Herbst 2012 - EKS ON!

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Navigation!Navigation!EKSon! -Themen«Energiewende gelingtnur mit Energiesparen.»Region! 4In Altdorf und Herblingenwird fleissig gespartRegion! 7CEO Dr. Thomas Erbim InterviewInformation! 8Wasserkraft: TraditionsreicheEnergiequelle4Liebe Leserin, lieber Leser15 Millionen Franken steckt das Bundesamtfür Energie (BFE) in diesem Jahr indie Förderung von Stromspar-Wettbewerben.So wichtig ist das Thema. Ohne Energiesparenund Energieeffizienz kann dieEnergiewende nicht gelingen. Daher hatdie EKS AG zu Jahresbeginn den Wettbewerb«Energiesparfamilie 2012» initiiert.Zwei Familien aus unserem Versorgungsgebietzeigen, wie Energiesparen im Alltaggeht.Mit dem Velo in der Altstadt von Stein am Rhein unterwegs.Mit dem Velodurchs MittelalterSchaffhauserland Tourismus hat eine Velo-Tour ausgearbeitet, die entlang derNordostschweizer Kulturroute führt. Die Strecke ist in drei Etappen aufgeteilt.Den Start- und Endpunkt können Sie frei wählen.Foto: Schaffhausen TourismusPosition! 10PrestigeträchtigesPumpspeicherwerkInspiration! 11Von der Ochsenscheunezur KunstschürAktion! 14GrenzüberschreitendesNaturschutzprojekt11 14Ein weiterer wichtiger Baustein der Energiewendeist die Wasserkraft. Damit sieauch in Zukunft über die Hälfte des landesweitenStrombedarfs decken kann,werden Wasserkraftwerke, wie zum Beispielvon der Axpo AG in Linthal, ausgebaut(mehr ab Seite 8).Wie wir uns gemeinsam mit dem TurdusVogel- und Naturschutzverein und derHeinz Sielmann Stiftung für den Naturschutzengagieren, lesen Sie auf Seite 14.Eine interessante Lektüre wünschtAuf den Spuren von Burgen, Schlössern undKlöstern führt die Rundroute von Schaffhausennach Winterthur weiter nach Frauenfeldund zurück nach Schaffhausen. Indrei Tagen lassen sich die Etappen bequemmit dem Velo oder E-Bike abfahren. Diealten Zeitzeugen wie die Schlösser undBurgen in Andelfingen, Frauenfeld, Hegi,Kyburg und Mörsburg oder die zahlreichenLand- sowie Gerichtsherrensitze, welche alsfürstliche Anwesen eingerichtet wurden,sind noch immer zu sehen. Entdecken Sieden Munot, das Schloss Laufen, die KartauseIttingen oder die Klosterinsel Rheinau mitihrer barocken Zwillingsturmkirche undgeniessen Sie regionale Köstlichkeiten entlangdes Weges. Sanfte Hügelzüge, dieRheinlandschaft und Zeitzeugen aus demMittelalter erwarten Sie.Details der Route finden Sie hier:http://www.schaffhauserland.ch/de/aktivferien/velofahren/nordostschweizerkulturrouteDie Kraft des Wassers ist nicht zu unterschätzen. Selbst einsanft dahinplätschernder Bach kann problemlos ein Wasserradantreiben. In der wasserreichen Schweiz machen sich dieMenschen die Wasserkraft schon seit 100 Jahren zur Stromgewinnungzunutze. Wie das technisch funktioniert und wie dieZukunft der Wasserkraft aussieht, lesen Sie ab Seite 8.Titelbild: Beni BaslerDr. Thomas Erb, CEO2 EKS on! 2012 2012 EKS on! 3


Region!Region!Fotos: Patrick StollBei Familie Pazin in Herblingen.Bei Familie Dossenbachin Altdorf.«Energiesparfamilie 2012»:Investieren, um zu sparenUnter www.ekson.ch könnenSie regelmässig Neuigkeiten vonden Familien nachlesen.Seit Juni gilts: Der Energieverbrauchder Familie Dossenbachin Altdorf und derFamilie Pazin in Herblingenwird vom Energieexpertender EKS AG genau beobachtet.Jedes Licht, das brennt,jedes Gipfeli, das gebackenwird, jegliches Händewaschenund jeder Fernsehfilm amAbend – alles schlägt sichnieder. Sitzen nun beideFamilien abends nur noch beiKerzenlicht zusammen, derGrill ersetzt den Herd undgeduscht wird kalt – odergeht Energiesparen auchohne Komfortverlust?EKS ON! hat zusammen mit dem EKS EnergieexpertenRemo Arpagaus die zwei Familienim Sommer besucht und nachgefragt.Ausserdem gab es wieder allerlei Tipps fürdie Teilnehmer vom Experten.HerblingenFamilie PazinDer Wettbewerb ist seit dem offiziellen Startim Juni «das Thema» in der Familie Pazin.Allerdings hat die vierköpfige Familie bislangkeine spürbaren Einsparungen erzielt.«Um das feststellen zu können, fehlen unsdie Vergleichszahlen», hält Vater Bruno fest.Das könnte sich in den kommenden Monatenändern. Schliesslich liefert die IEQ-Box,die bei Pazins für den Wettbewerb installiertwurde, genau dies: ganz viele Zahlen,beziehungsweise Säulendiagramme.schaltete und auf dem iPad sah, wie dieStromverbrauch-Säule in die Höhe schoss».Sie hat die Dampfbügelstation zwar nichtsofort wieder ausgeschaltet und den Stromfresserin die Ecke gestellt. Das geht ja nicht.Aber sie überlegt nun ganz genau, was sie inZukunft noch bügelt und was ungeplättet inden Kleiderschrank kann.Fernsehfreier Abend ein voller ErfolgAuch sonst bemüht sich die Familie, Energiezu sparen. Bruno Pazin berichtet, dass erzum Beispiel den Fernseher nun viel bewusstereinschaltet. Sport ja, anderes neinoder weniger, heisst seine Devise. – Ging dasgut? Kein Problem, bestätigt er. Die Familiehat statt fernzusehen oft zusammen KartenundBrettspiele gespielt oder abends, öfterals bisher, gemeinsame Spaziergänge in Waldund Flur unternommen. Die Erfahrungenmit weniger Fernsehen sind sogar so gut, dassdie Familie überlegt, in Zukunft einen fernsehfreienAbend fest zu etablieren.Auch die beiden Töchter Alessia (9) und Noelia(6) haben das Fernsehen drastisch eingeschränkt:«Wir schauen nur noch die Geschichtenüber iCarly auf Nickelodeon undSo funktioniert die IEQ-BoxEKS Energieberater Remo Arpagaus hat bei der Familie Dossenbach und der FamiliePazin eine IEQ-Box installiert. Die IEQ-Box, ein Smart-Metering-System, hilft, hauseigeneStromfresser zu enttarnen und somit künftig Energie und bares Geld zu sparen!Mit der IEQ-Box ist der Stromverbrauch in Echtzeit auf privaten Endgeräten des Kundensichtbar – egal ob auf Smartphone (Apple/Android), Tablet, PC, Notebook oderSmart-TV. Für den Wettbewerb hat die EKS AG beiden Teilnehmerfamilien ein iPadzur Verfügung gestellt.So haben die Daten aus der Box auch Laurastarden Star-Status genommen. DubravkaPazin erzählt: «Ich war erstaunt, wie derStromverbrauch ansteigt, wenn ich meinegeliebte Laurastar-Dampfbügelstation einschaltendanach immer aus.» Ausserdem berichtensie begeistert, wie sie eine neue Technikbeim Händewaschen anwenden. Sie lassendas Wasser nicht mehr während desganzen Waschvorgangs laufen: «Wir göötschennicht mehr.» Auch überrascht Alessia (9)ihre Mutter, als sie in einem Schülermagazinauf einen Bericht wies: Wie man mit einerZitrone Strom macht. Dass dieses Thema ihreTochter interessieren könnte, hätte MutterDubravka nicht erwartet. Sie vermutet, dasInteresse der Tochter sei durch den Energiesparwettbewerbgeweckt worden.Die Grenzen des EnergiesparensFür die nächsten Wochen hat sich die Familienun vorgenommen, in der Küche mehrEnergie zu sparen. Bei seinem Besuch gibtEKS Energieberater Remo Arpagaus ihnendazu gleich eine Menge Tipps. Und MutterDubravka Pazin hat sich vorgenommen, dieEnergiesparvorschläge umzusetzen. Manchmalstossen die Sparanstrengungen aberauch an unumgehbare Grenzen. So hatteTochter Alessia (9) beispielsweise versprochen,zur Schulabschlussfeier vor den Ferienfür alle Mutters selbstgebackene Schinkengipfelimitzubringen. Weil Versprechen gehaltenwerden müssen, musste dann ebendoch der energieverbrauchende Backofenausserplanmässig in Betrieb genommenwerden.Welche Investitionen sich lohnenBruno Pazin nutzt den Wettbewerb auchgleich, um sich von EKS EnergieberaterRemo Arpagaus erklären zu lassen, ob essinnvoll ist, auf dem Dach des Einfamilienhauseseine Photovoltaik-Anlage zu montieren.Arpagaus rät in Pazins Fall eher ab. DasDach ist nicht gegen Süden ausgerichtet.Eher zu empfehlen sei eine Anlage, dieWarmwasser liefert. Wenn die Geschirrspülmaschineeinmal ersetzt wird, so würdeeine Maschine mit Warmwasseranschlusseiniges an Energieersparnis bringen, rät derEnergieexperte.AltdorfFamilieDossenbachFamilie Dossenbach hat den Wettbewerbzum Anlass genommen und gleich ein paarInvestitionen getätigt. Zum Beispiel wurdenam Eingang des Einfamilienhauses und ander freistehenden Garage die bisherigenLichter durch Solar-LED-Aussenleuchten mit4 EKS on! 2012 2012 EKS on! 5


Region!Region!Nachgehakt:EKS Strompreise 2013Dusche mit LED.Bewegungsmelder ersetzt. Ein Solar-Ladegerätversorgt nun die mobilen Telefone derFamilie und das von der EKS AG für die IEQ-Box zur Verfügung gestellte iPad mit Strom.Auf halbe Leistung eingestelltWie hilfreich ist überhaupt die IEQ-Box?«Sehr», sagen Anni und Michael Dossenbacheinstimmig. Auf dem Gerät können sie denStromverbrauch genau erkennen, und derbestätigt die Richtigkeit der aktuellen Investitionen.Beispielsweise konnte abgelesenwerden, wie die im Wohnzimmer mon -tierte LED-Lampenreihe den Stromverbrauchsenkte. Auch Anni Dossenbach hat nacheinem Blick aufs iPad, das die Messergebnisseder IEQ-Box zeigt, den Staubsauger aufdie halbe Leistung eingestellt. WenigerStromverbrauch beim Staubsaugen lohntsich bei Dossenbachs. Denn durch die beidenHunde der Rasse American Akita müssensie den Boden ziemlich oft säubern.Anni berichtet: «Die halbe Leistung beimStaubsauger bringt das gleich gute Ergebnis,sicher auch weil wir überall glatte Bödenim Haus haben.»«Cooles» Duschen mit LEDAber nicht nur beim Strom, sondern auchbeim Wasser wollen Dossenbachs sparen.Daher haben sie nicht lange gezögert und anden drei Wasserhähnen im Bad und in derDusche AquaClics montiert. Ausserdem wurdenbeide Duschen mit LED-Brausen ausgerüstet.Diese erzeugen mit dem Durchflussdes Wassers Licht und man spart Strom, weilkein Licht gebraucht wird. «Seit wir die neuenDuschbrausen haben, duschen wir wirklichimmer ohne Licht», versichert MichaelDossenbach ganz sachlich. Einfach nur«cool» finden die Söhne Mika (7) und Elias (9)die Duschen mit LED. Schade nur, dass sienicht mehr so lange unter der Brause stehenDubravka Pazin bügeltbewusst.Jan, Anna und Yves.Ihren Verbrauch können dieFamilien auf dem iPad ablesen.können. Doch auch sie wollen schliesslichWasser und Energie sparen helfen. Mit vielÜberzeugung in der Stimme beteuern siedenn auch, dass sie inzwischen wenigerDVD schauen, um so einen weiteren Beitragzum Stromsparen zu leisten. – Eigentlichfällt ihnen das auch gar nicht schwer, dennDossenbachs brauchen nur wenige Schritte,um in der herrlichen Natur zu sein.Beim Warmwasser kann die Familie nichtviel zusätzlich sparen. «Die Sonne heizte unsden ganzen Juni das Wasser auf und hierhat sich die Investition in die Solaranlageauf jeden Fall gelohnt», stellt Michael Dossenbachfest.Yves und Jan.Alessia und Noelia.Wassersparer.Dossenbachs und ihre Hunde.Autofahren mit TagfahrlichtDie vierköpfige Familie aus Altdorf spart ausserdemEnergie bei den Autos, die beide mitLED-Tagfahrlicht ausgestattet sind. «Bei schönerWitterung fahren wir nur noch mit demTagfahrlicht», berichtet Michael. «Wir sparenso Benzin und tun zugleich etwas Gutes fürdie Umwelt und unser Portemonnaie».Wolfgang SchreiberDr. Thomas Erb, CEO der EKS AG,berichtet im Interview, warumder Grundpreis abgeschafft wurde undwas dies mit Energiesparen zu tun hat.Herr Erb, die EKS AG hat für das kommende Jahrneue Strompreise angekündigt und dabei denEnergie-Grundpreis abgeschafft. Was bringt dies?Erb: Wir setzen damit einen Anreiz zumEnergiesparen. Kundinnen und Kundenmit wenig Stromverbrauch – also bis ca.2 500 kWh im Jahr – profitieren von dieserMassnahme. In Deutschland sind das rund50 Prozent und in der Schweiz rund 39 Prozentaller unserer Kunden.Weshalb gibt es einen Aufschlag?Erb: Sowohl unsere Beschaffungs- als auchunsere Netzkosten sind gestiegen. In derSchweiz hebt die Axpo zum neuen Jahr ihrePreise um 0,4 Rp./kWh an. Die Anpassungdes Gefüges von Hoch- und Niedertarif spürenvor allem Kundinnen und Kunden mitWärmetarif. Das hat damit zu tun, dass sichdurch den Zubau von Wind- und Sonnenenergiedie Hoch- und Niedertarifpreise verschobenhaben. Der Wind bläst zum Beispielauch stark in der Nacht oder die Sonnescheint mittags am hellsten.Dr. Thomas Erb:«Wir setzen Anreizzum Stromsparen!»Die Netzkosten sind gestiegen, weil die EKS AGin ihrem Versorgungsgebiet die Spannungsumstellungvon 50 auf 110 kV durchgeführthat. Welche Vorteile haben die Kunden durchdie Spannungsumstellung?Erb: Damit erhöht die EKS AG die Versorgungssicherheit.Eine höhere Spannung erlaubt aufdem Netz mehr Transportkapazität. Es han-Dr. Thomas Erb, CEO der EKS AG, im Gespräch.delt sich dabei um eine Investition in dieZukunft. Zudem bedeutet eine Verringerungder Verluste auch mehr Energieeffizienz.Hat die EKS AG auf die Beschaffungskosten derelektrischen Energie – also auf den eigentlichenStromeinstandspreis, keinen Einfluss?Erb: Die EKS AG beschafft die Energie gemeinsammit ihrer Vorlieferantin Axpo amStrommarkt. Einen direkten Einfluss aufden Stromeinstandspreis hat sie nicht.Wie hoch fällt die Stromrechnung für einendurchschnittlichen Haushalt aus? Und waskostet der Strom am Tag zum Beispiel für einenHaushalt mit 4500 kWh Jahresverbrauch?Erb: Den durchschnittlichen Haushalt gibtes eben nicht. Der Bezug von elektrischerMehr Infos zu PreisenDie Strompreisseite der ElComfinden Sie unterwww.strompreis.elcom.admin.chAlle Preisblätter der EKS AGauf www.eks.chEnergie ist je nach Kunde sehr individuell.Die ElCom hat versucht, mithilfe von Modellendie Strompreise verschiedener Musterhaushaltezu berechnen. Sie können auf derHomepage der Elcom Ihre Postleitzahl in dasSystem eingeben und Ihren entsprechendenPreis berechnen lassen.Ein Mehr-Personen-Haushalt bezahlt bei unszwischen 2.– und 2.50 Franken am Tag fürdie Energie in der Schweiz. Damit kann erdie Räume erleuchten, waschen, kochen,fernsehen, Radio hören usw. In Deutschlandliegt der Betrag etwas höher, vor allem wegender höheren Abgaben und Steuern.6 EKS on! 2012 2012 EKS on! 7


Information!Information!Erneuerbare Energiemit TraditionWasserschloss Schweiz – die Bezeichnung zeigt, welchen Spitzenplatz dieWasserkraft in der heimischen Energieversorgung einnimmt. EKS ON! sprachmit dem Geschäftsführer des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes,Roger Pfammatter, über diese älteste erneuerbare Energie des Landes.Wenn in der Schweiz von erneuerbarenEnergien die Rede ist, wird die Wasserkraftoft fast vergessen. Sie ist so etabliert, dass siekaum noch als das wahrgenommen wird,was sie ist: eine echte erneuerbare Energiequelle.Schon seit rund 100 Jahren machtsich die Schweiz die Wasserkraft professionellfür die Stromproduktion zunutze. Heutedeckt sie etwa 56 Prozent des heimischenStrombedarfs. Ein Wert, um den so mancherdie Schweiz beneidet.Die Alpenlage mit Bergseen, Gletschern, Flüssenund Gefälle macht es möglich. Allerdingsgibt es hierzulande inzwischen so viele Wasserkraftwerke,dass der Bau neuer AnlagenWasserkraftwerks-Typennur noch eingeschränkt möglich ist. Entlangder grossen Schweizer Flüsse ist kaumein Platz ungenutzt. «Im besten Fall sindweitere 10 Prozent Strom aus Wasserkraftdenkbar», prognostiziert Roger Pfammatter,Geschäftsführer des Schweizerischen Wasserwirtschaftsverbandes.Zudem geraten die Ausbauwünsche der Politikzunehmend in Konflikt mit dem Landschafts-und Naturschutz. Ein Streitpunktist zum Beispiel das Thema Restwassermenge.Dabei geht es um die Frage, wie vielWasser entlang des ursprünglichen Flussbettsfliessen muss, wenn die Hauptmengedes Gewässers in ein Kraftwerk abgeleitetHochdruck- bzw. Speicherkraftwerke finden sich in der Regel in den Bergen.Das Wasser wird in einem Stausee zurückgehalten und fliesst auf dem Wegins Tal durch das Kraftwerk. Hochdruckkraftwerke nutzen das starkeGefälle und produzieren vor allem Spitzenstrom nach Bedarf.wird. Während Mindestwassermengen fürden Erhalt von Auenlandschaften und zumSchutz der Fische nicht grundsätzlich infragegestellt werden, ist klar, dass dieSchweiz der bestehenden Produktion angesichtsder Energiewende möglichst Sorgetragen sollte. In den nächsten Jahren werdenaufgrund der Restwasserbestimmungenbei der Jahresproduktion bis zu dreiTerawattstunden (TWh) Stromverloren gehen.Ein Verlust, den sich die Schweiz eigentlichnicht leisten kann. Denn die Energiewendeund der Verzicht auf Kernkraft bedeutenschon heute, dass 24 TWh Bandenergie unddamit 40 Prozent des gesamten Energiebedarfsdurch andere Energiequellen ersetztwerden müssen. Mindestens. Denn aufgrunddes steigenden Bedarfs, werden es tendenziellsogar noch mehr sein.Muttsee (2 446 m ü.M.)Natürlicher See, dessen Speichervolumendurch eine neue Staumauer von 9 Mio.auf 25 Mio. Kubikmeter erhöht wird.WasserschlossDas Wasserschloss sorgt für denDruckausgleich in den Rohren desPumpspeicherwerks.Der Ausbau der Wasserkraft allein kanndies also in keinem Fall leisten – trotz desjüngsten Bekenntnisses des Bundesrates zuihrem Ausbau in einer Studie vom Juni.Aber Wasserkraft kann der wichtigste inländischeEnergielieferant bleiben, sofernweiterhin in die Erneuerung der bestehendenProduktionsorte investiert wird. «Effizienzsteigerungenund Erweiterungen bestehendergrosser Anlagen sind die sinnvollsteStrategie», sagt Roger Pfammatter,der wenig von Kleinstkraftwerken an ungenutztenStellen von Gewässern hält. Diessei auch ein Ansatz, der laut Pfammattervon den Umweltschutzorganisationen mitgetragenwerde. Allerdings fehlen in vielenFällen die Investitionsanreize für diesenSchritt oder es stehen Konzessionserneuerungenoder gegebenenfalls der Heimfallan die Gemeinden an.Generell macht sich der Experte des Wasserwirtschaftsverbandesbeim Gespräch überdie Zukunft der Wasserkraft mehr Sorgenum Einschränkungen durch Politik undGesetzgebung denn um abschmelzendeGletscher durch den Klimawandel. So gehter davon aus, dass ein Anstieg der Temperaturund ein Verschwinden der Gletscher vorallem eine Verschiebung der Abflüsse vomSommer in den Frühling und Winter bringt,was je nach Anlage auch ein Vorteil seinkann. «Laufkraftwerke entlang der Mittellandflüssekönnten gewinnen, während Anlagenin den Gletschergebieten von Tessinund Wallis vermutlich Verluste verzeichnenwerden», meint Pfammatter. Inken HeebMehr zuWasserkraft:www.ekson.chLimmernsee (1 850 m ü.M.)Kernstück des Kraftwerks Linth-Limmernist der Stausee Limmernbodenmit 92 Mio. Kubikmetern Wasser.Niederdruck- bzw. Laufkraftwerke befinden sich klassischerweisean Flüssen. Sie funktionieren trotz geringen Gefällesdurch die Fliesskraft des Wassers und produzierenBandenergie.Kavernenzentrale600 Meter im Berginnern entsteht dieKavernenzentrale mit Pumpturbinenund Generatoren.Pumpspeicherkraftwerke befinden sich zwischen zweiSpeicherseen unterschiedlicher Höhenlage und funktionierenwie Batterien. Die Energie des überschüssigenStroms im Netz wird in Zeiten geringerNachfrage genutzt, um Wasser in einen höhergelegenen Speichersee zu pumpen. SobaldStrom gebraucht wird, lässt man dasWasser aus dem Speicher wieder insKraftwerk zur Produktion laufen.Tierfehd (811 m ü.M.)Ausgleichsbecken für dasPumpspeicherwerk.ZugangsstollenZugang zur Kavernenzentralein 1 800 Metern Höhe.«Linthal 2015»8 EKS on! 2012 2012 EKS on! 9


vonAktion!20 ProzentAEW ON! LeserrabProfitieren vonErstklassiges Konzert mit Salut Salon.Das Tropenhaus.Tropenhaus und Salut Salon20 ProzentEKS ON!LeserrabattEKS ON! Energiereise der Twerenbold Reisen AGin Zusammenarbeit mit der EKS AGSinnesfreuden pur in Stadt und Kanton Luzern: Entdecken Sie dieWelt des Tropenhauses Wolhusen und geniessen Sie die zauberhaftenKlänge von Salut Salon im KKL Luzern.Exotisches Tropenhaus WolhusenFürs Erste fahren wir ins Restaurant Rebstockin Wolhusen, wo wir ein 3-Gang-Menüzu uns nehmen.Dann tauchen wir in den «Dschungel» desTropenhauses Wolhusen ein. Während desRundgangs erleben wir, wie tropische Pflanzen,Früchte und Gewürze dank Abwärmenutzungkultiviert werden können. Auf1 900 Quadratmetern präsentiert der tropischeGarten über 100 verschiedene Nutzpflanzenwie Mango, Bananen, Papaya, Cherimoya,Kumquat, Longan. Im Shop könnenviele leckere Erzeugnisse aus dem Tropenhausgekauft werden.Wunderbare Klänge im KKLNach Kaffee und Kuchen fahren wir weiterzum KKL Luzern. Uns erwartet der Ohrenschmaus«Dichtung und Wahrheit – das Besteaus 10 Jahren» des Quartetts «Salut Salon».Salut Salon? Vier Hamburger Mädels, dieKlassik mit Entertainment verbinden. Sie füllenKonzerthäuser von China bis Chile. Siefeiern ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum mitHighlights aus früheren Programmen, neuarrangiert. Salut-Salon-Klassiker mit akrobatischenEinlagen, Tango, Chansons, FilmundKammermusik. Virtuose Leckerbissennonstop.Die Reise im Überblick:Samstag, 27. Oktober 2012Abfahrt: 11.15 Uhr ab SchaffhausenFahrt mit modernem Komfortklasse-Bus3-Gang-MittagessenEintritt und Führung im TropenhausKonzertkarte Salut Salon, Kat. 3(Konzertbeginn 19.30 Uhr)Erfahrener ChauffeurRückkehr nach Schaffhausen ca. 23.45 UhrEKS ON! Sonderpreis: 165 Franken p.P.(Nicht inbegriffen: Getränke zum Mittagessen)Mehr zurReise unter:www.ekson.ch/energiereiseAnmeldungEKS ON! Tropenhaus und KKLName:Vorname:Strasse:PLZ / Ort:Telefon:Anzahl Personen:Melden Sie sich bis am 05.10.2012 an bei:EKS AG, Rheinstrasse 37, 8201 SchaffhausenTelefon +41 (0)52 633 52 14oder auch Twerenbold Reisen AGTelefon +41 (0)56 484 84 84Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.16 EKS on! 2012✁Internet-Buchungscode aufwww.twerenbold.chtwolh

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