Interessensgruppen und Akteure (Stakeholder ... - Biodiversity Skills

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Interessensgruppen und Akteure (Stakeholder ... - Biodiversity Skills

Interessensgruppen und Akteure (Stakeholder): Einbeziehung und KommunikationKommunikation und Planen für mehr BiodiversitätBei der Planung für mehr Biodiversität ist Kommunikation nicht ein Zweck an sich, sondern solltein größere Zielsetzungen eingebettet werden: die Verbesserung der Planungseffektivität, dieSicherstellung langanhaltender Unterstützung für die vorgeschlagenen Maßnahmen und dieGewährleistung inklusiver und transparenter Entscheidungsprozesse. Daher spielt Kommunikationim Prozess der umfassenderen Einbeziehung von Anspruchsgruppen eine entscheidende Rolle. Dazugehören der Austausch relevanter Informationen sowie die Weitergabe von Wissen zu Kernfragenund Potenzialen, Fortschritt und Planung, um die Unterstützung für Aktionen zu erhöhen und handlungsfähigerzu werden.Planen für mehr BiodiversitätSchulung zur Förderung der biologischen Vielfalt imRahmen der kommunalen PlanungspraxisDie Art der Kommunikation ist abhängig von: der Botschaft (ist sie neutral und informativ odersoll sie überzeugen; ist sie sachlich und simpel oder eher fachspezifisch und kompliziert?) und derZielgruppe (sind die Rezipienten der Botschaft dem Projekt gegenüber eher wohlwollend oder abweisendeingestellt; welchen intellektuellen Hintergrund haben sie bzw. wie ist ihr Bildungsstand?).Diese Faktoren bestimmen die Art der Kommunikation (schriftlich, visuell etc.). Nicht jedemliegt es, mit Anspruchsgruppen oder der interessierten Öffentlichkeit zu kommunizieren. Wo dieMittel dafür zur Verfügung stehen, sollte die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, professionelleKommunikationsbeauftragte einzustellen, die solche Aufgaben (schriftlich oder mündlich)übernehmen.Damit Kommunikationsaktivitäten einen entscheidenden und positiven Beitrag zu einem Projektoder Planungsziel leisten können, sind folgende Überlegungen unerlässlich:• Warum kommunizieren? Worin besteht das wahre Problem und welches Ergebnis wird erwartet?Das bedeutet, die Zielstellung der Planung genau zu kennen.• Mit wem kommunizieren? Die betroffenen Personen oder Institutionen sind zu ermitteln(Zielgruppen).• Worüber kommunizieren? Welche Botschaft soll der/den Zielgruppe(n) übermittelt werden?Es ist äußerst wichtig, sich die Zeit für die Beantwortung dieser drei Fragen zu nehmen, bevor entschiedenwird:• wie die Interaktion und Kommunikation mit der/den Zielgruppe(n) stattfinden soll;• wann die Botschaften übermittelt werden sollten.Eine klare Analyse und ein gutes Verstehen der Anspruchsträger (die gemeinsam die Zielgruppender Kommunikationsaktivitäten bilden) sind äußerst hilfreich bei der Entscheidung darüber, welcheBotschaften übermittelt werden sollen, um das übergeordnete Ziel zu erreichen. Das Verstehen derZielgruppen mit ihrem (Bildungs-)Hintergrund, ihrer Einstellung zur betreffenden Problematik, ihrenEinflussmöglichkeiten auf den Prozess oder der Rolle, die sie beim Erreichen der erwarteten Ergebnissespielen können, ist die Voraussetzung für eine fundierte Auswahl der besten Kommunikationsmittel.Im Folgenden werden die oben genannten Fragen als schrittweiser praktischer Ansatz für dieKommunikation mit Anspruchsgruppen und ihre Einbeziehung dargestellt:• Problemanalyse und Zieldefinition• Ermittlung der Zielgruppe (interne Kommunikation / externe Kommunikation)• Formulierung der Botschaft• Auswahl der Mittel und Wege (instrumentell / interaktiv)• Auswertung115

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