Oktober 2010 - Der Monat

dermonat.li

Oktober 2010 - Der Monat

OktOber 10

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sicherheit: Sind wir noch sicher in unserem Land?

holzbau: Haus aus Holz aus dem nahen Wald

casino liechtenstein: In den Startlöchern für das Glücksspiel


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inhalt | editorial

Sicherheit ist ein

schönes Gefühl

Panorama 4

sicherheit

Sind wir noch sicher in unserem Land? 6

unternehmertum

Mit Dynamik und Innovationskraft 10

KoPf des monats

thomas Lorenz – die Suche nach Millionen 12

holzbau

Haus aus Holz aus dem nahen Wald 14

Partnerschaft

Männer mit Männern? Frauen mit Frauen? 16

casino liechtenstein

In den Startlöchern für das Glücksspiel 18

zeitgeschehen

26. Oktober 1985:

the Princely Collections in New York 20

berufsschau

Informationen für den traumberuf 22

energie

Stromversorgung mit erneuerbaren energien? 24

mütter und Kinder

rapunzel wird Müze im neuen Heim 26

rätsel-sPass 28

schlussPunKt 30

Kriminelle handlungen sind auch in

unserem land an der tagesordnung

Liechtenstein wurde früher einmal als «Land der Seligen»

besungen, ein Land mit mehr Gefängniszellen

als Häftlingen. Diese Zeiten sind vorbei, wie Polizeichef

Adrian Hasler im

Schlusspunkt schreibt: «Liechtenstein

ist zwar kein Ort der

schweren Kriminalität, aber kriminelle

Handlungen sind auch in unserem Land an

der Tagesordnung.» Wir haben uns im Titelthema

mit Sicherheit befasst, die Abrundung des Themas

macht der Polizeichef mit seinen

Gedanken im Schlusspunkt. Aber

was ist Sicherheit überhaupt? Ein

Teil ist Gefühl, der andere Teil

kann statistisch erfasst werden.

Was für die einen schon ein Risiko

ist, wiegen sich andere beim

gleichen Problem noch lange in

Sicherheit. «Die grösste Gefahr

im Leben ist», zitiert der Polizeichef

den Ballonfahrer Bertrand

Günther Meier

Piccard, «sich in Sicherheit zu

wiegen.» Da mag Piccard, der sich

Redaktion «Der Monat»

schon mancher Gefahr ausgesetzt hat, Recht haben.

Aber Recht hat auch der Komiker und Schriftsteller

Karl Valentin, der schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts

festgestellt hat: «Sicher ist, dass nichts sicher

ist!»

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titelbild: Wachmänner, nicht nur die Polizei, sorgen für Sicherheit. (Foto: Marco Nescher)

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OktOber 2010

3


4

5

Panorama

Keine Einladung

an Asylsuchende

Liechtenstein gehört offenbar zu jenen Ländern,

die von Asylsuchenden gerne ausgewählt werden.

Die Zahlen der Asylsuchenden ist stark angestiegen,

was die Regierung veranlasste, das Asylgesetz

zu überarbeiten. Stellten im

Jahre 2008 nur 26 Personen ein

Asylgesuch, so waren es 2009

schon 294 Asylanträge, die an die

Behörden gestellt wurden. Die

Regierung bekennt sich im Vernehmlassungsentwurf

zu den

Grundsätzen der Genfer Flüchtlingskonvention

und der Europäischen

Menschenrechtskonvention, wonach politisch

Verfolgte das Recht haben, um Asyl nachzusuchen

und ihre Asylanträge in einem rechtsstaatlich

korrekten Verfahren prüfen zu lassen. Aber, und das

ist der Hauptzweck der geplanten Änderung des

Flüchtlingsgesetzes, Personen mit asylfremden Motiven

sollen möglichst davon abgehalten werden,

Asylbegehren einzureichen. Die Attraktivität für

Asylsuchende, die sich bereits längere Zeit in sicheren

europäischen Ländern aufgehalten haben, soll

gesenkt werden. Wichtig erscheint der Regierung,

sich den schweizerischen Vorschriften anzupassen,

um kein Gefälle entstehen zu lassen, das die Attraktivität

Liechtensteins als Asylland zusätzlich erhöht.

motorfahrzeugbestand

In Liechtenstein waren am 1. Juli 2010 insgesamt 35'836 Motorfahr-

zeuge in betrieb, davon 26'880 Personenwagen.

Foto: Marco Nescher

Die Entwicklung des Personenwagenbestandes: Stichtag 1. Juli

2010 – 26'880 Personenwagen 1980 – 12'569 Personenwagen

2000 – 21'784 Personenwagen 1970 – 6'210 Personenwagen

1990 – 16'891 Personenwagen 1960 – 3'408 Personenwagen

Mit 718 Personenwagen auf 1000 einwohner weist Liechtenstein in

europa die höchste PkW-Dichte auf, vor Luxemburg mit 667 Autos.

In der Schweiz sind es 518, in Österreich 513 Autos pro tausend

einwohner.

Foto: kunstmuseum

Spannungsverhältnis

lokal – international

Auch das Kunstmuseum Liechtenstein richtet

einen Liechtenstein-Dialog aus. Dieser Dialog widmet

sich künstlerischen Werken aus Liechtenstein

und über Liechtenstein. Der einschneidende Wandel

der Wirtschaft und Gesellschaft Liechtensteins

zu einem internationalen Finanzzentrum habe zu

einem Spannungsverhältnis zwischen ländlich-lokaler

Struktur und internationaler Ausrichtung geführt,

werfe Fragen nach der Konstruktion von

Identität, der Produktion von Klischees und dem

Umgang mit ihnen auf. Das Kunstmuseum Liechtenstein

stellt in einer Sonderausstellung «Dialog

Liechtenstein» künstlerische Werke aus, die sich

aus unterschiedlicher Perspektive dem Land und

seinen Veränderungen nähern. Die Ausstellung beginnt

am 21. Oktober 2010.

Im Hauptort Vaduz

ein Hauptbahnhof?

Eine Eisenbahn durch ganz Liechtenstein ist

eine alte Idee, konnte bisher aber nicht verwirklicht

werden. Die Hochschule Liechtenstein organisiert

am 5. Oktober 2010 ein Symposium mit dem Titel

«Vision Hauptbahnhof Vaduz». Schon 1857 versuchte

das damalige liechtensteinische Regierungsamt,

dass die Bahnlinie aus Vorarlberg in die

Schweiz durch Liechtenstein geführt werde. Liechtenstein

konnte 1870 nur erreichen, dass die Bahnlinie

Feldkirch-Buchs ein Stück über liechtensteinisches

Gebiet geführt wurde. Anfangs des 20. Jahrhunderts

gab es erneute Bestrebungen für eine

Bahnlinie durch ganz Liechtenstein, als Verlängerung

der Rätischen Bahn – aber auch diese Pläne

konnten nicht verwirklicht werden.

OktOber 2010


Weinland Liechtenstein

mit neuen Grand-Crus

Liechtensteins Winzer bemühen sich um Qualität bei der Produktion

ihrer Weine. Eine Kommission wacht darüber, dass die Qualitätsbezeichnung

«Grand Cru Liechtenstein» nur bei jenen Weinen

verwendet wird, die international wettbewerbsfähig sind. Dieses Jahr

hatte die Weindegustationskommission insgesamt 10 Weine zu beurteilen.

Davon erreichten sechs Tropfen eine Punktzahl von mindestens

85 Punkten auf einer internationalen 100-Punkte-Skala. Zu den

erfolgreichen Winzern, welche die ausgewählten Weine mit dem Prädikat

«Grand Cru Liechtenstein» versehen dürfen, gehören die Hofkellerei

des Fürsten von Liechtenstein, Hubert Gstöhl vom Weingut

Castellum Eschen, Marco und Ewald Frick aus Balzers sowie Harry

Zech Weinbau Schaanwald.

Chance Liechtenstein

für junge Arbeitskräfte

Liechtenstein möchte Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen möglichst

verhindern. Um junge Berufsleute, die auf Jobsuche sind, zu unterstützen,

wurde das Projekt «Chance Liechtenstein» geschaffen, das

in diesem Herbst schon zum vierten Mal durchgeführt wird. Im

Durchschnitt waren drei Viertel der Jugendlichen, die das Intensivprogramm

von «Chance Liechtenstein» durchmachten, bei der Jobsuche

erfolgreich. Das Programm steht unter der Leitung des Ressorts

Wirtschaft der Regierung. Erbprinz Alois hat die Patronatschaft übernommen.

Die jungen Jobsuchenden erhielten auch dieses Jahr eine gezielte

Förderung für die Bewerbung in der Wirtschaft. Kurz vor Weihnachten

wird Bilanz gezogen über den Erfolg des Projekts.

Porträtieren für

einen guten Zweck

Die Künstlerin Giovanna Gould ist immer

wieder in der Fussgängerzone in Vaduz anzutreffen.

Mit Zeichenblock und Bleistift. Ihre Leidenschaft

sind spontane Porträts von Passanten, die sich gerne

künstlerisch abbilden lassen,

anstatt das übliche Foto zu machen.

Mit schnellen, sicheren

Strichen bringt sie das Gegenüber

zu Papier, braucht oft nur

ein paar Minuten. Die Künstlerin

Giovanna Gould porträtiert

für einen guten Zweck. Der Erlös

kommt dem Liechtensteinischen

Entwicklungsdienst LED zugute.

Foto: Giovanna Gould

Foto: Marco Nescher

Neue Bekleidung

für die alte rheinbrücke

Die Rheinbrücke Vaduz–Sevelen, die letzte

noch erhaltene Holzbrücke entlang der liechtensteinisch-schweizerischen

Rheingrenze, wird

derzeit saniert. Die 1870 nach den Plänen des

Landestechnikers Peter Rheinberger erbaute

Brücke konnte erstellt werden, weil zehn Jahre

zuvor die hochwassersicheren Dämme auf beiden

Seiten des Rheins errichtet worden waren.

Von 1867 bis 1879 entstanden im Rheintal 13 gedeckte

Holzbrücken, davon fünf Brücken als

Übergänge Liechtenstein–Schweiz. Bevor die

Dämme und die Brücken gebaut wurden, transportierte

man Menschen und Güter mit Fähren

über den Rhein. Von Balzers, Vaduz, Schaan

und Ruggell aus konnte der Rhein überwunden

werden. Die Fährbetriebe waren, mit Ausnahme

der «Rheinschifffahrt Ruggell», in schweizerischer

Hand. Ein Ruggeller Fährmann besorgte

dort bis 1918 die Überfahrt über den Rhein nach

Salez. Die ersten beiden Rheinbrücken wurden

1867/68 bei Schaan und Bendern gebaut, in den

Jahren 1870/71 folgten die Brückenbauten in

Balzers und Vaduz. Nach dem Bau der Arlberg-

Eisenbahn entstand 1872 die Eisenbahnbrücke

Schaan-Buchs. Erst 1929 wurde die Rheinbrücke

in Ruggell gebaut, die 1963 ein Raub der

Flammen wurde. Einem Brand fiel auch die

Holzbrücke Balzers-Trübbach im Jahre 1972

zum Opfer. Zwei Jahre später brannte die Rheinbrücke

Bendern-Haag, doch konnte der Brand

gelöscht werden. Bei Reparaturarbeiten, als die

Holzkonstruktion von den Stützpfeilern abgehoben

wurde, brach die Brücke auseinander

und stürzte in den Rhein. Das gleiche Schicksal

ereilte die Betonbrücke in Schaan-Buchs, die

1970 auseinanderbrach und in den Fluten des

Rheins versank.


6

7

Von Günther Meier

sicherheit

Sind Abenteuerspielplatz

wir noch sicher

in rund unserem um den Land? Walen-

früher witzelten ausländische Journalisten über die leeren

gefängniszellen in liechtenstein. inzwischen sind auch diese

«herbergen» mehr oder weniger ausgebucht. hat die Krimi-

nalität zugenommen? sind wir noch sicher?

«Autofahrer in Vaduz verprügelt»,

lautete vor kurzem eine Schlagzeile über einer

Polizeimeldung. Die Polizei teilte mit und suchte

Zeugen für den Vorfall: «Ein Mann wurde bei einer

Auseinandersetzung in Vaduz verletzt. Das

Opfer fuhr mit seinem Personen-

liechtenstein ist keine

wagen durch Vaduz, als mehrere

Männer die Strasse trotz Rotlicht

insel mehr, was gewalttätig- überquerten. Der Mann hielt dakeiten,

Kriminalität und

raufhin seinen Wagen an, um

die Personen auf ihr Fehlverhal-

andere delikte betrifft ten hinzuweisen, was jedoch zu

einer tätlichen Auseinandersetzung

führte. Dabei wurde er von den Verdächtigen

unbestimmten Grades verletzt und musste sich im

Spital behandeln lassen.» Gleichentags drang eine

unbekannte Täterschaft in ein

Wohnhaus in Schaanwald ein

und entwendete Schmuck, Bargeld

und weitere Gegenstände.

In Eschen wüteten Vandalen in einer Tiefgarage,

schraubten eine Reihe Leuchtstoffröhren aus ihrer

Verankerung und zerschmetterten die Glasröhren

in der Einfahrt zur Tiefgarage.

Sicherheit trotz Zunahme der

Straftatbestände

Gewalttätigkeiten, Einbrüche,

Vandalismus, Raubüberfälle! Hat die Globalisierung

der Kriminalität uns auch erreicht oder anders

herum gefragt: Sind wir noch sicher in unserem

Land? Liechtenstein ist keine Insel mehr, was

Gewalttätigkeiten, Kriminalität und andere Delikte

betrifft. Der «Kriminaltourismus», wie kriminelle

Aktivitäten von ausländischen Straftätern genannt

werden, die keinen Wohnsitz im Land haben,

hat auch bei uns zugenommen. Der Sicherheitsbericht

2009 der Schweiz führt dazu aus, die teilweise

ungünstigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen

Konstellationen in Südosteuropa hätten einen

starken Einfluss auf die Kriminalitätslage in

der Schweiz. Die kriminellen Gruppen aus dieser

Weltgegend seien organisatorisch, technisch und

personell in der Lage, die Kriminalität in der

Schweiz massgeblich zu prägen: «Obschon der

Schwerpunkt ihrer Aktivitäten vorwiegend im Bereich

des illegalen Drogenhandels beziehungsweise

der Eigentumskriminalität liegt, sind sie beständig

auf die Erschliessung neuer lukrativer krimineller

Tätigkeitsfelder ausgerichtet. So agieren sie vermehrt

auch in Bereichen wie Menschenschmuggel,

Menschenhandel, Betrug und Geldwäscherei.» Ob


der «Kriminaltourismus» auch in Liechtenstein einen

derart hohen Anteil einnimmt, ist schwierig zu

beantworten. Auch sind Vergleiche mit der Kriminalstatistik

von weiter zurückliegenden Jahren

schwieriger geworden, weil die Polizei seit dem Jahr

2007 eine sogenannte interpretierte Kriminalstatistik

führt, die es erlaubt, mehrere Tatbestände zu

Deliktsgruppen und zu Kriminalitätsfeldern zusammenzufassen.

Die Polizeistatistik der Jahre

2007 bis 2009 ergibt ein düsteres Bild: Die Zahl der

Einbrüche ist von 142 auf 218 Fälle angestiegen, bei

Raufhandel und Körperverletzungen wurde eine

Zunahme von 68 auf 90 registriert, die Delikte mit

Drogen haben von 132 auf 233 zugenommen und

bei den Sachbeschädigungen erhöhte sich die Zahl

von 189 auf 221. Im Vergleich zu anderen Ländern

kann man die Sachlage nun positiv oder negativ interpretieren:

Jeder vierte Tag im Jahr ein Delikt mit

Körperverletzung – viel oder wenig? Bei Einbrüchen,

Drogendelikten und Sachbeschädigungen ist

mehr als jeden zweiten Tag eine Straftat registriert

worden – viel oder wenig bei 36'000 Einwohnern?

Sicherheit durch Polizeipräsenz

über die Grenzen

Täter, die ihren Wohnsitz nicht

in Liechtenstein haben, können aufgrund der Kleinheit

des Landes relativ rasch ins Ausland gelangen,

insbesondere über die offene Grenze in die Schweiz.

Der Zusammenarbeit mit schweizerischen Polizeiorganen

kommt damit eine wichtige Rolle zu, wie

Tina Enz, Mediensprecherin der Landespolizei, be-

Fotos: Marco Nescher

Je höher der Präventionsgrad,

umso grösser das Sicherheitsgefühl

der Bevölkerung.

stätigt: «Aktuelle Kriminalitätsfelder

und Ereignisse werden

zeitnah ausgetauscht. Auch zu

Fahndungszwecken ist aufgrund

der nahen und offenen Grenze eine Zusammenarbeit

unumgänglich. Regelmässig gibt es gemischte

Patrouillen der Polizei, gemeinsame Kontrollen

oder gemeinsame Einsätze im Ordnungsdienst, wie

etwa bei Fussballspielen.» Auch die weitere grenzüberschreitende

Bekämpfung der Kriminalität gewinnt

laut Polizeisprecherin zunehmend an Bedeutung,

obwohl das Fürstentum Liechtenstein noch

nicht Schengen-Mitglied ist. Hingegen gehört das

Land schon seit 1960 der Interpol als Mitglied an,

was in den vergangenen 50 Jahren einer Reihe von

flüchtenden Tätern zum Verhängnis geworden ist.

Sicherheit durch Sicherheits-

dienstleistungen

Parallel zur Entwicklung der Kriminalität

und anderer Delikte etablierte sich in der

Gesellschaft ein neuer Wirtschaftszweig, der das Sicherheitsgefühl

der Bevölkerung stärkt und eine

präventive Wirkung entfaltet. Private Organisationen

wie Argus oder Securitas bieten umfassende

Sicherheitsdienstleistungen an. Die Revierbewachung

oder Bewachung eines Hauses können zwar

Einbrüche nicht ausschliessen, doch ist die dauernde

oder unregelmässige Präsenz eines Wachmannes

eine gewisse Gewähr für das Fernhalten unerwünschter

Besucher. Auch die Kontrolle von Park-

und Spielplätzen gibt den Benützern ein gutes Sicherheitsgefühl.

Die zur Kontrolle und Sicherheit

abgeordneten Wachmänner bei öffentlichen Veranstaltungen

sind zum vertrauten Bild geworden,

was vor wenigen Jahren noch für Aufsehen gesorgt

OktOber 2010


8

sicherheit

hätte. Heute sind die Verkehrs- und Parkplatzdienste,

die Einlasskontrollen und die Shuttledienste

für den sicheren Transport der Gäste in unserem

Sicherheitsdenken nicht mehr wegzudenken.

Sicherheit – kein Thema für

den Zukunftsbarometer

Zum verstärkten Sicherheitsbedürfnis

tragen auch die Baustellenbewachung und

die Kontrollgänge während der Ferienabwesenheit

bei: Wurde früher einfach das Haus verriegelt, sichert

man sich heute mit einem Wachdienst ab, der

soziale sicherheit

Der begriff Sicherheit umfasst für den Menschen nicht nur Sicherheit vor Unfällen, kriminalität oder Gewalttätigkeiten, sondern

auch die soziale Sicherheit. Darunter werden sämtliche Massnahmen des Staates und privater Institutionen zur Sicherung der

existenz, insbesondere zum Schutz der bevölkerung vor sozialen risiken, verstanden.

Wie steht es nun mit der sozialen Sicherheit in Liechtenstein? Die regierung hat im Sommer 2005 einen bericht «Analyse

Sozialstaat Liechtenstein» veröffentlicht, der sich im Schwerpunkt mit der Finanzierbarkeit des Sozialstaates befasste, wie er

in Liechtenstein nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut wurde. Die Analyse zeigt, dass die soziale Sicherheit und die Gesundheitsvorsorge

ausreichend gewährleistet sind und die vielfältigen Folgen sozialer und finanzieller Notlagen durch die Unterstützung

verschiedener Institutionen sowie mit Hilfe einer Vielzahl sozialstaatlicher Leistungen abgefedert werden. Gleichzeitig hat

die Analyse auch ergeben, dass sozialpolitische eingriffe in Zukunft notwendig sein werden, da bestimmte Probleme – wie

etwa die eingliederung von Sozialhilfeempfängern oder IV-bezügern in den Arbeitsprozess oder die langfristige Sicherung der

Gesundheits- und Pensionssysteme – zu lösen seien. Die Untersuchungsergebnisse haben laut regierung auch veranschaulicht,

dass die Sozialausgaben des Landes unter anderem deshalb angestiegen sind, weil der Sozialstaat einen beträchtlichen

teil des Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft auffangen muss.

Zusammenfassend gelangt die Studie zum Schluss, dass Massnahmen im bereich der rentenversicherungen, der krankenund

Arbeitslosenversicherung notwendig sind, um den Sozialstaat in Zukunft zu sichern.

Angesprochen werden die freiwillige Verlängerung des rentenalters nach oben und gleichzeitig die Förderung der Produktivität

älterer Arbeitnehmer.

Die kostenentwicklung bei der krankenversicherung muss laut Analyse sowohl auf der Angebots- wie auch von der Nachfrageseite

beeinflusst werden: konkret mehr eigeninitiative der Versicherten auf der einen Seite, transparenz bei den kosten und

Leistungen auf der anderen.

bei der Arbeitslosenversicherung wie auch bei den Sozialen Diensten kann die Zunahme der klienten laut Untersuchung nur

dadurch abgeschwächt werden, wenn ausreichend arbeitsmarktliche Massnahmen und beschäftigungsprogramme zur Verfügung

stehen und gleichzeitig verschiedene Qualifikations- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden.

Der erfolg der angesprochenen reformschritte hängt nach der Analyse davon ab, ob genügend Arbeitsplätze zur Verfügung

stehen, um möglichst viele Menschen wieder von der Sozialhilfe und der Arbeitslosigkeit abzulösen.

OktOber 2010

bei Bedarf den Goldfisch füttert und die Blumen

tränkt. Die Frage, ob man sich in Liechtenstein

noch sicher fühlen kann, darf wohl mit «Ja» beantwortet

werden. Zumindest scheint das Thema Sicherheit

in der Bevölkerung kein Thema zu sein.

Als für den «Zukunftsbarometer» gefragt wurde,

was die wichtigsten Probleme in den nächsten zehn

Jahren seien, wurde der Verkehr an erster Stelle genannt,

gefolgt von Umweltproblemen, Wohnungsangebot,

sozialer Sicherheit, Wirtschaftslage und

anderen Problemen. Das Thema Sicherheit befand

sich, glücklicherweise, nicht darunter. |


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10

11

Von Günther Meier

unternehmertum

Mit Dynamik

und Innovationskraft

Wenn derzeit über die wirtschaftliche

Zukunft Liechtensteins philosophiert

wird, kann trotz gewisser Unsicherheiten zumindest

ein positiver Faktor unterstrichen werden: Das

Unternehmertum und die unternehmerische Risikobereitschaft

haben in den Jah-

die unternehmerische risiko- ren der Finanz- und Wirtschaftskrise

nicht gelitten. Auch wäh-

bereitschaft hat in den rend der Krise wurden neue

Jahren der finanz- und Wirt-

Unternehmen gegründet, bestehende

Unternehmen übernomschaftskrise

nicht gelitten men und etablierte Unternehmen

in einer geregelten Nachfolge

in jüngere Hände abgegeben. Überhaupt, die

«Nuller-Jahre», wie das erste Jahrzehnt des neuen

Jahrhunderts genannt wird, zeichneten sich in

Liechtenstein durch ein kräftiges wirtschaftliches

Wachstum aus. Die Zahl der Unternehmen stieg erheblich

an, das Angebot an Arbeitsplätzen verbreiterte

sich, die Quote der Arbeitslosen

konnte deutlich unter dem

europäischen Schnitt gehalten

werden. Wenn sich nun die ersten

Anzeichen einer Konjunkturerholung

verdichten, kann die

Bilanz gezogen werden, dass die

Talsohle nicht so tief wie befürchtet

war, der konjunkturelle

Abschwung nicht so massiv

wie prognostiziert ausfiel und

der Aufschwung früher als angenommen

einsetzte. Indizien

dafür sind statistische Daten,

laut denen die Warenexporte

der liechtensteinischen Industrie

wieder angezogen haben und bei

Fotos: Presse- und Informationsamt

auch während der finanz- und Wirtschaftskrise wurden unternehmen neu

gegründet. in liechtenstein blüht das unternehmertum. dennoch beklagen

sich Klein- und mittelunternehmen oft über vermeidbare bürokratische hür-

den.

den Banken das Volumen der betreuten Kundenvermögen

wieder angestiegen ist.

Innovationsscheck für wissen-

schaftliche Unterstützung

Ungeachtet davon, ob die Anzeichen

für einen Aufschwung ohne Rückschlag in die

erhoffte Aufwärtsentwicklung führen, ist Liechtensteins

Wirtschaft im Vergleich gut über die Runden

gekommen. Wer während der Finanz- und Wirtschaftskrise

ein neues Unternehmen aufbaute, hat

vielleicht eine Durststrecke hinter sich, kann aber

vom Aufschwung profitieren, wenn das Unternehmen

eine Dienstleistung oder ein Produkt anbietet,

die in einer Aufschwungphase benötigt werden.

Unternehmerischer Mut gehört zweifellos dazu,

wenn jemand in einer wirtschaftlich unsicheren

Zeit den Beschluss fasst, den Weg in die Eigenständigkeit

zu gehen. Allerdings mangelt es nicht an unternehmerischen

Vorbildern, auch in unserem

Land nicht, wie die Suche nach dem «Entrepreneur

of the Year» offen legte. Dass sich zur Erkürung des

besten Unternehmers die Regierung und die Hochschule

Liechtenstein zusammengefunden haben,

darf als weitsichtiger Glücksfall bezeichnet werden.

Unternehmerisches Denken und Handeln steht

beim Institut für Entrepreneurship an der Hochschule

im Zentrum, um die Absolventen zu befähigen,

innovative Geschäftsideen zu entwickeln und

auf regionalen wie auch internationalen Märkten

umzusetzen. Organisatorisch mit dem Entrepreneur-Institut

ist das KMU-Zentrum, das neben der

Weiterbildung und dem Coaching für Unternehmer

auch den Businessplan Wettbewerb organisiert.

Damit wird gesichert, dass Zusammenarbeit

zwischen Wissenschaft und Wirtschaft nicht nur


auf der Ebene weltweit tätiger Unternehmen stattfindet,

sondern auch die Klein- und Mittelunternehmen

einbezieht. Um die KMU-Wirtschaft vermehrt

mit der Wissenschaft in Kontakt zu bringen,

vergab die Regierung «Innovationsschecks», die für

Dienstleistungen und Beratungen bei Hochschulen

und Universitäten eingelöst werden können. Die

starke Nachfrage nach diesen Innovationsschecks

kann als ein Zeichen dafür gelten, dass auch Klein-

Unternehmer zunehmend wissenschaftliche Unterstützung

in Anspruch nehmen.

Handlungsbedarf zum Abbau

bürokratischer Hindernisse

Innovative und mutige Unternehmer

seien in der Lage, den Wirtschaftsstandort

Liechtenstein noch stärker zu diversifizieren und

damit weniger abhängig von politischen Veränderungsprozessen

auf dem internationalen Parkett zu

machen, bemerkte kürzlich Wirtschaftsminister

Martin Meyer: «Wir brauchen florierende Unternehmen,

um Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern,

um künftige Fachkräfte auszubilden und

um Innovationen voranzutreiben.» Die Fachkräfte

sollen mit dem neuen Lehrlingsverbundsystem gesichert

werden, das Klein- und Mittelunternehmen

angeboten wird, in einem Verbund die Berufsausbildung

junger Unternehmer zu organisieren. Da-

hinter steckt die Überlegung, die Auch während der Wirtschafts-

Zahl der Ausbildungsbetriebe zu krise wurden viele neue Unter-

erweitern, um damit den Schulnehmen

gegründet.

abgängern als künftigen Unternehmern

eine breitere Auswahl an Ausbildungsmöglichkeiten

zu sichern. Die nächsten Jahre werden

die Gewissheit bringen, ob sich die Hoffnungen

erfüllt haben, um nicht zuletzt dem Unternehmertum

neue Perspektiven zu eröffnen. Die rasche Einsetzung

einer Task Force während der Finanz- und

Wirtschaftskrise durch die Regierung, die zu einer

Reihe von Erleichterungen für KMU führte, reiht

sich ein in die Kette von günstigen Rahmenbedingungen,

die von der Politik für die Wirtschaft zur

Verfügung gestellt wurden. Nachfragen bei Unternehmern

haben allerdings ergeben, dass noch ein

gewisser Handlungsbedarf zum Abbau bürokratischer

Hindernisse vorhanden ist.

Auch in diesem Bereich kümmert

sich eine Projektgruppe darum, unnötige Regeln

abzubauen, eine unternehmerfreundlichere

Verwaltung zu schaffen und Hindernisse für die

freiere Entfaltung des Unternehmertums aus dem

Weg zu räumen. «Es muss uns gelingen», lautet der

Fahrplan von Regierungschef-Stellvertreter Martin

Meyer, «zukünftig Überregulierungen zu vermeiden

und damit die Handlungsspielräume der Unternehmen

zu erweitern.» |

OktOber 2010


12

KoPf des des monats monats

Thomas Lorenz

Die Suche nach Millionen

Der Oktober zählt in Liechtenstein zu jenen

Monaten, die für bestimmte Leute mit grosser

Spannung und Anspannung erfüllt sind. Zu diesen

Leuten zählt Thomas Lorenz, Leiter der Stabsstelle

für Finanzen der Regierung. Bei

der Suche nach den fehlenden

Millionen im Landesbudget spielt

die Stabsstelle Finanzen eine zentrale

Rolle, ist der Dreh- und Angelpunkt

bei der Budgetierung, die Koordinatorin

für das Zahlenspiel, das letztlich zum Voranschlag

für das kommende Jahr führt. Aufgrund seiner

Erfahrung an der Schaltstelle der Staatsfinanzen

kennt er viele Details, weiss um

das Ringen mit den Amtsstellen,

das sich hinter den gekürzten

Budgetpositionen verbirgt, und

kann auf Anhieb über die Entwicklung

der Staatsfinanzen in

den letzten Jahren referieren.

Wer aber hinter Thomas Lorenz

einen reinen «Zahlenfuchser»

Thomas Lorenz

vermutet, liegt falsch. Sein ur-

Leiter der Stabsstelle für

sprünglicher Berufswunsch war

Finanzen

Förster, ausgelöst durch die Nähe

zum Wald bei seinem Elternhaus

in Gamprin. Waldarbeit, die Arbeit in der Natur

faszinierte den Jugendlichen Thomas Lorenz, so

dass er beschloss, nach einer kaufmännischen Lehre

eine weitere Ausbildung als Forstwart anzuhängen.

Offenbar hatten die Götter für ihn einen anderen

Berufsweg geplant, denn der Rücken erwies sich

als nicht optimal geeignet für schwere Waldarbeit.

Also orientierte sich Thomas Lorenz wieder an seiner

Erstausbildung, die ihn von der Lehre als Kaufmännischer

Angestellter, einem Studium an der

HWV St. Gallen und der Tätigkeit im Controlling

der LGT Bank in Liechtenstein zur Stabsstelle für

Finanzen führte, wo ihn die Regierung im Jahre

2004 zum Leiter bestellte. Der Weg dazu war mit

Grundausbildung und Studium gut vorbereitet.

Überdies gehörte Thomas Lorenz zu jenen Lehrabsolventen,

die sich dank ihrem glänzenden Noten-

OktOber 2010

Foto: Marco Nescher

bei der suche nach den fehlenden millionen

im landesbudget spielt thomas lorenz eine zentrale rolle

durchschnitt von 5,3 und mehr in das legendäre

Goldene Buch auf Schloss Vaduz eintragen konnten.

Staatliche Zahlen sind das Berufsleben von

Thomas Lorenz, aber die Liebe zum Wald ist geblieben.

Holzarbeiten verrichtet er heute noch mit Hingabe,

seine andere Leidenschaft gehört der Musik.

Die ersten Schritte in das Reich der Musik machte

er mit einer Handorgel, dann folgte die Trompete.

Viele Jahre spielte er Trompete bei der Harmoniemusik

Gamprin. Der begeisterte Trompeter gehört

zu den Gründern der Big Band Liechtenstein, wo er

nach berufs- und familienbedingten Unterbrüchen

heute wieder mit grosser Begeisterung mitspielt.

Trotz Trompete ist Thomas Lorenz aber ein Mann

der leisen Worte, der jedes Jahr zur Zeit der Budgetierung

mit Überzeugungskraft die Vorgaben der

Regierung umsetzt. Neben der Erstellung des Voranschlags

waren in den letzten Jahren verschiedene

umfangreiche Projekte zu bewältigen, die mit den

Finanzen des Staates zusammenhängen: Beispielsweise

die Aufgabenentflechtung von Land und

Gemeinden, die Neukonzeption des Finanzzuweisungssystems

vom Land zu den Gemeinden, die

Einführung von Corporate Governance für öffentliche

Unternehmen oder die Erarbeitung des neuen

Finanzhaushaltgesetzes. Derzeit ist ein weiterer

Brocken zu bewältigen, was im Zeitalter der überall

fehlenden Millionen keine leichte Aufgabe ist –

nämlich die Sanierung des Landeshaushalts, bei

welcher Thomas Lorenz in fachlicher Hinsicht für

das Teilprojekt «Finanzzuweisungen an die Gemeinden»

verantwortlich zeichnet und zusätzlich

Mitglied der Gesamtprojektleitung ist. |


Im Dialog

mit der Wirtschaft

PublirePortage

Dienstleistungsorientierte und

unternehmerfreundliche Verwaltung

Die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes und die Wettbewerbsfähigkeit

von Unternehmen hängen eng mit den Rahmenbedingungen

zusammen, die vom Staat zur Verfügung gestellt werden.

Auch die Wirtschaftsstandorte stehen heute in einem Wettbewerb, so

dass die Rahmenbedingungen den veränderten Verhältnissen auf den

regionalen und internationalen Märkten angepasst werden müssen.

Globalisierung und internationale Verflechtungen haben dazu

geführt, dass ständig neue Regelungen für die Wirtschaft eingeführt

werden mussten. Nun drängen sich Überlegungen auf, ob alle Regulierungen

sinnvoll sind und ob nicht im Sinne eines attraktiven Wirtschaftsstandortes

gewisse Deregulierungen durchgeführt werden

müssten. Ebenso gilt es die Bürokratie zu durchforsten, ob nicht Vereinfachungen

möglich wären, um die Unternehmen zu entlasten.

Das Ressort Wirtschaft der Regierung und das Amt für Volkswirtschaft

haben es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit der

Wirtschaft nach Lösungen zu suchen, wo Entlastungen möglich sind

und wie diese Entlastungen durchgeführt werden können. Entstanden

sind Gesprächsrunden mit Unternehmern unter dem Titel «Im

Dialog mit der Wirtschaft», deren Ziel es ist, die Verwaltung möglichst

dienstleistungsorientiert und unternehmerfreundlich auszugestalten.

Ein aktueller konkreter Schritt zum Bürokratie-Abbau betrifft

den Aufbau einer neuen Datenbank beim Amt für Volkswirtschaft,

um das Formularwesen zu vereinheitlichen und zu erleichtern. Um

das Unternehmertum zu fördern, beginnt die Massnahme bei initiativen

Unternehmern, die einen neuen Betrieb eröffnen wollen. Künftig

werden die dafür notwendigen Daten zentral beim Amt für Volkswirtschaft

erfasst und an die entsprechenden Amtsstellen weitergeleitet.

Der Unternehmer braucht nur noch ein Mal die Daten einzugeben,

dann sorgt ein Formulargenerator für die Erfassung und

Verteilung der Formulare. Nach und nach werden alle tätigen Unternehmen

in unserem Land über diese Datenbank erfasst. Geplant ist

für die Zukunft eine Online-Schaltung, so dass auch Änderungen in

einem Unternehmen nur noch ein einziges Mal eingegeben werden

müssen, die dann automatisch an die zuständigen Ämter gehen.

Informationen: www.eu-go.li

«Die regierung hat eine Arbeitsgruppe

gebildet, die sich mit den themen De-

regulierung und bürokratie-Abbau be-

fasst. Um direkt aus der Wirtschaft zu

erfahren, wo sich Verbesserungen und

Anpassungen aufdrängen, organisiert

das ressort Wirtschaft und das Amt für

Volkswirtschaft verschiedene treffen

mit Wirtschaftsvertretern. Aus diesen

Gesprächen mit den Leuten an der

Front, die mit bürokratie und regulierungen

konfrontiert werden, erhalten wir

für geplante Massnahmen direkt das

Feedback der Wirtschaft.»

Martin Meyer

regierungschef-Stellvertreter

und Wirtschaftsminister


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15

Von Andreas Götz

holzbau

Haus Abenteuerspielplatz

aus Holz

aus rund dem um nahen den Walen- Wald

liechtenstein setzt ein internationales zeichen beim neuen

bauen. über ein prämiertes Passivhaus in Vaduz, einen ar-

chitekturpreis der besonderen art und einen bürgermeister,

der in savoyen ein stück rheintal baut.

Jean Claude Monin will ein neues

Rathaus. Eines, in dem auch die Bibliothek Platz

findet und der Kindergarten. Eines, das kaum Energie

braucht. Ein Haus mit Holz aus dem umliegenden

Wald. Jean Claude Monin ist Bürgermeister

der 1500-Seelen-Gemeinde Saint-

Jean-d’Arvey in der Nähe von

bauen mit regionalem holz

Chambéry. Was der rote Politiker

wirkt sich positiv auf mit weissem Haar und Brille will,

ist für das kleine Dorf in den

Wirtschaft und Klima aus

französischen Alpen revolutionär.

Denn energieeffizientes Bauen

mit Holz ist recht unbekannt – und die Skepsis

bei einigen seiner Gemeinderäte gross. Jean Claude

Monin fährt daher ins Rheintal, wo man länger

schon erfolgreich Passivhäuser baut.

Innovative Architektur aus Holz

Jean Claude Monin ist einer von

23 Bürgermeistern und Architekten, die im September

2008 von der Internationalen Alpenschutzkommission

CIPRA ins Fürstentum und angren-

zende Vorarlberg eingeladen

wurden. Ziel des Treffens: sich

über innovative Architektur,

Energieeffizienz und nachhaltige

Regionalentwicklung auszutauschen.

Liechtensteins grösste

NGO hat vor sechs Jahren das

Projekt «climalp – Energieeffiziente

Häuser aus Holz» initiiert, das von Liechtenstein

unterstützt wird. Damit will man energieeffizientes

Bauen und Sanieren fördern. Das tut nicht

nur dem Klima, sondern auch der regionalen Wirtschaft

gut. Die privaten Haushalte der Alpenländer

verbrauchen gleich viel Energie wie der gesamte

Verkehr. Die meiste Energie braucht es zum Heizen.

Für ein in den 1960er-Jahren gebautes Haus sind

das rund 4 000 Liter Öl im Jahr. Um es in einem

Passivhaus warm zu haben, würde es nicht mehr als

rund 200 Liter brauchen. Geheizt wird aber nicht

mit Öl, sondern mit nachhaltigen Energieträgern

wie Holz. Holz als Brennstoff oder Baumaterial gibt

nur so viel CO2 frei, wie es davor aus der Atmosphäre

aufgenommen hat. Damit Bau- und Brennstoff

aber auch wirklich klimaneutral sind, müssen sie

vom Wald um die Ecke kommen. Kurze Transportwege

brauchen weniger Energie. Es braucht also

Förster, Zimmermänner, Baumeister und Architekten

aus der Region. Die Hochschule Liechtenstein

bildet seit 2006 Studenten im nachhaltigen

zur Person

Andreas Götz ist Geschäftsführer der Internatio-

nalen Alpenschutzkommission CIPrA. kontakt:

www.cipra.org


Bauen aus. Wissen die zukünftigen Architekten

Passivhäuser zu planen, werden bald auch mehr davon

gebaut. Damit trägt der Studiengang, der erste

seiner Art im Alpenraum, auch zur Umsetzung des

Energiekonzepts Liechtensteins bei.

Ästhetik und Klimaschutz

Der erste seiner Art im Alpenraum

ist auch der Architekturpreis «Konstruktiv»,

den die Regierung des Fürstentums heuer erstmals

ausgelobt hat. Ziel: Das Klima konkret und sichtbar

schützen. Eingereicht wurden über 200 Projekte

aus dem gesamten Alpenraum. Die drei besten

Neubauten oder Sanierungen – bei einer Konferenz

der Umweltminister der Alpenstaaten im März

2011 werden sie von Regierungsrätin Renate Müssner

prämiert – teilen sich 50'000

Euro Preisgeld. Ausgewählt wird,

wer nachhaltig baut. Geschaut

wird auf die verwendeten Baustoffe

und auf die Energie, die

das Haus braucht – und die es

zum Bau gebraucht hat: Ein Haus

aus regionalen Baustoffen wie

Holz hat weniger «graue Energie»

als eine Konstruktion aus Stahl

und Beton. Der internationalen

Jury um den Schweizer Architek-

Ein Passivhaus verursacht

kaum Energiekosten, auch

in unserer Gegend nicht.

turjournalisten Köbi Gantenbein

geht es aber auch um die Anbindung

an den öffentlichen Verkehr,

die Wohn- und Arbeitsqualität

in einem Gebäude. Und

um Ästhetik. Wie man aus einem

Altbau ein Plusenergie-

Haus machen kann, hat Christoph

Ospelt vorgemacht. Sein Haus in Vaduz, gebaut

in den 1950er-Jahren, braucht heute ungefähr

gleich viel Energie zum Heizen wie ein Neubau.

Und die Photovoltaikanlage auf dem Dach produziert

mehr Strom als Familie Ospelt braucht. Anfang

September haben sie daher den Schweizer Solarpreis

in den Kategorien «Vorbildliche Sanierungen»

und «Plus-Energie-Bauten» erhalten.

In Saint-Jean-d’Arvey ist inzwischen

die Baugrube für das neue Rathaus neben der

Schule ausgehoben, die Bäume im nahen Wald gefällt.

Über den neuen Gemeindebau wird viel gesprochen.

Es ist ein einzigartiges Projekt in der Region.

Nicht einmal fertig gestellt, empfängt Bürgermeister

Monin schon Interessierte, zeigt Pläne und

manchmal erzählt er auch vom Rheintal. |

Fotos: CIPrA International

ciPra-Jahresfachtagung

Die CIPrA sucht auf ihrer Jahresfachtagung vom 14. bis 16. Oktober

am Semmering nach kreativen Zukunftsstrategien für den sozioökonomischen

rand der Alpen. «rand», weil das nächste krankenhaus

weit entfernt und die Post nur am Vormittag geöffnet hat, weil

dort die Stadtluft ruft und die Natur mehr und mehr an raum gewinnt.

bauen mit Holz aus der Umgebung kann für diese regionen

einen Chance sein. Denn es braucht dazu vom Förster bis Schreiner

gut ausgebildete Fachleute.

OktOber 2010


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17

Von Günther Meier

Partnerschaft

Männer mit Männern?

Frauen mit Frauen?

gleichgeschlechtliche Paare werden in unserer gesellschaft

zunehmend toleriert. nun liegt ein gesetzesentwurf vor, die

gleichgeschlechtliche beziehungen auch rechtlich absichert.

glücklich darüber sind nicht alle zeitgenossen.

Deutschlands Aussenminister

Guido Westerwelle hat es vorgemacht: Zuerst das

Bekenntnis gegenüber der Öffentlichkeit, sich mehr

dem männlichen Geschlecht zugezogen zu fühlen,

dann die Präsentation des Freundes vor den Fernsehkameras

– und nun als letzten

Akt unter medienwirksamer Ze-

durch europa rauschte der

lebrierung, die offizielle Hoch-

Wind der liberalisierung, seit zeit. Ähnlich ging auch ARD-

Talkfrau Anne Will mit ihrer

dänemark 1989 die registrierte

Partnerin vor, im Unterschied

Partnerschaft für gleichge- zum Politiker nur etwas diskreter.

Auch in anderen umliegenschlechtliche

Paare einführte

den Ländern gehören gleichgeschlechtliche

Partnerschaften bereits

zum Rechtsbestand, so dass unser Land nicht

nachstehen möchte. Die Vernehmlassung für das

neue «Gesetz über die eingetragene Lebenspartnerschaft

gleichgeschlechtlicher Paare»

ist bereits zu Ende, so dass aller

Voraussicht nach der Landtag

noch dieses Jahr sich erstmals damit

beschäftigen wird. Um was es

im Kern geht, steht bereits am

Anfang der Vorlage, die von der

Regierung zur Begutachtung an

bestimmte Kreise geschickt wurde:

«Gleichgeschlechtliche Paare

haben heute in Liechtenstein

grundsätzlich die gleiche Rechtsstellung

wie unverheiratete heterosexuelle

Paare. Im Gegensatz

zu diesen haben sie allerdings

nicht die Möglichkeit, ihrer Gemeinschaft

einen gesetzlich geregelten

Rahmen zu geben.»

Fotos: istockphoto.com

Unterschiedliche Auffassungen

über die Wirkung Was nach

dem Vorbild der Nachbarländer

Deutschland, Österreich und

Schweiz für ein liechtensteinisches

Lebenspartnerschaftsgesetz zusammengetragen

wurde, stösst auf unterschiedliche Reaktionen.

Daniel F. Seger, Präsident von «Flay – Verein für

Schwule und Lesben in Liechtenstein und Rheintal»,

weist auf andere Länder mit Lebenspartnerschaften

und auf den Druck internationaler Institutionen

hin, dass in Liechtenstein die Möglichkeit

einer eingetragenen Partnerschaft für gleichgeschlechtliche

Paare fehle. Für Seger ist die Sachlage

klar, wie er gegenüber der «Liewo» darstellte: «Die

Schaffung eines Gesetzes über die eingetragene

Partnerschaft ist notwendig, damit auch die gleichgeschlechtliche

Liebe rechtlich abgesichert wird.

Dabei sollen Schwule und Lesben keine Rosinen picken,

sondern neben den Rechten auch die dazugehörigen

Pflichten übernehmen. Im Endeffekt kostet

das Partnerschaftsgesetz nichts, bringt jedoch

sehr viel.» Anderer Auffassung ist Markus Walser,

Generalvikar des Erzbistums Vaduz, der darauf

hinweist, dass gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften

keineswegs die gleiche Bedeutung wie

die Ehe hätten: «Während die Ehe zwischen Mann

und Frau die Weitergabe des Lebens – nicht nur im

biologischen Sinne – sicherstellt und damit einen

Beitrag zum Fortbestand der Gesellschaft leistet,

kann eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft diese

für die Gesellschaft unersetzliche Aufgabe nicht

leisten.» Walser befürchtet einen negativen Einfluss

auf die Familienpolitik: «Das Partnerschaftsgesetz

führt zu Mindereinnahmen bei den Steuern und zu

Mehrausgaben bei den staatlichen Sozialwerken,


weil in diesen Bereichen gleichgeschlechtlichen

Partnerschaften Vorzüge zugestanden werden, die

bisher der Ehe von Mann und Frau als Keimzelle

der Familien vorbehalten waren. Das heisst letztlich,

dass weniger Mittel für die Förderung von Familien

zur Verfügung stehen als bisher.»

Rechtliche Folgen der

eingetragenen Partnerschaft

Die Regierung unterstreicht in

ihrem Vernehmlassungsbericht, dass mit der eingetragenen

Partnerschaft «ein wichtiger Beitrag zur

Überwindung der gesellschaftlichen Tabuisierung

und Diskriminierung von Homosexualität geleistet

werden» soll. Es wird darauf hingewiesen, dass es

gleichgeschlechtliche Liebe in allen Kulturen gegeben

habe, solche Paare aber teilweise harten Repres-

homosexuelle menschen in liechtenstein

Im rahmen des europäischen Jahres der Chancengleichheit 2007

wurden in Liechtenstein Umfragen zu homosexuellen Menschen

und Diskriminierung durchgeführt. Nach einer damals erstellten

Studie stellen homosexuelle Menschen etwa 2 bis 5 Prozent der

Gesamtbevölkerung. ein Drittel der bevölkerung in Liechtenstein hat

zumindest einen homosexuellen Menschen im bekanntenkreis.

Insgesamt leben zwischen 700 bis 1750 schwule Männer und lesbische

Frauen in Liechtenstein. Zahlen zu homosexuellen Lebensgemeinschaften

im Sinne des Zusammenwohnens sind für Liechtenstein

nicht verfügbar.

Gleichgeschlechtliche Paare

können sich künftig auch in

Liechtenstein als eingetragene

Partnerschaft registrieren

lassen.

sionen ausgesetzt gewesen seien –

und in gewissen Weltgegenden

heute teilweise noch sind. Durch

Europa rauschte der Wind der Liberalisierung,

seit Dänemark

1989 die registrierte Partnerschaft für gleichgeschlechtliche

Paare einführte. Inzwischen folgten

die meisten Länder diesem Vorbild, das sich im

Grundsatz auch auf die Europäische Menschenrechtskonvention

abstützt. Die Regierung erwartet,

dass mit der eingetragenen Partnerschaft nicht nur

ein wesentlicher Beitrag zur Beendigung von rechtlichen

Diskriminierungen geleistet werden kann,

sondern auch ein Abbau von Vorurteilen gegenüber

der Gleichgeschlechtlichkeit erfolgen werde. Die

Ehe wird nach Darlegung der Regierung nicht gefährdet,

denn die eingetragene Partnerschaft komme

nur für Paare in Frage, die zur Heirat nicht zugelassen

seien. Nach dem Entwurf der Regierung wird

die eingetragene Lebenspartnerschaft beim Zivilstandsamt

beurkundet. Mindestens eine einzutragende

Lebenspartnerin oder Lebenspartner muss

den ordentlichen Wohnsitz in Liechtenstein haben

oder die liechtensteinische Staatsbürgerschaft besitzen.

Im Erbrecht, in der beruflichen Vorsorge, im

Sozialversicherungsrecht, im Ausländer- und Einbürgerungsrecht,

im Steuerrecht werden die eingetragenen

Paare den Ehepaaren gleichgestellt. Vermögensrechtlich

soll jedoch während der Dauer der

eingetragenen Partnerschaft der Güterstand der Gütertrennung

gelten. Aufgelöst werden kann die Partnerschaft

durch eine gerichtliche Entscheidung,

wenn beide Partnerinnen/Partner einvernehmlich

die Auflösung verlangen oder wenn eine/r der Partnerinnen/Partner

die Auflösung nach mindestens

einjähriger Trennung beantragt. |

OktOber 2010


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19

Von Günther Meier

casino liechtenstein

In den Startlöchern

für das Glücksspiel

das neue geldspielgesetz tritt nach der zustimmung des landtags am 1. Janu-

ar 2011 in Kraft. derzeit werden die details für die Verordnungen vorbereitet.

sobald das gesetz in Kraft getreten ist, kann auch die ausschreibung für ein

«casino liechtenstein» erfolgen.

In Touristik-Kreisen ist offenbar

unbestritten, dass eine Spielbank zur Belebung einer

Stadt oder eines Tourismus-Standortes beiträgt.

Auch die Regierung geht davon aus, ein Casino in

Vaduz würde die Destination Liechtenstein aufwerten,

denn gegenüber dem Landtag wurde erklärt, es

sei heute europaweit anerkannt, dass Spielbanken

die Attraktivität eines Standortes namhaft zu stärken

vermögen, und zwar umso

um ein reines automaten- mehr, je besser die Spielbank in

ein touristisches Gesamtkonzept

casino zu verhindern, wird

mit Hotel, Seminar- und Kon-

der spielbank die Pflicht gressinfrastruktur, Restauration,

Unterhaltung und Kultur einge-

zum betrieb eines angebettet

ist. Auf diese Schiene ist jemessenen

angebotes an ner Teil des neuen Geldspielgesetzes

ausgelegt, der sich mit der

tischspielen auferlegt

Errichtung und dem Betrieb einer

Spielbank befasst. Die Regierung

hat vor kurzem dargelegt, dass Liechtenstein

im internationalen Tourismus erfolgreich eine Nische

belege: «Als Kleinstaat und Monarchie im Herzen

Europas, das eigene Briefmarken herausgibt,

aber keine eigene Währung besitzt, das enge Wirt-

Fotos: istock.com

schaftsverbindungen mit der Schweiz pflegt und

trotzdem Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes

werden konnte, übt Liechtenstein auf die

Nachbarländer und bei Europa-Touristen aus Übersee

unverändert eine gewisse Faszination aus.» Das

Geldspielgesetz mit der Möglichkeit zur Errichtung

einer Spielbank, das auf den 1. Januar 2011 in Kraft

treten wird, ist in diesem Kontext zu sehen. Manche

Touristen und vor allem auch Geschäftstouristen

mit einem hohen Kaufkraftpotenzial geben laut Erhebungen

den Destinationen den Vorzug, die über

ein Casino und einem beigeordneten Angebot an

Hotels, Unterhaltung und Kultur verfügen. Da

mehr als die Hälfte der registrierten Tourismus-

Übernachtungen in Liechtenstein auf das Konto

von Geschäftsleuten geht, ist es nicht weiter verwunderlich,

dass hier der Ansatz für eine erfolgreiche

Förderung von Liechtenstein als Tourismus-

Destination vermutet wird. Allerdings soll Liechtenstein

keine «Spielhölle» werden, sondern Regierung

und Landtag haben sich auf die Erteilung einer

einzigen Konzession verständigt, was weitere Casinos

aber nicht für alle Zeiten ausschliesst.

Spielbetrieb dem Sorgfalts-

pflichtgesetz unterstellt

Wenn sich einst in Vaduz das

Roulette zu drehen beginnt, sind bereits relativ

strenge Voraussetzungen erfüllt worden. In Verordnungen

hat die Regierung bis dahin im Detail

festgelegt, welche Arten von Tischspielen angeboten

werden dürfen und wie die Spielbank die

Höchsteinsätze in Abhängigkeit zu den Gewinnmöglichkeiten

festzulegen hat. Um ein reines Automaten-Casino

zu verhindern, wird der Spielbank

die Pflicht zum Betrieb eines angemessenen Ange-


Ein Casino, eingebettet in ein

Touristik- und Hotelangebot, soll

in Zukunft den Tourismus in

Liechtenstein fördern.

botes an Tischspielen auferlegt.

Was die Geldspielautomaten und

die Jackpot-Systeme betrifft, will

die Regierung mit Verordnung

auch die Pflichten der Spielbank

zur finanziellen Sicherstellung von Jackpot-Gewinnen

und die Modalitäten des Betriebs systembasierter

Angebote regeln. Für die zu verwendenden

Geldspiele erlässt die Regierung spieltechnische

Vorschriften, die sich an internationalen Gepflogenheiten,

vor allem aber an den schweizerischen

Vorbildern orientieren. Aus den Erfahrungen anderer

Länder wird der Spielbetrieb auf eine Weise kanalisiert,

dass einerseits ein sicheres und korrektes

Spielen gewährleistet ist, anderseits aber Geldwäscherei

und andere Formen der Kriminalität ausgeschlossen

werden können. Die Regierung als Konzessionsbehörde

ist sich der Gefahr bewusst, wie

Spielbanken mit einem hohen Anteil an Bargeldverkehr

einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, von

Eigentümern, Mitarbeitern oder Spielern zur Geldwäscherei

missbraucht werden können. Deshalb

wird die Spielbank dem Sorgfaltspflichtgesetz unterstellt.

Ein Sicherheitskonzept, das die Betreiber

der Spielbank vorzulegen haben, soll die Grundlage

schaffen für einen korrekten, transparenten und

sicheren Spielbetrieb.

Projekt «Qualitätsförderung

Hotellerie» in Vorbereitung

All diese Auflagen, Vorschriften und Bestimmungen

werden derzeit zu Verordnungen verarbeitet,

die zeitgleich mit dem Geldspielgesetz am 1. Januar

2011 in Kraft treten sollen. Parallel zu diesen Arbeiten,

die vom neuen Fachbereich Geldspielfragen

beim Amt für Volkswirtschaft koordiniert werden,

befasst sich das Ressort Wirtschaft der Regierung

mit dem Bereich der Hotelförderung und der Entwicklung

Liechtensteins zu einem attraktiveren

Tourismus-Standort. Touristen erheben heutzutage

hohe Ansprüche bei der Hotelinfrastruktur. In

dieser Beziehung vermag Liechtenstein, zwischen

dem traditionell hohen Standard von Tourismus

Schweiz und innovativen, vom Staat geförderten

Tourismusunternehmen in Österreich, nicht mehr

mitzuhalten. Die Übernachtungsangebote vermögen

die Nachfrage nicht abzudecken, im Umfang

nicht und auch in Sachen Qualität nur teilweise. Internationale

Kongresse oder auch Seminare mit

einer grösseren Teilnehmerzahl lassen sich kaum

durchführen, wenn man bei den Unterbringungsmöglichkeiten

nicht auf das benachbarte Ausland

ausweichen will. Um den Nachholbedarf mit innovativen

Ideen und attraktiven Angeboten aufzuholen,

hat das Ressort Wirtschaft der Regierung die

Vorarbeiten zu einer «Qualitätsförderung Hotellerie»

in Angriff genommen. Studien, die in Auftrag

gegeben wurden, zeigen grundsätzlich ein Potenzial

für den Kongresstourismus in Liechtenstein auf.

Eine Machbarkeitsstudie soll nun abklären, wie

gross der Bedarf nach einem Kongresszentrum ist

und welche Auslastung ein solches Zentrum haben

müsste, um einigermassen rentabel zu sein. Selbstverständlich

soll auch abgeklärt werden, wie das

Umfeld eines Kongresszentrums aussehen sollte.

Ohne der Studie vorgreifen zu wollen – eine Spielbank

dürfte dort sicher erwähnt werden. |

OktOber 2010


zeitgeschehen

20 26. Oktober 1985

the Princely Collections in New York

Der Transport der grossen Gemäl- Unter dem Titel «Liechtenstein:

de von Vaduz nach New York The Princely Collections» eröff-

war mit einigen Schwierigkeiten nete eine besondere Ausstellung

verbunden.

im Metropolitan Museum oft Art

in New York am 26. Oktober 1985

ihre Tore. Ziemlich genau 25 Jahre nach diesem Ereignis,

das Schlagzeilen in der Welt machte, sind Teile

der Fürstlichen Sammlung im Kunstmuseum

Liechtenstein zu sehen – jene Sammlungsstücke, die

unter Fürst Hans-Adam II. seither erworben wurden.

Die Ausstellung in New York zeigte einen repräsentativen

Querschnitt durch die Sammlungen des Fürstenhauses.

Nach einer Ausstellung in Luzern im Jahre

1948 waren die Kunstgegenstände der Fürstlichen

Sammlungen nicht mehr in dieser Breite in einer

Ausstellung gezeigt worden. Schon vor der eigentlichen

Eröffnung fanden im Metropolitan Museum

verschiedene Anlässe statt. So luden Fürst Franz Josef

II. und Fürstin Gina rund 400 Gäste aus Politik,

Wirtschaft und Kultur aus den USA und Europa in

den festlichen Saal des Tempels von Dendor ein.

Die Eingangshalle der Ausstellung war dem

Wiener Gartenpalais Liechtenstein nachgebildet und

enthielt Gemälde des Bologneser Künstlers Marcantonio

Franceschini (1648 – 1729) sowie eine Reihe

von Skulpturen der Götter Apollo, Adonis, Mars und

Bacchus. Den Blick der Besucher fiel zuerst jedoch

auf das Porträt des Fürsten Josef Wenzel von Liech-

OktOber 2010

tenstein (1696 – 1772), der einen

wesentlichen Grundstein für die

Kunstsammlungen des Hauses

Liechtenstein gelegt hatte. Der

Gang durch die Ausstellung zeigte

die verschiedenen Kunstepochen

der letzten drei Jahrhunderte, deren

Anordnung so angelegt war,

stetig neue Spannung zu erzeugen.

Allein in einem Raum stand

beispielsweise die grossartige

Skulptur von Adriaen van Fries

(1545 – 1626) mit dem Namen

«Christus in Distress». Ebenfalls

einen eigenen Raum erhielt der

legendäre Goldene Wagen, ringsum begleitet von

Pferdebildern sowie dem Gemälde, das die Ankunft

des Goldenen Wagens in Parma zeigt. Als einziges

noch erhaltenes Gala-Gefährt des französischen Rokoko

stiess der Goldene Wagen als Prunkstück europäischer

Wagenbaukunst auf besonderes Interesse in

Amerika. Prunkvolle Waffen und asiatische Porzellane

zeigten eine weitere Facette einer fürstlichen Hofhaltung.

Bevor die Zuschauer den Prunksaal mit

dem Decius Mus-Zyklus von Peter Paul Rubens erreichten,

erhielten sie einen Querschnitt durch die

klassische deutsche, holländische, flämische und italienische

Malerei. Nach den imposanten Rubens-Gemälden

bildetet das Bild «Maria Himmelfahrt», das

mit einer Höhe von über fünf Metern eine ganze

Wand füllte, den Abschluss. Die Ausstellung «Liechtenstein:

The Princely Collections» wirkte in New

York nicht nur als Kulturereignis, sondern auch als

Botschafter für das Land Liechtenstein. Die Regierung

würdigte im Rechenschaftsbericht 1985 die

Ausstellung als Beispiel für die Pflege der aussenpolitischen

Beziehungen: Dadurch hätten sich Kontakte

zu US-Präsident Ronald Reagan, Aussenminister

George Shultz und UNO-Generalsekretär Perez de

Cuellar ergeben: «Ohne Zweifel hat diese Ausstellung

der Liechtenstein-Darstellung im Ausland und der

Pflege der Aussenbeziehungen Liechtensteins einen

grossen Dienst erwiesen.» |

Foto: Landesarchiv/eddy risch, Schaan


Bergwelt Liechtenstein

Gipfel und Sprüche

Liechtensteiner Alpenverein

Mehrere Hundert Kilometer Bergwege bieten Ruhe und Erholung.

Der Bildband zeigt stimmungsvolle Bilder dieser kleinen und doch so grossen

Bergwelt. Ausblicke und Einblicke in eine Natur mit ihren vielfältigen

Ausprägungen.

Herausgeber Liechtensteiner Alpenverein

Text Lorenz Jehle / Fotos Marco Nescher und weitere

Umfang 160 Seiten, durchgehend vierfarbig

Format 23,5 ¬ 28,5 cm

CHF 49.– / EUR 32.–

ISBN 978-3-905437-15-7

alpenland

verlag

Alpenland Verlag AG

Feldkircher Strasse 13 · FL-9494 Schaan ·Telefon +423 239 50 30 · Fax +423 239 50 31

offi ce@alpenlandverlag.li · www.alpenlandverlag.li

alpenland

Nachdruck

2. Aufl age


22

23

Von Günther Meier

berufsschau

Informationen

für den traumberuf

Der Übergang von der Schule in

das Berufsleben ist ein einschneidender Prozess im

Leben eines jungen Menschen. Damit dieser Übergang

möglichst reibungslos über die Bühne gehen

kann, ist eine Koordination zwischen den Wünschen

der Schüler und den Hilfe-

beruhigend zu wissen, dass stellungen der Eltern, der Schule

sowie dem Amt für Berufsbil-

auch aus kleinen Verhältdung

und Berufsberatung notnissen

grosse erfolg herauswendig – und es braucht Informationen.

Die Beschaffung von

wachsen können

Informationen über das Informationszentrum

beim Amt für

Berufsbildung und Berufsberatung, das seit Jahren

mehr Besuche von Eltern als von Schulabgängern

registriert, ist eine einfache Sache. Überdies stehen

in der heutigen Online-Welt noch andere Möglichkeiten

zur Verfügung, die leicht angezapft werden

können. Doch so lebendig und wirklichkeitsnah,

wie bei der Berufsschau der Wirtschaftskammer,

so eindrücklich sind die Informationen nirgendwo

der Wirtschaftsplatz liechtenstein braucht gut ausgebildete berufsleute. um

schulabgängern und eltern zu zeigen, wie vielfältig die berufsmöglichkeiten

im gewerbe sind, veranstaltet die Wirtschaftskammer liechtenstein im okto-

ber eine berufsschau.

Fotos: Wirtschaftskammer

sonst zu haben. Über 50 Berufe aus der gewerblichen

Berufswelt von Handwerk, Handel und

Dienstleistungen stellen sich dem jugendlichen

Publikum, weisen auf die Anforderungen hin, lassen

die Schüler selbst Hand anlegen und führen

Schulabgänger mit Lernenden zum Austausch von

Tipps und Informationen zusammen.

Bewährtes Ausbildungssystem

mit Theorie und Praxis

Das duale Ausbildungssystem

mit einer Kombination von Theorie und Praxis, die

an einer Lehrstelle und in einer Berufsschule vermittelt

werden, hat sich für Lernende wie Wirtschaft

bewährt. Die Erfolge der jungen Berufsleute

bei den WorldSkills und den Lehrabschlussprüfungen

weisen darauf hin, dass die Verbindung von

praktischer und theoretischer Ausbildung eine optimale

Vorbereitung auf das Berufsleben ist. Im Gewerbe

wird beinahe die Hälfte der Lehrverhältnisse

abgeschlossen, vor der Industrie mit rund 35

Prozent und der Ausbildung in Verwaltung, Dienstleistungen,

Haus- und Landwirtschaft mit knapp

20 Prozent. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt,

dass die gewerblichen Betriebe etwelche Mühe bekunden,

Schulabgänger mit guten schulischen

Grundkenntnissen zu erhalten, die den Anforderungen

des Berufs und der Berufsschule genügen.

Auf der anderen Seite standen bei den WorldSkills,

dem Kräftemessen der jungen Berufsleute aus der

ganzen Welt, immer wieder Vertreter Liechtensteins

auf den Podesten, die ihre Grundausbildung

in einem Gewerbeunternehmen erhalten haben.

«Das Gewerbe hat den Beweis erbracht», sagte Noldi

Matt, Präsident der Wirtschaftskammer Liechtenstein,

bei der letzten Verabschiedung der


WorldSkills-Teilnehmer, «dass die berufliche Ausbildung

in unseren Klein- und Mittelbetrieben den

internationalen Vergleich nicht scheuen muss. In

einer Zeit, in der die Grösse und Macht das Geschehen

der globalen Wirtschaft dominiert, ist es beruhigend

zu wissen, dass auch aus kleinen Verhältnissen

grosse Erfolge herauswachsen können. Diese

Erkenntnis ist nicht unwichtig für die Zukunft der

Berufsbildung in unserem Land.» Vor dem Hintergrund,

dass der Wirtschaftsstandort Liechtenstein

gut ausgebildete Berufsleute in allen Branchen

braucht, um im regionalen und internationalen

Konkurrenzkampf und Standortwettbewerb bestehen

zu können, hat die Wirtschaftskammer Liechtenstein

die Berufsschau ins Leben gerufen, die dieses

Jahr bereits die fünfte Auflage erfährt.

Erfolgreicher Start für das

Projekt «100pro!»

Die Wirtschaftskammer ging noch einen Schritt

weiter, um die Vielfalt der beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten

zu erhalten, die im Zeitalter

der Rationalisierung und Spezialisierung rasch

unter die Räder zu kommen droht. Wenn «Ein-

Mann-Betriebe» aus zeitlichen Gründen nicht

mehr gewillt sind, Lernende einzustellen, kann

man dafür Verständnis aufbringen, ebenso wenn

der administrative Aufwand für ein Lehrvertragsverhältnis

einem kleinen Unternehmen zu umfangreich

wird. In diese Lücke ist nun die Wirtschaftskammer

mit dem Projekt «100pro! berufs-

bildung liechtenstein» gesprun- Zuhören, zuschauen und selbst

gen, eine erfolgversprechende Hand anlegen können die Schüle-

Kooperation mit dem Ressort rinnen und Schüler an der Berufs-

Wirtschaft der Regierung sowie

schau des Gewerbes.

mit dem Amt für Berufsbildung

und Berufsberatung. Zentraler Punkt des Projekts

bildet das Lehrbetriebverbundsystem, das die Ausbildung

in zwei Ausbildungsbetrieben ermöglicht,

die allein nicht in der Lage wären, aufgrund von

Spezialisierungen die Lernenden in der geforderten

Breite und Tiefe in einem Beruf auszubilden.

Das Projekt «100pro!», das anfangs Jahr erfolgreich

gestartet wurde, präsentiert sich ebenfalls an der

Berufsschau des Gewerbes.

Wichtige Rolle der Eltern im

Entscheidungsprozess

Die Tatsache, dass das Informationszentrum beim

Amt für Berufsbildung und Berufsberatung mehr

von Eltern als von Schülern aufgesucht wird, zeigt

die wichtige Rolle auf, die Eltern beim Berufswahlprozess

ihrer Kinder spielen. Die Berufsschau wendet

sich deshalb ganz speziell auch an die Eltern,

die vor allem am Samstag am «Tag der offenen

Türe» die Gelegenheit erhalten, sich über das umfangreiche

Angebot an Ausbildungsberufen und

Ausbildungsstellen zu informieren, Kontakte mit

potenziellen Lehrmeistern oder Lehrbetrieben

knüpfen und gemeinsam mit dem Nachwuchs den

Lernenden bei den Demonstrationsarbeiten über

die Schultern schauen können. |

OktOber 2010


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Von Hans Frommelt

e n e r g i e

Stromversorgung

mit erneuerbaren energien?

Die Sonneneinstrahlung über

Millionen von Jahren auf unsere Erde hat bewirkt,

dass wir auf riesige Energiereserven zurückgreifen

können. Nur sind diese Energien – Erdöl, Erdgas,

Kohle und Uran – leider nicht in Liechtenstein unter

der Erde eingelagert. Die einzige

Energieform, die sich in

eines der grössten Potenziale

Liechtenstein über hunderte von

für die stromproduktion Jahren bildete, wäre Torf, der

hauptsächlich in Ruggell abge-

innerhalb liechtensteins

baut werden könnte. Mit ande-

ist der Wind ren Worten, wir haben praktisch

keine Energiereserven, ausser die

direkte Sonneneinstrahlung. Die grossen Vorteile

der erneuerbaren Energien wie der Sonnenenergie

sind, dass diese immer zur Verfügung stehen und

kein diktatorisches Regime unangemeldet den

Energiehahn zudrehen kann.

Wäre es möglich, liechtenstein alleine mit strom aus erneuerbaren energien

zu versorgen? eine solche Versorgung verursacht keine Klimabelastung, ist

wirtschaftlich und bietet eine hohe eigenversorgungssicherheit. erneuerbare

energien müssen auch nicht importiert werden.

Potenzial der Solarenergienutzung

Da stellt sich die Frage, wie viel

Energie können wir direkt und indirekt über die

Sonneneinstrahlung, die auf Liechtenstein nieder-

Fotos: Marco Nescher

prasselt, gewinnen? Wäre es möglich, dass wir – im

Jahresdurchschnitt gesehen – überhaupt keine

Energien einführen müssten? Solche Fragen werden

in allen industrialisierten Ländern laufend untersucht.

So hat eine Arbeitsgruppe www.unendlich-viel-energie.de

einen Atlas zusammengestellt,

in dem die Potenziale an erneuerbaren Energien in

Deutschland ermittelt wurden.

Im Atlas wird hingewiesen, dass

es möglich wäre, Deutschland alleine mit erneuerbaren

Energien zu versorgen. Diese Berechnungen

lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres auf eine

alpine Region übertragen. So spielt die Abschattung

durch Berge in Deutschland kaum eine Rolle.

Liechtenstein hingegen wird besonders am Morgen

durch die östliche Bergkette massiv abgeschattet.

Am Abend verschwindet die Sonne nicht hinter

einem flachen Horizont, sondern bereits relativ

früh hinter den Bergen.

Die Nutzung der eigenen

Wasserkraft

Auch die typischen Solarertragskarten,

die in Deutschland Anwendung finden,

sind nicht auf Liechtenstein direkt übertragbar. In

Liechtenstein kann eine zuverlässige Aussage bezüglich

des Sonnenenergieertrages an einem bestimmten

Ort nur über computergestützte Solarenergie-Programme

gemacht werden, welche die

mehrmals pro Tag wechselnde Wolkendecke, aber

auch Nebel, berücksichtigen. Wie viel elektrische

Energie die Solarstrahlung produzieren könnte,

wenn beispielsweise alle Dächer und Fassaden genutzt

werden, ist eine sehr aufwendige Arbeit und

kann nur mittels aufwendigen Computermodellen

bearbeitet werden.


Die Wasserkraftnutzung in flachen

Regionen beruht weitgehend auf der Nutzung

von langsam fliessenden Flüssen, Kanälen und kleineren

Fliessgewässern mit Laufwasserkraftwerken.

Für uns steht die Frage im Vordergrund, ob neue

Turbinentechnologien den Gesamtwirkungsgrad

erhöhen und dem Umweltschutz besser gerecht

werden. Wenn über die Wasserkraftnutzung gesprochen

wird, so gilt zu untersuchen, ob beispielsweise

ein Wasserwirbelkraftwerk geeigneter wäre

als eine konventionelle Turbine. Neue Turbinen-

typen mit unterschiedlichen Drehzahlen bilden

ebenfalls einen wichtigen Ansatzpunkt.

Die Kraft des Windes

ausnützen

Eines der grössten Potenziale für

die Stromproduktion innerhalb Liechtensteins ist

der Wind. Allerdings sind Erkenntnisse von Windanlagen

in Küstenregionen nicht auf Liechtenstein

übertragbar. Für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit

einer Windenergie-Nutzungsanlage stützt

man sich in Küstenregionen auf die mittlere Windgeschwindigkeit.

Wenn der Wind bläst, dann bläst

er oft mehrere Tage sehr konstant und nur aus einer

Windrichtung. Folglich lässt sich bei den meisten

Standorten die durchschnittliche Windgeschwindigkeit

über ein Jahr direkt in eine Stromproduk-

tion umrechnen.

Die Windgeschwindigkeit ändert

sich dagegen in Balzers pro Tag mehrmals, auch die

Windrichtung. Eine Stromertragsrechnung über

den Windgeschwindigkeits-Tagesmittelwert, so

wie man für flache Landschaften Mit Wind- und Sonnenenergie

rechnet, würde zu massiven Fehl- könnte Liechtenstein in Zukunft

einschätzungen des Stromertra- weitgehend versorgt werden.

ges führen. Ein weiterer Punkt ist

die Begrenzung einer Windanlage bei sehr hohen

Windgeschwindigkeiten. Zudem reagieren die verschiedenen

Windanlagen sehr unterschiedlich auf

Windverhältnisse mit relativ hohen Föhnanteilen.

Die Vereisung ist eine weitere Unbekannte, die den

Stromertrag schmälern kann. Die Höhe über Meer

spielt ebenfalls eine Rolle, weil die Luft auf den Bergen

«dünner» ist als im Tal. Die «dünnere» Luft reduziert

das Leistungsvermögen einer Windnutzungsanlage.

Energie aus biologischen

Abfällen

Die Nutzung der Bioenergie ist

ein eigenes Thema. Bei diesem Punkt geht es bei

uns um neue Technologien, wie man Strom, Wärme

und Kraftstoff aus Energiepflanzen, Bäumen

und Bioreststoffen gewinnen kann. Der Wandel

von den importierten fossilen Energien hin zu den

erneuerbaren Energien, die direkt in unserem Land

gewonnen werden können, ist ein «Generationenakt»

und wird sicherlich mehr als 25 Jahre dauern.

Heute geht es darum, dass die wesentlichen Ziele

gesetzt werden. Eine alleinige Versorgung mit erneuerbaren

Energien ist sicherlich möglich, wenn

man alle Möglichkeiten zur Energiegewinnung,

dem Ernten der erneuerbaren Energien und Energieumwandlungs-Systeme

beachtet und richtig

einsetzt. |

OktOber 2010


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27

Von Günther Meier

mütter und Kinder

Rapunzel wird

Müze im neuen Heim

das mütterzentrum feiert dieses Jahr das 15-jährige beste-

hen. zum Jubiläum, das von müttern, Vätern und Kindern ge-

feiert wird, zieht «rapunzel» in das neue heim im «alten

riet» in schaan, das neue Perspektiven eröffnet.

Langweilig wird es den Kindern

im «Rapunzel» nie. Neben Spielen mit anderen

Kindern gilt es die ausserordentlichen Termine zu

beachten: Da stehen Zwerglitreff, Kasperlitheater,

Waldabenteuer, Laternenumzug,

Kino und Weihnachtsbasteln auf

für mütter mit Kindern

dem Programm. Das Mütterzent-

hat sich das «rapunzel» rum «Rapunzel» in Schaan, 1995

von ein paar Müttern gegründet,

zu einem beliebten

ist jedoch kein Kinderhort, bei

treffpunkt entwickelt dem sich Betreuerinnen mit den

Kindern beschäftigen. Im Unterschied

zu Kindertagesstätten kommen Mütter und

Kinder miteinander ins «Rapunzel», das sich in erster

Linie als Begegnungsort für Mütter (oder Väter)

und Kinder versteht. Ziel und Zweck ist, so steht in

den Statuten geschrieben, die Förderung der zwischenmenschlichen

Kommunikation sowie die

Wahrung und Förderung der Interessen von Müttern,

Vätern und ihren Kindern. Das Begegnungszentrum

möchte den Eltern Raum bieten, ihre Fähigkeiten

zu entdecken, einzubringen und in die

Tat umzusetzen, und all dies mit der Möglichkeit,

Fotos: Marco Nescher

die Kinder miteinzubeziehen.

Bisher trafen sich die Mütter im

Pfadiheim in Schaan, doch Ende

Oktober bezieht «Rapunzel» ein

neues Heim – mit mehr Raum

und damit auch mit mehr Möglichkeiten, den Mütter-Kinder-Treffpunkt

auszubauen und mit zusätzlichen

Aktivitäten noch attraktiver zu machen.

Schon vor dem Eröffnungstermin werden Lose verkauft,

mit denen sich eine Jahresmitgliedschaft im

Rapunzel-Verein oder ein Gutschein für Kaffee und

Kuchen gewinnen lässt. Der Erlös der Lose dient

aber in erster Linie dazu, die Neueinrichtungen

und den Unterhalt mit zu finanzieren, was sonst

über Beiträge der Gemeinde und des Landes, über

die Jahresbeiträge und Spenden von Stiftungen,

Unternehmen und Privatpersonen geschieht.

Mütterzentrum dient auch der

Integration

«Rapunzel» tauften die Gründerinnen

vor 15 Jahren das Mütterzentrum und hatten

die Frau aus dem gleichnamigen Märchen im

Sinn, die trotz Isolation den Kontakt zur Umwelt

aufnimmt. Heute wird der Rapunzel-Zopf, der aus

dem Fenster hängt, eher so verstanden, dass alle am

gleichen Zopf ziehen. Die Ideen der Frauen sind

aber immer die gleichen wie zur Zeit der Vereinsgründung.

Immer noch übernehmen die Frauen in

der Regel die Hauptarbeit bei der Erziehung der

nächsten Generation, während für die Väter aufgrund

der Anforderungen der Arbeitswelt der Spielraum

zur aktiven Präsenz im familiären Alltag eher

begrenzt ist. Veränderungen der modernen Gesellschaft

brachten es mit sich, dass verwandtschaftliche

oder nachbarschaftliche Netzwerke immer we


niger in die Erziehungsarbeit einbezogen werden

können. Der damit drohenden Isolation entgehen

Mütter und Kinder in einer Institution wie das

Mütterzentrum «Rapunzel». Mütter mit ihren Kindern

sind willkommen, die Kinder werden nicht an

eine Erzieherin abgegeben, sondern können ihre

Lebendigkeit und ihre Spielfreude ausleben, können

mit der Mutter zusammen die neue «Spielwiese»

erkunden oder sich anderen, gleichaltrigen Kindern

beim Spielen oder Basteln anschliessen. Für

die Mütter hat sich das «Rapunzel» zu einem beliebten

Treffpunkt entwickelt, wo sich Kontakte

knüpfen lassen und wo der Erfahrungsaustausch

mit anderen Frauen wertvolle Hinweise und Informationen

ergibt. Wenn sich die Kinder etwas an die

Umgebung gewöhnt haben und sich selbst mit Spielen

beschäftigen, finden die Mütter etwas Ruhe

und Entspannung. Das «Rapunzel» wird gerne von

neu zugezogenen Müttern aufgesucht, die mit den

liechtensteinischen Verhältnissen erst nach und

nach vertraut werden, im Kreise etwa gleichaltriger

Mütter mit den gleichen oder ähnlichen Problemen

aber sich schneller integrieren können.

Positive Erfahrungen sammeln

in der Gruppe

Im Rahmen der Neueröffnung

hat der Verein beschlossen, zusammen mit den modernen

Räumlichkeiten und neuen Angeboten

auch den Namen anzupassen. In Zukunft wird sich

das Mütterzentrum «Rapunzel» unter dem Namen

«Müze» präsentieren. Das Müt- Mütter mit ihren Kindern sind im

terzentrum möchte einen dritten Mütterzentrum «Rapunzel», das

Weg anbieten, neben der Nur- neu in den neuen Räumlichkeiten

Hausfrauen-Tätigkeit und der «Müze» heisst, willkommen.

Doppelbelastung durch Beruf

und Hausarbeit. Auch das «Müze» versteht sich als

familienpolitisches Angebot, das die Erziehungskraft

der Familien stärkt und stützt. Ein Begegnungsort

für Mütter und Kinder, wo aber auch

Männer willkommen sind. Besondere Aufmerksamkeit

geniessen jedoch die Kinder, denen Spielund

Bastelmöglichkeiten auch unter fachkundiger

Anleitung angeboten werden. Mit Singen und lustigen

Spielen werden die Kinder auf die Bastelarbeiten

vorbereitet, denn die Kinder sollen Freude am

Mitmachen haben. Kindern, die öfter an diesen

Nachmittagen dabei sind, gibt dieser ritualisierte

Ablauf eine gewisse Sicherheit und Vertrauen. Zweifellos

eine gute Vorbereitung auf den Kindergarten,

denn das gemeinsame Spielen, Singen und Basteln

lehrt den Umgang miteinander, lässt die Kinder positive

Erfahrungen sammeln in der Gruppe und

schult die soziale Kompetenz der Kleinen. |

neueröffnung «müze»

Das Mütterzentrum befindet sich ab ende Oktober im alten riet 103

in Schaan. Die Neueröffnung erfolgt am 30. Oktober 2010 von 10 – 17

Uhr mit einem Fest für die kinder.

Telefon +423 233 33 03; www.muetterzentrum.li

OktOber 2010


28

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Oktober 2010

Aktuelle Ausstellungen

Der Fürst als Sammler. Neuerwerbungen unter

Hans-Adam II von und zu Liechtenstein

24. September 2010 bis 16. Januar 2011

Von der (Un)Schärfe der Welt

24. September 2010 bis 9. Januar 2011

Veranstaltungen (Auswahl)

Samstag, 2. Oktober, 18 bis 1 Uhr

Sonderveranstaltung

ORF Lange Nacht der Museen

Sonntag, 3. Oktober, 11 Uhr

Führung zum Kunstwerk des Monats

Carin Ellberg, Sunrise 1, 1998

Eintritt Frei

Mittwoch, 13. Oktober, 14 bis 16 Uhr

Donnerstag, 14. Oktober, 14 bis 16 Uhr

Ferien-Atelier

für Kinder von 6 bis 12 Jahren

CHF 10.– pro Kind, inkl. Eintritt und Zvieri

Donnerstag, 21. Oktober, 14 bis 16 Uhr

Kunst 60+

Der Fürst als Sammler

mit Barbara Redmann, Museumspädagogin

Donnerstag, 21. Oktober, 18 Uhr

Vernissage

Dialog Liechtenstein

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LIECHTENSTEIN


30

schlussPunKt

Adrian Hasler

Sind wir sicher?

Sicherheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen

dafür, dass sich die Menschen in ihrer Umwelt geborgen fühlen. Sicherheit

schafft Lebensqualität. Sicherheit ist auch ein Standortvorteil.

Diese Sicherheit zu gewährleisten, ist eine wesentliche Aufgabe

der Landespolizei. Aber wie lässt

sich Sicherheit messen? Sicher- es gibt eine ganze reihe von indizien, dass sich

heit lässt sich nicht nur an objektiven

Kriterien, wie zum Beispiel die menschen in unserem land sicher fühlen

der Kriminalstatistik, messen.

Entscheidend ist, dass die Fragestellung auf das subjektive Sicherheitsgefühl

der einzelnen Menschen abzielt. Fühlen sich die Einwohner in

Liechtenstein sicher? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, weil

entsprechende Erhebungen über das Sicherheitsbedürfnis und das Sicherheitsgefühl

in Liechtenstein fehlen. Dennoch

glaube ich, dass diese Frage mit einem «Ja» beantwortet

werden kann. Es gibt eine ganze Reihe von

Indizien, die dafür sprechen, dass sich die Menschen

in unserem Land sicher fühlen. In Liechtenstein

gibt es keine gefährlichen Gebiete, die nur mit

Inkaufnahme von Risiken betreten werden können.

Jeder kann sich frei bewegen, ohne Angst zu haben,

überfallen oder angegriffen zu werden. Kinder können

zu Fuss in den Kindergarten und in die Schule

gehen, ohne von den Eltern begleitet zu werden.

Adrian Hasler

Unsere Vertreter der Politik bewegen sich in der Öf-

Polizeichef des Fürstentums fentlichkeit ohne permanenten Begleitschutz. Und

Liechtenstein

nicht zuletzt kennt man sich im Land. Dies führt zu

einer hohen Sozialkontrolle und zu geringer Anonymität.

Dennoch, Liechtenstein ist zwar kein Ort der schweren Kriminalität,

aber kriminelle Handlungen sind auch in unserem Land an

der Tagesordnung.

Dies zeigt ein Blick in die Kriminalitätsstatistik.

Von den jährlich rund 1 200 Straftaten sind 680 Vermögensdelikte

(d.h. Sachbeschädigung, Einbruchdiebstahl, Diebstahl etc.) und rund

160 Gewaltdelikte (d.h. Körperverletzung, Drohung, Nötigung etc.)

zu verzeichnen. Diese Zahlen zeigen, dass wir die aktuellen Entwicklungen

genau beobachten, die richtigen Schlüsse daraus ziehen und

die notwendigen Massnahmen einleiten müssen.

«Die grösste Gefahr im Leben ist, sich in Sicherheit

zu wiegen», sagte einmal der Ballonfahrer Betrand Piccard. Diese

Aussage gilt nicht nur für seine Ballon-Weltumrundung, sondern

auch für uns. Dennoch bin ich überzeugt, dass Liechtenstein auch in

Zukunft eines der sichersten Länder der Welt bleiben wird. |

OktOber 2010

Foto: Landespolizei


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