TREUFLEISCH - NEUNTES KAPITEL (Champagnerspiele)

In den Sekunden, die sich wie unmessbare Zeiten, angefüllt mit erotischer Spannung dehnten, begann sich in der atemlosen Stille zwischen den beiden Menschen eine innige Bindung des Sehnens und Wollens aufzubauen. Paul van Cres Herz zog sich mit einem leichten Stich zusammen. So viel Offenheit war er in der Öffentlichkeit nicht gewohnt und darum wusste er nicht was er zu der Frage sagen sollte. Er kannte zwar viele obszöne Worte und die käuflichen Damen, die er ansonsten frequentierte, sprachen nicht so viel, und waren üblicherweise älter und in einem erkennbar gebrauchen Zustand. Der rotgeschminkte Mund der jungen Frau verzog sich zu einem spöttischen Lächeln, als ob sie jede noch so komplizierte Windung seiner Gedanken lesen könnte.

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