Der Hof des Purpurmantels .pdf

deldongo

versuchte jedes sich irgendwie verständlich zu machen, undder Mimik nach gelang es manchen sehr gut, anderen weniger.Überwältigt von so viel Neuem, beobachtete er sie still, ohne sichvorerst beteiligen zu wollen, denn auch weil die anderen schonso lebhaft in Gespräche vertieft waren, fiel es ihm schwer, einenEinstieg zu finden.Nach einer kurzen Stille, die das Eintreten des Abts hinterlassenhatte, fingen die anderen Kinder an, wieder miteinanderzu reden. Wie kann das sein? dachte Ronan. Sie unterhielten sichin vielen Sprachen, aber der Abt hatte doch nur eine Sprache gesprochen.Ronan hatte ihn verstanden, und so hatte er automatischangenommen, daß der Abt seine Sprache gesprochen hätte.Wie konnte es da sein, daß auch die anderen seine Anspracheverstanden hatten? Es war und blieb ihm ein Rätsel. Später, als ersich mit den anderen verständigen konnte, erfuhr er, daß ein jederglaubte, der Abt spräche seine Sprache. Außer Aziz zweifeltekein anderes Kind daran, da sie den Abt alle verstanden hatten.Der Hof lag mittlerweile weit hinter ihnen. Ronan und seinMeister näherten sich in der friedlichen Nacht den Bergen imSüden. Vielleicht kamen deswegen all die Erinnerungen an denersten Tag am Hof des Purpurmantels wieder hoch. Den Frieden,den Ronan bei der Begrüßung empfunden hatte, hatte erin dieser Weise nie wieder erlebt, und seine Seele sehnte sich oftdanach.Diese Berge scheinen eine magische Kraft zu haben. Werde ichjetzt vielleicht zu einem Geheimort gebracht?, fragte sich Ronan.In Gedanken versunken, stieß er mit seinem Fuß an eine Baum-19

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