Tag der Deutschen Einheit 2009 - CDU Stadtverband Vaihingen/Enz

cdu.vaihingen.enz.de

Tag der Deutschen Einheit 2009 - CDU Stadtverband Vaihingen/Enz

Das offizielle Mitteilungsmagazin

des CDU-Kreisverbandes Ludwigsburg

Ausgabe 10, Oktober 2009

>> intern E

Dankgottesdienst und Festakt

Tag der Deutschen Einheit 2009

Kreisvorsitzender Rainer Wieland: „Roman Herzog war ein Publikumsmagnet“

„Durch Deutschland muss ein Ruck gehen“.

Mit diesem Satz ist Roman Herzog

vielen in Erinnerung geblieben. Auch nach

dem Ende seiner fünfjährigen Amtszeit im

Jahr 1999 nimmt das ehemalige Staatsoberhaupt

kein Blatt vor den Mund und äußert

sich immer wieder mit kritischen Beiträgen

in der politischen und gesellschaftlichen

Diskussion zu Wort. Seine Warnungen vor

einer kommenden „Rentnerdemokratie“

oder die Klagen über fehlendes Charisma in

der politischen Führungsriege rütteln immer

wieder auf.

Perle in der Kette der Redner

Der Besuch Herzogs bei den Christdemokraten

in Ludwigsburg erwies sich als Publikumsmagnet“,

freut sich unser Kreisvorsitzender

Rainer Wieland. So sprach der gut

gelaunte frühere Bundespräsident vor über

200 Gästen im voll besetzten Kreishaus in

Ludwigsburg pointiert, mit gemäßigten Tönen

und mit seiner gewohnt authentischen

Art:

Die Idee vom „Einheitsdeutschen“ sei lediglich

eine politische Modeerscheinung.

Es habe ihn nie gegeben und es werde ihn

nie geben, und wenn er jemals doch Wirklichkeit

werde, verzichte er auf seine

Staatsbürgerschaft und wandere aus nach

Neuseeland. „Deutschland besteht aus eigenständigen

Stämmen, die sich darin ei-

Alte CDU-Granden unter sich: Dr. Roman Herzog mit Annemarie

Griesinger und ihrem Mann Heinz

Die Baden-Württemberg-Partei.

nig sind, zu einer Nation zu gehören“. Vierzig

Jahre war eine Nation, zwei Staaten die

Realität. Auch er habe einst bezweifelt,

dass er je eine Wiedervereinigung erlebe.

Eineinhalb Jahre später war die Berliner

Mauer offen, erinnert sich Herzog. Er

sprach über die Freiheitsbewegung, wie es

sie in der Geschichte Deutschland noch nie

9831

V.l.n.r.: Der Ludwigsburger CDU-Stadtverbandsvorsitzende Ralf Siegmund, Steffen Bilger

MdB, CDU-Kreisvorsitzender Rainer Wieland MdEP, Alt-Bundespräsident Dr. Roman Herzog,

BM Manfred Hollenbach MdL, Klaus Herrmann MdL, Eberhard Gienger MdB und der

stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende Michael Schreiber

gegeben hatte. Herzog warf nicht nur den

Blick auf die dramatischen Tage vor 20 Jahren

und erinnerte an Vorgänge, die man

erst später aus Akten erfahren durfte, sondern

er machte in seiner Rede auch eine

Bestandsanalyse und gab Empfehlungen

für die Zukunft.

Dass wir mit der Finanzkrise besser fertig

Der neu gewählte Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Ludwigsburg,

Steffen Bilger, versteht sich prächtig mit Roman Herzog


Tag der Deutschen Einheit KREISTEIL

Viele aufmerksame Zuhörer am Tag der Deutschen Einheit im gut

gefüllten Landratsamt

werden als andere Nationen werde von vielen

bewundert, mache uns aber nicht gerade

beliebt, warnte Herzog vor Überheblichkeit.

Es gäbe keinen Grund, uns klein zu

machen, vor allem aber keinen, uns aufzublasen.

Und er mahnte, nicht nur mit den

Großen und Mächtigen der Welt zu sprechen,

sondern auch mit den kleinen Staaten

der Europäischen Union den Dialog zu

führen.

Den frisch gewählten Bundestagsabgeordneten

Steffen Bilger und Eberhard

Gienger gab er mit auf den Weg, dass

Deutschland erst daran denken müsse, seine

politische und wirtschaftliche Existenz

zu sichern. „Wir müssen unsere wirtschaftliche

Potenz global behalten. Diese Kraft

stärkt ganz entscheidend unsere inneren

Werte wie die Freiheit des Einzelnen und

die demokratische Menschenwürde.“ Zur

Der Empfang nach der Rede: treffen – reden – sich austauschen …

Ludwigsburg 10/2009 >>> Seite 2

Freiheit gehöre auch eine Begrenzung der

Staatsquote, so Herzog „Nettoeinkommen

minus Fixkosten – bei dieser Rechnung solle

jeder ein Plus stehen haben.“ Schließlich

veranlasste Herzog uns zu einem differenzierten

Betrachten der sozialen Gerechtigkeit.

Die Chance zum sozialen Aufstieg

müsse ebenso für jedermann gegeben sein,

wie ein Versagen „oben“ zum sozialen Abstieg

führen solle. Er forderte ein sauberes

Austarieren von Leistungsanforderungen.

Mit Blick auf die Zukunft und die Konkurrenz

auf den Weltmärkten betonte Roman

Herzog, dass Deutschland und die EU als

wichtigstes Ziel um die politische und wirtschaftliche

Sicherung des Bestandes, von

der auch das soziale Netz lebe, bemüht

sein müssten. Es gehe nicht um Verteilungskämpfe.

Wichtig sei es, Rechte und

Würde der Menschen zu achten und sie

nach eigenen geistigen

Maßstäben leben

zu lassen. Zur Freiheit

gehöre auch,

dass sich der Staat

zurücknehme und

Bürokratie abbaue.

Rainer Wieland bezeichnete

Roman

Herzog zu Recht als

„die bedeutendste

Perle“ in der Kette

der Redner, die bei

unserem traditionellen

Festakt in jedem

Roman Herzog und seine Frau Alexandra im Gespräch mit den Abgeordneten

Hollenbach, Gienger und Herrmann

Jahr zu Wort kommen. Womit sicher nicht

nur auf seine bedeutenden Ämter angespielt,

sondern auch darauf, was wir mitnehmen

konnten.

EAK richtet Dankgottesdienst aus

Erstmals war unserer Traditionsveranstaltung

zum Tag der Deutschen Einheit ein

vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU

(EAK) initiierter Dank?Gottesdienst in der

Friedenskirche vorausgegangen, in dem

Prälat Ulrich Mack zu „20 Jahre Mauerfall“

sprach.

Der Stuttgarter erinnerte dabei vor allem

an die neben dem DDR?Wirtschafts?Bankrott

und dem UdSSR?Zerfall mitentscheidende

Rolle der Gläubigen in Ostdeutschland,

die in einer friedlichen Revolution mit

Kerzen und Gebeten die Wende brachten.

Schülerinnen und Schüler der Jugendmusikschule

umrahmten den Festakt im Landratsamt

flott und feierlich, das Publikum

dankte es ihnen mit großem Applaus.

Unser Dank geht an alle Organisatoren

der festlichen Veranstaltung, an die Kreisgeschäftsstelle

sowie an die Vorsitzende

des EAK, Monika Helm, für das neue Element

des Gottesdienstes am TdDE. Und an

alle, die zum Gelingen dieses Programms

beigetragen haben.

Es hat uns sehr bereichert.

Heike Herrmann, Kreispresseprecherin

Die Rede des Prälaten Ulrich Mack ist ab

Seite 11 nachzulesen.


Termine KREISTEIL

WAS

WANN

WO …

Fr 30. Oktober, 20.00 Uhr

CDU Münchingen – Mitgliederversammlung

mit Neuwahlen

Bürgerstube „Lamm“

November

Frauen Union – Projekt: Netzwerk Gesunde

Schule – Gesundheit als Teil der

Schulentwicklung mit Fr. Uschi Traub,

Leiterin des Fachbereichs Gesundheitsförderung

Landratsamt

Ludwigsburg

DO 05. November, 15.-17.00 Uhr

Bürgersprechstunde des CDU-Bundestagsabgeordneten

Eberhard Gienger.

Termine außerhalb dieser Sprechzeiten

können über das Wahlkreisbüro Telefon

(0 71 42) 918 991, Fax (0 71 42) 918 993

oder per E-Mail eberhard Bürgersprechstunde.gienger@wk.bundestag.devereinbart

werden.

Wegen Urlaub ist das Wahlkreisbüro

vom 26. Oktober 2009 bis 30.Oktober

2009 geschlossen.

Ab Montag, den 2. November 2009 ist

das Büro wieder zu den gewohnten Zeiten

geöffnet.

Die regelmäßigen Bürozeiten sind:

Montag bis Freitag von 9:00 bis 12:00

Uhr sowie Dienstag und Donnerstag

zusätzlich von 13:00 bis 17:00 Uhr.

Wahlkreisbüro in der Pleidelsheimer

Str. 11 in Bietigheim

DO 05. November

Senioren Union Stadtverband Ludwigsburg

u. Umgebung – Tagesfahrt in die

Residenzstadt Karlsruhe mit Stadtführung.

Besuch des Bundesverfassungsgerichts.

Es wird ein gültiger Personalausweis

oder Reisepasse benötigt! –

Preis incl. Stadtführung: 29,00 Anmeldung

unter Telefon und FAX:

07144/18009

Abfahrt:

7.35 Uhr ab Marbach, K.-W.-Platz

7.45 Uhr ab Nwhg. Post

8.00 Uhr ab LB, ZOB, Steig 12

MI 11. November, 19.30 Uhr

Kommunalpolitische Vereinigung – Wie

geht es mit unseren Stromnetzen weiter?

Die Kommunalpolitische Vereinigung

der CDU im Landkreis Ludwigsburg

und des Rems-Murr-Kreises laden

herzlich zu einer Gemeinschaftsveranstaltung

ein.

Remseck-Aldingen in den Gasthof Mühle,

Neckarkanalstraße 71

DO 12. November, 14.45 Uhr Einlass

15.00 Uhr Beginn

Senioren Union Marbach-Bottwartal –

/ Diskussion (Teil 2) – Ernst Schedler,

Rektor i.R. (aus seiner VHS-Reihe) Harte

Arbeit in der „Guten alten Zeit“

Turnerheim Marbach

FR 13. November, 19.30 Uhr

Frauen Union – Martinsgans-Essen mit

Lesung – Unkostenbeitrag 24,00 Euro

pro Person – Poesie mit Herz und Verstand

– Eine Lesung aus den Gedichten

von Oskar Wendnagel – Anmeldung:

Erika Stahl Tel.: 07144/4364

Oberstenfeld, Ortsstraße 46, Restaurant

„Zum Ochsen“

SA 14. November , 9.30 Uhr

Landestagung des EAK der CDU Baden-

Württemberg mit Delegiertenwahlen.

Vortrag „MARKT und MORAL“

Ansätze evangelischer Sozialethik – politische

Handlungsperspektiven. Podiumsdiskussion

mit Prof. Dr. Franz

Kromka, Dipl.-Ing. Hans Nussbaum u.

Pfarrer Siegfried Strobel, Moderation

Martin-W. Buchenau, nachmittags Gottesdienst

mit Pfarrer Dr. Dieter Splinter,

anschließend Vortrag von Stefan Mappus,

MdL. Ende ca. 16.30 Uhr

Karlsruhe, Hanns-Löw-Saal, Kreuzstr. 13

und Kleine Kirche – Kaiserstr. 131

DO 19. November, 20.00 Uhr

CDU Schwieberdingen – Mitgliederversammlung

geänderter Tagungsort

Restaurant „Mythos“, Bahnhofstrasse

DO-SO 19-22. November

CDU Gerlingen –viertägige Reise nach

Ludwigsburg 10/2009 >>> Seite 3


Termine KREISTEIL

Paris. Bitte melden Sie sich mit beiliegendem

bis spätesten 15. Oktober 2009

für die Reise an. Die Anmeldung erfolgt

nach Eingang des Reisepreises von Euro

390,- pro Person. Die Teilnehmerzahl ist

auf 30 Personen begrenzt. Sollten nicht

genügend Anmeldungen eingehen, wird

die Reise leider nicht stattfinden.

FR 20. November

CDU-Intern Abgabetermin

FR 20. November, 18.00 Uhr

CDU Markgröningen – Das traditionelle

Martinigansessen ist auch in diesem Jahr

wieder der Höhepunkt der CDU Markgröningen

– Anmeldung bis 13. November

an Erich Hutflus – Fax: 01803-5518-

74470 oder E-Mail cdu.erich@hutflus.de

Spitalkeller Markgröningen

FR/SA 20./21.. November, 9.30 Uhr

CDU Baden-Württemberg – 59. Landesparteitag

mit Neuwahlen des Landesvorstandes

(verlegt vom 14. November)

Messe Friedrichshafen

Mi 25. November

CDU Kornwestheim – Seniorengruppe –

Besuch des Landtags von Baden-Württemberg

– Gespräch mit dem unserem

Abgeordneten MdL Klaus Herrmann

Ludwigsburg 10/2009 >>> Seite 4

Mittagessen (beinhaltet 1 Getränk und

Auswahl aus 2 Gerichten sowie 1 Stück

Kuchen) - Danach Möglichkeit zum Besuch

des Weihnachtsmarkts –Kosten

27.00 Euro für Busfahrt – Mittagessen m.

Getränk u. 1. Stck Kuchen – Führungen –

Anmeldung bis 10.11. bei Antonia Neumann

Tel.: 07154/22670

Abfahrt 8.20 Uhr Kulturhaus

Rückfahrt 17.00 Uhr ab Landtag

DO 26. November, 19.30 Uhr

CDU-Tamm – Kellergespräche im Alten

Rathaus in Tamm

FR 27. November, 17.-19.00 Uhr

CDU Kornwestheim – Seniorengruppe –

Gotoabend im Galeriesaal – Wir zeigen

die schönsten Bilder der Veranstaltungen

der letzten beiden Jahre

Galeriesaal

MO 07. Dezember, 18.00 Uhr

CDU Schwieberdingen – Nikolausfeier

im Pflegeheim „Kleeblatt“

FR 11. Dezember, 14.00 Uhr

Senioren Union – traditionelle Adventsfeier

des Kreisverbands

Alte Kelter, Benningen

MI 16. Dezember

CDU-Intern Abgabetermin

DO 17. Dezember, 15.00 Uhr

Senioren Union Marbach-Bottwartal –

„alle Jahre wieder“ unser Weihnachtskaffeeklatsch

Kleinbottwar, Cafe Ringle-Roth

DO 17. Dezember

CDU Pleidelsheim-Ingersheim-Mundelsheim

– 40-jähriges Jubiläum

SA 19. Dezember, 14.30 Uhr

CDU Kornwestheim – Seniorengruppe –

Kaffenachmittag im Galeriesaal

- bitte Vereinsanzeige beachten -

MO 28. Dezember, 17.00 Uhr

Senioren Union Stadtverband Ludwigsburg

und Umgebung – Winterkonzert

auf Schloss Magenheim. Zum 200. Jahrestag

im Gedenken an Haydn und Mendelssohn

mit dem Suevia-Klaviertrio.

Näheres bei Ingrid Mutschler Tel.: 07144-

18009

DI 05. Januar, 19.00 Uhr

CDU Kreisverband – 10. Neujahrsempfang

mit Ministerpräsident Günther H.

Oettinger MdL

Markgröningen, Stadthalle am Benzberg

MI 20. Januar

CDU-Intern Abgabetermin

SO 24. Januar

Bürgermeisterwahl in Hemmingen. BM

Nafz kandidiert nach 32 Amtsjahren

nicht mehr. Amtszeit endet am

11.03.2010. Bewerbungsfrist endet MO

28.12.09 um 18.00 Uhr. Am 13. Januar öffentliche

Vorstellung der Kandidaten in

der Gemeinschaftshalle.

DI 26. Januar, 19.30 Uhr

EAK – Veranstaltung mit Dr. rer. Pol.

Dietrich Bauer, Dipl.-Volkswirt aus Bad

Boll zum Thema: „Die Banken in der globalen

Finanzkrise – ihre Verantwortung

aus christlicher Sicht“

Der studierte Wirtschafts- und Finazwissenschaftler

Dr. rer. pol. D. Bauer war

mehr als 20 Jahre als Oberkirchenrat und

Finanz- und Baudezernent der Evangelischen

Landeskirche in Württemberg tätig.

Bis Ende 2000 war er Bankdirektor

und Vorstand der Evangelischen Kreditgenossenschaft

Kassel, einer der großten

Genossenschaftsbanken in Deutschland.

Freiberg am Neckar – Marktplatz – Restaurant

„Schwabenstuben“

DO 18. Februar

CDU Intern Abgabetermin


Unsere Abgeordneten

Danke für Ihr Vertrauen, für Ihre Stimme

und vor allem für Ihre Unterstützung!

Mit großer Mehrheit haben mich die Bürger

aus dem Wahlkreis Ludwigsburg für

die nächste Legislaturperiode zu Ihrem

Abgeordneten in Berlin gewählt. Dieses

Votum ist für mich eine große Verpflichtung

und sogleich auch ein großer Ansporn

für meine Abgeordnetentätigkeit in

den nächsten Jahren!

Ganz herzlich möchte ich mich auch bei

meinen vielen Wahlkampfhelfern für die

tatkräftige Unterstützung bedanken. Gemeinsam

mit Ihnen allen ist es mir gelungen,

das Direktmandat für Ludwigsburg zu

sichern und die CDU-Tradition meines Vorgängers

Matthias Wissmann weiterzuführen.

Ich freue mich auf die Arbeit für die Menschen

im Wahlkreis und auf zahlreiche persönliche

Begegnung mit Ihnen.

Steffen Bilger > Seite 5


Unsere Abgeordneten KREISTEIL

„TRUMPF steht für Innovation“

Ministerpräsident Günther H. Oettinger MdL bei

der Einweihung des neuen Entwicklungsgebäudes

„TRUMPF setzt in der richtigen Zeit auf

Innovation und Investition - und ist damit

einer der Leuchttürme in unserer Wirtschaftslandschaft“,

sagte Ministerpräsident

Günther H. Oettinger MdL am 30.

September bei der offiziellen Einweihung

des neuen Entwicklungsgebäudes für

Werkzeugmaschinen und Lasertechnik

von TRUMPF am Standort Ditzingen. „Das

neue Entwicklungszentrum untermauert

den hohen, an sich selbst gerichteten Qualitätsanspruch

des Unternehmens und

sein Ziel, nicht geschwächt, sondern als

Marktführer gestärkt aus der Krise hervorzugehen“,

lobte Günther H. Oettinger

Ludwigsburg 10/2009 >>> Seite 6

MdL das Großprojekt in seinem Wahlkreis.

Im Rahmen ihrer langfristigen Innovationsstrategie

hat die TRUMPF Gruppe ihren

Hauptsitz in Ditzingen um ein neues

Entwicklungszentrum für Werkzeugmaschinen

sowie ein Lasertechnik-Zentrum

erweitert. Das Unternehmen vergrößert

sein Stammwerk damit um 35.000 Quadratmeter,

das entspricht etwa einem Drittel

der derzeitigen Gesamtfläche. Das Lasertechnik-Zentrum

bietet Büroflächen

und eine Applikationshalle für das

TRUMPF Geschäftsfeld Lasertechnik. Der

Bereich Werkzeugmaschinen verfügt über

zwei neue Gebäude, ein Entwicklungszen- trum und ein Versuchsfeld für seine Technologien.

Rund 850 Mitarbeiter werden in

dem Neubau tätig sein.

Der Gebäudekomplex kostete etwa 50

Millionen Euro und entstand in einer Bauzeit

von knapp zwei Jahren. Die Investition

ist ein klares Bekenntnis zum Standort und

zur Zukunft des Unternehmens.


Auszeichnung KREISTEIL

Das Verdienstkreuz am Bande für Rolf Janiak

Ministerpräsident Günther H. Oettinger MdL würdigt das

umfangreiche Engagement in Kommunalpolitik und Ehrenamt

Ministerpräsident Günther H. Oettinger

hat Rolf Janiak letzte Woche das von Bundespräsident

Prof. Dr. Horst Köhler verliehene

„Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens

der Bundesrepublik

Deutschland“ überreicht. Bei der Ordensübergabe

im Rahmen eines Empfangs in

der Villa Reitzenstein in Stuttgart würdigte

der Ministerpräsident die besonderen

Leistungen Janiaks:

„Rolf Janiak hat sich als Kommunalpolitiker

und in vielen Ehrenämtern, wie beispielsweise

als Vorsitzender des Luftsportvereins

Hohenasperg e.V. große Verdienste

um das Gemeinwohl erworben. Vor allem

für Jugendliche und ihre Bedürfnisse

hat sich Janiak immer eingesetzt und viel

erreicht“, erklärte der Regierungschef.

* „Rolf Janiak ist Kommunalpolitiker mit

Leib und Seele. Mit seinem profunden

Fachwissen engagiert er sich seit 1980

als Mitglied des Gemeinderats in Asperg.

Ob im Technischen Ausschuss, im

Sport-, Verkehrs- oder Kulturausschuss

- sein Rat war und ist immer gefragt“,

unterstrich der Ministerpräsident. In

besonderem Maße habe er sich für die

Vertiefung der Städtepartnerschaft mit

der Stadt Lure in Frankreich eingesetzt.

Seit 1985 sei Janiak zudem Vorsitzender

des CDU-Stadtverbandes Asperg.

Von 1992 bis 2004 sei er auch im Ludwigsburger

Kreistag aktiv gewesen und

habe sich dort im Umwelt- und Technik-

ausschuss, im Sozialausschuss und im

Verwaltungsausschuss eingebracht.

„Seine sachkundige und kollegiale Mitarbeit

war über Fraktionsgrenzen hinweg

sehr geschätzt“, betonte Ministerpräsident

Oettinger.

* Rolf Janiak ist an zwei Autohäusern mit

zahlreichen Mitarbeitern beteiligt. Die

Unternehmen seien Familienbetriebe,

bei denen Kundenfreundlichkeit, hohe

Präzision, sowie fleißige und engagierte

Mitarbeiter die Visitenkarte seien.

„Die Ausbildung der Jugendlichen liegt

Ihnen dabei besonders am Herzen. Seit

Jahren bilden Sie in Kooperation mit

der Carl-Schaefer-Schule Ludwigsburg

junge Menschen als Kraftfahrzeugmechatroniker

aus und leisten damit einen

wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort

Baden-Württemberg. Darüber

hinaus engagieren Sie sich für die

Schulpartnerschaft mit einer russischen

Berufsschule in St. Petersburg

und fördern somit aktiv den interkultu-

Ludwigsburg 10/2009 >>> Seite 7


Aus den Ortsverbänden KREISTEIL

rellen Austausch“, erklärte Oettinger.

Der Ministerpräsident wies weiter darauf

hin, dass Janiak nahezu 30 Jahre als

Mitglied des Gesellenprüfungsausschusses

der Handwerkskammer Stuttgart

tätig gewesen sei.

* Janiaks Leidenschaft gehöre seit über

50 Jahren dem Flugsport. Die Begeisterung

für diesen Sport lasse auch am Boden

nicht nach. So sei Rolf Janiak über

drei Jahrzehnte Vorsitzender des Luftsportvereins

Hohenasperg e.V. gewesen.

„Besonders hervorheben möchte

ich Ihr Engagement um die Benutzung

und den Erhalt des Flugplatzes Pattonville.

Bereits 1970 haben Sie den ersten

Kontakt zu den amerikanischen Kommandeuren

hergestellt und pflegen bis

heute persönliche Freundschaften.

Dank Ihrer Initiative profitiert speziell

die Jugendarbeit vom Erhalt des Flugplatzes,

auf dem die Jugendlichen von

den ansässigen Vereinen zu Segelflugpiloten

ausgebildet werden“, sagte

Oettinger.

* Auch als Mitglied des Stadtjugendrings

Asperg habe Janiak viele neue Akzente

in der Jugendarbeit gesetzt und sich für

die Anliegen der Jugendlichen beherzt

eingesetzt. Ebenfalls habe er sich als Initiator

und Leiter des Projekts „Haus

der Vereine“ verdient gemacht. Dank

seiner nachhaltigen Initiative und seines

hohen persönlichen Engagements

habe das Haus der Vereine überhaupt

erst realisiert werden können.

„Das umfangreiche Engagement zeugt

von großem Gemeinsinn und vorbildhaftem

bürgerschaftlichen Verantwortungsbewusstsein.

Dafür danke ich Ihnen“, sagte

Ministerpräsident Günther H. Oettinger.

Die Mitglieder CDU-Asperg und die

CDU-Fraktion im Gemeinderat gratulieren

Rolf Janiak zu der hohen Auszeichnung.

Wir hoffen, dass der Geehrte sich noch

recht lang in der Partei engagieren kann

und weiter seinen Humor und seine Tatkraft

behält. > Seite 8

Stadtverband Bietigheim-Bissingen

AK Soziales in Paris

Der Arbeitskreis Soziales des CDU-Stadtverband

Bietigheim-Bissingen veranstaltete unter

Leitung ihrer Vorsitzenden und Stadträtin Eva

Jahnke, eine 4-Tagesreise in die französische

Hauptstadt. Dabei sollte nicht nur der Bus, sondern

auch die Bahn die 34 Teilnehmer in die

Stadt an der Seine bringen. Von Bietigheim-Bissingen

ging es über die Autobahn Karlsruhe, Baden-Baden

nach Kehl und hier stieg dann der

Stadtführer zu, der in den nächsten drei Stunden

das Wissen über Straßburg erweiterte.

Die Stadt die zwölf Mal die Nationalität wechselte

und heute Sitz zahlreicher europäischer

Einrichtungen, wie dem Europarat, dem Europaparlament,

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

und vielem mehr ist, versteht sich

auch als „Hauptstadt Europas“.

Zunächst mit dem Bus und dann zu Fuß, ging

es durch gepflasterte Straßen mit den vielen Sehenswürdigkeiten.

Und alles überragt natürlich

das Liebfrauenmünster, das zu den bedeutendsten

Kathedralen der europäischen Architekturgeschichte,

sowie zu den größten Sandsteinbauten

der Welt zählt. Pünktlich um 15.15 Uhr ging es

weiter Richtung Paris und das nun auf den Schienen,

denn der TVG brachte die Gruppen mit

Höchstgeschwindigkeit zum Gare de I‚Est, wo

gleichzeitig auch der vorausgefahrene Spillmannbus

angekommen war.

Nach dem einchecken im Hotel am Montmartre,

war man noch nicht müde genug um den

Hügel zu bezwingen. Über schmale Straßen

und viele Treppen ging es steil hinauf. Doch der

„Aufstieg“ hatte sich gelohnt, denn wenn man

auf den Treppen von Sacre´-Coeur steht, liegt einem

ganz Paris zu Füßen. Ein Besuch in der Basilika

und ein Rundgang durch die engen Gassen,

wo im 19. Jahrhundert das Mekka für Künstler,

Schriftsteller und Musiker war, rundete diesen

Tag ab. Nur einen Ausschnitt von dem was die

französische Hauptstadt zu bieten hat, gab es

bei einer Stadtrundfahrt zu sehen. Die alte Oper,

als 13. Oper in der Stadt, die Napoleon hat bauen

lassen. Das Hotel de Ville, das oberste Rathaus

der Stadt, denn jeder der

zwanzig Stadtbezirke

hat ein eigenes Rathaus.

Der Louvre, mit Blick auf

den Obelisk, aus dem

Tempel von Luxor und

gar bis zum Triumphbogen.

Entlang der Seine,

über die Pont Neuf, die

trotz ihres Namens

„neue Brücke“ die Älteste

ist, oder die „Schönste“

die Pont Alexandre.

Durchs Quartier Latin,

vorbei am Pantheon,

dem Invalidendom zum

Place de la Concorde, wo

einst die Guillotine

stand. Weiter über die

Champs-Elysees, um den Triumphbogen

und dann zu einem Zwischenstopp

am Trocadero, ehe es dann zum Wahrzeichen

der Stadt ging.

Der Eifelturm dessen Bau vor hundert

Jahren umstritten war und eigentlich

nur als Eingang zur Weltausstellung

diente, ist heute aus dieser Stadt nicht

mehr wegzudenken. Die Fahrt ging bis

zur zweiten Etage und von dort hatte

man einen ausgezeichneten Blick über

die ganze Stadt. Ein Besuch im Schloss

Versailles, mit seinen schönen Parkanlagen

durfte natürlich auch nicht fehlen.

Im Garten Wasserspiele mit Musik

untermalt und im Schloss Prunk und

Pracht aus königlicher Zeit.

Was dann noch fehlte, war zu Fuß

durch die Stadt und davon sollte man

noch genug bekommen. Ausgehend

vom wohl beliebtesten Park von Paris,

dem Jardin du Luxembourg.

Vorbei an der Sorbonne, in der heute

ausschließlich geisteswissenschaftliche

Fächer gelehrt werden, über die

Rue Saint Jacques, vorbei am ältesten

Baum von Paris, der seit 1602 schon

viele an sich vorbeiziehen sah. Von hier

eröffnet sich dann der Blick auf Notre-

Dame, dem Mittelpunkt der Stadt. Unter

den gewaltigen gotischen Kathedralen

Nordfrankreichs, bleibt sie unverwechselbar

durch ihre Schlichtheit.

Vom Baubeginn bis zur Vollendung

dauerte es 150 Jahre und kein Besucher

wird den Rundgang im Inneren auslassen

und die vielen prächtigen Fenster

bewundern. Über die Pont St. Louis

ging es dann am anderen Seine-Ufer

ins Maree-Viertel. Durch enge, mit

Menschen überfüllte Gassen, erreichte

man den Place des Vosges, der zu Königszeiten

zum Treffpunkt der eleganten

Welt werden sollte Die 36 Häuser

die um den quadratischen Platz gebaut

wurden gleichen einander, ohne identisch

zu sein. Am Place de la Bastille

wartete dann der Bus, der die inzwischen

doch recht müde Gruppe wieder

zurück ins Hotel brachte. Doch der Tag

war noch nicht zu Ende und wurde in

einem gemütlichen Restaurant auf

dem Montmartre, mit einem französischen

Menu und einem (oder auch

mehr) guten Glas französischen Wein

abgerundet.

Die Heimreise führte dann noch über

Reims und auch hier war noch Zeit, um

die wunderschöne Kathedrale zu besichtigen.

Nach einem Picknick mit

französischen Spezialitäten, machte

mach sich dann auf den Weg zurück

nach Deutschland. Wieder waren es

vier schöne, gut organisierte Tage. Gutes

Wetter, viel gesehen und man war

mit netten Leuten, die gemeinsam reisen

können unterwegs.


Tag der Deutschen Einheit KREISTEIL

„Wir hatten alles geplant. Wir waren auf alles

vorbereitet. Nur nicht auf Kerzen und Gebete.“

Predigt im Gottesdienst am 3. Oktober 2009 in Ludwigsburg von Prälat Ulrich Mack

„Gott, Du machst fröhlich was da lebet im Osten wie im Westen.“

Liebe Gemeinde,

„Wir hatten alles geplant. Wir waren auf

alles vorbereitet.

Nur nicht auf Kerzen und Gebete“. Das

sagte Horst Sindermann, der damalige

Präsident der DDR-Volkskammer und

SED-Zentralkomitee-Mitglied. „ ... auf alles

vorbereitet. Nur nicht auf Kerzen und

Gebete“ - diese Worte stehen für das, was

in diesen Tagen vor 20 Jahren geschah.

Eine persönliche Erinnerungen: Es war

Ende der 50er-Jahre an einem 17. Juni, ein

paar Jahre nach dem Aufstand in der

DDR. Ich war vielleicht 6 oder 7 Jahre alt.

Mein Vater nahm mich mit zu einer Bergkuppe

in meiner Heimatstadt Heidenheim.

Ein riesiges Feuer wurde dort entzündet,

ein loderndes Erinnerungs- und

Mahnfeuer, über die ganze Stadt sichtbar

am Tag der deutschen Einheit. Und wenn

ich mich recht erinnere, sang die dort versammelte

Menschenmenge nicht nur die

Nationalhymne, sondern auch einen Choral.

Was mein Vater mir damals sagte,

weiß ich nicht mehr genau, aber ich erinnere

mich an die spürbare Sehnsucht,

dass das geteilte Land wieder vereinigt

werde. Dieser Wunsch wurde bekanntlich

im praktischen Leben der Bundesrepublik

bald relativ zweitrangig. Ich war schon als

Jugendlicher ein paar Mal in Berlin, stand

vor der Mauer, besuchte auch den Ostteil

der Stadt über den gespenstisch anmutenden

Übergang an der Friedrichstraße.

Ich besuchte auch Pfarrer und Gemeinden,

wusste von den Schikanen und der

All-Überwachung der Stasi und den mühsamen

Versuchen, als Kirche zu leben.

Aber wer dachte schon daran, was dann

1989 Wirklichkeit wurde? Und dass gerade

die Kirchen und Gebete und Kerzen

die zentrale Rolle spielen sollten?

Ein Pfarrer hat, so berichtet seine Tochter,

jahrzehntelang täglich laut im Familienkreis

um die Einheit Deutschlands gebetet

- und er wurde dafür belächelt; „so

etwas Unrealistisches“, sagten seine Kinder.

Ich kam an jenem Abend des 9. November

1989 von einer wichtigen Sitzung zurück,

wollte meiner Frau davon erzählen,

aber sie saß gebannt vor dem Fernseher

und sagte nur: „Sieh mal, was da passiert“

- und wir sahen die geöffneten Grenzen

und die jubelnden Menschen, und irgendwann

spielte ein Posaunenchor an der geöffneten

Mauer: „Nun danket alle Gott“.

Das gab den richtigen Ton. Gedenktag

ist zuerst einmal Danktag. Vor allem Ge-

Die Organisatoren des ganz besonderen Festgottesdienstes in der Ludwigsburger Friedenskirche:

Monika Helm, EAK-Vorsitzende in die Mitte genommen von l. Prälat Ulrich

Mack und Albrecht Fischer

denken und Bedenken soll zuallererst das

Danken stehen, auch heute, wenn wir

hier feiern.

„Dank für Gottes Führung“ - steht über

manchen Psalmen.

Auch das

Bekenntnis aus

Psalm 65 trägt

diesen Grundton.

„Du machst

fröhlich was da

lebt im Osten

wie im Westen“ -

es beginnt mit

dem „Du“, mit

der Hinwendung

zu Gott. Wir

sind es gewohnt,

viel zu

bitten. Aber wie

oft vergessen

wir das Danken.

„Nun danket alle

Gott“, spielte

der Posaunenchor.

Und er

spielte es mit

Recht. Denn die

friedliche Revolution

hat sich

ereignet, weil

Menschen beteten

und anfingen,

Kerzen anzuzünden.

Die

Wende hat sich

ereignet, weil Menschen sich an Gott gewendet

haben.

Sicher - es gab noch andere Gründe: Die

DDR war bankrott, die UdSSR im Zerfall.

Ludwigsburg 10/2009 >>> Seite 11


Tag der Deutsche Einheit KREISTEIL

Aber es hätte alles anders ausgehen können,

blutiger, gewalttätiger. Doch das geschah

nicht. Und zwar deshalb nicht, weil

diese vielen Tausende von Menschen sich

zu Gott gewendet haben, zu diesem

barmherzigen Gott. Mit vollem Risiko.

Denn sich an Gott zu wenden ist riskant.

Wenn man sich ernsthaft und mit ganzem

Herzen an Gott wendet, riskiert man,

dass man nicht mehr selber Herr der Lage

ist, sondern Gott. Das ist immer so, auch

wenn man gerade mal nicht einen ganzen

Staat zu Fall bringen will, sondern nur

sein eigenes Lebenschaos in den Griff zu

bringen versucht. Sich an Gott zu wenden

heißt, das Geschehen aus der Hand zu

geben. Denn wozu sonst sollten wir uns

an Gott wenden, wenn nicht mit der Bitte:

„Dein Wille geschehe. Wir können es

nicht allein schaffen und wollen es auch

nicht.“

Christian Führer, damals Pfarrer an der

Leipziger Nikolaikirche, schreibt: „Ohne

Jesus im Rücken hätte ich das nicht geschafft.

Da hätte mich die Angst aufgefressen.“

Und er schildert, dass die Demonstranten

ihren Mut nicht behalten

und den vollkommenen Gewaltverzicht

nicht durchgehalten hätten,

wenn sie nicht gebetet hätten.

In der Schweiz gibt es das

Sprichwort „Hominum confusione

et Dei providentia helvetia

regitur“ - „Die Schweiz

wird regiert durch der Menschen

Durcheinander und

Gottes Vorsehung“. Glauben

wir, dass unsere Geschichte

regiert wird durch Gottes

Vorsehung, durch seine Fürsorge,

sein Leiten?

Gott heute zu danken für

das, was vor 20 Jahren geschah,

hat ja als Kehrseite das

Vertrauen, dass er im Regiment

sitzt. Dass er die Fäden

der Geschichte in der

Hand behält. Dass er

Gebete hört und erhört

und dass er uns

richtig führt. Nicht

immer so, wie wir es

wollen.

Wie oft haben Menschen

Gott um Frieden

gebeten, und

Krieg geschah? Wie

oft haben wir im persönlichen

Leben Gott

etwas im Gebet gebracht,

und es kam

ganz anders als gedacht.

Selbst Jesus

hat in Gethsemane

gerungen: „Lass diesen

Kelch von mir ge-

Ludwigsburg 10/2009 >>> Seite 12

hen“, und er musste ihn doch trinken.

Aber Jesus gibt uns mit seinem Gebet

auch die Weite: „Nicht wie ich will, sondern

wie du willst.“ Wer so betet, legt seinen

Weg in Gottes Hand oder auch den

Weg der Mitmenschen oder den eines

Staates.

Vor 20 Jahren haben die Vielen, die sich

zu den Montagsgebeten in den Kirchen

trafen, unerwartet schnell erfahren, wie

Gott Gebete erhört. Und wie er Menschen

in der Kraft des Vertrauens auf ihn

handeln lässt - auch darin, gewaltlos zu

bleiben, sich in Kirchen zu treffen und

Kerzen zum Zeichen der Hoffnung zu entzünden.

Und heute?

Die Erinnerung an die friedliche Revolution

vor 20 Jahren und der Dank an Gott

stellt uns unwillkürlich vor die Frage:

Sind wir nicht ziemlich hoffnungsarm geworden

und Gottvertrauens-müde? Wie

gehen wir mit Krisen um? Wie mit Herausforderungen

- vom Klimaschutz bis

zur Integration von Migranten, von den

Finanzmärkten bis zur demografischen

Entwicklung? Haben wir da auch, wie

Christian Führer schreibt, „Jesus im Rük-

ken“, um angesichts dieser Probleme zu

beten und im Vertrauen auf ihn das Gerechte

zu tun?

Wir sind im Osten wie im Westen in den

letzten 20 Jahren noch mehr in eine allgemeine

Gottvergessenheit hineingeschlittert.

Jetzt muss ein Berliner Gymnasium

überraschenderweise muslimischen

Schülern einen Gebetsraum zur Verfügung

stellen, aber vor Jahren schon wurden

in bayerischen Klassenzimmern Kruzifixe

abgenommen, und Religion wird

immer mehr nur als Privatsache verstanden.

Doch das Vertrauen auf Gott ist keine

Privatsache. Das hat Jesus mit den Seligpreisungen

gezeigt, die wir vorhin gehört

haben. Selig, glücklich zu preisen,

sind Menschen, die barmherzig sind, die

Frieden stiften, die reinen Herzens sind,

die hungern nach Gerechtigkeit - das sind

alles sehr öffentlichkeitswirksame Kennzeichen.

Und selig nennt sie Jesus, weil,

wer so lebt, sein Leben gleichsam ganz

aus der Hand gibt und sich selbst in die

Hand Gottes gibt. Barmherzig sein kann,

wer Gottes Barmherzigkeit empfängt.

Frieden stiften kann, wer aus dem Frieden

lebt, den Jesus bringt. Und selbst

Leidtragende werden selig

gepriesen, weil sie selbst im

Leid Getragene bleiben.

„Wir hatten alles geplant.

Wir waren auf alles vorbereitet.

Nur nicht auf Kerzen und

Gebete“, sagte Horst Sindermann,

und der Posaunenchor

spielte „Nun danket alle

Gott“. Mit Kerzen, so sagen

heute viele in Leipzig, mit

Kerzen und Gebeten hat die

Wende begonnen. Die Wende,

die man von den Regierenden

forderte, begann mit der

Wende zu Gott hin, mit der

Hinwendung zu Christus.

Was kann uns heute Besseres

passieren, als dass mit allem

Danken und

Denken auch das

Wenden wieder neu

geschieht - das sich

an Gott wenden, damit

wir uns im Vertrauen

auf ihn und

nach seinem Willen

dann dem zuwenden,

was heute zu tun ist.

Diese Wende wagen -

dazu ermutigt uns

dieser Tag, und dann

mit dem Psalmbeter

zu bekennen: „Du

machst fröhlich was

da lebet im Osten

wie im Westen“ in

Jesu Namen.

Amen


Aus dem Kreis / Vereinigungen KREISTEIL

CDU-Kreisverband

Ehrungen

Anlässlich unseres Kreisparteitages in

Remseck-Pattonville konnten wieder einige

Mitglieder für 25 Jahre CDU-Mitgliedschaft

geehrt werden.

Dies waren: Walter Bäuerle, Mundelsheim,

Thomas Bauer, Marbach, Helga

Brunhuber, Murr, Georg Döhner, Marbach,

Bernd Engel, Ditzingen, Dr. Hans Groß,

Remseck, Maria Ibing, Gerlingen, Martin

Kehle, Markgröningen, Gerhard Kreuzberger,

K.-Münchingen, Wolfgang Mayer, Gerlingen,

Dr. Thomas Müller, Wendlingen,

Frank Oesterle, Freudental, Klaus Pfisterer,

Remseck, Andreas Rittinger, Gerlingen,

Karlheinz Rometsch, Gerlingen, Karl-

Heinz Umbach, Bönnigheim, Eberhard Zaiser,

Schwieberdingen, Rolf-Dietrich Zaiser-Walker,

Schwieberdingen > Seite 13


Aus den Vereinigungen KREISTEIL

gin im Oktober gibt es fast an jedem Wochenende

ein Weinfest. 1245 erstmals urkundlich

erwähnt... 1275 Stadtrechte durch

Rudolf I. von Habsburg... 1368 Grundsteinlegung

der Stiftskirche...

1525 Bauernkrieg... 1688 Einnahme durch

französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg,

aber nicht, wie viele umliegende

Städte und Gemeinden, zerstört...

27. Mai 1832 Demonstration für Freiheitsrechte

und Demokratie auf dem Hambacher

Schloss. Mit einem guten Tropfen Pfälzer

Wein für alle Teilnehmer endete diese

historische Führung. In Weissenheim am

Senioren Union Kreisverband Ludwigsburg

Statistik und ihre Folgen

Jetzt ist es raus: In Baden-Württemberg

haben die Senioren im Alter von 60 plus

den Wahlausgang entscheidend beeinflusst.

Mit 33% der Wahlberechtigten stellten

sie die größte Gruppe unter den Wahlberechtigten,

und sie haben mit 71 % deutlicher

von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht

als die Gruppe der unter 30-jährigen,

die gerade mal 17 % der Wahlberechtigten

ausmacht, mit knapp 59 %. Im Ergebnis

haben 44,3 % der Senioren die CDU

gewählt.

Freuen wir uns darüber, dass es so war.

Und nun die Wermutstropfen:

In der Gruppe der Jungwähler (18 – 24

Jahre) erreichte die CDU in Baden-Württem-berg

lumpige 26 %. Das wird sich nach

dem Abzug des Landesvorsitzenden der

Jungen Union in den Bundestag so nicht

halten lassen, zumal dieser zwar wiedergewählt

wurde, durch sein Mandat aber wohl

kaum die Zeit und Energie aufbringen

kann, die erforderlich wäre, dieses Ergebnis

zu verbessern. Und von personellen Alternativen

auf der Landesebene hört man

wenig.

In der Altersgruppe zwischen 45 und 59

Jahren verlor die CDU im Vergleich zur

vorherigen Bundestagswahl 8,4 %, und aus

dieser Gruppe rekrutieren sich die künftigen

Senioren. Die 44,3 % werden folglich

nicht mehr lange zu halten sein.

Was ist zu tun?

Vernachlässigt die Politik die Senioren,

brechen diese ihren angestammten Parteien

die Treue. Betont sie deren Ansprüche,

ist eine auf die Zukunft ausgerichtete Politik

kaum möglich. Eine Zwickmühle, die

schnell zur Marter werden kann, ganz beson-ders

unter den erschwerenden Bedingungen

knapper Haushaltsmittel. So erklärt

sich denn auch die Vorgehensweise

bei Koalitionsverhandlungen: Was vereinbart

wird, muss entweder frühere Fehlentwicklungen

bereinigen (Hartz IV, Bildungs-

Ludwigsburg 10/2009 >>> Seite 14

Berg gab es im typisch pfälzer Gasthof

„Speeter“ pfälzer Spezialitäten zum Mittagessen.

Der „Saumagen“, köstlich mit

Bratkartoffeln, sollte hier probiert werden.

Nach einer gemeinsamen „Kuchenpause“

lernten wir bei einem Rundgang das sehr

schöne Freinsheim kennen. Das „Rothenburg

der Pfalz“ besitzt noch eine mittelalterliche

Ringmauer aus dem 15. Jahrhundert,

die mit diversen Türmen und Toren

die Altstadt umschließen. In Bad Dürkheim

besuchten wir das größte Weinfass der

Welt mit 1,7 Mio. Liter Fassungsvermögen.

Innen ein Wein- und Speiselokal – daneben

und Migrationsversäumnisse) oder familienfreundlich

sein (Kindergeldanpassung)

oder in die Zukunft weisen (Forschung und

Entwicklung, Sicherheit). Bereits da sieht

man, dass Themen, die uns alle angehen,

zur Genüge vorhanden sind, aber nicht jedes

betrifft die Senioren gleichermaßen

wie die Jüngeren, zum Beispiel die Steuerpolitik.

Seit Verabschiedung des Alterseinkünftegesetzes

wird regelmäßig auf die

Steuer-pflicht auch der Senioren verwie-

war bereits der Bad Dürkheimer Wurstmarkt

aufgebaut, der auch im September

stattfindet. „Worscht unn Woi“ in friedlicher

Allianz. Herzstück des größten Weinfestes

der Welt sind die „Schubkärchler“,

kleine Weinzelte, die nur einheimischen

Wein anbieten. Über Speyer – Germersheim

– Bruchsal – Bretten ging es dann

heim nach Ludwigsburg – Neckarweihingen

und Marbach. Wir haben die Schönheiten

dieser einmaligen Tagesfahrt gemeinsam

erlebt nach unserem Motto: „Gemeinsam

und nicht einsam“.

Ingrid Mutschler

sen. Nur wollte keiner vor der Wahl auch

die Probe aufs Exempel machen. Das steht

jetzt, nach der Wahl, an, und es wird zu

mancherlei Verwerfung führen. Diese

münden auch bei Senioren in bekannte

Verhaltensweisen: Wechselwählertum,

Wahlverweigerung, allgemeine Unzufriedenheit,

....

Wir sehen, aus Zahlen, Daten, Fakten

lässt sich mancherlei herauslesen, mehr jedenfalls

als aus dem Kaffeesatz. Jetzt heißt

es, Ärmel hochkrempeln, anpacken und

Übezeugungsarbeit leisten, denn die nächsten

Wahlen lassen nicht lange auf sich

warten. Peter Weiland-Dubois

SeniorenUnion Stadtverband Ludwigsburg und Umgebung

Besuch des „Franz Josef Strauß“ Flughafen

in München und der größten Weißbierbrauerei

der Welt im Erdinger Moos

Eine große Gruppe der Mitglieder des

CDU Stadtverbands Ludwigsburg und Umgebung

und des Freundeskreises fuhren

am 8. Oktober 2009 von den Einstiegsstellen

Marbach –Neckarweihingen und Ludwigsburg

zu einer Erlebnistour nach München

und Erding.

Über die BAB Leonberg-Stuttgart-Ulm-

Augsburg-Dachau-Unterschleißheim ging

es nach einer gemütlichen Kaffeepause

und mit viel guter Laune weiter zum Flughafen

München. Viele Treppen führten uns

auf den „Besucherhügel“, der uns einen

weiten, schönen Rundblick über das Flughafengelände

bot. Uns zu Füßen standen

verschiedene Oldtimer-Maschinen zur Besichtigung

und für die Kinder kleine Modelle

vom Hubschrauber bis zum Flieger.

Alle 2 – 4 Minuten erlebten wir den Start

oder die Landung einer Maschine. Mit einem

Besucherbus des „Franz Josef Strauß“

Flughafen konnten wir einen Blick hinter

die Kulissen werfen. Nach strengen Sicherheitskontrollen

wurden wir herzlich begrüßt.

Ein Begleiter und Marketingleiter

zeigte uns alles Sehenswerte. Wir waren

beeindruckt, denn Münchens Airport ist

der Modernste in Deutschland. Er ist erneut

unter den internationalen „Top Five“.

Der Flughafen München ist bei den „World

Airport Awards“ 2009, wie im Vorjahr auf

Platz 5 gelandet und hat damit seine Position

unter den besten Flughäfen der Welt

behauptet. Für Besucher und Fluggäste

heißt es 7 Tage die Woche: Shoppen, Genießen,

Erleben und das 365 Tage im Jahr.

Elegante Läden und Restaurants bieten

was das Herz begehrt. 30 000 Arbeitsplätze,

größter Arbeitgeber ist der Lufthansa-

Konzern mit ca. 8.000 Mitarbeitern. Die

Größe des Airport umfasst etwa 120 Fußballfelder.

Der Flughafen bleibt ein Jobgarant

für Wachstum und Beschäftigung. Mit

seinen 34,5 Millionen Passagieren ist er

der zweitgrößte und modernste Flughafen

in Deutschland und Europas bester Airport.

Er hat sich als Drehkreuz im europäischen

und internationalen Luftverkehr

längst bewährt. Immer mehr Passagiere

landen in München. Der Besucherpark mit

Aussichtshügel und den historischen Flugzeugen,

Souvenirshop, Restaurant und die


Aus den Vereinigungen / Kommentar KREISTEIL

Flughafenausstellung sind

ebenso sehenswert. Für alle

Mitreisenden war der Airport

ein wunderbares Erlebnis. Wir

haben den Flughafen durch

das Erdinger Moos verlassen

und besuchten die weltweit

größte Weißbierbrauerei in Erding.

Hier verbinden sich Tradition

mit Fortschritt. Das Bier

wird nach altüberlieferten Rezepturen,

sowie unter Einsatz

modernster technischer Herstellungsverfahren

gebraut.

Das Familienunternehmen

Werner Brombach wurde 1886

gegründet. Gebraut wird nach

wie vor ausschließlich in Erding.

Auf eine Besonderheit ist

ERDINGER Weißbräu stolz:

Das Weißbier reift in der Flasche,

wie es in Bayern Traditi-

NachGehakt

Zivilcourage?

Gespannt blicken wir nach

Berlin, welche schwarz-gelben

Weichen jetzt mit dem Koalitionsvertrag

gestellt werden.

Nach der Analyse der Wahlergebnisse

drehen sich nun die

Personalkarusselle, neue Ziele

werden gesteckt und alte Themen

wandern erneut auf die

Agenda. Auch ich habe Themen,

die mich tief bewegen. Vergessen

ist nicht, was vor der Bundestagswahl

blankes Entsetzen

und Ratlosigkeit ausgelöst hat,

worüber wir angesichts immer

neuer Meldungen zwingend

nachdenken müssen.

„Für Zivilcourage von Randalierern Prügel

eingesteckt“, meldet Pforzheim. So erging

es auch dem Rentner im Münchner U-Bahnhof,

der schwer verletzt wurde. „Tödliche Zivilcourage“,

so wird die unfaßbare Gewalt

an der Münchner S-Bahn-Station, die einen

50jährigen das Leben kostete, übertitelt.

Totgeschlagen von zwei Jugendlichen, weil

er Courage zeigte, weil er half als Hilfe nötig

war - und weil er allein war. Nein, es ist nicht

wie damals, 1992, da ging es um Zivilcourage

angesichts brennender Asylheime. Heute

geht es um Zivilcourage, die Menschen

beweisen, sich schützend vor andere stellen

und dafür mit dem Leben bezahlen.

Muss der Tod mit einkalkuliert werden,

wenn man couragierte Hilfe gibt? Haben

sich diese Frage auch die gestellt, die teilnahmslos

dabei standen, zuschauten und

nicht eingriffen, während Dominik B. zu

Tode getreten wurde? Die Statistik sagt,

on war und noch immer sein

sollte. Aus einem Grund: Nur

so können sich der einzigartige

Geschmack und das besondere

Aroma entfalten. Nach einer

Führung gab es im „Braustüberl“

eine Bierverkostung

aller Sorten und dazu Brezen

und Weißwürste bis aller Hunger

und Durst gestillt war.

Köstliches frisches „Erdinger

Weißbräu – In Bayern daheim

– In der Welt zu Hause“. Zum

Abschied von Erding: Weißblauer

Himmel – und herbstliche

Stimmung bei der Heimfahrt

auf der Autobahn Augsburg-Ulm-Stuttgart

nach Ludwigsburg

- Neckarweihingen

und Marbach. Es war eine besonders

schöne Erlebnistour

nach Bayern. Ingrid Mutschler

dass die Zahl der Fälle

exzessiver Gewaltanwendung

von Jugendlichen

eher ab- als zunimmt.

Aber die Qualität

der Gewalttaten verändert

sich. Dass Jugendliche

aus nichtigem Anlass

plötzlich losschlagen

und dass sie ein von „außen“

kaum zu kalkulierendes,

tödliches Gewaltpotenzialentwikkeln,

ist oft Ergebnis eigener

Gewalterfahrung.

Viele Gewalttäter haben

keine funktionierende

Familie, ihnen wurden

nie Normen und Werte

vermittelt, es gab keine

Strukturen im Alltag und Konsequenzen für

ihr Tun. Viele sind zugleich ohne Perspektive

und nie gefördert oder gefordert worden.

Viele, aber nicht alle. Der Amokläufer,

der in einer Schule wahllos auf Schülerinnen

und Schüler einschießt ist unauffällig

und angepaßt. Nichts deutet auf dieses Potenzial

hin, er kommt nicht aus sozial benachteiligten

Verhältnissen oder aus einer

Unterkunft für Drogenabhängige. Die Ursachen

für solche Gewaltausbrüche werden

immer diffuser, schwerer zu greifen und zu

bekämpfen. Der Ernst dieser Entwicklung

läßt auch die Politik fernab jeder Polemik

und Scharfmacherrhetorik agieren. Einige

wenige erliegen der Versuchung, Fragen

des Strafrechts für schnelle und plakative

Botschaften zu mißbrauchen. Mit einseitigen

Maßnahmen sind Spontan-Exzesse

nicht zu verhindern. Davon lassen sich Totschläger

nicht abschrecken, denn auf dem

Gipfel ihrer Aggression denken sie nicht an

Heike Herrmann, Pressesprecherin

des CDU-Kreisverbandes

Ludwigsburg, Pressesprecherin

AK Polizei Bezirksverband

Nordwürttemberg und

Kreisverband Ludwigsburg

und stellv. Vorsitzende im

Stadtverband Kornwestheim

Konsequenzen. Vielmehr stelle ich fest,

dass Urteile gegen junge Straftäter noch

immer zu schleppend vollstreckt werden

und so die „Warnschussfunktion“ verfehlen.

Die gesetzlichen Möglichkeiten für den

Umgang mit straffälligen Jugendlichen sind

absolut ausreichend, doch Sanktionen sind

oft schwer zu vollstrecken, weil es der Justiz

an geeigneten Arrestplätzen und an Erziehungseinrichtungen

für junge Straftäter

fehlt. Möglichst langes Wegsperren ist keine

Lösung.

Lebenslagen und Schicksale sind beeinflussbar,

Neuorientierungen des Verhaltens

sind gerade im Jugendalter immer möglich.

Aber sicher nicht mittels eines härteren,

sondern nur mittels eines besseren Jugendstrafvollzugs,

der die Chancen der Jugendlichen

auf soziale Teilhabe nicht vermindert,

sondern vermehrt. Das „Seehaus“ in Leonberg

ist solch eine Einrichtung für junge Gefangene.

Als erstes Bundesland führte Baden-Württemberg

„Jugendstrafvollzug in

freien Formen“ ein. Es ist weder Kuschelpädagogik

noch Erziehungscamp. Die Jugendlichen

leben jeweils in einer Hausfamilie

und lernen so oft zum ersten Mal ein

funktionierendes Familienleben kennen.

Hausputz, Schule, Arbeit, Sport, Berufsvorbereitung,

gemeinnützige Arbeit, Täter-Opfer-Ausgleich,

soziales Training sowie die

Vermittlung christlicher Werte und Normen

sind fester Bestandteil des Konzepts. Alle,

die das Projekt erfolgreich abschließen

konnten, fanden einen Ausbildungs- oder

Arbeitsplatz, da sie im Seehaus Leonberg

Sozialverhalten gelernt und Arbeitstugenden

eingeübt haben. Seehaus-Jugendliche

lernen das Leben in Verantwortung für sich

und die Gemeinschaft. Wer einmal dort war,

der wünscht sich mehr solche Einrichtungen.

http://www.prisma-jugendhilfe.de/

Ludwigsburg 10/2009 >>> Seite 15


IMPRESSUM

Herausgeber:

CDU-Kreisverband Ludwigsburg, Friedrich-Ebert-Straße 78,

71638 Ludwigsburg, Telefon 0 71 41 / 87 51 95, Telefax 87 17 45

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Verantwortlich:

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Heike Göttlicher (E-Mail: KV.Ludwigsburg@CDU.de)

Redaktion: Heike Herrmann – Kreispressereferentin

Landesteil: Florian Weller, Landesgeschäftsführer der CDU Baden-Württemberg

Hasenbergstr. 49 b, 70176 Stuttgart, Tel. 07 11 / 66 904 - 0, Fax - 50

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