Renovierung - Deutsche Amphibolin Werke - Caparol

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Renovierung - Deutsche Amphibolin Werke - Caparol

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Gefache

An der Oberfläche mürbe Lehmgefache können nach

Befeuchtung wieder verdichtet werden, gegebenenfalls wird

mit Lehm ergänzt. Beschädigte Lehmstakungen werden

auf traditionelle Art repariert. Für die Ausfachung sind

neben der Lehmstakung auch Lehmsteine oder schwach

gebrannte Ziegel geeignet. Wichtig ist, dass nur saugfähige

Materialien für die Ausfachung verwendet werden, die eindringende

Feuchtigkeit absorbieren, zwischenspeichern

und rasch wieder abgeben können. Weniger geeignet sind

schwach saugende Mauersteine. Neue Ausfachungen aus

Mauer-steinen müssen mit Dreikant- oder Trapezleisten seitlich

im Gefach fixiert werden. Vor der Neuausfachung wird

das angrenzende Holz satt mit Halböl eingelassen, damit

es gegen Feuchte geschützt ist.

Werden Gefache neu aufgebaut, sollten diese nicht bündig

mit der Holzoberfläche abschließen, sondern etwa 2 cm

zurückliegen, damit der neue Gefacheputz kantenbündig mit

dem Gefach abschließen kann. Die Putzstärke sollte an der

Holzflanke mindestens 1,5 cm betragen. Sollen bereits

bestehende Gefache mit kantenbündiger Ausfachung verputzt

werden, sollte die Ausfachung im Randbereich abgeschrägt

werden. Der Putz kann dann kissenförmig, jedoch

kantenbündig aufgebracht werden.

Vorstehende Putz- oder Holzkanten sind zu vermeiden.

Für den Neuverputz der Gefache eignen sich Kalkmörtel mit

geringem hydraulischen Anteil wie Histolith Trass-Kalkputz

als Unterputz und Histolith Feinputz als Oberputz. Lehmputz

sollte nur im Innenbereich verwendet werden, weil er nicht

witterungsbeständig ist.

Renovierung

Bild 1: Neue Ausfachung aus

Lehmsteinen, seitlich mit

Trapezleisten fixiert

Bild 2: Putzträger aus punktver-

schweißtem Drahtgewebe

Bild 3: Gefacheschmuck mit

Begleitern und Ritzern

Lehmgefache werden vor dem Verputz gut vorgenässt und

mit der Zahnspachtel horizontal abgezogen. In den feuchten

Untergrund reibt man dann den Kalkunterputz mit der

Bürste ein, bis eine bräunliche Marmorierung sichtbar wird.

Empfehlenswert ist ein zusätzliches Abstippen mit dem

Kratzputz-Nagelbrett oder ein horizontales Abziehen mit der

Zahnspachtel. Nach Erhärtung kann der Kalkunterputz ca.

1,5 cm stark aufgetragen und horizontal abgezogen werden.

Trockenzeit 1 mm Putzstärke pro Tag. Abschließend wird

der Feinputz aufgetragen und abgerieben. Nach dem

Ansteifen des Mörtels wird der Oberputz durch einen dünnen

Messerschnitt vom Holz getrennt. An Wetterseiten ist

zusätzlich das Anbringen eines Putzträgers anzuraten, der

möglichst im Gefach und nicht am Holzwerk befestigt wird.

Geeignet sind verzinkte punktverschweißte Drahtgewebe

oder Ziegeldraht.

Gefache mit Altanstrich werden entweder trocken abgebürstet

oder von Hand abgewaschen. Druckwasserstrahlen

sollte vermieden werden, weil dabei unnötig viel Wasser in

die Anschlussfugen eindringt.

Saugende, tragfähige, mineralische Altanstriche können im

gleichen Farbsystem überstrichen werden. Stark kreidende

Altanstriche werden nach der Reinigung mit verdünntem

Histolith Silikat-Fixativ grundiert. In der Regel sind 2–3

Deckanstriche mit Histolith-Silikat- oder -Kalkfarbe auf den

Gefachen erforderlich. Danach erfolgt der Deckanstrich auf

dem Holzwerk. Zum Abschluss kann der Gefachschmuck in

Form von Begleiter und Ritzer ausgeführt werden.

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