- und Länderrisiken (Adressausfallrisiken)davon Kreditrisiken (Spezifische Zinsänderungsrisiken)davon Marktpreisrisikendavon Operationelle Risikendavon Beteiligungsrisikendavon Sonstige Risiken• aus Kapitalvergabe an konzernstrategische Töchterdavon aus Fremdkapitalvergabedavon aus Eigenkapitalvergabe• aus verschärften Risikosituationen (Szenarien)* auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99,95 Prozent** auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99,96 Prozent7.8343.8791.8321.2983561691131111.5171.2502672.4389.4604.7092.852—1.2263871241202.8462.4054411.905Im Rahmen der Redimensionierung der BayernLB konnte das Adressausfallrisiko trotz der schwierigenkonjunkturellen Situation verringert werden.Bei der Interpretation der Entwicklung des Risikokapitalbedarfs für Kreditrisiken sowie Marktpreisrisikenist zu beachten, dass die spezifischen Zinsänderungsrisiken erstmalig separat alsKreditrisiken anstelle wie bisher im Marktpreisrisiko integriert ausgewiesen werden. Die Berechnungslogikfür spezifische Zinsänderungsrisiken wurde dahingehend geändert, dass bei illiquidenPortfolios die angenommene Haltedauer von bis zu einem halben Jahr auf ein Jahr erhöht wurde,was zu deutlich konservativeren Ergebnissen führte.Der Risikokapitalbedarf für das Operationelle Risiko sank aufgrund des Methodikwechsels vonder OpVaR-Berechnung auf den ertragsbasierten Standardansatz gemäß Solvabilitätsverordnung.Bezogen auf die Beurteilung der Risikotragfähigkeit in Summe führte dies zu keiner materiellenVeränderung.Dem wie oben beschrieben ermittelten Risikokapitalbedarf wird das ökonomische Risikokapitalgegenübergestellt, wobei gemäß der Vorgaben der Risikostrategie nur ein Teil mit Risiken ausdem ICAAP belegt werden darf. Der Rest dient als Stresspuffer für die Abdeckung zusätzlicherRisikokapitalbedarfe aufgrund besonderer Stresssituationen. Derzeit werden mindestens 30 Prozentdes Risikokapitals für Stresssituationen reserviert.Das ökonomische Risikokapital, das die Verlustobergrenze darstellt, wird aus der Risikodeckungsmasseabgeleitet. Die Bestimmung dieser Risikodeckungsmasse folgt grundsätzlich einem BilanzundGuV-orientierten Stufenkonzept, mit dem die Kapitalbestandteile nach ihrer Verfügbarkeit(Liquidierbarkeit) und der Außenwirkung ihrer Veränderungen (Kapitalmarkteffekte) eingestuftwerden.Neben den Ergebnissen aus der VaR-Messung, die im Wesentlichen auf vergangenheitsbezogenenstatistischen Informationen beruht, werden verschiedene Stressszenarien für verschärfte Risikosituationenquantifiziert (z. B. Szenarien „Schwaches Wirtschaftsumfeld“, „Branchenkrise“ undBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht37 >„Marktpreis-/Liquiditätskrise“). Bei der Definition der Szenarien wird bewusst von extremen bzw.unwahrscheinlichen, aber grundsätzlich möglichen Entwicklungen ausgegangen. Um die Relevanzder Szenarien zu beurteilen, wurden Frühwarnindikatoren für die Risikotragfähigkeit entwickelt,mittels derer eine rechtzeitige Identifikation zusätzlichen ökonomischen Risikos ermöglichtwird. Wie die Szenarien selbst unterliegen auch die Frühwarnindikatoren dem laufendenÜberprüfungsprozess und werden gegebenenfalls angepasst, um veränderten RahmenbedingungenRechnung zu tragen. Auswirkungen der Szenarien werden quantifiziert und im Risikoberichtausgewiesen, sofern der entsprechende Frühwarnindikator anschlägt.Die Verschärfung der Finanzkrise zeigte sich in gestiegenen Verlusten aus Stressszenarien. Insgesamtergibt sich per 31. Dezember 2009 ein Szenarioverlust in Höhe von 2.438 Mio. Euro(31. Dezember 2008: 1.905 Mio. Euro).Die Bestimmung des ökonomischen Risikos sowie der Szenarioverluste wird auf Basis konzernweiteinheitlicher Standards vorgenommen. Im Rahmen des Risikotragfähigkeits-Reportingserfolgt die Aggregation der Risikokapitalbedarfe derzeit ohne Berücksichtigung eines Diversifikationseffektsund damit konservativ.Die BayernLB hält zur Abdeckung der Risikokapitalbedarfe aus der ICAAP-Rechnung und aus derRechnung für Stressszenarien ausreichendes ökonomisches Risikokapital vor. Die Risikotragfähigkeitder BayernLB und des BayernLB-Konzerns ist damit zum 31. Dezember 2009 wieder gegeben.KreditrisikoKreditrisiken, die sich in Adressausfallrisiken und Bonitätsänderungsrisiken aufgliedern, sind fürdie BayernLB ihrem Umfang nach die bedeutendsten Risiken.Adressausfallrisiken entstehen, wenn aus Geschäften Ansprüche gegen Kreditnehmer, Wertpapier-Emittentenoder Kontrahenten resultieren. Werden von diesen Adressen Verpflichtungennicht erfüllt, entsteht ein Verlust in Höhe der nicht erhaltenen Leistungen abzüglich verwerteterSicherheiten und vermindert um eine erzielte Wiedergewinnungsrate aus dem unbesichertenTeil. Diese Definition umfasst Schuldner- und Avalrisiken aus Kreditgeschäften sowie Emittenten-,Wiedereindeckungs- und Erfüllungsrisiken aus Handelsgeschäften.Im Jahr 2009 wurde das Management des bonitätsbedingten Teils der Zinsänderungsrisiken beiWertpapieren (spezifische Zinsänderungsrisiken) von dem Management der marktpreisbedingtenZinsänderungsrisiken getrennt; dies spiegelt sich auch im separaten Ausweis der Risikokapitalbedarfefür Adressausfallrisiken und für die Bonitätsänderungsrisiken in der Risikotragfähigkeitsrechnungwider.Die zu den Adressausfallrisiken zählenden Länderrisiken werden ebenfalls gemessen, gesteuertund überwacht. Das Länderrisiko im engeren Sinn ist definiert als das Risiko, dass ein Geschäftspartnermit Sitz in einem anderen Land oder ein Land selbst seinen Verpflichtungen aufgrundhoheitlicher Maßnahmen oder volkswirtschaftlicher bzw. politischer Probleme nicht oder nichtfristgerecht nachkommt (Transfer- und Konvertierungsrisiken). Als wesentliches Instrument fürdie Messung des individuellen Länderrisikos dient das Länderrating. Bei der Bewertung undBayernLB . Geschäftsbericht 2009


38Limitierung wird in der BayernLB sowohl das Länderrisiko im engeren Sinn als auch die Summeder in den jeweiligen Ländern (mit Ausnahme von Deutschland) eingegangenen Adressausfallrisikender Einzelkunden (Sitzland-Prinzip) berücksichtigt.Kreditrisikostrategie und GenehmigungsprozessDie Kreditrisikostrategie – als Teil der alle Risikoarten umfassenden Risikostrategie – wird aufBasis der Risiko- und der Geschäftsstrategie für die Bank und unter Berücksichtigung von Risikotragfähigkeitsüberlegungenformuliert. Von der Kreditrisikostrategie wird eine detaillierte Kreditpolitikals Grundlage für die operative Umsetzung abgeleitet.Der Kreditgenehmigungsprozess in der BayernLB ist mehrstufig. Die Kompetenzordnung regelt inAbhängigkeit vom zu genehmigenden Kreditvolumen und der Ratingeinstufung die Zuständigkeitder verschiedenen Kompetenzträger. Alle Kreditentscheidungen, die im Vorstand bzw. im Verwaltungsratzu treffen sind, werden vorab im zuständigen Kreditkomitee, das selbst auch Kompetenzträgerist, votiert. Kreditentscheidungen, die das Abbauportfolio betreffen, werden seit Bestehender Restrukturierungseinheit in einem separaten Kreditkomitee getroffen.Messung des Adressausfallrisikos und interne RatingsystemeDie Risikomessung auf Portfolioebene erfolgt anhand eines analytischen Systems. Darüber hinauswerden für die Zwecke der Risikoanalyse die Risikobeiträge der einzelnen Geschäftspartner zumunerwarteten Verlust des Gesamtportfolios ermittelt.Die BayernLB nutzt mehrere statistisch fundierte Ratingverfahren, bei denen die Zuordnung vonSchuldnern zu Ratingklassen auf Basis von Ausfallwahrscheinlichkeiten auf einer 25-stufigenMasterratingskala erfolgt. Die aufsichtsrechtliche Genehmigung in Form der Zulassung zum InternalRating Based Approach (IRBA) wurde der BayernLB zum 1. Januar 2007 erteilt. Derzeit werdenbereits rund 95 Prozent des Gesamtbank-Exposures mit Ratingmodulen bewertet, die die Zulassungim Rahmen des aufsichtsrechtlichen Prüfungsprozesses erhalten haben. Im Jahr 2009 wurdedie LBS mit der Eignungsbestätigung für das Privatkundengeschäft ebenfalls in den IRBA überführt.Die Pflege und Weiterentwicklung der Ratingverfahren erfolgt durch die BayernLB im Wesentlichenin Zusammenarbeit mit der „RSU Rating Service Unit GmbH & Co. KG“ und der „SparkassenRating und Risikosysteme GmbH“. Alle Ratingverfahren werden einer laufenden Validierungunterzogen, wodurch deren Adäquanz für die korrekte Ermittlung von Ausfallwahrscheinlichkeitenin den jeweiligen Kunden- bzw. Finanzierungssegmenten sichergestellt wird. Die Validierungumfasst sowohl quantitative als auch qualitative Analysen. Dabei werden die Ratingfaktoren,die Trennschärfe und Kalibrierung der Verfahren, die Datenqualität und das Design der Modelleanhand von statistischen und qualitativen Analysen sowie von Erfahrungswerten der Anwenderaus dem laufenden Einsatz überprüft. Weitere Informationen finden sich im Internet der BayernLBunter dem Stichwort „Solvabilitätsverordnung“.Die BayernLB führt Stresstests zu den Auswirkungen von Ereignissen durch, die die Höhe desRisikokapitalbedarfs beeinflussen können. Dies geschieht sowohl nach Bedarf als auch regelmäßigmit Hilfe von Annahmen hinsichtlich der Ratingmigration.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht39 >Limitierung der Adressausfallrisiken auf Geschäftspartner- und PortfolioebeneIn den „Group Risk Management Principles“ ist festgelegt, dass Adressausfallrisiken auf Einzelkundenebeneim Risk Office mit Hilfe eines bankweiten Limitierungssystems täglich zu überwachensind. Bei der Limitierung wird zusätzlich die zeitliche Struktur der Ausfallrisiken durch Unterteilungder Limite in Laufzeitbänder berücksichtigt. Zur Begrenzung von Großkreditrisiken wurdedas maximale Brutto-Engagement je Kreditnehmereinheit gemäß § 19 (2) Kreditwesengesetz(KWG) auf 500 Mio. Euro konzernweit begrenzt. Begründete Ausnahmen hiervon werden entsprechendder Kompetenzordnung genehmigt.Die Vermeidung von Risikokonzentrationen in einzelnen Teilportfolios erfolgt durch Festlegungund Überwachung von risikoorientierten Obergrenzen beispielsweise für Branchen oder Länder.SicherheitenEin weiteres zentrales Instrument zur Risikobegrenzung ist die Hereinnahme und laufende Bewertungbanküblicher Sicherheiten.Bei der Entscheidung über einen angemessenen Umfang der Besicherung werden insbesonderedie Finanzierungsart, die seitens des Kreditnehmers zur Verfügung stehenden Aktiva, die Be- undVerwertbarkeit und ein angemessenes Kosten-/Nutzenverhältnis (Kosten der Hereinnahme undlaufenden Bewertung) berücksichtigt.Die Bearbeitung und Bewertung von Sicherheiten unterliegt entsprechenden Richtlinien, die insbesonderedie Verfahren der Bewertung sowie die Bewertungsabschläge und -frequenzen festlegen.Die Berechnung der Netto-Risikopositionen erfolgt dabei auf der Grundlage des Liquidationswertsder Sicherheiten.Im Handelsgeschäft mit Derivaten werden üblicherweise Rahmenverträge zur Verrechnunggegenseitiger Risiken (Close-Out-Netting) geschlossen. Mit bestimmten Geschäftspartnern bestehenSicherheitenvereinbarungen, die das Ausfallrisiko mit einzelnen Handelspartnern auf einenvereinbarten Höchstbetrag begrenzen und im Überschreitungsfall zum Einfordern zusätzlicherSicherheiten berechtigen.Das Geschäft mit Kreditderivaten wird grundsätzlich nur mit Kontrahenten durchgeführt, die überein Investmentgrade-Rating verfügen. Das Wiedereindeckungsrisiko wird hier zudem über entsprechendeKreditsicherungsverträge reduziert.Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat der BayernLB die Genehmigungzur regulatorischen Eigenmittelentlastung durch Grundpfandrechte, Gewährleistungen, finanzielleSicherheiten in Form von Wertpapieren und Bareinlagen und Kreditderivate im Rahmender IRBA-Zulassung erteilt. Im Jahr 2009 sind zusätzlich die Schiffshypothek und das Registerpfandrechtbei Flugzeugen von der BaFin zugelassen worden.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


40Frühwarnung und ProblemkreditbehandlungAlle Kreditengagements werden laufend hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse undSicherheiten sowie hinsichtlich der Einhaltung von Limiten, vertraglichen Verpflichtungen sowieexternen und internen Auflagen im Rahmen eines entsprechenden Reportings überwacht. DieseÜberwachung wird durch ein Eskalationsverfahren unterstützt. Die frühzeitige Erkennung vonEngagements mit erhöhten Risiken erfolgt anhand definierter Frühwarnindikatoren im Rahmendes Risikofrüherkennungsprozesses. Die Angemessenheit der Frühwarnindikatoren wird regelmäßigüberprüft.Problembehaftete Engagements werden entsprechend ihres Risikogehalts gemäß den internationalüblichen Kategorien klassifiziert („special mention“, „substandard“, „doubtful“ und „loss“)und, soweit erforderlich, in eine besondere Sanierungsverantwortung und Risikoüberwachungüberführt.Durch die frühzeitige Einleitung geeigneter Maßnahmen im Rahmen einer Intensivbetreuungoder Problemkreditbehandlung sollen potenzielle Ausfälle für die BayernLB minimiert bzw. ganzvermieden werden.Im Berichtsjahr hat sich das Kreditexposure in der BayernLB inklusive ihrer beiden unselbständigenAnstalten BayernLabo und LBS von 310 Mrd. Euro um rund 13,5 Prozent auf 268 Mrd. Eurodeutlich verringert. Ursächlich hierfür war die konsequente Umsetzung des Konsolidierungskurses.Kreditexposure nach Ratingklassenin %706058,657,65040302022,021,815,416,7100• 2008• 20091,52,00,40,02,11,90 – 7 8 – 11 12 – 17 18 – 21 ohne Rating* Ausfallklassen* inkl. RatingsonderkennzeichenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht41 >Der Anteil des Investmentgrade-Portfolios ist geringfügig von 80,6 Prozent zum Jahresende 2008auf 79,4 Prozent zum Jahresende 2009 zurückgegangen. Die Migration liegt in den Auswirkungender Finanzkrise auf die Ratingeinstufung der Kunden begründet.Das Kreditexposure der BayernLB gegenüber Adressen mit Sitz in dem derzeit etwas finanzschwächerenEWWU-Land Griechenland beträgt zum 31. Dezember 2009 rund 1,1 Mrd. Euro(davon 0,2 Mrd. Euro gegenüber dem Zentralstaat).Kreditexposure nach Teilportfoliosin %70605040302010061,161,1Finanzinstitutionen (FI)inkl. ABS, Versicherungenund Sovereigns8,28,924,623,86,16,2Immobilienwesen* Firmenkunden** Sonstiges(inkl. Privatkunden)• 2008• 2009* Aufgrund methodischer Änderungen bei der Datenermittlung kommt es bei der Darstellung der Zahlenzum 31. Dezember 2008 zu Abweichungen im Nachkommastellenbereich.** Im Jahr 2008 waren die Versicherungen im Firmenkundenportfolio enthalten.ABS-Portfolio der BayernLBDer Bestand an Verbriefungsgeschäft kann in zwei Segmente aufgeteilt werden: zum einen dievon der Bank für Kunden strukturierten Transaktionen und zum anderen die Investments in AssetBacked Securities (ABS-Wertpapiere).ABS-WertpapiereDas Nominalvolumen der ABS-Wertpapiere reduzierte sich von 19,6 Mrd. Euro zum 31. Dezember2008 auf 17,0 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2009 insbesondere durch Tilgungen. Zum 19. Dezember2008 wurde eine Garantievereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern und der BayernLBgeschlossen. Die Garantie deckt tatsächliche Verluste im ABS-Wertpapierportfolio ab, die übereinen Selbstbehalt von 1,2 Mrd. Euro hinausgehen. Der Höchstbetrag der Garantie beläuft sichauf 4,8 Mrd. Euro.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


42ABS-Wertpapierportfolio nach Assetklassenin %40353028,329,837,436,3252020,119,315109,58,952,73,32,12,30RMBSnonprimeRMBSprimeCDO CMBS ABSCommercialABSConsumer• 2008• 2009ABS-Wertpapierportfolio nach Ratingklassenin %70605040302010063,438,815,915,47,09,14,24,02,74,26,828,4AAA AA A BBB BB < BB• 2008• 2009Während sich die Struktur des Portfolios nach Assetklassen nur geringfügig verändert hat, führtenTilgungen, die schwerpunktmäßig bei Wertpapieren mit einem AAA-Rating zu verzeichnenwaren, sowie Herabstufungen von Ratings zu einer Verschlechterung der Portfoliostruktur.Durch den Garantievertrag sichert der Freistaat Bayern gegen Zahlung einer Prämie als Sicherungsgeberdie ABS-Wertpapierportfolios der BayernLB ab. Diese Absicherung bezieht sich aufInsolvenz, Nichtzahlung von Kapital und Zinsen, Kapitalabschreibungen und für durch eventuelleVerkäufe vor Endfälligkeit erlittene Verluste.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht43 >Eigene Verlustprognosen bewegen sich innerhalb des abgeschlossenen Garantierahmens. DieHöhe der bisher tatsächlich realisierten Verluste aus Zahlungsausfällen und Verkäufen von ABS-Wertpapieren betrug zum 31. Dezember 2009 153 Mio. Euro. Der Selbstbehalt der BayernLB inHöhe von 1,2 Mrd. Euro ist mit Blick auf das geringe Volumen von ABS-Wertpapieren mit tatsächlichenZahlungsausfällen mit weniger als einem Drittel beansprucht.Strukturierte KundentransaktionenDas Nominalvolumen der für Kunden strukturierten Transaktionen reduzierte sich im Verlauf desJahres 2009 von 5,4 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2008 auf 2,6 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2009.Der Rückgang um etwas mehr als die Hälfte gegenüber 2008 ist sowohl auf eine aktiv betriebeneBeendigung von Transaktionen als auch Tilgungen zurückzuführen. Bisher hat die BayernLB imZusammenhang mit diesen Geschäften weder Verluste erlitten noch bestand die Notwendigkeitder Bildung von Wertberichtigungen.Ausfall und RisikovorsorgeIm Rahmen des Risikofrüherkennungsprozesses werden Engagements mit eingetretenen Risikosignalenentsprechend ihres Risikogehalts klassifiziert und in spezifisch geschulte Einheitenüberführt. Basis für entsprechende Klassifizierung sind objektive Hinweise, die auf eine Wertminderungdes Engagements hinweisen. Diese sind u. a.:• Ratingnote 19 und schlechter auf der 25-stufigen Ratingskala• Zins-, Tilgungsrückstand oder Überziehung von über 30 Tagen• Zwangsprolongationen• Umschuldung von anderen Banken• Stundung(-santräge)• Bonitätsbedingte Restrukturierung oder Sanierung• Stillhaltevereinbarungen• Bilanzielle Überschuldung bzw. Unterdeckung• Länderspezifische HinweiseFür alle Engagements, die auf Basis dieser Hinweise eine Klassifikation von „substandard“ undschlechter haben, sind anlassbezogen, mindestens aber vierteljährlich die Auswirkungen auf diezukünftigen Cash Flows zu überprüfen. Wenn die Untersuchung zeigt, dass eine dauerhafteWertminderung vorliegt, wird eine Einzelrisikovorsorge unter Berücksichtigung von BonitätsundLänderrisiken gebildet. Die Berechnung der Wertberichtigung wird pro Geschäftspartnerbzw. pro Finanzierungsprojekt vorgenommen. Die Festlegung der Höhe der Wertberichtigungerfolgt dabei grundsätzlich durch Gegenüberstellung des Buchwerts der Forderung mit dem aufGrundlage des anfänglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwerts der zu erwartenden CashFlows.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


44Die Risikovorsorgebildung unterscheidet zwischen Einzelrisikovorsorge für bestehende Forderungen,Inanspruchnahmen aus Finanzgarantien, unwiderrufliche Kreditzusagen und sonstige bilanzunwirksameVerpflichtungen. Wird bei einer Wertminderung festgestellt, dass keine Aussicht aufeine Erlösquote besteht, wird die Forderung abgeschrieben. Kriterien für die Abschreibung sindinsbesondere die bonitätsbedingte Einstellung des Geschäftsbetriebs bzw. Zins- und bzw. oderKapitalverzicht.Im Rahmen des Ratingprozesses sind im Ratingsystem Ausfallkriterien hinterlegt. Diese Ausfallkriterienberücksichtigen die Definitionen der Solvabilitätsverordnung. Danach werden in derRatingklasse 22 die „Forderungen in Verzug“ und in den Ratingklassen 23 und 24 die „NotleidendeForderungen“ berücksichtigt.Ein Einzelkreditnehmer der BayernLB ist auch dann als „in Verzug“ oder „notleidend“ zu betrachten,wenn er ein Ausfallkriterium in einem des BayernLB-Konzerns angehörigen Tochterinstituterfüllt.Allen erkennbaren Risiken im Kreditgeschäft wurde über eine Risikovorsorge angemessen Rechnunggetragen. Für latente Risiken wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet.Entwicklung der Einzelrisiko-Vorsorge für Adressausfall- und Länderrisikenin Mio. EUR 2009 2008 2007 2006 2005Stand 1.1. 1.458 692 1.054 1.874 3.384– Auflösung – 134 171 219 289 625– Verbrauch – 520 175 236 674 1.260+ Zuführung 1.083 1.106 102 155 322+ Sonstige Veränderung – 191 7 9 12 53Stand 31.12. 1.696 1.458 692 1.054 1.874Die Zuführung zur Risikovorsorge blieb im Jahr 2009 auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2008.Der Abschreibungsbedarf nahm mit Blick auf die Verschärfung der Auswirkungen der Finanzkriseim Berichtsjahr deutlich zu.BeteiligungsrisikoUnter das Beteiligungsrisiko (Anteilseignerrisiko) fasst die BayernLB Adress- (ausfall-) Risiken ausBeteiligungspositionen. Dabei handelt es sich um potenzielle (Wert-)Verluste:• durch die Bereitstellung von Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Finanzierungen (z. B. stilleEinlagen), so beispielsweise durch Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen, Veräußerungsverlusteoder Reduktion stiller Reserven,• aus Haftungsrisiken (z. B. Patronatserklärung) bzw. Ergebnisabführungsverträgen (z. B. Verlustübernahmen),• aus Einzahlungsverpflichtungen.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht45 >Die BayernLB geht zur Erreichung ihrer Unternehmensziele Beteiligungen ein, die entweder ihrGeschäftsspektrum erweitern, Dienstleistungen für sie erbringen oder als reine Finanzbeteiligungenfungieren.Der Umgang mit Beteiligungsrisiken ist u. a. in der Risikostrategie sowie der Beteiligungs-Policygeregelt. Für alle Beteiligungen ist ein Klassifizierungsverfahren zur Risikobeurteilung und -überwachungmit klaren Vorgaben zu Risikofrühwarnung implementiert.MarktpreisrisikoMarktpreisrisiken umfassen potenzielle Verluste aufgrund der Veränderung von Marktpreisen.Die BayernLB gliedert Marktpreisrisiken nach den Risikofaktoren in allgemeine und spezifischeZinsänderungs‐, Währungs-, Aktienkurs-, Rohstoff- und Volatilitätsrisiken sowie Risiken aus alternativenInvestments. Marktpreisrisiken können aus Wertpapieren, Geld- und Devisenprodukten,Rohstoffen, Derivaten, Währungs- und Ergebnissicherungen, eigenkapitalähnlichen Mitteln oderaus Inkongruenzen von Aktiv- und Passivseite resultieren.Die Risikostrategie gibt die strategischen Grundsätze für den Umgang mit Marktpreisrisiken vor.Diese dürfen nur im Rahmen genehmigter Limite eingegangen werden, sind laufend zu bewertenund zu überwachen. Soweit neue Produkte bzw. Produkte auf neuen Märkten eingeführt werden,unterliegen diese einem entsprechenden Einführungsprozess.MessungIn der BayernLB werden verschiedene Instrumente zur Überwachung und Limitierung eingesetzt,dazu gehören Risikosensitivitäten, Value-at-Risk (VaR), Stresstests sowie Kenngrößen zur Risikotragfähigkeit.Im Rahmen der täglichen Überwachung werden Marktpreisrisiken in der Regel mitdem VaR-Verfahren auf Basis einer eintägigen Haltedauer und mit einem Konfidenzniveau von99 Prozent ermittelt. Als VaR-Verfahren wird in der BayernLB die historische Simulation angewendet,wobei Korrelationseffekte entsprechend berücksichtigt werden.Die Zuverlässigkeit der Markpreisrisikomessverfahren wird regelmäßig hinsichtlich Güte bzw.Qualität überprüft. Im Rahmen des so genannten Backtestings wird die Risikoprognose mit demtatsächlich eingetretenen Ergebnis (Gewinn bzw. Verlust) verglichen. In Anlehnung an den Basel II-Ampelansatz wird die Prognosegüte des Risikomodells als gut bezeichnet, wenn das prognostizierteRisiko pro Jahr an nicht mehr als vier Tagen durch eine negative Tages-Performance überschrittenwurde. Die wesentlichen Marktpreisrisikomessverfahren weisen zum Jahresende 2009eine gute Prognosegüte auf.Die Ergebnisse aus der VaR-basierten Messung sind immer vor dem Hintergrund der Modellannahmen(wesentlich: fixes Konfidenzniveau, ein Tag Haltedauer, Verwendung historischer Datenvon einem Jahr für die Abschätzung künftiger Ereignisse) zu sehen. Aus diesem Grund werdenzusätzlich zukunftsorientierte Analysen unter Extrem- bzw. Pauschalannahmen durchgeführt,die nicht durch die verwendete Messmethodik abgedeckt sind. Die Risikopositionen werdendabei im Rahmen von monatlich berechneten Stresstests außergewöhnlichen bzw. pauschalenMarktpreisänderungen und Krisensituationen ausgesetzt und auf Risikopotenziale analysiert.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


46Diese Stressszenarien umfassen Preisrisiken für Zinsen, Credit Spreads, Wechselkurse, Aktienkurse,Kurse für alternative Investments und Rohwarenpreise sowie Volatilitätsrisiken. Die Ergebnisseder Stressszenarien fließen in die Risikotragfähigkeit ein. Die Ergebnisse der Stresstestswerden laufend überprüft und die Stresstest-Parameter bei Bedarf angepasst.Für regulatorische Zwecke wird in der BayernLB derzeit kein eigenes internes Risikomodell verwendet.Zum Einsatz kommt hier die Standardmethode.Das Zinsänderungsrisiko von Anlagebuchportfolios wird als barwertiges Risiko ermittelt und istin die tägliche Risikoüberwachung im Marktrisiko-Controlling integriert. Sowohl vertragliche alsauch gesetzliche Kündigungsrechte werden dabei als Option modelliert und fließen in die Risikoberechnungmit ein.Zusätzlich wird für das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch ein Zinsschock-Szenario von +130/– 190Basispunkten ermittelt. Die berechneten Barwertveränderungen im Verhältnis zum haftendenEigenkapital lagen zum Stichtag in der BayernLB sowie im Konzern deutlich unter dem so genannten„Outlier-Kriterium“ von 20 Prozent.Limitierung der MarktpreisrisikenDie Übernahme von Marktpreisrisiken wird in der BayernLB durch die Allokation von Marktrisikokapitallimitiert, das im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung aus der Deckungsmasse abgeleitetwird. Aus diesem Marktrisikokapital werden VaR-Limite für verschiedene Marktrisikofaktorenund Hierarchie-Ebenen abgeleitet. Zusätzlich wird in der Risikotragfähigkeitsrechnung einPuffer für eine Berücksichtigung von Stressszenarien zur Abbildung von verschärften Risikosituationenvorgehalten.Steuerung der MarktpreisrisikenAlle Marktpreisrisiken werden täglich handelsunabhängig überwacht und berichtet. Ein Eskalationsverfahrensichert die stringente Umsetzung der Überwachung. Neben der Umsetzung vonaufsichtsrechtlichen Anforderungen werden, durch die den Handel überwachende Einheit, auchdie Risikotransparenz und das tägliche Reporting an Portfolioverantwortliche sichergestellt. DerVorstand wird im Rahmen des monatlichen Marktrisikoreportings ausführlich über die Risikolagebei Marktpreisrisiken informiert.Das Marktpreisrisiko im BayernLB-Konzern betrug im Jahr 2009 durchschnittlich 199,3 Mio. Euroim Handels- und Anlagebuch (VaR bei einem Tag Haltedauer und 99 Prozent Konfidenzniveau).Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert ist das Risiko im Durchschnitt um 39 Prozentgesunken und schwankte im Jahresverlauf innerhalb einer Bandbreite von 323,1 Mio. Euro bis121,2 Mio. Euro.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht47 >Gesamtmarktpreisrisiko in der BayernLB im Jahresvergleichin Mio. EUR12-Monats-Vergleich zum 31.12.2009 12-Monats-Vergleich zum 31.12.2008DurchschnittMaximum MinimumDurchschnittMaximum Minimumspezifischer Zins-VaR 119,50 209,80 58,60 245,55 405,97 161,50allgemeiner Zins-VaR 66,10 95,30 52,00 96,50 323,54 39,62Währungs-VaR 56,00 143,20 7,30 51,26 129,19 12,47Aktien-VaR 5,90 9,00 2,50 1,63 4,19 0,45Rohstoff-VaR 1,90 3,70 1,30 2,93 7,95 0,05Volatilitäts-VaR 4,70 6,80 0,80 3,54 8,95 1,80Alternative Investments-VaR 2,40 5,50 1,20 7,39 8,91 4,76Gesamt-VaR 199,3 323,1 121,2 326,9 499,3 169,3Im BayernLB-Konzern ist der VaR im Wesentlichen durch spezifische und allgemeine Zinsrisiken,gefolgt von Währungsrisiken geprägt. Die Rohstoffrisiken, Risiken aus alternativen Investments,Aktienrisiken und Volatilitätsrisiken sind im Verhältnis zum gesamten Marktpreisrisiko von untergeordneterBedeutung. Im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf Grund von Positionsabbau undCredit Spread-Einengungen und des Garantievertrags mit dem Freistaat Bayern zur Absicherungdes ABS-Portfolios der Bank ein Rückgang bei den spezifischen Zinsrisiken und ein generellerRückgang im Gesamt-VaR zu beobachten. Zusätzlich trug die Ausweitung der korrelierten Risikorechnungzum Jahreswechsel 2008/2009 zur Reduktion des VaR bei.VaR im Jahresverlauf 2009in Mio.EUR400300BA200C100121,201.1. 1.2. 1.3. 1.4. 1.5. 1.6. 1.7. 1.8. 1.9. 1.10. 1.11. 1.12.Der Marktpreisrisiko-VaR erreichte im Jahr 2009 im April sein Maximum. Vor allem infolge sichzunächst ausweitender Credit Spreads stieg der VaR im ersten Quartal an. Ab Mai führten derschon oben angesprochene Positionsabbau sowie die Einengungen der Credit Spreads zu einerstetigen Risikoreduzierung. Zusätzlich trugen methodische Optimierungen zu einem Rückgangdes VaR (C) bei.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


48Die punktuellen Risikoausschläge (A und B) im April sind auf technische Ursachen zurückzuführen.Der Rückgang des VaR im Oktober (C) resultierte aus einer methodischen Optimierung, diein der Vervollständigung der Korrelationsrechnung bestand.Einhergehend mit der Risikoentwicklung wurden im Jahresverlauf auch die festgelegten VaR-Limite reduziert (Jahresbeginn: 566 Mio. Euro, Jahresende: 240 Mio. Euro). Im operativen Marktpreisrisiko-Überwachungsprozesserfolgte gemäß der strategischen Neuausrichtung eine strikteTrennung der definierten Abbaupositionen und der verbliebenen Handelsbestände. Ab 30. September2009 wurde für die spezifischen Zinsänderungsrisiken der BayernLB ein von den restlichenRisiken getrennter VaR berechnet, um eine separate Anrechnung von anhaltend illiquiden Positionenin der Risikotragfähigkeit durch unterschiedliche Skalierungsfaktoren zu ermöglichen. Beider Berechnung des Gesamtmarktpreisrisikos werden deshalb der VaR (ohne spezifische Zinsänderungsrisken)und das spezifische Zinsänderungsrisiko additiv berücksichtigt.Derivative HandelsgeschäfteDie BayernLB setzt derivative Instrumente zur Reduzierung von Marktpreis- und Adressausfallrisikenein. Die Kontrahenten im Derivategeschäft sind in erster Linie Banken und öffentliche Kunden.In der BayernLB gibt es keine separate Kapitalallokation sowie Limitierung für Ausfallrisikengegenüber Kontrahenten mit derivativen Positionen. Beides erfolgt im Rahmen des generellgültigen Limitierungsprozesses für Adressausfallrisiken. Im Übrigen gelten die Methoden deraufsichtsrechtlichen sowie internen Steuerung für Großkreditrisiken.Bei Credit Default Swaps (CDS) nimmt die BayernLB sowohl Sicherungsgeber- („Protection Seller“)als auch Sicherungsnehmer- („Protection Buyer“) Positionen ein, ein aktiver Handel in Kreditderivatensteht nicht im Fokus. Die CDS werden auf Einzeltransaktionsebene täglich bewertet undüberwacht. Auf dieser Bewertung basierend werden täglich die Gewinn- und Verlustpositionenermittelt.LiquiditätsrisikoUnter Liquiditätsrisiko versteht die BayernLB das Risiko, fällige Zahlungsverpflichtungen nichtvollständig oder zeitgerecht erfüllen oder – im Falle einer Liquiditätskrise – Refinanzierungsmittelnur zu erhöhten Marktsätzen beschaffen oder Aktiva nur mit Abschlägen zu den Marktpreisenveräußern zu können.LiquiditätsrisikostrategieDie strategischen Grundsätze des Umgangs mit Liquiditätsrisiken im BayernLB-Konzern sind inder Konzern-Risikostrategie festgelegt. Das übergeordnete Ziel der Liquiditätsrisikosteuerungund ­überwachung ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungs- und Refinanzierungsfähigkeitdes Konzerns. Diese strategische Zielsetzung wird durch die Regelungen in den „GroupTreasury Principles“ und in einer konzernweit gültigen „Liquidity Policy“ operationalisiert. Aufdieser Grundlage erfolgt eine effiziente und durchgängige Überwachung der Liquiditätssituationdes BayernLB-Konzerns. In der Liquiditätssicherungsplanung werden die für die AbwendungBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht49 >drohender bzw. die Bewältigung akuter Krisen erforderlichen Prozesse und Steuerungs- bzw.Sicherungsinstrumente festgelegt. Dabei beinhaltet der Eskalationsmechanismus auch die Festlegungdes Liquiditätsstatus der Bank im Sinne einer Risikoampel. Der strikte Erhalt der Zahlungsfähigkeitsowie die Vermeidung von Reputationsschäden stellen die vorrangigen Ziele derBayernLB dar. Bei Bedarf fungiert die BayernLB dabei als „Lender of last Resort“ im Konzern.Die Liquiditätssteuerung der situativen und strukturellen Liquidität obliegt in der BayernLB imBerichtsjahr der Zuständigkeit des Bereichs Group Treasury im Zentralbereich Financial Office.Der situative Liquiditätsausgleich am Markt wird durch den Geldhandel im Geschäftsfeld FinancialMarkets durchgeführt.Die Erstellung von Liquiditätsübersichten und das konzernweite Risikocontrolling von Liquiditätsrisikenerfolgen im Bereich Group Risk Control des Zentralbereichs Risk Office.MessungWichtigstes Instrument zur Messung, Analyse, Überwachung und Berichterstattung des Liquiditätsrisikosin der BayernLB ist die Liquiditätsübersicht. In ihr werden die Liquiditätsgaps, d. h. derSaldo aus deterministischen und nicht-deterministischen zukünftigen Zahlungsein- und -ausgängen,und das realisierbare Liquiditätsdeckungspotenzial in fest definierten Laufzeitbändern(beginnend mit täglichen Laufzeitbändern für die ersten 180 Tage) gegenübergestellt. Dabeiwerden sämtliche Liquiditätsrisiken aus außerbilanziellen Geschäftskonstruktionen vollständigintegriert.Bei der Prognose der zukünftigen Zahlungsströme werden auch unplanmäßige Entwicklungenberücksichtigt. Hierzu wird beispielsweise das vorzeitige Kündigungsverhalten der Käufer vonkündbaren Emissionen der BayernLB analysiert und entsprechende Kündigungsraten in die CashFlow-Modellierung eingestellt. Außerdem werden etwaige Zahlungsschwierigkeiten von Kundendurch die Integration von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in den Liquiditätsübersichteneinkalkuliert.Die Abbildung der ökonomisch zu erwartenden Zahlungsströme erfolgt bei nicht deterministischenProdukten über Modellierungsannahmen. Für außerbilanzielle Positionen basieren dieseauf historischen Auswertungen der beobachteten Inanspruchnahmen und Ausfallraten bzw. derkonservativen Berücksichtigung vertraglicher Ansprüche gegen die BayernLB. Das Liquiditätsdeckungspotenzialquantifiziert in Betrag und Zeitpunkt die Fähigkeit der BayernLB, liquide Mittelzum frühestmöglichen Zeitpunkt zu wirtschaftlichen Konditionen zu beschaffen. Es zeigt die Möglichkeitzur Abdeckung von Liquiditätsgaps und damit aller Zahlungsstrom-basierten Liquiditätsrisikenauf. Die wichtigsten Bestandteile des Liquiditätsdeckungspotenzials sind der freie Zentralbankgeldzugang,weitere verfügbare zentralbankfähige Sicherheiten sowie das Emissionspotenzialim Deckungsregister.Um auch adäquat auf verschärfte Risikosituationen vorbereitet zu sein, überwacht die BayernLBihre Liquidität auf Basis in der Schwere und Ursächlichkeit unterschiedlicher Stressszenarien, dieteilweise auch gleichzeitig Berücksichtigung finden.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


50Aus der Finanzkrise gewonnene Erkenntnisse wurden bei der Definition der Stressszenarienberücksichtigt, um ein möglichst konservatives Bild über die Liquiditätslage bei einer gegenüberdem Status quo noch weiter verschärften Krisensituation abgeben zu können.Als zentrales Steuerungstool im Group Treasury dient ein explizit dafür definiertes so genanntesWorst Case Szenario. Auch in der Finanzkrise wurde keiner der im Worst Case Szenario verwendetenParameter überschritten.Während die anderen Stressszenarien auf bestehenden vertraglich unterlegten Cash Flow-Prognosenbasieren, beinhaltet das Worst Case Szenario ergänzend einen dynamischen Ansatz,d. h. insbesondere die Berücksichtigung von Kreditneugeschäft.Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Analyse und Überwachung der Diversifikation in derRefinanzierungsstruktur. Im Berichtsjahr lagen keine wesentlichen Konzentrationen vor.Auf Ebene der BayernLB wird für das öffentliche Pfandbriefregister und das Hypothekenregisterregelmäßig ein spezifischer Cash Flow-Saldo für die nächsten 180 Tage ermittelt und im Rahmendes Reports gemäß § 27 Pfandbriefgesetz neben anderen Kennziffern zum Deckungsregister demVorstand zur Kenntnis gegeben. Dieser Saldo zeigt im Jahr 2009 zu jeder Zeit eine Liquiditätsüberdeckung.Steuerung des LiquiditätsrisikosZur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit auch in Krisensituationen verfügt dieBayernLB über ein angemessenes Portfolio zentralbankfähiger Wertpapiere. Freie Fazilitäten inausreichender Höhe bei diesen beiden Notenbanken gewährleisten, dass etwaige ungeplanteZahlungsanforderungen bei Bedarf auch im Worst Case taggleich abgedeckt werden können.Die Steuerung der strukturellen Liquidität erstreckt sich über einen Simulationszeitraum von30 Jahren. Mittels geeigneter Instrumente wird auf eine nach Laufzeit, Instrument und Währungausgewogene Refinanzierungsstruktur hingewirkt, um die Zahlungs- und Refinanzierungsfähigkeitder BayernLB sicherzustellen. Maßgebliche Steuerungsgrundlage hierbei ist die konzernweiteFunding-Planung, die regelmäßig mit der aktuellen Liquiditätssituation abgeglichen wird. Dielaufende Emissionsfähigkeit im Pfandbrief-Segment sowie die hohe Qualität der Deckungsregisterwerden durch das Collateral Management gewährleistet.Daneben werden zu Steuerungszwecken regelmäßig „Coverage Ratios“ errechnet, die das Verhältnisvon Liquiditätsreserven und liquiden Mitteln zu kurzfristig abrufbaren Zahlungsverpflichtungenfür die Kernbank und den Konzern abbilden.Im Rahmen der situativen Liquiditätssteuerung (Betrachtungszeitraum bis zu einem Jahr) wirdzudem die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsverordnung (LiqV) sichergestellt. Es wirdein spezielles Prognose- und Steuerungssystem eingesetzt, um die jederzeitige Einhaltung derinternen und aufsichtsrechtlichen Untergrenzen zu gewährleisten. Im Berichtsjahr lag die Liquiditätskennzahlder BayernLB zwischen 1,27 und 1,65 (Vorjahr: zwischen 1,28 und 1,37). Die Einhaltungder aufsichtsrechtlichen Anforderung (Kennzahl stets größer 1,0) war somit zu jeder Zeitgewährleistet.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht51 >Überwachung des LiquiditätsrisikosDie Überwachung der Liquiditätsrisiken durch Group Risk Control erfolgt in erster Linie auf Basisder aus den Liquiditätsübersichten abgeleiteten Kennzahlen. Dabei dient das Liquiditätsdeckungspotenzialals Limit für Liquiditätsgaps und die maximale Auslastung des Liquiditätsdeckungspotenzialsfür die ersten 180 Tage bzw. ersten zehn Handelstage jeweils als Limitkennzahl. Umsicherzustellen, dass bestehende Liquiditätsgaps bei Bedarf jederzeit durch Mobilisierung desLiquiditätsdeckungspotenzials geschlossen werden können, müssen die Limitkennzahlen unter100 Prozent liegen. Die Limitüberwachung wird für alle als relevant eingestuften Szenariensowohl über alle Währungen als auch separiert nach den wichtigsten Einzelwährungen durchgeführt.Über die Relevanz der Szenarien und die damit verbundene Risikotoleranz entscheidet dasAsset Liability Committee (ALCO) der BayernLB.Im Rahmen eines Eskalationsverfahrens werden bereits bei Erreichen bestimmter SchwellenwerteMaßnahmen zur Reduzierung der identifizierten Liquiditätsrisiken eingeleitet. Im Jahr 2009 wurdebei keinem Szenario die definierte Risikotoleranz überschritten. Zusammenfassend ist festzuhalten,dass sich die Prozesse zur Überwachung des Liquiditätsrisikos bewährt haben; gleichwohlwerden diese laufend konsequent weiterentwickelt.Die Liquiditätsübersichten sowie weitere relevante Kennzahlen sind Bestandteil der regelmäßigenRisikoberichte an den Vorstand und die verantwortlichen Steuerungsbereiche. Die Berichterstattungerfolgt dabei in Abhängigkeit des Liquiditätsstatus mindestens monatlich.Aktuelle LiquiditätssituationFür die Liquiditätssituation der BayernLB ergibt sich folgendes Bild zum 31. Dezember 2009 imVergleich zum Vorjahr:2009Zahlen jeweils kumuliert in Mio. EURLiquiditätsdeckungspotenzialabzüglich• Liquiditätsgap aus bilanziellen Positionen• Liquiditätsgap aus Zusagen und Avalen• Liquiditätsgap aus Kündigungsrechten• Liquiditätsgap aus Derivatenbis zu3 Monaten31.6268.8236.408– 834– 101mehr als3 Monate bis1 Jahr24.8981895.788– 1.77519mehr als 1 Jahrbis 5 Jahre12.534– 10.0431.611– 981437Liquiditätsüberhang 17.331 20.676 21.5092008Zahlen jeweils kumuliert in Mio. EURLiquiditätsdeckungspotenzialabzüglich• Liquiditätsgap aus bilanziellen Positionen• Liquiditätsgap aus Zusagen und Avalen• Liquiditätsgap aus Kündigungsrechten• Liquiditätsgap aus Derivatenbis zu3 Monaten37.1453.4709.233– 92297mehr als3 Monate bis1 Jahr42.56017.2949.482– 1.63644mehr als 1 Jahrbis 5 Jahre17.014– 12.7962.579– 1.082– 629Liquiditätsüberhang 25.268 17.375 28.942BayernLB . Geschäftsbericht 2009


52Wie an den Liquiditätsüberhängen zu erkennen ist, verfügt die BayernLB in allen Laufzeitbereichenüber eine ausreichende Liquiditätsausstattung. Die Liquiditätslage ist geprägt durch dieKapitalmaßnahmen und die Stabilisierung der Geld- und Kapitalmärkte im Jahr 2009, die von derBayernLB aktiv zur weiteren Verbesserung der Liquiditätsstruktur genutzt wurde.Die vor allem laufzeitbedingten Veränderungen beim Liquiditätsdeckungspotenzial, bei denGaps und in der Folge bei den Liquiditätsüberhängen (insbesondere in den Laufzeitbändern übereinem Monat) sind auf mehrere Ursachen zurückzuführen. Die im Krisenjahr 2008 erfolgreich eingeleitetenStabilisierungsmaßnahmen (Kapitalerhöhung durch den Freistaat Bayern; Abschlussdes SoFFin-Garantierahmens) sind in den Daten zum 31. Dezember 2008 als Entlastungen im Laufzeitbereichbis zu einem Jahr enthalten und erklären insbesondere den signifikanten Anstieg desLiquiditätsdeckungspotenzials über die ersten drei Laufzeitbänder für diesen Stichtag. Die Umsetzungder Maßnahmen in 2009 verbunden mit der verstärkten Gewinnung mittelfristiger Refinanzierungsmittelspiegelt sich in den im Vergleich zum Vorjahr betragsmäßig reduzierten Liquiditätsgapsaus bilanziellen Positionen wider. Im Berichtsjahr wurden planmäßig nennenswerteEmissionsvolumina am Kapitalmarkt mit Laufzeiten von über einem Jahr bis hinzu 15 Jahrensowohl gedeckt (6,5 Mrd. Euro) als auch ungedeckt (17,2 Mrd. Euro) platziert. Somit konnte dieAbhängigkeit vom Geldmarkt signifikant reduziert werden.Aus diesen Struktureffekten und den stabilisierten Marktverhältnissen ergab sich im Laufe desJahres 2009 eine Verbesserung der internen Steuerungsgrößen, so dass die Liquiditätssituationder BayernLB im abgelaufenen Jahr nicht angespannt war.Mit den anhaltend positiven Entwicklungen bezüglich der Refinanzierungsmöglichkeiten unddem sinkendem Liquiditätsbedarf konnte der nicht genutzte SoFFin-Garantie-Rahmen in Höhe von10 Mrd. Euro vorzeitig zurückgegeben werden.Die Liquiditätssteuerung und -überwachung in der BayernLB wird sich auch im kommendenGeschäftsjahr an den jeweiligen Refinanzierungsmöglichkeiten und an der Sicherstellung jederzeitausreichenden Liquiditätsreserven orientieren.Operationelles RisikoDer BayernLB-Konzern definiert Operationelle Risiken (OpRisk) analog zur aufsichtsrechtlichenDefinition als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagensvon internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten.Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.Rechtsrisiken sind Verlustrisiken aufgrund der Außerachtlassung des durch Rechtsvorschriftenund Rechtsprechung vorgegebenen Rahmens infolge von (ggf. auch unverschuldeter oder unvermeidbarer)Unkenntnis, nicht ausreichend sorgfältiger Rechtsanwendung oder nicht zeitgerechterReaktion auf eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Lagebericht Risikobericht53 >RisikostrategieDer Umgang mit Operationellen Risiken ist in der Risikostrategie, Arbeitsanweisungen und einemOpRisk-Handbuch geregelt.Operationelle Risiken werden in der BayernLB identifiziert und bewertet, um angemessene Maßnahmenzur Vermeidung, Minderung, Übertragung oder bewussten Hinnahme des Risikos sowiederen Prioritäten festlegen zu können.Die BayernLB hat sich zu einem effizienten Management Operationeller Risiken verpflichtet, umdas Unternehmen, seine Mitarbeiter und seine Kunden sowohl vor finanziellem Verlust als auchvor Verlust des Vertrauens oder des öffentlichen Ansehens zu bewahren.Rechtsrisiken werden über die Erfassung von Schäden sowie periodische Beurteilungen desOpRisk-Gefährdungspotenzials aus Rechtsrisiken durch den Rechtsbereich berücksichtigt. DerRechtsbereich ist für die Identifikation und zentrale Steuerung von Rechtsrisiken zuständig.RisikomessungDie BayernLB wendet seit dem 1. Januar 2007 für Zwecke der Meldung nach der Solvabilitätsverordnung(SolvV)/Basel II den Standardansatz (STA) zur Berechnung der Eigenmittelanforderungfür Operationelles Risiko auf Einzelinstitutsebene an.Für die Ermittlung des OpRisk-Risikokapitalbedarfs in der bankinternen Risikotragfähigkeitsrechnung(ICAAP) verwendet die BayernLB seit dem Stichtag 30. September 2009 ebenfalls den Standardansatz(STA) gem. SolvV-Meldung (bis Stichtag 30. September 2009: VaR Modell).Über das gemeinsam mit acht anderen Banken betriebene Datenkonsortium OpRisk (DakOR) unddie Schadenfalldatenbank für öffentlich bekannt gewordene, primär aus dem deutschsprachigenRaum stammende OpRisk-Verlustfälle (ÖffSchOR), hat die BayernLB Zugriff auf Schadendaten fürZwecke des Benchmarkings.RisikoüberwachungDie zentrale OpRisk-Controlling-Einheit verfügt über die Richtlinienkompetenz für alle Methoden,Prozesse und Systeme des OpRisk-Controllings und -Managements. Die Verantwortung für dasManagement dieser Risiken liegt beim dezentralen OpRisk-Management der Geschäftsfelder bzw.Zentralbereiche.Im Rahmen eines institutionalisierten Meldewesens werden kontinuierlich Informationen überOpRisk-Ereignisse in den Geschäftsfeldern bzw. Zentralbereichen gesammelt (Schadendatenbank).Zusätzliche Informationen werden im Rahmen von Risikoinventuren erhoben.Durch konsequente Überwachung der eingesetzten Risikoinventuren werden u. a. Prozesse,Systeme, Projekte, Verträge und Auslagerungen mit tendenziell höheren Operationellen Risikenidentifiziert und überprüft.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


54Business Continuity Management (BCM)Unter Business Continuity Management (BCM) werden alle Maßnahmen und Prozesse verstanden,die der Aufrechterhaltung von Geschäftsaktivitäten dienen. BCM umfasst präventive Schutzmaßnahmenzur Sicherstellung der Verfügbarkeit, um Schäden durch unerwünschte Ereignisse zu verhindernbzw. zu begrenzen und zugleich die Wiederherstellung von Geschäftsprozessen, Anwendungenund Infrastruktur in angemessener Zeit sicherzustellen.Es werden dabei Bedrohungsszenarien berücksichtigt, die z. B. die Nichtverfügbarkeit von Mitarbeitern,Unbenutzbarkeit von Gebäuden, Ausfall unterstützender Systeme oder Einschränkungenbei weiteren Ressourcen zur Folge haben. Für die Gewährleistung der Aufrechterhaltung einesordnungsgemäßen Geschäftsbetriebs im Notfall (sog. Business Continuity), werden für zeitkritischeGeschäftsprozesse relevante Ausfall-Szenarien untersucht und dazu geeignete Absicherungsmaßnahmenermittelt.Der in der BayernLB gültige BCM-Standard mit seinen Prozessschritten, Kontrollen und Zuständigkeitenist Teil der schriftlich fixierten Ordnung.Wichtigstes Anliegen im Kontext der „Neuen Grippe“ war die Gewährleistung der Handlungsfähigkeitim Notfall bei erhöhtem Personalausfall und konzentrierte sich daher auf folgendeSchwerpunkte:• Aktualisierung der Notfallpläne. Für Schlüsselpersonal, das im Notfall die Geschäftsprozesseaufrechterhalten soll, wurden darauf basierend weitere Fernzugriffsmöglichkeiten (z. B. viaNotebook und Blackberry) eingerichtet und zudem die Funktionsfähigkeit der Notfallräumegetestet.• Ebenso wurden Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern bei erhöhter Ansteckungsgefahr ineiner Task Force koordiniert.Reporting und StatusDas Operationelle Risiko des BayernLB-Konzerns sowie die OpRisk-Managementaktivitäten werdendem Vorstand quartalsweise bzw. bei größeren Schadensfällen ad-hoc berichtet. Die Risikoberichtestellen u. a. die OpRisk-Schadensituation und die Großschäden dar. Zusätzlich informiertder Risikobericht halbjährlich über relevante OpRisk-Potenziale und fasst den Status der BCM-Aktivitäten der BayernLB zusammen.Die OpRisk-Eigenmittelanforderung nach Standardansatz gemäß Solvabilitätsverordnung (SolvV)zum Meldestichtag 31. März 2009 ist im Vergleich zur Meldung per 31. März 2008 aufgrund derErtragssituation der Gesamtbank von 218,2 Mio. Euro auf 169,3 Mio. Euro zurückgegangen.Die Schadensumme steigerte sich von 9,8 Mio. Euro im Jahr 2008 auf 17,4 Mio. Euro im Jahr 2009;ursächlich hierfür waren unter anderem Refinanzierungsschäden.Per Ende des Berichtsjahres bestanden quantifizierbare Rechtsrisiken aus Passivprozessen in Höhevon 31,1 Mio. Euro, deren Aussichten auf erfolgreiche Abwendung fast durchweg als für dieBayernLB günstig beurteilt werden.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


[ Kapitel 3 ]555660629293JahresabschlussBilanzGewinn- und VerlustrechnungAnhangVersicherung der gesetzlichen VertreterBestätigungsvermerk des Abschlussprüfers[ Kapitel 3 ]Kap. 3 Jahresabschluss


KAP. 3Jahresabschluss


BayernLB . Geschäftsbericht 200955 >


56Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungBilanz – Bayerische Landesbankzum 31. Dezember 20092009 2008AktivaTEUR TEUR TEUR TEUR TEUR1. Barreservea) Kassenbestandb) Guthaben bei Zentralnotenbankendarunter:bei der Deutschen Bundesbankc) Guthaben bei Postgiroämtern417.1389.9361.931.986—1.941.92212.622650.470554.162—663.0922. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel,die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbankenzugelassen sinda) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungensowie ähnliche Schuldtitelöffentlicher Stellendarunter:bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbarb) Wechseldarunter:bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar——148.076—148.076413.184———413.1843. Forderungen an Kreditinstitutea) täglich fälligb) andere Forderungendarunter Baudarlehen der Bausparkasse:• Bauspardarlehen• Vor- und Zwischenfinanzierungskredite• Sonstige Baudarlehen4.068——8.456.16885.950.37694.406.54413.135.140101.706.6487.003——114.841.7884. Forderungen an Kundendarunter:• durch Grundpfandrechte gesichert• Kommunalkredite• Baudarlehen der Bausparkasse– aus Zuteilungen (Bauspardarlehen)– zur Vor- und Zwischenfinanzierung– Sonstige Baudarlehendarunter:durch Grundpfandrechte gesichert17.943.34326.298.1812.026.2322.753.9808483.822.65388.863.038 100.701.03917.966.55325.457.9431.910.6822.655.9131.4113.645.758Übertrag 185.359.580 216.619.103BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung57 >2009 2008PassivaTEUR TEUR TEUR TEUR TEUR1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutena) täglich fälligb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfristc) Bauspareinlagendarunter:• auf gekündigte Verträge• auf zugeteilte Verträge—1.9228.523.47972.091.60361.73180.676.8138.273.087117.020.12419.609—419125.312.8202. Verbindlichkeiten gegenüber Kundena) Spareinlagenaa) mit vereinbarter Kündigungsfrist vondrei Monatenab) mit vereinbarter Kündigungsfrist vonmehr als drei Monatenac) Bauspareinlagendarunter:• auf gekündigte Verträge• auf zugeteilte Verträgeb) andere Verbindlichkeitenba) täglich fälligbb) mit vereinbarter Laufzeit oderKündigungsfrist62.662238.979——8.594.4873.597.62042.897.2318.594.48746.494.85155.089.338——8.140.84290.017218.8928.140.8424.173.77741.784.52245.958.29954.099.1413. Verbriefte Verbindlichkeitena) begebene Schuldverschreibungenb) andere verbriefte Verbindlichkeitendarunter:• Geldmarktpapiere• eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf3.610.188—94.525.2523.863.07398.388.32595.573.1827.714.8436.378.010—103.288.0254. Treuhandverbindlichkeitendarunter:Treuhandkredite 6.621.8096.621.809 6.837.6966.837.6965. Sonstige Verbindlichkeiten 1.853.968 5.439.9166. Rechnungsabgrenzungsposten 695.151 872.094Übertrag 243.325.404 295.849.692BayernLB . Geschäftsbericht 2009


58Bilanz – Bayerische Landesbankzum 31. Dezember 2009 (Fortsetzung)2009 2008AktivaTEUR TEUR TEUR TEUR TEURÜbertrag 185.359.580 216.619.1035. Schuldverschreibungen und anderefestverzinsliche Wertpapierea) Geldmarktpapiereaa) von öffentlichen Emittentendarunter:beleihbar bei der Deutschen Bundesbankab) von anderen Emittentendarunter:beleihbar bei der Deutschen Bundesbankb) Anleihen und Schuldverschreibungenba) von öffentlichen Emittentendarunter:beleihbar bei der Deutschen Bundesbankbb) von anderen Emittentendarunter:beleihbar bei der Deutschen Bundesbankc) eigene SchuldverschreibungenNennbetrag—1.583.9072.612.91526.919.93311.747.92154.2072.677.1445.031.14248.355.2462.731.35153.386.38811.695.94867.813.68746.357—5.718.0972.198.1515.764.4544.676.8561.861.96356.910.27829.089.16961.587.13412.075.07712.107.94479.426.6656. Aktien und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 616.799 756.6947. Beteiligungendarunter:• an Kreditinstituten• an Finanzdienstleistungsinstituten8. Anteile an verbundenen Unternehmendarunter:• an Kreditinstituten• an Finanzdienstleistungsinstituten150.065—2.682.513—386.756 457.112201.838—3.654.721 5.917.8544.862.826—9. Treuhandvermögendarunter:Treuhandkredite 6.621.8096.621.809 6.837.6966.837.69610. Ausgleichsforderungen gegen die ÖffentlicheHand einschließlich Schuldverschreibungenaus deren Umtausch — —11. Immaterielle Anlagewerte 19.825 27.17912. Sachanlagen 479.378 506.23313. Sonstige Vermögensgegenstände 1.974.392 6.526.30714. Steuerabgrenzungsposten 36.974 236.95315. Rechnungsabgrenzungsposten 688.586 855.821Summe der Aktiva 267.652.507 318.167.617BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung59 >2009 2008PassivaTEUR TEUR TEUR TEUR TEURÜbertrag 243.325.404 295.849.6927. Rückstellungena) Rückstellungen für Pensionen undähnliche Verpflichtungenb) Steuerrückstellungenc) andere Rückstellungen1.924.657329.9691.383.6733.638.2991.786.334437.7281.923.5754.147.6377a. Fonds zur bauspartechnischen Absicherung 33.473 25.3738. Sonderposten mit Rücklageanteil — —9. Nachrangige Verbindlichkeiten 6.062.787 6.881.01810. Genussrechtskapitaldarunter:vor Ablauf von zwei Jahren fällig 584.9571.049.371 2.053.297815.21411. Fonds für allgemeine Bankrisiken 473.000 473.00012. Eigenkapitala) gezeichnetes Kapitalaa) satzungsmäßiges Grundkapitalausstehende Einlagen auf das Grundkapitalab) Einlagen stiller Gesellschafterb) Zweckeinlagec) Kapitalrücklaged) Gewinnrücklagenda) gesetzliche Rücklagedb) andere Gewinnrücklagene) Bilanzgewinn2.300.000—2.300.0004.202.1231.268.000—6.502.123612.0164.688.0341.268.000—13.070.1732.300.000—2.300.0002.208.4504.508.450612.0161.476.1341.268.000873.0002.141.000—8.737.600Summe der Passiva 267.652.507 318.167.6171. Eventualverbindlichkeitena) Eventualverbindlichkeiten ausweitergegebenen abgerechneten Wechselnb) Verbindlichkeiten aus Bürgschaftenund Gewährleistungsverträgen(im Übrigen siehe Anhang)c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheitenfür fremde Verbindlichkeiten—16.334.950—16.334.950—19.789.500—19.789.5002. Andere Verpflichtungena) Rücknahmeverpflichtungen ausunechten Pensionsgeschäftenb) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungenc) unwiderrufliche Kreditzusagen——30.977.46430.977.464——36.790.06136.790.061BayernLB . Geschäftsbericht 2009


60Gewinn- und Verlustrechnung – Bayerische Landesbankfür die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 20092009 2008TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR1. Zinserträge ausa) Kredit- und Geldmarktgeschäftendarunter Zinserträge der Bausparkasse:• aus Bauspardarlehen• aus Vor- und Zwischenfinanzierungskrediten• aus sonstigen Baudarlehenb) festverzinslichen Wertpapierenund Schuldbuchforderungen86.495124.410566.143.1901.587.9727.731.16210.136.45583.228125.365873.558.18313.694.6382. Zinsaufwendungen6.538.49812.452.845darunter:für Bauspareinlagen189.6841.192.664184.7841.241.7933. Laufende Erträge ausa) Aktien und anderen nicht festverzinslichenWertpapierenb) Beteiligungenc) Anteilen an verbundenen Unternehmen22.5338.87840.46271.87365.73326.31930.769122.8214. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-oder Teilgewinnabführungsverträgen 145.373 29.2625. Provisionserträge442.480549.991darunter Provisionserträge der Bausparkasse:• aus Vertragsabschluss und -vermittlung• aus der Darlehensregelung nach der Zuteilung• aus Bereitstellung und Bearbeitung vonVor- und Zwischenfinanzierungskrediten45.0035.140—58.4765.388—6. Provisionsaufwendungen296.871258.032darunter:für Vertragsabschluss und -vermittlungder Bausparkasse83.701145.60991.586291.9597. Nettoertrag oder Nettoaufwand ausFinanzgeschäften 611.501 – 1.066.0488. Sonstige betriebliche Erträge 228.753 64.0569. Erträge aus der Auflösung von Sonderpostenmit Rücklageanteil — —10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungena) Personalaufwandaa) Löhne und Gehälterab) Soziale Abgaben und Aufwendungen fürAltersversorgung und für Unterstützungdarunter:für Altersversorgungb) andere Verwaltungsaufwendungen18.898306.79473.337380.131341.561721.692354.904104.147459.05140.862459.103918.154Übertrag 1.674.081 – 234.311BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung61 >2009 2008TEUR TEUR TEUR TEUR TEURÜbertrag 1.674.081 – 234.31111. Abschreibungen und Wertberichtigungen aufimmaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 29.234 31.60512. Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.011 52.72813. Abschreibungen und Wertberichtigungen aufForderungen und bestimmte Wertpapiere sowieZuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft849.3911.737.493darunter:Entnahme aus dem Fonds für allgemeine BankrisikenZuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken———19.00014. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungenund bestimmten Wertpapieren sowie aus derAuflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft——849.3911.737.49315. Abschreibungen und Wertberichtigungen aufBeteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmenund wie Anlagevermögen behandelteWertpapiere2.549.0051.345.75316. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen,Anteile an verbundenen Unternehmen und wieAnlagevermögen behandelte Wertpapiere—2.549.005—1.345.75317. Aufwendungen aus Verlustübernahme 6.045 5.54318. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil — —19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit – 1.795.605 – 3.407.43320. Außerordentliche Erträge——21. Außerordentliche Aufwendungen347.24880.43322. Außerordentliches Ergebnis347.24880.43323. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag444.813417.25224. Sonstige Steuern, soweit nicht unterPosten 12 ausgewiesen7.297452.11013.882431.13425. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertragsabgeführte Gewinne — —26. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag – 2.594.963 – 3.919.00027. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 788.100 2.000.00028. Entnahmen aus Gewinnrücklagena) aus der gesetzlichen Rücklageb) aus anderen Gewinnrücklagen—873.000873.000—1.919.0001.919.00029. Entnahmen aus Genussrechtskapital 186.608 —30. Entnahmen aus Einlagen stiller Gesellschafter 747.255 —31. Bilanzgewinn — —BayernLB . Geschäftsbericht 2009


62AnhangDer Jahresabschluss der Bayerischen Landesbank (BayernLB), München, wird nach den Vorschriftendes Handelsgesetzbuchs (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstituteund Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und den Regelungen des Pfandbriefgesetzes(PfandBG) 1 erstellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht denFormblättern der RechKredV und enthält auch die für Bausparkassen vorgeschriebenen Posten.Die Wertangaben erfolgen grundsätzlich in Millionen Euro.Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriftender §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltendenSonderregelungen (§§ 340e ff. HGB).Forderungen werden zum Nennwert oder zu den Anschaffungskosten ausgewiesen. Niedrigoderunverzinsliche Forderungen werden – soweit erforderlich – abgezinst. Durch die Bildungeiner entsprechenden Risikovorsorge wird erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Die Ermittlungder Risikovorsorge erfolgt in Anlehnung an die im IFRS-Konzernabschluss angewandteMethodik. Die Einzelwertberichtigung errechnet sich als Differenz zwischen dem Buchwert derForderung und dem unter Verwendung ihres ursprünglichen effektiven Zinssatzes ermitteltenBarwerts der geschätzten zukünftigen Zahlungseingänge. Veränderungen der Zahlungserwartungführen zu Auflösungen von bzw. Zuführungen zur Risikovorsorge. Zahlungseingänge für einzelwertberichtigteForderungen reduzieren die Kapitalforderung. Die Veränderung des Barwerts derkünftig erwarteten Zahlungseingänge im Zeitablauf wird im Zinsertrag ausgewiesen. Für latenteKreditrisiken bestehen darüber hinaus Pauschalwertberichtigungen. Zur Vorsorge für allgemeineBankrisiken bestehen Reserven gemäß § 340f und § 340g HGB. Sämtliche Wertberichtigungenund die Vorsorgereserven, mit Ausnahme der Reserven nach § 340g HGB, werden aktivisch abgesetzt.Für Länderrisiken, die nicht über Einzelwertberichtigungen berücksichtigt werden, erfolgtdie Bildung einer länderrisikospezifischen Portfoliowertberichtigung. Die Ermittlung der Länderrisikovorsorgeentspricht der Methodik im IFRS-Konzernabschluss. Diese basiert auf der im Rahmender Solvabilitätsverordnung umgesetzten Basel-II-Systematik.Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Abgezinst begebeneSchuldverschreibungen und ähnliche Verbindlichkeiten werden mit ihrem Barwert angesetzt.Agien und Disagien zu Forderungen und Verbindlichkeiten werden in die aktive bzw. passiveRechnungsabgrenzung eingestellt und zeitanteilig aufgelöst.Die Bewertung der Wertpapierbestände der Liquiditätsreserve und des Handelsbestands erfolgtnach dem strengen Niederstwertprinzip unter Beachtung des Wertaufholungsgebots. Die demBestand „wie Anlagevermögen bewertete Wertpapiere“ (Anlagebestand) zugeordneten Wertpapierewerden einheitlich nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Teilweise werdenWertpapiere mit den zu ihrer Kurssicherung eingesetzten Instrumenten zu gesondert dokumentiertenBewertungseinheiten zusammengefasst. Abhängig von der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungerfolgt eine Verrechnung der Bewertungsgewinne bis zur Höhe der ihnen gegenüberstehendenBewertungsverluste (kompensatorische Bewertung unter Beachtung des Imparitätsprinzips).1 Jeweils in der zum 31. Dezember 2009 gültigen Fassung einschließlich der Änderungen, die gemäß des am 28. Mai 2009veröffentlichten Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) bereits für das Geschäftsjahr 2009 anzuwenden sind.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang63 >Da für Asset Backed Securities (ABS) derzeit kein aktiver Markt vorhanden ist, basiert derenBewertung auf Counterparty- oder Broker-Preisen bzw. auf Preisen von Marktdatenlieferanten(indikative Preisquellen). Diese Preise werden in einem so genannten Cleaningverfahren mit ähnlichenWertpapieren mit Hilfe statistischer Methoden plausibilisiert. Ferner kann bei inaktivenMärkten auf interne Bewertungsmodelle zurückgegriffen werden. Ziel hierbei ist, den Transaktionspreisfestzustellen, der sich am Bewertungsstichtag zwischen sachverständigen, vertragswilligenund unabhängigen Geschäftspartnern ergeben hätte.Die Analyse der ABS-Investments sowie Identifikation einer eventuell vorliegenden dauerhaftenWertminderung erfolgt zunächst unabhängig davon, ob eine Absicherung durch Monoliner vorliegt.Sofern die Garantie der Monoliner aufgrund einer ausreichenden Bonität des jeweiligenAnleiheversicherers als werthaltig angesehen werden kann, wird im Weiteren auf eine Abschreibungdes ABS-Investments auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert verzichtet. Bei einer starkenVerschlechterung der Bonität der Monoliner bleibt die Garantie des Monoliners unberücksichtigtund die ABS-Investments werden bewertet als wären sie nicht durch einen Monolinerabgesichert.Die Aufwendungen aus der Position „Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungenund bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft“ (GuV 13)und die Erträge aus der Position „Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmtenWertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft“ (GuV 14) werdengem. § 340f Abs. 3 HGB saldiert ausgewiesen. Darin enthalten sind auch Zuführungen bzw. Auflösungenvon Drohverlustrückstellungen für Derivate, die als Kreditersatzgeschäft bzw. als Sicherungsgeschäftefür diese Bestände abgeschlossen wurden. Bei den derivativen Sicherungsgeschäftenhandelt es sich um Sicherungsgeschäfte auf Portfolioebene.In der Niederlassung London wurde die Bewertungsmethodik bei gesettelten Forward Rate Agreementsdes Handelsbestands angepasst. Erhaltene oder gezahlte Ausgleichszahlungen aus ForwardRate Agreements werden nun mit Settlement sofort erfolgswirksam realisiert. Eine Abgrenzungder Beträge über die Laufzeit erfolgt nicht.Die BayernLB hatte zum 31. Dezember 2008 drei von Tochterunternehmen emittierte Wertpapierein ihrem Bestand, die aufgrund ihrer Zweckbestimmung dem Anlagevermögen zuzuordnenwaren, während sie im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2008 in der Liquiditätsreserveausgewiesen wurden; ein Wertpapier wurde hierbei im Bilanzposten „Schuldverschreibungenund andere festverzinsliche Wertpapiere“ und nicht im Posten „Aktien und anderenicht festverzinsliche Wertpapiere“ dargestellt. Zudem erfolgte kein Ausweis des Buchwerts(494 Mio. Euro) und des beizulegenden Zeitwerts (375 Mio. Euro) für diese drei Wertpapiereinnerhalb der für den Anlagebestand relevanten Anhangsangaben zu den Bilanzposten „Schuldverschreibungenund andere festverzinsliche Wertpapiere“ sowie „Aktien und andere nicht festverzinslicheWertpapiere“. In der Darstellung zur Entwicklung des Anlagevermögens für dasGeschäftsjahr 2008 waren diese Papiere ebenfalls nicht enthalten. Auswirkungen auf die Höhedes Wertansatzes in der Bilanz zum 31. Dezember 2008 sowie auf das ausgewiesene Jahresergebnisfür 2008 ergaben sich nicht. Der Ausweis wurde unter Beibehaltung der Vorjahreswerteim Geschäftsjahr 2009 entsprechend angepasst.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


64Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden entsprechend den für das Anlagevermögengeltenden Regeln zu Anschaffungskosten oder – bei voraussichtlich dauerhafterWertminderung – zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der IDW-StellungnahmeHFA 10 bewertet.Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten,soweit abnutzbar vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Den Abschreibungensind grundsätzlich die steuerlich zulässigen Sätze zugrunde gelegt.Steuerabgrenzungen werden gemäß § 274 HGB ausgewiesen. Aktive und passive Steuerabgrenzungsbeträgewerden saldiert, soweit sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.Pensionsrückstellungen werden nach der Methodik des IAS 19 ermittelt. Hierbei werden in einemversicherungsmathematischen Gutachten biometrische Annahmen (Richttafeln 2005 G von KlausHeubeck) sowie künftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen zugrunde gelegt. Die Abzinsungerfolgte auf der Basis des laufzeitkongruenten Marktzinssatzes für erstklassige festverzinslicheUnternehmensanleihen. Die Anforderungen der IDW-Stellungnahme HFA 2/1988 werdendurch diese Vorgehensweise erfüllt, der steuerliche Teilwert nach § 6a EStG wird überschritten.Neben dem die Pensionsrückstellung begründenden Versorgungssystem hat die Bank noch einerechtlich selbständige Versorgungskasse für mittelbare Versorgungsansprüche der Mitarbeiter.Soweit steuerlich zulässig wird regelmäßig das Kassenvermögen von der Bank dotiert. Eine Pensionsrückstellunghierfür wird nicht gebildet. Zum 31. Dezember 2009 ergibt sich eine Unterdeckungvon 80 Mio. Euro (im Vj.: 120 Mio. Euro).Derivative Finanzgeschäfte (Termingeschäfte, Swaps, Optionen, Kreditderivate) werden entsprechendihrer Zweckbestimmung einem Sicherungs- oder Handelsbestand zugeordnet. Sie werdenals schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht in der Bilanz ausgewiesen. Gezahlte bzw. erhalteneOptionsprämien sowie noch nicht fällige Prämien im Zusammenhang mit Kreditderivaten undKursausgleichszahlungen aus Total-Return-Swaps während der Laufzeit werden unter den sonstigenVermögensgegenständen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten gezeigt. Prämien aus CreditDefault Swaps werden zeitanteilig im Zinsergebnis (Nichthandelsbestand) sowie im Nettoergebnisaus Finanzgeschäften (Handelsbestand) berücksichtigt. Der Ausweis der Prämienzahlungen fürZinsbegrenzungsvereinbarungen sowie der Upfront Zahlungen bei Zins- und (Zins-)Währungsswapserfolgt unter den Rechnungsabgrenzungsposten.Strukturierte Produkte des Handelsbestands sowie der Liquiditätsreserve werden aufgrund ihrerBewertung zum strengen Niederstwert als ein einheitliches Finanzinstrument bilanziert. EingebetteteCredit Default Swaps aus verbrieften und wie Anlagevermögen bewerteten ABS-Papieren,werden als Garantien unter den Eventualverbindlichkeiten gezeigt.Die Ermittlung des Marktwerts von börsennotierten derivativen Finanzinstrumenten erfolgtanhand von Börsenpreisen. Wenn diese nicht verfügbar sind, wird der Marktwert durch denVergleich mit am Markt frei zugänglichen Transaktionspreisen ähnlicher Instrumente ermittelt.Darüber hinaus werden Marktwerte mit Hilfe von anerkannten Bewertungsmodellen ermittelt,die ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten aufbauen. Die wesentlichen Bewertungsmodelleumfassen die Barwertmethode sowie Optionspreismodelle und sonstige Verfahren:BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang65 >ProduktgruppeWesentliches BewertungsmodellZinsswapsBarwertmethodeZinstermingeschäfteBarwertmethodeZinsoptionen Black 76DevisentermingeschäfteBarwertmethodeWährungsswaps/Zins-WährungsswapsBarwertmethodeDevisenoptionenBlack 76, Barone-Adesi-WhaleyAktien-/IndexoptionenBlack-Scholes, Roll-Geske-WhaleyKreditderivateHazard Rate-ModellCommodity Caps/FloorsVorstDie Bewertung erfolgt unter Verwendung von währungs- und laufzeitkongruenten Zinskurvenund einem risikoadäquaten Spread. Bei Produkten mit Optionseigenschaften werden außerdemein stetig verzinslicher risikoloser Zins, Preisvolatilitäten und Dividendenschätzungen und sonstigerelevante Parameter berücksichtigt. Die Bewertung von Kreditderivaten erfolgt mit demHazard Rate-Modell auf Basis aktueller Credit Spreads. Im Berichtsjahr wurde aufgrund der anhaltendenmassiven Spreadausweitung bei den wesentlichen Kontrahenten erstmalig ein kontrahentenspezifischerCredit Spread in die Bewertung von OTC-Derivaten einbezogen.Sicherungsgeschäfte und Grundgeschäfte werden zu Bewertungseinheiten zusammengefasst undnach den Regeln des gesicherten Geschäfts behandelt. Somit folgt der Ausweis der Ergebniskomponentender Sicherungsgeschäfte dem Ausweis der Ergebniskomponenten des Grundgeschäfts.Die Bewertung der Handelsgeschäfte erfolgt einzeln unter Berücksichtigung des Imparitäts- undRealisationsprinzips. Innerhalb risikoadäquat zusammengefasster Handelsbestände werdenunrealisierte Gewinne und Verluste verrechnet. Verbleibende Gewinnsalden werden nicht berücksichtigt,für Verlustsalden werden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebendenGeschäften gebildet bzw. aktivierte Prämien abgeschrieben.Der Ausweis der Erfolgsbeiträge aus Handelsgeschäften erfolgt grundsätzlich im Nettoergebnisaus Finanzgeschäften. Laufende (Zins-)Zahlungen aus Wertpapieren sowie Derivaten des Handelsbestandswerden im Zinsergebnis erfasst.WährungsumrechnungDie Währungsumrechnung erfolgt nach den Grundsätzen des § 340h HGB sowie der IDW-StellungnahmeBFA 3/95. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden und wie Anlagevermögenbehandelten Vermögensgegenstände, die nicht in derselben Währung besonders gedecktsind, erfolgt zu historischen Anschaffungskursen. Andere auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenständeund Schulden sowie nicht abgewickelte Kassageschäfte werden zum Kassa-Mittelkurs,die nicht abgewickelten Termingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtags umgerechnet.Dienen Devisentermingeschäfte der Absicherung zinstragender Bilanzposten, so werden die Swapbeträgezeitanteilig abgegrenzt. Die sich aus der Umrechnung dieser kursgesicherten Bilanzpostenergebenden Kassakursdifferenzen werden saldiert unter den sonstigen Vermögensgegenständenbzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die auf Fremdwährung lautenden BilanzbeständeBayernLB . Geschäftsbericht 2009


66und schwebenden Geschäfte werden in jeder Währung gemäß § 340h Abs. 2 Satz 2 HGB grundsätzlichals besonders gedeckt eingestuft und bewertet. Dementsprechend werden diese Aufwendungenund Erträge aus der Währungsumrechnung gemäß § 340h Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB in derErfolgsrechnung erfasst. Unrealisierte Gewinne aus schwebenden Geschäften werden innerhalbderselben Währung bis zur Höhe der Verluste aus Kassageschäften vereinnahmt. AuszusonderndeErträge ergaben sich nicht, da die am Bilanzstichtag bestehenden Posten im Devisenhandel zeitnahbegründet sind bzw. jederzeit am Markt geschlossen werden können.Angaben zur Bilanz – ohne anteilige Zinsen, wenn nicht anders vermerktAktivseiteForderungen an Kreditinstitutein Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Andere Forderungen mit Restlaufzeit• bis drei Monate (einschließlich der anteiligen Zinsen)• mehr als drei Monate bis ein Jahr• mehr als ein Jahr bis fünf Jahre• mehr als fünf Jahre18.42627.81927.15212.55324.74830.12430.02916.806Forderungen an verbundene Unternehmen 12.852 18.713Forderungen an Unternehmen, mit denen einBeteiligungsverhältnis besteht 114 225Forderungen an angeschlossene Sparkassen 14.299 15.727Nachrangige Forderungen 853 859Bereitgestellte, aber noch nicht ausgezahlteBaudarlehen der Bausparkassen• aus Zuteilung 124 116Forderungen an Kundenin Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Forderungen mit Restlaufzeit• bis drei Monate (einschließlich der anteiligen Zinsen)• mehr als drei Monate bis ein Jahr• mehr als ein Jahr bis fünf Jahre• mehr als fünf Jahre10.6389.61431.98335.73315.57710.86536.35337.205Forderungen mit unbestimmter Laufzeit 895 701Forderungen an verbundene Unternehmen 589 605Forderungen an Unternehmen, mit denen einBeteiligungsverhältnis besteht 576 596Forderungen aus Leasinggeschäften – –Nachrangige Forderungen 36 37Zins- und Tilgungsrückstände aus Baudarlehen der Bausparkassen 4 4Bereitgestellte, aber noch nicht ausgezahlte Baudarlehender Bausparkassen• aus Zuteilung• zur Vor- und Zwischenfinanzierung45710042068BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang67 >Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapierein Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Beträge, die im Folgejahr fällig werden(einschließlich der anteiligen Zinsen) 8.866 11.293Verbriefte Forderungen an verbundene Unternehmen 4.140 3.988Nachrangige Wertpapiere 229 194Börsenfähige Wertpapiere, davon• börsennotiert• nicht börsennotiert55.19012.35554.93223.854Im Anlagebestand sind Wertpapiere, die in 2009 aus der Liquiditätsreserve in den Anlagebestandumgewidmet wurden, mit einem Buchwert von 51 Mio. Euro enthalten. Die BayernLB hat nunmehrdie Absicht und die Fähigkeit, diese Papiere dauerhaft zu halten. Die Bewertung dieserBestände erfolgt zum gemilderten Niederstwert, da die derzeitigen Wertschwankungen als nichtdauerhaft eingeschätzt werden und mit der vollständigen Rückzahlung der Wertpapiere bei Fälligkeitgerechnet wird.Im Anlagebestand waren Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere miteinem Buchwert von 45.432 Mio. Euro (im Vj.: 52.863 Mio. Euro) zum gemilderten Niederstwertangesetzt, deren beizulegender Zeitwert sich auf 42.096 Mio. Euro (im Vj.: 47.547 Mio. Euro)beläuft. Hiervon betrifft ein Teil mit einem Buchwert in Höhe von 14.495 Mio. Euro (im Vj.:17.908 Mio. Euro) und einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 11.630 Mio. Euro (im Vj.:14.085 Mio. Euro) ABS-Papiere. Durch den Freistaat Bayern wurden auf Basis des in 2008 geschlossenenGarantievertrags – gegen eine durch die Bank zu zahlende Garantieprämie – Verluste auseinem ABS-Portfolio bis zu einer Höhe von 4,8 Mrd. Euro abgesichert. Die Garantie wirkt ab einemVerlust von 1,2 Mrd. Euro, der von der BayernLB als Selbstbehalt getragen wurde. Seit Abschlussdes Garantievertrags wurden über den Selbstbehalt hinaus notwendige Abschreibungen in Höhevon 1,9 Mrd. Euro vermieden. Davon entfallen 0,6 Mrd. Euro auf das Geschäftsjahr 2009.Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapierein Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Nachrangige Wertpapiere 5 15Börsenfähige Wertpapiere, davon• börsennotiert• nicht börsennotiert114111113243Zum Bilanzstichtag waren insgesamt Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapieremit einem Buchwert von 387 Mio. Euro (im Vj.: 388 Mio. Euro) zum gemilderten Niederstwertangesetzt, der beizulegende Zeitwert dieser Bestände beläuft sich auf 387 Mio. Euro(im Vj.: 380 Mio. Euro).BayernLB . Geschäftsbericht 2009


68Beteiligungenin Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Börsenfähige Wertpapiere, davon• börsennotiert• nicht börsennotiert117511744Anteile an verbundenen Unternehmenin Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Börsenfähige Wertpapiere, davon• börsennotiert• nicht börsennotiert7932.5158464.620Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung derAnteile an der HYPO ALPE-ADRIA-BANK INTERNATIONAL AG, A – Klagenfurt (HGAA).Treuhandvermögenin Mio. EUR 2009 2008Dieser Posten enthält hauptsächlich von der BayerischenLandesbodenkreditanstalt ausgereichte Wohnungsbaukrediteund gliedert sich auf in:Forderungen an Kreditinstitute 139 159Forderungen an Kunden 6.483 6.679Sachanlagenin Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 382 398Betriebs- und Geschäftsausstattung 30 37BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang69 >Sonstige Vermögensgegenständein Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Prämienansprüche aus Kreditderivaten(Sicherungsnehmerpositionen) 623 2.574Bezahlte Optionsprämien 446 592Noch nicht erhaltene Prämien aus Kreditderivaten(Sicherungsgeberpositionen) 147 1.455Anteile an Unternehmen 14 4Saldierter Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung – 1.134Der Rückgang bei den Prämienansprüchen aus Kreditderivaten und den noch nicht erhaltenenPrämien aus Kreditderivaten resultiert aus dem Abbau der entsprechenden Portfolios.SteuerabgrenzungspostenDer Steuerabgrenzungsposten des Inlands wurde aufgelöst, da aus heutiger Sicht die Voraussetzungenfür künftige Steuerentlastungen nicht vorliegen.Der für die ausländischen Niederlassungen gebildete Steuerabgrenzungsposten stammt imWesentlichen aus der Niederlassung New York.Rechnungsabgrenzungspostenin Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Disagio aus Verbindlichkeiten 249 215Upfront Zahlungen aus Swaps 155 224Prämienzahlungen aus Caps und Floors 124 112Agio aus Forderungen 43 66BayernLB . Geschäftsbericht 2009


70Entwicklung des Anlagevermögensin Mio. EURAnschaffungs-/HerstellungskostenZugängeAbgängeUmbuchungenZuschreibungenAbschreibungenkumuliertRestbuchwert31. 12. 2009Restbuchwert31. 12. 2008Abschreibungendes GeschäftsjahresBeteiligungenVeränderungen +/ – 1– 70 387 457Anteile anverbundenenUnternehmen – 2.263 3.655 5.918Wertpapiere alsAnlagevermögen – 7.433 45.819 53.252ImmaterielleAnlagewerte 126 3 5 – – 104 20 27 10Sachanlagen 777 23 52 – – 269 479 506 19SonstigesAnlagevermögen 16 – – – – 3 13 13 –1 Von der Zusammenfassungsmöglichkeit nach § 34 Abs. 3 RechKredV wurde Gebrauch gemacht.Echte Pensionsgeschäftein Mio. EUR 2009 2008Buchwerte der in Pension gegebenen Vermögensgegenstände 6.349 9.353Vermögensgegenstände in fremder Währungin Mio. EUR 2009 2008Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautendenVermögensgegenstände 61.717 78.812BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang71 >Deckungsrechnungin Mio. EUR 2009 2008Hypothekenpfandbriefe und Landesbodenbriefe7.5975.163Deckungswerte enthalten in:• Forderungen an Kreditinstitute• Forderungen an Kunden• Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere• weitere DeckungÜberdeckungÖffentliche PfandbriefeDeckungswerte enthalten in:• Forderungen an Kreditinstitute• Forderungen an Kunden• Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere• weitere DeckungÜberdeckung599.752400–2.61438.02414.53620.49610.1203.09110.219718.3413821003.73147.27718.51621.10010.8254.5757.739PassivseiteVerbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenin Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Befristete Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit• bis drei Monate (einschließlich der anteiligen Zinsen)• mehr als drei Monate bis ein Jahr• mehr als ein Jahr bis fünf Jahre• mehr als fünf Jahre14.23221.83617.73118.29344.57933.26719.63619.538Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.088 3.652Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denenein Beteiligungsverhältnis besteht 43 47Verbindlichkeiten gegenüber angeschlossenen Sparkassen 9.550 15.485Verbindlichkeiten gegenüber Kundenin Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Andere befristete Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit• bis drei Monate (einschließlich der anteiligen Zinsen)• mehr als drei Monate bis ein Jahr• mehr als ein Jahr bis fünf Jahre• mehr als fünf Jahre15.5202.6567.95816.76312.0655.1347.96016.626Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 92 147Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denenein Beteiligungsverhältnis besteht 249 261BayernLB . Geschäftsbericht 2009


72Verbriefte Verbindlichkeitenin Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Begebene Schuldverschreibungen• Beträge, die im Folgejahr fällig werden 14.554 20.689Andere verbriefte Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit• bis drei Monate (einschließlich der anteiligen Zinsen)• mehr als drei Monate bis ein Jahr• mehr als ein Jahr bis fünf Jahre• mehr als fünf Jahre2.93383646485.2262.28360146Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 665 1.100Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denenein Beteiligungsverhältnis besteht 15 12Treuhandverbindlichkeitenin Mio. EUR 2009 2008Dieser Posten gliedert sich auf in:Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17 23Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6.605 6.815Sonstige Verbindlichkeitenin Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Erhaltene Optionsprämien 488 494Noch nicht bezahlte Prämien aus Kreditderivaten(Sicherungsnehmerpositionen) 403 1.919Prämienverpflichtungen aus Kreditderivaten(Sicherungsgeberpositionen) 335 2.136Eindeckungsverpflichtung aus dem Verkauf vonentliehenen Wertpapieren 162 430Saldierter Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung 118 –Der Rückgang bei den Prämienverpflichtungen aus Kreditderivaten und den noch nicht bezahltenPrämien aus Kreditderivaten resultiert aus dem Abbau der entsprechenden Portfolios.Rechnungsabgrenzungspostenin Mio. EUR 2009 2008In diesem Posten sind enthalten:Upfront Zahlungen aus Swaps 213 274Prämienzahlungen aus Caps und Floors 184 185Agio aus Verbindlichkeiten 81 62Disagio aus Forderungen 62 84BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang73 >RückstellungenIn den Steuerrückstellungen sind passive latente Steuern in Höhe von 24 Mio. Euro(im Vj.: 19 Mio. Euro) enthalten.Die Rückstellungen für zukünftige Beihilfen in Höhe von 116 Mio. Euro werden seit dem Berichtsjahrin den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen. Die Umgliederung des Bestands zum31. Dezember 2008 in Höhe von 105 Mio. Euro aus den sonstigen Rückstellungen in die Rückstellungenfür Pensionen begründet sich durch die Anlehnung an Pensionen in der Art und derBewertung der zukünftigen Beihilfen.Nachrangige Verbindlichkeitenin Mio. EUR 2009 2008Im Berichtsjahr sind an Zinsaufwendungen angefallen 285 362Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind vertraglich so ausgestaltet, dass im Falle der Insolvenzoder der Liquidation der BayernLB eine Rückerstattung erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigenGläubiger erfolgt. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung auf Verlangen der Gläubigerbesteht nicht. Die Voraussetzungen für eine Zurechnung zum haftenden Eigenkapital gemäߧ 10 Abs. 5a KWG und § 10 Abs. 7 KWG sind erfüllt.Nachfolgende Mittelaufnahmen übersteigen 10 Prozent des Gesamtbetrags der nachrangigenVerbindlichkeiten:in Mio. EUR Betrag Zinssatz FälligkeitSchuldverschreibung 1.000 5,75% 23.10.2017Schuldverschreibung 680 4,50% 07.02.2019Es gelten die Bedingungen für nachrangige Schuldverschreibungen. Eine Umwandlung in Kapital oder in eine andere Schuldform ist vertraglichnicht festgeschrieben.Verbindlichkeiten in fremder Währungin Mio. EUR 2009 2008Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Verbindlichkeiten 35.064 58.791Eventualverbindlichkeiten und Andere VerpflichtungenIn beiden unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Posten sind keine in Bezug auf die Gesamttätigkeitwesentlichen Einzelbeträge enthalten.Sicherheitenübertragung für eigene Verbindlichkeitenin Mio. EUR 2009 2008Für nachstehende Verbindlichkeiten wurden Vermögens gegenständeim angegebenen Wert als Sicherheit übertragen:Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.517 26.078Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7 10Eventualverbindlichkeiten 28 33BayernLB . Geschäftsbericht 2009


74Die Sicherheitsleistungen für eigene Verbindlichkeiten betreffen überwiegend übertrageneForderungen aus Durchleitdarlehen gegenüber Kreditinstituten (10.594 Mio. Euro).Darüber hinaus wurden Wertpapiere im Wert von nominal 3.170 Mio. Euro als Sicherheit fürGeschäfte an Terminbörsen und anderen Börsen- und Clearingeinrichtungen hinterlegt.Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungProvisionsaufwendungenIn den Provisionsaufwendungen sind 53 Mio. Euro (im Vj.: 1 Mio. Euro) für die Bereitstellung undInanspruchnahme von Garantien des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) enthalten.Sonstige betriebliche ErträgeDieser Posten enthält Erträge aus der Auflösung des Bayerischen Reservefonds in Höhe von128 Mio. Euro sowie Erträge aus der Auflösung der 2008 gebildeten Rückstellung für leistungsorientierteVergütung in Höhe von 32 Mio. Euro.Allgemeine VerwaltungsaufwendungenIn den anderen Verwaltungsaufwendungen sind 13 Mio. Euro Zuführungen zur Sicherungsreserveder Landesbanken und Girozentralen enthalten. Der Vorjahreswert in Höhe von 75 Mio. Eurobeinhaltete neben den Zuführungen zur Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralenauch Beiträge zum Reservefonds des Sparkassenverbandes Bayern (Bayerischer Reservefonds).Abschreibungen auf ForderungenIn Folge der Veräußerung der Anteile an der HGAA wurde auf Darlehensforderungen in Höhe von525 Mio. Euro verzichtet.Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögenbehandelte WertpapiereIn diesem Posten sind aus der Veräußerung der HGAA Buchverluste in Höhe von 2.282 Mio. Eurosowie in Folge des vereinbarten Forderungsverzichts Abschreibungen auf Genussrechte in Höhevon 300 Mio. Euro enthalten.Außerordentliche AufwendungenDieser Posten beinhaltet außerordentliche Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von347 Mio. Euro (im Vj.: 80 Mio. Euro).Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer tatsächliche Steueraufwand für das Berichtsjahr beläuft sich im Inland auf 155 Mio. Euro. FürVorjahre ist durch Abgabe berichtigter Steuererklärungen ein tatsächlicher Steuerertrag in Höhevon 12 Mio. Euro enthalten.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang75 >Aus der Auflösung des Steuerabgrenzungspostens im Inland resultiert ein Aufwand in Höhe von232 Mio. Euro.Aus den ausländischen Niederlassungen resultiert ein tatsächlicher Steueraufwand für dasBerichtsjahr in Höhe von 95 Mio. Euro. Für Vorjahre ist ein tatsächlicher Steueraufwand in Höhevon 1 Mio. Euro enthalten. Aus der Zuführung zu den aktiven latenten Steuern ist ein Ertrag inHöhe von 28 Mio. Euro enthalten, der insbesondere aus der Aktivierung in der NiederlassungNew York resultiert.Ausschüttungen auf stille Einlagen und Genussrechtsverbindlichkeiten/KapitalherabsetzungDie BayernLB hat im Rahmen der Abstimmungen über die Genehmigung der Rekapitalisierungsmaßnahmender Erwartung der EU-Kommission wie im Vorjahr entsprochen, keine Ausschüttungauf stille Einlagen und Genussrechtsverbindlichkeiten vorzunehmen, sofern hierzu keine vertraglicheVerpflichtung besteht. Die vertraglichen Nachzahlungsansprüche von Zinsen auf stille Einlagenund Genussrechte belaufen sich auf 219 Mio. Euro. Nachzahlungen erfolgen nur während derLaufzeit der Instrumente sofern dadurch kein Bilanzverlust entsteht oder erhöht wird.Während im Vorjahr der Jahresfehlbetrag in voller Höhe durch die Auflösung von Rücklagen ausgeglichenwurde, hat die BayernLB für das Geschäftsjahr 2009 der restriktiveren Erwartung derEU-Kommission entsprochen und die stillen Einlagen und Genussrechtsverbindlichkeiten zumVerlustausgleich herangezogen. Entsprechend den vertraglichen Regelungen wurden stille Einlagenmit 747 Mio. Euro und Genussrechtsverbindlichkeiten mit 187 Mio. Euro entsprechendihrer Quote am gesamten haftenden Eigenkapital zur Verlustteilnahme herangezogen. DieVerlustbeteiligung belief sich auf rund 15,1 Prozent des Nominalbetrags der stillen Einlagenund Genussrechte. Die Wiederauffüllungsansprüche bei Genussrechten und stillen Einlagenbetragen 900 Mio. Euro. Außerdem wurden zum Verlustausgleich Gewinnrücklagen in Höhe von873 Mio. Euro und Kapitalrücklagen in Höhe von 788 Mio. Euro aufgelöst. Das Bilanzergebniswird mit Null ausgewiesen.Verwaltungs- und Vermittlungsleistungen gegenüber DrittenBei den für Dritte erbrachten Dienstleistungen handelt es sich insbesondere um die Depotverwaltung,die Vermögensverwaltung, die Verwaltung von Treuhandkrediten sowie um die Vermittlungvon Versicherungen und Immobilien.Geografische Märktein Mio. EUR 2009 2008Der Gesamtbetrag der in den Posten 1, 3, 5, 7 und 8 der Gewinn- undVerlustrechnung ausgewiesenen Erträge gliedert sich nach folgendengeografischen Märkten auf:Deutschland 7.951 10.874Europa (ohne Deutschland) 460 1.111Amerika 578 1.196Asien 97 184BayernLB . Geschäftsbericht 2009


76Derivative GeschäfteDie nachstehenden Tabellen zeigen die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten zins- undfremdwährungsabhängigen sowie sonstigen Termingeschäfte und Kreditderivate. Die Geschäftedienen in erster Linie der Absicherung von Zins-, Wechselkurs- oder Marktpreisschwankungensowie dem kundenorientierten Handel.Derivative Geschäfte – Darstellung der VoluminaNominalwerteMarktwerte 1positivMarktwerte 1negativin Mio. EUR2009 2008 2009 2009Zinsrisiken• Zinsswaps• FRAs• Zinsoptionen– Käufe– Verkäufe• Caps, Floors• Börsenkontrakte• Sonstige Zinstermingeschäfte1.002.019230.60530.74812.87917.86935.83172.4205.188855.666178.80132.77512.21420.56131.74059.9344.09027.37063432429331011323.663531.019–1.01923934Zinsrisiken insgesamt1.376.8111.163.00628.18924.981Währungsrisiken• Devisentermingeschäfte• Währungs- und Zins-Währungsswaps• Devisenoptionen– Käufe– Verkäufe• Börsenkontrakte• Sonstige Währungs termingeschäfte49.69864.2415.5363.1082.428––69.42159.4708.8254.5394.286––1.0851.451117117––31.0261.789112–112–3Währungsrisiken insgesamt119.475137.7162.6562.930Aktien- und sonstige Preisrisiken• Aktientermingeschäfte• Aktien-/Indexoptionen– Käufe– Verkäufe• Börsenkontrakte• Sonstige Termingeschäfte 26010056447452442134538145876–6363–12661954–541222Aktien- und sonstige Preisrisikeninsgesamt7581.097330296Risiken aus Kreditderivaten• Sicherungsnehmer• Sicherungsgeber21.45223.05156.95765.3882.5642072481.407Risiken aus Kreditderivaten insgesamt44.503122.3452.7711.655Insgesamt 1.541.547 1.424.164 33.946 29.8621 Ermittlung der Marktwerte vgl. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Derivative Finanzinstrumente2 Es handelt sich ausschließlich um energie- und rohwarenbezogene Geschäfte.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang77 >Derivative Geschäfte – FristengliederungNominalwerteZinsrisikenWährungsrisikenAktien- undsonstige PreisrisikenRisiken ausKredit derivatenin Mio. EUR2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008Restlaufzeiten• bis drei Monate• bis ein Jahr• bis fünf Jahre• über fünf Jahre171.787418.563469.441317.020126.006326.844405.902304.25425.30428.06651.37014.73543.21527.83453.64713.020247277231339436433812.16811.51619.98210.8374.4058.79977.09932.042Insgesamt 1.376.811 1.163.006 119.475 137.716 758 1.097 44.503 122.345Derivative Geschäfte – KontrahentengliederungNominalwerteMarktwerte 1positivMarktwerte 1negativin Mio. EUR2009 2008 2009 2009Banken in der OECD 756.391 702.290 16.570 16.273Banken außerhalb der OECD 680.616 617.422 11.682 10.870Öffentliche Stellen in der OECD 10.608 9.180 2.476 109Sonstige Kontrahenten 2 93.932 95.272 3.218 2.610Insgesamt 1.541.547 1.424.164 33.946 29.862Derivative Geschäfte – Handelsderivate 3NominalwerteMarktwerte 1positivMarktwerte 1negativin Mio. EUR2009 2008 2009 2009Zinskontrakte 1.272.920 1.101.150 22.493 22.713Währungskontrakte 118.354 135.717 2.499 2.874Aktienkontrakte 586 842 266 241Kreditderivatekontrakte 11.523 75.424 121 157Insgesamt 1.403.383 1.313.133 25.379 25.9851 Ermittlung der Marktwerte vgl. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Derivative Finanzinstrumente2 Einschließlich Börsenkontrakten3 Gegenüber der Darstellung im Jahresabschluss 2008 erfolgt kein Ausweis derivativer Nichthandelsbestände.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


78Angaben gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 8 RechKredVBewegung des Bestands an Bausparverträgen und Bausparsummen der Bayerischen Landesbausparkasse (LBS)nicht zugeteilt zugeteilt insgesamtZahl derVerträgeBau sparsummein Mio. EURZahl derVerträgeBau sparsummein Mio. EURZahl derVerträgeBau sparsummein Mio. EURA. Bestand zum 31. 12. 2008 1.739.987 43.369 289.178 7.254 2.029.165 50.623B. Zugang im Geschäftsjahr durch• Neuabschlüsse (eingelöste Verträge)• Übertragung• Zuteilungsverzicht undWiderruf der Zuteilung• Teilung• Zuteilung• SonstigesInsgesamtC. Abgang im Geschäftsjahr durch• Zuteilung• Herabsetzung• Auflösung• Übertragung• Zusammenlegung• Vertragsablauf• Zuteilungsverzicht undWiderruf der Zuteilung• SonstigesInsgesamt204.89613.6517.2661.642–12.536239.99192.508–114.78913.651–3.968–12.425237.3416.521307126––3727.3262.2375882.008307–38–4565.634–2.102–9892.50831895.026––40.2172.1023.05554.6457.266892108.177–50––2.23792.296–262150–1.359126232.181204.89615.7537.2661.74092.50812.854335.01792.508–155.00615.7533.05558.6137.26613.317345.5186.521357126–2.2373819.6222.2375902.629357–1.3971264797.815D. Reiner Zugang/Abgang 2.650 1.692 – 13.151 115 – 10.501 1.807E. Bestand zum 31. 12. 2009 1.742.637 45.061 276.027 7.369 2.018.664 52.430Davon entfallen auf Bauspareraußerhalb des Bundesgebiets: 5.633 154 600 20 6.233 174Bestand an noch nicht eingelösten Verträgen• Abschlüsse vor dem 1. 1. 2009• Abschlüsse im Geschäftsjahr 2009Zahl der Verträge12.09254.127Bau sparsumme in Mio. EUR4491.870Bezüglich der Bestandsbewegung der einzelnen Tarife wird auf den Geschäftsbericht der LBS verwiesen.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang79 >Bewegung der Zuteilungsmasse der LBSin Mio. EUR 2009A. ZuführungenVortrag aus dem Vorjahr (Überschuss):noch nicht ausgezahlte BeträgeZuführungen im Geschäftsjahr• Sparbeträge (einschließlich verrechneter Wohnungsbauprämien)• Tilgungsbeträge 1 (einschließlich verrechneter Wohnungsbauprämien)• Zinsen auf Bauspareinlagen• Fonds zur bauspartechnischen AbsicherungSumme Zuführungen6.2091.85365719088.917B. EntnahmenEntnahmen im Geschäftsjahr• Zugeteilte Summen, soweit ausgezahlta) Bauspareinlagenb) Baudarlehen• Rückzahlung von Bauspareinlagen auf noch nicht zugeteilte BausparverträgeÜberschuss der Zuführungen (noch nicht ausgezahlte Beträge)am Ende des Geschäftsjahres 2Summe Entnahmen1.0707314776.6398.9171 Tilgungsbeträge sind die auf die reine Tilgung entfallenden Anteile der Tilgungsbeiträge.2 In dem Überschuss der Zuführungen sind u. a. enthalten:a) die noch nicht ausgezahlten Bauspareinlagen der zugeteilten Bausparverträge: 241 Mio. Eurob) die noch nicht ausgezahlten Baudarlehen aus Zuteilungen: 580 Mio. EuroAngaben gemäß § 28 Pfandbriefgesetz (PfandBG)Im Umlauf befindliche Pfandbriefe und DeckungsmassenNennwert Barwert Risikobarwertin Mio. EUR 2009 2008 2009 2008 2009 2008Hypothekenpfandbriefe7.5965.1617.9775.3948.2235.199• Deckungsmassen 1• davon: Derivate10.208–8.891–10.832–9.391–10.840–8.913–Überdeckung2.6123.7302.8553.9972.6173.714Öffentliche Pfandbriefe38.02447.27740.38149.49339.17247.374• Deckungsmassen 1,2• davon: Derivate49.368–56.187–50.5621857.504848.964154.926– 11Überdeckung11.3448.91010.1818.0119.7927.5521 Einschließlich weiteren Deckungswerten gemäß §§ 19 Abs. 1, 20 Abs. 2 PfandBG2 Einschließlich Abzinsungsbetrag für unterverzinsliche Forderungen der BayernLaboBayernLB . Geschäftsbericht 2009


80Laufzeitstruktur der im Umlauf befindlichen Pfandbriefe sowie Zinsbindungsfristen der DeckungsmassenHypothekenpfandbriefe Deckungsmassen 1 Öffentliche Pfandbriefe Deckungsmassen 1,2in Mio. EUR 2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008Restlaufzeiten bzw.Zinsbindungsfristen• bis ein Jahr• mehr als ein Jahrbis zwei Jahre• mehr als zwei Jahrebis drei Jahre• mehr als drei Jahrebis vier Jahre• mehr als vier Jahrebis fünf Jahre• mehr als fünf Jahrebis zehn Jahre• mehr als zehn Jahre1.1039181.7041.2235971.9241271.2329505479745977241371.6938291.2401.5641.1053.2944831.5086487061.1141.0833.3744588.7906.6465.5873.4481.6219.2242.70812.2989.0136.6735.6703.5407.3902.69310.1484.0444.9294.7394.11918.1053.28412.6065.5053.8194.9704.64621.0183.623Insgesamt 7.596 5.161 10.208 8.891 38.024 47.277 49.368 56.1871 Einschließlich weiteren Deckungswerten gemäß §§ 19 Abs. 1, 20 Abs. 2 PfandBG2 Einschließlich Abzinsungsbetrag für unterverzinsliche Forderungen der BayernLaboZusammensetzung der zur Deckung von Pfandbriefen verwendeten weiteren Deckungswertein Mio. EUR 2009 2008Deckungswerte nach• § 19 Abs. 1 Nr. 2 PfandBG• § 19 Abs. 1 Nr. 3 PfandBG• § 20 Abs. 2 Nr. 2 PfandBG–4003.0911003814.575Insgesamt 3.491 5.056Zur Deckung von Hypothekenpfandbriefen verwendete Forderungen nach GrößenklassenHypothekendeckungswertein Mio. EUR 2009 2008bis 300.000 EURmehr als 300.000 EUR bis 5 Mio. EURmehr als 5 Mio. EURWeitere Deckung1.6671.3416.8004001.8231.2975.290481Insgesamt 10.208 8.891BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang81 >Zur Deckung von Hypothekenpfandbriefen verwendete Forderungen nach Staaten, in denendie Grundstückssicherheiten liegen und nach NutzungsartHypothekendeckungswertegewerblichwohnwirtschaftlichin Mio. EUR 2009 2008 2009 2008Deutschland• Wohnungen• Einfamilienhäuser• Mehrfamilienhäuser• Bürogebäude• Handelsgebäude• Industriegebäude• Sonstige gewerblich genutzteGebäude• Unfertige und noch nichtertragsfähige Neubauten• Bauplätze• Weitere DeckungFrankreich• Bürogebäude• IndustriegebäudeGroßbritannien und Nordirland• Bürogebäude• Handelsgebäude• Sonstige gewerblich genutzteGebäudeItalien• Bürogebäude• Handelsgebäude• Unfertige und noch nichtertragsfähige NeubautenNiederlande• Bürogebäude• HandelsgebäudeÖsterreich• Handelsgebäude• Bauplätze• BürogebäudePolen• Bürogebäude• Handelsgebäude• Unfertige und noch nichtertragsfähige NeubautenSchweden• HandelsgebäudeSchweiz• Bürogebäude• Handelsgebäude• Sonstige gewerblich genutzteGebäude4.249–––1.5241.59742597385140046846171.05461935382535359176–14798492610115161132131317540108274.144–––1.6641.2454157111527481256249775247825024298601311077928512481151311–212121634093303.0049437001.324––––1918–––––––––––––––––––––––––––––2.8439987741.016––––2827–––––––––––––––––––––––––––––BayernLB . Geschäftsbericht 2009


82gewerblichHypothekendeckungswertewohnwirtschaftlichin Mio. EUR 2009 2008 2009 2008Spanien• BürogebäudeTschechien• Bürogebäude• Unfertige und noch nichtertragsfähige NeubautenUngarn• HandelsgebäudeUSA• Bürogebäude• Sonstige gewerblich genutzteGebäude• Unfertige und noch nichtertragsfähige Neubauten64646868–62623273161164645846126262119119–––4Insgesamt 7.204 6.044 3.004 2.847––––––––––––––––––4––Gesamtbetrag der mindestens 90 Tage rückständigen Leistungen auf Hypothekenforderungennach Staaten, in denen die Grundstückssicherheiten liegenin Mio. EUR 2009 2008Deutschland 1 2Insgesamt 1 2Weitere Angaben zu Hypothekenforderungen gemäß § 28 Abs. 2 Nr. 3 PfandBGAm Bilanzstichtag waren bei gewerblich bzw. wohnwirtschaftlich genutzten Grundstücken 1 bzw.93 (im Vj.: 2 bzw. 93) Zwangsversteigerungsverfahren und keine (im Vj.: 1) bzw. 68 (im Vj.: 75)Zwangsverwaltungsverfahren anhängig.Des Weiteren wurden im Berichtsjahr keine (im Vj.: 1) Zwangsversteigerungen von gewerblichgenutzten Grundstücken und von 37 (im Vj.: 8) wohnwirtschaftlich genutzten Grundstückendurchgeführt.In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wurden keine Grundstücke zur Verhütung von Verlustenan Hypotheken übernommen.Nutzungsartgewerblichwohnwirtschaftlichin Mio. EUR 2009 2008 2009 2008Zinsrückstände aufHypothekenschulden – – 1 1BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang83 >Zur Deckung von öffentlichen Pfandbriefen verwendete Forderungen nach Art des Schuldnersbzw. der gewährleistenden Stelle und deren SitzDeckungswertein Mio. EUR 2009 2008Deutschland• Staat• Regionale Gebietskörperschaften• Örtliche Gebietskörperschaften• Sonstige Schuldner• Weitere DeckungDänemark• Weitere DeckungEuropäische Union• Sonstige SchuldnerFrankreich inkl. Monaco• Weitere DeckungGriechenland• Weitere DeckungGroßbritannien und Nordirland• Staat• Regionale GebietskörperschaftenItalien• Weitere DeckungKanada• Regionale Gebietskörperschaften• Örtliche GebietskörperschaftenLuxemburg• Sonstige Schuldner• Weitere DeckungNiederlande• Weitere DeckungNorwegen• Weitere DeckungÖsterreich• Staat• Weitere DeckungPolen• Staat• Weitere DeckungRumänien• StaatSchweden• StaatSchweiz• Regionale Gebietskörperschaften• Sonstige Schuldner• Weitere Deckung45.0281.11211.4836.55923.7882.0862525103103––272764646421051051326666700200500606015151515–2020–44992.04197579327349.8891.12011.8216.14627.5913.2112525104104707027276045599155155118595970020050013013015156717501392011977992.8971.3561.268273BayernLB . Geschäftsbericht 2009


84Deckungswertein Mio. EUR 2009 2008Spanien• Regionale GebietskörperschaftenTschechien• StaatTürkei• StaatUngarn• StaatUSA• StaatZypern• Staat42442455––116622Insgesamt 49.368 56.1878668666646463023029922Gesamtbetrag der mindestens 90 Tage rückständigen Leistungen auf öffentliche Forderungenund dessen regionale Verteilungin Mio. EUR 2009 2008Deutschland• Staat• Regionale GebietskörperschaftenInsgesamt 3 41213Bei den rückständigen Leistungen auf öffentliche Forderungen an den Staat handelt es sich umForderungen an das Land Argentinien, für die eine Bürgschaft der Bundesrepublik Deutschlandbesteht. Bei den rückständigen Leistungen auf öffentliche Forderungen an regionale Gebietskörperschaftenhandelt es sich im Wesentlichen um Forderungen an Privatpersonen, für dieBürgschaften durch regionale Gebietskörperschaften bestehen.Sonstige AngabenAnteilsbesitzDie vollständigen Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB und § 340a Abs. 4Nr. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.Bei folgenden Unternehmen war die BayernLB zum Bilanzstichtag unbeschränkt haftender Gesellschafter:• GbR Datenkonsortium OpRisk, Bonn• GbR der Altgesellschafter der Deutsche Leasing AG, Bad Homburg• GLB GmbH & Co. OHG, Frankfurt/Main• Groupement d’Intérêt Economique (GIE) Spring Rain, ParisBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang85 >PatronatserklärungAus der Abgabe der Patronatserklärungen gegenüber Tochtergesellschaften und gegenüber Gläubigernvon Tochtergesellschaften der BayernLB resultieren im Wesentlichen Vorteile für die Tochtergesellschaftenin Form verbesserter Geschäfts- und Finanzierungsbedingungen. Von diesenVorteilen profitiert die BayernLB in Form eines positiven Einflusses auf den Unternehmenswertder Tochtergesellschaft. Diesen Vorteilen stehen mögliche Belastungen der BayernLB gegenüber.Für die folgenden Unternehmen trägt die BayernLB, abgesehen vom Fall des politischen Risikos,in Höhe ihrer Anteilsquote dafür Sorge, dass die Gesellschaften ihre vertraglichen Verpflichtungenerfüllen können:• Banque LBLux S.A., Luxemburg• Deutsche Kreditbank Aktiengesellschaft, Berlin• Landesbank Saar (SaarLB), SaarbrückenZur Patronatserklärung für die SaarLB:Mit Anteilskauf- und Übertragungsvertrag vom 18./21. Dezember 2009 hat die BayernLB einenAnteil in Höhe von 25,2 Prozent am Stammkapital der SaarLB an das Saarland verkauft.Mit Vollzug dieser Transaktion scheidet die SaarLB aus dem BayernLB-Konzern aus. Dadurch entfälltab diesem Zeitpunkt der Grund für die Patronatserklärung der BayernLB für die SaarLB.Alle Verbindlichkeiten der SaarLB, die nach Ablauf des Tages, an dem der Verkauf vollzogen wordenist (Vollzugstag), begründet werden, sind daher nicht mehr von der Patronatserklärung derBayernLB für die SaarLB erfasst. Die BayernLB sagt sich insoweit von der vorstehend abgegebenenPatronatserklärung mit Wirkung für alle nach dem Vollzugstag begründeten Verbindlichkeitender SaarLB los und widerruft zu einem früheren Zeitpunkt bereits abgegebene Erklärungen entsprechend.Das genaue Datum des Vollzugstags, mit dessen Eintritt derzeit im zweiten Quartalgerechnet wird, steht noch nicht fest und wird im Rahmen einer Pressemitteilung der BayernLBbekannt gegeben.Wegfall der Patronatserklärung für die LB(Swiss) Privatbank AG zum 21. Dezember 2009Für die LB(Swiss) Privatbank AG bestand bislang eine Patronatserklärung seitens der BayernLB.Mit Ablauf des 21. Dezember 2009 hat die BayernLB ihre Anteile an der LB(Swiss) Privatbank AGan die Landesbank Hessen-Thüringen übertragen. Somit ist ab diesem Zeitpunkt die Patronatserklärungfür die LB(Swiss) Privatbank AG entfallen und es werden Verbindlichkeiten der LB(Swiss)Privatbank AG, die nach Ablauf des 21. Dezember 2009 begründet werden, nicht mehr von derPatronatserklärung erfasst; entsprechend werden früher abgegebene Erklärungen widerrufen.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


86Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen entstehen insbesondere aus Miet-, Nutzungs-, Service- undWartungsverträgen sowie aus Beratungsverträgen und Marketingvereinbarungen.Einzahlungsverpflichtungen auf noch nicht voll eingezahltes Kapital beliefen sich zum Bilanz stichtagauf 91 Mio. Euro, die Haftsummen aus Kommanditgesellschaftsanteilen auf 31 Mio. Euro. DesWeiteren bestanden Nachschussverpflichtungen in Höhe von 36 Mio. Euro sowie eine selbstschuldnerischeBürgschaft für die Nachschusspflicht von Gesellschaftern der Liquiditäts-Konsor tialbankGmbH, Frankfurt/Main, die Mitglieder des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e. V. sind.Auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen entfiel ein Betrag von 51 Mio. Euro.Der Haftungsanteil der BayernLB an der Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralenbelief sich zum Bilanzstichtag auf 487 Mio. Euro.Darüber hinaus hat sich die BayernLB nach dem Statut des Einlagensicherungsfonds des BundesverbandsÖffentlicher Banken Deutschlands e. V. (VÖB) verpflichtet, den VÖB von etwaigen Verlustenfreizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten eines in ihrem Mehrheitsbesitz stehendenprivatrechtlichen Kreditinstitutes anfallen würden.Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen gem. § 285 Nr. 21 HGBDie BayernLB unterhält geschäftliche Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen.Nahe stehende Unternehmen sind neben den Tochter-, Gemeinschafts- und assoziiertenUnternehmen der Freistaat Bayern (indirekte Beteiligung an der BayernLB zu 94 Prozent) sowiedie Zusatzversorgungskasse Saarland, Saarbrücken, der Konzern Verlagsgruppe Passau, Passau,und die RHJ International S.A., Brüssel. Aufgrund der geänderten Anteilsverhältnisse gilt der SparkassenverbandBayern seit dem 1. August 2009 nicht mehr als nahe stehendes Unternehmen.Eine Auflistung der Beteiligungsunternehmen der BayernLB ist in einer gesonderten Aufstellungim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.Zu den nahe stehenden Personen zählen die Vorstands- und Verwaltungsratsmitglieder derBayernLB sowie deren nahe Familienangehörige.Zwischen der BayernLB und dem Freistaat Bayern besteht eine Garantievereinbarung zur Absicherungder tatsächlichen Verluste im ABS-Wertpapierportfolio, die über einen Selbstbehalt von1,2 Mrd. Euro hinausgehen. Der Höchstbetrag der Garantie beläuft sich auf 4,8 Mrd. Euro. Durchden Garantievertrag sichert der Freistaat Bayern gegen Zahlung einer Prämie als Sicherungsgeberdie ABS-Wertpapierportfolios der BayernLB ab. Das hierfür von der BayernLB in 2009 an den FreistaatBayern entrichtete Entgelt beläuft sich auf 24 Mio. Euro.Die weiteren Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichenBedingungen und Konditionen abgeschlossen.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang87 >VerwaltungsorganeVerwaltungsrat (bis März 2010)Georg FahrenschonVorsitzenderStaatsministerBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchenGerd Häuslerseit 1. August 20091. Stellvertretender Vorsitzenderseit 7. September 2009DirectorRHJ InternationalZürichDr. Siegfried Naserbis 31. Juli 20091. Stellvertretender Vorsitzenderbis 31. Juli 2009Geschäftsführender PräsidentSparkassenverband BayernMünchenSiegmund Schiminskiseit 1. Mai 20092. Stellvertretender Vorsitzenderseit 7. September 2009Vorsitzender des VorstandesSparkasse BayreuthBayreuthJoachim Herrmann2. Stellvertretender Vorsitzenderbis 31. Juli 2009StaatsministerBayerisches Staatsministeriumdes InnernMünchenHansjörg Christmannbis 31. Juli 20093. Stellvertretender Vorsitzenderbis 31. Juli 2009LandratDachauDr. Michael Bauerseit 15. Januar 2010MinisterialdirektorBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchenProfessor Dr. Georg Crezeliusseit 1. August 2009ProfessorUniversität BambergBambergDr. Dr. Axel Diekmannseit 1. August 2009Gesellschafter derVerlagsgruppe Passau GmbHPassauAlois Haglbis 31. Juli 2009Vorsitzender des VorstandesSparkasse im Landkreis SchwandorfSchwandorfDiethard Irrgangseit 15. Januar 2009Vorsitzender des GesamtpersonalratsBayernLBMünchenKarl-Ludwig Kamprathbis 30. April 2009Vorsitzender des VorstandesKreissparkasse München-StarnbergMünchenDr. Klaus von Lindeiner-Wildauseit 1. August 2009Mitglied der Geschäftsführung i. R.Wacker Chemie GmbHselbständiger BeraterMünchenHans SchaidingerOberbürgermeisterRegensburgKlaus Weigertbis 14. Januar 2010MinisterialdirektorBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchenDr. Bernd Weißvon 9. Januar 2009 bis 31. Juli 2009StaatssekretärBayerisches Staatsministeriumdes InnernMünchenMartin ZeilStaatsministerBayerisches Staatsministeriumfür Wirtschaft, Infrastruktur,Verkehr und TechnologieMünchenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


88Vorstand (inkl. Geschäftsverteilung ab 1. Januar 2010)Stefan ErmischStellvertretender Vorsitzenderseit 1. Juli 2009Kommissarischer Vorsitzenderseit 15. Dezember 2009Zentralbereich Corporate Center 1Bereich Group Risk ControlZentralbereich Financial OfficeZentralbereich IT & OperationsStefan W. RopersGeschäftsfeld Corporates & MarketsJan-Christian Dreesenseit 1. September 2009Geschäftsfeld Mittelstand & PrivatkundenBayerische Landesbausparkasse 3Dr. Rudolf Hanischbis 30. April 2009Stellvertretender VorsitzenderTheo Harnischmacherbis 30. Juni 2009Stellvertretender VorsitzenderDr. Ralph SchmidtZentralbereich Risk Office 2Zentralbereich Restructuring UnitDr. Michael Kemmerbis 14. Dezember 2009VorsitzenderDr. Edgar Zollerseit 1. Mai 2009Geschäftsfeld Immobilien/Öffentliche Hand &Sparkassen (Sparkassenzentralbankfunktion)Bayerische Landesbodenkreditanstalt 3Zentralbereich Corporate Center 11 Die Bereiche Recht und Group Compliance sind Herrn Dr. Edgar Zoller zugeordnet, wobei der Datenschutzbeauftragte fachlich direkt demVorstand untersteht, aufbauorganisatorisch jedoch in den Bereich Recht eingegliedert ist.2 Ohne Bereich Group Risk Control3 Anstalten der BankBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang89 >Bezüge der Verwaltungsorganein TEUR 2009 2009 2008 2008Gesamtbezüge des Geschäftsjahres:Mitglieder des Vorstandes• Vorsitzender des Vorstandes– Festgehalt– Variabler Bezug (inkl. Aufwand fürVorjahre)• Stellvertretende Vorsitzende desVorstandes (zusammen)– Festgehalt– Variabler Bezug• Ordentliche Vorstandsmitglieder– Festgehalt– Variabler Bezug• Nebenleistungen (Sachbezüge)740740–701701–2.5152.515–1954.151811811–1.0791.079–2.1452.145–252Mitglieder des Verwaltungsrates 335 328Frühere Mitglieder des Vorstandes undderen Hinterbliebene 9.246 6.756Für frühere Mitglieder des Vorstandesund deren Hinterbliebene gebildetePensionsrückstellungen 53.759 50.7644.287Mit Wirkung ab 1. Mai 2009 wurden die Jahresfestgehälter der Mitglieder des Vorstandes nachden Regeln des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes und der Finanzmarktstabilisierungsfonds­Verordnung auf 500.000 Euro herabgesetzt. Die ausgewiesenen Bezüge beziehen sich auf dasgesamte Geschäftsjahr 2009.Kredite an Verwaltungsorganein TEUR 2009 2008Gesamtbetrag der den Mitgliedern des Vorstandes bzw. desVerwaltungsrates gewährten Vorschüsse und Kredite sowie derzu ihren Gunsten eingegan genen Haftungs verhältnisse:Mitglieder des Vorstandes 240 –Mitglieder des Verwaltungsrates 293 351BayernLB . Geschäftsbericht 2009


90Mandate von gesetzlichen Vertretern oder anderen Mitarbeitern 1NameMandate in gesetzlich zu bildenden Auf sichts gremien von großenKapitalgesellschaften (einschließlich aller Kreditinstitute)VorstandStefan ErmischStefan W. RopersDr. Ralph SchmidtDr. Edgar ZollerJan-Christian DreesenBanque LBLux S.A., L - LuxemburgDeutsche Kreditbank Aktiengesellschaft, BerlinGBW AG, MünchenHYPO ALPE-ADRIA-BANK INTERNATIONAL AG, A - KlagenfurtMKB Bank Zrt., H - BudapestMAN AG, MünchenDeutsche Kreditbank Aktiengesellschaft, BerlinHYPO ALPE-ADRIA-BANK INTERNATIONAL AG, A - KlagenfurtLiquiditäts-Konsortialbank GmbH, Frankfurt/MainMKB Bank Zrt., H - BudapestDeutsche Kreditbank Aktiengesellschaft, BerlinGBW AG, MünchenReal I.S. AG Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement, MünchenBanque LBLux S.A., L - LuxemburgDeutsche Factoring Bank Deutsche Factoring GmbH & Co., BremenDeutsche Kreditbank Aktiengesellschaft, BerlinLandesbank Saar, SaarbrückenMitarbeiterDr. Winfried FreygangDr. Detlev GröneDr. Benedikt HaasDiethard IrrgangGeorg JewgrafowKarlheinz MüllerNils NiermannLandesbank Saar, SaarbrückenBanque LBLux S.A., L - LuxemburgHYPO ALPE-ADRIA-BANK INTERNATIONAL AG, A - KlagenfurtBayernLB, MünchenGEWOFAG Wohnen GmbH, MünchenLandesbank Saar, SaarbrückenReal I.S. AG Gesellschaft für Immobilien Assetmanagement, MünchenLandesbank Saar, SaarbrückenBanque LBLux S.A., L - Luxemburg1 Die Angaben beziehen sich auf den Stichtag 31. Dezember 2009.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang91 >Honorar für den Abschlussprüferin TEUR 2009 2008Im Geschäftsjahr als Aufwand erfasstes Honorar für• die Abschlussprüfungen• sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen• Steuerberatungsleistungen• sonstige Leistungen7.5101.5321501.5235.0311.4621781.867Insgesamt 10.715 8.538Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)2009 2008Weiblich 2.224 2.413Männlich 2.309 2.525Insgesamt 4.533 4.938In der Gesamtzahl sind 930 (im Vj.: 962) Teilzeitkräfte enthalten, deren Arbeitskapazität 587 (imVj.: 605) Vollzeitbeschäftigten entspricht. Nicht berücksichtigt sind 95 (im Vj.: 126) Auszubildendeund Studenten in einem berufsintegrierten Studiengang an der Berufsakademie.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


92Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzender Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der Bayerischen Landesbank, München, vermittelt und im Lageberichtder Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der BayerischenLandesbank so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bildvermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklungder Bayerischen Landesbank beschrieben sind.München, den 28. April 2010Bayerische LandesbankDer VorstandGerd Häusler Stefan Ermisch Stefan W. RopersDr. Edgar ZollerJan-Christian DreesenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Jahresabschluss Anhang93 >Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowieAnhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bayerische Landesbank,Anstalt des öffentlichen Rechts, München, (BayernLB) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lageberichtnach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungendes Gesetzes über die Bayerische Landesbank und der Satzung liegen in der Verantwortungdes Vorstands der BayernLB. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführtenPrüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung undüber den Lagebericht abzugeben.Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut derWirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungvorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten undVerstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätzeordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeitund über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der BayernLB sowie die Erwartungenüber mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogeneninternen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung,Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichenEinschätzungen des Vorstands der BayernLB sowie die Würdigung der Gesamtdarstellungdes Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung einehinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht derJahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzesüber die Bayerische Landesbank und der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätzeordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der BayernLB. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der BayernLB und stellt dieChancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.München, den 23. März 2010 / 29. April 2010PricewaterhouseCoopersAktiengesellschaftWirtschaftsprüfungsgesellschaftBurkhard EckesWirtschaftsprüferEberhard FeilWirtschaftsprüferBayernLB . Geschäftsbericht 2009


94BayernLB . Geschäftsbericht 2009


[ Kapitel 4 ]9595979898999999100Gremien und BeiräteGeneralversammlungVerwaltungsratBilanzprüfungsausschussPrüfungsausschussRisikoausschussTreuhänderSparkassenbeiratWirtschaftsbeiratKAP. 4 Gremien und Beiräte[ Kapitel 4 ]


KAP. 4Gremien und Beiräte


› Gremien und Beiräte Generalversammlung225 95 >Generalversammlung (1. Januar bis 31. Juli 2009)Dr. Siegfried NaserVorsitzenderGeschäftsführender PräsidentSparkassenverband BayernMünchenGeorg FahrenschonStellv. VorsitzenderStaatsministerBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchenDr. Michael BauerMinisterialdirektorBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchenWolfgang Bayerl1. BürgermeisterNeunburg v. WaldHansjörg ChristmannLandratDachauErich Josef Geßnerbis 31. März 2009LandratNeu-UlmMartin Hafbis 31. März 2009Vorsitzender des VorstandesSparkasse AllgäuKemptenAlois HaglVorsitzender des VorstandesSparkasse im Landkreis SchwandorfSchwandorfJohann Hecknerbis 31. März 2009Vorsitzender des VorstandesSparkasse LandshutLandshutRudolf Heiler1. BürgermeisterGrafingJoachim HerrmannStaatsministerBayerisches Staatsministeriumdes InnernMünchenDr. Jürgen Hofmannab 8. April 2009MinisterialdirigentBayerisches Staatsministerium fürWirtschaft, Infrastruktur, Verkehrund TechnologieMünchenJosef Huberab 17. Februar 2009MinisterialdirektorBayerisches Staatsministeriumfür Ernährung, Landwirtschaftund ForstenMünchenMelanie Humlab 17. Februar 2009StaatssekretärinBayerisches Staatsministeriumfür Umwelt und GesundheitNorbert Kastnerbis 31. März 2009OberbürgermeisterCoburgDominik Kazmaierab 8. April 2009RegierungsdirektorBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchenHarald Leithererbis 31. März 2009LandratSchweinfurtMatthias Nesterbis 31. März 2009Vorsitzender des VorstandesSparkasse Mittelfranken-SüdRothHeinrich Reichelbis 31. März 2009Mitglied des VorstandesSparkasse Aschaffenburg-AlzenauAschaffenburgGeorg Riedlbis 31. März 20091. BürgermeisterPfarrkirchenDr. Walter SchönMinisterialdirektorBayerische StaatskanzleiMünchenMarkus Sackmannab 17. Februar 2009StaatssekretärBayerisches Staatsministeriumfür Arbeit und Sozialordnung,Familie und FrauenMünchenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


226 96Dieter Seehoferbis 31. März 2009Vorsitzender des VorstandesSparkasse IngolstadtIngolstadtKlaus Jürgen Scherrbis 31. März 2009Stellv. Vorsitzender des VorstandesSparkasse Kulmbach-KronachKulmbachDr. Johann SchleicherMinisterialdirektorBayerisches Staatsministeriumfür Wirtschaft, Infrastruktur,Verkehr und TechnologieMünchenErwin SchneiderLandratAltöttingWolf-Dietrich Schutzab 8. April 2009MinisterialratOberste Baubehörde imBayerischen Staatsministeriumdes InnernMünchenHeinz Wölflbis 31. März 2009LandratRegenDr. Reinhard Wieczorekbis 31. März 2009Berufsm. StadtratLandeshauptstadt MünchenMünchenMichael Zieglerab 18. März 2009MinisterialdirigentBayerisches Staatsministeriumdes InnernMünchenGeneralversammlung (1. August bis 31. Dezember 2009)Freistaat BayernSparkassenverband BayernDr. Michael BauerStimmführerMinisterialdirektorBayerisches Staatsministerium der FinanzenMünchenDr. Siegfried NaserStimmführerGeschäftsführender PräsidentSparkassenverband BayernMünchenHarald Hübner1. Stellv. StimmführerMinisterialdirigentBayerisches Staatsministerium der FinanzenMünchenDominik Kazmaier2. Stellv. StimmführerRegierungsdirektorBayerisches Staatsministerium der FinanzenMünchenDr. Ivo Holzinger1. Stellv. StimmführerOberbürgermeisterMemmingenWalter Strohmaier2. Stellv. StimmführerVorsitzender des VorstandesSparkasse Niederbayern MitteStraubingDen Vorsitz in der Generalversammlung führt der Vorsitzende des Verwaltungsrates.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Gremien und Beiräte Generalversammlung · Verwaltungsrat227 97 >Verwaltungsrat (1. Januar bis 31. Dezember 2009)Georg FahrenschonVorsitzenderStaatsministerBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchenHansjörg Christmannbis 31. Juli 20093. Stellv. Vorsitzenderbis 31. Juli 2009LandratDachauDr. Klaus von Lindeiner-Wildauab 1. August 2009Mitglied der Geschäftsführung i. R.Wacker Chemie GmbHselbständiger BeraterMünchenGerd Häuslerab 1. August 20091. Stellv. Vorsitzenderab 7. September 2009DirectorRHJ InternationalZürichDr. Siegfried Naserbis 31. Juli 20091. Stellv. Vorsitzenderbis 31. Juli 2009Geschäftsführender PräsidentSparkassenverband BayernMünchenSiegmund Schiminskiab 1. Mai 20092. Stellv. Vorsitzenderab 7. September 2009Vorsitzender des VorstandesSparkasse BayreuthBayreuthJoachim Herrmann2. Stellv. Vorsitzenderbis 31. Juli 2009StaatsministerBayerisches Staatsministeriumdes InnernMünchenProfessor Dr. Georg Crezeliusab 1. August 2009ProfessorUniversität BambergBambergDr. Dr. Axel Diekmannab 1. August 2009Gesellschafter derVerlagsgruppe Passau GmbHPassauAlois Haglbis 31. Juli 2009Vorsitzender des VorstandesSparkasse im Landkreis SchwandorfSchwandorfDiethard Irrgangab 15. Januar 2009Vorsitzender des GesamtpersonalratesBayernLBMünchenKarl-Ludwig Kamprathbis 30. April 2009Vorsitzender des VorstandesKreissparkasse München-StarnbergMünchenHans SchaidingerOberbürgermeisterRegensburgKlaus WeigertMinisterialdirektorBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchenDr. Bernd Weißvon 9. Januar bis 31. Juli 2009StaatssekretärBayerisches Staatsministeriumdes InnernMünchenMartin ZeilStaatsministerBayerisches Staatsministeriumfür Wirtschaft, Infrastruktur,Verkehr und TechnologieMünchenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


228 98Bilanzprüfungsausschuss (1. Januar 2009 bis 31. Juli 2009)Georg FahrenschonVorsitzenderab 1. Februar 2009StaatsministerBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchenDr. Siegfried NaserStellv. VorsitzenderGeschäftsführender PräsidentSparkassenverband BayernMünchenHansjörg ChristmannLandratDachauAlois HaglVorsitzender des VorstandesSparkasse im Landkreis SchwandorfSchwandorfKarl-Ludwig Kamprathbis 30. April 2009Vorsitzender des VorstandesKreissparkasse München-StarnbergMünchenSiegmund Schiminskiab 18. Mai 2009Vorsitzender des VorstandesSparkasse BayreuthBayreuthDr. Bernd Weißab 20. Januar 2009StaatssekretärBayerisches Staatsministeriumdes InnernMünchenMartin ZeilStaatsministerBayerisches Staatsministeriumfür Wirtschaft, Infrastruktur,Verkehr und TechnologieMünchenPrüfungsausschuss (Wahl per 8. Dezember 2009)Dr. Klaus von Lindeiner-WildauVorsitzenderMitglied der Geschäftsführung i. R.Wacker Chemie GmbHselbständiger BeraterMünchenProfessor Dr. Georg CrezeliusProfessorUniversität BambergBambergJoachim HerrmannStaatsministerBayerisches Staatsministeriumdes InnernMünchenDiethard IrrgangVorsitzender desGesamt personalratesBayernLBMünchenSiegmund SchiminskiVorsitzender des VorstandesSparkasse BayreuthBayreuthBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Gremien und Beiräte Bilanzprüfungsausschuss · Prüfungsausschuss · Risikoausschuss · Treuhänder · Sparkassenbeirat229 99 >Risikoausschuss (Wahl per 8. Dezember 2009)Gerd HäuslerVorsitzenderDirectorRHJ InternationalZürichDr. Dr. Axel DiekmannGesellschafter derVerlagsgruppe Passau GmbHPassauHans SchaidingerOberbürgermeisterRegensburgKlaus WeigertMinisterialdirektorBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchenMartin ZeilStaatsministerBayerisches Staatsministeriumfür Wirtschaft, Infrastruktur,Verkehr und TechnologieMünchenTreuhänderHerbert Scheidelab 1. Januar 2009Vizepräsident a. D.1. VertreterNorbert SchulzLtd. Ministerialrat a. D.2. VertreterDr. Manfred SeumeLtd. Ministerialrat a. D.SparkassenbeiratRenate BraunSparkassendirektorinVorsitzende des VorstandesSparkasse PassauPassauWalter PacheSparkassendirektorVorsitzender des VorstandesSparkasse Günzburg-KrumbachGünzburgHans WölfelSparkassendirektorVorsitzender des VorstandesSparkasse FürthFürthDr. Rudolf GingeleSparkassendirektorMitglied des VorstandesSparkasse RegensburgRegensburgWilly Neupärtlbis 31. Dezember 2009SparkassendirektorVorsitzender des VorstandesSparkasse Erding-DorfenErdingJohann ReiterSparkassendirektorVorsitzender des VorstandesSparkasse Landsberg-DießenLandsbergHans SchmittnerSparkassendirektorMitglied des VorstandesSparkasse Miltenberg-ObernburgMiltenbergDr. Klaus-Jürgen Scherrab 17. Juni 2009SparkassendirektorVorsitzender des VorstandesSparkasse Kulmbach-KronachKulmbachProfessor Rudolf FaltermeierVizepräsidentSparkassenverband BayernMünchenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


230 100WirtschaftsbeiratDr. Sebastian Anneserbis 30. September 2009DomkapitularErzbischöflicher FinanzdirektorErzdiözese München und FreisingErzbischöfliches OrdinariatFinanzkammerMünchenWilli BerchtoldMitglied des VorstandesZF Friedrichshafen AGFriedrichshafenDr. Manfred BodeGeschäftsführender GesellschafterWegmann & CoUnternehmens-Holding KGMünchenDetlev Bremkampbis 1. Juli 2009Vice ChairmanMondial Assistance SA, ParisMünchenGerd A. BühlerGeschäftsführender GesellschafterGAB Grundstücks-, Finanzierungs-,Verwaltungs- undBeteiligungs GmbHMünchenDr. Dr. Axel DiekmannGesellschafter derVerlagsgruppe PassauPassauGeorg FahrenschonStaatsministerBayerisches Staatsministeriumder FinanzenMünchen(Kurator)Klaus-Peter Franzlab 1. November 2009DomkapitularErzbischöflicher FinanzdirektorErzdiözese München und FreisingErzbischöfliches OrdinariatFinanzkammerMünchenWerner FrischholzMitglied des VorstandesKRONES AGNeutraublingStephan GemkowMitglied des VorstandesDeutsche Lufthansa AGKölnDipl.-Ing. Peter HambergerGeschäftsführender GesellschafterHamberger Industriewerke GmbHRosenheimDr.-Ing. E.h. Martin HerrenknechtVorsitzender des VorstandesHerrenknecht AGSchwanau-AllmannsweierErwin HorakPräsidentStaatliche LotterieverwaltungMünchenProfessor Dr. h.c.Karlheinz HornungMitglied des VorstandesMAN AktiengesellschaftMünchenDr. Dirk IppenGeschäftsführerMünchener Zeitungs-Verlag GmbH& Co. KGMünchenHanswilli JenkeGeschäftsführerHaslberger FinanzdienstleistungsundBeteiligungs GmbHFreisingDr. Hermann JungMitglied des KonzernvorstandesVoith AGHeidenheimDr. Michael KerklohVorsitzender der GeschäftsführungFlughafen München GmbHMünchenDr.-Ing. Martin KomischkeVorsitzender der KonzernleitungHOERBIGER HOLDING AGZugDipl.-Kfm. Xaver KronerVerbandsdirektorVerband bayerischer Wohnungsunternehmene. V.MünchenArnulf LodeVizepräsidentADAC Allgemeiner DeutscherAutomobil-Club e. V.MünchenKlaus LutzVorsitzender des VorstandesBayWa AGMünchenDr. Klaus-Dieter MaubachVorsitzender des VorstandesE.ON Energie AGMünchenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


› Gremien und Beiräte Wirtschaftsbeirat101 231 >Hartmut Mehdornbis 1. Mai 2009Vorsitzender des VorstandesDeutsche Bahn AGBerlinDr. Klaus N. Naeveab 1. April 2009Vorsitzender des VorstandesSchörghuber Stiftung & Co.Holding KGMünchenDr. Siegfried Naserbis 1. September 2009Geschäftsführender PräsidentSparkassenverband BayernMünchen(Kurator)Rainer Ottoab 1. April 2009GeschäftsführerWirtgen Beteiligungs GmbHWindhagenLothar PanzerVorsitzender des VorstandesBayerische VersorgungskammerMünchenDr. Helmut PlatzerVorsitzender des VorstandesAOK Bayern – Die GesundheitskasseMünchenDr. Wolfgang PlischkeMitglied des VorstandesBayer AGLeverkusenProfessor Dr. Klaus RauscherBerlinHeinz-Reiner ReiffGeschäftsführerStahlgruber Otto GruberGmbH & Co. KGPoingAngelique Renkhoff-MückeVorsitzende des VorstandesWAREMA Renkhoff Holding AGMarktheidenfeldAndreas RenschlerMitglied des VorstandesDaimler AGStuttgartHans Peter RingChief Financial OfficerEADS N.V.OttobrunnRandolf RodenstockPräsidentVereinigung der BayerischenWirtschaft e. V.MünchenDr. Christian RödlGeschäftsführender GesellschafterRödl & PartnerNürnbergProfessor Dr. Bernd RudolphInstitut für Kapitalmarktforschungund FinanzierungLudwig-Maximilians-UniversitätMünchenMaria-Elisabeth SchaefflerGesellschafterinINA-HOLDING SCHAEFFLER KGHerzogenaurachDipl.-Kfm. Peter ScherkampGeneraldirektorWittelsbacher AusgleichsfondsMünchenSiegmund Schiminskiab 1. September 2009Vorsitzender des VorstandesSparkasse BayreuthBayreuthManfred F. R. SchmidtVorsitzender des VorstandesStuttgarter Lebensversicherung a. G.StuttgartDr. Jörg SchneiderMitglied des VorstandesMünchener Rückversicherungs-GesellschaftMünchenMichael SchneiderVorstandsvorsitzenderLfA Förderbank BayernMünchenDipl.- Kfm. Dieter SchönGeschäftsführerSchön-Klinik Verwaltung GmbHPrienFriedrich Schubring-GieseVorsitzender des VorstandesVersicherungskammer BayernMünchenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


232 102Dr.-Ing. Dieter SoltmannEhrenpräsidentIndustrie- und Handelskammerfür München und OberbayernMünchenProfessor Dr. Manfred SteinerLehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre,Finanz- undBankwirtschaft derUniversität AugsburgAugsburgAxel StrotbekMitglied des VorstandesAUDI AGIngolstadtChristoph ThomasGeschäftsführender GesellschafterHAMA GmbH & Co. KGMonheimDr. Johannes VöckingVorsitzender des VorstandesBarmer ErsatzkasseWuppertalDr. Wolfgang WeilerSprecher des VorstandesHuk-CoburgCoburgAlexander WiegandGeschäftsführender GesellschafterWIKA Alexander WiegandGmbH & Co. KGKlingenbergManfred WutzlhoferVorsitzender der GeschäftsführungMesse München GmbHMünchenBayernLB . Geschäftsbericht 2009


BayernLB . Geschäftsbericht 2009103 >


104ImpressumHerausgeberBayerische LandesbankBrienner Straße 1880333 MünchenTelefon +49 89 2171-21038Telefax +49 89 2171-621038Reuters Dealing BLAM, BLAS, BLAXBIC/SWIFT-Code: BYLA DE MMinfo@bayernlb.dewww.bayernlb.deText/Redaktion/RealisationBayernLBZentralbereich Corporate CenterBereich Corporate CommunicationsKonzeption und Gestaltungdassel & schumacher werbeagentur gmbh, MünchenHerstellungLipp GmbH, Graphische Betriebe, MünchenRedaktionsschluss: 30. April 2010Der Geschäftsbericht wurde auf umwelt freundlichem,elementar chlorfrei gebleich tem Papier gedruckt. DieEmissionen, die durch den Papierverbrauch der BayernLBim Jahr 2009 verursacht wurden, werden durch den Ankaufund die Entwertung von Emissionszertifikaten aus einemzertifizierten Klimaschutzprojekt kompensiert.Der Geschäftsbericht kann im Internet unterwww.gb09.bayernlb.deals PDF-­File abgerufen werden.Er erscheint auch in englischer Sprache.BayernLB . Geschäftsbericht 2009


Sparkassen-Finanzgruppe in BayernSparkassen-FinanzgruppeMarktführer in Bayern• Addierte Bilanzsumme im Bankgeschäft: 507 Mrd. Euro• Addiertes aufsichtsrechtliches Eigenkapital (ohne BayernLB): 14,4 Mrd. Euro• Addiertes Beitragsvolumen im Versicherungsgeschäft: 6,3 Mrd. Euro• Mitarbeiter: ca. 66.000BayernLB73 SparkassenVersicherungskammer BayernKonzernbilanzsumme: 339,1 Mrd. EuroMitarbeiter:Bank: 4.374Konzern: 11.821Bayerische LandesbausparkasseVertragsbestand: 2,0 Mio. VerträgeBausparsumme: 52,4 Mrd. EuroBayerische LandesbodenkreditanstaltKreditbestand: 19,8 Mrd. EuroFörderergebnis: 12.827 WohnungenIm Konzern der BayernLB u. a.• Deutsche Kreditbank AG, Berlin• Landesbank Saar, Saarbrücken• MKB Bank Zrt, Budapest• Banque LBLux S. A., Luxemburg• LB(Swiss) Privatbank AG, Zürich• Hypo Group Alpe Adria, Österreichsowie eine Vielzahl weiterer Betei ligungenmit Spezialangeboten fürSparkassenBilanzsumme: 168 Mrd. EuroMitarbeiter: 46.259• Geschäftsstellen: 2.504• SB-Zweigstellen: 345• Beratungscenter: 453Kundenkredite: 98 Mrd. EuroKundeneinlagen: 130 Mrd. EuroMarktverankerung• rund 40 Prozent des Mittelstands• zwei Drittel des Handwerks• jede zweite ExistenzgründungSparkassen-ImmobilienVermittlungs GmbH & Co. KGvermitteltes Volumen: 1,35 Mrd. EuroDekaBankAnteil bay. SKO: 9,4 % inkl. AnteilBayernLB; Konzernbilanzsumme:133 Mrd. EuroLandesbank BerlinAnteil bayerische SKO inkl.Anteil VKB: 13,6 %Deutsche LeasingAnteil bayerische Sparkassen: 12,44 %Neugeschäftsvolumen: 8,3 Mrd. EuroBeitragseinnahmen: 6,3 Mrd. EuroMitarbeiter: 8.402Kapitalanlagebestand: 35,6 Mrd. EuroGrößter öffentlicher Versicherer inDeutschlandMarktführer in Bayern und der PfalzIm Konzern der VKB• Kompositversicherer• Lebensversicherer• Krankenversicherer• RückversichererSparkassenverband Bayern• Verbandsmitglieder: 73 bayerische Sparkassen und deren Träger• Anteilseigner und Träger der Versicherungskammer Bayern• Anteilseigner und Träger der BayernLB zusammen mit dem Freistaat Bayern


Bayerische LandesbankBrienner Straße 1880333 Münchenwww.bayernlb.de

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