E sus eia! - Naturpark Schwäbisch Fränkischer Wald

naturpark.schwaebisch.fraenkischer.wald.de

E sus eia! - Naturpark Schwäbisch Fränkischer Wald

D I E G Ä S T E Z E I T S C H R I F T F Ü R D I E F R E I Z E I T - U N D E R H O L U N G S R E G I O N S C H W Ä B I S C H E R W A L D

F r ü h j a h r 2 0 0 9 • 1 6 . A u s g a b e • H e r a u s g e g e b e n v o n d e r F r e m d e n v e r k e h r s g e m e i n s c h a f t S c h w ä b i s c h e r W a l d e .V

MIT GROSSEM SONDERTEIL „LIMES GRENZENLOS“


21. Februar • NACHTUMZUG

Im Fackelschein toben die Narren ab 19 Uhr durch die Stadt

26. April • MURRHARDTER FRÜHLING

Murrhardt feiert den Frühlingsbeginn

1. Mai • MURRHARDT BEWEGT

Zahlreiche Aktionen begleiten den touristischen Jahresauftakt

17. Mai • LIMES GRENZENLOS

Aktionen, Spiele und Führungen entlang des Welterbe Limes

13. - 14. Juni • KUNSTHANDWERKERMARKT

2 Tage bevölkern Künstler und Kunsthandwerker den Stadgarten

22. - 26. Juli • SOMMERPALAST

5 Tage Kultur in 2 Zirkuszelten im Murrhardter Stadtgarten

31. Juli- 3. August• SOMMERNACHTSFEST

Das Freizeitgebiet Waldsee feiert u.a. mit einem großen Feuerwerk

TOURIST-INFO MURRHARDT • Telefon 0 71 92 - 21 37 77 • www.murrhardt.de

Beate Siegel

W irtschaftskrise, Klimakrise, Energiekrise, Arbeitsplatzkrise, Bankenkrise - Dauerkrise! Eine Hiobsbotschaft jagt

die andere. Aber Krisen haben auch ihr Gutes - wenn wir daraus lernen. Wenn wir etwa feststellen, dass wir nicht

zweimal im Jahr in die Südsee jetten oder in den Himalaya fahren müssen, um Ruhe und Erholung zu finden.

Und so kann die Krise dazu führen, dass wir das wieder entdecken, was vor unserer Haustür ist: Eine wunderbare

Landschaft mit Wald, Wiesen, Feldern - und mit netten Menschen, die sich auf Besucher freuen.

Fahren Sie hinaus in den Schwäbischen Wald, erholen Sie sich vom Stress des Alltags, nutzen Sie die Natur als

„Anti-Quengel-Programm“ für Ihre Kinder, spazieren Sie durch Weinberge oder finden Sie Ruhe und Besinnung

auf dem Jakobsweg. Das alles und viel mehr können Sie hier finden - und: Es kostet zumeist kaum etwas.

Denken Sie daran: Krisen kommen, Krisen gehen, Wald und Wiesen bleiben.

In diesem Sinne wünscht Ihnen einen krisenfeien Aufenthalt im Schwäbischen Wald

DA S R E DA K T I O N S T E A M

Impressum

Herausgeber: Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald e.V.,

Alter Postplatz 10, 71332 Waiblingen,

Telefon 07151-501-1376, e-mail info@schwaebischerwald.com,

Internet www.schwaebischerwald.com

Texte: Ulrich Mayer, Ursel Pietzsch, Hardy Wieland

Redaktionsbeirat: Barbara Schunter, Bernhard Drixler, Christoph Jäger,

Reinhold Kasian, Martin Röhrs

Fotos: Ulrich Mayer, Gerhard Neusser, Hardy Wieland,

Ursel Pietzsch, Beate Siegel, Frank Kleinbach

Design, Satz und Produktion: agentur arcos, Telefon 07192-925111

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Hallenbad Gschwend

BADESPASS UND SAUNAWELT

Zu ihren aus der Landschaft und der

Natur gegebenen Fitnessmöglichkeiten hat

die Gemeinde Gschwend nun ein „Rundum-Wohlfühlangebot“

hinzugefügt: Das „Wasserreich“ mit seinen vielseitigen Angeboten

wie Solarien, finnischer Sauna, Sanarium, Dampfbad, Sonnenwiese,

Aqua-Jet-Massageliege, Außensauna und einem 25-Meter-

Schwimmbecken.

Beim „Wasserreich“ handelt es sich um das frisch renovierte

Gschwender Hallenbad aus dem Jahr 1975. Die Gemeinde war vor

der Wahl gestanden, das über 30 Jahre alte Bad entweder zu sanieren

oder zu schließen. Im März 2006 bewilligte das Land Baden-Württemberg

einen Zuschuss in Höhe von 474 335 Euro. Die

Aufstellung des Bauschildes am 27. April 2007 war der offizielle

Startschuss zu dieser Baumaßnahme mit Kosten von rund 2,7 Millionen

Euro.

Die Bauzeit von eineinhalb Jahren forderte Architekten, Bauleitung,

Handwerkern und Verwaltung noch einmal einiges ab. Heute sind

sich die Verantwortlichen aber sicher: „Es ist eine Wellnessoase im

Erholungsort Gschwend entstanden.“

Nach Absprache und Anmeldung unter der Telefonnummer

0 79 72 / 52 53 kann der Schwimmmeister für Menschen mit

Einschränkungen eine ebenerdige Zufahrt über das Schulgelände

öffnen lassen.

Was tun, wenn der Nachwuchs mal wieder mit der ganzen Welt im

Argen liegt? Fernseher an? Spielkonsole kaufen? Es gibt ein günstigeres

und gesünderes Anti-Quengel-Programm: den Schwäbischen Wald.

Anti-Quengel-Programm: Der Wald

E s war einmal eine Prinzessin,

die hieß Olga. Als vor rund 150

Jahren in Deutschland eine Revolution

ausbrach, da musste sie sich verstecken.

Sie ging nach Mainhardt und

verbarg sich in einer Schlucht im Wald

- und die heißt heute „Olgaschlucht“.

Zugegeben, diese Geschichte ist nicht

wahr - aber sie ist doch schön. Die wirkliche

Geschichte ist dagegen nicht ganz

so romantisch: Der Mainhardter Revierförster

ließ anlässlich des Geburtstages

von Olga, die inzwischen Königin

geworden war, eine Inschrift in den Fels

hauen, die lautete: „Gott erhalte Olga“.

Das war in der Olgaschlucht.

„Der Schwäbische Wald für Groß und

Klein“, heißt ein Flyerset der Fremdenverkehrsgemeinschaft,

das Kindern und

ihren Eltern zeigen möchte, was es alles

Interessantes im Wald zu unternehmen

gibt. Und hier kommt auch die Olgaschlucht

und ihre Geschichte vor. Sie

ist ein Teil des „Fuxi-Natur-Erlebnispfades“.

„Klassenzimmer Wald“ ist hier das

Motto, denn auf diesem Pfad lässt sich

vieles über die Natur lernen und Interessantes

entdecken.

Sich im Weitsprung mit Tieren messen,

Höhe und Alter von Bäumen bestimmen,

auf Flusshölzern balancieren oder

das geheime Waldtelefon ausprobieren:

Das alles ist auf dem Fuxi-Natur-Erlebnispfad

möglich. Wer weiß, was er

unter seinen Sohlen fühlt, wenn er mit

geschlossenen Augen über den Waldboden

geht? Kleine Waldläufer können

die Unterwasserwelt entdecken und die

Schwingungen des Summsteines fühlen.

Wem dies nicht genügt, der kann auf

dem nahegelegenen Limesweg und im

Mainhardter Museum den Römern nachspüren.

Lehrpfade gibt es noch mehrere im

Schwäbischen Wald. Zwei besonders

interessante „Klassenzimmer“ hat die

Gemeinde Spiegelberg zu bieten: den

Bergbau-Lehrpfad bei Jux und den Vogel-Lehrpfad

auf dem Juxkopf.

Große und kleine Waldbesucher können

sich aber auch die höchsten Aussichtstürme

oder die schönsten Badeseen des

Schwäbischen Waldes in der Publikation

der Fremdenverkehrsgemeinschaft

aussuchen. Zu den „Zeugen des Silberrausches“

- den Stollen bei Spiegelberg,

Großerlach und Wüstenrot - führt ein

Flyer, ein anderer zu Spielplätze im

Wald.

Interessante Angebote für Pferdeliebhaber

werden ebenso vorgestellt wie das

„Erfahrungsfeld der Sinne“ bei der Welzheimer

Laufenmühle oder der Schwabenpark

bei Kaisersbach.

Nicht zuletzt bieten auch Limes-Cicerones,

Gästeführer und Naturparkführer

Aktivitäten für Gruppen von großen

und kleinen Waldbesuchern an. Einen

Eindruck vom Römerleben vor fast 1900

Jahren erhalten Kinder und Erwachsene

etwa beim Limesturm auf dem Graber

Heidenbuckel.

Geschichten, Märchen und Sagen rund

um den Schwäbischen Wald mit seinen

Klingen und Mühlen kennen die Gästeführerinnen,

und sie wissen alles über

Kräuter, Wald- und Wiesenpflanzen.

Die Historie von der Steinzeit bis zu den

Römern, Geschichten über Land und

Leute, von gestern bis heute, alles über

die Artenvielfalt bei Tier und Pflanze

und deren Lebensräume wissen die Naturparkführer

des Schwäbischen Waldes.

Wenn der Nachwuchs nach diesem

reichhaltigen Angebot immer noch

quengelt - dann ist ihm auch mit einer

Spielkonsole nicht zu helfen.

INFORMATIONEN

Fremdenverkehrsgemeinschaft

Schwäbischer Wald e.V.

Postfach 1413 • 71328 Waiblingen

Telefon 07151/501-1376

Email: info@schwaebischerwald.com

Internet: www.schwaebischerwald.com

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Frank Kleinbach

Ruhe und Besinnung, das suchen Pilger auf dem Jakobsweg.

Ein landschaftlich reizvolles Stück der Pilgertour nach

Santiago de Compostela führt durch den Schwäbischen Wald.

E u l t r e i a ! E s u s e i a ! D e u s a i a n o s !

„E

ultreia! E sus eia! Deus aia nos

y Santiago! - Weiter! Auf geht‘s!

Gott steh‘ uns bei und Sankt Jakobus!“,

dies ist der traditionelle Ruf der

Pilger, die im Zeichen der Jakobsmuschel

unterwegs sind. Und es sind ja in

jüngster Zeit nicht wenige, die auf dem

Jakobsweg Ruhe und Besinnung suchen.

Ein landschaftlich reizvolles Teilstück

des Weges zum Grab des Apostels im

spanischen Santiago de Compostela

führt durch den Schwäbischen Wald. Eine

Broschüre des Landratsamtes Rems-

Murr-Kreis beschreibt die Tour von

Schwäbisch Hall durch den Rems-Murr-

Kreis bis kurz vor Esslingen.

Hinter Schwäbisch Hall führt der Pilgerweg

- vorbei an der großen und kleinen

Comburg - das Kochertal hinauf. Über

Felder und Wiesen, dann durch ein

langes Waldstück gelangen die Wanderer

im Zeichen der Muschel, vorbei

am Limes, schließlich nach Murrhardt.

Hier sind für die Pilger die Stadtkirche,

die Walterichskapelle und vor allem

die Walterichskirche interessant. Das

malerisch auf einem Hügel gelegene

Kirchlein war einst ein Wallfahrtsort.

Für die vielen Wallfahrer, die in ihrem

Innern keinen Platz mehr fanden, wurde

um 1510 an der Nordseite ein farbiger

Schnitzaltar geschaffen, der neben dem

Walterichskirche in Murrhardt

Altar der Jakobuskirche

in Oppenweiler

knienden Jesus auch Jakobus (im grünbraunen

Gewand) zeigt.

Von Murrhardt geht es dann durch den

Schwäbischen Wald nach Oppenweiler.

In der dortigen Jakobuskirche (1354 zum

ersten Mal erwähnt) finden die Pilger

einen wertvollen spätgotischen Schnitzaltar.

Friedrich von Sturmfeder hatte ihn

um 1470 gestiftet.

Ein bedeutendes Ziel für Pilger im Zeichen

der Jakobsmuschel ist die Schlosskirche

in Winnenden. Der dortige Hochaltar

erinnert an die Bedeutung der

Kirche als Zwischenstation auf dem

mittelalterlichen Jakobspilgerweg nach

Santiago de Compostela. Er stellt in aufwendiger

Schnitzarbeit u.a. das Leben

und Wirken des Heiligen Jakobus dar.

Die Ritter des Deutschen Ordens, die ihn

um 1520 stifteten, gaben damit den Pilgern

auf der Durchreise ein geistliches Zentrum.

Die Schnitzer des Altars sind unbekannt, es

werden jedoch Jörg Töber aus Hagenau im

Elsass sowie Veit Wagner und seine Straßburger

Schule als Künstler vermutet.

Auf den Relieftafeln des Altars ist auch

die „Geschichte vom Hühnchenwunder“

zu sehen, die sich in Santo Domingo de la

Calzada zugetragen haben soll. Die Erzählung

berichtet davon, wie St. Jakobus dem

Sohn einer Pilgerfamilie das Leben rettete.

Hühnchen, denen am Bratspieß wieder Fe-

Jakobusaltar in der

Schlosskirche in Winnenden

Jakobusdarstellung im Altar in Oppenweiler

dern wuchsen, sollen einem verblendeten

Richter den richtigen Weg gewiesen haben.

Das Hühnchenwunder spielt auf dem Pilgerweg

nach Santiago de Compostela immer

wieder eine große Rolle.

Durch die Weinberge des Remstales führt

die Pilgertour schließlich weiter Richtung

Esslingen und Plochingen. Auf diesem Weg

liegt auch der Korber Bibelgarten, der mit

60 der 110 in der Bibel genannten Pflanzen

bestückt ist. Sehenswert sind auch immer

wieder die Kunst-Installationen in den

Weinbergen. Im Remstal teilt sich der Weg.

Auf der Route Richtung Esslingen liegt die

Ruine Y-Burg bei Stetten, wer die Variante

über Plochingen wählt, kommt an der Jodokus-Kirche

im malerischen Weinstädter

Ortsteil Strümpfelbach vorbei.

INFORMATIONEN

Landratsamt Rems-Murr-Kreis

Geschäftsstelle der Fremdenverkehrsgemeinschaft

Schwäbischer Wald e.V.

Postfach 1413 • 71328 Waiblingen

Telefon 07151/501-1376

Email: info@schwaebischerwald.com

Internet: www.schwaebischerwald.com

und www.rems-murr-kreis.de

Weitere Informationen beim

Jakobsweg-Team Winnenden

Email: jakobsweg@occa.de

Internet: www.occa.de

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Im Heuhotel Murrquelle ist viel Platz für Gruppen

Süße Träume im duftenden Heu

Vergangenen Sommer hat sich die Familie

Theurer-Feil einen Traum erfüllt – und

verhilft damit naturverbundenen Gästen

ihrerseits zu süßen Träumen im duftenden

Heu. Am Rande des Weilers Vorderwestermurr

bei Murrhardt haben Martina

Theurer und Reinhard Feil mit viel

Engagement und Eigenleistung eine alte

Scheune zu einem Heuhotel umgebaut.

Vor allem Kindern macht es einen Riesenspaß,

auf dem Heuboden zu übernachten

– abgesehen davon wird dem Schlaf im

Heu nachgesagt, dass er entspannend

und erholsamen sei. Wer es sich in seinem

Schlafsack bequem gemacht hat,

sollte einmal tief durchatmen: durch die

Körperwärme entfaltet das Heu wieder

sein Wiesenkräuteraroma.

Auch früher schon wurde auf der Tenne

Heu gelagert, damals als Futter für das

Vieh. Unten im Stall, wo einst die Kühe

an den Halmen malmten, ist nun ein

freundlicher Frühstücks- und Aufenthaltsraum

entstanden, ohne dass das

Flair des bäuerlichen Anwesens verloren

gegangen wäre. Jede Menge Platz gibt es

hier, dazu einen Stapel Gesellschaftsspiele

und eine Gitarre, damit Familien und

Gruppen sich auch wohlfühlen können,

wenn das Wetter nicht so freundlich ist.

An den Aufenthaltsraum schließen sich

zwei kleine Schlafkammern an, die sind

natürlich ebenfalls mit einem Heulager

ausgestattet. Über eine Holztreppe

gelangt man vom Erdgeschoss auf die

Schlaftenne unterm Dach, wo bis zu 30

Personen Platz finden. Fernsehen gibt’s

hier zwar nicht und auch keine Minibar,

aber wer im Heuhotel Murrquelle über-

nachtet, muss auf Komfort nicht ganz

verzichten: Der Aufenthaltsraum wird

beheizt, ebenso wie die sanitären Einrichtungen.

Morgens erwartet Martina Theurer ihre

Gäste mit einem üppigen Frühstück, danach

lockt die idyllische Landschaft rund

um Vorderwestermurr zu einem Ausflug,

etwa zur nahgelegenen Murrquelle, zum

Felsenmeer, zu den Hörschbachwasserfällen

oder auf den Limeswanderweg.

Radfahrer und Mountainbiker finden

hier ebenfalls ein interessantes Revier

mit ausgeschilderten Touren. Leicht erreichbar

ist auch die Stadt Murrhardt mit

ihrer mittelalterlichen Altstadt, dem Freibad,

dem Naturparkzentrum und vielen

kulturellen Angeboten.

Gleich vor der Haustür - oder besser gesagt:

gleich vor dem Scheunentor im Hof

- stehen eine Tischtennisplatte und ein

Basketballkorb. Im Garten können die

Gäste ums Lagerfeuer sitzen und grillen,

und für die Kinder ist eine Spielecke und

ein kleiner Streichelzoo mit Hasen und

Meerschweinchen eingerichtet.

Martina Theurer, selbst Mutter von zwei

Kindern, hat aber nicht nur an die Interessen

ihrer kleinen Gäste gedacht, sondern

auch an die Bedürfnisse von Menschen

mit einem Handicap. Nachdem sie

mehr als 20 Jahre in der Pflege gearbeitet

hat, war es für sie schon bei der Planung

„ganz selbstverständlich, dass wir damit

auch für behinderte Menschen einen Ort

gestalten, an dem sie sich wohlfühlen

und ohne Hilfe frei bewegen können“. Bis

auf die Tenne sind alle Räume ebenerdig

und barrierefrei zugänglich. Auch an eine

behindertengerechte Toilette und Dusche

haben die Heu-Hoteliers gedacht.

Es gibt natürlich auch Leute, die schon

beim Gedanken an Heu von Niesanfällen

gebeutelt werden. Sie können trotzdem

kommen und werden nicht leiden müssen.

Denn auch da hat Martina Theurer

vorgesorgt: Allergiker haben die Möglichkeit,

in einem garantiert heufreien Tipi

im Freien zu übernachten.

INFORMATIONEN

HEUHOTEL MURRQUELLE

Familie Theurer-Feil,

Vorderwestermurr 30A

71540 Murrhardt - Vorderwestermurr

Telefon 0 71 92 / 93 34 78

Mobil 01 71 / 3 77 45 29

E-mail: Martina.Theurer@t-online.de

Internet: www.heuhotel-murrquelle.de

Auch im HEUHOTEL SCHWEIZERHOF

bei Großerlach-Grab finden Gäste

Übernachtungen im duftenden Heubett.

Es öffnete - als erstes Heuhotel

im Schwäbischen Wald - im Jahr 2006

seine Pforten.

Übernachtet wird im eigenen Schlafsack

auf zwei Ebenen; für Allergiker

steht ein gesonderter Raum zur Verfügung.

Im Außenbereich gibt es eine

Spielwiese mit Spielgeräten, Volleyballnetz

und Fußballtore sowie Grillmöglichkeiten

und einen Platz für ein

großes Lagerfeuer.

Wer mit dem Fahrrad kommt, findet

Unterstellmöglichkeit für den Drahtesel,

Wanderreiter einen Weideplatz

für das Pferd.

INFORMATIONEN

Heuhotel Schweizerhof

Wolfgang Klenk

Schweizerhof 1 • 71577 Großerlach

Mobil 01 79 / 2 18 30 70

E-mail: wolfgangklenk@t-online.de

Internet: www.heuhotel-schweizerhof.de

Natur ist für alle da - auch für Menschen mit Einschränkungen. Ein

neues Informationsset des Rems-Murr-Kreises enthält entsprechende

Ausflugsziele - zum Beispiel die Aspacher Weinberge.

Wenn im Berg die Reben bluten

N

atur ist für alle da. Sie uneingeschränkt

genießen zu können

ist für den Rems-Murr-Kreis, die

Fremdenverkehrsgemeinschaft und

touristische Anbieter im Schwäbischen

Wald eines der ganz wichtigen Themen.

So eignet sich zum Beispiel ein Spaziergang

durch die Weinberge bei Aspach und

Allmersbach gut für Rollstuhlfahrer, da

er auf geteerten Wegen mit weitgehend

moderaten Steigungen verläuft. Wer sich

die Weinberge einmal bei einer geführten

Tour ansehen möchte, kann diese bei den

Aspacher Winzern (www.weinbauvereinaspach.de,

Telefon 0172/7564337 oder

0173/6669365) buchen. Diese Wanderung

ist auch im neuen Flyerset „Der Schwäbische

Wald barrierefrei“ enthalten.

Die Weinberge sind das ganze Jahr über

interessant. Bereits im Frühjahr, wenn

der letzte Schnee geschmolzen ist, beginnen

mit dem Rebschnitt dort die

Arbeiten. Wenn Anfang April dann die

Reben „bluten“, das heißt, wenn der Saft

austritt, werden sie vorsichtig über einen

Drahtrahmen gebogen. Bis die Knospen

aufbrechen hat der Winzer nun Zeit für

die Bodenbearbeitung. Wenn die ersten

Blätter die Größe eines Zwei-Euro-Stückes

erreicht haben, beginnt im Weinbau

eine sehr kritische Zeit. „Oidium“ und

„Peronospora“ - der echte und der falsche

Mehltau - können die Pflanzen befallen.

Auf Lamawanderung

Dazu sind jedoch bestimmte klimatische

Bedingungen Voraussetzung. Ein Warnsystem,

eine Art „Wetterstation“, informiert

dann die Winzer, so dass sie den Einsatz

von Spritzmitteln auf diese kurze Zeit

reduzieren können. Einige Aspacher Weingärtner

bauen die pilzresistente Neuzüchtung

„Regent“ an, bei der auf Pflanzenschutzmaßnahmen

komplett verzichtet

werden kann.

Wenn die Trauben anfangen zu reifen,

gehen die Winzer zur "grünen Lese" in

den Weinberg. Die Rebstöcke werden dabei

noch einmal vom Traubenüberschuss

befreit, so dass sie höhere Qualität bringen.

Bei der eigentlichen Lese sind dann

schließlich Familien, Freunde, Nachbarn

und Bekannte mit den Winzern im Weinberg.

Bis zu drei Wochen ziehen sich die

Lesetermine hin und nicht selten herrscht

dabei Volksfeststimmung.

Das Flyerset umfasst aber noch andere

barrierefreie Angebote im Schwäbischen

Wald: Zum Beispiel Lamawanderungen.

Auf dem Hägerhof bei Kaisersbach-Ebni

können körperlich und geistig behinderte

Menschen die Andentiere kennen lernen

und mit ihnen spazieren gehen.

Auch wer durch den Wald und über Wiesen

spazieren möchte, findet Vorschläge.

Eine kleine Tour führt auf dem Mühlenwanderweg

vom Hüttenbühlsee zur

Entlang des Mühlenwanderwegs

Eine Stadt ertasten

„Hummelgautsche“, ein etwas größerer

Ausflug startet beim Wanderparkplatz

Obermühle im nördlichen Welzheim und

führt zum Aichstruter Stausee, dem Kleinkastell

Rötelsee und wieder zurück.

Dem Erfahrungsfeld „Eins + Alles“ bei der

Welzheimer Laufenmühle ist ebenfalls

ein Flyer gewidmet wie auch dem „weiterweg“

bei Gschwend-Rotenhar. In Murrhardt

bietet das Carl-Schweizer-Museum

Stadtführungen speziell für Menschen mit

Einschränkungen an. So können sich zum

Beispiel blinde Menschen die Stadt ertasten,

die Führer sind aber auch auf alle anderen

Einschränkungen eingestellt.

Und wenn für die Angebote ein Tag nicht

reicht, dann gibt es noch eine urige Unterkunft

für naturverbundene Gäste in Vorderwestermurr

bei Murrhardt: Das Heuhotel,

das behindertengrecht ausgestattet

ist (siehe nebenstehender Artikel).

INFORMATIONEN

Landratsamt Rems-Murr-Kreis

Geschäftsstelle der Fremdenverkehrsgemeinschaft

Schwäbischer Wald e.V.

Postfach 1413 • 71328 Waiblingen

Telefon 07151/501-1376

Email: info@schwaebischerwald.com

Internet: www.schwaebischerwald.com

und www.rems-murr-kreis.de

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Naturparkmarkt

KAUFEN, DORT

WO`S HERKOMMT

Die Erhaltung der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft

mit existenzfähigen Betrieben und die Unterstützung

der Vermarktungsstrategien regionaler Produkte ist eines

der Hauptziele des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer

Wald. Um die Möglichkeit für die Bauern zu schaffen, ihre

Produkte direkt an die Frau und den Mann zu bringen, hat

der Naturpark im vergangenen Jahr die Naturparkmärkte

ins Leben gerufen. Hier können die Besucher Lebensmittel,

Gebrauchsgegenstände und Kunsthandwerk dort kaufen,

wo sie herkommen, nämlich direkt beim Erzeuger.

Der Markt bietet jedoch nicht nur regionale Produkte in hoher

Qualität und Frische, im jeweiligen Rahmenprogramm

sind Wanderungen, Führungen, Ausstellungen und Rundfahrten

im Angebot.

An folgenden Terminen finden dieses

Jahr die Naturparkmärkte statt:

> Sonntag, 3. Mai, Plüderhausen

> Sonntag, 14. Juni, Oberstenfeld-Prevorst

> Sonntag, 19. Juli, Mainhardt

> Sonntag, 13. September, Pfedelbach

> Sonntag, 4. Oktober, Murrhardt

Naturparkteller

GUTES ESSEN - GUTER PREIS

Regionale und saisonale Küche zu einem erschwinglichen Preis

bieten Gastwirte des Schwäbischen Waldes mit ihrem Naturparkteller

an. Essen und ein Glas Wein - oder ein anderes Getränk

- aus überwiegend heimischer Produktion gibt es von Februar bis

Dezember zum Preis von zwölf Euro.

Wer sich einen Naturparkteller bestellt, unterstützt damit „eine

landschaftsschonende und umweltverträgliche Bewirtschaftung

unseres gern besuchten Naturparks“,

so der Naturparkvorsitzende und

Landrat des Rems-Murr-Kreises

Johannes Fuchs.

Die Aktion wurde im Jahr 2000 ins

Leben gerufen. Zeichen für den Erfolg

sind nicht nur mehrere bundesweite

Auszeichnungen, sondern

auch die Tatsache, dass der Naturparkteller

auch in anderen Naturparks

Einzug gehalten hat.

Das Herz des Naturparks, das Naturparkzentrum, schlägt in Murrhardt. Es

ist weit und breit die einzige touristische Anlaufstelle, die auch samstags,

sonntags und feiertags geöffnet hat.

Z u B e s u c h b e i U r l u r c h u n d N a c h t k r a b b

N

ina mag Kühe, Jonas

Eichhörnchen, die Lieblingstiere

von Niklas sind

Schlangen und Krokodile. Die drei Kindergartenkinder

sind Teil einer Rasselbande,

die sich im Murrhardter Naturparkzentrum

in „Ausbildung“ befinden:

Mitarbeiterin Eva-Maria Cyrus macht

die Kinder an einem Nachmittag zu

Waldprofis“. So ertasten sie den versteinerten

Urlurch im Treppenhaus oder

entdecken die Fledermaus unter dem

Treppenabsatz. In einer Vitrine im Oberstock

fnden sie dann den „Waldrapp“,

jenen Vogel, der dem Schreckgespenst

der Schwabenkinder seinen Namen gab:

dem „Nachtkrabb“. Aber die angehenden

Waldprofis haben vor ausgestopften

Vögeln keine Angst. Sie drehen,

kurbeln, probieren, tasten, riechen und

hören sich in der Erlebnisschau des Naturparkzentrums

durch die Wunder der

Natur und das kulturelle Erbe des Naturparks.

Und wenn sie dann, dank Eva-

Maria, echte Waldprofis geworden sind,

dann geht`s raus in die Natur.

Die Erlebnisschau „skizziert alles, was

es im Naturpark zu entdecken gibt“,

sagt Geschäftsführer Bernhard Drixler.

Und bei der Skizze soll es auch bleiben,

denn das Naturparkzentrum will kein

Museum sein, sondern ein „Sprungbrett

hinaus in die Natur“.

Den Urlurch bestaunen ...

... tasten und riechen ...

Seit fünf Jahren hat der Naturpark sein

Herz, das Naturparkzentrum, am Murrhardter

Marktplatz. Und diese Lage ist

für Bernhard Drixler „strategisch so gut

wie sie besser gar nicht sein könnte“.

Die Stadt kann mit einer sehr guten Infrastruktur

aufwarten, das Murrtal ist

eine über den Stuttgarter Verkehrsverbund

sehr gut erschlossene „Hauptader

des Erholungsverkehrs“ und auch was

Badeseen, römische Überreste und Mühlen

angeht, liegt Murrhardt zentral.

Im Durchschnitt zählt das Naturparkzentrum

10 000 Besucher pro Jahr. Die

Hauptbesuchszeit liegt an den Wochenenden

und an den Feiertagen. Während

die Besucher unter der Woche im Haus

am Marktplatz städtische Mitarbeiter

vorfinden, halten seit fünf Jahren ca. 20

geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter die

Informationstheke an Sonn- und Feiertagen

besetzt. Koordinatorin Barbara

Hirzel kann dabei auf einen Pool von

hochkarätigen Experten zurückgreifen.

Überhaupt ist das Ausmaß an Öffentlichkeitsarbeit

des Naturparks Schwäbisch-Fränkischer

Wald seit seiner

Gründung vor 30 Jahren „regelrecht

explodiert“, wie Bernhard Drixler sagt.

Lange Zeit war die Organisation öffentlich

kaum präsent, bis sie in den 90er

Jahren begann, sich für touristische Belange

zu öffnen. Der erste große Erfolg

... oder die Wasserwelt entdecken.

war dann die Radlerbroschüre 1997/98.

Heute können Naturpark, Gemeinden

und Landkreise auf eine Vielzahl von

Veröffentlichungen zu den unterschiedlichsten

Themen zurückblicken.

Seit 2007 sind speziell vom Naturpark

ausgebildete Naturparkführer aktiv. Diese

„Botschafter“, wie Bernhard Drixler

sagt, bieten im Rahmen der Naturpark-

Erlebnis-Börse unter anderem Waldpädagogik

für Schulen und Kindergartengruppen

an. „Naturpark für Alle“ heißt

ein weiterer neuer Schwerpunkt. Hier

soll die Natur des Schwäbischen Waldes

auch für Menschen mit Einschränkungen

besser erfahrbar werden.

INFORMATIONEN

Naturparkzentrum

Schwäbisch-Fränkischer Wald

Marktplatz 8 • 71540 Murrhardt

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag:

10 bis 12.30 und 14 bis 17 Uhr; Freitag: 10

bis 12 und 13 bis 16 Uhr; Samstag, Sonntag

und Feiertag: 10 bis 16 Uhr

Tourist Info: 07192/213-777

Geschäftsstelle: 07192/213-888

Email: info@naturpark-sfw.de

Internet: www.naturpark-sfw.de

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Wer an einem bestimmten Samstag in Althütte seltsame Rufe hört ,

hält am besten seine Schnürsenkel fest und macht sich auf ein turbulentes

Wochenende gefasst, denn dann ist Fasnet.

Recha spitz, Recha spitz, Recha spitz!

D reimal „Recha spitz“, so lautet

der Schlachtruf der Althüttener

„Rechaspitzer“, der in Althütte

nicht nur am närrischen Wochenende

erschallt. Da sich die „Rechaspitzer“

dem schwäbisch-alemannischen

Brauchtum verschrieben haben, beginnt

ihre Fasnet nicht am 11.11., sondern am

6. Januar mit dem „Häsabstauben“.

Flickenkleid und Maske werden vom

Staub befreit, den sie sich das Jahr über

eingefangen haben. Jetzt erhält jeder

Hästräger seinen „Laufbändel“, der ihn

zur Teilnahme an der Fasnet in Verkleidung

berechtigt. Mit diesem Band ist

der Maskenträger identifizierbar - damit

es nicht über`s Haare verstrubbeln

und Schnürsenkel öffnen im Schutz der

Maske hinausgeht.

Das Hauptereignis für die „Rechaspitzer“

ist aber doch das Narrenwochenende

mit Narrentaufe, Narrenball und

dem großen Narrensprung. Bei der

Taufe vor dem Narrenball müssen sich

die Täuflinge einer kalten Dusche „mit

saumäßiger Brühe“ unterziehen. Beim

Narrenball sind dann unter anderem

auch die beiden Showtanzgruppen der

Narrenzunft zu sehen. Der Narrenspung

ist ein großer Umzug durch den Ort mit

Gruppen aus Baden-Württemberg, Bayern

und der Schweiz. Am wildesten und

lustigsten geht es aber dann zu, wenn

die Guggenmusiker durch die Kneipen

Gründliche Kopfwäsche ...

ziehen und ausprobieren, wie viel Musik

die Fensterscheiben ertragen.

Auch die närrischste Zeit geht vorbei

und große Trauer herrscht am Aschermittwoch

bei der Geldbeutelwäsche.

Dieser Tag eignet sich am allerbesten für

die Reinigung der Geldbörse, denn was

ein rechter Narr ist, der hat sein Bares

in den närrischen Tagen restlos auf den

Kopf gehauen.

Die närrische Anarchie war im Schwäbischen

Wald nicht immer so zielstrebig

und lebendig wie heute. Früher tippelten

die Mädchen als Prinzessin durchs

Dorf, die Buben zogen sich einen Cowboyhut

auf und knallten mit der Käpseles-Pistole

auf der Straße herum - das

war dann die Fasnet. Ende der 60er Jahre

gründeten sich in Sulzbach und Unterweissach

die „Carnevals“- Vereine. Sie

hatten sich dem rheinischen Narrentreiben

mit Elferrat, Büttenreden und Prinzengarden

verschrieben.

Seit den 80er Jahren entdeckten die

Narren des Schwäbischen Waldes die

schwäbisch-alemannische Fasnet für

sich. Die 1983 gegründete Narrezunft der

„Murreder Henderwäldler“ beruft sich

auf eine Tradition der Fasnet in Murrhardt,

die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.

Auch ihre Figuren haben den

Bezug zur lokalen Geschichte: Der „Wasserfratz“

geht auf eine Sagengestalt

zurück, die in vielen Flurstück-

... zum flotten Peitschenknallen.

namen der Murrhardter Gegend als

Bezeichnung überliefert ist, der

„Feuerbarthl“ erinnert an den großen

Murrhardter Stadtbrand von 1765.

Auch die 1999 aus einer Maskengruppe

der Narrenzunft Weissacher Täle hervorgegangene

1. Narrenzunft Althütte

hat ihren Namen der Historie entlehnt:

Im 19. Jahrhundert war Holz der einzige

Reichtum des Schwäbischen Waldes.

Die Bewohner versuchten, sich mit der

Produktion von Schindeln, Wäscheklammern

und Rechen das Überleben

zu sichern. Im Jahr 1850 fertigten allein

in Althütte 40 hauptberufliche Rechenmacher

über 20 000 Rechen - und so

kamen die Althüttener zu ihrem Spitznamen

- die „Rechaspitzer“.

INFORMATIONEN

Email: info@rechaspitzer.de

Internet: www.rechaspitzer.de

www.schwaebischerwald.com

NARRENBÄLLE/PRUNKSITZUNGEN

Murrhardt: 6. Februar 2009

Weissach im Tal: 7. Februar 2009

Althütte: 14. Februar 2009

Sulzbach an der Murr: 14. Februar 2009

NARRENSPRÜNGE/NARRENUMZÜGE

Murrhardt: 7. Februar 2009

Althütte: 15. Februar 2009

Sulzbach an der Murr: 24. Februar 2009

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Eine Leidenschaft für römische Geschichte: In Tunika, Kettenhemd,

Reiterhose, Militärmantel, Sandalen - und natürlich bewaffnet - tut

Wolfgang Wölfel Dienst am Limes-Wachtturm in Großerlach-Grab.

M o s t b r ö t c h e n f ü r d i e S o n n t a g s r ö m e r

V EX.VDLC steht auf der roten

Standarte, das heißt soviel wie

„Einheit der Limes-Cicerones“, daneben

ein Soldat mit Tunika, Kettenhemd,

Reiterhose, Militärmantel, in Sandalen

und natürlich bewaffnet mit dem Nachbau

eines in Mainz gefundenen Gladiatorenschwerts.

In dieser originalgetreuen

Aufmachung tut Wolfgang Wölfel von

Mai bis Oktober fast jeden Sonntag am

rekonstruierten Limes-Wachtturm bei

Großerlach-Grab seinen Dienst. Von 13

bis 16 Uhr ist Kernzeit, doch meistens ist

der 62-jährige schon eher da, denn im

Sommer kommen die Ausflügler früher.

Vor allem die Kinder finden es toll, einen

römischen Soldaten anzutreffen und ihn

mit Fragen löchern zu dürfen.

Im Zuge der Vorbereitungen zur Aufnahme

des obergermanisch-raetischen Limes

in das UNESCO Welterbe 2005 wurde

die Limes-Trasse am Graber Wachtturm

freigelegt. Jetzt kann man den ursprünglichen

Limeswall erkennen und den Turm

schon von der Straße aus sehen und das

lockt Besucher. Hier bekommen sie einen

Einblick in die Zeit des römischen Kaisers

Antonius Pius. Der ließ um das Jahr 150

n. Chr. den Limes vom Neckartal nach

Osten vorverlegen. So entstand die neue

Grenze zwischen dem römischen Reich

und dem freien Germanien. Die neuen

Kastelle wurden in einer schnurgeraden

Linie von Lorch über Welzheim, Murrhardt,

Öhringen und Osterburken nach

Wolfgang Wölfel im Element

Walldürn am Main gebaut. Mitten drin:

Der Wachtturm in Grab. Als einer der

höchsten Punkte an dieser Strecke war

er ein wichtiger Vermessungspunkt beim

Bau des Limes.

Wie die Menschen damals lebten, wie

der Limes gebaut wurde, welche Waffen

die Soldaten trugen, das erzählt Wölfel

wie kaum ein anderer, wobei es kaum ein

Detail gibt, das er nicht erklären könnte.

Seit seiner Jugend beschäftigt er sich

mit römischer Geschichte. Einmal kam

ein Bauer zu Wölfels Klassenlehrer und

erzählte, er habe da eine merkwürdige

Ansammlung von Steinen beim Pflügen

auf seinem Acker gefunden. Der Lehrer

ging dem nach, und „damit waren meine

Sommerferien verplant“. Jeden Tag half

Wölfel bei der Ausgrabung eines römischen

Gutshofs bei Metzingen, katalogisierte

Fundstücke und fertigte Zeichnungen

an. „Seither bin ich Römernarr“,

sagt er.

Als 2004 die Limes-Cicerones als Gästeführer

ausgebildet wurden, bewarb

er sich sofort. Das bedeutete für den

damals noch als Heizungsbauer tätigen

Wölfel ein halbes Jahr Abendkurs mit

Unterricht durch Archäologen und Museumspädagogen.

Mittlerweile gibt es

80 Limes-Cicerones, die geführte Touren

entlang des Limeswanderweges, zu

Wachttürmen, Kastellen und Museen

anbieten oder auch mal eine römische

Weinprobe veranstalten.

Der Limesturm bei Großerlach-Grab

Die schnurgerade Limeslinie

Natürlich ist Wölfel auch bei „Limes

grenzenlos“ am 17. Mai 2009 dabei, dem

gemeinsamen Aktionstag der Gemeinden

am Limes. In Grab steht der Wachtturm

im Mittelpunkt und das Backhäusle im

Ortskern, wo die Landfrauen wieder römische

Mostbrötchen backen. Beinahe

wäre das erste Mal auch das letzte Mal

gewesen, weil niemand das merkwürdige

Gebäck probieren wollte. Bürgermeister

Christoph Jäger appellierte schließlich:

„Jetzt versuchet’s doch wenigstens mal!“

Auf diese Weise kamen die lecker mit

Kräutern, Gewürzen und Käse gebackenen

Laibchen in Nullkommanix weg.

Diesmal muss man wohl schnell sein,

schätzt Wölfel, der die römische Küche

liebt und schon viele antike Rezepte

nachgekocht hat. Falls er selbst zu kurz

kommt, ist das nicht so schlimm. In seinem

Garten hat er einen römischen Backofen

gebaut, in dem er Mostbrötchen

bäckt wann er Lust hat.

INFORMATIONEN

www.grosserlach.de

www.limes-cicerone.de

www.schwaebischerwald.com

71 5


A M L I M E S 17. Mai 2009

LAGERN UND VESPERN WIE DIE RÖMER

Das „Gastmahl des Trimalchio“ anschauen, über einen römischen Markt schlendern, den

Turmwachen zusehen, die Grenze zwischen Rom und Germanien überqueren, eine nächtliche

Kastellinspektion erleben, lagern und vespern wie die Römer - das können die Besucher am

Aktionstag „Am Limes grenzenlos“.

Am 17. Mai 2009 werden Veranstaltungen unterschiedlichster Art den Limes in Baden-Württemberg

und Bayern in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Auch die Städte und Gemeinden des

Schwäbischen Waldes, die an der ehemaligen römischen Reichsgrenze liegen, werden das UNESCO-

Weltkulturerbe „Limes“ auf ihrem Gebiet ganztägig in Szene setzen.

„Am Limes grenzenlos“ soll vor Ort „Wissen auf spannende und unterhaltsame Art vermitteln und vielfältige

Erlebnisse bieten“, so der diesjährige Organisator des Aktionstages - das Limesinformationszentrum Baden-

Württemberg -in seiner Ankündigung. Außerdem solle sich in der Vielzahl der Veranstaltungen „die Größe und Linearität

der römischen Grenzanlage spiegeln“. Durch die Zusammenarbeit und ein Programmangebot über moderne

Verwaltungsgrenzen hinweg werde der Titel der Veranstaltung „Am Limes grenzenlos“ zum Programm.

INFORMATIONEN, AKTUELLE VERANSTALTUNGEN UND TERMINE

www.am-limes-grenzenlos.de

Öhringen

Der Limes lebt

Erleben Sie auf der 4. Messe

Öhringen, wie der römische VICVS

AVRELIANVS ausgesehen hat.

Nicht zufällig haben die Römer im

Öhringer Becken zwei Kastelle errichtet,

zwischen denen sich eine

ausgedehnte Siedlung, der VICVS

AVRELIANVS, entwickelt hat. Hier

kreuzte eine der wichtigsten West-

Ost-Verbindungen den Limes. Die

alte Verkehrsroute lebt heute in

der A 6, der Verbindung „Paris-

Prag“, fort.

Wirtschaftsmesse,

Limescontainer auf der

Herrenwiese

14. - 17. Mai

Do - Sa: 11.00 - 20.00 Uhr

Sonntag: 9.00 - 18.00 Uhr

Stadt Öhringen,

Telefon 0 79 41 / 6 81 68

Minervas Erbe

Der aufregende Fund eines

Minerva-Kopfes ist dank einer privaten

Leihgabe seit Oktober 2008

im Römerkeller des Weygang-Museums

zu sehen.

Besuchen Sie das Weygang Museum

und lassen Sie sich die römischen

Funde des Standortes

„VICVS AVRELIANVS“ zeigen.

Weygang Museum,

Karlsvorstadt 38

11.00 - 17.00 Uhr

Weygang Museum,

Telefon 0 79 41 / 3 53 94

Pfedelbach

Sternwanderung

entlang des Limes

ACHTUNG! Bereits am

Vorabend, Samstag, 16. Mai

Gestartet wird an zwei Ausgangspunkten

im schönen Hohenloher

Land. Nach dem „Startschuss“ in

Form eines optischen Signals setzen

sich die beiden Gruppen entlang

des Limes in Richtung Öhringen

in Bewegung. Mit Fackeln und

Leuchten erleben wir den Limes

im Öhringer Becken. Reine Gehzeit

ca. 2 Stunden. Die beiden Gruppen

treffen sich am Messeplatz in

Öhringen.

Pfahldöbel (Zweiflingen) und

Sechseckturm (Pfedelbach)

19.00 Uhr

Agenda Gruppe Limes,

Schwäbischer Albverein,

Limes-Cicerones,

Freiwillige Feuerwehr

Limesfest am Sechseckturm

Der Bürgerverein Gleichen versetzt

Sie in die römische Antike: ohne

Besteck und neuzeitliches Ambiente

dürfen die Gäste römische Genüsse

ausprobieren.

Musik- und Kinderprogramm, Essen

und Trinken nach römischer

Art

Führungen mit den Limes-Cicerones

Steffen Felger, Hartwig Kümmerle

und Eugen Wermter

Römerturmhütte in der Verlängerung

der Römerstraße,

Fußweg zum Treffpunkt vom

Wanderparkplatz Römerstraße

ca. 400 m

10.00 - 18.00 Uhr, die ca. einstündigen

Führungen finden

in regelmäßigen Abständen

statt.

Bürgerverein Gleichen,

Limes-Cicerones, Musikverein

Pfedelbach, Gemeinde Pfedelbach

(Telefon 0 79 41 / 60 81 - 18)

Mainhardt

Cena Trimalchionis

In deutscher bzw. schwäbischer

Sprache zeigen Laienschauspieler

szenische Darstellungen aus dem

„Gastmahl des Trimalchio“

Verfasser: Titus Petronius - ein Zeitgenosse

und Vertrauter des Nero.

Szenen: explicationes - Erläuterungen,

dominus Trimalchio - der

Gastgeber, hospites - die Gäste,

coquus et porcus - der Koch und

das Schwein

Vor der Mainhardter Waldhalle

12.00 und 15.00 Uhr

Fremdenverkehrsverein,

Limes-Cicerones und

Gemeinde Mainhardt

(Telefon 0 79 03 / 91 50 - 31)

Impressionen im CASTELLVM

COHORS I ASTVRVM EQVITATA

Römischer Marktbetrieb an verschiedenen

Ständen, Alamannengruppe

„Ulfinger“: Männer, Frauen

und Kinder zeigen Handwerk,

Krieger- und Familienleben. Das

Römermuseum ist geöffnet.

Im Herzen von Mainhardt -

Römerkastell/Busbahnhof

11.00 bis 19.00 Uhr

Fremdenverkehrsverein,

Limes-Cicerones und

Gemeinde Mainhardt

(Telefon 0 79 03 / 91 50 - 31)

Alle Darbietungen in Mainhardt

sind kostenlos - um Spenden wird

gebeten - PECVNIA NON OLET -

Großerlach

Ökumenischer Gottesdienst

am „Heidenbuckel“

Limesrekonstruktion „Heidenbuckel“

10.30 Uhr, ganztägige Turmwache

Kirchengemeinden, Limes-Cicerones,

Gemeinde Großerlach

(Telefon 0 79 03 / 91 54 - 26)

Hocketse am Limes

Römische Speisen, Brot aus dem

Backhäusle, Musik und Kinderprogramm.

In regelmäßigen Abständen

finden geführte Wanderungen

zur Limesrekonstruktion auf dem

Heidenbuckel statt.

Rathauswiese

Großerlach-Grab

11.30 - 17.00 Uhr

Gemeinde Großerlach,

Telefon 0 79 03 / 91 54 - 26

Treffpunkt für die Führungen

mit Limes-Cicerone Wolfgang

Wölfel an der Verwaltungsstelle

Grab (Parkplätze vorhanden)

Murrhardt

Führung zum Römerpark

Geführte Wanderung mit einem

Limes-Cicerone vom Murrhardter

Bahnhof zum Römerpark am

Linderst. Wegstrecke ca. 2,5 km,

Dauer etwa 35 Minuten.

Bahnhof Murrhardt

10.45 Uhr

Stadt Murrhardt,

Telefon 0 71 91 / 213 - 222

Anfahrt mit dem Regional-

express aus Richtung Stuttgart

oder Crailsheim. Park&Ride-Parkplatz

am Bahnhof.

Römerpark am Linderst

Limes-Cicerone Siegfried Häfele

zeigt Vermessungen mit der Groma,

Naturparkführerin Beate Siegel bietet

Schau-Grabungen für kleine und

große Archäologen, Limes-Cicerona

Petra Neumann führt zu den Murrhardter

Wachtturmresten. Zusätzlich

werden stündliche Planwagenfahrten

zur Römerschanz angeboten.

Römisches und Germanisches

für das leibliche Wohl von der Reservistenkameradschaft

Murrhardt.

Linderstebene

11.00 - 17.00 Uhr

Stadt Murrhardt,

Telefon 0 71 91 / 213 - 222

An der Grenze zwischen

Römern und Germanen

Aktionen im und um das

Carl-Schweizer-Museum

11.30, 14.30 und 15.30 Uhr:

Führungen durch die römische

Abteilung des CSM

13.00 Uhr: Stadtspaziergang

„christliche Tradition auf

römischem Hügel“

14.00 Uhr: Römische Duftöle,

Salben und Badekultur.

Römische Spiele

15.00 Uhr: Römische

Modenschau

Laufend Vorführungen mit

Römischem Streitwagen!

Carl-Schweizer-Museum,

Seegasse 36

11.30 - 17.00 Uhr

Carl-Schweizer-Museum,

Telefon 0 71 92 / 54 02

Kaisersbach

TASTEival -

Limes-Genießer-Tage

Limes-Lasershow im

Biergarten des Wirtshauses

ACHTUNG! Lasershow bereits am

Vorabend, Samstag, 16. Mai

Wirtshaus am Ebnisee

zwischen 19.00 und 20.00 Uhr

Romantikhotel Schassberger

Ebnisee, Telefon 0 71 84 / 29 21 03

Römische Spiele für Klein und

Groß, Römische Leckereien und

musikalisches Begleitprogramm.

im Garten des Romantikhotel

Schassberger Ebnisee

12.00 - 17.00 Uhr

Romantikhotel

Schassberger Ebnisee,

Telefon 0 71 84 / 29 21 03

Öffentliche Verkehrsmittel:

Bahnhof Fornsbach oder Laufenmühle

(wenn fertig), 100 m Fußweg

ab Bushaltestelle „Ebnisee“

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Welzheim

Illumination

des Kastellgeländes

ACHTUNG!

Veranstaltung bereits am

Vorabend, Samstag, 16. Mai 2009

Ab Einbruch der Dunkelheit

Illumination des Kastells undnächtliche

Kastellinspektion um

21.00 Uhr

Ostkastell Welzheim

ab 19.00 Uhr, open End

Limes-Cicerones-Welzheim,

Telefon 0 71 82 / 87 34

Aktionen am Limes

Lagerleben und Verpflegungsstationen

im Ostkastell und auf der

Ropbachwiese. Informations- und

Aktionsstationen zum Thema

„Rekrutenausbildung“

Limes, zwischen Ostkastell

und Haghof

11.00 - 17.00 Uhr

Römergruppe Numerus Brittonum,

Telefon 0 71 82 / 87 34

Kastellinspektion

Spannender, interaktiver

Rundgang durch das

Welzheimer Ostkastell

Ostkastell Welzheim

11.00 - 17.00 Uhr (die Rundgänge

finden in regelmäßigen Abständen

statt)

Limes-Cicerones-Welzheim,

Telefon 0 71 82 / 87 34

Römische Schuhe und mehr...

Verschiedene Handwerksvorführungen.

Ein Schuhmacher zeigt

die Fertigung römischer Soldatenschuhe

(caligae) nach Vorlagen

des legendären Schuhfundes aus

dem Ostkastell Welzheim. Museumsführungen

und Bewirtung.

Städt. Museum Welzheim

11.00 - 17.00 Uhr

Historischer Verein

Welzheimer Wald e.V.,

Telefon 0 71 82 / 79 81

Präsentation

„Virtuelle Limeswelten“

Präsentation des LEADER-Projekts

„Virtuelle Limeswelten“, das den

Limes und römische Funde in Form

einer virtuellen Zeitreise erlebbar

macht. Auf 60 km Länge wird der

Limes im Jahr 2009 mittels 3D-

Technik rekonstruiert. Ergebnis:

Faszinierende Einblicke in die römische

Zeit.

Rathaus Welzheim, Ratssaal

11.00 - 17.00 Uhr

Stadt Welzheim,

Telefon 0 71 82 / 80 08 - 33

(in Kooperation mit dem

Rems-Murr-Kreis)

Alfdorf

Römische Grenzstation

Einrichtung einer Grenzstation

entlang des Wanderweges mit

römischem Lagerleben, Schlagbaum,

römischen Speisen, römischem

Handwerk und Markt.

Besonders für Familien mit Kindern

geeignet. Die „Grenzstation“

liegt auf dem Gelände des einzigen

Waldkindergartens direkt am

Limes.

Pfahlbronn, Hasenköhl-Wald

10.00 - 17.00 Uhr

Waldkindergarten Hasenköhl

e. V., Telefon: 07172/936034

Wildschweinjagd

im Germanenwald

Der Speiseplan zur Versorgung der

römischen Hilfstruppen am Limes

verlangte nach Abwechslung - und

in den wilden germanischen Wäldern

am Nordrand des Limes wimmelte

es nur so von Wildschweinen

und Hirschen!

Tauchen Sie ein in die abenteuerliche

Welt der Antike und erleben

Sie die „Wildschweinjagd im Germanenwald“.

Limes Cicerone Peter

Steeb erläutert die Bedeutung von

Pfeil und Bogen bei den Römern

und Germanen und veranschaulicht

die antike Kunst des zielsicheren

Bogenschießens. Mit einem

für die Römerzeit typischen Reiterbogen

erhalten die großen und

kleinen Besucher Gelegenheit, bei

der „Wildschweinjagd“ auch einige

Pfeile schwirren zu lassen.

Waldlehrpfad zwischen Pfahlbronn

und Welzheim

14.00 - 16.00 Uhr

Peter Steeb, Telefon:

07172/936747

Lorch

Buntes Programm

am Limes

Römische Spiele und Aktionen

für Kinder. Orakelbefragungen

und Herstellung von römischem

Schmuck. Die Düfte, Salben und

das Räuchwerk im römischen

Reich. Vorführung eines römischen

Streitwagens sowie Bewirtung auf

römische Art.

11.00 Uhr: Römische Musik/

Fanfaren

13.00 Uhr: Grußwort Kaiser

Antoninus Pius an das Publikum

in lateinischer und „barbarischer“

Sprache

11.30 und 13.30 Uhr: Römische

Modenschau

12.30 Uhr: Limeswanderung

nach Pfahlbronn über den

Bemberlesstein mit einem

Ständchen des Liederkranzes

Pfahlbronn

17.00 Uhr: Kaiser Antoninus

Pius dankt allen Anwesenden

für ihre Teilnahme am Lorcher

Römertag

Programmänderungen

sind möglich.

Holzturmrekonstruktion am

Limesknick beim Kloster Lorch

11.00 - 17.00 Uhr

Runder Kultur Tisch in Zusammenarbeit

mit der Stadt

Lorch, Telefon 0 71 72 / 18 01 - 0

Schwäbisch Gmünd

Zentrale Eröffnungsveranstaltung

und Einweihung der Limesinformationsanlagen

im Rotenbachtal

11.00 Uhr: Eröffnung des Aktionstages

und Einweihung des Informationspavillions

mit Landschaftsmodell

sowie Rekonstruktionen

der Sperranlagen des Obergermanischen

und Raetischen

Limes mit Johannes Schmalzl,

Regierungspräsident RP Stuttgart,

Klaus Pavel, Landrat des Ostalbkreises,

Prof. Dr. Dieter Planck,

Präsident des Landesamtes für

Denkmalpflege im RP Stuttgart.

Ganztägig:

LEGIO VIII AVGVSTA: Präsentation

römischer Soldaten und Zivilpersonen.

Vorführung verschiedener

Ausrüstungsgegenstände und

Waffen (Torsionskatapult u.a.)

Gladiatorenkämpfe der FAMILIA

GLADIATORIA PANNONICA

Kinderprogramm CAMPVS

IVVENTUS: römische Spiele, Verkleiden

als Römer, Unterricht im

Scriptorium, Basteln mit zeitgenössichen

Materialien.

Führungen zu den Kastellen und

Grenzanlagen.

Landvermessung und

römische Rechenspiele.

Römische Tanzvorführungen

Bewirtung mit zeitgenössischen

Speisen und Getränken.

Parkplatz zum Rotenbachtal

Schwäbisch Gmünd-West Ausfahrt

B29-Verteiler-West, der

Beschilderung „Provinzgrenze“

folgen

11.00 - 18.00 Uhr

Stadt Schwäbisch Gmünd,

Telefon 0 71 71 / 6 03 - 30 03

Aalen

Familien- und Aktionstag „Rund

um die neue Reiterfigurine“

Präsentation der neuen Reiterfigurine.

Vorführungen zur römischen Reittechnik

und Ausrüstung der Reiter.

Römische Handwerker und Händler

mit diversen Vorführungen und

Mitmachaktionen.

Museumspädagogische Aktionen

und Mitmachprogramm .

Führungen und Filmprogramm

Limesmuseum Aalen mit

archäologischem Park

11.00 - 17.00 Uhr

Stadt Aalen,

Telefon 0 73 61 / 52 82 87 -0

Die neue Reiterfigurine im Limesmuseum

UNSER AUSFLUGSTIPP - NICHT NUR AM 17.MAI:

Das Limesmuseum in Aalen

Das Limesmuseum Aalen - eine Zweigstelle des archäologischen

Landesmuseums Baden-Württemberg - ist das größte Römermuseum

Süddeutschlands und ein bedeutender Ort zur Vermittlung des Limes

als UNESCO-Welterbe. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemals

größten römischen Reiterkastells nördlich der Alpen.

Gelebte Geschichte am UNESCO-Welterbe Limes

Im Museum wird die Geschichte der Provinz Rätien und Obergermanien

sowie die Geschichte rund um das militärische und zivile Leben

am Limes dargestellt. Exponate sind unter anderem zahlreiche Funde

von Grabungen auf dem Kastellgelände Aalen und im Kastell Rainau-Buch.

Während des Jahres finden verschiedene Sonderveranstaltungen

statt.

Haben Sie sich schon einmal als Römer verkleidet

und das in einem Museum?

Sicher nicht, deshalb sollten Sie das bedeutendste Römermuseum in

Süddeutschland, das Limesmuseum in Aalen, besuchen. Dort hat man

sich den Slogan „Spaß mit römischer Geschichte“ zum Motto gemacht.

Zentrales Thema des Museums ist die Besatzung des süddeutschen

Raumes durch die Römer im 2. Jh. nach Chr..

Hervorragend restaurierte Waffenfunde wie Stoßlanzen und Schwerter,

aber auch schwerste Kettenpanzer und mit Spikes benagelte Sandalen

weisen auf die gute Ausrüstung des römischen Heeres hin. Imposant

wirkt ein im Maßstab 1:1 rekonstruiertes Pfeilgeschütz.

Einblick in das zivile Leben gewähren in aufwendiger Technik hergestelltes

Werkzeug und Geschirr. Goldschmuck, Silberschmuck und

wohlgeprägte Münzen bezeugen einen bescheidenen Wohlstand. Im

Gegensatz dazu stehen wuchtige, aus heimischem Sandstein hergestellte

Weihe- und Grabsteine. Einen starken Eindruck hinterlässt eine

über 6,5 m hohe Säule zu Ehren des Gottes Jupiter.

Den Höhepunkt der Ausstellung stellt ein Schatzfund von einmaligen

Gebrauchs- und Kulturgegenständen aus dem Kastelldorf Buch dar.

Beachtung verdient auch das vor dem Museum gelegene Freigelände,

wo sich einst das größte römische Reiterkastell nördlich der Alpen befand.

In einer mehrjährigen Grabungskampagne konnte das Stabsgebäude

mit dem gut erhaltenen Fahnenheiligtum freigelegt werden. Ein

beschilderter Rundweg erklärt diese Anlage.

Das Limesmuseum und die Ausgrabungen bilden ein eindrucksvolles

Informationszentrum der römischen Geschichte in unserem Land.

1 9


Winter-Kultur-Tage

VARIETÉ, MUSIK UND POESIE

Kleinkunst und Varieté, Musik und Poesie sowie kulinarische

Köstlichkeiten können Besucher in der Zeit vom 23. Januar bis

zum 15. Februar an schönen und markanten Orten im Schwäbischen

Wald erleben.

Von Großhöchberg bis Rudersberg wird ein spannendes, hochwertiges

und abwechslungsreiches Programm geboten: Heimische

Künstler treffen auf Stars und internationale Ensembles. Beliebte

Cross-Over Themen wie „Magic Comedy“ oder „Klassik & Soul“

bereichern das Angebot ebenso wie stimmungsvoller Irish Folk,

humoriges Überraschungstheater und vieles Andere mehr.

Die Winter-Kultur-Tage starten am 23. Januar 2009 in der Festhalle

Althütte mit einer großen Eröffnungsgala und preisgekrönten

Nachwuchstalenten aus Varieté, Kleinkunst und Zauberei.

Die Gala in Kooperation mit dem TraumZeit-Theater Backnang

verspricht Akrobatik, Show und Comedy in bekannt hoher Qualität

für die ganze Familie. Der Eintritt zur Gala ist frei, es wird

um Spenden zu Gunsten der Kinder- und Jugendhilfe Backnang

e.V. gebeten. Ticket-Reservierungen unter der Telefonnummer

07151/501-1116 sind Voraussetzung für den Einlass.

Zu den weiteren Programmhighlights gehören der Auftritt von

Meister-Magier TOPAS, sowie Klassik und Soul mit dem Gesangsduo

„Rose and Pepper“ am 7. Februar im Romantikhotel Schassberger

am Ebnisee. Musik & Comedy mit dem international bekannten

Comedy-Duo „Classik Buskers“ gibt es am 13. Februar

im Landgasthof Waldhorn in Auenwald-Däfern und das Überraschungstheater

„Katz’ im Sack“ am 31.1. im KABIriNETT in Spiegelberg-Großhöchberg.

Lieder in Poesie und Dialekt singt der schwäbische

Liedpoet Harald Immig am 30.1. auf der Burg Waldenstein

in Rudersberg, Irish and Scottish Folk bringen „Aisleng“ am 24.1.

im Landhaus Noller in Oberrot-Marhördt und zum Abschluss der

Reihe „Winterzauber“ gibt es dann in der Villa Franck in Murrhardt

einen Jugendstilabend mit den Stuttgarter Salonikern.

Viele Veranstaltungen der Winter-Kultur-Tage werden als Kultur-

Menü-Pakete angeboten und lassen sowohl bei Ausflüglern, Kulturinteressierten

als auch bei Freunden stimmungsvoller Genießerstunden

keine Wünsche offen.

INFORMATIONEN

Weitere Informationen zum Programm sowie

Preisangaben und Hinweise zu Ticket-Reservierungen

gibt es an allen Spielorten sowie bei der Pressestelle

des Landratsamts Rems-Murr-Kreis unter

Telefon 07151/501-1116.

Für gute gehobene schwäbische Küche war die Burg Waldenstein schon

immer bekannt. Seit dem vergangenem Jahr gibt es nun im Biergarten

von Mai bis August Live-Musik von Jazz bis Rock‘n‘Roll und Theater.

Gut bürgerlich, mit Stil und Rock‘n‘Roll

G ut schwäbisch essen gehen

konnte man in der Burg Waldenstein

bei Rudersberg schon

immer. Mit Sicherheit hat sie aber seit

Neuestem einen der schönsten Biergärten,

den man im Schwäbischen Wald

finden kann. Hoch oben über dem Wieslauftal

bekommen die Gäste bei herrlicher

Aussicht aber nicht nur biergartentypisches

Vesper. „Wir sind durch unser

gutes Essen bekannt geworden, und wir

wollen unseren Ruf auch im Biergarten

erhalten“, sagt Besitzer Reinhard Göppel.

Und so gibt es dort neben der Roten

und dem Wurstsalat auch Knödel mit

Pfifferlingen, Schweinebraten oder Sahnegeschnetzeltes.

Das können 200 Gäste im Sommer jeden

Samstagabend zu Live-Musik genießen,

die von den 800 Jahre alten

Mauern schallt. Hier gibt es alles, vom

Jazzfrühschoppen über das Akkordeonorchester

und den Musikverein bis hin

zu Mundart- und Puppentheater, Musik

von Liedermachern und Rock‘n‘Roll.

Obwohl die Burg Waldenstein bereits in

der dritten Generation im Besitz der Familie

Göppel ist, hat der Biergarten erst

im zweiten Jahr geöffnet. „Wenn wir‘s

machen, dann wollten wir‘s richtig machen“,

sagt Reinhard Göppel.

Der gemütliche Biergarten ...

...bietet viel Kultur ...

Und dass er es richtig gemacht hat, bestätigt

die riesige Resonanz, die die Veranstaltungsreihe

im vergangenen Jahr

hatte.

Den musikalischen Ernstfall haben die

Waldensteiner“ allerdings schon lange

geprobt, denn seit vielen Jahren gibt es

donnerstags Steak-Abende mit Live-Musik

im Innenhof mit Platz für 100 Gäste.

Auch hier wollen die Gastronomen ihrer

Linie treu bleiben und nicht auf den

schnellen Euro schauen. So sind Reinhard

Göppel 100 Gäste, die sich wohlfühlen

lieber, als 200, die sich drängeln

müssen.

Wert legen auf Qualität - das gilt auch

für Küchenchef Konrad A. Göppel. Für

den 120 Personen fassenden Rittersaal

und das gemütlichen Burgstüble mit 45

Plätzen kocht er regional, mit Stil. Und

das bedeutet, dass alles frisch gemacht

ist. Saucen bereitet der Koch komplett

frisch zu, auch seine Gewürze macht

er selber und kann deshalb auf Geschmacksverstärker

verzichten.

Salate werden selbstverständlich mit

kalt gepressten Ölen angemacht, und so

mancher Gast hat sich schon über die

kugelförmigen Kartoffelkroketten gewundert,

denn auch sie sind von Hand

... ein historisches Ambiente ...

geformt und meilenweit von der stangenartigen

Fabrikware entfernt.

Neben den Klassikern umfasst die Speisekarte

auch saisonale Gerichte wie

Spargel, Wild, Gans oder fangfrische Forellen.

Und ein Nachtisch auf der Speisekarte

der Burg Waldenstein ist kultverdächtig:

Schokoladeneis mit Sahne und

einem guten Schuss Eierlikör.

INFORMATIONEN

Hotel Restaurant Burg Waldenstein

Waldenstein 8 • 73635 Rudersberg

Telefon: 0 71 83 / 9 38 76 0

Email: info@burg-waldenstein.de

Internet: www.burg-waldenstein.de

ÖFFNUNGSZEITEN

Restaurant: Donnerstag bis Montag ab

11.30 Uhr, warme Küche von 11.30 Uhr bis

14 Uhr und von 17 bis 21 Uhr.

Biergarten: Von Mai bis September, bei

schönem Wetter Montag, Dienstag, Mittwoch,

Freitag ab 17 Uhr, Samstag, Sonntag

und Feiertage ab 11 Uhr.

... und sagenhafte Ausblicke.

2 1


Sagenhafte Wanderungen,

Zeltplätze, Jugendgästehäuser,

Grill- und Rastplätze

sowie die 11 erlebnisreichen

Aktionskarten der Naturpark-

und Stadtführer laden zum

abenteuerlichen Schulausflug

oder Kindergeburtstag ein.

Das kostenlose Info-Set

umfasst Angebote für unterschiedliche

Altersgruppen und

Gruppengrößen.

Infos und Bestellung

unter 0 71 92 - 21 37 77

oder www.murrhardt.de

Krimiautor Jürgen Seibold lässt seine Kommissare im Schwäbischen

Wald ermitteln. Zwei Krimis mit Lokalkolorit sind bereits gedruckt,

zwei weitere sind im Entstehen.

We r h a t d e n G r e i n i ge r u m ge b r a c h t ?

S

chade ist es um den Greininger

nicht! Keiner in Kallental weint

dem vor seiner Scheune erschlagenen

Grantler eine Träne nach, schließlich

ist er allen auf die Nerven gegangen.

Doch reicht das für einen Mord?

Natürlich nicht – es steckt mehr dahinter.

Aber das müssen die Kommissare

Ernst und Schneider erst einmal herausfinden.

Und das ist gar nicht so einfach

in einem kleinen Nest wie Kallental, wo

man sicher ist: „Von uns war’s keiner“.

Schnell gerät eine Familie in Verdacht:

Reigschmeckte, die viele am liebsten als

Schuldige sehen würden, um des lieben

Friedens Willen und weil doch die Tourismusbahn

kommen soll und alle zusammenhalten

müssen.

Mit seinem Erstling über den Mord am

Greininger erzählt der Autor Jürgen

Seibold eine Kriminalgeschichte aus

dem Schwäbischen Wald, die Klischees

vermeidet und in den Figuren dennoch

Eigenarten zum Vorschein bringt, die

typisch sind für die Region. Seine Protagonisten

sind selbstverständlich fiktiv,

aber aus Versatzstücken zusammengesetzt,

die eine Entsprechung in der Realität

haben – „manchmal entdeckt man

ja auch an sich selbst so merkwürdige

Eigenschaften“, grinst er. Dabei ist Sei-

bold keiner, der eine Story bis ins Letzte

ausfeilt, bevor er zu schreiben beginnt.

„Die Handlungen huschen an mir vorbei“,

erzählt der 48-jährige Journalist,

der aus Rettersburg stammt, einem Dorf

bei Winnenden, das dem Tatort im Wieslauftal

gar nicht so unähnlich ist. Es

lag also nahe, eine Mordgeschichte im

Schwäbischen Wald anzusiedeln, wo er

sich auskennt und die Atmosphäre authentisch

beschreiben kann.

Und was gab dann den Anstoß zum ersten

Buch? „Ich hatte Lust zu schreiben

und so was wie den Bienzle im Kopf“,

erinnert sich Seibold. Ein Freund brachte

ihn in Kontakt mit einem Verlag, der ihn

mit offenen Armen aufnahm.

Kaum war der Mord am Bauern Greininger

geklärt, stürzte Seibold sich auf sein

nächstes Projekt, einen Remstal-Krimi,

der die Schorndorfer Bauunternehmerszene

durcheinanderwirbelt, als nach

einigen rätselhaften Schaufensterpuppen-Mordinszenierungen

schließlich ein

echter Toter unter einer Baggerschaufel

auf der Baustelle liegt. Auch hier führen

einige Spuren die Ermittler aus dem

Remstal hinauf in den Schwäbischen

Wald, beispielsweise ins Erfahrungsfeld

der Sinne „Eins+Alles“ bei der Laufenmühle.

Wer sich ein bisschen in der

INFORMATIONEN

Die Krimis von Jürgen Seibold „Endlich ist er tot“ und „Endlich Richtfest“

sind erschienen im Silberburg-Verlag, Tübingen, www.silberburg.de

Für Nicht-Schwaben gibt es eine Internet-Übersetzungshilfe für

schwerverständliche Dialektpassagen unter www.juergen.seibold.de

Gasthaus zur Linde, Ebniseestraße 2,

73635 Rudersberg-Klaffenbach, Telefon 07183/6120

Gegend auskennt, dem wird es keine

Mühe machen, die Schauplätze wiederzuerkennen,

auch wenn Seibold sie ein

wenig verfremdet hat. Die „Krone“ in

Klaffenbach – äh: Kallental – heißt in

Wirklichkeit nicht so, ist aber als „Linde“

leicht zu identifizieren. Das lohnt

sich auch, denn, so der Autor, „da gibt’s

einen begnadeten Rostbraten!“.

Um Ostern herum erscheint sein dritter

Krimi, der diesmal in Weil der Stadt

spielt. Schon im Sommer 2009 können

sich Seibold-Fans auf einen neuen Fall

freuen, dann wieder mitten aus dem

Schwäbischen Wald. Viel verraten will

der Autor noch nicht, weil die Geschichte

gerade erst Formen annimmt. Als er

eine Lesung in einem Rohbau in einer

neuen Wohnsiedlung bei Alfdorf hielt,

passend zum Baustellenthema des

letzten Krimis, da huschte sozusagen

wieder etwas an ihm vorbei. „Durch die

Fensteröffnung habe ich auf ein Feld mit

einem Maislabyrinth geschaut,“ erzählt

Seibold, „und da war mir gleich klar, wo

mein nächstes Opfer gefunden wird.“

2 3


Der neue Limesbus

PER BUS DEN RÖMERN HINTERHER

An Sonn- und Feiertagen “öffentlich“ den Römern hinterherfahren,

das macht der Rems-Murr-Kreis jetzt mit seinem Limesbus möglich.

Der Limesbus ist neben dem Waldbus eine weitere Initiative des Landratsamtes

Rems-Murr-Kreis unter Beteiligung von Gemeinden des

Schwäbischen Waldes.

Im Schwäbischen Wald verkehrt er ab dem Jahr 2009 erstmals vom

1. Mai bis zum 3. Oktober auf 2 Rundkursen mit Umsteigemöglichkeit

auf den Waldbus.

Der Limesbus hat eine südliche und eine

nördliche Strecke. Die südliche Strecke

führt von Murrhardt zum Fornsbacher

Waldsee. Von dort geht es hoch nach

Kirchenkirnberg und schließlich über

Kaisersbach bis nach Welzheim. Die

nördliche Strecke führt von Murrhardt

über Grab, Großerlach und

Sulzbach und dann wieder zum Ausgangspunkt

zurück.

Gerade an den Wochenenden

bietet der öffentliche Personennahverkehr

meist einen stark

eingeschränkten Fahrplan - diese

Lücke schließen Limesbus

und Waldbus gemeinsam. Und

so sind gezielt Stationen des

Unesco Welterbe Limes und andere attraktive Freizeitziele im

Schwäbischen Wald erreichbar.

In Großerlach kann zum Beispiel der Limesturm auf dem Heidenbuckel

entdeckt oder der Silberstollen erforscht werden. Bei Kaisersbach

lädt der idyllische Ebnisee zum Baden, Bootfahren und

Entspannen ein. Das rekonstruierte Ostkastell in Welzheim, der

Fornsbacher Waldsee mit seinen vielfältigen Freizeitmöglichkeiten

oder das Carl-Schweizer-Museum sind weitere Beispiele für Ausflugsziele

mit umweltschonenden öffentlichen Verkehrsmitteln.

Der Limesbus ergänzt von Welzheim aus den Waldbus und wird

ebenso einen Fahrradanhänger mitführen. So wie der Waldbus sich

in Schorndorf an den Fahrzeiten der S-Bahn orientiert, schließt der

Limesbus in Murrhardt an die Murrbahn an. Für beide Verkehrmittel

gilt der Tarif des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS).

Dem Rems-Murr-Kreis dürfte die Entscheidung für den Limesbus nach

den Erfolgsmeldungen für den Waldbus nicht schwer gefallen sein,

denn dieser erfreut sich riesiger Beliebtheit, wie eine Umfrage aus dem

vergangenen Jahr zeigt. 7200 Personen nutzten den Waldbus an den

27 Einsatztagen 2007 - eine Steigerung um 22 Prozent im Vergleich

zum Vorjahr. Die Befragung unter insgesamt 350 Fahrgästen kam zu

dem Ergebnis, dass der Waldbus sich als beliebtes Verkehrsmittel für

Tagesausflüge in den Schwäbischen Wald etabliert hat.

INFORMATIONEN

Landratsamt Rems-Murr-Kreis, Geschäftsstelle der

Fremdenverkehrsgemeinschaft Schwäbischer Wald e.V.

Postfach 1413 • 71328 Waiblingen • Telefon 07151/501-1376

Email: info@schwaebischerwald.com

Internet: www.schwaebischerwald.com

und www.rems-murr-kreis.de

Spannende Touren für den Schulausflug oder einen Schullandheimauf-

enthalt bieten Stadt Murrhardt, Naturparkführer und Limes-Cicerones

in einem neuen Broschürenset.

Z e i t r e i s e m i t H e r r go t t s b s c h e i ß e r l e

H

inter jedem Namen steckt

eine Geschichte: „Bulmers

Hütte“ war einst eine kleine

Ansiedlung, die bis auf den Dorfbrunnen

wieder völlig vom Wald überwuchert

ist. Oder die Mordklinge, wo ein

Verbrechen geschah, oder der Spielhof

bei Kirchenkirnberg, von dem man vermutet,

dass hier tatsächlich um Geld

gespielt wurde, weil in dieser entlegenen

Ecke selten ein Ordnungshüter vorbeikam.

Die Naturparkführerin Ruth Bohn wohnt

auf dem Spielhof bei Murrhardt Kirchenkirnberg

in einem ehemaligen Bauernhof

und kennt sich hier bestens aus.

Wenn sie mit einer Kindergruppe in der

Nähe unterwegs ist, eröffnet sich ein

schier unendliches Repertoire an spannenden

Geschichten. „Da machen wir

eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit“,

sagt sie.

Nicht anders ist das bei den Murrhardter

Touren, auf denen die 46-jährige ihre

Gruppen zum Beispiel ins mittelalterliche

Klosterleben entführt, das bis ins

8. Jahrhundert zurückreicht. Die Klosterapotheke

weist heute noch darauf

hin, dass hier einmal ein Kräutergarten

den Mönchen des Benediktinerklosters

St. Januarius die Zutaten für Arzneien

lieferte. Wo heute der Stadtgarten liegt,

war früher ein See voller Fische, die an

Freitagen und in der Fastenzeit im Kloster

aufgetischt wurden. Für die armselig

lebende Bevölkerung waren solche Köstlichkeiten

freilich tabu und angeln war

streng verboten.

Am Refektoriumstisch, wo einst die

Mönche aßen, dürfen jetzt die Kinder

Platz nehmen, um das zu essen, was

man heute noch als Hergottsbscheißerle

bezeichnet: Maultaschen. Danach geht’s

weiter mit mittelalterlichen Spielen wie

Reifen schlagen oder Murmel spielen,

oder einem Ausflug mit der Pferdekutsche

entlang der alten Salzstraße nach

Schwäbisch Hall zu den ehemaligen

Kloster-Weinbergen.

Eng mit der Klostergeschichte verbunden

ist die Geschichte der Mühlen. Die

1799 erbaute Rümelinsmühle am Trauzenbach

arbeitet heute noch mit einem

echten Wasserrad. 1471 bereits stand an

dieser Stelle eine Mühle. Heute noch

mahlen die Besitzer in dem historischen

Gebäude von 1799 Getreide, und sie lassen

sich gerne dabei zuschauen, wenn

Ruth Bohn mit neugierigen Besuchern

vorbeikommt und die Mühlentechnik

kindgerecht erklärt.

Weil viele Schulen zu Ausflügen und

Schullandheimaufenthalten in den

Schwäbischen Wald kommen, hat die

Stadt Murrhardt zusammen mit Stadtund

Naturparkführern sowie den Limes-

Cicerones ein umfangreiches Programm

speziell für Kinder und Jugendliche ausgearbeitet.

Elf solcher Angebote wurden

in einem Broschürenset herausgegeben.

Und es wurde auch eine Gebietskarte

mit hineingepackt, auf der Gästehäuser,

Zeltplätze und Grillstellen eingetragen

sind.

Mit diesen Aktionen werden Lernziele

spielerisch erreicht und Wissen quasi

nebenbei vermittelt. Denn immer mehr

Gruppen wollen nicht nur wandern,

sondern mehr erfahren über den Lebensraum

Wald, über Naturschutz und

Kulturlandschaft und die Geschichte ihrer

Heimat. Mancher Schulstoff wird am

konkreten Beispiel leichter fassbar. „Außerdem

genießen die Lehrer es, wenn

sie mal einfach nur zuhören können“,

schmunzelt Ruth Bohn.

INFORMATIONEN

Touristikinfo der Stadt Murrhardt

im Naturparkzentrum

Marktplatz 8 • 71540Murrhardt

Telefon: 0 71 92 / 213 - 777

E-mail: touristik@murrhardt.de

Internet: www.murrhardt.de

www.schwaebischerwald.com

Ruth Bohn auf Natur-Tour

72 5


Welzheim kann mit seinen Pfunden wuchern: Schöne Landschaft,

Badeseen, klare Luft und interessante Zeugen der nahen und ferneren

Geschichte finden sich dort - hoch oben im Schwäbischen Wald.

Wa n d e r n i n C h a m p a g n e r l u f t

H

eilendes Wasser und

„Champagnerluft“ wurden

dem Luftkurort schon vor

über 150 Jahren bescheinigt, und von

der schönen Landschaft, die Welzheim

heute noch umgibt, kann sich jeder

selber überzeugen. Idyllische und interessante

Wege zeigt dabei die neue Wanderkarte

der Stadt Welzheim auf, die

auch die Zeugen der jüngeren und der

ganz alten Geschichte berücksichtigt.

Die Besiedlung Welzheims reicht zurück

bis in die Römerzeit. Hier, am Ende

des Obergermanisch-Raetischen Limes,

bauten die römischen Truppen um 150

nach Christus zwei Kastelle: das Ostund

Westkastell, ergänzt durch eine

Zivilsiedlung. Das Westkastell ist heute

vollkommen überbaut, das Ostkastell

wurde rekonstruiert. So wurde das Tor

mit beiden Tortürmen wieder errichtet.

Im archäologischen Park dahinter

sind zahlreiche Kopien von Steinfunden

ausgestellt und der Grundriss des Badehauses

ist zu sehen. In einer Ecke des

Kastells findet sich ein rekonstruierter

Brunnen. Ausgrabungen in den Brunnenschächten

des Ostkastells brachten

Schuhe und andere Artefakte aus dem

römischen Alltagsleben zutage, von denen

einige im Städtischen Museum zu

sehen sind.

Aichstrutsee

Hagmühle

Die in der Karte beschriebene „römische“

Wanderung ins Leintal führt am

Ostkastell sowie am Kleinkastell Rötelsee

vorbei, von dem die Grundmauern

erhalten geblieben sind. Schließlich

bringt sie die Wanderer zu einer anderen

der vielen Welzheimer Attraktionen:

dem Aichstruter Stausee. Wer möchte

kann hier baden, grillen und sogar zelten.

Abseits der Stadt, in den schmalen Tälern,

drehten seit dem Mittelalter die

Mühlen unermüdlich ihre Räder und trugen

zum wirtschaftlichen Aufschwung

des Welzheimer Gebiets bei. Viele historische

Gebäude sind heute noch erhalten

und geben einen Eindruck von

der Entwicklung der Mühlentechnologie.

Zur 1433 erbauten Hagmühle und

zur Meuschenmühle führt eine weitere

der Welzheimer Wanderungen. Letztere

wurde zwar erstmals im Jahr 1553 als

„Nibelgau-Mühle“ erwähnt, es wird aber

vermutet, dass sie bereits im 13. Jahrhundert

bestanden hat. Ehe Wanderer

die Mühlen erreichen, führt sie der Weg

durch die wildromantische Edenbachschlucht.

Ein weiteres, sehr attraktives Badegewässer

bei Welzheim ist der Ebnisee. Eine

zwölf Kilometer lange Tour führt von

der Laufenmühle auf ebenen, geteerten

Gallengrotte

Wegen zum See und wieder zurück. Der

Ebnisee bietet zahlreiche attraktive

Freizeiteinrichtungen wie Ruder- und

Tretboote, Bademöglichkeit, Gasthäuser,

einen Grillplatz und einen Fahrradverleih.

Der über 250 Jahre alte ehemalige

Flößersee ist mit 13 Hektar der größte

See im Schwäbischen Wald.

Schließlich gibt es in der Welzheimer

Wanderkarte noch eine interessante

Tour auf dem „Geologischen Pfad“ bei

der Laufenmühle. Dieser Lehrpfad führt

vorbei an Schluchten, Wasserfällen,

Grotten und imposanten Sandsteinformationen.

14 Stationen erläutern diese

typischen geologischen Erscheinungen

des Schwäbischen Waldes und vermitteln

ein lebendiges Bild der Erdgeschichte.

INFORMATIONEN

Stadt Welzheim

Kirchplatz 3 • 73642 Welzheim

Telefon 0 71 82 / 80 08 0

E-mail: stadt@welzheim.de

Internet: www.welzheim.de

Städtisches Museum Welzheim

Pfarrstraße 8 • 73642 Welzheim

Telefon 0 71 82 / 80 08 15

www.museumwelzheim.de

Ebnisee

2 7


Vorne weiden die Schafe, daneben wohnt der Maulwurf, hinten ist die

Schmetterlingskinderstube und mittendrin sind die Waldentdecker. So

sieht es auf dem Gelände von Walter Hiebers Wieslauf-Camp aus.

Zwischen Maulwur f und Schmetterling

B

enjamin bläst in die Kuckucksflöte,

Christopher lässt

ein Baumscheibenschiff vom

Stapel, Piet brennt sich einen Löffel aus

und Jonathan brät sich ein Stockbrot.

Sie alle sind Waldentecker beim „Open

Camp“, das Naturparkführer Walter

Hieber einmal im Monat am Ufer der

Wieslauf zwischen Rudersberg-Oberndorf

und Klaffenbach veranstaltet. Hier

darf jeder ohne Anmeldung - einfach

so vorbeischauen. Diesmal ist das Thema

„rund ums Feuer“ und so brennen

sich Benjamin, Jonathan, Christopher,

Piet und die anderen Kinder, die sich

mit ihren Eltern zusammen auf der

Wiese tummeln, Löffel aus, sie basteln

Schwarzwälder Kuckuckspfeifen, Wasserrräder,

Baumscheibenschiffchen,

oder braten Stockbrot und Würstchen.

In Walter Hiebers Wieslauf-Camp können

unterschiedlichste Gruppen Natur

erleben und sich wohl fühlen. Ob Familienfeier,

Klassenfahrt, Vereins- oder

Betriebsfeier, Seminar- oder Freizeitgruppe,

sie alle nutzen die Wiese zur

Erholung oder als anregende Lernumgebung.

Als „Hausbach“ lädt die Wieslauf

zum Plantschen, Erleben und Erforschen

ein. Der Wald liegt direkt hinter dem

Bach, die Streuobstwiesen beginnen in

der unmittelbaren Nachbarschaft.

Die Hängematte über die Wieslauf

Das Klassenzimmer

Das „Wiesele-Klassenzimmer“ bringt

die Schule in die Natur. Schulklassen,

Kindergarten-, Kinder- und Jugendgruppen

haben die Möglichkeit, vor Ort Natur-

und Heimatkunde zu entdecken, zu

erleben und zu begreifen. Der Unterricht

findet so oft wie möglich draußen statt,

aber auch das Camp selbst bietet eine

anregende Lernumgebung. Lehrer und

Gruppenleiter können das „Wiesele“ mit

seiner Ausstattung und seinen Materialien

auch selbständig nutzen.

Auf dem Gelände gibt es eine große

Holzhütte, deren Hauptraum mit Rundumblick

und Waldstreuboden Platz für

bis zu 30 Personen bietet. Im Nebenraum

sind das Klassenzimmermaterial

und eine gemütliche Eckbankgruppe

untergebracht, hier ist auch der Aufstieg

zum Heuboden. Im Außenbereich gibt

es eine Lagerfeuerstelle, einen Grill, die

Naturkletterwand und den Barfußpfad.

Eine Chemietoilette und ein Stromaggregat

stehen ebenfalls zur Verfügung.

Auf besonderen Wunsch baut Walter

Hieber auch sein Tipi und eine zehn mal

drei Meter große Hängematte über die

Wieslauf auf. In Planung sind unter anderem

ein Baumhaus, eine Wiesenbeobachtungsstation

und ein Lehmbackofen.

Das Camp bietet tausend Möglichkeiten,

für Kurzvisiten oder Freizeiten mit

Auf Tour mit Walter Hieber

Übernachtung auf dem Heuboden, Zelt

oder Tipi. Es lassen sich dort Kindergeburtstage,

Familienfeiern, Vereins- und

Betriebsfeiern veranstalten und es kann

Startpunkt, Ziel oder Rastplatz für Wanderungen

und Radtouren sein.

Wer sich unverbindlich informieren

will, kann unter „www.waldentdecker.

de“ schauen, wann das nächste „Open

Camp“ stattfindet, hinausfahren auf

die Wiese bei der Wieslauf und sich umschauen.

Vielleicht trifft er ja Benjamin,

Jonathan, Christopher und Piet, wie sie

gerade dabei sind, mit dem Lötkolben

ihre Namen auf die Kuckuckspfeifchen

zu brennen.

INFORMATIONEN

Walter Hieber

Burgstraße 35 • 73642 Welzheim

Telefon 0 71 82 / 93 56 97

Handy 01 51 / 57 60 57 57

Email: info@waldentdecker.de

Internet: www.waldentdecker.de

Die Holzhütte mit Tipi

2 9


A D R E S S E N

Fremdenverkehrsgemeinschaft

Schwäbischer Wald e.V.

Landratsamt Rems-Murr-Kreis

Postfach 1413 • 71328 Waiblingen

Telefon +49 7151 501-1376

E-Mail: info@schwaebischerwald.com

Internet: www.schwaebischerwald.com

Alfdorf

Rathaus Alfdorf, Herr Schön

Obere Schlossstraße 28 • 73553 Alfdorf

Telefon +49 7172 309-21

E-Mail: gemeinde@alfdorf.de

Internet: www.alfdorf.de

Althütte

Rathaus Althütte

Rathausplatz 1 • 71566 Althütte

Telefon +49 7183 95959-0

E-Mail: info@althuette.de

Internet: www.althuette.de

Aspach

Gemeindeverwaltung Aspach

Albert Dietz, Bürgeramt

Backnanger Straße 9 • 71546 Aspach

Telefon +49 7191 212-24

E-Mail: albert.dietz@aspach.de

Internet: www.aspach.de

Großerlach

Rathaus Großerlach

Stuttgarter Str. 18 • 71577 Großerlach

Telefon +49 7903 9154-0

E-Mail: rathaus@grosserlach.de

Internet: www.grosserlach.de

Gschwend

Rathaus Gschwend

Gmünder Straße 2 • 74417 Gschwend

Telefon +49 7972 681-0

E-Mail: gemeinde@gschwend.de

Internet: www.gschwend.de

Kaisersbach

Rathaus Kaisersbach

Dorfstraße 5 • 73667 Kaisersbach

Telefon +49 7184 938380

E-Mail: info@kaisersbach.kdrs.de

Internet: www.kaisersbach.de

Mainhardt

Rathaus Mainhardt, Frau Nothdurft

Hauptstraße 1 • 74535 Mainhardt

Telefon +49 7903 9150-31

E-Mail: rathaus@mainhardt.de

Internet: www.mainhardt.de

Murrhardt

Touristik-Info im Naturparkzentrum

Marktplatz 8 • 71540 Murrhardt

Telefon +49 7192 213-777

E-Mail: touristik@murrhardt.de

Internet: www.murrhardt.de

Oppenweiler

Rathaus Oppenweiler, Frau Braun,

Schloßstraße 12 • 71570 Oppenweiler

Telefon +49 7191 484-22

E-Mail: gemeinde@oppenweiler.de

Internet: www.oppenweiler.de

Rudersberg

Rathaus Rudersberg

Backnanger Str. 26 • 73635 Rudersberg

Telefon +49 7183 3005-0

E-Mail: info@rudersberg.de

Internet: www.rudersberg.de

Spiegelberg

Rathaus Spiegelberg

Sulzbacher Str. 7 • 71579 Spiegelberg

Telefon +49 7194 9501-0

E-Mail: info@gemeinde-spiegelberg.de

Internet: www.gemeinde-spiegelberg.de

Sulzbach an der Murr

Rathaus Sulzbach an der Murr

Bahnhofstr. 3 • 71560 Sulzbach an der

Murr

Telefon +49 7193 51-329

E-Mail: bma@sulzbach-murr.de

Internet: www.sulzbach-murr.de

Weissach im Tal

Rathaus Weissach im Tal

Kirchberg 2-4 • 71554 Weissach im Tal

Telefon +49 7191 3531-0

E-Mail: bma@weissach-im-tal.de

Internet: www.weissach-im-tal.de

Welzheim

Rathaus Welzheim, Frau Kübler

Kirchplatz 3 • 73642 Welzheim

Telefon +49 7182 8008-15

E-Mail: stadt@welzheim.de

Internet: www.welzheim.de

Wüstenrot

Rathaus Wüstenrot

Eichwaldstraße 19 • 71543 Wüstenrot

Telefon +49 7945 9199-0

E-Mail: info@gemeinde-wuestenrot.de

Internet: www.gemeinde-wuestenrot.de

Regio Stuttgart Marketing-

und Tourismus GmbH

Postfach 10 44 36 • 70039 Stuttgart

Telefon +49 711 2228-240

E-Mail: info@stuttgart-tourist.de

Internet: www.stuttgart-tourist.de

Naturpark

Schwäbisch-Fränkischer Wald e.V.

Naturparkzentrum

Marktplatz 8 • 71540 Murrhardt

Telefon +49 7192 213-888

E-Mail: info@naturpark-sfw.de

Internet: www.naturpark-sfw.de

Hohenlohe + Schwäbisch Hall Tourismus e.V.

Münzstraße 1 • 74523 Schwäbisch Hall

Telefon +49 791 755-7444

E-Mail: info@hs-tourismus.de

Internet: www.hs-tourismus.de

Gastgeberverein Kaisersbach-Ebnisee

Winnender Str. 10 • 73667 Kaisersbach

Telefon +49 7184 292101

E-Mail: iris@schassberger.de

Internet: www.kaisersbach.de

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