Ausgabe Juli 2012 [pdf] - UKSH Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

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Ausgabe Juli 2012 [pdf] - UKSH Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Rubrik

Das Magazin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein

Pflege am UKSH

Ausgabe Juli 2012


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Kooperationspartner

von

211742/3318_1/3_4c_CurschmannKlinik_Layout 1 26.05.12 09:47 Seite 1


Editorial

(v.l.) Prof. Dr. Jens Scholz: Vorstandsvorsitzender, Christa Meyer: Vorstand für Krankenpflege und Patientenservice, Peter Pansegrau: Kaufmännischer Vorstand

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auf dem Weg zum Bau der Universitätsmedizin

der Zukunft sind

wir einen großen Schritt weitergekommen.

Das Ausschreibungsverfahren

für das Neubau- und Sanierungsprojekt

des UKSH mit einem

Investitionsvolumen von 380

Mio. Euro ist abgeschlossen. Die

fünf leistungsfähigsten Anbieter

werden jetzt vom UKSH zu einem

Dialog eingeladen, dessen Ergebnis

der Zuschlag auf das wirtschaftlichste

Angebot sein soll.

Unser besonderer Dank gilt den

Institutionen in Politik und Gesellschaft

sowie den Bürgerinnen und

Bürgern unseres Landes, die sich

zu ihrem Universitätsklinikum

Schleswig-Holstein bekannt haben

und den Weg zur Realisierung des

baulichen Masterplanes frei gemacht

haben.

Mit dem Bau der Universitätsmedizin

der Zukunft stellt sich das

UKSH den Herausforderungen der

Medizin des 21. Jahrhunderts. Jetzt

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in unseren 52 Kliniken sind mehr

als 3.000 professionelle und zu

einem großen Teil hochspezialisierte

Pflegekräfte beschäftigt. Sie

begegnen jedem einzelnen Patienten

mit höchstem Verantwortungsbewusstsein.

Das UKSH hat sich als

eines der ersten Universitätsklinika

in Deutschland für das Konzept

der Primären Verantwortung in der

Pflege entschieden. Jede Pflegekraft

trägt persönliche Verantwortung für

einen Patienten und dessen individuelle

Bedürfnisse und trifft die

notwendigen pflegerischen Ent-

werden die baulichen und strukturellen

Voraussetzungen geschaffen,

um die Kräfte in zentralen und interdisziplinären

Einrichtungen zu

bündeln und damit den erforderlichen

Strukturwandel zu erreichen.

Mit der Umsetzung des baulichen

Masterplanes besteht die große

Chance zur Errichtung zweier moderner

Klinikstandorte aus einem

Guss, die so flexibel konzipiert

sind, dass sie späteren Entwicklungen

angepasst werden können.

Ihr Vorstand

scheidungen. Das schafft Vertrauen

und Nähe. Für die Patienten und

deren Angehörige ist es angenehm,

konkrete Ansprechpartner zu

haben. So entsteht eine größere

Verbundenheit. Das Konzept der

Primären Verantwortung ist eine

große Qualitätsverbesserung, die

direkt beim Patienten ankommt.

Wie die Pflege am UKSH sich auf

die Herausforderungen der Zukunft

einstellt, lesen Sie auf den

folgenden Seiten.

Ihr Oliver Grieve

Pressesprecher

3


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Inhalt

High-End-Technik zur Entfernung

von Speichelsteinen

Seite 15

Editorial 03

Pflege am UKSH

Mit neuen Konzepten in die Zukunft 07

Neues Curriculum in der Krankenpflege-Ausbildung 11

Stehenbleiben kommt nicht in Frage 13

Medizin und Wissenschaft

High-End-Technik zur Entfernung von Speichelsteinen 15

Ärzte testen neue technische Verfahren bei

Darmkrebsoperationen 17

Erster resorbierbarer Stent am UKSH implantiert 18

Neues Medikament gegen schwarzen Hautkrebs 21

UKSH startet Präventionskampagne gegen Mundkrebs 23

Hormonzentrum Nord:

Kompetent bei Hormonerkrankungen 25

25 Jahre Lebertransplantation am Campus Kiel 27

Wie wirken Arzneistoffe auf unseren Organismus 29

UKSH bietet Datenportal für niedergelassene Ärzte 31

Blickpunkt

Die Amöbe erwacht zum Leben 33

Schleswig-Holsteins Megaprojekt:

Universitätsmedizin der Zukunft 35

Moderner Neubau für biomedizinische Forschung 36

Strategisches Controlling gibt Zahlen und Fakten vor 39

Projekt fördert Frauen in der Chirurgie 41

Neues Handbuch regelt Umgang mit Medizinprodukten 42

Ehrenamtlich Zeit schenken 43

Neubau für Krippenkinder durch Spenden unterstützt 47

Neues Medikament gegen

schwarzen Hautkrebs

Seite 21

Nachrichten

Impressum:

Herausgeber: UKSH | Redaktionelle Gesamtleitung V.i.S.d.P.: Oliver Grieve

Ständige redaktionelle Mitarbeiter: Anette Cornils, Marlis Müller-Frommeyer, Maximilian Hermsen, Guido Weinberger

Grafik: Guido Weinberger | Anzeigenverwaltung: IPV GmbH (www.ipv-medien.de)

Ehrenamtlich Zeit

schenken

Seite 43

Frühjahrstagung des Netzwerks

Beschwerdemanagement 14

Ärzte aus aller Welt bilden sich am

Campus Lübeck fort 20

Gesundheitsforum jetzt mit erweitertem Programm 24

Buchtipp zum Thema Burnout 32

Klinik für Psychiatrie feiert 100-jähriges Bestehen

am heutigen Campus Lübeck 32

UKSH bietet Kurse für pflegende Angehörige an 44

UKSH-Sommerfest 2012 für Mitarbeiter 45

Kinderbetreuung für Wissenschaftlerinnen 45

Spende erhalten 45

Erstmals MRT-fähiger implantierbarer

Defibrillator eingepflanzt 48

Personalien/Auszeichnungen 49

Jubilare 49

Rätsel 50

5


6

Die Pflegekräfte am UKSH haben täglich viele Aufgaben zu erledigen. Dazu gehört auch das Anlegen und Versorgen von Gipsverbänden.


Pflege

Pflege am UKSH

Mit neuen Konzepten in die Zukunft

Die Pflege ist eine der tragenden Säulen der Krankenversorgung. Am UKSH wird nach dem

Prinzip der Primären Verantwortung (PVP) gearbeitet. Wie die Pflege am UKSH aufgestellt

ist, erläutern Christa Meyer, Vorstand für Pflege und Patientenservice, sowie Gaby Wulf und

Robert Green, Pflegedirektoren in Lübeck bzw. Kiel im Gespräch mit Forum.

Forum: Sie haben das Konzept der

Primären Verantwortung in der Pflege

am UKSH eingeführt. Mitte 2013

sollen flächendeckend alle Stationen

damit arbeiten. Eine Pflegekraft

übernimmt bei der PVP die primäre

Verantwortung für einen Patienten.

Sind die neuen Strukturen schon in

Fleisch und Blut übergegangen?

Christa Meyer: In Fleisch und Blut

vielleicht noch nicht ganz. Wir haben

ja einen Projektplan, nach dem

wir das Pflegeorganisationskonzept

Primäre Verantwortung nach und

nach einführen. Das ist ein langwieriger

Prozess, in dem es um Haltung

und Verhaltensänderung auch in

Abstimmung und Kooperation mit

anderen Berufsgruppen geht. Die

ersten Stationen sind in der Umsetzung

der PVP bereits weit fortgeschritten.

Gaby Wulf: Auf den Stationen, die

als erste mit der PVP gestartet sind,

läuft es richtig gut. Hier sind schon

wesentliche Veränderungen der

Organisation spürbar. Das Thema

Primäre Verantwortung ist auf allen

Stationen gesetzt und die Akzeptanz

ist sehr gewachsen – auch dort,

wo es zu Beginn Ängste und Un-

sicherheiten gab. Jetzt geht es ganz

klar um die praktischen Aspekte der

Umsetzung.

Robert Green: Wir sind von der

emotionalen Ebene jetzt auf der

sachlichen angekommen. Es hat sich

herumgesprochen, welche Vorteile

das neue Konzept hat. Die ersten

Stationen machen sogar bereits

die Erfahrung, dass andere Berufsgruppen,

die auch an der Krankenversorgung

beteiligt sind, sich dem

Konzept anpassen bzw. es auch für

sich nutzen. Es gibt z.B. zunehmend

mehr Austausch zwischen

den einzelnen Berufsgruppen. Das

unterstreicht unser Grundkonzept,

in dem die Pflege der Vermittler ist

und die Verbindung zwischen den

einzelnen Gruppen herstellt.

Worin liegen die Vorteile des

neuen Konzepts für Pflegende und

Patienten?

Wulf: Für die Patienten und deren

Angehörigen ist die Anzahl der

Kontaktpersonen deutlich reduziert.

Indem wir uns gegenüber den

Patienten als primär verantwortliche

Pflegekraft vorstellen, wissen sie

auch sofort, wer ihr Ansprechpart-

ner ist. Es kristallisiert sich sehr

schnell heraus, dass dann auch der

direkte Kontakt zu dieser Person

gesucht wird. Das ist eine große

Qualitätsverbesserung, die direkt

beim Patienten ankommt. Die Pflegenden

haben eine deutlich höhere

Prozessverantwortung. Es fördert

die Motivation, wenn man einen

Patienten täglich und dauerhaft betreut

und die Verläufe mitbekommt,

darstellt und auch steuern kann. Für

andere Berufsgruppen ist die bessere

Vernetzung von großem Vorteil.

Meyer: Der einzelne Mitarbeiter

bekommt deutlich mehr Wertschätzung,

weil er besser über den

Patienten Auskunft geben kann.

Für den Patienten werden Risiken

eher erkannt, weil die Pflegekräfte

den einzelnen Patienten in seinem

Behandlungsprozess kontinuierlich

betreuen. Sie können die Verläufe

gut beurteilen und dann auch bei

kritischen Veränderungen eher alarmieren.

Chronisch kranke Patienten

fragen bei einem erneuten Klinikaufenthalt

schon ganz konkret nach

„ihrer“ Pflegekraft und möchten von

dieser gerne wieder betreut werden.

Wir versuchen natürlich, solche

Wünsche dann auch zu erfüllen.

7


8

Pflege

Die Pflegedirektoren Gaby Wulf und Robert Green sprechen mit Christa Meyer, Vorstand für Krankenpflege und Patientenservice, über die Herausforderungen,

auf die die Pflege in den kommenden Jahren adäquat reagieren muss.

Green: Den Ausdruck „Meine

Pflegekraft“ hören wir mittlerweile

wirklich sehr oft auf den Stationen.

Das ist ein schönes Bild für die

Verbundenheit, die durch die primäre

Verantwortung zwischen den

Pflegekräften und den Patienten

entsteht. Sie geht deutlich über das

normale „Ich werde versorgt und

gepflegt“ hinaus und schafft eine

Vertrautheit, die eine andere Kommunikationsebene

möglich macht

als früher. Das wird sowohl von

den Pflegenden als auch von den

Patienten als Gewinn betrachtet.

Wulf: Mittlerweile ist auch außerhalb

des UKSH angekommen,

dass wir mit PVP arbeiten. Mehrere

Pflegekräfte haben sich schon konkret

deswegen bei uns beworben.

PVP bietet eben eine besondere

berufliche Perspektive. Diese Hoffnung

haben wir gehabt und sie ist

aufgegangen.

Meyer: Wenn es jetzt einen weiteren

Fachkräftemangel gibt, müssen

wir als Unternehmen schauen,

welche unsere Alleinstellungsmerkmale

im Wettbewerb um gute

Pflegekräfte sind. Einer der Gründe,

warum wir PVP eingeführt

haben, war eben auch der Wunsch,

den Mitarbeitern für ihre berufliche

Zukunft etwas anbieten zu

können.

Wie geht die Pflege am UKSH mit

der wachsenden Arbeitsverdichtung,

steigenden Patientenzahlen

und kürzeren Verweildauern um?

Meyer: Wir müssen uns auf Dauer

organisatorisch so aufstellen, dass

wir Patientengruppen mit gleichen

Anforderungen klinikübergreifend

in Behandlungsstufenkonzepten

versorgen. Wir brauchen für die

ambulanten Patienten zentrale

Einheiten und bauliche Voraussetzungen,

um Low Care-Bereiche

einzurichten. Für unsere hochkomplexen

Patienten benötigen

wir ausreichend Intensiv- und Intermediate

Care-Kapazitäten. Über

die Behandlungsstufen Intensiv,

Intermediate Care, Normal und

Low Care und über die Steuerung

dieser Patienten werden wir die

Mitarbeiter nach ihrer speziellen

Qualifikation und in der entsprechenden

Anzahl so einsetzen, dass

wir mit dem uns zugewiesenen

Personalbudget auskommen. Das

gelingt uns aber nur, wenn wir

solche Strukturkonzepte auch einfordern

und umsetzen. Wenn wir

die jetzige Organisationsstruktur

beibehalten, werden wir als Pflege

immer defizitär sein.

Green: Ich glaube, ein weiterer

wichtiger Aspekt besteht darin,

Transparenz herzustellen, d.h.

unseren Teamleitungen ein tiefgehendes

Verständnis dafür zu

vermitteln, warum manche Dinge

so sind, wie sie sind, und wie sie

sich entwickeln werden. Nur über

die Teamleitungen und Stellvertretungen

können wir dieses

Bewusstsein zu allen Pflegenden

tragen. Und nur wenn alle Mitarbeiter

unsere Strategie verstanden

haben, können wir sie bei Veränderungsprozessen

mitnehmen. Wir


Pflege

arbeiten mit einem ausgefeilten

Konzept, um unsere Mitarbeiter

dahingehend zu schulen.

Meyer: Wir haben im Moment

noch die Situation, dass viele Patienten

sehr schnell von den Intensivstationen

weiterverlegt werden

müssen, weil dort Betten fehlen.

Wir haben also sehr komplexe

Patienten auf den Normalstationen

und versorgen dort gleichzeitig

auch viele Kurzzeitlieger. Die

Fallzahlen sind hoch und es wird

häufig gewechselt. Zusätzlich kommen

dann noch die ambulanten,

tagesklinischen Patienten auf diese

Stationen. Unsere Mitarbeiter haben

also täglich viele Aufgaben zu

bewältigen und müssen dabei stets

eine sichere Versorgung gewährleisten.

Hier muss eine Entlastung

geschaffen und für Veränderung

gesorgt werden.

Was wünschen Sie sich denn für die

Pflege am UKSH, um diesen Zustand

zu verändern und noch besser

zu werden?

Green: Finanzielle Mittel sind sicher

wünschenswert, aber sie sind

eher der kleinere Faktor in diesem

Fall. Wir brauchen natürlich ausreichend

viele Mitarbeiter und entsprechende

Rahmenbedingungen,

um gute Pflege gewährleisten zu

können. Mitarbeiter prüfen heute

sehr genau, was ihnen der Arbeitgeber

für ihre persönliche Entwicklung

bietet, z.B. im Hinblick

auf das Pflegeverständnis oder

individuelle Fort- und Weiterbildung

an der UKSH Akademie. Wir

versuchen, die Pflegekräfte dichter

an den Patienten zu bringen und

pflegefremde Tätigkeiten in andere

Berufsgruppen auszulagern. Das

sind Argumente, die die Fachkräfte

motivieren, aus anderen Kliniken

zu uns zu kommen.

Meyer: Ein weiterer wichtiger

Faktor ist ein gutes Ausfallmanagement.

Wir haben ein zentrales

Pflegecenter eingerichtet. Die Zielsetzung

ist, unseren Mitarbeitern

eine Kontinuität ihrer Dienstplanung

auch dann zu gewährleisten,

wenn Mitarbeiter auf den Stationen

ausfallen. Es kommt von außen jemand,

der dann hilft, so dass nicht

ständig Dienste getauscht werden

oder Mitarbeiter aus dem Frei in

den Dienst kommen müssen. Das

Pflegecenter hat dafür eine eigene

Mitarbeitergruppe.

Beim Boys‘ Day Ende April haben

30 Jungen in Kiel und Lübeck die

Möglichkeit genutzt, sich Pflege einmal

aus nächster Nähe anzuschauen.

Wie ist es insgesamt um den

Nachwuchs in Ihrem Beruf bestellt?

Wulf: Die Ausbildungsgänge für

Krankenpflege adäquat zu besetzen,

ist teilweise problematisch.

Wir haben uns bewusst darauf

eingestellt, junge Menschen

möglichst früh über unseren Beruf

und die Krankenpflege am UKSH

zu informieren – z.B. beim Boys‘

Day, beim Sozialen Tag oder durch

die Teilnahme an verschiedenen

Messen und Veranstaltungen.

Wir bieten viele Pflegepraktika

für Schüler an und begleiten die

Praktikanten dann auch sehr eng.

Es ist das Problem der Zukunft,

den entsprechenden Fachkräftebedarf

selber ausbilden zu müssen,

um ihn für das Unternehmen zu

generieren. Im Moment bekommen

wir noch genügend Bewerbungen.

Die Prognosen für die Zukunft

sehen allerdings nicht so positiv

aus. Deswegen sind wir auf diesem

Gebiet sehr aktiv.

Meyer: Vor fünf bis zehn Jahren

hatten wir dreimal so viele Bewerbungen

wie Ausbildungsplätze.

Das hat sich drastisch geändert. Die

Ausbildungsplätze können noch

besetzt werden, aber die Anzahl

der Bewerbungen ist deutlich

zurückgegangen. Das wird sich im

Rahmen der demographischen Entwicklung

noch weiter fortsetzen.

Natürlich hat es auch damit zu tun,

wie der Pflegeberuf in der Bevölkerung

positioniert wird. Wir haben

viele Maßnahmen ergriffen, um

den Beruf transparenter zu machen

und für die Pflege am UKSH zu

werben. Dabei fahren wir zweigleisig:

Wir schauen auch, wie wir neue

Berufsbilder einrichten können.

Wir bilden z.B. operationstechni-

Christa Meyer, Vorstand für Krankenpflege und

Patientenservice

sche Assistenten aus und werden

ab Herbst mit der Ausbildung von

anästhesietechnischen Assistenten

beginnen. Unser Angebot umfasst

ein breites Spektrum von Ausbildungsberufen,

denn nicht jeder

möchte in die stationäre Pflege.

Green: Ein wichtiges Stichwort

in diesem Zusammenhang ist für

uns auch die Akademisierung der

Pflege. Wir möchten in Zukunft

verstärkt auch Abiturienten anspre-

9


10

Pflege

chen und ihnen einen akademischen

Abschluss bieten, der nicht nur zu

wissenschaftlicher Arbeit sondern

auch zur direkten Patientenversorgung

qualifiziert. Hier gibt es

verschiedene Ansätze, an denen

das UKSH als Kooperationspartner

beteiligt ist. Wir arbeiten mit

dem Sozialmedizinischen Institut

in Lübeck im Hinblick auf einen

Studiengang zusammen. In Kiel gibt

es Ideen zu einem intensivpflegerischen

Studiengang. Das Entscheidende

daran ist der direkte Transfer

der Wissenschaft in die Krankenversorgung.

Wo liegen heute die großen Herausforderungen

in der Pflege?

Green: Ein wichtiger Aspekt ist

die Frage: Wo werden wir in zehn

Jahren genügend junge Menschen

finden, die sich für unseren Beruf

interessieren? Und wie werden

wir sie dann so befähigen, dass

sie den Herausforderungen wie

Ärztemangel und Veränderungen

bei den Patienten gewachsen sind.

Dafür müssen wir jetzt die Weichen

Ihr Top-Partner

für umfassende

Servicelösungen

stellen – sowohl berufspolitisch als

auch für das Unternehmen.

Meyer: Eine der größten Herausforderungen

auch hier am UKSH wird

es sein, die Pflege so zu positionieren,

dass sie auf Augenhöhe mit den

anderen Berufsgruppen kooperiert.

Es wird zukünftig ein Wettbewerbsmerkmal

sein, wie die Pflege im

Unternehmen aufgestellt ist und wie

die Zusammenarbeit mit den anderen

Berufsgruppen funktioniert. Das

UKSH ist noch recht hierarchisch

strukturiert. Ich bin überzeugt

davon, dass die Hierarchien abgebaut

werden müssen, um junge Menschen

für das Haus zu gewinnen und die

Stellen besetzen zu können.

Wo sehen Sie die Pflege am UKSH in

fünf Jahren?

Meyer: Ich wünsche mir, dass wir

dann im Rahmen des baulichen

Masterplans neue Behandlungsstufen

implementiert haben. Wir haben

interdisziplinäre Intensivstationen,

ausreichend Intensiv- und Intermediate

Care-Betten. Die Pflegekräfte

arbeiten als gleichberechtigte Partner

im Behandlungsteam.

Wulf: Ich hoffe, dass in fünf Jahren

die baulichen Voraussetzungen und

Organisationsstrukturen so gestaltet

sind, dass Krankenpflege gut möglich

ist. Dazu gehören auch Stationsgrößen,

die von der Bettenzahl und

vom Raumkonzept her ein adäquates

und auch wirtschaftliches Arbeiten

ermöglichen. Ambulante und stationäre

Prozesse sind getrennt und

gleichzeitig so verzahnt, dass alle

Optionen gut genutzt werden können.

Es gibt eine vollständige digitale

Krankenakte und alle Berufsgruppen

können jederzeit mobil, zeit- und

patientennah ihre Dokumentation

erbringen. Die Bürokratie in der

direkten Patientenversorgung ist auf

ein Minimum reduziert.

Green: In fünf Jahren werden wir

der attraktivste Arbeitgeber für Pflegekräfte

im norddeutschen Raum

sein. Davon bin ich fest überzeugt.

Interview:

Marlis Müller-Frommeyer

Kompetenz – von Mensch zu Mensch!

Das Uniklinikum deckt als einziges Krankenhaus der

Maximalversorgung in Schleswig-Holstein das gesamte

Kompetenz-Spektrum der modernen Medizin ab. Und wir?

Tragen als kompetente Dienstleistungsexperten der

Gesundheitswirtschaft unseren Teil zum Maximum bei.

Mit umfassenden Servicelösungen, die mehr Raum für

Pflege bieten und damit auch eine schnelle Genesung

fördern.

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Pflege

Neues Curriculum

in der Krankenpflege-Ausbildung

Die UKSH Akademie ist der größte Anbieter von Aus-, Fort- und Weiterbildung für Gesundheits-

und Krankenpflegeberufe in Schleswig-Holstein. Sie sorgt dafür, dass am Universitätsklinikum

hervorragend aus- und fortgebildete Mitarbeiter tätig sind, die täglich Höchstleistungen

in der Gesundheitsversorgung des Landes erbringen.

Jährlich werden an den Standorten

Kiel und Lübeck rund 460 junge

Menschen auf ihre wichtigen

Aufgaben in der Gesundheits- und

Krankenpflege vorbereitet. Um

die Ausbildungen in den Berufen

Gesundheits- und Krankenpflege

und Kinderkrankenpflege dauerhaft

auf höchstem Niveau anbieten

zu können, wurde nun ein neuer

Lehrplan entwickelt. „Die Novellierung

der Berufsgesetze und

die Veränderungen des Versorgungsbedarfs,

die sich im Laufe

der Zeit ergeben, machten eine

Neustrukturierung der Curricula

nötig“, sagt Ute Stahl, Leiterin des

campusübergreifenden Gesamtbereichs

Schulen an der UKSH-

Akademie. „Vorrangiges Ziel dabei

war es, ein an beiden Standorten

einheitlich hohes und zukunftsweisendes

Ausbildungsniveau zu

sichern, bei dem die berufliche

Lern- und Lebenswelt unserer

Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt

steht.“

Auf Initiative des UKSH-Vorstandes

entwickelte Ute Stahl gemeinsam

mit ihren Kollegen eine neue

curriculare Struktur, die für alle

Standorte der Akademie gültig ist.

Um die spezifischen Schwerpunkte

der jeweiligen Ausbildungskliniken

besser nutzen zu können

und gleichzeitig die individuellen

Entwicklungsmöglichkeiten der

Schüler zu fördern, wurde eine

fachliche Schwerpunktsetzung im

dritten Ausbildungsjahr vorgesehen.

„Diese Struktur ermöglicht

uns eine schülerorientierte Ausbildung

durch kleinere Gruppen

in der Schwerpunktausbildung.

Gleichzeitig wird es für die Schüler

möglich, Zeiten aus dem spezia-

lisierten dritten Jahr auf spätere

Weiterbildungen anrechnen zu

lassen“, erklärt die Schulleiterin.

Bei der Wahl der Schwerpunkte

wurde darauf geachtet, dass diese

sowohl denen des UKSH entsprechen,

als auch den zukünftigen

Herausforderungen der Gesundheits-

und Krankenpflegeberufe

gerecht werden. Neben der pädiatrischen

Pflege können die Auszubildenden

zukünftig zwischen den

Schwerpunkten im Bereich IMC

In der UKSH Akademie werden jedes Jahr 460 junge Menschen auf ihre Aufgaben in der Gesundheits-

und Krankenpflege vorbereitet.

11


12

Pflege

(intermediate Care, d.h. Bindeglied

zwischen der Intensivpflegestation

und der Normalstation), onkologische

Pflege und geriatrische Pflege

wählen.

„Im Zentrum unseres neuen

Lehrplans steht die Erlebniswelt

unserer Schüler“, sagt Ute Stahl.

„Ziel war es dabei, die schulische

Situation und die Erfahrungen am

Arbeitsplatz, also Theorie und

Praxis, möglichst nah zusammen

zu bringen.“ Mithilfe eines Lehrkonzeptes,

das auf den Erkenntnissen

der Pflegepädagogik-Expertin

Prof. Dr. Anja Walter basiert,

erarbeiten die Schüler ihr Wissen

anhand authentischer Lernsituationen,

die aus eigenen Erfahrungsberichten

stammen. „Durch diese

Verknüpfung steigern sie nicht nur

ihre Handlungskompetenz und

Starke Partner

Qualität, Sicherheit und Hygiene

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und Schutz am Arbeitsplatz geht, sind Sitex und Wulff verlässliche

Partner, auf die man zählen kann.

Das wissen auch die Kliniken in Lübeck und Kiel, denn unsere

Mitarbeiter sind jeden Tag im Einsatz, um höchste Ansprüche

zu erfüllen.

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-sicherheit, sondern entwickeln

auch eine fachliche Neugierde, die

sich auf die Praxis überträgt“, sagt

Ute Stahl.

Um die Ausbildungsstruktur dauerhaft

flexibel und zukunftsorientiert

zu gestalten, wurde die neue

Struktur nicht als starre Vorgabe,

sondern als „Curriculumsprozess“

entworfen, der sich verändernden

Anforderungen anpassen kann.

„Eine Kernarbeitsgruppe steuert

den Gesamtprozess, der von Prof.

Anja Walter wissenschaftlich

begleitet wird“, erklärt Ute Stahl.

„Die konkreten Inhalte werden

jährlich in Curriculumwochen

erarbeitet, an denen alle Lehrer,

alle freigestellten Praxisanleiter

und ausgewählte Schüler beteiligt

sind. Die Inhalte der Schwerpunktphase

werden von Experten

Ute Stahl, Leiterin des campusübergreifenden

Gesamtbereichs Schulen an der UKSH-Akademie

aus den jeweiligen Bereichen und

Kollegen der Fort- und Weiterbildung

mitgestaltet.“

Im Oktober 2011 haben die ersten

Schüler in Kiel und Lübeck ihre

Ausbildung nach dem neuen Curriculum

begonnen. Ute Stahl zieht

eine positive Zwischenbilanz:

„Die Rückmeldungen der Schüler

sind sehr positiv. Und auch insgesamt

hat die neue Struktur einen

campusübergreifenden Erfahrungsaustausch

aller Beteiligten in

Gang gesetzt, der eine neue Dynamik

im gesamten Ausbildungsbetrieb

entfacht hat.“ Unter diesen

neuen Voraussetzungen verfolgen

Schüler, Lehrer und Verantwortliche

ein gemeinsames Ziel: Nicht

nur eine der größten, sondern

auch eine der besten Ausbildungsstätten

im Gesundheitsbereich in

Norddeutschland zu sein.

Weitere Informationen:

UKSH Akademie

Gesamtleitung Schulen

campusübergreifend

Ute Stahl

Tel.: 0451 500 - 37 90


Porträt

Stehenbleiben

kommt nicht in Frage

Krankenschwester wollte Ines Hoffmann schon immer werden. Ihre Entscheidung hat sie nie

bereut. Heute arbeitet sie als Belegungskoordinatorin am Campus Lübeck und sorgt von dieser

Stelle aus für die Patienten, die ihr so am Herzen liegen. Nebenbei absolviert die umtriebige

UKSH-Mitarbeiterin ein Studium an der Steinbeis-Akademie.

Wenn Ines Hoffmann im UKSH

unterwegs ist, trifft sie überall auf

bekannte Gesichter. Kein Wunder,

denn sie arbeitet hier schon seit 23

Jahren. Ein gut funktionierendes

Netzwerk ergibt sich da fast von

selbst – vorausgesetzt, man ist so

kommunikativ, warmherzig und

freundlich wie die 40-Jährige

mit den schulterlangen blonden

Haaren.

Der Job als Belegungskoordinatorin

in den Kliniken für Chirurgie,

Orthopädie, Unfallchirurgie und

Plastische Chirurgie kam ihr Anfang

2010 gerade recht. Sie konnte

selbst gestalten und die neue Aufgabe

mit Leben füllen. Gemeinsam

mit den beteiligten Kliniken entwickelte

Ines Hoffmann damals

ein Konzept für die möglichst

effektive Belegung der Betten auf

den entsprechenden Stationen.

Heute ist sie stolz darauf, dass der

Plan aufgegangen ist. Die Belegungsplanung,

die vorher wenig

strukturiert war und von den Stationen

in Eigenregie übernommen

wurde, klappt jetzt reibungslos.

Auf den ihr anvertrauten Stationen

gibt es keine Flurbetten mehr, die

Bettenkapazität ist immer zu 90

Prozent ausgelastet. Die Planung

der Verweildauern konnte insgesamt

deutlich verbessert werden.

Bei allen Beteiligten hat ein

Umdenken stattgefunden. Ines

Hoffmann freut sich über die

vertrauensvolle Zusammenarbeit

mit Pflegenden und Ärzten.

Betten können jetzt interdisziplinär

belegt werden, wenn es die

logistische Planung verlangt. Auch

Notfälle bringen die Struktur

nicht durcheinander - dank Ines

Hoffmann. Ihr Arbeitstag beginnt

morgens um halb sieben. Sie weiß

dann, wann welche Patienten zu

welcher OP kommen und ob sie

stationär oder ambulant behandelt

werden. Um sieben Uhr nimmt sie

an der Visite teil und erfährt dabei,

wer entlassen wird, wer länger

bleiben muss und was für die einzelnen

Patienten auf den Stationen

geplant ist.

Spätestens ab zehn Uhr hat die

Belegungskoordinatorin dann den

Überblick darüber, wo und wie

viele Betten benötigt werden. Sie

arbeitet eng mit Notaufnahme,

Liegendaufnahme und Sozialdienst

zusammen, um die Abläufe

Ines Hoffmann ist Belegungskoordinatorin am

Campus Lübeck

für Patienten und Ärzte optimal

zu organisieren. Erst wenn alle Patienten

gut untergebracht sind, ist

Ines Hoffmann zufrieden. Bevor

sie Feierabend macht, informiert

sie die Liegendaufnahme über freie

Betten auf „ihren“ Stationen.

Seit 1989 arbeitet Ines Hoffmann

im UKSH. Damals begann sie ihre

Ausbildung bei der DRK-Schwesternschaft

und war danach in

verschiedenen Kliniken des Hauses

13


14

Porträt

beschäftigt – von der Kardiologie bis

hin zur Medizinischen Klinik I, wo

sie seit 1999 als Stationsleitung auf

der 41 b arbeitete. 2005 übernahm

sie den Posten der Bereichsleiterin

in der Chirurgie.

Ihre jetzige Tätigkeit als Belegungskoordinatorin

fordert sie

und macht ihr viel Freude, aber

stehenbleiben möchte Ines Hoffmann

trotzdem nicht. Zurzeit

absolviert sie berufsbegleitend ein

Studium der Steinbeis-Akademie

Berlin bei der DRK- Schwesternschaft

Lübeck e.V. „Bachelor of Arts

in Nursing“ darf sie sich nennen,

wenn sie nach sechs Semestern

den Abschluss geschafft hat. Doch

damit nicht genug: Sie kümmert

sich außerdem, kümmert sie

Nachrichten

Beschwerden an deutschen Krankenhäusern

nehmen zu. Immer

wieder bekommen es die Verantwortlichen

dabei auch mit Fällen

zu tun, die im juristischen Grenzbereich

liegen. Zum Erfahrungsaustausch

und einer Fortbildung

zu diesem Thema haben sich die

Mitglieder des „Netzwerks Beschwerdemanagement“

am Campus

Lübeck des UKSH getroffen. Das

Netzwerk wurde auf Initiative des

Klinikums Nürnberg 2006 gegründet.

Seitdem finden regelmäßig

zwei Tagungen pro Jahr statt.

Ziel des Treffens in Lübeck war es,

die Teilnehmer darüber zu informieren,

wie die einzelnen Häuser

mit besonderen Beschwerden

umgehen. Beschwerdemanager

sind keine juristischen Berater. Sie

können jedoch häufig als neutrale

Vermittler durch einen strukturierten

Beschwerdeprozess im Vorwege

sich in einem Nebenjob noch um

demenzkranke Patienten und ihre

Angehörigen im UKSH und bietet

Schulungen zu diesem Thema an.

Ines Hoffmann ist umtriebig und

ständig in Aktion. Gestresst wirkt

sie trotzdem nicht und fühlt sich

auch nicht so. Sie müsse einfach ihr

Helfersyndrom ausleben, sagt sie

und lacht.

Entspannung findet Ines Hoffmann

in ihrer Lübecker Altbauwohnung

mit Wintergarten und

im Schrebergarten. Dort wird nach

allen Regeln der Kunst Gemüse

angepflanzt und der „schönste

Bambus weit und breit“ gehegt und

gepflegt. Seit acht Jahren ist Ines

Hoffmann verheiratet. Ihren Mann

Jan Hoffmann lernte sie im UKSH

zu einer Klärung beitragen, die den

Beteiligten juristische Wege erspart.

Die häufigsten Ursachen von

Beschwerden sind nach Erfahrung

der Beschwerdemanager mangelnde

Kommunikation und fehlende

Information von Patienten und

Angehörigen bei höherer Arbeitsverdichtung,

durch gestiegene Patientenzahlen

und durch die kürzere

Verweildauer der Patienten. Ebenso

bieten Organisation und Wartezeiten

häufig Anlass zu Kritik. Die

Anzahl von Beschwerden sagt in

der Regel allerdings wenig über die

Qualität einer Klinik aus, denn ein

Aktives Beschwerdemanagement

fördert die Beschwerdebereitschaft

der Patienten. Dabei geht es um eine

konstruktive Konfliktlösung in guter

Kooperation mit den Mitarbeitern,

nicht um Schuldzuweisungen.

Beschwerden enthalten Hinweise

auf Ursachen. Daraus können die

kennen – er arbeitet hier seit vielen

Jahren als Fachkrankenpfleger für

Psychiatrie. Klar, dass abends dann

auch mal über die Arbeit gesprochen

wird – aber in Maßen, wie

Ines Hoffmann betont.

Sportlich betätigt sich die Lübeckerin

schon morgens vor der Arbeit.

Den Weg dorthin bestreitet sie bei

Wind und Wetter mit dem Fahrrad

– einerseits wegen der Fitness und

andererseits, um die horrenden

Benzinpreise zu boykottieren. Im

UKSH angekommen, fühlt sie sich

dann richtig wach und frisch für

ihre Aufgaben und für die Patienten,

denn die sind ihr noch immer

sehr, sehr wichtig.

Marlis Müller-Frommeyer

Frühjahrstagung des Netzwerks Beschwerdemanagement

Kliniken Verbesserungsmaßnahmen

ableiten und für Nachhaltigkeit

sorgen.

Am Campus Lübeck wurde bereits

im Jahr 2000 ein Aktives Beschwerdemanagement

eingerichtet,

2005 ebenfalls am Campus Kiel.

Ansprechpartnerin am Campus Lübeck

ist Renate Holm-Doroszenko,

Helga Gerhart ist zuständig für den

Campus Kiel.

Kontakt:

Helga Gerhart

Campus Kiel

Tel.: 0431 597-5858

E-Mail: beschwerdemanagement.kiel@

uksh.de

Renate Holm-Doroszenko

Campus Lübeck

Tel.: 0451 500- 4848

E-Mail: beschwerdemanagement.

luebeck@uksh.de


Medizin und Wissenschaft

High-End-Technik

zur Entfernung von Speichelsteinen

Ebenso wie in der Niere und in der Galle können sich auch in den Speicheldrüsen Steine

bilden. Sie machen erst Beschwerden, wenn sie den Ausführungsgang einer Drüse verlegen

und müssen dann entfernt werden. In der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie am Campus

Lübeck geschieht das mit einer minimal-invasiven High-End-Technik.

„Seit einigen Jahren setzen wir für

die Diagnostik von Speichelsteinen

eine Kombination aus einer Ultraschalluntersuchung

und einer 3-D

Digital-Volumen-Tomographie

ein. Es ist eines der modernsten

Geräte, die es zurzeit auf dem Markt

gibt. Der Tomograph liefert – mit

geringer Strahlenbelastung – dreidimensionale

Bilder, auf denen die

Steine besonders gut sichtbar sind.

Darüber hinaus ermöglicht er hochpräzise

endoskopische Eingriffe“,

erläutert Privatdozent Dr. Dr. Samer

Hakim die neue Technik. Die Spiegelung

der Speicheldrüsengänge

(Sialendoskopie), die zunächst der

Diagnostik dient, kann bei Bedarf

auch in einen therapeutischen Eingriff

umgewandelt werden.

Speichelsteine bilden sich meistens

durch Entzündungen in den

Speicheldrüsen, durch die Verlangsamung

des Speichelflusses und –

vorwiegend bei älteren Menschen –

durch zu wenig Flüssigkeitszufuhr.

Ihre Größe kann einen Durchmesser

von wenigen Millimeter bis hin

zu mehreren Zentimetern erreichen.

Wenn sie den Ausführungsgang

einer Drüse, der in der Mundhöhle

endet, verstopfen, kommt

es zum Rückstau von Speichel und

zum schmerzhaften Anschwellen

der Drüse insbesondere während

der Nahrungsaufnahme.

Es besteht die Gefahr einer Vereiterung

oder einer Abszessbildung im

Bereich der betroffenen Drüse bzw.

einer Ausbreitung der Entzündung

in die Halsweichteile. Eine stationäre

Behandlung in diesem Fall ist

unumgänglich.

„Da die Speichelsteine oftmals

nicht entfernt werden konnten und

die Drüse deswegen rezidivierende

Entzündungen zeigte, wurde bis

vor einigen Jahren solchen Fällen

durch einen Schnitt am Hals die

betroffene Speicheldrüse komplett

entfernt“, sagt Dr. Hakim und

ergänzt: „Durch sehr feine Endos-

Mit dem neuen Tomografen kann Dr. Dr. Samer Hakim Speichelsteine dreidimensional sichtbar machen.

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16

Medizin und Wissenschaft

kope mit einem Außendurchmesser

von etwas mehr als einem Millimeter

können wir Steine heute direkt

aus dem Gang entfernen. Nachdem

die Öffnung des Speichelganges in

der Mundschleimhaut vorsichtig

geweitet wurde, kann das Endoskop

in das Gangsystem eingeführt und

mit einem Fangkörbchen der Stein

entfernt werden.“ Das neue Gerät

eignet sich für Speichelsteine bis zu

einer Größe von fünf Millimetern.

Größere Steine können zunächst

mit Stoßwellen oder Laser zertrümmert

und dann geborgen werden.

„Je weiter entfernt von der Gangmündung

der Stein liegt, desto

schwieriger wird es allerdings, ihn

endoskopisch zu entfernen“, so Dr.

Hakim. „In solchen Fällen können

wir minimal-invasiv über einen

kleinen Schnitt in der Mundhöhle

in Kombination mit der Endoskopie

vorgehen.“

Entzündungen der Speicheldrüsen

können nicht nur Steine verursachen,

es können auch Stenosen

entstehen, Verengungen, die in der

Regel chirurgisch nicht behandelt

werden können. Hier kann mit

Ballondilatation (Aufdehnung

eines Gefäßabschnitts mit einem

Ballonkatheter) über das Endoskop

Abhilfe geschaffen werden.

Neueste Studien aus den USA und

China zeigen, dass mit Hilfe der

Sialendoskopie auch Patienten

geholfen werden kann, die nach

einer Radiojodtherapie unter wiederkehrendenSpeicheldrüsenbeschwerden

leiden. Hierzu werden in

regelmäßigen Abständen bestimmte

Spüllösungen in den Gang über

das Endoskop geleitet.

Fazit: Mit diesem neuen endoskopischen

Verfahren gelingt es in vielen

Fällen, die chirurgische Entfernung

der erkrankten Speicheldrüse zu

vermeiden.

Marlis Müller-Frommeyer

Weitere Informationen:

Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie,

Campus Lübeck

Dr. Dr. Samer Hakim

Tel.: 0451 500- 22 66


Medizin und Wissenschaft

Ärzte testen neue technische Verfahren

bei Darmkrebsoperationen

Das UKSH bietet seinen Patienten Spitzenmedizin mit modernsten technischen Methoden.

Bevor sie klinisch zum Einsatz kommen, werden die neuen Verfahren und Geräte von den

Ärzten genauestens getestet. Auch in der Klinik für Allgemeine Chirurgie am Campus Lübeck

gibt es eine AG Medizintechnik.

Privatdozent Dr. Markus Kleemann

„Wir sind zurzeit u.a. mit experimentellen

Untersuchungen zur

Darstellung der Gewebedurchblutung

(intraoperative Perfusionsdarstellung)

bei minimal-invasiven

Eingriffen und mit einem neuen

minimal-invasiven Bildgebungsverfahren

bei Dick- und Enddarmkrebs

beschäftigt“, erläutert Privatdozent

Dr. Markus Kleemann, Leiter der Arbeitsgruppe.

Die bildliche Darstellung

der Gewebedurchblutung ist

wichtig z.B. bei Darmoperationen,

wenn ein Stück des Darms entfernt

werden muss. Hier kommt es darauf

an, die beiden Darmenden nach der

Resektion so wieder zu verbinden,

dass die Durchblutung des Gewebes

nicht beeinträchtigt ist. Dr. Hamed

Esnaashari und seine Kollegen testen

hier unter Studienbedingungen eine

neue Kameraoptik der Firma Olympus,

mit deren Hilfe ein in die Vene

injizierter Farbstoff während der

Operation sofort am Darm sichtbar

gemacht werden kann. „Dieses Verfahren

bietet zusätzliche Sicherheit

bei minimal-invasiven Eingriffen.

Es ermöglicht eine unabhängige

Durchblutungskontrolle, sobald die

Naht beendet ist“, schildert Dr. Kleemann

den Vorteil dieser Technik.

Auch Tumoren können mit dem

neuen Gerät während einer OP

lokalisiert werden. Das UKSH ist

eine der ersten Kliniken in Deutschland,

die die neue Technik testen.

Dr. Esnaashari ist für seine experimentellen

Untersuchungen auf

diesem Gebiet bereits ausgezeichnet

worden.

Eine weitere Untersuchung betrifft

die konfokale Endomikroskopie bei

Dick- und Enddarmkrebs. Die Firma

KarlStorz GmbH hat ein Gerät ent-

wickelt, mit dem bei der Entfernung

von Dick- und Enddarmtumoren

genau getestet werden kann, ob der

Schnitt im gesunden Gewebe erfolgt

ist und das Tumorgewebe somit

komplett entfernt werden konnte.

In Zukunft sollen mit der neuen

Technik Aussagen im Mikrometerbereich

gemacht werden, die als

Ergänzung zum Schnellschnitt noch

größere Sicherheit bei der Diagnostik

bieten. „Dieses Verfahren testen

wir an Präparaten in Zusammenarbeit

mit Dr. Maximilian Gebhardt,

Institut für Pathologie (Direktion:

Prof. Dr. Alfred C. Feller)“, erläutert

Dr. Markus Kleemann. Mit der neuen

Technik könnte eine diagnostische

Lücke geschlossen werden. Für

den Patienten hätte dies relevante

Konsequenzen, geht es doch darum,

ob der Schließmuskel erhalten

werden kann oder ein Stoma (künstlicher

Darmausgang) gelegt werden

muss.

Marlis Müller-Frommeyer

Weitere Informationen:

Klinik für Allgemeine Chirurgie

Campus Lübeck

Tel.: 0451 500-2001

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Die Klinik von Prof. Dr. Frey (r.) verfügt über modern ausgestattete Operationssäle für die Implantation von Gefäßstützen.


Medizin und Wissenschaft

Erster resorbierbarer Stent

am UKSH implantiert

Erstmals in Schleswig-Holstein wurde an der Klinik für Innere Medizin III (Kardiologie und

Angiologie) am Campus Kiel einem Patienten eine selbstauflösende Gefäßstütze – ein sogenannter

resorbierbarer Stent – in ein Herzkranzgefäß eingepflanzt. Durch Auflösung des Implantats

sollen therapeutische Probleme herkömmlicher Stents aus Metall minimiert werden.

Klinikdirektor Prof. Dr. Norbert Frey

Bei dem neuartigen Verfahren

werden Stents verwendet, die aus

biologisch abbaubaren Materialien

bestehen und sich innerhalb von

zwei Jahren vollständig auflösen.

„In unserem konkreten Fall haben

wir einen Stent verwendet, der

im Wesentlichen aus Polylactid,

also einer Milchsäureverbindung,

besteht und einfach ausgedrückt bei

Kontakt mit Wasser in seine Einzelbestandteile

zerlegt wird“, sagt Dr.

Mark Rosenberg, Oberarzt an der

Klinik für Innere Medizin III. „Die

entstandene Milchsäure kann dann

im Körper zu Wasser und Kohlendioxid

verarbeitet werden, das dann

letztendlich über die Atmung bzw.

die Niere den Körper verlässt.“

Stents bestehen normalerweise

aus Edelmetall-Legierungen. Sie

wachsen nach der Implantation in

die Gefäßwand ein und verbleiben

dort das ganze restliche Leben lang.

Um während der Einheilung des

körperfremden Materials mögliche

Gewebewucherungen zu verhindern,

können herkömmliche Stents

mit Wirkstoffen beschichtet werden,

die das Zellwachstum unterdrücken.

Diese wiederum erschweren

jedoch den Einheilungsprozess.

Ohne die zelluläre Schutzschicht

bilden sich an den metallenen

Stent oberflächen aber leicht Gerinnsel,

die eine bedrohliche Gefäßverstopfung

nach sich ziehen können.

Um den gelegentlich tödlich

verlaufenden Stentverschlüssen zu

begegnen, müssen viele Patienten

für die Einheilungszeit die Blutgerinnung

unterdrückende Mittel einnehmen.

Diese Gerinnungshemmer

bergen aber wiederum ein erhöhtes

Blutungsrisiko.

Auch nach der Einheilung ist die

Gefahr vor Wiederverschlüssen

nicht gebannt: „Da das Implantat

nur für einige Monate als Gefäßstütze

benötigt wird, erfüllt es

danach keine Funktion mehr. Dieser

Fremdkörper kann jedoch eine

chronische Entzündung in den

Gefäßwänden hervorrufen, die zu

einer Wiederverengung von implantierten

Stents führen kann“,

sagt Dr. Rosenberg. Dementsprechend

sei der Auflösungsprozess

mit der Hoffnung verbunden, dass

bei nicht mehr vorhandenem Stent

weniger Gefäßirritationen künftig

zu weniger Wiederverengungen

führen werden. „Außerdem wird

durch einen Metallstent das Gefäß

wie in einem Käfig fixiert. Dadurch

werden sämtliche Selbstheilungstendenzen

von Herzkranzgefäßen

unterdrückt“, sagt der Kardiologe.

Deshalb setzen die UKSH-Experten

nun auf bio-resorbierbare

Stents aus Polylactid. „Nach dem

Auflösungsprozess bleibt ein

strukturell und funktionell normales

Herzkranzgefäß zurück“, so

Dr. Rosenberg. Eine medikamentöse

Beschichtung des Stents soll

verhindern, dass sich im Bereich

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20

Medizin und Wissenschaft

der Implantation wieder eine Engstelle

bildet.

Die neuartige Methode wird im

UKSH bei Patienten mit koronarer

Herzerkrankung eingesetzt. „Dabei

handelt es sich um eine durch Gefäßverkalkung

verursachte Einengung

der Herzkranzgefäße, die zu einer

Minderdurchblutung des Herzmuskels

führt“, erklärt Dr. Rosenberg.

Die koronare Herzerkrankung gehört

zu den sogenannten Volkskrankheiten

und ist daher sehr häufig. In

Nachrichten

Ärzte aus aller Welt bilden sich am Campus Lübeck fort

Zu hoher Blutdruck wird in der

Regel mit Medikamenten behandelt.

Manche Patienten sprechen aber auf

diese Therapie nicht an. Für sie gibt

es eine neue Behandlungsmethode,

die sogenannte renale Denervation

(RDN). Um den Blutdruck zu

senken, werden Nervenenden an den

Nieren verödet. Die Medizinische

Klinik II am Campus Lübeck ist eines

der führenden Zentren in Deutschland

auf diesem Gebiet. Sie hat die

katheterbasierte renale Denervation

als eine der ersten Kliniken in

Deutschland angewandt und verfügt

über entsprechende Erfahrung. Die

Resonanz auf das neue Verfahren ist

der Bevölkerungsgruppe der über

65-Jährigen ist mehr als ein Viertel

(28 Prozent) von einer koronaren

Herzerkrankung betroffen. Darüber

hinaus gelten die koronare Herzerkrankung

und der aus ihr resultierende

Myokardinfarkt als häufigste

Todesursache in Deutschland.

Derzeit kann die Methode nur in bestimmten

Fällen eingesetzt werden,

da es den resorbierbaren Stent bisher

nur in einer Größe (3 mm Durchmesser

und 18 mm Länge) gibt. Da-

groß. Derzeit werden am Campus

Lübeck drei bis vier Seminare pro

Jahr mit jeweils 30 Teilnehmern

angeboten, bei denen Ärzte aus aller

Welt mit der neuen Methode vertraut

gemacht werden. Die Klinik

ist als „Center of excellence“ für die

Ausbildung ausgezeichnet worden.

„Wir wissen seit geraumer Zeit,

dass die Nieren entscheidend an der

Regulation des Blutdrucks beteiligt

sind. Sie setzen Hormone frei und

kommunizieren über Nervenfasern

mit dem zentralen Nervensystem“,

sagt Prof. Dr. Joachim Weil, stellv.

Direktor der Klinik und Spezialist

her werden auch weiterhin Gefäßstützen

aus Edelmetall verwendet.

Um die Erfahrungswerte der neuen

Methode weiter zu verbessern,

schließt die Klinik alle Patienten,

die mit diesem Gerüst behandelt

werden, in ein Register ein.

Maximilian Hermsen

Prof. Dr. Joachim Weil demonstriert während einer OP interessierten Ärzten das neue Verfahren zur Senkung des Blutdrucks

Weitere Informationen:

Klinik für Innere Medizin III

Kardiologie und Angiologie

Campus Kiel

Tel.: 0431 597 - 14 40

auf dem Gebiet der RDN. „Wir nutzen

einen speziellen Katheter, mit

dem die Nervenfasern durch Hitze

zerstört werden. In über 80 Prozent

der Fälle können wir so eine Blutdrucksenkung

erreichen“, so Prof.

Weil. Geeignet ist das neue Verfahren

für Patienten, die an einer essentiellen

Hypertonie leiden, bei denen

also keine sekundären Ursachen für

den Bluthochdruck vorliegen.

Weitere Informationen:

Medizinische Klinik II

Campus Lübeck

Prof. Dr. Joachim Weil

Tel.: 0451 500 - 49 36


Medizin und Wissenschaft

Neues Medikament

gegen schwarzen Hautkrebs

Mehr als 18.000 Menschen erkranken jedes Jahr neu an einem malignen Melanom (Schwarzer

Hautkrebs). Dieser hochgradig bösartige Tumor ist die am häufigsten tödlich verlaufende Hautkrankheit.

Nun hat Prof. Dr. Axel Hauschild, Dermatologe am Campus Kiel, ein neues Medikament

vorgestellt, das einen weiteren Durchbruch in der Melanomtherapie darstellen könnte.

Auf dem diesjährigen Kongress der

American Society of Clinical Oncology

(ASCO) in Chicago stellte der

Leiter der dermato-onkologischen

Arbeitsgruppe an der Klinik für

Dermatologie, Venerologie und Allergologie

am Campus Kiel das Mittel

„Dabrafenib“ (Hersteller: GSK)

vor. Es eignet sich für Patienten, die

an bestimmten Veränderungen in

den Tumorzellen, sogenannten B-

Raf-Mutationen, erkrankt sind. In

einer Studie an 250 Patienten, deren

globale Leitung Prof. Hauschild

Prof. Dr. Axel Hauschild

inne hatte, konnte gezeigt werden,

dass das Mittel die Überlebenszeit

um 70 Prozent verbessert und mehr

als die Hälfte der Patienten einen

mehr als 50-prozentigen Rückgang

der Tochtergeschwülste (Metastasen)

zeigte. Zudem scheint es weniger

Nebenwirkungen auszulösen

als andere Mittel.

Trotz zahlreicher Studien gab es

lange Zeit neben einer herkömmlichen

Chemotherapie für das maligne

Melanom keine erfolgverspre-

chenden Behandlungsoptionen.

Nun konnten innerhalb kurzer Zeit

eine ganze Reihe wirkungsvoller

neuer Therapieansätze gefunden

werden. Einen ersten Hoffnungsschimmer

weckte ein im vergangenen

Jahr vorgestelltes Medikament,

das die Abwehrzellen des

Immunsystems gegen bösartige

Melanomzellen anregen soll.

Studien zu diesem sogenannten

„Immunmodulator“ (Ipilimumab,

Yervoy ® , Fa. BMS) zeigten erstmals,

dass nicht nur die mittlere

Überlebenszeit, sondern auch das

Langzeitüberleben betroffener

Patienten wirkungsvoll beeinflusst

werden kann.

Als einen weiteren Erfolg erwies

sich das neue Medikament „Vemurafenib“

(Zelboraf ® , Fa. Roche).

„Etwa die Hälfte aller Melanom-

Patienten weist sogenannte B-Raf-

Mutationen auf. Diese können seit

kurzem mit einem auf molekularer

Ebene wirkenden Hemmstoff

behandelt werden“, erklärt Prof.

Hauschild, der auch an der Zulassungsstudie

dieses Mittels als

europäischer Studienleiter beteiligt

war. „Das Medikament wirkt

meistens bereits nach ein bis zwei

21


22

Medizin und Wissenschaft

Oberärztin Dr. Friederike Egberts und Prof. Dr. Axel Hauschild besprechen einen Hautkrebs-Befund.

Wochen und kann selbst große

Tumoren zu einem schnellen

Rückgang bewegen, was die Lebensqualität

der Patienten deutlich

verbessern kann“, sagt der

Forscher. Für das Medikament, das

bereits im Februar dieses Jahres in

Deutschland zugelassen wurde,

konnte eine erhebliche Lebensverlängerung

und ein gutes Langzeitüberleben

gezeigt werden.

„Die Kehrseite der Medaille sind

Nebenwirkungen wie eine besondere

Lichtempfindlichkeit, Hautausschlag

oder auch das Auftreten

von zumeist gutartigen Hauttumoren,

die zum Formenkreis des

weit weniger gefährlichen hellen

Hautkrebses gehören“, sagt Prof.

Hauschild.

Das nun in Chicago vorgestellte

Präparat „Dabrafenib“ scheint

in dieser Hinsicht vorteilhaft

zu sein: „Das neue Medikament

weist offensichtlich weniger Nebenwirkungen

auf als der bereits

zugelassene B-Raf-Hemmer“, sagt

Prof. Hauschild. Insbesondere

die Lichtempfindlichkeit und das

Auftreten von gutartigen Haut-

tumoren seien bei Dabrafenib nur

selten beobachtet worden. Dass

in kurzer Zeit viele neue Therapieansätze

gefunden werden

konnten, erklärt Prof. Hauschild

mit dem wachsenden Verständnis

der Erkrankung auf molekularer

Ebene: „Heute weiß man, welche

Veränderungen sich im Tumor

abspielen und welche ihn wachsen

lassen.“ Die Anwendung einer

herkömmlichen Chemotherapie

sei mit einem Schrotschuss auf

den Tumor zu vergleichen: Dieser

kann getroffen werden, in

jedem Fall getroffen wird aber der

gesamte Organismus. „Die neuen

Medikamente hingegen stellen

eine zielgerichtete Therapie dar.

Sie wirken auf molekularer Ebene

in den Krebszellen selbst. Damit

Tumore entstehen und wachsen

können, sind sie auf bestimmte

Wachstumsfaktoren und Signalrouten

in der Zelle angewiesen.

Wenn es gelingt, diese Signalwege

zu stören oder zu unterbrechen,

stoppt das Tumorwachstum oder

die Tumorzellen sterben sogar ab“,

erklärt Prof. Hauschild. Um die

Erforschung neuer Therapien vor-

anzutreiben, stellt Prof. Hauschild

mit seinen Kollegen Überlegungen

für Kombinationstherapien

aus verschiedenen Präparaten an:

„Die Kombination aus dem B-Raf-

Medikament und einem MEK-

Hemmer, also einem Mittel, das

ebenfalls gezielt gegen Krebszellen

mobilisieren kann, erscheint sehr

vielversprechend. Denn alle diese

neuen Medikamente haben unterschiedliche

Angriffspunkte.“ Oft

sind Kombinationen mit verstärkten

Nebenwirkungen gepaart, bei

der nun angedachten Kombination

scheint dies jedoch nicht der

Fall zu sein. Die Zulassungsstudie

für einen MEK-Inhibitor mit dem

Namen Trametinib (Fa. GSK), die

ebenfalls in Chicago vorgestellt

wurde, zeige eindrucksvolle Vorteile

für diese neue zielgerichtete

Therapie und lasse eine baldige

Zulassung erwarten.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir

in wenigen Jahren auch Patienten

mit weit fortgeschrittenen Melanomen

nicht nur das Leben unter

lebenswerten Umständen verlängern,

sondern hoffentlich auch

bald heilen können“, sagt Prof.

Hauschild. „Bis dahin gilt es, sorgfältig

durchgeführte Studien zu

intensivieren, aber auch weiterhin

ein Augenmerk auf die Früherkennung

durch das Hautkrebsscreening

zu legen. Besser, es kommt

erst gar nicht zur Therapiediskussion

eines weit fortgeschrittenen

Tumorleidens, sondern der Tumor

wird frühzeitig erkannt, entfernt

und damit geheilt.“

Maximilian Hermsen

Weitere Informationen:

Klinik für Dermatologie,

Venerologie und Allergologie

Campus Kiel

Tel.: 0431 597-18 52


Medizin und Wissenschaft

UKSH startet Präventionskampagne

gegen Mundkrebs

Mundkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung bei Männern. Wird die Krankheit spät

erkannt, ist sie lebensbedrohlich. Dabei lässt sich der Tumor in der Regel gut behandeln,

wenn die Anzeichen früh erkannt werden. Das UKSH beteiligt sich nun an einer Aufklärungskampagne,

die Leben retten kann.

PD Dr. Katrin Hertrampf

„Bereits jeden zweiten Tag wird

die Diagnose Mundkrebs in den

entsprechenden Fachkliniken in

Schleswig-Holstein gestellt. Viel

zu oft wird die Krankheit aber erst

in einem späten Stadium erkannt“,

sagt PD Dr. Katrin Hertrampf,

Wissenschaftlerin und Zahnärztin

an der Klinik für Mund-, Kiefer-

und Gesichtschirurgie am Campus

Kiel. Die Folge sei, dass rund die

Hälfte der Betroffenen kaum länger

als fünf Jahre überlebe. „Die frü-

he Erkennung und Diagnose von

Mundkrebs ist lebensnotwendig“,

so Dr. Hertrampf. „Sie bedeutet

eine deutlich verbesserte Heilungschance.“

„Die operative Therapie von Mundkrebs

ist für die Betroffenen besonders

belastend, je später der Tumor

entdeckt wird“, sagt Professor Jörg

Wiltfang, Direktor der Klinik für

Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie.

„Die Tumore liegen im

sensiblen Bereich in der Mundhöhle

und die Entfernung kann zu funktionellen

und ästhetischen Einbußen

führen. Das bedeutet eine

erschwerte Kommunikation und

Ernährung. Aber auch im sozialen

Umfeld können dadurch Probleme

entstehen. Die Früherkennung ist

deshalb nicht nur entscheidend für

die Lebenserwartung sondern auch

wichtig für die Lebensqualität der

Patientinnen und Patienten.“

Ein unscheinbarer weißer Fleck

in der Mundhöhle ist Vorbote der

Krankheit. Zur Vorbeugung und

frühen Diagnose bedarf es einer

regelmäßigen Untersuchung der

Mundschleimhäute. Dr. Hertrampf:

„Die Untersuchung erfolgt kurz

und schmerzlos beim Zahnarzttermin.

Im Vorfeld sind die zahnärztlichen

Kolleginnen und Kollegen

für dieses Thema über verschiedene

Fortbildungsmöglichkeiten sensibilisiert

worden. Jetzt soll die Bevölkerung

über Früherkennung und

Risikofaktoren informiert werden.

So hoffen wir, die Anzahl an Mundkrebserkrankungen

zu reduzieren

und die Überlebenschance deutlich

zu erhöhen.“

Für dieses Ziel hat Dr. Hertrampf

die Kampagne „Gemeinsam gegen

Mundkrebs in Schleswig-Holstein

ins Leben gerufen. Dazu fand die

Wissenschaftlerin starke Partner:

Nicht nur das UKSH und die

Christian-Albrechts-Universität zu

Kiel (CAU) sondern auch das Gesundheitsministerium

Schleswig-

Holstein und die Zahnärztekammer

Schleswig-Holstein unterstützen

die Aufklärungskampagne. Um die

Wirksamkeit dieser Strategie zu beweisen,

begleitet Dr. Hertrampf die

Kampagne mit einer wissenschaftlichen

Studie.

Der Startschuss für das Projekt

fiel im Frühjahr auf einer Informationsveranstaltung

im Kie-

23


24

Medizin und Wissenschaft

ler CITTI-PARK. Der damalige

Gesundheitsminister Dr. Heiner

Garg betonte zum Auftakt: „Wie so

oft bei guten Ideen ist auch die Idee

hinter der Kampagne so einfach wie

überzeugend: Früh erkannt hat gute

Heilungschancen, gute Prognosen

und die Aussicht auf eine bessere

Lebensqualität.“

Dr. K. Ulrich Rubehn, Präsident

der Zahnärztekammer Schleswig-

Holstein, erläuterte, dass vor allem

Rauchen und Alkohol besonders

hohe Risikofaktoren seien. Doch

grundsätzlich könne jeder Mensch

an Mundkrebs erkranken: „Wir

Zahnärzte sind bestens geschult

für den gesamten Mundraum. Bei

einem Verdacht werden entweder

Abstriche genommen oder die

Betroffenen werden direkt an die

Spezialistinnen und Spezialisten

des UKSH überwiesen.“

Um den Blick für Mundkrebserkrankungen

zu schulen, bietet die

Zahnärztekammer den Zahnärztinnen

und Zahnärzten regelmäßige

Nachrichten

Miriam Konrad, Zahnärztin am UKSH, untersucht eine Patientin. Die Untersuchung ist kurz und völlig

schmerzlos.

Fortbildungen an. „Wichtig ist zum

Beispiel auch der Blick unter den

Zahnersatz“, so Dr. Rubehn.

Unterstützt wird die Kampagne

durch viele Zahnärzte und Ärzte

aus Schleswig-Holstein und durch

die Friede-Springer-Stiftung sowie

das Gesundheitsministerium

Schleswig-Holstein. Am UKSH

beteiligen sich interdisziplinär und

Gesundheitsforum jetzt mit erweitertem Programm

Im April eröffneten der damalige

schleswig-holsteinische Gesundheitsminister

Dr. Heiner Garg und

Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender

des UKSH, das neue

Gesundheitsforum am Campus

Lübeck im Alten Kesselhaus.

Erfahrungen und Leistungen der

„Spitzenmedizin made in Schleswig-Holstein

werden hier mit

einem vielseitigen wöchentlichen

Programm für interessierte Bürger

präsentiert.

Das Gesundheitsforum am Campus

Lübeck bot bisher einmal im

Monat öffentliche Vorträge zu aktuellen

medizinischen Themen an.

Aufgrund der großen Resonanz

interessierter Bürgerinnen und

Bürger wurde das Gesundheitsforum

nun deutlich ausgebaut.

Besucher können unter mehreren

Vortrags- und Seminarterminen

pro Woche wählen. Das erweiterte

Programm läuft im UKSH Gesundheitsforum

im CITTI-PARK

Kiel bereits seit Dezember 2010

mit großem Erfolg. 2011 kamen

über 6.000 Besucher zu den Veranstaltungen.

Die Experten des UKSH – Ärzte,

Psychologen, Therapeuten und

Wissenschaftler von Weltruf – stellen

die Themen im Gesundheitsfo-

campusübergreifend Kliniken an

den Standorten Kiel und Lübeck.

Maximilian Hermsen

Weitere Informationen:

Klinik für Mund-, Kiefer- und

Gesichtschirurgie

Campus Kiel

PD Dr. Katrin Hertrampf

www.mundkrebs.info

rum in leicht verständlicher Form

vor und stehen anschließend für

Gespräche zur Verfügung. Das Veranstaltungsprogramm

wird in den

kommenden beiden Jahren im Alten

Kesselhaus auf dem Campus Lübeck

stattfinden, bevor im Jahr 2014 der

Umzug in den dann ausgebauten

CITTI-PARK Lübeck geplant ist.

Die Vorträge sind kostenfrei. Eine

Anmeldung wird empfohlen,

damit ein Platz reserviert werden

kann: per E-Mail an Gesundheitsforum-Luebeck@uksh.de

oder

telefonisch unter 0451 500-3880.

(s. Vorschau Seite 51)


Medizin und Wissenschaft

Hormonzentrum Nord

Kompetent bei Hormonerkrankungen

Im vergangenen Jahr ist das Hormonzentrum Nord am UKSH gegründet worden. Patienten mit

hormonellen Erkrankungen wird hier campusübergreifend das gesamte Spektrum der modernen

Medizin geboten. Die Fachexpertise der beteiligten Kliniken und Institute in Kiel und Lübeck und

die interdisziplinäre Vernetzung liefern beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie.

Die Diagnose erfolgt im Hormonzentrum Nord mit

modernsten Untersuchungsverfahren.

Die Diagnostik hormoneller Erkrankungen

erfordert umfassendes

Wissen über das komplizierte

Zusammenspiel der Hormone im

Körper. Nur wenn die behandelnden

Spezialisten alle Aspekte richtig

werten und einordnen, kann eine erfolgreiche

Therapie entwickelt werden.

Modernste Techniken in den

Kliniken und im Zentrallabor des

UKSH unterstützen die erfahrenen

Ärzte bei ihrer Arbeit. Die Endokri-

nologie (Lehre von den Hormonen)

ist ein sehr forschungsintensiver

Bereich am UKSH. Deshalb kann

das Hormonzentrum Nord seinen

Patienten auch den direkten Zugang

zu neuesten diagnostischen und therapeutischen

Methoden bieten.

Diagnostiziert und behandelt werden

im Hormonzentrum Nord alle

Arten von Hormonstörungen bei

Kindern und Erwachsenen, alle Formen

des Diabetes, Adipositas, osteologische

Erkrankungen und neuroendrokrine

Tumorerkrankungen.

Einen wichtigen Schwerpunkt bildet

darüber hinaus die Reproduktionsmedizin

(Kinderwunschzentren in

Kiel und Lübeck). Die Expertise des

Hormonzentrums gilt auch für sehr

seltene und besonders komplizierte

Erkrankungen. Viele Patienten kommen

mit einer langen medizinischen

Vorgeschichte und vielen Befunden

in das UKSH. Diesen Patienten zu

helfen, ist ein spezielles Angebot des

Hormonzentrums.

Zu den am häufigsten auftretenden

Hormonstörungen gehören Erkrankungen

der Schilddrüse, der Nebenschilddrüsen,

Speicheldrüsen und

Nebennieren. Aus hormonbilden-

den Zellen können sich darüber

hinaus sogenannte neuroendokrine

Tumoren entwickeln, die einer

speziellen Therapie bedürfen. In

der Kinderendokrinologie werden

u.a. Klein- und Hochwuchs sowie

Störungen der Pubertät diagnostiziert

und behandelt. Eine besondere

Expertise besitzt das UKSH auch

bei Störungen der Geschlechtsentwicklung.

Die Diagnose erfolgt im UKSH mit

verschiedensten modernen Untersuchungsverfahren.

Dazu gehören

u.a. Hormonbestimmungen,

endokrinologische Funktionstests

und Ultraschalluntersuchungen.

Durch die enge interdisziplinäre

Zusammenarbeit stehen auch alle

modernen Bildgebungsverfahren

wie Computertomographie, Magnet-Resonanztomographie,Szintigraphie

und Positronenemissions-

Tomographie zur Verfügung. Die

Diagnostik und Therapie kann je

nach Art der Erkrankung ambulant

oder stationär erfolgen.

Marlis Müller-Frommeyer

Weitere Informationen:

www.uksh.de/Hormonzentrum

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Medizin und Wissenschaft

25 Jahre Lebertransplantationen

am Campus Kiel

Vor 25 Jahren wurde am Campus Kiel zum ersten Mal in Schleswig-Holstein eine Leber

transplantiert. Inzwischen ist der Eingriff ein vielfach erprobtes und lebensrettendes Verfahren,

das Menschen mit schweren Lebererkrankungen Hoffnung gibt. Mittlerweile erfolgten

558 Lebertransplantationen an der Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie in Kiel.

Die erste Lebertransplantation am

Campus Kiel fand am 19. Juli 1987

statt. Die Patientin verstarb im Jahr

2000 an einer Krebserkrankung. Die

zweite Patientin, die am 28. Januar

des Folgejahres eine neue Leber erhielt,

erfreut sich guter Gesundheit.

Am 24. Mai 2012 wurde die 555.

Lebertransplantation am Campus

Kiel erfolgreich vorgenommen. Die

neun Monate alte Patientin hat die

Lebendspende-Lebertransplantation

gut überstanden und kann demnächst

nach Hause entlassen werden.

Der Vater, der einen Teil seiner

Leber spendete, wurde bereits nach

fünf Tagen entlassen und freut sich

mit seiner Frau an deren genesenden

Tochter.

Die Leber ist das zentrale Organ für

den menschlichen Stoffwechsel und

erfüllt zahlreiche lebenswichtige

Aufgaben. Durch viele verschiedene

Ursachen kann sie jedoch geschädigt

werden, beispielweise durch Infektionen

(z.B. Hepatitis C), Autoimmunerkrankungen

(z.B. Autoimmunhepatitis),

Stoffwechselstörungen,

Lebertumoren oder Vergiftungen

und Alkohol. Je nach Erkrankung

kann es über kurz oder lang zu einer

Schädigung der Leber und zur Le-

berzirrhose kommen. Die Entscheidung,

ob eine Lebertransplantation

erforderlich ist, treffen am UKSH

erfahrene Transplantationsspezialisten.

Angesichts der begrenzten

Zahl von Spenderorganen muss bei

der Transplantation die Krankheit

soweit fortgeschritten sein, dass

ohne die Organverpflanzung das

Leben des Patienten bedroht ist. Die

Zuweisung der zur Verfügung stehenden

Spenderorgane wird von der

zentralen Vergabestelle „Eurotransplant“

koordiniert.

„Gegenwärtig besteht die Herausforderung

bei der Lebertransplantation

darin, die steigende Zahl

lebensbedrohlich erkrankter Patienten,

die auf der Intensivstation

auf eine Transplantation warten, zu

versorgen“, sagt PD Dr. Felix Braun,

Geschäftsführender Oberarzt an

der Klinik für Allgemeine Chirurgie

und Thoraxchirurgie am Campus

Kiel. „Dies gelingt uns vor allem

deshalb sehr gut, weil das gesamte

interdisziplinäre Team hervorragend

zusammenarbeitet. Daher zählen

und zählten wir in der Vergangenheit

regelmäßig zu den erfolgreichsten

Transplantationszentren in

Deutschland. Mit Professor Becker

haben wir einen international

ausgewiesenen Spezialisten gewinnen

können, der das Transplantationsprogramm

auch im Bereich der

Lebendspende weiter stärken wird.“

Ein weiteres Zeichen für die Leistungsfähigkeit

der Klinik ist die

Möglichkeit, bereits kleinste Kinder

und Säuglinge mit einer Lebertransplantation

zu versorgen – ein

Verfahren, das seit 2006 in Kiel

angewendet wird. „Unser jüngster

Patient war zwei Monate alt, der

älteste 75 Jahre“, berichtet PD Dr.

Braun. Aufgrund des jungen, sehr

empfindlichen Organismus von

Kindern ist der Eingriff sehr viel

komplexer als bei Erwachsenen. Dabei

spielt die sogenannte Teilleber-

oder Lebendspende eine große Rolle,

bei dem meist einem Elternteil ein

Stück der Leber entnommen und

dem Kind eingepflanzt wird.

„Inzwischen hat die Transplantationsmedizin

große Fortschritte

gemacht. Insbesondere konnten wir

die Lebensqualität und das Langzeitüberleben

unserer Patienten deutlich

verbessern“, sagt Prof. Thomas

Becker, Direktor der Klinik für

Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie.

„Dies ist auch der her-

27


28

Medizin und Wissenschaft

PD Dr. Felix Braun erörtert mit seinen Kollegen die ideale Behandlungsstrategie für seine Patienten.

vorragenden Zusammenarbeit aller

Kollegen zu verdanken, deren Arbeit

perfekt aufeinander abgestimmt ist.“

Inzwischen ist das Transplantationszentrum

am Campus Kiel eines

der wenigen Zentren in Deutschland,

das das gesamte Spektrum der

Organtransplantation abdeckt. So

werden Herz-, Lungen-, simultane

Herz-Lungen-Transplantationen als

auch die Verpflanzung von Leber,

Bauchspeicheldrüse, Dünndarm und

Nieren durchgeführt. Ein Team aus

Experten verschiedener Fachrichtungen

betreut die Patienten, unter

anderem Internisten, Kinderärzte,

Chirurgen, Intensivmediziner,

Anästhesisten, Psychologen und

spezialisiertes Pflegepersonal. Die

psychologische Beratung der Pati-

213177/3318_180x30,5_Weigert_411699 22.05.12 14:57 Seite 1

enten wird vom Referenzzentrum

Lebensqualität (RZLQ) am UKSH

für den gesamten Behandlungszeitraum

angeboten. Eine besondere

Rolle kommt den Transplantations-

Koordinatoren zu, die Tag und

Nacht in Bereitschaft sind, um im

Falle eines Organangebots aus der

Eurotransplant-Region für einen

reibungslosen Ablauf und die

schnellstmögliche Aufstellung eines

Operationsteams zu sorgen sowie

den Organtransport zu koordinieren.

Um die Lebensqualität und das

Langzeitüberleben der Patienten

zukünftig weiter zu steigern, leisten

die verschiedenen Fachrichtungen

am UKSH einen Beitrag zur Forschung.

Durch die Zusammenarbeit

von Grundlagenwissenschaftlern

und Ärzten haben die Patienten

Zugang zu klinischen Studien, die

moderne Therapiemöglichkeiten

bieten. So arbeiten die Forscher

intensiv daran, die erforderliche

Medikamentengabe, die eine Abstoßung

des transplantierten Organs

(die sogenannte Immunsuppression)

zu minimieren, um für die Patienten

eine noch bessere Lebensqualität zu

erreichen.

Maximilian Hermsen

Weitere Informationen:

Klinik für Allgemeine Chirurgie

und Thoraxchirurgie

Campus Kiel

Tel.: 0431 597- 43 01

Die IPV bedankt sich für die freundliche Unterstützung der

Fa. Weigert GmbH & Co. KG


Medizin und Wissenschaft

Wie wirken Arzneistoffe

auf unseren Organismus?

Mit der Wirkung von Arzneistoffen auf den menschlichen Organismus beschäftigen sich die

Wissenschaftler des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie

am UKSH. Die Ergebnisse ihrer Grundlagenforschung kommen langfristig den Patienten zu

Gute. Doch zunächst steht der Erkenntnisgewinn im Vordergrund.

Prof. Dr. Markus Schwaninger, Dr. Godwin Dogbevia und Dr. Helge Müller-Fielitz besprechen am konfokalen

Mikroskop histologische Befunde.

Einen der Forschungsschwerpunkte

des Instituts bildet die Neuropharmakologie.

Sie befasst sich mit

der Wirkung von Arzneistoffen auf

das Nervensystem. Die Pharmakologen

betreiben in erster Linie

Grundlagenforschung. Dabei steht

zunächst der reine Erkenntnisgewinn

im Vordergrund. Die Grundlagenforschung

schafft die Basis für

weitergehende wissenschaftliche

Untersuchungen. Deren Ausgangspunkt

sind dann konkrete Fragestellungen,

um etwa medikamen-

töse Therapien zu verbessern oder

die Entstehung von Krankheiten

besser zu verstehen. Am Anfang

pharmakologischer Forschung

stehen die Fragen „Was macht die

Substanz mit dem Körper?“ und

„Was macht der Körper mit der

Substanz?“.

Zurzeit untersucht das Team um

Prof. Markus Schwaninger, der

die Leitung des Instituts im vergangenen

Jahr übernommen hat,

ob es möglich ist, Viren für einen

Gentransfer ins Gehirn zu entwickeln.

Das Gehirn ist durch die

Blut-Hirn-Schranke, die vorwiegend

aus Endothelzellen besteht,

vom restlichen Körper getrennt.

Sie bildet eine Barriere zwischen

Blutkreislauf und Zentralnervensystem.

„Einerseits schützt sie das

Gehirn vor schädigenden Faktoren,

die über das Blut transportiert

werden. Andererseits erschwert

die Blut-Hirn-Schranke aber auch

die medikamentöse Behandlung

von neurologischen Erkrankungen,

denn nicht allen Wirkstoffen gelingt

es, die Schranke zu durchbrechen“,

erklärt Prof. Schwaninger.

Eine Reihe von Erkrankungen wie

z. B. Morbus Alzheimer, Multiple

Sklerose oder ALS (Amyotrophe

Lateralsklerose) könnte also auf der

Basis von Enzymen oder Genen behandelt

werden, wenn die entsprechenden

Wirkstoffe die Schranke

in ausreichender Konzentration

durchdringen und so direkt an den

Wirkungsort gelangen würden.

Trotz intensiver internationaler

Forschung ist es jedoch bisher

nicht gelungen, die Mechanismen

der Barriere im Gehirn genau zu

verstehen.

29


30

Medizin und Wissenschaft

Die Pharmakologen arbeiten in

diesem Bereich eng mit dem Institut

für Biomedizinische Optik am

Campus Lübeck zusammen. Dort

stehen Zwei-Photonenmikroskope

zur Verfügung, mit denen Untersuchungen

von lebendem Gewebe in

tiefen Bereichen möglich sind, die

sich sonst nicht bildlich darstellen

lassen. Gearbeitet wird mit adenoassoziierten

Viren. Sie verbreiten

keine Krankheiten, sondern dienen

quasi als Transportmittel für Gene.

Die Forschungsergebnisse der

Pharmakologen sind langfristig

auch für die klinische Praxis von

Bedeutung. „Aktuell konnten wir

z.B. zeigen, dass Gehirngefäßzellen

direkt an der Entstehung von Fieber

beteiligt sind. Auch zum Thema

Durchblutung beim ischämischen

Schlaganfall haben wir interessante

Ergebnisse, aus denen sich langfristig

neue Therapieoptionen für diese

bisher nur schlecht behandelbare

Form des Schlaganfalls ergeben

können“, erläutert Prof. Dr. Markus

Schwaninger.

Das Institut für Experimentelle

und Klinische Pharmakologie und

Toxikologie bietet jetzt auch einen

besonderen Beratungsservice für

die Kollegen in den Kliniken an.

Wer Fragen zur Wirkung bestimmter

Arzneistoffe hat, kann sich

unter der Telefonnummer -2681 an

Jutta Hüller-Diedrich wenden. Die

Mitarbeiter des Instituts werden

dann mit einer fundierten schriftlichen

Äußerung (inklusive Literaturangaben)

antworten.

Marlis Müller-Frommeyer

Weitere Informationen:

Institut für Experimentelle und Klinische

Pharmakologie und Toxikologie

Campus Lübeck

Tel.: 0451 500-2681


Medizin und Wissenschaft

Doc 2 Port

UKSH bietet Datenportal

für niedergelassene Ärzte

Mit einem an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Campus Kiel neu entwickelten

Datenportal bekommen einweisende Ärzte einen direkten Zugriff auf die Patientendaten der

Klinik. Ziel des internetbasierten Systems „doc2port“ ist die Verbesserung der Zusammenarbeit

zwischen Klinik und den niedergelassenen Ärzten in der Praxis.

„Bisher findet der Austausch von

Patienteninformationen wie Befunden

oder Entlassungsbriefen zwischen

Klinik und Praxis vorrangig

per Fax oder auf dem Postweg statt.

Mit unserem doc2port-System

machen wir einen großen Schritt zu

einer verbesserten Kommunikation

mit unseren niedergelassenen Kollegen“,

sagt Dr. Thoralf Schollmeyer,

Leitender Oberarzt der Klinik für

Gynäkologie und Geburtshilfe und

Initiator des Projektes. „Wir schaffen

eine größere Transparenz in der

Behandlung, sparen dem Patienten

und dem medizinischen Personal

wertvolle Zeit und senken nebenbei

die Behandlungskosten.“ Klinikdirektor

Prof. Dr. Dr. Walter Jonat

fügt hinzu: „Unser neues Portal ist

ein vielversprechendes Instrument,

das eine noch bessere Zusammenarbeit

zwischen den einweisenden

Praxen und unserer Klinik für eine

lückenlose und effektive Behandlung

unserer Patienten ermöglicht.“

„Alle Patientendaten, die am UKSH

erhoben werden, werden in einem

digitalen Patientenmanagement-

System gespeichert – einschließlich

Befunde mit Röntgenbildern oder

Aufnahmen aus dem Computerto-

Die Projektbeteiligten des UKSH bei der Zertifikatsübergabe an zwei niedergelassene Frauenärzte:

v.l.: Marita Lehmann (IT Frauenklinik), Dr. Tim Becker (IT-Servicegesellschaft), Dr. Thoralf Schollmeyer

(Leitender Oberarzt Frauenklinik), Thomas Hortmann (IT-Servicegesellschaft), Dr. Angela Carstensen

(Frauenärztin, Kinderwunsch Kiel), Dr. Werner Pauls (Leiter Stabstelle IT), Dr. Dieter Vogler (Frauenarzt,

Preetz) und Prof. Dr. Dr. Walter Jonat (Direktor der Frauenklinik)

mographen“, erklärt Dr. Schollmeyer.

Mithilfe des doc2port-Systems

erhält der niedergelassene Arzt,

sofern er Interesse hat, über eine

sichere Internetverbindung direkten

Zugriff auf sämtliche dieser

Daten, die bei einer Behandlung

seiner Patienten im UKSH anfallen.

„Ähnlich wie beim Internetbanking

benötigt die teilnehmende Arztpraxis

lediglich einen Computer

mit Internetzugang und kann sich

über den Webbrowser ins System

einloggen“, so Dr. Schollmeyer.

Der Vorteil: Sobald die Befunde

ins System gestellt werden, ist der

behandelnde Arzt informiert und

kann so präziser und schneller den

Untersuchungs- und Behandlungsverlauf

nachvollziehen.

Neben der intuitiven Bedienbarkeit

für die Arztpraxis und der Arbeitsersparnis

für das medizinische und

pflegerische Personal wurde bei

der Entwicklung und Erprobung

31

© WavebreakmediaMicro - Fotolia.com


32

Nachrichten

des Systems besonderer Wert auf

die Einhaltung sämtlicher Datenschutz-

und Datensicherheitsbestimmungen

gelegt. „Wichtig ist,

dass der Patient jederzeit Herr über

seine Daten bleibt“, betont Dr.

Schollmeyer. So muss er der Nutzung

des Portals schriftlich zustim-

Buchtipp zum

Thema Burnout

Burnout, früher als Manager- und

Stresskrankheit beschrieben, betrifft

heute alle Berufs- und Altersgruppen.

Durch immer höhere

Leistungsanforderungen gelangen

viele Menschen an die Grenzen

ihrer psychischen Belastbarkeit.

Am UKSH, Campus Kiel, haben Dr.

Wolf-Dieter Gerber, Direktor des

Instituts für Medizinische Psychologie

und Medizinische Soziologie,

und Dr. Gabriele Gerber-von Müller,

Teamleiterin der Ambulanz für

Verhaltensprävention in Familien

(ViFa) das „Hörbuch Burnout“

veröffentlicht.

Es weist Betroffenen, Angehörigen,

Ärzten und anderen Interessenten

Wege aus dem Burnout

durch Informationen und konkrete

Handlungsanweisungen. Zudem

wird vermittelt, wie man mit den

richtigen Entspannungstechniken

Stresssituationen im Alltag bewältigen

kann. Anhand von zwei

Audio-CDs und einer Begleitbroschüre

wird der Hörer über die

Ursachen des Burnouts informiert

und an einem Beispiel dargestellt,

wie Betroffene langsam wieder

in ein normales und zufriedenes

Leben zurückfinden können.

Titel: Hörbuch Burnout – Mein

Weg zu einem neuen Leben.

ISBN: 978-3-9813478-1-4

men und kann diese Zustimmung

jederzeit wieder entziehen. „Zudem

stehen die jeweiligen Daten selbstverständlich

nur den einweisenden

beziehungsweise behandelnden

Ärzten zur Verfügung, die sich

zuvor für das Portal zertifiziert

haben. Die Daten werden über eine

Mit einer Jubiläumswoche feiert die

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

das 100-jährige Bestehen

der Psychiatrie am heutigen Campus

Lübeck.

1912 eröffnete die Hansestadt

Lübeck die damalige Heilanstalt

Strecknitz zur medizinischen Versorgung

psychisch kranker Menschen.

Diese ist der Ausgangspunkt

für den heutigen Campus Lübeck.

Die Heilanstalt zählte zu den modernsten

Einrichtungen ihrer Zeit.

Am 29. August 2012 gibt ein Wis-

mehrfach gesicherte Verbindung

übermittelt“, sagt Dr. Schollmeyer.

Als nächste Klinik wird die Chirurgie

ihren Einweisern diesen Service

anbieten, sukzessive sollen weitere

Fachrichtungen folgen.

Maximilian Hermsen

Klinik für Psychiatrie feiert 100-jähriges

Bestehen am heutigen Campus Lübeck

Grundsteinlegung 1909

senschaftssymposium Einblicke in

die Geschichte und Architektur der

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

Am 1. September 2012

findet von 11-18 Uhr ein großes

Jubiläums-Sommerfest mit einem

bunten Programm für Jung und Alt

statt. Patienten, Besucher, Mitarbeiter

und interessierte Bürger sind

herzlich eingeladen, zwischen den

Gebäuden der Klinik für Psychiatrie

und Psychotherapie im Grünen zu

feiern. Die Klinik präsentiert dabei

auch ihre Arbeit und die historische

Architektur.


Blickpunkt

Die Amöbe

erwacht zum Leben

Der Neubau des Zentrums für Molekulare Biowissenschaften (ZMB) in Form einer Amöbe

ist offiziell an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) übergeben worden. Die

Forschungsplattform bietet Wissenschaftlern verschiedener Fächer künftig die Möglichkeit,

vielfältige biologische Systeme unter einem Dach zu entschlüsseln.

Dr. Cordelia Andreßen nahm noch

in ihrer Funktion als Wissenschafts-Staatssekretärin

den symbolischen

Schlüssel vom Gebäudemanagement

Schleswig-Holstein

AöR (GMSH) in Empfang und

übergab ihn an die Kieler Universität.

Die Kosten für den Neubau

in Höhe von rund 24 Millionen

Euro wurden vollständig vom Land

getragen. Weitere fünf Millionen

Euro aus dem Zukunftsprogramm

Wirtschaft und dem Schleswig-

Holstein Fonds werden für die Geräteausstattung

aufgewendet. „Die

neuen Forschungsmöglichkeiten

sind nicht nur für die Medizin von

eminenter Bedeutung, sondern

auch für die Biologie und die Agrar-

und Ernährungswissenschaften.

Interdisziplinarität wird hier

deshalb nicht nur groß geschrieben,

sie wird auch gelebt werden“,

sagte die Staatssekretärin. „Es

zeigt sich in der Wissenschaftslandschaft,

dass wir nur mit einem

solchen Ansatz im Wettbewerb um

Exzellenz erfolgreich sein werden.“

Dies gelte für Drittmitteleinwerbung

aber auch mit Blick auf die

Attraktivität für Nachwuchswissenschaftler.

In dem Neubau spiegelt sich auch

das enorme Entwicklungspotential

der Kieler Universität wider,

sagte Professor Gerhard Fouquet,

Präsident der CAU: „Das Zentrum

für Molekulare Biowissenschaften

steht Wissenschaftlern aus drei

Fakultäten und zahlreichen Projekten

zur Verfügung. Durch die

flexible Aufteilung der Räume hat

jedes Team die Möglichkeit, sich

Labor und Arbeitsplatz entsprechend

individueller Bedürfnisse

zusammenzustellen. Das ZMB

mit seinen verschiebbaren Wänden

steht damit für universitäre

33


34

Blickpunkt

Forschung, die in Bewegung bleibt

und Grenzen zwischen Disziplinen

auflöst.“

Die sechs Stockwerke samt

Untergeschoss bieten der Medizinischen,

Mathematisch-

Naturwissenschaftlichen sowie

der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen

Fakultät auf einer

Nutzfläche von 3.100 Quadratmetern

ideale Voraussetzungen

für ihre Arbeit. „Neben den

universitären Forschungsgruppen

beherbergt das ZMB auch die in

Deutschland einmalige Biobank

‚popgen’. Für die Lagerung der Proben

wurde eigens ein begehbarer

Kälteschrank eingerichtet, der bis

zu Minus 80 Grad Celsius erreicht.

Darüber hinaus können sich junge

Biotech-Unternehmen in einer

Etage einmieten und den direkten

Austausch mit Wissenschaftlern

nutzen“, ergänzte CAU-Vizepräsident

Professor Thomas Bosch.

„Das ZMB ist nicht nur ein äußerlich

sichtbares Zeichen, dass

Schleswig-Holstein auch weiterhin

in der molekulargenetische

Forschung am Menschen ein

Leuchtturm sein will. Es ist auch

eine notwendige Investition, um

diese Forschung in die Zukunft zu

führen“, betonte Professor Stefan

Schreiber, Dekan der Kieler Medizinischen

Fakultät und Direktor

der Klinik für Innere Medizin I

und des Instituts für Klinische

Molekularbiologie des UKSH. „In

einem internationalen Rennen

wird derzeit entschieden, wo das

Wissen um die wirklichen Krankheitsursachen

entsteht und zuerst

in die Behandlung umgesetzt

wird.“ Das ZMB stelle die dafür

benötigten Voraussetzungen zur

Verfügung, so Schreiber.

Das Innere des Gebäudes steht

ganz im Zeichen der Flexibilität.

Professor Gunter Henn, Architekt

des Gebäudes, sagte über den Neubau

des ZMB: „Die Architektur

der Räume muss den Wissensfluss

ermöglichen.“ Trotz aller Flexibilität

gibt es eine feste Aufteilung

im Gebäude. Vom Untergeschoss

bis zum zweiten Geschoss sowie in

der vierten Etage finden eine Reihe

von universitären Einrichtungen

Raum für interdisziplinäre Forschung.

Hier gibt es die Möglichkeit,

Analysen, Sequenzierungen

oder Genotypisierungen vorzunehmen.

Zudem wird es auch ein

DNA-Labor und Räume für die

Zellbiologie geben.


Blickpunkt

Schleswig-Holsteins Megaprojekt

Universitätsmedizin der Zukunft

An den beiden Standorten des UKSH in Kiel und Lübeck sollen im Bereich der Krankenversorgung

ab 2014 insgesamt 380 Mio. Euro für Neubauten und Sanierungen investiert werden.

Mit dem Bau der Universitätsmedizin der Zukunft stellt sich das UKSH den Herausforderungen

der Medizin des 21. Jahrhunderts.

Das Ausschreibungsverfahren für

das Neubau- und Sanierungsprojekt

des Universitätsklinikums

Schleswig-Holstein ist abgeschlossen.

Aus den Bewerbungen lädt das

UKSH die fünf leistungsfähigsten

Anbieter zu einem Dialog ein, dessen

Ergebnis der Zuschlag auf das

wirtschaftlichste Angebot sein soll.

„Wichtigster Faktor bei der Planung

ist und bleibt der Patient,

deshalb ist es uns ein wichtiges

Anliegen, alle Bereiche in die

Planung mit einzubeziehen, die

mit der Versorgung unmittelbar

befasst sind“, sagt Prof. Dr. Jens

Scholz, Vorstandsvorsitzender des

UKSH. „Besonderer Dank gilt den

Institutionen in Politik und Gesellschaft

sowie den Bürgerinnen

und Bürgern unseres Landes, die

sich zu ihrem Universitätsklinikum

Schleswig-Holstein bekannt

haben und den Weg zur Realisierung

des baulichen Masterplanes

frei gemacht haben.“

Die Experten des UKSH berücksichtigen

mit dem Megaprojekt

nicht nur die Folgen des demografischen

Wandels zu einer immer

älter werdenden Gesellschaft. Der

einzige Maximalversorger des Landes

Schleswig-Holstein hat dabei

sowohl den stationären als auch

den ambulanten Sektor bei der

Bau- und Prozessplanung zu bedenken.

Dies gilt für aufwändigste

Diagnostik und Therapieverfahren

genauso wie für den Umgang mit

Katastrophen oder Epidemien. Bedacht

werden müssen die aktuellen

Entwicklungen in der Zell- und

Molekularbiologie, Biotechnologie

sowie der Apparatemedizin

und EDV inklusive bildgebender

Verfahren und Telemedizin – bis

hin zum Wandel der theoretischen

Grundlagen.

Ein zeitgemäßes Management, das

darauf abzielt, die hochkomplexen

medizinischen und administrativen

Einheiten effektiv aufeinander

abzustimmen, bedarf einer hochflexiblen

Infrastruktur. Geschaffen

werden nun die baulichen und

strukturellen Voraussetzungen,

um eine effektive Bündelung der

Kräfte in zentralen und interdisziplinären

Einrichtungen und damit

den erforderlichen Strukturwandel

zu erreichen.

Alle Kliniken und Institute, die

medizinischen Versorgungszentren

sowie die Ärztinnen und Ärzte

und die Pflegekräfte werden in die

Planung der Universitätsmedizin

der Zukunft einbezogen. Neben

den klinischen Herausforderungen

begegnet das Universitätsklinikums

Schleswig-Holstein den Anforderungen

des Arbeitsmarktes

durch einen für jede Mitarbeiterin

und jeden Mitarbeiter spürbaren

Attraktivitätsgewinn.

Die Gestaltung der Arbeitsplätze

und damit der Funktionsabläufe

muss den speziellen Bedürfnissen

und Fähigkeiten der Chirurgen im

Hybrid-Operationssaal genauso

gerecht werden, wie der Servicekraft,

die dem Patienten das Mittagessen

heiß servieren möchte.

Mit der Umsetzung des baulichen

Masterplanes besteht die große

Chance zur Errichtung zweier moderner

Klinikstandorte aus einem

Guss, die so flexibel konzipiert

sind, dass sie späteren Entwicklungen

angepasst werden können.

Webcam:

www.uksh.de/masterplan

35


36

So wird der Eingangsbereich des neuen Forschungsgebäudes aussehen: Viel Tageslicht fließt in die innen liegenden Räume.

Bild: Hammeskrause Architekten, Stuttgart


Rubrik Blickpunkt

Moderner Neubau

für biomedizinische Forschung

Bisher sind nur ein paar Bagger auf der Baustelle an der Marie-Curie-Straße auf dem

Lübecker Campus zu sehen. Doch das wird sich bald ändern: Hier entsteht ein großes

hochmodernes Forschungszentrum: das Center of Brain, Behavior and Metabolism (CBBM).

Die Fertigstellung ist für den Herbst 2014 geplant.

Der Forschungsschwerpunkt „Gehirn,

Hormone und Verhalten“ hat

eine lange Tradition am Campus

Lübeck. Jetzt bekommen die beteiligten

Wissenschaftler, die sich

bereits 2009 zum „Center of Brain,

Behavior and Metabolism“ (CBBM)

zusammengeschlossen haben, ein

neues Gebäude, in dem sie unter

einem Dach arbeiten können.

Der nach dem Forschungsverbund

ebenfalls CBBM genannte Neubau

wird zwischen dem Zentrum

für Medizinische Struktur- und

Zellbiologie und dem Zentralklinikum

an der Marie-Curie-Straße

errichtet. In unmittelbarer Nähe

befinden sich das Informatikum

und der geplante Bau eines Instituts-Gebäudes

der Fraunhofer-

Gesellschaft. Das CBBM bietet

ausreichend Platz und mit seiner

High-Tech-Ausstattung ganz

neue Möglichkeiten für die Wissenschaftler

aus verschiedenen

Fachgebieten. Die Arbeit unter

einem Dach soll die gemeinsamen

Forschungsvorhaben unterstützen

und die Interaktionen und Kooperationen

zwischen Grundlagenforschung

und klinischen Projekten

fördern.

„Mit diesem Gebäude und der

Zusammenführung zahlreicher

bislang auf dem Campus verstreuter

Arbeitsgruppen wird die Forschung

in Lübeck auf dem Gebiet

der Neuroendokrinologie und des

Energiestoffwechsels nachhaltig

gestärkt und international weiter

sichtbar gemacht“, betonte Prof. Dr.

Hendrik Lehnert, Direktor der Medizinischen

Klinik I und Sprecher

des CBBM, anlässlich des 1. Spatenstichs

für den Neubau im März.

Langfristig werde dies nicht nur für

die Grundlagenforschung, sondern

auch für die Klinik zu sehr bedeutsamen

Erkenntnissen und damit zu

einer verbesserten Versorgung der

Patienten führen.

Erforscht werden im CBBM zentralnervöse

Steuerungen des

Stoffwechsels. „Dazu gehören in

erster Linie die Zivilisationskrankheiten

Übergewicht und Diabetes.

Deren Ursachen wollen wir auf

allen Ebenen verstehen. Unsere

Untersuchungen reichen von der

Molekular- bis zur Verhaltensebene“,

erläutern die beiden Biologen

PD Dr. Olaf Jöhren, Institut für

Experimentelle und Klinische Pharmakologie

und Toxikologie, und

Dr. Carla Schulz, Med. Klinik I. Sie

begleiten als Mitglieder der CBBM-

Planungsgruppe die Konzeption des

Neubaus aus der Sicht der Nutzer.

Besonderer Vorteil für die Forscher:

Das CBBM wird eine sogenannte

„Metabolic core unit“ haben, mit

der klinische Forschung direkt am

Menschen erfolgen kann. „Dazu

gehören Geräte zur Messung der

Körperfettverteilung, Schlaflabore

und ein MRT-Gerät, das uns nur

für die Forschung zur Verfügung

steht“, sagt Dr. Olaf Jöhren.

Der Neubau mit rund 5.400 Quadratmetern

Nutzfläche, der von

der GMSH errichtet wird, umfasst

vier Geschosse, ergänzt durch ein

Teilgeschoss, in dem u.a. die Technikzentrale

untergebracht wird.

Das Erdgeschoss ist voll verglast,

dort entsteht ein multifunktionaler

Seminar- und Veranstaltungsbereich

für Kolloquien, Seminare und

wissenschaftliche Kongresse. Den

Forschern stehen zur gemeinsamen

Nutzung verschiedene Forschungsplattformen

als Serviceeinheiten

für molekulare aber auch klinische

Untersuchungen zur Verfügung.

Das Stuttgarter Architektenteam

hammeskrause, das auf den Bau von

37


38

Blickpunkt

PD Dr. Olaf Jöhren und Dr. Carla Schulz begleiten die Konzeption des CBBM aus der Sicht der Nutzer.

Forschungsgebäuden spezialisiert

ist, hat den Neubau so konzipiert,

dass die Grundfläche möglichst gut

ausgenutzt wird. „In der Mitte des

CBBM wird es zwei überdachte Innenhöfe

geben. Dadurch fließt viel

Tageslicht in die innen liegenden

Labore“, erklärt Dr. Carla Schulz.

Die Büros sind an der Außenseite

untergebracht. Büros und Labore

werden durch einen Brückenbereich

verbunden. „Damit ist der Neubau

nicht nur theoretisch, sondern auch

ganz praktisch für die fächerübergreifende

Kommunikation wie

geschaffen“, freuen sich die beiden

Wissenschaftler.

Einziehen werden in das Gebäude

das Institut für Klinische und

Experimentelle Pharmakologie und

Toxikologie, das Institut für Neuroendokrinologie

und das Institut

für Neuroradiologie. Dazu kommen

Arbeitsgruppen aus weiteren Instituten

und Klinken. Das Haus bietet

Platz für ca. 360 Arbeitsplätze. Die

Gesamtkosten der Baumaßnahme

betragen 31 Mio. Euro, ca. 7 Mio.

Euro werden zusätzlich für die Erstausstattung

zur Verfügung stehen.

Nach erfolgreicher Begutachtung

des Bauvorhabens 2010 durch den

Wissenschaftsrat wird dieses durch

Mittel der gemeinsamen Forschungsförderung

durch den Bund

und das Land finanziert.

Marlis Müller-Frommeyer


Blickpunkt

Strategisches Controlling

gibt Zahlen und Fakten vor

Das UKSH versteht sich immer mehr als Konzern und gründet Tochtergesellschaften wie die

Service GmbH, die IT SG oder die UKSH Akademie, die ins Unternehmen eingebunden werden

müssen. Eine wichtige Aufgabe in diesem Prozess erfüllt das Strategische Controlling. Es

sorgt u.a. für ein einheitliches Berichtswesen.

Das Dezernat liefert für die zum

UKSH gehörenden Kliniken,

Einrichtungen und Tochtergesellschaften

die Vorgaben für ein

einheitliches Berichtswesen und

fasst alle relevanten Daten und Informationen

für den Vorstand und

den Aufsichtsrat zusammen. „Wir

sind der Treiber bei der Umsetzung

der Konzernstrategie und sichern

die nötige Transparenz. Wir stellen

die geeigneten Kennzahlen, Berichte

und Steuerungsinstrumente

zur Verfügung und unterstützen

die Bereiche beim Erreichen ihrer

Ziele“, sagt Michael Voß, der das

Dezernat seit Oktober vergangenen

Jahres leitet.

Zu den Aufgaben des Dezernats mit

seinen 24 Mitarbeitern gehören die

Kostenträger- und Kostenleistungsrechnung

sowie neuerdings das Projekt-

und Beteiligungscontrolling.

In der Kostenträgerrechnung wird

dargestellt, welche Kosten für jeden

Patienten entstehen. „Durch das

InEK (Institut für das Entgeltsystem

im Krankenhaus) liegt bereits eine

Kalkulation vor“, erklärt Voß. „Wir

schauen, wie sich unsere Kosten

dazu verhalten und wo unsere Abweichungen

liegen. Das ist unsere

Michael Voß, Leiter des Dezernats Strategisches Controlling

Produktkalkulation, die wir den

Controllern auf beiden Campi zur

Verfügung stellen.“ Vor Ort wird in

Gesprächen mit den Klinikdirektoren

analysiert, was sich hinter den

Zahlen verbirgt und wo Verbesserungspotentiale

liegen.

Das Strategische Controlling

arbeitet eng mit dem Medizincontrolling,

den Dezernaten Finanzen,

Erlösmanagement und Personalmanagement

und mit PD Dr. Hajo

Reißmann, Leiter der Stabsstelle

Medizinischer Sachbedarf, zusammen.

Ziel ist es, Defizite aufzudecken,

Berichte zu erstellen

und Gespräche mit kaufmännisch

Verantwortlichen zu führen, um

Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Strategisches Controlling und Campuscontroller

erstellen für jedes Jahr

Prognosen. Sie werden abgeglichen,

so dass am Ende ein gemeinsames,

realistisches Ziel für das laufende

Jahr steht. Dabei müssen viele Aspekte

berücksichtigt werden: Wie

© Henry Schmitt - Fotolia.com

39


40

Blickpunkt

viele Patienten kommen bis Ende

des Jahres in unser Haus? Mit wie

viel Personaleinsatz versorgen wir

sie? Wie verhalten sich die Kosten

z.B. für medizinischen Sachbedarf?

„Die errechneten Zahlen

werden von uns kommentiert und

dann an den Vorstand weitergeleitet“,

erklärt Michael Voß.

„Wird negativ vom Plan abgewichen,

versuchen wir, möglichst

schnell zu reagieren und Maßnahmen

zu definieren, um das aufzufangen

und zu ändern“, so der Dezernatsleiter.

Die Umsetzungsphase

wird in die neuen wirtschaftlichen

Daten integriert. Über das Jahr

werden die Prognosen immer wieder

neu geprüft. Die Aufgabe des

Strategischen Controllings besteht

213164/3316_88x131_mare_Layout 1 17.05.12 13:28 Seite 1

Wir bringen Sie in Bewegung

an unseren 3 Standorten

Mare Aktiv Reha Zentrum Ostküste

Eckernförder Str. 219· 24119 Kronshagen

Telefon 0431-6674051

Mare Aktiv Physiotherapie Schönkirchen

Söhren 47 · 24232 Schönkirchen

Telefon 04348-911566

Mare Aktiv Therapiezentrum Hörn

Willy-Brandt-Ufer 10· 24143 Kiel

Telefon 0431-6674055

Unsere Anwendungsgebiete:

Krankengymnastik, Krankengymnastik am Gerät,

Erweiterte Ambulante Physiotherapie (Kronshagen),

Heilmittelkombination D1 (Kronshagen + Hörn),

Manuelle Lymphdrainage, Manuelle Therapie, Massagen, Neuropysiologische

Behandlungstechnik PNF, Wärme-/Kälte-/Elektro-Therapie,

Kinesio-Taping, Propriocepsistraining, Medizinische Trainingstherapie (MTT),

Osteopathische Techniken, Crafta-Therapie

Reha Sport

über den SGR Kronshagen Aktiv

Neu: Reha Sport jetzt auch an der Hörn

Das Team des Dezernats Strategisches Controlling

darin, dafür zu sorgen, dass die geplanten

Ergebnisse erreicht werden.

Neben der wirtschaftlichen Pla-

nung für das aktuelle Jahr wird eine

mittelfristige Planung für jeweils

drei Jahre erstellt. Das Dezernat

Strategisches Controlling ist in die

Bewertung der Investitionsplanung

des UKSH eingebunden. „Hier

prüfen und plausibilisieren wir die

Wirtschaftlichkeit der geplanten

Maßnahmen“, sagt Michael Voß.

Die vom Dezernat Strategisches

Controlling errechneten Zahlen

und Prognosen werden den Mitarbeitern

des UKSH bei verschiedenen

Gelegenheiten vorgestellt.

Die Kliniken und Bereiche erhalten

z.B. in den Quartalsgesprächen

regelmäßig Informationen darüber,

wie die wirtschaftliche Lage des

UKSH aussieht, was sich ändern

wird und wie sich Neuerungen in

der täglichen Praxis möglicherweise

auswirken. „Für uns ist es wichtig,

das UKSH als Ganzes zu sehen und

das auch so zu vermitteln“, betont

Michael Voß. „Schließlich sitzen

wir alle in einem Boot.“

Marlis Müller-Frommeyer


Blickpunkt

Projekt fördert

Frauen in der Chirurgie

Über 60 Prozent der Studierenden im Fach Medizin sind weiblich. Für die Chirurgie entscheiden

sich allerdings nur wenige Frauen – sie gilt immer noch als männerdominierter Fachbereich.

Mit dem Projekt „FamSurg“ am Campus Lübeck sollen nun Frauen und familienfreundliche

Strukturen in der Chirurgie gefördert werden.

„Der Anteil der berufstätigen Frauen

in der Chirurgie liegt in Deutschland

nur bei 16 Prozent“, weiß die

Soziologin Sarah Peter. „Das ist

dramatisch, insbesondere wenn

man bedenkt, dass die Nachwuchssituation

in der Chirurgie ohnehin

nicht gerade positiv ist“, sagt sie.

Gemeinsam mit der Projektverantwortlichen

Dr. Stefanie Schierholz

und Wiebke Zweig betreut Sarah

Peter das von der EU und vom

BMBF geförderte Projekt „FamSurg“

(setzt sich zusammen aus Female

Surgeon bzw. Family and Surgery,

engl. für Chirurgie) in der Klinik für

Allgemeine Chirurgie am Campus

Lübeck unter der Leitung von Prof.

Dr. Hans-Peter Bruch.

Grund für die Nachwuchsprobleme

in der Chirurgie: Die Arbeitsbelastung

ist im Vergleich mit anderen

Disziplinen überdurchschnittlich

hoch, die Work-Life-Balance fällt

daher ungünstig aus. Manche Frauen

lassen sich zusätzlich durch die

männlich geprägten hierarchischen

Strukturen im Fach Chirurgie abschrecken.

Darüber hinaus fällt die

lange Facharztausbildung oft genau

in die Familiengründungsphase.

Der Berufsverband der deutschen

Chirurgen (BDC) hat die Kampagne

„Nur Mut“ ins Leben gerufen,

um mehr Studierende für den Beruf

zu begeistern.

Ziel des Projekts FamSurg ist es,

den Anteil von Chirurginnen in den

Kliniken zu steigern. „Wir entwickeln

einen ganzheitlichen Ansatz

für die Karriereförderung von

Chirurginnen und wollen familienfreundliche

Strukturen in der Chirurgie

etablieren“, erläutert Sarah

Peter. Verschiedene Maßnahmen

sind erarbeitet worden. „Insgesamt

soll mehr Planbarkeit und Struktur

in den Arbeitsalltag und die Ausbildung

gebracht werden.“ Dazu

gehören flexible Kinderbetreuung,

flexible Arbeitszeitmodelle, familien-

und ausbildungsfreundliche

Dienstplangestaltung, mehr

Teilzeitstellen (auch individuelle

Lösungen sollten möglich sein),

verbesserte Weiterbildungsstrukturen

für mehr Planungssicherheit,

moderne Weiterbildungstechnologien

wie Basic Skills-Training und

die Nutzung von Medien.

Eingeführt werden soll u.a. ein Coaching/Mentoring-Programm

zur

Unterstützung der Karriereplanung

von angehenden Chirurginnen.

Dabei werden sogenannte „Tandems“

aus einer Mentorin und einer

Mentee gebildet. In dieser 1:1-Beziehung

kann die junge Ärztin von

den Erfahrungen der Älteren lernen

und Unterstützung in genau den

Bereichen bekommen, die für sie

und ihren individuellen beruflichen

Werdegang von Bedeutung

sind. Geplant ist darüber hinaus

ein spezielles Seminarprogramm

für angehende Chirurginnen, um

ihnen die Chance zu geben, sich regelmäßig

zu treffen und langfristig

Netzwerke zu bilden. Alle Maßnahmen

werden seit Mai zunächst in

der Klinik für Allgemeine Chirurgie

am Campus Lübeck im Rahmen des

Projekts „FamSurg“ umgesetzt und

erprobt. „Denkbar ist, dass sie später

auch von anderen chirurgischen

Kliniken angewandt werden, um

Frauen in der Chirurgie zu fördern“,

sagt Sarah Peter.

Marlis Müller-Frommeyer

Weitere Informationen:

Klinik für Allgemeine Chirurgie

Sarah Peter

Tel.: 0451 500-4381

www.famsurg.de

41


Blickpunkt

Neues Handbuch

regelt Umgang mit Medizinprodukten

42

Rund 40.000 Medizinprodukte und Laborgeräte stehen im UKSH für die Versorgung der Patienten

zur Verfügung. Mehr als 50.000 Implantate werden pro Jahr benötigt, dazu kommen

Einwegartikel im Wert von 40 Mio. Euro, die auf den Stationen und in den Operationssälen

des Klinikums verbraucht werden.

Das neue Handbuch informiert über den Umgang

mit „aktiven“ Medizinprodukten, hier z.B. ein MRT

Der fachgerechte Umgang mit all

diesen Medizinprodukten erfolgt

nach den gesetzlichen Vorgaben des

Medizinproduktegesetzes (MPG).

Es regelt die korrekte Handhabung

der Produkte von ihrer Bereitstellung

bis zur Entsorgung und bietet

damit Sicherheit für Personal und

Patienten.

Um die gesetzlichen Grundlagen

für alle Mitarbeiter jederzeit

verfügbar zu machen, haben das

UKSH und die Firma Dräger jetzt

ein Organisationshandbuch für den

Umgang mit den medizinischen

Produkten erstellt. Die Firma Dräger

übernimmt seit 2010 die Wartung,

Pflege und Instandhaltung

der medizintechnischen Ausstattung

des UKSH.

In dem neuen Handbuch sind alle

Vorgaben für die sichere Anwendung

der Produkte zusammengefasst.

Die beteiligten Personenkreise

und deren Zuständigkeiten sind

benannt und alle Abläufe werden

übersichtlich dargestellt. Das Buch

umfasst zunächst nur die „aktiven“

Medizinprodukte. Darunter fallen

alle Geräte, die mit Druckluft oder

Strom betrieben werden – von der

Infusionspumpe bis zum Hochleistungscomputertomographen.

Als

passive Medizinprodukte werden

Spritzen, Pflaster, Spatel, Nahtmaterial

u.v.m. bezeichnet. Die hier

gültigen Prozesse werden in Kürze

ebenfalls veröffentlicht. Dies wird

ebenso für Implantate erfolgen.

Das Handbuch soll allen Mitarbeitern

als Hilfsmittel dienen, um die

jeweiligen Ansprechpartner z.B. im

Falle einer Störmeldung schnell er-

kennen und informieren zu können.

Auch der Meldeweg bei Ereignissen,

bei denen Patienten oder Personal

hätte zu Schäden kommen können,

ist in dem 27 Seiten umfassenden

Handbuch geregelt. Entsprechende

Vorkommnisse werden an das Bundesamt

für Arzneimittel und Medizinprodukte

nach Bonn gemeldet.

Hier wertet man die Vorgänge aus

und leitet Gegenmaßnahmen ein.

Das Organisationshandbuch ist für

die Mitarbeiter sowohl gedruckt als

auch in digitaler Form im Intranet

des UKSH verfügbar. Hier finden

sich auch alle Formulare, die im

Umgang mit Medizinprodukten

benötigt werden. Um die Abläufe

weiter zu verbessern und die

Sicherheit stets auf dem höchsten

Stand zu halten, wird das Organisationshandbuch

inhaltlich regelmäßig

den Strukturen im UKSH

angepasst. Schulungen zum Thema

bietet die UKSH Akademie an.

Weitere Informationen:

Dezernat Facility Management

Dräger-Medizintechnik

Ulrich Sörensen

Tel.: 0451 500-3272,

medizintechnik.uksh-hl@draeger.com


Blickpunkt

Ehrenamtlich

Zeit schenken

Sie haben Zeit für die Patienten und bringen Abwechslung in den Klinikaufenthalt: An beiden

Standorten den UKSH sind ehrenamtliche Krankenhaushelferinnen und -helfer aktiv, um den

Patienten den Krankenhausaufenthalt mit kleinen Hilfestellungen zu erleichtern. Voller Aufmerksamkeit

und mitmenschlicher Nähe gehen sie auf Sorgen und Bedürfnisse ein.

Zülfiye Elver und Heidi Döhler engagieren sich am Campus Lübeck ehrenamtlich für die Patienten.

Die erste Gruppe ehrenamtlicher

Helferinnen am UKSH wurde 1999

durch Gisela Arp ins Leben gerufen.

Im Katholischen Krankenhaus Neuss

hatte die damals 58-Jährige bereits

viele Jahre lang Erfahrungen im

ehrenamtlichen Krankenhausdienst

bei den „Grünen Damen“ gesammelt.

Nachdem sie nach 29 Jahren

im Rheinland in ihre Heimat nach

Heikendorf zurückkehrte, machte sie

sich sofort daran, am Campus Kiel

des Universitätsklinikums ebenfalls

einen ehrenamtlichen Krankenausdienst

aufzubauen. Die Idee: Ehren-

amtliche Helferinnen und Helfer

sollen in Ergänzung zu den hauptamtlich

tätigen Mitarbeitern und zur

Klinikseelsorge im Krankenhaus den

Patienten den Aufenthalt erleichtern.

So erledigen sie beispielsweise

auf Wunsch der Patienten kleine

Besorgungen, lesen vor, begleiten

sie auf Spaziergängen und vor allem:

Sie hören zu und schenken Zeit.

„Selbstverständlich unterliegen wir

dabei der Schweigepflicht“, erklärt

Gisela Arp. „Zunächst musste ich ein

Jahr lang Überzeugungsarbeit leisten

und mein Projekt in der Verwaltung,

bei den Pflegekräften und Ärzten

vorstellen“, sagt die heute 71-Jährige.

Versicherungsfragen wurden geklärt,

Fahrtkostenregelungen getroffen,

Stationsbücher eingeführt und Kittel

bestellt. Nach einem Aufruf in den

Kieler Nachrichten konnte sie mit 25

Kolleginnen die Arbeit aufnehmen.

„Nach der ersten Woche war ich so

erledigt, dass ich im Bus nach Hause

eingeschlafen und einige Stationen

zu weit gefahren bin“, erinnert sie

sich mit einem Lächeln.

Überzeugungsarbeit muss Gisela

Arp heute im Klinikum nicht mehr

leisten, denn inzwischen wissen die

Klinikmitarbeiter und viele Patienten,

wie wertvoll die Arbeit der

Krankenhaushelferinnen ist. „Die

Grünen Damen sind zu einer unentbehrlichen

Ergänzung zu unseren

Mitarbeitern geworden. Wir rechnen

ihnen ihren Einsatz hoch an und hoffen,

dass die Gruppen auch weiterhin

viele Freiwillige für sich gewinnen

können“, sagt Christa Meyer, Pflegevorstand

des UKSH. Am Campus

Kiel ist die Zahl der „Grünen Damen

und Herren“, wie die Helferinnen

und Helfer wegen der Farbe ihrer

Kittel auch genannt werden, auf 70

Personen angewachsen. An fünf

43


44

Nachrichten

Tagen in der Woche sind sie auf den

Stationen der Kliniken für Innere

Medizin, Dermatologie, Chirurgie,

Orthopädie, Gynäkologie und

Geburtshilfe, in der Klinik für Hals-,

Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und

Halschirurgie; Phoniatrie und Pädaudiologie

und Augenklinik sowie

in der Zahnmedizinischen Klinik im

Einsatz. Auch am Campus Lübeck

wird das Engagement des „Ehrenamtlichen

Patientenservices“, wie

die Gruppe der derzeit 19 Ehrenamtler

hier heißt, hoch geschätzt. Anders

als in Kiel tragen die Helferinnen

hier ein brombeerfarbenes Oberteil,

da sie sich in ihrer Gründungsphase

am Vorbild des „Volunteer Service“

der USA orientiert hatten. Die Zielsetzung

beider Gruppen ist jedoch

identisch. „Ich möchte den Patienten

vor allem meine Aufmerksamkeit

schenken“, sagt Zülfiye Elver, die

einmal wöchentlich Patienten auf

Wenn Angehörige pflegebedürftig

werden, entscheiden sich viele

Familien, diese Pflege zu Hause

ganz oder zum Teil zu übernehmen.

Um sie bei dieser häuslichen

Pflege zu unterstützen, bietet die

Angehörigenschule des Patienteninformationszentrums

(PIZ) am

UKSH Kurse für pflegende Angehörige

und Interessierte an. Diese

Kurse werden in Zusammenarbeit

mit der UKSH Akademie und den

Pflegekassen von DAK und BEK

durchgeführt. Die Teilnahme ist

kostenlos und unabhängig von der

Krankenkassenzugehörigkeit. In

verschiedenen Pflegekursen werden

allgemeine Grundlagen und spezielle

Pflegehandlungen vermittelt

und unter Anleitung praktisch

eingeübt. Vermittelt werden u.a. die

Bewegung des Pflegebedürftigen,

der Umgang mit Inkontinenz, die

der Station 46b (Orthopädie) am

Campus Lübeck betreut. Seit vier

Jahren ist die 69-Jährige im Patientenservice

aktiv und hat sehr persönliche

Gründe für ihr Engagement.

„Als mein Mann vor sechs Jahren

mit einem schweren Krebsleiden

hier im Klinikum lag, wurden wir

sehr liebevoll vom Stationsteam

und den Ehrenamtlichen betreut“,

sagt Zülfiye Elver. „Was wir damals

an Zuwendung annehmen durften,

möchte ich heute zurückgeben.“ Dabei

tue sie auch etwas für sich selbst:

„Es ist ein schönes Gefühl, wenn ich

nach Hause fahre und denke: Heute

habe ich etwas Nützliches getan.“

Das sieht auch Heidi Döhler so, die

seit sechs Jahren auf dem Lübecker

Campus aktiv ist und früher beruflich

im Pflegebereich tätig war: „Es

ist einfach ein tolles Gefühl, dass

ich die Zeit, die ich den Patienten

widme, völlig frei einteilen und ohne

UKSH bietet Kurse für pflegende Angehörige an

Anwendung von Hilfsmitteln sowie

Informationen zur Ernährung

und zum Sozialrecht. Die Teilnehmer

können ganz konkrete Alltagssituationen

besprechen, üben und

sich austauschen.

Folgende Kurse finden ab August

statt:

Campus Kiel

Wie geht Pflege zu Hause – Anleitung,

Tipps und Tricks

21.8. - 25.9.12 (6x dienstags)

Mit Altersverwirrtheit umgehen

– Ein Pflegekurs für Angehörige

von Menschen mit Demenz

23.8. - 27.9.12 (6x donnerstags)

Uns hat der Schlag getroffen –

Pflege bei Schlaganfall

20.8. - 24.9.12 (6x montags)

Kursort: UKSH Akademie, Burgstraße

3 / Kieler Schloss, Raum 312.

Zeitdruck selbst entscheiden kann,

wann und wie lange ich mich mit

jemandem unterhalte. Das wissen

auch die Patienten zu schätzen.“

Gisela Arp hofft indessen, dass sich

noch mehr ehrenamtliche Damen

und Herren finden, die die sinnvolle

Arbeit der grünen und brombeerfarbenen

Helfer unterstützen. „Wir

suchen permanent vor allem jüngere

Menschen, die einen Vormittag in

der Woche bei uns aktiv sein wollen“,

sagt sie.

Maximilian Hermsen

Kontakte für Interessenten:

Campus Kiel: Dirk Grimsehl

Tel.: 0431 597-2727

E-Mail: Dirk.Grimsehl@uksh.de

Gisela Arp, Tel.: 0431 241458

E-Mail: Arp.Gisela@yahoo.de

Campus Lübeck: Ulrike Dammann

Tel.: 0451 500-6146

E-Mail: Ulrike.Dammann@uksh.de

Campus Lübeck

Wie geht Pflege zu Hause – Anleitung,

Tipps und Tricks

23.8. - 27.9.12 (6x donnerstags)

Mit Altersverwirrtheit umgehen

– Ein Pflegekurs für Angehörige

von Menschen mit Demenz

28.8. - 02.10.12 (6x dienstags)

Pflegen ohne zu heben und zu

tragen: Anleitung zur Bewegung

und Mobilisation (Kinaesthetics)

20.8. - 29.9.12 (5 x montags u.

zum Abschluss Sonnabend 29.9.)

Kursort: UKSH, Campus Lübeck,

Haus 73, Seminarraum 2

Informationen und Anmeldung:

PIZ, Beke Jacobs:

Lübeck Tel.: 0451 500 - 59 74

Kiel Tel.: 0431 597- 59 76

www.uksh.de/piz


Nachrichten

UKSH-Sommerfest 2012

für die Mitarbeiter beider Standorte

Der Vorstand lädt alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter (inkl.

Tochterunternehmen) zum zweiten

UKSH-Sommerfest am Sonnabend,

den 11. August 2012, am Campus

Kiel herzlich ein. Das von der Stabsstelle

Integrierte Kommunikation

organisierte Fest steht unter dem

Motto „Familientreffen“ und gibt

den Kollegen beider Standorte und

ihren Familien die Gelegenheit,

gemeinsam in fröhlicher Atmosphäre

zu feiern. Damit wird eine

noch junge Tradition in diesem Jahr

fortgesetzt. Mehr als 1.500 Gäste

nahmen im vergangenen Jahr am

ersten UKSH-Sommerfest teil. Am

Audimax des Campus Lübeck lockten

viele Angebote zum Zuschauen

und Mitmachen. Im jährlichen

Wechsel ist nun der Campus Kiel an

der Reihe. Musik und bunte Aktionen

für Groß und Klein erwarten

die Gäste. Für das leibliche Wohl

ist ebenso gesorgt. Die Mitarbeiter

erhalten vor Ort gegen Vorlage ihres

Kinderbetreuung für Wissenschaftler/innen

Eine Betreuungsmöglichkeit für

Kinder von Wissenschaftlern während

der Teilnahme an Kongressen

oder Fortbildungsveranstaltungen

vermittelt die Medizinische Fakultät

in Kiel. Die Betreuung erfolgt

über den pme-Familienservice, der

in nahezu allen größeren deutschen

Städten Kinderkrippen und

-gärten betreibt und die Möglichkeit

einer sogenannten Back-up

Betreuung anbietet. Es können

Kinder im Alter bis zu 12 Jahren

betreut werden.

Ansprechpartner sind Dr. Susanne

Quabius, quabius@immunologie.

Dienstausweises Verzehrbons, die

auch von den Begleitpersonen genutzt

werden können. Der Dienstausweis

ist also die „Eintrittskarte“

zum Fest. Um den Lübecker Mitarbeitern

die Anreise zu erleichtern,

uni-kiel.de, Tel.: 0431 597-3351

und Prof. Dr. Bleich, m.bleich@

physiologie.uni-kiel.de.

Wissenschaftler der Universität zu

Lübeck können für die Teilnahme

an Kongressen o.ä. einen finanziellen

Zuschuss für zusätzliche

Kinderbetreuung, die Mitnahme

der Kinder oder deren Betreuungsperson

beantragen.

Ansprechpartnerin ist Dr. Solveig

Simowitsch, simowitsch@zuv.uniluebeck.de,

Tel.: 0451 500-3619.

wird ein Bustransfer zum Campus

Kiel angeboten.

Nähere Informationen werden im

Intranet bekannt gegeben. Wir

freuen uns auf Sie!

Spende erhalten

Mit einer Spende von 17.000 Euro

hat der Verein „Hilfe für das schwerkranke

Kind“ die Kinderkrebsstation

M1 der Klink für Allgemeine Pädiatrie

Campus Kiel unterstützt. Das

Geld stammt aus zahlreichen Einzelspenden,

die ein engagiertes Team

um die Leiterin des gemeinnützigen

Vereins, Ilse Timm, gesammelt hat –

darunter 5.000 Euro von der Maritim

Hotel Gesellschaft in Kiel. Mit

der großzügigen Zuwendung wurde

ein sogenanntes „low level“-Lasergerät

zur Prophylaxe und Therapie

einer chemo- bzw. radiotherapieinduziertenMundschleimhautentzündung

(Mukositis) angeschafft.

45


46

Vielfältige Unterstützung!

Das Engagement für unser UKSH ist vielfältig. Es gibt viele Möglichkeiten und Ideen, das

UKSH mit Spenden-Aktivitäten über den Freunde- und Förder-Verein zu unterstützen.

Lassen Sie sich von den zwei folgenden Beispielen inspirieren:

Großer Erfolg der Spenden-Aktion

„Wir backen für mehr Spielraum“:

Bäckerei Günther spendet 5.522 EUR für das

UKSH-Projekt „Erweiterung der Kita-Plätze“.

In 41 Günther-Filialen in Kiel, Neumünster,

Preetz und Eckernförde sind fast 30.000 Brote

und Brötchen zugunsten der Aktion verkauft

worden.

Die von der Service-Stern Nord initiierte Motorradsternfahrt am Sonnabend, 28. April

2012 fand zugunsten des UKSH-KITA-Projektes statt.

Herzlichen Dank für das Engagement!

Gutes tun!

Sie möchten „Gutes tun!“ und den gemeinnützigen Verein „UKSH Wissen schafft

Gesundheit e. V.“ unterstützen? Ihr Engagement hilft! Spenden Sie (zweckgebunden

oder zweckungebunden) oder werden Sie Mitglied im gemeinnützigen Verein der Freunde

und Förderer des UKSH.

Für ein persönliches Gespräch stehen Ihnen Frau Koller und Herr Horst sehr gern zur Verfügung.

Kontakt: Telefon Kiel 0431 597-1144 | Telefon Lübeck 0451 500-5454

Mail gutestun@uksh.de | www.uksh.de/gutestun

Gutes tun!

Ihre Hilfe stärkt exzellente Medizin für die Gesundheit in Schleswig-Holstein!

Spendenkonto bei der Förde Sparkasse

Kontonummer: 1400135222, Bankleitzahl: 210 501 70, zugunsten UKSH WsG e.V.

Herzlich

Willkommen!

Als neue Mitglieder heißt der

UKSH-Verein herzlich willkommen:

Förde Sparkasse

Firmenmitgliedschaft

Bernd Szczotkowski

UKSH, Dezernent Personal

Carsten Wille

UKSH, Campuszentrum Lübeck,

Klinikmanager

Uwe Krause

Service Stern Nord, Operative Gesamtleitung

Wolfgang Tresp

UKSH, Dezernent Facility Management

Aktueller

Termin

Freitag, 7. September 2012

2. UKSH Golf-Charity-Turnier

2012 im Golf- und Country-Club

Hohwachter Bucht.

Dank der Partner sind die Kosten

gedeckt und die Spenden fl ießen

zu 100% in das Charity-Projekt

„Erweiterung KITA-Plätze UKSH“.

Stand Juni 2012


Blickpunkt

Neubau für Krippenkinder

durch Spenden unterstützt

Das UKSH setzt auf Familienfreundlichkeit. Am Campus Kiel wird jetzt ebenso wie in Lübeck

die Kindertagesstätte erweitert. Neben vielen anderen Spendern unterstützte auch die Bäckerei

Günther das Projekt mit einer großzügigen Spende an den Förder- und Freundesverein

UKSH Wissen schafft Gesundheit“.

Ministerpräsident Torsten Albig

setzte noch in seiner Funktion als

Kieler Oberbürgermeister im März

gemeinsam mit Prof. Dr. Jens Scholz,

Vorstandsvorsitzender des UKSH,

Hans-Adolf Bilzhause, Geschäftsführer

der GMSH, und Norbert

Hochgürtel vom Architekturbüro

Heske Hochgürtel Lohse den ersten

Spatenstich für den Ausbau der

Kindertagesstätte des UKSH am

Campus Kiel. Der Anbau wird Platz

für zehn Krippenkinder bieten. Das

Kita-Angebot wird damit auf nunmehr

120 Plätze aufgestockt. „Wir

wollen unsere familienfreundlichen

Strukturen weiter ausbauen und

freuen uns deshalb besonders, nach

dem Baubeginn für das Krippenhaus

am Campus Lübeck nun auch

den Startschuss für die Erweiterung

der Kita in Kiel geben zu können“,

erklärte Prof. Dr. Jens Scholz. „Wir

möchten unsere jungen Fachkräfte

dabei unterstützen, Fürsorge für

ihre Kinder und Beruf miteinander

vereinbaren zu können. Wir danken

der Landeshauptstadt Kiel für die

Förderung und ebenso den vielen

Spendern, die sich über unseren Förder-

und Freundesverein für die Kita-

Projekte einsetzen.“ Die baulichen

Erweiterungen der Kindertagesstät-

Hintere Reihe v.l.: Architekt Norbert Hochgürtel (Heske Hochgürtel Lohse), GMSH-Geschäftsführer Hans-

Adolf Bilzhause, UKSH-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Jens Scholz, Ministerpräsident Torsten Albig (noch

als Oberbürgermeister der Stadt Kiel) und Kita-Leiterin Brigitte Baussmann mit den Kindern der UKSH-Kita.

ten sind das UKSH-Spendenprojekt

des gemeinnützigen Förder- und

Freunde-Vereins „UKSH Wissen

schafft Gesundheit e.V.“.

Mit einer großzügigen Spende in

Höhe von 5.522 Euro unterstützt

die Bäckerei Günther das Projekt.

Geschäftsführer Moritz Günther

überreichte Prof. Dr. Jens Scholz

und Pit Horst, Leiter der Stabsstelle

Fundraising, den symbolischen

Scheck. Seit November hatte die Bäckerei

unter dem Motto „Wir backen

für mehr Spielraum“ einen Teil ihrer

Verkaufserlöse für die Spendenaktion

gesammelt. „Dank der sehr guten

Kundennachfrage haben wir fast

30.000 Brote und Brötchen zugunsten

der Aktion verkaufen können

und freuen uns, die UKSH-Kita-Erweiterung

unterstützen zu können“,

sagte Moritz Günther. „Dank des sozialen

Engagements von Unternehmen,

Privatpersonen und Stiftungen

sind seit Beginn des vergangenen

Jahres insgesamt bereits mehr als

1 Mio . Euro für die Kita-Projekte

zusammengekommen“, resümierte

Vereins-Geschäftsführer Pit Horst.

47


48

Nachrichten

Erstmals MRT-fähiger

Defibrillator implantiert

An der Medizinischen Klinik II des UKSH, Campus

Lübeck, wurde erstmals in Norddeutschland ein implantierbarer

Kardioverter-Defibrilator (ICD) eingepflanzt,

der beide Herzkammern stimuliert und trotzdem dem

Patienten den Zugang zu modernen Magnetresonanztomographie-Untersuchungen

ermöglicht. PD Dr. Frank

Bode, Oberarzt und Bereichsleiter Elektrophysiologie,

implantierte das System, das ähnlich einem Herzschrittmacher

durch elektrische Impulse die Herzleistung unterstützt,

einem Patienten mit Herzrhythmusstörungen,

bei dem beide Herzkammern zeitlich versetzt schlugen.

ICD-Systeme werden vorbeugend bei Patienten mit

Herzmuskelschwäche implantiert, bei denen eine

Gefahr für die Entstehung von bösartigen Herzrhythmusstörungen

besteht. So kann bei manchen Patienten

mit Herzschwäche unvermittelt ein gefährlich schneller

Herzschlag auftreten, der zu einer drastischen Verringerung

des Blutflusses und sogar zum plötzlichen Herztod

führen kann. ICDs können bei entsprechend gefährdeten

Patienten durch elektrische Impulse den normalen

Rhythmus des Herzens wiederherstellen.

wenn ...

... bei Schädelhirnverletzungen

... Schlaganfall

... Multipler Sklerose

... Huntington oder

... anderen unheilbar schweren Erkrankungen

intensive Pflege und

Betreuung benötigt wird.

In der Region

zu Hause.

Neuropsychiatrische Fachpflege

� Neuropsychiatrische Pflege schwerstpflegebedürftiger Menschen

� Palliative und langzeit-rehabilitative Pflege

� Zustand nach Hirnverletzungen, Tumor oder nach Schlaganfall

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individuellen Bedürfnisse ein.

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Personalien und Auszeichnungen

Jubilare

Campus Kiel

25 Jahre

Ute Kruse

09.04. | Mitarbeiterin der Hauswirtschaft

K 2

Anja Großmann

13.04. | Mitarbeiterin der Küche/

Patientenverpflegung

Martina Eikermann-Toillon

01.05. | Kinderkrankenschwester,

Station OPZ 2, Klinik für Urologie und

Kinderurologie

Michael Zunkel

02.05. | Elektroinstallateur,

Dez. Facility Management

Volkhard Sellin

18.05. | Physiotherapeut, Zentrale Physiotherapie

und Physikalische Therapie

Sabine Böckelmann

01.06. | Krankenschwester,

Klinik für Innere Medizin III

Dorothea Glowienka

01.07. | Krankenschwester,

Ambulanz der Orthopädie, Klinik für

Orthopädie und Unfallchirurgie

Imke Fischer

03.07. | Verwaltungsangestellte,

Bereich Abrechnung, Dezernat Erlösmanagement

40 Jahre

Angelika Born

11.07. | Pflegehelferin, Klinik für

Gynäkologie und Geburtshilfe

Campus Lübeck

25 Jahre

Britta Neumann

01.04. | Krankenschwester,

Stomatherapie, Klinik für Allgemeine

Chirurgie

Christine Wolanin

16.04. | MTLA, Institut für Klinische

Chemie

Hamije Adili-Kuntz

25.06. | Gesundheits- und Krankenpflegerin,

Klinik für Anästhesiologie und

Intensivmedizin

Ulrike Gläser

16.07. | Arztschreiberin, Klinik für Neurochirurgie

Christina Ballentin

23.07. | Mitarbeiterin der Hauswirtschaft

L3

40 Jahre

Eva-Maria Cernicky

15.04. | Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin,

Station 49f, Klinik für

Kinder- und Jugendmedizin

Sabine Ziesenitz

15.04. | MTLA, Klinik für Kinder- und

Jugendmedizin

Prof. Dr. Alexander Katalinic

(47) und das Evaluationsteam

Darmkrebsfrüherkennung des Instituts

für Krebsepidemiologie e.V.

an der Universität zu Lübeck sowie

des Instituts für klinische Epidemiologie

am UKSH, Campus Lübeck,

haben den Felix Burda Award

in der Kategorie Medical Prevention

gewonnen. Prof. Katalinic, Direktor

beider Institute, nahm den Preis für

die Arbeit „Bevölkerungsbezogene

Evaluation der Darmkrebsfrüherkennung“

entgegen.

Prof. Dr. Hans-Peter Bruch (65),

Direktor der Klinik für Allgemeine

Chirurgie am Campus Lübeck

und Präsident des Berufsverbandes

Deutscher Chirurgen, ist zum Ehrenmitglied

der Vereinigung Nordwestdeutscher

Chirurgen ernannt

worden. Außerdem wurde ihm die

Ehrenmitgliedschaft der Österreichischen

Gesellschaft für Chirurgie

verliehen.

PD Dr. Jan-Hendrik Egberts (38)

und Dr. Sebastian Hinz (38),

Oberärzte an der Klinik für Allgemeine

Chirurgie und Thoraxchirurgie

am Campus Kiel, sind

von der Deutschen Gesellschaft

für Chirurgie mit dem Förderpreis

für chirurgische Forschung ausgezeichnet

worden. Zuvor waren die

Forscher in die Exzellenzakademie

für Allgemein- und Viszeralchirurgie

aufgenommen worden.

PD Dr. Erol Cavus (41) hat mit

seiner Arbeitsgruppe den Forschungspreis

der DRF Luftrettung

erhalten. Der Oberarzt der Klinik

für Anästhesiologie und Operative

Intensivmedizin am Campus Kiel

erhielt die Auszeichnung für Untersuchungen

zur Video-Laryngoskopie

im vorklinischen Einsatz.

Dr. Dr. Volker Gaßling (44),

Leitender Oberarzt der Klinik für

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie,

Campus Kiel, hat in Zusammenarbeit

mit Dr. Ole Ammer pohl,

Institut für Humangenetik, den Tagungspreis

des „Interdisziplinären

Arbeitskreises Oralpathologie und

Oralmedizin“ auf der 33. Jahrestagung

in Bad Homburg erhalten.

Prof. Dr. Dirk Rades (46), Leiter

der Klinik für Strahlentherapie am

Campus Lübeck, wurde zum Ehrenmitglied

der Slowenischen Gesellschaft

für Radioonkologie (SSRO)

ernannt.

49


50

Rätsel

SUDOKU

Lösen Sie das japanische Zahlenrätsel: Füllen Sie

die Felder so aus, dass jede waagerechte Zeile, jede

senkrechte Spalte und jedes Quadrat aus 3 mal 3

Kästchen die Zahlen 1 bis 9 nur je einmal enthält.

4 2 8 1

2 4

8 9 4 2

9 7 3 6

6 8 1

1 2 5 4

9 3 6 4

4 7

2 8 5 3

auf der

Violine

spielen

Hauptstadt

von

Kanada

Kinderspielzeug

bayr.

Benediktinerabtei

Amtsbezirk

eines

Bischofs

Blüten-,

Fruchtstandsform

kleiner

Dolch

Sil-ben-rät-sel

nur

wenig

Ruhelosigkeit

Burg-,

Klostersaal

Miterfi

nder

des

Telefons

russ.

Währungseinheit

Boot

fahren,

rudern

abwertend

für Zugpferd

ugs.:

niedergeschlagen

(engl.)

Gegenstück,Ergänzung

Ansporn,

Motivation

Unkraut

entfernen

linker

Nebenfl

uss des

Neckars

Flachland

Teil einesKleidungsstücks

ausgenommen,

frei von

chem.

Zeichen

für

Kobalt

Himmelsrichtung

Pferdelaut

Senkblei

Zeichen

für

Kilowatt

norddt.:

ungezogenes

Kind

zerbrochen

Sammelbuch

Hochschullehrer

oberhalb

von

etwas

europäischer

Staat

(Éire)

Hafenstadt

in

Libyen

Ansprache,

Vortrag

römischerLiebesgott

Vorbedeutung

Papstname

Vorname

der

Garbo

Muskelorgan

in

d. Mundhöhle

Gebirge

auf

Kreta

Buch des

Alten

Testamentes

stehendesBinnengewässer

Zimmerschmuck

Göttin

der

Künste

Landraubtier

Kleinkraftrad

(Kzw.)

Ruder

(Seemannssprache)

Aus den Silben di - du - e - e - ent - gen - gen - in - irr - keln - le - leh - ler - li - mals - mei - nie - on - ra - ra - re - ri - rin - sa - tät - ti - tor -

um - vi - vin - wer - wolf - xier sind 12 Wörter nachstehender Bedeutungen zu bilden. Die ersten und dritten Buchstaben ergeben –

jeweils von oben nach unten gelesen – einen Spruch.

1 Gestalt aus Horrorfilmen

2 verzichten; abdanken

3 Zweikampfsportart

4 Holzhaufen für die Köhlerei

5 Schauspiel-, Ballettschülerin

6 der Mensch als Einzelwesen

7 zu keiner Zeit

8 taumeln

9 Heil-, Zaubertrank

10 Seltenheit

11 Ketzerei

12 Verpflegungssatz

Stoffwechselorgan

fl üstern,

murmeln

französisch:

und


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rund um Ihre Gesundheit. Wir bieten Ihnen ein faszinierendes,

für Sie kostenfreies Vortragsprogramm und laden

Sie ein, mit unseren Experten ins Gespräch zu kommen.

Anmeldung

Kiel Tel.: 0431 597- 52 12

Lübeck Tel.: 0451 500- 38 80

E-Mail: Gesundheitsforum-Kiel@uksh.de,

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UNIVERSITÄTSKLINIKUM

Schleswig-Holstein

Gesundheitsforum

Vorschau Campus Kiel

Vorschau Campus Lübeck

Datum

Zeit

Thema

Referent

Geburtsvorbereitungskurs kostenpflichtig

Fr. 6. 7.

Fr. 13.7.

18 - 20 Uhr UKSH, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Leonie Gerschewski

Sommerferien - weiter geht es im August:

Do. 2. Inkontinenz des Mannes

18 -20 Uhr UKSH, Klinik für Urologie, Dr. Naumann

Fr. 3. Herzanfall – Auch Sie können Leben retten!

18 - 20 Uhr UKSH, Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin, Dr. Gräsner

Mo. 6. Mundkrebs – Vorbeugung und Therapie

18 -20 Uhr UKSH, Klinik für MKG-Chirurgie, PD Dr. Hertrampf MPH, Dr. Björn Möller

Di. 7. Innovationen der Hüftendoprothetik:

Wege zu mehr Lebensqualität?

18 - 20 Uhr UKSH, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Schröder

Di. 14. Das schmerzhafte Sprunggelenk:

Ursachen und Behandlung

18 - 20 Uhr UKSH, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, PD Dr. Varoga

Do. 16. Darmerkrankungen

18 - 20 Uhr UKSH, Klinik für Innere Medizin I, PD Dr. Nikolaus

Di. 21. Der chronische Rückenschmerz:

Ursache und Behandlungsmöglichkeiten

18 - 20 Uhr UKSH, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Prof. Dr. Gerdesmeyer

Mo. 27. Gewicht reduzieren – Wie ernähre ich mich richtig?

18 - 20 Uhr UKSH, Diätassistenten-Schule, Martina Römer

Di. 28. Therapie von Erkrankungen und

Verletzungsfolgen der Schulter

18 - 20 Uhr UKSH, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Finn

Mi. 29. Kieferauf bau leicht gemacht – Neue Therapien

mit patienteneigenen Stammzellen

18 - 20 Uhr UKSH, Klinik für MKG-Chirurgie, Prof. Dr. Dr. Jörg Wiltfang, Dr. Dr. Jörg Heine

Do. 30. Schlaf gut!

Nutzen und Gelingen unserer Nachtruhe

18 - 20 Uhr Zentrum für integrative Psychiatrie, PD Dr. Göder

Fr.

17. + 24.

+ 31.

18 - 20 Uhr

Sa.

10 - 12 Uhr

Geburtsvorbereitungskurs kostenpflichtig

UKSH, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Leonie Gerschewski

Ich werde Papa – Geburtsvorbereitung

für werdende Väter kostenpflichtig

UKSH, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Cathrin Streidel

Spendenkonto für zweckungebundene und projekt- bzw. klinikbezogene Spenden:

Förde Sparkasse | KTO: 1400135222 | BLZ: 210 501 70 | zugunsten UKSH WsG e.V.

Gutes tun!

Ihr Engagement hilft! Spenden und Mitgliedschaften für unser UKSH zugunsten des

gemeinnützigen Vereins UKSH Wissen schafft Gesundheit e.V. | Telefon 0431 597-1144 |

gutestun@uksh.de | www.uksh.de/gutestun

Datum

Zeit

Thema

Referent

neu im Alten Kesselhaus 34

Sommerferien: 01.07. - 31.07. weiter im August

Mi. 8. Alterstraumatologie –

Spitzenmedizin für Sie

UKSH, Klinik für Chirurgie des Stütz- und Bewegungsapparates /

18 - 20 Uhr Unfallchirurgie, Prof. Dr. Paech

Do. 9. Männersache:

Moderne Behandlung bei Prostataerkrankungen

18 - 20 Uhr UKSH,Klinik für Urologie, Dr. Sommerauer

Di. 14. Vorhofflimmern trotz Therapie –

Was tun?

18 - 20 Uhr UKSH, Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie, PD Dr. Hanke

Do. 23. Sturzprävention im Alter –

Was hilft?

18 -20 Uhr UKSH, Sektion für Forschung und Lehre in der Pflege

Katrin Balzer / Dr. Lühmann

Mo. 27. PET/CT bei Lungenkrebs

18 - 20 Uhr UKSH, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Dr. Janssen

Die Teilnahme ist für Sie kostenfrei. Spenden zugunsten unseres gemeinnützigen Vereins UKSH Wissen

schafft Gesundheit e.V. sind herzlich willkommen. Aufgrund der begrenzten Anzahl von Plätzen

bitten wir Sie um Ihre rechtzeitige Anmeldung. Sie haben die Möglichkeit, montags bis freitags in der

Zeit von 9 bis 15 Uhr eine Anmeldung unter den o.g. Telefonnummern oder per E-Mail vorzunehmen.

Veranstaltungsorte: UKSH Gesundheitsforum Kiel: CITTI PARK Mühlendamm 1, 24113 Kiel im

Erdgeschoß (vom CB Modemarkt kommend, direkt gegenüber der Blutspende, oder über den Parkplatz

durch den Außeneingang, 2. Tür links vom Haupteingang des CITTI-PARK).

UKSH Gesundheitsforum Lübeck: Altes Kesselhaus, Haus 34, Ratzeburger Allee 160,23538 Lübeck

Wissen schafft Gesundheit

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