Geschäftsbericht 2010 - Spar

spar.undbauverein.de

Geschäftsbericht 2010 - Spar

Geschäftsbericht 2010


2010

Geschäftsbericht

der Spar- und Bauverein eG, Hannover

Inhalt

Teil 1: Der Lagebericht des Vorstandes

Der Erfolg unserer Genossenschaft ................................................................ 4

Allgemeine Lage der Volkswirtschaft .............................................................. 6

Neubauprojekte .......................................................................................... 8

Wohnbetreuung ........................................................................................10

Erneuerung der Außenanlagen .................................................................... 13

Mieterwünsche von morgen ........................................................................ 14

Forschung und Entwicklung ........................................................................ 16

Modernisierung und Instandhaltung ............................................................ 18

Zufriedene Mieter ..................................................................................... 20

Mitglieder | Spareinrichtung | Mitarbeiter und Organisation ....................... 22

Gelebte Nachbarschaft .............................................................................. 24

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ........................................................... 26

Risiko- und Prognosebericht ....................................................................... 28

Schutz und Sicherheit für unsere Sparer ....................................................... 30

Teil 2: Das Geschäftsjahr in Zahlen

Bilanz 2010 ................................................................................................ 32

Gewinn- und Verlustrechnung .................................................................... 34

Anhang

A. Allgemeine Angaben ............................................................................ 35

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden .............................................. 35

C. Angaben zur Bilanz .............................................................................. 36

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung .................................... 38

E. Sonstige Angaben ................................................................................ 39

F. Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns ......................................... 39

Verwaltungsorgane

Vertreterversammlung | Aufsichtsrat | Vorstand ......................................... 40

Bericht des Aufsichtsrates | Bestätigungsvermerk ........................................ 41

Von der Gründung bis zur Gegenwart –

126 Jahre Spar- und Bauverein in Zahlen ....................................................... 42

Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses erfolgt auch

in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift „DW/Die Wohnungswirtschaft“.

Impressum Bericht des Vorstandes der Spar- und Bauverein eG, Hannover

über das 126. Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2010

Gründung 1. Mai 1885 in Hannover, eingetragen in das Genossenschaftsregister

des Amtsgerichtes Hannover am 8. Mai 1885, Genossenschaftsregister-Nr. 259

Konzept und Gestaltung Jott & Pee GmbH, Hannover


4

>>

Einer für alle –

alle für einen!

Die Wünsche des anderen

ernst nehmen,... da sein,

wenn jemand Hilfe braucht,...

eine Gemeinschaft, von der

alle profitieren,...

eine Utopie? Nein, unsere

Genossenschaft!

Ein Grundpfeiler des genossenschaftlichen

Gedankens ist

die soziale Verantwortung für

unsere Mitglieder.

Die basisdemokratische

Kontrolle der Geschäfts politik

sorgt dafür, dass der wirt schaftliche

Erfolg allen Mitgliedern

zugute kommt.


„Der Erfolg des Spar- und Bauvereins basiert seit 125 Jahren auf den Prinzipien

Solidität und Solidarität. Das ist eine Form des Wirtschaftens, die allen nutzt und

niemandem schadet. Der Spar- und Bauverein hat eine sichere Zukunft, denn er

wandelt sich. Das Jubiläum ist nur der Auftakt zur zweiten Halbzeit.“

(Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil in seiner Rede auf der Geburtstags-

feier unserer Genossenschaft am 6. Mai 2010 im Neuen Rathaus.)

Der Erfolg der Genossenschaft entsteht

aus dem gemeinsamen Willen aller Mitglieder

Unsere Prinzipien gelten seit 125 Jahren: lebenslanges Wohnrecht, günstige Mieten,

soziale Betreuung, geordnete Verhältnisse. Mehr noch: Bei uns bestimmen die Mit-

glieder darüber, was mit den Mieteinnahmen geschieht. Das meiste Geld fließt in

die Modernisierung der Wohnungen zurück. So kommt es, dass unsere Wohnungen

einen hohen Qualitätsstandard haben, mit modernster Technik glänzen und die

Mieten trotzdem unter dem Durchschnitt in Hannover liegen.

Die Unternehmensstrategie für die kommenden zehn Jahre:

Durch Modernisierungen und Neubauten werden wir sowohl auf den demografischen

Wandel als auch auf den Zuzug von Familien in die Stadt reagieren. Wir wollen tech-

nisch up to date bleiben, mehr Serviceleistungen für ältere Menschen und attraktive

Wohnungen für junge Familien mit Kindern anbieten. Die Sparabteilung wird weiter-

hin attraktive Vermögensbildungsmodelle anbieten, denn die Einlagen erleichtern die

Investitionen.

Im Jubiläumsjahr 2010 ist der Spar- und Bauverein mit 23.133 Mitgliedern (Mieter und

Sparer) und 7.762 Wohnungen in fast 1.000 Gebäuden die größte Wohnungsgenossen-

schaft in Hannover. Das Vertrauen in die Genossenschaft ist groß. Wir werden auch

in Zukunft auf solider finanzieller Basis fest zusammenstehen für das Ziel: moderne,

preiswerte Wohnungen für breite Schichten der Gesellschaft.

5


6

Allgemeine Lage der Volkswirtschaft

Rasanter Aufstieg aus der Krise

Das Bundeswirtschaftsministerium zog im Februarbericht

2011 das Fazit, dass die deutsche Wirtschaft sich mit dem

stärksten Wachstum seit der Wiedervereinigung aus der Krise

befreit habe. Danach erhöhte sich im Gesamtjahr 2010 das

Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 3,6 Prozent.

Dabei verbreiterte sich die Wachstumsbasis deutlich.

Neben dem Außenhandel, der mit 1,1 Prozentpunkten zum

Wachstum beitrug, kamen mehr als zwei Drittel der Wachstumsimpulse

aus dem Inland. Insbesondere die Bruttoinvestitionen

– d. h. die Investitionen in Ausrüstungen, Bauten

und Vorräte – erhöhten sich kräftig um 10,7 Prozent und

leisteten einen Wachstumsbeitrag von 1,8 Prozentpunkten.

Daneben nahm auch die Konsumnachfrage von Verbrauchern

und Staat um 0,5 Prozent bzw. 2,2 Prozent zu. Die Deutsche

Bundes bank ergänzte in ihrem Monatsbericht im Februar

2011, die gesamtwirtschaftliche Erzeugung habe am Jahresende

2010 den Vorjahresstand kalenderbereinigt um 4,0 Prozent

übertroffen. Die wirtschaftliche Erholung fand hauptsächlich

im Frühjahr und Sommer 2010 statt. Im Vorjahr hatte

Deutschland noch die stärkste Rezession der Nachkriegszeit

erlebt: Das preisbereinigte BIP war 2009 um - 4,7 Prozent

eingebrochen. Insgesamt kam die deutsche Volkswirtschaft

damit besser und schneller aus der Krise als andere Industrienationen.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamt-

wirtschaftlichen Lage rechnete im November 2010 damit,

dass die konjunktu relle Belebung auch im Jahr 2011 anhalten

werde, allerdings nicht mehr mit dem bisherigen Tempo;

die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts dürfte sich auf

2,2 Prozent belaufen. Die Bundes regierung geht in ihrem

Jahreswirtschaftsbericht von 2,3 Prozent Wachstum im Jahr

2011 aus. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung

erwartet 2,2 Prozent Wachstum.

Belebung auch im Wohnungsbau

Nach dreijähriger Talsohle im Wohnungsneubau gehen die

Landesbausparkassen für 2010 von einem Anstieg gegenüber

dem Vorjahr um 8 Prozent auf 192.000 genehmigte Wohneinheiten

aus. Für 2011 prognostiziert die LBS ein weiteres

Wachstum um 12 Prozent auf 215.000 Genehmigungen.

Während im öffentlichen Bau allmählich die Konjunkturprogramme

auslaufen, die für ein erhöhtes Leistungsvolumen

gesorgt hatten, haben die Aufträge von gewerblicher Seite

kontinuierlich zugenommen, wie die Bundesbank im Februarbericht

2011 feststellte. Hinzu komme eine spürbare Erholung

des privaten Wohnungsbaus. Im zweiten Halbjahr 2010 wurden

so viele Wohnungen in Neubauten genehmigt wie zuletzt

Mitte 2006, also vor der beträchtlichen Erhöhung der Mehrwertsteuer.

Steigende Bau- und Immobilienpreise

Die Preise für Wohnimmobilien zogen 2010 erstmals seit

Jahren wieder an. Nach Berechnungen der Bundesbank belief

sich der Preisanstieg für neue und gebrauchte Reihenhäuser

sowie Eigentumswohnungen auf 2,5 Prozent gegenüber dem

Vorjahr. Neubauten verteuerten sich stärker als Bestandsimmobilien.

In Ballungszentren fiel der Preisanstieg für

Eigentumswohnungen mit 5 Prozent besonders kräftig aus.

Der Anstieg der Wohnimmobilienpreise ist nach Einschätzung

der Bundesbank das Ergebnis einer Nachfragebelebung am

Häusermarkt infolge der ausgesprochen günstigen Finanzierungsbedingungen.

Private Haushalte erhielten im Jahr 2010

Hypothekendarlehen zu historisch niedrigen Zinssätzen.


Vor allem die Nachfrage nach Wohnungen in Mehrfamilienhäusern

dürfte sich erholt haben. Nachdem der Geschosswohnungsbau

über mehr als ein Jahrzehnt kontinuierlich

geschrumpft war, scheint im Großen und Ganzen kein Angebotsüberhang

mehr zu bestehen, so die Einschätzung der

Deutschen Bundesbank. Die Zahl genehmigter Wohnungen

in größeren Wohneinheiten lag im Oktober und November

2010 um fast ein Viertel höher als vor Jahresfrist. Trotz der

sich belebenden Baukonjunktur war der Anstieg der Baupreise

verhalten. Im vierten Quartal 2010 übertrafen sie ihren

Vorjahresstand um 1,5 Prozent. Auf die Rendite neu gebauter

Wohnungen wirkte sich nach Angaben der Deutschen Bundesbank

positiv aus, dass die Mieten im Erstbezug im Zeitraum

zwischen 2008 und 2010 nach Jahren mit ausgesprochen

spärlichem Zuwachs durchschnittlich um 2,5 Prozent

pro Jahr gestiegen sind.

Arbeitslosigkeit geht zurück

Der Arbeitsmarkt hat vom Aufschwung der Wirtschaft

deutlich profitiert: Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige

Beschäftigung haben sich im Jahresdurchschnitt

2010 erhöht und die Arbeitslosigkeit ist gesunken. Im Jahresdurchschnitt

2010 waren in Deutschland 3.244.000 Menschen

arbeitslos gemeldet, 179.000 weniger als vor einem Jahr.

Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote belief sich auf

7,7 Prozent (West: 6,6 %; Ost: 12,0 %). Im Vergleich zum Vorjahr

nahm sie um 0,5 Prozentpunkte ab. Im Durchschnitt waren

in 2010 rund 40,37 Millionen Personen erwerbstätig. Das entspricht

einer Zu nahme um 197.000 Personen oder 0,5 Prozent.

Damit erreichte die Zahl der Erwerbstätigen einen neuen

Höchststand.

Privater Konsum

Die privaten Konsumausgaben lieferten im Jahr 2010 einen

spürbaren Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum

und trugen damit maßgeblich zur Verbreiterung und Festigung

der Aufschwungskräfte bei. Nach dem ausgesprochen

wachstumsstarken zweiten Quartal fiel der Zuwachs im

dritten Quartal zwar etwas geringer aus. Die privaten Konsumausgaben

befanden sich damit aber bereits wieder auf

der Höhe des Vorkrisenniveaus. Basis für die wieder gestiegene

Kaufbereitschaft der Verbraucher ist vor allem die

positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. Eine wachsende Zahl

von Erwerbstätigen, Lohnerhöhungen und das immer noch

ruhige Preisklima bescherten den privaten Haushalten auch

real höhere verfügbare Einkommen. Angesichts der weiterhin

günstigen Rahmenbedingungen und mehrheitlich positiv

ausgerichteter Konjunkturindikatoren dürfte die Besserungstendenz

beim privaten Konsum andauern.

Verbraucherpreise: moderater Anstieg setzt sich fort

Die Verbraucherpreise sind im Jahresdurchschnitt 2010 gegenüber

2009 um 1,1 Prozent gestiegen. Nahezu im gesamten

Verlauf des Jahres 2010 wurde die Teuerungsrate maßgeblich

durch starke Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen

sowie bei Obst und Gemüse bestimmt.

Allgemeine Lage der Volkswirtschaft

7


8

>>

Für 2011 haben wir einige

Neubauprojekte auf den Weg

gebracht. Mit diesen Investitionen

in einer Gesamthöhe

von 7,5 Mio. Euro erweitern wir

unser Wohnungsangebot für

junge Familien und Senioren.

Erstmals erstellen wir Reihenhäuser

zur Vermietung für

individuelle Wohnbedürfnisse.

So ein Megaball rollt am besten

auf Rasen – den hätte ich gern ...

Kinder brauchen Platz zum Spielen,

damit sie ihre Phantasie und ihren

Geist entwickeln können. Das ist eine

altbekannte Tatsache. Höchste Zeit,

das auch bei der Wohnraumgestaltung

zu berücksichtigen ...


Am 11. November 2010 erhielten wir die Baugenehmigung für unser familienfreundliches Projekt

in der Pyrmonter Straße in Oberricklingen. An diesem Standort sollen im Frühjahr 2011 die Bau-

arbeiten beginnen. In einem Mehr familienhaus mit einer Gesamtwohnfläche von 430 Quadrat-

metern werden zwei 2- und zwei 3-Zimmer-Wohnungen sowie eine große Dachgeschosswohnung

entstehen. An den kleinen Geschossbau werden sich vier Reihenhäuser mit jeweils rund 112 Quadrat-

metern Wohnfläche anschließen. Mit etwas Abstand von diesem Komplex werden vier weitere Reihen-

häuser errichtet, die mit rund 120 Quadratmetern etwas größer sind. Alle Reihenhäuser verfügen

über Stellplätze auf dem Grundstück und Gärten, die zwischen 39 und 350 Quadratmeter groß sind.

Wenn wir die Zukunft nicht verlieren wollen,

müssen wir etwas für die Jungen tun ...

... und den Senioren besonderen Komfort bieten

Anfang November 2010 war bereits die Baugrube am Kreipeweg in Ricklingen ausgehoben.

Hier entstehen elf barrierefreie 2-Zimmer-Wohnungen mit Küche, Bad und Abstellraum für Senioren

von jeweils 50 bis 60 Quadrat metern Größe. Alle Wohnungen sind mit Balkon beziehungsweise

Terrasse ausgestattet. Über einen Aufzug können die Bewohner in jedes Stockwerk gelangen.

Die Mieter der neuen Wohnanlage werden die Möglichkeit haben, Wohnserviceleistungen eines

Kooperationspartners einzukaufen. Die Fertigstellung der schicken Stadtwohnungen für Senioren

ist für Ende Oktober 2011 geplant.

Ende 2010 hat der Spar- und Bauverein ein Grundstück in der Nordfelder Reihe in Hannovers

Nordstadt erworben. An diesem Standort wollen wir noch 2011 mit dem Bau eines Gebäudes mit

13 Wohnungen auf dem gewohnt hohen Standard beginnen.

9


10

Unabhängige Experten attestieren hohe Qualität

von Dienstleistungen und Wohnungsbestand

Fluktuation und Leerstand rückläufig

Es gibt „natürliche“ Gründe dafür, dass Mieter umziehen.

Berufliche Veränderungen, persönliche und familiäre Einschnitte,

der Erwerb von Eigentum, der Wunsch nach einer

größeren Wohnung und auch die Unabänderlichkeit von

Krankheit oder Pflegebedürftigkeit. Aus diesen Umständen

ergeben sich für unser Vermietungsteam und unsere Bauabteilung

zwei Aufgaben: Erstens müssen die freien Wohnungen

in kurzer Zeit renoviert und anschließend neu vermietet

werden. Zweitens darf es neben den „Unabänderlichkeiten“

keine weiteren Gründe für Mieterwechsel geben, die in Qualitätsmängeln

unserer Arbeit liegen. Unsere Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter befinden sich in einem ständigen, aktiven

Verbesserungsprozess. Davon zeugen drei Qualitätszertifikate,

die von unabhängigen Institutionen an unsere Genossenschaft

vergeben wurden.

Der technische Standard unserer Wohnungen, ihr sauberes,

sicheres Umfeld und die Qualität unserer Dienstleistungen

sollen die Mieterfluktuation auf das natürliche Maß reduzieren

helfen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sparund

Bauvereins haben dieses Ziel im Jahr 2010 erreicht.

670 Mieter (Vorjahr 700) haben ihre Wohnung gekündigt.

Die Wechselquote betrug 8,6 Prozent, der niedrigste Wert

seit vielen Jahren. Er liegt unter dem Durchschnitt von

Wohnungsanbietern in der Landeshauptstadt. Gleichzeitig

konnten wir 676 Wohnungen neu vermieten (Vorjahr: 718).

Zum Geschäftsjahresschluss gab es 112 leerstehende Wohnungen

(Vorjahr:130). Davon waren 15 Wohnungen bereits

im Folgejahr vermietet, 22 standen noch zur Vermietung an

(davon 4 öffentlich geförderte Wohnungen, die nur mit Wohnberechtigungsschein

vergeben werden können), 36 wurden

gerade modernisiert oder instandgesetzt und 39 Wohnungen

standen zur Sanierung an.

Hohe Wohnzufriedenheit

Die Ergebnisse der Kundenbefragung (ca. 2 Monate nach Einzug)

spiegeln eine hohe Zufrieden heit mit dem Wohnen beim

und dem Service durch den Spar- und Bauverein wider –

sei es der Umzugsservice, der vermittelt werden kann, oder

beispielsweise der 24-Stunden-Notdienst, der stets außerhalb

der Geschäftszeiten einspringt, wenn ein technischer Notfall

eintritt.

Dieser gute Eindruck der Wohnzufriedenheit wird durch die

relativ geringe Anzahl von Beschwerden bestätigt. 33-mal

wurde das Wohnumfeld kritisiert, 27 Beschwerden gingen auf

unzureichende oder mangelhafte Ausführung von Reparaturen

oder Serviceleistung (z. B. Treppenhausreinigung) zurück

und lediglich in sieben Fällen wurde Unzufriedenheit über die

Leistungen der Mitar beiter des Spar- und Bauvereins notiert.


2010 erneut ISO-Zertifikat für Qualitätsarbeit

Seit Herbst 2003 lassen wir unsere Arbeitsprozesse jährlich

von unabhängiger Seite auf ihre Effizienz und Qualität prüfen.

Auch 2010 gab es ein umfassendes Zertifizierungsaudit nach

ISO 9001:2008, durchgeführt von Prof. Walter Simon von der

Qualitätsgemeinschaft ZQS. Es ist nicht die Aufgabe des Auditors,

jährlich einen unverändert guten Zustand der Arbeitsorganisation

zu bestätigen. Vielmehr geht es darum, dass wir

ständig weitere Verbesserungen nachweisen müssen. Dieser

Verbesserungsprozess wird in diversen Qualitätsworkshops

der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der Moderation

von unserem internen QM-Beauftragten Albrecht Buchheister

vorangetrieben. Auditor Prof. Walter Simon zeigte sich sehr

beeindruckt von der guten Arbeit des Unternehmens, das allen

Punkten der ISO-Norm gerecht wird.

„Best Practice“-Unternehmen

Zusätzlich zeichnete Prof. Simon den Spar- und Bauverein

mit dem Zertifikat „Best-Practice-Unternehmen“ aus. Dieses

Gütesiegel mit einer Laufzeit von drei Jahren bestätigt unserem

Unternehmen eine hervorragende Kundenorientierung.

Die Begutachtung durch unabhängige Dritte hat beim

Spar- und Bauverein Tradition. Schon im Jahr 2004 wurde

unsere Genossenschaft für sein Management zur Senkung

der Nebenkosten ausgezeichnet. Damals erhielten wir den

Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft „Contra 2. Miete“

für unser Betriebskosten-Benchmarking, das heißt für den

Vergleich der Betriebskosten verschiedener Wohnungsunternehmen

mit den eigenen Betriebskosten. Die Jury vergab

den Preis 2004 unter anderem für die Transparenz der Kosten

für die Mieter, die Vertragsgestaltung, die Information und

Beteiligung der Mieter sowie die rasche Zusendung der Jahresabrechnungen

bis Mitte Februar. Wenige Jahre später war

es die Art und Weise wie wir unsere Verkehrssicherungspflichten

organisieren, die bundesweit für Interesse sorgte: Sogar

das Europäische Bildungszentrum der Wohnungswirtschaft

war mit einer Arbeitsgruppe zu Gast in der Arndtstraße 5.

Wohnbetreuung

11


12

Unser Rezept gegen Anonymität und Unsicherheit

ist das vertrauensvolle Miteinander

Siegel „Sicheres Wohnen“ für 5 Objekte

Die Niedersächsische Landesregierung hat 2010 erstmals das

neue Qualitätssiegel „Sicheres Wohnen“ ausgelobt. Der Sparund

Bauverein erhielt diese besondere Auszeichnung gleich

für fünf Wohnquartiere und wurde während der Preisverleihung

Anfang 2011 im Alten Rathaus von Hannover ausdrücklich

von Heiner Pott, Staatssekretär im Niedersächsischen

Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und

Integration, gelobt.

Drei Wohnanlagen unserer Genossenschaft erhielten das

Qualitätssiegel „Sicheres Wohnen“ mit besonderer Auszeichnung.

Auf dem Kronsberg hat der Spar- und Bauverein vor der

EXPO 114 Wohnungen gebaut, die immer noch sehr begehrt

sind. Zu diesem Komplex gehört das gemeinschaftlich genutzte

„Erdhaus“, das sich zu einem beliebten Nachbarschaftstreffpunkt

entwickelt hat. Als besonders sicher gilt der Jury auch

der Brüggemannhof aus den 1920er Jahren mit 199 Wohnungen

sowie die 2008 fertiggestellte seniorengerechte Wohnanlage

an der Käthe-Steinitz-Straße in Groß-Buchholz. Hier sorgt

unter anderem ein Concierge für Sicherheit und Service.

In Ricklingen an der Springer Straße hat ein Neubau der

Niedersächsischen Bauträger GmbH, einer Tochtergesellschaft

des Spar- und Bauvereins, die Jury überzeugt. Und im Stadtteil

Vahrenwald wurde das 400 Einheiten umfassende Wohnquartier

zwischen Jahnplatz und Helmholtzstraße mit dem

Sicherheitssiegel ausgezeichnet, weil die Mieter vom Service

und vom sozialen Engagement des Jahnplatz-Pavillons (Mietertreffpunkt)

profitieren.

Die Prüfungen der Wohnquartiere wurden von der Sicherheitspartnerschaft

im Städtebau durchgeführt, die seit 2005

unter der Federführung des Ministeriums für Soziales, Frauen,

Familie, Gesundheit und Integration arbeitet. In dieser Kooperation

diskutieren Stadtplaner, Architekten und Experten für

Kriminalitätsprävention, um mehr Sicherheit in Wohnquartieren,

auf Straßen und öffentlichen Plätzen zu erreichen. Ein

von den Experten als sicher eingestuftes Wohnobjekt muss

folgende Standards erfüllen:

■■

■■

■■

■■

■■

■■

■■

■■

■■

Räumliche Anordnung

Sicherheitsorientierte Gestaltung

Sicherheit fördernde Wegeführung

Beleuchtung und technischer Standard

Sauberkeit und Instandhaltung

Sichere Park- und Abstellflächen

Verantwortung und Nachbarschaft

Beteiligung von Mietern

Nachbarschaftskooperationen

In die Sicherheitsbewertung eines Wohnobjektes fließen

objektive und subjektive Faktoren ein. Technische, architektonische

und gestalterische Mittel zählt die Jury zu den harten

Faktoren der Sicherheit. Dazu gehören einbruchhemmende

Zusatzverriegelungen für Fenster und Terrassentüren, Spione

in den Wohnungstüren und Rauchmelder. Haustüren müssen

durch eine Verglasung den freien Blick nach innen und

außen ermöglichen. Die Wegeführung zu den Häusern muss

übersichtlich sein, nachts müssen Wege gut beleuchtet werden.

Neben diesen harten Faktoren gibt es weiche Faktoren,

die das Sicherheitsempfinden der Menschen beeinflussen.

Mieterbeteiligung, Wohnservice-Stationen, Mietertreffpunkte

und ehrenamtliche Nachbarschaftsinitiativen machen aus

einem verunsichernden Nebeneinander ein vertrauensvolles

Miteinander.


Zukunft in Grün – Erneuerung der Außenanlagen

Unsere Grünanlagen sind zum Teil in die Jahre gekommen

und sollen daher Schritt für Schritt erneuert werden, denn der

Blick aus dem Wohnzimmer oder vom Balkon in ein gepflegtes

Grün schafft Lebensqualität.

Um die anstehenden gärtnerischen Aufgaben auf hohem

Niveau und systematisch lösen zu können, haben wir 2010

unter Beteiligung von Mietern ein Pilotprojekt gestartet.

Dafür wurde ein grüner Innenhof in Vahrenwald ausgewählt,

der von den Häusern Auf dem Dorn 32 und 33, Helmholtzstraße

13 bis 27, Moorkamp 25 bis 31 und Scheelenkamp 1 bis

13 umschlossen wird. Im Oktober hatten die Bewohner der

Häuser Gelegenheit, die Gestaltungsentwürfe von drei Freiraumplanern

zu begutachten und eigene Ideen zu formulieren,

die vom anwesenden Vorstand und von Mitarbeitern des

Spar- und Bauvereins aufgenommen wurden.

Der aus dem Gestaltungswettbewerb hervorgegangene

Siegerentwurf sieht vor, dass der alte Baumbestand des Innenhofes

weitgehend erhalten bleibt. Übergeordnetes Ziel der

Umgestaltung ist die Schaffung von pflanzlicher Vielfalt.

Die Rasenfläche soll durch zwei Rundwege erschlossen werden.

Zwei Sitzplätze mit jeweils drei Sitzbänken sowie zwei

Tisch-Bank-Kombinationen laden zum Verweilen im Grünen

ein. Ein Sitzplatz wird nach Norden, der zweite nach Süden

ausgerichtet sein, so dass sich Mieter zwischen Schatten und

Sonne entscheiden können. Heckenreihen und neue Zierobstbäume

sollen den Plätzen Atmosphäre geben.

Der in der Mitte bereits vorhandene Spielplatz wird durch

neue Spielgeräte und eine größere Sandkiste aufgewertet.

Locker gesetzte Hainbuchenhecken sollen den Spielplatz

als eigenen Bereich markieren ohne ihn abzuschirmen.

Neu gepflanzt wird eine rotblühende Kastanie, die den

Kindern in der Sandkiste im Sommer Schatten spenden wird.

Auch zu Füßen der Balkone im Hochparterre werden Hecken

gepflanzt. Am nördlichen und am südlichen Ende des Innenhofes

werden Pflanzbeete mit Stauden und Kleingehölzen

angelegt. Die ursprünglich sehr zahlreichen Wäschestangen

werden auf zwei Wäschetrockenplätze konzentriert. Kleine

Wälle schirmen die Wäscheplätze ab.

Für die Umgestaltung der Vorgärten liegt ebenfalls ein Ent-

wurf zur Ausführung vor. Die alten Begrenzungsmauern zu

den Bürgersteigen werden abgetragen. Das sich so zu den

Straßen hin öffnende Grün wird eine dreigliedrige Bandstruktur

erhalten. Direkt an den Gehweg schließt ein Funktionsband

an, das Fahrradabstellplätze, Rollatoren-Boxen und

Einhausungen für Müllcontainer aufnimmt. Eine Rasenfläche

bildet das zweite Band der neuen Vorgärten. An die Häuserfassade

schmiegt sich ein Pflanzband mit Sträuchern und

Gehölzen. Schließlich werden die Hauszuwege zum Teil von

kleinwüchsigen Zierapfelbäumen flankiert.

Die Arbeiten zur Umgestaltung der Grünanlagen im Pilot-

projekt werden im Frühling und Sommer 2011 erfolgen.

Erneuerung der Außenanlagen

13


14

>>

Unsere Mieter können das schon

bald haben. Als bundesweit

einziges Wohnungsunternehmen

ist der Spar- und Bauverein am

4-jährigen Forschungsprojekt

STADIWAMI beteiligt, das sich mit

den Wohnwünschen und technischen

Herausforderungen des

Wohnens der Zukunft befasst.

Wie wir in Zukunft wohnen wollen?

... ein guter Geist, der alle Wünsche erfüllt,

das richtige Fernsehprogramm einstellt, danach etwas

Leckeres zu essen serviert und im richtigen Moment

die Veranstaltungstipps für das Wochenende anbietet ...


Wir kennen schon heute

die Mieterwünsche von morgen

Wir stellen unser Wissen über die Bedürfnisse der

Mitglieder auf eine wissen schaftliche Grundlage.

Im Rahmen von STADIWAMI befragte das Hamburger

Meinungsforschungsinstitut F & B Mieter auf dem

Kronsberg und im Merianweg telefonisch nach ihren

Erwartungen an Dienstleistungen der Genossen-

schaft. Von besonderem Interesse sind Handwerks-

und Reparaturhilfen sowie Unterstützung beim

Wohnungsputz. Bei älteren Mietern ist darüber

hinaus klar das Interesse an Pflege- und Betreuungs-

angeboten erkennbar, weil man auch im Krankheits-

fall sein selbstständiges Leben in der eigenen Woh-

nung fortsetzen möchte.

Vor allem bequem!

Die Frage, wie dieses Interesse unserer Mieter in

ein für den Spar- und Bauverein tragfähiges Dienst-

leistungsangebot gegossen werden kann, stand im

Jahr 2010 im Mittelpunkt des Forschungsprojektes.

Daneben wurde eine unterstützende Service-Platt-

form, der sogenannte „Smart Living- Manager“, und

weitere Sensorik in der Gästewohnung in Ricklingen

durch das Fraunhofer Institut für Software und

Systemtechnik installiert und getestet.

15


16

Dank Mieterbefragungen und Forschungsarbeit

spielen wir bei Service und Technik in der 1. Liga

Das Forschungsprojekt STADIWAMI

Im November 2008 fiel der Startschuss für das Forschungsprojekt

„STADIWAMI“, das mit einer Laufzeit von vier Jahren

am 31. Dezember 2012 enden wird.

STADIWAMI ist die Abkürzung von: „Standards für wohnungsbegleitende

Dienstleistungen im Kontext des demografischen

Wandels und der Potenziale der Mikrosystemtechnik“.

Ziele des Forschungsprojekts

In dem Projekt STADIWAMI möchte der Spar- und Bauverein

gemeinsam mit den Projektpartnern ein tragfähiges Geschäftsmodell

entwickeln, das ihn in die Lage versetzt, Dienstleistungen

rund um den Haushalt anzu bieten. Technische Syste me,

die bereits schon heute auf dem Markt sind, sollen dabei die

Abwick lung der Leistung erleichtern und sie für den Nut zer

kostengünstiger machen. Leitfragen sind dabei: Wie viel Geld

können Haushalte in zusätzliche Dienst leistungen inves tieren?

Wie können die Dienste effizient werden? An welchen

Schnittstellen ist eine Standardi sierung von Dienstleistungen

sinnvoll? Wie hoch ist die Akzeptanz der Mieter gegenüber

neuen Techniken?

Demografischer Wandel und

wohnungsbegleitende Dienstleistungen

Die Vorhersagen über die sozialen Veränderungen unserer

Gesellschaft sind eindeutig: Wir leben in einer Gesellschaft,

in der Alter und Individualisierung gegenüber Jugend und

Gemeinschaft zunimmt. Diese Entwicklung wird einen steigenden

Bedarf haushaltsnaher Dienstleistungen bei älteren

aber auch bei jüngeren Haushalten (z.B. Alleinerziehende)

schaffen. Die Genossenschaft hat diese Entwicklung erkannt

und zur Steigerung der Attrak tivität des Wohnungsbestandes

bereits sehr früh zusätzliche Dienstleistungsangebote für ihre

Mieter geschaffen. Hier reicht das Spektrum heute von der

einfachen Übernahme der Treppen haus reinigung bis hin zu

Fahrdiensten oder dem Betreuten Wohnen in Groß-Buchholz.

Potenziale der Mikrosystemtechnik

Aus jahrelanger Erfahrung ist dem Spar- und Bauverein

bewusst: Möchte ein Wohnungs unternehmen bedarfsgerechte

Dienstleistungen anbieten, steht es vor erheblichen

betrieblichen Heraus forderungen. Denn bei der Ausführung

von verschiedenen Dienstleistungen durch unterschied liche

Experten entsteht eine Vielfalt an Leistungs-, Produkt- und

Informations strömen, die es zu bewältigen gilt. Aber auch

beim Kunden besteht ein hoher Koordinations aufwand, da

er zurzeit alle Dienstleistungen, die er in Anspruch nehmen

möchte, einzeln abrufen und abrech nen muss. Gemeinsam

mit den Verbundpartnern wird in dem Projekt STADIWAMI

nach technischen Hilfssystemen gesucht, die die Abwicklung

von Dienst leistungs angeboten erleichtern und zudem Leistungen

effizienter und kostengünstiger machen können.

Standards für wohnungsbegleitende Dienstleistungen

Standards können Prozesse reibungsloser und effektiver

gestalten. Aus diesem Grund werden im Projekt STADIWAMI

mit starken Partnern, z. B. dem Deutschen Institut für Normung

e.V. (DIN), standardisierungsrelevante Projektinhalte

entlang der gesamten Prozesskette einer Dienstleistung – von

der Initiierung bis zur Abrech nung – in DIN-Spezifikationen

überführt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den technologischen,

organisatorischen und betriebswirtschaftlichen

Schnittstellen, nicht jedoch auf den Dienstleistungen selbst.

Ziele des Spar- und Bauvereins als Praxispartner sind:

■■

■■

Realisierung eines bedarfsgerechten Angebotes an

wohnungsbegleitenden Dienstleis tungen in einem

ausgewählten Quartier der Spar- und Bauverein eG.

Entwicklung und Anwendung eines tragfähigen

Geschäftsmodells für dieses Dienstleis tungsangebot

unter Unterstützung von technischen Hilfssystemen.


Zur Zielerreichung wurden im Geschäftsjahr 2010 folgende

Arbeiten durchgeführt:

■■

Befragung von Mietern auf dem Kronsberg und im

■■

■■

■■

■■

Merianweg in Groß-Buchholz zu Präferenzen, Nutzung

und Zahlungsbereitschaft für wohnungsbegleitende

Dienstleistungen und unterstützenden Technologien.

Auswahl des Merianweges als Musterquartier für die

Etablierung eines neuen Dienstleistungsangebots.

Grobskizzierung eines passenden Geschäftsmodells.

Identifizierung relevanter Akteure zur Erbringung

verschiedener Dienstleistungen.

Installation der Serviceplattform „Smart Living Manager“

sowie Sensortechnik in der Gästewohnung in Ricklingen

durch das Fraunhofer Institut für Software und Systemtechnik.

Mieterbefragung und Quartiersauswahl

Rund 50 % der Befragten nehmen bereits heute mindestens

ein bis zwei Dienst leistungen in Anspruch. Daneben stellte

sich bei der Befragung heraus, dass neben Merkmalen wie

Alter, Einkommen etc. auch die verschiedenen sozialräumlichen

Milieus in den jeweiligen Quartieren einen Einfluss

auf das Interesse an weiteren, zusätzlichen Dienstleistungen

haben. Das Interesse an zusätzlichen Technologien ist demgegenüber

in den einzelnen Quartieren gleich stark ausgeprägt.

Für die Wahl des Merianweges in Groß-Buchholz zum

Musterquartier sind folgende Kriterien ausschlaggebend:

■■

■■

■■

■■

■■

Tendenziell stärkeres Interesse an zusätzlichen

Dienst leistungen bei den im Durchschnitt älteren

Mietern in Groß-Buchholz als bei den Mietern auf

dem Kronsberg.

Ein relativ hoher Prozentsatz der Mieter verfügt

über einen Internetanschluss.

Hohes Potenzial durch die Nähe zum Betreuten

Wohnen und zum Alten pflege heim.

Nutzung bestehender Kontakte zu anderen Akteuren

aus dem Quartier.

Leichte Übertragbarkeit des neuen Dienstleistungspakets

auf das nähere Umfeld (Bussestraße).

Grobskizzierung des Geschäftsmodells

Auf Grundlage der Recherche und Sichtung interessanter

Geschäftsmodelle konnte ein für den Spar- und Bauverein

passendes Geschäftsmodell entwickelt und rele vante Akteure

zur Erbringung verschiedener Dienstleistungen identifiziert

werden. Kern dieses Modells ist die Zusammenführung der

gegenwärtig für sich isoliert stehenden Angebote des Sparund

Bauvereins: die Förderung des nachbar schaft lichen

Hilfenetzwerks im Quartier, das bereits bestehende Wohnserviceangebot

des Spar- und Bauvereins sowie die Vermittlung

von Dienstleistungen an externe Dienstleister.

Mikrosystemtechnik hält Einzug in Gästewohnung

Neben den konzeptionellen Arbeiten wurde durch das Fraunhofer

Institut für Soft ware und Systemtechnik in einer Gästewohnung

des Spar- und Bauvereins eine Serviceplattform, der

sogenannte „Smart Living Manager“, und weitere Sensorik

installiert und getestet.

Aufgaben im 4. Jahr des Forschungsprojektes

2012, im vierten und letzten Förderjahr des Projektes, sollen

die bevorzugten Dienst leistungen, die durch die Mieterbefragung

Konturen gewonnen haben, tatsächlich im Merianweg

angeboten werden. Die Grundlagen hierfür wurden in 2010

geschaffen: So konnte der Geschäftsbereich Freizeit- und

Servicemanagement neu positioniert und mit der Gründung

der Hannoverschen Wohnservice GmbH in die Unternehmensstrategie

dauerhaft verankert werden.

Partner im Projekt

■■

Deutsches Institut für Normung e. V.

■■

Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik

■■

Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

■■

Technische Universität Berlin

■■

Kooperationsstelle Hamburg IFE GmbH

Das Projekt STADIWAMI wird im Förderprogramm „Innovationen

mit Dienstleistungen“ des Bundesministeriums für

Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt,

Bereich Arbeitsgestaltung und Dienstleistungen

(Förderkennzeichen: 01FC08016).

Forschung und Entwicklung

17


18

CONCERTO-Programm abgeschlossen: 5 Jahre lang wurde

EU-Geld für die energetische Sanierung eingesetzt

Wohnungsmodernisierung

Im Berichtszeitraum wurden 104 leer stehende Wohnungen

komplett modernisiert. Je nach Baujahr und Zuschnitt der

Wohnungen begannen die Arbeiten mit einer Grundrissänderung,

Wandabbrüchen und dem Abbruch von Speisekammern,

um die Wohnfläche zu vergrößern. Küchen und

Bäder wurden modernisiert und mit neuen Wasser- und

Abwasserleitungen ausgerüstet. Sämtliche Elektroinstallationen

wurden ebenso erneuert wie die Heizungsanlagen.

Moderne Wohnlichkeit wurde durch die Erneuerung von

Türen und Fußbodenbelägen erreicht. 13 Wohnungen wurden

auf Wunsch von Mietern modernisiert. Diese Maßnahmen

umfassten neben der Küchen- und Badmodernisierung

den Einbau neuer Fenster, neuer Zimmertüren sowie eine

Erweiterung der Elektroleitungen. Die genannten Modernisierungs

maß nahmen machten eine Investitions summe von

4,22 Millionen Euro erforderlich.

Auf dem Gebiet der Wohnraumanpassung für Senioren

haben wir 31 Beratungen durchgeführt. Daraufhin wurden

13 Badezimmer altersgerecht umgebaut. In 9 Wohnungen

wurde das Bad mit einer flachen Duschwanne ausgestattet.

16 Häuser des Bestandes wurden durch Balkonanbauten

aufgewertet; bei drei Häusern wurde gleichzeitig eine Fassadendämmung

vorgenommen. 25 Häuser erhielten in den

Vorgärten oder an den Außenwänden neue Briefkastenund

Gegensprechanlagen. In 38 Häusern wurden die Briefkästen

in den Treppenhäusern erneuert.

Energetische Sanierung/CONCERTO

Um den strengen Anforderungen der Energie-Einsparverordnung

(EnEV) gerecht zu werden, erhielten neun Häuser eine

Fassadendämmung. Die Baumaßnahmen umfassten außerdem

die Erneuerung von Dachrinnen, Vordächern und Briefkas

tenanlagen. An vier Häusern wurden die alten Balkone

abgebrochen und gegen neue Vorstellbalkone ersetzt (Investition:

1,2 Mio. €).

Für unsere 32 Häuser im Rodbraken wurde im Jahr 2010 das

Nahwärmenetz erneuert und auf den energetisch optimalen

Stand gebracht. Dazu wurden etwa 1,8 km Wärmeleitungen

neu verlegt und die Kellerinstallationen erneuert (Investition:

1,0 Mio. €).

CONCERTO, das seit 2005 mit Fördermitteln der Europäischen

Union laufende Programm zur energetischen Sanierung von

Wohnhäusern, wurde im Jahr 2010 abgeschlossen.

Der Spar- und Bauverein hat das letzte Jahr der Förderung

genutzt, um in der Linsingenstraße 15-21 insgesamt 52 Wohneinheiten

aus den Jahren 1962/1963 energetisch auf den

neuesten Stand zu bringen. Das Ergebnis ist die komplette

Wärme dämmung des Gebäudekörpers sowie der Anschluss

der Immobilien an das Fernwärmenetz der Stadtwerke (Investition:

1,36 Mio. €).


Kompletter Bestand mit Rauchmeldern ausgerüstet

Bei Wohnungsbränden sterben in Deutschland jährlich rund

600 Menschen. Die meisten Opfer ersticken nachts an den

giftigen Rauchgasen. Nachts schläft auch der Geruchssinn.

Die Gase eines Feuers breiten sich so schnell aus, dass Menschen

innerhalb von Sekunden die Orientierung und das

Bewusstsein verlieren können. Daher sind akustische Rauchwarnmelder

der Lebensretter Nummer eins.

Der Spar- und Bauverein hat im Zeitraum zwischen Februar

und Dezember 2010 im gesamten Hausbestand 25 000 elek-

tronische Rauchwarnmelder installieren lassen. Alle Wohn-,

Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure wurden mit den

Lebensrettern ausgestattet. Damit leistet die Genossenschaft

einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit im Brandfalle,

lange bevor gesetzliche Fristen ablaufen, denn die niedersächsische

Bauordnung schreibt die Installation von Rauchwarnmeldern

erst ab 1. Januar 2013 vor. Mit der Installation

der Warngeräte wurde eine Fachfirma betraut, die auch die

gesetzlich vorgeschriebene, jährliche Prüfung der Geräte

vornimmt. Die Stromversorgung übernimmt eine Batterie mit

zehnjähriger Lebens dauer.

Modernisierung und Instandhaltung

19


20

>>

So eine alte Genossenschaft –

und so neue Wohnungen!

Welche Wonne, diese Wanne!

Ins warme Wannenbad abtauchen und

anschließend im gemütlichen Wohnzimmer

den Abend ausklingen lassen ...

Übrigens, die Fliesen im Bad, die Fußbodenbeläge

und die Türen habe ich mir ganz

nach meinem Geschmack ausgewählt!

Bei uns zieht jeder neue

Mieter in eine von Grund

auf renovierte Wohnung ein.

Zwischen 1998 und 2009

haben wir 1.975 Wohnungen

renovieren lassen.

2010 waren es 117 Wohnungen,

in die wir 4,2 Millionen Euro

investiert haben.


Stolz auf das, was schon geschafft ist –

gespannt auf die Möglichkeiten der Zukunft

Bei einem Gesamtbestand von 7.762 Wohnungen in 1.000 Häusern

kann man sich leicht vorstellen, dass irgendwo immer Handwerker

in die Hände spucken. Sie schaffen durch die Zusammenlegung von

Wohnungen oder durch die Änderung von Grundrissen und den

Abbruch von Mauern größere, moderne Wohnflächen. Fast könnte

man sagen, bei unseren Wohnungsmodernisierungen bleibt kein

Stein auf dem anderen. Alle renovierten Wohnungen bekommen

neue Küchen und Bäder, Wohnräume und Kinderzimmer sind mit

Multimediaanschlüssen für Kabelfernsehen, Telefon und Internet

ausgestattet. Alle Wohnräume sind mit hochwertigen Fußbo den-

belägen ausgelegt. Viele Wohnungen werden zusätzlich durch den

Anbau von Balkonen aufgewertet. Und das Beste daran: Ähnlich wie

Eigentümer können unsere Mitglieder Einfluss auf die Ausstattung

der neuen Wohnung nehmen. In unserem Ausstellungsraum kann

man Farben und Material von Türen, Beschläge, Fliesen und Fuß-

bodenbeläge aussuchen.

Nicht nur die eigene Wohnung, das ganze Haus trägt zum schönen

Wohngefühl bei. Deshalb zählt der frische Farbanstrich für Treppen-

häuser ebenso zum ständigen Renovierungsprogramm wie die

Erneuerung der Treppenstufenbeläge, der nach trägliche Anbau von

Balkonen und die Aufstellung von Briefkasten- und Klingel anlagen.

Schon seit Ende der 90er Jahre packen wir unsere Häuser im Rahmen

der ener getischen Sanierung mollig warm ein. Das erhöht den Wohn-

komfort, schont das Klima und entlastet den Geldbeutel unserer

Mieter. Bei der Zukunftsaufgabe der energetischen Sanierung war

der Spar- und Bauverein fünf Jahre lang erster Partner der Stadt

Hannover und der Europäischen Union.

21


22

Zeichen des Aufstiegs: mehr Mitglieder, wachsende Spareinlagen

und verstärktes Engagement von Ehrenamtlichen

Mitgliederzahl und Geschäftsanteile wachsen

Am 31.12.2010 hatte der Spar- und Bauverein 23.133 Mitglieder

(1 Jahr zuvor: 22.613 Mitglieder). Diese verfügten über insgesamt

417.932 Anteile. Durch Kündigungen, Todesfälle, Ausschluss,

Übertragungen und Kündigung weiterer Anteile verringerte

sich die Anzahl um 1.027 Mitglieder mit 20.102 Anteilen.

Diesen Abgängen stehen Beitritte von 1.547 Mitgliedern mit

46.191 Anteilen einschließlich Zeichnung weiterer Anteile

gegenüber.

Die Summe aller Geschäftsguthaben hat sich im Verlauf des

Jahres 2010 um 606 T€ erhöht. Sie betrug zum Bilanzstichtag

(31.12.2010) 10.901 T€.

Spareinlagen steigen weiter

Das gestiegene Sicherheitsbewusstsein der Sparer in Zeiten

der Finanzkrise verbunden mit einer Renaissance des Sparbuchs

bescherte der Spareinrichtung der Genossenschaft

im Jahr 2010 einen neuen Einlagenhöchststand. Die Spareinlagen

stiegen um 0,41 Prozent auf einen Einlagenbestand von

172,5 Mio. Euro. Dieses Ergebnis zeugt von der Attraktivität der

Produkte sowie von der verständlichen Kommunikation der

Unternehmenspolitik.

Mitarbeiter, Organisation und Ausbildung

Insgesamt 3 Vorstände und 75 Mitarbeiter, davon 9 Auszubildende

und 11 Teil zeitkräfte bzw. geringfügig Beschäftigte,

haben sich im vergangenen Jahr um die Belange unserer

Kunden gekümmert. In 2010 sind insgesamt 6 Mitarbeiter

aus ge schieden und 13 neue Mitarbeiter in das Unternehmen

eingetreten.

Hochmotivierte Mitarbeiter stets zu qualifizieren ist ein wichtiges

Ziel des Spar- und Bau vereins. Organisationsstrukturen,

die eigenverantwortliches Arbeiten fördern, tragen ebenso

dazu bei wie ein umfassendes Weiterbildungsangebot.

Neben der Qualifikation und Weiterbildung unserer Mitar-

beiter ist die berufliche Erstausbildung ein wichtiger Aspekt

der Zukunftssicherung. Im Berichtsjahr befanden sich 9 junge

Menschen in der Ausbildung zum Immobilienkaufmann/

zur Immobilienkauffrau. Alle Auszubildenden nehmen die

Möglichkeit wahr, neben der betrieblichen Ausbildung und

dem Berufsschulunterricht das Grundwissen durch praxisorientierten

Fern unterricht am Europäischen Bildungszentrum

in Bochum zu vertiefen. Außerdem findet regelmäßig ein

Auszubildendentausch mit anderen Unternehmen statt, um

unseren Auszubildenden die Möglichkeit zu geben, Einblicke

in andere Unternehmen und Märkte sowie deren Anforderungen

zu bekommen. Im Geschäftsjahr 2010 schlossen drei angehende

Immobilienkaufleute ihre Berufsausbildung erfolgreich

ab. Darunter war eine Auszubildende, die mit der Note 1 das

beste Prüfungsergebnis aller Auszubildenden in Deutschland

erreichte.

Die Kombination aus langjährigen, qualifizierten Mitarbeitern

und engagierten Nachwuchskräften sichert unserem Unternehmen

die personelle Basis, um uns jederzeit auf Veränderungen

auf dem Wohnungs- und Kapitalmarkt einzustellen

und damit ein kompetenter Partner für die Wünsche unserer

Kunden zu sein.


Gesundheitsprävention

Betriebliche Aufklärung und Prävention ist ein wesentlicher

Motivationsfaktor für eine gesunde Lebensweise.

Im September 2010 fand der 1. Gesundheitstag für Mitarbeiterinnen

und Mitar beiter des Spar- und Bauvereins statt.

Mehrere Krankenkassen führten in unseren Geschäftsräumen

Schnupperkurse für Pilates, Yoga, Tai Chi und Qigong durch.

Außerdem wurde eine Entspannungsmassage und eine

physio therapeutische Sprechstunde angeboten. Der Betriebsarzt

stand als Gesund heits berater zur Verfügung und beant -

wortete beispielsweise Fragen zum Impfschutz, zur Reisemedizin

oder zur Lichttherapie. Natürlich spielte auch das

Thema gesunde Ernährung eine Rolle. Unsere Mitarbeiter

konnten Salate und frischen Obstsaft genießen und sich über

die richtige Zubereitung informieren. Der Gesundheitstag soll

zukünftig einmal jährlich stattfinden.

Förderung des nachbarschaftlichen Ehrenamtes

Bezahlte Dienstleistungen können niemals so gut sein wie

gelebte Nachbarschaft. Daher fördern wir die ehrenamtliche

Arbeit in unseren Wohnquartieren. Nachbarn brauchen Orte

der Begegnung. Der Spar- und Bauverein hat Ende 2007 den

ersten Treffpunkt im Brüggemannhof eingerichtet. Ein Jahr

später wurde ein zweiter Treff punkt in der Liepmannstraße in

Limmer eröffnet. In diesen Räumen hat sich unter der Regie

freiwilliger Helfer ein so reges und geselliges Leben entwickelt,

dass wir 2011 den dritten Nachbarschaftstreffpunkt einrichten

werden. Nach einer Quartiers analyse haben wir als Standort

den Stadtteil Ricklingen ausgewählt. Hier werden wir auch

dauerhaft unsere Sonderausstellung „wie gewohnt“ etablieren,

die im Jubi läums jahr 2010 im Historischen Museum

Hannover den Wandel des Wohnens seit dem Beginn des

20. Jahrhunderts veranschaulichte.

In allen Treffpunkten besitzen ehrenamtlich tätige Mieter die

„Schlüsselgewalt“. Sie haben ein beeindruckendes Angebot

entwickelt, das vom Eltern-Kind-Treff und Bastelgruppen über

Frühstücks- und Kaffeerunden, Tanztees, Sporttreffs bis hin zu

Computerkursen reicht. Besonders beliebt sind die Feste im

Treff 23 in Limmer, auf denen 70 bis 100 Nachbarn zusammen

feiern. Das ehrenamtliche Engagement ist vorbildlich und

hat inzwischen Anerkennung durch die Politik erfahren. Die

Initiative „Nachbarn für Nachbarn“ wurde vom Stadtbezirksrat

Vahrenwald-List mit dem Bürgerpreis 2010 und 1.000 Euro

ausgezeichnet. Auf Einladung der Initiative nahm Hannovers

Oberbürgermeister Stephan Weil am Seniorenfrühstück im

Heinrich-Köhler-Hof teil. Auch er lobte das Engagement der

Freiwilligen von Vahrenwald und betonte die Bedeutung des

Ehrenamtes für den sozialen Zusammenhalt der Gesell schaft.

Für diese freiwillige Arbeit, die in Zeiten zunehmender

Individualisierung nicht selbst verständlich ist, möchten sich

der Aufsichtsrat, der Vorstand und alle Mitarbeiter unserer

Genossenschaft ganz herzlich bedanken.

Mitglieder | Spareinrichtung | Mitarbeiter und Organisation

23


24

>>

Wer ist schon gern allein?

Bei uns gibt es ein

Programm gegen die

Einsamkeit. Man muss

sich nur einen Ruck

geben und vor die

Tür treten ...

Geselligkeit wurde auch 2010 an

vielen Stellen im Spar- und Bauverein

gepflegt: auf dem großen

Sommerfest, beim Stadtteilfest der

Initiative „Nachbarn für Nachbarn“,

beim Frühstück oder im Computerkurs

der Mietertreffpunkte –

die werden übrigens so gut angenommen,

dass wir 2011 den dritten

Treffpunkt einrichten werden.


Menschlichkeit ist der solidarische Zweck unserer

Genossenschaft. Wir kümmern uns, wenn es mal

nicht so rund läuft. Wir bieten soziale Dienste,

schaffen Orte der Begegnung und organisieren

Gemeinschaftserlebnisse. Unsere Stadtteilbüros

sind im ständigen Dialog mit den Mietern. Darüber

hinaus haben die Mitarbeiter im Wohnservice-

Mit uns nicht nötig!

Ehrenamtliche sorgen für gelebte Nachbarschaft

Besonders dankbar und stolz sind wir auf unsere

vielen ehrenamtlichen Helfer von der Initiative

„Nachbarn für Nachbarn“ und den Treffpunkten

im Brüggemannhof und in der Liepmannstraße.

Egal ob Tanztee, Kaffeetreff, Computer-Kurs oder

Eltern-Kind-Treff – wer sich einer der Gruppen

anschließt, der spürt schnell, dass hier Freund-

schaften und nachbarschaftliche Netzwerke ent-

standen sind. Man kennt sich und hilft sich auch

außerhalb der offiziellen Veranstaltungen.

Pavillon auf dem Jahnplatz in Vahrenwald stets

ein offenes Ohr für die Anliegen der Mieter. „Zuhören

und für die Menschen da sein“, so beschreiben die

Wohnservice-Mitarbeiter ihre Auf gaben.

Der Pavillon ist an sechs Tagen in der Woche als

Treffpunkt für den Klönschnack geöffnet. Wer Rat

und Tat braucht, ist hier gut aufgehoben.

Die Treffpunkte leben vom Mitmachen. Jeder kann

sich einbringen und eigene Projekte realisieren.

Professionelle Mediatoren begleiten die Ehrenamt-

lichen und haben ein Auge darauf, dass aus der

Freude am Helfen nicht Frust und Ärger wird.

25


26

Nachhaltige Investitionspolitik sichert Erfolg der

Wohnungsbewirtschaftung

Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr um 3,41 Mio. €

(+ 1,16 %) auf einen Stand von 298,61 Mio. €.

Auf der Aktivseite der Bilanz entfallen davon auf das Anlagevermögen

76,74 % (229,16 Mio. €). Das entspricht einer Erhöhung

um 0,45 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Hier spiegelt

sich die hohe Investitionstätigkeit (9,79 Mio. €), verringert

durch die planmäßigen Abschreibungen (8,28 Mio. €) sowie

Desinvestitionen (1,06 Mio. €) wider.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 2,96 Mio. € auf

69,44 Mio. €. Im Wesentlichen erfolgte der Anstieg dabei durch

die Zunahme der kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel

(+ 2,65 Mio. €), die zum Bilanzstichtag 59,71 Mio. € betragen.

Finanzlage

Die nebenstehenden

Kennzahlen spiegeln die

Entwicklung der Finanz-

lage in den vergangenen

5 Jahren wider.

Die Zahlungsbereitschaft war in 2010 jederzeit gegeben.

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Mittel hinaus sind

ausreichend Liquiditätsspielräume vorhanden. Im Wesentlichen

ergeben sich diese aus nicht valutierten Grund schulden

sowie stillen Reserven im Bereich der Wertpapiere.

Unter Berücksichtigung des Bilanzgewinns 2010 sowie

durch die Umgliederung der Aufwands rückstellung nach

Artikel 67 Abs. 3 EGHGB im Zuge des Bilanzrechtsmodernisierungs

gesetzes (BilMoG) in Ergebnisrücklagen stieg das

Eigenkapital zum 31.12.2010 um rund 15,99 Mio. € von

60,61 Mio. € auf 76,60 Mio. € an.

Kapitalflussrechnung (in T€) 2009 2010

Cashflow nach DVFA/SG 10.311,8 9.381,6

Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 11.772,2 8.688,8

Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit - 8.677,9 -8.611,9

Mittelzu/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 6.362,7 1.177,6

zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 9.457,0 1.254,5

Finanzmittelbestand am 1.1. 46.596,0 56.053,0

Finanzmittelbestand am 31.12. 56.053,0 57.307,5

Entwicklung der Finanzlage 2006 2007 2008 2009 2010

Eigenkapitalquote 21,02 % 20,96 % 20,92 % 20,53 % 25,65 %

Cash-Flow nach DVFA/SG in T€ 10.069,8 9.639,8 10.030,3 10.311,8 9.381,6

Fluktuationsquote 10,5 % 10,0 % 9,4 % 9,0 % 8,60 %

Leerstandsquote 2,98 % 3,17 % 1,85 % 1,67 % 1,44 %


Diese positive Vermögens- und Finanzlage spiegelt sich auch

im bankenaufsichtlichen Meldewesen wider, dem der Sparund

Bauverein durch seine Spareinrichtung unterliegt. Der

von der Bankenaufsicht nach der Solvabilitätsverordnung vorgeschriebene

Mindestwert von 8,4 % wird bei der Spar- und

Bauverein eG mit einer Kennziffer von 22, 59 % deutlich erfüllt.

Die Liquiditätsüberwachung erfolgte im Geschäftsjahr 2010

durch die Verordnung über die Liquidität der Institute, bei

dem die im Monat zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel

die während dieses Zeitraums zu erwartenden Zahlungsabflüsse

decken. Die errechnete Kennzahl muss mindes tens

1,0 betragen. Unsere Genossenschaft hielt diesen Wert stets

ein und errechnete zum Jahresende 2010 eine Liquiditätskennzahl

von 2,47.

Ertagslage (in T€) 2009 2010 Veränderung

Betriebsergebnis 967,1 888,3 -78,8

Neutrales Ergebnis 655,4 1.766,0 +1.110,6

Finanzergebnis 207,3 -251,3 -458,6

Jahresüberschuss 1.829,8 2.403,0 +573,2

Geschäftsergebnis

Das positive Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2010

basiert im Wesentlichen aus der Bewirt schaftung unseres

Wohnungsbestandes. Hier zeigt sich der Erfolg der seit Jahren

verlässlichen Investitionspolitik in unsere Wohngebäude.

Die durchschnittliche Nutzungs gebühr für Wohnraum stieg

zum Jahresultimo im Wesentlichen durch umfangreiche

Modernisierungstätigkeit von 4,93 Euro je m2 im Dezember

2009 auf 4,99 Euro je m2 im Dezember 2010. Der Leerstand

verringerte sich zum 31.12.2010 gegenüber dem Vorjahr von

130 Wohnungen auf 112 Wohnungen (1,44 %).

Das Betriebsergebnis veränderte sich im Jahr 2010 gegenüber

dem Vorjahr nur geringfügig. Innerhalb der Leistungs bereiche

gab es positive Abweichungen durch Mehreinnahmen an

Sollmieten bei gleichzeitig gesunkenen Zinsauf wen dungen.

Kompensiert wurden diese Ergebnisverbesserungen durch

den Anstieg der Abschrei bungen sowie höhere Aufwendun-

gen für die Instandhaltung. Das neutrale Ergebnis beinhaltete

im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen

sowie außerordentliche Aufwendungen durch Neubewertung

der Rückstellungen aus der Anwendung der neuen

Vorschriften des Bilanz rechts modernisierungsgesetzes. Diese

führten durch die Auf- und Abzinsung der Rückstellungen

auch zu der Ergebnisveränderung im Finanzergebnis.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

27


28

Risiken für die Vermögens- und Finanzlage der

Genossenschaft sind derzeit nicht erkennbar

Risiken der künftigen Entwicklung

Unter Risikomanagement versteht die Spar- und Bauverein

eG den Einsatz eines umfassenden Instrumentariums für

den Umgang mit Risiken. Dazu gehören Aufbau- und Ablauforganisation,

Risikosteuerungs- und -controllingprozesse

sowie die Interne Revision.

Schwerpunkt der Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2010 war

die Optimierung der Risiko steuerungs- und Risikocontrollingprozesse

nach Abschluss der Überleitung des Organi sationshandbuchs

sowie des QM-Handbuchs in ein Qualitätsmanagementhandbuch.

Begleitend erfolgte die Qualitätsüberwachung

sowie die Controllingimplementierung im

Rahmen der Migration der Rechenzentrumslösung für die

Spareinlagen. Nach Veröffent lichung der Neufassung der

MARisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement)

durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

im Dezember 2010 wird es zeitnah in den ersten Monaten 2011

die primäre Aufgabe sein, die Umsetzung der Neuerungen

vorzunehmen.

Das Risikomanagementsystem ist in den zur Geschäftsstrategie

konsistenten Risiko strategien festgelegt. Bezugsgrößen

darin sind die unternehmenspolitischen und risikostrategischen

Vorgaben für das Risikomanagement.

Ein wesentliches Element ist dabei das Risikofrüh warn system

mit den Schwerpunkten in den wohnungswirtschaftlichen

Beobach tungsbereichen und der Sparbereich, bei dem die

Einlagenentwicklung, der Zinsmarkt sowie die eigenen Liquidi

tätsanlagen im Fokus stehen. Ergänzt wird dies durch eine

gelebte Risiko kultur im Umgang mit Operationellen Risiken.

Jeder Mitarbeiter ist zu einem verantwortungs bewussten

Umgang mit Risiken aufgerufen. Die Minimierung von Operationellen

Risiken der Spar- und Bauverein eG ist in erster Linie

Aufgabe der betroffenen Fachbereiche in enger Zusammenarbeit

mit dem Stabs bereich Risiko management. Aufgabe der

Fachbereiche ist es, Risiken zu identifizieren und zu reduzieren.

Der ausgelagerte Bereich Innenrevision überwacht prozessunabhängig

alle Betriebs- und Geschäftsabläufe der Genossenschaft,

das Risikomanagement und -controlling sowie das

Interne Kontrollsystem mit dem Ziel, das Vermögen der

Genossenschaft zu sichern und die betriebliche Leistungsfähigkeit

zu fördern. Der Bereich Revision nimmt seine

Auf gaben weisungs unabhängig wahr. Schriftliche Prüfungs-

berichte informieren den Vorstand und den Aufsichtsrat

über die Prüfungsergebnisse.

Die Preisänderungsrisiken im wohnungswirtschaftlichen

Bereich sind begrenzt. Die Mieten sind auf Grundlage der

Miet- und Nutzungsverträge langfristig festgelegt. Aufgrund

des Umfangs der regelmäßig durchgeführten Modernisierungsmaßnahmen

ist künftig eher mit steigenden Miet erlösen

zu rechnen. Somit sind weder aktuell noch mittel- und langfristig

Liquiditäts risiken zu erwarten. Der Kapitaldienst kann

aus den regelmäßigen Mietzuflüssen vereinbarungsgemäß

erbracht werden. Daneben verfügt die Genossenschaft über

erhebliche Beleihungsreserven.

Die Ausfallrisiken werden als gering eingeschätzt. Die Forderungsausfälle

betrugen im Jahr 2010 lediglich 0,42 % der

Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung. Die monatlichen

Miet erlöse einschließlich der Vorauszahlungen auf die Betriebskosten

fließen dem Spar- und Bauverein überwiegend

im Rahmen von Einzugsermächtigungen zu.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass wirtschaftliche Risiken,

die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft

nachhaltig belasten würden, gegenwärtig nicht

erkennbar sind. Rechtliche Risiken sind, bis auf Prozessrisiken

im üblichen Rahmen, nicht vorhanden.


Finanzinstrumente

Besondere Finanzinstrumente und insbesondere Sicherungsgeschäfte

werden nicht eingesetzt. Die Finanzierung unseres

Anlagevermögens erfolgt im Wesentlichen durch das Eigenkapital

der Genossenschaft, die Spareinlagen sowie Kapitalmarktdarlehen.

Aufgrund der Zinsfest schrei bungen bei den

Annuitätendarlehen sind die Zinsänderungsrisiken begrenzt.

Bei den Kondi tionen der Spareinlagen orientiert sich die

Spar- und Bauverein eG am Marktumfeld, indem der Vorstand

durch das vorhandene Risikofrühwarnsystem kurzfristig auf

Veränderungen reagieren kann. Dieses hat sich in den vergangenen

Jahren sehr gut bewährt.

Die ausgewogene Strukturierung des Finanzierungsportfolios

mit Eigen- und Fremdmitteln sowie einer breiten Streuung

der Fremdmittel im Bereich der Einlagenverbindlichkeiten auf

viele Sparer leistet einen wichtigen Baustein zur finanziellen

Stabilität der Genossenschaft bei gleich zeitiger Unabhängigkeit

von einzelnen Kreditgebern.

Chancen/Ausblick

In der überraschend schnellen konjunkturellen Erholung im

Jahr 2010 sowie den positiven Perspektiven für den Standort

Hannover sieht die Spar- und Bauverein eG eine ideale Ausgangssituation,

um sich strategisch mit leichten Wachstumstendenzen

zu positionieren. In den Zeiten von Vertrauenskrisen

zeigen die Mitgliederentwicklungen in den vergangenen

bei den Jahren als Indikator die Bestätigung in das Vertrauen

in die Genossenschaft mit seinem Angebot zum Wohnen

und Sparen.

Die Spar- und Bauverein eG wird ihren eingeschlagenen

geschäftspolitischen Kurs fort setzen und auch für die Jahre

2011 und 2012 das hohe Niveau der Investitionen beibe halten.

Die Modernisierungs- und Instand hal tungsaufwendungen

werden weiterhin mit über 30,- € je m 2 Wohn-/Nutzfläche

aufrecht erhalten. Darüber hinaus ist Abriss, soweit er technisch

geboten ist oder eine Sanierung wirtschaftlich nicht

sinnvoll ist, genauso wie Neubau in guten Lagen und auch

mit neuen Produkten Teil unserer Investitionsstrategie.

Ergänzt wird dies durch Neubau aktivitäten, mit denen die

Genossenschaft im laufenden Jahr erstmals ihr Wohnungsportfolio

durch Reihenhäuser erweitert. Für die Jahresergebnisse

planen wir höhere ergebniswirksame Investitionen

in unseren Wohnungsbestand, die eine Reduzierung der

Jahresüberschüsse gegenüber den vergangenen Geschäftsjahren

zur Folge haben werden. Im Spargeschäft erwarten wir

eine konstante Entwicklung, wobei wir gerade in einzelnen

Sparsegmenten weitere Zuwächse erwarten.

Insgesamt sind die Voraussetzungen gut, dass es uns gelingen

wird, im Jahr 2011 und in den Folgejahren neben der Erfüllung

unseres genossenschaftlichen Förderauftrages auch die Ertragskraft

und die Wirtschaftlichkeit nachhaltig zu verbessern

und die Wettbewerbs fähig keit zu sichern und zu stärken.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

nach Ablauf des Geschäftsjahres

Nach Ablauf des Geschäftsjahres haben sich Vorgänge, die von

besonderer Bedeutung sind, nicht ereignet.

Hannover, den 3. März 2011

Der Vorstand

Frommann Fulst Wensing

Risiko- und Prognosebericht

29


30

Wir sind in Deutschland die

Wohnungsgenossenschaft mit

der größten Spareinrichtung.

Unsere Mitglieder haben uns

mehr als 70.000 Sparkonten

anvertraut. Seit Beginn der

Finanzkrise 2008 wuchsen die

Spareinlagen von 163 Millionen

auf 172 Millionen Euro.

>>

Geldanlagen sind

beim Spar- und Bauverein

sicher. Unsere

Mitglieder wohnen quasi

auf ihrem Geld, denn wir

investieren die Spareinlagen

in unsere Häuser in Hannover.

Schutz und Sicherheit

für Ihre Ersparnisse


Wie bei einer Bank oder Sparkasse können Mitglieder ihr

Geld in unserer Sparabteilung in verschiedenen Sparmo-

dellen zu attraktiven Zinsen anlegen. Das ist allerdings

die einzige Gemeinsamkeit zwischen einem Kreditinsti-

tut und dem Spar- und Bauverein. Wir nutzen das Geld

unserer Sparer nämlich nicht dazu, um Dritten Kredite zu

geben. Wir investieren den größten Teil der Spareinlagen

in unseren Bestand und in den Neubau von Gebäuden.

Und das seit 125 Jahren. Der Immobilienbestand von

Wohnungsgenossenschaften mit Spareinrichtung macht

durchschnittlich 80 bis 90 Prozent der Bilanzsumme

aus. Wir leben nicht von schnelllebigen und risikoreichen

Finanz- und Kreditgeschäften, sondern von dauerhaft

gesicherten Mieteinnahmen. Das größte Risiko, dem wir

ausgesetzt sind, sind hohe Wohnungsleerstände. Dieses

Risiko können wir vor Ort in Hannover aktiv beeinflussen

und klein halten, indem wir unsere Wohnungen durch

Modernisierung den sich wandelnden Wünschen von

Mietern anpassen.

Das genossenschaftliche Modell ist der

beste Rettungsschirm für Ihr Geld

In der 2008 einsetzenden Finanzkrise erwies sich unsere

Genossenschaft einmal mehr als Hort der Stabilität. Eine

solide Finanzwirtschaft und eine konservative Anlage-

strategie in selbst bewirtschaftete lokale Immo bilien blei-

ben auch in Zukunft Grundpfeiler des genossenschaft-

lichen Wirtschaftsmodells.

Die Risikosituation einer Wohnungsgenossenschaft mit

Spareinrichtung ist eine grundsätzlich andere – das heißt

günstigere – als bei Vollkreditinstituten. Wir sind Immo-

bilieneigentümer, schaffen und erhalten also reale Werte,

während Kreditinstitute in der Regel mehr Geld verleihen

als sie besitzen und dafür Kapital einsetzen, das nur

unzureichend durch Realwerte abgesichert ist.

Ganz anders beim Spar- und Bauverein: Die Spareinlagen,

die die Mitglieder ihrer Genossenschaft anvertrauen, sind

durch den Immobilienbesitz gesichert.

Das Geld unserer Mitglieder steckt nicht in

der Wallstreet, sondern in unseren Immobilien

31


32

Bilanz zum 31. Dezember 2010

AKTIVA

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

II. Sachanlagen

1. Grundstücke mit Wohnbauten

2. Grundstücke mit Geschäfts- und anderen Bauten

3. Grundstücke ohne Bauten

4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter

5. Grundstücke und Bauten mit Dauerwohnrechten Dritter

6. Bauten auf fremden Grundstücken

7. Betriebs- und Geschäftsausstattung

8. Anlagen im Bau

9. Bauvorbereitungskosten

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen

2. Wertpapiere des Anlagevermögens

Anlagevermögen insgesamt

B. Umlaufvermögen

I. Andere Vorräte

1. Unfertige Leistungen

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Vermietung

2. Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

davon Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen:

16.055,25 € (Vorjahr: 2.760,04 €)

davon Sonstige Vermögensgegenstände:

63.805,39 € (Vorjahr: 72.275,96 €)

davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:

-7.240,16 € (Vorjahr: -3.099,12 €)

davon Sonstige Verbindlichkeiten:

-8.367,64 € (Vorjahr: -10.016,63 €)

4. Sonstige Vermögensgegenstände

III. Wertpapiere

IV. Flüssige Mittel

1. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Bilanzsumme

EURO

205.948.260,59

10.222.074,39

2.588.566,37

182.925,28

22.446,20

264.664,00

471.696,00

440.612,44

190.035,52

3.805.782,11

5.000.000,00

124.851,57

0,00

64.252,84

536.505,25

zum 31.12.2010

EURO

26.537,00

220.331.280,79

8.805.782,11

229.163.599,90

9.010.178,34

725.609,66

44.413.302,97

15.294.239,97

298.606.930,84

zum 31.12.2009

EURO

31.033,00

208.069.584,59

9.622.727,39

2.120.654,72

184.179,58

22.446,20

279.972,00

442.934,39

0,00

133.688,26

3.805.782,11

4.000.000,00

228.713.002,24

8.766.465,49

128.013,32

11.596,20

61.920,25

460.625,61

42.283.621,74

14.769.424,07

295.194.668,92


PASSIVA

A. Eigenkapital

I. Geschäftsguthaben

1. der mit Ablauf des Geschäftsjahres

ausgeschiedenen Mitglieder

2. der verbleibenden Mitglieder

3. aus gekündigten Geschäftsanteilen

Rückständige fällige Einzahlungen: 2.949,45 € (Vorjahr 4.016,81 €)

II. Ergebnisrücklagen

1. Gesetzliche Rücklage

davon aus dem Jahresüberschuss Geschäftsjahr eingestellt:

240.300,16 € (Vorjahr: 182.981,63 €)

2. Bauerneuerungsrücklage

davon nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB eingestellt: 13.369.432,95 €

3. Andere Ergebnisrücklagen

davon aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres eingestellt:

1.258.188,56 € (Vorjahr: 1.234.798,25 €)

III. Bilanzgewinn

1. Jahresüberschuss

2. Einstellung in Ergebnisrücklagen

Eigenkapital insgesamt

B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen

2. Rückstellungen für Bauinstandhaltung

3. Sonstige Rückstellungen

C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2. Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern

3. Spareinlagen

a) mit vereinb. Kündigungsfrist von 3 Monaten: 170.700.205,02 €

b) mit vereinb. Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten: 1.344.179,68 €

4. Andere Kundeneinlagen

davon von verbundenen Unternehmen: 1.031,80 € (Vorjahr: 1.002,22 €)

5. Erhaltene Anzahlungen

6. Verbindlichkeiten aus Vermietung

7. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

8. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:

41.776,69 € (Vorjahr 0,00 €)

davon Sonstige Verbindlichkeiten: 37,53 € (Vorjahr 0,00 €)

davon Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen:

-909,12 € (Vorjahr 0,00 €)

9. Sonstige Verbindlichkeiten

davon aus Steuern: 401.778,52 € (Vorjahr: 891.981,10 €)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 277,85 € (Vorjahr: 669,51 €)

D. Rechnungsabgrenzungsposten

Bilanzsumme

EURO

502.464,73

10.374.749,37

23.850,00

8.104.287,51

13.369.432,95

42.067.837,33

2.403.001,64

-240.300,16

9.346.377,00

2.462.000,00

4.070.371,79

14.609.520,49

5.568.305,99

172.044.384,70

409.118,11

9.888.129,92

256.638,28

2.558.612,85

40.905,10

747.243,24

zum 31.12.2010

EURO

10.901.064,10

63.541.557,79

2.162.701,48

76.605.323,37

15.878.748,79

206.122.858,68

0,00

298.606.930,84

zum 31.12.2009

EURO

490.037,37

9.792.057,01

12.725,00

7.863.987,35

0,00

40.809.648,77

1.829.816,26

-182.981,63

60.615.290,13

8.557.684,00

15.831.432,95

5.560.159,92

13.664.043,30

5.784.365,93

170.519.398,74

1.224.244,88

9.790.925,66

237.596,30

2.166.104,68

0,00

1.242.328,37

1.094,06

295.194.668,92

Das Geschäftsjahr in Zahlen

33


34

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

1. Umsatzerlöse

a. aus der Hausbewirtschaftung

b. aus Verkauf von Grundstücken

c. aus Betreuungstätigkeit

d. aus anderen Lieferungen und Leistungen

2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung)

des Bestandes an unfertigen Leistungen

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

4. Sonstige betriebliche Erträge

5. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen

a. Aufwendungen für Hausbewirtschaftung

b. Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke

c. Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen

Rohergebnis

6. Personalaufwand

a. Löhne und Gehälter

b. soziale Abgaben und Aufwendungen

für Altersversorgung und für Unterstützung

davon für Altersversorgung: 260.785,12 € (Vorjahr: 1.442.830,70 €)

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-

gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

9. Erträge aus Gewinnabführungsvertrag

10. Erträge aus anderen Wertpapieren

des Finanzanlagevermögens

11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

davon aus verbundenen Unternehmen: 86,05 € (Vorjahr: 205,78 €)

12. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

davon an verbundene Unternehmen: 10,16 € (Vorjahr: 10,79 €)

14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

15. Außerordentliche Aufwendungen

16. Außerordentliches Ergebnis

17. Steuern vom Einkommen

18. Sonstige Steuern

19. Jahresüberschuss

20. Einstellung aus dem Jahresüberschuss

in Ergebnisrücklagen

21. Bilanzgewinn

EURO

39.422.227,46

70.000,00

16.964,37

283.095,19

19.851.235,49

27.651,39

128.446,37

3.325.580,48

858.502,57

2010

EURO

39.792.287,02

243.712,85

66.305,73

3.608.575,94

20.007.333,25

23.703.548,29

4.184.083,05

8.282.986,71

3.463.516,85

63.719,34

144.816,44

1.301.883,06

35.108,00

4.606.882,04

+ 4.641.390,48

838.073,00

-838.073,00

-0,46

1.400.316,30

2.403.001,64

240.300,16

2.162.701,48

2009

EURO

39.621.902,76

0,00

15.697,84

248.684,07

-530.995,92

72.349,57

4.624.142,88

17.615.378,24

0,00

116.143,35

26.320.259,61

3.093.561,06

2.004.491,75

7.765.922,28

6.096.712,83

72.070,18

122.247,79

1.459.063,69

2.087,00

5.771.238,13

+ 3.239.628,22

0,00

0,00

-2,04

1.409.814,00

1.829.816,26

182.981,63

1.646.834,63


A. Allgemeine Angaben zum

Jahresabschluss

Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Spar- und Bauverein

eG wurde nach den Vorschriften

des deutschen Handelsgesetzbuches

(HGB) aufgestellt. Dabei wurden die

gesetzlichen Regelungen für Genossenschaften

und die Satzungsbestimmungen

ebenso wie die Verordnung über

die Formblätter für die Gliederung des

Jahresabschlusses für Wohnungsunternehmen

in der Fassung vom 25.05.2009

(FormblattVO) beachtet. Die Aufstellung

der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte

nach dem Gesamtkostenverfahren

entsprechend dem § 275 Abs. 2 HGB.

B. Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden

Im Geschäftsjahr 2010 waren die Regelun

gen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes

erstmals verbindlich vollumfänglich

anzuwenden. Eine Anpassung

von Vorjahresbeträgen in der Bilanz und

in der Gewinn- und Verlustrechnung

erfolgte nicht, so dass die folgenden

Posten nicht vergleichbar sind:

■■

Wertpapiere (im Umlaufvermögen)

■■

Bauerneuerungsrücklage

■■

Rückstellungen für Pensionen

■■

Rückstellungen für Bauinstandhaltung

■■

Sonstige Rückstellungen

Der Ausweis der Auswirkungen aus der

Erstanwendung erfolgte gem. Art. 67

Abs. 7 EGHGB in der Gewinn- und Verlustrechnung

unter den Posten „Außerordentliche

Aufwendungen“.

Soweit Bilanzierungswahlrechte bestanden,

wurde in folgenden Fällen bilanziert:

■■

Rückstellungen für Pensionen, die

vor dem 1.1.1987 begründet wurden

■■

Rückstellungen für Bauinstandhaltung

■■

Aufwendungsdarlehen

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände

und das gesamte Sachanlagevermögen

wurden zu fortgeführten

Anschaffungs- oder Herstellungskosten

bzw. unter Berücksichtigung des beizulegenden

Wertes bewertet. Finanzanlagen

Anhang zum Jahresabschluss 2010

wurden zu Anschaffungskosten bewertet.

Der Zu- und Abgang von Grundstücken

wird im Zeitpunkt des wirtschaftlichen

Eigentumsübergangs bilanziert.

Herstellungskosten

Die Herstellungskosten werden auf

der Grundlage der Fremdkosten unter

Einbeziehung eigener Architekten- und

Ingenieurleistungen ermittelt. Gewährte

Baukostenzuschüsse wurden von den

Herstellungskosten abgesetzt. Zinsen für

Fremdkapital wurden nicht in die

Herstellungskosten einbezogen.

Abschreibungen

Es wird folgendermaßen abgeschrieben:

■■

Immaterielle Vermögensgegenstände:

33 1/3 % (auf Zugänge zeitanteilig)

■■

Grundstücke mit Wohnbauten und

Grundstücke mit Geschäfts- und

anderen Bauten Nutzungsdauer

– Wohngebäude, vor dem 01.01.1925

errichtet 60 Jahre

– Wohngebäude, nach dem 31.12.1924,

aber vor dem 01.01.1991 errichtet

80 Jahre

Verlängerung der Nutzungsdauer

... aufgrund von Modernisierungs-

Einzelmaßnahmen um bis zu 10 Jahre

... nach umfassender Modernisierung

um bis zu 40 Jahre

– Wohngebäude, nach dem 31.12.1990,

aber vor dem 01.01.1997 errichtet

50 Jahre

– Wohngebäude, nach dem 01.01.1997

errichtet 80 Jahre

– In 1997 erworbene Wohnbauten

degressiv entsprechend § 7 Abs. 5 EStG

■ ■ Außenanlagen

10 Jahre

■■

Verwaltungs- und andere Gebäude

25 bzw. 50 Jahre

■ ■ Garagen

20 Jahre

■■

Die Bauten auf fremden Grundstücken

beinhalten den Neubau eines

Pavillons. Die Herstellungskosten werden

über die Pachtlaufzeit von 21 Jahren

abgeschrieben.

■■

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung

wurde linear gemäß amtlicher

AfA-Tabelle entsprechend der voraussichtlichen

Nutzungsdauer abgeschrieben.

Abweichend hiervon sind

Zugänge in den Geschäftsjahren 2009

und 2010 degressiv nach § 7 Abs. 2

EStG abgeschrieben. Für die Abschrei-

bungen auf Zugänge wurde gem. § 7

Abs. 1 Satz 4 EStG ab dem Monat der

Anschaffung 1/12 der Anschaffungskosten

abgeschrieben.

■■

Geringwertige Wirtschaftsgüter

wurden bis zum Geschäftsjahr 2007

im Jahr des Zugangs auf einen Restbuchwert

von 1,00 Euro abgeschrieben.

Ab dem 01.01.2008 sind Anschaffungen

zwischen 150,00 Euro und

1.000,00 Euro netto gem. § 6 Abs. 2a

EStG in einem Sammelposten bilanziert

und werden über einem Zeitraum

von fünf Jahren abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Unfertige Leistungen wurden mit den

vor aussichtlich umlagefähigen Kosten

bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Erkennbare Risiken sind

durch Abschreibungen und Wertberichtigungen

berücksichtigt. Die sonstigen

Vermögensgegenstände enthalten am

Bilanzstichtag rechtlich noch nicht entstandene

Steuererstattungsansprüche

für Körperschaftsteuer in Höhe von 21,9 T €.

Wertpapiere sind nach dem strengen

Niederstwertprinzip bewertet. Soweit

die Gründe für Abschreibungen entfallen

sind, wurden die niedrigeren Wertansätze

der Vergangenheit beibehalten.

Aktive latente Steuern

Aus sich in späteren Jahren ausgleichenden

Bewertungsunterschieden zwischen

der Handels- und Steuerbilanz sowie aus

berücksichtigungsfähigen steuerlichen

Verlustvorträgen ergeben sich aktive

latente Steuern. Ein Ansatz im Jahresabschluss

erfolgt nicht, da das bestehende

Aktivierungswahlrecht ausgeübt wird.

Rückstellungen

Passivierungspflichtige Rückstellungen

wurden nach vernünftiger kaufmännischer

Beurteilung bemessen.

Pensionsrückstellungen wurden auf

Grundlage der Heubeck Richttafeln

2005 G be rechnet. Zur Ermittlung des

Erfüllungsbetrages wurde erstmals

eine Lohn- und Gehaltssteigerung von

2,0 % angesetzt. Als Rechnungszinsfuß

wurde der von der Deutschen Bundesbank

veröffentlichte durchschnittliche

Marktzins der vergangenen sieben Jahre

Das Geschäftsjahr in Zahlen: Anhang zum Jahresabschluss 2010

35


36

für eine Laufzeit von fünfzehn Jahren in

Höhe von 5,26 % zum 01.01.2010 bzw. von

5,16 % zum 31.12.2010 zugrunde gelegt.

Durch die Erstanwendung der geänderten

Rückstellungs bewertung erfolgte

in einer Summe eine Zuführung am

01.01.2010 in Höhe von 822.297,00 Euro

zu Lasten des außer ordentlichen Aufwandes.

Die in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen

für Bauinstandhaltung wurden

– soweit sie vor dem 01.01.2009 gebildet

wurden – in Höhe von 13.369.432,95 Euro

direkt in die Ergebnisrücklagen einge stellt.

Die im Jahresabschluss 2009 gebil deten

Rückstellungen für Bauinstandhaltung

in Höhe von 2.462.000,00 Euro wurden

beibehalten und werden in zukünftigen

Geschäftsjahren bestimmungsgemäß

verbraucht.

In den sonstigen Rückstellungen sind

alle erkennbaren Risiken und ungewisse

Verbindlichkeiten enthalten. Rückstellungen

mit einer Restlaufzeit von mehr als

einem Jahr wurden mit dem der Laufzeit

entsprechenden durchschnittlichen

Marktzins der vergangenen sieben Jahre

gemäß Vorgabe der Deutschen Bundesbank

abgezinst. Bei den Altersteilzeitverpflichtungen

wurde eine Gehaltssteigerung

von 2,0 % berücksichtigt.

Aus der Neubewertung der Rückstellungen

für Altersteilzeitverpflichtungen er -

gaben sich zum 01.01.2010 Aufstockungsbeträge

in Höhe von 15.776,00 Euro. Diese

wurden zu Lasten der außerordentlichen

Aufwendungen den Rückstellungen zugeführt.

Gleichzeitig wurde das gesicherte

Wertguthaben für diese Verpflichtungen

nach § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von

111.993,19 Euro aus den Wertpapieren im

Umlaufvermögen mit der Rückstellung

saldiert. Nach Auf stockung der Wertguthaben

in Höhe von 78.185,76 Euro beträgt

das Treuhandvermögen zum 31.12.2010

190.178,95 Euro (Kurswert: 191.006,06 €).

Saldierung zum 31.12.2010:

Rückstellungswert der

Altersteilzeitvereinbarungen

abzüglich gesichertes

Wertguthaben

bilanzierte Rückstellung

für Altersteilzeit-

verpflichtungen

350.132,00 €

190.178,95 €

159.953,05 €

Bei weiteren sonstigen Rückstellungen

ergaben sich aus der Neubewertung

Auflösungbeträge, die durch Inanspruchnahme

des Beibehaltungswahlrechtes

nicht bilanziert wurden, da bis

spätestens 31.12.2024 voraussichtlich

eine erneute Zuführung in dieser Höhe

erfolgen müsste. Im Einzelnen betrifft

das die Rückstellungen für Jubiläen

(2.743,00 Euro), die Bonusrückstellungen

für Spareinlagen (2.017,86 Euro), Sächliche

Verwaltungskosten (487,86 Euro) sowie

Rückstellungen für Schönheitsreparaturen

(224.616,25 Euro). Die Überdotierung

beträgt am 31.12.2010 228.838,36 Euro.

Durch eine Risikoneueinschätzung der

Rückstellungen wird mit einer Inanspruchnahme

der Rückstellungen für

Garantiezusagen zum Spareinlagensicherungsfonds

sowie für Vermietungsrisiken

nicht gerechnet. Die Rückstellungen

wurden im Geschäftsjahr 2010

ertragswirksam aufgelöst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit den

Rückzahlungsbeträgen passiviert.

C. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen

bestehen mit 100 Prozent des

Stammkapitals (100.000,00 Euro) an

der Niedersächsische Bauträger-Gesellschaft

mbH, Hannover (NBG).

Der geprüfte Jahresabschluss für das

Geschäftsjahr 2010 weist ein Eigenkapital

von 4.064.184,24 Euro aus. Das

aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages

an den Spar- und Bauverein

abzuführende Jahresergebnis beläuft

sich auf 63.719,34 Euro.

Umlaufvermögen

Die Unfertigen Leistungen umfassen

noch nicht abgerechnete Heiz- und

Betriebskosten.

Forderungen mit einer Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr bestanden

bei den Sonstigen Vermögensgegenständen

in Höhe von 827,82 Euro

(Vorjahr: 828,82 Euro).

Entwicklung des Anlagevermögens 2010

nach §268 Abs. 2 i.V.m. §336 Abs. 2 HGB (alle Beträge in Euro)

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

II. Sachanlagen

1. Grundstücke mit Wohnbauten

2. Grundstücke mit Geschäftsund

anderen Bauten

3. Grundstücke ohne Bauten

4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter

5. Grundstücke und Bauten

mit Dauerwohnrechten Dritter

6. Bauten auf fremden Grundstücken

7. Betriebs- und Geschäftsausstattung

8. Anlagen im Bau

9. Bauvorbereitungskosten

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen

2. Wertpapiere des Anlagevermögens

PASSIVA

Rückstellungen (alle Beträge in Euro)

1. Rückstellungen für Pensionen

2. Rückstellungen f. Bauinstandhaltung

3. Sonstige Rückstellungen

3.1 Unterlassene Aufwendungen für

Instandhaltung, die im folgenden

Geschäftsjahr innerhalb von

drei Monaten nachgeholt werden

3.2 Bonusverpflichtungen d. Sparabteilung

3.3 Garantiezusagen zum Sicherungs-

fonds für Spareinlagen

3.4 Prüfungskosten

3.5 Jahresabschlusskosten

3.6 Schönheitsreparaturen

3.7 Jubiläen

3.8 Urlaub

3.9 Ausgleichsabgabe

3.10 Altersteilzeitverpflichtungen

3.11 Berufsgenossenschaft

3.12 Bewirtschaftungskosten für fremd-

verwaltete vermietete Wohnungen

3.13 Baukosten

3.14 Sächliche Verwaltungskosten

3.15 Vermietungsrisiken

3.16 Erschließungsverträge

3.17 Anpassungsverpflichtungen

Rückstellungen insgesamt


37

Das Geschäftsjahr in Zahlen: Anhang zum Jahresabschluss 2010

Anschaffungs-/

Herstellungskosten

747.416,85

344.221.162,11

16.952.908,37

2.539.021,73

184.179,58

190.567,35

309.677,89

1.313.547,34

0,00

133.688,26

365.844.752,63

3.805.782,11

4.000.000,00

7.805.782,11

374.397.951,59

11.569,18

5.644.517,82

888.201,63

664.926,91

0,00

0,00

0,00

156.386,40

243.598,18

180.029,44

7.777.660,38

0,00

2.000.000,00

2.000.000,00

9.789.229,56

0,00

0,00

0,00

1,00

1.254,30

0,00

0,00

119.334,16

0,00

52.603,97

173.193,43

0,00

1.000.000,00

1.000.000,00

1.173.193,43

0,00

10.585,60

60.492,61

-197.014,26

0,00

0,00

0,00

0,00

197.014,26

-71.078,21

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

732.449,03

143.928.004,94

7.679.528,22

418.367,01

0,00

168.121,15

45.013,89

878.903,58

0,00

0,00

153.117.938,79

0,00

0,00

0,00

153.850.387,82

26.537,00

205.948.260,59

10.222.074,39

2.588.566,37

182.925,28

22.446,20

264.664,00

471.696,00

440.612,44

190.035,52

220.331.280,79

3.805.782,11

5.000.000,00

8.805.782,11

229.163.599,90

31.033,00

208.069.584,59

9.622.727,39

2.120.654,72

184.179,58

22.446,20

279.972,00

442.934,39

0,00

133.688,26

220.876.187,13

3.805.782,11

4.000.000,00

7.805.782,11

228.713.002,24

16.065,18

7.776.427,42

349.347,24

0,00

0,00

0,00

15.308,00

125.838,87

0,00

0,00

8.266.921,53

0,00

0,00

0,00

8.282.986,71

Zugänge Abschreibungen

im Geschäftsjahr

Umbuchungen

(+/-)

Abschreibungen

(kumuliert)

Buchwert

31.12.2010

Buchwert Vorjahr

31.12.2009

Abgänge

Buchwert

01.01.2010

Buchwert

31.12.2010

Saldierung

Vermögenswerte

Zuführung Abzinsung

Aufzinsung

Zinseffekt

Auflösung

Verbrauch

Nominelle Rückstellungsbewegung

9.379.981,00

2.462.000,00

769.771,00

90.882,70

1.157.358,49

70.000,00

102.250,00

1.446.224,04

22.097,00

17.950,00

2.520,00

174.255,81

21.400,00

1.416,00

2.709,85

617.411,16

940.000,00

27.696,68

0,00

5.463.942,73

17.305.923,73

9.346.377,00

2.462.000,00

916.853,50

118.068,51

0,00

70.000,00

100.800,00

1.536.587,55

19.326,00

34.412,09

2.520,00

159.953,05

28.000,00

1.392,00

0,00

282.459,09

0,00

0,00

800.000,00

4.070.371,79

15.878.748,79

-33.604,00

0,00

147.082,50

27.185,81

-1.157.358,49

0,00

-1.450,00

90.363,51

-2.771,00

16.462,09

0,00

-14.302,76

6.600,00

-24,00

-2.709,85

-334.952,07

-940.000,00

-27.696,68

800.000,00

-1.393.570,94

-1.427.174,94

822.297,00

-13.369.432,95

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

-96.217,19

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

-96.217,19

-12.643.353,14

457.542,00

0,00

724.365,17

36.892,08

0,00

64.483,13

95.813,68

49.377,74

3.770,00

17.950,00

1.215,72

*78.185,76

21.400,00

1.391,16

0,00

429.065,16

0,00

0,00

0,00

1.523.909,60

1.981.451,60

63.892,00

0,00

45.405,83

0,00

1.157.358,49

5.516,87

6.436,32

950,65

0,00

0,00

1.304,28

0,00

0,00

24,84

2.709,85

3.573,61

940.000,00

27.696,68

0,00

2.190.977,42

2.254.869,42

0,00

0,00

916.853,50

65.003,47

0,00

70.000,00

100.800,00

165.986,73

0,00

34.412,09

2.520,00

49.108,00

28.000,00

1.392,00

0,00

97.868,40

0,00

0,00

800.000,00

2.331.944,19

2.331.944,19

487.830,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

999,00

0,00

0,00

14.775,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

15.774,00

503.604,00

0,00

0,00

0,00

925,58

0,00

0,00

0,00

25.294,83

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

0,00

181,70

0,00

0,00

0,00

26.402,11

26.402,11

8.557.684,00

15.831.432,95

769.771,00

90.882,70

1.157.358,49

70.000,00

102.250,00

1.446.224,04

22.097,00

17.950,00

2.520,00

270.473,00

21.400,00

1.416,00

2.709,85

617.411,16

940.000,00

27.696,68

0,00

5.560.159,92

29.949.276,87

31.12.2009 Erstanwendung

BilMoG**

*weitere Saldierung durch Aufstockung der Wertguthaben **Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz


38

Verbindlichkeitenspiegel 2010

(alle Beträge in Euro)

Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten

(Vorjahr)

gegenüber anderen Kreditgebern

(Vorjahr)

Erhaltene Anzahlungen

(Vorjahr)

aus Vermietung

(Vorjahr)

aus Lieferungen und Leistungen

(Vorjahr)

gegenüber verbundenen Unternehmen

(Vorjahr)

Sonstige Verbindlichkeiten

(Vorjahr)

Zwischensumme Verbindlichkeiten

(Vorjahr)

Spareinlagen

mit vereinbarter Kündigungsfrist

von 3 Monaten 170.700.205,02 €

(Vorjahr: 169.147.331,50 €)

von mehr als 3 Monaten 1.344.179,68 €

(Vorjahr: 1.372.067,24 €)

Zwischensumme Spareinlagen

(Vorjahr)

Andere Kundeneinlagen

mit vereinbarter Kündigungsfrist

von 3 Monaten

(Vorjahr)

Gesamtsumme

(Vorjahr)

D. Erläuterungen zur Gewinn-

und Verlustrechnung

Insgesamt

14.609.520,49

(13.664.043,30)

5.568.305,99

(5.784.365,93)

9.888.129,92

(9.790.925,66)

256.638,28

(237.596,30)

2.558.612,85

(2.166.104,68)

40.905,10

(0,00)

747.243,24

(1.242.328,37)

33.669.355,87

(32.885.364,24)

172.044.384,70

(170.519.398,74)

409.118,11

(1.224.244,88)

206.122.858,68

(204.629.007,86)

bis zu 1 Jahr

771.592,46

(703.107,95)

226.127,49

(216.055,82)

9.888.129,92

(9.790.925,66)

256.638,28

(237.596,30)

2.546.573,49

(2.156.716,71)

40.905,10

(0,00)

747.243,24

(1.242.328,37)

14.477.209,98

(14.346.730,81)

14.477.209,98

(14.346.730,81)

davon Restlaufzeit

zwischen 1 u. 5 Jahren

3.842.918,80

4.847.329,24

12.039,36

8.702.287,40

8.702.287,40

Sämtliche Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei und mehr als drei Monaten entsprechen der Verordnung über die

Rechnungslegung der Kreditinstitute. Bei den anderen Kundeneinagen handelt es sich um Einlagen von juristischen Personen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten

folgende periodenfremde Erträge

von nicht untergeordneter Bedeutung:

Erträge ...

aus der Auflösung von

Rückstellungen

aus Anlageverkäufen

aus dem Teilschulderlass im

Rahmen des KfW-CO 2 -Gebäu-

desanierungsprogramms

2.257,9 T €

122,2 T €

157,5 T €

Die unter den Personalaufwendungen

enthaltenen Aufwendungen für Altersversorgung

wurden, soweit sie die Zuführung

zu Pensionsrückstellungen be treffen,

abweichend zum Vorjahr um den nach

dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

über 5 Jahre

9.995.009,23

494.849,26

10.489.858,49

10.489.858,49

davon

gesichert

14.609.520,49

5.568.305,99

20.177.826,48

16.800.020,23

36.977.846,71

Art der

Sicherung

GPR

GPR

GPR

GPR = Grundpfandrechte

(BilMoG) unter den Zinsen und ähnlichen

Aufwendungen auszuweisenden Zinsanteil

gekürzt und sind insoweit nicht

mit der Vorjahresangabe vergleichbar.

In „Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge“

sind 26.402,11 Euro aus der Abzinsung und

bei „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“

sind 503.604,00 Euro aus der Aufzinsung

enthalten.

Das außerordentliche Ergebnis setzt

sich aus den Neubewertungen der Rückstellung

für Pensionsrückstellungen

und Altersteilzeitverpflichtungen zum

01.01.2010 zusammen. Dieser Einfluss auf

die Ertragslage ist die Auswirkung der

erstmaligen Anwendung des BilMoG von

der Schlussbilanz auf den 31.12.2009 zur

Eröffnungsbilanz auf den 01.01.2010.


E. Sonstige Angaben

Finanzielle Verpflichtungen

In der Bilanz nicht enthaltene finanzielle

Verpflichtungen, die zur Beurteilung

der Finanzlage der Genossenschaft not-

wendig sind, bestehen aus Verträgen

und erteilten Aufträgen für Neubauvorhaben

in Höhe von 1,29 Mio. Euro.

Weiter bestehen finanzielle Verpflichtungen

aus Miet- und Leasingverträgen

für Kraftfahrzeuge sowie DV Equipment.

Durch ein flexibles DV-Bestandsmanagement

bestehen bei den Mietverträgen

kurzfristige Kündigungsmöglichkeiten.

Die voraussichtlichen jährlichen finanziellen

Verpflichtungen betragen 203,1 T €.

Für den Selbsthilfefonds zur Sicherung

von Spareinlagen wurde ein Zahlungsversprechen

für einen Garantiebetrag

in Höhe von 1,24 Mio. Euro abgegeben.

Angabe zu Fondsanteilen nach

§ 285 Nr. 26 HGB

In den Wertpapieren im Umlaufvermögen

ist ein Spezial-Sondervermögen

mit einem bilanzierten Buchwert zum

31.12.2010 in Höhe von 30.396.848,47 Euro

enthalten. Der Marktwert gem. § 36 InvG

beträgt zum 31.12.2010 31.603.735,84 Euro.

Im Geschäftsjahr 2010 erfolgte eine Ausschüttung

in Höhe von 860.664,34 Euro.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2010 sind neben den

hauptamtlich tätigen Vorstandsmitgliedern

durchschnittlich 72 Arbeitnehmer

beschäftigt worden. Davon waren:

Angestellte

gewerbliche Arbeitnehmer

Auszubildende

59

5

8

Vorstand

Udo Frommann

Reiner Fulst

Heinz Wensing

Aufsichtsrat

Walter Richter

Vorsitzender

Klaus-Peter Dornieden

Stellv. Vorsitzender

Kurt-Werner Blickwede

Ulrich Gerlach

Holger Hütte

Mark Kramer

Peter Lenz

Sieglinde Lohrey-Harré

Isolde Mell

Hans-Werner Penk (ab 05.05.2010)

Dagmar Roessler

Stefan Winter

Mitgliederbewegung

Mitglieder:

Stand Anfang des Jahres

Zugang

Zwischensumme

Abgang

Stand Ende des Jahres

22.613

1.547

24.160

1.027

23.133

Haftsumme

Die Mitglieder haften der Genossenschaft

mit dem Geschäftsanteil.

Sie haben für den Fall, dass die Gläubiger

im Insolvenzfall der Genossenschaft

nicht befriedigt werden können,

keine Nachschüsse zur Insolvenzmasse

zu leisten.

Prüfungsverband

Verband der Wohnungs- und

Immobilienwirtschaft in

Niedersachsen und Bremen e.V.,

Leibnizufer 19, 30169 Hannover.

Geschäftsanteile:

Stand Anfang des Jahres

Neuaufnahmen

weitere Anteile

Zwischensumme

Abgang

Stand Ende des Jahres

Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich

im Geschäftsjahr 2010 um 582,7 T € erhöht.

F. Vorschlag zur Verwendung der Bilanzgewinns

Der Vertreterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn

wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 4,0 % auf die dividendenberechtigten

Geschäftsguthaben am 01.01.2010 von:

Einstellung in andere Ergebnisrücklagen:

Hannover, den 3. März 2011

Der Vorstand

FROMMANN FULST WENSING

Euro

9.762.757,01

à 25,00 €

391.843

1.547

44.644

438.034

20.102

417.932

Euro

390.510,28

1.772.191,20

2.162.701,48

Das Geschäftsjahr in Zahlen: Anhang zum Jahresabschluss 2010

39


40

Vertreterversammlung

Gerd Angermüller

Alexander Bauer

Burkhard Blickwede

Gabriele Borchard

Karl-Heinz Borchard

Rainer Braun

Benjamin Brinkmann

Hannelore Büchler

Brigitte Diers

Hans-Chr. Drömer

Gerhard Elsner

Arthur Fechner

Hajo Freese

Jutta Gaßdorf

Özcan Greeske

Thomas Grobe

Dietmar Grosskopf

Rainer-Jörg Grube

Bernhard Heinrichs

Marianne Heise

Rolf Heise

Peter Henatsch

Karin Henssen

Gerd Hentschel

Henning Hofmann

Benjamin Hübner

Mehmet Isleker

Walter Janzen

Dr. Klaus-Dieter Johnke

Hans-Jürgen Kleinert

Erika Kroner

Susanne Liepelt

Ronald Lüders

Patrick Meyer

Fritz Michler

Manfred Milkereit

Martin Muck

Heiko Müller

Andreas Münchow

Udo Neugebauer

Rita Nickel

Philipp Palm

Sabine Picklapp

Heinz Roessler

Birgit Schmidt

Regina Schmidt

Klaus Stammnitz

Erich Steckhahn

Beate Steinauer

Volker Stindt

Rolf Sydekum

Petra Tute

Wolfgang Wallner

Andreas Wambach

Jörg Wesemann

Frank Wilke

Petra Wulf

Jürgen Wunnenberg

Andreas Zanger

Stand: 03.03.2011

Aufsichtsrat

Dipl.-Ing. Walter Richter

Vorsitzender

Geschäftsführer der

union-boden gmbh und

EXPO GRUND GmbH

An der Markuskirche 2

30163 Hannover

Klaus-Peter Dornieden

stellv. Vorsitzender

Bankkaufmann beim

Bankhaus Hallbaum AG

Am Bahnhof 9

29336 Nienhagen

Isolde Mell

Schriftführerin

Dipl.-Finanzwirtin (FH) beim

Finanzamt Hannover-Süd

Halkettstraße 40

30165 Hannover

Dipl.-Ing.

Kurt-Werner Blickwede

Vorsitzender des Bau- und

Wohnungsausschusses

Rentner

Moorkamp 30

30165 Hannover

Dipl.-Ing. Architekt

Ulrich Gerlach

Pensionär

Allerstraße 5

30519 Hannover

Holger Hütte

Pädagogischer Mitarbeiter

beim Land Niedersachsen

Chamissostraße 24

30165 Hannover

Mark Kramer

Elektrotechnikermeister und

techn. Betriebswirt IHK bei der

Landeshauptstadt Hannover

Horst-Fitjer-Weg 20

30167 Hannover

Dipl.-Ing. Peter Lenz

Rentner

Rodbraken 5

30459 Hannover

Dipl.-Kfm.

Sieglinde Lohrey-Harré

Vorsitzende des

Wirtschaftsausschusses

Prokuristin und kaufm. Leiterin

bei union-boden gmbh

Dachstrift 15

30657 Hannover

Hans-Werner Penk

(ab 05.05.2010)

Beamter im einstweiligen

Ruhestand, Land Niedersachsen

Am Lindener Hafen 71

30453 Hannover

Dagmar Roessler

stellv. Schriftführerin

Diplom-Finanzwirtin beim

Finanzamt Hannover-Land I

Rodbraken 23

30459 Hannover

Dipl.-Ing. Stefan Winter

Dipl.-Ing. Landespflege beim

Nds. Ministerium für Ernährung,

Landwirtschaft, Verbraucherschutz

und Landesentwicklung

Callinstraße 16

30167 Hannover

Vorstand

Udo Frommann

Am Vogelbeerbusch 12

29525 Uelzen

Reiner Fulst

Am Uhrturm 22

30519 Hannover

Dipl.-Ing. Heinz Wensing

Apfelgarten 32

30539 Hannover


Bericht des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat

die ihm nach dem Gesetz, der Satzung und

der Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben,

Rechte und Pflichten wahrgenommen. Er hat

dabei den Vorstand kontinuierlich überwacht

und beratend begleitet.

In den vier Sitzungen des Aufsichtsrates im

Jahr 2010 hat sich das Gremium intensiv mit

allen für die Genossenschaft relevanten Fragen

der strate gischen Ausrichtung der Genos senschaft,

der mittelfristigen Geschäftsentwicklung

und des Risikomanagements befasst.

Die Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder bei

Sitzungen lag im Durchschnitt bei 93 Prozent.

Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr eine

zweitägige Klausur tagung, sechs gemeinsame

Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat sowie

zehn Ausschusssitzungen des Aufsichts rates.

Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der

Vorstand in Form von Quartals berichten über

die aktuelle Unternehmensentwicklung.

Die gesetzliche Prüfung nach § 53 GenG in Verbindung

mit der Prüfung des Jahres abschlus ses

zum 31. Dezember 2010 und des Lageberichtes

gem. § 53 (2) GenG erfolgte durch den Verband

der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in

Niedersachsen und Bremen e. V., Hannover.

Der Prüfungsverband hat dem Jahresabschluss

2010 unter dem 4. März 2011 den uneingeschränkten

Bestäti gungs vermerk erteilt.

Die Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts führung

wurde bestätigt.

Der Jahresabschluss und der Prüfungsbericht

lagen dem Aufsichtsrat vor und wurden am

28.3.2011 in gemeinsamer Sitzung in Anwesenheit

der Vertreter des Prüfungsverbandes mit

dem Vorstand erörtert. Bean stan dungen dazu

ergaben sich seitens des Aufsichtsrates nicht.

Dem vorgelegten Jahresabschluss 2010

ein schließ lich des Vorschlags zur Verwendung

des Bilanz ge winns – sowie dem Lagebericht

stimmt der Aufsichtsrat zu und empfiehlt der

Vertreter versammlung,

– den Lagebericht des Vorstandes

anzunehmen,

– den Jahresabschluss festzustellen

– und dem Gewinnverwendungsvorschlag

für das Geschäftsjahr 2010 zuzustimmen.

Für die geleistete Arbeit gilt dem Vorstand, den

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dank

des Aufsichtsrates. Ein besonderer Dank gilt

auch allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern,

die durch ihr Engagement zum Erfolg der

Genossenschaft wesentlich beige tragen haben.

Hannover, den 28. März 2011

Der Aufsichtsrat

Walter Richter

Vorsitzender

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss –

bestehend aus Bilanz, Gewinn- und

Verlustrechnung sowie Anhang

– unter Einbeziehung der Buchführung

und den Lagebericht der

Spar- und Bauverein eG, Hannover,

für das Geschäftsjahr vom 1.1. bis

31.12.2010 geprüft.

Die Buchführung und die Aufstellung

von Jahresabschluss und

Lagebericht nach den deutschen

handelsrechtlichen Vorschriften

und den ergänzenden Bestimmungen

der Satzung liegen in der

Verantwortung des Vorstands der

Genossenschaft. Unsere Aufgabe

ist es, auf der Grundlage der von

uns durch geführten Prüfung eine

Beurteilung über den Jahresabschluss

unter Einbeziehung der

Buchführung und über den Lagebericht

abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung

nach § 317 HGB unter

Beachtung der vom Institut der

Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten

deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschluss prüfung

vorgenommen.

Danach ist die Prüfung so zu

planen und durchzuführen, dass

Unrichtigkeiten und Verstöße, die

sich auf die Darstellung des durch

den Jahresabschluss unter Beachtung

der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung und durch

den Lagebericht vermittelten Bildes

der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

wesentlich auswirken, mit

hinreichender Sicherheit erkannt

werden. Bei der Fest legung der

Prüfungshandlungen werden die

Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit

und über das wirtschaftliche

und rechtliche Umfeld der Genossenschaft

sowie die Erwartungen

über mögliche Fehler berück sichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden

die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen

internen Kon-

troll systems sowie Nachweise

für die Angaben in Buchführung,

Jahresabschluss und Lagebericht

überwiegend auf der Basis von

Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung

der angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen

Einschätzungen des Vorstands

sowie die Würdigung der

Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses

und des Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass

unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unsere Beurteilung

bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen

Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund

der bei der Prüfung gewonnenen

Erkenntnisse entspricht der

Jahres abschluss den gesetzlichen

Vorschrif ten und den ergänzenden

Bestimmungen der Satzung

und vermittelt unter Beachtung

der Grundsätze ordnungs mäßiger

Buchführung ein den tatsächlichen

Verhältnissen entsprechendes

Bild der Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage der Genossenschaft.

Der Lagebericht steht im Einklang

mit dem Jahresabschluss, vermittelt

insgesamt ein zutreffendes

Bild von der Lage der Genossenschaft

und stellt die Chancen und

Risiken der zukünftigen Entwicklung

zutreffend dar.

Hannover, den 4. März 2011

Verband der Wohnungs- und

Immobilienwirtschaft in

Niedersachsen und Bremen e. V.

Günther Wendlandt

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Das Geschäftsjahr in Zahlen: Anhang zum Jahresabschluss 2010

41


42

Von der Gründung bis zur Gegenwart – 126 Jahre Spar- und Bauverein in Zahlen

jeweils

31.12.

1885

1895

1910

1915

1925

1935

1945

1948

1955

1960

1965

1970

1975

1980

1985

1990

1995

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

Mitglieder

221

2.783

4.616

5.778

9.357

8.629

10.115

9.686

9.147

11.153

15.359

17.443

19.239

18.063

19.908

20.702

22.921

23.405

23.226

23.087

22.885

22.765

22.868

22.908

22.702

22.589

22.613

23.133

Wohnungen


358

981

1.253

1.567

3.092

3.890 1

3.887

4.383

5.136

6.268

6.861

7.138

7.038

7.115

7.191

7.492

8.158

8.148

8.130

8.113

8.069

7.965

7.921

7.770

7.768

7.769

7.762

Geschäftsguthaben

in TDM

2

448

632

790

2.168

3.158

4.808

4.784 2

2.852 3

4.210

5.424

7.766

9.580

14.637

14.761

16.929

18.068

20.330

21.180

in TE

10.774

10.424

10.395

10.451

10.656

10.813

10.761

10.644

10.295

10.901

Rücklagen

in TDM


16

95

130

36

456

1.011

1.210

2.579

2.153

5.597

11.103

13.199

15.775

14.455

19.329

23.694

26.913

68.635

in TE

36.328

38.237

39.279

40.706

42.348

44.998

45.986

47.256

48.674

63.542

1) Davon 1.336 zerstört und 890 zum Teil erheblich beschädigt. 2) RM-Eröffnungsbilanz 3) DM-Eröffnungsbilanz

Spareinlagen / Andere

Kundeneinlagen in TDM


438

2.162

3.340

3.190

11.637

47.229

39.055

3.905

8.670

16.131

26.431

33.001

40.694

55.158

84.432

129.898

186.872

244.962

in TE

139.699

141.824

143.458

146.531

155.626

156.262

158.175

163.444

171.744

172.454

Bilanzsumme

in TDM

2

1.335

4.256

5.794

6.340

23.027

67.103

65.013

12.212

43.436

62.818

107.276

137.180

167.917

182.200

252.445

315.481

406.616

512.643

in TE

270.163

266.277

264.241

261.836

269.656

271.323

277.841

284.560

295.195

298.607

Bilanzgewinn

in TDM



24

36

95

156

246



187

340

432

403

785

1.085

1.049

934

1.250

2.795

in TE

852

1.002

1.619

1.830

1.846

1.226

1.498

1.641

1.647

2.163


Spar- und Bauverein eG

Arndtstraße 5

30167 Hannover

Telefon (0511) 9114-0

Telefax (0511) 9114-199

kontakt@spar-undbauverein.de

www.spar-undbauverein.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine