Medizinische Fakultät - Mitschrift und Skript - DocCheck Campus

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Medizinische Fakultät - Mitschrift und Skript - DocCheck Campus

Ruprecht-Karls-

Universität

Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

Seite:

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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

- Medizinische Fakultät -

Mitschrift und Skript

Vorlesung:

Anatomie d. Extremitäten und d. Bauchwand

Name: EICHENAUER, Tim

Semester: 1. Fachsemester

Wintersemester 2001/2002


Ruprecht-Karls-

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

1. Muskulatur des Rumpfes

1.1 Rückenmuskulatur

Name:

Tim Eichenauer

Die Rückenmuskulatur setzt sich aus primären (autochthonen, ortsständigen) und

sekundären (eingewanderten) Muskeln zusammen:

1.1.1 primären Rückenmuskulatur:

- entwickelt sich von Anfang an am Rücken

- wird von Rr. posteriores der Spinalnerven innerviert

- wird in ihrer Gesamtheit als M. erector spinae bezeichnet

- entspringt an der Facies dorsalis des Os sacrum und an der Crista iliaca

- erstreckt sich bis zum Hinterhaupt

- wird im Thorakal- und Lumbalbereich von der Fascia thoracolumbalis

umgeben, welche sich mit ihren Blatt an den Procc. costales der

Lendenwirbel, der 12. Rippe und an der Crista iliaca und mit ihrem

oberflächlichen Blatt an den Procc. spinosi anheftet

- im Halsbereich wird die autochthone von der eingewanderten

Rückenmuskulatur durch die Fascia nuchae getrennt, die sich medial an das

Lig. nuchae anheftet

- sie wird in 2 Tractus und 5 Systeme unterteilt:

Muskeln des transversospinalen Systems (medialer Trakt):

• ziehen von den Procc. spinosi nach oben zu den Procc. transversi

bzw. zum Hinterhaupt

• bewirken Streckung der Wirbelsäule bei beidseitiger Kontraktion

• bewirken Drehung der Wirbelsäule bei einseitiger Kontraktion

Muskeln des interspinalen und spinalen Systems (medialer Trakt):

• spannen sich zwischen den Procc. spinosi aus (die obersten ziehen

zum Hinterhaupt)

• Mm. interspinales ziehen direkt von Dornfortsatz zu Dornfortsatz, sie

befinden sich im Hals und im Lendenbereich

• M. spinalis verspannt mehrere Segmente und ist im Thorakalbereich

besonders ausgeprägt

• haben Haltefunktion und wirken streckend auf die Wirbelsäule

Muskeln des intertransversalen Systems (lateraler Trakt)

• spannen sich zwischen den Procc. transversi aus (der oberste zieht

zum Hinterhaupt)

• im Lendenbereich spannen sie sich zwischen den Procc. mamillares

und den Procc. accessorii aus (die sich zwischen den Procc. costales

ausspannenden Muskeln sind modifizierte Interkostalmuskulatur und

somit ventraler Herkunft)

• sind im Thorakalbereich schwach oder gar nicht ausgebildet

• im Halsbereich unterschiedet man einen anterioren und einen

posterioren Anteil (der sich zwischen den Tubercula anteriora der

Querfortsätze ausspannende Anteil ist modifizierte

Interkostalmuskulatur und somit ventraler Herkunft)

• bewirken Streckung der Wirbelsäule bei beidseitiger Kontraktion

• bewirken Seitenneigung bei einseitiger Kontraktion

Muskeln des spinotransversalen Systems (lateraler Trakt):

• ziehen von den Procc. transversi nach oben zu den Procc. spinosi

bzw. zum Hinterhaupt

• bewirken Streckung der Wirbelsäule bei beidseitiger Kontraktion

• bewirken Drehung der Wirbelsäule bei einseitiger Kontraktion

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Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

Muskeln des sakrospinalen Systems (lateraler Trakt):

• entspringen am Os sacrum, an den Procc. spinosi der Lendenwirbel,

an der Labia externa des Os ilii und an der Fascia thoracolumbalis;

sie inserieren an den Rippen, an den Procc. transversi und am Proc.

mastoideus des Schädels

• sie bewirken in den entsprechenden Gebieten Streckung,

Seitwärtsneigung, Exspiration, Drehung des Kopfes und der

Halswirbelsäule, sowie eine geringfügige Drehung der unteren

Brustwirbelsäule

1.1.2 sekundäre Rückenmuskulatur (Schultergürtelmuskulatur, dorsale Gruppe)

- ist aus der ventralen Rumpfmuskulatur und aus den Extremitätenblasternen

in den Rücken eingewandert

- wird von den Rr. anteriores der Spinalnerven innerviert

- es wanden außerdem Muskeln aus den Brachialbogenregion ein, welche

vom N. accessorius (XI. Hirnnerv, Brachialnerv) innerviert werden

- außer den nachfolgenden Muskeln gehört zu den eingewanderten

Rückenmuskulatur die oben erwähnte Muskulatur zwischen den Procc.

costales der Lendenwirbel und den Tubercula anteriora der Halswirbel; auch

sie werden von den Rr. anteriores der Spinalnerven innerviert

M. serratus posterior superior / inferior:

• Ursprung: Procc. spinosi

• Ansatz: 2. – 5. Rippe (sup.) / 9. – 12. Rippe (inf.)

• Funktion: Inspiration

• Innervation: Rr. anteriores der Spinalnerven (Nn. thoracici I – IV

(sup.) bzw. IX – XI (Inf.))

M. trapezius

• Ursprung: Os occipitale (Hinterhaupt), Procc. spinosi der HWS /

BWS, Lig. nuchae

• Ansatz: Clavicula, Acromion, Spina scapulae

• Funktion: zieht Scapula nach oben medial bzw. nach unten medial,

dreht Scapula, dreht Kopf und Wirbelsäule, streckt Kopf und

Wirbelsäule

• Innervation: N. accessorius (geringfügig von Teilen des Plexus

cervicalis)

KLINISCHER HINWEIS: Eine Lähmung des M. trapezius verursacht eine Fehlstellung der

betroffenen Schulter, welche dann nach vorne unten hängt. Der Margo medialis der Scapula

tritt flügelartig nach hinten vor (Scapula alata). Die Cavitas glenoidalis ist somit nach vorn

unten gerichtet. Die seitliche Hebung des Armes kann nicht bis über die Horizontale

ausgeführt werden.

M. rhomboideus major / minor:

• Ursprung: 1. – 4. / 6. + 7. Procc. spinosi vertebrae cervicales

• Ansatz: Margo medialis scapulae

• Funktion: pressen Scapula an en Brustkorb und können diese nach

medial – kranial ziehen, Antagonist: M. serratus anterior

• Innervation: N. dorsalis scapulae (C4 – C5)

KLINISCHER HINWEIS: Eine Lähmung der Mm. rhomboidei verursacht eine Fehlstellung der

Scapula, welche dann flügelartig nach hinten absteht (Scapula alata).

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Name:

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M. latissimus dorsi:

• Ursprung: Procc. spinosi ab BW 6, Os sacrum, Crista iliaca, 9. – 12.

Rippe, oberflächliches Blatt der Fascia thoracolumbalis

• Ansatz: Crista tuberculi minoris des Humerus

• Funktion: Innenrotation, Adduktion, Retroversion des Arms, zieht

erhobenen Arm herab, Exspiration

• Innervation: N. thoracodorsalis (C6 – C8)

M. levator scapulae:

• Ursprung: Tubercula posteriora der HW 1 – 4

• Ansatz: Angulus superior der Scapula

• Funktion: zieht Scapula nach medial bis kranial

• Innervation: N. dorsalis scapulae

1.2 Nackenmuskulatur (Mm. capitis)

Zur Regulation der Feineinstellung in den Kopfgelenken werden Muskeln

unterschiedlicher Herkunft herangezogen. Sie werden bis auf den von ventral

eingewanderten N. rectus capitis lateralis vom N. suboccipitalis (r. posterior des ersten

Spinalnerven, C1,2) versorgt:

M. rectus capitis lateralis:

• Ursprung: Proc. transversus des Atlas

• Ansatz: Proc. jugularis ossis occipitalis (Schädelbasis)

• Funktion: Seitenneigung des Kopfes zur selben Seite bei einseitiger

Kontraktion

• Innervation: R. ventralis aus C1,2

M. rectus capitis posterior minor:

• Ursprung: Tuberculum posterius des Arcus posterior des Atlas

• Ansatz: medial unterhalb der Linea nuchalis inferior (Hinterhaupt)

• Funktion: Seitneigung des Kopfes zur selben Seite bei einseitiger,

Dorsalflexion im Art. atlantooccipitalis bei beidseitiger Kontraktion

• Innervation: N. suboccipitalis

• Teil des interspinalen / spinalen Systems

M. rectus capitis posterior major:

• Ursprung: Proc. spinosus des Axis

• Ansatz: mittleres Drittel der Linea nuchalis inferior (Hinterhaupt)

• Funktion: Drehung und Seitneigung des Kopfes zur selben Seite bei

einseitiger, Dorsalflexion im Art. atlantooccipitalis bei beidseitiger

Kontraktion

• Innervation: N. suboccipitalis

• Teil des interspinalen / spinalen Systems

M. obliquus capitis superior:

• Ursprung: Proc. transversus des Atlas

• Ansatz: seitlich an der Linea nuchalis inferior (Hinterhaupt)

• Funktion: Seitneigung des Kopfes zur selben Seite und Drehung zur

Gegenseite bei einseitiger, Dorsalflexion im Art. atlantooccipitalis bei

beidseitiger Kontraktion

• Innervation: N. suboccipitalis

• Teil des intertransversalen Systems

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M. obliquus capitis inferior:

• Ursprung: Proc. spinosus des Axis

• Ansatz: Proc. transversus des Atlas

• Funktion: Drehung Art. atlantoaxialis

• Innervation: N. suboccipitalis

• Teil des spinotransversalen Systems

1.3 Thoraxmuskulatur

Name:

Tim Eichenauer

Auch die Thoraxmuskulatur lässt primäre, autochthone und sekundäre, eingewanderte

Muskeln unterscheiden. Innen ist die Thoraxwand von der Fascia endothoracica

ausgekleidet.

1.3.1 primäre Thoraxmuskulatur

- entwickelt sich ortständig

- wird von den Rr. anteriores der thorakalen Spinalnerven (Interkostalnerven(

versorgt

Mm. intercostales externi:

• spannen sich in den Zwischenrippenräumen im Bereich zwischen

Knorpel – Knochengrenze und Tuberculum costae aus

• ab der Knorpel – Knochengrenze werden sie in Richtung Sternum

von einer Bindesgewebsschicht (Membrana intercostalis externa)

ersetzt

• sie ziehen von lateral-oben nach medial-unten

• wirken bei der Inspiration, da sie die Rippen heben

Mm. intercostales interni:

• spannen sich in den Zwischenrippenräumen im Bereich zwischen

Sternum und Angulus costae aus

• ab dem Angulus costae werden sie in Richtung Caput costae von

einer Bindesgewebsschicht, Membrana intercostalis interna, ersetzt

• sie ziehen von lateral-unten nach medial-oben

• wirken exspiratorisch, da sie die Rippen senken

Mm. intercostales intimi:

• Abspaltung der Mm. intercostales externi durch Bilder eines Gefäß-

Nervenkanals (liegen zwischen der internen und der externen

Interkostalmuskulatur)

Mm. subcostales (inkonstant):

• befinden sich innen an den unteren Rippen zwischen Angulus costae

und Tuberculum costae, dort wo di Mm. intercostales interni fehlen

• überspringen eine oder mehrere Rippen

M. transversus thoracicus:

• Fortsetzung des M. transversus abdominis

• beginnt am Sternum und strahlt fächerförmig nach oben aus

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1.3.2 sekundäre Thoraxmuskulatur (Schultergürtelmuskulatur, ventrale Gruppe)

- stammt vom Extremitätenblastem ab

- wird aus dem Plexus brachialis versorgt

M. pectoralis major:

• Ursprung:

� Pars clavicularis: mediale Vorderfläche der Clavicula

� Pars sternocostalis: Manubrium / Corpus sterni,

Rippenknorpel 2. – 6.

� Pars abdominalis: vorderes Blatt der Rektusscheide

• Ansatz: Crista tuberculi majoris humeri

• Funktion: Innenrotation, Adduktion, Anteversion und Inspiration

• Innervation: Nn. pectorales

KLINISCHER HINWEIS: Eine Lähmung des M. pectoralis major macht das Überkreuzen der

Arme in Horizontalstellung unmöglich,

1.4 Bauchwand

M. pectoralis minor:

• Ursprung: 3. – 5. Rippe

• Ansatz: Proc. coracoideus

• Funktion: senkt und dreht Scapula

• Innervation: Nn. pectorales

M. serratus anterior:

• Ursprung: 1. – p. Rippe

• Ansatz: Scapula (Margo medialis, Angulus superior, Angulus inferior)

• Funktion: dreht Scapula beim Heben des Arms über die Horizontale

(Elevation), hält Scapula am Thorax, Hilfsatemmuskel, Antagonist

des M. rhomboideus

• Innervation: N. thoracicus longus (C5 – C7)

M. subclavius:

• Ursprung: vordere Fläche der 1. Rippe an der Knorpel –

Knochengrenze

• Ansatz: untere Fläche der Extremitas acromialis der Clavicula

• Funktion: hält Clavicula im Art. sternoclavicularis, polsterte die Vasa

subclavia

• Innervation: N. subclavius (C5,6)

Die Bauchwand verbindet unteren Rand des Thorax und oberen Rand des Beckens

durch einen Muskelgürtel, der aus Muskel- und Sehnenplatten besteht. Sowohl

ventral als auch dorsal sind in diese Sehnenplatten je ein Muskelpaket eingelagert.

Die ventrale Scheide umgibt als Rektusscheide den M. rectus abdominis, die hintere

Scheide (Fascia thoracolumbalis, s.o.) den M. erector spinae. Nach innen liegt der

Bauchwand die Fascia transversales an. Diese Faszie kleidet die gesamte

Bauchhöhle aus und grenzt somit direkt an das Peritoneum parietale (Bauchfell,

überzieht die Baucheingeweide).

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Name:

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1.4.1 Mm. abdominis, Bauchmuskeln

- bestehen aus 3 schichtenförmig übereinander angeordneten platten Muskeln

- werden von den Rr. Anteriores der Spinalnerven versorgt

M. rectus abdominis:

• liegt in einer derben Bindesgewebshülle (Rektusscheide, s.u.)

• wird von 3 – 4 Zwischensehnen, Intersectiones tendinae, meisten

unvollständig unterteilt (bei athletischen Menschen zeichnen sich die

einzelnen Muskelbäuche am Oberflächenrelief ab)

• Ursprung: Arcus costae, Proc. xiphoideus

• Funktion: Vorwärtsbeugung des Rumpfes

• Innervation: Spinalnerven (Th6 – Th12)

M. pyramidialis:

• inkonstant, liegt vor dem M. rectus abdominis in einem eigenen

Raum innerhalb des vorderen Blattes der Rektusscheide

• Ursprung: Symphysis pubica, Ramus superior ossis pubis

• Ansatz: Linea alba (s.u.)

• Funktion: spannt die Linea alba

• Innervation: Spinalnerven (Th12)

M. obliquus externus abdominis:

• zieht von lateral-oben nach medial unten

• geht medial in die breite Externusaponeuraose über, welche einen

Teil der Rektusscheide bildet und sich am Aufbau des Leistenbandes

beteiligt

• im unteren Bereich dieser Aponeurose befindet sich eine Öffnung,

der Anulus inguinalis superficialis (äußerer Leistenring)

• Ursprung: Außenfläche der 5. – 12. Rippe

• Ansatz: vorderes Blatt der Rektusscheide, Linea alba, Labium

externum der Crista iliaca, Spina iliaca anterior superior, Tuberculum

pubicum

• Funktion: Drehung zur Gegenseite bei einseitiger Kontraktion;

Beugung der BWS und LWS, Exspiration und Bauchpresse bei

doppelseitiger Kontraktion

• Innervation: Spinalnerven (Th5 – Th12)

M. obliquus internus abdominis:

• zieht von lateral-unten nach medial-oben

• geht medial in die breite Internusaponeurose über, welche sich in

einen vorderen und einen hinteren Anteil spaltet und einen Teil der

Rektusscheide bildet

• Ursprung: laterale Hälfte des Lig. inguinale, Spina iliaca anterior

superior, Linea intermedia der Crista iliaca, tiefes Blatt der Fascia

thoracolumbalis

• Ansatz: unterer Rand der Rippen 9 – 12, vorderes und hinteres Blatt

der Rektusscheide, Linea alba

• Funktion: Drehung zur gleichen Seite bei einseitiger Kontraktion:

Beugung der BWS und LWS, Exspiration, Bauchpresse bei

beidseitiger Kontraktion

• Innervation: Spinalnerven (Th5 – Th12), N. iliohypogastricus, N.

ilioinguinalis, N. genitofemoralis

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M transversus abdominis:

• verläuft annährend horizontal

• geht medial in die Transversusaponeurose über, welche einen Teil

der Rektusscheide bildet

• wird innen von der Fascia transversalis ausgekleidet

• Ursprung: Innenfläche der 6 kaudalen Rippenknorpel, Spina iliaca

anterior superior, Labium internum der Crista iliaca, tiefes Blatt der

Fascia thoracolumbalis

• Ansatz: hinteres / vorderes Blatt der Rektusscheide, Linea alba

• Funktion: Einziehen des Bauches, Bauchpresse

• Innervation: Spinalnerven (Th5 – Th12), N. iliohypogastricus, N.

ilioinguinalis, N. genitofemoralis

M. cremaster:

• spaltet sich vom unteren Rand der Mm.- obliquus internus et

transversus abdominis ab

• bildet oberflächliche Schicht des Samenstrangs

• Funktion: hebt Hoden

• Innervation: R. genitalis des N. genitofemoralis

KLINISCHER HINWEIS: Bestreichen der Oberschenkelinnenseite löst den sog. Cremasterreflex

aus, bei dem der M. cremaster kontrahiert.

M. quadratus lumborum:

• dorsal gelegener Bauchmuskel

• wird durch die Fascia thoracolumbalis von der Rückenmuskulatur

getrennt

• Ursprung: Labium internum der Crista iliaca, lig. iliolumbale

• Ansatz: 12. Rippe, Procc. costales der LW 1 – 4

• Funktion: Seitwärtsneigung der LWS

• Innervation: N. subcostalis (Th12), Plexus lumbalis (L1 – L3)

1.4.2 Rektusscheide, Vagina m. recti abdominis

- wird von den 3 Aponeurosen der Mm. obliqui interni et externi und des M.

transversus abdominis gebildet

- besteht aus einem vorderen Blatt (Lamina anterior) und einem hinteren Blatt

(Lamina posterior), dazwischen verläuft der M. rectus abdominis

- diese beiden Blätter sind kranial (überhalb der sog. Linea arcuata s.u.) und

kaudal (unterhalb der Linea arcuata) verschiedenartig zusammengesetzt

Lamina anterior überhalb der Linea arcuata:

• Externusaponeurose

• vorderer Anteil der Internusaponeurose

Lamina posterior überhalb der Linea arcuata:

• hinterer Anteil der Internusaponeurose

• Transversusaponeurose

Lamina anterior unterhalb der Linea arcuata:

• Externusaponeurose

• vorderer Anteil der Internusaponeurose

• Transversusaponeurose

Lamina posterior unterhalb der Linea arcuata:

• keine Muskelaponeurosen vorhanden (d.h. dem M. rectus abdominis

liegt direkt die Fascia transversalis auf)

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Name:

Tim Eichenauer

- der hintere Anteil der Internusaponeurose endet somit an der Linea arcuata

(bildet diese)

- die Transversusaponeurose wechselt somit unter der Linea arcuata von der

Rückseite auf die Vorderseite des M. rectus abdominis

- rechte und linke Rektusscheide sind durch einen ca. 1 cm breiten Streifen

straffen Bindegewebes fest verbunden, Linea alba; sie erstreckt sich vom

Proc. xiphoideus bis zur Symphyse

1.4.3 Leistenband, Lig. inguinale und Leistenkanal, Canalis Inguinalis:

- das Leistenband entspricht der unteren Begrenzung der vorderen

Bauchwand

- es ist ein Bindegewebeszug, der durch das Zusammentreffen von

Externusaponeurose und Fascia transversalis entsteht; es strahlt außerdem

in die oberflächliche Bauchfaszie ein, die sich nach unten in die Fascia lata

fortsetzt

- unterhalb des Leistenbandes befinden sich die Lacuna vasorum und die

Lacuna musculorum (siehe Topographie der unteren Extremität)

- der Oberrand des Leistenbandes ist rinnenförmig (wichtig für die durch den

Leistenkanal hindurchtretenden Strukturen)

- der Leistenkanal durchsetzt oberhalb des Leistenbandes die Bauchwand

schräg von dorsal – lateral – kranial und ventral – medial – kaudal

- die innere Mündung des Leistenkanales, der Anulus inguinalis profundus, ist

eine Öffnung in der Fascia transversalis, hier ist das Peritoneum zur Fossa

inguinalis lateralis eingesunken

- die äußere Mündung ist der Anulus inguinalis superficialis, eine Öffnung in

der Externusaponeurose, hier ist das Peritoneum zur Fossa inguinalis

medialis eingesunken

- durch den Leistenkanal verläuft beim Mann der Funiculus spermaticus, bei

der Frau das Lig. teres uteri; der Funiculus spermaticus hat

entwicklungsbedingt bei der Verlagerung der Hoden nach außen (Descensus

testis), die Fascia transversalis und die Externusaponeurose „mit nach außen

gestülpt“ und somit als Hüllen behalten

KLINISCHER HINWEIS: läuft der Descensus testis nicht vollständig ab, bleibt der Hoden an einer

atypischen Stelle liegen, Kryptorchismus (je nach Lager Bauchhoden oder Leistenhoden)

- das Dach des Leistenkanals bilden die unteren Ränder des M. obliquus

internus abdominis und des M. transversus abdominis

- den Boden bildet das Lig. inguinale

- die vordere Wand bildet die Externusaponeurose

- die hintere Wand bildet die Fascia transversalis und das Peritoneum parietale

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer angeborenen lateralen Leistenhernie (Hernia inguinalis lateralis

congenita, indirekte Leistenhernie) ist der Anulus inguinalis lateralis nicht durch das

Peritoneum zur Bauchhöhle hin verschlossen (Processus vaginalis peritonei statt Fossa

inguinalis lateralis). Eingeweide schieben sich durch den Leistenkanal vor. Bei einer

erworbenen lateralen Leistenhernie (Hernia inguinalis lateralis acquisita, indirekt

Leistenhernie) vertieft sich die Fossa inguinalis lateralis. Bei einer medialen Leistenhernie

(Hernia inguinalis medialis, direkte Leistenhernie) vertieft sich die Fossa inguinalis medialis.

Sie durchbricht die Bauchwand direkt (nicht durch den Kanal) und erscheint vor dem Anulus

inguinalis medialis.

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2. Arterien des Stammes

Name:

Tim Eichenauer

Blutgefäße und Nerven sind prinzipiell nach einem gleichartigen Muster angeordnet,

welches die metamere (segmentale) Entwicklung des Rumpfes widerspiegelt.

A. thoracica interna (Herzchirurgie: IMA, internal mammary artery):

- entspringt an der Konkavseite der A. subclavia

- verläuft im Abstand von ca. 1 cm parallel zum Sternum

- teil sich am Knorpel der 7. Rippe in A. musculophrenica und A. epigastrica

superior

- gibt folgende Äste ab:

• Rr. mediastinales, zum Mediastinum

• Rr. thymici, zum Thymus

• Rr. bronchiales, zum Lungenhilus

• A. pericardiacophrenica, verläuft mit N. phrenicus zum Zwerchfell

• Rr. sternales, umkleiden das Sternum mit feinen Arteriennetzen,

versorgen Brustdrüsen, versorgen M. pectorales major

• A. musculophrenica, versorgt 7. – 10. Interkostalraum, Zwerchfell

und die Bauchmuskeln

• A. epigastrica superior, Endast der A. thoracica interna, gelangt in die

Rektusscheide und zieht hinter dem M. rectus abdominis nach

kaudal, anastomisiert mit der A. epigastrica inferior (aus A. iliaca

externa)

KLINISCHER HINWEIS: Durch die Anastomose A. epigastrica superior – A. epigastrica inferior ist

die Voraussetzung für einen möglichen Kollateralkreislauf zur Aorta gegeben. So kann das

Blut z.B. bei einer Aortenisthmusstenose über diesen Weg ausweichen.

Aa. intercostales posteriores:

- Aa. Intercostales posteriores I & II entspringen aus der A. intercostalis

suprema (Ast des Truncus costocervicalis der A. subclavia)

- die übrigen entspringen aus der Aorta

- die A. intercostalis XII wird als A. subcostalis bezeichnet

- sie anastomisieren mit den Rr. intercostales anteriores aus der A. thoracica

interna

- geben einen R. dorsalis zur Versorgung des Rückens und einen R. cutaneus

zur Versorgung der seitlichen Thoraxwand ab

- im Bereich der LW gehen aus der Aorta 4 paarige Aa. lumbales ab; sie geben

wie die Aa. Intercostales einen R. dorsalis ab, und versorgen die seitliche

Bauchmuskulatur; es entstehen Anastomosen zur A. iliaca externa

Aa. epigastrica inferior:

- stammen aus der A. iliaca externa

- zieht nach kranial

- durchbricht die Rektusscheide, verläuft hinter dem M. rectus femoris,

anastomisiert mit der A. epigastrica superior

- gibt einen R. pubicus zum Os pubis ab, welcher über den R. obturatorius mit

dem R. pubicus der A. obturatoria anastomisiert

KLINISCHER HINWEIS: Ist die Anastomose zwischen A. epigastrica inferior und A. obturatoria

besonders stark ausgebildet, kann es bei operativen Eingriffen in der Leistengegend zur

Verletzung dieser Anastomose mit größeren Blutungen kommen („Corona mortis“)

A. circumflexa iliaca profunda:

- stammt aus der A. iliaca externa

- läuft an der inneren Bauchwand am Beckenkamm entlang

- versorgt Bauchmuskulatur

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3. Muskulatur der unteren Extremität

3.1 Hüftmuskulatur

3.1.1 Innere Hüftmuskeln

Name:

Tim Eichenauer

M. psoas major:

• Ursprung: von den Seitenflächen des 12. Brustwirbels und des 1. – 4.

Lendenwirbels sowie den Disci intervertebrales (ventrale Schicht);

Procc. costales des 1. – 5. Lendenwirbels (dorsale Schicht)

• Ansatz: vereinigt sich mit dem M. iliacus und gelangt von der Fascia

iliaca als M. iliopsoas zum Trochanter minor

• Funktion: Lateralflexion der LWS, Beugung im Hüftgelenk,

Außenrotation, Innenrotation aus Normalstellung; Hyperlordorsierung

• Innervation: Plexus lumbalis, N. femoralis (L1 – L5)

M. psoas minor (inkonstant)

• Ursprung: 12. Brustwirbel und 1. Lendenwirbel

• Ansatz: Fascia iliaca, Arcus iliopectineus

• Funktion: Lateralflexion der LWS

• Innervation: Plexus lumbalis

M iliacus

• Ursprung: in der Fossa iliaca und Spina iliaca anterior inferior

• Ansatz: Trochanter minor

• Funktion: wichtigster Muskel für das Vorheben des Beines,

ermöglicht das Gehen, dient für das Vorheben des Rumpfes und

Rumpfheben im Liegen, Außenrotator im Hüftgelenk, Mitwirkung bei

der Seitenbeugung der Wirbelsäule

• Innervation: Plexus lumbalis, N. femoralis

M. piriformis

• Ursprung: an der Facies pelvica des Os sacrum

• Ansatz: zieht durch das Foramen ischiadicum majus und setzt an der

Innenseite der Spitze des Tuberculum major an

• Funktion: Außenrotator, Abduktor und Beteiligung an der

Retroversion

• Innervation: Plexus sacralis, N. musculi piriformis (L5 – S1,2)

M. obturator internus

• Ursprung: an der Innenfläche des Os coxae um das Foramen

obturatum herum und an Membrana obturatoria

• Ansatz: zieht durch das Foramen ischiadicum minus und setzt in der

Fossa trochanterica an

• Funktion: mit M. gluteus maximus stärkster Außenrotator im

Hüftgelenk, Abduktor bei nach vorne gehobenen Beim im Sitzen

• Innervation: Plexus sacralis, N. musculi obturatorius interni

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3.1.2 Äußere Hüftmuskeln

Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

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Name:

Tim Eichenauer

M. gluteus maximus

• Ursprung: Crista iliaca, Spina iliaca posterior superior, Fascia

thoracolumbalis, Os sacrum und Os coccygis (oberflächlicher Teil);

Ala ossis ilii, Lig. sacrotuberale und Faszie des M. gluteus medius

(tiefer Teil)

• Ansatz: Einstrahlung in den Tractus iliotibialis (proximaler Teil);

Tuberositas glutea (distaler Teil)

• Funktion: Strecker und Außenrotator im Hüftgelenk, muskulöse

Absicherung gegen Umkippen des Körpers, Adduktor (distaler Teil);

Abduktor (proximaler Teil)

• Innervation: N. gluteus inferior (L5 – S1,2)

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer doppelseitigen Lähmung des M. gluteus maximus wird, um ein

Vornüberkippen zu vermeiden, der Körperschwerpunkt nach hinten verlagert und somit die

Lendenlordose verstärkt. Treppensteigen ist nicht mehr möglich.

M. gluteus medius

• Ursprung: Linea glutea anterior und posterior, vom Darmbeinkamm

und seiner Faszie

• Ansatz: kappenförmig am Trochanter major

• Funktion: vorderer Teil Innenrotation und Beugung, hinterer Teil

Außenrotation und Streckung, in Gesamtheit Abduktion

• Innervation: N. gluteus superior (L4,5 – S1)

KLINISCHER HINWEIS: Bei intramuskulären Injektionen in die Gesäßmuskulatur muss darauf

geachtet werden, dass keine Nerven (N. tibialis, N. gluteus superior) verletzt werden. Sie

erfolgen aus diesem Grund am sichersten in den M. gluteus medius oder in den oberen

äußeren Quadranten des M. gluteus maximus.

M. gluteus minimus

• Ursprung: zwischen Linea glutea anterior et inferior

• Ansatz: Trochanter major

• Funktion: schwächerer Abduktor

• Innervation: N. gluteus superior (L4,5 – S1)

KLINISCHER HINWEIS: Bei einem Ausfall der Mm. glutei medius et minimus sinkt beim

einbeinigen Stand das Becken zur Gegenseite (Spielbeinseite) ab. Der Gang wird watschelnd

wie bei einer Ente. Es kommt zum Trendelenburgschen Zeichen, dem Watschelgang.

M. tensor fascie latae

• Ursprung: im Bereich der Spina iliaca anterior superior

• Ansatz: geht unter dem Trochanter major in den Tractus iliotibialis

über, ist am Condylus lateralis tibiae befestigt

• Funktion: presst Femurkopf gegen die Hüftpfanne, Beugung,

Innenrotation, Abduktion

• Innervation: N. gluteus superior (L4,5 – S1)

Mm. gemelli (superior et inferior)

• mit M. obturator internus als Triceps coxae bezeichnet

• Ursprung: Randpartien des M. obturator internus

• Ansatz: Spina ischiadica (M. gemellus superior); Tuber ischiadicum

(M. gemellus inferior)

• Funktion: unterstützen M. obturator internus, Außenrotation

• Innervation: Plexus sacralis, N. gluteus inferior, dieser spaltet sich in

den N. musculi obturatoris interni (L5 – S1,2) für den M. gemellus

superior und den N. musculi quadrati femoris (L5 – S1,2) für M.

gemellus inferior

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

M. quadratus femoris

• Ursprung: Tuber ischiadicum

• Ansatz: zieht als viereckige Muskelplatte zur Crista intertrochanterica

und setzt dort an

• Funktion: kräftiger Außenrotator, Abduktion des Oberschenkels

• Innervation: Plexus sacralis, N. ischiadicus bzw. N. musculi quadrati

femoris als Teil des N. gluteus inferior (L5 – S1,2)

M. obturator externus

• Ursprung: Foramen obturatum und Membrana obturatoria

• Ansatz: zieht zur Fossa trochanterica und zur Gelenkkapsel

• Funktion: Außenrotation, Adduktion

• Innervation: R. posterior n. obturatorius (L2 – S4)

3.2 Oberschenkelmuskulatur

3.2.1 Ventrale Muskeln des Oberschenkels

M. quadrizeps femoris

• besteht aus vier Muskeln

� M. rectus femoris (zweigelenkiger Muskel) Ursprung: Spina

iliaca anterior inferior (Caput rectum); Sulcus supraacetabularis

(Caput reflexum)

� M. vastus intermedius, Ursprung: vordere und mediale

Femurfläche

� M. vastus medialis, Ursprung: mediale Lippe der Linea

aspera

� M. vastus lateralis Ursprung: laterale Fläche des Trochanter

major

• Ansatz: gemeinsame Sehne setzt an der Patella an, geht in das Lig.

patellae über und inseriert an der Tuberositas tibiae

• Funktion: Streckung im Kniegelenk, Beugung im Hüftgelenk (nur M.

rectus femoris)

• Innervation: N. femoralis

M. sartorius (zweigelenkiger Muskel)

• Ursprung: Spina iliaca anterior superior

• Ansatz: Pes anserinus superficialis, Condylus medialis tibiae

• Funktion: Kniegelenk: Innenrotation, Beugung

• Funktion Hüftgelenk: Beugung, Außenrotation, Abduktion

• Innervation: N. femoralis

3.2.2 Adduktoren des Oberschenkels

M. pectineus

• Ursprung: Eminentia iliopubica, Pecten ossis pubis

• Ansatz: Linea pectinea

• Funktion: Anteversion im Hüftgelenk, Adduktion des Oberschenkels,

schwache Innenrotation

• Innervation: N. femoralis und R. anterior n. obturatorius

(Doppelinnervation)

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

M. adductor longus

• Ursprung: Corpus ossis pubis, Symphysis pubica

• Ansatz: Labium mediale der Linea aspera, mittleres Femurdrittel

• Funktion: Adduktion des Oberschenkels, Außenrotation, je nach

Beugestellung Innenrotation

• Innervation: R. anterior n. obturatorius (L2 –S4)

M. gracilis (zweigelenkiger Muskel)

• Ursprung: Ramus inferior ossis pubis

• Ansatz: mediale Tibiafläche, Pes anserinus superficialis

• Funktion: Adduktion des Oberschenkels bei gestrecktem Knie,

Beugung des Hüftgelenks, Beugung des Kniegelenks

• Innervation: R. anterior n. obturatorius

M. adductor brevis

• Ursprung: Ramus inferior ossis pubis

• Ansatz: Labium mediale der Linea aspera

• Funktion: Adduktion, Außenrotation, schwache Beugung im

Hüftgelenk

• Innervation: R. anterior n. obturatorius

M. adductor magnus

• Ursprung: Ramus inferior ossis pubis, Tuber ischiadicum

• Ansatz: Labium mediale der Linea aspera, Epicondylus medialis,

Septum intermusculare vastoadductorium

• Funktion: Adduktion, Außenrotation, Innenrotation des nach außen

rotierten Beines, Streckung

• Innervation: R. posterior n. obturatorius und N. tibialis

(Doppelinnervation)

3.2.3 Dorsale Muskeln des Oberschenkels

M. biceps femoris (zweiköpfiger Muskel)

• Ursprung: Tuber ischiadicum (Caput longum); Labium laterale der

Linea aspera und Septum intermusculare femoris laterale (Caput

breve)

• Ansatz: Caput fibulae

• Funktion Caput longum (zweigelenkig):

� Streckung Außenrotation, Adduktion im Hüftgelenk

� Beugung, Außenrotation im Kniegelenk

• Funktion Caput breve (eingelenkig): Rotation des Unterschenkels in

gebeugter Stellung nach außen, Beugung im Kniegelenk

• Innervation: N. tibialis (Caput longum), N. fibularis communis (Caput

breve)

• Hinweis: Das Caput breve kann fehlen!

M. semitendinosus

• Ursprung: Tuber ischiadicum

• Ansatz: Pes anserinus superficialis

• Funktion: Streckung, Adduktion im Hüftgelenk, Beugung und

Innenrotation im Kniegelenk

• Innervation: N. tibialis

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

M. semimembranosus

• Ursprung: Tuber ischiadicum

• Ansatz: Condylus medialis tibiae und Fascia m. popliteus, Pes

anserinus profundus

• Funktion: Streckung, Adduktion im Hüftgelenk, Beugung und

Innenrotation im Kniegelenk

• Innervation: N. tibialis

3.3 Unterschenkelmuskulatur

3.3.1 Extensorengruppe des Unterschenkels

M. tibialis anterior

• Ursprung: Condylus lateralis tibiae und Facies lateralis tibiae,

Membrana interossea cruris

• Ansatz: Os cuneiforme und Basis des Os metatarsale I

• Funktion: Dorsalextension, Supination, hebt medialen Fußrand

• Innervation: N. fibularis profundus (L4,5)

M. extensor hallucis longus

• Ursprung: Facies medialis fibulae, Membrana interossea cruris

• Ansatz: dorsal an der Basis der Phalanx distalis hallucis

• Funktion: Dorsalextension im oberen Sprunggelenk und in den

Grund- und Endgelenken, geringe Pronation

• Innervation: N. fibularis profundus

M. extensor digitorum longus

• Ursprung: Condylus lateralis und Margo anterior fibulae, Membrana

interossea cruris

• Ansatz: Dorsalaponeurose der 2. – 5. Zehe

• Funktion: Dorsalextension im oberen Sprunggelenk und in den

Gelenk der 2. – 5. Zehe, Pronation

• Innervation: N. fibularis profundus

M. fibularis tertius

• Ursprung: Margo anterior der Fibula

• Ansatz: Basis und seitliche Fläche des Os metatarsale V

• Funktion: Dorsalextension im oberen Sprunggelenk, Pronation, hebt

lateralen Fußrand

• Innervation: N. fibularis profundus

3.3.2 Oberflächliche Extensorengruppe des Unterschenkels

M. gastrocnemius (zweiköpfiger Muskel)

• Ursprung: proximal vom Condylus medialis femoris (Caput mediale);

proximal vom Condylus lateralis femoris (Caput laterale)

• Ansatz: mit Achillessehne am Tuber calcanei

• Funktion: Plantarflexion im oberen Sprunggelenk, Supination im

unteren Sprunggelenk, (Beugung im Kniegelenk)

• Innervation: N. tibialis

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

M. soleus

• Ursprung: Caput et Collum fibulae, Linea m. solei tibiae, Arcus

tendineus m. solei

• Ansatz: mit Achillessehne am Tuber calcanei

• Funktion: Plantarflexion im oberen, Supination im unteren

Sprunggelenk

• Innervation: N. tibialis

M. plantaris (inkonstant)

• Ursprung: proximal vom Condylus lateralis femoris

• Ansatz: medial am Tuber calcanei, meist mit Achillessehne

• Funktion: Innenrotation und Beugung im Kniegelenk, Plantarflexion

im oberen Sprunggelenk, Supination im unteren Sprunggelenk,

Schutz der Vasa tibialia posteriora vor Einklemmung im Kniegelenk

• Innervation: N. tibialis

3.3.3 Tiefe Flexorengruppe des Unterschenkels

M. flexor digitorum longus

• Ursprung: Facies posterior tibiae, mit einem Sehnenbogen von der

Fibula

• Ansatz: Basis der Endphalangen II – V

• Funktion: Plantarflexion im oberen, Supination im unteren

Sprunggelenk, Spannung des Fußlängsbogens, Beugung in den

Zehengelenken II - V

• Innervation: N. tibialis

M. tibialis posterior

• Ursprung: Tibia, Fibula, Membrana interossea cruris

• Ansatz: Tuberositas ossis navicularis, Ossa cuneiformia und Ossa

metatarsi II – III

• Funktion: Plantarflexion im oberen Sprunggelenk, Spannung des

Fußlängsbogens, Antivalguswirkung, Supination im unteren

Sprunggelenk

• Innervation: N. tibialis

M. flexor hallucis longus

• Ursprung: distale 2/3 der Facies posterior fibulae, Membrana

interossea cruris

• Ansatz: Endphalanx des Hallux

• Funktion: Plantarflexion im oberen Sprunggelenk, Spannung des

Fußlängsbogens, Beugung in den Großzehgelenken, Beugung der II.

+ III. Zehe, Supination im unteren Sprunggelenk

• Innervation: N. tibialis

M. popliteus

• Ursprung: Übergang des Condylus lateralis zum Epicondylus lateralis

• Ansatz: oberhalb der Linea m. solei

• Funktion: Beugung und Innenrotation im Kniegelenk, verhindert

Einklemmung der Gelenkkapsel bei Beugung

• Innervation: N. tibialis

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3.3.4 Fibularisgruppe

Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

M. fibularis longus

• Ursprung: oberes Drittel der Seitenfläche der Fibula, Caput fibulare,

Septum intermusculare

• Ansatz: Os cuneiforme mediale, Basis ossis metatarsale I

• Funktion: Plantarflexion, Pronation, Verspannung des Fußlängs- und

Querbogens

• Innervation: N. fibularis superficialis (L5 – S1)

M. fibularis brevis

• Ursprung: mittleres Drittel der Seitenfläche der Fibula, Caput fibulare,

Septum intermusculare

• Ansatz: Tuberositas ossis metatarsalis V

• Funktion: Plantarflexion, Pronation

• Innervation: N. fibularis superficialis

3.3.5 Wirkungsweise der Unterschenkelmuskulatur auf die Sprunggelenke

Bewegung Muskel

M. gastrocnemius

Oberes Sprunggelenk:

M. soleus

M. flexor hallucis longus

Plantarflexion

M. tibialis posterior

M. flexor digitorum longus

M. fibularis longus

M. fibularis brevis

M. tibialis anterior

Oberes Sprunggelenk:

M. extensor digitorum longus

Dorsalextension

M. extensor hallucis longus

M. fibularis tertius

M. gastrocnemius

Unteres Sprunggelenk:

M. soleus

M. tibialis posterior

Supination / Inversion

M. tibialis anterior

M. flexor digitorum longus

M. flexor hallucis longus

M. fibularis longus

Unteres Sprunggelenk:

M. fibularis brevis

M. extensor digitorum longus

Pronation / Eversion

M. fibularis tertius

M. tibialis anterior

M. extensor hallucis longus

3.4 Muskulatur des Fußes

3.4.1 Muskeln des Fußrückens

M. extensor hallucis brevis

• Ursprung: dorsale Fläche des Calcaneus

• Ansatz: Grundphalanx des Hallux

• Funktion: Dorsalextension im Großzehengrundgelenk

• Innervation: N. fibularis profundus

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

M. extensor digitorum brevis

• Ursprung: dorsale Fläche des Calcaneus

• Ansatz: Dorsalaponeurose der II. – IV. Zehe

• Funktion: Dorsalextension der II. – IV. Zehe

• Innervation: N. fibularis profundus

3.4.2 Muskeln der Fußsohle, mediale Gruppe (Großzehenfach)

Name:

Tim Eichenauer

M. abductor hallucis

• Ursprung: Processus medialis tuberis calcanei, Aponeurosis plantaris

• Ansatz: mediales Sesambein, Gelenkkapsel des

Großzehengelenkes, Grundphalanx I

• Funktion: Plantarflexion, Abduktion in der Großzehe, Spannung des

medialen Fußlängsbogens

• Innervation: N. plantaris medialis

M. flexor hallucis brevis (zweiköpfiger Muskel)

• Ursprung: Ossa cuneiformia, Lig. calcaneocuboideum plantare

(Caput mediale et laterale); Aponeurosis plantaris

• Ansatz: über mediales Sesambein an der Grundphalanx der

Großzehe (Caput mediale); über laterales Sesambbein an der

Grundphalanx der Großzehe (Caput laterale)

• Funktion: Beugung im Großzehengelenk

• Innervation: N. plantaris medialis (Caput mediale), N. plantaris

lateralis (Caput laterale) (S2,3)

M. adductor hallucis (zweiköpfiger Muskel)

• Ursprung: Os cuneiforme II, Os cuboideum, plantare Bänder (Caput

obliquum), Gelenkkapsel des II. – V. Zehengrundgelenkes (Caput

transversum)

• Ansatz: laterales Sesambein und Großzehenphalanx

• Funktion: Adduktion im Großzehengrundgelenk (beide Köpfe),

Beugung im Großzehengrundgelenk (nur Caput obliquum),

Verspannung des Fußlängsbogens (nur Caput obliquum),

Verspannung des Fußquerbodens (nur Caput transversum)

3.4.3 Muskeln der Fußsohle, mittlere Gruppe (Mittelfach)

M. flexor digitorum brevis

• Ursprung: Tuber calcanei, Aponeurosis plantaris

• Ansatz: plantare Basis der Mittelphalanx der II. – V. Zehe

• Funktion: Plantarflexion in den Grund- und Mittelgelenken,

Verspannung des medialen Fußlängsbogens

• Innervation: N. plantaris medialis

M. quadratus plantae (M. flexor accessorius)

• Ursprung: Calcaneus, Lig. plantare longum

• Ansatz: lateral an der Sehne des M. flexor digitorum longus

• Funktion: unterstützt M. flexor digitorum longus, zieht dessen Sehne

etwas nach lateral

• Innervation: N. plantaris lateralis

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

Mm. lumbricales (4 Muskeln, I einköpfig, II – IV zweiköpfig)

• Ursprung: Sehnen des M. flexor digitorum longus

• Ansatz: ziehen von medial her an die Grundphalangen 2 - 5, zur

Dorsalaponeurose

• Funktion: Beugung im Grundgelenk der 2. - 5. Zehe, Streckung im

Mittel- und Endgelenk der 2. - 5. Zehe, Medialabduktion der 2. - 5.

Zehe

• Innervation: N. plantaris medialis (I + II), N. plantaris lateralis (III + IV)

Mm. interossei plantares (3 Muskeln. einköpfig)

• Ursprung: medial - plantare Fläche des 3. - 5. Mittelfußknochens, Lig.

plantare longum

• Ansatz: mediale Fläche der Grundphalangen III - V bzw.

Dorsalaponeurose III - V

• Funktion: Beugung im Grundgelenk der 3. -5 Zehe, Streckung im

Mittel- und Endgelenk der 3. -5. Zehe, Medialadduktion im

Grundgelenk der 3. -5. Zehe

• Innervation: N. plantaris lateralis

Mm. interossei dorsales (4 Muskeln. zweiköpfig)

• Ursprung: Ossa metatarsi I – V

• Ansatz: Dorsalaponeurose der 2., 3., 4. Zehe und Nr. I zusätzlich an

der Grundphalanx der 2. Zehe

• Funktion: Beugung im Grundgelenk, Streckung im Mittel und

Endgelenk der 2. -4. Zehe, Verspannung des medialen

Fußlängsbogens

• Innervation: N. plantaris lateralis

M. abductor digiti minimi

• Ursprung: Processus lateralis tuberis calcanei, Plantaraponeurose

• Ansatz: Tuberositas ossis metatarsalis V, Grundphalanx der

Kleinzehe

• Funktion: Beugung und Abduktion im Grundgelenk der Kleinzehe,

Verspannung des Fußlängsbogens

• Innervation: N. plantaris lateralis

M. flexor digiti minimi brevis

• Ursprung: Basis ossis metatarsalis V, Lig. plantare longum

• Ansatz: plantare Basis der Grundphalanx der Kleinzehe

• Funktion: Beugung im Grundgelenk der Kleinzehe, Verspannung des

Fußlängsbogens

• Innervation: N. plantaris lateralis

M. opponens digiti minimi (inkonstant)

• Ursprung: Lig. plantare longum

• Ansatz: Os metatarsale V

• Funktion: Verspannung des Fußlängsbogens Innervation: N. plantaris

lateralis

4. Plexus lumbosacralis und Innervation des Beines

Der Plexus lumbosacralis entsteht aus den Rr. anteriores der Nn. lumbales und der Nn.

sacrales. Er wird in den Plexus lumbalis und den Plexus sacralis (früher Plexus

ischiadicus) unterteilt. Der vollständige Verlauf der Nerven ist erst bei der Präparation des

Bauch- und Beckenraumes erkennbar (kursiv - Schrift)

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

4.1. Plexus lumbalis (L1 -L4, kleinere Anteile aus Th12)

Name:

Tim Eichenauer

Nervus iliohypogastricus (L1):

• durchdringt den M. psoas major

• verläuft auf dem M. quadratus lumborum (hinter der Niere)

• zieht zwischen dem M. transversus abdominis und dem M. obliquus

internus abdominis nach ventral

• Rr. musculares zu diesen Bauchmuskeln

• durchdringt in der Gegend der Spina iliaca ant. sup. den M. obliquus int.

/ ext.

• Ramus cutaneus lateralis zur Haut der seitlichen Hüftengegend

• Ramus cutaneus anterior zur Haut der Regio inguinalis & Regio pubica

Nervus ilioinguinalis (L1):

• verläuft parallel zum N. iliohypogastricus

• verläuft ab der Spina iliaca ant. sup. zwischen dem M. obliquus internus und

externus

• Rr. musculares diesen Bauchmuskeln

• zieht zum Funiculus spermaticus und durch den Anulus inguinalis

superficialis zur Haut:

• beim Mann Nn. scrotales anteriores (sensible Innervation der Peniswurzel

und oberer Teil des Hodensackes (Scrotum))

• bei der Frau Nn. labiales anteriores (sensible Innervation der großen

Schamlippen(Labia majora))

Nervus genitofemoralis (L1, L2)

• durchbohrt den M. psoas major und verläuft auf dessen Vorderfläche

• unterkreuzt den Ureter

KLINISCHER HINWEIS: Bei Uretersteinkoliken können aufgrund der topographischen Beziehung

zum N. genitofemoralis Schmerzen in die von diesem versorgten Hautareale ausstrahlen.

• R. genitalis

- verläuft durch den Leistenkanal

- innerviert den M. cremaster

- innerviert die Haut des Skrotum / Labium majus die Innenseite

der Oberschenkel

• R. femoralis

- verläuft lateral d. A. femoralis durch die Lacuna vasorum

- innerviert die Haut unter dem Lig. inguinale

Nervus cutaneus femoris lateralis (L2, L3)

• verläuft in der Fossa iliaca auf dem M. iliacus

• zieht durch die Lacuna musculorum, ca. 1 cm medial der Spina iliaca

anterior superior

• innerviert die laterale Oberschenkelhaut

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Nervus femoralis (L1 - L4)

• stärkster Nerv des Plexus lumbalis

• verläuft zwischen M. psoas major und M. iliacus

• innerviert M. psoas major und M. iliacus

• zieht durch die Lacuna musculorum in die Fossa iliopectinea

• zerfällt hier fächerförmig in seine Endäste:

Name:

Tim Eichenauer

- Rr. musculares zur ventralen Oberschenkelmuskulatur und zum

M. pectineus

- Rr. cutanei anteriores zur Innervation der ventralen

Oberschenkelhaut

- N. saphenus (sensibel):

• zieht mit der A. V. femoralis in den Adduktorenkanal

• durchbohrt mit der A. descendens genus das Septum

intermusculare vastoadductorium

• durchbricht zwischen den Sehnen des M. sartorius u.

M. gracilis die Faszie

• R. infrapatellaris zur Haut unter der Kniescheibe

• verläuft in Begleitung der V. saphena magna zum

Malleolus medialis innerviert die Haut des medialen I

ventralen Unterschenkels und den medialen Fußrand

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Schädigung des N. femoralis kann im Kniegelenk nicht mehr

aktiv gestreckt werden. Der Patellarsehnenreflex fehlt. Es treten Sensibilitätsstörungen in

den betreffenden Hautgebieten auf.

Nervus obturatorius (L2 -L4)

• verläuft am medialen Rand des M. psoas major nach kaudal

• unterkreuzt die A. / V. iliaca communis

• zieht mit der A.I V. obturatoria durch den Canalis obturatorius zur

medialen Oberschenkelmuskulatur

• R. anterior

- verläuft vor dem M. adductor brevis

- innerviert M. adductor longus I brevis, M. gracilis, M. pectineus

- Endast ist der R. cutaneus zur Haut der Innenseite von

Oberschenkel und Knie

• R. posterior

- verläuft hinter dem M. adductor brevis

- innerviert M. obturatorius externus und M. adductor magnus I

minimus

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Schädigung des N. obturatorius (z.B. bei entzündlichen

Prozessen im kleinen Becken) fallen die Adduktoren aus. Auf der Innenseite des

Oberschenkels treten Sensibilitätsstörungen auf.

4.2. Plexus sacralis (Plexus ischiadicus) (L5 -S3, kleinere Anteile aus L4)

Der Plexus sacralis liegt auf dem M. piriformis im kleinen Becken. Seine Äste ziehen durch

die beiden Durchtrittsöffnungen des Foramen ischiadicum majus (Foramina suprapiriforme et

infrapiriforme).

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Nervus gluteus superior (L4 - S1)

• zieht durch Foramen suprapiriforme

• liegt zwischen M. gluteus medius I minimus

• innerviert M. gluteus medius I minimus, M. tensor fasciae latae

Nervus gluteus inferior (L5 - S2)

• zieht durch Foramen infrapiriforme

• innerviert M. gluteus maximus

• (Äste zum Hüftgelenk)

Name:

Tim Eichenauer

Nervus cutaneus femoris posterior (S1 - S3)

• zieht durch Foramen infrapiriforme

• kommt am Unterrand des M. gluteus maximus zum Vorschein

• sensible Rr. clunium inferiores zur Gesäßhaut

• sensible Rr. perineales zur Haut der Dammgegend

• zieht unter der Fascia lata zw. M. biceps femoris und M. semitendinosus

zur Kniekehle

• gibt regelmäßig Hautäste ab

Nervus pudendus (S2 -S4)

• zieht durch Foramen infrapiriforme

• um Lig. sacrospinale herum durch Foramen ischiadicum minus

• verläuft in einer Duplikatur der Fascia obturatoria: Canalis pudendus, Alcock-

Kanal

• Nn. anales inferiores zur Haut um den Anus und zur motorischen Innervation

des M. sphincter ani externus

• Nn. perinales zur Haut und zur Muskulatur des Damms mit folgenden Ästen:

- Nn. scrotales posteriores zur dorsalen Scrotalhaut bzw. Nn. Labiales

posteriores zu den dorsalen Teilen der Labia majora

• Endast ist der N. dorsalis penis bzw. der N. dorsalis clitoris, welcher den M.

transversus perinei profundus unter der Symphyse durchbohrt und die

dorsalen Abschnitte der Penishaut bzw. der Clitoris versorgt

Nervus ischiadicus (L4 - S3)

• ist der stärkste Nerv des menschlichen Körpers

• zieht durch Foramen infrapiriforme

• kommt zwischen Tuber ischiadicum & Trochanter major zum liegen

• erhält von der A. glutea inferior die A. comitans nervi ischiadici

• unterkreuzt den M. biceps femoris und verläuft im Bindegewebslager der

Flexorenloge

• gelangt zwischen den ischiokruralen Muskeln zur Kniekehle

• innerviert die dorsale Oberschenkelmuskulatur sowie den M. adductor

magnus teilt sich (Teilungsort variabel) in den stärkeren N. tibialis und den

schwächeren N. fibularis communis:

HINWEIS: Bei proximal gelegenem Teilungsort werden die genannten Muskeln vom N.

tibialis versorgt. Ausnahme: das Caput breve des M. biceps femoris wird vom N. fibularis

communis versorgt.

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

• Nervus tibialis (L4 - S3)

- versorgt die dorsale Unterschenkelmuskulatur

- zieht unter der Faszie lateral der V. poplitea, durch die Mitte d.

Kniekehle

- gibt hier den N. cutaneus surae medialis ab welcher sich mit einem

Ast (R. communicans fibularis) des N. cutaneus surae lateralis (aus

N. fibularis communis) zum N. suralis verbindet; dieser zieht mit der

V. saphena parva zum Malleolus lateralis, gibt hier die Rr. calcanei

laterales ab und gelangt als N. cutaneus dorsalis lateralis zur kleinen

Zehe

- durch den Sehnenbogen der Köpfe des M. gastrocnemius gelangt er

zwischen oberflächliche und tiefe Wadenmuskulatur

- zieht mit der A. tibialis posterior hinter den Mallealus medialis

(Canalis malleolaris) wo er zwischen dem M. flexor hallucis longus

und dem M. flexor digitorum longus liegt

- zieht unter das Retinaculum fIexorum und teilt sich hier in N.

plantaris lateralis und medialis, welche unter M. abductor hallucis zur

Fußsohle ziehen:

- N. plantaris medialis (vgl. N. medianus an der Hand)

� verläuft mit A. plantaris medialis zwischen M. abductor

hallucis und M. flexor digitorum brevis

� innerviert M. abductor hallucis, M. flexor hallucis brevis

(Caput mediale), M. flexor digitorum brevis, Mm. lumbricales

I & II

� teilt sich in einen lateralen Ast, welcher sich in die Nn.

digitales communes I - III aufspaltet und einen medialen Ast

zum medialen Rand der Großzehe

� Nn. digitales plantares proprii (aus Nn. digitales plantares

communes bzw. lateralem Ast) zur Hautinnervation der

medialen 3½ Zehen

- N. plantaris lateralis (vgl. N. ulnaris an der Hand)

� verläuft mit A. plantaris lateralis zwischen M. flexor digitorum

brevis und M. quadratus plantae in die Tiefe

� R. superficialis, bildet den N. digitalis communis IV welcher

sich in die Nn. digitales proprii zur Hautinnervation der

Zehen 3 1/2 -5 aufspaltet; der R. superficialis innerviert die

Mm. flexor digiti minimi brevis et opponens, sowie die Mm.

interossei des 4. Intermetatarsalraumes

� R. profundus, verläuft zwischen Caput obliquum des M.

adductor hallucis und den Mm. interossei, innerviert M.

adductor hallucis, Mm. lumbricales III & IV, Mm. interossei

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Schädigung des N. tibialis fallen Wadenmuskulatur und

Zehenbeuger aus. Der Zehenstand ist nicht mehr möglich. Der Fuß ist nach dorsal extendiert,

es entwickelt sich ein Krallen- oder Hackfuß.

• Nervus fibularis (fibularis) communis (L4 - S2)

- gibt den sensiblen N. cutaneus surae lateralis ab welcher die laterale

Wadenhaut versorgt und sich mit durch den R. communicans fibularis

dem N. cutaneus surae medialis (N. tibialis) zum N. suralis (s.o.)

vereinigt

- zieht in der Fossa poplitea entlang der medialen Seite der

Bizepssehne zum Caput fibulare

- umschlingt das Collum der Fibula und tritt auf der Streckseite in die

Fibularisloge ein

- teilt sich hier in den N. fibularis superficialis & profundus

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

- N. fibularis superficialis

� anfangs zwischen den Köpfen des M. fibularis longus

� verläuft dann auf dem M. fibularis brevis

� innerviert M. fibularis longus / brevis

� durchbricht die Unterschenkelfaszie

� teilt sich in N. cutaneus dorsalis medialis / intermedius zur

Hautinnervation des Fußrückens; geben die Nn. digitales

dorsales zur Hautinnervation der Zehen bis ins

Mittelphalangengebiet (die distalen Anteile der Zehen

werden von plantaren Nerven versorgt) Achtung: der

Hautbereich zwischen der ersten und zweiten Zehe wird vom

N. fibularis profundus versorgt

- N. fibularis profundus

� durchdringt das Septum intermusculare

� verläuft in der Streckerloge vor d. Membrana interossea zum

Fußrücken

� innerviert M. tibialis anterior, M. extensor hallucis longus, M.

extensor digitorum longus, M. fibularis tertius

� verläuft mit der A. dorsalis pedis zum I. Intermetatarsalraum

innerviert die Muskeln des Fußrückens (Mm. extensores

hallucis brevis et digitorum brevis )

� innerviert den Hautbereich zwischen den Zehen I und II

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Schädigung des N. fibularis (z.B. bei Frakturen im Bereich des

Caput und Collum fibulae) ist die Dorsalextension des Fußes und das Strecken der Zehen

unmöglich. Der Fuß gerät in plantarflektierte und supinierte Stellung (Spitzfuß in

Varusstellung, Pes equinovarus). Beim Gehen schleift die Fußspitze über den Boden, der

Patient gleicht dies mit übermäßigem Anheben des Fußes aus (Steppergang).

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Schädigung des N. ischiadicus ist das gesamte Bein mit

Ausnahme der Adduktoren und der Strecker gelähmt. Es treten Sensibilitätsstörungen in den

betreffenden Hautgebieten auf.

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

Stammnerv Äste Innervation

Innervation

motorisch

sensibel

N. axillaris M. deltoideus

M. teres minor

N. cutaneus brachii

obere seitliche und dorsale Haut des

lateralis superior

Oberarms

N. radialis M. triceps brachii

M. brachioradialis

M. extensor carpi radialis longus

M. extensor carpi radialis brevis

M. anconeus

M. supinator

M. extensor digitorum

M. extensor digiti minimi

M. extensor carpi ulnaris

M. abductor pollicis longus

M. extensor pollicis longus

M. extensor pollicis brevis

M. extensor indicis

N. cutaneus brachii

untere seitliche und dorsale Haut des

lateralis inferior

Oberarms

N. cutaneus brachii

posterior

Haut der Dorsalseite des Oberarms

N. cutaneus antebrachii

posterior

zur Haut der Unterarmstreckseite

R. superficialis zur Haut des radialen Handrückens

Nn. digitales dorsales zur Haut der Grund- und Mittelglieder

der radialen 2½ Finger

N. musculocutaneu M. coracobrachialis

M. biceps brachii

M. brachialis

N. cutaneus antebrachii

lateralis

Haut des radialen Unterarms

N. medianus M. pronator teres

M. flexor carpi radialis

M. palmaris longus

M. flexor digitorum profundus

M. flexor digitorum superfic.

M. flexor pollicis longus

M. pronator quadratus

M. abductor pollicis brevis

M. flexor pollicis brevis (Caput

superficiale)

M. opponens pollicis

Mm. lumbricales I et II

R. palmaris Haut der Handwurzel und des

Daumenballens

Nn. digitales palmares

palmare Haut der radialen 3½ Finger

proprii

sowie dorsal deren Endglieder

N. ulnaris M. flexor carpi ulnaris

M. flexor digitorum profundus

M. palmaris brevis

M. abductor digiti minimi

M. opponens digiti minimi

M. flexor digiti minimi brevis

Mm. lumbricales III et IV

Mm. interossei palm. et dors.

M. abductor pollicis

M. flexor pollicis brevis (Caput

profundum)

N. dorsalis mit Nn.

zur Haut des ulnaren Handrückens, zur

digitales dorsales

Haut der Grund- und Mittelglieder der

ulnaren 2½ Finger

R. palmaris Haut des Kleinfingerballen

Nn. digitales palmares

palmare Haut der ulnaren 1½ Finger

proprii

sowie dorsal deren Endglieder

N. cutaneus brachii medialis Haut der medialen Seite des Oberarms

N. cutaneus antebrachii medialis Haut des ulnaren Unterarms

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

5. Arterien der unteren Extremität

Name:

Tim Eichenauer

Die Blutversorgung des Beines erfolgt durch die A. femoralis und die A. obturatoria.

Die Aorta teilt sich am unteren Rand von L4 in die beiden Aa. iliacae communes, welche

sich wiederum in die Aa iliacae externa et interna teilen (näheres siehe Teil 3). Die A.

femoralis ist die Fortsetzung der A. iliaca externa, die A. obturatoria ein Ast der A. iliaca

interna.

Die Hüftmuskeln werden von den Aa. gluteae superior et inferior versorgt, welche beide

aus der A. iliaca interna hervorgehen.

5.1. Aa. gluteae superior et inferior

• A. glutea superior (durch Foramen suprapiriforme), verteilt sich mit einem R.

superficialis (versorgt kraniales 1/3 des M. gluteus max. und M. gluteus med.)

und einem R. profundus (versorgt M. gluteus med. / min., M. tensor fasciae

lata) zwischen den Schichten der Glutealmuskulatur

• A. glutea inferior (durch Foramen infrapiriforme) (Versorgt kaudale 2/3 des M.

gluteus maximus und M. obturator internus, Mm. gemelli, M. quadratus

femoris, ischiocrurale Muskulatur)

5.2. A. obturatoria (näheres siehe Teil 3)

• verlässt das kleine Becken durch den Canalis obturatorius

• entsendet R. anterior unter dem M. obturator externus zur Symphyse

(versorgt Adduktoren)

• entsendet R. posterior unter dem M. obturator externus über das Tuber

ischiadicum (versorgt äußere Hüftmuskeln)

• entsendet R. acetabularis im Lig. capitis femoris zum Oberschenkelkopf

5.3. A. femoralis

• Fortsetzung der A. iliaca externa

• zieht durch die Lacuna vasorum unter dem Leistenband (Lig.

inguinale)hindurch (hier kann der Puls getastet werden)

• verläuft in der Fossa iliopectinea

• verläuft vom M. sartorius bedeckt im Adduktorenkanal (Canalis adductorius)

• zieht durch den Hiatus adductorius in die Fossa poplitea

• setzt sich in die A. poplitea fort (s.u.)

• Ihre Äste sind:

- A. epigastrica superficialis, zieht über das Leistenband zur Haut des

Unterbauches

- A. circumflexa iliaca superficialis zieht parallel zum Leistenband zur

Spina iliaca anterior superior

- Aa. pudendae externae, meist mehrere kleine Äste, die zur Haut der

äußeren Geschlechtsorgane (Rr. scrotales anteriores, Rr. labiales

anteriores) und zu den inguinalen Lymphknoten (Rr. inguinales)

ziehen

- A. descendens genicularis, entspringt im Adduktorenkanal, gibt Rr.

articulares zum Rete art. genus (Gefäßnetz im Bereich des

Kniegelenks) ab und verläuft als R. saphenus zusammen mit der V.

saphena magna und dem N. saphenus

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5.4. A. poplitea

Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

- A. profunda femoris

� .verlässt als stärkster Ast der A. femoralis diese ca. 3 -6 cm

unterhalb des Leisenbandes nach lateral-dorsal

� versorgt die Oberschenkelmuskulatur

� ihre Aste sind:

o A. circumflexa femoris lateralis, zieht nach lateral

durch den M. vastus lateralis teilt sich in:

� R. ascendens zum M. tensor fasciae latae

und zum Hüftgelenk

� R. transversus zum Trochanter major

� R. descendens zum M. quadrizeps femoris

o A. circumflexa femoris medialis, umwendet den

Femur in medialer Richtung. Ihre Äste sind:

� R. profundus in die Tiefe zu Adduktoren &

ischiokruralen Muskeln

� R. ascendens zur Adduktorengruppe

� R. transversus zur ischiokruralen Muskulatur

� R acetabularis im Lig capitis femoris zum

Kopf des Femurs

o Aa. perforantes, 3 - 5 Äste, welche die Adduktoren

nach dorsal durchbohren und die dorsale

Oberschenkelmuskulatur und die Adduktoren

versorgen

- verläuft in der Tiefe der Fossa poplitea auf der Gelenkkapsel medial der V.

poplitea

- teilt sich am unteren Rand des M. popliteus in die A. tibialis anterior und

posterior

- Ihre Äste sind:

o A. superior lateralis genus, nach vorne zum Rete articulare genus

o A. superior medialis genus, nach vorne zum Rete articulare genus

o A. media genus zum Kniegelenk, versorgt Kapsel und Kreuzbänder

o Aa. surales, versorgen oberflächliche Wadenmuskulatur

o A. inferior lateralis genus, nach vorne zum Rete articulare genus

o A. inferior medialis genus, nach vorne zum Rete articulare genus

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Femurfraktur knapp oberhalb des Kniegelenkes (suprakondylär)

kann das Bruchende durch den Zug der beiden Köpfe des M. gastrocnemius nach dorsal

verlagert werden und somit die A. / V. poplitea gefährden.

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5.6. A. tibialis posterior

5.7. A. fibularis

Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

- ist die Fortsetzung der A. poplitea

- zieht mit Begleitvenen und N. tibialis durch den Arcus tendinosus m. solei in

tiefe Flexorenloge

- gibt die A. fibularis ab (s.u.)

- gibt die Rr. malleolares mediales zum Rete malleolare mediale ab

- gibt die Rr. calcanei mediales zum Rete calcaneum, einem Gefäßnetz über

dem Tuber calcanei, ab

- zieht mit dem N. tibialis hinter den Malleolus medialis (Canalis malleolaris) wo

sie zwischen dem M. flexor hallucis longus und dem M. flexor digitorum

longus liegt (hier kann ihr Puls getastet werden)

- teilt sich in die A. plantaris medialis und die A. plantaris lateralis auf

- A. plantaris medialis

• schwächerer der beiden Äste

• verläuft mit dem N. plantaris medialis zwischen M. abductor hallucis

und M. flexor digitorum brevis zum medialen Fußrand

• teilt sich in einen R. profundus (anastomisiert mit dem Arcus

plantaris) und einen R. superficialis

- A. plantaris lateralis

• verläuft mit dem N. plantaris lateralis zwischen M. flexor brevis

und M. quadratus plantae in die Tiefe

• bildet den Arcus plantaris profundus (um das Caput obliquum

des M. adductor hallucis), welcher die Aa. metatarsales

plantares abgibt. Diese werden distal der Abgänge der Rr.

perforantes als Aa. digitales plantares communes bezeichnet

und zweigen sich in ihre Endäste die Aa. digitales plantares

propriae auf.

- zweigt unterhalb des Arcus tendineus aus der A. tibialis posterior ab

- verläuft auf der Membrana interossea unter dem M. flexor hallucis longus

- ein R. perforans durchbricht über dem oberen Sprunggelenk die Membrana

interossea und zieht zum Rete malleolare laterale (als Variante kann aus

diesem die A. dorsalis pedis hervorgehen)

- gibt den R. communicans, einen Verbindungsast zur A. tibialis posterior ab

- gibt die Rr. malleolares laterales zum Rete malleolare laterale ab

- gibt die Rr. calcanei laterales zum Rete calcaneum ab

6. Venen der unteren Extremität:

6.1. Oberflächliche Beinvenen:

- V. saphena magna

• beginnt am medialen Rand des Fußrückens mit Zuflüssen aus dem

Rete venosum dorsale pedis, der Fußsohle und dem Arcus venosus

dorsalis pedis

• zieht hinter dem Innenknöchel zur medialen Seite des

Unterschenkels

• verläuft mit dem N. saphenus hinter dem medialen Condylus zur

Vorderseitenfläche des Oberschenkels

• zieht durch Hiatus saphenus

• mündet in der Fossa iliopectinea in die V. femoralis

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

KLINISCHER HINWEIS: Für Venenbypässe (z.B. bei arteriellen Verschlusskrankheiten) wird

meist die V. saphena magna verwendet. Hierzu entnimmt der Operateur dem Patienten die

Vene und überbrückt mit ihr das kranke Gefäß.

- V. saphena parva

• beginnt am lateralen Fußrand aus mit Zuflüssen aus dem Arcus

venosus plantaris und dem Rete venosum plantare

• hinter dem Außenknöchel zur Beugeseite des Unterschenkels

• durchbricht in der Kniekehle die Fascia cruris und mündet zwischen

den beiden Köpfen des M. gastrocnemius in die V. poplitea

� V. saphena parva und magna bilden Netzwerkartige Anastomosen sowie zahlreiche

Verbindungen zu den tiefen Beinvenen (Vv. perforantes ).

KLINISCHER HINWEIS: Sind die Klappen der Vv. perforantes insuffizient, kommt es zum

Rückstau des Blutes. Die Venen können erweitert (blow out) und geschlängelt sein

(Varikositäten, Varizen, „Krampfadern“)

6.2. Venenstern:

- liegt in der Gegend des Hiatus saphenus

- Hautvenen münden in die V. saphena magna oder direkt in V. femoralis und

bilden den Venenstern:

6.3. Tiefe Beinvenen:

• Vv. pudendae externa (aus dem Genitalbereich)

• V. circumflexa iliaca superficialis (Haut unterhalb der Spina iliaca

ant. sup .)

• V. epigastrica superficialis (Haut oberhalb des Leistenbandes)

- begleiten die gleichnamigen Arterien:

• Vv. tibiales anteriores

• Vv. tibiales posteriores

• Vv. fibulares

• V. poplitea

• V. profunda femoris

• V. femoralis

KLINISCHER HINWEIS: In den tiefen Beinvenen können besonders bei strenger Bettruhe

Thrombosen entstehen. Dabei können sich Thromben lösen und zu Lungenembolien führen.

7. Topographie der unteren Extremität

7.1. Regio glutea

Foramen ischiadicum majus (wird durch M. piriformis unterteilt in):

- Foramen suprapiriforme:

• A.I V. glutea superior

• N. gluteus superior

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

- Foramen infrapiriforme

• N. ischiadicus (mit A. comitans n. ischiadici)

• A. I V. glutea inferior

• N. cutaneus femoris posterior

• Rr. musculares aus dem Plexus sacralis

• N. pudendus

• A. / V. pudenda interna

Foramen ischiadicum minus:

- M. obturator internus

- A. / V. pudenda interna

- N. pudendus

Canalis obturatorius:

- A.I V. obturatoria

- N. obturatorius

Name:

Tim Eichenauer

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Obturatorhernie (Bruchsack im Canalis obturatorius) können

durch Druck auf den N. obturatorius Schmerzen zum medialen Oberschenkel und zum Knie

ausstrahlen.

7.2. Regio subinguinalis

Lacuna musculorum (von medial nach lateral):

- N. cutaneus femoris lateralis

- M. iliopsoas

- N. femoralis

Lacuna vasorum (von medial nach lateral):

- R. femoralis des N. genitofemoralis

- A. femoralis

- V. femoralis

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Schenkelhernie (Hernia femoralis) dringt der Bruchsack durch

die Lacuna vasorum in den Canalis femoralis. Er kann schließlich durch den Hiatus

saphenus bis in das subkutane Oberschenkelgewebe hervordringen.

7.3. Trigonum femorale

wird durch den M. sartorius nach lateral, den M. gracilis nach medial und das Lig.

inguinale nach kranial begrenzt

Fossa iliopectinea

- liegt im proximalen Abschnitt des Trigonum femorale

- begrenzt durch:

• M. iliopsoas (Hinterwand)

• M. pectineus (Hinterwand)

• M. adductor longus (mediale Begrenzung)

- wird von der Fascia lata bedeckt, hier der Hiatus saphenus

- in Fett und Bindegewebe (Canalis femoralis) liegen von medial nach

lateral:

• V. femoralis

• A. femoralis

• N. femoralis (verzweigt sich fächerartig)

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Canalis adductorius

- liegt im distalen Abschnitt des Trigonum femorale

- begrenzt durch:

Name:

Tim Eichenauer

• M. adductor magnus (mediale Begrenzung)

• M. vastus medialis (laterale Begrenzung)

• M. adductor longus (dorsale Begrenzung)

• Membrana vastoadductoria (spannt sich zwischen den drei Muskeln

aus, ventrale Begrenzung)

- endet im Hiatus tendineus [adductorius], Lücke im distalen Ende des M.

adductor magnus; durch diese gelangen die A. / V. femoralis von der

Vorderseite des Oberschenkels auf seine Rückseite in die Kniekehle

7.4. Fossa poplitea, Kniekehle

- begrenzt durch:

• M. semimembranosus, M. semitendinosus (oben medial)

• M. biceps femoris (oben lateral)

• Caput mediale, Caput laterale des M. gastrocnemius (unten)

- bedeckt von der Fascia poplitea (Abschnitt zwischen Fascia lata und Fascia cruris)

- in ihr verlaufen (von medial nach lateral):

• A. femoralis

• V. femoralis

• N. tibialis

• N. fibularis communis

- zwischen den beiden Köpfen des M. gastrocnemius mündet die V. saphena parva in

die V. femoralis

7.5. Gefäß -Nervenstraßen des Unterschenkels:

Streckerloge:

- Leitmuskel ist der M. tibialis anterior

- in ihr verlaufen:

• A. tibialis anterior

• Vv. tibiales anteriores

• N. fibularis profundus, N. interosseus cruris

KLINISCHER HINWEIS: Bei Durchblutungsstörungen, Verletzungen, oder starker

Beanspruchung der Muskeln der Streckerloge, können sich eventuelle Schwellungen nicht

wesentlich ausdehnen. Es kommt zur Kompression der sie versorgenden Blutgefäße

(Tibialis – anterior – Syndrom). Um Nekrosen („Absterben“) vorzubeugen wird in einer

Notoperation die Fascia cruris über der Loge längsgespalten.

Beugerloge:

- verläuft zwischen oberflächlicher (M. triceps surae) und tiefer Flexorengruppe

- in ihr verlaufen:

• A. tibialis posterior

• Vv. tibiales posteriores

• N. tibialis

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Name:

Tim Eichenauer

Regio malleolaris medialis:

- subkutan liegen die V. saphena magna und der N. saphenus

(Endverzweigungen) unter dem Retinaculum musculorum flexorum verlaufen von

medial nach lateral:

• M. tibialis posterior, tendo

• M. flexor digitorum longus, tendo

• Vv. tibiales posteriores

• A. tibialis posterior

• N. tibialis

• M. flexor hallucis longus, tendo

Regio malleolaris lateralis:

- subkutan liegen die V. saphena parva und der N. cutaneus dorsalis lateralis

(Endast des N. suralis)

- unter dem Retinaculum musculorum fibularum superior / inferior verlaufen von

medial nach lateral:

• M. fibularis brevis, tendo

• M. fibularis longus, tendo

8. Muskulatur der Oberen Extremität

8.1. Schultermuskulatur

M. supraspinatus:

- Ursprung: Fossa supraspinata in der Fascia supraspinata

- Ansatz: mit Schultergelenkkapsel verwachsen, Tuberculum majus humeri (obere

Facette)

- Funktion: Abduktion, Kapselspanner

- Innervation: N. suprascapularis

KLINISCHER HINWEIS: Die Ansatzsehne zieht durch den osteofibrösen Kanal zwischen

Schulterdach und Humeruskopf. Bei Schädigung kommt es zum Supraspinatussyndrom

(Impingement-Syndrom)

M. infraspinatus:

- Ursprung: in der Fossa infraspinata und Spina scapulae

- Ansatz: Tuberculum majus (mittlere Facette), Gelenkkapsel

- Funktion: Außenrotation (wichtigster Außenrotator), Kapselverstärkung

- Innervation: N. suprascapularis

M. teres minor:

- Ursprung: Margo lateralis scapulae

- Ansatz: untere Facette des Tuberculum majus humeri Funktion: Außenrotation,

Adduktion

- Innervation: N. axillaris

- häufig mit M. infraspinatus verwachsen

M. teres major:

- Ursprung: Angulus inferior der Scapula

- Ansatz: Crista tuberculi minoris humeri

- Funktion: Innenrotation, Adduktion, Retroversion nach medial

- Innervation: N. thoracodorsalis

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M. subscapularis:

- Ursprung: Fossa subscapularis

- Ansatz: Tuberculum minus und Crista tuberculi minoris humeri

- Funktion: Innenrotation

- 2 Schleimbeutel: Bursa subtendinea, Bursa subcoracoidea

- Innervation: N. subscapularis

M. deltoideus:

- Ursprung:

• Pars clavicularis: laterales Drittel der Clavicula

• Pars acromialis: Acromion

• Pars spinalis: Unterrand der Spina scapulae

Name:

Tim Eichenauer

- Ansatz: Tuberositas deltoidea humeri

- Funktion:

• Abduktion (90°) synergistisch: die ersten 2 /3 nur Pars acromialis, dann sind

auch Pars clavicularis und spinalis beteiligt.

• Adduktion antagonisch: Pars clavicularis, Pars spinalis

• Anteversion: Pars clavicularis

• Retroversion: Pars spinalis

• Innenrotation: Pars clavicularis

• Außenrotation: Pars spinalis

- Innervation: N. axillaris (C4 –C6), Pars clavicularis zusätzlich: N. pectoralis (C4 –

C5)

KLINISCHER HINWEIS: Eine Lähmung des M. deltoideus ist mit mangelhafter Sicherung des

Schultergelenkes verbunden. Der Arm kann außerdem so gut wie nicht abduziert werden.

8.2. Muskeln des Oberarms

Die gesamte Oberarmmuskulatur ist von der Oberamfaszie (Fascia brachii) umhüllt. Es

ziehen jeweils ein Septum intermusculare brachii mediale bzw. laterale von der Fascia brachii

zur medialen bzw. lateralen Kante des Humerus. Die Flexoren werden somit von den

Extensoren getrennt. Im Bindegewebe am medialen Septum verlaufen die Leitungsbahnen.

8.2.1 Flexorengruppe. ventrale Oberarmmuskeln

- ventral auf der Vorderfläche des Humerus

- allgemeine Innervation: N. musculocutaneus

- M. biceps brachii (zweiköpfiger und zweigelenkiger Muskel)

• Ursprung: Tuberculum supraglenoidale und Labrum glenoidale (Caput longum, zieht

durch das Schultergelenk), Processus coracoideus (Caput breve), beide Köpfe

vereinigen sich im proximalen Drittel des Oberarms zu einem Muskelbauch

• Ansatz: Tuberositas rad ii und Aponeurosis m. bicipitis brachii Sehne ist sehr gut

tastbar

• Funktion im Schultergelenk: Anteversion, Abduktion (nur Caput longum), Adduktion

(nur Caput breve), Innenrotation (Caput breve)

• Funktion im Ellenbogengelenk: Flexion (bei Supination stärker), Supination (bei

gebeugtem Arm stärkster Supinator)

• Innervation: N. musculocutaneus, kann zusätzlich Äste aus dem N. medianus

erhalten

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Name:

Tim Eichenauer

- M. coracobrachialis

• Ursprung: Processus coracoideus

• Ansatz: mittleres Drittel des Humerus in der Verlängerung der Crista tuberculi

minoris

• Funktion: Anteversion, Adduktion, Innenrotation, Stützfunktion

• Innervation: N. musculocutaneus

• Hinweis: Muskelbauch wird vom N. musculocutaneus durchbohrt

- M. brachialis

• Ursprung: untere Hälfte der Vorderfläche des Humerus, Septum intermusculare

brachii mediale et laterale

• Ansatz: Tuberositas ulnae, Gelenkkapsel

• Funktion: stärkster Beuger im Ellebogengelenk (auch in Pronationsstellung),

Spannung der Gelenkkapsel

• Innervation: N. musculocutaneus

8.2.2 Extensorengruppe, dorsale Oberarmmuskeln

- dorsal auf der Rückseite des Humerus

- allgemeine Innervation: N. radialis

- M. triceps brachii (dreiköpfiger Oberarmmuskel)

• Ursprung: Tuberculum infraglenoidale, Margo lateralis scapulae (Caput longum),

lateral des Caput longum (Caput laterale), medial des Sulcus n. radialis, Septum

intermusculare mediale (Caput mediale)

• Ansatz: Olecranon

• Funktion im Schultergelenk (nur Caput longum): Adduktion, Retroversion

• Funktion im Ellenbogengelenk (alle drei Köpfe): Extension, spannt Gelenkkapsel

• Innervation: N. radialis

- M. anconeus

• Ursprung: dorsal des Epicondylus lateralis

• Ansatz: Olecranon, Facies posterior ulnaris

• Funktion: Extension im Ellenbogengelenk

• Innervation: N. radialis

8.3. Muskeln des Unterarms

- die Fascia antebrachii, Unterarmfaszie, umhüllt die gesamte Unterarmmuskulatur

- Retinaculum mm. extensorum, verstärkte Faserzüge der Fascia antebrachii auf der

Dorsalseite im Bereich des Handgelenks, führt und hält die Sehnen der Strecker in 6

Sehnenfächern

- Retinaculum mm. flexorum, bandartige Verbindung zwischen Eminentia carpalis ulnaris

und radialis, bildet mit dem Sulcus carpi den Canalis carpi

- durch den Canalis carpi laufen die Sehnen der langen Fingerbeuger und der N.

medianus.

8.3.1 Flexorengruppe. ventrale Unterarmmuskeln

- liegen ventral auf der Vorderfläche von Ulna und Radius

- allgemeine Innervation: N. medianus und N. ulnaris

- wird in eine oberflächliche und eine tiefe Schicht unterteilt

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8.3.1.1 Oberflächliche Schicht

Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

- M. pronator teres (zweiköpfiger Muskel)

• Ursprung: Epicondylus medialis humeri (Caput humerale), Processus

coronoideus der Ulna (Caput ulnare), beide Köpfe vereinigen sich im zu

einem Muskelbauch

• Ansatz: laterale und dorsale Fläche des mittleren Radiusdrittels

• Funktion: Pronation, Beugung im Ellenbogengelenk (nur Caput humerale)

• Innervation: N. medianus

- M. flexor carpi radialis

• Ursprung: Epicondylus medialis humeri

• Ansatz: Basis ossis metacarpale II

• Funktion: Flexion in den Handgelenken, Radialabduktion,

Pronation

• Innervation: N. medianus

- M. palmaris longus (inkonstant. fehlt zu 20% ein / beidseitig)

• Ursprung: Epicondylus medialis humeri

• Ansatz: Aponeurosis palmaris, Corium der Hohlhand

• Funktion: Spannung der Palmaraponeurose, Beugung im

Handgelenk

• Innervation: N. medianus

- M. flexor carpi ulnaris (zweiköpfiger Muskel)

• Ursprung: Epicondylus medialis humeri (Caput humerale), Olecranon und

proximale zwei Drittel der Ulna (Caput ulnare)

• Ansatz: Os pisiforme, Hamulus ossis hamati, Basis ossis metacarpale V

• Funktion: Beugung in den Handgelenken, Ulnarabduktion (mit M. extensor

carpi ulnaris)

• Innervation: N. ulnaris (Achtung: einziger Flexor, der alleine von N. ulnaris

innerviert wird)

- M. flexor digitorum superficialis (zweiköpfiger Muskel)

• Ursprung: Epicondylus medialis humeri, Proc. coronoideus ulnae (Caput

humeroulnare), Vorderfläche des Radius (Caput radiale)

• Ansatz: Phalanges mediales der Finger 2 5, die Ansatzsehne ist gespalten

(M. perforatus)

• Funktion: Beugung im Handgelenk und in den Grund und Mittelgelenken der

Finger, Beugung im Ellenbogengelenk (Caput humeroradiale)

• Innervation: N. medianus

8.3.1.2 Tiefe Schicht

- M. flexor digitorum profundus (zweiteiliger Muskel)

• Ursprung: Ventralfläche der Ulna (Pars ulnaris), Membrana interossea

antebrachii (Pars radiale)

• Ansatz: palmar an den Basen der Endphalagen der Finger 2 – 5 (M.

perforans)

• Funktion: Beugung im Handgelenk und in den Grund- und Mittelgelenken,

Beugung im Ellenbogengelenk (Caput humeroradiale)

• Innervation: N. ulnaris (ulnarer Teil), N. medianus (über N. interosseus

anterior) (radialer Teil)

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

- M. flexor pollicis longus

• Ursprung: Ventralfläche des Radius, Membrana interossea antebrachii

• Ansatz: palmar an der Basis der Endphalanx des Daumens

• Funktion: Beugung im Handgelenk und im Daumengelenk, Beugung und

Adduktion im Sattelgelenk, geringe Radialabduktion im proximalen

Handgelenk

• Innervation: N. medianus (über N. interosseus anterior)

- M. pronator quadratus

• Ursprung: distale Ventralfläche der Ulna

• Ansatz: distal an Vorderkante des Radius

• Funktion: Pronation

• Innervation: N. interosseus anterior aus N. medianus

8.3.2. Extensorengruppe, dorsale Unterarmmuskeln:

- liegen dorsal auf der Hinterfläche von Ulna und Radius

- allgemeine Innervation: N. radialis

8.3.2.1. Oberflächliche Schicht

- M. extensor digitorum (communis)

• Ursprung: Epicondylus lateralis, Fascia antebrachii

• Ansatz: Dorsalaponeurose der 2. -5. Finger

• Funktion: Streckung in den Handgelenken und den Fingergelenken der Finger

2 -5, Spreizung der Finger 2, 4, 5 Innervation: R. profundus des N. radialis

- M. extensor digiti minimi

• Ursprung: Epicondylus lateralis, Fascia antebrachii

• Ansatz: Dorsalaponeurose des 5. Fingers

• Funktion: Streckung in den Handgelenken und den Gelenken des 5. Fingers,

Spreizung des 5. Fingers, Ulnarabduktion

• Innervation: R. profundus des N. radialis

- M. extensor carpi ulnaris (zweiköpfiger Muskel)

• Ursprung: Epicondylus lateralis humeri (Caput humerale), Olecranon und

proximale zwei Drittel der Ulna (Caput ulnare)

• Ansatz: dorsal an der Basis ossis metacarpale V

• Funktion: Extension im Handgelenk, Ulnarabduktion (mit M. flexor carpi

ulnaris)

• Innervation: R. profundus des N. radialis

8.3.2.2. Tiefe Schicht

- M. supinator

• Ursprung: Epicondylus lateralis humeri, Lig. collaterale rad ii, Lig. anulare

radii, Crista m. supinatoris

• Ansatz: proximale Ventralfläche des Radius

• Funktion: Supination

• Innervation: R. profundus des N. radialis

KLINISCHER HINWEIS: Ist der M. supinator hypertrophiert, kann der N. radialis komprimiert

werden.

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

- M. abductor pollicis longus

• Ursprung: Membrana interossea antebrachii, Dorsalfläche von Radius und

Ulna

• Ansatz: Basis ossis metacarpale I (radial), Os trapezium

• Funktion: Abspreizung des Daumens, Radialabduktion

• Innervation: R. profundus des N. radialis

- M. extensor pollicis longus

• Ursprung: Dorsalfläche des Radius, Membrana interossea antebrachii

• Ansatz: dorsal an der Endphalanx des Daumens

• Funktion: Streckung im Grund- und Endgelenk des Daumens, Adduktion

und Reposition im Sattelgelenk, Streckung in den Handgelenken

• Innervation: R. profundus des N. radialis

- M. extensor indicis

• Ursprung: distal an der dorsalen Fläche der Ulna, Membrana interossea

antebrachii

• Ansatz: Dorsalaponeurose des 2. Fingers

• Funktion: Streckung in den Zeigefingergelenken, Streckung in den

Handgelenken

• Innervation: R. profundus des N. radialis

8.3.3. Radiale Muskelgruppe:

- M. brachioradialis

• Ursprung: Crista supracondylaris lateralis und Margo lateralis des Humerus

• Ansatz: laterale Fläche des Radius (distal), Basis Proc. styloideus

• Funktion: Beugung im Ellenbogengelenk, je nach Stellung Pro- I Supination

• Innervation: N. radialis

- M. extensor carpi radialis longus

• Ursprung: Crista supracondylaris lateralis

• Ansatz: dorsal an der Basis ossis metacarpale II

• Funktion: Beugung im Ellenbogengelenk, Pronation aus extremer

Supination, Radialabduktion, Streckung in den Handgelenken

• Innervation: N. radialis

- M. extensor carpi radialis brevis

• Ursprung. Epicondylus lateralis humeri

• Ansatz: dorsal an der Basis ossis metacarpale III

• Funktion. Streckung in den Handgelenken

• Innervation: R. profundus des N. radialis

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8.4. Hand- und Fingermuskeln

Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

- werden in 3 Gruppen unterteilt.

• Muskeln des Daumenballens, Thenargruppe

• Mittlere Muskelgruppe, tiefe Hohlhandmuskeln

• Muskeln des Kleinfingerballens, Hypothenargruppe

- die Fascia palmaris bildet auf der Palmarseite 3 Logen:

• Thenarloge für Daumenballenmuskeln

• Hypothenarmuskelloge für die Kleinfingerballenmuskeln

• mittlere Loge für die Sehnen der langen Fingerbeuger und für die tiefen

Hohlhandmuskeln

Name:

Tim Eichenauer

- die Aponeurosis palmaris ist der verstärkte mittlere Teil der Fascia palmaris

- die Fascia dorsalis manus bedeckt den Handrücken, sie bildet mit dem distalen Teil der

Fascia antebrachii das Retinaculum Flexorum (Sehnenfächer).

KLINISCHER HINWEIS: Aufgrund der Palmaraponeurose können entzündliche Schwellungen

bei Infektionen der Hohlhand hier nicht auftreten. Die Ödemflüssigkeit weicht zum

Handrücken aus, welcher dann meist deutlich geschwollen ist.

KLINISCHER HINWEIS: Eine Schrumpfung der Palmaraponeurose führt zur Dupuytren-

Beugekontraktur der Finger.

8.4.1. Thenargruppe:

- M. abductor pollicis brevis

• Ursprung: Retinaculum flexorum, Tuberculum ossis scaphoidei

• Ansatz: über laterales Sesambein an der Grundphalanx des Daumens

• Funktion: Abduktion, Innenkreiselung

• Innervation. N. medianus

- M. flexor pollicis brevis (zweiköpfig)

• Ursprung: Retinaculum flexorum (Caput superficiale), Os trapezium, Os

trapezoideum, Os capitatum (Caput profundum)

• Ansatz: über laterales Sesambein an der Grundphalanx des Daumens

• Funktion: Abduktion (Caput superficiale), Innenkreiselung (Caput

superficiale), Adduktion (Caput profundum), Beugung im Grundgelenk (Caput

profundum)

• Innervation: N. medianus (Caput superficiale ), R. profundus n. ulnaris (Caput

profundum)

- M. opponens pollicis

• Ursprung: Retinaculum flexorum, Tuberculum ossis trapezii

• Ansatz: Os metacarpale I, Vorderfläche und radiale Kante

• Funktion: Opposition, Beugung, Einwertskreiselung im Sattelgelenk

• Innervation: N. medianus

- M. adductor pollicis (zweiköpfiger Muskel)

• Ursprung: Basis ossis metacarpale II, Os capitatum, Os hamatum (Caput

obliquum), palmare Fläche des Os metacarpale III (Caput transversum)

• Ansatz: Grundphalanx des Daumens, mediales Sesambein

• Funktion: Adduktion, Opposition, Beugung im Daumengelenk (Caput

transversum)

• Innervation: R. profundus n. ulnaris

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8.4.2. Tiefe Hohlhandmuskeln:

Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

- Mm. lumbricales I -IV

• I und II einköpfig, III und IV zweiköpfig

• Ursprung: an den Sehnen des M. flexor digitorum profundus

• Ansatz: Dorsalaponeurose des 2. -5. Fingers

• Funktion: Beugung in den Grundgelenken, Streckung in den Mittel- und

Endgelenken

• Innervation: N. medianus (I + II), R. profundus n. ulnaris (III + IV)

- Mm. interossei palmares I - III

• Ursprung: ulnare Seite des Os metacarpale II, radiale Seite der Ossa

metacarpalia IV und V

• Ansatz: Dorsalaponeurose 2. -5. Finger, außer 3

• Funktion: Beugung in den Grundgelenken, Streckung in den Mittel- und

Endgelenken, Adduktion in Richtung Mittelfinger

• Innervation: R. profundus n. ulnaris

- Mm. interossei dorsales I -IV

• Ursprung: Ossa metacarpalia I – V

• Ansatz: Dorsalaponeurose 2. -4. Finger

• Funktion: Beugung in den Grundgelenken, Streckung in den Mittel- und

Endgelenken, Abduktion bzw. Abspreizen des Zeige- und Ringfingers vom

Mittelfinger

• Innervation: R. profundus n. ulnaris

8.4.3. Hypothenarmuskeln

- M. abductor digiti minimi

• Ursprung: Retinaculum flexorum, Os pisiforme

• Ansatz: ulnarer Rand der Basis ossis metacarpalis V

• Funktion: Abduktion des Kleinfingers

• Innervation: R. profundus n. ulnaris

- M. flexor digiti minimi brevis

• Ursprung: Retinaculum flexorum, Hamulus ossis hamati

• Ansatz: Basis ossis metacarpalis V

• Funktion: Flexion im Grundgelenk V

• Innervation: R. profundus n. ulnaris

- M. opponens digiti minimi

• Ursprung: Retinaculum flexorum, Hamulus ossis, hamati

• Ansatz: ulnarer Rand der Basis ossis metacarpalis V

• Funktion: zieht Os metacarpale V nach palmar

• Innervation: R. profundus n. ulnaris

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

9. Plexus brachialis und Innervation der oberen Extremität

9.1. Plexus brachialis (Übersicht)

- wird aus den Rr. anteriores der Spinalnerven Cs Th1 (kleinere Anteile aus C4 & Th2)

gebildet diese formieren sich zu den 3 Trunci,

• Truncus superior (Cs, C6, kleinere Anteile aus C4)

• Truncus medius (C7)

• Truncus inferior (Cs, Th1, kleinere Anteile aus Th2)

- welche wiederum 3 Fasciculi bilden:

- topographisch wird der Plexus brachialis in eine Pars supraclavicularis (Wirbelsäule

bis untere Fläche der Clavicula) und eine Pars infraclavicularis (untere Fläche der

Clavicula bis Achselhöhle) gegliedert.

9.2. Pars supraclavicularis des Plexus brachialis

- N. dorsalis scapulae (C3 -Cs)

• durchbohrt M. scalenus medius

• innerviert M. levator scapulae, Mo rhomboideus major / minor

- N. thoracicus longus (C5 -C7):

• durchbohrt M. scalenus medius unterhalb vom N. dorsalis scapulae

• verläuft hinter dem Plexus und hinter der A. axillaris auf dem M. serratus anterior

kaudalwärts

• innerviert M. serratus anterior

- N. suprascapularis (C5, C6):

• verläuft durch die Incisura scapulae unterhalb des Lig. transversum scapulae bis zur

Fossa infraspinata

• innerviert M. supraspinatus, M. infraspinatus

- N. subclavius:

• evtl. Ast zum N. phrenicus (Nebenphrenikus)

• innerviert M. subclavius

- Nn. pectorales medialis (C8 -Th1) et lateralis (C5 -C7):

• durchbohren Fascia clavipectoralis

• innervieren die Mm. pectorales major et minor

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

- N. subscapularis (C5, C6):

• meist zwei Nerven

• innerviert M. subscapularis, M. teres major

- N. thoracodorsalis (C6 – C8):

• begleitet die A. thoracodorsalis zur Innenseite des M. latissimus dorsi

• innerviert M. latissimus dorsi

9.3. Pars infraclavicularis des Plexus brachialis:

Name:

Tim Eichenauer

Der infraclaviculäre Teil beginnt mit den 3 Faszikeln, welche den Arm und einen Teil der

Schulter innervieren. Die Nerven des Armes sind:

- N. axillaris (C5, C6):

• anfangs hinter A. axillaris, und lateral des N. radialis

• mit A. circumflexa brachii um Collum chirurgicum durch die laterale Axellücke

• Rr. musculares zum M. deltoideus & M. teres minor

• entsendet den N. cutaneus brachii lateralis superior, welcher am hinteren Rand des

M. deltoideus zur Haut über den Muskel zieht

KLINISCHER HINWEIS: Bei Schädigung des N. axillaris (Frakturen im Bereich des

Schultergelenks, Luxationen) treten frühzeitig Sensibilitätsstörungen über dem M. deltoideus

auf. Die muskuläre Führung des Schultergelenkes ist erheblich beeinträchtigt, so dass

Bewegungseinschränkungen resultieren.

- N. radialis (C5 -Th1):

• innerviert Strecker am Ober- und Unterarm, sowie M. brachioradialis und M. supinator

• verläuft als Fortsetzung des Fasciculus post. hinter der A. axillaris

• entsendet den N. cutaneus brachii posterior

• dringt mit A. profunda brachii zwischen lateralen und medialen Trizepskopf ein, wo er

den N. cutaneus brachii lateralis inferior entsendet

• verläuft im Sulcus n. radialis

• entsendet den N. cutaneus antebrachii posterior

• durchbohrt das Septum intermusculare laterale und gelangt zwischen M.

brachioradialis und M. brachialis in die Fossa cubiti

• spaltet sich am Caput radii in:

1. Ramus superficialis (rein sensibel):

- verläuft mit der A. radialis bedeckt vom M. brachioradialis

- innerviert die Haut der radialen Seite des Handrückens, sowie mit den Nn.

digitales dorsales die Haut der Finger 1 -2½ (variabel, teilweise bis 5)

2. Ramus profundus:

- durchdringt den M. supinator und gelangt zwischen die beiden Schichten der

Unterarmstrecker die er auch innerviert

- Endast ist der N. interosseus antebrachii posterior. welcher bis zum Handgelenk

verläuft

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Schädigung des N. radialis (z.B. nach einer Oberarmfarktur

oder dem „Parkbank-Druckschaden“ tritt das Bild der „Fallhand“ in Erscheinung. Die

Streckung der Finger und der Handgelenke ist nicht mehr möglich. (Ausfall der Extensoren)

Eine Lähmung des M. triceps brachii äußert sich durch den Verlust der aktiven Streckung

des Ellenbogengelenks.

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Vorlesung „Einführung in die Klinische Medizin“

Wintersemester 2001/2002

Name:

Tim Eichenauer

- N. musculocutaneus (C5 –C7):

• durchdringt den M. coracobrachialis und verläuft zwischen M. biceps & M.

brachialis zur lateralen Seite der Bizepssehne

• innerviert diese Muskeln

• Endast ist der N. cutaneus antebrachii lateralis

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Schädigung des N. musculocutaneus ist die Beugefähigkeit

im Ellenbogengelenk eingeschränkt.

- N. medianus (C6 -Th1):

• entsteht mit einer lateralen Wurzel (Radix lateralis) aus dem Fasciculus lateralis

und einer medialen Wurzel (Radix medialis) aus dem Fasciculus medialis

(Medianusgabel, vor der A. axillaris )

• verläuft mit A. brachialis im Sulcus bicipitalis medialis (s.u.) bis zur Ellenbeuge

(keine Äste am Oberarm )

• zieht hier unter der Aponeurosis m. bicipitis brachii zum Unterarm

• durchbohrt den M. pronator teres und gibt noch in der Ellenbeuge Muskeläste zu

den Mm. pronator teres, flexor carpi radialis, palmaris longus und flexor digitorum

superficialis ab

• gibt dann den N. interosseus antebrachii anterior ab, welcher auf der Membrana

interossea verläuft und folgende Muskeln innerviert:

- M. flexor pollicis longus

- M. flexor digitorum profundus (radialer Anteil)

- M. pronator quadratus

• verläuft zwischen oberflächlichen und tiefen Flexoren

• entlässt den R. palmaris n. mediani (sensibel) zur Haut über Handwurzel

und Daumenballen

• zieht durch den Canalis carpi zur Hohlhand; zerfällt hier in die drei:

Nn. digitales palmares communes:

- R. communicans, zum R. superficialis des N. ulnaris

- Muskeläste zu fast alle Daumenballenmuskeln (Thenarmuskulatur, außer M.

adductor pollicis und Caput profundum des M. flexor pollicis brevis)

- Muskeläste zu den Mm. lumbricales I & II

- -spalten sich in die Nn. digitales palmares proprii zur palmaren

Hautinnervation der radialen 3½ Finger, sowie der dorsalen Endglieder

dieser Finger

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer distalen Schädigung des N. medianus, z.B.

Karpaltunnelsyndrom oder nach Suizidversuch durch Aufschneiden der Pulsader (A.

radialis), atrophiert der Daumenballen und die Opposition des Daumens ist gehemmt

(negative Daumen-Kleinfinger-Probe).

Bei einer Schädigung des N. medianus im Bereich des Oberarms tritt zusätzlich das Bild der

„Schwurhand“ in Erscheinung. Daumen-, Zeige- und Mittelfinger können nicht mehr in den

Mittel- und Endgelenken gebeugt werden (Ausfall der meisten Flexoren).

- N. ulnaris (C8, Th1):

• verläuft im Sulcus bicipitalis medialis (keine Äste am Oberarm)

• durchbricht im mittleren Oberarmbereich das Septum intermusculare mediale und

gelangt auf die Streckseite

• verläuft im Sulcus n. ulnaris an der dorsalen Fläche des Epicondylus medialis

dicht unter der Haut (Musikantenknochen)

• gelangt durch den Sehnenbogen der beiden Köpfe des M. flexor carpi ulnaris auf

die Beugeseite des Unterarms und innerviert diesen und den ulnaren Teil des M.

flexor digitorum profundus

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Name:

Tim Eichenauer

• verläuft mit der A. ulnaris unter dem M. flexor carpi ulnaris

• entsendet am Unterarm den N. dorsalis nervi ulnaris, welcher zum Handrücken

verläuft und sich in die Nn. digitales dorsales zur Haut der Finger 2½ - 5

aufspaltet und den R. palmaris n. ulnaris zur Haut des Kleinfingerballen

• zieht über dem Retinaculum flexorum durch die lateral des Os pisiforme gelegene

LOGE DE GUYON zur Hand und teilt sich in seine palmaren Endäste:

R. superficialis:

- anastomisiert mit N. medianus

- innerviert M. palmaris brevis

- spaltet sich in die Nn. digitales palmares proprii zur palmaren

Hautinnervation ½ Mittel- und Kleinfingers, sowie ihrer dorsalen Endglieder

R. profundus:

- innerviert alle Hypothenarmuskeln

- innerviert alle Mm. interossei palmares et dorsales

- innerviert die Mm. lumbricales III et IV

- innerviert M. adductor pollicis und Caput profundum des M. flexor pollicis

brevis

KLINISCHER HINWEIS: Bei einer Schädigung des N. ulnaris (z.B. einer Ellenbogenfraktur), tritt

das Bild der „Krallenhand“ in Erscheinung, das sich im Unvermögen die Fingergrundgelenke

zu beugen sowie zu spreizen (Ausfall der Mm. interossei) und die Endgelenke zu strecken

(Ausfall der mm. lumbricales) äußert. Die Adduktion des Daumens (M. adductor pollicis) und

die Adduktion und Flexion der Finger in den Grundgelenken (Mm. interossei palmares, M.

flexor digiti minimi) sind gehemmt (negative Daumen – Kleinfinger – Probe).

- N. cutaneus brachii medialis (C8, Th1):

• innerviert die Haut der Achselhöhle und mediale Fläche des Oberarms

- N. cutaneus antebrachii medialis (C8, Th1):

• verläuft im Sulcus bicipitalis medialis

• durchbricht mit V. basilica die Fascia brachii

• spaltet sich in einen Ramus anterior und einen Ramus ulnaris

• innerviert die Haut der medialen Beugeseite und die oberen ulnaren 2/3 des

Unterarms

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Name:

Tim Eichenauer

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Stammnerv Äste Innervation

Innervation

motorisch

sensibel

N. iliohypogastricus Rr. musculares M. transversus abdominis

R. cutaneus lateralis Haut der Hüfte

R. cutaneus anterior Haut oberhalb des Leistenkanals

N. ilioinguinalis Rr. musculares M. obliquus int. abdominis

M. obliquus ext. abd.

Nn. labiales

Haut der Leistengegend, Scrotum / gr.

Nn. scrotales

Schamlippen, med. Oberschenkel

N. genitofemoralis R. genitalis M. cremaster Haut des Scrotums / Labia majora

R. femoralis Haut im Bereich d. Hiatus saphenus

N. cutaneus femoris lateralis Haut am seitlichen Oberschenkel

N. obturatorius R. anterior M. pectineus

Haut im distalen Bereich des medialen

M. adductor brevis

M. adductor longus

M. gracilis

Oberschenkels

R. posterior M. adductor magnus

M. obturator externus

M. adductor minimus

Kniegelenkskapsel

N. femoralis

M. iliopsoas

Haut der vorderen Fläche des

M. pectineus

M. sartorius

M. quadriceps femoris

Oberschenkels

N. saphenus Haut des medialen Unterschenkels

und Fußseite

M. gluteus superior M. gluteus medius

M. gluteus minimus

M. tensor fasciae latae

N. gluteus inferior M. gluteus maximus

N. cutaneus femoris

Haut der Rückseite des

posterior

Oberschenkels

N. ischiadicus

M. gemellus

M. semitendinosus

M. semimembranosus

M. adductor magnus

N. tibialis

M. biceps femoris (Cap. longum N. tibialis; Cap. breve N. fibularis)

M. gastrocnemius

(aus N. ischiadicus)

M. soleus

M. plantaris

M. popliteus

M. tibialis posterior

M. flexor digitorum longus

M. flexor hallucis longus

N. suralis seitliche Fersenhaut

N. cutaneus dorsalis

Haut der lateralen Außenkante des

lateralis (aus N. suralis)

Fußes

N. plantaris medialis M. abductor hallucis

M. flexor digitorum brevis

M. flexor hallucis brevis

(Caput mediale)

Mm. lumbricales I & II

Nn. digitales plantares

Haut der Zehen 1 – 3½ und medialen

proprii

Fußsohle

N. plantaris lateralis M. opponens digiti minimi

M. flexor digiti minimi

M. abductor digiti minimi

M. quadratus plantae

Mm. interossei

M. adductor hallucis

M. flexor hallucis brevis

(Caput laterale)

Nn. digitales plantares

Haut der Zehen 3½ - 5 und laterale

proprii

Fußsohle)

N. fibularis N. cutaneus surae

lateralis

laterale Wadenhaut

N. fibularis superficialis M. fibularis longus

Haut der Zehen, außer Haut zwischen

M. fibularis brevis

I. + II. Zehe

Haut des Fußrückens (N. cutaneus

dorsalis / lateralis)

N. fibularis profundus M. tibialis anterior

M. extensor digit. longus

M. extensor hallucis long.

M. extensor digit. brevis

M. extensor hallucis brevis

Haut zwischen I. + II. Zehe


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10. Arterien der oberen Extremität

10.1 Arteria axillaris

Name:

Tim Eichenauer

Die A. axillaris ist die Fortsetzung der A. subclavia. Sie verläuft unter den Mm. pectorales,

entlang dem M. coracobrachialis in die Achselhöhle. Ihre Äste sind:

A. thoracica superior

- variables Gefäß zu Muskeln der vorderen Thoraxwand

A. thoracoacromialis

- entspringt unter dem M. pectoralis minor

- verzweigt sich im Trigonum calvipectorale

- R. acromialis zum Rete acromiale

- R. clavicularis zu Clavicula & M. subclavius

- R. deltoideus zum M. deltoideus

- Rr. pectorales zu den Mm. pectoralis major et minor

A. thoracica lateralis

- lateral des M. pectoralis minor auf dem M. serratus anterior

- Äste zum M. serratus anterior und zu den Mm. pectorales

- Bei der Frau starke Rr. mammarii laterales zur Brustdrüse

A. subscapularis

- A. thoracodorsalis versorgt Mm. latissimus dorsi, teres major, serratus anterior

- A. circumflexa scapulae durch mediale Axellücke zur Fossa infraspinata

A. circumflexa humeri anterior

- um Collum chirurgicum zum Schultergelenk und M. deltoideus

A. circumflexa humeri posterior

- durch laterale Axellücke

- Zweige an M. deltoideus, Caput longum des M. triceps und an die Gelenkkapsel

Anastomosen:

- A. suprascapularis - A. circumflexa scapulae

- A. suprascapularis - A. thoracoacromialis

- A. suprascapularis - A. transversa cervicis

- A. circumflexa humeri anterior - A. circumflexa humeri posterior

10.2. Arteria brachialis

Ab dem unteren Rand des M. pectoralis major wird die A. axillaris als A. brachialis

bezeichnet. Sie verläuft im Sulcus bicipitalis medialis, wo ihr Puls getastet werden kann. In

der Ellenbeuge gabelt sie sich in die A. radialis und die A. ulnaris.

A. profunda brachii:

- verläuft mit N. radialis zwischen Caput mediale und Caput laterale des M. triceps

brachii

- R. deltoideus zum M. deltoideus

- A. collateralis medialis zum Rete articulare cubiti

- A. collateralis radialis mit R. anterior (anastomisiert mit A. recurrens radialis) und

R. posterior (anastomisiert mit A. interossea recurrens)

A. collateralis ulnaris superior:

- begleitet N. ulnaris

- anastomisiert mit A. ulnaris

- Verbindung mit Rete cubiti

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A. collateralis ulnaris inferior:

- anastomisiert mit A. ulnaris

- Verbindung mit Rete cubiti

10.3. Arteria radialis

Name:

Tim Eichenauer

- setzt am Unterarm die Verlaufsrichtung der A. brachialis fort

- gibt die A. recurrens radialis ab

- verläuft über den M. pronator teres und gelangt zwischen M. flexor carpi radialis und

M. brachioradialis

- zwischen den Endsehnen dieser Muskeln liegt sie dann so oberflächlich, dass ihr

Puls getastet werden kann

- entsendet im Bereich des Handgelenks folgende Äste:

• R. carpalis palmaris zum Rete carpale palmare

• R. palmaris superficialis zum Arcus palmaris superficialis

• R. carpalis dorsalis zum Rete carpale dorsale, einem Gefäßnetz auf der

Handwurzel unter den Extensorsehnen, welches die Aa. metacarpales

dorsales abgibt

- biegt nach dorsal in die Tabatiere, und gelangt unter der Sehne des M. extensor

pollicis longus zwischen dem 1. und 2. Mittelhandknochen wieder auf die Palmarseite

der Hand

- A. princeps pollicis, versorgt Daumen und radiale Seite des Zeigefingers

- Arcus palmaris profundus

• verläuft mit R. profundus des N. ulnaris dorsal der Sehnen der Flexoren

• anastomisiert mit R. palmaris profundus der A. ulnaris

• Aa. metacarpales palmares zur Muskulatur zwischen den Mittelhandknochen

• Rr. perforantes verbinden die Aa. metacarpales palmares mit den Aa.

metacarpales dorsales

10.4. Arteria ulnaris

- mit N. ulnaris unter dem M. flexor carpi ulnaris

- gibt am Unterarm die A. recurrens ulnaris ab:

• spaltet sich unter dem M. pronator teres in einen vorderen und einen

hinteren Ast

• R. anterior, Anastomose mit A. collateralis ulnaris inferior (variabel)

• R. posterior, Anastomose mit A. collateralis ulnaris superior (variabel)

- gibt die A. interossea communis ab, diese teilt sich in:

• A. interossea anterior, auf Membrana interossea zum M. pronator

quadratus

- Ast zum Rete carpale

- Ast zum Rete carpale dorsale (durchbricht Membrana interossea)

- A. commitans n. mediani in Begleitung des N. medianus

• A. interossea posterior, durch Lücke zwischen Chorda obliqua und

Membrana interossea

- verläuft zwischen oberflächlicher und tiefer Streckerschicht

- A. interossea recurrens zurück zur A. collateralis medialis und zum

Rete art. cubiti

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Name:

Tim Eichenauer

- im Bereich der Handwurzel ist neben der Sehne des M. flexor carpi ulnaris ihr Puls

tastbar

- überquert zusammen mit dem N. ulnaris das Retinaculum flexorum

- R. carpalis palmaris zum Rete carpale palmare

- R. carpalis dorsalis zum Rete carpale dorsale

- R. palmaris profundus, Anastomose mit Arcus palmaris profundus

- Arcus palmaris superficialis:

• liegt zwischen der Palmaraponeurose und den Beugesehen auf den Nn.

digitales palmares communes

• gibt die ulnare A. digitalis palmaris propria zum Kleinfinger sowie 3 Aa. digitales

communes ab, aus welchen die Aa. digitales palmares proprii für die Finger 2 - 5

hervorgehen

11. Venen der oberen Extremität

11.1. Oberflächliche Venen

V. cephalica:

- beginnt an der dorsalen, radialen Handwurzelseite des Daumens

- verläuft auf der radialen Beugeseite des Unterarms

- durchläuft die Ellenbeuge auf der lateralen Seite

- verläuft im Sulcus bicipitalis lateralis

- verläuft im Sulcus deltoideopectoralis wo sie die Fascia clavipectorale durchbricht

- mündet im Trigonum clavipectorale in die V. axillaris mündet

V. basilica:

- beginnt in der ulnaren Gegend des Handrückens

- verläuft auf der medialen Beugeseite des Unterarms

- durchbricht die Fascia brachii am unteren Oberarmdrittel (Hiatus basilicus)

- mündet in die V. brachialis

V. mediana cubiti:

- verbindet die V. basilica mit der V. cephalica

- eignet sich gut zur Blutentnahme

V. mediana antebrachi:

- inkonstante Vene zwischen V. basilica & V. cephalica am Unterarm

KLINISCHER HINWEIS: Die oberflächlichen Armvenen eignen sich zur Venenpunktion. Bei

Blutentnahme wird die V. mediana cubiti bevorzugt punktiert (sie ist relativ einfach

aufzufinden und liegt relativ nervenfrei).

11.2. Tiefe Venen

In Begleitunq zu den Arterien:

- Arcus venosus palmaris superficialis / profundus

- Vv. radiales

- Vv. ulnares

- Vv. brachiales

- V. axillaris

- V. subclavia

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12. Topographie der Oberen Extremität

Triqonum clavipectorale:

- begrenzt durch

• M. deltoideus

• M. pectoralis major

• Clavicula

Name:

Tim Eichenauer

- Haut ist zur Fossa infraclavicularis (= Mohrenheimgrube) eingesunken

- wird durch Fascia clavipectoralis in oberflächliche und tiefe Schicht eingeteilt:

- oberflächlich liegen

• V. cephalica

• Nn. pectorales

• Äste der A thoracoacromialis

- tief liegen

• V. axillaris

• A. axillaris

• Plexus brachialis

Fossa axillaris

- vordere Axelfalte bildet der M. pectoralis major

- hintere Axelfalte bildet der M. latissimus dorsi

- pyramidenförmiger Bindegewebskörper; setzt sich fort nach:

• oben zur Scalenuslücke

• unten lateral zum Sulcus bicipitalis

• lateral zu den Axellücken

• die Begrenzung ist gegeben durch:

- Vorderwand: - M. pectoralis major

- Hinterwand: - M. latissimus dorsi

- M. teres major

- mediale Wand: - M. serratus anterior

- laterale Wand: - Humerus

- M. coracobrachialis

- M. biceps brachii, Caput breve

-Basis: - Fascia axillaris

Rotatorenmanschette

Die Muskeln der Rotatorenmanschette strahlen in die Schultergelenkskapsel ein. Sie

spannen diese und tragen wesentlich zur Führung des Schultergelenkes bei.

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Gefäß-Nervenstraße des Oberarms:

Name:

Tim Eichenauer

- im Sulcus bicipitalis medialis zwischen M. biceps brachii und Septum

intermusculare mediale

- - Leitungsbahnen:

• N. ulnaris (durchbricht Septum intermusculare med.)

• N. cutaneus antebrachii medialis (durchbricht mit V. basilica die Fascia

brachii)

• N. medianus

• A. brachialis

• Vv. brachiales

• Lymphgefäße

Radiale Gefäß-Nervenstraße

- Leitmuskel: - M. brachioradialis

- Leitungsbahnen: - R. superficialis N. radialis

- A. radialis

- Vv. radiales

Ulnare Gefäß-Nervenstraße

- Leitmuskel: - M. flexor carpi ulnaris

- Leitungsbahnen: - N. ulnaris

- A. ulnaris

- Vv. ulnares

Mittlere Gefäß-Nervenstraße

- Leitmuskeln: - zwischen oberflächlicher und tiefer Beugerschicht

- zw. Sehnen des M. flexor carpi radialis u. M. palmaris longus

- Leitungsbahnen: -N. medianus

-A./V. comitans n. mediani

Interossäre Gefäß-Nervenstraße

- Verlauf: - auf der Membrana interossea zwischen M. flexor

digitorum profundus und M. flexor pollicis longus

- Leitungsbahnen: - N. interosseus antebrachii anterior

- A. interossea antebrachii anterior

- Vv. interosseae antebrachii anteriores

Dorsale Gefäß-Nervenstraße

- Leitmuskeln: - zwischen oberflächlicher und tiefer Schicht

der Strecker

- distal auf der Membrana interossea

- Leitungsbahnen: - R. profundus n. radialis

- N. interosseus antebrachii posterior

- A. interossea antebrachii posterior

- Vv. interosseae antebrachii posteriores

Gefäß-Nervenstraßen der Finger:

- pro Finger 4 Straßen aus je einer Arterie, einem Nerv und einer Vene:

- A./V./N. digitales proprii

- A./V./N. digitales dorsales

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Sehnenfächer des Retinaculum extensorum:

- I. Sehnenfach: - M. abductor pollicis longus

- M. extensor pollicis brevis

- II. Sehnenfach: - M. extensor carpi radialis brevis

- M. extensor carpi radialis longus

- III. Sehnenfach: - M. extensor pollicis longus

- IV. Sehnenfach: - M. extensor digitorum

- M. extensor indicis

- V. Sehnenfach: - M. extensor digiti minimi

- VI. Sehnenfach: - M. extensor carpi ulnaris

Sehnenscheiden der Hohlhand:

Name:

Tim Eichenauer

- Vagina communis tendinum mm. flexorum

Sehnenscheide für die Sehnen des tiefen und oberflächlichen Fingerbeugers

- Vagina tendinis musculi flexoris pollicis longi

Sehnenscheide für Sehne des langen Daumenbeugers

- Vagina tendinum digitorum manus

Sehnenscheide für den 2., 3. und 4. Finger

- Vagina tendinis musculi flexoris carpi radialis

kurze Sehnenscheide für M. flexor carpi radialis

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