Renovierung - Deutsche Amphibolin Werke - Caparol

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Renovierung - Deutsche Amphibolin Werke - Caparol

Hinweise zur Sanierungsplanung

Viele Fachwerkgebäude stehen unter Denkmalschutz.

Bauliche Maßnahmen an diesen Gebäuden, die das

Erscheinungsbild verändern (z. B. neue Dacheindeckung,

Fenster, Verputz, Farbanstrich), müssen von der zuständigen

Unteren Denkmalschutzbehörde genehmigt werden.

Holzschindelverkleidung an der Wetterseite

Fachwerkhäuser sind an den Wetterseiten aus Gründen des

Feuchteschutzes häufig verputzt oder mit ortstypischen

Materialien (Schiefer, Schindeln etc.) verkleidet. Grundsätzlich

sollten diese Verkleidungen bei hoher Schlagregenbelastung

erhalten oder bedarfsweise erneuert werden. Die Freilegung

des Fachwerks ist dagegen nur dann möglich, wenn keine

Folgeschäden durch Schlagregen zu erwarten sind, weil

Sichtfachwerk wegen der unvermeidlichen Anschlussfugen

zwischen Holzwerk und Gefach nicht schlagregendicht ist.

Auch mit Dichtstoffen lassen sich diese Fugen nicht dauerhaft

schließen.

Hinweise zur Sanierungsplanung

Bestandteil des effektiven Feuchteschutzes ist auch die

funktionstüchtige konstruktive Wasserführung an der

Fassade: Das Regenwasser muss ungehindert ablaufen

können und darf nicht an vorstehenden Putz- oder Holzkanten

aufgestaut werden. Die Praxis zeigt leider häufig

das Gegenteil. Als Folge davon wird der Putz oder das

Holzwerk stark durchfeuchtet mit resultierenden Frostbzw.

Fäulnisschäden. In ungünstigen Fällen kann die

Feuchte durch die Anschlussfugen sogar bis zur Innenwand

durchdringen. Derartige Mängel müssen erkannt

und beseitigt werden.

Der Schwellenbalken wird stark durchfeuchtet, weil auf dem vorstehenden

Sockel kein Gefälle vorhanden ist. Als Folge davon

entstehen Fäulnisschäden.

Die Grundschwellen sind oft nur ungenügend gegen aufsteigende

Feuchte und Spritzwasser geschützt, weil sie zu tief

liegen oder sogar Kontakt mit feuchtem Erdreich haben.

Im Idealfall sollten sie auf einem steinernen Sockel in einer

Höhe von ca. 50 cm oberhalb des Terrains liegen. Weil sich

Mängel in diesem Fall meist nicht oder nur mit nicht vertretbarem

Aufwand beheben lassen, sollte der Handwerker auf

jeden Fall auf diese Schwachstelle hinweisen und Bedenken

anmelden.

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