Andreas Dibowski und Euroriding Butts Leon

euroriding

Andreas Dibowski und Euroriding Butts Leon

12/08 – 02/09

Kundenmagazin der Euroriding Reitsport-Fachgeschäfte

Talentsuche

Dibowski's Tipps:

das richtige Pferd

Medizin

Magengeschwüre

beim Pferd

Interview

Als Amateur an

die Dressurspitze


2

Neuigkeiten & Geschenktipps

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nährt das wertvolle Leder mit natürlichem

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oder als komfortable Weidedecke.

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Eine Abendveranstaltung der besonderen

Art: Beginnend mit den Olymp.

Spielen 1936, werden die berühmtesten

und spektakulärsten Ritte des letzten

Jahrhunderts in Videosequenzen auf

einer Großbildleinwand und in Erzählungen

der anwesenden prominenten

Zeitzeugen auf der Bühne noch einmal

lebendig. Am 9. Dezember im Warendorfer

Theater am Wall und am 17.

Februar in der Stadthalle Verden/Aller,

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Info und Anmeldung bei der FN,

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Welches Gebiss ist das Richtige? Diese

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Investieren. Um hier eine Hilfestellung

zu bieten, hat die Firma Herm. Sprenger

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wird eine Auswahl an verschiedenen

Gebissvariationen geboten, die er

gegen eine geringe Leihgebühr zum

Testen ausleihen kann. Eine Übersicht

der Reitsportfachgeschäfte mit Testcenter

kann bei der Herm. Sprenger GmbH

per E-Mail unter testcenter@sprenger.de

angefordert werden.


Editorial

EURORIDING – immer einen Schritt

voraus!

Fortbildungsseminar der Euroriding-Sattler mit Tierarzt Dr. Gerd

Heuschmann zu den Themen Bewegungsapparat des Pferdes und

exterieurabhängige Auswahl der optimalen Sattelmodelle.

Kompetenz und Schulung unserer Fachhändler

haben bei Euroriding einen

hohen Stellenwert. Um unsere Sattler

beim täglichen Umgang mit Reitern,

Pferden, Tierärzten und Ostheopathen

zu unterstützen und unseren Kunden

den bestmögliche Service zu bieten, veranstaltete

Euroriding am 12. November

in der Nähe von Warendorf eine interne

Fortbildung mit dem Tierarzt Dr. Gerd

Heuschmann.

Um den Referenten Dr. Heuschmann

ist in den vergangenen Monaten ein

regelrechter Hype entstanden. Mit seinem

vielbeachteten Buch „Finger in der

Wunde“ und dem jetzt erschienenen Film

„Die Stimmen der Pferde“ hat er in der

Öffentlichkeit wesentlich zum besseren

Verständnis der Biomechanik des Pferdes

beigetragen.

Das Seminar, an dem über 40 Euroriding-

Geschäfte aus Deutschland und BeNeLux

teilnahmen, startete mit einem Vortrag

über die Anatomie, Biomechanik und die

Auswirkungen der Reitweise auf Muskulatur

und Bewegungsapparat des Pferdes.

Die Zeiten, in denen ein Sattel „über den

Ladentisch“ verkauft wurde, sind lange

vorbei. Heute muss ein Sattler viel höheren

Anforderungen entsprechen: Der

Ausbildungsstand von Pferd und Reiter

ist ebenso in den Satteltermin einzubezie-

hen wie die Anatomie und Sattellage des

Pferdes, dessen muskuläre Entwicklung

und die Ambitionen des Reiters.

Im Anschluss an den Vortrag folgten

Beurteilungen von verschiedenen Pferdetypen

mit Diskussion von Exterieur und

sich daraus ergebenden Konsequenzen

für die korrekte Auswahl der Sattelmodelle.

Der Tag endete mit einer Besichtigung

des DOKR in Warendorf unter der

Führung des bekannten Turniersprechers,

Fernsehkommentators und Moderators

Berndt von dem Knesebeck.

Wie Sie sehen, bleiben unsere Fachhändler

am Ball, um Ihnen fachkompetent mit

Rat und Tat zur Seite zu stehen – getreu

unserem Slogan: „Qualität ist käuflich,

Erfahrung unbezahlbar“.

Den Jahreswechsel möchten wir nutzen,

um uns bei Ihnen für Ihr Vertrauen und

Ihre Kundentreue herzlich zu bedanken.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Pferden

für 2009 Gesundheit, Glück und viele

schöne Erlebnisse.

Ihr

Mathias Raschat

Geschäftsführer

Euroriding GmbH & Co. KG

3


4

Ausbildung

Das richtige Pferd finden

Mannschafts-Olympiasieger Andreas Dibowski

bildete 2008 die besten deutschen Nachwuchspferde

seiner Disziplin aus: sowohl den Bundeschampion

als auch den Bundesvizechampion der

5-jährigen Vielseitigkeitspferde. Exklusiv in

Euroriding News erklärt er, wie man das Talent

junger Pferden erkennt und Fehler vermeidet.

Der erste Eindruck

Wenn ich mir ein junges Pferd

anschaue, sollte es zunächst

einmal vom Typ her zum Vielseitigkeitssport

passen, d.h. ein

Blütertyp sein. Das muss nicht

unbedingt direkt aus dem

Pedigree abzulesen sein, aber

vom äußeren Eindruck her

soll es leichtfüßig erscheinen.

Wobei an dieser Stelle schon

die Frage zu stellen ist, wofür

man das Pferd haben will.

Ist es für einen Junior, einen

reinen Amateurreiter? Dafür ist –

solange die Leistungsbereit-

Andreas Dibowski und FRH Butts Avedon, Bundeschampion 2008

schaft stimmt – auch ein Pferd

mit geringem Vollblutanteil

geeignet, unter Umständen

sogar besser.

Ein wichtiger Punkt ist für

mich die 100%-ige Korrektheit

der Gliedmaßenstellung. Lässt

man diesen Punkt zu Beginn

außer Acht, kann einen das

später um Jahre zurückwerfen.

Die Belastung in der Vielseitigkeit

ist erheblich größer als bei

Dressur und Springen, auch im

Bereich der Klassen A bis L. Ich

schaue also genau hin: Fußt

das Pferd plan, sind die Hufe

gleichmäßig ausgebildet, ist es

verstellt, ist die Belastungsachse

der Gliedmaßen gebrochen,

ist es zu weich gefesselt? Zwar

nehmen die Vorderbeine die

größte Last auf, doch auch an

den Hinterbeinen kann es z.B.

zu Fesselträgerschäden kommen.

Natürlich schaue ich mir

auch das gesamte Exterieur an,

das einen geschlossenen, stimmigen

Eindruck machen sollte.

Doch im Gegensatz zur Gliedmaßenstellung

bin ich hier bereit

gewisse Abstriche in Kauf

zu nehmen, wenn das durch

die Leistungsbereitschaft des

Pferdes kompensiert wird.

Probiere ich ein junges Pferd

unter dem Sattel aus, achte

ich darauf ob ich mich auf

ihm wohlfühle und ob ich es

angenehm sitzen kann. Ein

großzügiger Bewegungsablauf

im Trab und im Galopp sind

mir wichtig – und natürlich

das Springvermögen. Bei letzterem

ist die Qualität in den

letzten Jahren enorm gestiegen

und so bin ich heute bei diesem

Leistungsmerkmal wenig

kompromissbereit. Ein Pferd

mit schwachem Hinterbein

wird schwach im Hinterbein

bleiben. Außerdem soll das

Pferd eine natürliche Vorsicht

mitbringen. Früher hat man

hierbei oft gedacht, das sei hinzubekommen,

aber letztendlich

wird sich ein von Natur

aus unvorsichtiges Pferd nicht

grundlegend ändern.

Keine Kompromisse

beim Interieur

Was das Interieur betrifft, bin

ich heute in der luxuriösen

Lage, ein junges Pferd erst vier

Wochen lang bei mir im Stall

testen zu können, bevor ich

mich entscheide. Potenzial

und Springvermögen zu beurteilen

geht schnell, aber den

Charakter und insbesondere

die Leistungsbereitschaft kennen

zu lernen, braucht etwas

Zeit. Viel Wert lege ich auf

Rittigkeit, die von Beginn an

vorhanden sein muss. Dabei

soll das Pferd nicht heiß sein,

aber natürlich auch nicht

phlegmatisch. Heiße Pferde

kämpfen zwar, allerdings auch

gegen den Reiter. Früher habe

ich gedacht: ,Das kriegt man

hin!‘, aber rückblickend muss

ich sagen, dass schwierige

Pferde ein Leben lang schwierig

geblieben sind. Man glaubt,

es in den Griff bekommen zu

haben, aber irgendwann später,

an einem entscheidenden

Punkt, tritt das Problem wieder

auf. Deshalb mache ich

hinsichtlich der nervlichen

Belastbarkeit keine Kompromisse

mehr.

Was mir gefällt, ist Cleverness.

So wie z.B. bei It´s Me xx, der

auch etwas frech und keck ist,

aber im positiven Sinne. Der

Vierjährige kam als bisheriges

Hindernisrennpferd direkt aus

dem Renntraining zu mir in

den Stall, erwies sich aber als


Fotos: R. Hogrebe

Mighty Magic, Bundesvizeschampion 2008, unter Andreas Dibowski

so clever, rittig und gelehrig,

dass ich ihn innerhalb kürzester

Zeit umstellen konnte.

Blick aufs Pedigree

Was das Pedigree betrifft, gibt

es natürlich gewisse Blutlinien

bei denen man hellhörig

wird, aber generell bin ich

in diesem Punkt unvoreingenommen.

So hat mich zum

Beispiel Lenbach, ein gekörter

Hannoveraner Prämienhengst,

durch seine große Leistungsbereitschaft

und sein Potenzial

überzeugt. Dabei weist die

Abstammung Londonderry –

Bentano II nicht unbedingt

auf ein potenzielles Vielseitigkeitspferd

sondern eher auf

Dressurveranlagung hin. Über

Lauries Crusador xx in der

vorhergehenden Generation

ist allerdings der Blutanschluss

gegeben.

Da der Hannoveraner Verband

neben Euroriding seit

Jahren mein Hauptsponsor ist,

verfolge ich das Geschehen

in diesem Zuchtbereich intensiver

und reite hauptsächlich

Hannoveraner, wie mein

Olympiapferd Euroridings

Butts Leon von Heraldik xx.

Mit dem Bundesvizechampion

Mighty Magic von Mytens xx

habe ich jetzt allerdings auch

einen Holsteiner Hengst unter

dem Sattel.

Abstriche machen?

Ich bin in zwei Punkten bereit,

Abstriche in Kauf zu nehmen,

wenn sie durch andere Vorteile

aufgewogen werden: Das

ist zum einen der Trab, denn

diesen kann man von allen

Grundgangarten am ehesten

verbessern bzw. durch gutes

Reiten im Viereck ausgleichen.

Und zum anderen ist es das Exterieur,

wenn es nicht gerade

die Beine sind.

Das Springen ist ein Bereich,

wo ich zwar für mich selbst

keine Abstriche machen kann,

aber für Amateurreiter bzw.

Pferde die maximal 1- bis

2-Sterne-Prüfungen bestreiten

sollen, muss man nicht ganz so

absolute Maßstäbe ansetzen.

Es ist doch so: Je solider und

sicherer ein Pferd im Gelände

geht, desto eher kann es

Binsenweisheit?!

Das richtige Pferd für den individuellen Zweck zu suchen,

scheint eine Binsenweisheit zu sein. Doch tatsächlich

gibt es in der Praxis kaum einen Gesichtspunkt, der so

vernachlässigt wird wie dieser.

Ist das Pferd für einen Einsteiger gedacht, für einen Junior,

einen Amateur oder fortgeschrittenen Reiter? Wie viel reiterliche

Erfahrung bringt der Reiter mit? Wird sich die Turnierteilnahme

in den Klassen E bis A, L bis M oder darüber

hinaus abspielen? Diese Überlegungen spielen bei der Auswahl

eines passenden Pferdes eine entscheidende Rolle.

passieren, dass es im Parcours

auch mal eine Stange abräumt.

Ist ein Pferd hingegen sehr

vorsichtig im Parcours, wird

es auch im Gelände skeptisch

sein – und damit größeres

reiterliches Können erfordern

und Fehler verübeln.

Was das Verhalten eines

Pferdes im Stall und im Umgang

mit anderen Pferden

betrifft, halte ich es mit dem

Spruch: „Die Guten haben

das Recht, schwierig zu sein.“

Wenn unter dem Sattel und im

Umgang mit mir alles stimmt,

akzeptiere ich bei einem Pferd

gewisse Macken in anderen

Bereichen. Ich habe bisher

auch nicht die Beobachtung

gemacht, dass man vom Verhalten

eines Pferdes in der

Herde, zum Beispiel hinsichtlich

seines Dominanzgebarens,

auf die Leistungsbereitschaft

schließen kann. Little Lemon,

mit dem ich rund 60 internationale

Prüfungen bestritten

habe, hat sich auf der Koppel

überall untergeordnet.

Aus Fehlern lernen

Natürlich kann man sich bei

der Beurteilung eines Pferdes

auch irren, dann ist es jedoch

besser sich das einzugestehen

als weiter zu investieren. So

hatte ich zum Beispiel vor

Jahren ein Pferd unter dem

Sattel mit unwahrscheinlich

viel Potenzial. Der Wallach

konnte erstklassig galoppieren

und springen, aber die

Leistungsbereitschaft hat gefehlt.

Als ich mit ihm anfing,

war er vier Jahre alt, mit sechs

habe ich gesagt: „Feierabend!“

Ich konnte Prüfungen mit ihm

auf L-Niveau absolvieren, aber

es war immer ein Krampf. Er

hatte schlichtweg keine Lust

sich anzustrengen.

Das Interieur eines Pferdes ist

der Punkt, den man am allerwenigsten

verändern kann.

Das habe ich damals gelernt.

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Gaulouis du Monceau (über 800 gekörte Nachkommen)

deckte ab 1924 in Kreuz

Der 1943 geborene Hannoveraner Griff I

von Glimmer – Fix deckte in Kreuz

Die 1936 erbaute 20 x 60 m große Reithalle in Kreuz,

abgerissen 1985

Perfekter Gleichklang: Fahrvorführung

zur Kreuzer Hengstparade

Die Ungarische Post im Kreuzer Hengstparadeprogramm

der 1950er Jahre

Zeitzeuge

Im Wechselbad der

Geschichte

Mit 253 Hengsten war das Landgestüt Kreuz in den 1950er

Jahren das größte auf deutschem Boden. Als das Pferd für die

Landwirtschaft an Bedeutung verlor, wurde das Gestüt über

Nacht aufgelöst und ein Großteil der Hengste geschlachtet.

Im Gespräch mit Beate Uhlenbrok blickt der heute 91-jährige

Landstallmeister a.D., Dr. Otto Stieme, zurück.

Als 1888 mit dem Bau des „Königlichen

Landgestütes Kreuz“ in der Provinz

Sachsen begonnen wurde, ließ sich die

wechselvolle Geschichte dieser bei Halle

gelegenen Zuchtstätte, die später zur

Preußischen Gestütsverwaltung gehörte,

noch nicht erahnen. 1900 beherbergten

seine Stallungen 135 Hengste, 1922 schon

annährend 200 Tiere. Ab 1926 fanden

auf der Anlage die berühmt gewordenen

Kreuzer Turniere statt, die größte pferdezüchterische

und -sportliche Veranstaltung

Mitteldeutschlands.

Den Zweiten Weltkrieg überlebte das

Landgestüt nahezu unbeschadet, 1952

jedoch kam zum ersten Mal das Aus:

Der von 1922 bis 1952 amtierende Landstallmeister

Hasso Schwechten wurde

von einem SED-Funktionär abgelöst,

die Hengste und ihre Gestütswärter auf

umliegende staatliche Landwirtschaftsgüter

verteilt und in die Stallungen zogen

Schweine ein – damit wollten die vor Ort

stationierten sowjetischen Streitkräfte

eine Mast betreiben. Drei Jahre später war

die Anlage im Zustand völliger Verwahrlosung

angekommen.

Trümmer und Schweinemist

„Als ich 1955 mit der Wiedereinrichtung

und Leitung des Gestütes beauftragt wurde,

übernahm ich hauptsächlich Trümmer

und Schweinemist“, erinnert sich Dr. Otto

Stieme noch sehr gut. Die Initiative zur

Erneuerung der Zuchtstätte war von Prof.

Werner Wussow ausgegangen, dem Chef

des Tierzuchtinstitutes Halle, wo Stieme

studiert hatte. Nach einem halbstündigen

Gespräch mit dem stellvertretenden Landwirtschaftsminister

in Berlin drückte

dieser Stieme eine Berufungsurkunde für

Kreuz in die Hand sowie einen Scheck

über 500.000 Mark für Baumaßnahmen,

hinterlegt bei der Landwirtschaftsbank.

„Da stand ich nun in Kreuz, mit meinem

Fichtel & Sachs Leichtmotorrad und einer

Empfehlung für einen Baubetrieb; das war

alles was ich hatte“, blickt der 91-Jährige

zurück. Ein halbes Jahr dauerte die Instandsetzung

damals, dann konnten die

253 Hengste und ihre 130 Wärter heimkehren

ins Gestüt.

Trakehnerhengst im Tanzsaal

Die gewaltige Zahl von 150 Kaltbluthengsten

gehörte 1955 zum Bestand des

Kreuzer Gestütes, welches sich schon

seit den Anfängen des 19. Jahrhunderts

diesem Pferdetyp verschrieben hatte.

Gaulois du Monaceau 888 und Albion Il

d‘Haubrouge 1100, die Elitehengste jener

Ära, sind in unzähligen Pedigrees verankert.

Ein halbes Jahrhundert ist es nun her,

dass Stieme die Fotos dieser Vererber in

seinem Album fein säuberlich beschriftet

hat. Jetzt nimmt er es zum ersten Mal seit

Jahren wieder zur Hand, und seine Augen

glänzen dabei.

Außer den Kaltblütern kehrten damals in

den Hengststall auch 50 Oldenburger, 25

Hannoveraner und 28 Trakehner zurück.

Mit einem von letzteren stellten die Gestüter

ihren Vorgesetzten einmal auf die

Probe: „Wir wollen unseren Chef auf dem

Pferd sehen!“, wurde der Ruf bei einer

fröhlichen Veranstaltung im Tanzsaal

laut. Und prompt brachte jemand einen

sensiblen Trakehnerhengst zur Saaltür herein.

„Ich sprang auf und ritt den Hengst

die Stufen hinunter zurück in Richtung

Stall“, erzählt Stieme, und dabei grient er

spitzbübisch.


Die Zucht entwickelte sich: „Pro Hengst

wurden ca. 30–40 Stuten gedeckt, wir

führten Hengstleistungsprüfungen durch

und vierstündige Hengstparaden.“ 1956

kaufte Stieme für die Kaltblutzucht fünf

Spitzenhengste, davon vier in Belgien.

Auch die Reitpferdezucht auf Basis der Oldenburger,

Hannoveraner und Trakehner

schritt voran. 1960 fanden auf dem Gestütsgelände

vor rund 10.000 Zuschauern

die gesamtdeutschen Ausscheidungswettkämpfe

in Springen und Dressur für die

Olympischen Spiele in Rom statt.

Und dann, im August 1960, kam für die

Gestüter gänzlich unerwartet zum zweiten

Mal das Aus: Die Mechanisierung der

Landwirtschaft machte nach Meinung

von Entscheidungsträgern die Pferdezucht

überflüssig. „Es war genau an meinem

Geburtstag am 2. August, als plötzlich, wie

aus heiterem Himmel, das Gestüt aufgelöst

und ich fristlos entlassen wurde“, erinnert

sich Stieme an den Tag vor 48 Jahren, und

ein Schatten überzieht sein Gesicht. „Das

gaben ein SED-Funktionär und ein Vertreter

des Landwirtschaftsministeriums

auf einer kurzfristig einberufenen Versammlung

bekannt. Die Kaltbluthengste

wurden größtenteils geschlachtet und

die Warmbluthengste an staatliche Landwirtschaftsgüter

übergeben, die damit

weiterzüchteten.“ Ein Teil des Gestütes

fungierte fortan als Verwahrstation für

Bullen und zur Rinderbesamung, ein

anderer Teil als Trainingsstätte für modernen

Fünfkampf.

Das Ende vom Lied

Otto Stieme war damit arbeitslos. Herbe

Ironie des Schicksals: Als er 1961 seine

Dissertation zum Thema „Die züchterischen

Auswirkungen der Blutlinienzucht

beim rheinisch-deutschen Kaltblut

in Sachsen-Anhalt“ verteidigte, war ein

Großteil seiner Protagonisten bereits

„Ist der Mensch noch das Maß aller Dinge?

Sein Schritt gilt nichts im Tachometer,

seine Kraft ist Ohnmacht vor Turbinen,

sein Geist versagt vor Elektronengehirnen,

sein Auge braucht Brille und Fernsehschirm.

Pferd und Hund sind seine letzten Gefährten

aus menschlicheren Zeiten,

da auch er nur ein Naturkind war.“

Dr. Otto Stieme (91 Jahre)

Kalendertipp:

Landstallmeister a.D.

unters Messer geraten – die Auswirkung Gestütsimpressionen 2009

der Landwirtschafts-Mechanisierung. Der Schöne Wandkalender mit stimmungs-

Über Nacht kam das Aus

gebürtige Hallenser beschäftigte sich vollen Bildern und informativen Texten

fortan mit Grundlagenforschung in der aus den Haupt- und Landgestüten Neu-

Tierernährung und absolvierte mit 54 stadt (Dosse), Warendorf, Moritzburg &

Jahren noch ein Psychologie-Studium. Graditz. 33 x 46 cm, je 11,90 €, Bezug: im

Ob einer wie er, der mit drei Jahren Reitsporthandel oder bei creatxx media,

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Pferde ausgebildet und während

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seines Studiums über 100 Studenten Rei-

Buchtipp:

tunterricht erteilt hat, den Pferden treu

Die Königlichblieb?

Natürlich. „Bis 1993 habe ich als

Preußische

Turnierrichter noch Dressur-, Spring- und

Gestütsverwaltung

Geländeprüfungen gerichtet“, erzählt

Reich bebilderte, aus-

Stieme lebhaft.

führlicheDokumen- Das nach 1990 leerstehende Landgestüt

tation von Manfred

Kreuz wurde von einem Baubetrieb erwor- W. Graf über die Vergangenheit der Einben

und unter Denkmalschutzauflagen in richtungen, die einst vom preußischen

eine im Grünen gelegene Wohnanlage Staat an vielen Stellen des Territoriums

verwandelt. Die Landespferdezucht hin- gegründet wurden; auch deren Gegengegen

lebt im Landgestüt Sachsen-Anhalt wart wird beleuchtet. 216 Seiten, 39,50 E,

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gestüt Prussendorf eingerichtet wurde. Druckhaus, Tel. 03691 / 2376-12

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Ausrüstung

Neues Zertifikat für

Sattelanpassung

Sattelanpassung ist ein sensibles Thema. In der Ausbildungs-

Prüfungs-Ordnung (APO) soll es daher künftig eine Ergänzungsqualifikation

geben. Was dahintersteckt, erläutert Sattlermeister

und Euroriding-Mitglied Thomas Büttner.

„Bei der Sattelanpassung am Pferd gibt

es in der Praxis große Qualitätsunterschiede“,

weiß Sattlermeister Thomas

Büttner aus langjähriger Erfahrung. Das

Euroriding-Mitglied ist auf diesem Gebiet

ein gefragter Experte. „Sattler ist ein

Handwerksberuf mit 3-jähriger Ausbildung

und eventuell noch Qualifizierung

zum Meister. Dass eine solche Ausbildung

fundierter ist als ein Wochenend-Seminar,

ist nachvollziehbar. Deshalb arbeiten alle

zu Euroriding gehörenden Reitsporthändler

mit einem Sattler zusammen oder

sind selbst Sattler – das ist ein wichtiges

Qualitätsmerkmal. Leider achten manche

Reiter, wenn sie sich einen Sattel kaufen

und anpassen lassen wollen, zu wenig

auf die Qualifikation des Verkäufers. Im

Interesse des Pferdes sollte man schon

genau erfragen, wie viel Kompetenz da

mitgebracht wird,“ appelliert der Sattlermeister,

und an Praxisbeispielen fehlt es

ihm nicht: „Erst kürzlich wurde ich zu

einem Pferd mit Satteldruck gerufen. Der

Thomas Büttner, Dresden

Eberhard Herrmann, Salzgitter-Flachstöckh.

Reiter erklärte mir, dass der Sattelverkäufer

denjenigen von fünf Sätteln, der am

besten auflag, ausgesucht habe. Gepasst

hat er trotzdem nicht.“

Mehr Beratungssicherheit

für den Kunden

Im Moment werden die Weichen gestellt,

um das Thema künftig professionell unter

dem Dach der Deutschen Reiterlichen

Vereinigung (FN) zu verankern. Damit

wird es einerseits für den reitenden Kunden

in Zukunft leichter, qualitätsvolle

Beratung zu erkennen, andererseits dient

der interdisziplinäre Erfahrungsaustausch

der weiteren Entwicklung.

Auf Initiative des FN-Arbeitskreises „Ausrüstung

für den Reit- und Fahrsport“ traf

sich eine Arbeitsgruppe aus namhaften

Ausbildern, Pferdephysiotherapeuten,

Sattelherstellern, Sattlern, Sattlermeistern

und Tierärzten in Warendorf. Dazu

gehörten auch die Euroriding-Mitglieder

Sattler Jens Kandel aus 38723 Seesen, Sattlermeister

Frank Peter aus 57076 Siegen

und Sattlermeister Thomas Büttner aus

01169 Dresden.

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eine neue

Qualifizierung zur Sattelanpassung zu

schaffen. „Wobei der Arbeitstitel ,Sattelanpassung‘

eigentlich nicht ganz den

Kern der Sache trifft. Den Sattel anpassen

wird weiterhin der Sattler. Vielmehr geht

es hier um das Rüstzeug für das korrekte

Vermessen und Beraten am Pferd“, so

Thomas Büttner. „Dazu gehört auch

eine Vereinheitlichung des Maßsystems,

um eine effektivere Kommunikation

zwischen Fachgeschäft und Sattelherstellern

zu ermöglichen. Der Ausschuss wird

daher ein einheitliches Maßblatt für die

Vermessung am Pferd erarbeiten, denn

bisher verwendet jeder sein eigenes.“

Frank Peter, Siegen

Harald Ilsemann, Dassel/Amelsen

Wer kann die Qualifikation

erwerben?

Die Ergänzungsqualifikation „Sattelanpassung“

soll einen 10-tägigen Lehrgang

umfassen. Das Ausbildungsangebot ist

nicht nur auf FN-Fachberater beschränkt,

sondern soll allen Personengruppen offen

stehen, die rund um das Thema Sattel

beruflich tätig sind: Sattler mit abgeschlossener

Berufsausbildung, Veterinärmediziner

mit abgeschlossenem Studium,

FN-Pferdephysiotherapeuten, Pferdewirte

mit abgeschlossener Berufsaubildung und

Trainer-Reiten mit mehrjähriger Erfahrung.

Die neue Ergänzungsqualifikation

wird in der APO 2010 verankert, welche

bei den FN-Jahrestagungen im Mai 2009

verabschiedet wird. Die ersten Lehrgänge

und Prüfungen sind bereits für den

Herbst 2009 geplant.

Ausbildungsinhalte

Zu den Ausbildungsinhalten zählen z.B.

die anatomischen Grundlagen von Pferd

und Reiter, die Beurteilung hinsichtlich

Ausbildungsstand, Entwicklung und

eventueller Abweichungen, sich daraus

ergebende Konsequenzen für den Sattel,

Möglichkeiten und Grenzen technischer

Verfahren zur Sattelbeurteilung, Kenntnisse

über die Sattelherstellung, Sattelformen

und LPO-Zulässigkeit, Materialeigenschaften,

Sattelunterlagen und -gurte,

Sicherheitsaspekte, Problembereiche

sowie Haftungs- und Rechtsfragen.

Beate Uhlenbrok


Fotos: Tanja Schönfelder

10

Interview

„Bei den Dressurpferden drücken immer

die gleichen Reiter unterschiedlich

talentierte Pferde durchs Viereck“,

so der Kommentar eines langjährigen

Beobachters der Bundeschampionate.

Alte Hasen, seit Jahren im Geschäft,

bestimmen häufig das Geschehen.

Diesmal gelang allerdings einem Paar

der Triumph, das am Vortag der Prüfung

noch im Gelände unterwegs war

und nicht öfter als zweimal wöchentlich

Dressur trainiert: Reiterin Mareike

Mondrowski, 38, ist Gymnasiallehrerin.

Sie lebt in Hünxe (Nordrhein-Westfalen),

unterrichtet Deutsch, Erdkunde,

Sport und Niederländisch an einer Realschule

und betreut als Klassenleiterin

eine 9. Klasse.

Ihre Hannoveraner Stute Waioni, die

Bundeschampionesse der sechsjährigen

Dressurpferde 2008, hat sie als Dreijährige

gekauft und selbst ausgebildet.

„Da hat noch nie jemand anders drauf

gesessen und wird auch nicht“, wurden

hochdotierte Kaufangebote nach dem

Titelgewinn gleich abgebügelt.

„Ein tolles, ausgeglichenes Pferd in

positiver Spannung, dabei leichtfüßig

und easy“, kommentierte Christoph

Hess (Warendorf) die Vorstellung, die

mit der Wertnote 9,5 für den besten

Schritt des Tages belohnt wurde. „Reell

und natürlich ausgebildet“, lobte auch

Bundestrainer Holger Schmezer.

Vater der Bundeschampionesse ist der

Celler Landbeschäler Waikiki. Der

1996 geborene Weltmeyer-Sohn absolvierte

seine Hengstleistungsprüfung

in Adelheidsdorf seinerseits mit 143

Indexpunkten in der Dressur. Mütterlicherseits

steht Fabriano im Pedigree.

Als Amateur

an die Dressurspitze

Eine reine Amateurreiterin, jenseits vom „Establishment“, an

der Spitze der Dressur-Elite?! Mareike Mondrowski aus Hünxe

schaffte das mit ihrer Stute Waioni, die den Sieg beim Bundeschampionat

der sechsjährigen Dressurpferde errang.

Euroriding News interessierte sich für die Hintergründe.

Sie haben die Stute gekauft, als sie

drei Jahre alt war. Wie kamen Sie zu

diesem Pferd?

Wir fragten einen Verwandten um Rat,

Günter Albers. Er war 35 Jahre lang im

Landgestüt Celle gewesen und kannte

viele Züchter. Auf seine Empfehlung hin

sahen wir uns einige Pferde an, entschieden

uns aber noch nicht. Dann rief er uns

einige Zeit später noch mal wegen dieser

Stute an und meinte, die würde ihm wirklich

gut gefallen. Waioni war gerade von

der Sommerkoppel gekommen: unfertig,

schmal, ein langgeschossenes Mädchen,

sympathisch. Mein Partner Peter Coenen

und ich kauften die Hannoveraner Stute

von ihrer Züchterin Elvira Götting in

Nienhagen bei Celle.

Wie war Ihre reiterliche Ausbildung

bis dahin verlaufen?

Ich habe erst relativ spät mit dem Reiten

angefangen, mit 19 Jahren mein erstes

Turnier bestritten. Früher bin ich außer

Dressur auch L-Springen und A-Vielseitigkeiten

geritten, war bei den Studentenreitern

dabei. Von Klasse L bis M habe ich

bei Helmi Eimers gelernt, heute heißt sie

Abeck. Ich durfte ihre Pferde reiten, auch

junge und schwierige Pferde, das hat mir

sehr geholfen.

Inzwischen habe ich ein 10-jähriges Pferd,

das ich selber bis zur Klasse S ausgebildet

habe, und die 6-jährige Waioni. Einmal

wöchentlich trainiere ich bei Sabine

Krothe, oder hin und wieder auch bei

Christian Wendl. Er kam zum Beispiel

beim Bundeschampionat auf mich zu,

weil er dort zwei Schüler betreute, und

fragte: „Hast du jemanden hier?“ Als er

hörte, dass ich allein war, half er mir auf

dem Abreiteplatz.

Wie ließ sich die Sache damals an

mit Waioni?

Beim Einreiten war sie unkompliziert,

immer schön locker im Rücken und

nicht verspannt. Mit viereinhalb Jahren

hatte sie jedoch eine schwierige Phase. Sie

begann zu steigen und auszuprobieren,

wie weit sie gehen kann. Wir standen

damals manchmal mehr auf zwei als auf

vier Beinen. Bei einem Sturz erlitt ich

eine Kopfverletzung, die genäht werden

musste. Diese Phase ist vorbei, aber ich

reite Waioni nicht ohne Grund auch

heute noch immer mit Reitkappe, selbst

bei der WM-Sichtung für die jungen

Dressurpferde.

Welche Eigenheiten hat sie?

Waioni ist sehr sensibel und sie lernt

ganz schnell, aber man darf sie nicht

nerven – nicht zu viel machen, Sachen

nicht zu oft wiederholen, man muss

ihr Zeit geben und Neues setzen lassen.

Gegenüber anderen Pferden kann sie

zur Furie werden, da muss ich aufpassen.

Menschen gegenüber ist Waioni jedoch

sehr lieb. Sie ist total personenbezogen

und auf mich eingestellt. Allerdings ist sie

auch sehr selbstbewusst und respekteinflößend,

außer mir hat da noch niemand

draufgesessen und in unserem Reitverein

hatte auch noch niemand wirklich das

Bedürfnis dazu.

Auch nicht Ihr Partner Peter Coenen,

der Mitbesitzer?

Nein, Peter ist Jagdreiter.

Wie sieht Ihr Trainingskonzept aus?

In einer „normalen“ Woche, also wenn

kein Turnier ansteht, mache ich einmal

innerhalb der Woche Dressurarbeit und


ein zweites Mal am Wochenende. An weiteren

ein bis zwei Tagen löse ich sie nur:

in die Tiefe reiten, lockern, von hinten

ans Gebiss heranreiten, keine Lektionen.

Dafür gehen wir rund 20 Minuten ins

Viereck und dann wird ausgeritten, im

Gelände getrabt und galoppiert – da

kann man ja auch auf den Wiesen viel

machen. Wir sind gern und häufig draußen,

manchmal machen wir auch einfach

nur einen Bummelritt. Waioni steht mit

anderen Pferden auf einem Bauernhof

und hat ganzjährig Koppelgang. Ich bin

in dieser Saison ausschließlich Dressurpferdeprüfungen

der Klasse M mit ihr

gegangen, die Weltmeisterschaft der

sechsjährigen Dressurpferde in Verden

und das Bundeschampionat.

Sind Sie nach dem Titelgewinn von

offizieller Seite her angesprochen

worden?

Nein, von offizieller Seite her nicht. Aber

viele Leute, die Pferdesport auch nur in

ihrer Freizeit neben ihrer Arbeit betreiben,

haben sich unheimlich mit mir gefreut,

dass ein Amateur so was geschafft hat. Es

ist doch so, dass man für den Pferdesport

Ab nach

draußen!

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frischen Luft. euro-star, schon 50 Jahre die

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Am Vortag noch im Gelände unterwegs, hier auf dem Weg zum Bundeschampionats-Sieg.

„Ganz feines Reiten!“, so Kommentator Christoph Hess begeistert über die Vorstellung.

sehr vieles opfert. Für mich gibt es nur die

Schule und Reiten – sonst nichts. Komme

ich mittags aus der Schule, brauche ich

erst mal eine „Gehirnpause“ und gehe zu

den Pferden. Abends habe ich dann noch

Berge von Klassenarbeiten hier liegen, die

zu korrigieren sind.

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Wenn man ehrgeizig in einem Bereich ist,

ist man das meistens auch in anderen;

da kann man nicht aus seiner Haut raus.

Das heißt wenn ich im Reitsport gut sein

will, möchte ich auch im Beruf mein

Bestes tun.

Interview: Beate Uhlenbrok

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Fotos: Dr. A. Uhlig

12

Pferdehaltung

Magengeschwüre –

was tun?

Viele Pferde erkranken an Magengeschwüren,

ohne deutliche Symptome zu zeigen. Ihr Pferd

kann also an der Erkrankung leiden, ohne dass

Sie es merken! Dr. med. vet. habil. Peter Launer

erläutert Ursachen, Vorbeuge und Behandlung.

Das tragische ist, dass Pferdehalter

(natürlich ungewollt)

großen Anteil an der Entstehung

dieser Krankheit haben

und durch pferdegerechte

Fütterung und Haltung vieles

hätten abwenden können.

Magengeschwüre sind entzündliche,

unterschiedlich

tiefe, teilweise auch blutende

Verletzungen der Schleimhaut

und oft auch der darunter

liegenden Muskelschicht der

Magenwand. In einzelnen

Fällen durchbrechen sie die

Magenwand vollständig, der

austretende Mageninhalt führt

dann sehr schnell zum Tod

der Tiere.

Der Magen des Pferdes ist

relativ klein und fasst beim

Großpferd etwa 15–20 l. Dieser

gekrümmte muskulöse Sack

ist innen mit Schleimhaut

ausgekleidet (siehe Abb.). Im

vorderen Teil bis zur Einmündung

der Speiseröhre besitzt

die Schleimhaut keine Drüsen,

sondern Zellen mit hohem

Säurepufferungsvermögen.

Der drüsenhaltige Teil der

Schleimhaut bildet sauren

Magensaft, der Salzsäure und

Blutende Geschwüre im Bereich

des Magenausgangs

Eiweiß spaltende Fermente

enthält. Hier findet vorwiegend

die Verdauung der Eiweißbestandteile

des Futters

statt.

Ein großes Problem ergibt sich

nun daraus, dass die Magenwand

selbst auch aus Eiweiß

besteht und deshalb vor einer

drohenden „Selbstverdauung“

geschützt werden muss. Zu diesem

Zweck überzieht sich die

Schleimhaut mit einem zähflüssigen

Schleim, es stellt sich

ein Gleichgewicht zwischen

den Schutzmechanismen der

Magenwand und der aggressiven

Wirkung des Magensaftes

ein. Zu Magengeschwüren

kann es dann kommen, wenn

die Balance nicht mehr gewährleistet

ist, weil entweder

die Abwehrmechanismen der

Magenwand versagen oder

der Mageninhalt übersäuert

wird. Schäden entstehen

nach verstärkter Einwirkung

von Salzsäure auch an der

drüsenlosen Schleimhaut im

vorderen Magenabschnitt. Tatsächlich

liegen in diesem Teil

bei erwachsenen Pferden die

meisten Magengeschwüre.

Geschwüre im Anfangsteil

des Magens

das fördert die Entstehung

von Magengeschwüren:

■ Ernährungsfehler: Fehler in

der Rationszusammensetzung

(zu hoher Konzentratanteil, zu

wenig Heu), zu große Fütterungsintervalle,

Futterentzug

oder Störung der Futteraufnahme

(z.B. schlechte Futterqualität,

Schimmelpilzgifte, plötzliche

Futterwechsel), beim

Fohlen: reduzierte Milchaufnahme

■ Haltungsfehler, physische u.

psychische Belastung (Stress):

Leistungstraining, Transporte,

Rangkämpfe, zu wenig Futterplätze,

andere Krankheiten

und Operationen, Kolikerkrankungen

(können Ursache und

auch Folge der Magengeschwüre

sein), Absetzen des Fohlens

■ Medikamente zur Schmerzbekämpfung

(nur bei absoluter

Notwendigkeit nach tierärztlicher

Anweisung einsetzen!)

■ Störungen der Magenentleerung

mit Gallerückfluss aus

dem Dünndarm

Ernährungsfehler

Das Verdauungssystem des

Pferdes als Steppentier ist evolutionsbedingt

an die ständige

Aufnahme kleiner Mengen

rohfaserreichen und energiearmen

Futters angepasst. Die

Magenschleimhaut bildet deshalb

fortwährend Magensaft

in einer Gesamtmenge von

etwa 30 Litern täglich. Rohfaserreiches

Futter muss gut

gekaut werden. Dabei fließen

bis zu 50 Liter alkalischer Speichel

pro Tag in den Magen, die

die Magensäure neutralisieren

und damit eine Übersäuerung

verhindern. Rationen mit hohem

Konzentratanteil können

Magengeschwüre verursachen,

Klinische Symptome,

die bei Magengeschwüren

auftreten können

PfErdE > 1 JAhr

■ Leistungsabfall

■ schlechter Allgemeinzustand

■ struppiges Haarkleid

■ Gewichtsverlust

■ apathisches Verhalten

■ schlechter oder wechselnder

Appetit, Unterbrechung der

Futteraufnahme

■ Durchfall, weicher oder

fester Kot

■ wiederkehrende Koliken,besond.

nach Futteraufnahme

■ Zähneknirschen, Leerkauen

■ Rülpsen

■ häufiges Flemen

■ übler Maulgeruch

fohlEn

■ schlechte Entwicklung

■ stumpfes Haarkleid

■ wechselnde Durchfälle

■ Fieber

■ Aufstoßen von Nahrungbrei,

evtl. weißgraue Beläge

auf der Zunge

■ Speicheln

■ Zähneknirschen und

Leerkauen

■ Unterbrechen des Saugens

■ wiederholte Koliken, Tiere

nehmen Rückenlage ein

weil Kraftfutter und Pellets

schnell gefressen und wenig

gekaut werden, und damit der

Speichelfluss zu gering ist, um

die Salzsäure im Magen ausreichend

abzupuffern. Das gilt

auch für rohfaserreiches Futter,

das stark zerkleinert und

z.B. pelletiert eingesetzt wird.

Rohfaser muss immer auch

Struktur haben, sonst geht

die fördernde Wirkung auf die

Speichelsekretion verloren.

Konzentratfutter fördert zusätzlich

über Enzyme die Bildung

von Salzsäure. Es wird

im Magen schnell verflüssigt

und in den Darm abgegeben.

Obwohl sich der Magen nach

kurzer Zeit leert, geht die

Bildung des salzsäurehaltigen


Magensaftes weiter. Die Säure

reichert sich im Magen an, der

pH-Wert fällt in den kritischen

Bereich von unter zwei. Dieser

intensiven Säurewirkung sind

die Schutzmechanismen der

Magenwand nicht mehr gewachsen,

sie wird geschädigt.

Auch die Fütterungsfrequenz

ist von großer Bedeutung.

Am besten ist es, den Pferden

ständig die Möglichkeit zur

Aufnahme von Strukturfutter

(Heu) zu geben. Eine 2–3malige

Fütterung pro Tag birgt

bereits Probleme in sich.

Haltungsfehler, Stress

Magengeschwüre wurden besonders

bei Pferden nachgewiesen,

die durch intensiven

Sport- bzw. Renneinsatz starkem

Stress ausgesetzt sind.

Bei diesen Pferden liegen oft

zusätzlich erhebliche Fütterungsfehler

vor. So werden

Rennpferde morgens gearbeitet,

nachdem sie nur etwas

„Stehfutter“ (Kraftfutter) aufgenommen

haben. Hochleistungspferde

benötigen viel

Energie, der Konzentratanteil

dominiert, während die Heuaufnahme

meist zu gering ist.

Starke körperliche Belastung

führt zu erhöhtem Bauchinnendruck,

der sich auch auf

den Magen auswirkt. Dadurch

gelangt vermehrt saurer Magensaft

in den oberen drüsenfreien

Teil des Magens

und schädigt die Schleimhaut.

Natürlich können auch

Ulla

Salzgeber

Freizeitpferde Stressfaktoren

ausgesetzt sein, das Ausmaß

der Schäden ist aber meist

geringer.

Stress setzt Hormone der Nebennierenrinde

frei, die (wie

auch entzündungshemmende

Medikamente) die Durchblutung

der Verdauungsorgane

und damit auch der Magenwand

verringern und deren

Schutz vor Übersäuerung beeinträchtigen.

Darin wird

eine wesentliche Ursache von

Magengeschwüren gesehen.

Anfangsteil mit

drüsenloser Schleimhaut

Drüsenzone

Diagnostik

Speiseröhre

Dünndarm

Magen des Pferdes, schematisch

Es ist meist schwierig, eine

Erkrankung mit Magengeschwüren

zu erkennen. Viele

Pferde zeigen keine oder nur

weitgehend unspezifische Anzeichen.

Wenn in fortgeschrittenen

Fällen mehrere Symptome

gemeinsam auftreten,

kann eine Verdachtsdiagnose

gestellt werden. Eine sichere

Die perfekte Synthese:

der weltweit beliebteste und einzigartige Reithandschuh

ROECK-GRIP mit den funkelnden und exklusiven

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Der ROECK-GRIP ist höchst atmungsaktiv, sitzt wie

eine zweite Haut und er bietet den optimalen Griff

am Zügel. Deshalb reitet und siegt auch ein Großteil

der Weltelite im Dressur- und Springreiten mit diesen

hochfunktionalen Reithandschuhen aus

ROECK-GRIP.

häufigkeit der Magenwandschädigungen bei verschiedenen

Pferderassen / nutzungsrichtungen (endoskop. Untersuchung)

Rasse/Nutzung Häufigkeit * Anmerkung

Vollblutpferde

(Galopper)

60–93 % höchste Befallsquote, am stärksten

in Trainings- undWettkampfphase,

in Erholungsphasen geht die

Zahl zurück

Turnierpferde bis zu 58 % nervige Tiere waren mehr betroffen

als ruhige

Traber bis zu 50 % im Training

Freizeitpferde 37 % weniger schwere Grade

Fohlen 25–50 % in den ersten 3 Lebensmonaten

Weidepferde vereinzelt Weidehaltung ohne zusätzliche

Nutzung

Zum Vergleich Mensch: Etwa 9 % der Bevölkerung haben ein- oder

mehrmals im Leben ein Magengeschwür.

50 von 100.000 Menschen leiden jährlich an dieser Erkrankung.

Diagnose ist nur durch die endoskopische

Betrachtung der

inneren Magenwand möglich.

Eine Verdachtsdiagnose kann

auch als bestätigt angesehen

werden, wenn eine anschließende

Behandlung erfolgreich

ist. Kolikerkrankungen und

Magengeschwüre verursachen

sich wechselseitig. Vielleicht

kann auch Koppen ein Hinweis

auf Magengeschwüre

sein. Nach Behandlung der

Geschwüre wurde beobachtet,

dass dieses Verhalten sich wieder

normalisierte.

Behandlung

*der untersuchten Pferde

Im allgemeinen besitzen Magengeschwüre

geringerer Ausprägung

eine gute Heiltendenz.

Das zeigte sich z.B. an Pferden,

die aus dem Training genommen

wurden. Innerhalb weniger

Wochen verringerte sich

der Anteil der Tiere mit Magengeschwüren

deutlich. Dabei

muss man beachten, dass hier

nicht nur die Stresseinwirkung

zurückging, sondern auch die

Rationen geändert wurden

(weniger Konzentrate, mehr

Heu). Damit wurde neben

dem Leistungsstress noch ein

weiterer Faktor ausgeschaltet,

der an der Entstehung von Magengeschwüren

beteiligt ist.

Zur Behandlung sind für Pferde

gut wirksame Präparate zugelassen,

die oral verabreicht werden.

Sie schützen zusätzlich die

Schleimhaut und verringern

die Bildung von Magensäure.

Eine medikamentelle Behandlung

muss mit der Abstellung

der Faktoren verbunden sein,

die Bildung von Magengeschwüren

auslösen können.

Damit kommt der Verhinderung

dieser Erkrankung die

vorrangige Bedeutung zu.

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Euroriding intern

10 Fragen an ...

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen in jeder Ausgabe einen

Euroriding-Reitsporthändler

vor. Diesmal ist es Steffen Kandel von

„Reitstiefel Kandel“ in 38723 Seesen/Harz,

Gartenstraße 22.

Wie kamen Sie dazu, Reitsportartikel

zu verkaufen?

Da bin ich im wahrsten Sinne

des Wortes reingewachsen, da

wir das Geschäft bereits in

dritter Generation führen.

Seit wann führen Sie das Unternehmen?

Wir sind ein klassisches Familienunternehmen,

da hat

jeder seinen Bereich und seine

Zuständigkeit.

Worauf sind Sie stolz?

Auf meine Familie.

Was ist für Sie Genuss?

Ein Tag ohne Telefon. Das ist

selten, aber es kommt vor.

Ihr Lieblingsartikel?

Alle Artikel die es bereits seit

Jahren gibt und die ständig

weiterentwickelt wurden, wie

z.B. die Sättel Passier Grand

Gilbert oder Euroriding Diamant

– das ist einfach Perfektion

durch Erfahrung. Und

natürlich Reitstiefel!

Ihr ungewöhnlichster Kundenwunsch?

Im positiven Sinne alles was

selten ist wie beispielsweise

weiße Reitstiefel für den Zirkus,

im negativen Sinne Fragen

nach Artikeln, die einen

schon verzweifeln lassen, wie

ein Fohlensattel.

Reiten Sie selbst?

Nein, das ist aus Zeitgründen

nicht mehr möglich und

schon 25 Jahre her.

Wofür sind Sie dankbar?

Für Gesundheit.

Welches Ziel möchten Sie unbedingt

noch erreichen?

Dass wir das Geschäft auch

noch in der vierten Generation

weiterführen können.

Wenn Sie drei Wünsche frei

hätten, welche wären das?

Jeweils noch mal drei Wünsche

frei, damit ich auch nichts und

niemanden vergesse, so dass

alle was davon haben. ;-)

Neue Euroriding-Mitglieder

reit- & fahrsport Simon ohG

D-36381 Schlüchtern, Gomfritz 7

Auf 700 m² Verkaufsfläche erwartet die Kunden ein Vollsortiment

für den Reit- und Fahrsport. Zum serviceorientierten

Angebot gehören zwei Sattelservice-Mobile, eine eigene

Sattlerwerkstatt, Orthopädieschuhtechnik, Reitstiefel- und

Schuhreparaturen, Sattel-Computer-Druckmessung, Kutschenreparaturen

und Schermaschinenverleih.

reitsport live

D-78467 Konstanz, Macairestr. 19

Auf 400 m² Verkaufsfläche wird eine große Auswahl an

Qualitätsprodukten für Reiter & Pferd geboten, wobei viel

Wert auf den modischen Akzent gelegt wird. Inhaberin Gesa

Stark-Hogenkamp startet erfolgreich in Dressurprüfungen

der Klasse S, Ihr Mann Robert Stark, früher Springreiter bis

zur Klasse S, betreut die hauseigene Sattlerwerkstatt.

Über 10.000 Besucher monatlich

auf www.Euroriding.de

2008 verzeichnete die Webseite www.Euroriding.de im Durchschnitt

10.661 Besucher monatlich. Anziehungspunkt Nr. 1 ist

dabei die Informationsseite zum Euroriding-Produktkatalog,

gefolgt von der Übersicht der Euroriding-Fachgeschäfte.

Mehr als 600 Nutzer pro Monat laden sich den 56-seitigen

Euroriding-Produktkatalog herunter. Großer Beliebtheit erfreut

sich auch das Kundenmagazin „Euroriding News“: Jeden Monat

laden sich Interessenten knapp 1.700 eBooks von Heften aus

den archivierten Jahrgängen

2000 bis 2008 herunter.

09 – 11/08

Kundenmagazin der Euroriding Reitsport-Fachgeschäfte

Kaltblutrennen

Wie wird man Titan

der Rennbahn?

Ausrüstung

Reithosen –

der richtige Stoff

en_09_08.indd 1 22.08.2008 14:29:48

Olympia 2008

Ergebnisse, Fakten,

Hintergründe


Übersicht der Euroriding-Fachhändler

PLZ 0

Sattlerei Thomas Büttner 01169 Dresden

Sattlerei Thomas Büttner 01468 Moritzburg

Roß & Reiter 03099 Kolkwitz

Sattlerei Mario Schipler 06577 Oberheldrungen

PLZ 1

Reitsportcenter Hoffschild 10713 Berlin

Reitsport Lübars 13469 Berlin

Reitsport Petersen 15518 Arensdorf

Reitsportfachgeschäft Manski 18273 Güstrow

PLZ 2

Horse & Rider 21376 Luhmühlen

Reitsport Witt 21717 Fredenbeck

Der Reiterladen 22529 Hamburg

Lucky Horse 22949 Ammersbek

Reitsport Steckenpferd 24103 Kiel

Sattelkammer Laffrenzen 24811 Owschlag

Von Rönne Reitsport 25337 Elmshorn

Sattelkammer Laffrenzen 25746 Heide

Reitsport Jade 26349 Jade

Reitsport Osteel GmbH 26529 Osteel

Reitsport-Spezialist Wortmann 28203 Bremen

Der Steigbügel Linz 29227 Celle

PLZ 3

Der Steigbügel Linz 30851 Langenhagen

Reitsport Engelke 30853 Langenhagen

Reit- und Fahrsport Rösler 32584 Löhne

Reitsport Bremer 33102 Paderborn

Reitsport Weitkamp GmbH 33611 Bielefeld

Reitsport Weitkamp GmbH 33699 Bielefeld-Ubbedissen

Louis Völzing GmbH 35440 Linden

Horse Shop Landenhausen 36367 Landenhausen

Reitsport Simon 36381 Schlüchtern

Pferdesport Ilsemann 37586 Dassel/Amelsen

Pferdesport Ilsemann 37079 Göttingen

Der Steigbügel Linz 38114 Braunschweig

Reiter und Pferd 38259 Salzgitter-Flachstöckh.

Reitstiefel Kandel 38723 Seesen/Harz

Reitsport Uwe Hase 39112 Magdeburg

Reitsport Uwe Hase 39291 Nedlitz

PLZ 4

Reitsport Stegemann 45711 Datteln

Reitsport H. Lohmeier 46485 Wesel

Pferde Szene 49074 Osnabrück

Reitsport Hugenberg 49434 Neuenkirchen/Olb.

Reitsport Ottenhues 49479 Ibbenbüren-Dörenthe

PLZ 5

Der Reiter 50677 Köln

Reitsport Lüttgens 52062 Aachen

Fritz Goertz GmbH, Sattlerei 52428 Jülich

Reitsport McArthur 53340 Meckenheim-Merl

Reitsport-Sattlerei Peter 57076 Siegen

Hofmeister Pferdesport 58285 Gevelsberg

Cheval-Reitsport GmbH 58515 Lüdenscheid

Sattlerei Döhl 58730 Fröndenberg-Frömern

M+B Pferdesport Selm 59379 Selm

PLZ 6

Reitsport Frölich GmbH 64289 Darmstadt

Reitsport Frölich 64385 Reichelsheim

Pferde Remise 66386 St. Ingbert

Reitsport Bassler 67657 Kaiserslautern

PLZ 7

Steckenpferd 71126 Gäufelden/Nebringen

Oettle‘s Sattelkammer 73108 Gammelshausen

Reitsport Rambacher 74613 Öhringen-Unterohrn

Besuchen Sie uns auch im Internet: www.Euroriding.de

Impressum

Herausgeber: Euroriding GmbH & Co. KG

Datumer Str. 60, D-25469 Halstenbek

Fon: (0 41 01) 40 67 64

Fax: (0 41 01) 40 67 65

www.euroriding.de,

E-Mail: info@euroriding.de

Angegebene Preise sind unverbind l. Verkaufsempfehlungen

der Euroriding GmbH & Co. KG

Verlag: creatxx media • Verlag & Werbeagentur

Breitscheidstr. 31, D-01237 Dresden

Fon: (03 51) 25 02 11 - 0, Fax: - 50

www.creatxx.de, E-Mail: info@creatxx.de

Reitsportsattlerei Hintermayer 76694 Forst

Reitsport Live 78467 Konstanz

Sattelkammer Breisgau 79111 Freiburg

Reitsport Kaufmann GmbH 79576 Weil-Haltingen

PLZ 8

Steigbügel München GmbH 80333 München

Ross & Reiter 84359 Simbach/Inn

Reitsport Komplett 86152 Augsburg

Sattelkammer Kreid 86899 Landsberg

Reitsport Komplett 87700 Memmingen

Reitsport Moden 88212 Ravensburg

PLZ 9

Steigbügel Nürnberg GmbH 90491 Nürnberg

Steigbügel Zitzler GmbH 91207 Lauf

Krones & Müller GbR 93049 Regensburg

Steigbügel Harms 94036 Passau

Der Steigbügel 94315 Straubing

Lederhaus Neumeister 95028 Hof/Saale

Lederhaus Neumeister 95444 Bayreuth

BELGIEN

Emmers & Co BVBA B-3930 Hamont

Kerckhaert Ruitersport B-9140 Temse

SPRL Sellerie Dumont B-4460 Grace-Hollogne

DÄNEMARK

Tattersall Riduedstyr DK-1358 Kopenhagen

FRANKREICH

Sellerie Tillaux F-14130 Pont L´Eveque

B.R. Equitation F-25480 Pirey

Sellerie Fouilloux F-42100 Saint Etienne

Sellerie Nortier F-60120 Breteuil

Kineton Sports Equestres F-75016 Paris

Sellerie Leprince F-91640 Fontenay Les Briis

ÖSTERREICH

Reitsport Toscaninihof A-5020 Salzburg

Reitsport Zwerlin A-8054 Graz

NIEDERLANDE

Vroegop Ruitersport NL-1834 Sint Pancras

J.J. van Rijs NL-2761 LB Zevenhuisen

STA-RHO Ruitersport NL-3161 Rhoon

Drunens Ruiterhuis NL-5151 BS Drunen

Ruitersport Den Besten NL-3849 AK Hierden

NORWEGEN

P.G. Lowenborg Sadelmaker N-0164 Oslo

POLEN

Ihaha.pl 05-803 Pruszków

SCHWEDEN

Ryttare & Häst I Lund AB S-24032 Flyinge

SCHWEIZ

Reiterboutique Wittich GmbH CH-8400 Winterthur

Spirig Pferdesport CH-9000 St. Gallen

SPANIEN

El Corcel E-28027 Madrid

TSCHECHISCHE REPUBLIK

Equiservis CZ-150 00 Prag

Redaktion: Beate Uhlenbrok

Fon: (03 51) 25 02 11 - 24

E-Mail: beate.uhlenbrok@creatxx.de

Anzeigenverwaltung:

Ina Schofenberg

Fon: (03 51) 25 02 11 - 21

E-Mail: ina.schofenberg@creatxx.de

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„ANDREAS DIBOWSKI“

Die ergonomische Pauschenform

gewährleistet eine optimale Knielage

mit sehr gutem Kontakt zum Pferd.

Der extra weiche Sattelsitz vermittelt

ein angenehmes Reitgefühl. Bei der

Entwicklung des Sattelkissens wurde

großer Wert auf Widerristfreiheit gelegt,

was dieses Modell besonders pferdefreundlich

macht.

EURORIDING

Auf den Kunststoff-Sattelbaum wird

eine Garantie von zehn Jahren ab

Herstellungsdatum gewährt.

Erhältlich ist der Springsattel in den

Größen 16,5–18‘‘ und den Farben

schwarz und havanna bei allen

Euroriding-Fachhändlern.

Art.-Nr.0001132

Unverb. Preisempfehlung: 1.690,– €

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