paul scheiber - SAC-Gotthard

sac.gotthard.ch

paul scheiber - SAC-Gotthard

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DER

G O T T H A R D

CLUBNACHRICHTEN SAC SEKTION GOTTHARD · 3/2009


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Gotthardstrasse 58 · 6460 Altdorf · 041 870 11 20 · info@musch.ch · www.musch.ch

Wir berücksichtigen unsere Inserenten und Gönner


Der gottharD Nr. 3/2009

auch diesem Schnee ist es in den letzten

Wochen an den Kragen gegangen.

Sinnbild für einen langen, harten Winter.

Foto: alain Baumann

Impressum

In diesem Heft:

3 eDitoriaL

4 auS Der StaMMSeKtioN

4 – Skitouren im Safiental

6 – Schneeschuhtour Morgartenberg

7 – Skitour oberalpstock

10 – tödi-ersatztouren im Nordtessin

14 – auf den Spuren der letzten

gotthardkutsche

15 – Skitouren in Splügen

17 – Voranzeige Sektionstouren

21 – Durchgeführte Sektionstouren

22 iNFoS auS DeM VorStaND

22 – Der Vorstand stellt sich vor

23 – Neumitglieder herzlich willkommen

23 – Frühlingszusammenkunft oberfeld

24 aNNo DaZuMaL

24 – Vor fünfzig Jahren am Salbitschijen

28 ortSgruPPeN

28 – Neumitgliederskitour rickhubel

29 Jo uND KiBe

29 – Funday

29 – tourenprogramm

30 – Bergsteigerkurs

Der gotthard erscheint sechsmal jährlich und wird allen Sektionsmitgliedern zugestellt.

auflage: 1600 expl.

Inserate:

redaktion Gotthard 1, 2 und 3:

annina arnold-Vetter

Stachelmätteli 8, 6468 attinghausen

tel. P: 041 871 28 19

Lukas Brücker

allmendstrasse 25, 6468 attinghausen

tel. P: 041 870 17 42

e-Mail: lukasbruecker@gmx.ch

redaktion Gotthard 4, 5 und 6:

esther Zgraggen Bossert

Pfyffermatt 12, 6460 altdorf

tel. P: 041 870 66 7

Druck:

Druckerei gasser

gotthardstrasse 112, 6472 erstfeld

tel. 041 880 10 30, Fax 041 880 27 22

e-mail redaktion:

e-Mail: druga@bluewin.ch

redaktion@sac-gotthard.ch

Die nächste Ausgabe

Homepage:

Nr. 4/2009 erscheint im Juli.

www.sac-gotthard.ch

redaktionsschluss ist der 15. Juni 2009.

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info@sewenhuette.ch; www.sewenhuette.ch


Editorial

Frischer Wind im Gotthärdli

Liebe gotthärdlerinnen, liebe gotthärdler

einige von ihnen wissen es vielleicht bereits.

in der gotthärdli-redaktion gibt es

Veränderungen. Diese ausgabe ist nicht

meine letzte, aber doch geht es ein halbes

Jahr, bis Sie zum nächsten Mal von mir hören.

Bedingt durch meine neue alte aufgabe

als hüttenwartin habe ich eine Co-redaktorin

gesucht, die mir die Sommernummern

4, 5 und 6 abnimmt. Frau esther Zgraggen

Bossert, ihnen sicher bekannt als ehemalige

«Firstlady», hat sich zu meiner grossen

Freude bereit erklärt, diese aufgabe anzunehmen.

Für Sie, liebe gotthärdlerinnen und

gotthärdler, ändert sich wenig. esther und

ich werden eng zusammenarbeiten. Schreiben

Sie weiterhin ihre tourenberichte, fotografieren

Sie ihre Bergkameraden, benützen

Sie die e-Mail-adresse redaktion@

sac-gotthard.ch und ihre tourenberichte

mit Fotos werden am richtigen ort landen.

handschriftliches schicken Sie an die entsprechende

adresse im impressum. alles

klar? Wenn nicht, melden Sie sich bei mir,

die Verantwortung, dass es läuft, bleibt bei

mir.

Vorerst aber geniessen Sie bei frühsommerlichem

Wetter die Lektüre mit vielen Berichten

der vergangenen Wintersaison und

stimmen Sie sich ein in die Klettersaison mit

dem ersten teil des Berichts «Vor 50 Jahren

am Salbitschijen».

ich freue mich – ehrlich gesagt – auf meine

gotthärdliferien. aber wie es bei Ferien sein

sollte, bin ich mir schon jetzt sicher, dass

ich im herbst voller Freude zurückkehre, den

Kopf voller ideen und Lust zum Schreiben.

und wer weiss – ein bisschen Werbung erlaube

ich mir jetzt doch noch – sehen wir uns

im Sommer im Maderanertal auf 2032 m.

3

Bis bald, herzlich

Annina Arnold

www.imholzsport.ch


aus dEr stammsEktion

safiental, 19. – 22. Februar 2009

am Vorabend waren die Wetterprognosen

schlecht und das Lawinenbulletin meldete

eine heikle Lawinensituation. Die Skitour ins

Safiental war gefährdet. Sollen wir gehen,

sollen wir nicht? es gab einige anrufe und

unsicherheit, aber es gelang unserer tourenleiterin

evelyn, uns zu überzeugen: im

Safiental gibt es keine steilen hänge, aber

dafür ausserordentlich gute Schneeverhältnisse.

Message compris: on y va.

Bis Bonaduz war die Welt noch in ordnung.

ab Versam, dem ersten Dorf im Safiental,

konnten wir links und rechts nur noch Schnee

sehen. Die autoräder begannen durchzu-

drehen und man fühlte sich wie in einem

eiskanal. Nach einer Stunde höchster Konzentration

(besonders für die Fahrer) kamen

Aufstieg zum Strätscherhorn mit Entlastungsabständen

wir ohne Zwischenfälle in thalkirch an,

wo wir auf unsere erste tour (Strätscherhorn,

2557 m) starteten.

Die kalte, klare Luft (minus fünfzehn grad),

die imposante Berglandschaft, der leichte

Pulverschnee und die Begegnung mit einem

hirschrudel machten diese tour einmalig.

Wegen der Kälte verschoben wir die

für den Nachmittag auf dem Programm stehende

LVS-Übung auf den nächsten tag. Wir

entschieden uns, die Schneeketten (die, die

gepasst haben!!) zu montieren und fuhren

dann zum gemütlichen gasthaus rathaus in

Safien-Platz.

am nächsten tag starteten wir unsere tour

in richtung Camaner grat (2500 m). Nach einer

Mittagspause im Nebel genossen wir die

schöne, lange, in der Falllinie verlaufende

abfahrt bis ins Dorf, ohne einen Stachel-

4


auS Der StaMMSeKtioN

Blick ins hintere Safiental

draht zu überfahren! Wir wurden unten unerwartet

von trampeltieren begrüsst. Nein,

die tour war nicht zu streng, es war keine

Fata Morgana... sie waren echt! trampeltiere

aus der Mongolei gibt es im Safiental,

sowie auch Yaks und Lamas.

Der dritte tag begann mit der Besichtigung

des heimatmuseums Safiental in Camanaboda.

anschliessend liefen wir in richtung

Camaner grat über Camaner hütta (2400 m).

Die Schneebedingungen hatten sich verändert.

Der Bruchharst hielt uns aber nicht

davon ab, elegante Spuren in den Schnee

zu ziehen. Zurück im Dorf entdeckten wir

«Z’cafi» mit seinen Spezialitäten huscafi,

Miafosi und tote tante. Shopping war auch

auf dem Programm, von Klöppelspitzen bis

zu den Salsizwürsten.

Der Sonntag war nicht speziell verlockend.

trotz der Schneefälle stiegen wir etwa zwei

Besuch im Dorfmuseum

Stunden bis zur Bruschgaläschger hütta

hoch. Mit einer anstrengenden und schwierigen

abfahrt endete unser aufenthalt am

«ende der Welt».

ich danke esther, agnes, Marianne, Wisi,

Franz und besonders der tourenleiterin evelyn

Frischknecht für die schöne und erlebnisreiche

Zeit, die wir zusammen verbracht

haben.

a la prochaine.

5

Christiane Gremaud


auS Der StaMMSeKtioN

schneeschuhtour morgartenberg (ersatztour), 4. märz 2009

am Mittwochmorgen verabredeten sich

sechs gut gelaunte Frauen mit der tourenleiterin

Margrit hofstetter. Wir waren alle

gespannt, was sie als ersatztour für die Fellillücke

anbieten würde. Bei föhnigem aber

schönem Wetter starteten wir richtung

Sattel. auf dem Parkplatz der hochstucklibahn

schnallten wir die Schneeschuhe an

den rucksack, nahmen die Schoggiherzli

von Margrit zu uns und begannen unsere

tour richtung Sattel. Zuerst ging es dem

Ein kleiner Berg, ein eindrückliches Kreuz

geschichtsträchtigen Pfad nach Morgarten

entlang. anschliessend rüsteten wir uns mit

Schneeschuhen aus und strebten hinauf bis

zum ansehnlichen holzigen gipfelkreuz des

Morgartenberges (1244 m). Nur zwei bellende

hunde und ein geschwinder trinkhalt

vermochten die beharrlichen Schneeschuhwanderer

kurz aufzuhalten. es herrschte ein

schroffer Wind. Der herrliche ausblick auf

den in verschneiten höhenzügen eingebetteten

Ägerisee und ein herrliches gipfelpanorama

entlöhnten den

aufstieg und den unangenehmen

Wind. Margrit, unsere

kompetente tourenleiterin,

fand ein geschütztes

und behütetes Plätzchen für

unseren Mittagshalt. Bald

ging es aber wieder weiter

quer durch den Wald.

Mal ab und zu eine akro-

batische einlage oder

ein Sturz zerrte uns aus

dem träumen und geniessen.

Margrit führte uns

via tännli zurück nach rothenturm.

im restaurant

Krone tranken wir nach

der herrlichen tour einen

verdienten Kaffee, bevor

es mit dem Bus nach dem

im Nebel liegenden Sattel

zurückging.

Den abschluss des ausflugs

hätten wir uns zwar

ein bisschen anders gewünscht

– die autoheckscheibe

des renault espace

hielt nämlich unserer

euphorischen, glücklichen

Stimmung nicht stand und

6


auS Der StaMMSeKtioN

Gut geschützt vom rauen Wind

trübte diese für wenige Momente. Doch gemäss

der Weisheit «Scherben bringen glück»

erfreuten wir uns trotzdem über die glücklich

gelungene tour und wünschen unserer tourenleiterin

Margrit hofstetter eben das für

Oberalpstock (via Disentis – staldenfirn – Bristen)

1. märz 2009, sAC Lucendro

Kurz nach sieben uhr begrüsst uns Peter

Langenegger (tourenleiter Sektion Lucendro)

am Bahnhof in andermatt. Vierzehn tourengängerinnen

(dreizehn von der Sektion gotthard,

eine von der Sektion Lucendro) haben

sich für das abenteuer «oberalpstock» angemeldet.

Mit solch einer grossen gruppe

zieht es Peter vor, einen Bergführer mitzunehmen.

Somit hat Markus Wyrsch die aufgabe,

uns sicher auf den Berg und wieder

runter zu führen.

ihre künftig geführten touren. Zum Schluss

ein herzliches Dankeschön von allen teilnehmerinnen:

es war super!

7

Erika Kühne

Nach einer guten Stunde Fahrzeit mit der

Matterhorn gotthard Bahn steigen wir kurz

vor Disentis (acla di Fontauna) aus dem

Zug. Der Wetterbericht hat für den heutigen

Sonntag Föhn vorausgesagt. und so wahr –

von Süden her drückt eine mächtige Wolkenwand

über das gotthardgebirge. Wir hoffen

sehr, dass die Sonne noch recht lange scheinen

mag und die Sicht gut bleibt. Mit der

Seilbahn, zwei Sesselliften und einem Skilift

gelangen wir direkt an den Fuss des Piz


auS Der StaMMSeKtioN

ault. Der kurze aufstieg mit den Fellen und

die Felspassage mit den trittleitern meistern

wir alle mit Bravour! Zu unserem erstaunen

ist es praktisch windstill und die

Sonne brennt auf unsere rucksäcke und

auf den Brunnifirn. Die kurze abfahrt über

eben diesen Firn erfolgt in windgepresstem,

trockenem Neuschnee. Danach folgt

der eineinhalbstündige aufstieg zum mächtigen

Piz tgietschen (oberalpstock, 3328 m).

Markus spurt in angenehmem tempo durch

den weichen, trockenen Schnee zum gipfel

hoch. Leider verwehrt uns eine Nebelwand

die Sicht ins Maderanertal. Dafür ist

der Blick in richtung osten umso schöner –

blauer himmel und dutzende von Bergspitzen

(inklusiv Piz Bernina mit Biancograt!).

unsere Pause auf dem gipfel ist nur von kurzer

Dauer, da sich die Wolken von Süden her

langsam breit machen und uns der Wind um

die ohren bläst. Dank dem vielen Schnee

Unterwegs zum Oberalpstock

können wir problemlos und ohne Steinberührung

vom gipfel runterkurven. Noch am

Bahnhof in andermatt wussten Peter und

Markus nicht, ob wir via Val Strem zurück

nach Sedrun fahren werden, oder ob wir die

legendäre Staldenfirn-abfahrt nach Bristen

wählen. Nun ist alles klar: ab in richtung

Maderanertal! Zu Beginn der abfahrt

ist der Schnee windgepresst und der gletscher

schimmert an einigen Stellen durch.

es gibt nur wenige Skispuren. Die Sicht ist

ganz akzeptabel und die Sonne scheint noch

ein wenig durch den hochnebel. anschliessend

treffen wir auf Pulverschnee. Der fast

unendlich lange hang der gemsplanggen

ist ein absoluter traum! Nachdem wir unsere

Spuren im lockeren Powder gezogen

haben, wird der Schnee schnell nass und

klebrig. auf der tief verschneiten Strasse

«stöckeln» wir nach Bristen. einige Male

müssen wir über Nassschneerutsche stei-

8


auS Der StaMMSeKtioN

Abfahrt über den Staldenfirn

gen und bewundern ehrfürchtig die Natur

und ihre Kräfte. glücklich und zufrieden erreichen

wir um halb drei die talstation golzern

in Bristen. Mit frisch gewechseltem unterleibchen

besteigen wir wenig später das

Postauto, welches uns nach amsteg bringt.

Die andermattner, sowie die, die ihr auto

in andermatt am Morgen abgestellt hatten,

reisen weiter via göschenen ins urschnertal.

Die anderen verabschieden sich und nehmen

den Bus nach altdorf.

Fazit: herrliche rundtour, gute Verhältnisse,

super organisation (besten Dank!!), unfallfrei,

lachende gesichter, zufriedene und

müde SaCler

9

Monica Heussi


auS Der StaMMSeKtioN

Wie aus dem Tödi das Wandfluhhorn wurde, 23. – 27. märz 2009

am Sonntagabend traf ich mit dem Zug in

altdorf ein. im gepäck hatte ich neben der

kompletten Skitourenausrüstung das Programm

für die geplanten Skitouren im tödigebiet.

Die tourenwoche sollte ja am Montag

bereits um 5.15 uhr in altdorf starten.

Franz tresch holte mich am Bahnhof ab. Die

Wettervorhersagen für die kommende Woche

waren für den Norden miserabel, für die

alpensüdseite dagegen vielversprechend.

So vertauschten wir das tödigebiet mit dem

Maggiatal. Der Franz hatte den Sonntagnachmittag

mit der Suche nach unterkünften

und dem ummelden verbracht. ich durfte

am abend die herzliche gastfreundschaft

der Familie tresch geniessen.

MoNtag:

Pünktlich um 6 uhr kam hugo Bossert und

holte Franz und mich ab. Wir starteten richtung

Süden. in göschenen warteten bereits

heinz arnold, unser Bergführer, Frieda

Berchtold, alain Baumann und Lucia Cathry.

Die gruppe war nun komplett.

Die Fahrt ins Valle Campo, einem Seitental

des Maggiatals, lockerten wir an der raststätte

Bellinzona Nord durch eine Kaffeepause

auf. Kurz nach 9 uhr erreichten wir Ci-

Schnee, Schnee und nochmals Schnee

10

malmotto. Vom Kirchplatz aus starteten wir

bei Sonnenschein zur eingehtour auf den

Passo Quadrella (2137 m). anfänglich durch

lichte Fichten- und Lärchenwälder gewannen

wir rasch an höhe. Die Ärmel hochgekrempelt

stiegen wir bei angenehmen temperaturen

dem Pass entgegen. Sobald wir die

Waldgrenze erreichten, frischte der Wind

zwar etwas auf, also die Ärmel wieder runter

und die Jacke darüber und weiter ging’s.

heinz führte uns zielsicher auf den Pass.

Nach zweieinhalb Stunden aufstieg hatten

wir freie Sicht auf das Walserdorf Bosco

gurin. auf dem Pass war es für einen längeren

halt zu frisch. Die Felle wurden verstaut,

Schuhe und Bindung auf abfahrt gestellt

und schon rauschten wir abwärts. Der

Schnee war gut fahrbar, bald erreichten wir

wieder den Lärchenwald. Zwischen den Bäumen

hindurch, durch einige tobel, führte

heinz uns direkt zum Munt La reita, dem

Biohof von Verena und Markus Senn, unserem

Quartier für die nächsten tage.

heute abend mussten wir uns selbst versorgen.

im hoflädeli konnten wir alle Lebensmittel

und getränke kaufen. Der mit

holz gefeuerte herd sorgte für die äussere

wohlige Wärme, das feine Nachtessen von

Frieda und Lucia zubereitet (ich durfte den

Salat und das Dessert machen), für die innere

Wärme. Nach einer Bouillon mit eistich

folgten Nüsslisalat mit Croutons und

Älplermakronen mit frischem rahm zubereitet.

Die Älplermakronen waren ein gedicht.

Nach der Crème mit honig und grappa verschwanden

wir bald in unseren Stuben.

DieNStag:

Pizzo del Forno (2695 m) hiess unser heutiges

tagesziel. im ersten Morgenlicht war abmarsch.

Die gruppe war gewachsen. Django


auS Der StaMMSeKtioN

Mit Hofhund Django auf dem Pizzo del Forno

der hofhund, ein leidenschaftlicher tourengänger,

hatte sich in die Kolonne eingereiht.

Nach einer gemächlichen abfahrt zum talboden

begann der lange aufstieg zum Forno

über die alpe groppo.

in der Nacht war etwas Neuschnee dazugekommen.

Die abfahrt und der aufstieg durch

den stillen, tief verschneiten Winterwald

waren etwas für geniesser. Wir erreichten

die freien Flächen, der Wind nahm leider zu.

Stunde um Stunde, unterbrochen von einer

kurzen Pause, schoben wir die Skier unserem

tagesziel entgegen. Die Windböen wurden

immer kräftiger, Windjacken, Skibrillen und

gesichtsschutz kamen zum einsatz. Wegen

der glatt gefegten Schneedecke und dem böigen

Wind legten wir 100 höhenmeter unter

dem gipfel das Skidepot an. auf dem

gipfel selber war es ungemütlich. Django

11

drängte sich, Schutz suchend zwischen die

Beine der Menschen. Für den aufstieg hatten

wir etwas mehr als fünf Stunden gebraucht,

genau wie von heinz vorhergesagt.

Der gipfelgenuss fiel kurz aus. Die abfahrt

bei guten Schneeverhältnissen verlief rassig.

Durch die Schlucht des rio Colobiasca

erreichten wir nach einem kurzen gegenanstieg

den Munt La reita. heute wurden wir

von den hofbewohnern versorgt und konnten

uns einen entspannten Nachmittag und

abend gönnen.

MittWoCh:

abfahrt um 6 uhr mit den PW nach Bosco

gurin. Django bettelte vergeblich, er durfte

nicht mit. Das Walserdorf mit seinen auf

Stelzen ruhenden holzhäusern war eingebettet

in meterhohen Schnee, die Dächer tru-


auS Der StaMMSeKtioN

Nachtessen Risotto und Luganighe

gen einen dicken Schneepelz. Wir fellten an

der talstation der Sesselbahn an und begannen

unseren aufstieg zum Wandfluhhorn

(2863 m). Wie befürchtet kam auch heute

oberhalb der Waldgrenze der Wind auf. am

Fusse des gipfelhanges legten wir das Ski-

und rucksackdepot an. angeseilt und mit

dem Pickel in der hand stiegen wir dem gipfel

entgegen, Steigeisen wären heute nützlich

gewesen. alain fragte, ob das Wandfluhhorn

nun vergleichbar mit dem tödi

wäre. Die Frage blieb unbeantwortet.

auf dem gipfel reichte es für einen rundblick

bei mässiger Sicht. Nach dem gipfelfoto

begann der abstieg. Der Schnee war

heute fester und die anschliessende abfahrt

kostete Kraft.

auf der rückfahrt nach Cimalmotto fanden

wir in Cerentino ein restaurant aperto. Dort

genehmigten wir uns zur Stärkung zwei Piatti

ticinesi. in Bosco gurin waren alle restaurants

geschlossen. auf dem Biohof war

heute Backtag, das abendessen war dadurch

gesichert. Die hofbewohner brachten

uns und der zweiten tourengruppe Backbleche

mit duftenden Pizzen.

12

DoNNerStag:

Über Nacht waren gute

30 cm Neuschnee gefallen.

Quartierwechsel

war angesagt. Wir wollten

nach Faido fahren

und zur Capanna Campo

tencia aufsteigen. alles

gepäck wurde in die PW

verladen und die Schneeketten

montiert. in Faido

fiel dann die entscheidung:

Der Campo tencia

mit seinen Nordnordosthängen

war bei diesen

Bedingungen zu gefährlich.

Wir entschieden uns

für die andere talseite der Leventina. Die

Capanna Prodör oberhalb von Cari war unser

neues Ziel.

Der tag war noch jung, in Molare wurde angefellt

und der Lago di Motella ins Visier genommen.

Nach zwei Stunden aufstieg entschied

heinz: «es wird zu gefährlich!» auf etwa

2250 m verbannten wir die Felle in den rucksack

und fuhren ab. Die Schwünge im Neuschnee

sahen gut aus. Der zweistündige aufstieg

hatte sich gelohnt.

in Cari angekommen mussten wir nun den

Schlüssel für die Capanna auftreiben. Dieser

war in einem restaurant hinterlegt. Dessen

ruhetag war leider heute, was nun? Cari selber

war beinahe menschenleer. endlich, nach

langem Suchen, fanden die Späher ein haus

mit rauchendem Kamin. Die Bewohnerin, eine

der drei ständigen Bewohner von Cari, setzte

alles in Bewegung, damit wir zum Schlüssel

kamen. in ihrem haus nahmen wir den apéro

und hörten interessantes über das Leben in

Cari.

Nach einem kurzen aufstieg waren wir in der

Capanna Prodör (1740 m). Die Capanna war

bestens ausgestattet und modern eingerich-


auS Der StaMMSeKtioN

tet. Wir verpflegten uns selber und hatten hoch

über der Leventina einen lustigen abend.

Freitag:

als tagesziel war der Pizzo Predelp (2586 m)

ausgeschrieben. Der Schnee hatte über die

Nacht einen Deckel bekommen. Die kurze

abfahrt von der Capanna war nicht gerade

ein genuss. Bei tarnologio wurde angefellt,

der aufstieg zum Predelp begann. Die Sonne

schaute zwischen den Wolken durch. Mit

den Sonnenstrahlen wurde es gleich warm.

Der Schweiss rann von der Stirn, wie es bei

Frühlingstouren erwartet wird. Nach zweieinhalb

Stunden, auf einer höhe von 2380 m,

zog sich der himmel wieder zu. heinz hatte

den weiteren aufstieg zum grat geprüft und

als sicher beurteilt. Doch die Wolken hüllten

uns mehr und mehr ein. Wir warteten

noch eine halbe Stunde. Leider wurde die

Aufstieg im Neuschnee von Molare Richtung Punta di Stou

13

Sicht nicht besser. Die abfahrt bei den herrschenden

Schneeverhältnissen war eine herausforderung!

Mit einem leichten gegenanstieg zurück

nach Cari ging die tourenwoche im tessin

zu ende.

Wir hatten fünf schöne tage erlebt, konnten

jeden tag eine tour durchziehen, hatten

ein neues gebiet kennen gelernt und lustige

abende verbracht. Die entscheidung, die tödiwoche

ins tessin zu verlegen, hatte sich

als eine taktisch kluge Wahl erwiesen.

heinz, dir danken wir für die tourenauswahl,

dein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein

und die umsichtige Führung der gruppe.

herzlichen Dank, dir, Franz, für die organisation

der tourenwoche und deine arbeit

mit den ummeldungen und der Buchführung.

Schön war’s gewesen!

Lutz Flemming


auS Der StaMMSeKtioN

Auf den spuren der letzten Gotthardkutsche, 22. Februar 2009

Dank des ausgeklügelten Managementsystems

unseres tourenleiters Jürg heule (rollende

Planung mit laufend neuer Zieldefinition),

musste die geplante Schneeschuhtour

zur Maighelshütte trotz heftigen Schneefalls

nicht ganz abgesagt werden. Statt auf dem

oberalppass trafen sich die Wetterfesten in

hospental mit dem Ziel, das Winterhorn zu

besteigen.

Der automobilisierte «Zürcher-Flügel» der

gruppe absolvierte zuerst noch einen kurzen

Wiederholungskurs im Schneeketten-

Montieren (gar nicht so einfach, wenn die

gebrauchsanleitung nur auf holländisch vorhanden

ist). Mit blutigen Fingern und kleiner

Verspätung stiessen sie in der Krone in hospental

dann doch noch zur gruppe.

So machten sich acht gruppenmitglieder und

der tourenleiter im Schneegestöber auf den

Weg. Schon bald merkten wir, dass auch

Wer will hier denn fahren?

14

das Ziel Winterhorn zu optimistisch war und

folgten deshalb zuerst der alten und später

der neuen gotthardstrasse. Dabei erfuhren

wir von Jürg viel Wissenswertes über

die letzte gotthardkutsche, die im Winter

den gotthardpass überquert hatte, über den

gotthardtunnel mit seinen Lüftungsschächten

und über den Steinbruch, in dem noch

heute Stein abgebaut und weiterverarbeitet

wird.

Das Mittagessen aus dem rucksack fiel wetterbedingt

eher kurz aus, sodass alle froh

waren, dass in der Krone in der Zwischenzeit

die am Morgen vermissten Nussgipfel

eingetroffen waren.

herzlichen Dank an unseren tourenleiter

Jürg und an alle teilnehmerinnen und teilnehmer

für den schönen tag!

Alexandra Fux


auS Der StaMMSeKtioN

skitouren in splügen, 19. – 22. märz 2009

es war am Morgen des Josefstags, die

Mondsichel thronte auf der Spitze des Bristen.

unsere tourengruppe mit Margrit, Claudia,

Sepp, ambros, toni, Stefan und mir traf

sich in erstfeld. unter der Leitung von edi

fuhren wir nach San Bernardino, unserem

ausgangspunkt für den ersten gipfel, dem

Zapporthorn. Bei strahlendem Wetter machten

wir uns gemütlich auf zum heutigen tagesziel.

es war recht kalt und je näher wir

dem gipfel kamen, desto mehr wurde die

Sonne von Wolken verdeckt. Nichts desto

trotz freuten wir uns über die rundsicht,

auch wenn es etwas neblig war. Der Schnee

auf der abfahrt war fahrbar, aber das mit

dem Sulzschnee blieb ein frommer Wunsch.

Dennoch war es eine tolle tour.

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15

Splügen

im hotel Suretta in Splügen

logierten wir tipptopp. am

ersten abend kam alfons

Spinas und zeigte uns wunderschöne

Dias von der Natur-,

tier- und Pflanzenwelt

aus der gegend des rheinwalds.

am Freitagmorgen nach einem

feinen Frühstück starteten

wir, wohl gestärkt,

richtung Schollenhorn. edi

zeigte uns das alte Walserhaus,

in dem er aufgewachsen

war. an den linken

talhängen konnten wir viele gämsen beobachten.

Diejenigen, die genug ausdauer hatten,

sahen sogar Steinböcke. es war extrem

kalt und der Wind fegte uns um die ohren.

auf dem gipfel hiess es alles anziehen und

noch kurz herumschauen. und nun weg vom

Schollenhorn richtung tal. Die abfahrt war

megagigagenial, Pulver vom feinsten. Fast

jeder liess einen Freudenjauchzer erklingen.

Kurz vor dem ende der tour durften wir noch

aus nächster Nähe einem adler zuschauen.

Wow, so schön!

am abend zeigte uns edi das Dorf Splügen

und wir genossen einen feinen apéro in spezieller

atmosphäre im Weiss Kreuz.

am Samstag machten wir uns bei prächtigem

Wetter zum Chilchalphorn auf, zuerst


auS Der StaMMSeKtioN

ohne Wind, doch weiter

oben war dieser einmal

mehr unser steter Begleiter.

Vom gipfel genossen

wir die traumhafte

aussicht. Sogar

ein windstilles Picknickplätzli

lud uns zum

geniessen ein. auch

heute waren die Verhältnisse

gut, doch die

Sulzschneehänge suchten

wir vergebens.

unser letztes gipfelziel

war der Piz Beverin, ausgangspunkt

Mathon. ein

bedeckter himmel, dafür

fürs erste kein Wind. Wir stiegen sachte

an, zuerst durch Wald und wunderschön gelegene

alpen. Die Weite dieser gegend faszinierte

uns alle! Zwischendurch liess sich

die Sonne blicken oder es tanzten vereinzelte

Schneeflocken vom himmel. Den Piz

Beverin erreichten wir bei kräftigem Wind.

Für einen gipfelbucheintrag und ein gruppenfoto

reichte es dennoch. Die abfahrt war

Unterwegs zum Chilchalphorn

Auf der Leiter zum Piz Beverin

16

super und dank edi fanden wir doch noch einige

Sulzschneehänge.

Für diese unvergesslichen tourentage danken

wir dir, edi, ganz herzlich, es war u-

schön. Wir kamen alle gut gelaunt, aber

auch etwas müde wieder nach hause.

Marianne Arnold


auS Der StaMMSeKtioN

Voranzeige sektionstouren (Juni – Juli)

1. Juni: Biketour im Napfgebiet ab Littau

Fahrzeit ca. 4 Std. Schwierigkeit WS. Die

Biketour findet dieses Jahr im wunderschönen

Biosphären-Land entlebuch statt. Mehr

infos und Bilder unter: www.biosphaere.ch.

Der Verlauf der Biketour steht noch offen.

anmeldungen nimmt tourenleiter heinz herger

gerne entgegen über die Website oder

per telefon 041 448 05 73.

6. – 14. Juni:

Tourenwoche in den pyrenäen

Diese genussvolle Wanderwoche führt durch

ein Naturparadies in den Zentralpyrenäen. es

erwartet uns eine eindrückliche gebirgslandschaft,

die von einer Vielzahl an türkisblauen

hochgebirgsseen und wunderbar klaren gebirgsbächen

geprägt ist. Die tour von tourenleiter

hugo Bossert und Bergführer alois Furrer

ist bereits ausgebucht.

6./7. Juni: Kletterkurs

Der Kletterkurs ist für anfänger sowie für

Fortgeschrittene, die ihr Wissen noch vertiefen

möchten, geeignet. hauptthemen sind

Knotenlehre, einrichten eines Standplatzes,

Klettertechnik und abseilen. Der Kurs wird

durch Bergführer Kari Stadler geleitet. Das

genaue Programm wird den teilnehmenden

rechtzeitig bekannt gegeben. anmeldungen

sind über die Website möglich oder an

den zuständigen tourenleiter Mario Cathomen,

telefon 078 769 92 73, zu richten. Die

gesamtkosten pro Person für dieses Wochenende

betragen ca. Fr. 160.–, inklusive Fr. 80.–

Kurskostenbeteiligung.

7. Juni: ebnet – eggberge – Fleschsee

Leichte Wanderung (t2) mit einer gehzeit

von ca. 3 Stunden. Mit der Luftseilbahn eierschwand-ruogig

fahren wir bis ins Äbnet,

das sich in der Mitte der oberen Sektion be-

17

findet. Von dort kurz einem Strässchen, später

einem Weg folgend in angenehmer Steigung

gegen die eggberge. Weiter dem Weg

entlang zum hüenderegg und zum Fleschsee.

anschliessend wandern wir zur Bergstation

der ruogigbahn und fahren mit dieser zurück

nach Brügg.

anmeldungen nimmt der tourenleiter thomas

arnold gerne unter telefon 041 870 93 89

entgegen.

14. Juni: Witenstock ab Gurtnellen-Dorf

Der Witenstock (2392 m), bei den einheimischen

besser als geissberg bekannt, ist

an den Lawinenverbauungen erkennbar. Wir

besteigen ihn von gurtnellen-Dorf (935 m)

über den themenweg bis zur Bergstation der

Seilbahn. Den gipfel erreichen wir auf den

neu blau-weiss markierten Wegspuren. absteigen

werden wir über den ostgrat. Bevor

wir nach arni (1360 m) hinuntergehen,

besuchen wir noch die Schindlachtalhütte

(1984 m). Schwierigkeit der tour: t4. Zeiten:

aufstieg 4 – 5 Std., abstieg 3 Std.

anmeldungen nimmt der tourenleiter Bruno

Bollinger gerne über die homepage oder

telefon 041 761 89 13 entgegen.

19./20. Juni: Gross spannort

Der gross Spannort (3198 m) bildet die

höchste erhebung im gebiet des erstfeldertales

und ist durch seine markante Form sowie

durch die abgesonderte Stellung auch

aus grosser Distanz leicht zu erkennen. Wir

starten die tour am Freitagnachmittag mit

der Fahrt zu den Bodenbergen und dem etwa

zweistündigen anstieg zur Kröntenhütte, wo

wir die Nacht verbringen. am nächsten Morgen

geht es frühzeitig einem Pfad und Markierungen

folgend zum Beginn des gletschers.

Dort wird angeseilt und der lange

Marsch über den flachen glattfirn in angriff


auS Der StaMMSeKtioN

genommen. Kurz vor dem Spannortjoch steigen

wir durch ein steiles Couloir in den Südgrat

des gross Spannort und erreichen über

Schneefelder und Felsstufen den gipfel in

ca. 5 Stunden. Der etwa 4-stündige abstieg

erfolgt auf der gleichen route. Voraussetzung

für diese tour sind eine gute Kondition

und sicheres Steigeisengehen. Schwierigkeit:

WS.

anmeldungen nimmt tourenleiter Sepp arnold

unter telefon 041 870 34 41 oder e-Mail:

sepp.arnold-brand@bluewin.ch gerne entgegen.

Maximal 7 teilnehmer.

20. Juni: Biketour

unsere diesjährige Biketour führt uns ins

hinterland von Lugano. Die runde beginnt

in tesserete (522 m) und führt uns über

roveredo nach Bidogno ins Val Colla. Weiter

über ein schmales Strässchen in mehreren

Kehren hoch zum rifugio Monte Bar

(1600 m, Verpflegungshalt mit grossartiger

aussicht). Weiter über einen phantastischen

höhentrail zur alpe Pietrorossa und zum

Passo San Lucio (1542 m). hier an der

grenze italien/Schweiz ist dann «Kaffeetime»

angesagt, bei einem absolut genialen

Panorama. Nach der rast erreichen

wir nach einer rassigen abfahrt Certara

(1003 m). Weiter talauswärts erreichen wir

unseren ausgangspunkt tesserete. Zeitdauer

ca. 6 Stunden (inkl. Pausen). Distanz

ca. 45 km. höhenmeter ca. 1350 m. Diese

Biketour ist für etwas geübte Biker gedacht,

die nicht nur auf guten Feldstrassen fahren

können. also sind leichte technische anforderungen

von Vorteil.

anmeldungen sind an den tourenleiter Sepp

gisler unter telefon 079 764 14 31 zu richten

oder auch über die Website möglich.

20./21. Juni: Balmhorn

Diese hochtour, mit 1600 höhenmetern im

aufstieg, ist sehr lang, bietet jedoch einen

18

abwechslungs- und aussichtsreichen aufstieg

auf das 3698 m hohe Balmhorn. Für

den auf- und abstieg nehmen wir die Normalroute

über den Südwestgrat (Zackengrat).

Die Schwierigkeit wird mit WS beurteilt,

es ist mit 6½ Stunden im aufstieg und

4½ Stunden im abstieg zu rechnen.

tourenleiter roger tresch nimmt anmeldungen

gerne über 079 255 77 70 oder die Website

entgegen.

27./28. Juni: eiskurs

Der eiskurs eignet sich für anfänger und

Fortgeschrittene, die ihr Können auffrischen

möchten. Vermittelt werden von Bergführer

Paul gnos das anseilen auf dem gletscher,

das Sichern in Firn und eis, das gehen mit

Steigeisen und die Spaltenrettung. Übernachtet

wird in der Sidelenhütte. Die Kostenbeteiligung

beträgt Fr. 80.– pro Person.

Zusätzlich ist noch mit rund Fr. 70.– für halbpension

und Fahrspesen zu rechnen.

interessierte Sektionsmitglieder können sich

beim tourenleiter Mario Cathomen unter telefon

078 769 92 73 oder über die Website

anmelden. Die teilnehmerzahl ist auf 10 Personen

beschränkt.

28. Juni: pazolastock – Lai da Tuma

Der Pazolastock (Piz Nurschalas), bekannt

als Skitourenberg, hat auch ohne Schnee seinen

reiz. ausgangspunkt ist der Nätschen.

Nach Schöni beginnt der mässig steile aufstieg

über Boden und Pazolaälpetli, mit saftigen

alpweiden und alpenrosen zu Punkt

2577, wo der aufstieg vom oberalppass her

einmündet. Nun dreht der Pfad in die Westflanke

des grates und windet sich etwas

steiler in zahlreichen Kehren bis zum gipfel

des 2739 m hohen Pazolastocks. Welch

ein Panorama! Der aufstieg dauert rund 3½

Stunden. Wir verlassen den ort südseitig,

dem grat folgend, in den Sattel zum Punkt


auS Der StaMMSeKtioN

2743. Der anschliessend bequeme abstieg

führt uns zur Badushütte. Weiter geht es

westwärts zum Lai da tuma, der Quelle des

rheins. Für den abstieg auf den oberalppass

rechnen wir 3 Stunden. Mit der Matterhorn

gotthardbahn kehren wir zum ausgangspunkt

zurück. eine reizvolle Bergtour

(t3) zu welcher der tourenleiter robert

Püntener gerne ihre anmeldung entgegennimmt

(041 870 25 29 oder über die onlineanmeldung).

4./5. Juli: Gross Windgällen

Dieser gewaltige und massive Berg imponiert

durch seine mächtige Breite ebenso

sehr wie durch das Profil seiner Steilwände.

tourenleiter Patrik tresch (tel. 079 712 83 17

oder patresch@bluewin.ch) führt uns über

die Normalroute, die eine kombinierte eis-

und Felstour ist, in etwa 4 Stunden von der

Windgällenhütte auf den gipfel. Die Schwierigkeit

beträgt ZS und erfordert schon einiges

an Bergerfahrung.

5. Juli: Bälmeten ab Bürglen

Leichte (t3), aber ziemlich lange Bergtour

von Bürglen aus. Wir treffen uns beim Parkplatz

des restaurants Kinzigpass um die

1750 höhenmeter auf den Bälmeten in angriff

zu nehmen. Für den aufstieg rechne ich

mit etwa 5 Stunden – weitere 4 Stunden für

den abstieg. Durchs riedertal steigen wir

bis zum Mythenmätteli auf, von dort geht

es steil weiter durch den Wald zum Skihaus

oberfeld auf dem haldi. auf guten Bergwegen

wandern wir über Butzenboden zum

gipfel dieses schönen aussichtsberges. absteigen

werden wir übers grätli, weiter zum

Stich und durchs griesstal nach Brunni. Dem

alten Brunniweg folgend geht es nach unterschächen,

von wo wir mit dem Postauto

unsere runde zurück nach Bürglen beenden.

thomas arnold nimmt anmeldungen für

19

diese konditionell eher anspruchsvolle tour

gerne per telefon 041 870 93 89 entgegen.

11. Juli:

Wegarbeiten um die Kröntenhütte

Da die gebirgswege vor allem im Winter unter

Schneelast und Lawinenabgängen leiden,

ist es immer wieder nötig, diese Wege zu

unterhalten, so auch die Wege um die Kröntenhütte.

auch dieses Jahr würden sich der

hüttenchef und der hüttenwart der Kröntenhütte

freuen, wenn sich ein paar gotthärdlerinnen

und gotthärdler für diese arbeiten zur

Verfügung stellen würden. treff- und Zeitpunkt

werden bei der anmeldung beim hüttenwart

Markus Wyrsch bekannt gegeben.

telefon 041 880 01 22.

11./12. Juli:

Oberaarhorn ab Oberaarjochhütte

Dieses Wochenende möchte ich mit euch

ganz besonders gestalten. Die eigentliche

tour ist zeitmässig der hüttenaufstieg auf

die oberaarjochhütte. Für diese 900 höhenmeter,

welche zu einem guten teil über

den oberaargletscher führen, rechne ich

ca. 5 Stunden. Dafür ist der gipfeltag umso

schöner! Wir steigen schon vor dem Frühstück

in ca. 2 Stunden die 420 höhenmeter

auf das oberaarhorn und geniessen auf

dem gipfel das alltägliche Wunder des Sonnenaufgangs

mit Sicht auf 24 Viertausender.

Das Frühstück schmeckt uns danach

bestimmt doppelt so gut. Danach führt uns

der gleiche Weg zurück zum Berghaus oberaar

am oberaarsee beim grimselpass. Die

tour verlangt eine Kondition für aufstiege

bis 6 Stunden und ist technisch mit L (leicht)

bewertet. Normale hochtourenausrüstung,

maximal 6 teilnehmer. Über anmeldungen

bis spätestens 3. Juni 2009 über die homepage

oder unter telefon 041 880 01 04 freut

sich die tourenleiterin evelyn Frischknecht.


Gebr. Gisler

Keramische Wand- und Bodenbeläge

Natur- und Kunststeine

Dorfbachstrasse 11 · 6467 Schattdorf

Tel. 041 870 70 92

Alpen-TAxi

Beim Bahnhof Erstfeld stehen Ihnen 4 Personenwagen und ein Klein-Bus (12 Sitzplätze) zur

Verfügung. Das gegenüberliegende Restaurant Fisch (Tel. 041 880 05 23) nimmt Ihre Aufträge

jederzeit gerne entgegen. Unser erfahrenes Team bietet Ihnen eine preiswerte und zuverlässige

Dienstleistung. Wir sind bestens gerüstet, jederzeit sämtliche Taxifahrten (mit Sonderfahrbewilligung

z.B. ins Erstfeldertal oder ins Maderanertal usw.) übernehmen zu können.

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auS Der StaMMSeKtioN

16. – 18. Juli:

rosenhorn-Hangendgletscherhorn

Die touren auf das rosenhorn und hangendgletscherhorn

führen uns ins gauligebiet.

Während es im Winter ein bekanntes Skitourengebiet

darstellt, geht es im Sommer

eher ruhig zu und her.

Nach unserer anreise am Donnerstag über

den Brünig nach innertkirchen nehmen wir

von dort das Postauto bis zur rosenlauischlucht.

Danach geht es zu Fuss weiter.

Der Zustieg zur Dossenhütte ist bereits für

sich eine Bergtour. Die Schwierigkeiten liegen

bei t5. Der Weg hat einige klettersteigähnliche

Passagen und liegt in einer beeindruckenden

Bergwelt. Für den aufstieg

benötigen wir ca. 4½ Stunden.

am Freitag steht das rosenhorn auf dem

Programm. Der aufstieg erfolgt über den

Dossensattel, allenfalls auch über den gipfel

des Dossen und danach über den rosen-

21

lauigletscher bis auf den gipfel auf 3689 m.

Benötigte Zeit ca. 5 Stunden. Der abstieg

führt uns hinunter zur gaulihütte, wofür wir

mit ca. 3½ Stunden rechnen müssen.

am Samstag besteigen wir das hangendgletscherhorn

(3291 m), den «hausberg»

der gaulihütte im Sommer. Zeitbedarf ca.

4½ Stunden. Der abstieg erfolgt auf der aufstiegsroute.

Bis ins urbachtal «vernichten»

wir 2300 höhenmeter. Zeitbedarf ca. 6 Stunden.

ein taxidienst bringt uns zurück nach innertkirchen,

unserem ausgangspunkt.

Für die touren braucht es eine gute Kondition.

Die Schwierigkeiten liegen bei WS+. Die maximale

teilnehmerzahl beträgt 8 Personen.

anmeldungen nimmt tourenleiter Pius Zgraggen

unter telefon 041 880 04 09 oder e-Mail

pius.zgraggen@bluewin.ch entgegen.

Mario Cathomen, Tourenchef

Durchgeführte sektionstouren vom 16. 2. bis 30. 3. 09

Datum Tour Leitung TN

19. – 22.2 Skitouren im Safiental evelyn Frischknecht 7

22.3. Schneeschuhtour Maighelshütte Jürg heule 9

ausweichtour: hospental – gamsboden

28.2 Centrale ab gemsstock Walter gnos 9

1.3. oberalpstock Peter Langenegger 16

4.3. Schneeschuhtour Fellilücke Margrit hofstetter 7

ausweichtour: Morgartenhöchi ab Sattel

7./8.3. Sulzfluh ab Partnun Bruno Küttel 5

14.3. rueras Peter Langenegger 16

15.3. Schneeschuhtour gibel Bruno Bollinger 15

ausweichtour: Segna ab Carì

19. – 22.3. Skitouren im Splügengebiet edi Mengelt 8

22.3. hoch geissberg Bruno Küttel 11

23. – 27.3. Skitouren im tödigebiet Franz tresch 7

ausweichtour: touren im tessin

24.3. Frühlingswanderung Verena Stadler 7


infos aus dEm Vorstand

Der Vorstand stellt sich vor

susANNe ArNOLD-INFANGer

Kassierin

als Kind war ich mit meinen eltern oft wandernd

in den urner Bergen unterwegs. auch

waren wir an verschiedenen anlässen der damaligen

Jo gotthard anzutreffen. als teenager

und junge erwachsene war dann wandern

nicht mehr so cool. interessanter waren

damals die alpenpässe der Schweiz und des

nahen auslandes, die ich zusammen mit

Freunden und meinem zukünftigen ehemann

hansueli mit dem Motorrad befahren habe.

Während meiner Lehre bei der BDo Visura

in altdorf wurde ich mit dem Zahlenvirus angesteckt.

Bis vor einigen Jahren fand ich hauptsächlich

Berge interessant, die mit einer Bahn

zu erklimmen waren. Dies war unter anderem

beruflich bedingt, da ich in goldau bei

der Seilbahnfirma garaventa (natürlich in der

Buchhaltung) gearbeitet habe.

inzwischen bin ich 37jährig, verheiratet und

Mutter von zwei Kindern. Den töffhelm hab

ich getauscht mit dem Klettergurt, die Strassenkarte

mit der Wanderkarte und den tanksack

mit dem rucksack.

in meiner Freizeit bin ich gerne zusammen mit

meiner Familie in den Bergen unterwegs. im

Winter sind wir sehr oft auf den Skipisten des

Biel anzutreffen; bei schönem Wetter jedoch

auch auf den Sonnenterrassen.

Jeweils im Frühling freue ich mich wieder

auf unser kleines alphüttli im Schächental.

Name und Vorname: Susanne arnold-infanger

Beruf: Kaufm. angestellte, Familienfrau

Funktion im Vorstand: Kassierin

Aktivitäten in den Bergen: Wandern, Skifahren, Klettersteige, einfache Klettertouren

22

in dieser Welt läuft die Zeit langsamer und

es lässt sich wunderbar erholen und die Natur

und die Berge geniessen.

im Sommer und herbst locken dann zusätzlich

die vielen urner Wander- und Bergwege.

oder die vielen SaC-hütten. oder Kletterrouten.

oder Klettersteige. oder das Velo. oder

die Badi. oder das ausland. oder das Meer.

oder unser gartensitzplatz.

Üblicherweise wird man der Liebe zu den

Bergen wegen Vorstandsmitglied beim SaC.

Bei mir war es die Liebe zu den Zahlen und

die Freude auf eine neue herausforderung.

an der generalversammlung im Januar 2009

wurde ich als Kassierin des SaC gotthard gewählt.

Mit dieser Funktion trete ich die Nachfolge

meines langjährigen arbeitskollegen

Sepp arnold an. Meine aufgabe im Vorstand

ist das erstellen des abschlusses und des

Budgets. auch verwalte ich die gelder der

Sektion und erledige alle anfallenden Zahlungen.

ich freue mich auf eine spannende

Zusammenarbeit mit den andern Vorstandsmitgliedern.


iNFoS auS DeM VorStaND

Herzlich willkommen

Folgende Neumitglieder heissen wir herzlich willkommen bei der SaC-Sektion

gotthard und hoffen auf schöne gemeinsame Bergerlebnisse:

Kähty arnold, altdorf

Pascal arnold, altdorf

Sina Bertolosi, altdorf

Claudia Boes, Seengen

Yvo und Blanca Brun, Neuenkirch

Jwan Jauch, Bristen

Bernhard Lange, Luzern

eveline Lüönd, altdorf

Cécile Mulle-arnold,

D-oberkirch (Sektionswechsel)

ina rosenkranz, altdorf

rolf Schnellmann, Seedorf

(Sektionswechsel)

Ursula Huwyler, Mitgliederwesen

Frühlingszusammenkunft

im Ski- und Clubhaus Oberfeld, Haldi

Samstag, 6. Juni 2009

Programm

10.00 Uhr Apéro

11.00 Uhr Gedenkgottesdienst beim

Ski- und Clubhaus Oberfeld

12.00 Uhr Mittagessen für Fr. 22.–

Übernachtungen bitte direkt beim Hüttenwartpaar

Hans und Emmi Loretz anmelden,

Tel. 041 870 59 60.

Anmeldung erforderlich

bis 30. Mai 2009 bei:

Hanspeter Amrhein, Telefon 041 870 57 63

oder E-Mail: mail_amrhein@bluewin.ch

Für die Fahrt mit der Luftseilbahn

Schattdorf – Haldi retour kann am

Schalter der Talstation eine

Kollektivmarke verlangt werden.

Der Betrag von Fr. 7.– wird im Clubhaus

eingezogen.

Die SAC-Sektion Gotthard und die

durchführende OG Flüelen freuen sich,

möglichst viele Teilnehmerinnen und

Teilnehmer begrüssen zu dürfen.

23


anno dazumal

Vor 50 Jahren am salbitschijen, 1. Teil

Die auswahl der vorgestellten unternehmungen

ist rein subjektiv und beabsichtigt

keine Wertung bezüglich der alpinhistorischen

Bedeutung. Diese erstbegehungen

zeichnet, nach unserer Meinung, eine gemeinsamkeit

aus: Die überwundenen klettertechnischen

Schwierigkeiten und die damit

verbundene grösse und ernsthaftigkeit

dieser Neutouren wurden erst durch das urteil

der Wiederholer in Fachkreisen bekannt

und richtig eingeschätzt.

turM 2 aM SaLBitSChiJeN …

Mitten in einer epoche, die vom modernen

Sportkletterer heute gerne als «eisenzeitalter»

eingestuft wird, erlebt der Salbitschijen

in den urner alpen zwei erstbegehungen,

die in einem aussergewöhnlichem Stil

und in verblüffend schneller Begehungszeit

durchgeführt wurden.

als die beiden extremkletterer Wisi Fleischmann

und Kurt grüter am frühen Morgen des

8. august 1959, mit zwei Seilen und einem

Bündel Felshaken bewaffnet, in den Plattenschild

der Südostwand des turm 2 (Vi a2,

350 m) einsteigen, fühlen sie sich so stark

wie nie zuvor und in der Form ihres Lebens.

haben sie nicht vor ein paar Wochen schon,

in wenigen Stunden und nur mit wenigen

Normalhaken, die von vielen umworbene

erstbegehung der westlichen Nordwand am

grossen Bockmattliturm für sich abgehakt?

auch hier im reich des berühmten Salbitschijen-Westgrates

trennen sie nur gerade

unglaubliche acht Stunden vom gipfelhändedruck

auf dem turm 2.

als «Stiller» unter den extrembergsteigern der

60-er Jahre kann man Wisi Fleischmann,

den Partner von Kurt grüter, wohl bezeichnen.

Wer aber den damals 33-jährigen Wisi (kein

Wisi Fleischmann 1953, Gr. Bockmattliturm-

Nordwand

24

jugendlicher Draufgänger, sondern eher ein

Spätberufener) im Fels erlebte, schwärmt von

der Leichtigkeit und eleganz seines Kletterstiles

und den daraus resultierenden kurzen

Begehungszeiten (Zum Beispiel 1954, erste

eintagesbegehung der Marmolada Punta di

rocca-Südwand, Vinatzerführe, in 13 Stunden

mit Max Niedermann).

Dass Bergsteigen gesund ist und jung erhält,

sei mit folgender episode belegt: Mit über

60 Jahren noch führt Wisi eine Dreierseilschaft

im eilschritt über den aiguille Noire-

Südgrat, mit anschliessendem abstieg zur

Noire-hütte (in einem tag und ohne Biwak

natürlich). Zudem: im gleichen Sommer beeindruckt

er seinen gut 40 Jahre jüngeren


aNNo DaZuMaL

Seilpartner mit einem durchgehenden Vorstieg

durch die fugenlosen Platten der eldorado-

route «marche ou crève», 7+ obl., am

grimselsee.

Schon acht tage nach der erstbegehung der

turm 2-Südostwand ist die Zeit reif für ein

weiteres Meisterstück der Kletterkunst im

urner granit:

Der ZWiLLiNgSturM-oStPFeiLer …

geSChiChte eiNer erStBegehuNg

erstbegehung: 16. august 1959

Vi + a3. Pfeilerhöhe 420 m

Kletterzeit: 1 tag (ohne Biwak)

Material: ca. 25 – 30 holzkeile,

Felshaken, keine Bohrhaken

Doppelseil 40 m, mit Nylonmantel.

anseilart: um die hüfte (dadurch tieferer

anseilpunkt beim artif-

Klettern).

Ansicht Salbitschijen von Südosten: Aus SAC-Clubführer 1986

25

Übergwändli-oberteil, Manchester-Bundhose.

Kletterschuhe mit Vibramsohlen. trittschlingen

aus geknüpften repschnüren.

Die erStBegeher:

Fritz Villiger (geb. 7.1.1926) wächst, ohne

Mutter und Vater je gekannt zu haben, als

Verdingbub auf einem Bergbauernhof auf

der Krienseregg (oberhalb Luzern) auf.

Der Sozialvormund setzt sich für den aufgeweckten

Jungen ein und ermöglicht ihm eine

Lehre als Möbelschreiner.

1957 erwirbt er das Schweizer Bergführerund

Skilehrerdiplom. als begehrter Führer

ist Fritz mit seinen gästen in fast allen gebieten

der alpen unterwegs.

Seit seiner Kindheit allein und auf sich selbst

angewiesen, sucht er die eigene identität in

der einsamkeit der Berge. Verwegene alleingänge,

an der grenze des damals im Klettersport

Machbaren, bringen ihm nicht nur


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Fritz Villiger 1962 Kurt Grüter

Kritik, sondern auch die uneingeschränkte

Bewunderung der Fachkreise ein (z. B. Salbitschijen

turm 2 – Südostwand, turm 3 –

Südwand, engelhörner: Kingspitze Nordostwand

in 2,5 Std., usw.).

Kurt Grüter (geb. 10.8.1937) während seiner

Lehrzeit als Feinmechaniker, klettert

der junge Luzerner meist allein und fast jedes

Winterwochenende, bei jedem Wetter,

mit Pickel und Steigeisen über den steilen

und ausgesetzten Bandweg auf der Nordseite

auf den Pilatus (sehr zur Freude und

abwechslung des damaligen Winterwartehepaares,

das in seiner Klause ein ziemlich

einsames Dasein fristet und denen Kurt

auch jeweils das ersehnte Frischfleisch für

den Sonntagsbraten hinaufbringt).

Die extreme Kletterszene der innerschweiz

ist noch klein, rasch findet das aussergewöhnliche

talent des jungen alpinisten Beachtung.

Kurt übernimmt bald eine Führungsposition

und ist einer der gründer und später

der langjährige Präsident der Bergsteigergruppe

alpina (kurz Bga genannt).

Mit der Wiederholung schwierigster Kletterrouten

im alpenraum hält er sich nicht lange

auf, seine erstbegehungen geniessen einen

erstklassigen ruf. Die Fachwelt zählt ihn zu

den bedeutendsten Bergsteigern der jungen

generation.

27

eine kleine auswahl aus seinem tourenbuch:

Nebst vielen erstbegehungen, die meisten

klassischen Nordwände der Schweizeralpen.

z. B. 1961: eigernordwand

(heckmaierroute)

1962: grandes Jorasses-Walker-

pfeiler

1971: erstbegehung Schlossberg

dir. Westwand 800 m 6+/a3

(immer noch eine der

grössten Bigwalls der

Schweiz)

1973: erstbegehung Stäfelstock-

Nordwand 700 m, 6+/a3

1974: erstbegehung Wisstöckli-

ostwand 600 m, 6/a2

ein wolkenloser sommertag im August

1959 …

Den sorgenvollen Blick zum horizont und

nach vorhandenen Wetterzeichen können

sich die zwei schwer bepackten gestalten,

die soeben die heimelige Salbithütte verlassen,

für diesmal ersparen. Sogar Fritz Villiger,

der erfahrene und entsprechend vorsichtige

Bergführer nickt zufrieden und meint,

«am Wetter dürfte es heute nicht liegen».

gestern haben die Beiden die ersten paar

Seillängen am noch unbestiegenen ostpfeiler

des Salbitschijen-Zwillingsturm vorbereitet.

Überhaupt ist für Fritz heute die Welt

mehr als in ordnug. Die weisse Dächlikappe

tief in die Stirne gezogen (es wird heute noch

um einige grade wärmer werden) stapft er

zufrieden das schmale Bergweglein hinauf,

richtung Südgrat. richtige hochstimmung

kommt in ihm auf, wenn er an die ereignisse

der vergangenen tage denkt. Die Vision

einer Neutour über diesen fugenlosen

und monolythischen Pfeiler hat er schon wochenlang

mit sich herum getragen. in der


aNNo DaZuMaL

Salbit hütte hat er den legendären erstbegeher

der turm2-Südostwand kennen gelernt,

deren senkrechte Platten er bald in wenigen

Stunden, im verwegenen alleingang durcheilen

wird. Die Chemie stimmt, der Zufall hat

zwei verwandte Seelen zusammengeführt.

rasch ist der damals 23-jährige Kurt grüter

vom kühnen erstbegehungsplan am Zwillingsturm

begeistert. Kurt, etwas grösser als

das Leichtgewicht Fritz, kann man ruhig in

die Kategorie «durchtrainierte Sportler» einreihen,

wobei seine Fitness überhaupt nichts

mit dem aufenthalt in gleichnamigen etablissements

zu tun hat (vielmehr ist sie das resultat

einer beachtenswert grossen Zahl extremer

Klettereien, die er in bravouröser art

und Weise bewältigt oder sogar erstbegan-

ortsGruPPEn

skitour für Neumitglieder auf den rickhubel 2009

unter wolkenlosem himmel trafen sich vier

gotthärdler und gotthärdlerinnen um acht

uhr auf dem glaubenberg bei der Kaserne.

Leider hatte das restaurant noch geschlossen,

so mussten wir ohne Startkaffee losmarschieren.

entlang der mit etwa eineinhalb Meter Schnee

bedeckten Strasse fellten wir zur Passhöhe.

Nach einer kurzen rast ging’s durch lichten

Wald, landschaftlich wie in Finnland, auf die

von Sagen umgebene alp rick. Da soll es in

alter Zeit gespuckt haben.

ein bärtiger alter Mann mit einer feurigen

Kette versperrte jedem Älpler und jedem Wilderer

den Durchgang (obwaldner Sage) – uns

gotthärdler liess der geist unbehelligt durch.

28

gen hat). auch das Prädikat «tollkühner, jugendlicher

Draufgänger» trifft in seinem Fall

wenig zu, geniesst er doch trotz seiner Jugend

bereits einen soliden ruf als Jemanden

der seine unternehmungen akrybisch genau

und seriös bis ins kleinste Detail vorbereitet.

Mittlerweile haben unsere beiden akteure

bereits den Felsblock am Wandeinstieg

erreicht und Kurt beobachtet fasziniert wie

katzenhaft elegant Fritz die erste Verschneidungsseillänge

hinauf piatzt...

Max Matter, Luzern und Hans Bär, Kloten

Den zweiten Teil dieses Artikels lesen Sie im

nächsten Gotthärdli.

in einiger entfernung sahen wir bereits das

gipfelkreuz. Nach ein paar Kehren standen

alle auf dem gipfel. Die aussicht war einmalig

schön.

Nach ausgiebiger gipfelrast starteten wir zur

abfahrt in perfektem Sulzschnee. Leider bestand

der unterste teil aus Bruchharst, was

nicht allen zusagte.

auf der Passstrasse angekommen fuhren wir

in rassiger abfahrt zu den autos, wo alle heil

ankamen.

es war eine gelungene, schöne Skitour. Beim

rössli Sepp löschten wir den grossen Durst.

Ruedi Rohrer


Jo und kiBE

Klettertag mit den Familien – Klettern ein Spass für Gross und Klein

Tourenprogramm JO und KIBe (Juni und Juli)

6./7. Juni

Avegno mit Zelten

(1. Teil sommerkurs)

Jo und KiBe

remo inderkum 079 358 65 25

inderkum.kempf@bluewin.ch

Christof gisler 041 870 60 58

christof_gisler@hotmail.com

11. – 14. Juni

Grimsel

(2. Teil sommerkurs)

Jo

remo inderkum 079 358 65 25

inderkum.kempf@bluewin.ch

29

Fun-Day

Datum: samstag, 20. Juni 2009

Kursort: Voraussichtlich göscheneralp

treffpunkt: Wird mitgeteilt, richtzeit ca. 8.00 uhr

Material: Kletterschuhe, trekkingschuhe oder gute turnschuhe

Für alle, die kein Material haben, ist alles organisiert

Sonstige ausrüstung: regenschutz, warme Kleider, Zwischenverpflegung

anmeldung: roman Betschart reussstrasse 8, 6472 erstfeld, 079 432 16 62

oder Stefan Müller, 079 740 65 64

anmeldung bis 10. Juni

Kosten: Fr. 10.–

Was läuft Wir klettern, machen Seilbahnen, lernen die Knöpfe, üben Balance,

an diesem tag: bouldern und vieles mehr. ein tag für die ganze Familie

teilnehmer: Familien, keine altersgrenzen

Diesen Tag dürfen die Familien nicht verpassen. Die eltern erhalten

einblick in die Tätigkeit der JO, die Kleinsten können an diesem Tag

auch mitmachen und erleben die Freude an unserem Hobby.

Auch das Gesellschaftliche wird gepflegt mit «brätlen» und selber

Kaffee kochen etc.

Wir freuen uns auf einen Tag mit den Familien

20. Juni

Funday (mit eltern)

Jo und KiBe

roman Betschart 079 432 16 62

chrom@bluewin.ch

Stefan Müller 079 740 65 64

stefan_mueller86@hotmail.com

27./28. Juni

Hochtour im sustengebiet

Jo

andrea Lorenz 079 656 77 72

andrea.lorenz@gmx.ch

renato gisler 079 562 25 72

renato.gisler@gmx.ch


Jo uND KiBe

Bergsteigerkurs 2009

Datum: 06. + 07. Juni (Zeltwochenende) mit KiBe / 11. – 14. Juni nur Jo

Kursorte: tessin oder grimselgebiet,

(Änderungen der Kursorte bleibt der Kursleitung vorbehalten)

Teilnehmer: alle Mädchen und Jungen im alter von 14 – 22 Jahren

am Zeltwochenende sind auch Kinder von 10 – 14 Jahren willkommen

Voraussetzungen: Lust auf was Neues, Freude am Bergsteigen und ein wenig Kondition

Ausrüstung

wenn vorhanden: an beiden Kursdaten Bergausrüstung mitnehmen:

gstältli, Karabiner, Schlingen, abseilvorrichtung, Bergschuhe,

Kletterfinken, Berghosen (keine Jeans), regenbekleidung,

Faserpelzpuli, handschuhe, Mütze, Wäsche zum wechseln,

Waschzeug, Sonnenbrille, Sonnencrème inkl. Lippen, Sackmesser,

thermosflasche, Stirnlampe.

Zusätzlich 1. Wochenende:

essgeschirr, Schlafsack mit unterlage, Badeutensilien

Verpflegung: aus dem rucksack. Das Nacht- und Morgenessen wird organisiert

Transport: Öffentliche und private Verkehrsmittel

Versicherung: ist Sache des teilnehmers

Kursziel: Bergsteigen und klettern im alpinen und hochalpinen gelände.

Kennen und anwenden der technischen hilfsmittel. Die Natur mit

Kameraden/innen zusammen erleben. Detailliste.

Kursleiter: inderkum-Kempf remo, ringstrasse 4, 6467 Schattdorf

Natel: 079 358 65 25, tel. Privat: 041 871 00 74

Mail: inderkum.kempf@bluewin.ch

Anmeldtermin: bis spätestens Freitag, 27. mai 2009, schriftlich oder

online bei www.sac-gotthard.ch

Kurskosten: 1. Wochenende

Fr. 40.– (inbegriffen sind Übernachtung, transport, Nacht- und

Morgenessen)

2. Wochenende

Fr. 90.– (inbegriffen sind Übernachtungen, transport, Nacht und

Morgenessen)

Treffpunkt: 06. Juni 2009, um 06.00 uhr in erstfeld

hinter dem gemeindehaus, Parkplatz eWe

Verschiedenes: Der Kurs findet bei jeder Witterung statt

es kann auch nur an einem Wochenende teilgenommen werden!

30



Jo uND KiBe

Anmeldung Bergsteigerkurs 2009

Vorname*: Name*:

Strasse*: Nr.:

PLZ*: Wohnort*:

telefon*: Natel:

e-Mail: geb.-Dat.*

Mit * bezeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

ich habe eine Bergsteigerausrüstung

Klettergurt, Karabiner, express, Kletterfinken

ich bin SaC Jugend Mitglied

ich kenne diese Sportart bereits

ich bin dabei am: 06. + 07. Juni 2009 (Sportklettern)

11. – 14. Juni 2009 (alpin)

ich habe schon einen Bergsteigerkurs besucht

Ja Nein

ich bin in dieser Sportart anfänger Fortgeschrittener

Zutreffende Felder ankreuzen und rechtzeitig an untenstehende adresse senden.

es kann auch nur an einem Wochenende teilgenommen werden!

Wenn Kameradinnen oder Kameraden mitkommen möchten, können weitere Formulare

unter folgender adresse bestellt werden:

www.sac-gotthard.ch

remo Inderkum-Kempf Natel: 079 358 65 25

ringstrasse 4 Tel. privat: 041 871 00 74

6467 schattdorf mail: inderkum.kempf@bluewin.ch

sofort Talon ausfüllen, abtrennen oder kopieren und bis 27. mai an remo senden!

31


GönnErinnEn-

und GönnErlistE 2009

32

Telefon

Alpina sport AG, Andermatt 041 887 17 88

Bernhard Ziegler und söhne AG, Baumaterialhandel, Flüelen 041 874 30 80

BIDO AG, papeterie und Buchhandlung, Altdorf 041 870 08 08

Druckerei Gasser, erstfeld 041 880 10 30

Floristikart, rita Herger, Dorfstrasse 6, Flüelen 041 871 04 54

Geo-uri GmbH, peter Amacher, im Chäli, Amsteg 041 883 19 45

Hotel Frohsinn, Familie paul Jans-Käch, erstfeld 041 882 01 01

Hotel Höfli, Familie schuler-schuppisser, Altdorf 041 875 02 75

Hotel restaurant reiser, Familie K. Lusser, Altdorf 041 870 10 66

Huber GmbH, papeterie, Buchhandel, Bürofachgeschäft, Altdorf 041 870 10 01

Implenia, Bauunternehmung, Altdorf 041 874 90 90

Infanger Technik AG, Gotthardstrasse 22, erstfeld 041 882 03 03

meyer’s sporthaus AG, 6490 Andermatt 041 887 12 32

monsieur K Herrenmode, Walter senn, Altdorf 041 870 12 72

rest. Grüner Wald, H. muoser-Hochreiter, schattdorf 041 870 11 39

rest. Krone, Theres und Kurt Loosli, erstfeld 041 880 13 02

rest. schächengrund + Café Hauger, stefan Hauger, Altdorf 041 870 14 63

rest. schützenhaus, Gustav planzer, Bürglen 041 870 12 10

rest. sternen, Fam. simmen-stöckli, sAC-mitglied, Gurtnellen 041 885 12 14

Wohn-Center muoser, Gotthardstrasse 85, schattdorf 041 874 74 74

Zentrum-markt Arnold, Altdorf 041 870 11 91


Die Tourenprofis

SCOTT

SCOTT

AZTEC

AZTEC LEGEND

LEGEND

Wir berücksichtigen unsere Inserenten und Gönner

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AZB

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PP/Journal

CH-6472 Erstfeld

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