Strom - EBM

ebm.ch

Strom - EBM

SPEZ.13628

2 | 2007

Servicemagazin der EBM stromDas

Fokus

Heisse Zeiten

für den Strom Seite 12

Dienstleistung

Besser

fernsehen Seite 20

Neonwidmer AG

Werbung im besten Licht

Seite 6


Spanien –

traumhafte Familienferien.

Jardines del Plaza***

EUROBUS Familienhits: bis 9. Juli Vorsaison, bis zu 70% Kinderrabatt

Santa Susanna – Costa Brava

An der nördlichsten Küste Spaniens liegt

Santa Susanna mit seinem breiten Sandstrand.

Unzählige Geschäfte, Bars, Restaurants

und Discos sorgen für Abwechslung.

Hotel Caprici***

Unser Familien-Stammhaus in Santa

Susanna.

Lage: Ruhig, direkt am Strand.

Einrichtung: Bar, Sauna, Fitnessraum,

Internetraum, Spielsalon, Buffet für alle

Mahlzeiten, Animation für

Kinder und Erwachsene.

Zimmer: Dusche/WC, Telefon, Sat-TV,

Klimaanlage, Safe.

Aussenanlage: Schwimmbad mit

Kinderbecken, Kinderspielplatz.

Gesamtpreis pro Familie inkl. Halbpension

9 Tage / Mo–Mi oder Fr–So

Reisedaten 01.06.–25.06. 29.06.–09.07. 13.07.–30.07.

17.09.–08.10. 03.08.–10.09.

1 Erw. + 2 Ki. 1153.– 1635.– 1873.–

2 Erw. + 1 Ki. 1258.– 1784.– 2043.–

2 Erw. + 2 Ki. 1468.– 2081.– 2383.–

Calella – Costa Brava

Der aussergewöhnlich breite und feine

Sandstrand ist perfekt für Spiel und Entspannung.

Das lebhafte Calella sorgt mit

zahlreichen Discos, Pubs und Bars für

Unterhaltung und Spass.

Mar Blau Hotel***

Modernes, von Familien sehr geschätztes

Haus.

Lage: 400 m zum Strand

Einrichtung: Bar, Restaurant, Buffet für

alle Mahlzeiten.

Zimmer: Zimmer mit Bad oder

Dusche/WC, Sat-TV, Safe, Telefon

Balkon und Klimaanlage.

Aussenanlage: Grosse Gartenanlage mit

Schwimmbad und Kinderbecken.

Gesamtpreis pro Familie inkl. Halbpension

9 Tage / Mo–Mi oder Fr–So

Reisedaten 01.06.–25.06. 29.06.–09.07. 13.07.–30.07.

17.09.–08.10. 03.08.–10.09.

1 Erw. + 2 Ki. 1261.– 1635.– 1826.–

2 Erw. + 1 Ki. 1376.– 1784.– 1992.–

2 Erw. + 2 Ki. 1605.– 2081.– 2324.–

Reisedaten: Carreisen durchgehend jeden Montag vom 04.06. bis 08.10. und jeden

Freitag vom 01.06.–03.08. und 21.09.–12.10.

La Pineda – Costa Dorada

Aargau 056 461 63 63 Bern 031 996 13 13 Ostschweiz 071 446 14 44

Basel 061 711 55 77 Zürich 044 444 12 12 Zentralschweiz 041 496 96 66

Der kleine Ort ist geprägt vom Hotel Estival

Park. Ruhe und Erholung finden Sie in

den Parks und am breiten, feinsandigen

Strand. Vergnügen bieten der Wasser-Park

und die Disco «Pacha».

Hotel Estival Park****

Ruhe, Erholung und Spass für Familien

wie für Sportbegeisterte.

Lage: Direkt am Meer.

Einrichtung: Bar, Restaurant, Buffet für

alle Mahlzeiten, Disco/Tanzbar,

Kinderhort, Animation.

Sportcenter: Hallenbad, Whirlpools, Fitnesscenter,

Solarium, Sauna.

Appartements: Stilvoll möbliert, TV,

Safe, Minibar, Küche, Bad oder

Dusche/WC, Balkon. 2- und 3-Zimmer-

Appartements.

Aussenanlage: Verschiedene Schwimmbäder,

Kinderbecken.

Gesamtpreis pro Familie inkl. Halbpension

9 Tage / Mo–Mi oder Fr–So

Reisedaten 01.06.–25.06. 29.06.–09.07. 13.07.–30.07.

17.09.–12.10. 03.08.

1 Erw. + 2 Ki. 1466.– 2350.– 2566.–

2 Erw. + 1 Ki. 1599.– 2564.– 2799.–

2 Erw. + 2 Ki. 1865.– 2991.– 3265.–

Inbegriffen: Reise im EUROBUS, Reiseleitung, Appartements oder DZ mit Zusatzbetten,

ZF oder HP, Hostessenbetreuung, Ruhekissen.

2 Erw. + 3 Ki. 2132.– 3418.– 3732.–

Zuschläge: Aufpreis Weekend Fr. 20.– pro Strecke, Auftragspauschale Fr. 30.– pro Buchung

* Preisbeispiel pro Person mit Carfahrt, HP, Appartement, gültig 25.06./24.09.–08.10. Kinder bis 16 Jahre 50% Rabatt

Ihr Geld ist bei EUROBUS 100% sicher!

Verlangen Sie unsere Kataloge oder buchen Sie online unter

www.eurobus.ch. Internet-Buchungsrabatt Fr. 20.– pro Reservation.

9 Tage HP ab Fr.

(Kinder 50 %) 638.– *

Peniscola – Costa del Azahar

An einer herrlichen Bucht der Costa del Azahar

liegt die malerische Altstadt mit engen

Gassen, Souvenirläden und Bistros. Der flach

abfallende Strand und das kristallklare Meer

laden zum Baden ein.

Jardines del Plaza Apparthotel***

Unser Geheimtipp!

Lage: Direkt am Strand.

Einrichtung: Reception, Restaurant,

Caféteria.

Appartements: Hübsche Appartements

mit 2 separaten Schlafzimmern, Bad oder

Dusche/WC, Sat-TV, Telefon, Miet-Safe,

Balkon, Küche, Klimaanlage.

Aussenanlage: Grosszügige Garten- und

Schwimmbadanlage, Kinderbecken.

Gesamtpreis pro Person inkl. Halbpension

9 Tage / Mo–Mi

Reisedaten 25.06.

24.09.–08.10.

02.07.–09.07. 16.07.–30.07.

Appts. ab 3 Pers. 638.– 865.– 893.–

Kinder bis 16 Jahre 50% Rabatt im Zi. mit 2 Erw.

HILFIKER UND HILFIKER, LUZERN


FOTOS: ANDREAS ZIMMERMANN; SEBASTIAN DERUNGS; TOBIAS SUTTER

«Sönd willkomm» im schönen Appenzellerland:

Die «Strom»-Leserreise bringt Sie auf den Säntis,

wo Sie einen herrlichen Ausblick geniessen.

Weitere Programm-Höhepunkte gibts auf Seite 28.

«Faszination Technik»

Frank Linhart,

Redaktion

Hand aufs Herz: Was der Mensch schon

an Maschinen und Technologien erfunden

hat, begeistert uns alle. Man muss

kein Kind mehr sein, um über die Vielfalt der

heutigen technischen Möglichkeiten staunen

zu können. Auch wir von der EBM entwickeln

dafür immer wieder eine Faszination. Allerdings

müssen wir diese auch an Sie – geschätzte

Kundschaft – weitergeben können, indem wir

den Sinn und die Effizienz der diversen Technologien

unter Beweis stellen. Dabei sind wir überzeugt,

dass ein flexibles Angebot und somit die

Anpassung an Kundenbedürfnisse entscheidende

Faktoren sind.

In dieser Ausgabe erleben Sie, mit welch

unterschiedlichen Gebieten die EBM sich nebst

der reinen Stromversorgung beschäftigt: Von

Leuchtreklamen über Stirlingmotor-Heizungen

bis hin zu Schreibmaschinen – in all diese Errungenschaften

stecken wir unsere Energie. Dabei

gehen Faszination und Nutzen stets Hand in

Hand. Und falls Ihnen unsere grüne Seite mehr

zu Gesicht steht als die Welt der Technik, so bestellen

Sie einfach unseren Kalender 2008 und

holen Sie damit ein Stück Natur in Ihr Heim.

Das Team der Kundenbetreuung ist für Sie da.

Telefon 0844 844 144, Fax 061 415 46 46

E-Mail: kundencenter@ebm.ch

Inhalt

4 Lichtblick

Welcher Leuchtentyp sind Sie?

10 EBM-Kochstudio

Eine Reise der Sinne

11 Lifestyle

Praktisch zum Aufladen

12 Fokus

Klima verlangt Umdenken

16 Sehen & verstehen

Besuch in der Staumauer

20 Dienstleistung

Mehr TV-Sender ab Juli

22 Energie

Alte Technik neu entdeckt

25 Kommunikation

Entwicklung des Büros

26 Retro

Ein Oldtimer zum Mähen

27 Alves’ Alltag

Achtung Ferienfotos!

30 Strom junior

Der trockene Wassertrick

31 Rätsel

Tolle Preise zu gewinnen

Leuchtend

strom 2 | 2007

6 Werbung

Schriftzüge und Logos prangen auf

vielen Dächern. Doch woher kommen

diese? Zu Besuch bei der Firma, die

Buchstaben zum Leuchten bringt.

Speziell

8 Geniessen

Von der Wurzel bis zu

den Blättern: Koriander ist

in jeder Hinsicht speziell.

3


4 Lichtblick

Stimmungsvoll:

laue Sommernächte

mit Kerzenlicht und

Lichterketten.

[ Bodenwürfel ]

Licht zum Drauftreten

Den Gästen etwas Besonderes

mit auf den Weg geben: Dies

kann man mit den würfelförmigen

Boden-Einbauleuchten

«Cubo» von Osram. Die Würfel

werden auf Wegen und in

Mauern eingebaut und sind in

den Farben Rot, Grün, Blau,

Weiss und Orange erhältlich. Mit

ihren Ausmassen lassen sich die

leuchtenden LED-Elemente

leicht an Standardbodenplatten

und Pflastersteine anpassen. Sie

sind temperaturbeständig und

von –30 bis 70 Grad Celsius

funktionstüchtig. Weitere Informationen:

www.osram.ch.


1

[ Gartenlampen ]

Einfach schön:

«Moonlight» auf der Erde.

Zeig mir dein Licht …

Auch am schönsten Sommerabend

wird es einmal dunkel.

Will man das gemütliche

Beisammensein auf dem Balkon

oder im Garten verlängern,

gibt es verschiedene Lichtalternativen

für unterschiedliche

Typen.

2 3 4

Das Licht der Sonne im Garten:

die Solarleuchte «Silverstar».

1 Für Designliebhaber

Als Schöngeist ist Ihnen das Visuelle wichtig.

Deshalb setzen Sie auf eine Leuchte, die formschön

designt ist, aber auch qualitativ und vom

Material her hochwertig ist. Ob das Objekt

schlicht und zurückhaltend oder eher aussergewöhnlich

und auffallend ist, hängt von Ihrem

Stil ab. Auf jeden Fall aber sollen die Leuchten in

Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon ein spezielles

Ambiente schaffen.

Dies gelingt zum Beispiel mit den Lichtkugeln

Moonlight (Bild oben), die schon viele

Designpreise gewonnen haben. Diese werden

aus Polyäthylen gegossen und sind robust und

wasserdicht. Die Kugeln sind auch als

Schwimmleuchten, mit Soundsystem oder

wechselnden Farben erhältlich. www.moonlight-swiss.ch,

Preis: ab 500 Franken.

2 Für Umweltbewusste

Auch zum Aktenstudium geeignet:

«QE 102» von Monogram.

Sie achten auf eine umweltschonende Lebensweise.

Aus diesem Grund wählen Sie Leuchtmittel,

die wenig Energie brauchen, und setzen im

Aussenbereich auf Solarleuchten. Solarleuchten

benötigen keinen Netzanschluss und können

ohne Kabel installiert werden. Grundsätzlich

kann man zwei «Sorten» von Solarlampen unterscheiden:

kleine, günstige Solarlampen mit

Erdspiess und LED-Leuchten (Effektleuchten)

und grössere Solarleuchten zur Flächenbeleuchtung.

Qualitativ hochstehende Solargartenleuchten

bieten eine komplette Versorgungssicherheit

an, das heisst, der Akku ist so

gross, dass er für mehrere Wochen Strom speichern

kann.

Eine Auswahl an Solarleuchten findet man

im Fachhandel und im Internet, zum Beispiel

unter www.megasol.ch (Bild oben), www.iwssolar.ch

oder www.gartenpower.ch.

3 Für Zweckorientierte

Für Sie steht der Funktionswert einer Lichtquelle

im Vordergrund. Eine Lampe muss zeitlos

und praktisch sein. Insbesondere soll sie ein

helles, starkes Licht abgeben und ihren Zweck

als Sicht- und Orientierungshilfe optimal erfüllen.

Denn Sie wollen auch abends draussen problemlos

Zeitung lesen, Akten studieren oder

Karten spielen können.

Dabei helfen könnte Ihnen zum Beispiel

die hochwertige Wandleuchte «QE 102» des

Herstellers Monogram aus rostfreiem Edelstahl.

Das Produkt ist wetterbeständig und

sicher gegen Staub und Wasser. Mit Kurzschlusssicherung.

Die Aussenlampe sollte von

einem Fachmann installiert werden. Gesehen

bei: www.aussenlampen.ch. Andere Modelle

gibt es im Fachhandel.

4 Für Romantiker

Ein Hauch Mystik auf dem Balkon:

das Windlicht namens «Magmastein».

Romantiker wie Sie sind kreativ veranlagt und

dem Kitsch nicht ganz abgeneigt. Sie geben sich

deshalb nicht mit einem schlichten Lichtspender

zufrieden, sondern setzen auf gemütliche

Atmosphäre. Zur Wahl stehen Kerzen, Windlichter

und Lichterketten. Beim Kauf von Lichterketten

sollten Sie darauf achten, dass sie für

draussen geeignet sind. In einem grossen Garten

besteht auch die Möglichkeit, dekorative

Finnenkerzen oder Feuerschalen und Feuersäulen

einzusetzen. Letztere werden mit Holz

gefüllt, das angezündet wird. Damit können Sie

die Sommerabende im Schein des Feuers geniessen.

Die einzelnen Lichtquellen sind im Handel

erhältlich oder unter www.kerzen.ch (Fischer

Kerzen AG), www.geschenkidee.ch (Bild oben),

www.gluehbirne.ch (Lichterketten), www.finnenkerzen.ch,

www.feuersaeulen.ch. JU/MS

5

FOTOS: STEFAN KUBLI; MEGASOL; MONOGRAM; MOONLIGHT; OSRAM; GESCHENKIDEE, MENUAS.COM


6 Werbung

Leuchtende Beispiele der Arbeit von Neonwidmer.

Im Reich der Werbeanlagen

Beschriftungen und Leuchtschilder

so weit das Auge reicht –

doch woher kommen diese

eigentlich? Zum Beispiel aus

der Firma Neonwidmer AG

in Aesch.

Sei es nun das grosse Firmenlogo am Novartis-Hauptgebäude,

der «Muba-Helm»

auf dem Dach der Basler Messehalle oder

seien es die leuchtenden Umrisse einer Tankstelle

– eines haben diese unterschiedlichen Arten

von Werbeflächen oft gemeinsam: Viele Anlagen

nehmen ihren Ursprung in den Hallen der

Aescher Neonwidmer AG. Und dabei liefert

Neonwidmer nicht nur Neonleuchtschriften.

Vielmehr wird in Aesch praktisch das ganze

Spektrum an Werbeanlagen produziert – von

Bandenwerbung über Bautafeln, Tram- und

Autobeschriftungen, Fahnen, Zeitanzeigen und

Fassadenplakate bis hin zu Verkehrssignalen.

Erfolgreiche Entwicklung

Die Neonwidmer AG kann bereits auf eine fast

70-jährige Geschichte zurückblicken. Das Unternehmen

gehört heute zu den landesweit

grössten in seiner Branche. Inhaber Paul-Rudolf

Lüchinger blickt zufrieden auf das Erreichte

zurück: «Der Konkurrenzkampf ist zwar hart,

immer mehr Serienaufträge gehen ins Ausland;

aber wir sind mit unserer Selbstständigkeit und

Unabhängigkeit nach wie vor auf verschiedenen

Ebenen erfolgreich.»

Vielfalt des Lichts

Ganz am Anfang fabrizierte Neonwidmer ausschliesslich

Leuchtreklameanlagen mit Neonröhrenausleuchtung,

mit der Zeit kamen Fluoreszenzröhren

dazu, und heute ist vor allem die

LED-Technik im Vormarsch – wobei auch die

beiden anderen Formen nach wie vor eingesetzt

werden. LED gilt als besonders innovativ und

zukunftsweisend, da hier auf stromsparende

Weise aus nur ein paar wenigen kleinen so genannten

Leuchtdioden viel Licht erzeugt wer-

den kann – eine 360°-Abstrahlung wie bei der

Neonröhre ist hingegen nicht möglich. Neonwidmer

bietet aber die nötige Flexibilität, um

für die verschiedensten Ansprüche die jeweils

sinnvollste Technik einzusetzen. Das betrifft

auch die «Verkleidungen» einer Werbeanlage:

Bevor sich Kunststoffbuchstaben und Aluminiumbuchstaben

mit Kunststoff-Fronten durchsetzten,

kamen nur Neonröhren ohne Gehäuse

zur Anwendung. Heute werden alle möglichen

Materialien eingesetzt, und zur Herstellung

der Beschriftungen dienen sowohl Siebdruck,

Solventdruck als auch Folien.

Von A bis Z

Je nach Bedürfnis übernimmt Neonwidmer den

ganzen Entstehungsprozess einer Werbeanlage

von der grafischen Gestaltung bis hin zur Montage

(teilweise sogar mit Hubschrauber) oder

setzt eine fixfertige Kundenvorlage um. Vizedirektor

Beat Fässler bemerkt stolz: «Wir beschäftigen

ganz unterschiedliche Berufsgattungen.

Das erlaubt uns, einen Auftrag wirklich von A

bis Z in unserem Hause abzuwickeln.» Und dies

ist wohl ein Grund dafür, dass Neonwidmer

Grossaufträge aus der ganzen Schweiz und

auch aus dem Ausland erhält, so von den SBB,

von Chemiefirmen und mehreren Tankstellenketten.

Und auch die EBM liess ihre grossen Gebäudebeschriftungen

und Wegweisersysteme

von der Aescher Firma herstellen.

Neonwidmer-Chef Lüchinger fügt lächelnd

hinzu: «Diese Zusammenarbeit ist nicht nur

gut, sondern sie hält auch schon lange: Als wir

1969 unseren Hauptsitz bauten, war die Stromversorgung

nur mit dem Bau einer neuen Trafostation

möglich, die die EBM in unserem

Gebäude einrichten konnte.» FRANK LINHART

FOTOS: ANDREAS ZIMMERMANN


[ Neonwidmer ]

«The spirit of light»

Die Neonwidmer AG wurde 1938

von Erwin Widmer in Basel als

Einzelfirma gegründet. 1957

bezog sie in Allschwil eine kleine

Fabrik. 1967 verkaufte Widmer

den Betrieb an seinen Techniker

und Wegbegleiter Jakob Oetiker.

1968 trat Paul-Rudolf Lüchinger

als kaufmännischer Leiter in die

Firma ein und übernahm diese

ab 1980 nach Erkrankung von

Jakob Oetiker ganz. Der Firmensitz

liegt seit 1969 am Weidenweg

18 in Aesch, seit einigen

Jahren steht am Weidenring 30

das «Werk 2». Das Unternehmen

beschäftigt rund 50 Personen.

In dieser Werkhalle

der Neonwidmer AG

in Aesch werden die

Schriftzüge montiert.

7


FOTOS: TOMAS WÜTHRICH; ANDREAS ZIMMERMANN, TOBIAS SUTTER

8 Geniessen [ Koriander ]

Alles essbar: Blätter, Wurzel und Samen.

Wurzelaroma

Die Korianderwurzeln sollte man

nicht wegwerfen – denn sie eignen

sich besonders gut, um alle

Arten von asiatischen Suppen

und Brühen zu aromatisieren.

Frische Blätter können ihr Aroma

bei zu langem Kochen verlieren,

Wurzeln dagegen nicht.

Die Blätter des Korianders

sind besonders aromatisch,

wenn sie erst kurz vor

dem Servieren beigegeben

werden.

Entweder man liebt ihn oder man hasst

ihn: den Koriander. Kein Wunder, wird

das Kraut auch wenig schmeichelhaft

als «Stinkdill» oder «Wanzenkraut» bezeichnet.

Das frische, blättrige Koriandergrün ist aufgrund

seines scharfbitteren, leicht säuerlichen

Geschmacks etwas gewöhnungsbedürftig. Beliebt

ist es vor allem in der asiatischen und der

orientalischen Küche. In Indien beispielsweise

ist Koriander Bestandteil von Gewürzmischungen

wie Currypulver oder Garam Masala. Auch

im südlichen Portugal und in südamerikanischen

Ländern ist er ein vielverwendetes Ge-

würz. Koriander lässt sich übrigens gut mit

frischer Minze oder Kreuzkümmel kombinieren

und eignet sich als hübsche Garnitur. Da die

Blätter aber mildere Aromen anderer Zutaten

dominieren, sollten sie nur in kleinen Mengen

verwendet werden.

In weiten Teilen Europas spielen die Samen

der Pflanze eine grössere Rolle als die Blätter. Sie

haben ein angenehm mildes, zitrusartiges Aroma,

das an Orangenschalen erinnert. Mit gemahlenen

Samen werden zum Beispiel Roggenvollkornbrot,

Gebäck wie Lebkuchen, Rüeblisuppe,

Kohl- und Kürbisgerichte, Würste und


André Oppliger,

Kursleiter

EBM-Kochstudio.

Speziell im

Geschmack

Eingemachtes gewürzt. Und in der Spirituosenindustrie

werden Koriandersamen bei der Herstellung

von Kräuterlikören, Schnäpsen und

Gin verwendet.

Koriander ist eine sehr alte Gewürzpflanze.

Bereits um 1550 v. Chr. wird das Kraut in Papyrusschriften

erwähnt. Im alten Ägypten fand

man Koriandersamen auch als Beigaben in Pharaonengräbern.

Um 50 n. Chr. sorgten dann die

Römer für die Verbreitung in Mitteleuropa: Die

Legionäre führten Koriandersamen mit sich auf

den Feldzügen, um ihr Brot zu würzen. Im Mittelalter

hatten die Samen auch noch eine ganz

André Oppligers Tipp:

Koriandersamen passen gut in

die Pfeffermühle. Frisch gemahlene

Koriandersamen verleihen

Suppen oder Salaten eine besondere

Note. Leckeres Beispiel:

Gurkensalat nur mit Essig, Salz,

einer Prise Zucker und viel frisch

gemahlenem Koriander garnieren!

Wie gut Koriander schmeckt, wussten schon die Römer.

Aber erst dank dem Vormarsch der asiatischen und orientalischen Küche

ist das grüne Kraut bei uns heute so beliebt.

Die unteren Blätter

eines Stängels

schmecken am

besten.

andere Funktion: Mit buntem Zuckerguss überzogen,

wurden sie bei Festen unters Volk geworfen

– wie heute Konfetti.

Zudem kam Koriander vermehrt als Allzweckmittel

in der Heilkunst zum Einsatz: Er

sollte gegen Pest und Cholera schützen und

wurde zur Bekämpfung von Läusen und Flöhen

benutzt. Und noch heute ist das Gewürz in

manchen Medikamenten gegen Magen- und

Darmstörungen enthalten: Schliesslich weist es

einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen auf.

Diese wirken appetitanregend, verdauungsfördernd

und krampflösend. MS/JU

[ Rezept ]

Tintenfischsalat

mit Glasnudeln

und Koriander

(für 4 Personen)

Zutaten:

2 Echalotten

2 frische thailändische

Chilischoten

2 Stängel Koriander

5 thailändische

Frühlingszwiebeln

400 g Tintenfische

(nur Ringe)*

100 g Glasnudeln

8 Cherrytomaten

3 EL Fischsauce

3 EL Limettensaft

(* An Stelle von Tintenfischen

können auch Riesencrevetten

verwendet werden.)

Zubereitung:

[1] Glasnudeln in kochendem

Wasser 3 bis 4 Min. einweichen

und danach sofort

unter fliessendem Wasser

kalt abspülen.

[2] Echalotten schälen, in feine

Ringe schneiden.

[3] Chilischoten mit den Kernen

bis zum Stielansatz in feine

Ringe schneiden.

[4] Korianderstängel waschen

und die Blätter abzupfen.

[5] Frühlingszwiebeln waschen

und (inklusive des grünen

Teils) in ca. 2 cm lange

Stücke schneiden.

[6] Cherrytomaten waschen,

vierteln.

[7] Tintenfischringe in kochendem

Salzwasser 1 bis 2 Min.

überbrühen, dann in einem

Sieb abgiessen.

[8] In einer Schüssel alle

Zutaten gut miteinander

vermischen, die noch

warmen Tintenfischringe

beigeben, mit Limettensaft

und Fischsauce würzen,

evtl. mit Salz und Pfeffer aus

der Mühle abschmecken

und servieren.

9


10 EBM-Kochstudio [ Termine ]

FOTO: ANDREAS ZIMMERMANN/TOBIAS SUTTER

Weltreise der Sinne

Für Jung und Alt aus nah und fern –

die EBM-Kochkurse sind für alle Geniesser ein Erlebnis.

Das EBM-Kochstudio lädt einmal mehr zu einer

kulinarischen und geographischen Reise. Sei es

ein Ausflug in die unentdeckten Gebiete Asiens,

ein Streifzug durch die Welt des Apéros oder der

Sturz aufs herbstliche Buffet: Jedem das Seine –

Sie haben die Qual der Wahl:

� Fernöstliche Küche: Was wir als «asiatisches

Essen» bezeichnen, ist oft nur ein Bruchteil des

gesamten fernöstlichen Kochspektrums. Vor

allem die weniger bekannten Gegenden Asiens

haben noch einiges an ungewohnten Leckerbissen

zu bieten. Bei uns lernen Sie neue «Exotengerichte»

kennen, die Ihnen – in Kombination

mit unserem europäischen Kochverständnis –

herrliche Gaumenfreuden bereiten werden.

� Einfach gut kochen II: Aufgrund der positiven

Rückmeldungen zeigen wir Ihnen weitere «Alltagsgerichte»

– genussvoll zubereitet. Auch ein

«einfaches» Gericht kann gut oder noch viel

besser schmecken. Lernen Sie den richtigen

Umgang mit häufig verwendeten Zutaten. So

verzaubern Sie sich und Ihre Gäste – auch ohne

ausgefallene Kreationen.

� Apéro und Co.: Möchten Sie Ihren Gästen zur

Begrüssung endlich mal mehr bieten als nur

Salzstangen und Chips? Wir zeigen Ihnen, wie

Sie einen kreativen und abwechslungsreichen

Apéro kreieren, der mit wenigen «Häppchen»

genauso sättigen kann wie ein kleines Menü.

� Kinderkochkurs – Herbstliches Buffet: Aus

heimischen Produkten bereiten wir ein Herbstbuffet

zu. Gemeinsam werden wir warme und

kalte Speisen geniessen. Von der Vorspeise bis

zur Hauptspeise: Das Buffet deckt alles ab. Das

Dessert wird separat angerichtet und serviert.

� Teeniekochkurs – Eingerollt und aufgeschichtet:

Unser Menü besteht aus gefüllten,

eingerollten Gerichten und aufgeschichteten

Speisen. Das Vorspeisenbuffet wird von Fisch

über Gemüse bis hin zum Salat alles bieten. Die

Hauptspeise geniessen wir im Tellerservice.

Herbstliche Zutaten zieren den Dessertteller. FL

Anmeldung unter Tel. 061 411 40 00 – ab Dienstag, 26. Juni 2007,

9.00 Uhr. Aus administrativen Gründen können Anmeldungen

nur telefonisch entgegengenommen werden. Die Platzzahl ist auf

12 Personen pro Kochkurs beschränkt. Die Anmeldungen werden

nach ihrem Eingang berücksichtigt. Der Kostenbeitrag pro Kochkurs

und Person beträgt 20 Franken.

Die Zeitschrift «Strom» wird innerhalb von zehn Tagen an die EBM-

Kunden verteilt. Damit alle dieselben Chancen auf einen Platz im

Kochkurs haben, halten wir den definierten Anmeldetermin strikt ein.

Haben Sie etwas Geduld, wenn die Leitungen besetzt sein sollten.

Die Nachfrage ist erfahrungsgemäss sehr gross.

Kurse im

EBM-Kochstudio

August bis

Oktober 2007

Kochabend mit André Oppliger

jeweils von 18 bis 22 Uhr

Einfach gut kochen II

Freitag 3. August

Mittwoch 8. August

Mittwoch 22. August

Donnerstag 23. August

Donnerstag 18. Oktober

Fernöstliche Küche

Donnerstag 16. August

Mittwoch 26. September

Freitag 28. September

Freitag 12. Oktober

Mittagskurs mit André Oppliger

jeweils von 10.30 bis 14.30 Uhr

Einfach gut kochen II

Donnerstag 2. August

Freitag 7. September

Mittwoch 19. September

Mittwoch 17. Oktober

Fernöstliche Küche

Freitag 31. August

Donnerstag 13. September

Donnerstag 11. Oktober

Mittwoch 24. Oktober

Kochabend mit Ursula Retica

jeweils von 18 bis 22 Uhr

Apéro & Co.

Donnerstag 2. August

Donnerstag 4. Oktober

Donnerstag 11. Oktober

Mittagskurs mit Ursula Retica

jeweils von 10.30 bis 14.30 Uhr

Apéro & Co.

Freitag 3. August

Freitag 5. Oktober

Mittwoch 10. Oktober

Freitag 12. Oktober

Kochabend

mit Barbara Wenziker

Kinderkochkurs

von 17 bis 21 Uhr

Teeniekochkurs

von 17.30 bis 21.30 Uhr

Kinderkochkurs

Freitag 17. August

Freitag 14. September

Freitag 21. September

Freitag 19. Oktober

Teeniekochkurs

Freitag 31. August


FOTOS: WWW.PRAKTIKUS.CH, 5.5 DESIGNERS, WWW.FAIR-KAEUFLICH.DE, ELECTROLUX

Nachrichten zum Kochen

Auch wer gerade Salat rüstet, Kartoffeln

schält, einen Kuchen bäckt oder Beeren

einkocht, muss nicht mehr auf seine

Lieblingsserie oder die News verzichten. Denn

der Kitchen-TV von Electrolux hält Köchinnen

und Köche auf dem Laufenden. Vielleicht helfen

ja auch die zahlreichen Kochsendungen bei

der Wahl der Menüs und inspirieren den einen

oder die andere, wieder mal etwas ganz Besonderes

auf den Tisch zu zaubern. Denn wenn

Steckdosen-Überzieher: Klappe auf und einstecken.

Schwenkbarer

Kitchen-TV:

gut unterhalten

in der Küche.

[ Eingesteckt ]

man ja schon mal in der Küche ist … Das Fernsehgerät

lässt sich in sämtliche Euro-Standardküchenmöbel

(Hochschränke) einbauen.

Und es ist schwenkbar: Damit kann man den

15 Zoll grossen Bildschirm aus praktisch jedem

Winkel gut sehen. Weitere Informationen

zum Kitchen-TV sind im Internet unter

www.electrolux.ch zu finden. Das Gerät mit

Sharp-Bildschirm kostet rund 2700 Franken

(ohne Einbaukosten).

Design für die Steckdose

Steckdosen sind meistens

weiss, damit sie an der Wand

möglichst nicht auffallen.

Das muss nicht sein, dachten

sich die Produktdesigner

5.5 designers aus Paris und

entwarfen diesen auffälligen,

witzigen Überzieher. Damit wird

«load-ding»:

Gerät und Netzteil

sind hier bestens

aufgehoben.

Lifestyle

die Stromtankstelle zum Eyecatcher.

Zum Einstecken einfach

die Klappe anheben!

Gesehen auf der französischen

Website www.cinqcinqdesigners.com.

Das Modell

«Électricité» (Bild links) ist für

rund 30 Franken erhältlich,

exkl. Versandkosten.

Gesammelt

aufladen

Immer mehr Geräte werden zuhause

mit Strom gefüttert: Handy, MP3-Player,

Digitalkamera, Gameboy und so weiter

und so fort. Der Kabelwirrwarr ist vorprogrammiert.

Verstecken kann man ihn

in der «Charge-Box» (Wandmontage möglich).

Sämtliche lästigen Netzteile verschwinden

in der Schachtel aus stabilem

Stahl; die Geräte präsentieren sich auf dem

Deckel mit Filzablage. «load-ding» aus

weissem Kunststoff und schwarzem,

rotem oder pinkem Innenleben ist ein

einfacheres Modell und bildet zusammen

mit dem Netzteil ein praktisches Wandobjekt.

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17 Franken, exkl. Versandkosten.

11

«Charge-Box»:

Die vielen Ladekabel

verschwinden in einer

Schachtel.


12 Fokus

100

80

60

40

20

0

5,3%

42,2%

52,5%

61,5%

26,6%

11,9%

10,7%

78,3%

11,0%

39,8%

60,2%

80,6%

19,4%

Schweiz

Deutschland

Frankreich

Österreich

Italien

54,5%

30,6%

14,9%

EU total

Welche Rolle spielt

die Stromproduktion bei

der Erderwärmung?

Und umgekehrt: Wie wirkt

sich der Klimawandel

auf die Erzeugung und den

Verbrauch von Strom aus?

Hintergründe zu den Klimaschlagzeilen.

Erneuerbar

Kernenergie

Thermisch/

Diverse

[ Fakten ]

Spitzenplatz für die Schweiz

Der Strommix in der Schweiz

kann sich auch unter klimapolitischen

Gesichtspunkten sehen

lassen: Der Schweizer Strom wird

nahezu CO 2 -frei erzeugt – ganz

anders als in weiten Teilen Europas.

Bei den erneuerbaren Energien

steht Österreich ein bisschen

Der Strom und

die Hitzerekorde

Wenn Sie diese Zeilen lesen, liegt vielleicht

eine unbarmherzige Hitzeglocke

über dem Land und wir alle

schwitzen bei tropischen Temperaturen, die

jede Aktivität im Keim ersticken. Oder aber es

ist empfindlich kühl und unangenehm nass,

statt im T-Shirt gehen wir im dick gefütterten

Mantel vor die Tür, und all die Wärme- und Sonnenscheinrekorde

aus dem April sind nur noch

eine blasse Erinnerung.

Das Wetter, so scheint es, verweigert sich

immer öfter der Normalität. Die meteorologischen

Kapriolen nehmen zu. Das bedeutet,

dass es manchmal auch kälter als üblich ist.

Insgesamt jedoch erwärmt sich die Erde massiv.

In der Wissenschaft besteht ein breiter Konsens,

dass der Klimawandel im Gang ist und der

Mensch zumindest eine Mitverantwortung

trägt. Die Ursache ist der Ausstoss von Treibhausgasen,

insbesondere durch die Verbrennung

fossiler Brennstoffe für Heizungen, Verkehr

und industrielle Produktionsprozesse –

aber auch für die Stromerzeugung.

Schweizer Ausnahmestellung

Der weltweit wachsende Stromhunger führt

dazu, dass die Produktion elektrischer Energie

immer mehr CO2-Emissionen verursacht. Im

EU-Raum wird mehr als die Hälfte des benötigten

Stroms auf der Basis von fossilen Energieträgern

erzeugt. Bedenklich ist die Entwicklung

in den aufstrebenden Ländern Asiens. «Die

Stromproduktion aus thermischen Kraftwerken

besser da, doch auch hier hat die

Schweiz einen Spitzenplatz – anders

als etwa Deutschland, obwohl

dort Windenergie massiv gefördert

wird. Die Zahlen beziehen sich auf

die inländische Produktion und

lassen den Stromimport ausser

Acht. Der Selbstversorgungsgrad

ist sehr unterschiedlich.

– die in China, Indien und den Schwellenländern

in grossem Umfang aufgebaut wird – ist

fürs Klima sehr problematisch», sagt Thomas

Stocker, der profilierte Schweizer Klimaforscher

und Mitautor des Berichts des Uno-Klimarates.

Die Schweiz steht in der Stromproduktion

bezüglich Klimabelastung sehr gut da, weil die

thermische Produktion nur eine marginale Rolle

spielt. «Dank der weisen Vorausplanung früherer

Generationen, welche die Nutzung der

Wasserkraft und der Kernenergie initiiert haben,

ist die Stromproduktion in der Schweiz

praktisch CO2-frei», sagt Philipp Dietrich vom

Kompetenzzentrum für Energie und Mobilität

am Paul Scherrer Institut. Besonders die erneuerbare

Wasserkraft ist für die Schweiz auch im

internationalen Wettbewerb ein Trumpf, der an

Bedeutung gewinnt.

Bei der Kernenergie wird zwar häufig bestritten,

dass sie CO2-frei ist, weil vor allem bei

der Anreicherung des Urans Treibhausgase freigesetzt

werden. Dabei handelt es sich aber um

äusserst geringe Mengen. Die Stromerzeugung

selbst ist CO2-frei. Streng genommen liefern

auch Wasserkraft, Sonne und Wind keinen gänzlich

CO2-freien Strom. Es ist angemessen, die

Kernenergie als nahezu CO2-frei zu bezeichnen.

So ist es nicht überraschend, dass der Bau neuer

Kernkraftwerke in der Schweiz geprüft wird.

Klimapolitisch heikler ist, dass Energieversorger

die Erstellung von Gaskombikraftwerken

planen, die massiv CO2 freisetzen.

Allerdings sind solche Anlagen nur als Über-

FOTOS: STEFAN KUBLI; GRAFIK: QUELLE VDEW/BFE; KÜHLSCHRANK VON ELECTROLUX: MODELL SC 375S


Es gibt Tage, an denen

würde man am liebsten in den

Kühlschrank sitzen. Und von

diesen heissen Tagen scheint

es immer mehr zu geben.

13


14 Fokus

Eiskalte Erfrischungen

aus der Kühlbox sind nicht

mehr nur im Hochsommer

gefragt. Manchmal schon

im April.


Kühlprogramm fürs Gesicht.

gangslösung geplant, um Versorgungslücken zu

vermeiden. Scheinheilig wäre zudem, wenn sich

die Schweiz gegen solche Kraftwerke sperrt, den

Strom aber aus ebensolchen Anlagen in Nachbarländern

bezieht. Die Stromproduktion ist

zwar lokal – das Klima hingegen global.

Das Wasserangebot geht zurück

Die Frage ist aber nicht nur, inwiefern die

Stromproduktion zur Erderwärmung beiträgt,

sondern auch, wie sich die klimatischen Veränderungen

auf den Stromsektor auswirken. Ein

entscheidender Faktor ist dabei der Wasserkreislauf.

Aufschlussreich ist der vom Bundesrat in

Auftrag gegebene Schweizer Klimabericht für

2050. Demzufolge werden die Niederschläge

tendenziell zurückgehen. «Im Winter erwarten

wir eine Zunahme, im Sommer und Herbst eher

eine Abnahme», sagt Rolf Weingartner, ausserordentlicher

Professor für Hydrologie an der

Universität Bern. Eine gewisse Unsicherheit

bleibt. Entscheidend sind aber nicht nur die

mittleren Niederschlags- und Abflussverhältnisse,

sondern auch die sich häufenden Extremereignisse,

welche die Kraftwerksanlagen gefährden

können. Weingartner warnt vor Illusionen:

«Der Klimawandel findet nicht erst morgen

statt. Wir sind schon mittendrin.»

Der Schweizer Klimabericht berechnet für

2050 eine um 5 bis 10 Prozent reduzierte Produktionsleistung

der Wasserkraftwerke. Wegen

der abschmelzenden Gletscher steht im Sommer

zwar vorübergehend ein grösseres Wasserangebot

zur Verfügung. Das ist aber ein schwacher

Trost: Langfristig werden die Flüsse

weniger Wasser führen. Eine Expertengruppe,

unterstützt vom Verband Swisselectric, soll nun

die Auswirkungen des Klimawandels auf die

Wasserkraft untersuchen. Für die Betreiber von

Kernkraftwerken können die hohen Wassertemperaturen

der Flüsse zum Problem werden, weil

das Wasser zur Kühlung benötigt wird. Im Rekordsommer

2003 sank die Jahresproduktion

der Kernkraftwerke um 4 Prozent.

[ Taten ]

Persönlicher Beitrag fürs Klima

Was kann jede und jeder von uns

für ein besseres Klima tun? Am

besten ist eine sparsame Verwendung

von Energie. Fürs Klima

relevant sind vor allem Einschränkungen

beim Privatverkehr und

der Verzicht auf übertriebenes

Heizen im Winter. Wer zudem auf

Massive Aufstockung der Klimaanlagen?

Wie sich der Strombedarf angesichts der zahlreichen

Extremsituationen sowie milder Winter

und heisser Sommer entwickeln wird, ist nicht

im Detail absehbar. Eine Aussage zu den Veränderungen

der Niederschläge genügt bei weitem

nicht. «Andere Faktoren wie das Wirtschaftsund

Bevölkerungswachstum oder technologische

Entwicklungen fallen ebenso stark ins

Gewicht», gibt Rolf Weingartner zu bedenken.

Thomas Stocker meint: «Der Klimawandel ist

eine riesige Herausforderung für die Strombranche,

die den voraussichtlichen Bedarf

aufgrund von langjährigen Mittelwerten berechnet.

Diese Erfahrungswerte werden alle ungültig,

wenn der Prozess der Erwärmung weitergeht.»

Eine gewisse Verlagerung ist absehbar:

Der Einsatz von Brennstoffen im Winter wird

zurückgehen, während im Sommer mehr

Strom zum Kühlen nachgefragt wird. «Ich befürchte

eine massive Aufstockung der Klimaanlagen,

was den Verbrauch im Sommer in die

Höhe treiben wird», sagt Stocker. «Ich hoffe

sehr, dass die Energieunternehmen diese Entwicklung

nicht propagieren, um kurzfristig profitieren

zu können. Es wäre viel wichtiger, dass

die Stromversorger die erneuerbaren Energien

unterstützen und fördern.»

Hoffnung auf neue Technologien

Philipp Dietrich spricht sich dafür aus, die Rahmenbedingungen

für eine effizientere Nutzung

der Energie zu verbessern, auch mit Fördermassnahmen.

Gleichzeitig bekennt er sich

dazu, dass eine richtig verstandene Nachhaltigkeit

ökologische, ökonomische und soziale

Aspekte gleichermassen berücksichtigt. «Ökologische

Initiativen bringen nichts, wenn die

Menschen sie nicht bezahlen können.» Er

glaubt an die Chancen neuer Technologien:

«Ich erwarte von der technischen Entwicklung

zukunftsträchtige Lösungen, damit wir das Klima

schonen, unseren Lebensstandard aber

bewahren können.» PETER CHRISTOPH

lokale Produkte setzt, kann

unnötige Transporte quer durch

die Welt vermeiden: also Schweizer

Früchte statt solche aus

Südamerika. Zudem besteht die

Möglichkeit, bei der Wahl eines

neuen Autos auf andere Treibstoffe

als Benzin zu setzen. Beim

Ersatz einer Heizung oder beim

Neubau eines Hauses bietet sich

die Wärmepumpe als energieeffiziente

Lösung an. Beim Strom

haben Kunden die Möglichkeit,

durch die Wahl von Natur-

oder Ökostromprodukten neue

Formen der Energieerzeugung

oder innovative Technologien zu

unterstützen.

Das Eis

schmilzt –

nicht

nur auf

unserer

Haut.

15


INFOGRAFIK: © 2007 INFEL AG, CLAUDIO KÖPPEL

16 Sehen & verstehen

Übersicht Staumauer

[1] Hochwasserentlastung

[2] Grundablass

[3] Dotierzentrale

[4] Pendelschacht

[5] Kontrollgang

[6] Drosselklappenkammer

1

Das Innenleben der Staumauer

Staumauern sind imposante Bauwerke und beeindrucken allein durch ihre Ausmasse.

Doch ihr Innenleben bleibt dem Betrachter meist verborgen. Das Schaubild bringt es an den Tag.

Als Beispiel dient die Staumauer Punt dal Gall.

5

4

2

3

6


[ Staumauer ]

Punt dal Gall

Die Staumauer Punt dal Gall der

Engadiner Kraftwerke ist eine

doppelt gekrümmte Bogenmauer.

Sie wurde in den Jahren 1965

bis 1970 gebaut. Die Höhe der

Staumauer beträgt 130 Meter, die

Länge der Mauerkrone 540 Meter.

Der Stausee Livigno befindet sich

Drosselklappenkammer

[a] Druckstollen (vom Einlauf)

[b] Revisions-Drosselklappe

[c] Betriebs-Drosselklappe

[d] Druckstollen

(zur Zentrale)

Grundablass und Dotierzentrale

[a] Grundablass-Einlauf

[b] Schützenkammer

[c] Revisionsschütz

[d] Betriebsschütz

[e] Grundablass-Auslauf

[f ] Dotierwasser-Einlauf

[g] Dotierzentrale

[h] Dotierwasser-Auslauf

fast ganz auf italienischem Staatsgebiet.

Der See hat eine Fläche

von 4,7 Quadratkilometern.

Das Stauziel liegt auf 1805, das

Senkziel auf 1700 Metern ü.M.

Der Nutzinhalt beträgt

164 Millionen Kubikmeter.

Weitere Infos:

www.engadin-strom.ch.

a

f

b

Hier liegt die Staumauer Punt dal Gall.

a c

b

Engadin

c

d

g

Zernez

Italien

Livigno

Staumauer

d

h

e

Ofenpass

Hintergrund

Das gehört

zur Staumauer

17

[1] [ Hochwasserentlastung ]

Die Hochwasserentlastung tritt in

Funktion, wenn aussergewöhnlich

starke Niederschläge den Seespiegel

über das Stauziel ansteigen lassen.

Sie muss in der Lage sein, den

grösstmöglichen Hochwasserzufluss

auch bei vollem Stausee abzuführen.

Damit wird verhindert, dass Wasser

über die Staumauer laufen kann und

diese beschädigt.

[2] [ Grundablass ]

Durch das Öffnen des Grundablasses

kann der Wasserspiegel notfalls

schnell abgesenkt und bei Revisionen

der Stausee ganz entleert

werden. Der Grundablass wird auch

zum Abspülen von Geschiebeablagerungen

aus dem Stausee benutzt.

Er ist aus Sicherheitsgründen mit

zwei Schiebevorrichtungen (Schützen)

hintereinander versehen.

[3] [ Dotierzentrale ]

Die Betreiber der Stauanlage sind

verpflichtet, vertraglich festgelegte

Restwassermengen (Dotierwasser) in

das Flussbett fliessen zu lassen. Bei

der Staumauer Punt dal Gall wird

dieses Wasser in der Dotierzentrale

am Fusse der Staumauer zur Stromerzeugung

genutzt, bevor es in den

Spöl fliesst. Die zwei Maschinengruppen

der Dotierzentrale haben

zusammen eine Leistung von

2,4 Megawatt.

[4] + [5] [ Pendelschächte

und Kontrollgänge ]

Eine Staumauer ist durchzogen von

(horizontalen) Kontrollgängen und

(vertikalen) Pendelschächten. In

jedem Pendelschacht ist ein Pendellot

aufgehängt, das die ganze Höhe

der Staumauer durchläuft. Damit

kann die Bewegung der Staumauer

gemessen werden, welche durch

den unterschiedlichen Wasserstand

und die Temperaturänderungen

hervorgerufen wird.

[6] [ Drosselklappen ]

Die Drosselklappen dienen zum Verschliessen

der Druckleitung. Aus

Sicherheitsgründen sind zwei

Drosselklappen hintereinander eingebaut.

Das Bild zeigt eine Drosselklappe

in geöffneter und eine in

geschlossener Stellung, im Normalbetrieb

sind beide geöffnet.


18 Sehen & verstehen

Stauanlagen

unter Bundesaufsicht

Talsperren mit einer Stauhöhe

von mindestens 10 Metern

sowie solche mit mindestens

5 Metern und mehr als 50 000

Kubikmetern Stauraum werden

vom Bund beaufsichtigt.

Das sind mehr als 200 Anlagen.

Punt dal Gall:

Im Innern messen

Pendel die Bewegung der

Staumauer.

Überwacht und ausgependelt

Staumauern und Staudämme

sind gut überwachte Bauwerke.

In der Schweiz werden grösste

Anstrengungen unternommen,

um die Bevölkerung vor den

Folgen eines Talsperrenbruchs

zu bewahren.

85 Prozent davon dienen

der Wasserkraftnutzung zur

Stromerzeugung und 8 Prozent

dem Hochwasserrückbehalt

sowie als Geschiebesperre.

Der Rest wird für Bewässerungen,

als Biotope, für Erholungszwecke

und für die Trinkwasserversorgung

genutzt.

Wasser kann zerstörende Kräfte entwickeln.

Dies belegen verschiedene

Mauer- und Dammbrüche, die sich

in den Anfängen des Talsperrenbaus weltweit

ereigneten. Auf diesen Erfahrungen und den

wissenschaftlichen Erkenntnissen ist das heutige

Sicherheitskonzept aufgebaut. Es beruht auf

den drei Säulen konstruktive Sicherheit, Notfallkonzept

und Überwachung. Die konstruktive

Sicherheit ist dadurch gewährleistet, dass die

Bauwerke für viel grössere Beanspruchungen

gebaut worden sind, als sie nach menschlichem

Ermessen je aushalten müssen. Zum Notfallkonzept,

das bei einer Gefährdung irgendwelcher

Art zur Anwendung kommt, gehört die

vorsorgliche Absenkung des Stausees. Falls dafür

keine Zeit bleibt, werden Alarmanlagen in

Betrieb gesetzt, um die Bevölkerung zu warnen

und eine allfällige Evakuierung vorzubereiten.

Alles nach Plan

Zur Überwachung einer Staumauer gehört ein

umfangreiches Messprogramm, das nach einem

genau festgelegten Plan durchgeführt

Sehen & verstehen –

computeranimiert

und interaktiv:

www.strom-online.ch

wird. Mittels Pendeln, welche die gesamte Mauerhöhe

durchlaufen, werden die Bewegungen

gemessen, die durch den unterschiedlichen

Wasserstand und die Temperaturänderungen

entstehen. Die maximale Bewegung der Mauerkrone

zwischen vollem und leerem Stausee beträgt

bei der Staumauer Punt dal Gall zum Beispiel

3 cm. Mit Messstellen an den Fugen

werden die winzig kleinen Bewegungen zwischen

den einzelnen Mauerblöcken haargenau

verfolgt, später entstandene Risse werden in

gleicher Weise beobachtet. Mit zahlreichen

Messstellen werden die Temperaturen im Mauerbeton

überwacht. Durch Messungen der Sickerwassermenge

könnte schnell festgestellt

werden, wenn irgendwo Wasser in die Mauer

eindringen würde. Weiter wird der Druck zwischen

Mauer und Felsgrund (Auftrieb) genau

beobachtet, wie auch die Menge und die Zusammensetzung

des Sickerwassers aus der Um-

AMMANN

gebung der Staumauer. Bei der Staumauer Punt

dal Gall sind insgesamt 640 Messstellen vor-

WERNER

handen, die regelmässig abgelesen und ausgewertet

werden. RUEDI SPALINGER FOTO:


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C Sand 11-1798-1 13-1798-9 15-1798-7 –

D Schilf 11-1799-8 – 15-1799-4 16-1799-3

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37113-1


20 Dienstleistung

Gemeinsam in die digitale Zukunft: Pascal Storck,

Verwaltungsratspräsident der EBM Telecom AG, und Beatrix Zimmerli,

Geschäftsführerin der interGGA AG.

Zahl der Sender wächst

Die EBM verstärkt ihre Zusammenarbeit

mit der interGGA AG.

Damit erhalten die Kunden

ein noch breiteres Radio- und

TV-Angebot.

Ab Juli 2007 bezieht die EBM die Radiound

Fernsehsignale bei der interGGA

AG in Reinach und verbreitet diese an

ihre Kunden. Durch den Ausbau der Netzinfrastruktur

werden bald alle Kunden in den «EBM-

Telecom-Gemeinden» (Breitenbach, Brislach,

Bärschwil, Erschwil, Fehren, Grindel, Himmelried,

Hochwald, Meltingen, Münchenstein,

Nunningen, Seewen und Zullwil) vollumfänglich

vom interGGA-Programm profitieren – so

wie Rodersdorf und Biel-Benken dies schon seit

einigen Jahren tun. «Strom» unterhielt sich mit

Dr. Pascal Storck, Verwaltungsratspräsident der

EBM Telecom AG, und Beatrix Zimmerli, Geschäftsführerin

der interGGA AG.

.

Warum entschloss sich die EBM zu einer

engeren Partnerschaft mit der interGGA AG?

Pascal Storck: Die Programmpalette der inter-

GGA grenzt sich vorteilhaft gegenüber derjenigen

von nationalen Anbietern ab. Das Angebot

beinhaltet 50 analoge und über 100 digitale

Fernseh- sowie mehr als 40 analoge und über

100 digitale Radioprogramme. Wir tragen damit

auch zur Harmonisierung des Programmrasters

in der Region unteres Baselbiet–

Dorneckberg–Thierstein bei und stärken die Zusammenarbeit

zwischen den Kabelnetzbetreibern

in der Nordwestschweiz. Dies ist wichtig,

denn die Kabelnetze sind einer Konkurrenz

durch neue Anbieter ausgesetzt.

Was bedeutet dieser Schritt konkret

für die Kunden?

Beatrix Zimmerli: Zunächst möchte ich betonen,

dass wir die Kunden zu nichts zwingen und

sie mit keinerlei neuen Gebühren belasten. Wer

mit seiner bisherigen analogen TV- und Radioauswahl

zufrieden ist, kann auch weiterhin da-

[ Kabelversorger ]

interGGA AG historisch

Die interGGA AG ist die Nachfolgeorganisation

der «GGA

Reinach und Umgebung», die

1970 ihre Empfangsstation auf

dem Reinacher Rebberg in Betrieb

genommen hat. Sie versorgt

heute 21 Ortsnetze (15 Netzbesitzer,

gleichzeitig Aktionäre)

oder rund 45 000 Abonnenten

mit Radio- und TV-Programmen,

Breitbandinternet und Kabeltelefonie.

Die Gesellschaft

ist finanziell selbsttragend und

hält sich an den genossenschaftlichen

Grundgedanken

einer möglichst günstigen

Versorgung.

bei bleiben. Wir setzen alles daran, unser hochwertiges

Analogangebot so lange als möglich

aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig bieten wir bereits

über 30 analoge Programme auch in digitaler

Form an – dieses so genannte «simulcasting»

soll den Abonnenten einen Übergang

ermöglichen. Denn der Wandel von analoger zu

digitaler Technik ist europaweit nicht mehr aufhaltbar.

Wir als Programmanbieter müssen da

mitziehen.

Pascal Storck: Die Abonnenten der EBM-Kabelnetze

können die digitalen Programme ohne

Mehrpreis empfangen. Zu beachten ist lediglich,

dass hierfür eine einfache kabelnetztaugliche

Set-Top-Box oder ein modernes

Fernsehgerät mit integriertem DVB-C-/QAM-

256- Empfänger erforderlich ist.

Für viele sind «Digital-TV» und «HDTV» noch

Fremdwörter. Welche Vorteile verstecken sich

hinter diesen Begriffen wirklich?

Beatrix Zimmerli: Digitaler Radio- und Fernsehempfang

ermöglicht eine bessere Bild- und

Tonqualität und ein erheblich grösseres Senderangebot

dank hoch komprimierter Übertragungsform.

Ferner sind digital diverse zusätzliche

Programme empfangbar, die es analog gar

nicht gibt. Weitere Vorteile sind der Mehrkanalton

und der elektronische Programmführer,

den die meisten Sender anbieten.

High-Definition-TV (HDTV) geht noch

einen Schritt weiter: Das ist hochauflösendes

Fernsehen mit massiv besserer Bildschärfe,

Detailgenauigkeit und Farbtreue. Alle Programme

können in Breitbildformat und mit Surroundsound

genossen werden – allerdings sind

dafür ein HD-taugliches TV-Gerät sowie eine

HD-taugliche Set-Top-Box mit MPEG-4 Norm

nötig.


FOTOS: ANDREAS ZIMMERMANN, TOBIAS SUTTER

Hans Ruf, EBM Telematik AG, Pascal Storck,

EBM Telematik AG, Wolfgang Schwarz, SQS,

Roger Ballmer, EBM Telematik AG (von links).

Was ist denn nun das «Glanzstück» am neuen

EBM- beziehungsweise interGGA-Angebot?

Beatrix Zimmerli: HDTV darf sicherlich als Höhepunkt

bezeichnet werden. Denn die Qualität,

die wir bisher nur von DVD-Geräten zu hören

und zu sehen bekamen, wird neu auch beim

Fernsehen möglich. Die Fussball-EM 08, die

wahrscheinlich in HD-Format übertragen wird,

könnte so zu einem noch faszinierenderen

Erlebnis werden. Bei allen Neuerungen gilt aber

zu beachten: Der Kunde sollte sich beim Fachhändler

sorgfältig beraten lassen. Denn die digitalen

Technologien machen nur Sinn, wenn die

Geräte entsprechende Qualität aufweisen.

Anfangs werden noch nicht alle angesprochenen

Gemeinden in den Digital- respektive

HD-Genuss kommen. Welche Ausbauschritte

sind noch nötig, um bald allen Kunden «das

volle Programm» bieten zu können?

Pascal Storck: Wir werden in den nächsten Jahren

bei allen EBM-Kabelnetzen den neusten

Stand der Technik einführen. Mit der Modernisierung

werden immer mehr Abonnenten vom

riesigen Digital-TV-Angebot und gleichzeitig

von noch höherer Internet-Geschwindigkeit

profitieren. Das alles kann leider nicht über

Nacht geschehen – deshalb entschuldigen wir

uns bei den Abonnenten, die sich noch gedulden

müssen. INTERVIEW: FRANK LINHART

[ EBM Telematik AG ]

Gütesiegel für IT

Die EBM Telematik AG erhielt

im April 2007 – nach intensiven

Anstrengungen – als drittes

Unternehmen in der Schweiz

(90. weltweit) das Zertifikat

zur Norm «ISO/IEC 20000-1» –

eine international anerkannte

Qualitätauszeichnung für Infor-

matik- und Telekommunikationsunternehmen.

Dieses

Zertifikat garantiert den Kunden

zuverlässige und kostenoptimierte

IT-Dienstleistungen,

womit die EBM Telematik AG

zur kontinuierlichen Verbesserung

ihres Angebots verpflichtet

wird.

Für EBM-Kunden bald Realität:

Digitaler Fernsehempfang

und HDTV-Geräte machen Fernsehen

zu einem neuen Erlebnis.

21


22 Energie

Die neue Lagerhalle des

Kreismonteurpostens Breitenbach:

mehr Platz für Leitungsmaterial.


Neue Räume für

besseren Service

Vom sanierten und ausgebauten

Kreismonteurposten Breitenbach

aus wird das gesamte Südnetz

der EBM betreut. Nachdem dieser

Standort mit demjenigen in

Seewen zusammengelegt worden

war, mussten die Räumlichkeiten

in Breitenbach an den gewachsenen

Personalbestand angepasst

und modernisiert werden.

Kommt hinzu, dass in diesem

Teil des Netzgebiets verhältnismässig

viele Freileitungen

stehen – also wird genügend

Aufbewahrungsraum für das

Leitungsmaterial benötigt. Deshalb

entstand in Breitenbach im

Rahmen der Gesamtsanierung

die neue, 12,5 Meter breite und

25 Meter lange Lagerhalle.

Versorgung sichern

Dank der umfänglichen Sanierung

wurden im Raum Breitenbach

die Voraussetzungen verbessert,

um im Falle von Netzstörungen

rasch vor Ort eingreifen und so

die Dauer eines Stromunterbruchs

auf ein Minimum reduzieren

zu können. Im vergangenen

Jahr betrug die durchschnittliche

Zeit, in welcher ein

EBM-Kunde aufgrund einer

Störung keinen Strom beziehen

konnte, gerade mal 11,4 Minuten.

Markus Gamma, Geschäftsführer

der EBM Netz AG, betont:

«Das Ziel der EBM ist klar, die

hohe Versorgungssicherheit –

2006 lag diese bei erfreulichen

99,9978 Prozent – aufrechtzuerhalten.»

[ Stirlingmotor ]

Das Funktionsprinzip

Im Stirlingmotor wird von

aussen zugeführte Wärmeenergie

in mechanische

Arbeit umgesetzt. Dazu wird

ein Gas (z.B. Luft, Helium)

erwärmt. Dieses dehnt sich

aus und bewegt in einem

Zylinder den Arbeitskolben.

Ein zweiter Kolben – der

Verdrängungskolben – sorgt

dafür, dass sich das Gas

im Zylinder abkühlt. Dadurch

geht der Arbeitskolben

wieder in seine Ausgangsposition

zurück. Dieser

Vorgang wird immer wiederholt.

Wiedergeburt

im EBM-Süden

Der altehrwürdige Stirlingmotor erlebt

eine Renaissance. In der EBM-«Station» in Breitenbach

ist er Teil einer umfangreichen Neugestaltung.

Als der schottische Priester Robert Stirling

1816 seinen selbst entwickelten

Heissluftmotor zum Patent anmeldete,

erahnte er wohl kaum dessen Wiedergeburt im

21. Jahrhundert. Der Stirlingmotor gewann zum

ersten Mal ab 1875 – zwei Jahre vor dem Tod seines

Erfinders – an Bedeutung. Damals wurde er

zu einer praktischen Energiequelle für kleine

Handwerksbetriebe und private Haushalte. Er

diente weltweit als Antrieb von Tischventilatoren,

Wasserpumpen und anderen Kleingeräten.

Doch aufgrund seiner eher geringen Wirkung

wurde der Stirlingmotor im Verlauf der weiteren

technischen Entwicklung – mit dem Aufkommen

der Verbrennungs- und Elektromotoren

– vom Markt gedrängt.

Neu entdeckt

Nun – im Zuge der Diskussionen rund um Klimaschutz

und Energieeffizienz – gewinnt der

Stirlingmotor wieder an Bedeutung. Denn im

Gegensatz zu Benzin- oder Dieselmotoren benötigt

er keinen besonderen Treibstoff, sondern

ist lediglich auf die äussere Zuführung von

Wärme angewiesen – egal aus welcher Quelle.

Mit Stirlingmotoren kann also beispielsweise

aus Biomasse, Sonnenenergie oder Holzpellets

auf umweltfreundliche Weise Strom

und Wärme gewonnen werden. Die Abgaswerte

Gewinnt erneut an Bedeutung: der Stirlingmotor.

sind dabei äusserst gering. Somit gehört

dieses Gerät zu den wenigen Kraftmaschinen,

welche die Umwelt nur gering oder gar nicht belasten.

Es eignet sich somit besonders für den

stationären Einsatz in der Quartierwärmeversorgung.

Strategie geht auf

Die EBM setzt Stirlingmotoren in jüngster Zeit

zur Beheizung von Mehrfamilienhäusern ein.

Gemäss Franz Haerri, Geschäftsführer der EBM

Technik AG, passt der Stirlingmotor bestens

in die «Sowohl-als-auch-Strategie» der EBM:

«Durch den richtigen Mix aus klassischen und

erneuerbaren Energien können die Kunden

rechtzeitig, zuverlässig, kostengünstig und umweltverträglich

mit Strom und Wärme versorgt

werden. Die EBM legt Wert auf effizienten Einsatz

der immer knapper werdenden Ressourcen.»

Neu entdeckte Technik auch für die EBM

Auch der neu gestaltete EBM-Kreismonteurposten

– quasi der Hauptstützpunkt für das südliche

Netzgebiet der EBM – wird nun mittels der

wiederentdeckten Technologie beheizt. In Breitenbach

ist die Gasheizung mit Stirlingmotor

eines der Glanzstücke der insgesamt rund 1,4

Millionen Franken teuren Kreismonteurposten-

Sanierung. FRANK LINHART

23

FOTOS: ANDREAS ZIMMERMANN


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Federkiel, Telefon, Schreibmaschine: Die Anfänge der Büroautomation sichtbar gemacht.

Zeitreise durchs Büro

Das EBM-Elektrizitätsmuseum zeigt die Entwicklung von Schrift,

Schreibgeräten und den dazugehörigen Arbeitsräumen.

Das «Büro», wie wir es heute kennen,

nahm seinen Anfang in der Renaissance.

Den Aufschwung erlebte es allerdings

erst während der Industrialisierung im 19.

Jahrhundert. Ab 1890 kam die Schreibmaschine

in die Büros. Die Industrie bestand um die Jahrhundertwende

aber nur aus etwa fünf Prozent

«Büropersonal».

Büros im Wandel

Im Laufe des 20. Jahrhunderts – vor allem im

Zuge des Wirtschaftsaufschwungs und der technischen

Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg

– wurde das «Bürofräulein» immer gefragter.

Somit entstand erst die Funktion der

kaufmännischen Angestellten, der Sekretärin,

der Assistentin. Zuvor war das Büro eine Männerdomäne:

Der «Kontor» hatte eine grosse

Verantwortung und konnte noch kaum auf

technische Hilfsmittel zurückgreifen; die Frau

wurde eher als Ersatzkraft angesehen.

Die Welt des Schreibzeugs

Das EBM-Elektrizitätsmuseum in Münchenstein

beleuchtet nun die Entwicklung des Büros

und die verschiedenen Epochen des Schreibens

sowie der Schrift. Die Ausstellung zeigt auf eindrückliche

Weise, wie die Handarbeit im Laufe

der Zeit zu einem grossen Teil durch die Elektronik

abgelöst wurde und wie sehr die Geschwindigkeit

eine immer dominantere Rolle zu

spielen begann. Insgesamt über 100 historische

Büro- und Schreibobjekte – darunter

«Le Bureau – Vom Federkiel

zum Kugelkopf»

Die Sonderausstellung im

EBM-Elektrizitätsmuseum,

Weidenstrasse 8, Münchenstein,

dauert noch bis zum

28. Oktober 2007.

Öffnungszeiten: jeweils

mittwochs und donnerstags

Richtig abgetippt? Ein «Bürofräulein» mit Buch und Schreibmaschine.

einige Raritäten – sind noch bis zum 28. Oktober

2007 zu bestaunen.

Die Besucher dürfen selbst Hand anlegen,

indem sie mit einem Federkiel schreiben, historische

Schreibmaschinen testen und elektrisch

in Blindenschrift kommunizieren können. FL

[ Sonderausstellung ]

Kommunikation

13 bis 17 Uhr sowie sonntags

10 bis 16 Uhr.

Öffentliche Führungen (D/E/F)

immer sonntags 11 Uhr,

Gruppenführungen auf

Anmeldung auch ausserhalb

der Öffnungszeiten.

Tel. 061 415 43 52.

Eintritt und Führungen frei!

25

FOTOS: ANDREAS ZIMMERMANN, TOBIAS SUTTER


FOTO: GENERAL PHOTOGRAPHIC AGENCY

26 Retro

1924

Chic wie der englische Rasen

Fotoshooting auf dem grünen

Teppich: Zwei Ladys nehmen den

Rasenmäher in Beschlag.

Und da sagt man immer, Rasenmähen

sei Männersache. Diese beiden Damen

scheinen auf jeden Fall ebenfalls ihre

Freude daran zu haben. Nun ja, die Ladys stammen

ja auch aus der Hochburg der gepflegten

Rasenkultur – aus England. Jenem Land also, in

dem nicht nur der englische Rasen, sondern

auch der Rasenmäher erfunden wurde. Schon

1832 gingen mechanische Modelle serienmässig

in Produktion. Und 1902 wurde das erste motorbetriebene

Exemplar entwickelt. Mehr zur

Geschichte des Rasenmähers findet man unter

www.oldlawnmowerclub.co.uk – der Homepage

des Clubs für mähende Oldtimer. JU


Ferienfreuden

Eigentlich sind Ferien dazu da, dass man

sich vom Haarscheitel bis zu den Fussspitzen

erholt. Doch was macht man

stattdessen? All das, was man sonst nie macht.

Zum Beispiel: in einer Alphütte nächtelang bei

schwachem Licht 15 Kriminalromane in Folge

lesen. Mit dem Resultat, dass man noch im Morgengrauen

mit schmerzenden Augen und verkrampften

Beinen hellwach im Bett liegt, weil

man sich vor Angst, es könnte ein Serienmörder

hinter einem Felsbrocken lauern, nicht mehr

alleine aufs Plumpsklo traut.

Manchmal habe ich den Verdacht, dass ich

nicht wirklich zum Ferienmachen

tauge. Ganz im

Gegensatz zu den meisten

Menschen habe ich auch

nie das Bedürfnis, die Besuche

in fremden Regionen

mittels Bildbeweisen zu belegen.

Oder zu einer Videokamera

zu greifen, um mit

bewegten Bildern festzuhalten,

was sich in der Tendenz

eher nicht bewegt. Zum Beispiel

alte Kirchen, Baudenkmäler,

Gemälde usw. Wie

gesagt, ich habe keinerlei Bedürfnis, meinen

Freunden und Bekannten mit einem Ferienfilm

vor Augen zu führen, dass der Eiffelturm noch

immer auf vier Beinen da steht, wo er schon immer

stand. Oder dass das Kolosseum in Rom inzwischen

nicht nach Florenz ausgewandert ist.

Das Fotografieren auf Reisen ist nichts für

mich. Und schuld daran ist einzig meine Tante

Gertrud. Eigentlich war sie eine nette ältere

Dame. Doch leider hatte sie eine unangenehme

Vorliebe für Reisen an schrecklich langweilige

Orte, wo ausser ihr nur noch ein Reiseleiter und

«Das Elend begann

nämlich damit,

dass Tante

Gertrud meiner

Grossmutter eine

Waschmaschine

schenkte.»

eine Handvoll Lehrerinnen hinwollten. Das soll

bitte nicht als bösartiger Seitenhieb gegen Lehrer

aller Art missverstanden werden; ich kenne

selber einen Lehrer, und das ist ein sehr angenehmer

Mensch. Doch scheint es, dass sich ausser

der angesprochenen Berufsgattung niemand

für Sumpflandschaften oder Einöden

interessierte. Um ihre Anwesenheit an solchen

Orten zu dokumentieren, produzierte Tante

Gertrud pro Reisetag mindestens fünfzig Dias.

Und ich habe während meiner Kindheit keinen

einzigen ihrer grauenvollen Diaabende verpasst.

Und daran wiederum war meine Grossmutter

respektive ihre

Waschmaschine schuld.

Das Elend begann nämlich

damit, dass Tante Gertrud

meiner Grossmutter eine

Waschmaschine schenkte.

Sie denken jetzt sicherlich:

Was hat das mit den Diaabenden

zu tun? Sehr viel.

Durch dieses grosszügige

Geschenk fühlte sich meine

Grossmutter verpflichtet,

Tante Gertrud dankbar zu

sein und keinen ihrer Diaabende

zu verpassen. Und weil Diaabende etwas

Schönes sind, wie meine Grossmutter stets

beteuerte, musste ich auch mit.

Und es hat sich gelohnt. Denn ich habe

etwas gelernt: Ich würde nie von jemandem

eine Waschmaschine annehmen, ohne ihn vorher

nach seinem Hobby gefragt zu haben. Denn

Menschen, die Waschmaschinen schenken, soll

man nicht trauen. Womöglich muss man sie

aus Dankbarkeit in eine Alphütte mit schwachem

Licht begleiten. Und man weiss ja, wohin

so etwas führt.

Katja Alves

Alves’ Alltag

Katja Alves

Wie die Schweizer Autorin

ihren Energiealltag erlebt,

erfahren Sie immer in dieser

Kolumne. «Ferienfreuden»,

gelesen von der Kolumnistin,

gibts auch als MP3-Datei unter

www.strom-zeitschrift.ch.

27


28

Exklusive Strom -Leserreise

Ab ins Appenzellerland!

Sechs Länder und 42 Kräuter:

Auf der «Strom»-Leserreise ins

Appenzellerland gibt es viel

zu entdecken. Mitkommen lohnt

sich – allein schon wegen des

Ausblicks vom Säntis.

Das Geheimnis des Appenzellerkäses

können auch wir nicht lüften. Doch dafür

erfahren Sie auf der «Strom»-Leserreise

mehr über ein anderes typisches Produkt

aus Appenzell: den «Appenzeller Alpenbitter»,

der aus 42 Kräutern gebrannt wird. Und natürlich

führt unsere Reise auch auf den höchsten

Gipfel des Appenzellerlandes, den Säntis.

Wie kommen die Kräuter in die Flasche?

Nach Appenzell reisen Sie in einem bequemen

Eurobus-Car, vom Einstiegsort Ihrer Wahl (siehe

Anmeldetalon). Nach dem Kaffeehalt besichtigen

Sie die Produktionsstätte des «Appenzellers».

Auf der Führung lernen Sie einiges über

die Zutaten und die Schnapsbrennerei.

Rote Gilets, grüne Wiesen: «Sönd willkomm» im Appenzellerland.

Atemberaubendes Panorama

Anschliessend geht es mit dem Car weiter zur

Schwägalp, wo sich die Talstation der Säntis-

Schwebebahn befindet. Allein schon die Fahrt

auf 2502 Meter über Meer ist herrlich. Nach

dem Mittagessen haben Sie genügend Zeit, bei

schönem Wetter die atemberaubende Aussicht

auf sechs Länder zu geniessen. Dazu zählen

übrigens die Schweiz, Deutschland, Österreich,

das Fürstentum Liechtenstein, Frankreich und

Italien. Oder Sie fahren wieder talwärts und

unternehmen einen Spaziergang im Naturerlebnispark

Schwägalp/Säntis. Am späteren

Nachmittag bringt Sie der Car zurück an Ihren

Ausgangsort. Also, nichts wie anmelden fürs

Abenteuer Appenzellerland! JU

FOTOS: SÄNTIS-SCHWEBEBAHN AG, KEYSTONE, IMAGEPOINT, SWISS-IMAGE


[ Unterhaltung ]

Ein Appenzellerwitz auf

Innerrhödlerisch …

De Chlinseepli het sini Frau

agjoomered, e hei doch jetz e

ooverockts Chopfweh.

D Frau het en tröschted:

«Jo göll, du Guete, ond denn no

graad am tömmschte Oot.»

Schweben Sie auf den Säntis

Die Luftseilbahn von der Schwägalp

auf den Säntis ist eine der traditionsreichsten

in der Schweiz: Sie wurde

bereits 1935 in Betrieb genommen.

Die Schwebebahn legt eine Strecke

von 2335 Metern zurück und überwindet

einen Höhenunterschied von

1123 Metern.

… und derselbe Appenzellerwitz

übersetzt

Sepp jammert seine Frau an,

er habe ein wahnsinniges Kopfweh.

Seine Frau tröstet ihn:

«Ach ja, du Guter, und dann

noch am dümmsten Ort.»

Lavendelblüten: eines der 42 Kräuter,

die in den «Appenzeller» gehören.

Malerische Hügellandschaften:

das Appenzellerland

im schönsten Licht.

Ja, ich bin bei der Strom -Leserreise dabei!

ab Aarau

ab Liestal

ab Luzern

ab Münchenstein

ab Olten

ab Solothurn

ab Sursee

ab Schaffhausen

ab Winterthur

ab Zug

ab Zürich

Ersatzdatum:

Anzahl Teilnehmer mit GA/Halbtax-Abo:

Anzahl Teilnehmer ohne GA/Halbtax-Abo:

Anzahl Vegi-Menüs:

Zum Wohl:

ein Stück

Appenzeller

Tradition in der

Flasche.

Di, 14.8.

Mi, 22.8.

Di, 28.8.

Mo, 3.9.

Fr, 7.9.

Mo,20.8.

Mi, 12.9.

Do, 23.8.

Mo,27.8.

Do, 30.8.

Di, 4.9.

Mi, 5.9.

Fr, 24.8. Di, 11.9. Do, 13.9.

Name

Vorname

Strasse/Nr.

PLZ/Ort

Telefon

Datum

Unterschrift

Das ist inbegriffen:

Fahrt im bequemen Eurobus-Car

Kaffee und Gipfeli zum Znüni

Führung durch die Appenzeller

Alpenbitter AG in Appenzell,

inkl. Degustation

Seilbahnfahrt auf den Säntis und

Mittagessen auf dem Säntisgipfel

Filmvorführung «Die Geschichte

der Säntis-Schwebebahn»

Pro Reise max. 100 Personen.

Das detaillierte Reiseprogramm und

die Rechnung werden Ihnen

ungefähr einen Monat vor der

Reise zugestellt.

Coupon bitte einsenden an:

Infel, «Leserreise Appenzellerland»,

Postfach 3080, 8021 Zürich

29

Preis pro Person mit GA/Halbtax-Abo Fr. 94.–

Preis pro Person ohne GA/Halbtax-Abo Fr. 99.–


30 Strom junior [ Clever ]

Warum ist der Himmel blau?

Alle sichtbaren Wellenlängen

(Farben) des Lichts durchdringen

die Luft, die an sich farblos ist.

Wenn ihr den Himmel anschaut,

seht ihr im Sonnenlicht alle Farben,

die je nach Sonnenstand

aus einer bestimmten Richtung

auf euch zuströmen. Darüber

hinaus seht ihr besonders viel

blaues Licht, das aus allen

möglichen Himmelsrichtungen

«herabgestreut» wird. So nehmt

ihr ein Übermass an blauem

Licht wahr. Mehr als das tatsächlich

von der Sonne ausgestrahlte

Blau. Und der Himmel sieht

«blauer» aus, als er tatsächlich ist.

Kannst du ein Taschentuch ins Wasser tauchen, ohne dass es nass wird?

Als kleiner Zauberlehrling ist das für dich natürlich kein Problem.

2Tauche jetzt das Glas (samt

Taschentuch) – mit der Öffnung

nach unten – ganz senkrecht

in den Eimer und ziehe es

wieder heraus.

[ Spielen ]

Hat sich für euch

schlau gemacht:

Eric Baumann.

Eure Frage an:

redaktion@

strom-zeitschrift.ch

Der Wasser-Taschentuch-Trick

Das brauchst du: einen kleineren Eimer, ein Trinkglas, ein Papiertaschentuch, Wasser

1 Und

so gehts:

Zerknülle ein Papiertaschentuch

und stopfe es so ins Glas, dass es

nicht herausfällt, wenn du das

Glas umdrehst. Und fülle den

Eimer mit Wasser.

3Und, ist es nass

geworden?

Nein, denn es hat sich

ein Vakuum gebildet.

Die Luft, die im Glas

eingeschlossen ist,

verhindert, dass das

Taschentuch nass

wird.

Flossentennis

So erfrischend kann spielen im Hochsommer

sein: Ihr zieht die Badehosen an,

nehmt ein Paar Flossen mit, dazu ein paar

Luftballons, die ihr unterschiedlich fest mit

Wasser füllt. Dann sucht ihr euch einen

Platz auf einer Wiese (Achtung: Schaut

darauf, dass weder andere Leute noch Gegenstände

in der Nähe sind. Denn es kann

nass werden!) und beginnt, die Luftballons

mit den Flossen hin und her zu werfen. Wie

lange gehts, bis der Ballon zerplatzt? Das

Flossenspiel lässt sich am besten zu zweit

spielen und wenn es draussen ganz schön

warm ist. Und an einem windstillen Tag

funktioniert das Spiel auch, wenn ihr die

Ballons mit Luft füllt.

ILLUSTRATION: SIEGMAR MÜNK


Geniessen Sie

den Sommer:

Zu gewinnen gibts

6 BBQ Grill PRO

in attraktivem Design

sowie

5 Blender

Pro Mixer

aus Edelstahl

von Solis.

Teil

einer

Pflanze

VolkstanzDativfragewort

Schweizer

Landsmann

gesamter

Lebensraum

des

Menschen

Westeuropäer

Trinkhalm

Ausruf des

Erstaunens

Präposition

Ort westlich

von Chur

Streitkräfte

der

Schweiz

kalter NordostwindAtmungsorganKörper-

Krach,

Radau

gekochter

Obstbrei

glied

9

Ort im

Kt. Glarus

Zeugnisnote

7

Hochschulart

(Abk.)

rastlos,

nicht zur

kurz. BühnenauftrittSchürzenbruststück

Ruhe

kommend

Alpenverein

(Abk.)

Erbfaktor

Trumpfneun

beim Jass

zu

Ende

Alphabet

Pfad

Missfallensausruf

Holzgestell

zum HeutrocknenSchauRadmittelhülseehrenhalber

(Abk.)

spiel

5

Anredefürwort

weit nach

unten

Aufgabe

eines

Anspruchs,

Entsagung

blinde,

heftige

Wut

Kleingebäck

ständig,

andauernd

4

Vorraum

im

Haus

2

Figur bei

J. Spyri

lediglich

Laubbaum

Nordtier

Flüsschen

in Appenzell

unverfälschtVerbundlinie

grosser

Langschwanzpapagei

Alpentier

Laute von

Hunden

Handlungsweise

Fest

weisse

Herbstrübe

nicht für

andere

bestimmt

8

schwer

erhältlich,

selten

Schicksal

frz. männl.

Artikel

Mensch osteur.

Völker

Bindewort,

Konjunktion

Platz,

Stelle

Zeitnot

Schweizer

Hotelier,

† 1918

(César)

Jagdtier

Schweizer

Volksheld

3

Speisenfolge

einfältiger

Mensch

Fahrzeugteil

Hautfalte

zum Schutz

des Auges

Grenzübertritt

Basel (frz.)

Kosmos,

Universum

1

weibliches

Piz in Graubünden

6

Sorte,

afrikan.

Gattung

Grossraubtier

seelischer

Schmerz

Campingunterkunft

1 2 3 4 5 6 7 8 9

Abk. f.: Eidgenössisch-Demokratische

Union

[ Preise ]

Rätsel

Machen Sie mit

Sie haben drei Möglichkeiten:

[1] Rufen Sie an unter Telefon

0901 908 118 (1 Franken

pro Anruf) und sagen Sie nach

dem Signalton das Lösungswort,

Namen und Adresse.

[2] Senden Sie uns eine Postkarte

mit dem Lösungswort an

Infel, «Strom»-Sommerrätsel,

Postfach, 8099 Zürich.

[3] Geben Sie das Lösungswort

online ein unter

www.strom-zeitschrift.ch.

Teilnahmeschluss:

31. Juli 2007

31

1. bis 6. Preis: Ein Solis BBQ Grill

PRO im Wert von 349 Franken.

Mit dem Qualitäts-Elektrogrill

können Sie auch offen grillieren.

7. bis 11. Preis: Ein Solis Blender

Pro Typ 839 im Wert von 189 Franken.

Mit dem Profimixer zaubern

Sie nicht nur herrliche Drinks auf

den Tisch. www.solis-onlineshop.ch

Die Gewinner

Das Lösungswort des letzten

Preisrätsels lautete: Wohntraum

Wir gratulieren folgenden

Teilnehmerinnen und

Teilnehmern:

1. Preis

Ein Elektrovelo Modell Flyer T8

im Wert von 4000 Franken:

Bianca Castrogiovanni,

Menziken

2. bis 15. Preis Je ein Buch

«Schweizer Möbel Lexikon» oder

«101 Dinge, die man getan

haben muss, bevor das Leben

vorbei ist»: Paula Gallusser, Meilen;

Doris u. Franz Karrer, Waltenschwil;

Claudia Baumgartner,

Reussbühl; Elisabeth Maurer,

Aarburg; Ulricke Edte, Aesch;

Ingrid Pleier, Gempen; Susy

Scheurer, Roggwil; Walter Gisin,

Tenniken; Paul Imfeld, Sarnen;

Hans Seiler, Meggen; Susanne

Hefti, Weggis; Evelyne u. Karl

Gisler, Rietheim; Peter Werner,

Schaffhausen; Veronika Schär,

Winterthur.

Impressum: Internet: www.strom-zeitschrift.ch | 85. Jahrgang | Heft 2, Juli 2007 | Erscheint vierteljährlich | ISSN-1421-6698 | Verlag und Redaktion: Infel AG, Postfach 3080, 8021 Zürich,

Telefon: 044 299 41 41, Telefax: 044 299 41 40, E-Mail: redaktion@infel.ch | Gesamtleitung: Beat Schaller | Redaktion: Julia Dieziger (Leitung), Peter Christoph, Sibylle Veigl, Stefan Doppmann,

Ruedi Spalinger | Layout: Lilian Wagner, Philipp Beeler | Bildredaktion: Diana Ulrich | Lithos: n c ag, Urdorf | Druck und Distribution: Vogt-Schild Druck AG, Derendingen |

Anzeigenmarketing: Infel AG, Thomas Matter, Telefon: 044 299 41 76 | Gesamtauflage: 983 099 Exemplare (WEMF-beglaubigt) | Gedruckt auf chlorfrei gebleichtes Papier.


Abenteuer Antarktis

Mutige Abenteurer machten sich vor 100 Jahren auf, die Antarktis

zu entdecken. Wer heute die Antarktis bereist, braucht zwar nicht mehr

Kopf und Kragen zu riskieren – ein unvergessliches Erlebnis ist es

aber allemal: ein Hauch von Abenteuer und Exotik am kalten Ende der Welt.

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(ohne Anreise nach Südamerika)

MS Nordnorge – Baujahr 1997

Reisedaten November – Februar

17 Tage ab/bis Santiago oder

Buenos Aires

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