Juni 2012 - Der Monat

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Juni 2012 - Der Monat

JUNI 12

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KULTUR: Kulturelle Begegnungen: Lokal und international

FINANZPLATZ: Hohe Unsicherheit auf dem Finanzsektor

ORIGINALE: Ich schlafe lieber, wo es nach Kuhdreck riecht…


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I NHALT | E DITORIAL

Ein Sommer

voller Kultur

Wir möchten die Geschichten von Originalen

PANORAMA 4

KULTURSOMMER

Kulturelle Begegnungen:

Lokal und international 6

MEISTERKURSE

Hochkarätige Musiker aus aller Welt 9

LIGITA

Exklusives aus der Welt der Gitarren 10

SOMMER IM HOF

Blues-Szene aus dem Dreiländereck in Vaduz 11

LIFE IN SCHAAN

Verschiedene Stilrichtungen

am Schaaner Festival 12

PORTRÄT

Matthias Hassler:

Kontaktpflege zu Journalisten 14

FINANZPLATZ

Hohe Unsicherheit auf dem Finanzsektor 16

JAHR DER ENERGIE

Nutzung der Sonnenenergie

mit umweltverträglichen Anlagen 18

60 JAHRE CIPRA

Über Grenzen hinweg verbinden 20

ORIGINALE

Ich schlafe lieber, wo es nach Kuhdreck riecht 22

VOR 25 JAHREN

24. Juni 1987:

Landtag für das «Doppelte Ja» 24

PHILANTHROPIE

Menschenfreundlichkeit mit Strategie 26

RÄTSEL 28

S CHLUSSPUNKT 30

aus unseren Dörfern erhalten

«Kultur ist nicht ein schlüsselfertiges Haus, das

man einmal kaufen und dann bequem bewohnen

kann, sonst hätten wir es sicher schon in unserem

Besitz». Diesen Satz sagte einmal

Josef Frommelt, der Gründer der

Liechtensteinischen Musikschule,

der auch die Internationalen

Meisterkurse in Vaduz ins Leben gerufen hat. An

diesem Satz orientieren sich zahlreiche Veranstalter,

so dass wir auch dieses Jahr vor einem attraktiven

Kultursommer stehen. In dieser

Ausgabe porträtiert Markus Meier

wieder ein Original, den «Babi»

aus Triesenberg. In unseren Dörfern

lebten früher immer wieder

originelle Personen, deren

Geschichte wir gerne erhalten

möchten. Wenn Sie etwas über

ein Original wissen, nehmen Sie

mit Markus Meier Kontakt auf.

Vor den Sommerferien ist dies die

Günther Meier

letzte Ausgabe, die nächste Num- Chefredaktor «Der Monat»

mer erscheint zum Staatsfeiertag

anfangs August. Beide Themen sind in der vorliegenden

Ausgabe als Schwerpunktbeiträge zu finden.

Unsere Beiträge sollen nicht in eine Richtung lenken,

sondern zum Nachdenken anregen.

IMPRESSUM: 6. Jahrgang, Nr. 68, Juni 2012, 18 750 Exemplare

HERAUSGEBER: Alpenland Verlag AG, Feld kircher Strasse 13, FL-9494 Schaan,

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REDAKTION: Günther Meier, Tel. +423 380 09 30, redaktion@dermonat.li

ANZEIGEN: Tel. +423 239 50 23, Fax +423 239 50 51, office@dermonat.li

GESTALTUNG: Barbara Schmed, Gutenberg AG

SATZ UND DRUCK: Gutenberg AG, FL-9494 Schaan; PAPIER: PlanoJet, 100 g/m²

ONLINE: «Der Monat» im Internet: www.dermonat.li

TITELBILD: Internationale Meisterkurse, LIGITA und weitere

kulturelle Veranstaltungen sorgen für einen attraktiven Kultur-

sommer 2012. (Foto: Musikschule)

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JUNI 2012

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4

5

PANORAMA

Fast 1500 Einsätze

des Rettungsdienstes

Der Rettungsdienst des Liechtensteinischen

Roten Kreuzes erfüllt eine äusserst wichtige Aufgabe

im Gesundheitsdienst Liechtensteins. Laut

Jahresbericht des Roten Kreuzes wurden 2011 insgesamt

1469 Einsätze geleistet, im Durchschnitt also

4 Einsätze pro Tag. Die Einsatzzahl liegt ungefähr

gleich hoch wie in den Vorjahren.

Mit 638 Einsätzen liegen die

Transporte bei organischen Krankheiten

an der Spitze, wegen psychischen

Erkrankungen mussten

70 Fahrten gemacht werden. Wegen

Verkehrsunfällen musste der

Rettungsdienst 70 Einsätze machen,

wegen Sportunfällen gab es

48 und wegen Arbeitsunfällen 32 Einsätze. Interessant

ist, dass die Zahl der Haushaltunfälle mit 82

Einsätzen die Verkehrsunfälle mit 70 Einsätzen

übertrifft. Hoch erscheint die Zahl von 34 Einsätzen

wegen «Intoxikation Alkohol» und 16 Fällen

wegen «Intoxikation Drogen». Der Rettungsdienst

steht auch zur Verfügung, wenn Patienten zu Untersuchungen

müssen, was im vergangenen Jahr zu 23

Fahrten führte. Verlegungsfahrten in andere Spitäler

wurden 202 vorgenommen.

Foto: Marco Nescher

Konjunkturlage wirkt etwas rosiger

Das Amt für Statistik gibt vierteljährlich die aktuelle Entwicklung über

Bevölkerung, Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Konjunktur heraus.

� Das Bruttoinlandprodukt (BIP) erhöhte sich im Jahr 2010 gemäss

Schätzrechnung um 9,6 % gegenüber Vorjahr auf 5'376 Millionen

Franken.

� Die Direktexporte von Januar bis Dezember 2011 blieben auf dem

Vorjahresniveau und beliefen sich auf 3'327 Millionen Franken –

ohne die Exporte in die Schweiz.

� Im Jahr 2011 nahmen die Logiernächte in der liechtensteinischen

Hotellerie um 2 % auf 117'401 Übernachtungen zu.

� Im Jahr 2011 wurden 253 Motorfahrzeuge neu zugelassen, was

einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 19,1 % entspricht.

� Die Zahl der Arbeitslosen belief sich am 29. Februar 2012 auf 488

Personen, womit die Arbeitslosenquote 2,6 % betrug.

Foto: Amt für Bevölkerungsschutz

Verbandsfeuerwehrtag

dieses Jahr in Balzers

Feuerwehren waren in früheren Zeiten eine

der wichtigsten Einrichtungen in unseren Gemeinden,

denn bei der traditionellen Holzbauweise, der

Nähe von Wohnhaus und Scheune mit Heu und

Stroh waren Feuersbrünste in den Dörfern nicht

selten. Die freiwilligen Feuerwehren schlossen sich

schon vor langer Zeit zu einem Verband zusammen.

Dieses Jahr findet bereits das 104. Verbandsfeuerwehrfest

statt, das die Feuerwehr Balzers vom 22.

bis 24. Juni organisiert. Im Mittelpunkt des dreitägigen

Festes stehen die Feuerwehr-Demonstrationsübungen,

die Aufschluss geben über den aktuellen

Ausbildungs- und Ausrüstungsstand der Feuerwehren.

Daneben aber kommt der Festcharakter der

Veranstaltung nicht zu kurz. Ausserdem können an

einer Ausstellung Oldtimer von Feuerwehrfahrzeugen,

Traktoren und Autos bewundert werden.

Der Rentenvorbezug

weiterhin attraktiv

Fast zwei Drittel der liechtensteinischen Einwohner

gehen vorzeitig in Rente. Laut AHV-Bericht

wurden 2011 insgesamt 1245 neue Renten ausgerichtet,

wovon 726 Personen vor dem offiziellen

Rentenalter in den Ruhestand traten. Ende 2011

wurden 16'403 Renten ausgerichtet. Wird die Zahl

der Renten mit der Bevölkerung verglichen, so entspricht

die Rentenzahl rund 45 Prozent der Wohnbevölkerung.

Ein Vergleich der letzten fünf Jahre

zeigt auf, dass der Anteil der Vorbezugsrenten jedes

Jahr angestiegen ist. Belief sich im Jahr 2007

der Anteil der Vorbezugsrenten erst auf 34,4 %, so

wurden 2010 schon 41,7 % und 2011 bereits 43,7 %

registriert.

JUNI 2012


Streben nach

der 2000-Watt-Gesellschaft

In der Schweiz beginnt sich der Begriff der «2000-Watt-Gesellschaft»

langsam, aber stetig zu verankern. Liechtenstein wird nicht

nur am Rande damit berührt, denn das von der Internationalen Alpenschutzkommission

(CIPRA) gegründete Gemeindenetzwerk

«Allianz in den Alpen» fördert alle derartigen Initiativen. Die

2000-Watt-Marke wird als sinnvoller Mittelwert für den täglichen

Energiebedarf eines Menschen angesehen, obwohl heute im Durchschnitt

jeder Mensch in unseren Breitengraden rund 6300 Watt pro

Tag verbraucht. Auch in Liechtenstein bemühen sich die Gemeinden,

Strom zu sparen, um dem Ziel der «2000-Watt-Gesellschaft» näher zu

kommen. Praktisch alle Gemeinden konnten sich mit Sparmassnahmen

und Aktivitäten bereits die Auszeichnung «Energiestadt» sichern.

Zahl der Pendler

steigt im Rheintal

Im Rheintal und im Bodensee-Raum, wo vier Länder aufeinander

treffen, sind täglich viele Pendler unterwegs. Rund 30'000 Personen

wechseln die Grenze, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen. Wird

die Zahl der Berufspendler mit der Zahl der total Beschäftigten verglichen,

so scheint Liechtenstein das beliebteste Ziel für Zupendler zu

sein. Die Berufspendler machen in Liechtenstein einen Anteil von

51,2 % der Gesamtbeschäftigten aus. In Vorarlberg beträgt deren Anteil

nur 2,5 %, im Kanton St. Gallen 3,1 % und im Kanton Thurgau

3,5 %. Noch weniger sind es auf deutscher Seite: Im Kreis Lindau werden

nur 1,9 % Berufspendler registriert.

65. Liechtensteiner

Verbandsmusikfest 2012

Das 65. Liechtensteiner Verbandsmusikfest

findet vom 15. bis 17. Juni in der Walsergemeinde

Triesenberg statt. Die Walser, die letztmals 2004

an der Reihe waren, die grösste Blasmusikveranstaltung

durchzuführen, stellten das Fest unter

das viel versprechende Motto

«Äns de scho!» Beim dreitägigen

Fest wird am Freitag zur «Hüttengaudi»

eingeladen, der Samstag

steht im Zeichen der Jungmusikanten

und am Sonntag

findet das traditionelle Verbandsmusikfest

statt. Aufspielen

werden rund 850 Musikantinnen

und Musikanten.

Foto: Marco Nescher

Foto: Philatelie Liechtenstein

Olympische Spiele

auf unseren Briefmarken

Zu Olympischen Spielen erscheinen regelmässig

Briefmarken aus Liechtenstein. Erstmals

wurden Sonderbriefmarken zu den Olympischen

Winterspielen in Sapporo und zu den

Sommerspielen in München 1972 herausgegeben.

Auch zu den Olympischen Spielen 2012 in

London gibt die Philatelie Liechtenstein am 14.

Juni zwei Sondermarken «Liechtensteinischer

Olympischer Sportverband 2012 in London»

heraus. Die Sondermarken verfolgen zwei verschiedene

Zwecke: Zum einen soll philatelistisch

auf die Olympischen Spiele hingewiesen

werden, auf der anderen Seite geht es darum, die

Aktivitäten des Liechtensteinischen Olympischen

Sportverbandes – kurz LOSV – zu wür-

digen. Der LOSV ist die Dachorganisation des

Sports in Liechtenstein, dem derzeit 44 Sportverbände

und 132 Sportvereine mit total über

15'000 Mitglieder angehören. Zu den Aufgaben

des LOSV gehört alle vier Jahre die Beschickung

der Olympischen Spiele mit Sportlerinnen und

Sportler, die dort die Farben Liechtensteins

möglichst würdig vertreten sollen. Wenn vom

27. Juli bis zum 12. August in London um Olympische

Ehren gekämpft wird, werden auch liechtensteinische

Athleten mit am Start sein.

Die Philatelie Liechtenstein hat für die beiden

Sondermarken zwei Sportarten ausgesucht,

bei denen auch Sportler aus Liechtenstein am

Start sein werden: Die Wertstufe 100 Rappen

zeigt Schwimmen, die Briefmarke mit dem

Frankaturwert 140 Tennis. Am Start in London

werden die Schwimmerin Julia Hassler und die

Tennisspielerin Stephanie Vogt sein.


6

7

Von Günther Meier

KULTURSOMMER

Kulturelle Begegnungen

Lokal und international

Internationale Meisterkurse, Li-

GiTa, Liechtenstein Festival, Musik im Hof – auch

der Kultursommer 2012 kündigt sich mit einer

Fülle von kulturellen Veranstaltungen an, deren

Vielfalt und Reichhaltigkeit wohl

für alle Geschmacksrichtungen

Kultur ist nicht ein etwas bringen. Liechtensteins

schlüsselfertiges Haus, das

Kultursommer bietet nicht nur

den Einheimischen kulturelle

man einmal kaufen und dann Genüsse und den Touristen eine

willkommene Abwechslung zum

bequem bewohnen kann

sonstigen Sport-, Wander- und

Freizeitprogramm, sondern bringt

auch internationale Musiker, Kunstschaffende und

Künstler ins Land. Den Auftakt für einen Kultursommer

mit Anziehungskraft für In- und Ausländer

machte die Skulpturen-Ausstellung «Bad Ra-

Auch der Sommer 2012 wird zum Kultursommer in Liechtenstein. Mit Festi-

vals und internationalen Kulturveranstaltungen bemühen sich zahlreiche Ver-

anstalter, das Land trotz seiner Kleinheit als eigenständige «Kulturnation» zu

profilieren.

gARTz» mit Ableger im Städtle Vaduz, auch Kunstmuseum

und Landesmuseum stehen mit Ausstellungen

bereit, die Lokales und Internationales

bieten und auf kleinem Raum miteinander verbinden.

Kulturelle Aktivitäten werden vom Ressort

Kultur der Regierung nicht nur als Veranstaltungen

gesehen, sondern ebenso als Botschafter der geistigen

Freiheit und Toleranz in unserem Land, die

über die Landesgrenzen hinaus wirken und auch

überall in Europa wahrgenommen werden.

Kultur als Mittel der Integration

und des Dialogs

Das Ressort Kultur vertritt die

Auffassung, dass sich Liechtenstein unabhängig

vom Grössenvergleich mit anderen Staaten oder gerade

wegen seiner Kleinheit als «eigenständige Kulturnation»

profilieren sollte und

könne. Eines der Hauptziele der

staatlichen Kulturpolitik wird

vom Kulturressort in der Bewahrung

der Identität und des Selbstverständnisses

unseres Landes

und seiner Bewohner gesehen:

«Das kulturelle Erbe und die kulturellen

Werten sind wesentliche

Teile des liechtensteinischen

Staatsbewusstseins und der nationalen

Identität.» Meisterkurse,

LiGiTa, Liechtenstein Festival

oder Bad RagARTz – gemeinsam

ist ihnen, dass ein Austausch

zwischen Liechtenstein und dem

Ausland stattfindet, wie das im

2011 erstellten Kulturleitbild der

Regierung als Zielsetzung festge-

Foto: Günther Meier


Foto: Musikschule

halten ist. Das Leitbild strebt an, Liechtenstein zu

einem «attraktiven Platz für nachhaltige Kulturprojekte»

zu machen und Liechtenstein mit seiner

Kultur international präsent zu halten. In ihrem

ersten «Kulturbrief» unterstrich Kulturministerin

Aurelia Frick, dass Kulturpolitik durch die internationale

Vernetzung zu einem wichtigen Bestandteil

der Aussenpolitik geworden sei. Kultur sei auch ein

Mittel der Integration und des Dialogs, denn der internationale

Kulturaustausch leiste Überzeugungsarbeit

für die Werte, die es ermöglichten, in einer

globalisierten Welt friedlich zusammenzuleben sowie

Respekt und Toleranz gegenüber dem «Anderen»

bzw. dem «Fremden» zu haben. Ausserdem ermöglichten

Austausch und Darstellung des liechtensteinischen

Kultur- und Kunstschaffens jenseits

der Grenzen interessante Begegnungen und auch

positive Wahrnehmungen. «Kultur ist nicht ein

schlüsselfertiges Haus, das man einmal kaufen und

dann bequem bewohnen kann, sonst hätten wir es

sicher schon in unserem Besitz», bemerkte einmal

Josef Frommelt, der Gründer der Liechtensteinischen

Musikschule und der Internationalen Meisterkurse

in einem Interview mit dem Liechtenstei-

ner Volksblatt. Nach dieser Vor- Kultur wird in Liechtenstein

gabe bauen viele Institutionen auch als Mittel der Integration

und Vereine am Kulturhaus und des Dialogs verstanden.

Liechtenstein. «Ein Blick in den

Veranstaltungskalender der Tageszeitungen lässt

das Herz eines jeden Kulturinteressierten höher

schlagen», schrieb Thomas Büchel, Leiter der Stabsstelle

für Kulturfragen, im Kulturbrief.

Kultur wirkt wie ein Motor für

die Gesellschaft

Das reichhaltige Kulturangebot

und Kulturschaffen wird nach seiner Ansicht auch

in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zu einem lebenswerten

Liechtenstein leisten. Als Motor der

Gesellschaft: «Kultur gewinnt gerade in schwierigen

Zeiten an Bedeutung, weil Phantasie und Visionen

gefragt sind, weil sinnliche Wahrnehmung,

ästhetische Vielfalt und Musse grundlegende Bedürfnisse

sind.» Kultur und Künste erhalten für

Thomas Büchel eine besondere Bedeutung bei der

Bewältigung der dauernden Herausforderungen

für unsere Gesellschaft, denn Kultur und Künste

würden Erfahrungen bieten, die der Alltag nicht

JUNI 2012


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häufig bereithalte: «Kultur weckt den Geist, schärft

die Sinne und fördert das kritische Denken». Nach

dem im vergangenen Jahr veröffentlichten Kulturleitbild

Liechtenstein bezweckt die Kulturpolitik

der Regierung die Verbindung von Vergangenheit,

Gegenwart und Zukunft. Aus dieser Verbindung

sollen bestehende Prägungen und Einordnungen

in Frage gestellt und zukunftsfähige Entwicklungsprozesse

angestossen werden. Das Leitbild Kultur

enthält auch die Vision, dass sich Liechtenstein zu

einem Kulturland entwickeln soll, in dem ein umfassendes,

integratives Verständnis von Kunst und

Kultur gelebt werde und Kultur in alle Lebens- und

Gesellschaftsbereiche hineinspiele. Überdies sollen

nach dem Leitbild alle Einwohner unkompliziert

aktiv und passiv am kulturellen Leben teilnehmen

können. Der Kultursommer 2012 bietet dazu zahlreiche

Gelegenheiten, die ergriffen werden können.

Und nicht nur bei den erwähnten international bekannten

und besetzten Veranstaltungen, sondern

auch bei vielen anderen Events, die von Dorfvereinen

oder von lokalen Veranstaltern organisiert

werden. Mit dem Zweck, wie im Leitbild aufgeführt,

kulturelle Begegnungen und gegenseitiges

JUNI 2012

Reichhaltiges Kulturschaffen

Kennenlernen zum toleranten Umgang mit Unterschiedlichkeiten

zu ermöglichen.

Der kulturelle Blick über die

Landesgrenze

In Übereinstimmung mit der

Forderung von Kulturministerin Aurelia Frick, die

Kultur als Drehscheibe zwischen Innen- und Aussenpolitik,

zwischen Heimat und Fremdem zu betrachten,

lohnt sich im Kultursommer 2012 ein

Blick über die Landesgrenze. Wer in Vaduz die Exponate

von Bad RagARTz gesehen hat, verspürt

sicher Lust, den zweiten, grösseren Teil des offenen

Skulpturen-Parks in Bad Ragaz anzusehen. Aber

auch Schloss Werdenberg lockt als neues Kulturzentrum

in unmittelbarer Nachbarschaft. In Hohenems

und Schwarzenberg finden sich Liebhaber

der Musik von Franz Schubert zur international

bekannten Schubertiade mit Kammerkonzerten

sowie Lieder- und Klavierabenden ein. Weltruf

haben die Bregenzer Festspiele mit dem «Spiel auf

dem See», mit der Oper «Solaris» im Festspielhaus,

mit Schauspiel und Orchesterkonzerten, mit Kammermusik

und Literatur. |

Liechtenstein darf ein äusserst reichhaltiges Kulturschaffen sein eigen nennen. Bezeichnend ist die Bereit-

schaft vieler Menschen, sich kulturell zu engagieren und damit das öffentliche Leben mitzugestalten. Kultur

ist daher ein bedeutender Motor der liechtensteinischen Gesellschaft. Er treibt das Leben an, wirkt sinnstiftend

und identitätsbildend. Kultur gewinnt gerade in schwierigen Zeiten an Bedeutung, weil Phantasie und Visionen

gefragt sind, weil sinnliche Wahrnehmung, ästhetische Vielfalt und Musse grundlegende Bedürfnisse sind.

Angesichts der Beschleunigung des Lebenstempos, der Globalisierung, der Wirtschaftskrise und angesichts

der Zukunftsängste in einer unübersichtlicher gewordenen Welt wollen sie umso dringender befriedigt werden.

Auch Liechtenstein von heute ist nicht mehr das Liechtenstein unserer Väter und Mütter. Damit müssen wir

umgehen und neue Wege für die Zukunft aufzeigen. Die Herausforderung für die Gesellschaft, aber auch für

jeden Einzelnen ist enorm. Kultur und die Künste können bei der Suche nach Lösungen von zentraler Bedeutung

sein. Kultur bietet Erfahrungen, die der Alltag nicht häufig bereithält. Hier weckt sie den kritischen Geist,

dort lässt sie uns die manchmal erlösende Distanz zu ökonomischen und politischen Zwängen finden. Deshalb

gehört Kultur weder in eine Nische noch aus der öffentlichen Verantwortung genommen und alleine den

Privatinteressen überlassen. Die öffentliche Hand ist gefordert. Kulturministerin Aurelia Frick


MEISTERKURSE

Hochkarätige Musiker

aus aller Welt

Im Juli ist die Luft in Liechtenstein an verschiedenen

Orten von Musik erfüllt. Die Internationalen

Meisterkurse erleben dieses Jahr bereits die 42.

Auflage. Als Josef Frommelt, der Gründer und Leiter

der Liechtensteinischen Musikschule, im Jahr

1971 erstmals Meisterkurse in Vaduz organisierte,

hatte er wohl die Hoffnung, nicht aber die Gewissheit,

dass sich Liechtenstein über Jahrzehnte zu einem

Mekka für ambitionierte Musikerinnen und

Musiker entwickeln würde. Aufgegangen ist sein

Konzept, eine Sommerakademie als zusätzliche

Starthilfe für die professionelle Ausbildung von

Musikern anzubieten und gleichzeitig im Sommer

während Wochen das musikalische Leben in Liechtenstein

mit hochstehenden Konzerten zu bereichern.

Ebenso haben sich die Vorstellungen erfüllen

lassen, jedes Jahr eine international zusammengesetzte

Dozentengruppe zu verpflichten, die

einer ebenfalls internationalen Schar von jungen

Musikerinnen und Musikern einen letzten Schliff

vor einer professionellen Musikerkarriere geben

können.

Die Internationalen Meisterkurse richten

sich an Musikstudenten, Berufsmusiker und hochbegabte

Jugendliche, die entweder als aktive Teilnehmer

oder als Hospitanten die Musikkurse belegen.

Aktive Teilnehmer erarbeiten in mehreren

Einheiten Einzelunterricht die von ihnen ausgewählte

und vorbereitete Literatur, wobei ihnen ein

Korrepetitor zur Verfügung steht. Um ein möglichst

hohes Niveau halten zu können, sind die aktiven

Musikergruppen sehr klein gehalten, was den

besonderen Charme der liechtensteinischen Meisterkurse

ausmacht.

Die 42. Meisterkurse 2012 sind für Klassik

vom 7. bis 20. Juli und für Jazz vom 16. bis 21. Juli

ausgeschrieben. Die Professoren Thomas Brandis,

Wolfgang Boettcher und Isabelle Perrin unterrichten

in Violine, Violoncello und Harfe, während

Kurt Widmer für Gesang zuständig ist. Violine

und Violoncello stehen bei den Kursen als Soloinstrumente

und als Instrumente für Kammermusik

im Mittelpunkt, der Kurs in Harfe fokussiert sich

Foto: Musikschule

auf die typisch französischen Junge Musikerinnen und Musiker

Aspekte des Instruments, wie kommen nach Liechtenstein

Repertoire, Klang und Technik. zum Lernen, geben aber auch

Sängerinnen und Sänger bear-

öffentliche Konzerte.

beiten Solokantaten des Barock,

das deutsche und französische Lied vom 18. bis

zum 20. Jahrhundert. Breiter ausgelegt, was die

Instrumente betrifft, sind die Meisterkurse in Jazz.

Acht Dozenten unterrichten instrumental, Judy

Niemack schult die Sängerinnen und Sänger. Unter

den Instrumenten sind Saxophon, Trompete,

Posaune, Gitarre, Klavier, Kontrabass, Schlagzeuge

und Jazz-Harfe zu finden. Besonderes Gewicht

wird im Unterricht auf das Musizieren in Workshop-Bands

verschiedener Grössen und Besetzungen

beigemessen. Der Gesangsklasse steht für die

Übungen eine Combo aus Piano, Bass und Drums

zur Verfügung.

Die Internationalen Meisterkurse beginnen

am 9. Juli mit einem Eröffnungskonzert. Im Programm

stehen für die Öffentlichkeit wiederum

die Schlusskonzerte der einzelnen Musiksparten,

dieses Jahr für Harfe, Streicher und Gesang. Zwischendurch,

am 18. Juli, ist Jazztime angesagt.

Aber auch die Freunde des Jazz erhalten ein Schlusskonzert.

Informationen über Kurse und Konzerte unter

www.meisterkurse.li |

JUNI 2012

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L I G I TA

Exklusives aus

der Welt der Gitarren

Die Gitarrentage bieten Meister- «Die Liechtensteiner Gitarrentakurse

und Workshops für Musiker ge sind heute einer der wichtigs-

an, aber auch Konzerte für die ten Events für Gitarre in Europa.

Öffentlichkeit.

Musik, Kultur, Qualitätsinhalte

und freundschaftlicher Austausch

von Kunst, Wissen und Information sind

das motivierende Ziel und Motto.» Diesen Satz sagte

einer, der es wissen muss: Alvaro Pierri, einer der

Koryphäen der klassischen Gitarre, der die Liechtensteiner

Gitarrentage als Dozent und als Konzertmusiker

kennt. Sein Spiel zeichne sich durch

ein schier unermüdliches Klangfarbenspektrum

aus, befand ein Kritiker, durch eine intelligente und

durchdachte Phrasierung wie auch durch impulsive,

besonders ausdrucksvolle Elemente. Alvaro

Pierri ist auch dieses Jahr mit dabei, wenn die LiGi-

Ta vom 7. bis 14. Juli in Eschen stattfinden.

Die Liechtensteiner Gitarrentage gehören inzwischen

zum festen Bestandteil des liechtensteinischen

Kultursommers, denn sie werden dieses Jahr

bereits zum 20. Mal durchgeführt. Die Anfänge der

LiGiTa 1993 waren noch etwas bescheiden, aber

doch so zukunftsweisend angelegt, dass man sich

schon damals keine Sorgen um den Fortbestand zu

machen brauchte. Unter dem Titel «Erste liechtensteinische

Gitarrentage im Unterland» brachte das

Liechtensteiner Vaterland am 13. Juli 1993 einen

Beitrag, in dem einleitend die Motivation für die

JUNI 2012

Foto: LiGiTa

Gitarrentage dargestellt wurde: «Das Liechtensteiner

Unterland macht kulturell wieder von sich reden.

Eine Veranstaltung von mehreren Tagen, die

auch in den kommenden Jahren im musikalischen

Leben Liechtensteins einen festen Platz haben soll,

begann mit Kursen in Eschen und einem Konzert

des Liechtensteiner Gitarrenquartetts in der Kirche

von Mauren. Etwas vernachlässigt fühlten sich die

Gitarristen bei den Liechtensteiner Musikwochen,

so ergriffen sie selber die Initiative, gründeten im

letzten Jahr einen Verein und können in diesem

Jahr bereits wertvolle Kurse für Solisten und Kammerensembles

anbieten.» Die Initiative der Gitarristen

hat sich zweifellos gelohnt. Es gibt nur wenige

Weltstars auf der klassischen Gitarre – aber an

den Gitarrentagen in Liechtenstein waren sie alle

schon vertreten. Auch dieses Jahr sind internationale

Grössen wie Jorge Luis Zamora, David Russell

und Alvaro Pierri mit dabei, nicht nur mit Konzerten,

sondern auch als Dozenten in den verschiedenen

Kursen und Workshops.

Zum 20-jährigen Bestehen warten die Liechtensteiner

Gitarrentage dieses Jahr mit einer Besonderheit

auf. Erstmals gibt es einen internationalen

Wettbewerb für Gitarren-Duos, zu dem die aktiven

Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer berechtigt

sind. Um besonders die jüngere Generation zu

fördern, ist das Durchschnittsalter des Duos auf 27

Jahre begrenzt worden. Auf die Teilnehmer wartet

ein dreiteiliger Wettbewerb, der einerseits die freie

Stückwahl aus zwei verschiedenen Epochen vorsieht,

anderseits aber auch ein Pflichtstück vorschreibt.

Bewertet werden Interpretation, Stilistik,

Technik und Bühnenpräsenz.

Die LiGiTa sind im Unterland gegründet worden

und haben sich dort etabliert im Kulturkalender.

Konzerte finden in allen Gemeinden statt, die

Kursteilnehmer sind rund um den Eschnerberg

einquartiert und die Gemeinden tragen neben

Sponsoren und Gönnern mit finanziellen Beiträgen

dazu bei, dass die Gitarrentage auf hohem internationalem

Niveau durchgeführt werden können.

Weitere Informationen: www.ligita.li |


SOMMER IM HOF

Blues-Szene aus dem

Dreiländereck in Vaduz

Vaduz abends im Juli, da pilgern viele zum Hof.

Eingekeilt in die Gebäude der Liechtensteinischen

Landesbank ist der Innenhof pure Sachlichkeit –

und er erzählt auch keine Legenden. Im Sommer

aber verwandelt er sich zum Konzerthof und Lieblingsplatz

im Rheintal. So mancher Flaneur im

Polohemd will eben mal im Vorbeigehen Blues,

Jazz, Mundart Rock und Popmusik mitnehmen.

Und trifft dabei unversehens Leute, die er lange

nicht gesehen hat. Was 1997 mit einem Konzert der

Big Band Liechtenstein begann, hat sich zu einem

einmaligen Konzept entwickelt. Musikalisch weiss

man nie genau, was einen erwartet. Nicht Weltstars

werden eingeladen, sondern für interessant befundene

Bands, in denen Liechtensteiner, Schweizer,

Vorarlberger Musiker mitspielen. «Sommer im

Hof» ist Gemeinschaft, Austausch und Vergnügen.

Ganz familiär. «Die LLB sagt den Liechtensteinern

damit Dankeschön», erinnert Kulturmanagerin

Monica D. Bortolotti Hug an die Entstehung. 2012

konzentriert sich die Veranstaltungsreihe auf die

drei Wochen zwischen dem 3. und 20. Juli. Das ist

neu. Dafür treten pro Abend zwei Bands auf: von

acht Uhr bis etwa Mitternacht.

Am ersten Freitag im Juli ist zum fünften Mal

die Andy Egert Blues Band im Hof zu hören. Ansonsten

ein Mann der leisen Töne, hat sich der Ostschweizer

in den letzten zwanzig Jahren zu einer

festen Grösse der europäischen Blues-Szene gespielt.

Beim Blues-Festival Basel 2010 bekam der

Blues Gitarrist aus Mels den Swiss Blues Award. Mit

jeder Pore lebe und atme der Musiker den Blues,

schwärmt das Schweizer Bluesportal. Mit viel Gefühl

spielt er feinsten Blues im rauen Stil von Freddie

King oder im Stil des Bluesrock von Eric Clapton.

Egert interpretiert Johnny Winter, einen typischen

Vertreter des von der Gitarre dominierten

Texas Blues, dann wieder variiert er Robert Johnson,

den König des archaischen Delta Blues. Neben

dynamischem Blues mit Klassikern spielt die Band

mitreissende Eigenkompositionen von Andy Egert.

Der Blues gilt als die Wurzel von Jazz, Rock, Rock

'n' Roll und Soul. Er entstand im späten 19. und frü-

Foto: Landesbank

hen 20. Jahrhundert im Süden Mit jeder Pore lebt und atmet

der USA als Unterhaltungsmusik der Gitarrist Andy Egert den Blues.

der Farbigen. Später spielten die

Interpreten in New York oder Chicago bei House-

Rent-Partys, wofür die Zuhörer zahlten. Beim

«Sommer im Hof» in Vaduz ist der Eintritt frei,

dank des grosszügigen Veranstalters. Der Blues

schmeichelt sich dabei in diesem Juli in ganz unterschiedlichen

Variationen in unser Ohr. Moderner

Blues in verschiedenen Spielarten und stimmungsvolle

Balladen sind der Stoff, mit dem «ErRic is

Blue!» Songs formen, die Wärme, Ehrlichkeit und

Spirit ausdrücken. Die Songs des international anerkannten

Singer/Songwriters Ernst Eggenberger

aus Mels und seine akustische Gitarre verschmelzen

mit der intensiven Stimme der Sängerin Riccarda

Vedana-Jörg zu einer gefühlvollen Einheit.

Mit aufregenden Songs ohne Rücksicht auf

Trends und Klischees verbindet die Band «Blue

Dogs Under» die Freiheit des Blues und des Souls.

Die Musiker aus Vorarlberg, der Schweiz, Schottland

und den USA spielen experimentierfreudig einen

Mix aus verschiedenen Stilen. Doch geht es um

Blues in Liechtenstein darf ein Name nicht fehlen:

Der Sound der «Bluebones» bewegt sich zwischen

wilden Seventies und der aktuellen Funkszene.

Pure Spiellust treibt die Rock-Dinos des Rheintals.

Das ganze Programm unter www.llb.li. |

JUNI 2012

11


12

LIFE IN SCHAAN

Verschiedene Stilrichtungen

am Schaaner Festival

Den unverwechselbaren Brass Zwei Tage steht Schaan im Zei-

Sound pflegt die Woodless Brass- chen des Liechtenstein Festivals

Band, eine liechtensteinische 2012, das wieder eine Reihe

Formation, am Liechtenstein musikalischer Highlights unter-

Festival.

schiedlicher Stilrichtungen aufweist.

Die Veranstalter haben

sich auch bei der dritten Austragung an die Vorgabe

gehalten, eine «runde Sache» zu organisieren.

Das dichtgedrängte und vielfältige Programm soll

am Freitag, 6. Juli und am Samstag, 7. Juli sowohl

im SAL als auch auf einer Aussenbühne ein möglichst

breites Publikum ansprechen – ganz nach

dem Motto: «Wer vieles bringt, wird jedem etwas

bieten!»

Am Freitag beginnen im kleinen Saal die Global

Kryner, eine österreichische Band, die für ihren

speziellen Umgang mit Liedern geliebt wird. «Cover

Stories» heisst das neueste Album, das eine Entdeckungsreise

für Liebhaber dieser Art von Musik

verheisst: Parodistisch schwingt sich die Band von

einem Lied zum anderen, von dem sich jedes einzelne

als in sich geschlossenes Unikat darstellt.

Auf der Aussenbühne stellt sich am Freitag die

Woodless BrassBand wieder dem Publikum, die

vom letzten Jahr bekannte liechtensteinische Formation

mit dem unverkennbaren Brass Sound.

Nach ihnen stehen die Musiker von Guapa Loca auf

der Bühne, die heisse Latino-Rhythmen mit dem

JUNI 2012

Foto: yourlife

Meliodiösen des Jazz verbinden. Im grossen Saal

steht die kleine Laura Grässli, das aussergewöhn-

liche Gesangstalent, das die Herzen der Zuschauer

beim Wettbewerb «Die grössten Schweizer Talente»

bezauberte. Musiker lösen sich im grossen und

kleinen Saal sowie auf der Aussenbühne ab, bis

dann um 23 Uhr die grosse Salsa-Party für die feurigen

Tänzerinnen und Tänzer beginnt.

Das Samstagsprogramm wird im SAL um

20.00 Uhr von der Schweizerin Caroline Chevin eröffnet.

«Back In The Days» – also genau vor einem

Jahr – hat eine Geschichte begonnen, deren Ende

noch lange nicht abzusehen ist, aber deren Anfang

sich nach einem wahren Musikmärchen anhört.

Dank ihrer Stimmgewalt ist sie der Liebling der

Schweizer Medien und stösst beim Publikum auf

begeisterte Ohren. Caroline Chevin überzeugt mit

Power, Charme, Witz und Energie. Um 21.30 Uhr

beginnen Sunrise Avenue die Life-Bühne im grossen

Saal zu rocken. Ab 23.00 Uhr startet im kleinen

Saal wieder eine DJ Party mit abwechselnden DJs

aus der Region.

Die Aussenbühne wird vom Cello-Projekt

eingeweiht. Dazu zählen 25 jugendliche Cellisten

und Schüler der Liechtensteinischen Musikschule

und der Kantonsschule Sargans, die ein Programm

aus Rock, Pop, Movies und Traditionellem spielen.

Ab 19 Uhr spielt die talentierte Sängerin und Songwriterin

Nadine Nigg alias Mayvie gemeinsam mit

ihrer Band auf der Aussenbühne. In ihren Folk-

Pop-Songs erzählt sie kleine, alltägliche Geschichten

mitten aus dem Leben und was die Menschen

daraus machen. Um 23.00 Uhr betreten The Lamperts

die Bühne – ein musikalischer Leckerbissen

aus Tulsa Oklahoma, mit Liechtensteiner Wurzeln.

The Lamperts mischen alle Stilrichtungen, welche

die einzelnen Musiker in die Band einbringen, zu

einem musikalischen Oklahoma-Eintopf. Den daraus

entstandenen unverkennbaren Stil bezeichnen

sie als «Grass Root» – eine Fusion aus Bluegrass,

Afrosoul, Raggacountry, Southernrock und Hillbilly-Bebop.

Das ganze Programm unter www.

yourlife.li |


PUBLIREPORTAGE

Sorgenfrei

in die Ferien reisen

Die Die Ferienzeit Die Ferienzeit Ferienzeit rückt rückt rückt näher näher näher – – möglicherweise möglicherweise – möglicherweise werden werden werden auch auch auch Sie Sie ein Sie ein paar paar ein paar Wochen Wochen Wochen

Die Ferienzeit rückt näher – – möglicherweise werden auch Sie ein paar Wochen

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Vorkehrungen getroffen, damit sporadisch jemand zum Rechten schaut. Eine

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Dienstleistungsübersicht

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Fütterung und Pflege von Kleintieren kann der der Secu-

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n Ein-/Ausschalten von Beleuchtungen

n Öffnen/Schliessen von Jalousien

n Lüften

n Leeren von Briefkästen

n Giessen von Pflanzen

n Füttern/Pflegen von Kleintieren

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14

KPORTRÄT OPF DES M ONATS

Matthias Hassler

Kontaktpflege zu Journalisten

Matthias Hassler ist einer der wenigen liechtensteinischen

Pressesprecher in einem liechtensteinischen

Unternehmen. In letzter Zeit sind seine

Dienste gefragter als auch schon, denn Liechtensteins

grösster und international

wohl bekanntester Betrieb hatte

im vergangenen Jahr unter den

Währungsproblemen mit dem

starken Schweizer Franken zu

leiden. Trotz steigender Umsätze musste die Hilti

Aktiengesellschaft die Medien über rückläufigen

Gewinn und einen Stellenabbau informieren. In

solchen Fällen ist die Funktion des Mediensprechers

besonders wichtig, weil

dann vermehrt Anfragen an das

Unternehmen kommen. Matthias

Hassler kennt diese Situation

auch von der anderen Seite, denn

er war elf Jahre lang als Journalist

tätig, einen grossen Teil davon als

Leiter der Wirtschaftsredaktion

des «Liechtensteiner Vaterland»

Matthias Hassler

und der Wochenzeitung «Wirt-

Mediensprecher Hilti Aktien- schaft regional». «Fokus und Per-

gesellschaft

spektive sind anders», erklärt

Matthias Hassler die Unterschiede

von Journalismus und Unternehmenskommunikation:

«In meiner jetzigen Funktion ist der Hilti-Konzern

mit seinen vielen Facetten mein Hauptthema.

Ich stelle Informationen bereit, die der breiten

Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und

vertrete in diesem Sinne das Unternehmen nach

aussen.» Zusammengefasst, eine andere Schnittstelle

zur Öffentlichkeit, mit einem anders gelagerten

Verantwortungsbereich. Sein Aufgabenbereich

besteht insbesondere darin, Medienanfragen zu

beantworten, Interviewtermine zu koordinieren,

Unternehmensinformationen bereit zu stellen, Medienmitteilung

zu verfassen, Medienkonferenzen

zu organisieren. Nicht zuletzt gehört auch die Kontaktpflege

zu den Journalisten in sein Pflichtenheft.

Was wollen Journalisten überhaupt wissen?

Viele Anfragen ergeben sich nach der Erfahrung

JUNI 2012

Foto: Hilti AG

Ich stelle Informationen bereit, die der breiten

Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden

von Matthias Hassler aus dem aktuellen Geschehen

in der regionalen oder weltweiten Wirtschaftswelt:

«Die Medien interessieren sich häufig dafür, wie ein

international tätiges Unternehmen mit Veränderungen

umgeht und wie es sich im globalen Wettbewerb

ausrichtet. Andere möchten eher in den

Hintergrund blicken und beispielweise wissen, wie

Hilti es schafft, immer wieder aufs Neue innovativ

zu sein, wie das Geschäftsmodell funktioniert oder

auch, wie Hilti entstanden und zu einem weltweit

tätigen Unternehmen geworden ist.» Die Fragen an

das Unternehmen betreffen zuweilen aber auch

Themen, zu denen keine Auskunft erteilt werden

kann. Matthias Hassler versucht in solchen Fällen

verständlich zu machen, weshalb Hilti bestimmte

Informationen nicht veröffentlicht. In der Regel

zeigten die Journalisten Verständnis dafür.

Wenn man wissen will, wie die kurzfristigen

Prognosen für Hilti aussehen, vor allem unter Berücksichtigung

des nach wie vor starken Schweizer

Frankens, gibt sich Matthias Hassler vorsichtig optimistisch:

«Angesichts der aktuellen Marktlage erwarten

wir für dieses Jahr ein einstelliges Umsatzwachstum

in Lokalwährungen. Aufgrund der Probleme

im Euro-Raum ist die wirtschaftliche Situation,

vor allem in einigen südeuropäischen Ländern,

schwierig, was wir auch in unseren Umsätzen spüren.»

Für ein international tätiges und stark exportorientiertes

Unternehmen wie Hilti sei es nicht

möglich, Währungseinflüsse vollständig zu vermeiden.

Hilti verstärke deshalb laufend die natürliche

Absicherung durch eine bessere Synchronisierung

von Einkauf, Produktion und Verkauf im jeweiligen

Währungsraum. |


RhySearch

Forschungs- und Innovationszentrum

INNOVATION

n Das Fürstentum Liechtenstein und das St. Galler Rheintal gehören

zu den am höchsten industrialisierten Regionen Europas und profilieren

sich als hervorragender Wirtschaftsstandort. Viele Firmen geniessen

einen Weltruf als innovative Hersteller von Hightech-Maschinen

und Anlagen und stellen den grössten Teil der Arbeitsplätze und

damit auch der Ausbildungsplätze. Viele technologieorientierte Unternehmen

bewegen sich mit ihren Produkten oder Nischenprodukten

erfolgreich auf dem Weltmarkt. Diese Unternehmen tragen auch

zum positiven Image des Wirtschaftsstandortes Liechtenstein bei.

n Die Industrie muss sich mit Konkurrenten aus aller Welt messen.

Der Weltmarkt bestimmt die Massstäbe für die Wettbewerbsfähigkeit.

Im internationalen Wettbewerb nimmt der Faktor «Wissen/Innovation»

eine Schlüsselrolle ein. Es wird für den Werkplatz daher entscheidend

sein, inwieweit die Unternehmen die Möglichkeit und die

Fähigkeit besitzen, sich in ihren Leistungen auch künftig zu differenzieren,

was eine ständige und hochstehende Innovation in allen Belangen

erfordert.

n Die Regierung hat sich deshalb entschlossen, sich am zukünftigen

Forschungs- und Innovationszentrum Rheintal zu beteiligen, das unter

dem Namen «RhySearch» an der Hochschule für Technik NTB

Buchs aufgebaut wird. Das «RhySearch» wird als öffentlich-rechtliche

Anstalt gegründet, deren Träger das Fürstentum Liechtenstein und

der Kanton St. Gallen sind. Unter dem gemeinsamen Dach werden die

ETH Zürich, die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

(EMPA), das Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique

SA (CSEM), die Hochschule für Technik Buchs (NTB) sowie

die Universität Liechtenstein die Partner des Forschungs- und Innovationszentrums

sein.

n Das Forschungs- und Innovationszentrum wird den Betrieb in den

Räumlichkeiten der NTB im 4. Quartal 2012 aufnehmen. Durch das

Zusammenführen und Etablieren der technischen Kompetenzfelder

Mikrosystemtechnik, Energiesysteme und Produktionsmesstechnik

mit dem betriebswirtschaftlichen Kompetenzfeld Technologie und

Entrepreneurship wird das Forschungs- und Innovationszentrum

neue Forschungsmöglichkeiten schaffen, die in der Industrie zu

neuen Anwendungen und Lösungen führen werden. Dabei kann das

Forschungs- und Innovationszentrum für Kunden Projekte von der

Produktentwicklung bis hin zur Marktreife abwickeln und für die

Klein- und Mittelunternehmen (KMU) den Zugang zu den Forschungspartnern

erleichtern.

Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister

Martin Meyer: «Technischer Fortschritt und technologiegetriebene

Innovation sind langfristig die wirksame

Quelle für Wirtschaftswachstum. Mit dem

Forschungs- und Innovationszentrum Rheintal wollen

die Regierung des Fürstentums Liechtenstein und

die Regierung des Kantons St. Gallen die Innovationskraft

der Unternehmen gezielt stärken.»

n Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister

Martin Meyer ist überzeugt, dass das Forschungs-

und Innovationszentrum dank dem universitären

Zugang hohe Anziehungskraft auf hochqualifizierte

Arbeitskräfte für die Region ausüben

wird: «Liechtenstein und das Rheintal pflegen seit

jeher eine enge Verbundenheit, welche nicht nur

durch die täglichen Pendlerströme, sondern vor

allem durch den intensiven Austausch von Wissen

und Know-how geprägt ist. Das RhySearch ist die

logische Konsequenz daraus und widerspiegelt die

Anforderungen aus dem Gewerbe und der Industrie

und ist damit ein Garant auch in Zukunft über qualifizierte

Arbeitskräfte zu verfügen.» |


16

17

Von Günther Meier

FINANZPLATZ

Hohe Unsicherheit

auf dem Finanzsektor

Die Gewinne in der Finanzbranche gingen im Jahr 2011 zu-

rück, die Umsätze haben stagniert, die Aussichten sind un-

sicher. Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein schätzt die

Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors dennoch hoch ein.

Nachdem die globale Finanzkrise

2007 – 2008 vergleichsweise gut überstanden

werden konnte, habe sich die Ertragslage des liechtensteinischen

Finanzsektors spürbar verschlechtert,

bilanziert die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein

(FMA) das wechselhafte

Geschehen im vergangenen Jahr.

Der Finanzsektor begegnet

Die kurz- und mittelfristigen Er-

der von hoher Untrags- und Wachstumsaussichten

der Finanzbranche sind nach

sicherheit geprägten Phase

der Einschätzung der FMA

mit einer komfortablen gedämpft, da von anhaltend

schwierigen Marktverhältnissen

Risikotragfähigkeit

und zunehmenden Regulierungsbzw.Administrationsaufwendungen

auszugehen sei. Auf der anderen Seite begegne

der Finanzsektor der von hoher Unsicherheit geprägten

Phase mit einer komfortablen Risikotragfähigkeit:

Die Kapitalausstattung sei in den letzten

Jahren noch einmal gestiegen und die Eigenmittelquoten

würden weit über den internationalen

Standards liegen. Alles insgesamt, fasst die FMA

zusammen, die Widerstandsfähigkeit des liechten-

Zufluss und Abfluss 2011

Die Banken verwalteten 2011 ein Kundenvermögen von 166 Milliarden Franken, um 1,3

Prozent weniger als im Vorjahr. Der Netto-Neugeldzufluss lag bei 7,1 Milliarden.

� Bei den Versicherungsunternehmen beliefen sich die Kapitalanlagen Ende 2011 mit

29,1 Milliarden Franken nur leicht unter dem Vorjahrniveau, hingegen gingen die

Prämieneinnahmen von 9,4 auf 4,8 Milliarden Franken zurück.

� Die Vermögensverwaltungsgesellschaften mussten beim verwalteten Vermögen einen

Rückgang um 10,4 Prozent auf 21,8 Milliarden Franken hinnehmen.

� Die Zahl der Investmentunternehmen stieg auf 535 an, doch sank das verwaltete

Nettovermögen um 6,1 Prozent auf 35,4 Milliarden Franken ab.

steinischen Finanzsektors könne

nach wie vor als hoch eingeschätzt

werden. Die Jahresabschlüsse

der Banken haben gezeigt, dass 2011 für

das Bankgeschäft ein schwieriges Jahr war. Die internationale

Steuerdiskussion belastete immer noch

das internationale Geschäft, das zudem beeinträchtigt

wurde durch die hohe Bewertung des Schweizer

Frankens sowie die Situation auf den globalen Finanzmärkten.

Das schwierige Jahr für die Banken

lässt sich anhand der Ergebnisse der gewöhnlichen

Geschäftstätigkeit ablesen, die gekennzeichnet sind

durch rückläufige Umsätze bei weiterhin hohen Betriebskosten:

Aus dem ordentlichen Geschäft resultierte

2011 ein Ertrag von 122 Mio. Fr. – nachdem

2010 noch 321 Mio. Fr. und im Rekordjahr 2007

sogar 862 Mio. Fr. ausgewiesen wurden. Dass praktisch

alle Banken dennoch ein positives Ergebnis

vorweisen konnten, weist auf die stabile Verfassung

der Banken hin. Ein Lichtblick war im vergangenen

Jahr zu erkennen bei den verwalteten Vermögen.

Die Banken auf dem Finanzplatz sowie die ausländischen

Gruppengesellschaften registrierten Ende

2011 ein verwaltetes Kundenvermögen

von 166 Mrd. Fr., was im

Vergleich zum Vorjahr nur einem

kleinen Rückgang von 1,3 % entspricht.

Wichtiger erscheint, dass

der Netto-Neugeldzufluss im

Jahresvergleich um 21,5 % auf 7,1

Mrd. Fr. angestiegen ist. Die Neugelder

wurden allerdings von den

Gruppengesellschaften im Ausland

akquiriert, denn bei den

Banken im Inland war ein Netto-

Neugeldabfluss zu verzeichnen.


Wird das Volumen der verwalteten Kundenvermögen

von 2011 in Höhe von 166 Mrd. Fr. mit dem Rekordjahr

2007 verglichen, als diese Vermögen auf

201 Mrd. hochgestiegen waren, so sind in den letzten

vier Geschäftsjahren 35 Mrd. Fr. weggeschmolzen.

Eine anhaltende Erholung auf den Finanzmärkten

ist derzeit nicht zu beobachten, womit die

schwierige Situation für die Banken weiter andauern

wird. Ausserdem sind die Banken weiteren Regulierungen

ausgesetzt und sehen sich harten Forderungen

der Amerikaner gegenüber: Die auf Anfang

2013 geplante neue US-Gesetzgebung Foreign

Account Tax Compliance Act (Facta) sieht vor, dass

auch die ausländischen Finanzintermediäre ihre

US-Kunden identifizieren und die Informationen

an die US-Steuerbehörde liefern müssen.

Flexiblere Strukturen für Invest-

mentunternehmen

Auf Wachstumspfad befand sich

im vergangenen Jahr der Fondsplatz Liechtenstein.

Die FMA registrierte Ende 2011 insgesamt 535 Investmentunternehmen,

66 mehr als ein Jahr zuvor.

Der Fondsstandort profitierte davon, dass ausländische

Unternehmen unser Land als attraktiven

Vertriebsstandort entdeckt haben: Im Berichtsjahr

waren 198 ausländische Investmentunternehmen

mit 1034 Einzelvermögen zum Vertrieb zugelassen.

Die verwalteten Nettovermögen liegen mit 35,4

Mrd. Fr. leicht unter dem Niveau der beiden Vorjahre,

doch liegen optimistische Erwartungen für

die nähere Zukunft vor, wenn die sogenannte

AIFM-Richtlinie im Sommer 2013 in Kraft treten

Foto: istock.com

Das Jahr 2011 war ein Jahr der

Ernüchterung an den internationalen

Finanzmärkten, was

sich auch auf den Finanzplatz

Liechtenstein auswirkte.

wird. Die Umsetzungsarbeiten

für die Richtlinie, die flexiblere

Strukturen bei Fonds ermöglicht,

sind in Liechtenstein bereits im Gange, damit ein

zeitlicher Vorsprung für den Fondsplatz Liechtenstein

ausgenützt werden kann.

Versicherungsunternehmen mit

stabilem Kapital

Gut gehalten hat sich nach FMA-

Darstellung die Versicherungsbranche, die Ende

2011 total 40 Versicherungsgesellschaften umfasste:

21 Lebensversicherungen, 14 Schadenversicherer

und 5 Rückversicherungsunternehmen. Die Prämieneinnahmen

gingen nach dem Abschluss der

italienischen Steueramnestie zwar auf 4,9 Mrd. Fr.

zurück, doch konnten sich die Kapitalanlagen mit

27,2 Mrd. Fr. beinahe auf dem Niveau des Vorjahrs

halten.

Grosse Zukunftschance für den

Finanzplatz

«Die Transformation des Finanzplatzes

ist unumkehrbar», betonte FMA-Präsident

Urs Philipp Roth-Cuony an der Jahresmedienkonferenz.

Gleichzeitig unterstrich er auch, dass mit

dem Marktzutritt Liechtensteins zu den EWR-Ländern

eine grosse Zukunftschance für den Finanzplatz

liege. Die grossen Chancen liegen nach seiner

Einschätzung in der raschen und marktgerechten

Umsetzung strategischer EU-Regulierungen, um

sich Konkurrenzvorteile in Sektoren zu verschaffen,

in denen sich die Märkte erst entwickelten. Die

Botschaft ist klar: Die kurzen administrativen

Wege des Kleinstaates nutzen, um als erste dort zu

sein, wo nachher alle hinstreben. |

JUNI 2012


18

19

Von Bruno Dürr

JAHR DER ENERGIE

Nutzung Abenteuerspielplatz

der Sonnenenergie mit

umweltverträglichen rund um den WalenAnlagen

Die Sonne liefert auch bei uns jährlich eine riesige Energiemenge, die in

Strom umgewandelt werden kann. Die Solargenossenschaft zieht eine posi-

tive Bilanz über die bisherige Solarnutzung, sieht aber noch erheblich Poten-

zial für eine weitere Nutzung.

Bereits zwei Jahre nach ihrer

Gründung übergab die Solargenossenschaft Liechtenstein

im Jahre 1994 der Regierung eine Petition

mit rund 1000 Unterschriften für eine faire Einspeisevergütung

des Solarstroms.

Der Landtag hat die Petition

Das Potenzial zur Nutzung positiv zur Kenntnis genommen

der Solarenergie ist in

und einstimmig an die Regierung

überwiesen. Wegen des Wi-

Liechtenstein noch bei derstandes der Industrie geschah

weitem nicht ausgeschöpft

jedoch vorderhand nichts, obwohl

Ende 1996 ein neues Energiespargesetz

in Kraft trat. Die

Forderung der Solargenossenschaft nach einer Investitionshilfe

beim Bau von Solarkraftwerken

(PV-Anlagen) wurde gesetzlich verankert, jedoch

fehlte weiterhin eine kostengerechte Einspeisevergütung

für Solarstrom.

Für die Solargenossenschaft war

dieses Gesetz unbefriedigend, konnte doch kaum

jemand zum Bau einer eigenen Anlage motiviert

werden. Deshalb initiierte sie im 2001 ein Impulsprogramm,

das für Private eine Subvention von

PV-Anlagen vorsah. So sind in allen Gemeinden

etliche Solarkraftwerke entstanden, die bis heute

Strom auf umweltverträgliche und sichere Art auf

Zur Person

Dr. Bruno Dürr ist Klimatologe ETH, Geschäftsführer der Sunergy

GmbH in Buchs und seit 2011 Geschäftsführer der Solargenossenschaft.

Kontakt: bruno.duerr@gmail.com. Der Beitrag ist in Zusammenarbeit

mit Helmuth Marxer, Vaduz, entstanden, der Gründungsmitglied

der Solargenossenschaft ist und deren Präsident von 1992

bis 2011 war. Kontakt: hmarxer@supra.li

dem eigenen Dach produzieren. Danach herrschte

wieder ein Stillstand beim Bau von PV-Anlagen.

Investitionszuschuss und garantierte

Einspeisevergütung

Schliesslich konnte die Solargenossenschaft

die Regierung und den Landtag mit

Hilfe einer repräsentativen Meinungsumfrage davon

überzeugen, dass nur eine kostendeckende Einspeisevergütung

die Leute zum Bau von eigenen

Solarkraftwerken motivieren und dadurch den

Eigenversorgungsgrad Liechtensteins erhöhen

kann. Was die Solargenossenschaft bereits 1994 in

einer Petition verlangt hatte, wurde 2008 endlich

im neuen Energieeffizienzgesetz festgeschrieben.

Alle PV-Anlagen, die noch bis zum 1. Mai 2013 in

Betrieb gehen, können neben einem beträchtlichen

Investitionszuschuss weiterhin mit einer garantierten

Einspeisevergütung über 10 Jahre rechnen. Die

Auswirkungen des EEG-Gesetzes sind beachtlich

und man kann von einem regelrechten Photovoltaik-Boom

in Liechtenstein seit 2008 reden. Heute

sind PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von

etwa 8 Megawatt installiert, welche bereits 2 % des

jährlichen Landesstromverbrauchs decken.

Viele Möglichkeiten sind noch

ungenutzt

Das Potenzial der Solarenergie in

Liechtenstein ist jedoch damit noch bei weitem

nicht ausgeschöpft. Die Sonne schickt uns auf die

gesamte Gebäudegrundfläche Liechtensteins jährlich

eine Energiemenge von etwa 2300 Gigawattstunden

(1 Gigawattstunde GWh = 1 Million Kilowattstunden).

Zum Vergleich: Der gesamte Energiebedarf

Liechtensteins für das Jahr 2010 betrug


Der Ausbau der Photovoltaik

bedingt ein Umdenken

bei der Haustechnik und beim

Stromnetz.

knapp 1400 GWh, davon 400

GWh in Form von Strom. Gut

geeignete Dachflächen in Liechtenstein

können PV-Anlagen von

mindestens 100 Megawatt Leistung

aufnehmen und über 80 %

der Haushalte mit Strom versorgen.

Auf grossen Parkflächen könnten sogenannte

Carports errichtet werden, deren Dächer neben

dem Witterungsschutz auch zur Gewinnung von

Solarstrom und als Ladestation für Elektrofahrzeuge

während der Standzeit dienen. Die Skilifte in

Malbun könnten einen Grossteil ihres Strombedarfs

mit Solarstrom decken. PV-Anlagen im Gebirge

produzieren im Vergleich zur Rheinebene bis

zu 60 % mehr Strom dank der Höhenlage, den kühlen

Lufttemperaturen und der starken Reflexion

des Sonnenlichts durch den Schnee. Sonnenkollektoren

integriert in Gebäudefassaden schliesslich liefern

vorwiegend im Winterhalbjahr Warmwasser

und ersetzen sukzessive die alten Elektroboiler.

Intelligente Stromzähler für

flexible Stromtarife

Der Ausbau der Photovoltaik bedingt

ein Umdenken bei der Haustechnik und

beim Stromnetz: Ziel muss es sein, den dezentral

produzierten Solarstrom künftig auch möglichst

dezentral zu verbrauchen und zu speichern. Zeitlich

flexible Stromverbraucher wie Wärmepumpen

oder Tiefkühler sollen automatisch auf Angebotsspitzen

im Stromnetz reagieren können. Der Strompreis

wird somit in Zukunft tageszeitlichen Schwankungen

unterworfen sein. Für flexible Stromtarife

sind intelligente Stromzähler notwendig, wie sie

die Liechtensteinischen Kraftwerke bis im Jahr

Foto: LKW

2020 bei einer Mehrzahl der Haushalte einzusetzen

gedenken. Überschüssiger Solarstrom muss in

Pumpspeicherwerken, in Form von künstlichem

Erdgas im Erdgasnetz oder lokal in (Auto-)Batte-

rien gespeichert und später bei Bedarf wieder verstromt

werden. Damit verbunden sind jedoch erhebliche

Umwandlungsverluste zwischen 20 % bei

Pumpspeichern und 50 % bei künstlichem Erdgas.

Solargenossenschaft für ein

flexibles Fördermodell

Da die Solarzellen dank Fortschritten

in der Fertigungstechnik und weltweiten

Überkapazitäten bedeutend billiger geworden sind,

wurde die Förderung inzwischen reduziert. Trotzdem

hält der Bau von Solarkraftwerken an. Sollten

nun Gemeinden und Staat weitere Kürzungen beschliessen,

so würde dies wieder zu einer Verlangsamung

oder gar zu einem Stillstand im Solaran-

lagenbau führen. Damit ginge die Investitions- und

Planungssicherheit für Elektro- und Dachdeckerbetriebe,

aber auch für Investoren verloren. Die

Solargenossenschaft setzt sich für ein flexibles Fördermodell

ein, das sich nach den realen Marktpreisen

richtet und so die Planungssicherheit gewährleistet.

Nach Ansicht der Solargenossenschaft kann

Liechtenstein stolz sein auf seinen Solarboom. Jahrelang

haben viele Interessierte daraufhin gearbeitet,

er soll nun nicht gebremst werden! |

JUNI 2012


20

21

Von Andrea Matt

60 JAHRE CIPRA

Über Abenteuerspielplatz

Grenzen

hinweg rund um verbinden den Walensee

In Italien wollte man einen

Leuchtturm auf dem Matterhorn bauen, in Österreich

die fünfthöchsten Wasserfälle der Welt, die

Krimmler Wasserfälle, dem Wirtschaftswachstum

opfern und mitten im italienischen Nationalpark

Gran Paradiso sollte ein Wasserkraftwerk

entstehen. Über Gren-

60 Jahre nach ihrer Gründung zen hinweg einte die Sorge um

ist der Gedanke der

die Natur Menschen, die Jahre

zuvor noch durch den zweiten

Vernetzung in den Alpen Weltkrieg getrennt, teilweise so-

aktueller denn je

gar verfeindet waren. Sie gründeten

sieben Jahre nach Kriegsende

ein Netzwerk für den Schutz und

die nachhaltige Entwicklung in den Alpen: die internationale

Alpenschutzkommission CIPRA. 60

Jahre nach ihrer Gründung ist der Gedanke der

Vernetzung aktueller denn je. Grenzen existieren

zwar nach wie vor auf der Landkarte und in den

Köpfen. Die Probleme haben aber längst ein Ausmass

angenommen, das nicht mehr mit Gärtchendenken

angegangen werden kann. Lösungen müssen

gemeinsam, interdisziplinär und grenzüberschreitend

gefunden werden.

Seit 60 Jahren setzt sich die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA

für Lebens- und Wirtschaftsformen in den Alpen ein, die schonend mit der

Natur und den Ressourcen umgehen. Im August wird das Jubiläum in Liech-

tenstein gefeiert.

Vision vom Leben im Einklang

mit der Natur

Das CIPRA-Netzwerk bringt

Menschen zusammen, die eines verbindet: Sie setzen

jeden Tag aufs Neue alles daran, dass alle im Alpenbogen

der Vision eines Lebens im Einklang mit

der Natur ein Stück näher kommen. Die Kraft für

diese schwierige Arbeit schöpfen sie aus dem Wissen,

dass sie mit anderen Menschen am gleichen

Strang ziehen. Im Austausch untereinander erfahren

sie, wie andere vergleichbare Probleme bewälti-

gen und finden so Lösungen für die eigenen. So

sind zum Beispiel die drei Gemeinden Schaan,

Mauren und Triesenberg im Gemeindenetzwerk

«Allianz in den Alpen» mit über 300 anderen Gemeinden

verbunden, darunter Annecy in Frankreich,

Naturns in Italien oder Kufstein in Österreich.

Die Sommerakademien «Brennpunkt Alpen»

brachten 120 Personen aus neun Staaten nach

Liechtenstein und vermittelten einen ganzheitlichen

Blick auf die Alpen. Die Jahresfachtagungen,

die eine der acht nationalen CIPRA-Geschäftsstellen

jedes Jahr organisiert, widmen sich einem für

die Alpen besonders wichtigen Thema. 2002 wurde

in Schaan die Rolle von Nichtregierungsorganisationen

in den Bergregionen diskutiert. Vor drei Jahren

stellten sich die Teilnehmenden in Gamprin der

Frage «Wachstum auf Teufel komm raus?». Die

Alpenwoche im Poschiavo Anfang September 2012

widmet sich dem Thema erneuerbare Alpen. Für

Liechtenstein wird Josiane Meier dort eine Session

zur Lichtverschmutzung in den Alpen leiten.

CIPRA Liechtenstein – zehn

Organisationen

Zehn Organisationen arbeiten in

der nationalen CIPRA Liechtenstein unter dem

Präsidenten Rainer Kühnis zusammen. Die Botanisch-Zoologische

Gesellschaft, der Fischereiverein,

der Alpenverein, der Forstverein, die Jägerschaft,

der Ornithologische Landesverband, die

Gesellschaft für Umweltschutz, die Solargenossenschaft

und der Verkehrsclub eint der Einsatz für ein

«enkeltaugliches Liechtenstein». Gemeinsam forderten

sie vor Jahren ein Naturhaus und erreichten,

dass das Landesmuseum heute eine naturkund-

liche Sammlung enthält. Mit der Ausstellung


Andrea Matt, Geschäftsführerin

CIPRA Liechtenstein, und Josef

Biedermann, Schatzmeister von

CIPRA International, an der

Jubiläumsfeier in Rottach Egern.

«Gletscher im Treibhaus» machte

CIPRA Liechtenstein 2005 auf

die Folgen der Klimaerwärmung

aufmerksam. Vor fast 30 Jahren

wurde Mario F. Broggi 1983 zum

Präsident der CIPRA gewählt und ihr Sitz von Graz

nach Liechtenstein verlegt. Broggi führte die Geschäftsstelle

ehrenamtlich. Die vielfältigen Tätigkeiten

der CIPRA als Informationsdrehscheibe,

Netzwerk-Organisatorin und Projektleiterin machten

jedoch eine Professionalisierung notwendig.

Die Regierung wurde um finanzielle Unterstützung

gebeten. Dank eines Landesbeitrags und

Sponsoren konnte 1990 die internationale Geschäftsstelle

in Liechtenstein aufgebaut werden.

Heute arbeiten zwölf Personen in Schaan.

Die CIPRA ist die einzige internationale

Organisation mit Sitz in Liechtenstein.

Sie trägt mit ihrem Engagement für die Alpen zu einem

positiven Image Liechtensteins bei. Josef Biedermann,

CIPRA-Präsident von 1992 bis 1995, erzählt

gerne davon: «Immer wieder erlebte ich, wie

sehr das umweltpolitische Engagement unseres

Landes im Alpenraum geschätzt wird.»

Liechtenstein unterzeichnete

Alpenkonvention

Den in der CIPRA verbundenen

Menschen war es ein Anliegen, die sieben Alpenstaaten

mit einem gemeinsamen Vertrag zum

Schutz der Alpen zu verpflichten. Deshalb wurde

für das höchste Gebirge Europas, das Lebensraum

für 14 Millionen Menschen, 30'000 Tier- und

13'000 Pflanzenarten ist, die Alpenkonvention erarbeitet.

Ein Experiment, das die Umweltminister/innen

der Alpenstaaten und der Europäischen Uni-

Foto: CIPRA

on 1991 unterzeichneten. In Liechtenstein trat die

Alpenkonvention 1995 in Kraft, die dazu gehörenden

Protokolle 2002.

Es wird gefeiert in den Alpen

Die in Liechtenstein unter dem

Dach der CIPRA verbundenen Mitgliedsorganisationen

werden das 60-jährige Jubiläum der CIPRA

im August feiern. An drei Tagen laden sie zu Exkursionen,

Veranstaltungen und fröhlichem Zusammensein

ein. Die Feiern beginnen am 16. August

2012 mit einer Sternwanderung auf die Sücka, wo

dann nachmittags der zentrale Festakt stattfindet.

Die CIPRA-Organisation ist schon seit Jahrzehnten

tätig. Ihre Aufgabe, die nachhaltige Entwicklung zu

fördern und damit zu einem guten Leben in den Alpen

beizutragen, ist angesichts des Klimawandels

aktueller denn je. |

Das Festprogramm

Donnerstag, 16. August 2012: ab 14.00 Uhr: Sternwanderung zur

Sücka; 17.00 Uhr: Festakt «60 Jahre CIPRA»

Freitag, 17. August 2012: ab 17.30 Uhr: Erlebnisse im Ruggeller Riet

(Fischaufzucht, sicher Radfahren, Wanderung, Windmessung), ab

19.00 Uhr: Picknick

Samstag, 18. August 2012: ab 15.30 Uhr: Erlebnisse beim Waldhotel

Vaduz (Klettern, mit den Förstern im Wald unterwegs, Lehrbienenstand,

Jäger-Parcours), ab 17.30: Picknick und Festwirtschaft

Details: www.cipra.org/de/CIPRA/cipra-liechtenstein oder www.lgu.li

JUNI 2012


22

23

Von Markus Meier

ORIGINALE

Ich schlafe lieber, wo es

nach Kuhdreck riecht …

Xaveri verlor seine Eltern früh.

Sein Vater starb, als «Babi» 18 Jahre war, beim

Tod seiner Mutter war er 20. Nach dem Ableben

seiner Eltern hat Meinrad Schädler sein Elternhaus

erworben und es 1917 an Josef Beck (dr suur

Beck) in Vaduz verkauft. Das Haus wurde abgetragen,

nach Vaduz geführt und dort wieder aufgestellt.

Zunächst hat der Xaveri sein Brot als Gipserhandlanger

verdient. Nach einigen weiteren

Stationen war er später Knecht bei Meinrad Schädler,

Nr. 199, (ds Adolfa Meinrad). Dort kam er

auch zu seinem Namen «Babi». Weil Adolf, der

Sohn des Meinrad Schädler, als Bub den Namen

Xaveri nicht aussprechen konnte, habe er ihn einfach

Babi genannt.

1941 hat Babi zum letzten Mal

seine Stelle gewechselt. Er kam zum damaligen Gemeindekassier

Wendelin Beck und seiner Familie

und hauste von nun an im Düngler. Entweder in

der Kammer, die ihm zur Verfügung stand, oder –

fast noch lieber – im Stall oberhalb

der Strasse. Denn Komfort

Wenn ihn etwas ärgerte, und Sauberkeit war dem Sonderling

nicht so wichtig. Ganz im

konnte der Babi dem

Gegenteil! So soll er einmal ge-

Flaschengeist während Tagen sagt haben: «Ich schlafe lieber,

wo es nach Kuhdreck riecht als

nicht mehr widerstehen

nach Bodenwichse.» Anstelle

von Socken trug er in den Stiefeln

Fetzen, die er um die Füsse gewickelt hatte. Babi

vertrat die Ansicht, Kleider dürfe man nicht waschen,

dabei würden sie nur abgenützt. Unter der

Androhung, man werde ihn eines Tages noch «versorgen»,

wenn er so weitermache, liess sich der

Knecht gelegentlich überreden, in der Küche ein

Bad zu nehmen und sich von Rosl die Haare schnei-

Franz Xaver Sele aus Triesenberg, genannt Babi, war ein Original in der Wal-

sergemeinde. Er erblickte am 25. August 1891 als sechstes Kind des Franz

Josef Sele und der Josefa, geborene Beck, im Haus Nr. 188 am Wangerberg

das Licht der Welt.

den zu lassen. Zum Geld hatte der Tagträumer keine

Beziehung. Von seinem in Basel wohnhaften

Bruder erhielt der Triesenberger eine Art Rente. Er

hatte aber kaum Gelegenheit, sein Geld auszugeben.

Und so fand sich sein Vermögen in Form von Tausendernötli

in Schuhwichse-Büchsli oder einfach

in der Hosentasche. Oft habe er sein Geld verloren

oder manchmal auch verschenkt.

Arbeitsamer Knecht in einer

Gastfamilie

Seine Wasserscheue habe gelegentlich

auch dazu geführt, dass sie ihm in seiner

Stammbeiz «Edelweiss» keinen Einlass gewährten.

Eine bittere Strafe für Xaveri, insbesondere wenn er

gelegentlich zu tief ins Glas blickte und wieder einmal

auf einer seiner Sauftouren war. Babi war nicht

etwa ein Säufer, der tagtäglich sein Quantum Alkohol

brauchte. Er konnte ein fleissiger Schaffer sein

und einer, der im Stall stets Ordnung hatte. Doch

wenn ihn etwas ärgerte, konnte er dem Flaschengeist

während Tagen nicht mehr widerstehen. Ida

und Rosl, die Töchter des Wendelin, sind mit Babi

ganz normal aufgewachsen, wie sie sagen. Sie berichten,

dass er im angesäuselten Zustand «butz-

äffig» gewesen sein soll, im Rausch hingegen seien

ihm die Tränen über die Wangen gelaufen und alle

um ihn herum seien die liebsten Menschen gewesen.

Seine gelegentlichen Exzesse führten denn

auch in jungen Jahren dazu, dass der Gemeinderat

ein Wirtschaftsverbot über Xaveri erliess. Nachdem

er sich gut aufgeführt hatte, wurde dieses versuchsweise

wieder aufgehoben, um es kurz darauf

wieder in Kraft zu setzen – für längere Zeit. Zu Rosl

und Irene fühlte sich Babi hingezogen, obwohl er

andauernd mit ihnen im Streit war. Die zwei ande-


Erscheinungsbild des Babi erweckte

auch die Aufmerksamkeit

zahlreicher Fotografen aus dem

In- und dem nahen Ausland.

ren Schwestern Ida und Elsa hingegen

bezeichnete er als «Dämli»,

wohl weil sie einer Bürotätigkeit

nachgingen. Nach aussen jedoch

– und da gab es keinerlei wenn

und aber – hat der Knecht die

Mitglieder seiner Gastfamilie

stets in Schutz genommen. Von

Zeit zu Zeit hat er der Familie

Beck die Liebe gekündigt. Er zog

sich dann in den «Bären» zurück,

von wo er das Geschehen im

Dünglerhaus beobachten konnte.

Zum Vieh pflegte Babi eine

besondere Beziehung

Die Familie Beck betrachtete den

Babi als Eigenen und war laufend bemüht, ihm das

auch zu vermitteln. Ob zum Frühstück, am Mittagstisch

oder zum Nachtessen, er war während 36

Jahren stets willkommen. Magrona waren dem

Knecht sein Lieblingsgericht, um nicht zu sagen,

sein einziges. «Chnöpfli», habe er einmal gesagt,

«ja Chnöpfli teet ich scho ässa, aber nid a soo,

wiasch ihr zäma taarat!» Zum Vieh pflegte Babi

eine ganz besondere Beziehung. Ja, man sagte ihm

sogar nach, er hätte die Rindviecher lieber gehabt

als die Menschen. Er kannte jede Kuh, jedes Rind,

jedes Kalb und deren Koordinaten wie Geburts-

datum, Abstammung und Verwandtschaften. Babi

besuchte seine Lieben im Sommer mehrmals auf

der Alp. Und er konnte es nicht ertragen, wenn eine

seiner Kühe geschlachtet werden musste. Das war

dann oft der Auslöser für seine Sumpftouren. Sein

äusserliches Erscheinungsbild erweckte auch die

Aufmerksamkeit zahlreicher Fotografen aus dem

Foto: Markus Meier

In- und dem nahen Ausland. Je nach Lust und Laune

war er gewillt, sich ablichten zu lassen oder eben

nicht. Solchen, die ihm nicht sympathisch waren,

zeigte er die nackte Schulter oder – allerdings nicht

nackt – völlig hemmungslos seinen Allerwertesten.

Eine abenteuerliche Geschichte

im «Blick»

Einmal aber schaffte es der Babi

mit Bild und Text ins Boulevardblatt «Blick». Dort

wurde er als Voyeur dargestellt, der seiner Nach-

barin angeblich mit dem Feldstecher durchs Küchenfenster

schaue. Ausserdem – so der Blick –

habe er seinem Chef, dem Kassier Wendelin Beck,

zugesichert, er könne ihn eines Tages beerben und

habe sich damit den Unterhalt erkauft. Beides entbehrt

jeder Grundlage.

Eines Tages erschien Babi nicht

im «Edelweiss», wo er regelmässig zu essen pflegte.

Er wurde in der Folge ins Spital eingeliefert und verstarb

dort zwei Wochen später, am 7. März 1977, im

Alter von 86 Jahren. |

JUNI 2012


VOR 25 JAHREN

24 24. Juni 1987

Landtag für das «Doppelte Ja»

Wenn zwei Initiativen zum glei- Ganz wohl war dem Landtag vor

chen Inhalt zur Abstimmung kom- 25 Jahren nicht, denn die Initiatimen,

können die Stimmberechtigve der Freien Liste zur Einführung

ten seit 1987 das «Doppelte Ja» des «Doppelten Ja» bei Volksab-

mit Stichfrage anwenden.

stimmungen, wie in der Schweiz,

erreichte nur eine knappe Mehrheit

von 9 der 15 Abgeordneten. Deshalb herrschte

im Landtag die Auffassung vor, das Volk sollte endgültig

über das «Doppelte Ja» entscheiden. Der Landtag

behandelte die Abänderung des Volksrechtegesetzes

am 24. Juni 1987, das Volk sprach sich am

11./13. September mit deutlicher Mehrheit für die

Möglichkeit des «Doppelten Ja mit Stichfrage» aus.

Den Anstoss zur Einführung des «Doppelten

Ja» hatte die Freie Liste mit einer 1986 lancierten

Volksinitiative gegeben. Das Initiativbegehren wurde

am 22. Juli 1986 mit 1312 Unterschriften bei der

Regierung eingereicht. Schon ein Jahr vorher hatte

die FBP ein Postulat zur Überprüfung des Abstimmungsverfahrens

bei zwei oder gar mehreren Initiativen

eingereicht. Die Regierung beauftragte den

Staatsgerichtshof mit einem Rechtsgutachten. Die

Regierung legte daraufhin dem Landtag eine Abänderung

des Volksrechtegesetzes vor.

Die verfahrensmässige Besonderheit bei diesem

Abstimmungsverfahren besteht darin, dass den

Stimmberechtigten auf demselben Stimmzettel

mehrere Fragen vorgelegt werden. Das «Doppelte

JUNI 2012

Foto: Günther Meier

Ja» kommt laut Volksrechtegesetz zur Anwendung,

wenn mehrere Initiativbegehren zum selben Gegenstand

gleichzeitig zustande kommen, bzw. wenn der

Landtag zu einer Initiative von sich aus einen Gegenvorschlag

einbringt. Dabei werden die Stimmberechtigten

zu jeder Vorlage gefragt, ob sie diese annehmen

oder ablehnen wollen. Stimmberechtigte,

welche allen Vorlagen zustimmen, können zudem

angeben, welcher Vorlage sie den Vorzug geben. Das

«Doppelte Ja» gibt den Stimmberechtigten somit die

Möglichkeit, ihre Vorstellungen differenziert zum

Ausdruck zu bringen. Sie können einem Entwurf

zustimmen und den anderen ablehnen. Sie können

aber auch beide Vorlagen unterstützen oder beide

ablehnen. Zudem können sie über eine Stichfrage

entscheiden, welchem Entwurf sie den Vorzug geben,

falls sie beide Vorlagen befürworten. Das «Doppelte

Ja» gelangte, obwohl schon 1987 darüber entschieden

wurde, erstmals bei der Verfassungsabstimmung

2003 zur Anwendung.

n Die Stimmberechtigten konnten erstens entscheiden,

ob sie den Entwurf der Initianten S.D. Fürst

Hans-Adam II. von Liechtenstein und S.D. Erbprinz

Alois von Liechtenstein annehmen wollen oder nicht.

n Zweitens, ob sie den Entwurf des Initiativkomitees

«Verfassungsfrieden» annehmen wollen oder nicht.

n Und drittens, welcher Entwurf in Kraft treten soll,

falls beide Abstimmungsvorlagen vom Volk angenommen

werden.

In den Abstimmungsunterlagen wurde dazu

erklärt: Mit diesem Drei-Fragen-Schema sind die

Stimmberechtigten in der Lage, uneingeschränkt

und genau zu erklären, was sie wünschen. Sie können

einem Entwurf zustimmen und den anderen ablehnen.

Sie können aber auch beide Vorlagen unterstützen

oder beide ablehnen. Die Beantwortung der

Zusatzfrage wird bei der Auszählung der Stimmen

nur dann berücksichtigt, wenn beide Hauptfragen

mit Ja beantwortet werden. Bei der Verfassungsabstimmung

kam das «Doppelte Ja» aber nicht zur Anwendung,

weil nur die Initiative des Fürstenhauses

angenommen, die Initiative «Verfassungsfrieden»

jedoch mit deutlicher Mehrheit verworfen wurde. |


P UBLIREPORTAGE

Mit dem Erlebnispass Liechtenstein entdecken

Ist das Wochenende schon geplant? Womit bietet man Kindern einen erlebnisreichen

Ausflug? Der Erlebnispass «Liechtenstein all inclusive» von Liechtenstein

Marketing bietet hier zahlreiche Ideen, und dies zu einem Schnäppchenpreis ab

18 Franken.

Mit dem Pass sind 23 spannende Erlebnisse im Einzelwert von 200 Franken für nur 18

Franken zu entdecken. So erlebt man Liechtenstein mit all seinen Facetten zu einem

unschlagbaren Preis. Kinder von sechs bis fünfzehn Jahre erhalten den Pass stark

ermässigt und für Kinder unter sechs Jahre ist der Pass sogar gratis. Wie wäre es zum

Beispiel mit freier Fahrt auf den Bergbahnen Malbun oder dem Citytrain durch Vaduz?

Einem Besuch der Greifvogelflugshow der Falknerei Galina? Oder einem Abstecher in

die Erlebnis welt Ridamm City? Neu mit im Programm ist der Seilpark im Forst in

Triesen, der mit einer Reduktion von fünf Franken «durchforscht» werden kann. Freie

Fahrt erhalten Sie auch auf allen Kursen des Liechtenstein Busses.

Selbst bei schlechtem Wetter bietet der Erlebnispass eine Vielzahl von Möglichkeiten.

So kann man mit dem Pass auch das Landesmuseum mit der 300 Jahre Liechtensteiner

Oberland-Jubiläumsausstellung «1712 – Das Werden eines Landes», aber auch das

Kunstmuseum oder das Walsermuseum kostenlos besuchen. Und als Abschluss eines

verregneten Tages bieten sich die verschiedenen Hallenbäder oder ein Besuch im

Takino in Schaan an. Ganz individuell, ob man nun ein ereignisreiches Wochenende

oder für einmal «Ferien in der Region» verbringen will, wird der Erlebnispass in drei

Versionen an geboten: Als 1-Tages, 2-Tages oder als 3-Tages Pass. So kann man aus den

23 Attraktionen des Freizeitpasses seine Wunsch-Aktivitäten für die jeweilige Dauer

selbst zusammenstellen. Der Erlebnispass ist bis zum 31. Oktober 2012 gültig. Also

genügend Zeit, um das Angebot voll auszukosten.

Erhältlich ist «Liechtenstein all inclusive» bequem im Internet unter www.erlebnispass.li

oder bei Liechtenstein Marketing Tel. +423 239 63 63 und den verschiedenen Verkaufsstellen.

Das Liechtenstein Center ist täglich geöffnet von 9 bis 17 Uhr.

Alle 23 Attraktionen in der Übersicht:

Freie Fahrt auf allen Buslinien und der Bergbahnen Malbun, Rundfahrt mit dem Citytrain

durch Vaduz, Degustation in der Hofkellerei, Landesmuseum, Kunstmuseum, FIS-Ski- und

Wintersport-Museum, TaKINO, Walsermuseum, Postmuseum, Erlebniswelt Neuguthof,

Freibad Mühleholz, Hallenbäder Triesen und Balzers, WalserSagenWeg inkl. Sagenbüchlein,

Minigolf, Greif vogelflugschau, Bezug eines Keramik-Bechers in der Keramik Werkstatt-

Schaedler, Liechtensteiner-Souvenir-Stempel, Lesezeichen, Briefmarke, Führung durchs

Vogelparadies, Seilpark im Forst Triesen und Besuch auf dem Tennisplatz Balzers.


26

27

Von Andi Götz

PHILANTH ROPIE

Menschenfreundlichkeit

mit Strategie

Das Fürstentum Liechtenstein setzt auf Philanthropie. Damit soll auch das

Image des Finanzplatzes Liechtenstein aufpoliert werden. Wer aber Geld für

einen guten Zweck investiert, hat wohl mehr im Sinn als die Marke Liechten-

stein zu stärken.

Das Wort «Philanthropie» bedeutet

Menschenfreundlichkeit und umfasst alle

gemeinnützigen Handlungen. Häufig ist damit aber

der Einsatz von Geld für eine gemeinnützige Tätigkeit,

ein Projekt oder eine Organisation gemeint, sei

es für kulturelle, soziale, ökologische,

sportliche oder andere Zwe-

Wer Geld für einen guten cke. Die Regierung schreibt in ih-

Zweck investiert, hat mehr

rem «Futuro»-Bericht, man wolle

den Begriff Philanthropie eng

im Sinn als die Marke mit dem Namen Liechtenstein

verknüpfen und einen namhaf-

Liechtenstein zu stärken

ten Bestand an entsprechendem

Stiftungsvermögen aufbauen:

«Damit wird die Marke Liechtenstein mit einer positiven

Konnotation versehen». Auch die unlängst

gegründete Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger

Stiftungen VLGS schreibt auf ihrer

Website: «Gemeinnützige Stiftungen leisten einen

erheblichen Beitrag zur Reputation des Finanzplatzes».

Es ist also zu erwarten und zu hoffen, dass sich

diesbezüglich in Liechtenstein einiges tut.

Stiftungstätigkeit nicht an die

grosse Glocke hängen?

Gefordert ist aber nicht nur die

Regierung oder eine Vereinigung von gemeinnützigen

Stiftungen. In erster Linie ist es wichtig, dass

Zur Person

Andi Götz, 53, Rechtsanwalt (CH-Zulassung), hat die Götz Charity

Consulting AG in Schaan gegründet (www.charityconsulting.li). 1996

bis 2012 war er Geschäftsführer der Internationalen Alpenschutzkommission

CIPRA, die ihren Sitz ebenfalls in Schaan hat.

die gemeinnützigen Stiftungen selber ihr Geld

sinnvoll, zielgerichtet und erfolgsorientiert einsetzen.

Als ehemaliger Geschäftsführer einer Non-

Profit-Organisation in Liechtenstein durfte ich

über viele Jahre immer wieder erfahren, welch ein

Segen viele liechtensteinische Stiftungen mit ihrer

unbürokratischen Unterstützung für unzählige

kleine und grosse Anliegen sind. Gleichzeitig ist

mir immer wieder aufgefallen, dass man die Aktivitäten

der Stiftung nicht an die grosse Glocke

hängt, eher versucht man den Aufwand klein zu behalten

und reisst sich nicht darum, mit einer Flut

von Gesuchen eingedeckt zu werden. Georg von

Schnurbein, Leiter des Centre for Philanthropy

Studies an der Universität Basel schreibt: «Aus

Angst vor einer Gesuchswelle bleiben Stiftungen intransparent

und schwer erreichbar – und widersetzen

sich damit jedem Stifterwillen, der ja grundsätzlich

die Ausschüttung von Vermögen oder Erträgen

zum Ziel hat.»

Ziel einer jeden gemeinnützigen

Stiftung müsste es demnach sein, möglichst viele

möglichst gute Gesuche zu erhalten, um eine grosse

Auswahl an unterstützenswürdigen Projekten

und Organisationen zu haben. Nur: wer soll diese

Gesuche bearbeiten, wer soll beurteilen, welche davon

gut sind und welche bloss Luftschlösser verkaufen

wollen? Hier stossen viele Stiftungen bereits an

ihre Kapazitätsgrenzen. Häufig verfügen aber Stiftungen

auch nicht über eine klare Vision und entsprechende

Zielsetzungen, die von allen Stiftungsrätinnen

und Stiftungsräten geteilt werden. Ein

heilsamer Schritt wäre also bereits das Festlegen

klarer Ziele, die die Stiftung erreichen will, sofern

dies aus der Stiftungsurkunde nicht vollumfänglich

klar ist.


Klare Strategie – effiziente

Umsetzung

Ein glaubwürdiges philanthropisches

Engagement bedarf deshalb einer klaren

Strategie, gefolgt von einem entschlossenen Bekenntnis,

diese Strategie umzusetzen. Gerade in

Zeiten der knapper werdenden Mittel ist es immer

wichtiger, das Geld möglichst effizient einzusetzen.

Dies bedeutet erstens, dass tatsächlich Ausschüttungen

in einer angemessenen Höhe getätigt werden

und zweitens, dass diese zu einem sehr hohen

Anteil der Verfolgung des gemeinnützigen Stiftungszwecks

und der festgelegten Strategie dienen

müssen. Nur «zu einem sehr hohen Anteil» und

nicht «ausschliesslich» deshalb, weil Stiftungsräte

auch Menschen sind und weil es menschlich ist,

dass man Steckenpferde hat und Bekannte, denen

man zutraut, mit Stiftungsgeldern gute Dinge zu

tun. Auch Philanthropie darf lustvoll sein. Die

Freiheit, sich hier auszuleben ist allerdings umso

geringer, je weniger dies durch den Stiftungszweck

abgedeckt ist und desto weniger

man sich sicher sein kann, dass

der Stifter oder die Stifterin diese

Freiheit auch goutieren würde.

Was Stiftungen ebenfalls häufig

vernachlässigen, ist die Erfolgskontrolle.

Es ist aber davon auszugehen,

dass es den Stiftungsräten

nicht egal ist, was sie mit dem

ausgeschütteten Geld erreichen –

dem Stifter wird es ganz sicher

nicht egal gewesen sein, als er

sich entschlossen hat, eine grosse

Summe Geld für gemeinnützige

Zwecke zur Verfügung zu stellen.

Wenn den Stiftungen aber Zeit und Personal fehlen,

um die Gesuche umfassend zu prüfen, die Projekte

zu begleiten und die Projekterfolge zu evaluieren,

dann kann die erhoffte Wirkung nicht sichergestellt

werden. Deshalb sind sie gut beraten, entweder

selber fachkundiges Personal zur optimalen Erfüllung

ihrer Aufgaben einzustellen oder die entsprechenden

Dienstleistungen einzukaufen. Diese

Fachleute sollen dem Stiftungsrat nicht die Entscheidung

abnehmen, sondern Stärken und Schwächen

von Gesuchen aufzeigen und damit eine Entscheidungshilfe

anbieten.

Die Frage, ob die angestrebte

Wirkung mit dem eingesetzten Geld tatsächlich erreicht

werden kann, sollte im Übrigen schon bei der

Prüfung des Finanzierungsgesuches abgeklärt werden.

Denn ein Projekt, das nicht schon in der Planungsphase

fassbare Umsetzungsziele mit klar definierten

Aktivitäten und erwarteten Wirkungen

definiert, wird keine messbaren Erfolge vorweisen

können. |

Foto: Günther Meier

Gerade in Zeiten der knapper

werdenden Mittel ist es immer

wichtiger, das Geld möglichst

effizient einzusetzen.

JUNI 2012


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R ÄTSEL-S PASS

Kreuzworträtsel Juni 2012

JUNI 2012

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Kreuzworträtsel Mai 2012

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Juni 2012

Ausstellungen

Günter Fruhtrunk. Farbe Rhythmus Existenz

25. Mai bis 2. September 2012

Führung

Donnerstag, 28. Juni 2012, 18 Uhr

mit Uwe Wieczorek, Kurator Hilti art foundation

Dialog aus der Sammlung

Zeit

bis 17. Juni 2012

Veranstaltungen ( Auswahl )

Dienstag, 12. Juni 2012, 19.30 Uhr

Konzert

Neue Kammermusik

mit Stump-Linshalm, Klarinetten-Duo

M. Müllenbach, Violoncello

G. Kovacevic, Akkordeon

Donnerstag, 14. Juni 2012, 18 Uhr

Vortrag

Gesteigerte Lebensintensität

«Rhythmus» und «Licht» in Fruhtrunks Bildern

von Erich Franz, Kunsthistoriker

Mittwoch, 20. Juni und Donnerstag, 21. Juni 2012, 18 Uhr

Theater

Dem, der sein Leben für die Wahrheit gibt

von Georg Rootering

Sonntag, 24. Juni 2012, 11 Uhr

Kammerkonzert

Schweiz-England-Frankreich

mit Hieronymus Schädler, Flöte und

Stefanie Beck, Harfe

Das gesamte Veranstaltungs-

programm unter www.kunstmuseum.li

Städtle 32, 9490 Vaduz

Tel +423 235 03 00

www.kunstmuseum.li

KUNSTMUSEUM

LIECHTENSTEIN

Zwei grosse, zwei kleine Reihen, 1966 – 67


30

S CHLUSSPUNKT

Bruno Stephan Walder

Eigenverantwortung/Solidarität

«Global denken – lokal handeln», dies ist der Geist

von Rio 1992. Das Bekenntnis der internationalen Staatengemeinschaft

von damals, durch eine nachhaltige Entwicklung Massstäbe zu

setzen für eine globale Politik zum Schutz von Klima und Umwelt.

Dieser Geist wird nun 20-jährig,

quasi erwachsen. Wenn in die- Auf die Klimaveränderung eingehen heisst

sem Monat wiederum tausende

von Politikern, Experten und global denken und lokal handeln

Journalisten zur UNO-Konferenz

nach Rio de Janeiro reisen, wird Nachhaltigkeit gefeiert. Wünschen

wir uns: Auch inne gehalten, Bilanz gezogen und konkrete

Handlungen für die Zukunft beschlossen, die dann umgesetzt werden.

Bisherige Konferenzen erinnern uns eher an Goethes Faust: «Die

Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube».

Oder vielmehr fehlte der Wille – von Politik und

Gesellschaft, des einzelnen Individuums. Von diesem

Willen abgekoppelt sind Teile der Wirtschaft,

sicher der globale Geldmarkt, der sich verselbständigt

hat. Bewusst gewählt ist wohl das Kernthema

der diesjährigen Konferenz «Rio+20» – die grüne

Wirtschaft, das Einbinden der Unternehmen in die

globale Verantwortung für Klima und Umwelt. In

den nächsten Jahrzehnten hat die Wirtschaft diese

noch geflügelten Worte in Taten umzusetzen.

Bruno Stephan Walder

Ob aller Macht von Globalisierung und oft

Geschäftsführer CIPRA Interna- unanständiger Finanzgier könnte den Einzelnen

tional in Schaan

der Mut verlassen und Resignation oder Gleichgültigkeit

ihn befallen. Doch gibt es auch Lichtblicke

und Erfolge einer nachhaltigen Entwicklung. Auch in der Region,

etwa wenn Gemeinden ihre Schulhäuser sanieren, nur noch einen

Bruchteil an Energie benötigen, mit regionalem Holz bauen. Wir alle

können beitragen, unser Leben nachhaltig zu gestalten und damit

dasjenige unserer nächsten Generationen zu ermöglichen. Auf die

Klimaveränderung eingehen heisst global denken und lokal handeln.

Das kann bedeuten, öfters mal die eigenen Füsse, das Tretpedal oder

den Bus zu benutzen, bewusst regionale Produkte einzukaufen oder

das eigene Haus Klima-fit zu machen. Um diese Eigenverantwortung

und Solidarität geht es für die Zukunft des Lebens in den Alpen: Für

nachhaltige Lösungen im Verkehr und in der Mobilität, bei der Energiegewinnung

und im Tourismus, für den schonenden Umgang mit

den natürlichen Ressourcen wie Wasser und Biodiversität. Dazu

braucht es ein Miteinander der Bevölkerungen in einem erstarkten

Alpenraum und in den Metropolen rund um die Alpen. |

JUNI 2012

Foto: Cipra


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07. bis 14. Juli 2012

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Jeweils Donnerstag und Freitag, Start 5. Juli

1. Konzert 20.00 Uhr, 2. Konzert 21.45 Uhr

ErRic is blue · Blue Dogs Under · Andy Egert Blues

Band · Bluebones · Johnny Hurt · EGONN’ SIX ·

Galliardo · Red Cube · Miracle Flair · Rääs · The

Straights · The Skrufs

4you IM HOF

Samstag, 14. Juli, 20.00 und 21.45 Uhr

Pirmin Baumgartner · Liricas Analas

Open-Air-Konzerte im Innenhof der

Liechtensteinischen Landesbank, Hauptsitz Vaduz.

www.llb.li


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