Renovierung - Deutsche Amphibolin Werke - Caparol

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Renovierung - Deutsche Amphibolin Werke - Caparol

Das Rathaus in Michelstadt von 1484

Die ältesten Fachwerkhäuser sind in Mitteleuropa bereits vor dem 14. Jahrhundert entstanden.

Es handelte sich zunächst um einfache, eingeschossige Pfostenbauten, aus

denen sich dann ab dem ausgehenden Mittelalter mehrgeschossige Stockwerkbauten

entwickelten. Zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert bildeten sich dann allmählich

drei regional unterschiedliche Fachwerkbauweisen mit charakteristischen Konstruktionsmerkmalen

und individuell verschiedenen Schmuckelementen heraus: das oberdeutschalemannische,

das mitteldeutsch-fränkische und das niederdeutsche Fachwerk. In dieser

Zeit entstanden auch viele überregional bekannte Schmuckfachwerkbauten wie z. B. die

Rathäuser in Esslingen, Michelstadt und Alsfeld.

Ab dem 18. Jahrhundert setzte sich in den Städten zunehmend der Massivbau durch.

Dies gilt vor allem für große, repräsentative Gebäude. Fachwerkgebäude, die auch aus

Kostengründen nach wie vor in großer Zahl entstanden, wurden häufig verputzt oder

verkleidet. Auf dem Land dagegen war Fachwerk bis in das späte 19. Jahrhundert die

vorherrschende Bauweise. In dieser Zeit wurde schließlich auch der Großteil der ca.

2 Millionen Fachwerkgebäude in Deutschland errichtet. Eine letzte, wenn auch bescheidene

Blüte erlebte das Fachwerk in den 1920er und 1930er Jahren. In Anknüpfung an

den Heimatstil der Kaiserzeit entstanden noch einfache Fachwerkwohnhäuser. Nach dem

Zweiten Weltkrieg kam der Fachwerkbau dann praktisch zum Erliegen.

Einführung

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