Wir lieben spannung.

alpine

Wir lieben spannung.

Wir lieben

spannung.

geschäftsbericht 2009


Kennzahlen

in TEUR 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

BAULEISTUNG 1.887.004 1.911.587 2.009.724 2.266.472 2.595.002 3.506.385 3.364.920

davon Österreich 1.349.436 1.221.075 1.251.038 1.408.785 1.472.057 1.805.410 1.601.695

davon Deutschland 307.654 412.395 365.436 305.532 371.943 577.524 661.580

davon übriges Ausland 229.914 278.117 393.250 552.155 751.002 1.123.451 1.101.645

Auftragsbestand 1.926.083 1.645.166 2.052.622 2.175.574 3.054.091 3.099.065 3.371.801

betriebliches Ergebnis 51.352 64.433 54.087 20.888 67.441 105.543 56.859

Ergebnis vor Steuern 37.861 43.089 49.759 8.371 44.457 55.095 22.617

Ergebnis nach Steuern 24.533 33.882 36.325 3.236 30.557 36.164 16.428

betrieblicher Cashflow 74.775 83.310 96.186 65.698 121.624 174.514 127.510

Bilanzsumme 938.946 947.085 1.151.169 1.408.311 1.757.704 2.134.541 2.064.350

Eigenkapital 184.891 219.446 248.177 256.801 304.227 377.571 397.197

Eigenkapitalquote 19,7 % 23,2 % 21,6 % 18,2 % 17,3 % 17,7 % 19,2 %

Umsatzrentabilität (ROS) 2,7 % 3,4 % 2,7 % 0,9 % 2,6 % 3,0 % 1,7 %

Eigenkapitalrentabilität (ROE) 21,8 % 21,3 % 21,3 % 3,3 % 15,8 % 16,2 % 5,8 %

MITARBEITER* 8.411 8.146 10.750 12.748 13.648 15.530 15.234

davon Österreich 6.766 6.445 6.301 7.174 7.321 7.873 7.588

davon Deutschland 832 825 1.065 1.248 1.542 1.893 2.094

davon übriges Ausland 813 876 3.384 4.326 4.785 5.764 5.552

Bauleistung pro Mitarbeiter 224 235 187 178 190 226 221

* im Jahresmittel

KonzernstruKtur

Vereinfachte Darstellung

17 %

D. Aluta-Oltyan

83 %

FCC Construcción

Alpine Holding GmbH

Hoch- & Tiefbau BeteiligungsgmbH

ALPINE Bau GmbH

Tochtergesellschaften und Beteiligungen


aber nicht

während der

realisierung.


es Wartet

eine reihe an

geologischen

Überraschungen.

eigentlich ist das spannend. doch wir bohren uns nach plan für sie durch.

denn für sie ist das spannendste, wie viele Kilometer man spart, wenn alle

durch den berg fahren können. unsere tunnelbauten nutzen privatpersonen,

unternehmen und der öffentliche Verkehr. damit helfen wir der Ökonomie

und der Ökologie auf die sprünge.


ZWischen

a und b liegen

unZählige

hindernisse.

für uns klingt das nicht aufregend, denn wir überwinden hindernisse nach

Vorgabe. für sie ist das aufregendste, dass man Zeit und Kosten reduziert,

wenn die kürzeste Verbindung zweier punkte die autobahn ist. unsere

Verkehrswegebauten bringen sie schneller und sicherer ans Ziel. das sorgt

für mehr Wirtschaftlichkeit, mehr lebensqualität und weniger emissionen.


ein paar

Millionen

KubiKMeter

Wasser bauen

drucK auf.

selbstverständlich kann das interessant werden. Wir sind es aber

gewohnt, mit druck umzugehen. denn für sie ist es erst interessant,

wenn aus dem druck am ende strom wird. unsere Kraftwerksbauten

nutzen Wasser genauso wie Kohle, Wind oder sonne. tausende haushalte

und unternehmen können so mit energie versorgt werden.


der architeKt

MÖchte Mal

Was neues

probieren.

das könnte natürlich nervös machen. doch wir stellen sicher,

dass innovative ideen auch funktionieren. sie sollten erst nervös sein,

wenn zigtausend Menschen beim ersten heimspiel toben. unsere sportstättenbauten

dienen den modernsten anforderungen an Qualität,

logistik und sicherheit. aber in erster linie dem Vergnügen.


die einZige

Verbindung

fÜhrt Über

einen riesigen

fluss.

na klar stellen sich da viele fragen. aber mit einfallsreichtum,

erfahrung und Know-how überbrücken wir einfach alles. denn sie

müssen sich nur fragen, wer den alten umweg noch fahren wird. unsere

brückenbauten überspannen Verbindungen jeder dimension.

auf diese Weise können viele gefahrene Kilometer gespart und so

etwas für Wirtschaft und umwelt getan werden.


es Muss

stocKWerK

uM stocKWerK

Übereinander-

gestapelt

Werden.

das kann bestimmt Kopfzerbrechen bereiten. dass trotzdem

termingerecht bezogen werden kann, dafür sorgen wir.

damit sie sich ihren Kopf darüber zerbrechen können,

wie sie interessenten vertrösten, die keine flächen mehr

bekommen. unsere hochbauten werden vielfältig genutzt

und die ansprüche sind immer hoch. um dem gerecht zu

werden, setzen wir auf Qualität und termintreue.


auf tausenden

QuadratMetern

das sonnenlicht

einfangen.

das ist hundertprozentig unmöglich. stimmt. Wir sind jedoch sehr nah dran.

denn mit den neuesten technologien garantieren wir höchste effizienz

bis zum letzten sonnenstrahl. sie müssen nur hundertprozentig sicher sein,

dass möglichst viele haushalte mit reiner, umweltfreundlicher energie versorgt

werden. damit auch unsere Kinder noch saubere luft atmen können.


inhalt

022 Vorwort der Geschäftsführung

024 Konzernführung

025 Bericht des Aufsichtsrates

026 Porträt des Unternehmens

028 Märkte und Wachstum

030 ALPINE Bau Geschäftsbereiche

036 ALPINE-ENERGIE Geschäftsbereiche

038 Dienstleistungen und Services

040 Strategie

042 Innovationen und Projekte

043 Mitarbeiter

048 Verantwortungsvolle Unternehmensführung

053 Lagebericht

073 Konzernabschluss

079 Konzernanhang

134 ALPINE Standorte

136 Index

137 Glossar

140 Impressum


alPine 2009

021


alPine 2009

Vorwort

der geschäftsführung

Sehr geehrte Damen und Herren!

Nach der sehr positiven Entwicklung der Vorjahre – ALPINE ist mittlerweile Nummer 2 in Österreich –

mussten wir 2009 einen Rückgang der Bauleistung verzeichnen. Trotz der Auswirkungen der Wirtschaftskrise

entwickelte sich der Heimmarkt Österreich positiv, die Bauleistung auf den ausländischen

Märkten konnte jedoch das Vorjahresniveau nicht erreichen. Mit 3.365 Mio. Euro lag die Bauleistung in

Summe um 4 % unter dem Vergleichswert 2008. Das EBT verminderte sich von 55,1 Mio. Euro auf 22,6

Mio. Euro. Grund dafür sind neben dem ambitionierten Umstrukturierungsprogramm im Unternehmen

auch Wertberichtigungen durch Zahlungsprobleme in den CEE-Ländern, wo ALPINE stark vertreten ist.

Der Auftragsstand per Ende 2009 in Höhe von 3,4 Mrd. Euro entspricht der gesamten Jahresbauleistung

2009 und bildet damit eine gute Ausgangsbasis für das Geschäftsjahr 2010.

Aufgrund der internationalen Expansion wurde wie im Vorjahr rund die Hälfte der Bauleistung im

Ausland erbracht. Zu den wichtigsten Auslandsmärkten zählen nach Deutschland die Länder Ost- und

Südosteuropas, wo wir neben zahlreichen Infrastrukturprojekten den derzeit größten Kraftwerksbau

in Europa, das Wasserkraftwerk „Tsankov Kamak“ in Bulgarien, sowie den Bau mehrerer Stadien für die

Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen realisieren. Nachdem sich aufgrund der Krise in Dubai die

Marktbedingungen eintrübten, forcierten wir unsere Aktivitäten auf den benachbarten Märkten Oman

und Katar. Festigen konnten wir unsere Position auf den Zukunftsmärkten Indien und Singapur, wo wir

derzeit mehrere U-Bahn-Projekte realisieren und 2009 den Auftrag für den Bau weiterer Baulose bei der

Metro Singapur erhalten haben. In China errichten wir den Österreich-Pavillion für die Weltausstellung

2010.

Wir verfolgen das generelle Ziel, unsere gute Positionierung auf den ost- und südosteuropäischen

Märkten abzusichern und auszubauen, wobei ein Fokus auf dem strategisch bedeutsamen Markt Russland

liegt. Anfang 2010 wurde deshalb ein Joint Venture mit RZDstroy, einem Tochterunternehmen der

russischen Bahn, gegründet, um die Aktivitäten im Bahnbau zu forcieren. Unsere Kompetenz im Bereich

Untertagebau konnten wir durch die Akquisition des Tunnelbauspezialisten Beton- und Monierbau

GmbH (BeMo) 2009 weiter stärken und unsere Aktivitäten auf neue Märkte wie Schweden, Großbritannien

und die USA ausdehnen.

Dank der geografischen Diversifikation und dem breit gefächerten Leistungsangebot sind wir gut auf


gestellt und werden uns 2010 darauf konzentrieren, die Wirtschaftlichkeit von Großaufträgen vor allem

auf internationaler Ebene weiter zu steigern sowie die Risiken – unter anderem durch die entsprechende

Gestaltung der Verträge – zu minimieren. Der 2009 eingeleitete Konsolidierungsprozess und die konstruktive

Zusammenarbeit mit der Konzernmutter FCC werden fortgeführt. Durch Umstrukturierungsmaßnahmen

wird die Effizienz innerhalb der ALPINE Gruppe weiter gesteigert werden, dabei wird jedoch die

dezentrale Unternehmensstruktur beibehalten.

Wir starten mit einem erfreulich hohen Auftragsstand in das Jahr 2010. Dennoch ist die weitere wirtschaftliche

Entwicklung mit Unsicherheiten behaftet und in den einzelnen Märkten unterschiedlich

und weiterhin volatil. Durch gezieltes Wachstum im Rahmen des Konsolidierungsprozesses werden wir

unsere Position in allen Bereichen sichern. Sowohl im Infrastrukturbereich als auch im Hochbau besteht

weiteres Potenzial, das wir nutzen wollen. Vor allem aber gewinnen zukunftsorientierte Themen wie

alternative Energie oder Netzwerk- und Kommunikationstechnik an Bedeutung. Dabei wird verstärkt

auf das Tochterunternehmen ALPINE-ENERGIE gesetzt, über das wir den europäischen Markt im Bereich

Solar- und Windenergie intensiver bearbeiten werden. Hier soll auch die Wertschöpfungskette in Richtung

Projektplanung, Projektfinanzierung oder den Betrieb der Anlagen verlängert werden. Auch bei der

Nachfrage im Kraftwerksbau erkennen wir eine deutliche Zunahme.

Neben der klassischen Bautätigkeit setzen wir verstärkt auf den Bereich Projektfinanzierung und den

Konzessionsbetrieb von Großprojekten, insbesondere im Straßenbau. Dieser Bereich wird künftig noch

bedeutender und durch unser umfassendes Know-how sind wir in einer guten Position, um an dieser

Entwicklung zu partizipieren. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen sind Prognosen mit Unsicherheit

behaftet. Wir erwarten jedoch gestützt auf den hohen Auftragsstand für das Geschäftsjahr 2010

eine leichte Steigerung der Bauleistung und Ertragskraft. Auch längerfristig gehen wir von der Fortsetzung

unseres bisherigen Wachstumskurses aus.

Einen wesentlichen Erfolgsfaktor stellt unsere hohe innerbetriebliche Wertschöpfung dar – rund 40 %

der Aufgaben werden an Subunternehmer vergeben. Entsprechend hoch ist die Bedeutung der eigenen

Mitarbeiter und deren fachliche Qualifikation. Als verantwortungsvoller Arbeitergeber sind wir uns der

damit verbundenen Verpflichtung bewusst. 2009 wurden beispielsweise rund 2 Mio. Euro in die Ausund

Weiterbildung investiert. Um den Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften zu sichern, haben wir

eine Lehrlingsoffensive gestartet – 2010 sollen bis zu 100 Lehrlinge aufgenommen werden.

Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr Engagement. Unseren

Kunden und Geschäftspartnern danken wir für die gute Zusammenarbeit und ihr Vertrauen in die Leistungen

und Kompetenzen von ALPINE.

werner watznauer

Geschäftsführer, ALPINE Holding GmbH

Salzburg, im März 2010

023


alPine 2009

Konzernführung

Werner Watznauer

ALPINE Holding GmbH

Roman Esterbauer

ALPINE Bau GmbH

Christian Trattner

ALPINE Bau GmbH

Peter Preindl (CEO)

ALPINE Bau GmbH

Karl Gruber

ALPINE Bau GmbH

Jörn Wisser

ALPINE Bau GmbH

Michael Dankovsky

ALPINE Bau GmbH

Karsten Hell

ALPINE Bau GmbH

Helmut Schnitzhofer

ALPINE-ENERGIE AG


ericht des

aufsichtsrates

Das Geschäftsjahr 2009 war von den Einflüssen der Weltwirtschaftskrise geprägt. Hohe Budget-Defizite

und ein rasantes Ansteigen der Staatsverschuldungen haben zu Projektverzögerungen und Zahlungsschwierigkeiten

bei bestehenden Bauvorhaben – insbesondere in den CEE-Ländern – geführt. Diese negative

Entwicklung wird uns auch noch in den nächsten Jahren beschäftigen. Trotz dieser erschwerten Rahmenbedingungen

musste der ALPINE Baukonzern nur einen leichten Rückgang der Bauleistung verzeichnen. Die

für das heurige Jahr geplante Konsolidierung konnte erfolgreich eingeleitet werden. Dies zeigt sich in der

positiven Entwicklung der Nettoverschuldung, die um rd. 100 Mio. Euro reduziert werden konnte. Diese

Entwicklung und der hohe Auftragsstand für das kommende Jahr bietet eine wirtschaftlich solide Grundlage

für eine weitere positive Entwicklung des Unternehmens. Wertberichtigungen aufgrund der oben erwähnten

Projektverzögerungen und Zahlungsschwierigkeiten haben die Ertragskraft zwar beeinträchtigt, diese

sollte sich aber im kommenden Jahr wieder auf dem gewohnten Niveau bewegen.

Aufsichtsrat und Geschäftsführung arbeiten eng zusammen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung

bei allen Entwicklungen unterstützt und Prozesse aktiv begleitet. In regelmäßigen Sitzungen berät der Aufsichtsrat

über die Unternehmensentwicklung und kommt seinen Aufgaben und Verpflichtungen nach. Über

alle wesentlichen Belange wurde im Aufsichtsrat gemeinsam entschieden.

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten

wirtschaftlichen Entwicklungen sowie die Lage des Unternehmens informiert. Die Risikosituation und das

Risikomanagement wurden regelmäßig mündlich und schriftlich erörtert. Durch die umfassende Berichterstattung

und regelmäßige Sitzungen hat der Aufsichtsrat die Entwicklung der ALPINE Gruppe laufend und

ausreichend überwacht.

Der nach International Financial Reporting Standards (IFRSs) erstellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht

für das Geschäftsjahr 2009 wurden vom Abschlussprüfer, der Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs

GmbH, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement,

durch das trotz der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Jahr 2009 erfolgreich gemeistert

werden konnte.

dietmar aluta-oltyan

Vorsitzender des Aufsichtsrats, ALPINE Holding GmbH

Salzburg, im März 2010

025


alPine 2009

Porträt des

unternehmens

ALPINE als eines der führenden Bauunternehmen Europas

Im Jahr 1965 als kleiner Baumaschinenhandel gegründet, zählt ALPINE heute zu einem international

anerkannten Unternehmen und einem der führenden Baukonzerne Europas. Durch Akquisitionen und

Expansion in ausländische Märkte steigerte ALPINE seine Bauleistung in den letzten Jahren kontinuierlich

– im Vergleich zum Jahr 2000 um 274 %. Mit diesem massiven, aber qualitativen Wachstum konnte

ALPINE seine Position im Heimmarkt (Österreich, Deutschland, Schweiz) sowie in den zentral- und

südosteuropäischen Märkten festigen und ausbauen. Im Berichtsjahr erwirtschafteten die 15.234

Mitarbeiter des zweitgrößten Baukonzerns Österreichs eine Bauleistung von 3.365 Mio. Euro. Aufgrund

der allgemein schlechten Wirtschaftslage 2009 musste zwar ein Rückgang der Bauleistung um rund

4 % verzeichnet werden, mit einem Auftragsstand zum Jahresende in Höhe von 3,4 Mrd. Euro – das

entspricht rund 90 % des erwarteten Jahresumsatzes – ist ALPINE jedoch bestens für ein erfolgreiches

Jahr 2010 gerüstet.

Entwicklung der Gesamtleistung

in TEUR

4.000.000

3.500.000

3.000.000

2.500.000

2.000.000

1.500.000

1.000.000

500.000

2004 2005 2006 2007

2008 2009

Österreich

Deutschland

CEE-Länder

Albanien

Bosnien-Herzegowina

Bulgarien

Kosovo

Kroatien

Griechenland

Mazedonien

Montenegro

Rumänien

Serbien

Slowenien

Restliches Ausland


Umfassendes Leistungsspektrum

ALPINE deckt mit seinem Know-how das gesamte Spektrum an Bauleistungen in allen Sparten ab und

realisiert Projekte jeder Art und Größenordnung – darunter auch renommierte internationale Projekte.

Ergänzt wird die klassische Bautätigkeit durch eine Reihe von Dienstleistungen im Bereich der Projektentwicklung,

Planung und Finanzierung. Bei der Projektfinanzierung gewinnen PPP (‚Private Public

Partnership‘)- und BOT (‚Build, Operate and Transfer‘)-Modelle zunehmend an Bedeutung. ALPINE bietet

unter anderem im Rahmen von Konzessionsprojekten maßgeschneiderte Gesamtlösungen für öffentliche

Bauten oder Infrastrukturprojekte. Beispielsweise konnte ALPINE im Rahmen eines Konsortiums die

Ausschreibung des PPP-Straßenbauvorhabens „Projekt Y, PPP Ostregion Paket 1“ für sich gewinnen und

Anfang 2010 termingerecht an den Kunden übergeben.

Erhebliches Zukunftspotenzial bietet das Tochterunternehmen ALPINE-ENERGIE, das in den Bereichen

Netzwerk- und Funktechnologie, Facility Management und alternative Energieträger wie Wind- oder

Solarkraft tätig ist.

Um höchste Qualität zu garantieren und eine Vorreiterrolle bei Baustoffen und -verfahren einzunehmen,

engagiert sich ALPINE im Bereich Forschung & Entwicklung. So werden in enger Zusammenarbeit mit

den Rohstoffbetrieben und Mischanlagen kontinuierlich Erfolge in der Materialforschung erzielt, die in

letzter Konsequenz Vorteile für den Kunden liefern.

Gesicherte Rohstoffversorgung

Durch eigene Rohstoffquellen und Produktionsbetriebe sichert ALPINE die Versorgung und die Qualität

für die am Bau benötigten Ressourcen. Laufend werden neue Möglichkeiten evaluiert, um die wirtschaftliche

Unabhängigkeit zu erhöhen und die Risiken bei der Abwicklung von Projekten zu minimieren.

Im Berichtsjahr wurde das bestehende Netz der Rohstoffgewinnung und Baustofferzeugung durch

weitere Zukäufe auf 20 Steinbrüche und Kiesgruben sowie 48 Asphalt- und 17 Betonmischanlagen

ausgebaut.

Erfolgsfaktor Wertschöpfung

Die hohe innerbetriebliche Wertschöpfung stellt einen wichtigen Erfolgsfaktor und Wettbewerbsvorteil

von ALPINE dar. Nahezu alle Leistungen werden von ALPINE selbst erbracht, rund 40 % der

Aufgaben werden an Sub- und Nachunternehmer vergeben. Damit kann ALPINE effizienter kalkulieren,

die Qualitätsanforderungen besser sicherstellen und flexibler am Markt agieren. Dementsprechend

hoch ist der Stellenwert und die Verantwortung der eigenen Mitarbeiter. Durch zahlreiche Maßnahmen

zur Motivation der Mitarbeiter werden eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen und eine

überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft erzielt. Es bleibt das erklärte Ziel von ALPINE, als qualitativ

anspruchsvolles Bauunternehmen einen Großteil der Leistungen aus eigener Hand zu erbringen, um die

Wirtschaftlichkeit und Qualität der Projekte weiterhin auf hohem Niveau zu halten.

027


märKte

und wachstum

Österreich

Deutschland

CEE-Länder

Restliches Ausland

alPine 2009

International gut aufgestellt

ALPINE ist weltweit in mehr als 30 Ländern aktiv, zumeist durch eigene Standorte oder Tochterunternehmen.

Die Heimmärkte von ALPINE bilden Österreich, Deutschland und die Schweiz. Rund die Hälfte

der Bauleistung wurde 2009 in Österreich erbracht. Aber auch am deutschen Markt konnte sich ALPINE

etablieren und zählt zu den größten Baufirmen des Landes. Der Anteil Deutschlands an der Bauleistung

beträgt rund 20 %. Neben der Festigung der starken Marktposition in seinen Heimmärkten baute

ALPINE die Marktstellung im ost- und südosteuropäischen Raum in den letzten Jahren kontinuierlich aus

und realisierte zahlreiche Infrastrukturprojekte im Straßen-, Untertage- und Kraftwerksbau sowie im

Umweltbereich. Besonders hervorzuheben ist die Sparte Sportstättenbau, wo zahlreiche internationale

Aufträge, wie der Bau von drei Stadien in Polen für die Fußball-Europameisterschaft 2012 (Polen und

Ukraine) gewonnen wurden. Der Anteil der Länder Ost- und Südosteuropas an der Bauleistung liegt bei

rund 18 %. Zudem ist ALPINE in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Dubai, Oman, Katar,

Singapur, Indien und China tätig.

Gesamtleistung 2009

nach Märkten

in TEUR in TEUR

3.364.920

601.622

661.580

500.023

1.601.695

1.208.005

Auftragsbestand 2009

nach Märkten

3.371.801

599.635

1.004.626

559.535


Bestehende Position sichern, Zukunftsmärkte aufbauen

Dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld entsprechend war das Jahr 2009 von Konsolidierungsmaßnahmen

geprägt. Der strategische Fokus von ALPINE liegt unverändert auf dem weiteren Ausbau der Marktstellung

in ihren Heimmärkten. Die weitere Expansion speziell im ost- und südosteuropäischen Raum hängt

von der Entwicklung der jeweiligen Märkte ab, die konsequent beobachtet wird. Ziel ist es, die Position

von ALPINE in diesen Märkten derart zu festigen, dass von einem zukünftigen Wirtschaftsaufschwung

bestmöglich profitiert werden kann. Allen Expansionsschritten geht eine eingehende Prüfung der

Marktpotenziale und Rahmenbedingungen voran. Dabei gelten klare Indikatoren, die ein qualitatives und

maßvolles Wachstum sicherstellen.

Die staatlichen Konjunkturprogramme, die zu einem großen Teil Infrastrukturprojekte fördern, haben

zur Entspannung der wirtschaftlichen Situation der Baubranche beigetragen. Die damit verbundenen

Ausgaben führten jedoch zu einer angespannten Budgetsituation der Staaten, weshalb in den Folgejahren

mit einer restriktiveren Budgetpolitik und geringeren staatlichen Investitionen zu rechnen ist. Im

Fokus von ALPINE stehen jedoch weiterhin Infrastrukturprojekte, bei denen sie ihr Know-how bestmöglich

einsetzen kann. Die Kompetenz bei Großprojekten und die Dienstleistungen speziell im Bereich

der Projektfinanzierung werden ebenso zum langfristigen und nachhaltigen Unternehmenswachstum

beitragen.

Auch auf den asiatischen Märkten konnte sich ALPINE in den letzten Jahren gut positionieren. Insbesondere

im Untertagebau wurden wesentliche Projekte umgesetzt. Durch deren zuverlässige und qualitativ

hochwertige Ausführung gewann ALPINE bereits zahlreiche Folgeaufträge für sich. Diese Strategie wird

ALPINE fortsetzen, eine gezielte Expansion in diese Region wird gegenwärtig nicht forciert.

Der arabische Raum – ALPINE setzte dort bereits erste Projekte erfolgreich um – wird zukünftig intensiver

bearbeitet. Nachdem sich aufgrund der Krise in Dubai die Marktbedingungen eintrübten, verstärkte

ALPINE ihre Aktivitäten auf den benachbarten Märkten Oman und Katar.

029


alPine bau

geschäftsbereiche

ALPINE deckt mit seinem Know-how das gesamte Spektrum an Bauleistungen vom klassischen Hochbau

bis zum innovativen Umweltbereich ab und realisiert Projekte jeder Art und Größenordnung – darunter

auch renommierte internationale Projekte. Nachfolgend findet sich ein Überblick über die Geschäftsbereiche

von ALPINE Bau sowie eine Auswahl von aktuellen Projekten.

Hochbau

Das Geschäftsfeld Hochbau umfasst vorwiegend die Aktivitäten im Wohn-, Büro-, Gewerbe- und Industriebau,

verfügt aber auch über umfangreiche Expertise bei der Errichtung von Thermen und Bädern,

Hotels, Verwaltungsgebäuden und Einkaufszentren. Anerkannt ist auch das Know-how von ALPINE bei

Revitalisierungsprojekten im innerstädtischen Bereich. Neben zahlreichen Projekten in Österreich und

Deutschland konnte sich ALPINE auch international etablieren und realisierte Großprojekte in Süd- und

Osteuropa, in der Türkei, Russland, Asien und zahlreichen weiteren Ländern.

// www.alpine.at/hochbau

Straßenbau

Im Bereich Straßenbau bietet ALPINE die komplette Ausführung aller erforderlichen Leistungen vom

Bau der Fahrbahnausstattung über den Leitungs- und Kanalbau bis hin zur Errichtung der erforderlichen

Tunnel, Brücken oder Lärmschutzmaßnahmen an. Eine Vielzahl von ergänzenden Dienstleistungen wie

etwa die Projektfinanzierung rundet das Angebotsspektrum ab. Bei der Realisierung von Infrastrukturprojekten

jeder Größenordnung legt ALPINE großen Wert auf Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Qualität.

Mit dem Einsatz innovativer Baustoffe und Verfahren setzt ALPINE regelmäßig neue Standards und stellt

die Versorgung mit Rohstoffen durch eigene Quellen und Produktionsbetriebe sicher.

// www.alpine.at/strassenbau

031

> hoch zwei Plus zwei / at

> tauern spa world

zell am see-Kaprun / at

> therme oberlaa / at

> holzhafen west & Kristall / de

> Petrom city / ro

> drei türme bratislava / sK

> Österreich-Pavillon eXPo

shanghai 2010 / cn

> Projekt Y, PPP ostregion

Paket 1 / at

> a1 westautobahn

generalerneuerungen / at

> autobahn d1 / sK

> Prager straßenring und straße

1/58 Pribor-umfahrung / cz

> centura ring road und

umfahrung arad / ro


BIEG2012


Bahnbau

Alle Leistungen, die für moderne, zuverlässige Gleisanlagen erforderlich sind, aber auch Bauarbeiten

in der unmittelbaren Nähe von Gleisanlagen werden vom Bereich Bahnbau erbracht. Dank langjähriger

Erfahrung, hoher Kompetenz und innovativer Techniken können auch außergewöhnliche Lösungen

umgesetzt werden. ALPINE hat während der letzten Jahre neben zahlreichen Bahnbauprojekten in

Österreich auch wesentliche Projekte im Ausland – unter anderem in der Slowakei und in Tschechien,

Kroatien und Rumänien – realisiert.

// www.alpine.at/bahnbau

Brückenbau

Besondere Lösungen und innovative Techniken verlangt der Bau von Brücken. Permanent werden neue

Methoden und Materialien entwickelt, um diese anspruchsvollen Projekte reibungslos und zuverlässig

abzuwickeln. Die bestens ausgebildeten und erfahrenen Teams von ALPINE bauen spektakuläre Stahloder

Stahlbetonbrücken, Spannbetonbauwerke, Schrägseil- oder Bogenbrücken und haben Brückenbauprojekte

in Österreich, Deutschland, Kroatien, Griechenland, Serbien oder Polen umgesetzt. Dank

dieser Erfahrung und des umfangreichen Know-hows baut ALPINE jede nur erdenkliche Brückenart. Es

werden auch kleinere Projekte wie Überführungen und Kreuzungsbauwerke perfekt umgesetzt.

// www.alpine.at/brueckenbau

Kraftwerksbau

Bereits seit Jahren ist ALPINE im zukunftsträchtigen Bereich Kraftwerksbau tätig und machte sich als zuverlässiger

Partner international einen Namen. Aufgrund des kontinuierlichen Anstiegs des Energieverbrauchs

sind massive Investitionen zur Absicherung der Energieversorgung notwendig. Sowohl bei der

Neuerrichtung von Anlagen als auch bei der Modernisierung und Kapazitätserweiterung bestehender

Kraftwerke ergibt sich großes Potenzial für ALPINE. Durch Innovationen und eigene Entwicklungen im

Baustoff- und Materialsektor trägt ALPINE auch in dieser Sparte zur Senkung der Kosten und Bauzeiten

bei und erhöht gleichzeitig die Sicherheit.

// www.alpine.at/kraftwerksbau

Untertagebau

// www.alpine.at/untertagebau

033

> gotthard-basistunnel / ch

> unterinntaltrasse / at

> hauptbahnhof st. Pölten /at

> u-bahn singapur / sg

> u-bahn neu delhi / in

> donaubrücke traismauer / at

> donaubrücke beska / srb

> unstruttalbrücke / de

> Kennedybrücke / de

> wasserkraftwerk tsankov

Kamak / bg

> steinkohlekraftwerk

hamm / de

> wasserkraftwerk hepp

ermenek / tr

Der hoch spezialisierte und komplexe Bereich Untertagebau befasst sich im Wesentlichen mit der Errich- > gotthard-basistunnel / ch

tung von Tunnelbauwerken für Straßen, Autobahnen, U-Bahnen und den Zugverkehr. Aber auch beim > tradenbergtunnel

Bau von Kraftwerken und Wasserversorgungsanlagen werden Untertagebauwerke wie Zugangsstollen, Projekt Y / at

Umleitungstunnel, Schächte und Kavernen errichtet. Durch die Übernahme des international tätigen > lainzer tunnel / at

Tunnelbauspezialisten Beton- und Monierbau GmbH konnte die bereits hohe Kompetenz im Untertage- > city tunnel leipzig / de

bau weiter verstärkt werden. Nun mehr deckt die ALPINE BeMo Tunnelling GmbH innerhalb der ALPINE > u-bahn singapur / sg

Gruppe die Expertise im Bereich Untertagebau vollständig ab.

> u-bahn neu delhi / in


Architekten J.S.K.


Sportstättenbau

Durch herausragende Leistungen bei international anerkannten Projekten erarbeitete sich ALPINE

einen exzellenten Ruf im Sportstättenbau. Fachgerecht setzen die Experten von ALPINE in Zusammenarbeit

mit renommierten Architekten die regelmäßig sehr komplexen und technisch herausfordernden

Vorhaben zuverlässig um. ALPINE verfügt über höchste Kompetenz beim Bau von verschiedensten

Sportstätten sowie von Sport- und Freizeitanlagen und hat sowohl riesige Stadien und spektakuläre

Sprungschanzen als auch Eishallen, Laufbahnen oder Golfplätze realisiert.

// www.alpine.at/sportstaettenbau

Umwelttechnik

Neben dem Bereich Energie gehört die Umwelttechnik zu den am stärksten wachsenden Geschäftsfeldern.

Auftraggeber derartiger Projekte suchen meist maßgeschneiderte Speziallösungen, die ALPINE

mithilfe innovativer Verfahren und modernster Methodik auf technisch neuestem Stand fachgerecht

umsetzt. Das Leistungsspektrum umfasst sowohl das Errichten und Betreiben von Deponien, den Bau

von Müllverbrennungs- und Kläranlagen, den Betrieb von Recycling-Einrichtungen als auch den Bau von

Hochwasserschutzvorrichtungen. Auch die Entsorgung und Reinigung von kontaminiertem Erdreich

zählt neben sämtlichen Leistungen rund um das Recycling, die Altlastensanierung und die Baustellenentsorgung

zum umfassenden Dienstleistungsangebot.

// www.alpine.at/umwelttechnik

Spezialtiefbau

Umfassende Kompetenz besitzt ALPINE im Bereich Spezialtiefbau durch seine darauf spezialisierten

Tochterunternehmen, die mit Standorten in Österreich, Deutschland, Tschechien und Polen vertreten

sind. Als führender Anbieter im Spezialtiefbau umfassen die Leistungen unter anderem die statische

Sanierung von historischem Mauerwerk, die Arbeit mit Bohr-, Mikro- und Verdrängungspfählen sowie

das Errichten von Schlitz-, Dicht- und Schmalwänden. Laufend werden neue technische Lösungen

entwickelt, um dem Ruf als Innovationstreiber gerecht zu werden.

// www.alpine.at/spezialtiefbau

> em-stadien 2012

035

warschau, danzig, Posen / Pl

> cricket stadion dubai / Vae

> müllverbrennungsanlage

zistersdorf / at

> sanierung gaswerk

wr. neustadt / at

> Kläranlagen sevlievo, bourgas

und Popovo / bg

> biogasanlage radešínská

svratka / cz

> Pfahlarbeiten nufarmchemie

linz / at

> hafentor freudenau / at

> semmering-basistunnel / at

> dsV-Versuchsfeld Koralmtunnel-untersammelsdorf

/ at


alPine-energie

geschäftsbereiche

Die ALPINE-ENERGIE Gruppe ist als international tätiger Dienstleistungskonzern für Energieerzeugung,

Energietransport und energietechnische Anwendungen mit Niederlassungen in Deutschland, Österreich,

Schweiz, Luxemburg. Polen und Tschechien tätig. Das Leistungsspektrum umfasst die länderübergreifende

Planung, Beratung und Errichtung von Projekten in den Bereichen Anlagenbau, Freileitungsbau,

Fahrleitungsbau, Kommunikationstechnik und im Engineering. Damit garantiert ALPINE-ENERGIE

den störungsfreien Betrieb von Kommunikations- und Verkehrsnetzen, eine nachhaltige Energieerzeugung

und den sicheren Energietransport. Als Full-Service-Provider bietet ALPINE-ENERGIE ökonomisch

und ökologisch nachhaltige Komplettlösungen an.

Anlagenbau

Im Bereich Anlagenbau werden Projekte zur Gewinnung von Energie aus regenerativen Energieträgern

wie insbesondere Windparks oder Photovoltaikkraftwerke umgesetzt. Das Leistungsspektrum umfasst

im Bereich Gebäude-Industrietechnik die technische Gebäudeausrüstung bis hin zum Facility Management.

Intelligente Verkehrssysteme durch den Einsatz von Telematik, die Erstellung von Energieausweisen

und innovative Techniken wie das Smart Metering runden das Angebot ab.

Kommunikationstechnik

Als Full-Service-Provider bietet der Bereich Kommunikationstechnik die komplette Leistungspalette

von der Planung über die Realisierung bis hin zur Wartung von Mobilfunk-, Festnetz- und

Datennetzlösungen.

Freileitungsbau

Beim Neubau und der Unterhaltung moderner Freileitungsnetze sowie beim Handel mit Leitmaterialien,

Komponenten und Werkzeugen zur Leitungsunterhaltung ist ALPINE-ENERGIE als Generalunternehmer

der optimale Partner für Energienetzbetreiber.

Fahrleitungsbau

Der Geschäftsbereich Fahrleitungsbau bietet das komplette Dienstleistungspaket von der Planung bis

zur Realisierung und Instandhaltung von Fahrleitungen an – für den Fern- und Nahverkehrsbereich

ebenso wie für Werksbahnen.

037

> Photovoltaik-freilandanlage

blatets / bg

> austausch von 1.325 umts-

basisstationen / at

> 400 kV- leitung Villarodin –

Venaus, albertville / fr

> oberleitungsarbeiten am shhV

bf bochum-riemke / de


dienstleistungen

und

serVices

> Projekt Y, PPP ostregion

Paket 1 / at

alPine 2009

Maßgeschneiderte Projektfinanzierung

Als innovativer, international agierender Baukonzern bietet ALPINE neben klassischen Bauleistungen

auch umfangreiche Leistungen im Bereich der Projektentwicklung, Planung und Finanzierung an. PPP

(„Private Public Partnership“)- und BOT („Build, Operate and Transfer“)-Modelle gewinnen zunehmend

an Bedeutung. Dabei arbeiten erfahrene Teams und Experten aus den Bereichen Bau, Finanzierung,

Recht und Betrieb eng mit der Projektfinanzierung und dem Consulting zusammen, um gemeinsam

maßgeschneiderte, wirtschaftlich interessante Gesamtlösungen für öffentliche Bauten oder Infrastrukturvorhaben

zu entwickeln. Die Leistung umfasst die Erstellung von Machbarkeitsstudien, die Auswahl

von Projektpartnern und Beratern, die Verhandlung von Projektverträgen sowie die Bearbeitung von

Finanzierungsanforderungen und Fragen des Projekt- und Facility Managements. Die daraus entstehenden

tragfähigen und zukunftsorientierten Lösungen decken die gesamte Wertschöpfungskette von der

Entstehung bis zur Verwertung eines Projekts ab.

Rohstoffgewinnung und Baustofferzeugung

Die Abteilung Rohstoffgewinnung und Baustofferzeugung von ALPINE (ARB) umfasst im Wesentlichen

die Bereiche Ressourcenmanagement, Bitumenhandel, Technologie- und Informationsmanagement. Ziel

ist es, den Zugang zu relevanten Ressourcen wie Gestein, Zement, Bitumen und Recyclingmaterialien zu

sichern, um so die Eigenständigkeit und wirtschaftlichen Unabhängigkeit von ALPINE zu gewährleisten.

Dazu betreut die ARB Steinbrüche und Schottergruben, Asphalt- und Betonmischanlagen, Recyclinganlagen

und ein Ziegelwerk. Zudem gehört die Sondierung, Gewinnung und der Aufschluss von Materialressourcen

in bestehenden und neuen Märkten zu den Aufgaben der ARB.


Maschinentechnische Abteilung

Zur zuverlässigen Umsetzung der teilweise sehr komplexen und internationalen Projekte ist eine hohe

logistische Koordination von Maschinen, Geräten und Anlagen notwendig. Diese Aufgaben obliegen

der ‚Maschinentechnischen Abteilung‘ (MTA). Sie ist für die Beschaffung, Verwaltung, Disposition und

Instandhaltung des Maschinen- und Anlagenparks der ALPINE Gruppe verantwortlich. In Österreich

betreibt die MTA im Berichtsjahr zehn Bauhöfe, die über 41.000 Baustellen-Geräte disponieren und

ein Mietvolumen von rund 60 Mio. Euro erzielen. Die Mitarbeiter disponieren dabei mehr als 242 Kräne,

3.248 Fahrzeuge, 419 Bagger und 531 Walzen. Eigene Werkstätten sind für die Wartung der Anlagen

und Geräte zuständig. Darüber hinaus disponiert die MTA auch Geräte in Deutschland, Tschechien, der

Slowakei, Polen, Rumänien, Albanien, Serbien, Schweden und Bulgarien und stellt ihre Logistik-Dienstleistungen

den nationalen und internationalen Tochterunternehmen zur Verfügung. Weiters ist die MTA

für Großinvestitionen bei Aufbereitungs-, Produktions- oder Asphaltmischanlagen verantwortlich. Im

Jahr 2009 belief sich hier das Gesamtinvestitionsvolumen auf rund 94 Mio. Euro.

ALPINE Technologie Management

ALPINE Technologie Management (ATM) verantwortet vor allem den Bereich Forschung und Entwicklung,

wobei die Forschungsschwerpunkte sowohl auf der Weiterentwicklung von Baumaterialien

als auch auf der Entwicklung neuer Prüf- und Bauverfahren liegen. Das interne Know-how und die

Erfahrungen werden im Rahmen von Schulungen an alle Mitarbeiter weitergegeben. Zudem werden

zahlreiche Projekte in Kooperation mit nationalen und internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen

betrieben. Die intensive und langjährige Mitarbeit in Normen- und Richtlinienausschüssen

rundet das Aufgabenprofil ab.

039


alPine 2009

strategie

Wirtschaftlichkeit erhöhen und nachhaltig wachsen

Neben der Absicherung und dem Ausbau der guten Positionierung auf jenen Märkten, wo ALPINE

bereits erfolgreich tätig ist, bildet die Steigerung der Effizienz und der Wirtschaftlichkeit von Großaufträgen

– vor allem auf internationaler Ebene – das oberste strategische Ziele. Nach einer Konsolidierungsphase

wird ALPINE klar strukturiert und nachhaltig den bisherigen Wachstumskurs fortsetzen.

Zur Erreichung dieser Ziele werden innerhalb der ALPINE Gruppe zahlreiche Maßnahmen umgesetzt

– beginnend bei einer Optimierung des Vertragswesens über die Vereinheitlichung von Informationssystemen

bis zur Standardisierung von Prozessen.

Einen strategischen Schwerpunkt bildet ALPINE-ENERGIE, eines der größten Tochterunternehmen der

ALPINE Gruppe, das in den zukunftsorientierten Sparten nachhaltige Energieversorgung und Kommunikations-

und Netzwerktechnik tätig ist und diese Themen intensiv vorantreibt. Ein weiterer strategischer

Fokus liegt auf dem Bahnbau. Um die Aktivitäten in diesem Bereich zu forcieren, wurde Anfang

2010 ein Joint Venture mit RZDstroy, einem Tochterunternehmen der russischen Bahn, gegründet.

Neben der klassischen Bautätigkeit bergen PPP (‚Private Public Partnership‘)- und BOT (‚Build, Operate

and Transfer‘)-Modelle enormes Potenzial. ALPINE will das vorhandene Know-how auf diesem Gebiet

weiter ausbauen, um als kompetenter Partner für derartige Projekte an dieser Entwicklung verstärkt zu

partizipieren.

ALPINE ist in den letzten Jahren international stark gewachsen. Um Synergieeffekte zu heben und um

die Qualität auf allen Märkten auf konstant hohem Niveau zu halten, werden zahlreiche Maßnahmen

gesetzt. So fokussiert die Personalentwicklung verstärkt internationale Programme. Weiters wird die

Koordination und Wartung des umfangreichen Maschinen- und Geräteparks international gebündelt

werden. Der kontinuierliche Ausbau des Netzes an Rohstoffquellen zur Sicherung des Zugangs zu Ressourcen

wird strukturiert fortgeführt. Die gezielten Analysen und Marktbeobachtungen wurden dabei

unter anderem durch die Stärkung des Bereichs Forschung und Entwicklung laufend verbessert. Der

Output an Innovationen und Forschungsergebnissen wurde durch die Neuorganisation der involvierten

Abteilungen im Berichtsjahr maßgeblich gesteigert. Die umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

werden weiterhin einen wichtigen Stellenwert einnehmen und weiter ausgebaut werden.


Fortsetzung der Integration in die FCC

Seit 2006 ist der spanische Mischkonzern Fomento de Construcciones Y Contratas, S.A. (FCC) an der

ALPINE Gruppe beteiligt und hält gegenwärtig 83 % der Anteile, 17 % sind im Besitz von Dietmar Aluta-

Oltyan. Die Integration in den Mutterkonzern FCC wurde im Berichtsjahr weiter vorangetrieben und

verläuft positiv. Durch eine intensive und konstruktive Zusammenarbeit wird die Integration für beide

Seiten Synergien und Vorteile bieten. In vielen Bereichen – sowohl in der Verwaltung als auch im operativen

Geschäft – wird bereits eng kooperiert. Gemeinsam mit FCC Construcción werden einzelne Projekte

für öffentliche und private Auftraggeber realisiert. Ebenso wie bei ALPINE umfassen die Aktivitäten von

FCC Construcción alle Bereiche des Bauwesens sowie Dienstleistungen am nationalen wie internationalen

Markt.

Zudem werden kaufmännische und juristische Fragestellungen, insbesondere Finanzierung, Forschung

und Entwicklung, aber auch Personalagenden, IT- oder Kommunikationsthemen gemeinsam weiterentwickelt.

So wird beispielsweise ein einheitliches kaufmännisches System auf SAP-Basis eingeführt oder

im Bereich Zement und Beton gemeinsame Forschungsaktivitäten betrieben. Ein reger Informationsaustausch

zwischen den jeweiligen Abteilungen und Bereichen hat sich inzwischen etabliert. Durch diese

enge Zusammenarbeit wurden beispielsweise im Einkauf Preisvorteile erzielt. Weitere Synergiepotenziale

sollen durch die Fortsetzung der Integration gehoben werden.

Der Mutterkonzern FCC

FCC ist der Mutterkonzern spanischer und internationaler Unternehmen aus den Bereichen Bau, Produktion

und Dienstleistung vor allem im öffentlichen Sektor. Die Aktien von FCC werden im Ibex-35 Index

gehandelt, welcher die 35 wichtigsten Unternehmen am spanischen Aktienmarkt umfasst. Das Geschäft

der FCC ist stark diversifiziert. Mit 57 % wird mehr als die Hälfte des Umsatzes im Bausektor gemacht,

28 % mit Umweltdienstleistungen. Weiters umfasst das Geschäft von FCC die Produktion und den Handel

mit Zement. Neben dem Bausektor ist FCC sehr stark im Bereich der Umweltdienstleistungen aktiv

und bei der Abwasser- und Abfallbeseitigung spanischer Marktführer.

Die FCC Gruppe musste aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2009 einen Umsatzrückgang

von 6,7 % auf 12,7 Mrd. Euro verzeichnen. Das EBITDA belief sich auf 1,5 Mrd. Euro (-0,5 %). FCC

Construcción erzielte 2009 inklusive ALPINE eine Gesamtbauleistung von 7,21 Mrd. Euro. Das entspricht

einem Minus von 7,0 % im Vergleich zum Vorjahr. FCC Construcción beschäftigt gemeinsam mit ALPINE

weltweit mehr als 28.000 Mitarbeiter.

041


alPine 2009

innoVationen

und ProjeKte

Erfolgreiche Forschung und Entwicklung

Um der Verantwortung und Reputation als modernes und innovatives Bauunternehmen bestmöglich

gerecht zu werden, engagiert sich ALPINE bereits seit langem intensiv im Bereich Forschung und

Entwicklung. Die Ergebnisse und Erfolge auf diesem Gebiet bestätigen die entsprechende Kompetenz.

So konnten in den letzten Jahren unter anderem ein säureresistenter Hochleistungsbeton und eine

innovative Kletterrüstung entwickelt werden.

Im Berichtsjahr wurden die Kompetenzen im Bereich Forschung und Entwicklung neu strukturiert und

definiert, um eine höhere Effizienz und Zielorientierung zu ermöglichen. Nunmehr sind vier Organisationen

und Einheiten mit den Forschungs- und Entwicklungsagenden der ALPINE Gruppe betraut. Für

unternehmensexterne Anfragen sind weiterhin die bestehenden Labore BPV (Bautechnische Prüf- und

Versuchsanstalt GmbH) und LBB (Laboratorium für Betontechnologie und Bodenprüfung) sowie die neu

geschaffene ARGE ATM (ALPINE Technologie Management) zuständig. Intern verantwortet und koordiniert

die Abteilung ALPINE Technologie Management alle F&E-Aufgaben der ALPINE Gruppe.

ALPINE betreibt zahlreiche Forschungsprojekte – vor allem in Zusammenarbeit mit Auftraggebern aus

dem öffentlichen Bereich. Im Berichtsjahr wurden unter anderem folgende Projekte der Österreichischen

Forschungsförderungsgesellschaft maßgeblich mitbetreut: „Vorgespannte Betonbrücken ohne

Abdichtung und Fahrbahnbelag“, „Konsistenzsteuerung von weichen Betonen“, „Recycling von Tunnelausbruchsmaterial“

sowie „Gleitlagerung von Betonplatten“. Einen zentralen Stellenwert nehmen

auch die intensiven Kooperationen mit renommierten nationalen und internationalen Universitäten und

Forschungseinrichtungen ein. Das durch Forschung und Entwicklung generierte Wissen wird in internen

Schulungen sowie in eigenen Einrichtungen wie beispielsweise der „Betonakademie“ an die Mitarbeiter

weitergegeben, um innovatives, dem letzten Stand der Technik entsprechendes Know-how, in allen

Unternehmenseinheiten zu gewährleisten.


mitarbeiter

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung reduzierte sich der durchschnittliche Mitarbeiterstand

2009 einhergehend mit dem Rückgang der Bauleistung um rd. 300 auf 15.234 Mitarbeiter.

ALPINE konnte trotz widriger Umstände massive Einschnitte beim Personalstand vermeiden und seinem

guten Ruf als sicherer und verantwortungsvoller Arbeitgeber einmal mehr gerecht werden. Die Unternehmensführung

ist sich der Wichtigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters für den Unternehmenserfolg

bewusst und wird auch in Zukunft alles daransetzen, ein verlässlicher und guter Arbeitergeber zu sein.

Personalstand 2009

im Jahresmittel

Neben einer sehr niedrigen Fluktuation beweisen zahlreiche Maßnahmen, dass ALPINE die Verantwortung

gegenüber den Mitarbeitern in jeder Hinsicht ernst nimmt. So wurden im Berichtsjahr eine Reihe

von Maßnahmen im Personalmanagement eingeleitet. Es starteten Projekte zur Optimierung von Workflows

und die internationalen Services wurden ausgebaut. Die Suche und Auswahl von neuen Mitarbeitern

wurde optimiert und die Personalmarketingaktivitäten weiter intensiviert.

18.000

16.000

14.000

12.000

10.000

8.000

6.000

4.000

2.000

Ausland

5.552 Beschäftigte

15.234

Entwicklung des Personalstandes im Jahresmittel

2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

Österreich

7.588 Beschäftigte

Deutschland

2.094 Beschäftigte

Österreich

Deutschland

Ausland

043


alPine 2009

Investitionen in die Mitarbeiterbildung

ALPINE hat ein auf die verschiedenen Zielgruppen und deren Bedürfnisse abgestimmtes Aus- und

Weiterbildungsprogramm entwickelt, das den Wissenstransfer im Unternehmen und die Weitergabe

von Erfahrungen im Arbeitsalltag optimal ergänzt. Mehr als 3.300 Mitarbeiter haben im Jahr 2009 in

Österreich an internen Schulungen teilgenommen. Neben speziell konzipierten Intensivprogrammen

zur Weiterbildung von Technikern, Bauleitern und Führungskräften wurde die Zusammenarbeit mit der

Fachhochschule Leipzig zum berufsbegleitenden Erwerb des Titels „Diplomingenieur (FH)“ vertieft. Auch

weiterhin investiert ALPINE massiv in die Mitarbeiterbildung – im Jahr 2010 werden wieder rund 2 Mio.

Euro in die Aus- und Weiterbildung fließen.

Internationalisierung der Aus- und Weiterbildung

Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung des Konzerns wurden die Aus- und Weiterbildungsaktivitäten

im Berichtsjahr verstärkt auf die ausländischen Tochterunternehmen ausgeweitet. Fokussiert

wird dabei die Förderung der Potenzialträger und des talentierten Nachwuchses in den internationalen

Niederlassungen sowie die gezielte Vorbereitung und Sensibilisierung der österreichischen Mitarbeiter

auf Auslandseinsätze.

Die ersten internationalen Aufbauprogramme für Techniker und Bauleiter sowie ein Programm für

Projektleiter im internationalen Einsatz wurden bereits erfolgreich abgeschlossen – weitere Durchgänge

haben begonnen. Elf Absolventen von technischen Hochschulen mehrerer Länder wurden im Rahmen

eines 18-monatigen internationalen Traineeprogramms auf ihre zukünftige Rolle als Bauleiter in ihren

Herkunftsländern vorbereitet. Darunter junge Bauingenieure aus Bulgarien, Rumänien, Griechenland,

Polen, Serbien und Bosnien. Zudem wurde 2009 gemeinsam mit FCC ein Austauschprogramm zum

internationalen Know-how-Transfer ins Leben gerufen. Derzeit werden fünf junge Bauingenieure in

Spanien ausgebildet und kehren Mitte 2010 nach Österreich zurück.

Förderung von Schlüsselkräften

Im Berichtsjahr wurde die systematische Aus- und Weiterbildung von Schlüsselkräften der ausländischen

Niederlassungen gestartet. 23 Mitarbeiter aus vier Ländern nahmen an einem 12-tägigen Intensivseminar

teil, um ihr technisches, juristisches und kaufmännisches Know-how zu vertiefen. Dieses

Programm leistet auch einen maßgeblichen Beitrag zum interkulturellen Verständnis und zur Bildung

eines länderübergreifenden Netzwerkes.

Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung von Projektleitern für internationale Arbeitseinsätze.

Unter der Anleitung von erfahrenen Projektleitern setzen sich die Teilnehmer intensiv mit den

Themen interkultureller Kompetenz und Projektmanagement auseinander. Für 2010 sind weitere Aktivitäten,

wie ein englischsprachiges Entwicklungsprogramm für Führungskräfte, geplant.


Lehrlingsoffensive

Einen wesentlichen Aspekt der Personalstrategie bildet die Lehrlingsausbildung. Um qualifizierte Lehrlinge

zu gewinnen und eine bestmögliche Ausbildung sicherzustellen, wurde ein umfassendes Konzept

entwickelt und eine Lehrlingsoffensive gestartet. Mit Oktober 2009 beschäftigt das Unternehmen 196

Lehrlinge, die in den Lehrberufen Maurer, Schalungsbauer, Tiefbauer, Baumaschinentechniker, Elektro-

Energie-Techniker, Metallbearbeitungstechniker und Bürokaufmann/-frau ausgebildet werden. Zusatzangebote

wie Lehrlingstage, Aktionswochen auf den Lehrbauhöfen oder Arbeitssicherheitsschulungen

ergänzen die umfangreiche Lehrlingsausbildung. Zunehmend werden auch junge Frauen für die eher

männerdominierte Arbeit in einem Bauunternehmen gewonnen. Derzeit bildet ALPINE zwei weibliche

Lehrlinge zu Maurerinnen und sieben kaufmännische weibliche Lehrlinge aus. Um den zukünftigen

Bedarf an Fachkräften abzusichern, wird die Lehrlingsausbildung weiterhin einen hohen Stellenwert

einnehmen – 2010 sollen bis zu 100 neue Lehrlinge aufgenommen werden.

ALPINE legt großen Wert auf die fachliche und didaktische Qualifikation sowie die soziale Kompetenz der

Lehrlingsausbildner, die für ihre Aufgaben in speziellen Seminaren geschult werden. Erstmals wurden

im Jahr 2009 ein Kurs zur Erlangung der Ausbildnerprüfung sowie das Seminar „Erfolgreich Lehrlinge

ausbilden“ angeboten.

Dass die Lehrlingsausbildung von ALPINE hervorragend ist, zeigen Auszeichnungen bei Lehrlingswettbewerben

– Anfang 2010 wurde die Niederlassung in Tirol als „Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb“

geehrt. Die guten Ergebnisse bei den Lehrabschlussprüfungen sprechen für sich. ALPINE honoriert gute

und ausgezeichnete Lehrabschlüsse mit Prämienzahlungen.

Sozialleistungen für Mitarbeiter

ALPINE bietet der Belegschaft verschiedenste Sozialleistungen. Bei überwiegender Arbeit vor Computer-Bildschirmen

wird beispielsweise die Anschaffung einer Bildschirm-Brille mit einem Zuschuss von

bis zu 150 Euro unterstützt. Außerdem erhalten jene Mitarbeiter mit Betriebsratsumlage automatisch

eine Betriebsunfallversicherung. Zusätzlich werden Betriebsausflüge teilweise durch das Unternehmen

mitfinanziert und Mitarbeiter haben die Möglichkeit, bei zahlreichen Firmen zu günstigeren Konditionen

einzukaufen.

Personalmarketing

Für die Personalsuche im In- und Ausland ist die Abteilung Recruiting zuständig. Sie schaltet international

Inserate, berät bei der Auswahl und Koordination der Personalberater, führt Erstgespräche und

unterstützt bei der Entscheidung über den geeigneten Kandidaten. Durch die verstärkte Nutzung der

Website der ALPINE-Gruppe als Plattform für Stellenangebote reduzierten sich nicht nur die Kosten für

Inseratschaltungen deutlich, sondern steigerte sich auch die Qualität des Rücklaufes. Die 128 im Jahr

2009 geschalteten Inserate in den Printmedien wurden zudem neu und einheitlich gestaltet.

045


alPine 2009

Absicherung des Fachkräftebedarfs

Auch für ALPINE ist der Fachkräftemangel ein Thema. Die Suche nach geeigneten und qualifizierten

Mitarbeitern gestaltet sich über alle Bereiche hinweg schwierig. Das betrifft Nachwuchskräften ebenso

wie erfahrene Fachkräfte. Um dem aktiv entgegenzuwirken, positioniert sich ALPINE noch stärker als

attraktiver Arbeitgeber und setzt nach außen und innen entsprechende Akzente. Die regionalen Niederlassungen

pflegen bereits seit Jahren regelmäßigen Kontakt insbesondere zu technischen berufsbildenden

Schulen. Im Berichtsjahr wurden in sieben Ländern strategische Partnerschaften mit ausgewählten

Universitäten eingegangen. Neben der Teilnahme an Berufsmessen forciert ALPINE aktiv die enge

Kooperation mit Universitäten und Fachhochschulen und die Kommunikation offener Positionen. Angeboten

werden auch Exkursionen zu ALPINE-Standorten, internationale Praktika und Traineeprogramme

sowie Unterstützung bei der Erstellung von Diplomarbeiten.

Höchstmögliche Sicherheit und Förderung der Gesundheit

Die Sicherheit der Mitarbeiter hat, vor allem bei ihrem Einsatz auf den Baustellen, höchsten Stellenwert.

In der Baubranche besteht ein besonders hohes Gefahrenpotenzial – verstärkte Maßnahmen, um Gefahren

und Unfälle zu vermeiden, sind die logische Schlussfolgerung für ALPINE als verantwortungsvollen

Arbeitgeber. In Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn und Rumänien wird deshalb das laufend

ausgebaute und entsprechend den Vorgaben verbesserte Arbeitssicherheitsmanagementsystem

gemäß OHSAS 18001 angewendet.

Sicherheitskräfte und Arbeitsmediziner sind für die Sicherheits- und Gesundheitsagenden zuständig.

Arbeitssicherheitsschulungen werden tätigkeitsspezifisch und konzernweit durchgeführt. Die gezielte

Personalaufstockung im Bereich der Sicherheitskräfte gewährleistet trotz des Unternehmenswachstums

weiterhin einen hohen Sicherheitsstandard. Ein weiterer Ausbau der Personalressourcen ist

geplant.

Durch regelmäßige Weiterbildung und den ständigen Erfahrungsaustausch der Sicherheitsfachkräfte

mit den Arbeitsmedizinern, durch permanente Information der Mitarbeiter sowie durch regelmäßige, flächendeckende

Sicherheitsaudits werden Einzelmaßnahmen für die Baustellen abgeleitet und möglichst

rasch umgesetzt.

Die zusätzlichen Sicherheitskräfte ermöglichten eine Erhöhung der Anzahl und Intensität der Baustellenbesuche,

wodurch sowohl die Anzahl der Arbeitsunfälle als auch die Anzahl der durchschnittlichen

Ausfalltage gegenüber dem Vorjahreszeitraum erneut gesenkt wurden. Im Vergleich zu anderen

Unternehmen der Branche liegt die Zahl der Unfälle laut Daten der AUVA in Österreich unter dem

Durchschnitt.


ALPINE Unfallstatistik / Österreich

Jahr

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

Arbeitnehmer

im Mittel

6.766

6.445

6.300

7.174

7.321

7.873

7.588

Arbeitsunfälle

456

406

353

449

471

405

439

Ausfalltage pro Arbeitnehmer

1,89

1,70

1,57

1,92

1,70

1,43

1,35

Für das Jahr 2010 ist die Einführung eines Online Multiple Choice-Tests zum Thema Arbeitssicherheit,

ein einheitliches elektronisches Bauevaluierungsprogramm und der Nachweis der Rechtskonformität

(„legal compliance“) mittels Software geplant.

ALPINE unterstützt die Gesundheit seiner Mitarbeiter mit verschiedenen Maßnahmen wie laufenden

Gesundenuntersuchungen, Impfaktionen sowie der strikten Umsetzung des Nichtraucherschutzes.

Diese Zusatzleistungen gehen über das gesetzlich vorgesehene Maß einer medizinischen Versorgung

hinaus und tragen zur Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeiter wesentlich bei.

Internationale Auszeichnungen für die Arbeitssicherheit

Für die hohe Arbeitssicherheit beim Ausbau der Metro in Singapur wurde ALPINE beim „Safety and

Health Award Recognition for Projects“ des Arbeitsministeriums mit Silber ausgezeichnet. Basis dieser

sehr guten Bewertung waren: Kein Unfall an der Arbeitsstelle im Jahr 2008 bzw. kein nennenswerter

Unfall bezogen auf je eine Million Arbeitsstunden. Auch beim Metrobau in Indien wurde ALPINE ausgezeichnet

– 6 Millionen Arbeitsstunden konnten ohne nennenswerte Arbeitsunfallmeldung absolviert

werden. Dies zeigt, dass ALPINE den Arbeitsschutz auch über die Grenzen Österreich hinaus sehr ernst

nimmt und das entsprechende Know-how in seine Märkte exportiert.

047


alPine 2009

VerantwortungsVolleunternehmensführung

ALPINE ist sich als internationales Unternehmen seiner gesellschaftlichen Stellung und der damit verbundenen

Verantwortung bewusst. Nachhaltigkeit versteht ALPINE als die Balance von ökonomischen,

ökologischen und sozialen Aspekten. Eine nachhaltige Unternehmensführung nimmt ebenso wie die

Grundsätze guter Corporate Governance bei ALPINE einen wichtigen Stellenwert ein. Geschäftsführung

und Aufsichtsrat arbeiten eng zusammen und stehen in einem ständigen Austausch. Verstöße gegen

gesetzliche Bestimmungen oder die Grundsätze einer ethisch korrekten Unternehmensführung werden

nicht geduldet. Weiters nehmen Umweltaspekte bei der Umsetzung von Projekten einen wichtigen Stellenwert

ein. Mit innovativen Bauweisen und Produkten, Speziallösungen und bedachter Vorgehensweise

leistet ALPINE einen wertvollen Beitrag zum sorgsamen Umgang mit Ressourcen. In gleicher Weise

nimmt ALPINE als einer der führenden Baukonzerne Europas seine gesellschaftliche Verantwortung

ernst und zeichnet sich durch Respekt und Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern als vorbildlicher

Arbeitgeber aus.

Beitrag zur Nachhaltigkeit durch ALPINE-Projekte

Ökologische Belange und der Schutz der Umwelt werden bei der Unternehmenstätigkeit und insbesondere

bei der Umsetzung der Projekte berücksichtigt. Der Fokus liegt dabei auf der Minimierung

der Auswirkungen auf die Umwelt durch innovative Verfahren, verbesserte Produkte und optimierte

Prozesse. Die Erfassung von umweltrelevanten Tätigkeiten innerhalb der ALPINE Gruppe ermöglicht die

Ableitung und Umsetzung entsprechender Ziele und Maßnahmen. Neben dem aktiven Beitrag zum Umweltschutz

im eigenen Wirkungsbereich leistet ALPINE auch durch seine Projekte und Dienstleistungen

einen wesentlichen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. So errichtet ALPINE beispielsweise Wasserkraftwerke,

Wind- und Photovoltaikparks zur Gewinnung erneuerbarer Energie. Moderne und hocheffiziente

Müllverbrennungsanlagen, Recycling-Einrichtungen und Hochwasserschutz-Bauten tragen ebenso zum

Schutz der Umwelt bei. Vor allem der Bereich Umwelttechnik sowie das Tochterunternehmen ALPINE-

ENERGIE engagieren sich stark in diesen Geschäftsfeldern und sind aufgrund ihres Know-hows gefragte

Partner bei der Umsetzung derartiger Projekte.


Umweltschonende Arbeitsweisen

Die Einhaltung aller umweltrelevanten Gesetze und Bestimmungen wird auf sämtlichen Standorten und

Baustellen durch Umweltaudits gewährleistet. Die Zahl der Baustellenaudits mit umweltspezifischem

Fokus wurde kontinuierlich erhöht. Dieser Umstand – in Verbindung mit einem hohen Maß an Ordnung

und Sauberkeit auf den Baustellen – trägt zu einer umwelt- und ressourcenschonenden Arbeitsweise

bei. Alle Abfallfraktionen werden getrennt gesammelt und ordnungsgemäß entsorgt, umweltgefährdende

Arbeitsstoffe werden vorschriftsmäßig gelagert. In Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn

und Rumänien sind Umweltbelange im Rahmen eines Umweltmanagementsystems gemäß ISO 14001

organisiert.

Das Tochterunternehmen ÖKOTECHNA Entsorgungs- und Umwelttechnik GmbH ist auf die umweltorientierte

Entsorgung von Baustellenabfällen spezialisiert. Der Tätigkeitsbereich umfasst unter anderem das

Recycling mineralischer Baurestmassen, die Bereitstellung von Einrichtungen zur Entsorgungslogistik

auf den Baustellen, das zentrale Sortieren von Baustellen- und Gewerbeabfällen, die Durchführung von

Altlastensanierungsprojekten und den Betrieb einer Baurestmassendeponie.

Umfangreiches Maßnahmenprogramm

Die Schwerpunkte der Maßnahmen zur Verminderung der Umweltauswirkungen wurden bisher im

Bereich des Kerngeschäfts, also auf Baustellen und in Produktionsanlagen wie beispielsweise Betonund

Asphaltmischanlagen, gesetzt. Im Berichtsjahr wurden auch an den zentralen Bürostandorten und

Bauhöfen vermehrt Maßnahmen zur Verminderung von Umweltauswirkungen gesetzt. Insbesondere

wurde an zwei repräsentativen „Pilotstandorten“ – ALPINE Oberlaa und ALPINE Trumau – ein umfangreiches

Maßnahmenprogramm erarbeitet und teilweise bereits umgesetzt. Optimiert wurde unter anderem

das Beleuchtungskonzept, indem beispielsweise die Nachleuchtdauer der Gangbeleuchtung verringert

wurde. Neben einer Verbesserung der Entsorgungslogistik werden die Mitarbeiter verstärkt sensibilisiert,

wie sie bei ihrer täglichen Arbeit Energie sparen können. Durch regelmäßige Begehungen der

Arbeitsplätze wird das Nutzerverhalten evaluiert und die Mitarbeiter erhalten Tipps für eine umweltschonendere

Arbeitsweise. Durch die Nutzung der Nachkälte in den Sommermonaten („Sommernachtslüftung“)

ergibt sich aufgrund der verringerten Kühllast nicht nur ein ökologischer Vorteil, sondern auch

erhebliches finanzielles Einsparungspotenzial.

049


alPine 2009

ALPINE betreibt seit langem ein ökologisches Fuhrparkmanagement auf neuesten technologischen

Erkenntnissen. Daraus werden gezielte Aktivitäten wie spezielle Fahrtrainings zur Spritreduzierung

abgeleitet. Der Standort Oberlaa wurde für die umgesetzten Maßnahmen im Rahmen des ÖkoBusiness-

Plan Wien ausgezeichnet. Die an den beiden Pilotstandorten gesammelten Erfahrungen sollen künftig

auf sämtlichen ALPINE Standorten umgesetzt werden. Zudem werden bei der Errichtung neuer Büros

oder Bauhöfe ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt. So werden unter anderem bei der Bauausführung

umweltschonende Methoden angewendet, Erschütterungen und Staubentwicklung möglichst

vermieden und die Gebäude optimal gedämmt, um den Energieverbrauch zu minimieren. Alternative

Energiequellen wie Erdwärme und Solarenergie reduzieren den Einsatz fossiler Energieträger und vermindern

den CO2-Ausstoß. Umweltschonender Fuhr- und Gerätepark

Beinahe alle Fahrzeuge im ALPINE Fuhrpark werd en mit Diesel betrieben – etwa ein Zehntel davon verfügt

bereits über Dieselpartikelfilter. Auch werden alle Baumaschinen mit Dieselmotoren angetrieben.

Bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge werden Umweltaspekte berücksichtigt und alle gesetzlichen Anforderungen

eingehalten. Zusätzlich werden die Abgaswerte der gesamten Flotte regelmäßig überprüft.

Emissionen unter den geforderten Grenzwerten

In allen Niederlassungen, Bauhöfen und Asphalt- und Betonmischanlagen werden die österreichischen

Auflagen laut „Emissionshöchstmengengesetz Luft“, „Immissionsschutzgesetz Luft“ und „Technischer

Anleitung zur Reinhaltung von Luft“ erfüllt. Die gesetzlich festgelegten Grenzwerte werden in den

Asphaltmischanlagen sogar weit unterschritten. Die Produktions- und Heizungsanlagen wurden großteils

auf abgasärmere Brennstoffe wie Erd- und Flüssiggas umgestellt.


Risiko- und Qualitätsmanagement

Kunden verlangen höchstmögliche Qualität, Mängelfreiheit und Langlebigkeit der Bauwerke. Diese

Erwartungen erfüllt ALPINE durch strukturiertes und prozessorientiertes Arbeiten und den Einsatz

innovativer Technologien, Produkte und Materialien. Ebenso hohe Standards verlangt ALPINE auch den

Subunternehmern und Lieferanten ab. Dazu wird die Qualität der gelieferten Produkte und Leistungen

genau geprüft und laufende Lieferanten-Beurteilungen werden durchgeführt.

Seit 1997 ist ALPINE nach dem internationalen Standard für Qualitätsmanagementsysteme ISO 9001

zertifiziert. In den letzten Jahren wurde das Managementsystem um ein Umweltmanagementsystem

nach ISO 14001 und ein Arbeitssicherheitsmanagementsystem nach OHSAS 18001 zu einem integrierten

Managementsystem erweitert. Dieses wurde 2009 in den meisten Niederlassungen und Tochterfirmen

in Zentral- und Osteuropa nachhaltig verankert und Überwachungsaudits unterzogen. Eine

Implementierung des integrierten Managementsystems auch in den wichtigsten Niederlassungen und

Tochterfirmen in Deutschland, Südosteuropa und Asien ist für 2010 geplant.

Fokus auf Großprojekte

Nur dank der Kompetenz der Mitarbeiter können höchste Qualitätsstandards erfüllt werden. Diese Kompetenz

wird durch permanente Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen kontinuierlich verbessert.

Einen Schwerpunkt bildet dabei das Projektmanagement für komplexe Großprojekte, denn insbesondere

solche Projekte erfordern ein leistungsfähiges Qualitätsmanagement. Vermehrt werden projektbezogene

Qualitätsmanagementsysteme eingesetzt, die auf die Projektdauer beschränkt und unabhängig von

vertraglichen Vorgaben und von einer Zertifizierung nach ISO 9001 sind. Sie garantieren eine strukturierte

und prozessorientierte Abwicklung von Großprojekten. Insbesondere in Zentral- und Osteuropa

sowie in Asien wurden diese projektbezogenen Qualitätsmanagementsysteme bisher sehr erfolgreich

eingesetzt.

051


lagebericht

053


lagebericht

1 wirtschaft-

liches umfeld

in unseren

wesentlichen

märKten

Erste Anzeichen einer Konjunkturerholung

nach Wirtschaftskrise

Nachdem in den meisten Märkten die Wirtschaftsleistung 2009 zurückging wird für 2010 eine Erholung

prognostiziert. In der Europäischen Union wird mit einem Wachstum von 0,5 % bis 0,7 % gerechnet.

Aufgrund staatlicher Konjunkturprogramme konnte zwar die Wirtschaftsleistung stimuliert werden, die

dadurch angespannte Situation der Staatshaushalte wird jedoch in den Folgejahren zu einer Zurückhaltung

öffentlicher Investitionen führen müssen.

Analysten erwarten, dass die Zinsen weiterhin auf niedrigem Niveau verharren und auch die Konjunkturbelebungsmaßnahmen

noch einige Zeit nachwirken werden. Nachdem die Rohstoffpreise in den

letzten Jahren teilweise sehr massiv gestiegen sind, kam es 2009 aufgrund der gesunkenen Nachfrage

zu einem nur geringen Anstieg bzw. sogar zu einem Rückgang der Baupreise. Gesunken sind beispielsweise

die Preise für Bitumen und Stahl, zwei wesentliche Rohstoffe der Bauindustrie.

Die Abnahme der privaten Aufträge, insbesondere für den Bau gewerblicher Immobilien, konnte durch

den Tiefbau – vor allem Infrastrukturprojekte – überwiegend kompensiert werden. Eine leichte Verbesserung

des Investitionsklimas war gegen Ende des Geschäftsjahres bereits erkennbar.


Österreich

Obwohl für das Gesamtjahr 2009 ein Rückgang der österreichischen Wirtschaft um 3,6 % zu verzeichnen

war, setzte mit einem Wachstum von 0,5 % im 3. Quartal eine Trendumkehr ein; für 2010 wird ein

Plus von 1,1 % prognostiziert. Dieses Wachstum resultiert sowohl aus einer steigenden Exportnachfrage

als auch aus Maßnahmen der Konjunkturpakete. Trotz der einsetzenden Erholung der Wirtschaft wird

erwartet, dass sowohl die Inflation wie auch das Zinsniveau niedrig bleiben werden. Erste Prognosen

gehen von einem leichten Rückgang der österreichischen Bauwirtschaft 2010 aus, am stärksten betroffen

wird der Hochbau gewerblicher Objekte sein. Für den Tiefbau werden für 2010 ein Anstieg um 4,5 %

und für die Folgejahre weiteres Potenzial erwartet.

ALPINE konnte 2009 zahlreiche Großprojekte in Österreich initiieren bzw. fertigstellen. Nach nur 37

Monaten Bauzeit konnte das erste Straßenbau-PPP-Projekt Österreichs, das Projekt Y, PPP Ostregion

Paket 1, termingerecht Anfang 2010 abgeschlossen werden. Ende Oktober 2009 wurde ein erster Teilabschnitt

für den Verkehr freigegeben. Das Projekt wurde vom Konsortium Bonaventura, an dem ALPINE

zu 44,4 % beteiligt ist, durchgeführt.

Der Bereich Hochbau Ost konnte einige Neuaufträge wie beispielsweise die Errichtung des MGC Modegroßhandelscenters

und den Bau einer Wohnhausanlage in Langenzersdorf als Generalunternehmer

akquirieren. Weiters realisiert ALPINE im Rahmen eines Konsortiums den Zu- und Umbau des Landesklinikums

Mistelbach. Die beiden Bürotürme „Hoch ZWEI Plus ZWEI“ konnten Anfang 2009 übergeben

werden und dienen seither als Headquarter der OMV.

Weitreichende Kompetenz im Tunnel- und Brückenbau beweist ALPINE beim Bau des Lainzer und Pfänder

Tunnels sowie bei der Errichtung der Donaubrücke Traismauer.

Im Bereich Bahnbau wird in der Arbeitsgemeinschaft Alptransit Brenner der rd. 41 km lange Abschnitt

Kundl – Radfeld – Baumkirchen an der Unterinntaltrasse umgesetzt. Dabei wird die komplette bahntechnische

Ausrüstung einschließlich Tunnelsicherheitseinrichtungen und Energieversorgung eingebaut.

Der Bau soll 2012 fertiggestellt sein. Vier neue Bahnsteige sowie den Ausbau und die Erneuerung der

Gleisanlagen realisiert ALPINE bis 2011 am Hauptbahnhof St. Pölten.

Im Berichtsjahr konnte ALPINE auch die Ausschreibung für den Bau des 5,5 km langen Bosrucktunnels

gewinnen. Die Bauarbeiten für das Projekt werden im Jänner 2010 aufgenommen, die Fertigstellung und

Inbetriebnahme sollen 2013 erfolgen.

Im Rahmen des Projekts Zentralbahnhof Wien, als derzeit größtes Infrastrukturprojekt der Stadt, wurde

ALPINE in einer ARGE im November 2009 beauftragt.

Ein Standbein der ALPINE Gruppe stellt der Sportstättenbau dar, wo im Berichtsjahr der Auftrag zum

Neubau des Stadions in St. Pölten gewonnen werden konnte.

055


lagebericht

Deutschland

Deutschland musste 2009 einen deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts verzeichnen, bereits

für 2010 wird jedoch ein Wachstum von 0,3 % bis 1,3 % prognostiziert. Für die Bauindustrie wird,

getragen vom Transportinfrastrukturbau und weiteren staatlichen Konjunkturmaßnahmen, ein Plus von

rund 0,8% erwartet. In den Jahren 2009 und 2010 werden rd. 4 Mrd. Euro in die Transportinfrastruktur

investiert. Es wird erwartet, dass ein Anstieg bei privaten Investitionen das Auslaufen der Konkunkturmaßnahmen

in den Folgejahren kompensieren wird.

Die größten Projekte, deren Bau 2009 von ALPINE gestartet wurde, stellen die Bürogebäude Ericusspitze

und das Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) in Hamburg dar. Weiters wird ein Verwaltungsgebäude

für die Kassenärztliche Bundesvereinigung in Berlin errichtet. Der Bau des Wohn- und

Geschäftshauses „Kö-Blick“ in Düsseldorf wird 2010 begonnen. Das Versicherungsgebäude Aachen-

Münchener wird im 2. Quartal 2010 fertiggestellt.

Vereinigte Arabische Emirate

Die Vereinigten Arabischen Emirate – allen voran Dubai – wurden von der Finanz- und Wirtschaftskrise

besonders stark getroffen. Die umfangreichen Investitionen der letzten Jahre gingen im Berichtsjahr

massiv zurück. Für 2010 wird eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erwartet.

Das schlüsselfertig erstellte Cricket-Stadion in Dubai konnte in der ersten Jahreshälfte 2009 an den

Bauherrn übergeben werden. Derzeit errichtet die ALPINE Bau Deutschland AG als Generalunternehmer

schlüsselfertig das Bürogebäude Borouge in Ruwais City, 250 km westlich von Abu Dhabi.

Russland

Die russische Wirtschaftsleistung ist 2009 deutlich zurückgegangen. Bedingt durch die hohe Bedeutung

der Öl- und Gasproduktion wird erwartet, dass die Wirtschaft schon im Jahr 2010 im Zuge der allgemeinen

wirtschaftlichen Erholung wieder wachsen wird. Von der gesamtwirtschaftlichen Situation war

auch die Bauindustrie betroffen. Vor allem private Investitionsprojekte konnten aufgrund der Finanzkrise

nicht realisiert werden. Impulse für die Bauwirtschaft sind durch staatliche Wohnbau- und Infrastrukturprojekte

zu erwarten, wo vor allem im Bereich Energie- und Wasserversorgung in den kommenden

Jahren hohe Investitionen geplant sind.

Aufgrund der Wirtschaftskrise musste ein Auftraggeber den Bau einer Industrieanlage in Russland

stoppen. Für die Abrechnung der bereits von ALPINE erbrachten Leistungen konnte einvernehmlich eine

Lösung gefunden werden.

ALPINE hat sich am russischen Markt strategisch und organisatorisch neu aufgestellt. Der Fokus liegt

2010 auf den Sparten Infrastruktur-, Hoch- und Industriebau ebenso wie auf dem Energiesektor.


Schweiz

Der globalen Wirtschaftslage konnte sich 2009 auch die Schweiz nicht entziehen; es musste ein deutlicher

Rückgang des BIP verzeichnet werden. Für 2010 wird allerdings wieder mit einer leichten Erholung

gerechnet. Die Schweizer Bauwirtschaft, die schon seit mehreren Jahren vom Wohnbau gestützt wird

– dieser Trend wird auch weiter anhalten –, konnte durch vorgezogene Projekte und Konjunkturprogramme

2009 auch beim Tiefbau kräftig zulegen. Nach Abschluss dieser Projekte wird für die folgenden Jahre

jedoch mit einem Rückgang in den Tiefbausparten gerechnet.

Das aktuell größte Projekt stellt der Bau des Gotthard-Basistunnels dar, der mit 57 km der derzeit

längste Eisenbahntunnel der Welt ist. In einer Arbeitsgemeinschaft übernimmt ALPINE die Planung, den

Einbau und die Inbetriebnahme der bahntechnischen Anlagen. Mit diesem Auftrag beweist ALPINE Kompetenz

im Tunnelbau und sichert die Präsenz am Schweizer Markt. Die Fertigstellung ist 2017 geplant.

Slowakei

Trotz der positiven Effekte durch die Aufnahme in die Eurozone wurde 2009 auch die Slowakei von der

Wirtschaftskrise getroffen. Es wird jedoch erwartet, dass das stark vom Export abhängige Land mit der

Erholung der Auslandsnachfrage ab 2010 wieder einen Aufschwung erleben wird. In der Bauwirtschaft

verliert der Hochbau 2009 deutlich an Dynamik, während der Tiefbau nach der schwachen Entwicklung

2008 im Berichtsjahr einen signifikanten Anstieg verzeichnen konnte. Auch in den kommenden Jahren

wird der Tiefbau dank mehrerer Infrastrukturprojekte der wichtigste Motor der Bauwirtschaft bleiben.

Im September 2009 konnten die letzten beiden der „3 Türme“ (III Veze) in Bratislava übergeben werden.

Im amerikanischen Stil wurden 633 Wohnungen mit 24-h-Rezeption, Fitnesscenter und Garagen sowie

Geschäftsflächen errichtet.

Im Berichtsjahr erhielt ALPINE als Teil eines Konsortiums den Auftrag für die Komplettsanierung einer

rd. 20 km langen Bahnstrecke zwischen Trencianska Tepla und Belusa. Im Rahmen des Auftrags werden

neben den Gleisen auch vier Bahnhofsgebäude saniert.

Weiters konnte ALPINE den Konzessionsvertrag für die Planung, Errichtung, Finanzierung und den

Betrieb des rd. 30 km langen Abschnittes der Autobahn D1 bei Zilina finalisieren.

057


lagebericht

Polen

Entgegen des gesamteuropäischen Trends und trotz der allgemeinen Turbulenzen verzeichnete die

polnische Wirtschaft 2009 einen BIP-Anstieg von rd. 1 %; die Bauindustrie konnte um 5 % zulegen.

Während die Nachfrage im Wohnbau zurückging, ist die Bauleistung im sonstigen Hochbau moderat gewachsen.

Durch die Finanzierung aus öffentlichen Mitteln und EU-Förderungen ist der Tiefbau 2009 von

der Krise praktisch unberührt geblieben und wird sich auch in den kommenden Jahren positiv entwickeln.

Zusätzlich profitiert die Bauwirtschaft von Investitionen in den Bau und die Modernisierung von Sportstätten,

die im Zuge der Fußball-Europameisterschaft 2012 getätigt werden. Auch die trotz steigender

Inflation sinkenden Baupreise helfen den Baukonjunkturmotor anzutreiben.

Mit dem Bau mehrerer Stadien konnte ALPINE die Präsenz in Polen festigen. Für die Fußball Europameisterschaft

2012 werden in einer Arbeitsgemeinschaft die Baltic-Arena in Danzig sowie das National

Stadion in Warschau errichtet. In einem weiteren Konsortium, wird der Um- bzw. Neubau des Stadions in

Krakau realisiert. Darüber hinaus konnte der Umbau des vorhandenen Stadions in Posen durch ALPINE

akquiriert werden.

Weiters erhielt ALPINE als Generalunternehmer den Auftrag zum Bau eines Bürogebäudes in Warschau.

Im Herbst 2007 wurde in Polen die Ausschreibung für einen 18 km langen Streckenabschnitt der A1 von

ALPINE gewonnen. Der Bau sollte Anfang 2010 fertig gestellt sein. Die Bauarbeiten konnten allerdings

erst mit einer sieben monatigen Verspätung im April 2008 begonnen werden, da nach Auftragsvergabe

festgestellt wurde, dass zahlreiche Sprengkörper vom Gelände geräumt werden müssen. Eine weitere

Verzögerung ergibt sich aus der Tatsache, dass eine vom Auftraggeber geplante 450 m lange Schrägseilbrücke,

ein zentrales Bauwerk der Strecke, mit den zur Verfügung stehenden Plänen nicht ohne

erhöhte Einsturzgefahr gebaut werden kann. Der Vertrag wurde von beiden Seiten gekündigt. ALPINE

bemüht sich jedoch, eine gütliche Lösung der aufgetretenen Probleme zu erzielen, um langwierige

Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

Tschechien

Nach Jahren starken Wachstums führte die Wirtschaftskrise 2009 zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung,

bereits für 2010 wird jedoch eine Erholung prognostiziert. Während vor allem der Hochbau von

der Krise getroffen wurde, widersetzt sich der Tiefbau diesem negativen Trend. Der Sektor Tiefbau, der

beinahe die Hälfte der gesamten Bauleistung in Tschechien ausmacht, verzeichnet dank der teilweise

durch die EU geförderten Verkehrsinfrastrukturprojekte auch 2009 zweistellige Wachstumsraten. Hier

besteht aufgrund weiterer geplanter Infrastrukturprojekte erhebliches Potenzial für die Bauwirtschaft.

Mehrere Straßenbau-Projekte werden derzeit in Tschechien umgesetzt. ALPINE realisiert einen Teil

des Prager Rings, weiters einen 2,3 km langen Autobahnabschnitt an der Autobahn D1 und die Umfahrung

der Stadt Pribor. Alle drei Projekte werden ab 2011 zu einer verbesserten Verkehrsinfrastruktur

beitragen.

Im Bereich Umwelttechnik konnte der Bau von zwei Biogasanlagen im Berichtsjahr abgeschlossen

werden.


Balkanraum

Slowenien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Mazedonien,

Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Albanien

Sowohl die Gesamtwirtschaft als auch die Bauindustrie entwickelten sich in den Märkten am Balkan

rückläufig. Für 2010 wird ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet. Der Hochbau war von dieser

Entwicklung stärker betroffen als der Tiefbau, der nach wie vor vom hohen Nachholbedarf im Infrastrukturbereich

profitiert. So planen die nationalen Regierungen in den nächsten Jahren diverse Großprojekte

im Bereich Verkehr und Energie. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang beispielsweise

Straßen- und Bahnbauprojekte der paneuropäischen Korridore, die durch ihre öffentlichen Geldgeber

auch in Zeiten der Finanzkrise nicht in Frage gestellt werden. Zusätzliches Potenzial birgt mittelfristig

der mögliche Beitritt Kroatiens zur EU.

Kompetenz im Brückenbau beweist ALPINE mit dem Bau der derzeit längsten Donaubrücke, der 2,2 km

langen Beska Brücke in Serbien. Die Spannbetonbrücke, die in der Freivorbauweise weltweit eine der

längsten Spannweiten aufweist, soll bis 2011 fertig gestellt werden.

In Bosnien erhielt ALPINE im Rahmen eines Joint Ventures im Berichtsjahr den Auftrag zur Modernisierung

von Gleisanlagen mit einer Länge von insgesamt 164 km.

Bulgarien

Bulgariens Volkswirtschaft konnte in den letzten Jahren beeindruckende Wachstumsraten vorweisen,

wurde 2009 aber von der Krise stark getroffen und wird sich voraussichtlich erst nach 2010 zur Gänze

erholen. Einhergehend mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war auch in der Bauwirtschaft ein

Rückgang zu verzeichnen. Die neu gewählte Regierung fokussierte im Berichtsjahr Infrastrukturprojekte,

die auch in den folgenden Jahren das Wachstum der Branche positiv beeinflussen werden. Neben Straßen-

und Schienenbau gewinnt insbesondere der Bereich Umwelttechnik an Bedeutung.

Den derzeit größten Kraftwerksbau in Europa stellt das Wasserkraftwerk „Tsankov Kamak“ dar, das von

ALPINE als Alleinunternehmer realisiert wird. Das technisch sehr anspruchsvolle Projekt umfasst den

Bau der Bogenstaumauer mit allen Hilfsbauwerken ebenso wie ein Krafthaus mit Rückeinleitungsbauwerken,

eine Umgehungsstraße und einen 800 m langen Scheiteltunnel. Das Projekt wird 2010 abgeschlossen.

Die rund 1.300 Mitarbeiter am Kraftwerksbau – rund 1.200 davon aus Bulgarien – konnten

sich umfassendes Know-how aneignen, wodurch ALPINE bestens gerüstet ist, um weitere Kraftwerksprojekte

umzusetzen.

Weiters konnten 2009 drei Kläranlagen (Bourgas, Sevlievo, Popovo), die im Rahmen eines Turnkey-

Auftrages errichtet wurden, an das Umweltministerium übergeben werden.

059


lagebericht

Rumänien

Auch Rumänien wurde nach mehreren Jahren des kontinuierlichen Wachstums von der Wirtschaftskrise

getroffen, wobei für 2010 wieder eine Erholung prognostiziert wird. Gestützt durch staatliche Maßnahmenpakete

wird nach der rückläufigen Entwicklung der Bauwirtschaft 2009 ab 2010 wieder ein

Aufschwung erwartet, da insbesondere im Infrastrukturbereich weiterhin hoher Modernisierungsbedarf

besteht.

Der Schwerpunkt im Berichtsjahr lag auf Straßen- und Schienenbauprojekten. Zwei dieser Projekte

werden von ALPINE umgesetzt. Zum einen wird die 12,25 km lange Autobahnstrecke „Umfahrung Arad“

im Rahmen eines Joint Ventures bis 2011 gebaut. Weiters wird im Rahmen der Generalerneuerung

der Bukarester Außenringstraße, der Centura Ring Road, ein 7 km langer Abschnitt nicht nur saniert,

sondern auch auf vier Fahrstreifen erweitert. Im Rahmen dieses Auftrags wird außerdem eine rd. 240

m lange Schrägseilbrücke gebaut. Das Projekt wird gemeinsam mit FCC abgewickelt und soll bis 2010

fertiggestellt werden.

Das Headoffice der Petrom bestehend aus zwei ovalen, miteinander verbundenen Bürogebäuden und

einem elfgeschossigen Hochhaus wird bis Mitte 2010 in Bukarest errichtet.

Griechenland

Auch das Wachstum der griechischen Wirtschaft verminderte sich im Berichtsjahr. Für 2010 wird ein

leichtes Minus bzw. ein Nullwachstum prognostiziert. Die Inflation konnte gesenkt werden, und es wird

erwartet, dass sie auch in den kommenden Jahren unter 2 % liegt. Aufgrund der hohen Staatsverschuldung

und des hohen Budgetdefizits sind drastische Einsparungen der öffentlichen Hand in den nächsten

Jahren unvermeidlich. Dies resultiert in einem weiteren Rückgang der privaten Bautätigkeit, – sowohl

bei Wohnungen, als auch bei Geschäftsflächen – der durch staatliche Bauprojekte, EU-Förderungen und

PPP-Projekte nur zum Teil kompensiert werden kann. Eine Trendwende wird ab 2011 erwartet.

In einem Joint Venture übernahm ALPINE die Erweiterung der Athener U-Bahnlinie Attiko. Neben einem

1,5 km langen Tunnel beinhaltet das Projekt auch die Errichtung von zwei Stationen und einem Depot.

Die Fertigstellung ist für 2010 geplant.

Auch die beiden Autobahnbauprojekte konnten erfolgreich weitergeführt werden. Im Rahmen des

Projekts Tsakonas errichtet ALPINE als führende Gesellschaft in einem Joint Venture einen 11 km langen

Autobahnabschnitt zwischen Tripolis und Kalamata. Das Projekt soll im Juni 2010 fertiggestellt werden.

Das Projekt Highway Egnatia, ein 30 km langer Autobahnabschnitt, wurde im Berichtsjahr großteils

fertig gestellt und wird 2010 finalisiert und an den Kunden übergeben.


Asien

China, Singapur, Indien

Trotz Wirtschaftskrise konnten Indien und China weiterhin Wachstumsraten auf hohem Niveau verzeichnen.

China weist für 2009 ein Wirtschaftswachstum von 8,7 % aus, während Indien Zuwächse von

5,4 % verzeichnen konnte. In Singapur nahm das BIP hingegen ab. Für 2010 wird in allen drei Ländern

ein Wachstum prognostiziert. Der chinesische Immobilienmarkt erholte sich 2009 leicht. Vor allem Infrastrukturbauten,

die von der öffentlichen Hand finanziert werden, wirkten sich positiv auf die chinesische

Bauwirtschaft aus. Obwohl das Wachstum der indischen Bauwirtschaft 2009 leicht zurückgegangen

ist, liegt es immer noch deutlich über den europäischen Vergleichswerten. Auch in Indien stellte der

Infrastrukturbereich den Wachstumsmotor der Baubranche dar, während die Nachfrage nach gewerblichen

Immobilien stagnierte. In Singapur kam es bereits in der ersten Jahreshälfte 2009 zu einem Anstieg

der Bauinvestitionen der öffentlichen Hand; diese laufenden Projekte werden auch 2010 eine positive

Entwicklung ermöglichen.

Zur Weltausstellung 2010 in Shanghai errichtet ALPINE den Österreich-Pavillon. Weiters werden in Asien

mehrere U-Bahn-Projekte realisiert. Neben dem Bau der U-Bahn New Delhi, die 2010 fertiggestellt werden

soll, erhielt ALPINE im Berichtsjahr den Auftrag für den Bau weiterer Baulose bei der Metro Singapur.

Das Projekt beinhaltet den Bau von insgesamt drei Stationen und soll bis 2015 fertiggestellt werden.

061


lagebericht

2 geschäfts-

Verlauf

Aufgrund der allgemein schlechten Wirtschaftslage verzeichnete die konsolidierte Bauleistung (d.h. die

nach betriebswirtschaftlichen Kriterien abgegrenzte Jahresbauleistung einschließlich anteilige Bauleistung

der Arbeitsgemeinschaften) im Berichtsjahr einen Rückgang um 4,03 % auf 3.365 Mio. Euro

(Vorjahr: 3.506 Mio. Euro). Wie im Vorjahr wurden rund die Hälfte der Leistungen im Ausland erbracht.

Der Auftragsstand zum Jahresende betrug 3,4 Mrd. Euro und entspricht rund 90 % des erwarteten

Jahresumsatzes für das Geschäftsjahr 2010.

Ertragslage

Die GuV-Gesamtleistung ging im Berichtsjahr um 6,7 % auf 2.845 Mio. Euro zurück. Der saldierte Nettoaufwand

aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist von

192,3 Mio. Euro auf 167,8 Mio. Euro gesunken und entspricht damit einem Anteil von 5,9 % (Vorjahr:

6,3 %) an der GuV-Gesamtleistung. Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sind um

8,3 % auf 1.853,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2.021,3 Mio. Euro) zurückgegangen, während sich der Personalaufwand

um 5,97 % auf 717,4 Mio. Euro erhöht hat. Die Abschreibungen sind nahezu unverändert zum

Vorjahr und belaufen sich auf 66,8 Mio. Euro.

Das Zinsergebnis inklusive Währungsdifferenzen ist mit einem saldierten Aufwand von

35,0 Mio. Euro (Vorjahr: 51,8 Mio. Euro) stark zurückgegangen. Dies ist vor allem auf die niedrigeren

Kreditzinsen und die Optimierung des Working Capital Management zurückzuführen. Das sonstige

Finanzergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr von 1,3 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro gesunken.

Aufgliederung der Bauleistung nach Geschäftsfeldern in Tsd. Euro

Geschäftsfeld 2009 2008

Veränderung

in %

Hochbau 1.029.556 1.092.162 -5,73

Tiefbau 1.856.791 1.895.719 -2,05

übrige Bausparten 177.106 227.243 -22,06

Telekommunikation/Freileitung 301.467 291.261 3,50

Konzern 3.364.920 3.506.385 -4,03


Aufteilung der Bauleistung nach Ländern in Tsd. Euro

Land 2009 2008

Veränderung

in %

Anteil an der

Bauleistung

2009 in %

Auftragsstand

31.12.2009

Österreich 1.601.695 1.805.410 -11,28 47,60 1.004.626

Deutschland 661.580 577.524 14,55 19,66 559.535

Schweiz 94.044 64.043 46,85 2,79 376.792

CEE-Länder 601.622 626.108 -3,91 17,88 599.635

Nordosteuropa 276.222 291.927 -5,38 8,21 414.422

Fernost 95.034 79.972 18,83 2,82 384.651

Golfstaaten 9.789 34.275 -71,44 0,29 7.537

übrige Länder 24.934 27.126 -8,08 0,75 24.603

Konzern 3.364.920 3.506.385 -4,03 100,00 3.371.801

Vermögens- und Finanzlage

In das Sachanlagevermögen wurden im Berichtsjahr 81,6 Mio. Euro (Vorjahr: 137,3 Mio. Euro) investiert.

Neben der Anpassung der Investitionsstrategie an das aktuelle wirtschaftliche Umfeld, hat der

vermehrte Umstieg auf operative Leasingverhältnisse zu dem Rückgang bei den Investitionen beigetragen.

Hauptsächlich durch die Forcierung des Net Working Capital Managements konnten die mit den

Bankguthaben saldierten Finanzverbindlichkeiten von 320,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 211,9 Mio. Euro

reduziert werden. Die Bankkredite werden zu marktüblichen, geldmarktorientierten Zinsen zur Verfügung

gestellt. Derivate kommen nur zur Absicherung von operativen Grundgeschäften zum Einsatz.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtsjahr um 33,7 Mio. Euro

auf 1.146,3 Mio. Euro verringert, während sich die Lieferanten- und sonstigen Verbindlichkeiten um

68,0 Mio. Euro auf 1.071,9 Mio. Euro erhöht haben.

Das Eigenkapital hat einen Anstieg um 19,6 Mio. Euro auf 397,2 Mio. Euro verzeichnet. Unter Berücksichtigung

der um 70,2 Mio. Euro niedrigeren Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote von 17,7 %

auf 19,2 % erhöht werden.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Cashflow aus dem Ergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des schwierigen

wirtschaftlichen Umfelds von 174,5 Mio. Euro auf 127,5 Mio. Euro. Im Wesentlichen aufgrund der

Forcierung des Net Working Capital Managements verzeichnete das Nettoumlaufvermögen (Working

Capital) eine Veränderung von 83,9 Mio. Euro (Vorjahr: -24,5 Mio. Euro). Die Mittelverwendung für

Investitionen in Höhe von 122,1 Mio. Euro (Vorjahr 131,2) resultiert vor allem aus der Anschaffung von

Maschinen und Geräten sowie aus Unternehmensakquisitionen.

063


lagebericht

Finanzierung

Die Finanzierung der ALPINE Gruppe wird zentral koordiniert , wobei die Entscheidung für die jeweiligen

Kreditgeber anhand verschiedener Kriterien wie Währungsgegebenheiten, Devisenregelungen und

steuerlichen Überlegungen optimiert wird. Derzeit bestehen rund die Hälfte der gesamten Kreditrahmen

bei der ALPINE Bau, die andere Hälfte bei diversen, vor allem ausländischen Tochterfirmen.

Die vor allem in Österreich traditionelle Finanzierung über unkommitierte Kreditlinien wurde in den

letzten beiden Jahren stark durch mittel- bis langfristige Kredite und fixe Kreditrahmen ergänzt. Nach

dem 3-jährigen Syndikatskredit von 124,5 Mio EUR im Jahr 2008 wurde nunmehr ein weiterer syndizierter

Kredit von 200 Mio EUR mit einer Gesamtlaufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Dadurch konnte das

Fälligkeitsprofil der Kreditrahmen nochmals deutlich verbessert werden:

in MEUR in MEUR in MEUR

500

400

300

200

100

439

< 1 Jahr 1-3 Jahre > 3 Jahre

402

314

2007 2008 2009

Die zu Jahresbeginn noch bestehende Gefahr einer strukturellen Liquiditätsknappheit konnte vor allem

durch entsprechende Maßnahmen von Staaten und Notenbanken gebannt werden. Auch die im Zuge

der Krise deutlich gestiegenen Zinsmargen konnten vorerst durch das extrem niedrige Zinsniveau mehr

als kompensiert werden. Bei einem neuerlichen Anstieg des Zinsniveaus wird es aber notwendig sein,

die dann höheren Gesamtkosten in den angebotenen Projektpreisen zu berücksichtigen.

Letztendlich konnte nicht nur das gesamte Kreditpotential gegenüber 2009 deutlich gesteigert werden,

aufgrund der verstärkten Konzentration auf Investitionsausgaben und Net Working Capital konnte die

Nettoverschuldung nach 2008 nochmals deutlich gesenkt werden:

Berechnung der Nettoverschuldung in Tsd. Euro

500

400

300

200

100

78

2007 2008 2009

31.12.2009 31.12.2008

Bankkreditrahmen total 787.785 691.613

Nettoverschuldung

Bankkreditausnützung 374.417 541.395

Gesellschafterdarlehen FCC 37.673 36.400

Bankguthaben 200.206 257.099

Nettoverschuldung 211.884 320.696

196

302

500

400

300

200

100

171

74

94

2007 2008 2009


3 risiKo-

management

Unternehmerisches Handeln ist naturgemäß mit Risiken verbunden. Ziel des konzernweiten Risikomanagementsystems

von ALPINE ist es, diese Risiken frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und Maßnahmen

zur Risikominimierung zu ergreifen. Die Risikomanagementaufgaben sind klar strukturiert und

liegen in der Verantwortung sowohl der operativen Einheiten als auch der zentralen Stabsstellen. Mit

den in den operativen Einheiten installierten Kontrolleinrichtungen und dem zentralen Managementinformationssystem

wird bei den Mitarbeitern aller Ebenen ein Kosten- und Risikobewusstsein geschaffen

und gefördert. Die zentralen Stabsstellen Konzerncontrolling, Baubetriebswirtschaft, Rechtsabteilung,

Finanzen und Business-/Corporate Development nehmen in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung

die konzernweiten Kontrollfunktionen wahr und beraten in fachlichen Belangen. Sie verfügen

über ein umfassendes Informationsrecht sowie über individuell definierte Richtlinienkompetenzen und

Mitwirkungsrechte.

Darüber hinaus nehmen die zentralen Stabsstellen übergeordnete Controllingaufgaben wahr und

berichten regelmäßig und umfassend über mögliche Risiken direkt an die Geschäftsführung. Monatlich

werden im Risk Commitee die aktuellen Unternehmens- und Projektrisiken im Detail besprochen und

dem Aufsichtsrat in einem Risikobericht vorgelegt.

Die von der Geschäftsführung oder den Stabsstellen vorgegebenen Prozesse und Genehmigungsverfahren

sind im ALPINE Management Manual enthalten, entsprechen den Vorgaben der Zertifizierung

nach ISO 9001 und stehen im Intranet allen Mitarbeitern konzernweit zur Verfügung. Die in diesem

Manual definierten Steuerungs- und Kontrollwerkzeuge sowie Controllingmechanismen werden ständig

optimiert.

Management von Finanzrisiken

Das Management von Währungs-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken erfolgt durch den zentralen

Finanzbereich, der zudem auch Kreditlinien und Bürgschaften ständig beobachtet. Wenn nötig und

sinnvoll werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt (Termingeschäfte und Optionsstrategien),

jedoch ausschließlich zur Absicherung von operativen Grundgeschäften. Spekulative Zwecke sind

ausdrücklich untersagt.

065


lagebericht

Währungsrisiko

Die Schwerpunkte des zentralen Monitoring der konzernweiten Währungsstruktur liegen auf der währungsoptimalen

Finanzierung der ausländischen Tochtergesellschaften und Niederlassungen sowie auf

der Währungsstruktur bei länderübergreifenden Großprojekten. Ziel ist es, die Risiken aus Währungsinkongruenzen,

die aufgrund des hohen Auslandsanteils von rd. 50 % bestehen, zu minimieren. Kann eine

optimierte Währungsstruktur allein durch die Gestaltung der operativen Ströme nicht erreicht werden,

werden Sicherungsinstrumente eingesetzt. So wurden im Jahr 2009 Sicherungsgeschäfte in Polnischen

Zloty, Schweizer Franken und Singapur Dollar abgeschlossen.

Zinsänderungsrisiko

Ziel bei der Strukturierung des Finanzierungsportfolios ist es, die Zinsbindungsfristen an die Fristigkeiten

der zu finanzierenden Aktiva anzupassen. Veränderungen des Zinssaldos aufgrund von variabel

verzinslichen Finanzpositionen können damit in den Projektkalkulationen berücksichtigt und durch das

operative Geschäft kompensiert werden. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus und der Forcierung des

Net Working Capital Managements ist der Zinsaufwand im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

Liquiditätsrisiko

Zur Kontrolle des Liquiditätsrisikos, also der Gefahr, dass ein Konzernunternehmen seine operativen

oder finanziellen Verbindlichkeiten nicht bedienen kann, wird in der ALPINE Gruppe eine monatlich

rollierende Liquiditätsplanung mit einem Sechs-Monats-Horizont durchgeführt. Mittels eines Bottom-

Up-Ansatzes werden die Planungsdaten aller Konzerngesellschaften aggregiert und die operativen

Zahlungsströme laufend mit dem Finanzierungsportfolio abgestimmt. Monatliche Abweichungsanalysen

sichern die notwendige Planungsqualität ab.

Kreditrisiko

Das Management von Kreditrisiken obliegt direkt den operativen Einheiten, da diese schnelleren und

unmittelbareren Zugang zu Informationen über die Schuldner haben. Dabei werden sie von der zentralen

Debitorenabteilung unterstützt, die auch die Koordination übernimmt. Um Forderungsausfälle

zu vermeiden, wird die Kreditwürdigkeit von Vertragsparteien vor Eingehen einer Geschäftsbeziehung

durch unabhängige Kreditschutzorganisationen geprüft. Sind Ausfallsrisiken hinreichend bestimmt bzw.

wahrscheinlich, werden sie mittels Wertberichtigungen berücksichtigt.


Beschaffungsrisiko

Das Management von Risiken aus der Veränderung von Rohstoffpreisen wird aufgrund der intensiven

Verknüpfung mit den jeweiligen Grundgeschäften von den operativen Geschäftsbereichen selbst

durchgeführt – zentrale Stellen stehen beratend zur Seite. Bei einem Großteil der Projekte ergibt sich

ein natürlicher Hedge durch die Bindung des Preises an diverse Baupreisindizes. Bei Kontrakten mit

Festpreisen wird versucht, die Preise von Rohstoffen im Vorhinein zu sichern bzw. mit Subunternehmern

ebenfalls Festpreisvereinbarungen abzuschließen. Derivative Sicherungsgeschäfte für Rohstoffe wurden

im Jahr 2009 nicht durchgeführt.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

Die Umsatzentwicklung der Bauindustrie ist eng an die gesamtwirtschaftliche Konjunktur sowie an bauindustriespezifische

Entwicklungen (inkl. des Baunebengewerbes sowie der Lohn-, Gehalts- und Baumaterialpreisentwicklung)

gekoppelt und unterliegt deshalb gewissen Marktrisiken. ALPINE erwirtschaftet

rund die Hälfte ihrer Bauleistung im Ausland, weshalb in der aktuellen wirtschaftlichen Situation der

Fokus der Risikoanalyse auf den ausländischen Zielmärkten liegt. In der Abteilung „Business-/Corporate

Development“ werden alle unternehmens-, markt- und wettbewerbsrelevanten Aspekte beobachtet,

analysiert und adäquate strategische Entscheidungen aufbereitet.

Projektrisiko

Sämtliche Risiken im Rahmen der Leistungserstellung wie insbesondere rechtliche, terminliche, finanzielle,

technische, Umfeld- oder Managementrisiken werden laufend beobachtet und überwacht. Dies

geschieht durch verpflichtende routinemäßige Evaluierungen aller Projektrisiken durch die operativen

Bereiche im Zuge des Baustelleneigencontrollings unter kontinuierlicher Begleitung und Unterstützung

durch die zentralen Stabsstellen. Das Risk Commitee überwacht das installierte Risikomanagementsystem

und greift bei Bedarf steuernd ein.

Großprojekte oder Projekte, die besondere Risiken in sich bergen, werden nur mit der ausdrücklichen

Genehmigung der Geschäftsführung angeboten und angenommen. Zudem werden Großprojekte durch

die Stabstelle Bauwirtschaft von der Angebots- bis zur Fertigstellungsphase begleitet und einzelne Bereiche

punktuell überprüft. Zweck ist es, die Erfolgsentwicklung jedes Projekts oder Bereichs unabhängig

von der verantwortlichen operativen Einheit kritisch zu analysieren.

067


lagebericht

4 mitarbeiter

In der ALPINE Gruppe waren im Berichtsjahr durchschnittlich 15.234 Mitarbeiter beschäftigt, das sind um

knapp 300 Personen weniger als im Vorjahr.

Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung der ALPINE wurde 2009 die Unterstützung des

internationalen Geschäfts (Expatriates, Dienstrecht, Steuerangelegenheiten) durch die Abteilung

Personalrecht und -services forciert. Die Abteilung Recruiting und Personalentwicklung konnte die Zahl

der Kooperationen mit einschlägigen Ausbildungsinstitutionen erhöhen und vermehrt Fachpraktika

anbieten. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurde die Personalentwicklung

konsequent fortgesetzt – mehr als 3.300 Mitarbeiter in Österreich besuchten interne Schulungen. In

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen wurden im Berichtsjahr rd. 2 Mio. Euro investiert. Neben Intensivprogrammen

zur Weiterbildung von Technikern, Bauleitern und Führungskräften wurde die Zusammenarbeit

mit der Fachhochschule Leipzig zum berufsbegleitenden Erwerb des Titels „Diplomingenieur

(FH)“ vertieft. Zur Absicherung des Nachwuchses beim gewerblichen Personal wurde im Berichtsjahr

eine Lehrlingsoffensive gestartet, um die Anzahl der Lehrlinge zu steigern. Per Oktober 2009 waren 196

Lehrlinge beschäftigt (Vorjahr: 195).

Auch die Aus- und Weiterbildungsaktivitäten wurden auf die ausländischen Tochterunternehmen

ausgeweitet und im Berichtsjahr weiter vorangetrieben. Die ersten internationalen Aufbauprogramme

für Techniker und Bauleiter sowie ein Programm für Projektleiter im internationalen Einsatz wurden

erfolgreich abgeschlossen – weitere Durchgänge haben begonnen. Elf Absolventen von technischen

Hochschulen mehrerer Länder haben im Rahmen von zwei internationalen Traineeprogrammen die

Möglichkeit, ihre Karriere bei ALPINE zu starten. Weitere Aktivitäten wie ein englischsprachiges Entwicklungsprogramm

für Führungskräfte sind für 2010 geplant.


5 umwelt

Wesentliche Erfolgsfaktoren der ALPINE bilden die Prinzipien einer ressourcenschonenden Bauweise

und einer optimalen Baustellenlogistik. Der damit verbundene Schutz der Umwelt ist somit unverzichtbarer

Bestandteil der täglichen Arbeit bei ALPINE. Zur weiteren kontinuierlichen Verbesserung der

Umweltleistung berücksichtigt ALPINE in Österreich, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn und Rumänien

Umweltaspekte im Rahmen eines Umweltmanagementsystems gemäß ISO 14001.

Durch die konzernweite Erfassung von umweltrelevanten Tätigkeiten wird die Ableitung und Umsetzung

von Umweltzielen und entsprechenden Maßnahmen ermöglicht und dadurch ein wesentlicher Beitrag

für den Umweltschutz geleistet. Bei den Projekten legt ALPINE besonderen Wert auf ökologische Bauweisen.

So kommen beim Neubau von ALPINE Bürogebäuden und Bauhöfen Techniken wie Erdwärme

und Solarenergie zum Einsatz, um den CO2-Ausstoß zu minimieren. Zwei ALPINE Standorte wurden im

Rahmen des „ÖkoBusinessPlanes“ der Stadt Wien für ihre hohen Umweltstandards ausgezeichnet. Diese

„Best Practices“ sollen zukünftig konzernweit umgesetzt werden.

Die Einhaltung der umweltrelevanten Gesetze konnte im Berichtsjahr auf sämtlichen Standorten und

Baustellen durch interne Umweltaudits gewährleistet werden. Die erhöhte Anzahl der Baustellenaudits

mit umweltspezifischem Fokus und das hohe Maß an Ordnung und Sauberkeit auf den Baustellen

ermöglichen eine getrennte Sammlung und Entsorgung der Abfälle. Umweltgefährdende Arbeitsstoffe

werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften sorgfältig aufbewahrt und sensibel eingesetzt. Die

umweltorientierte Entsorgung von Baustellenabfällen erfolgt durch das darauf spezialisierte Tochterunternehmen

der ALPINE, die OEKOTECHNA Entsorgungs- und Umwelttechnik Gesellschaft m.b.H.

069


lagebericht

6 forschung &

entwicKlung

Im Zuge der Umstrukturierung der ALPINE Tochtergesellschaft Bautechnische Prüf-, und Versuchsanstalt

Gesellschaft m.b.H. wurden mehrere Kompetenzbereiche geschaffen. Darunter der „Kompetenzbereich

III Forschung, Technologie, Consulting“, der sich im Speziellen mit den Themen Forschung und

Entwicklung, Normung, Schulung und Weiterbildung sowie Engineering befasst.

Die Forschungsschwerpunkte liegen auf der Weiterentwicklung von Baumaterialien sowie auf der

Entwicklung neuer innovativer Prüf- und Bauverfahren. Im Berichtsjahr wurden u.a. folgende Projekte

der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft, einer nationalen Förderstelle, maßgeblich

mitbetreut: „Vorgespannte Betonbrücken ohne Abdichtung und Fahrbahnbelag“, „Konsistenzsteuerung

von weichen Betonen“, „Recycling von Tunnelausbruchsmaterial“ sowie „Gleitlagerung von Betonplatten“.

Durch Schulungen und Vorträge wird das in den Forschungsprojekten gesammelte Wissen an

alle Mitarbeiter weitergegeben. Im Berichtsjahr wurden 250.000 Euro für Forschung und Entwicklung

aufgewendet.

Einen zentralen Stellenwert nehmen auch die intensiven Kooperationen mit renommierten nationalen

und internationalen Universitäten und Forschungseinrichtungen ein. Zusätzlich zu Forschungskooperationen

sind hochqualifizierte Mitarbeiter der ALPINE an diesen Einrichtungen als Lektoren tätig. Die

intensive und langjährige Mitarbeit in Normen- und Richtlinienausschüssen runden das Profil ab. Ziel

dieser vielfältigen Engagements ist es, ALPINE auch gegenüber Bauherren, Behörden, potenziellen

Mitarbeitern und dem Mitbewerb als innovatives und qualitätsbewusstes Unternehmen zu präsentieren.


7 ausblicK

Obwohl Wirtschaftsforscher eine leichte Belebung der Gesamtwirtschaft prognostizieren, bleibt die

Situation auch im Jahr 2010 volatil. Vor allem die Bedingungen in der Bauwirtschaft gestalten sich

weiterhin schwierig. Im Gegensatz zum Hochbau, der besonders stark von der Wirtschaftskrise sowie –

in vielen Ländern – von rückläufigen Immobilienpreisen betroffen ist, rechnen Experten im Tiefbau mit

einem leichten Wachstum. Eine Erholung der europäischen Bauwirtschaft wird nicht vor 2011 erwartet.

Staatliche Konjunkturbelebungsmaßnahmen begünstigen vor allem Tiefbauprojekte. Aufgrund der

angespannten Situation der öffentlichen Haushalte können jedoch merkliche Verzögerungen beim

weiteren Ausbau der Infrastruktur in einigen Ländern nicht ausgeschlossen werden.

Weiters kommt es als Resultat der derzeit angespannten wirtschaftlichen Lage vermehrt zu langwierigen

Anfechtungsprozessen bei Ausschreibungsverfahren, wodurch sich ebenfalls zeitliche Verschiebungen

einzelner Aufträge ergeben können.

Unter diesen Rahmenbedingungen wird 2010 eine leichte Steigerung der Bauleistung erwartet. Der

Auftragsbestand von 3,37 Mrd. Euro per Ende 2009 bildet die Grundlage für eine stabile Entwicklung

des Bauvolumens.

Dank der geografischen Diversifikation – rund die Hälfte der Bauleistung wird im Ausland generiert – und

dem breit gefächerten Leistungsportfolio ist ALPINE gut aufgestellt und konzentriert sich 2010 darauf,

die Wirtschaftlichkeit von Großaufträgen vor allem auf internationaler Ebene zu steigern. Der 2009

eingeleitete Konsolidierungsprozess und die konstruktive Zusammenarbeit mit der Konzernmutter FCC

werden auch 2010 fortgeführt. Durch Umstrukturierungsmaßnahmen soll die Effizienz innerhalb der

Gruppe weiter gesteigert werden, wobei die grundlegende Organisationsstruktur, auf der der Erfolg von

ALPINE beruht, beibehalten werden soll.

Die weiterhin unsichere Wirtschaftsentwicklung wird den Geschäftsverlauf in diesem Jahr entsprechend

beeinflussen. Aufgrund der stabilen Auftragslage wird jedoch auch 2010 ein positives und wirtschaftlich

erfolgreiches Geschäftsjahr erwartet.

071


lagebericht

8 nachtrags-

bericht

Es sind keine Ereignisse bekannt, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten wären und zu einer

Abweichung von der im Konzernabschluss dargestellten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

geführt hätten.

Wals bei Salzburg, 29. März 2010

Alpine Holding GmbH

Die Geschäftsführung

DI Werner Watznauer e.h.


Konzernabschluss

073


Konzernabschluss

Konzerngewinn- und

-Verlustrechnung 2009

Beträge in TEUR Anhang 2009 2008

1 Bauleistung 3.364.920 3.506.385

abzüglich ARGE-Leistung 6 -520.093 -458.194

Umsatz ohne ARGE-Leistung 2.844.827 3.048.191

2 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 7 2.527 4.035

3 Andere aktivierte Eigenleistungen 15.164 10.736

4 Sonstige betriebliche Erträge 8 99.100 83.305

5 Aufwendungen für Material -633.917 -801.402

6 Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.219.761 -1.219.914

7 Personalaufwand 9 -717.377 -676.974

8 Abschreibungen 10 -66.823 -66.825

9 Sonstige betriebliche Aufwendungen 11 -266.881 -275.609

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 56.859 105.543

10 Zinsergebnis 12 -20.905 -39.683

11 Währungsdifferenzen 13 -14.057 -12.108

12 Sonstiges Finanzergebnis 14 720 1.343

Finanzergebnis -34.242 -50.448

Ergebnis vor Steuern 22.617 55.095

13 Ertragsteuern 15 -6.189 -18.931

Jahresüberschuss 16.428 36.164

Den Anteilseignern des Mutterunter nehmens zuzurechnendes Ergebnis 11.606 31.570

Auf Minderheitsanteile entfallendes Ergebnis 4.822 4.594

Die Anhangsangaben auf den Seiten 80 bis 124 stellen einen integrierten Bestandteil des Konzernabschlusses dar.


Konzerngesamtergebnisrechnung

2009

Beträge in TEUR 2009 2008

Jahresüberschuss 16.428 36.164

Neubewertung IAS 16

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen 41 -174

Neubewertung IAS 39

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen 87

Umgliederung von Beträgen, die erfolgswirksam erfasst wurden -87

unrealisierte Gewinne / Verluste aus der Bewertung von Hedges

Saldo Gewinn / Verlust vor Ertragssteuern

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen -10.008

Umgliederung von Beträgen, die erfolgswirksam erfasst wurden 10.008

Ertragssteuern

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen 1.902

Umgliederung von Beträgen, die erfolgswirksam erfasst wurden -1.902

Erfolgsneutrale EK-Änderung von Equity konsolidierten Unternehmen 0 -17.143

Nettoinvestition

Saldo Gewinn / Verlust vor Ertragssteuern

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen -949 0

Ertragssteuern

Während der Berichtsperiode erfasste Erträge / Aufwendungen 180 0

Währungsumrechnungsdifferenzen

Kursdifferenzen, die während der Berichtsperiode eingetreten sind -1.301 -229

Gesamteinkommen 22.418 10.599

Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis 16.852 5.485

Auf Minderheitenanteile entfallendes Ergebnis 5.566 5.114

Die Anhangsangaben auf den Seiten 80 bis 124 stellen einen integrierten Bestandteil des Konzernabschlusses dar.

075


Konzernabschluss

Konzernbilanz

zum 31.12.2009

Beträge in TEUR Anhang 31.12.2009 31.12.2008

I

AKTIVA

Langfristiges Vermögen

Sachanlagen 16 463.858 454.182

II Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 17 18.563 23.976

III Immaterielle Vermögensgegenstände 18 23.654 15.508

IV Finanzielle Vermögenswerte 19 54.776 53.381

V Anteile an assoziierten Unternehmen 20 15.639 14.327

VI Übrige langfristige Vermögenswerte 22 120.557 111.096

VII Latente Steueransprüche 15 4.789 6.186

Kurzfristiges Vermögen

701.836 678.656

I Vorräte 21 136.290 129.947

II Sonstige Finanzforderungen 25 309 0

III Forderungen aus Lieferung und Leistungen & sonstige Vermögenswerte 22 1.025.709 1.068.839

IV Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26 200.206 257.099

1.362.514 1.455.885

Summe Aktiva 2.064.350 2.134.541

PASSIVA

Eigenkapital 27

I Stammkapital 109 109

II Rücklagen 297.733 282.887

Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 297.842 282.996

Anteile im Fremdbesitz 99.355 94.575

Langfristige Schulden

397.197 377.571

I Sozialkapital 28 47.800 45.141

II Übrige Rückstellungen 29 18.540 13.108

III Latente Steuerschulden 15 37.207 34.712

IV Finanzverbindlichkeiten 30 284.040 324.816

V Sonstige Finanzverbindlichkeiten 31 0 6.512

VI Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen & sonstige Verbindlichkeiten 33 10.831 11.171

Kurzfristige Schulden

398.418 435.460

I Übrige Rückstellungen 29 64.883 55.557

II Steuerschulden 32 8.711 13.525

III Finanzverbindlichkeiten 30 128.051 252.979

IV Sonstige Finanzverbindlichkeiten 31 6.050 6.761

V Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen & sonstige Verbindlichkeiten 33 1.061.040 992.688

1.268.735 1.321.510

Summe Passiva 2.064.350 2.134.541

Die Anhangsangaben auf den Seiten 80 bis 124 stellen einen integrierten Bestandteil des Konzernabschlusses dar.


KonzernKaPitalflussrechnung

2009

Beträge in TEUR 2009 2008

Betriebliche Tätigkeit

Jahresüberschuss 16.428 36.164

Abschreibungen 68.399 68.119

Ergebnis aus Anlagenverkäufen -1.444 2.690

Veränderung der langfristigen Rückstellungen 6.001 1.139

Zinsergebnis 34.961 51.791

Ertragsteuern 6.188 18.931

Ergebnis aus Finanzinvestitionen -1.682 -3.189

Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -1.341 -1.131

Veränderungen im Nettoumlaufvermögen

127.510 174.514

Vorräte -1.239 -20.467

Forderungen aus Lieferungen & Leistungen und sonstigen Vermögenswerte 28.071 -232.008

Kurzfristige Rückstellungen 6.536 -792

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 50.548 228.797

Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 211.426 150.044

Gezahlte Zinsen -15.191 -30.574

Gezahlte Ertragsteuern -9.847 -2.713

Nettogeldfluss aus betrieblicher Tätigkeit

Investitionstätigkeit

186.388 116.757

Erhaltene Zinsen aus Finanzinvestitionen 257 1.368

Erhaltene Dividenden 1.425 1.691

Erlöse aus dem Verkauf von Finanzanlagen 6.395 2.047

Erlöse aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten & Sachlagen 25.190 38.086

Erwerb von Finanzanlagen -8.245 -1.253

Erwerb von Tochterunternehmen (ohne Übernahme flüssiger Mittel) -17.150 -1.637

Erwerb von immateriellen Vermögenswerten & Sachanlagen -96.744 -128.355

Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit

Finanzierungstätigkeit

-88.872 -88.053

Geldabfluss/-zufluss aus langfristiger Finanzierung -27.685 168.987

Geldabfluss/-zufluss aus kurzfristiger Finanzierung -125.919 -127.008

Nettogeldzufluss aus Kapitalerhöhungen 0 64.350

Gezahlte Dividenden -20 -242

Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit -153.624 106.087

Nettozunahme von liquiden Mitteln -56.108 134.791

Wechselkursbedingte Wertänderung des Finanzmittelbestandes -785 -1.279

Liquide Mittel zu Beginn der Berichtsperiode 257.099 123.587

Liquide Mittel zum Ende der Berichtsperiode 200.206 257.099

Die Anhangsangaben auf den Seiten 80 bis 124 stellen einen integrierten Bestandteil des Konzernabschlusses dar.

077


entwicKlung des

KonzerneigenKaPitals

Konzernabschluss

Summe EK inkl.

Anteile anderer

Gesellschafter

Ausgleichsposten

für Anteile

anderer Gesellschafter

Anteile des

Konzerns

Währungsumrechnungen

Nettoinvestition

Unrealisierte

Gewinne aus

der Bewertung

von Hedges

Gewinnrücklage

Zusätzlich einbezahltes

Kapital

Kapitalrücklage

Bewertung

Finanzinstrumente

zum Fair Value

Neubewertungsrücklage

Stammkapital

Beträge in TEUR

Stand 01.01.2008 109 20.985 0 92 0 238.193 15.218 0 -1.037 273.560 30.667 304.227

Gesamtergebnis 2008 -3.825 67 31.960 -22.037 -680 5.485 5.114 10.599

Kapitalerhöhung 49.325 49.325 15.025 64.350

Ausschüttungen 0 -242 -242

Sonstige Veränderungen -45.374 -45.374 44.011 -1.363

Stand 31.12.2008 109 17.160 67 92 49.325 224.779 -6.819 0 -1.717 282.996 94.575 377.571

Gesamtergebnis 2009 33 -67 11.606 6.213 -589 -344 16.852 5.566 22.418

Ausschüttungen 0 -20 -20

Sonstige Veränderungen -2.006 -2.006 -766 -2.772

Stand 31.12.2009 109 17.193 0 92 49.325 234.379 -606 -589 -2.061 297.842 99.355 397.197

Die Anhangsangaben auf den Seiten 80 bis 124 stellen einen integrierten Bestandteil des Konzernabschlusses dar.


Konzernanhang

079


Konzernanhang

Konzernanhang

1 Das Unternehmen

Die Alpine Holding GmbH, mit Sitz in 5071 Wals bei Salzburg, registriert im Firmenbuch beim Landesgericht

Salzburg unter FN 36605g, bildet gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen die ALPINE Baugruppe

(„Unternehmen“, „Konzern“, „Gruppe“). Die wirtschaftliche Tätigkeit umfasst die Übernahme von

Baumeisterarbeiten aller Art (Tiefbau, Hochbau, Kraftwerksbau und Tunnelbau). Die Gruppe ist auch als

Bauträger im Wohnungsbau und sonstigen Projektbereichen sowie im Bereich Kommunikationstechnik

tätig. Darüber hinaus werden Kieswerke, Ziegelwerke und Asphaltmischanlagen betrieben.

2 Grundsätze der Rechnungslegung

Der vorliegende Konzernabschluss der Alpine Holding GmbH wurde in Übereinstimmung mit den vom

International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting

Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee

(IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen

Rechnungslegungsmethoden der Alpine Holding GmbH zugrunde. Der Bilanzstichtag ist bei allen

einbezogenen Unternehmen grundsätzlich der 31. Dezember.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die zahlenmäßige Darstellung des Konzernabschlusses erfolgt in Tausend EUR (TEUR). Bei der Summierung

gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen

Rechendifferenzen auftreten.

3 Konsolidierungsgrundsätze

3.1 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethode

In den Konzernabschluss sind neben der Alpine Holding GmbH sämtliche Tochterunternehmen einbezogen,

bei denen die Alpine Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausübt

(Konzern). Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanzund

Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.

Unternehmen, die gemeinsam mit anderen Unternehmen geführt werden (Gemeinschaftsunternehmen),

sowie Unternehmen, auf die die Muttergesellschaft direkt oder indirekt einen maßgeblichen

Einfluss ausübt (assoziierte Unternehmen), sind nach der Equity-Methode bilanziert.


Die Vermögenswerte und Schulden erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogener Unternehmen

werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Die Anschaffungskosten der

erworbenen Anteile werden auf die zum erworbenen Unternehmen gehörigen, identifizierbaren Vermögenswerte

und Schulden, einschließlich Eventualschulden, zugeordnet. Der den beizulegenden Zeitwert

des Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert ausgewiesen.

Jeder negative Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und

den erworbenen identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden wird in der Periode des Erwerbs

erfolgswirksam erfasst.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs-

und Bewertungsmethoden an die im Konzern angewendeten anzugleichen.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und wesentliche Gewinne (Zwischengewinne)

werden eliminiert. Unrealisierte Verluste werden nur insoweit eliminiert, als der unrealisierte

Verlust nicht die Folge einer eingetretenen Wertminderung darstellt.

Der Kreis der einbezogenen Unternehmen kann dem Beteiligungsspiegel entnommen werden. Einzelne

einbezogene Unternehmen sind auf Grund möglicher wirtschaftlicher Nachteile nicht enthalten. Die

nicht in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen haben insgesamt keinen

wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden folgende Unternehmen, die bisher wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert

wurden, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:

Vollkonsolidiert: — Alpine Bau India Private Limited

— Alpine Building Services GmbH

— ALPINE Construction Polska Sp.z o.o.

— Alpine d.o.o. Banja Luka

— Alpine-Slask Budowa Sp.z.o.o.

— APT Alpine Project Technology GmbH

— CSS - City Service Solution GmbH

— MLA Lieferasphalt GmbH

Equity-konsolidiert: — Bonaventura Straßenerhaltungs-GmbH

— PPE Malzenice s.r.o.

— Raststätten Betriebs GmbH

Folgende Unternehmen wurden 2009 neu gegründet und in den Konzernabschluss einbezogen:

Vollkonsolidiert: — ALPINE-ENERGIE Solar Italia S.R.L.

— VELIČKI KAMEN d.o.o.

— Wellnesshotel Építő Kft.

081


Konzernanhang

Weiters wurde aufgrund von Akquisitionen der Konsolidierungskreis um nachfolgende Unternehmen

erweitert:

Vollkonsolidiert:

ALPINE BeMo Tunnelling GmbH

(ehemals: Beton- und Monierbau GmbH)

ANDEZIT STANCENI S.R.L

(ehemals: S.C. „HODACO SERVIMPEX“ S.R.L.)

Erwerbszeitpunkt direkter Anteil erwerbende Gesellschaft

01. Januar 2009 99,00% ALPINE Bau GmbH

20. Januar 2009 100,00% ALPINE Bau GmbH

PRO-PART AG 22. September 2009 100,00% Alpine-Energie Schweiz AG

Pro Part in Austria Handels GmbH 22. September 2009 100,00% Alpine-Energie Schweiz AG

PRO-PART Energie GmbH 22. September 2009 100,00% Alpine-Energie Schweiz AG

Die Alpine-Bau Services GmbH, Schweiz wurde per 01. Januar 2009 mit der Alpine-Bau GmbH, Hergiswil

fusioniert.

Die Garazna hisa UKC d.o.o. wurde per 03. August 2009 verkauft und ist folglich nicht mehr im

Konsolidierungskreis.

Die Anschaffungskosten aller Akquisitionen des Geschäftsjahres 2009, die zu einer Veränderung des

Konsolidierungskreises führten, belaufen sich auf TEUR 22.179. Die Bewertungsansätze der neu erworbenen

Gesellschaften sind als vorläufig zu betrachten.

Durch den Unternehmenszusammenschluss mit der ALPINE BeMo Tunnelling GmbH ist ein Firmenwert

entstanden. Im zu zahlenden Kaufpreis sind Vorteile aus den erwarteten Synergien, dem Ertragswachstum,

der zukünftigen Marktentwicklung und der übernommenen Belegschaft enthalten. Diese Vorteile

sind nicht getrennt vom Firmenwert anzusetzen, da sich der aus ihnen resultierende wirtschaftliche

Nutzen nicht zuverlässig bewerten lässt.

Bei den Akquisitionen der Pro Part-Gruppe erfolgte im Zuge der Bilanzierung nach der Erwerbsmethode

die erstmalige Ermittlung von IFRS-Werten, sodass für den Zeitpunkt unmittelbar vor dem Zusammenschluss

keine Bilanz- und GuV-Werte gemäß IFRS verfügbar sind. Akquisitionen und die erstmalige

Einbeziehung der Unternehmen haben sich wie folgt auf den Konzernabschluss ausgewirkt.

Zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in TEUR

Langfristiges Vermögen 21.101

Kurzfristiges Vermögen 26.997

Langfristige Schulden 2.298

Kurzfristige Schulden 34.415

Ab Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in TEUR

Umsatzerlöse 128.913

Jahresüberschuss 1.306


3.2 Währungsumrechnung

3.2.1 Fremdwährungstransaktionen

Transaktionen in fremden Währungen werden zum Transaktionskurs in EUR umgerechnet. Monetäre

Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Bilanzstichtag mit dem

Stichtagsdevisenmittelkurs bewertet. Kursdifferenzen aus dieser Umrechnung werden ergebniswirksam

behandelt.

3.2.2 Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung

Die Jahresabschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung

in EUR umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung. Alle

einbezogenen verbundenen Unternehmen sind in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer

Hinsicht selbständig.

Nach der modifizierten Stichtagskursmethode werden alle Bilanzpositionen mit Ausnahme des Eigenkapitals

mit dem Geldkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet, Aufwendungen und Erträge werden mit

dem durchschnittlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Differenzen resultierend

aus den mit Durchschnittskursen umgerechneten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden im

Eigenkapital unter den Rücklagen für Währungsumrechnungen erfasst.

Der Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

je EUR Stichtagskurs 31.12.2009 Durchschnittskurs 2009

Albanien ALL 136,986301 132,013201

Bosnien-Herzegowina BAM 1,955830 1,955830

Bulgarien BGN 1,955830 1,955830

China CNY 9,813543 9,488416

Indien INR 67,114094 67,151651

Kroatien HRK 7,331378 7,301491

Mazedonien MKD 61,728395 61,728395

Polen PLN 4,226543 4,326195

Rumänien RON 4,244158 4,238005

Russland RUB 43,859649 44,052863

Schweden SEK 10,405827 10,610080

Schweiz CHF 1,493875 1,510783

Serbien CSD 97,087379 94,191523

Singapur SGD 2,020610 2,022177

Tschechien CZK 26,465000 26,386051

Türkei TRY 2,190581 2,166730

Ungarn HUF 277,777778 279,720280

Vereinigte Arabische Emirate AED 5,277045 5,101390

083


Konzernanhang

4 Korrekturen gemäß IAS 8

4.1 Änderungen der Rechnungslegungsmethoden

Durch die Zugehörigkeit zur FCC Gruppe und die dadurch verbundene Angleichung bzw. Übernahme derer

Bilanzierungsnormen zur einheitlichen Darstellung der Informationen an Entscheidungsträger wurde

in diesem Jahr die Umstellung auf die Korridormethode nach IAS 19.92 umgesetzt.

Die Anpassung der Vorjahreswerte wurde in Bezug auf IAS 8.29 unterlassen, da nicht mit vernünftigem

Aufwand nachvollziehbar ist, wie hoch die kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und

Verluste in jeder Periode gewesen wären, würde immer schon die Korridormethode angewandt.

Im Jahresabschluss 2008 wurden aktuarische Gewinne in Höhe von 4.407 TEUR ergebniserhöhend in

der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Berichtsjahr wurden die vom International Accounting Standards Board (IASB) und von der EU übernommenen

Standards, die für Geschäftsjahre gelten, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen,

bei der Erstellung des Konzernabschlusses angewendet.

Die bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses angewendeten grundlegenden Bilanzierungs- und

Bewertungsmethoden sind nachfolgend angeführt.

5.1 Gewinnrealisierung

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung

bewertet und stellen jene Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsverkehr

zu erhalten sind. Erträge gelten grundsätzlich mit Gefahrenübergang – zum Zeitpunkt der Übertragung

der Risiken und Verwertungschancen – bzw. mit Erbringung der Leistung als realisiert.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung realisiert.

Damit der Fortschritt der Auftragsarbeiten periodengerecht abgebildet werden kann, wird gemäß IAS 11

bei Fertigungsaufträgen auf Basis einer verlässlichen Ermittlung von Fertigstellungsgrad, Gesamtkosten

und Gesamterlösen eine zeitanteilige Gewinnrealisierung nach dem Leistungsfortschritt unterstellt. Der

Fertigstellungsgrad wird aufgrund der tatsächlich erbrachten Leistung im Verhältnis zu der zu erwartenden

Gesamtleistung ermittelt. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten

Auftragserlöse übersteigen, wird der erwartete Verlust unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Soweit die

kumulierte Leistung die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge

unter Forderungen aus der Auftragsfertigung. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer

Saldo, erfolgt der Ausweis unter erhaltenen Anzahlungen.


5.2 Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen

IFRIC 12 – Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen: Diese Interpretation regelt die buchmäßige

Darstellung von PPP-Projekten. Die Interpretation, die für Geschäftsjahre gilt, die am oder nach dem

1. Jänner 2008 beginnen, wurde für die Bewertung und Darstellung von PPP-Projekten in der Gruppe

bereits im Geschäftsjahr 2007 herangezogen. Im Jahr 2009 waren diese Bestimmungen nur für ein

Equity-konsolidiertes Unternehmen anwendbar.

5.3 Sachanlagen

Grundstücke und Gebäude, die zur Herstellung oder Lieferung von Gütern, Erbringung von Dienstleistungen

oder für Verwaltungszwecke gehalten werden, werden in der Bilanz zu ihren Neubewertungsbeträgen

angesetzt. Diese entsprechen dem beizulegenden Zeitwert abzüglich jeglicher anschließend

vorgenommener kumulierter Abschreibungen und Verluste aus Wertminderungen. Der beizulegende

Zeitwert wird auf marktbasierten Schätzungen durch Bewertung von sowohl externen unabhängigen

Sachverständigen, als auch von konzerninternen sachverständigen Mitarbeitern ermittelt. Die Neubewertungen

werden so regelmäßig durchgeführt, dass der Buchwert nicht wesentlich von dem Wert

abweicht, der unter Verwendung des beizulegenden Zeitwerts zum Bilanzstichtag ermittelt wird.

Eine Werterhöhung, die sich aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden ergibt, wird der

Neubewertungsrücklage zugeführt. Zunahmen werden in dem Umfang, in dem sie eine vorher als

Aufwand erfasste Wertminderung umkehren, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eine aus der

Neubewertung entstehende Abnahme des Buchwerts wird in dem Umfang als Aufwand erfasst, als sie

den Betrag übersteigt, der im Zuge vorangegangener Neubewertungen in der Neubewertungsrücklage

gehalten wird.

Abschreibungen auf neubewertete Gebäude werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei

einer späteren Veräußerung oder Stilllegung von neubewerteten Sachanlagen wird der in der Neubewertungsrücklage

erfasste und zuordenbare Neubewertungsüberschuss in die Gewinnrücklage

umgebucht.

Technische Anlagen und Maschinen sowie Büro- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungsund

Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungsaufwendungen

ausgewiesen.

In Bau befindliche Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich

erfasster Wertminderungen angesetzt.

Grundsätzlich erfolgt die Abschreibung linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte.

Die planmäßige Abschreibung der technischen Anlagen und Maschinen sowie der Anlagen,

Betriebs- und Geschäftsausstattung richtet sich großteils nach dem Abschreibungsverlauf der Zeitwerttabelle

der österreichischen Baugeräteliste (ÖBGL) 1996, die von der Vereinigung industrieller

Bauunternehmen Österreichs herausgegeben wird.

085


Konzernanhang

In der Regel wird folgende voraussichtliche Nutzungsdauer unterstellt:

Eigene Bauten 8 – 50

Bauten auf fremdem Grund 3 – 50

Technische Anlagen und Maschinen 3 – 20

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 15

Fremdkapitalzinsen werden bei der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes aktiviert. Zur Berechnung

des zu aktivierenden Betrags wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz herangezogen.

5.4 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sind Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen

und/oder zur Wertsteigerung gehalten werden. Diese werden beim Zugang mit den Anschaffungs- bzw.

Herstellungskosten bewertet. Für die Folgebewertung hat der Konzern das Anschaffungskostenmodell

gewählt.

Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte. Die

zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt 50 Jahre.

5.5 Leasingverhältnisse

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden als Vermögenswerte des

Konzerns mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder, falls diese niedriger sind, mit dem Barwert der

Mindestleasingzahlungen, jeweils zu Beginn des Leasingverhältnisses erfasst. Sie werden über ihre

voraussichtliche Nutzungsdauer wie eigene Vermögenswerte abgeschrieben.

Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in den Finanzverbindlichkeiten

erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Verminderung der Leasingverpflichtungen

aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird.

Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Mietzahlungen für operatives Leasing werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

5.6 Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwert

5.6.1 Firmenwert

Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten

eines Unternehmenserwerbes über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren

Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens, assoziierten Unternehmens

oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Jahre


Bei assoziierten und gemeinschaftlich geführten Unternehmen ist der Firmenwert im Buchwert der

nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen enthalten.

Der Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf eine Wertminderung hin

überprüft. Jede Wertminderung wird unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Eine spätere Wertaufholung

findet nicht statt.

5.6.2 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Abbau- und Deponierechte werden leistungsbezogen im Ausmaß der Nutzung abgeschrieben.

Baurechte und Software werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Amortisation und Wertminderung

angesetzt.

Als voraussichtliche Nutzungsdauer wurden unterstellt:

Baurechte 50

Software 3 – 5

5.7 Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen

Vermögenswerten außer einem Firmenwert

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte seiner Sachanlagen und immateriellen

Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf gibt. Sind

solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den

Umfang einer eventuellen Wertminderung festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen

Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags auf Basis einer

Zahlungsmittel generierenden Einheit (ZGE), zu der der Vermögenswert gehört. Unter einem erzielbaren

Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Nutzungswert zu verstehen;

eine ZGE ist die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen, die

weitgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von

Vermögenswerten sind.

Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer ZGE den Buchwert unterschreitet,

wird dieser auf den erzielbaren Betrag vermindert und sofort erfolgswirksam erfasst. Bei

Grundstücken und Gebäuden, die keine Finanzinvestitionen sind und die zum Neubewertungsbetrag

bilanziert werden, wird der Wertminderungsaufwand als Wertminderung infolge einer Neubewertung

behandelt.

Eine Umkehrung des Wertminderungsaufwandes wird erfolgswirksam erfasst, es sei denn, dass der

entsprechende Vermögenswert mit dem Neubewertungsbetrag bilanziert wird, wobei die Umkehrung

des Wertminderungsaufwandes als Werterhöhung infolge einer Neubewertung behandelt wird.

Jahre

087


Konzernanhang

5.8 Finanzielle Vermögenswerte

5.8.1 Wertpapiere

Wertpapiere werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gem. IAS 39 klassifiziert.

Eine Ausnahme bildet lediglich das Genussrecht UKH Linz (ausgewiesen unter Wertpapiere;

Buchwert TEUR 5.085). Dieses wird der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet.

5.8.2 Beteiligungen

Alle sonstigen Beteiligungen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen werden als zur Veräußerung

verfügbare finanzielle Vermögenswerte gem. IAS 39 klassifiziert und sind deshalb mit dem „Fair

Value“ erfolgsneutral zu bewerten.

Für die sonstigen Beteiligungen und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen wurden gemäß

IFRS 7.29(b) mangels vorliegenden Marktes keine von den Anschaffungskosten abweichenden Fair

Values ermittelt.

5.8.3 Langfristige Forderungen

Verzinsliche langfristige Forderungen werden, soweit nicht Wertabschläge erforderlich sind, zu Anschaffungskosten

bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche langfristige Forderungen werden auf

den Barwert abgezinst.

Die Ausleihungen sind als Kredite und Forderungen im Sinne des IAS 39 einzuordnen. Diese werden

somit zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

5.8.4 Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

5.9 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Anteile an assoziierten Unternehmen werden – sofern es sich nicht um Anteile von untergeordneter Bedeutung

handelt – „at equity“ einbezogen und in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die um

Veränderungen des Konzernanteils am Reinvermögen nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst werden.

Verluste werden durch Wertminderungen berücksichtigt. Übersteigen die Verluste den Anteil des Konzerns

am Nettoinvestment des assoziierten Unternehmens, werden sie, soweit es keine Verpflichtung

zur Verlustübernahme gibt, nicht erfasst.

Bei Arbeitsgemeinschaften handelt es sich um vertragliche Vereinbarungen, in der zwei oder mehrere


Parteien eine wirtschaftliche Tätigkeit durchführen, wobei die Arbeitsgemeinschaften einer gemeinschaftlichen

Führung unterliegen. Beteiligungen an Arbeitsgemeinschaften werden in Analogie zur

Equity Methode bilanziert und unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten an assoziierten

Unternehmen ausgewiesen. Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften werden als Erträge oder

Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen nach Berücksichtigung zentraler Umlagen gezeigt.

5.10 Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren

Nettoveräußerungswert.

Die Herstellungskosten umfassen alle Kosten, die dem Gegenstand direkt zugerechnet werden können,

sowie alle variablen und fixen Gemeinkosten, die im Zusammenhang mit der Herstellung anfallen.

Bei der Einsatzermittlung kommt grundsätzlich das gewogene Durchschnittspreisverfahren zur

Anwendung.

Fremdkapitalzinsen werden bei der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes aktiviert. Zur Berechnung

des zu aktivierenden Betrags wird der durchschnittliche Fremdkapitalzinssatz herangezogen.

5.11 Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu Nennwerten bilanziert. Für erkennbare Einzelrisiken

werden Wertabschläge vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden mit dem am

Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs bewertet.

Die Forderungen sind als Kredite und Forderungen im Sinne des IAS 39 einzuordnen. Diese werden somit

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

In den sonstigen Forderungen sind Wertpapiere enthalten, die als zu Handelszwecken gehalten eingestuft

und deshalb erfolgswirksam zum „fair value“ bewertet worden sind.

5.12 Derivative Instrumente

Derivative Instrumente werden zur Absicherung gegen Währungsrisiken eingesetzt. Die Bewertung

erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, wobei offizielle Kurse der OeNB herangezogen werden und zusätzlich

Bewertungen von Banken angefordert werden. Sofern das Derivat in einer effektiven Cashflow

Hedge Beziehung designiert ist, erfolgt der Ausweis des beizulegenden Zeitwertes direkt im Eigenkapital,

andernfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung.Sofern das Derivat in einer effektiven Fair Value

Hedge Beziehung desiginiert ist, erfolgt der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung, gegenläufig

zum abgesicherten Grundgeschäft.

089


Konzernanhang

5.13 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Bankguthaben.

5.14 Arbeitnehmerverpflichtungen

5.14.1 Leistungsorientierte Versorgungspläne

Aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erhalten Mitarbeiter bei österreichischen Konzernunternehmen,

die vor dem 31. Dezember 2002 in ein Dienstverhältnis eintraten, im Kündigungsfall bzw. zum Pensionsantrittszeitpunkt

eine einmalige Abfertigung durch den Dienstgeber. Die Höhe der Abfertigung richtet

sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge in unseren Schweizer Gesellschaften handelt es sich um Leistungsorientierte

Vorsorgepläne. Im Wesentlichen sind alle Verpflichtungen an Versicherungen ausgelagert.

Dadurch steht der entsprechenden Rückstellung ein Planvermögen gegenüber.

Weiters bestehen Pensionszusagen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern und in einzelnen Konzerngesellschaften

die Verpflichtung, Mitarbeitern Pensionszuschüsse zu gewähren.

Die Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen werden unter Anwendung der Methode der laufenden

Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) bewertet und auf den Barwert abgezinst. Bei der Bewertung

finden zukünftige Gehaltssteigerungen Berücksichtigung. Versicherungsmathematische Gewinne

und Verluste, die zehn Prozent des höheren Betrags aus dem beizulegenden Zeitwert der leistungsorientierten

Verpflichtungen des Konzerns und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens übersteigen,

werden erfolgswirksam über die erwartete durchschnittliche Restarbeitszeit der an dem Plan

partizipierenden Arbeitnehmer verteilt.

5.14.2 Beitragsorientierte Versorgungspläne

Für alle Dienstnehmer, die nach dem 31. Dezember 2002 in ein Dienstverhältnis in einem österreichischen

Unternehmen eintreten, ist dieses Unternehmen verpflichtet, 1,53 % der monatlichen Remuneration

dieser Mitarbeiter an eine Mitarbeitervorsorgekasse zu entrichten.

Über die jeweils geleisteten Beitragszahlungen hinaus bestehen keine zusätzlichen Verpflichtungen.

5.14.3 Jubiläumsgeldrückstellungen

Die Ermittlung der Rückstellung für in Österreich zugesagte Jubiläumsgelder erfolgt nach finanzmathematischen

Grundsätzen unter Zugrundelegung des Pensionsantrittsalters bei Männern und bei Frauen

laut Pensionsstufenregelung, eines Rechnungszinssatzes von 5 %, sowie eines Fluktuationsabschlages

von 5 % bei Angestellten, sowie 30 % bei Arbeitern. Gemäß Betriebsvereinbarung handelt es sich bei

den Jubiläumsgeldern um keine leistungsorientierten Verpflichtungen, sondern um gehaltsunabhängige

Leistungen.


5.15 Rückstellungen

Rückstellungen werden angesetzt, wenn für das Unternehmen eine rechtliche oder tatsächliche

Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und dies zu

zukünftigen Zahlungsverpflichtungen führen wird. Dabei wird jeweils der Betrag angesetzt, der sich bei

sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts als der wahrscheinlichste ergibt.

5.16 Finanzverbindlichkeiten

Verzinsliche Bankdarlehen und Überziehungskredite sind zum erhaltenen Auszahlungsbetrag abzüglich

der direkt zurechenbaren Ausgabekosten angesetzt. Finanzierungskosten, einschließlich bei Rückzahlung

oder Tilgung zahlbarer Prämien, werden periodengerecht erfolgswirksam mittels der Effektivzinssatzmethode

bilanziert und erhöhen den Buchwert der Verbindlichkeit insoweit, als sie nicht zum

Zeitpunkt ihres Entstehens beglichen werden.

5.17 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten werden mit dem Nennwert oder dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten

werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenmittelkurs bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

im Sinne des IAS 39 einzuordnen.

5.18 Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern

dar. Latente Ertragsteuern sind in der Gewinn- und Verlustrechnung nur insofern ausgewiesen, als sie

nicht ergebnisneutrale Geschäftsfälle betreffen, die direkt über Eigenkapital gebucht werden.

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt

und auf der Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbe- bzw. -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte

von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss und des Wertansatzes in der Steuerbilanz.

Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitenmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten

werden für alle steuerbaren temporären Differenzen angesetzt. Latente Steueransprüche

werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen

werden, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr zum Bilanzstichtag überprüft und herabgesetzt,

falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen in der Zukunft

zur Verfügung stehen wird, um noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und aktive latente

Steuern zu verbrauchen.

Latente Steueransprüche und -schulden sind anhand der Steuersätze zu bemessen, die in der Periode

der Realisierung des Vermögenswertes oder der Schuld aktuell gültig sind.

091


Konzernanhang

5.19 Eventualschulden

Eventualschulden sind mögliche oder bestehende Verpflichtungen aus vergangenen Ereignissen,

bei denen der Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist. Sie werden gesondert erläutert und in der

Bilanz nicht erfasst, es sei denn, sie ergeben sich aus der Übernahme im Rahmen eines Unternehmenserwerbs.

Die angegebene Verpflichtungssumme entspricht dem am Bilanzstichtag bestehenden

Haftungsumfang.

5.20 Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert bis zu einem gewissen

Grad Ermessensbeurteilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie

die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die die

angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und sonstige finanzielle Verpflichtungen zum

Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode beeinflussen können.

Insbesondere bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass es in den

folgenden Geschäftsjahren zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden

kommen kann:

Die Annahmen und Schätzungen bei der Auftragsfertigung beziehen sich im Wesentlichen auf die

Ermittlung der Projektergebnisse sowie die Einbringlichkeit der Forderungen.

Für die Bewertung der bestehenden Sozialkapitalverpflichtungen werden Annahmen für

Abzinsungssatz, Pensionseintrittsalter, Lebenserwartung und künftige Gehalts- und

Pensionserhöhungen herangezogen.

Risiken im Zusammenhang mit einem strittigen Projekt in Polen: Im Dezember 2009 wurde der

Vertrag für ein Autobahnprojekt in Polen sowohl von Seiten des Auftraggebers als auch von Seiten

Alpine gekündigt. Auch wenn Verhandlungen zu einer gütlichen Einigung angestrebt werden, ist ein

Rechtsstreit nicht auszuschließen. Diesbezüglich werden voraussichtlich gegenseitige

Schadenersatzansprüche/ Pönaleforderungen geltend gemacht werden. Das Management ist

überzeugt einen Anspruch auf Pönale von MEUR 27 durchsetzen zu können, während der

Auftraggeber eine Pönale von MEUR 40 fordert. Da zum derzeitigen Zeitpunkt eine zuverlässige

Schätzung einer allfälligen Verpflichtung nicht möglich ist, erfolgte in Übereinstimmung mit

IAS 37 kein Ansatz möglicher Pönaleverpflichtungen.

Im Konzernabschluss zum 31.12.2009 sind Forderungen aus dem Projekt in Höhe von MEUR 84 enthalten.

Das Management ist überzeugt, dass diese Forderungen werthaltig sind und hat daher auf die

Bildung einer Wertberichtigung verzichtet. Die Forderungen werden als kurzfristig ausgewiesen. Die

endgültige Durchsetzbarkeit der Forderung ist abhängig vom eventuellen Abschluss eines Vergleiches

bzw. vom Ausgang des Rechtsstreits.

Für die wahrscheinlichen Kosten der Rechtsdurchsetzung wurde bilanziell vorgesorgt.


5.21 Anwendung von neuen und geänderten Standards

5.21.1 Im laufenden Geschäftsjahr anzuwendende Standards

und Interpretationen

Für den vorliegenden Konzernabschluss sind erstmals folgende wesentlich geänderte bzw. neue Standards

und Interpretationen anzuwenden:

IAS 1 Darstellung des Abschlusses

IAS 23 Fremdkapitalkosten

IAS 27 Ermittlung der Anschaffungskosten einer Beteiligung

IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung (Puttable Instruments)

IFRS 1 Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich

geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen (Vesting Conditions and Cancellation)

IFRS 8 Geschäftssegmente

IFRIC 13 Kundentreueprogramme

IFRIC 15 Verträge über die Errichtung von Immobilien

IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb

ias 1 darstellung des abschlusses: Gemäß den Vorschriften des IAS 1 ist ab 1.1.2009 eine Gesamtergebnisrechnung

darzustellen. In der Gesamtergebnisrechnung werden die bisher im Eigenkapital

erfassten Aufwendungen und Erträge in einer „Aufstellung des erweiterten Ergebnisses“ zusätzlichen

zur Gewinn- und Verlustrechnung erläutert. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung werden nur die

eigentümerbezogenen Änderungen dargestellt. Die Änderungen des IAS 1 werden in diesem Konzernabschluss

seit 1.1.2009 angewandt. Folglich werden Positionen, welche bisher im Eigenkapital

dargestellt wurden, in der zusätzlich zur Verlust- und Gewinnrechnung erstellten „Konzerngesamtergebnisrechnung“

erfasst.

ias 23 fremdkapitalkosten: Die Änderungen in IAS 23 bewirken, dass das Wahlrecht, Fremdkapitalkosten,

die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes

zuordenbar sind, entweder als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögensgegenstandes

zu aktivieren oder als Aufwand zu erfassen, eliminiert wird. Ab 1.1.2009 sind diese

Fremdkapitalkosten zwingend als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Die

Änderungen von IAS 23 haben auf diesen Konzernabschluss keine Auswirkung, da das Wahlrecht, derartige

Fremdkapitalkosten zu aktivieren, schon bisher in Anspruch genommen wurde.

ifric 15 Verträge über die errichtung von immobilien: Die Bestimmungen des IFRIC 15 stellen

fest, ob ein Vertrag über die Errichtung einer Immobilie in den Anwendungsbereich von IAS 11 Fertigungsaufträge

oder von IAS 18 Umsatzerlöse fällt. Die Auslegung der Interpretation wurde schon

angewandt und hat daher keine wesentlichen Auswirkungen.

093


Konzernanhang

Die erstmalige Anwedung von IFRS 1 iVm IAS 27 Anschaffungskosten eines Tochterunternehmens,

eines Unternehmens unter gemeinsamer Führung oder eines assoziierten Unternehmens, IFRS 2

Anteilsbasierte Vergütungen, IAS 32 iVm IAS 1 Änderungen bezüglich kündbarer Instrumente und bei

Liquidation entstehender Verpflichtungen, IFRS 8 Geschäftssegmente, IFRIC 13 Kundentreueprogramme

und IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb, hatten

keine bzw. unwesentliche Auswirkungen auf den vorliegenden Konzernabschluss.

5.21.2 Im Geschäftsjahr 2010 erstmalig anzuwendende Standards

und Interpretationen

Nachstehende geänderte Standards und neue Interpretationen, die von der EU in europäisches Recht

übernommen wurden, kommen ab dem Geschäftsjahr 2010 erstmals zur Anwendung:

IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer

IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden

ias 27 Konzern- und einzelabschlüsse: Die neuen Bestimmungen des IAS 27 verlangen für

die Behandlung von Anteilserwerben bzw. -verkäufen nach Erlangung und unter Beibehaltung der

Beherrschungsmöglichkeit die verpflichtende Anwendung des „economic entity approach“. Danach sind

Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Für sukzessive

Unternehmenserwerbe, die zur Beherrschung eines Unternehmens führen bzw. Veräußerungen von

Anteilen mit Verlust der Beherrschung, hat eine erfolgswirksame Neubewertung der bereits gehaltenen

bzw. der verbleibenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert zu erfolgen.

ifrs 3 unternehmenszusammenschlüsse: Die Änderungen in IFRS 3 bewirken die Erweiterung

des Anwendungsbereiches und das Wahlrecht zum Ansatz des Non-Controlling-Interest bei jedem

Unternehmenserwerb.


6 Bauleistung

Die Bauleistung beinhaltet neben Umsätzen aus Eigenprojekten auch die anteiligen Bauleistungen

aus Arbeitsgemeinschaften in Höhe von TEUR 520.093 (2008: TEUR 458.194) und verteilt sich nach

Bausparten wie folgt:

in TEUR 2009 2008

INLAND

Hochbau 543.020 637.348

Tiefbau 842.577 932.928

Übrige Bausparten 83.553 109.892

Telekommunikation 132.545 125.243

Summe 1.601.695 1.805.411

AUSLAND

Hochbau 486.536 454.814

Tiefbau 1.014.214 962.791

Übrige Bausparten 93.553 117.351

Telekommunikation 168.922 166.018

Summe 1.763.225 1.700.974

KONZERN GESAMT

Hochbau 1.029.556 1.092.162

Tiefbau 1.856.791 1.895.719

Übrige Bausparten 177.106 227.243

Telekommunikation 301.467 291.261

Summe inkl. Arbeitsgemeinschaften 3.364.920 3.506.385

Summe Arbeitsgemeinschaften 520.093 458.194

Summe ohne Arbeitsgemeinschaften 2.844.827 3.048.191

7 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

in TEUR 2009 2008

Erträge aus assoziierten Unternehmen 38.019 61.541

Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -35.492 -57.506

Summe 2.527 4.035

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen beinhaltet insbesondere anteilige Gewinne und Verluste

aus Arbeitsgemeinschaften sowie Mischwerken nach Berücksichtigung von zentralen Umlagen.

095


Konzernanhang

8 Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 2009 2008

Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 2.475 2.624

Erlöse aus Versicherungsentschädigungen 6.769 4.542

Mieterträge 7.948 3.915

Übrige betr. Erträge Personal 1.815 959

Verr. Personal, Geräte & Baustelleneinrichtungen 59.855 56.054

Kursgewinne 685 12.292

Übrige 19.553 2.919

Summe 99.100 83.305

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Weiterverrechnungen sowie

Auflösungen von Wertberichtigungen.

9 Personalaufwand

in TEUR 2009 2008

Löhne und Gehälter 565.234 541.191

Aufwendungen für Abfertigungen einschließlich Beiträge an

Mitarbeitervorsorgekassen

5.603 1.231

Aufwendungen für Pensionen 2.927 2.438

Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie

vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge

131.765 122.038

Sonstige Sozialaufwendungen 11.848 10.076

Summe 717.377 676.974

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 15.234 15.530

Die aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen enthaltenen

Aufwendungen werden ohne Zinsanteil ausgewiesen.

Die Aufwendungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2009 2008

Dienstzeitaufwendungen für Abfertigungen inkl.

versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste

4.275 238

Zahlungen an Mitarbeitervorsorgekassen 1.328 993

Summe 5.603 1.231


Die Aufwendungen aus Pensionen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2009 2008

Dienstzeitaufwendungen für Pensionen inkl.

versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste

-56 -184

Beitragsorientierte Vorsorgepläne 2.983 2.622

Summe 2.927 2.438

10 Abschreibungen

in TEUR 2009 2008

Sachanlagen 64.963 63.410

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 193 210

Immaterielle Vermögensgegenstände 1.667 3.205

Summe 66.823 66.825

11 Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 2009 2008

Miet- und Leasingaufwand 70.588 61.025

Rechts- und Beratungskosten 30.376 24.903

Verwaltungsaufwand 35.644 32.677

Instandhaltungsaufwand 14.469 16.408

Versicherungsaufwand 16.692 13.876

Werbeaufwand 8.532 9.566

Steuern, mit Ausnahme von Ertragsteuern 2.036 3.505

Kursverluste 1.522 14.466

Übrige 87.022 99.183

Summe 266.881 275.609

097


Konzernanhang

12 Zinsergebnis

in TEUR 2009 2008

Zinsen und ähnliche Erträge 7.163 5.757

Zinsen und ähnliche Aufwendungen -28.068 -45.440

Summe -20.905 -39.683

davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorie IAS 39

Kredite und Forderungen 7.163 5.757

Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet mit fortgeführten

Anschaffungskosten

-24.900 -43.351

In den Zinserträgen sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 103 (2008:

TEUR 13) enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR

1.273 (2008: TEUR 900) enthalten.

13 Währungsdifferenzen

in TEUR 2009 2008

Währungsdifferenzen -14.057 -12.108

davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorie IAS 39

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle

Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten

Erträge aus zur Absicherung des beizulegenden Zeitwertes

designierten Derivaten

Aufwendungen aus Anpassungen des Buchwerts der gesicherten

Grundgeschäfte bei designierten Absicherungen des beizulegenden

Zeitwertes

-5.744

138

-138


14 Sonstiges Finanzergebnis

in TEUR 2009 2008

Erträge aus Beteiligungen 1.425 1.821

Erträge aus Wertpapieren und finanziellen Vermögenswerten 257 1.368

Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 655 62

Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -308 -16

Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.299 -1.295

Sonstige -10 -597

Summe 720 1.343

davon aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorie IAS 39

Zu Handelszwecken gehalten 32 61

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 688 1.282

In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 75

(2008: TEUR 207) enthalten.

In den Erträgen aus dem Abgang von Finanzanlagen ist ein Buchwertgewinn aus dem Abgang eines

verbundenen Unternehmens in der Höhe von TEUR 417 (2008: TEUR 0) enthalten.

099


Konzernanhang

15 Ertragsteuern

in TEUR 2009 2008

Laufende Ertragsteuern 3.433 5.571

Latente Steuern 2.756 13.360

Summe 6.189 18.931

Der Steueraufwand für das Geschäftsjahr kann mit dem Gewinn laut Gewinn- und Verlustrechnung wie

folgt abgestimmt werden:

in TEUR 2009 2008

Ergebnis vor Ertragsteuern 22.617 55.095

Steuer zum inländischen Steuersatz von 25 % 5.654 13.774

Auswirkung anderer Steuersätze der im Ausland operierenden Tochterunternehmen

297 1.849

Steuerfreie Erträge -1.936 -386

Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 1.511 893

Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern aktiviert wurden 3.658 3.899

Steuersatzänderungen bei latenten Steuern 296 -521

Verwendung von nicht aktivierten Verlustvorträgen 0 -19

Steueraufwand aus Vorperioden -2.611 -1.297

Sonstige -680 739

Effektivsteuerbelastung 6.189 18.931

Effektivsteuersatz 27,36% 34,36%


Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im Konzernabschluss und dem jeweiligen

steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

AKTIVA PASSIVA AKTIVA PASSIVA

Sachanlagen 1.027 -38.465 583 -38.668

Immaterielle Vermögenswerte 208 -537 108 -412

Finanzielle Vermögenswerte 2.245 -4.606 1.198 -79

Forderungen und sonstige Vermögenswerte 6.658 -36.318 4.427 -28.645

10.138 -79.926 6.316 -67.804

Unversteuerte Rücklagen 0 -1.395 0 -1.452

Rückstellungen 6.452 -909 6.420 -1.112

Verbindlichkeiten 14.216 -8.963 18.009 -4.038

20.668 -11.267 24.429 -6.602

Steuerliche Verlustvorträge 44.838 28.120

Latente Steuern (brutto) 75.644 -91.193 58.865 -74.406

Bewertungsabschläge für steuerliche Verlustvorträge -16.869 -12.985

Abzüglich Saldierung mit passiven latenten Steuern -53.986 53.986 -39.694 39.694

Latente Steuern (netto) 4.789 -37.207 6.186 -34.712

Zusätzlich zu dem in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Betrag wurden latente Steuern im

Zusammenhang mit der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden des Konzerns, die nicht als

Finanzinvestitionen gehalten werden, in Höhe von TEUR 155 (2008: TEUR -145) unmittelbar mit dem

Eigenkapital verrechnet. Ebenfalls wurden im Rahmen des Hedge Accountings/Net Investments neutrale

latente Steuern in Höhe von TEUR -180 (2008: TEUR 1.901) unmittelbar im Eigenkapital erfasst.

Weiters haben sich die latenten Steuern aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises um

TEUR 430 (2008: TEUR 166) erhöht.

Latente Steuern auf Verlustvorträge von Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 16.869 (2008: TEUR

12.985) wurden nicht angesetzt, da keine ausreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass diese genutzt

werden können. Die latenten Steuern auf die übrigen Verlustvorträge wurden aktiviert, da auf Basis

der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen

Gewinnen wahrscheinlich ist.

Latente Steueransprüche werden mit latenten Steuerschulden saldiert, insoweit sie gegenüber derselben

Steuerbehörde bestehen.

101


Konzernanhang

16 Sachanlagen

in TEUR

ANSCHAFFUNGSKOSTEN

Grundstücke

& Gebäude

Technische

Anlagen &

Maschinen

Betriebs- &

Geschäfts-

ausstattung

Geleistete

Anzahlungen

& Anlagen

in Bau Summe

Stand am 1.1.2008 208.807 327.039 138.933 18.661 693.440

Währungsdifferenzen -973 -5.334 -770 304 -6.773

Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 1.475 1.475

Zugänge 8.967 81.598 37.614 9.123 137.302

Umbuchungen -575 5.226 825 -7.329 -1.853

Abgänge -2.094 -36.170 -30.897 -5.060 -74.221

Stand am 31.12.2008 214.132 372.359 145.705 17.174 749.370

Währungsdifferenzen -1.865 -4.846 -272 -256 -7.239

Veränderung Konsolidierungskreis 5.914 22.999 5.799 -2.219 32.493

Zugänge 12.867 26.281 20.643 21.829 81.620

Umbuchungen 6.935 4.912 -623 -9.436 1.788

Abgänge -7.307 -28.279 -15.555 -2.086 -53.227

Stand am 31.12.2009 230.676 393.426 155.697 25.006 804.805

KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN

Stand am 1.1.2008 36.783 165.740 66.871 0 269.394

Währungsdifferenzen -159 -2.967 -467 0 -3.593

Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0

Abschreibung des Jahres 5.431 38.303 19.376 0 63.110

Wertminderungsaufwand 300 0 0 0 300

Umbuchungen -110 -228 287 0 -51

Abgänge -423 -18.781 -14.768 0 -33.972

Stand am 31.12.2008 41.822 182.067 71.299 0 295.188

Währungsdifferenzen -299 -2.125 -173 0 -2.597

Veränderung Konsolidierungskreis 1.498 8.644 2.637 0 12.779

Abschreibung des Jahres 5.087 41.038 18.838 0 64.963

Wertminderungsaufwand 0 0 0 0 0

Umbuchungen 510 825 -825 0 510

Abgänge -1.680 -18.144 -10.072 0 -29.896

Stand am 31.12.2009 46.938 212.305 81.704 0 340.947

Buchwert am 1.1.2008 172.024 161.299 72.062 18.661 424.046

Buchwert am 31.12.2008 172.310 190.292 74.406 17.174 454.182

Buchwert am 31.12.2009 183.738 181.121 73.993 25.006 463.858


Die Grundstücke und Gebäude wurden zum 31. Dezember 2005 von unabhängigen Sachverständigen

und in einigen Fällen von sachverständigen Konzernmitarbeitern auf der Grundlage von Marktwerten

bewertet. Die Bewertung basiert auf kürzlich stattgefundenen Markttransaktionen für vergleichbare

Grundstücke und Gebäude, die einem Fremdvergleich standhalten.

Zum 31. Dezember 2009 hätte der Buchwert rd. TEUR 151.710 (2008: TEUR 140.518) betragen,

wenn die Grundstücke und Gebäude (ohne als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) des Konzerns mit

historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibung und Wertminderung

bilanziert worden wären.

Es wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 1.272 (2008: TEUR 487) aktiviert.

Buchwerte der im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltenen Vermögenswerte:

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Gebäude 12.600 11.936

Technische Anlagen und Maschinen 52.061 58.734

Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.020 9.154

Der Konzern hat ihm gewährte Kreditlinien mit Grundpfandrechten in der Höhe von TEUR 89.865

(2008: TEUR 118.316) besichert.

Per 31. Dezember 2009 gab es keine wesentlichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.

103


Konzernanhang

17 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

in TEUR Grundstücke und Gebäude

ANSCHAFFUNGSKOSTEN

Stand am 1.1.2008 24.993

Währungsdifferenzen 7

Veränderung Konsolidierungskreis 0

Zugänge 17

Umbuchungen 2.127

Abgänge -593

Stand am 31.12.2008 26.551

Währungsdifferenzen -76

Veränderung Konsolidierungskreis -4.188

Zugänge 252

Umbuchungen -794

Abgänge -460

Stand am 31.12.2009 21.285

KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN

Stand am 1.1.2008 2.328

Währungsdifferenzen 0

Veränderung Konsolidierungskreis 0

Abschreibung des Jahres 210

Wertminderungsaufwand 0

Umbuchungen 106

Abgänge -69

Zuschreibungen 0

Stand am 31.12.2008 2.575

Währungsdifferenzen 0

Veränderung Konsolidierungskreis 0

Abschreibung des Jahres 193

Wertminderungsaufwand 0

Umbuchungen 0

Abgänge -46

Zuschreibungen 0

Stand am 31.12.2009 2.722

Buchwert am 1.1.2008 22.665

Buchwert am 31.12.2008 23.976

Buchwert am 31.12.2009 18.563

In den Zugängen zu den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind nachträgliche Anschaf-

fungskosten in Höhe von TEUR 252 (2008: TEUR 17) enthalten.


18 Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte

in TEUR Rechte Firmenwerte Summe

ANSCHAFFUNGSKOSTEN

Stand am 1.1.2008 11.073 14.122 25.195

Währungsdifferenzen 18 47 65

Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0

Zugänge 601 74 675

Umbuchungen -54 0 -54

Abgänge -7 -1.647 -1.654

Stand am 31.12.2008 11.631 12.596 24.227

Währungsdifferenzen 5 19 24

Veränderung Konsolidierungskreis 221 7.428 7.649

Zugänge 2.364 0 2.364

Umbuchungen 0 0 0

Abgänge -313 0 -313

Stand am 31.12.2009 13.908 20.043 33.951

KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN

Stand am 1.1.2008 6.999 219 7.218

Währungsdifferenzen 3 0 3

Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0

Abschreibung des Jahres 1.109 0 1.109

Wertminderungsaufwand 0 2.096 2.096

Umbuchungen -54 0 -54

Abgänge -6 -1.647 -1.653

Stand am 31.12.2008 8.051 668 8.719

Währungsdifferenzen 9 0 9

Veränderung Konsolidierungskreis 213 0 213

Abschreibung des Jahres 1.427 0 1.427

Wertminderungsaufwand 0 240 240

Umbuchungen 0 0 0

Abgänge -311 0 -311

Stand am 31.12.2009 9.389 908 10.297

Buchwert 1.1.2008 4.074 13.903 17.977

Buchwert 31.12.2008 3.580 11.928 15.508

Buchwert 31.12.2009 4.519 19.135 23.654

105


Konzernanhang

19 Finanzielle Vermögenswerte

in TEUR

ANSCHAFFUNGSKOSTEN

Beteiligungen

verbundener

Unternehmen

Sonstige

Beteiligungen

Sonstige

Ausleihungen Wertpapiere Summe

Stand 31.12.2008 5.283 17.534 24.167 12.747 59.731

(+) Zugänge; (+) Werterhöhung;

(–) Abgänge

Veränderung Konsolidierungskreis

-186 513 4.932 -4.227 1.032

-213 68 0 121 -24

Stand 31.12.2009 4.884 18.115 29.099 8.641 60.739

BW 31.12.2008 870 16.890 24.167 11.454 53.381

BW 31.12.2009 1.408 17.126 29.099 7.143 54.776

20 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Eine Auflistung aller Personen- und Kapitalgesellschaften, welche im Konzernabschluss als assoziierte

Unternehmen ausgewiesen werden, einschließlich Sitz und Kapitalanteil, findet sich im Beteiligungsspiegel.

Ein Ausweis der rd. 490 operativ tätigen Arbeitsgemeinschaften im Beteiligungsspiegel unterbleibt,

da es sich lediglich um Gesellschaften bürgerlichen Rechts ohne Sitz handelt, die vorübergehend

zur Abwicklung je eines Bauprojektes gebildet werden.

Der Abschlussstichtag der Ziegelwerk Freital Eder GmbH ist der 28. Februar und der Schaberreiter GmbH

der 31. März des lfd. Wirtschaftsjahres und nicht der 31.12., wie bei allen anderen Gesellschaften.

21 Vorräte

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Gebäude 63.814 61.190

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 44.019 46.744

Unfertige Erzeugnisse 6.144 8.164

Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 10.437 5.399

Geleistete Anzahlungen 11.876 8.450

Summe 136.290 129.947

Von den zum Verkauf bestimmten Grundstücken sind TEUR 2.060 (2008: TEUR 4.475) mit dem Nettoveräußerungswert

angesetzt.

Der Konzern hat ihm gewährte Kreditlinien mit Grundpfandrechten in der Höhe von TEUR 40.171

(2008: TEUR 19.371) besichert.

Es wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 415 aktiviert.


22 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

und sonstige Vermögenswerte

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Forderungen aus

Lieferungen und

Leistungen

Forderungen aus

der Auftragsfertigung

(unf. Bau)

Forderungen

gegenüber

verbundenen

Unternehmen

Forderungen

an assoziierte

Unternehmen

Sonstige Forderungen

und

Vermögenswerte

Langfristig Kurzfristig Summe Langfristig Kurzfristig Summe

59.268 294.888 354.156 57.754 297.979 355.733

42.170 511.304 553.474 434 545.703 546.137

0 3.277 3.277 7.122 3.400 10.522

5.573 137.377 142.950 23.985 120.179 144.164

13.546 78.863 92.409 21.801 101.578 123.379

Summe 120.557 1.025.709 1.146.266 111.096 1.068.839 1.179.935

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus abgeschlossenen

Bauvorhaben, während in den Forderungen aus der Auftragsfertigung laufende Projekte

ausgewiesen werden.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR

19.857 (2008: TEUR 13.376) abgesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus der Auftragsfertigung sowie Forderungen

gegenüber Arbeitsgemeinschaften zeigen aufgeteilt nach Überfälligkeit folgendes Bild:

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Auftragsfertigung und

Arbeitsgemeinschaften

1.036.582 1.030.651

Davon zum Abschlussstichtag weder überfällig noch wertgemindert 713.726 789.560

Davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden

Zeitbändern überfällig

Weniger als 90 Tage 139.097 144.086

91 bis 180 Tage 34.185 30.771

181 bis 360 Tage 38.328 23.661

Mehr als 360 Tage 97.048 25.440

107


Konzernanhang

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren,

wurden keine Wertminderungen gebildet, wenn keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit

dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Wertberichtigungen 1.1. 13.376 15.826

Dotierung 8.825 1.886

Verbrauch/Auflösung 2.344 4.336

Wertberichtigungen 31.12. 19.857 13.376

23 Forderungen aus der Auftragsfertigung

(unfertiger Bau)

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Forderungen aus der Auftragsfertigung (brutto) 2.847.178 2.372.833

Erhaltene Anzahlungen -2.293.704 -1.826.696

Forderungen aus der Auftragsfertigung (netto) 553.474 546.137

Bis zum Stichtag angefallene Kosten (sämtlicher zum Stichtag nicht

abgerechneter Aufträge)

Bis zum Stichtag angefallene Bruttogewinne (sämtlicher zum Stichtag

nicht abgerechneter Aufträge)

Kumulierte Verluste (sämtlicher zum Stichtag nicht

abgerechneter Aufträge)

2.821.186 2.373.353

101.871 69.346

-75.879 -69.866

Forderungen aus der Auftragsfertigung 2.847.178 2.372.833

Einbehalte von Kunden 29.861 36.191

24 Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Forderungen aus

anderen Steuern

und Abgaben

Langfristig Kurzfristig Summe Langfristig Kurzfristig Summe

6.037 25.437 31.474 6.138 14.121 20.259

Abgrenzungen 0 7.559 7.559 0 19.804 19.804

Versicherungsabrechnungen

Rückdeckungsversicherung

Wertpapiere zu

Handelszwecken

gehalten

0 1.467 1.467 0 477 477

0 841 841 0 906 906

0 1.005 1.005 0 969 969

Übrige 7.509 42.554 50.063 15.663 65.301 80.964

Summe 13.546 78.863 92.409 21.801 101.578 123.379


Die langfristigen Forderungen aus Steuern und Abgaben betreffen im Wesentlichen vorausbezahlte

Steuern für ein Großbauvorhaben im Ausland; die endgültige Besteuerung erfolgt bei Fertigstellung des

Bauvorhabens.

25 Sonstige Finanzforderungen

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Als Sicherungsinstrumente

designierte zum

beizulegenden

Zeitwert bewertete

Derivate

Devisentermingeschäfte

Erfolgswirksam

zum beizulegenden

Zeitwert

bewertete

Derivate

Devisentermingeschäfte

Langfristig Kurzfristig Summe Langfristig Kurzfristig Summe

0 138 138 0 0 0

0 171 171 0 0 0

26 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Guthaben bei Kreditinstituten 199.226 256.174

Kassenbestand 980 925

Summe laut Bilanz 200.206 257.099

Liquide Mittel in der Kapitalflussrechnung 200.206 257.099

109


Konzernanhang

27 Eigenkapital

Als Stammkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Stammkapital der Alpine Holding GmbH

ausgewiesen.

Die sonstigen Gewinnrücklagen resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten Gewinnen und

Verlusten.

Die Unterschiede aus der Währungsumrechnung umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung

der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen entstanden

sind.

Wertänderungen aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden sind in der Position Neubewertungsrücklage

enthalten.

Die unrealisierten Ergebnisse aus der Bewertung von Hedges entstanden durch ein Equity konsolidiertes

Unternehmen. Es handelt sich hier um Zinsswaps, die gemäß IAS 39 als Cashflow Hedge bilanziert

wurden.

Bei der Nettoinvestition handelt es sich um Kursschwankungen aus einer Verbindlichkeit gegenüber

einem ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch

wahrscheinlich ist.

Die Minderheitenanteile am Eigenkapital resultieren zum überwiegenden Teil aus dem von der FCC Construcción

S.A. gehaltenen Anteil an der Hoch- und Tiefbau Beteiligungs GmbH in Höhe von 6 % und dem

an der ALPINE Bau GmbH gehaltenen Anteil in Höhe von 17,63 %.

28 Sozialkapital

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Rückstellungen für Abfertigungen 37.832 35.365

Rückstellungen für Pensionen 9.968 9.776

Summe 47.800 45.141


28.1 Rückstellungen für Abfertigungen

Der Berechnung der Abfertigungsrückstellung zum 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2007 liegen

folgende Annahmen zugrunde:

31.12.2009 31.12.2008

Zinssatz 5,0% 5,0%

Bezugssteigerungen 2,5% 2,5%

Fluktuationsrate 0 - 5% 0 - 5%

Pensionsalter Frauen in Jahren 56,5 - 60 56,5 - 60

Pensionsalter Männer in Jahren 61,5 - 65 61,5 - 65

Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

in TEUR 2009 2008

HERLEITUNG DER IN DER BILANZ ERFASSTEN RüCKSTELLUNG

Barwert der Verpflichtungen (DBO) 31.12. 37.819 35.365

Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust ( –) 13 0

Rückstellung am 31.12. 37.832 35.365

Die Bewegungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen des laufenden Geschäftsjahres

stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2009 2008

Verpflichtungen am 1.1. 35.365 36.111

Veränderung Konsolidierungskreis 1.767 0

Dienstzeitaufwand 4.275 3.578

Zinsaufwand 1.608 1.401

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -13 -3.340

Gezahlte Leistungen -5.183 -2.385

Verpflichtungen am 31.12. 37.819 35.365

IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASSTER AUFWAND

Dienstzeitaufwand 4.275 3.578

Zinsenaufwand 1.608 1.401

Realisierter aktuarischer Gewinn (–), Verlust (+) 0 -3.340

Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung 5.883 1.639

111


Konzernanhang

28.2 Rückstellungen für Pensionen

Der Berechnung der Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2008 liegen

folgende Annahmen zugrunde:

31.12.2009 31.12.2008

Zinssatz 3,3 - 5% 2,85 - 5%

Pensions- und Bezugssteigerungen 1,0 - 4,0% 1,0 - 4,0%

Fluktuationsrate 0 - 22,5% 0 - 22,5%

Pensionsalter Frauen in Jahren 56,5 - 64 56,5 - 64

Pensionsalter Männer in Jahren 61,5 - 65 61,5 - 65

Lebenserwartung Österreich AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

Deutschland

Heubeck Richttafeln

2005 G

Heubeck Richttafeln

2005 G

Schweiz BVG 2005 BVG 2005

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Barwert der gedeckten leistungsorientierten Verpflichtungen 16.157 14.493

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -12.632 -11.952

Summe 3.525 2.541

Barwert der ungedeckten leistungsorientierten Verpflichtungen 7.256 7.235

Barwert der Verpflichtungen (DBO) 31.12. 10.781 9.776

HERLEITUNG DER IN DER BILANZ ERFASSTEN RüCKSTELLUNG

Barwert der Verpflichtungen (DBO) 31.12. 10.781 9.776

Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust ( –) -836 0

Wegen Par. 58(b) nicht als Vermögenswert angesetzter Betrag 23 0

Rückstellung am 31.12. 9.968 9.776

Die Bewegungen im Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen des laufenden Geschäftsjahres

stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 2009 2008

Verpflichtungen am 1.1. 21.728 18.134

Veränderung Konsolidierungskreis 322 0

Dienstzeitaufwand 2.070 2.478

Zinsaufwand 883 713

Übernommene Verpflichtungen durch Mitarbeiterzugänge 0 2.639

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 550 -1.242

Währungsdifferenzen 424 890

Gezahlte Leistungen -2.564 -1.884

Verpflichtungen am 31.12. 23.413 21.728


Die Bewegungen im Barwert des Planvermögens des laufenden Geschäftsjahres stellen sich wie

folgt dar:

in TEUR 2009 2008

Planvermögen am 1.1. 11.952 8.072

Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 381 404

Geleistete Beiträge 2.126 1.762

Erworbene Vermögenswerte durch Mitarbeiterzugänge 0 2.472

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -286 -175

Währungsdifferenzen 350 726

Gezahlte Leistungen -1.891 -1.309

Planvermögen am 31.12. 12.632 11.952

in TEUR 2009 2008

IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ERFASSTER AUFWAND

Dienstzeitaufwand -56 883

Zinsenaufwand 883 713

Realisierter aktuarischer Gewinn (–), Verlust (+) 0 -1.067

Erwarteter Ertrag aus Planvermögen -381 -404

Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung 446 125

Die wesentlichen Anlagekategorien des Planvermögens sowie deren erwartete Rendite stellen sich am

Bilanzstichtag wie folgt dar:

in TEUR erwarteter Ertrag beizulegender Zeitwert

Obligationen 2,10% 6.043

Aktien 6,25% 253

Immobilien 3,90% 1.349

Andere 2,69% 4.987

Gewichteter Durchschnitt des erwarteten Ertrages 2,61% 12.632

Die insgesamt erwartete Rendite ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt der erwarteten Erträge

aus den durch das Planvermögen gehaltenen Anlagekategorien. Die Einschätzung der erwarteten Erträge

durch die Geschäftsführung basiert auf historischen Ertragsreihen und Marktvorhersagen für die

jeweiligen Vermögenswerte für die nächsten zwölf Monate.

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug im Abschlussjahr TEUR 95.

113


Konzernanhang

Die Entwicklung der erfahrungsbedingten Anpassungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 23.413 21.728 18.134

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -12.632 -11.952 -8.072

Fehlbetrag des Plans 10.781 9.776 10.062

Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden aus dem Plan 550 -1.242 -1.065

Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens -286 -175 -19

29 Übrige Rückstellungen

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Langfristig Kurzfristig Summe Langfristig Kurzfristig Summe

Stand 1.1. 13.108 55.557 68.665 10.938 56.347 67.285

Veränderung

Konsolidierungskreis

Währungskursänderung

1.180 1.610 2.790 0 1 1

6 -489 -483 -17 273 256

Umgliederung 603 -603 0 502 -502 0

Zuführung 5.627 45.703 51.330 2.334 35.080 37.414

Verbrauch -1.732 -25.078 -26.810 -449 -31.202 -31.651

Auflösung -252 -11.817 -12.069 -200 -4.440 -4.640

Rückstellung

am 31.12.

18.540 64.883 83.423 13.108 55.557 68.665

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Rechtsstreitigkeiten

Jubiläumsgelder

und Prämien

Verlustrückstellung

Langfristig Kurzfristig Summe Langfristig Kurzfristig Summe

378 4.385 4.763 188 5.652 5.840

11.139 0 11.139 7.437 3.480 10.917

0 41.925 41.925 0 30.713 30.713

Übrige 7.023 18.573 25.596 5.483 15.712 21.195

Rückstellung

am 31.12.

18.540 64.883 83.423 13.108 55.557 68.665


30 Finanzverbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Hypothekarkredite

Kontokorrentkredite

Finanzierungsleasing

Kredite von

verbundenen

Unternehmen

Langfristig Kurzfristig Summe Langfristig Kurzfristig Summe

60.771 17.350 78.121 86.832 21.819 108.651

125.122 66.248 191.370 134.455 172.098 306.553

40.251 14.859 55.110 53.343 17.273 70.616

35.500 2.173 37.673 36.400 0 36.400

Übrige 22.396 27.421 49.817 13.786 41.789 55.575

Summe 284.040 128.051 412.091 324.816 252.979 577.795

Der ausgewiesene Kredit von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 37.673 (2008: TEUR

36.400 ) betrifft einen nachrangig gestellten Kredit der FCC Construcción S.A..

Die Buchwerte und wesentlichen Konditionen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen

sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2009

Art der

Finanzierung Währung Buchwert

Hypothekarkredite,

kurzfristig

Hypothekarkredite,

langfristig

Kontokorrentkredite,

kurzfristig

Kontokorrentkredite,

langfristig

Übrige, kurzfristig

Übrige, langfristig

Effektivverzinsung

Zinsen fix/

variabel Fälligkeit

CHF, CZK, EUR, HRK, PLN 17.350 1,9%-9,0% fix, variabel 2010

CHF, EUR, HRK, PLN 60.771 2,0%-7,5% fix, variabel 2011-2032

CHF, CZK, EUR, PLN, RSD 66.248 1,1%-17,1% fix, variabel 2010

EUR, RSD 125.122 1,3%-12,8% variabel 2011

EUR, HRK, RSD 27.421 1,6%-13,0% fix, variabel 2010

EUR 22.396 1,6%-3,8% variabel 2011-2015

319.308

Aufgrund der im Regelfall variablen Verzinsung entsprechen die beizulegenden Zeitwerte den

Buchwerten.

115


Konzernanhang

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing weisen folgende Zusammensetzung und

Fälligkeiten auf:

in TEUR 31.12.2009

in TEUR 31.12.2008

Die Leasingverträge beinhalten keine Vereinbarungen über bedingte Leasingzahlungen.

31 Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Barwert Zinsen Zahlungsbetrag

Fälligkeit 2010 14.931 2.090 17.021

2011-2014 30.516 3.503 34.019

Nach 2014 9.663 2.479 12.142

Summe 55.110 8.072 63.182

Barwert Zinsen Zahlungsbetrag

Fälligkeit 2009 17.273 2.616 19.889

2010-2013 40.923 5.580 46.503

Nach 2013 12.420 3.271 15.691

Summe 70.616 11.467 82.083

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Langfristig Kurzfristig Summe Langfristig Kurzfristig Summe

Als Sicherungsinstrumente

designierte zum beizulegenden

Zeitwert bewertete

Derivate

Devisentermingeschäfte

Erfolgswirksam zum

beizulegenden Zeitwert

bewertete Derivate

0 0 0 6.512 6.761 13.273

Devisentermingeschäfte 0 6.050 6.050 0 0 0


32 Steuerschulden

in TEUR 2009 2008

Stand 1.1. 13.525 10.837

Veränderung Konsolidierungskreis 690 0

Währungskursänderung -4 -80

Zuführung 5.973 7.394

Verbrauch -11.473 -4.626

Auflösung 0 0

Stand 31.12. 8.711 13.525

33 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

und sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Erhaltene Anzahlungen

Verbindlichkeiten

aus Lieferungen

und Leistungen

Verbindlichkeiten

ggü. verb. Unternehmen

Verbindlichkeiten

ggü. assoziierten

Unternehmen

Sonstige Verbindlichkeiten

Langfristig Kurzfristig Summe Langfristig Kurzfristig Summe

6 89.482 89.488 3.345 98.708 102.053

9.854 642.655 652.509 6.852 585.114 591.966

0 3.615 3.615 0 1.481 1.481

0 81.905 81.905 0 75.170 75.170

971 243.383 244.354 974 232.215 233.189

Summe 10.831 1.061.040 1.071.871 11.171 992.688 1.003.859

Insoweit die erhaltenen Anzahlungen die kumulierten Leistungen übersteigen, erfolgt der Ausweis als

erhaltene Anzahlungen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen insbesondere Haft- und

Deckungsrücklässe.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Abgrenzungen für Rest- und Nacharbeiten

in Höhe von TEUR 51.756 (2008: TEUR 50.814) enthalten.

117


Konzernanhang

34 Sonstige Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Verbindlichkeiten aus

Steuern (ohne Ertragsteuern)

Verbindlichkeiten

im Rahmen der sozialen

Sicherheit

Verbindlichkeiten

gegenüber

Mitarbeitern

Verb. a. nicht konsumierten

Urlauben

Langfristig Kurzfristig Summe Langfristig Kurzfristig Summe

0 105.037 105.037 0 87.315 87.315

0 25.381 25.381 0 26.140 26.140

0 38.452 38.452 0 38.919 38.919

0 24.716 24.716 0 22.766 22.766

Verb. a. Zeitguthaben 0 5.509 5.509 0 5.061 5.061

Verb. a. Rechts- u.

Beratungskosten

0 5.198 5.198 0 6.587 6.587

Übrige 971 39.090 40.061 974 45.427 46.401

Summe 971 243.383 244.354 974 232.215 233.189

35 Finanzinstrumente

35.1 Kapitalrisikomanagement

Das Kapital wird mit dem Ziel, ein optimales Verhältnis zwischen Verbindlichkeiten und Eigenkapital zu

haben, gesteuert. Dabei soll sichergestellt werden, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse

operieren können.

35.2 Arten von Finanzinstrumenten

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen die finanziellen

Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten

und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Bestand der originären

Finanzinstrumente ist aus der Bilanz ersichtlich. Derivative Finanzinstrumente werden im Konzern

eingesetzt.


35.3 Kategorien von Finanzinstrumenten

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

FINANZIELLE VERMöGENSWERTE

Zu Handelszwecken gehalten 1.005 969

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Derivate 171 0

Im Rahmen der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen designierte

derivative Instrumente

138 0

Kredite und Forderungen 1.179.445 1.208.219

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 20.591 23.260

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Derivate 6.050 0

Im Rahmen der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen designierte

derivative Instrumente

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle

Verbindlichkeiten

32.4 Währungsrisiko

0 13.273

1.483.962 1.581.654

Durch die dezentrale Konzernstruktur mit zahlreichen lokalen Tochtergesellschaften und Niederlassungen

in den jeweiligen Ländern ergeben sich überwiegend geschlossene Währungspositionen. Forderungen

und Verbindlichkeiten aus der operativen Tätigkeit bestehen überwiegend in den jeweiligen

Landeswährungen. Erfolgt die Finanzierung von Landesgesellschaften, deren Währung nicht der Euro

ist, mittels Gesellschafterdarlehen, kann es bei Wechselkursschwankungen zu Bewertungseffekten

kommen. Diese Risiken werden erstens durch signifikante Zinsersparnisse aufgewogen, zweitens handelt

es sich in der Regel um Cashflow-unwirksame Bucheffekte.

Fremdwährungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen

die Effekte der Änderung von Fremdwährungskursen sowohl auf den Gewinn bzw. Verlust als auch auf

das Eigenkapital dar. Wenn die Fremdwährungskurse am 31. Dezember 2009 um 5 % höher (niedriger)

gewesen wären, wäre das Ergebnis um 9,3 Mio. EUR (31. Dezember 2008 6,2 Mio. EUR) höher (geringer)

gewesen. Dies entsteht hauptsächlich durch innerkonzernale Finanzierungstransaktionen. Der

zusätzlich direkt im Eigenkapital zu erfassende Zeitwert wäre um 0,2 Mio. EUR (31. Dezember 2008 2,7

Mio. EUR) höher (geringer) gewesen. Dies ist hauptsächlich aus Änderungen in der Bewertung des Net

Investments bedingt.

Wesentliche Währungsinkongruenzen bei Großprojekten werden transaktionsorientiert analysiert und

abgesichert. Für bestehende EUR/PLN Devisentermingeschäfte mit erwarteten Zahlungsströmen in

Höhe von 43,9 Mio. EUR für 2010 aus dem polnischen A1 Projekt kann aufgrund der im Dezember

erfolgten Kündigung des Grundgeschäfts kein Hedge Accounting mehr angewendet werden. Die Geschäfte

werden als Held for trading ausgewiesen und der Fair Value von -5,9 Mio EUR wurde aufwandswirksam

verbucht.

119


Konzernanhang

Zum 31.12.2009 bestanden Devisentermingeschäfte in SGD und CHF um innerkonzernale Fremdwährungsverbindlichkeiten

abzusichern. Hier wird der beizulegende Zeitwert abgesichert und der jeweilige

Wert sowohl des Grundgeschäftes als auch des Sicherungsinstrumentes ergebnismässig im Periodenergebnis

erfasst. Die wesentlichen Konditionen für die Devisentermingeschäfte und die besicherten

Verbindlichkeiten sind identisch. So bestanden Ende 2009 hierfür folgende Sicherungsgeschäfte:

Währung Nominalwert in TEUR

SGD 13.904

CHF 16.415

35.5 Zinsrisiko

Ein Zinsrisiko besteht vor allem durch einen höheren Zinsaufwand von variabel verzinsten Krediten und

Barvorlagen im Fall eines steigenden Zinsniveaus. Dieses Risiko kann mittelfristig in der Regel kompensiert

werden durch die Berücksichtigung höherer Zinssätze bei der Kalkulation von Angebotspreisen.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die

Effekte von Änderung der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen sowohl

auf den Gewinn bzw. Verlust als auch auf das Eigenkapital dar. Wenn das Marktzinssatzniveau im Jahr

2009 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 2,9 Mio. EUR (2008

2,9 Mio. EUR) geringer (höher) gewesen. Dies ist hauptsächlich auf Zinsrisiken durch die Aufnahme von

Mitteln zu variablen Sätzen durch den Konzern zurückzuführen.

35.6 Kreditrisiko

Unter dem Kreditrisiko versteht man das Risiko eines Verlustes für den Konzern, wenn eine Vertragspartei

ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Im Konzern erfolgt eine ständige Überwachung

und Kreditbeurteilung hinsichtlich des finanziellen Zustands der Forderungen. Die Vertragsparteien

werden vor Eingehen einer Geschäftsbeziehung auf ihre Kreditwürdigkeit geprüft. Diese

Informationen werden von unabhängigen Kreditschutzorganisationen eingeholt. Ausfallsrisiken werden

mittels Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer großen Anzahl von über

unterschiedliche Branchen und geografische Gebiete verteilten Kunden.

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen, um das maximale Ausfallsrisiko der Forderungen zu

verringern. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich

etwaiger Wertminderungen stellt das maximale Ausfallsrisiko des Konzerns dar. Dabei finden erhaltene

Sicherheiten keine Berücksichtigung.

Das Kreditrisiko bei den sonstigen Ausleihungen wird im ALPINE Konzern wegen der Höhe ihres Betrages

als unwesentlich erachtet.


Das im Rahmen der Anlage der flüssigen Mittel und Wertpapiere entstehende Kreditrisiko ist dadurch

begrenzt, dass die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere vorwiegend in Form inländischer Investmentzertifikate

mit einwandfreier Bonität gehalten werden.

35.7 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko, also die Gefahr, dass ein Konzernunternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung

seiner operativen oder finanziellen Verbindlichkeiten bekommt, konnte 2009 durch die gesunkene

Nettoverschuldung deutlich verringert werden.

Die folgenden Tabellen zeigen die vertragliche Restlaufzeit der finanziellen Verbindlichkeiten des

Konzerns. Die Tabelle beruht auf undiskontierten Cashflows finanzieller Verbindlichkeiten. Die Tabelle

enthält sowohl Zins- als auch Tilgungszahlungen.

in TEUR Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe

STAND AM 31.12.2009

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

und sonstige Verbindlichkeiten

1.061.040 10.831 0 1.071.871

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 118.200 196.447 19.682 334.329

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 17.021 34.019 12.142 63.182

Summe 1.196.261 241.297 31.824 1.469.382

in TEUR Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe

STAND AM 31.12.2008

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

und sonstige Verbindlichkeiten

992.688 11.171 0 1.003.859

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 259.163 134.335 165.831 559.329

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 19.889 46.503 15.691 82.083

Summe 1.271.740 192.009 181.522 1.645.271

Aufgrund der aktuellen Finanzplanung wird der Konzern auch 2010 in der Lage sein, seinen Verpflichtungen

aus operativen Cashflows und aus den fällig werdenden Finanzverbindlichkeiten

nachzukommen.

121


Konzernanhang

35.8 Rohstoffrisiko

Durch die Bindung vieler Projekte an diverse Baupreisindizes bzw. Festpreisvereinbarungen mit

Subunternehmern kann das Risiko aus der Veränderung von Rohstoffpreisen als geringfügig angesehen

werden. Derivative Sicherungsgeschäfte im Rohstoffbereich wurden deshalb im Jahr 2009 nicht

durchgeführt.

36 Sonstige Angaben

36.1 Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten

Einzelne Gesellschaften der ALPINE Gruppe haben mit mehreren Vertragspartnern operative Miet- und

Leasingverträge abgeschlossen. Die Verträge umfassen Gebäude, Baugeräte und Büroausstattung. Die

aus den bestehenden Verträgen künftig zu leistenden Mindestzahlungen betragen:

in TEUR 31.12.2009 31.12.2008

Fällig bis 1 Jahr 21.935 14.142

Fällig ab 1-5 Jahre 51.576 34.400

Fällig über 5 Jahre 5.119 6.872

Summe 78.630 55.414

Bestellobligi bestehen nur im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit.

36.2 Eventualschulden

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen sie beteiligt ist.

Der Teil der Verpflichtung, dessen Übernahme durch andere Partner erwartet wird, wird in Höhe von

TEUR 110.260 (2008: TEUR 70.029) als Eventualschuld ausgewiesen.

36.3 Aufwendungen für Konzernabschlussprüfer

in TEUR 2009 2008

Prüfung 484 532

sonstige Bestätigungsleistungen 213 243

Steuerberatung 4 6

sonstige Leistungen 19 30

Summe 720 811


36.4 Offene Rechtsstreitigkeiten

Gesellschaften der ALPINE Gruppe sind im Rahmen ihres Geschäftsbetriebes in Gerichtsprozesse involviert.

Die Gruppe erwartet durch diese Prozesse jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf

ihre wirtschaftliche und finanzielle Situation.

36.5 Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden

Unternehmen und Personen

Herr Ing. Dietmar Aluta-Oltyan ist Mitgesellschafter der Gewerbepark Urstein GmbH & Co KG. Indossierte

Wechselforderungen gegenüber dieser Gesellschaft in Höhe von TEUR 6.660 wurden im November

2009 prolongiert. Bis zum Ende der Laufzeit (31.05.2010) besteht ein Risiko auf Regressforderung

durch den Indossatar.

Gegenüber Herrn Ing. Dietmar Aluta-Oltyan bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 472.

Frau Helena Aluta-Oltyan, die Ehegattin des Mitgesellschafters und Aufsichtsrates Dietmar Aluta-

Oltyan, ist Geschäftsführerin/Aufsichtsrätin in mehreren Tochtergesellschaften.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer der Alpine Holding GmbH und ALPINE Bau GmbH betrugen im

Geschäftsjahr TEUR 3.591 (Vorjahr TEUR 5.327).

Die Aufsichtsratsmitglieder der Alpine Holding GmbH haben im Jahr 2009 keine Bezüge erhalten.

Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochtergesellschaften, die nahe stehende

Unternehmen sind und im Zuge der Konsolidierung eliminiert wurden, werden in dieser Anhangangabe

nicht erläutert.

Es gibt keine wesentlichen Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften und Tochterunternehmen,

die nicht konsolidiert werden.

Die ALPINE Gruppe ist Teil der FCC Gruppe mit Sitz in Spanien.

123


Konzernanhang

36.6 Mitglieder des Aufsichtsrates

Hr. Dietmar Aluta-Oltyan / Vorsitzender

Hr. Alejandro Tuya Garcia / Stellvertreter des Vorsitzenden

Fr. Esther Koplowitz Romero de Juseu / Mitglied

Fr. Esther Alcocer Koplowitz / Mitglied

Hr. Jose Mayor Oreja / Mitglied

Hr. Robert Peugeot / Mitglied

Hr. José Aguinaga / Mitglied

Hr. Willy Böck / Mitglied

Fr. Alicia Alcocer Koplowitz / Mitglied (seit 31.07.2009)

Hr. Alfred Gusenbauer / Mitglied (seit 31.07.2009)

Hr. Jose Manuel Burgos / Mitglied (seit 31.07.2009)

36.7 Geschäftsführung

DI Werner Watznauer

37 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es bestanden keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Wals bei Salzburg, 29. März 2010

Alpine Holding GmbH

Die Geschäftsführung

DI Werner Watznauer e.h.


estätigungsVermerK

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Alpine Holding GmbH, Wals-Siezenheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember

2009 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die

Konzerngesamtergebnisrechnung die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember

2009 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Der gesetzliche Vertreter der Gesellschaft ist für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der

ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting

Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung

eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von

beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme

von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben

unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards

Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt.

Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender

Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen

Angaben im Konzernabschluss.

Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des

Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern.

Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des

Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung

ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die

Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben.

Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen

Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der

Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für

unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss

nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31.

Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Ohne den Bestätigungsvermerk einzuschränken, weisen wir auf Anhangangabe 5.20. hin, in der Unsicherheiten im Zusammenhang mit einem möglichen

Rechtsstreit und der Realisierbarkeit von kurzfristigen Forderungen aus einem wesentlichen strittigen Projekt in Polen dargestellt werden.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die

sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch

eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 29. März 2010

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Mag. Michael Schober e.h. ppa Dr. Nikolaus Müller e.h.

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

125


Konzernanhang

beteiligungssPiegel

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft

Nennkapital in

1.000 WE

Effektives

Beteiligungsausmaß

in Prozent

Konsolidierungsart

öSTERREICH

3 G Netzwerk - Errichtungs GmbH Wien EUR 35 76,65% N

3 G Netzwerk - Errichtungs GmbH & Co KG Wien EUR 20 76,65% VK

ABO Asphalt-Bau Oeynhausen GmbH Oeynhausen EUR 73 17,25% EB

ACOTON - IMM Projektrealisierung GmbH Salzburg EUR 35 36,42% N

ACOTON Projektmanagement & Bauträger GmbH Salzburg EUR 37 76,65% VK

Ahrental Abbau- und Aufbereitungsgesellschaft m.b.H. Innsbruck EUR 35 15,71% N

AJS Acoton Projektm. & Bautr. GmbH & Co KG Salzburg EUR 1 76,65% VK

Alpine - Energie Österreich GmbH Linz EUR 750 76,65% VK

ALPINE Bau GmbH Salzburg EUR 5.852 76,65% VK

ALPINE BeMo Tunnelling GmbH *) Innsbruck EUR 2.500 75,88% VK

ALPINE Liegenschaftsverwertungs GmbH Salzburg EUR 37 76,65% N

Alpine-Rossiskaya GmbH Wien EUR 18 39,09% N

ALTEC Umwelttechnik GmbH Wien EUR 614 76,65% VK

AMF - Asphaltmischanlage Feistritz GmbH Graz EUR 35 38,33% N

AMW Asphaltwerk GmbH Weitendorf EUR 727 16,86% EB

Annaberger Zwieselalmbahnen Gesellschaft m.b.H. Annaberg EUR 36 19,16% N

APT Alpine Project Technology GmbH *) Salzburg EUR 50 76,65% VK

Asphaltlieferwerk Leibnitz Baugesellschaft m.b.H. Leibnitz EUR 73 17,25% N

Asphaltmischwerk Betriebsgesellschaft m.b.H. Rauchenwarth EUR 36 15,33% N

Asphaltmischwerk Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co KG Rauchenwarth EUR 727 15,33% EB

Asphaltmischwerk Greinsfurth GmbH Amstetten EUR 40 19,16% N

Asphaltmischwerk Greinsfurth GmbH & Co OG Amstetten EUR 600 19,16% EB

Asphaltmischwerk LEOPOLDAU - TEERAG-ASDAG + Mayreder-Bau

GmbH

Wien EUR 70 38,33% EB

Asphaltmischwerk LEOPOLDAU - TEERAG-ASDAG + Mayreder-Bau

GmbH & Co. KG

Wien EUR 70 15,33% EB

Asphaltmischwerk Steyregg GmbH Linz EUR 35 15,33% N

Asphaltmischwerk Steyregg GmbH & Co KG Linz EUR 454 15,33% EB

Asphaltwerk Sierning GmbH Linz EUR 35 30,66% EB

AWT Asphaltwerk GmbH Stadtschlaining EUR 700 25,30% EB

AWW Asphaltmischwerk Wölbling GmbH Linz EUR 36 38,33% EB

Bautechnische Prüf- und Versuchsanstalt Gesellschaft m.b.H. Himberg EUR 36 76,65% VK

Bewehrungszentrum Linz GmbH Linz EUR 35 76,65% VK

Blumauerplatz Beteiligungs- Holding GmbH Linz EUR 35 25,55% N

Blumauerplatz Immobilien Projektentwicklungs GmbH Linz EUR 35 25,61% N

Bonaventura Straßenerhaltungs-GmbH *) Wien EUR 35 19,16% EB

Bonaventura Straßenerrichtungs-GmbH Wien EUR 1.800 34,03% EB

Bürozentrum U 3 ProjektgesmbH Wien EUR 35 76,65% VK

Dolomit-Beton Lieferbetonwerk GmbH Lienz EUR 36 36,80% EB

Draubeton GmbH Villach EUR 35 26,83% EB

Emberger & Essl GmbH Salzburg EUR 40 68,99% VK


Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft

Nennkapital in

1.000 WE

Effektives

Beteiligungsausmaß

in Prozent

127

Konsolidierungsart

Emberger & Heuberger Bau GmbH Salzburg EUR 99 68,99% VK

EVG Energieversorgung GmbH Krems EUR 35 30,66% N

EVU Energieversorgung GmbH Weitra EUR 35 18,40% N

EVW Energieversorgung GmbH Zwettl EUR 35 24,91% N

Fels- und Sprengtechnik Gesellschaft m.b.H. Linz EUR 145 76,65% N

Ferro-Betonit-Werke Immobilien Gesellschaft m.b.H. Linz EUR 36 76,65% N

FMA Asphaltwerk GmbH & Co KG Feldbach EUR 44 7,67% EB

Fröhlich, Bau- und Zimmereiunternehmen, Gesellschaft m.b.H. Kapfenberg EUR 36 76,65% VK

Gaspix Beteiligungsverwaltungs GmbH Zirl EUR 35 19,55% N

Gasteiner Badesee Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H.

& Co. KG.

Badgastein EUR 182 19,91% N

Geotechnik Systems GmbH Wien EUR 36 76,65% VK

Grund- und Sonderbau GmbH Himberg EUR 218 76,65% VK

Grund-, Pfahl- und Sonderbau GmbH Wien EUR 365 76,65% VK

HAZET Bauunternehmung GmbH Wien EUR 1.300 76,65% VK

Hemmelmair Frästechnik GmbH Linz EUR 73 19,16% EB

Hoch & Tief Bau Beteiligungs GmbH Salzburg EUR 73 94,00% VK

Ing. Arnulf Haderer GmbH Wien EUR 73 76,65% VK

KAI-Center Errichtungs- u. VermietungsgmbH Graz EUR 36 76,65% VK

Kieswerk - Betriebs - Gesellschaft m.b.H. Zams EUR 40 19,16% N

Kieswerk - Betriebs - Gesellschaft m.b.H. & Co.

Kommanditgesellschaft

Zams EUR 80 17,25% EB

Klöcher Baugesellschaft m.b.H. Klöch EUR 100 76,65% VK

Konrad Beyer & Co Spezialbau GmbH Linz EUR 40 76,65% VK

Lieferasphaltgesellschaft JAUNTAL GmbH Klagenfurt EUR 36 18,40% EB

MAS Bau-Projekt und Handelsgesellschaft m.b.H. Wien EUR 36 76,65% N

Mayreder Hoch- und Tiefbau GmbH Salzburg EUR 35 76,65% N

MLA Lieferasphalt GmbH *) Salzburg EUR 40 76,65% VK

MSO Mischanlagen Süd-Ost Betriebsgesellschaft m.b.H. und Co KG Pinkafeld EUR 3.270 8,43% EB

Murgalerien Errichtungs- und Verwertungs- GmbH Unterpremstätten EUR 35 38,33% N

MWG Wohnbaugesellschaft m.b.H. Graz EUR 1.090 76,65% VK

OEKOTECHNA Entsorgungs- und Umwelttechnik Gesellschaft m.b.H. Perchtoldsdorf EUR 727 76,65% VK

Paltentaler Beton Erzeugungs GesmbH Rottenmann EUR 365 18,40% EB

PEM Projektentwicklung Murgalerien GmbH Unterpremstätten EUR 35 38,33% N

PEM Projektentwicklung Murgalerien GmbH&CoKG Unterpremstätten EUR 1 38,33% N

PORR ALPINE Austriarail GmbH Salzburg EUR 37 38,33% EB

Pro Part in Austria Handels GmbH *) Hohenems EUR 35 76,65% VK

Project Development GmbH Salzburg EUR 37 76,65% VK

Raststätten Betriebs GmbH *) Wien EUR 35 38,33% EB

RBA - Recycling u. Betonanlagen GmbH & Co KG Zirl EUR 581 18,40% EB

RFM Asphaltmischwerk GmbH Wienersdorf-Oeynhausen EUR 73 25,55% N

RFM Asphaltmischwerk GmbH & Co KG Wienersdorf-Oeynhausen EUR 363 25,55% EB


Konzernanhang

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft

Nennkapital in

1.000 WE

Effektives

Beteiligungsausmaß

in Prozent

Konsolidierungsart

RT-Kai Beteiligungs- GmbH Linz EUR 35 38,33% N

Rußbacher Schilift Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG Rußbach EUR 2.355 16,70% N

Schaberreiter GmbH Kindberg EUR 38 8,43% EB

STRAKA Bau GmbH Neutal EUR 35 39,09% EB

Thalia Errichtungs- u. VermietungsgmbH Graz EUR 35 76,65% VK

Transportbeton und Asphaltgesellschaft m.b.H. Zams EUR 36 38,33% EB

Transportbeton und Asphaltgesellschaft m.b.H. & Co KG Zams EUR 73 34,50% EB

Transportbetongesellschaft m.b.H. Nussdorf EUR 37 12,26% N

UKH-Linz Errichtungs- und Vermietungs-GmbH Linz EUR 1.497 25,55% N

Universale Bau GmbH Salzburg EUR 50 76,65% VK

Waldviertler Lieferasphalt GmbH Horn EUR 40 38,33% N

Waldviertler Lieferasphalt GmbH & Co KG Horn EUR 150 38,33% EB

Weinfried Bauträger GmbH Wien EUR 36 76,65% VK

DEUTSCHLAND

AE StadtLandGmbH Dresden EUR 256 39,03% EB

AD Grundbesitzverwaltung GmbH Eching EUR 60 78,05% VK

Alpine Bau Deutschland AG Eching EUR 10.000 78,05% VK

Alpine Bau Trostberg GmbH Trostberg EUR 30 76,65% VK

Alpine Building Services GmbH *) Eching EUR 25 78,05% VK

Alpine-Energie Holding AG Biberach EUR 6.000 76,65% VK

Alpine-Energie Deutschland GmbH Biberach EUR 3.070 76,65% VK

Alpine Project Finance and Consulting GmbH Eching EUR 1.250 76,65% VK

Alpine Untertagebau GmbH Eching EUR 26 75,88% VK

CSS - City Service Solution GmbH *) Gerichshain EUR 103 76,65% VK

E. Gottschall & Co GmbH Eching EUR 26 100,00% VK

Ferro-Betonit Baugesellschaft mbH München EUR 26 76,65% N

Ingenieurbüro für Energie- und Haustechnik Andreas Duba GmbH Tröbnitz EUR 25 70,25% N

Stump Spezialtiefbau GmbH Ismaning EUR 4.000 76,65% VK

TSK Sand und Kies GmbH Trostberg EUR 153 25,55% N

Walter Hamann Hoch-, Tief- und Stahlbetonbau GmbH Berlin EUR 26 78,05% VK

WaTI Patentverwertungs GmbH Eching EUR 25 78,05% N

W+M Wohn- und Gewerbebau GmbH München EUR 51 45,99% N

Ziegelwerk Freital Eder GmbH Freital EUR 511 31,22% EB

ALBANIEN

Alpine Tirana Sh.p.k. Tirana ALL 615 76,65% N

BOSNIEN-HERZEGOWINA

ALPINE BH doo Travnik Travnik BAM 10 53,66% N

Alpine d.o.o. Banja Luka *) Banja Luka BAM 2 76,65% VK

Alpine Investment d.o.o. Sarajewo BAM 5 39,09% VK


Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft

Nennkapital in

1.000 WE

Effektives

Beteiligungsausmaß

in Prozent

129

Konsolidierungsart

Alpine Rudnik Krecnjaka Lapisnica d.o.o. Sarajewo BAM 2 39,09% VK

OSIJEK-KOTEKS d.o.o. Sarajewo BAM 2 53,40% N

RMG d.o.o. Sarajewo BAM 5 39,09% VK

SWIETELSKY - ALPINE d.o.o. Banja Luka BAM 2 32,58% N

BULGARIEN

Alpine Bulgaria A.D. Sofia BGN 3.855 39,09% VK

ALPINE - PONS GmbH Sofia BGN 5 39,09% N

Strojinvest - ALPINE GmbH Sofia BGN 5 38,33% N

CHINA

Alpine Mayreder Construction Co. Ltd. AMCC Peking CNY 30.000 57,49% VK

GROSSBRITANNIEN

Morgan Beton and Monierbau Limited Edinburgh GBP 25 37,94% N

INDIEN

Alpine Bau India Private Limited *) Neu Delhi INR 100 76,65% VK

ITALIEN

ALPINE-ENERGIE Solar Italia S.R.L *) Bozen EUR 10 76,65% VK

KROATIEN

Asfaltna Cesta d.o.o. Split HRK 20 53,40% VK

AUTOBUSNI KOLODVOR OSIJEK d.o.o. Osijek HRK 20 53,40% N

Kappa d.o.o. Osijek HRK 20 53,40% VK

Osijek Koteks d.d. Osijek HRK 44.790 53,40% VK

OSIJEK-KOTEKS d.o.o. Zagreb HRK 4.570 53,40% VK

Vela Borovica koncern d.o.o. Zagreb HRK 20 76,65% VK

VELICKI KAMEN d.o.o. *) Velika HRK 18.382 53,40% VK

LUXEMBURG

Alpine Energie Luxembourg S.a.r.l. Foetz EUR 375 76,65% VK

MAZEDONIEN

Alpine-Aleksandar d.o.o. Skopje MKD 310 73,58% VK

ALPINE MINERALNI SUROVINI DOOEL Skopje MKD 306 76,65% N

Alpine Skopje DOOEL Skopje MKD 306 76,65% VK

MONTENEGRO

Alpine-Podgorica d.o.o. Podgorica EUR 1 76,65% VK


Konzernanhang

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft

Nennkapital in

1.000 WE

Effektives

Beteiligungsausmaß

in Prozent

Konsolidierungsart

NIEDERLANDE

Stump - Fundierungstechnik B.V. Amsterdam EUR 25 76,65% N

POLEN

ALPINE Bau GmbH A-1 spólka jawna Warschau PLN 15 76,65% VK

ALPINE Construction Polska Sp.z o.o. *) Krakau PLN 196 78,05% VK

Alpine Green Energia Sp.z.o.o. Piotrków Trybunalski PLN 100 38,33% N

Alpine-Slask Budowa Sp.z.o.o. *) Myslowitz PLN 50 76,65% VK

Stump Hydrobudowa Sp.z.o.o. Warschau PLN 330 76,65% VK

RUMÄNIEN

Alpine S.A. Judetul Ilfov RON 3.747 76,65% VK

ANDEZIT STANCENI S.R.L. *) Judetul Mureş RON 1 76,65% VK

DONAU INVESTMENT S.R.L. Bukarest RON 1 38,33% N

GRANITUL S.A. Bukarest RON 12.256 32,14% N

RUSSLAND

OOO "Alpine Mayreder" Moskau RUB 10 76,65% VK

SAO Alpine Gaz Moskau RUB 1.500 30,66% N

SCHWEIZ

Alpine-Bau GmbH Hergiswil CHF 100 76,65% VK

Alpine-Energie Schweiz AG Oftringen CHF 1.500 76,65% VK

PRO-PART AG *) Oberschan CHF 100 76,65% VK

PRO-PART Energie GmbH *) Oberschan CHF 30 76,65% VK

SERBIEN

Alpine Dolomit A.D. Petrovac na Mlavi CSD 29.701 76,45% VK

Alpine d.o.o. Beograd Belgrad CSD 831.496 76,65% VK

Alpine Granit d.o.o. Ljubovija CSD 93.614 76,65% VK

Alpine-Porr Constructions d.o.o. Belgrad CSD 835 76,65% N

Alpine PZPB d.o.o. Beograd Belgrad CSD 319 76,65% VK

Grados d.o.o. Novi Sad CSD 45 53,40% N

SEVER-JUG AUTOPUT d.o.o. Belgrad CSD 159.553 38,33% N

Strazevica A.D. Batocina CSD 263.971 45,77% VK

SLOWAKEI

Alpine Slovakia spol.s.r.o. Bratislava EUR 11.350 76,65% VK

PPE Malzenice s.r.o. *) Bratislava EUR 20 38,33% EB


Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft

Nennkapital in

1.000 WE

Effektives

Beteiligungsausmaß

in Prozent

131

Konsolidierungsart

SLOWENIEN

Alpine Consulting d.o.o. Celje EUR 9 76,65% VK

Ecoenergetika d.o.o. Celje EUR 41 76,65% VK

TSCHECHIEN

Alpine stavebni spolecnost CZ s.r.o. Valasske Mezirici CZK 135.000 76,65% VK

Mayreder Praha stavebni spolecnost spol.s r.o. Prag CZK 1.000 76,65% N

MAYREDER BOHEMIA stavebni spolecnost spol. s. r.o. Prag CZK 100 76,65% N

Silasfalt s.r.o. Ostrava-Kuncice CZK 64.000 38,33% EB

Stump - Geospol s.r.o. Prag CZK 3.500 76,65% VK

ZNOJMO - CITY a.s. Brünn CZK 1.000 38,33% N

UKRAINE

TOV Alpine Ukraine Kiew UAH 175 76,65% N

UNGARN

Alpine Hungária Épitö Kft. Budapest HUF 118.060 76,65% VK

BA-ÉP Balaton Aszfalt - és Épitö Kft. Keszthely HUF 9.300 38,33% N

Wellnesshotel Építo Kft. *) Budapest HUF 3.000 76,65% VK

Legende zur Aufteilung der Beteiligungen

VK = Vollkonsolidierung

EB = Equity-Bewertung

N = Nicht konsolidierte Unternehmen

*) Neue Gesellschaften im Konsolidierungskreis


informationen

und KontaKte

133


alPine standorte

alPine bau Österreich

Salzburg

+43 662 8582-0

Klagenfurt

+43 463 33533

Kematen

+43 5232 3333

Graz

+43 316 212

Linz

+43 732 90540

Wien-Oberlaa

+43 1 61079

St. Pölten

+43 2742 75866

informationen und KontaKte

alPine bahnbau

ALPINE Bahnbau

Traun

+43 732 370537-400

SCHAUER Eisenbahnbau

Traun

+43 732 384543-0

Gregorich GmbH

Traun

+43 732 384543-0

Universale Bau GmbH

Zweigniederlassung Bahnbau

Salzburg-Wals

+43 662 46999

ALPINE Bahnbau Rumänien

Timisoara

+40 256294798

Eisenstadt

+43 2682 62994 alPine-energie

ALPINE-ENERGIE Holding AG

Biberach/Riss, Deutschland

+49 7351 579-0

ALPINE-ENERGIE Österreich GmbH

Linz

+43 732 90610

ALPINE-ENERGIE Schweiz AG

Oftringen

+41 62 788 90 00

ALPINE-ENERGIE Luxemburg S.à.r.l.

Foetz

+352 556585

alPine bemo

tunnelling gmbh

ALPINE BeMo Tunnelling GmbH

Innsbruck, Österreich

+43 512 3311-0

ALPINE BeMo Tunnelling GmbH

Salzburg, Österreich

+43 662 8582-442

ALPINE Beton- und Monierbau Tunnelling GmbH

Österrike, Sverige Filial, Schweden

+46 31 94 98 80

ALPINE BeMo Tunnelling GmbH

Niederlassung West, Deutschland

+49 2389 95390-0

spezialtiefbau

Grund-, Pfahl- und Sonderbau GmbH

Himberg, Österreich

+43 2235 87777

STUMP Spezialtiefbau GmbH

Ismaning, Deutschland

+49 89 960 701-0

Stump-Geospol s.r.o.

Brněnské Ivanovice, Tschechische Republik

+420 545 558 000

Stump-Hydrobudowa Sp. z.o.o.

Warszawa, Polen

+48 22 559 60 17

GSB Grund- und Sonderbau GmbH

Berlin, Deutschland

+49 30 530 060


alPine bau international

ALPINE Bau Deutschland AG

Eching, Deutschland

+49 89 327 11-0

ALPINE Bau GmbH

Hergiswil, Schweiz

+41 41 630 4220

ALPINE Bau GmbH

Branch Office Tirana, Albanien

+355 42 340 235

OOO „ALPINE Mayreder“

Moskau, Russland

+7 495 730 1223

ZAO „ALPINE-GAZ“

Moskau, Russland

+7 495 984 58 88

ALPINE Bau GmbH

Celje, Slowenien

+386 3 42 88 270

ALPINE Bau GmbH

Podružnica Zagreb, Kroatien

+385 1 53 92 200

ALPINE d.o.o. Beograd

Beograd, Serbien

+381 11 3345 594

ALPINE Investment d.o.o.

Sarajevo, Bosnien Herzegowina

+387 33 25 12 90

ALPINE d.o.o.

Banja Luka, Bosnien Herzegowina

+387 51 232 930

ALPINE Podgorica d.o.o.

Podgorica, Montenegro

+382 20 613 401

ALPINE Skopje dooel Skopje

Skopje, Mazedonien

+389 2 324 5856

ALPINE Ślask-Budowa Sp. z o.o.

Myslowice, Polen

+48 32 223 71 15

ALPINE Construction Polska Sp. z o.o.

ul. 29 Listopada 10

00-465 Warszawa

+48 22 559 64 50

ALPINE Construction Polska Sp. z o.o.

ul. Starowiślna 79

31-052 Kraków

+48 12 356 10 20

Zweigniederlassung ALPINE Abu Dhabi

Abu Dhabi, V.A.E.

+971 2 445 4967

ALPINE Bau GmbH

Cankaya/Ankara, Türkei

+90 312 4463847

ALPINE Bau GmbH

Singapur

+65 6297 2998

ALPINE Bau GmbH

Neu Delhi, Indien

+91 11 43596115

TOV ALPINE Ukraine

Kiev/Lviv, Ukraine

+38 032 235 29 34

ALPINE Romania SA

Mogosoaia, Rumänien

+40 31 228 7508

ALPINE Hungária Építő Kft.

Budapest, Ungarn

+36 1 666 7500

ALPINE Slovakia, spol s.r.o.

Bratislava, Slowakei

+421 2 581 015-15

ALPINE Bau GmbH

Branch Bulgaria

+359 2 81886-0

ALPINE Bulgaria A.D.

Sofia, Bulgarien

135

ALPINE stavební společnost CZ, s.r.o.

Valăsské Meziríči, Tschechische Republik

+420 571 750 111

ALPINE Bau GmbH

Athen, Griechenland

+30 210 674 7723

ALPINE Mayreder Construction Co., Ltd.

Peking, China

+86 10 852 75116-17


indeX

ALPINE Bahnbau // 022 / 033 / 040 / 055

ALPINE-ENERGIE // 019 / 023 / 024 / 027 / 037 / 040 / 081 / 082 / 128 / 129 / 130 / 135 / 137

ARB / ALPINE Rohstoffbeschaffung und Baustofferzeugung // 038 / 137

ATM / ALPINE Technologie Management // 039 / 042 / 137

Aufsichtsrat // 019 / 025 / 048 / 065 / 123 / 124

Ausbildung // 045 / 068

Bauleistung // 022 / 023 / 025 / 026 / 027 / 028 / 031 / 038 / 043 / 058 / 062 / 063 / 067 / 071 / 074 / 095 / 137 / 139

Bitumen // 038 / 054 / 137

BOT / Build-Operate-Transfer-Modell // 027 / 038 / 040 / 137

EBT // 022 / 137

Energie // 004 / 013 / 023 / 035 / 037 / 048 / 049 / 056 / 059 / 137 / 138 / 139

Equity-Methode // 080 / 086 / 088 / 138

Ertrag // 062 / 074 / 075 / 083 / 084 / 089 / 092 / 093 / 095 / 096 / 098 / 099 / 100 / 112 / 113 / 137

Facility Management // 027 / 037 / 038

FCC Gruppe // 041 / 084 / 123 / 138

Finanzierung // 027 / 038 / 041 / 057 / 058 / 064 / 066 / 077 / 119 / 137 / 138

Forschung // 027 / 039 / 040 / 041 / 042 / 070

Geräte und Maschinen // 039 / 040 / 063 / 085 / 086 / 096 / 102 / 103 / 138

Geschäftsbereiche // 019 / 031 / 037 / 067

Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) // 062 / 082 / 138

IASB / International Accounting Standards Board // 080 / 084 / 138

IFRS / International Financial Reporting Standards // 025 / 080 / 082 / 088 / 092 / 093 / 094 / 119 / 120 / 138

Infrastruktur // 022 / 023 / 027 / 028 / 029 / 031 / 038 / 054 / 055 / 056 / 057 / 058 / 059 / 060 / 061 / 071 / 138

Innovationen // 019 / 033 / 040 / 042

Konjunktur // 029 / 054 / 055 / 056 / 057 / 058 / 067 / 071

Konsolidierung // 025 / 086 / 123

informationen und KontaKte

Markt // 019 / 022 / 023 / 026 / 027 / 028 / 029 / 037 / 038 / 040 / 041 / 047 / 054 / 056 / 057 / 059 / 067 / 088

Mitarbeiter // 019 / 023 / 025 / 026 / 027 / 039 / 041 / 042 / 043 / 044 / 045 / 046 / 047 / 048 / 049 / 051 / 059 / 065 /

068 / 070 / 085 / 090 / 096 / 118

MTA / Maschinentechnische Abteilung // 039 / 138

Nachhaltigkeit // 048 / 138

PPP / Public Private Partnership // 027 / 031 / 038 / 040 / 055 / 138 / 139

Ressourcen // 027 / 038 / 040 / 048 / 137

Sicherheit // 017 / 031 / 033 / 046 / 118 / 120 / 140

Speziallösungen // 035 / 048

Umsatz // 041 / 074 / 095

Umwelt // 015 / 048 / 049 / 069

Verantwortung // 027 / 042 / 043 / 048 / 065

Wachstum // 019 / 023 / 026 / 028 / 029 / 054 / 055 / 056 / 058 / 059 / 060 / 061 / 071

Wertschöpfung // 023 / 027 / 038 / 139


glossar

ALPINE-ENERGIE Tochterunternehmen von ALPINE und Full-Service-Anbieter in den Bereichen

Fahrleitungsbau, Freileitungsbau, Kommunikationstechnik, Gebäude- und Industrietechnik, Intelligente

Verkehrssysteme, erneuerbare Energieträger und Engineering.

AMORTISATION Bezeichnet den Prozess, in dem anfängliche Aufwendungen für ein Objekt durch

dadurch entstehende Erträge gedeckt werden.

ARB / ALPINE ROHSTOFFBESCHAFFUNG UND BAUSTOFFERZEUGUNG Die Abteilung ist verant-

wortlich für das Ressourcen-Management von ALPINE.

ATM / ALPINE TECHNOLOGIE MANAGEMENT Abteilung mit dem Ziel der Schaffung und in Folge

Weiterentwicklung eines hochwertigen Standards auf dem Sektor Labortechnik.

AUFTRAGSBESTAND Das Volumen, für das unterfertigte Verträge vorliegen.

BAULEISTUNG, KONSOLIDIERT Nach betriebswirtschaftlichen Kriterien abgegrenzte Jahresbauleis-

tung einschließlich anteiliger Bauleistung der Arbeitsgemeinschaften.

BITUMEN Bitumen bezeichnet ein sowohl natürlich vorkommendes als auch durch Vakuumdestillation

aus Erdöl hergestelltes Gemisch, bestehend aus verschiedenen organischen Substanzen. Die stofflichen

Eigenschaften von Bitumen erlauben eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten im Bauwesen. Z. B. im

Straßenbau bildet das Bitumen als Bindemittel zusammen mit der Gesteinskörnung den Asphalt.

BOT / BUILD-OPERATE-TRANSFER-MODELL BOT ist ein Betreibermodell und beinhaltet die schlüs-

selfertige Erstellung von Anlagen einschließlich Finanzierung der Vorlaufkosten, das Projektmanagement

sowie die Betriebsübernahme für die Anlaufphase.

CASHFLOW Der Cashflow ist eine wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Umsatztätigkeit und

sonstigen laufenden Tätigkeiten erzielten Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode darstellt.

CEE-LÄNDER Länder Zentral- und Osteuropas

EBT / EARNINGS BEFORE TAXES Kennzahl, die sich aus Gewinn- und Verlustrechnung ergibt.

ENERGIEAUSWEIS Ein Energieausweis gibt Auskunft über den Energieverbrauch pro Quadratmeter

Nutzfläche und Jahr, ermöglicht darüber hinaus eine grundlegende Aussage zur energetischen Qualität

eines Gebäudes und erlaubt eine Abschätzung der zukünftigen Energie- bzw. Nebenkosten. Ausstellung,

Verwendung, Grundsätze und Grundlagen der Energieausweise werden in Deutschland in der Energieeinsparverordnung

(EnEV) geregelt, in Österreich durch die jeweiligen Landesgesetze und das Energieausweis-Vorlage-Gesetz

(EAVG). Diese Rechtsnormen sollen die EG-Richtlinie 2002/91/EG (EPBD

Energy Performance of Buildings Directive) über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden in nationales

Recht umsetzen.

137


informationen und KontaKte

EqUITY-METHODE Methode zur Bilanzierung und Bewertung von Beteiligungen an assoziierten

Unternehmen sowie gegebenenfalls an Gemeinschaftsunternehmen und an Konzernunternehmen, die

nicht vollständig konsolidiert werden.

ERTRAGSKRAFT Ertragskraft ist die langfristige Fähigkeit eines Unternehmens, Gewinne zu erzielen.

Sie ist eine zukunftsbezogene Größe, daher sind Analysen der Geschäftsentwicklung, Vermögenslage

und Finanzierung unter dem Aspekt ihrer künftigen Ertragswirksamkeit zu sehen.

FACILITY MANAGEMENT Bezeichnet die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden, Anlagen

und Einrichtungen.

FCC GRUPPE ‚Fomento de Construcciones Y Contratas, S. A.‘, kurz FCC. ALPINE ist seit 2006 Teil der FCC

Gruppe mit Sitz in Madrid, Spanien.

GUV Gewinn- und Verlustrechnung.

HEIMMÄRKTE Österreich, Deutschland, Schweiz.

IASB / INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD IASB ist ein international besetztes

unabhängiges Gremium von Rechnungslegungsexperten, das die International Financial Reporting

Standards (IFRS) entwickelt und bei Bedarf überarbeitet.

IFRS / INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS Die IFRS sind internationale

Rechnungslegungsvorschriften.

JOINT VENTURE Eine gemeinsame Tochtergesellschaft von mindestens zwei rechtlich und wirt-

schaftlich getrennten Unternehmen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS Der Konsolidierungskreis bezeichnet die Summe aller in den Konzernab-

schluss einbezogenen Gesellschaften.

KONTAMINATION Verunreinigung von Materialien mit Schadstoffen, radioaktiven Stoffen oder Orga-

nismen. Verunreinigung durch unerwünschte, in der Regel schädliche Stoffe.

MTA / MASCHINENTECHNISCHE ABTEILUNG MTA ist die Maschinentechnische Abteilung von

ALPINE. Diese ist für die Beschaffung, Verwaltung, Disposition und Instandhaltung des Maschinen- und

Anlagenparks des Konzerns verantwortlich.

NACHHALTIGKEIT Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren

Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und

sein Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann. Aus Unternehmenssicht sind für nachhaltiges

Wirtschaften ökonomische, ökologische und soziale Aspekte zu berücksichtigen.

PHOTOVOLTAIK Unter Photovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie,

vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie.

PPP / PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIP Projekte stellen Partnerschaften zwischen der öffentlichen

Hand und einem privaten Partner zur Finanzierung und Herstellung öffentlicher Infrastrukturprojekte

dar.


PROJEKT Y PPP OSTREGION PAKET 1 Das erste PPP-Autobahnprojekt Österreichs. Die S1 Ost, S1

West, S2 und die A5 in Richtung Tschechien, von Eibesbrunn bis Schrick und damit größte Baustelle

Mitteleuropas werden in nur 37 Monaten fertig gestellt. Das PPP Ostregion Projekt Y wird termingerecht

dem Verkehr übergeben.

PROJECTED UNIT CREDIT METHOD Es handelt es sich um ein versicherungsmathematisches Bewer-

tungsverfahren für Verpflichtungen aus betrieblicher Altersversorgung, das in internationalen Rechnungslegungsstandards

vorgeschrieben ist.

RECRUITING Die Personalbeschaffung (engl. Recruitment, Recruiting) ist Teil der Personalwirtschaft

und befasst sich mit der Deckung eines zuvor definierten Personalbedarfs.

REGENERATIVE ENERGIEN Als erneuerbare Energien bezeichnet man Energie aus Quellen, die sich

entweder kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt.

Es handelt sich daher um nachhaltig zur Verfügung stehende Energieressourcen. Dazu gehören neben

der Wasserkraft auch die Sonnenenergie und Geothermie (Wärme im Erdinneren).

SEE South-Eastern Europe / Südosteuropa.

SMART METERING Smart Meter sind elektronische Stromzähler, mit denen es über eingebaute

Zusatzfunktionen oder nachträgliche Module möglich ist, die erfassten Zählerstände vom Energieversorgungsunternehmen

digital über die Ferne auszulesen und mittels Software variabel aufzubereiten.

Neben dem reinen Einsatz von intelligenten Zählern zur Messung des Stromverbrauchs ist es auch

möglich, in einem Haushalt ebenfalls den Wasser-, Gas-, und Wärmeverbrauch intelligent zu überwachen.

Privat- und Sonderkunden sollen durch die neue Technologie ihren Energieverbrauch steuern und damit

senken können, ganz im Sinne des Integrierten Energie- und Klimaschutzpaketes und der europäischen

Energieeffizienzrichtlinien.

SUBUNTERNEHMEN Spezialisierte Unternehmen werden für diverse Projekte beauftragt. Bei ALPINE

gehen rund 40 % an Subunternehmer.

TELEMATIK Zusammengesetzt aus Telekommunikation und Informatik, ist eine Technologie, welche

die Bereiche Telekommunikation und Informatik verknüpft.

WERTSCHöPFUNGSKETTE Die Wertschöpfungskette beschreibt die Stufen des betrieblichen Leis-

tungserstellungsprozesses von der Beschaffung über die Produktion bis hin zum Kunden.

WU-DIFFERENZEN Währungsumrechnungsdifferenzen werden in einem separaten Bestandteil des

Eigenkapitals ausgewiesen.

139


imPressum

HERAUSGEBER

ALPINE Holding GmbH · Marketing & Konzernkommunikation

Alte Bundesstraße 10 · 5071 Wals bei Salzburg · Österreich · Telefon +43 662 8582-0 · Fax -9900

marketing@alpine.at · www.alpine.at

KONZEPT & REALISIERUNG

Mensalia Unternehmensberatung // Konzept, Beratung

Rosebud, Inc. // Kreativkonzept

ALPINE // Texte: Andreas Eder, Karin Keglevich, Marina Pollhammer // Design: Florian Frandl

Friedrich VDV // Druck

FOTOGRAFIE

Andreas Hofer // Konzeptfotostrecke

Alexander Vorderleitner // Porträts der Konzernführung

ALPINE-Bildarchiv // Restliche Fotos

HINWEISE

Fragen: Bitte kontaktieren Sie Andreas Eder, E-Mail: andreas.eder@alpine.at /Telefon +43 662 8582-280

Geschlechtsneutrale Formulierung: Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird auf die geschlechtsspezifische

Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich

für beide Geschlechter.

Sicherheit: Bei den Shootings der abgebildeten Fotos wurden alle Sicherheitsvorschriften eingehalten.

Rundungshinweis: Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund

kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.

© 2010 ALPINE Holding GmbH

Der ALPINE Geschäftsbericht 2009 liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor.

Bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung. Satz- und Druckfehler vorbehalten.


ALPINE Holding GmbH

Alte Bundesstraße 10 · 5071 Wals/Salzburg · Österreich · Telefon +43 662 8582-0 · Fax -9900

office@alpine.at · www.alpine.at

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