halbjahresfinanzbericht per 30.06.2011

alpine

halbjahresfinanzbericht per 30.06.2011

halbjahresfinanzbericht

per 30.06.2011


inhalt

04 Vorwort der Geschäftsführung

07 Halbjahreslagebericht

23 Konzernhalbjahresabschluss

29 Anhang zum Konzernhalbjahresabschluss

36 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

37 Impressum


Vorwort der

GeschäftsführunG

Das erste Halbjahr 2011 hat sich für ALPINE zufriedenstellend entwickelt. Vor dem Hintergrund

differenzierter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten konnte eine Bauleistung

von 1,52 Mrd. Euro erreicht werden. Das entspricht einer eindrucksvollen Steigerung gegenüber dem

Vorjahr von über 9 %. Auch wenn sich dieser Anstieg zum Teil darauf zurückführen lässt, dass der

Vorjahreswert von überdurchschnittlich harten Witterungsverhältnissen beeinflusst war, stimmt uns

diese Entwicklung zuversichtlich. Für das Gesamtjahr gehen wir daher ebenfalls von einer leichten

Steigerung der Bauleistung im Vergleich zu 2010 aus.

Mit einem Auftragsstand von 3,27 Mrd. Euro per 30. Juni 2011 fühlen wir uns für die Zukunft sehr gut

gerüstet. Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (3,34 Mrd. Euro) ist vor allem durch Verschiebungen

im Rahmen von Großprojekten zu erklären.

Mit einem EBT zum Halbjahr 2011 in Höhe von -4,4 Mio. Euro liegen wir unter dem Vorjahresniveau von

0 Mio. Euro. Die Entwicklung der Ertragslage hinkt dem erfreulichen Aufschwung bei der Bauleistung

noch hinterher. Bei unverändert starkem Margendruck konnten die im Vorjahr begonnenen Effizienzsteigerungsprogramme

noch nicht die volle Wirkung entfalten. Entsprechende Maßnahmen wurden daher

verstärkt und beschleunigt, um das angepeilte EBT auf Vorjahresniveau erreichen zu können.

Eine positive Entwicklung lässt sich von unseren Kernmärkten Österreich und Deutschland vermelden.

Während wir unseren eindrucksvollen Wachstumskurs in Deutschland im ersten Halbjahr 2011

ungebrochen fortsetzen konnten, ist nach 2 Jahren rückläufiger Bauleistung in Österreich eine Stabilisierung

auf niedrigerem Niveau erreicht worden.

Der Balkanraum, der gesamtwirtschaftlich – aber vor allem was Infrastrukturinvestitionen betrifft – in

den Jahren der Wirtschaftskrise eine stark rückläufige Entwicklung erlebt hatte, konnte sich nach wie vor

nicht nachhaltig erholen. Er gilt für uns jedoch weiterhin als ein Markt mit enormem Potenzial. Aufgrund

unserer starken Positionierung fühlen wir uns für den zu erwartenden Aufwärtstrend strategisch sehr

gut aufgestellt.


Die ALPINE-ENERGIE - Gruppe, unser Standbein am Sektor alternative Energien, Kommunikations- und

Fahrleitungstechnik sowie Bau von Anlagen und Hochleitungen, gewinnt zunehmend an Bedeutung

innerhalb des Konzerns und konnte auch im laufenden Jahr 2011 ihren beeindruckenden Expansionskurs

fortsetzen.

Wir sind stolz auf unsere qualifizierten, engagierten und loyalen Mitarbeiter. Sie bilden die Basis für den

Erfolg von ALPINE. Diese hervorragenden Mitarbeiter, eingebettet in eine zeitgemäße Organisationsstruktur,

sind es auch, die ALPINE die Möglichkeit geben, flexibel und rasch auf geänderte Rahmenbedingungen

reagieren zu können. Dieser Vorteil wird in Zeiten wie diesen zu einem strategischen

Wettbewerbsfaktor, der uns trotz des schwierigen Umfeldes absolut zuversichtlich in die Zukunft blicken

lässt. Ein herzliches Dankeschön an alle unsere Mitarbeiter!

Werner Watznauer

ALPINE Holding GmbH

ALPINE HALbjAHrEsbErIcHt 2011

05


halbjahres-

laGebericht


1 wirtschaftliches

umfeld in unseren

wesentlichen

märkten

weitere erholunG

Von der wirtschaftskrise

Die Wirtschaft gewinnt nach der Erholung von der Krise weiter an Fahrt. Die teils noch geringen

Zuwächse im Jahr 2010 werden 2011 klar besser ausfallen. Auch für die Folgejahre sind die Prognosen

optimistisch.

Sparmaßnahmen in vielen Ländern zur Budgetkonsolidierung führen zu Rückgängen im Infrastrukturbau.

Dem entgegen steht aber weiterhin der Aufholbedarf in südost- und osteuropäischen Ländern. Bei

einer weiter positiven Entwicklung der Wirtschaft könnten die Restriktionen gelockert werden und die

öffentliche Nachfrage wieder etwas anziehen. Ein weiterer Effekt der positiven Wirtschaftsentwicklung

sind positive Tendenzen im Wirtschaftsbau und mit etwas Verzögerung auch im Wohnungshochbau.

Die aktuelle Griechenlandkrise stellt für viele Wachstumsaussichten – insbesondere in der Eurozone –

ein mögliches Abwärtsrisiko dar.

Die Baupreise werden von den hohen Rohstoff- und Energiepreisen getrieben.

Österreich

Für Österreich wird nach einem starken ersten Quartal mit einem Wachstum von 1,0 % für das Jahr

2011 mit einem Wirtschaftswachstum von 3,1 % gerechnet. Die Inflation zieht dabei mit und wird zur

Jahresmitte einen Wert von 3,5 % erreichen. Dank der guten Konjunktur bietet der öffentliche Finanzrahmen

2012–2015 trotz der Sparmaßnahmen voraussichtlich einen gewissen Spielraum.

Die Bauwirtschaft in Österreich erholt sich nur langsam von den Rückgängen durch die Krise. Für 2011

wird ein Nullwachstum vorausgesagt, in den Folgejahren geringe Steigerungsraten. Der Infrastrukturbau

ist generell weiter rückläufig. Die Evaluierung des Ausbauplanes der Bundesinfrastruktur 2011–

2016 betrifft hauptsächlich neue Projekte. Der Tiefbaubereich bleibt 2011 negativ und wird in den

Folgejahren stagnieren. Dagegen zeigen der Wirtschafts- und öffentliche Hochbau positive Signale.


deutschland

Deutschland konnte nach 3,6 % Wachstum im Jahr 2010 auch im ersten Halbjahr 2011 seinen

Wachstumspfad fortsetzen. Stabile externe wie auch inländische Nachfrage, eine günstige Finanzlage

und niedrige Arbeitslosigkeit weisen auch für die Folgejahre in den Prognosen ein Wirtschaftswachstum

von 1,5 % bis 2,5 % aus. Mit dem Überschreiten der 80-%-Marke der Staatsverschuldung sieht sich

Deutschland zur Konsolidierung der öffentlichen Hand gezwungen, was aber angesichts der günstigen

Wirtschaftslage milder ausfallen könnte, als es auf den ersten Blick scheint.

In der Bauwirtschaft in Deutschland wird das Nachlassen der öffentlichen Nachfrage durch private

Nachfrage kompensiert. Für 2011 wird ein Wachstum von 1,7 % erwartet – ein Wachstumsniveau, das

auch in den Folgejahren gehalten werden sollte. Im öffentlichen Sektor fällt im Straßenbaubereich die

schwierige Situation der Kommunen, die ihrem Investitionsrückstand nicht nachkommen können, ins

Gewicht. Einen Investitionsrückstand gibt es auch bei der Deutschen Bahn. Dem entgegen stehen

positive Aussichten im Energie- und Telekommunikationsbereich. Der Hochbau wird getragen von

privater Nachfrage im Wohnbau sowie vom Wirtschaftsbau, in dem nach zurückhaltender Investitionstätigkeit

der letzten Jahre die Kapazitätsgrenzen erreicht sind und nun expandiert wird.

südosteuropa

bulGarien

Nach einer Stagnation des Wirtschaftswachstums im Jahr 2010 wird für Bulgarien 2011 ein Wachstum

von 3 % erwartet. Exporte und eine stabilisierte Inlandsnachfrage sind dafür verantwortlich, während

die ausländischen Investitionen in Bulgarien noch nicht das Niveau vor der Krise erreicht haben.

Getrieben von Energie- und Lebensmittelpreisen, erreicht die Inflation Werte um 4 %.

Die Bauwirtschaft zeigt nach Jahren sehr hohen Wachstums und dem Rückgang in der Krise weiterhin

ein verhaltenes Wachstum in der Größenordnung von 1 – 2 %. Die Erholung der Gesamtwirtschaft bietet

Chancen im Bereich Geschäfts- und Büroimmobilien und Wohnbau. Im Infrastrukturbereich bleibt der

Straßenbau dominant, wenngleich auch der Bahnbau zunehmend eine wichtige Rolle einnimmt.

Griechenland

ALPINE HALbjAHrEsbErIcHt 2011

Die gegenwärtigen Unsicherheiten in Griechenland lassen keine zuverlässigen Prognosen zu. Rigorose

staatliche Sparmaßnahmen sowie die angespannte allgemeine Situation üben sowohl auf den Infrastruktur-

wie auch den Hochbaubereich weiterhin Druck aus. Wachstum im Bausektor ist auch in den

kommenden Jahren nicht in Sicht. Chancen bieten am ehesten noch die laufenden Privatisierungen von

Staatseigentum.

09


kroatien

Kroatiens Wirtschaft verzeichnete auch für das Jahr 2010 mit -1,5 % einen weiteren Rückgang der

Wirtschaftsleistung, der jedoch geringer ausfiel als im Vorjahr. Für 2011 zeigen sich Prognosen zufolge

erste verhaltene Erholungstendenzen. So wird für das kommende Jahr mit einem Wachstum von rund

+1,3 % gerechnet.

Aufgrund der gegenwärtigen Budgetrestriktionen zeigt auch die Bauwirtschaft für 2011 nur verhaltene

Wachstumsentwicklungen. Nichtsdestotrotz gibt es eine Reihe von Projekten im Rahmen von Privatisierungsinitiativen.

Auch der EU-Beitritt Kroatiens sollte langfristig die Bauwirtschaft weiter stützen.

rumänien

Eine solide Entwicklung des Exports sowie ausländischer Investitionen führen Rumänien 2011 mit

1,5 % wieder in die Wachstumszone zurück. In den Folgejahren erreicht das Wirtschaftswachstum

durchgehend Werte über 4 %. Mit dem Wachstum kann auch die Staatsverschuldung gebremst werden.

Nur im Jahr 2011 könnte die Inflation mit über 6 % hoch sein, ab 2012 werden Werte zwischen 3 % und

4 % prognostiziert.

Für die rumänische Bauwirtschaft wird 2011 noch mit einem Rückgang von 2,6 % gerechnet. In den

Jahren 2012 bis 2015 soll die Bauwirtschaft aber mit Wachstumsraten von 7,7 % bis 10 % den Umfang,

den sie 2008 hatte, übersteigen. Dieses Wachstum wird sowohl vom Infrastruktur- wie auch vom

Hochbau gespeist. Weiterhin sind eine Anzahl von Projekten mit EU-Unterstützung geplant, die nach

und nach umgesetzt werden. Auch der Kraftwerksbau und die Energieverteilung bieten Chancen.

serbien

Die serbische Wirtschaft zeigte für 2010 ein leichtes Wachstum von +1,7 %. Für das Jahr 2011 wird

eine deutlich solidere Wachstumsentwicklung erwartet. Grundlage für diese Entwicklung sind insbesondere

die steigende Binnennachfrage, aber auch stabile Investitionen aus dem Ausland.

Während die Bauwirtschaft 2010 in Serbien noch von der Wirtschaftskrise geprägt war, sollten die

dringend notwendigen infrastrukturellen Maßnahmen ab 2011 das Branchenwachstum deutlich positiv

beeinflussen. Auch im Industriebau werden verstärkte Impulse für die Branche erwartet.

sonstiGer balkan

In Albanien, Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo und Mazedonien hat die Wirtschaft 2011 wieder an

Fahrt gewonnen. Nach einer Größenordnung von 3 % Wachstum im Jahr 2011 werden in den Folgejahren

durchweg 4 % Wirtschaftswachstum erwartet. Montenegro und Slowenien weisen ein etwas

langsameres Wachstum auf. Ausschlaggebend für die Erholung dieser Länder ist die Exportnachfrage

und zum Teil auch die Investitionstätigkeit in den Ländern. Ein Risiko für einige Länder auf dem Balkan

ist die Verflechtung mit der griechischen Wirtschaft.


In Slowenien ist nach einigen Jahren stark rückläufiger Bautätigkeit wieder ein Wachstum von 4 % in

Sicht. Trotzdem wird die Bauwirtschaft vom Umfang her die Werte von 2008 mittelfristig nur schwer

erreichen.

In Albanien und Bosnien-Herzegowina sendet die Bauwirtschaft nach Einbrüchen der letzten Jahre

wieder positive Signale aus. Verbesserte Finanzierungsbedingungen, neue Investoren und Institutionen

wie die Europäische Investment Bank und Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung sind

hierfür ausschlaggebend.

Potenzial bietet weiterhin der Aufholbedarf bei Infrastruktur. Während verschiedene Großprojekte nur

mittelfristig möglich sein werden, bieten kleinere Projekte Chancen.

Kraftwerksbauten zur Sicherstellung der Energieversorgung sind in mehreren Ländern geplant,

beispielsweise Wasserkraft in Montenegro und Bosnien sowie Kohlekraftwerke in Albanien.

nordosteuropa

polen

Nach einer Erholung der polnischen Gesamtwirtschaft im Vorjahr wird auch für das laufende Geschäftsjahr

ein gesundes BIP-Wachstum von 3,8 % prognostiziert. Während sich sowohl die private Konsumnachfrage

als auch die Exporte positiv entwickeln, bleibt die weiterhin relativ hohe Neuverschuldung

des Staates eine Herausforderung für Polen.

Gestützt durch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, hat sich auch der Hochbausektor Polens im

Vorjahr wieder erholt und setzt seinen positiven Trend auch 2011 fort. Als bedeutender Motor der

Bauindustrie des laufenden Jahres wird noch immer der Tiefbau gesehen, da bis zur Fussball-EM 2012

weiterhin wichtige Investitionen in die Infrastruktur anstehen.

russland

Die steigenden Rohstoffpreise, vor allem bei Rohöl, wirken sich neben der Leistungsbilanz und der

Budgetverschuldung auch auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Russlands positiv aus. Nach 4,0 %

Wirtschaftswachstum im Vorjahr wird 2011 ein weiterer Anstieg in dieser Größenordnung erwartet.

In Russlands Bauindustrie wird, getragen durch den Aufschwung im Infrastrukturbereich, für das

laufende Jahr erstmals seit der Krise wieder ein Wachstum erwartet. Damit sollen 2011 nach drei Jahren

auch die Beschäftigungszahlen in der Branche wieder steigen. Vor allem Infrastruktur, wie Pipelines

oder Transportinfrastruktur, die für die Ausfuhr von Rohstoffen notwendig sind, werden von der

russischen Regierung priorisiert.

slowakei

ALPINE HALbjAHrEsbErIcHt 2011

Auch die Slowakei konnte bereits 2010 wieder ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnen. Obwohl

erwartet wird, dass die Sparmaßnahmen des Staates den Aufschwung etwas dämpfen werden, werden

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vor allem aus dem Exportsektor und durch die erstarkende Investitionstätigkeit positive Impulse

erwartet. Für 2011 liegt das prognostizierte BIP-Wachstum des Landes bei 3,8 %.

Als Folge der Wirtschaftskrise hat sich die slowakische Bauwirtschaft in den letzten beiden Jahren

rückläufig entwickelt. Während auch 2011 noch ein leichter Rückgang in der Branche erwartet wird, wird

bereits im kommenden Jahr sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau mit einer Erholung gerechnet. Dies soll

unter anderem durch die Revitalisierung angehaltener Bauprojekte und eine vermehrte Verwendung

verfügbarer EU-Mittel für den Ausbau der Infrastruktur erreicht werden.

tschechien

In der Tschechischen Republik setzt sich die Erholung der Wirtschaft Anfang 2011 fort, und für das

Gesamtjahr wird ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,7 % erwartet. Allerdings wird damit

gerechnet, dass die private Nachfrage weiterhin verhalten bleibt und auch die Investitionen von

staatlicher Seite im laufenden Jahr zurückgefahren werden. Damit bleibt der Exportsektor der wesentliche

Wachstumstreiber des Landes.

Die Erwartungen hinsichtlich des Wachstums des Tiefbausektors, die bis vor kurzem noch sehr optimistisch

waren, wurden nach den Wahlen und aufgrund des Sparkurses der neuen Regierung in den

neuesten Prognosen nach unten revidiert. Dafür wird im Hochbau, und hier vor allem im Wohnungsbau,

bereits im aktuellen Wirtschaftsjahr wieder ein Wachstum erwartet.

unGarn

Aufgrund der relativ hohen Staatsverschuldung hat auch Ungarn ehrgeizige Sparmaßnahmen für die

nächsten Jahre angekündigt, die hauptsächlich die staatliche Ausgabenseite betreffen werden.

Nichtsdestotrotz wird 2011 sowohl für die privaten als auch für die öffentlichen Ausgaben, sowie für

den Export eine positive Entwicklung prognostiziert, wodurch das Bruttoinlandsprodukt im laufenden

Jahr um 2,8 % wachsen soll.

In Ungarn setzte sich der negative Trend in der Bauwirtschaft unter anderem durch die Einstellung

einiger Großprojekte und die Verschiebung erhoffter Wohnbauprogramme im Jahr 2010 fort. Durch erste

Stabilisierungstendenzen im Wohnungsbau wird erwartet, dass der Rückgang der Branche 2011 nur

mehr relativ gering ausfallen wird. Bereits im kommenden Jahr werden für den Hochbau wieder

dynamische Wachstumsraten prognostiziert.


west- und nordeuropa

luxemburG

Die Wachstumsraten der Wirtschaft in Luxemburg zählen zur Spitzengruppe in der EU. Bereits 2010

konnten die krisenbedingten, rückläufigen Entwicklungen mit solidem Wachstum nahezu wieder wett

gemacht werden. Prognosen zufolge wird das Wachstum im Jahr 2011 rund 3 % betragen.

Die Bauwirtschaft war in Luxemburg weitaus weniger betroffen als in den anderen Mitgliedsstaaten der

EU. So konnte beispielsweise der Wohnungsbau in Luxemburg als erster im EU-Vergleich 2010 wieder

zulegen. Der Immobilienmarkt ist in der Krise relativ stabil geblieben und weist erneut ein Wachstum auf.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt künftig auch auf dem Bereich der Energieeffizienz.

schweden

Dank der starken öffentlichen und privaten Nachfrage sowie der gesunden Exportwirtschaft, konnte

Schweden bereits 2010 wieder ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts verzeichnen. Durch die

weiterhin relativ stabile Budgetsituation des Landes und ein erwartetes Wirtschaftswachstum von

3,8 % im Jahr 2011 bleiben die Aussichten positiv.

Entsprechend der Gesamtwirtschaft hat sich auch der Bausektor des Landes bereits im Vorjahr von der

Krise erholt und wird laut den Prognosen seinen positiven Trend fortsetzen. Vor allem der Wohnungsbau

hat unter anderem durch die starke Nachfrage, die niedrigen Zinsen und die wiedererstarkende

Wirtschaft an Fahrt gewonnen.

schweiz

ALPINE HALbjAHrEsbErIcHt 2011

Die Schweizer Volkswirtschaft stellt sich wie schon in den letzten Jahren als sehr stabil heraus. Ein

Wachstum von deutlich über 2 % für 2011 soll sich in den Folgejahren auf etwa 2 % einpendeln. Mit

einer geringen Haushaltsverschuldung, einer soliden Inlandsnachfrage und steigenden Exporten ist die

Schweiz sehr gut aufgestellt. Bevölkerungswachstum und günstige Hypothekarkredite fördern den

Wohnbau.

Die Bauwirtschaft konnte selbst in den Krisenjahren zulegen. Auch für die Jahre ab 2012 wird ein

konstantes Wachstum einhergehend mit dem Gesamtwirtschaftswachstum erwartet. Der Tiefbaubereich

pendelt sich nach starken Wachstumsraten mit dem Auslaufen von Großprojekten wieder ab 2012

auf ein Wachstum von 2 – 3 % ein. Vielversprechend bleibt der Bahnsektor in der Schweiz. Am Masterplan

„Bahn 2030“ wird weiter gearbeitet. Derzeit werden zwei Alternativen mit Investitionen von 14 bzw.

8 Milliarden Euro diskutiert.

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asien

china

Die chinesische Wirtschaft unterstrich im Vorjahr mit einer robusten Wachstumsrate von +10,5 %

erneut ihre außerordentliche wirtschaftliche Dynamik. Für das Jahr 2011 wird mit geringfügig niedrigeren

Wachstumsraten um +9,6 % gerechnet.

Geprägt von signifikanten Wachstumsraten der letzten Jahre wird sich das Wachstum der chinesischen

Bauwirtschaft 2011 auf ein deutlich moderateres Niveau einpendeln als noch im Jahr 2010. Dennoch

werden Wachstumsraten von rund 9 % prognostiziert. Im Infrastruktursektor gewinnen erneut die

Bereiche Energie und Transport an Bedeutung.

indien

Die indische Volkswirtschaft zählt auch 2011 zu den führenden Wachstumsregionen der Weltwirtschaft.

Nach den hohen, knapp zweistelligen Wachstumsraten des Vorjahres wird für 2011 mit einem

minimalen Rückgang auf rund + 8 % gerechnet.

Prognosen für die Bauwirtschaft zeigen für das Jahr 2011 eine Steigerung des Realwachstums von rund

8,6 %. Gestützt wird diese Entwicklung durch geplante Investitionen in den Infrastrukturbereich

insbesondere in Transport, Energie und verstärkte Urbanisierung. Künftig stehen vermehrt auch

Beteiligung von Privatinvestoren an Infrastrukturprojekten über Private Public Partnership (PPP) Modelle

im Fokus der indischen Regierung.

sinGapur

Nach deutlichen krisenbedingten Einbrüchen der Wirtschaftsleistung in Singapur konnte 2010 ein

Rekordwachstum verzeichnet werden. Für das Jahr 2011 ist mit einer Dämpfung dieser Entwicklung zu

rechnen. So wird für 2011 ein Wachstum von rund 5,2 % prognostiziert.

Auch in der Bauwirtschaft wird mit einer Korrektur des Wachstums auf ein moderates Niveau gerechnet.

Laut Prognosen wird für das Jahr 2011 mit einer Wachstumsrate von rund 7 % gerechnet. Dies wird

insbesondere gestützt von verstärkten öffentlichen Investitionen in den Infrastrukturbereich. Neben

den Investitionen in den Verkehrswegebau zeigt sich im Energiesektor ein erhöhtes Potenzial. Aufgrund

der geplanten Investitionen kann mittelfristig mit einer stabilen Entwicklung gerechnet werden.


VereiniGte arabische emirate/oman

Vae

Nach einem Rückgang der Wirtschaftleistung im Jahr 2009 sind die Vereinigten Arabischen Emirate seit

dem Vorjahr wieder voll auf Wachstumskurs. Für 2011 wird vor allem dank des florierenden Ölgeschäfts

und der verstärkten Ausgabenpolitik ein Wirtschaftswachstum von 3,3 % erwartet.

Nachdem der Bausektor der Emirate im Vorjahr von der Krise in Dubai gezeichnet war, wird erwartet,

dass sich die Branche 2011 erholt und wieder moderat wachsen wird. Getrieben wird das Wachstum

dabei besonders von Investitionen in Abu Dhabi und in geringerem Maße auch durch Infrastrukturvorhaben

in Dubai.

oman

ALPINE HALbjAHrEsbErIcHt 2011

Nach dem Boom-Jahr 2008 und einem Einbruch der Wirtschaft im Jahr 2009 hat sich das Wirtschaftswachstum

im Oman auf einem Niveau von etwa 4 % eingependelt. Ein Grund für das Wachstum sind die

umfangreichen Investitionen in Techniken zur verbesserten Rohölförderung, die auch die Exporteinnahmen

des Sultanats steigen lassen.

Im Gegensatz zu anderen Golfstaaten war man im Oman mit großen Infrastrukturbauten in der Vergangenheit

relativ zurückhaltend. Mittlerweile sind jedoch ambitionierte Infrastrukturprojekte im Bereich

von Flug- und Seehäfen, Straßen und Eisenbahnen auf dem Weg, die durch Petro-Dollar finanziert

werden.

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2 Geschäfts-

Verlauf

Die konsolidierte Bauleistung (d. h. die nach betriebswirtschaftlichen Kriterien abgegrenzte Jahresbauleistung

einschließlich anteiliger Bauleistung der Arbeitsgemeinschaften) verzeichnete im Berichtsjahr

einen Zuwachs um 9,4 % auf 1.522 Mio. Euro (Vorjahr: 1.392 Mio. Euro). Wie im Vorjahr wurde rund die

Hälfte der Leistungen im Ausland erbracht. Der Auftragsstand zum Berichtszeitpunkt belief sich auf

3,3 Mrd. Euro.

ertraGslaGe

Die GuV-Gesamtleistung stieg im Berichtsjahr um 14,1 % auf 1.361 Mio. Euro. Der saldierte Nettoaufwand

aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist von

87,1 Mio. Euro auf 114,6 Mio. Euro gestiegen und entspricht damit einem Anteil von 8,4 % (Vorjahr:

7,3 %) an der GuV-Gesamtleistung. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind um

13,5 % auf 832,4 Mio. Euro (Vorjahr: 733,4 Mio. Euro) gestiegen, während sich der Personalaufwand

um 11,1 % auf 388,2 Mio. Euro erhöht hat. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 %

gesunken und belaufen sich auf 28,1 Mio. Euro.

Das Zinsergebnis inklusive Währungsdifferenzen hat sich mit einem saldierten Aufwand gegenüber dem

Vorjahr von 13,8 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro verringert.

Das sonstige Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr in etwa verdoppelt und beträgt rund

0,9 Mio. Euro.

Aufgliederung der Bauleistung nach Geschäftsfeldern in TEUR

Geschäftsfeld 01-06/2011 01-06/2010

Veränderung

in %

Hoch- und Kraftwerksbau 544.960 508.139 7,25%

Tiefbau 733.268 681.892 7,53%

Kommunikation / Energie 185.684 139.566 33,04%

Übrige Bausparten 58.272 62.456 -6,70%

Konzern 1.522.184 1.392.053 9,35%


Aufteilung der Bauleistung nach Ländern in TEUR

Land 01-06/2011 01-06/2010

Veränderung

in %

Anteil an der

Bauleistung

01–06/2011 in %

Auftragsstand

30.06.2011

Österreich 633.176 632.822 0,06% 41,60% 880.290

Deutschland 358.551 282.683 26,84% 23,56% 768.659

Südosteuropa 196.559 221.793 -11,38% 12,91% 524.763

Nordosteuropa 180.513 143.874 25,47% 11,86% 367.635

übriges West-

und Nordeuropa

83.466 58.401 42,92% 5,48% 338.871

Asien 69.919 52.480 33,23% 4,59% 385.806

Konzern 1.522.184 1.392.053 9,35% 100,00% 3.266.024

VermÖGens- und finanzlaGe

Die Vermögens- und Finanzlage ist geprägt durch die unterjährige Vorfinanzierung von Bauprojekten,

die sich während des Jahres in der Erhöhung der Forderungen und Finanzverbindlichkeiten sowie der

Bilanzsumme niederschlägt.

In das Sachanlagevermögen wurden im ersten Halbjahr 23,9 Mio. Euro investiert. Die mit den

Bankguthaben saldierten Finanzverbindlichkeiten stiegen im Berichtszeitraum von 246,8 Mio. Euro

auf 470,9 Mio. Euro.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtszeitraum um 254,5 Mio.

Euro auf 1.596,7 Mio. Euro erhöht, zudem sind die Lieferanten- und sonstigen Verbindlichkeiten um

33,3 Mio. Euro auf 1.233,6 Mio. Euro angestiegen.

Das Eigenkapital hat eine Erhöhung um 5,0 Mio. Euro auf 416,7 Mio. Euro verzeichnet. Unter Berücksichtigung

des Anstiegs der Bilanzsumme um 293,7 Mio. Euro hat sich die Eigenkapitalquote von 17,9 %

auf 16,1 % reduziert.

erläuterunGen zur

kapitalflussrechnunG

ALPINE HALbjAHrEsbErIcHt 2011

Der Cashflow aus dem Ergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 31,8 Mio. Euro auf 43,5 Mio.

Euro. Die Veränderung im Nettoumlaufvermögen (Working Capital) von -244,6 Mio. Euro (Vorjahr:

-230,7 Mio. Euro) ist wesentlich beeinflusst von der Erhöhung der Außenstände in Verbindung mit der

Vorfinanzierung von Bauvorhaben. Die Mittelverwendung für Investitionen in Höhe von 34,4 Mio. Euro

(Vorjahr 39,5 Mio. Euro) resultiert vor allem aus der Anschaffung von Maschinen und Geräten.

17


finanzierunG

Die Finanzierung der ALPINE Gruppe wird zentral koordiniert, wobei die Entscheidungen für die

jeweiligen Kreditgeber anhand verschiedener Kriterien wie Währungsgegebenheiten, Devisenregelungen

und steuerlicher Überlegungen getroffen werden. Derzeit entfallen rund zwei Drittel der gesamten

Kreditrahmen auf die ALPINE Bau sowie ALPINE Holding, die andere Hälfte auf diverse, vor allem

ausländische Tochterfirmen.

Zentraler Fokus ist nach wie vor die Liquiditätssicherung für die Unternehmensgruppe. Der in den

letzten Jahren forcierte Abschluss von langfristigen Finanzierungsfazilitäten wurde auch im ersten

Halbjahr 2011 erfolgreich weiter verfolgt. So kam es im Jänner zur Ziehung eines noch im Jahr 2010

abgeschlossenen syndizierten Kredits von 160 Mio. Euro sowie zum Ende des ersten Halbjahres zur

Emission der nach 2010 bereits zweiten Publikumsanleihe der ALPINE Gruppe. Die 5-jährige Anleihe mit

einem Kupon von 5,25 % wurde vom Markt gut aufgenommen, aufgrund der guten Nachfrage konnte

das ursprünglich geplante Emissionsvolumen sogar von 75 Mio. EUR auf 90 Mio. Euro aufgestockt

werden.

Von Seiten des Finanzmarktes sind nach wie vor ausreichende Liquidität und ein, nach einem zwischenzeitlichen

Anstieg, nach wie vor tiefes Zinsniveau zu vermelden, die Zinsmargen bewegen sich im

wesentlichen auf Höhe des Vorjahres. Nach den jüngsten Turbulenzen der Finanzmärkte ist ein

signifikanter Zinsanstieg auch wieder in weitere Ferne gerückt. In jedem Fall weist die ALPINE Gruppe

einen ausgewogenen Mix aus fix und variabel verzinsten Verbindlichkeiten auf.

Die Verschuldungsstruktur stellt sich per 30.6.2011 folgendermaßen dar:

Finanzierungssituation in TEUR

30.06.2011 30.06.2010

Bankkredite Rahmen 927.767 772.051

Bankkredite Ausnützung 522.469 561.726

Anleihe 2010-2015 (Nominale EUR 100 Mio.) 104.658

Anleihe 2011-2016 (Nominale EUR 90 Mio.) 89.801

FCC Gesellschafterdarlehen 38.827 38.231

abzüglich Bankguthaben -284.861 -164.569

Nettoverschuldung 470.894 435.388


3 risiko-

manaGement

Aufgabe des konzernweiten Risikomanagementsystems von ALPINE ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen,

zu überwachen und Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen. Die Risikomanagementaufgaben

sind klar strukturiert und liegen in der Verantwortung sowohl der operativen Einheiten als auch der

zentralen Stabsstellen. Mit den in den operativen Einheiten installierten Kontrolleinrichtungen und dem

zentralen Managementinformationssystem wird bei den Mitarbeitern aller Ebenen ein Kosten- und

Risikobewusstsein geschaffen und gefordert. Die zentralen Stabsstellen Konzerncontrolling, Baubetriebswirtschaft,

Rechtsabteilung, Finanzen und Business-/Corporate Development nehmen in enger Abstimmung

mit der Geschäftsführung die konzernweiten Kontrollfunktionen wahr und beraten in fachlichen

Belangen. Darüber hinaus nehmen die zentralen Stabsstellen übergeordnete Controllingaufgaben wahr

und berichten regelmäßig und umfassend über mögliche Risiken direkt an die Geschäftsführung.

Das Risikomanagement betrachtet dabei Finanzrisiken (Währungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken)

ebenso wie Beschaffungsrisiken, Marktrisiken und Projektrisiken.

Eine ausführliche Erläuterung unseres Risikomanagementsystems mit der Darstellung der Einzelrisiken

entnehmen Sie bitte dem auf unserer Homepage veröffentlichten Geschäftsbericht 2010.

ALPINE HALbjAHrEsbErIcHt 2011

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4 mitarbeiter

ALPINE beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2011 konzernweit insgesamt 16.474 Mitarbeiter und im

Halbjahresschnitt rund 15.291. Das sind 234 Mitarbeiter mehr als im Jahresmittel 2010. 8.168 aller

Beschäftigten arbeiten in Österreich, 2.462 in Deutschland und 5.844 im restlichen Ausland. ALPINE

steht für einen sehr hohen innerbetrieblichen Wertschöpfungsgrad, der als eine der Stärken des

Unternehmens gilt. Wir investieren viel in die Loyalität und die bestmögliche Ausbildung unserer

Mitarbeiter durch Schulungen, Seminare und zahlreiche weitere Maßnahmen. Die Wahrnehmung der

ALPINE als begehrter Arbeitgeber liegt uns besonders am Herzen.

Im Rahmen des Recruitings und der Personalentwicklung stehen vielfältige Maßnahmen zur Verbesserung

der persönlichen und fachlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter an oberster Stelle. Hochwertige

Partnerschaften und Kooperationen mit Bildungseinrichtungen und Institutionen wie zum

Beispiel mit der Fachhochschule Leipzig wurden fortgeführt und neue Kooperationen wie zum Beispiel

mit dem Postgraduate Center der Universität Wien eingegangen. Der „Navigator“ – das strukturierte

zweijährige Programm zur Standardisierung der fachlichen Qualifikation von Jungtechnikern – wurde

erfolgreich in weiteren Bereichen implementiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gewinnung und

bestmögliche Ausbildung von Lehrlingen. Zum 30.6.2011 waren in Österreich 181 Lehrlinge beschäftigt.

6 davon sind weiblich. An den Rahmenbedingungen, diese gesellschaftlich wertvolle und notwendige

Entwicklung weiter voranzutreiben, arbeiten wir als modernes Unternehmen mit großem Nachdruck.

In der Auswahl, der Integration der Lehrlinge und in der Unterstützung der Ausbildner wurden einige

neue Impulse gesetzt. Wir freuen uns über die Gewinner des Jungmauer- und Jungschalungsbauerwettbewerbes

der Bauindustrie 2011 in der ALPINE.

Das bewährte Aufbauprogramm für Bauleiter & Techniker wurde erfolgreich fortgeführt. Das erste

Traineeprogramm „International Trainee Programme for Civil Engineers – CEE“ wurde mit 6 Trainees

erfolgreich abgeschlossen, weitere 6 Trainees werden zurzeit aktiv betreut und unterstützt. Auch das

erste Traineeprogramm mit der FCC, dem Mutterkonzern der ALPINE, wurde mit 3 Trainees abgeschlossen

und mit 2 weiteren Trainees fortgesetzt.


5 ausblick

Trotz volatiler Finanzmärkte, stark belasteter Staatshaushalte und einer darauf basierenden nicht

zuletzt politischen Unsicherheit zeigt das allgemeine Konjunkturbarometer nach wie vor nach oben.

Unsere Erwartungen für die Bauwirtschaft sind nach den vergangenen Jahren, die von schwierigen

Rahmenbedingungen und rückläufiger Entwicklung geprägt waren, nun ebenfalls erstmals wieder

nachhaltig positiv. Nach einer deutlichen Steigerung unserer Bauleistung im ersten Halbjahr 2011

erwarten wir auch für das Gesamtjahr eine leichte Ausweitung gegenüber dem Vorjahr. Wachstum in

bestimmten ausländischen Märkten (allen voran Deutschland) sollte die auf einem niedrigen Niveau

stabil erwartete Entwicklung in Österreich, genauso wie weitere kurzfristige Rückgänge im Balkanraum,

mehr als kompensieren – der Auslandsanteil an der gesamten Bauleistung wird daher voraussichtlich

leicht über 50 % liegen.

Vor dem Hintergrund unserer internationalen Aktivitäten betrachten wir die Situation regional differenziert

und gehen von sehr unterschiedlichen Entwicklungen in den einzelnen Märkten aus. Unsere

Heimmärkte Österreich und Deutschland sehen wir für die nahe Zukunft grundsätzlich positiv. Ebenso

gehen wir von verstärkten Infrastrukturinvestitionen in Teilen Osteuropas (vor allem Rumänien aus),

was Chancen für eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit bieten sollte. Mittelfristig sehen wir den

Balkanraum als Markt mit enormem Potenzial. Der baldige EU-Beitritt Kroatiens, aber auch die Annäherung

anderer Staaten an die Union (z. B. Serbien), sollten für einen signifikanten Aufschwung in der

gesamten Region sorgen.

Der bereits 2009 eingeleitete Konsolidierungskurs hat sich im Rückblick bestätigt. Das im ersten

Halbjahr 2011 begonnene Wachstum wird von nachhaltigen strategischen Optimierungsprozessen

begleitet.

ALPINE HALbjAHrEsbErIcHt 2011

Die einzelnen Sparten werden sich deutlich unterschiedlich entwickeln. Leicht rückläufige Tendenzen im

Tiefbau konnten durch erfreuliche Entwicklungen im Hochbau ausgeglichen werden – dieser Trend sollte

sich in naher Zukunft fortsetzen. Im Straßenbau rechnen wir mittelfristig mit einer Zunahme an

Infrastrukturprojekten im Balkanraum. Eine ungebrochen erfolgreiche Expansion erwarten wir von der

ALPINE-ENERGIE mit ihren zukunftsorientierten Sparten wie z. B. erneuerbare Energien.

Die heterogene und schwer prognostizierbare gesamtwirtschaftliche Situation wird natürlich erheblichen

Einfluss auf die weitere Unternehmensentwicklung haben. Unsere konservative Unternehmenspolitik,

exzellente Mitarbeiter und eine flexible Organisationsstruktur bilden jedenfalls ein gesundes und

starkes Fundament. Auf Basis dessen verfügen wir über die strategische Flexibilität, jederzeit auf

aktuelle Entwicklungen reagieren und sich auch kurzfristig ergebende Chancen nutzen zu können. Wir

blicken dementsprechend zuversichtlich und positiv in die Zukunft.

21


6 nachtraGs-

bericht

Es sind keine Ereignisse bekannt, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten wären und zu einer

Abweichung von der im Konzernabschluss dargestellten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

geführt hätten.

Wals bei Salzburg, August 2011

Alpine Holding GmbH

Die Geschäftsführung

DI Werner Watznauer e. h.


konzernhalb-

jahres-

abschluss

23


konzernGewinn- und

-VerlustrechnunG

01.-06.2011

in TEUR 01.-06.2011 01.-06.2010

1 Bauleistung 1.522.184 1.392.053

abzüglich ARGE-Leistung -161.006 -198.887

Umsatzerlöse ohne ARGE-Leistung 1.361.178 1.193.166

2 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 6.720 12.816

3 Andere aktivierte Eigenleistungen 1.635 6.588

4 Sonstige betriebliche Erträge 41.281 63.207

5 Aufwendungen für Material -303.105 -258.308

6 Aufwendungen für bezogene Leistungen -529.287 -475.115

7 Personalaufwand -388.203 -349.418

8 Abschreibungen -28.062 -29.092

9 Sonstige betriebliche Aufwendungen -155.850 -150.341

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 6.307 13.503

10 Zinsergebnis -18.187 -9.697

11 Währungsdifferenzen 6.562 -4.127

12 Sonstiges Finanzergebnis 879 417

Finanzergebnis -10.746 -13.407

Ergebnis vor Steuern -4.439 96

13 Ertragssteuern 1.339 -85

Periodenergebnis -3.100 11

Den Anteilseignern des Mutterunter nehmens zuzurechnendes Ergebnis -1.472 852

Auf Minderheitsanteile entfallendes Ergebnis -1.628 -841


in TEUR 01.–06.2011 01.–06.2010

Periodenergebnis -3.100 11

Neubewertung IAS 16

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen 0 -778

unrealisierte Gewinne / Verluste aus der Bewertung von Hedges

Saldo Gewinn / Verlust vor Ertragssteuern

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen 354 0

Ertragssteuern

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen -72 0

Nettoinvestition

Saldo Gewinn / Verlust vor Ertragssteuern

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen 2.754 -8.857

Ertragssteuern

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen 0 1.683

Währungsumrechnungsdifferenzen

KONZErNHALbjAHrEsAbscHLUss

konzernGesamterGebnis-

rechnunG 01.-06.2011

Kursdifferenzen, die während der Berichtsperiode eingetreten sind 5.234 1.466

Gesamteinkommen 5.170 -6.475

Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis 5.084 -4.924

Auf Minderheitenanteile entfallendes Ergebnis 86 -1.551

25


konzernbilanz

zum 30.06.2011

in TEUR 30.06.2011 31.12.2010

I

AKTIVA

Langfristiges Vermögen

Sachanlagen 416.719 426.116

II Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 32.837 30.769

III Immaterielle Vermögensgegenstände 24.870 25.286

IV Finanzielle Vermögenswerte 71.693 69.706

V Anteile an assoziierten Unternehmen 15.482 15.724

VI Sonstige Finanzforderungen 1.845 1.149

VII Übrige langfristige Vermögenswerte 4.092 4.070

VIII Latente Steueransprüche 6.026 3.581

Kurzfristiges Vermögen

573.564 576.401

I Vorräte 142.886 120.175

II Sonstige Finanzforderungen 827 685

III Forderungen aus Lieferung und Leistungen & sonstige Vermögenswerte 1.592.651 1.338.140

IV Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 284.861 265.638

2.021.225 1.724.638

Summe Aktiva 2.594.789 2.301.039

I

PASSIVA

Eigenkapital

Stammkapital 109 109

II Rücklagen 319.978 315.025

Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 320.087 315.134

Anteile im Fremdbesitz 96.596 96.570

Langfristige Schulden

416.683 411.704

I Sozialkapital 51.752 51.091

II Übrige Rückstellungen 18.181 18.391

III Latente Steuerschulden 28.905 37.003

IV Finanzverbindlichkeiten 628.641 370.812

V Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen & sonstige Verbindlichkeiten 1.126 840

Kurzfristige Schulden

728.605 478.137

I Übrige Rückstellungen 72.807 61.532

II Steuerschulden 16.776 8.592

III Finanzverbindlichkeiten 127.114 141.614

IV Sonstige Finanzverbindlichkeiten 320 11

V Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen & sonstige Verbindlichkeiten 1.232.484 1.199.449

1.449.501 1.411.198

Summe Passiva 2.594.789 2.301.039


konzernkapitalfluss-

rechnunG 01.-06.2011

in TEUR 01.–06.2011 01.–06.2010

Betriebliche Tätigkeit

Periodenergebnis -3.100 11

Abschreibungen 28.059 29.081

Ergebnis aus Anlagenverkäufen -1.344 282

Veränderung der langfristigen Rückstellungen 450 -313

Zinsergebnis 18.187 9.697

Ertragsteuern -1.339 84

Ergebnis aus Finanzinvestitionen -562 -434

Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 371 734

Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 2.754 -7.296

Veränderungen im Nettoumlaufvermögen

KONZErNHALbjAHrEsAbscHLUss

43.476 31.846

Vorräte -22.711 -5.504

Forderungen aus Lieferungen & Leistungen und sonstige Vermögenswerte -253.147 -218.409

Kurzfristige Rückstellungen 11.275 -6.842

Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 19.999 83

Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel -201.108 -198.826

Gezahlte Zinsen -3.850 -4.204

Gezahlte Ertragssteuern -1.440 -5.027

Nettogeldfluss aus betrieblicher Tätigkeit -206.398 -208.057

Investitionstätigkeit

Erhaltene Zinsen aus Finanzinvestitionen 19 68

Erhaltene Dividenden 543 366

Erlöse aus dem Verkauf von Finanzanlagen 30 2.803

Erlöse aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten & Sachanlagen 8.238 10.739

Erwerb von Finanzanlagen -2.144 -7.510

Erwerb von Tochterunternehmen (ohne Übernahme flüssiger Mittel) 0 -78

Erwerb von immateriellen Vermögenswerten & Sachanlagen -32.252 -31.901

Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit

Finanzierungstätigkeit

-25.566 -25.513

Geldzufluss aus langfristiger Finanzierung 262.017 199.614

Geldabfluss aus kurzfristiger Finanzierung -13.645 -6.135

Gezahlte Dividenden -75 -128

Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit 248.297 193.351

Nettozunahme von liquiden Mitteln 16.333 -40.219

Wechselkursbedingte Wertänderung des Finanzmittelbestandes 2.890 4.582

Liquide Mittel zu Beginn der Berichtsperiode 265.638 200.206

Liquide Mittel zum Ende der Berichtsperiode 284.861 164.569

27


entwicklunG des

konzerneiGenkapitals 01.-06.2011

Summe EK inkl.

Anteile anderer

Gesellschafter

Ausgleichsposten

für Anteile

anderer Gesellschafter

Anteile des

Konzerns

Währungsumrechnungen

Nettoinvestition

Unrealisierte

Gewinne aus

der Bewertung

von Hedges

Gewinnrücklage

Zusätzlich einbezahltes

Kapital

Kapitalrücklage

Neubewertungsrücklage

Stammkapital

in TEUR

Stand 01.01.2010 109 17.193 92 49.325 234.379 -606 -589 -2.061 297.842 99.355 397.197

Gesamtergebnis -591 852 -5.499 314 -4.924 -1.551 -6.475

Kapitalerhöhung 0 0

Ausschüttungen 0 -127 -127

Anteilszukauf 1.604 1.604 -4.130 -2.526

Sonstige Veränderungen -62 -62 133 71

Stand 30.06.2010 109 16.602 92 49.325 236.773 -606 -6.088 -1747 294.460 93.680 388.140

Stand 01.01.2011 109 13.092 92 49.325 255.796 195 -4.377 902 315.134 96.570 411.704

Gesamtergebnis -1.472 216 2.111 4.229 5.084 86 5.170

Übertragung

-130 130 0 0

Neubewertung

Ausschüttungen -75 -75 -75

Sonstige Veränderungen -56 -56 -60 -116

Stand 30.06.2011 109 12.962 92 49.325 254.323 411 -2.266 5.131 320.087 96.596 416.683


anhanG zum

konzernhalb-

jahres-

abschluss

29


anhanG zum

konzernhalbjahres-

abschluss per

30.06.2011

1 allGemeine anGaben

Die ALPINE Holding GmbH, mit Sitz in 5071 Wals bei Salzburg, registriert im Firmenbuch beim Landesgericht

Salzburg unter FN 36605g, bildet gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen die ALPINE Baugruppe

(„Unternehmen“, „Konzern“, „Gruppe“). Die wirtschaftliche Tätigkeit umfasst die Übernahme von Baumeisterarbeiten

aller Art (Tiefbau, Hochbau, Kraftwerksbau und Tunnelbau). Die Gruppe ist auch als Bauträger

im Wohnungsbau und sonstigen Projektbereichen sowie in den Bereichen Kommunikationstechnik und

Energie tätig. Darüber hinaus werden Kieswerke, Ziegelwerke und Asphaltmischanlagen betrieben.

2 bilanzierunGs- und bewertunGsmethoden

Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss der ALPINE Holding GmbH wurde in Übereinstimmung mit

IAS 34 erstellt und enthält dem vorgenannten Standard entsprechend nicht alle Abschlussinformationen,

die für einen Konzernjahresabschluss erforderlich sind. Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss ist

daher in Verbindung mit dem Konzernjahresabschluss der ALPINE Holding GmbH zum 31.12.2010

zu lesen.

Für den Konzernhalbjahresabschluss werden dieselben Konsolidierungsmethoden und Methoden zur

Währungsumrechnung wie im Konzernjahresabschluss zum 31.12.2010 angewendet. Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden kommen mit Ausnahme der unter Punkt 3 beschriebenen,

im Konzernhalbjahresabschluss erstmalig angewendeten Standards, unverändert zur Anwendung.

Für eine umfassendere Beschreibung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernjahresabschluss

der ALPINE Holding GmbH zum 31.12.2010 verwiesen.

3 anwendunG Von neuen und Geänderten

standards

3.1 im laufenden Geschäftsjahr

anzuwendende standards und

interpretationen

Nachstehende geänderte und neue Standards und Interpretationen, die von der EU in europäisches Recht

übernommen wurden, kommen ab dem Geschäftsjahr 2011 erstmals zur Anwendung:


Diverse Annual Improvement Project 2010

IAS 24 Nahe stehende Unternehmen und Personen

IAS 32 Finanzinstrumente: Bilanzierung von Bezugsrechten

IFRS 1 Begrenzte Ausnahme bezüglich Vergleichsangaben in IFRS 7 für Erstanwender

IFRIC 14 Vorausgezahlte Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften

IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente

Die jährlichen Verbesserungen zu IFRS 2010 (Annual Improvement Project 2010) betreffen

Anpassungen der folgenden Standards und Interpretationen: IFRS 1 Erstmalige Anwendung der

International Financial Reporting Standards, IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse, IFRS 7 Finanzinstrumente:

Angaben, IAS 1 Darstellung des Abschlusses, IAS 34 Zwischenberichterstattung, IFRIC 13

Kundenbindungsprogramme. Diese verursachten im gegebenen Fall eine Anpassung der Rechnungslegungsmethoden,

hatten aber keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

des Konzerns.

Alle übrigen nachstehenden für die vorliegende Berichtsperiode relevanten und von der EU in europäisches

Recht übernommenen Änderungen und Veröffentlichungen von Standards und Interpretationen

hatten keine Auswirkung auf die Rechnungslegungsmethoden sowie die Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage des Konzerns:

IAS 24 Nahe stehende Unternehmen und Personen

IAS 32 Finanzinstrumente: Bilanzierung von Bezugsrechten

IFRS 1 Begrenzte Ausnahme bezüglich Vergleichsangaben in IFRS 7 für Erstanwender

IFRIC 14 Vorausgezahlte Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften

IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente

Weitere bereits veröffentlichte aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards oder Interpretationen

wurden vom Konzern nicht vorzeitig angewendet.

3.1 im Geschäftsjahr 2011 in kraft

tretende noch nicht in europäisches

recht übernommene standards

Nachstehende Standards werden mit dem Geschäftsjahr 2011 in Kraft treten, wurden bisher aber noch

nicht in europäisches Recht übernommen:

IFRS 7 Änderungen zu IFRS 7, Angaben zu Finanzinstrumenten

IFRS 1 Ausgeprägte Hochinflation und Aufhebung der festen Umstellungszeitpunkte für

erstmalige Anwender

ANHANG ZUM KONZErNHALbjAHrEsAbscHLUss

Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Geschäftsabschluss der Gruppe erwartet.

31


4 schätzunGen

Das Einfließen erforderlicher Schätzungen in die Erstellung eines Halbjahresabschlusses nach IFRS kann

Einfluss auf den Ausweis einzelner Berichtspositionen sowie auf die Höhe angesetzter Vermögenswerte

und -schulden sowie Aufwendungen und Erträge haben. Abweichungen der Schätzungen von

tatsächlichen Werten sind möglich.

5 änderunGen des konsolidierunGskreises

Im ersten Halbjahr 2011 ergaben sich folgende Änderungen im Konsolidierungskreis:

Die ALTEC Umwelttechnik GmbH wurde per 18. Jänner 2011 mit der

OEKOTECHNA Entsorgungs- und Umwelttechnik Gesellschaft m.b.H. verschmolzen.

Die Asfaltna Cesta d.o.o. wurde zum 31. März 2011 mit der OSIJEK-KOTEKS d.o.o. verschmolzen. In einem

weiteren Schritt wurde per 30. Juni 2011 die OSIJEK-KOTEKS d.o.o. mit der Osijek Koteks d.d. fusioniert.

6 eVentualschulden

Die Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum 31.12.2010 nicht wesentlich verändert. Für

ausführlichere Informationen wird auf den Jahresabschluss der ALPINE Holding GmbH zum 31.12.2010

verwiesen.

7 saisonale einflüsse

Die Haupttätigkeit der Konzernunternehmen der ALPINE Gruppe besteht in der Ausführung kundenspezifischer

Fertigungsaufträge, deren Fortschritt von witterungsbedingten Faktoren beeinflusst werden

kann. In Regionen, in denen die Bautätigkeit von Schnee, Eis und anderen widrigen Witterungsfaktoren

beeinflusst wird, unterliegen Umsatz und Ergebnis gewöhnlich saisonalen Schwankungen. Konzernumsatz,

-leistung sowie -ergebnisse im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres werden daher vergleichsmäßig

höher sein als im ersten Halbjahr desselben Geschäftsjahres.

8 seGmentberichterstattunG

Die ALPINE Gruppe ist in sämtlichen Bereichen der Bauindustrie tätig. Die Abgrenzung der Segmente

folgt der internen Berichterstattung der ALPINE Gruppe entsprechend den baulichen und sonstigen

Aktivitäten des Konzerns und umfasst die folgenden berichtspflichtigen Segmente: Hoch- und Kraftwerksbau,

Tiefbau, Kommunikation / Energie und Übrige.


8.1 Geschäftsfeld hoch- und kraftwerksbau

Mit dem Geschäftsfeld Hoch- und Kraftwerksbau ist die ALPINE Gruppe im gesamten Leistungsspektrum

des Hoch- und Kraftwerksbaus tätig: Wohn-, Gewerbe- und Industriebau, Stadien- und Sportstättenbau,

Spezialhochbau (z. B. Flughäfen, Bahnhöfe oder historische Bauten), Bürobau und öffentliche Gebäude

sowie alle Vor- und Nacharbeiten aus dem Baunebengewerbe. Als Generalunternehmer übernimmt die

ALPINE Gruppe sämtliche Tätigkeiten von der Projektentwicklung über Planung, Finanzierung bis hin zur

Veräußerung.

8.2 Geschäftsfeld tiefbau

Das Geschäftsfeld Tiefbau ist das größte Geschäftsfeld der ALPINE Gruppe. Das Leistungsspektrum

dieses Segments reicht vom Straßenbau über den Bahnbau, den sonstigen Tiefbau (z. B. Sport- und

Freizeitanlagen, Deponien), Brückenbau und Untertagebau bis hin zum Spezialtiefbau (z. B. Pfähle,

Bodenverbesserungen, Baugrubenlösungen etc.).

8.3 Geschäftsfeld kommunikation/enerGie

Der Fokus des Geschäftsfeldes Kommunikation/Energie liegt auf den Bereichen Fahrleitungsbau,

Freileitungsbau, Kommunikationstechnik, Gebäude- und Industrietechnik, Intelligente Verkehrssysteme,

erneuerbare Energieträger und Engineering.

8.4 Geschäftsfeld übriGe

Zum Geschäftsfeld Übrige gehören die Abteilungen Konzessionsprojekte, Rohstoffgewinnung und

Baustofferzeugung, das ALPINE Technologie Management, die Maschinentechnische Abteilung,

Konzernadministration, Konzernfinanzierung sowie sonstige Zentralbereiche.

8.5 seGmentinformation

Segmentinformationen zum 30.06.2011

in TEUR

Hoch- und

Kraftwerksbau

Segmentinformationen zum 30.06.2010

Tiefbau

ANHANG ZUM KONZErNHALbjAHrEsAbscHLUss

Kommunikation

/ Energie

Übrige Konzern

Segmentbauleistung 544.960 733.268 185.684 58.272 1.522.184

Segmentumsätze 494.345 631.267 185.684 49.882 1.361.178

Segmentergebnis

Ergebnis vor Steuern (EBT)

5.092 377 667 -10.575 -4.439

in TEUR

Hoch- und

Kraftwerksbau

Tiefbau

Kommunikation

/ Energie

Übrige Konzern

Segmentbauleistung 508.139 681.892 139.566 62.456 1.392.053

Segmentumsätze 440.687 550.457 139.566 62.456 1.193.166

Segmentergebnis

Ergebnis vor Steuern (EBT)

1.808 5.104 3.135 -9.951 96

33


Auf die Angaben zum Segmentvermögen sowie zu den intersegmentären Erträgen wird verzichtet, da

diese keinen Bestandteil des regelmäßigen internen Reportings darstellen und im internen Berichtswesen

nicht separat ausgewiesen werden. Da das Ergebnis der internen Berichterstattung in der ALPINE

Gruppe jenem der externen Berichterstattung entspricht, kann zudem von einer Überleitungsrechnung

vom Segmentergebnis zum Konzernergebnis abgesehen werden.

9 anleihen

Laufzeit Verzinsung Volumen Börse ISIN

2010 – 2015 5,25% p.a. EUR 100 Mio. Wien AT0000A0JDG2

2011 – 2016 5,25% p.a. EUR 90 Mio. Wien AT0000A0PJJ0

Von der ALPINE Holding GmbH wurde mit Valuta 10.06.2011 eine Unternehmensanleihe mit

nachfolgenden Konditionen emittiert:

Emittent ALPINE Holding GmbH

Volumen in EUR 90.000.000

Stückelung in EUR 1.000

Laufzeit 2011–2016

Tilgung endfällig zu 100% des Nennwerts

Nominalverzinsung 5,25 % p.a.

Kupon 10.06. jährlich

Börseneinführung Wiener Börse, Geregelter Freiverkehr (Geregelter Markt)

Joint Lead Erste Group Bank AG

UniCredit Bank Austria AG

ISIN AT0000A0PJJ0

Die Ausgabe der Anleihe diente dazu, die laufenden nationalen sowie internationalen Aktivitäten zu

finanzieren, sowie die Finanzierungsstruktur zu optimieren.

10 wesentliche ereiGnisse nach der

berichtsperiode

Über die nicht konsolidierten Beteiligungen EVG Energieversorgung GmbH, EVU Energieversorgung

GmbH und EVW Energieversorgung GmbH wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. Aus Sicht des

Managements wird kein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des

Konzerns erwartet.


11 GeschäftsbeziehunGen zu nahe

stehenden unternehmen und personen

Hinsichtlich der Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen ergaben sich im

Vergleich zum Konzernjahresabschluss zum 31.12.2010 keine wesentlichen Änderungen. Für umfassende

Informationen zu diesem Thema wird daher auf die entsprechenden Erläuterungen im letzten

Konzernjahresabschluss verwiesen.

12 prüferische durchsicht

Der vorliegende Konzernhalbjahresabschluss sowie der Lagebericht wurden weder einer vollständigen

Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Wals bei Salzburg, August 2011

ALPINE Holding GmbH

Die Geschäftsführung

DI Werner Watznauer e. h.

ANHANG ZUM KONZErNHALbjAHrEsAbscHLUss

35


erklärunG

aller Gesetzlicher

Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards

aufgestellte verkürzte Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2011 ein möglichst getreues

Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht

des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer

Auswirkungen auf den verkürzten Konzernhalbjahresabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken

und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres vermittelt.

Wals bei Salzburg, August 2011

ALPINE Holding GmbH

Die Geschäftsführung

DI Werner Watznauer e. h.


impressum

HERAUSGEBER

ALPINE Holding GmbH · Marketing & Konzernkommunikation

Alte Bundesstraße 10 · 5071 Wals bei Salzburg · Österreich · Telefon +43 662 8582-0 · Fax -9900

marketing@alpine.at · www.alpine.at

HINWEISE

Fragen: Bitte kontaktieren Sie Andreas Eder, E-Mail: andreas.eder@alpine.at /Telefon +43 662 8582-280

Geschlechtsneutrale Formulierung: Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird auf die geschlechtsspezifische

Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung

grundsätzlich für beide Geschlechter.

Sicherheit: Bei den Shootings der abgebildeten Fotos wurden alle Sicherheitsvorschriften eingehalten.

Rundungshinweis: Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund

kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.

© 2011 ALPINE Holding GmbH

Der ALPINE Halbjahresfinanzbericht 2011 liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor.

Bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung. Satz- und Druckfehler vorbehalten.

37


ALPINE Holding GmbH

Alte Bundesstraße 10 · 5071 Wals/Salzburg · Österreich · Telefon +43 662 8582-0 · Fax -9900

office@alpine.at · www.alpine.at

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