Pressemitteilung - Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

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Pressemitteilung - Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Pressemitteilung

der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Verantwortlich: gez. Pfarrer Stephan Krebs,

Pressesprecher

Nr. 42/02 14.8. 2002

Neue Leiterin der Kirchenverwaltung wird offiziell eingeführt

Festakt zur Amtsübergabe in Darmstadt

Sigrid Bernhardt-Müller, die neue Leiterin der Kirchenverwaltung, wird am Mittwoch offiziell

in ihr Amt eingeführt. Sie löst Dr. Gotthard Scholz-Curtius ab, der nach 16 jähriger Amtszeit

in den Ruhestand verabschiedet wird. Bernhardt-Müller ist die erste Frau in diesem Amt und

damit Vorgesetzte von cirka 300 Mitarbeitenden in der Verwaltung, der Zentrale der

Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) mit ihren 1,8 Millionen Mitgliedern,

knapp 12.000 hauptamtlich Beschäftigten und einem Haushalt von circa 460 Millionen Euro.

Reformen angestoßen

Unter der Leitung von Scholz- Curtius hatte die Kirchenverwaltung begonnen, sich in ein

modernes Dienstleistungszentrum umzuwandeln. Scholz-Curtius hatte dabei die Hochschule

für Verwaltungswissenschaften in Speyer mit eingebunden. Maßgeblich beteiligt war Scholz-

Curtius auch an der großen Strukturreform, mit der sich derzeit die gesamte EKHN auf die

veränderten Bedingungen der Zukunft einstellt. Scholz-Curtius, von Hause aus Jurist und

Historiker, war zudem Mitautor des bundesweit beachteten juristischen Kommentars zur

Kirchenordnung. Er hat eine Reihe von Geschichtsforschungen in der EKHN gefördert,

darunter das Karl-Herbert-Stipendium und das derzeit laufende Projekt "oral history", bei

dem die Nachkriegsgeschichte anhand von Zeitzeugen-Interviews ausgewertet wird. Auch

die derzeit durchgeführte große Sanierung des Verwaltungsgebäudes am Paulusplatz geht

auf die Initiative von Scholz-Curtius zurück.

Zu den Personen

Der am 9. September 1939 geborene Gotthard Scholz-Curtius stammt aus einem Pfarrhaus

in der Nähe von Breslau in Schlesien. Er legte sein Abitur in Wertheim am Main ab und

studierte anschließend Rechtswissenschaften und Geschichte in Hamburg und Heidelberg.

Es folgten Studienaufenthalte in den USA und an der Verwaltungshochschule in Paris.

Scholz-Curtius wurde dann Stellvertreter des Landrats in Bühl und Lehrbeauftragter an der

evangelischen Fachhochschule in Freiburg, später Referent für Umwelt und Naturschutz

beim Regierungspräsidium in Karlsruhe. 1975 wechselte er in das Bundesministerium für

Bildung und Wissenschaft nach Bonn. Im August 1986 übernahm er schließlich die Leitung

der Kirchenverwaltung der EKHN.

Sigrid Bernhardt-Müller wurde 1948 in Göttingen geboren und wuchs dort, sowie in Wien

und Münster auf. Nach ihrem Abitur in Münster studierte sie Rechtswissenschaften in

Göttingen und Marburg. Nach einer einjährigen Familienphase begann sie ihre berufliche

Laufbahn 1976 im Strafvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen und wechselte 1979 als

Leiterin der Justizvollzugsanstalt für Frauen nach Frankfurt. Von 1986 an war sie am

Arbeitsgericht Frankfurt tätig. Ab 1990 arbeitete sie als Sozialrechtsreferentin im

Diakonischen Werk in Stuttgart und wurde dort 1997 als Juristin in die Geschäftsführung

berufen. Frau Bernhardt-Müller ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. Sie ist die

erste Frau, die die Leitung der Kirchenverwaltung übernimmt.


Festgottesdienst und Empfang in Darmstadt

Die offizielle Amtsübergabe beginnt um 15 Uhr mit einem Festgottesdienst in der

evangelischen Stadtkirche Darmstadt. Ein Empfang im Liebighaus schließt sich an. Zu den

Ehrengästen gehören Staatsminister Jochen Riebel, Oberbürgermeister Peter Benz, der

Präsident des Kirchenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover,

Valentin Schmidt, der Präses der Kirchensynode der EKHN, Dr. Karl Heinrich Schäfer, der

Generalvikar des Bischöflichen Ordinariats Limburg, Dr. Günther

Geis und andere.

Hintergrund: Leitung der Kirchenverwaltung

Die neue Leiterin ist nicht nur Dienstvorgesetzte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der

Kirchenverwaltung in Darmstadt. Sie hat qua Amt auch Sitz und Stimme in der

Kirchenleitung. Diese leitet, vertritt und verwaltet die EKHN im Auftrag der Synode.

Die EKHN befindet sich derzeit in einem Reformprozess, bei dem auch die Kompetenzen

zwischen der zentralen Verwaltung, den neuen Regionalverwaltungen und den neu

geschaffenen Arbeitszentren geregelt wird.

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